# meintechblog.de > Technik-Tipps, Howtos und Zusammenhänge verständlich erklärt > Admin Email: joerg@meintechblog.de ## Beiträge ### Howto: UniFi Protect Videofeed in Loxone einbinden Heute zeige ich, wie man die in UniFi Protect vorhandenen Kameras in Loxone integrieren kann. Konkret geht es darum, aus dem RTSP-Stream der Protect-Kameras, welcher per h264-Codec vorliegt, per go2rtc-Software einen MJPEG-Stream zu erzeugen, den Loxone versteht. Wie das im Detail funktioniert, könnt ihr im nachfolgenden Blogpost nachlesen - und zusätzlich bequem per YouTube-Video nachvollziehen. https://www.youtube.com/watch?v=hj8ztpObswg YouTube-Direktlink Infos zu den technischen Hintergründen, weshalb ich den MINIS FORUM MS-01 Mini Workstation Intel Core i9-12900H (Affiliate-Link) im Kombination mit Proxmox einsetze, findet ihr im vorausgegangenen Blogpost Howto: Loxone Intercom Videofeed in UniFi Protect einbinden. Unifi Protect h264-Stream ausfindig machen und testen Als Erstes müssen wir herausfinden, ob wir auf den gewünschten Kamerastream der Unifi-Cam zugreifen können, der gleich in Loxone eingebunden werden soll. Dazu im Unifi Protect UI die gewünschte Kamera auswählen und auf den Einstellungs-Tab wechseln. Dort unter "Share Livestream" den Haken setzen bei "Low Resolution (640x360), wie im nachfolgenden Screenshot gezeigt: Die angezeigte URL über das Symbol links (Copy link) kopieren. In meinem Fall sieht die URL so aus: rtsps://192.168.3.1:7441/yb7VcjRqgo6ax63b?enableSrtp BTW: Dieser Link enthält neben der IP und dem Port für den RTSPS-Stream auch die zufällig erzeugte Streaming-ID (hier yb7VcjRqgo6ax63b), welche neu generiert werden kann, indem der Haken bei "Low Resolution (640x360)" entfernt und neu hinzugefügt wird. Die niedrige Auflösung reicht übrigens locker aus, wenn man die Kamera in der Loxone App einbinden möchte. Wer die App primär auf einem sehr großen Screen anzeigen möchte - bspw. auf einem 12" iPAD - kann aber natürlich auch die "Medium Resolution (1024x576)" nutzen. Ich teste aber erstmal mit der kleinsten Auflösung, da das am wenigsten Ressourcen benötigt und ich auch direkt mehrere Kameras einbinden möchte, wodurch die Anforderungen eh linear wachsen. Jetzt aber nochmal zur Streaming-URL von eben... Damit wir diese gleich nutzen können, müssen wir diese noch etwas umbauen zu: rtsp://192.168.3.1:7447/yb7VcjRqgo6ax63b Also aus rtsps wird rtsp, der Port ändert sich von 7441 zu 7447 und das ?enableSrtp am Ende kann weg. Fragt mich nicht, wie man darauf kommt - ich habe das funktionierende Zielformat irgendwo online gefunden vor Ewigkeiten... Also erstmal diese URL in VLC (externer Link) testen. Dazu unter Ablage -> Netzwerk öffnen bei URL die eben gebastelte URL einfügen und mit Öffnen bestätigen: Nach 2-3 Sekunden sollte das Bild angezeigt werden: Test erfolgreich. Die eben zusammengeschusterte Streaming-URL auf dem Rechner zwischenspeichern, da wir sie gleich wieder im go2rtc-Tool benötigen werden. LXC-Container auf dem Proxmox Host einrichten Alle vorbereitenden Schritte dazu und weitere Details dazu gibt es im Blogpost Howto: Loxone Intercom Videofeed in UniFi Protect einbinden. Hier erkläre ich die Basics nicht mehr und liefere gleich das Ergebnis... Also erstmal den LXC-Container in Proxmox erstellen: pct create 1010 \ /var/lib/vz/template/cache/debian-12-standard_12.12-1_amd64.tar.zst \ --hostname unifi2loxone \ --password meinpasswort \ --cores 1 \ --memory 512 \ --net0 name=eth0,bridge=vmbr0,ip=dhcp,type=veth \ --rootfs data:4 \ --unprivileged 0 \ --start 0 UPDATE: Habe den Parameter rootfs von "local-lvm" auf "data" umgestellt, da ich hier auf meinem Proxmox-Host einfach viel mehr Platz habe. Auf dem Proxmox-Host checken, ob iGPU-Ressourcen (Intel Plattform) verfügbar sind: ls -l /dev/dri || true Da sollte dann sowas hier angezeigt werden: root@proxi:~# ls -l /dev/dri || true total 0 drw-rw—- 2 root root 80 Aug 21 00:22 by-path crw-rw—- 1 root video 226, 1 Aug 21 00:22 card1 crw-rw—- 1 root render 226, 128 Aug 21 00:22 renderD128 Wenn card1 und renderD128 angezeigt werden, kann man mit den folgenden Schritten weitermachen. Jetzt /dev/dri für VAAPI an den LXC durchreichen (Befehle auf dem Proxmox-Host ausführen!) printf '%s\n' \ 'lxc.cgroup2.devices.allow: c 226:* rwm' \ 'lxc.mount.entry: /dev/dri dev/dri none bind,optional,create=dir' \ >> /etc/pve/lxc/1010.conf pct start 1010 && \ pct enter 1010 Jetzt sollte der Befehl ls -l /dev/dri das hier ausgeben: root@intercom:~# ls -l /dev/dri total 0 drw-rw—- 2 root root 80 Aug 20 22:22 by-path crw-rw—- 1 root video 226, 1 Aug 20 22:22 card1 crw-rw—- 1 root 993 226, 128 Aug 20 22:22 renderD128 Nun notwendige APT-Repository-Einträge für Debian 12 ergänzen und die passende Pakete und Treiber installieren, damit die Hardwareressource auch genutzt werden kann: cat >/etc/apt/sources.list <<'EOF' deb http://deb.debian.org/debian bookworm main contrib non-free non-free-firmware deb http://deb.debian.org/debian bookworm-updates main contrib non-free non-free-firmware deb http://security.debian.org bookworm-security main contrib non-free non-free-firmware EOF apt update && \ apt install -y wget ffmpeg vainfo intel-media-va-driver-non-free Ob alles geklappt hat, erfährt man mit dem Befehl: vainfo --display drm | head -n 20 Es sollte dann sowas hier ausgegeben werden: root@intercom:~# vainfo –display drm | head -n 20 libva info: VA-API version 1.17.0 libva info: Trying to open /usr/lib/x86_64-linux-gnu/dri/iHD_drv_video.so libva info: Found init function __vaDriverInit_1_17 libva info: va_openDriver() returns 0 vainfo: VA-API version: 1.17 (libva 2.12.0) vainfo: Driver version: Intel iHD driver for Intel(R) Gen Graphics – 23.1.1 () vainfo: Supported profile and entrypoints VAProfileNone : VAEntrypointVideoProc VAProfileNone : VAEntrypointStats VAProfileMPEG2Simple : VAEntrypointVLD VAProfileMPEG2Main : VAEntrypointVLD VAProfileH264Main : VAEntrypointVLD VAProfileH264Main : VAEntrypointEncSliceLP VAProfileH264High : VAEntrypointVLD VAProfileH264High : VAEntrypointEncSliceLP VAProfileJPEGBaseline : VAEntrypointVLD VAProfileJPEGBaseline : VAEntrypointEncPicture VAProfileH264ConstrainedBaseline: VAEntrypointVLD VAProfileH264ConstrainedBaseline: VAEntrypointEncSliceLP VAProfileVP8Version0_3 : VAEntrypointVLD VAProfileHEVCMain : VAEntrypointVLD VAProfileHEVCMain : VAEntrypointEncSliceLP VAProfileHEVCMain10 : VAEntrypointVLD VAProfileHEVCMain10 : VAEntrypointEncSliceLP Jetzt sind alle vorbereitenden Schritte des LXC-Containers abgeschlossen und wir können go2rtc installieren… Unifi Protect h264-Stream per go2rtc in MJPEG umwandeln go2rtc herunteralden und Dateirechte anpassen: wget -O /usr/local/bin/go2rtc https://github.com/AlexxIT/go2rtc/releases/latest/download/go2rtc_linux_amd64 && \ chmod +x /usr/local/bin/go2rtc Config schreiben: cat >/etc/go2rtc.yaml <<'EOF' streams: spielturm: "exec:ffmpeg -hide_banner -loglevel error -rtsp_transport tcp -i rtsp://192.168.3.1:7447/yb7VcjRqgo6ax63b -an -vf scale=640:360,fps=10 -q:v 5 -f mpjpeg pipe:1" api: listen: ":1984" rtsp: listen: ":8554" EOF Hier muss nur der Eintrag "spielturm" und die korrekte rtsp-URL eingetragen werden, welche am Anfang des Howto ermittelt wurde. Systemd-Service anlegen und starten: cat >/etc/systemd/system/go2rtc.service <<'EOF' [Unit] Description=go2rtc RTSP bridge After=network-online.target Wants=network-online.target [Service] Type=simple ExecStartPre=/bin/sleep 10 ExecStart=/usr/local/bin/go2rtc -config /etc/go2rtc.yaml Restart=always [Install] WantedBy=multi-user.target EOF Dienst laden, aktivieren, starten, prüfen: systemctl daemon-reload && \ systemctl enable --now go2rtc && \ systemctl status go2rtc --no-pager Mit dem Befehl hostname -I | awk '{print $1}' können wir erstmal die IP-Adresse des LXC-Containers checken. In meinem Fall: 192.168.3.186 Nun sollte go2rtc per Web-UI erreichbar sein über den Port 1884: http://192.168.3.186:1984 Hier sollte dann auch direkt der „spielturm“-Eintrag vorhanden sein. Hier nichts weiter klicken - ist nur der Test, ob der Dienst korrekt gestartet wurde. Der MPEG-Stream sollte dann über die nachfolgende URL verfügbar sein. Die Adresse manuell im Browser eingeben - über den "Stream"-Button im go2rtc-Interface geht das nicht: http://192.168.3.186:1984/api/stream.mjpeg?src=spielturm Tada, das Bild sollte nach kurzer Bedenkzeit in ziemlich grütziger Qualität angezeigt werden: Hier lassen sich vermutlich noch etwas Qualität mit dem q-Setting in der go2rtc-Config herausholen. Für mich reicht das aber erstmal zum Testen... Ein Standbild kann man übrigens auch über nachfolgende URL erhalten: http://192.168.3.186:1984/api/frame.jpg?src=spielturm UniFi-MJPEG-Kamerastream in Loxone Config einbinden Als letzten Schritt müssen wir den eben erstellen Stream "nur" noch in der Loxone Config einfügen: Suchen (F5) -> "Benutzerdefinierte Intercom" -> bei Name "Spielturm" eingeben. Bei "URL Videostream (intern)" die Streaming-URL von eben eintragen. Bei "URL Videostream (extern)" ebenfalls. Den "API Connector" der eben erzeugten Intercom mit dem Namen Spielturm auf ein Blatt ziehen. Dadurch wird der Baustein direkt mit einem automatisch eingefügten Türsteuerung(sbaustein) verbunden: "In Miniserver speichern" und das Ergebnis in der App betrachten: Das "Bild bei Klingeln" habe ich mir an dieser Stelle gespart, da ich ich die Kamera nicht als "Intercom" aka Gegensprechanlage nutzen möchte. Spannend wäre jetzt noch die verfügbaren Buttons im Kamerabild zu verlinken, sodass man mit "Licht" bspw. den Beleuchtungsbaustein der Terrassenüberdachung ansprechen kann. Aus meinem täglichen Leben Die letzten Monate hab ich mich echt tief ins "Rabbit-Hole" des Hin- und Herumwandelns von Videostreams beschäftigt. Aus diesem Grund war dieses kleine Umsetzungsprojekt in wenigen Minuten erledigt. Jetzt dauert es nur noch etwas, bis wirklich alle Kameras in Loxone eingetragen sind. Cool wäre natürlich, wenn Loxone nativ h264-Streams unterstützen würde und man nicht auf den Oldschool-MJPEG-Schrott zurückgreifen müsste, aber man muss sich nur zu helfen wissen. Vielleicht wird es Zukunft ja doch noch was und Loxone bessert hier nach, evtl ja sogar mit h265-Support, who knows... ### Live PV-Quartett – E-Auto als Zugpferd?! Heute Abend um 20:00 Uhr schauen wir uns die harten Fakten an, ob man mit dem E-Auto samt Wohnwagen tatsächlich in den Süden fahren kann und ob das am Ende praktikabel ist oder nicht. Wie weit kommt man, wo kann man laden, wie lange dauert das? Ich habe den Hardcore-2.500km-Test gemacht... Außerdem berichtet Arne von seiner neuen Anschaffung - ein E-Auto mit dickem Speicher und Anhängerkupplung. Was ist es geworden und was waren die Beweggründe. War es am Ende vielleicht sogar eine Fehlentscheidung? Schaltet rein und diskutiert im Live-Chat mit uns! https://www.youtube.com/live/XBzRzauBQps YouTube-Direktlink ### Howto: Loxone Intercom Videofeed in UniFi Protect einbinden Heute endlich die versprochene Integration der Loxone Intercom (Affiliate-Link) in UniFi Protect, um den Videostream hier als Überwachungskamera nutzen zu können. Am Ende ist die Einbindung in nur wenigen Minuten erledigt, wenn man weiss, wie es geht. Ich habe hier wirklich hunderte von Stunden investiert, um diese Lösung zu finden. Wenn euch die Lösung weiterhilft und ihr euch erkenntlich zeigen möchtet, könnt ihr mir gerne etwas per Paypal rüberschieben oder den Loxkurs (externer Link) buchen - hier gibt es noch viele weitere spannende Inhalte, die euch als Loxone-User weiterhelfen. Direkt zum Video: https://youtu.be/IZxmtlepT-g YouTube-Direktlink Ich nutze mittlerweile einen MINIS FORUM MS-01 Mini Workstation Intel Core i9-12900H (Affiliate-Link) mit Proxmox, um alle meine Homelab-Dienste per LXC-Container bzw. Virtuelle Maschinen zu "erschlagen". Ein Raspberry Pi tut es bei den meisten vermutlich auch, aber ich würde euch dennoch mindestens einen Intel N100 (Affiliate-Link) empfehlen. Hier bekommt man für um die 150 Euro einen Komplettrechner, meist mit 16GB Ram und 512GB SDD. Perfekt fürs die meisten Aufgaben - und mit eingebauter Hardwarebeschleunigung im Kontext Videotranscoding - und das brauchen wir nachfolgend zwingend, um den gurkigen MJPEG-Stream der Loxone Intercom in h264 umzuwandeln, sodass ihn UniFi Protect versteht. Debian-Umgebung erstellen (LXC-Container in Proxmox verfügbar machen) Folgende Befehle in der Proxmox Konsole eingeben: pveam update && \ pveam available | grep debian- | grep standard Ausgabe in meinem Fall: system debian-12-standard_12.12-1_amd64.tar.zstsystem debian-13-standard_13.1-2_amd64.tar.zst Dann laden wir die gewünschte (aktuellste) Version herunter: pveam download local debian-12-standard_12.12-1_amd64.tar.zst Jetzt den LXC-Container in Proxmox erstellen: pct create 1001 \ /var/lib/vz/template/cache/debian-12-standard_12.12-1_amd64.tar.zst \ --hostname intercom \ --password meinpasswort \ --cores 1 \ --memory 512 \ --net0 name=eth0,bridge=vmbr0,ip=dhcp,type=veth \ --rootfs local-lvm:4 \ --unprivileged 0 \ --start 1 In die Konsole des gerade erstellten LXC-Containers springen mit dem Befehl: pct enter 1001 Alternativ einfach im Proxmox UI links in der Leiste den LXC-Container 1001 anklicken und >_ Console auswählen. In meinem Fall wurden hier aber keine Konsolenbefehle entgegegengenommen. Deshalb hab ich einfach mit dem "pct enter 1001"-Befehl gearbeitet... Nun sollte root@intercom:~# angezeigt werden. Dann werden nachfolgende Befehl direkt im LXC-Container ausgeführt. Mit "exit" kann man dann wieder zum Proxmox-Host zurückspringen. Das wollen wir an dieser Stelle aber noch nicht. Mit dem Befehl hostname -I | awk '{print $1}' können wir erstmal die IP-Adresse des LXC-Containers checken. In meinem Fall: 192.168.3.174 Die IP notieren - wird später in UniFi Protect wichtig. Intercom MJPEG-Stream ohne Authorization verfügbar machen Damit go2rtc später den MJPEG-Stream der Intercom entgegen nehmen kann, musste ich die Authorization aus dem Stream über das Tool nginx entfernen - bzw. stellt nginx den Stream einfach nochmal ohne Authorization im Sinne eines Reverse Proxy bereit. Anders hab ich es einfach nicht hinbekommen. Das geht so... Erstmal die IP-Adresse der Intercom im Browser eingeben - in meinem Fall: http://192.168.3.13 Die IP-Adresse findet man entweder in der Loxone-Config beim betreffenden Intercom-Element oder eben per Netzwerkscanner. Jetzt sollte ein Pop-Up erscheinen, in welchem man die Zugangsdaten eintragen muss: Gewöhnlich sind das der Login des Admin-Benutzers, welcher auch Zugriff auf die Loxone Config hat - da diese automatisch beim "Anlernen" der Intercom vom Miniserver übernommen werden. Nach dem Login sollte der MJPEG-Stream unter dieser URL erreichbar sein: http://192.168.3.13/mjpg/video.mjpg Funktioniert... Sofern der Login mit den Zugangsdaten (hier: admin und loxonepw) geklappt hat, muss diese Benutzer-Passwort-Kombination ins base64-Format gebracht werden mit dem Befehl: echo -n "admin:loxonepw" | base64 In diesem Fall wird dann dieser String angezeigt: YWRtaW46bG94b25lcHc= Diesen notieren, da er gleich gebraucht wird. Jetzt erstmal den Dienst nginx installieren, welcher den Kamerastream gleich ohne Authorization zur Verfügung stellen wird. apt update && \ apt install -y nginx-core Vorhandene Config sichern: mv /etc/nginx/nginx.conf /etc/nginx/nginx.conf.bak Neue Config erstellen: cat >/etc/nginx/nginx.conf <<'EOF' worker_processes 1; events { worker_connections 1024; } http { server { listen 8081; location /mjpg/ { proxy_pass http://192.168.3.13/mjpg/; proxy_set_header Authorization "Basic YWRtaW46bG94b25lcHc="; proxy_set_header Host $host; proxy_set_header Connection ""; proxy_http_version 1.1; proxy_buffering off; } } } EOF Kurzes UPDATE hinsichtlich möglichen Sicherheitsbedenken: Wer den Reverse Proxy nach "außen" schließen möchte, sodass nur aus dem LXC-Container raus selbst auf den Dienst zugegriffen werden darf, ändert einfach die Zeile listen 8081; zu listen 127.0.0.1:8081; Hab das selbst jetzt noch nicht getestet. Gerne Feedback per Kommentar, ob das klappt... UPDATE ENDE Dienst aktivieren und neustarten: nginx -t && systemctl enable --now nginx && \ systemctl reload nginx Mit dem Befehl systemctl status nginx kann man direkt checken, ob der Dienst läuft. Das sollte dann so aussehen: root@intercom:~# systemctl status nginx ● nginx.service - A high performance web server and a reverse proxy server Loaded: loaded (/lib/systemd/system/nginx.service; enabled; preset: enabled) Active: active (running) since Tue 2025-10-07 08:05:19 UTC; 4min 45s ago Docs: man:nginx(8) Process: 1565 ExecReload=/usr/sbin/nginx -g daemon on; master_process on; -s reload (code=exited, status=0/SUCCESS) Main PID: 1302 (nginx) Tasks: 2 (limit: 76583) Memory: 5.5M CPU: 46ms CGroup: /system.slice/nginx.service ├─1302 "nginx: master process /usr/sbin/nginx -g daemon on; master_process on;" └─1566 "nginx: worker process" Oct 07 08:05:19 intercom systemd[1]: Starting nginx.service - A high performance web server and a reverse proxy server... Oct 07 08:05:19 intercom systemd[1]: Started nginx.service - A high performance web server and a reverse proxy server. Oct 07 08:05:21 intercom systemd[1]: Reloading nginx.service - A high performance web server and a reverse proxy server... Oct 07 08:05:21 intercom nginx[1491]: 2025/10/07 08:05:21 [notice] 1491#1491: signal process started Oct 07 08:05:21 intercom systemd[1]: Reloaded nginx.service - A high performance web server and a reverse proxy server. Oct 07 08:09:58 intercom systemd[1]: Reloading nginx.service - A high performance web server and a reverse proxy server... Oct 07 08:09:58 intercom nginx[1565]: 2025/10/07 08:09:58 [notice] 1565#1565: signal process started Oct 07 08:09:58 intercom systemd[1]: Reloaded nginx.service - A high performance web server and a reverse proxy server. root@intercom:~# Jetzt sollte über den Browser der Intercom-Stream ohne Authorization erreichbar sein über die URL: http://192.168.3.174:8081/mjpg/video.mjpg 192.168.3.174 ist in diesem Fall natürlich die IP des LXC-Containers, auf dem jetzt nginx läuft und als Reverse Proxy arbeitet... Juhu! Schon mal die halbe Miete... Hardwareressourcen korrekt an den LXC-Container durchreichen Jetzt müssen wir aus dem oldschool MJPEG-Stream mit Hilfe von go2rtc einen passenden h264-Stream machen, damit ihn UniFi-Protect auch versteht. Vorher müssen wir aber noch sicherstellen, dass der LXC-Container korrekten Zugriff auf die Hardwareressourcen hat. Konkret auf die iGPU des Intel-Chips, welche hardwareseitig beim Transcoding (Umwandeln von MJPEG zu h264) unterstützt. Macht man das nicht, erzeugt man unnötig CPU-Last. Die nachfolgenden Befehle sind NUR für Intel-Rechner mit kompatibler CPU notwendig! Evtl. liefere ich auch noch weitere Infos nach, wie man es auf einem Raspberry Pi 4 macht... Erstmal im LXC-Container checken, ob die Ressourcen evtl. schon vorhanden sind: pct enter 1001 && \ ls -l /dev/dri In meinem Fall kommt dann direkt: root@intercom:~# ls -l /dev/dri ls: cannot access '/dev/dri': No such file or directory Dann mit exit auf die Konsole des Proxmox-Host wechseln. Auf dem Proxmox-Host checken, ob Ressourcen verfügbar sind: ls -l /dev/dri || true Da sollte dann sowas hier angezeigt werden: root@proxi:~# ls -l /dev/dri || true total 0 drw-rw---- 2 root root 80 Aug 21 00:22 by-path crw-rw---- 1 root video 226, 1 Aug 21 00:22 card1 crw-rw---- 1 root render 226, 128 Aug 21 00:22 renderD128 Wenn card1 und renderD128 angezeigt werden, kann man mit den folgenden Schritten weitermachen. Jetzt /dev/dri für VAAPI an den LXC durchreichen (Befehle auf dem Proxmox-Host ausführen!) pct stop 1001 printf '%s\n' \ 'lxc.cgroup2.devices.allow: c 226:* rwm' \ 'lxc.mount.entry: /dev/dri dev/dri none bind,optional,create=dir' \ >> /etc/pve/lxc/1001.conf pct start 1001 && \ pct enter 1001 Jetzt sollte der Befehl ls -l /dev/dri das hier ausgeben: root@intercom:~# ls -l /dev/dri total 0 drw-rw---- 2 root root 80 Aug 20 22:22 by-path crw-rw---- 1 root video 226, 1 Aug 20 22:22 card1 crw-rw---- 1 root 993 226, 128 Aug 20 22:22 renderD128 Nun notwendige APT-Repository-Einträge für Debian 12 ergänzen und die passende Pakete und Treiber installieren, damit die Hardwareressource auch genutzt werden kann: cat >/etc/apt/sources.list <<'EOF' deb http://deb.debian.org/debian bookworm main contrib non-free non-free-firmware deb http://deb.debian.org/debian bookworm-updates main contrib non-free non-free-firmware deb http://security.debian.org bookworm-security main contrib non-free non-free-firmware EOF apt update && \ apt install -y wget ffmpeg vainfo intel-media-va-driver-non-free Ob alles geklappt hat, erfährt man mit dem Befehl: vainfo --display drm | head -n 20 Es sollte dann sowas hier ausgegeben werden: root@intercom:~# vainfo --display drm | head -n 20 libva info: VA-API version 1.17.0 libva info: Trying to open /usr/lib/x86_64-linux-gnu/dri/iHD_drv_video.so libva info: Found init function __vaDriverInit_1_17 libva info: va_openDriver() returns 0 vainfo: VA-API version: 1.17 (libva 2.12.0) vainfo: Driver version: Intel iHD driver for Intel(R) Gen Graphics - 23.1.1 () vainfo: Supported profile and entrypoints VAProfileNone : VAEntrypointVideoProc VAProfileNone : VAEntrypointStats VAProfileMPEG2Simple : VAEntrypointVLD VAProfileMPEG2Main : VAEntrypointVLD VAProfileH264Main : VAEntrypointVLD VAProfileH264Main : VAEntrypointEncSliceLP VAProfileH264High : VAEntrypointVLD VAProfileH264High : VAEntrypointEncSliceLP VAProfileJPEGBaseline : VAEntrypointVLD VAProfileJPEGBaseline : VAEntrypointEncPicture VAProfileH264ConstrainedBaseline: VAEntrypointVLD VAProfileH264ConstrainedBaseline: VAEntrypointEncSliceLP VAProfileVP8Version0_3 : VAEntrypointVLD VAProfileHEVCMain : VAEntrypointVLD VAProfileHEVCMain : VAEntrypointEncSliceLP VAProfileHEVCMain10 : VAEntrypointVLD VAProfileHEVCMain10 : VAEntrypointEncSliceLP Jetzt sind alle vorbereitenden Schritte abgeschlossen und wir können go2rtc installieren... Loxone MJPEG-Stream per go2rtc in h264 umwandeln go2rtc herunteralden und Dateirechte anpassen: wget -O /usr/local/bin/go2rtc https://github.com/AlexxIT/go2rtc/releases/latest/download/go2rtc_linux_amd64 && \ chmod +x /usr/local/bin/go2rtc Config schreiben: cat >/etc/go2rtc.yaml <<'EOF' streams: intercom: "ffmpeg:http://localhost:8081/mjpg/video.mjpg#video=h264#width=1280#height=720#raw=-r 20#raw=-maxrate 5000#raw=-bufsize 10000#raw=-g 20#hardware=vaapi" rtsp: listen: ":8554" EOF Config, um bspw. eine Mobotix-Kamera direkt ohne NGINX Reverse Proxy einzubinden (NICHT NUTZEN, WENN EINE LOXONE INTERCOM EINGEBUNDEN WIRD!!!): cat >/etc/go2rtc.yaml <<'EOF' streams: park: "ffmpeg:rtsp://mobotixuser:mobotixpw@192.168.3.22:554/stream0/mobotix.mjpeg#video=h264#width=1280#height=720#raw=-r 20#raw=-maxrate 5000#raw=-bufsize 10000#raw=-g 20#hardware=vaapi" rtsp: listen: ":8554" EOF Systemd-Service anlegen und starten: cat >/etc/systemd/system/go2rtc.service <<'EOF' [Unit] Description=go2rtc RTSP bridge After=network-online.target Wants=network-online.target [Service] Type=simple ExecStartPre=/bin/sleep 10 ExecStart=/usr/local/bin/go2rtc -config /etc/go2rtc.yaml Restart=always [Install] WantedBy=multi-user.target EOF Dienst laden, aktivieren, starten, prüfen: systemctl daemon-reload && \ systemctl enable --now go2rtc && \ systemctl status go2rtc --no-pager Nun sollte go2rtc per Web-UI erreichbar sein über den Port 1884: http://192.168.3.174:1984 Hier sollte dann auch direkt der "intercom"-Eintrag vorhanden sein: Hier könnt ihr auf "stream" klicken und es sollte sich nach kurzer Bedenkzeit der Stream im Browser - jetzt im h264-Format öffnen: Geschafft! Als letzten Test kann man jetzt noch den VLC (Mediaplayer) anschmeissen und über den Menüpunkt -> Ablage -> Netzwerk öffnen -> URL rtsp://192.168.3.174:8554/intercom eintragen und auf "Öffnen" klicken. Whoohooo! Dieser Feed wird dann gleich in UniFi Protect verwendet werden können. UPDATE bzgl. möglichen Sicherheitsbedenken Der gleich genutzte go2rtc-Port 1984 zwecks Einbindung in UniFi Protect ist nicht passwortgeschützt. go2rtc bietet diese Funktion zum aktuellen Zeitpunkt leider nicht. Wer hier einen Schutz benötigt, muss an dieser Stelle noch einen Reverse Proxy "vorschalten"... UPDATE ENDE Nochmal kurz eine Notiz am mich selbst, da ich noch ausprobieren möchte, ob die Integration mit dem "ONVIF-Server" Progrämmchen (wie im Blogpost Hardcore-Tech-Howto: Quasi jeden Uralt-Kamerastream in UniFi Protect nutzbar machen (NERDALARM!) beschrieben) doch nochmal besser funktioniert, was die Kombination mit dem AI-Port angeht. Dabei benötigt man die Snapshot URL der Kamera, welche im Fall von go2rtc so aussieht: http://192.168.3.174:1984/api/frame.jpeg?src=intercom Einige Zeit später... ALSO... Ja, in Kombination mit dem ONVIF-Server Zusatzprogramm läuft die Integration in UniFi Protect besser. Hier kann man wieder alle AI-Funktionen im Kombination mit dem AI Port (und dann weiterführend mit dem AI Key) nutzen. Wie man den OVIF-Server installieren kann, habe ich zwar bereits im Blogpost https://meintechblog.de/2025/07/18/hardcore-tech-howto-quasi-jeden-uralt-kamerastream-in-unifi-protect-nutzbar-machen-nerdalarm/ beschrieben, aber der Vollständigkeit halber am Ende des Blogposts nochmal im Detail (jetzt als root-User)... Intercom in UniFi Protect hinzufügen In UniFi Protect ist das Hinzufügen jetzt ganz einfach. Schritt 1 Erstmal in die Liste aller Devices reingehen. Dann sollte links oben (die Stelle ändert sich manchmal je nach Softwareversion) ein Button mit einem "?" vorhanden sein. Schritt 2 Hier draufklicken und beim nächsten Auswahlmenü unten "try advanced adoption" anklicken Schritt 3 Hier dann die IP-Adresse samt Port eingeben vom go2rtc-Dienst (hier 192.168.3.174:1984) und bei Username und Passwort einfach ein "a" eintragen. Schritt 4 Jetzt auf "Confirm" klicken und nach einigen Sekunden sollte ein neues Device namens "go2rtc" in der Liste auftauchen. Einmal mit der Maus drüber hovern und es sollte das Live-Bild angezeigt werden. Der Name lässt sich dann natürlich noch anpassen und sofern man einen AI-Port hat, lassen sich auch AI-Funktionen (Gesichtserkennung etc.) hinzufügen. Wobei in der aktuellen Protect Version 6.1.7.8 die Jungs von UniFi da etwas kaputtgebastelt haben. In dieser Version läuft die Kamera bei mir ohne AI-Port-Integration zwar absolut zuverlässig, jedoch kann ich nach der Zuweisung zu einem AI-Port keine AI-Funktionen nutzen - lediglich Bewegungserkennung. Und der Stream bricht auch hin und wieder ab. In der Softwareversion zuvor lief es ohne AI-Port nicht zuverlässig, dafür aber mit AI-Port-Support absolut stabil und inklusive AI-Funktionen. Naja, anscheinend passiert da einiges unter der Haube von Update zu Update - warten wir ab, ob es beim nächsten Update wieder tut. (BTW: Mit meiner "regulär" per Onvif eingebundenen Mobotix S15d klappt die Integration per AI-Port perfekt - inkl. Erkennung von Personen, Tieren, Gesichtern, Nummernschildern, etc... Es liegt also anscheinend an der hier gezeigten Integrationsmethode ohne die im vorherigen Blogpost Hardcore-Tech-Howto: Quasi jeden Uralt-Kamerastream in Unifi Protect nutzbar machen (NERDALARM!) beschriebenen Methode per dediziertem Onvif-Server) UPDATE: Nachfolgend noch die Installation der ONVIF-Server Applikation, da damit die Integration in UniFi Protect doch besser ist (AI-Port-Integration und Automatische Adoption inkl. definierbarer Kameranamensdetails): ONVIF-Server installieren apt update && apt install curl -y && \ curl -fsSL https://deb.nodesource.com/setup_lts.x | bash - && \ apt install -y nodejs git cd ~ && \ git clone https://github.com/daniela-hase/onvif-server.git && \ cd onvif-server && \ npm install mac-Adresse anzeigen lassen mit: ip link show eth0 | awk '/ether/ {print $2}' In meinem Fall wird dann angezeigt: bc:24:11:0f:a9:01 Alternativ mit: ip a Sowas kommt dann zurück: root@intercom:/# ip a 1: lo: mtu 65536 qdisc noqueue state UNKNOWN group default qlen 1000 link/loopback 00:00:00:00:00:00 brd 00:00:00:00:00:00 inet 127.0.0.1/8 scope host lo valid_lft forever preferred_lft forever inet6 ::1/128 scope host noprefixroute valid_lft forever preferred_lft forever 2: eth0@if924: mtu 1500 qdisc noqueue state UP group default qlen 1000 link/ether bc:24:11:0f:a9:01 brd ff:ff:ff:ff:ff:ff link-netnsid 0 inet 192.168.3.174/24 brd 192.168.3.255 scope global dynamic eth0 valid_lft 19102sec preferred_lft 19102sec inet6 fd05:7a73:7762:4841:be24:11ff:fe0f:a901/64 scope global dynamic mngtmpaddr valid_lft 1680sec preferred_lft 1680sec inet6 fe80::be24:11ff:fe0f:a901/64 scope link valid_lft forever preferred_lft forever bc:24:11:0f:a9:01 ist dann die mac-Adresse, die wir gleich im Config-file brauchen bei "mac: bc:24:11:0f:a9:01" apt install -y uuid-runtime && \ uuidgen Jetzt wird ein zufälliger String ausgegeben in dieser Form: 86036b62-626e-483d-9ae1-d751a23b0c12 Dieser wird gleich als "uuid: 86036b62-626e-483d-9ae1-d751a23b0c12" in der Config-Datei genutzt... cat <<'EOF' > ~/onvif-server/config.yaml onvif: - mac: bc:24:11:0f:a9:01 ports: server: 8899 rtsp: 8556 snapshot: 8580 name: Intercom uuid: 86036b62-626e-483d-9ae1-d751a23b0c12 highQuality: rtsp: /intercom snapshot: /api/frame.jpeg?src=intercom width: 1280 height: 720 framerate: 20 bitrate: 8192 quality: 4 lowQuality: rtsp: /intercom snapshot: /api/frame.jpeg?src=intercom width: 1280 height: 720 framerate: 20 bitrate: 8192 quality: 1 target: hostname: localhost ports: rtsp: 8554 snapshot: 1984 EOF Mit nano in die Datei rein und gewünschte Paramater anpassen: nano ~/onvif-server/config.yaml Manuell starten zum Testen: cd ~/onvif-server && \ node main.js config.yaml Kann mit CTRL + c beendet werden. Als Service laufen lassen: cat >/etc/systemd/system/onvif-server.service <<'EOF' [Unit] Description=ONVIF Server After=go2rtc.service network-online.target Wants=go2rtc.service network-online.target [Service] Type=simple WorkingDirectory=/root/onvif-server ExecStartPre=/bin/sleep 12 ExecStart=/usr/bin/node /root/onvif-server/main.js /root/onvif-server/config.yaml Restart=always User=root Environment=NODE_ENV=production [Install] WantedBy=multi-user.target EOF systemctl daemon-reload && \ systemctl enable --now onvif-server Service Status checken: systemctl status onvif-server --no-pager Service neustarten: systemctl restart onvif-server Stoppen lässt sich der Service sofort und dauerhaft mit: systemctl disable --now onvif-server Wer übrigens den Kameranamen bzw. das Kameramodell vor dem "Anlernen" in Unifi Protect ändern möchte, kann das über diese Datei tun: nano ~/onvif-server/src/onvif-server.js Hier gibt es mehrere Zeilen, die man anpassen muss: Name: 'CardinalHqCameraConfiguration', Name: 'CardinalLqCameraConfiguration', Manufacturer: 'Onvif', Model: 'Cardinal', onvif://www.onvif.org/name/Cardinal Das hab ich mal umgestellt auf: Name: 'IntercomHqCameraConfiguration', Name: 'IntercomLqCameraConfiguration', Manufacturer: 'Intercom', Model: 'Loxone', onvif://www.onvif.org/name/LoxoneIntercom Das geht bspw. mit nur einem Befehl auch so: sed -i \ "s/CardinalHqCameraConfiguration/IntercomHqCameraConfiguration/g; \ s/CardinalLqCameraConfiguration/IntercomLqCameraConfiguration/g; \ s/Manufacturer: 'Onvif'/Manufacturer: 'Intercom'/g; \ s/Model: 'Cardinal'/Model: 'Loxone'/g; \ s|onvif://www.onvif.org/name/Cardinal|onvif://www.onvif.org/name/LoxoneIntercom|g" \ ~/onvif-server/src/onvif-server.js Dann die Datei speichern und den Dienst neustarten mit: systemctl restart onvif-server Wenn bei UniFi Protect unter Settings -> General -> Discover 3rd-Party Cameras der Haken gesetzt wird, sollte die gerade eingerichtete Kamera in wenigen Sekunden automatisch in der Device-Liste als "Cardinal" auftauchen mit der Option zum Hinzufügen. Bei der in UniFi Protect neu erkannten Kamera steht dann bei "Name" "Cardinal" und bei "Model" ebenfalls "LoxoneIntercom". Wenn man dann "Click to Adapt" auswählt (bei User und Passwort jeweils a eintragen), ändert sich der angezeigte Name in "Loxone Intercom" und bei Model wird nach ca 5-10s auch korrekt "LoxoneIntercom" angezeigt. (kann sein, dass das je nach Version anders ist) Geschickter habe ich es dann auch nicht mehr hinbekommen, jedenfalls besser als Cardinal als "Model" zu haben, was man nicht mehr im Unif-Protect-UI kann. Ich habe dabei darauf geachtet auf Leer- und Sonderzeichen zu verzichten, um möglichen Problemen vorzubeugen. ### ErsatzTV Guard-Script: Transcoding-Ordner vor dem Zumüllen schützen Wenn du ErsatzTV mit MPEG-TS und kontinuierlichem Stream betreibst so wie ich, kennst du das Problem vermutlich: Im Hintergrund laufende Streams erzeugen große temporäre Dateien, die die Platte nach und nach zumüllen können. Ein manueller Neustart ist mühsam und ohne Gegenmaßnahme stürzt der ErsatzTV-Service einfach irgendwann ab. Deshalb stelle ich in nachfolgendem Blogpost mein Guard-Script vor, welches bei zu großem Speicherverbrauch automatisch Transcodingsessions stoppt und damit einen stabilen Betrieb ohne Abstürze ermöglicht. Nachdem mein ErsatzTV-Service nach einer längeren Streaming-Session auf der VU+ (gestrige Anleitung hier) heute Abend abgestürzt ist und ich den Fehler nach etwas Recherche identifizieren konnte, habe ich kurzerhand ein Script gebaut (ok, ChatGPT hat mir sehr dabei geholfen), welches das Problem recht schick löst. Aber was macht das Script am Ende überhaupt? Guard-Script 4 the win! Läuft periodisch per systemd-Timer (z. B. jede Minute). Prüft die Root-Dateisystem-Auslastung (Fallback). Misst die Größe pro Kanal-Transcoding-Ordner (z. B. etv-transcode/500). Überschreitet ein Ordner den Schwellwert (z. B. größer 5 GB), wird die Session über die ErsatzTV-API gestoppt. Loggt alle Aktionen in /var/log/etv-guard.log. So bleibt das System sauber, ohne dass Streams unkontrolliert weiter wachsen. Warum das sinnvoll ist (insb. MPEG-TS & Hintergrund-Streams) Bei MPEG-TS gibt es keine Segment-Rotation wie bei HLS; die temporären Dateien wachsen kontinuierlich, solange der Stream läuft. Besonders Hintergrund-Streams (nicht aktiv auf der Vu+ getuned) laufen oft unbemerkt weiter und fressen Platz; aktive Foreground-Streams verursachen deutlich weniger Temp-Last. Das Script wirkt wie ein Garbage-Collector: erkennt Überlauf → stoppt gezielt die betroffene Session → Temp-Ordner wird freigegeben. Fallback stoppt alle Sessions, wenn das Root-FS kritisch wird, damit die Box nicht hart wegstirbt. Vorbereitung ErsatzTV-API erreichbar (Standard: http://localhost:8409). Transcoding-Basisordner vorhanden (üblich: /root/.local/share/etv-transcode). Nutzer darf ins Log schreiben und die API aufrufen. Schritt-für-Schritt-Anleitung 1) Script anlegen Datei /usr/local/bin/etv-guard.sh erstellen: nano /usr/local/bin/etv-guard.sh und mit dem Inhalt füttern: #!/bin/bash set -euo pipefail # --- Einstellungen --- TRANSCODE_DIR="/root/.local/share/etv-transcode" # Basisordner: / API_BASE="http://localhost:8409" # ErsatzTV-API THRESHOLD_GB=5 # pro Channel-Ordner: ab dieser Größe stoppen GLOBAL_FS_PCT=92 # Fallback: wenn Root-FS-Belegung >= %, greife hart ein MIN_FREE_GB=2 # Alternativ-Fallback: wenn freier Platz < GB COOLDOWN_SEC=60 # Cooldown zwischen Stop-Befehlen pro Channel LOGFILE="/var/log/etv-guard.log" mkdir -p "$(dirname "$LOGFILE")" now() { date '+%Y-%m-%d %H:%M:%S'; } log() { echo "[$(now)] $*" | tee -a "$LOGFILE"; } bytes_to_gb() { awk -v b="$1" 'BEGIN{printf "%.2f", b/1024/1024/1024}'; } # --- Fallback: Root-FS prüfen --- USED_PCT=$(df --output=pcent / | tail -1 | tr -dc '0-9') FREE_GB=$(df --output=avail -B1 / | tail -1) FREE_GB=$(( FREE_GB / 1024 / 1024 / 1024 )) log "Check start: Root used=${USED_PCT}% free=${FREE_GB}GB" if [[ "$USED_PCT" -ge "$GLOBAL_FS_PCT" || "$FREE_GB" -lt "$MIN_FREE_GB" ]]; then log "WARN Root-FS kritisch (used=${USED_PCT}% free=${FREE_GB}GB) → stoppe ALLE Sessions (Safety Cutoff)." if [[ -d "$TRANSCODE_DIR" ]]; then for d in "$TRANSCODE_DIR"/*/; do [[ -d "$d" ]] || continue ch=$(basename "$d") [[ "$ch" =~ ^[0-9]+$ ]] || continue curl -sS -X DELETE "$API_BASE/api/session/$ch" || true log "STOP (global) channel=$ch" sleep 1 done fi log "Check end (global cutoff)." exit 0 fi # --- Pro Channel prüfen --- [[ -d "$TRANSCODE_DIR" ]] || { log "Transcode-Verzeichnis fehlt ($TRANSCODE_DIR)"; exit 0; } for d in "$TRANSCODE_DIR"/*/; do [[ -d "$d" ]] || continue ch=$(basename "$d") [[ "$ch" =~ ^[0-9]+$ ]] || continue size_bytes=$(du -sb "$d" | awk '{print $1}') size_gb=$(bytes_to_gb "$size_bytes") log "Channel $ch size=${size_gb}GB" if awk "BEGIN{exit !($size_gb >= $THRESHOLD_GB)}"; then log "WARN channel=$ch dir_size=${size_gb}GB ≥ ${THRESHOLD_GB}GB → stoppe Session über API." if curl -sS -X DELETE "$API_BASE/api/session/$ch" >/dev/null 2>&1; then log "OK STOP channel=$ch" sleep "$COOLDOWN_SEC" else log "ERR STOP channel=$ch fehlgeschlagen" fi fi done log "Check end." exit 0 Rechte setzen: chmod +x /usr/local/bin/etv-guard.sh 2) systemd-Service & Timer Service /etc/systemd/system/etv-guard.service erstellen: nano /etc/systemd/system/etv-guard.service und mit dem Inhalt füllen: [Unit] After=network-online.target Wants=network-online.target [Service] Type=oneshot ExecStart=/usr/local/bin/etv-guard.sh Nice=10 Timer erstellen in /etc/systemd/system/etv-guard.timer: nano /etc/systemd/system/etv-guard.timer Und mit dem Inhalt füllen: [Unit] Description=Run etv-guard every minute [Timer] OnBootSec=1min OnUnitActiveSec=1min AccuracySec=10s Unit=etv-guard.service [Install] WantedBy=timers.target Das Script "aktivieren": systemctl daemon-reload systemctl enable --now etv-guard.timer systemctl list-timers | grep etv-guard Test & Monitoring Manuell starten: systemctl start etv-guard.service Log prüfen: tail -n 50 /var/log/etv-guard.log Timer prüfen: systemctl list-timers | grep etv-guard Mit dem Befehl tail -f /var/log/etv-guard.log sollten nun regelmäßig neue Einträge zu sehen sein. Sofern das Script einen Stream automatisch neugestartet hat (hier mal im Test auf max. 0,65GB gestellt), sollte es so aussehen: root@ersatztv:~# tail -f /var/log/etv-guard.log [2025-09-24 01:39:27] Check start: Root used=5% free=57GB [2025-09-24 01:39:27] Channel 500 size=0.05GB [2025-09-24 01:39:27] Channel 501 size=0.64GB [2025-09-24 01:39:27] Check end. [2025-09-24 01:40:37] Check start: Root used=5% free=57GB [2025-09-24 01:40:37] Channel 500 size=0.04GB [2025-09-24 01:40:37] Channel 501 size=0.68GB [2025-09-24 01:40:37] WARN channel=501 dir_size=0.68GB ≥ 0.65GB → stoppe Session über API. [2025-09-24 01:40:37] OK STOP channel=501 [2025-09-24 01:41:37] Check end. [2025-09-24 01:41:37] Check start: Root used=4% free=57GB [2025-09-24 01:41:37] Channel 500 size=0.05GB [2025-09-24 01:41:37] Channel 501 size=0.00GB [2025-09-24 01:41:37] Check end. Optional: Automatischer Neustart von Kanälen Theoretisch ließe sich das Script auch noch so erweitern, dass ein gestoppter Kanal direkt wieder per ErsatzTV-API gestartet wird. Dann bleibt der Kanal ohne Umschalt-Verzögerung verfügbar. In der Praxis beginnt damit aber sofort wieder die Transcoding-Last und die Temp-Dateien wachsen von vorn. Für Vu+-Setups ist ein Neustart meist nicht notwendig, weil die Box beim Umschalten ohnehin einen frischen Stream anfordert. In diesem Fall dauert es einfach einige Sekunden, bis das Bild "kommt" - aber so what... Aus meinem täglichen Leben Mit dem Guard-Script bekommt man am Ende eine robuste "Sicherheitsleine", die ErsatzTV gerade bei MPEG-TS deutlich stabiler macht. Hintergrund-Streams ballern nicht mehr unkontrolliert die Platte voll, und bei kritischem Füllstand greift der Fallback, bevor es hässlich wird. Evtl. kommt diese Funktion ja irgendwann in einem ErsatzTV-Update, wobei ich glaube, dass der hier beschriebene Anwendungsfall mit MPEG-TS in Kombination mit der VU+ schon sehr speziell ist. Vielleicht teste ich auch mal einen anderen Mediaplayer auf der VU+, der feste Segmente wie HLS unterstützt. Denn damit sollte das Problem eigentlich gar nicht erst auftreten. Aber das soll dann laut Forenberichten wiederum nicht so stabil laufen wie MPEG-TS. Wer mehr Ahnung davon hat, ist gerne eingeladen, sein Wissen per Kommentarfunktion zu teilen. Denn evtl. gibt es ja ein noch besser funktionierendes Setup... ### Eigenen ErsatzTV-Sender in VU+ Settop-Box einbinden Ich hatte kürzlich ja per Short (YouTube-Link) gezeigt, dass ich ErsatzTV in Kombi mit meinem VU+ Sat-Receiver zum Laufen gebracht habe, um meinen eigenen Live-IP-TV-Sender in der Bouquet-Liste so mit einzubinden wie die normalen TV-Sender (ARD, ZDF, RTL und Co.), die vom Satelliten kommen. Ein Klick, der Stream rennt und man kann seinen Lieblingscontent bis in alle Ewigkeiten glotzen. Geil! :D Nach etwas Gefummel hab ich es jetzt auch geschafft mehrere Live-IP-TV-Sender über ErsatzTV auf der VU+ einzubinden - inklusive EPG-Informationen und Sender-Logos. Wie das geht, beschreibe ich im nachfolgenden Blogpost als Howto. Hier nochmal das YT-Short (YouTube-Link) zum Einstieg (lasst gerne ein Like und Kanal-Abo da, sofern noch nicht geschehen - danke euch!): https://www.youtube.com/shorts/4IBjqAwZMd8 Demnächst zeige ich natürlich auch, wie man ErsatzTV (externer Link) einrichtet und auf welche Details man bei den Settings achten sollte. Denn das Tool hat krasse Funktionen, die man aber erstmal verstehen muss. Und da brauche ich selbst noch etwas... Chronologisch nicht korrekt, zeige ich an dieser Stelle deshalb schon mal, wie man fertig eingerichtete Sender in eine Enigma2-fähige Settop-Box - in diesem Fall eine VU+ Solo 4k (Affiliate-Link) - einbinden kann, welche ich vor Jahren schon mal kurz im Blogpost SAT-Anlage für bis zu 24 Teilnehmer mit nur einem Kabel – Minimalinstallation mit Maximalleistung gezeigt hatte. Und die anscheinend immer noch State-of-the-Art ist - wobei es in der Zwischenzeit einfach keine wirklichen Weiterentwicklungen gegeben hat. Das Thema Live-TV ist wohl einfach "ausentwickelt" - wie es für mich ausschaut. Denn wer unter 70 Jahren schaut heutzutage noch (freiwillig) Live-TV?! UPDATE: Die Solo 4k scheint es nicht mehr zu geben, aber das technisch vergleichbare "Schwestermodell" VU+ Uno 4K SE (Affiliate-Link) mit dem geilen FSC-Tuner schon. Und es gibt auch noch günstigere Varianten, welche natürlich auch funktionieren. Hab es auch gerade erst ohne Stress bei meinem Vater auf einer gefühlt uralten VU+ Zero (Affiliate-Link) eingerichtet. Auf allen Boxen ist übrigens Newnigma2 (externer Link) als Betriebssystem installiert. Ersatz-TV-Stream checken Bevor es an die Integration geht, erstmal den funktionierenden ErsatzTV-Stream (IP: 192.168.3.232) testen. Im Terminal (hier Mac OS): ffprobe http://192.168.3.232:8409/iptv/channel/500.m3u8 Dann sollte sowas hier kommen: jay@Mac ~ % ffprobe http://192.168.3.232:8409/iptv/channel/500.m3u8 ffprobe version 7.1.1 Copyright (c) 2007-2025 the FFmpeg developers built with Apple clang version 16.0.0 (clang-1600.0.26.6) configuration: --prefix=/opt/homebrew/Cellar/ffmpeg/7.1.1_2 --enable-shared --enable-pthreads --enable-version3 --cc=clang --host-cflags= --host-ldflags='-Wl,-ld_classic' --enable-ffplay --enable-gnutls --enable-gpl --enable-libaom --enable-libaribb24 --enable-libbluray --enable-libdav1d --enable-libharfbuzz --enable-libjxl --enable-libmp3lame --enable-libopus --enable-librav1e --enable-librist --enable-librubberband --enable-libsnappy --enable-libsrt --enable-libssh --enable-libsvtav1 --enable-libtesseract --enable-libtheora --enable-libvidstab --enable-libvmaf --enable-libvorbis --enable-libvpx --enable-libwebp --enable-libx264 --enable-libx265 --enable-libxml2 --enable-libxvid --enable-lzma --enable-libfontconfig --enable-libfreetype --enable-frei0r --enable-libass --enable-libopencore-amrnb --enable-libopencore-amrwb --enable-libopenjpeg --enable-libspeex --enable-libsoxr --enable-libzmq --enable-libzimg --disable-libjack --disable-indev=jack --enable-videotoolbox --enable-audiotoolbox --enable-neon libavutil 59. 39.100 / 59. 39.100 libavcodec 61. 19.101 / 61. 19.101 libavformat 61. 7.100 / 61. 7.100 libavdevice 61. 3.100 / 61. 3.100 libavfilter 10. 4.100 / 10. 4.100 libswscale 8. 3.100 / 8. 3.100 libswresample 5. 3.100 / 5. 3.100 libpostproc 58. 3.100 / 58. 3.100 Input #0, mpegts, from 'http://192.168.3.232:8409/iptv/channel/500.m3u8': Duration: N/A, start: 1.400000, bitrate: N/A Program 1 Metadata: service_name : "BoomTV" service_provider: "ErsatzTV" Stream #0:0[0x100]: Video: mpeg2video (Main) ([2][0][0][0] / 0x0002), yuv420p(tv, progressive), 1280x720 [SAR 1:1 DAR 16:9], 23.98 fps, 23.98 tbr, 90k tbn Side data: cpb: bitrate max/min/avg: 4000000/0/0 buffer size: 7995392 vbv_delay: N/A Stream #0:1[0x101](deu): Audio: aac (LC) ([15][0][0][0] / 0x000F), 48000 Hz, stereo, fltp, 195 kb/s Oder im VLC -> Ablage -> Netzwerk öffnen: URL: http://192.168.3.232:8409/iptv/channel/500.m3u8 Dann sollte ein Bild angezeigt werden. Sender auf VU+ (Enigma2-Box) in Bouquet-Liste einbinden Per SSH (Terminal) auf VU+ einloggen: ssh -oHostKeyAlgorithms=+ssh-rsa -oPubkeyAcceptedAlgorithms=+ssh-rsa root@192.168.3.60 Zuständige Bouquet-Datei auf der VU+ öffnen, in der die Senderlisten verwaltet werden: nano /etc/enigma2/userbouquet.favourites.tv Falls nano nicht installiert ist, kann auch der "vi" Editor genutzt werden. Oder aber einfach nano nachinstallieren mit: opkg update opkg install nano In die userbouquet.favourites.tv müssen die gewünschten IP-TV-Sender von ErsatzTV rein: #NAME Favourites (TV) #SERVICE 1:0:19:283D:3FB:1:C00000:0:0:0: #SERVICE 1:0:19:2B66:3F3:1:C00000:0:0:0: #SERVICE 4097:0:1:0:0:101:0:0:0:0:http%3a//192.168.3.232%3a8409/iptv/channel/500.m3u8:BoomTV #DESCRIPTION BoomTV #SERVICE 4097:0:2:0:0:102:0:0:0:0:http%3a//192.168.3.232%3a8409/iptv/channel/501.m3u8:BoomTV Retro Action #DESCRIPTION BoomTV Retro Action In diesem Fall die Sender: BoomTV und BoomTV Retro Action Zu beachten ist dabei: Am Ende der Datei muss eine leere Zeile vorhanden werden, sonst wird der angezeigte Name des letzten Eintrags beschnitten. Der letzte Buchstabe fehlt dann. Die Zeile mit #DESCRIPTION... erscheint unsinnig, wird aber benötigt, damit der bereits vorher definierte Name korrekt angezeigt wird. Bei ErsatzTV bei FFmpeg Profiles -> Video -> Format -> mpeg-2 setzen! Sonst bleibt das Bild dunkel. Zumindest bei Standardplayer mit der ID 4097... Zum Aufbau des Strings 4097:0:1:0:0:101:0:0:0:0... Erste Stelle: ServiceType (4097) → Deklariert, dass es ein IPTV-Stream ist und der Standardplayer genutzt werden soll. Es gibt noch andere Player, wie den exteplayer3, der separat installiert werden muss und der mehr Codecs unterstützt. Er ist bspw. unter der 5002 verfügbar. Ich hab das aber bisher noch nicht getestet. Dritte Stelle: ServiceID (1, 2, …) → Eindeutige Kennung pro Sender. Am besten aufsteigende Kennung nutzen. Sechste Stelle: Namespace (101, 102, ...) → Dient bei DVB zur Unterscheidung verschiedener „Satelliten/Netze“; bei IPTV ist es normalerweise 0. Wenn mehrere Sender eingebunden werden sollen, wird eine eindeutige Kennung benötigt, da sonst das Sender-EPG (dazu komme ich gleich) nicht korrekt zugewiesen werden kann. Am besten als Kennung die "ServiceID + 100" nutzen (also 101, 102, etc), da diese IDs (ab 100) sicher noch nicht belegt sind. Enigma2-GUI neu starten ohne kompletten Reboot, damit die Änderungen greifen: init 4 && sleep 5 && init 3 Jetzt sollte der bzw. sollten die eingebundenen Sender auftauchen: Natürlich noch ohne Sender-EPG und Logo - dazu kommen wir jetzt... Sender-EPG auf VU+ einbinden Im Chrome-Browser die von ErsatzTV bereitgestellte XML-Datei prüfen, in der die EPG-Informationen stecken: http://192.168.3.232:8409/iptv/xmltv.xml Sieht dann z.B. so aus: 500 BoomTV 500 BoomTV 501 Retro Action 501 Retro Action Retro Action Gleich wichtig: ID C500.245.ersatztv.org und C501.246.ersatztv.org Mapping Datei auf der VU+ öffnen: nano /etc/epgimport/boomtvmapping.xml und mit dem Inhalt füllen, damit die Ersatz-TV-Streams den Einträgen im Bouquet zugeordnet werden: 4097:0:1:0:0:101:0:0:0:0:http%3a//192.168.3.232%3a8409/iptv/channel/500.m3u8 4097:0:2:0:0:102:0:0:0:0:http%3a//192.168.3.232%3a8409/iptv/channel/501.m3u8 Sources-Datei öffnen: nano /etc/epgimport/rytec.sources.xml Mit Minimalinhalt füllen für ErsatzTV (alles andere löschen): BoomTV EPG http://192.168.3.232:8409/iptv/xmltv.xml Mit dieser Information weiss später das EPGImport-Plugin auf der VU+, woher die EPG-Informationen gezogen werden sollen. Wieder mal Enigma2-GUI neu starten ohne kompletten Reboot: init 4 && sleep 5 && init 3 Plugin auf VU+ installieren: epgimport Auf der VU+ -> Blaue Taste -> Erweiterungen -> Rote Taste (Erweiterungen verwalten) -> Erweiterungen -> epgimport -> Grüne Taste (Installieren) -> Gelbe Taste (Ausführen) -> Grüne Taste (Start) -> warten -> OK-Taste drücken sobald fertig -> "Ausführung beendet. Möchten Sie die Benutzeroberfläche Ihrer Vu+ neu starten?" -> Ja Danach das Plugin epigimport einrichten: Auf der VU+ -> Blaue Taste -> Erweiterungen -> EPGImport -> Blaue Taste (Quellen) -> auf (.) drücken -> BoomTB EPG wird ausgeklappt -> Anhaken -> grüner Haken erscheint -> Grüne Taste (Speichern) -> Gelbe Taste (Manuell) zum manuellen Aktualisieren -> Ja auswählen (EPG Import wird gestartet) -> Unten sollte angezeigt werden: "Letzte: Heute 8:29, 105 Ereignisse" (siehe nachfolgender Screenshot): Wichtige Settings bei ErsatzTV: Settings -> XMLTV -> XMLTV Time Zone -> UTCSonst werden die EPG-Informationen in der VU+ um 2h versetzt angezeigt weil Newnimga die +2h beim "Local" Setting nicht checkt. Settings -> XMLTV -> XMLTV Block Behavior -> Use Actual TimesFür die VU+ sollte man in ErsatzTV beim XMLTV-Export „Use actual times“ wählen, weil nur damit die korrekten Start- und Endzeiten der Filme ins EPG übernommen werden. Nun sollte der bzw. sollten die Live-IP-TV-Sender mit den passenden EPG-Informationen gefüttert sein: Senderlogos (Picons) auf VU+ einbinden Per Filezilla: boomtv_400x240.png nach -> /usr/share/enigma2/picon/ kopieren Datei umbenennen, damit es der Channel-ID matcht: cd /usr/share/enigma2/picon/ mv boomtv_400x240.png 4097_0_1_0_0_101_0_0_0_0.png Alternativ als ein Befehl: Picon wird per SCP vom Mac direkt in das VU+ Picon-Verzeichnis kopiert: Hier für den Hauptsender (BoomTV mit der ID 4097_0_1_0_0_101_0_0_0_0): scp -O -oHostKeyAlgorithms=+ssh-rsa -oPubkeyAcceptedAlgorithms=+ssh-rsa \ /Users/jay/Library/Mobile\ Documents/com\~apple\~CloudDocs/Backup/plex/used/boomtv_400x240.png \ root@192.168.3.60:/usr/share/enigma2/picon/4097_0_1_0_0_101_0_0_0_0.png Hier noch für den Spartensender (BoomTV Retro Action mit der ID 4097_0_1_0_0_102_0_0_0_0): scp -O -oHostKeyAlgorithms=+ssh-rsa -oPubkeyAcceptedAlgorithms=+ssh-rsa \ /Users/jay/Library/Mobile\ Documents/com\~apple\~CloudDocs/Backup/plex/used/boomtv_retro_action_400x240.png \ root@192.168.3.60:/usr/share/enigma2/picon/4097_0_2_0_0_102_0_0_0_0.png Jetzt die VU+ nochmal neustarten mit init 4 && sleep 5 && init 3 und schon sollten die eigenen Live-IP-TV-Sender in der Senderliste (Favourites) angezeigt werden. Inklusive korrekten EPG-Informationen (was gerade und die nächsten Tage wann läuft) samt Senderlogo (hab ich übrigens per ChatGPT erstellen lassen im passenden Format (png mit transparentem Hintergrund mit 400x240 Pixel, am besten mit nur wenigen Farben). Hier mal meine bisher erstellen Logos als Vorlage: BoomTV Senderlogos (1695 Downloads ) Aus meinem Täglichen Leben So viel vorab zu dieser Integration, die bei meinen bisherigen Tests absolut zuverlässig lief. Auch mehrere Stunden am Stück ohne Probleme. Sobald ich ErsatzTV komplett verstanden habe - insbesondere wie man eigene Zeitfenster korrekt definiert mit bestimmten Inhalten und gewünschten Fillern (aka Werbung) - folgt ein weiterer Blogpost und/oder Video. ErsatzTV feiere ich total. Auf meinem "BoomTV Retro Action" Sender laufen jetzt mal testweise ganztägig Actionfilme auf den 80er- und 90er-Jahren, eingebunden in ErsatzTV per "Smart Collection" mit dem Suchfilter type:movie AND genre:action AND release_date:[1980 TO 1999] AND (actor:"Bruce Willis" OR actor:"Arnold Schwarzenegger" OR actor:"Tom Cruise" OR actor:"Sylvester Stallone" OR actor:"Will Smith" OR actor:"Nicolas Cage" OR actor:"Keanu Reeves" OR actor:"Wesley Snipes" OR actor:"Harrison Ford" OR actor:"Tom Hanks" OR actor:"Mel Gibson") welcher auf meine Plex-Bibliothek zugreift und sich von dort alle Infos krallt. Findet ihr die Integration genauso cool wie ich? Habt ihr evtl. sogar noch nen alten Enigma2/Newnimga-Receiver am Start, den ihr in Kombi mit ErsatzTV nutzen könnt/wollt? Hinterlasst gerne einen Kommentar und lasst uns Ideen austauschen! UPDATE: Was ich gerade noch herausgefunden habe... Wenn man sekundenschnelles "Zapping" zwischen den Live-IP-TV-Sendern und den "Normalo-TV-Sendern" möchte, sollte man in ErsatzTV als Option unter Channels -> Dein Sender -> Edit Channel -> Idle Behavior -> Keep Running wählen. Dann läuft der Live-IP-IT-Sender dauerhaft weiter, wenn er einmal angezappt wurde, was die Zugriffszeit stark reduziert. In meinem Tests auf 1-2 Sekunden, was sich am Ende wirklich so anfühlt, als würde man gewöhnlichen TV-Sender konsumieren. Boom! Mehr kann man sich kaum wünschen. UPDATE VOM 24.09.2025: Wer den/die Senderstream/s "dauerhaft" am Leben halten möchte, läuft jedoch in ein Problem, welches ich im Nachfolgerblogpost ErsatzTV Guard-Script: Transcoding-Ordner vor dem Zumüllen schützen adressiert und gelöst habe. UPDATE ENDE ### Hardcore-Tech-Howto: Quasi jeden Uralt-Kamerastream in Unifi Protect nutzbar machen (NERDALARM!) Heute nach langer Zeit mal wieder ein absolutes NERD-Tech-Howto mit dem Wissen und dem Schweiss mehrerer steiniger Monate des Recherchieren, Konzeptionierens und Ausprobierens, um alles zum Laufen zu kommen. Mit Abstand das aufwändigste und ausufernste "Projekt" seit über zwei Jahren, als ich damals meinen netzdienlichen 100kWh DIY-Batteriespeicher (Details hier) realisiert habe. Aber ohne solche Projekte wäre das Technik-Dasein ja auch irgendwie langweilig. Euch sagen Begriffe wie MJPEG-Stream, GPU-Transcoding, go2rtc, ffmpeg, Frigate oder ONVIF noch nichts? Nicht schlimm! Aber lest bitte nur weiter, wenn ihr euch bereit dafür fühlt... Worum geht es hier überhaupt? Kurzzusammenfassung (oder auch etwas länger - wie man es sieht): Ich nutze verschiedene Tools, um die MJPEG-Streams meiner uralten Mobotix-Kameras (s15d) über Frigate mithilfe von go2rtc und ffmpeg in butterweiche rtsp-Streams im h264-Format umzuwandeln und diesen Stream dann noch über einen ONVIF-Server so zu maskieren, sodass dieser in Unifi Protect als ONVIF-fähige Kamera eingebunden und genutzt werden kann - inklusive der Möglichkeit über einen Unifi AI Port erweiterte Bildauswertungen zu ermöglichen (u.A. Gesichts- und Nummernschilderkennung). Ein AI Port (externer Link) kann dabei übrigens mit einer aktuellen Firmware drei Unifi-fremde Kameras gleichzeitig AI-fähig machen - bis 1080p und max. 30fps, was ich total feiere. Weiterhin wird noch der http-Stream einer Loxone Intercom (Affiliate-Link) ONVIF-fähig gemacht, was durch die zwingende Nutzung von Zugangsdaten erschwert wird, weshalb hier nochmal ein go2rtc-Server vorgeschaltet wird, der diese Zugangsdaten per Base24-String bereithält. Jetzt alles klar?! Also sagen wir mal so: Ich beschäftige mich jetzt gefühlt seit Monaten mit diesem Sh*t, da ich eigentlich schon seit etwa einem Jahr meine "externen" Kameras in Unifi Protect nutzen möchte - bspw. eigentlich schon seit acht Jahren eine vernünftige DVR-Möglichkeit suche, um meine Mobotix-Kameras sinnvoll nutzen zu können. Oder mal einen sinnvollen Einsatzzweck für meinen 40" ELO-Touchscreen in der Diele - dann als Unifi-Protect-Viewer... Aber erstmal zurück auf Los... Über einen "Umweg" per Frigate habe ich die letzten Monate nach und nach gelernt, wie ich meine Mobotix Kameras (mit dem nervigen MJPEG-Stream) per ffmpeg-go2rtc-Kombi in einen "modernen" h264-Stream umwandeln kann. Nach gefühlt hunderten Stunden der Internetrecherche und konzeptionellem Verständnis der "bells and whistles" konnte ich dann mit Hilfe von ChatGPT (Anfangs mit dem Modell GPT-4o, dann o4-mini-high und nun 4.1) nach und nach alles so zum Laufen bringen, wie unten beschrieben. Aber glaubt nicht, dass der Weg bis zum Ziel trotz KI-Support einfach war. Er war hart und steinig - insbesondere auch aufgrund von Detailproblemen, wie dem Einsatz einer "zu neuen" Intel CPU (Gen 15 Core U7), dessen fancy QuickSync-GPU-Transcoding-Features weder nativ in Proxmox (akuelle Version 8.4.1) per LXC-Container noch per Debian-VM (Version 12.irgendwas) genutzt werden können. Und das ist sinnvoll, um das notwendige Videotranscoding von MJPEG zu h264 effizient und vorallem auch skalierbar (habe mehrere dieser Kameras) handhaben zu können. Nachfolgend also eine komplette Nerd-Anleitung, primär für mich als Doku, da ich sonst verzweifle, wenn ich das Ganze nochmal komplett "blank" in einigen Monaten bei einem potenziellen Reinstall des ganzen Setups aufbauen möchte/muss. Und natürlich für Jonas und Lucien, die ihre Loxone Intercom ebenfalls in Unifi Protect einbinden möchten - und natürlich für jeden sonst, der so nerdig ist bzw. sein möchte... :D Übrigens: Ich freue mich immer auf Austausch mit Gleichgesinnten und Feedback von anderen Anwendern... Genutzte Hardware - ASUS NUC 15 Pro 4thewin!? Lange habe ich recherchiert und dann schlussendlich zugeschlagen: Genutzt wird bei dieser Anleitung ein taufrischer ASUS NUC 15 Pro Slim Kit RNUC15CRKU700002 (Affiliate-Link) mit gleichzeitig potentem sowie stromsparendem Intel Core u7 Ultra 255H (externer Link), der mein neuer Homelab-Server für alles Mögliche (NodeRED, EVCC, HomeAssistant, InfluxDB, Grafana, EOS, Loxberry, Win10 VM für Loxone Config, ...) sein wird. Die in Q1 2025 releaste CPU hat insgesamt 16 physische Kerne (6P, 8E, 2LE), taktet mit bis zu 5,1 Ghz, fette 24M Cache und bringt eben auch noch eine aktuelle Intel Arc 140T iGPU (mit auf der CPU) mit, um hardwarebasiertes Transcoding per Intel QuickSync mit bis zu 2,25 GHz realisieren zu können. Zusätzlich gibts auch noch NPU-Funktionen im Sinne von Intel AI Boost. Kein Plan, was man damit noch irgendwann machen kann... Als Arbeitsspeicher nutze ich zwei relativ hochpreisige Speicherriegel vom Typ Kingston ValueRAM 32GB 6400MT/s DDR5 Non-ECC CL52 CSODIMM KVR64V52BS8-32 (Affiliate-Link), da gefühlt alle anderen günstigen Speicher "nur" bis 5600MT/s laufen, was den Intel NUC ausbremsen würde. Mit 64GB sollte das Setup dann genug Ressourcen für alle möglichen Virtualisierungen mitbringen. Die CPU unterstützt sogar bis 128GB, was perspektivisch evtl. sogar irgendwann sinnvoll sein könnte. Und damit das System vernünftige Lese- und Schreibgeschwindigkeit erlaubt, ist eine Crucial T500 SSD 2TB PCIe Gen4 NVMe M.2 Interne SSD (Affiliate-Link) mit bis zu 7400 MB/s verbaut. Ich hab mir wirklich schon lange keine "normale" PC-Hardware gekauft (eben nur den Mac Mini M4 Pro letztes Jahr) und war jetzt völlig erstaunt, welche Specs die neuen Gerätchen haben. Über 7GB/s bei einem NVMe in diesem Preissegment... WTF?! Es gibt sogar noch krankere mit doppelter Speed, das wäre aber doppelter Overkill, zumal es der verbaut Arrow-Lake-Chipsatz gar nicht unterstützen würde. Kurze Info aus der Zukunft: Das Proxmox-System auf obiger Hardware verbraucht im Idle übrigens unter 10W, wenn gar nichts läuft eher nur 6W. Im laufenden Betrieb mit einem halben Dutzend Kamerastreams (dazu unten dann mehr) und entsprechenden Transcodings etc. sind es dann im Schnitt 30W. Nicht wenig, aber für die gebotene Leistung meiner Meinung nach dennoch unschlagbar - zumindest derzeitig. Proxmox Hypervisor per USB-Stick installieren Genutzt habe ich den Proxmox VE 8.4 ISO Installer (Direkt-Download), welcher auf der offiziellen Proxmox-Downloadseite (externer Link) zur Verfügung gestellt wird. Dann ab damit per Balena Etcher (externer Link) auf einen USB-Stick und in den Intel NUC, um das Installations-Setup durchzuspielen. Ich weiss, Balena Etcher steht zurecht in der Kritik bzgl. Datenkrake, aber ich nutze das einfach schon seit... IMMER. :D Je nachdem, wie die Nachfrage ausfällt, werde ich dazu evtl. noch ein eigenes Video (bzw. eine Videoreihe zu dem Thema) machen. Schreibt gerne in die Kommentare, ob euch das interessieren bzw. weiterhelfen würde. Login in Proxmox Hypervisor Nachdem die frische Proxmoy-Installation auf dem Intel NUC gebootet ist, logge ich mich direkt per ssh ein: ssh root@192.168.3.2 Da die Fehlermeldung @ WARNING: REMOTE HOST IDENTIFICATION HAS CHANGED! @ angezeigt wird, musste ich noch das hier eingeben, um den Key zu löschen: ssh-keygen -R 192.168.3.2 No valid subscription Meldung ausblenden: Dazu einfach das Script PVE Post Install (externer Link) nutzen. Hierzu wird nachfolgender Code in der Shell des Proxmox Host ausgeführt bash -c "$(curl -fsSL https://raw.githubusercontent.com/community-scripts/ProxmoxVE/main/tools/pve/post-pve-install.sh)" Im Rahmen des Wizards kann man alle unerwünschten Notifications entfernen und sogar die im nachfolgenden Schritt angesprochenen "Updates ohne Subscriptions" umstellen. Dadurch braucht man das gar nicht mehr manuell umstellen. Ich lasse den Punkt dennoch drin, damit man sieht, wie man das auch händisch machen kann... Updates ermöglichen ohne Subscription: Jetzt geht weiter im Proxmox-UI unter: https://192.168.3.2:8006 Datecenter -> pve (Hostname) -> Updates -> Repositories Die beiden Einträge mit "enterprise" in der URL anklicken und per "Disable" ausgrauen. Auf "Add" klicken und das Repository "No-Subscription" auswählen und "Add" klicken. Zurück auf "Updates" klicken, danach auf "Refresh" und warten bis im neuen Fenster "TASK OK" steht. Fenster schließen und auf "Upgrade" klicken. Im neuen Fenster mit "Y" (Taste y) bestätigen und die Enter-Taste drücken. Warten... Seems you installed a kernel update - Please consider rebooting this node to activate the new kernel. starting shell root@pve:/# Wenn in der Konsole wieder Eingaben möglich sind, wird das System neugestartet: reboot Zu beachten ist, dass solche no-subscription-Updates laut der Info im Proxmox-UI nicht für den produktiven Betrieb gedacht sind und theoretisch zu Problemen/Fehlern führen können. Keine Ahnung, ob da etwas dran ist. Rein technisch sind die Pakete anscheinend identisch, nur kommen neue Updates in der Free-Variante erst etwas zeitverzögert. Kernel-Update durchführen Nach dem Neustart wieder per ssh verbinden: ssh root@192.168.3.2 Bei Eingabe von uname -r wird in meinem Fall 6.8.12-11-pve angezeigt, da ich noch auf Proxmox 8.4.0 unterwegs bin (aktueller Stand 17.07.2025). Dadurch wird die Intel Quicksync GPU (vaapi) nicht korrekt erkannt. Das sieht man daran, dass der Befehl ls /dev/dri/ lediglich by-path  card0 zurückgeliefert, der Eintrag "renderD128" fehlt jedoch bei der Ausgabe... Da liegt daran, dass erst ab 6.10.x der noch recht neue Arrow-Lake-Chipsatz meines Intel-NUCs unterstützt wird. Deshalb muss jetzt eine neu Kernel-Update durchgeführt werden mit: apt update apt install -y proxmox-kernel-6.14 Nach einer Weile sollten die Konsolenbefehle mit Setting up proxmox-kernel-6.14 (6.14.5-1~bpo12+1) ... root@pve:~# enden. Jetzt direkt ein erneutes: reboot Und wieder einloggen: ssh root@192.168.3.2 Jetzt sollte der Befehl ls /dev/dri/ zu der Ausgabe by-path  card1 renderD128 führen. Passt. Leider kann Proxmox in der oben genannten Version die GPU dennoch nicht nutzen, da der Treiber schlicht noch nicht aktualisiert wurde. Deshalb kann ich keinen LXC-Container nutzen und stattdessen eine eingenständige Debian-VM installieren... Wenn ihr Proxmox in Zukunft updatet, werden automatisch neue Kernel-Versionen installiert, die vermutlich standardmäßig nach einem Reboot geladen werden. Die verfügbaren Kernel-Versionen könnt ihr so einsehen: proxmox-boot-tool kernel list Die Ausgabe sieht bei mir so aus derzeitig: Manually selected kernels: None. Automatically selected kernels: 6.14.5-1-bpo12-pve 6.14.8-1-bpo12-pve 6.8.12-12-pve Um jetzt wieder die neueste Version als "default" zu setzen, hilft dieser Konsolenbefehl: proxmox-boot-tool kernel pin 6.14.8-1-bpo12-pve Anderenfalls gibt es beim nächsten Reboot wieder Probleme mit der QuickSync-GPU-Geschichte (also zumindest bei dem oben erwähnten 2025-er Intel NUC, dessen Hardware noch "zu neu" ist). Ubuntu-VM erstellen in Proxmox Da Debian keine passenden Treiber hat für die hier eingesetzte iGPU, muss ich doch Ubuntu installieren. Am Ende vermutlich ziemlich egal, ich würde dennoch Debian bevorzugen, sofern möglich... Hier gibts da notwendige iso-File: https://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/ubuntu-releases/25.04/ubuntu-25.04-live-server-amd64.iso Ubuntu-VM erstellen in Proxmox mit "Create VM": General - VM ID: 400General - Name: Cam-MainGeneral - Start at boot: ja ("Advanced" muss unten aktiviert sein)OS - ISO image: ubuntu-25.04-live-server-amd64.isoSystem - Machine: q35System - Gemu Agent: jaDisks - Storage: 32 GiBCPU - Cores: 4Memory - Memory (MiB): 8192Confirm - "Start after created": ja VM unter "Datacenter" -> "pve" -> "400 (Cam-Main) auswählen und auf "Console" klicken. Ubuntu-Installation durchführen... Manuelle iPv4 Adresse:Subnetz: 192.168.3.0/24 SSH configuration:* OpenSSH-Server installieren (x setzen mit Leertaste) Weitere Software:* docker (Sternchen setzen mit Leertaste) Beim Proxmox-Host einloggen: ssh root@192.168.3.2 Die iGPU kann auch nochmal mit dem Befehl lspci | grep -i vga geprüft werden. Hier sollte dann 00:02.0 VGA compatible controller: Intel Corporation Arrow Lake-P [Intel Graphics] (rev 03) ausgespuckt werden. Jetzt musst das Passthrough aktiviert werden: nano /etc/pve/qemu-server/400.conf Hier steht bei mir in der letzten Zeile: hostpci0: 0000:00:02 Diese Zeile ersetzen mit: hostpci0: 00:02.0,pcie=1 Speichern mit: Ctrl + o -> ENTER-TasteBeenden mit: Ctrl + x Am besten blacklistet man jetzt noch i915 am Host mit: echo "blacklist i915" > /etc/modprobe.d/blacklist-i915.conf update-initramfs -u Damit wird die IGPU gar nicht mehr im Host eingebunden. System neustarten: reboot Jetzt in der VM einloggen: ssh jay@192.168.3.31 Checken, ob das Durchreichen der GPU funktioniert hat: lspci | grep -i vga Jetzt sollte diese Rückmeldung kommen: 00:01.0 VGA compatible controller: Device 1234:1111 (rev 02) 01:00.0 VGA compatible controller: Intel Corporation Arrow Lake-P [Intel Graphics] (rev 03) Wichtig ist der zweite Eintrag. Nun noch die notwendigen Treiber installieren: sudo apt update sudo apt install -y intel-media-va-driver vainfo Kurz noch direkt die Guest-Tools installieren: sudo apt install -y qemu-guest-agent sudo systemctl enable --now qemu-guest-agent Sofern man das Blacklisting wieder entfernen möchte, macht man auf dem Proxmox Host (hier ssh root@192.168.3.2): NUR AUSFÜHREN, WENN MAN DIE IGPU WIEDER IM HOSTSYSTEM (PROXMOX) NUTZEN MÖCHTE: ####################################### rm /etc/modprobe.d/blacklist-i915.conf ####################################### update-initramfs -u ####################################### reboot ####################################### Docker in der Ubuntu-VM konfigurieren Installiert wurde Docker ja bereits im Rahmen der Ubuntu-Installation. Jetzt müssen aber noch ein paar Anpassungen vorgenommen werden: sudo groupadd docker sudo usermod -aG docker jay sudo chown root:docker /var/run/docker.sock exit Neu einloggen: ssh jay@192.168.3.31 In der VM ausführen: sudo apt-get update sudo apt-get install -y ca-certificates curl gnupg Nun erstmal einen Snapshot der VM machen unter Datacenter -> pve -> 400 (Cam-Main) -> Snapshots -> Take Snapshot Wenn dabei der Fehler "ASK ERROR: VM 400 qmp command 'savevm-start' failed - 0000:00:02.0: VFIO migration is not supported in kernel" angezeigt wird, einfach die VM mit dem Shutdown-Button beenden und den Snapshot erneut erzeugen. Frigate unter Docker auf der Debian VM laufen lassen mkdir -p ~/frigate/config Docker compose-File für Frigate anlagen: nano ~/frigate/docker-compose.yml In die Datei einfügen: services: frigate: container_name: frigate restart: unless-stopped image: ghcr.io/blakeblackshear/frigate:stable shm_size: "2g" mem_limit: 12g mem_reservation: 6g devices: - /dev/dri:/dev/dri group_add: # - "render" - "video" environment: - TZ=Europe/Berlin volumes: - ./config:/config - ./media:/media - /etc/localtime:/etc/localtime:ro ports: - "5000:5000" - "8554:8554" - "1984:1984" # - "8899:8899" healthcheck: test: ["CMD", "curl", "-f", "http://localhost:5000"] interval: 60s timeout: 5s retries: 3 start_period: 30s Speichern mit: Ctrl + o -> ENTER-TasteBeenden mit: Ctrl + x Frigate config.yml öffnen: nano ~/frigate/config/config.yml Hier Config einfügen: mqtt: enabled: False go2rtc: streams: mobotix-park: - ffmpeg:rtsp://loxoneuser:loxonepw@192.168.3.22:554/stream0/mobotix.mjpeg#video=h264#audio=copy#hardware cameras: park: enabled: true ffmpeg: hwaccel_args: preset-vaapi inputs: - path: rtsp://localhost:8554/mobotix-park record: enabled: false # keine Aufnahme detect: enabled: false # keine Bewegungserkennung snapshots: enabled: false # keine Snapshots version: 0.15-1 mqtt: enabled: False go2rtc: streams: mobotix-park: - ffmpeg:rtsp://admin:meinpw@192.168.3.22:554/stream0/mobotix.mjpeg#video=h264#audio=copy#hardware mobotix-balkon: - ffmpeg:rtsp://admin:meinpw@192.168.3.23:554/stream0/mobotix.mjpeg#video=h264#audio=copy#hardware mobotix-hochbeet: - ffmpeg:rtsp://admin:meinpw@192.168.3.24:554/stream0/mobotix.mjpeg#video=h264#audio=copy#hardware mobotix-haustuer: - ffmpeg:rtsp://admin:meinpw@192.168.3.25:554/stream0/mobotix.mjpeg#video=h264#audio=copy#hardware mobotix-terrasse: - ffmpeg:rtsp://admin:meinpw@192.168.3.26:554/stream0/mobotix.mjpeg#video=h264#audio=copy#hardware mobotix-parkplatz: - ffmpeg:rtsp://admin:meinpw@192.168.3.27:554/stream0/mobotix.mjpeg#video=h264#audio=copy#hardware #läuft eigentlich auf der selben maschine - jedoch hat lediglich die angabe der ip bisher bei mir geklappt... loxone-intercom: - ffmpeg:rtsp://192.168.3.31:8553/http_mjpeg#video=h264#audio=copy#hardware cameras: park: enabled: true ffmpeg: hwaccel_args: preset-vaapi inputs: - path: rtsp://localhost:8554/mobotix-park record: enabled: false # keine Aufnahme detect: enabled: false # keine Bewegungserkennung snapshots: enabled: false # keine Snapshots balkon: enabled: true ffmpeg: hwaccel_args: preset-vaapi inputs: - path: rtsp://localhost:8554/mobotix-balkon record: enabled: false # keine Aufnahme detect: enabled: false # keine Bewegungserkennung snapshots: enabled: false # keine Snapshots hochbeet: enabled: true ffmpeg: hwaccel_args: preset-vaapi inputs: - path: rtsp://localhost:8554/mobotix-hochbeet record: enabled: false # keine Aufnahme detect: enabled: false # keine Bewegungserkennung snapshots: enabled: false # keine Snapshots haustuer: enabled: true ffmpeg: hwaccel_args: preset-vaapi inputs: - path: rtsp://localhost:8554/mobotix-haustuer record: enabled: false # keine Aufnahme detect: enabled: false # keine Bewegungserkennung snapshots: enabled: false # keine Snapshots terrasse: enabled: true ffmpeg: hwaccel_args: preset-vaapi inputs: - path: rtsp://localhost:8554/mobotix-terrasse record: enabled: false # keine Aufnahme detect: enabled: false # keine Bewegungserkennung snapshots: enabled: false # keine Snapshots parkplatz: enabled: true ffmpeg: hwaccel_args: preset-vaapi inputs: - path: rtsp://localhost:8554/mobotix-parkplatz record: enabled: false # keine Aufnahme detect: enabled: false # keine Bewegungserkennung snapshots: enabled: false # keine Snapshots intercom: enabled: true ffmpeg: hwaccel_args: preset-vaapi inputs: - path: rtsp://localhost:8554/loxone-intercom record: enabled: false # keine Aufnahme detect: enabled: false # keine Bewegungserkennung snapshots: enabled: false # keine Snapshots version: 0.15-1 Speichern mit: Ctrl + o -> ENTER-TasteBeenden mit: Ctrl + x Jetzt ins Verzeichnis von Frigate wechseln und den Docker Container starten mit (Frigate starten): cd ~/frigate docker compose up -d Sobald Docker den Container gestartet hat, sollte Frigate per Browser erreichbar sein: http://192.168.3.31:5000 Die Systemauslastung kann man hier einsehen je Kamera: http://192.168.3.31:5000/system#cameras Der go2rtc Service ist hier erreichbar: http://192.168.3.31:1984 Stoppen kann man den Container übrigens wieder mit (Frigate stoppen) cd ~/frigate docker compose down Den Health-Status von Frigate kann man so checken (Frigate Health): docker inspect --format='{{.State.Health.Status}}' frigate Debian VM erstellen für ONVIF-Server Der ONVIF-Server schnappt sich den RTSP-Stream im mp4-Format und maskiert diesen als ONVIF-Kamera, sodass eine Integration in Unifi Protect möglich ist. Hier gehts zum Github-Repo: https://github.com/daniela-hase/onvif-server Der ONVIF-Server wird pro Kamera benötigt und sollte als Service in jeweils einer Debian-VM laufen, da er eigene eigene UUID und Mac-Adresse benötigt. Geht sicher auch irgendwie anders, aber ich mache es eben so... Erstmal Debian-VM erstellen in Proxmox mit "Create VM": General - VM ID: 401General - Name: Cam-ParkGeneral - Start at boot: ja ("Advanced" muss unten aktiviert sein)OS - ISO image: debian-12.11.0-amd64-netinst.isoSystem - Machine: q35System - Gemu Agent: jaDisks - Storage: 8 GiBCPU - Cores: 1Memory - Memory (MiB): 512Confirm - "Start after created": ja VM unter "Datacenter" -> "pve" -> "401 (Cam-Park) auswählen und auf "Console" klicken. Debian-Installation durchführen... Datacenter -> pve -> 401 (Cam-Park) anklicken und "Hardware" wählen. "CD/DVD Drive (ide2)" auswählen und "Remove" klicken. Debian-VM manuelle IP-Adresse verpassen Bei Datacenter -> pve -> 401 (Cam-Park) sollte bei "Summary" unter "IPs" die per DHCP zugewiesene Adresse stehen. Hier: 192.168.3.116 Jetzt per ssh auf der VM einloggen: ssh jay@192.168.3.116 ssh-keygen -R 192.168.3.116 (sofern Remote-Host-Identification Error) Zu sudo wechseln mit su sudo installieren mit: apt-get update && apt install -y sudo User jay sudo-Rechte geben: sudo usermod -aG sudo jay Zwei mal exit eingeben, um die VM zu verlassen. Erneut per ssh einloggen: ssh jay@192.168.3.116 Dann in diese Datei rein: sudo nano /etc/network/interfaces Den Absatz: allow-hotplug enp6s18 iface enp6s18 inet dhcp # This is an autoconfigured IPv6 interface iface enp6s18 inet6 auto ersetzen durch: auto enp6s18 iface enp6s18 inet static address 192.168.3.32 netmask 255.255.255.0 gateway 192.168.3.1 dns-nameservers 192.168.3.1 8.8.8.8 iface enp6s18 inet6 auto Netzwerkdienst neu starten mit sudo systemctl restart networking Neue ssh-Session mit neuer IP öffnen: ssh jay@192.168.3.32 ssh-keygen -R 192.168.3.32 #sofern notwendig VM-Snapshot machen... ONVIF-Server installieren sudo apt update && sudo apt install curl -y curl -fsSL https://deb.nodesource.com/setup_lts.x | sudo -E bash - sudo apt install -y nodejs git cd ~ git clone https://github.com/daniela-hase/onvif-server.git cd onvif-server npm install ip a 1: lo: mtu 65536 qdisc noqueue state UNKNOWN group default qlen 1000 link/loopback 00:00:00:00:00:00 brd 00:00:00:00:00:00 inet 127.0.0.1/8 scope host lo valid_lft forever preferred_lft forever inet6 ::1/128 scope host noprefixroute valid_lft forever preferred_lft forever 2: enp6s18: mtu 1500 qdisc fq_codel state UP group default qlen 1000 link/ether bc:24:11:7d:da:0e brd ff:ff:ff:ff:ff:ff inet 192.168.3.32/24 brd 192.168.3.255 scope global enp6s18 valid_lft forever preferred_lft forever inet6 fd48:5aa8:e9be:0:be24:11ff:fe7d:da0e/64 scope global dynamic mngtmpaddr valid_lft 6857sec preferred_lft 3257sec inet6 2003:c8:1f4a:6d00:be24:11ff:fe7d:da0e/64 scope global dynamic mngtmpaddr valid_lft 6857sec preferred_lft 1163sec inet6 fe80::be24:11ff:fe7d:da0e/64 scope link valid_lft forever preferred_lft forever bc:24:11:7d:da:0e ist dann die mac-Adresse, die wir gleich im Config-file brauchen bei "mac: bc:24:11:7d:da:0e" sudo apt install -y uuid-runtime && uuidgen Jetzt wird ein zufälliger String ausgegeben c3f5d123-4567-89ab-cdef-1234567890ab welcher gleich als "uuid: c3f5d123-4567-89ab-cdef-1234567890ab" in der Config-Datei genutzt werden muss. nano ~/onvif-server/config.yaml onvif: - mac: bc:24:11:53:a7:91 ports: server: 8899 rtsp: 8556 snapshot: 8580 name: MobotixPark uuid: c3f5d123-4567-89ab-cdef-1234567890ab highQuality: rtsp: /mobotix-park snapshot: /api/haustuer/latest.jpg?height=640 width: 1920 height: 1080 framerate: 15 bitrate: 8192 quality: 4 lowQuality: rtsp: /mobotix-park snapshot: /api/haustuer/latest.jpg?height=320 width: 1920 height: 1080 framerate: 15 bitrate: 8192 quality: 1 target: hostname: 192.168.3.31 ports: rtsp: 8554 snapshot: 5000 Manuell starten zum Testen: cd ~/onvif-server node main.js config.yaml Als Service laufen lassen: sudo nano /etc/systemd/system/onvif-server.service [Unit] Description=ONVIF Server After=network.target [Service] WorkingDirectory=/home/jay/onvif-server ExecStart=/usr/bin/node /home/jay/onvif-server/main.js /home/jay/onvif-server/config.yaml Restart=always User=jay Environment=NODE_ENV=production [Install] WantedBy=multi-user.target sudo systemctl daemon-reload sudo systemctl enable --now onvif-server sudo systemctl status onvif-server Service neustarten: sudo systemctl restart onvif-server Stoppen lässt sich der Service sofort und dauerhaft mit: sudo systemctl disable --now onvif-server Wer übrigens den Kameranamen bzw. das Kameramodell vor dem "Anlernen" in Unifi Protect ändern möchte, kann das über diese Datei tun: nano ~/onvif-server/src/onvif-server.js Hier gibt es mehrere Zeilen, die man anpassen muss: Name: 'CardinalHqCameraConfiguration', Name: 'CardinalLqCameraConfiguration', Manufacturer: 'Onvif', Model: 'Cardinal', onvif://www.onvif.org/name/Cardinal Das hab ich mal umgestellt auf: Name: 'ParkHqCameraConfiguration', Name: 'ParkLqCameraConfiguration', Manufacturer: 'Park', Model: 'Mobotix', onvif://www.onvif.org/name/MOBOTIXS15 Dann die Datei speichern und den Dienst neustarten mit: sudo systemctl restart onvif-server Bei der in Unifi Protect neu erkannten Kamera steht dann bei "Name" "MOBOTIXS15" und bei "Model" ebenfalls MOBOTIXS15". Wenn man dann "Click to Adapt" auswählt, ändert sich der angezeigte Name in "Park Mobotix" und bei Model wird nach ca 5-10s auch korrekt "MOBOTIXS15" angezeigt. Geschickter habe ich es dann auch nicht mehr hinbekommen, jedenfalls besser als Cardinal als "Model" zu haben, was man nicht mehr im Unif-Protect-UI kann. Ich habe dabei darauf geachtet auf Leer- und Sonderzeichen zu verzichten, um möglichen Problemen vorzubeugen. Memo an mich selbstTODO: ONVIF-Server als Docker-Container laufen lassen inkl. Watchdog (per Sidecar-Container), um Container automatisch neuzustarten, sofern der Dienst keinen Output mehr liefert - evtl. lässt sich mit einem CLI-Tool ermitteln, ob der Dienst läuft oder nicht...TESTING (interne Infos)jay@cam-park:~$ ss -tulpn | grep 8899tcp LISTEN 0 511 192.168.3.32:8899 0.0.0.0:* users:(("node",pid=477,fd=23))jay@cam-park:~$ lsof -i :8899COMMAND PID USER FD TYPE DEVICE SIZE/OFF NODE NAMEnode 477 jay 23u IPv4 14403 0t0 TCP 192.168.3.32:8899 (LISTEN)Mal sehen, wie bzw. ob sich die Response ändert, wenn sich Unifi nicht mehr zur Kamera connecten kann...evtl. kann man mitt ffprobe auch noch was rausholen...ffprobe -v error -show_streams -rtsp_transport tcp rtsp://192.168.3.32:8556/mobotix-park Vorhandene ONVIF-Server-VM klonen für weitere Kamera(s) SSH-Login auf geklonter VM: ssh jay@192.168.3.32 An nachfolgenden Stellen gewünschte Netzwerk-IP und Namen anpassen (alte IP +1 hochgezählt): sudo nano /etc/network/interfaces sudo nano /etc/hostname sudo nano /etc/hosts sudo hostnamectl set-hostname cam-haustuer IP-v6 herausfinden für onvif-server config.yaml: ip a Neue UUID generieren für onvif-server config.yaml: uuidgen onvif-server config.yaml anpassen: nano ~/onvif-server/config.yaml Debian-VM neustarten: sudo reboot Loxone Intercom Integration UPDATE VOM 07.10.2025: Die neue Anleitung für die Loxone Intercom (inkl. Video) findet ihr hier: Howto: Loxone Intercom Videofeed in UniFi Protect einbinden UPDATE ENDE Base24-String generieren aus Loxoneuser und Passwort (Login-Daten vom Miniserver, welche von der Loxone Intercom mit genutzt wird): echo -n "loxoneuser:loxonepw" | base64 Mit auf die Cam-Main-VM (von weiter oben mit der 192.168.3.31) installieren: Ordner erstellen und darin Configdatei öffnen: mkdir -p ~/go2rtc-auth cd ~/go2rtc-auth nano go2rtc.yaml Inhalte für die Config-Datei: streams: http_mjpeg: "http://192.168.3.13/mjpg/video.mjpg#header=Authorization: Basic YWRtaW46anVuZTExbG94b25l" rtsp: # Enable the RTSP server functionality listen: ":8553" # Port go2rtc listens on for RTSP connections (default: 8554) go2rtc möchte auf Port 1984 laufen, weshalb wir das gleich berücksichtigen werden. Da auf der VM jedoch bereits go2rtc läuft von der Frigate-Instanz, hab ich den Port 1983 zugewiesen von aussen…) Hier nutzen wir auch Docker-Compose, da wir gleich auch noch einen Watchdog per Sidecar-Container implementieren werden. nano ~/go2rtc-auth/docker-compose.yml services: go2rtc-auth: container_name: go2rtc-auth image: alexxit/go2rtc:latest restart: unless-stopped ports: - "1983:1984" - "8553:8553" devices: - /dev/dri:/dev/dri environment: - TZ=Europe/Berlin volumes: - ./go2rtc.yaml:/config/go2rtc.yaml - /etc/localtime:/etc/localtime:ro go2rtc-watchdog: container_name: go2rtc-watchdog image: docker:latest restart: unless-stopped entrypoint: [ "sh", "-c", "apk add --no-cache jq wget && sh /watchdog.sh" ] depends_on: - go2rtc-auth environment: - TZ=Europe/Berlin volumes: - /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock - ./watchdog.sh:/watchdog.sh:ro - /etc/localtime:/etc/localtime:ro Jetzt noch den Watchdog füttern: nano ~/go2rtc-auth/watchdog.sh #!/bin/sh # ==== EINSTELLUNGEN FÜR DEN ANWENDER ==== WATCHDOG_ENABLED=1 STREAM="http_mjpeg" # Name des Streams wie in go2rtc.yaml CHECKURL="http://go2rtc-auth:1984/api/streams" EXPECTED_REMOTE="172.19.0.1" SLEEP_INTERVAL=30 # Hauptwartezeit (Sekunden) SLEEP_COMPARE=10 # Wartezeit zwischen Messpunkten (Sekunden) SLEEP_STARTUP=60 # Initiales Warten (Sekunden) SLEEP_AFTER_RESTART=300 # Wartezeit nach Restart (Sekunden) restart_container_explicit() { name="$1" echo "$(date '+%Y-%m-%d %H:%M:%S') [WATCHDOG] Container '$name' wird neu gestartet..." docker restart "$name" } if [ "$WATCHDOG_ENABLED" -ne 1 ]; then echo "$(date '+%Y-%m-%d %H:%M:%S') [WATCHDOG] AUSGESCHALTET – Watchdog wird NICHT gestartet!" exit 0 fi echo "$(date '+%Y-%m-%d %H:%M:%S') [WATCHDOG] Warte $SLEEP_STARTUP Sekunden auf ersten Stream-Aufbau..." sleep $SLEEP_STARTUP while true; do STREAM_JSON=$(wget -qO- "$CHECKURL") if [ -z "$STREAM_JSON" ] || ! echo "$STREAM_JSON" | jq -e . >/dev/null 2>&1; then echo "$(date '+%Y-%m-%d %H:%M:%S') [WATCHDOG] Fehler: API nicht erreichbar oder liefert ungültiges JSON!" restart_container_explicit "go2rtc-auth" restart_container_explicit "frigate" echo "$(date '+%Y-%m-%d %H:%M:%S') [WATCHDOG] Warte $SLEEP_AFTER_RESTART Sekunden nach Restart..." sleep $SLEEP_AFTER_RESTART continue fi # Prüfe, ob der gewünschte Stream überhaupt existiert if ! echo "$STREAM_JSON" | jq -e --arg STREAM "$STREAM" 'has($STREAM)' >/dev/null; then echo "$(date '+%Y-%m-%d %H:%M:%S') [WATCHDOG] Fehler: Stream '$STREAM' nicht vorhanden!" restart_container_explicit "go2rtc-auth" restart_container_explicit "frigate" echo "$(date '+%Y-%m-%d %H:%M:%S') [WATCHDOG] Warte $SLEEP_AFTER_RESTART Sekunden nach Restart..." sleep $SLEEP_AFTER_RESTART continue fi BYTES1=$(echo "$STREAM_JSON" | jq -r --arg STREAM "$STREAM" '.[$STREAM].producers[0].bytes_recv // 0') sleep $SLEEP_COMPARE STREAM_JSON2=$(wget -qO- "$CHECKURL") BYTES2=$(echo "$STREAM_JSON2" | jq -r --arg STREAM "$STREAM" '.[$STREAM].producers[0].bytes_recv // 0') # Clients extrahieren (kann null sein, also robust abfangen) CONSUMER_IPS=$(echo "$STREAM_JSON2" | jq -r --arg STREAM "$STREAM" '.[$STREAM].consumers // [] | map(.remote_addr // empty) | .[]' | cut -d: -f1) if [ -z "$CONSUMER_IPS" ]; then CONSUMER_IPS="(keine)" fi FOUND_EXPECTED=0 for IP in $CONSUMER_IPS; do if [ "$IP" = "$EXPECTED_REMOTE" ]; then FOUND_EXPECTED=1 break fi done # Fehlerfall: Kein Stream, kein Traffic, oder erwarteter Client fehlt if [ -z "$BYTES1" ] || [ -z "$BYTES2" ] || [ "$BYTES1" = "$BYTES2" ] || [ "$FOUND_EXPECTED" -ne 1 ]; then echo "$(date '+%Y-%m-%d %H:%M:%S') [WATCHDOG] WARNUNG: Stream $STREAM steht oder $EXPECTED_REMOTE ist nicht verbunden (Clients: $CONSUMER_IPS)" echo "$(date '+%Y-%m-%d %H:%M:%S') [WATCHDOG] Starte go2rtc-auth und frigate neu..." restart_container_explicit "go2rtc-auth" restart_container_explicit "frigate" echo "$(date '+%Y-%m-%d %H:%M:%S') [WATCHDOG] Warte $SLEEP_AFTER_RESTART Sekunden nach Restart..." sleep $SLEEP_AFTER_RESTART else echo "$(date '+%Y-%m-%d %H:%M:%S') [WATCHDOG] Stream $STREAM läuft, alles ok ($BYTES2 Bytes empfangen, Clients: $CONSUMER_IPS)" sleep $SLEEP_INTERVAL fi done Kurzzusammenfassung des Scripts: Das Script prüft regelmäßig, ob ein bestimmter Kamerastream läuft und Daten liefert. Es schaut, ob der gewünschte “Verbraucher” (zum Beispiel Frigate) mit der erwarteten IP verbunden ist. Wenn der Stream nicht läuft, keine neuen Daten kommen, oder der richtige Client nicht verbunden ist, werden automatisch beide Dienste (go2rtc-auth und Frigate) neu gestartet. Frigate wird deshalb auch gleich mitgestartet, weil dessen Watchdog sowieso nach einem go2rtc-Neustart triggern würde, um Frigate neuzustarten - aber eben zeitverzögert. Das lässt sich somit beschleunigen. Nach jedem Neustart wartet das Script einige Minuten, bevor es wieder prüft. Jeder Schritt (Überprüfung, Neustart etc.) wird mit einem Zeitstempel ins Log geschrieben, damit man jederzeit nachverfolgen kann, was gerade passiert. Wenn ihr den Watchdog (temporär) nicht nutzen möchtet, könnt ihr die Variable WATCHDOG_ENABLED=0 setzen. Jetzt noch die notwendige Dateiberechtigung setzen mit: chmod +x ~/go2rtc-auth/watchdog.sh Den go2rtc-auth Docker Container-Stack starten mit (go2rtc-auth starten): cd ~/go2rtc-auth/ && docker compose up -d Das Log vom Watchdog lässt sich danach so einsehen: docker logs -f go2rtc-watchdog Und hier eine Beispielausgabe des Log: [WATCHDOG] Warte 90 Sekunden nach Restart... fetch https://dl-cdn.alpinelinux.org/alpine/v3.22/main/x86_64/APKINDEX.tar.gz fetch https://dl-cdn.alpinelinux.org/alpine/v3.22/community/x86_64/APKINDEX.tar.gz OK: 42 MiB in 78 packages [WATCHDOG] Warte 60 Sekunden auf ersten Stream-Aufbau... [WATCHDOG] Stream http_mjpeg läuft, alles ok (68678031 Bytes empfangen, Client: 172.19.0.1:41682) [WATCHDOG] WARNUNG: Stream http_mjpeg steht oder falscher Client (unbekannt). Starte go2rtc-auth neu... go2rtc-auth [WATCHDOG] Warte 90 Sekunden nach Restart... [WATCHDOG] Stream http_mjpeg läuft, alles ok (354064089 Bytes empfangen, Client: 172.19.0.1:49850) [WATCHDOG] Stream http_mjpeg läuft, alles ok (563787293 Bytes empfangen, Client: 172.19.0.1:49850) [WATCHDOG] Stream http_mjpeg läuft, alles ok (774113258 Bytes empfangen, Client: 172.19.0.1:49850) [WATCHDOG] Stream http_mjpeg läuft, alles ok (984532153 Bytes empfangen, Client: 172.19.0.1:49850) [WATCHDOG] Stream http_mjpeg läuft, alles ok (1195089203 Bytes empfangen, Client: 172.19.0.1:49850) Mit "Strg + c" lässt sich die Log-Ausgabe wieder schließen. Nur zu Debugging-Zwecken, um zu sehen, ob eine Rückmeldung der API kommt: docker exec -it go2rtc-watchdog sh wget -qO- http://go2rtc-auth:1984/api/streams | jq . Kurze Randnotiz:Wenn der per go2rtc eingebundene non-auth-RTSP-Stream der Loxone Intercom einmal abreisst für mehr als einige Sekunden, verliert Frigate diesen Stream meistens komplett. In diesem Fall ist dann ein kompletter Frigate-Restart notwendig.Anders verhält es sich bei ausfallenden Mobotix-RTSP-Streams (z.B. aufgrund eines Reboot der Kamera). Diese werden von Frigate wieder korrekt eingebunden, sobald sie wieder verfügbar sind - und das auch nach längerer Downtime.Anscheinend "pusht" Mobotix den Stream hier irgendwie anders, sodass er in Frigate wieder zum Leben erweckt werden kann... Und nun ist der RTSP-Stream abrufbar: http://192.168.3.31:1983 Nur zwecks Vollständigkeit: Docker Container stoppen: docker stop go2rtc-auth docker stop go2rtc-watchdog ODER ALLE Container des Stacks (der Docker-Compose stoppen): cd ~/go2rtc-auth/ && docker compose stop Und Docker Container löschen (go2rtc-auth löschen): docker rm go2rtc-auth docker rm go2rtc-watchdog ODER ALLE Container des Stacks (der Docker-Compose löschen): cd ~/go2rtc-auth/ && docker compose down Danach noch die Debian VM hinzufügen (wie oben), um diesen RTSP-Stream zusätzlich per ONVIF-Server aufzubereiten... Streaming-URLs der Loxone Intercom auf dem Weg zum Unifi Protect Dienst Nachfolgend alle verfügbaren Streams auf dem Weg zum Ziel: Kamera direkt MJPEG - per Browser oder per VLC aufrufbar -> Ablage -> Netzwerk öffnen http://loxoneuser:loxonepasswort@192.168.3.13/mjpg/video.mjpg Kamera go2rtc UI - per Browser aufrufbar http://192.168.3.31:1983 kamera go2rtc mjpeg -> rtsp - per vlc aufrufbar -> Ablage -> Netzwerk öffnen rtsp://192.168.3.31:8553/http_mjpeg kamera frigate go2rtc - per browser aufrufbar http://192.168.3.31:1984 kamera frigate ui - per browser aufrufbar http://192.168.3.31:5000/#intercom kamera frigate jpg - per browser aufrufbar http://192.168.3.31:5000/api/intercom/latest.jpg kamera frigate rtsp mp4 - per vlc aufrufbar -> Ablage -> Netzwerk öffnen rtsp://192.168.3.31:8554/loxone-intercom kamera onvif server - in unifi protect integrierbar port 8899 (glaub ich) Abschließende Integration in Unifi Protect Achso - one more thing: Wie bindet man den nun ONVIF-fähigen Kamerastream in Unifi Protect ein? Easy: Die Kamera taucht automatisch in der Liste mit dem Namen "Cardinal" auf. Auf "Click to Adopt" drücken, einfach irgendwas bei Benutzer und Passwort eingeben (es reicht jeweils ein Buchstabe) und auf "Confirm" klicken. Nach 1-2 Minuten sollte das Kamerabild spätestens angezeigt werden (aber es dauert immer etwas). In den Kameraeinstellungen kann jetzt ein sprechender Name vergeben werden. Wenn nur alles im Leben so einfach wäre wie dieser letzte Schritt.. :DD Die Latenz ist übrigens so 1-2s, was ich völlig vertretbar finde. UPDATE VOM 23.07.205: Wirklich Spaß macht es übrigens erst, wenn die externe Kamera(s) per Unifi AI Port verwaltet wird/werden. Denn dann wird der Kamera-Stream instant angezeigt, wenn man bspw. mit der Smartphone-App zugreift. Ohne AI Port dauert das teilweise ewig oder lief bei meinen Tests sogar teilweise in einen Timeout - zumindest bei meinen "workaround"-mäßig eingebundenen Mobotix-Kameras ist das so. Deshalb mein Tipp: am besten IMMER einen AI Port nutzen - damit kann man dann bis zu 3 externe Kameras AI-fähig machen (bis 1080p und 30fps) und erspart sich Frustrationen bei der App-Nutzung. Und mal ganz ehrlich: Die AI-Funktionen (Gesichtserkennung etc.) machen das Unifi-Protect-System doch erst sexy... UPDATE ENDE Ich bin wirklich happy! Jetzt kann ich meine vor über acht Jahren installierten Mobotix-Kameras endlich so nutzen, wie ich es mir schon immer irgendwie vorgestellt habe - inklusive smoothstem Scrubbing in der Timelime und AI-basierter Eventüberwachung. Hier übrigens ein Bild einer der Mobotix-Aussenkameras aus dem Blogpost Operation Gegensprechanlage – Am Ende wird doch noch alles gut vom 26.03.2018 Man kann über die offene API von Unifi Protect mittlerweile übrigens ganz einfach Webhooks erstellen, um bspw. die Info in Richtung NodeRED oder auch Home Assistant zu pushen, wenn ein Paket auf dem Bild erkannt wird - Stichwort: Benachrichtigung bei Ankunft eines Paketboten. Um es auf die Spitze zu treiben, kann man dann sogar noch den AI Key (externer Link) integrieren, welcher bis zu 1.000 AI-Events (Kameraanzahl ist egal) verarbeiten kann und quasi jedes erkannte Event "labelt" - inklusiver textueller Bildbeschreibung, nach der man filtern kann. So kann man - dank fortlaufend trainierter KI - bspw. passgenau ein externes Notify triggern (bspw. per Telegram-Nachricht), wenn ein DHL-Auto vorfährt und sich der Paketbote mit Paket unterm Arm der Haustür nähert. Und das alles ohne Cloud-Nutzung - komplett mit lokaler AI. Zu nerdig? Nicht für mich. Ich möchte den AI Key definitiv in meinem Setup haben, auch wenn er schweine teuer ist. Der Spass ist es mir allemal wert. Nur leider ist der AI Key (externer Link) - im Unifi Store erhältlich - aktuell ausverkauft... Vielleicht kann ich ja auch Unifi "anhauen" mir einen AI Key für einen "Langzeittest" zur Verfügung zu stellen. :D Lets see... War/ist es dieser Aufwand wirklich wert am Ende des Tages? Mit dieser Frage beschäftige ich mich tatsächlich immer häufiger. Mich begeistern solche aufwändigen Projekte, bei denen man alleine schon so viele technische Zusammenhänge lernt, aber nach wie vor enormst. Vielleicht wird das mal anders - hoffe ich aber ehrlich gesagt nicht. Gerade bei diesem Projekt war das Ziel von Anfang an klar, nur der Weg nicht so wirklich. Bzw. musste ich echt viele Wege beschreiten und einfach aufprobieren, um zu einer validen Lösung zu kommen. Das ist einerseits echt frustrierend und ich wollte mehrfach einfach aufgeben - und habe das Thema auch wieder länger zur Seite gepackt - aber wenn man dranbleibt und es am Ende dann doch noch klappt, ist das schon ein cooles Gefühl. Und noch cooler, dass ich mit meinem Nerd-Wissen auch anderen Nerds weiterhelfen kann, die ähnliche "First-World-Problems" lösen möchten. In diesem Sinne - lasst gerne einen Kommentar da, was euer größtes Nerd-Projekt in letzter Zeit war. Nerd-Liste - nur für meine Doku... Proxmox-ID - IP der Proxmox-VM - cam-name - Cam-IP - VM-MAC - UUID 400 192.168.3.31 cam-main 401 192.168.3.32 cam-park 192.168.3.22 bc:24:11:7d:da:0e c3f5d123-4567-89ab-cdef-1234567890ab 402 192.168.3.33 cam-balkon 192.168.3.23 bc:24:11:d6:a9:60 3a897b43-6345-482b-8897-dd909f1d97ea 402 192.168.3.34 BEREITS ANDERWEITIG VERGEBEN 403 192.168.3.35 cam-hochbeet 192.168.3.24 bc:24:11:68:20:ed 13919541-ce52-4e3a-8792-1a921662a5b2 404 192.168.3.36 cam-haustuer 192.168.3.25 bc:24:11:da:72:7d 3f9b16d5-1f44-4019-9eed-21254aa06c95 405 192.168.3.37 cam-terrasse 192.168.3.26 bc:24:11:2f:bb:6c c1a3bb18-6693-47fb-b877-358a8cbb1293 406 192.168.3.38 cam-parkplatz 192.168.3.27 bc:24:11:49:93:1e a9a4d13f-8d4c-4161-abd3-df626a13ccf6 402 192.168.3.39 BEREITS ANDERWEITIG VERGEBEN 402 192.168.3.40 BEREITS ANDERWEITIG VERGEBEN 402 192.168.3.41 BEREITS ANDERWEITIG VERGEBEN 407 192.168.3.42 cam-intercom 192.168.3.13 bc:24:11:e3:3d:28 b65d1426-1423-4f38-8257-a7124ad13ed3 Next steps (TODO) Sicherstellen, dass das Gesamtsetup 100%ig stabil läuft über einen längeren Zeitraum. Evtl. braucht es hier noch Überwachungsmechanismen, um temporär ausgefallene Streams in Frigate zu "reaktivieren" - z.B. beim Kamera-Neustart. Unifi Protect scheint hier schon mal relativ stressfrei zu sein, wenn Kameras zwischendrin mal nicht erreichbar sind. UPDATE: Bereits Watchdogs per Container-Sidecar eingebunden für frigate und go2rtc-auth - die onvif-server-Dienste fehlen noch, hier den Dienst erstmal per Docker lauffähig machen - evtl. sogar in der selben VM mit virtuellen Netzwerkverbindungen zwecks eindeutiger IP und MAC?... Apple Homekit Integration - Alle Kameras über Homebridge für Apple Home bereitstellen (wollte ich schon immer mal machen) Umzug auf Dream Machine Pro Max (externer Link) - Primär als Routerfunktion, aber dann eben auch als Unifi Protect Device - Pro Max weil das Modell flockige 8GB Ram hat. Versuchen den Audiostream der externen Kameras in Unifi Protect nutzen zu können - Das wäre wirklich nice - finde dazu aber einfach nichts, in welchem Format/Codec der Audiostream vorliegen muss - und kann der ONVIF-Server-Dienst überhaupt das Audio durchreichen? Fragen über Fragen... Abgreifen des Audiostreams der Loxone Intercom (externer Link) - kann man den überhaupt bei der neuen Intercom per SIP abgreifen? Finde dazu einfach nichts... Einbindung des Unifi AI Key (externer Link) zur Live-Bildauswertung und Notifications (z.B. DHL fährt auf die Einfahrt) - Besorgen sobald wieder verfügbar... Weitere(n) AI Port(s) (externer Link), um alle "dummen" Kameras AI-fähig zu machen. Hat in meinem Setup auch den Vorteil, dass die Zugriffszeit auf den Kamerastream beschleunigt wird. UPDATE VOM 22.07.2025 Über Nacht ist der Intercom-Kamerafeed abgerissen und Unifi Protect hat einfach das zuletzt übermittelte Frame dauerhaft angezeigt. Als ich im Frigate-Container dann den Terminal-Befehl curl -s http://localhost:5000/api/stats | jq '.cameras.intercom.camera_fps' abgesetzt habe, um über die Frigate-API (.../api/stats) den FPS-Wert abzuholen, kam als Rückmeldung "105.1". Realistisch über 30 Frames? Ne, nicht wirklich. Daran erkennt man also direkt, dass etwas faul ist und der Stream nicht mehr korrekt verarbeitet bzw. aufbereitet wird. Nach einem Reboot lieferte obiger Befehl dann wieder "5" zurück. 5 Frames/s sind eigentlich auch Quatsch, da es laut "Medieninformationen" in VLC eigentlich 20 FPS (bzw. 19.666666) sein müssten, aber das erkennt Frigate irgendwie nicht korrekt. Egal, jedenfalls habe ich jetzt einen Watchdog im Sinne eines Docker-Sidecar-Containers gebaut, welcher parallel zum Frigate-Container mitläuft und diesen Wert überwacht. Wenn der ausgelesene FPS-Wert über 50 ist, wird der Frigate-Container neugestartet - und damit eben auch der Frigate-Dienst (denn nur einen Kamerastream kann man leider per API nicht neustarten - deshalb diese Holzhammer-Methode). Das Ganze triggert dann maximal alle 10 Minuten - kein Plan, ob diese Zeit gut gewählt ist. Tendenziell müsste man diese Wohl mindestens auf eine Stunde erhöhen, oder?... Erstmal die passende docker-compose.yml öffnen: nano ~/frigate/docker-compose.yml Und dann mit dem zusätzlichen Service namens "frigate-watchdog" ausstatten: services: frigate: container_name: frigate restart: unless-stopped image: ghcr.io/blakeblackshear/frigate:stable shm_size: "2g" mem_limit: 12g mem_reservation: 6g devices: - /dev/dri:/dev/dri group_add: # - "render" - "video" environment: - TZ=Europe/Berlin volumes: - ./config:/config - ./media:/media - /etc/localtime:/etc/localtime:ro ports: - "5000:5000" - "8554:8554" - "1984:1984" # - "8899:8899" healthcheck: test: ["CMD", "curl", "-f", "http://localhost:5000"] interval: 60s timeout: 5s retries: 3 start_period: 30s frigate-watchdog: image: docker:latest container_name: frigate-watchdog restart: unless-stopped entrypoint: [ "sh", "/watchdog.sh" ] depends_on: - frigate networks: - default environment: - TZ=Europe/Berlin volumes: - /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock - ./watchdog.sh:/watchdog.sh:ro - /etc/localtime:/etc/localtime:ro Kurze Zusammenfassung des Scripts: Dienste-Erreichbarkeit: Prüft regelmäßig, ob Frigate und go2rtc erreichbar sind – wenn einer ausfällt, wird kein Restart ausgelöst, sondern nur eine Logmeldung geschrieben und der Check wiederholt. CPU-Last: Restart von Frigate, wenn die CPU für längere Zeit über dem eingestellten Grenzwert liegt. Anmerkung: Hatte das Problem jetzt schon mehrfach in längeren Abständen, dass sich irgendwas "frisst" - vermutlich ein Stream - und dann nach ner halben Stunde etwa der gesamte Server - inklusive Proxmox-Host abschmiert. Dann hilft nur ein hartes Strom weg, Strom ran... Hier sieht man das ganz gut: Mir fällt gerade auf, dass der Network traffic kurz vor der massiven Zunahme der CPU-Last einbricht. Das sollte auch im Watchdog überwacht werden... Netzwerkverkehr: Restart von Frigate, wenn der eingehende Netzwerktraffic über ein bestimmtes Zeitfenster stagniert (aktuell nur RX überwacht, TX wird lediglich im Log angezeigt - hoffe das reicht so). Kamera-FPS: Restart von Frigate, wenn die FPS der definierten Kamera zu hoch oder zu niedrig sind. (<1fps und >50fps) Restart-Cooldown: Verhindert zu häufige Neustarts (max. 1 Restart pro Cooldown-Zeitraum). Log-Ausgabe: Gibt aktuellen Status und Messwerte (CPU, Traffic, FPS) im Log aus – jeweils mit Zeitstempel. Alle Schwellenwerte sind vom User einfach oben im Script einstellbar. Jetzt also die Bashscript-Datei für den Watchdog-Service öffnen: nano ~/frigate/watchdog.sh Und mit dem gerade beschriebenen Inhalt füllen: #!/bin/sh # ==== EINSTELLUNGEN FÜR DEN ANWENDER ==== WATCHDOG_ENABLED=1 COOLDOWN=600 FRIGATE_URL="http://frigate:5000/api/stats" GO2RTC_URL="http://192.168.3.31:1983/" CPU_THRESHOLD=50 SLEEP_INTERVAL=60 NET_IDLE_TIMEOUT=60 CAM="intercom" MIN_FPS=1 MAX_FPS=50 if [ "$WATCHDOG_ENABLED" -ne 1 ]; then echo "$(date '+%F %T') [WATCHDOG] AUSGESCHALTET – Watchdog wird NICHT gestartet!" exit 0 fi apk add --no-cache curl jq bc LAST_RESTART_FILE=/tmp/frigate_watchdog_last_restart NET_PREV_RECV="" NET_LAST_CHANGE=$(date +%s) parse_bytes() { VAL=$(echo "$1" | sed 's/[^0-9.,eE+-]//g' | tr ',' '.') UNIT=$(echo "$1" | sed 's/[0-9.,eE+-]*//g' | tr -d ' ' | tr '[:lower:]' '[:upper:]') # Einheiten auf Bytes umrechnen, Zahl immer als Integer in Bytes! case "$UNIT" in GB) echo $(printf "%.0f" "$(echo "$VAL * 1024 * 1024 * 1024" | bc -l)") ;; MB) echo $(printf "%.0f" "$(echo "$VAL * 1024 * 1024" | bc -l)") ;; KB) echo $(printf "%.0f" "$(echo "$VAL * 1024" | bc -l)") ;; B|BYTE|BYTES|"") echo $(printf "%.0f" "$VAL") ;; *) echo 0 ;; esac } while true; do NOW_HUMAN="$(date '+%F %T')" if ! curl -sf "$GO2RTC_URL" > /dev/null; then echo "$NOW_HUMAN [WATCHDOG] go2rtc ($GO2RTC_URL) nicht erreichbar, überspringe diesen Zyklus." sleep $SLEEP_INTERVAL continue fi FRIGATE_RAW=$(curl -sf "$FRIGATE_URL") if ! echo "$FRIGATE_RAW" | jq empty 2>/dev/null; then echo "$NOW_HUMAN [WATCHDOG] Konnte von Frigate keine gültigen Daten lesen!" sleep $SLEEP_INTERVAL continue fi CPU=$(echo "$FRIGATE_RAW" | jq -r '.cpu_usages["frigate.full_system"].cpu // empty' | tr ',' '.') FPS=$(echo "$FRIGATE_RAW" | jq ".cameras.$CAM.camera_fps") NETIO=$(docker stats --no-stream --format "{{.NetIO}}" frigate 2>/dev/null) NET_RECV=$(echo "$NETIO" | awk -F/ '{print $1}' | xargs) NET_SENT=$(echo "$NETIO" | awk -F/ '{print $2}' | xargs) NET_RECV_NUM=$(parse_bytes "$NET_RECV") [ -z "$NET_RECV_NUM" ] && NET_RECV_NUM=0 NOW=$(date +%s) RESTART_REASON="" # --------- Netzwerktraffic korrekt überwachen ---------- if [ -z "$NET_PREV_RECV" ]; then NET_PREV_RECV=$NET_RECV_NUM NET_LAST_CHANGE=$NOW # Debug-Ausgabe: Zeige beide Werte, wenn frisch initialisiert # echo "$NOW_HUMAN [DEBUG] NET_PREV_RECV initialisiert: $NET_PREV_RECV ($NET_RECV)" else # echo "$NOW_HUMAN [DEBUG] Vergleich NET_RECV_NUM=$NET_RECV_NUM zu NET_PREV_RECV=$NET_PREV_RECV ($NET_RECV)" if [ "$NET_RECV_NUM" -gt "$NET_PREV_RECV" ]; then NET_LAST_CHANGE=$NOW NET_PREV_RECV=$NET_RECV_NUM fi if [ $((NOW - NET_LAST_CHANGE)) -ge $NET_IDLE_TIMEOUT ]; then RESTART_REASON="Kein Netzwerktraffic-Anstieg seit $NET_IDLE_TIMEOUT Sekunden (RX: $NET_RECV)" fi fi # CPU-Überwachung if [ "$CPU" != "" ] && [ "$(echo "$CPU > $CPU_THRESHOLD" | bc -l)" -eq 1 ]; then RESTART_REASON="CPU-Last kritisch ($CPU %)" fi # Kamera-FPS überwachen if [ "$FPS" != "" ] && [ "$FPS" != "null" ]; then if [ "$(echo "$FPS > $MAX_FPS" | bc -l)" -eq 1 ] || ( [ $MIN_FPS -ge 0 ] && [ "$(echo "$FPS < $MIN_FPS" | bc -l)" -eq 1 ] ); then RESTART_REASON="Kamera-FPS kritisch ($FPS)" fi fi if [ -n "$RESTART_REASON" ]; then if [ -f $LAST_RESTART_FILE ]; then LAST_RESTART=$(cat $LAST_RESTART_FILE) DIFF=$((NOW - LAST_RESTART)) else DIFF=$COOLDOWN fi if [ $DIFF -ge $COOLDOWN ]; then echo "$NOW_HUMAN [WATCHDOG] Fehler! $RESTART_REASON. Frigate wird neu gestartet. (Traffic RX: $NET_RECV, TX: $NET_SENT, FPS: $FPS)" docker restart frigate echo $NOW > $LAST_RESTART_FILE NET_PREV_RECV="" # Nach Restart: zurücksetzen! NET_LAST_CHANGE=$NOW else echo "$NOW_HUMAN [WATCHDOG] Fehler! $RESTART_REASON, aber letzter Restart erst vor $DIFF Sekunden, warte noch. (Traffic RX: $NET_RECV, TX: $NET_SENT, FPS: $FPS)" fi else echo "$NOW_HUMAN [WATCHDOG] OK. CPU: $CPU % | Traffic RX: $NET_RECV, TX: $NET_SENT | FPS: $FPS" fi sleep $SLEEP_INTERVAL done Die Datei zum Schluss noch ausführbar machen mit: chmod +x watchdog.sh Den Frigate-Container-Stack (Frigate + Watchdog) stoppen und neu starten mit: cd ~/frigate docker compose down docker compose up -d Sobald alles läuft, kann man dann noch das Watchdog-Log checken mit: docker logs frigate-watchdog ODER EINEN dauerhaft aktiven und sich aktualisierenden Log anzeigen lassen mit: docker logs -f frigate-watchdog Dann sollte sowas in der Art angezeigt werden: 2025-07-24 23:20:59 [WATCHDOG] OK. CPU: 19.7 % | Traffic RX: 507MB, TX: 319MB | FPS: 5.0 2025-07-24 23:22:01 [WATCHDOG] OK. CPU: 19.3 % | Traffic RX: 555MB, TX: 349MB | FPS: 5.0 Ich hoffe mal stark, dass der Watchdog im Falle eines Streaming-Problems durch den automatisierten Frigate-Neustart zu einer Besserung bringt. BTW: Parallel ist mir auch noch etwas aufgefallen, was zusätzlich zu Problemen geführt hat - vielleicht gibt es einen Zusammenhang, vielleicht auch nicht... Mein "Haustür"-Stream, der von einer Mobotix-Kamera (MJPEG) stammt und eigentlich nur 720p hat, wurde in Unifi-Protect plötzlich als 4k-Stream deklariert. Infolgedessen hat der AI Port, welcher diesen Stream "smart" macht, rumgezickt, da dieser so eingestellt ist, dass er drei Kamerastreams verarbeitet (Maximum bis 1080p und 30fps bei Nicht-Unfi-Kameras). Da jetzt aber einer dieser Streams als 4k ausgewiesen wurde, blieb der Haustür-Stream auch als Standbild hängen. Und an diesem AI-Port hängt auch der aufgehangene Stream der Loxone Intercom. Evtl. hat sich der Intercom-Stream überhaupt erst deshalb zerschossen, weil der AI Port rumgezickt hat wegen der 4k-Geschichte!? Wie auch immer, ich werde es beobachten, ob es jetzt sauber läuft. UPDATE ENDE ### Live PV-Quartett – Was kann Michaels Anlage wirklich? ☀️🚀 Heute freuen wir uns, in der PV-Quartett-Runde erneut Michael begrüßen zu dürfen.Diesmal jedoch nicht vorrangig als evcc-Entwickler, sondern als echter PV-Enthusiast. Michael stellt uns seine Solaranlage vor und steht für kritische Rückfragen bereit. Außerdem gibt es endlich wieder frische Auswertungen unserer eigenen PV-Anlagen: Wer hat im Juni die höchste Autarkiequote erreicht, wer hat die meiste Energie über den Batteriespeicher geschoben? Was haltet ihr von Michaels Anlage?Ist da noch Luft nach oben – oder hat er bereits das Maximum aus seinem Setup geholt? Schaltet ein und diskutiert live im Chat mit! https://www.youtube.com/live/2UdIb32qsKM YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (15.4)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (17.1k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (36.6k)https://www.youtube.com/@TipsTricksMore - Leo (94.6k) ### Live PV-Quartett - evcc-Special ☀️☀️ Heute Abend um 20:00 Uhr steigt bei uns die Ladeparty: Michael – einer der drei Masterminds hinter evcc– ist unser Special-Guest! evcc ist das heißeste Open-Source-Lademanagement für alle E-Mobilisten (und die, die es werden wollen)! Wir ziehen den Vorhang zurück und tauchen tief in die Philosophie von evcc ein, zeigen euch live das smarte, wahnsinnig intuitive Interface und klären, wie ihr euer Zuhause und eure Flotte nahtlos integrieren könnt, inklusive möglicher EOS-Integration für einen maximal geilen Energiefluss – und natürlich mit maximaler Sicherheit. Ist evcc das Zukunftstool für intelligentes Laden oder bloß unnötiger Schrott? Schaltet ein, lasst euch mitreißen und diskutiert live im Chat mit! https://www.youtube.com/live/Zkds8yD2Y1g YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels https://www.youtube.com/@DMXControl - Arne (2.1k)https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (15.4k)https://www.youtube.com/@Akkudoktor - Andreas (395k) Auf Wunsch gibt es das „offizielle“ PV-Quartett Fanshirt (Affiliate-Link) in knalle Gelb auch zu kaufen, welches das erste Mal auf der Intersolar 2025 zu sehen war! 😀 ### Live PV-Quartett – Wasserstoff-Speicher für Zuhause? 🔋🔋🔋 Das Wichtigste vorab: Der Livestream findet am 25.06.2025 um 20:00 Uhr statt. In gemütlicher Runde wird uns Markus exklusive Einblicke in die Wasserstofftechnologie und deren Potenzial für Privathaushalte geben. Mit jahrelanger Praxiserfahrung und tiefem technischen Know-how gibt er uns einen exklusiven Einblick in konkrete Anwendungsfälle, Kostenfallen und echte Chancen. Was haltet ihr davon? Sinnvolle Technologie oder doch nur überteuerter Mist? Schaltet ein und diskutiert im Live-Chat mit! https://www.youtube.com/live/x29GltCSNg0 YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels https://www.youtube.com/@marb3621 - Markus (0.7k)https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (15.3k) Auf Wunsch gibt es das „offizielle“ PV-Quartett Fanshirt (Affiliate-Link) in knalle Gelb auch zu kaufen, welches das erste Mal auf der Intersolar 2025 zu sehen war! 😀 ### So installiere ich EOS von Andreas Schmitz per Docker (Update) 🛠️🚀 Da die Nachfrage im letzten Video recht hoch war, zeige ich heute in diesem Update, wie man EOS per Docker-Container zum Laufen bekommt. Fast wäre ich daran verzweifelt, aber am Ende hat es dann doch noch geklappt. Zusätzlich gibt es auch noch ein kleines Update zu meinem NodeRED-Flow, um verschiedene Prognosen anzustoßen, welche wiederum als Input für den zentralen "optimize"-Aufruf genutzt werden können. Aber genug gelabert, schaut einfach ins nachfolgende Video... https://www.youtube.com/watch?v=IHH22beOAhU YouTube-Direktlink Links/Code aus dem Video EOS auf Github (externer Link) EOS Wiki (externer Link) EOS NodeRed Flows v2 (543 Downloads ) EOS.config.json (1230 Downloads ) Installationsschritte aus dem Video: # 1. Auf dem Ziel-Linux-System per ssh anmelden ssh user@dein-server # 2. System updaten sudo apt update && sudo apt upgrade -y # 3. Basis-Tools installieren sudo apt install -y \ apt-transport-https \ ca-certificates \ curl \ gnupg \ lsb-release # 4. Docker-GPG-Key und Debian-Repo einrichten sudo mkdir -p /etc/apt/keyrings curl -fsSL https://download.docker.com/linux/debian/gpg \ | sudo gpg --dearmor -o /etc/apt/keyrings/docker.gpg echo \ "deb [arch=$(dpkg --print-architecture) \ signed-by=/etc/apt/keyrings/docker.gpg] \ https://download.docker.com/linux/debian \ bookworm stable" \ | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/docker.list > /dev/null # 5. Docker Engine, CLI, Containerd und Compose-Plugin installieren sudo apt update sudo apt install -y docker-ce docker-ce-cli containerd.io docker-compose-plugin # 6. Deinen Nutzer zur Docker-Gruppe hinzufügen und Gruppe neu laden sudo usermod -aG docker $USER newgrp docker # 7. Arbeitsverzeichnis für EOS und Node-RED anlegen mkdir -p ~/eos_nodered/eos-config ~/eos_nodered/nodered_data cd ~/eos_nodered # 8. Rechte für Node-RED-Datenverzeichnis setzen # Node-RED im Container läuft als UID 1000 sudo chown -R 1000:1000 ./nodered_data sudo chmod -R 755 ./nodered_data # 9. docker-compose.yml erzeugen cat > docker-compose.yml << 'EOF' services: eos: image: akkudoktor/eos:latest container_name: eos restart: unless-stopped ports: - "8503:8503" - "8504:8504" volumes: - ./eos-config:/opt/eos/config environment: - EOS_DIR=/opt/eos/config node-red: image: nodered/node-red:latest container_name: nodered restart: unless-stopped ports: - "1880:1880" volumes: - ./nodered_data:/data EOF # 10. Container starten docker compose up -d # 11. Docker beim Boot aktivieren sudo systemctl enable docker # 12. Kontrolle: laufende Container und Port-Mapping prüfen docker ps --format "table {{.Names}}\t{{.Status}}\t{{.Ports}}" EOS Webinterface:http://192.168.3.133:8503/docshttp://192.168.3.133:8503/v1/config EOS Dashboard:http://192.168.3.133:8504 Node-RED:http://192.168.3.133:1880 Zentrale config-Datei: nano ~/eos_nodered/eos-config/EOS.config.json Alle Container stoppen und wieder starten: docker stop $(docker ps -q) docker start $(docker ps -aq) Nur den EOS-Contrainer "manipulieren": # EOS-Dienst stoppen docker compose stop eos # EOS-Dienst starten docker compose up -d eos # EOS-Dienst neu starten docker compose restart eos ### Live PV-Quartett – PV-Erträge 05-2025 ☀️☀️☀️ Das Wichtigste vorab: Der Livestream findet am 04.06.2025 um 20:00 Uhr statt. In dieser gemütlichen Runde quatschen Arne, Matthias und Jörg über ihre PV-Erträge des vergangenen Monats. Wieviel Sonnenenergie konnte geerntet werden und wohin floss der ganze Strom am Ende? Schaltet ein und diskutiert im Live-Chat mit! https://www.youtube.com/live/IYpHsUlzp64 YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels https://www.youtube.com/@DMXControl - Arne (2.1k)https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (15.1k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (20.4k) PV-Quartett Fanshirt Auf Wunsch gibt es das „offizielle“ PV-Quartett Fanshirt (Affiliate-Link) in knalle Gelb auch zu kaufen, welches das erste Mal auf der Intersolar 2025 zu sehen war! 😀 ### Pimp My Wohnwagen – Induktionskochfeld im Inselbetrieb möglich? Heute mal nach längerer Pause ein etwas längeres Update-Video, bei dem ich zeigen möchte, was mein Knausi in den letzten Monaten an Technik spendiert bekommen hat. Allem voran natürlich die neue E-Installation mit Victron, Hoymiles und Co. mit Loxone-Steuerung bis hin zu einer neuen Küche - inklusive Induktionskochfeld und neuem Kühlschrank. Ob das alles auch im Inselbetrieb läuft? Schaut rein und ich zeige es euch "live" im Video... https://www.youtube.com/watch?v=aBdhHgBQruE YouTube-Direktlink Links aus dem Video Victron Multi RS Solar 48/6000/100-450/100 (Panda-Solar.de)Gutscheincode: meintechblog 410W Flexibles Fullblack Solarmodul von PureSolar (solgenix.de) ### So installiere ich EOS von Andreas Schmitz 🛠️🚀 Eine gefühlte Ewigkeit ist es her, dass Andreas, Leo und ich versucht haben EOS bei mir zum Laufen zu bekommen. In der Zwischenzeit ist viel passiert und nun möchte ich nach acht langen Monaten wieder einmal den Versuch unternehmen das nun komplett erweiterte Energie-Optimierungs-System produktiv in meinem Zuhause einzusetzen. Den aktuellen Umsetzungsstand inkl. aller Dateien zum Download findet ihr in nachfolgendem Blogpost bzw. Video. https://www.youtube.com/watch?v=9XCPNU9UqSs YouTube-Direktlink Links/Code aus dem Video Andreas Schmitz – Jörg installiert mein EnergieOptimierungsSystem 🤓 EOS auf Github (externer Link) EOS Wiki (externer Link) Download: EOS.config.json (1230 Downloads ) Download: EOS NodeRed Flows v1 (790 Downloads ) Debian Image:https://debian-cd.repulsive.eu/12.11.0/amd64/iso-cd/debian-12.11.0-amd64-netinst.iso ssh jay@192.168.3.236ssh-keygen -R 192.168.3.236 Im Proxmox-Termial mit dem root-User: apt install sudo usermod -aG sudo jay Wieder im "normalen" Terminal mit dem jay-User: sudo apt update && sudo apt upgrade -y sudo apt install -y git python3 python3-venv python3-pip cd ~ git clone https://github.com/Akkudoktor-EOS/EOS.git cd EOS python3 -m venv .venv source .venv/bin/activate pip install --upgrade pip pip install -r requirements.txt pip install -e . mkdir -p config source .venv/bin/activate python /home/jay/EOS/src/akkudoktoreos/server/eos.py --host 0.0.0.0 --port 8503 http://192.168.3.236:8503/docs http://192.168.3.236:8503/v1/config http://192.168.3.236:8504 sudo tee /etc/systemd/system/eos.service > /dev/null << 'EOF' [Unit] Description=EOS Energy Optimization Server After=network.target [Service] Type=simple User=jay WorkingDirectory=/home/jay/EOS Environment=EOS_DIR=/home/jay/EOS/config ExecStart=/home/jay/EOS/.venv/bin/python /home/jay/EOS/src/akkudoktoreos/server/eos.py Restart=always RestartSec=5 [Install] WantedBy=multi-user.target EOF sudo systemctl daemon-reloadsudo systemctl enable eos.servicesudo systemctl start eos.servicesystemctl status eos.service sudo apt install -y build-essential curlbash <(curl -sL https://raw.githubusercontent.com/node-red/linux-installers/master/deb/update-nodejs-and-nodered)sudo systemctl enable nodered.service http://192.168.3.236:1880 EOS UPDATE DURCHFÜHREN:cd ~/EOSgit fetchgit status -unosudo systemctl stop eos.servicegit pull origin mainsource .venv/bin/activatepip install --upgrade pippip install -r requirements.txtpip install -e .sudo systemctl start eos.service https://akkudoktor-eos.readthedocs.io/en/latest/akkudoktoreos/configuration.html#full-example-config nano /home/jay/EOS/config/EOS.config.json Installation unter Docker UPDATE VOM 28.05.2025: Aufgrund der hohen Nachfrage in den YT-Kommentaren nachfolgend alle relevanten Installationsschritt, um EOS und NodeRED unter Docker zum Laufen zu bringen. Bisher nicht von mir getestet, hinterlasst gerne einen Kommentar, sofern es klemmt... # 1. Auf dem Ziel-Linux-System per ssh anmelden ssh user@dein-server # 2. System updaten sudo apt update && sudo apt upgrade -y # 3. Basis-Tools installieren sudo apt install -y \ apt-transport-https \ ca-certificates \ curl \ gnupg \ lsb-release # 4. Docker-GPG-Key und Debian-Repo einrichten sudo mkdir -p /etc/apt/keyrings curl -fsSL https://download.docker.com/linux/debian/gpg \ | sudo gpg --dearmor -o /etc/apt/keyrings/docker.gpg echo \ "deb [arch=$(dpkg --print-architecture) \ signed-by=/etc/apt/keyrings/docker.gpg] \ https://download.docker.com/linux/debian \ bookworm stable" \ | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/docker.list > /dev/null # 5. Docker Engine, CLI, Containerd und Compose-Plugin installieren sudo apt update sudo apt install -y docker-ce docker-ce-cli containerd.io docker-compose-plugin # 6. Deinen Nutzer zur Docker-Gruppe hinzufügen und Gruppe neu laden sudo usermod -aG docker $USER newgrp docker # 7. Arbeitsverzeichnis für EOS und Node-RED anlegen mkdir -p ~/eos_nodered/eos-config ~/eos_nodered/nodered_data cd ~/eos_nodered # 8. Rechte für Node-RED-Datenverzeichnis setzen # Node-RED im Container läuft als UID 1000 sudo chown -R 1000:1000 ./nodered_data sudo chmod -R 755 ./nodered_data # 9. docker-compose.yml erzeugen cat > docker-compose.yml << 'EOF' version: "3.9" services: eos: image: akkudoktor/eos:latest container_name: eos restart: unless-stopped ports: - "8503:8503" - "8504:8504" volumes: - ./eos-config:/opt/eos/config environment: - EOS_DIR=/opt/eos/config node-red: image: nodered/node-red:latest container_name: nodered restart: unless-stopped ports: - "1880:1880" volumes: - ./nodered_data:/data EOF # 10. Container starten docker compose up -d # 11. Docker beim Boot aktivieren sudo systemctl enable docker # 12. Kontrolle: laufende Container und Port-Mapping prüfen docker ps --format "table {{.Names}}\t{{.Status}}\t{{.Ports}}" Fertig. Bei Fragen einfach die Kommentarfunktion nutzen... UPDATE ENDE ### Live PV-Quartett – Intersolar 2025 Highlights ☀️🚀 Das Wichtigste vorab: Termin ist der 21.05.2025 20:00 Uhr. Auch dieses Jahr gab es viele interessante Neuerungen auf der Intersolar 2025, über die wir in dieser Live-Session sprechen möchten. Allem voran natürlich wieder mal Victron, wobei uns Bob Hopman extrem viel Input liefern konnte. Aber auch zu Deye und Co. werden wir sicherlich einige interessante Infos liefern können. Schaltet ein und diskutiert im Live-Chat mit, was eure Meinung zu den ganzen Neuerungen ist… https://www.youtube.com/live/eVMUpJLPYvs YouTube-Direktlink Teilnehmende Channels https://www.youtube.com/@marb3621 - Markus (0,6k)https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (14.8k)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (16.7k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (20.3k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (36.3k)#specialguest - Michael ### Live PV-Quartett – Special: Cyber Security ☁️🔐☠️ Das Wichtigste vorab: Der Livestream findet am 14.05.2025 um 20:00 Uhr statt. Diesmal diskutieren wir über mögliche Einfallstore bei PV-Anlagen – mit Fokus auf digitale Sicherheit und gängige Schwachstellen. Arne, unser Security-Spezialist, liefert dazu spannenden Input und zeigt live, wie einfach es Angreifern gemacht wird, in fremde PV-Anlagen einzudringen und sie sogar aus der Ferne abzuschalten – sofern der Betreiber seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Schaltet ein und diskutiert im Live-Chat mit – wir freuen uns auf euren Input und eure Erfahrungen! https://www.youtube.com/watch?v=3QWWMaqHEbg YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels https://www.youtube.com/@DMXControl - Arne (2.1k)https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (14.8k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (36.2k)https://www.youtube.com/@Akkudoktor - Andreas (388k)#bestmodintown - Thomas Geyer PV-Quartett Fanshirt Auf Wunsch gibt es das "offizielle" PV-Quartett Fanshirt (Affiliate-Link) in knalle Gelb auch zu kaufen, welches das erste Mal auf der Intersolar 2025 zu sehen war! :D PV-Quartett Crew mit Matthijs Vader auf dem Victron Energy Stand PV-Quartett Crew mit Stefan Krauter vor dem Fronius Stand ### Live PV-Quartett - PV-Sharing Deluxxe ☀️😍 Das Wichtigste vorab: Der Livestream findet am 23.04.2025 um 20:00 Uhr statt. Diesmal ist Arne mit an Bord, der eine Sharing-PV-Anlage zusammen mit seinem Nachbarn in einem Zweiparteienhaus betreibt, um den Sonnenertrag zu teilen. Dabei lohnt sich das Ganze mehr als zwei getrennte Anlagen - quasi Win-Win für beide Parteien. Schaltet ein und diskutiert im Live-Chat mit, was ihr dazu sagt! https://www.youtube.com/live/QO6eutynH70 YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels https://www.youtube.com/@marb3621 - Markus (0,4k)https://www.youtube.com/@DMXControl - Arne (2k)https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (14.6k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (36k) ### Kleinspeicher, große Wirkung: Die Petition, die unser Stromnetz revolutioniert Das Wichtigste vorab: Der Livestream findet am 09.04.2025 um 20:00 Uhr statt. Seid dabei, wenn wir die ungenutzten Potenziale von Balkonsolar und Heimspeichern unter die Lupe nehmen! Gemeinsam mit Initiator Andreas Schmitz und EEG-Profi Ralf diskutieren wir, wie Bürokratie und veraltete Gesetze überwunden werden können, um das Stromnetz clever zu entlasten. Wie immer seid ihr eingeladen im Live-Chat mitzudiskutieren. Schaltet also rein und erlebt, wie kleine Speicher Großes bewegen! https://www.youtube.com/live/qzON-NZooLY YouTube-Direktlink Direkt zur Petition https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2025/_02/_13/Petition_177835.html Teilnehmen YouTube-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (14.6k)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (16.4k)https://www.youtube.com/@Akkudoktor - Andreas (383k) ### Live PV-Quartett – PV-Power is back! 😎🚀 Das Wichtigste vorab: Der Livestream findet am 02.04.2025 um 20:00 Uhr statt. Endlich ist es vorbei – das Tal der PV-Tränen! Ab geht’s in den Frühling mit einem März, der sich von seiner besten Seite gezeigt hat und die Autarkiequote ordentlich boosten konnte. Heute gibts entsprechend mal wieder Daten, Zahlen und Fakten zu unseren Anlagen – und sicherlich auch das ein oder andere Special-Thema. Insbesondere Jens plaudert bestimmt wieder ein bisschen aus dem PV-Nähkästchen… Schaltet rein und diskutiert im Live-Chat mit – wir freuen uns auf euren Input! https://www.youtube.com/live/aj0XfT24ccU YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (14.5k)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (16.3k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (35.8k) ### Tipps & Tricks zur 10€-WLAN-Steckdose Dank eures Feedbacks zum letzten Video konnte ich Einiges dazulernen und möchte meine neuen Erkenntnisse nun im heutigen Video mit euch teilen. Es geht insbesondere darum, wie man die WLAN-Zwischenstecker korrekt kalibriert, welche Einstellungen insgesamt sinnvoll sind und wie man Leistungswerte loggen kann, um sie später für Automationen nutzen zu können. Danke nochmal an dieser Stelle für euer Feedback und viel Spaß mit den neuen Inhalten! https://www.youtube.com/watch?v=rctDB1Ui9Mc YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:06 Howto: 10€-WLAN-Steckdose in Home Assistant und Loxone integrieren 00:01:04Tasmota Konsolenbefehl zur Kalibrierung der Temperatur ADCParam1 2, 4000,80000,4250,1 00:01:25 Refoss P11 Power Monitoring Plug (P11) - Templatehttps://templates.blakadder.com/refoss_P11.html 00:03:24Tasmota Steckdose mit Stromzähler, EIGHTREE (Affiliate-Link) 00:05:16ELV Energy Master Basic (Affiliate-Link) 00:06:00KETOTEK Stromzähler für Steckdose (Affiliate-Link) 06:28Tasmota Konsolenbefehl zur Kalibrierung der Spannung VoltageSet 234.8 00:07:23Mini Heißluftpistole 220V 300W (Affiliate-Link) 00:08:06Tasmota Konsolenbefehl zur Kalibrierung der Wirkleistung PowerSet 278.6 00:12:55Node-RED-Flow (Download siehe Blogpost) NodeRED flow Steckdosen (803 Downloads ) 00:15:10Grafana Dashboard (Download siehe Blogpost) Grafana Dashboard Steckdosen (803 Downloads ) ### Let’s Automate Podcast – KI-Revolution im Smart Home? 🤖🤖 Auch dieses Jahr sind Jonas und ich wieder zum Update Training nach Kollerschlag gereist, um die wichtigsten Neuerungen der Loxone-Welt hautnah kennenzulernen. Daneben blieb noch genug Zeit, um endlich mal wieder mit Johannes zu quatschen und auch, um mit Moritz einen neuen Let's Automate Podcast aufzunehmen. Viel Spaß mit unserem Talk, bei dem mir Moritz viele Fragen gestellt hat, welche Funktionen ein Smart Home der Zukunft mitbringen wird. KI, ick hör dir trapsen und so... Schaut gerne rein und lasst bitte Feedback per Kommentar da, wenn ihr künftig mehr Inhalte in diesem Format sehen möchtet. 😘 Ach und eins noch - Hier der Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr euer Loxone-Smart-Home pimpen wollt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) - Ein Loxone Smart Socket Air (Affiliate-Link) geht doch z.B. immer... 🫣😂 https://www.youtube.com/watch?v=6iq-klVIdv4&list=PLMi0zbl0KnhWVfqfQ9QQsIaKlAsPrkuLi YouTube-Direktlink Danke auch an Jonas - ich hoffe wir können im Wintersemester gemeinsam eine coole Agentic-AI-Vorlesung bei dir an der Hochschule Ansbach (externer Link) in Kooperation mit Loxone auf die Beine stellen! ### Live PV-Quartett – Wärmepumpen-Power 💪💪 Das Wichtigste vorab: Der Livestream findet am 19.03.2025 um 20:00 Uhr statt. In dieser Session wollen wir zeigen, was Wärmepumpen wirklich können bzw. ob es vielleicht kostengünstigere Pendants dazu gibt - evtl. sogar eine Infrarotheizung? Wir zeigen reale Auswertungen unserer Installationen und erörtern, wo es Optimierungspotenzial gibt. Schaltet rein und diskutiert im Live-Chat mit - wir freuen uns auf euren Input! https://www.youtube.com/live/Uhb222XelsU YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels https://www.youtube.com/@marb3621 - Markus (314)https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (14.4k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (19.6k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (35.6k) ### Live PV-Quartett – Deye vs Victron Energy - Round 2 ⚡️⚡️ Das Wichtigste vorab: Der Livestream findet am 12.03.2025 um 20:00 Uhr statt. Heute geht es in die zweite Runde, um tiefer in die Unterschiede zwischen Deye und Victron einzutauchen. Mit dabei ist diesmal Markus, ein neues Gesicht in der Runde, welcher die Session quasi initiiert hat, um die offen gebliebenen Fragen zu Deye zu adressieren. Markus konnte bereits langjährige Erfahrungen mit Deye sammeln und möchte uns in dieser Session einmal seine Anlagen vorstellen - inklusive Diskussionsrunde, um die Unterschiede zu Victron genauer herauszuarbeiten. Also ich denke heute tauchen wir viel tiefer ein als bei der letzten Runde - und darauf freue ich mich schon wahnsinnig. In diesem Sinne: Schaltet gerne ein und diskutiert im Live-Chat mit! https://www.youtube.com/live/TOyJvBwri4Q YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (14.3k)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (16.2k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (35.5k)Deye-Profi Markus ### Howto: 10€-WLAN-Steckdose in Home Assistant und Loxone integrieren Smarte WLAN-Steckdosen gibt es mittlerweile im zweitstelligen Eurobereich. Wichtig ist dabei natürlich eine möglichst einfache Integration ins Smart-Home und ein Stand-Alone-Betrieb, also ohne Cloudzwang. Meine konkrete Produktempfehlung samt Integration in Home Assistant und Loxone seht ihr im nachfolgenden Howto-Video... https://www.youtube.com/watch?v=RWP3tH6ryJQ YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:13Refoss Tasmota Steckdose WLAN (Affiliate-Link) 00:01:52 Smarthirsch Webshop (Affilate-Link) 00:03:37Refoss Tasmota Steckdose WLAN (Affiliate-Link) 00:04:35Hot Wheels LED Lightbox Sign (Makerworld) 00:04:43BambuLab A1 Mini – Der beste Multicolor-3D-Drucker zum Minipreis 00:05:55Tasmota Konsolenbefehl für Steckose03backlog ipaddress1 192.168.3.73; ipaddress2 192.168.3.1; ipaddress3 255.255.255.0; hostname Steckdose03; devicename Steckdose03; friendlyname1 Steckdose03; mqtthost 192.168.3.8; mqttclient tasmota_steckdose03; topic tasmota_steckdose03; restart 1; 00:09:17Tasmota Konsolenbefehl um das Nachrichten-Intervall auf 10s zu setzenTelePeriod 10 00:13:06 Loxone_Vorlagen_Steckdose 0x - Tasmota.zip (1213 Downloads ) UPDATE VOM 13.03.2025 Da ich von der Refoss Tasmota Steckdose WLAN (Affiliate-Link) so begeistert bin, hab ich mir direkt nochmal einen Viererpack gegönnt. Denn kann einfach nie genug Steuer- und Messmöglichkeiten im Smart Home haben. :) Da ich auch schon danach gefragt wurde: Die Labels auf den Smart-Plugs stammen vom Brady BMP 21-LAB, wobei das aktuelle Modell das hier ist: Brady M210 tragbare Etikettendrucker - Beschriftungsgerät (Affiliate-Link) Da mir die original Schriftbänder zu teuer sind, nutze ich mittlerweile diese hier: vhbw 5x Schriftband-Kassette kompatibel mit Brady M210, M210-LAB, M211 Etiketten-Drucker 9,53mm Schwarz auf Weiß (Affiliate-Link) UPDATE ENDE UPDATE VOM 17.03.2025 Zieht euch unbedingt noch folgende Ergänzungen von Axel rein! Werde dazu evtl. auch noch ein Update-Video bringen... UPDATE ENDE ### NMC VS LFP: Vergleich und Sicherheitsaspekte im DIY-Bereich Ich werde in letzter Zeit immer häufiger gefragt, für wie sicher ich DIY-Heimspeicher auf LFP-Basis halte bzw. ob kommerzielle Speicher sicherer sind, die oftmals noch mit NMC-Zellchemie verfügbar sind. In diesem "Spannungsfeld" möchte ich einmal verschiedene Aspekte der aktuell meist genutzten Zellchemien zusammentragen und am Ende meine persönliche Meinung und Erfahrungen der letzten Jahre dazu geben. 1. Thermische Stabilität LFP-Zellen (LiFePO₄) weisen eine höhere thermische Stabilität auf als NMC-Zellen (LiNiMnCoO₂). LFP-Zellen können Temperaturen von über 200 °C standhalten, bevor ein unkontrolliertes thermisches Ereignis einsetzt – während NMC-Zellen bereits ab ca. 150 °C in einen kritischen Bereich geraten. Der Grund liegt darin, dass NMC-Zellen bei Hitze Sauerstoff freisetzen, was das Risiko eines Thermal Runaway (thermisches Durchgehen) erheblich erhöht. 2. Energie- und Leistungsdichte NMC-Zellen bieten eine hohe Energiedichte (typisch ca. 150–220 Wh/kg) und eine hohe Leistungsdichte, wodurch sie in platz- und gewichtsbegrenzten Anwendungen (z. B. Premium-Elektrofahrzeugen) bevorzugt werden. LFP-Zellen haben zwar eine geringere Energiedichte (typisch ca. 90–160 Wh/kg), können aber in großformatigen Bauweisen eingesetzt werden, um hohe Gesamtkapazitäten zu erreichen. 3. Sicherheitsaspekte Der wichtigste Sicherheitsunterschied liegt darin, dass NMC-Zellen bei Überhitzung oder mechanischer Beschädigung zu einem schnellen Thermal Runaway neigen – mit heftiger Sauerstofffreisetzung, die zu Feuer und Explosion führen kann. Dies gilt insbesondere für großformatige NMC-Zellen, bei denen die im Zellkern gebündelte Energie schwer zu kontrollieren ist. Im Gegensatz dazu setzen LFP-Zellen keinen Sauerstoff frei, reagieren weniger heftig und weisen dadurch ein deutlich geringeres Risiko auf. Deshalb werden NMC-Zellen häufig in vielen kleinen Einheiten (zum Beispiel in Elektroautos) verbaut, während LFP-Zellen auch in großformatigen Bauweisen sicher betrieben werden können. 4. Technische Herausforderungen bei großformatigen NMC-Zellen Der Bau großformatiger NMC-Zellen erfordert fortschrittliche Fertigungstechniken, exaktes Batteriemanagement und ein ausgeklügeltes Wärmemanagement. Materialhomogenität und präzise Elektrodenbeschichtungen sind hierbei essenziell, da schon kleine Fehler lokale Hot-Spots verursachen können. Aufgrund des höheren Energieinhalts und der dichten Packung steigt das Risiko, dass ein Fehler schnell zu einer Kettenreaktion führt, was den Entwicklungs- und Produktionsaufwand erheblich erhöht. 5. Anwendungsfälle Aufgrund der oben genannten Eigenschaften werden NMC-Zellen vor allem in Anwendungen eingesetzt, bei denen maximale Energiedichte und Leistung erforderlich sind – wie in Premium-Elektrofahrzeugen, tragbarer Elektronik oder Laptops –, und zwar in Form vieler kleiner Zellen, um das Sicherheitsrisiko zu minimieren. LFP-Zellen hingegen kommen verstärkt in stationären Speichern, in Standard- Elektrofahrzeugen und in Bereichen zum Einsatz, in denen Sicherheit und Langlebigkeit vorrangig sind, da sie auch in großformatigen Bauweisen betrieben werden können. Vergleichstabelle: NMC- vs. LFP-Zellen AspektNMC-Zellen (Nickel-Mangan-Cobalt)LFP-Zellen (Lithium-Eisenphosphat)Zellchemie (Kathode)Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt-Oxid (NMC) – hohe Energiedichte (~150–220 Wh/kg) und höhere Spannung (~3,6–3,7 V). Enthält kritische Metalle (Co, Ni).Lithium-Eisen-Phosphat (LFP, LiFePO₄) – niedrigere Energiedichte (~90–160 Wh/kg) und geringere Spannung (~3,2–3,3 V), jedoch stabiler und sicherer aufgrund der robusten Phosphatstruktur.Maximale Zellgröße (typische Formate)Meist kleinere Zellen: zylindrische Zellen (z. B. 18650/21700 mit ca. 2–4 Ah) oder mittelgroße Pouch-/Prismatzellen (10–100 Ah). Großformatige Zellen (>100 Ah) sind unüblich, da Wärmemanagement und Sicherheitsaspekte schwieriger zu kontrollieren sind.Oft großformatige Zellen: Prismatische oder pouchartige Bauweisen (z. B. 50–300+ Ah) ermöglichen den Aufbau von Packs mit weniger, aber größer dimensionierten Zellen.Thermische StabilitätGeringer – kritischer Temperaturbereich bereits ab ca. 150 °C; bei Überhitzung wird Sauerstoff freigesetzt, was zu einem schnellen Thermal Runaway führen kann.Hoch – stabile Phosphat-Kathode, Thermal Runaway tritt erst bei deutlich höheren Temperaturen auf (über 200 °C); somit ist das Risiko deutlich reduziert.WärmeentwicklungAufgrund hoher Leistungsdichte entsteht bei NMC-Zellen mehr Wärme; erfordert aktives Wärmemanagement, besonders bei hohen Lade-/Entladeströmen.Geringere Wärmeentwicklung bei Nennbelastung; oft genügt ein moderates (teilweise passives) Wärmemanagement.Risiko von Thermal RunawayErhöht – Sauerstofffreisetzung führt zu schnellen, heftigen Reaktionen und kann bei großformatigen Zellen zu Kettenreaktionen führen.Gering – Keine Sauerstofffreisetzung; das Risiko eines heftigen Thermal Runaway ist deutlich reduziert.Erforderliche SicherheitsmaßnahmenAufwändig – erfordert aktive Kühlung (z. B. Flüssig- oder Luftkühlung), komplexe Batteriemanagementsysteme (BMS) und zusätzliche Schutzvorkehrungen.Moderater – häufig ist passive Kühlung ausreichend, was zu einer einfacheren und kostengünstigeren Sicherheitsarchitektur führt.Brand- und ExplosionsrisikoHoch – im Fehlerfall besteht ein erhebliches Risiko von Feuer und Explosion aufgrund der schnellen, heftigen Reaktionen.Niedrig – LFP-Zellen weisen ein deutlich geringeres Brandrisiko auf, da sie weniger brennbare Gase freisetzen. (Wird am Ende auch nochmal andiskutiert...)AnwendungsfälleVorwiegend in Anwendungen mit hohen Anforderungen an Energiedichte und Leistung, z. B. in Premium-Elektrofahrzeugen, mobilen Geräten, Laptops, E-Bikes und E-Rollern – meist in Form vieler kleiner Zellen.Bevorzugt in stationären Speichern, Standard-Elektrofahrzeugen und anderen Bereichen, in denen Sicherheit und Langlebigkeit im Vordergrund stehen. Zusammenfassung: Sicherheitsrelevante Unterschiede LFP-Zellen weisen ein höheres Sicherheitsniveau auf als NMC-Zellen. Während NMC-Zellen durch ihre hohe Energiedichte punkten, steigt das Risiko eines Thermal Runaway erheblich – insbesondere bei großformatigen Zellen, da die Freisetzung von Sauerstoff zu schnellen, unkontrollierten Reaktionen führen kann. Daher werden NMC-Zellen meist in kleinen Formaten eingesetzt, um das Risiko zu minimieren. Im Gegensatz dazu ermöglicht die stabilere Chemie der LFP-Zellen den sicheren Betrieb auch in großformatigen Ausführungen. Dies führt dazu, dass LFP-Batteriepacks häufig mit einem einfacheren Wärmemanagement auskommen und sich besonders für Anwendungen eignen, in denen Sicherheit und Langlebigkeit im Vordergrund stehen. Soviel zum technischen Blabla, aber... Was heisst das jetzt konkret für Heimspeicher auf LFP-Basis - insbesondere im DIY-Bereich? Nachfolgend meine ganz persönliche Meinung zum Thema - insbesondere vor dem Hintergrund, dass hin und wieder mal ein Hausspeicher "detoniert" und erheblichen Schaden anrichtet. So wie gerade erst wieder passiert in Schönberg, als ein LG-Speicher anscheinend ein ganzes Wohnhaus unbewohnbar gebracht hat: Viebrock versetzt nach Explosion alle verbauten LG-Speicher derselben Produktionsreihe in Stand-by Nagelt mich jetzt bitte insgesamt nicht darauf fest, nachfolgend meine subjektive Meinung und mein persönliches Empfinden - alles ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit... Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass man auf technischer Seite gesehen den Batteriespeicher selbst bauen sollte, sofern man sich das notwendige Wissen und die technischen Grundlagen verinnerlicht hat. Dazu gibt es hier im Blog ja bereits viele Inhalte, u.A. hier in Videoform: Batteriepack selbst bauen – Part 1 Denn nur so hat man die Möglichkeit alle Komponenten, insbesondere die Zellen und das BMS selbst, individuell auszuwählen und hat auch die Möglichkeit einfache Wartungen am System vorzunehmen, sei es der Austausch einzelner Komponenten oder einfach nur das Kontrollieren von Schraubverbindungen. Insbesondere bei namhaften LFP-Herstellern, wie EVE, erhält man eine super Verarbeitungsqualität für überschaubare Kosten. Dadurch, dass man bei der LFP-Zellchemie vergleichsweise wenige Zellen benötigt, um auf eine ausreichende Speicherkapazität zu kommen, kann man jede Zelle individuell monitoren. Mit nur 16 Stück der 320Ah-Zellen kann man einen Batteriepack mit knapp 15 kWh real nutzbarer Kapazität bauen, was für viele Anwender bereits ausreicht. Meine Produktempfehlungen findet ihr übrigens hier: Beste Bezugsquellen für LFP-Batteriezellen und hier: Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen immer aktuelle Links Egal ob ein oder drei oder noch mehr Packs parallel verbaut werden, lässt sich jedes Pack so recht einfach mit einem passenden BMS überwachen - und das eben auf Zellebene. Ein zuverlässiges BMS vorausgesetzt, können auftretende Fehler an jeder einzelnen Zelle erkannt werden - und nicht nur innerhalb eines "Zellclusters", wie im Fall der volumen- und kapazitätstechnisch viel kleineren NMC-Zellen. Wie oben beschrieben, werden NMC-Zellen kleiner gebaut, um deren Sicherheit zu erhöhen, andererseits benötigt man dadurch aber logischerweise wesentlich mehr Zellen, um auf Kapazität zu kommen. Und mehr Zellen bedeutet schlicht und einfach auch eine höhere Ausfallwahrscheinlichkeit und einhergehend Sicherheitsrisiken - insbesondere wenn man nicht alle der teilweise zig hundert oder tausend Zellen einzeln monitoren kann. Zumindest nicht mit "einfachen" BMS und ohne zusätzliche Anstrengungen. Insbesondere die Zellspannung und der Innenwiderstand sind dabei relevante Kennzahlen, die für einen langfristig sicheren Betrieb notwendig sind. Das korrekt konfiguriertes BMS schaltet dann bspw. den gesamten Batteriepack "offline", sobald eine Zellspannung nach "oben" hin abhaut. Bei LFP-Zellen gewöhnlich ab 3,65V, wobei sich die Herstellerspezifikationen hier je nach Anbieter auch leicht unterscheiden können. Das wohl schwierigste Thema insgesamt betrifft dann vermutlich das Thema des Ausgasens der Zelle, was wir auch bereits im PV-Quartett mehrfach diskutiert haben, u.A. in dieser Session: Live PV-Quartett 02/2024 – Safety First! 😱😱😱 Denn auch wenn Zellen bei einem Defekt nicht gleich "explodieren", können austretende, brennbare Gase bei ausreichender Konzentration in Kombination mit einer Zündquelle (z.B. elektrischer Lichtbogen) dennoch eine Detonation verursachen. Hier wäre es u.U. sinnvoll eine Abluftanlage vorzusehen, welche durch einen geeigneten Sensor (z.B. H2 ?) oder schlicht durch das BMS bzw. dessen Temperatursensor(en) getriggert wird. Hier gehen die Meinungen jedoch aber stark auseinander, ob bzw. in welcher Form das sinnvoll ist - insbesondere weil ausgasende Zellen wohl recht schnell große Volumen an Gas erzeugen, die erstmal schnell genug abgeführt werden müssten, um einen positiven Effekt zu erreichen. Und das scheint wohl gar nicht so trivial zu sein. Ich für meinen Teil verlasse mich vorerst weiterhin auf die Kennzahlen meiner verbauten BMS - in meinem Fall sechs Stück, eins pro parallel geschaltetem Batteriepack. Denn ich bin der Auffassung, dass ein Monitoring von wenigen relevanten Kennzahlen auf Zellebene ausreichend ist, um einen dauerhaft sicheren Betrieb zu gewährleisten. Vorausgesetzt natürlich die Zellen haben nicht bereits bei Lieferung einen gravierenden Defekt, den man optisch und technisch nicht erkennt. Wie ich die Zellen dabei teste, habe ich in diesem Artikel beschrieben: Operation Hausspeicher – So teste ich neue LFP-Zellen auf Herz und Nieren Insgesamt sollte man dem Thema Sicherheit bei Hauspeichern mit deren immer weiter wachsender Speicherkapazität einen großen Stellenwert einräumen. Ich denke man kann durch passendes Monitoring und "Pflege" der Zellen - ich fahre bspw. max. 0,3C auf die Zellen und drossle zusätzlich bei hohem SoC - ein dauerhaft sicheres Gesamtsystem aufbauen, wie ich es bspw. in diesem Blogpost beschrieben habe: Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign Dieses System läuft jetzt seit knapp über zwei Jahren ohne jegliche Probleme und das bis auf den Winter oftmals mit "Volldampf" mit über 22kW über mehrere Stunden, um im Rahmen der Direktvermarktung den maximalen Börsenpreis abzugrasen. Details dazu hier: Satte Erträge aus 18 Monaten Direktvermarktung?! Lediglich hatte ich mit einem Softwaresetting zu kämpfen, welcher dazu führte, dass sich das gesamte System abgeschaltet hat. Hintergrund war, dass sich jedes BMS beim zentralen System (Venus OS) quasi sekündlich meldet und neue Messwerte übermittelt. Dadurch, dass ich sechs BMS parallel am USB-Port meines RPI betreibe, blieben Meldungen manchmal aus, was Venus OS dann dazu gebracht hat aus Sicherheitsgründen abzuschalten. Works as defined eben. Die Umstellung eines Parameters in dbus-serial-battery (kümmert sich um die Integration der BMS in Venus OS) konnte das Problem dann direkt fixen. Nun ist der Timeout höher und das System läuft absolut stabil. Nutzt gerne untenstehende Kommentarfunktion, um eure Fragen und Meinungen zum Thema mit mir und allen Lesern des Blogs zu teilen. Ich freue mich schon auf eine rege Diskussion. ### Live PV-Quartett - Deye vs Victron Energy ⚡️⚡️ Das Wichtigste vorab: Der Livestream findet am 26.02.2025 um 20:00 Uhr statt. In dieser Session wird heiss diskutiert, was nun das bessere System ist: Deye oder Victron Energy? Mit dabei sind Leo und Andreas, die in jüngster Zeit viel Erfahrung mit Deye sammeln konnten, sowie Matthias und Jörg als alteingesessene Victron-Guys, die nach wie vor zufrieden sind. Oder etwa nicht? Schaltet rein und diskutiert im Live-Chat mit, was eurer Meinung nach die Königslösung für energiehungrige PV-Anlagenbetreiber mit heimischem Batteriespeicher ist... https://www.youtube.com/live/V5M6M_JNzqk YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels Teilnehmende YT-Channels:https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (14.2k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (19.4k)https://www.youtube.com/@TipsTricksMore - Leo (90.9k)https://www.youtube.com/@Akkudoktor - Andreas (379k) Heutige Umfrage Mentimeter - Ich bin Team... ### Volt im Gespräch: Von aufgeladenen E-Autos bis zu sonnigen PV-Aussichten – Was steckt dahinter? Anlässlich der Bundestagswahl hat Andreas die Parteien zum Pläuschen eingeladen, um deren Pläne hinsichtlich Zukunft der Energie und Mobilität darstellen zu können. Im Rahmen des heutigen PV-Quartetts möchten wir direkt mal Isabel Arens die Möglichkeit geben, die ambitionierten Pläne ihrer Partei Volt mit uns zu diskutieren. Schaltet rein und stellt eure Fragen - wie immer - im Live Chat! https://www.youtube.com/watch?v=YV4u0X6lgtI YouTube-Direktlink Volt-Parteiseite (externer Link) Teilnehmende YouTube-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (14.2k)https://www.youtube.com/@Akkudoktor - Andreas (378k) ### Pimp My Wohnwagen - Aktueller Umsetzungsstand Heute mal ein schnelles "Labervideo", in welchem ich den aktuellen Umsetzungsstand bzgl. Technik-Upgrade unseres Wohnwagens dokumentiere. Quasi ein kurzer Gedankendump ohne Anspruch auf Vollständigkeit - primär für mich, aber da einige schon nachgefragt hatten, jetzt auch spontan im Blog im Videoformat... https://www.youtube.com/watch?v=soeIVIVX_WQ YouTube-Direktlink ### Live PV-Quartett – Unsere Erkenntnisse aus 2024 Das Wichtigste vorab: Die Live-Session ist am 08.01.2025 um 20:00 Uhr Zum Jahreswechsel gibt es in diesem Talk alle unsere Erkenntnisse zur PV-Produktion, Stromspeicherung und Nutzung aus den vergangenen 12 Monaten - natürlich auch wieder Daten, Zahlen und Fakten. Was ist gut gelaufen, was schlecht, wo liegen weitere Verbesserungs- und Optimierungsmöglichkeiten... Schaltet rein und quatscht im Live-Chat mit! https://www.youtube.com/watch?v=2b_hZmV64oE YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (13.9k)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (15.7k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (18.7k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (34.8k)#bestmodintown - Thomas Geyer ### Mein Lieblings-ESP-Controller für WLED-Projekte So, heute gibts endlich mal wieder einen Schritt-für-Schritt-Guide als Blogpost - ganz ohne Video. Konkret in Form meines absoluten Lieblings-ESP-Controller namens E-ETH-POE (oder so ähnlich) mit PoE-Funktion, um WLED-Projekte auf ein ganz neues Level zu heben. Ein Video zum Thema wird voraussichtlich folgen, aber einige hatten sich mal wieder einen "normalen" Blogartikel gewünscht - also viel Spaß beim Lesen! ESP-Controller auswählen Voraussetzungen waren ein möglichst stabiler Betrieb (insbesondere auch ein problemfreier Neustart nach einem Stromausfall), PoE-Support und möglichst viele GPIO, um LEDs und Taster anschließen zu können. Die Wahl fällt auf den E-ETH-POE aka Internet Module HR861153C aka XY_Internet_POE aka Lilygo POE oder wie er sonst noch im Netz heisst. Günstigste Bezugsquelle ist der Shop von lilygo, hier heisst der ESP-Controller T-Internet-POE H438 (externer Link) und kostet derzeitig 18,96 USD. Als LILYGO® TTGO T-Internet-POE ESP32-WROOM LAN8720A wird er hier übrigens auch noch aufgeführt. Viele Namen führen zum Controller - oder ähnlich. Echt etwas verwirrend, aber einfach kann ja jeder... Für vier Controller habe ich zuzüglich 11 USD Versandkosten insgesamt 86,84 USB gezahlt. Umgerechnet etwas mehr als 80 Euro und damit knapp 20 Euro pro Stück. Das Pinout des T-Internet-POE sieht dabei wie folgt aus: Bei meinen Tests konnten dabei insgesamt 8 Pins als In- und Output genutzt werden - also können daran adressierbare LED-Bänder und Taster angeschlossen werden. Die dazu nutzbaren Pins lauten: IO16, IO32, IO33, IO12, IO04, IO15, IO02 und IO14 Die darüberliegenden vier Pins (IO36, IO39, IO34 und IO35) werden mit R/O ausgewiesen, was bedeutet, dass wie lediglich als Input-Pins genutzt werden können. Diese Pins sind oftmals speziell für interene Funktionen des Chips reserviert, bspw. für die SPI-Flash-Kommunikation, Debugging oder Boot-Modi. Testweise habe ich einmal eine Pushbutton auf den IO34 gelegt, welcher direkt nach dem Reboot "eskaliert" ist - also laufend ausgelöst hat. Also am besten lässt man diese Pins ganz in Ruhe. Wer hier mehr Infos hat, ist gerne eingeladen die Kommentarfunktion zu nutzen. Der verfügbare Type-C USB Anschluss lässt sich übrigens nur zur alternativen Stromversorgung nutzen, sofern dieser nicht über PoE per RJ45-Ethernetport erfolgen soll. Zum Flashen des ESP_Controllers wird ein separater Adapter benötigt, welcher an den Controller angestöpselt wird. Auf der lilygo-Seite wieder dieser als Downloader Expansion Board H439 ausgewiesen und kostet 2,00 USD. ESP-Controller vorbereiten Damit der ESP-Controller mit dem Downloader-Board geflasht werden kann, müssen erstmal die mitgelieferten Pin-Header aufgelötet werden. Mit dem richtigen Equipment in Form einer Lötstation und etwas Übung gelingt dies in wenigen Minuten. Ich verwende dazu bereits seit Längerem die YIHUA 926LED-IV 60W Loetstation (Affiliate-Link): Wichtig dabei ist, dass der 6-fach-Pinheader für das Download-Board so angelötet wird, dass die Stiftleiste von der UNTERSEITE des ESP-Controllers zugänglich ist. Also werden die Lötpunkte von "oben" gesetzt: Das hatte ich natürlich in der Eile vercheckt und dann klappt das Flashen natürlich nicht, da die Pinbelegung verdreht ist. ABER: Der Controller hat es überlebt. Steckleiste also wieder "entlötet" und richtig herum angelötet - funktioniert! Wo wir schon dabei sind, wird noch die Doppelreihen-Steckleiste angelöstet, um den Zugang der GPIO-Pins später möglichst einfach zu ermöglichen. Und wie erwähnt, erfolgt dies von der anderen Seite - um Vergleich zur Steckleiste des Download-Boards: Als letzten vorbereitenden Schritt wird jetzt noch das Downloader-Board auf die gerade angelötete Steckleiste gesteckt und per USB-Kabel mit dem PC verbunden. Das Downloader-Board hat dafür sowohl eine Schnittstelle für Micro-USB als auch USB-C integriert. Egal welche Schnittstelle gewählt wird, sollte darauf geachtet werden ein hochwertiges Anschlusskabel zu nutzen, welche alle Adern durchkontaktiert. Denn manche Kabel leiten nur den Strom durch, jedoch keine Daten - und dann klappt es nicht. ESP-Controller flashen Zum Flashen wird die Seite WLED Online Flasher wled-install.github.io (externer Link) aufgerufen. Am besten Chrome nutzen, da es mit anderen Browsern zu Problemen kommen kann. Jetzt das Dropdown "Board Typ / SW Version" anklicken und in der Liste den passenden Eintrag wählen. Im Fall des T-Internet-POE ESP-Controllers wird die "EXPERIMENTAL"-Version in der Version ESP32 (4MB Flash, Ethernet) verwendet: EXPERIMENTAL deshalb, da diese Version bei mir in Kombination mit der Fritzbox problemlos läuft. Andere Versionen haben in der Kombination ESP32-Controller und neueres Fritz-OS-Betriebssystem den Bug, dass der ESP-Controller minütlich neustartet. Die technischen Hintergründe und meinen Leidensweg vor ziemlich genau einem Jahr, bei dem alle meine ESP32-WLED-Controller nach einem automatischen nächtlichesn Fritzbox-Update in der Dauer-Boot-Schleife steckengeblieben sind, möchte ich euch an dieser Stelle aber ersparen. Long story short: Mit dem hier genutzten EXPERIMENTAL-Image funktioniert es bei mir seit knapp einem Jahr seitdem ohne jegliches Problem. Ist die korrekten Version ausgewählt, wird Installieren angeklickt. Jetzt sollte im Popup der ESP-Controller bzw. dessen Downloader-Board mit dem Eintrag USB Serial (cu.usbserial-1130) auftauchen, sofern dieses korrekt am PC angeschlossen ist. Beim Aus- bzw. Einstecken des Downloader-Boards sollte der Eintrag in Echtzeit aus- und eingeblendet werden. Nach der Auswahl auf Verbinden klicken: Nun sollte ein weitere Popup erscheinen. Hier auf INSTALL WLED (ESP32, 4MB, ETHERNET) auswählen: In direkten Anschluss sollte dieses Fenster auftauchen: Nun muss der ESP-Controller noch in den Flash-Modus versetzen werden. Dazu hat man knapp ein bis zwei Minuten Zeit, bevor der Vorgang mit einem Fehler abbricht. Wie das "offizielle" Vorgehen dazu aussieht, weiss ich nicht. Durch etwas Herumprobieren bin ich jedoch so zum Ziel gekommen: Zuerst drückt man einmal kurz den linken Button mit der Aufschrift BOT (mega klein geschrieben) auf dem Downloader Board: Direkt danach wird der linke Button mit der Aufschrift BOT auf dem ESP-Controller kurz gedrückt: Jetzt ein paar Sekunden warten ab geht die Flashing-Reise... UPDATE: Hin und wieder musste ich das gerade beschriebene Tastendrücken wiederholen, bis es zum nachfolgenden Flashvorgang kam. Manchmal hat das bei mir nicht auf Anhieb geklappt. Nach ein paar Mal drücken der oben genannten Knöpfe lief es dann aber immer irgendwann. Wer hierzu Hintergründe hat bzw. den "Fall" klären kann, wie man das "richtig" macht, bitte einen Kommentar hinterlassen, danke! Im nächsten Schritt Configure Wi-Fi lässt sich das WLAN einrichten. Grundsätzlich könnte man diesen Schritt überspringen, ich würde ihn euch aber dennoch empfehlen, da die weitere Konfiguration dann ein Stückchen einfacher von der Hand geht. Also entweder das gefundene WLAN-Netz aus der Dropdown-Liste auswählen oder selbst eintragen - inkl. Passwort und mit CONNECT verbinden. Nach einigen Sekunden sollte nachfolgendes Fenster angezeigt werden. Mit einem Druck auf VISIT DEVICE wird man direkt zum Userinterface des nun fertig geflashten WLED-Controllers weitergeleitet: Jetzt wird ein neuer Tab geöffnet mit der per DHCP vergebenen IP-Adresse. In diesem Fall http://192.168.3.231 Mein Chrome-Browser war an dem Tag irgendwie komisch drauf und wollte die Seite ums Verrecken nicht öffnen. Adresse kurz in Safari reingeschmissen und es lief sofort. Sehr komisch. Wenns also nicht funktioniert, kann man an dieser Stelle einfach einen anderen Browser ausprobieren... WLED Ersteinrichtung Die Hauptseite sollte dann in etwa so aussehen. Wenn der PC Mode ausgewählt ist (setzt eine höhere Auflösung voraus), werden alle Optionen angezeigt: Ansonsten kann man zwischen verschiedenen Tabs durchwechseln. Erstmal aktivieren wir die LAN-Option über CONFIG -> WiFi Setup -> Ethernet Type -> QuinLED-Dig-Octa & E-ETH-POE und sichern das Ganze mit Save & Connect. Nach dem Neustart sollte im selben Menüpunkt die zusätzlich vergebene LAN-IP-Adresse angezeigt werden. Diese lässt sich mit dieser Version von WLED leider nicht stativ vergeben - zumindest wüsste ich nicht, wie das geht... In diesem Fall wurde die IP-Adresse 192.168.3.231 vergeben. BEi dieser Gelegenheit habe ich gleich auch noch den Friendly-Name auf wled-wohnb.local angepasst (Eintrag darüber, sodass der Controller im Netzwerk unabhängig von der vergebenen IP-Adresse immer mit diesem Namen erreichbar ist. Kann man machen, muss man aber nicht. Jetzt werden der gleich anzuschließende LED-Stripe konfiguriert. In diesem Fall handelt es sich um das Modell SK6812 RGBWW 5m mit 5V (Affiliate-Link). Das Stripe gibt es bei Aliexpress teilweise ein gutes Stück günstiger. Bisher habe ich hier immer bei BTF-Lighting bestellt und musste ca. ein bis zwei Wochen auf den Versand warten. Das LED-Stripe wird gewöhnlich fertig konfektioniert geliefert: Am Stecker gibt es drei Anschlüsse: Rot für 5+Grün für DatenWeiss für GND bzw. "Minus" Weiterhin zwei weitere dickere Aderleitungen (rot und weiss), an dem man den Stripe primär mit Strom versorgen sollte, wenn der Stripe nicht gekürzt wird. Denn in diesem Fall fließen höhere Ströme - insbesondere bei der 5V-Variante des Stripe. Ich würde euch aber nur für Tests empfehlen dieses Setup zu nutzen und für "produktive Installationen" immer selbst die Pins an eigene Leitungen zu löten. Ich nehme dazu meist Aderleitungen mit 1mm2. Wer das Stripe kürzen möchte, kann die vorgesehenen Trennstellen an den Kontaktstellen nutzen. Wichtig ist in diesem Kontext auch die Richtung, in der die Daten "fließen". Der weisse Pfeil gibt dabei die Richtung vor, die nicht änderbar ist. Aber bevor wir den Stripe anschließen erstmal weiter mit der Konfiguration in WLED: Unter CONFIG -> LED Preferences wird nun der korrekte LED-Typ und die Anzahl der gewünschten LEDs hinterlegt. In diesem Fall eben SK6812/WS2814 RGBW. Bei Lenght wird die gewünschte LED-Zahl - hier 30 - eingetragen und bei GPIO 14. Dazu kommen wir gleich noch. Die LED-Anzahl kann später auch noch einfach angepasst werden. Hier nun das Anschlussschema, um die LEDs mit dem ESP-Controller zu verheiraten: Cool an diesem Konzept finde ich insbesondere, dass der ESP-Controller direkt per PoE mit Strom versorgt wird - und man diesen dadurch auch einfach Neustarten kann, sofern er mal hängen sollte. Das realisiere ich in meinem Fall mit UniFi-Swichtes, bei denen ich jeden Port einzeln ein- bzw. ausschalten kann. Der LED-Stripe wird separat mit einem eigenen Netzteil versorgt - hier ein einfaches Meanwell 40W 5V-Netzteil (Affiliate-Link), welches man bei Nichtnutzung auch komplett stromlos schalten kann. Der ESP-Controller ist dann weiterhin erreichbar - eben über PoE. Dadurch gewinnt man insgesamt an Flexibilität und es lassen sich bspw. auch Stripes mit 12V oder 24V betreiben - ein passendes Netzteil vorausgesetzt. Wichtig dabei ist, dass die GND-Leitung von ESP-Controller, LED-Stripe und Netzteil "durchverbunden" wird, um Potenzialunterschiede zwischen den Komponenten zu verhindern. Das führt sonst im schlimmsten Fall zu erhöhten Spannungen und einen Defekt der Bauteile. Die grüne Datenleitung wird dann noch an IO14 angeschlossen (siehe Bild oben) und eben mit dem LED-Stripe. So sieht das dann auf Seite der ESP32-Controllers aus: Genutzt werden hier "stink normale" Jumper Wire (Affiliate-Link) und zum Durchverhinden Wago-Klemmen (Affiliate-Link). Jetzt sollten sich die LEDs ansprechbar sein und über das WLED-Menü mit den gewünschten Effekten "bespielt" werden können: Hier lassen sich verschiedene Farben, Effekte, Geschwindigkeiten und Intensitäten "mixen", wie man gerne möchte. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. Auch lassen sich die physischen Bereiche des/der LED-Stripes in virtuelle Segmente aufteilen, um bspw. verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Farben zu definieren. Hier kann man wirklich viel mit rumspielen und die gewünschten Settings als Presets abspeichern. Und tada - es werde Licht: Nicht wundern, hier habe ich einen anderen Datenpin des WLED-Controllers und zudem ein weisses Käbelchen genutzt... zu den Presets noch ein Tipp zum Schluss: Ich würde empfehlen ein "Boot"-Preset zu erstellen, welches standardmäßig bei einem Neustart (bspw. nach Stromausfall) geladen wird. Ich nutze dazu meist einen "Alles Schwarz"-Zustand, aber das kann natürlich jeder so machen, wie er möchte. Also erstmal auswählen, welche Farben, Effekte etc. man möchte und rechts auf + PRESET klicken. Als Namen bspw. Boot eintragen, Overwrite with state anhaken und Save to ID auf 1 stellen. Auf Save klicken. Damit dieses Preset beim Neustart gezogen wird, jetzt noch auf Config -> LED Prefenences -> Apply preset 1 at boot auswählen und mit Save speichern. Aus meinem täglichen Leben Ich habe lange den WT-ETH01-Controller für WLED-Projekte genutzt, wenn ich eine kabelbasierte Netzwerkverbindung haben wollte. Der ETH01 ist aber manchmal zickig gewesen und insbesondere nach Stromausfällen nicht korrekte gestartet. Oftmals lief er dann schon, aber die Ethernet-Verbindung funktionierte nicht. Das konnte man in einem solchen Fall auch daran erkennen, dass die LEDs beim RJ45-Port nicht geblinkt haben. Ein kurzes Stromlosschalten und es funktionierte dann wieder. Nervig. Mit dem hier genutzten T-Internet-POE Board ist mir das bisher noch nie passiert - und das Coole ist jetzt eben auch die integrierte PoE-Funktion, welche ich wirklich nicht mehr missen möchte. Hinzu kommt, dass beim WT-ETH01 nur - ich glaube - 5 Pins sinnvoll genutzt werden konnten. Denn manche Pins waren "verschandelt", sodass es im laufenden Betrieb zwar mit angeschlossenem LED-Band funktioniert, bei einem Neustart aber alles hängenblieb. Auch das ist beim hier verwendeten T-Internet-POE Board kein Problem und es lassen sich 8 Pins nutzen. One more thing Achso, ein selbst gedrucktes 3D-Gehäuse darf für den ESP-Controller natürlich nicht fehlen: LilyGoPOE 3D-Case (858 Downloads ) Ein wirkliche schickes Design. Ich finde die Quelle einfach nicht mehr - jedenfalls habe ich das Cover auch nachgearbeitet, um einen zusätzlichen Aluminium Kühlkörper 15x15mm (Affiliate-Link) mittels thermischem Klebeband (Affiliate-Link) auf den Controller schnallen zu können, welcher die Temperatur ein gutes Stück senkt, was positiv für eine lange Lebensdauer sein sollte. Wer weiss, wer der "Urheber" des obigen Designs ist, gerne her mit der Info. Ich verlinke umgehend... Ich verwende übrigens für solche Zwecke immer PETG Filament (Affiliate-LInk), welches im Vergleich zu PLA höhere Temperaturen aushält, ohne zu verformen. Mehr Infos und Tipps zum 3D-Druck findet ihr übrigens in diesen Inhalten hier im Blog: meintechblog - 3d-druck Welches Board nutzt ihr am liebsten für eure ESP-Projekte? Lasst es mich gerne per Kommentar wissen... ### Live PV-Quartett - Heftiger Ertragseinbruch im Oktober Jedes Jahr aufs Neue hat die PV-Anlage im Herbst mit sinkendem Sonnenstand, weniger Sonnenstunden und zunehmender Verschattung zu kämpfen. Diesen Oktober war es gefühlt aber noch schlimmer als die Jahre zuvor. Schaltet rein und quatscht im Live-Chat mit, wenn wir unsere Auswertungen zeigen und darüber diskutieren, wie sich das Maximum aus der eigenen PV-Anlage herauskitzeln lässt. https://www.youtube.com/watch?v=udfCynO7XcQ YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (13.3k)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (15.4k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (17.9k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (34.3k)#bestmodintown - Thomas Geyer ### Solar-Akku einfach selber bauen in 7 Schritten! - mit Tom Bötticher Tom, Batteriezellexperte meines Vertrauens und wertgeschätzter YouTube-Kollege, kam die Tage zu Besuch, um "hands on" den Bau meines schnuckeligen Wohnwagen-Batteriepacks mit Rat und Tat zu begleiten. Welche Tipps wir euch dabei auf den Weg geben möchten und ob das Batteriepack am Ende der sieben Schritte auch wirklich funktioniert hat, erfahrt ihr im nachfolgenden Video: https://www.youtube.com/watch?v=XE0vWeJVJdo YouTube-Direktlink Danke nochmal Tom für die geniale gemeinsame Bastel-Session, hat mir super viel Spaß gemacht. Hoffe wir können hier bald anknüpfen - an spannenden Ideen wird es uns sicher nicht mangeln... :) Links aus dem Video: Google-Dokument zu den Komponenten und Werkzeugen (Affiliate-Links) YouTube-Channel von Tom: @TomBoetticher Warum zum Geier 48V im Wohnwagen? Ja, die Frage wird sofort kommen. So sicher wie das Amen in der Kirche... 48V ist im Camping-Bereich ist natürlich völlig unüblich, ich weiss. Ich habe mich jedoch aus verschiedenen Gründen explizit dafür entschieden: Ich möchte vorwiegend "leistungshungrige" 230V-Verbraucher betreiben - wie das im Video kurz gezeigte Induktionskochfeld mit +/- 2kW. Um hier auf Batteriepackseite möglichst geringe Stromstärken zu erhalten, ist eine möglichst hohe Spannung von Vorteil. Bei knapp 48V sind das eben "nur" überschaubare 40A, bei 12V wären es einfach mal 160A+. Vorhandene Gleichstromverbraucher im Wohnwagen benötigen 12V. Hierfür nutze ich einfach einen passenden Stepdown-Konverter, um die 48V Batteriespannung herunterzutransformieren. Das hätte ich auch bei einem 24V Batteriepack machen müssen, dessen Einsatz ich früher einmal angedacht hatte. Ein 12V Batteriepack war von vornherein "raus". Der 48V Multiplus Batterieinverter mit 3000VA kostet einfach mal nur die Hälfte im Vergleich zu seinen 12V/24V-Pendants. Für die Einsparung kann ich mir schon die Hälfte des Batteriepacks kaufen. Lustigerweise passen die 16x 105Ah EVE-Zellen inkl. Gehäuse bis auf den Zentimeter genau in Länge und Breite in den vorhandenen Ausschnitt im Wohnwagen, in welchem bisher die 12V Bleisäure-Batterie beheimatet war. Da bietet sich eine 16S1P-Konfigraution geradezu an. Ok, 8S2P wäre auch gegangen, aber Zellen parallelschalten, finde ich unsexy. Ich möchte jede Zelle einzeln per Standard-BMS überwachen können. Weil es niemand sonst macht. Ich möchte das einfach selbst testen und Erfahrungen sammeln und mein Wissen mit euch teilen. Evtl. ist es am Ende auch überhaupt nicht sinnvoll, wer weiss. Wer es nicht probiert... Vermutlich würden mir noch mehr Gründe einfallen, aber es ist schon spät und ich lasse es an dieser Stelle einfach mal gut sein. ✌️ Love it or leave it... ### Live PV-Quartett - Die perfekte Heimspeicher-Batterie Das Wichtigste vorab: Termin ist der 28.10.2024 20:00 Uhr.Heute haben wir Tom als Special-Guest an Bord, mit dem wir das Thema Batteriezellen näher beleuchten wollen. Mit seiner langjährigen Erfahrung im Bereich Zelldesign mit Fokus Zellchemie kann er uns sicherlich einige Tipps an die Hand geben und erklären worauf wir im täglichen Betrieb achten sollten, um möglichst lange Spaß an unseren Hausspeichern zu haben… Schaltet rein und diskutiert im Live-Stream mit! https://www.youtube.com/live/n0YVxJymock YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (13k)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (15.3k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (17.5k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (33.9k)https://www.youtube.com/@TomBoetticher - Tom (81.5k) ### Batteriepack selbst bauen - Part 4 Langsam aber stetig geht es voran... Diesmal werden die Busbars für das 12S-Pack vorbereitet und schließlich aufgeschraubt, um alle Zellen in Reihe miteinander zu verbinden. Wie ich dabei vorgegangen bin und was ich speziell bei den Verbindungsstellen der späteren Balance-Leads beachtet habe, erfahrt ihr im nachfolgenden Video. https://www.youtube.com/watch?v=Au4rzW10cJI YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:02:34Bosch PRO Metal HSS-G Spiralbohrer 2,2mm (Affiliate-Link) 00:02:39Gewindebohrerset (Affiliate-Link) 00:03:09Schrumpfschlauch 4:1 mit Kleber schwarz Ø32mm (Affiliate-Link) 00:03:38Isopropanol (Affiliate-Link) 00:04:20Carbon Conductive Assembly Paste (externer Link) 00:05:01Digital-Drehmomentadapter (Affiliate-Link) Weiterführende Infos zu diesem Thema findet ihr im diesem Blogpost:Operation Hausspeicher – Batteriepack bestücken ### PV-Quartett - Winter is coming ⛄️❄️ Das Wichtigste vorab: Termin ist der 16.10. 20:00 Uhr. Es geht mit großen Schritten in Richtung Winter und die PV-Produktion bricht gewaltig ein. Wie lange geht das noch gut mit der hohen Autarkiequote? Wir zeigen, wie gut oder schlecht es bei unseren Anlagen ertragstechnisch so läuft und diskutieren, wie der eigene Verbrauch bestmöglich verringert werden kann, um Netzbezug zu vermeiden. Schaltet rein und diskutiert im Live-Stream mit! https://www.youtube.com/live/YPP1LL11eZI YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels: https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (12.9k)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (15.2k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (17.3k)https://www.youtube.com/@TipsTricksMore - Leo (86.7k) ### Satte Erträge aus 18 Monaten Direktvermarktung?! Heute diskutiere ich mit Ralf über die vergangenen 18 Monate, in denen ich in der Direktvermarktung versucht habe möglichst viel aus meine PV-Anlage inkl. Speicher herauszuholen. Ob ich damit reich geworden bin oder nicht, erfahrt ihr im nachfolgenden Video... https://www.youtube.com/watch?v=L2yVWn79qOk YouTube-Direktlink ### Kopierstation - Backup Like A Boss Backups von SD-Karten oder USB-Sticks anzufertigen, ist meist extrem nervig - insbesondere, wenn man sie über den PC ausführt und mal wieder irgendwas dabei schief läuft. Deshalb habe ich mir mal eine Kopierstation geholt und getestet, wie gut das Ganze mit einem All-In-One-Device läuft. Aber seht selbst im nachfolgenden Video... https://www.youtube.com/watch?v=Fezzy1G1Rhk YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:18Used Victron Cerbo GX replaces dead Raspi and why I lean towards no BMS communication! 00:00:35StarTech.com 1:2 USB Stick Klonstation (Affiliate-Link) 00:01:30Micro SD Kartenleser USB C, Typ C Kartenleser mit USB C Adapter (Affiliate-Link) 00:02:07Kingston Industrial microSD - 16GB microSDHC Industrial C10 A1 pSLC Karte (Affiliate-Link) ### Batteriepack selbst bauen - Part 3 Heute suche ich den richtigen Platz für BMS, Balancer und die NH-Sicherung. Außerdem soll die Rückplatte endlich mal mit den passenden Haltegriffen und Aussparungen für die Luftzirkulation ausgestattet werden. Dafür kommt dann auch endlich mal wieder meine gute alte CNC-Fräse zum Einsatz. https://www.youtube.com/watch?v=94QWGpdamdA YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:01:05Heschen NH Sicherungseinsatz NH000 25A gG Frontanzeige Kombimelder (Affiliate-Link) Heschen Keramik Einpoliger Sicherungshalter NH00 (Affiliate-Link) KPS Aufsteckgriff für NH-Sicherungen von NH000 bis NH4 (Affiliate-Link) 00:01:25Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen immer aktuelle Links 00:01.48Loxone Power Supply & Backup Datasheet 00:01:58Heschen NH Sicherungseinsatz NH000 25A gG Frontanzeige Kombimelder (Affiliate-Link) 00:02:04NEEY Balancer 4A (Affiliate-Link) 00:03:02Haltegriffe 300mm (ebay-Link) Sicherungsmuttern M8 (Affiliate-Link) Senkschrauben M8 x 30 mm (Affiliate-Link) 00:04:06Estlcam - CAM und CNC Steuerprogramm 00:04:16Mostly Printed CNC 00:07:32Anderson-Steckverbinder 50A 600V 6-12AWG AC/DC Power Tool (Affiliate-Link) 00:08:4510 Stück Kalitec HR25-6 Handelsübliche Rohrkabelschuhe 25mm² M6 I ohne Sichtloch I Made in Germany (Affiliate-Link) 10 Stück Kalitec KA5-L6 Handelsübliche Rohrkabelschuhe gewinkelt 25mm² M6 I ohne Sichtloch I 90° I Made in Germany (Affiliate-Link) 00:09:4616 Tonnen Hydraulische Presszange Crimpzange, 8-300 mm² (Affiliate-Link) Downlaods Victron Lightbox (719 Downloads ) ### Batteriepack selbst bauen - Part 2 Und es geht heute munter weiter mit dem zweiten Teil der Serie, in dem ich euch zeige, wie ich beim Zusammenbau des DIY-Gehäuses vorgegangen bin. Alles kein Hexenwerk, aber am Ende kostet das schon immer echt viel Zeit, da man alle Schritte sehr sorgfältig planen und mit Bedacht durchführen sollte. Aber seht selbst... https://www.youtube.com/watch?v=L7OPOTC3F1Y YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:58Operation Batteriespeicher – Ist diese Sicherung besser als eine Megafuse? 👼👼👼 Operation Hausspeicher – Kennzeichnung für Einsatzkräfte und Brandschutz Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign Operation Hausspeicher – 28kWh für unter 7.000€ 00:02:54smarthirsch.de – Loxone Power Supply & Backup (Affiliate-Link)7% Rabatt mit Gutscheincode “meintechblog” (solange der Vorrat reicht) 00:06:19SPAX Universalschraube aus Edelstahl rostfrei A2, 5,0 x 50 mm (Affiliate-Link) 00:07:3620mm starke EPDM Zellkautschuk Dichtungsmatte (ebay-Link) 00:08:56Isolierung Epoxid Platte (Aliexpress-Link) 00:10:05Operation Hausspeicher – Serielles LFP-Topbalancing meintechblog-Style ### Batteriepack selbst bauen - Part 1 Getreu dem Motto "Ein Batteriepack ist kein Batteriepack" bin ich mal wieder dabei einen kleinen Batteriespeicher aufzubauen. Diesmal als relativ unübliche 12s-Konfiguration, um meine Loxone USV (hier vorgestellt) zu versorgen. Insgesamt kann das Design aber natürlich auch für "gewöhnliche" 16s-Installationen adaptiert werden. Denn genau in diesem Format habe ich auch meine Packs gebaut (ok, die neuen waren dann schon 18s) - aber konzeptionell ist alles identisch. So oder so möchte ich euch in dieser neuen Videoreihe zeigen, wie ich beim Aufbau eines Batteriespeichers vorgehe und konkret in diesem ersten Teil zeigen, welches Case-Konzept ich wie umsetzen möchte. https://www.youtube.com/watch?v=4A2OgCil1ys YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:17Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign 00:00:40Operation Direktvermarktung – 10.000€ PV-Ertrag pro Jahr möglich?! 00:02:46Gobel Power DIY Kit 51.2V 280Ah Battery Case Kit with BMS Circuit Breaker (Affiliate-Link) 00:02:56 Batteriepackdesign 12s 16s 18s (2077 Downloads ) 00:03:35Auprotec Holz-Zuschnitt Siebdruck Platten 00:04:00 Fusion Datei 12s Pack 280Ah v1 (1112 Downloads ) 00:10:00 12s Pack 280Ah Bohrwerkzeuge (1110 Downloads ) 00:10:30SPAX Universalschraube aus Edelstahl rostfrei A2, 5,0 x 50 mm (Affiliate-Link) 00:13:18Beste Bezugsquellen für LFP-Batteriezellen ### LIVE - Paragraph 14a - Gamechanger oder Bürokratiemonster Das Wichtigste vorab: Termin ist der 25.09. 20:00 Uhr. In unserer heutigen PV-Quartett-Session erklären wir den § 14a EnWG und zeigen, wen diese Regelung betrifft. Erfahre, was das konkret für Wallboxen, Wärmepumpen und Batteriespeicher bedeutet und sieh dir praxisnahe Beispiele an. Können damit tatsächlich Kosten gespart werden und welchen Nutzen bringt das für die Umwelt? Außerdem diskutieren wir, ob es nicht viel einfacher hätte gehen können. Nutzt den Live-Chat und seid dabei! https://www.youtube.com/watch?v=1788RAgj4Gk YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (12.6k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (16.8k)https://www.youtube.com/@Akkudoktor - Andreas (360k)#eegprofi - Ralf Gosner ### Andreas Schmitz - Jörg installiert mein EnergieOptimierungsSystem 🤓 Das Wichtigste vorab: Termin ist der 05.09. 20:00 Uhr. Im heutigen Live-Stream wollen wir das von Andreas gerade in der Entwicklung befindliche EOS-System zur Optimierung der Energienutzung bei Jörg installieren, um sein Smart Home zu pimpen. Auf Basis von Vergangenheitswerten und personalisierten Prognosedaten ermittelt das lokal installierbare EOS-Tool dann bspw., wann es am sinnvollsten ist das E-Auto zu laden oder den Hausspeicher im Rahmen der Direktvermarktung ins Netz zu entladen, um den größten Gewinn zu erwirtschaften. Aber Achtung: Nur für Technik-Nerds!!! https://www.youtube.com/live/ftQULW4-1ts YouTube-Direktlink Link zum GitHub-Repo (aktuell nur per Invite zugänglich): Akkudoktor-EOS / EOS Teilnehmende YT-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (12.5k)https://www.youtube.com/@Akkudoktor - Andreas (358k) Installationsbefehle ssh jay@192.168.3.220 sudo apt update sudo apt install -y build-essential bash <(curl -sL https://raw.githubusercontent.com/node-red/linux-installers/master/deb/update-nodejs-and-nodered) sudo systemctl enable nodered.service http://192.168.3.220:1880 NodeRED-Palette installieren: node-red-contrib-influxdb NodeRED Flows EOS v0.1 (2352 Downloads ) sudo apt install -y python3-pip python3.12-venv Solange das Github-Repo Akkudoktor-EOS / EOS noch nicht öffentlich ist, muss Zugriff bei Andreas unter info@akkudoktor.net beantragt werden. Sobald der Zugriff erteilt wurde, wird zum Clonen noch ein Token benötigt, den man hier erstellen kann: https://github.com/settings/tokens/new Haken bei Repo aktivieren -> 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 - nicht mehr gültiger Token ;-) UPDATE VOM 20.09.2024: Das Repo ist öffentlich! Man brauch tkeinen Token mehr... cd /opt sudo git clone https://dein_github_username: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@github.com/Akkudoktor-EOS/EOS.git sudo chown -R $USER:$USER /opt/EOS cd /opt/EOS python3 -m venv venv source venv/bin/activate sudo apt-get install -y libmariadb-dev pip install -r requirements.txt cp config.example.py config.py python ./flask_server.py Lastgang 10MWh Jahresverbrauch: http://192.168.3.220:5000/gesamtlast_simple?year_energy=10000000 flash_server.py manuell starten cd /opt/EOS source venv/bin/activate python /opt/EOS/flask_server.py flash_server.py manuell stoppen CTRL + C deactivate flash_server.py als Service definieren inkl. Autostart bei Systemstart unter Ubuntu (nicht im Video gezeigt): sudo usermod -aG systemd-journal jay sudo chown -R jay:jay /opt/EOS chmod +x /opt/EOS/flask_server.py sudo nano /etc/systemd/system/eos-flask.service Unit] Description=EOS Flask Server After=network.target [Unit] Description=EOS Flask Server After=network.target [Service] User=jay WorkingDirectory=/opt/EOS ExecStart=/opt/EOS/venv/bin/python /opt/EOS/flask_server.py Environment="PATH=/opt/EOS/venv/bin" Restart=always RestartSec=5 [Install] WantedBy=multi-user.target sudo systemctl daemon-reload sudo systemctl enable eos-flask.service sudo systemctl start eos-flask.service sudo systemctl status eos-flask.service Zum Schluss noch das vom EOS erzeugte Ergebnis-pdf zum Download: EOS Visualisierungsergebnisse (3655 Downloads ) ### Live PV-Quartett – So holst du das Maximum aus deiner PV-Anlage ☀️💵 Das Wichtigste vorab: Termin ist der 04.09. 20:00 Uhr. Heute möchten wir einmal darauf eingehen, wie wir das Ertragsmaximum aus unseren PV-Anlagen herausquetschen. Lohnt sich bspw. Direktvermarktung am Ende oder eher nicht? Und wieviel kann man wirklich durch einen hohen Eigenverbrauch sparen? Schaltet also rein und nutzt fleissig den Live-Chat. Wir freuen uns! https://www.youtube.com/watch?v=E6vkz34HNX8 YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels: https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (12.5k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (16.6k)#eegprofi - Ralf Gosner ### Live PV-Quartett - Die perfekte E-Ladelösung für Zuhause 🚗🔋 Das Wichtigste vorab: Termin ist der 21.08. 20:00 Uhr. Immer mehr E-Autos auf den Straßen möchten am Ende des Tages auch irgendwo geladen werden. Heute möchten wir mit weit verbreiteten Lademythen aufräumen und haben uns dafür den Akku-Profi Tom Bötticher sichern können, den ihr im Live-Chat mit euren Fragen bombardieren dürft. Weiterführend möchten wir über unsere E-Ladelösungen diskutieren, welche wir Zuhause einsetzen und darauf eingehen, worauf es wirklich ankommt. Schaltet also rein und nutzt fleissig den Live-Chat. Wir freuen uns! https://www.youtube.com/watch?v=nFYmvp6vFuI YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (12.4k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (33.2k)https://www.youtube.com/@TomBoetticher - Tom (75.8k)bestmodintown - Thomas Geyer ### Die ultimative Stromversorgung fürs Smart Home? Manchmal gibts ja so Sachen, von denen weiss man gar nicht, dass man sie braucht - bis man sie mal hat und dann nicht mehr missen möchte. So oder so ähnlich ging es mir mit der neuen "Loxone Power Supply and Backup" - aber seht selbst im Video... https://www.youtube.com/watch?v=xGwi4fztFrM YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:01:52Konverter DC 3-35V auf DC 3,5-35V (Affiliate-Link) 00:02:00DROSSEL, REG ABB DR/S4.1 (Affiliate-Link) 00:02:42Loxone Power Supply & Backup Datasheet 00:05:04Anwesenheitserkennung in allen Räumen mit ESPresense für unter 100€ 🤑🤑🤑 00:08:05Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign 00:08:53Heschen NH Sicherungseinsatz NH000 25A (Affiliate-Link) 00:11:53smarthirsch.de - Loxone Power Supply & Backup (Affiliate-Link)7% Rabatt mit Gutscheincode "meintechblog"* *solange Vorrat reicht ### Live PV-Quartett - PV-Sommer wo bist du? 🧐⛈️ Das Wichtigste vorab: Termin ist der 17.07. 20:00 Uhr. Heute gibts wieder mal eine "normale" Session, in der wir euch die Auswertungen unserer Anlagen vorstellen und über die Neuerungen quatschen, die wir die letzten Monate umgesetzt haben. Schaltet also rein und schreibt eure Fragen im Live-Chat. Wir freuen uns! https://www.youtube.com/live/RVnVG5JBPlw YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (12.1k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (32.7k)#bestmodintown2 - Jonas Härtfelder Wenn euch die Inhalte gefallen, besucht gerne alle teilnehmenden Channels und lasst ein Like samt Kanalabo da. Vielen lieben Dank! 😘 UPDATE VOM 18.07.2024 Da die Frage im Chat kam: Ja es gibt den Song auch unter dem nachfolgenden Link - PV Sommer (SUNO) Achso - und das Shirt, was Jens gezeigt hat gibt es auch hier in meinem Shop: EVU God Of Power v1 (myspreadshop) UPDATE ENDE ### Gebrauchte E-Autos: Akku Experte @TomBötticher im Livestream 📺 Gestern Abend war ich spontan als Moderator in der Session mit Andreas Schmitz aka @Akkudoktor und @TomBoetticher dabei, in der es um die spannende Frage ging, wie man herausfinden kann, wie gut oder schlecht gebrauchte E-Auto-Akkus wirklich sind. Auch hat Tom interessante Praxistipps gegeben, wie man bspw. die Akku-Lebensdauer mit relativ einfachen Tricks verlängern kann. Schaut also einfach rein, wenn ihr euer Batterie-Knowhow etwas aufbohren möchtet... https://www.youtube.com/live/G_Du_Q9k8Mc YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels @MeintechblogDe -> Jörg (12k Abos)@TomBoetticher -> Tom (hat jedoch nicht selbst gestreamt) (73,4k Abos)@Akkudoktor -> Andreas (350k Abos) ### Live PV-Quartett - Intersolar 2024 Highlights ☀️🚀 Das Wichtigste vorab: Termin ist der 26.06. 20:00 Uhr. Auch dieses Jahr gab es viele interessante Neuerungen auf der Intersolar 2024, über die wir in dieser Live-Session sprechen möchten. Allem voran natürlich Victron, wobei uns Bob Hopman extrem viel Input liefern konnte. Schaltet ein und diskutiert im Live-Chat mit, was eure Meinung zu den ganzen Neuerungen ist... https://www.youtube.com/watch?v=zVVK-eHWfxQ YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (11,9k)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (14.5k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (15.8k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (32.6k)#bestmodintown - Thomas Geyer Wenn euch die Inhalte gefallen, besucht gerne alle teilnehmenden Channels und lasst ein Like samt Kanalabo da. Vielen lieben Dank! 😘 ### Hilfe! Ich suche "Klatsch"-Sensor fürs SmartHome 👏👏👏 Hey Leute! Da die gemeinsame Brainstorming-Runde neulich bereits mit der Home-Key-Fragestellung so super geklappt hat und sich das Ergebnis echt sehen lässt, möchte ich heute eine neue Frage in die Runde stellen. Ich suche eigentlich schon immer eine perfekt funktionierende Lösung, um Aktionen im SmartHome durch zweimaliges Klatschen zu triggern, denn Sprachbefehle sind zwar cool, aber manchmal nervt das auch einfach. Konkret soll damit bspw. der "Plex-Modus" aktiviert werden, welcher die passenden Harmony-Szene (TV, Ambilight, AVR, NVIDIA Shield) startet, das Licht auf Kino-Modus dimmt, die Multiroom-Audio-Zonen im Wohnbereich ausschaltet und die Jalousien herunterfährt - und so weiter... Nur fehlt mir aktuell immer noch der richtige Ansatz, um dies per Klatschen zu starten. Meine Wunschvorstellung wäre dabei: Hardware auf Basis eines ESP-Controllers - im besten Fall mit LAN-Anschluss, also konkret ein WT-ETH01 (Affiliate-Link), den ich bereits mehr ein dutzend Mal im Einsatz habe - u.A. für WLED (Blogpost hier). Ein passender Sensor, um das Klatschen korrekt zu erkennen. Am besten aus einer Entfernung von max. 3-4 Metern. Andere laute Geräusche sollen dabei im Idealfall natürlich nicht als Klatschen fehlinterprätiert werden. Eine passende Open-Source-Software (z.B. Tasmota), wobei wichtig ist, dass das korrekt erkannte Schaltsignal instant per MQTT oder HTTP "herausgepusht" werden kann, um die Integration in NodeRED, HA, Loxone, oder sonstwas realisieren zu können. Vielleicht ermöglicht es die Software dann auch noch andere Sensoren zu nutzen, bspw. einen LD2410 Microwave Radar Sensor (Affiliate-Link) zwecks Präsenzerkennung, die ich jetzt auch schon länger rumliegen habe und endlich mal testen möchte... Wenn ihr sowas bereits erfolgreich bei euch umgesetzt oder einen "Hint" für mich habt, wäre ich euch sehr dankbar. Sobald es eine funktionierende Lösung gibt, folgt natürlich auch wieder ein Update-Artikel zum Thema. Viele Grüße und euch schon mal vielen Dank für euren Input! ### Live PV-Quartett - Pimp my Wohnwagen ⛺️⛺️⛺️ Heute ein Special-Thema, bei dem es darum geht, wie man einen Wohnwagen am besten mit PV-Panels, DIY-Speicher und sonstigem Technik-Kram upgraden kann, um die den Komfort unterwegs zu erhöhen. Da ich im 12V-Bereich noch nicht viel Ahnung habe, bin ich sehr gespannt, was die PV-Quartett-Crew - und natürlich auch ihr per Kommentar - alles für Tipps parat habt... https://www.youtube.com/watch?v=J2SnAiOQFFg YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (11.7k)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (14.4k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (15.7k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (32.5k) ### NodeRED als MQTT-Datenschleuder mit Loxone-Beispiel 💿💿💿 Und es geht direkt weiter mit MQTT und NodeRED - diesmal mit einem konkreten Howto, wie man Nachrichten austauschen kann und wie man diese in beide Richtungen per UDP von und zu Loxone weiterreicht. Also schnallt euch an und lassen wir die Daten tanzen! https://www.youtube.com/watch?v=Wr6j8BZyBW0 YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:58Let’s Automate Podcast – Johannes von Loxone stellt sich meinen Tech-Fragen 😵😵😵 00:02:31So habe ich meine openWB Pro per Charge-Port-Opener gepimpt 00:04:28Playliste MQTT auf YouTube 00:06:40 MQTT Loxone NodeRED Flow (1868 Downloads ) MQTT Loxone Config (1647 Downloads ) UPDATE VOM 13.06.2024 Da die Frage per Kommentar auf YouTube kam, wie meine ChatGPT-Prompts aussehen, um die Codeschnipsel für die im Video gezeigten NodeRED-Funktionen zu generieren, habe ich den Chat hier mal exportiert und nachfolgend verlinkt: Generiere String aus MQTT. UPDATE ENDE ### Dafür nutze ich MQTT und NodeRED im SmartHome 🏠 Wie in einem der letzten Videos angedroht, möchte ich heute einmal etwas genauer erläutern, wie MQTT grundlegend funktioniert und welche Anwendungsfälle ich damit in Kombination mit NodeRED in meinem SmartHome abdecke. Nutzt gerne die Kommentarfunktion und teilt mir mit, welche Geräte sich in eurem Netzwerk per MQTT unterhalten und ob ihr auch manchmal einen Umweg gehen müsst. https://www.youtube.com/watch?v=U_4Sqxxwyec YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:07:16So habe ich meine openWB Pro per Charge-Port-Opener gepimpt 00:10:28Anwesenheitserkennung in allen Räumen mit ESPresense für unter 100€ 🤑🤑🤑 00:11:17Der perfekte MQTT-Broker für dein SmartHome 🚀🚀🚀 Downloads Hier der Funktionsbaustein, welcher die Entfernung des Fahrzeugs zum Zuhause in km ermittelt: Distance km from home NodeRED flow (518 Downloads ) ### Magnete unsichtbar in 3D-Druckobjekte integrieren mit BambuStudio 🧲🧲🧲 Ich liebe es ja - zum Leidwesen meiner besseren Hälfte - unaufhörlich Zeug auszudrucken, weit voran Kühlschrankmagnete, die unseren "Frosty" bereits flächendeckend überziehen. Die für die notwendige Haftung genutzten Magneten lassen sich mit einem einfachen Trick komplett ins Druckobjekt integrieren, sodass man nicht mit Sekundenalleskleber hantieren muss und am Ende ein wirklich sauberes Ergebnis vorfindet. Wie das geht, möchte ich euch heute in diesem kurzen Videotutorial zeigen... https://www.youtube.com/watch?v=baCDRNH_VdQ YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:42Makerworld 00:00:55Super Mario World KeyChain and Magnet Mega Pack 00:03:228 x 3 mm Neodym Magnete 100 Stück (Affiliate-Link) 00:07:38Einseitiges strukturierte Bauplatte für Bambu Lab A1 (Affiliate-Link) 00:07:41IdeaFormer Rainbow Confetti PEF+Galaxy PEY Spring Steel Sheet 184x184mm ### Der perfekte MQTT-Broker für dein SmartHome 🚀🚀🚀 Boa, geht mal gar nicht, dass ich noch nie einen Inhalt zu MQTT gemacht habe. Das möchte ich heute mit diesem Video endlich nachholen, in welchem ich euch zeige, welche Hardware ich einsetze, um den meiner Meinung nach perfekten MQTT-Broker aufzusetzen, der einfach jahrelang ohne Murren seine Arbeit im SmartHome verrichtet. Zusätzlich installieren wir direkt noch NodeRED als "Datenschleuder", da man das Teil nicht nur im Kontext MQTT immer mal gebrauchen kann. Aber seht selbst und sagt mir gerne eure Meinung dazu in den Kommentaren... https://www.youtube.com/watch?v=6FFPqbctFMg YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:19So habe ich meine openWB Pro per Charge-Port-Opener gepimpt 00:00:24Teslamate 00:00:28Shelly Plus 2PM (Affiliate-Link) 00:00:43NodeRED 00:01:06Pimp my QNAP TVS-1282: I7-6700K 4GHz, 64GB RAM und Wasserkühlung 00:01:33Raspberry Pi 2 - 900MHz quad-core ARM Cortex-A7 CPU (Affiliate-Link) 00:02:02Raspberry Pi 3 Modell B+ (Affiliate-Link) 00:02:21Gehäuse Aluminium mit Kühlkörper for Raspberry Pi 2/3 (Affiliate-Link) 00:02:24Raspberry Pi 3 (B/B+), Pi 2 B, and Pi 1 B+ case with VESA mounts and more 00:02:283D-Dateien im stl-Format mit Fusion 360 für den Druck optimieren 00:02:44Raspberry Pi - offizielles Netzteil für Raspberry Pi 4 Model B, USB-C, 5.1V, 3A weiß (Affiliate-Link) 00:02:56Kingston Industrial microSD - 8GB microSDHC Industrial (Affiliate-Link) 00:03:21Raspberry Pi Imager 00:07:17iNet Netzwerkscanner 00:08:18ssh pi@192.168.3.200raspberry 00:09:18ssh pi@192.168.3.149raspberry 00:09:41ssh-keygen -R 192.168.3.149 00:10:11sudo apt update 00:10:29sudo apt -y upgrade 00:10:55sudo raspi-config 00:12:13sudo raspi-config 00:13:37sudo apt install -y mosquitto mosquitto-clients 00:13:50sudo systemctl enable mosquitto.service 00:14:03sudo nano /etc/mosquitto/mosquitto.conf listener 1883allow_anonymous true 00:14:22sudo systemctl restart mosquitto 00:14:39Install Mosquitto MQTT Broker on Raspberry Pi 00:14:49MQTT Explorer 00:15:41bash <(curl -sL https://raw.githubusercontent.com/node-red/linux-installers/master/deb/update-nodejs-and-nodered)yy 00:16:45sudo systemctl enable nodered.service 00:16:52sudo systemctl restart nodered 00:17:01http://mqtttest.local:1880 ### 3D-Dateien im stl-Format mit Fusion 360 für den Druck optimieren Da ich gefühlt selbst jedes Mal aufs Neue überlegen muss, wie die Klickreihenfolge in Fusion 360 aussieht, um eine vorhandene stl-Datei vor dem Ausdrucken bearbeiten zu können, habe ich dieses kurze Video erstellt. Vielleicht kann ich es mir ja jetzt endlich merken - ansonsten gibt es jetzt ja auch eine Vorlage, die ich durchgehen kann. 😜 Zusätzlich zeige ich, wie man bei einem Case, bestehend aus Ober- und Unterteil passende "Haken" einbaut, damit die Komponenten besser zusammenhalten. Und dann noch kurz, wie man das Layout mit wenigen Handgriffen überarbeiten kann, um gewählte Abstände zu optimieren. https://www.youtube.com/watch?v=nS1EX6eGexw YouTube-Direktlink Links aus dem Video ESP32 D1 Mini Case ESP32 D1 Mini (Affiliate-Link) ### BambuLab A1 Mini - Der beste Multicolor-3D-Drucker zum Minipreis 🚀🚀🚀 Lange dachte ich ja, dass der Hype um die bombastisch schnellen BambuLab-Drucker völlig übertrieben ist. Aber seitdem ich den A1 Mini seit knapp zwei Monaten einsetze, hat sich meine Meinung um 180 Grad gedreht. Das Teil ist mit Abstand der beste Drucker, den ich je benutzt habe und noch dazu mit der Günstigste - insbesondere, wenn man bedenkt, welche genialen Funktionen für das Geld geboten werden. Mehrfarbdruck, Auto-Bed-Leveling, Filamentkontrolle, Kamera, WLan, Vibrationskompensation, App-Integration für Onlinedruck etc. etc... Echt brutal! Aber seht selbst im Video und bildet euch eine eigene Meinung. https://www.youtube.com/watch?v=mDlJDHe0x_A YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:33BambuLab Drucker (Affiliate Link) 00:00:39Wall Sign - StormPooper (StormTrooper) 00:00:47Vault boy led light box (Ams Ready) 00:00:53Plex Logo Lightbox 00:01:24MCU Original Avengers Coasters 00:01:31Super Mario World KeyChain and Magnet Mega Pack 00:01:53Filament Swatches Rugged Box 00:02:17Dump Truck with Pup Trailer 00:02:39Rugged Gridfinity Desktop Organiser With Usb Storage V2.0 (Gridfinity) 00:02:51WT32-ETH01 Case with SnapLip 00:03:03DIN Rail Spring Clip 00:06:45Hotend-Silikonsocke – A1-Serie (Affiliate-Link) 00:08:06AzureFilm 3D Neon Lime 1,75mm 1kg, FG171-2000 (Affiliate-Link) 00:08:23SUNLU PETG Filament 1,75 mm Schwarz (Affiliate-Link) 00:08:37Kingroon PLA 3D-Druckerfilament gelb (Affiliate-Link) 00:09:03Bambusfaden (Affiliate-Link) 00:11:15Makerworld 00:11:24Disney Magnets 00:12:09IdeaFormer Doppelseitige H1H Druckplatte 184x184mm (Affiliate-Link) 00:12:15IdeaFormer Rainbow Confetti PEF+Galaxy PEY Spring Steel Sheet 184x184mm (Affiliate-Link) 00:13:39AMS Lite skadis or wall mount 00:14:11Bambulab A1 Mini Headshot / Poopshoot 00:16:57Bambu Hotends A1 (Affiliate-Link) ### Anwesenheitserkennung in allen Räumen mit ESPresense für unter 100€ 🤑🤑🤑 Gestern habe ich mich direkt in ESPresense verliebt - nachdem ich mich endlich dazu durchringen konnte es einmal selbst zu testen. Was soll ich sagen? GEIL GEIL GEIL! Aber seht selbst, wie gut das Ganze funktioniert... https://www.youtube.com/watch?v=eeb_2HEqVnk YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:01:40ESPresense 00:01:52ESP32 Wroom ESP32 NodeMCU (Affiliate-Link) 00:02:13ESP32 devKit case with ventilation hole 00:02:23ESP32 WT32-ETH01 (Affiliate-Link) 00:02:45ILYGO TTGO t-internet-poe ESP32-WROOM 00:03:09Poe Splitter 5V (Affiliate-Link) 00:03:20WT32-ETH01 Case with SnapLip 00:03:43ESPresense 00:04:15CP210x USB to UART Bridge VCP Drivers (Treiber für Windows) 00:09:43Bluetooth Terminal 00:09:48ESPresense Apple Beacons 00:10:10MQTT Explorer 00:13:10 Node-RED Integration ESPresense (730 Downloads ) 00:15:32ESP32-C3 Supermini Entwicklungboard (Affiliate-Link ### Operation Batteriespeicher - Ist diese Sicherung besser als eine Megafuse? 👼👼👼 Heute direkt ein Update zum letzten Video, welches eine riesige Resonanz ausgelöst hat. An dieser Stelle möchte ich etwas "tiefer" in die Materie einsteigen und mögliche Sicherungs-Alternativen aufzeigen, die laut Specs ein ausreichendes Kurzschlussschaltvermögen im Kontext DIY-Hausspeicher mitbringen. https://www.youtube.com/watch?v=RKwjUXRqn8k YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:05Operation Batteriespeicher - Darum sind Megafuses brandgefährlich 🔥🔥🔥 00:00:28Pylontech US5000 Betriebshandbuch (S. 27 - 5.7 Geeignete Trennvorrichtung) 00:00:45House burned down (diysolarforum.com) 00:01:53MEGAFUSE Trennvermögen Auslöseverhalten | Victron Sicherung | billige Sicherungen 00:02:20Pylontech US5000 Betriebshandbuch (S. 27 - 5.7 Geeignete Trennvorrichtung) 00:04:24Elvis singt ein Lied! | Feuerwehrmann Sam | Das beste von Radar | Musik für Kinder 00:04:35Lynx Class-T Power In 00:04:50Victron Class-TBlue Sea Systems Klasse T Sicherungsblöcke. (Affiliate-Link)Blue Sea Systems Klasse T Sicherungen. (Affiliate-Link) 00:05:09Bussmann NH-Katalog 00:05:28Neozed Sicherungssockel D01/ D02 10 - 63A Set mit Schraubkappen, Passhülsen und Sicherungen 00:05:45Blusun solar Terminal Sicherungs block Kit, Single Stud m8 (5/16 ") Batteries icherung (wasserdichte Schale) mrbf Sicherung 00:06:06Adler EF3 EV Fuse (S. 10) 00:06:35Adler AT1 EVSE Fuse (S. 60) ### Operation Batteriespeicher - Darum sind Megafuses brandgefährlich 🔥🔥🔥 Neulich hatten wir das Thema erst im PV-Quartett erst ein ernstes Thema, welches ich euch nicht vorenthalten möchte. Im ersten Teil der kleinen Reihe "So tausche ich die bestehenden Sicherungen meiner Anlage" möchte ich euch aber erstmal mit den Basics vertraut machen und jeden abholen, der noch nicht Bescheid weiss... https://www.youtube.com/watch?v=FE_IrVHIqn8 YouTube-Direktlink UPDATE VOM 24.09.2024 Die größentechnisch zur Megafuse kompatiblen Adler-Sicherungen gibt es übrigens mittlerweile auch in verschiedenen Ampere-Stärken auf Amazon zu kaufen: Adler EF3 Sicherung für Energiespeichersysteme (ESS) (Affiliate-Link) UPDATE ENDE Links aus dem Video 00:00:09House burned down (diysolarforum.com) 00:00:34Live PV-Quartett – Was kann Ingos Anlage wirklich? (ab Stelle 01:06:39) 00:01:37Operation Hausspeicher – 14kWh LiFePo4-Zellen für 2.200€ 00:01:49YR1030 Messgerät (Affilate-Link) 00:02:05Energie&Hobby (YouTube-Channel) 00:02:43Meine Energiewende (YouTube-Channel) 00:04:08greenFuse AT1 150V IR20kA AUTOMOTIV (externer Link) ### Warmwassererzeugung - So spare ich jährlich mehrere hundert Euro 💰💰💰 Mittlerweile habe ich meine Brauchwasserwärmepumpe schon über ein Jahr im Einsatz. Dabei hat sie mir im ersten Betriebsjahr bereits mehrere hundert Euro an Fernwärmekosten eingespart. Aber das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Im nachfolgenden Video zeige ich euch einige - wie ich finde - spannende Auswertungen und Verbesserungsmöglichkeiten, die in den kommenden Jahren sicher noch zu höheren Einsparungen führen werden. Aber seht selbst... https://www.youtube.com/watch?v=IzwUSjg8NHw YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:19:08So habe ich meine Vaillant Brauchwasserwärmepumpe ins Smart Home integriert 00:24:00LIVE Platinendesign mit Leo @TipsTricksMore UPDATE VOM 21.05.2024 Auf Wunsch hier der gezeigte Ausschnitt der Loxone-Config. Den ganzen Elemente, die ich nicht 1:1 kopieren konnte, habe ich einen Kommentar verpasst, damit nachvollzogen werden kann, worum es sich handelt: BWWP Ansteuerung Loxone (1033 Downloads ) UPDATE ENDE ### Live PV-Quartett – Was kann Ingos Anlage wirklich? Das Wichtigste vorab: Termin ist der 15.05.2024 20:00 Uhr Diesmal zeigt uns Ingo, was er beim Aufbau seiner DIY-Anlage - bestehend aus PV-Anlage samt Hausspeicher - alles beachtet hat und was er nun im Nachhinein evtl. doch anders machen würde. Wir werden über viele spannende Details seiner Installation quatschen, wobei auch du dich per Live-Chat einbringen und mitdiskutieren kannst. https://www.youtube.com/watch?v=GFKaINOknp0 YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (11k)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (14.1k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (15.4k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (32.3k)https://www.youtube.com/@ingostipps - Ingo (89,4k)#bestmodintown - Thomas Geyer ### PV-Quartett 03/2024 - PV-Strom optimal nutzen ☀️☀️☀️ Das Wichtigste vorab: Termin ist der 24.04.2024 20:00 Uhr Diesmal zeigt uns Andreas, was es mit seinem Projekt Codename "EOS" auf sich hat und wie jeder damit die Energienutzung in den eigenen vier Wänden optimieren und damit bares Geld sparen kann. Wir werden über den aktuellen Umsetzungsstand und mögliche Verbesserungspotenziale der Lösung quatschen, wobei auch du dich per Live-Chat einbringen und mitdiskutieren kannst. https://www.youtube.com/watch?v=ss6KZYvQDIk YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (10.8k)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (13.9k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (14.8k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (32.1k)https://www.youtube.com/@verdrahtet - Stefan (62.6k)https://www.youtube.com/@Akkudoktor - Andreas (341k)#bestmodintown - Thomas Geyer ### VERSCHOBEN: Off-Grid Garage - Oster-Special 🐣🐰🥚 UPDATE VOM 30.03.2024: WIR MÜSSEN DEN LIVE-STREAM HEUTE ABEND LEIDER KURZFRISTIG ABSAGEN. AUFGESCHOBEN IST ABER NICHT AUFGEHOBEN. SOBALD ES EINEN NEUEN TERMIN GIBT, FOLGT EIN WEITERES UPDATE... Hohoho, oder wie macht noch gleich der Osterhase? Egal! Am 30.03.2024 schieben wir pünktlich um 20:00 Uhr eine Live-Streaming-Offgrid-Garage-Super-Sonder-Edition ein, um euch die geilsten Ostereier überhaupt zu präsentieren. Glaubt ihr nicht? Dann schaltet auf keinen Fall rein und falls doch - nutzt bitte nicht den Live-Chat!!! NEUER YOUTUBE-LINK FOLGT.... Teilnehmende YouTube-Channels https://www.youtube.com/@andys-garage - Andy (2.9k)https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (10.5k)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (13.6k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (31.8k)Thomas (Moderator) ### Pimp My Victron-ESS - PV-Display in 15 Minuten einrichten ☀️☀️☀️ Eigentlich wollte ich erstmal nur kurz eine einfach abzulesende Anzeige der PV-Leistung für meinen Vater einrichten, dem ich kürzlich eine kleine Anlage installiert hatte und der trotz Neugierde zu faul ist über die App nachzuschauen, was gerade "produziert" wird. Aber kaum stand das Display fertig eingerichtet auf meinem Schreibtisch, übermannte mich relativ schnell der "Muss-Ich-Auch-Haben-Faktor", den ich heute mit euch teilen möchte. Und mehr noch: Ich zeige euch nachfolgend Schritt für Schritt, wie ihr die gezeigte Lösung mit eurem Victron-System mit geringem Aufwand und in nur wenigen Minuten zum Laufen bekommt... https://www.youtube.com/watch?v=_b5jY6hAMJc YouTube-Direktlink UPDATE VOM 03.04.2024 Habe mir nochmal zwei Displays bestellt, da das im Video gezeigte Display jetzt bei meinen Eltern steht... 😂🙈 Die Lieferung hat trotz Osterfeiertag nur vier Tage gedauert - echt mega! Jetzt lasse ich mir erstmal die Leistung meiner PV-Anlage (oben im Bild) anzeigen und auf dem zweiten Display die meiner Eltern (unten im Bild) - primär erstmal aus "Kontrollzwecken", da ich zweitgenannte Anlage erst kürzlich installiert habe und ich sehen möchte, ob bzw. wie diese performt... Das obere Display kommt die nächsten Tage an einen geeigneten Platz im Wohnzimmer - mal sehen, welcher Ort da am besten geeignet ist. Wo stellt ihr das Teil eigentlich hin? Update Ende Links aus dem Video 00:00:44Ulanzi TC001 Smart Pixel Clock 2882 (Affiliate-Link) 00:01:56CH340 Windows 10 driver download (externer Link) 00:02:00AWTRIX 3 - Ulanzi Flasher (externer Link) (mit Chrome-Browser öffnen) 00:04:15AWTRIX 3 WebinterfaceWLan Hotspot: awtrix_XXXXXWLan Passwort: 12345678 00:05:19AWTRIX 3 Liveviewhttp://192.168.3.128/screen 00:07:20AWTRIX Flows - Victron to Awtrix display (externer Link) 00:07:38Victron DIY-Guide Teil 1 – Venus OS Large installieren 00:09:00LaMetric Developer - Icon Gallery (externer Link) 00:09:50Ulanzi Victron NodeRED-Flow Ulanzi Victron NodeRED-Flow (2030 Downloads ) Venus OS Large - Node-RED Interfacehttps://192.168.3.177:1881/ 00:11:05AWTRIX API-Parameter (externer Link) 00:13:03Victron DIY-Guide Teil 6 – PV-Inverter in Venus OS integrieren ### Live PV-Quartett 02/2024 - Safety First! 😱😱😱 Das Wichtigste vorab: Termin ist der 20.03.2024 20:00 Uhr Getreu dem Motto "What might possibly go wrong?" möchten wir heute einmal zeigen, was potenziell schief gehen kann bei der Installation einer PV-Anlage bzw. eines DIY-Energiespeichers. Denn hier sollte man aufgrund der hohen Ströme, Spannungen und Energiemengen mit äußerster Vorsicht und Bedacht vorgehen! Und wir möchten natürlich auch mit euch darüber diskutieren, wie sich etwaige Horrorszenarien vermeiden lassen. Lust drauf? Dann schalte rein und diskutiere im LIVE-Chat mit! https://www.youtube.com/watch?v=8PBkZF4IgFo YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörg (10.3k)https://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut (13.5k)https://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jens (31.7k)https://www.youtube.com/@Akkudoktor - Andreas (336k)https://www.youtube.com/@energieundhobby - Matthias (14.2k)#bestmodintown - Thomas Geyer Wenn euch die Inhalte gefallen, besucht gerne alle teilnehmenden Channels und lasst ein Like samt Kanalabo da. Vielen lieben Dank! 😘 ### Strombörsen-Roulette - Darum zahlt Tibber am Ende sogar drauf... Das Wichtigste vorab: Der Live-Stream wird am 12.03.2023 ab 20:00 Uhr starten. In dieser Session wollen wir uns die Preismechanismen an der Strombörse einmal genauer anschauen und herausfinden, ob und wann sich flexible Bezugstarife ala Tibber lohnen können. Spannend ist dabei insbesondere, dass Tibber dabei u.U. sogar draufzahlt - je nachdem, wie euer Nutzungsverhalten aussieht. Verrückt, oder?! Wieder mit dabei ist Ralf, mein persönlicher EEG-Profi, der uns die komplexen Abstimmungsmechanismen beim Stromhandel verständlich aufbereitet und uns zeigt, wie man von dem Wissen profitieren kann. Ich bin schon super gespannt, denn das Thema flexible Stromtarife wird mit den anstehenden regulatorischen Vorgaben immer "akuter". Und wer weiss, ob es in einigen Jahren überhaupt noch "statische" Strompreise für Endkunden geben wird. So oder so ein Thema, das man am besten schon jetzt auf dem Schirm haben sollte. Denn unser enormer Energiehunger wird künftig vermutlich eher noch wachsen als schrumpfen... https://www.youtube.com/watch?v=DU83KtjP61o YouTube-Direktlink Wenn du wie ich auch zu Tibber wechseln möchtest, kannst du meinen Link verwenden und erhältst ein Startguthaben: https://invite.tibber.com/jwowx160 (Affiliate-Link) ### Pimp My Victron-ESS - Dynamische Lastregelung bei Insel und Nulleinspeisung per Loxone optimiert Heute mal die Vorstellung eines aktuellen Kundenprojekts, welches ich besonders spannend finde. Denn hierbei handelt es sich um eine Nulleinspeise-Anlage, die oftmals auch als reine Insel arbeitet, was die dynamische Nutzung von PV-Überschuss in beiden Fällen massiv erschwert. Spätestens wenn der Speicher voll ist, drosselt das Victron-System automatisch die PV-Inverter und man hat erstmal keinen direkten Hinweis darauf, ob nun eventuell doch noch realer Überschuss zur Verfügung steht, um bspw. den Heizstab mit PV-Power befeuern zu können. Wie ich das "Problem" mit Hilfe einiger ausgeklügelter Regeln über mein präferiertes Smart-Home-System Loxone lösen konnte, ist Inhalt des nachfolgenden Videos, in welchem ich die Konzeption samt Umsetzung zeige. Zumindest Teile davon... Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) https://www.youtube.com/watch?v=8li4By5I3p0 YouTube-Direktlink Links aus dem Video Der Loxone Onlineshop meines Vertrauens: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Unser Online Loxonekurs - hier gibt es auch die gezeigte Loxone Config als Download: Loxkurs (externer Link) ### Live PV-Quartett Special - Gerhards Mieterstrom DeluXXe mit Victron-Power 💪💪💪 Das Wichtigste vorab: Termin ist der 28.02.2024 20:00 Uhr Gerhards fette Victron-Anlage haben wir schon mal vor einigen Monaten im Rahmen des PV-Quartetts gezeigt. Da die Nachfrage von eurer Seite immer wieder kam und Gerhard so nett war und uns mit jeder Menge Infos versorgt hat, stellen wir seine Mieterstrom-Anlage mit satten 14 Multiplus und 10 Batteriepacks einmal etwas genauer vor. Wir beleuchten technisch, wie alles zusammengeschaltet ist, wie Gerhard alles per NodeRED steuert, Grafana visualisiert und am Ende natürlich auch, welches "Mieterstromkonzept" Anwendung findet. In diesem Kontext ist auch wieder Ralf - mein persönlicher EEG-Profi - mit dabei, um regulatorische Dinge zur Anmeldung und zum Betrieb zu erläutern. Wenn euch diese Inhalte interessieren, schaut gerne beim Livestream vorbei und diskutiert selbst im Chat mit! Wir freuen uns jedenfalls schon mega auf die Session! Spontan hab ich euch noch einen kurzen Teaser gebastelt - aus den Inhalten des zurückliegenden Live PV-Quartett am 04.08.2023 ab 20:00 Uhr mit Jens @MeineEnergiewende und Stefan @verdrahtet: (Ausschnitt 00:42:10 - 00:54:00) https://www.youtube.com/watch?v=QCOhX60Jq40 YouTube-Direktlink Und jetzt gehts zum Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=Bh1RrpUYIMM YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörghttps://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jenshttps://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut#eegprofi - Ralf#bestmodintown - Thomas#victronxxlanlagenbetreiber - Gerhard ### Strombörse und Netzentgelte: Spannende Infos von Ralf - meinem persönlichen EEG-Profi Auf mehrfachen Wunsch habe ich nun einen "Short" aus dem aktuellsten PV-Quartett-Livestream (hier) gezogen, da das Thema wirklich spannend ist und von Ralf adhoc super aufbereitet wurde. Demnächst gibt es sicherlich mehr in die Richtung dynamische Strompreise, Lastverschiebung und Kosten sparen - wenn euch die Inhalte gefallen, lasst also gerne ein Like samt Kanalabo da, um künftig nichts mehr zu verpassen... 🥳🚀 https://youtu.be/gGqOSz4_JvA YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:04Live PV-Quartett – Jetzt PV-Strom effizient nutzen und Winterlücke schließen 00:00:26Tibber 50 Euro Starterbonus (Affiliate-Link)Meine Affiliate-ID: rblb9old (steckt automatisch in obigem Link drin...) 00:02:12Standardlastprofil H0 nach VDEW (Wiki-Link) 00:13:26Operation Direktvermarktung – 10.000€ PV-Ertrag pro Jahr möglich?! ### Pimp my Wallbox - Kurzer NERD-Einblick in meine WLED-Ladevisualisierung Heute ein kurzer Einblick in meine aktuelle Ladevisualisierung, an der ich jetzt schon gefühlt Monate sitze. Sieht auf den ersten Blick vermutlich nicht sooo ultra spektakulär aus - wer jedoch versteht, was technisch dahinter steckt, wird es hoffentlich wenigstens halb so sehr feiern können wie ich. #derinneremonkistbefriedigt Also am besten nur reinschauen, wenn ihr Technik-NERDS wie ich seid. Ansonsten besser skippen... :D https://youtu.be/eqk1yyRXnck YouTube-Direktlink ### Let's Automate Podcast - Johannes von Loxone stellt sich meinen Tech-Fragen 😵😵😵 Auf gings mit Jonas zur mehrtägigen Auffrischungsschulung im brandneuen Loxone Campus im idyllischen Kollerschlag. Genug Zeit, um zwischendurch mit Johannes einen Let's Automate Podcast zu filmen, der gerade im YouTube-Channel von Loxone online gegangen ist. Viel Spaß mit unserem Talk, bei dem ich auch unbequeme Fragen gestellt habe - und lasst bitte Feedback per Kommentar da, wenn ihr künftig mehr Inhalte in diesem Format sehen möchtet. 😘 Ich hätte jedenfalls Bock drauf... 🥳 Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) https://www.youtube.com/watch?v=uUUbRKEe2i0 YouTube-Direktlink Links aus dem Video: 04:40Martin Öller im Interview – Der Mitgründer von Loxone zum Thema Smart Home 10:15Yes! Ich kann endlich Apple Home Key nutzen! Short it like it's hot LOL, einige Shorts sind dabei auch schon entstanden... 🥳😂 Diese könnt ihr im offiziellen YouTube-Channel von Loxone sehen... ### Live PV-Quartett - Jetzt PV-Strom effizient nutzen und Winterlücke schließen Das Wichtigste vorab: Termin ist der 21.02.2024 20:00 Uhr Der Winter wird im PV-Jargon nicht umsonst das Tal der Tränen genannt. Die PV-Produktion ist im Keller und es heisst den geringen Ertrag möglichst effizient zu nutzen. Ein effizientes Energiemanagement ist also angesagt, bspw. per Überschussladung des E-Autos oder zeitgenauer Ansteuerung der Wärmepumpe. Wenn es dennoch nicht ausreicht, kann evtl. ja auch ein flexibler Stromtarif helfen, um die Kosten zu senken. Aber was bringt das am Ende wirklich? Wenn euch diese Fragen interessieren, schaut gerne beim Livestream vorbei und diskutiert selbst im Chat mit! https://www.youtube.com/watch?v=rvP1RFRVNQs YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörghttps://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jenshttps://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmuthttps://www.youtube.com/@verdrahtet - Stefan#eegprofi - Ralf#bestmodintown - Thomas ### PV-Anlage - Was ist schlimmer? Schlechte Ausrichtung oder Verschattung? 🤔🧐 Heute mal ein kleiner Vergleich meiner PV-Anlage, um zu zeigen, wie sich verschiedene Faktoren - vornehmlich die Ausrichtung und die Verschattung - am Ende auf die Ertragslage auswirken. Wer also die Möglichkeit hat und verschiedene Dächer belegen kann, sollte sich mit dieser Frage einmal etwas intensiver auseinandersetzen. Aber seht selbst... https://www.youtube.com/watch?v=fkk9zMgV4xI YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:05PV-Quartett Beiträge 00:30der Akku Doktor - PVTools 05:44Solcast (extener Link) SolarEdge PV-Leistung auf Panelebene selbst mitloggen und per Grafana visualisieren Downloads Grafana Dashboard - PV-Anlage (1034 Downloads ) ### Loxone-Logik: Nie mehr Defekt durch festgefrorene Rollos 🚀 Knapp sieben Jahre bin ich ohne softwareseitige Frostschutzsicherung ausgekommen. Aber nun kam es, wie es kommen musste: Es regnet, die Temperatur sinkt unter Null und der dumme Rollomotor zerschreddert den festgefrorenen Rolladen bei der nächsten Fahrt komplett. Zum Glück lässt sich das Problem künftig mit etwas Sensorik und der passenden Konfiguration in Loxone mit relativ wenig Aufwand in den Griff bekommen. Wie ich die Problemstellung am Ende mit einigen Logikbausteinen in Loxone gelöst habe, seht ihr im nachfolgenden Howto-Video. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) https://youtu.be/VZyDvUcf1as YouTube-Direktlink Die im Video aufgebaute Loxone-Config-Datei findet ihr wie immer im Loxkurs. Rollo-Reparatur leicht gemacht Daniel hat mich gebeten unsere Reparaturschritte einmal stichpunktartig festzuhalten, damit wir uns das Vorgehen in x Jahren beim nächsten Rollofail hoffentlich nochmal ins Gedächtnis rufen können. Deshalb nachfolgend Mal die Schritte, mit denen aber vermutlich niemand sonst etwas mit anfangen kann, der nicht selbst einmal den Rollo repariert hat. Rollo-Elemente komplett entfernen. Dazu die Element mit "Schmackes" nach außen drücken und biegen, damit sie aus der Schiene schwupsen. Das geht jedoch nur bei Plastiklamellen und nicht bei welchen aus Alu. So oder so die Halteschiene von der Hauswand lösen, welche nur eingeklipst ist. Sobald eine Seite davon entfernt wird (mit Spatel unterhebeln), lassen sich die Lamellen easy entfernen. Rollomotor mit "leerer" Antriebswelle auf Endstellung "Geschlossen" fahren. Die Halteriemen (hier waren es vier Stück), welche später die oberste Lamelle mit der Antriebswelle verbinden, an der Welle selbst einhängen. Dazu die Halteriemen waagerecht in die eckigen Aussparungen der Antriebswelle einführen und senkrecht ausrichten, was die Halteriemen fixiert. Vier Lamellen seitlich in die Halteriemen einschieben. Aus Platzmangel die Lamellen "mehrfach" über die gesamte Länge "hin- und herbiegen", damit man auch den letzten Halteriemen aufziehen kann. Die vier Lamellen seitlich mit drei weitere Lamellen verlängern. Das wird später wichtig. Am untersten der nun sieben Lamellen über die Länge gesehen symmetrisch zwei lange Kabelbinder mit Tape fixieren, welche beim Hochfahren dann den Rollopanzer (die sieben Lamellen) fixieren können. Prüfen, ob die Lamellen schön "mittig" aufgebracht sind. Also dass rechts und links zur Fensterlaibung (heisst das so?) gleicher Abstand ist. Das lässt sich später sonst nicht mehr so gut geraderücken. Dabei darauf achten, dass die Halteriemen nicht zu sehr zur Seite geneigt werden, da sie sonst wieder aus der Welle flutschen. (Ist uns natürlich auch mindestens ein Mal passiert.) "Rollo" auffahren und an dem Punkt stoppen, sobald man die fixierten Kabelbinder mit der Hand nach der "Drehung" im Rollokasten erreichen kann. Kabelbinder vom Tape lösen und verzurren, sodass die sieben Lamellen fest mit der Antriebswelle verbunden sind. Rollo komplett auffahren, wobei sich die sieben Lamellen dabei immer schön "im Kreis" um die Antriebswelle drehen. Danach Rollo wieder ein gutes Stück nach unten fahren (nicht komplett). Dabei drehen die Lamellen wieder "im Kreis" rückwärts. In meinem Fall war es das etwa bei 3/4-Geschlossen-Position. Der Trick ist eben die relative Position der Lamellen im Kontext der nicht mehr änderbaren Endlagen des Antriebs zu manipulieren, sodass es am Ende wieder passt. (ahhh - echt schwierig zu erklären... - ich rede dabei gerne von "Übersprung" der Lamellen im Rollokasten :-) Kabelbinder abzwicken und bei der verbleibenden "Komplett-Schließen-Fahrt" die Lamellen nach unten führen. Schrittweise die restlichen Lamellen an die bestehenden am Fenster einschieben. In meinem Fall waren es in Summe dann 26 Lamellen. Hier ist es eben wichtig, dass wir im Ausgangszustand sieben Lamellen haben, damit man diese über die Fensterlaibung hinaus "halten" kann und damit überhaupt Platz hat, um die weiteren Lamellen seitlich aufzuschieben. Kontrollieren, dass die Lamellen schön mittig sind. Die Wandschienen wieder mit Schmackes (Holzklotz und Hammer) an die Wand klopfen. Rollo schrittweise herunterfahren und dabei in die Wanschiene einhängen und die seitlichen Abstände (Symmetrie) kontrollieren und ggf. leicht verschieben. Am Ende nochmal hochfahren und die Wandschienen mit WD40 behandeln. Es gibt wohl auch besseres Zeugs, aber kein Plan, wie das heisst. Wenn jemand Plan davon hat, gerne die Kommentarfunktion nutzen. ### SPOILER-ALERT: Bietet Loxone jetzt auch Funklautsprecher an? 😱 😱 😱 Als Jonas und ich diese Woche im neuen Headquarter in Kollerschlag zu Besuch waren, hat Johannes von Loxone bei unserer Campus-Führung quasi nebenher mal die Bombe platzen lassen...Aber seht selbst im Video: Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) https://www.youtube.com/watch?v=krnalQiWDuY YouTube-Direktlink ### Livestream mit Andy von Off-Grid Garage - Darum nutzen wir DIESE BMS! Das Wichtigste vorab: Der Livestream startet am 03.02.2024 um 20:00 Uhr. Ein verlässliches Batterie-Management-System (BMS) ist das A und O jedes Batteriepacks. Im Notfall dient es quasi als "Lebensversicherung" für die Zellen und schaltet diese "offline", sodass nichts zu Bruch geht. Deshalb wollen wir heute einmal einen Spezial-Livestream einlegen, um unsere Erfahrungen mit euch zu teilen und mit euch zu diskutieren, worauf man beim Kauf und bei der Konfiguration achten sollte. Ihr könnt an der Session wie immer per Livechat teilnehmen und euch einbringen - wir freuen uns schon sehr darauf! https://youtube.com/live/ThmH_jOHmEM YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels: https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörghttps://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jenshttps://www.youtube.com/@andys-garage - AndyThomas (Moderator) ### Yes! Ich kann endlich Apple Home Key nutzen! Ich hatte ja vor knapp fünf Monaten bereits einen Hilferuf verfasst, auf den sich zahlreiche Leser mit Vorschlägen gemeldet hatten, wie ich Apple Home Key nachrüsten könnte. Tausend Dank an dieser Stelle für euer Feedback! 😘😘😘 Nach diversen Fehlversuchen und Stunden des Herumfrickelns habe ich nun endlich die (vorerst) beste Lösung gefunden, um meine bestehende Zutrittslösung per Apple Home Key zu pimpen. Am Ende war es dann doch gar nicht so schwer mit der von David empfohlenen Lösung, von der ich wirklich absolut begeistert bin. Deshalb möchte ich euch an dieser Stelle Schritt für Schritt erklären, wie auch ihr euer iPhone oder eure Apple Watch als Haustürschlüssel nutzen könnt mittels Apple Home Key. Hier erstmal das Ergebnis, damit mach sich vorab schon mal ein Bild von Apple Home Key machen kann: https://www.youtube.com/shorts/BF_CQr9g7nk Benötigte Hardware für Apple Home Key Um das von Apple genutzte NFC-Format nutzen zu können, benötigt man erstmal ein passendes Lese-Schreibmodul, welches die eingesetzten 13.56 MHz unterstützt. Genutzt habe ich am Ende den PN532-Reader (Affiliate-Link), welcher quasi am günstigsten ist und gleichzeitig auch die bautechnisch kleinste Platine besitzt, was später noch wichtig sein wird: Um die Verbindung mit dem Rechner herstellen zu können, auf dem später die notwendige Software in Form eines Python-Scripts laufen wird, benötigt man dann noch einen günstigen FTDI-USB-Adapter (Affiliate-Link) - auch manchmal UART-Adapter genannt: Die benötigten Jumper-Käbelchen waren sowohl beim FTDI-Adapter als auch beim PN532-Reader dabei - also doppelt - hält bekanntlich ja auch besser. Wer noch welche benötigt, holt sich am besten direkt ein Dupont Jumper Wire Set (Affiliate-Link), bei dem mehr als genug der benötigten Female-Female-Wires dabei sind. Eine Verkabelungsskizze spare ich mir an dieser Stelle - schaut euch einfach die beiden obigen Abbildungen an, wie alles verdrahtet ist. Wobei ich sehe gerade, dass die graue und weisse Leitung relativ ähnlich aussehen - also nachfolgend doch eine kurze Skizze: Als "Rechner" für Apple Home Key habe ich dann einfach einen uralten Raspberry Pi 2 B benutzt, der in meinem Netzwerk sowieso als MQTT-Broker fungiert. Ihr könnt natürlich auch einen neueren Raspberry Pi 4 (Affiliate-Link) nutzen oder sonst irgend einen (alten) Linux-Rechner. Das genutzte Script würde vermutlich auch auf einem RPI 1 laufen, da es super wenig CPU-Leistung frisst. Benötigte Software für Apple Home Key Genutzt habe ich die von David empfohlene Freeware namens apple-home-key-reader (Github-Link) vom Entwickler kormax. Das dort bereitgestellte python-Script, welches wir gleich auf dem RPI2 mit frisch installierten Raspberry Pi OS zum Laufen bringen werden, stellt euch ein virtuelles Schloss in der Home-App von Apple bereit, welches bei Annäherung des bekoppelten iOS-Devices (iPhone oder Apple Watch) schaltet und dann über eine "Automation" das "Objekt eurer Wahl". Dazu später mehr... So sieht das virtuelle Schloss - hier mit dem Namen "NFC Lock 0F0A0A" - dann am Ende in der Home-App aus: Als Voraussetzung nutze ich also Raspberry Pi OS (externer Link), welches bequem und ohne Umwege direkt über den Raspberry Pi Imager (externer Link) auf eine Micro-SD-Karte geflasht werden kann. Ich empfehle euch eine "Industrial Grade"-Karte einzusetzen, da diese für den Dauerbetrieb ausgelegt ist. Für solche Bastelprojekte habe ich deshalb auch immer mehrere Kingston 8GB Industrial Micro-SD-Karten (Affiliate-Link) auf Lager liegen: 8 GB reichen in diesem Fall locker aus. Aber ihr könnt natürlich auch eine größere Karte einsetzen... Im Raspberry Pi Imager habe ich unter "OS WÄHLEN" einfach "Raspberry Pi OS (other)" -> "Rasbperry Pi OS (Legacy, 32-bit) Lite" gewählt: Das ist für den RPI2 meiner Meinung nach die beste Wahl. Je nachdem, ob ihr einen neueren RPI einsetzen wollt und weitere Funktionen (z.B. Userinterface) benötigt, müsst ihr eben die für euch passende Variante wählen. Mit dem Zahnrad rechts unten müsst ihr einen Haken bei der Option "SSH aktivieren" setzen und bei "Benutzername und Passwort setzen." eben die gewünschten Login-Daten, die ihr später beim Zugriff per Terminal benötigt: Nachdem das Image geflasht wurde und der Raspberry Pi gestartet ist, sucht ihr dessen IP-Adresse im Heimnetz und verbindet euch per SSH, damit wir die notwendige Software installieren können: ssh pi@192.168.3.8 Ich habe es zwar schon öfter mal gezeigt, aber der Vollständigkeit halber hier nochmal... Erstmal müssen wir einige zentrale Einstellungen vornehmen: sudo raspi-config Unter "6 Advanced Options" muss der Punkt "A1 Expand Filesystem" ausgewählt werden, damit der gesamte Speicherplatz der SD-Karte nutzbar wird. Am Schluss wird der RPI neugestartet, sodass die getätigten Änderungen "eingespielt" werden. Unter "5 Localisation Options" könnt ihr unter "L2 Timezone" dann noch eure korrekte Zeitzone auswählen. In meinem Fall "Europe" -> "Berlin". Damit das Betriebssystem auf den neuesten Stand gebracht wird, könnt ihr auch noch den nachfolgenden Befehl ausführen: sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade Nach dem Neustart des System erneut per SSH einloggen und dann geht es endlich an die Installation des Home-Key-Scripts - fast... Der per USB angeschlossene FTDI-Adapter von oben sollte mit dem Befehl ls -la /dev/serial/by-id/ angezeigt werden im Format: "lrwxrwxrwx 1 root root 13 Jan 25 09:49 usb-FTDI_FT232R_USB_UART_A5XK3RJT-if00-port0 -> ../../ttyUSB0" Je nach Adapter kann das Ergebnis anders aussehen. "FTDI" und/oder "UART" sollte im Titel vorhanden sein und am Ende sollte etwas mit "/ttyUSB0" stehen. Kann auch ...USB1 oder ...USB2 sein. Merkt euch die Zahl am Ende - diese wird gleich noch wichtig. Nachfolgend benötigen wir pyhton3, um die Befehle ausführen zu können. Dies sollte aber eigentlich bereits installiert sein. Das könnt ihr mit dem Befehl python --version prüfen. Bei mir wird dann bspw. "Python 3.11.2" angezeigt. Wenn ein Fehler angezeigt wird, könnt ihr Python mit dem Befehl sudo apt install python3 nachinstallieren. Jetzt geht es endlich an die Installation des Scripts, wobei wir diese in eine Art "virtuelle Umgebung" packen, was man heutzutage wohl so macht. Matthias von haus-automatisierung.com hat mich hierbei glücklicherweise supportet, da ich bei sowas nicht so wirklich fit bin. Danke dir Matthias! Aber erstmal die Software selbst herunterladen: wget https://codeload.github.com/kormax/apple-home-key-reader/zip/refs/heads/main Ich musste jetzt noch git nachrüsten: sudo apt install git ... um das gerade heruntergeladene apple-home-key-reader installieren zu können: git clone https://github.com/kormax/apple-home-key-reader.git Jetzt in das Verzeichnis wechseln cd apple-home-key-reader/ Und jetzt basteln wir eine virtuelle Umgebung/Verzeichnis: python3 -m venv my_venv source my_venv/bin/activate Nun lassen wir alle noch benötigten Abhängigkeiten installieren, welche das Script benötigt: python3 -m pip install -r requirements.txt In der Konfigurationsdatei muss jetzt noch der korrekte USB-Port für den RFID-Reader eingetragen werden: sudo nano ~/apple-home-key-reader/configuration.json Die Zeile mit Port habe ich entsprechend angepasst, sodass sie so aussieht: "port": "ttyUSB0", Die Datei dann mit "STRG + O" speichern und mit "STRG + X" schließen. Wir möchten das Script natürlich dauerhaft laufen lassen - inkl. Autostart nach einem Reboot. Aber erstmal müssen wir das Script manuell ausführen, sodass wir den Pairing-Key einsehen können: /home/pi/apple-home-key-reader/my_venv/bin/python main.py So sollte es dann in etwa aussehen: In meinem Fall habe ich die Home-App bereits gekoppelt, deshalb wird an dieser Stelle kein Pairing-Code mehr angezeigt. Startet ihr das Script zum ersten Mal, sollte dieser jedoch im Format 123-45-678 angezeigt werden. Jetzt öffnet ihr am iPhone die "Home"-App und klickt rechts oben auf "+" und dann auf "Gerät hinzufügen": Dann wählt ihr oben "Weitere Optionen ..." Und nun sollte eine Liste von Geräten "IN DER NÄHE" auftauchen, in welcher das Schloss mit dem Titel "NFC Lock xxx" vertreten ist. Einfach anklicken und den Pairing-Key von oben eingeben. Wenn alles klappt, sollte die Konfiguration so nach 5-10 Sekunden abgeschlossen sein. Jetzt sollte euer Schlüssel automatisch ohne weitere Zutun bei euren Karten auftauchen: Nun könnt ihr versuchen euer iOS-Device an den Reader zu halten und beobachten, ob sich der Status des virtuellen Schlosses ändert. Dessen Status sollte abwechselnd nach einem erfolgreichen Schaltvorgang von "Aufgeschlossen" zu "Abgeschlossen" und umgekehrt toggeln. Damit das iPhone nur kurz an den Reader gehalten und nicht vorher entsperrt werden muss, ist noch die Express-Funktion zu aktivieren, wie es auf der Apple-Website (externer Link) erklärt wird. Dazu geht ihr auf dem iPhone in die "Einstellungen" und dann auf "Wallet & Apple Pay". Bei "ANDERE KARTEN" sollte nun eurer digitaler Schlüssel angezeigt werden: Hier einmal draufklicken und die "Expressfunktion" aktivieren - sofern ihr das eben möchtet: Zum Schluss müssen wir das Script noch als Dienst hinterlegen, sodass es automatisch beim Systemstart ausgeführt wird. Dazu schließen wir die noch von eben laufende Programmausführung erstmal mit "STRG + C". Jetzt bearbeiten wir mit dem nano-Editor eine neue Datei: sudo nano /etc/systemd/system/homekey.service Hier tragen wir folgende Infos ein: [Unit]Description=Apple Home Key ReaderWants=network-online.targetAfter=network-online.target [Service]Type=simpleUser=piWorkingDirectory=/home/pi/apple-home-key-readerExecStartPre=/bin/sleep 10ExecStart=/home/pi/apple-home-key-reader/my_venv/bin/python main.pyRestart=on-abort [Install]WantedBy=multi-user.target Jetzt wieder mit "STRG + O" speichern und mit "STRG + X" schließen. Mit dem Befehl sudo systemctl enable homekey wird das Ganze das als Systemdienst registriert und kann ab sofort auch über die Befehle sudo service homekey start gestartet bzw. mit sudo service homekey stop gestoppt werden. Mit dem Befehl sudo service homekey status lässt sich der aktuelles Status abfragen. Wer den Dienst wieder komplett "killen" möchte, gibt "sudo systemctl disable homekey" ein. Aus meinem täglichen Leben Das Ganze lief jetzt bereits seit einigen Tagen im Testbetrieb bei mir auf dem Schreibtisch absolut zuverlässig, sodass ich mich gestern entschieden habe die Installation produktiv für die Haustürsteuerung umzubauen. Dazu musste ich erstmal meine Loxone Intercom aus dem selbstgedruckten Rahmen entfernen: Dummerweise konnte ich meinen Minisaugnapf nicht finden und musste deshalb ein neues Handy Reparaturset (Affiliate-Link) bestellen, um die Intercom bzw. das NFC-Tastaturfeld aus dem Rahmen ziehen zu können. Da ich am Ende dann doch nicht warten konnte, bis das Set zugestellt wurde, habe ich kurzerhand ein bisschen Heisskleber auf die Oberfläche aufgetragen und aushärten lassen - und dann eben einfach daran gezogen... Für die Verkabelung zum etwa sechs Kabelmeter entfernten Netzwerkschrank habe ich das vorhandene RJ45-Netzwerkkabel hergenommen, an dem bereits die Loxone Intercom mit vier Adern angeschlossen ist (zwei Adern für Strom und zwei Adern für Daten). Die anderen vier Adern des Netzwerkkabels habe ich dann genutzt, um die USB-Verbindung zwischen Raspberry Pi und FTDI-Adapter herzustellen. Nachfolgend sieht man die Verkabelung mit Hilfe eines USB-Schraubanschluss-Terminal-Adapters (Affiliate-Link), da ich die Verdrahtung maximal flexibel gestalten wollte - und auch nicht auf Anhieb wusste, wie die Leitungsbelegung aussieht: Die Belegung ist in meinem Fall: AdapterNetzwerkkabel- (GND)Braun/WeissD+BlauD-Blau/Weiss+ (VCC)Braun Aber die Belegung kann bei euch natürlich auch abweichen. Am besten per Multimeter (Affiliate-Link) nachmessen, um sicherzustellen, dass es passt. Auf der anderen Seite im Netzwerkschrank habe ich dann einen LAN-Splitter (Affiliate-Link) genutzt, da ich "minimalinvasiv" vorgehen wollte. Der LAN-Splitter ist der "rote Kasten": Das graue Netzwerkkabel links hängt dabei am Netzwerkport, welcher nach draussen zum Hauswandausschnitt mit der ganzen Technik führt. Das grüne Netzwerkkabel am roten LAN-Splitter (Anschluss 2) geht auf einen PoE-Port meines UniFi-Switch und versorgt die Loxone Intercom - ohne jegliche Anpassung wie vorher auch. Hier benötigt man eben nur vier Adern, die über den Splitter aufgeteilt werden. Das orangene Netzwerkkabel am Lan-Splitter (Anschluss 1) führt dann über einen weiteren USB-Schraubanschluss-Terminal-Adapters (Affiliate-Link) an den USB-Port des Rasperry Pi, welcher im Netzwerkschrank hängt: Hier sieht die Belegung bei mir folgendermaßen aus: AdapterNetzwerkkabel- (GND)Grün/WeissD+Orange/WeissD-Orange+ (VCC)Grün Den Raspberry Pi 2 betreibe ich übrigens direkt per PoE-MicroUSB-Splitter (Affiliate-Link) an meinem UnifFi-Switch, sodass ich hier kein extra Netzteil benötige. Den PN532-Reader wollte ich erst hinter der vorhandenen Intercom installieren. Das klappt auslesetechnisch aber nicht, da die Intercom das NFC-Signal zu sehr abschirmt. Deshalb habe ich mich kurzerhand dafür entschieden den Reader "unterputz" oberhalb des Wandausschnittes zu installieren: Also quasi einfach von unten nach oben direkt zwischen Außenputz und dahinterliegender Dämmung reingeschoben. Vorher habe ich mit dem Schraubendreher etwas Dämmung "rausgepopelt", dass eben genug Platz für den Reader ist. Hier sieht man die vier Leitungen vom NFC-Reader nach unten raushängen... Das Gehäuse vom Wandausschnitt musste ich hier etwas ausschneiden, aber wozu hat man das gute alte Bosch Multitool (Affiliate-Link)... :D Und nun wieder die Blende einsetzen und die ganze Verkabelung "verstecken". Zum Glück ist für alles mehr als genug Platz: Am Ende dann einfach das iPhone an die richtige Stelle halten und schwupps: Da ich die Home-Key-Funktion in Loxone nutzen möchte, um das dort angeschlossene Türschloss zu triggern, habe ich dann über Homebridge (externer Link) einen virtuellen Loxone-Schalter in die Home-App geschupst und dann einfach per Home-"Automation" gesagt, dass ein "Aufschließen" des "NFC Lock" den virtuellen Schalter namens "Haustür" in Loxone einschaltet: In Loxone habe ich nach dem virtuellen "Haustür"-Schalter dann einen verzögerten Impuls, der den Schalter 3s nach Aktivierung wieder ausschaltet: Der Schalter in Loxone triggert bei Aktivierung dann mein eigentliches Motorschloss, um meine Haustür zu öffnen. Das sieht man an dieser Stelle nicht... Und zum Schluss noch eine Home-"Automation", um das "NFC Look" wieder abzuschließen, sobald der Loxone-Haustür-Schalter einschaltet (also quasi direkt in dem Moment, wenn er vom NFC-Schloss getriggert wird): Mit diesem Vorgehen stelle ich sicher, dass die Steuerung dauerhaft zuverlässig funktionieren sollte, auch wenn einmal eines der Systeme neustartet oder zwischenzeitlich "abkackt". Sobald alle Geräte wieder verfügbar sind, sollte sich alles wieder "synchronisieren". Und auch sollte so sichergestellt sein, dass die Tür nicht aus Versehen bei einem Neustart eines der Systeme (RPI oder Loxone Miniserver oder Homebridge) geöffnet wird. Und ja ich weiss, Loxone lässt sich eigentlich auch nativ per Homekit in Apples "Home"-Universum integrieren (also ohne Umweg per Homebridge). Das hat bei mir aber noch nie zuverlässig funktioniert und ist mir zudem auch zu unflexibel. Aber das ist wieder ein anderes Thema. Und für alle, die sich fragen, weshalb ich die USB-Verbindung zwischen der Unterputzdose und meinem Netzwerkschrank verlängert habe und nicht die serielle Verbindung zwischen Reader und FTDI-Adapter: USB lässt sich easy auf 5m verlängern, in meinem Fall sind auch 6m kein Stress. Hingegen lässt sich die serielle Verbindung zwischen Reader und FTDI zuverlässig wohl nur bis etwa 50cm betreiben. Achja - und der RPI sollte am Ende auch im Netzwerkschrank bleiben - also nicht im Wandausschnitt. Diese Option schied deswegen auch aus. Zum Schluss nochmal ein dickes DANKESCHÖN an David, der mich mit seinem Kommentar erst auf die oben gezeigte Lösung gebracht hat und an Matthias von haus-automatisierung.com, der mich bei der softwareseitigen Umsetzung supportet hat. Ich werde das fertige Ergebnis die kommenden Tage auch noch einmal per Video zeigen, damit man einen Eindruck davon bekommt, wie smooth das Ganze läuft... Ich bin wirklich begeistert! UPDATE VOM 31.01.2024: Hier ist das versprochene Video: https://youtube.com/shorts/BF_CQr9g7nk YouTube-Direktlink Jedenfalls bin ich gespannt, wie stabil das jetzt läuft bzw. wie der WAF so ausfallen wird. Solange es kein Gemecker gibt, sollte alles passen. Ach - in dem Kontext fand ich es übrigens krass, dass einfach alle per Home-App gekoppelten Endgeräte - auch die meiner Frau - automatisch mit dem Home-Key "Hallbude" ausgestattet wurden und adoc funktionierten. Sicherheitstechnisch sollte man sich also im Klaren sein, dass jeder User, der auf euer "Home"-Zuause Zugriff hat, auch den virtuellen Schlüssel erhält. Wie sicher oder unsicher das Ganze am Ende ist - unabhängig von der Home-Sharing-Funktion -, weiss ich leider auch nicht. Klärt mich gerne per Kommentar auf, was ihr von der Lösung haltet... PS: Verdammt, jetzt müsste ich mir fast schon eine neue Apple Watch Ultra (Affiliate-Link) holen - denn meine alte Watch ist echt am Ende. Wenn die Ultra nur nicht so teuer wäre... 😭😭😭 ### PV-Quartett - Erträge 2023 - The Good, The Bad And The Ugly Das Wichtigste vorab: Termin ist der 24.01.2024 20:00 Uhr Der Dezember war kalt und verschneit und 2023 insgesamt ein Trauerjahr aus Ertragssicht. Aber wie sieht es mit der PV-Produktion unserer Anlagen aus und gibt es evtl. Optimierungspotenzial für die Zukunft? Im Stream dabei sind wieder die üblichen Verdächtigen, sodass es sicherlich nicht langweilig wird. Und Andreas meinte zudem, dass er etwas Spannendes zu verkünden hat. Olala, was das wohl ist? https://www.youtube.com/watch?v=9SURP8rJlP4 YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels: https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörghttps://www.youtube.com/@Akkudoktor - Andreashttps://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jenshttps://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut+Jonas (special Guest)+Thomas (Mod) ### PV-Quartett USA-Special - 4.5kW-Anlage im sonnigen Los Angeles Am Sonntag, den 14.01.2024 um 20:00 Uhr gibt es ein kleines Special, in dem die kleine aber feine PV-Anlage unserer Freunde in Los Angeles vorgestellt werden soll. Was leistet die Anlage übers Jahr und wie schnell amortisiert sich das Ganze wirklich? Auch werden wir kurz auf das Thema E-Mobilität in Kalifornien eingehen... Ich freue mich sehr auf die Live-Session mit euch, an der diesmal auch wieder Thomas als Moderator teilnimmt, der eure Fragen sondieren und mich beim Stream supporten wird. https://www.youtube.com/watch?v=mhQw8r--jxk YouTube-Direktlink ### Victron DIY-Guide Teil 9.1 – Multiplus übers VRM updaten - jetzt aber richtig! Zum Jahresausklang noch eine kurze Ergänzung, um zu zeigen, wie man das Update der Multiplus doch noch erfolgreich über das VRM-Portal abschließen kann. Außerdem zeige ich noch einen kleinen Trick in NodeRED, um den ESS-Mode mit Hilfe einer zweiten Node auch passgenau "manipulieren" zu können, um das nervige "Battery Life" beim Umschalten wieder loszuwerden... Danke an dieser Stelle an alle fleißigen Zuseher, die sich per Kommentar eingebracht und mich auf die richtige Spur geschubst haben. 😘 https://youtu.be/ZAetRIyRqMY YouTube-Direktlink NodeRED Flows Venus OS Teil 9.1 (1105 Downloads ) ### Victron DIY-Guide Teil 9 – Multiplus übers VRM updaten - zumindest so halb... Ich feiere mein Victron-System ja dafür, dass es absolut zuverlässig und stabil läuft. Deshalb bin ich umso mehr angenervt darüber, dass das Update der Multiplus über das VRM nicht so funktioniert hat wie erwartet. Vermutlich habe ich irgendwas vercheckt - ok ok - aber intuitiv ist das alles nicht so wirklich. Oder was denkt ihr? https://youtu.be/PILQ2SKoWBc YouTube-Direktlink Links aus dem Video 01:10Victron Energy VRM Portal (externer Link) 3:34Shanqiu USV Mini UPS (Affiliate-Link) 11:09LIVE Platinendesign mit Leo @TipsTricksMore 15:54Operation Hausspeicher: Victron MultiPlus II als 3-Phasen-ESS konfigurieren UPDATE VOM 13.12.2023 UPDATE: Ok, man muss die Konfigurationsdatei, die im Laufe der Updates heruntergeladen wird, doppelklicken und dann rennt ein Script los, um die Config-Datei upzudaten. Das lässt sich dann wieder zurückspielen über den Menüpunkt "Device list" - "Remote VEConfigure". Werde ich baldmöglichst in einem Update-Video zeigen. Danke an alle, die mir hier Hilfestellung gegeben haben! 😍😘 Aber: Hab da eben mal aus Spaß draufgedrückt und nach zwei Minunten ein schlankes "Error" angezeigt bekommen. Na mal sehen, ob ich das doch noch hinbekomme... 😭😭😭 UPDATE ENDE ### Live PV-Quartett – Wie mies war der November wirklich? Das Wichtigste vorab: Termin ist der 13.12.2023 20:00 Uhr Ich weiss nicht, wie es euch so geht - aber der stark sinkende PV-Ertrag zum Winter hin treibt mir Tränen in die Augen. Und das sind sicher keine Tränen der Freude... Aber was solls, es geht ja jedem so - es sei denn man lebt bspw. in Dubai *hust*. So wie Thomas, der diesmal als Moderator mit an Bord ist, um eure Kommentare zu sichten und in die Runde zu schmeissen. Dabei sind diesmal wieder die üblichen Verdächtigen, bis auf Leo, aber den bekomme ich sicher auch wieder zu nächsten Session... https://youtube.com/live/FWpbjJH4z7g YouTube-Direktlink Teilnehmende YT-Channels: https://www.youtube.com/@MeintechblogDe - Jörghttps://www.youtube.com/@Akkudoktor - Andreashttps://www.youtube.com/@MeineEnergiewende - Jenshttps://www.youtube.com/@verdrahtet - Stefanhttps://www.youtube.com/@SchattenPV - Helmut ### Victron DIY-Guide Teil 8 - Venus OS und Erweiterungen updaten Updates sind ja immer irgendwie eine Hassliebe. Man hofft, dass alles gutgeht und man danach mehr bzw. bessere Funktionen zur Verfügung hat als bisher. Wenn alles klappt, geht das alles in fünf Minuten klar und man kann sich freuen. Wenn es aber nicht so läuft, wie erhofft, ist es manchmal auch einfach nur Zeitverschwendung. Im schlimmsten Fall geht auch gar nichts mehr. Aber auch ohne diesen Worst Case verschwendet man mit Updates oftmals viel Zeit und hat am Ende auch kein anderes System bzw. neue tolle Funktionen. So oder so habe ich mir heute einmal den Stress gegeben und Venus OS einem Update unterzogen - FÜR EUCH NATÜRLICH! Ich hoffe ihr wisst es zu schätzen, denn es hat alles echt gut geklappt - NICHT! Aber seht selbst... https://youtu.be/fKDKGdhmSN0 YouTube-Direktlink Links aus dem Video 9:59nano /u-boot/config.txt 10:05lcd_rotate=2STRG + O (Speichern) – STRG + X (Editor schließen) 10:29wget https://raw.githubusercontent.com/Louisvdw/dbus-serialbattery/master/etc/dbus-serialbattery/install.sh 10:36sh install.sh 10:46nano /data/etc/dbus-serialbattery/config.ini 10:59reboot ### Victron DIY-Guide Teil 7 – Externe Steuerung per NodeRED Über eine externe Steuerung von Venus OS lassen sich spannende Sachen umsetzen. Bspw. eine Push-Mitteilung, wenn die Zellspannungen auseinanderlaufen - oder sofern das externe Stromnetz nicht mehr verfügbar ist. Auf "Aktorseite" lässt sich bspw. auch die Leistung der Multiplus extern steuern oder die Multiplus komplett abschalten, um Standbystrom zu sparen, was gerade im Winter sinnvoll sein kann. In nachfolgendem Video möchte ich euch einige Szenarien aufzeigen, wie sich das mit Hilfe von NodeRED realisieren lässt. Primär geht es mir dabei, wie man durch die Victron-Nodes an die gewünschten Sensor- bzw. Aktorwerte kommen kann, um diese für eigene Anwendungen nutzbar zu machen. https://youtu.be/04PCKP3BAxM YouTube-Direktlink Links aus dem Video 01:23Operation Hausspeicher – Hauptschalter nachrüsten mit zentraler Ausschaltfunktion UPDATE 01:43ssh root@192.168.3.177 01:47nano /data/etc/dbus-mqtt-pv/config.ini 07:50 NodeRED Flows Venus OS Teil 7 (3202 Downloads ) ### Andy von Off-Grid Garage im Weihnachts-Livestream - Ho ho ho... Merkt euch den 16.12.2023 20.00 Uhr - denn es hat endlich geklappt! Andy von Off-Grid Garage aka Mr. Sunny Hot Australia wird Special Guest unseres Livestreams sein! 🥳🥳🥳 Seid live dabei und stellt eure Fragen direkt im Chat. Jens und ich freuen uns schon mega... https://www.youtube.com/watch?v=jAtyFPSYwCc YouTube-Direktlink Teilnehmende YouTube-Channels https://www.youtube.com/@MeintechblogDe – Jörghttps://www.youtube.com/@MeineEnergiewende – Jenshttps://www.youtube.com/@andys-garage – AndyThomas (Moderator) ### Victron DIY-Guide Teil 6 – PV-Inverter in Venus OS integrieren Heute zeige ich euch vier Wege, um einen PV-Inverter in Venus OS zu integrieren. Da das System so super flexibel ist, kann man so gut wie alle Devices nutzbar machen, egal ob Venus OS "von Haus aus" mit dem Inverter sprechen kann oder nicht. Das geht sogar soweit, dass man Hilfe von NodeRED und MQTT, welche auf dem Grundsystem verfügbar sind, jeden x-beliebigen Messwert zuspielen kann. Wie das geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Video. https://youtu.be/jkk_xo3fm6Q YouTube-Direktlink Links aus dem Video 3:44Victron Energy - Integrating with SolarEdge (externer Link) 4:36Github / henne49 / dbus-opendtu (externer Link) 7:22Github / mr-manuel / venus-os_dbus-mqtt-pv 10:37ssh root@192.168.3.177 10:39 (BEFEHL HAT EIN UPDATE ERHALTEN)wget -P /tmp https://github.com/mr-manuel/venus-os_dbus-mqtt-pv/archive/refs/heads/master.zip 10:45 (BEFEHL HAT EIN UPDATE ERHALTEN)unzip /tmp/master.zip -d /tmp/ 10:48 (BEFEHL HAT EIN UPDATE ERHALTEN)mv /tmp/venus-os_dbus-mqtt-pv-master/dbus-mqtt-pv /data/etc/ 10:50cp /data/etc/dbus-mqtt-pv/config.sample.ini /data/etc/dbus-mqtt-pv/config.ini 10:56nano /data/etc/dbus-mqtt-pv/config.ini 12:19bash /data/etc/dbus-mqtt-pv/install.sh 12:43 NodeRED Flows Venus OS PV Inverter (2478 Downloads ) 15:25Github / mr-manuel / venus-os_dbus-mqtt-battery ### Victron DIY-Guide Teil 5 – Multiplus in Venus OS integrieren Jetzt geht es mit großen Schritten in die heisse Phase unseres ESS-Systems. Konkret werden die Multiplus eingebunden und mithilfe der vorher installierten Peripherie eine vollwertige Nachregelung auf Netzseite per Venus OS realisiert. Wie das im Detail funktioniert bzw. welche Settings dafür notwendig sind, seht ihr im nachfolgenden Video. Viel Spaß damit! https://youtu.be/uhslWyaXH9Y YouTube-Direktlink UPDATE VOM 04.12.2023: Damit Aggregate Batteries als Batterie Monitor korrekt genutzt wird und die Visu stimmt, geht man auf "Settings" - "System Setup" - "Battery Monitor" und wählt dort "Battery Aggregator on dbus" aus. Tausen Dank an  @Dbuklas  für die Info! 😘😘😘 UPDATE ENDE Links aus dem Video: 00:47Victron MultiPlus II als ESS konfigurieren 01:00Operation Hausspeicher: Victron MultiPlus II als 3-Phasen-ESS konfigurieren 01:42Operation Hausspeicher – LiFePo4-Zellen und die richtigen Spannungseinstellungen 03:54Operation Hausspeicher – Netzanmeldung scheitert erstmal und klappt am Ende doch noch! 06:12Victron MK3 USB Adapter (Affiliate-Link) 06:22CAT 6 Kabel Lan Netzwerkkabel (Affiliate-Link) 08:05Victron DVCC - Verteilte Spannungs- und Stromregelung (externer Link) ### Victron DIY-Guide Teil 4 – Grid-Meter in Venus OS integrieren Damit das Victron-ESS mit seinen Multiplus-Batterie-Invertern am Ende auch automatisch nachregeln kann, um auf Netzübergabeseite kontinuierlich auf 0W auszusteuern, muss ein Grid-Meter in Venus OS integriert werden. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten - von der Out-Of-The-Box-Energy-Meter-Variante mit Plug&Play, über die DIY-Variante per ESP32-Controller samt IR-Lese-Schreibkopf auf dem bereits verbauten Stromzähler bis zum zum virtuellen Smartmeter, welcher per Plugin in Venus OS integriert werden kann. In nachfolgendem Video möchte ich euch diese drei Möglichkeiten einmal erklären und zeigen, wie man das Ganze in der Praxis umsetzen kann. https://youtu.be/gXUjioDFYBg YouTube-Direktlink Links aus dem Video 04:24Energiezähler VM-3P75CT, ET112, ET340, EM24 Ethernet & EM540 (externer Link) 05:48ET112 Energy Meter (Affiliate-Link)EM24 Energy Meter (Affiliate-Link)EM540 Energy Meter (Affiliate-Link) 06:22Victron RS485 zu USB Interface 1.8m Kabel (Affiliate-Link) 07:09https://www.tasmota.info 07:50 Solandeo RLM Zaehler ETH01 (3053 Downloads ) 10:23Github / mr-manuel / venus-os_dbus-mqtt-grid 11:49NodeRED Instanzhttps://192.168.3.177:1881 12:53ssh root@192.168.3.177 13:01wget -P /tmp https://github.com/mr-manuel/venus-os_dbus-mqtt-grid/archive/refs/heads/master.zip 13:05unzip /tmp/master.zip -d /tmp/ 13:14rm /tmp/master.zip 13:15mv /tmp/venus-os_dbus-mqtt-grid-master/dbus-mqtt-grid /data/etc/ 13:24cp /data/etc/dbus-mqtt-grid/config.sample.ini /data/etc/dbus-mqtt-grid/config.ini 13:32nano /data/etc/dbus-mqtt-grid/config.ini 14:38Speichern mit STRG + OSchließen mit STRG + X 14:37bash /data/etc/dbus-mqtt-grid/install.sh 14:51 NodeRED Flows Venus OS Grid Meter (3190 Downloads ) ### Victron DIY-Guide Teil 3 - Ein oder mehr BMS mit Venus OS verheiraten Hierzu gab es im Blog bereits mehrfach Anleitungen und in der Zwischenzeit auch zahlreiche Rückfragen, die ich hoffentlich mit nachfolgendem Video adressieren kann. Denn es hat sich in der Zwischenzeit einiges getan, was die Einrichtung einfacher und flexibler gemacht hat. Zusätzlich gibt es am Anfang noch ein kurzes Update zur noch ausstehenden Möglichkeit das Venus-OS-Device mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung ausstatten zu können. Denn mit der richtigen Powerbank funktioniert das Ganze direkt ohne jegliche Probleme. Aber seht selbst... https://youtu.be/yQPHmJ_YiLo YouTube-Direktlink Links aus dem Video 1:13Shanqiu USV Mini UPS (Affiliate-Link) 4:01USB Tester Messgerät 4-30V (Affiliate-Link) 5:05JBD AP21S002 21S 200A UART&RS485Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen immer aktuelle Links 5:47LogiLink USB 2.0 Hub (10-Port) (Affiliate-Link) 7:01Github / Louisvdw / dbus-serialbattery 7:42 lsusb 8:19 dbus-spy 8:44 wget https://raw.githubusercontent.com/Louisvdw/dbus-serialbattery/master/etc/dbus-serialbattery/install.sh 8:56 sh install.sh 9:36 nano /data/etc/dbus-serialbattery/config.default.ini 10:08 nano /data/etc/dbus-serialbattery/config.ini 11:27 FLOAT_CELL_VOLTAGE = 3.4 BMS_TYPE = LltJbd SOC_LOW_WARNING = 0 SOC_LOW_ALARM = 0 UPDATE VOM 14.05.2024: Mitterweile sieht meine config.ini so aus: [DEFAULT] ; If you want to add custom values/settings, then check the values/settings you want to change in "config.default.ini" ; and insert them below to persist future driver updates. ; Example (remove the semicolon ";" to uncomment and activate the value/setting): MAX_BATTERY_CHARGE_CURRENT = 100 MAX_BATTERY_DISCHARGE_CURRENT = 100 ; LOGGING = ERROR MIN_CELL_VOLTAGE = 2.90 MAX_CELL_VOLTAGE = 3.45 FLOAT_CELL_VOLTAGE = 3.38 BMS_TYPE = LltJbd SOC_LOW_WARNING = 0 SOC_LOW_ALARM = 0 LINEAR_LIMITATION_ENABLE = True ;False = Step Mode, True = lineare Grenzwerte CCCM_CV_ENABLE = True ;Leistungsreduzierung auf Basis von Zellspannungen CELL_VOLTAGES_WHILE_CHARGING = 3.5, 3.45, 3.40, 3.38, 3.25 MAX_CHARGE_CURRENT_CV_FRACTION = 0, 0.05, 0.2, 1, 1 CELL_VOLTAGES_WHILE_DISCHARGING = 2.80, 3.00, 3.05, 3.10 MAX_DISCHARGE_CURRENT_CV_FRACTION = 0, 0.1, 0.2, 1 CCCM_T_ENABLE = True ;Leistungsreduzierung auf Basis von Temperaturwerten TEMPERATURE_LIMITS_WHILE_CHARGING = 0, 2, 5, 10, 15, 20, 45, 55 MAX_CHARGE_CURRENT_T_FRACTION = 0, 0.1, 0.2, 0.4, 0.8, 1, 1, 0 TEMPERATURE_LIMITS_WHILE_DISCHARGING = -20, 0, 5, 10, 15, 45, 55 MAX_DISCHARGE_CURRENT_T_FRACTION = 0, 0.2, 0.3, 0.4, 1, 1, 0 DCCM_SOC_ENABLE = False BLOCK_ON_DISCONNECT = False BATTERY_CELL_DATA_FORMAT = 0 UPDATE ENDE 13:49reboot UPDATE VOM 18.06.2025: Alternativ einfach den dbus-serialbattery-Dienst neustarten mit: bash /data/etc/dbus-serialbattery/restart-driver.sh Mit diesem praktischen Konsolenbefehl könnt ihr übrigens das Log einsehen, um Fehler schnell ausfindig zu machen: tail -F -n 100 /data/log/dbus-serialbattery.ttyUSB0/current | tai64nlocal ttyUSB0 müsst ihr vermutlich anpassen. Mit nachfolgendem Befehl seht ihr die genutzten Schnittstellen: ls -la /dev/serial/by-id/ Dann seht ihr sowas hier, wenn das BMS nicht korrekt erkannt wird. So sieht es gerade bei Ralf (meinem persönlichen EEG-Profi aus). Ich hoffe wir finden das Problem bald... 2025-06-18 14:46:10.622576500 INFO:SerialBattery:Starting dbus-serialbattery 2025-06-18 14:46:10.624090500 INFO:SerialBattery:Venus OS v3.55 2025-06-18 14:46:10.624749500 INFO:SerialBattery:dbus-serialbattery v1.2.20240408 2025-06-18 14:46:26.093571500 INFO:SerialBattery: 2025-06-18 14:46:26.094156500 INFO:SerialBattery:Starting dbus-serialbattery 2025-06-18 14:46:26.095337500 INFO:SerialBattery:Venus OS v3.55 2025-06-18 14:46:26.095764500 INFO:SerialBattery:dbus-serialbattery v1.2.20240408 2025-06-18 14:46:42.113175500 INFO:SerialBattery:-- Testing BMS: 1 of 3 rounds 2025-06-18 14:46:42.113490500 INFO:SerialBattery:Testing LltJbd 2025-06-18 14:46:42.384804500 ERROR:SerialBattery:>>> ERROR: No reply - returning 2025-06-18 14:46:42.886112500 INFO:SerialBattery:-- Testing BMS: 2 of 3 rounds 2025-06-18 14:46:42.886384500 INFO:SerialBattery:Testing LltJbd 2025-06-18 14:46:43.219745500 WARNING:SerialBattery:>>> WARN: BMS rejected request. Status 128 2025-06-18 14:46:43.353483500 WARNING:SerialBattery:>>> WARN: BMS rejected request. Status 128 2025-06-18 14:46:43.393935500 WARNING:SerialBattery:>>> WARN: BMS rejected request. Status 128 2025-06-18 14:46:43.424176500 WARNING:SerialBattery:>>> WARN: BMS rejected request. Status 128 2025-06-18 14:46:43.474848500 WARNING:SerialBattery:>>> WARN: BMS rejected request. Status 128 2025-06-18 14:46:43.752762500 INFO:SerialBattery:Connection established to LltJbd 2025-06-18 14:46:43.758649500 WARNING:root:USING OUTDATED REGISTRATION METHOD! 2025-06-18 14:46:43.759009500 WARNING:root:Please set register=False, then call the register method after adding all mandatory paths. See https://github.com/victronenergy/venus/wiki/dbus-api 2025-06-18 14:46:44.373378500 INFO:SerialBattery:Found existing battery with DeviceInstance = 4 2025-06-18 14:46:44.513568500 INFO:SerialBattery:DeviceInstance = 4 2025-06-18 14:46:44.514411500 INFO:SerialBattery:PID file created successfully: /var/tmp/dbus-serialbattery_4.pid 2025-06-18 14:46:44.514698500 INFO:SerialBattery:Used DeviceInstances = ['4', '2', '3', '1'] 2025-06-18 14:46:44.515000500 INFO:SerialBattery:com.victronenergy.battery.ttyUSB0 2025-06-18 14:46:44.690055500 WARNING:SerialBattery:>>> WARN: BMS rejected request. Status 128 2025-06-18 14:46:44.720746500 WARNING:SerialBattery:>>> WARN: BMS rejected request. Status 128 Mit Strg + C beendet ihr diese Anzeige wieder. Nachdem wir Ralfs Venus OS neu aufgesetzt hatten, lief es dann einfach wieder. Kein Plan, warum der oben genannte Fehler auftauchte... UPDATE ENDE 15:13 dbus-spy 15:43 nano /data/etc/dbus-serialbattery/config.ini 15:57 Der nachfolgende Befehl funktioniert nicht... CUSTOM_BATTERY_NAMES = /dev/ttyUSB0:Hallbude 6,/dev/ttyUSB1:Hallbude 5,/dev/ttyUSB2:Hallbude 4,/dev/ttyUSB3:Hallbude 1,/dev/ttyUSB4:Hallbude 2,/dev/ttyUSB5:Hallbude 3 16:42 reboot 17:33https://meintechblog.de/2023/04/19/jbd-bms-in-venus-os-in-fuenf-minuten-einbinden-per-dbus-serial-battery-und-aggregate-batteries/#comment-24044 19:40Github / pulquero / BatteryAggregator ### Live Victron-Talk - Doing things wrong - 29.11.2023 20:00Uhr Heute Abend wollen wir der Frage nachgehen, worauf man beim Aufbau seiner netzgekoppelten ESS-Anlage achten bzw. welche Fehler man am besten im Vorfeld vermeiden sollte - und warum. Es wird also spannend, da wir anhand einer konkreten Installation zeigen möchten, welche "Verbesserungspotenziale" es gibt bzw. was ein klares Nogo bei der Verkabelung ist. Jens, Helmut und ich freuen uns auf rege Teilnahme - insbesondere auch im Chat, der euch die Möglichkeit zu Rückfragen gibt. Diskutiert also gerne LIVE mit! https://www.youtube.com/watch?v=mgOo0hmz_Dw YouTube-Direktlink ### 3 Möglichkeiten den Raspberry Pi mit Strom zu versorgen Da ich bereits des Öfteren gefragt wurde, wie ich meinen Pi mit Strom versorge, möchte ich heute einmal drei unterschiedliche Methoden vorstellen, die ich persönlich - je nach Anwendungsfall - teilweise bereits seit Jahren ohne Probleme einsetze. Spannend in dem Kontext ist denke ich der Anschluss direkt an den Batteriepack bzw. die zentrale Busbar des Victron-ESS-Systems, was über einen DC-Stepdown-Konverter realisiert werden kann. Aber seht selbst im nachfolgenden Video... https://youtu.be/K0ruWrXuu-c YouTube-Direktlink UPDATE: Martin hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht, dass man die USV-Funktion mit nachfolgendem USB-Device nachrüsten kann. Danke dir! 😘Shanqiu USV Mini UPS (Affiliate-Link) Links aus dem Video 00:52Raspberry 4596 Pi - offizielles Netzteil für Raspberry Pi 4 Model B USB-C (Affiliate-Link) 01:30Anker 24W 2-Port USB Ladegerät mit PowerIQ Technologie (Affiliate-Link) 02:24DC Stepdown Eingang 10-90 VDC, Ausgang 2-60 VDC (Affiliate-Link) 05:16Phoenix PTFIX 6/6X2,5 (externer Link) 06:30DIN Rail Spring Clip (Thingiverse-Link) 06:48POE Splitter Micro USB (Affiliate-Link)PoE Splitter USB-C (Affiliate-Link) 07:39Ubiquiti U-POE-AF Injektor (Affiliate-Link) 08:41Zyxel Gigabit Unmanaged PoE+ Switch mit 8 Ports (Affiliate-Link) 09:03ANVISION Aktiver Gigabit PoE Splitter (Affiliate-Link) 09:55Ubiquiti USW-Flex-5-Port-Layer-2-Gigabit-Switch mit PoE-Unterstützung (Affiliate-Link) 10:40VARTA Power Bank 15000mAh (Affiliate-Link ### Victron DIY-Guide Teil 2 - Display-Upgrade und Erweiterungen installieren Heute gehts direkt weiter mit dem zweiten Teil der Reihe, in der ein Display mit Venus OS verheiratet wird und im selben Atemzug auch noch einige notwendige Erweiterungen installiert werden. Schaut es euch deshalb UNBEDINGT auch dann an, wenn ihr erstmal kein Display nachrüsten möchtet - denn die Infos sind für die späteren Anleitungen relevant. https://youtu.be/Dw4o4qxxnYo YouTube-Direktlink Links aus dem Video 01:05Github - kwindrem/SetupHelper (Github-Link) 01:20ssh root@192.168.3.177 2:09PuTTY Downloadseite (externer Link) 3:35wget https://github.com/kwindrem/SetupHelper/archive/latest.tar.gz 3:44tar xf latest.tar.gz -C /data/ 3:52mv /data/SetupHelper-latest /data/SetupHelper 3:59/data/SetupHelper/setup 8:37Raspberry Pi 7-Inch Touch Screen Display (Affiliate-Link) 10:55Venus OS Large auf dem Raspberry Pi mit Touchscreen erweitern (Blogpost) 13:18Raspberry Pi 4 7-Inch Display Gehäuse (Affiliate-Link) 17:10ssh root@192.168.3.177 - Passwort ist in meinem Fall "password" 17:20nano /u-boot/config.txt 17:40lcd_rotate=2STRG + O (Speichern) – STRG + X (Editor schließen) 17:55reboot ### LFP-Schutzkappen zum Selberdrucken Wie ich kürzlich in diesem Video angesprochen habe, ist es kein Spaß, wenn man einen Kurzschluss an den LFP-Zellpolen fabriziert. Oftmals werden zumindest werksseitig kleine Schutzkappen mitgeliefert, die jedoch nie wirklich die komplette Kontaktfläche abdecken. Und wir alle kennen ja Murphy, der dann zuschlägt, wenn wir es so gar nicht gebrauchen können - und das nicht nur an der Supermarktkasse.... Deshalb habe ich kurz mal Fusion 360 angeschmissen und passende Kappen designed und 3D gedruckt, welche die angesprochene Problematik entschärfen sollten. Außerdem hab ich noch zwei "Testlöcher" frei gelassen, damit man weiterhin die Spannung von oben an den Gewindestangen und von vorne den Innenwiderstand an der "Busbar-Auflage-Kante" abgreifen kann. Das 3D-Druckdesign gibt es nachfolgend als Download für alle, die ihre herumliegenden Zellen "absichern" möchten. In diesem Sinne: Lasst eure 3D-Drucker glühen... https://youtube.com/shorts/KhyZ7SV4mwI YouTube-Direktlink Ich würde euch empfehlen das ganze mit PETG-Filament zu drucken, um eine etwas höhere Hitzebeständigkeit im Vergleich zu PLA zu erreichen. Mein mit Abstand am liebsten eingesetztes Filament ist übrigens dieses hübsch-hässlich farbene PETG Filament Neon Lime (Affiliate-Link) aus obigem YouTube-Short... LFP Terminal Cover v1 (840 Downloads ) Viel Spaß damit! So sieht es dann aus, wenn die Kappen aufgesteckt werden. Sie sollten nicht wackeln, aber dennoch relativ stramm sitzen, sodass sie nicht einfach herunterfallen, wenn die Zellen gedreht werden... Man kann übrigens auch mit dem YR1030+ Innenwiderstandstester (Affiliate-Link) bequem im aufgesteckten Zustand den Zellinnenwiderstand messen... Wie findet ihr das Design? Überflüssig oder investiert ihr die paar Gramm Filament, um eure herumliegenden Zellen ein Stück weit sicherer zu machen? ### Victron DIY-Guide Teil 1 - Venus OS Large installieren Vor einigen Monaten habe ich die Installation schon mal hier gezeigt, damals jedoch im Speedy Gonzales Tempo, womit einige Zuseher jedoch etwas überfordert waren. Diesmal möchte ich mir und insbesondere euch, den Zusehern, wesentlich mehr Zeit geben und insbesondere auch auf Hintergründe eingehen, die ich für wichtig erachte und die für Neueinsteiger besonders relevant sind. Damit es nicht zu lang wird, wird der Guide auch in mehrere Einzelteile gesplittet. Heute geht es los mit Teil 1, in dem ich auf die Installation von Venus OS eingehe und erläutere, weshalb ich nach wie vor ein Fan davon bin das Ganze auf einem günstigen Raspberry Pi laufen zu lassen. Viel Spaß mit den Inhalten und vergesst bitte nicht ein Like samt Kommentar dazulassen. Ihr helft mir damit enorm - danke schon mal! https://youtu.be/jq5gmCxxe1M YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:35Alle Infos zu meinem Batteriespeicher im Blog 01:11Ekrano GX (externer Link) 01:14Cerbo GX (externer Link) 05:53Raspberry Pi 4 Modell B; 4 GB (Affiilate-Link) 06:20Raspberry Pi 3 Model B; 1GB (Affiilate-Link) 06:32Raspberry Pi 4 Gehäuse (Affiliate-Link) 06:588 GB microSDHC Industrial (Affiliate-Link) 07:328GB USB-Stick (Affiliate-Link) 08:20Raspberry Pi 3 Kühlkörper (Affiliate-Link) 09:34Venus OS - Index of /feeds/venus/release/images (externer Link) 12:26Venus OS Large Download für RPI 2/3 (externer Link)Venus OS Large Download für RPI 4 (externer Link) UPDATE VOM 19.06.2025: Wer das Display nutzen möchte, darf maximal die VENUS OS Version 3.55 auf den RPI aufspielen. Mit der aktuellen Version 3.6 bleibt das Display in der GUI-Version 1 weiss und ist nicht nutzbar. Sobald das Problem "gefixt" ist, liefere ich wieder ein Update nach. Und noch eins: Egal welche Version installiert wird, die neue GUI-Version 2 funktioniert bisher noch gar nicht auf dem RPI-Display.UPDATE ENDE 12:39Balena Etcher (extener Link) 15:56Raspberry Pi 7-Inch Touch Screen Display (Affiliate-Link) 15:59Raspberry Pi 4 7-Inch Display Gehäuse (Affiliate-Link) 17:48Victron Connect (externer Link) ### Operation Hausspeicher - So teste ich neue LFP-Zellen auf Herz und Nieren Frisch gelieferte Speicherzellen sollte man vor dem Einsatz erst einmal ausgiebig testen, um schwarze Schafe aufzuspüren und auszusondern, die den reibungsfreien Betrieb sonst stören können. Vor diesem Hintergrund habe ich meine Erkenntnisse einmal per Video festgehalten, um Einsteigern zu zeigen, worauf man alles achten sollte. Insbesondere die Problematik mit den Mikrokurzschlüssen halte ich für besonders problematisch, wobei es hier eine relativ einfache Möglichkeit gibt, ein solches Problem zuverlässig zu identifizieren. https://www.youtube.com/watch?v=0uMBpnIj1WM YouTube-Direktlink Links aus dem Video 11:09Isolierung Epoxid Platte (Aliexpress-Link) 11:43LFP QR Decoder auf Gobelpower-Website (externer Link) 12:54Beste Bezugsquellen für LFP-Batteriezellen 15:56YR1030+ Innenwiderstandstester (Affiliate-Link)YR1030+ Innenwiderstandstester (Aliexpress-Link) 21:21Last-Batterie-Tester 150W (Affiliate-Link)Last-Batterie-Tester 150W (Aliexpress-Link) 22:36NANKADF Labornetzteil (0-30V,0-10A) (Affiliate-Link) 24:11EBC-A20 Batteriekapazitätstester (Affiliate-Link) 25:36EBC-A40 Batteriekapazitätstester (Affiliate-Link) 26:09EB+Software (Github-Link) 27:13EBC-A40 Batteriekapazitätstester (Affiliate-Link) 27:51Operation Hausspeicher: BMS und Balancer mit Batteriepack verheiraten ### LIVE Platinendesign mit Leo @TipsTricksMore Wir bauen heute live ein PCB, um meine Vaillant BWWP smart per ESP-Controller steuern zu können bzw. um die dafür notwendigen Komponenten zu beheimaten. Details zur Ansteuerung gibts im vorhergehenden Blogpost So habe ich meine Vaillant Brauchwasserwärmepumpe ins Smart Home integriert. Also los gehts! Und sorry, dass das Video so lange geworden ist, aber das war nicht so geplant. Wer also keine Zeit mitbringt - am besten gar nicht erst reinschauen... :D https://www.youtube.com/watch?v=fjZxYkZmn04 YouTube-Direktlink Leos YouTube-Channel: @TipsTricksMore Links aus dem Video Genutzter PCB-Design-Software: EasyEDA (externer Link) PCB-Dienstleister: JLCPCB (externer-Link) Kurzer Update vom 19.11.2023: Leo hat mir nochmal ein Update des Layouts geschickt, da die RJ45-Buchsen nicht mehr vorrätig waren... Und die Schraubanschlüsse waren auch nicht korrekt bestückt. Dir nochmal tausend Dank Leo! Nachfolgend als Download: Erstelltes Board (Gerber + BOM + ): vaillant-pimpboard v0.9 pcb (812 Downloads ) Bestellung ist gerade bei JLCPCB durchgelaufen - inkl. Versand und Steuern waren es am Ende knapp 78 USD für 5 bestückte Boards. Bin gespasst, wann das Zeug im Briefkasten liegt und ob alles passt, wie gedacht. Updates folgen zu gegebener Zeit... UPDATE VOM 20.11.2023 Gerade kam eine Mail von JLCPCB mit einer Rückfrage: "Hello,Sorry to bother you, but there is an issue that we want to confirm with you before proceeding.The plated holes and non-plated holes are overlapped at the arrow in gerber file, shall we proceed the holes at the arrow as plated hole or non-plated hole?" Leo hat sich das direkt nochmal angeschaut und das Problem gefixt in dieser Datei: vaillant-pimpboard v0.91 pcb (792 Downloads ) Es soll ja so aussehen: Super Service soweit - von JLCPCB und von Leo natürlich auch. :D Hat sich jedenfalls schon mal gelohnt die paar Cent mehr bei der Bestellung dafür auszugeben, dass nochmal jemand händisch über das Design schaut... UPDATE ENDE ### Operation Hausspeicher – Hauptschalter nachrüsten mit zentraler Ausschaltfunktion UPDATE Heute ein sehr wichtiges Update zu diesem Blogpost, in dem ich über die Möglichkeit gesprochen habe einen zentralen Um- bzw. Ausschalter nachzurüsten. Denn der von mir bisher verwendete Hager-HIM-Umschalter scheint dafür gelinde gesagt nicht ganz optimal zu sein - bzw. kann beim Ein- bzw. Ausschalten unter Umständen eure Elektronik rösten. Welche Alternative es gibt und was die technischen Hintergründe sind, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Erstmal gaaanz kurz zum technischen Hintergrund... Die Zu-/Abschalt-Problematik bei Wechselspannung Bei einem dreiphasigen Ein-/Ausschalter ist es ja so, dass jede Phase einzeln geschaltet wird und zusätzlich noch der Neutralleiter (also in Summe vier Umschalter). Das hatte ich bereits im letzten Blogpost erklärt: Die Krux im Kontext der Wechselspannung ist dabei, dass eine bestimmte "Schaltreihenfolge" eingehalten werden MUSS, um Überspannungen an dem Netzumschalter nachgeschalteten Verbrauchern zwischen mindestens zwei Außenleitern und dem floating Null zu vermeiden. Klingt komisch, ist aber so... Beim Einschalten MUSS dabei sichergestellt sein, dass der Kontakt des Neutralleiters spätestens zeitgleich mit den Phasen zuschaltet. Denn fehlt der Neutralleiter - auch nur ganz kurz - kann zwischen zwei 1NAC Verbrauchern, die an unterschiedlichen Phasen hängen und den floating Null verwenden, der höher ohmigere Verbraucher einer Überspannung ausgesetzt sein und eben nicht 230V, wie eigentlich im Sinne des Erfinders. Auch wenn dann nur für wenige Millisekunden eine zu hohe Spannung anliegt, kann diese Spannungsspitze ausreichen, um angeschlossene Verbraucher zu "schrotten". Und umgekehrt MUSS beim Ausschalten sichergestellt werden, dass der Neutralleiter frühestens mit den Phasen abschaltet, da sonst das selbe Problem besteht. Im besten Fall schalten also alle vier Kontakte auf die Millisekunde zeitgleich, was jedoch vermutlich aufgrund mechanischer "Trägheit" der Umschalter nicht immer zu 100% gewährleistet werden kann. Aus diesem Grund werden manche Umschalter einfach so designed, dass der Neutralleiter beim Einschalten "vorauseilt" und beim Ausschalten "nacheilt". Problem gelöst. Keine Angst, das wird mit den folgenden Abbildungen nochmal verdeutlicht... Das Problem beim Hager-HIM-Umschalter Auf diese Umschalt-Problematik im Kontext des Hager HIM-Umschalters aufmerksam machte mich dann Patrick, ein treuer Leser des Blogs, der auch beim letzten PV-Quartett zusah und sich an der Stelle 2:47:33 "live" per Chat eingebracht hatte. Dabei machte er deutlich, dass der von mir genutzte Hager HIM-Umschalter obige wichtige Regeln, die für unseren Anwendungsfall relevant sind, leider nicht ausreichend berücksichtigt und deshalb im Grunde ungeeignet ist. FAIL Hinweis: Es gibt jedoch einen Workaround für alle, die den Hager bereits (wie ich) im Einsatz haben - Details weiter unten im Blogpost... Jedenfalls hat mir in diesem Kontext auch Jens mittlerweile das im Video angesprochene Dokument von Hager aus 2015 zugemailt, was eigentlich "Entwarnung" für die "HIM40"-Serie bringen sollte: Entwarnung aber vermutlich nur auf dem Papier... Denn Patrick hat den HIM-Umschalter mit seinem Messequipment einmal selbst geprüft und ist zu nachfolgend präsentierten abweichenden Ergebnissen gekommen, welche ich euch nicht vorenthalten möchte... "Ich hatte im letzten Livestream, zugegebenermaßen etwas provokativ erwähnt, dass der Hager HIM406 für die Umschaltung von Netz- auf Multiplusbetrieb, also als Bypassschalter, suboptimal ausgeführt ist, da er über keinen beim Einschalten des Ausgangs voreilenden- und über keinen beim Abschalten des Ausgangs nacheilenden Null-Kontakt verfügt. Jens meinte daraufhin, er hätte das von Fa. Hager schriftlich, dass alle vier Kontakte (drei Außenleiter plus jeweils einen Kontakt für den Nullleiter) synchron schalten würden. Dem ist beim Abschaltvorgang definitiv nicht so! Da ich in meiner kommenden Anlage mit einem Netzumschalter zwischen Netz und Multiplusbetrieb umschalten bzw. bypassen möchte, ich über Jörgs Blog auf dem HIM406 kam, mir ihn kurzerhand besorgte und es mir dann aber wichtig war das niemals mehr als 230V an einem Phase-Null System anliegen sollen (also beim Wechsel von Netz auf Multiplus wären dann auch die AC IN der Multiplus betroffen) habe ich den HIM406 kurzerhand ans Oszi geklemmt und gemessen. Siehe dazu folgende Bilder: 1. HIM406 Abschaltvorgang: In dieser Anschlusskonfiguration ist zu erkennen, dass der Nullleiter als Erstes öffnet und damit undefiniert floatet. Es dauert mehr als 80ms bis alle Außenleiter abgeschaltet sind. Damit können unter Umständen* für eine Dauer von mehr als 3 Perioden mehr als 230V an einem Verbraucher Phase/undefined Null anliegen. 2. HIM406 Einschaltvorgang: Die Kontakte prellen, das kann aber auch am Messaufbau liegen, da nur eine last freie Spannung gemessen wurde. Alle Kontakte schließen mehr oder weniger gleichzeitig. Dieser Schaltvorgang kann gut gehen, besser wäre jedoch, wenn der Nullleiter voreilt. 3. Kraus & Naimer KA63B.T904.VE2 (Affiliate-Link) Abschaltvorgang: Zuerst werden alle Außenleiter abgeschaltet dann folgt ca. 5.5ms später erst der Nullleiter 4. Kraus & Naimer KA63B.T904.VE2 (Affiliate-Link) Einschalten: Als Erstes schließt der Nullleiter und erst ca. 10ms später werden die Außenleiter dazu geschaltet. *In vielen Fällen wird bei einem floating Null davon gesprochen, dass die Verbraucher zweier unterschiedlicher Phasen an 400V liegen können. Das stimmt so nicht direkt und es ist etwas komplexer. Vereinfacht gesagt und mit rein ohmschen Lasten ist es beispielhaft so, wenn zwischen L1 und floating Null ein Verbraucher mit R=10 Ohm liegt und zwischen L2 und floating Null befindet sich ein Verbraucher mit 5 Ohm, dann liegen zwischen den beiden Verbrauchern zwar 400V (Phase-Phase), welche Spannung aber an ihnen abfällt, bestimmt der Gesamtstrom der sich aus Iges = UL1-L2 / (RL1 + RL2) ergibt.  Iges = 400V / ( 10 Ohm + 5 Ohm) = 26,66A  Jetzt kann mit diesem Gesamtstrom der Spannungsfall an den Einzelverbrauchern mit  ULast1 = R1 x Iges = 10 Ohm x 26,66A = 266,66V  und  ULast3 = R2 x Iges = 5 Ohm x 26,66A = 133,3V errechnet werden. Man kann also sagen, die hochohmigere Last läuft dabei Gefahr eine deutliche Überspannung zu erleiden, bis hin zu einem Defekt. Diese Mail soll für euch nur als Info dienen. Am Ende muss jeder selbst wissen, was er tut und welche Hardware er einsetzt. Ich persönlich halte den Kraus & Naimer KA63B.T904.VE2 (Affiliate-Link) jedoch für diesen Einsatzzweck für deutlich geeigneter und in der 63A Version auch vollkommen ausreichend. Viele Grüße an euch und macht weiter so!!!Patrick" Conclusion und möglicher Workaround Puh, ich denke die Ausführungen und insbesondere auch die Abbildungen sprechen für sich... Ich hake auch nochmal bei Patrick nach, welche Messinstrumente (Oszi) er im Detail verwendet hat, da es hier sicherlich Rückfragen geben wird. Update: Hab gerade mit Patrick gequatscht - es müsste ein Rigol DS1054Z sein... Ich möchte an dieser Stelle übrigens ausdrücklich kein Bashing gegenüber Hager starten (Patrick übrigens auch nicht!), da ich von der Produktqualität sonst absolut überzeugt bin und selbst meinen Schaltschrank komplett mit allen denkbaren Hager-Komponenten (RCD, LSS, etc.) ausgestattet habe, womit ich wirklich sehr zufrieden bin. Aber auf den oben genannten Umstand MUSS ich einfach hinweisen, da ich keine Lust habe, dass sich jemand seine Komponenten aufgrund unerwarteter Überspannung schrottet. Danke nochmal explizit an dich Patrick, dass du als Blogleser darauf aufmerksam gemacht hast und direkt auf mich zugegangen bist. Und tausend Dank für deine Dokumentation, die ich an dieser Stelle nutzen darf. Ich denke ich werde mir auch schnellstmöglich einen Kraus & Naimer KA63B.T904.VE2 (Affiliate-Link) besorgen, um künftig auf der "sicheren Seite" zu sein - auch wenn es einen Workaround gibt, der den Hager-Umschalter "entschärft": Der Workaround sieht dabei so aus, dass vor dem Zuschalten des Lastumschalters der/die nach- bzw. vorgelagerten RCD (FI) erstmal von Hand abgeschaltet wird/werden und erst nach dem Zuschalten des Lastumschalters wieder aktiviert wird/werden. Und umgekehrt vor dem Abschalten des Lastumschalters erst den/die RCD trennen. Aber das setzt dann eben - wie kurz auch im Livestream angesprochen entsprechendes Wissen voraus, was man von einem privaten Endanwender nicht voraussetzen kann. Zumal man im Zweifelsfall vielleicht selbst nicht daran denkt - im Sinne von "ich schalte mal kurz ab"... One more thing - Hilfskontakte nachrüsten Hier noch ein paar Infos von Patrick zum Kraus & Naimer KA63B.T904.VE2 (Affiliate-Link) bzw. zu der Möglichkeit passende Hilfskontakte anschließen zu können, welche für meinen Anwendungsfall - siehe den Blogpost Operation Hausspeicher – Hauptschalter nachrüsten mit zentraler Ausschaltfunktion dazu - absolut unerlässlich sind: "Ja, beim Kraus & Naimer kann man auch je links und rechts Hilfskontakte anflanschen. Da ich mich ja von deinem Blog habe inspirieren lassen, möchte auch ich mit Hilfe der Hilfskontakte den Remote des Dreiphasenverbund abschalten und zusätzlich meiner Haus-SPS mitteilen, dass z.B. auf Netzbetrieb umgeschaltet wurde (damit kann sie dann entsprechend diverse Verbraucher abschalten, reduzieren etc.). Also bin ich auf der Suche nach den passenden Schaltern. Ich hatte mit Kraus auch schon telefoniert und sie haben mir eine Artikelnummer für die Hilfskontakte genannt: K1.H010C/A11-B  Art.Nr. 2240563. Leider kommt man aber nur über den Fachgroßhandel per Artikelnummer an die Schalter, vielleicht hast du da eine Möglichkeit die Dinger zu beziehen? Das Ganze ist etwas kompliziert. Meinen Kraus hab ich bei Amazon bestellt, der hat laut Amazon die Artikelnummer KA63B.T904.VE2 -> Kraus & Naimer KA63B.T904.VE2 (Affiliate-Link). Welche Artikelnummer er wirklich hat, kann ich derzeit nicht erkennen, ich habe ihn dummerweise direkt nach dem Eintreffen gleich verbaut. Die Schalter, die ich im Netz gefunden und bestellt habe, passen nicht. Also siehe Bild im Anhang, diese Version passt nicht. Das waren leider 38€ Lehrgeld..." Danke dir Patrick fürs Teilen deiner Infos. Evtl. liest ja jemand mit, der die passenden Hilfskontakte Typ K1.H010C/A11-B  Art.Nr. 2240563 "verifizieren" und im besten Fall auch noch anbieten kann. :) PS: Bei allen oben gezeigten Messergebnissen muss ich mich übrigens auf Patrick verlassen, da ich gerade keine Zeit habe das selbst durchzutesten. In diesem Sinne also "ungeprüft", wobei ich keinen Grund sehe Patrick zu misstrauen... Und zum Schluss nochmal der ernst gemeinte Hinweis, dass alle Elektroarbeiten ausschließlich von geschultem Personal durchgeführt werden dürfen. Mit Strom ist nicht zu spaßen! UPDATE VOM 24.11.2023 Heute ist der Kraus & Naimer Umschalter inkl. Hilfskontakte bereits eingetudelt. Die Kombination aus 1x Kraus & Naimer NETZ-0-NOTSTROM Umschalter 4-polig 63A Reiheneinbau (Artikel 9004257201242) für 157,08Eur2x Kraus & Naimer Hilfskontakt 1 Öffner + 1 Schließer KG40A & 63A K1.H010C/A11-B (Artikel 9000126153410) für je 12,48Eur passt perfekt. Wie im Kommentar hier beschrieben, habe ich bei www.elektro-lippl.at bestellt und mit Versand nach Deutschland knapp über 200 Euro in Summe gezahlt. Das Siegel der Verpackung war beim Umschalter bereits durchtrennt, was mich aber erstmal nicht weiter stört. Der Umschaltehebel hat auch eine kleine optische Macke, aber auch Schwamm drüber. Beim Versuch die Hilfskontakte anzubringen, habe ich jedoch erstmal eine der Laschen abgebrochen. 😭😭😭 Der Mechanismus ist meiner Meinung nach nicht "idiotensicher" gebaut, zumindest wenn man das Teil zum ersten Mal in der Hand hat. Wichtig ist es vor der Montage die Lasche nicht komplett um 45 Grad umzubiegen, sondern nur ein paar wenige Grad. Eben so, dass die Verriegelung der Seitenplatte gelöst wird und man diese zur Seite wegschieben kann, ums ans Innere zu gelangen. War auf den gefühlt 2mm kleinen Schwarz-Weiss-Bildchen der Anleitung nicht so wirklich gut zu erkennen und ich hatte gedacht, dass man die Lasche komplett entfernen muss. Mein Fehler... Aber gut, etwas Zweikomponenten-Exopidharz drauf und es hält wieder. Wichtig ist dabei nur, dass die Seitenplatte wieder korrekt arretiert ist. Wobei es zur Not auch ganz ohne gehen würde. Am Ende habe selbst ich es dann doch noch geschafft. 🥳🚀 Gerade die Hilfskontakte auch einmal kurz mit dem Multimeter per Durchgangsprüfung gemessen. Funktioniert 1a. Der vordere Kontakt ist Normally-Closed, der hintere Kontakt Normally-Open. So lässt sich damit arbeiten... Sobald das Teil im Schaltschrank als Ersatz für den bisherigen Hager-Umschalter eingebaut ist, gibt es vermutlich nochmal ein kleines Update. Tausend Dank an dieser Stelle nochmal an "Stubby", der die Infos zwecks Bezugsquelle in den Kommentaren zugesteuert hat. UPDATE ENDE UPDATE VOM 28.11.2023 Bezugnehmend auf die Diskussion unten in den Kommentaren nochmal die Schaltbilder nachgeliefert, die mir Patrick gerade geschickt hat. Hier der Kraus & Naimer mit voraus- bzw. nacheinlendem Neutralleiter: Und hier der Hager HIM406, bei dem jeder Kontakt "identisch" ausgeführt ist: Quellen habe ich gerade leider nicht im Angebot. Falls sich jemand die Arbeit machen möchte diese herauszusuchen, würde ich sie an dieser Stelle jedoch nachtragen. UPDATE ENDE UPDATE VOM 09.02.2024 Heute hat sich Hager bei Alex und mir mit einem offiziellen Statement zum HIM-4xx-Umschalter gemeldet und bestätigt, dass dieser für das von uns erdachte ESS-Umschalte-Setup nicht wirklich geeignet ist. Hier die Stellungnahme von Hager: Auch wenn es etwas gedauert hat und das Ergebnis ernüchternd ausfällt, wissen wir nun wenigstens Bescheid. Der Absatz "Ihr Anliegen... befindet sich noch immer in einem gründlichen Prüfungsprozess." verwirrt mich nur etwas... UPDATE ENDE UPDATE VOM 14.02.2024 Hager hat jetzt sogar auf Basis der hier veröffentlichten Infos die Service-Telefonnummer +49 6842 945-9740 geöffnet, um "jeden Fall individuell bearbeiten zu können". So wie ich es verstanden habe, kann sich also jeder Betroffene dort melden. Sofern jemand bereits Erfahrung mit der Hotline gemacht hat, ist er/sie gerne eingeladen einen Kommentar zu hinterlassen. Ich hätte eigentlich auch Lust den Umschalter zurückzugeben, der aktuell nur mehr ungenutzt neben mir auf dem Schreibtisch rumliegt - aber auch keine große Lust bzw. auch keine Zeit da anzurufen... UPDATE ENDE ### Live PV-Quartett - Wer gewinnt im Oktober? Diesen Mittwoch, am 08.11.2023 geht es um 20:00 Uhr wieder rund im PV-Quartett, um herauszufinden, wer der King Dingeling aller jemals gebauten PV-Anlagen ist. Bei dieser Gelegenheit darf erstmals auch PV-Haudegen Helmut vom Kanal @SchattenPV zeigen, was seine Installation auf dem Kasten hat. Alle Inhalte - wie immer - live und in Farbe auf YouTube mit der Möglichkeit selbst per Chat Fragen zu stellen… Wenn ihr euch nur halb so sehr freut wie ich, müsst ihr einfach einschalten! https://www.youtube.com/watch?v=KJNr07I1hA0 YouTube-Direktlink ### So habe ich meine Vaillant Brauchwasserwärmepumpe ins Smart Home integriert Seit über acht Monaten werkelt die bereits im März installierte Vaillant aroSTOR VWL BM 200/5 fast unbemerkt im Technikraum, um unser Brauchwasser mit überschüssigem PV-Strom zu erwärmen. Seitdem ist die Fernwärme komplett stromlos geschaltet und wird nur noch im Winter zugeschaltet, um primär die Fußbodenheizung zu versorgen. Um die schnittstellenseitig recht "dumme" Wärmepumpe jedoch sinnvoll ins Smart Home integrieren zu können, um passgenau Steuerbefehle zu senden und Sensorwerte auszulesen, bedarf es etwas "Handarbeit". Wie man dies mit einigermaßen überschaubarem Aufwand selbst realisieren kann und wie ich dabei gleich noch meine Fernwärme als steuerbare sekundäre Wärmequelle fürs Brauchwasser eingebunden habe, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Brauchwasserwärmepumpe 4 the win! Vorab: Das Thema ist so vielfältig, dass ich in diesem ersten Blogpost nicht alle Aspekte vollumfänglich ansprechen kann. Ich versuche dennoch möglichst viel "reinzupacken". Seht es mir deshalb bitte nach, wenn ich gewisse Punkte auslasse oder schlicht vergesse. Stellt eure Fragen gerne - wie immer - per Kommentar. Die Ausgangslage - Fernwärmeanschluss Bereits beim Hausbau vor über sieben Jahren wollte ich eigentlich bereits eine Wärmepumpe installieren - inkl. Tiefenbohrung zur maximal effizienten Wärmeproduktion in den eigenen vier Wänden. Leider gab es bereits damals einen sogenannten "Fernwärmezwang", wobei man auch sagen muss, dass die dafür notwendige Installation im Vergleich zu alternativen Heizungsarten recht kostengünstig war, da die primärseitige Fernwärmeübergabestation inkl. Verrohrung bis ins Haus im Grundstückspreis bereits inbegriffen war. Es kamen also "nur" noch einige tausend Euro für den sekundärseitigen Part obendrauf. Als Bau-Newbies dachten wir aber erstmal, dass im Grundstückspreis bereits alle Kosten für eine Grundinstallation inbegriffen sind - falsch gedacht. Aber gut, so ist das eben, wenn man keine Ahnung hat... :D So oder so: Die Fernwärmestation war recht schnell installiert und nachdem auch die Zuleitung nach etwas Vorlauf stand, läuft seitdem alles ohne jegliche Probleme... Hier sieht man die Fernwärmestation - installiert an der Wand. Die Verrohrung "nach außen" erfolgt dann über den sogenannten Fernwärmeübergabeschacht, der im "Tagesbetrieb" mit einem massiven begehbaren Metalldeckel geschlossen wird. Links sieht man den Warmwasserspeicher mit knapp 150l und rechts oben noch das Ausgleichsgefäß, welches für den Betrieb der Anlage notwendig ist. Damals kostete die kWh nur einige Ct, sodass ich mir auch keine weitere Platte über mögliche Alternativen gemacht habe - zumal es ja eh einen Fernwärmezwang gab. Also installieren lassen und gut ist. Als in der Zwischenzeit die Fernwärmepreise aufgrund der Energiekrise in die Höhe geschnellt sind, habe ich mich erneut mit dem Thema beschäftigt und kam zu dem Schluss, dass ich doch zumindest eine Brauchwasserwärmepumpe (BWWP) nachrüsten und mit PV-Überschuss betreiben könnte. Primär, um meinen überschüssigen PV-Strom sinnvoll zu nutzen und quasi CO2-neutral unsere Brauchwasserversorgung sicherzustellen. Und sekundär auch, um eine gewisse Unabhängigkeit zu erreichen, insbesondere was die schwankenden Energiepreise angeht. Praktisch ist dann natürlich auch noch, dass eine mögliche Abschaltung der Fernwärme, was in einem Neubaugebiet schon hin und wieder passiert, keinerlei Auswirkungen auf die eigene Versorgung hat - Stichwort Unabhängigkeit bzw. Autarkie. Technische Voraussetzungen für eine Nachrüstung einer BWWP Also wie kann man technisch gesehen eine Brauchwasserwärmpepumpe bei einer vorhandenen Fernwärmestation nachrüsten? Das ist zum Glück nicht sonderlich kompliziert, egal um welche Heizungsart (Gas, Öl, Pallets, etc.) es sich handelt. Am einfachsten ist es jedoch, wenn es sich um kein Durchlauferhitzerkonzept handelt, sondern ein Warmwasserspeicher vorhanden ist, der als "Wärmepuffer" vorgehalten wird. Denn dann braucht man diesen Speicher quasi "nur" ersetzen. In meinem Fall war das ein knapp 150l fassender Warmwasserspeicher, der an eine der insgesamt zwei Heizkreise der Fernwärmeübergabestation angeschlossen wird: Durch die Heizspiralen des Warmwasserspeichers wird das knapp 60°C warme Fernwärmeflüssigkeit (Wasser mit irgendeinem Zusatz?!) geleitet, was das Frischwasser im Inneren des Speichers erwärmt. Dieses Wasser wird dann über die Verrohrung im Haus an alle Wasserarmaturen (Küche, Bad, etc.) verteilt. Der Warmwasserspeicher hat dabei eine kleine Öffnung, in die der Temperatursensor der Fernwärmestation eingeführt wird. Je nach Einstellung wird dann mit einer gewissen Hysterese und Zeitfenster sichergestellt, dass die gewünschte Wassertemperatur im Speicher vorgehalten wird. Dank hoher Heizleistung (irgendwas um die 10kW) ist der 150l fassende Speicher gefühlt in weniger als einer Stunde aufgeheizt. Vaillant-Warmwasserwärmepumpe 4 the win?! Was man nun tun muss, ist im Grunde nur den bestehenden Warmwasserspeicher herauszurupfen und stattdessen eine Brauchwasserwärmepumpe mit integriertem Warmwasserspeicher zu installieren, wie in meinem Fall das Modell Vaillant aroSTOR VWL BM 200/5 (Hersteller-Link). Im unteren Bereich (weiss) befindet sich der Warmwasserspeicher. Im oberen Teil (schwarz) befindet sich die quasi aufgeschraubte Wärmepumpe inkl. Steuerungselektronik. Dabei habe ich mich aus mehreren Gründen genau für dieses Modell entschieden... Das Modell "BM" verfügt nämlich - anders als der kleine Bruder mit nur "B" in der Bezeichnung - über einen zusätzlichen Anschluss für eine sekundäre Wärmequelle. Damit ist es also auch möglich meine Fernwärme anzukoppeln und je nach Bedarf diese weiter zu nutzen - bspw. wenn die Wärmepumpe einmal gewartet werden muss, oder aber im Winter, wenn die PV-Anlage nicht genug Überschuss zur Verfügung stellen kann. KURZER EINSCHUB zum Anschluss der sekundären Wärmequelle: In meinem Fall liegen auf der dem Heizkreis der Fernwärmestation nur knapp über 3,2 Bar an, die die BWWP am Ende aushalten muss. Hier scheint praktischerweise ein Druckminderer verbaut zu sein, der diesen Job übernimmt: Und darauf sollte man unbedingt achten. Denn - wie ich es verstanden habe - packt die Vaillant BWWP (und vermutlich andere auch) nur einen maximalen Druck von 6 Bar, was wohl so der Standard zu sein scheint - ohne Gewähr. Zum Vergleich dazu hat mir Daniel ein Foto seiner Fernwärmestation geschickt, der sich gerade auch überlegt eine BWWP nachzurüsten, welche jedoch augenscheinlich ganze 8 Bar "auf den Kessel" bringt: Hier muss dann unbedingt entsprechende Hardware nachgerüstet werden. Denn sonst geht das nicht lange gut... EINSCHUB ENDE Darüber hinaus ist der Platz am Aufstellungsort in meinem Fall sehr sehr begrenzt. Denn oberhalb des Warmwasserspeichers hängt noch ein Hauswasserwerk an der Wand. Durch die Höhenbegrenzung kam dann quasi nur noch das Vaillant-Modell mit knapp 200l Fassungsvolumgen und einer Höhe von knapp 1,65m in Frage. Das 280l-Modell, aber auch beinahe alle anderen Warmwasserwärmepumpen, die ich damals recherchiert hatte, hätten platztechnisch einfach nicht gepasst. Zu guter Letzt besitzt das Vaillant-Modell auch noch zwei Schaltkontakte (SG-Ready), über die sich verschiedene Zieltemperaturen ansteuern lassen. Mir war dabei besonders wichtig, dass diese Kontakte - anders als bei vielen anderen Herstellern - keine 230V benötigen bzw. selbst führen. Im Fall meines Vaillant-Modells liegen an den Kontakten lediglich 18V an, die sich einfach und gefahrlos über günstige potenzialfreie Relais schalten lassen. Mehr dazu später... Cool an der Vaillant - und auch bei so ziemlich allen anderen Warmwasserwärmepumpen mit integriertem Warmwasserspeicher - ist der Fakt, dass über einen integrierte zusätzliche Elektroheizung nochmal schneller aufgeheizt werden kann, bspw. wenn zu viel PV-Überschuss zur Verfügung steht oder die Zieltemperatur aufgrund von intensiver Nutzung zu sehr sinkt. Im Falle der Vaillant kann hier eine zusätzliche Heizleistung von 1,2kW abgerufen werden, was schon ganz ok ist. Leider hatte ich aufgrund des beschränkten Platzangebots und der weiteren obigen Anforderungen keine große Herstellerauswahl, sodass ich eben die Vaillant mit dem Kältemittel Typ R 290 nehmen "musste". Hätte ich mehr "Spielraum" gehabt, hätte ich diesen Fakt sicherlich in meine Kaufentscheidung mit einfließen lassen... Kurzes Update zum Kältemittel: Holger hat gerade per Kommentar darauf hingewiesen, dass R 290 doch kein Klimakiller ist - im Gegenteil. Parallel dazu hat sich auch Matthias per Messenger bei mir gemeldet und diese "Übersicht über die wichtigsten Kältemittel" (externer pdf-Link) geteilt, in der ersichtlich ist, dass R 290 lediglich ein Treibhauspotenzial (GWP) von 3 aufweist. Danke euch beiden für die Infos! Rechtliche Aspekte beim Einbau einer Brauchwasserwärmepumpe Das hier soll keine Rechtsberatung darstellen, aber ich möchte diesen Punkt zumindest anschneiden. Denn je nach Standort kann es untersagt sein eine "alternative Heizung" einzubauen. Ob das in Zeiten von Energie- und Klimakrisen überhaupt noch rechtlich haltbar ist, kann ich nicht beurteilen, ich kann euch nur berichten, dass ein Freund von mir erstaunt darüber war, dass er laut der für ihn geltenden Verordnungen keine Wärmepumpe installieren darf - seht euch den nachfolgenden Screenshot an: Ich habe die Quelle jetzt leider nicht mehr finden können, aber in diesem Dokument (externer Link) steht "Vergleichbares". Daraufhin hatte ich gleich den für mein Grundstück geltenden Grundbuchauszug gecheckt und folgende Info gefunden: Glück gehabt, denn in meinem Fall ist neben Fernwärme und offenen Kaminen auch die "Nutzung regenerativer Energien" zur Wärmeerzeugung gestattet. Und da in meinem Fall die PV-Anlage die notwendige elektrische Energie für die Wärmepumpe zur Verfügung stellt, sollte das passen. Evtl. reicht dafür aber auch schon ein Ökostrom-Tarif?! Die Umsetzung kann starten, oder doch nicht?! Mit dem Ziel vor Augen die Brauchwasserwärmepumpe schnellstmöglich zu installieren, habe ich diese auch direkt online bestellt. Ich habe mich damals für heizungsdiscount24.de (externer Link) entscheiden, primär da ich über die Hotline direkt jemanden erreichen konnte und auch per Mail zeitnah auf Rückfragen geantwortet wurde. Das Projekt wurde dann aber direkt ausgebremst durch eine Lieferzeit von stolzen neun Monaten - verrückt. Aber so ist das eben, wenn zig Lieferketten, basierend auf maximaler Globalisierung, zusammengebrochen sind... Mittlerweile hat sich die Verfügbarkeit jedoch wieder massiv verbessert und man muss nur noch wenige Tage darauf warten - die Preise haben jedoch in der Zwischenzeit auch um gut 10-20% angezogen. Nach knapp neun Monaten stand dann tatsächlich die Spedition vor der Haustür und ich konnte die neue Vaillant BWWP auf einer Palette und gut verpackt in Empfang nehmen. Aber gut, konnte ich die lange Wartezeit zumindest nutzen, um einen passenden Installateur ausfindig zu machen. Denn obwohl ich ein DIY-Enthusiast bin, wollte ich die Brauchwasserwärmepumpe unbedingt vom Profi mit entsprechendem Equipment (insb. zertifiziertes Presswerkzeug) zwecks Gewährleistung installieren lassen. Kostenpunkt ist je nach Aufwand bzw. vorhandener Installation grob 500-1.000 Euro. In meinem Fall musste der vorhandene Warmwasserbehälter "nur" ausgebaut und fünf Wasser- bzw. Wärmeleitungen an die neue Warmwasserwärmepumpe angeschraubt werden. Ok, die Leitungswege haben sich dabei auch etwas geändert, sodass es dem Profi schon einige Stunden an Arbeitszeit gekostet hat. Außerdem müssen auch erstmal alle Leitungen und der vorhandene Warmwasserspeicher entleert werden, was auch etwas Zeit kostet... Nach einigen Arbeitsstunden hing die Brauchwasserwärmpumpe also an meinem Brauchwassernetz und die Fernwärme war als sekundäre Wärmequelle auch noch angeschlossen - perfekt! Einzig musste jetzt nur noch der Kondenswasseranschluss in den Abfluss gehangen werden, der in meinem Fall praktischerweise direkt hinter der Wärmepumpe vorzufinden war, da die benachbarte Waschmaschine und der Trockner ja auch einen Abfluss benötigen. Jetzt noch den Stromstecker in die Steckdose und der Spaß kann losgehen. Zumindest schon mal so semi-smart auf Basis der im Display einzustellenden Temperaturwerte und zeitbasierten Regeln (z.B. nachts auf Absenktemperatur stellen). Integration der BWWP ins Smart Home Auswertungen zum Stromverbrauch etc. gibt es in einem späteren Blogpost - das würde den Rahmen hier sprengen. Hier nur mal ein kurzer Sneak-Peek zu den Auswertungen, die ich in InfluxDB mitlogge und dann in Grafana visualisiere: Schön sieht man daran bspw. unsere Urlaubszeit, in der die Wärempumpe komplett ausgeschaltet war und mehrere Tage keinen Strom verbraucht hat. Entsprechend ist in diesem Zeitraum auch die Wassertemperatur gefallen. Im laufenden Betrieb zeigt die Wärmepumpe übrigens knapp zwischen 400 und 500 Watt (rote Fläche in nachfolgender Grafik), je nach Raum- und Wassertemperatur (blaue Linie). Je größer das "Temperaturdelta", desto höher ist natürlich der Verbrauch - das sieht man an nachfolgender Detailauswertung recht gut: Jedenfalls hängt die Wärmepumpe stromtechnisch an einer über den Schaltschrank steuerbaren Steckdose, welche darüber hinaus über einen Wirkleistungssensor verfügt. Dazu nutze ich einen Relaiskanal eines sechsfach MDT AZI-0616.01 KNX-Aktors (Hersteller-Link). Hier habe ich gerade noch einen rumfliegen, den ich im Netzwerkschrank nachrüsten möchte, um die dortigen Verbraucher "tracken" zu können: Durch diese Ansteuerung kann ich die Wärmepumpe bspw. bei Abwesenheit auch komplett stromlos schalten. Dies sollte man laut Vaillant-Installationsanleitung (extern Link) zwar explizit vermeiden, was aber eher den Hintergrund hat, dass man die BWWP nicht bei laufendem Heizbetrieb vom Strom trennen sollte, da dies der Kompressor bzw. die Bauteile nicht gut abkönnen. Ich habe deshalb in meiner über Loxone umgesetzten Regelungslogik hinterlegt, dass der Strom erst nach 10 Minuten getrennt werden darf, sobald die Leistungsaufnahme der BWWP unter 10W sinkt. Denn dann ist das Teil eh nur im Standby und kann gefahrlos vom Strom getrennt werden. Theoretisch lässt sich diese Art der AC-seitigen "Aufschlauung" der BWWP natürlich auch über einen Shelly 2PM mit Leistungsmessung (Affiliate-Link) realisieren, wobei ich hier auf Dauer etwas "Angst" um dessen kleines Relais, da die BWWP im Heizbetrieb inkl. Elektrozuheizung um die 1,7kW zieht. Hier sollte man zumindest tunlichst vermeiden, dass das Relais bei Volllast abschaltet. Damit klar ist, an welche Steckdose die BWWP angeschlossen werden muss, habe ich noch ein passendes Label aufgeklebt. Denn mit Labels wird das Leben einfach so viel einfacher.. :) Ach und eine der beiden benachbarten Netzwerkdosen habe ich entsprechend auch vorbereitet, um den gleich noch benötigten ESP32-Controller mit Daten und Strom (per PoE) versorgen zu können... Neben dem kleinen AC-seitigen "Upgrade" der BWWP mussten dann aber noch weitere "Geschütze" aufgefahren werden, um eine externe Steuerung realisieren zu können. Denn leider ist eine "interne Anbindung" aufgrund fehlender Datenschnittstellen der Vaillant-BWWP nicht möglich. Evtl. ließe sich auch der interne CAN-Bus (oder was auch immer mit dem Display intern kommuniziert) abgreifen, aber darauf hatte ich erstmal keine wirkliche Lust. Die Menüführung finde ich übrigens echt ziemlich Banane. Man kann sich nichtmal die Wassertemperatur anzeigen lassen, ohne ins Installationsmenü zu gehen. WTF?! Und um in das Intallationsmenü zu gelangen, muss man folgende wirklich nicht sehr intuitiven Schritte ausführen: Menü-Taste -> INST.MENUE -> Uhr-Taste + Menü-Taste (beide mind. 3s gedrückt halten) Auch fand ich eine externe Ansteuerung praktischer, da ich dann immer noch relevante Werte der BWWP bspw. über zusätzliche Temperatursensoren auslesen kann, wenn die BWWP komplett vom Strom getrennt ist. Also kam - wie sollte es auch anders sein - wieder einmal ein WT-ETH01 mit ESP32-Controller und RJ45-Netzwerkanschluss (Affiliate-Link) zum Einsatz. Ich bin über die Jahre einfach ein voller Fan dieses Controllers geworden, da er wenig Strom verbraucht und dennoch - anders als die meisten Controller - eine vollwertige Ethernetschnittstelle zur Verfügung stellt. Und ich hasse WLan-Anbindungen auf den Tod bzw. versuche diese zumindest so weit zu vermeiden, wo es eben geht. Ich zeige euch erstmal den voll funktionsfähigen prototypischen Hardwareaufbau, der künftig auch nochmal einer Revision unterzogen wird. Evtl. designe ich auch endlich mal eine passende PCB-Leiterplatte, auf dem alle relevanten Komponenten untergebracht werden können... Primär für mich als Gedankenstütze die verwendeten 3D-Druckteile, die ich für solche prototypischen Installationen echt genial finde: WT32-ETH01 Case with SnapLip (Thingiverse-Link) 4-Channel Relay Module Case (Thingiverse-Link) Breadboard din rail mount (Thingiverse-Link) DIN Rail Spring Clip (Thingiverse-Link) DIN Rail Stand KIT (Thingiverse-Link) Größtensteils gedruckt mit meinem Lieblings-PETG-Filament in Giftgrün/-gelb aka AzureFilm 3D Neon Lime 1,75mm 1kg, FG171-2000 (Affiliate-Link), welches temperaturbeständig genug ist selbst den sich aufheizenden ESP32-Controller zu beheimaten - ohne sich über die Zeit zu verziehen. Mit PLA wird das hingegen auf Dauer nichts - bereits selbst leidvoll feststellen müssen... Nun zur Konzeption des Ganzen, wobei ich das obige Bild nochmal um einige Bezeichnungen zwecks Nachvollziehbarkeit ergänze: Fangen wir erstmal rechts im Bild an mit dem WT-ETH01 mit ESP32-Controller (Affiliate-Link), welcher das "Gehirn" des Ganze ist. Dieser wird über einen 5V-PoE-Splitter (Affiliate-Link) mit dem zentralen 48Port UniFi-PoE-Switch im Netzwerkschrank verbunden und erhält damit sowohl Strom als auch eine passende Datenverbindung. Über drei seiner GPIO lassen sich dann jeweils ein Relais dieses 4-fach-Relaismoduls (Affiliate-Link) ansteuern. Die ersten zwei Relais steuern jeweils einen der oben erwähnten Kontakte der BWWP, um die "untere Stufe" und "obere Stufe" zuschalten zu können. Damit lässt sich dann die gewünschte Zieltemperatur entsprechend selektieren. Das dritte Relais kümmert sich dann später darum der Fernwärme einen Temperaturwert "vorzugaukeln", um je nach Wunsch eben ein Zuschalten der sekundären Wärmequelle zu ermöglichen. Dann ist noch ein DC-Stepdown-Converter (Affiliate-Link) eingebaut, der die 5V-PoE-Versorgungsspannung nochmal auf 3,3V runterregelt. Diese Spannung wird für die insgesamt drei angeschlossenen OneWire-Temperaturfühler Typ DS18B20 (Affiliate-Link) benötigt, welche die Wassertemperatur des Speichers, die Temperatur des Lufteingangs und die Temperatur des Verdampfers messen sollen. Eigentlich arbeiten die OneWire-Temperatursensoren wohl auch mit 5V, aber ich habe mich damals dafür entschieden auf 3,3V zu gehen. Warum, weiss ich ehrlich gesagt auch nicht mehr... :D Ich werde demnächst mal testen, ob es auch mit 5V klappt, denn dann kann man sich den DC-Stepdown auch schenken... Wichtig ist jedenfalls, dass zwischen der VCC- (3,3V) und Datenleitung der OneWire-Sensoren ein 4,6kOhm Widerstand geschaltet wird. Hier nochmal der Aufbau als "Schaltplan": Die Kontakte der potenzialfreien Relais 1 und 2 (Abbildung oben) werden dann mit den entsprechenden Kontaktanschlüssen der BWWP verbunden, welche sich auf der Oberseite hinter der Metallabdeckung befinden (das schwarze Plastikcover der BWWP muss dazu vorher abgehoben werden). Die "untere Stufe" mit Relais 1 und die "obere Stufe" mit Relais 2: Wichtig natürlich vorher die Stromversorgung der BWWP zu kappen und etwas zu warten, damit alle Komponenten wirklich spannungsfrei und ungefährlich sind! Das Breadboard auf der linken Seite (drei Abbildungen weiter oben) beinhaltet insgesamt drei Widerstände, welche in Reihe geschaltet werden und deren Verschaltung über das oben angesprochene dritte Relais beeinflusst werden kann. Diese "simulieren" in der passenden Verschaltung zwei Temperaturen (25 Grad bei 1100 Ohm und 65 Grad bei 1250 Ohm), welche der Fernwärme zugespielt wird. Die ermittelten Werte habe ich übrigens per Multimeter "rausgemessen". Einfach den Temp-Fühler direkt mit dem Multimeter (Affiliate-Link) verbunden und auf Widerstandsmessung gestellt. Dann den angezeigten Widerstand bei Raumtemperatur ablesen. Zum Schluss noch einmal Wasser mit dem Wasserkocher auf knapp 70 Grad aufgezeigt, den Temp-Sensor reingehalten und den Widerstand notieren. Und dann eben die passenden Widerstände aus diesem Set (Affiliate-Link) herauskramen und passend in Reihe schalten... Das Relais 3 kann dabei dynamisch einen 150Ohm Widerstand "bypassen", um den Gesamtwiderstand zu beeinflussen, den die Fernwärmesteuerung nutzt. Als Software auf dem ESP32-Controller nutze ich Tasmota (Download-Seite), welches per FTDI-Converter (Affiliate-Link) und den espHome-Flasher (Github-Link) in wenigen Augenblicken installiert werden kann. Mit webbasierten Flashing-Tools hatte ich öfter mal Probleme, deshalb nutze ich bevorzugt den espHome-Flasher... Die "Verkabelung" sieht dabei wie folgt aus: Wichtig ist dabei den ESP-Controller in den Flash-Modus zu versetzen. Dafür ist das weisse Jumper-Wire zuständig, welches auf den Pins IO0 und GND aufgesteckt wird. Dazu braucht man passende Jumper-Kabel (Affiliate-Link), die aber ohnehin in keiner DIY-Bastelbude fehlen dürfen. Das Pinout findet ihr übrigens im WT-ETH01 Datasheet (externer Link). Da ich gefühlt wöchentlich einmal darauf schauen muss, habe ich direkt mal ein Screenshot davon gezogen: Ist der ESP32-Controller nun im WLan als Accesspoint aufzufinden, lässt sich vom PC aus über die IP-Adresse http://192.168.4.1 eine Verbindung zum User-Interface aufbauen. Unter "Configuration" -> "Configure Other" (Direktlink) lässt sich nun die Zeile "Template" die korrekte GPIO-Konfiguration für den ETH01 eintragen: {"NAME":"WT32-ETH01","GPIO":[1,1,1,1,1,1,0,0,1,0,1,1,3840,576,5600,0,0,0,0,5568,0,0,0,0,0,0,0,0,1,1,0,1,1,0,0,1],"FLAG":0,"BASE":1} Jetzt unten einmal auf "Save" klicken und nun sollte man im Menüpunkt "Configuration" -> "Configure Module" (Direktlink) im Dropdown-Feld "Module type" den Eintrag "WT32-ETH01 (0)" auswählen können. Jetzt lassen sich die GPIO des Controllers je nach Wunsch "belegen". In meinem Fall habe ich dien OneWire-Sensoren (DS18x20) auf "IO GPIO2" gelegt. Das "Relay 3" (Fernwärme Temp-Emu) auf "IO GPIO4", das "Relay 1" auf "IO GPIO14" (BWWP untere Stufe) und das "Relay 2" auf "IO GPIO15" (BWWP obere Stufe). Manche GPIO habe ich bewusst ausgelassen, da sonst der ESP-Controller bei verbundener Peripherie nach einer Stromtrennung nicht mehr korrekt hochfahren wollte... Die getätigten Änderungen zum Schluss noch mit "Save" abspeichern. Daraufhin sollte der ESP32 einen Reboot ausführen und ab sofort sollte der ESP-Controller mit einer per automatisch per DHCP zugewiesenen Netzwerkadresse über den RJ45-Netzwerkanschluss erreichbar sein. Nun sollten im Tasmota-Hauptmenü automatisch die gemessenen Temperaturwerte der angeschlossenen OneWire-Fühler angezeigt werden und Buttons zum manuellen Ein- und Ausschalten der Relais auftauchen - inklusive Zustandsanzeige. Tasmota besitzt hier praktischerweise eine Art "Remanenz", d.h. der aktuelle Schaltzustand wird nach einem Neustart automatisch wiederhergestellt. Ich habe übrigens die Relais "invertiert" angeschlossen (zweiter und dritter Pin des jeweiligen Relais). Wenn der Tasmota-Zustand "ON" zeigt, schaltet das Relais nicht durch. Hintergrund ist, dass die Relais beim Stromlosschalten des ESP sonst durchschalten, was für Wartungszwecke etwas unpraktisch ist, wenn dann direkt die Wärmepumpe losstartet. Ist es wie hier beschrieben angeschlossen, schalten die Relais nur einmal für einen Bruchteil einer Sekunde "durch", wenn der ESP-Controller neustartet. Das triggert die WP dann nicht. Automatisierung der BWWP per Loxone-Logik Nun sind schon mal alle Messwerte vorhanden und es lassen sich entsprechende Schaltbefehle über die Relais absetzen, um die Wärmepumpe bzw. Fernwärme zu steuern. Spannend wird das Ganze natürlich erst wirklich, wenn sich eine regelbasierte Logik automatisiert darum kümmert, die Komponenten passgenau zu schalten. Wie ich das im Detail umgesetzt habe, werde ich demnächst in einem separaten Video zeigen, da dies den Rahmen dieses Blogposts total sprengen würde. Hier nur mal kurz ein kleiner Einblick in einen Teil der Logik: Die Ansteuerung der Fernwärme als sekundäre Wärmequelle ist dabei auch noch nicht automatisiert. Jedenfalls nutze ich zur Ansteuerung aktuell nicht die MQTT-Schnittstelle von Tasmota, sondern dessen Web-API, da ich diese nativ in Loxone über virteuelle Ein- und Ausgänge einbinden kann. So lassen sich über die URL http://192.168.3.104/cm?cmnd=status%2010 alle Temperaturwerte einsehen und von alle gewünschten Werte abgreifen. Praktischerweise werden alle IDs der OneWire-Sensoren mit angegeben, sodass man die Messwerte bequem auslesen kann: Die Relais lassen sich ebenfalls einfach per HTTP-Aufruf ansteuern. Das erste Relais bspw. über die Befehle: http://192.168.3.104/cm?cmnd=Power1%20onhttp://192.168.3.104/cm?cmnd=Power1%20off Der Aufbau sollte selbsterklärend sein... Aus meinem täglichen Leben Die oben gezeigte Installation läuft bei mir jetzt bereits seit März absolut reibungsfrei. Ich hoffe demnächst einmal etwas mehr Zeit zu finden, um evtl. sogar eine eigene Platine zu entwerfen, um alle notwendigen Hardware-Komponenten integriert an einem Ort zusammenzutragen und am Ende in ein 3D-gedrucktes Gehäuse unterbringen zu können. Evtl. kann ich Matthias von haus-automatisierung.com nochmal anhauen, damit er mich etwas supportet - er hat nämlich schon einige Platinen entworfen und da könnte ich von seinem Wissen sicherlich profitieren. Evtl. entsteht dabei ja sogar ein gemeinsames Howto-Video - Bock hätte ich darauf auf jeden Fall total! Insgesamt bin ich auch schon mit der aktuellen Umsetzung super zufrieden, da es einfach "läuft" wie gewünscht und ich damit volle Kontrolle über die Brauchwasserwärmepumpe habe. Mittlerweile habe ich mir auch passende 90Grad-Rohrmopeds besorgt, um den ein- und ausgehenden Luftstrom etwas steuern zu können: Beim Einlass habe ich mir noch kurzerhand einen Adapter konstruiert und 3D-gedruckt, um einen Filter einsetzen zu können, den ich von meiner zentralen Wohnraumlüftung "stibitzt" habe: Hier die stl-Datei zum Ausdrucken - und auch die f3d-Datei zum "Rumbasteln" mit Fusion360: BWWP 160mm Adapter Luftkanal v2 (2384 Downloads ) Wer jetzt glaubt, dass das nicht notwendig ist - schaut euch mal den Filter nach wenigen Monaten Betrieb an: Diesen "Müll" sollte man unbedingt von der feinen Gitterstruktur der Wärmepumpe fernhalten, um dauerhaft Spaß daran zu haben. Nochmal kurz zu meinen Einstellungen: Die BWWP ist so eingestellt, dass sie die Wassertemperatur im "Normalbetrieb" lediglich auf 30 Grad (Minimalwert) bringt. In der "unteren Stufe" erhitzt sie das Wasser dann auf 58 Grad und in der "oberen Stufe" unter Zuhilfenahme des elektrischen Heizstabs auf 65 Grad. Aber zu der genauen Logik, wann jetzt welche Stufe "getriggert" wird bzw. wann die BWWP komplett vom Strom getrennt wird, komme ich erst in einem späteren Blogpost bzw. Video. Im normalen "Tagesbetrieb" fahre ich übrigens nie höher als 58 Grad, da ich irgendwo gelesen hatte, dass sich ab etwas über 60 Grad wohl vermehrt Kalk ablagert, was auf Dauer für die verbauten Komponenten vermutlich extrem ungesund ist. Aber da bin ich auch kein Experte. Insgesamt versuche ich übrigens auch die Taktraten der Wärmepumpe möglichst gering zu halten. Soll bedeuten, dass die Wärmepumpe immer "am Stück" ohne Unterbrechungen aufheizt - meist mehrere Stunden. Zur Not greift eben mal der Hausspeicher unter die Arme, wenn die PV-Anlage gerade mal nicht genug Überschuss liefert. Das soll die Lebensdauer massiv verlängern. Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass man die Regeln zwingend so definieren muss, sodass gewisse Hygienestandards eingehalten werden. Insbesondere, dass die Temperatur im Warmwasserspeicher nicht lange um die 30 Grad verharrt, da dies wohl perfekte Bedingungen für ungewollte Legionellenbildung schafft. Am besten wäre es dabei, wenn man konstant 65 Grad im Warmwasserspeicher vorhält, aber das ist denke ich auch unrealistisch. Ich versuche hier im "Normalbetrieb" die 45 Grad zumindest nicht lange Zeit zu unterschreiten und bei "Abwesenheit" (Urlaub) alles komplett abzuschalten, sodass sich die Temperatur dann auf Raumtemperatur (20 Grad) einpendelt - wie das Wasser in den Kaltwasserleitungen auch. Wer hier praxistaugliche(re) Werte hat, um eine Legionellenbildung zuverlässig zu minimieren -> Immer gerne her damit in die Kommentare! Ach und falls noch jemand Erfahrungen bzgl. Wartungsmaßnahmen an der Wärmepumpe hat, bin ich auch auf Feedback gespannt. Denn hier habe ich mir bisher noch überhaupt keine Platte gemacht... BTW: Gerade noch zufälllig auf diese Vaillant Installations- und Wartungsanleitung "für Fachhandwerker" (externer Link) gestoßen - muss ich mir die Tage mal etwas genauer ansehen. Und zum Schluss der obligatorische Hinweis, dass die oben beschriebenen Arbeiten nur im spannungsfreien Zustand der Brauchwasserwärmepumpe durchgeführt werden dürfen. Also Stromstecker ziehen und am besten noch etwas warten, bis wirklich alle Komponenten spannungsfrei sind! Ansonsten besteht Lebensgefahr, wenn man an dessen Elektronik "herumschraubt". Im Zweifel einen Experten konsultieren und ganz die Finger davon lassen! Update zum Projekt siehe hier: LIVE Platinendesign mit Leo @TipsTricksMore ### So habe ich meine openWB Pro per Charge-Port-Opener gepimpt In letzter Zeit habe ich mich auf dem Blog intensiver mit der Ladeinfrastruktur von openWB beschäftigt (siehe hier) und mittlerweile auch bereits einen Teil meiner vorhandenen Installation ersetzt, da ich das modulare Konzept und die technischen Funktionen der Pro-Ladesäule wirklich sexy finde. Da ich es nach etwas konzeptioneller Vorarbeit geschafft habe die openWB mit einem Tesla-Ladekabel inkl. Charge-Port-Opener zu pimpen, möchte ich die notwendigen Schritte heute einmal in diesem Blogpost festhalten und die notwendigen technischen Zusammenhänge erklären. Primär einmal für mich, um selbst eine Doku für später zu haben - denn ich denke, dass nicht viele diesen Aufwand betreiben werden, sowas selbst umzusetzen, oder? Da ich jetzt bereits öfter gefragt wurde: Jep, ihr könnt mich supporten, indem ihr eure openWB über meinen Partnerlink bezieht – einfach über machfolgende URL einsteigen: openWB Pro (Affiliate-Link) – Danke für euren Support! 😘 Bisherige Installation auf Basis von Tesla Wallconnector Gen2 Ich habe ja bereits zwei Tesla Wallconnector Gen2 am Solarcarport (hier vorgestellt) hängen, um unser mittlerweile über vier Jahre altes Model 3 und hin und wieder auch E-Auto-Besucher parallel mit Strom zu versorgen. In der Zwischenzeit ist nun auch ein Model Y dazugekommen, wodurch beide Ladeäulen intensiv genutzt werden. Insbesondere bei einer kombinierten Jahresfahrleistung von knapp 40k+ km, wobei ein Großteil davon eben Zuhause geladen wird. Details zum Energieverbrauch und -herkunft in einem späteren Blogpost. Die Tesla Wallconnector hatte ich bereits vor knapp zwei Jahren mit einer externen Steuerung sehr aufwändig gepimpt, um eine automatische Phasenumschaltung zu realisieren - je nachdem, wieviel PV-Überschuss zur Verfügung steht. Details dazu u.A. im Blogpost Pimp My Wallbox – Phasenumschaltung nachrüsten, aber wie? Die Unterverteilung dafür war dabei bereits recht umfangreich... Die automatische Ansteuerung hat mit der lange erarbeiteten Loxone-Steuerungslogik auch super geklappt, nur zielte mein Konzept die ganze Zeit primär darauf ab eine Ladesäule zu automatisieren. Hier mal nur eines von mehreren "Blättern" aus der Loxone Config, um einen kleinen Eindruck von der Komplexität zu erhalten: Skalierung durch openWB-Lösung Mit dem zweiten Tesla kam nun jedoch die Anforderung dazu, dass auch die zweite Ladesäule passgenau Strom liefert. Und genau das war mein größter Knackpunkt. Meine Loxone-Config war eh bereits zugemüllt mit zig Regelschleifen, um nur die eine Wallbox zu steuern. Das "hochzuskalisieren" auf die zweite Wallbox wäre ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Oder zumindest ultra zeitaufwändig... Praktisch in diesem Moment, dass Frank von openWB unabhängig davon vor einigen Monaten auf mich zukam und fragte, ob ich mir nicht deren neue openWB-Lösung inkl. Software v2 anschauen und quasi als "Beta-Tester" darüber berichten möchte. Nach kurzer Abstimmung war klar, dass die openWB Pro genau die richtige Kiste für meine Anforderungen ist. Denn diese kann einfach ALLES, was man sich nur wünschen könnte. Zum einen eine automatische Phasenumschaltung, um passgenau den PV-Überschuss ins Auto laden zu können. Zum anderen erlaubt sie auch das Auslesen der Fahrzeug-MAC-Adresse, um sehen zu können, welches Fahrzeug gerade mit dem Ladestecker angeschlossen ist. Seit Neuestem kann sie sogar den SoC im Moment des Ansteckens auslesen und in der openWB-Software bereitstellen. Das kann nicht jedes Fahrzeug, bei unseren Teslas (Model 3 und Model Y) klappt das aber ohne Probleme. Perspektivisch ermöglicht die openWB Pro sogar bidirektionales Laden nach ISO15118, sofern dieses Thema endlich mal regulatorisch aus dem Knick kommt und natürlich auch die Fahrzeugs dies unterstützen. Ein Zukunftsthema, für das die Ladesäule aber zumindest schon mal vorbereitet ist. Darüber hinaus basiert das openWB-Konzept aber eben auch darauf, dass die Software mehr als eine Wallbox "managen" kann, sodass auch zwei oder mehrere Ladesäulen intelligent gesteuert werden können, um passgenau die Fahrzeuge so zu laden, wie es dem Anwender sinnvoll erscheint. Dafür gibt es auch mehrere Modi (z.B. PV oder Zielladen), auf die ich jedoch an dieser Stelle noch nicht genau eingehen möchte. Also adressiert openWB genau mein "Problem", mehr als eine Ladesäule ansteuern zu können. Die Logik, die ich vorher mühevoll in Loxone für eine Wallbox aufgebaut habe, fällt bei openWB einfach "vom Himmel" - und noch viel mehr... SoC auslesen - inkl. kurzem API-Exkurs Denn die Software berücksichtigt bspw. je nach Lademodus auch den aktuellen SoC des angeschlossenen Fahrzeugs. In meinem Fall eben im Moment des Ansteckens über das AC-Ladekabel und danach über die eingebundene Tesla API, über welche man den Ladestand regelmäßig abholen kann. Ohne API-Anbindung kann openWB aber sogar anhand des "Ansteck-SoC" die reale SoC-Entwicklung während des Ladens simulieren - Mega! Praktisch ist bei der API-Anbindung insgesamt, dass sich dies auch über eine MQTT-Integration in der openWB-Software lösen lässt, denn die SoC-Abfrage habe ich bspw. bereits über NodeRED ausgelagert. Hintergrund ist u.A., dass die Abfrage der Tesla API nicht sooo trivial ist, zumindest dann, wenn man regelmäßig den SoC aktualisieren, das Fahrzeug aber nicht aufwecken möchte, was unnötig Strom frisst. Hier gibt es nämlich zwei Abfragemöglichkeiten. Mit der "Basic-Abfrage" lässt sich die Info vom Tesla-Server abholen, ob das Fahrzeug gerade schläft oder nicht. Sofern das Fahrzeug schläft, wird es jedoch nicht aufgeweckt. Mit der "Advanced-Abfrage" lassen sich dann alle fahrzeugrelevanten Infos (gefühlt über 100) abholen, u.A. eben auch der SoC. Wird diese Anfrage getriggert, wird das Fahrzeug aber auch aufgeweckt (und ist dann knapp über 10 Minuten wach). Zwar nicht immer, da Tesla hier in der Zwischenzeit immer wieder neue interne Regeln nachsteuert, sodass das Fahrzeug nicht dauernd "wach" bleibt trotz laufender Abfragen. Meine Erfahrung ist jedoch, dass man hier dennoch etwas aufpassen muss, damit das Auto wirklich wieder einschlafen kann. Denn sonst frisst das Fahrzeug kontinuierlich um die 200-300W, was den Akku über den Tag völlig unnötig runterzieht. Im schlimmsten Fall verliert man so mehrere Prozent SoC an einem Tag... Deshalb kümmert sich eben meine eigene Logik um die "intelligente" Abfrage der Tesla-API und openWB bekommt über MQTT dann nur noch den SoC übermittelt, sobald sich dieser ändert. Charge-Port-Opener 4 the win! Aber zurück zum Thema. Es war also klar, dass die openWB Pro installiert werden sollte, um den ganzen "Fancy Shit" nutzen zu können. Aber eine wichtige Komponenten fehlte dabei noch: Der Charge-Port-Opener! Eine kleine unscheinbare Taste am Ladestecker selbst ermöglicht es die Tesla-Ladeklappe zu öffnen (auch bei schlafendem Auto und ohne Fahrzeugschlüssel), um den Ladevorgang mit nur einer Hand easy starten zu können. Und wenn der Ladestecker dann in der Fahrzeugladebuchse verriegelt ist, ermöglicht sie bei einem weiteren Tastendruck den Ladevorgang zu stoppen und die Verriegelung zu lösen, um den Ladestecker wieder entfernen zu können (vorausgesetzt die Fahrzeugtüren sind entriegelt oder ein Fahrzeugschlüssel aka gekoppeltes Smartphone befindet sich direkt am Fahrzeug). Was sich nicht nach einer großen Sache anhört, ist im täglichen Gebrauch aber so enorm praktisch, dass ich das nach über vier Jahren nicht mehr missen möchte. Und meine bessere Hälfte würde mir instant an die Gurgel springen, wenn diese liebgewonnene Funktion auf einmal wegfallen würde. Zu Recht! :D Schaltplan für den Charge-Port-Opener-Pimp ausarbeiten Deshalb ging es darum herauszufinden, wie die "Magie" im original Tesla-Ladekabel bzw. -stecker funktioniert, um danach die openWB entsprechend aufzumotzen, um das Tesla-Ladekabel dort mit dem Charge-Port-Opener weiterhin nutzen zu können. Als ich dabei in die Untiefen diverser Foren (z.B. im TFF-Forum hier oder hier) abtauchte und darüber sinnierte, wie eine funktionierende Lösung aussehen könnte, kam mir recht schnell die Idee, dass es doch cool wäre, wenn man die bestehende Tesla-Ladesäulen-Optik (also Ladekabel und Ladesäule) weiter nutzen und die openWB "einfach" logisch vorschalten könnte, um davon optisch gar nichts sehen zu müssen. Denn der viereckige Kasten - aka openWB Pro - ist gelinde gesagt einfach kein wirklicher Augenschmaus. Aber die inneren Werte überzeugen dafür doppelt! :D Also war klar, dass diese Optik-Anforderungen auch noch umgesetzt werden müssen... Praktisch war dabei auf jeden Fall, dass ich bei den installierten Tesla Wallconnectoren ja eh bereits eine Logik vorgeschaltet hatte und entsprechend im Schuppen hinter dem Carport die Ansteuerungslogik in eine kleine Unterverteilung gepackt hatte, von der aus ich alle Strom- und Datenleitungen von und zu den vorhandenen Ladesäulen hatte anzapfen können. Ok, also stand der Plan das Ganze einmal für die erste Ladesäule prototypisch umzusetzen und bei Erfolg die zweite Ladesäule "nachzuziehen", um eine einheitliche Ladelösung mit openWB als "Mastermind" nutzen zu können. Nachdem ich genug recherchiert hatte, war klar, dass es technisch gesehen eigentlich gar nicht so ultra aufwändig ist - man muss eben nur wissen, welche paar Kabel wie genau zusammengeschaltet werden müssen. Wie immer eigentlich... Jedenfalls habe ich dann folgenden "Schaltplan" entworfen: Aber alles Schritt für Schritt... AC-seitige Integration Von meiner zentralen dreiphasigen Zuleitung mit 10mm2 und einem LSS mit 32A aus dem häuslichen Schaltschrank (Hausverteilung) geht es dabei erstmal in die openWB selbst. Hier ist übrigens ein wirklich "deluxxer" RCD vom Typ CHINT NL210 verbaut, der alle modernen Sicherheitsanforderungen erfüllt und dabei Ladeprobleme auf ein Minimum reduziert - insbesondere bei Fahrzeugen, die bei Umschaltungen zickig reagieren. Dann kommen die Relais bzw. Schütze, an die normalerweise direkt das Ladekabel inkl. -stecker angeschlossen wird. Bei der openWB liegt ein solches Ladekabel auch bei, aber das wollte ich an dieser Stelle ja nicht nutzen. Stattdessen geht es jetzt über eine fünfadrige Leitung mit 6mm2 weiter zum Tesla Wallconnector. Diese Zuleitung wird im Inneren des Tesla Wallconnector aber gänzlich getrennt und separat auf passende Phoenix-Klemmen gelegt. Nun wird das original Ladekabel im Tesla Wallconnector komplett abgetrennt und stromseitig mit den Phoenix-Klemmen verbunden. Praktischerweise ist im Gehäuse des Tesla Wallconnector genug Platz dafür, sodass zu diesem Zweck keine Komponenten entfernt werden müssen. Theoretisch liese sich später also alles auch wieder zurückbauen, wenn man denn wollte. Nicht von obiger Abbildung verwirren lassen. Das Tesla-Labekabel bzw. dessen Adern wurden vor dem Verbindung mit der Zuleitung aus dem ABB-Schütz des Tesla Wallconnector entfernt. Die Abbildung dient primär dazu den konzeptionellen Leitungsweg nachvollziehen zu können... So sieht man übrigens nochmal ganz gut den ABB-Schütz im TWC, der glaube ich sogar baugleich zu den beiden Schützen der openWB Pro sein sollte... Integration der Daten- und Steuerleitungen Der etwas schwierige Part sind jetzt noch die Daten- und Steuerleitungen des Kabelkabels, welche ebenfalls vom Tesla Wallconnector getrennt werden und nun neu verdrahtet werden müssen, damit später auch alle Funktionen vorhanden sind. Damit überhaupt etwas funktioniert, müssen der CP (Contact Pilot) und PP (Proximity Pilot) korrekt angeschlossen werden, wobei die meisten Ladekabel mittlerweile nur noch den CP-Pin haben, welcher über ein PWM-Signal dem Auto mitteilt, wieviel Leistung bzw. wieviel Ampere (6-32) es über den Typ2-Stecker ziehen darf. Oder bei einem CP-Interrupt die Ladung komplett stoppen soll. Die OpenWB Pro kann über den CP aber auch eine High-Level-Kommunikation mit dem Fahrzeug aufbauen, wie es bspw. bei DC-Ladesäulen gängig ist, wodurch eben auch weitere Fahrzeugdaten, wie MAC-Adresse und SoC ausgelesen werden können. Perspektivisch wird dann eben auch das bidirektionale Laden (V2G) möglich... Dieser CP-Pin (lila) wird dann einfach mit dem passenden Gegenstück auf openWB-Pro-Seite verbunden. Das ist die graue Reihenklemme zwischen der PE-Reihenklemme und dem Schütz. Auch hier nicht vom Schaubild täuschen lassen. Alle Datenleitungen wurden komplett vom Tesla Wallconnector getrennt. Dessen Platine verweilt am Ende quasi ohne jede Verbindung zur Außenwelt im Gehäuse. Der PP-Pin (orange) sagt dem Fahrzeug dann über einen Widerstand, wieviel Ladeleistung das Ladekabel überhaupt verträgt. Beim Tesla Wallconnector Gen2 sind noch 6mm2 verbaut, wodurch ohne Probleme 32A möglich sind. Und das ist insbesondere für einphasiges Laden interessant, da der Tesla zwei der drei einphasigen Ladegeräte zusammenschalten kann. Jedenfalls wird der PP-Pin über einen 220 Ohm-Widerstand mit PE verbunden, wodurch eben 32A freigegeben werden. Theoretisch könnte man hier aber auch einen anderen Widerstand einbauen, um die Leistung künstlich zu drosseln. BTW: Der Tesla Wallconnector Gen3 bzw. dessen Ladekabel hat dünnere Leitungen und kann bzw. darf - soweit ich weiss - nur bis 16A belastet werden. Dann haben wir noch den Pin des Charge-Port-Opener (rot), welcher mit 3,3V Betriebsspannung versorgt werden muss, um seine Funktionalität bereitzustellen. Hier habe ich "einfach" das vorhandene 12V-Netzteil in der openWB Pro hergenommen und einen Stepdown-Adapter (Affiliate-Link) für wenige Euro eingebaut, welcher dann eben 3,3V ausgibt. Sicherheitshalber habe ich diesem noch eine 0,5A Glassicherung aus diesem Set (Affiliate-Link) verpasst, was eigentlich in keiner DIY-Sammlung fehlen darf.. Der letzte Pin (schwarz/weiss) des original Tesla-Ladekabels kann wohl noch die Temperatur am Ladestecker selbst messen. Das ist vermutlich praktisch, sofern es hier Kontaktprobleme gibt und durch hohe Widerstände hohe Temperaturen entstehen. Da die openWB - und vermutlich so gut wie jede andere Ladesäule auch - dafür jedoch keinen passenden Eingang hat, habe ich diesen Pin einfach mit einer Wago-Klemme "terminiert". Schade, aber ist eben so. Als Datenleitung zwischen Tesla Wallconnector und openWB Pro habe ich übrigens das vorhandene, nun freigewordene 8-adrige CAT7-Netzwerkkabel (Affiliate-Link) genutzt, bzw. eben zwei Adern davon (einmal für CP und einmal für den Charge-Port-Opener). WLED-Pimp zwecks Ladevisualisierung in der Ladesäule Sechs Adern sind noch frei, von denen ich dann später noch drei Adern benötige (5V, GND, Data), um ein WLED-Lauflicht zu realisieren. Denn das vorhandene grüne Lauflicht des Tesla Wallconnector ist ab jetzt ja komplett totgelegt. Und das geht so natürlich nicht... Hier habe ich deshalb bereits einen passenden Adapter gesigned und gedruckt, um die vorhandene Platine zu ersetzen. Dann auch mit RGB-Farbraum und passgenauer Ansteuerung jeder LED... Oben die original LED-Seite aus dem TWC Gen2 und unten mein Nachbau, den man easy ins Gehäuse des Tesla Wallconnector einschrauben kann. Gesteuert wird das dann später per Loxone. Mehr Details inkl. Ansteuerung per ESP32-Controller aber erst in einem späteren Blogpost, da dies den Rahmen hier sprengen würde. Funfact: Hier habe ich seit dem letzten Fritzbox-Update immer noch massivste Probleme meine geliebten ESP32-Controller mit Netzwerkschnittstelle - aka WT32-ETH01 (Affiliate-Link) - betreiben zu können. Nach einer Minute starten die Controller immer neu. Dieses Problem hat irgendwas mit dem verwendeten Netzwerk-Stack zu tun - eine Lösung habe ich jedenfalls bisher noch nicht finden können. Und habe mittlerweile bereits die wichtigsten WLED-Controller im Haus temporär auf ESP8266 umgebaut - die laufen nämlich. Ultra nervig! Wer hier mehr weiss bzw. einen Tipp hat, gerne hier mit Infos! Denn ich möchte die Ladevisu baldmöglichst mit dem ESP32 pimpen... Vom Prototyp hin zur Produktivumgebung So sah das Ganze übrigens beim ersten Ladeversuch aus. Noch recht wild, aber war ja auch nur ein Test... Hier sieht man auch die die angesprochenen Phoenix-Klemmen zwischen openWB und Tesla Wallconnector bzw. dessen Ladekabel, welche als AC-seitige "Schnittstelle" dienen. Mittlerweile hängt die erste openWB Pro bereits fertig installiert an der Wand. Rechts daneben ist meine bisherige Ansteuerung, die ich nun nach und nach "zurückbauen" werde, sobald die zweite OpenWB ebenfalls an die Wand kommt. Verlegt habe ich übrigens durchgehend H07RN-F 5x6,0 mm² (Affiliate-Link), um den Anforderungen im Außenbereich gerecht zu werden. Der dicke Gummimantel macht außerdem einen wirklich guten Eindruck, sodass ich hier auch kein Problem darin sehe, wenn mal direkt daneben ein Netzwerkkabel (auch mit dickerem Mantel für den Außenbereich) im selben Kabelkanal verlegt ist. Hier habe ich übrigens immer mindestens 100x60mm Kabelkanäle (Affiliate-Link) verbaut. Aber klar, Kabelkanäle mit Trennsteg (Affiliate-Link) wären vielleicht nochmal aufgeräumter - beim nächsten Mal dann... Und da ich jetzt bereits öfter gefragt wurde: Jep, ihr könnt mich supporten, indem ihr eure openWB über meinen Partnerlink bezieht – einfach über machfolgende URL einsteigen: openWB Pro (Affiliate-Link) – Danke für euren Support! 😘 Aus meinem täglichen Leben Ja und das war es dann auch schon. Das "durchgebrückte" Tesla-Ladekabel übernimmt nun die Funktion eines normalen Ladekabels, aber eben erweitert um die Funktion des Charge-Port-Opener. Und die OpenWB Pro kümmert sich im Zusammenspiel mit der Standalone (RPI mit Display) um die passgenaue Ladesteuerung. Läuft bisher alles wie geschnitten Brot - absolut unspektakulär aber ich weiss es jeden Tag zu schätzen... Ich habe mittlerweile auch schon eine zweite openWB Pro rumliegen, die in den kommenden Tagen die zweite Ladesäule pimpen wird. Aber das dauert entsprechend lange, wenn man alles einigermaßen ordentlich umsetzen möchte. Das ganze Thema Ladeinfrastruktur für E-Autos ist für die meisten jetzt vermutlich nicht so ultra spannend, für mich waren die technischen Hintergründe zur Ladesteuerung aber enorm interessant. Ich hatte mich vor zwei Jahren schon mal etwas intensiver mit den technischen Grundlagen der Phasenumschaltung auseinandergesetzt, dieses Mal aber wieder einiges dazugelernt. Und nun mit dem direkten Kontakt zu openWB in Form von Frank kann ich auch direkt beim Profi nachhaken, wenn etwas nicht so klappt, wie es sollte. Last but not least: SAFETY FIRST! Zum Schluss auch normal der wichtige Hinweis, dass unbedarftes Arbeiten an "Haushaltsstrom" gefährlich ist solche Installationen nur von ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden dürfen. Und weiterhin wichtig ist dabei auch zu erwähnen, dass spätestens bei der regelkonformen Anmeldung der Ladesäule beim lokalen Verteilnetzbetreiber ein eingetragener Elektriker notwendig ist, der das Ganze vor Inbetriebnahme mit passendem Messequipment durchcheckt und freigibt. Denn bei einer Ladesäule fließen später einmal über einen längeren Zeitraum enorme Ströme, die keine Fehler bei der Elektroinstallation verzeihen. Und im Fehlerfall müssen alle Sicherheitsmechanismen ordnungsgemäß arbeiten, um Schäden zuverlässig zu verhindern. ### Live PV-Quartett - So schlagen sich unsere PV-Anlagen im September Diesen Mittwoch, am 11.10.2023 geht es um 20:00 Uhr direkt in die nächste Runde des PV-Quartett, in welcher wir unsere PV-Anlagen gegenüberstellen, um den Monat September zu analysieren. Diesmal darf ich neben Ralf, Stefan und Jens auch Leo vom YT-Channel @TipsTricksMore begrüßen, der seine wirklich spannende Anlage weitgehend selbst aufgebaut hat. Alle Inhalte - wie immer - live und in Farbe auf YouTube mit der Möglichkeit selbst per Chat Fragen zu stellen... Ich freue mich schon mega darauf - ich hoffe ihr auch! https://www.youtube.com/watch?v=obLSLwoSXFY YouTube-Direktlink ### Operation Direktvermarktung - Stellt uns eure Fragen heute ab 20:00 Uhr LIVE! Hat sich der Wechsel in die Direktvermarktung nach sechs Monaten gelohnt oder nicht? Um dieser Frage nachzugehen, gibt es heute ein Update zu den Einnahmen, die ich bisher in der Direktvermarktung erzielen konnte. Ralf und ich analysieren die Abrechnungen von Lumenaza und schauen uns an, wie es im Vergleich zur regulären Einspeisevergütung aussehen würde. Was ist gut gelaufen, was schlecht und wo gibt es Verbesserungspotenzial... Wir versuchen möglichst viele spannende Aspekte anzusprechen und freuen uns diesmal insbesondere auch auf eure Rückfragen, die ihr im Live-Chat heute Abend am 04.10.2023 ab 20:00 Uhr stellen könnt. Viel Spaß mit den Inhalten - und lasst gerne ein Like und Kanalabo da - es wird künftig sicher mehr in dieser Richtung geben... https://www.youtube.com/watch?v=Y3Ppl0mFNMQ YouTube-Direktlink Du willst in die Direktvermarktung? Kein Problem! Schau dir Lumenaza an… (Affiliate-Link) ### openWB Live-Session - Alle Fragen beantwortet Nach den einleitenden YT-Sessions haben Jens von @MeineEnergiewende und ich am 26.09.2023 ab 20:00 Uhr die Gelegenheit unsere Fragen rund um die openWB an Frank zu stellen, der dort für die Weiterentwicklung zuständig ist. Wir versuchen auch einige Wallbox-Funktionen live im Rahmen meiner frisch installierten openWB Pro zu zeigen und auch ihr habt die Möglichkeit über den Chat aktiv Rückfragen einzustreuen. Wir freuen uns schon auf die Session und wünschen allen Zusehern viel Spaß mit den Inhalten! https://www.youtube.com/watch?v=NO2jEztLos8 YouTube-Direktlink Da ich jetzt bereits öfter gefragt wurde: Jep, ihr könnt mich supporten, indem ihr eure openWB über meinen Partnerlink bezieht - einfach über machfolgende URL einsteigen: openWB Pro (Affiliate-Link) - Danke für euren Support! 😘 ### Was bedeuten flexible Stromtarife für mich als Kunde? - Live-Talk mit Lumenaza Am 25.09.2023 um 20:00 Uhr startet der nächste Live-Stream, bei dem ich Maren und Alex von Lumenaza mit Fragen rund um flexible Stromtarife löchern darf. Lumenaza (externer Link) ist dabei mein Dienstleister, der es mir ermöglicht meinen überschüssigen PV-Strom an der Börse zu verkaufen - mit der Chance direkt von höheren Marktpreisen profitieren zu können. Daneben bietet Lumenaza demnächst auch dynamische Tarife auf Bezugsseite an. D.h. ich kann als Kunde bspw. davon profitieren, mein E-Auto über Nacht genau in den Stunden zu laden, wenn der Strompreis gerade am günstigsten ist. Es gab dieses Jahr durch starke Preisschwankungen bspw. sogar schon einmal die absurde Situation, dass man für die Abnahme von Netzstrom sogar Geld ausbezahlt bekam. Verrückt, oder? Was aus technischer Sicht hinter diesen flexiblen Stromtarifen steckt, welche Konditionen Lumenaza hier konkret offeriert und wohin die Reise künftig im Energiemarkt gehen wird, seht ihr im nachfolgenden Live-Stream, bei dem ihr natürlich gerne auch selbst Fragen stellen könnt... https://www.youtube.com/watch?v=64yX_3vFTos YouTube-Direktlink Du willst in die Direktvermarktung? Kein Problem! Schau dir Lumenaza an… (Affiliate-Link) ### Nur ganz kurz mal eben - Live-Stream-Test mit Jens wird zur 2,5h-Spontan-Session 😱😱😱 Eeeeeigentlich wollten wir nur mal kurz die Streaming-Technik für die große Live-Session diese Woche testen. Aber dann waren plötzlich mehrere dutzend Zuschauer online und sind auch geblieben. So kamen wir schnell in den Austausch und... schwupps... waren auch schon zweieinhalb Stunden rum. Inhaltlich wurden so auch einige - wie ich finde - spannende Themen angeschnitten und deshalb möchte ich euch das Video nicht vorenthalten. Aber BITTE BITTE nur reinschauen, wenn ihr gerade etwas mehr Zeit habt... 🫣 https://www.youtube.com/watch?v=J6UAwcpdWIk YouTube-Direktlink ### Live PV-Quartett am 20.09.2023 ab 20:00 Uhr - Big-Bada-Boom-Edition Diesen Mittwoch geht es in die "Vollen": Mit meinen bereits schwergewichtigen YouTube-Kollegen Andreas Schmitz aka der "Akkudoktor", Jens von "Meine Energiewende" und Stefan von "verdrahtet" bekommen wir mehr als 380.000 Abonnenten auf die Wage. Wahnsinn!!! Wenn also nur 0,3% einschalten, könnten wir endlich mal die 1.000 Live-Viewer knacken. Ich bin sehr gespannt - und hoffe inständig, dass diesmal auf technischer Seite endlich mal alles reibungsfrei durchläuft... Wer zuschaltet, wird jedenfalls wieder jede Menge Details zu unseren PV-Anlagen, deren Erträge im Monat August und weiterführende Hintergrundinformationen zu den Themen Batteriespeicher und Elektromobilität erfahren. Ralf, mein persönlicher EEG-Profi ist natürlich auch wieder mit dabei, also gibt es sicher auch einige Details zur Direktvermarktung. Ich freue mich über jeden, der am Stream teilnimmt und sich per Live-Chat einbringt - wir können zwar nicht jede Frage beantworten, aber versuchen unser Bestes! 🚀 PS: Die endgültige YT-Streaming-URL kann sich aufgrund von Streamingtests evtl. nochmal kurzfristig ändern - nachfolgend findet ihr immer den neuesten funktionierenden Link: https://www.youtube.com/watch?v=dRJn7cvnGhU YouTube-Direktlink Anmerkungen zum Parallel-Live-Streaming mit restream.io An dieser Stelle kurz meine bisherigen Erkenntnisse zwecks Restreaming von Live-Events auf anderen YouTube-Channels - primär für mich und die eingeladenen Gäste, die im Video zu sehen sind. Denn da gab es in der Vergangenheit immer wieder technische Probleme, was künftig einfach besser werden muss... Für Restream unbedingt den Chrome-Browser nutzen. Andere Browser können funktionieren, machen aber meist Probleme. Jedes geplante Live-Event bekommt immer eine eigenständige restream-URL in der Form https://app.restream.io/new-event-invitation/xyz.../email - diese URL teile ich als "Host" im Vorfeld mit den Gästen, welche am Event teilnehmen und das Event auf ihrem eigenen YT-Channel parallel streamen. Diese URL nutzt man einerseits im Vorfeld zur Verlinkung des Channels, andererseits aber auch, um kurz vor dem Event in das "Studio" zu gelangen, damit man eben im Live-Stream auch zu sehen und zu hören ist. Wie man als eingeladener Gast seinen Channel verlinkt, ist in diesem Howto (externer Link) beschrieben. Unbedingt den oben beschriebenen Workflow beim Verlinken nutzen UND NICHT versuchen ein eigenständiges YouTube-Event zu erstellen und die restream-URL dort zu verlinken. Das klappt zu 90% nicht und wenn doch, werden die Live-Kommentare des eigenen YT-Channel nicht an restream weitergeleitet und sind damit auch nicht im Live-Feed zu sehen. Ich würde empfehlen als eingeladener Gast einen kostenfreien "Basic" Account bei restream.io anzulegen, da es dann vermutlich weniger Problem gibt mit der automatischen Verlinkung des Events und dem Beitreten zum "Studio" kurz vor Beginn des Events. Am einfachsten ist es dabei vermutlich sich bei restream mit dem selben Google-Account anzumelden, welcher später auch für das Restreamen des Events auf dem eigenen YT-Channel genutzt werden soll. Eingeladene Channels können frühestens sieben Tage vor dem eigentlichen Event-Datum eine Verlinkung ausführen. Als Host muss ich meinen YT-Channel direkt bei Erstellung des Events verlinken (Haken setzen) - nachträglich klappt es nicht wirklich zuverlässig. Gäste, die ihren YT-Channel verlinkt haben, müssen theoretisch nicht als Teilnehmer im "Studio" anwesend sein bzw. können sich auch später "zuschalten", wenn es zeitlich nicht anders geht - der Live-Stream wird dennoch auf Ihrem Channel von Beginn an gestreamt, sofern das Event korrekt verlinkt wurde. Das Restream-Studio zickt manchmal bei WLan-Verbindungen rum und verringert die Videoauflösung, auch wenn man eigentlich ne saubere Connection hat. Deshalb am besten IMMER per Lan-Kabel verbinden, sofern eben möglich... Wenn euer YT-Channel noch keinen Live-Stream hat, gibt Restream die Meldung "Live streaming is not enabled. Please go to your YouTube Live Dashboard" aus. Also einmal ins YT Studio wechseln in den Reiter "Live" und da gibt es dann einen Button, der einen neuen Stream erzeugen kann. Wenn man den Prozess angestoßen hat, - auch wenn man nichts live-streamt - wird die Option aktiv und die Verlinkung über Restream sollte klappen. ### Live TechTalk am 13.09.2023 ab 20:00 Uhr mit Jens @MeineEnergiewende Es ist mal wieder an der Zeit einen kleinen Talk mit Jens zu führen. Primär geht es natürlich wieder um Neuerungen aus unserer PV-Speicher-Welt der letzten Wochen und Monate. Es gibt viel zu erzählen, Jens hat bspw. seine Victron-Anlage von Grund auf neu aufgebaut und ich habe u.A. eine openWB in Betrieb genommen und in mein Smart Home integriert. Was es dabei für Stolpersteine gab und wie wir die Problemchen löschen konnten, seht ihr im nachfolgenden Live-Stream. Viel Spaß damit! https://www.youtube.com/live/U3-Du32XxaY YouTube-Direktlink ### SolarEdge PV-Leistung auf Panelebene selbst mitloggen und per Grafana visualisieren Im SolarEdge-Monitoring kann man die Panels der einzelnen Leistungsoptimierer analysieren und per csv-Datei exportieren. Cooler ist es aber natürlich, wenn man diese Daten automatisiert "abholt", in die eigene Datenbank mitloggt und per Grafana visualisiert. Auf diese Weise lassen sich ganz neue Zusammenhänge erkennen und perspektivisch auch mit anderen Smart-Home-Parametern, die ebenfalls mitgeloggt werden, in Relation setzen. Wie man die SolarEdge-Daten per Script zeitgesteuert abholt und am Ende eine Auswertung per Grafana aufbauen kann, ist Inhalt des nachfolgenden YouTube-Videos. Viel Spaß damit! https://www.youtube.com/watch?v=VDLDJ8RomOY&t=8s YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:01:50Ich liebe SolarEdge – Analyse meines kürzlichen PV-Ausfalls 00:02:25github - cooldil - solaredge.py 00:06:35 solaredge.py (2952 Downloads ) 00:08:03 SolarEdge Panels Flow NodeRED (2748 Downloads ) 00:08:23node-red-contrib-pythonshell 00:09:45 node-red-contrib-pythonshellpip install pytz, pandas, influxdb-client, influx-clientpip3 install influxdbsudo apt-get install python-influxdb 00:16:15 PV-Panel_Test_Grafana (2726 Downloads ) ### openWB-Infos aus erster Hand - Part 2 - Live-Konfiguration mit Frank Nach der gestern vorgestellten Konzeption von openWB geht es heute in Teil 2 direkt weiter mit der Erstkonfiguration des Systems, um die "Standalone" Steuereinheit und eine erste Wallbox - in meinem Fall eine openWB Pro - miteinander zu verheiraten. Frank und ich zeigen dabei Schritt für Schritt, welche Settings dafür notwendig sind, um am Ende das E-Fahrzeug mit Strom versorgen zu können - inklusive PV-Überschussladung, automatischer Phasenumschaltung und Auslesen der Fahrzeug-ID über die Wallbox. https://youtu.be/JYKX1QksAGM YouTube-Direktlink - Bitte denkt daran einen "Daumen hoch" dazulassen. Danke! Da ich jetzt bereits öfter gefragt wurde: Jep, ihr könnt mich supporten, indem ihr eure openWB über meinen Partnerlink bezieht - einfach über machfolgende URL einsteigen: openWB Pro (Affiliate-Link) - Danke für euren Support! 😘 Kurze Ergänzung noch zum Stromverbrauch der "Standalone" mit 7Zoll Display: Bei ausgeschaltetem Display (Normalzustand) genehmigt sich das System (gemessen auf AC-Seite des mitgelieferten Netzteils) 2,5W. Bei eingeschaltetem Display sind es zwischen 4,5-5W. Also alles im Rahmen... Gemessen habe ich übrigens mit dem "Energy Meter Basic" von ELV (Affiliate-Link), welches eine recht gute Genauigkeit aufweist. ### openWB-Infos aus erster Hand - Part 1 - Konzeption mit Frank openWB habe ich schon lange auf dem Schirm, hatte aber bisher noch keine Zeit mich damit tiefergehender auseinanderzusetzen. Heute hatte ich aber endlich die Gelegenheit mit Frank von openWB zu quatschen, um deren neueste Hard- und Softwarelösungen kennenzulernen. Im ersten Teil geht es direkt mal um die Konzeption von openWB, welche Komponenten gibt es und wie spielen diese zusammen. Natürlich schön nerdig mit viel technischen Details wie Ladestandards, automatischer Phasenumschaltung, Highlevel-Datenkommunikation, etc... https://youtu.be/V2FUS5mjJ2I YouTube-Direktlink - Bitte denkt daran einen "Daumen hoch" dazulassen. Danke! Da ich jetzt bereits öfter gefragt wurde: Jep, ihr könnt mich supporten, indem ihr eure openWB über meinen Partnerlink bezieht - einfach über machfolgende URL einsteigen: openWB Pro (Affiliate-Link) - Danke für euren Support! 😘 Links aus dem Video 00:00:32So schnell laden die neuen BYD Blade Zellen im Tesla Model Y SR am SuperCharger 00:00:46Tesla Wall Connector v2 mit TWCManager – Dynamische PV-Überschussladung realisieren 00:13:48openWB - Kontakt 00:18:44openWB - Tutorial Umstieg software1.9 auf software2 00:20:53Venus OS Large auf dem Raspberry Pi mit Touchscreen erweitern 00:28:39openWB series2 / Pro - Varianten im Vergleich ### Hilfe! Ich will endlich Apple Home Key nutzen! Heute mal ein kleiner "Hilferuf" an alle Leser des Blogs... Ich trage schon seit geraumer Zeit keine Schlüssel mehr mit mir herum. Der Tesla öffnet sich bei Annäherung des angelernten Smartphone automatisch und für die Haustür nutze ich aktuell überwiegend das Keypad der Loxone Intercom. Letztgenannte Variante funktioniert problemlos, fühlt sich aber irgendwie eher nach 1980 an als eine aktuelle Zutrittslösung. Praktischerweise bietet Apple seit iOS 15 den sogenannten "Home Key" (Apple-Infoseite) an, bei der kompatible Schlösser per Homekit integriert werden können und damit iPhone oder Apple Watch nur noch kurz beim "Vorbeigehen" an den RFID-Reader gehalten werden müssen, um das Schloss zu entsperren. Das nennt sich dann "Expressmodus". Hier gibt es zwar schon einige kommerzielle Lösungen auf dem Markt, wie bspw. das Tedee Pro (externer Link), jedoch benötige ich eine "abgespeckte Variante" ohne Drehmechanismus und den ganzen Schnickschnack, da meine Haustür bereits mit einem integrierten Motorschloss ausgestattet ist, welches per Loxone-Relais gesteuert werden kann. Deshalb würde ich mir eine einfache Relais-Lösung reichen - d.h. ich halte mein iOS-Device nahe an die RFID-Sensoreinheit, den ich noch hinter das 3D-gedruckte Loxone Intercom Wandhalterung stopfen und mit verfügbaren Strom-, Steuer- und Datenleitungen in mein Setup integrieren könnte. Sowas wie das BleBox Smart Relais Modul (externer Link) eben, welches aber keine Home-Key-Option unterstützt. Heul! Ich bin also echt etwas am verzweifeln - ich suche hier schon seit Ewigkeiten und finde einfach keine passende Lösung für meinen Anwendungsfall. Evtl. habt ihr ja einen Tipp oder wisst von einer Lösung, die auf den Markt kommen soll?... UPDATE VOM 02.11.2023 Tobias hatte ja hier angesprochen, dass er ein Programm für den Arduino geschrieben hat, um seine Mastercard-Daten (Kartennummer + Ablaufdatum) als Authentifizierung nutzen zu können. Also "einfach" das iPhone an den Reader halten und mit diesem MQTT-Trigger kann man dann bspw. ein Motorschloss ansteuern. BTW: Ich habe mir inzwischen einen "1-Wire RFID Reader mit bi-color LED, 13,56 Mhz Frequenz" vom Typ RF9092L2A-M0-13.56 (externer Link) geholt, grundsätzlich funktionieren sollte - aber ich glaube nicht out-of-the-box mit Tobias Lösung. Dieser nutzt einen PN532-NFC-Reader (Affiliate-Link). Tobias war jedenfalls so nett und hat mir sein Programm (von mir bisher noch nicht getestet) zur Verfügung gestellt, welches ich an dieser Stelle gerne teile: ApplePay Reader Mastercard (2214 Downloads ) Hier noch seine Hinweise dazu: Alles was mit Wifi und mqtt zu tun hat, habe ich raus gelassen. Zusätzlich enthält das Programm auch noch Code um normale NFC Tags auszulesen. Da wir keine Visa/Amex haben, konnte ich nur mit Mastercard testen und das Ganze wird auch nur damit funktionieren. Im Code habe ich Kommentare hinterlassen, wie man wahrscheinlich auch Visa Karten auslesen kann. Zwei Links, welche mir sehr geholfen haben: https://www.openscdp.org/scripts/tutorial/emv/readapplicationdata.html und http://werner.rothschopf.net/201703_arduino_esp8266_nfc.htm Und zum Schluss nochmal der Hinweis, dass dieser "Workaround" natürlich nicht wirklich sicher ist, da hier ein "statischer Schlüssel" genutzt wird. Theoretisch kann jeder mit einem passenden Reader, der nahe genug an euer iPhone rankommt (wenige cm), euren Schlüssel auslesen und dann emulieren, um selbst Zugriff zu erhalten. Ob das ein vertretbares Angriffsszenario darstellt oder nicht, muss jeder selbst für sich entscheiden... UPDATE ENDE UPADTE VOM 31.01.2024: Die Lösung ist da!!! Yes! Ich kann endlich Apple Home Key nutzen! https://meintechblog.de/2024/01/30/yes-ich-kann-endlich-apple-home-key-nutzen/ ### Operation Hausspeicher - Mein erster realer Inselbetrieb mit PV-Support Heute habe ich meine ESS-Anlage das erste Mal überhaupt im Ersatzstrombetrieb getestet inklusive AC-gekoppelter PV-Anlage an den AC-Out der Multiplus. Dadurch können Haus und Batterie auch im Inselbetrieb weiter durch die PV-Anlage versorgt werden. Und durch passende Frequenzshift-Settings (hier vorgestellt) sollte dann auch sichergestellt sein, dass der PV-Inverter bei vollen Batterien automatisch heruntergeregelt wird. Soweit zur Theorie. Wie es in der Praxis aussieht und welche Anpassungen ich noch in meinem Smart-Home-System vornehmen musste, damit die Visualisierung klappt, seht ihr im nachfolgenden, absolut spontan entstandenen Video. Viel Spaß damit! https://www.youtube.com/watch?v=JMy_DhAVFkw YouTube-Direktlink Kurzes Update, da der Speicher jetzt bei 100% SoC angekommen ist: Der PV-Inverter regelt jetzt tatsächlich dynamisch so weit runter, sodass der Hausverbrauch gedeckt wird und der Batteriespeicher keine Ladeleistung mehr abbekommt. MEGA! Das Ganze pendelt immer um einige hundert Watt in der Gegend rum, aber insgesamt funktioniert es wie erhofft. WIN! UPDATE 2: Die Batterie ist auf 100% und jetzt wollte ich mir eine Pizza in den Ofen schieben. Ein perfekter "Phasenschieflast"-Test für die Anlage mit für mich spannenden Erkenntnissen. Hier direkt mal quick-and-dirty ohne große Nachbearbeitung: https://youtu.be/rnPHyV0NSfg YouTube-Direktlink ### Operation Hausspeicher - Das kosten die benötigten Werkzeuge Im "Live PV-Quartett" von letzten Freitag meinte Jens, dass man für den Batteriebau knapp 500 Euro für Werkzeug ausgeben müsste. Ich fand den Betrag etwas hoch angesetzt und habe deshalb mal eine Aufstellung aller benötigten Werkzeuge für euch erarbeitet, die ihr im nachfolgenden Blogpost finden könnt. Also mal sehen, welche Komponenten wir tatsächlich benötigen und wo wir preislich am Ende landen - und ob Jens Recht behalten sollte... Wir helfen uns gegenseitig Vorab: Es freut mich sehr, dass mich immer mehr Leser und Zuseher kontaktieren, um danke zu sagen für alle kostenlos zur Verfügung stellten Inhalte und konkret nachhaken, ob bzw. wie sie mich etwas supporten können. Das zeigt mir, dass meine Inhalte wirklich weiterhelfen und auf Wertschätzung stoßen. Am einfachsten helft ihr mir, wenn ihr meinen YouTube-Channel abonniert, den Videos ein Like gebt und Produkte erwerbt, die als Affiliate-Link gekennzeichnet sind. Denn das ist für euch alles komplett ohne zusätzliche Kosten verbunden. Funfact: Ihr könnt auch einen x-beliebigen Amazon-Affiliate-Link aus meinem Blog - z.B. Labornetzteil 30V/10A (Affiliate-Link) - anklicken und alles, was ihr innerhalb der nächsten 24h kauft, wird meinem Werbeaccount gutgeschrieben. Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann mir gerne auch ein Feierabendbier per PayPal senden oder mich ab sofort auch per Patreon (externer Link) unterstützen. So, nun aber genug der "Eigenwerbung"... Werkzeuge fürs Batterie-Testing Um die frisch gelieferten LFP-Zellen zu prüfen, empfehle ich nach wie vor das YR1030 Messgerät (Affilate-Link) für knapp 50 Euro, wobei der Preis immer etwas schwankt. Damit lässt sich neben der Spannung insbesondere auch der extrem niedrige Innenwiderstand der Zellen prüfen, was in dieser Form "normale" Messgeräte nicht leisten können. Wenn die gelieferten Zellen um die 0.20mOhm und knapp 3,3V (meist 3,29V) aufweisen, sieht erstmal alles gut aus. Mehr Infos zu diesem Thema im Blogpost Operation Hausspeicher – 14kWh LiFePo4-Zellen für 2.200€. Um beim späteren Batteriepack-Bau auch höhere Spannungen der dann in Reihe geschalteten Zellen messen zu können, benötigt man noch ein stinknormales Multimeter, das man bereits unter 15 Euro bekommt, wie bspw. das KAIWEETS Digital Multimeter KM100 (Affiliate-Link). Ich selbst nutze den größeren Bruder KAIWEETS Digital Multimeter HT118A (Affiliate-Link), welches mir bereits seit Jahren gute Dienste erweist. Nicht unbedingt notwendig, aber sinnvoll, um die aktuellen Ströme zu checken, ist eine Ampere-Zange- z.B. die KAIWEETS HT206 (Affiliate-Link) für knapp über 40 Euro. Praktisch ist die Ampere-Zange bspw. auch um die Messwerte des BMS zu kontrollieren. Manche BMS, wie das von mir genutzte JiaBaiDa Smart BMS JBD-AP20S006/AP21S002 LiFePo4 200A (Affiliate-Link) lässt sich nämlich auch bequem per App kalibrieren unter Nutzung dieser Ampere-Zange. Da bei der Ampere-Zange auch Messspitzen beiliegen, lässt es sich auch als "Basic"-Multimeter einsetzen, um die Spannung zu checken. Von daher ganz klar meine Empfehlung für jeden, der hier eh noch Bedarf hat. Wer die Zellen "oldschool" auf 3,65V topbalancen möchte, kann dafür ein Labornetzteil 30V/10A (Affiliate-Link) ab ca. 50 Euro einsetzen. Hier würde ich empfehlen ein Labornetzteil zu nutzen, welches die Spannung "digital" einstellen lässt. Denn dann ist die Ladeschlussspannung (meist 3,65V bei LFP-Zellen) wirklich "fixiert" und ein Verstellen - wie bei der Variante per Potentiometer - ist ausgeschlossen. Wer hingegen die im Blogpost Operation Hausspeicher – Serielles LFP-Topbalancing meintechblog-Style vorgestellte Variante nutzt, hat zwei Möglichkeiten. Entweder wird der komplette Batteriepack direkt vom Victron Multiplus geladen oder aber man baut einen eigenen "Ladecontroller", bestehend aus einem Schaltnetzteil mit 60V und 20A (Affiliate-Link) und diesem Stepup-Converter (Affiliate-Link) für in Summe knapp über 100 Euro - Details siehe Blogpost. Die zweite Variante empfehle ich ganz klar jedem, der mehr als einen Batteriepack baut, da man hier flexibel und wirklich schnell einen neuen Pack innerhalb weniger Stunden "startklar" bekommt. Voraussetzung für das serielle Topbalancing ist aber in jedem Fall, dass ein betriebsbereites BMS samt Active Balancer installiert ist! Der meiner Meinung nach beste Active Balancer auf dem Markt ist übrigens nach wie vor der NEEY 4A Smart Active Balancer (Affiliate-Link), den ich auch mal kurz im Blogpost Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen immer aktuelle Links vorgestellt habe. Für ein "Basic" Batterie-Testing landen wir also bei einem Betrag ab 125 Euro, bestehend aus: YR1030 Messgerät (Affilate-Link) - 55 Euro KAIWEETS Digital Multimeter KM100 (Affiliate-Link) - 15 Euro Labornetzteil 30V/10A (Affiliate-Link) - 55 Euro Werkzeuge für das Batteriepackgehäuse Wer - wie im Blogpost Operation Hausspeicher – Batteriepack-Gehäuse vorbereiten beschrieben - ein Batteriepackgehäuse aus Siebdruckplatten baut, benötigt neben einem Akkuschrauber (Affiliate-Link) auch einige Bohrer und Bits. Ich habe dazu den 3mm starken Holzbohrer aus diesem Bosch Holzspiralbohrer Set (Affiliate-Link) zwecks Vorbohren genutzt. Dann noch einen ebenfalls 3mm starken Vorbohrer mit Senker (Affiliate-Link)... und schließlich einen T20 Bit aus dem Bosch Schrauberbit Set (Affiliate-Link). Ich bin mal so dreisst und rechne hier erstmal nur den "Senker" für 10 Euro als Kosten ein, da man als "normaler" Haushandwerker vermutlich eh bereits den Rest herumliegen haben sollte. Schneller geht es natürlich mit mehreren Akkuschraubern, da man die Bohr- und Schraubaufsätze nicht immer wechseln muss - aber die hat vermutlich nicht jeder gerade mal so rumfliegen... Aber, wer - wie ich - bereits ein PV-Carport (hier vorgestellt) und eine PV-Terrassenüberdachung (hier vorgestellt) bis auf die letzte Schraube selbst geplant und zusammengeschustert hat, sammelt über die Jahre schon etwas Werkzeug... Wenn man es einigermaßen sauber machen möchte, benötigt man für die Ausfräsungen an der Front des Batteriegehäuses auch noch weiteres Werkzeug. Für das Ausbohren habe ich einen 29mm Lochschneider (Affiliate-Link) genutzt. Wer in seiner Freizeit öfter mit Holz arbeitet, hat aber vermutlich eh bereits ein Lochsägeset (Affiliate-Link) in der Schublade liegen - oder sollte sich eines zulegen. Zusätzlich habe ich noch einen Bosch Multi-Cutter (Affiliate-Link) eingesetzt, eine günstige Stichsäge (Affiliate-Link) für "Feinarbeiten" tut es aber auch. Für die "sexy" Nacharbeitung der Kanten habe ich dann noch die Bosch Oberfräse POF 1200 AE (Affiliate-Link) und einen Abrundfräser aus diesem Bosch 15tlg. Hartmetall Fräser Set (Affiliate-Link) eingesetzt. Für das Batteriepack-Gehäuse berechne ich an dieser Stelle einmal 55 Euro, bestehend aus den Komponenten: Vorbohrer mit Senker (Affiliate-Link) - 10 Euro 29mm Lochschneider (Affiliate-Link) - 10 Euro Stichsäge (Affiliate-Link) - 35 Euro Apropos Ausfräsen: Demnächst zeige ich im Blog, wie ich die komplette Frontplatte des Batteriepacks künftig per eigens gebauter CNC-Fräse bearbeite - dann ganz ohne händisches Bohren, Fräsen, etc... Bei Interesse könnte ich dem ein oder anderen dann evtl. auch eine fertige Front zukommen lassen. Hier mein erster Versuch mit der frisch installierten MPCNC (externer Link): Batteriepack mit Zellen, BMS und Balancer verheiraten Wer die ganzen 3D-Druckteile, die es im Blogpost Operation Hausspeicher: BMS und Balancer mit Batteriepack verheiraten selbst anfertigen möchte, benötigt natürlich einen passenden 3D-Printer - in meinem Fall kam ein Ender 3 Pro (Affiliate-Link) für knapp 200 Euro zum Einsatz. Aber ich denke kaum jemand wird sich extra einen 3D-Drucker zulegen, nur um die paar Batteriepack-Teile auszudrucken... Aber so oder so: Ich möchte meine 3D-Drucker nicht mehr missen - als DIY-Enthusiast kommt man einfach nicht drumrum... Um die gesamten Lötarbeiten durchführen zu können, empfehle ich eine vernünftige Lötstation, wie die von mir genutzte YIHUA 926LED-IV 60W Lötstation (Affiliate-Link) für 55 Euro. Praktisch ist dabei, dass es zwei Klemmhalterungen direkt an der Lötstation gibt, sodass man kleinere Gegenstände fixieren kann und man beide Hände für die Lötarbeiten frei hat. So lassen sich dann mit etwas Übung auch fummeligere Arbeiten relativ schnell erledigen, wie bspw. die Bestückung der NEEY-Adapterplatte (Affiliate-Link): Um die dicken DC-Leitungen zu bearbeiten, empfehle ich eine hydraulische Crimpzange (Affiliate-Link) für knapp 50 Euro. Denn ohne die Zange hat man einfach keine Chance bei den massiven Kabelquerschnitten und so ein Ergebnis erzielt man nur mit einer Zange, die mehrere Tonnen auf das Werkstück ausüben kann: Wenn man das Teil einmal durchtrennt (mit dem weiter unten aufgeführten Ratschenkabelschneider), sieht man auch, dass die Pressverbindung - bestehend aus Stecker und Kupferlitzen - quasi komplett Luftdicht ausgeführt wurde - genau so, wie es sein soll: Ich habe auch bereits ernsthaft mit dem Gedanken gespielt die HBM Professionelle hydraulische elektrische Crimpzange 16-400mm2 (externer Link) zu kaufen, die mir Jens von Meine Energiewende (YouTube-Link) empfohlen hat, aber die aktuell abgerufenen 750 Euro sind mir echt zu viel. Zumal das Teil noch vor einem halben Jahr "nur" 500 Euro gekostet hat. Wer viel crimpt, spart damit aber viel Zeit und Nerven. Ich werde vermutlich auch noch irgendwann schwach werden, wenn ich wieder neue Batteriepacks baue. Hoffentlich kostet das Teil dann nicht nochmal 250 Euro mehr... Zum Ablängen der Leitungen habe ich diesen Ratschenkabelschneider (Affiliate-Link) für knapp 35 Euro genutzt. Einige Leser haben mir aber auch schon davon berichtet, dass sie Probleme hatten damit alle Adern einer 70mm2-Leitung zu durchtrennen und haben stattdessen diesen Drahtkabelschneider (Affiliate-Link) für knapp 20 Euro genutzt, der wohl besser funktioniert hat. Auch ok, denn dieser kostet sogar ein Stück weniger als der oben verlinkte Ratschenkabelschneider - mit dem ich aber bisher super zufrieden war... So oder so: Ihr braucht eines der beiden Werkzeuge, um die dicken DC-Leitungen sauber zu durchtrennen. Durchsägen oder ähnliche "Experimente" (selbst getestet) machen einfach keinen Sinn, da die Enden sonst nicht "sauber" abgeschnitten sind und man spätestens beim Einfummeln die engen Kabelschuhe massive Probleme bekommt. Um die Isolierung der Leitungen zu entfernen, kann man grundsätzlich auch einen Cutter verwenden, als Werkzeug empfehle ich aber dennoch dieses Jokari Kabelmesser 460075 (Affiliate-Link) für 15 Euro, da hiermit die Beschädigung einzelner Adern ausgeschlossen werden kann: Für feine Drähte - insbesondere für die Balancelead-Leitungen - empfehle ich diesen KNIPEX Elektronik-Seitenschneider (Affiliate-Link) für 20 Euro, mit dem man absolut exakt arbeiten kann: Als absolute "Allzweckwaffe", um Kabel mit verschiedenen Leitungsquerschnitten - insbesondere auch ganz ganz dünne Käbelchen - abisolieren zu können, empfehle ich diese Joraki Entmanteler No. 15 (Affiliate-Link) für 20 Euro, der auch für NYM-Leitungen genutzt werden kann: Um die Muttern auf die Gewinde der LFP-Zellen zu schrauben, benötigt man eine 6er-Stecknuss. Hier empfiehlt sich direkt ein günstiger Steckschlüsselsatz (Affiliate-Link) für knapp 15 Euro, den aber vermutlich eh bereits viele Zuhause rumfliegen haben. Ich kann jedem nur nahelegen die metallischen Oberflächen des Werkzeugs mit Schrumpfschlauch 32mm (Affiliate-Link) zu isolieren, damit man später kaum noch eine Möglichkeit hat einen Kurzschluss innerhalb des Batteriepacks zu fabrizieren. Denn das wäre - wie bereits öfter in den vorangegangenen Blogposts erwähnt - absolut fatal... Auf dem Bild sieht man auch den Digital-Drehmomentadapter (Affiliate-Link) für knapp 60 Euro, der es erlaubt die Schrauben optimal anzuziehen. Auf 4-5nm eingestellt, piepst er kurz vor dem Erreichen des gewünschten Drehmoments "impulsmäßig" und schließlich durchgehend - ähnlich wie die Einparkhilfe im Auto. Mag man im ersten Moment als Spielerei abtun, finde ich aber ultra praktisch und sinnvoll, da die Anschlussstellen der LFP-Zellen nicht unendlich viel aushalten. Und nach "fest" kann auch schnell "ab" kommen. Deshalb meiner Meinung nach eine mehr als sinnvolle Anschaffung. Da ich das JBD-BMS auch noch mit 70mm2-Kabel ausgestattet habe, um "systemseitig" einen einheitlichen Querschnitt zu realisieren, habe ich auch noch diesen Doppel-Ratschenringschlüssel (Affiliate-Link) für 15 Euro eingesetzt, um die Mutter auf der Rückseite "kontern" und das vorhandene Kabel abschrauben zu können: Um die diversen großen und kleinen Schrumpfschläuche "anzuschrumpfen", würde ich - entgegen vieler YT-Videos, bei denen man so sieht - eher kein Feuerzeug verwenden. Stattdessen diese Mini Heißluftpistole (Affiliate-Link) mit knapp 300W Leistung, bei der für 15 Euro bereits einige Schrumpfschläuche mitgeliefert werden. Wer die Balance-Leads separat per  M3x5 Zylinderschrauben mit Innensechskant (Affiliate-Link) auf die Busbars aufschrauben, benötigt noch einen 3mm Gewindebohrer. Dazu habe ich mir dieses Gewindebohrerset (Affiliate-Link) für 15 Euro besorgt. Vorgebohrt habe ich mit einem normalen 2,5mm Bohrer aus diesem Bosch Metallbohrer-Set (Affiliate-Link) für 20 Euro, welches ich jetzt schon ewig im Einsatz habe. Ultra praktisch ist dabei, dass es auch immer ,5 Bohrer als "Zwischengrößen" gibt... Damit lässt sich dann mit etwas Übung auch eine kleine Massenproduktion starten, wie in meinem Fall für 6 Stk. 18s-Packs, wie im Blogpost Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign gezeigt. Ach verdammt, fast vergessen: Wer die Busbars kürzen möchte bzw. muss, benötigt natürlich auch noch eine Metallsäge mit Führung (Affiliate-Link) für knapp 10 Euro. Ach, und abschließend benötigt man noch einen relativ feinen Pinsel - z.B. aus diesem Pinselset (Affiliate-Link) für 10 Euro, um die Carbon Conductive Assembly Paste (externer Link) auftragen zu können: Alle Infos zu den meisten Arbeitsschritten findet ihr übrigens im bereits oben angesprochenen Blogpost Operation Hausspeicher – Batteriepack bestücken. Puh, also fassen wir mal nochmal alle wichtigen Komponenten im Wert von knapp 330 Euro zusammen, die man benötigt, um das Batteriepackgehäuse mit den Zellen, BMS und Balancer zu verheiraten: YIHUA 926LED-IV 60W Lötstation (Affiliate-Link) - 55 Euro Hydraulische Crimpzange (Affiliate-Link) - 50 Euro Drahtkabelschneider (Affiliate-Link) - 20 Euro Jokari Kabelmesser 460075 (Affiliate-Link) - 15 Euro KNIPEX Elektronik-Seitenschneider (Affiliate-Link) - 20 Euro Joraki Entmanteler No. 15 (Affiliate-Link) - 20 Euro Steckschlüsselsatz (Affiliate-Link) - 15 Euro Digital-Drehmomentadapter (Affiliate-Link) - 60 Euro Doppel-Ratschenringschlüssel (Affiliate-Link) - 15 Euro Mini Heißluftpistole (Affiliate-Link) - 15 Euro Gewindebohrerset (Affiliate-Link) - 15 Euro Bosch Metallbohrer-Set (Affiliate-Link) - 20 Euro Metallsäge mit Führung (Affiliate-Link) - 10 Euro Pinselset (Affiliate-Link) - 10 Euro Wobei man natürlich sagen muss, dass man vermutlich bereits das ein oder andere Werkzeug Zuhause rumliegen hat und nicht extra kaufen muss. Von daher ist der oben genannte Betrag als Maximum zu verstehen. Manche Komponenten bekommt man auch bei Aliexpress etwas günstiger, manchmal wartet man dann aber auch mehrere Wochen auf die Lieferung... Hab ich etwas vergessen? Addiert man ALLES zusammen, kommt man tatsächlich auf eine Gesamtsumme von 510 Euro (125 + 55 + 330) und damit sollte Jens tatsächlich Recht behalten. Vorausgesetzt natürlich, man startet werkzeugtechnisch bei 0. Aber in diesem Fall müsste man selbst noch ein Schraubendreher-Set (Affiliate-Link) für knapp 20 Euro dazurechnen. Ah, und "one more thing", welches in keiner DIY-Bastelbude fehlen darf: Digitaler Messschieber (Affiliate-Link) - am besten die Variante mit zwei Nachkommastellen: Hab ich eurer Meinung nach sonst noch etwas Wesentliches vergessen, was man unbedingt benötigt? ### BITCOIN - Was braucht man fürs Mining und für wen ist das überhaupt interessant? Den Stromüberschuss einzuspeisen, ist die gängige Vergütungsform für PV-Anlagenbesitzer. Eine andere Möglichkeit, um aus dem überschüssigen Strom Erträge zu generieren, ist das sogenannte "Mining". Hier stellt man sich ein Stück Hardware in den Keller, gibt ihm einige kW an Leistung und "schürft" Bitcoin - oder andere Cryptowährungen. Was man im Detail dazu braucht, ob sich das am Ende des Tages lohnt und wie es auf technischer Seite mit der Blockchain-Technologie aussieht, ist Inhalt des nachfolgenden Videos. Danke an dieser Stelle nochmal an Martin von blockmine.de, der mich sowohl mit einem Testminer als auch mit wertvollen Infos versorgt hat. Mit dem Code "meintechblog" erhaltet ihr dort übrigens 5% Rabatt, solltet ihr Interesse an einem eigenen Miner haben... https://youtu.be/4WeMzH1_cS4 YoutTube-Direktlink ### Live PV-Quartett am 04.08.2023 ab 20:00 Uhr mit Jens @MeineEnergiewende und Stefan @verdrahtet Diese Woche gibt es endlich mal wieder das PV-Quartett, eine lustige "Laberrunde", in der wir die Performance unserer PV-Anlagen gegenüberstellen möchten - diesmal schauen wir uns die taufrischen Juli-Werte an. Mit dabei ist der alte Haudegen Jens, der mit seiner 45+kWp-Anlage leistungstechnisch alles in den Schatten stellt, das Nordlicht Stefan, dessen Anlage wir uns einmal im Detail anschauen werden und voraussichtlich auch noch Jonas, der gerade seine Victron-Anlage aufbaut und seine bisherigen Erfahrungen teilen möchte. Ich freue mich schon mega, da das ein wirklich interessanter Talk werden könnte. Ausserdem habe ich selbst einige "Spezialfragen" für Jens vorbereitet. Wer live dabei sein und Fragen stellte möchte, sollte sich das Datum im Kalender notieren. https://www.youtube.com/watch?v=Jc2IH8W5BP8 YouTube-Direktlink ### 23.08.2023 20:00 Uhr - PV & Speicher Live-Talk - Alle Fragen beantwortet! @MeinTechblogDe @Akkudoktor Andreas und ich erhalten regelmäßig Fragen rund um PV & Speicher, die sich oftmals wiederholen. Insbesondere Neueinsteiger haben eigentlich immer die selben "Basic"-Fragen, die wir im Rahmen dieses Live-Talks beantworten möchten. Diesmal ist auch Ralf - mein persönlicher EEG-Profi - als Moderator mit dabei, damit uns keine Frage "entwischt". Wenn ihr Bock habt, stellt uns eure Fragen und schaltet live auf YouTube rein... https://www.youtube.com/watch?v=cOZMWfIeMWw YouTube-Direktlink ### OCTOPRINT - Das Must-Have für jeden 3D-Drucker in 5 Minuten installieren Heute hatte ich endlich mal Zeit, um Octoprint auf einem in der Schublade schlummernden Raspberry Pi installieren zu können, um meinen zweiten Ender 3D-Drucker auch mal netzwerkfähig zu machen. Da ich noch eine Logitech Webcam rumfliegen hatte und man damit coole Timelaps-Aufnahmen des Drucks anfertigen kann, habe ich diese auch gleich noch rangeschnallt. Was man dafür alles braucht, wie das im Detail funktioniert und wie das Ergebnis aussieht, ist Inhalt des nachfolgenden YouTube-Videos. https://youtu.be/TklykforIXg YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:02OctoPrint - The snappy web interface for your 3D printer. 00:00:10Creality Ender-3 S1 Plus (Affiliate-Link) 00:00:15Logitech BRIO ULTRA-HD PRO Webcam (Affiliate-Link) 00:00:18Raspberry Pi 4 Modell B (Affiliate-Link) 00:00:28GeeekPi Raspberry Pi 4 Gehäuse (Affiiliate-Link) 00:00:33Kingston Industrial microSD - 8GB (Affiliate-Link) 00:00:54Raspberry Pi Imager Download 00:02:18iNet - Netzwerkscanner 00:04:05UltiMaker Cura 00:04:32Start G-Code: ; Ender 3 Custom Start G-code G92 E0 ; Reset Extruder G28 ; Home all axes G29 ; ABL G1 Z2.0 F3000 ; Move Z Axis up little to prevent scratching of Heat Bed G1 X0.1 Y20 Z0.3 F5000.0 ; Move to start position G1 X0.1 Y200.0 Z0.3 F1500.0 E15 ; Draw the first line G1 X0.4 Y200.0 Z0.3 F5000.0 ; Move to side a little G1 X0.4 Y20 Z0.3 F1500.0 E30 ; Draw the second line G92 E0 ; Reset Extruder G1 Z2.0 F3000 ; Move Z Axis up little to prevent scratching of Heat Bed G1 X5 Y20 Z0.3 F5000.0 ; Move over to prevent blob squish End G-Code: G91 ;Relative positioning G1 E-2 F2700 ;Retract a bit G1 E-2 Z0.2 F2400 ;Retract and raise Z G1 X5 Y5 F3000 ;Wipe out G1 Z10 ;Raise Z more G90 ;Absolute positioning G1 X0 Y{machine_depth} ;Present print M106 S0 ;Turn-off fan M104 S0 ;Turn-off hotend M140 S0 ;Turn-off bed M84 X Y E ;Disable all steppers but Z 00:05:34Logitech BRIO ULTRA-HD PRO Webcam ### Operation Direktvermarktung - Abrechnung der ersten drei Monate Heute gibt es endlich mal wieder einen YouTube-Talk mit Ralf, bei dem wir uns detailliert mit dem Thema Direktvermarktung befassen. Konkret analysieren wir meine ersten drei Abrechnungsmonate - was hat es gebracht im Vergleich zur Einspeisevergütung, wo ist die Kohle auf der Strecke geblieben und wo stecken Optimierungspotenziale. Viel Spaß mit dem Video - und lasst gerne ein Like und Kanalabo da - es wird künftig sicher mehr in dieser Richtung geben... https://youtu.be/L8wZ0s0YTSk YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:02:05meintechblog.de -> Suche: Direktvermarktung 00:06:00Talk mit Andreas Schmitz – So spare ich jährlich 3.000€ Kraftstoffkosten 00:10:09Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign 00:12:10Operation Hausspeicher – Temperaturen der Batteriepacks effektiv senken 00:17:50So realisiere ich eine dynamische Leistungsreduzierung meines SolarEdge PV-Wechselrichters 00:18:00So realisiere ich eine dynamische Leistungsreduzierung meines SolarEdge PV-Wechselrichters v2 00:23:50Operation Direktvermarktung – Die eigene PV-Anlage als Goldesel? 00:25:26Marktwert Solar 00:48:30github / davidusb-geek / emhass 00:48:45AI-basierte Regelungslogik im Rahmen der Direktvermarktung gesucht… ### 20.07.2023 20:30 Uhr - Solartalk / FAQ - Stelle uns eure Fragen LIVE! @MeinTechblogDe @Akkudoktor Geil, Andreas Schmitz und ich konnten endlich mal wieder einen gemeinsamen Termin zwecks Live-Techtalk finden, zu dem wir euch gerne einladen. Ich könnt euch dabei auch aktiv einbringen... Wenn ihr Fragen an uns rund um PV, Batteriespeicher, Direktvermarktung, Elektromobilität oder whatever zu diesem Themenbereich habt, hinterlasst einfach einen Kommentar und wir versuchen uns an einer Antwort. Hier gehts direkt zum Live-Stream, der am 20.07.2023 um 20:30 Uhr startet: https://www.youtube.com/watch?v=vJUSIApAo8c YouTube-Direktlink ### Operation Hausspeicher - AC-Wechselrichter per Frequenzshift für Inselbetrieb vorbereiten Damit im "Blackout-Fall" das Haus samt Batteriespeicher weiter mit Energie aus der PV-Anlage versorgt werden kann, habe ich mein Victron-System erst kürzlich mit fetten 10.000er Multiplus und insgesamt 100 kWh Speicherkapazität aufgebohrt. Damit kann ich den vorhandenen AC-gekoppelten 30kW PV-Wechselrichter nun endlich auch an AC-Out der Multiplus betreiben und meinen "Maximalausbau" vollenden. Entscheidend ist dabei jedoch, dass die Multiplus-Batterieinverter und der SolarEdge-Wechselrichter mit den passenden Settings versehen werden, sodass der WR im Inselfall die bereitgestellte PV-Leistung dynamisch herunterregeln kann, was wiederum über den sogenannten Frequenzshift bewerkstelligt wird. Was es damit im Detail auf sich hat, wie das in der Praxis umgesetzt werden kann und wie mein derzeitiger Betastatus-Konfigurationsansatz aussieht, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Grundvoraussetzungen für den Inselbetrieb Insgesamt ist das gesamte Umsetzungsvorhaben nicht sooo ultra trivial. Also fangen wir erstmal "klein" an... Das installierte Victron-System (hier vorgestellt), welches AC-seitig mit 3x Multiplus 10.000 mit dem Stromnetz verbunden ist, schaltet im Falle eines Netzausfalls innerhalb von 20ms vom netzparallelen Betrieb in den sogenannten Inselbetrieb um. Das passiert vollautomatisch, sofern die korrekten Grundparameter, wie z.B. Gridcode etc. (hier gezeigt), konfiguriert sind. Alle Lasten - in meinem Fall das gesamte Haus -, die dabei an AC-Out der Multiplus angeschlossen sind, werden quasi verzögerungsfrei mit Ersatzstrom versorgt, solange die Batterie(n) noch genügend Restkapazität aufweisen - und das Victron-Gesamtsystem natürlich genügend Leistung bereitstellen kann. (Mehr Grundlagen zu Leistung und Kapazität in diesem Blogpost.) So sieht das aktuell bei mir aus, wenn das Stromnetz ausfällt: Das Haus wird weiter über das ESS-System versorgt, solange die Batterie noch "Saft" hat. Wenn das Stromnetz wieder vorhanden ist, wird automatisch wieder auf netzparallelen Betrieb zurückgeschaltet... Kurzer Einschieb: Bisher war mein Haus immer im netzparallel Betrieb, welcher über den Hager HIM408 Lastumschalter realisiert wurde. Beim Wegbrechen des Stromnetzes wäre es auch dunkel geworden im Haus. Mehr Hintergründe zum Lastumschalter gibt es übrigens im Blogpost Operation Hausspeicher – Hauptschalter nachrüsten mit zentraler Ausschaltfunktion. Zurück um Thema: Ziemlich nice wäre es jetzt natürlich, wenn die Batterie auch im Ersatzstromfall (Inselbetrieb) weiter über die PV-Anlage nachgeladen werden könnte bzw. das Gesamtsystem bei der Versorgung der angeschlossenen Verbraucher supporten könnte. Wer nun DC-gekoppelte PV-Laderegler von Victron nutzt, muss sich quasi um nichts weiter kümmern. Die korrekt konfigurierten und im Victron-System eingebundenen Laderegler "verstehen" automatisch, wenn sie die Leistung reduzieren müssen, um die Batterie nicht zu "überladen". Wenn man etwas im Netz liest, scheint das insbesondere bei der Verwendung mehrerer parallel eingebundener Laderegler manchmal nicht 100%ig perfekt, aber das ist auf technischer Ebene auch nicht so trivial. Wer wie ich einen AC-gekoppelten PV-Wechselrichter einsetzt, hat es da schon etwas schwieriger, viel schwieriger... :D Denn im Inselbetrieb MUSS der PV-Inverter zwingend seine Leistung reduzieren, sobald die Batterie voll ist. Eigentlich bereits vorher, da man eine 99% geladene Batterie nicht "volle Lotte" laden sollte. Hinzu kommt, dass man grundsätzlich die "Factor 1.0 rule" (externer Victron-Link) beachten muss. Mein bis zu 30kW ausgebender SolarEdge SE30k Wechselrichter darf dieser Regel zufolge beim Betrieb an AC-Out der Multiplus dort nur dann angeschlossen werden, wenn seine maximal mögliche Erzeugungsleistung auch von den Multiplus selbst verarbeitet werden kann. Zumindest kurzfristig... Deshalb habe ich mein ESS-System auch auf drei 10.000er Multiplus aufgebohrt, die kurzfristig 30.000 VA "wegschaffen" können, bis der AC-gekoppelte PV-Wechselrichter eben herunterregelt - sofern korrekt konfiguriert. Dazu später mehr... Hier nochmal zum Verständnis der Übersichtsschaltplan, welcher den Inselfall bei ausgefallenem Stromnetz zeigt: Desweiteren sollten laut den Victron-Spezifikationen (siehe vorangegangener Link) für 1,5 kWp installierte PV-Leistung stolze 4,8 kWh an Batteriekapazität (bei Lithium-Batterien) vorhanden sein - also Faktor 3,2. Ob das jetzt primär nur für Victron-Batterien gilt oder allgemeine Gültigkeit besitzt, darüber wird viel diskutiert. Ich finde den Wert aber einigermaßen plausibel und habe selbst auch darauf geachtet, dass ich dieses "Ratio" mit meinem DIY-Batteriespeicher einhalte. Rein rechnerisch benötige ich bei 30 kWp stolze 96 kWh Speicherkapazität. Bei meinen mittlerweile insgesamt 6 installierten 18s-Batteriebänken mit 280Ah (real sogar um die 290Ah) komme ich sogar knapp auf 100 kWh - sollte also passen... Dynamische Leistungsregelung des AC-gekoppelten Wechselrichters einrichten Auf technischer Ebene gibt es je nach Marke und Modell oftmals mehrere Möglichkeiten einen AC-gekoppelten Wechselrichter herunterzuregeln. Bei meinem SolarEdge SE30k PV-Wechselrichter habe ich konkret zwei - bzw. mittlerweile sogar drei - Möglichkeiten (Frequenzshift, GPIO-Ansteuerung, Modbus-Ansteuerung). Die "einfachste" und meiner Ansicht nach gleichzeitig sicherste Variante setzt auf den sogenannten "Frequenzshift", welcher in jedem einigermaßen aktuellen PV-Wechselrichter standardmäßig aktiv sein sollte, um den regulatorischen Anforderungen nach VDE-AR-N 4105:2018-11 (externer Link) zu entsprechen. Der PV-Wechselrichter darf dabei lediglich im Bereich zwischen 47,5 bis 50,2 Hz seine maximale Leistung abgeben. Liegt die Frequenz darunter, ist das Netz vermutlich sowie tot und der Inverter schaltet ab. Im oberen Bereich zwischen 50,2 und 51,5 Hz darf der Inverter zwar weiterarbeiten, muss seine Leistung jedoch linear auf 50% drosseln. Ab 51,5 Hz schaltet er dann hart ab. (Bitte korrigiert mich, wenn das nicht 100%ig von den Werten her stimmen sollte, denn das beknackte VDE-Dokument kann man nicht kostenfrei einsehen...) Die Hintergründe, warum sich der Inverter genau so verhalten muss, sind wirklich spannend. Aber an dieser Stelle gehe ich nicht weiter darauf ein, da das den Rahmen an dieser Stelle total sprengen würde. Dieser netzparallele Modus wäre schon mal eine Annäherung für den Inselbetrieb, jedoch ist eine Regelung der Maximalleistung runter bis 50% in diesem Kontext leider nicht wirklich ausreichend. Hier muss man schon weiter runterregeln können: Ideal wäre ja eine solche Leistungskurve, die linear von 100% auf 0% im Bereich von 50,2 bis 51,5 Hz abfällt. (Nachfolgend wird als Obergrenze 51,2 Hz verwendet, da dies so in der Victron-Doku hinterlegt ist, also nicht wundern. Keine Ahnung, welcher Wert nun sinnvoller ist oder nicht...) Und genau für diesen Zweck bietet SolarEdge einen separaten "Generator"-Modus an, welcher im Wechselrichter selbst unter "Leistungssteuerung" -> "Alternative Stromquelle" -> "Alternative Stromquellensteuerung" -> "Generator" aktiviert werden kann. Hier lassen sich im Menüpunkt "P(f)" dann auch direkt die Schwellwerte definieren: Hier also mal so definiert, wie es die offizielle Victron-Doku "Integrating with SolarEdge" vorsieht. Die Multiplus lassen sich dann entsprechend über den ESS-Assistenten so konfigurieren, dass sie im Inselbetrieb die eigens aufgebaute "Netzfrequenz" dynamisch so anpassen, dass die passgenaue Leistungssteuerung des PV-Wechselrichters funktioniert. Damit das klappt, muss im ESS-Assistenten definiert werden, dass ein PV-Wechselrichter am AC-Ausgang hängt: Dann müssen die definierten Frequenzen eingetragen werden: Und schließlich noch die PV-Leistung angegeben werden, damit das ESS-System eben weiss, wieviel Leistung der Inverter bei 100% maximal einspeisen kann: Der SolarEdge-Inverter hat nun insgesamt zwei Modus. Einmal befindet er sich im normalen netzparallelen Betrieb (Stromnetz ist vorhanden) und damit im - ich nenne ihn mal "Normalmodus". Hier hört der Wechselrichter auf den geforderten VDE-Standard (rote Linie in der Grafik weiter oben). Damit der Wechselrichter in den gerade definierten "Generator"-Modus aka Inselbetrieb wechselt und die definierte Drosselungslogik (blaue Linie in der Grafik weiter oben) greift, benötigt er noch ein externes Steuersignal. Im besten Fall vom ESS-System selbst. Um dieses externer Steuersignal auszuwerten, besitzt der SolarEdge Wechselrichter auch eine entsprechende Einstellung unter "Anlagenkommunikation" -> "GPIO" -> "Gerätetyp" -> "Alternative Stromquelle". Wenn nun der Kontakt L1 auf GND "gezogen" wird, schaltet der Wechselrichter in den "Inselmodus". Jetzt ist aber mein Problem, dass ich bei "Anlagenkommunikation" -> "GPIO" -> "Gerätetyp" bereits die Auswahl "Schnittstelle zur Leistungssteuerung (RRCR)" gewählt habe, wie kürzlich im Blogpost So realisiere ich eine dynamische Leistungsreduzierung meines SolarEdge PV-Wechselrichters beschrieben. FAIL! Denn genau diese Steuerung benötige ich im "Normalbetrieb", um die PV-Leistung dynamisch über Loxone drosseln zu können, wenn der Börsenstrompreis negativ ist und ich die gerade anstehende Leistung nicht selbst "verwursten" kann. Glücklicherweise lässt sich dieses Problem aber doch relativ einfach lösen, da ich diese Steuerung im "Normalbetrieb" auch per Modbus umsetzen kann. Denn Rainer hat mich in seinem Kommentar kürzlich darauf hingewiesen, dass es eine solche Möglichkeit in der Home Assistant HACS-Integration "Solaredge Modbus" gibt. Mit den dort dokumentierten Modbus-Registern kann ich den WR auch easy per Loxone ansteuern (hier vorgestellt) und die GPIO-Pins werden wieder frei für das "Inselbetriebsszenario". Aber ich mache es doch ganz anders jetzt... Ich habe jetzt aber doch länger über das Ganze nachgedacht und so richtig sauber fand ich das regelungstechnisch nicht. DENN: Rein ausfalltechnisch kann ich vermutlich nie zu 100% sicherstellen, dass auch wirklich immer das benötigte Steuersignal in Richtung GPIO des PV-WR "gesendet" wird, sobald das Stromnetz ausfällt. Deshalb ist mein Ansatz jetzt der, dass sich der WR IMMER im netzparallelen Betrieb befindet, jedoch dessen Einstellungen identisch sind mit dem gewünschten Inselbetriebsmodus. Klingt vielleicht komisch, ist aber so... Denn dann müssen quasi nur noch die Herunterregelungs-Einstellungen des PV-WR "getuned" werden und alles sollte funktionieren... Die passenden Einstellungen sind unter "Leistungssteuerung" -> "Wirkleistung" -> "P (U)" Mir ist bewusst, dass es nicht so cool ist an den diesen Einstellungen herumzuspielen und das Ganze dann nicht mehr 100%ig netzkonform arbeitet, da der PV-WR dann im Range 50,2 und 51,2Hz nicht mehr von 100% auf 50% drosselt, sondern stattdessen von 100% auf 0%, aber das ist für mich derzeit der sinnvollste Ansatz. Denn mit diesen Einstellungen ist IMMER sichergestellt, dass der PV-WR nicht zu viel Leistung im Inselbetrieb abgibt, da er per Frequenzshift dynamisch von den Victron Multiplus heruntergergelt werden kann - ohne zusätzlich notwendigen externen "Hey-PV-Inverter-du-befindest-dich-jetzt-im-Inselmodus-Trigger". Gerne bin ich für Feedback diesbezüglich offen, wenn jemand meint, dass das GAR NICHT geht... Da ist noch nichts in Stein gemeiselt - befinde mich aktuell ja noch in der "Findungsphase". Und man findet dazu online einfach keinerlei sinnvollen Input. UPDATE VOM 27.02.2025 Hier der Input von Lukas bzgl. des hier beschriebenen Problems, welches kurzgefasst bewirkt, dass der SolarEdge WR beim Umschalten in den Inselbetrieb mit viel Blind- und wenig Wirkleistung "hin und her" schwingt und die Produktion trotz vollem Sonnenschein nicht mehr richtig hochfährt) - identisch dem Problem, welches ich bereits selbst hin und wieder bei meiner eigenen Anlage beobachten konnte: Hallo Jörg, wie besprochen hier die Bilder die ich euch Zeigen will. Ausgangspunkt: – Leistungssteuerung -> Wirkleistung -> P(f) -> P0 50.2 100– Leistungssteuerung -> Wirkleistung -> P(f) -> P1 51.2 0 Änderung um 8:56 der Einstellung – Leistungssteuerung -> Wirkleistung -> P(f) -> P0 50.2 100 auf – Leistungssteuerung -> Wirkleistung -> P(f) -> P0 50.5 100 Was sehe ich: Um 7:33 ist die SOC gesteuerte Umschaltung von Netz auf Insel. Frequenz geht hoch, SolarEdge WR schaltet ab und geht in Netzüberwachung. Danach versucht er wieder hochzufahren. Ohne die Änderung schwangt die Frequenz stark hin und her und der WR kommt nicht in die Gänge. Der cos(phi) von SolarEdge WR und Victron MP2-5k liegt zwischen 0,2 und 0 (Je nach Zählrichtung und Einbaurichtung der Shellys). Hohe Scheinleistung und niedrige Wirkleistung = Hohe Blindleistung. Nach dem Wechsel auf 50,5 Hz um 8:56 Uhr fährt der SolarEdge WR sauber hoch. Frequenz ist stabil, cos(phi) nahe 1, Scheinleistung = Wirkleistung => kaum Blindleistung Hinweis: Bei dem Messwert SolarEdge Scheinleistung habe ich diesen mit -1 multipliziert damit er besser zu vergleich ist. Gruß Lukas UPDATE ENDE ### So realisiere ich eine dynamische Leistungsreduzierung meines SolarEdge PV-Wechselrichters v2 Nachdem ich erst vor wenigen Tagen die extern gesteuerte Leistungsreduzierung meines SolarEdge Wechselrichters per GPIO-Pins hier vorgestellt hatte, konnte ich nun bereits die Ansteuerung per Modbus realisieren, welche im direkten Vergleich eine "punktgenaue" Drosselung in 1%-Schritten ermöglicht. Dadurch werden nun auch die GPIO-Pins am Inverter wieder frei, welche ich evtl. später für den extern getriggerten Wechsel des SolarEdge-Inverters in den Inselbetrieb im Kontext meiner Victron-ESS-Anlage benötige. Wie die Integration per Modbus funktioniert, welche Register dazu angesprochen werden müssen und wie ich die Werte einfach per Loxone senden kann, um die gewünschte Leistungsreduzierung dynamisch zu setzen, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Modbus 4thewin Die SolarEdge-Inverter lassen sich per Netzwerkschnittstelle per Modbus ansprechen - primär, um Messwerte auszulesen. Sofern die Modbus-Option im Inverter softwareseitig per SetApp aktiviert wurde, lassen sich damit bspw. die aktuelle Produktion in kW oder auch die Leistung am Netzübergabepunkt (vorausgesetzt das SolarEdge-Smartmeter ist installiert) auslesen. Kompatibel sollten alle neueren SolarEdge Wechselrichter sein, auch die kleineren Modelle und nicht nur so große Teile wie der SE30k... Die nutzbaren Modbus-Register sind im Dokument Technical Note – SunSpec Logging in SolarEdge Inverters (externer Link) einsehbar. Rainer hat mich in seinem Kommentar kürzlich darauf hingewiesen, dass es auch eine Steuerungsmöglichkeit über die Home Assistant HACS-Integration "Solaredge Modbus" (Github-Link) gibt. Danke nochmal Rainer, das war ein super Tipp! Auf Github ist glücklicherweise auf die betreffende SolarEdge-Doku namens Technical Note – Power Control Protocol for SolarEdge Inverters (externer Link) referenziert, welche Aufschluss über die nutzbaren Modbus-Register zwecks der gewünschten Leistungssteuerung gibt. Hier gibt es sogar noch eine neuere Version des Dokuments. Informationen zur Leistungsdrosselung lassen sich dabei über die Funktion "Global dynamic power control" einsehen. Steuerung des SolarEdge Wechselrichters über Modbus Der Inverter lässt sich über verschiedene Parameter steuern. Am einfachsten ist es für meinen Anwendungsfall die gewünschte Maximalleistung in Prozent zu senden. Mein Inverter ist so konfiguriert, dass er maximal 30 kW ausgeben kann. Wenn ich das "Active Power Limit" dann bspw. auf 10% setze, gibt er nur noch maximal 3 kW aus. Damit das klappt, muss man beim SolarEdge Wechselrichter erstmal einen "virtuellen Schalter" namens "AdvancedPwrControlEn" aktivieren, damit er über Modbus nachfolgende Steuerbefehle entgegennimmt. Dieser Wert muss auch nach jedem Neustart des Inverters gesetzt werden, genauso wie die gewünschte Leistungslimitierung. Am besten schickt man den ganzen Schlonz einfach zyklisch, dann ist dieses Thema auch vom Tisch. Also erstmal zyklisch - bzw. zumindest nach einem Inverterneustart - den Wert "AdvancedPwrControlEn" aktivieren. Hierbei handelt es sich um das Modbus-Register F142 / 61762 (int32), welches auf "1" gestellt werden muss. Die Maximalleistung wird dann über den Wert "Active Power Limit" gesetzt. Die gewünschte Maximalleistung in % wird über das Modbus-Register F001 / 61441 (uint16) übermittelt. Werte sind sinnvollerweise im Bereich 0-100 möglich. Damit der neu übermittelte Wert auch greift, wartet der Inverter noch auf eine Transaktionsbestätigung. Diese wird über den Wert "Commit Power Control" gesendet, welche das Modbus-Register F100 / 61696 (int16) besitzt. Hier einfach eine 1 für ein "Execute commit" übertragen und fertig. SE-Inverter-BefehlModbus-RegisterFormatGenutzte WerteAdvancedPwrControlEn61762int321Active Power Limit61441uint160-100Commit Power Control61696int161 Fast instant regelt der SolarEdge-Wechselrichter dann auch die gerade übermittelte Leistungsdrosselung. Die gesetzten Werte lassen sich übrigens auch wieder per die selben Modbus-Register auslesen, um den aktuellen Wert zu kontrollieren. Es ist übrigens auch möglich verschiedene Leistungsdrosselungen "parallel" zu nutzen. Also neben der Modus-Variante auch die vor einigen Tagen gezeigte GPIO-Geschichte. Der Wechselrichter "hört" dann immer auf den kleinsten Wert - also auf die größte Drosselung. Umsetzung der Modbus-Register und Steuerunglogik in Loxone Hier mal die drei benötigen Modbus-Werte mit den korrekten Parametern in Loxone, um das Power-Limit zu setzen: Und nier noch meine Loxone-Logik, um bei neuen Wunschwerten alles automatisch zu "tiggern". Hier musste ich "timiningtechnisch" etwas basteln, um keine Modbus-Übertragungsfehler zu erhalten. Wenn das jemand detaillierter sehen möchte, einfach einen Kommentar hinterlassen - dann kann ich das gerne auch mal in einem Video zeigen. Hier vorerst zumindest mal die Logik als Download: Loxone Config SolarEdge Modbus Leistungssteuerung (1975 Downloads ) UPDATE VOM 17.10.2024 Ich habe gerade mal versucht obige Befehle per Modbus TCP (nicht RTU) zu senden. Bisher ohne Erfolg... Bei meinem Setup wird die Leistung direkt auf 0W gedrosselt. Dabei habe ich insbesondere beim Element "AdvancedPwrControlEn" verschiedenste Settings (16-/32-bit integer, Registerreihenfolge ja/nein) ausprobiert. Keinen Schimmer, warum das so ist. Falls jemand Ahnung hat - gerne per Kommentar mitteilen. Danke schon mal! Und noch etwas: Mit ist aufgefallen, dass Loxone an der Bezeichnung des Modbus-"Befehl"s herumgespielt hat. Per Modbus RTU "AdvancedPwrControlEn" steht jetzt nach der Umstellung der Loxone-Logik "6 - Write Single Register (0x06)" und bei Datentyp "16-bit unsigned integer". Das sollte laut Spezifikationen nicht funktionieren, da ein 32-bit-Wert erwartet wird. Aber es funktioniert zumindest bei Modbus RTU dennoch. Anders als bei Modbus TCP. Das bekomme ich einfach nicht zum Laufenm, egal ob 16bit oder 32bit. Hab ich schon erwähnt, dass ich Modbus HASSE? :DDD UPDATE ENDE Insgesamt bin ich super happy mit der Lösung. Einzig ist die Übertragungsrate der Modbus-Spezifikation echt lahm. Deshalb darf man Register nicht zu oft abfragen oder beschreiben, denn sonst laufen die Mitteilungen in einen Error. Aber mit dem in Loxone eingebauten Modbus-Monitor lässt sich das ganz gut analyisieren und die Timings sinnvoll anpassen, damit alle Nachrichten zuverlässig "durchflutschen". Tausend Dank am Ende auch nochmal an Matthias von haus-automatisierung.com, der sich die Zeit genommen hat, die Modbus-Spezifikationen mit mir durchzugehen. Ohne dich hätte ich viel länger gebraucht, um ans Ziel zu gelangen... Danke! 😘 ### kW und kWh - Die zwei zentralen elektrischen Einheiten, die man einfach kennen muss Ich lese im Netz mittlerweile ständig, dass der Hausspeicher mancher Leute 10 kW besitzt oder die PV-Anlage 5 kW/h erzeugt. Manchmal fängt der "Rant" ob der falschen Einheiten dann direkt an, manchmal wird nochmal freundlich nachgehakt, dass da etwas nicht ganz stimmen kann. Nicht selten ist dann die erste Reaktion: "Ja meine Güte, die Einheiten sind mir echt wumpe, man weiss doch, was gemeint ist." So oder so nervig, denn oftmals ist es eben doch nicht trivial oder ersichtlich, was wirklich gemeint ist. Gerade mit PV-Anlage, Hausspeicher, Wärmepumpe oder E-Auto sollte man sich zumindest mal fünf Minuten nehmen, um die nachfolgenden "Basics" zu verinnerlichen, auch wenn es vielleicht anstrengend erscheint. Denn jeder von uns wird damit früher oder später konfrontiert, nicht zuletzt auf der eigenen Stromrechnung. Und spätestens dort muss man wissen, für was genau man jetzt eigentlich wieviel bezahlt... Deshalb nachfolgend einmal nüchtern aufgelistet die zwei zentralen "elektrischen Einheiten", deren Bedeutung und einige Hintergrundinfos. Teilt den Blogpost gerne JEDES MAL irgendwo als "Aufklärung", wenn eine der genannten Einheiten nicht korrekt verwendet wird - auch hier im Blog. Findet vielleicht nicht jeder cool, aber der Versuch zählt... :D Watt W -> Leistung Leistungsaufnahme Bei kleineren Verbrauchern wird die aktuelle Leistungsaufnahme gewöhnlich in Watt angegeben. Eine moderne "Glühbirne" mit ordentlicher Leistung genehmigt sich bspw. 10 Watt. BTW: Für den Außenbereich habe ich mir jetzt diese GU10-Mopeds (Affiliate-Link) bestellt. Mal sehen, ob die wirklich so viel heller ist als die 5W-Version, die echt keinen Spaß macht. Bei größeren Verbrauchern bzw. Produzenten, wie einer PV-Anlage, wird die Einheit kW genutzt. Bei ordentlicher Sonneneinstrahlung kann dann bspw. 5 kW (= 5.000 W) "geerntet" werden. Rein rechnerisch könnte man IN DIESEM Moment dann 500 Glühbirnen betreiben (5000 W / 10 W). Die AKTUELLE LEISTUNG einer Glühbirne wird in Watt angegeben, also z.B. 10 W Wichtig in diesem Kontext ist insbesondere, dass die Leistung - vereinfacht gesagt - KEINEN Zeitbezug besitzt. Es handelt sich um die Leistung, die gerade "anliegt". Übertragen auf eine Autobahnfahrt ist das dann die aktuelle Geschwindigkeit, bspw. von 120 km/h. Und dieses "pro Stunde", welches man im Kontext der Geschwindigkeit über Jahre verinnerlicht hat, fällt einem vermutlich an dieser Stelle auf die Füße, wenn man unvorbereitet mit elektrischen Einheiten konfrontiert wird. Denn hier gibt es dieses "pro Stunde" im Alltagskontext schlicht nicht. Also bitte merken: NIEMALS "/h" an elektrische Einheiten hängen - kW/h ist schlichtweg falsch, zumindest zu 99,9%. Kilowattstunde kWh -> Energie Energiemenge Kapazität Verbrauch Arbeit Die wichtigste Einheit überhaupt ist die am Ende des Tages abrechnungsrelevante Energiemenge, welche in kWh ausgewiesen wird. Bei der Stromrechnung am Ende des Jahres evtl. auch als MWh angegeben, wobei eine MWh flockigen 1.000 kWh entspricht. Die Energiemenge ist dabei schlicht und einfach die oben genannten Leistung MIT Zeitbezug. Konkret wird die Leistung mit der Zeit multipliziert. Die 10W-Glühbirne verbraucht in einer Stunde also 10 Wh (10 W x 1 h). In einem Monat (720 h) generiert die 10W-Glühbirne einen GESAMTVERBRAUCH von 7.200 Wh, umgerechnet 7,2 kWh. Nochmal langsam: 10 W * 720 h = 7.200 Wh. Geteilt durch 1000 -> 7,2 kWh. Bei einem Strompreis von aktuell etwa 40 Ct/kWh gönnt sich die 10W-Glühbirne bei einem Monat Dauerbetrieb 2,88 Euro (0,4 Euro/kWh x 7,2 kWh). Gedankenstütze und Beispiele Hier noch eine kleine Gedankenstütze, die man ein paar Mal gedanklich durchgehen kann, um sich das Ganze zu verinnerlichen: W = AKTUELLE LEISTUNGSAUFNAHMEWh = GESAMTE ENERGIEMENGE Nachfolgend noch eine lose Liste mit Beispielen, um ein Gefühl für die Einheiten zu bekommen: Ein Hausspeicher besitzt bspw. die Kapazität von 10 kWh. Ein solcher voll geladener Speicher kann also bspw. 10 Stunden lang eine konstante Leistung von 1 kW abgeben bis er leergelutscht ist. Wenn man es etwas übertreibt, hat der Hausspeicher vielleicht auch 100 kWh, wie mein selbst gebauter (hier vorgestellt). Ein Hausspeicher hat aber auch eine maximale Ein- bspw. Ausspeiseleistung. Beim Speicher von oben könnten das realistisch gesehen vielleicht 4 kW sein. Diese könnte er dann hochgerechnet für insgesamt 2,5 h aufrechterhalten. In der Praxis stimmt das nicht ganz, da die Leistung dann automatisch bei hohem bzw. niedrigem Batteriestand "gedrosselt" wird. Der Akku eines E-Autos hat bspw. 60 kWh - wie bei unserem frisch gebackenem Model Y SR (hier vorstellt). Bei einem Verbrauch von 15 kWh/100km kommt man mit einer vollen Batterie also rechnerisch 400 km weit. Das Model Y SR mit Heckmotor bringt maximal 220 kW auf die Straße, was einer Leistung von knapp 300 PS entspricht. Der Umrechnungsfaktor zwischen kW und PS ist dabei knapp 1,36. An einer Schnellladesäule können manche Fahrzeuge mit bis zu 250 kW laden - zumindest innerhalb eines bestimmten Ladebereichs. Wenn man bspw. 5 Minuten mit 250 kW lädt, wird die Batterie um 20 kWh gefüllt (0,083 h * 250 kW). Mehr dazu - insbesondere zum Ladewirkungsgrad - in diesem Blogpost. Bei PV-Anlage gibt es neben der real gemessenen Leistung in kW auch noch die sogenannte "normierte Leistung", welche in kWp angegeben ist. Diese unter Laborbedingungen gemessene Kilowatt-Peak Leistung können die PV-Panels bei einer Zelltemperatur von 25 Grad und einer Sonneneinstrahlung von 1.000 W/qm erzeugen. In der Praxis können die kWp-Werte auch mal überschritten werden, insbesondere im Frühling bei geringen Termperaturen. Denn je kühler, desto höher sind die Modulwirkungsgrade... Über den Tag hinweg "erntet" eine PV-Anlage dann bspw. eine Energiemenge von 50 kWh. Sie hat dann über 10 Stunden gesehen eine durchschnittliche Leistung von 5 kW generiert. Bei einer PV-Anlage hat man über den Tag gesehen natürlich keine konstante Leistung - das sollte lediglich ein Rechenbeispiel sein, um die Logik zu verdeutlichen. kW/h ist im "normalen" Kontext einfach falsch... Abschließend noch ein zwei Worte dazu, warum kW/h in einem ganz anderen Kontext genutzt wird. Denn kW/h ist nicht die Energiemenge, für die man bezahlen muss, im Gegenteil... Die verbrauchte Energiemenge, die als Zählerstand am Stromzähler ablesbar ist, entspricht ja der ARBEIT, welche "abgearbeitet" wurde. Und Arbeit entspricht Leistung x Zeit. Und eben nicht Leistung / Zeit. Deshalb auch kWh und nicht kW/h. Arbeit = Leistung x Zeit ... UND nicht Leistung / Zeit kW/h kann man am ehesten als Leistungsänderung innerhalb eines definierten Zeitraums verstehen. Also bspw. der "Hochlauf" der Leistung beim Zuschalten von Kraftwerken. Oder aber im Kontext der Hausspeicher. Denn regulatorisch darf in Deutschland bspw. ein netzgekoppelter Batterieinverter bei Leistungssprüngen lediglich mit einer "Leistungsgeschwindigkeitsänderung" von 400 W/s nachregeln. Wenn die Netzübergabeseite gerade auf 0 W ausgeregelt ist und ein Hausverbraucher plötzlich mit einer Leistung von 2 kW zugeschaltet wird, dauert es also 5s (2000 W / 400 W/s), bis der Inverter damit klar kommt und netzseitig wieder ein "Gleichgewicht" auspendeln kann. ### AI-basierte Regelungslogik im Rahmen der Direktvermarktung gesucht… Ich erhalte immer mehr Leserfragen, wie genau ich meine PV-Anlage bzw. den Hausspeicher denn nun steuere, um im Rahmen der Direktvermarktung (Details hier) das Maximum an Einspeiseertrag herauszuholen. Aktuell bin ich mit meiner über Loxone umgesetzen Logik jedoch eher semizufrieden, weshalb es dazu im Blog noch keine weiterführenden Inhalte gibt. Auch bin ich gerade etwas "lost", was mittel- bis langfristig die beste Lösung ist - im Sinne einer softwareseitigen Umsetzung der Regelungslogik. Deshalb an dieser Stelle mal die Frage an alle Leser des Blogs: Hat hier schon jemand Erfahrungen mit OpenSource-Lösungen oder Eigenentwicklungen sammeln können? Gibt es hier evtl. AI-basierte Logiken, die sich einsetzen lassen? Nachfolgend werde ich mal die zentralen Anforderungen an meine "Wunschlösung" auflisten, evtl. ergibt sich ja eine Diskussion in den Kommentaren. Ich bin gespannt... Anfoderungen an die Regelungslogik Berücksichtigung der PV-Prognose der nächsten Tage - erhalte aktuell bereits relativ gute Werte über Solcast (externer Link) Berücksichtigung des Börsenstrompreises der nächsten 10-34 Stunden - bekommt man recht einfach über die aWATTar-API (externer Link) Berücksichtigung des Eigenverbrauchs - protokollierte Vergangenheitswerte können über meine InfluxDB ausgelesen werden Abfrage zentraler "Sensorwerte" über MQTT oder HTTP-Requests - dazu gehören die aktuelle PV-Produktion, Leistung am Netzübergabepunkt, Leistung und SoC des Batteriespeichers, Leistung von "Großverbrauchern" (z.B. Wallbox) Steuerung zentraler "Aktorwerte" über MQTT bzw. HTTP-Requests - dazu gehören die Lade-/Entladeleistung des Hausspeichers, etwaige Leistungsreduzierung der PV-Anlage, dynamische Leistungssteuerung der Wallboxen (im besten Fall über SoC-Werte der angeschlossenen E-Autos) Berücksichtigung zentraler Rahmenparameter auf "Aktorseite" - also bspw. wieviel Lade-/Entladeleistung der Hausspeicher packt unter Berücksichtigung des aktuellen SoC (Drosselung der Leistung bei niedrigem bzw. hohem SoC). Bestmöglich mit einer Art "Lernfunktion" anhand des Livevergleichs gewünschter Soll- und real gemessener Istwerte. Zentrale Herausforderungen Schwierig ist dabei vermutlich insbesondere die Prognose des Eigenverbrauchs, wobei man hier evtl. auch weitere Sensorwerte (z.B. Anwesenheit, Entfernung der E-Autos) heranziehen kann, um die Regelungslogik zu verbessern. Entsprechende Sensorwerte "sammle" ich alle in Loxone, die einfach extern für Drittsoftware verfügbar gemacht werden können. Evtl. reicht es auch schon "einfach" den Batteriespeicher in den Niedrigpreisstunden automatisiert laden zu lassen, wenn genug prognostizierte PV-Leistung vorhanden ist. Und umgekehrt entladen zu lassen bis runter zu einem definierten SoC-Wert (z.B. 20%), wenn der Börsenstrompreis am höchsten ist (unter Berücksichtigung des ESS-Wirkungsgrad von knapp 80%). 🤔🤷‍♂️ Die Hardware steht zum Einsatz bereit... Hardwareseitig habe ich meine Hausaufgaben soweit gemacht. Der 100kWh große Hausspeicher (hier vorgestellt) steht bereit... Der 30kW PV-Wechselrichter ist auch eingebunden und lässt sich seit Neuestem sogar variabel herunterregeln (hier vorgestellt), bspw. bei negativen Börsenstrompreisen... Aber, eine zentrale Komponente fehlt natürlich noch... Ich brauche... Hilfe! Leider habe ich 0 Ahnung von bzw. Erfahrung mit verfügbaren Methoden wie maschinelles Lernen oder sonstigen AI-basierten Algorithmen, weshalb ich überhaupt nicht einschätzen kann, inwiefern man hier sinnvollerweise zum Ziel einer vollautomatischen "Regelungsengine" gelangen kann bzw. welche "Inputparamter" sinnvollerweise berücksichtigt werden müssen. Evtl. könnt ihr mir etwas weiterhelfen bzw. in die richtige Richtung schupsen... Evtl. gibt es ja auch bereits einige Leser mit "fertigen" Softwarelösungen, die direkt einsatzbereit sind. Keine Ahnung, wieviele "Hardwareressourcen" solche Softwarelösungen "fressen", vom Raspberry Pi bis hin zum MacMini mit i7 Quadcore und 64GB Ram hätte ich aber alles am Start... In diesem Sinne: Ich freue mich auf rege Diskussionen! ### Live TechTalk am 06.07.2023 ab 21:00 Uhr mit Jens @MeineEnergiewende Gestern Abend haben Jens und ich noch kurz vor seinem Urlaub eine kleine Spontan-Live-Session eingelegt, um über Neuerungen der Intersolar-Messe zu quatschen, die wir vergangenen Monat gemeinsam besuchen durften. Außerdem - wie immer - weitere Themen zu Victron, Speichergeschichten und Elektromobilität. Ach, und meine PV-Anlage musste ich auch reparieren. Außerdem weiterführende Themen, u.A. wie sich die Strompreise entwicklen und Jens hat auch langsam Bock auf Direktvermarktung - hoffentlich schafft er es endlich mal seine Anlage regulär ans Netz zu bekommen... Es wird also spannend. Wenns euch gefällt, seid ihr eingeladen einen Like dazulassen und ein Kanalabo (YouTube-Link) - dann verpasst ihr künftig keine neuen Inhalte mehr, von denen es mit Sicherheit einige geben wird. https://www.youtube.com/watch?v=4kU8ipKUXx8 YouTube-Direktlink Links aus dem Video to be continued... Andy am Start beim nächsten Live-Stream Und hier nochmal die "öffentliche Zusage" von Andy - aka Mr. Off-Grid Garage (YT-Link), dass er beim nächsten gemeinsamen Live-Stream am Start sein wird... MEEEGA 🥳🥳🥳 Freue mich schon total drauf! ### Ich liebe SolarEdge - Analyse meines kürzlichen PV-Ausfalls Als ich neulich die SolarEdge-App öffnete, bekam ich direkt schlechte Laune und befürchtete schon das Schlimmste... Ein Leistungsoptimierer meldete den Totalausfall der zwei an ihm angeschlossenen PV-Panels. Verdammt verdammt! Was kann man jetzt tun? Wie ich den Fehler dank der durchdachten SolarEdge-Konzeption ohne großen Aufwand ausfindig machen und das Problem mit wenigen Handgriffen lösen konnte, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Ich gebe es zu: Ich bin SolarEdge-Fanboy... Steinigt mich bitte nicht gleich. Aber: Das nachfolgend dargestellte Problem samt Problemlösung bestärkt mich mal wieder komplett darin, dass es die richtige Entscheidung war, auf SolarEdge zu setzen. Übrigens werde ich leider (noch) nicht von SolarEdge bezahlt, alles was ich hier schreibe, mache ich deshalb, weil mich das Konzept einfach von vorne bis hinten überzeugt und ich es einfach GEIL finde. Außerdem kann ich damit evtl. auch dem ein oder anderen hilfsreiche Infos mit an die Hand geben, der selbst in diese Situation kommt. Der Tag des Ausfalls ... war ein bisschen wie der "Tag der toten Ente" (IMDB-Link) (grandioser Film übrigens mit Hugh Grant) - nur ohne Tiere, dafür aber mindestens genauso dramatisch... Als ich also vor einigen Tagen wieder mal die SolarEdge-App öffnete, um nach dem "Rechten" zu sehen, ahnte ich nichts Böses. Aber was mussten meine schlagartig zusammenzuckenden Augen nach einem virtuellen Überflug des "physikalischen Layout" meiner Anlage dann sehen... Leistungsoptimierer 1.4.17 wies einen Wochenertrag von insgeamt 0 Wh aus und die angezeigte Kachel war komplett schwarz, was das ganze Dilemma nochmal optisch hervorhob und instant das Gedankenkarussell anschmiss. 0% Energie = 100% Problem Ich dachte mir direkt: Ja toll, der betroffene Leistungsoptimierer hat nach etwas mehr als zwei Jahren bereits das Zeitliche gesegnet und alle SolarEdge-Hater, die man im Netz so lästern hört, sollten Recht behalten. SolarEdge ist einfach fehleranfällig, weil jedes Panel (oder manchmal auch zwei) mit einer zusätzlichen und "unnötigen" Komponente - dem Leistungsoptimierer - ausgestattet sind. Aber war das wirklich der wahre Grund? BTW: Weitere Informationen zur SolarEdge-Konzeption und was es mit den Leistungsoptimierern auf sich hat, findet ihr bspw. in diesen beiden Blogposts: Operation Solarcarport – Eigenbau mit PV-Technik von SolarEdge Operation Solar-Terrassenüberdachung – Anlagenerweiterung um 4,8 kWp Aber was macht man jetzt bei einem Ausfall? Erst mal habe ich die Infos von SolarEdge befolgt, die in einem solchen Fall vorschlagen eine Neukoppelung der Leistungsoptimierer im PV-Inverter anzustoßen. Ich habe das dann direkt über die "SetApp" gemacht - angeblich kann man aber wohl auch den roten - etwas versteckten - Kippschalter unten am Inverter einige Sekunden nach rechts (Stellung 0) drücken. Das habe ich jetzt aber erst gestern zufällig irgendwo gelesen und bisher noch nicht selbst getestet. Nachdem nun die Leistung auf 0W heruntergeregelt und eine zeitaufwändige Neukopplung durchgeführt wurde, wurde der betroffene Leistungsoptimierer natürlich wieder erkannt... NICHT. Denn insgesamt sind 87 Leistungsoptimierer verbaut, gefunden wurden aber lediglich 86 - auch nach knapp 30 minütiger Wartezeit. Grml... Ich hätte aber ehrlich gesagt auch nichts anderes erwartet. Also Pustekuchen, Problem nach wie vor ungelöst. Nur mit dem Unterschied, dass der Leistungsoptimierer einfach nicht mehr softwareseitig gekoppelt war. Fail... Der nächste Tipp von SolarEdge sah so aus, dass der Leistungsoptimierer physisch aus dem bestehenden PV-String entfernt werden soll, um mit angeschlossenem Panel zu messen, ob eine Prüfspannung von 1V am Leistungsoptimierer selbst ausgegeben wird. Da die Anlage gerade noch Energie produzierte, hätte ich erstmal den Inverter ausschalten müssen, um den betroffenen PV-String "stromlos" zu schalten und einen Lichtbogen beim Ausstecken zu vermeiden. Sobald der PV-String einmal vom Wechselrichter getrennt ist, ist das übrigens auch einer der zentralen Vorteile von SolarEdge im Vergleich zu konventionellen PV-Installationen, da der PV-String in diesem Fall wirklich stromlos und damit spannungsseitig ungefährlich ist. Denn die Leistungsoptimierer schalten Leistung nur dann durch, wenn ein angelernter PV-Inverter erkannt wird. Anderenfalls wird nur eine Prüfspannung von 1V pro Leistungsoptimierer ausgegeben, um vorab bereits während der Installation die Anzahl der in Reihe geschalteten Optimierer per Multimeter messen zu können. Werden bspw. 30 Leistungsoptimierer in Reihe geschaltetet, werden auch 30V gemessen. Werden lediglich 29V angezeigt, weiss man, dass ein Leistungsoptimierer ein Problem hat, vermutlich weil das Panel nicht korrekt konnektiert wurde. Und genau dieses Wissen machte ich mir dann zu nutzen, ohne dass ich den betroffenen Leistungsoptimierer aus dem PV-String entfernen musste. Ich habe mir dann einfach meine HT206D Stromzange (Affiliate-Link) geschnappt, die meiner Meinung nach in keinem Werkzeugkoffer fehlen sollte. Denn sie lässt sich mit den beiliegenden "Fühlern" auch als normales Multimeter verwenden... Also Leiter an die Hauswand gestellt und hoch zum betroffenen Leistungsoptimierer, dessen Installationsort ja dank der SolarEdge-Visualisierung easy auffindbar war: Erstmal testweise den Stringstrom gemessen, der in diesem Fall 4,19A ausgab. Das war ja im Grunde zu erwarten, da die PV-Anlage ja immer noch Strom produzierte, auch auf diesem PV-String - insgesamt sind übrigens drei Strings am Wechselrichter angeschlossen. Aber so wusste ich schon mal, dass die Stromzange korrekt funktioniert: Jetzt ging es an die zweite Leitung, welche den Leistungsoptimierer mit dem angeschlossenen PV-Panel verbindet: Oha, 0,0A klingt natürlich nicht so prickelnd. Zumindest konnte ich das Problem nun so schon mal eingrenzen. Entweder ist der Leistungsoptimierer tatsächlich defekt, das PV-Panel selbst oder eben die Konnektierung einer der MC4-Stecker... In meinem Setup ist es so, dass im Falle der Terrassenüberdachung zwei halb transparente PV-Panels mit jeweils 200W in Reihe geschaltet sind, um die Spannung zu erhöhen - und dann werden die in Reihe geschalteten Panels an je einen Leistungsoptimierer angeschlossen. So sieht das konzeptionell gesehen aus: Ok, also erstmal die Verbindungsstecker der Panels vom Leistungsoptimierer selbst getrennt und dann per Multimeter die einzelnen PV-Panel-Spannungen gemessen. Jeweils knapp über 20V wurden dabei angezeigt, also geben die Panels schon mal Spannung aus und sind nicht komplett kaputt. Beim erneuten Verbinden beider Panels fühlte ich dann einen "komischen Widerstand" bei den MC4-Steckern. Bei der Inspektion der Buchsen merkte ich dann direkt, dass ein Stecker nicht korrekt verschraubt war und infolgedessen der innenliegende Metallstift, welcher die elektrische Verbindung herstellt, nicht komplett eingerastet war. Vermutlich von Tag 1 an... Also direkt das Problem behoben, indem ich einfach einen neuen MC4-Stecker aus diesem Set (Affiliate-Link) aufgecrimpt habe und - siehe da - beide Stecker "flutschten" sofort und ohne großen Widerstand ineinander. Kurz die Spannung beider in Reihe gesteckter Panels gemessen - bissl was über 40V - klingt erstmal gut. Und nun die Panels wieder in den Leistungsoptimierer gesteckt. Vorher hatte ich sicherheitshalber den Wechselrichter ausgeschaltet und beim erneuten Hochfahren und Neuanlernen aller Leistungsoptimierer wurde der gerade "gewartete" Optimierer.... ERKANNT. WIN! Alle 87 Optimierer wieder am Start! Das war es auch schon und seitdem funktionieren alle Komponenten der PV-Anlage erneut ohne jedes Murren. Hier mal der gemessene Ertrag einiger Optimierer dieser Woche bisher: Sofort zu erkennen ist, dass der betroffene Leistungsoptimierer (1.4.17) wieder ganz normal arbeitet. Heureka! Konventionelle Anlage im direkten Vergleich Also lag der Fehler nicht an einem der Leistungsoptimierer, sondern bei der Steckverbindung eines der PV-Panels. Das Problem wäre also auch bei einer konventionellen Anlage aufgetreten. Aber in etwas anderer Form... Aber was wäre der konkrete Unterschied gewesen? Erstmal wäre der gesamte PV-String ausgefallen und hätte keine Leistung mehr erzeugt. Vermutlich wäre mir das dann schon etwas früher aufgefallen, da einfach knapp 1/3 der Gesamtanlagenleistung gefehlt hätte, nicht nur knapp 1,5%, was den zwei 200W Panels entspricht - und ich monitore die Werte fast täglich. Aber wo im String genau der Fehler dann steckt, hätte mir eine konventionelle Anlage nicht verraten. Ich hätte also nacheinander alle Steckverbindungen trennen müssen, - in meinem Fall alleine 24 Stück der Terrassenüberdachung - um die Problemquelle Schritt für Schritt ausfindig zu machen. Das hätte Eeewigkeiten gedauert. Hinzu kommt, dass der fehlerhafte Stecker mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sogar "abgeraucht" wäre. Dann hätte ich den Fehler evtl. früher gefunden - vielleicht sogar früher, als mir lieb gewesen wäre... Hintergrund ist dabei, dass bei einer konventionellen Anlage die Stringspannung von mehreren hundert Volt durch die Anschlussstecker der Panels fließt. Je höher die Spannung, desto höher ist die Wahrscheinlich dafür, dass bei einem fehlerhaften Kontakt ein Lichtboden entsteht und eine gewisse Zeit "stehen bleibt". Es ensteht enorme Hitze, welche den Stecker schmelzen lässt. Bleibt der Lichtbogen dann weiter stehen, können irgendwann auch benachbarte Teile abfackeln. Vielleicht haben moderne Wechselrichter hierfür mittlerweile auch eine entsprechende Erkennung eingebaut - das entzieht sich jedoch meiner Kenntnis. Bei SolarEdge sind jedenfalls alle neue Leistungsoptimierer standardmäßig mit einer solchen Lichtbogenerkennung ausgestattet - selbst mein über zwei Jahre alter SolarEdge Wechselrichter hat eine entsprechende Erkennung eingebaut. Hinzubekommen ist jetzt "schlicht" diese Erkennung auf Optimierer-Ebene, was es nochmal sicherer macht und weiterführende Fehlermeldungen im Monitoring-Portal erlaubt. Da in meinem Fall lediglich zwei in Reihe geschaltete Panels mit etwas über 40V am Leistungsoptimierer hängen, ist die "Substringspannung" überschaubar klein - hier konnte sich trotz des fehlerhaften Kontakts kein Lichtbögen in der Form bilden, der hitzebedingte Beschädigungen hervorrufen konnte. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin nach wie vor - aus diversen Gründen - super zufrieden mit meiner SolarEdge-Anlage und kann jemand, der eine Neuanlage plant, nur wärmstens ans Herz legen zumindest einmal intensiver darüber nachzudenken, ob SolarEdge eine Alternative zu einer konventionellen Anlage darstellt. Ich persönlich würde mich jedenfalls jederzeit wieder für eine SolarEdge-Anlage entscheiden, auch wenn keine unterschiedlichen Panelleistungen und Ausrichtungen geplant wären... SolarEdge hat aber noch Luft nach oben Was SolarEdge jetzt noch fehlt, ist eine aktive Pushfunktion per App, sobald ein Fehler im System erkannt wird. Denn im Monitoring, welches über den Browser aufgerufen werden kann, wurde mir der Fehler aktiv angezeigt - mit Zeitstempel und Hinweisen, was in einem solchen Fall zu tun ist. Ich hoffe eine solche aktive Pushmitteilung wird in Zukunft mit einem Softwareupdate nachgeliefert, denn das sollte eigentlich keine große Kunst sein. Aber evtl. kann man auch bereits jetzt irgendwo einstellen, dass man zumindest per E-Mail benachrichtigt werden möchte - ich konnte jedoch noch keine passenden Settings finden. Aber evtl. wisst ihr ja mehr? UPDATE VOM 06.07.2023: Matthias B. hat mich eben per FB angeschrieben und meinte, dass es im Monitoring-Portal tatsächlich eine entsprechende Benachrichtigungsfunktion gibt - und er den "SE Hatern doch kein Futter liefern" möchte... :D Wer einen Installer-Account hat, kann im eingeloggten "Monitoring" gaaanz rechts oben auf das Dreieck neben dem Accountnamen klicken und "Mein Konto" auswählen. Dann im "oberen Menü" auf "Meldungen" und dann im "unteren Menü" auf "Meldungsprofile". Hier lassen sich dann mit der Funktion "Profil hinzufügen" individuelle Benachrichtigungen hinterlegen, wie bspw. "Kommunikation" -> "Leistungsoptimierer - Keine Kommunikation". Hier lässt sich dann auch bei "Benachrichtigungen" -> "Anlagenbesitzer" ein Haken setzen, um direkt eine Mail zu erhalten, sobald ein Leistungsoptimierer für zwei volle Tage keine Kommunikation mehr mit dem PV-Inverter hatte. COOL! Was die Option "Auch diese Benutzer umgehend informieren, wenn diese Warnmeldung ausgelöst wird" in diesem Kontext bedeutet, verstehe ich zwar nicht ganz, aber habe es einfach mal aktiviert. :D Augenscheinlich können nur "Admins" mit entsprechendem Installer-Account diese Einstellung vornehmen - aber auch nur dann, wenn sie die Anlage ins Portal geladen haben. Wenn ihr also eine Anlage als "Kunde" besitzt und eine entsprechende Benachrichtigung wünscht, müsst ihr wohl oder Übel Kontakt mit eurem SolarEdge-Installateur aufnehmen, der eure Anlage in Betrieb genommen hat. Könnte einfacher laufen, aber immerhin... PS: Genau dafür liebe ich diesen Blog einfach. Wenn ich etwas nicht schnalle, hilft meist instant ein kompetenter Leser weiter. MEGA! UPDATE ENDE ### So realisiere ich eine dynamische Leistungsreduzierung meines SolarEdge PV-Wechselrichters Da ich ja seit April in der Direktvermarktung (mehr Details hier) unterwegs bin, bei der ich für meine eingespeiste Strommenge den aktuellen Börsenstrompreis stundengenau vergütet bekomme, muss ich nun eine Möglichkeit schaffen, um eine Einspeisung bei negativen Marktpreisen zu verhindern. Denn spätestens seit dem vergangenen Wochenende, bei dem die Kilowattstunde erstmals zu -50Ct gehandelt wurde, tut es anderenfalls richtig weh - denn bei einer Einspeisung von 20kWh müsste ich dann alleine in dieser einen Stunde 10 Euro zahlen, um meinen erzeugten PV-Strom loszuwerden. Aus diesem Grund musste endlich eine dynamische Leistungsreduzierung meines SolarEdge PV-Wechselrichters her, um die PV-Leistung nicht einfach stumpf auf 0W zu drosseln, sondern dynamisch, sodass meine eigenen Verbraucher weiter über die PV-Anlage versorgt werden können und lediglich auf Netzübergabeseite Stillstand herrscht. Aber das geht leider nicht "out of the box", weshalb ich mir jetzt selbst etwas ausdenken musste. Wie ich das schlussendlich umgesetzt habe, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Sicherheitshinweis - UNBEDINGT LESEN! Erstmal der Hinweis, dass die nachfolgend angesprochenen Elektroarbeiten AUSSCHLIEßLICH von geschultem Personal durchgeführt werden dürfen! Im Falle der potenzialfreien Kontakte fließen zwar keine gefährlichen Ströme, jedoch muss dazu u.A. das Gehäuse des Wechselrichters geöffnet werden. Und hier gibt es genug benachbarte Hochvoltkomponenten, die LEBENSGEFÄHRLICH sein können! Außerdem sollte DAS ALLES mit eurem Elektriker abgesprochen und dokumentiert werden, schon alleine, um alle auf technischer Seite vorherrschenden regulatorischen Anforderungen einzuhalten. Und diese unterscheiden sich nicht nur von Land zu Land, sondern sogar von Bundesland zu Bundesland bis runter zur einzelnen Region - der Förderalismus lässt grüßen. Mir geht es im Folgenden primär darum die zentralen Zusammenhänge und Wirkmechanismen aufzuzeigen, um eine integrierte Gesamtlösung auf die Beine zu stellen, welche im Rahmen der Direktvermarktung sinnvoll nutzbar ist - denn es gibt aus meiner Sicht auf dem Markt schlicht noch keine vergleichbaren Ansätze, die alle notwendigen steuerungsrelevanten Anforderungen berücksichtigen. Dynamische Leistungsreduzierung bei PV-Wechselrichtern möglich? Eigentlich klingt es ja trivial. Der PV-Wechselrichter soll in gewissen Situationen lediglich so viel Energie erzeugen, um den Eigenverbrauch zu decken. Er drosselt die maximal mögliche Stromproduktion dann "einfach" selbstständig runter, da er ja über das integrierte Smartmeter auf Netzübergabeseite eigentlich genau weiss, wieviel Strom gerade ins Netz fließt bzw. von dort bezogen wird. Leider ist diese Idealvorstellung so "out of the box" nicht umsetzbar. Denn der PV-Wechselrichter - im Falle meines SE30k von SolarEdge - kann lediglich dazu bewegt werden manuell eine von maximal 16 definierten "Drosselungsstufen" anzufahren. Er erwartet also einen "externen Steuerbefehl" in Form eines Kontaktschlusses einer seiner vier potenzialfreien Kontakte (L1, L2, L3, L4), um dann bspw. lediglich 50% der maximal möglichen Leistung bereitzustellen: Realisiert wird diese Drosselung technisch gesehen übrigens über eine gewollt ineffiziente Verschiebung des MPPT (Maximum Power Point Tracking), sodass die von den PV-Panels abgreifbare Leistung sinkt. Um eine Einspeisung ins Stromnetz in gewissen Situationen aktiv zu verhindern, wird die PV-Leistung also am einfachsten komplett auf 0% heruntergefahren. Dann ist sichergestellt, dass wirklich kein PV-Strom ins Netz fließt, was z.B. dann notwendig wird, wenn ein entsprechendes Steuersignal eingeht, entweder vom Netzbetreiber (bei Anlagen > 25kWp durch einen Rundsteuerempfänger realisiert) und/oder vom Direktvermarkter (durch das verbaute RLM-Smartmeter umgesetzt). So sehen die dafür vorgesehenen Steuerkontakte (100% und 0%) des bei mir von Solandeo installierten RLM-Zählers aus - hier noch mit geöffneter Klappe, welche durch den Techniker dann natürlich noch vor Inbetriebnahme geschlossen wurde: Auf der anderen Seite wird der Hausverbrauch dann jedoch komplett aus dem Stromnetz bedient, was konzeptionell gesehen natürlich totaler Schwachsinn ist. Es gibt natürlich auch fertige "Nulleinspeiselösungen", - bspw. bei Nutzung von PV-Ladereglern von Victron und der Steuereinheit im Kontext von Venus OS - welche genau für einen solchen Zweck eigene Funktionen mitbringen, eine global galaktische Lösung, die dynamisch zwischen verschiedenen Modus wechseln kann, um die Einspeisung situationsbezogen zu limitieren, ist mir jedoch nicht bekannt. Und die von mir genutzte Kombination aus SolarEdge WR und Victron ESS, wie im Blogpost Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign vorgestellt, kann solche komplexeren Steuergeschichten "systemübergreifend" ohnehin nicht "out of the box". Deshalb musste eine externe Steuerungslogik her, in meinen Fall - wie sollte es anders sein - per Loxone umsetzt. Aber bevor wir zu diesem Punkt kommen, erstmal die Basics zur Drosselung der PV-Wechselrichters. PV-Wechselrichter per potenzialfreier Kontakte drosseln Hardwareseitig besitzt mein SolarEdge WR eine separate Steckerleiste mit insgesamt vier potenzialfreien Kontakten (L1-L4), welche für die Ansteuerung verschiedener Drosselungsstufen herangezogen werden können: Diese sind in meinem Fall physisch über ein CAT7 Verlegekabel (Affiliate-Link) - sechs der acht Adern werden benötigt - erstmal über Reihenklemmen im Schaltschrank angeschlossen und führen dann weiter zu Relaiskontakten. Aber erstmal langsam... Wird also bspw. ein einfacher "Schalter" zwischen L1 und V geklemmt und die Verbindung geschlossen, erkennt der Wechselrichter, dass L1 eingeschaltet ist. Diese Information kann dann softwareseitig im Wechselrichter verarbeitet werden. Statt eines normalen Schalters wird in meinem Fall pro potenzialfreiem Kontakt ein über KNX schaltbares Relais verwendet - hier hatte ich bei meinen zig verbauten 12fach-KNX-Aktoren zum Glück noch genug Kontaktpunkte frei. Diese sind örtlich im Schaltschrank etwa hier lokalisiert: Anmerkung: Ja, ich benötige relativ viele Relais, da ich jede Steckdose im Haus separat schalten möchte - mittlerweile sind fast ein Dutzend davon auch schon mit Wirkleistungsmessung ausgestattet. Aber das ist wieder ein anderes Thema... Angesteuert wird das dann später jedenfalls alles über Loxone - Details dazu gleich noch im Video... Softwareseitig funktioniert das Ganze dann so: Per "SetApp" wird eine Verbindung per WLan zum Wechselrichter aufgebaut. Im Menüpunkt "Inbetriebnahme" -> "Leistungssteuerung" -> "Schnittstelle zur Leistungssteuerung (RRCR)" -> "Schnittstelle zur Leistungssteuerung RRCR" wird erstmal die Option selbst auf "Aktiviert" geschaltet. Dann gelangt man im selben Menüpunkt bei "Werte setzen" zu den Settings selbst: Hier sieht man die vordefinierten Drosselungsstufen. Wird bspw. L1 geschlossen (1), während alle anderen Kontakte (L2, L3, L4) geöffnet (0) sind, wird die Leistung (Pout) auf 0% heruntergeregelt. Wird L2 geschaltet, wird die Leistung auf 30% heruntergeregelt, etc. Das ist schon mal ganz ok-ish, jedoch sind insgesamt vier Drosselungsstufen schon etwas grobgranular. Cool ist dabei jedoch, dass auch Schaltkombinationen aus L1-L4 erlaubt werden, wodurch sich 2 hoch 4 - also 16 - Stufen ergeben. Wobei ich nur 15 Stufen aktiv nutze, da ich die Kombination 0 0 0 0 - also alle Kontakte geöffnet - nicht nutzen möchte. Hier die ersten Überlegungen zu den gewünschten Schwellwerten: Insgesamt möchte ich als "im unteren Bereich" bis 10kW möglichst feingranulare Drosselungsstufen anfahren können, insbesondere dann, wenn mein Hausspeicher bei einem Ladestand von 100% angelangt ist und dann schlicht keine Energie mehr absorbieren kann. Und wenn dann auch kein E-Auto lädt, bleibt nur noch der Hausverbrauch mit maximal einigen kW, den ich dann möglichst genau durch die PV-Anlage "anfahren" möchte, um einerseits die Netzeinspeisung und andererseits die Entladung des Hausspeichers zu verhindern. Die unterste Drosselungsstufe (1 1 1 1 - also alle Kontakte geschlossen) habe ich schlussendlich aber auf 100% gesetzt und nciht auf 83% wie oben im Screenshot gezeigt. Das hat schlicht den Hintergrund, dass ich die Drosselung natürlich auch wieder gänzlich aufheben möchte - das hatte ich bei obiger Überlegung ganz vergessen... Also bleiben 15 Schaltkombinationen übrig, die ich wie folgt belegt habe: Auf dem Screenshot sind zwar nicht alle Schaltkombination sichtbar, diese werden später aber auch nochmal komplett im Loxone-Statusbaustein aufgezeigt. Automatische Steuerung in Loxone realisieren Vorab: Die Steuerungslogik in Loxone ist schon reeelativ komplex. Deshalb habe ich kurz ein Video gebastelt, um die Thematik besser veranschaulichen zu können: https://www.youtube.com/watch?v=tKaPLLWI0DA YouTube-Direktlink Gerne kann ich diese Inhalte weiter vertiefen, sofern hierzu Nachfrage besteht. Evtl. bietet sich dazu perspektivisch auch der Loxkurs an, um alle Inhalte im diesem Kontext nochmal sauber und strukturiert aufzuzeigen. Wer Interesse daran hat einfach in den Kommentaren "aufschreien". Hier nochmal die View in der Loxone-Config in der Gesamtbetrachtung: Der zentrale Status "SE30k PowerMax" hat folgenden Inhalt: Und abschließend noch der gezeigte Ausschnitt als Loxone-Config-Downloaddatei: Loxone Config SolarEdge (1776 Downloads ) Aus meinem täglichen Leben Die gezeigte Lösung muss sich jetzt die nächste Zeit bewähren und wird vermutlich auch noch um kleinere Regelungsschleifen erweitert. Vermutlich wird es bereits nächstes Wochenende spannend, denn ich vermute, dass die Börsenstrompreise hier ähnlich wie vergangenen Sonntag teilweise massiv in den Keller rutschen: Ob es dann auch wieder bis max. -50Ct/kWh runtergehen wird, bleibt abzuwarten. Jedenfalls umgekehrt eine gute Zeit für variable Bezugsstrompreise, denn auch trotz aller Abgaben bekommt man so noch gut 35Ct/kWh gutgeschrieben, wenn man in diesen Spitzenzeiten Strom konsumiert. Eigentlich verrückt, aber eben genau so in diesem Marktmechanismus vorgesehen. Abschließend bleibt im Kontext der Direktvermarktung nur noch die Frage, wann Lumenaza (Affiliate-Link) als Direktvermarkter endlich mal das verfügbare Werkzeug der Einspeiselimitierung einsetzt, was der RLM-Zähler ja technisch hergibt. Bzw. eben die Steuerinformation auf Basis eines potenzialfreien Kontakts, welcher durch die Einspeiseanlage ausgewertet werden kann. Bisher gab es nämlich noch keine aktiv "von außen" getriggerte Herunterregelung, was konzentiell gesehen echt ziemlich dämlich ist. Aber gut, ich setzte das jetzt ja selbst um - und kann es jedem, der eine ähnliche Anlage betreibt, auch nur wärmstens ans Herz legen. Übrigens: In den Abendstunden speise ich aktuell öfter sogar zu einem Börsenstrompreis von 20Ct/kWh ins Netz ein - meistens wochentags aber hin und wieder sogar am Wochenende... Was haltet ihr von diesen verrückt schwanken Börsenstrompreisen? Du willst in die Direktvermarktung? Kein Problem! Schau dir Lumenaza an… (Affiliate-Link) ### Operation Hausspeicher - Temperaturen der Batteriepacks effektiv senken Da ich meinen Hausspeicher in jüngster Zeit zunehmend intensiv für die speicherbasierte Netzeinspeisung im Rahmen der Direktvermarktung (siehe hier) nutze, wird als Abfallprodukt auch immer mehr Abwärme produziert. Abwärme, die den Raum kontinuierlich aufheizt und erstmal nicht wirklich weh tut, aber dennoch langfristig gesehen die Lebensdauer technischer Komponenten verkürzen kann. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen die Temperatur meiner bisher passiv gekühlten Batteriepacks zu senken, um dessen Technik - allem voran das BMS selbst, welches regelmäßig über 45 Grad warm wurde - zu schonen. Welche Komponenten ich dazu verwendet habe, wie die Installation aussieht und ob sich der Aufwand schlussendlich gelohnt hat, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Platz für Lüfter finden, aber wo? Wie im Blogpost Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign angesprochen, musste ich bei der Konstruktion meiner Batteriepacks auf jeden Zentimeter achten, da der Platz am Installationsort einfach sehr begrenzt ist... Eine Möglichkeit wäre gewesen einen "normalen" Lüfter an die Vorderseite des Batteriepacks zu schnallen und entsprechend eine viereckige Aussparung in die Front des Batteriepackgehäuses zu schneiden. Das hätte ich einerseits optisch nicht wirklich ansprechend gefunden aber andererseits vorallem aus praktischen Gründen nicht so wirklich ideal. Denn am geschicktesten ist es, wenn die Wärme "von ganz oben" aus dem Gehäuse abgeführt wird - schlicht alleine deshalb, weil wärmere Luft aufsteigt. Und dann hätte ich den relativ großen Lüfterausschnitt entsprechend recht weit oben einplanen müssen, was sich sicherlich in gewisser Weise negativ auf die Gesamtstabilität der Frontplatte ausgewirkt hätte. Nach etwas längerer Recherche habe ich mich dann für den relativ kompakten Radiallüfter GDB515 (Affiliate-Link) mit den Maßen 75x75x15mm entschieden. Dieser kann direkt per USB-Stecker mit 5V betrieben werden und benötigt bei knapp 3000U/min lediglich 1,8W. Der Luftstrom ist für meinen Anspruch dabei völlig ok, um genügend Luftumwälzung zu erzeugen. Durch die "brushless"-Konstruktion sollte er auch einige Zeit durchhalten. Laut Datenblatt sollen es 50k Stunden sein, was bei Dauerbetrieb nicht ganz 6 Jahren entspricht. Für meine ersten "Live-Tests" läuft der Lüfter jetzt permanent, geplant ist aber eine dynamische Ansteuerung per Venus OS auf Basis der ausgelesenen BMS-Temperaturen - umgesetzt per NodeRED. Dann könnte man sich sogar überlegen die Lüfterdrehzahl per PWM (Pulsweitenmodulation) durch Reduzierung der Spannung weiter zu verringern, was sich vermutlich insgesamt auch nochmal positiv auf die Lüfterlebensdauer auswirkt. Wie man in obigem Bild erkennen kann, habe ich kurzerhand auch noch ein passendes Lüftungsgitter deesigned, in welches der Lüfter einfach von hinten eingesteckt werden kann. Das überarbeitete Design mit nur einer unterbrechenden Lamelle in der Mitte lässt sich nachfolgend als 3D-Modell herunterladen: Batteriepack Lüftungsgitter Fan Vorne 12mm (1381 Downloads ) Radiallüfter in Batteriepack installieren Als idealen Installationsort habe ich mir den Platz nahe am Andersonstecker und damit quasi direkt oberhalb des BMS ausgesucht: Denn so lässt sich die durch die stromführenden Leitungen und das BMS erzeugte Abwärme im "Volldampbetrieb" vermutlich am effizientesten nach Außen hin abführen. Hier nochmal die Perspektive von oben, in der man ganz gut erkennen kann, dass der Lüfter direkt oberhalb des BMS sitzt und den wenigen freien Platz im Batteriepack echt gut ausnutzt: Man könnte ihn in dieser Position sogar recht einfach an die Mittelplatte schrauben, auf der der Lüfter exakt aufsetzt, aber das war in meinem Fall gar nicht notwendig. Ich habe den Radiallüfter lediglich in die 3D-gedruckte Halterung geschoben und sicherheitshalber mit zwei Tropfen Heißkleber fixiert. Und hier nochmal eine Nahaufnahme - einfach weil es so schön aussieht... :D Nachfolgend die für die Aussparung in der Frontplatte notwendigen Maße. Bitte entschuldigt meine "Klaue", mein CAD-Programm hat sich gerade irgendwie zerrissen und lässt mich nicht an der Skizze weiterarbeiten. Deshalb kurz per iPad reingekritzelt...: Genutzt habe ich wieder die 26mm Lochfräse aus diesem Lochfräsen-Set (Affiliate-Link), welche bereits für andere Ausschnitte zum Einsatz kam - ich glaube ich habe tatsächlich die 25mm-Version genutzt, aber wenn man bissl "rumnudelt", wird das Loch groß genug. Alle grundlegenden Details zum Aufbau des Batteriepacks findet ihr im Blogpost Operation Hausspeicher – Batteriepack-Gehäuse vorbereiten bzw. zur aufgefrischten Batteriepack-Version im Blogpost Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign. Das Lüfteranschlusskabel habe ich übrigens erstmal testweise durch eines der beiden unteren Lüftungsgitter nach Außen geschoben und mit einem USB-Verlängerungskabel an ein USB-Netzteil angeschlossen. Da ich in der Zwischenzeit sehe, dass das Ganze funktioniert wie erhofft, werde ich in einem späteren Ausbauschritt die automatische Ansteuerung per Relais/Mosfet in Angriff nehmen. Detail dazu, sobald es soweit ist... Es werde kühler im Batteriepack! Und nun direkt zu den vom Jiabaida-BMS gemessenen Temperaturen, welche über RS485 an Venus-OS gesendet und in NodeRED weiterverarbeitet bzw. an die InfluxDB zwecks Visualisierung per Grafana weitergesendet werden. Nachfolgend die über den Zeitraum von fünf Tagen ermittelten Temperaturkurven VOR dem Lüfterupgrade: Bei einer durchschnittlichen Raumtemperatur von knapp 28 Grad (lila Berg unten) gingen die maximal gemessenen Temperaturen der BMS bis auf knapp 46 Grad hoch - der Durchschnitt über alle sechs BMS hinweg war knapp unter 40 Grad. Und nun die Temperaturkurven NACH dem Lüfterupgrade: Ich habe bei der Darstellung bewusst die selbe Skalierung wie oben genutzt, wodurch man direkt optisch gut erkennen kann, dass die Temperaturen gesunken sind. Bei ziemlich identischer Raumtemperatur stieg die maximal gemessene Temperatur jetzt nur noch auf knapp 40 Grad. Der Durchschnitt lag bei unter 35 Grad - je nach BMS sogar unter 32 Grad. Kurzgefasst also mindestens 5 Grad weniger als vorher und ich konnte mein Ziel erreichen, die maximalen Temperaturen im Inneren der Packs auf knapp 40 Grad runterzudrücken. Da ich beim Lüfterupgrade jetzt eh alle Packs anfassen musste, habe ich direkt mal den 3D-Drucker angeschmissen, um das neue Lüftungsgitterdesign zu implementieren, was den Luftfluss innerhalb der Batteriepacks nochmal etwas verbessern sollte: Nachfolgend alle 3D-Druckfiles der vorderen und hinteren Lüftungsgitter als Download: Batteriepack Lüftungsgitter Vorne BMS-Adapter 12mm (1338 Downloads ) Batteriepack Lüftungsgitter Vorne 12mm (1304 Downloads ) Batteriepack Lüftungsgitter Hinten 21mm (1321 Downloads ) So sieht das fertige Ergebnis dann aus - hier sieht man quasi die "cleanere" Rückseite der Batteriepacks: Einige mögen Augenkrebs bekommen ob des genutzten neonfarbenen PETG-Filament (Affiliate-Link), ich finde es jetzt aber optisch ansprechender als vorher - weiss war einfach ziemlich langweilig... Aus meinem täglichen Leben Insgesamt bin ich mit diesem recht einfachen Lüfter-Pimp sehr zufrieden. Der Lüfter schafft jetzt zwar nicht einen uuuunglaublichen Luftaustausch, aber genug, um die während schneller Lade- und Entladevorgänge entstehende Wärme effektiv abzuführen. Bei insgesamt sechs verbauten Lüftern (ein Lüfter pro Batteriepack) werden knapp 10W Stromverbrauch generiert, was ich für überschaubar halte. Außerdem möchte ich das Ganze - wie oben kurz angesprochen - auch weiter pimpen, um die aktive Kühlung nur bei hohen Temperaturen zu aktivieren. Eventuell dann sogar mit dynamischen Drehzahlen auf Basis einer PWM-Ansteuerung, wodurch die Leistungsaufnahme weiter sinken sollte. Mal sehen, wohin die Reise geht. Ich bin erstmal zufrieden mit dem Ergebnis und nun kann ich auch jetzt im Sommer meinen Batteriespeicher mehrere Stunden "mit Vollgas" (aktuell softwareseitig auf 20kW gedrosselt) laufen lassen, um den maximalen Strompreis im Rahmen der Direktvermarktung (alle Infos dazu hier)abzugrasen. Und nochmal gaaaanz zum Schluss noch ein entscheidender Hinweis: Die im Batteriepack gemessenen und oben gezeigten Maximaltemperaturen beziehen sich explizit NICHT auf die LFP-Zellen. Das BMS misst über einen separaten Fühler auch die dortigen Temperaturen, welche aber immer mehrere Grad geringer sind. Das lässt sich über die Smartphone-App ganz gut nachvollziehen... Mir war beim durchgeführten Upgrade insbesondere wichtig, dass die vom BMS erzeugte Wärme abgeführt werden kann und sich dort nicht anstaut, bis das BMS schließlich die Verbindung nach Außen kappt - aktuell bei einem Schwellwert von 50°C. Denn diesen Fall hatte ich vor einigen Wochen erstmals bei einer mehrstündigen "Entladesession". Aber das sollte jetzt erstmal nicht mehr vorkommen... ### So schnell laden die neuen BYD Blade Zellen im Tesla Model Y SR am SuperCharger Als vor Kurzem bekannt wurde, dass produzierte Model Y SR aus der Gigafactory Grünheide mittlerweile mit dem überarbeiteten Structural Battery Pack in Form der brandneuen Blade Zellen von BYD auf Basis der LFP-Zellchemie ausgeliefert werden, konnte ich einfach nicht mehr widerstehen. Gestern, lediglich zwei Wochen nach Bestellauslösung konnte ich "MR WHITE" dann bereits in Stuttgart abholen und heute direkt einem ersten Ladetest am v3 SuperCharger unterziehen. Alle Details dazu und meine persönlichen Eindrücke vom Model Y im nachfolgenden Blogpost. Vorab: Zu weiteren technischen Details zum Fahrzeug, wie Verbrauchswerten etc., gibt es demnächst eigene Inhalte. LFP-Zellen im Blade Design 4thewin Heute soll es erstmal primär um meine ersten Erfahrungen zum Schnellladeverhalten des günstigsten Model Y in der Standard Range (SR) Variante gehen, welches über die neuen 60kWh fassenden BYD Blade Zellen auf LFP-Basis verfügt, welche ich erst letzte Woche auf der Intersolar-Messe bestaunen durfte. Hier nochmal aus einem etwas anderen Winkel, bei der man die "Schwertform" noch etwas besser erkennen kann: Die "Blade"-Bauform hat dabei einige technische Vorteile gegenüber den konventionellen 18650er Zellen. Durch die "eckige" Bauweise lassen sie sich platzsparend aneinanderreihen und effizient kühlen, was inbesondere im Automobilbereich besonders wichtig ist. Zudem lassen sich die Zellen aufgrund der LFP-Zellchemie mehrere tausend Mal be- und entladen - unter Verwendung des gesamten SoC-Bereichs zwischen 0 und 100%. Sicherheitstechnisch bieten LFP-Zellen sowieso Vorteile gegenüber ihrem NMC-Vorgänger und das weggefallene Cobalt überzeugt mittlerweile sogar bisherige E-Auto-Skeptiker. Aber gut, solange die Batterien nicht aus "Luft" bestehen, wird die Diskussion über das "Mining" der Hauptbestandteile, wie bspw. Lithium, kein Ende finden... Erster Ladetest am SuperCharger V3 Aber genug der Vorrede: Ab an den SuperCharger mit dem fast leeren Model Y SR, um zu sehen, wie lange die volle Ladeleistung von 170kW (softwareseitig gedrosselt) aufrecht erhalten werden kann... Wie man anhand der Tesla-App sehen kann, wird in der Spitze sogar eine Ladeleistung von 174kW abgerufen - und das noch oberhalb von 40% SoC: Und hier einmal die übereinangergelegte Lade- und SoC-Kurve der ersten zehn Lademinuten: Im SoC-Bereich zwischen 15% und 57% SoC (10 Minuten Ladedauer - SoC-Zugewinn von 43%) konnte die BYD-Batterie durchschnittlich mit 163kW beladen werden. In der Spitze ging die Ladeleistung bis zu 175kW hoch und der niedrigste Wert war immer noch 163kW. Erst ab einem SoC von knapp 47% fällt die Ladeleistung schrittweise ab. Betrachten wir die Ladekurve über einen längeren Zeitraum von nun 20 Minuten ab Ladebeginn: Im SoC-Bereich zwischen 15% und 80% SoC (20 Minuten Ladedauer - SoC-Zugewinn von 65%) konnte die BYD-Batterie durchschnittlich mit 163kW beladen werden. Der niedrigste Wert war dann immerhin noch 135kW. Das ist vermutlich der "Standardladerange", den man auf Langstrecken realisiert. Da wir ohnehin eine Mittagspause gemacht haben, konnten wir insgesamt 30 Minuten laden. Hier die Ladekurve über den gesamten Ladevorgang betrachtet: Im SoC-Bereich zwischen 15% und 97% SoC (30 Minuten Ladedauer - SoC-Zugewinn von 82%) konnte die BYD-Batterie durchschnittlich mit 102kW beladen werden. Der niedrigste Wert war dann 35kW bei Ladestopp. Wie nicht anders zu erwarten war, droppt die Ladeleistung bei hohem SoC nahe der 100%-Marke dramatisch. Zum Vergleich hier mal die Ladekurve unseres Model 3 LR aus 2019 mit "konventionellen" 18650er Zellen auf NMC-Basis: In knapp 23 Minuten wurden 61% nachgeladen mit durchschnittlich 118kW, wobei der Peak zu Beginn bei 256kW lag. Wäre der Akku zu Ladebeginn noch leerer gewesen, hätten sich die 250kW etwas länger gehalten. In Durchschnitt war die Ladeleistung bei 118kW. Anhand dieses Wertes sieht man denke ich ganz gut, wie enorm stark die neuen BYD-Bladezellen des Model Y SR performen, obwohl dessen Batteriekapazität im Vergleich zum Model 3 LR um knapp 25% geringer ausfällt. Leider wird hier nicht gezeigt, wie es mit der Ladeleistung überhalb von 85% SoC aussieht. Vielleicht habe ich einmal mehr Zeit am SuC, um beide Fahrzeuge einmal auf 100% zu prügeln... Dann erhält der Blogpost ein Update. Aus meinem täglichen Leben In Summe sind die abrufbaren Ladeleistungen für die günstigste Model Y Variante für mich eine absolute Offenbarung. Zwar lädt unser fast schon vier Jahre altes Model 3 LR (ab Werk mit 79kWh NMC-Zellen) immer noch locker mit 250kW an einem SuC v3 bei geringem SoC, aber dennoch überzeugt mich die Ladekurve der mit 60kWh verhältnismäßig kleinen BYD-Bladezellen total, da sie einfach bis fast 50% SoC mit voller Ladeleistung von 170kW und teilweise sogar noch höher laden. Sehr spannend wird es dann kommendes Jahr, wenn Tesla auch dem LR-Modell LFP-Zellen verpassen möchte. Denn dann wird der Gap zwischen SR- und LR-Modell wieder deutlich größer - und damit die Rechtfertigung ein 10-12k Euro teureres LR-Modell zu erwerben. Spannend war auch, dass die LFP-Batterie während der Fahrt nicht vorkonditioniert werden musste. Zumindest war nichts davon auf dem Display zu sehen, obwohl der angefahrene SuC mindestens 100km vor Ankunft als Ziel eingeloggt war. Und ein Vorkonditionieren war bei unserem Model 3 bisher IMMER zu sehen, teilweise sogar bereits 40-50km vor Ankunft am SuC, um die Batterie auf die optimale Betriebstemperatur aufzuwärmen. Und noch eine spannende Erkenntnis der ersten gefahrenen Kilometer eines zu 100% geladenen BYD-Packs: Die Rekuperation war auch bei diesem maximalen SoC-Wert uneingeschränkt möglich. Das bedeutet schlichtweg, dass die Zellen spannungstechnisch nach oben anscheinend zumindest kurzfristig noch genug Reserven haben, um auch mal flott 40-50kW an Rekuperationsleistung aufzunehmen. Wahnsinn! Bei unserem Model 3 wird bei über 95% SoC quasi so gut wie gar nicht mehr rekuperiert - das Auto gleitet bei der Wegnahme des Strompedals einfach weiter. Ich bin schon gespannt, wie sich das bei kühleren Temperaturen ab kommenden Herbst verhält und ob die LFP-Zellchemie das ebenso gut wegsteckt. Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, da der Temperaturbereich beim Laden und Entladen hier im Vergleich zu NMC-Zellen massiv eingeschränkt sein sollte. LFP-Batterien täglich auf 100% laden Ein zentraler Vorteil der LFP-basierten Zellchemie ist zudem, dass der Batteriepack immer auf einen SoC von 100% geladen werden darf - laut Anleitung sogar soll. Das hat einerseits damit zu tun, dass die Zellspannungen bei angelegter Ladeschlussspannung um die 3,65V die Zellen nicht wirklich stressen und andererseits auch damit, dass durch die flache Spannungskurve das BMS regelmäßig einen konkreten Referenzpunkt benötigt, um die SoC-Anzeige einigermaßen korrekt berechnen zu können. Bei der "alten" Zellchemie lautet die Empfehlung max. auf 80-90% zu laden. Bei anstehenden Langstrecken natürlich auch mal problemlos auf 100%, aber am besten nicht täglich und man sollte den Tesla mit diesem hohen Ladestand dann auch nicht über einen längeren Zeitraum rumstehen lassen, da sich die hohen Zellspannungen dabei negativ auf die Lebensdauer auswirken. Die Batterie des LongRange-Modells mit der NMC-Technologie und knapp 80kWh bietet bei 80% SoC rechnerisch auch "nur" 64kWh an Kapazität. Da sind die 60kWh des StandardRange-Modells mit 60kWh bei 100% SoC nicht so weit weg. (Die Werte sind vereinfacht dargestellt - in der Praxis reservieren die Batterien jeweils noch einen Teil der Bruttokapazität). Weitere Details dazu hoffentlich bald, wenn ich endlich den OBD-Adapter installieren konnte, mit dem man die entscheidenen Batteriedetails per Bluetooth und Smartphone-App auslesen kann. Wie das geht, habe ich im Blogpost Tesla Model 3 – Energieverbrauch und Batteriezustand nach 2,5 Jahren und 65.000 km erklärt. Durch das neue Structural Battery Pack hat sich jedoch die gesamte Technik im Auto geändert, sodass sich hinter der mittleren Abdeckung im hinteren Fußraum nun keine Steckverbindung mehr befindet, um den OBD-Adapter einstecken zu können. Hier herrscht ab sofort gähnende Leere: Stattdessen muss man den OBD-Adapter anscheinend beim Kabelstrang zwischen Handschuhfach und Beifahrertür einbauen. Sofern das jemand bereits gemacht hat, gerne einen Kommentar mit Details hinterlassen. Model Y 4thewin So viel in erster Runde zu meinem neuen Model Y SR aus der Gigafactory Grünheide mit den neuen Blade Zellen von BYD. Neben der bisher in allen Belangen überzeugenden Batterie bin ich mit dem Model Y mehr als zufrieden. Durch die Doppelverglasung super leise - auch auf der Autobahn. Der Verbrauch ist bisher identisch zu unserem kleineren und leichteren Model 3 und das Platzangebot ist einfach der Hammer: Die etwas erneuerte 3er-Optik im Innenraum gefällt mir außerdem nach wie vor. Schön schlicht mit dem zentralen Touchscreen und insgesamt echt wertig - insbesondere wenn man den verhältnismäßig geringen Fahrzeugpreis berücksichtigt: Außerdem bin ich absolut fasziniert davon, dass auch das günstigste SR-Modell quasi alle coolen technischen Eigenschaften des LR-Modells erhalten hat - ok, abgesehen vom größeren Akku, dem zweiten Motor und den Nebelscheinwerfern vorne. Besonders begeistert bin ich von der elektrisch betriebenen Heckklappe, dem Soundsystem inkl. Subwoofer, den abdunkelnden Rückspiegeln und dem beheizten Lenkrad. Wahnsinn! Kleiner Fact noch am Rande: Der verbaute Heckmotor des SR-Modells mit knapp 300PS, welcher ebenso im Perfomance-Modell zu finden ist, basiert anscheinend auch bereits auf der neuen "Hairpin"-Technologie. Diese vereinfacht den Produktionsprozess anscheinend enorm, was zu Kosteneinsparungen führt und die Skalierung massiv vorantreibt. Außerdem kann die Baugröße reduziert werden - bei gleichbleibender oder sogar gesteigerter Leistung und höherer Energieeffizenz. Verrückt... Insgesamt gehört das Model Y für mich in Summe mit all den technischen Neuentwicklungen im Automobilbereich zu einem der modernsten Fahrzeuge überhaupt. Dazu gehören insbesondere auch das wegweisende Design des Octovalves, das Gigacasting und natürlich auch das nun dazugekommene Structural Battery Pack. Und von den ganzen technischen Details abgesehen, passt das Model Y designtechnisch doch echt perfekt in den PV-Doppelcarport, oder etwa nicht? Wie ich den Carport gebaut habe, steht übrigens im Blogpost Operation Solarcarport – Eigenbau mit PV-Technik von SolarEdge. Hier können die beiden Teslas ab sofort sogar gleichzeitig den PV-Überschuss laden: Wie ich die vorandenen Tesla Ladesäulen (TWC) gepimpt habe, um eine automatisch Phasenumschaltung zu realisieren, habe ich übrigens hier beschrieben: Tesla Wall Connector v2 mit TWCManager – Dynamische PV-Überschussladung realisieren Von Bestellung bis Abholung in nur zwei Wochen Abschließend an dieser Stelle noch ein Lob an den überragenden Tesla-Service, der nach Bestellauslösung bei Rückfragen immer zeitnah zur Verfügung stand und eine Auslieferung in Rekordzeit von zwei Wochen ermöglicht hat. Im Grunde hat die Zulassung bei mir vor Ort fast schon die meiste Zeit gefressen... Eine super Verfügbarkeit also, obwohl das Model Y in den letzten Monaten zum meistverkauften Auto WELTWEIT avancieren konnte - und sogar den günstigeren Toyota Corolla von der Spitze verdrängen konnte. Verrückt, oder? Mehr Details dazu im kürzlich veröffentlichten Artikel von t3n: Tesla Model Y ist das meistverkaufte Auto der Welt Die Abholung war übrigens im recht neuen Delivery Zentrum Stuttgart, zu dem das Model Y aus Grünheide geliefert wurde: Hier warteten noch einige Teslas mehr auf ihre Auslieferung... Die Abholung war bereits in 10 Minuten eingetütet. Einziger gefundener Mangel ist das leicht nach rechts gedrehte Lenkrad bei Geradeausfahrt. Ein Service-Termin ist über die Tesla-App bereits gebucht. Wird in zwei Wochen beim lokalen Service Center in Heilbronn erledigt. Achso, um bei den ersten gefahreren Metern quietschte irgend ein Plastikteil im Bereich der Rücksitze. Nachdem diese einmal umgeklappt und wieder aufgerichtet waren, verschwand das Geräusch zum Glück sofort. In eigener Sache PS: Wer vor hat ein Model Y (oder auch einen anderen Tesla) zu ordern, kann sich gerne bei mir per Mail unter joerg@meintechblog.de melden - dann versorge ich euch mit meinem Tesla-Affiliate-Link (darf man mittlerweile offiziell nicht mehr öffentlich posten). Dadurch erhalten wir beide eine Punktegutschrift in unserer "Loot Box", um bspw. kostenloses SuperCharging buchen zu können. ### Operation Hausspeicher - Hauptschalter nachrüsten mit zentraler Ausschaltfunktion Spätestens wenn eine dreiphasige Victron-Anlage mit Ersatzstromfunktionalität installiert wird, sollte man sich einmal mit dem Thema "manueller Umschalter" auseinandersetzen. Denn damit kann man dann im Bedarfsfall easy zwischen Netz- oder Ersatzstrombetrieb hin- und herswitchen - oder das gesamte Haus schnell mal stromlos schalten. Aber selbst in "OFF"-Stellung bleiben die Multiplus weiterhin eingeschaltet, was ich eher suboptimal fand. Glücklicherweise gibt es dazu eine relativ einfache Möglichkeit, die ich bisher jedoch noch nirgendwo im Netz finden konnte, weshalb ich das Ganze einmal nachfolgend erklären möchte. Denn dann wird aus dem einfachen Umschalter wirklich ein zentraler "Hauptschalter", der einfach ALLE KOMPONENTEN inkl. der Multiplus "NOT-AUS" schalten kann... Bevor ihr irgendwas einmarktet, lest UNBEDINGT DIESES UPDATE, da der Hager-HIM-Umschalter für diesen Anwendungszweck NICHT geeignet ist!!! Es gibt aber glücklicherweise alternative Umschalter... UPDATE: Nun hat sich auch Hager offiziell dazu geäußert und rät vom HIM4xx ab. Reiner ESS-Mode vs. erweiterte Ersatzstromfunktion Es gibt ja zwei Möglichkeiten sein Haus mit den Multiplus - aka "genialste Batteriewechselrichter wo gibt" - zu verheiraten: Reine ESS-Funktion:Bei der "reinen" ESS-Funktion werden die Multiplus netzparallel installiert, sodass sie lediglich per AC-In mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden werden. Die Hausverbraucher hängen dann "parallel" mit dran, also quasi an AC-In. Die Multiplus können dann über externe Stromsensoren dazu bewegt werden, dass die Leistung auf Netzübergabeseite auf bestenfalls 0W auszuregeln. Bei einem Stromausfall gehen die Lichter im Haus jedoch aus. ESS- und Ersatzstromfunktion:In diesem Fall werden die Multiplus ebenfalls netzparallel installiert, sodass sie per AC-In mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden sind. Die Hausverbraucher werden nun jedoch an AC-Out angeschlossen. Die Multiplus können nun selbst die an AC-Out hängenden Lasten messen und die Leistung auf Netzübergabeseite auf bestenfalls 0W ausregeln. Bei einem Stromausfall bleiben die Lichter im Haus an - es dauert max. 20ms, bis die Multiplus eine Insel aufbauen und automatisch für das öffentliche Stromnetz "übernehmen". Je nach Anwendungsfall kann die eine oder die andere Option sinnvoll sein. ABER: Ohne weitere Hardware muss man sich fix für eine Option entscheiden, was recht unflexibel ist. Denn spätestens im Wartungsfall macht es meist Sinn das aktuelle Setup zu switchen - ein Umschalter muss her... Manuellen Umschalter nachrüsten Bevor jetzt jemand direkt Hand an seine 230V-Installation anlegen möchte - hier erneut der entsprechend Sicherheitshinweis: Elektroarbeiten dürfen nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden – insb. wenn 230V mit im Spiel ist. Denn hier herrscht Lebensgefahr. Punkt. Deshalb muss die nachfolgend gezeigte Installation auch vom Profi umgesetzt werden. Ich übernehme keinerlei Haftung für Dritte und etwaig entstandene Schäden. Der "Lastumschalter 4polig" in nachfolgendem Übersichtsschaltplan hat drei Schalterstellungen, um genau diesem Zweck zu dienen: In Schalterstellung "links" ermöglicht er einen "netzparallelen Bypass", sodass das Haus direkt am öffentlichen Stromnetz hängt. In Schalterstellung "rechts" ermöglicht er eine Ersatzstromversorgung durch die "Umleitung" per AC-Out. In Schalterstellung "oben" können die Hausversorger stromlos geschaltet werden. Bevor ihr irgendwas einmarktet, lest UNBEDINGT DIESES UPDATE, da der Hager-HIM-Umschalter für diesen Anwendungszweck nicht geeignet ist!!! Es gibt aber glücklicherweise alternative Umschalter... So sieht das gute Stück - in Form des Hager HIM408 (Affiliate-Link) Umschalters - dann im Schaltschrank aus: BTW: In den Bildern schreibe ich oft HIM406 - das ist das kleinere Modell, was weniger Leistung abkann. Nehmt am besten einfach IMMER den nur leicht teureren HIM408, der bis 63A ausgelegt ist, was vermutlich für 99% aller normalen Einfamilienhausanschlüsse ausreichen sollte. Öffnet man die Schaltschrankabdeckung, ergibt sich folgendes Bild (ist eine andere Installation als das Bild darüber - nicht wundern): Und so sieht im konkreten Fall dann die Anschlussbelegung aus: Unten links hängt das öffentliche Stromnetz und unten rechts die AC-Out der Multiplus - jeweils in Form von drei Phasen plus Neutralleiter. Hier ist es essentiell wichtig, dass die Neutralleiter vom öffentlichen Netz und AC-Out der Multiplus NICHT gebrückt werden. Deshalb hat der Umschalter auch jeweils VIER Anschlussklemmen. Also unbedingt auf die richtige Hager-Modellbezeichnung achten, da es auch Modelle mit nur drei Anschlussklemmen gibt (erste Ziffer ist dann eine 3 statt einer 4). Oben am Umschalter hängen dann die Hausverbraucher. Wie in obigem Bild schematisch zu erkennen ist, müssen an der Oberseite des Hager Umschalters die jeweiligen Kontakte gebrückt werden. Wie das "real" aussieht, erkennt man ein Bilder drüber nochmal besser. Aber wie gesagt: Lasst da nur den Profi ran, die Bilder dienen lediglich dem grundsätzlichen Verständnis! Zum besseren Verständnis habe ich mal die Verbindungswege innerhalb des Umschalters versucht zu visualisieren. Nachfolgend in der Stellung "links" aka Stromnetz-Betrieb. Das war auch schon die ganze "Magie" des Umschalters. Wie das alles sicherungstechnisch vor- und nachgelagert mit RCD und LSS umgesetzt werden muss, wurde bereits in vorausgegangenen Blogposts angesprochen - aber evtl. zeige ich das nochmal separat in einem Blogpost, sofern hierzu Bedarf besteht. Umschalter zum "zentralen Ausschalter" upgraden Was mich an dieser Installation jetzt jedoch enorm störte, war der Umstand, dass die Multiplus auch bei "OFF"-Stellung des Hager-Umschalters betriebsbereit bleiben. Und ich wollte den Hager-Umschalter eben als zentralen "NOT-AUS"-Schalter nutzen - war für mich einfach irgendwie naheliegend. Man kann die Multiplus zwar manuell mit dem unten angebrachten Schalter ausser Gefecht setzen, das fand ich aber extrem unsexy in diesem Kontext. Und den Schalter findet denke ich auch niemand auf die Schnelle, der sich nicht mit Victron auskennt. Zum Glück gibt es hierzu eine relativ einfache Möglichkeit, die genau das macht, was ich möchte und die glücklicherweise auch nicht sonderlich aufwändig ist. Aber ich hole erstmal etwas weiter aus... Die Multiplus besitzen im Inneren einen sogenannten "Remote On/Off"-Verbindungsblock - aka "Fernbedienungsschalter" mit zwei Kontakten: Die in obigem Bild referenzierte Multiplus-Anleitung findet ihr übrigens hier (externer Link). Erst wenn diese beide Kontakte miteinander kurzgeschlossen werden, kann der Multiplus seinen Betrieb aufnehmen. Und das ist werkseitig über eine Drahtbrücke realisiert, die man eben durch einen externen Schalter tauschen kann: Als externer Schalter gibt es dann glücklicherweise den Hager HZC312 Hilfskontakt (Affiliate-Link) der jeweils links und rechts am Hager HIM408 Umschalter "angeklickt" werden kann. Die jeweilige Schaltstellung kann dann durch den angebrachten Hilfskontakt ausgewertet werden (also zumindest die linke und rechte Schaltstellung, was aber ausreichend ist). Nachfolgend nochmal das Bild von oben, auf dem man die Hilfskontakte links und rechts vom Umschalter gut erkennen kann... (bei den anderen oben gezeigten Bildern fehlt der Hilfskontakt auf der rechten Seite - ich warte auf den zweiten Kontakt immer noch - bzw. mein Kumpel, von dessen Installation die Bilder stammen...): Der Anschluss ist dabei eigentlich recht trivial, indem alle "Remote On/Off"-Terminals parallel geschaltet werden und dann mit den ebenfalls parallel geschalteten Hilfskontakten verbunden werden: Im gezeigten OFF-Zustand des Hager-Umschalters verleiben dann alle "Fernbedienungsschalter" der Multiplus deaktiv in Folge der fehlenden "Durchschaltung". Anmerkung: Im Grunde reicht es auch den ersten Master-Multiplus per "Remote On/Off" zu schalten. Die anderen Multiplus "ziehen" dann nach, wobei deren LEDs dann weiterhin wild blinken und signalisieren, dass der Master ausgefallen ist. Das fand ich ungünstig, da das einem Fachfremden signalisiert, dass nicht alles stromlos ist. Deshalb empfehle ich diese Möglichkeit nicht, auch wenn sie technisch "ok" ist. Wird der Hager-Umschalter auf "Netz" (Schaltposition links) gestellt, schaltet der linke Hilfskontakt durch und die Multiplus entsprechend ein: Und auch im "ESS"-Modus (Schalterposition rechts) schalten die Multiplus ein, da der rechts angebrachte Hilfskontakt durchschaltet: Verkabelung der Komponenten Obwohl für das Setup eigentlich nur zwei Drähte notwendig sind, habe ich lieber gleich direkt eine achtadrige CAT7-Leitung (Affiliate-Link) zwischen den drei Multiplus und in Richtung Schaltschrank gelegt - man weiss ja nie, welche Steuerungsgeschichten man künftig noch umsetzen möchte. Apropos: Ich muss auch noch die Steuerung des SolarEdge Wechselrichters (an AC-Out) für den Ersatzstromfall realisieren - hier werden also mindestens weitere zwei Adern benötigt... Wie üblich, habe ich die Adern dann im Schaltschrank auf Phoenix Rangierverteiler 3270121 - PTRV 4 /RD (externer Link) aufgelegt, da man so einfach am flexibelsten ist: Damit die Multiplus-Seite möglichst aufgeräumt daherkommt, habe ich mich dazu entschlossen hier auch eine (später zwei) Rangierverteiler zu nutzen, da ich keinen Bock auf Wago-Klemmen oder sonstige weitere Unterinstallationen abseits der Multiplus hatte. Da einfach alles besser mit 3D-gedruckten Komponenten ist, habe ich eine Art Snap-On-Hutschienenadapter designed, der in die Lüftungsgitter eingeschnappt werden kann und dann eben eine Art Hutschiene im Inneren des Multiplus liefert, um eben einige Rangierverteiler befestigen zu können: Die Druckfiles gibt es nachfolgend zum Download - inkl. Fusion360-Datei zwecks individueller Anpassung: Multiplus 10k Hutschienenadapter (2123 Downloads ) Kein Plan, ob das auch so 1:1 bei den kleineren Multiplus-Modellen passt, beim 10.000er passt es jedenfalls absolut perfekt - nach insgesamt 14! Überarbeitungen des 3D-Modells.. :DDD Aus meinem täglichen Leben Bevor ihr irgendwas einmarktet, lest UNBEDINGT DIESES UPDATE, da der Hager-HIM-Umschalter für diesen Anwendungszweck nicht geeignet ist!!! Es gibt aber glücklicherweise alternative Umschalter... Für mich ist der Hager HIM408 (Affiliate-Link) ein Must-Have in jeder dreiphasigen Multiplus-Installation mit Ersatzstromfunktion. Denn insbesondere, wenn das Haus permanent an AC-Out angeschlossen sein soll, ist man anderenfalls total aufgeschmissen, wenn man die Multiplus einmal ausschalten muss. Denn das Haus bleibt dann dunkel trotz anliegendem öffentlichen Netzstrom. Mit dem Umschalter dauert es keine fünf Sekunden und der "netzparallele Bypass" (Schalterstellung links) ist aktiviert und das Haus ist wieder hell. Ebenso finde ich die Nachrüstung der beiden Hager HZC312 Hilfskontakte (Affiliate-Link) mehr als sinnvoll. Denn dann lässt sich der Umschalter auch als zentraler Ausschalter nutzen. Ist der Schalter auf "OFF", sind sofort auch alle Multiplus auf der 230V-Seite stromlos. Und das erkennt im Zweifelsfall auch der "Fachfremde" sofort, der die Installation über den Hager-Umschalter stromlos schalten möchte. Entsprechend habe ich jetzt final noch ein Label "ZENTRALER NOT-AUS" oberhalb des Umschalters ergänzt: Cool ist, dass die Hager HZC312 Hilfskontakte (Affiliate-Link) jeweils zwei physikalisch getrennte "Schalter" eingebaut haben. Den jeweils zweiten Schalter habe ich dann mit jeweils einem digitalen Input meines Loxone Miniservers verbunden, um das weiter auswerten zu können: ...Sodass der aktuelle Schaltzustand auch über mein Smart-Home-System visualisiert werden kann: So sieht man sofort, ob das Haus aktuell "ersatzstromfähig" ist oder nicht. Gerade solche kleine Spielereien sind doch einfach das Beste an dem Ganzen... 🥳 Was haltet ihr von der Lösung? Habt ihr bereits einen zentralen Umschalter oder möchtet diesen nachrüsten? ### Live TechTalk am 21.05.2023 ab 20:00 Uhr mit Jens @MeineEnergiewende und Ralf Nach Monaten der Abstinenz ist mal wieder Zeit für einen längeren TechTalk mit dem allseits bekannten Batterieschrauber Jens und meinem persönlichen EEG-Profi Ralf - diesmal live und in Farbe auf YouTube! Es geht um Neuigkeiten Rund um das Thema PV und was wir die letzten Monate selbst erlebt haben. In diesem Kontext möchte ich das "PV Quartett" einführen - quasi wie man es von diesen lustigen Kartenspielen aus der Kindheit her kennt - übertragen auf die eigene PV-Anlage. Und ich werde meine erste Direktvermarktungs-Abrechnung zeigen, die ich gerade für April erhalten habe. Und Ralf wird seine neue Balkon-PV-Anlage vorstellen. Und Jens seine erneute Panel- und Batterieerweiterung. Und und und... Wir haben also genügend Inhalte -> es wird also hoffentlich ganz spannend... Lasst euch überraschen und schaltet unbedingt live rein! Dann könnt ihr direkt im Chat eure Fragen stellen und wir darauf anworten. Das wird cool! https://www.youtube.com/watch?v=IEoDm0ZLuZY YouTube-Livestream-Link ### Operation Hausspeicher - Serielles LFP-Topbalancing meintechblog-Style Die Batteriezellen für ein initiales Topbalancing parallel zu schalten, ist zeitaufwändig und der Aufbau des Setup nervt gewaltig. Aber ist dieser Schritt in dieser Form überhaupt notwendig? Da ich zig Batteriepacks gebaut habe und das ätzende Topbalancing beschleunigen wollte, habe ich ein serielles Topbalancing "entwickelt", um die lieferten Zellen mit wenig Aufwand auf einen gemeinsamen Stand zu heben. Ein Prozess, der sich bei meiner Installation bereits x-fach bewährt hat. Im Endeffekt handelt es um gewöhnliches Topbalancing per aktivem NEEY-Balancer mit den passenden Ladesettings, die man eben kennen muss. Wie dieses serielle Topbalancing von LFP-Zellen im Detail funktioniert, welche Vorteile ich darin sehe und was ihr dabei beachten müsst, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Warum überhaupt Topbalancing? Man liest ja immer wieder, dass Leute die frisch gelieferten LFP-Zellen einfach zu einem Batteriepack zusammenschrauben (meist 16s) und direkt in Betrieb nehmen - mit teilweise katastrophalen Folgen, sofern kein BMS verbaut wurde. Denn auch wenn alle Zellen bei Anlieferung die selbe Spannung (meist 3,29V) aufweisen, heisst das noch lange nicht, dass der Ladestand (SoC) der Zellen identisch ist. Denn die Spannung - in diesem konkreten Fall die "Leerlaufspannung" - ist insbesondere bei LFP-Zellen nur ein Stück der Wahrheit. Welche Spannungen und Innenwiderstände meine zuletzt bei Shenzen Basen bestellten LFP-Zellen hatten, könnte ihr im Blog 108 Stück EVE 280k LFP-Zellen trudeln ein – Alle Details und offene Fragen nachlesen. So kann es leicht vorkommen, dass die Zellen real um 20-30% SoC auseinanderdriften, obwohl sie die selbe Leerlaufspannung aufweisen. Schaltet man diese unterschiedlich geladenen Zellen dann in Reihe und lädt das Batteriepack auf, bekommt quasi jede Zelle die selbe "Energiemenge" ab - mit der Folge, dass die Zelle, die zu Beginn den höchsten SoC hat, auch als erste komplett voll ist. Man spricht dabei auch davon, dass die Zelle ihre "Ladeschlussspannung" erreicht, was bei LFP meist 3,65V entspricht. Mehr Infos zu den Spannungen im Blogpost Operation Hausspeicher – LiFePo4-Zellen und die richtigen Spannungseinstellungen. Sobald diese Zelle also komplett "gesättigt" ist und der Ladevorgang an dieser Stelle nicht gestoppt wird, läuft man schnell in ein Problem. Denn bei einer seriellen Verschaltung ist auch diese Zelle weiterhin einer Ladespannung ausgesetzt, welche oberhalb ihrer Ladeschlussspannung liegt. Das hat schlicht und einfach damit zu tun, dass sich spätestens jetzt die gesamte Ladespannung nicht mehr gleichmäßig auf die seriell geschalteten Zellen verteilt. Die eigentlich volle Zelle versucht also weiterhin die bereitgestellte Energie aufzunehmen. Beim Versuch dies zu tun, erhöht sich relativ schnell ihre Zellspannung, da sie kaum noch Energie zusätzlich aufnehmen kann. Je nach Ladeleistung kann binnen Sekunden eine Zellspannung über 4V erreicht werden, bei der die Zelle irreparablen Schaden nimmt und langsam expandiert. Wie das aussieht, hat Jens von meineenergiewende in diesem Video gezeigt: #DIY: Neue #LiFePo4 Zellen zerstört. Warum ? (YouTube-Link) Nachfolgend mal einige Bilder zur Abschreckung... Gruselig, oder? Wird der Ladevorgang dann fortgeführt, ist irgendwann die zweitvollste Zelle an der Reihe, usw. - siehe Bild oben. Das geht dann immer weiter, solange die angelegte Ladespannung höher als die Summe aller aktuellen Zellspannungen ist - was je nach Setup eine Weile dauern kann... Im besten Fall passiert erstmal nichts weiter, außer dass die betroffene/n Zelle/n am A*sch ist/sind. Im schlimmsten Fall tritt dann jedoch giftiges Gas und giftige Flüssigkeit aus und es kommt zu einer exothermen Reaktion aufgrund entstehende Hitze durch die anliegende Ladeleistung - ein Brand ist dann unvermeidbar. Und das möchte sicherlich niemand... Möglichkeit 1: Paralleles Topbalancing Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, gibt es zwei Möglichkeiten. Die Zellen werden alle parallel geschaltet, also Pluspol an Pluspol und Minuspol an Minuspol. Durch diese Parallelschaltung der Zellen gleichen sich die Zellspannungen relativ schnell an. Das heisst jetzt aber auch wieder nicht, dass sich auch die SoC-Werte der Zellen angleichen - siehe oben. Lediglich wird durch das Parallelschalten der Zellen sichergestellt, dass die Zellen beim Topbalancing per Labornetzteil (Affilate-Link) mit 3,65 Ladespannung alle gleichmäßig auf die gewünschte "Ladeschlussspannung" gebracht werden können. Also einfach Netzteil auf 3,65V einstellen und an die parallel geschalteten Zellen anschließen und abwarten... Wichtig, wenn auch nicht kriegsentscheidend, ist dabei, dass man das Ladegerät "über Kreuz" anschließt. Also Minus an die Zelle links unten und Plus an die Zelle rechts oben (siehe Bild). Dadurch verteilt sich die Spannung gleichmäßiger auf alle Zellen. Wer sich für diese Variante entscheidet, sollte die Zellen auch direkt jetzt komprimieren (so wie auf dem Bild gezeigt), da insbesondere die ersten Ladevorgänge entscheidend sind dafür, ob bzw. wie stark die Zellen bei ansteigender Zellspannung "einen Bauch bekommen". Ich habe dafür einfach zwei dicke MDF-Platten auf beide Seiten gepackt und mit einem Spanngurt fixiert. Nicht übertreiben mit dem Zusammenzurren! Der zentrale Nachteil dieser Parallelschaltung der Zellen ist dabei, dass die Ladeleistung unterirdisch ist. Denn ein normales Labornetzteil schafft meist nur knapp 10A. Bei 3,65V sind das dann weniger als 40W. Bei einem Batteriepack mit 16 Stück 280Ah LFP-Zellen mit einer Nennkapazität von 3,2V muss man im schlimmsten Fall fast 14kWh in die Zellen pumpen, was maximal 350h dauern kann. In der Praxis sind die Zellen ca. 30-40% vorgeladen, aber dann dauert es immer noch knapp 8 Tage. Um das zu beschleunigen, kann man aber auch mehrere Labornetzteile parallel schalten... Wichtig ist dabei, dass alle Netzteile VOR dem Verbinden mit den Zellen auf 3,65V eingestellt werden und nach dem Verbinden mit den Zellen nicht nachjustiert werden, auch wenn die angezeigte Spannung sinkt. Das ist ganz normal. Am besten mit einem Spannungsprüfer regelmäßig während des Topbalacing-Vorgangs die Zellspannungen checken. Diese müssen immer unterhalb der 3,65V-Grenze sein. Irgendwann sinken die Ampere-Werte der Labornetzteile kontinuierlich auf fast 0,00A ab. Das bedeutet, dass die Zellen die Ladespannung erreicht haben und keine Leistung mehr fließt. Es bedarf also keiner weiteren Ladeelektronik oder sonstwas - das ist reine Physik. Wichtig ist ausschließlich, wie schon erwähnt, dass die Labornetzteile nicht mehr als 3,65V ausgeben, da dieser Wert auf Zellspannungsebene nicht überschritten werden darf. Und ja, es reicht eigentlich auch auf 3,60V zu laden, da die Zellen hier bereits fast zu 100% gesättigt sind, sofern man ihnen eine gewisse "Absorption Time" gönnt. Das heisst einfach die Ladespannung weiter angelegt lassen. Möglichkeit 2: Serielles Topbalancing meintechblog-Style Kurz gesagt: Ich hasste paralleles Topbalaning von der ersten Sekunde an. Man muss die Zellen erstmal doof parallel Anschließen, braucht dazu extra Busbars und muss die Zellen danach nochmal in die Hand nehmen, um sie ins Batteriepack bauen zu können. Und am Ende springt der Balancer beim fertigen Batteriepack doch gleich wieder an - wenn auch nur kurz. Deshalb habe ich mal etwas anderes ausprobiert, was ich von Anfang an für mehr als naheliegend hielt. Was in dieser Form aber anscheinend noch kein Mensch praktiziert... Die Zellen werden direkt in ihrem späteren Bestimmungsort, dem Batteriepack, verbaut und mit korrekt konfiguriertem JBD-BMS und NEEY-Balancer ausgestattet, wie kürzlich im Blogpost Operation Hausspeicher: BMS und Balancer mit Batteriepack verheiraten beschrieben. Vor der eigentlichen Inbetriebnahme im "Produktsystem" muss jetzt aber natürlich noch das eigentliche serielle Topbalancing durchgeführt werden - die Zellen sind also bereits in Reihe geschaltet. In nachfolgendem Bild hängt der NEEY-Balancer noch vorne am Batteriepack. Mittlerweile werkelt bei jedem meiner Batteriepacks ein eigener NEEY im Inneren des Packs... Grundsätzlich lässt sich zum nachfolgend beschriebenen Aufladen auch der Multiplus hernehmen. Aber ich wollte zu diesem Zweck ein separates Ladegerät haben, welches ich schnell zur Hand habe und bei dem ich auch kurz mal die Spannung bzw. Leistung einstellen kann. Insbesondere auch deswegen, weil bei mir die Multiplus weiter im operativen Betrieb arbeiten sollten mit bereits vorhandenen Batteriepacks, weshalb sie schon schlicht deswegen nicht zwecks Topbalancing zur Verfügung standen. Um eine möglichst hohe Ladeleistung bei meinem 18s-System zu erreichen, habe ich mich für dieses Schaltnetzteil mit 60V und 20A (Affiliate-Link) entschieden. Um sowohl Spannung als auch Stromstärke individuell einstellen zu können, habe ich dann noch diesen Stepup-Converter (Affiliate-Link) erworben, der bis zu 15A durchreichen kann. ABER ACHTUNG: Der "Stepup"-Konverter kann lediglich eine höhere Spannung ausgeben als das vorgeschaltete Netzteil. Wer ein 16s-System baut, muss deshalb ein Netzteil mit geringerer Spannung wählen, wie bspw. dieses Schaltnetzteil mit 48V und 25A (Affiliate-Link). Ich hatte noch eine passende Plexiglasplatte als Rest eines Busbarverteilers - vorgestellt im Blogpost Operation Hausspeicher – Busbar-Verteiler selbst bauen - rumfliegen und so konnte ich den Stepup-Konverter direkt auf das Netzteil schrauben. (Die Haltebeine sind übrigens vom Inneren des Netzteils nach außen geschraubt und innen insoliert - hier ist zum Glück genug Platz, um keine elektronischen Bauteile im Inneren zu berühren.) Als Berührungsschutz auf 230V-Seite habe ich dann noch ein Gehäuse mit Lüftungsschlitzen konstruiert und per 3D-Drucker angefertigt, welches nachfolgend als Download bereitgestellt wird: Abdeckung DC Adapter v1.stl (2832 Downloads ) An den Stepup-Konverter habe ich dann noch einen Anderson-Stecker (Affiliate-Link) (in nachfolgendem Bild zu sehen in rot) gebastelt, um die Ladevorrichtung bequem mit dem zu balancenden Batteriepack verbinden zu können. Das Vorgehen ist dann folgendermaßen: Erstmal "nähert" man sich dem ganzen Topbalancing mit einer eingestellten Ladespannung von 3,35V/Zelle und voller Leistung (15A) an. Das entspricht dann bei einer 16s-Konfiguration 53,6V bzw. bei einer 18s-Konfiguration 60,3V. Cool an dem Stepup ist übrigens, dass man sowohl Spannung als auch Stromstärke im laufenden Betrieb feinjustieren kann. Wichtig ist, dass sowohl JBD-BMS als auch NEEY-Balancer korrekt konfiguriert sind. Welche Settings diese Komponenten haben sollten, ist im Blogpost Operation Hausspeicher – LiFePo4-Zellen und die richtigen Spannungseinstellungen beschrieben. Kurzgefasst: Das JBD-BMS soll das Batteriepack trennen, sobald eine Zelle 3,65V überschreitet. Die mickrige Balancing-Funktion des BMS bleibt deaktiviert - für immer. Der NEEY-Balancer ist so eingestellt, dass er ab einer Zellspannung von 3,45V startet, sofern ein Zellunterschied von 0,01V erkannt wird. Er schaltet dann wieder ab, sobald 3,4V unterschritten wird. Bis auf die 3,65V sind alle anderen Werte nicht in Stein gemeiselt und sollten lediglich als Vorschlag verstanden werden. Mit diesen Werten klappt es jedenfalls - auch bei Bekannten, die ich remote per Chat "betreut" habe. Also zurück zum Thema: Das Ladegerät ballert mit mehreren hundert Watt in den Batteriepack und die Zellen füllen sich relativ schnell - meist dauert das weniger als 12h. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder waren alle Zellen SoC-technisch eeeinigermaßen nahe beeinander, sodass erst kurz vor Erreichung der Gesamtladespannung die vollste Zelle nach oben "abhauen" möchte. In diesem Fall schafft es der 4A starke NEEY-Balancer diese Zellspannung im Griff zu halten, sodass die 3,65V dieser Zellen nicht überschritten wird. Das ist dann der Best-Case und alle Zellen haben irgendwann die 3,35V erreicht. Die zweite Möglichkeiten ist, dass die Zellen initial komplett unterschiedliche Ladestände hatten. Dann greift das BMS bei einer erkannten Zellspannung von 3,65V ein und trennt das Batteriepack ab, sodass die Ladespannung auf 0W sinkt. Jetzt hat der Balancer Zeit, um die Zellunterschiede ein Stück weit auszugleichen. Sobald die Ladespannung jedoch wegfällt, fallen auch die Zellspannungen langsam zurück auf ihre Ruhespannung und der Balancer stoppt vermutlich relativ bald. Unter 3,4V sollte er dann auf keinen Fall mehr balancen, da das sinnlos bzw. sogar kontraproduktiv ist. In diesem Fall sollte man das Ladegerät mit unveränderter Ladespannung weiterarbeiten lassen - aber unbedingt die Ladeleistung drosseln. Also die Stromstärke auf sagen wir nur 1-2A setzen. Denn dann sollte es der Balancer wieder packen, bis alle Zellen die 3,35V erreicht haben. Das BMS schaltet den Batteriepack übrigens automatisch wieder zu, sobald die definierten Schwellwerte wieder eingehalten werden. Dieses ganze Spiel macht man dann noch einmal mit einer Ladespannung von 3,4V/Zelle mit voller Ladeleistung (15A) - bei 16s also 54,4V bzw. bei 18s geschmeidige 61,2V. Bei dieser zweiten Iteration sollte es der Balancer dann eigentlich direkt packen, ohne dass das BMS abschalten muss. Wenn nicht, einfach die Ladeleistung wieder auf wenige Ampere drosseln. Bei 3,4V ist dann schon ein relativ hoher SoC von über 90% erreicht. Wenn die Zellen an dieser Stelle spannungstechnisch zusammengeführt sind, kann man die Ladespannung auf 3,6V/Zelle erhöhen - das sind dann also bei 16s 57,6V und bei 18s 64,8V. Als Ladestrom reicht es hier völlig auf 5A oder weniger zu gehen, da es jetzt ohnehin nicht mehr lange dauert, bis die Zellen komplett gesättigt sind. Wer es jetzt auf die Spitze treiben möchte, kann gaaanz zum Schluss noch auf 3,63V/Zelle gehen mit einer Ladeleistung von nur 1A. Hier sollte man einfach einen Tucken Luft bis zu den 3,65V lassen, da das BMS sonst recht zeitnah auslöst und den Batteriepack trennt. Wichtig ist es jetzt noch, dass diese Ladeschlussspannung möglichst 1-2h gehalten wird, sodass die Zellen genug Zeit haben wirklich komplett zu laden, sodass sie 100% gesättigt sind. Und das war es auch schon. Der Batteriepack kann in den operativen Betrieb übergehen. Sofern er jetzt parallel geschaltet werden soll mit einem/mehreren "gleichartigen" Batteriepack/s, muss man unbedingt darauf achten, dass maximal 1-2V Spannungsdifferenz auf Batteriepackebene vorhanden ist, da sonst zu hohe Ausgleichsströme zwischen den Batteriepacks fließen und das BMS relativ schnell auslöst. Also den vollgeladenen Pack erstmal einige Stunden stehen lassen, bis die Zellspannungen auf 3,4V sinken (das passiert automatisch). Und den/die bereits operativ genutzten Batteriepack/s vollladen - dann eben per Multiplus bzw. Ladereglern, sodass die Zellspannungen eben auch etwa auf diesen Wert angehoben werden. Es macht dabei gar nichts, wenn die SoC der Batteriepacks nicht matchen, es kommt lediglich auf die Batteriepackspannungen an. Bei der nächsten Vollladen an einem Sonnentag synchronisieren sich die parallel geschlateten Batteriepacks automatisch, was den SoC betrifft. Aus meinem täglichen Leben Jetzt werden vermutlich einige Leser aufschreien, dass man beim seriellen Topbalancing zusätzliche Ladehardware benötigt. Ja stimmt, aber dafür benötigt man bspw. auch kein Labornetzteil und insgesamt fallen die Kosten meiner Meinung nach auch nicht mehr wirklich ins Gewicht. Außerdem ist das Ladesetup auch echt praktisch, um einen Batteriepack nach einer Weile bspw. wieder flott topbalancen zu können. Den NEEY-Balancer braucht man auch nicht zwingend permanent verbauen - deswegen hatte ich auch die NEEY-Adapterplatte gewählt (siehe vorhergehender Blogpost). Man braucht also nur zwingend einen NEEY, auch wenn man mehrere Batteriepacks topbalancen möchte. Und nehmt keinen anderen Balancer - der NEEY ist mit Abstand der Beste auf dem Markt! Und wer keinen Bock hat auf dieses inkrementelle Vorgehen hat - also erst 3,35V, dann 3,4V etc. -, kann das Ladegerät auch direkt auf 3.63V/Zelle einstellen. In diesem Fall trennt das BMS eben im Verlauf mehrmals, bis alle Zellen durch den Balancer zusammengeführt werden konnten. Dieses Vorgehen würde ich aber nicht empfehlen, da es im schlimmsten Fall viel viel länger dauert. Wie in obigem Vorgehen beschrieben, hatte ich übrigens jeden meiner mittlerweile sechs Packs in max. zwei Tagen startklar. Teilweise hat es auch nur einen Tag gedauert. Insgesamt ist das serielle Topbalancing auch deswegen praktisch, da man direkt mal die korrekte Trennfunktion seines BMS unter kontrollierten Bedingungen testen kann, was für den späteren Live-Betrieb schon mal ein gutes Gefühl gibt. Man bekommt auch ein viel besseres Gefühl dafür, wie sich die Zellen im "Verbund" verhalten, wenn sie bis an die Ladeschlussspannung gebracht werden. Das half mir persönlich sehr die Prozesse nachvollziehen zu können und die Spannungsbereiche besser abstecken zu können. Alles in allem sehe ich das serielle Topbalancing auch deshalb als überlegen an, da das Batteriepack-Setup an dieser Stelle bereits final zusammengebaut ist und jetzt beim Topbalancing genau so arbeitet, wie später im Live-Betrieb auch. Denn was hilft es, wenn die Zellen fein säuberlich per parallelem Balancing zusammengeführt wurden und dann beim finalen Setup der Balancer leichte Messungenauigkeiten aufweist und dann doch wieder balanced - so war es jedenfalls bei mir, als ich noch paralleles Topbalancing genutzt habe. Aber auch so kann der Balancer im Live-Betrieb die ersten paar Ladevorgänge anspringen, so war es auch bei mir. Nachdem sich alles "eingegrooved" hatte, ist jetzt aber bereits seit Monaten komplett Ruhe im Stall. Alle Zellen bleiben beim täglichen "Vollladen" auf 3,45V/Zelle komplett zusammen - keine Zelle haut nach oben ab, was oberhalb von 3,4V meiner Meinung nach nicht selbstverständlich ist. Was haltet ihr vom seriellen Topbalancing ala meintechblog-Style? Eigentlich recht trivial, wenn man mal darüber nachdenkt, oder? ### Operation Hausspeicher: BMS und Balancer mit Batteriepack verheiraten Heute ein mehr als überfälliger Blogpost zur korrekten Anschlussbelegung von BMS und Balancer mit den LFP-Zellen. Hierzu bekomme ich täglich Anfragen, da es alles andere als selbsterklärend und teilweise auch wirklich etwas tricky ist. Und gerade hier sollte man keine Fehler machen, da man beim falschen Connecten die Elektronik von BMS und Balancer killen kann. Deshalb nachfolgend alle relevanten Infos, wie man sein JBD-BMS Typ JBD-AP20S006 inklusive NEEY-Balancer "ordnungsgemäß" mit den Batteriezellen verheiratet - inklusive Anschlussplänen in Farbe UND BUUUNT... BMS und Active-Balancer direkt an die Zellen anschließen oder doch besser per Adapter? Bevor wir mit dem Zusammenschließen der Komponenten beginnen, starte ich an dieser Stelle erstmal mit der Aufarbeitung eines kontrovers diskutierten Themas: Der NEEY-Adapterplatte (Affiliate-Link), über die im meinem Fall alle Komponenten zusammengeführt werden. Also BMS, Active Balancer und Zellen: Es geht also um abgebildete Adapterplatte, die man zusammen mit dem NEEY-Balancer (alle Infos inkl. Bezugsquellen im Blogpost Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen *immer aktuelle Links*) kaufen kann und die ich eben konzeptionell dazu nutze, alle Komponenten elektrotechnisch zu verheiraten. Damit sich der NEEY-Adapter "nahtlos" in das Batteriepackgehäuse einfügt, habe ich Fusion 360 angeschmissen und ein passendes 3D-Druckteil entworfen: Batteriepack 2.0 - NEEY Adapter Front (12063 Downloads ) Gedruckt habe ich das Teil dann - wie alle anderen Komponenten für das Batteriepack auch - mit PETG-Filament (Affiliate-Link), welches hitzebeständiger ist als bspw. das normal übliche PLA. Spannend fand ich das Adapterboard insbesondere auch deswegen, weil an dessen Vorderseite passende Konnektoren vorhanden sind, um alle angeschlossenen Zellanschlusspunkte auch bei geschlossenem Batteriepackgehäuse erreichen zu können. Das ist einerseits praktisch, um bspw. per Messgerät die Spannungen zu messen, andererseits aber auch um den NEEY-Balancer je nach Lust und Laune an- und wieder abschließen zu können. Denn den NEEY-Balancer wollte ich quasi ausschließlich initial zwecks Topbalancing (Inhalte folgen bald) anschließen bzw. alle paar Monate mal, um die Zellen erneut im oberen Spannungsbereich "zusammenzuführen". Aber dann kam es doch anders... Da ich doch noch ausreichend Platz im Batteriegehäuse finden konnte, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen doch jedem Pack einen separten NEEY-Balancer zu verpassen - um einen "permanenten" Balancer ab 3,45V zuschalten zu können und auch um einfach verschiedene Settings parallel bei den insgesamt sechs Batteriepacks fahren zu können, um die perfekten Einstellungen schneller ausfindig machen zu können. Und so habe ich kurzerhand passende Halterungen designed und gedruckt, sodass der NEEY-Balancer einfach an der Rückseite der Vorderplatte des Batteriepacks eingeklickt werden kann. Batteriepack 2.0 - NEEY Adapter Halterung (12636 Downloads ) An sich eine super Idee, wie ich immer noch finde - nur eben mit einem designtechnischen Nachteil, an dem sich einige "aufstoßen": Nachteil der NEEY-Adapterplatte Sowohl BMS als auch NEEY-Balancer hängen am NEEY-Adapter. Von dort aus teilen sie sich den weiteren Verbindungsweg hin zu den Zellen. Sofern diese Verbindung mit "schwachbrüstigen" Leitungen unter 1mm2 ausgeführt werden (im Normalfall also) und dann auch noch diese kleinen Schmelzsicherungen (dazu weiter unten weitere Details) eingebaut werden, kommt es zu einem etwas unglücklichen Effekt: Sobald der NEEY-Balancer mit seiner Arbeit beginnt und bis 4A-Ausgleichsströme über die Leitungen fließen, verändert sich kurz der Widerstand und das BMS kann die Spannung der betroffenen Zellen für einen Moment nicht korrekt ermitteln. Es kommt dabei zu "Spannungssprüngen", die das BMS 1:1 verarbeitet und dadurch kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass BMS den Batteriepack trennt, da es eben meint, dass eine Zelle in Unter- bzw. Überspannung läuft. Diese Spitzen bewegen sich in meinem Fall im Bereich von +/- 200mV. Wenn die Zellen also ab 3,45V gebalanced werden sollen, kann es also durchaus vorkommen, dass das BMS kurzzeitig 3,65V+ misst, was im BMS auch als Abschaltschwelle definiert ist. Als einfachen Workaround habe ich das Ausschaltdelay auf 10s erhöht. Also erst wenn das BMS für mindestens 10s eine Spannung über 3,65V misst, würde es den Pack trennen. Dieses Delay reicht dann in meinem Fall easy aus, um diese gemessenen Spannungssprünge zu kompensieren. Keine 100%ig coole Lösung, gebe ich zu. Argumentiert jetzt bitte nicht (wieder), dass das ein Sicherheitsrisiko ist. Wenn es das Gesamtkonzept nicht hergibt, dass das BMS erst mit einer Verzögerung von 10s bei gemessener Über- oder Unterspannung abschaltet, sollte man das Konzept grundlegend überdenken. Aber wer darauf keine Lust hat, lässt die NEEY-Adapterplatte einfach weg oder führt die Leitungen des NEEY-Balancers einfach nochmal einzeln ohne "Umweg" an die Verbindungspunkte der Zellen. Dann ist dieses Schwankungsphänomen gänzlich gekillt. Für mich hat die Lösung mit der Adapterplatte aber auch einen Vorteil. Denn anhand der Spannungssprünge des BMS, dessen Spannung ich monitore, sehe ich sofort, dass der NEEY-Balancer korrekt arbeitet und welche Zellen er gerade "in der Kur" hat. Also welche Zelle gerade entladen (Spannungssprung nach unten) bzw. welche Zelle geladen wird (Spannungssprung nach oben). One more thing - before we start Das vorweg geschickt, zeige ich nun nachfolgend, wie ich alle Komponenten mit der NEEY-Adapterplatte verbunden habe. Wer die Adapterplatte - wie gesagt - nicht nutzen möchte, lässt sie einfach weg und verbindet BMS und Balancer direkt mit den Zellen. Dazu einfach die Verbindungspunkte mit B1, B2, ... der nachfolgenden Abbildungen als Referenz hernehmen und dann sollte die korrekte Verkabelung auch deutlich werden. Und eins noch: Lasst euch Zeit mit dem Zusammenschließen und kontrolliert alles nochmal - auch per Spannungsmessgerät... NEEY-Balancer an NEEY-Adapterplatte anschließen So sehen die Verbindungspunkte aus, die den NEEY-Balancer (Affiliate-Link) mit der NEEY-Adapterplatte konnektieren: Zoomt ruhig ins Bild rein, damit ihr auch den kleinen Text "B1, B2, ... " erkennen könnt. Die einzelnen Verbindungspunkte habe ich übrigens an die NEEY-Adapterplatte angelötet und dann mit Schrumpfschlauch isoliert. Das Vorgehen ist eigentlich "straight forward": Mit Minus links anfangen und dann mit dem Plus-Leitungen weiter machen, bis man die gewünschte Zellenanzahl (in meinem Fall 18s) erreicht hat (bei 18s sind es mit der Minusleitung bis zu dieser Stelle die ersten 19 Leitungen). Die weiteren Leitungen habe ich dann abgeschnitten. Lediglich die letzte (rote) Leitung benötigt man noch, um den NEEY-Balancer mit "Betriebsspannung" zu versorgen. Die gezeigte Drahtbrücke hat dabei den Hintergrund, dass die zentrale Plus-Leitung (rote Leitung) des NEEY-Balancers über die B18 (bei 18s-Konfiguration) mit Strom versorgt werden muss, damit er "läuft" (Versorgungsspannung des NEEY). Hier kann man die Drahtbrücke auch mit einem Ein-/Ausschalter erweitern, über den man den NEEY dann easy stromlos schalten kann, sofern er nicht benötigt wird. Das habe ich übrigens erstmal nicht gemacht, da der NEEY im Standby eh weniger als 1W braucht... Bei 16s (oder anderer) Konfiguration einfach die Hinweise in obigem Schaubild beachten... JBD-BMS an NEEY-Adapterplatte anschließen Weiter geht es mit dem JBD-BMS, konkret um das Modell JBD-AP20S006 (Affiliate-Link) (Bezugslinks hier), bei dem die "Anschlussgeschichte" schon etwas tricky ist... Hier müssen nämlich einige BMS-Adern "zusammengelegt" werden. Alle Details in obiger Abbildung. Weitere Erklärungen erspare ich euch an dieser Stelle bewusst. Verinnerlicht die Logik, was sicher einige Minuten dauert. Kein Stress, lasst euch Zeit - bevor ihr etwas falsch anschließt. Und zur Not lieber doch nochmal per Kommentar nachfragen... Aber schickt mir bitte bitte keine Mails. :D Kurze Ergänzung noch zu älteren JBD-BMS-Varianten - konkret des Typs JBD-AP21S002. Hier gibt es eine Ader an den PIN-Connectoren weniger. Entsprechend wird einfach eine Ader weniger aufgelegt an der "Stelle, an der die"Massenzusammenschaltungsstelle" (die vier BMS-Adern, die zusammengelegt werden, sind dann eben nur noch drei BMS-Adern). Ist das verständlich genug formuliert?!... Sofern es noch unklar ist, lest am besten nochmal meinen Kommentar dazu: Ja, die neuere Version des BMS hat eine Leitung mehr. Bisschen verwirrend, bis man die Logik mal verinnerlicht hat. Am besten geht ma so vor, egal ob 16s oder 18s (oder wieviele Zellen auch immer):Die beiden äußersten Leitungen (beide rot) des 9er Connectors gemeinsam an “Gesamt-Plus” desPacks. Die gelbe Leitung direkt daneben an den nächsten Zellpol. Dann erstmal an dieser Stelle stoppen und an der gegenüberliegenden Seite des 14er Connectors starten. Hier die schwarze Leitung an “Gesamt-Minus” des Packs anschließen. Dann die benachbarten Leitungen nach und nach einzeln an die nächsten Zellpole anklemmen. Am Schluss hat man dann nur noch einen unbelegten Zellpol übrig, aber (je nach Anzahl der Zellen im Pack) sechs Leitungen (16s) bzw. vier Leitungen (18s). Diese “düddelt” man dann einfach zusammen und klemmt sie an diesen letzten noch unbelegten Zellpol. Klingt komisch, ist aber so. 🙈 Hoffe das war einigermaßen verständlich, hab das Vorgehen anfangs auch nicht wirklich kapiert. Werde das hoffentlich bald auch nochmal detailliert mit Bildern im Blog zeigen können. Man kann auch nochmal freundlich per Chat beim Händler eine Anschlussskizze erbitten – bspw. konkret für 16s. Damit lässt sich das Vorgehen nochmal verifizieren… Viele Grüße und Erfolg bei der UmsetzungJörg PS: Bei den Anschlüssen besser auf “Nummer Sicher” gehen. Wenn da was nicht passt, raucht das BMS im schlimmsten Fall komplett ab. Batteriepack (Zellen) an NEEY-Adapterplatte anschließen Abschließend noch die Anschlussbelegung der Zellen - in meinem Fall eben als 18s-Konfiguration. Bei 16s einfach B17 und B18 weglassen - in der Abbildung gibt es dazu auch noch weitere Infos... Ich habe mich bei den Anschlusspunkten der Zellen bewusst dazu entschieden die Busbars jeweils mit einem M3-Gewindeloch auszustatten, um die "Balanceleads" separat anschrauben zu können - und eben nicht per M6-Ringkabelschuh mit an den normalen Gewinden fixieren zu müssen. Das sieht dann so aus: Genutzt habe ich den 3mm Bohrer dieses Gewindebohrerset (Affiliate-Link), wobei ich vorher mit diesem 2,2mm Bohrer (Affiliate-Link) vorgebohrt habe. An die M3 Ringkabelschuhe (Affiliate-Link) habe ich dann jeweils eine 10A-Sicherung gelötet (Aliexpress-Link) und die dort angelöteten Verbindungsleitungen mit klebendem Schrumpfschlauch (Affiliate-Link) isoliert/stabilisiert. Als mehradrige Verbindungsleitung hab ich die Variante UNITRONIC® LiYY Datenleitung 20X0.75 (externer Link) genutzt. Dabei habe ich den Mantel per Kabelmesser (Affiliate-Link) komplett entfernt, um an die verschiedenfarbigen Aderleitungen zu gelangen. Das fand ich beim Zusammenbau einfach super praktisch, da man so auf einen Blick erkennt, ob die Farben matchen und so minimiert man effektiv triviale Verkabelungsfehler. Zumindest mir hilft sowas immer enorm... Aus meinem täglichen Leben Jo, das war es auch schon. Ich hoffe, dass mit diesem Blogpost jetzt endlich alle wiederkehrenden Fragen adressiert werden können, was die Anschlussbelegung angeht. Aber vermutlich gibt es immer noch offene Fragen - in diesem Fall einfach einen Kommentar hinterlassen. Evtl. kann ich die Inhalte ja doch noch sinnvoll überarbeiten bzw. ergänzen... Und nochmal kurz abschließend zum NEEY-Balancer. Die App ist zwar bissl crappy, der Balancer an sich aber sowas von genial. Wie ich den NEEY dabei einsetze - insbesondere auch beim initialen Topbalancing der Zellen direkt im Batteriepack ganz ohne zeitaufwändiges Parallelschalten der Zellen - folgt in Kürze. ### Stolpersteine und erste Erfahrungen mit der speicheroptimierten Direktvermarktung Heute möchte ich mit meinem EEG-Profi Ralf darüber quatschen, welche Erfahrungen ich die letzten Tage und Wochen im Rahmen der Umstellung meiner PV-Anlage samt ESS-Speichersystem von der "normalen" Einspeisevergütung hin zur Direktvermarktung gemacht habe. Konkret geht es bspw. um die Frage, was beim Einsatz eines Hausspeichers zur zeitversetzten Netzeinspeisung des PV-Stroms beachteten werden muss, damit es nicht nur auf technischer Seite klappt, sondern auch von den beteiligten Marktteilnehmern akzeptiert wird. Da das Thema noch recht neu ist, kursieren hier viele halbgare "Interpretationen", bspw. wenn es darum geht, ob man überhaupt mit seinem Hausspeicher ins Netz einspeisen darf oder ob man dann einen zweiten Zähler benötigt. Themen, bei denen wir hoffentlich etwas Licht ins Dunkel bringen können... https://youtu.be/qwnfGiY5ZIk YouTube-Direktlink ### JBD-BMS in VENUS-OS in fünf Minuten einbinden per dbus-serial-battery und aggregate-batteries Heute mal ein Inhalt, auf den sicherlich schon einige Leser des Blogs warten. Es geht darum, wie man einen oder mehrere Batteriepacks sinnvoll in Venus OS nutzen kann, welche per JBD-BMS und RS-485-USB-Adapter angebunden sind. Im Rahmen der nachfolgenden Schritt-für-Schritt-Videoanleitung sollte es eigentlich jedem Anwender möglich sein das Ganze in wenigen Minuten nachzuvollziehen und selbst umzusetzen. Viel Spaß damit! https://youtu.be/k6eA8np9ut8 YouTube-Direktlink Alle Links und Terminalbefehle aus dem Video: 00:00:15JiaBaiDa Smart BMS JBD-AP20S006/AP21S002 LiFePo4 200AJBD-UART-RS485 Adapter 00:00:32Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen immer aktuelle Links 00:00:56Louisvdw / dbus-serialbattery (GitHub-Link) 00:01:12Dr-Gigavolt / dbus-aggregate-batteries (GitHub-Link) 00:01:45Operation Hausspeicher – LiFePo4-Zellen und die richtigen Spannungseinstellungen 00:02:04 ssh-Login ssh root@IP-DES-VENUS-OS-DEVICE 00:02:09Venus OS Large auf dem Raspberry Pi installieren v2 00:02:15 Installscript von dbus-serialbattery herunterladen wget https://raw.githubusercontent.com/Louisvdw/dbus-serialbattery/master/etc/dbus-serialbattery/install.sh 00:02:18 Installscript ausführen sh install.sh 00:02:22 Konfigurationsdatei öffnen nano /data/etc/dbus-serialbattery/utils.py 00:02:32AX_BATTERY_DISCHARGE_CURRENT = 100.0MAX_BATTERY_CHARGE_CURRENT = 100.0 UPDATE VOM 12.07.2023: Mittlerweile werden die Config-Einstellungen über zwei Dateien "gepflegt". Die Standardsettings werden in /data/etc/dbus-serialbattery/config.default.ini aufgelistet und die Anpassungen können in der Datei /data/etc/dbus-serialbattery/config.ini gepflegt werden. nano /data/etc/dbus-serialbattery/config.ini UPDATE ENDE 00:02:37STRG + O (Speichern) …. STRG + X (Schließen) 00:02:38 System neustarten reboot 00:03:05 dbus-aggregate-batteries Dateien herunterladen wget -P /tmp/ https://github.com/Dr-Gigavolt/dbus-aggregate-batteries/archive/refs/heads/main.zip 00:03:09 Dateien entpacken unzip /tmp/main.zip -d /data/ 00:03:14 Dateien verschieben mv /data/dbus-aggregate-batteries-main /data/dbus-aggregate-batteries 00:03:18 Dateiberechtigungen setzen chmod 744 /data/dbus-aggregate-batteries/service/run chmod 744 /data/dbus-aggregate-batteries/restart 00:03:24 Konfigurationsdatei öffnen nano /data/dbus-aggregate-batteries/settings.py 00:03:28NR_OF_MPPTS = 0 00:03:36CURRENT_FROM_VICTRON = False 00:03:46OWN_SOC = True 00:04:00CHARGE_VOLTAGE = 3.4MAX_CELL_VOLTAGE = 3.45DISCHARGE_VOLTAGE = 2.9MIN_CELL_VOLTAGE = 2.7 00:04:24MAX_CHARGE_CURRENT = 100MAX_DISCHARGE_CURRENT = 100 00:04:28STRG + O (Speichern) …. STRG + X (Schließen) 00:04:32 Erweiterte Konfigurationsdatei öffnen (hier nicht notwendig) nano /data/dbus-aggregate-batteries/charge 00:04:40 rc.local-Datei öffnen nano /data/rc.local 00:04:46In neuer Zeile ergänzen:ln -s /data/dbus-aggregate-batteries/service /service/dbus-aggregate-batteries 00:04:47STRG + O (Speichern) …. STRG + X (Schließen) 00:04:48 System neustarten reboot 00:04:59 Logdatei von aggregate-batteries einsehen nano /data/dbus-aggregate-batteries/aggregatebatteries.log 00:05:54 Aggregate-Batteries-Dienst neustarten: sh /data/dbus-aggregate-batteries/restart ### SENEC-Speicher in fünf Minuten per NodeRED ins Smart Home einbinden Da ich gerade den Raspberry Pi mit Venus OS für meinen Kumpel neu aufgesetzt habe, musste ich seinen SENEC-Speicher auch wieder frisch einbinden. Hierfür habe ich einen NodeRED-Flow gebaut, den man super einfach in maximal fünf Minuten selbst nutzen kann, um alle relevanten Messwerte seiner SENEC-Anlage auslesen zu können. Wie das im Detail klappt - inkl. Download des im Video gezeigten NodeRED-Flows - ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. https://youtu.be/eKMvF-ZjyuI YouTube-Direktlink Downloads NodeRED Flow Senec Integration (3072 Downloads ) UPDATE VOM 10.09.2023: SENEC hat die letzten Tage mit der neuen Firmware Revision MCU 3825 nach und nach die Abfragemöglichkeit von http auf https umgestellt. Der im Video gezeigte Befehl muss deshalb angepasst werden, damit die Daten weiterhin korrekt abgerufen werden können: Vorher mit http: curl http://192.168.2.101/lala.cgi... Jetzt mit https: curl -k https://192.168.2.101/lala.cgi... Und hier nochmal der komplette Befehl, der bei meinem Kumpel nach der Umstellung sofort funktioniert hat, um die wichtigsten Daten abzurufen: curl -k https://192.168.2.101/lala.cgi -H 'Content-Type: application/json' -d '{"ENERGY":{"GUI_HOUSE_POW":"","GUI_GRID_POW":"","GUI_INVERTER_POWER":"","GUI_BAT_DATA_POWER":"","GUI_BAT_DATA_FUEL_CHARGE":"","STAT_STATE":""},"STATISTIC":{"LIVE_GRID_IMPORT":""},"PM1OBJ1":{"P_AC":""}}' UPDATE ENDE UPDATE VOM 16.04.2024 Auf mehrfachen Wunsch teile ich nun auch die bei meinem Kumpel eingesetzte Loxone-Config, welche die Senec-Kiste zusammen mit einer Victron-Anlage "verheiratet". Senec ist dabei führend und liefert entsprechende Messwerte - insbesondere zum Netzübergabepunkt - und die Victron Multiplus hängen sich als "Slave" dahinter und supporten dynamisch, wenn der Senec-Speicher leer wird - alles über Loxone gesteuert. Sicher noch verbesserungsfähig, aber funktioniert im "Echtbetrieb" schon seit ewigen Monaten ohne jegliche Probleme: Senec-Victron-Loxone-Integration (2170 Downloads ) PS: Wer mich und meine Arbeit supporten möchte, finden nachfolgend Möglichkeiten dazu... Danke an dieser Stelle an Christian, der mir kürzlich per Paypal eine großzügige "Spende" dagelassen hat! 😘 UPDATE ENDE ### Live TechTalk am 13.04.2023 ab 20:00 Uhr mit Andreas Schmitz @Akkudoktor Da unsere gemeinsamen Videos bisher gut angekommen sind, auf Zuschauerseite aber sicherlich die ein oder andere Frage unbeantwortet blieb, möchten Andreas und ich die bisherigen Themen im Rahmen eines ersten "Live TechTalk" vertiefen und direkt auf Zuschauerfragen eingehen. Der Start ist am 13.04.2023 ab 20:00 Uhr - spätestens ab 20:15 geht es dann richtig los. Stellt euch also den Wecker, wenn ihr live dabei sein und selbst Fragen stellen wollt. Der Videolink wird automatisch unten im Blogpost verfügbar sein... https://youtube.com/live/6ElSY878pG8 YouTube-Direktlink Und hier noch der Link zur Petition 146290: Vereinfachungen für Balkonsolaranlagen vom 17.02.2023 ### Talk mit Andreas Schmitz - So spare ich jährlich 3.000€ Kraftstoffkosten Ich hatte Andreas schon einige Male vorgeschwärmt, wie krass wenig unser E-Fahrzeug im Unterhalt kostet, insbesondere was die "Spritkosten" angeht bei unserer recht hohen Laufleistung von 30.000+ km im Jahr. Heute hatte wir endlich mal Gelegenheit ausführlicher darüber zu quatschen und ich habe direkt mal meine Grafana-Auswertung ausgepackt, um mit Zahlen und Fakten um mich schmeissen zu können. Herausgekommen ist ein knapp 45 minütiger Talk, in dem Andreas auch mit seiner dunklen "Raservergangenheit" auspackt. 😂 Nein Spaß, wir reden eigentlich nur über langweilige Einsparpotenziale mit Fokus E-Mobilität, die in meinem Fall mit üppigen 3.000€ pro Jahr zu Buche schlagen. Aber seht selbst... Und lasst gerne ein Like und Kanalabo da, wenn euch die Inhalte gefallen... 😘 https://youtu.be/1XrvBQt0OjY YouTube-Direktlink Links aus dem Video: 00:00:16meintechblog - Kategorie: E-Mobilität - Tesla 00:03:08Tesla Model Y 00:06:20meintechblog - Kategorie: Photovoltaik 00:13:50Die Wahrheit über E-Autos ! (inkl. ICCT Bericht) 00:16:17Tibber 00:21:52Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign 00:22:38Tesla Model 3 – Energieverbrauch und Batteriezustand nach 2,5 Jahren und 65.000 km 00:33:30E-Fuels wahrscheinlich noch lange knapp: PIK Analyse-Papier 00:45:1130Ct Einspeisevergütung statt 6Ct - So GEHTS! 00:46:01F**K the EEG ### Hausspeicher-Grundlagen - Im Gespräch mit Matthias von haus-automatisierung.com Nach nicht ganz einem Jahr gibt es heute endlich mal wieder einen "kleinen" Tech-Talk mit Matthias, der die damals in diesem Video diskutierte PV-Anlage mittlerweile tatsächlich auf seinem Hausdach liegen hat. Weiterführend geht es diesmal um das Thema ESS (Energie Speicher System) und welche technischen und organisatorischen Hürden es dabei zu überwinden gilt, sofern man DIY-mäßig selbst Hand anlegen möchte. Hintergrund ist, dass Matthias nun selbst einen heimischen Batteriespeicher nachrüsten möchte, sich aber noch nicht ganz sicher ist, wie genau das alles auf technischer Seite aussehen soll - und was die Vor- und Nachteile möglicher Ansätze sind. Eigentlich wollten wir dabei erstmal nur die absoluten Basics diskutieren, sind aber bereits nach kurzer Zeit sehr viel tiefer in einzelne technische Details abgetaucht. Aber so ist für jeden etwas dabei denke ich. Aber seht selbst... Viel Spaß beim XXL-Video und hinterlasst gerne einen Kommentar und ein Like sofern euch die Inhalte gefallen. 😘 https://youtu.be/3XY0Ym8-0H0 YouTube-Direktlink Alle, die sich mit der Thematik vertraut machen möchten, verweise ich an dieser Stelle gerne auf diesen Blogpost, in welchem inhaltlich genau diese Themen im Vordergrund stehen: Operation Hausspeicher – 28kWh für unter 7.000€ ### Neues aus unserer PV- und Victron-Welt - Mit Jens von Meine Energiewende Nach einer längeren Durststrecke heute wieder ein XXL-Video zusammen mit Jens, der in der Victron-Welt für mich einfach der kompetenteste Ansprechpartner schlechthin ist. Nichts, was er nicht adhoc wüsste und ein enormes Detailwissen, was Seinesgleichen sucht - echt der Wahnsinn... In diesem Sinne viel Spaß mit dem Video, in dem wir viele Detailthemen ansprechen und hoffentlich verständlich aufbereiten. Vielen Dank nochmal an dich Jens, hat mir wieder sehr viel Freude bereitet mit dir zu quatschen! https://youtu.be/OiKvKO_WAVw YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:09Victron ESS- und Inselanlagen-Talk mit Jens von "Meine Energiewende" 00:00:25YouTube - Meine Energiewende 00:00:41Direktvermarktungstalk mit Andreas Schmitz 00:00:52Operation Direktvermarktung – 10.000€ PV-Ertrag pro Jahr möglich?! 00:02:27MultiPlus 500 VA - 1600 VA 00:04:55 2023-02 - MPII Retrofit kit to reduce low RPM fan noise v1 (5019 Downloads ) 00:17:00Operation Hausspeicher – Netzanmeldung scheitert erstmal und klappt am Ende doch noch! 00:19:15Ignore AC input using the Generator AssistantModbus Register 33com.victronenergy.vebus - Switch Position - 331=Charger Only;2=Inverter Only;3=On;4=OffIf you set it to "3:On" then it will run ESS like normal, if you set it to "2:Inverter Only" it will disconnect from grid.You will need GX firmware 2.70 or greater. 00:20:40Operation Hausspeicher: Victron MultiPlus II als 3-Phasen-ESS konfigurieren 00:23:40Bloody Grid Password?! Are you kidding! Just to setup a stock standard Generator AC Supply? 00:27:4120 kVA #Victron #Quattro Umbau auf einem Lagoon 620 Katamaran. Die Bestandsaufnahme und Planung. 00:52:56Operation Direktvermarktung – 10.000€ PV-Ertrag pro Jahr möglich?! Ich hoffe euch gefällt das Video. Wenn ich mehr davon sehen wollt, würde ich mich über euer Feedback freuen - und natürlich auch über einen Like und ein Kanalabo. Denn das hilft meinem YouTube-Channel definitiv weiter eine größere Reichweite zu erreichen... 😘 ### Beste Bezugsquellen für LFP-Batteriezellen Ich bekomme laufend die Frage gestellt, wo man am besten Batteriezellen für DIY-Speicher einmarkten kann, egal ob fürs Wohnmobil oder das heimische Energiespeichersystem. Welcher Händler ist vertrauenswürdig? Ist es besser direkt aus China zu bestellen oder aus einem europäischen Zwischenlager? Wieviel kostet das jeweils und wo sind die Vor- und Nachteile? In nachfolgendem Blogpost soll es deshalb genau um diese Fragen gehen - ohne langes Blabla, aber dennoch mit allen relevanten Infos. Die vier "Standardanbieter" Egal, wo man sich im Netz umschaut. Am Ende landet man immer bei diesen Anbietern: Shenzhen Basen Technology Co., Ltd.Solar Storage System Prismatic Lithium Battery 3.2V 280Ah Lifepo4 Cell (Affiliate-Link) Shenzhen Eel Battery Co., Ltd.EU STOCK!Tax Free!3.2v 280K Li-ion Lithium batteries (Affiliate-Link) Docan Technology (shenzhen) Co., Ltd. (Affiliate-Link)EVE LF280K Grade A Genuine 6000cycles highest quality solar storage (Affiliate-Link) Gobel Power - China Lithium Battery SupplierEVE 3.2V 280Ah Rechargeable LiFePO4 Battery Cell (Affiliate-Link) Ich selbst habe bisher "nur" bei Shenzen Basen bestellt. Insgesamt bereits 172 der EVE 280Ah Zellen. Jede davon war absolut top bei Lieferung und arbeitet ohne jegliche Probleme in mehreren DIY-ESS-Systemen. Geliefert werden die Zellen so gut wie immer in fett gepolsterten Kartons zu je vier Stück: Das größte ESS, was ich bisher gebaut habe, steht aktuell bei mir Zuhause und besteht aus sechs 18s-Batteriepacks -> Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign Von diversen Lesern habe ich aber auch bereits mehrfach die Rückmeldung erhalten, dass die anderen beiden oben aufgeführten Anbieter super sind. Hier beispielsweise von Thomas, der bei Docan Technology bestellt und mir einige Bilder zur Verfügung gestellt hat. Hier mal eines von acht frisch gelieferten EVE LF280K Grade A Genuine 6000cycles highest quality solar storage (Affiliate-Link): Wirklich übel vorbildlich verpackt. Einmal die vier Zellen einer Verpackungseinheit mit Schaumstoff außen rum (Standard), dann zusätzlich jede Zelle in einer Plastikfolie und schließlich jeder Zellpol samt Gewindeaufsatz auch nochmal gesichert. Bei Shenzen Basen hatte ich bisher noch nie einen Schutz - bis auf den Schaumstoff außen herum. Ah, und einmal waren die Zellpole auch noch mit einem Deckel geschützt. Vertrauenswürdigkeit der Anbieter Ich persönlich würde aufgrund eigener Erfahrungen und externer Infos bedenkenlos bei jedem der oben aufgeführten Anbieter bestellen. Bei anderen Anbietern wäre ich sehr vorsichtig, da ich ganz zu Beginn selbst bei einem Scam-Shop bestellt hatte und nur mit etwas Hin und Her mit meinem Kreditkartenunternehmen das Geld zurückbekommen habe. Mehr Infos dazu im Blogpost Operation Hausspeicher – 14kWh LiFePo4-Zellen für 2.200€ Kapitel "Beschaffung aus Fernost". Lagerort und Lieferzeiten Alle aufgeführten Anbieter versenden sowohl direkt aus Asien als auch aus europäischen Lagern. Wobei euch je nach Verfügbarkeit der Lagerstände primär die ein oder andere Variante angeboten wird. Im Grunde ist es technisch auf "Zellebene" gesehen egal, für welche Variante ihr euch entscheidet. Die Zellen werden so oder so aus Asien in ein Zwischenlager (z.B. in Polen) verschifft bzw. per Zug transportiert, was 1-2 Monate dauern kann. Vom Zwischenlager aus kann es dann je nach Versandunternehmen schnell gehen. Oftmals erhält man die Zellen von dort aus in unter einer Woche ausgeliefert. Wer es also eilig hat, greift zur Variante mit dem europäischen Zwischenlager, was jedoch einen Aufpreis von ca. 10-15% (je nach Anbieter) bedeutet. Ich selbst habe meist aus Asien bestellt. Dann dauert es ca. eine Woche, bis die Ware versandfertig ist. Je nachdem, wie die Logistik gerade aufgestellt ist, dauert es ab diesem Zeitpunkt dann ca. 30-45 Tage, bis euch die Ware erreicht. Die meisten Anbieter versenden übrigens erst dann, nachdem die Zahlung getätigt wurde. Aber sprecht das am besten direkt mit dem jeweiligen Anbieter ab. Achso - und super wichtig: Wenn ihr aus Asien ordert, achtet darauf auf "DDP" zu bestehen. Dann habt ihr keinen Stress mit zusätzlichen Zollkosten, Einfuhrumsatzsteuer und Versandkosten. DDP ist quasi All-Inclusive bis zur Haustür. Mehr Infos dazu auch im Blogpost Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen immer aktuelle Links Bestellabwicklung und Zahlung Jeder Anbieter bietet gewöhnlich einen Live-Chat an, was insbesondere bei der Versendung aus Asien sinnvoll ist, da der "Operator" einige Dinge mit euch direkt klären muss, um ein verbindliches Angebot abgeben zu können. Das erscheint alles erstmal aus unserer "europäischen Brille" komisch, denn normalerweise drückt man in einem Onlineshop auf "in den Warenkorb" und gut ist. Aber wenn man das einmal gemacht hat, ist das echt irgendwie funny. Die Zahlung solltet ihr unbedingt per Kreditkarte oder PayPal durchführen. Zum einen weil die Transaktion "instant" durchgeführt wird und es damit zu keinen Verzögerungen kommt und andererseits kommt ihr im Zweifelsfall auch am einfachsten wieder an euer Geld. Bei Gobel Power könnt ihr aber bspw. auch einfach über deren Onlineshop bestellen, z.B. die üblichen prismatischen EVE-Zellen: EU Stock EVE 3.2V 280Ah Rechargeable LiFePO4 Battery Cell (Affiliate-Link) Markenzellen und deren Qualität Kurzgefasst: Ich würde immer auf EVE-Zellen setzen. Einerseits, weil ich damit bisher ausschließlich gute Erfahrungen sammeln konnte - egal ob die neue 280k-Variante oder aber auch die ältere Variante ohne "k" im Titel. Die EVE-Zellen blähen sich wohl am Anfang auch nicht so stark aus wie vergleichbare Modelle anderer Hersteller wie CATL und Co. Alle Anbieter geben meist eh "pauschal" 6.000 Zyklen an, wobei die Lebensdauer von vielen Faktoren (u.A. Temperatur, Lade-/Entladetiefe sowie Lade-/Entladeleistung) anhängt. Wenn man "gut" mit den Zellen umgeht, sollten die tatsächlich eine Ewigkeit halten. Meistens steht bei den Angeboten dabei, um welchen Hersteller es sich konkret handelt - meist EVE. Fragt im Zweifelsfall nochmal direkt im Chat nach, um auf "Nummer Sicher" zu gehen. Spätestens im Angebot, welches ihr per Chat erhaltet, könnt ihr das alles nochmal prüfen. Unterschiede der angebotenen Zellen Das ist meine Interpretation, wer es besser weiss, korrigiert mich bitte einfach per Kommentar... EVE ist ja der Hersteller, der primär Zellen für den Automobilmarkt anbietet. Hier gibt es extrem hohe Anforderungen, bspw. dass alle Zellen perfekt "matchen", also bspw. exakt die 280Ah an Kapazität und Innenwiderstand aufweisen. Das ist super wichtig, da die Zellen im Auto extremen Strömen ausgesetzt werden und hier sind auch kleine Abweichungen "von der Norm" nicht hinnehmbar. Alle produzierten Zellen, die nach unten oder auch nach oben abweichen, werden dann direkt als B-Ware klassifiziert und können nicht verwendet werden. Diese Zellen landen dann bei den oben aufgelisteten Lieferanten, die die Zellen einkaufen, prüfen und ein Anschlussterminal aufschweissen, sodass man sie möglichst einfach als DIY-Speicher nutzen kann. Manche Hersteller, wie bspw. Gobel Power ballern dann auch direkt ein dickes "B" auf den Barcode der Zelle, um dies entsprechend zu kennzeichnen. Die Zellen sind aber nicht schlecht deswegen, im Gegenteil. Meine bestellten 280Ah-Zellen hatten im Schnitt sogar knapp 290Ah. Detail im Blogpost 108 Stück EVE 280k LFP-Zellen trudeln ein – Alle Details und offene Fragen Einzig laufen die Zellen durch leicht unterschiedliche Kapazitäten etwas "auseinander", wenn man sie als Zellverbund (bspw. 16s oder 18s) komplett lädt bzw. entlädt. Entsprechend ist es dann sinnvoll entweder einfach etwas Puffer nach oben und unten zu lassen (spannungstechnisch) oder aber einen vernünftigen Balancer einzusetzen, wie bspw. den NEEY (Affiliate-Link), der mit 4A reinballert. Mehr dazu bspw. im Blogpost Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen immer aktuelle Links Noch Fragen? Das ist für den Moment alles, was mir spontan zu diesem Thema einfällt. Wer weitere Fragen zu den Zellen hat, gerne her damit per Kommentar! Und hier nochmal alle Anbieter bzw. die Direktlinks zu den angebotenen 280Ah-Zellen, die derzeitig eine gute Verfügbarkeit aufweisen: Shenzhen Basen Technology Co., Ltd.Solar Storage System Prismatic Lithium Battery 3.2V 280Ah Lifepo4 Cell (Affiliate-Link) Shenzhen Eel Battery Co., Ltd.EU STOCK!Tax Free!3.2v 280K Li-ion Lithium batteries (Affiliate-Link) Docan Technology (shenzhen) Co., Ltd. (Affiliate-Link)EVE LF280K Grade A Genuine 6000cycles highest quality solar storage (Affiliate-Link) Gobel Power - China Lithium Battery SupplierEU Stock EVE 3.2V 280Ah Rechargeable LiFePO4 Battery Cell (Affiliate-Link) Einen Favorit habe ich persönlich übrigens nicht. Ich würde die Preise vergleichen und einfach beim Günstigsten bestellen, sofern ich es nicht eilig habe. Vermutlich sind die Anbieter eh preislich ziemlich dicht beeinander. Rabatte könnt ihr euch übrigens knicken, wenn ihr nicht gleich 100+ Stück ordert. Ihr könnte aber immer nach Gutscheinen fragen, mit etwas Glück bekommt man so nochmal 20-50 Dollar vom Gesamtpreis abgezogen. ### Operation Hausspeicher: Victron MultiPlus II als 3-Phasen-ESS konfigurieren Nachdem ich bereits im Juli 2022 in diesem Blogpost gezeigt hatte, wie man einen einzelnen Multiplus als ESS konfiguriert, ist es nun endlich mal an der Zeit die Konfiguration eines Dreiphasensystems durchzugehen. Wie das im Detail funktioniert, zeige ich an der taufrischen Installation von Jonas, dem ich bei der Inbetriebnahme etwas unter die Arme greife. Neben den "normalen" Settings geht es dabei auch darum, wie man mit der richtigen Konfiguration durch das Deaktivieren des AC-Out2-Relais auch noch etwas Strom sparen kann (im Video ab Minute 15). Viel Spaß damit und bitte gebt ein Like, wenn euch die Inhalte gefallen! 😘 https://youtu.be/C6oqKursyko YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:22Operation Smart Home – 3 Leitungskilometer und gefühlt 1.000 Arbeitsstunden später… 00:00:35Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign 00:01:05Victron Multiplus II 48/5000/70-50 (Affiliate-Link) 00:01:12Victron MultiPlus II als ESS konfigurieren 00:01:46(v2.12.28) - VE.Direct/MK3 USB drivers 00:01:56victron energy Downloads 00:03:32victron energy Professional Portal 00:12:27Operation Hausspeicher – LiFePo4-Zellen und die richtigen Spannungseinstellungen 00:15:35vicron energy ESS systems Webinar ### Venus OS Large auf dem Raspberry Pi mit Touchscreen erweitern Nachdem das Grundsystem aus Raspberry Pi und Venus OS steht (kürzlich hier vorgestellt), soll dem Setup jetzt noch ein Touchscreen hinzugefügt werden. Obwohl ich anfänglich gar kein wirklicher Fan davon war bzw. die Notwendigkeit nicht gesehen habe, benutze ich das Display mittlerweile super oft. Auf dem zweiten Blick deshalb ein Must-Have für mich, das in keiner RPI-Installation fehlen darf. Wie die Installation abläuft, wird nachfolgend erklärt. https://youtu.be/EmuM_BKOsLY YouTube-Direktlink Anschlussleitungen korrekt verbinden Nachfolgend nochmal ein Detailbild, bei dem man die eingesteckten Verbindungskabel nochmal besser sieht als im Video: Bei neueren RPI-Modellen (ab einer bestimmten Revision des 3B-Modells) benötigt man wohl nur noch die rote und schwarze Leitung zwecks Stromzufuhr. Wer mehr Infos dazu hat, gerne her damit per Kommentar. Links aus dem Video 00:00:18Raspberry Pi 3 B (Affiliate-Link)00:00:20Raspberry Pi 7" Tochscreen (Affiliate-Link)00:00:07Raspberry Pi 3 B Case (externer Link)00:00:28Raspberry Pi 4 B Case (externer Link)00:02:07mv /etc/venus/headless /etc/venus/headless.off00:02:10reboot00:02:22wget -q - https://github.com/kwindrem/SetupHelper/archive/latest.tar.gz | tar -xzf - -C /data Wer bei obigem Befehl einen Fehler bekommt, nutzt einfach diese beiden Befehle nacheinander (Danke Jonas für deinen Tipp!): wget https://github.com/kwindrem/SetupHelper/archive/latest.tar.gz tar xf latest.tar.gz -C /data/00:02:24mv /data/SetupHelper-latest /data/SetupHelper00:02:28/data/SetupHelper/setup00:04:24nano /u-boot/config.txt00:04:26lcd_rotate=2STRG + O (Speichern) - STRG + X (Editor schließen)00:04:30reboot Es kann natürlich auch ein leistungsfähigerer Raspberry Pi 4 B (Affiliate-Link) in Kombination mit dem Display genutzt werden. Dann achtet aber darauf, dass ihr das passende Raspberry Pi 4 B Case (externer Link) bestellt, da sich die Anschlüsse und deren Position am Gerät selbst geändert haben. ### Alles neu macht der März - meintechblog.de im neuen Gewand Es ist endlich soweit: meintechblog.de launcht heute nach einigem "Schluckauf" hinsichtlich DNS-Delays komplett neu - selbstverständlich mit den bestehenden Inhalten, jedoch mit neuem Look & Feel! Sofern euch Fehler auffallen, schreibt gerne einen Kommentar in diesen Blogpost - denn vermutlich wird es an der ein oder anderen Stelle noch haken... Aber was ist alles neu fragst du dich? Im Jahr 2011 fiel der Startschuss Nach knapp zwölf Jahren hat der Blog nun endlich eine Generalsaniserung erhalten. Wobei das gesamte Haus eher abgerissen und komplett neu aufgebaut wurde... Weiterhin per Wordpress unterwegs, aber nun mit neuem Hoster, komplett frischer Wordpress-Installation und neuem Theme - inklusive "fancy" Funktionen, wie bspw. Infinite Scrolling. Außerdem wurden die Plugins ausgedünnt, automatisch Updates aktiviert und eine zuverlässige Backupfunktion implementiert. Darüber hinaus wurde das Datenschutz-Plugin erneuert und einige Funktionen überarbeitet, die man als User nicht sieht - bspw. nur dann, wenn etwas Fehler produziert. Ach einen PayPal-Spenden-Button gibt es jetzt auch unter jedem Blogpost - darum hatten mich tatsächlich schon mehrere Leser gebeten. 🥰 Insgesamt sollte der Blog jetzt auch ein gutes Stück performanter sein, sodass er auch zu Spitzenzeiten nicht mehr in die Knie geht, wie zuletzt beim Ansturm durch das gemeinsame Video mit Andreas Schmitz, als plötzlich hunderte Seitenanfragen gleichzeitig eintrudelten... Und und und... Also alles vorbereitet für die kommenden zwölf Jahre... Hoffentlich! Um neue Leser abzuholen, gibt es auch eine kleine Info-Seite inkl. bissl Background zu mir: Mein Techblog. Meine Welt. Achso, das Logo ist auch etwas überarbeitet und sieht nun etwas moderner aus.. Cool? WordPress-Support DELUXE Jedenfalls habe ich super Support durch Mirko bekommen, der den Blogumzug bzw. eher Blogneuaufbau initiiert hat. Eigentlich ganz lustige Geschichte: Mirko schreibt mich per Mail an, ob ich ihn etwas supporten kann bzgl. Hausspeicher-DIY-Aufbau (alle Blogposts zum Thema Hausspeicher). Ich so: Klar! Am Rande hat er dann angemerkt, dass mein Blog inhaltlich ja klasse ist, rein technisch aber des letzte Müll.. :DDD Ich dann so: Ja ich weiss, hab keinen Plan davon und installiere einfach wild irgendwelche Plugins, damit es überhaupt irgendwie läuft. Daraufhin haben wir den Deal gemacht, dass ich ihn beim Akkubau supporte und er den Blog mit mir zusammen komplett neu aufzieht. Cooler Deal, oder? Jedenfalls an dieser Stelle etwas Werbung für Mirko, der sich zu Recht im Footer verewigen durfte. Wer also Bedarf in dieser Richtung hat, wendet euch einfach an ihn und richtet einen schönen Gruß von mir aus. Guter Mann! 🥳 So jetzt aber genug der Wort... Ich hoffe die Arbeit hat sich gelohnt und euch gefällt, was ihr seht. Auf die nächsten zwölf Jahre... Ach und noch was in eigener Sache: Der meintechblog YouTube-Channel hat just heute die 5.000 Abonennten-Marke überschritten. Wer den YT-Channel noch nicht abonniert -> Bitte nachholen! 😘 Dieses Jahr möchte ich die 10k knacken! 🚀 Apropos: Das da oben im Bild ist übrigens der/die/das LaMetric Time (Affiliate-Link) - wer ihn/sie/es noch nicht kennt. Habe ich mir das Teil nun endlich gegönnt, um die YouTube-Zahlen im Blick zu behalten. Außerdem "hupt" das Moped einmal, sobald 10 neue Abonnenten dazugekommen sind. Ja, ich weiss, das Teil ist dafür völlig overdose, aber als Techblog musste ich mir das Teil endlich mal holen... In diesem Sinne: Lasst das Moped hupen!!! 🫣😂 Hahaha, wollte gerade auf "Veröffentlichen" klicken und LaMetric hat sich gemeldet... Danke euch! 😘 PS: Da die Frage auch schon einige Male kam -> Ja, es gibt auch einen RSS-Feed unter https://meintechblog.de/feed/ ### Venus OS Large auf dem Raspberry Pi installieren v2 Heute mal ein Update zu dem im vergangenen Jahr bereits hier vorgestellten Howto, wie man Venus OS auf einem Raspberry Pi installieren kann. Denn das Vorgehen ist mittlerweile viel viel einfacher und ich hoffe damit insbesondere allen Anwendern weiterhelfen zu können, die mich in diesem Kontext bereits hilfesuchend per Mail kontaktiert haben. Ich versuche mich mal an einer Art Speed-Howto, um möglichst schnell ans Ziel zu gelangen. Denn ich finde es selbst ober nervig, wenn eigentlich kurze Howtos unnötig in die Länge gezogen werden. Wie findet ihr das Format? Passt es oder doch zu schnell? https://youtu.be/yjYG5J1E_Sc YT-Direktlink Links aus dem Video 00:00:10Venus OS Large auf dem Raspberry Pi installieren und Grundeinstellungen vornehmen 00:00:32Raspberry Pi 4 2GB (Affiliate-Link) 00:01:20Raspberry Pi 7-Inch Touch Screen Display (Affiliate-Link) 00:01:31raspberrypi install venus image (GitHub) 00:01:38Victron Energy FTP 00:02:23balenaETCHER 00:02:48Kingston Industrial Temperature Micro SDHC 16GB (Affiliate-Link) 00:03:20Victron Downloads - Victron Connect ### Sonstige Direktvermarktung - Eine lukrative Alternative? Nachdem das Thema Direktvermarktung aktuell geradezu "durch die Decke" geht und das kürzlich erschienene Video mit Andreas Schmitz mehr als 300k Views erzielen konnte, möchte ich das Thema an dieser Stelle weiter vertiefen. Denn es gibt neben der normalen Direktvermarktung - auch "Marktprämiendirektvermarktung genannt" - auch noch die sogenannte "Sonstige Direktvermarktung". Was es damit auf sich hat, welche Vor- und Nachteile damit einhergehen, ist Inhalt den nachfolgenden Videos. Danke an dieser Stelle an Lorenz Gruber von Octopus Energy und Ralf, meinem EEG-Profi, an die ich meine Fragen adressieren durfte. https://youtu.be/NTBsLzevK-o YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:48 Andreas Schmitz: 30Ct Einspeisevergütung statt 6Ct - So GEHTS! (YouTube-Link) 00:01:36: Octopus Energy (exerner Link) 00:02:04 Tesla Megapack Tracker (GitHub-Link) 00:02:38 Diese Seite hier :D 00:05:50 meintechblog.de: Operation Direktvermarktung - 10.000€ PV-Ertrag pro Jahr möglich?! (YouTube-Link) 00:12:18 Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign 00:16:34 lorenz.gruber@octoenergy.com Vorteile der "Sonstigen Direktvermarktung" Batterie darf zwecks Lastverschiebung aus dem Stromnetz be- und entladen werden Anlagenbetreiber kann beim Einspeisen innerhalb von "Hochpreisstunden" am Strommarktpreis (Epex-Spot) profitieren - je größer der Speicher, desto lukrativer UND Gleichzeitig seinen Speicher aus dem Netz aufladen, sofern der Bezugspreis gerade "im Keller" ist Überschaubares Risiko, da man mit einer EEG-Anlage auch wieder in die reguläre EEG-Vergütung zurückkehren kann Nachteile der "Sonstigen Direktvermarktung" Derzeit gibt es schlicht noch keinen Direktvermarkter, er auch kleinere Anlagen (<100 kWh) aufnehmen kann - vielleicht ja bald Octopus Energy (externer Link)?! UPDATE: Voltego (externer Link) nimmt auch kleine Anlagen! (Danke Matthias für deinen Input) Wegfall der garantierten EEG-Vergütung aus der regulären Direktvermarktung (Stichwort "Anzulegender Wert") Wer "nur" einen kleinen Speicher (10 kWh) besitzt, kann kaum profitieren, da die erzielten Energiemengen einfach zu gering sind (fehlender "Hebel") Für den Strombezug müssen 15-18 Ct/kWh Netzentgelte, Steuern, etc. einberechnet werden - evtl. lässt sich das umgehen, dann wird aber mindestens ein weiterer Zähler benötigt - Lage aktuell noch unklar (zumindest für mich) Kein Anspruch auf Netzanschluss - anders als bei EEG-Anlagen Direktvermarktung kleiner PV-Anlagen aktuell noch schwierig in Deutschland Prozesse sind auf Marktkommunikationsseite noch teilweise "Neuland" Sinnvolle "Nachregelung" der eigenen Erzeugungsanlage zur Netzseite ist tricky und es gibt aktuell noch keine Out-Of-The-Box-Lösung Am sinnvollsten wäre sogar noch ein weiterer Kommunikationskanal zum Direktvermarkter, um den eigenen "Fahrplan" (prognostizierte Einspeisung der bevorstehenden Stunden) mitzuteilen, damit dieser wiederum seine Prognosen zwecks Verkauf an der Strombörse optimieren kann Smart Meter (moderne Messeinrichtungen) können den notwendigen "Echtzeitdatenaustausch" aktuell oft noch nicht - aktuelle "Krücke" über RLM-Zähler notwendig ### MEIN TECHBLOG. MEINE WELT. Von Smart Home bis Energie Management, von Speicher bis Netzwerk. Elektromobilität und Home Entertainment... Die Welt ist im Wandel! Alles wird komplexer, moderner, aufregender. Das ist meine Welt. Ich bin Jörg und werde mein Wissen in diesem Blog mit dir teilen. For free. Willkommen in der Zukunft! Du willst auf dem Laufenden bleiben? Kein Problem! Aktiviere die automatische E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Blogposts und folge meinem YouTube-Channel, um keine Updates mehr zu verpassen... Danke an dieser Stelle an über 10.000 Abonnenten! Lass auch du gerne ein Kanalabo da und verpasse keine Inhalte mehr! -> MeintechblogDe auf YouTube https://www.youtube.com/watch?v=_b5jY6hAMJc Mehr zu mir Dr. Jörg Hofmann Ich beschäftige mich permanent mit neuen technischen Lösungen, die mein tägliches Leben beeinflussen. Meine Begeisterung für alles, was mit Technik zu tun hat, begann bereits im Kindesalter in der Werkstatt meines Vaters, der mir als Elektromeister bereitwillig Lötkolben und technisches Equipment für erste Gehversuche zur Verfügung stellte. Bereits während der Schulzeit sammelte ich Erfahrungen als Onlineshop-Betreiber. Parallel begann ich 2005 ein Wirtschaftsinformatik-Studium, um meine technischen und betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten auszubauen. Nach meinem Master-Abschluss arbeitete ich in ERP-Projekten und promovierte parallel im selben Fachbereich, um den wachsenden Einfluss mobiler Technologien auf Unternehmensprozesse zu untersuchen. Ab 2015 arbeitete ich hauptberuflich im Bereich E-Commerce und koordinierte zentrale Belange im Bereich B2B, Onlineshopping sowie E-Procurement. Vier Jahre später wechselte ich erneut in den Fachbereich Geschäftsprozessmanagement, um Workflows mithilfe von IT-Systemen zu digitalisieren und Prozesse zu verschlanken. In der Zwischenzeit bin ich nun im Bereich Datenmanagement unterwegs und helfe dabei ein unternehmensweites Data Warehouse inklusive Dashboarding aufzubauen. Nach wie vor begeistert mich die Schnittstellenfunktion der Wirtschaftsinformatik, die technische Lösungen, Prozesse und deren Anwender zusammenführt. So ist es vermutlich nicht verwunderlich, dass ich 2011 mit meintechblog.de ein Portal gründete, das genau dieses Ziel verfolgt und hilft, meine Faszination mit Technikbegeisterten wie dir zu teilen. Direkt zu den Hauptthemen: Smart Home Energie Management Home Entertainment E-Mobilität Excerpt: Von Smart Home bis Energie Management, von Speicher bis Netzwerk. Elektromobilität und Home Entertainment. Die Welt ist im Wandel! Alles wird komplexer, moderner, aufregender. Das ist meine Welt. Ich bin Jörg und werde mein Wissen in diesem Blog mit dir teilen. For free. Willkommen in der Zukunft! ### Operation Hausspeicher – Kennzeichnung für Einsatzkräfte und Brandschutz - Die Zweite Hier direkt mal ein kurzer Update zum ersten Teil dieses Themenbereichs hinsichtlich korrekter Kennzeichnung des Energiespeichersystems. Nun auch unterfüttert mit der entsprechenden VDE-Norm, über die ich mich gerade mit einem Blogleser ausgetauscht habe, der sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Für uns relevant ist die VDE-Norm 2510-2 (externer Link), welche für unseren Kontext der korrekten Beschriftung bzw. Kennzeichnung des ESS-Systems ausschlaggebend ist. Dabei ist diese Norm insbesondere für Inselnetz bildende Anlagen relevant, wenn bspw. AC-Out beim Multiplus genutzt wird. Diese Norm definiert quasi alle Warnhinweise und zudem weiterführende Anforderungen an den Aufstellungsort der Batterie. Hinweise für den Schaltschrank Die Kennzeichnung "Achtung Batterie-Ladestation" (siehe nachfolgendes Bild) muss dann angebracht werden, sobald die Batterien in einem "eigenen Batterieraum" untergebracht sind. Weiterhin muss sie angebracht werden, sobald das Batteriegehäuse nicht alle Anforderungen erfüllt. Das Symbol kann bspw. bei Brewes (externer Link) erworben werden. Das darunter klebende Haussymbol mit Batterie "im Bauch" muss angebracht werden, sobald eine inselfähige Anlage (AC-Out) betrieben wird. Das Symbol selbst kann bspw. auch wieder bei Brewes (externer Link) erworben werden: Hinweise für die Batteriepacks Laut BattG (2006/66/EG) bzw. dem ElektroG (2012/19/EU) ist es verpflichtend noch ein passendes Symbol auf die Batterie selbst zu kleben: Sieht bissl aus wie eine Mülltonne, aber wenns denn sein muss... Elektrodokumentation erweitern Zum Schluss sollten noch eine Übersicht mit allen Symbolen zur "Ausführung und Anordnung von Sicherheitszeichen" sowie ein Schaubild zum "Netzprallelbetrieb des Speichers im TN-C-S-System und Inselbetrieb des Speichers weiterhin im TN-C-S-System mit DC-Kopplung der Erzeugungsanlagen (EZA) und Speicher" in die vorhandene Elektrodokumentation wandern, welche gewöhnlich in einer transparenten Mappe innen an der Tür des Schaltschranks anzutreffen ist: Hier habe ich auf die Schnelle keine passenden Links. Wer weiterhelfen kann, gerne per Kommentar mitteilen - dann füge ich diese auch an dieser Stelle ein. Insgesamt: Sorry, dass ich die Kennzeichnungen nicht direkt an dieser Stelle aufgrund der Copyright-Thematik teilen kann. Eigentlich verrückt bei so sicherheitsrelevanten Themen, oder? Und wie immer: Die Infos hier erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich teile mein Wissen hier gerne, bin in diesem Kontext aber auch kein Profi. Seht das Ganze also bitte als Diskussionsgrundlage - und wer es besser weiss: Gerne her mit eurem Kommentar! One more thing Was denkt ihr, sollte ich die gerade erst angebrachten "hübscheren" Hinweissschilder (die in schwarz) wieder abnehmen oder dranlassen? ### Direktvermarktungstalk mit Andreas Schmitz Viele kennen ihn sicher und ich feiere ihn bereits seit geraumen Zeit, als sein YT-Channel noch keine 235.000 Abonnenten hatte: Andreas Schmitz aka der Akkudoktor aka Dr. Backe. Da wir uns zu vielen Technikthemen austauschen, wollten wir einen ersten gemeinsamen Techtalk direkt mal in ein kurzes Video gießen, um das noch recht neue Thema der Direktvermarktung des eigenen PV-Stroms zu adressieren. Herausgekommen ist ein knapp 25 minütiger Direktvermarktungstalk, in dem mich Andreas mit Fragen löchert, um das Thema selbst besser kennenzulernen. Wie findet ihr das Format? Viel Spaß damit! https://www.youtube.com/watch?v=fOo7VZXhHLo 30Ct Einspeisevergütung statt 6Ct - So GEHTS! (YouTube-Direktlink) Du möchtest mehr Videoinhalte von mir sehen? Dann unterstütze mich, indem du meinen YT-Channel abonnierst... 😘 ### Operation Hausspeicher - Kennzeichnung für Einsatzkräfte und Brandschutz Da gestern per Kommentar die Kennzeichnungspflicht des Batteriespeichersystems aufkam und ich dieses Thema als sehr wichtig erachte, wollte ich einmal meinen Vorschlag dazu zeigen. Ist sicher nicht perfekt, aber soll primär erstmal als Diskussionsgrundlage dienen. Alle gezeigten Vorlagen gibt es auch als Download inkl. Photoshop-Vorlage im nachfolgenden Blogpost. Kennzeichnungspflicht?! Dass das Energiespeichersystem ordentlich gekennzeichnet werden sollte, um im Worst-Case als Hinweis bzw. Anleitung für Einsatzkräfte zu dienen, ist denke ich klar. Wobei ich auch schon vom "Profi" installierten Anlagen von Freunden - wie bspw. von Senec - gesehen habe, denen es an jeglicher Kennzeichnung mangelte. Und auch bei DIY-Anlagen sieht man solche Kennzeichnungen eher selten - bspw. in den jeweiligen Facebook-Gruppen. Ein Umstand, der sicherlich verbesserungswürdig ist. Vorlagen aus dem Netz bzw. käuflich zu erwerbende Aufkleber in dieser Richtung fand ich dabei durchweg absolut hässlich und obendrein übelst teuer, weshalb ich mal einen Freund gebeten habe, mir einige Bilder der Kennzeichnungen seiner E3DC-Anlage zu schicken, da diese wirklich schick designed sind. Kennzeichnungsvorlagen selbst erstellen Diese Kennzeichnungen habe ich direkt mal als Blaupause hergenommen und für die Victron-Anlage mit DIY-LFP-Speicher angepasst. Ok, man könnte auch sagen, dass ich sie dreisst kopiert habe - aber das liegt denke ich im Auge des Betrachters. :D Aber hier geht es ja um Sicherheit, also hoffe ich schwer, dass man hier ein oder auch zwei Augen zudrücken kann... Hier das fertige Ergebnis, welches jetzt bei mir Zuhause am Schaltschrank optisch prägnant angebracht ist: Der erste Batteriepack hat jetzt auch mal einen passenden Aufkleber bekommen: Jedenfalls finde ich diese Kennzeichnungen jetzt sowohl optisch ansprechend und inhaltlich sollten sie hoffentlich auch ganz gut passen... Dateidownloads Wer sich die Vorlagen zum Ausdrucken herunterladen möchte, hier alle Dateien zum Download: Achtung Aufkleber - Notstromversorgung (2843 Downloads ) Achtung Aufkleber - LiFePo4-Batterie (2808 Downloads ) Achtung Aufkleber - PV-Anlage (2774 Downloads ) Achtung Aufkleber - Photoshop Vorlage (3056 Downloads ) UPDATE VOM 11.03.2024 Wie im Artikel Operation Hausspeicher – Hauptschalter nachrüsten mit zentraler Ausschaltfunktion UPDATE nachzulesen, habe ich mittlerweile einen zentralen Umschalter nachgerüstet. Deshalb gibt es nun auch ein Update der Vorlage "Notstromversorgung": Achtung Aufkleber - Notstromversorgung v2 (1165 Downloads ) Achtung Aufkleber - Photoshop Vorlage v2 (1550 Downloads ) UPDATE ENDE "Aufkleber" selbst drucken Da ich einen Canon SELPHY CP1300 (Affiliate-Link) herumstehen habe, der super für den Fotodruck im Format 15x10cm geeignet ist, habe ich diesen hergenommen, um die Aufkleber direkt mal zu drucken: Auf die Rückseite noch etwas doppelseitiges Klebeband (Affiliate-Link) und fertig ist die Kennzeichnung: Danach habe ich gemerkt, dass auch ein "Randlosdruck" mit dem Selphy möglich ist - dann braucht man nichtmal etwas wegschneiden, sondern nur die vorperforierten Teile oben und unten abtrennen: So viel mal zu meinen kleinen Sonntagnachmittagprojekt. Aber wie gesagt, für Verbesserungsvorschläge bin ich - wie immer - offen. Nutzt dazu bitte die Kommentarfunktion. Online-Foliendruck sinnvoll? Die Dateien könnte man jetzt natürlich auch in den "professionellen Foliendruck" bei einem Onlineanbieter geben. Hat hier jemand evtl. Erfahrung, welcher Anbieter für kleine Chargen am günstigsten ist? Evtl. gibt es ja auch spezielle Folien, die besonders viel Hitze aushalten?! 48V-Speichersystem bei 18s-Konfiguration? Bei einer 16s-Konfiguration bin ich noch dabei, dass man von einem 48V-System sprechen kann. Bei meiner im Blogpost Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign vorgestellten 18s-Konfiguration bin ich aber eher der Meinung, dass man von einem 60V-Speichersystem sprechen sollte. Real bewegt man sich ja hier im Spannungsbereich zwischen 45V und 65,7V (2,5V - 3,65V pro Zelle). Was denkt ihr dazu? One more thing: Löschmittel Wasser? Ich habe auch mal etwas gegoogelt bzgl. adäquaterem Löschmittel bei Batteriezellen als nur Wasser: Hier findet man bspw. "Hohlglas-Granulat", auch bekannt als "PyroBubbles" oder "Fireballs". Der Vorteil ist wohl dabei, dass dieses Hohlglas-Granulat bei Temperaturen ab 700-1.000 Grad schmilzt und eine sauerstoffundurchlässige Glasur um den Brandherd bildet. Sollte man eher sowas auf die Kennzeichnungen schreiben? Und falls ja, was genau... Ist das sinnvoll/notwendig oder weiss der Feuerweheinsatztrupp im Notfall anhand der Kennzeichnung "Batterie" sowieso automatisch, was zu tun ist? ### Operation Hausspeicher - 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign Alter Schwede... Nach gefühlt unendlichen Wochen des Zusammenschraubens, -crimpens, und -lötens ist der neue Hausspeicher mit den frisch gelieferten 108 Stück 280Ah EVE-Zellen (hier vorgestellt), gruppiert in sechs 18s-Packs, nun endlich einsatzbereit. Ich bin mit dem Ergebnis des insgesamt knapp 100kWh fassenden Batteriespeichers und auch dem ersten Entladetest über die drei Multiplus 10000 mit über 20kW super zufrieden und die zwischenzeitlichen "Qualen" sind mittlerweile fast schon wieder vergessen. Zeit also an dieser Stelle das Ergebnis zu präsentieren und das neue 18s-Packdesign vorzustellen... Nachfolgend möchte ich erstmal das fertige Ergebnis zeigen, damit man sieht, dass es auch "funktioniert" wie gedacht. Zu den einzelnen Themenbereichen werden dann voraussichtlich weitere Blogposts folgen, an dieser Stelle aber erstmal nur ein kurzer Ein- bzw. Überblick. Wer vorab Fragen dazu hat: Gerne her damit per Kommentar! Und bitte keine Mails senden... Das fertige ESS-System in Bildern So sieht das fertige und "platzoptimierte" ESS-System jetzt aus: Es besteht aus insgesamt drei Multiplus 10000 und sechs 18s-DIY-Batteriepacks, die platzsparend neben- und übereinander gestapelt sind (anders hätte der Platz im kleinen Technikraum niemals ausgereicht): Jedes Batteriepack beinhaltet 18 Stück EVE Zellen mit 280Ah, was einer Kapazität von knapp über 16kWh/Pack entspricht. Real schaffen die neuen Zellen aktuell sogar (noch) knapp 290Ah, was in Summe ziemlich genau 100kWh ergibt. Angeordnet sind die insgesamt 18 Zellen in einem Batteriepack in zwei benachbarten Reihen: Warum ich von 16s auf 18s "upgegradet" habe, habe ich ja bereits per Kommentar hier und hier erklärt. Hier nochmal die Kurzfassung: Vorteile 18s: pro Pack 12,5% mehr Speicherkapazität 12,5% höhere Systemspannung -> theoretisch 12,5% mehr Leistung bei gleicher max. Stromstärke (die Multiplus können diesen Vorteil jedoch in der Praxis anscheinend nicht nutzen, da deren Gesamtleistung schlicht limitiert ist) Geringere Verlustleistung auf dem Leitungsweg, da eben aufgrund der erhöhten Systemspannung die Stromstärke bei gleicher Leistung entsprechend niedriger ist. Gehäuse muss nur knapp 8cm länger sein als bei 16s, alle anderen Komponenten können 1:1 genutzt werden dadurch leicht gesunkene Kosten pro nutzbarer Gesamtkapazität Nachteile 18s: Pack wird knapp 10,5kg schwerer, bei stationärem Einsatz aber meist egal und man muss auch bereits einen 16s-Pack mit 280Ah-Zellen zu zweit tragen. Nur die „kleinen“ MPPTs schaffen bis 64,8V, was spannungstechnisch ausreicht für 18s. Der „fette“ MPPT RS 450 (aktuelle das größte Modell) schafft hingegen nur bis 60V, was für 18s leider zu wenig ist. An sich kein wirklicher "Gamechanger" aber für mich schlicht der logische Schritt, wenn man eh die Möglichkeit hat sein System von Grund auf neu aufzubauen. BTW: Ich war mit meiner bisherigen Lösung übrigens 0,0 unzufrieden, aber Ralf (mein EEG-Profi) war heiss auf meine bisherige Anlage und so konnte ich nochmal alles neu denken und konstruieren. Alle Produktlinks findet ihr übrigens im zentral gepflegten Blogpost: Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen immer aktuelle Links Zusätzlich ist in jedem Batteriepack vor der Mittelplatte ein JBD-BMS mit RS485-USB-Adapter und neu "aufgezogenen" 70mm2 Leitungen verbaut, um im Gesamtsystem einen einheitlichen Kabelquerschnitt zu bekommen: ...und an der Rückseite der Vorderplatte noch ein NEEY-Balancer: Alle Komponenten werden stromtechnisch über diesen NEEY-Adapter (Aliexpress-Link) zusammengeführt, an dem jetzt alle Zellen, BMS und NEEY angeschlossen sind: Das Coole an dem NEEY-Adapter ist, dass man innen sogar noch eine weitere "Leiste" zur Verfügung hat und von außen zusätzlich noch alle Anschlusspunkte per passendem Adapter "abgreifen" kann, um bspw. einen zweiten NEEY anzuschließen (ob das sinnvoll ist oder nicht wird auch noch behandelt) oder eben den internen NEEY wegzulassen und nur punktuell alle paar Monate einen NEEY extern anzukoppeln zwecks erneutem Topbalancing. Update vom 10.03.2023: Ok ok, ich gebe dem Druck nach... :D Hier sind vorab schon mal alle relevanten Druckfiles im stl-Format: Batteriepack 2.0 Front Adapter 15mm (7155 Downloads ) Batteriepack 2.0 - Front USB Adapter (9401 Downloads ) Batteriepack 2.0 - JBD BMS RS485 Adapter (9282 Downloads ) Batteriepack 2.0 - NEEY Adapter Front (12063 Downloads ) Batteriepack 2.0 - NEEY Adapter Halterung (12636 Downloads ) Batteriepack 2.0 - Rear Adapter 21mm (8819 Downloads ) Batteriepack 2.0 - Lineal Abstandsmesser (9230 Downloads ) Update Ende Alle sechs JBD-BMS hängen - konzeptionell wie bisher auch - per RS485-USB-Adapter am Venus-OS-Device, in meinem Fall ein Raspberry Pi 3 mit jetzt neu dazugekommenem Display (Affiliate-Link) im passendem Gehäuse (Affiliate-Link). Und so sieht dann alles fertig - nach unzähligen Stunden des Zusammenbaus - verkabelt aus (Details dazu in einem späteren Blogpost): Softwareseitig kümmert sich die Erweiterung dbus-serial-battery (Github-Link) darum, dass alle BMS in Venus-OS erkannt und angezeigt werden. Neu hinzugekommen ist nun die zusätzliche Erweiterung dbus-aggregate-batteries (Github-Link) von Anton Labanc, mit dem ich mich bereits mehrfach persönlich ausgetauscht habe. Tausend Dank an dieser Stelle für deine geniale Erweiterung Anton! Hier noch der Hinweis dazu: Der Autor übernimmt keinerlei Haftung für sein kostenfrei zur Verfügung gestelltes Tool, aber das sollte eigentlich klar sein bei Open-Source-Software. Diese von mir lange Zeit ersehnte Erweiterung kümmert sich nun - wie der Name vermuten lässt - darum, dass alle Daten der per USB erkannten BMS aggregiert und in einer neuen zentralen "BMS-Instanz" namens "Aggregate Batteries" zusammenfasst werden, sodass Venus OS endlich über alle Batteriepacks bzw. dessen Eigenschaften bis auf Zellebene (Min./Max. Cell Voltage) Bescheid weiss: Zusätzlich lassen sich in der zugrundeliegenden Config-Datei noch zig sinnvolle Einstellungen vornehmen, um das Regelverhalten beim Laden/Entladen zu beeinflussen. Juhu! Um alle sechs Batteriepacks mit den Multiplus Invertern zu "verheiraten", habe ich DC-seitig eine neue Kupferbusbar mit einem Querschnitt von 600mm2 angefertigt, welche genug Anschlusspunkte (mit M8-Aufnahmepunkten) - auch für Erweiterungen - besitzt und so konstruiert ist, dass sie perfekt in meinen Kabelkanal passt und von beiden Seiten passend "bestückt" werden kann. Von der linken Seite unten mit den Batteriepacks und auf der rechten Seite oben mit den Multiplus und weiteren Komponenten (z.B. Stepdown-Converter). Man beachte die platzsparend integrierten insgesamt sechs blauen 200A Megafuses von basba (externr Link) - pro Multiplus 10000 sind zwei Sicherungen notwendig: UPDATE VOM 24.05.2024: WICHTIG!!! Megafuses sind im Rahmen eines solchen ESS-Setups leider unzureichend, da sie nicht genügend "Trennvermögen" haben. Alle Details findet ihr in diesem eben veröffentlichten Blogpost: Operation Batteriespeicher – Darum sind Megafuses brandgefährlich 🔥🔥🔥 UPDATE ENDE AC-seitig wurde ein neuer Unterverteiler neben den Multiplus installiert, um mit den dort eingebauten 40A-Leitungsschutzschaltern an zentraler Stelle sowohl die AC-In- als auch die AC-Out-Seite bedienen zu können. UPDATE VOM 23.01.2023: Alex hat mich per Kommentar richtigerweise darauf hingewiesen, dass beide "GND" von "Netz" (Zuleitung oben links im Bild) und "Haus" (Zuleitung oben rechts im Bild) in meinem Fall nicht miteinander verbunden werden dürfen, da sonst ein Ground-Loop erzeugt wird. Ich habe direkt mal die andere Seite im Schaltschrank gecheckt, und hier war die GND-Verbindung in Richtung "Haus" terminiert. Hat also grundsätzlich gepasst und es gab keinen Loop. Damit es eine sauberere Lösung wird, habe ich jetzt in der neuen Unterverteilung diese Seite ebenfalls terminiert und mit "NO LOOP" gekennzeichnet, siehe nachfolgendes Bild: UPDATE ENDE In dieser Unterverteilung hängen dann noch weitere DC-Sicherungen inkl. Step-Down-Converter, um die knapp 60V Systemspannung an dieser Stelle auf 5V herunterzutransformieren - für den Rapberry Pi und den USB-Hub. Perspektivisch wird hier noch eine dicke 10mm2-Leitung erweitert, um entsprechende Komponenten im Netzwerkschrank sukzessive per 12/24V-Stepdown auch direkt und damit ausfallsicher über die Batteriepacks versorgen zu können (z.B. Intel NUC, QNAP HDD-Gehäuse, FritzBox, etc.). Geschlossen sieht es dann noch etwas sauberer aus: Erster Hardcore Entladetest Um das System auf Herz und Nieren zu testen, habe ich dann einen mehrstündigen Entladetest mit bis zu 24kW gefahren. Nach einer gewissen Zeit haben sich die Multiplus 10000 dann naturgemäß erwärmt und die Leistung auf "nur" 340A bei 60V Systemspannung reduziert, was immerhin noch knapp 20kW entspricht - da waren die Batterien aber auch schon auf 12% SoC runter: Erwärmt haben sich die Batteriepacks dabei unmerklich auf der Außenseite: Im Inneren der Batteriepacks ist die Temperatur (gemessen durch Temperatursensoren der einzelnen BMS) jedoch auf bis zu 38 Grad angestiegen. Wobei die Zellen vermutlich noch kühler geblieben sind und die Wärme primär von den anderen Komponenten (BMS, DC-Leitungen, Busbars bzw. deren verschraubte Übergänge zu den Zellen) ausging. Die Multiplus sind dann auch über 35-40 Grad warm geworden: Und selbst die 70mm2 Leitungen haben sich trotz der "Dopplung" an den 10000er Multiplus ein gutes Stück erwärmt: Insgesamt sind jedoch alle Parameter in den erwarteten Grenzen geblieben, sodass die Anlage in den "Normalbetrieb" übergehen kann. Eine Nachmeldung beim Netzbetreiber wird dann bald folgen, wobei das dann hoffentlich einfacher abläuft als noch bei der Erstanmeldung, über die ich im Blogpost Operation Hausspeicher – Netzanmeldung scheitert erstmal und klappt mit am Ende doch noch! berichtet hatte. Neues Batteriepack-Design Ich habe mich ja für 18 Zellen pro Batteriepack entschieden, nachfolgend werde ich aber "teilweise"gedanklich" zwischen 16s und 18s Konfiguration hin- und herspringen. Ich schreibe dann dazu, welche Maße zu welcher Batteriekonfiguration gehören. UPDATE VOM 07.03.2023: Nur um es nochmal klarzustellen, da bereits mehrfach die Frage kam: Parallel geschaltete Batteriepacks in einer Installation können AUSSCHLIEßLICH als 16s ODER 18s ausgeführt werden. Batteriepacks mit 16s und 18s lassen sich NICHT gemeinsam betreiben aufgrund der unterschiedlichen Spannungsniveaus! UPDATE ENDE Insgesamt habe ich versucht zum zuletzt hier vorgestellten Design etwas Platz einzusparen und gleichzeitig die Stabilität zu erhöhen, insbesondere was die "Kompressionsbeständigkeit" der Zellen angeht. Entsprechend wurden Siebdruckplatten mit verschiedenen Dicken (zwischen 12 und 30 mm) hergenommen. Insbesondere muss man bei den mit 12mm wirklich dünnen Seitenplatten schon sehr akribisch auf exakt symmetrische Bohrungen zwecks späterer Verschraubung achten, damit die Siebdruckplatten nicht seitlich "aufplatzen". Dabei ergeben sich für den gesamten Batteriepack am Ende die Maße: 16s-Variante: 374x262x700mm BxHxT 18s-Variante: 374x262x775mm BxHxT ---> 7,5cm "länger als die 16s-Variante (gerade auch nochmal mit dem Meterstab sicherheitshalber nachgemessen -> Passt) Folgende Siebdruckplatten habe ich dabei für die 18s-Konfiguration - wie gehabt bei auprotec-zuschnitt.de (externer Link) - bestellt: Damit es einfacher ist, habe ich in nachfolgender Excel-Datei nochmal alle Maße der Bretter für eine 16s- und 18s-Konfiguration vermerkt. Über hinterlegte Formeln werden die Maße teilweise neu berechnet, wenn ihr Parameter anpasst: ESS Batteriepack Maße export (9338 Downloads ) Und hier noch die Bohrpunkte zwecks Zusammenschrauben der einzelnen Platten: Zum Zusammenschrauben habe ich wieder Spax Schrauben 4,5 x 50 mm 200er Pack (Affiliate-Link) genutzt. Alle Details dazu im Blogpost Operation Hausspeicher – Batteriepack-Gehäuse vorbereiten. In meinem Fall musste ich seitlich auf jeden Millimeter achten, da ich sonst nicht zwei Packs nebeneneinander hätte installieren können. Wer hier kein Platzproblem hat und sich diesen unnötigen Symmetriestress sparen möchte, dem würde ich 15mm-Platten empfehlen (statt der 12mm-Platten). Entsprechend müsst ihr die Maße der restlichen Platten anpassen... Für das vordere "Fach" für JBD-BMS und NEEY-Balancer habe ich insgesamt knapp 1cm als "Puffer" nach vorne eingerechnet. Das passt perfekt. Bei der alten Version des JBD-BMS (das mit dem runden Trennschalter) könnte der Platz jedoch nicht ganz reichen. In diesem Fall am besten das gesamte Batteriepack einen Zentimeter verlängern. Soviel erstmal vorab, was die Maße des neuen Batteriepack-Designs angeht. Hier habe ich schon viele Anfragen erhalten und mit den hier vorgestellten Infos ist dieses Thema denke ich erstmal vom Tisch. In den folgenden Blogposts geht es dann an die Installation der Komponenten - inkl. passender 3D-Druckmodelle für die Gehäuse. Und noch abschließend die Frage: Wie findet ihr die fertige Gesamtlösung? Was hättet ihr besser/anders gemacht? ### Operation Direktvermarktung - 10.000€ PV-Ertrag pro Jahr möglich?! Nachdem ich bereits vor einigen Monaten die Basics zur Direktvermarktung zusammengeschrieben habe, möchte ich heute darauf aufbauend im Talk mit Ralf - meinem EEG-Profi - der Frage nachgehen, welchen Ertrag meine PV-Anlage tatsächlich erwirtschaften kann. Denn laut der aktuellen Entscheidung vom 15.12.2022 ist die "Abschöpfung von Zufallsgewinnen" bei kleineren PV-Anlagen vom Tisch, was die Sache bei den weiterhin zu erwartenden hohen Börsenstrompreisen extrem wirtschaftlich gestalten kann - insbesondere auch vor der Hintergrund der Hausspeichernutzung im Hinblick auf die zeitliche Einspeiseverschiebung, um die höchsten Börsenpreise abgreifen zu können. Sind bei meiner Anlage also sogar bis zu verrückten 10.000€ pro Jahr realistisch oder ist das völlig unrealistisch? Spannende Inhalte also, die es in dieser Form nirgendwo sonst gibt und die hoffentlich jedem ein Stück weiterhelfen, der ebenfalls mit der Überlegung spielt, mit der eigenen PV-Anlage in die Direktvermarktung zu wechseln. Apropos weiterhelfen - Umgekehrt könnt auch ihr meinen YT-Channel meintechblog.de (YouTube-Link) supporten, den ich in 2023 massiv ausbauen möchte. Einfach "Daumen hoch" drücken und meinen Kanal abonnieren - inkl. Glocke. Kostet euch nichts und hilft mir wirklich sehr weiter. Vielen Dank im Voraus! Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an Ralf, der - wie immer - wertvolle Inhalte beisteuern konnte. Und vielen Dank an Paul, der mich im Vorfeld mit zig Infos zu Lumenaza und zur Direkteinspeisung insgesamt versorgt hat. https://youtu.be/KNIc8gCvBXg YouTube-Direktlink Links aus dem Video 00:00:37Operation Direktvermarktung – Die eigene PV-Anlage als Goldesel? 00:01:32Bundesamt für Wirtschaft und Klimaschutz - FAQ Liste: Abschöpfung von Zufallsgewinnen 00:05:00meintechblog.de -> Photovoltaik 00:11:24Lumenaza 00:18:12VDE FFN Hinweis -> Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz – Praxisnahe Definition verschiedener Anschlussvarianten 00:21:50Awattar API - Preis Datenfeed 00:22:04Node-RED - Preise von aWATTar abfragen 00:31:55Lumenaza 00:31:55Lumenaza Du willst in die Direktvermarktung? Kein Problem! Schau dir Lumenaza an… (Affiliate-Link) ### Operation Hausspeicher – LiFePo4-Zellen und die richtigen Spannungseinstellungen Ziel ist es, die einzelnen Speicherzellen eines Hausspeichers möglichst über den Tag hinweg mit überschüssiger PV-Leistung vollständig zu laden, um ihre gespeicherte Energiemenge dann nachts wieder für Hausverbraucher zur Verfügung stellen zu können. Klingt trivial, ist es aber nicht wirklich. Dabei gibt es auf Batterieinverter-, BMS- und Balancer-Seite jede Menge Einstellungen vorzunehmen, um jede Zellen bestmöglich in ihrem spannungstechnischen Wohlfühlbereich zu betreiben und ihr ein möglichst langes Leben zu ermöglichen. Welche Einstellungen das im Detail sind und welche Auswirkungen das auf den täglichen Betrieb der eingesetzten LiFePo4-Batteriezellen hat, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. In diesem Beitrag möchte ich einmal einleitend zentrale Zusammenhänge erklären, zu denen ich mittlerweile laufend Fragen erhalte. Die Erklärungen sind möglichst kurz gehalten, um Neueinsteiger nicht unnötig zu verwirren. Wer Fragen dazu hat, gerne die Kommentarfunktion nutzen - und bitte keine E-Mails. Die Werte in den Screenshots sind oftmals nur Beispielwerte (teils auch aus vergangenen Tests), die jeder selbst sinnvollerweise anpassen muss - je nach Konfiguration eben. An viele der hier genannten "Schwellwerte" habe ich über die letzten Monate durch diverse Tests meines eigenen ESS-Systems herangetastet. Das heisst aber lange nicht, dass alle Werte perfekt sind. Versteht sie deshalb am ehesten als Diskussionsgrundlage - wer bessere Settings hat -> immer gerne her damit! Am besten natürlich inkl. Erlätuerung. Spannungsbereich von LiFePo4-Zellen Um eine LFP-Zelle nicht zu schädigen, sollte man sie im definierten Spezifikationsbereich des Herstellers betreiben. Bei meinen 280Ah EVE K-Zellen sind das - wie bei den meisten anderen Herstellern und Modellen auch - min. 2,5V und max 3,65V. Aber am besten natürlich vorher selbst prüfen! Um die Zellen nicht so stark zu "stressen" und ihre verfügbaren Zyklenanzahl zu maximieren, sollte man jedoch die maximalen Randbereiche nach unten und oben hin versuchen zu meiden. Insbesondere sollte man vermeiden, dass eine Zelle nach dem Aufladen auf 3,65V tagelang auf diesem Niveau verharrt - zumindest im Normalbetrieb abseits eine konventionellen Top-Balancings. Der Wohlfühlbereich einer LFP-Zelle ist dabei etwa im Bereich 3,0V bis 3,4V (bzw. nach meinen neueren Tests 3,45V) - ein Spannungsdelta von weniger als 0,5V! Bewegt man sich in diesem Range (grüner Bereich in nachfolgender Skizze), kann man trotz des Einschmelzens der unten und oberen Grenze (roter Bereich) dennoch fast die max. mögliche Kapazität nutzen - mit einem Trick namens "Absorption", zu dem ich später noch komme. LFP-Zellen haben ein auf ihre Zellchemie gemünzt charakteristisches Spannungsverhalten und einen damit einhergehenden sehr schmalen Spannungsbereich. Während die Zellspannung im mittleren "SoC-Bereich" kein großes Delta aufweist, "haut" sie zu den Rändern hin jedoch sehr schnell ab. Das ist auf der einen Seite praktisch, da die Spannung bspw. auch bei relativ geringem SoC nicht gravierend abfällt, auf der anderen Seite ist es aber auch schwieriger eine abhauende Zelle wieder einzufangen - Stichwort Active Balancer. Auch ist es super schwierig bis unmöglich nur anhand des aktuellen Spannungsniveaus der Zelle auf den aktuellen SoC zu schließen. Leerlaufspannung, Ladespannung, Entladespannung Die Zellspannung ist also relativ ungeeignet, um auf den aktuellen Ladestand zu schließen. Aber warum genau? Beim Ladevorgang etwa kann die Zellspannung je nach Ladestand sprunghaft ansteigen, wenn bspw. eine hohe Ladeleistung (größer 0,3c) anliegt. Umgekehrt kann beim Entladevorgang die Spannung bei höherer Last um 0,1V oder mehr "einbrechen". Bei einem anvisierten Spannungsbereich von weniger als 0,5V zwischen "voll" und "leer" im Verhältnis ein enorm hoher Wert. Deshalb verwenden bspw. BMS die Spannung quasi nur als groben Anhaltspunkt, um basierend auf bestimmten "Spannungsniveaus" (z.B. voll oder leer) dann den korrekten SoC während der Nutzung weiter zu errechnen. So lässt sich einstellen, dass die Zellen bspw. bei einer Spannung von 3,45V (oder leicht darüber) als vollgeladen gelten (SoC 100%), oder aber bei 3,0V als entladen (SoC 0%). Alles dazwischen wird dann über einen Shunt berechnet. Das bedeutet, dass laufend gemessen wird, welche Leistung über die Zeit (also die Arbeit) beim Laden in die Zelle geschaufelt oder aber beim Entladen entsprechend entnommen wurde. Gibt man dann an, wieviele Ah die Zellen insgesamt haben, berechnet das BMS den Rest ganz alleine. Das hat aber natürlich auch Grenzen, da viele Shunts - wie bei dem von mir eingesetzten JBD BMS - Ströme kleiner 2A gar nicht wahrnehmen und als 0A ausweisen. Das erschwert die Berechnung dann natürlich u.U. massiv. Angeblich lernt das JBD-BMS mit der Zeit auch dazu, um den SoC besser zu berechnen. Aber keine Ahnung ob das stimmt bzw. ob dieser etwaig vorhandene Algorithmus nach einem BMS-Neustart wieder von vorne anfängt zu lernen. Wenn man sich die obige Grafik ansieht, fällt jedenfalls direkt ins Auge, dass es zwei Kurven gibt. Einmal die Lade- und dann noch die Entladekurve. Bei einem realen SoC von bspw. 50% hat die Zelle beim Ladevorgang um die 3,35V (kann durch unterschiedliche Ladeleistungen natürlich auch variieren), beim Entladevorgang hingegen eher 3,25V. Also ein Unterschied von 0,1V, was bei LFP-Zellen wirklich Welten sind. Und dann ist da noch die Leerlaufspannung von LFP-Zellen. Werden die Zellen bspw. beim initialen Top-Balancing auf 3,65V geladen und die Ladespannung gekappt, verbleiben die Zellen nicht lange auf diesem Spannungsniveau, sondern sinken über die nächsten Minuten und Stunden wieder ab, sodass sie sich bei 3,4V oder noch weiter darunter einpendeln können. Das heisst dann nicht, dass sie an Kapazität verloren hätten, sondern lediglich, dass sich die Spannung verändert hat. Zellspannung lediglich als Indikator verstehen Das ist glaube ich auch der Knackpunkt, den man verstanden haben muss. Die Spannung ist quasi nur ein Indikator für den wahren SoC, im mittleren SoC-Bereich sagt die Spannung aber im Grunde NICHTS aus. Bestes Beispiel sind meine erst frisch gelieferten Zellen, die durchgehend mit 3,29V geliefert werden, wie im Blogpost 108 Stück EVE 280k LFP-Zellen trudeln ein – Alle Details und offene Fragen beschrieben. Viele denken jetzt: Oho, selbe Spannung - deshalb sind die Zellen alle gleich voll geladen. Kann sein, muss es aber nicht und meistens sind die Zellen sogar stark unterschiedlich geladen zwischen etwa 30% und 50%. Das merkt man spätestens dann, wenn man die Zellen direkt nach der Lieferung bspw. als 16s-Batteriepack zusammenbaut - wie im Blogpost Operation Hausspeicher – Batteriepack bestücken beschrieben - und auflädt. 16s bedeutet, dass 16 Zellen in Reihe (seriell) geschaltet werden, sodass sich die Zellspannungen addieren, was notwendig ist, damit man ein für den Batterieinverter nutzbares Spannungsniveau erreicht. Die serielle Zusammenschaltung einzelner Zellen hat in diesem Kontext jedoch einen zentralen Nachteil: Während eine Zelle (die am vollsten geliefert wurde) bereits bei 3,65V (oder sogar 3,7V) angekommen ist und eigentlich keine weitere Energie mehr aufnehmen kann, bewegen sich die meisten anderen Zellen eher um 3,45V oder chillen sogar noch bei 3,4V (die am leersten gelieferten). Das Problem ist jetzt aber, dass die Spannung der vollgeladenen Zelle weiter sprunghaft ansteigt und die Zelle eher früher als später irreversibel schädigt. Wozu kann man die Spannung dann sinnvoll nutzen, wenn sie nur bedingt für die Bestimmung des SoC herangezogen werden kann? Vereinfacht gesagt, gibt die Spannung absolut relevante Informationen über die Vitalität der Zelle. Hat sie noch 2 Monaten Versandweg bei Lieferung noch 3,29V, ist das ein gutes Zeichen, was die chemischen Reaktionen und Bestandteile innerhalb der Zelle angeht. Wäre hier etwas faul, wäre die Zellspannung sicherlich geringer. Auch lassen sich die oberen und unteren Spannungsgrenzen als Leitplanken nutzen, die man nicht über- bzw. unterschreiten sollte. Deshalb sollte man auch unbedingt ein BMS einsetzen, welches jede Zelle einzeln überwacht. Hier einmal eines meiner neuen 18s-Packs mit JBD-BMS, bei dem die Zellunterschiede mit 0,006V im mittleren Spannungsbereich um die 3,3V quasi nicht existent sind: Da das BMS alle Messwerte auch per RS485-USB-Adapter zur externen Verarbeitung bereitstellt, können angeschlagene Zellen ohne weiteren Aufwand ausfindig gemacht und ggf. getauscht werden, was nach einem mehrjährigen Dauerbetrieb ein sinnvolles Monitoringwerkzeug sein kann. Konstantspannung und Absorptionszeit Bei den "Ladegerät-"Settings gibt es beim Victron-System die sogenannte "Konstantspannung" - im Englischen auch "Absorption Voltage" genannt, was meiner Meinung nach sprachlich etwas nachvollziehbarer ist. pro Zelle16s-Pack18s-Pack3,45V55,2V62,1VLadegerät - Konstantspannung Wird die Einstellung jetzt so gesetzt, dass bspw. ein 16s-Pack mit einer Kostantspannung von 55,2V geladen wird, wird entsprechend jede Zelle auf 1/16 davon geladen, also auf durchschnittlich 3,45V. Zumindest im besten Fall und wenn alle Zellen ordentlich "gebalanced" sind bzw. über eine zusätzliche Balancing-Funktion (z.B. NEEY-Balancer) im oberen Bereich "zusammengehalten" werden. Erreichen die Zellen also 3,45V, ist der Pack im Grunde bereits zu gut 95% oder sogar noch etwas mehr geladen. Um die restliche jetzt noch freie Kapazität der Zellen nach oben hin abzugreifen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wird die Ladespannung auf bis zu 3,6V bzw. 3,65V pro Zelle hochgedreht, was aber gleich aus mehreren Gründen nicht sinnvoll wäre, oder aber man gönnt den Zellen jetzt noch eine gewisse Absorptionszeit, bei Victron entsprechend "Konstantspannungszeit" genannt. Sobald die Zellpackspannung der Konstantspannung (eingestellte Ladespannung) entspricht, läuft ein Timer ("Konstantspannungszeit"), der bspw. auf 5h gesetzt werden kann. Innerhalb dieser Zeit hält der Laderegler die Konstantspannung, sodass die Zellspannungen nicht abfallen, sondern auf diesem Niveau gehalten werden. Das bewirkt, dass die Zellen immer noch Leistung aufnehmen, ohne die Spannung weiter erhöhen zu müssen. Der Knackpunkt daran ist jedoch, dass die Leistungsaufnahme ab diesem Punkt rapide abnimmt, da das Spannungsdelta zwischen Ladegerät und Batteriepack sehr gering ist. Nach mehreren Stunden der Absorptionszeit sollten die Zellen aber dennoch voll gesättigt sein, was bedeutet, dass ein SoC von 100% erreicht wurde - auch ohne die Ladespannung auf das Maximum zu setzen. Praktisch an der verringerten Ladeleistung ist in diesem Kontext auch, dass ein vernünftiger Balancer hier mit nur wenigen Ampere Balancing-Leistungen ein "Abhauen" der Zellen verhindern kann. Beim Multiplus lässt sich jetzt bspw. noch einstellen, dass diese Konstantspannungsphase nach x Stunden wiederholt wird. Außerdem lässt sich jetzt noch definieren, wie lange jede nachfolgende Konstantspannungszeit dauert - also bspw. auf nur eine Stunde heruntergeschraubt wird. Das hat den Hintergrund, dass einer möglichen Selbstentladung der Zellen entgegengewirkt werden kann und man durch die Verringerung der Konstatnspannungszeit die Zellen nicht unnötig lange mit der dennoch eher hohen Ladespannung "stressen" möchte. Zu diesem Zweck lässt sich jetzt noch die "Erhaltungsspannung" definieren. Quasi die anliegende Spannung, die nach der initialen Konstantspannungsphase bzw. vor der nächsten "wiederholten Konstantspannungsphase" gesetzt wird. pro Zelle16s-Pack18s-Pack3,4V54,4V61,2VLadegerät - Erhaltungsspannung Entladegrenze einstellen Der Victron Multiplus (Bezugslinks hier) kann das Batteriepack nicht nur laden, sondern sinnvollerweise auch entladen, um die vorher gespeicherte Energie aus der Batterie wieder auf der AC-Seite zur Verfügung zu stellen. Hier muss man erstmal nur wenige Leitplanken setzen, um zu verhindern, dass der Batteriepack zu tief entladen wird. Unter dem Menüpunkt "Wechselrichter" gibt es hierzu die Einstellung "DC Eingang niedrig - abschalten". Das ist also der definitiv unterste Schwellwert, den man setzen kann. pro Zelle16s-Pack18s-Pack2,7V43,2V48,6VWechselrichter - DC Eingang niedrig - abschalten Bitte beachtet, dass die Werte im Screenshot davon abweichen! Also nicht einfach Copy&Paste, sondern selbst nachrechnen! 2,7V/Zelle ist dabei vermutlich sogar schon zu wenig. Leider konnte ich hierzu noch nicht viele Erfahrungen sammeln, da mein System diese Untergrenze bisher noch nicht real erreicht hat, da ich über meine externe Steuerung bereits bei einer minimalen Zellspannung von 2,9V (schwächste Zelle) ein weiteres Entladen verhindere. Außerdem würde das BMS ohnehin früher eingreifen und das betroffenen Batteriepack per Relais hart vom Gesamtsystem trennen. Denn trotz "gematchter" Zellen (alle haben etwa die selbe Kapazität) und gutem Topbalancing laufen die Zellen im unteren Bereich (unter 3,0V) schnell massiv auseinander. Jede kleine Zellabweichung hat hier massive Auswirkungen auf die jeweilige Zellspannung. Während die schwächste Zelle bereits auf unter 2,8V "leergelutscht" ist, besitzt die stärkste Zelle vermutlich noch gut über 3,0V. Aber das ist konzeptionell so vorgesehen, wenn man die Zellen nicht über den gesamten Spannungsbereich balancen möchte - was meiner Sicht auch überhaupt keinen Sinn macht. Active Balancing der Zellen Hier direkt ein Wort zum Balancing der Zellen im laufenden Betrieb. Viele BMS haben zwar einen Balancer verbaut, der sich darum kümmern soll, dass die Zellspannungen im oberen Bereich (gewöhnlich ab 3,4V bzw. 3,45V) bestmöglich zusammenbleiben. Meist ist diese Balancer-Leistung aber so gering (etwa 150mA/Zelle), dass der Batteriepack schon mehrere Tage auf einem hohen Spannungsniveau verbleiben muss, damit das etwas bringt. Normalerweise sollte das aber ausreichen, sofern die Zellen kapazitätstechnisch gut zusammenpassen. Zusätzlich kann es aber nicht schaden einen weiteren Active Balancer hinzuzuschalten, der gezielt die Zelle mit der höchsten Spannung entlädt und diese Energie dann wieder in die Zelle mit der geringsten Spannung schiebt. Infos zum von mir empfohlenen NEEY-Balancer gibt es in diesem Blogpost, der bspw. bis 4A Balancing-Current ermöglicht. Wobei er in der Realität eher weniger schafft, da er im Wechsel etwa eine Minute entlädt und dann wieder 1/2 Minute lädt (der Rest sind Wirkungsgradverluste). Also landen wir eher bei einem kontinuierlichen 2,6A Balancing-Current (auf Entladeleiste), was aber dennoch ein super Wert ist, da der NEEY-Balancer selbst bei geringsten Zellspannungsunterschieden die volle Leistung bereitstellt - im direkten Vergleich zu vielen Active-Balancern, deren Balancing-Leistung einbricht, sobald sich die Zellen angleichen. Der Active Balancer sollte dann erst ab einer höheren Zellspannung zuschalten, in meinem Fall habe ich als "EqualizationVol" einmal 3,4V eingestellt und eine "StartVol" von 0,01V, was bedeutet, dass der Balancer loslegt, sobald Zellspannungsunterschiede von mind. 10mV erkannt werden. Fällt die Zellspannung unter 3,37V ("SleepVol"), schläft der NEEY-Balancer wieder ein und verbraucht laut Datenblatt - wenn ich mich richtig erinnere - weniger als 1W im Idle, was ein vertretbarer Wert ist. BMS-Einstellungen Beim JBD-BMS - mehr Infos in diesem Blogpost - kann man jede Menge Einstellungen vornehmen, um jede einzelne Zelle sinnvoll zu monitoren. Abweichend zu den unteren Screenshots habe ich die "Zellenspannung voll geladen", wie oben bereits angemerkt, mittlerweile auf 3,45V hochgesetzt. Das insbesondere vor dem Hintergrund, dass das JBD-BMS sonst bei einer höheren Ladeleistung ab 3-4kW und höherem SoC des Batteriepacks sonst bereits zu früh einen SoC von 100% bescheinigt, was wiederum das Victron-System dazu bewegt die Ladeleistung stark zu drosseln. Und so wird der Speicher natürlich nie oder nur super langsam wirklich ganz voll. Womit ich bisher überhaupt nicht klargekommen bin, sind die Settings zu "Spannung bei xx% Kapazität". Denn hier wird - was ich bisher so beim Monitoring mitbekommen habe - kaum bis gar nicht die aktuelle Lade-/Entladeleistung berücksichtigt, welche ja einen massiven Einfluss auf die aktuelle Spannungssituation in den Zellen haben kann. Und das einen Teil weit unabhängig vom aktuellen reellen SoC. Insgesamt nicht stressig, sofern nur geringe Leistungen von 1-2kW anliegen, bei höheren Lade-/Entladeleistungen stimmen die angezeigten SoC-Werte jedoch schnell nicht mehr wirklich. Evtl. weiss hier ja jemand bessere Settings oder kann mehr Informationen dazu geben... Und wie man an obigem Screenshot erkennen kann, habe ich die Balancing-Funktion des BMS einmal komplett deaktiviert. Das liegt daran, dass der NEEY-Balancer aktuell parallel angeschlossen ist, der sich um das Balancing kümmert. Theoretisch könnte ich die BMS-Balancing-Funktion natürlich parallel eingeschaltet lassen, hier möchte ich aber mögliche "Side-Effects" zwischen den Balancern vermeiden. Da ich gerade dabei bin insgesamt sechs neue 18s-Batteriepacks zu bauen, kann ich hier mehrere A/B-Tests parallel durchführen. Also einmal ohne zusätzlichen NEEY-Balancer oder mit verschiedenen Settings. Jedenfalls würde ich im JBD die Option "Balancer aktiv" aktivieren, hätte ich aktuell keinen weiteren Balancer angeschlossen. Bei den BMS-"Sicherungen" habe ich recht "normale" Einstellungen gewählt. Beachtet bitte, dass die "Maximale Batteriespannung" und "Minimale Batteriespannung" in meinem Beispiel für ein 18s-Batteriepack eingestellt ist. Die meisten müssen die Werte entsprechend auf ein 16s-Pack zuschneiden. Insgesamt wird aber vermutlich eh vorher eine einzelne Zelle die Sicherung auslösen, was das Batteriepack dann ohnehin komplett vom System abtrennt... Tabellarische Spannungsübersicht Nachfolgend nochmal alle relevanten (hoffe ich habe nichts vergessen) Spannungslagen im Zusammenhang. Wichtig ist zu beachten, dass sich viele Grenzwerte auf den gesamten Batteriepack (16s, 18s) beziehen, manche Grenzwerte jedoch auf Zellebene definiert werden müssen: pro Zelle(in V)16s18s3,6558,465,7Max. erlaubte Zellspannung - 3,65V (Zellebene)Im Rahmen des initialen Topbalancing werden alle Zellen auf die maximale Ladeschlussspannung gebraucht, um eine maximale Sättigung (SoC 100%) zu erreichen. Im Normalbetrieb sollte man Zellspannung über 3,45V vermeiden.JBD BMS - Sicherungen - Maximale Zellenspannung - 3,65V (Zellebene)Erreicht eine Zelle diesen Wert, trennt das BMS das Batteriepack ab.3,657,664,83,5556,863,93,55663JBD BMS - Sicherungen - maximale Batteriespannung - AuslösewertErreicht das gesamte Batteriepack diese Spannung, trennt das BMS das Batteriepack ab.3,4555,262,1Multiplus Ladegerät - Konstantspannung - Absorption VoltageGewöhnliche BatterieladespannungJBD BMS - Zellspannung voll geladen - 3,45V (Zellebene)Erreicht eine Zelle diesen Wert, zeigt das BMS 100% SoC an.JBD BMS - Balancer Konfiguration - Startspannung (JBD) - 3,45V (Zellebene)NEEY Active-Balancer - EqualizationVol - 3,45VErreicht eine Zelle diese Zellspannung beginnt der Balancer zu arbeiten.3,454,461,2Multiplus Ladegerät - Erhaltungsspannung - Float VoltageLadespannung wird gedrosselt, wenn Batteriespannung beim Laden die Konstantspannung erreicht hat und die Absorptionzeit gerade nicht aktiv ist.3,37NEEY Active-Balancer - SleepVol - 3,37V (Zellebene)Beim Unterschreiten dieser Zellspannung schaltet der Balancer wieder ab.3,3553,660,33,352,859,43,255258,53,251,257,63,1550,456,73,149,655,8Multiplus Wechselrichter DC niedrig - Neustart // Voralarm - DC input low restart // pre-alarmMultiplus schaltet wieder ein, wenn Batteriespannung dieses Niveau erreicht.3,0548,854,93,04854Multiplus ESS Sustain - Aufrechterhaltung - Sustain voltageBatteriespannung wird bei tiefentladenem Zustand durch geringen Ladestrom erhöht, um Schäden der Batteriezellen zu vermeiden.2,9547,253,12,946,452,2JBD BMS - Zellspannung entladen - 2,9V (Zellebene)Unterschreitet eine Zelle diesen Wert, zeigt das BMS 0% SoC an2,8754651,75bei 16s: Multiplus ESS Neustart-Offset (1,2V) -> Cutoff + 1,2V - Restart offsetbei 18s: Multiplus ESS Neustart-Offset (1,35V) -> Cutoff + 1,35V - Restart offsetMultiplus schaltet wieder ein (ESS-Assistent), wenn Batteriespannung diesen Wert erreicht.2,8545,651,32,844,850,4Multiplus ESS Dynamic Cutoff - Dynamisches Abschalten + Voralarm - Dynamic cut-offMultiplus schaltet ab (ESS-Assistent), wenn Batteriespannung auf dieses Niveau sinkt.2,754449,52,743,248,6Multiplus Wechselrichter DC Abschaltspannung - DC input low shut-downMultiplus schaltet ab, wenn Batteriespannung auf dieses Niveau sinkt. Der Wert muss geringer sein als "DC Eingang niederig - Neustart".JBD BMS - Sicherungen - Minimale Batteriespannung - AuslösewertUnterschreitet das Batteriepack diese Spannung, trennt das BMS das Batteriepack ab.2,6542,447,72,641,646,82,5540,845,92,54045Min. erlaubte Zellspannung - 2,5V (Zellebene)Sollte höchstens mal kurz bei einem Kapazitätstest "angefahren" werden. Danach sofort wieder auf mind. 3,0V (Zellebene) laden! UPDATE VOM 25.01.2024: 15s ist nun auch in einer extra Tabelle hinzufügt und bezieht sich auf aktuelle Pylontech-Packs. Die Spezifikationen für das Modell US5000(-B) findet ihr bspw. auch auf dieser Victron-Seite (externer Link). UPDATE ENDE pro Zelle (in V)Pylontech (15s)3,4652VMultiplus Ladegerät - Konstantspannung - Absorption VoltageGewöhnliche Batterieladespannung3,451VMultiplus Ladegerät - Erhaltungsspannung - Float VoltageLadespannung wird gedrosselt, wenn Batteriespannung beim Laden die Konstantspannung erreicht hat und die Absorptionzeit gerade nicht aktiv ist.3,248VMultiplus Wechselrichter DC niedrig - Neustart // Voralarm - DC input low restart // pre-alarmMultiplus schaltet wieder ein, wenn Batteriespannung dieses Niveau erreicht.Multiplus ESS Sustain - Aufrechterhaltung - Sustain voltageBatteriespannung wird bei tiefentladenem Zustand durch geringen Ladestrom erhöht, um Schäden der Batterizellen zu vermeiden.3,0646VMultiplus ESS Dynamic Cutoff - Dynamisches Abschalten + Voralarm - Dynamic cut-offMultiplus schaltet ab (ESS-Assistent), wenn Batteriespannung auf dieses Niveau sinkt.2,9344VMultiplus Wechselrichter DC Abschaltspannung - DC input low shut-downMultiplus schaltet ab, wenn Batteriespannung auf dieses Niveau sinkt. Der Wert muss geringer sein als "DC Eingang niederig - Neustart". Aus meinem täglichen Leben So viel erstmal zu den "Basics", die sicher schon mal für einige Leser interessant sein können. Jedenfalls werde ich mittlerweile echt oft danach gefragt. Ich hoffe mit den obigen Inhalten etwas Transparenz schaffen zu können, was das Verhalten der Zellen und des Batteriepacks an sich angeht. Nagelt mich bitte nicht auf einzelne Werte fest, da bin ich wie gesagt auch nach knapp einem Jahr Produktivbetrieb immer noch nicht 100%ig am Ziel angekommen. Wer sinnvolle Anpassungen hat, kann seinen Vorschlag - wie immer - gerne per Kommentar mitteilen. Und zum Schluss noch etwas zum Thema parallele Batteriepacks: Solange die Batteriepacks spannungstechnisch identisch sind (also mehrere parallele 16s-Packs), ist das alles recht unkritisch. Dann könnt ihr auch easy einen 200Ah mit einem 280Ah und einem 320Ah Batteriepack parallel betreiben. Denn alle Komponenten synchronisieren sich selbst über das gemeinsame Spannungsniveau, welches sich automatisch einstellt, sobald alle Komponenten zusammengeschaltet werden. Beim Zusammenschalten sollte nur darauf geachtet werden, dass sich die Spannungsunterschiede zwischen den Batteriepacks in Grenzen halten, da sonst unnötig Ausgleichsströme zwischen den Batteriepacks fließen, die im schlimmsten Fall das BMS zu einem Auslösen bewegen. Also am besten keine erst randvoll geladenen Batteriepack mit 56V mit einem beinahe leeren Batteriepack mit 50V parallelschalten -> 6V Unterschied. Pauschal würde ich sagen, dass alles bis 1-1,5V Unterschied auf Batteriepackebene ok ist. Mein Vorgehen ist dabei immer so, dass ich das BMS über einen zusätzlichen Schalter deaktiviere, sodass das Trennrelais keinen Strom durchleitet. Dann das neue Batteriepack per Andersonstecker ins Gesamtsystem einbinden und dann den Schalter aktivieren, sodass das BMS hochfährt und das Trennrelais durchschaltet. Dann fließen vielleicht mal kurz 20-30A an Ausgleichsströmen zwischen den Batteriepacks, aber das war es dann auch schon. Spätestens beim nächsten vollständigen Laden der Batteriepacks haben sich alle Batteriepacks "harmonnisiert" und zueinander angeglichen. ### 108 Stück EVE 280k LFP-Zellen trudeln ein - Alle Details und offene Fragen Heute war ein schöner Tag. Der erste Schwung meiner vor knapp sechs Wochen bei Shenzen Basen (alle Bezugslinks hier) getätigten Bestellung über knapp 100kWh LFP-Speicherzellen ist heute angekommen. Grund genug die gelieferte Ware im Form der prismatischen EVE 280k Zellen direkt unter die Lupe zu nehmen. Was meine Erkenntnisse dabei waren und welche Fragen für mich noch offen sind, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. 10 von 27 Paketen werden geliefert Im Grunde war ich echt froh, dass heute erstmal nur zehn der insgesamt 27 Pakete a 23kg geliefert wurden: Morgen folgen dann laut Tracking die restlichen 17 Pakete... Inhalte der Pakete kontrollieren Alle Paket sahen erstmal makellos aus, lediglich bei einem Karton war von Außen ein kleiner "Einstich" zu sehen, der aber dank der absolut vorbildlichen Polsterung nicht auf die Zellen durchging: Denn jeder Karton mit je 4 LFP-Zellen ist mit mehreren cm-starken Styroporplatten geschützt. Komisch jedoch, dass die Pole der EVE 280k-Zellen mit aufgeschweißten Gewindestangen immer noch nicht mit einer Plastikkappe versehen sind. Das würde ich auch Sicherheitsgründen wirklich begrüßen, wobei das einige Lieferanten anscheinend mittlerweile machen. Jedem Paket lagen die obligatorischen Busbars inkl. M6-Muttern bei, jeweils in vierfacher Ausfertigung. Außerdem noch vier 0,5mm starke Plastikscheiben, welche als "Second Layer of Isolation" zur zusätzlichen Abschirmung der Zellen zueinander hergenommen werden können. Zellen optisch und mechanisch genauer untersuchen Jetzt erstmal jede Zellen genauer auf optische Mängel prüfen. Alle 40 der in der ersten Charge gelieferten Zellen sind absolut makellos. Lediglich bei zwei Zellen ist die blaue Plastikummantelung leicht angekratzt. Vertretbar. Ausbeulungen an den Zellwänden konnte ich spontan auch keine ausfindig machen. Beim "Drehtest" konnte ich auch keine Elektroyltflüssigkeit im Innern "schwappen" hören. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass der komplette Innenraum damit geflutet ist. Messwerte der Zellen Nun aber zu den inneren Werten der einzelnen Zellen... Ich habe jede Zelle mit dem YR1030 Messgerät (Affilate-Link) getestet, wie bereits im Blogpost Operation Hausspeicher – 14kWh LiFePo4-Zellen für 2.200€ angesprochen. Alle Zellen hatten eine Spannung zwischen 3,294V und 3,298V. Die gemessenen Innenwiderstände waren im Range zwischen 0,18 und 0,21 mOhm. Perfekt erstmal! Spannenderweise waren seitlich an den Zellen noch Aufkleber angebracht, die vermutlich die Ergebnisse interner Kapazitätstests auszeichnen. Hier reichen die Werte zwischen 286,57Ah bis hin zu gewaltigen 293,75Ah - wohlgemerkt bei bestellten 280Ah-Zellen. Aber gut, am Anfang durchlaufen die Zellen auch einer gewissen Degradation, wobei mich wirklich interessieren würde, ob die anscheinend zwischen dem 10.09.2022 und 11.09.2022 getesteten Zellen mit dem Produktionsdatum 12.02.2022 (dazu gleich noch mehr) nicht bereits ihre Anfangsdegradation durchlaufen haben... QR-Codes der Zellen Der obligatorische QR-Code-Check darf natürlich auch nicht fehlen. Dazu erstmal mit der Smartphone-Kamera den Code fixieren und den String kopieren. Den Code dann bspw. auf gobelpower.com mit dem LIFEPO4 CELLS QR CODES DECODER (externer Link) prüfen. Sieht alles richtig aus. Hier wird dann auch das Produktionsdatum ausgewiesen. Alle Zellen hatten übrigens den 12.02.2022 als Datum - sehr cool! Übersicht aller Zellen Hier noch alle Details der einzelnen Zellen in Tabellenform: QR-CodeTestkapazitätVmOhm04QCB76836800JC2C0003105291503.53,2960,2004QCB76836800JC2C0003106290978.813,2960,1904QCB76836800JC2C0003135290571.213,2970,1904QCB76836800JC2C0003160290432.433,2970,1904QCB76836800JC2C0003299290766.213,2940,1904QCB76836800JC2C0003275291912.713,2950,1904QCB76836800JC2C0003266290773.903,2950,1904QCB76836800JC2C0003296290969.53,2970,1904QCB76836800JC2C0002718289916.53,2960,1904QCB76836800JC2C0002739289797.063,2960,1904QCB76836800JC2C0002734289701.063,2960,1904QCB76836800JC2C0002751289082.53,2960,1904QCB76836800JC2C0002725286578.683,2970,1904QCB76836800JC2C0002715287285.843,2970,1904QCB76836800JC2C0002726287580.253,2970,1904QCB76836800JC2C0002735287190.843,2970,1904QCB76836800JC2C0003196290886.653,2980,1904QCB76836800JC2C0003190291038.53,2980,1904QCB76836800JC2C0003195291114.593,2980,1904QCB76836800JC2C0003165291269.213,2980,1904QCB76836800JC2C0003153290691.713,2970,1804QCB76836800JC2C0003146291259.463,2950,1904QCB76836800JC2C0003116291453.463,2970,1904QCB76836800JC2C0003152290275.373,2970,1904QCB76836800JC2C0003168293198.563,2970,1804QCB76836800JC2C00031892921603,2970,1804QCB76836800JC2C0003159292626.093,2950,1904QCB76836800JC2C0003184293757.713,2960,1904QCB76836800JC2C0003174291354.213,2950,1904QCB76836800JC2C0003173290587.253,2970,1904QCB76836800JC2C0003117291026.033,2940,2004QCB76836800JC2C0003130290123.373,2970,2004QCB76836800JC2C0002743287949.813,2960,1804QCB76836800JC2C0002707287904.963,2970,1904QCB76836800JC2C0002754287922.873,2970,1904QCB76836800JC2C0002709287226.593,2970,1904QCB76836800JC2C0003218290712.843,2960,1904QCB76836800JC2C0003303290453.593,2950,1904QCB76836800JC2C0003286291000.563,2960,1904QCB76836800JC2C0003297291389.903,2960,19 Spannend ist dabei, dass bis auf acht Zellen (waren auf zwei Pakete aufgeteilt und damit anscheinend "gematcht") die Kapazität über 290Ah liegt. Die "schlechtesten" Zellen liegen dabei aber auch nur knapp 1,5Ah unterhalb dieser "Grenze". Geht man von einer mittleren Speicherkapazität von 290Ah pro Zelle bei 3,2V Nominalspannung aus, sind das bei 108 Zellen (6 Batteriepacks a 18 Zellen) stattliche 100,224 kWh. YES! :DDD Und fast alle Zellen haben einen Innenwiderstand von 0,19 mOhm. Nur drei Zellen habe ich mit 0,20 mOhm getestet, vier mit 0,18 mOhm. Die Zelle mit der höchsten Kapazität hat dabei auch mit den geringsten Widerstand - Zufall? Umgekehrt lässt sich aber nicht erkennen, dass die 0,20 mOhm-Zellen mit schlechteren Kapazitäten abschneiden. Hier noch ein spannender "Funfact" zum Kontext Spannung und Widerstand: Getreu dem Ohmschen Gesetz (Wiki-Link) (I = U / R) würden bei einem Kurzschluss einer Zelle zumindest kurzfristig knapp 17.000 Ampere (3,2V / 0,00019 Ohm) fließen. Das ist so viel wie etwa 50-100 Schweißgeräte!!! Man sollte also besser keinen "Kurzen" bauen, indem man bsp. einen metallischen Gegenstand (z.B. Imbussschlüssel) auf die Zellpole fallen lässt. Deshalb auch nochmal in dieser Stelle: Beim Umgang mit den Zellen sind äußerste Vorsicht und entsprechende Schutzmaßnahmen zu treffen! Das ist wirklich kein Spaß... Batteriepacks sinnvoll gruppieren Wie würdet ihr die Zellen in den einzelnen Batteriepacks zusammenstellen? Zellen mit ähnlichen Ergebnissen der angegebenen Kapazitätstests in einem Pack unterbringen oder doch besser anhand der Innenwiderstände gruppieren? Oder eine Kombination aus beidem?... BTW: Hier mal ein erster Versuch 18 Zellen im neuen Batteriepackdesign unterzubringen: Details zum überarbeiteten Design folgen dann demnächst im Blog, sodern alles so geklappt hat, wie ich es mir ausmale. Aus meinem täglichen Leben Soviel erstmal vorab zu den heute gelieferten 40 Zellen. Ich bin absolut begeistert und freue mich, dass Shenzen Basen die Qualität der bisherigen einwandfreien Lieferungen beibehalten konnte. Hoffentlich sind die restlichen 68 Zellen, die vermutlich morgen eintrudeln werden, ebenso zufriedenstellend. Alle Infos zu den Bezugsquellen der Zellen und sonstiger relevanter Komponenten für den Batteriespeicher sind übrigens im Blogpost Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen *immer aktuelle Links* zusammengetragen. UPDATE VOM 17.11.2022: Heute sind dann per UPS weitere 15 Pakete a 4 Zellen angekommen. Die zwei letzten noch fehlenden Pakete sind laut Tracking immer noch irgendwo "Auf dem Weg" und sollten dann hoffenltich morgen abschließend zugestellt werden. Wir werden sehen... Die kurze Prüfung der nun 60 neu gelieferten Zellen ergab (glücklicherweise) keine weiteren Besonderheiten und reiht sich ins obige Bild ein. Optisch in Ordnung, kein "Gluckern" beim Drehen, Zellspannungen knapp unter 3,3V und Innenwiderstand durchgängig bei 0,19 mOhm. Deshalb erweitere ich obige Liste auch nicht weiter, da das echt unspannend wäre. Spannend ist hingegen ein Paket, bei dem alle Zellen mit durchgehend über 294 Ah ausgewiesen sind: Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Zellen eines Pakets definitiv kapazitätstechnisch gematcht sind. Über alle bisher gelieferten 25 Pakete (a 4 Zellen) hinweg gibt es jedoch ein Delta von knapp 3% - Beste Zelle 294,28 Ah vs "schlechteste" Zelle 286,07 Ah. Der Durchschnitt aller 100 Zellen liegt übrigens bei 290,19 Ah und hochgerechnet sollten dann bei 6 Batteriepacks a 18 Zellen bei 3,2V Nominalspannung ziemlich genau 100,2 kWh herauskommen. FETT!!! Einige Zellen waren übrigens auf der Oberseite mit feinen weissen Fäden überzogen (Halloween-Edition?). Weiss jemand, was das genau ist? Rückstände von den Schweißarbeiten, um die Gewindeaufsätze anzubringen? UPDATE VOM 18.11.2022: Die restlichen zwei Kartons sind heute eingetroffen. Alles bestens und somit keine weiteren Erkenntnisse. Wobei... Alle Zellen habe ich mit 0,20 bis 0,21 mOhm gemessen und damit knapp 0,01 bzw. 0,02 mOhm höher als der Großteil der restlichen Zellen. Spontan könnte ich mir vorstellen, dass die geringe Zelltemperatur von nur wenigen Grad (aufgrund des Transports im kalten UPS-Truck) daran maßgeblichen Einfluss hat. Ich werde mal etwas warten, bis die Zellen Zimmertemperatur erreichen und dann nochmal messen. Insgesamt könnte das tatsächlich auch der Grund dafür sein, dass die ganz anfänglich getesteten Zellen (die von vorgestern) auch teilweise zwischen 0,19 und 0,20 mOhm geschwankt haben und die später getesteten (warm gewordenen) Zellen durchgängig 0,19 mOhm lieferten. Update - vermutlich das letzte des Artikels - folgt also bald. ### Operation Hausspeicher - Multiplus per USB-Isolator schützen Man liest ja öfter mal (auch hier in den Kommentaren), dass die Elektronik der Multiplus beschädigt werden kann, wenn das BMS den Batteriepack nicht allpolig abtrennt und sich die Masse ihren Weg über den Venus-Raspi/Cerbo an die VEBus-Schnittstelle sucht. Um dieses mit fatalen Folgen einhergehende Problem abzuwenden, habe ich mal etwas recherchiert und eine echt einfache und günstige Lösung gefunden, die ich nachfolgend kurz vorstellen und als Diskussionsgrundlage heranziehen möchte. Warum sind die Multiplus überhaupt gefährdet? Um diese Frage zu klären, müssen wir uns erstmal ansehen, wie ein Multiplus und ein BMS mit dem Gesamtsystem verbindungstechnisch in Kontakt stehen. Relevant ist einerseits die DC-Seite, also die Verbindung zwischen Multiplus und Batteriepack(s). Um Energie auszutauschen, hält der Multiplus jeweils einen Plus- und einen Minuspol bereit (die größeren Modelle auch jeweils zweimal Plus und Minus). Darüber läuft dann die "Load", also wenn die Batterie über den Multiplus ge- bzw. vom Multiplus entladen wird. Bei "nur" 1kW Entladeleistung fließen dabei schon mal ordentliche 20A. Relevant ist andererseits auch die USB-Verbindung zwischen Multiplus und BMS, welche physisch über das VenusOS-Device "läuft". Wer einen RaspberryPi (wie ich) einsetzt, benötigt dazu einen passenden Adapter, den nicht ganz günstigen MK3-USB-Adapter (Affiliate-Link), der das VE.Bus-Protokoll (eine Art RS485 oder so) passend übersetzt, sodass es per USB-Schnittstelle verarbeitet werden kann. Jetzt ist es aber so, dass das Minus-Signal (auch Masse oder Ground genannt) zwischen BMS und Multiplus über den Raspberry Pi "durchgeschleift" wird: Angenommen der Batteriepack ist jetzt nur noch per Plus-Pol mit dem Multiplus verbunden ist, sucht sich die Masse ihren Weg einfach über die vorhandene USB-Leitung. Und dieser Verbindungsweg ist schlicht nicht dafür ausgelegt, dass mehrere Ampere darüber fließen - geschweige denn 20A oder noch mehr. Das schwächste Glied der Verbindungskette gibt dann nach und löst sich vermutlich in Rauch auf. Natürlich extrem ungünstig, wenn das eine Elektronikkomponente im teuer gekauften Multiplus ist... Jetzt kann man sich fragen: Warum zum Teufel sollte der Batteriepack nur noch per Plus-Pol mit dem Multiplus verbunden sein? Hier ist es so, dass viele BMS den Batteriepack im Notfall auf der Minus-Seite von der Außenwelt trennen. Das von mir eingesetzte JBD-BMS (hier verlinkt) nutzt dazu einen massiven Trennschalter, viele andere BMS lösen das über Mosfets. Beim JBD-BMS ist es das große runde "Moped" unten im Bild, welcher bspw. für 200A Dauerlast ausgelegt ist: Im Falle des JBD-BMS existiert dann aber zumindest noch ein dünneres Käbelchen auf der Minus-Seite (sieht man am rechten Verbindungspol des Trennschalters sogar ganz deutlich), damit das BMS die extern anliegende Spannung weiterhin monitoren kann. Im schlimmsten Fall - Hardwaredefekt des BMS oder warum auch immer - kann diese Verbindung jedoch gekappt werden und der oben genannte Worst-Case eintreten. Oder aber man setzt ein BMS ein, welches die Minus-Seite ohne wenn und aber komplett abtrennt. Kennt jemand evtl. so ein BMS? Würde mich echt mal interessieren... USB-Isolator 4-the-win Die naheliegende Lösung ist jetzt einfach die "Masse"-Verbindung irgendwo auf dem USB-Verbindungsweg zu kappen, sodass es schlicht keine zweite physische Verbindung (Alternativroute) mehr zwischen Batteriepack (bzw. dessen BMS) und Multiplus mehr gibt. Um diese auch als galvanische Trennung bezeichnete Form der hardwareseitigen "Abkapslung" zu bewerkstelligen, gibt es glücklicherweise passende USB-Adapter, die auch als "USB-Isolator" bezeichnet werden: Nach einiger Recherche bin ich auf dieses Teil hier gestoßen, welches auf Anhieb bei meinem Setup funktioniert hat: ADUM3160 USB-IsolatormodulAffiliate-Link Diesen Adapter habe ich dann einfach zwischen MK3-USB-Adapter und RaspberryPi gesteckt und das Problem sollte damit auch schon gelöst sein: Etwas unspektakulär - ich weiss. Aber manchmal tut es auch eine einfache Lösung. Der USB-Adapter ist schon etwas dick und hängt damit schon etwas schief am USB-Anschluss, sofern der benachbarte Port auch belegt ist. Evtl. ist es doch sinnvoll hier noch ein kurzes USB-Verlängerungskabel (Affiliate-Link) zwischenzuhängen. Wer ein Cerbo-Device einsetzt, bei dem der/die Multiplus direkt per Ethernet-Kabel verbunden sind, kann den ADUM3160 USB-Isolatormodul (Affiliate-Link) aber natürlich stattdessen zwischen RPI und BMS-Adapter stecken. Was halten die Elektro-Profis von dieser Lösung? Habe ich etwas übersehen oder passt das damit besser? ### Live TechTalk am 05.10.2022 ab 20:00 Uhr mit Jens - Meine Energiewende - und Ralf Am Mittwochabend gibts jede Menge Infos rund um Batteriespeicher mit Fokus auf Victron samt DIY-LiFePo4-Batterien, die Anmeldung beim Netzbetreiber, die Wahl der richtigen Versicherung und hoffentlich jede Menge Zuschauerfragen. Diesmal ist auch Ralf dabei, der den Talk als Moderator leitet. Ich freue mich schon total und hoffe auch du bist mit dabei! Fragen einfach im Live-Stream stellen... UPDATE VOM 06.10.2022: Vielen Dank an alle Teilnehmer des fast zweistündigen Live-Talks, insbesondere natürlich auch an diejenigen, die sich aktiv per Chat beteiligt haben. Es waren durchgängig über 400 Teilnehmer online, was echt schon eine Hausnummer ist. Wahnsinn! Hat jedenfalls mega Spaß gemacht und ich hoffe wir können das Format irgendwann wiederholen... Wie ist eure Meinung? Einfach die Kommentarfunktion nutzen. UPDATE ENDE Und ohne weiteres Vorgeplänkel direkt zum Stream: https://www.youtube.com/watch?v=2GhTI-NF2qQ&t=0s YouTube-Link ### Operation Hausspeicher - Busbar-Verteiler selbst bauen Wer mehr als einen Multiplus und/oder Batteriepack koppeln möchte, benötigt einen sogenannten Busbar-Verteiler, der alle DC-Leitungen zusammenführt, sodass die Energie zwischen den Geräten vernünftig ausgetauscht werden kann. Wie ich das aktuell gelöst habe und wie man sowas relativ einfach nachbauen kann, um eine vernünftige Energiedistribution von mehreren hundert Ampere zu realisieren, ist Inhalt des nachfolgenden Howto-Blogpost. Busbar-Größe bestimmen Ich wollte eine Kupferschiene mit sechs Haltepunkten, um später drei Multiplus 5000 (Affiliate-Link) und drei Batteriepacks (hier vorgestellt) zusammenschließen zu können. Also erstmal das CAD-Programm anschmeissen und die Planung starten. Ich habe mich dafür entschieden zwischen den späteren Gewindelöchern 28mm Platz zu lassen und nach "außen hin" rechts und links der Busbar jeweils 30mm, was sich im Nachhinein als ziemlich perfekt herausgestellt hat: Die Kupferschiene ist damit exakt 20cm breit, was mir später auch erlaubt hat ein 3D-Gehäuse zu entwerfen und mit meinem "stink normalen" Ender 3 Pro (Affiliate-Link) zu drucken. Dazu später mehr. Passende Kupferstangen besorgen Damit sich die Elektronen möglichst ungehindert in großer Anzahl bewegen können, ohne das Material unnötig zu erwärmen (Stichwort Wirkungsgrad), benötigt man erstmal das richtige Material. Denn bei 48V fließen schnell mal gewaltige Stromstärken von 100A oder (auch viel) mehr. Am besten geeignet ist dabei annähernd 100%iges Kupfer in Form einer Kupferschiene, besser gesagt Elektrolytkupfer (Wiki-Link), welches optimale Voraussetzungen für diesen Zweck bietet. Oftmals fällt dabei auch der Betgriff E-Cu, CW004A, Cu-ETP. Meine Empfehlung, egal wie groß oder klein die Anlage dimensioniert ist: Verwendet Kupferbars mit 30x10mm Durchmesser, denn damit kommt man auf 300mm2 Querschnitt, was quasi in allen Lebenslagen ausreichend sein sollte - zumindest im Eigenheim. Ich spare mir deshalb hier auch weitere Querschnittsberechnungen, da das mehr als ausreichend und für viele hunderte Ampere dimensioniert ist. Kleiner und dünner geht natürlich auch, wenn man bspw. nur zwei Batteriepacks an einem Multiplus betreiben möchte, aber je filigraner die Kupferschienen, desto weniger fest bzw. gut halten später vermutlich die aufgeschraubten Ringkabelschuhe - und diese sollten schon sicher montiert sein. Ich hatte mir zwei Kupferschienen a 200x30x10mm geordert LENZ Massive Kupferschiene, blank, ECB 30-10-200 / Art-Nr. 10803 (Affiliate-Link), aber je nach Verfügbarkeit muss man sich eben einen anderen passenden Anbieter suchen. Ringkabelschuhe auswählen für spätere Bohrungen Da ich noch genug A14-M6 Rohrkabelschuhe 70mm² M6 (Affiliate-Link) übrig hatte, habe ich mich für M6-Bohrungen entschieden, die eine gute Auflagefläche bieten und für diesen Zweck sehr gut geeignet sind. In nachfolgendem Bild sieht man links die M8-Variante, rechts das M6-Pendant - beide mit der Aufnahmemöglichkeit für eine 70mm2 Leitung: Wichtig ist dabei, dass man hochwertige Ringkabelschuhe (vgl. Bild) benutzt, die aus verzinntem Kupfer bestehen und massiv verarbeitet sind. Gewinde in Kupfer-Busbar bohren Dann geht es ans eigentliche Bohren der M6-Gewindelöcher. Ich hatte den Luxus diese Arbeit an meinen freundlichen Nachbarn "outsourcen" zu können, der dafür professionelles Equipment zur Verfügung hat: Die Gewinde kann man aber auch selbst schneiden. Das habe ich neulich erst mit einer Aluplatte gemacht: Am einfachsten holt man sich einen günstigen Gewindeschneidersatz (Affiliate-Link), der zwar nicht für hunderte Bohrungen geeignet ist, für den Hausgebrauch jedoch sicherlich ausreichend sein sollte. Alu lässt sich damit per Hand echt easy bohren, bei Kupfer dürfte es etwas schwieriger sein. Also immer schön langsam vorarbeiten, man muss ja auch nur wenige Gewinde eindrehen. Damit man auf möglichst wenig Widerstand beim händischen Eindrehen stößt, sollte man am besten vorher mit einem 0,5mm dünneren Metallbohrer vorarbeiten. Im Falle der M6-Bohrung also mit einem 5mm Metallbohrer. Auch hier empfehle direkt ein Metallbohrerset (Affiliate-Link), sofern nicht eh bereits in der heimischen Werkzeugkiste zu finden. Insgesamt kann man sich aber auch "langsam" vorarbeiten. Am besten klappt das, wenn man sich mit einem Akkuschrauber erst mit einem 3-4mm starken Bohrer einmal durcharbeitet, dann den 5mm Bohrer hinterherjagt und zum Schluss eben das 6M-Gewinde händisch eindreht. Wer möchte, kann bei den Arbeitsschritten auch etwas Bohr- und Schneideöl (Affiliate-Link) aufbringen. Wenn man nicht allzu schnell arbeitet, benötigt man dieses aber nicht zwingend - zumindest meine Meinung. Ringkabelschuhe auf Busbar schrauben Am besten versucht man direkt nach der ersten Gewindeeindrehung aus, ob alles so passt, wie man es sich vorstellt. Ich habe mich hierbei für M6x20 Sechskantschrauben Edelstahl (Affiliate-Link) entschieden, die also noch knapp 7mm unter der Busbar herausschauen und später in das 3D-Druckgehäuse "eintauchen". Dazu später mehr. Zwischen Schraube und Ringkabelschuh fehlt dann nur noch ein passender M6 Federring (Affiliate-Link) und eine M6 Beilegscheibe (Affiliate-Link). 3D-Gehäuse designen Also wieder Fusion 360 anschmeissen und ein 3D-Gehäuse basteln. Meine aktuellste Version gibt es zum Nachdrucken hier zum Download: Busbar Gehäuse 6x M6 (4235 Downloads ) Das Gehäuse ist exakt 210mm breit und lässt sich so exakt noch mit meinem 3D-Drucker anfertigen - sofern man im Slicer die Option "Build Plate Adhesion Type" auf "None" stellt: Ich habe das Gehäuse dabei so designt, dass die Kupferbars "automatisch" gehalten werden, sobald mind. zwei Schrauben durch die Kupferschiene eingedreht werden. Das Gehäuse selbst kann dann mit vier Senkkopfschrauben an der Wand befestigt werden. 3D-Gehäuse drucken Benutzen sollte man dabei mindestens PETG-Filament (Affiliate-Link), welches im Vergleich zu PLA wesentlich wärmebeständiger ist. Und ja, wenn die Busbars "schmelzen", schmilzt auch das Filament und damit das Gehäuse. Aber wenn es mal so weit kommen sollte, hat man wohl andere Probleme als ein nicht mehr intaktes Busbar-Gehäuse... Also erstmal Cura anschmeissen und das Modell slicen: PETG drucke ich gewöhnlich mit 250 Grad und einer Plate-Temp von 80 Grad. Füllgrad habe ich 60% gewählt, wobei man hier knapp unter 500g Filament herauskommt. Also könnte man mit einer 1kg Spindel auch mal 2 dieser Modelle drucken, sofern es beim ersten Mal nichts geworden sein sollte. Support braucht man übrigens zum Drucken nicht, darauf habe ich beim Design von vorne herein geachtet. Hier entsteht die erste Version des Gehäuses, wobei das stabilitätstechnisch noch nicht optimal war: Mittlerweile bin ich bei v10 angekommen - aber natürlich nicht jedes mal neu gedruckt. :D Busbars ins Gehäuse montieren und Plexiglas aufschrauben Und tada - es passt alles absolut perfekt zusammen: Als Berührungsschutz habe ich dann noch eine passende Plexiglasplatte mit den Maßen 210x150x5mm geordert. Mein Anbieter ist aktuell wohl nicht mehr verfügbar, aber auf ebay bin ich spontan hier (externer-Link) fündig geworden. Hier einfach eine 300x200x5mm Platte wählen und als Kommentar schreiben, dass man die oben genannten Maße benötigt. Die vier Schraublöcher lassen sich dann nach Erhalt der Plexiglasplatte einfach mit einem 6,5mm Bohrer integrieren. Dabei nicht zu viel Druck ausüben, damit die Platte nicht springt - die Arbeit einfach dem Akkuschrauber überlassen... Die Plexiglasplatte wird dann mit vier weiteren M6-Schrauben (die gleichen wie für die Busbars) montiert - eben auch mit zwischenliegendem Federring und Beilegscheibe. In Summe benötigt man also jeweils 16 Stück. Busbar-Verteiler fertig montieren Jetzt lassen sich alle Anschlussstellen belegen und die entsprechenden Leitungen anschrauben: Um eine perfekte und dauerhaft zuverlässige elektrische Verbindung zwischen Kupferbusbars und Ringkabelschuhen herzustellen, empfehle ich - wie immer - eine Reinigung mit Isopropanol (Affiliate-Link) und das Auftragen von Carbon Conductive Assembly Paste (externer Link): Mehr Infos dazu auch im Blogpost Operation Hausspeicher – Batteriepack bestücken. Aus meinem täglichen Leben Grob überschlagen bekommt man für knapp 100 Euro einen soliden Busbarverteiler, der seine Arbeit zuverlässig verrichtet. Wer das Gehäuse lieber aus Siebdruckplatten (Affiliate-Link) bauen möchte bzw. einfach keinen 3D-Drucker zur Verfügung hat, kann dies natürlich ebenso gut machen - vermutlich auch ohne großen Materialaufpreis. In oben gezeigter Kombination läuft die Anlage jedenfalls seit Monaten absolut reibungsfrei, auch wenn ich bei insgesamt 3 angeschlossenen Batteriepacks und 3 Multiplus 5000 über einen längeren Zeitraum 12kW Leistung abrufe, was bei knapp 50V ja immerhin 240A sind. Die Kupferschiene wird dabei nichtmal handwarm, was bei dem fetten Querschnitt von 300mm2 aber auch nicht sonderlich überraschend ist. Wichtig ist insgesamt, dass die Verbindungen - ich habe das bereits öfter schon erwähnt - vernünftig ausgeführt sind, da man dort sonst ungewollt enorme Temperaturen erreichen kann. ### Operation Hausspeicher - Netzanmeldung scheitert erstmal und klappt am Ende doch noch! Ein absolut essenzielles Thema, welches bei meinem DIY-Energiespeichersystem bisher noch offen war, betrifft die Anmeldung beim lokalen Netzbetreiber. In diesem Kontext bekomme ich mittlerweile täglich Leserfragen und möchte deshalb meine Erfahrungen teilen, um als Art "Referenz" herzuhalten und aufzuzeigen, auf welcher Diskussionsgrundlage die offizielle Anmeldung beim zweiten Anlauf trotz fehlender Batteriezertifikate doch noch geklappt hat. In diesem Kontext hoffe ich etwas Klarheit ins Dunkle bringen und anderen DIY-Enthusiasten netzparalleler Energiespeichersysteme eine zentrale Hilfestellung geben zu können. Denn die ESS-Anlage nicht anzumelden und einfach "schwarz" zu betreiben, wie es vermutlich bereits andere "Bastler" praktizieren, ist meiner Ansicht nach sicherlich nicht zielführend. Aus vielen Gründen... UPDATE VOM 18.10.2023 Ich möchte ich mich an dieser Stelle nochmal bei den Stadtwerken Schwäbisch Hall bedanken, da sie nach anfänglicher Ablehnung meiner Anmeldung doch ein offenes Ohr hatten und am Ende gezeigt haben, dass man neuen Themen gegenüber offen und diskussionsbereit ist. Viele der hier im Blog vorgestellten Themen waren zum damaligen Zeitpunkt einfach noch recht neu und alle an den Prozessen Beteiligten müssen erstmal Erfahrungen sammeln - das ist ja auch nicht wirklich verwunderlich. Hier könnten sich andere Netzbetreiber sicherlich ein Stück von abschneiden, insbesondere auch was die Bearbeitungsgeschwindigkeit von Anträgen angeht. In meinem Fall war die Sache inklusive Rückfragen etc. in wenigen Tagen erledigt. Und ich kenne auch einige Fälle, bspw. im Raum Nürnberg, wo entsprechende Anmeldungen mehrere Monate unbeantwortet bleiben, was uns bei der angestrebten Energiewende am Ende ein Stück weit unnötig ausbremst. WICHTIG! LESEN! Falls ihr vor der Anmeldung eurer eigenen ESS-Anlage steht, nutzt gerne meine nachfolgend zusammengetragenen Erkenntnisse, aber tut mir bitte bitte den Gefallen und kontaktiert die genannten "Referenzen" auf keinen Fall persönlich - ich bekomme sonst echt Ärger mit meinen Kontakten und müsste diese dann aus dem Blogpost streichen... Ich bekomme so schon mittlerweile täglich Anfragen per E-Mail, ob ich nicht bspw. mal meinen Elektriker vorbeischicken könnte, um eine DIY-Speicherlösung abzunehmen. Mein Eli ist über ein Jahr komplett ausgebucht und hat dafür schlicht keine Zeit und insgesamt vermutlich auch Nerven. Mehr Infos bzgl. konkreter Hilfestellung in Sachen ESS dann am Ende des Blogpost. Darum ist eine Anmeldung des ESS beim VNB so wichtig Wie bereits im letzten Blogpost Operation Direktvermarktung – Die eigene PV-Anlage als Goldesel? kurz angesprochen, ist der Verteilnetzbetreiber (VNB) schlussendlich dafür verantwortlich, dass seine Infrastruktur ordnungsgemäß funktioniert und muss deshalb auch darüber Bescheid wissen, welche Anlagen an welchem Einspeisepunkt betrieben werden. Insbesondere natürlich Anlagen, die verhältnismäßig viel Strom konsumieren, wie Ladesäulen für E-Autos, die das Netz mal locker mit 11kW oder mehr "belasten" können. Deshalb müssen bspw. alleine schon aus diesem Grund neue PV-Anlagen angemeldet werden, damit der Netzbetreiber prüfen kann, ob genügend Netzkapazitäten dafür vorhanden sind und ggf. Kapazitäten (Transformatoren, Stromleitungen, Verteiler, etc.) ausbauen kann. Aber auch beim Hausspeicher, der sich - bis auf den Inselbetrieb - quasi immer im netzparallelen Betrieb und damit im "Hoheitsgebiet" des Netzbetreibers befindet, muss durch den Anlagenbetreiber die Berücksichtigung entsprechender regulatorische Vorgaben nachgewiesen werden. Denn nur so kann der Netzbetreiber sicherstellen, dass sein Stromnetz, auf das sich alle seine angeschlossenen Vertragspartner (u.A. auch private Stromkunden) verlassen, auch ordungsgemäß funktioniert. Und das insbesondere auch in einem Fehlerfall, bspw. einem Netzausfall. Im Kontext des ESS-Speichers muss dann bspw. sichergestellt werden, dass der Batterieinverter alleine schon aus Sicherheitsgründen keinen Strom ins Verteilnetz rückspeist. Im konkreten Fall der von mir eingesetzten Victron Multiplus Inverter wird die Netzstabilität permanent geprüft und sobald ein Ausfall in einem Bruchteil einer Sekunde erkannt wird (1/50s), kümmern sich zwei in Reihe geschaltete Schütze um eine netzseitige Abkopplung. Aber genug zu den technischen Grundlagen, jetzt geht es an die Anmeldung! Oder doch noch nicht? E-Check durch einen eingetragenen Elektriker Die offizielle Anmeldung beim Netzbetreiber muss in jedem Fall durch einen eingetragenen Elektriker erfolgen, was alleine schon aus Sicherheitsgründen gut so ist. Ich würde empfehlen schon von Beginn an einen Elektriker mit "ins Boot" zu nehmen, um mit ihm vorab bspw. anhand eures angedachten Anlagenschemas abzusprechen, ob das aus seiner Sicht technisch in Ordnung ist. Denn am Ende sollte er die Anlage ja im besten Fall nicht nur prüfen, sondern auch abnehmen. Mehr Infos zum E-Check auf www.elektrohandwerk.de. UPDATE VOM 08.05.2023: Das zugrundeliegende Anlagenschema habe ich etwas nach unten im Beitrag "umgezogen" - mit weiteren Hintergrundinfos und Downloadfile... UPDATE ENDE Einen "fremden" Elektriker zu finden, der eine fertige DIY-Anlage ohne vorherige Absprache abnimmt, gestaltet sich vermutlich als recht schwierig - wenn auch nicht unmöglich. Aber verständlicherweise müsste sich ein "normaler" Elektriker erstmal mit allen technischen Details der Anlage auseinandersetzen, die regeltechnischen Zusammenhänge durchdenken und schlussendlich auch noch eine elektrotechnische Prüfung durchführen. Verständlich, dass darauf nicht jeder Elektriker, der vermutlich ohnehin bereits zu 100% ausgebucht ist, darauf Bock hat - schon alleine weil er sich in die Thematik einarbeiten muss. Ich würde es in diesem Kontext als Fortbildung und "Investition in die Zukunft" sehen, die meisten aber vermutlich leider erstmal nur als unbezahlten Aufwand. Aber "Long Story Short": Kümmert euch darum, dass ihr einen eingetragenen Elektriker findet, der euch auf dem Weg begleitet und der einen sogenannten E-Check durchführen kann. Dabei geht es dann insbesondere darum, dass alles ordnungsgemäß verkabelt wurde und das Auslöseverhalten der Sicherungsmaßnahmen (LSS, RCD, etc.) korrekt funktioniert. Aber genug dazu an dieser Stelle, da das sonst den Rahmen sprengen würde. Wichtig: Auch die DC-Seite prüfen lassen! Zum Abschluss jedoch noch ein wichtiger Hinweis in diesem Kontext: Relevant für die spätere Anmeldung beim Netzbetreiber ist primär, dass die 230V-Seite eurer ESS-Anlage, also auf Seiten des NS-Netzes "safe" ist. Die 48V-DC-Seite - und darauf gehe ich später nochmal genauer ein - ist am Ende "euer Bier". So oder so würde ich jedoch dringend empfehlen, dass sich der Fachmann aka Elektriker auch diese Seite konzeptionell ansieht und praktisch überprüft - auch wenn dies mit Mehraufwand und einhergehend Kosten verbunden ist. Denn insbesondere auch diese Seite ist, wie bereits im ersten Blogpost zum diesem Thema (Operation Hausspeicher – 28kWh für unter 7.000€ - Kapitel "Ernstzunehmende Sicherheitshinweise —> LESEN!") angesprochen, muss zu 100% "ordentlich" gemacht werden, da aufgrund der geringen Spannung enorme Ströme fließen. Wer hier bspw. keinen Wert auf vernünftige Kontaktierungen legt, wird nicht lange Spaß an der Anlage haben. Anmeldung beim Netzbetreiber Soweit die Anlage also auf technischer Seite überprüft wurde, kann es an das Ausfüllen der Anmeldeformulare gehen, die der Netzbetreiber gewöhnlich online bereitstellt - bei mir sind das die Stadtwerke Schwäbisch Hall und die ganzen Formulare werden hier (externer Link) bereitgestellt. Diese Formulare sollen - wie ich es verstanden habe - ab 2023 irgendwann mal "standardisiert" sein und es auch eine Onlineplattform geben (müssen), damit nicht jeder Netzbetreiber eigene individuelle Formulare verwendet. Ich habe jetzt mittlerweile schon einige unterschiedliche Dokumente gesehen und diese unterscheiden sich teilweise schon sehr stark darin, welche Detailangaben (Leistung, Speicherkapazität) anzugeben sind. Formular Anmeldung / Inbetriebsetzung Ich hatte vorab einfach mal beim Netzbetreiber nachgefragt und da hiess es, dass ich vorab keine "Vorabanmeldung" (vermutlich nicht der korrekte Begriff) einreichen muss, da es sich quasi nur um eine Erweiterung der bestehenden und bereits angemeldeten PV-Anlage handelt. Deshalb reichte in meinem Fall also die normale "Anmeldung / Inbetriebsetzung" (pdf-Formular). Formular Speicherschema Im Formular ist vom sogenannten "Messkonzept" die Rede. Das entsprechend korrekt angehakte "Speicherschema" pdf-Formular (externe Link) muss der Anmeldung beigelegt werden: Formular Nachweis über Eigenverbrauch Im Speicherschema ist die Rede davon, dass ein zusätzlicher "Zähler für Erzeugung mit Rücklaufsperre" notwendig ist. Wie ich es verstanden habe, ist dies aber nur dann relevant, solange der Eigenverbrauch größer 30MWh/Jahr ist, da hier zumindest noch im Jahr 2022 EEG-Umlagen darauf entrichtet werden müssen. Deshalb habe ich nochmal das bereits zur damaligen PV-Anlagenerweiterung übermittelte Formular "Nachweis über Eigenverbrauch" (pdf-Formular - externer Link) erneut mitgesendet, mit dem man bestätigt, dass man unterhalb dieses Wertes bleibt - was aber ohnehin bei einer PV-Anlage kleiner 30kWp aufgrund der überschauberen Erzeugung eigentlich nicht zur Debatte stehen dürfte. Ich denke, dass es beim Formular keine großen Interpretationsspielräume geben sollte - deshalb nachfolgend nur das "blanke" Formular, welches jedoch ab 2023 ohnehin gegenstandslos sein sollte: Übersichtsschaltplan Ich glaube es wurde zwar nicht explizit danach gefragt, aber ich dachte es ist vermutlich sinnvoll den mit meinem Elektriker abgestimmten Übersichtsschaltplan mit zu übermitteln, der alleine schon aus Dokumentationszwecken für mich essentiell wichtig ist. Bei der gesendeten "Version" des Plans habe ich jedoch die konkreten Produktbezeichnungen (insb. bei den Hager-LSS/RCD) weggelassen. Aber hier mal der Vollständigkeit halber mit allen Infos: UPDATE VOM 08.05.2023: Das gezeigte Anlagenschema ist nun mittlerweile in Version 4 geupdated und sollte nun alle Details bis ins letzte Detail korrekt wiedergeben. Danke an alle, die in der Zwischenzeit daran mitgewirkt haben. :D Der Plan konnte jetzt auch bereits von mehreren Bekannten selbst bei der Anlagenanmeldung genutzt werden - jeweils etwas individualisiert selbstverständlich... Und da ich auch bereits mehrfach gefragt wurde: Ich habe die Zeichnung "manuell" per Keynote (Apple-Pendant zu Powerpoint) erstellt. Hier gerne auch die Vorlage als Download zur eigenen Bearbeitung: ESS Übersichtsschaltplan (5276 Downloads ) UPDATE ENDE ESS-Anlagen-Zertifikate Die "paar Formulare" waren jetzt aber erst die halbe Miete bzw. im Grunde nur "Vorgeplänkel". Denn spannend wird es jetzt insbesondere bei den Zertifikaten der ESS-Anlage. Ohne etwas vorweg nehmen zu wollen, hier erstmal die Formulare, die ich eingereicht habe und die in jedem Fall zwingend sind. Victron Einheitenzertifikat Mit diesem Zertifikat (externer pdf-Link) wird bestätigt, dass gewisse Multiplus-Inverter von Victron (3000er und 5000er) nach VDE-AR-N 4105:2018-11 (externer Link) im deutschen Niederspannungsnetz betrieben werden dürfen. Also einfach herunterladen und der Anmeldung beifügen. Victron Einheitenzertifikatexterner Link Ich hoffe mal, dass Victron dieses Zertifikat auch endlich mal auf die größeren und konzeptionell identisch aufgebauten Multiplus 8000/10000/15000 erweitert, da ich bald auch ein Upgrade vorhabe. Die größeren "Quattro"-Brüder scheinen diese Zertifikate anscheinend schon zu haben... UPDATE VOM 18.10.2023: Mittlerweile sind auch die größeren Multiplus-Modelle bis hoch zum 10.000er Modell zertifiziert in Deutschland und können ohne zusätzlichen NA-Schutz installiert werden. UPDATE ENDE Victron Zertifikat NA-Schutz Ein weiteres benötigtes Zertifikat betrifft den NA-Schutz. Da dieses auch einfach hier (externer pdf-Link) zum Download bereitgestellt wird und damit einfach eingereicht werden kann, vertiefe ich dieses Thema an dieser Stelle nicht weiter. Victron Zertifikat NA-Schutzexterner Link Spannend ist in diesem Kontext nur das laute "Klackern" der Relais der Multiplus, was viele kennen müssten, aber evtl. nicht genau wissen, warum die Teile so einen Lärm machen. Denn hierbei handelt es sich um eine Art Schaltkaskade mit jeweils zwei in Reihe geschaltete Trennrelais (normally open) pro Mulitplus, die dafür zuständig sind das externe Stromnetz im "Fehler"-Fall automatisch abzukoppeln, damit die Verbraucher im Inselbetrieb weiterversorgt werden können. Im Fall der Victron-Inverter sogar verzögerungsfrei in nur 20ms -> großes Kino! Victron Herstellererklärung Keine Ahnung, ob man diesen Konformitätsnachweis auch beibringen muss, ich habe es einfach mal getan, da es ja nicht wehtut und vermutlich auch im Kontext der später erläuterten "Anmeldeprobleme" relevant sein könnte. -> Herstellererklärung (externer pdf-Link) bzgl. "Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsetz" (FNN). Victron Herstellererklärungexterner Link Victron Datenblatt Multiplus Relevant war jedenfalls auch der Nachweis der Inverter-Leistungswerte, weshalb das Datenblatt der Multiplus (externer pdf-Link) notwendigerweise übermittelt werden musste. Victron Datenblatt Multiplusexterner Link EVE LiFePo4 Speicherzellen Naiv, wie ich zu diesem Zeitpunkt noch war, dachte ich, dass ich "einfach" noch ein paar Informationen zu den verwendeten Batteriezellen und BMS mitsende - Details dazu im Blogpost Operation Hausspeicher – Batteriepack bestücken -, da ich diese ja auch im Übersichtsschaltplan erwähnt hatte. Auch wenn sich dieser DC-seitige Anlagenteil (aus Netzseite betrachtet) hinter den zertifizierten Multiplus-Invertern befindet und damit ausserhalb des Zuständigkeitsbereichs des Netzbetreibers. Konkret also das Datenblatt aka Product Specification EVE LF280N (7179 Downloads ) der Batteriezellen und "Product Confirmation" der JiaBaida BMS JiaBaiDa LiFePo4 200a 8-20s (25273 Downloads ) . UPDATE VOM 16.05.2023: Nachfolgend auch noch das CE-Zertifikat sämtlicher EVE-Zellen: BASEN Lifepo4 3 2V prismatic cell CE (4469 Downloads ) UPDATE ENDE Anmeldeversuch - Die Erste Vollgestopft mit allen oben angegebenen Formularen, Zertifikaten, Datenblättern und sonstigen Referenzen habe ich dann eine E-Mail an meinen Netzbetreiber gesendet. Dabei hatte ich mit meinem Elektriker abgemacht, dass ich mich komplett und diesen "Anmeldekram" kümmere, was im Nachhinein betrachtet wohl auch nicht anders gegangen wäre... Kurze Zeit später erhielt ich dann bereits tatsächlich einen Rückruf im Kontext, dass einige Formulare fehlen (oben im Blogpost bereits korrekt gepflegt), insbesondere jedoch das notwendige Batteriezertifikat aka "Passierschein A38" fehlt. Urgs... An dieser ist mein schön aufgebautes Kartenhaus erstmal komplett eingestürzt, da ich bis auf obige läppische asiatische Produktdatenblätter natürlich adhoc nichts VDE-konformes bzgl. der EVE-Batteriezellen liefern konnte, was bei normalen kommerziellen Fertiglösungen ala E3DC, Senec und Co. sonst üblich ist. Wir sind dann so verblieben, dass ich mich auf Recherche begebe und mich wieder zurückmelde, sobald ich zu einer Erkenntnis gekommen bin. Anmeldeversuch - Die Zweite Jetzt war klar, dass ich um eine stichhaltige Argumentation nicht mehr herumkomme, weshalb gerade ich mit meiner popeligen DIY-Speicherlösung dennoch am Netzbetrieb teilnehmen und das ESS insgesamt auch ohne separate Batteriezertifikate "regelkonform" betrieben werden kann/darf. In diesem Kontext erstmal tausend Dank an alle, die mich inhaltlich und formuliertechnisch bei nachfolgender "Darlegung" supportet haben (Jens, Ralf, Simon, Stefan, Matthias, nochmal Stefan und meine bessere Hälfte, die am Ende noch einige Punkte sprachlich "entschärft" hat). Ohne euch hätte ich das nicht so gut hinbekommen! Guten Tag Herr xxx, wie besprochen, sende ich Ihnen im Anhang das noch fehlende Datenblatt der Victron Batterie-Inverter sowie das Zertifikat zum NA-Schutz nach VDE-AR-N 4105. Weiterhin die "Herstellererklärung" von Victron Energy B.V. zwecks "Konformitätsnachweises entsprechend FNN Dokument zum 'Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz". Das Einheitenzertifikat nach VDE-AR-N 4105 hatte ich ja bereits gesendet. Frau xxx hat in ihrer E-Mail angemerkt, dass die technischen Datenblätter des Speichers fehlen. Diese hatte ich bereits zugeschickt: "EVE Energy Co., Ltd Product Specification". Ich denke, damit alle notwendigen Dokumente mitgeteilt zu haben bzgl. installierter Hardware - auf den Batteriespeicher gehe ich weiter unten nochmal detailliert ein. Sofern zusätzlich noch etwas fehlt, bitte ich um kurze Rückmeldung. Das weiterhin noch fehlende "Speicherschema" befindet sich ebenso im Anhang. Da bereits in 2021 im Rahmen der Anlagenerweiterung auf 24,63 kWp kein zusätzlicher Erzeugungszähler benötigt wurde, gehe ich davon aus, dass der jetzt nachgerüstete Batteriespeicher nichts an dieser Situation ändert. Den "Nachweis für Eigenverbrauch", den ich in diesem Zusammenhang bereits vergangenes Jahr zur damaligen Anlagenerweiterung übermittelt hatte, sende ich der Vollständigkeit halber nochmal zu. Daran ändert sich durch die jetzt durchgeführte Erweiterung durch den Batteriespeicher ja nichts, da die PV-Anlage weiterhin weniger als 30MWh/a erzeugen kann und damit auch der Eigenverbrauch technisch zwangsläufig unter dieser abrechnungsrelevanten Schwelle bleibt. Ich habe in der Zwischenzeit versucht Zertifikate bzw. Konformitätserklärungen für die verbaute LiFePo4-Batterie zu bekommen, was aber nicht so einfach ist. Ich konnte bisher Quellen (Screnshots bzw. pdf-Dokumente anbei) ausfindig gemacht, die zeigen, dass Victron Anlagen mit LiFePo4-Batterien grundsätzlich "kompatibel" sind. Ich stelle mir dabei insgesamt die Frage, warum man dies in diesem Kontext überhaupt belegen muss, da es hier primär auf die technischen Eigenschaften der Zellen ankommt, welche bereits durch das eingereichte Dokument "EVE Energy Co., Ltd Product Specification" ausreichend dargelegt werden. Oder sehe ich hier was falsch? Quelle 1: https://www.victronenergy.com/media/pg/MultiPlus_2kVA_230V/de/configuration.html Quelle 2:https://www.victronenergy.com/upload/documents/MultiPlus-II_230V/MultiPlus-II___Quattro-II_120V-230V-de.pdf?_ga=2.38642794.836198462.1662366709-481538233.1661765347 Quelle 3:Herstellererklärung-ESS-120919https://www.victronenergy.de/upload/documents/Herstellererklärung-ESS-120919.pdf Quelle 4:Declaration of Conformity UN38.3https://www.victronenergy.de/upload/documents/UN-38.3-Transportation-Certificate-12.8V-60Ah-battery-Smart-121219.pdf Als weiteren Gesichtspunkt möchte ich noch mit einbringen, dass die von mir eingesetzte LiFePo4-Batterien von "EVE Energy" primär in der Automobilindustrie Verwendung finden und hier enorme regulatorische Anforderungen erfüllen müssen. Selbst BMW kauft diese Batterien von "EVE Energy" bereits für seine neuen E-Fahrzeuge:-https://www.heise.de/news/Elektroauto-Liefervertrag-zwischen-EVE-Energy-und-BMW-ueber-Zellen-unterzeichnet-7222843.html-https://fundscene.com/bmw-kauft-zylindrische-batterien-auch-von-eve/ Mir ist klar, dass für den Netzbetreiber auf AC-Seite (Niederspannungsnetz) der Batterie-Wechselrichter netzkonform arbeiten muss und alle regulatorischen Anforderungen erfüllen muss, was er laut den übermittelten Victron-Zertifikaten auch tut. Das ist unstrittig und da stimme ich 100% zu. Gleichwohl stelle ich mir die Frage, aus welchen Gründen es für den Netzbetreiber relevant ist, welche Batteriezellen auf der DC-Seite und damit hinter den zertifizierten Batterie-Invertern arbeiten. Solange diese die technischen Voraussetzungen des Herstellers erfüllen und dies durch einen eingetragenen Elektriker geprüft und in der Anlagenanmeldung bestätigt wurde, scheint mir das für den Netzbetreiber nicht relevant zu sein. Technisch gesehen sind die Batterien galvanisch getrennt über die Multiplus Batterie-Inverter und nehmen damit nicht an der AC-Seite (am NS-Netz) teil. Das Hoheitsgebiet des Netzbetreibers, in das nicht eingegriffen wird, dürfte sich lediglich auf das NS-Netz beziehen und endet damit am Eingang des Batteriewechselrichters. D.h. nach meinem Verständnis befindet sich der Gleichspannungsteil nicht im Hoheitsgebiet des Netzbetreibers, sondern des Anlagenbetreibers. Von meinem Kontakt xxx (Teamleiter EEG- und KWK-Anlagen) von der xxx GmbH ist mir bekannt, dass "Do-It-Yourself" Speicherlösungen zulässig sind und nach individueller Prüfung entsprechend angemeldet werden konnten. Dies unter der Voraussetzung, dass die netzparallel installierte Speicherlösung von einem eingetragenen Elektriker technisch geprüfte und AC-seitig konform betrieben wird. Hierbei werden von der xxx GmbH konzeptionell identische Lösungen ohne ausgewiesene Batteriezertifikate akzeptiert. Sofern Sie den Kontakt herstellen möchten, kann ich Ihnen gerne dessen Telefonnummer mitteilen. Wenn es hilft, könnte ich zusätzlich auch eine weitere Referenz herstellen zu einem Bekannten, der seine nahezu baugleiche ESS-Anlage mit LiFePo4-Batterien über seinen eingetragenen Elektriker gerade beim bayerischen Netzbetreiber "n-ergie Nürnberg" anmeldet. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Sachlage nochmals verifizieren können, um die Anlage zeitnah anzumelden. Zudem bitte ich um Rückmeldung zum weiteren Vorgehen, gerne auch telefonisch. Viele Grüße... Update: Ich habe die Referenzen jetzt doch nicht - wie anfangs überlegt - namentlich genannt, da die Telefone sonst sicher nicht mehr still stehen dürften. Evtl. ist das auch übertrieben, aber da möchte ich lieber erstmal abwarten, was so passiert. Evtl. entferne ich die "Schwärzung" auch wieder... Die Antwort des Netzbetreibers Vorab noch als Info: Einige inhaltliche Punkte im Schreiben sind diskussionswürdig, das ist mir völlig klar. Ich dachte jedoch, dass ich mit diesem "Aufschlag" erstmal eine brauchbare Grundlage für eine weitere Diskussion schaffen kann, ohne gleich eine (zweite) Doktorarbeit zu schreiben... Naja, jedenfalls kam einen Tag später bereits die Antwort, dass die Anmeldung jetzt ok ist. Puh! ...und habe dann sicherheitshalber doch nochmal nachgehakt, ob damit alles passt und ich ggf. noch eine schriftliche Bestätigung per Post erhalte. Antwort war -> alles passt, kein Schreiben per Post. Ist jede DIY-Lösung anmeldefähig? Mit absoluter Sicherheit: NEIN! Welche abenteuerlichen Lösungen ich alleine die letzten Wochen auf YouTube mitansehen durfte/musste - da wird einem echt schlecht. Sowas sollte NIEMALS netzparallel oder geschweige denn nur im Inselbetrieb angeschlossen werden (dürfen). Wer da als Zuseher technisch nicht so tief dringesteckt, verteufelt DIY-Anlagen aufgrund solcher "Vorlagen" vielleicht erstmal grundsätzlich und hält das alles generell für "unsicher. Aber: Mein Beispiel zeigt glaube ich ganz gut, dass man mit den Leuten "nur" sprechen muss - wie so oft im Leben. Im Rahmen einer Individualprüfung ist es also durchaus möglich auch eine DIY-Speicherlösung unter bestimmten Voraussetzungen und Beachtung geltender Bestimmungen offiziell beim Netzbetreiber angemeldet zu bekommen. Next Steps und Tech-Talk Puh, Thema "Netzanmeldung" erledigt. Als nächstes geht es dann an die Anmeldung bei der Hausratversicherung. Dazu gibt es am 05.10.2022 ab 20:00 Uhr auch einen "Live Techtalk" auf YouTube zusammen mit dem Victron-Experten Jens von "Meine Energiewende" und Ralf - meinem EEG-Profi, der als Moderator einspringt. Mehr Infos dazu auf dem Channel von "Meine Energiewende" (YouTube-Link). Individuelle Hilfestellung gewünscht? Und noch ganz zum Schluss, da vermehrt Fragen in die Richtung gestellt werden: Sofern ihr generell Hilfestellung zum Thema Victron-ESS sucht, könnt ihr euch direkt an mich wenden. Ich habe bereits mehrere Anlagen in diesem Kontext beratend begleitet und bspw. auch das Konzept im Rahmen eines Übersichtsschaltplans (wie oben gezeigt) erstellt, welches dann natürlich später bei der Realisierung von einem eingetragenen Elektriker geprüft, abgesegnet, umgesetzt und final abgenommen werden muss. Aber ein passend erarbeitetes und durchdachtes Anlagenkonzept hilft hier meist im Vorfeld bereits enorm... Eure Erfahrungswerte zur Anmeldung Vielleicht hat ja auch bereits ein anderer Leser seine Victron-ESS-Anlage mit DIY-Speicher erfolgreich bei seinem Netzbetreiber angemeldet bekommen und ich bin aktuell nicht der Einzige/Erste - denn sonst wären wir fast sofort wieder beim Gliederungspunkt "Darum ist eine Anmeldung des ESS beim VNB so wichtig". Ich freue mich jedenfalls auf eine rege Diskussion zu diesem insgesamt doch recht komplexen und vermutlich diskussionsbedürftigen Thema. Insbesondere natürlich auch auf den Austausch mit Lesern, die kurz vor bzw. während der Anmeldung stecken. ### Operation Hausspeicher - Stückliste und Bezugsquellen *immer aktuelle Links* Da ich mittlerweile täglich Rückfragen per Mail erhalte, welche Teile jetzt im Detail für das ESS-System benötigt werde und wo diese Komponenten - insbesondere Batteriezellen und BMS - am besten bezogen werden können, möchte ich diese Informationen einmal ZENTRAL AN DIESER STELLE zusammentragen und kontinuierlich pflegen. Insbesondere auch deswegen, weil sich die Links teilweise bereits nach einer Woche ändern und ich keine Lust habe alle betreffenden Blogartikel zur Blogserie Batteriespeicher kontinuierlich anzupassen. BTW kurzer Teaser: Ich konnte meine ESS-Anlage jetzt beim Netzbetreiber nach einer mittelgroßen Berg- und Talfahrt offiziell anmelden! WHOOP WHOOP! Zu diesem für alle "Nachbauer" besonders kritischen Thema der korrekten Anmeldung bekomme ich auch laufend Fragen. Bitte noch um etwas Geduld - dazu habe ich bereits einen eigenständiger Blogpost mit Hintergrundinformationen samt konkreter Hilfestellung in Arbeit... Einstieg in die ESS-Thematik Als Grundlage soll weiterhin der einführende Blogpost zum Thema Operation Hausspeicher – 28kWh für unter 7.000€ herhalten, in welchem bereits viele weiterführende Details zu den hier ergänzten Infos nachgeschlagen werden können. In eigener Sache Sofern ihr meine nachfolgenden Affiliate-Links nutzt, erhalte ich eine Provision für die Vermittlung und kann damit auch selbst neue Komponenten kaufen und darüber "aus erster Hand" berichten. Der Kaufpreis bleibt für euch gleich - ihr habt also keine Nachteile und supportet mich aber umgekehrt enorm! Also ab gehts: 16x Batteriezellen - LiFePo4 280Ah Weiterhin gültig ist der nachfolgende Produktlink zu "Shenzhen Basen Technology Co., Ltd." auf Alibaba und deren 280Ah LiFePo4-Zellen in prismatischer Bauweise: 16x Prismatische Lithium-Batterie 3,2 V 280Ah Lifepo4 ZelleAffiliate-Link BTW: Oftmals kommt beim Aufruf der Alibaba-Links die nachfolgende Fehlermeldung - in diesem Fall einfach nach einer Minute erneut probieren, dann geht es meist wieder... Nachfolgend abgebildet vier der etwas älteren EVE-Zellen (ohne K im Titel) mit noch nicht aufgeschweissten Gewindestangen, was mittlerweile eigentlich "Standard" ist: Lasst euch per Chat unbedingt ein Angebot mit "DDP" geben, um nicht später noch Zoll zahlen zu müssen! DDP bedeutet, dass alle Kosten (inkl. Versand und Zoll) im Kaufpreis inkludiert sind und vom Lieferanten übernommen werden, sodass ihr nach 1-2 Monaten "einfach" ein Paket von UPS oder DPD (war bei mir so) mit den Zellen von der Haustür stehen habt. Sobald die Ware aus Fernost in einem europäischen Lager (z.B. direkt in Deutschland oder Polen) angekommen ist, erhaltet ihr gewöhnlich auch Tracking-Nummern, um den Sendungsfortschritt auf den letzten Kilometern "live" mitverfolgen zu können. Am besten einfach mal direkt per Chat nachhaken, sofern die Tracking-Links nicht durchgegeben werden. Hier ist die Devise: Am besten einmal öfter nachhaken... Der über obigen Link angegebene Preis - z.B. 110 USD - ist dabei erstmal nur der reine Preis für eine Zelle. Dazu kommen dann die angesprochenen DDP-Gebühren. Deshalb per Chat ein Gesamtangebot einholen unter Angabe der Lieferadresse, welche ihr im Chat nochmal separat mitteilen müsst. Pi mal Daumen sollten sich diese DDP-Gebühren (Versand und Zoll) bei 16 280Ah-Zellen etwa auf 400-500 Euro belaufen. Wer mit „Gloria Luo“ chattet, lasst einen Gruß von mir da... ;) Bei der abschließenden Zahlung per Kreditkarte oder PayPal kommen dann nochmal etwa 1-2% Transaktionsgebühren oben drauf, die bis dahin nicht angezeigt werden. Kalkuliert diese Kosten also schon mal vorab mit ein, damit ihr nicht überrascht werdet. Und achtete darauf, in welcher Währung ihr bezahlt bzw. was für euch günstiger ist. Denn wenn man bspw. mit einer "Gebührenfrei"-Kreditkarte zahlt, kann es u.U. günstiger sein direkt in USD zu zahlen. Mehr Details zur Bestellung auf Alibaba auch im Blogpost Operation Hausspeicher – 28kWh für unter 7.000€. Aktuell (Stand 12.09.2022) scheint es jedoch so zu sein, dass statt der "EVE"-Zellen aktuell "CATL"-Zellen angeboten werden, die im Grunde ähnlich performen. Das kann sich immer mal dynamisch ändern, je nachdem, welcher Hersteller seine Zellen gerade über welchen Händler anbietet. Hier spielt die Verfügbarkeit vermutlich aktuell auch eine entscheidende Rolle. Wer gerade eine Bestellung vornimmt, kann seine Erfahrungen gerne per Kommentar hinterlassen, ich versuche die Info dann an dieser Stelle zu ergänzen. Zum Abschluss noch ein Hinweis, der mir gerade "privat" von Jens von Meine Energiewende (YT-Link) weitergereicht wurde und den ich euch nicht vorenthalten möchte: Ein Community-Mitglied hat wohl gerade seine Zellen erhalten und mehrere davon wiesen optisch sichtbare Beschädigungen (Eindellungen) auf. Das steht im krassen Kontrast dazu, was ich bisher an Erfahrung gemacht habe und was man über oben genannten Anbieter insgesamt so im Netz liest. Ich hoffe dieser "Einzelfall" wird bald geklärt und kostenfrei Ersatz geliefert. Sofern ich hier ein Update bekomme, reiche ich das hier nach. Und hier nochmal meine Erfahrung dazu: Bei meiner letzten Bestellung bei "Shenzen Basen" war das Paketklebeband von zwei Paketen (a 4 Zellen) seitlich etwas eingerissen, was dazu geführt hat, dass die mitgelieferten Busbars während des Transportwegs wohl rausgeflogen sind. Kurz per Chat Bescheid gegeben und zwei Monate später waren die fehlenden Busbars in der Post. Hat zwar ewig gedauert aber immerhin... Update vom 25.09.2022: Habe kürzlich 108 Stk. 280Ah Zellen bei Shenzen Basen bestellt. Jetzt waren wieder EVE verfügbar bzw. mir wurden gar keine anderen angeboten. Bin schon auf die Lieferung gespannt, hoffentlich noch im November... UPDATE ENDE Mehr Infos zu den LiFePo4-Zellen im Blogpost Operation Hausspeicher – 14kWh LiFePo4-Zellen für 2.200€. 1x Zelltester - YR1030+ Messgerät (empfohlen) Um die Zellen direkt nach der Lieferung direkt einem ersten Test zu unterziehen, bietet sich das relativ günstige YR1030+ Messgerät an. Es kann nicht nur die Spannung der Zellen messen, was jedes andere Multimeter auch könnte, sondern darüber hinaus den relativ geringen Innenwiderstand der Zellen. Diese beiden Messwerte in Kombination geben dann bereits einen sehr verlässlichen Indikator, wie es mit dem Gesundheitszustand der Zellen aussieht. Denn wenn die Messwerte "valide" sind - also die Spannung bei knapp 3,3V (bzw. leicht darunter) und der Innenwiderstand um die 0,20mOhm liegt, kann man insbesondere nach der langen Lieferzeit davon ausgehen, dass es den Zellen gut geht. YR1030+ MessgerätAffiliate-Link Mehr Infos dazu im Blogpost Operation Hausspeicher – 14kWh LiFePo4-Zellen für 2.200€. 1x BMS - Jiabaida JBD-AP20S006/AP21S002 Zum sinnvollen Betrieb des Batteriepacks wird ein BMS (Batteriemanagementsystem) benötigt. Viele "stehen" hier auf "Daly", ich habe mich jedoch bewusst für "Jiabaida" entschieden, da hier das BMS "JBD-AP20S006" bzw. "JBD-AP21S002" (die Stelle nach "AP2" und die letzte Stelle können sich aufgrund unterschiedlicher Revisionen unterscheiden) einen Trennschalter (Schütz) eingebaut hat, was derzeit ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Das ist aus technischer Sicht meiner Meinung nach den sonst üblichen Mosfets anderer BMS überlegen, da das Jiabaida (JBD) damit eine "physische" Abkoppelung vornehmen kann, was sicherheitstechnisch klar von Vorteil ist. Hier das "JBD-AP20S002" mit gepimpten Anschlusskabeln und aufgesetztem RS485-USB-Adapter per selbstgedrucktem Adapter (rote Halterung): Weitere Infos dazu im Blogpost Operation Hausspeicher – Batteriepack bestücken. Pro Batteriepack wird grundsätzlich ein BMS benötigt: 1x JiaBaiDa Smart BMS JBD-AP20S006/AP21S002 LiFePo4 200AAffiliate-Link Gewählt werden sollte die Variante "7-20s 200a lifepo4 smart bms". Wichtig ist "lifepo4" im Titel, damit es spannungstechnisch passt. Neben der "200a" kann natürlich auch die größere "300a" Variante gewählt werden mit einem "fetteren Trennrelais", das ist aber meiner Meinung nach nicht notwendig. Gewöhnlich ist hier die Mindestbestellmenge auf 2 Stk. gesetzt. Also entweder ein BMS auf "Lager" legen, was ich sowieso für sinnvoll halte, oder eben eins auf eBay verkloppen. Die Nachfrage sollte vorhanden sein... Das oben verlinkte Jiabaida-BMS ist übrigens das von mir aktuell eingesetzte BMS in neuerer Variante. D.h. der Trennschalter ist überarbeitet (flacher) und - was für die spätere Integration maßgeblich ist - besitzt weiterhin einen RS485-Port, der zur Anbindung per nachfolgend verlinktem RS485-USB-Adapter direkt mit dem Victron-System aka Venus OS sprechen kann. Das habe ich gerade (Stand 12.09.2022) nochmal mit "Fidelia Xiao" von "Dongguan Jiabaida Electronic Technology Co., Ltd." verifiziert. Entsprechend habe ich auch direkt nochmal ein paar BMS nachgeordert... :) Wichtig in diesem Kontext zu wissen: Das BMS gibt es auch bei anderen Anbietern. Hier ist aber nicht gewährleistet, dass der RS485-Port auch tatsächlich "boardseitig" ausgeprägt ist und funktioniert - auch wenn es auf den Produktbildern auf den ersten Blick so aussehen mag. In jedem Fall am besten bei der Bestellung im Kommentarfeld hinzufügen: "I need the BMS with working RS485-Port". Wenn ihr euch nicht sicher seid, fragt am besten über die Chat-Funktion nach... Hier das Wiring-Diagram des neuen Modells JBD-AP21S002 für eine 16S-Konfiguration (weitere Infos dazu im Kommentarverlauf mit Malte): 1x BMS-Schnittstellenadapter - JBD-UART-RS485 Zur Anbindung empfehle ich dann noch den nachfolgenden RS485-USB-Adapter, der dann bequem im Venus OS Device (z.B. Raspberry Pi) eingestöpselt werden kann. Weiterführende Details dazu u.A. im Blogpost Victron MultiPlus II als ESS konfigurieren. Grundsätzlich sind auch andere "Ein-Euro-RS485-USB-Adapter" kompatibel, in einem anderen Kontext (Anbindung Tesla Wallconnector per RS485 - hier vorgestellt) habe ich jedoch die Erfahrung machen müssen, dass insbesondere günstige Adapter schnell mal "abrauchen" können. Den hier verlinkten RS485-USB-Adapter habe ich jetzt im Vergleich dazu bereits seit über 8 Monaten im Dauereinsatz - mittlerweile in mehreren Batteriepacks verbaut - und hatte noch keinen einzigen Ausfall. #aufholzklopf Gleichzeitig kann man dann übrigens weiterhin per Bluetooth und Smartphone-App auf das BMS über den verbauten Bluetooth-Dongle zugreifen und Konfigurationsänderungen vornehmen, was ich mega praktisch finde... 1x JBD-UART-RS485 AdapterAffiliate-Link Auch diesen gibt es nur mindestens im "Zweier-Pack", aber das sollte kostentechnisch nicht wirklich ins Gewicht fallen. Bei der Bestellung kommt dann übrigens die Anmerkung, dass man evtl. noch Zoll (Einfuhrumsatzsteuer) zahlen muss. In meinem Fall war das bisher nicht der Fall und die BMS wurden "frei Haus" geliefert innerhalb 1-2 Monate nach Bestellaufgabe. Aber im Notfall kommen eben noch 19% des Kaufpreises oben drauf - für BMS und Adapter. Kurzes Update zu den oben bereits angesprochenen Zollgebühren: Gerade habe ich einen Anruf von FedEx mit nachfolgender E-Mail erhalten mit der Bitte einen Zahlungsbeleg für die vor 13 Tagen georderten zehn Stück RS485-Adapter zu übermitteln - zwecks Berechnung der Einfuhrumsatzsteuer. Sieht also so aus, als ob ich diesmal in den sauren Apfel beißen und zusätzlich 19% des Kaufpreises entrichten muss. Vermutlich dann auch für die heute georderten sechs Stück JiaBaida BMS, sofern diese dann die kommenden Tage auch per FedEx gesendet werden. Denn hier ist meine Erfahrung auch bei anderen Bestellungen aus Asien, dass FedEx immer die Einfuhrumsatzsteuer gewissenhaft "eintreibt". 1x Active Balancer - NEEY 4A Smart Active Balancer (nicht zwingend notwendig) Insbesondere für ein erstes schnelles Top-Balacning und ggf. auch für späteres "Wartungs-Balancing" empfehle ich das nachfolgende Balancer-Board, über das ich in diesem Kommentar bereits einige Informationen bereitgestellt habe. Es funktioniert um Welten besser als jedes andere Active-Balancer-Board, welches ich bisher benutzt habe. Und es lässt sich sogar noch per Smartphone-App konfigurieren. Manche bauen den NEEY dauerhaft parallel zum BMS ein, was ich jedoch konzeptionell nicht für notwendig bzw. sinnvoll halte. Details zu einem späteren Zeitpunkt... 1x NEEY 4A Smart Active BalancerAffiliate-Link Alternativ auch über Amazon unter der Bezeichnung HengYun art Batterie-Equalizer GT-24S (Affiliate-Link) zu bekommen - dann jedoch um einiges teurer. Um den NEEY selektiv "dazuklemmen" zu können, nutze ich bisher insgesamt 17 Stück dieser Krododilklemmen (Affiliate-Link). Aber ich überlege mir bereits, wie es evtl. geschickter geht... Victron Multiplus Inverter Das Herzstück jeder ESS-Anlage ist natürlich der bzw. sind die Batterieinverter, die das Verbindungsglied zwischen AC- und DC-Seite darstellen. Hierfür stehen verschiedene Inverter von Victron aus der Produktfamilie "Multiplus II" zur Verfügung. Zum Start benötigt man wenigstens einen Inverter, der entsprechend einphasig eingebunden werden kann, es über den saldierenden Stromzähler aber dennoch erlaubt, eine dreiphasige Hausinstallation mit nur einem Multiplus zu bedienen. Wer möchte, kann dann später immer noch zwei weitere baugleiche Multiplus dazuklemmen, um eine echte dreiphasensynchrone ESS-Anlage aufzubauen, die dann sogar das komplette Haus mit der Ersatzstromfunktionalität (angeschlossen am AC Out-1) versorgen kann. (Aus verschiedenen Gründen würde ich für diesen Zweck jedoch mindestens die MP5000 empfehlen, die MP3000 haben da einfach etwas wenig "Dampf".) Bei einem nachträglichen Upgrade muss jedoch darauf geachtet werden, dass nicht nur die Modellbezeichnung, sondern insbesondere auch die Hardwarerevisionen aller Multiplus-Geräte identisch sein müssen, damit die Konfiguration als Dreiphasenverbund sicher funktioniert. Wer mit dem Upgrade also zu lange wartet und es in der Zwischenzeit nur noch eine dazu inkompatible neue Hardwarerevision gibt, hat leider Pech und muss sein Bestandsgerät gebraucht verkaufen und drei neue "identische" Geräte ordern. Wenigstens sind die Multiplus sehr preisstabil... Hier eine Auflistung der von mir präferierten Modelle samt Anmerkungen: Multiplus 3000 (Affiliate-Link)Multiplus 5000 (Affiliate-Link)Multiplus 10000 (Affiliate-Link)Geeignet für...kleine einphasige ESS-Installationen...mittlere ein- und dreiphasigen ESS-Installationen (Einfamilienhaus)...große dreiphasige ESS-Installationen (Einfamilienhaus + E-Ladesäule)Ersatzstromfunktion über AC-Out1 (max. Entladeleistung)nur ausgewählte Verbraucher mit max. 2,4kWkomplettes Haus möglich bei dreiphasigem ESS-Setup mit max. 3x4kWkomplettes Haus inkl. Wallbox möglich mit max. 3x8kWmax. Ladeleistungknapp 2kWknapp 3,3kWknapp 6kWZulassung in Deutschlandalle Zertifikate vorhandenalle Zertifikate vorhanden (für dreiphasigen Betrieb - bitte Hinweis von Chris beachten)UPDATE: Mit neuerer Software wohl auch einphasig zugelassen - siehe Kommentar hiertechnische Voraussetzungen vorhanden, Zertifikate werden hoffentlich bald nachgereichtStandby-Verluste (Null-Last-Leistung)knapp 11W/Multiplusknapp 18W/Multiplusknapp 38W/Multiplus Alle weiteren Infos zu den Multiplus im offiziellen Datenblatt (externer Link) Als Victron-Bezugsquelle kann ich übrigens Panda-Solar (externer Link) wärmstens empfehlen. Hier habe ich bereits letztes Jahr meine ersten Multiplus-Inverter geordert, da sie dort schlicht mit am günstigsten im Netz zu finden waren und mittlerweile bin ich über einen Servicefall auch mit Patrick - dem Inhaber - im Austausch, der mir per Mail bisher stets kompentent und ultra schnell zur Seite stand. Das hat mich so überzeugt, dass ich nun aktiv für Panda-Solar werbe und Patrick hat nach Rücksprache in seinem Shop kurzerhand auch den Gutscheincode "meintechblog" hinterlegt, mit dem ihr bei einer Bestellungen ab 1.000€ insgesamt 30€ Rabatt erhaltet. meintechblog30€-Gutscheincode bei panda-solar.de Weitere Komponenten Soviel vorab zu den "kritischen" Komponenten, die man schon alleine aufgrund absurder Preise in deutschen Shops am besten direkt aus Fernost ordern sollte und deren Lieferung dann eben gewöhnlich am längsten dauert (1-2 Monate). Vermutlich baue ich den Blogpost an dieser Stelle bald bereits weiter aus mit allen anderen Komponenten, damit alles - wie oben bereits angesprochen - schön an einer Stelle gebündelt wird. Aber das kostet alles extrem viel Zeit das "mundgerecht" zusammenzutragen. Seht es mir also bitte nach, dass erstmal nur die "wichtigsten" Komponenten aufgeführt wurden. In diesem Sinne: Frohes ESS-Bauen in die Runde und achtete auf die bereits mehrfach erwähnten Schutzmaßnahmen (inkl. Schutzbrille und Handschuhe), damit es bald auch bei euch so oder so ähnlich aussieht: ### Operation Direktvermarktung - Die eigene PV-Anlage als Goldesel? Meinen PV-Überschuss auf Basis der "popeligen" Einspeisevergütung nicht stumpf und unkontrolliert ins Netz zu schieben, sondern dynamisch zum schwankenden Börsenstrompreis inkl. optimierter Integration des Hausspeichers netzdiendlich exakt dann bereitzustellen, wenn der Ertrag am höchsten ist, war insgeheim immer schon meine Traumvorstellung. Sicher nicht für jeden Anlagenbetreiber interessant, erstrebenswert oder gar technisch realisierbar, aber spätestens aufgrund der seit Monaten immer absurderen Börsenstrompreise von teils über 80 Ct/kWh könnte das Thema doch auch für kleinere Anlagen - wie meine eben - interessant werden. Oder etwa doch nicht? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, habe ich mich mittlerweile recht intensiv mit dem Thema Direktvermarktung auseinandergesetzt, um die entscheidenen Marktmechanismen zu verstehen und insbesondere auch die technische Seite zu durchleuchten, die zwingend notwendig ist, um den eigens erzeugten PV-Überschussstrom per Direktvermarkter an der Strombörse verhökern zu können. Alle meine gewonnenen Erkenntnisse findet ihr - teils in epischer Breite, sorry dafür - in nachfolgendem XXL-Blogpost niedergeschrieben. Wer also Lust hat seinen energiewirtschaftlichen und anlagentechnischen Horizont zu erweitern und einige Minuten Zeit mitbringt, darf gerne weiterlesen. Alle anderen, die bspw. nur eine Antwort auf die Frage suchen, ob der Strompreis irgendwann auch mal wieder sinkt, selbstverständlich auch... Vorab: Um sich als Leser ein differenziertes Bild der derzeitig stark volatilen Marktlage machen zu können, die vermutlich bald bereits regulatorischen Anpassungen unterworfen sein wird, empfehle ich den Artibel bis ganz ganz ganz zum Ende zu lesen. Insbesondere den "letzten Absatz", der die aktuellsten Entwicklungen und deren Konsequenzen aufzeigt. Was hat es mit der Direktvermarktung überhaupt auf sich? Bei der Direktvermarktung erhält man nicht nur die "läppische" Einspeisevergütung von meist unter 10 Ct/kWh (bei mir 9 Ct/kWh, aktuelle Neuanlagen um die 8 Ct/kWh), sondern - vereinfacht gesagt - je nach Direktvermarkter (DV) annähernd den aktuellen Börsenpreis ("Martkwert PV" - Quelle: netztransparenz.de) - genauer gesagt den Day-Ahead-Strompreis, der bspw. die letzten 90 Tage im Schnitt bei 34,66 Ct/kWh lag. Verrückt! Dieser berechnete Durchschnittwert wird in nachfolgender Grafik übrigens gaaaanz unten rechts ausgewiesen. Alleine im Juli 2022 hätte ich für meine ins Stromnetz eingespeisten knapp 4 MWh so nicht "nur" 350 Euro Einspeisevergütung erhalten, sondern rechnerisch grob um 1.000 Euro (bei einem vergüteten mittleren Bezugswert von "nur" 25 Ct/kWh) - bei geschickter Integration des Hausspeichers zwecks zeitlicher Verschiebung der Einspeisung vermutlich sogar noch weitaus mehr. Das lässt sich natürlich nicht auf das gesamte Jahr linear hochskalieren, da die Sonne im Winter natürlich viel weniger scheint, der Marktpreis auch weit nach unten schwanken kann und zudem über den Tag betrachtet extremen volatil ist, aber dennoch besteht zumindest derzeit ein enormes Potenzial - insbesondere wenn man die Einspeisung geschickt über die Nutzung eines groß dimensionierten Hausspeichers in die besonders ertragreichen Abend- und Nachtstunden herauszögern kann. Denn hier waren bspw. die letzten Monate - wie man aus obiger Grafik entnehmen kann - zeitweise bis zu über 80 Ct/kWh möglich. Hat Direktvermarktung monetär gesehen nur Vorteile? Bei der Direktvermarktung gibt es ein zentrales Instrument, welches verhindert, dass der Anlagebetreiber selbst bei einem konstant negativen Strompreis im Vergleich zur normalen Einspeisevergütung Verluste macht. Dafür ist das sogenannte Marktprämienmodell verantwortlich, wodurch quasi eine Art Mindestvergütung garantiert wird, sodass man mindestens einen ähnlichen Betrag im Vergleich zur regulären Einspeisevergütung erhält - in meinem konkreten Fall sogar noch ein bisschen mehr. Klingt crazy, ist aber so und soll als Anreiz da sein den eigenen PV-Strom an der Strombörse - heisst im europäischen Raum übrigens EEX - per Direktvermarktung anzubieten, was letztendlich sogar noch das Stromnetz stabilisiert. Am Ende des Artikels dazu dann noch etwas mehr. Aber erstmal einige Begrifflichkeiten zum Thema Direktvermarktung und deren Erklärung: Marktwert + Marktprämie = Anzulegender Wert Der Marktwert ist quasi der gemittelte Börsenstrompreis über einen Monat betrachtet. Dieser ist ganz vereinfacht gesagt über den Zeitverlauf gesehen ziemlich identisch mit dem Day-Ahead-Strompreis, auf dessen Grundlage dem Anlagenbetreiber vom Direktvermarkter - zumindest bei dem von mir derzeitig präferierten - die eingespeiste Strommenge auf "Stundenbasis" vergütet wird. Der gegen Mittag ermittelte Day-Ahead-Strompreis legt dann die einzelnen Stundenpreise für den kompletten kommenden Tag fest. Fein säuberlich in einzelne 24 Stundenhäppchen gehackt, wie man in nachfolgender Grafik durch die gezackte weisse Linie ganz gut erkennen kann. Die gelb gestrichelte Linie zeigt dabei übrigens die optisch fast komplett gegenläufige PV-Prognosekurve des Folgetags - bezogen auf meine PV-Anlage. Die Werte davon stammen aus dem extrem genialen Service namens solcast (externer Link), welcher die Vorschau nicht nur auf Basis von Wetterprognosen anhand meines Standorts und der Anlagengröße erzeugt, sondern den Algorithmus darüber hinaus KI-technisch laufend auf Grundlage realer Vergangenheitswerte meiner Anlage aufbohrt. Aber bereits zu viel abgeschweift... Die Marktprämie ist die vom Netzbetreiber an den Anlagenbetreiber ausgezahlte "Ausgleichszahlung" für den Fall, dass der aufs Monat gemittelte Marktwert - erstmal vereinfacht gesagt - unterhalb der normalen EEG-Einspeisevergütung (plus einen Minibonus - dazu später mehr) liegt. Der Anlagenbetreiber erhält dann quasi mindestens den anzulegenden Wert ausbezahlt. Bei hohen Börsenpreisen eben den Marktwert ausschließlich vom Direktvermarkter, bei niedrigen Börsenpreisen ergänzt um die "Ausgleichszahlung" aka Marktprämie vom Netzbetreiber. Was bedeutet das dann bspw. für meine PV-Anlage? Erstmal sucht man die passenden Vergütungssätze aus dem offiziellen "Vergütungskatalog" (Quelle) heraus, in dem alle denkbaren Erzeugungsanlagen seit gefühlten Jahrhunderten vermerkt sind. Da meine Anlage (Kategorie Solar/Gebäude) im Juni 2020 ans Netz gegangen ist, springe ich entsprechend im oben verlinken Dokument schnell mal in die Zeilen 5307 und 5308: SgK4820--Jun20 - solar/gebäude 0-10kW Einspeisevergütung in Ct/kWh: 9,17 Anzulegender Wert in Ct/kWh: 9,57 SgK4821--Jun20 - solar/gebäude 10-40kW Einspeisevergütung in Ct/kWh: 8,91 Anzulegender Wert in Ct/kWh: 9,31 Da meine Anlage 24,63kWp (über 10kWp) groß ist, muss ich zur Berechnung zwei Werte berücksichtigen. Für die ersten 10kWp erhalte ich bei der "stinknormalen" EEG-Einspeisevergütung 9,17 Ct/kWh, für die nächsten 14,63kWp dann nur noch 8,91 Ct/kWh. Als "Mischvergütung" komme ich dann auf 9,01 Ct/kWh - berechnet aus: (10*9,17+14,63*8,91)/24,63 Sobald meine Anlage dann in der Direktvermarktung ist, habe ich kein Anrecht mehr auf die Einspeisevergütung, sondern stattdessen auf den angesprochenen "Anzulegenden Wert". Also für die ersten 10kWp 9,57 Ct/kWh und für die restlichen 14,63kWp 9,31 Ct/kWh -> Gemittelt sind das dann analog zur obigen Berechnung 9,41 Ct/kWh. Das ist dann quasi die garantierte Vergütung, auch wenn der Marktwert im Monatsmittel darunter liegt und dann wird eben durch den Netzbetreiber dynamisch "aufgestockt". Also liegt der anzulegende Wert (Direktvermarktung) sogar 0,4 Ct/kWh über der Einspeisevergütung (normale EEG-Vergütung). Aber wie oben bereits kurz angeprochen - der Direktvermarkter, der meine Anlage an die Börse bringt, stellt seine Dienstleistung auch nicht für lau bereit und verlangt natürlich eine gewisse Provision, sodass dieses Plus schnell wegschmilzt. Im Nachfolgenden Fall sind das knapp 10 Euro/Monat an DV-Kosten, zu der nochmal eine einmalige Einrichtungsgebühr von derzeit 180 Euro hinzukommt. Ich rechne mit einer jährlichen Einspeisung von bis zu 20 MWh. Da ich im Worst-Case-Fall (Börsenpreise dauerhaft im Keller) bei der Direktvermarktung immer 0,4 Ct/kWh mehr bekomme als bei der bisher in Anspruch genommenen Einspeisevergütung, wäre das ein Plus von 80 €/Jahr. Bleiben rechnerisch also nur noch 40€/Jahr Mehrausgaben, um den Direktvermarkter zu bezahlen - die Einrichtungsgebühr einmal aussen vor. Wie komme ich mit meiner Anlage überhaupt in die Direktvermarktung? Spannend ist, dass alle PV-Anlagen über 100kWp seit 2017 bereits in die Direktvermarktung MÜSSEN, für alle kleineren Anlagen wurde eben erstmal ein einfacherer Weg über die "EEG-Pauschalvergütung" gewählt. Das hat meiner Ansicht nach insbesondere technische und teilweise auch monetäre Gründe - dazu kommen wir gleich noch detaillierter. Man darf aber natürlich auch mit kleineren Anlagen in die Direktvermarktung (DV), sofern ein passender Direktvermarkter die Anlage auch tatsächlich vermarktet. Genial, dass es jetzt Direktvermarkter gibt, deren Prozesse so weit automatisiert und anfallende "Transaktionskosten" minimiert wurden, sodass sie eben auch kleinere PV-Anlagen vermarkten können. Bei der Direktvermarktung hat der Anlagenbetreiber nach EEG 2021 § 10b (externer Link) auch einige Pflichten, die bei den Stadtwerke Schwäbisch Hall (externer Link) - mein Netzbetreiber - ganz gut zusammengefasst sind und auf die ich nachfolgend auch noch detaillierter eingehe. Mein derzeitig präferierter Direktvermarkter für Kleinanlagen ist dabei interconnector.de (EnBW-Tochter). Insbesondere deswegen, weil Matthias Ulrichs - fleissiger Blogleser/-kommentierer und absoluter Tech-Experte, mit dem ich mich aktuell auch intensiv austausche - die notwendige technische Integration bereits vorbereitet und den Anbieter selbst in Kürze mit seiner 17kWp PV-Anlage soft- und hardwareseitig "verheiratet". Durch sein Knowhow hoffe ich auch meine Anlage mit vertretbarem Aufwand "DV-ready" machen zu können. Howto-Anleitungen könnten in diesem Kontext folgen... Kurzer Spoiler: Dabei hat man als Anlagenbetreiber die Möglichkeit die relevante Datenkommunikation über integrasun.de (wiederum technischer Dienstleister von interconnector) abzuwickeln, welcher sehr flexibel und fast schon auf DIY-Anlagen zugeschnitten ist. So lässt sich die Kommunikation per OpenVPN und Modbus realisieren, was bei geschickter softwareseitiger Implementierung nichtmal zusätzliche Hardware voraussetzt - sofern man bspw. wie ich eh bereits einen Raspberry Pi mit Venus OS (Stichwort Victron-ESS) einsetzt, worüber ich seit gefühlt zig Monaten blogge. -> Blogserie Batteriespeicher Welchen Zähler brauche ich für die Direktvermarktung? Auch wenn derzeit bereits Pilotprojekte - z.B. hier (externer Link) - existieren, um das für PV-Anlagen über 7kWp eigentlich ohnehin bereits vorgeschriebene "Intelligente Messsystem" - abgekürzt iMsys - auch für die Direktvermarktung nutzbar zu machen, muss man zumindest aktuell noch seinen konventionellen (Zweirichtungs-)Zähler gegen einen sogenannten RLM-Zähler mit "Registrierender Leistungsmessung" tauschen. Das iMsys bestehend dann übrigens aus Smart Meter Gateway (SMG) plus Messeinrichtung - aber nur soviel am Rande. Das Entscheidende bei der RLM ist dabei, dass dieser Zählertyp den Leistungsmittelwert pro Messperiode (bei Strom gewöhnlich 15 Minuten) ermitteln und über passende Datenschnittstellen (z.B. eingebautes UMTS-Modem oder LAN-Anschluss per heimischem Internetrouter) zum Netzbetreiber (oder zum Direktvermarkter oder zu beiden?) übermittelt. Und das ist entscheidend, da der Direktvermarkter seine Vergütung für den Anlagenbetreiber jede Stunde dynamisch auf Basis des einen Tag vorher gegen Mittag festgelegten Day-Ahead-Börsenpreises anpasst. Auf diese Weise kann ermittelt und insbesondere auch übermittelt werden, wieviel abrechnungsrelevante kWh zu welcher Stunde genau eingespeist wurden. Wo kann ich den Day-Ahead Börsenstrompreis einsehen? Der Day-Ahead-Börsenstrompreis lässt sich recht einfach über die öffentliche API von Awattar (externer Link) abfragen. Täglich um Punkt 14 Uhr können dabei alle fixierten Day-Ahead-Börsenstrompreise (also die vorhergesagten stündlichen Marktpreise des nachfolgenden Tages) eingesehen und natürlich auch zur weiteren Verarbeitung oder Visualisierung heruntergeladen werden - mit den auf der verlinkten Seite angegebenen Parametern sogar beliebige Vergangenheitswerte. So habe ich bspw. mal das aktuelle Jahr über NodeRED (Howto: Preise von aWATTar abfragen (externer Link)) heruntergeladen, in eine InfluxDB gepackt und mit Grafana visualisiert - und meine realen PV-Produktionswerte darübergelegt (nicht sehr aussagekräftig in dieser Skala, aber who cares): Was kostet ein solcher RLM-Zähler? Der benötigte RLM-Zähler kostet dabei erstmal richtig Asche - kommt ja auch aus der Anlagenwelt >100kWp. Bei meinem Netzbetreiber würde ein solcher Zähler bspw. jährlich um die 365€ kosten (Quelle). Zumindest fallen dafür dann die Kosten für den bisherigen Zweirichtungszähler (knapp 60€/Jahr) weg. Wer möchte, kann sich aber mittlerweile in Deutschland auch für einen alternativen Messstellenbetreiber entscheiden (zu den Marktrollen später nochmal eine kleine Übersicht). Ein bekannter und auch günstiger Anbieter ist Discovergy (externer Link), der aber anscheinend aktuell keine neuen Zähler bis auf absehbare Zeit installiert bekommt. Wer hier einen Tipp für einen alternativen Anbieter für mich hat: Immer her damit! -> Bitte die Kommentarfunktion nutzen. Zur Not werde ich eben in den saueren Apfel beißen und es bei meinem Netzbetreiber versuchen, evtl. geht das dann zumindest recht zeitnah. Wobei... Ein relevanter Tipp dazu von meinem EEG-Profi Ralf, der generell ein Profi in Sachen Energiewirtschaft, beruflich für EEG-Vergütungen zuständig und zudem noch glücklicherweise mein privater Berater in Sachen Direktvermarktung ist: Es dauert wohl aufgrund bestimmter Abrechnungsthematiken mindestens schon mal sechs Wochen, bis der Messstellenbetreiber einen bestehenden SLP-Zähler (Standardlastprofil) - wie in meinem Fall ein Zweirichtungszähler, der gleichzeitig die PV-Einspeisung und den Netzbezug misst - gegen einen RLM-Zähler tauschen kann, da er das beim Netzbetreiber anmelden muss und hier eben die besagte Sechswochenfrist greift. Deshalb muss ich jetzt auch sehen, dass ich dieses Thema zeitnah als erstes eintüten kann und einen passenden Messstellenbetreiber finde. Zur Not eben direkt mein Netzbetreiber, der gleichzeitig auch mein Messstellenbetreiber sein kann, jedoch nicht muss - dazu gleich noch mehr. Wann darf der Direktvermarkter meine Anlage drosseln? Der Direktvermarkter ist also permanent per VPN-Verbindung mit der heimischen PV-Anlage bzw. dessen Steuerungsmanagement verbunden, kann die aktuelle Einspeiseleistung per Modbus-Schnittstelle abrufen und im Bedarfsdall auch die Einspeisung drosseln. Das hat mit dem dynamisch schwankenden Börsenpreis zu tun. Und wenn es - kurzgesagt - finanziell schlecht für den Direktvermarkter wäre, den Strom aus meiner gerade volle Lotte einspeisenden Erzeugungsanlage an der Börse zu verkaufen, drosselt er "ferngesteuert" eben kurzerhand meine Einspeiseleistung. Mein Energiemanagement hat dann bis zu einer Minute Zeit die Vorgabe umzusetzen, immerhin. Cool, wenn man als Anlagenbetreiber dann in diesem Moment auf einen Batteriespeicher mit genügend freier Kapazität und Ladeleistung zurückgreifen kann, der die überschüssige Energie dann aufnehmen und zu einem geeigneten späteren Zeitpunkt erst ins Stromnetz einspeisen kann. Ohne Batteriespeicher bzw. dynamisch zuschaltbarer Verbraucher (z.B. Wärmepumpe oder E-Fahrzeug) würde die Produktion sonst über den PV-Wechselrichter technisch über eine "ineffiziente Verschiebung des MPPT" gedrosselt werden und die überschüssige Energie "verpuffen" (schön untechnisch ausgedrückt). Und das wäre eigentlich ja extrem schade. Werden ja schon genug erneuerbare Energiequellen, wie Windräder, temporär gedrosselt oder abgeschaltet aufgrund fehlender lokaler Speichermöglichkeiten oder weil die Überlandleitungen nicht genug Kapazität dafür haben. Kosten durch weitere Fernsteuerungsgadgets? Das war fernsteuerungstechnisch aber noch nicht alles. Jetzt könnte man denken: "Hey, easy, die Datenschnittstelle ist installiert, der Direktvermarkter kann steuern und da kann sich gerne auch noch der Netzbetreiber aufschalten, um im Falle einer Netzstörung meine Anlage herunterzuregeln". Äh falsch gedacht - denn hier befindet man sich steuerungstechnisch eher in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückversetzt. Vielleicht ist hier irgendwann mal eine Besserung in Sicht im Kontext des Smart Meter Gateway (SMB). Mehr Infos dazu auf der Seite des BSI (externer Link). Aber dieses "Projekt" zieht sich schon seit Jahren und bis auf Pilotprojekte ist hier noch nichts umgesetzt. Wie es aussieht, hat hier auch der Gesetzgeber an einigen Stellen geschlampt hinsichtlich sicherheitstechnischer Vorgaben und deshalb kann man wohl noch länger auf dieses Zukunftskonzept bzgl. "Dreh- und Angelpunkt des intelligenten Messsystems" (vgl. Link oben) warten. Bis dahin muss also nach EGG 2021 § 9 (externer Link) weiterhin ein Rundsteuerempfänger nachgerüstet werden. In meinem Fall kostet dieser Funkrundsteuerempfänger (FRE) dann bei den lokalen Stadtwerken knappe 450€ (externer Link) zzgl. Installation durch meinen Elektriker. Ich habe mir mal den Spaß gemacht und das benötigte Steuerelement namens "Langmatz EK 893" gegoogelt und eine Installationsanleitung bei den Stadtwerken Bayreuth (externer Link) gefunden. Wer lange schon nicht mehr lachen konnte und es wieder einmal probieren möchte, springt einfach mal auf Seite 6/9 und zieht sich das Howto zur Antenneneinrichtung rein. Das sagt dann alles über den technischen Stand. Aber immerin sind dann vermutlich keine fancy Mikrochips verbaut, die aktuell ja Mangelware sind. Also insgesamt eine klobige Kiste, die über Funksignale vom Netzbetreiber dazu bewegt werden kann kleine Relais auszulösen. Dieser Kontaktschluss ist dann - korrekt verdrahtet - das Signal für den PV-Wechselrichter seine Leistung zu drosseln. In der einfachsten Variante gibt es nur einen Kontakt, der die Leistung auf 0% reduziert. In der "advanced" Variante dann bis zu vier Kontakte, die zusätzlich "dynamische" Zwischendrosselungsstufen von 60% und 30% anfahren können. Jedenfalls scheint man das rießige Langmatz-Monster im E-Schrank verbauen zu müssen. Ich bin mal gespannt, wo bzw. ob hier noch Platz freigeschaufelt werden kann. Aber wird schon klappen. Mein SolarEdge Wechselrichter sollte sich jedenfalls über potenzialfreie Relais ansteuern lassen - hatte ich bei der Installation vor über zwei Jahren glaube ich schon mal irgendwo angelesen. Kleines Zwischenupdate vom Thema Rundsteuerempfänger: Nach telefonischer Rücksprache mit dem sehr netten Sachberarbeiters meines Netzbetreibers ist es so, dass ich einen sogenannten Tonfrequenzrundsteuerempfänger (TRE und nicht FRE wie vorher gedacht) benötige, da ich mich nahe genug am "zentralen Versorgungspunkt" befinde. Dort wird eine Tonfrequenz von 210Hz ins Niederspannungsnetz aufmoduliert (eine Art von PWM), über welche der Rundsteuerempfänger direkt gesteuert wird - also komplett ohne externe Antenne. Über diese Frequenz wird dann über definierte Steuerbefehle bspw. auch die Straßenbeleuchtung gesteuert. Ein absolut spannendes Thema finde ich. Oldschool und dennoch absolut funktional. Auf ähnliche Weise moduliert ja bspw. auch SolarEdge das für die Synchronisation der Leistungsoptimierer notwendige Datensignal auf die vorhandene DC-Stringleitung auf - ohne jeden weiteren fehleranfälligen Funkkram. Marktrollen und Teilnehmer am Strommarkt Natürlich gibt es noch viel mehr Teilnehmer als die Folgenden, aber erstmal nur alle relevanten Marktrollen im Kontext der angestrebten Direktvermarktung und deren Zuständigkeiten: Anlagenbetreiber: Er (als du oder ich) meldet eine neue Erzeugungsanlage - im privaten Sektor fast ausschließlich Photovoltaik - beim Netzbetreiber an. Aktuell werden weitestgehend Überschusseinspeiseanlagen angemeldet, da man den produzierten Strom dann in erster Linie selbst verbrauchen und somit seine Strombezugskosten senken kann. Der PV-Überschuss wird dann ins Stromnetz eingespeist und der Anlagebetreiber erhält dafür dann gewöhnlich die - immer weiter sinkende und viel diskutierte - EEG-Einspeisevergütung vom Netzbetreiber, die immerhin seit dem "Osterpaket" für alle ab dem 01.08.2022 in Betrieb genommenen Neuanlagen wieder etwas gestiegen ist. Es sei denn er meldet seine Anlage direkt oder auch später (wie in meienem Fall) zur Direktvermarktung an. Netzbetreiber: Er ist "physisch" für den Betrieb des lokalen Stromnetzes bis zum heimischen Stromkasten zuständig. In Deutschland gibt es mittlerweile ein Wirrwarr aus absolut unterschiedlich großen Netzbetreibern, genauer gesagt auch Verteilnetzbetreiber (VNB) genannt, die zum Teil nur für ein "Kaff" und teilweise gefühlt schon für ein ganzes Bundesland zuständig sind. Der Netzbetreiber hat verschiedene Pflichten und muss bspw. prüfen, ob eine PV-Anlage überhaupt "leistungstechnisch" an einem bestimmten Einspeisepunkt an das Stromnetz angeschlossen werden darf. Er kann die Erzeugungsanlage bspw. im Falle einer Netzstörung (Überlast, etc.) über einen Funkrundsteuerempfänger herunterregeln oder auch abschalten. Sofern die angemeldete PV-Anlage die normale Einspeisevergütung erhält und kleiner 25kWp ist (zumindest is das aktuell noch so), besteht jedoch keine Pflicht eine solche Fernsteuerung einzubauen. Messstellenbetreiber: Dieser kümmert sich quasi nur um den Stromzähler, der im heimischen Veteilerkasten installiert wird. Dazu gehören sowohl Installation, Betrieb und eben auch Wartung. Er übernimmt sich auch um die Übermittlung der relevanten Zählerwerte an den Netzbetreiber - z.B. ganz bequem per eingebauter UMTS-Karte, was dann jedoch Extrakosten bedeutet. Netzbetreiber und Messstellenbetreiber können ein und dasselbe Unternehmen sein, müssen es aber nicht. Mögliche Entwicklungen am Strommarkt Hier mal ein Einwurf von Ralf (der Ralf von oben), der mit diesen EEG-Themen täglich zu tun und zudem intensiv bei diesem Blogpost mitgewirkt hat: "Evtl. kommen da aber noch politische Reglementierungen. In der Merit Order haben EE Anlagen 0€ Grenzkosten. Und jeder bekommt den Preis vom teuersten (Gas-)Kraftwerk. Das treibt die Preise sehr krass nach oben, während PV-Anlagenbetreiber aktuell einen Haufen Geld verdienen, obwohl die Anlage mal so kalkuliert wurde, dass sie mit dem 'anzulegenden Wert' wirtschaftlich ist. Es ist nicht gewollt, dass Energie für alle so teuer wird und kaum bezahlbar." Welche Kosten kommen bei der Direktvermarktung auf mich zu? Der Aufwand erstmal alles "ans Laufen" zu bekommen, erscheint natürlich enorm. Alleine die hier veröffentlichten Infos gebündelt zusammenzutragen und die Grundzusammenhänge und Marktmechanismen selbst einmal einigermaßen zu verstehen, haben bereits viel Zeit gekostet - inkl. intensiver Konsultation von Ralf und Matthias, die mir sehr viele Antworten auf meine Unmengen an Fragen liefern konnten. Tausend Dank nochmal an dieser Stelle! In meinem Fall belaufen sich die initialen Kosten auf grob 700-800€ für Beschaffung und Installation des benötigen Funkrundsteuerempfängers samt DV-Einrichtungsgebühr und Zählerwechsel. Hinzu kommen dann die laufenden Mehrkosten in Höhe von knapp über 400€/Jahr für DV und RLM-Zählermiete. Kosten, die ich für einigermaßen überschaubar halte, insbesondere im Kontet der aktuell hohen Energiepreise, sodass eine Amortisation nicht lange dauern muss. Voraussetzung ist natürlich die Preise fallen nicht extremst und meine noch zu bauende Regelungslogik schafft es, das Batteriespeichersystem effizient einzusetzen, um verstärkt dann Strom ins Netz zu schieben, wenn die Preise am höchsten sind. Denn der Strompreis schwankt über den Tagesverlauf teilweise über 40 Ct/kWh, wie man in nachfolgender Grafik gut herauslesen kann. Ich habe hier zwar noch keine Erfahrungswerte, aber alleine anhand der oben gezeigten Abbildung erkennt man ganz gut, dass man eher nicht tagsüber, sondern besser nachts einspeisen sollte, um einen hohen Preis zu realisieren - die Kurven für die PV-Produktion und der Day-Ahead-Marktpreis sind dabei weitestehend gegenläufig. Ein Batteriespeicher mit nur 10kWh ist da im Grunde witzlos, da man hier kaum auf "Masse" kommt. Mein Speicher hat aktuell 40kWh, was aber vermutlich auch noch zu wenig ist. Ich werde erstmal etwas Erfahrung sammeln und mit den Werten spielen und später evtl. sogar nochmal Speicher und Batterieinverter upgraden, um einerseits mehr Speicherkapazität und andererseits mehr Ein- und Ausspeiseleistung vorhalten zu können. DIY sei Dank - und ich möchte meinen Lesern natürlich auch zeigen, welches Potenzial in der Thematik steckt. Darüber hinaus bin ich eigentlich auch ein viel zu großes Spielkind, um mir die Sache entgehen zu lassen. Was bedeutet die Direktvermarktung für das Stromnetz? Spannend ist ja, dass meine bald hoffentlich DV-eingebundene PV-Anlage im Sinne des vorherrschenden Merit Order Prinzips (Wiki-Link) handelt, eine spezielle Art der Auktion, durch welches der markträumende Preis durch den teuersten gerade noch benötigten Stromanbieter zur Deckung des aktuellen Bedarfs bestimmt wird. Denn meine Anlage, sofern ihre Einspeisung unter Einbeziehung des Batteriespeicher smart genug geregelt wird, verdrängt damit zumindest einen kleinen Teil der teuersten Energieerzeugungsanlagen (derzeitig Gaskraftwerke), die zur Bedarfsdeckung aktuell massiv zugeschaltet werden müssen und die den Preis aufgrund von Merit Order in absurde Höhen treiben. Ich senke also durch meine DV-Anlage quasi den Strompreis an der Börse. Vermutlich nur um 0,0000001%, aber wenigstens etwas. (Wäre eigentlich mal interessant den Wert annäherungsweise zu berechnen.) Ich habe durch die Direktvermarktung dann jedenfalls - anders als bisher bei der Einspeisevergütung - einen massiven finanziellen Anreiz meine PV-Leistung nicht mittags ungedrosselt (von der 70% Abregelung mal abgesehen) ins Netz zu ballern, wenn der Strompreis im Keller ist und keiner meinen Strom wirklich braucht. Stattdessen puffere ich diese Strommenge in diesen PV-Spitzenzeiten bestmöglich in den Batterien und versorge das Stromnetz dann später/nachts, sobald der Preis und damit meist einhergehend auch die Nachfrage steigt (gewöhnlich ist das so aufgrund dieses Angebot-Nachfrage-Kurvenzeugs samt Marktgleichgewicht - erstes Semester BWL - fand ich mega damals!). Im Grunde endlich eine netzdienliche Erzeugungsanlage - wovon ich ehrlich gesagt schon seit der Installation unseres PV-Carports (Blogpost) vor über zwei Jahren träume und die in meinem Zuhause hoffentlich irgendwann doch noch mal Realität wird. Vielleicht... Offene Fragen Nachfolgend noch eine lose Liste an offenen Fragen, auf die ich bisher noch keine abschließende Antwort gefunden habe. Evtl hat jemand mehr Ahnung und teilt sein Wissen per Kommentarfunktion... Steuerliche Behandlung des ESS-Systems insb. aufgrund "lukrativer Netzeinspeisung" (z.B. nachts) aus den Batterien - Darf man in diesem Kontext den Batteriespeicher samt notwendiger Hardware der PV-Anlage zuschreiben und damit steuerlich geltend machen? Bei normalen Anlagen mit Einspeisevergütung geht das ja nicht (mehr) - insbesondere bei später nachgerüsteten Batteriespeichern. Durch das ESS-System können voraussichtlich höhere Vergütungen erzielt werden, da die "Hochpreisstunden" an der Börse bewusst "abgefahren" werden können - insbesondere nachts. Preis niedrig -> PV lädt Batteriespeicher, Preis hoch -> Batterie speist ins Netz. Darf ich rein rechtlich Netzstrom (bei mir ab dem 01.10.2022 dann 35 Ct/kWh) ziehen, um meine Batterien zu laden - wäre insbesondere dann spannend, wenn ich vom Day-Ahead-Marktpreis weiss, dass in einer Stunde der Strompreis enorm steigt. Denn in meinem Fall würde es sich bei einem Marktpreis ab 47 Ct/kWh tatsächlich lohnen - auf Basis des ermittelten ESS-Wirkungsgrads von 75% (über die letzten Monate mitgetrackt). Vermutlich würde der Wirkungsgrad bei stärkerer ESS-Auslastung sogar etwas steigen, da die immer gleich bleibenden "Standby-Verluste" (knapp 40W) im Verhältnis dazu sinken müssten. Mit dem Umbau auf den RLM-Zähler hat mein bisheriger Stromlieferant (Yello) evtl. ein Sonderrecht meinen aktuellen Belieferungsvertrag zu kündigen, der mit 25 Ct/kWh (ab dem 01.10.2022 dann 35 Ct/kWh) eigentlich noch moderat ist und für den ich vermutlich derzeitig nirgendwo einen vergleichsweise "günstigen" Anschlussvertrag bekomme. Insgesamt aber glücklicherweise relativ unkritisch, da die PV-Anlage samt Speicher sowieso aufs Jahr gesehen für knapp 95% Autarkie sorgt und damit eh nicht viel Strom zugekauft werden muss. Aber dennoch werden hier - sofern der Fall eintrifft - weitere Mehrkosten entstehen. Aber was tut man nicht alles für die Direktvermarktung... Ist ein Kleingewerbe für die Direktvermarktung ausreichend? Vermutlich nicht, wobei es zumindest in meinem Fall erstmal egal ist, da sowieso ein "nomales" Gewerbe angemeldet wurde, schon alleine um die USt des Anlagenpreises wieder erstattet zu bekommen. Dumm nur, dass 5 (bzw. 6) Jahre nach Inbetriebnahme dann kein Wechsel zur Kleingewerberegelung möglich wäre. Hier würde man sich dann immerhin die Steuer auf den Eigenverbrauchsanteil sparen, die ja (absurderweise) bei steigenden Verbrauchspreisen, die rein gar nichts mit den realen Gestehungskosten der PV-Anlage zu tun haben, linear mitsteigt... Danke! An dieser Stelle auch nochmals vielen Dank an Ralf und Matthias, die mir insbesondere den Einstieg in die Thematik Direktvermarktung mit ihrem KnowHow ungemein erleichtert haben. @Matthias: Ohne deine Kommentare im Blog zum Thema Direktvermarktung wäre ich nie auf das Thema Direktvermarktung aufmerksam geworden und hätte noch nichtmal gewusst, dass das im Grunde jeder mit seiner "Minianlage" und genug Moviation selbst realisieren kann. Letzter Absatz - Aktuelle politische Entwicklungen Kurz vor Veröffentlcihung dieses Artikels, an dem ich gefühlt schon seit Wochen sitze, hat sich eine entscheidende Neuerung ergeben, die meine Direktvermarktungseuphorie entscheidend ausgebremst hat und die vermutlich auch verhindern wird, dass meine PV-Anlage zum Goldesel wird. Gemeint ist die derzeit viel diskutierte und politisch motivierte "Erlösobergrenze" als ultimatives Instrument, den verrückten Strommarkt in absehbarer Zeit wieder geradezubiegen. Kurzgesagt geht es darum, den Verbraucherpreis zu deckeln, indem die "Übergewinne" der Energieerzeuger (außer Gas) abgeschöpft werden. Einen spannenden Artikel dazu, auf den mich Ralf aufmerksam gemacht hat, findet ihr hier: Strompreis-Senkung durch "Erlösobergrenze": So soll es funktionieren (externer Link) Genaue Details zur Höhe der angepeilten Erlösobergrenze, die den Verbraucherpreis schlussendlich wieder auf ein bezahlbares Niveau bringen soll (was gesamtwirtschaftlich betrachet sehr sehr gut ist), sind jedoch noch komplett offen. Würde diese Obergrenze bspw. bei unter 10 Ct/kWh liegen, wäre das oben beschriebene Direktvermarktungsszenario für heimische Kleinanlagen quasi komplett vom Tisch. Bei einer Obergrenze von 15 Ct/kWh würde sich die Direktvermarktung vermutlich noch ganz knapp lohnen, abhängig natürlich davon, wieviel Überschussstrom am Ende wann zu welchem Marktpreis (inkl. optimierter Einbindung des Hausspeichers) eingespeist werden kann. Eine Erlösobergrenze ab 15-20 Ct/kWh würde dann evtl. jährliche Mehreinnahmen von einigen hundert Euro bedeuten. Alles nur grobe Überschlagswerte ohne Anspruch auf Richtigkeit, da das von vielen Faktoren abhängt - insbesondere natürlich auch davon, wie volatil der Marktpreis ist. Denn dieser wird vermutlich nicht permanent an der Obergrenze "schaben". Auch wird es vielleicht so sein, dass eine dynamische Erlösobergrenze (für welchen Zeitraum auch immer fixiert) eingeführt werden MUSS. Insbesondere während einer drohenden Energiemangellage, in welcher ein hoher Marktpreis zum Sparen der knappen Ressourcen "anregt". Denn auch wenn es jetzt blöd klingt, der Großteil der Konsumenten wird den eigenen Energieverbrauch nur dann reduzieren und Energie einsparen, wenn es im Geldbeutel weh tut. Und massiv Energie zu sparen, ist während einer Energiemangellage auch zwingend notwendig, alleine schon um die Versorgungssicherheit nicht noch weiter zu gefährden. Unsere Stromdistribution ist in den vergangenen Jahr sehr viel volatiler und komplexer geworden und zudem wurden wichtige Puffer abgebaut, wodurch das Stromnetz laut diverser Marktbeobachter insgesamt immer anfälliger für potenzielle Ausfälle wird. Aber wir werden sehen, wo genau die Erlösobergrenze nach viel politischem Hin und Her landen wird und ob wir den Winter energietechnisch einigermaßen überstehen werden - ohne die bereits teilweise befürchteten Brown- oder gar Blackouts. Ich werde das Ziel "Operation Direktvermarktung" jedenfalls weiter verfolgen und inhaltlich vorantreiben, Investitionen in die oben beschriebene Hardware jedoch erstmal etwas aufschieben. UPDATE VOM 15.12.2022: Heute ging die "Gas-und Strompreisbremse" endlich durch den Bundestag (Details hier (externer Link)). Im Vergleich zum zugrundeliegenden Gesetzesentwurf vom 29.11.2022 (externer Link) erfolgte keine Anpassung der Einspeisevergütungen mehr, es wurden insgesamt nur Einzelheiten für die Ausschreibungen im EEG geändert. Spannend in dem hier betrachteten Kontext der "Abschöpfung von Überschusserlösen" wird es auf den Seiten 22 und 23, in denen festgelegt wird, dass PV-Anlagen bis satten 1 MWp (also 1.000 kWp) von der Abschöpfung ausgenommen sind. Zumindest erstmal bis zum 01.07.2023, wobei auf Seite 69 sinnvollerweise erläutert wird: "Eine Bagatellgrenze von 1 Megawatt (MW)vermeidet unnötige Bürokratie bei kleinen Anlagen". Deshalb sollte man eigentlich davon ausgehen können, dass das künftig auch so bleibt - hoffentlich. Also kann das Thema Direktvermarktung doch noch "DER HEISSE SCHEISS" werden - auch für meine Anlage. UPDATE ENDE Was haltest ihr von alldem? Teilt eure Meinung gerne per Kommentar mit! Ich freue mich auf eine rege Diskussion. ### Operation Hausspeicher – Batteriepack bestücken Nachdem kürzlich hier gezeigt wurde, wie ich das Batteriepack-Gehäuse für insgesamt 16 Stk. LiFePo4-Zellen mit je 280Ah konstruiert habe, geht es heute in einem neuen Mammut-Artikel weiter mit der Bestückung der Batteriezellen, Zellverbinder und der hardwareseitigen Integration des BMS. Welche Schritte dazu im Detail notwendig sind und welche Werkzeuge ich benutzt habe, um zu einer funktionsfähigen Lösung zu gelangen, die hoffentlich mehrere Jahre zuverlässig und ohne weitere Wartung ihre Arbeit verrichtet, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. LiFePo4-Zellen prüfen und ins Gehäuse einsetzen Nachdem die neu bestellten EVE-Zellen von ShenzenBasenTechnology (280Ah) (Affiliate-Link) nach knapp zwei monatiger Lieferzeit ankamen, wurden sie natürlich erstmal ausgepackt und in Augenschein genommen, um optische Beschädigungen und Mängel auszuschließen. UPDATE VOM 13.09.2022: Da sich die Produktlinks - insbesondere bei Alibaba für Batteriezellen, BMS und RS485-Adapter - gefühlt ständig ändern, werde ich diese künftig zentral im Blogpost Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen pflegen - inklusive meiner bisherigen Erfahrungen zum Kauf. UPDATE ENDE Die bisher gelieferten 64 Zellen (zu je vier Zellen pro Karton) waren dabei allesamt super stabil verpackt und haben optisch keinerlei Dellen, Kratzer oder ähnliche Beschädigungen aufgewiesen. Gewöhnlich werden die Zellen übrigens mit ausreichend Busbars und M6-Muttern geliefert. Danach erstmal alle Zellen durchtesten, wie im Blogpost Operation Hausspeicher – 14kWh LiFePo4-Zellen für 2.200€ beschrieben. Sprich mit dem KAIWEETS Digital Multimeter (Affiliate-Link) die Zellspannungen prüfen und im besten Fall noch mit dem YR1030 Messgerät (Affilate-Link) die einzelnen Zellwiderstände messen. In meinem Fall waren alle 32 gelieferten Zellen bei 3,29V und im Range 0,18-0,19 Milliohm, was Spitzenwerte sind. Das ist dann quasi auch schon mehr als die "halbe Miete", da diese beiden Indikatoren einiges über den Gesundheitszustand der Zellen aussagen. Insbesondere wenn die Zellen diese Spannung über längere Zeit halten - also zwei Monate auf dem Transportweg - und sich der Innenwiderstand in oben genanntem Bereich befindet, sollten die Zellen bei korrekter Verwendung ein langes Leben vor sich haben. Also rein mit den Zellen ins Case, wobei die Polaritäten der einzelnen Zellen beim 16s-Zellpack auf der linken Seite vermerkt sind. Zwischen die Zellen habe ich dann noch jeweils eine 0,4mm starke PET-Kunststofffolie (Affiliate-Link) als Trennelement eingepasst, sodass ein zusätzlicher "Kurzschlussschutz" vorhanden ist. Normalerweise sollte hier im stationären Einsatz auch ohne zusätzlichen Schutz nichts passieren, da die Zellen ja mit blauem Kunststoff ummantelt sind, aber man weiss ja nie. Hintergrund ist insgesamt, dass am Gehäuse der Zellen positives Potential anliegt und sollten im Betrieb die Gehäuse zweier Zellen verbunden werden, gibt es einen Kurzschluss - was dann fatal endet. Machmal wurden die Zellen auch "von Werk aus" mit einer solchen zusätzlichen Kunststofffolie geliefert, die mir aber zu dick war, sodass es mit der Bauform des Gehäuses platztechnisch nicht mehr geklappt hätte. Busbars vorbereiten und einbauen Bevor die Zellverbinder (Busbars) auf die Zellen aufgeschraubt werden, habe ich sie noch etwas bearbeitet, um die insgesamt 17 Balanceleads des BMS (bei einer 16s-Konfiguration) später bequem an- und im Bedarfsfall wieder abschrauben zu können. Dazu wird 20mm vom Rand der langen Seite aus gesehen ein 2,5mm starkes Loch mit einem Metallbohrer vorgebohrt. Danach dann mit einem 3mm Gewindebohrer das eigentliche Gewinde eingearbeitet, um später jeweils M3x5 Zylinderschrauben mit Innensechskant (Affiliate-Link) einsetzen zu können: Nachdem ich meinen Gewindebohrer abgebrochen hatte, habe ich dieses Gewindebohrerset (Affiliate-Link) bestellt, welches die Arbeit ohne Probleme erledigt hat. Wichtig ist dabei, dass das Gewinde gaaaanz langsam und vorsichtig eingebohrt wird und lieber nicht zu tief eindrehen, da das Gewinde sonst zu breit wird. Am besten langsam herantasten, nicht gleich zu tief bohren und mit der M3 Schraube testen - etwas Widerstand ist gar nicht schlecht... Und ja, man bohrt so ein Gewinde eigentlich nicht mit dem Akkuschrauber sondern "von Hand". Aber hey, mit etwas Gefühl und den richtigen Gewindebohrern lief die ansonsten echt ultra zeitintensive Arbeit dann auch schnell mit dem Akkuschrauber. Dabei bleiben 14 der Bausbars "in einem Stück". Zwei weitere Busbars müssen nachbearbeitet werden. Ein Busbar davon wird mit Hilfe einer Metallsäge in der Mitte halbiert und die scharfkantigen Ecken mit einer Metallfeile nachgearbeitet und jeweils ein 6mm Loch nachgebohrt: Diese beiden halbierten Busbars werden später an den zentralen Minus- und Pluspolen angebracht: Und zum Schluss bleibt noch ein etwas gekürztes Busbar, um die beiden parallel eingebauten 8s-Zellblöcke "hinten" zu verbinden. Den Abstand misst am am besten direkt an den Zellen selbst, da der Abstand je nach Zellmodell unterschiedlich ausfällt. Also messen und ein passendes 6er Loch bohren. Die Busbars (bis auf die zwei ganz kurzen) lassen sich dann noch mit einem Schrumpfschlauch mit 16mm Durchmesser (Affiliate-Link) versehen, welcher mit einer Heissluftpistole (Affiliate-Link) "angeschrumpt" wird. Die Länge ist dabei jeweils 50mm bei den ungekürzten Busbars. Am besten besorgt man sich gleich ein paar Meter Schrumpfschlauch - kann man bei Elektrobastelarbeiten öfter gebrauchen als man denkt. :) Auf dem Bild sieht man auch schon einen aufgeschraubten M3 Ringkabelschuh (Affiliate-Link) inkl. 5A Glassicherung (Aliexpress-Link) für die später anzulötenden Balanceleads des BMS. Bei der fertigen Installation kommen dann für einen perfekten Halt noch passende M3 Federringe (Affiliate-Link) zwischen Ringkabelschuh und Schraube. Dazu dann später mehr... Und so sieht dann das fertige Ergebnis aus: Als nächstes geht es an das Aufschrauben der Busbars auf die Zellen. Dabei sollte man jedoch vorher die Kontaktstellen an Busbars und Zellen unbedingt mit Isopropanol (Affiliate-Link) von Schmutz und Fett reinigen, damit man über die Zeit keine Kontaktprobleme bekommt. Dazu Handschuhe anziehen und mit einem sauberen Lappen alles einmal gründlich reinigen. Jens von "Meine Energiewende" (YouTube-Link) gab mir dann auch noch den super Tipp sogenannte Carbon Conductive Assembly Paste (externer Link) aufzutragen. Diese Paste ist zwar echt schweine teuer, zahlt sich aber vermutlich aus, da dadurch voraussichtlich auch nach Jahren eine mögliche Korrosion der Kontaktstellen vermieden werden kann. Ich hab die Paste mit einem kleinen nicht haarenden Pinsel auf die Kontaktstellen der EVE-Zellen kreisrund aufgestrichen. Achtet unbedingt darauf die Paste nicht anzufassen, da sich diese wirklich hartnäckig auf der Haut - oder wo auch immer sie hinkommt - hält. Und jetzt die Zellverbinder nach und nach aufschrauben, wie in nachfolgendem Bild zu sehen. Stört euch dabei nicht an den bereits angebrachten Balance-Leads, zu diesen komme ich gleich noch. Hier soll es primär darum gehen zu zeigen, wie die Zellverbinder in korrekter Weise angebracht werden: Ich habe die M6-Schrauben dabei mit 4nm festgeschraubt und einen Digital-Drehmomentadapter (Affiliate-Link) genutzt, der für solche Zwecke einfach genial ist. Und man möchte die Zellen ja ungern durch zu festes Drehen beschädigen. Und an dieser Stelle wieder einmal der Hinweis, dass man bei Arbeiten an den Batteriezellen immer unbedingt eine Schutzbrille samt Schutzhandschuhe tragen sollte und jederzeit mit absoluter Sorgfalt arbeiten MUSS! Denn die Zellen - ich kann das Thema nicht oft genug ansprechen - besitzen ein enormes Kurzschlusspotenzial inkl. enormer Verbrennungs- und Brangefahr! Und deckt am besten auch Teile der Batterie mit einem nichtleitenden Kunststoff oder zur Not auch Pappe ab, an dem ihr gerade nicht arbeitet. Mehr zu den Hintergründen im Blogpost Operation Hausspeicher – 28kWh für unter 7.000€ unter dem Gliederungspunkt "Ernstzunehmende Sicherheitshinweise —> LESEN!". Ich übernehme keine Haftung für euer Handeln! Anderson-Stecker und BMS für den Anschluss vorbereiten Nun geht es darum die 48V-Steckerverbindung vorzubereiten, sodass es am Ende einmal in etwa so aussehen wird: Im Grunde könnte man die 50mm2-Leitungen verwenden, die am JiaBaiDa BMS LiFePo4 200a 8-20s (Affiliate-Link) standardmäßig angebracht sind und etwas Arbeit sparen. Ich habe mich aber dazu entschieden den gesamten Leitungsweg einheitlich mit 70mm2 Batteriekabel (Affiliate-Link) zu realisieren, um einfach etwas mehr "Luft nach oben" zu haben, sodass sich die Leitungen auch bei hoher Last weniger erwärmen und eben insgesamt einen geringeren Widerstand (= weniger Verluste) aufbauen. Entsprechend habe ich die Standardleitungen am BMS getauscht. Dazu muss das BMS auseinandergeschraubt werden, um an alle Schraubverbindungen heranzukommen: Da man hier auf dem Board - ganz in der Nähe anderer Bausteile - hantiert, muss man besonders vorsichtig sein, um beim Auf- und Zuschrauben nicht abzurutschen und nichts zu beschädigen. Das richtige Werkzeug ist hier alles! Ich habe mir einen Doppel-Ratschenringschlüssel (Affiliate-Link) besorgt, der mittlerweile bereits schon öfters hilfreich war. Für den Anschluss am BMS benötigt man insgesamt zwei Ringkabelschuhe Typ M8 70mm2. Ich finde gerade keinen passenden Link, deshalb hier der Ringkabelschuh Typ M10 70mm2 (Affiliate-Link). Besorgt euch aber unbedingt die M8-Variante, da jedes bisschen an Kontaktfläche entscheidend ist! Auf der Batterieanschlussseite benötigt ihr dann zwei mal die Version Rinkabelschuh Typ M6 70mm2. So sieht es dann nach dem Umbau aus. Wichtig ist, dass die Verbindung zum Batterie-Minuspol (links im Bild) nach links schaut und die Verbindung in Richtung Anderson-Stecker (rechts im Bild) nach oben zeigt. Sonst bekommt man später echte Probleme, da die 70mm2-Leitung sehr starr ist und der Biegeradius dadurch stark eingeschränkt ist. So sieht es dann am Ende "von vorne gesehen" aus: Auf dem Bild sieht man auch schon den installierten JBD-UART-RS485 Adapter (Affiliate-Link), welcher mit der 3D-gedruckten Halterung direkt am BMS befestigt wird -> BMS RS485 Adapter (9293 Downloads ) Hier nochmal beide Komponenten in Nahaufnahme. Der RS-485-USB-Adapter wird dabei seitlich in die gedruckte Halterung eingeschoben, welche wiederum mit den am BMS vorhandenen Schrauben montiert wird. Und zum Schluss werden BMS und RS485-USB-Adapter noch mit dem passenden Kabel (liegt dem Adapter bei) verbunden. In meinem Fall lagen verschiedene Adapter mit unterschiedlichen Steckern bei - einfach vorsichtig testen, welcher davon passt... Am RS485-USB-Adapter wird dann das beiliegende blaue USB-Kabel eingesteckt, wobei das andere Ende dann in der 3D-Halterung verschwindet. -> BMS USB Anschluss Frontblende (9883 Downloads ) Die Halterung wird dann von vorne in die Frontplatte eingeschoben und hält bombenfest - auch ohne kleben: Über ein 3m USB-Verlängerungskabel A Stecker auf A Buchse (Affiliate-Link) erfolgt dann die weitere Verbindung hin zum Venus OS-Device. In meinem Fall ein Raspberry Pi 2. 48V-Leitungen konfektionieren Um die Kabel passend zu konfektionieren, benötigt man auch einiges an Werkzeug: Erstmal muss das 70mm2 Batteriekabel (Affiliate-Link) mit einem passenden Ratschenkabelschneider (Affiliate-Link) geschnitten werden. Ohne passendes Werkzeug hat man hier keine Chance - Durchsägen ist auch keine Alternative da hierbei die feinen Drähe in alle Richtungen verbogen werden. Danach wird die gekürzte Leitung abisoliert. Je nach späterem aufgesteckten Stecker bzw. Ringkabelschuh 20 bzw. 30mm - sieht Bild etwas weiter oben. Am einfachsten geht das mit einem Kabelmesser (Affiliate-Link), da hiermit die Beschädigung einzelner Adern ausgeschlossen werden kann. Verwendet wird ein 175A Anderson-Stecker (Affiliate-Link), dessen beide Kontakte auf die abisolierten Leitungen aufgesteckt werden (insgesamt benötigt man zwei dieser Stecker, die es meistens im Set gibt und die gegenläufig zusammengesteckt werden können): Und nun kommt die hardcore hydraulische Presszange (Affiliate-Link) zum Einsatz, die beide Komponenten mit bis zu acht Tonnen Druck verpresst - auch hier: Ihr benötigt vernünftiges Werkzeug, da insbesondere die Qualität der Pressung entscheidend ist, um langfristig "Spaß" mit der Installation zu haben! UPDATE VOM 08.09.2022: André hat per Kommentar darauf hingewiesen, dass "von der Steckerseite" her verpresst werden sollte. Fängt man "von der Kabelseite" her an, kann die Leitung beim Verpressen eher aus dem Schuh gezogen werden, was tunlichst vermieden werden sollte. Gleiches gilt natürlich nicht nur für die Stecker, sondern natürlich auch für alle anderen Pressverbindungen, wie bspw. die der Kabelschuhe. UPDATE ENDE Da man beim Pressen nicht die gesamte Länge "erwischt", muss der Pressvorgang mehrfach wiederholt werden: Super kritisch ist dabei insb. bei der Anderson-Steckverbindung, dass man das vordere Ende ganz einspannt, sodass es "komplett" gepresst wird: Anderenfalls kann es zu Rissen im Material kommen. Und das wollen wir unbedingt vermeiden, da es sonst im laufenden Betrieb zu unerwünschter Hitzeentwicklungen kommen kann. Und natürlich kann die Verbindung auch ganz brechen... Also in jedem Fall die Pressverbindung optisch prüfen, bevor man sie weiter mit einem 16mm Schrumpfschlauch (Affiliate-Link) überzieht: So sieht die Pressverbindung übrigens von Innen aus. Stecker und Kupferlitzen sind quasi komplett Luftdicht verpresst - so wie es sein soll. Die Anderson-Steckverbindungen werden dann in das Plastikgehäuse geschoben, bis sie arretieren. Zwei dieser Anderson-Stecker lassen sich dann später "überkreuzt" ineinanderstecken. Damit lässt sich der Batteriepack schnell ein- und wieder ausstecken. Um den 48V-Leitungsweg zu komplettieren, habe ich noch eine 250A Victron Megafuse (externer Link) eingebaut: Diese löst im Kurzschlussfall aus - oder eben wenn die Leistung zu hoch werden sollte. Beim BMS liegt zwar auch bereits eine ähnlich aufgebaute Schmelzsicherung bei, ich würde aber dennoch besser auf die für den 48V-Betrieb ausgelegte Victron-Sicherung setzen (Stichwort Lichtbogen). Über die Sicherung habe ich dann noch einen Schrumpfschlauch lose drübergeschoben, damit ein Kurzschluss mit der benachbarten Zelle ausgeschlossen werden kann: Ach was mir noch einfällt an dieser Stelle: Man benötigt noch zwei M6 Madenschrauben sowie vier M6 Muttern, um auf der +Seite die Mega-Fuse-Sicherung und an der -Seite das BMS an die Busbars anzuschließen. Alternativ auch 2x M6 Schrauben und zwei Muttern zum kontern. Am besten natürlich alles aus Edelstahl. Fast vergessen zu erwähnen... UPDATE VOM 24.05.2024: WICHTIG!!! Megafuses sind im Rahmen eines solchen ESS-Setups leider unzureichend, da sie nicht genügend "Trennvermögen" haben. Alle Details findet ihr in diesem eben veröffentlichten Blogpost: Operation Batteriespeicher – Darum sind Megafuses brandgefährlich 🔥🔥🔥 UPDATE ENDE Um den Anderson-Stecker festschrauben zu können, benötigt man noch zwei Bauteile. Es handelt sich um zwei "Klötze", die später auch für eine Kompression der Zellen sorgen werden. Ein Klotz besteht aus zwei zusammengeschraubten Siebdruckplatten mit den Maßen 205x70x15mm, welche ich noch "über" hatte. Wer neu bestellt, kann natürlich gleich ein 205x70x30mm (oder besser noch 205x70x35mm) starkes Brett wählen. Dort wird dann noch eine 20mm starke EPDM Zellkautschuk Dichtungsmatte (ebay-Link) angeklebt, welche später die gleichmäßige Kompression herstellt. Diese Klötze werden dann an die Mittelplatte geschraubt, sodass es so aussieht: Das Gebilde von vorn in das Batteriecase einschieben und den Anderson-Stecker von oben vorsichtig mit zwei Schrauben in die Siebdruckplatten einschrauben - Vorbohren nicht vergessen. Genutzt habe ich dazu die Spax Schrauben 4,5 x 50 mm 200er Pack (Affiliate-Link), die bereits für die Grundkonstruktion des Batteriegehäuses zum Einsatz gekommen sind. Ich habe zur seitlichen Außenwand noch ein schmales Stück Schrumpfschlauch zwischengeklemmt (sieht man, wenn man genau hinsieht), damit man hier noch einen Tucken "Luft" hat, wodurch das Anderson-Gegenstück besser "rein- und rausflutscht". Bei aufgeschraubter Frontplatte sieht es dann so aus, sodass das Anderson-Gegenstück später mit etwas "Schmackes" bequem eingeschoben und wieder herausgezogen werden kann: Balanceleads konfektionieren und installieren Eine der Hauptfunktionen des BMS ist neben der Lasttrennung im Fehlerfall ganz klar die Überwachung des Packs auf Zellebene. Dazu werden sogenannte Balanceleads an jede Zelle angeschlossen, damit das BMS die Spannungen permanent monitoren kann. Das BMS wird zu diesem Zweck mit zwei Kabelsträngen mit jeweils einem Stecker geliefert, die noch passend konfektioniert werden müssen. Ich habe mich für einen Kabelschlauch (Affiliate-Link) entschieden, um die Käbelchen passgenau einzufädeln. Besser gesagt lässt sich der flexible Kabelschlauch passgenau um den "Balancelead-Strang" wickeln, sodass man die perfekte Lösung erhält, die man zur Not später sogar noch verändern/nachbessern kann. Nachfolgende Abbildung zeigt, welche Abstände notwendig sind, damit es später perfekt passt: Die "kurzen" Balanceleads sind jeweils 8cm lang und die "langen" jeweils 14cm. Zwischen den Zellen werden 7,2cm Platz gelassen und zum Anfang (BMS) hin insgesamt 14cm. Wichtig ist dabei auf die korrekte Reihenfolge der Käbelchen zu achten. Dies am besten am Schluss nochmal mit einem Multimeter mit Durchgangsprüfung checken, da das BMS sonst im schlimmsten Fall "abraucht". Und nicht wundern: An einer Stelle werden 2 Balanceleads miteinander verbunden (die zwei roten Käbelchen, die später am zentralen Pluspol des Batteriepacks hängen). An einer weiteren Stelle (Zelle 14) werden dann sogar 5 Käbelchen verbunden - bei der hier vorgestellten 16s-Konfiguration. Wer eine abweichende Konfiguration baut, sollte in der Anleitung nachschauen, wie es dann anzuschließen ist. Die Verbindung der einzelnen Balanceleads hin zu den Busbars wird - wie oben bereits angesprochen - über M3 Ringkabelschuhe (Affiliate-Link) realisiert. Aus Sicherheitsgründen habe ich hier zusätzlich noch jeweils eine 5A Glassicherung (Affiliate-Link) angelötet - man weiss ja nie: Das eine Ende der Sicherung wird dabei an den M3 Ringkabelschuh (Affiliate-Link) gelötet und die andere Seite ans jeweilige Balancelead. Zum Schluss noch einen 4mm Schrumpfschlauch (Affiliate-Link) mit 20mm Länge aufgeschrumpt und mit den M3x5 Zylinderschrauben mit Innensechskant (Affiliate-Link) samt untergelegten M3 Federscheiben (Affiliate-Link) auf die Busbars aufgeschraubt, um eine sichere Verbindung herzustellen: Am Ende sollte es dann so oder so ähnlich aussehen: Sobald der Balancelead-Strang mit den beiden Steckern am BMS eingesteckt wird, sollte bei korrekter Konfiguration ein kurzer "Piep" ertönen, das BMS hochfahren und der Lasttrennschalter durchschalten, sodass man es weiter per Smartphone-App konfigurieren kann. Dazu dann mehr in einem separaten Blogpost (folgt demnächst). Gehäuse fertigstellen Jetzt die Frontplatte vorsichtig und gleichmäßig aufschrauben, sodass die noch lose Mittelplatte mit den EPDM-Abstandshaltern die Batteriezellen langsam einspannt. Die Mittelplatte habe ich dann am Ende noch seitlich jeweils mit zwei Schrauben fixiert, damit es perfekt hält und danach auch die Frontplatte ohne Probleme einzeln abgeschraubt werden kann. Bei der Fixierung der Mittelplatte gaaanz genau messen und die Löcher passgenau bohren, um nicht aus versehen die benachbarten Batteriezellen anzubohren. Denn das wäre natürlich ein absolutes Nogo. Also auf die letzten Meter schön vorsichtig machen... Ach und jetzt fehlen nur die Lamellen für die Vorder- und Hinterseite, die jeweils zwei mal ausgedruckt werden müssen - einmal ohne Anpassung und einmal seitenverkehrt: Akku Lamelle vorne und hinten (9675 Downloads ) So sieht die fertige Front dann aus - ach ja und einen Ein-Aus-Kippschalter (Affiliate-Link) habe ich mittlerweile auch nachgerüstet (das letzte rote BMS-Balance-Leadkabel Nr. 22 durchgetrennt und den Stecker zwischengeschleust) , das erkläre ich demnächst aber auch mal detaillierter: Mit den angebrachten Lamellen lässt sich dann auch nicht mehr ins Innere des Batteriegehäuses fassen und das Gehäuse ist fertig - sobald natürlich noch der Deckel aufgeschraubt wurde. Die Lamellen sind dabei so geformt, dass etwaige Wassertropfen bestmöglich am Eindringen gehindert werden. Durch den weiterhin möglichen Kamineffekt (vorne Lamellen unten, hinten Lamellen oben) heizt sich der Batteriepack zudem auch nicht unnötig auf und funktioniert bei mir auch im 30 Grad warmen Technikraum im Sommer ohne Probleme - wurde bisher nie über 35 Grad warm. So sieht dann die fertig angeschlossene Lösung aus, die dann natürlich auch stapelbar ist: Nun fehlt quasi nur noch das Anschlusskabel in Richtung Victron Multiplus bzw. Busbar-Verteiler, sofern mehrere Batteriepacks parallel angeschlossen werden sollen. Der Victron Multiplus II 48-5000 (Affiliate-Link) erwartet dabei bspw. M8 Ringkabelschuhe. Auf der anderen Seite ist dann eben ein Anderson-Stecker angebracht, der in den Batteriepack eingesteckt wird. Zusammen mit dem USB-Anschlusskabel habe ich dann am Ende alles mit einem M40 Leerohr (Affiliate-Link) komplettiert: Und das war es dann "auch schon". :) Gefühlt stecken 100+h Arbeitszeit in der oben gezeigten Lösung - von der Konzeption bis hin zur fertigem Umsetzung. Denke es hat sich gelohnt... ...alleine das Innenleben sieht für mich einfach nur genial aus... Aber was denkt ihr? ### Victron MultiPlus II als ESS in Loxone integrieren Heute mal eine etwas größere Fülle an Informationen, die per ziemlich langem YouTube-Video eingekippt werden, um die Zusammenhänge "live" in den Systemen besser verdeutlichen zu können. Es gibt wirklich viel Inhalt und deshalb behandle ich die Themen oft nur oberflächlich - sonst wäre das Video sicherlich noch um ein Vielfaches länger geworden. Bei Fragen gerne einen Kommentar im Blogpost hinterlassen und dann kann ich punktuell mehr Infos zu ausgewählten Themen geben. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) https://youtu.be/qfzrLATvSX4 YouTube-Direktlink Links 00:18 Victron MultiPlus II als ESS konfigurieren 01:15 Energiezähler ET112, ET340 & EM24 (externer Link) 02:00 Energiezähler mit Modbus-Anschluss SE-MTR-3Y-400V-A (externer Link) 11:52 victronenergy/dbus-mqtt - dbus-mqtt (externer Link) 14:26 Loxkurs (externer Link) 17:35 Loxone – Fehlwerte in der Statistik verhindern v2.1 (externer Link) 28:00 Modbus-TCP register list (externer Link) Downloads Simmelsdorf AES Loxone_Config (5534 Downloads ) Simmelsdorf AES Nodered_Flows (4604 Downloads ) User ist "admin" und das Passwort "meinpasswort". UPDATE VOM 05.05.2023: Hier nun endlich auch die Ergänzung für den Dreiphasenbetrieb. Noch nicht überall 100%ig perfekt, funktioniert aber im produktiven Betrieb seit Monaten zuverlässig... Simmelsdorf AES Loxone_Config 3Phasen (4303 Downloads ) Simmelsdorf AES Loxone_Config 3Phasen (4145 Downloads ) UPDATE ENDE ### Victron MultiPlus II als ESS konfigurieren Heute geht es direkt weiter mit den notwendigen Konfigurationsschritten des Victron Batterieinverters, um ihn künftig als Energie-Speicher-System (ESS) nutzen zu können. Dazu gehören auch einige Batterieeinstellungen, die in meinem Fall für einen 16s LiFePo4-Batteriepack mit 280Ah passen. Bitte entschuldigt, dass ich an dieser Stelle noch nicht auf alle Details eingehe, da es sonst viel zu lange gedauert hätte. Dies werde ich in einem späteren Blogpost nachholen. https://youtu.be/ACsS0xqpGb8 YouTube-Direktlink Genutzte Hardware Batterieinverter: MultiPlus II Wechselrichter-Ladegerät 48/3000/35-32 (Affiliate-Link) Schnittstelle zum PC/Raspberry Pi: Victron Energy Interface MK3-USB (VE.Bus zu USB) (Affiliate-Link) Verbindungskabel MultiPlus II <-> MK3-USB-Interface: RJ45 Netzwerkkabel (Affiliate-Link) - Länge ist im Grunde nicht limitiert UPDATE VOM 13.09.2022: Da sich die Produktlinks - insbesondere bei Alibaba für Batteriezellen, BMS und RS485-Adapter - gefühlt ständig ändern, werde ich diese künftig zentral im Blogpost Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen pflegen - inklusive meiner bisherigen Erfahrungen zum Kauf. UPDATE ENDE Links 01:03 Victron Energy Downloads (externer Link) Downloads Victron Multiplus 3000 ESS 1Phasenbetrieb.vsc (20491 Downloads ) ### Venus OS Large auf dem Raspberry Pi installieren und Grundeinstellungen vornehmen Heute geht es um die Grundinstallation des Victron OS Betriebssystems auf dem Raspberry Pi. Ich erkläre im Sprinttempo, wie man in weniger als zehn Minuten alle relevanten Schritte durchführt, um das System so vorzubereiten, dass später alle wichtigen Grundvoraussetzungen vorhanden sind. Dazu gehört ein lauffähiges NodeRED für die spätere Weitergabe von MQTT-Nachrichten sowie die Installation der Erweiterung DBUS-serialbattery, damit das BMS alle relevanten Batterieinformationen an das Victron-System übermitteln kann. Im Blogpost finden sich zudem alle relevanten Links und weitere Informationen zur verwendeten Hardware - soweit notwendig. UPDATE VOM 24.02.2023: Die Grundinstallation des Venus-OS-Large-Image ist mittlerweile viel einfacher geworden. Hier gehts direkt zum Update: Venus OS Large auf dem Raspberry Pi installieren v2 - ABER: Die im untenstehenden (alten) Video gezeigten Grundeinstellungen im System bleiben dennoch relevant... UPDATE ENDE https://youtu.be/XMsgVq7UODM YouTube-Direktlink (externer Link) Links aus dem Video: 00:06 balenaEtcher (externer Link)00:33 raspberry pi install venus image (Github-Link)01:57 Victron Connect App (externer Link)05:28 Venus OS Large images (Dropbox-Link)07:45 dbus-serialbattery (Github-Link)08:26 dbus-serialbattery Config-Datei -> nano /data/etc/dbus-serialbattery/utils.py (Zum Speichern der Datei am Ende "STRG + s" drücken und mit "Enter" bestätigen) Welche Raspberry Pi-Version ist geeignet? Ich verwende hier einen "uralt" Raspberry Pi 2 aus der Bastelschublade mit einem 2A Micro-USB-Netzteil (Affiliate-Link) einer 8GB Industiral MicroSD-Karte (Affiliate-Link), welche extra für hohe Schreizyklen ausgelegt ist, wodurch die Lebensdauer steigt. In anderen Installationen nutze ich auch den Raspberry Pi 3 - läuft im Grunde genauso gut wie mit einem Raspberry Pi 2, da Venus OS einfach fast keine Leistung benötigt. Wer noch einen Raspberry Pi für den Einsatz von Venus OS sucht, kann natürlich auch einen neueren Raspberry Pi einsetzen, wobei die zusätzliche Geschwindigkeit der neuen Modelle eigentlich nie gebraucht wird. Mit den neueren Venus-OS-Images scheint auch endlich das Bootproblem adressiert worden zu sein, sodass auch neue Hardwarerevisionen (board rev 1.4 and 1.5) des - derzeit schweineteuren - Rapsberry Pi 4 (Affiliate-Link) genutzt werden können. Das habe ich jedoch noch nicht selbst getestet, da ich nur "ältere" Modelle besitze, bei denen es dieses Problem nicht gab. ### Werte runden in Loxone - like a boss! Heute ein kurzes und knackiges Thema, von dem im Grunde JEDE Loxone-Installation profitieren kann. Denn oftmals werden Sensorwerte - wie die des PV-Wechselrichters - zu exakt inkl. Nachkommastellen ausgegeben, was meist etwas "Panne" aussieht. Deshalb heute mein Tipp, um die Visualisierung cleaner zu bekommen. Dabei geht die Logik über das reine Runden hinaus, da mit kleiner Erweiterung je nach Inputgröße unterschiedlich abgerundet wird, bspw. auf 5er, 10er oder 100er Werte genau. Aber seht selbst... Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) https://youtu.be/osVJWEnlQ5E YouTube-Direktlink ### Victron ESS- und Inselanlagen-Talk mit Jens von "Meine Energiewende" Heute mal eine recht spontane und für euch hoffentlich spannende Plauderrunde mit Jens, der auf YouTube selbst bald die 10k Abonnenten geknackt und in seinen bisher 110! Videos rund um das Thema Victron Inselanlage bereits extrem viel Wissen geteilt hat. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal direkt an dich Jens - ich hoffe, wir können dieses Format bald wiederholen! Hat mir mega Spaß gemacht - und nebenher haben wir auch noch einige Leserfragen beantworten können, die ich in den letzten Tagen per Mail rund um die Blogserie Operation Hausspeicher erhalten habe. DIY-Hausspeicher scheinen echt im Trend zu sein... Nutzt bei Fragen am besten die Kommentarfunktion direkt hier im Blog - auf YouTube bin ich zumindest aktuell noch nicht so aktiv... Aber natürlich würde ich mich über ein "Daumen hoch" und ein Kanalabo auf YouTube (externer Link) per "Glocke" sehr freuen! https://youtu.be/VTvtGsxanBU YouTube-Direktlink ### Operation Hausspeicher - Batteriepack-Gehäuse vorbereiten Um die insgesamt 16 280Ah LiFePo4-Zellen eines Batteriepacks vernünftig unterzubringen, habe ich mich für eine Grundkonstruktion aus Siebdruckplatten entschieden, die möglichst kompakt und gleichzeitig funktional sein sollte. Was dabei herausgekommen ist und wie ich beim Aufbau Schritt-für-Schritt vorgegangen bin, um alle notwendigen Komponenten - inkl. BMS - mit im Gehäuse unterzubringen, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Lange habe ich überlegt, wie ich den Aufbau am geschicktesten umsetzen kann. So sah dann schon mal ein erster Zwischenstand aus, der schon relativ nah an das Endergebnis heranreicht: Den Hauptplatz benötigen natürlich die 16 Stück EVE-Zellen von ShenzenBasenTechnology (280Ah) (Affiliate-Link), die in zwei Reihen zu je acht Stück eingebaut werden. UPDATE VOM 13.09.2022: Da sich die Produktlinks - insbesondere bei Alibaba für Batteriezellen, BMS und RS485-Adapter - gefühlt ständig ändern, werde ich diese künftig zentral im Blogpost Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen pflegen - inklusive meiner bisherigen Erfahrungen zum Kauf. UPDATE ENDE Sie grenzen direkt an die Rückwand, welche zwischen die beiden Seitenwände und auf das Bodenelement eingeschraubt wird. Nach vorne hin werden die Zellen durch eine Zwischenwand gehalten. Vorne an der Zwischenwand wird das BMS montiert und zusätzlich wird darauf noch der Anderson-Stecker aufgeschraubt. Alle Details dazu dann später. Jedenfalls ist zwischen Mittelplatte und vorne aufgeschraubter Frontplatte genug Platz für das BMS und allen Kabelsalat, der dann auch später noch folgt. Und so die fast fertige Lösung in doppelter Ausführung übereinandergestapelt, bei der nur noch ein passendes Frontcover (unterer Luftschlitz) aus dem 3D-Drucker fehlt... Insgesamt wird das Batteriepack-Gehäuse 71,5 x 38 x 28 cm groß sein (+ noch einige Zentimeter vorne und hinten für die Haltegriffe), was platztechnisch so ziemlich das absolute Minimum darstellt, insbesondere, wenn man bedenkt, dass das BMS samt Anschlussstecker und Sicherung komplett integriert sind. Siebdruckplatten in der passenden Form bestellen Die Konstruktion besteht aus sieben Teilen, wobei evtl. noch zwei kleine Stücke hinzukommen - dazu später mehr. Ich habe mich für Siebdruckplatten entschieden, da dieses Material absolut sauber verarbeitet, symmetrisch und stabil sind. Bei der "Stärke" habe ich 15mm gewählt. Weniger wäre schwierig bei den späteren Bohrungen und evtl. auch bzgl. Stabilität. Dickeres Material wäre hingegen einfach overkill und das würde zudem unnötig Zusatzgewicht bedeuten. Ein Pack wiegt am Ende ja eh knapp 90kg, das reicht auch so schon. UPDATE VOM 04.07.2022: Da die neuen "280K"-gelabelten LiFePo4-Zellen 5mm höher sind als die bisherigen "280" (ohne K) muss die "Mitte"-Platte um 5mm in der Höhe "wachsen" auf dann "350x205mm". Die anderen Platten passen weiterhin. Wer möchte, kann auch noch die "Back"-Platte analog dazu anpassen, das ist aber nicht zwingend notwendig. UPDATE ENDE Wer will, kann sich also eine Siebdruckplatte mit 1800x650x15mm besorgen und selbst die Kreissäge anschmeissen. Wer es bequemer haben möchte, kann auch einfach passende Zuschnitte online ordern, wozu ich mich bei meinen aktuell zu bauenden Akkupacks entschieden habe. Nach etwas Recherche habe ich den Shop von auprotec als Lieferant ausfinding gemacht, welcher passende 15 mm Siebdruckplatte Zuschnitt Birke auf Maß beschichtet (externe Link) anbietet. Alle oben aufgelisteten Komponenten in den Warenkorb gepackt, sieht dieser dann so aus: Mit Versand also weniger als 90 Euro. Wie gesagt dann noch zusätzlich zwei kleine Stücke, deren Größe ich aktuell leider noch nicht genau abschätzen kann. Irgendwas um die 150x70x15mm (x2 Stück). Diese sollen dazu genutzt werden die Batteriezellen in Kombination mit einer "EPDM Zellkautschuk Dichtungsmatte" zwischen Front- und Mittelplatte etwas einzuspannen. Die genauen Maße und Details werde ich nachliefern, sobald ich die neuen Batteriezellen erhalten und alles getestet habe. Wenige Tage nach der Bestellung traf dann bereits die Holzlieferung in perfektem Zustand ein. Alle Brettchen waren perfekt, sowohl von der optischen Beschaffenheit als auch vom Zuschnitt. Hier das Material in doppelter Ausführung für insgesamt zwei Batteriepacks: Notwendige Bohrungen Also ans Werk, um die notwendigen Bohrungen vorzunehmen. Um ein dauerndes Umspannen zu vermeiden, haben ich direkt drei Akkuschrauber herangezogen. Einer mit einem 3mm starken Holzbohrer aus dem Bosch Holzspiralbohrer Set (Affiliate-Link) zwecks Vorbohren, dann noch einen ebenfalls 3mm starken Vorbohrer mit Senker (Affiliate-Link) und schließlich einen T20 Bit aus dem Bosch Schrauberbit Set (Affiliate-Link) für die verwendeten Spax Schrauben 4,5 x 50 mm 200er Pack (Affiliate-Link). In Summe braucht man übrigens für ein Batteriegehäuse insgesamt 30 Schrauben. Hier mal alle Maße der Bohrungen, die sich bei mir als passend herausgestellt haben: Mit dem 3D-Drucker habe ich dann kurzerhand ein kleines Werkzeug mit Anschlag erstellt ( Bohrtool (5535 Downloads ) ), um alle Löcher exakt und ohne größeres Abmessen bohren zu können. Wichtig sind hier insb. der 7,5mm Abstand zur Kante, damit man später exakt mittag im 15mm starken "Gegenbrett" landet: Die Löcher kurz mit dem Werkzeug anbohren und dann mit dem Senker nacharbeiten, damit die Schrauben später bündig "verschwinden": Danach mit dem 3mm starken Bohrer knapp 4-5cm ins Holz bohren, damit die Schrauben später das "Gegenbrett" beim Eindrehen nicht sprengen. Und abschließend die Schraube eindrehen, bis sie komplett in der Vertiefung verschwindet. So sieht das Ergebnis dann ohne Frontplatte aus, die man erst zum Schluss aufschraubt. Das Mittelteil bleibt auch erstmal noch ungenutzt - und wird erst am Ende seitlich verschraubt, wenn man die Batteriezellen eingelegt hat. Denn erst dann kann man den Punkt exakt festlegen, da die Zellen immer etwas Toleranzen besitzen, die sich über die acht hintereinanderliegenden Zellen natürlich summieren können. Die aufgeschraubte Frontplatte wird nun vorbereitet, um die späteren Anschlüsse aufnehmen zu können. Links einmal einen USB-Anschluss zwecks Anbindung des BMS und rechts zwei Löcher, die später den Durchgang für den Anderson Anschlusstecker (Affiliate-Link)  bilden. Dafür habe ich auch ein kleines Werkzeug erstellt ( Front Bohrungen (5320 Downloads ) ) und mit dem 3D-Drucker angefertigt, da ich die Löcher einfach ganz genau haben wollte. UPDATE VOM 04.07.2021: Da die neuen "280K"-gelabelten LiFePo4-Zellen 5mm höher sind als die bisherigen "280" (ohne K) passt das Werkzeug nicht mehr ganz. Am besten versetzt man die drei oberen Löcher um eben diese 5mm nach oben. Also die bisherigen Löcher als Referenz nehmen, 5mm drüber mit dem Bleistift anzeichnen und durchbohren. Der Bohrer "flutscht" da easy durch das Plastik... UPDATE ENDE Nach dem Vorbohren dann mit einem 29mm Lochschneider (Affiliate-Link) ausbohren: Am besten erst hälftig durchbohren und dann Rest dann von der Rückseite aus erledigen. Dann platzt auch nichts ab. Die beiden Löcher rechts dann wie in nachfolgendem Bild gezeigt mit einem Bleistift "verbinden" und mit einem Multitool bearbeiten. Ich nutze immer gerne den Bosch Multi-Cutter (Affiliate-Link) für sowas, eine günstige Stichsäge (Affiliate-Link) tuts aber natürlich auch. Die Ränder dann noch abschließend mit einer Bosch Obefräse (Affiliate-Link) nacharbeiten, damit die Optik passt: Am Ende sieht es dann so aus - aber dazu kommen wir dann erst zu einem späteren Zeitpunkt: Die Kanten kann man noch aus Gründen der Optik etwas anpinseln. Ich hatte noch Reste von Bondex Lacklasur Nussbraun Dunkel (Affiliate-Link) rumfliegen, welche ich dann mit einem kleinen Farbroller (Affiliate-Link) aufgetragen habe. Und so sieht das Zwischenergebnis dann aus: Hier sind auch schon stabile Aluhaltegriffe (vorne und hinten) angebacht, damit den Batteriepack später gut zu zweit transportieren kann. Dafür genutzt habe ich insg. zwei Haltegriffe 300mm (ebay-Link), vier Sicherungsmuttern M8 (Affiliate-Link) und vier Senkschrauben M8 x 30 mm (Affiliate-Link), die komplett "plan" von der Rückseite aus eingeschraubt werden. Zum Versenken habe ich dabei einen Bosch Kegelsenker (Affiliate-Link) genutzt. Mittelplatte für BMS vorbereiten Auf der bisher ungenutzten Mittelplatte wird dann das JiaBaiDa BMS LiFePo4 200a 8-20s (Affiliate-Link) + JBD-UART-RS485 Adapter (Affiliate-Link) aufgesetzt und die vier Haltelöcher mit einem 2mm Holzbohrer vorgebohrt (nur 2-3mm tief). Das BMS dann direkt mit vier passenden 4x10mm Schrauben (Affiliate-Link) und Beilegscheiben fixieren: Das BMS samt Vekabelung wird dann im nächsten Schritt erklärt. Da dieser Blogpost jetzt schon echt länger wurde als gedacht, stoppe ich an dieser Stelle und fahre im nächsten Blogpost fort. ### PV-Grundlagen - Im Gespräch mit Matthias von haus-automatisierung.com Die Nachfrage an PV-Anlagen geht aktuell durch die Decke. Neben Matthias kenne ich mindestens ein Dutzend Interessenten aus meinem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis, die anfangen sich mit der Materie zu beschäftigen und oftmals sogar bereits erste Angebote eingeholt haben. Oftmals mangelt es jedoch an Hintergrundwissen, wodurch eine ziemliche Unsicherheit besteht, was bereits die "Basics" betrifft. Um etwas Licht ins Dunkle zu bringen, hat mich Matthias einmal etwas gelöchert und wir haben daraus ein YouTube-Video erstellt. Viel Spaß damit! Zu den im Video angesprochenen Themen gibt es mittlerweile auch eine Menge Posts hier im Blog. Einen Teil davon habe ich unten nach dem Video verlinkt. https://www.youtube.com/watch?v=Rqi6etzlwXA YouTube-Direktlink ### Tesla Model 3 - Energieverbrauch und Batteriezustand nach 2,5 Jahren und 65.000 km Einsteiger, die sich mit dem Thema E-Mobilität beschäftigen, haben oftmals die Befürchtung, dass die Batterie eines E-Auto nur so lange hält wie die eines Smartphones und nach wenigen Jahren auf den Müll muss. Deshalb möchte ich in diesem Blogpost einmal etwas Licht ins Dunkel bringen und anhand realer Diagnosewerte unseres 2,5 Jahre jungen Model 3 zeigen, dass dem mitnichten so ist. Außerdem möchte ich auf die hohe Effizienz des Elektroantriebs eingehen, da auch hier unglaubliche Fehlinformationen zu kursieren scheinen. Wie man die Fahrzeugdaten per OBD-Adapter ausliest, erkläre ich nebenbei auch noch. Also schnallt euch an, gleich gibts jede Menge Daten und Hintergründe dazu... Daten aus einem Model 3 auslesen Da ich gerne Zugriff auf interne Fahrzeugdaten haben wollte, die man so nicht einfach vom Display ablesen kann, habe ich mich dazu entschlossen einen sogenannten Wireless OBD (On-Board-Diagnose) Adapter einzubauen, der die Fahrzeugdaten direkt aus dem internen "Bus" mitliest und per Bluetooth auf das Smartphone überträgt. Knapp zwei Monate nach Erwerb des Model 3 Ende September 2019 habe ich mir dann nach diversen Foren-Recherchen dieses Diagnose Kabel – Tesla Model3 (>01/2019) und ModelY ANDROID bundle-version (externer Link) bestellt, welches aktuell immer noch erhältlich ist. Die Installation war in knapp zehn Minuten erledigt. Aber wer das nachmachen möchte: Ich übernehme keinerlei Haftung für Beschädigungen jeglicher Art. Lest die Anleitung des Herstellers und entscheidet selbst, ob ihr das nachmacht. Je nach Fahrzeugtyp und Alter gibt es u.A. auch unterschiedliche Adapter mit verschiedenen Steckern. Nachfolgend mal für unser Model 3 Baujahr 2019: Erstmal das Auto übers das Display herunterfahren: Auto-Symbol links unten -> Sicherheit -> Fahrzeug ausschalten - > Fahrzeug ausschalten Ab sofort keine Tasten - und insbesondere auch nicht das Bremspedal drücken, da das Auto sonst gleich wieder aufwacht. Und das Auto muss für den Einbau unbedingt ausgeschaltet sein, damit die betroffenen Leitungen spannungsfrei sind! Im Fall des Model 3 wird das Diagnose-Kabel hinter der Abdeckung der Mittelkonsole (auf dessen Rückseite) einfach zwischen die vorhandene blaue Steckverbindung eingebaut. Also vorhandenen Stecker öffnen und den Adapter dazwischenstecken: Damit das klappt, hebelt man die vorgelagerte Abdeckung weg: Am einfachsten und ohne Kratzer zu verursachen, geht das mit einem solchen Hebelwerkzeug (Affiliate-Link): Einfach etwas herumwackeln und drücken/ziehen (mit Gefühl), bis die Klipse schlussendlich aus den Halterungen springen. Den angeschlossenen OBD-Adapter im Hohlraum verstauen und zum Schluss die Klappe wieder einrasten - fertig. Nun kann man mit der ScanMyTesla-App (Android) oder TM-Spy-App (iPhone) bequem die gelieferten Daten einsehen: Die Android-App ist übrigens besser, da man hier sogar die Zellspannungen der einzelnen Batteriemodule ausgelesen bekommt: Batteriekapazität nach 2,5 Jahren und 65.000 km - 8% Degradation Laut App hatte die Batterie beim LR-Modell zu Beginn (zumindest auf dem Datenblatt) eine Kapazität von 77,8 kWh. Heutige LR-Modelle haben mittlerweile glaube ich um die 82 kWh und das SR-Modell mit LFP-Zellen 60 kWh (korrigiert mich bitte, wenn das nicht stimmt). Laut obigem Screenshot waren davon am 21.11.2019 noch stattliche 76,9 kWh nutzbar - wobei man immer auch sagen muss, dass dieser Wert nicht in Stein gemeiselt ist. Das BMS (Batterie Management System) ermittelt diesen Wert nach bestem Wissen und Gewissen anhand der ge- und entladenen Energiemenge. Da man die Batterie aber nie oder nur sehr selten komplett entleert und komplett füllt, muss das BMS die meiste Zeit mehr oder weniger raten. Auch kann der Wert bei geringen Temperaturen etwas sinken - so bei mir geschehen letzten Winter. Soviel nur zum Hintergrund. Aktuell, also Anfang April 2022 und damit 2,5 Jahre nach Zulassung des Fahrzeugs zeigt die App bei "nominal full pack" noch 71,1 kWh an. Also immerhin noch knapp über 92% der nominalen Neukapazität, oder anders ausgedrückt eine Degradation von nicht ganz 8%. Das deckt sich recht gut mit den Werten anderer User, wobei hier oft nur die ohne OBD-Adapter angezeigten km-Werte auf dem Display als Referenz herangezogen werden. Und das ist doch recht ungenau bzw. von verschiedenen Faktoren abhängig, die man so nicht genau kennt. Man kann jedoch sagen, dass die Batterie gerade in den ersten Wochen und Monaten eine recht starke Degradation mitmacht und danach lange Zeit auf einem recht stabilen Niveau verbleibt. Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen, da die aktuell angezeigten knapp 71 kWh schon länger (knapp ein Jahr) zu sehen sind. Im Gegenteil zeigte die App im Winter (Weihnachten 2021) sogar nur noch 69,1 kWh ("NomFullPack") an: Der Wert ist also zwischenzeitlich wieder um zwei kWh gestiegen. Update vom 20.05.2022: Wieder 1,5 Monate und 3.000km später (Tachostand nicht ganz 68.000km) zeigt der Eintrag "Nom Remain" nach einer Vollladung am Tesla Wallconnector wieder einen höheren Wert von sage und schreibe 72,5 kWh an, was einem berechneten "SOC" von 101,0% entspricht. Der Anstieg hat vermutlich auch ein Stück weit mit der gestiegenen Außentemperatur von knapp 30 Grad zu tun, bei der sich der Akku einfach "wohler fühlt", sodass einfach mehr Kapazität möglich wird. Damit verringert sich die Degradation der Batterie auf nur noch 7%. In diesem Zusammenhang denke ich, dass der Wert "Nom Remain" tatsächlich ein besserer Indikator ist als der bisher herangezogene Wert "NomFullPack". Update Ende Das A und O für ein langes Batterieleben ist dabei insbesondere ein vernünftiges BMS, welches die Zellpacks einzeln überwacht und durch eine Balancingfunktion auftretende Spannungsunterschiede ausgleicht und dafür sorgt, dass schädigende Unter- bzw. Überspannungen vermieden werden. Im Endeffekt die selbe Funktionsweise wie das BMS meines ESS (Energiespeichersystem), das ich erst kürzlich im Blogpost Operation Hausspeicher – 28kWh für unter 7.000€ vorgestellt habe. Darüber hinaus das sogenannte Thermal-Management, das bei Tesla vorbildlich gelöst ist. Der Akkupack wird automatisch so temperiert, dass er schnell seine "Wohlfühltemperatur" (irgendwo bei 40-45 Grad) erreicht. Im Sommer und bei Hardcore-250kW-SuC-Ladevorgängen wird er über die eingebaute Klimaanlage samt ausgeklügelter Ventilsteuerung über Flüssigkeit, die den Akku durchströmt, abgekühlt und im Winter bzw. vor einem Schnellladevorgang aufgewärmt. Ist die Wohlfühltermperatur noch nicht erreicht, wird softwareseitig Leistung gedrosselt - entsprechend steht weniger Beschleunigung (insb. bei leerem Akku), weniger Rekuperation oder Ladeleistung (insb. bei vollem Akku oder bei Kälte) zur Verfügung, wodurch der Akku zusätzlich geschont wird. Und diese Maßnahmen bewirken, dass die Batterie im Tesla einfach viel viel länger hält als die eines Smartphones - und vermutlich noch nach dem Ableben des Fahrzeugs funktionstüchtig ist. Hier könnten die Hersteller von Consumer Electronics - wie Smartphones - auch viel mehr dafür tun, um die Lebensdauer der verbauten Batterien zu erhöhen. Aber schon alleine dadurch, dass die meisten Menschen sowieso alle zwei oder maximal drei Jahre ein neues Smartphone haben möchte, scheint das Thema einen geringen Stellenwert zu haben. Schade eigentlich, schon alleine aus Gründen der Nachhaltigkeit. Die ermittelte Degradation hat - zumindest in unserem Fall - übrigens keine fühlbare Auswirkung auf die Nutzungsweise, da wir uns ohnehin so gut wie immer im SoC-Range (Ladestand) zwischen 10% und 90% bewegen - also auch so noch Luft nach oben und unten ist. Lediglich auf Langstrecken wäre natürlich mehr Kapazität schön, aber zum Verbrauch kommen wir gleich noch detaillierter. Verbrauchswerte nach 2,5 Jahren und 65.000 km - 21,7 kWh/100km Für die aktuell auf dem "Tacho" stehenden 64.567 km hat sich unser Model 3 in Summe 16.526 kWh gegönnt. Das entspricht einer jährlichen Laufleistung von ordentlichen 26.000km - trotz Corona und viel Home Office. Darin enthalten sind stolze 2.525 kWh, die durch die sogenannte Rekuperation zurückgewonnen wurde. Das muss man sich mal vorstellen: Knapp über 15% der gesamt verbrauchten Energiemenge wurde alleine durch die Motorbremse zurückgeholt und konnte wieder genutzt werden. Energie, die bei jedem Verbrenner einfach so verpufft bzw. durch konventionelles Bremsen stumpf in Wärme umgewandelt wird - und Bremsstaub. Es wurden also effektiv 14.001 kWh an elektrischer Energie in das Auto geladen (auf den Zeitraum gematcht entspricht das etwa dem Stromverbrauch einer Familie mit 2-3 Kindern -> 5,6 MWh/Jahr). Das ergibt bei der Laufleistung einen realen Durchschnittsverbrauch von 21,7 kWh/100km. Auf einen vollen Akku gemünzt ergibt das eine Entfernung von ca. 320km. 3,2 kWh bleiben übrigens als Notreserve unangetastet, sodass man beim Akkustand von 0% immer noch weitere knapp 15km weit schafft. Unseren Verbrauch könnte man sicher noch drücken, aber wir fahren einen Großteil Autobahn und echt ungerne auf der rechten Spur und zwei Winter drücken den Schnitt natürlich zusätzlich ein gutes Stück. Dazu muss man sagen, dass unser Model 3 noch keine effiziente Wärmepumpe eingebaut hat, die den Mehrverbrauch im Winter verringert - was irgendwann seit 2020/21 zum Standard gehört. Dadurch verbrauchen wir aufs Jahr gesehen sicherlich einige hundert kWh mehr. Auch merkt man erst mit einem effizienten E-Auto, wie verrückt sich eigentlich die Geschwindigkeit auf die konsumierte Energiemenge auswirkt. Fährt man Landstraße, benötigt man irgendwas im Bereich zwischen 13-15 kWh/100km, wohingegen man bei wirklich zügiger Autobahnfahrt (160kmh+) schon schnell in die Region um 25-30 kWh/100km kommt - also Faktor 2! Deshalb fahren wir - insbesondere auf Langstrecke - meist auch nur noch max. 130-140kmh. Ich würde ja auch langsamer fahren, da das einfach viel entspannter ist, aber meine bessere Hälfte drängelt dann gewöhnlich sofort. Aber gut, unsere regelmäßig gefahrene "Ferienstrecke" ist mit 500km auch so lang, dass man ohnehin eine kleine Pause einlegt und nebenher lädt der Tesla am SuperCharger eben mal knapp 50% innerhalb von nur 12 Minuten nach. So kann man getrost auch etwas schneller fahren... Lustig ist zudem, dass sich die Tesla App bei einem Ladestop oftmals recht schnell meldet, dass der Ladevorgang in Kürze komplett abgeschlossen ist und man sich bald vom Acker machen soll, um Strafgebühren zu vermeiden. Da trinkt man gerade noch an seinem Kaffee und verfällt fast schon in Weiterfahrstress. Die v3 SuperCharger mit 250kW sind da echt schon großes Kino. Nachfolgend mal die Ladekurve bei klirrender Kälte (glaube es waren um die -5 Grad): Hier sieht man ganz gut, dass die Heizung den Akku aufgrund der geringen Außentemperaturen nicht so warm bekommt, sodass der v3 SuC nicht bis 250kW hochfährt. Dennoch wurde die Batterie in knapp 25 Minuten um 3/4 (78%-3%) mit einer durchschnittlichen Leistung von 130kW geladen. Nachgeladen wurden also knapp 55 kWh, genug für weitere 250km Autobahnfahrt. Die Grafik würde übrigens mit Grafana visualisiert und die Quelldaten über die Tesla API über NodeRed eingelesen. Abschließend noch zu einem Vorurteil, mit dem ich auch schon mehrfach konfrontiert wurde: Es geht nämlich um die leistungsstarken Elektromotoren, die in Teslas eingebaut sind und schon beim normalen Model 3 LR (ohne Performance) irgendwas um die 400 PS liefern. Hier herrscht wohl oftmals die Meinung, dass dadurch der Verbrauch - analog zu hochgezüchteten Verbrenner-Motoren - unnötig nach oben getrieben wird. Aber das ist schlicht falsch. Die Elektromotoren können extreme Leistungen abrufen, verbrauchen deshalb im "Normalbetrieb" aber auch nicht mehr Energie als kleiner dimensionierte Motoren. Evtl. sind sie einige Kilogramm schwerer, aber das fällt einfach nicht ins Gewicht. Ach ne, ein Vorurteil fällt mir gerade wieder ein: Elektroautos sollen ja im winterlichen Stau reihenweise auf der Autobahn stehenbleiben. Was ein Quatsch. Das E-Auto verbraucht vielleicht 2-3kWh pro Stunde für die Heizung, auch bei kalten Temperaturen. Steht man also im Extremfall bspw. drei Stunden komplett, wären das im Fall des Model 3 LR etwa 10% Batteriekapazität. Bei geringem Akkustand empfiehlt es sich evtl. auch die Fahrzeugheizung herunterzuregeln und dafür lieber die Sitzheizung(en) auf volle Stufe zu stellen. Denn diese verbrauchen nur wenige hundert Watt. Und bei stockendem Verkehr verbraucht man in Summe sogar weniger als bei freier Fahrt. Zwar verbraucht die Heizung über den längeren Zeitraum mehr Energie, im Gegenzug spart der E-Motor aber mindestens genauso viel aufgrund des geringeren Luft- sowie Rollwiderstands. Aus meinem täglichen Leben Man hört ja laufend das Argument, dass sich E-Autos erst dann durchsetzen (können), wenn man damit mindestens genauso weit "durchfahren" kann wie mit einem Dieselfahrzeug - also 800km+. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Bullshit. Alles ab 300km realer Reichweite ist völlig ausreichend, da man auf einer Langstrecke sowieso einmal eine Pause einlegt - insbesondere mit Kind an Bord. Und auch wenn man mal im Extremfall 30 Minuten laden muss, ist das verschmerzbar und man kann nebenher ja auch einen Kaffee trinken oder etwas essen. Solche Langstrecken fährt man ja im Regelfall auch nicht täglich - in unserem Fall vielleicht einmal alle 2-3 Monate. Und im täglichen Betrieb (bei uns oft 110km+ aufgrund Pendelweg) würden auch 150km Reichweite ausreichen. Aber natürlich ist es auch schön, dass man durch etwas Puffer zeitflexibler laden kann, um den überschüssigen und extrem günstigen PV-Strom ins Auto zu laden. Aktuell belaufen sich unsere Fahrkosten durch den geladenen Sonnenstrom übrigens auf knapp 2 Euro/100km. Weitere Details dazu in einem späteren Blogpost. Um möglichst flexibel laden zu können, hab ich sogar erst kürzlich unsere Ladeinfrastruktur gepimpt: Pimp My Wallbox – Phasenumschaltung nachrüsten, aber wie? Und nochmal abschließend zum Verbrauch von 21,7kWh/100km: Das entspricht der Energiemenge, die in 2,2l Diesel steckt. Und mit unseren Audi A4 (Pre-Tesla-Auto) haben wir mit fast identischer Fahrweise (bis auf die krassen Beschleunigungen, die mit dem Tesla einfach hin und wieder sein müssen) im Schnitt ca. 7-8l Diesel pro 100km "verheizt", was energiebilanztechnisch einfach mal dem 3,5fachen entspricht. Nicht eingerechnet der Energieaufwand, um den Diesel zu fördern, aufzubereiten, zu transportieren und an der Zapfsäule bereitzustellen. In Summe sieht man denke ich schon ganz gut, wie effizient der E-Antrieb im direkten Vergleich zum Verbrenner ist. Aber gut, beim Verbrenner kommen ja auch nur gut 20-25% der Energie an den Rädern an, der Rest wird durch den miesen Wirkungsgrad schlicht in Wärme umgewandelt und "verpufft". Eigentlich verrückt, wenn man darüber nachdenkt und gleichzeitig sieht, wie sehr doch noch viele gedanklich an diesen überholten Technologien festhalten, deren technisches Potenzial bereits in den vergangenen 50-80 Jahren ausgeschöpft wurde. Liegt es an der schieren Unwissenheit, den kursierenden Fehlinformationen oder was denkt ihr? ### Operation Hausspeicher - 14kWh LiFePo4-Zellen für 2.200€ Eine der zentralen Komponenten eines Energiespeichersystems (ESS) ist natürlich die Batterie selbst, welche aus mehreren Zellen besteht. Sie soll eine möglichst hohe Kapazität aufweisen, lange halten, nicht gleich abfackeln, einfach aufzubauen und im besten Fall natürlich auch noch preiswert sein. Nicht wenige Anforderungen, die jedoch die passenden LiFePo4-Zellen erfüllen können, wobei schon alleine die Beschaffung viele vor eine Herausforderung stellt - wie anfangs auch mich. In nachfolgendem Blogpost geht es also erstmal darum, was man bei der Beschaffung beachten sollte und wie man die Zellen nach der Zustellung erstmal ordentlich testet. LiFePo4-Zellen - Der heilige Speicher-Gral? Auch wenn die Welt komplex ist und man normalerweise nicht in Schwarz und Weiss denken sollte: Meiner Meinung nach sind für ein DIY-Hausspeichersystem derzeitig die sogenannten prismatisch aufgebauten LiFePo4-Zellen die absolute beste Wahl - mit weitem Abstand. Vorteile von LiFePo4-Zellen: Hohe Kapazität je Zelle - Eine einzige Zelle mit 3,2V und 280Ah besitzt bereits eine Speicherkapazität von knapp 0,9kWh, wodurch sich der spätere Überwachungs- und Wartungsaufwand in Grenze hält.Einfacher Zusammenbau - Dadurch benötigt man für ein 48V-System insgesamt auch nur 16 Zellen, die in Reihe geschaltet werden müssen und erhält dann rechnerisch 14,3kWh (real eher 13kWh - Details weiter unten).Hohe Zyklenfestigkeit - Die Zellen können mehrere tausend Mal be- und entladen werden und weisen dabei nur eine geringe Degradation auf. Vermutlich kann man dadurch nach 10 Jahren immer noch 80-90% der Neukapazität nutzen. Beachtet man einige Bascis, sollten die Zellen ewig halten.Hohe Sicherheit - Laut Herstellerangaben brennen und explodieren die Zellen selbst dann nicht, wenn sie massiv Über- oder Unterladen werden, wenn die kurzgeschlossen werden, mit einem Nagel durchlöchert werden, das Gehäuse zerdrückt wird oder die Zellen aus 1,5m Höhe herunterfallen. Die Zellchemie ist zudem so beschaffen, dass sie anders als etwa LiIon-Zellen bei einer exothermen Reaktion selbst keinen Sauerstoff abgeben. Dadurch sind die Zellen im Falle eines Brandes wesentlich einfacher zu löschen.Geringer Preis - Umgerechnet kostet eine kWh Speicherkapazität ca. 150 Euro. Natürlich kommen noch weitere Kosten für BMS, Gehäuse etc. dazu, aber dieser Preis ist derzeitig absolut unschlagbar. (Ein BMS ist übrigens beim später aufgebauten Batteriepack IMMER notwendig, um die Zellen zu überwachen und im Notfall eine Abtrennung vom Inverter einzuleiten.)Keine Konfliktrohstoffe - Die Zellen kommen komplett ohne das umstrittene Kobalt aus und gelten insbesondere deshalb als ressourcenschonend. Außerdem lassen sich auch heute schon über 90% der Materialien in der Zelle recyclen. Nachteile von LiFePo4-Zellen: Geringe Speicherdichte - Zumindest im direkten Vergleich zu LiIon-Zellen ist die Energiedichte bei LiFePo4-Zellen etwas geringer. Dieser vermeintliche Nachteil kann bei stationären Installationen aber im Grunde komplett ausgeklammert werden, da es hier völlig egal ist, ob der fertige Akku ein paar Kilo mehr wiegt oder etwas mehr Platz in Anspruch nimmt.Temperaturabhängigkeit - Ein Dauerbetrieb im Freien (Carport/Garage) ist ohne Klimamanagement nicht möglich. Minusgrade vertragen die Zellen nicht, insbesondere beim Ladevorgang. Alles zwischen 5 und 35 Grad ist aber ok - also ab damit in den Keller oder Technikraum.Suchtfaktor - Wenn man mal einen funktionierenden Batteriepack in Betrieb genommen hat, möchte man direkt danach gleich ein zweites bauen - so wie bei mir geschehen. Ich plane gerade bereits den dritten Pack... :D Beschaffung aus Fernost Wer sich Zellen kaufen möchte, sollte etwas Zeit und Geduld mitbringen. Die Batteriezellen sind zwar teilweise auf Amazon und Co. aus inländischen Lagern mit einer Lieferzeit von nur wenigen Tagen zu bekommen, dann jedoch durchgehend zu Mondpreisen. Unter 3.000€ für 16 Zellen a 280Ah habe ich dabei noch nicht gesehen. Deshalb bleibt eigentlich nur der Kauf bei Alibaba bzw. Aliexpress, wobei ich bei meiner ersten Bestellung direkt bei einem SCAM-Shop gelandet bin. Aber gut, hätte ich mir auch denken können, da der Shop erst einige Monate existierte und einen unglaublich günstigen Preis offerierte. Nach zwei drei Monaten ohne Wareneingang und zwei drei weiteren E-Mails mit meinem Kreditkartenanbieter konnte ich mir den Kaufpreis jedoch wieder zurückholen. Dennoch ätzend, da ich so einfach Zeit verloren hatte und Inverter und Co. bereits sehnsüchtig auf die Zellen gewartet haben - ich natürlich auch. :) So oder so: Immer per Kreditkarte bezahlen, dann kann man sich den vorab bezahlten Kaufpreis im Streitfall auch wieder zurückholen. Ob das immer klappt, weiss ich nicht. In meinem Fall hat es aber reibungslos funktioniert, obwohl der SCAM-Shop sogar gefakete DHL-Sendungscodes als "Beweis" in den Raum geschmissen hat. Schon spannend, was manche Läden da abziehen. Jedenfalls solltet ihr euch nicht auf die Plattform Alibaba und deren Versprechen verlassen - Alibaba hat mich bei den durch mich eröffneten Streitfall einfach abblitzen lassen und den Bescheisser-Shop gedeckt. Nach dann doch längerer Recherche habe ich dann dennoch über die Alibaba-Plattform Kontakt mit "ShenzenBasen" - wirklich vertrauenswürdiger Shop, den es schon seit x Jahren gibt - aufgenommen und dort meinen nächsten Satz bestellt, bestehend aus 16x EVE-Zellen von ShenzenBasenTechnology (280Ah) (Affiliate-Link). UPDATE VOM 13.09.2022: Da sich die Produktlinks - insbesondere bei Alibaba für Batteriezellen, BMS und RS485-Adapter - gefühlt ständig ändern, werde ich diese künftig zentral im Blogpost Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen pflegen - inklusive meiner bisherigen Erfahrungen zum Kauf. UPDATE ENDE Hier nochmal das Datenblatt zu den verlinkten Zellen: EVE Energy Co., Ltd Product Specification LF280-72174 (externe Link) Wegen eingeschränkter Transportmöglichkeiten dauerte es dann knapp zwei Monate, bis die Zellen (verpackt zu vier Stück pro Paket) endlich ankamen. Danach habe ich direkt einen zweiten Satz bestellt, wobei mir "Gloria Luo" per Chat ein wirklich unschlagbares Angebot machen konnte. Denn es waren bereits Zellen auf dem Weg in ein deutsches Lager, wodurch die Lieferzeit ab Bestellung nur eine Woche betrug. Für diese schnelle Verfügbarkeit musste ich einen kleinen Aufpreis zahlen, was ich aber jederzeit wieder tun würde. So oder so kann ich "ShenzenBasen" empfehlen, da die Qualität der Zellen einfach super ist. Es wurden absolut neue Zellen geliefert, alle Barcodes waren in Takt, die Kontaktflächen samt Gewinde absolut unbenutzt und auch die Überdruckventile an der Oberseite wiesen keinerlei Beschädigung auf. Auch waren die Zellen fast "plan", also nicht geschwollen und das schützende Gehäuse auch sonst absolut makellos. Hier gibt es wohl viele "schwarze Schafe" im Netz - sprich die Unternehmen versenden "B- oder sogar C-Grade"-Zellen, also bereits benutzte Zellen, deren Barcodes ausgekratzt und die durch starke Lade- und Entladeleistungen geschwollen sind. Die beim Artikel EVE-Zellen von ShenzenBasenTechnology (280Ah) (Affiliate-Link) ausgewiesenen Dollar-Preise sagen dabei aber erstmal auch nicht viel aus. Man startet über die Alibaba-App einfach einen Chat und fragt nach "DDP" (Delivered Duty Paid) -> also einem Komplettangebot inkl. Lieferung (shipping) und Zoll (customs). Mein letztes Angebot belief sich dabei auf knapp 2.050 Dollar. Beim Bezahlvorgang kommen dann nochmal - ich glaube - 2% Kreditkartengebühr und etwaige Fremdwährungsgebühren oben drauf. In Summe würde ich also knapp 1.900 Euro zahlen - und ich glaube ich werde hier auch die kommenden Tage zuschlagen, auch wenn die Lieferzeit momentan mit 45 Tagen angegeben ist. Übrigens: Nutzt die Möglichkeit des Chats und fragt - wenn ihr interessiert seid - einfach mal nach, was eure Lieferung so macht. So erhaltet ihr wirklich brauchbare Statusupdates und könnt besser abschätzen, wie lange es noch bis zur Zustellung dauert. Delivery Day! - Lieferumfang prüfen Wenn der DHL-Bote klingelt und beim Öffnen der Haustür ziemlich keucht, wisst ihr: Die Batterien sind angekommen! Normalerweise werden dann vier Zellen im einem Paket geliefert, welches dann knappe 25kg wiegt. In meinem Fall wurden zwar alle vier Pakete am selben Tag direkt aus dem deutschen Lager versendet (man erhält von Shenzen Basen sogar DHL-Trackingnummern), interessanterweise wurden die Pakete aber unterschiedlich geroutet, sodass erstmal nur zwei Sendungen zeitgleich ankamen und die restlichen beiden Pakete dann im Versatz von jeweils ein bis zwei weiteren Tagen. Also erstmal das Paket öffnen und den Inhalt checken. Die Zellen sind rundum ausgepolstert, sodass Beschädigungen durch den Transport eher unwahrscheinlich sind. Aber jetzt Vorsicht: Die Zellpole waren in meinem Fall nicht weiter geschützt. Würde man jetzt beide Pole einer Zelle mit einem Metallstück kurzschließen, wäre das fatal! Lest dazu bitte das Kapitel "Ernstzunehmende Sicherheitshinweise —> LESEN!" meines ersten Blogposts zur Serie: Operation Hausspeicher – 28kWh für unter 7.000€ Ich möchte dieses Thema nicht überstrapazieren, aber Sicherheit sollte die erste Prio sein - und die in einer Batterie gespeicherte Energiemenge ist einfach enorm und kann entsprechend großen Personen- und Sachschaden anrichten. Jeder sollte wissen, was er tut und jederzeit auf Sicherheitsmaßnahmen wie Schutzbrille und Handschuhe achten! Praktischerweise werden mit den Zellen direkt noch die notwendigen Busbars (2mm stark) samt Madenschrauben für die Zell-Terminals und passende Sicherheitsschrauben (M6) geliefert. Alleine dieses enthaltene Zubehör hat einen Wert von knapp 20-30 Euro (bei vier Zellen) und wird wohl nicht von jedem Anbieter (in dieser hohen Qualität) mitgeliefert. Einfacher Zelltest - Volt und Innenwiderstand Den ersten und einfachsten Test der Zellen übernimmt in meinem Fall in der Regel ein KAIWEETS Digital Multimeter (Affiliate-Link). Einfach auf DC-Messung einstellen, Plus- und Minuspol anlegen und die Spannung ablesen, die im Normalfall um die 3,29-3,30V betragen sollte. Das entspricht einem Ladestand von grob 40-60% und erfüllt damit die besten Voraussetzungen für eine lange Lagerung bzw. eben den Transport. Weisen alle vier Zellen identische Werte auf (auch wenn diese von den 3,29V abweichen), ist das schon mal die halbe Miete. Denn hätte eine Zelle eine "Macke", würde deren Spannung insbesondere nach der langen Liegezeit sicherlich abgesunken sein. Für das bessere Verständnis: Anhand der Zellspannung kann man übrigens nur recht grob auf den aktuellen Ladestand schließen. Ein Grund dafür ist die recht flache Spannungskurve im Mittelbereich zwischen ca. 10% und 90% SoC. Nachfolgend einmal die Entladekurve (gelb) aus dem Blogpost Operation Hausspeicher – Wirkungsgrad meines AC-seitig eingebundenen ESS, die das ganz gut verdeutlicht. Auch ändert sich die Zellspannung bei hohen Lade- und Entladeströmen vergleichsweise stark und pendelt sich später im Standby erst langsam wieder ein. Deshalb haben BMS-Systeme insbesondere bei LiFePo4-Zellen enorme Schwierigkeiten den korrekten Ladestand zu ermitteln (u.A. auch bei Tesla kurz nach der Einführung der LiFePo4-Zellchemie im Model 3 SR). Hier hilft es im Endeffekt nur die Zellen einmal ganz voll bzw. ganz leer zu machen, damit das BMS einen sicheren Referenzpunkt speichert und danach über die geladene bzw. entladene Leistung x Zeit errechnen kann, wieviel Wh (Arbeit) zwischenzeitlich ent- bzw. beladen wurden, um daraus dann schlussendlich den SoC abzuleiten. Praktischerweise lernen smarte BMS-Systeme mit der Zeit dazu, sodass der angezeigte Ladestand nach einer Weile ganz gut passen sollte. Niemals zu 100% aber zumindest näherungsweise, was jedoch mehr als ausreicht - zumindest im stationären Einsatz. Ich habe mir dann noch ein YR1030 Messgerät (Affilate-Link) speziell für den Test einzelner Batterien gegönnt. Neben den Volt wird hier zusätzlich der interne Widerstand der Zellen ausgegeben. In diesem Fall der Wert von 0,20 Milliohm. Dieser Wert ist auch auf der Zelle selbst abgedruckt und sollte ziemlich genau mit dem gemessenen Wert übereinstimmen. In meinem Fall eine geringe Differenz von 0,01 Milliohm, wobei man auch festhalten muss, dass der Widerstand je nach Ladestand auch etwas variieren kann - er ist also nicht in Stein gemeiselt. Jedenfalls ist es wichtig, dass alle - später in Reihe geschalteten - Zellen ziemlich identische Innenwiderstände aufweisen. Normalerweise liefert der Händler "gematchte" Zellen, sprich alle 16 Zellen sollten zusammenpassen - aber mit einem solchen speziellen Messgerät kann man eben auf Nummer-Sicher gehen. Grundsätzlich ist es übrigens so, dass ein geringerer Innenwiderstand besser ist, da die Elektronen ungehinderter fließen können, was eine geringere Wärmeentwicklung und Verluste bedeutet. Auch können mehr Elektronen in kürzerer Zeit fließen, was jedoch zumindest im Kurzschlussfall (den wir ja ohnehin vermeiden möchten) negativ wäre. Wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Das YR1030 Messgerät (Affilate-Link) ist spannungsseitig lediglich dafür auslegt einzelne Zellen zu prüfen. Den Widerstand des gesamten in Reihe geschalteten Batteriepacks mit 16 Zellen kann man damit nicht prüfen - im schlimmsten Fall würde man das Messgerät sogar beschädigen, da die angelegte Spannung einfach zu hoch ist. Mein erster 16er Satz an Zellen hatte übrigens einen etwas geringeren Widerstand von nur 0,17 Milliohm. Auch wenn man die einzelnen Zellen innerhalb eines Packs nicht mischen sollte, kann man bspw. zwei Batteriepacks mit unterschiedlichen Widerständen parallel schalten - so wie bei mir geschehen. Über die gemeinsame Spannung "synchronisieren" sich die Packs automatisch. Weitere Infos dazu inkl. Charts gibts im Artikel Operation Hausspeicher – Wirkungsgrad meines AC-seitig eingebundenen ESS. Erweiterter Zelltest - Kapazität Neben dem Spannungs- und Widerstandstest lässt sich dann noch die Kapazität der einzelnen Zellen prüfen. Zum initialen Aufladen nutzt man am besten ein Labornetzteil (Affiilate-Link), welches VOR (WICHTIG!!!) dem Verbinden der Zelle auf 3,65V eingestellt wird. Das entspricht der Ladeschlussspannung der LiFePo4-Zellen. Das heisst, sobald die Zelle diesen Wert erreicht, ist sie zu 100% gefüllt und kann keine Kapazität mehr aufnehmen. Im Grunde reicht es auch aus auf 3,6V zu gehen, da die Zelle damit schon genug "gestresst" wird und dann eh zu 99% gefüllt ist. Praktisch an einem Labornetzteil ist dabei, dass man die Spannung im Auge behalten kann und auch die Stromstärke im Ampere ablesen kann. Bis kurz vor der Ladeschlussspannung pumpt das Netzteil noch gute 10A in die Batterie. Sobald sich die Spannung der Batterie mit der des Netzteils synchronisiert, fällt die Stromstärke rapide ab. Sobald weniger als 1W (0,2 A) Ladeleistung übrig bleibt, kann man das Netzteil trennen. Wenn ihr das zum ersten Mal macht: Beobachtet am besten ab einer Spannung von 3,5V permanent, wie sich die Werte verändern. Dann dauert es in der Regel auch nur noch wenige Minuten, bis die Spannung 3,6V erreicht. Und achtet UNBEDINGT darauf, dass ihr das Netzteil im "Leerlauf" OHNE angeschlossene Batteriezelle auf 3,6V einstellt. Und regelt hier keinesfalls nach, sobald die Batteriezelle verbunden ist. Das ist wirklich wirklich wichtig! Anderenfalls kann es sein, dass die Zelle zu viel Spannung abbekommt und dann einfach kaputtgeht. (Anekdote am Rande: Um Zeit zu sparen, habe ich vier Zellen in Reihe geschaltet und mit 14V geladen - kann man machen, ist aber insgesamt eine eher semi-smarte Idee. Ich habe die einzelnen Zellspannungen zwar alle paar Minuten kontrolliert aber durch leicht unterschiedliche Ladestände ist eine Zelle ganz kurz zum Schluss auf 4,2V (mit Multimeter gemessen) gepeakt. Sie war eben schon komplett gesättigt, während die anderen noch etwas Kapazität aufnehmen konnten. Deshalb hat die volle Zelle nicht mehr nur 1/4 der angelegten Spannung aufgenommen, sondern mehr. Zum Glück war ich gerade vor Ort und konnte eingreifen. In regelrechter Panik habe ich dann sofort einen Verbraucher angeschlossen und die Zellspannung ist direkt nach wenigen Sekunden wieder auf unter 3,65V gesunken. Im Ergebnis hat es die Zelle überlebt und läuft in Reihe mit den anderen 15 Zellen ihres Packs absolut unauffällig. Aber das hätte auch schief gehen können, wenn ich nicht sofort gehandelt hätte. Solche Schreckmomente möchte ich euch wirklich ersparen...) Wer ein Netzteil einsetzt, welches 10A liefert (gewöhnlicher Wert), muss dann schon einige Zeit warten. Denn wenn die Zelle mit nominal 280Ah nur etwa halb gefüllt ist, dauert es knapp 14 Stunden (140Ah/10A) bis zur vollständigen Ladung. Hier kann man auch mehrere Netzteil parallel anschließen, um die Ladeleistung zu erhöhen - das ist aber nicht notwendig. Wichtig ist beim Ladevorgang, dass man vernünftige 10mm2 Kupferkabel (Affiliate-Link) und passende Ringkabelschuhe (Affiliate-Link) verwendet. Sofern nicht eh bereits vorhanden, sollte man an dieser Stelle direkt auch eine hydraulische Crimpzange (Affiliate-Link) anschaffen, da diese spätestens beim Konfektionieren der dicken Batterieleitungen (bis 70mm2) unersetzlich ist. Die labbrigen Leitungen mit Krokoklemmen, die zum Lieferumfang des Netzteils gehören, sind übrigens ziemlich ungeeignet für das Ladevorhaben. Durch den geringen Querschnitt ist der Widerstand sehr hoch, sodass sich der Spannungsabfall bemerkbar macht und die Zelle nicht ganz mit der am Netzteil eingestellten Spannung versorgt wird. Zwar bieten sich die angebrachten Krokoklemmen geradezu an, um an den Batterieterminals bzw. an den Madenschrauben befestigt zu werden, leider ist die Kontakfläche super gering, sodass man hier einen zusätzlichen Engpass erzeugt, der nochmals mehr Widerstand und Spannungsabfall generiert. Bei meinem Tests lieferte das Netzteil dann sogar nur noch 5-6A von den maximal möglichen 10A. Sobald die Zelle vollgeladen ist, sollte man möglichst zügig wieder den Entladevorgang über einen Kapazitätstester (Affiliate-Link) starten. Zu lange sollte man nicht warten, das die hohe Spannung in der Zelle die Degradation begünstigt. Das ist auch einer der Gründe, weshalb man die Zelle nur für einen solchen Testfall auf die Ladeschlussspannung bringt und später in normalen Betrieb höchstens mal 3,45V anfährt. Es wird zwar empfohlen, dass man die Zellen bereits vor dem ersten Ladevorgang "komprimiert", also rechts und links so einspannt, dass diese sich nicht ausdehnen kann. Bei den geringen Lade- und Entladeströmen ist das jedoch auch ohne Komprimierung absolut kein Problem. Der Kapazitätstester ist in nachfolgendem Bild übrigens dieses komische Gebilde mit Kühlkörper und Lüfter, der dafür gedacht ist die Abwärme wegzuschaffen. Denn der Tester ist nichts anderes als ein Widerstand, der sich erwärmt und dabei die Batterie entleert - und natürlich die entnommene Strommenge aufzeichnet. Der Kapazitätstester wird dabei so eingestellt, dass er sich bei spätestens 2,5V deaktiviert. Ich habe es auf 2,7V eingestellt, da man in diesem unteren Spannungsbereich ohnehin kaum mehr Energie aus der Zelle quetschen kann. Außerdem ist es einfach immer gut nicht das absolute Maximum bzw. Minimum herauszukitzeln, da das die Zellen einfach nicht mögen. Sobald der Tester an den Batterieterminals angeschlossen ist und die beiden Drehregler ganz nach rechts gedreht wurden, beginnt die Entladung automatisch. Jetzt sollte sich der "Ah"-Wert stetig erhöhen... ... bis der Tester irgendwann hoffentlich die Nennkapazität der Zelle - hier 280Ah - erreicht hat. Das dauert dann bei einer Stromstärke von knapp über 20A stattliche 14 Stunden. Und in meinem Fall lieferte die Zelle dann sogar noch 2,74V bei 21A - MEGA! Sobald der Kapazitätstester ausgeschaltet hat, sollte man die Zelle auch sofort wieder an das Netzteil hängen und auf 3,2V bringen, da eine geringe Zellspannung über einen längeren Zeitraum nie gut ist - genauso wenig wie eine sehr hohe Zellspannung. Im Ergebnis hat man durch den Kapazitätstest dann die Bestätigung "schwarz auf grün", dass die Zelle komplett neu ist und die Kapazität enthält, für die man gezahlt hat. Nach einigen Lade- und Entladevorgängen setzt übrigens bereits eine geringe Degradation ein, sodass die 280Ah dann vermutlich nicht mehr ganz erreicht werden. Das ist aber ganz normal. Ich selbst habe diesen echt lange dauernden Kapazitätstest übrigens nur mit drei Zellen durchgeführt (alle fast identische Ergebnisse), da es mir einfach zu lange gedauert hat und mir durch die anderen Kennzahlen (Volt und Widerstand) ohnehin klar war, dass sich die anderen Zellen identisch verhalten müssen. Aus meinem täglichen Leben Muss man den oben beschriebenen Aufwand mit den Zelltests wirklich machen? Vermutlich nicht. Meist reicht vermutlich eine einfache Spannungsprüfung, um die Zellen grob zu checken. Aber man lernt dabei bereits einige Grundmechanismen, wie so eine Batterie funktioniert - wie sich die Spannungen beim Laden und Entladen verhalten etc. Auch vermittelt es einfach ein gutes Gefühl, wenn man die getesteten später zu Packs zusammenbaut - wie das funktioniert, folgt dann im nächsten Blogpost. Aktuell habe ich bereits zwei Batteriepacks im Einsatz, bestehend aus jeweils 16 Stk. EVE-Zellen von ShenzenBasenTechnology (280Ah) (Affiliate-Link). Nachfolgend zu sehen ohne Deckel bei einem 12kW Lasttest, um die Temperaturentwicklung an den Terminals kontrollieren zu können. Jede der 32 Zellen tut exakt das, was sie soll und ich bin wirklich begeistert, wie gut alles läuft. Gerade eben habe ich erst einen Entladetest durchgeführt und konnte real 26kWh aus beiden Packs entnehmen und auf der 230V AC-Seite bereitstellen, was bei einer nominalen Gesamtkapazität von 28,672kWh ein wirklich guter Wert ist - insbesondere wenn man die Umwandlungsverluste im Hinterkopf hat. So konnte ich diesen Sonntagabend easy 100km Fahrleistung (20kWh) in unseren Tesla laden und das Haus noch gerade so über die Nacht versorgen (6kWh), bis die Sonne am nächsten morgen wieder genug Power lieferte, um die Batteriepacks erneut mit PV-Überschuss zu laden. Da wir aber oftmals erst abends die Möglichkeit haben unser Auto zu laden, am kommenden Tag aber wieder ein längerer Arbeitsweg ansteht, werde ich bald noch weitere Zellen für einen dritten Batteriepack ordern, um dann in Summe knapp 39-40kWh zur Verfügung zu haben - vielleicht auch für den Fall eines Blackouts, denn mein System ist jetzt durch ein Upgrade auf drei Victron Multiplus Inverter komplett notstromfähig. Wobei eigentlich besser als das: Das Victron-System ist quasi ein riesiges USV, welches das gesamte Haus im Falle eines Netzausfalls komplett verzögerungsfrei weiter mit Strom versorgt - und das mit zumindest kurzfristig bis zu 15kW (5kW pro Phase). Dauerlast eher in der Region 12kW, wobei die Batterien das sowieso nicht lange durchhalten, schon aufgrund des Spannungsabfalls bei sinkendem SoC und so hoher Leistung. Mehr Infos dazu in einem der nächsten Blogposts. UPDATE VOM 29.03.2022: Und noch ein Hinweis zum Schluss, da das zumindest in diesem Blogpost nicht so herausgearbeitet aber absolut wichtig ist (danke an Hardy für seinen Hinweis): Das spätere Batteriepack, bestehend aus mehreren Zellen, benötigt zwingend ein BMS. Mehr Infos dazu auch im Kapitel "Batterie-Management-System (BMS) -> 130€ (pro Batteriepack ein BMS notwendig)" des Blogpost Operation Hausspeicher – 28kWh für unter 7.000€. UPDATE ENDE ### Operation Hausspeicher - Wirkungsgrad meines AC-seitig eingebundenen ESS Getreu dem Motto: Wer viel misst, misst viel Mist, habe ich einmal alle relevanten Messwerte in eine Influx-DB geschrieben und per Grafana (geiles Tool) visualisiert. So lässt sich recht genau bestimmen, wie hoch der Wirkungsgrad beim hier vorgestellten AC-seitig eingebundenen Energiespeichersystem tatsächlich ist. Wirklich spannend fand ich dabei insbesondere die Leistungskurven der zwei parallel eingebundenen Batterie-Packs, deren LiFePo4-Zellen zwar grundsätzlich die gleiche Kapazität besitzen, jedoch verschiedene interne Widerstände aufweisen. Theoretisches Vorgeplänkel Um die Erzeugung der PV-Anlage mit dem tatsächlichen Verbrauch zu synchronisieren, muss die überschüssige Energie zwischengelagert werden. Jetzt ist es leider so, dass diese Energie nicht 1:1 in den Speicher geschoben und später wieder entnommen werden kann. Das liegt insbesondere daran, dass die Netzseite - an dem auch der PV-Inverter hängt - mit 230V Wechselspannung arbeitet, der Akku jedoch mit nur knapp 50V Gleichspannung. Zu diesem Zweck wird der Batterieinverter in Form des Victron Multiplus II 48-5000 (Affiliate-Link) benötigt, der hier gewissermaßen eine Brücke zwischen den beiden Welten schlägt. Die im Batteriewechselricher arbeitende Leistungselektronik muss dabei - vorallem bei hohen Lasten - schon einige Elektronen "schubsen", damit das Spannungsniveau und die Frequenz (auf der AC-Seite - Sichtwort: Sinuskurve) passt. Durch interne Widerstände treten hierbei Verluste auf, wodurch ein Teil der elektrischen Energie in thermische Energie umgewandelt wird. Sprich: Der Inverter heizt sich auf und "verbrät" quasi einen Teil des Stroms. Nun gibt es mehrere Ansätze, um diese Umwandlungsverluste einzudampfen, wobei - kurzgefasst - alles seine Vor- und Nachteile hat. Ich habe mich jedenfalls - aus mehreren Gründen - für einen AC-seitig eingebundenen Batteriespeicher entscheiden, der auch als "Stand-Alone-Lösung" angesehen werden kann. Schalte ich den Batterieinverter ein, kann ich die ESS-Funktion nutzen. Schalte ich ihn aus, funktioniert alles wie vorher auch, dann eben Speicher (nur einer der Gründe). Und diese Form des AC-seitig eingebundenen Batteriespeichers hat - platt gesagt - schlicht den schlechtesten Wirkungsgrad. Besonders spannend ist deshalb die Frage, was der Victron Multiplus aus dieser semioptimalen Ausgangssituation macht. Sprich, wie hoch der Wirkungsgrad am Ende tatsächlich ist - auch in Bezug auf bspw. eine DC-seitig eingebundene Lösung (z.B. durch einen Hybridwechselrichter). Praktische Messwerte - Batterieladung Der Victron Multiplus II 48-5000 (Affiliate-Link) ist laut Datenblatt dafür ausgelegt, den angebundenen 48V-Niedervoltspeicher mit bis zu 70A zu laden, was bei einer realen Batteriespannung von etwas über 50V dann knapp 3,8kW entspricht . Unter realen Bedingungen schafft das verbaute Ladegerät kurzzeitig sogar bis knapp 4kW, im Dauerbetrieb drosselt das Ladegerät jedoch durch stetige Erwärmung - und trotz dann aktivem Lüfter - langsam runter bis 3,3kW (Raumtemperatur ca. 25 Grad). Bei einer praxisnahen Ladeleistung von - im Schnitt - 1,1kW, habe ich dabei einen Wirkungsgrad von 94,8% ermittelt: Der Wirkungsgrad ergibt sich dabei durch den Quotienten aus der vom BMS gemessene Leistung (DC-seitig) und der vom Inverter gemessenen Leistung (AC-seitig). Wird die Ladeleistung auf 1,7kW erhöht, sinkt der Wirkungsgrad erwartungsgemäß etwas - auf knapp 94,4%: Nach diesen "aus dem realen Betrieb" stammenden Kennzahlen habe ich den leeren Akku mit konstant 3kW einmal komplett vollgeladen. Durch die recht hohe Last sinkt der Wirkungsgrad dabei sogar auf 93,9%: Nachfolgend kann man dabei auch gut sehen, wie sich die Temperatur in den Batterie-Gehäusen über die Stunden hinweg stetig erhöht: Extrem spannend fand ich dabei insbesondere, wie sich die Ladeleistung auf die beiden parallel geschaltenen Speicher-Packs aufteilt: Dieses "Hoch-und-Runter-Schwingen" kann ich mir spontan - und ohne weiteres Hintergrundwissen - nur durch die unterschiedlichen Innenwiderstände der Zellen erklären. Die Zellen aus Batterie 1 besitzen jeweils 0,16 Milliohm Innenwiderstand (laut Label und auch von mir gemessen), die Zellen aus Batterie 2 "wesentlich" höhere 0,21 Milliohm. Auch sieht man schön anhand der Kurven, dass das BMS von Batterie 2 am Ende den Strom kappt, da eine Zelle bereits den definierten Schwellwert von 3,45V (könnte man auch etwas höher stellen) überschreitet - was dann eben auch für das BMS bedeutet, dass der SoC von 100% erreicht ist. Dadurch und auch durch die steigende Gesamtspannung der Batterie-Packs regelt der Inverter auch direkt die Ladeleistung herunter und schaltet in den "Absorption"-Modus. Nachfolgend sieht man auch die für LiFePo4-Zellen charakteristische Spannungskurve, die bis auf die unteren und oberen Grenzen recht flach und linear verläuft: Bei meinem 0-100% Vollladetest wurden auf der 230V AC-Seite insgesamt 32,3kWh entnommen und in Richtung Akkus gesendet. Betrachtet man die Spannungsverläufe der beiden Batterie-Packs, sieht man auch sofort, dass diese absolut identisch verlaufen - eben so, wie man es erwartet. Und was natürlich auch ein Zeichen dafür ist, dass die Qualität der Messwerte in Ordnung ist. Praktische Messwerte - Batterieentladung Der Wechselrichter des 5000er Victron Multiplus kann laut Datenblatt bei 25Grad bis zu 4kW bereitstellen. Je höher die Temperatur, desto weiter wird dieser Wert gedrückt - bei 65Grad sind es bspw. nur noch 3000W. Aufgrund eigener Tests kann ich jedoch sagen, dass in der Spitze auch bis zu 4,5kW möglich sind, was nicht ganz 20A (bei 230V) entspricht - was sich wiederum knapp unterhalb der in Deutschland erlaubten "Schieflastgrenze" einpendelt. Tasten wir uns erst einmal mit lockeren 0,5kW Entladeleistung und einem geschmeidigen Wirkungsgrad von 95,1% vor, was in meinem Fall am ehesten dem nächtlichen Grundverbrauch entspricht: Wird die Entnahmeleistung auf satte 3kW angehoben, sieht es mit 90,3% Wirkungsgrad schon maßgeblich schlechter aus: Auch die Temperaturen der Batterie-Packs geht über den Zeitverlauf einer kompletten Entladung mit 3kW schon mehrere Grad nach oben: Und auch auf der Entladeseite erkennt man das stetige "Auseinanderlaufen" und "Zurücksynchronisieren" der Leistungswerte beider Batterie-Packs: Hier hat Batterie 2 wieder kurz vor Batterie 1 "schlappt gemacht" - sprich das Relais von BMS 2 hat die Verbindung gekappt, da eine Zelle die untere Spannungsgrenze erreicht hat. Zum Abschluss dann noch die charakteristische Entladekurve: Effektiv konnten dabei 26,4kWh aus dem Akku heraus auf der AC-Seite bereitgestellt werden. Das entspricht realen 92% bezogen auf die rechnerische Zellen-Gesamtkapazität in Höhe von 28,67kWh (3,2V Nennspannung x 16 Zellen x 280Ah Kapazität x 2 Batterie-Packs), wobei ich ja durch die eher konservativen Unter- und Obergrenzen im BMS bereits etwas Puffer lasse. Berechnung des Gesamtwirkungsgrades - Ladung & Entladung Wie in oben aufgezeigten Szenarien erkennbar, variiert der Wirkungsgrad je nach Ein- und Ausspeiseleistung schon ganz ordentlich. Das war im Grunde auch zu erwarten. Bei einem "Vollzyklus" mit konstant 2,5kW Ladeleistung und anschließender 3kW Entladeleistung landet das ESS-System bei einem Wirkungsgrad von knapp 82%. Also der Quotient aus rausgezogener Energiemenge (26,4kWh) und reingesteckter Energiemenge (32,3kWh) - beides real gemessen auf der AC-Seite. Betrachtet man die reinen protokollierten Leistungswerte, kommt man hingegen auf den leicht abweichenden Wert von knapp 85%: Der errechnete Wirkungsgrad bei der Ladung ist hierbei 93,9% und der errechnete Wirkungsgrad bei der Entladung 90,3% - beide werden dann multipliziert, um auf den Gesamtwirkungsgrad zu kommen. Die Differenz zu den "realen" 82% Gesamtwirkungsgrad lässt sich dann im Grund auch recht schnell zuordnen. Denn diese errechneten Werte beziehen sich auf den Quotienten aus den vom BMS gemessenen Leistungswerten (DC-Seite) und den vom Inverter gemessenen Leistungswerten (AC-Seite). Diese Differenz von knapp 3% (85%-82%) zusätzlichem Wirkungsgradverlust ist dabei den Batteriezellen selbst und der DC-seitigen Verkabelung zwischen BMS und Batteriezellen zuzuschreiben. Vor diesem Hintergrund kommt man dann bspw. auf einen realen Gesamtwirkungsgrad von 88%, sofern man die Ladung mit 1,1kW (94,8% Wirkungsgrad) und die Entladung mit 0,5kW (95,1% Wirkungsgrad) durchführt und nochmal ca. 2% Verlust durch die gerade erläuterte DC-Seite (nach dem BMS) addiert. Kann mir eigentlich noch jemand folgen? :D Und was bedeutet das jetzt? Lange Rede, kurzer Sinn: Der Gesamtwirkungsgrad ist stark abhängig von der Lade- und Entladeleistung und bewegt sich im realen Betrieb im Range 80-90%. Ist das jetzt gut oder schlecht - oder wie ist das jetzt insgesamt zu bewerten? Update vom 10.02.2022: Die Auswertung der letzten 30 Tage zeigt übrigens einen realen Wirkungsgrad von 86,4% - errechnet aus dem Quotienten der effektiv entnommenen Energiemenge aus dem Akku und der vorher geladenen Energiemenge, jeweils gemessen vom Victron Multiplus II auf der AC-Seite: Bei Hybrid-Systemen, also Systeme, bei denen der PV-Inverter "direkt" ohne DC-AC-DC-Wandlung den angeschlossenen Niedervolt-Akku laden kann, kommt man im Mittel auf etwas über 90% Wirkungsgrad. Die Anlage eines Freundes kommt dabei bspw. auf knapp 92%, wenn man einen längeren Zeitraum betrachtet. Ein höherer Wert ist auch schwierig, da quasi nur knapp 50% der Verluste (Ladeseite) im direkten Vergleich zur komplett AC-gekoppelten ESS-Lösung wegfallen. Denn sobald der Akku die Energie ins Hausnetz abgeben soll, kommt man auf die DC-AC-Umwandlung einfach nicht rum. Langsam etablieren sich aber auch Hochvolt-Hybrid-Systeme. Hierbei werden eine Vielzahl von Batteriezellen in Reihe geschaltet (wie bei E-Autos), um das Spannungsniveau maßgeblich zu erhöhen. Dadurch ist die Spannungsdifferenz zu den PV-Panels (Ladevorgang) und dem Umrichten zum Hausnetz (Entladevorgang) kleiner und entsprechend auch der Gesamtwirkungsgrad höher, da fast nur Verluste auf der Entladeseite DC->AC anfallen. Außerdem entfallen technikbedingt zusätzlich kleinere Verluste, da durch die höhere Spannung geringere Stromstärken fließen. Im DIY-Umfeld werden aber vermutlich auch weiterhin AC-gekoppelte ESS-Lösungen - wie das im erste Artikel zur ESS-Reihe vorgestellte - anzutreffen sein. Schon alleine aufgrund der unschlagbar günstigen Anschaffungskosten der LiFePo4-Zellen, wie den von mir genutzten EVE-Zellen von ShenzenBasenTechnology (280Ah) (Affiliate-Link). Und setzt man die Wirkungsgradverluste einmal in Relation, sieht es auch gleich nochmal besser aus. Denn auch wenn der Wirkungsgrad im schlimmsten Fall bei "lausigen" 80% liegt, kostet mich die aus dem Batteriespeicher zwischengepufferte kWh auch nur effektiv 11Ct (entgangene Einspeisevergütung von 9Ct / 0,8). ### Operation Hausspeicher - 28kWh für unter 7.000€ Lange habe ich recherchiert und Überlegungen angestellt, um ein passendes Konzept für einen DIY-Hausspeicher auszuarbeiten, der alle meine Anforderungen erfüllt. Einige Monate später werkelt der fertig gebaute Speicher bereits zuverlässig im Testbetrieb und muss im Grunde "nur noch" von meinem Elektriker abschließend abgenommen und beim Energieversorger angemeldet werden, um das Projekt erfolgreich abzuschließen. Ich hoffe dieser letzte Schritt klappt auf Anhieb - jedenfalls möchte ich euch auf der Reise von meinen ersten Überlegungen bis hin zum funktionstüchtigen Energy Storage System (ESS) mitnehmen und zeigen, was im Detail hinter der Hard- und Software steckt, für die ich mich entschieden habe. Nachfolgend also erstmal ein "grober" Überblick - wobei ich teilweise schon wieder mehr Details in den Artikel gepackt habe, als ich eigentlich wollte... Funktionsweise eines Hausspeichers Kurz gesagt, ist ein Hausspeicher dazu da, die überschüssige Energie der PV-Anlage zu speichern und nachts wieder zur Verfügung zu stellen, um damit das Haus zu versorgen und Netzbezug (Zukauf von Strom) zu vermeiden. Ziel ist es, die Autarkie zu erhöhen, also den eigenen Stromverbrauch bestmöglich durch die Kombination PV und Speicher selbstständig zu decken. (Auch eine Notstromfunktion sollte möglich sein, aber das lasse ich jetzt mal komplett außen vor.) Technisch gesehen, spricht man dabei von Energy Storage System (ESS) - in Form eines Akkuspeichers inkl. Inverter, welcher netzparallel installiert wird und durch ein Smart Meter sekundengenau weiss, wieviel Leistung gerade ins Stromnetz eingespeist (durch Überschussleistung der PV-Anlage) bzw. vom Stromnetz bezogen wird (durch Mehrverbrauch im Haus). Der Inverter versucht dann kontinuierlich dieses leistungstechnische "Ungleichgewicht" zu kompensieren, indem der Akku geladen bzw. entladen wird. Das wird dann auch Nulleinspeisung genannnt. Weiterführende Infos zum Thema ESS gibt es bspw. bei Victron Energy (externe Link). Kostenaspekte eines Hausspeichers Spannend wird dieses Hin- und Herschieben von elektrischer Energie insbesondere dann, wenn die Preisdifferenz zwischen eingespeistem und bezogenem Strom möglichst hoch ist. In meinem Fall wird eine durch meine PV-Anlage (hier vorgestellt) eingespeiste kWh mit 9Ct vergütet (für die nächsten 19 Jahre). Im Gegenzug bezahle ich knapp 30Ct/kWh (Stand 2022) für aus dem Netz bezogenen Strom. Und dieser Netzbezugspreis wird die kommenden Jahre aufgrund diverser (auch politisch bedingter) Entscheidungen vermutlich eher weiter steigen als fallen. Wenn man also vereinfacht von einer Ersparnis von knapp 20Ct/kWh für die aus dem Speicher entnommene Energie ausgeht (bei einem Wirkungsgrad des ESS von 90% - hier mehr Infos zu tatsächlichen Messwerten: Operation Hausspeicher – Wirkungsgrad meines AC-seitig eingebundenen ESS), müssen insgesamt 35MWh (35.000kWh) durch den Speicher fließen, um die oben angesprochenen Anschaffungskosten von 7.000€ wieder "einzuspielen". Das entspricht dann rechnerisch 1.250 Vollzyklen bei einem 28kWh fassenden Akku. Im Idealfall (äußerst unwahrscheinliche Annahme) wird ein Vollzyklus pro Tag genutzt, was einer Amortisationszeit von knapp 3,5 Jahren entspricht. Bei rechnerisch 200 Vollzyklen/Jahr (schon eher realistisch) sind es dann immer noch recht kurze 6 1/4 Jahre. Und das unter der konservativen Annahme, dass der aktuelle Strompreis konstant bleibt. Entscheidend ist dabei natürlich auch, welche Strommenge zu welchem Zeitpunkt verbraucht wird. In meinem Fall liegen dafür geradezu "ideale" Bedingungen vor, da über Nacht etliche Kilowattstunden benötigt werden. Einerseits durch das E-Auto, welches oft erst abends/nachts geladen werden kann und andererseits durch eine relativ hohe Grundlast im Haus von mind. 500W, kombiniert durch stromhungrige Verbraucher wie Waschmaschine oder Trockner, die tendenziell auch eher abends laufen. Aber in Summe ist das E-Auto mit Abstand am stromhungrigsten, da wir jährlich über 30.000 km damit zurücklegen, was bereits 6MWh Mehrverbrauch bedeutet (bei realen 20kWh/100km)... Funfact: Seit einiger Zeit wird die nachfolgend beschriebene LiFePo4-Zellchemie auch in der SR-Variante des Model 3 genutzt. ESS-Einbindung Um die nachfolgenden Ausführungen besser nachvollziehen zu können erstmal eine kleine Übersicht, welche Komponenten in welcher Form verbunden sind (rot = AC, blau = DC) und über welche Protokolle (grau) notwendige Daten ausgetauscht werden: Verwendete Komponenten (Schnellübersicht) Die wesentlichen Bestandteile umfassen den Energiespeicher (BAT1 + BAT2) inklusive einzelner BMS, der Steuereinheit in Form eines RPI mit Venus OS und den Batterieinverter, der das ESS mit der Netzseite verheiratet. Aber first things first... Speicher-Zellen -> 4.400€ für 28kWh (2 Batterie-Packs a 14kWh) Als eierlegende Wollmichsau können die sogenannten LiFePo4-Zellen bezeichnet werden, die am Markt noch recht neu sind, sich aber dennoch bereits hoher Beliebtheit erfreuen (auch bei Tesla). Denn die aus LithiumEisenPhospat (LFP) bestehenden Zellen sind unschlagbar günstig, unter Einhaltung einiger Sicherheitsmaßnahmen quasi nicht brennbar, halten mehrere tausend Zyklen ohne maßgebliche Degradation und beinhalten kaum umstrittene Rohstoffe - wie bspw. Cobalt. Praktisch ist weiterhin, dass nur 16 Zellen (a 280Ah bei 3,2V) in Reihe geschaltet werden müssen, um ausreichend Speicherkapazität (14,3kWh) und Spannung (51,2V) aus dem als "16S"-bezeichneten Batteriepack herauszukitzeln. (Im "Normalbetrieb" fährt man eher 90%-Zyklen, was einer Entnahme von ca. 13kWh entspricht).Nach langer Recherche und zwei erfolgreichen Käufen kann ich die EVE-Zellen von ShenzenBasenTechnology (280Ah) (Affiliate-Link) absolut empfehlen - und falls ihr mit "Gloria Luo" von ShezenBasenTech. chattet, grüßt Sie bitte vor mir! Wirklich kompentent und immer freundlich. Für jeweils knapp 2.200€ wurden mir die 16 bestellten Zellen in einwandfreiem Zustand "Frei Haus" geliefert. Also inklusive Zoll und Verand - bei der zweiten Bestellung sogar aus einem deutschen Lagerhaus inkl. 7-Tages-Lieferung. Das sind umgerechnet nur knapp 150€/kWh Speicherkapazität!! Nachfolgend das - wenn auch etwas ältere - Datenblatt der oben genannten Batteriezellen: EVE Energy Co., Ltd Product Specification LF280-72174 (externe Link)Die Zellen wiegen jeweils knapp unter 5,3kg, was der einzige Nachteil ist. Denn die LiFePo4-Zellchemie besitzt eine geringere Energiedichte als bspw. LiIon-Batterien. Aber das ist zum Glück beim stationären Einsatz ja kein wirkliches Hindernis. In einem Karton werden dann in der Regel jeweils vier Zellen geliefert - inklusive Verbindungszubehör (nicht auf nachfolgendem Bild zu sehen). Batterie-Management-System (BMS) -> 130€ (pro Batteriepack ein BMS notwendig) Auf die genauen technischen Hintergründe gehe ich zu einem späteren Zeitpunkt ein. Zum Verständnis ist es erst einmal nur wichtig zu wissen, dass die Speicher-Zellen "überwacht" werden müssen, um bspw. eine Überladung inkl. Defekt zu verhindern. Dafür wird ein Batterie-Management-System (BMS) benötigt, welches jede Zelle überwacht und im Notfall den gesamten Batterie-Pack vom ESS-System durch ein leistungsstarkes Relais trennt. Auch hier habe ich lange recherchiert und eine recht gute Lösung gefunden, die perfekt zu meinem Usecase passt: JiaBaiDa BMS LiFePo4 200a 8-20s (Affiliate-Link) + JBD-UART-RS485 Adapter (Affiliate-Link) Datenblatt-Download -> JiaBaiDa LiFePo4 200a 8-20s (25273 Downloads ) UPDATE VOM 13.09.2022: Da sich die Produktlinks - insbesondere bei Alibaba für Batteriezellen, BMS und RS485-Adapter - gefühlt ständig ändern, werde ich diese künftig zentral im Blogpost Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen pflegen - inklusive meiner bisherigen Erfahrungen zum Kauf. UPDATE ENDE Hier bereits fertig montiert mit "aufgestecktem" UART-RS485-Adapter per Halterung aus recht hitzebeständigem ABS (rot) direkt vom 3D-Drucker: Das BMS überwacht dabei die einzelnen Zellspannungen, den Stromfluss beim Laden sowie Entladen des Batteriepack, die Temperatur und bietet sogar eine Balancing-Funktion an, um kleine Unterschiede der Zellen (bis zu einem gewissen Grad) auszugleichen. Dazu werden an den Zellen sogenannte "Balance Leads" (die dünnen Käbelchen in nachfolgender Abbildung) angeschlossen, damit das BMS auf jede Zelle einzeln "zugreifen" kann: Im Notfall greift das BMS dann ein, sobald einer der definierten Schwellwerte über- bzw. unterschritten wird. Die Kontrolle der Messwerte samt Anpassung der Settings erfolgt bequem per XiaoxiangBMS-App, welche für iOS (AppStore-Link) und Android zur Verfügung steht: Zusätzlich - und das ist der entscheidende Mehrwert - lassen sich die BMS-Messwerte per JBD-UART-RS485-Adapter (siehe Link oben) in Echtzeit mit dem Inverter teilen. Dazu kann das BMS per USB am Venus-OS-Controller (in meinem Fall ein RaspberryPi 3) mit Hilfe der Software-Erweiterung dbus-serialbattery (GitHub-Link) eingebunden werden. Alle relevanten Batterie-Daten können dann im Victron-Interface eingesehen und weiterverarbeitet werden. Und wie man an nachfolgendem Screenshot sieht, können damit sogar mehrere Batteriepacks überwacht werden: Batterie-Pack-Gehäuse und Zubehör -> 150€ (pro Batteriepack) Damit die Batterie-Zellen samt BMS vernünftig untergebracht sind, habe ich mich für eine Konstruktion aus Siebdruckplatten entschieden. Ziel war ein lüfterloses Design, welches dennoch eine ausreichende Konvektionskühlung durch den "Kamineffekt" erreicht. Hier zu sehen in einer ersten Version ohne Deckel: Die Batteriezellen werden dabei in zwei Reihen a 8 Zellen angeordnet und leicht "eingespannt", was empfohlen wird, um ein Ausdehnen der Batterien bei hohen Ladeständen zu minimieren - was sich wiederum positiv auf die Lebensdauer auswirken soll. Am "Kopfeende" wird das BMS samt Anschlussstecker montiert, um kurze Kabelwege und ein möglichst kompaktes Gehäusedesign zu realisieren: Rechts in grau ist auch der recht brachial wirkende Anderson Anschlusstecker (Affiliate-Link) zu sehen, der das 70mm2-Anschlusskabel (Affiliate-Link) konnektiert. Nur ansatzweise sichtbar, ist die 200A-Sicherung (Affiliate-Link) zwischen rotem Anschlusskabel um Batterie-Terminal, welche berührungsgeschützt unter dem schwarzen Schrumpfschlauch sitzt. UPDATE VOM 10.02.2022: Ich habe mir nach der Diskussion mit Günter jetzt vorsichtshalber doch die teureren Victron 58V 48V 125A-300A Megafuse Sicherungen (externer Link) bestellt (in meinem Fall 250A), die explizit für höhere Spannungen bis 58V ausgelegt sind. UPDATE ENDE UPDATE VOM 24.05.2024: WICHTIG!!! Megafuses sind im Rahmen eines solchen ESS-Setups leider unzureichend, da sie nicht genügend "Trennvermögen" haben. Alle Details findet ihr in diesem eben veröffentlichten Blogpost: Operation Batteriespeicher – Darum sind Megafuses brandgefährlich 🔥🔥🔥 UPDATE ENDE Das Anschlusskabel wird dabei mit zwei Rohrkabelschuhen Typ A14-M8 (Affiliate-Link) am BMS und auf der Batterieseite mit zwei Rohrkabelschuhen Typ A14-M6 (Affiliate-Link) samt übergezogenem Schrumpfschlauch 16mm (Affiliate-Link) befestigt. Und hier das fast fertige Ergebnis, welches noch durch einige Details (Tragegriffe, gedruckte Lüftergitter, etc.) ergänzt wird: Inverter (Wechselrichter) + RPI3 -> 1.600€ Um die 48V-Gleichspannungsbatterie in das 230V-Wechselspannungsnetz einzubinden, wird ein Inverter bzw. Batterie-Wechselrichter benötigt. In meinem Fall als Standalone-Gerät, da der Wechselrichter der PV-Anlage bereits vorhanden ist und es - zumindest aktuell - keinen Hybridwechselrichter gibt, um die mittlerweile knapp 25kWp umfassende PV-Anlage (hier vorgestellt) inkl. Batterie leistungstechnisch zu managen. Da die Einbindung des "Niedervolt"-Stromspeichers auf der Wechselspannungsseite erfolgt, ist der Wirkungsrad leider etwas schlechter, aber einen Tod muss man eben immer sterben. Andererseits lässt sich der Wirkungsgrad laut meinen ersten Tests dennoch sehen. Zwischen 80% und max. 90% der brutto eingespeisten Energie lässt sich vom Speicher wieder zurückholen, vorausgesetzt man bewegt sich nicht in den leistungstechnischen Grenzregionen des Inverters. Mehr dazu im nachfolgenden Blogpost Operation Hausspeicher – Wirkungsgrad meines AC-seitig eingebundenen ESS. Beschäftigt man sich etwas mit dem Thema Batterieinverter, bleibt man zwangsläufig bei der Marke Victron Energy hängen. Etwas länger habe ich dann gebraucht, um das notwendige technische Konstrukt zu verstehen, welches notwendig ist, um einen Batteriespeicher "netzfähig" zu machen. Aber es ist eigentlich gar nicht sooo kompliziert, wenn man es einmal verstanden hat. Kurzgefasst: Am Inverter - in meinem Fall ein Victron Multiplus II 48-5000 (Affiliate-Link) - wird auf der einen Seite das Batteriepack (bzw. werden die Batteriepacks parallel) angeschlossen und auf der anderen Seite das Hausstromnetz über den zentralen Schaltschrank - inkl. passendem RCD und LS. Das wirklich Geniale am Victron ist in diesem Kontext, dass er hard- und softwareseitig alle Voraussetzungen inkl. Zertifikate - konkret das sogenannte Einheitenzertifikat nach VDE-AR-N 4105:2018-11 (externer Link) und NA-Schutz (externe Link) besitzt, um z.B. in Deutschland (aber auch anderswo) DIN VDE-konform betrieben werden zu können. UPDATE VOM 17.03.2022: Harald hat gerade darauf hingewiesen, dass der 5000er Victron die Schieflastgrenze hardwareseitig - zumindest auf dem Papier - ganz knapp überschreiten kann, sofern man ihn einphasig betreibt. Wer auf Nummer-Sicher gehen will, sollte deshalb besser nur den kleineren Bruder Victron Multiplus II 48-3000 (Affiliate-Link) einsetzen. Im Normalfall sollte die geringere Lade- und Entladeleistung immer noch ausreichen. Auch "schont" man damit zusätzlich das Batteriepack, sofern man nur eines einsetzt - und natürlich auch seinen Geldbeutel, da der kleinere Inverter gut 500 Euro weniger kostet. Davon unabhängig habe ich mittlerweile bereits zwei 5000er nachgelegt, um einen dreiphasigen Betrieb inkl. Nostromfunktionalität (bzw. eigentlich verzögerungsfreien Ersatzstrom) zu realisieren. In diesem Fall ist wohl die besagte Schieflastgrenze kein Problem mehr, was ich aber eigentlich auch nicht so wirklich nachvollziehen kann. Denn ich könnte ja auch nur einen Inverter mit 5000W "laufen" lassen, während die anderen vor sich hin dümpeln - oder wird das durch den Dreiphasenverbund irgendwie unterbunden? Evtl. kann mir das mal jemand genauer erklären anhand eines Beispiels oder hat einen brauchbaren Link für mich. Danke im Voraus! Ach - und nachfolgend noch ein Bild der taufrischen neuen Konfiguration, die platzoptimiert übereinander angebracht wurde: UPDATE ENDE UPDATE VOM 06.05.2022 Jens hat per Kommentar die Info geteilt, dass die Firmware 495 genau dieses Problem adressiert, sodass sich die maximal abgegebene Leistung der 5000er Multiplus auf 4,6kV (20A bei 230V) begrenzen lässt. Damit lässt sich also auch ein einzelner Batteriewechselrichter in einer dreiphasigen Umgebung den Vorschriften konform betreiben. Eine Zertifizierung steht wohl noch aus, aber diese wird hoffentlich bald folgen. Danke nochmal Jens für diese wichtige Info! In diesem Thread (Victron Community Link) wird darüber auch diskutiert. Weitere Infos gibts dann auch noch hier: Victron Community (externer Link) UPDATE ENDE Der Multiplus wird dann per Victron MK3-USB Schnittstelle (VE.Bus auf USB) (Affiliate-Link) an einem Raspberry Pi 3 (Affiliate-Link) angeschlossen, auf dem die Open-Source-Software VenusOS (GitHub-Link) installiert ist. Das muss man sich einmal vorstellen: Victron stellt sein "Betriebssystem" als Open-Source-Software zur Verfügung, sodass es auf einem günstigen RPI genutzt und um Erweiterungen (siehe BMS-Einbindung weiter oben) ergänzt werden kann! Wie genial ist das bitte? Aber es wird sogar noch besser in Bezug auf softwareseitige Ansteuerung - dazu später mehr... In meinem Fall starte ich jetzt mit einem Multiplus, um eine einphasige Anbindung (auf Phase 1) bis 20A (Schieflastverordnung) zu realisieren. Durch die Phasenkompensation des Stromzählers ist es dann im netzparallelen Betrieb völlig egal, auf welcher Phase tatsächlich der Strombedarf entsteht, da der Stromzähler eben alle Phasen "saldiert". Später könnte ich das Setup um zwei weitere baugleiche Multiplus ergänzen, um einen synchronen Dreiphasenbetrieb zu realisieren. Dann hätte ich nicht nur die theoretisch dreifache Leistung zur Verfügung, sondern könnte im Falle eines Stromausfalls auch das komplette Haus im Notstrommodus weiterversorgen - sogar per "Drehstrom". Aber das ist - wenn überhaupt - eine spätere Ausbaustufe und hier sind auch noch weitere Anpassungen/Erweiterungen notwendig, um bspw. den Betrieb des AC-seitigen PV-Wechselrichters im Notstromfall zu ermöglichen. Aber das führt an dieser Stelle viel zu weit... Jedenfalls ist das Victron-System komplett skalierbar, sodass im privaten Umfeld im Grunde keinerlei hardwareseitige Limitationen existieren. Man könnte sogar mehrere Multiplus parallel schalten, um die Leistung pro Phase zu erhöhen. Ich glaube das Maxmium liegt bei 12 Multiplus(en) im synchronen 3-Phasenbetrieb (dann eben 4 pro Phase). Crazy! Aber vielleicht knicke ich doch schon früher ein als gedacht und rüste wenigstens einen Multiplus (auf Phase 2) nach, um die Ein- und Ausspeiseleistung der Batterie zu verdoppeln - und weniger ins Netz zurückspeisen zu müssen. Aktuell ist nämlich im Dauerbetrieb "nur" 3,3kW (Batterieladung) und 4,4kW (Batterieentladung) aufgrund von thermischer Aufheizung und Herunterregelung durch den Inverter realistisch. Regelungstechnik zwecks Nulleinspeisung - 0€ (gewöhnlich jedoch ca. 170€) Im Normalfall wird "einfach" der Victron Stromzähler ET340 (Affiliate-Link) für knapp 170 Euro direkt nach dem Stromzähler des Netzbetreibers installiert und über das Victron OS eingebunden. Das war es auch schon - und der Victron versucht kontinuierlich die oben beschriebene Nulleinspeisung nachzuregeln. In meinem Fall wollte ich auf den zusätzlichen Victron Stromzähler verzichten, da ich im Rahmen meiner PV-Installation sowieso bereits ein Smart-Meter von SolarEdge installiert habe, dessen Messwerte im Loxone-System im Sekundentakt aktuell zur Verfügung stehen. Diese notwendige Information bzgl. aktueller Einspeise- bzw. Bezugsleistung, die also sowieso vorliegt, wollte ich deshalb direkt nutzen und über meine eigene Loxone-Regelungslogik den Multiplus passgenau steuern. Und tada: Victron bietet für diesen Fall (und andere) eine Modbus TCP-Anbindung (externer Link), perfekt also für die externe Steuerung durch Drittsysteme - wie Loxone. Alle verfügbaren Befehle inkl. notwendiger Register stehen auf dieser Victron Download-Seite -> "Modbus TCP register list" zur Verfügung. Hierfür ist lediglich die Eingabe der eigenen E-Mail-Adresse notwendig. Long story short: Die Ansteuerung funktioniert nach etwas Herumprobieren absolut perfekt und zuverlässig! Zwar musste ich in Loxone einige Regeln hinterlegen, damit alle "Sonderfälle" berücksichtigt werden, aber damit habe ich eine absolut flexible bzw. skalierbare Lösung. Ein "Sonderfall" ist bspw., dass der Inverter mind. jede Minute die Info erhalten muss, wieviel Leistung er ins Netz pumpen bzw. wieviel Leistung er umgekehrt in die Batterie schicken soll - auch wenn sich der Wert gar nicht ändert. Das ist quasi als Fail-Safe-Funktion implementiert. Sobald die Steuereinheit keine (plausiblen) Werte mehr liefert, schaltet der Multiplus spätestens nach einer Minute die gesamte Leistung runter, um eine etwaige (und nicht erlaubte) Netzeinspeisung zu unterbinden. Vorbildlich! Jedenfalls müssen dieser "Sonderfall" zusammen mit anderen Tweaks dann in der Loxone Config abgebildet werden, worauf ich auch noch irgendwann mal im Detail eingehen werde. In der Visualisierung sieht es dann soweit recht aufgeräumt aus: Aus meinem täglichen Leben Das Projekt "Operation Hausspeicher" war mit Abstand das aufwändigste (neben der PV-Anlagenerweiterung) in den letzten Monaten und entsprehend konnte ich in diesem ersten Blogpost auch nur an der Oberfläche kratzen. Viele Themen werden in nachfolgenden Blogposts in der Kategorie Batteriespeicher vertieft und dienen dann auch mir selbst als Dokumentation, damit ich in einigen Jahren noch weiss, warum ich was wie konzipiert und umgesetzt habe - z.B. um den Speicher zu erweitern oder andere Anpassungen vorzunehmen. Auf der Kostenseite bin ich überschlagsmäßig gerechnet bei etwas über 6.500 Euro gelandet. Hier und da kommt dann doch noch mal ein Kostenpunkt dazu und insbesondere die Anmeldung samt abschließender Prüfung durch den Elektriker steht ja auch noch aus. Ich denke, dass die im Titel genannten "unter 7.000 Euro" aber schon ganz gut hinkommen. Evtl. muss ich auch noch sicherheitstechnisch nachlegen, damit eine Anmeldung möglich ist. Ich denke aber, dass ausreichend Schutzmechanismen (insb. Absicherung, BMS, Berührungsschutz, Trennstecker, etc.) vorhanden sind. Aber let's see... Insgesamt habe ich mit der DIY-Lösung sogar ein besseres Gefühl als bei einer kommerziellen Lösung auf Basis von LiIon-Batterien, dessen Innenleben (z.B. BMS) sich komplett ausserhalb meines Einfluss- und Wirkungsbereichs befindet. Ach und insgesamt habe ich auch einige Euro für Werkzeug ausgegeben, die ich aber nicht 1:1 auf dieses Projekt durchreichen kann. In den kommenden Detail-Blogposts werde ich hierauf auch nochmal gesondert eingehen. Leider findet man im Internet bei solchen Bauprojekten auch immer nur reine Inselsysteme, die im Gegensatz zu netzparallelen Energiespeichersystemen - wie meinem - nicht anmeldepflichtig sind. Seht mein Vorhaben also mal als Referenzprojekt. Ernstzunehmende Sicherheitshinweise ---> LESEN! Mittlerweile gibt es bereits viele Inhalte zum Thema "LiFePo4" auf YouTube, die jedoch eher selten auf Sicherheitsaspekte eingehen. Insgesamt ist alles natürlich auch kein Rocket-Science, aber... An dieser Stelle der etwas längere Hinweis, dass Elektroarbeiten nur von Fachpersonal durchgeführt werden dürfen - insb. wenn 230V mit im Spiel ist. Denn hier herrscht Lebensgefahr. Punkt. Deshalb muss der oben beschriebene Victron Multiplus auch vom Profi netzseitig in Betrieb genommen werden. Ich übernehme keinerlei Haftung für Dritte und etwaig entstandene Schäden. Aber auch die 48V-Batterieseite ist "nicht ohne". Auch wenn es sich hiebei um Schutzkleinspannung handelt und man auch als "Fachfremder" Hand anlegen darf, sollte man hier genauestens wissen, was man tut. DENN: Gerade bei diesen geringen Spannungen fließen ENORME Ströme - und entsprechend hoch kann die Wärmeentwicklung inkl. Brandgefahr sein, wenn Leitungen falsch ausgelegt oder bspw. Quetschverbindungen unzureichend ausgeführt bzw. kontaktiert werden. Und auch wenn die LiFePo4-Zellen im Normaleinsatz quasi nicht brennbar (aufgrund der Zellchemie) sind, kann ein Kurzschluss - bspw. durch das versehentliche Zusammenführen von + und - Pol durch einen Imbusschlüssel - das Metall zum schmelzen bringen, was wiederum eine Brandgefahr UND ein enormes Sicherheitsrisiko für den Ausführenden mit sich bringt. Man muss sich immer vergegenwärtigen, dass in einer solch großen Batteriezelle enorme Energiemengen gespeichert sind, die durch den geringen Innenwiderstand in kürzester Zeit abgegeben werden können, was schnell mal 1000A+ übersteigen kann. Und das ist wirklich verrückt und übersteigt selbst ein Schweißgerät um Längen! Deshalb immer passende Schutzvorkehrungen treffen beim Umgang mit Strom, insbesondere auch bei Batterien - konkret Sicherheitshandschuhe samt Sicherheitsbrille tragen und wo es geht auf Berührungsschutz achten! ### Loxone - Fehlwerte in der Statistik verhindern v2.1 Ich hatte im Beitrag Loxone – Fehlwerte in der Statistik verhindern vor einiger Zeit beschrieben, wie sich Ausreißer bei Sensorwerten vermeiden lassen. Da hierbei offensichtlich noch Fragen offengeblieben sind, möchte ich das Thema heute etwas vertiefen und eine weitere Logik nachliefern. Denn grundsätzlich kann man zwischen zwei Arten von Werten unterscheiden, die man dann auch unterschiedlich behandeln muss: Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Sensorwerte, die sich über die Laufzeit lediglich erhöhen - z.B. die gesamt erzeugte Energiemenge einer PV-Anlage -> kWh (gezeigt in diesem Beitrag: Loxone – Fehlwerte in der Statistik verhindern)Es sollen folgende Fehlwerte herausgefiltert werden:-Neuer Sensorwert zu gering (kleiner als zuletzt akzeptierter Sensorwert)-Neuer Sensorwert zu hoch (bspw. mehr als 100 größer als zuletzt akzeptierter Sensorwert) Sensorwerte, die "springen" können - z.B. die aktuell vorhandene Leistung einer PV-Anlage -> kW (in nachfolgendem Video behandelt)Es sollen folgende Fehlwerte herausgefiltert werden:-Neuer Sensorwert zu gering (kleiner als 0)-Neuer Sensorwert zu hoch (größer als 31) In beiden Fällen sollen neue Sensorwerte auch nur dann weitergegeben werden, wenn sich der neue Sensorwert tatsächlich im Vergleich zum zuletzt akzeptierten Sensowert geändert hat. https://youtu.be/wVMt_8pMBOo Direkt zum Video (YouTube-Link) Ich denke, dass es jetzt etwas klarer geworden ist, wie man mit den beiden unterschiedlichen Arten von Sensorwerten umgehen kann. Sofern noch weitere Fragen auftauchen sollten -> Einfach die Kommentarfunktion nutzen. ### Pimp My Wallbox - Phasenumschaltung nachrüsten, aber wie? In den letzten Monaten habe ich ausgiebig an der bereits hier vorgestellten Ladeinfrastruktur herumgebastelt, um mithilfe der Software TWCManager und eigener Loxone-Logik die PV-Überschussladung fürs E-Auto zu optimieren. Neben der nachgerüsteten Leistungssteuerung über die integrierte RS485-Schnittstelle des Tesla Wall Connector wollte ich aber unbedingt auch eine automatische Phasenumschaltung - wie bei der OpenWB - realisieren, um den kompletten Leistungsbereich von 1,4 kW (einphasig) bis 11 kW (dreiphasig) stufenweise "abgrasen" zu können. Bei meinen zahlreichen Tests, der Konzeption samt anschließender hard- und softwaretechnischer Realisierung konnte ich viele Erfahrungen sammeln, die ich an dieser Stelle zusammentragen möchte. In diesem ersten Beitrag geht es darum, was ich getan habe, um bei der von Werk aus ziemlich dämlichen Ladesäule von Tesla (Gen2) die Leistungssteuerung samt automatischer Phasenumschaltung nachzurüsten. Tesla Wall Connector Gen2 - Dämliche Ladesäule? Als der Tesla Wall Connector Gen2 gegen Ende 2019 in Betrieb genommen wurde, um das damals taufrische Model 3 mit Strom zu versorgen, konnte die Wallbox zuverlässig 11 kW bereitstellen, lieferte darüber hinaus aber keinerlei zusätzliche Funktionen. Per Drehschalter konnte die Ladesäule lediglich mit einer fixen Stromstärke versehen werden - also 16A (=11 kW bei dreiphasigem Anschluss) eingestellt und fertig. Kein Lan-Anschluss, keine Webschnittstelle oder Ähnliches. Aber immerhin eine RS485-Schnittstelle (Anschlüsse rechts im Bild), zu der wir gleich noch kommen werden... Maximal unflexibel, insbesondere vor dem Hintergrund des kurz darauf in Betrieb genommenen PV-Carports (hier vorgestellt). Denn bei diesem Setup möchte man den gerade anliegenden PV-Überschuss - also die Leistung der Photovoltaikanlage, die den aktuellen Hausverbrauch übersteigt und der in diesem Moment für wenige Cent je kWh ins Netz eingespeist werden würde - ins E-Auto laden. Dann entgeht einem zwar die Einspeisevergütung (in meinem Fall knapp 9 Ct/kWh), im Gegenzug spart man jedoch die mittlerweile 30+ Ct/kWh, die für den Ladevorgang sonst aus dem Stromnetz bezogen werden müssten. Lohnt sich PV-Überschussladen überhaupt? Nur ein kurzes Rechenbeispiel: Wir brauchen im Schnitt 18-19 kWh/100km - inklusive Ladeverluste ca. 20 kWh. Komplett über die PV-Anlage geladen, entspricht das Kosten in Höhe von 1,80 Euro/100km (9 Ct/kWh entgangene Einspeisevergütung x 20 kWh). Komplett übers Stromnetz bezogen, landet man im Vergleich bei 6,00Euro. Könnte unsere Fahrleistung von jährlich 25t km komplett über die PV-Anlage abgedeckt werden, entspräche dies einer Ersparnis von 1.050 Euro/Jahr. Und der Strombezugspreis wird die kommenden Jahre mit ziemlicher Sicherheit weiter steigen, was die Kostenersparnis dann weiter erhöht. Eine Auswertung mit Realdaten werde ich nachliefern, sobald ein komplettes Jahr mitgetrackt wurde. Aber auch abseits des monetären Anreizes fand ich es recht unbefriedigend keinen Einfluss auf die Ladeleistung nehmen zu können. Ok, man konnte damals bereits die Ladestromstärke über das Display im Auto zwischen 5A und 16A anpassen - mittlerweile auch aus der Ferne über die Tesla App. Von einer automatischen bzw. regelbasierten Anpassung, also einem smarten Lademanagement, weit entfernt. Ladesäule steuert die Ladegeschwindigkeit, aber wie? Einen großen Schritt nach vorne kam ich dann mit der Software TWCManager (GitHub-Link), welche auf einem Raspberry Pi (Affiliate-Link) installiert wird. Über einen RS485-USB-Adapter (Affiliate-Link) war es damit möglich die Ladestromstärke des Tesla Wall Connector über die dort verbaute Schnittstelle im Bereich 6-16A zu steuern. Dazu musste lediglich ein http-Request mit dem gewünschten Ampere-Wert in Richtung TWCManager-Software abgesetzt werden. Eine externe Steuerung - in meinem Fall über Loxone - war also technisch relativ einfach möglich. Mehr Infos dazu in diesem Blogpost. Viel Zeit habe ich daraufhin in eine möglichst geschickte Logik zur automatisierten Ladesteuerung in Loxone gesteckt. Long story short - nach knapp zwei Jahren habe ich jetzt eine brauchbare Lösung erarbeitet - mit zig ineinandergreifenden Regeln. Dazu aber später an anderer Stelle mehr Details. Anfangs dachte ich jedenfalls es wäre trivial - äh naja - NEIN... Nachfolgende Abbildung zeigt, wie komplex das Ganze geworden ist. Details folgend wie gesagt zu einem späteren Zeitpunkt. Die Lösung war damals schon "ok", aber auf den zweite Blick noch lange nicht perfekt. Denn man musste sich immer bereits vor dem Verbinden des Ladekabels mit dem Auto entscheiden, ob der Ladevorgang ein- oder dreiphasig erfolgen soll und entsprechend die der Ladesäule vorgelagerten KNX-Relais ein- bzw. ausschalten. Bei einphasiger Ladung bedeutet das eine mögliche Ladeleistung zwischen 1,4 und 4,6 kW (6-20A x 230V). Technisch wären beim Tesla einphasig auch bis zu 32A möglich, da der interne Ladecontroller die anliegende Leistung aufteilen kann, aber das ist aufgrund der Schieflastverordnung in Deutschland nicht erlaubt. Bei dreiphasiger Ladung dann entsprechend die Spanne zwischen 4,2 und 11,0 kW (6-16A x 3 x 230V). Erfahrungen hinsichtlich Laderegelung sammeln... Technisch hatte ich die Phasenzu- und -abschaltung (von Phase 2 und 3) ursprünglich über einen vor der Ladesäule installierten KNX-Mehrfachschaltaktor mit Wirkleistungsmessung umgesetzt. Aus Sicherheitsgründen habe ich dazu noch eine Logik gebaut, sodass lediglich dann eine Umschaltung stattfinden kann, wenn gerade keine Leistung abgenommen wird. DENN: Eine Zu- bzw. Abschaltung einzelner Phasen kann während des Ladevorgangs im schlimmsten Fall zum Defekt der Ladeelektronik führen. Vielleicht nicht beim ersten Mal, aber das möchte man ja besser nicht ausprobieren. In jedem Fall quittiert das Fahrzeug und/oder die Ladesäule bei einem solchen "Manöver" den aktuellen Ladevorgang mit einem Fehler. Dann ist ein Abstecken des Ladekabels notwendig und ggf. sogar ein Restart der Ladesäule per seitlich verbautem "RESET"-Button. Also keine brauchbare Dauerlösung. Beginnt man bspw. morgens den Ladevorgang einphasig, kann man zwar super kleine Überschussleistungen zwischen 1,4 (6A) und 4,6 kW (20A) in 230W-Schritten abgreifen. Sobald jedoch die Sonne über den Tag mehr Power liefert, wird max. 6,4 kW (11,0 kW-4,6 kW) verschenkt bzw. eben ins Netz eingespeist - was man sinnvollerweise auch ins Auto laden könnte. Dazu kam zusätzlich die Einschränkung, dass der Ladevorgang mit dem "original" TWCManager trotz der in der Ladesäule verbauten Schütze nicht pausiert werden konnte. Das heisst, dass der Ladevorgang immer durch das Auto - je nach gewünschtem Ladestand - gestoppt bzw. gestartet werden musste. D.h. das Auto lädt nach dem Einstecken immer auf mindestens 50% SoC, da dies - im Fall eines Teslas - das Minimum darstellt. Tesla-API als führende Steuerungsinstanz praktikabel? Zuerst hatte ich mir damit beholfen den Wunsch-SoC über die Tesla-API zu setzen, inkl. der Möglichkeit die Ladung zu starten bzw. zu stoppen. Aber die Web-API ist auf Dauer einfach keine gute Lösung - zumindest nicht als führende Steuerinstanz. Manchmal wacht das Auto einfach nicht auf oder nur zeitverzögert, die API ist gerade mal nicht erreichbar, die API hat ein Update erhalten und die Authentifizierung muss nachgezogen werden oder der Token wurde einfach mal nicht rechtzeitig erneuert und sofort geht erstmal gar nichts mehr. Versteht mich nicht falsch, ich bin ein Fan der API, insbesondere um den Wunsch-SoC-Wert zu setzen und den aktuellen Ladestand abzufragen, aber im obigen Kontext wird man damit einfach nicht auf Dauer glücklich. Außerdem ist es zwingend notwendig, dass der Ladevorgang direkt vor einer Phasenumschaltung - und natürlich auch unterhalb eines SoC von 50% - absolut zuverlässig von der Ladesäule gestoppt werden kann. Logik der Phasenumschaltung Der Ablauf, der bei mir jetzt 100%ig funktioniert, sieht dabei folgendermaßen aus: Einphasiger Ladevorgang aktiv Logik erkennt, dass auf dreiphasig umgeschaltet werden soll (PV-Überschuss > 5 kW für 60s) Optional: Ladeleistung auf 6A drosseln, um die Schütze der Ladesäule bei der bevorstehenden Trennung nicht unnötig zu belasten Optional: Warten bis 6A erreicht wurde bzw. max. 10s Ladevorgang durch das Trennen der Schütze der Ladesäule stoppen Warten bis die Leistung auf <10W sinkt (dauert 1-2s) Phasen 2 und 3 durch vorgelagerten Schütz (vor der Ladesäule installiert) aktivieren 1s warten Ladevorgang durch die Ladesäule starten - Schütze der Ladesäule stellen die Verbindung her Der gesamte Vorgang dauert ca. 20-25s, egal ob von 1- auf 3-phasig oder umgekehrt geschaltet wird. Damit das alles klappt, muss darauf geachtet werden, dass der Tesla Wall Connector beim "Hochfahren" (also beim initialen Versorgen der ersten Phase mit Strom) die ersten 10s lediglich einphasig versorgt wird. Dann ignoriert sie einfach die Phasen 2-3 und prüft dann auch nicht deren Spannung. Das ist wichtig, da sie anderenfalls in einen permanenten Fehler läuft, sobald von 3- auf 1-phasig umgeschaltet wird und die Spannung von den Phasen 2 und 3 wegfällt. Der Tesla Wall Connector trackt dann zwar nur noch einphasig mit, wieviel kWh insgesamt geladen wurden (da die Phasen 2 und 3 eben ignoriert werden), aber das errechne ich sowieso über einen Energiemengen-Baustein in Loxone unter Einbeziehung der Netzspannung (Phase 1) mal Ampere mal Anzahl der Phasen. Bleibt noch das Problem mit dem Stoppen bzw. Starten des Ladevorgangs über die Ladesäule... Ladesäule stoppt / startet den Ladevorgang, aber wie? Aus Spaß hab ich etwas weiter recherchiert und bin auf die TWCManager-Version von ngardiner (GitHub-Link) gestoßen, welche die original TWCM-Softwareversion als Grundlage nutzt und um viele Features erweitert. Eigentlich hatte ich nicht viel erwartet, habe es aber dann doch einfach mal ausprobiert. Dann die Überraschung: Unter "Settings" -> "Stop Charging Method" fand ich die Möglichkeit auf "Send Stop Command" (Details dazu hier) umzustellen, was soviel bedeutet, dass die Ladesäule den Ladevorgang aktiv stoppen kann - durch ein hartes Trennen des integrierten Schützes, welcher alle drei Phasen des Ladesteckers gemeinsam schaltet. Eine Funktion, die viele andere Ladesäulen auch unterstützen, mit der jedoch anscheinend nicht wenige E-Autos (vorwiegend mit älteren Softwareständen) Probleme zu haben scheinen. In meinem Fall lief aber alles sofort absolut reibungslos, auch nach zig Stop- und Startvorgängen lief die Ladung ohne jegliche Fehler. Ich war geflasht. Selbst nach längerer Wartedauer wacht das Model 3 zuverlässig aus dem Tiefschlaf/Standby auf und fährt sofort mit dem Ladevorgang fort. Hardwareseitige Nachrüstung Nach einigen Monaten des vorsichtigen Herantastens verschiedener Parameter, machte ich mich daran, alle notwendigen Hardwarekomponenten zu ermitteln, die schlussendlich an nur einem wartungsfreundlichen Ort in der Nähe der Ladesäulen installiert werden sollten. Nachfolgend ein kurzer Einblick in die installierte Lösung, die am Ende doch etwas mehr Platz in Anspruch nimmt. Die meisten Komponenten sind dabei jedoch doppelt vorhanden, um eben zwei Ladesäulen getrennt voneinander versorgen bzw. ansteuern zu können. Dabei habe ich mich bewusst dazu entschlossen jede Ladesäule per separatem RS485-Adapter samt TWCManager-Instanz (auf einem RPI) anzubinden, um diese komplett individuell steuern zu können. Für die Phasenzu- und -abschaltung habe ich mich für bistabile Schütze vom Typ 30.070.025 von Iskra (Anbieter-Link) entschieden, die max. 32A vertragenp. Zwecks Auswertung der Schaltzustände sind sogenannte Hilfsschütze vom Typ 38.070.013 von Iskra (Anbieter-Link) montiert. Die insgesamt vier Schütze werden über ein 4x Relais-Modul (Affiliate-Link) angesteuert. Die GPIO-Pins des Raspberry Pi dienen schlussendlich als digitale Ein- bzw. Ausgänge, um die Hilfsschütze auszulesen bzw. die Relais zu schalten. Jedem Tesla Wall Connector sind zwei Schütze vorgeschaltet. Der erste Schütz steuert die erste Phase, wodurch die Ladesäule bei Bedarf komplett stromlos geschaltet werden kann. Der zweite Schütz steuert die zweite und dritte Phase der Ladesäule und kümmert sich damit um die Phasenzu- und abschaltung. Wie das alles im Detail aufgebaut bzw. angesteuert wird, folgt in späteren Blogposts. Aus meinem täglichen Leben Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte ich nun alles erfolgreich in Betrieb nehmen. Viele kleine Details haben sehr viel Zeit gekostet, was man bei der fertigen Lösung so auf Anhieb gar nicht sieht. Jedenfalls bin ich mega froh, dass es mit der über Monate optimierten Softwarelogik zu 100% zuverlässig läuft. Tausend Dank an dieser Stelle auch nochmal an Matthias von haus-automatisierung.com (externer Link), der mich bei der Einrichtung der beiden Docker-Container für die TWCManager-Instanzen unter Raspberry Pi OS supportet hat. Das hat mir viel Zeit gespart, die ich anderweitig investieren konnte. ### Pimp My WiFi - Die UniFi-Ufos sind gelandet Ich hatte das Thema im Blog über die Jahre bereits des Öfteren behandelt: Wer Zuhause keine stabile WLAN-Verbindung hat, wird seines Lebens einfach nicht glücklich. Nach einer mehr als zehnjährigen Leidensgeschichte ist dieses Thema jetzt zum Glück auch eeeendlich in der Doppelhaushälfte meines Bruders abgehakt. Was das Problem war, wie es schlussendlich mit Hilfe der neuen UniFi-6-Lite Accesspoints gelöst werden konnte und welche Einrichtungsschritte notwendig waren, um zum Ziel zu gelangen, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Wie alles begann... Nachdem um die Jahretausendwende herum die erste FritzBox inkl. DSL-Anschluss in der dreigeschössigen Doppelhaushelfte meines Bruders einziehen durfte, kam es, wie es kommen musste: Die Fritzbox wurde im Keller neben der Telefondose installiert und das eingebaute WLan reichte gerade so ins Erdgeschoss - Stahlbetondecke sei dank. Da man das Telefonkabel damals glücklicherweise vom Keller bis ins Büro im 2. Stock verlängert hatte, zog die Fritzbox eben kurzerhand dorthin um. Dort konnte man dann einigermaßen damit arbeiten, da PC, Mac und Co. sowieso nur kabelgebunden betrieben wurden. Mobile Endgeräte waren damals auch noch nicht so weit verbreitet, sodass ein unzureichender WLan-Empfang im Haus noch nicht so schlimm wog. Doch das änderte sich dann schlagartig um das Jahr 2010, mobile Endgeräte sprossen wie Pilze aus dem Boden und ohne WLan ging einfach nichts mehr. Also wurde die Fritzbox "mittiger" zwischen EG und OG positioniert, um eine gleichmäßigere WLan-Abdeckung zu gewährleisten. Aber auf kurz oder lang -> Pustekuchen. Stahlbetondecken erzeugen einfach so viel Dämpfung, dass an Signalqualität nicht mehr viel übrig blieb. WLAN-Brücke oder DLAN-Adapter? Beides keine Lösung! Als Ausweg wurden WLan-Brücken besorgt, die das WLan-Signal der Fritzbox verstärken sollten. Aber getreu dem Motto "Shit-In-Shit-Out" war das auch nicht von Erfolg gekrönt. Denn bereits ein Stockwerk weiter war das WLan-Signal der Fritzbox so schlecht, dass die WLan-Brücke bzw. der WLan-Repeater eben nur noch Sch***se repeaten konnte. Das Fatale daran: Sobald sich das mobile Endgerät am Repeater einloggt und ein starkes WLan-Signal anzeigt, freut sich der unbedarfte Anwender über "tollen Empfang". In Wirklichkeit ist die Verbindung zwischen FritzBox und Repeater aber mies - und damit eben auch die gesamte Verbindungskette bis hin zum mobilen Endgerät. Dann eben DLAN-Adapter installieren, um die stockwerksübergreifende Stahlbetondeckenhölle geschickt über die Stromleitung zu überwinden und dann eben mit an den DLAN-Adaptern angeschlossenen WLAN-Repeatern zu arbeiten. Leider auf Dauer auch unmöglich, da irgendwelche 230V-Verbraucher (vermutlich Kühlschrank, Trockner, etc.) brutale Störsignale erzeugen und die DLAN-Verbindung komplett killen. Hier haben wir über die Jahre einfach alle möglichen Lösungen getestet, aber NICHTS lief dauerhaft stabil. Am besten liefen noch die devolo Powerline LAN-Adapter... Als lezte Hoffnung hatten wir sogar kürzlich erst das akuellste AVM FRITZ!Powerline 1260E/1220E WLAN Set (Affiliate-Link) getestet, das aber bereits nach wenigen Stunden kläglich mit einem kompletten Verbindungsabbruch scheiterte. Alles keine Dauerlösung... Und dabei habe ich bereits vor Jahren gepredigt: "Leute, wir müssen Netzwerkkabel verlegen! Anders wird das nichts!" Und... Ich wurde endlich erhört - Denn der Leidensdruck war mittlerweile so hoch, dass nun sogar Kabelkanäle einmal durchs Haus toleriert werden. Das habe ich mir natürlich nicht zwei mal sagen lassen und sofort mit per Planung begonnen. AVM-und-UniFi-Netzwerkkomponenten-4-the-win Vorab: So sollte das neue Dreamsetup nach kurzer Überlegung aussehen: Da insgesamt vier Stockwerke vorhanden sind, die jeweils durch brutale Stahlbetondecken unterbrochen sind, musste auch unbedingt pro Stockwerk ein Accesspoint her - in diesem Fall jeweils ein UniFi U6-Lite (Affiliate-Link), die ich bereits selbst Zuhause im Einsatz habe und die ich absolut lieben gelernt habe. Mehr dazu im Blogpost UniFi 6 Lite WiFi-Accesspoint in Betrieb nehmen. Um die vier WLan-Accesspoints direkt über das Netzwerkkabel per PoE mit Strom zu versorgen, musste dann noch ein Switch vom Typ UniFi US-8-60W (Affiliate-Link) her. Um das UniFi-Setup rund zu machen, kam dann im Grunde nur noch der UniFi Cloud Key Gen2 Plus (Affiliate-Link) mit integrierten 1TB HDD in Frage, da künftig auch noch Überwachungskameras nachgerüstet werden sollen und damit keine weitere Hardware (bis auf VoE-Injector) mehr notwendig sind. Der Cloud Key benötigt in diesem Setup leider auch noch einen eigenen UniFi PoE-Injector (Affiliate-Link), da der 8x-Switch selbst nur vier PoE-Ports besitzt, welche bereits für die Accesspoints draufgehen. Und damit geschwindigkeitstechnisch absolut kein Flaschenhals mehr besteht, wurde die vorhandene FritzBox schließlich noch gegen eine aktuelle FritzBox 7590 (Affiliate-Link) getauscht, welche als Router fungiert und die DSL-Verbindung herstellt. Passende Netzwerkkabel finden Für die Anbindung der WLan-Accesspoints mussten also noch passende Netzwerkkabel besorgt werden. Wichtig war, dass die Kabel besonders biegbar und gleichzeitig dünn sind, um mehrere davon in möglichst schmalen Kabelkanälen zu verlegen. Nach längerer Recherche habe ich mich dann für die UGREEN Cat 8 Lan Kabel Flach Ethernet Kabel (Affiliate-Link) entschieden, da sie mit knapp 3x8mm super dünn sind, mit ihrem Baumwollmantel zudem biegsam und explizit PoE-fähig sind, worauf man angeblich achten soll. Hintergrund ist, dass die Adern einfach nicht zu dünn sein sollen. Mit den angegebenen 26AWG konnte ich mich jedenfalls anfreunden und - Spoiler - es hat auch auf Anhieb mit den Kabeln in Kombination mit den Accesspoints geklappt. Und das selbst beim entferntesten Accesspoint, der an einem 20m-Kabel hängt. Um die ersten Netzwerkkabelmeter im Kellerflur zu verstecken, habe ich einen 20x20mm Kabelkanal (Affiliate-Link) gewählt, in welchem alle fünf Netzwerkkabel (vier für die WLan-Accesspoints und ein weiteres fürs LAN im Büro) genug Platz finden - auch um Ecken herum. Ein 5m-Netzwerkkabel versorgt dann direkt den Accesspoint im UG, sodass in Richtung EG nur noch vier Netzwerkkabel nach oben weiterlaufen. Im EG hängt dann auch ein Accesspoint an der Decke, sodass von dort dann nur noch drei Netzwerkkabel nach oben weiterlaufen etc. Entsprechend wurden hier dann jeweils noch dünnere Kabelkanäle gewählt. WiFi-Accesspoints und Netzwerkequipment installieren So sahen die ersten Überlegungen zu den Standorten der Accesspoints vorab aus: Und so die fertige Installation bereits einige Tage später: Nachfolgend die gesamte Installation im DSL-Anschlussraum, wobei man linken oben im Bild auch gut einen von insgesamt zwei Wandlöchern sieht, durch die an dieser Stelle alle fünf Netzwerkkabel laufen: Die Gewebestruktur des Netzwerkkabels hat beim Durchführen durch die rauhe Betonwand übrigens etwas gelitten, was jedoch glücklicherweise nur leichte oberflächliche Beschädigungen verursacht hat. Einrichtung der UniFi-Software Die Erneuerung der Fritzbox war super simpel. Einfach die Einstellungen der alten Fritzbox (mit der IP 192.168.10.1) im Webinterface speichern und auf die neue Fritzbox übertragen. Lediglich die verbundenen DECT-Telefon (FritzFon (Affiliate-Link) und Co.) mussten neu angelernt und der MyFritz-Dienst neu eingerichtet werden (inkl. neuer MyFritz-Adresse), um später wieder per VPN von außen zugreifen zu können. Und dann eben noch das WLAN der Fritzbox deaktivieren, da dafür künftig die UniFi-Accesspoints zuständig sind. Der UniFi Cloud Key Gen2 Plus (Affiliate-Link) war auch recht schnell eingerichtet: Erstmal unter "Settings" -> "General" die grundsätzlichen Netzwerkeinstellungen vornehmen, wobei die Fritzbox als Gateway die IP "192.168.10.1" besitzt (gängig ist eher 192.168.178.1, entsprechend müssten dann auch die nachfolgenden Adressen angepasst werden): Dann unter "Network" -> "Einstellungen" -> "Benutzer-Interface" den Eintrag "New User Inteface" deaktivieren, da sonst zum aktuellen Stand ("ALPHA") manche Einstellungen einfach nicht verfügbar sind... WTF Dann ändert man unter "Network" -> "Netzwerke" das bestehende "LAN"-Netzwerk mit "BEARBEITEN": DHCP-Modus wird auf "Keine" gestellt, da sich die Fritzbox um die dynamische Vergabe der IP-Adressen kümmert. Zumindest vorerst, bis irgendwann vielleicht mal VLANs genutzt werden sollen... Und dann natürlich noch die gewünschten WLAN-Einstellungen unter "Drahtlos-Netzwerke", die später auf die Accesspoints übertragen werden sollen: Sobald die Accesspoints dann im Menüpunkt "Geräte" angelernt (adopt) wurden, sollten sie automatisch ein gemeinsames WLAN-Netz aufspannen: Aus meinem täglichen Leben Das neue Setup wurde zwar erst vor einigen Tagen installiert, bisher gab es aber absolut keine Ausfälle zu beklagen. Alle Endgeräte haben einen super Empfang, hatten bisher keinerlei Abbrüche und bei mir selbst sind noch keine Klagen der Hausbewohnern eingegangen - anders als es vorher gängige Praxis war. Gerade in Sachen Auswertung/Maintenance spielt das UniFi-Netzwerk hier ganz klar seine Stärken aus. Man kann einfach so gut wie alles auswerten und managen - auch aus der Ferne, was für mich ein mega Pluspunkt ist, inkl. rollierenden Updates usw usw. Außerdem ist das System ohne Probleme weiter skalierbar, wenn bspw. demnächst noch ein Accesspoints im Carport und evtl. auf der Terrasse nachgerüstet werden. Desweiteren sollen - wie eingags erwähnt - auch noch einige Kameras folgen, die sich dann bequem mit dem UniFi Cloud Key Gen2 Plus (Affiliate-Link) managen lassen, inkl. automatischer Aufzeichnung auf der integrierten 1TB HDD. Ich freu mich schon auf die kommenden Upgrades, auch wenn es nichtmal meine eigene Installation ist... ### Nachtrag - HDFury Diva mit zweitem LED-Stripe erweitern Nachdem ich die Ambilight-Lösung mit der HDFury Diva (hier vorgestellt) bzw. dessen LED-Stripes bereits längere Zeit testweise mit Tesafilm befestigt hatte, wurde es endlich Zeit für eine vernünftige, dauerhafte Befestigung. Dazu hatte ich mir extra ein passendes LED-Profil und einen zweiten LED-Stripe besorgt. Was ich schlussendlich warum installiert oder nicht installiert habe und ob sich das Ergebnis am Ende sehen lässt, ist Inhalt des nachfolgenden kurzen Blogpost. LED-Profil oder nicht Bei den meisten Dingen - LED-Stripes eingeschlossen - bin ich eher der cleane Typ. Also brav alle LED-Stripes in passende Aluprofile und Kabel entweder "unsichtbar" in der Wand/Decke oder zumindest in Kabelkanälen verlegen. Im Fall der LED-Hintergrundbeleuchtung für meinen noch relativ jungen Sony KD85XH9096B (Affiliate-Link) wollte ich das natürlich entsprechend umsetzen und habe passende LED-Profile geordert. Leider hat sich dieser Plan aber recht schnell als schwierig realisierbar herausgestellt, da die Rückseite des TV nicht plan ist. Insbesondere zu den Seiten hin (oben, rechts und links) verringert sich die Dicke des Gehäuses. Vermutlich weil er dann an der Wand hängend schmaler aussieht... Jedenfalls eine Nullnummer und die LED-Profile verstauben aktuell erstmal auf dem Büroschrank, bis ich einen neuen Anwendungsfall gefunden habe. Im Ergebnis also: LED-Stripes doch konventionell per Klebeband befestigen, auch wenn es bei den Übergängen von LED-Stripe zu LED-Stripe (an den Ecken des TV) alles andere als clean aussieht. 🤦‍♂️ Zweiter LED-Stripe für mehr Power Spannend fand ich die Idee nicht nur einen LED-Stripe hinter den TV zu packen, sondern leicht versetzt noch einen zweiten. Durch zwei Stripes hat man schlicht mehr Leuchtkraft, was insbesondere bei meiner dunklen Steinwand sinnvoll ist, welche viel Licht schluckt bzw. gar nicht erst reflektiert. Außerdem lässt sich die Breite des LED-Stripes durch die versetzte Anbringung um einige Zentimeter erweitern, wodurch die Stripes mehr bis in die Ecken des TV reichen. insanelight (Link zum Shop) war dabei so nett und hat mir einen solchen zweiten Stripe für meine Installation zur Verfügung gestellt, sodass ich ihn an dieser Stelle vorstellen kann. Hier zum Artikel: HDFury Diva Ambienlicht Kit (externer Link). Im Set ist im Grunde alles dabei, was man für die Installation an einer HDFury Diva (externer Link) benötigt. Wichtig dabei ist natürlich die richtige Länge des Stripes auszwählen, in meinem Fall 85", passend zum TV. Außerdem sollte man die Option "USB Adapter zum Anschluss eines weiteren LED Kit's" berücksichtigen, da man sonst etwas basteln muss, um beide Stripes an der HDFury Diva anschließen zu können. Installation an nur einem Netzteil Apropos basteln: Es ist vorgesehen, dass jeder LED-Stripe mit zwei Netzteilen versorgt wird. Also müsste man bei zwei Stripes in Summe vier 5V-Netzteile verbauen. Plus natürlich noch ein 12V-Netzteil für die HDFury Diva selbst. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen das Setup etwas zu modifizieren: Um die Stromversorgung kümmert sich ein zentrales 5V-Netzteil vom Typ MEAN WELL LRS-75-5 (Affiliate-Link). Um gegen einen potenziellen Kurzschluss auf der DC-Seite vorzusorgen, habe ich dann noch eine 10A-Sicherung aus diesem Sicherungs-Set (Affiliate-Link) - das schwarze kleine Kästchen an der roten Anschlussleitung auf dem Bild - eingebaut. Die 230V-Klemmstellen hinten links am Netzteil habe ich vor Inbetriebnahme noch mit Heißkleber vergossen, sodass keine Berührung möglich ist. Denn Vorsicht: Mit 230V ist nicht zu spaßen, hier besteht bei Berührung bzw. unsachgemäßer Installation Lebensgefahr! Elektriker konsultieren! Die knapp drei Meter lange Zuleitung zu den Stripes habe ich dann über ein 4-poliges Verlängerungskabel (Affiliate-Link) realisiert. 4-polig deshalb, weil ich neben +5V und GND gleich noch das Datensignal (2 Adern) übertragen kann, welche für die Ansteuerung der LEDs zuständig sind. Wer das ebenfalls so umsetzt, muss natürlich den Lötkolben schwingen... Den stromtechnischen Anschluss an den Stripes habe ich dann schließlich über dieses DC Mount Adapter Set (Affiliate-Link) realisiert, da an den LED-Stripes bereits entsprechende Buchsen hängen. Die ganzen Kabelenden habe ich miteinander verlötet und mit passenden Schrumpfschläuchen (Affiliate-Link) versehen. Als Detailaufnahme natürlich schon etwas hässlich bzw. alles andere als clean. Da sich dieser unschöne Part jedoch an der Rückseite des TV befindet, sieht man davon später beim Fernsehen zum Glück nichts mehr. Das Ergebnis Da (bewegte) Bilder mehr sagen als tausend Worte - hier das Ergebnis als kurzes Video: https://youtu.be/N51wDets9lE YouTube-Direktlink BTW: Das gezeigte Video "David Guetta live Tomorrowland 2019" (YouTube-Link) macht gerade mit Ambilight-Unterstützung richtige Laune...Y Nach wie vor bin ich mit dem HDFury Diva Ambienlicht Kit (externer Link) absolut zufrieden. Bisher wurde jeder Inhalt, egal ob 4k, 60Hz, HDR anstandslos und ohne Murren wiedergegeben. Verzögerungen beim Ambilight sind überhaupt nicht wahrnehmbar und ins Smart Home integriert ist das Ganze ja auch bereits, wie im vorherigen Blogpost Ambilight-Pimp Deluxe – HDFury Diva ins Smart Home integrieren beschrieben. Installation hiermit abschlossen - endlich... ### Operation Solar-Terrassenüberdachung - Anlagenerweiterung um 4,8 kWp Nachdem im letzten Juni unser Solarcarport mit guten 9 kWp ans Netz ging (hier vorgestellt) und seit Tag 1 mit einer super Performance überzeugte, ist die gesamte Anlage mittlerweile auf knapp 25 kWp gewachsen. Ein Teil der Erweiterung ist dabei die Solar-Terrassenüberdachung mit fast 5 kWp und perfekter Südausrichtung, die vor etwas über einem Monat in Betrieb ging. Welche Komponenten ich dafür ausgewählt habe, wie das Ergebnis aussieht und wie die 40% transparenten PV-Panels performen, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Solar-Terrassenüberdachung vom Anbieter kaufen? Wie schon damals beim Solarcarport war schnell klar, dass ich das Projekt selbst in die Hand nehmen muss, um alle gewünschten Anforderungen realisieren zu können, vom Preis für eine knapp 40qm große Überdachung mal ganz zu schweigen. Da ich ja bereits Erfahrungen beim Carport sammeln konnte, ging die Planung nun beim zweiten Mal entsprechend schneller von der Hand. Im Grunde ist die Konstruktion absolut identisch, was Holz, Holzverbinder und Glashalterung angeht. Lediglich die PV-Panels sind von einem anderen Anbieter und besitzen eine höhere Transparenz von knapp 40%, damit noch genug Licht ins Haus strömt. Solar-Terrassenüberdachung selbst bauen! Also erneut ran an den Meterstab und die Freeware Sweet Home 3D anschmeissen, um alle Details zu planen. Erste Einblicke dazu gab es ja bereits in diesem Blogpost. UPADTE VOM 31.07.2023: Nachfolgend stelle ich mein etwas abgespecktes 3D-Modell zur Verfügung, sodass man es bequem herunterladen und auch alle Maße einsehen kann. Viel Spaß damit! PV-Terrassenüberdachung Sweet Home 3D CAD-Modell (3740 Downloads ) UPDATE ENDE Zum Glück konnte ich das 3D-Hausmodell zur Planung heranziehen, welches bereits vor knapp fünf Jahren super Dienste geleistet hatte. Dieses wurde dann eben entsprechend erweitert, um bspw. die Stützen auf der bestehenden Terrasse einzuplanen: Bevor es mit der Umsetzung losgehen konnte, mussten aber natürlich noch alle Komponenten ermittelt werden. Teilweise schon etwas teurer im Verhältnis zum letzten Jahr, aber die Baustoffpreise explodieren ja einfach immer weiter. Hier eine grobe Aufstellung der Bauteile: Grundkonstruktion – gesamt 2.350 EuroBalken Leimholz Fichte Sichtqualität BSH GL24C SI (knapp 2 m3) – 1.300 Euro 6x H- und U-Pfostenträger inkl. Fertigbeton für Punktfundamente – 200 Euro 18x Holzverbinder (Pitzl HVP-Verbinder) – 500 Euro Diverse Edelstahlschrauben – 150 Euro Remmers Holzschutzgrund (Affiliate-Link), Isoliergrund (Affiliate-Link) und Deckfarbe weiss (Affiliate-Link) – 200 Euro Vereinfachte Baugenehmigung – 100 Euro Standsicherheitsnachweis – 0 Euro (gewöhnlich vermutlich 500 Euro+) Dach – gesamt 6.000 Euro PV-Module Glas-Glas mit 40% Teiltransparenz Grid Parity 200W 24 Stk. – 4.400 Euro (bezogen über den Webshop von shop.pvdach.com) Glashalterung inkl. Ortgangblech und Schrauben von easyprofile.de – 1.400 Euro Regenrinne dachrinnen-shop.de – 200 Euro Elektrik – gesamt 1.150 Euro Wechselrichter SolarEdge SE17k (Affiliate-Link) (bereits vorhanden von Carport) – 0 Euro 12x Leistungsoptimierer SolarEdge P500 – 600 Euro Smartmeter SolarEdge SE-MTR-3Y-400V-A inkl. drei Stromsensoren SE-ACT-0750-50 (Affiliate-Link) (bereits vorhanden von Carport) – 0 Euro PV-Leitung 6mm (Affiliate-Link) 50m, MC4 Solarstecker (Affiliate-Link), etc – 150 Euro 2x Hager Kleinverteiler (Affiliate-Link) (bereits vorhanden von Carport) – 0 Euro DC-Überspannungsschutz DEHNguard 950530 – 100 Euro AC-Überspannungsschutz SP801Z (Affiliate-Link) (bereits vorhanden) FI-Schutzschalter CGA440D (Affiliate-Link), 3x Sicherung MBN132 (Affiliate-Link) (bereits vorhanden) – 0 Euro Anschlussleitung 5adrig 10mm (Affiliate-Link), Zubehör – 100 Euro Elektromeister – 300 Euro In Summe also knapp 9.5k Euro an Materialkosten samt Genehmigung etc., wobei gerade die Elektro-Kosten mehr als moderat ausfallen, da bspw. Wechselrichter inkl. Peripherie vom PV-Carport dank der Flexibilität der SolarEdge-Komponenten einfach mitgenutzt werden können. Die Umsetzung kann beginnen oder doch noch nicht so ganz... Das Holz hatte ich vorsichtshalber bereits im November geordert, da aufgrund der hohen Nachfrage lange Lieferzeiten anzunehmen waren. Mit dem Zuschnitt habe ich aber lieber noch auf die Baufreigabe gewartet, man weiss ja nie. Da sich der Genehmigungsprozess bis Ende Dezember gezogen hat und das Wetter bereits zu ungemütlich war, konnte die Umsetzung jedoch erst im März beginnen. Also direkt wieder die gute alte Bosch Paneelsäge (Affiliate-Link) ausgepackt, die sich mittlerweile schon bei diversen Hausbauprojekten mehr als bezahlt gemacht hat. Im Hintergrund sieht man auch die Bosch Oberfräse (Affiliate-Link), die für die Ausschnitte der Pitzl-Holzverbinder zum Einsatz kam - und natürlich auch für die Aussparung der obligatorischen LED-Leisten samt später uneinsehbare Zuleitungswege für die Verkabelung im Querbalken: Dazu gibt es später nochmal einen separaten Blogpost. Jedenfalls ging die Holzbearbeitung diesmal schon ein gutes Stück schneller als noch damals beim Carport, der dem Holz zwischenzeitlich auch ein "Dach über dem Kopf" bot. In nachfolgendem Bild sieht man die Pitz-Holzverbinder, die mit brutal vielen Schrauben in den Holzbalken verankert werden. Oben aufliegend dann die Alu-Profile, in die später noch Gummidichtungen gedrückt werden, um die aufliegenden Glaselemente zu fixieren. In Pink erkennt man meine per 3D-Drucker angefertigten Abstandshalter, die ich für den Zweck entworfen hatte, die LED-Leisten ohne große Aufwand schön mittig anbringen zu können. Daneben hab ich diesmal auch eine ganze Reihe weiterer Werkzeuge mit dem 3D-Drucker angefertigt, die mir das Leben wirklich einfacher gemacht haben. Darunter z.B. diese roten "Haltespangen", um die LED-Profile mehrfach am Balken zu fixieren, bis der Kleber endlich getrocknet war. Aber erstmal einen Schritt zurück. Nachfolgend sieht man einen U-Pfostenträger, der auf das Betonfundament (knapp 40x40x90cm) aufgebracht wurde und einen der weiss lackierten Stützen trägt. Das gegossene Betonfundament ist dabei direkt an das bestehende Streifenfundamet der die Terrasse umschließenden Randsteine anbetoniert, sodass ausreichend Halt gewährleistet ist. Ziemlich zeitaufwändig war dann auch die Einpassung der Stützen in das vorhandene Terrassendeck. Detailarbeiten, deren Aufwand man später in keiner Weise mehr sieht... Danach ging es ans Aufstellen des Grundgerüsts mit insgesamt sechs Stützen, wobei die drei auf der Hausseite eigentlich nur Optik sind, da der dort aufliegende Querbalken mehrfach in der Hauswand verankert ist. Um unterschiedlichen Verspannungen der Bauteile (Hauswand und Stützen) Rechnung zu tragen, sind die Stützen an den H-Pfostenträgern speziell mit Hilfe von Langlöchern montiert. Entsprechend können die Stützen an dieser Stelle um +/-1 cm arbeiten. Die linke und mittlere Stütze besitzt auf der Rückseite noch jeweils eine größere Nut, um Strom- und Datenleitungen ungesehen verlegen zu können. Neben der klassischen PV-Leitung habe ich noch ein 7-adriges Stromkabel verlegt für eine spätere seitliche Verschattung durch Rollos o.Ä., ein Netzwerkkabel für einen UniFi-Accesspoint, 7x zweiadrige Leitungen für die LED-Stripes in den Längsbalken und noch eine KNX-Datenleitung, um im mittleren Stützbalken später noch einen MDT-Glastaster anschließen zu können. Und dann ging es auch schon an die weitere Konstruktion, wobei die knapp 4,7m langen Längsbalken durch die Pitzl-Verbinder easy zu zweit mit den Querbalken verbunden werden konnten. Einfach von oben "reinflutschen" und die Abdecksicherung aufschrauben. Fertig Spannend war beim Aufstellen tatsächlich der brutale Sturm inkl. Regen, der es schon zur Herausforderung machte die 20 kg schweren PV-Panels sicher hochzuhieven, da die knapp 1,7qm großen Glaselemente schon massiv Angriffsfläche für den Wind bieten. Aber lange Rede kurzer Sinn: Es hat geklappt und als das letzte Panel oben war, zeigte sich sogar kurz nochmal die Sonne: Jetzt ging es direkt an die temporäre Verkabelung der PV-Panels und der Leistungsoptimierer, um das System zu testen, was auf Anhieb klappte. Die neuen Optmierer schnell über die SolarEdge-App am Wechselrichter anlernen und schon konnte es losgehen. Bis zur fertigen Installation inkl. Zwischenbalken, welche die PV-Leitungen in einer obenliegenden Nut verstecken, hat es dann noch zwei Wochen gedauert. Aber immer Stück für Stück ans Ziel: So sieht man im Grunde nur noch die Leistungsoptimierer, an die jeweils zwei PV-Panels in Reihe angeschlossen werden: Ein Optimierer verträgt max. 500W, wobei die Panels bis zu 2x200Wp liefern. Also genug Luft nach oben auch bei starker Sonneneinstrahlung und gleichzeitig geringer Temperatur (denn dann ist der Wirkungsgrad und damit die Leistung am höchsten). Nachfolgend zur Verdeutlichung der logische Zusammenschluss der Leistungsoptimierer, wobei im selben String auch noch die PV-Panels auf dem Balkon (obere Reihe) hängen: Und hier das fertige Ergebnis inkl. angebrachter Regenrinne und bereits installierten LED-Profilen: Achso und da die Frage auch schon beim Carport mehrfach kam: Ja, das Dach ist komplett dicht. Die Übergänge zwischen den Panels sind mit speziellem Silikon abgedichtet -> Ramsauer 131 Multiflex Dichtstoff (Affiliate-Link). Weitere Details dazu im Blogpost Operation Solarcarport – Was weiter geschah – inkl. erstem Panelputz. PV-Ertrag der Terrassenüberdachung Nachfolgend die Produktion nach Leistungsoptimierer zwischen dem 01. und 09. Mai der PV-Terrassenüberdachung: Hier erkennt man anhand der unterschiedlich geformten Flächen ganz gut, wie ich jeweils zwei Panels als eine Einheit gebündelt habe. Jeweils zwei nebeneinanderliegende Panels direkt an der Hausseite bilden eine physische Einheit und jeweils zwei übereinanderliegende Panels der hausweggeneigten Seite. Das habe ich extra so gewählt, um die Verschattung der hausseitigen Panels am Vormittag bestmöglich zu kompensieren, die durch die Erhöhung der Balkonbrüstung auftritt. Entsprechend liefern die Panelgruppen der obere Reihe auch knapp 1 kWh und damit um die 7% weniger. Und hier die Produktion der mittlerweile 24,63 kWp umfassenden Anlage: Die mit knapp 10 Grad ziemlich genau nach Süden geneigten Terassenpanels mit je 2x200W übertreffen dabei alle anderen Panelgruppen ganz easy. Lediglich die je 380W starken Panels auf dem Hausdach können ansatzweise mithalten. Einen genauer Vergleich der Panels gibt es dann nach einigen Monaten, dafür ist es jetzt noch zu früh. Insgesamt bin ich mit der Performance aller Panels bisher mehr als zufrieden und nun muss auch der bisherige SE17k-Wechselrichter mit einer Maximalleistung von knapp 16,5kW Nettoleistung gegen das größeres Modell SE30k weichen, da die Anlage jetzt bereits im Mai spätestens um 10:30 Uhr an die Leistungsgrenze stößt: Der Wechselrichter wird dabei brutal heiss (aber noch in den Spezifikationen) und drosselt aufgrund der zunehmend hohen Temperatur oberhalb 70 Grad langsam aber sicher den Output auf 16,5kW und sinkend. Und das kann auf Dauer nicht gut für die eingebaute Elektronik sein. Mal sehen, was der Umstieg auf den neuen Wechselrichter bringt, ich hoffe, dass er diese Woche noch geliefert wird. Aus meinem täglichen Leben Die Terrassenüberdachung steht nun nach endlich knapp vier Jahre seit Einzug und macht bereits jetzt total Freude. Bei Sonnenschein kann man sich endlich mal ohne flatternden Sonnenschirm auf die Terrasse wagen, ohne in fünf Minuten gegrillt zu werden. Entsprechend kühler bleibt es nun auch im Haus, auch wenn die Terrassentür offen und die Jalousien oben bleiben. Aber auch bei miesem Wetter kommt noch mehr als genug Licht ins Haus, was vorab unsere größte Furcht war. Darüber hinaus ist es natürlich mehr als genial zu sehen, dass die PV-Anlage durch die Süderweiterung ohne nennenswerte Verschattung nun bis zum Abend genug Reserven hat, um unser E-Fahrzeug auch am späten Nachmittag noch mit ordentlich Leistung zu versorgen. Seit der Anlagenerweiterung auf insg. knapp 25kWp am 02.04. haben wir bis heute (10.05.) mit einem geschickten Lademanagement - hier kurz vorgestellt - knapp 220 kWh ins Auto geladen und dabei weniger als 10 kWh aus dem Netz bezogen. Und bei meiner selbstgebauten Überschuss-Ladelogik gibt es sicher auch noch Verbesserungspotenzial. Und rein optisch fügt sich die Terrassenüberdachung ganz gut in die Gesamtinstallation ein, wobei man zumindest die Panels auf dem 7 Grad nach Norden geneigten Hausdach nur per Dronen-View sehen kann. Da der Wunsch auf Facebook aufkam, reiche ich hier noch ein Bild nach, welches die Lichtverhältnisse unter dem Terrassendach bei direkter Sonneneinstrahlung zeigt: Und hier noch ein Bild für Harald, der sich einen besseren Einblick bei direkter Sonneneinstrahlung - hier um die Mittagszeit - gewünscht hat: UPDATE VOM 27.03.2024 Torsten hat gerade per Kommentar nachgefragt, wie die Sparrenenden auf Gartenseite aussehen bzw. wie die per HVP-Verbinder eingelassenen Querbalken, welche dort mit einem 10° Winkel "ansetzen", angeschlossen sind, sodass die Alu-Tragschiene der PV-Panels "bis ganz vorne" hin ohne Knick geführt werden. Ich habe hierfür die Sparrenenden entsprechend mit der Oberfräse mithilfe eines aus Holz passgenau angefertigten "Aufsatzwerkzeug" (finde das Bild leider gerade nicht) eingefräst, sodass es einen nathlosen Übergang "ohne Knick" gibt. Die Panelahlterungen stehen dann vorne über, sodass auch die aufgelegten PV-Panels ca. 10cm über das Sparrenende selbst ragen, sodass ich easy eine Regenrinne drunterschrauben konnte. Ich hoffe man kann dies im nachfolgenden Bild, welches ich soeben vom damaligen Projekt herausgesucht habe, einigermaßen gut sehen. Zur Not einfach anklicken, dann wird das Bild im Vollformat angezeigt und man kann heranzoomen: Update Ende ### WLED-Projekt: Pimp my IKEA Badezimmerspiegel Nachdem die Frage aufkam, wie man ein ESP-Board samt WLED-Software neben der Breadboard-Testinstallation auch produktiv einsetzen kann, möchte ich das direkt mal am Beispiel unseres IKEA-Spiegels zeigen, der im Badezimmer hängt und den ich gerade gepimpt habe. Mit überschaubarem Aufwand lässt sich so eine tolle Lichtatmosphäre zaubern, für die ich sogenannte SK6812-Stripes mit RGB- und Warmweiss-Spots einsetze. Welche Schritte dafür notwendig waren und was beim Flashen des genutzten WT32-ETH01-Controllers zu beachten war, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. ESP-Controller flashen Wie man den NodeMCU mit ESP8266-Controller (Affiliate-Link) in nur wenigen Schritten flasht, um WLED zum Laufen zu bekommen, habe ich ja bereits im Artikel WLED – Mit überschaubarem Aufwand zum perfekten LED-Controller erklärt. In meinem Fall wollte ich aber unbedingt einen WT32-ETH01 (Affiliate-Link) verwenden, der neben WLAN auch eine LAN-Schnitstelle mitbringt. Und genau das war für mich der springende Punkt, da ich hinter dem Spiegel neben 230V zusätzlich noch einen Netzwerkanschluss vorgesehen hatte. Kabel ist einfach immer besser als Funk... Da der WT32-ETH01 (Affiliate-Link) jedoch selbst keinen Mini- bzw. Micro-USB-Anschluss für den Flashvorgang mitbringt, benötigt man noch einen FTDI-Adapter (Affiliate-Link), der zwischen Mini-USB-Kabel und dem ESP-Controller geklemmt wird: Rot und Schwarz werden auf beiden Seiten mit +5V (VCC) und GND verbunden. Blau und Grün kümmern sich um die Datenverbindung, wobei RX und TX "vertauscht" angesteckt wird. Also jeweils RX auf TX und TX auf RX. Dann den USB-Stecker an den Rechner anstöpseln und das passende Image WLED_0.12.0_ESP32_Ethernet.bin (Direktdownload) mit Hilfe der Software ESPHome-Flasher (externer Link) auf den ESP-Controller schreiben. Ob es bereits eine neuere Version mit "ESP32_Ethernet" im Titel gibt, könnt ihr hier sehen: Kompilierte Versionen im .bin-Format auf Github (externer-Link) UPDATE VOM 25.04.2023: Wenn die Mitteilung "Unexpected error: ESP is not in flash boot mode. If your board has a flashing pin, try again while keeping it pressed." erscheint, müssen die Pins IO0 und GND mit einem Jumperkabel kurzgeschlossen werden. Das sind die zwei Pins direkt neben dem grünen und blauen Jumperkabeln, die bereits am ETH01-Controller hängen. UPDATE ENDE Anschlüsse des LED-Stripe vorbereiten Da WLED glücklicherweise einen ganzen Haufen verschiedener LED-Typen unterstützt, habe ich mich in diesem Fall für einen SK6812-Stripe (Affiliate-Link) entschieden. Die einzelnen Pixel können nämlich nicht nur RGB-Farben ausgeben, sondern haben separat noch einen vierten Kanal für Weiss, in meinem Fall WW, also Warmweiss im Bereich von ca. 2700-3000K, was ich als sehr angenehm empfinde. Entschieden habe ich mich letztendlich für die IP65-Variante mit Silikonschutz, da damit das Verlegen einfacher von der Hand geht und das Band nicht so schnell knickt. Benötigt habe ich knapp vier Meter, sodass ein einzelner fünf Meter langer Stripe ausreicht. Den 1m-Rest verwende ich dann einfach im nächsten Projekt... Da die Frage auch schon aufkam: Die LED-Stripes werden an der Anschlussseite direkt mit einem schwarzen Stecker geliefert und sind meist noch mit einer zusätzlichen roten und weissen Leitung bestückt, welche etwas dicker sind. Die Pins am schwarzen Stecker können genutzt werden, um den ESP-Controller mit Strom zu versorgen (Rot = +5V, Schwarz = GND) und die Datenleitung (grün) anzuschließen. Die separate rote und weisse Leitung wird zum Anschluss ans das Netzteil verwendet. Die beiden roten bzw. weissen Leitungen sind dabei jeweils auf den selben Pin des LED-Stripes gelötet und damit quasi "durchverbunden". Da ich einen recht langen Stripe intallieren werden, muss der Strom insgesamt an zwei Stellen am Stripe eingespeist werden, um Spannungsverluste bei höhen Strömen und damit Farbverfälschungen zu vermeiden. Dazu später mehr. In nachfolgendem Bild sieht man links das Gegenstück zum oben gezeigten Stecker. An diesen habe ich drei Jumper-Kabel angeschlossen, welche später an den ESP-Controller gesteckt werden. In die grüne Datenleitung habe ich einen 470 Ohm Widerstand (Affiliate-Link) eingelötet, der zusätzlich noch mit einem Schrumpfschlauch geschützt wird, der sich gerade noch rechts daneben befindet: ESP-Controller anschließen An dieser Stelle greife ich kurz einmal etwas vor, damit man sich das Anschlusskonzept zum besseren Verständnis einmal im fertigen Zustand ansehen kann: Der ESP-Controller findet in einem passenden 3D-Gehäuse seinen Platz, welches auf Thingiverse unter dem Begriff WT32-ETH01 Case with SnapLip (externer-Link) zum Download bereitsteht. Zur Not tut es aber natürlich auch eine schmale Abzweigdose (Affiliate-Link) oder Ähnliches. Das Gehäuse habe ich dann mit Heißkleber (Affiliate-Link) am LED-Rahmen befestigt. Ich benutze übrigens seit Jahren eine Heißklebepistole (Affiliate-Link) mit Akkubetrieb, die für DIY-Projekte mittlerweile unersetzlich geworden ist. :D Am ESP-Controller dann noch Rot auf +5V, Schwarz auf GND und Grün auf D2. Die zwei 3-Leiter Wagoklemmen (Affiliate-Link) kümmern sich später um die Stromeinspeisung vom Netzteil in Richtung LED-Stripe. Die Leitungen vom Netzteil werden dann an die Anschlüsse der im Bild noch hochgeklappten Wago-Hebelchen angeschlossen. Oben +5V, unten GND. Die vom LED-Stripe kommende rote und weisse Leitung sind in obigem Bild bereits in die Wagos eingesteckt. Und hier erkennt man auch direkt den obligatorischen 1000 UF Kondensator (Affiliate-Link), der ebenfalls in den Wagos seinen Platz findet. Hier muss unbedingt auf die korrekte Polarität geachtet werden, da er sonst sprichwörtlich “verpufft”. Bei meinem Modell sind auf der einen Seite viele “-” Zeichen angebracht. Der Pin auf dieser Seite (gewöhnlich der kürzere beider Pins) wird mit dem “GND”-Wago (weiss Leitung - unten) verbunden. Der Pin auf der anderen Seite mit dem “+5V”-Wago (rote Leitung - oben). Das kann man auf dem Bild leider nicht so gut erkennen, deshalb die etwas ausführlichere Beschreibung. Spiegel mit LED-Profilen ausrüsten Wir haben einen IKEA NISSEDAL Spiegel weiß (Affiliate-Link) mit einer Größe von 65x150cm, der gepimpt werden soll. Dafür habe ich zwei SEMI - 200 cm LED Aluminium Profil ECKE-RUND (Affiliate-Link) besorgt, in die der LED-Stripe geklebt werden kann. Der Spiegel ist anscheinend nicht mehr wirklich verfügbar, jeder andere tut es natürlich auch. Theoretisch könnte man die LED-Stripes natürlich auch einfach auf den Rand des Spiegel kleben, wie man es oftmals in Howto-Anleitungen sieht. Aber: Ich hasse es die LED-Stripes einfach so "nackt" irgendwo draufzukleben. Erstmal hält das auf Dauer meist nicht vernünftig, es sieht dann meist auch einfach ungleichmäßig aus, was die Ausleuchtung angeht und es ist für die teils notwendige Wärmeabfuhr bei hohen Strömen auch nicht wirklich gut geeignet. Also erstmal die LED-Profile mit Bügelsäge (Affiliate-Link) und Schneidelade (Affiliate-Link) passend kürzen und mit Löchern versehen, um das Profil später aufschrauben zu können. Ich habe die 45 Grad geneigten Profile mit knapp 6cm Abstand zur Spiegelaußenseite montiert, da man so später keine einzelnen LED-Spots direkt an der Kante sieht. Hier erkennt man auch ganz gut den zusätzlichen vertikalen Einschnitt im linken LED-Profil, durch den später die Kabel für den LED-Stripe geführt werden können. Diesen Ausschnitt habe ich auf der gegenüberliegenden Seite ebenfalls gesägt, um den Stripe insgesamt von zwei Seiten "symmetrisch" mit Strom versorgen zu können. Die LED-Profile habe ich dann auf kleine, knapp 1,8cm hohe Holzstücke geschraubt, welche jeweils in den Spiegelinnenecken aufgelegt sind. Die Holzstücke musste ich dann zur Ecke hin noch etwas kappen, da sich hier noch Spiegelkleber befunden hat und es sonst von der Höhe nicht gepasst hätte. Die dabei ausgeschnittenen Holzdreiecke konnte ich später aber sogar noch nutzen... So sieht es dann in der Totalen aus: Die kleinen Holzdreiecke habe ich als Abstandshalter montieren, damit die Tapete nicht aus Versehen von den Aluprofilen abgeramscht wird. Denn sowas passiert beim Auf- und Abhängen sonst schnell mal. Nachfolgend erkennt man auch den weißen Montagekleber (Affiliate-Link), den ich in den Spalt zwischen untenliegendem Holzstückchen und Spiegelrand zwecks Stabilität eingebracht habe. LED-Stripe montieren Der LED-Stripe kann dann mit seiner selbstklebenden Rückseite auf das LED-Profil aufgebracht werden, wobei der "Hauptanschluss" mit Strom und Daten "links oben" (vom später hängenden Spiegel aus betrachtet) erfolgt. Hier habe ich einfach den bereits am Stripe montierten Anschlussstecker samt zusätzlichen Stromanschlussleitungen genutzt. Wenn es dann um eine "90-Grad-Ecke" geht mit dem Stripe, muss dieser an einer der dafür vorgesehenen Markierungen (in der Mitte zwischen den LEDs) geschnitten und die drei Pins wieder verbunden werden. Dafür gibt es auch Quetschverbinder, die ich aber überhaupt nicht leiden kann, da diese schnell mal die Leiterbahnen killen können und die Länge der Verbinder sowieso nie genau passt. Deshalb besser den Lötkolben in die hoffentlich ruhige Hand nehmen und die Pins manuell mit ein paar Kabelresten durchverbinden. Ist zwar etwas fummelig, bei guten Verbindungspunkten hat man dann aber Jahre bzw. Jahrzehnte seine Ruhe. Das muss man dann insgesamt an drei Ecken erledigen (links unten, rechts unten und rechts oben). An der Ecke links oben habe ich dann auch noch +5V und GND verbunden, die Signalleitung jedoch nicht. Hintergrund ist, dass die Signalleitung (mittlerer LED-Pin) quasi als offene "Ringleitung" einmal im Kreis läuft, ohne jedoch am Ende wieder mit dem Anfang verbunden zu werden. Bei den Strompins habe ich einen geschlossenen Ring realisiert, der eben an zwei Stellen mit Strom gespeist wird. Etwas schwierig, oder? Deshalb nochmal zur Verdeutlichung - hier zwar mit ESP8266-Controller, aber habe spontan keinen passenden WT32-ETH01 als Fritzing-Vorlage gefunden. Der Datenpin am WT32 ist übrigens D2 (und nicht D4 wie nachfolgend beim ESP8266 gekennzeichnet): Ich hoffe mit dieser Abbildung ist das ganze Setup etwas klarer geworden. Bei Fragen einfach die Kommentarfunktion nutzen. Netzteil installieren Da ich den Stromanschluss direkt hinter dem Spiegel vorgesehen hatte, musste natürlich auch ein passendes Netzteil mit geringer Bautiefe von maximal 3,5cm her, damit es zwischen Spiegel und Wand montiert werden kann und man später keine Kabel sieht. Nach etwas Recherche konnte ich das Mean Well LRS-75-5 (Affiliate-Link) ausfindig machen, welches mit max. 75W bei 5V genug Reserven hat und mit nur 3cm Bautiefe perfekt hinterm Spiegel installiert werden kann. Wichtig: Da hierbei 230V im Spiel ist, sollte für den Anschluss unbedingt eine Elektrofachkraft hinzugezogen werden, da das Arbeiten an nicht spannungsfreien Leitungen lebensgefährlich ist. An dieser Stelle der obligatorische Haftungsausschluss meinerseits. Da die Anschlussklemmen am Netzteil nicht geschützt sind, muss man sehr vorsichtig sein. In meinem Fall befindet sich das Netzteil geschützt hinter dem Spiegel, sodass keine direkte Berührugnsmöglichkeit besteht. Ausserdem lässt sich der Strom zum Netzteil über einen vorgeschalteten KNX-Schaltaktor trennen. Das Netzteil hatte passenderweise ein Loch (auf dem Bild rechts oben am Netzteil), welches zur sicheren Befestigung an der Wanddose mit einer dort angebrachten Schraube verwendet werden konnte. Daneben sieht man noch das orangene Netzwerkkabel, welches kurzerhand noch mit Keystone-Modul von Rutenbeck (Affiliate-Link) ausgestattet wurde, um ein Patchkabel einzustecken, welches dann in den ESP-Controller wandern kann: Bei V+ und V- am Netzteil sind jeweils zwei Leitungen befestigt, welche den Stripe einmal "oben links" und einmal "unten rechts" (vom aufgehängten Spiegel aus gesehen) mit Strom versorgen und in die dort angebrachten Wago-Klemmen eingeführt wurden. Als Stromkabel kann man bspw. dieses zweiadrige Elektrokabel mit 1,5mm (Affiliate-Link) verwenden. Wichtig ist nur, dass der Querschnitt nicht zu gering ist. Wer lieber ein berührungsgeschütztes Netzteil nutzen möchte, kann bspw. zu diesem 5V 10A Netzteil (Affiliate-Link) greifen. In diesem Fall kann zum Abgreifen der 5V-Leitung eine DC-Buchse (Affiliate-Link) verwendet werden. UPDATE VOM 06.05.2021: Wie Stefan korrekt angemerkt hat, weist das Netzteil keine eigene Sicherung auf. Deshalb sollte man auf der 5V-Seite eine passend dimensionierte Schmelzsicherung installieren - in meinem Fall tut es eine 10A-Schmelzsicherung, die man aus dem KFZ-Bereich kennt. Spontan kann ich dieses Sicherungsset (Affiliate-Link) mit mehreren Sicherungen und Halterungen empfehlen, da man ja sicher mehr als eine WLED-Installation realisieren wird. :) Ich selbst habe noch passende Sicherungen samt Weidmüller-Halterung rumliegen, welche ich auf der DC-Seite zwischen +5V vom Netzteil und +5V der LED-Stripes nachrüsten werde - man weiss ja nie: Bzgl. 230V-Berührungsschutz des Netzteils habe ich jetzt mit dem 3D-Modell Meanwell LRS 50-X casing (exerner Link) doch noch die passende Lösung gefunden. Der Druck läuft, mal sehen, ob es passt - ich denke aber schon: Danke an dieser Stelle nochmal an Stefan für den sinnvollen Input! WLED-Software passend konfigurieren Sobald der Spiegel angebracht ist und alle Komponenten mit Strom und Netzwerk versorgt sind, bedarf es jetzt noch ein paar Settings in WLED. Also erstmal per Smartphone zum Accesspoint "WLED-AP" connecten und das Passwort "wled1234" (ohne Anführungszeichen) eingeben. Weitere Infos dazu im Artikel WLED – Mit überschaubarem Aufwand zum perfekten LED-Controller im Gliederungspunkt "ESP8266-Controller ins WLAN bringen". Da der ESP-Controller in diesem Fall per LAN-Kabel verbunden werden soll, wird im Menüpunkt "WiFi Setup" lediglich ganz unten der Eintrag "Ethernet Type" auf "WT32-ETH01" gestellt und mit "Save & Connect" bestätigt. Alle anderen Einstellungen in diesem Menü können getrost ignoriert werden. Sofern der Controller ein funktionierendes Netzwerk über das LAN-Kabel findet, erhält er jetzt direkt per DHCP seine eigene Adresse und schaltet das WLAN automatisch aus. WLAN ist dabei quasi noch als Fallback da und wird automatisch reaktiviert, sobald das LAN-Kabel ausgesteckt wird. Und damit der SK6812-Stripe (Affiliate-Link) auch korrekt angesteuert werden kann, wird noch unter "LED Preferences" der "LED outputs"-Type auf "SK6812 RGBW" gestellt. Dadurch erscheint im Steuerinterface automatisch noch ein Slider namens "White channel", um eben den weissen Kanal entsprechend zu steuern. Wichtig ist auch, dass die korrekte Anzahl LED-Anzahl unter "Total LED count" (ganz oben im Menü) eingestellt wird. Hier UNBEDINGT den richtigen Wert setzen und nicht nur weiter unten bei "LED outputs" die korrekten "Start"- und "Count"-Werte, da die Werte sonst nicht sauber gespeichert werden. Der korrekte Wert bei "Total LED count" lässt sich dabei durch einfaches Ausprobieren herausfinden. In meinem Fall habe ich mit dem Wert 200 gestartet und hab mich dann langsam der 228 genähert - bis eben alle LEDs geleuchtet haben. Wichtig ist dabei zu wissen, dass bei einer Verringerung des Wertes, also z.B. vom 240 auf 220 immer noch alle 240 LEDs leuchten, da die nicht mehr angesprochenen LEDs im Bereich 221-240 keine Steuersignale mehr erhalten und dann einfach in der zuletzt angesteuerten Farbe verharren. In diesem Fall einfach kurz den Strom trennen oder sofern das nicht so einfach möglich ist den Wert wieder hochsetzen und bei der Farbsteuerung die Helligkeit auf 0. Dann sollten alle LEDs ausgehen und man kann den "Total LED count"-Wert wieder herabsetzen. Bei "Maximum Current" habe ich dann "10000" mA (= 10A) eingestellt, was bei 5V Spannung in Summe 50W (5V x 10A) entspricht. Dadurch begrenzt der WLED-Controller softwareseitig den berechneten Gesamtstrom, der an den LED-Stripe weitergegeben wird. Da mein Netzteil bis 75W bereithält, sollte noch genug "Luft" sein, wobei der reale Verbrauch meist wesentlich geringer ausfällt. Der aktuelle Verbrauch lässt sich übrigens im Menü "Info" -> "Estimated current" auslesen. Über "Refresh" lässt sich der Messwert aktualisieren. Aus meinem täglichen Leben Und so sieht dann das fertige Ergebnis aus: Der WT32-ETH01 (Affiliate-Link) macht einen super Job und kann - was ich bisher so ausprobiert habe - bis zu sechs separate Stripes ansteuern, was bei meinem nächsten Projekt "Kücheninsel-Pimp" relevant sein wird. Außerdem hat er mit dem ESP32-Chip genug Rechenpower, um mehrere tausend LEDs einzeln ansteuern zu können -> Crazy! Stromtechnisch verbraucht der ESP32-Chip mit knapp 1,5 Watt zwar etwas mehr als ein leistungsschwächerer ESP8266, aber das hält sich immer noch absolut in Grenzen. Insbesondere wenn man bedenkt, dass der aktive LAN-Port auch Strom zieht. Der SK6812-Stripe (Affiliate-Link) ist übrigens auch top - insbesondere das Warmweiss finde ich super angenehm und bei 100%iger Ansteuerung auch echt hell. Wer kein Warmweiss benötigt, kann natürlich auch einfach auf das "normale" WS2812-Stripe (Affiliate-Link) einsetzen, welches ebenfalls mit 5V betrieben wird. Die Integration in meine bestehende Loxone-Lichtsteuerung war über UDP ebenfalls in wenigen Minuten erledigt. Dazu gibt es aber noch einen eigenen Blogpost, da dies den Umfang an dieser Stelle sprengen würde... Nur eins vorab: Es funktioniert einfach perfekt! Mit WLED lässt sich der einze LED-Stripe sogar virtuell teilen und einzeln ansteuern, in meinem Fall bspw. die Bereiche oben, rechts, unten und links. ### WLED - Ladevisualisierung fürs E-Auto mit PV-Überschuss Heute möchte ich euch kurz mein erstes WLED-Projekt vorstellen, welches ich im ersten Tutorial der WLED-Reihe bereits kurz erwähnt hatte. Die Umsetzung ist über Loxone und UDP-Requests realisiert, die an den WLED-Controller gesendet werden. Wie das Ergebnis in meinem Fall dann aussieht, zeigt nachfolgendes Video: https://youtu.be/wF1uj76a9wA YouTube-Direktlink Wie immer würde ich mich über Feedback natürlich sehr freuen. ### HowTo: KNX-Jalousieaktor in Loxone einbinden Heute bin ich endlich mal dazu gekommen das schon lange versprochene HowTo-Video aufzunehmen, das zeigt, wie man seine per KNX angebundenen Jalousien recht easy in Loxone integrieren kann. Neben der ausführlichen Variante für den kostenpflichtigen LoxKurs mit weiteren Hintergrundinformationen habe ich zusätzlich noch eine Kurzversion erstellt, welche ich euch nicht vorenthalten möchte: Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) https://youtu.be/EFDkwUns1wI YouTube-Direktlink (externer Link) ### WLED - Mit überschaubarem Aufwand zum perfekten LED-Controller Eine gefühlte Ewigkeit war ich auf der Suche nach einer einfachen und funktionalen Lösung zur Steuerung eines Lauflichts, um die Überschussladung unseres E-Fahrzeugs (Blogpost) zu visualisieren. Dann bin ich neulich zufällig auf dieses YouTube-Video gestoßen, bei dem günstige adressierbare LED-Stripes in Kombination mit WLED genutzt werden, um einen "Garagensturz" (crazy Begriff) visuell zu pimpen. Davon inspiriert, habe ich mich dann selbst ans Werk gemacht - und was soll ich sagen? In knapp 30 Minuten konnte ich einen wenige Euro teuren NodeMCU mit ESP8266-Controller (Affiliate-Link) - der bereits knapp fünf Jahre ungenutzt in der Schublade lag - und etwas Elektronik-Krimskrams dazu bewegen, meinen bereits im Carport integrierten LED-Stripe zum Leben zu erwecken und über die API-Schnittstelle der WLED-Software komplett in mein Loxone-Smart-Home zu integrieren. Liebe auf den ersten Blick! Was WLED ist, was man alles benötigt, um WLED zum Laufen zu bewegen und wie man die ersten LEDs zum Leuchten bekommt, um mit den teilweise wirklich abgefahren Effekten spielen zu können, ist Inhalt dieses Blogpost. WLED auf den ESP8266-Controller flashen WLED ist eine kostenfreie Software vom Entwickler Aircookie (externer Link), dessen WLED-Projekt auf Github (externer Link) zu finden ist. Um die Hürde für Einsteiger so gering wie möglich zu halten, werden bereits fertig kompilierte Versionen der Software im .bin-Format auf Github (externer-Link) bereitgestellt, die auf verschiedenen Hardware-Plattformen installiert werden können. Im Falle des NodeMCU mit ESP8266-Controller (Affiliate-Link) ist das aktuell die Variante WLED_0.12.0_ESP8266.bin (Download-Link) - also mit xxx_ESP8266.bin im Titel, welche mit Hilfe der Software ESPHome-Flasher (externer Link) und einem Micro-USB-Kabel (Affiliate-Link) auf den Microcontroller geschrieben werden kann. Im ersten Schritt wird im ESPHome-Flasher der "Serial port" ausgewählt, auf den der per USB am PC angeschlossenen NodeMCU hört. Wenn mehr als ein COM-Port zur Auswahl steht, einfach den ersten Eintrag wählen. Sofern das Flashen nicht klappt, einfach den zweiten/dritten/... Eintrag wählen. Keine Sorge, wird ein falscher Port ausgewählt, passiert einfach nichts. Im zweiten Schritt wird das vorher heruntergeladene bin-Image ausgewählt. Entweder den obigen Download-Link verwenden oder eben auf der Seite nachschauen, ob es bereits eine neuere Version gibt. Im dritten Schritt auf "Flash ESP" klicken und die Konsole beobachten. Hat alles geklappt, wird nach max. 30 Sekunden "Done! Flashing is complete!" angezeigt: Danach sollte die LED am ESP-Controller anfangen blau zu leuchten: ESP8266-Controller ins WLAN bringen Der ESP-Controller erstellt nun einen WLAN-AP mit dem Namen "WLED-AP", auf den man sich per PC oder Smartphone verbindet. Das Passwort lautet "wled1234" (ohne Anführungszeichen). Nun öffnet sich diese Seite, auf der "WIFI Settings" ausgewählt wird: Wird obige Seite nicht automatisch geladen, kann im Browser einfach die Adresse http://4.3.2.1 aufgerufen werden. Jetzt unter "Network name" den eigenen WLAN-Namen eingeben. In meinem Fall "apfel". Bei "Network password" entsprechend das eigene WLAN-Passwort: Alle anderen Einstellung sind für das Basic-Setup erstmal zweitrangig. Nun nur noch nach unten scrollen und auf "Save & Connect" klicken: Jetzt sollte sich der ESP-Controller ins hauseigene WLAN einloggen und per Router bzw. Netzwerkscanner die per DHCP zugewiesen IP-Adresse ausfinding gemacht werden. Im Fall der Fritzbox lässt sich die IP im Menüpunkt "Heimnetz" -> "Netzwerk" -> "Netzwerkverbindungen" beim Eintrag "wled-WLED" finden. In meinem Fall die IP-Adresse "192.168.3.172": Unter Eingabe der IP-Adresse gelangt man direkt auf das Webinterface, mit welcher der LED-Stripe später gesteuert werden kann: Noch einfacher ist es mit Hilfe der kostenfreien Smartphone-App namens "WLED". App starten und auf das "+"-Symbol rechts oben klicken. Dann auf "Discover lights..." und nach wenigen Sekunden sollte "Found WLED..." angezeigt werden. Zum Abschluss links oben auf das Zurück-Symbol "<" klicken und ein Eintrag mit der IP erscheint. Mit einem Klick auf den gefundenen Controller gelangt man dann ebenfalls zu dessen Webinterface, bei der die Farbe bzw. Effekte ausgewählt werden können. Aber noch fehlt das Wichtigste: LED-Stripes anschließen WLED unterstützt eine Vielzahl von LED-Stripes, bei denen jede LED einzeln gesteuert werden kann. Der "Klassiker" ist dabei der WS2812(B), den bspw. als 5m-Stripe mit insgesamt 300 RGB-LEDs (Affiliate-Link) erhältlich ist. Wer 1-2 Monate warten kann (ich weiss, das ist eher schwierig), bekommt den gleichen Stripe bei BTF-Lighting bspw. bei Aliexpress zum halben Preis. Für den Testaufbau nutzt man am besten ein Breadboard mit Jumper-Kabeln (Affiliate-Link), einen 470 Ohm Widerstand (Affiliate-Link) und einen 1000 UF Kondensator (Affiliate-Link). Bei den Links handelt es sich jeweils direkt um Sets, die als DIY-Bastler quasi unersätzlich ist. Alle Komponenten sind aber natürlich auch einzeln erhältlich. Zusätzlich wird noch eine Stromversorgung benötigt. Da sowohl der ESP8266-Controller als auch der WS2812-Stripe mit 5V betrieben werden, genügt ein passendes Netzteil mit genug Power. Beim Stripe mit insgesamt 300 LEDs ist das ein 5V Netzteil mit 10A (Affiliate-Link). Um den Strom einfach abgreifen zu können, nutzt man diesen Adapter (Affiliate-Link). Bevor man damit loslegt, unbedingt daran denken den NodeMCU vorher vom MicroUSB-Stecker zu trennen! Sobald er vom externen 5V-Netzteil wieder mit Strom versorgt wird, startet er automatisch neu und ist in wenigen Sekunden wieder erreichbar. Hier die Anschlussskizze: Bei manchen älteren NodeMCU - wie meinem - ist der 5V-Anschluss mit "5V" gekennzeichnet, bei neueren Modellen heisst der Pin schlicht "VIN" (siehe Skizze oben). Und so sieht der Testaufbau dann in der Realität aus: In diesem Beispiel mit einem 1A-Netzteil aus der Schublade, welches ich gerade griffbereit hatte und welches für 30 LEDs locker ausreicht: Bei ausgeschalteten LEDs gönnt sich der ESP8266 übrigens lediglich 0,5W, wobei das Netzteil ohne Verbraucher bereits 0,1-0,2W zieht. Wer sich wundert: An den LED-Stripe habe ich die Jumper-Kabel angelötet. Die Dateneinspeisung erfolgt dabei bei Pin "DI" (Digital In). Die "weißen Pfeile" auf dem Stripe müssen also von der Einspeisung aus gesehen wegzeigen: Versorgt wird der Stripe dabei durch die Pins "5V" -> + (Plus) und "GND" -> - (Minus). Bei längeren Stripes ist es dabei sinnvoll diese Stromeinspeisung entweder von beiden Seiten aus vorzunehmen oder - sofern bauseitig machbar - in der Mitte. Wichtig: Unbedingt nur ein Netzteil pro Stripe benutzen, da es sonst zu Defekten kommen kann! Werden alle 30 LEDs zu 100% weiss angesteuert, erhöht sich der Verbrauch auf 3,8W. Wer sich wundert, was es mit dem 470 Ohm-Widerstand und dem 1000 µF Kondensator auf sich hat: Der Widerstand soll den ESP bei etwaiger Überspannung auf der Datenleitung vor einer Beschädigung schützen. Manche lassen ihn einfach weg, ich empfehle ihn aber explizit. Der Kondensator puffert etwas Energie und sorgt bei schnell wechselnden Lichtszenen mit großer Helligkeitsdifferenz für die Glättung der Spannung. Dadurch schwankt die Spannung beim ESP-Controller entsprechend weniger, wodurch er stabil läuft. Bei Unterspannung quittiert er nämlich u.U. den Dienst. Den Widerstand kann man sich jedoch sparen, wenn bspw. nur wenige LEDs angesteuert werden oder ein überdimensioniertes Netzteil mit mehr als genug Leistungsreserven eingesetzt wird. Wer den Kondensator einsetzt, muss unbedingt auf die korrekte Polarität achten, da er sonst platzt und damit sprichwörtlich "verpufft". Bei meinem Modell sind auf der einen Seite viele "-" Zeichen angebracht. Der Pin auf dieser Seite (gewöhnlich der kürzere beider Pins) wird mit "GND" verbunden. Der Pin auf der anderen Seite mit "+5V": LED-Anzahl festlegen und LEDs steuern Wer jetzt das Webinterface des WLED-Controllers aufruft, kann schon mal die ersten 30 LEDs des angeschlossenen Stripes steuern. Damit alle LEDs angesteuert werden können, fehlt noch eine wichtige Einstellung: Im Menü rechts oben auf "Config" und auf "LED Preferences" wechseln. Bei "Total LED count" den Wert von 30 auf den gewünschten Wert ändern. In meinem Fall auf 50: Zur Kontrolle: Weiter unten bei "Hardware setup" sollte der oben eingestellte Wert bei "Count" des ersten "LED outputs" entsprechend automatisch angepasst werden. Dieser Wert muss nur dann geändert werden, wenn mehr als ein LED-Stripe am ESP-Controller angeschlossen wird. Dazu in einem späteren Blogpost mehr. Um die Änderung zu speichern jetzt noch entweder oben oder unten auf der Seite auf "Save" klicken und zurück zur Steuerung, um die ersten Effekte - z.B. Scanner (Lauflicht ala KITT) - zu testen. BTW: Mittlerweile gibt es über 100 fertige Effekte, die sich in Helligkeit, Geschwindigkeit und teilweise auch Intensität (Slider oben im Menü) anpassen lassen. Es gibt übrigens auch eine Übersicht der Effekte (externer Link) mit grafischer Vorschau samt ID, welche später für die Steuerung per http Request API (externer Link) notwendig ist. Aus meinem täglichen Leben Für mich ist WLED in Kombination mit den günstigen ESP-Controllern die absolut eierlegende Wollmilchsau - u.U. auch aufgrund der verfügbaren Schnittstellen. So lassen sich per UDP und HTTP komplexe Befehle einsteuern und damit spannende Szenarien realisieren. Der Umgang mit der API ist zwar anfangs etwas kryptisch, aber dazu folgt sicher auch noch ein Howto in der Kategorie WLED. So oder so habe ich jetzt bereits einige Projekte geplant, um mein Smart-Home an der ein oder anderen Stelle mit WLED zu pimpen. Dazu habe ich auch bereits einen WT32-ETH01 mit ESP32-Chip (Affiliate-Link) zum Laufen gebracht, der Steuersignale neben WLAN auch per LAN-Kabel in Empfang nehmen kann und damit einfach ein Stück ausfallsicherer ist. Praktisch, dass im und ums Haus rund 70 Netzwerkkabel verlegt sind - derzeitig zu 70-80% ungenutzt - aber nicht mehr lange!. ;) Geplant sind jetzt schon mal sicher LEDs für die Kücheninsel, das TV-Rack und den Bad-Spiegel. Und da man mit WLED und etwas Konfigurationsaufwand auch DMX-Controller ansteuern kann per DMX Output (externer Link), wird die bald zu realisierende Beleuchtung der PV-Terrassenüberdachung ebenfalls damit ausgestattet. Was hast du Spannendes vor bzw. bereits umgesetzt? Hier gehts direkt weiter zum nächsten WLED-Artikel:WLED – Ladevisualisierung fürs E-Auto mit PV-Überschuss ### Loxone - Fehlwerte in der Statistik verhindern Da es mir gerade aufgrund eines Bugs in der neuen Loxone V12 mein schönes PV-Logging zerrissen hat, habe ich mir eine Logik überlegt, um fehlerhafte Messwerte zu blocken und dem Problem künftig aus dem Weg zu gehen. Wie das im Detail funktioniert, wird in nachfolgendem Video erklärt. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) https://youtu.be/X1Eva89DeAQ YouTube-Direktlink Halt STOOOOP! Da sich hier ein kleiner Fehler eingeschlichen hat, gibt es nochmal ein kurzes Update dazu: https://youtu.be/tT8H2J4PfRA YouTube-Direktlink Jetzt sollte es aber zuverlässig klappen... Haben dir die Infos weitergeholfen? Dann like bitte das Video und abonniere meinen YouTube-Kanal, um keine neuen Inhalte mehr zu verpassen. ### Ambilight-Pimp Deluxe - HDFury Diva ins Smart Home integrieren Im Rahmen meines Heimkino-Upgrades musste schließlich auch eine neue Ambilight-Lösung her, damit alle Inhalte inkl. 4k und HDR visuell in Szene gesetzt werden können. Nach längerer Recherche konnte ich die "HDFury Diva" ausfinding machen, die sich neben der reinen Ambilight-Funktion zumindest schon mal auf dem Papier durch einen LAN-Anschluss samt TCP-Schnittstelle perfekt für die Smart-Home-Integration eignen sollte. Damit müsste sich die Ambilight-Funktion bspw. automatisch beim Start eines Plex-Movies aktivieren oder per Colorpicker aus der Smart-Home-App heraus die gewünschte Farbe einstellen lassen, um bestehende Lichtstimmungen auch unabhängig vom Heimkino-Modus zu erweitern. Ob die Steuerung per Node-RED und Loxone so einfach funktioniert hat wie gedacht und die HDFury Diva damit die perfekte Lösung für mein neues Heimkino-Setup darstellt, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. HDFury Diva in Betrieb nehmen und LED-Stripe temporär befestigen Nach dem Auspacken wollte ich natürlich erstmal testweise ausprobieren, ob die Smart-Home-Integration grundsätzlich so funktioniert, wie ich es mir vorstelle. Danke erstmal an Robert von insanelight (Link zum Shop), der mir als deutscher Vertriebspartner die HDFury Diva (externer Link) für mein Setup zur Verfügung gestellt hat. Zur Lieferung gehört erstmal die HDFury Diva-Box selbst, welche die abgefahrensten HDMI-Switching-Funktionen inkl. Down- und Upscaling von Bild UND Ton! (inkl. analogem Audioausgang) mit an Bord hat - sofern man das alles braucht. Also erstmal ans Stromnetz und Netzwerk hängen und die neueste Firmware - auf der Herstellerseite hier zu finden (externer Link) - über das Webinterface der Diva installieren. Und dann natürlich den fertig konfektionierte LED-Stripe mit 5V Spannung, welcher in meinem Fall bereits passend für einen 85" Bildschirm zugeschnitten ist (gefühlt aber ein bisschen zu klein - Bilder folgen) und bei der jede LED (bzw. jede benachbarte LED-Zweiergruppe) von der HDFury Diva einzeln ansteuerbar ist, um das Ambilight passend zum dargestellten Inhalt erzeugen zu können. Anscheinend handelt es sich dabei um einen 16Bit-Stripe vom Hersteller UBLEDS, welcher mit 30 Mhz angesteuert wird. (Quelle: hifi-forum.de Thread) Schaut man sich einmal auf der Herstellerseite (externer Link) um, sieht man, dass es anscheinend auch Modlle mit 12V und 24V gibt. Hier wäre es also aus meiner Sicht sinnvoll zumindest ein 12V-Modell anzubieten, da die Diva selbst ja auch mit 12V läuft. Dann würde man insgesamt auch nur noch ein Netzteil benötigen, anstatt aktuell 3!. Denn der für 85" vorkonfektionierte LED-Stripe muss in der mitgelieferten 5V-Version sogar von beiden Seiten jeweils mit einem Netzteil mit Strom versorgt werden, um den Spannungsabfall bei den vergleichsweise hohen Stromstärken aufgrund der geringen Spannung auszugleichen. Da in meinem Haus eh fast alle Beleuchtungen auf 24V ausgelegt sind inkl. zentralen Netzteilen samt Anschlussmöglichkeiten in den Räumen, würde ich sogar eine 24V-Version begrüßen. Also erstmal alle Komponenten ausgepackt, den LED-Stripe temporär mit etwas Tesafilm an der TV-Rückseite befestigt und den Laptop angeschmissen, um die Integration anzugehen. Später wird der Stripe noch in ein passendes LED-Profil eingebettet, damit es einfach clean aussieht und der Abstrahlwinkel der LEDs verbessert wird - hierzu folgt ein Update an dieser Stelle. Die HDFury Diva versorge ich mittlerweile übrigens über einen USB zu DC-Adapter (Affiliate-Link), der die notwendigen 12V für die Diva aus einem 5V USB-Port eines benachbarten Netzwerk-Switches bezieht. Bisher gibt es damit keine Probleme und die knapp 3W-Verbrauch der Diva können so ohne zusätzliches Netzteil bereitgestellt werden. Erste Ansteuerungsversuche per Node-RED Vorab: Der HDFury Diva Flow (2222 Downloads ) kann natürlich direkt heruntergeladen werden zwecks Copy&Paste. Nach einem Blick in die offizielle Anleitung der HDFury Diva (externer Link) ab Seite 48 war schnell klar, dass sich alle für meinen Anwendungszweck relevanten Funktionen neben "RS232" auch per "IP/TELNET COMMAND" ansteuern lassen sollten. Woohoo! So lässt sich z.B. das Ambilight bei aktivem Zuspieler aktivieren mit dem TCP-Aufruf set ledprofilevideo 1 \r oder der Modus auf eine statische RGB-Farbe (hier weiss) wechseln über die zusammengesetzten Parameter set ledprofilevideo 2 \n set ledcolorred 255\n set ledcolorgreen 255\n set ledcolorblue 255\r Um diese Aufrufe aus Node-RED heraus zu triggern, müssen nichtmal neue Nodes nachinstalliert werden. Stattdessen kann die bereits verfügbare Funktion "tcp request" genutzt werden. Also entsprechende Node in den Flow ziehen, doppelklicken und folgende Einstellungen vornehmen: "Server": IP-Adresse der HDFury Diva angeben. Diese wird bspw. direkt auch auf dem OLED-Screen auf der Oberfläche der Diva angezeigt, wobei ihr per DHCP beim Anschluss per LAN-Kabel direkt eine freie Netzwerkadresse vom DHCP-Server zugewiesen wird. In meinem Fall habe ich diese automatisch vergebene Adresse über das Web-Interface der Diva, welches über die selbe IP-Adresse per Browser erreichbar ist, kurzerhand auf eine statische Adresse umgeändert, damit diese auch bei einem späteren Tausch der Fritzbox (DHCP-Server) unverändert bleibt. Port: Ist standardmäßig "2210", lässt sich aber auch über das Webinterface der Diva anpassen. Dazu sehe ich aber ehrlich gesagt erstmal keine Notwendigkeit. Rückgabe: Hier habe ich den Eintrag "nach einem festen Zeitpunkt von" mit einem Wert von "100" ms gewählt. Das ist für Debugging-Zwecke in Node-RED ganz praktisch, da man so die Rückgabewerte an einer angeschlossenen debug-Node betrachten kann. Mit mehr Logik könnte man den Rückgabewert natürlich auch dazu nutzen, um in einem Fehlerfall eine Benachrichtigung abzusetzen. Für mich aber erstmal unwichtig. Jetzt nur noch über eine inject-Node einen Trigger auf die passende function-Node setzen und an den eben definierten tcp-Request senden und es sollte bereits funktionieren. So kann die function-node bspw. aussehen, wenn man die Ambilight-Funktion aktivieren möchte: msg.payload = "set ledprofilevideo 1 \r"; return msg; Das angezeigte Bild wird also "gesynct": Wenn eine statische Farbe angezeigt werden soll, kann man dies bspw. mit diese Befehl realisieren: msg.payload = "set ledprofilevideo 2 \n set ledcolorred 0\n set ledcolorgreen 255\n set ledcolorblue 0\r"; return msg; Das Ergebnis ist eine grüne Hintergrundbeleuchtung, passend zu Hulk. :) Mit nachfolgendem Befehl kann man dann noch den eingebauten HDMI-Switch auf Eingang 0 schalten: msg.payload = "set insel 0 4 \r"; return msg; Mögliche Eingänge sind dabei 0, 1, 2 und 3. Die 4 am Ende des Befehls bedeutet nur, dass der zweite HDMI-Ausgang der HDFury Diva auf den selben Eingang gestellt werden soll. Mehr Infos dazu im oben verlinkten Benutzerhandbuch. Und schon lassen sich grundlegende Steuerbefehle über Node-RED senden. Verzögerungszeiten beim Schalten sind übrigens kaum wahrnehmbar - perfekt! Einzig ist die Ansteuerung der RGB-Werte etwas unschön gelöst, da die Ansteuerung der drei Farbkanäle nur sequentiell möglich werden. Die neu eingestellte Farbe setzt sich quasi erst in drei Schritten durch Rot, Gelb und Grün zusammen, wodurch kein wirklich harmonischer Farbwechsel möglich ist. Kein Beinbruch, aber definitiv verbesserungswürdig. Hier könnte der Anbieter denke ich sehr einfach nachbessern, indem ein passender Schaltbefehl definiert wird, welcher alle drei RGB-Farben gleichzeitig setzt. Quasi sowas in die Richtung: set ledcolorrgb 255 255 255. Cool wäre dann natürlich auch noch eine frei wählbare Transitionszeit, um den Farbwechsel nochmal geschmeidiger zu machen. ;) Ambilight-Integration mit Loxone-Lichtstimmung Da das Gehirn und die zentrale Smart-Home-Steuerzentrale bei mir ein Loxone Miniserver ist, fehlt jetzt nur noch die entsprechende Anbindung, um alles über die Loxone App steuerbar zu machen - in diesem Fall mit "Umweg" über Node-RED, da ich hier bereits eine Vielzahl anderer Multimedia-Geräte - wie bspw. den Harmony Hub (Affiliate-Link) - angebunden habe. Grundsätzlich sollte sich die Diva auch direkt über Loxone steuern lassen, da der Miniserver auch standardmäßig tcp-Requests verschicken kann (siehe dazu die offizielle Loxone-Dokumentation zu Virtuellen Ein- und Ausängen (externer Link)). Wenn jetzt also die Frage aufkommen sollte: Ja, sollte machbar sein, viele Wege führen nach Rom - wie so oft... In der Loxone Config habe ich einen normalen Lichtsteuerungsbaustein hergenommen, um die HDFury Diva anzusteuern. Über zwei an den Lichtsteuerungsbaustein angeschlossene Merker werden die notwendigen Informationen an Node-RED übermittelt. Der erste Merker übermittelt dabei die Info, ob das Ambilight aktiv sein soll (0 = Aus, 1 = An). Der zweite Merker übermittelt den über den Colorpicker ausgewählten RGB-Wert im "Loxone-Format" (z.B. 100080060 -> Blau 100% / Grün 80% / Rot 60%), der später noch in Node-RED übersetzt werden muss. Also R-, G- und B-Werte jeweils im Wertebereich 0-100 in einem zusammengesetzten numerischen "String", der pro Farbwert entsprechend aufgesplittet und in den Wertebereich 0-255 übertragen werden muss. Auf die Inputseite des Lichtsteuerungsbausteins gehe ich hier nicht weiter ein, da das den Rahmen sprengen würde. Hier sind jedenfalls viele Regeln hinterlegt, um das Ambilight abhängig von Anwensenheit, Harmony-Szene, etc. automatisch zu steuern. Vielleicht gibt es hier künftig noch eine ausführliche Vorstellung zum 1:1-Nachbau im LoxKurs. Bei Interesse einfach einen Kommentar hinterlassen. Die "Lichtkreise" des Lichtsteuerungsbausteins sehen jedenfalls erstmal recht unspektakulär aus: Und auch die "Stimmungen" sind aktuell noch aufs Notwendigste beschränkt - lassen sic dann im laufenden Betrieb natürlich entsprechend erweitern. In der Loxone-App sieht das Ganze dann so aus: Hier lassen sich dann auch die Stimmungen je nach Wunsch anpassen und manuelle Einstellungen austesten. Die Logik ist dabei folgendermaßen: Sobald "Sync Video" aktiviert wird, wird die Ambilight-Funktion eingeschaltet. Sobald sie deaktiviert wird, schaltet die HDFury Diva auf die eingestellte RGB-Farbe um, welche in "Color" ausgewählt ist. Diese lässt sich natürlich bequem per Colorpicker bestimmen: Spannend ist jetzt natürlich noch der Node-RED-Flow, der ist in Loxone selektierte Lichtstimmung "übersetzt" und dann die HDFury Diva steuert. Hier sieht man schon mal das Gesamtkonstrukt. Links in grün die aus Loxone eingelesenen Werte. In der Mitte und rechts die Node-RED-Logik und rechts unten den das tcp-Element, welches die Befehle tatsächlich a die HDFury Diva sendet. Der aus Loxone ausgelesene Wert "... SyncVideo" triggert über eine switch-Node das passende LED-Sync-Profile. Wird die Ambilight-Funktion aktiviert, wird der Wert "ledprofilevideo 1" gesetzt, was den Ambilight-Sync einschaltet. Zusätzlich wird noch der Wert "ledsynckeep 1" geschrieben. Das bewirkt bei einem Auflösungs- bzw. Frameratewechsel (bspw. beim Moviestart aus dem Menü heraus - also wenn der Bildschirm für einige Sekunden schwarz ist), einen kurzen Wechel zur per Colorpicker gewählten Farbe. Möchte man hingegen, dass der LED-Stripe dabei kurz ausgeschaltet bleibt, lässt diesen Befehl einfach weg bzw. setzt den Wert "ledprofilevideo 0". Wird die Ambilight-Funktion deaktiviert, wird der Wert "ledprofilevideo 2" gesetzt. Dadurch wird dauerhaft auf den per Colorpicker gesetzten RGB-Farbwert gewechselt. Der per Colorpicker ausgwählte Farbwert wird folgendermaßen verarbeitet: Ist der von Loxone übermittelte RGB-Wert größer 0, wird der Wert "set ledsynckeep 1" gesetzt. Das bewirkt, das die LEDs aktiv bleiben und die RGB-Farbe anzeigen, auch wenn kein HDMI-Signal mehr an der HDFury Diva anliegt. Damit lässt sich der LED-Stripe also als "stinknormale" Ambiente-Hintergrundbeleuchtung nutzen, wenn der TV ausgeschaltet ist. Ist der übermittelte RGB-Wert gleich 0, wird der Wert "set ledsynckeep 0" gesetzt und damit die LEDs komplett deaktiviert. Das Wichtigste ist jetzt natürlich noch die Aufsplittung samt Umrechnung des Loxone-RGB-Werts in das für die HDFury Diva passenden Werte. Das passiert dann über folgende function-Node: Dabei habe ich mich von den Formeln aus dem LoxWiki (externer Link) inspieren lassen, was mir die Umrechnungs maßgeblich erleichtert hat. Und so sieht die fertige Lösung in meinem ersten Testbetrieb aus: https://youtu.be/Q1lDMiwQoxY YouTube-Direktlink Läuft jetzt schon über eine Woche absolut reibungsfrei, weshalb das Setup jetzt ohne Anpassungen in den Produktivbetrieb übergeht. Aus meinem täglichen Leben Vor meinem 4k-HDR-Upgrade hatte in den Dreamscreen (ohne 4k-Funktionalität) im Einsatz - quasi das gleiche in grün, nur eben mit WLAN-Only-Funktionalität und ohne Scaling-Funktionen. Die Remote-Steuerung per Netzwerkbefehlen war dadurch super anfällig. Gefühlt kam es täglich zu Verbindungsabbrüchen und Befehle wurden verschluckt. Dadurch war es einfach unbrauchbar im Hinblick auf die Einbindung in Smart-Home-Lichtszenen. Das hat sich mit der HDFury Diva um 180 Grad gedreht. Jeder Befehl wurde bisher sauber von Loxone über Node-RED hin zur Diva übertragen und entsprechend umgesetzt. Ich bin wirklich froh auf die HDFury Diva gestoßen zu sein, da sie exakt das tut, was ich möchte. Sie synct das angezeigte Video, egal ob 4k oder HDR ohne jedes Murren. Sogar die Übertragung von HD-Audio per eARC ist möglich! Zusätzlich lässt sie sich perfekt per Netzwerkbefehlen steuern und besitzt - für mich super wichtig - einen LAN-Anschluss. Auch nutze ich mittlerweile die HDFury Diva als HDMI-Switch, da sie gefühlt ein Stück schneller umschaltet als der AVR. Auf der Inputseite sind AppleTV 4k, Nvidia Shield Pro (Affiliate-Link) (ober geilstes AI-basiertes Upscaling auf 4k!) und VU+ Uno 4k angeschlossen. Auf der Outputseite hängt ein Sony STR-DN1080 (Affiliate-Link), der das Audiosignal verarbeitet und das Bildsignal an den neuen Sony KD-85XH9096 (Affiliate-Link) weiterreicht. Ein Lag bei der Ambilight-Funktion ist übrigens überhaupt nicht wahrnehmbar, so wie es eben sein soll. Insgesamt bin ich also super happy mit dem Setup, wobei der hohe Anschaffungspreis der Diva sicherlich den ein oder anderen abschrecken wird. Dazu noch ein Wort zum Schluss: Die Diva muss man eigentlich als High-End-HDMI-Switch mit Down- und Upsampling Funktionen sehen, der als "Abfallprodukt" quasi noch als Bonus die Ambilight-Funktion mitbringt. In diesem Kontext ist der hohe Preis meiner Meinung nach absolut gerechtfertigt. Mit dem Gutscheincode meintechblog20 könnt auf insanelight (Link zum Shop) beim Kauf der HDFury Diva (externer Link) übrigens 20 Euro sparen. ### Raspberry Pi im Netzwerk finden und per SSH verbinden Nachdem im letzten Blogpost beschrieben wurde, wie das Raspberry Pi OS in wenigen Minuten auf eine MicroSD-Karte geflasht wird, um das Betriebssystem zum Laufen zu bekommen, wird in diesem Blogpost weiter erklärt, wie der Raspberry Pi im Netzwerk mit der korrekten IP-Adresse aufgefunden werden kann und wie der erste SSH-Login per Konsole erfolgt, um den PRI fernzusteuern. Netzwerk-IP des RPI wird automatisch zugewiesen An dieser Stelle wird vorausgesetzt, dass der Raspberry Pi beim Starten per Ethernet-Netzwerkkabel (Affiliate-Link) entweder direkt am Router (z.B. FritzBox) bzw. einem Ethernet-Switch (Affiliate-Link) angeschlossen ist. Wer seinen RPi produktiv nutzen möchte, sollte ihn immer ans Lan-Kabel hängen, da WLan immer nur die zweitbeste Wahl ist. Den RPI kann man übrigens auch direkt an die USB-Buchse der Fritzbox hängen und so mit Strom versorgen. Das entspricht zwar nicht der offiziell geforderten Stromstärke des RPI 4, funktionierte in meinem Szenario aber bereits über Monate absolut stabil an meiner FritzBox 7590 (Affiliate-Link). Im Normalfall erhält der per Netzwerkkabel verbundene Raspberry Pi dann beim Starten automatisch per DHCP eine verfügbare IPv5-Adresse zugewiesen, unter der er im hauseigenen Netzwerk erreichbar ist. Um herauszufinden, wie diese IP-Adresse lautet, gibt es mehrere Möglichkeiten. Netzwerk-IP über die FritzBox ermitteln Wer bspw. eine FritzBox einsetzt, wird vielleicht die Funktion unter "fritz.box" -> "Heimnetz" -> "Netzwerk" -> "Netzwerkverbindungen" (Direktlink) kennen. Hier werden zu Beginn der angezeigten Liste bei "Aktive Verbindungen" alle verbundenen Netzwerkgeräte aufgeführt. Mit der Browsersuchfunktion (STRG + F) und dem Suchbegriff "raspberry" lässt sich dann die Trefferliste anzeigen. Wer mehr als einen Raspberry Pi einsetzt - wie in meinem Fall - muss sich im schlimmsten Fall durch alle IPs durchtesten, um die Richtige ausfindig zu machen. Dazu später mehr. In meinem Fall wird als IP-Adresse des RPI 192.168.3.106 genutzt. Netzwerk-IP über Dritt-Tools herausfinden An dieser Stelle sollte eigentlich der PiFinder (externer Link) zum Einsatz kommen, welchen ich bereits seit einigen Jahren mehrfach eingesetzt habe. Bei meinem neuesten Test für diesen Artikel musste ich jedoch feststellen, dass zwar RPI der Modellreihen 1, 2 und 3 vom PiFinder erkannt werden, jedoch mein neuester Raspberry Pi 4 B 4G RAM (Affiliate-Link) nicht in der Liste auftaucht. Deshalb -> Schön war die Zeit PiFinder! Evtl. erhältst du ja irgendwann ein Update. Urs hat per Kommentar den Tipp gegeben, dass der kostenlose Advanced IP Scanner (externer Link) eine gute Wahl ist, um Netzwerkgeräte zu finden. Wer also keine FritzBox besitzt und Windows einsetzt, sollte sich das Tool also mal ansehen. Für MacOS nutze ich selbst übrigens iNET Netzwerkscanner (externer Link) - super Tool, jedoch nicht kostenfrei. SSH-Login auf dem RPI Jetzt erfolgt der Login per SSH-Konsole auf dem RPI, um diesen über das Netzwerk steuern zu können. Unter Windows kann das Tool PuTTY (externer Link) genutzt werden: PuTTY Direktdownload (Windows) Unter Host Name (or IP address) wird die vorher ermittelte IP-Adresse des RPI eingegeben. Wer sich noch unsicher ist, was die IP angeht, nimmt einfach mal die erste aus obiger Liste. Mit Open wird die Verbindung hergestellt. In der Terminalsicht wird bei Login as: der Benutzer pi eingegeben. Das Standardpasswort, welches im Anschluss abgefragt wird, lautet raspberry. Wer einen Mac benutzt, verwendet die bereits vorinstallierte Terminal-App. Dazu in die Spotlight-Suche (auf dem Desktop die Lupe oben rechts) “Terminal” eingeben und den entsprechenden Treffer auswählen. Der Login erfolgt hier mit dem Konsolenbefehl:ssh pi@192.168.3.106 Nach dem Drücken der Enter-Taste erfolgt eine Abfrage, die mit yes -> Enter bestätigt wird. Das Standardpasswort lautet ebenfalls raspberry. Wird die Fehlermeldung Host key verification failed. angezeigt, muss der Befehl “ssh-keygen -R 192.168.3.106” eingegeben und der Login-Befehl wiederholt ausgeführt werden. Hat der Login geklappt, sollte das Terminal-Fenster in etwa so aussehen: Netzwerk-IP auf Richtigkeit prüfen Wer mehrere RPI einsetzt und sich jetzt unsicher ist, ob es sich bei der verwendeten IP-Adresse tatsächlich um die korrekte handelt, oder ob die Verbindung zu einem anderen RPI im Netzwerk aufgebaut wurde, kann einen kleinen Trick anwenden. Bei verbundener SSH-Verbindung einfach ping localhost als Konsolenbefehl eingeben und mit der Enter-Taste bestätigen, wodurch sich der Raspberry Pi quasi selbst anpingt und das verbundene Terminal damit sekündlich Daten vom RPI abruft. Jetzt wird einfach das Netzwerkkabel vom RPI getrennt und im Terminal-Fenster beobachtet, ob die Werte weiterhin aktualisiert werden. Bleibt der Fensterinhalt unverändert, handelt es sich also um die korrekte IP. Wird das Netzwerkkabel wieder eingesteckt, sollten sich der Fensterinhalt nach einigen Sekunden erneut aktualisieren. Stellt sich die IP-Adresse jedoch als falsch heraus, wiederholt man obige Schritte eben mit der nächstmöglichen IP, bis man die korrekte ausfindig machen konnte. Achso, und der noch laufende Ping-Befehl lässt sich dann auch wieder mit der Tastenkombination STRG + C beenden, sodass man direkt neue SSH-Befehle absenden kann. Dazu dann im nächsten Howto mehr, in welchem es um die zentralen Einrichtungsschritte des RPI gehen wird. ### UniFi 6 Lite WiFi-Accesspoint in Betrieb nehmen Nachdem ich erst vor einigen Tagen hier über mein WiFi-Upgrade berichtet habe, steht nun kurzfristig bereits eine erneute Änderung an. Denn seit einigen Tagen sind die taufrischen und vergleichsweise günstigen "UniFi 6"-Accesspoints erhältlich, welche den neuen WiFi 6-Standard (Wiki-Link) für eine potenziell schnellere Funkübertragung mitbringen. Wie mein Setup nun aussieht, was sich geändert hat und was man generell von WiFi 6 erwarten kann, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Verfügbare UniFi 6 Accesspoints Nachdem mich Tom hier mehr oder weniger dezent darüber in Kenntniss gesetzt hat, dass der von mir erst kürzlich erworbene UniFi NanoHD Wave2 (Affiliate-Link) aufgrund fehlendem WiFi 6-Support (auch WLAN AX genannt) schon wieder zum "alten Eisen" gehört, habe ich direkt die UniFi-Website nach entsprechenden Accesspoints durchforstet. Dabei fiel mir auf, dass just der "UniFi 6 Lite (externer Link)" vorgestellt wurde und direkt verfügbar war. Der ebenfalls neue und teure "UniFi 6 Long Range (externer Link)" war hingegen noch nicht erhältlich. So oder so hätte ich mich erstmal für die Lite-Variante mit "Dual-Band 2x2 MIMO"-Technologie und max. 1.2Gbps entschieden, da der Preis mit unter 100 Euro pro Stück einfach zu verlockend ist. Also musste die Lite-Version her, die bereits nach wenigen Tagen geliefert wurde. Aktuell ist die maximale Liefermenge über den UniFi-Shop pro Account übrigens auf zwei Stück limitiert - vermutlich aufgrund von Lieferengpässen. Im Lieferumfang sind neben dem Accesspoints noch zwei Halterungen und einige Befestigungsschrauben enthalten: Diemal habe ich - anders als im vorangegangen Blogpost UniFi WiFi-Accesspoint-Upgrade mit kleinen Stolpersteinen - kein passendes Loch für das Netzwerkkabel in die UniFi-Deckenhalterung gebohrt, sondern stattdessen eine passende Halterung mit meinem neuen Ender 3 Pro (Affiliate-Link) und relativ wärmebeständigem PETG-Filament (Affiliate-Link) gedruckt. Das passende 3D-Modell gab es glücklicherweise direkt bei thingiverse zum Download (externer Link). Dieses habe ich dann noch kurzerhand vor dem Druck mit einem passenden Loch in der Mitte versehen, damit das LAN-Kabel auch durchpasst: Und ab an die Decke damit, in diesem Fall über den Küchenschränken: Da hängt er nun über der Küchenzeile - noch ohne Frontabdeckung: Also noch Abdeckung drauf und schon sieht man vom Accesspoint gar nichts mehr: Optisch sieht der neue "UniFi 6 Lite" übrigens ziemlich gleich aus wie der "NanoHD Wave 2". Lediglich der Zusatz "UniFi6" unter dem Logo zeigt die neue Funktionalität an: UniFi 6 Lite WiFi-Accesspoint in Betrieb nehmen Die softwareseitige Installation ist wie im Blogpost UniFi WiFi-Accesspoint-Upgrade mit kleinen Stolpersteinen beschrieben ebenfalls in wenigen Minuten erledigt und die WLAN-Geschwindigkeit kann direkt getestet werden. In unmittelbarer Nähe zum Accesspoint schafft mein iPhone 11 knapp 560 MBit im Down- und 220 MBit im Upload: Das ist etwas weniger als beim vorher getesteten NanoHD Wave 2 (Affiliate-Link), aber immer noch ein super Wert. Insbesondere waren die Ergebnisse dann vergleichweise besser bei größeren Entfernungen. So schaffte mein iPhone knapp 210 MBit (Download) bzw. 250 MBit (Upload) bei einer Entfernung von mehreren Metern: Und einen Stock höher waren die Werte ebenfalls noch vergleichweise super mit knapp über 90 Mbit (down und up): Aus meinem täglichen Leben Auch wenn die Testwerte nicht wirklich belastbar sind und die Übertragungsgeschwindigkeit von mehreren Faktoren abhängt, die man zu unterschiedlichen Zeitpunkten kaum exakt timen kann, ist Geschwindigkeit im realen Betrieb gefühlt nochmal höher als beim knapp 50% teureren NanoHD Wave 2 (Affiliate-Link). Insgesamt hat sich das Upgrade in meinem Fall also mehr als gelohnt. Geringere Kosten und höhere Geschwindigkeit, zumal die wirkliche Stärke von WiFi 6 erst künftig mit passenden Endgeräten bei gleichzeitiger Nutzung von datenintensiven Diensten wie 4k-Streaming, Videochats, Downloads etc. ausgespielt wird. Weiterführende Infos zum Thema gibts z.B. auf der AVM-Seite Wi-Fi 6 (WLAN AX) – das bringt der neue Standard (externer Link) - evtl. etwas marketing-fokussiert, aber immerhin... ### UniFi WiFi-Accesspoint-Upgrade mit kleinen Stolpersteinen Bisher war ich mit den vier installierten WiFi-Accesspoints vom Typ UniFi UAP-Pro grundsätzlich zufrieden, insbesondere was die Verbindungsqualität bzw. -stabilität im gesamten Haus angeht. Aber der WLan-Durchsatz war durch die alte Technik der vor über vier Jahren angeschafften Accespoints einfach begrenzt, was gerade bei HD-Streaming zu Rucklern führen konnte. Ein Update in Form des neuen UniFI NanoHD Wave2 (Affiliate-Link) musste also her. Wie das Update im Detail aussieht, was es letztendlich gebracht hat und welche kleinen Tücken bei der Installation überwunden werden mussten, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Bisherigen Accesspoint deaktivieren und deinstallieren Erstmal auf den UniFi Controller verbinden, in diesem Fall per iPhone-App auf dem UniFi Cloud Key G2 (Affiliate-Link), der seinen Dienst mittlerweile auch bereits mehr als ein halbes Jahr ohne jeden Aussetzer verrichtet. Im Controller auf die "Geräte"-Liste wechseln und den Accesspoint auswählen, der ersetzt werden soll. Dann rechts oben auf "Einstellungen" und schließlich ganz nach unten scrollen und die Ausgliederung aus dem UniFi-Syste mit "Entfernen" bestätigen: Dann kann es auch schon an die physische Deinstallation gehen. Hier sollte man dem Accesspoint aber am besten noch einige Minuten geben, bis er sich resettet und neugestartet hat. In meinem Fall sollte der neu zu installierende UniFI NanoHD Wave2 (Affiliate-Link) am bisherigen Platz des UniFi AP-PRO an der Decke montiert werden, da hier bereits eine Montage ohne sichtbare Kabel realisiert wurde. Durchlass für Netzwerkkabel in Deckenhalterung fräsen Das offensichtliche Problem war daran aber, dass die neue UniFi-Halterung - anders als die bisherige - keinen Lochausschnitt zur Durchführung des Netzwerkkabels besitzt. Entsprechend musste ich erstmal etwas rumtesten, um den perfekten Platz und die Größe für den passenden Ausschnitt in der Halterung zu identifizieren und schließlich per Forstnerbohrer (Affiliate-Link) auszufräsen. Viel praktischer sind beim neuen Adapter hingegen die Schraublöcher platziert, sodass zwei davon direkt in die vorgesehenen Schraublöcher einer Standard-Unterputzdose geschraubt werden können. Hier erkennt man auch ganz gut die drei vorher genutzten, weiter entfernten Löcher in der Decke der alten und größeren Halterung, welche ich jetzt noch bei Gelegenheit schließen bzw. überstreichen muss. RJ45-Stecker gegen -Buchse tauschen wegen Platzproblemen An dieser Stelle freute ich mich gleich den neuen UniFi-Accesspoint an den vorhandenen RJ45-Stecker (Affiliate-Link) anschließen zu können. Aber nix da. Der Stecker war schlicht zu lang, um am UniFI NanoHD Wave2 (Affiliate-Link) ohne Verbiegen eingesteckt werden zu können (sieht man auf einem späteren Bild ganz gut, wie wenig Platz hier vorhanden ist). Es passt also nur ein "normaler" bzw. fertig konfektionierter Rj45-Stecker in den Accesspoint... Fail! Zum Glück hatte ich noch einige Keystone-Buchsen (Affiliate-Link) herumliegen, um diesen gegen den bisher installierten Stecker zu tauschen. Also erstmal das Innenleben bauen (links) und Buchse aufstecken (rechts). In die Buchse konnte dann ein kurzes Netzwerkkabel in Form eines 25cm langen Patchkabels (Affiliate-Link) eingesteckt werden, welches später durch die geringe Länge komplett in der Installationsdose verschwindet. Neuen UniFi-WiFi-Accesspoint fertig installieren und einbinden Nachdem die modifizierte Leistungsverbindung bis hin zum Netzwerkschrank per RJ45-Kabeltester (Affiliate-Link) geprüft und am UniFi USW-24-PoE (Affiliate-Link) angeschlossen wurde, konnte nun endlich auch der UniFI NanoHD Wave2 (Affiliate-Link) eingesteckt werden: Und an der Deckenhalterung positioniert werden, sodass kein optisch störendes Kabel mehr sichtbar ist: Nun fehlt nur noch die softwareseitige Einbindung per UniFi-Controller, welche in wenigen Minuten erledigt ist. Dazu in der "Geräte"-Liste den neuen UniFi-Accesspoint auswählen, der aktuell noch den Status "Einbindung ausstehend" aufweist und anschließend auf "+ Einbinden" klicken: Der Verbindungsstatus ändert sich in Kürze in "Einbinden", gefolgt von "Provisionieren" und schließlich "Verbunden". Nun müssen nur noch einige Settings übernommen werden, damit sich der neue WiFi-Accesspoint nahtlos ins bisherige Setup integriert. Dazu wieder den Accesspoint aus der "Geräte"-Liste auswählen und "Konfigurieren" wählen. Unter "Netzwerk" habe ich dann erstmal eine fixe IP-Adresse vergeben, die auch bereits der alte Accesspoint hatte: Grundsätzlich kann man natürlich auch DHCP (automatische IP-Zuweisung durch den Router) lassen, das ist mir auf Dauer aber zu unübersichtlich. Unter der Reiter "Funk" lässt sich dann noch die Geschwindigkeit erhöhen, indem beim 2,4GHz-Band das Settings "HT40" und bem 5GHz-Band "VHT160" ausgewählt wird. Damit sich Endgeräte, die beide Bänder unterstützen bevorzugt mit dem schnelleren 5GHz-Netz verbinden, wird noch die Einstellung "Band Steering" auf "5 GHz bevorzugen" gewählt: WLan-Geschwindigkeitstest durchführen Um die korrekten Settings zu testen, kann nun noch ein Geschwindigkeitstest durchgeführt werden, welcher direkt im UniFi-Controller selbst im Menü "Zahnrad" (unten links) -> "Mehr" -> "WLAN Durchsatztest" zu finden ist: Wichtig dabei ist natürlich, dass das Endgerät, welches den Verbindungstest durchführt beim neuen WLan-Accesspoint angemeldet ist. Das lässt sich am einfachsten sicherstellen, wenn temporär alle anderen Accesspoints vom PoE-Switch getrennt werden. Mit den Buttons "Download Durchsatztest starten" sowie "Upload Durchsatztest starten" lässts ich nun direkt die anliegende Geschwindigkeit zwischen mobilem Endgerät und UniFi-Controller überprüfen: Wie man aus der Grafik entnehmen kann, varriiert die Übertragungsgeschwindigkeit je nach Entfernung bzw. Hinternissen stark. Aus meinem täglichen Leben Nach einigen Tagen seit Inbetriebnahme kann ich bestätigen, dass der neue UniFI NanoHD Wave2 (Affiliate-Link) deutlich höhere Geschwindigkeiten erlaubt als sein Vorgänger, sodass selbst HD-Content ruckelfrei abgespielt werden kann. Insgesamt hat sich das Update also für mich gelohnt, da vorher selbst bei guter Verbindung bzw. geringer Entfernung nie mehr als 100 Mbit drin waren, im Realbetrieb entsprechend wesentlich weniger. Ausserdem ist der neue Accesspoint ein gutes Stück kleiner als der alte und sticht damit weniger ins Auge, was ich als wirklich positiv erachte. Hier nochmal der direkte Größenvergleich: Interessant ist abschließend natürlich auch noch der Stromverbrauch des neuen NanoHD Wave2, der mit ca. 5 Watt (gemessen durch den UniFi-PoE-Switch) etwas höher ist als beim langsameren UAP-Pro mit ca 3 Watt. Wobei wirklich verlässliche Werte hier schwierig sind, da der Verbrauch auch von der Teilnehmeranzahl der beim Accesspoint gerade einbuchten Endgeräte samt Verbindungsgeschwigkeit abhängt. Achso und im Mischbetrieb mit alten Accesspoints klappt das alles natürlich auch, wobei der mittelfristige Plan natürlich ist alles nach und nach upzugraden. ### Pimp my QNAP TVS-x82 - CPU-Upgrade von Sky Lake auf Kaby Lake Fast fühlt es sich so an, als ob mein erst knapp zwei Jahre altes QNAP TVS-1282 mit Sky-Lake-Architektur zum alten Eisen gehört. Fast. Denn mit etwas Überredungskunst lässt sich - anders als im damaligen Pimp-My-QNAP-Blogpost beschrieben - ein spezielles BIOS-Update durchführen und damit die neuen Kaby-Lake-CPUs der i7-7700-Serie nutzen, welche nicht nur etwas mehr Leistung besitzen, sondern insbesondere auch einen frischeren Grafikchip vom Typ Intel HD 630, welcher u.A. auch H.265-Content (8 und 10 bit) hardwareseitig de- und enkodieren kann. Wie man das Update in knapp einer Stunde durchführen kann, für welche Kaby-Lake-CPU ich mich am Ende entschieden habe und welche Vorteile der Wechsel mit sich bringt, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Hallo Nischenthema! Wer es bis hier hin geschafft hat, sucht sicher dediziert genau nach diesem Inhalt. Denn das hier ist vermutlich schon ein absolutes Nischenthema und noch dazu geht es um die QNAP-x82-Serie, die nicht mehr ganz taufrisch ist. Aber ich möchte meine Erkenntnisse dennoch an dieser Stelle teilen, da es sicherlich mehr als eine Person gibt, die genau ein solches Upgrade durchführen möchte. Und vielen Dank an dieser Stelle insbesondere an Oliver, einen fleissigen Leser des Blogs, welcher mich über die Upgrademöglichkeit informiert und mir darüber hinaus sogar eine Anleitung geschrieben hat, die nun als Vorlage für die nachfolgenden Ausführugen dient. Vielen vielen Dank dafür! Kaby-Lake-CPU auswählen Je nach Anforderung und verbauter Kühlung - mit einer Wasserkühlung sollte wohl auch das "K"-Modell keine Probleme bereiten - kommen insgesamt drei i7-CPUs für das Kaby-Lake-Upgrade in Frage: TypGrundtakt-frequenzMax. Turbo-TaktfrequenzMax. TDPi7-7700T4 x 2,9 GHz(8 Threads)4 x 3,8 GHz35 Wi7-77004 x 3,6 GHz(8 Threads)4 x 4,2 GHz65 Wi7-7700K4 x 4,2 GHz(8 Threads)4 x 4,5 GHz91 W Die Grafikeinheit des Typs "Intel HD-Grafik 630" ist bei allen drei Modellen mit dynamischen 0,35 bis 1,15 GHz gleich leistungsfähig. Kaby-Lake QNAP-BIOS-Image herunterladen Verfügbare BIOS-Dateien der TVS-Reihe sind in diesem QNAP-Forum-Thread (externer Link) zu finden. Der Trick dabei ist jetzt dem ursprünglich "Original-Sky-Lake" TVS-x82 ein Kaby-Lake-BIOS "unterzujubeln", da die Hardware bei beiden Modellreihen identisch ist und sich eben nur durch die aufgespielte BIOS-Software unterscheidet. Die Kaby-Lake-Dateien sind dabei an einem führenden "QZ" im Namen zu erkennen. "QX" steht fürs ältere Sky-Lake. In meinem Fall benötigt das TVS-1282 die Kaby-Lake-Datei QZ03AR11.zip (Direktdownload). Diese entpacken und erstmal liegenlassen. FreeDOS-USB-Stick mit BIOS-Dateien erstellen Nun muss ein bootfähiger USB-Stick mit FreeDOS erstellt werden, wie im offiziellen QNAP-Artikel Aktualisierung der BIOS Firmware auf QNAP NAS Modellen (externer Link) beschrieben. Konkret also erstmal das Freeware-Programm Rufus (externer Link) herunterladen und bei eingestecktem USB-Stick starten. Der USB-Stick sollte dann automatisch unter "Laufwerk" angezeigt werden. Achtung: Alle sich auf dem USB-Stick befindlichen Dateien werden im nächsten Schritt gelöscht. Wer also noch relevante Daten darauf gespeichert hat, sollte diese unbedingt voher anderweitig sichern. Als "Startart" den Eintrag "FreeDOS" auswählen, bei "Partitionsschema" "MBR" selektieren und bei "Größe der Zuordnungseinheit" schließlich noch "32 Kilobyte". Jetzt den "START"-Button drücken: Die anschließende Warnung mit "OK" bestätigen und der USB-Stick wird in wenigen Minuten mit FreeDOS bespielt. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, wird der USB-Stick im Dateiexplorer aufgerufen und das vorher heruntergeladene BIOS-Update-Verzeichnis - in diesem Fall mit dem Ordnernamen "QZ03AR11" - ins Hauptverzeichnis des USB-Sticks übertragen: Den USB-Stick "auswerfen", da er gleich benötigt wird. Nun das NAS herunterfahren, alle USB-Devices entfernen und den eben vorbereiteten USB-Stick einstecken. QNAP-NAS für den BIOS-Flash vorbereiten Im ausgeschalteten Zustand erstmal alle HDDs und SSDs ausbauen und die Reihenfolge merken, da alle "Platten" später wieder in den selben Port zurückgesteckt weden müssen. Jetzt eine USB-Tastatur samt HDMI-Monitor ans NAS anschließen und das QNAP starten. Jetzt F2 drücken (am besten mehrfach im Abstand von einigen Sekunden), bis das NAS im BIOS landet. Unter dem Reiter "BOOT" nun unter "Boot Option #1" den erkannten USB-Stick auswählen. In meinem Fall ist das ein "SanDisk Cruzer Fit 1.27" (Affilate-Link). Hier Eintrag OHNE "UEFI:" am Anfang wählen! (Das könnte in nachfolgendem Screenshot etwas missverständlich sein, da dort noch das falsche UEFI-Device als erstes Boot-Device selektiert ist.) Das BIOS beenden und die Einstellungen speichern. Kaby-Lake-BIOS flashen Einen Neustart durchführen und warten, bis das FreeDOS vom USB-Stick geladen wurde. Nun mit "cd QZ03AR11" (ohne Anführungszeichen) ins BIOS-Verzeichnis wechseln. Wer ein abweichendes, für sein NAS-Modell passendes, zip-File heruntergeladen hat, muss eben diesen Namen verwenden. Jetzt ist der letzte Zeitpunkt, um den Schwanz einzuziehen. Wer an dieser Stelle weitermacht, muss sich absolut sicher sein die richtigen BIOS-Dateien heruntergeladen zu haben. Ansonsten besteht - wie immer - die Gefahr sein NAS zu schrotten. Just saying... Nun aber zurück im Text: Um das Update zu starten "NOLK.BAT" eintippen und mit der Enter-Taste bestätigen: Der Trick dabei: Diese Datei startet das BIOS-Update ohne vorherige Prüfung. Hätte ich stattdessen die Datei "QZ03AR11.BAT" gewählt, wie es bei einem "regulären" BIOS-Update vorgesehen ist, wäre der Vorgang mit einem Fehler abgebrochen, da die Microcode-Version des Mainboards mit dem Sky-Lake-BIOS eben offiziell inkompatibel ist. Nun rödelt das BIOS-Update durch jegliche "Flash Blocks", was eine Weile dauert. Zum Schluss wird ganz kurz irgendetwas mit "bla bla complete" angezeigt und das NAS startet sofort neu - habe deshalb leider keinen Screenshot davon machen können - und bootet wieder bis zum BIOS. Kaby-Lake-CPU installieren Nun das NAS herunterfahren und die "alte" Sky-Lake-CPU offenlegen und entfernen: Die Kaby-Lake-CPU einsetzen, Wärmeleitpaste auftragen, Kühlkörper festschrauben und alles wieder zusammenbauen: Zum Einsatz kam übrigens wieder die selbe Arctic MX-4 Wärmeleitpaste (Affiliate-Link), die ich bereits beim Pimp vor knapp zwei Jahren benutzt hatte. Zuvor habe ich die Oberfläche der CPU und des Kühlkörpers natürlich noch von der alten Wärmeleitpaste befreit. Dazu habe wieder das mittlerweile bewährte  Arctic Silver ArctiClean Set (Affiliate-Link) verwendet, da es einfach perfekt funktioniert. Das NAS starten und ein paar Mal die F2-Taste drücken, um wieder ins BIOS zu gelangen... Und sich freuen, da die neu installierte Kaby-Lake-CPU korrekt erkannt wurde. In meinem Fall eine stromsparende Intel i7-7700T. Settings im QNAP-Webinterface prüfen Sofern alles geklappt hat, NAS herunterfahren, alle Platten wieder in korrekter Reihenfolge installieren und einen Neustart durchführen. Im QNAP-Webinterface lässt sich die neu erkannte Kaby-Lake-CPU unter "Systemstatus" -> "Hardware-Informationen" bestaunen. Die stromparende und mit einem Standardtakt von 2,9 GHz relativ niedrig taktende Intel i7-7700T CPU wird im Idle nur 34 Grad warm. Aber auch bei der Vollauslastung aller acht virtuellen Kerne durch "cpuburn" bleibt der Prozessor unter 50 Grad und damit angenehm kühl. Als erstes habe ich dann natürlich die neuen Transkoding-Features der Kaby-Lake-CPU bzw. der verbauten Intel HD-Graphics 630 GPU in Plex getestet. Et voilà - H.265 wird nativ transkodiert. (Screenshot folgt) Insgesamt kann die Intel-Graphics-630-GPU beide derzeit aktuellen Videocodecs HEVC (H.265) und VP9 bis hin zu 2160p (4K) de- sowie enkodieren. Darüber hinaus beherrscht die GPU natürlich das immer noch gängige MPEG-4 AVC (H.264) und die doch schon etwas betagteren Codecs MPEG-2 (h.262), JPEG/MJPEG, VC-1 und VP8, wobei VC-1 nur decodiert werden kann. Das ist aber vermutlich aufgrund fehlender Lizenzen völlig normal. Ich kenne ehrlich gesagt keine Consumer-GPU, die das könnte bzw. einen normalen Anwendungsfall, bei dem das ansatzweise relevant wäre. Alle Infos zur Intel HD-Graphics 630 inkl. Details zum Thema "Hardware Acceleration Video" gibt es in diesem wikichip-Artikel (externer Link). Aus meinem täglichen Leben Eigentlich wollte ich ja bereits vor zwei Jahren im Rahmen des Projekts Pimp my QNAP TVS-1282: I7-6700K 4GHz, 64GB RAM und Wasserkühlung ein Upgrade auf die Kaby-Lake-CPU durchführen, bin aber aufgrund des fehlenden BIOS-Updates - wie so viele andere auch - hart an einem schwarz bleibenden Bildschirm gescheitert. Dank des Kommentars von Oliver und seiner weiteren Ausführungen per Mail habe ich es jetzt doch endlich geschafft das Hardwareupgrade durchzuführen. Die CPU habe ich übrigens gebraucht bei eBay ersteigert, neu gibt es die Kaby-Lake-Modellreihe anscheinend nicht mehr. Ich habe mich beim CPU-Upgrade übrigens bewusst gegen das leistungsstärkste Modell i7-7700K mit "K" und stattdessen für das stromsparende "T"-Modell entschieden, da dieses immer noch mehr als genug Power für meinen Anwendungsfall mitbringt und dafür eben auch weniger Strom frisst, was mir bei einem täglich mehrstündigen Betrieb besonders wichtig war. Außerdem ging es mir beim Upgrade sowieso primär um die neuen Transcoding-Fähigkeiten der Intel-HD-Graphics 630 GPU, die bei allen drei CPU-Varianten identische Leistungswerte aufweist. ### Raspberry Pi OS in zehn Minuten installieren In diversen Howto-Anleitungen wird ein betriebsbereiter Raspberry Pi samt OS (Operating System) vorausgesetzt. Wie sich so ein Grundsystem in gerade einmal 10 Minuten erstellen lässt und welche Hardware ich konkret empfehle, um dauerhaft Spaß mit dem System zu haben, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Raspberry Pi 4 for-the-win! Die meisten Anwender werden vermutlich direkt einen Raspberry Pi einsetzen, der 24/7 seine Dienste im Netzwerk verrichtet. Wer diesen neu anschafft, greift am besten zum derzeit neuesten Modell. Ende 2020 ist das ein Raspberry Pi 4 B 4G RAM (Affiliate-Link) mit genug Power für fast alle denkbaren Anwendungen. Dabei sollte das oben verlinkte Modell mit 4 GB Arbeitsspeicher locker reichen. Wer mehr haben möchte, greift eben zum größeren Bruder Raspberry Pi 4 B 8G RAM (Affiliate-Link) mit doppeltem Arbeitsspeicher. Bei wem noch ein etwas langsamerer Raspberry Pi 3 (Affiliate-Link) ungenutzt in der Ecke liegt oder wer schlicht etwas weniger Geld ausgeben möchte, kann natürlich auch das Vorgängermodell nutzen. Im direkten Vergleich zum 4er-Modell sehe ich dabei sogar den leicht geringeren Stromverbrauch und die damit einhergehende geringere Wärmeentwicklung als vorteilhaft an, was in bestimmten Situationen (z.B. geschlossener Einbau im Schaltschrank) praktisch ist. Der RPI 4 ist super performant, für viele Anwendungsfälle reicht aber auch ein RPI 3! Die Modellreihen 1 und 2 sind im direkten Vergleich doch schon ziemlich schneckenlahm und ohnehin nicht mehr offiziell erhältlich. Für kleinere Anwendungen aber dennoch brauchbar. Habe z.B. gerade selbst noch einen 2er als TWCManager (Blogpost) im Einsatz. Auf einen Hardwarevergleich der verschiedenen Modelle verzichte ich an dieser Stelle bewusst, da es ohnehin schwierig ist von den Specs auf die reale Leistungsfähigkeit zu schließen. Industrial MicroSD-Karte Über die Jahre hatte ich bereits diverse Speicherkarten im Dauereinsatz und auch schon einige Ausfälle zu verzeichnen. Deshalb kann ich jedem nur den ausdrücklichen Tipp geben: Besser 5 Euro mehr für eine robuste und zuverlässige Industrial-MicroSD-Karte ausgeben! Konkret empfehle ich die Kingston Industrial MicroSD-Karte 8GB (Affiliate-Link), welche in verschiedenen Ausführungen zwischen 8 und 64 GB erhätlich ist. Für die allermeisten Anwendungen reichen vermutlich 8 GB aus, denn später sollte man sowieso versuchen ein permanentes und speicherhungriges Logging zu vermeiden, um die Schreibzyklen auf der Karte zu minimieren. In jedem Fall sind die "Industrial"-Modelle hier besonders robust und ich hatte damit tatsächlich trotz Dauerbeanspruchung noch keinen einzigen Ausfall. Um die MicroSD-Karte im PC mit dem Betriebssystem in Form des Raspberry Pi OS zu flashen, wird dann noch ein passender USB-Adapter benötigt. Bei einer Neuanschaffung am besten gleich einen 2:1-Adapter nehmen, der auch normale SD-Karten frisst. -> Starware SD-Kartenleser (Affiliate-Link) Raspberry Pi Gehäuse Sowohl in Form als auch in Funktion habe ich mich total in dieses RPI 4 Aluminiumgehäuse (Affiliate-Link) verliebt. Ein smartes RPI-Gehäuse fungiert gleichzeitig auch als Kühlkörper - alles andere ist Quatsch! Es bietet nicht nur direkten Schutz für die empfindliche Elektronik, sondern dient quasi als ein einziger Kühlkörper, welcher die Wärme - insbesondere der CPU - abführt. Alle anderen Gehäuse sind meiner Meinung nach Schnee von gestern. USB-Netzteil und USB-Anschlusskabel Im Grunde ist es fast egal, welches Netzteil eingesetzt wird. Da der RPI 4 jedoch etwas stromhungriger ist, sollte am besten direkt ein Modell mit mind. 3A (15W) genutzt werden, um Lastspitzen abfedern zu können. Ich kann das Ugreen 36W Netzteil (Affiliate-Link) empfehlen, welches bei mir schon lange seinen Dienst verrichtet und obendrein zwei USB-Ports besitzt und anders als manche Billignetzteile nie ein nerviges Fiep-Geräusch von sich gibt. Netzteil mit 15W-Power (3A) und ein Anschlusskabel mit Gewebestruktur! Für den RPI 4 wird anders als bei seinen Vorgängern ein USB-C-Anschlusskabel benötigt. Hier würde ich das Rampow USB-C Kabel (Affiliate-Link) empfehlen, da es eine Gewebestruktur aufweist und damit einen verbesserten Knickschutz bietet. Beim RPI 3 kommt ein Micro-USB-Anschlusskabel zum Einsatz, welches vermutlich jeder noch irgendwo unbenutzt von alten Gadgets in der Schublade herumliegen hat. Ansonsten eben das Rampow Micro-USB-Kabel (Affiliate-Link). RPI 4-Einkaufsliste Hier nochmal alle von mir empfohlenen Komponenten in Listenform: Raspberry Pi 4 B 4G RAM (Affiliate-Link)Kingston Industrial MicroSD-Karte 8GB (Affiliate-Link)RPI 4 Aluminiumgehäuse (Affiliate-Link)Ugreen 36W Netzteil (Affiliate-Link)Rampow USB-C Kabel (Affiliate-Link) Raspberry Pi Imager herunterladen Die einfachste aller Möglichkeiten ist mittlerweile die Nutzung des Raspberr Pi Imager, welcher auf der offiziellen raspberrypi.org-Seite im Bereich Software (Direktlink) zum kostenfreien Download angeboten wird. Hier gibt es fertig kompilierte Versionen für Windows, Mac OS und Ubuntu. (Alternativ kann ich den balena Etcher empfehlen, ebenfalls ein tolles Flashing-Tool, welches für alle Plattform verfügbar ist). Also Pi Imager herunterladen und starten. Raspberry Pi Imager: Genau so muss muss ein Userinterface aussehen! Raspberry Pi Imager: Betriebssystem auswählen Erstmal das gewünschte Betriebssystem auswählen. Ich nutze für meine Projekte dabei zu 99% die Lite-Version ohne grafische Benutzeroberfläche, da ich sowieso nur per SSH vom Laptop aus auf das RPI-System zugreife. Raspberry Pi OS Lite ohne grafische Benutzeroberfläche installieren! Also entsprechend auf "CHOOSE OS" klicken, danach auf "Raspberry Pi OS (other)" und zum Schluss auf "Raspberry Pi OS Lite (32-bit)": Wer hingegen eine grafische Benutzerobefläche wünscht, um den RPI später per HDMI an einem Monitor zu betrieben, wählt im Menüpunkt "CHOOSE OS" stattdessen direkt "Raspberry Pi OS (32-bit)" aus. Raspberry Pi Imager: Speicherkarte auswählen Jetzt wird noch unter "CHOOSE SD CARD" die in den PC eingesteckte MicroSD-Karte ausgewählt. Gewöhnlich sollte hier nur ein Eintrag aufgelistet werden: Raspberry Pi Imager - Image auf SD-Karte schreiben Und als letzter Schritt das ausgewählte Image dann auf die SD-Karte übertragen. ACHTUNG: Alle bisher auf der SD-Karte gespeicherten Inhalte werden dabei gelöscht! Wer also unsicher ist, sollte im Dateibrowser erst noch nachsehen, ob die Speicherkarte relevante Dateien enthält und diese vor dem Aufspielen des Images anderweitig sichern. Zum Schluss auf "WRITE" klicken und abschließende Lösch-Warnung mit "YES" bestätigen: Der Schreibvorgang hat bei mir dann knapp drei Minuten gedauert. Hat alles geklappt, wird am Ende noch eine "Write Successful"-Meldung angezeigt: Raspberry Pi OS - SSH-Zugriff aktivieren Wir sind aber noch nicht ganz fertig. Die MicroSD-Karte kurz vom PC aus- und erneut einstecken, damit sie im Dateibrowser als Datenträger mit dem Titel "boot" erkannt wird. Nun diese leere ssh (9065 Downloads ) Datei herunterladen und in das Hauptverzeichnis der MicroSD-Karte kopieren. Die Datei bewirkt, dass der Raspberry Pi später per SSH über das Netzwerk erreichbar ist. Leere ssh-Datei ins root-Verzeichnis packen! Nun kann die MicroSD-Karte ausgeworfen und in den Cardreader des Raspberry Pi für einen ersten Boot gesteckt werden. Wie man den RPI im Netzwerk findet, wie der weitere Zugriff per SSH abläuft und welche Grundeinstellungen nun beim taufrischen System vorgenommen werden sollten, wird in Kürze in einem folgenden Howto-Blogpost beschrieben. ### APC USV am QNAP NAS betreiben und Statuswerte per Node-RED abgreifen Stromausfälle sind der Supergau für ein NAS, da dabei nicht nur einzelne Dateien verloren gehen können. Im schlimmsten Fall droht sogar der Totalausfall, wenn im Moment des Ausfalls kritische Daten nur unvollständig auf der Festplatte geschrieben werden konnten. Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) bietet hier glücklicherweise erhöhten Schutz bei überschaubaren Kosten. Wie sich so eine USV von APC schnell und einfach mit einem QNAP-NAS verbinden lässt und wie deren Statuswerte dann sogar noch per Node-RED ausgelesen werden können, um im Fall eines Stromausfalls bspw. auch noch andere Systeme remote herunterfahren zu können, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. APC-USV mit dem QNAP-NAS verbinden In Momenten wie diesen wird meine Entscheidung für die Anschaffung meines QNAP TVS-1282 (Affiliate-Link) immer nur wieder bekräftigt: Eine per USB angeschlossene USV, wie das von mir genutzte Modell APC PRO 900G (Affiliate-Link), lässt sich mit nur wenigen Klicks einfach ins System einbinden. Im QNAP Webinterface dazu einfach in der Menüleiste oben das "Lupen"-Symbol anklicken, nach "usv" suchen und den Eintrag "USV Einstellungen" wählen. Dort den Haken bei "USB-Verbindung" setzen (sofern das nicht bereits eh automatisch beim Einstecken passiert ist) und die Einstellungen mit "Übernehmen" sichern. Hier lässt sich auch gleich noch konfigurieren, dass sich das NAS nach einigen Minuten bei anhaltendem Stromausfall kontrolliert herunterfährt. Kann es noch einfacher sein? Ich glaube wohl kaum. Einige Daten des USV werden dann auch direkt unten auf dieser Statusseite mit angezeigt: Neben dem Status "Normal" wird die verbliebene "Akkukapazität" in Prozent ausgegeben und dann auch noch die "voraussichtliche Schutzzeit" in Minuten. Diese hängt dabei natürlich vom Stromverbrauch der angeschlossenen Geräte ab und man sollte im Realfall eher mit der Hälfte rechnen. Denn auch wenn die Akkukapazität mit 100% angegeben ist, verliert die im USV eingebaute Batterie (bzw. Akku) über die Jahre einen Teil seines Speichervermögens. Außerdem sollte man den Akku im besten Fall auch nie komplett entladen, da er dann einfach länger hält bzw. auch mehr Kapazität im Ernstfall zur Verfügung steht. Nichtsdestoweniger sollte man den Akku aber auch alle paar Jahre mal austauschen, da die kalendarische Alterung an der zur Verfügung stehenden Kapazität zehrt. Für oben genanntes APC PRO 900G (Affiliate-Link) gibt es dann bspw. Ersatz in Form des schön kryptisch klingenden Akkus APC APCRBC110 (Affiliate-Link). Auch sollte man die Funktion des USV von Zeit zu Zeit einmal testen, um im Ernstfall keine Überraschung zu erleben. Dazu am besten das NAS erstmal herunterfahren, an eine separate Wandsteckdose hängen und wieder booten. Statt des NAS dann einen Verbraucher mit ähnlichen Leistungswerten ans USV anschließen. Das USB-Kabel vom USV aber am NAS eingesteckt lassen. Danach einen Stromausfall auf Seiten des USV simulieren, indem die Stromversorgung zum USV einfach getrennt wird. Jetzt sieht man schon nach wenigen Minuten, ob der Akku durchhält und ob die USV-Statusinformationen vom NAS korrekt verarbeitet werden und entsprechend ein Shutdown nach der definierten Zeit ausgelöst wird. USV-Statuswerte per Node-RED verarbeiten In meinem Fall hängt am USV nicht nur das QNAP-NAS, sondern auch noch andere Verbraucher, wie bspw. ein Intel NUC NUC8i3BEH (Affiliate-Link), welcher mithilfe von Proxmox alle meine virtuelle Maschinen (u.A. auch eine Node-RED-VM) beheimatet. Wäre also sinnvoll, dass dieser PC bei einem Stromausfall auch einen Shutdown einleitet, um das Risiko eines Datenverlusts zu minimieren. Zu diesem Zweck lässt sich im oben genannten QNAP-Menü ein Haken bei "Netzwerk-UPS-Support aktivieren" setzen. In der darunter angezeigten Liste lassen sich dann mit dem Button "Hinzufügen" die gewünschten IP-Adressen der Clients eintragen, welche auf die USV-Informationen zugreifen dürfen. In meinem Fall ist das die "192.168.3.30" (ohne Anführungszeichen), unter der mein Node-RED-System im Netzwerk anzutreffen ist. Abschließend auf "Übernehmen" klicken und die Grundeinstellung ist damit erledigt: Nun ins Node-RED-Interface, welches über den Port 1880 erreichbar ist, in meiem Fall entsprechend http://192.168.3.30:1880. Ganz oben rechts erstmal auf die "drei senkrechten Striche" (Menü) klicken und "Palette verwalten" auswählen. Im Reiter "Installieren" dann nach "node-red-contrib-nut-ups" suchen und den entsprechenden Eintrag "Installieren". In nachfolgendem Screenshot bitte nicht falsch verstehen, hier steht eben "Installiert", da ich die Node bereits nutze. Jetzt links die "Lupe" anklicken und nach "nut" suchen und die angezeigte "nut ups"-Node rechts in den Flow ziehen. Die Node doppelt anklicken und im Feld "UPS" Folgendes eintragen: qnapups@192.168.3.9 Die IP nach dem @-Zeichen muss entsprechend der Netzwerkadresse des QNAP-NAS gesetzt werden, in meinem Fall ist das "192.168.3.9" (ohne Anführungszeichen). Zum Abschluss über den Button "Fertig" speichern. Vorher kann natürlich auch noch ein sprechender "Name" vergeben werden: Der gerade erzeugten Node wird dann noch eine inject-Node vorangesetzt, welche so konfiguriert wird, dass sie alle 10 Sekunden einen Trigger setzt. Nachgestellt werden kann nun noch eine debug-Node, welche den Payload des Objekts anzeigt. Damit die Änderungen aktiv werden, muss natürlich nochmal der rote "Deploy"-Button betätigt werden. Und dann sollte es im "Debugging"-Fenster in etwa so aussehen: Im Pfad "payload.battery.charge.value" steckt dann bspw. der Wert "100", welcher der aktuellen Kapazität des Akkus entspricht. Dieser Wert lässt sich dann bspw. bequem mit einer "change-Node und einer "Festlegen"-Regel für eine weitere Verarbeitung auslesen. Dabei wird die gewünschte neue "msg.payload" durch "payload.battery.charge.value" gesetzt: Dem Element nachgestellt, ist in meinem Fall eine Loxone "control out"-Node, welche den Wert in einen "virtuellen Eingang" in der Loxone Config schreibt. In der Loxone-App lässt sich der "USV"-Status dann einsehen, hier als fertige Lösung zu sehen mit einigen für mich relevanten Statuswerten: Aber zurück zum Node-RED-Setup. Entsprechend der Akkukapazität lassen sich auch noch weitere Werte auslesen: payload.battery.runtime.value -> (Potenzielle) Akkulaufzeit bei derzeitigem Stromverbrauch in Sekunden payload.battery.voltage.value -> Spannung des Akkus in Volt payload.input.voltage.value -> Netzspannung in Volt - bei Netzausfall Wert 0 payload.ups.status.value -> mit etwas krytischen Werten OB DISCHRG -> Notstrom aktiv - Akku entlädt OL CHRG -> Netz aktiv - Akku lädt OL -> Akku ist voll geladen xyz -> vermutlich noch weitere Status möglich bei Defekt des Akkus o.Ä. Letzt genannte Werte überführe ich vor der Übertragung zu Loxone in numerische Werte, um diese auswerten zu können. Alle Nodes und Einstellungen gibt es hier als Download: Node-RED Flow 2 (2621 Downloads ) Analog zum Vorgehen im Blogpost Linux-Rechner per SSH-Befehlen über Node-RED fernsteuern lassen sich mit einer exec-Node dann bspw. bei erkanntem Netzausfall andere Systeme remote herunterfahren oder eben auch das Node-RED-System mit einem einfachen "shutdown -h now" als exec-Node-Befehl ausschalten. Aus meinem täglichen Leben Ich habe oben genanntes Hardwaresetup mit dem QNAP TVS-1282 (Affiliate-Link) und APC PRO 900G (Affiliate-Link) nun bereits knapp zwei Jahre im Einsatz und die USV hat mein NAS schon mehrfach erfolgreich vor einem Stromausfall - und potenziellem Datenverlust - bewahrt. Vermutlich dem Neubaugebiet geschuldet, blieb der Strom aus dem Netz dabei schon öfter mal weg, teilweise auch für eine längere Zeit. Dann bietet das USV zwar nicht die Möglichkeit für einen weiteren Dauerbetrieb des NAS, dafür ist es ja aber auch nicht ausgelegt. Nach fünf Minuten Stromausfall fährt mein NAS eben herunter und währenddessen kümmert sich das mitlauschende Node-RED-System darum, andere PCs und schließlich auch sich selbst kontrolliert herunterzufahren. Wichtig dabei ist natürlich zu wissen, dass Node-RED nur dann mit frischen USV-Daten versorgt werden kann, wenn das NAS auch in Betrieb ist. Das ist aktuell noch der einzige Knackpunkt an meinem Setup, welchen ich noch beheben möchte. So könnte ich die USV bspw. per USB an einen stromsparenden Raspberry Pi anschließen, welcher sich dann mithilfe einer eigenen Node-RED-Instanz um das Monitoring sowie das kontrollierte Herunterfahren der Linux-Systeme im Netzwerk kümmert. So könnte der Pi dann auch bei einem längeren Stromausfall an der USV noch lange "am Leben" gehalten werden, da er selbst kaum Strom verbraucht (3-4W) und die USV-Batterie dann mehrere Stunden durchhalten sollte. Entsprechend könnte er dann auch einen Aufweck-Befehl per WoL an die Netzwerkgeräte senden, sobald der Netzstrom zurückkehrt. Vielleicht gibt es dazu dann auch nochmal einen kleinen Blogpost, vorerst bin ich jedenfalls schon mal glücklich damit, dass mein NAS safe ist und darüber hinaus die Live-Daten des USV in Loxone einsehbar sind. ### Operation Solar-Terrassenüberdachung - Hilfe, ich brauche einen Standsicherheitsnachweis! Update vom 26.11.2020: Das Thema hat sich bereits einen Tag später geklärt. Martin, ein Leser des Blogs, supportet mich als Sachverständiger bei meinem Vorhaben. Tausend Dank nochmal an dieser Stelle! 😘 Heute kurz in eigener Sache: Die Planung unserer künftigen Terrassenüberdachung mit 4,8kWp PV-Leistung ist erstmal soweit durch, die geplante PV-Anlagenerweiterung den Stadtwerken mitgeteilt und auch der Bauantrag in vereinfachtem Verfahren von mir eingereicht. Mein Sachbearbeiter bei der Baubehörde möchte jetzt jedoch - anders als mit einer Kollegin vorab besprochen - doch noch einen sogenannten Standsicherheitsnachweis, da die Planung und Umsetzung durch mich als "Laien" stattfindet, was wohl eher ungewöhnlich ist. Also benötige ich jemanden, der das entsprechende Formular ausfüllen darf (Seite 3 des Antrags) -> "Erklärung zum Standsicherheitsnachweis": Ist jetzt nicht todes zeitkritisch, da der Bauantrag laut Aussage des Bearbeiters erstmal regulär weiterläuft - aber meine bisherigen Anfragen bei Statikern bzgl. Standsicherheitsnachweis verlaufen sich im Sande. Deshalb heute dieser Hilferuf an meine Leser. Vielleicht kennt sich jemand damit aus, kann mir Tipps geben oder eine passende "Vermittlung" einleiten. Ich bin für jegliche Hilfe dankbar! Achso und so soll die Terrassenüberdachung - hoffentlich bald - aussehen und nicht nur als Photoshop-Mockup: Die Panels haben übrigens knapp 40% Transparenz und erzeugen 200Wp pro Modul. Zu haben bei pvdach.com unter der Bezeichnung M40 200 Wp Doppelglas Modul (externer Link). Eingebunden werden die Panels dann mit Solar-Edge-Leistungsoptimierern in die bestehende Installation des Solarcarports, welches bereits in diesen Blogposts detailliert vorgestellt wurde. In Summe liefert die dann 13,95kWp starke PV-Anlage nach der Planung im Solar-Edge-Designer gut Power, um bereits ohne zusätzlichen Hausakku eine ganz gute Eigenverbrauch von 44% zu erreichen: Da das Elektroauto tagsüber bevorzugt den PV-Überschuss lädt (hier vorgestellt), sollte sich der Wert sogar noch weiter erhöhen. Auch der errechnete monatliche Energieertrag sieht soweit absolut brauchbar aus. Fies sind eben immer noch die Monate Nov/Dez/Jan. Aber auf dem Dach ist ja auch noch genug Platz vorhanden für Upgrades... :D Und hier noch die Planung der Holzkonstruktion, welche mit Leimholz Fichte (BSH GL24C SI) mit weißem Holzschutzanstrich ausgeführt werden soll: Die drei vorderen Pfosten werden mit U-Trägern auf Punktfundamente geschraubt, welche quasi mit den bestehenden massiven Streifenfundamente der Rabattensteine (Terrassendeckabgrenzung) verbunden sind, um die nötige Festigkeit zu gewärhrleisten. Die drei hinteren Pfosten werden auf der Hausseite mit H-Pfostenträgern mit Punktfundamenten verankert und zusätzlich noch mit Schrauben an acht Stellen an der Hauswand befestigt (bzw. der aufliegende Querbalken wird verschraubt). Zu diesem Zweck haben wir den Wandanschluss dort bereits bei der Hausplanung mit sogenannten 30x30cm größen Sto-Klötzen versehen lassen, um die Wandaußenhaut vor Druck zu schützen. Hinter den Sto-Klötzen befindet sich dann Vollholz (Haus in Holzständerbauweise), damit die Schrauben ordentlich Halt bekommen. Die Balken der Dachkonstruktion werden dann mit Holzverbindern (Pitzl HVP-Verbinder) untereinander befestigt, was schon beim Carport enorme Festigkeit erzeugt hat. Abschließend noch die Ansicht aus Süden, bei der man gut erkennen kann, wie die Überdachung das Haus verschattet. In der Sonnensimulation ist es dabei Anfang November gegen 15 Uhr und man sieht sehr gut, wieviel Licht trotz knapp fünf Meter herausragender Überdachung ins Haus gelangt. Mehr Details zum Projekt Solar-Terassenüberdachung folgen dann demnächst im Blog. Hoffentlich ist dann das Thema "Standsicherheitsnachweis" endlich vom Tisch... ### Linux-Rechner per SSH-Befehlen über Node-RED fernsteuern Aktuell bin ich dabei alle bisher per FHEM eingebundenen Smart-Home-Geräte zu Node-RED umzuziehen. Dazu gehört auch das auf Linux basierende QNAP NAS, welches über SSH-Befehle ferngesteuert werden kann und damit bspw. abends automatisch heruntergefahren wird, sobald niemand mehr auf die dort beheimatete Plex Bibliothek zugreift. Das Node-RED-System muss sich dabei per SSH auf dem linuxbasierten QNAP einloggen und entsprechende Befehle absetzen. Wie diese Einrichtung im Detail funktioniert und wie die weitere Einbindung in Smart-Home-Szeanrien in meinem Fall aussieht, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. SSH-Login beim Remote-Rechner testen Grundvoraussetzung ist natürlich erstmal, dass der "normale" SSH-Login auf dem Remote-Rechner funktioniert. Im Fall des QNAP TVS-1282 (Affiliate-Link) lässt sich das einfach mit dem nachfolgenden Terminal-Befehl testen: ssh admin@QNAP-IP QNAP-IP muss dabei natürlich durch die konkrete IP-Adresse ausgetauscht werden, in meinem Fall ist das NAS unter 192.168.3.9 erreichbar. Das im Anschluss abgefragte Passwort ist das selbe, welches für den Login in der QNAP-Weboberfläche (gewöhnlich unter Port 8080 erreichbar) vergeben wurde. Hat der Login geklappt, sollte man direkt SSH-Befehle absetzen können. Im Fall des QNAP-NAS wird aber bei neueren Softwareversionen erstmal ein "Console Management" eingeblendet, welches beim späteren Remote-SSH-Zugriff stört bzw. das Absetzen der Befehle verhindert. Um das Problem zu lösen, muss dieses Konsolen-Management-Userinterface dauerhaft deaktiviert werden, was ich kürzlich in diesem Blogpost detailliert erklärt habe. Ist auf dem Remote-System alles startklar, kann die SSH-Verbindung erstmal wieder geschlossen werden. Remote-SSH-Login auf dem Node-RED-System einrichten Im Grunde braucht man natürlich nicht unbedingt ein Node-RED-System, um die SSH-Befehle in Richtung des remote zu steuernden Linux-Rechners zu schicken. Ein Linux-Rechner ohne Node-RED-Installation reicht natürlich aus. Aber Node-RED ist einfach super komfortabel und ausserdem kann ich dieses Setup jedem nur ans Herz legen, der alle seine Smart-Home-Geräte unter einer Oberfläche verwalten bzw. verknüpfen möchte. So oder so erstmal per SSH auf diesem Linux-System einloggen. In meinem Fall handelt es sich um eine virtuelle Maschine (Proxmox) auf einem Intel NUC NUC8i3BEH (Affiliate-Link), auf welchem Raspberry Pi OS (externer Link) läuft. Entsprechend erfolgt hier der Login mit dem pi-Benutzer: ssh pi@Node-RED-IP Das Standardpasswort beim Raspberry Pi OS lautet dabei schlicht "raspberry" (ohne Anführungszeichen). Als nächstes wird ein Private/Public-Key-Paar generiert: ssh-keygen -t rsa Alle nachfolgenden Abfragen einfach per "Enter"-Taste bestätigen, sodass die Ausgabe in etwas so aussehen sollte: Jetzt noch die Rechte der gerade erzeugten Dateien setzen: sudo chmod 600 ~/.ssh/id_rsa && sudo chmod 600 ~/.ssh/id_rsa.pub Der Public-Key des Node-RED-Rechners muss jetzt noch auf den Remote-Rechner übertragen werden, damit die Authentifizierung erfolgen kann. Dabei muss QNAP-IP natürlich mit der konkreten IP-Adresse des Remote-PCs ausgetauscht werden. ssh-copy-id -i ~/.ssh/id_rsa.pub admin@QNAP-IP Sobald er Befehl ausgeführt wird, efolgt vermutlich erstmal die Rückfrage, ob der Fingerprint akzeptiert werden soll. Hier einfach "yes" eintrippen (ohne Anführungszeichen). Nun erfolgt noch die Passwortabfrage des Remote-Rechners. Entsprechendes Passwort eintragen und kurz warten. Sollte kein Fehler angezeigt werden, hat alles geklappt: Entsprechend der Ausgabe lässt sich der Remote-Login aufs QNAP NAS (IP ist 192.168.3.9) jetzt direkt testen: ssh 'admin@192.168.3.9' Ohne Passworteingabe sollte jetzt direkt auf das Remote-System gewechselt werden. Funktioniert also! Die Remote-Verbindung lässt sich dann wieder mit der Eingabe von "exit" (ohne Anführungszeichen) beenden. Remote-Rechner per Node-RED steuern In Node-RED wird dann eine "exec"-Node dafür genutzt, um den Terminal-Befehl zu triggern: Also erstmal im Suchfeld links oben nach "exec" suchen, die entsprechend Node in den Flow rechts ziehen und zum Öffnen der Details doppelt anklicken. Als "Befehl" habe ich direkt mal "poweroff" genutzt, mit dem das QNAP-NAS heruntergefahren werden kann. Bei normalen Linux-Systemen kann der Befehl aber auch "shutdown -h now" lauten: ssh admin@192.168.3.9 'poweroff' Bei "Anfügen" wird der Haken bei "msg.payload" entfernt und die Einstellungen abschließend mit dem "Fertig"-Button gespeichert. Achso, ein "Name" kann natürlich vorher auch noch vergeben werden, in meinem Fall "Qi Shutdown". Qi ist dabei schlicht das Kürzel meines QNAP-NAS. Für einen ersten Test lässt sich der exec-Node dann eine inject-Node vorausstellen, welche einen Trigger setzt und entsprechend einen Shutdown des Remote-Rechners ausführen sollte. Hier ein Ausschnitt meines Node-RED-Flows mit einigen Beispielen: Node-RED Flow (3696 Downloads ) Der jeweiliger Trigger kommt in meinem Fall übrigens direkt aus meinem Loxone-System, in welchem alle "Smart-Home-Fäden" zusammenlaufen. Hier erfolgen dann bspw. auch die Verknüpfungen der einzelnen Regeln, wann das NAS bpsw. hoch- und runtergefahren werden soll. Die Logik in der Loxone Config sieht dann so aus: Der rot markierte Merker überträgt dabei den in Loxone erzeugten Trigger für den Shutdown des QNAP-NAS an Node-RED, welches wiederum den SSH-Befehl absetzt. Node-RED setzte ich also bewusst nur als vermitteltende Plattform zwischen den Devices ein und lagere die komplette Logik in Loxone aus. Wie die Loxone-Logik dabei im Detail aussieht, ist Inhalt eines späteren Blogpost. Vielleicht gibt es dazu auch noch mal einen eigenständigen Online-Kurs, in welchem die Einbindung aller meiner Multimedia-Devices gezeigt wird. Mal sehen... ### QNAP Console Management deaktivieren Manche Softwareupdates bringen tolle neue Features, auf die der Anwender lange gewartet hat, manche Updates nerven hingegen einfach nur ab. Zu letztgenannter Kategorie zählt wohl das "QNAP Console Management", welches sich beim SSH-Login seit dem QTS 4.5.1-Update standardmäßig in den Vorderdrung drängt. Nicht nur, dass der admin-Nutzer damit genervt wird, schlimmer ist vielmehr, dass Remote-SSH-Befehle nun erstmal nicht mehr funktionieren. Um die neue Management-Konsole auch nach einem Neustart des QNAP NAS dauerhaft zu unterdrücken, sind einige Schritte notwendig, welche in nachfolgendem Howto erklärt werden. QNAP Console Management nach dem SSH-Login manuell beenden Als ich mich vor Kurzem auf meinem heissgeliebten QNAP TVS-1282 (Affiliate-Link) per SSH (ssh admin@NAS-IP) eingeloggt habe, konnte ich meinen Augen erstmal nicht trauen. Statt eines gänzlich schwarzen Konsolenbildschirms, welcher Befehle entgegennimmt, wurde das neue QNAP Konsolen-Management angezeigt: Warum? Gute Frage. Anscheinend irgendwie ein Sicherheitsfeature, welches mir jedenfalls gestohlen bleiben kann. Um das nervige Menü manuell zu beenden, muss erstmal ein "Q" eingetippt und mit der Enter-Taste bestätigt werden. Aber das ist noch nicht alles... Im Anschluss kommt noch die Nachfrage, welche nochmals mit "Y" und Enter verifiziert werden muss: Wäre ja sonst auch zu einfach... Verwendete Quellen Um das Problem dauerhaft zu lösen, muss man vergleichsweise schon etwas tiefer in die Trickkiste greifen und ich musste auch etwas länger googlen, um alle Infos aus den diversen Quellen zusammenzutragen bzw. als N00b erstmal zu verstehen, was überhaupt zu tun ist. Denn das NAS hat bestimmte "Sicherheitsfeatures", um bspw. bestimmte systemrelevante Dateien beim Reboot neu zu erzeugen, damit sie auch nach einem etwaig versehentlichen Löschen bzw. Modifizieren durch den Benutzer korrekt funktionieren. Die von mir genutzten Quellen waren dabei: QNAP-Wiki: Running Your Own Application at Startup (externer Link) maktrothek.de: QNAP Autostart-Skripte selbst anlegen (externer Link) github: OneCDOnly/create-autorun (externer Link) QNAP-Forum (Login notwendig): QTS 4.5.1 how suppress console management for admin (ssh) (externer Link) An dieser Stelle allen Quellenerstellern erstmal vielen Dank für die Bereitstellung der Infos, die ich in nachfolgendem Howto nutze! QNAP Console Management per Autostart-Script dauerhaft deaktivieren Jetzt kann es auch schon direkt ans Eingemachte gehen. An dieser Stelle der obligatorische Hinweis, dass jeder selbst dafür verantwortlich ist, welche Befehle per SSH ausgeführt werden. Ich übernehme keine Haftung bei Datenverlusten oder sonstigen Beschädigungen. Wer nicht weiss, was er/sie da tut, sollte schlicht die Hände davon lassen, da das NAS im schlimmsten Fall eben crashen kann. Noch nicht abgeschreckt? Dann los! Erstmal ein spannendes Progrämmchen laden und ausführen, welches ein generelles autorun.sh-Script auf dem NAS im korrekten Verzeichnis erzeugt: curl -skL https://raw.githubusercontent.com/OneCDOnly/create-autorun/main/create-autorun.sh | bash Die Ausgabe sieht in meinem Fall dann so aus: info: NAS model: TVS-1282info: QTS version: 4.5.1 #20201020info: default volume: /share/CE_CACHEDEV1_DATAdone: DOM partition found (/dev/sdk6)done: mounted (ext2) DOM partition at (/tmp/create-autorun.62BBWR)done: unmounted (ext2) DOM partitiondone: (autorun.sh) successfully created!info: please place your startup scripts into (/share/CE_CACHEDEV1_DATA/.system/autorun/scripts) Hier ist dann auch praktischerweise angegeben, dass eigene Start-Scripte im Verzeichnis "/share/CE_CACHEDEV1_DATA/.system/autorun/scripts" abgelegt werden sollen. Dieser Pfad kann sich von System zu System unterscheiden. Entsprechend den richtigen Dateipfad bei nachfolgenden Befehlen berücksichtigen. Erstmal wird eine leere Datei mit dem vi-Editor geöffnet, welchen gleich noch etwas Code erhält: vi /share/CE_CACHEDEV1_DATA/.system/autorun/scripts/S10_disable-qts-coonsole-mgmt.sh Um in den Editiermodus zu gelangen einmal "a" drücken und folgenden Code per Copy&Paste einfügen: mv /sbin/qts-console-mgmt{,.nothanks}echo '#!/bin/true' >/sbin/qts-console-mgmtchmod +x /sbin/qts-console-mgmt Um die Datei im vi-Editor zu speichern, wird erstmal die "ESC"-Taste gedrückt, um den Editormodus zu verlassen. Abschließend dann noch "q:!" (ohne Anführungszeichen) eingetippt und mit Enter bestätigt. Damit wird das auf dem NAS liegende Script "qts-console-mgmt", welches für die Anzeige des Konsolen-Management beim ssh-Login verantwortlich ist, verschoben bzw. mit der Ergänzung .nothanks versehen, sodass es nach dem Neutstart des NAS schlicht nicht mehr geladen wird. Weiterhin wird eine neue Dummy-Datei mit entsprechendem Inhalt erzeugt, welche eine ansonsten beim SSH-Login auftretende Fehlermeldung unterdrückt. Et voilà! Damit das Ganze dann noch ausführbar ist, fehlt nur noch der entsprechende chmod-Befehl: chmod +x /share/CE_CACHEDEV1_DATA/.system/autorun/scripts/S10_disable-qts-coonsole-mgmt.sh Alles, was jetzt noch fehlt, ist eine Einstellung im QNAP-Webinterface. Die Lupe anklicken, "hardware" suchen und den gleichlautenden Eintrag "Hardware" anklicken. Dort dann die Option "Benutzerdefinierte Prozesse beim Start ausführen" anhaken und mit dem Button "Übernehmen" bestätigen: Jetzt das NAS entweder über das Webinterface neustarten oder schlicht mit dem SSH-Befehl "reboot". Damit sollte das "QNAP Console Management" endgültig Geschichte sein. Wer es dennoch manuell starten möchte, kann dies auch weiterhin mit folgendem SSH-Befehl tun: /sbin/qts-console-mgmt.nothanks -f Aus meinem täglichen Leben Es ist wirklich cool, wenn durch Updates nützliche Funktionen hinzukommen, die dem Anwender weiterhelfen. Im vorliegenden Fall fand ich es hingegen mehr als nervig, dass es nichtmal die Option zur einfachen Deaktivierung über das Webinterface gibt. Dem Anwender einfach ein neues Interface unterzujubeln, welches er nicht möchte, ist schon etwas ätzend. Und das sogar bei den eher hochpreisigen NAS-Modellen, wie dem QNAP TVS-1282 (Affiliate-Link). QNAP hat sicher seine Gründe, warum dieser Schritt vollzogen wurde, mich interessiert das aber herzlich wenig, da ich dem NAS weiterhin ssh-Befehle von externen Systemen (z.B. nodeRED) zuschieben möchte, um mein QNAP bzw. remote herunterzufahren oder Anwendungen zu starten bzw. zu stoppen. Und das ist eben nur dann möglich, wenn sich das Remote-System per ssh mit dem admin-User einloggen und direkt Befehle absetzen kann - ohne vorgeschobenes Management-Interface. Aber irgendwie kommt man ja doch immer ans Ziel, auch wenn die Lösung am Ende vergleichsweise aufwändig ist. ### Link-Aggregation zwischen QNAP-NAS und UniFi-Switch NAS-Systeme von QNAP, wie das hier vorgestellte TVS-1282, besitzen meist mehrere Gbit-Netzwerkanschlüsse, welche in Kombination mit einem passenden Switch - in diesem Fall ein UniFi USW-24-PoE (Affiliate-Link) - gebündelt werden können, um die verfügbare Übertragungsgeschwindigkeit zu vervielfachen. Welche auf den ersten Blick - zumindest für mich - nicht so trivialen Einstellungen für Port-Trunking bzw. Link-Aggregation im Detail sowohl beim NAS als auch beim Switch vorgenommen werden müssen, ist Inhalt des nachfolgenden Howto. Notwendige "Port-Trunking"-Einstellungen beim QNAP-NAS vornehmen Als Erstes muss die gewünschte Anpassung im NAS selbst vorgenommen werden. Dazu im Webinterface des QNAP einloggen, welches gewöhnlich über den Port 8080 erreichbar ist. In meinem Fall ist das: http://192.168.3.9:8080 Über die Suchfunktion (Lupe in der Menüleiste oben) einfach nach "netzwerk" suchen und den Eintrag "Netzwerk- und virtueler Switch" auswählen: Dort links im Menü den Eintrag "Interfaces" selektieren. Danach rechts im Menü "+ Port Trunking" anklicken und im sich neu öffnenden Menü den Button "Add" auswählen: Jetzt werden die gewünschten Netzwerkadapter ausgewählt, welche als eine logische Einheit verbunden werden sollen. In nachfolgendem Beispiel steht hier nur Adapter 3 und 4 zur Verfügung, da Adapter 1 und 2 bereits als eine gemeinsame Einheit definiert sind: Auch wenn man zum Schluss alle vier Adapter als "Port Trunk" definieren möchte, sollte man am besten erstmal nur zwei Adapter selektieren (am besten Adapter 1 und 2) und das dann erstmal testen. Dann kann man nämlich noch easy über die "unberührten" Adapter auf das NAS zugreifen und die Einstellungen nochmal korrigieren. Denn passen die definierten Port-Trunk-Settings des NAS nicht mit den Fähigkeiten des Switch zusammen, ist schlicht kein Netzwerkzugriff mehr auf das NAS über die definierten "getrunkten" Adapter möglich. Wenn der Trunk dann mit zwei Adaptern funktioniert, lassen sich die verbliebenen Adapter später ganz einfach über das Menü ergänzen. Im Setup-Menü ganz herunterscrollen und den Eintrag "Managed Switch (supports Port Trunking/LACP)" auswählen und mit "Next" bestätigen: LACP steht übrigens für "Link Aggregation Control Protocol", was wohl der Standard für dynamische Port-Bündelung ist (Wiki-Link). Im nächsten Fenster dann erneut herunterscrollen und "802.ad dynamic" wählen und mit "Apply" zuweisen: Abschließend wird nun noch im Dropdown der Eintrag "Layer 2 (MAC)" selektiert und die Einrichtung mit "OK" übernommen: Nun ist der Netzwerkzugriff auf das NAS über die in obigem Setup einbezogenen Netzwerkanschlüsse erst wieder möglich, wenn die Konfiguration auch im Switch korrekt vorgenommen wurde. Notwendige "Aggregate"-Einstellungen am UniFi-Switch vornehmen Erstmal beim UniFi-Controller einloggen. In meinem Fall ist das ein UniFi Cloud Key G2 (Affiliate-Link), welcher über die URL https://192.168.3.14:8443 aufgerufen wird. Im Hauptmenü links das "Devices"-Symobl (drittes Symbol von oben) anklicken und den gewünschten Switch aus der Liste auswählen. Hier ein brandneuer UniFi USW-24-PoE Gen2 (Affiliate-Link). Im rechts aufpoppenden Menü nun den dritten Eintrag ("Ports") wählen und den entsprechenden Port durch das "Stiftsymbol" aufrufen: Hängen die vorher konfigurierten NAS-Adapter bspw. an den Switch-Ports 21 und 22, wird eben der erste von beiden ausgewählt (21). Wichtig dabei ist, dass die vorher definierten NAS-Netzwerkadapter am Switch an benachbarten Ports eingesteckt werden. Im Menü rechts nun herunterscrollen und den Eintrag "Profile Overrides" aufklappen. Hier die Operation "Aggregate" selektieren und den Port-Range festlegen. Hier entsprechend die Ports 21-22. Die gewünschte Änderung abschließend mit "Apply" bestätigen. Nach wenigen Momenten sollten die Änderungen aktiv werden und der Zugriff aufs NAS mit der gewohnten IP erneut möglich sein. Abschließend lässt sich die Geschwindigkeit testen, indem bspw. von mehreren Netzwerkgeräten Daten auf das NAS geschoben werden. In meinem Fall habe ich einfach einige Dateien vom MacBook (per Gbit-Netzwerkadapter angeschlossen) und TV-Aufnahmen der VU+ Duo 4k (Affiliate-Link) parallel aufs NAS übertragen. Im "Kontrollzentrum" (Button rechts oben im QNAP-Interface) lässt sich dann im "Ressourcenmonitor" der letzte Eintrag - in meinem Fall "Adapter 1+2" - auswählen und in Echtzeit mitverfolgen, wie schnell die Übertragung abläuft: 184MB/s ist zwar noch vom Maximalwert von theoretisch knapp über 200MB/s bei zwei gebündelten 1Gbit-Leitungen entfernt, aber in der realen Welt bremst einfach immer mal etwas den Transfer aus. Jedenfalls sieht man sofort, dass die Aggregation funktioniert, da solche Geschwindigkeiten weit über 100MB/s nicht mit einem Gbit-Adapter möglich sind. Aus meinem täglichen Leben Nach der Umstellung meines kompletten Heimnetztes auf UniFi-Geräte hatte ich mich nun einige Zeit davor gedrückt das Port-Trunking einzurichten, da ich einfach nicht genau wusste, welche Settings im Detail beim QNAP-NAS notwendig sind, damit es mit dem UniFi-Switch klappt. Dann kam mir der simple Trick, dass ich es doch einfach mal mit den ersten beiden Ports ausprobieren kann und bei falschen Settings weiterhin über einen der beiden verbliebenen Ports (per DHCP konfiguriert) aufs NAS zugreifen kann. So konnte ich dann alle verschiedenen Trucking-Einstellungen durchtesten und bin so doch recht schnell auf obige funktionierende Konfiguration gestoßen. Vorerst belasse ich es dann auch beim Trunking von "nur" zwei GBit-Ports, da mir das völlig ausreicht. Außerdem möchte ich einfach keine vier Ports am Switch dafür opfern, zumal ich mein Netzwerk-Setup gerade bewusst von zwei auf nur einen Hauptswitch im Netzwerkschrank - eben der UniFi USW-24-PoE Gen2 (Affiliate-Link) - downgesized habe, um im Dauerbetrieb zumindest etwas Strom zu sparen. ### Wie hoch ist der AC-Ladewirkungsgrad beim Tesla Model 3 wirklich? Da ich bereits mehrfach darauf angesprochen wurde und es mich zudem selbst sehr interessiert, habe ich einmal alle verfügbaren Ladeleistungen zwischen 6 und 16A bei ein- und dreiphasiger Versorgung des TWC (Tesla Wall Connector) durchgetestet, um zu sehen, wie sich der Ladewirkungsgrad im Falle des Model 3 verhält. Alle Detailwerte inkl. Messaufbau und Charts, die selbst mich etwas verwundert haben, sind Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Verwendete Hard- und Software zur Leistungsmessung Um die Leistungswerte zuverlässig tracken und später vergleichen und den Wirkungsgrad ermitteln zu können, wurden folgende Komponenten eingesetzt: Für die Leistungsmessung der Ladesäule wird ein MDT KNX-Aktor AZI-0616.01 (Hersteller-Link) genutzt. Dieser hat laut Datenblatt des Herstellers (externer Link) eine Messgenauigkeit von 2%, was für den Test absolut ausreichen sollte. Noch exakter bekommt man es vermutlich nur mit weitaus teurerem Equipment hin. Eingebunden ist der KNX-Aktor mit Leistungsmessung per KNX-Extension in meinem Loxone-System, sodass die aktuelle Wirkleistung direkt aus der App abgelesen werden kann, hier etwa bei 3-phasiger Ladung und der Einstellung 6A. Weitere Details zur Ladeinfrastruktur sind im Blogpost Tesla Wall Connector v2 mit TWCManager – Dynamische PV-Überschussladung realisieren dokumentiert. Hier ist auch beschrieben, wie sich die Ladeleistung per HTTP-Aufrufe dynamisch ändern lässt. Für die Leistungsmessung des Fahrzeugs wird die Fahrzeugelektronik per OBD-Adapter angezapft, da man hier vermutlich die verlässlichsten Werte abgreifen kann. Verwendet wird dieses Diagnose Kabel – Tesla M3 (>01/2019) ANDROID bundle-version (externer Link), welches die Diagnosedaten per Bluetooth-Adapter zur Verfügung stellt. Beim Model 3 findet der Adapter hinter der Blende an der Rückseite der Mittelkonsole seinen dauerhaften Platz, indem er einfach zwischen die vorhandenen Steckverbindungen zwischengesteckt wird. Die verwendete iPhone-App, welche die Werte vom OBD-Adapter abholt und in Echtzeit visualisiert, nennt sich TM-Spy. Sieht zwar nicht sonderlich schick aus, tut aber genau das, was sie soll: Es wird die aktuelle Ladeleistung in kW (Negativwert) angezeigt, welche im Akku landet ("Bat Power"). Sofern kein Ladevorgang aktiv ist und sich das Fahrzeug im "aufgeweckten" Zustand befindet, wird eine schwankende Leistungsaufnahme zwischen 110 und 140W (positiver Wert) angezeigt. Da das Model 3 beim Ladevorgang nicht einschlafen kann, leidet der Ladewirkungsgrad also quasi immer unter diesem "Dauer-Fahrzeug-Standby" - je geringer die Ladeleistung, umso gravierender wirkt sich dieser Faktor entsprechend negativ aus. Ladewirkungsgrad bei einphasigem Anschluss Wer wie ich eine PV-Anlage bis 10kWP im Einsatz hat (Blogposts dazu: Solarcarport), wird vermutlich bis auf die Sommermonate eher einphasig unterwegs sein, sofern der reine PV-Übeschuss ohne zusätzlichen Netzbezug geladen werden soll. Hier unterscheiden sich die Wirkungsgrad teilweise schon enorm zwischen 85% und 92%: LadeeinstellungLadesäuleModel 3Wirkungsgrad6 A1,4 kW1,2 kW85%7 A1,6 kW1,4 kW87%8A1,8 kW1,6 kW89%9 A2,1 kW1,9 kW90%10 A2,3 kW2,1 kW91%11 A2,5 kW2,3 kW92%12 A2,7 kW2,5 kW92%13 A3,0 kW2,7 kW90%14 A3,2 kW2,9 kW91%15 A3,4 kW3,1 kW91%16 A3,6 kW3,3 kW92% Wie nicht anders zu erwarten war, ist der Wirkungsgrad bei geringer Ladeleistung im Bereich von 6-7A am geringsten zwischen 85-87%. Ab 9A steigt der Wirkungsgrad auf 90% und nimmt bei höheren Ladeleistungen sogar noch etwas zu. Ladewirkungsgrad bei dreiphasigem Anschluss Wirklich interessant fand ich den Wechsel zu dreiphasigem Laden, da hier der Wirkungsgrad nie unter 92% gefallen ist - selbst nicht beim geringsten Wert von 6A. LadeeinstellungLadesäuleModel 3Wirkungsgrad6 A4,2 kW3,9 kW93%7 A4,9 kW4,5 kW92%8 A5,5 kW5,2 kW95%9 A6,2 kW5,9 kW95%10 A6,9 kW6,5 kW94%11 A7,6 kW7,2 kW95%12 A8,3 kW7,9 kW95%13 A9,0 kW8,5 kW94%14 A9,6 kW9,2 kW96%15 A10,3 kW9,8 kW95%16 A11,0 kW10,4 kW95% Der höchste Wirkungsgrad von 96% konnte bei 14A gemessen werden, wobei der Unterschied zu den anderen Werten minimal ausfällt. Außerdem kann es natürlich auch sein, dass durch Messungenauigkeiten die tatsächlichen Werte leicht verfälscht sind. Aus meinem täglichen Leben Schon interessant zu sehen, dass der Wirkungsgrad gerade bei dreiphasigem Anschluss doch ein gutes Stück höher ist als bei einphasigem. Aber das lässt sich schon allein dadurch erklären, dass das Fahrzeug beim Ladevorgang eben selbst knapp 0,1 kW für die interne Recheneinheit samt aktiven Zirkulationspumpen benötigt, welche den Akku während des Ladevorgangs klimatisieren. Insgesamt bin ich dennoch überrascht, dass die Verluste insbesondere bei höheren Ladeleistungen im Idealfall unter 5% schrumpfen. Das bedeutet also - sofern notwendig - nachts immer mit höherer Leistung bei dreiphasigem Anschluss laden. Und was bedeutet das jetzt für die PV-Überschussladung: Im Grunde eigentlich nicht viel. :D Denn auch wenn der Wirkungsgrad bei einphasiger Ladung und nur 6A am geringsten ist, kann es dennoch sinnvoll sein dieses Setting bei schwacher Sonneneinstrahlung zu nutzen, um zusätzlichen Netzbezug zu vermeiden. PV-Strom kostet mich im konkreten Fall knapp 8-10 Ct., ein Netzbezug knapp 30 Ct. pro kWh. Wenn ich also genug Zeit habe die Karre tagsüber zu laden, ist die Sache aus Kostensicht mehr als eindeutig. Und für die Zukunft? Noch mehr PV installieren, damit das dreiphasige Laden auch ohne Netzbezug sinnvoll realisiert werden kann. Genug Fläche ist ja noch vorhanden... Wenn du dir einen Tesla zulegen möchtest, kannst du gerne über meinen Affiliate-Link https://ts.la/jrg61387 ordern. Aktuell erhalten wir dann beide 1.500 km freies Supercharging (Tesla-Aktionen können sich ändern). ### Operation Solarcarport - Was weiter geschah - inkl. erstem Panelputz Einige Monate sind nun seit Inbetriebnahme bzw. Anschluss ans Stromnetz bereits ins Land gezogen und es fehlen nicht mehr viele Details am PV-Carport, die noch zu erledigen sind - meist kosmetischer Natur. Zeit also den aktuellen Umsetzungsstand zu dokumentieren, den realisierten PV-Ertrag zu betrachten und die Anlage das erste Mal gründlich zu reinigen. Dies alles im nachfolgenden Blogpost. Geschätzter vs. realisierter PV-Ertrag der ersten drei Monate Oft ist es ja so eine Sache mit Schätzwerten. Deshalb war ich auch ein Stück weit skeptisch, ob die von Solar Edge erzeugte Vorausschau einigermaßen passt, oder eben doch ein Stück weit ein zu optimistisches Bild malt. Aber seht selbst: Hier erstmal der geschätzte Energieertrag: Und hier der erzielte Energieertrag, der aus der SolarEdge-App abgelesen wurde: Im Juni, dem ersten vollen Monat seit Inbetriebnahme, war der reale PV-Ertrag mit 1,24 MWh sogar ein kleines Stück oberhalb des geschätzten Energieertrags in Höhe von 1,2 MWh - also im Grunde eine absolute Punktlandung. Mehr Infos zu diesem Monat inkl. Tageserträge sind im Blogpost Operation Solarcarport – Der erste Monat PV-Ertrag dokumentiert. Der Juli hat mit realen 1,55 MWh die geschätzten 1,27 MWh um fast 22% übertroffen - Wahnsinn! Aber der Monat war zumindest gefühlt sehr sonnig und viele Tage haben sogar knap 60 kWh Ertrag gebracht. Im August ging der Ertrag zurück auf reale 1,06 MWh, was exakt der Schätzung entspricht - also erneut Punktlandung. Chapeau! Hätte ich so wirklich nicht erwartet. Jetzt bin ich natürlich mehr als gespannt, wie sich die Werte in Zukunft - insbesondere in den Wintermonaten - weiter entwickeln werden. Leistungsoptimierer werden montiert Die anfangs noch einfach unterhalb der Panels baumelnden Leistungsoptimierer vom Typ SolarEdge P370 (Affiliate-Link) mussten jetzt natürlich endlich mal sauber installiert werden. Zu diesem Zweck und aus Gründen der besseren Panel-Stabilität habe ich je ein U-Profil, bestehend aus drei Holzleisten, immer zwischen zwei PV-Panels eingepasst. Dort können dann künftig auch noch LED-Spots eingebaut werden. Die U-Holzprofile stoßen dabei von unten an die Panels, wobei der Übergang mit einer ca. 5mm dicken Gummilippe realisiert ist. In den U-Profilen selbst sollten dann auch die Leistungsoptimierer untergebracht werden. Dieses Vorhaben war aber so nicht wirklich praktikabel, da die Temperatur der Optimierer in den quasi geschlossenen Holzrahmen aufgrund der Sonneneinstrahlung einfach zu heiß geworden wäre. Außerdem erzeugen die Optimierer ja selbst auch noch Wärme - doppelt ungut für die Lebensdauer. Deshalb habe ich mich kurzerhand dazu entschlussen, die Optimierer einfach an der Rückseite der U-Profile zu befestigen. So sieht man wenigstens noch etwas die verbaute Technik, was zudem regelmäßig für neugierige Nachfragen sorgt. Hier nochmal aus einem anderen Winkel - mit geöffnetem Rolltor zum Schuppen an der Rückseite des Carports: Von vorne ist von den Optimierern aber - wie es sein soll - nichts mehr zu erkennen: Hier kann man relativ klein auch beide E-Ladesäulen erkennen, wobei die Linke erst kürzlich installiert und ins Smart-Home-System integriert wurde. Details zu im Blogpost Tesla Wall Connector v2 mit TWCManager – Dynamische PV-Überschussladung realisieren. Carport-Schuppen 4thewin! - Endlich genug Platz... Was mangels Keller vorher alles im Technikraum untergebracht werden musste, konnte nun endlich in den Carport-Schuppen einziehen. Dazu habe ich Regale aus 3-Schicht-Platten verbaut, welche mit simplen Schwerlastträgern (Affiliate-Link) an den Carport-Pfosten befestigt sind. Die Innenwände vom Schuppen sind ebenfalls mit 3-Schicht-Platten mit 18mm Stärke ausgekleidet. Die Außenseite besteht aus weiss gestrichenen Holzlatten mit 20mm Stärke. Hier einmal die Rückansicht: Um in den Schuppen zu gelangen, habe ich zwei passgenaue Vorbaurolläden bei Jalousiescout (externe Link) mit Elektroantrieb geordert, die dann easy per MDT-8-Fach-Aktor (Affiliate-Link) über die KNX-Extension ins Loxone-System integriert werden konnten. Genug Relais waren dabei dann noch übrig für schaltbare Steckdosen... Hier einmal das Rolltor auf der rechten Seite: Und das nochmal etwas breitere Rolltor auf der Vorderseite: Es dauert zwar knapp zwei Minuten, bis die Tore jeweils komplett geöffnet sind, aber dank des MDT-Glastasters (beide Tasten ganz unten) neben der Haustür in der Diele lassen sich beide Rolltore rechtzeitig öffnen, sodass man eigentlich nie warten muss - vorallem dann nicht, wenn man eh noch Schuhe anzieht. Aus Sicherheitsgründen werden die Rolltore dann abends automatisch geschlossen, sofern vom Präsenzmelder im Schuppen für fünf Minuten keine Bewegung mehr erkannt wurde. Sicherheitstechnisch sind die Rolläden laut kurzer Netzrecherche übrigens gar nicht mal so schlecht. Ein Hochdrücken der geschlossenen Rolläden ist nicht möglich, da der Elektromotor sperrt und ein Aufbrechen sicher mit viel Lärm verbunden. Und apropos Sicherheit... Mittig ist eine Mobotix MX-O-SMA-S-6D016 Sensoreinheit (Affiliate-Link) in einem MX-PTMount-Opt-PW (Affiliate-Link) verbaut, welche gestochen scharfe Aufnahmen bei rießigem Weitwinkel ermöglicht. Für dessen Ansteuerung kommt übrigens das Mobotix MX-S15D-Sec Dual-Kameragehäuse (Affiliate-Link) zum Einsatz. Ein weiteres Mobotix-Sensormodul wird in Kürze auch noch im Schuppen installiert, um u.A. kontrollieren zu können, ob die Rolltore wirklich komplett heruntergefahren sind. Evtl. installiere ich zusätzlich noch Infrarotschranken, damit die Rolltore nur dann schließen, sofern sich nichts im Weg befindet. Sicherheitstechnisch kann jetzt aber auch schon nichts wirklich passieren, da die installierten "Smart-Rolladenmotoren" bei Widerstand einfach abschalten. Alle Netzwerkkomponten, wie die Mobotix-Kamera, hängen am Ubiquiti US-8-60W UniFi Switch (Affiliate-Link) im Schuppen, welcher vier PoE-Ports und vier "normale" GBit-Ports zur Verfügung stellt. LED-Beleuchtung per DMX Da ich bereits im Haus super Erfahrungen mit dem DMX4ALL DMX-​LED-Dimmer X9HR (externer Link) sammeln konnte, musste dieser einfach auch im Carport zum Einsatz kommen. Wie das Setup im Detail aussieht, wird jedoch in einem separaten Blogpost behandelt, da das an dieser Stelle zu ausufernd wäre. Hier erstmal das fertige Ergebnis mit insg. knapp 30 Metern 0815-Warmweiss-LED-Stripes, welche bei Aliexpress (externer Link) geordert wurden. Die Helligkeit steht hier auf 60%, was eigentlich ausreicht. Durch die DMX-Ansteuerung lässt sich die Helligkeit bei jedem der fünf LED-Streifen aber auch einzeln einstellen. Von oben macht das PV-Glasdach durch seine teiltransparente Struktur auch nachts eine gute Figur: PV-Dach von Schmutz befreien Da man Solarzellen von Zeit zu Zeit vom anfallenden Schmutz befreien sollte, um wieder die volle Leistung zu erhalten, habe ich direkt mal den Glasabzieher samt Wasserschlauch geschnappt und bin vorsichtig aufs Dach geklettert. Bei der geringen Neigung von fünf Grad ist das natürlich doppelt wichtig, da der Regen nicht allen Schmodder weggspülen kann. Wichtig dabei ist, dass man sein Gewicht auf die Zwischensparren verlagert und nicht auf die Glasplatten selbst. Denn auch wenn die Platten selbst nicht brechen sollten, können solche punktuellen Belastungen zu Mikrorissen in den PV-Panels führen, wodurch die Leistung dauerhaft vermindert wird. Hier habe ich schon einige Panels gereinigt, wobei man ganz gut erkennen kann, wieviel Dreck sich bereits nach der kurzen Zeit auf den noch ungeputzten Panels gesammelt hat. Und hier noch ein Bild in Richtung Sonne... Pfui Spinne!!! Achso, wichtig ist dabei auch, dass viel Wasser verwendet wird, da beim Abziehen des Schmutzes anderenfalls bspw. kleine Sandkörner Kratzer auf den Glaspanels verursachen können. Auch sollte man unbedingt entmineralisiertes Wasser verwenden, da sonst Kalkreste auf den Panels verbleiben können, welche die Leistung wieder entsprechend verringern. In meinem Fall habe ich einfach das Wasser direkt aus der Regenwasserzisterne mit 3P-Filter genutzt, welches komplett kalkfrei ist. Schon enorm, was sich in weniger als vier Monaten da alles angesammelt hat. Und hier schlussendlich das frisch geputzte PV-Glasdach: Ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Leistungswerte durch das Putzen in den kommenden Tagen verändern - oder nicht. Ein erster "Simultantest" während des Putzens bei exakt selben Lichtverhältnissen spricht jedenfalls schon mal für sich. Das frisch geputzte Panel liefert 68,75 W, das verdreckte Panel hingegen nur 63,58W. Immerhin 8% Unterschied. Aus meinem täglichen Leben Viel Zeit floss in den vergangenen Monaten in das Carport-Projekt, um noch ausstehende Aufgaben zu erledigen. Auch zogen sich die Arbeiten teilweise wie Kaugummi. Alleine das maßgenaue Zuschneiden, Streichen und Anbringen der insgesamt 24 U-Holzprofile unterhalb der Panels hat etliche Stunden gefressen. Kein Vergleich bspw. zum Anbringen der Aluprofile inkl. LED-Stripes. Umso glücklicher bin ich nun zu sehen, dass alles so funktioniert, wie ich es mir im Vorfeld ausgemalt habe. Mega cool finde ich nach wie vor, dass man nachvollziehen kann, welche Power die PV-Anlage aktuell liefert und in Kombination mit der PV-Überschussladung im E-Fahrzeug landet. Wie ich das im Detail realisiert habe, wird wieder in einem separaten Blogpost behandelt. Achso und eine lustige bzw. traurige Info noch zum Schluss. Obwohl das PV-Carport schon seit Monaten am Netz hängt, habe ich bisher immer noch keine einzige Abrechnung bzw. Auszahlung vom lokalen Netzbetreiber für die mittlerweile eingespeisten 3 MWh Strom erhalten. Der Grund, der mir auf Nachfrage hin mitgeteilt wurde: Der externe Dienstleister ist gerade noch dabei die Abrechnungssoftware zu pimpen, damit diese die seit 01.07.2020 gültige Umsatzsteuer in Höhe von 16% auf der Abrechnung berücksichtigt. Ein verbindliches Datum konnte man mir auch nicht nennen. Ohne Worte... Update vom 12.01.2021: Hier liefere ich noch ein Bild nach, wie die Dichtung zwischen den PV-Panels aussieht, da Alex per Kommentar nachgefragt hatte: ### Mehrere USB-Geräte unter Linux mit fixem Namen ansprechen Wer einen Raspberry Pi für die Smart-Home-Steuerung einsetzt, kennt das Problem vermutlich: Es hängen schnell mehrere USB-Geräte am Rechner, deren interne tty-Adresse sich nach dem Aus- und wieder Einstecken einfach ändern kann. Ist das USB-Gerät dann lediglich statisch z.B. per /dev/ttyUSB0 eingebunden, sind die Probleme vorprogrammiert. Wie sich dieses zeitraubende Problem mit nur wenigen Befehlen in den Griff bekommen lässt und zudem die Übersichtlichkeit gesteigert werden kann, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Problem bereites mit zwei USB-Geräten!? Bei mir fing das Problem bereits damit an, dass ich - wie in diesem Blogpost vorgestellt - sowohl Smartmeter als auch Fernwärmestation in meine Smart-Home-Steuerung integrieren wollte und entsprechend zwei (identische) IR-Schreib-/Leseköpfe (Affiliate-Link) per USB am Raspberry Pi in Betrieb nahm. Die vom Linux-Betriebssystem erkannten USB-Sticks wurden direkt jeweils als"Future Technology Devices International, Ltd FT232 Serial (UART) IC"erkannt, was sich mit dem Terminal-Befehl lsusb in Erfahrung bringen lies. Mit dem Terminal-Befehl ls -la /dev/serial/by-id/ lies sich dann ermitteln, dass die Sticks per /ttyUSB0 und /ttyUSB1 erreichbar waren, um sie von der gewünschten Anwendung aus (in diesem Fall Node-RED) ansprechen zu können. Das Problem ist jedoch, dass diese automatische Zuweisung ins Schwanken gerät, sobald die USB-Devices bspw. bei einer notwendigen Erweiterung durch einen USB-Hub - wie dem von mir genutzten 7fach Multiport USB Verteiler (Affiliate-Link) - umgesteckt werden müssen. Dann stehen die Chancen bei zwei angeschlossenen Geräten nur noch 50/50, dass es weiter funktioniert. Beim Betrieb von weiteren USB-Geräten ist es also wahrscheinlich, dass die direkte Nutzung der Adressen /tty/USB0 etc. nicht sonderlich zielführend ist. USB-Geräte per UDEV mit fixem Namen einbinden Glücklichweise gibt es Hilfe in von von UDEV (Wiki-Link), sodass die USB-Geräte mit einem immer gültigen "Namen" wie /dev/stromzaehler und /dev/fernwaerme erreichbar gemacht werden - und das natürlich auch bei späterem mehrfachen Umstecken der USB-Sticks. Dazu wird erstmal die Seriennummer des ersten erkannten USB-Device "tty/USB0" mit Terminal-Befehl udevadm info -a -n /dev/ttyUSB0 | grep '{serial}' | head -n1 ausgelesen. In diesem Fall lautet das notwendige Serial "A506KKWI" (ohne Anführungszeichen). Das zweite USB-Device lässt sich dann analog dazu mit dem Befehl udevadm info -a -n /dev/ttyUSB1 | grep '{serial}' | head -n1 ermitteln, usw. Die Seriennummer des zweiten USB-Geräts lautet also "AH06GHPU". Diese Infos müssen dann nur noch in die Datei /etc/udev/rules.d/99-usb-serial.rules übernommen werden. Also erstmal den nano-Editor anschmeissen: sudo nano /etc/udev/rules.d/99-usb-serial.rules Und folgende Einträge ergänzen, eine Zeile pro USB-Gerät: SUBSYSTEM=="tty", ATTRS{serial}=="AH06GHPU", SYMLINK+="fernwaerme", OWNER="pi"SUBSYSTEM=="tty", ATTRS{serial}=="A506KKWI", SYMLINK+="stromzaehler", OWNER="pi" Beim Eintrag ATTRS{serial} muss die jeweils ermittelte Seriennummer eingetragen werden. Bei SYMLINK die Info, wohin der Systemlink zeigen soll. Beim Eintrag "stromzaehler" ist das USB-Gerät dann entsprechend per "/dev/stromzaehler" erreichbar, usw. Mit OWNER dann abschließend noch die Angabe, welcher Benutzer Zugriff erhalten soll. Wer Raspberry Pi OS einsetzt, trägt eben den User "pi" ein. Die gerade bearbeitete Datei dann noch per "STRG + o" speichern und mit "STRG + x" schließen. Damit die Änderungen vollzogen werden am besten direkt noch ein sudo reboot hinterherschicken, um das System neuzustarten. Sobald wieder erreichbar, erneut per SSH einloggen und das Ergebnis testen mit: ls -l /dev/stromzaehler Die Ausgabe sollte dann in etwa so aussehen: lrwxrwxrwx 1 root root 7 Sep 16 15:52 /dev/stromzaehler -> ttyUSB0 Und das war es auch schon, ab sofort sind beide USB-Geräte dauerhaft per /dev/stromzahler und /dev/fernwaerme erreichbar. Und noch ein Tipp zum Schluss: Am übersichtlichsten ist obiges Vorgehen natürlich aus Anwendersicht, wenn die USB-Geräte der Reihe nach in Betrieb genommen werden. Also erstmal nur einen USB-Stick anschließen, entsprechend der obigen Logik einbinden, danach den zweiten Stick anschließen und einbinden, etc. Aus meinem täglichen Leben Eine lange Zeit hat mich diese Thematik überhaupt nicht gejuckt, da meist eh nur ein USB-Device am Raspberry Pi (Affiliate-Link) hing. Hat sich dann doch mal die Zuweisung geändert, habe ich die Anpassung im jeweiligen Programm schnell händisch vorgenommen. Irgendwann hatte ich aber keine Lust mehr dazu und ich kann jedem nur ans Herz legen die oben erklärte, fixe Zuweisung bzw. den Systemlink direkt von Anfang an zu nutzen. Das erspart einem im späteren Produktivbetrieb u.U. viele graue Haare. Ich bin mittlerweile sogar dazu übergegangen und klebe entsprechende Labels auf die USB-Geräte bzw. deren Stecker, um direkt am USB-Hub nachvollziehen zu können, um welches Gerät es sich handelt. Am besten sieht das dann natürlich mit einem gedruckten Etikettenlabel aus, wie dem Brother P-Touch QL-500 BW (Affiliate-Link). Und wer eh gerade einen günstigen aktiven USB-Hub sucht, dem kann ich diesen hier nur ans Herz legen: 7fach Multiport USB Verteiler (Affiliate-Link) ### Tesla Wall Connector v2 mit TWCManager - Dynamische PV-Überschussladung realisieren Anfangs hegte ich starke Zweifel daran, ob das frisch installierte Solarcarport (Blogpost) bzw. Loxone jemals vernünftig mit der installierten Tesla-Ladesäule kommunizieren kann, um eine automatische Überschussladung je nach verfügbarer PV-Leistung zu realisieren. Aber zum Glück lag ich völlig falsch und hab nun sogar eine zweite Ladesäule nachgerüstet. Der erste Schritt zum Ziel lag dabei am Anzapfen der integrierten RS485-Schnittstelle des Tesla Wall Connector, dessen Leistung per TWCManager durch simple HTTP-Aufrufe gesteuert werden kann. Wie gering der Aufwand schlussendlich war, um das System hardwareseitig zum Laufen zu bekommen und wie man damit sogar mehr als einen Tesla Wall Connector einbinden kann, um den PV-Überschuss perfekt zu nutzen, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Warum eigentlich der Stress mit dem TWC (Tesla Wall Connector)? Einige werden sich vielleicht vorab die Frage gestellt haben, warum ich mir nicht einfach eine "smarte" Ladesäule mit integriertem Netzwerkanschluss zulege, wie bspw. die Keba P30 (Affiliate-Link), um eine automatische Überschussladung je nach verfügbarer Sonnenenergie zu realisieren. Ganz einfach: Ich hatte bereits einen Telsa Wall Connector v2 und war bisher immer sehr zufrieden damit. Ausserdem ist die Taste am Ladestecker einfach zu sexy, um mit einem einfachen Klick die Ladeklappe am Tesla zu öffnen. Mit relativ geringem Aufwand lässt sich zudem sogar ein zweiter Wall Connector nachrüsten (bei eBay für 420 Euro besorgt), dessen Einbindung dann vollkommen automatisch funktioniert. Aber später dazu mehr... BTW: Da der Tesla Wall Connector einen stink normalen Typ 2-Anschluss hat, lassen sich damit auch Elektroautos anderer Hersteller laden. Und das bis zu 22kW, sofern das beim lokalen Netzbetreiber (Stadtwerke) angemeldet und genehmigt wurde. Sofern die Ladeleistung dauerhaft auf 11kW begrenzt wird, genügt übrigens eine einfache Anmeldung, die jedoch vom eingetragenen Elektriker unterschrieben sein muss. Tesla Wall Connector pimpen per TWCManager Das Open-Source-Projekt TWCManager (GitHub-Link) hat sich zum Ziel gesetzt die RS485-Schnittstelle des Tesla Wall Connector zu nutzen, um dessen Ladeleistung dynamisch zu steuern. Dabei ist die Schnittstelle eigentlich dazu gedacht, die vorhandene Leistung an einem Standort unter mehreren TWC aufzuteilen. Ein TWC wird dabei als Master definiert mit der Info, welche Gesamtleistung (z.B. 16A, bei 3dreiphasigem Anschluss dann 11kW) zur Verfügung steht. Bis zu drei weitere TWC können dann als Slave an den RS485-Bus des Masters in Reihe angeschlossen werden und der Master verteilt dann die voreingestellte verfügbare Ladeleistung dynamisch unter den Ladesäulen. Findige Menschen haben dann das verwendete Protokoll reverse-engineered und in den TWCManager übertragen, welcher schlicht und einfach die beschriebene Master-Funktion softwareseitig emuliert. Eins vorab: Ich übernehme keinerlei Haftung für die Modifikation eurer Anlage. Jeder führt die Schritte auf eigene Verantwortung hin durch und sollte zudem unbedingt einen Fachmann in Form eines Elektrikers hinzuziehen! Hardware für den Betrieb des TWCManager in Betrieb nehmen Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten den TWC einzubinden. Eine gängige Möglichkeit ist vermutlich die im TWCManager Installation-Guide (Direktlink) beschriebene Möglichkeit, welche vorsieht, einen Raspberry Pi Zero W (Affiliate-Link) in den TWC einzubauen und dessen interne 5V-Stromversorgung anzuzapfen. Oha... Das war mir aber ehrlich gesagt doch ein Stück zu gruselig und zudem wollte ich das Ganze am Ende nicht per WLan sondern kabelgebunden und damit ausfallsicherer realisieren. Da ich neben der Stromleitung sowieso ein Netzwerkkabel vom Technikraum bis hin zur Ladesäule verlegt hatte, konnte ich es aber sogar noch kostengünstiger lösen. Bevor jemand selbst Hand anlegt hier der übliche Disclaimer: Arbeiten an und mit Strom dürfen nur von autorisiertem Personal vorgenommen werden. Bevor am TWC oder anderen stromführenden Geräten gearbeitet wird, muss immer vorher die Sicherung ausgeschaltet werden, sodass das Gerät stromlos ist. Es besteht sonst die Gefahr eines Stromschlags und damit Lebensgefahr! Genug der belehrenden Worte. Erstmal ein verdrilltes Adernpaar des Netzwerkkabels an den linken "RS-485" "In"-Anschluss führen. Blaue Ader ganz links (RS485 +) und weiße Ader direkt rechts daneben (RS485 -). Damit die Steuerung des Wall Connector über RS485 möglich ist, muss noch der Wahlschalter links daneben auf "F" gestellt werden (merkt euch direkt, auf welcher Stellung der Wahlschalter bisher war - später relevant). Das andere Ende des Netzwerkkabels wird dann mit dem selben Adernpaar an einen wenigen Euro teuren USB zu RS485 Konverter (Affiliate-Link) angeschlossen. Blaue Ader ebenfalls an + (mit D+ und A gekennzeichnet) und die weiße Ader an - (mit D- und B gekennzeichnet). Wichtig dabei ist die korrekte Adernbelegung, da die RS485-Kommunikation sonst nicht funktioniert. Ist die Belegung vertauscht, kann aber auch nichts kaputt gehen. Für den Betrieb notwendig ist ein geschirmte und verdrilltes Adernpaar, da das Signal sonst gerade bei längeren Kabelstrecken abreißt. Hier sind es in Summe bestimmt 40-50 Meter zwischen USB-Adapter im Netzwerkschrank und WTC im Carport, welche dennoch ohne Probleme überwunden werden können. Den USB-Adapter kann man dann entweder an einem RaspberryPi 4 (Affiliate-Link) mit Raspberry OS (externer Link) betreiben oder an einem beliebigen Debian-System, in diesem Fall ein bereits vorhandener Intel NUC8i3BEH (Affiliate-Link) mit Proxmox-Virtualisierungsumgebung und dem "Raspberry Pi Desktop" (externer Link) als x86-Version, der noch genug Power und mit dem Crucial CT16G4SFD824A 16GB (Affiliate-Link) genügend RAM für weitere VMs besitzt. UPDATE VOM 02.12.2021: In der Zwischenzeit hat es bei mir bereits einige "billige" RS485-USB-Adapter zerlegt, sodass die Kommunikation mit dem Tesla Wallconnector nicht mehr zuverlässig funktioniert hat. Deshalb bin ich mittlerweile auf den etwas teureren Waveshare Industrial USB to RS485 Converter (Affiliate-Link) umgestiegen, der bisher schon knapp ein Jahr seinen Dienst verrichtet - auf Holz klopf. Ausserdem habe ich mittlerweile an beiden Enden der RS485-Verbindung (also am RS485-USB-Adapter und an den RS485-Ports des Tesla Wallconnector) jeweils einen 120 Ohm Abschlusswiderstand angeschlossen. Also jeweils ein Beinchen des Widerstands an "A" und ein Beinchen an "B". So sagt es die Spezifikation - und dann hält man sich eben doch lieber daran, um weiteren Verbindungsproblemen aus dem Weg zu gehen. UPDATE ENDE Software für den Betrieb des TWCManager in Betrieb nehmen Erstmal per SSH auf dem System einloggen. In diesem Fall mit dem Benutzer "pi" und der IP "192.168.3.33": ssh pi@192.168.3.33 Das Standardpasswort beim Raspberry OS, welches im Anschluss abgefragt wird, lautet "raspberry". Jetzt muss erstmal ein Webserver installiert werden, welcher später das Webinterface vom TWCManager anzeigt und HTTP-Requests entgegennimmt : sudo apt-get update && sudo apt-get install -y lighttpd && sudo apt-get install -y php7.3-cgi && sudo lighty-enable-mod fastcgi-php && sudo service lighttpd force-reload && sudo chown -R www-data:www-data /var/www/html && sudo chmod -R 775 /var/www/html && sudo usermod -a -G www-data pi Die Befehle habe ich im Grunde 1:1 aus der offiziellen TWCManager-Anleitung übernommen, nur hat sich der dort angegebene Befehl "sudo apt-get install -y php7.0-cgi" in der Zwischenzeit geändert in "sudo apt-get install -y php7.3-cgi". Nun noch ein paar Pakete und den TWCManager selbst: sudo apt-get install -y screen git python3-pip && sudo python3 -m pip install pyserial sysv_ipc && git clone https://github.com/cdragon/TWCManager.git ~/TWC && sudo cp TWC/HTML/* /var/www/html Im Anschluss werden die Settings gecheckt: sudo nano ~/TWC/TWCManager.py Hier ein gutes Stück herunterscrollen bis zum Eintrag "rs485Adapter = '/dev/ttyUSB0'". Sofern der RS485-USB-Adapter das einzige USB-Device am Rechner ist, sollte der Eintrag bereits passen. Wer mehr als ein USB-Device verwendet, erhält im Blogpost Mehrere USB-Geräte unter Linux mit fixem Namen ansprechen weitere Hilfestellung. Je nachdem, wie der bzw. die Tesla Wall Connector abgesichert sind, wird der Eintrag "wiringMaxAmpsAllTWCs = 40" angepasst. In der voreingestellten Ami-Variante sind fette 40A angegeben, da diese nur einphasig betrieben werden. Da der Tesla Wall Connector in Europa jedoch dreiphasig betrieben werden kann, ist der Wert entsprechend geringer. Wer - wie ich - lediglich einen 11kW-Lader bei den Stadtwerken angemeldet hat, ändert den Wert auf 16. Bei "230V x 16A x 3 Phasen" ergibt das dann in Summe knapp 11.000W, also 11kW, welche später für alle angeschlossenen TWC zur Verfügung stehen. Funfact: Die allermeisten E-Autos können eh nur mit 11kW maximal per AC (Wechselspannung) laden. Man hat also lediglich dann Geschwindigkeitseinbußen, sofern zwei Ladesäulen gleichzeitig in Betrieb sind. Der Eintrag "wiringMaxAmpsPerTWC = 40" wird dann ebenfalls auf "wiringMaxAmpsPerTWC = 16" geändert, sofern die Auslegung der Verkabelung inkl. Sicherung dafür geeignet ist. Unbedingt mit dem Elektriker absprechen, da es sonst im schlimmsten Fall bei einer Überlastung zu Kabelbrand führen kann! Bevor man den oben angesprochenen Wahlschalter am TWC auf "F" umstellt, merkt man sich am besten, welche Stellung er vorher hatte. Rechts oben am TWC ist eine Legende, sodass man direkt nachvollziehen kann, welche Maximalleistung am TWC derzeitig freigegeben ist. Dieser Wert sollte sich dann eben bei "wiringMaxAmpsAllTWCs" und "wiringMaxAmpsPerTWC" widerspiegeln. Abschließend kann der Eintrag "minAmpsPerTWC = 12" auf "minAmpsPerTWC = 6" geändert werden. Damit wird die Minimalleistung auf 6A herabgesetzt, was bei einphasigem Betrieb (dazu komme ich später nochmal) lediglich knapp 1,4kW entspricht. Passend also für PV-Überschussladung bei maximal bewölktem Himmel ohne Netzbezug. Noch niedrigere Werte funktionieren übrigens nicht. Die restlichen Werte der Config habe ich unverändert gelassen. Jetzt die Datei mit "STRG + o" speichern und mit "STRG + x" schließen. Nach der Installationsorgie am besten noch schnell ein sudo reboot und nach dem erneuten SSH-Login dann direkt testen, ob der TWCManager läuft: /usr/bin/python3 /home/pi/TWC/TWCManager.py Jetzt sollte sowas in der Art ausgegeben werden: TWC Manager starting as fake Master with id 7777 and sign 7709:41:03: Send master linkready1...09:41:03: Send master linkready2...09:41:04: 32.00 amp slave TWC 7835 is ready to link. Sign: 9509:41:04: Set slave TWC 7835 protocolVersion to 2, minAmpsTWCSupports to 6.09:41:04: Send master linkready209:41:04: 32.00 amp slave TWC 8906 is ready to link. Sign: 6009:41:04: Set slave TWC 8906 protocolVersion to 2, minAmpsTWCSupports to 6. Wie der Ausgabe zu entnehmen ist, werden hier direkt beide angeschlossene TWC mit der ID 7835 und 8906 gefunden. Der TWCManager vergibt sich selbst automatisch die Fake ID 7777. Jetzt sollte sich auch das minimalistische Webinterface über die IP des Rechners aufrufen lassen. In diesem Beispiel also: http://192.168.3.33 Im Anschluss wird ein Service eingerichtet, welcher den TWCManager nach zehn Sekunden automatisch neustartet, sofern sich der Dienst einmal aufhängt (Logik hier gefunden): Aber erstmal den vorhin manuell gestarteten und noch laufenden TWCManager mit "STRG + c" killen. Und nun zur Neustart-Logik, welchen in die Datei TWCManager.service wandert. Erstmal den Editor öffnen mit: sudo nano /etc/systemd/system/TWCManager.service Und folgenden Text reinkopieren: [Unit]Description=Autostart TWCManager, logs to be found in journalctl -U TWCManager.system[Service]User=piType=idleExecStart=/usr/bin/python3 /home/pi/TWC/TWCManager.pyRestart=alwaysRestartSec=10[Install]WantedBy=multi-user.target Die Datei dann wie vorhin mit "STRG + o" speichern und mit "STRG + x" schließen. Abschließend dann noch die entsprechenden Berechtigungen hinzufügen, den Dienst aktivieren und das System neustarten. sudo chmod 644 /etc/systemd/system/TWCManager.service && sudo systemctl daemon-reload && sudo systemctl enable TWCManager.service && sudo reboot Das automatische Neustarten des Dienstes ist in der Praxis übrigens mega relevant, da die Ladesäule bei einem Ausfall des TWCManager (vermutlich aus Sicherheitsgründen) gar keine Leistung mehr abgibt. Das Fahrzeug zeigt dann schlicht einen Ladefehler am Display und im Fall des Model 3 eine rot leuchtende Lade-LED - statt einer brav grün pulsierenden. Nach dem Neustart des Systems sollte direkt wieder das Webinterface über die IP des Rechners erreichbar sein. Dort kann man direkt einmal ausprobieren, ob die Steuerung so funktioniert, wie sie soll: Über "Non-scheduled power" lässt sich bspw. "10A" auswählen und mit "Save" bestätigen. Nach wenigen Sekunden sollten die Änderungen durchgeführt werden. Manchmal dauert es auch einige Momente länger, also nur Geduld. Achso, die Seite ist nicht dynamisch und muss deshalb manuell mit dem "blauen runden Button" refresht werden. Das Coole am Webinterface ist jetzt aber eigentlich, dass man easy per URL-Aufruf den gewünschten Leistungswert anpassen kann, hier z.B. auf 7 Ampere. Die IP muss natürlich jeder entsprechend anpassen... http://192.168.3.33/index.php?nonScheduledAmpsMax=7&submit=Save Diese URL wird dann später im Kontext des virtuellen Ausgangsbefehls in Loxone relevant, über welchen die automatische PV-Überschussladung getriggert wird. Wie das im Detail funktioiniert, ist Inhalt eines weiteren Blogpost. Schon alleine deshalb, weil meine hinterlegte Logik mittlerweile sehr umfangsreich und an meine Bedürfnisse hin angepasst ist. So lässt sich bspw. im Automatik-Modus definieren, ob bzw. wieviel "PV-Leistungspuffer" während des Ladens in 0,1kW-Schritten vorgehalten werden soll. Außerdem werden sich ändernde Leistungswerte maximal alle 30 Sekunden an den TWCManager weitergeleitet, um die Ladeelektronik nicht kirre zu machen. Erweiterte Konfiguration per Tesla-API In der oben gezeigten Konfiguration lässt sich die Leistung zwischen 6 und 16 Ampere frei setzen. Ein Ladestopp - z.B. bei gänzlich fehlendem PV-Überschuss - lässt sich lediglich dann realisieren, wenn der Tesla-Login rechts unten im Webinterface des TWCManagers eingetragen wird. Dann sendet der TWCManager per Telsa-API einen Ladestopp-Befehl per Internet an das Fahrzeug, sofern der Wert "nonScheduledAmpsMax" auf 0 gesetzt wird. Ich habe das bisher auch benutzt und es hat immer ordentlich funktioniert, wenn auch manchmal erst mehrere Sekunden verzögert. Künftig werde ich aber auch eine andere Logik setzen, wofür ein MDT KNX-Aktor AZI-0616.01 (Hesteller-Link) installiert wurde. Dieser ermöglicht es jede der drei Phasen der beiden TWC separat anzusteuern und zusätzlich sogar die tatsächliche Wirkleistung der einzelnen Phasen in Echtzeit auszulesen. Da die Relais nur bis 16A ausgelegt sind, darf ein TWC pro Phase nicht mehr als 3,7kW abgeben, was aber sowieso entsprechend durch den TWCManager geregelt wird. Außerdem ist die verbaute Ladetechnik von E-Fahrzeugen ohnehin in den allermeisten Fällen - wie beim Model 3 - auf 11kW begrenzt, was für den Heimgebrauch ja auch mehr als ausreicht. Aus meinem täglichen Leben Achso und apropos dreiphasiger Anschluss. Vor dem Anschließen des Fahrzeugs an die Ladesäule kann jetzt per Loxone-App gewählt werden, ob ein- oder dreiphasig geladen werden soll. Bei einphasiger Konfiguration sind dann Leistungen zwischen 1,4 und 3,7kW möglich. Bei dreiphasiger Konfiguration entsprechend das Dreifache und damit Werte zwischen 4,1 und 11kW. So sieht die Statusanzeige dann in der Loxone App aus, ergänzt um einige zentrale Infos: Während des Ladevorgangs lässt sich in der Praxis dann leider keine dynamische Anpassung vornehmen, da das Fahrzeug immer einen Fehler auf dem Display anzeigt und den Ladevorgang komplett beendet. Erst nach einem physischen Ab- und erneuten Anschließen des Ladekabels am Fahrzeug fährt der Ladevorgang fort. Bei manchen Fahrzeugen scheint das zwar zu funktionieren, auf Dauer ist das aber vermutlich weniger gut für die Leistungselektronik des eigenbauten Ladecontrollers. Habe sogar in diesem interessenten TFF-Thread zum Thema TWCManager gelesen, dass manche Ladecontroller kaputt gehen können, wenn ihnen während der mehrphasigen Ladung eine einzelne Phase gekappt wird. Klingt dämlich (vorallem vor dem Hintergrund eines temporären Phasenausfalls), ausschließen möchte ich es aber nicht. In meinem Fall nutze ich das Abschalten aller Phasen über den KNX-Relais-Aktor dann, wenn das Fahrzeug gar nicht vor Ort ist (Auslesen der Geokoordinaten per Tesla-API, wie im Blogpost Tesla Model 3 in FHEM einbinden – Praktische Szenarien für den Alltag erklärt). Auch lässt sich ein aktiver Ladevorgang so im Notfall abbrechen, wobei ich da lieber ebenfalls die Tesla-API nutze, indem ich die Ladegrenze auf 50% (niedrigster Wert) stelle. Sofern das Fahrzeug dann weniger als 50% "state-of-charge" hat, lädt es eben mit lockeren 6A weiter bis 50%, anderenfalls bricht das Fahrzeug den Ladevorgang von sich aus ab. Sobald die tatsächliche Ladeleistung dann auf unter 5W fällt (durch den KNX-Aktor per Wirkleistungsmessung ermittelt), wird die Ladesäule zeitverzögert komplett vom Strom getrennt. So werden dann auch die knapp 3-4W Standbyleistung des TWC eingespart. Nicht viel, aber jedes Watt zählt. Netter Nebeneffekt ist dabei, dass kein anderes E-Auto ungefragt Strom zapfen kann. Und noch ein Wort zur Installation von zwei Ladesäulen: Der TWCManager begnügt sich mit der Info, wieviel Power insgesamt zur Verfügung steht und regelt die Leistung dann selbstständig unter bis zu drei angeschlossenen TWC. Insgesamt bin ich mit der Lösung super zufrieden, da die PV-Anlage jetzt perfekt genutzt werden kann, um die überschüssige Leistung direkt ins Auto zu laden, welche sonst für nur wenige Cent pro kWh eingespeist werden würde. Hier erkennt man, wie gut die Logik funktioniert, um den Eigenverbrauch bzw. die Leistung des TWC automatisch nachzuregeln. Kurz nach 7:30 Uhr startet die Ladung automatisch und regelt dynamisch hoch, bis das Fahrzeug um ca 12:30 Uhr vollgeladen ist. Dabei wird etwas Reserve (grüne Spitzen) gelassen, glaube da hatte ich den "Überschusspuffer" auf 0,2kW gestellt. Der Netzbezug (rote Spitzen) lässt sich damit aber nicht immer verhindern, wenn bspw. doch mal ein Verbraucher mit höherer Leistung (E-Herd, Hauswasserwerk, etc.) anspringt. Hier würde dann nur ein zusätzlicher Haus-Akku helfen - vielleicht ja eines der überüberübernächsten Technik-Projekte... Wenn du dir einen Tesla zulegen möchtest, kannst du gerne über meinen Affiliate-Link https://ts.la/jrg61387 ordern. Aktuell erhalten wir dann beide 1.500 km freies Supercharging (Tesla-Aktionen können sich ändern). ### WLAN pimpen mit FRITZ!Repeater 1200 per LAN-Brücke Egal ob Neu- oder Altbau: Bei schlechtem WLAN bekommt man früher oder später einfach die Krise - von grauen Haaren ganz zu schweigen. Auch wenn der WLAN-Router relativ zentral aufgestellt ist, reicht das Signal teilweise keine zwei Zimmer weiter und im nächsten Stockwerk ist meist aufgrund einer massiven Stahlbetondecke eh komplett Feierabend - Internetseiten laden schneckenlangsam, der Kreis vom Echo Dot leuchtet öfter mal rot und an Videostreaming ist erst recht nicht zu denken. Um das Problem zu lösen, gibt es mehrere Ansätze, von denen aber meiner Meinung nach nur einer dauerhaft zuverlässig funktioniert. Vorab: WLAN deaktivieren und auf LTE ausweichen, gehört definitiv nicht dazu! :D Welche Lösung ich empfehle, wieviel das kostet (Spoiler: selbst meine "Schwaben"-Nachbarn haben zugeschlagen) und wie sowas Schritt für Schritt eingerichtet werden kann, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. WLAN-Repeater ist nicht gleich WLAN-Repeater Soll das heimische FritzBox-WLAN aufgrund unzureichender Leistung gepimpt werden, ist die erste Anlaufstelle meist ein einfacher WLAN-Repeater für 30-40 Euro, wie bspw. der FRITZ!WLAN Mesh Repeater 600 (Affiliate-Link). Dieser wird mit der FritzBox vertraut gemacht (Anlernvorgang) und verteilt daraufhin dessen WLAN mit den selben Settings (SSID-Name und Passwort) fröhlich als sogennante "WLAN-Brücke" im ganzen Haus. Denkt man jedenfalls. Das Problem ist aber vorprogrammiert: Der Repeater ist selbst per WLAN mit der FritzBox verbunden. Wird er im selben Zimmer oder maximal im Nachbarraum installiert, läuft die Verbindung zum Repeater super, erhöht die Reichweite aber meist nicht zufriedenstellend. Wird der Repeater hingegen in einem weiter entfernten Zimmer oder sogar in einem anderen Stockwerk mit bis dato schlechtem WLAN-Empfang aufgestellt, verbessert er die Situation im Grunde aber ebenso wenig. Im Gegenteil: Mobile Endgeräte, die sich automatisch beim Repeater einloggen, suggerieren durch volle Empfangsbalken einen super WLAN-Empfang. Aber eben nur zum Repeater. Die Verbindung zwischen Repeater und FritzBox bleibt nach wie vor Schrott. Bei schlechter WLAN-Anbindung zur "Zentrale" kann der Repeater eben auch nur Schrott repeaten. Das muss man sich schlicht klar machen und ich spreche wirklich aus leidiger Erfahrung aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis. Frustration vorprogrammiert! Im Gegensatz zur LAN-Brücke... LAN-Brücke 4thewin! Die einzig brauchbare und dauerhaft gut funktionierende Alternative dazu ist die Einrichtung einer LAN-Brücke - und das muss nichtmal maßgeblich teurer sein! Das bedeutet, dass der Repeater per LAN-Kabel mit dem Router - in diesem Beispiel eine Fritz!Box 7530 (Affiliate-Link) - verbunden ist und dann an geeigneter Stelle ein WLAN-Signal aufspannt, indem es das bestehende WLAN erweitert. Wer in einem Neubau wohnt, hat meist den Jackpot und findet in so gut wie in jedem Raum oder zumindest in jedem Stockwerk eine LAN-Dose vor, welche zentral zum Technikraum führt, von wo aus die zentrale Verteilung vom Router aus stattfinden kann. Wer in einem Altbau ohne entsprechende Kabel-Infrastruktur wohnt, dem gebe ich schlicht den Tipp: Verlegt Kabel! Auch wenn es anstrengend ist! Ihr werdet künftig mit einem dauerhaft stabilen WLAN belohnt. Zur Not tut es auch ein besonders dünnes und minimal geschirmtes Ethernetkabel, wie bspw. dieses UGREEN Cat 7 Ethernet Kabel (Affiliate-Link), welches man easy Aufputz per dezentem Kabelkanal (Affiliate-Link) und sogar bei der Dichtung von Innentüren verlegen kann - sofern man keine Löcher bohren kann bzw. möchte. Wer längere Kabelstrecken - geschätzt über 10 Meter - überwinden muss, sollte normale Netzwerkkabel (Affiliate-Link) wählen, insbesondere wenn sich Stromleitungen, Netzteile o.Ä. Störquellen in direktem Umfeld befinden. Wer jetzt denkt, dass man sich das LAN-Kabel schenken kann und stattdessen auf DLAN setzt, also die LAN-Übertragung per Steckdose, der hat auch noch nicht die Frustration erlebt, die ich über die Jahre erleben durfte. Auch wenn die Verbindung bspw. mit entsprechenden Adaptern, wie den Fritz Powerline 1260E (Affiliate-Link), erstmal gut zu funktionieren scheint, kann sich doch Ernüchterung einstellen, wenn zu viele Störquellen (E-Herd, Kühlschrank, Netzteile, im Grunde alle Geräte, die man in die Steckdose steckt) eingeschaltet werden. Bis zu einem gewissen Punkt können die DLAN-Adapter das noch abfedern und einfach die Verbindungsgeschwindigkeit drosseln. Insbesondere bei älteren E-Installationen kann die Verbindung dann aber auch - zumindest zeitweise - komplett abbrechen. Stromführende Leitungen bzw. deren Grundinstallation sind einfach nicht für diese Art der hochfrequenten Datenübertragung gemacht (u.A. verschiedene Phasen und eben Verbraucher, die das Signal durcheinanderwirbeln). Welche Komponente bzw. welches Zusammespiel verschiedener Geräte schlussendlich Schuld daran sind, dass es zu Beeinträchtigungen in der Praxis kommt, lässt sich als Laie dann meist schwierig herausfinden. Ich mag nicht ausschließen, dass es mit DLAN-Adaptern auch dauerhaft gut funktionieren kann, meine persönliche und langjährige Erfahrung mit unterschiedlichen DLAN-Adaptern ist aber eine andere. FRITZ!Repeater 1200 als LAN-Brücke einrichten Bei der Einrichtung des Repeaters (meiner Nachbarn) bin ich trotz offizieller Anleitung (AVM-Handbuch) auf Probleme gestoßen, weshalb dieses Howto hoffentlich vielen Lesern helfen wird. Also genug gelabert, jetzt geht es an die Einrichtung des FRITZ!Repeater 1200 (Affiliate-Link), welcher neben einer WLAN-Brücke glücklicherweise auch als LAN-Brücke eingerichtet werden kann. Damit die Einrichtung reibungsfrei funktioniert hat, musste ich exakt diese Reihenfolge einhalten: Repeater als WLAN-Brücke an der bestehenden FritzBox konfigurieren. Zugangsart des Repeaters danach auf LAN-Brücke umstellen. Beim Drehen der Reihenfolge bei einem zweiten Repeater hat dieser nicht die korrekten WLAN-Settings der FritzBox gezogen, auch wenn es laut Anleitung so auch funktionieren sollte. Deshalb unbedingt die oben beschriebene Reihenfolge einhalten, die im Folgenden detailliert beschrieben wird. Howto zur LAN-Brücke Also erstmal den frisch gelieferten Repeater auspacken mit dem Stromnetz verbinden, ca. 30 Sekunden warten und dann die CONNECT-Taste am Repeater kurz drücken. UPDATE VOM 07.05.2023: Sofern der AVM-Repeater bereits anderweitig genutzt wurde und erst noch auf Werkeinstellung zurückgesetzt werden muss, geht das auch recht schnell. Um den Reset durchzuführen, wird die CONNECT-Taste im laufenden Betrieb (den Repeater am besten erstmal zwei Minuten mit Strom versorgen) für mind. 15 Sekunden gedrückt halten. Währenddessen beginnt die LED bereits fröhlich in verschiedenen Mustern zu blinken. Nach einigen Minuten sollte die LED dann langsamer grün blinken. Die Werkseinstellungen wurde geladen. Zum Anlernvorgang muss die CONNECT-Taste dann nochmal kurz gedrückt werden, sodass die grüne LED schneller blinkt. UPDATE ENDE Jetzt innerhalb von zwei Minuten die "Connect/WPS"-Taste der FritzBox für ca. 6 Sekunden (oder am besten aber gleich 10 Sekunden) gedrückt halten, damit der Repeater als WLAN-Brücke angelernt wird. Wichtig dabei: Zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall das LAN-Kabel des Repeaters mit der FritzBox verbinden! Sonst kommt das Netzwerk aus dem Takt. Update vom 21.12.2020: Damit die "Connect/WPS"-Taste der FritzBox die Einbindung starten kann, muss die Tastensperre deaktiviert sein. Die Einstellung kann unter "System" -> "Tasten und LEDs" -> "Tastensperre" -> "( ) Tastensperre aktiv" -> "Übernehmen" (Direktlink) vorgenommen werden. Achso und noch eins: Die FritzBox muss zu diesem Zweck natürlich als "Mesh Master" konfiguriert sein (standardmäßig der Fall). Zu kontrollieren im Router-Interface im Menüpunkt "Heimnetz" -> "Mesh" -> "Mesh Einstellungen" (Direktlink). Nach spätestens einer Minute sollte die Verbindung dann hergestellt sein, was mit einer dauerhaft leuchtenden grünen Status-LED (die einzige LED) des Repeaters signalisiert wird. Die während des Anlernvorgangs wild blinkenden LEDs der FritzBox erlöschen dann auch wieder. Jetzt ruft man im Browser http://fritz.box auf, um die Einstellungen in der Weboberfläche der FritzBox zu prüfen. Im Menüpunkt "Heimnetz" -> "Mesh" (Direktlink) sollte der neu angelernte "FRITZ!Repeater 1200" dann direkt auftauchen, inkl. Angabe dessen IP (hier 192.168.178.85) Die IP (in diesem Fall http://192.168.178.85) wird jetzt im Browser eingegeben, um die weiteren Einstellungen auf der Weboberfläche des Repeaters selbst festzulegen - alternativ einfach auf den angzeigten Namen im Interface klicken, hier ist die URL ebenfalls verlinkt. Wer nur einen Repeater einsetzt, kann aber auch einfach http://fritz.repeater ansurfen. Dort angekommen, wird der Menüpunkt "Heimnetz-Zugang" aufgerufen und im Fenster rechts ganz unten "Zugangsart ändern" angeklickt. Dort ist dann bereits die einzig wählbare Option "LAN-Brücke" vorausgewählt, welche mit dem Button "Weiter" bestätigt wird. Auf der nächsten Seite kann die Netzwerk-IP des Repeaters festgelegt werden. Meine Empfehlung ist hier die IP manuell festzulegen, da diese nicht später dynamisch per DHCP von der FritzBox geändert werden kann. Die "IP-Adresse" muss eine freie Adresse im selben Subnetz sein. Sofern die FritzBox die IP 192.168.178.1 besitzt, wählt man für den ersten Repeater einfach 192.168.178.2, für den zweiten Router 192.168.178.3 und so weiter. Das sollte eigentlich immer funktionieren, sofern nicht bereits andere Geräte im Netzwerk eine statische IP zugewiesen bekommen habe. Um dies zu überprüfen, lassen sich auch alle im Netzwerk vorhandenen Geräte in der Weboberfläche der FritzBox im Menüpunkt "Heimnetz" -> "Netzwerk" (Direktlink) einsehen. Bei "Subnetzmaske" einfach "255.255.255.0" lassen. "Standard-Gateway" und "Primärer DNS-Server" ist die IP der FritzBox, in diesem Fall "192.168.178.1". "Sekundärer DNS-Server" kann leer bleiben. (Ich glaube die Einstellungen waren auch schon korrekt voreingestellt.) Bei "Zurücksetzen für" einfach "FRITZ!Box" lassen und mit "Weiter" bestätigen. Sind die Einstellungen vorgenommen, wird noch eine "FRITZ!Repeater-Einrichtung abgeschlossen"-Meldung eingeblendet, deren Hinweise man zwecks weiterer Settings aber getrost ignorieren kann. Wichtig an dieser Stelle: Der Repeater darf erst jetzt per Netzwerkkabel mit der FritzBox verbunden werden! BTW: Normal besitzt eine FritzBox vier LAN-Anschlüsse, es lassen sich also bis zu vier Repeater als LAN-Brücke konfigurieren. Mit einem entsprechenden Switch, wie bspw. dem Netgear GS308 (Affiliate-Link), natürlich auch noch weitere. Sobald die kabelbasierte Verbindung hergestellt ist, leuchtet die einzige LED am Repeater grün (LAN-Brücke funktioniert). Steckt man das Netzwerkkabel kurz aus, leuchtet die LED orange, was auf keine korrekte Verbindung hinweist. Testweise also mal rausziehen und wieder einstöpseln und die LED sollte nach einigen Sekunden wieder auf grün wechseln. Abschließend lässt sich das Ergebnis auf der Weboberfläche der FritzBox im Menüpunkt "Heimnetz" -> "Mesh" begutachten. Tada! Wichtig ist eben, dass der Repeater jetzt über "LAN" mit der FritzBox verbunden ist und das Mesh-Symbol (Dreieck mit den drei blau verbundenen Punkten) am Repeater auftaucht. Wie man im Screenshot erkennt, lassen sich natürlich auch mehrere Repeater einbinden, um bspw. in jedem Stockwerk einen Repeater zu installieren und das WLAN-Signal so im gesamten Haus zu pimpen. In diesem Fall habe ich das WLAN meiner Nachbarn gepimpt, wobei die FritzBox jetzt im Keller (Technikraum) steht und jeweils einen Repeater im EG und OG befeuert. Achso: Wer kürzere Kabel benötigt, wie im Bild zu sehen, bekommt diese im Mehrfachpack echt günstig, wie z.B. das deleyCON 5X 0,5m CAT6 Netzwerkkabel Set (Affiliate-Link). Aus meinem täglichen Leben Für alle, die bereits eine halbwegs aktuelle FritzBox - wie bspw. ich die FRITZ!Box 7590 (Affiliate-Link) - in Ihrem Zuhause als Internetrouter betreiben, bietet der Einsatz des FRITZ!Repeater 1200 (Affiliate-Link) mit der Konfiguration als LAN-Brücke eine aus meiner Sicht unschlagbare Erweiterungsmöglichkeit des heimischen WLAN. Sowohl auf Seiten der Performance (WLAN mit 2,4 UND 5 GHZ gleichzeitig!) als auch auf Kostenseite. Das AVM-Set braucht sich dabei auch nicht gegenüber hochpreisigeren Netzwerkkomponenten, wie bspw. die von mir präferierten UniFi-Accesspoints, zu verstecken. Einzige die PoE-Funktion würde mir als Privatanwender wirklich fehlen, da die AVM-Repeater immer eine Steckdose vor Ort benötigen und nicht per PoE-Switch, wie dem UniFi US-8-60W (Affiliate-Link), mit Strom versorgt werden können. Wirklich cool ist am AVM-Konzept jedenfalls, dass man sich als Anwender aufgrund der neuen Mesh-Funktionalität (mehr Details beim Herstellers) keine Platte um die weiteren Einstellungen machen muss. Einmal mit dem Router gekoppelt, verteilen die Repeater das bestehende WLAN-Signal mit den bestehenden Einstellungen der FritzBox. Möchte man bspw. das WLAN-Passwort ändern oder ein Gäste-WLAN erzeugen, wird das einmal zentral in der FritzBox gemacht und die Repeater werden ohne weiteres Zutun automatisch synchronisiert. Updates werden natürlich auch selbstständig installiert, sofern einmal der entsprechende Haken in den Einstellungen gesetzt ist (Menüpunkt "System" -> "Update" -> "Auto-Update" -> "Stufe 3...". Besser geht es im Grunde nicht! Und was soll ich zum Abschluss sagen - meine Nachbarn haben jetzt mit ihrer Fritz!Box 7530 (Affiliate-Link) samt zwei FRITZ!Repeater 1200 (Affiliate-Link) per LAN-Brücke vermutlich das beste WLAN in der Siedlung - gleich nach mir natürlich... Jedenfalls hatten sie nur einen Bruchteil der Kosten - und das freut den gemeinhin als geizig verschriehenen Schwaben natürlich doppelt. :D ### Node-RED zuverlässig mit Loxone nutzen trotz Verbindungsabbrüchen Seit einiger Zeit habe ich jetzt schon Node-RED auf einem Intel NUC8i3BEH (Affiliate-Link) im Einsatz, um bspw. meinen Strom- und Fernwärmezähler auszulesen und deren Werte an Loxone zur weiteren Verarbeitung zu schicken. Leider brach die Verbindung zwischen beiden Systemen hin und wieder ab - insbesondere nach mehreren Neustarts des Miniservers in schneller Folge. Dann flossen überhaupt keine Daten mehr und es war keine vernünftige Auswertung mehr bis zum nächsten manuell eingeleiteten Neustart von Node-RED möglich. Wie ich das Problem gelöst habe, damit Node-RED und Loxone wieder zuverlässig miteinander reden können, - insbesondere nach mehreren Neustarts und etwaigen dauerhaften Verbindungsabbrüchen - ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Node-RED und Loxone miteinander verbinden Um Node-RED mit Loxone sprechen zu lassen, muss in Node-RED lediglich über den "Menübutton rechts oben" -> "Palette verwalten" -> "Installieren" die entsprechende Node namens "node-red-contrib-loxone" (GitHub-Link) ins System übernommen werden. Und nach einigen Momenten tauchen in der Nodes-Liste links die Entsprechenden In- und Output-Nodes für Loxone auf. Um die Verbindung zum Miniserver herzustellen, wird bspw. eine "online"-Node rechts in den Arbeitsbereich (Flow) gezogen und doppelt angeklickt. Bei den "Properties" einfach auf den Stift klicken... und die entsprechenden Daten des Loxone Miniservers eingeben und mit dem "roten Button" zu speichern. Die Einstellungen zu "Encryption" und "Keepalive" können so bleiben, wie sie sind. Meine Empfehlung ist dabei immer einen separaten User (hier "nodered") in der Loxone Config mit eingeschränkten Rechten anzulegen. Aber rein technisch lässt sich die Anbindung zu Node-RED natürlich auch mit dem "admin"-User realisieren. Wurden die Daten korrekt gepflegt und das System per "Deploy"-Button aktualisiert, sollte die eingefügte Node recht schnell auf "connected" schalten. Automatische Wiederaufnahme bei getrennter Verbindung Wird die Verbindung nun eine Weile aufgrund von Netzwerkproblemen unterbrochen bzw. startet der Miniserver in schneller Folge mehrmals neu, hatte ich des Öfteren das Problem, dass der Status dauerhaft auf "disconnected" verharrte und entsprechend kein Datenaustausch mehr möglich war. Die Lösung des Problems sieht dabei folgendermaßen aus: Erstmal wird eine "exec"-Node in den Flow gezogen und doppelt angeklickt. In Das Befehlfeld wird dabei Folgendes eingetragen: curl -X POST http://localhost:1880/flows -H "Content-Type: application/json" -H "Node-RED-Deployment-Type: reload" Bekommt die Node an dessen Input einen Trigger, werden durch diesen Systembefehl alle in Node-RED bestehenden Flows neugestartet, wodurch ein neuer Verbindungsaufbau zum Miniserver erfolgt. Als Trigger nutze ich dabei zwei Komponenten: Einmal wird recht simpel durch die "inject" Node um 23:55 ein entsprechender Befehl ausgelöst. Das ist aber quasi nur als Backup gedacht. Der eigentlich wichtige Trigger wird durch eine "http in" Node ausgelöst. Hier wird als Methode "get" ausgewählt und als URL "/flows_restart" (ohne Anführungszeichen). Sofern die Nodes wie im Screenshot verbunden sind, erhält Node-RED den Restart-Befehl sobald im Netzwerk die URL "http://IP-DES-NODE-RED-SERVERS/flows_restart" aufgerufen wird. In meinem Fall ist das "http://192.168.3.30/flows_restart". Am Schluss dann noch auf "Deploy" klicken, um die Änderungen zu übernehmen und zu speichern. Hier nochmal der gesamte Flow zum Importieren in Node-RED: [{"id": "91e4fb2e.be81d8","type": "tab","label": "Zentral","disabled": false,"info": ""},{"id": "5438eb8e.871b84","type": "http in","z": "91e4fb2e.be81d8","name": "Restart Node-RED Flows","url": "/flows_restart","method": "get","upload": false,"swaggerDoc": "","x": 450,"y": 120,"wires": [["bf32bb37.d73488"]]},{"id": "bf32bb37.d73488","type": "exec","z": "91e4fb2e.be81d8","command": "curl -X POST http://localhost:1880/flows -H \"Content-Type: application/json\" -H \"Node-RED-Deployment-Type: reload\"","addpay": false,"append": "","useSpawn": "false","timer": "10","oldrc": false,"name": "Restart Node-RED Flows","x": 770,"y": 200,"wires": [[],[],[]],"info": "Restart Node-RED Flows\n-> Reopen closed connection to Loxone Miniserver"},{"id": "f32c2fb5.f1035","type": "inject","z": "91e4fb2e.be81d8","name": "Trigger um 23:55","topic": "","payload": "true","payloadType": "bool","repeat": "","crontab": "55 23 * * *","once": false,"onceDelay": 0.1,"x": 470,"y": 220,"wires": [["bf32bb37.d73488"]]},{"id": "286f8669.6aa72a","type": "loxone-online","z": "91e4fb2e.be81d8","name": "Loxone Miniserver","miniserver": "a78ad6.b7983528","x": 430,"y": 320,"wires": [[]]},{"id": "a78ad6.b7983528","type": "loxone-miniserver","z": "","host": "192.168.3.5","port": "80","enctype": "0","active": true,"keepalive": "60000"}] Damit NodeRED nach jedem Miniserver-Neustart diesen Befehl ausführt, wird dann noch ein entsprechender Trigger in Loxone gesetzt. Virtuellen Ausgangsbefehl in Loxone setzen Dazu wird erstmal ein "Virtueller Ausgang" mit der Adresse "http://192.168.3.30:1880" erzeugt. Die IP muss natürlich jeder mit der seines Node-RED-Servers tauschen. 1880 ist der Standardport, auf den Node-RED lauscht. Wer anders als ich noch ein Node-RED-Passwort gesetzt hat, muss dieses in die URL einbauen. Vermutlich so (ohne Gewähr): "http://user:pass@IP-DES-NODE-RED-SERVERS:1880" Danach wird der gerade erzeugte virtuelle Ausgang mit einem "Virtueller Ausgang Befehl" ergänzt: Als "Befehl bei EIN" wird "/flows_restart" (ohne Anführungszeichen) eingefügt und der virtuelle Ausgangsbefehl ins rechte Config-Fenster gezogen. Der Befehl soll immer 30 Sekunden nach einem Miniserver-Neustart auslösen. Dazu habe ich den "Startimpuls" hergenommen und einen "Verzögerten Impuls" mit entsprechend 30 sekündiger Verzögerungszeit und 0,02 sekündigem Ausgangsimpuls eingefügt. Die Remanenz ist deaktiviert. Ebenso wie beim nachfolgenden "Schalter", an dem der verzögerte Impuls an "O" angeschlossen wird. Am Schalter hängt dan ein "Merker", welcher dann nach der Logik 30 Sekunden nach Miniserver-Neustart dauerhaft einschaltet. Diese Logik nutze ich an vielen Stellen und pflege sie deshalb auch nur einmal zentral, deshalb auch die Nutzung des Merkes. Für nachfolgende Abbildung habe ich die Bausteine aber einmal zur Erläuterung auf den selben Arbeitsbereich gezogen. Der Merker triggert dann einen "Monoflop" (0,02s Ausgangsimpuls) und dieser wiederum den oben definierten virtuellen Ausgang, welcher den Neustart der Node-RED-Flows bewirkt. Wer genau hinsieht, entdeckt links oben auch noch einen virtuellen Eingang namens "Node-RED Restart...". Diesen habe ich eigentlich nur Anfangs testweise in der Visualisierung genutzt, um den Trigger manuell auslösen zu können. Da alles schon seit Monaten zuverlässig funktioniert, könnte ich diesen aber auch mal entfernen. Aus meinem täglichen Leben Lange habe ich nach einem halbwegs eleganten Weg gesucht, um das anfangs genannte Problem der dauerhaften Verbindungsabbrüche in den Griff zu bekommen. Aber nirgends im Netz habe ich auch nur eine halbgare Lösung dafür finden können. Komisch eigentlich, wenn man bedenkt, dass ich nicht der Einzige bin, der diese Kombination nutzt. Die vorgestellte Lösung könnte man auch als etwas umständlich bezeichnen, aber mir ist nichts Besseres eingefallen, was wirklich auch dauerhaft funktioniert hat. Jedenfalls bin ich mit der Lösung jetzt total zufrieden, da dauerhafte Verbindungsabbrüche jetzt kein Thema mehr sind und insbesondere auch meine aggregierten Logging-Daten zwecks Stromproduktion und -verbrauch locker flockig vom Loxone-System über Node-RED in der InfluxDB landen, um in Grafana schick visualisiert zu werden. Hier mal noch ein kleiner Teaser, was ich die letzten Wochen hier so gebastelt habe. (Detaillierte Vorstellung folgt...) Alle Dienste (FHEM, Node-RED, InfluxDB, Grafana, etc.) laufen übrigens per ProxMox in getrennten virtuellen Maschinen auf dem oben erwähnten Intel NUC8i3BEH (Affiliate-Link), welchen ich jetzt auch schon einige Monate in Betrieb habe. Damit möchte ich jetzt auch nach und nach alle meine im Haus verteilen RaspberryPi-Systeme ersetzen, die sich im Laufe der Jahre so angesammelt haben. Genug Power hat der Intel NUC dafür jedenfalls - wenn das Umziehen nur schneller gehen würde... ### Operation Smart Garden - Bodenfeuchtesensor per 1-Wire anschließen Jede halbwegs intelligente Regelungsautomatik setzt Sensoren voraus, um situationsbedingt passende Schaltbefehle auslösen zu können. So ist es auch bei der Gartenbewässerung, welche im Idealfall nur dann Wasser über angeschlossene Sprenger bzw. Tropfschläuche versprüht, sofern dies auch tatsächlich notwendig ist. Da sich Elektrotechnik und Wasser im Allgemeinen nicht sonderlich gut vertragen, stellt es schon eine mittelgroßere Herausforderug dar, einen brauchbaren Sensor zu finden, der nicht gleich korrodiert, gleichzeitig verlässliche Werte liefert und auch noch relativ problemlos anzuschließen ist. Welcher Feuchtesensor es geworden ist und wie ich diesen letztendlich doch noch per 1-Wire in Betrieb nehmen konnte, um auch mehr als einen Sensor mit nur einer dreiadrigen Busleitung versorgen zu können, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) SMT50 Sensor zur Messung der Bodenfeuchte Um die im Garten eingegrabenen Rasensprenger samt vorgeschalteten Magnetventilen (Blogpost dazu folgt) zu automatisieren, hatte ich schon direkt bei der Gartenplanung nach Sensoren Ausschau gehalten, welche an der vorhandenen 1-Wire-Extension von Loxone betrieben werden können. Denn so lassen sich auch mehrere Sensoren einfach an einer Leitung in Reihe schalten. Nach längerer Recherche jedoch leider ---> Fehlanzeige. Also musste erstmal ein analoger Feuchtigkeitssensor her, welcher später mittels zusätzlicher Elektronik 1-Wire-fähig gemacht werden sollte. Schlussendlich ist es der SMT50 von truebner (externer Link) geworden, welcher einen kapazitiven Sensor besitzt, um die Bodenfeuchtigkeit zu messen. Diese Messtechnik benötigt keine metallischen Elektroden, welche im Erdreich schnell korrodieren würden. Dadurch ist der SMT50 absolut wartungsfrei und sollte hoffentlich mehrere Jahrzehnte seinen Dienst zuverlässig verrichten. Nach der Lieferung habe ich ihn einmal testweise einige Tagen in ein Wasserglas gepackt. Und wie nicht anders zu erwarten war, gab es keine Anzeichen für Rost oder ähnliche Alterungserscheingungen. Weitere Informationen zur Messtechnik und zum grundsätzlichen Einbau des SMT50-Sensors sind in der ausführlichen Installationsanleitung des Herstellers (externer Link) zu finden. Ich habe mich übrigens dazu entschieden den Sensor im Rasenbereich in etwa 10cm Tiefe mit senkrechter Ausrichtung zu vergraben. So tief ragen in etwa die Wurzeln in das Erdreich, wodurch eine Messung hier recht sinnvoll ist. Im Pflanzbeet habe ich einen weiteren Sensor in etwa gleich tief platziert, wobei die Wurzeln der verschiedenen Pflanzen hier sicherlich unterschiedlich weit in die Tiefe ragen. Aber denke das ist dennoch ein relativ guter Kompromiss. Super am SMT50 ist zudem, dass er mit einem breiten Spannungsbereich zwischen 3,3 und 30 Volt (Gleichspannung) betrieben werden kann und so gut wie keinen Strom frisst (laut Hersteller ca. 2,7mA bei 12VDC), wodurch er bspw. auch über einen Arduino betrieben werden kann - oder eben auch easy in einen bestehenden 1-Wire-Bus mit 5V Spannungsquelle ohne zusätzliche Stromquelle integrierbar ist. Also braune Ader des Sensors an + der Spannungsversorgung, weisse Ader an - (Masse) und über die gelbe Ader bekommt man direkt ein 0-3V Signal in Abhängigkeit der Bodenfeuchte, welche ich erstmal per analogen Input des Loxone Miniservers ausgewertet habe. Bei 0V Spannung ist die Bodenfeuchte 0 Prozent. Bei 3V Spannung dann bei 50%, wobei dieser Wert das Maximum darstellt, den der Sensor sinnvollerweise messen kann - ist ja auch kein Swimmingpool-Sensor. Entsprechend werden dann die Korrekturwerte des Sensors in Loxone gesetzt, sodass die Skalierung linear erfolgt. Und schon lassen sich die Messwerte einsehen und auswerten. Hier die Entwicklung der Bodenfeuchtigkeit direkt nach dem Bewässern: SMT50 per DS2438-Chip an den 1-Wire-Bus bringen Eine gefühlte Ewigkeit habe ich dann nach einer einfachen Möglichkeit gesucht den Bodenfeuchtensor an den bestehenden 1-Wire-Bus anzuschließen, um eben mehr als nur einen Feuchtesensor an einer Leitung betreiben zu können. Erst wollte ich es über einen Arduino mit selbst gestrickter Software lösen, was mir dann aber doch zu aufwändig war. Außerdem braucht so ein Arduino schon etwas mehr Strom und ich wollte keine separate 5V Spannungsversorgung nutzen. Denn die 1-Wire-Extension von Loxone liefert die Spannung ja bereits von Haus aus mit - wenn auch nicht viel. Dann habe ich mir nochmal intensiver die unterstützten Geräte der Loxone-Extension angeschaut - Inbetriebnhame 1-Wire-Extension (exterener Link) - und bin am DS2438 (Affiliate-Link) hängen geblieben, welcher eigentlich ein "Smart Battery Monitor" ist. Praktischerweise lässt sich der analoge VAD-Eingang dazu nutzen ein 0-10V Signal in den 1-Wire-Bus einzuschleusen. Tada! Der SMT50 Feuchtesensor liefert zwar nur Werte zwischen 0-3V, aber das ist ja im Grunde völlig egal, da die Auflösegenauigkeit später im einstelligen Prozentbereich immer noch mehr als ausreichend ist. Zusammen mit einem 4,7k Ohm Pullup-Widerstand sieht die Schaltung dann wir folgt aus: Damit man alles verdrahten kann, muss der DS2438-Chip vorher noch auf eine passende Platine aufgelöstet werden. Eine fertige Lösung habe ich nicht gefunden, deshalb musste ich selbst Hand mit meiner Lötstation (Affiliate-Link) anlegen. Das benötigte Platinen-Layout nennt sich anscheinend SOP8 (hat aber wohl auch viele andere Namen) und ist mega günstig, z.B. im 50er Pack, für wenige Euro zu haben -> SODIAL(R) 50 Stueck SOP8 SSOP8 TSSOP8 SMD zu DIP8 Adapter 0.65/1.27 mm PCB Tafel (Affiliate-Link) Etwas unzureichend fand ich die Dokumentation hinsichtlich Ausrichtung des Chips auf der Platine, auch konnte ich keinerlei Bilder des fertigen Moduls finden. Habe es dann aber doch noch herausgefunden: Mit einer feinen Lötspitze war die Anbringung in wenigen Augenblicken inkl. der Pin-Header (Affiliate-Link) zur weiteren Befestigung der Jumperkabel (Affiliate-Link) auch schon erledigt. An die Loxone 1-Wire-Extension wurde das fertige Modul dann in Reihe zu den bestehenden knapp 20 Estrichsensoren angeschlossen und direkt in der Loxone Config als DS2438-Device erkannt. Wenn es doch immer so einfach gehen würde... Und so sieht es im Beta-Teststadium in einer spritzwasserfesten Installationsdose mit Wago Klemmverbindern (Affiliate-Link) nun aus: Mal sehen, ob sich Feuchtigkeit darin bildet. Falls ja, wird das Gehäuse direkt mit Alpa-Gel (Affiliate-Link) ausgefüllt. Aus meinem täglichen Leben Nachdem ich das Sensor-Richtig-Anschließen-Problem jetzt nach über zwei Jahren endlich lösen konnte, fehlt mir nur noch ein weiterer DS2438-Chip inkl. SOP8-Platine, um auch noch meinen zweiten SMT50-Feuchtesensor für den Rasenbereich anschließen zu können. Denn dieser schlummert auch schon seit letztem Frühjahr unter der Erdoberfläche. Leider ist die Lieferzeit der Komponenten aktuell etwas ungünstig und deshalb muss ich wohl noch einige Tage mehr warten, um das Projekt endlich abschließen zu können. Da nun aber ein ganzer Schwung Chips geordert ist, überlege ich sogar, ob es nicht sinnvoll ist noch ein oder zwei Feuchtesensoren an anderer Stelle im Garten zu platzieren. Die 1-Wire-Busleitung habe ich jedenfalls an allen zentralen Punkten verlegt, sodass eigentlich "nur" noch jeweils lokal ein kleines Loch für den Sensor selbst gegraben werden müsste. Wären die SMT50-Sensoren nur nicht so teuer... Apropos teuer: Ich bin mal gespannt, wieviel Wasser sich durch den Einsatz der Sensoren und einer passgenaueren Bewässerung einsparen lässt. Denn alleine für unsere 200qm große Rasenfläche geht bei einem "Sprengerdurchgang" von knapp 45 Minuten insgesamt knapp 3.000l Wasser drauf, was sich bei einem Kubikmeterpreis von mehreren Euro schnell summiert - denn selbst die 10.500l Zisterne hält im Sommer bei diesen Mengen und wenig Niederschlag nicht lange durch... Achso, wie ich mich der Problemstellung der vollautomatischen Bewässerungssteuerung angenähert habe und welche Erkenntnisse ich generell in Sachen Bewässerung in den letzten Jahren sammeln konnte, folgt in einem der kommenden Beiträge zum Themenbereich Operation Smart Garden. Dranbleiben lohnt sich also! ### Operation Solarcarport - Der erste Monat PV-Ertrag Und schon wieder ist der erste Monat ab Inbetriebnahme bzw. Freigabe durch die lokalen Stadtwerke ins Land gezogen. Grund genug die Leistungs- bzw. Ertragswerte einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie sich die PV-Anlage im Monat Juni ertragstechnisch schlug, wie gut die vorher geschätzte Energieertragsrechnung von SolarEdge gepasst hat und wieviel mehr Ertrag durch die Optimierer-Technik im Vergleich zu einer konventionellen Anlage generiert werden konnte, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Letzte Vorbereitungen vor der Inbetriebnahme Wenn man so eine Photovoltaik-Anlage selbst konzipiert und weitestgehend eigenständig konstruiert (alles Infos dazu hier), ist man natürlich gleich doppelt gespannt, wie sie sich schlägt bzw. ob sie überhaupt so funktioniert, wie sie soll. Nachdem die teiltransparenten PV-Panels endlich per SolarEdge P370 (Affiliate-Link) Leistungsoptimierern und knapp 30 Metern PV-Leitung 6mm (Affiliate-Link) am SolarEdge SE17k (Affiliate-Link) Wechselrichter hingen, konnten schließlich alle relevanten Einstellungen bequem per mySolarEdge-App im Menüpunkt "Wechselrichter Modus" festgelegt werden. Dabei wurde dann auch das SolarEdge Smartmeter gekoppelt, welches später noch interessant sein wird. Long story short: Alles hat direkt auf Anhieb geklappt, lediglich das ausstehende Firmwareupdate des Wechselrichters, welches über das Smartphone angestoßen werden musste, brach beim ersten Versuch mit einer Fehlermeldung ab. Aber halb so wild, denn beim zweiten Anlauf lief es dann ordnungsgemäß durch. Inbetriebnahme und erster Monat PV-Ertrag Als die Anlage vom Elektriker abgenommen und von den lokalen Stadtwerken "freigeschaltet" wurde (lediglich Zählerstände wurden notiert, da Zweirichtungszähler bereits installiert war), konnte es dann am 02.06. losgehen mit der Stromproduktion inkl. Eigenverbrauch (Haus, E-Auto) und Einspeisung der überschüssigen Leistung ins öffentliche Stromnetz. Wie sich erkennen lässt, lieferte die Anlage bereits am 01.06. Strom. Ein-Tag-Vorab-Testbetrieb also, um sicherzugehen, dass beim Freischalttermin einen Tag später alles ordnungsgemäß läuft. Wie ich es verstanden habe, dürfte man das vor Freigabe durch die Stadtwerke natürlich nicht. Rein technisch ist das aber notwendig, um vorab die korrekte Funktionsweise zu prüfen. Insbesondere, da mein Elektriker nicht selbst am Freischalttermin anwesend sein konnte, musste der Test vorher erfolgen. Mit den Stadtwerken war also abgesprochen, dass die bei der Zählerstandsnotierung dann ausgeschaltete PV-Anlage von mir durch Einschalten des RCD (FI-Schalter) zum Leben erweckt werden durfte. Denn das dürfen die Stadtwerke natürlich nicht - ist ja schließlich meine Anlage. Die bis zur Freischaltung eingespeiste Energie schenkt man dann quasi den Stadtwerken, da der Zählerstand des Einspeisezählers erst am Dienstag (Tag der offiziellen Inbetriebnahme) notiert wurde. Der zuständige Mitarbeiter der Stadtwerke war sichtlich überrascht, dass bereits mehrere Dutzend kWh produziert wurden. Aber am Vortag war es einfach brutal sonnig. Aber zurück zu den Ertragswerten von oben... Insgesamt wurden durch die PV-Anlage im Juni 1,23 MWh erzeugt, von denen knapp 26%, also 320 kWh als Eigenverbrauch genutzt werden konnten. Bei einem Nettostrompreis von derzeitig knapp 25Ct/kWh macht das eine Einsparung in Höhe von 80 Euro. Die übrigen 910 kWh wurden mit einer Vergütung von 9,2Ct/kWh ins Netz eingespeist, was nochmal etwas mehr als 80 Euro entspricht. In Summe also ein Ertrag in Höhe von 160 Euro -> Whoop whoop! Unter Bezugnahme der PV-Ertragsvorschau ergibt das ganz grob hochgerechnet aufs Jahr knapp 1.070 Euro. Da u.A. der prozentuale Eigenverbrauchsanteil im Jahresverlauf aber vermutlich stark variiert, erhöht sich der Wert vermutlich noch. Auch werde ich sehen, wieviel PV-Strom ins E-Auto wandern wird - gerade das wäre dann ein gewaltiger Hebel. Um wieviel sich die Werte im Jahresverlauf dann verändern, wird man dann sehen. Und ganz so einfach ist die Rechnung natürlich auch nicht, da für den Eigenverbrauch noch Umsatzsteuer in fiktiver Höhe des bezogenen Strompreises gezahlt werden muss. Pro kWh selbst produziertem und selbst genutztem PV-Strom muss also knapp 5Ct gezahlt werden. Frech, oder? Naja, da bin ich mir noch nicht wirklich schlüssig. Ich muss diese Abgabe ja nur leisten, da ich die PV-Anlage nicht als Kleingewerbe, sondern als normales Gewerbe angemeldet habe. Und dadurch bekomme ich auch die Umsatzsteuer der für den Betrieb notwendigen Kostenbestandteile (PV-Panels, Halterungen, Wechselrichter, Kabel, Eletriker) wieder erstattet. Eine genaue Kostenaufstellung steht noch aus, aber nehmen wir mal an, dass ca. 2.000 Euro USt erstattet werden. Damit könnte ich dann 40MWh Eigenverbrauch kostenneutral nutzen. Bei sechs Jahren Nutzung mit "normalem Gewerbe" (Details siehe unten) wären das dann 6,6 MWh/Jahr, wobei voraussichtlich lediglich 2,6 MWh/Jahr Eigenverbrauch anfallen werden. In Summe also vorteilhaft für mich. Bei Anlagen bis 10kWp, zu denen meine mit 9,15kWp ja zählt, kann man dann nach fünf bzw. sechs Jahren in die sogenannte Kleinunternehmer-Regelung wechseln, wodurch ab diesem Zeitpunkt dann keine Umsatzsteuer mehr für den selbst genutzten PV-Strom gezahlt werden muss. Eigentlich kann man das schon nach fünf Jahren machen, in der Praxis empfiehlt es sich aber wohl noch ein Jahr länger zu warten, da dann eine Frist abläuft, welche es dem Finanzamt (zumindest theoretisch) erlaubt, die beim Erwerb erstattete Umsatzsteuer wieder zurückzufordern. Ich liebe unser so transparentes Steuersystem... 😘 So oder so lassen sich die oben erwähnten Kosten der Anlage (inkl. laufender Kosten wie bspw. Versicherung oder etwaiger Wartung) über den Zeitraum von 20 Jahren abschreiben, wodurch die Einkommenssteuerlast sinkt. Sobald ich das mal alles durchgerechnet habe, gibt es dazu belastbare Daten. Bis dahin kann ich nur sagen, dass mich die oben angesprochenen 5Ct schon etwas nerven, man aber eben viele entstandenen Kosten gegenrechnen kann, sodass dieser negative Aspekt nicht wirklich ins Gewicht fallen. Insgesamt ist es natürlich schon besoffen, dass man quasi für eine höhere Eigenverbrauchsnutzung bestraft wird. Kein wirklich sinnvoller Anreiz, lässt sich aber leider auch nicht ändern... Realer VS vorab berechneter PV-Ertrag Spannend ist natürlich auch noch, was die PV-Ertragsvorschau im Vergleich dazu ausgespuckt hat. Berechnet waren für Juni 1.209 kWh, real waren es 1.230 kWh - also ein knappes Plus von 2%. Wow, Punktlandung und Respekt an die SolarEdge-Logik, welche ja selbst die teilweise Verschattung des Wohnhauses aus der 3D-Skizze mit einberechnet hatte. Mal sehen, wie sich die Werte in den nächsten Jahren verhalten, da man ja wohl von einer Modul-Degradation von ca. 0,5%/Jahr ausgehen kann. Jedenfalls scheint erstmal alles so zu laufen, wie erwartet, was schon mal sehr beruhigend ist. Insbesondere, wenn man so eine Anlage zum ersten Mal installiert. SolarEdge Leistungsoptimierer 4-the-win Da bereits beim letzten Blogpost die Frage zur Sinnhaftigkeit der Leistungsoptimierer aufkam, hier schon mal etwas mehr Klarheit - wenn auch nicht abschließend. In der SolarEdge-Monitoring-Plattform lässt sich die Modulauslastung im Menüpunkt "Auslegung" recht easy auswerten. Bis dato (etwas mehr als ein Monat nach Inbetriebnahme) erzeugte die Anlage laut Auswertung in Summe 1.566 kWh, was auf Modulebene im Mittel ca. 52 kWh entspricht. Vergleicht man das nun mit dem "schlechtesten" Modul unten links, welches am meisten vom Hausdach verschattet wird und in der Zeit nur 39,04 kWh produziert hat, ergibt sich eine Differenz von fetten 25%. Die Leistungsoptimierer haben also in meinem Fall für einen Mehrertrag in Höhe von ca. 1/4 gesorgt. Natürlich nur grob gerundet, da sich u.A. schon die Verschattungssituation über die Monate durch den unterschiedlichen Sonnenstand maßgeblich ändert. Und wenn im Winter mehr Module im Vergleich zum Sommer verschattet werden, müsste der Zugewinn durch die Optimierer eigentlich geschmälert werden. Lirum larum, wir werden sehen bzw. ich werde berichten. Auf den ersten Blick jedoch ein bombastischer Mehrertrag. Aus meinem täglichen Leben Erstmal bin ich jedenfalls froh, dass alles so funktioniert, wie es ursprünglich geplant war. Aktuell bin ich noch damit beschäftigt, den Schuppen beim Carport zu schließen und alle Details fertigzustellen, u.A. auch die PV-Kabel und Leistungsoptimierer zu verstecken. Zu diesem Zweck muss ich insgesamt 24 "Holzboxen" bauen, was ganz schön Zeit kostet. Aber das Ergebnis lohnt sich, oder? Zu diesem Zweck unerlässlich ist natürlich meine gute alte Bosch Paneelsäge (Affiliate-Link), die - wie ich finde - in keinem Handwerkerhaushalt fehlen darf. Geplant sind übrigens pro Box noch eins bis zwei nach unten gerichtete LED-Spots. Dazu muss ich aber erstmal passende 24V-Spots finden, welche mit meinem DMX4All-Treibern bei einer hohen PWM-Frequenz zurechtkommen. Detailprobleme eben, die noch gelöst werden müssen. Insgesamt werde ich also noch einige Zeit brauchen, bis wirklich alles fertig ist. Einige intereressante Gimmicks wird der Carport übrigens auch noch erhalten, seid gespannt... Achso und die erste Abgabe der monatlich fälligen USt-Voranmeldung steht jetzt mit Zuteilung der Steuernummer für die PV-Anlage auch an. Wer hier einen Softwaretipp hat, darf sich gerne per Kommentar melden. Alle anderen natürlich auch, sofern Fragen offengeblieben sind. ### Operation Solarcarport - Eigenbau mit PV-Technik von SolarEdge Seitdem ich denken kann, begeistert mich die Nutzung von Sonnenenergie zur Stromerzeugung enorm. Einmal installiert, erntet eine PV-Anlage unaufhaltsam und über mehrere Jahrzehnte sauberen Sonnenstrom. Diese Energie kann dann im Haus selbst verbraucht, in einem Akku gespeichert und verbleibender Überschuss ins Stromnetz gespeist werden. Und nun war es endlich soweit: Ich habe ein Solarcarport mit 9,15kWp errichtet! In diesem und nachfolgenden Artikeln möchte ich einige Einblicke vermitteln, was mir aus technischer Sicht bei der Planung und Umsetzung besonders wichtig war, wie ich die Energie sinnvoll nutzen möchte (u.A. überschussoptimierte Akkuladung unseres E-Fahrzeugs) und welche Ausbaumöglichkeiten bestehen. Solarcarport vom Anbieter kaufen? Im Grunde habe ich mich mit dieser Frage bereits seit über drei Jahren mehr oder weniger intensiv beschäftigt. Seitdem wohnen wir nämlich schon im Eigenheim und nach diversen anderen Bauprojekten (u.A. "Smart Garden" inkl. automatischer Bewässerung und Rasenmähroboter - dazu gibt es auch noch mind. einen eigenständigen Artikel) stand nun auch dieses Thema auf der fast abgearbeiteten Liste. Auch wenn wir derzeitig nur ein Auto fahren, wollten wir dennoch ein Doppelcarport bauen inkl. Schuppen, um Flexibilität zu gewinnen - überdachten Abstellplatz kann man ja quasi nie genug haben - vorallem dann, wenn man sich gegen einen Keller entschieden hat. Das Dach sollte übrigens aus teiltransprenten PV-Modulen bestehen, also quasi Überdachung und PV-Anlage in einem. Das ist viel praktischer und sieht zudem ein gutes Stück schicker aus als aufgeständerte PV-Panels... Wenn man nach dem Thema Solarcarport googelt, findet man mehrere Anbieter, die sowas anbieten. Wir haben uns also ein individuelles Angebot machen lassen, welches jedoch aus diversen Gründen unpassend war: Der Preis war mit über 30k Euro einfach viel zu hoch. Die teiltransparenten PV-Panels sollten nur knapp 6kWp liefern und wären "konventionell" ohne Leistungsoptimierer installiert worden (Details dazu weiter unten). Es wurde nur ein Wechselrichter angeboten und ich hätte mich ohnehin selbst um das für mich passende Modell (Thema Loxone-Integration) kümmern müssen. Extras, wie Einfräßungen für LED-Profile sind im Standard nicht vorgesehen und wären wohl schlussendlich nicht realisierbar gewesen. Die Regenrinne hätte ich trotz Komplettangebot selbst ans Abwasserrohr anschließen müssen. Solarcarport doch besser selbst bauen? Also blieb - wie so oft - nur die Selbstumsetzung übrig. Ein Doppelcarport mit knapp 50qm Grundfläche wurde dabei schon damals beim Bauantrag des Hauses genehmigt, Punkt- und Schwerlastfundamente zwecks Ausgleichen des Höhenunterschieds ebenfalls bereits gesetzt. Also ran an den Zollstock, das Gelände vermessen und dann ans CAD-Programm - in meinem Fall die Freeware Sweet Home 3D, mit welchem ich damals schon unser Haus virtualisiert habe. Hier erstmal in einer Version ohne seitliche Verlattung. Und hier nochmal ein etwas älterer Planungsstand, dafür aber mit Verlattung und Pflastersteinen. UPDATE VOM 18.01.2022: Da es jetzt bereits mehrfach die Bitte gab, das CAD-File zur Verfügung zu stellen, möchte ich dem Wunsch nun - wenn auch etwas verspätet - nachkommen: Carport CAD (7432 Downloads ) Im Wesentlichen ging es dann natürlich darum zu ermitteln, welche Komponenten überhaupt eingesetzt werden sollen und was das Ganze dann in Summe kostet. Hier eine grobe Aufstellung: Grundkonstruktion - gesamt 4.200 EuroBalken Leimholz Fichte Sichtqualität BSH GL24C SI - 2.000 EuroVerblendung Glattkantbretter Fichte - 700 Euro Pfostenträger (teilweise höhenverstellbar) - 200 Euro Holzverbinder (Pitzl HVP-Verbinder) - 500 Euro Schrauben - 300 Euro Remmers Holzschutzgrund (Affiliate-Link), Isoliergrund (Affiliate-Link) und Deckfarbe weiss (Affiliate-Link) - 500 Euro Dach - gesamt 7.300 Euro PV-Module Glas-Glas mit 10% Teiltransparenz Rixin 305W 30 Stk. - 4.600 Euro (bezogen über den Webshop von emotion-e.com) Glashalterung inkl. Ortgangblech und Schrauben von easyprofile.de - 2.500 Euro Regenrinne dachrinnen-shop.de - 200 Euro Elektrik - gesamt 4.500 Euo Wechselrichter SolarEdge SE17k (Affiliate-Link) - 1.500 Euro 30x Leistungsoptimierer SolarEdge P370 (Affiliate-Link) - 1.500 Euro Smartmeter SolarEdge SE-MTR-3Y-400V-A inkl. drei Stromsensoren SE-ACT-0750-50 (Affiliate-Link) - 300 Euro PV-Leitung 6mm (Affiliate-Link) 100m, MC4 Solarstecker (Affiliate-Link), etc - 200 Euro 2x Hager Kleinverteiler (Affiliate-Link) - 100 Euro DC-Überspannungsschutz DEHNguard 950530 - 100 Euro AC-Überspannungsschutz SP801Z (Affiliate-Link) - bereits vorhanden FI-Schutzschalter Hager CFA463D 63A 100mA Typ A, Hager Leitungsschutzschalter MBS332 Typ B - 100 Euro Anschlussleitung 5adrig 10mm (Affiliate-Link), Zubehör - 100 Euro Elektromeister - 600 Euro In Summe also knapp 16k Euro und damit nur ca. die Hälfte vom Angebotspreis des Solarcarport-Anbieters. Wobei ein Teil der Elektro-Kosten (z.B. Schaltschrankkomponenten und Elektriker) beim "Komplettangebot" noch dazugekommen wären. Aber: Der Eigenbau bedeutet natürlich erstmal jede Menge Arbeit, bis endlich die erste Wattstunde Sonnenenergie geerntet werden kann. Aber soviel vorab: Es hat bisher wirklich Spaß gemacht. Hätte doch lieber Zimmermann werden sollen, da sieht man am Ende des Tages wenigstens, was man physisch geschafft hat. :) Hier einige Bilder von der Bauphase: Laut CAD-Planung erstmal die Maße ermitteln... ... und das bestellte Holz zuschneiden. Genutzt habe ich dafür meine gute "alte" Bosch Paneelsäge (Affiliate-Link), die mich bereits den gesamten Hausbau begleitet hat. Dann Einfräsungen für die Holzverbinder mit der Bosch Oberfräse (Affiliate-Link) einarbeiten. Einfräsungen für die LED-Profile dürfen natürlich auch nicht fehlen. Erstmal alles schön sortieren und kontrollieren, damit keine Teile fehlen... Und dann alle Balken streichen. Erst zweimal Schutzgrund, dann zweimal Isoliergrund und schließlich einmal Deckfarbe. Sehr zeitaufwändig, insbesondere weil man Trocknungszeiten beachen muss. Hier der aktuelle Zwischenstand, schon mit funktionierendem PV-Dach. Die PV-Leistung hat damit sogar rechnerisch 9,15kWp und die mir notwendig erscheinende Leistungsoptimierer-Technik ist beim Selbstbau-Projekt auch schon mit drin. Aber was hat es jetzt damit wieder zu tun? Teilverschattung ist der Tod jeder PV-Anlage - normalerweise Die einzelen PV-Module, welche eine ungefähre Größe von 170x100 cm aufweisen, werden in Reihe geschaltet und mit dem Wechselrichter verbunden. Die Anschlusspunkte der Panels sind in nachfolgender Skizze durch rote Vierecke symbolisiert. Jedes PV-Modul liefert dabei vereinfacht gesagt eine Gleichspannung von ca. 30 Volt, welche sich entsprechend durch die Zahl der in Reihe geschalteten PV-Module erhöht. Bei 30 Modulen kommt dann also ca. 900 Volt beim Wechselrichter an. Je nach Sonneneinstrahlung variiert die Stromstärke, welches ein PV-Modul generiert. Bei guter Sonneneinstrahlung und - sagen wir einmal - 300 Watt-Leistung sind das dann 10A pro Modul. In diesem Fall bekommt der Wechselrichter also 10A bei 900V, welche er dann in Wechselspannung umwandeln kann. Den Wirkungsgrad kleiner 1 mal außen vor, sind das dann etwas 9.000W bzw. 9kW. Soweit zur Theorie. Denn in der Praxis kämpft eine PV-Anlage ständig mit sich ändernden Lichtbedingungen. Das Schlimmste ist dabei die sogenannte Teilverschattung. Wird ein PV-Modul nicht gleichmäßig von der Sonne "beleuchtet", kann es dies durch Bypass-Dioden noch etwas ausgleichen. Also wenn bspw. nur ein kleiner Bereich verschattet ist, sinkt die Gesamtleistung des Panels auf 3/4 (bei vier Bypass-Dioden). Hört sich ja erstmal nicht so schlimm an... Der große Haken ist aber, dass alle PV-Panels - wie oben beschrieben - in Reihe hängen und das aktuell "schwächste" PV-Panel die Leistung ALLER PV-Panels auf sein Niveau herunterzieht. Ist bspw. nur ein Panel durch einen Schornstein verschattet und liefert - sagen wir einmal - 100W, sind alle anderen 29 Panels ebenfalls auf 100W limitiert, obwohl diese gerade durch eine super Sonneneisntrahlung jeweils 300W produzieren könnten. In Summe kommen also nicht 8.9kW an, sondern nur noch 3kW. Eine Reduzierung um knapp 2/3. Es könnte natürlich auch sein, dass nicht alle Panels von Werk aus die gleiche Leistung haben und dann drückt das schwächste Panel dauerhaft die Leistung aller Module. Oder ein Modul ist verschmutzt, oder oder oder. Um dies mit konventionellen Mitteln zu kompensieren und u.A. auch Anlagen mit mehr als einer Ausrichtung zu ermöglichen, besitzen Wechselrichter meist Anschlüsse für zwei unabhängige Stränge. So hängen nicht mehr alle Panels in einer Reihe, sondern werden eben in zwei separete Reihen aufgesplittet. Dabei muss man aber auch den DC-Spannungsbereich eines Strangs beachten, den der Wechselrichter vorgibt. Schrecklich, oder? Leistungsoptimierer 4-the-win! Die eben beschriebenen Nachteile einer Teilverschattung, wie auch ich sie über den Tagesverlauf durch mein Hausdach und einen Baum vom Nachbarn je nach Jahreszeit auf einem oder mehreren Panels hinnehmen müsste, lassen sich aber glücklicherweise minimieren. Die Lösung liefert SolarEdge mit sogenannten "Leistungsoptimierern", die in unserem Carport aktuell noch relativ hässlich unterhalb jedes PV-Panels baumeln (die kleinen schwarz-silbernen Kästchen), im fertiggestellten Zustand aber durch eine Leiste versteckt werden. Je nach Systemauslegung wird entweder jedes Modul bzw. werden immer zwei in Reihe geschaltete PV-Module an einen solchen Optmierer angeschlossen, welche wiederum in Reihe geschaltet und an einem für die Leistung ausgelegten Wechselrichter von SolarEdge angeklemmt werden. Die Optimierer ermitteln dabei die optimale Systemspannung über alle PV-Module hinweg und leiten - einfach gesagt - die aktuelle Leistung jedes einzelnen PV-Moduls verlustfrei an den Wechelrichter durch. Dieser hängt - zusammen mit den notwendigen Sicherungen und dem DC-Überspannungsschutz - jetzt an der einzigen bis dahin noch freien Wand im Technikraum. Das SolarEdge-System hat aber noch weitere technische Vorteile. Während der Installation gibt jeder Optimierer, welcher am PV-Panel angeschlossen ist (die Sonne muss natürlich scheinen), lediglich eine Prüfspannung von einem Volt aus. So lässt sich bei 30 in Reihe geschalteten Optimierern schnell prüfen, ob auch 30V am Ende der Leitung ankommen. Dann passt alles. Und eine Gefahr von Stromschlag ist ebenfalls ausgeschlossen, da die Optimierer erst die volle Leistung abgeben, wenn sie die Datenkommunikation mit dem Wechselrichter aufbauen können, an welchen sie angelernt wurden. Datenkommunikation? Richtig gelesen. Jeder Optimierer "spricht" mit dem Wechselrichter über das normale PV-Stromkabel, identifiziert sich mit seiner eigenen ID und übermittelt zudem seine aktuellen Leistungswerte, welche in der Monitoringplattform von SolarEdge angezeigt werden. Das geht sogar so weit, dass man sich den Leistungsverlauf der gesamten Anlage bspw. über den Tagesverlauf ansehen kann. So sieht man sofort, wenn etwas nicht stimmt und bspw. ein Panel verdreckt ist. Hier erkennt man bspw. ganz schön, wie die zwei Panels links unten vom Hausdach verschattet werden. Und auch sonst finde ich die Monitoringplattforn von SolarEdge wirklich gelungen - hier die Daten eines einigermaßen bewölkten Tags: Die Verbrauchs- und Eigenverbrauchs-Kurve wird übrigens erst dann angezeigt, wenn das Smartmeter von SolarEdge installiert ist. Es wird mit Stromklemmen an L1, L2 und L3 direkt nach dem Stromzähler der Stadtwerke angeklemmt und misst die aktuelle Einspeisung bzw. den aktuellen Bezug mit über 99%iger Genauigkeit. Da ich die Verbrauchsstände meines Hausstromzählers bereits seit Langem per IR-Lesekopf auslese (Blogpost) und in Loxone vorhalte, werde ich demnächst mal diese Werte mit dem des SolarEdge Smartmeters vergleichen. Mal sehen, wie gut das passt. Apropos Loxone... Alle relevanten Verbrauchswerte lassen sich vom SolarEdge-Wechselrichter über diverse Schnittstellen abholen und weiterverarbeiten. Aktuell nutze ich dazu die Modbus TCP-Schnittstelle, welche direkt vom Loxone Miniserver verarbeitet werden kann (es gibt sogar eine entsprechende Vorlage dafür). Weitere Infos dazu im LoxWiki im Thread SolarEdge Wechselrichter. Hier habe ich gerade auch selbst eine Frage gestellt, da ich die Einbindung über Modus RTU einfach nicht hinbekomme. Evtl. kann ja ein Leser einen hilfreichen Tipp geben, der es schon hinbekommen hat. Ich würde mich freuen. Und so sieht die Strompoduktionskurve dann in der Loxone-App aus. Aus meinem täglichen Leben Vor mehr als 30 Jahren habe ich mir als Kind nichts mehr als eine Solararmbanduhr gewünscht, welche ich damals zufällig im Quelle-Katalog gefunden habe. Als ich sie dann zum Geburtstag bekam, trug ich sie viele Jahre und freute mich gefühlt jeden Tag darüber, dass sie lediglich von der einfallenden Sonnenkraft angetrieben wurde - und nicht von einer Einmalbatterie. Und genau so fühlte ich mich vor einigen Tagen auch, als unser E-Auto ausschließlich durch Überschussstrom der PV-Anlage geladen wurde. Für mich einfach immer noch unbegreiflich, dass das technisch funktioniert. Aber zurück zum PV-Carport. Bisher habe ich es nicht bereut auf SolarEdge zu setzen. Das Ergebnis spricht für sich und bereits die Planung war einfach ein Traum. Insbesondere der "SolarEdge Designer" hat mich total geflasht, da er eine Vorhersage der zu erwartenden Ertragswerte auf Basis einer Vielzahl von Variablen - inkl. in 3D berechneter Verschattung - ausspuckt. Wie man sieht, habe ich mit dem Wechselrichter noch etwas Luft nach oben. Vielleicht wird das Hausdach auch noch mit PV-Modulen vollgestopft, mal abwarten. Die Monate Nov, Dez und Jan sind PV-ertragstechnisch natürlich alles andere als optimal. Und es gibts sogar noch eine detaillierte Auflistung der zu erwartenden Leistungsverluste. Zu jedem hier kurz vorgestellten Themenbereich könnte ich noch stundenlang quatschen, aber jetzt muss das Carport erstmal fertiggestellt werden. Wer einzelne Details wissen möchte, kann aber wie immer gerne einen Kommentar hinterlassen. Update vom 09.07.2020: Hier reiche ich noch ein Bild der Glashalterung nach, welches sich Robert gewünscht hat. Und hier noch die Detailskizze von easywintergarten.de. Update vom 03.03.2022: Und hier noch zwei Bilder des Ortgangblechs, die sich Michael gewünscht hatte: ### Loxone Miniserver v2 - Mein Smart Home nach dem Update Nachdem ich den Hardware- und nach längerem Prozedere schließlich auch den Softwareumzug meines Loxone-Systems (externer Link) erfolgreich abschließen konnte, möchte ich heute einmal berichten, wie das Update verlief und was sich im Hinblick auf den täglichen Umgang mit meinem Smart Home alles geändert hat. Ob es den Aufwand insgesamt wert war, erfahrt ihr im nachfolgenden Blogpost. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Erste Probleme beim Übertragen der Config-Datei Praktischerweise bietet die Loxone Config die Option zum "Miniserver Tausch" an, welcher dann sinnvoll ist, wenn ein Miniserver der ersten Generation durch einen Miniserver v2 ersetzt werden soll. Welche grundsätzlichen Veränderungen - Verbesserungen wie auch Verschlechterungen - der Nutzer dabei in Kauf nehmen muss, hatte ich bereits vor einigen Monaten im Artikel Loxone Miniserver v2 – Lohnt sich ein Update? beschrieben. Ich gehe mal davon aus, dass der Umzug mithilfe des geführten Updateprozesses mit einem "normal" großen Projektumfang reibungslos abläuft. Aber nun zu meinem Leidensweg... Miniserver v1 hat zu wenig Arbeitsspeicher In meinem Fall gab es bereits an dieser Stelle erste Probleme. Mein Miniserver v1 war zum Umzugszeitpunkt bereits am absoluten Anschlag, was die Hardwareauslastung angeht. Entsprechend bescheinigte die Anzeige rechts vom Miniserver auch eine Auslastung von 100%. Ich gehe aber davon aus, dass der tatsächliche Wert sogar noch ein gutes Stück höher war, da ich in der Zwischenzeit noch einen Haufen an Logiken implementiert habe, aber bei 100% ist anzeigentechnisch einfach Schluss. Diese beinahe Überlastung äußerte sich nicht zuletzt damit, dass ein Systemneustart gut und gerne einmal drei Minuten dauerte. Oftmals verschluckte sich der Miniserver sogar beim Einspielen einer überarbeiteten Loxone-Config-Datei und lud beim Neustart nach einer Weile nur noch eine Recovery-Datei. Mein Workflow sah dann immer so aus, dass ich den Miniserver erstmal manuell per App neugestartet habe, um kurz darauf meine Änderung einzuspielen. Denn damit wurde anscheinend temporär etwas Arbeitsspeicher frei und das Einspielen von Änderungen funktionierte dann eigentlich zuverlässig. CPU-Last anzeigen lassen Die CPU-Last, welche übrigens mit einem "virtuellen HTTP Eingang" und der URL http://user:passwort@localhost/dev/sys/cpu mit dem darunterliegenden "virtuellen HTTP Eingang Befehl" value="\v angezeigt werden kann, schwankte bei mir mit dem Miniserver der ersten Generation immer zwischen 80 und 100%. Schon allein deswegen wurde es dringend Zeit für ein leistungsfähigeres System... Aber dazu später mehr. Howto-Schritte für einen erfolgreichen Umzug Aber zurück zum eigentlich Umzugsprozess. Dieser schlug leider mehrfach fehl und als er einmal durchlief, startete sich der Miniserver danach laufend neu. Was schließlich funktinioniert hat, war folgendes Vorgehen (Hier der obligatorische Hinweis: Schaltschrankarbeiten nur von Fachpersonal durchführen lassen!): Alle Extensions vom Miniserver v1 abstecken, damit er später nach dem erfolgreichen Update keine Aktualisierungen der Extensions durchführen kann, da dies unnötig Systemressourcen verschlingt Miniserver v1 neu starten, um Arbeitsspeicher freizumachen Update auf aktuellste Softwareversion (war im Dezember 2020 die Version 10.3.11.27) auf Miniserver v1 durchführen und hoffen, dass dies nicht aufgrund der Fehlermeldung "Der Miniserver hat zu wenig freien Arbeitsspeicher, um das Update laden zu können." abbricht. Schnell eine Sicherung über die Funktion "SD-Karte verwalten" anfertigen und hoffen, dass der Miniserver v1 in der Zwischenzeit nicht aufgrund von Überlastung neustartet Miniserver v1 gegen Miniserver v2 im Schaltschrank tauschen Die Funktion "Miniserver ersetzen" auswählen und die eben angefertigte Sicherung verwenden Alle Extensions wieder an den Miniserver v2 anschließen, welche dann ein Update erhalten Den Miniserver v2 habe ich dann als "Gateway" definiert und den Miniserver v1 als "Client", damit er die Anbindung der KNX-Komponenten erledigen konnte. Zumindest erstmal temporär... Bei der Einrichtung bin ich direkt auf zwei Probleme gestoßen, die mich fast wahnsinnig gemacht haben. KNX-Adressen werden nicht korrekt übernommen Zwar konnte ich die im Zuge des Softwareumzugs übertragenen KNX-Sensoren und -Aktoren vom virtuellen KNX-Gateway auf den Miniserver v1 mit "Ausschneiden" und "Einfügen" zurück umziehen, jedoch wurden die hinterlegten KNX-Gruppenadressen nicht durchgehend korrekt übernommen. Des Rätsels Lösung war schlussendlich, dass vorher alle unterschiedlichen KNX-Sensor- und KNX-Aktor-Typen auf den Auslieferungszustand zurückgesetzt werden mussten. Also Rechtsklick auf die KNX-Elemente und "Auslieferungsstand für diesen Objekttyp wiederherstellen" auswählen. Darauf bin ich erst nach einer Weile und nur durch Zufall gekommen und nichtmal der Loxone Support konnte mir hier weiterhelfen, da sie das Problem nicht nachvollziehen konnten. Konnten sie ja auch nicht, da es an meiner lokalen Installation lag. Ein echt dämlicher Bug, der hoffentlich in der nächsten Softwareversion behoben sein wird. Sensor liefert keine Werte Das zweite Problem hatte auch - aber nicht ausschließlich mit KNX-Sensoren - zu tun. Denn die neue Software reagiert neu bei bestimmten Timeouts und nach einer gewissen Zeit infolge eines Systemneustart tauchten immer wieder aberdutzende Fehlermeldungen in der Loxone Visualisierung auf, welche besagten: Sensor xy "liefert keine Werte". Diese Timeout-Warnung hätte mich jetzt erstmal nicht gestört, nur gestaltete sich das Problem so, dass auch neu eingehende Sensorwerte vom System nicht mehr verarbeitet wurden, sofern dieses Sensorelement vorher in diesen Timeout gelaufen war. Die Lösung war dann zum Glück mithilfe des Loxone-Service schnell gefunden. Ich musste der Reihe nach alle betroffenen digitalen Sensoren temporär auf analog umstellen, um den dann eingeblendeten Wert "Zeitüberschreitung Empfang" auf 0 ändern zu können. Konkret bedeutet dies in meinem Fall die temporäre Umstellung der KNX-Sensortypen "Schalten/Tasten EIS 1 (DPT1)" auf "Sensor/Analogwert EIS5 (DPT9)" und anschließend wieder zurück. Der Wert "Zeitüberschreitung Empfang" sollte ja im Grunde nur für analoge Sensoren relevant sein, da es auch nur hier eingeblendet ist, wird aber dennoch für digitale Sensoren verwendet, sofern er hinterlegt ist. Meiner Meinung nach macht das so keinen Sinn, aber wenn man diesen bei digitalen Sensoren nicht angezeigten Wert schon softwareseitig nutzt, sollte das System zumindest neu eingehende Signale nach einem solchen Timeout verarbeiten können und nicht einfach ignorieren. Ich hoffe schwer, dass mein Loxone-Ticket eine Überarbeitung der Logik im nächsten Update bewirkt. Denn dieses Verhalten ist aus Anwendersicht absolut nicht nachvollziehbar. Fehler beseitigt, puh! Als diese Probleme überwunden waren, lief das System endlich perfekt. Zwischenzeitlich dachte ich ernsthaft, dass ich auf dem Weg aufgeben muss oder dass sich eine Problemlösung wenigstens noch eine ganze Weile hinzieht, zumal ich bis dorthin schon etliche Stunden mit Trial-and-Error-Maßnahmen verbracht (oder besser verschwendet) hatte. Auch musste ich alles immer direkt an meinem Produktivsystem testen, um wirklich alle Fehler ausmerzen zu können. Und das kann man im Grunde nur machen, wenn man mal allein Zuhause ist und bestenfalls noch tagsüber, wenn man den Ausfall der Beleuchtung aufgrund der dauernden Neustarts verschmerzen kann. Aber wie dem auch sei, es hat dann ja doch noch geklappt und 99,9% aller Miniserver-Wechsler werden vermutlich auch nicht in die von mir beschriebenen Probleme laufen, zumindest nicht in alle der beschriebenen. Miniserver v2 als Gateway, Miniserver v1 als Client Da ich auf die Einbindung meiner KNX-Komponenten und auf einige analoge Ausgänge angewiesen bin, war erstmal klar, dass der Miniserver v1 als Client mit an den neuen Miniserver v2 rangehängt wird. Technisch hat auch alles auf Anhieb so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt hatte. Langfristig wäre ich damit aber vermutlich dennoch nicht glücklich geworden. Denn diese Lösung hat mindestens ein gravierendes Problem: Die Kommunikation zwischen den Miniservern läuft über deren LAN-Schnittstellen. Gewöhnlich hängen beide Miniserver also am Switch bzw. Router, welche auch mal geupdatet bzw. neugestartet werden müssen. Evtl. sollen sie auch nicht durchgehend eingeschaltet bleiben, was auch immer. Jedenfalls hatte ich schon nach einigen Tagen das Problem, dass Schaltbefehle zwar vom Loxone-System über die App entgegengenommen wurden (also vom Miniserver v2), die KNX-Aktorbefehle aber nicht ausgeführt wurden (also vom Miniserver v1), weil die Netzwerkverbindung gerade nicht zur Verfügung stand. Dazu kam ein Mini-Lag, also eine Art Schaltverzögerung, welche deutlich merkbar war. Aber gut, evtl. bin ich hier etwas zu empfindlich, wenn ich mal 0,1-0,2 Sekunden länger warten muss, bis ein Tastendruck eine Aktion auslöst. Aber für mich muss sich das System einfach "snappy" anfühlen und das tat es nicht mehr. Interessant fand ich zudem, dass die angezeigte Auslastung des Miniserver v2 beim Hinzuschalten des Gateway-Betriebs ca. 10-15% angestiegen ist. Die Kommunikation zwischen den Miniservern kostet also nicht unwesentlich Hardwareressourcen. Miniserver v1 tauschen gegen Extensions? Ich suchte also einen anderen Ansatz. Und ihr werdet es euch vermutlich denken können: Der Miniserver v1 musste erstmal testweise einer Loxone-Extension und einer KNX-Extension weichen. Die analogen Ausgänge der "normale" Extension benötige ich u.A. für die Ansteuerung meiner Lüftungsanlage per 0-10V. Und auch für die zusätzlichen digitalen Ein- und Ausgänge werde ich mittelfristig Verwendung finden. Das KNX-Gateway kann leider nur bis zu 500 Gruppenadressen verwalten und ich habe aktuell knapp 800 im Einsatz. Ich dachte erst, dass sich das System überlisten lässt, indem man dank des Tricks mit "Ausschneiden" und "Einfügen" auch mehr als 500 Elemente auf ein KNX-Gateway ziehen kann. Vermutlich ist dies aber softwaremäßig so beschnitten, dass KNX-Befehle dann nur noch im Schneckentempo bzw. verspätet oder teilweise auch gar nicht mehr verarbeitet werden. Aber gut, ich dachte mir, dass ich den Umstand zwei KNX-Extension einsetzen zu müssen, auch als Verbesserungsmöglichkeit nutzen kann, um mein KNX-Netz zu beschleunigen, indem ich meine bisher per Bereichskoppler verbundenen KNX-Linien trenne, sodass der Telegramm-Verkehr pro Linie sinkt. Zur Erläuterung: EG und OG/Netzwerkschrank besitzen in meiner Installation eine eigenständige KNX-Stromversorgung und sind damit eigenständige Linien. Also hängen die EG-Linie bzw. die OG/Netzwerkschrank-Linie ab sofort jeweils einzeln an einer separaten KNX-Extension. Was soll ich sagen? KNX-Befehle werden schneller denn je verarbeitet. Vorallem schnell getaktete Telegrammfolgen, wie bspw. die gleichzeitige Ansteuerung mehrerer Jalousien, sind ein absoluter Traum. Vor dem ganzen v2-Umzugsprojekt war ich zwar insgesamt zufrieden, man konnte aber einen leichten Zeitverzug zwischen den Rollomotoren bemerken. Das hat sich vorallem darin geäußert, dass die Jalousie-Lamellen beim gleichzeitigen zurückfahren in die Beschattungsposition nicht immer ganz parallel zueinander standen. Kein Beinbruch, aber jetzt ist es eben ein Unterschied wie Tag und Nacht. Alles reagiert instantly und absolut verzögerungsfrei. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Ob es jetzt ausschließlich an der Trennung der KNX-Linien liegt, oder ob die schiere Performance des Miniserver v2 maßgeblich dafür verantwortlich ist, kann ich nicht genau sagen, aber vermutlich spielen beide Parameteränderungen zusammen. Aus meinem täglichen Leben Hat sich das insgesamt wirklich kostspielige Update für mich gelohnt? Hell yes! Ich möchte einfach das Maximum an Performance aus dem System herauskitzeln und schon allein dafür war es mir den Aufwand wert. Systemstarts erfolgen jetzt innerhalb 17 Sekunden gegenüber vorher knapp 180 Sekunden. Auch ein Ausfall von Router oder Switch stellt kein Problem mehr dar. Der Miniserver läuft wieder "autark". Wenn man - wie ich - fast täglich an der Config herumschraubt, ist das ein bahnbrechender Unterschied. Zumal ich ja vorher auch immer noch einen manuellen Neustart vom Miniserver v1 vor dem Einspielen einer neuen Config machen musste, um wieder ausreichend Arbeitsspeicher freizubekommen. Der Geschwindigkeitsboost macht sich aber bpsw. auch bei der Smartphone-App bemerkbar. Das Öffnen der App ist stark beschleunigt und dauert nur noch einen Bruchteil der Zeit. Gefühlt weniger als eine Sekunde, bis alle Elemente geladen sind. Insbesondere das Öffnen von Statistiken geht rasend schnell. Wo ich vorher oft mehrere Sekunden warten musste, fällt die Wartezeit jetzt komplett weg. Denn nicht nur die CPU-Power wurde verbessert, sondern auch die Zugriffsgeschwindigkeit der SD-Karte. Und der enorm vergrößerte Arbeitsspeicher tut vermutlich sein Übriges. Ich möchte keinesfalls sagen, dass die Visu vorher langsam war, niemals. Der Unterschied ist jedoch enorm, aber seht selbst: https://www.youtube.com/watch?v=seCwMGxVHI4 Auch könnte ich mir vorstellen, dass die aktuelle Loxone-Software noch gar nicht 100%ig auf die neue Miniserver-Hardware hin optimiert ist, also könnte da künftig sogar noch mehr gehen. Wir werden sehen... Achso einen Funfact hab ich in diesem Kontext noch: Die CPU-Auslastung schwankt beim Miniserver v2 jetzt übrigens konstant zwischen 7-8% (beim alten 80-100%), obwohl ich mittlerweile noch mehr Logik und sogar einen PicoC-Baustein für die Steuerung meiner hue-Lampen eingefügt habe (hatte ich vorher aufgrund von Performance-Engpässen beim Miniserver v1 sicherheitshalber entfernt.) Mir ist natürlich auch bewusst, dass manche Anwender komplett anderer Meinung sind und niemals auch nur einen müden Euro für den neuen, hardwaremäßig teils beschnittenen Miniserver v2 oder die auch in meinen Augen zu hochpreisige und nichtmal zertifizierte KNX-Extension ausgeben würden. Dazu kann ich nur sagen: Ja, kann ich absolut nachvollziehen und Loxone zwingt niemanden dazu. Ich finde auch nicht alle Entscheidungen der Loxone-Geschäftsführung gut, für meinen Teil bin jedoch absolut mit dem Ergebnis zufrieden. Auch wenn der Weg dorthin länger und aufregender war, als ich es mir erhofft hatte. ### Loxone Howto - Ausfall von KNX-Sensoren erkennen Da ich schon einige Leserfragen dazu bekommen habe, möchte ich heute einmal kurz per Video-Howto zeigen, wie sich ein ausgefallener KNX-Sensor mit recht einfachen Mitteln visualisieren lässt. Diese Funktion gibt es leider im Loxone-Standard nicht und deshalb muss man sich eben selbst zu helfen wissen. Aus meiner Sicht eigentlich ein Must-Have-Feature für jeden, der in seinem Loxone-System auch KNX-Sensoren eingebunden hat. Was denkt ihr? Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) https://www.youtube.com/watch?v=EEib0L2K9bU YouTube-Direktlink ### Loxone Miniserver v2 - Lohnt sich ein Update? Nach knapp zehn Jahren bringt Loxone (externer Link) den von mir bereits lange erwarteten Nachfolger des Miniservers auf den Markt, welcher bereits in über 100k Smart Homes seinen Dienst verrichtet. Das mit dem Zusatz v2 gekennzeichnete Modell liefert durch die neue und 21x schnellere CPU nun endlich genug Power, um neben SSL auch umfangreiche Konfigurationen zu supporten, bei denen das Vorgängermodell in die Knie gezwungen wurde. Daneben bietet der Miniserver v2 jetzt nativen Tree-Support, jedoch keine integrierte KNX-Schnittstelle und analoge Outputs mehr, welche für viele "Nerds" - wie mich - für den laufenden Betrieb essentiell sind. Ob ich mich dennoch entschließe, dem neuen Modell trotz der weggefallenen Funktionen eine Chance zu geben und wie mein potenzielles, vermutlich aufwändiges Umzugsszenario aussehen würde, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Rockchip RK3328 Quadcore CPU 1,5 GHz A53 ARMv8 SoC Im Grunde der einzige driftige Grund für mich, weshalb ich vom weiterhin angebotenen "alten" Miniserver auf den neuen Miniserver v2 (Affiliate-Link) für 600+ Euro upgraden möchte, ist schlicht die erhöhte Rechenleistung - und hoffentlich ein größerer Arbeitsspeicher. Update vom 30.11.2019: Wie es aussieht, ist mit einem GB tatsächlich wesentlich mehr Arbeitsspeicher beim Miniserver v2 verbaut worden als beim Miniserver der ersten Generation. Danke Markus für den Tipp! Durch die CPU vom Typ Rockchip RK3328 (technische Details) steht nun bei ähnlichem Stromverbrauch des Gesamtsystems von 2-3 Watt (Product Datasheet) ein Vielfaches an Rechenpower zur Verfügung. Um genau zu sein, sind das vier Rechenkerne mit knapp 1,5 GHz Taktfrequenz, was im Vergleich zum Vorgänger mit Singlecore und 400 MHz schon Welten sind. Zumindest auf dem Papier. Ok ok, vermutlich lässt sich die damit verbundene Beschleunigungsrate aufgrund veränderter Rechnerarchitekturen und zuletzt der Softwareunterstützung nicht 1:1 hochskalieren, aber Loxone gibt zumindest offiziell eine 21-fache Leistungssteigerung an. Ob dem so ist, wird sich also bald zeigen. Wenn es realistisch nur der Faktor zwei oder drei ist, wäre ich bereits glücklich. Denn aktuell bescheinigt mir meine Loxone Config eine Systemauslastung von 100%. Und das schon seit einiger gefühlten Ewigkeit und ich baue mein System laufend an der ein oder anderen Stelle aus. Kann man nur hoffen, dass neben der erhöhten CPU-Leistung auch der zur Verfügung stehende Arbeitsspeicher aufgebohrt wurde... Desweiteren bietet der Chip hardwarebeschleunigtes H264- und H265-Videodecoding, welches künftig für die Integration von Webcams in die Benutzeroberfläche relevant werden könnte. Leider scheint der Prozessor hier jedoch keine Encoding-Funktionalität zu besitzen, was - eine angemessene Softwareintegration bzw. Videotranscodierungsengine vorausgesetzt - später einmal die notwendige Bandbreite beim mobilen Zugriff verringern hätte können. Aber mal sehen, vielleicht übersehe ich hier auch etwaige Möglichkeiten. Also um es nochmal auf den Punkt zu bringen: Wer auf SSL verzichten kann und wessen System nicht - wie meines - mit unzähligen Softwareerweiterungen zugeballert und zu 100% ausgelastet ist, wird sich ein Update auf den Miniserver v2 sparen können. Zumal die Loxone Config auch weiterhin den Miniserver der ersten Generation unterstützten werden muss. Schon alleine aufgrund der zehntausenden bestehenden Installationen. Nicht auszuschließen, dass irgendwann weitere v2-spezifische Funktionen dazukommen, die technisch vom alten Modell nicht untersützt werden können, aber dann kann man erneut über einen möglichen Tausch philosophieren. MicroSDHC-Speicherkarte 4thewin? Loxone hat den bestehenden Speicher per MicroSD-Karte beim Miniserver v2 beibehalten. Really? Warum nicht einen SSD-ähnlichen Flashspeicher, welcher eine viel höhere Anzahl an Schreibvorgängen unterstützt? Das kostet doch heutzutage nichts mehr. Da hilft es auch nicht wirklich, dass Loxone jetzt offiziell eine "Industrial"-zertifizierte Speicherkarte vom Typ Sandisk Industrial 8GB (Affiliate-Link) einsetzt, welche durch die höherwertigen Flash-Speicherbausteine besser ist als normale "Billig-SD-Karten". Aber gut, wenigstens warnt der Miniserver mittlerweilerweile, sobald die Karte verschlissen ist und getauscht werden sollte. Der Speichereinschub ist am Miniserver v2 jetzt übrigens von der linken Seite auf die Oberseite gewandert. Aus meiner Sicht genauso unpraktisch wie vorher auch. Wieso hat man hier nicht zehn Cent investiert und den Einschub auf die Vorderseite gebaut. Dann könnte man den SDHC-Stick auch tauschen, ohne die Abdeckung im Schaltschrank entfernen zu müssen. Aber vielleicht ist die Philosophie dahinter auch die, dass Loxone dadurch die Elektriker supporten möchte, welche für jeden Tausch bare Kohle verlangen können. Denn mal ehrlich, welcher Häuslebauer ohne tiefergehende technische Kenntnisse traut sich schon die Abdeckung im Schaltschrank zu entfernen? Und das aus gutem Grund... Weggefallene KNX-Schnittstelle Wie einleitend bereits erwähnt, hat sich Loxone dazu entschlossen, die im Miniserver bisher enthaltene KNX-Schnittstelle wegzulassen und stattdessen einen Tree Anschluss eingebaut, welcher bis zu 50 Geräte supportet. (Die Tree-Extension (Affiliate-Link) für schmale knapp 100 Euro bietet übrigens zwei Tree Anschlüsse für insg. 2x50 Geräte.) Dieser Schritt war (mir) eigentlich schon lange klar und jetzt ist es nun so weit. Loxone ist nun mal ein profitorientiertes Unternehmen und mit jeder der selbst entwickelten und eigens vertriebenen Tree-Komponente wird bares Geld verdient. Die vor Jahren einmal wachtumsbringende KNX-Unterstützung wird hingegen vermutlich zunehmend als notwendiges Übel betrachtet, wobei zumindest Technikgeeks - wie ich - auf diese Funktionalität angewiesen sind. Wer auf den Miniserver v2 wechselt und KNX weiterhin nutzen möchte, soll laut Loxone auf die KNX-Extension (Affiliate-Link) umsteigen, welche derzeitig mit knapp 600 Euro etwas heftig teuer ausfällt. Hinzu kommt, dass laut Anbieter lediglich "bis zu 500 KNX-Gruppenadressen" unterstützt werden. Und da ist eigentlich ein Witz, da viele etwas komplexere KNX-Komponenten einzeln schon Dutzende von Gruppenadressen besitzen können. Ich habe einmal nachgezählt und komme in meiner aktuellen Konfiguration auf knapp 450 KXN-Sensoren und nochmal knapp so viele KNX-Aktoren. Des weiteren ist der Preis für die KNX-Extension deshalb auch eine gute Spur zu hoch angesetzt, weil die softwareseitige Integrationstiefe für KNX-Komponenten in der Loxone Config schon etwas dürftig ausfällt. Ob es hier künftig eine gravierende Besserung geben wird, halte ich - aus oben genannten kommerziellen Überlegungen - leider für fast ausgeschlossen. Miniserver v2 als Gateway und Miniserver v1 als Client Laut Marketinginfo ist es aber immerhin möglich den Miniserver v2 und Miniserver v1 zusammen als Bundle zu bertreiben. "Ja. Allerdings muss der Miniserver der zweiten Generation als Gateway eingesetzt werden. Die Clients können Miniserver der ersten Generation sein." (Link). Dadurch können die Schnittstellen des alten Miniservers weiter genutzt werden. Somit ist es u.A. auch möglich die beim neuen Miniserver v2 weggefallenen vier analogen Outputs zu kompensieren, an denen bspw. meine kontrollierte Wohnraumlüftung hängt. Alternativ könnte man natürlich auch die neue AO-Extension (Affiliate-Link) für knapp unter 300 Euro besorgen. Aber... 300 Euro? Ernsthaft? Softwareumzug vom alten auf den neuen Miniserver Beim softwareseitigen Umzug vom alten auf den neuen Miniserver hat Loxone in der Config eine Übernahmemöglichkeit "Miniserver ersetzen" vorbereitet, um alle Daten automatisch umzuziehen. Standardmäßig wird die bestehende KNX-Sensorik und -Aktorik dann auf eine erstmal "virtuelle" KNX-Extension übertragen, welche nach der späteren Installation einsatzbereit sein soll. Da ich aber stattdessen meinen alten Miniserver zu diesem Zweck nutzen möchte, wird es spannend sein zu sehen, welche Hilfestellung Loxone hier anbietet. Ich denke spontan mal NICHTS. Denn das wird sicher nicht gewünscht sein, die KNX-Daten auf den im Vergleich zur neuen KNX-Extension sogar günstigeren Miniserver v1 zu übertragen, zumal hier - zumindest wüsste ich dazu nichts - keine mengenmäßige Begrenzung der KNX-Gruppenadressen existiert. Sollte ich jedenfalls alle KNX-Gruppenadressen beim später eingerichteten Client-Miniserver nochmals manuell eintragen müssen, bekomme ich die Motten. Evtl. wird man das auch irgendwie per interner Loxone-Config-XML-Datei hineinfrickeln können, darauf habe ich aber erstmal auch keine wirkliche Lust, da sich hier schnell Fehler einschleichen können, welche die komplette Konfiguration unbrauchbar machen. Aber vielleicht mach ich mir im Vorfeld zu viele Gedanken und alles funktioniert reibungslos. Nur leider glaube ich daran nicht wirklich... Aus meinem täglichen Leben Eigentlich freue ich mich ja, dass Loxone ein neues Modell des Miniservers auf den Markt gebracht hat, welcher auf den ersten Blick mit einer enorm gesteigerten Rechenleistung daherkommt. Dadurch wird meine brutal fette Konfiguration mit derzeitig 6.653 Objekten und einer Vielzahl selbstgebauter Logiken (welche u.A. auch im LoxKurs (Link) vorgestellt werden) mit Sicherheit profitieren können. Auch wird jetzt endlich SSL unterstützt, wodurch der von vielen genutzte Fernzugriff per Port-Forwarding endlich ein Stück sicherer wird. Meiner Meinung nach sollte man die Verbindung aber so oder so besser per VPN aufbauen, wie es bspw. auch im LoKurs (ja ich hör ja schon gleich auf mit der Eigenwerbung) erklärt wird. Einmal korrekt eingerichtet, wird die Verbindung automatisch per VPN-On-Demand aufgebaut (mehr Infos hier) und man hat aus Nutzersicht keinerlei Nachteile. Auf der anderen Seite ist es natürlich schade, dass die KNX-Schnittstelle weggefallen ist. Aber das war mir - wie bereits gesagt - eigentlich mehr als klar. Hier hänge ich "einfach" meinen alten Miniserver als Client mit ran und kann damit die KNX-Verbindung herstellen und nebenher noch die beim Miniserver v2 weggefallenen vier analogen Outputs kompensieren. Eigentlich können alle digitalen und analogen In- und Ouputs am alten Miniserver wie bisher genutzt werden, hier muss ich lediglich die Einhängepunkte in der Loxone Config anpassen. Somit bekomme ich mit dem neuen Miniserver sogar noch acht neue digitale Inputs, 4 analoge Inputs und 8 Relais (mit max. 10A), für welche ich sicherlich Verwendung finden werde. Insgesamt wird sich also bald herausstellen, wie einfach sich mein Umzug gestalten wird, da Loxone das von mir gewählte Umzugsszenario mit großer Sicherheit nicht per Umzugs-Wizard supporten wird. Das bedeutet, dass die KNX-Gruppenadressen vermutlich manuell umgezogen werden müssen. Bald weiss ich mehr, wobei ich den Umzug aktuell noch aufgrund des bevorstehenden Aufwands etwas herauszögern werde. Denn mit ein, zwei Stunde wird es nicht getan sein. Der neue Miniserver muss ja auch erstmal noch seinen Platz im Schaltschrank finden inkl. eigenem LAN-Anschluss. Wobei ich hier wohl den bestehenden LAN-Anschluss des aktuellen Miniserver per RJ-45 Splitter (Affiliate-Link) aufteilen werde. Easy - hoffentlich. Das reduziert zwar die zur Verfügung stehende Bandbreite von theoretisch 1Gbit auf 100 MBit pro Port (da dann pro Gerät ja nur noch zwei der vier verfügbaren Adernpaare genutzt werden können), der Miniserver - egal ob alt oder neu - unterstützt aber sowieso keine höhere Geschwindigkeit. PS: Wer bereits einen ähnlichen Umzug durchgeführt hat, darf seine Erfahrungen natürlich gerne per Kommentar mitteilen. Ich würde mich freuen - natürlich auch über alle anderen Kommentare, die etwas zum Thema beitagen. Update vom 01.12.2019: Und ganz zum Schluss noch ein paar Detailbilder der Platine des Miniserver v2: ### Plex-Videos im Tesla Model 3 über LTE streamen Mit der Tesla Software V10 lassen sich jetzt auch YouTube- und Netflix-Videos auf Model S, X und 3 streamen. Mit einem kleinen Workaround ist es ebenso möglich jede andere Online-Videoquelle im h264-Format wiederzugeben. In nachfolgendem Video möchte ich deshalb kurz zeigen, wie man damit beispielsweise Live-TV über die DVR-Funktion von Plex auf einem Tesla Model 3 zuspielen und sich so die Zeit am nächsten Supercharger - oder wo auch immer - verkürzen kann. https://www.youtube.com/watch?v=SBB3YOLqkVA YouTube-Direktlink Wenn du dir einen Tesla zulegen möchtest, kannst du gerne über meinen Affiliate-Link https://ts.la/jrg61387 ordern. Aktuell erhalten wir dann beide 1.500 km freies Supercharging (Tesla-Aktionen können sich ändern). ### Tesla Model 3 in FHEM einbinden - Praktische Szenarien für den Alltag Wer sich mit Teslas auseinandersetzt, merkt relativ schnell, wie zukunftsweisend und clever viele der technischen Aspekte gelöst sind. Tesla ist im Grunde ja ein IT-Unternehmen, welches um die selbst designte FSD-Software samt AP3.0-Rechner "nebenher" noch eine schicke und sichere Karosserie geschraubt hat. Das merkt man spätestens dann, wenn man sich die offene API ansieht, welche es erlaubt, lesend und teilweise auch schreibend auf Fahrzeugdaten zuzugreifen. Was man damit alles anstellen kann und wie sich die Integration in FHEM mit nur wenigen Codezeilen realisieren lässt, ist Inhalt dieses Blogpost. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was alles möglich ist, zeige ich erst einmal kurz, was "out-of-the-box" so alles geht. Ist ja auch mein erster Blogpost zum Thema Tesla und Model 3... Model 3 Display Neben dem massiven 15 Zoll Display im Model 3, welches das einzige zentrale Steuerelement darstellt, lassen sich viele Fahzeugdaten auch "remote" einsehen. Dazu hat jeder Tesla eine LTE-Verbindung samt kostenfreier Datenflatrate mit an Bord, welche den externen Zugriff zum Fahrzeug erlaubt. BTW: Bisher hatte ich bei Fahrten fast durchgend LTE-Empfang, obwohl Tesla in Deutschland "nur" auf das D2-Netz setzt. Selbst in Parkhäusern ist meist noch LTE verfügbar (siehe Bild oben), wobei hier selbst mein iPhone 11 im D1-Netz sofort auf Edge wechselt oder den Empfang komplett quittiert. Hier hat Tesla empfangstechnisch einen wirklich guten Job gemacht. Angeblich sind die Mobilfunkantennen zu diesem Zweck extra in den Außenspiegeln eingebaut, was wirklich Sinn macht. Zugriff per Tesla App Für den externen Zugriff wird die Tesla-App auf dem Smartphone (iOS oder Android) installiert, welche viele praktische Dinge erlaubt. Handyschlüssel Allem voran natürlich die Funktion "Handyschlüssel", wodurch das Fahrzeug automatisch entriegelt wird, sobald man sich mit Smartphone nähert und umgekehrt wieder verriegelt, sobald man sich einige Meter vom Fahrzeug entfernt. Endlich brauche ich gar keinen physischen Schlüssel mehr mit mir herum schleppen, da mein Smart Home bereits seit letztem Jahr "keyless" nutzbar ist. Fun-Fact: Tesla hat beim Model 3 mehrere (ich glaube vier) im Fahrzeug verteilte Bluetooth-Antennen verbaut, um eine möglichst exakte Triangulation der sich nähernden, gekoppelten Mobiltelefone zu erlauben. Damit versteht das Fahrzeug bereits beim Öffnen der Fahrertür, welcher der sich nähernden Benutzer auf dem Fahrersitz platznehmen möchte und welcher auf den anderen Sitzen. Somit lädt automatisch das dem erkannten Mobiltelefon zugeordnete Fahrerprofil, wodurch Sitz-, Spiegel- und Lenkradposition automatisch angepasst werden. Immer wieder beeindruckend, dass es "einfach" funktioniert! Klimasteuerung Für den täglichen Gebrauch vermutlich fast genauso praktisch: Die Aktivierung der Klimaanlage mit gewünschter Zieltemperatur. Auf Wunsch sogar mit Vortemperierung der Sitze im Winter und seit Softwareversion V10 zusätzlich mit "Defrost"-Funktion der Frontscheibe, damit Scheibenkratzen endlich der Vergangenheit angehört. Gerade diese Funktion bietet natürlich viel Automatisierungspotenzial. Später dazu mehr... Fahrzeugsteuerung Im Reiter "Fahrzeug" verstecken sich weitere spannende Funktionen, von denen man einige sonst vermutlich eher von Mähroboter-Apps erwarten würde. - Darunter "Lichthupe" oder "Hupe". :D Für den täglichen Gebrauch zumindest vorerst eher irrelevant, ist bspw. die Möglichkeit das Fahrzeug per App aus der Ferne zu "ENTRIEGELN" und mit "START" zum Leben zu erwecken. Vor Ort ist also kein Schlüssel im konventionellen Sinn mehr notwendig. Besonders praktisch ist der "WÄCHTER-MODUS", der eine Art Alarmanlage darstellt. Kommt ein Fremder zu nahe, wird er dezent per Lichthupe und rotem Recording-Symbol auf dem Fahrzeugdisplay darauf aufmerksam gemacht, dass er gerade aufgezeichnet wird. Der Videofeed der zahlreichen Kameras (nicht alle der neun verbauten Kameras werden dazu aktuell genutzt) werden automatisch per H.265-Codec auf einem USB-Stick gespeichert. So konnten - vorallem in den USA - bereits dutzende Täter überführt werden, die einen Tesla vorsätzlich zerkratzt haben (im Netz gibt es dazu bereits viele Clips, u.A. von "Like Tesla" -> YouTube-Link). Kurzer Technik-Tipp: Da die Videoaufzeichnung mit hohen Datenraten geschieht und der Datenträger viele Schreizyklen aushalten muss, empfiehlt sich der Einsatz einer SSD. Ich nutze bspw. den extrem kompakten Trekstor SSD-Stick 128GB (Affiliate-Link). Ist der Stick in einem der USB-Slots der Mittelkonsole eingesteckt, lässt sich der verfügbare Speicherplatz zusätzlich für Dashcam-Aufnahmen nutzen (Symbol links neben WLan). Dazu muss vorher lediglich ein Ordner namens "TeslaCam" auf dem FAT32-formatierten Datenträger angelegt werden. Sobald das Fahrzeug aus dem Tiefschlaf erwacht, erfolgt eine kontinuierliche Aufzeichung der Umgebung. Sobald der Speicherplatz zur Neige geht, werden alte Aufnahmen automatisch überschrieben. Die letzten zehn Minuten lassen sich zudem mit einem kurzen Klick auf das Dashcam-Symbol dauerhaft auf dem Stick abspeichern. Ladesteuerung Hier lässt sich der aktuelle Akkustand ablesen und das Ladelimit einstellen. Außerdem erfährt man sofort, wie lange der Ladevorgang noch dauert. Hier lade ich gerade am gerade Zuhause installieretn Tesla Wallconnector, welcher den knapp 73kW fassenden Akku meines Long-Range Model 3 mit 11kW lädt. Ein "Vollladen" würde also rechnerisch knapp 6,5h dauern. Da die Ladekurve aber vorallem beim Ladestand von 100% nicht mehr linear ist, dauert es etwas länger. Über Nacht aber alles natürlich kein Thema. Unterwegs habe ich am Tesla Supercharger übrigens schon öfter mit knapp 140 kW geladen. In zehn Minuten gewinnt man hier realitisch ungefähr 150km Reichweite. Mit den neuen, bereits in den USA gestarteten V3 Superchargern lassen sich dann sogar bis zu 250 kW in den Akku pressen. Hier bin ich übrigens gerade an einer kostenfreien 50kW DC-Ladestation mit CCS- und CHAdeMO-Anschluss bei Aldi Süd. Bei mir auch beim Kaufland um die Ecke möglich -und bisher war immer ein Platz für mich frei. Juhu! :D Die Tesla App informiert dabei per Push-Notification über den Ladestopp, sofern das eingestellte Limit erreicht oder der Ladevorgang abgebrochen wurde. Das ist natürlich praktisch, da man sofort reagieren kann und nicht erst nach der Rückkehr vom Rasthof. Funfact: Die Ladegeschwindigkeit lässt sich bei AC-Ladung neben dem Display über einen "Trick" auch über den WallConnector selbst setzen, wodurch sich bspw. eine automatische Überschussladung bei Photovoltaik-Nutzung realisieren lässt. Dazu wird die RS485-Schnittstelle im WallConnector angesteuert, welche eigentlich für die Verteilung der verfügbaren Hausanschlussleistung zwischen bis zu vier WallConnectoren zuständig ist. Wie das prinzipiell funktioniert, ist im myfristtesla-Blogpost Tesla Wall Connector – Ladeleistung per WLAN steuern beschrieben. Ein Projekt, welches ich spätestens kommendes Jahr realisieren möchte. Standortverfolgung Der eigene Tesla lässt sich jederzeit per App orten, sodass sein Standort, seine Fahr- bzw. Standrichtung und seine Geschwindigkeit auf Google Maps eingesehen werden kann. Die Fahrzeugdaten werden sekündlich aktualisiert, sodass wirklich von Echtzeitverfolgung gesprochen werden kann. Echt irre und aus meiner Sicht technisch gesehen wirklich großes Kino! Gerade mit Erweiterungen wie FHEM, welche die Daten geordnet abspeichern können, ergeben sich enorme Auswertungsmöglichkeiten. Integration in FHEM Wie anfangs bereits erwähnt, existiert die Tesla API, welche es externen Apps - wie FHEM - erlaubt, auf die in einem Tesla-Account hinterlegten Fahrzeugdaten zuzugreifen. Und freundlicherweise hat genau zu diesem Zweck der User "sw-home" ein Modul namens "Tesla-FHEM" gebaut (GitHub-Link). Nachfolgend wird eine FHEM-Installation auf einem Raspberry Pi 3 genutzt, wie im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in weniger als einer Stunde einrichten beschrieben. Als zusätzliche Vorbereitung für das Tesla-FHEM-Modul muss lediglich ein Paket per SSH-Befehl nachinstalliert werden: sudo apt-get -y install libswitch-perl Danach wird das FHEM-Modul mit dem FHEM-Konsolenbefehl update all https://raw.githubusercontent.com/sw-home/FHEM-Tesla/master/controls_tesla.txt heruntergeladen und automatisch installiert. Jetzt vielleicht noch ein Neustart per FHEM-Konsolenbefehl: shutdown restart Im Anschluss wird das FHEM-Element "TeslaConnection" erzeugt: define teslaconn TeslaConnection Abschließend erfolgt der Login ins Tesla-Konto per set teslaconn login joerg@meintechblog.de Passwort Zu ersetzen ist natürlich "joerg@meintechblog.de" durch die eigene bei Tesla registrierte E-Mail-Adresse und "Passwort" selbstredend durch das eigens vergebene Kennwort. Vorab: Ich hatte zwar keine Probleme, könnte mir aber vorstellen, dass es bei der Verwendung bestimmter Sonderzeichen im Passwort zu Login-Problemen kommen kann. Nach wenigen Sekunden sollten alle im Tesla-Account verwalteten Fahrzeuge automatisch gefunden und in FHEM angezeigt werden. Abschließen noch auf "Save config" klicken, um die aktuelle FHEM-Konfiguration dauerhaft zu speichern. Sofern das Fahrzeug gerade benutzt und im Status "online" ist, sollten sich direkt alle Readings (über 150!) füllen. Sofern das Fahrzeug gerade "schläft", um Strom zu sparen, muss es erst einmal aufgeweckt werden. Dies geschieht mit dem Befehl set VIN wakeUpCar VIN ist dabei die Fahrzeugidentifikationsnummer, welche in FHEM angezeigt wird. Neben dem set-Befehl existieren noch eine Reihe weiterer Funktionen: requestSettings (alle Readings aktualisieren) wakeUpCar (Auto aus dem Tiefschlaf aufwecken) chargeLimit (Ladelimit einstellen; Wertebereich 50-100) startCharging (Laden starten) stopCharging (Laden stoppen) flashLights (Frontscheinwerfer aufblinken) honkHorn (Hupen - echt laut) temperature (Temperatur der Klimaanlage festlegen) startHvacSystem (Klimaanlage einschalten) stopHvacSystem (Klimaanlage ausschalten) Hierzu noch die Anmerkung, dass alle set-Befehle (außer "wakeUpCar") nur dann erfolgreich ausgeführt werden können, wenn der Fahrzeugstatus "online" ist. Sobald das Fahrzeug nach einigen Minuten Nichtbenutzung (wie lange dauert das eigentlich?) einschläft (Status "asleep") oder nicht erreichbar ist (Status "offline"), muss erst der "wakeUpCar"-Befehl abgesetzt werden. Nach einigen Sekunden sollte das Fahrzeug dann wieder ansprechbar sein. Aktuelle Limitationen Die API würde hier noch weitere Befehle unterstützen, die aber - zumindest aktuell - leider noch nicht umgesetzt sind. Dazu zählt bspw. die Möglichkeit die Scheiben einen kleinen Spalt zu öffnen, um bei Hitze etwas Luftzirkulation im geparten Fahrzeug zu ermöglichen und umgekehrt auch zu schließen, sofern das beim Verlassen des Fahrzeugs vergessen wurde. Gerade hier könnte ich mir vorstellen, dass automatische Regeln über FHEM sinnvoll sein können.f Was mir noch fehlt (und was die API hergeben würde): startHvacSystemMax (Frontscheibe enteisen) closeWindows (Scheiben schließen) openWindows (Scheiben einen Spalt öffnen) lockCar (Auto sperren) startSentryMode (Wächter-Modus aktivieren) stopSentryMode (Wächter-Modus deaktivieren) SeatHeaterLeft 0/1/2/3 (Sitzheizung Stufe wählen Fahrer) SeatHeaterRight 0/1/2/3 (Sitzheizung Stufe wählen Beifahrer Alle von der Tesla-API verarbeitbaren Kommandos sind übrigens auch auf tesla-api.timdorr.com beschrieben. Erste FHEM-Automatisierung-Szenarien Da unser Model 3 aktuell noch im Freien steht, ist es gerade im Herbst/Winter sinnvoll, die Heizung einige Minuten vor Fahrtbeginn einzuschalten. Dadurch werden die Scheiben in wenigen Minuten enteist und der Innenraum vorgewärmt. Sofern der Tesla währenddessen noch am WallConnector hängt, wird der dafür benötigte Strom (bis zu knapp 9 kW Leistung) praktischerweise direkt aus dem Hausnetz gezogen ohne den Fahrzeugakku zu belasten. Da ich in der Diele einen MDT Glastaster 2 mit einer bisher unbelegten Taste verbaut habe, werde ich diese wohl genau für den Zweck nutzen. Mit einem kurzen Tastendruck wird der Tesla erst aufgeweckt und Wartezeit die Klimaanlage nach drei Sekunden Wartezeit mit 20 Grad gestartet. Abschließend blinken die Frontscheinwerfer kurz als Bestätigung auf: define TeslaWarmUpStart notify Diele.Tastschalter6:short set VIN wakeUpCar;; sleep 3;; set VIN temperature 20;; set startHvacSystem;; set VIN flashLights Umgekehrt wird die Klimaanlage mit einem langen Tastendruck wieder deaktiviert. define TeslaWarmUpStop notify Diele.Tastschalter6:long set VIN wakeUpCar;; sleep 3;; set stopHvacSystem;; set VIN flashLights Dieses Szenario lässt sich jetzt natürlich noch unendlich ausbauen, indem weitere Readings als Logikbausteine herangezogen werden. So könnte man beim Start-Befehl noch prüfen, ob das Fahrzeug überhaupt vor Ort ist (Readings: native_latitude und native_longitude), die Reichweite über 100km liegt (Reading: battery_range) oder den Stop-Befehl automatisch von FHEM absetzen lassen, sofern nach 20 Minuten noch keine Fahrt gestartet wurde (Reading: shift_state). Aus meinem täglichen Leben Aktuell nutze ich meist noch die Tesla-App, um mit dem Fahrzeug in Interaktion zu treten. Mit der kürzlich eingerichteten FHEM-Schnittstelle wird sich das vermutlich bald ändern, sodass einige Standard-Tasks künftig über FHEM-Logiken ablaufen werden. Einzig habe ich aktuell noch einige Verständnisprobleme, insbesondere was die in FHEM hinterlegten Abfragezyklen "pollingTimer" und "streamingTimer" betreffen: "pollingTimer 60" -> "Interval for checking if the car is online, default is 1 minute""updateTimer 600" -> "Interval for updating car data if it is not moving, default is 10 minutes" Sofern ich die Werte nicht anpasse, habe ich den Eindruck, dass das Fahrzeug nicht einschlafen kann. Das hat massive Auswirkungen auf die Restreichweite, sofern das Fahrzeug mehrere Stunden abgestellt wird. Deshalb habe ich die Werte kurzerhand massiv erhöht, was aber natürlich nicht praktikabel ist. Wer hier Erfahrungswerte teilen kann, ist natürlich gerne gesehen. :) Auch würde mich in diesem Zusammenhang interessieren, wie sich der "dataRequest"-Type "stream" nutzen lässt. Denn sobald ich diesen von "data" auf "stream" umstelle, kommen irgendwie keine neuen Readings mehr an... Aktuell bin ich mit der Umsetzung so schon recht zufrieden. Die Einrichtung lief zudem unkompliziert und in nur wenigen Sekunden - so, wie man es sich eben vorstellt. UPDATE VOM 20.11.2019 Mittlerweile habe ich ich etwas mit den Attributen gespielt und eine bessere Lösung gefunden: dataRequestdata,streampollingTimer60streamingTimer5updateTimer1200 Damit schläft das Fahrzeug bei Nichtnutzung regulär ein, wobei es evtl. etwas länger dauert als ganz ohne externen Zugriff. Hier bin ich mir noch nicht wirklich sicher - vorallem da ich nicht weiss, wie lange es dauert, bis das Fahrzeug gewöhnlich "einschläft". Mit dem "streamingTimer"-Attribut werden die Fahrzeugdaten dann während der Fahrt zusätzlich im Intervall von fünf Sekunden abgefragt. Jetzt möchte ich eigentlich nur noch am "updateTimer" tweaken, um das Intervall von aktuell 1200 Sekunden (20 Minuten) zu verkürzen. Denn sonst fehlen die ersten Minuten einer Fahrt, welche besonders bei Kälte interessant sind, da durch das Aufheizen des Fahrzeugs samt Akku insbesondere bei Fahrtbeginn zusätzlich Energie benötigt wird. Insgesamt schon wirklich verrückt, wieviele Readings das Fahrzeug bereitstellt und welche automatisierten Interaktionsmöglichkeiten sich damit ergeben. Bspw. ließe sich das Garagentor auch ohne HomeLink-Integration alleine durch das sekündliche Auslesen der Geokoordinaten bei aktiver Fahrt ziemlich genau steuern. Sobald das definierte Geofence "betreten" wird, öffnet die Garage dann automatisch, die Hofbeleuchtung wird bei Dunkelheit aktiviert, etc. Ach und eins noch: Wenn du dir einen Tesla zulegen möchtest, kannst du gerne über meinen Affiliate-Link https://ts.la/jrg61387 ordern. Aktuell erhalten wir dann beide 1.500 km freies Supercharging (Tesla-Aktionen können sich ändern). ### 100.000 Loxone Smart Homes - wieviel verschenktes Potenzial? Laut eigener Presse-Mitteilung hat Loxone mittlerweile 100.000 Häuser mit Loxone ausgestattet. Gut, dabei weiß man nun nicht, wie umfangreich die einzelnen Installationen sind. Dennoch eine beachtliche Leistung, welche natürlich das Ergebnis von super Marketing und solider Software ist. Aber ich frage mich, wieviele der Häuser wohl das volle Potenzial ausschöpfen. In wievielen Fällen wurde wohl mehr getan, als einfach nur auf "Auto-Konfiguration" geklickt? Ich persönlich glaube, dass in mindestens 90% der Fälle noch extrem viel Luft nach oben ist. Brachliegendes Potenzial, welches jeder Anwender mit der passenden Hilfestellung selbst nutzen kann. Aber wie soll das gehen? Mit der Entscheidung für ein Smart-Home-System wurde schon alles richtig gemacht. Dabei geht es mir jetzt nicht darum, ob Loxone besser oder schlechter ist als andere Systeme. Viel wichtiger ist, dass keine konventionelle Elektroinstallation zum Einsatz gekommen ist. Und das ist ein Schritt in die richtige Richtung! Wenn nun aber das Haus bezogen wird und die Grundkonfiguration steht, ist bestimmt nicht alles final und perfekt. Das geht auch gar nicht - da kann man niemandem einen Vorwurf machen. Nach und nach fallen den Bewohnern nun Dinge auf, welche man wahrscheinlich noch verbessern könnte - aber was macht man nun? Jedes Mal den Loxone-Partner anrufen, eventuell Anfahrt zahlen und dann nach Stunden abrechnen, kann auf Dauer wirklich teuer werden. Also lässt man es eventuell ganz sein und lebt mit dem aktuellen Zustand. Das wäre wiederum auch schade, da dann das Potenzial hinter dem System nicht ausgeschöpft wird! Übernimm selbst die Kontrolle! Meiner Meinung nach ist die einzige Lösung das System selbst zu übernehmen. Also Admin-Passwort vom Loxone-Partner besorgen, die kostenlose Loxone-Config-Software (Download-Seite) installieren und los geht's. Vor dem ersten Handgriff noch schnell ein Backup anlegen - dann kommt man immer wieder zum aktuellen Stand zurück und kann fast nichts mehr falsch machen. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: Die meisten Loxone-Partner sind Elektro-Fachbetriebe und keine IT-Spezialisten. Die Loxone-Software ist so aufgebaut, dass das jeder mit einer Hilfestellung meistern kann. Selbst Excel ist meiner Meinung nach schwerer zu erlernen. Etwas logisches Denkvermögen und Lust etwas Neues zu lernen - mehr ist nicht notwendig. Die Loxone-Programmierung erfordert erstmal nur etwas logisches Verständnis, da alles auf einer grafischen Ebene übersichtlich dargestellt wird. Man klickt die Logik dabei zusammen und kann sogar mit der sog. "Live-View" den aktuellen Status an jedem einzelnen Knotenpunkt nachvollziehen, um Fehler schnell zu finden. Richtig spannend wird es dann mit den weiteren Integrationsmöglichkeiten. Lösungen wie Philips Hue lassen sich ebenfalls nahezu lückenlos an das System anbinden. So kann man z.B. seine Hue-Lampen in die Lichtstimmungen aufnehmen und die normale Hue-App links liegen lassen. Ab dann läuft alles über die Loxone App oder eben die Taster an der Wand. Und diese Integration würde wohl nur ein Bruchteil der Loxone-Partner durchführen. Für mich ist ein Smart Home keine fertige Lösung von der Stange. Das versuchen zwar einige Hersteller immer wieder so zu verkaufen, aber am Ende hat eben doch jeder einen anderen Alltag und verschiedene Vorlieben. Nur durch stetige Veränderung und Anpassung kommt man dem Idealzustand immer näher. Selbst Jörg sitzt noch öfter über der Konfiguration und baut immer wieder neue Features selbst ein. Und das nach mehreren Jahren. Das System wächst schließlich mit den Bewohnern mit. Am Ende hat man viel Geld für das Loxone-System ausgegeben. Alleine deswegen sollte man das volle Potenzial ausschöpfen. Man kauft ja auch kein Auto und nutzt nur die ersten zwei Gänge, oder? Angenommen Du kauft einen Saugroboter oder einen Rasenmähroboter - der gehört natürlich auch in das System! Genau wie die PV-Anlage oder die Wallbox des Elektroautos. Das Ziel sollte immer sein, alles miteinander kombinieren und zu können. Kleine Inseln mit zig verschiedenen Apps sind nicht besonders smart, sondern eher anstrengend. Der größte Knackpunkte ist meistens wohl die Garantie des Partners. Es wird Garantie/Gewährleistung auf die Hardware-Komponenten gegeben, ebenso wie die funktionierende Gesamtlösung. Wenn man nun nach den Zugangsdaten fragt, erlischt bei manchen Partnern der Gewährleistungsanspruch. Aber davor sollte man sich meiner Meinung nach nicht abschrecken lassen - was wäre die Alternative? Zu warten, bis die Ansprüche eh nicht mehr gelten und erst dann selbst Hand anlegen? Ich würde ein paar Wochen warten, ob die Grundkonfiguration erstmal stabil und zuverlässig läuft. Fehler in der Konfiguration fallen meistens recht schnell auf. Also früh nachbessern lassen, um auf einen Zuverlässigen Stand als Basis zu kommen. Diesen dann als Backup zur Seite legen um im Fall der Fälle dahin zurück zu kommen. Und dann selbst starten! Der LoxKurs Und genau diese Situation war der Grund, warum wir den LoxKurs entwickelt haben. Damit dein Zuhause noch intelligenter wird und das volle Potenzial ausschöpfen kann! Der Kurs hat aktuell eine Länge von über 14 Stunden und hat sich zu einer Informationssammlung entwickelt, welche es so kein zweites Mal im Netz gibt. Jetzt im Kurs einschreiben Natürlich erscheint der Preis erstmal relativ hoch - aber rechne doch gerne selbst aus, wie schnell sich dieses Investment amortisiert (wenn Du den Loxone-Partner nicht für jede Kleinigkeit anrufen musst). Der größte Pluspunkt ist außerdem, dass du Updates auf die Geräte und den Miniserver einfach selbst einspielen kannst. Eventuell ist dein System gerade schon mehrere Jahre alt und du verpasst viele Features. Was kostet ein Update bei deinem Partner? Das kannst du mit wenigen Klicks selbst erledigen. Sobald du das erste Update selbst durchgeführt hast, hast du den Kurspreis schon wieder reingeholt. Was ist der Kurs nicht? Der Kurs hilft dir nicht bei der Planung eines Loxone-Smart-Home. Dabei gibt es viel zu beachten und dafür bist du bei einem Loxone-Partner sicherlich besser beraten. Wir bilden dich im Kurs nicht zu einem Elektriker aus, damit du die komplette Installation selbst vornehmen kannst - dazu gibt es zu viel zu beachten. Und Strom ist nicht ganz ungefährlich. Bei uns geht es um den Software-Teil und die Übernahme einer bestehenden Installation. Ziel ist, dass jeder ein bestehendes System erweitern und an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann! Und das kannst du auch - ganz bestimmt! Diese Herangehensweise ist auch der Grund, warum mittlerweile viele Loxone-Partner und Elektrofachbetriebe am Kurs teilnehmen. Der "Hardware-Teil" ist für viele seit Jahren das Tagesgeschäft, aber in der Software müssen viele noch aufholen. Wer hier den Anschluss verpasst, kann in wenigen Jahren nicht mehr alle Kunden bedienen. Bei Fragen wirst du natürlich nicht alleine gelassen, sondern kannst unter jedem Video Kommentare schreiben und Fragen stellen. Wir stehen dir bestmöglich zur Seite. Aufgrund der Fragen im Kurs sind schon viele neue Inhalte entstanden. So wurde zum Beispiel die KNX-Integration und die Verknüpfung mit ekey aufgrund der hohen Nachfrage als neue Abschnitte im Kurs hinzugefügt. Und: Wenn das alles gar nichts für dich sein sollte, bekommst du den Kaufpreis anstandslos erstattet. Jetzt mit Loxone durchstarten Was sagen die bisherigen Teilnehmer? Der Kurs hat mir als Einsteiger sehr gut die Bandbreite der Möglichkeiten eröffnet. Auch wenn ich als Nachrüster nicht alle Komponenten nutzen kann, so sind in den Lektionen viele Bausteine beschrieben, die mir auch in meinen "beschränktem" Smart-Home neue Möglichkeiten eröffnen. Lars, Kurs-Teilnehmer Also ich war 2013 und 2014 3 mal auf einem Loxone Kurs, da hat man nicht mal ansatzweise so viel gelernt wie hier. Schwierig ist halt auch wenn 30 Leute in einem Raum sitzen, davon welche die von Loxone noch gar nix wussten. Hier kann man das Tempo selbst bestimmen, beliebig wiederholen, lernen und staunen was das kleine Ding alles kann. Also das Geld hat sich mehr als gelohnt. Tausend Dank an euch beide. Habt ihr super gemacht. Georg, Kurs-Teilnehmer Ich kann nur sagen, dass mir der Kurs sehr viel gebracht hat und ich wirklich super zufrieden bin! Eine Investition die sich lohnt! Super gemacht von Euch!!!!! Jan, Kurs-Teilnehmer Hier noch auf diesem Weg mein Dank für den Kurs. Selbst ich als „Loxoner“ konnte noch Einiges lernen. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, sollte sich unbedingt diese Kurs gönnen um einen Eindruck von Loxone zu bekommen und sich ggf. dann auch für das Loxone System zu entscheiden. Macht weiter so. Ronny, Kurs-Teilnehmer Ich möchte auch teilnehmen (hier klicken) ### Push-Mitteilungen in Loxone sinnvoll nutzen bei Schwellwertüberschreitung Loxone (externer Link) bietet vielfältigste Möglichkeiten, um den Anwender über relevante Werte zu informieren. Push-Mitteilungen haben hier gerade bei zeitkritischen Szenarien den entscheidenden Vorteil, dass man einfach immer am Ball bleibt und nichts verpasst. Oftmals ist es dabei sinnvoll die Standardmöglichkeiten etwas aufzubohren, um maßgeschneiderte Benachrichtungen zu erhalten. Im nachfolgenden Beispiel (YouTube-Link) zeige ich dabei Schritt für Schritt, wie das Loxone-System bei der Überschreitung von Schwellwerten die gewünschte Push-Mitteilung absetzt, welche sich nach einer selbst definierten Zeit wiederholt, um den Spagat zwischen sinnvollem Informationsgehalt und notwendiger Wiederholungsfrequenz berücksichtigen zu können. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) https://www.youtube.com/watch?v=RRRVdPF_uEQ Und hier der Ablauf nochmal als Grafik: ### LoxKurs V1.1 - Ab sofort auch endlich mit KNX-Inhalten Ja ich weiss, viele haben bereits seit einiger Zeit auf diese Nachricht gewartet. Jetzt ist es endlich soweit: Im LoxKurs sind nun auch KNX-Inhalte enthalten, vom Start weg direkt mal knapp drei Stunden neues Videomaterial - Woohoo! Damit ist der Kurs auf stattliche 14,5 Stunden angewachsen. Was ist also neu und wie lange gibt es den Kurs noch zum Einführungspreis? Alle Infos im nachfolgenden Blogpost. Neun neue Lektionen sind im Kurs jetzt bereits dem von vielen Kursteilnehmern ersehnten Integrationsthema KNX gewidmet: Kapitel 60: Einleitung / Überblick Matthias und ich erläutern grundlegende technische Unterschiede zwischen KNX und Loxone und ob doch noch eine praxistaugliche Integration der Systeme möglich ist. Spoiler: Jep, es funktioniert! Ich lebe ja seit knapp 2,5 Jahren in einem solchen Smart Home, in welchem der Miniserver das "Gehirn" der gesamten Installation ist und viele (mehr als 60) KNX-Komponenten auf Sensor- und Aktorseite nahtlos integriert sind. Und es ist sogar WAF-taglich, wer hätte das gedacht. ;) Wir erläutern auch kurz, wie KNX-Komponenten per ETS-Software parametriert werden und wie Gruppenadressen eingesetzt werden, um die technische Verbindung zwischen der KNX- und Loxone-Welt herzustellen. Es gibt natürlich auch Limitationen des Ganzen, darauf gehen wir natürlich an dieser Stelle auch ein. Kapteil 61: Komponenten im Überblick - das Demoboard Matthias hat im Rahmen seiner KNX-Videoreihe auf YouTube mittlerweile ein richtig ordentliches Demoboard aufgebaut, auf welchem jetzt auch ein Loxone Miniserver seinen Platz gefunden hat. Diese Testinstallation wird dann im LoxKurs ab sofort hergenommen, um die Integration "zwischen den Welten" zu erläutern bzw. zu zeigen, dass es tatsächlich funktioniert. Kapitel 62: ETS Projekt + Schaltaktor am Lichtbaustein In diesem Kapitel geht es direkt um die Verzahnung eines KNX-Relaisaktors mit dem Miniserver. Es wird gezeigt, wie das dafür notwendige ETS-Projekt angelegt wird, was es mit physikalischen Adressen und Gruppenadressen auf sich hat und wie man Schritt für Schritt zum Ziel kommt, um den KNX-Aktor über die Loxone Config einzurichten und schlussendlich über die Visualiserung des Miniservers zu steuern. Kapitel 63: Zusätzlicher Dimmaktor am Lichtbaustein Neben reinem Ein- und Ausschalten lassen sich passende Lampen samt Dimmaktor natürlich auch per Phasenan- bzw. -abschnitt in der Helligkeit regeln. Analaog zum KNX-Relaisaktor wird dann Vorgehen noch einmal gezeigt, um den Unterschied deutlich zu machen und um den Umgang mit ETS direkt noch einmal zu vertiefen. Kapitel 64: MDT Glastaster Intro + Stimmungen schalten Der MDT Glastaster II Smart ist mein absoluter Favorit in Sachen physische Steuerung meines Smart Homes. Auch wenn ich selbst im täglichen Betrieb die meisten verbauten Taster nicht mehr betätigen muss, - da alles über Automatiken läuft - sind sie dennoch praktisch, um eine Vielzahl an Funktionen auf nur einem Taster unterzubringen. Von Beleuchtung über Beschattung bis hin zur Musiksteuerung lassen sich über die sechs Tasten samt Status-LEDs und Display viele Informationen visualisieren und Schaltänderungen anstoßen. Aber wie sieht die Integration in Loxone aus? Hier beginnen wir mit dem einfachsten Szenario, indem der Glastaster per Tastendruck ab sofort die in Loxne festgelegten Lichtstimmungen durchschalten kann. Kapitel 65: Aktuelle Stimmung und Status auf dem Glastaster Hier ist natürlich noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Das Szenario wird erweitert, um von Loxone zum Glastertaster Informationen zu senden, um den aktuellen Status des Lichtbausteins auf dem Glastaster selbst zu visualsieren. Klingt schwierig, ist mit unserem Howto aber in wenigen Minuten erledigt. Kapitel 66: Automatik aktivieren und deaktivieren + Status-LED Über die letzten zwei Jahre habe ich mir ein spannendes Konzept ausgedacht, welches ich in dieser Form noch nirgendwo gesehen habe. Mit einem kurzen Tastendruck lassen sich die Lichtszenen bzw. Lichtstimmungen durchschalten und die aktive Beleuchtung mit einem langen Tastendruck deaktivieren. Soweit nichts Neues. Per langem Tastendruck lässt sich jetzt aber auch die "Automatik" ein- und ausschalten, sobald die Beleuchtung deaktiv ist. Ob die Lichtautomatik aktiv ist oder nicht wird dann direkt über eine grüne LED am Taster selbst dargestellt. So lässt sich die Automatik einfach schnell ausschalten, wenn bspw. Gäste auf der Couch im Büro übernachten, ohne dass man Angst haben muss, dass der Präsenzmelder bei Bewegung das Licht nachts versehentlich einschaltet. Wie das im Detail technisch umgesetzt ist, wird in diesem Kapitel Schritt für Schritt von Matthias gezeigt. Ich bin an dieser Stelle leider nicht zu hören, da wir einige Probleme beim Recording des Inhalts hatten und Matthias deshalb alles noch einmal neu aufgenommen hat. Aber ich denke ihr könnt das verschmerzen, Matthias macht hier - wie immer - einen grandiosen Job! Man merkt schon, dass der Mann davon mittlerweile echt Erfahrung hat. Kapitel 67: Präsenzmelder integrieren Die eben angesprochene Automatikfunktion macht natürlich nur Sinn, sobald auch ein Bewegungs- bzw. Präsenzmelder ins Spiel kommt. Hier wird gezeigt, wie ein KNX-Präsenzmelder per ETS parametriert und per Gruppenadresse in Loxone integriert wird. Kapitel 68: Datum und Uhrzeit auf den Bus senden Auch wenn sich viele aufregen, dass Loxone in Summe so wenig für die KNX-Integration tut, lassen sich dennoch einige spannende Dinge umsetzen. Dazu gehört u.A. die Möglichkeit die aktuelle Uhrzeit samt Datum per Miniserver in den KNX-Bus zu schicken, um bestimmte Komponenten damit zu versorgen. Und was kommt als Nächstes? Erstmal bin ich mit den Inhalten selbst wirklich sehr zufrieden. Wir hätten zwar an der ein oder anderen Stelle noch etwas mehr auf die KNX-Basics eingehen können, aber dann wäre vielleicht schon ein eigenständiger KNX-Kurs dabei herausgekommen. Deshalb kurz mal die Frage an die Kursteilnehmer: Wollt bzw. braucht ihr mehr Basics zum Thema KNX? Hättet ihr evlt. sogar Interesse an einem solchen eigenständigen Kurs? So oder so werden wir den LoxKurs auch in Zukunft mit weiteren Inhalten füttern, keine Frage. Da jetzt schon einmal knapp drei Stunden an KNX-Inhalten dazugekommen sind, werden wir den Kurs zum 08.09.2019 preislich anpassen. Wer den Kurs bis dahin kauft, sichert sich noch den aktuell gültigen Einführungspreis inkl. aller in Zukunft noch folgenden Inhalte. Wir haben schon einige Punkte auf der Agenda, teilt uns aber gerne auch per Kommentar mit, welche Inhalte euch am meisten weiterhelfen würden. Natürlich können wir nicht alles umsetzen, schon alleine weil wir nicht alle Hardwarekomponenten besitzen. Aber lasst es uns einfach wissen, was euch auf dem Herzen liegt. In diesem Sinne wünsche ich allen bestehenden und potenziell neuen Kursteilnehmern viel Spaß mit dem LoxKurs und der Umsetzung in den eignen vier Wänden! ### 1Home Box im Test - Loxone einfach per Siri steuern Heute hatte ich endlich mal die Gelegenheit die "1Home Box" (Affiliate-Link) zu testen, welche die Schnittstelle zwischen einem Loxone Smart Home und den gängigen Sprachassistenten als Google Home, Alexa und Siri herstellen kann. Vorab: Es war tatsächlich einfacher als erwartet und wer bereits selbst mal versucht hat Open Source Software wie HomeBridge einzurichten, wird erstaunt sein, wie viel einfacher es doch gehen kann. Aber ok, ganz günstig ist die hier vorgestellte Lösung nicht - aber wirklich easy einzurichten. Und das Ganze sieht hardwareseitig sogar noch ansprechend aus... Was man von der 1Home-Lösung (Affiliate-Link) erwarten kann, wie die Ersteinrichtung aussieht und was auf Seiten von Loxone bezüglich Berechtigungssteuerung beachtet werden sollte, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost... Äh nee, heute gibts den Inhalt stattdessen mal als YouTube-Video. :) Also viele Späße beim Ansehen und seid bitte nicht zu streng mit mir, ich habe mit Videoinhalten noch kaum Erfahrung. https://www.youtube.com/watch?v=tnNVL33zQC8&t=4s YouTube-Diektlink Hier alle weiteren Infos direkt von 1home -> https://www.1home.io/de/how-it-works/apple-loxone/ ### TabletUI-Kurs - der schnellste Einstieg in die FHEM-Visualisierung meintechblog gehört sicherlich zu den bekanntesten und beliebtesten Blogs rund um das Thema FHEM und OpenSource-Hausautomatisierung. Wenn ich in die Suche FHEM eingebe, bekomme ich über 16 Seiten mit Treffern. Extrem viele Infos und hilfreiches Lernmaterial! Wenn ich aber "TabletUI" (die bekannteste Visualisierung für FHEM) in die Suche eingebe, bekomme ich nur zwei einzelne Treffer. Und genau so verhält es sich überall. Möchte man eine schöne Visualisierung bauen, steht man erstmal alleine da. Klar, einzelne Schnipsel und Code-Bausteine findet man immer wieder in anderen Blogs, auf GitHub, in Foren oder im Wiki. Diese sind leider häufig veraltet, schlecht formatiert oder enthalten andere Fehler. Und vor allem fehlt der Blick auf das große Ganze. Genau so ging es mir damals auch, als ich mich das erste mal mit dem Thema auseinandersetzen wollte. Man gibt viel zu schnell auf und ist am Ende frustriert, weil alles nicht so klappt (oder nicht so aussieht) wie man es sich vorgestellt hat. Aber wie kommt man dennoch an sein Ziel? Genau an dieser Stelle setzt der TabletUI-Kurs an. Es ist alles gar nicht so schwer, wenn man erstmal die Grundlagen verstanden hat. TabletUI selbst ist gut strukturiert und wirklich durchdacht. Einmal eingerichtet, läuft alles super rund. Klar, man muss sich erstmal mit den Themen HTML und CSS auseinandersetzen, aber die Grundlagen hat man wirklich schnell drauf. Aber auch diese Inhalte werden im Kurs behandelt. Was bekommst Du? unbegrenzten Zugriff auf alle Videos (siehe unten) Zufriedenheitsgarantie / Geld-Zurück-Garantie Downloads mit dem kompletten TabletUI-Code zu JEDER Lektion kostenlose Updates mit neuen Inhalten Als Bonus entwickeln wir sogar ein eigenes Widget zusammen, bauen ein eigenes Layout und ich erkläre Dir die Funktionsweise von HTML, CSS, HTTP und JavaScript. Also den Bausteinen, auf welchen das komplette Internet / alle Internetseiten aufgebaut sind. Hier noch ein Überblick der Inhalte: Einleitung 1. Willkommen im Kurs (02:23) Installation von Tablet UI und Grundlagen 2. Installation (03:09) 3. Programme zum Bearbeiten von Dateien (04:14) 4. Notepad++ unter Windows mit NppFTP (05:41) 5. Widgets (02:02) 6. Rechte (02:51) Grundlagen von Tablet UI und HTML 7. HTML-Basics (05:38) 8. Gridster (07:38) 9. Verschiedene Layouts (02:29) Erste Widgets und Datenanzeige 10. Wetter / Proplanta (08:17) 11. Wetterdetails (11:04) 12. Benzinpreise (10:09) 13. Home-Status (03:28) 14. Müllabfuhr (10:08) 15. Font-Awesome (01:24) 16. Geburtstagskalender (06:01) Mehr Details 17. Navigation erstellen (08:16) 18. Beispielprojekt mit kompletter Navigation (01:17) 19. Uhrzeit und Datum anzeigen (02:08) 20. Positionierung (01:49) 21. Meta-Angaben im Head (03:49) Speziellere Anwendungsfälle 22. Spotify (09:43) 23. Staubsauger und Telefon (02:27) 24. Daten aus dem Wonzimmer (03:57) 25. Lampen an und aus schalten (11:07) 26. Thermostate (04:59) 27. Graphen und Historien (13:40) 28. Zusammenfassung (01:52) Noch tiefer ins System 29. Übersicht Fernsehprogramme (03:01) 30. Eigene Styles (Basics) (08:33) 31. IP-Kamera (02:13) 32. Icon für den HomeScreen (iOS) (02:10) 33. Anpassungen für das iPad (04:24) 34. Systeminfos anpassen (07:36) 35. RAM-Nutzung (10:17) 36. Internet-Traffic anzeigen (05:13) 37. readingsGroups in TabletUI (02:14) Ein eigenes Widget bauen 38. Zielsetzung (01:47) 39. Grundlagen (03:07) 40. Daten in FHEM auslesen (04:30) 41. Aufräumen (14:28) 42. Test des Moduls (08:54) 43. Umbau des Moduls (13:24) Eigenes Design 44. Zielsetzung (04:30) 45. Grundlagen (06:37) 46. Wetter-Slider (Umbau) (05:13) 47. Kein Gridster mehr (05:19) 48. Fertiges Design (01:40) Tablet an die Wand 49. Wahl des Tablets (03:55) 50. Installation der nötigen Apps (03:06) 51. Display an bei Bewegung (05:24) 52. Display an bei Bewegung (bessere? Alternative) (03:19) Eure Wunschvideos 53. FHEM-Wiki zu TabletUI (02:13) 54. Longpoll-Konfiguration (00:58) 55. Spotify Gerät auswählen (07:01) BONUS: Details zu HTML und CSS 56. Grundlagen (16:44) 57. CSS-Basics (10:25) 58. Hierarchien (17:22) 59. Positionierung (11:52) 60. Bootstrap-Framework (21:37) 61. jQuery Schnelleinstieg (21:47) 62. Fazit (05:41) Abschluss und Bonus 63. Ende (01:28) Jetzt einschreiben und mit TabletUI durchstarten Viel Spaß mit den Inhalten! Aktuell sind über 600 Teilnehmer für den Kurs eingeschrieben und das Feedback ist durchweg positiv. Selbst "alte Hasen" konnten noch etwas dazulernen und profitieren von den Inhalten. Aber überzeuge dich am besten selbst. Solltest Du unzufrieden sein, gibt es den vollständigen Kaufpreis anstandslos erstattet. Es gibt also keinen Haken und absolut kein Risiko. Du kannst nur gewinnen und lernen! ### Smart Home Podcast – Loxone-Themen (Lüftung, Beamer, Music Server, ...) Hallo Freunde des gepflegten Smart Home - und alle, die es noch werden möchten! Matthias und ich haben endlich mal wieder etwas Zeit gefunden, um neue Themen rund ums smarte Zuhause anzusprechen. Konkret geht es um einige Detailthemen, die ich in den vergangenen Monaten bei mir Zuhause umgesetzt habe. Darunter einige Infos zu meinem Netzwerkschrank, die Wohnraumlüftung mit Enthalpietauscher, die Beamersteuerung per RS232, Möglichkeiten des Loxone Music Servers, etc. etc... Dabei zeigen wir heute mal alles - im Gegensatz zu den vergangenen Podcasts - wirklich "live" in meiner Loxone Config. Denn das hat sich bereits bestens in unserem LoxKurs bewährt. Also viel Spaß und Film ab! Achso, einige Zusatzinformationen inkl. Bilder zu den Themen gibt es zudem noch im Blogpost. Wer nicht warten kann, hier direkt zum Video auf YouTube. Zusatzinformationen und einige Impressionen in Bildform Wir zeigen beispielsweise, wie ich die Komponenten in meinem Netzwerkschrank über einen 12fach KNX-Aktor mit Leistungsmessung nicht nur manuell ein- und ausschalten kann, sondern wie bspw. mein QNAP NAS (hier vorgestellt) künftig auch zeit- und situationsabhänig in den Standby gebracht bzw. hochgefahren wird. Im Video nicht angesprochen - deshalb hier die Zusatzinfo: Im Bios ist das NAS so konfiguriert, dass es bei Spannungswiederkehr automatisch bootet. So lässt es sich bestens realisieren, dass man es vom Strom trennt, sobald es sich im Standby befindet und eben wieder starten, sobald man den Strom wieder schaltet. Der Mindestzeitabstand dazwischen darf sechs Sekunden nicht unterschreiten, ansonsten bootet das QNAP nicht. Aber mit der passenden Regel in der Loxone Config natürlich kein Problem. Außerdem habe ich meine Wohnraumlüftung per Enthalpiefilter gepimpt, damit gerade jetzt im Winter die Feuchtigkeit im Haus nicht zu weit runtergeht - im Schlafzimmer hatten wir mit dem normalen Kreuzlinienfilter teilweise mickrige 28% rel. Luftfeuchte bei 20°C Raumtemperatur. Mit Enthalpiefilter sind es jetzt mind. 10% mehr -> Win. Dabei habe ich mehrere OneWire-Sensoren in den Rohren (Außenluft, Zuluft, Abluft und Fortluft) der KWL verbaut, um Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität zu messen - und um eben tracken zu können, wie sich die Werte im Verlauf verhalten. So möchte ich künftig auch per Regelwerk kontrollieren, ob die Wohnraumlüftung ordnungsgemäß funktioniert. Ganz nebenbei saugt die Wohnraumlüftung die Abluft vom Technikraum nun nach einem kleinen "Tweak" direkt vom Netzwerkschrank ab. Darauf gehen wir evtl. das nächste Mal ein - sofern Nachfrage besteht. Achso, wie ich meinen Sony Projektor per RS232 ansteuere wird auch kurz angesprochen... BILD: Wohnzimmerinstallation Beamer mit Leinwand und welche Erfahrungen ich mit dem Loxone Music Server gemacht habe, nachdem ich die eingebaute HDD eigenhändig gegen eine SSD getauscht habe. Ich könnte ewig weiterquatschen, aber das mache ich ja bereits im Video. In diesem Sinne viel Spaß mit den Inhalten! https://youtu.be/74qO0jJAvCs YouTube-Direktlink ### Sony Beamer HW55 in FHEM per RS232 steuern Der Heimkinoprojektor Sony VPL-HW55ES sollte jetzt in die bestehende Smart-Home-Steuerung integriert werden, damit er je nach Harmony-Szene automatisch ein- bzw. ausgeschaltet wird. Per Infrarot war mir das aber zu langweilig bzw. aus Erfahrung mit meinem TV, welcher bisher ebenfalls per Infrarot gesteuert wurde und gefühlt bei jedem zehnten Schaltvorgang nicht reagierte, vorallem auch zu fehleranfällig. Aus diesem Grund musste die RS232-Schnittstelle des Sony Projektors angezapft werden, um die Schaltbefehle kabelgebunden und damit zuverlässig zu übertragen. Da ich dazu keine fertige Lösung finden konnte, musste kurzerhand selbst Hand angelegt werden und FHEM mit "Universal-RS232-Modul" zum Einsatz kommen. Wie die Einbindung abläuft und welches Potenzial noch nach oben ist, um bspw. auch Statusmeldungen vom Beamer verarbeiten zu können, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost - inkl. einiger Impressionen aus dem Kinowohnzimmer. Projektorspezifische RS232-Befehle ausfindig machen Jeder Hersteller und manchmal sogar jedes Modell eines Herstellers nutzt abweichende serielle Befehle, welche gewöhnlich im jeweiligen "ProtocolManual" (zumindest heisst das so bei Sony) zu finden sind. Meist leitet der erste oder zweite Google-Treffer bereits zur korrekten pdf-Datei. Im Falle des Sony HW55 (Affiliate-Link) ist das Dokument hier zu finden. BTW: Der HW55 ist an der Decke schon nen ganz schöner Klopper... Lustig dabei ist, dass die Googletreffer meist nicht auf die Herstellerseite verweisen, sondern stattdessen auf diverse/dubiose Drittseiten, bei denen man die Dokumente herunterladen kann. Hier hat man auf Herstellerseite anscheinend gar nicht sooo den großen Anreiz, dass das überhaupt jemand nutzt. Schade eigentlich - vorallem für den Konsumenten. Hat man das Dokument studiert, kann man sich anhand der Tabellen die korrekten Befehle in Bit- bzw. Byteform - z.B. für Projektor ein- oder ausschalten - zusammenbasteln. Das ist - gelinde gesagt - kein großer Spaß, da man neben den einzelnen Hex-Werten bspw. auch noch die Prüfziffer berechnen muss. Warum kann man nicht einfach eine Liste aller fertig ausformulierten Befehle abdrucken? Grml! Hier mal einige zentrale Steuerbefehle für den Sony HW55, die ich bisher nutze: Power On: A9 17 2E 00 00 00 3F 9A (Besonderheit: Gesamter Befehl muss 2x hintereinander mit kurzer Pause dazwischen gesendet werden!) Power Off: A9 17 2F 00 00 00 3F 9A Lamp Low: A9 00 1A 00 00 00 1A 9A Lamp High: A9 00 1A 00 00 01 1B 9A Motion Enhancer Off A9 00 59 00 00 00 59 9A Low A9 00 59 00 00 01 59 9A High A9 00 59 00 00 02 5B 9A Anhand dieser Beispiele und der pdf-Dokumentation sollte eigentlich jeder "reverse-engineeren" können, wie sich die Codes zusammensetzen. Ich möchte an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen, schon alleine um keine schlechte Laune zu bekommen. Achso und man benötigt natürlich noch Angaben zur Baudrate (hier 38400), den Datenbits (hier 8), der Parität (hier E für Even) und den Stopbits (hier 1). Diese Infos findet man gewöhnlich auch in der Dokumentation, in diesem Fall unter dem Punkt "3.2 - Communication Specifications". Projektor per RS232-USB-Adapter am RPI anschließen Einige neuere Beamer haben mittlerweile bereits Netzwerkanschluss und können per HTTP-Befehlen direkt angesteuert werden. In meinem Fall muss der Sony VPL-HW55ES aber eben noch "oldschool" per RS232-Schnittstelle angesprochen werden, was aus technischer Sicht aber kein Nachteil ist. Im Gegenteil - denn Beamer, die im ausgeschalteten Zustand auf Netzwerkbefehle lauschen, haben gewöhnlich einen höheren Standbyverbrauch. Damit das mit dem Anschließen funktioniert, habe ich das StarTech.com 1m USB Nullmodem RS232 Adapter Kabel (Affiliate-Link) aus dem Schrank geholt. Damit der Adapter passt, habe ich mir noch das DeLock Seriell Kabel (1m) (Affiliate-Link) besorgen müssen, da der Beamer eine RS232-Buchse (mit Pins nach innen) besitzt und das Adapterkabel eben auch. Es gibt aber vermutlich auch Adapter, die direkt ohne zusätzliches Kabel passen, da sie direkt einen 9-pligen D-Sub-Stecker (und eben keine Buchse) für den RS232-Anschluss mitbringen. Die andere Seite des Adapters mit dem USB-Anschluss wird dann einfach an einen Raspberry Pi angeschlossen. In meinem Fall mussten noch knapp 15 Meter vom Beamer bis zum Netzwerkwerkschrank (hier ist der Raspberry Pi 3 untergebracht) überbrückt werden, wobei hierfür bereits im Vorfeld ein Duplex-Netzwerkkabel verlegt wurde. Also musste mit dem  LogiLink Verlängerungskabel USB über CAT5/6 bis 60 Meter (Affiliate-Link) wiederum der passende Adapter her, um das USB-Signal über die Distanz zu übertragen. Man hätte evtl. auch einfach die RS232-Verbindung verlängern können, ab einer Leitungslänge von 15 Metern ist das bei RS232 aber anscheinend aufgrund etwaiger Signallaufzeitprobleme kritisch. USB hat hier wohl mehr Luft nach oben, zumindest langsames USB 1.1, welches für den Anwendungszweck vom Adapter genutzt wird. Per FHEM serielle Schaltbefehle senden Nachdem die hardwareseitige Verbindung steht, geht es an das Senden der passenden Schaltbefehle. Da ich keine fertigen Module für die Integration von Sony-Projektoren finden konnte, musste kurzerhand auf eine "universelle" Lösung aus dem FHEM-Forum zurückgegriffen werden, welches im Thread Raspberry PI und RS232 Modul für Beamer Steuerung zu finden war. Das zum Download bereitgestellte Programm 99_serial.pm (Direktdownload) macht dabei genau das, was ich benötige. Es sendet "dumm" die gewünschten seriellen Befehle über den angeschlossenen USB-Adapter. Die Datei muss dabei in das Verzeichnis /opt/fhem/FHEM/ geladen werden. Hier schon das von mir für die Ansteuerung des Sony HW55-Projektors angepasste Programm mit Direktdownload in das passende Verzeichnis auf dem RPI mit Raspbian: wget -P /opt/fhem/FHEM/ www.meintechblog.de/download/99_serial.pm Angepasst werden musste dabei lediglich der Paritäts-Wert von "none" zu "even", welcher die seriellen Schnittstellenspezifikationen festlegt: Die Zeile $serport->parity('none'); wurde dabei geändert in $serport->parity('even'); Die anderen Werte wie Parität etc. waren bereits korrekt. Wer noch Werte anpassen muss, eben per nano editieren: sudo nano /opt/fhem/FHEM/99_serial.pm Änderungen per STRG + o und nachfolgendem Enter speichern und den nano-Editor per STRG + x schließen. Damit FHEM die neu eingeschleuste Datei berücksichtigt, wird in der FHEM-Kommandozeile der Befehl reload 99_serial.pm abgesetzt. Um den Sony Projektor in den Standby-Modus (Power Off) zu schicken, lässt sich jetzt direkt mal der FHEM-Konsolenbefehl {serial_comm(38400,"/dev/ttyUSB0","\xA9\x17\x2F\x00\x00\x00\x3F\x9A")} testen. 38400 ist dabei die Baudrate, /dev/ttyUSB0 der Pfad, unter dem der RS232-USB-Adapter vom Betriebssytem erkannt wird (kann je nach System natürlich abweichen) und \xA9\x17\x2F\x00\x00\x00\x3F\x9A als eigentlicher Schaltbefehl, welcher zum oben ermittelten Befehl "A9 17 2F 00 00 00 3F 9A" syntaktisch insofern abweicht, dass jedes Leerzeichen mit einem \x getauscht werden muss, inkl. führemdem \x. Das führende \x hatte ich dabei erst vergessen, dann läuft natürlich nichts. Projektor in FHEM abbilden und automatisieren Zuerst habe ich einen Dummy namens WZ.Projektor erzeugt, welcher einige WebCmds erhält, über welche die danach definierten Befehle per notify aufgerufen werden können. Das ist nicht wirklich hübsch - ich weiss -, für meinen Anwendungszweck aber erstmal völlig ausreichend. define WZ.Projektor dummy attr WZ.Projektor room Wohnzimmer attr WZ.Projektor webCmd on:off:LampLow:LampHigh:MotionEnhancerOff:MotionEnhancerLow:MotionEnhancerHigh define WZProjektorOn notify WZ.Projektor.on {serial_comm(38400,"/dev/ttyUSB0","\xA9\x17\x2E\x00\x00\x00\x3F\x9A")};; sleep 1;; {serial_comm(38400,"/dev/ttyUSB0","\xA9\x17\x2E\x00\x00\x00\x3F\x9A")} define WZProjektorOff notify WZ.Projektor.off {serial_comm(38400,"/dev/ttyUSB0","\xA9\x17\x2F\x00\x00\x00\x3F\x9A")} define WZProjektorLampLow notify WZ.Projektor.LampLow {serial_comm(38400,"/dev/ttyUSB0","\xA9\x00\x1A\x00\x00\x00\x1A\x9A")} define WZProjektorLampHigh notify WZ.Projektor.LampHigh {serial_comm(38400,"/dev/ttyUSB0","\xA9\x00\x1A\x00\x00\x01\x1B\x9A")} define WZProjektorMotionEnhancerOff notify WZ.Projektor.MotionEnhancerOff {serial_comm(38400,"/dev/ttyUSB0","\xA9\x00\x59\x00\x00\x00\x59\x9A")} define WZProjektorMotionEnhancerLow notify WZ.Projektor.MotionEnhancerLow {serial_comm(38400,"/dev/ttyUSB0","\xA9\x00\x59\x00\x00\x01\x59\x9A")} define WZProjektorMotionEnhancerHigh notify WZ.Projektor.MotionEnhancerHigh {serial_comm(38400,"/dev/ttyUSB0","\xA9\x00\x59\x00\x00\x02\x5B\x9A")} Als Besonderheit ist hier der Einschaltbefehl hervorzuheben, welcher zwei Mal hintereinander mit kurzer Pause (hier eine Sekunde) gesendet werden muss. Damit lässt sich der Projektor jetzt schon mal rudimentär über das FHEM-Interface schalten. Zwecks Automatisierung nutze ich dann noch zwei notify-Befehle, welche auf den Status meiner Harmony Elite (Affiliate-Link) reagieren und den Sony Beamer entsprechend ein- bzw. ausschalten: define HAWZProjektorOn notify HarmonyHub.currentActivity:.starting.* set WZ.Projektor on define HAWZProjektorOff notify HarmonyHub.currentActivity:.PowerOff set WZ.Projektor off Und das war es auch schon, vorerst... Aus meinem täglichen Leben Ich kann es kaum glauben, dass ich es über eineinhalb Jahre ausgehalten habe, bis im Neubau nun endlich ein Beamer zum Einsatz kommen durfte. Ich hatte zuvor bestimmt die letzten 15 Jahre durchgehend Projektoren und war immer super begeistert vom Kinofeeling (mein erster Beamer war übrigens ein Sanyo PLV-Z1 - damals ein absoluter Meilenstein). In Kombination mit einer 92 Zoll Hochkontrastleinwand (Elite Screens Aeon - Cinegrey 3D - Edge Free) toppt der Sony HW55 (Affiliate-Link) nun aber mit Abstand alles, was meine angestrengten Augen bisher sehen durften. Obwohl ich sonst Bildverbesserungen auf den Tod hasse (ja, ich HASSE sowas und rege mich immer sofort auf, wenn jemand bei seinem TV die Zwischenbildberechnung aktiviert hat und es zum Soap-Opera-Effekt kommt), konnte mich der Sony sofort von seiner Reality Creation (smarte Bildnachschärfung) und vorallem vom Motion Flow (Zwischenbildberechnung) im niedrigen Modus überzeugen. Meiner Meinung nach im wahrsten Sinne des Wortes "großes Kino" und augenöffnende Technologien, die beim Nachfolger Sony HW65 (Affiliate-Link) sogar noch ein wenig verbessert wurden - inkl. der neu hinzugekommenen Berechnung von Zwischenfarben, um den "Treppenstufeneffekt" (bei normaler 8 Bit-Zuspielung) zu kaschieren. Sony macht hier einen grandiosen Job, ich habe bisher wirklich noch nichts Besseres gesehen. Und mit der nun vollzogenen Integration des Projektors in die bestehende Multimediasteuerung könnte es fast nicht mehr besser werden. Einzig wäre es jetzt noch cool einige Statuswerte des Projektors auszulesen, wie bpsw. die aktuelle Lampenlaufzeit und den Betriebszustand (Ein, Aus, Standby, etc.). Denn dann könnte ich den Projektor auch guten Gewissens komplett vom Strom trennen (jede Steckdose bei mir im Haus ist ohnehin schaltbar), ohne einen Lampentod durch Überhitzung bei versehentlicher Stromtrennung zu riskieren. Hierfür muss man über die RS232-Schnittstelle dann keine set-Befehle senden, sondern entsprechende get-Befehle, wobei die Rückgabewerte eben in FHEM als Readings angelegt werden müssen. Aber das ist dann Ausbaustufe zwei, erstmal bin ich schon mal froh, dass das mit der seriellen Übertragung so gut geklappt hat, auch wenn es anfangs etwas holprig war. Und evtl. hat ja jemand eine fertige bzw. bessere Lösung zur seriellen Ansteuerung von Sony-Projektoren, bei der die Statuswerte direkt miteingelesen werden können. Dann immer her damit und jedem viel Spaß mit seinem eigenen Heimkino! Gerade in der dunklen Winterzeit gibt es abends doch kaum etwas Besseres, als einen Blockbuster in übertriebener Kinogröße in den eigenen vier Wänden genießen zu können... ### myPlex-Fernzugriff auch im gesperrten Wlan über Port 80 Wer unterwegs öfter mal aus einem fremden Wlan auf seine Plex Bibliothek per myPlex-Account zugreift, hatte vielleicht auch schon das Problem, dass die Verbindung trotz korrekt eingerichtetem Port Forwarding nicht möglich war. Grund sind meist Firewalls bzw. Port-Sperren in den eingeloggten Netzwerken, welche dann nur gängige Web-Ports (meist nur 80 und 443) durchlassen und damit den von Plex standardmäßig genutzten Port 32400 blockieren. Wie sich dieses Problem mit nur wenigen Mausklicks (max. 10 Minuten) aus der Welt schaffen lässt, sodass der Zugriff auch in solchen restriktiven Netzwerken realisiert werden kann, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Ein Vorgehen, welches ich im Übrigen jedem wärmstens ans Herz legen kann, der von unterwegs auf seine Plex Mediathek zugreifen möchte. Insgesamt müssen an zwei Stellen Veränderungen vorgenommen werden. Einmal im Router und einmal bei den Plex-Server-Einstellungen. Alles also kein große Sache... Port-Freigabe im Router anpassen Wer eine FritzBox - bspw. das Modell Fritz!Box 7590 (Affiliate-Link) (hier vorgestellt) - einsetzt, loggt sich über das Webinterface http://fritz.box ein und klickt sich in das Untermenü "Internet" -> "Freigaben" -> "Portfreigaben" (Direktlink). Dort wird die Option "Gerät für Freigaben hinzufügen" gewählt. Beim nachfolgenden Screenshot nicht wundern: Wer bereits - wie ich - Port-Freigaben für den Plex Server (in meinem Fall ein QNAP NAS - hier vorgestellt) eingerichtet hat, bearbeitet den bestehenden Eintrag dann einfach über den "Stift" links neben dem rotem "X". Im Dropdown "Gerät" wird dann der im Netzwerk anzutreffende Plex Server ausgewählt. Da ich den bestehenden Eintrag bearbeite, ist das "Gerät" natürlich bereits vorausgewählt und in diesem Fall ausgegraut. Jetzt auf "Neue Freigabe" klicken. Wer bereits ein Port-Forwading für seinen Plex Server eingerichtet hat (gewöhnlich per Port 32400), bearbeitet diesen Eintrag dann eben über den "Stift". Bei "Freigabe anlegen" wird dann der Eintrag "Portfreigabe" gewählt. Die standarmäßig selektierte Auswahl "MyFRITZ!-Freigabe" wollen wir an dieser Stelle nicht. Bei "Anwendung" dann "Andere Anwendung" wählen und unter Bezeichung bspw "PMS" für Plex Media Server eintragen, damit man später den Überblick behält. Das Protokoll bleibt auf "TCP". Bei "Port an Gerät" wird dann "32400" ausgewählt. Nicht wundern, die Erklärung warum das so sein muss, folgt später. Im Feld "Port extern gewünscht (IPv4)" wird dann der Eintrag "80" hinterlegt und über "OK" bestätigt. Zurück im Menü "Freigaben für Gerät" werden die gerade getätigten Änderungen unten schlussendlich per "OK"-Button gespeichert. Das war jetzt schon mal die halbe Miete. Externe Anfragen aus dem Internet, die bei der FritzBox an den Port 80 gehen, werden dann im internen Netzwerk an den Port 32400 "umgebogen". Port-Einstellung im Plex Media Server anpassen Damit das Ganze auch funktioniert, müssen die Einstellungen des Plex Media Servers noch entsprechend angepasst werden. Also auf plex.tv einloggen und in das Webinterface wechseln. Dort oben rechts auf das "Werkzeug"-Symbol klicken und unterhalb des Servers (in meinem Fall trägt dieser den Namen "Boom") unter "Einstellungen" den Eintrag "Fernzugriff" selektieren. Anschließend (sofern noch nicht geschehen) auf den Button "Erweiterte Einstellungen" klicken, sodass sich der Eintrag in "Erweiterte Optionen ausblenden" ändert. (klasse inkosequente Benamung übrigens ;-). Jetzt den Haken bei "Öffentlichen Port manuell definieren" auf "80" setzen und mit "Übernehmen" bestätigen. Abschließend unten noch auf "Änderungen speichern" klicken. Et voilà, der externe Zugriff sollte jetzt reibungslos über den Port 80 laufen. Jetzt lässt sich die korrekte Verbindung zum Plex Media Server außerhalb des heimischen Netzwerks bspw. vom Smart Phone per Plex App aus im LTE-Netz testen. Wer übrigens ein neues, relativ preisgünstiges NAS mit perfekter Plex-Server-Untertstützung sucht, sollte sich mal das QNAP TS-251+ (Affiliate-Link) ansehen. Der Clou daran ist, dass die Intel CPU parallel gleich mehrere h.264-Streams (1080p ist kein Problem) per Hardwaretranscoding für die Clients bereitstellen kann, ohne ins Schwitzen zu kommen. Perfekt für den Zugriff von unterwegs mit geringer Bandbreite (Bitrate muss herabgesetzt werden) oder wenn der heimische Client nicht viele Videocodecs nativ unterstützt. Aus meinem täglichen Leben Ich nutze das oben beschriebene Portforwarding bereits seit Längerem. Der Grund zur Umstellung war der Aufenthalt in einer Ferienwohnung, dessen Wlan zwar schnell genug zum Streamen war, jedoch alles bis auf Port 80 und 443 blockiert wurde. Die Port-Umstellung ging dabei schnell von der Hand. Der einzige wirkliche Stolperstein ist dabei, dass man nicht direkt den Port 80 per Portforwarding "durchschleifen" darf, da der Plex Media Server auch nach der Anpassung intern weiterhin über den Port 32400 erreichbar ist. Die Einstellung "Öffentlichen Port manuell definieren" in den Plex-Server-Einstellungen sagt lediglich dem Plex-DNS-Dienst, über welchen Port der Server außerhalb des Heimnetzwerks erreicht werden kann. Deshalb eben auch das "Umbiegen" von Port 80 auf 32400. Grundsätzlich lässt sich der "intern verwendete Plex-Port" nicht anpassen und das ist auch gut so, da die heimischen Clients den Server sonst nicht automatisch finden würden. Einzige Voraussetzung ist bei dem ganzen Vorgehen natürlich, dass der Port 80 beim Port Forwarding nicht bereits anderweitig in den Router-Einstellungen belegt ist. Meist lässt sich das jedoch ohne große Probleme vermeiden bzw. umgehen, sodass eigentlich jeder (bis auf wenige Ausnahmen) von obiger Lösung profitieren sollten. ### LoxKurs verfügbar - Pimp dein Loxone Smart Home, jetzt! Wie vor Kurzem mitgeteilt, haben Matthias und ich eifrig am neuen LoxKurs (Landingpage) gewerkelt, um Anwendern zu zeigen, wie man mehr aus Loxone kitzeln kann. Besonderen Dank an dieser Stelle an alle, die sich den Kurs direkt vorgemerkt haben! Mittlerweile sind es bereits über 300 Personen geworden - Wahnsinn!!! Mit diesem Interesse hätten wir wirklich nicht gerechnet. Mit dieser Motivation im Rücken haben wir den damals generierten Content in der Zwischenzeit fast verdoppelt, sodass es zum Kursstart bereits mehr als zehn Stunden an Videomaterial geworden sind, Tendenz steigend. Was dich zum Kursstart alles erwartet (inkl. Trailer und Co.) und wie es später weitergeht, erfährst du in nachfolgendem Blogpost. Und nun ist es endlich soweit: Da ist das Ding! (Klick) Damit du dir vorab ein Bild davon machen kannst, was dich im Kurs grob erwartet, haben wir erstmal ein kurzes Kursintro für dich: https://youtu.be/Luy3i1ueJco YouTube-Direktlink Im Grunde wird hier bereits das Wichtigste angesprochen, alle weiteren Informationen rund um die Inhalte gibt es dann auf der Landingpage zum LoxKurs. Einige Hintergrundinfos zum Kurs Falls du dich jetzt nicht getraut hast den Link zu klicken, gibt es hier noch einige weitere Infos, damit du noch besser abschätzen kannst, ob der Kurs etwas für dich ist. Matthias und ich haben versucht möglichst viele unterschiedliche Themen rund um den Umgang mit Loxone zu behandeln. Das Spektrum reicht dabei von Einsteigerthemen bis hin zu - meiner Meinung nach - wirklich abgefahrenen Erweiterungen, die ich die letzten Jahre selbst bei mir weiterentwickelt und umgesetzt habe. Darunter auch Verbesserungen, die ich in dieser Form noch nirgendwo sonst gesehen habe und auf die ich teilweise schon etwas stolz bin. :) Um die Lerninhalte bestmöglich zu vermitteln, haben wir uns für einen "Tandem-Ansatz" entschieden, den man sonst bei Onlinekursen eher selten findet. Während ich versuche die Themen stückchenweise zu erläutern, hakt Matthias immer direkt nach, wenn er etwas nicht verstanden hat oder einfach Hintergrundfragen für ihn offen geblieben sind. Durch diesen Dialog erfährst du viele Details, die dir vermutlich vorallem als Einsteiger weiterhelfen, um die relevanten Zusammenhänge zu verstehen. Aber ich denke auch Profis können sich bei den gezeigten Szenarien noch genügend inhaltliche Anregungen holen, um ein bestehendes Smart-Home-Setup sinnvoll zu erweitern. The early bird saves the money Zum Kursstart gibt es schon mal satte zehn Stunden an Howto-Videos. Das soll aber erst der Anfang gewesen sein. Denn wir planen den Kursumfang künftig weiter auszubauen, es werden also nach und nach weitere Inhalte folgen. Wir haben noch Einiges in der Pipeline, was wir zum Start nicht geschafft haben. Mit wachsendem Kursumfang wird auch der Preis steigen. Wenn du dich direkt für den Kurs entscheidest, sparst du also bares Geld und erhältst spätere Lektionen for free. Zur Preisgestaltung selbst haben wir uns viele Gedanken gemacht. Wir wollten keinen Ramschkurs für zehn Euro anbieten, entsprechend haben wir versucht einen hochwertigen Kurs zu erstellen, der sowohl qualitativ als auch quantitativ für die Zielgruppe ansprechend ist. Dabei haben wir uns selbst die Frage gestellt, was der Kurs uns selbst mindestens wert wäre. Zielgruppe des Kurses Ziel ist es, dass auch Neueinsteiger bestehende Loxone-Konfigurationen verstehen und bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit erste Anpassungen vornehmen können. Neben dem Lernen von Basics, was unserer Meinung nach für jeden Loxone-Nutzer sinnvoll ist, sollte man durch das Kurswissen natürlich auch langfristig bares Geld sparen können. Denn wer nur an der ein oder anderen Stelle künftig selbst Anpassungen vornehmen kann, spart entsprechend Technikerkosten. Das soll aber natürlich nicht heissen, dass der Kurs nur etwas für Endanwender ist, auch Techniker können unserer Meinung nach von den Inhalten profitieren, um ihr Wissen weiter auszubauen. Etwas Technikbegeisterung, gepaart mit dem Wunsch etwas Neues zu lernen, sollte dabei eigentlich bereits genügen, um schnell Fortschritte zu machen. Und wer dennoch keinen Einstieg in die Thematik findet, kann natürlich die Geld-Zurück-Garantie nutzen. Fairer kann es nicht sein, oder? Nun genug der vielen Worte. Hier geht es direkt zum LoxKurs. Viel Spaß mit den Kursinhalten und Erfolg beim Umsetzen eigener Projekte! ### LoxKurs - Pimp dein Loxone Smart Home Matthias von haus-automatisierung.com und ich waren die letzten Wochen fleissig, um den bereits in der Kategorie Videokurs angekündigten Online-Kurs rund um Loxone zu erarbeiten. Knapp sechs Stunden an Content sind bereits im Kasten, wobei bis zur baldigen Veröffentlichung noch viele Inhalte folgen werden. Was wir bereits umgesetzt haben, kannst du in diesem Blogpost lesen. Hier hast du auch Gelegenheit uns deine Wünsche hinsichtlich neuer Inhalte mitzuteilen und dich für den Kurs vorzumerken. Du hast Loxone bereits im Einsatz und möchtest dessen volles Potenzial nutzen, weisst aber nicht genau, wo du starten sollst? Dann wird dir unser bald verfügbarer LoxKurs hoffentlich ein gutes Stück weiterhelfen. In mehreren Kapiteln lernst du Schritt für Schritt, wie du die Steuerung deiner Beleuchtung, Beschattung und Heizung noch ein Stück smarter machen kannst. Neben diesen klassischen Themen sprechen wir auch weniger offensichtlichere Punkte an, um dir weitere Anregungen zu geben, wie du dein bestehendes Setup sinnvoll erweitern kannst. Nachfolgend die bisher erarbeiteten Inhalte unseres LoxKurs: Kürzlich haben wir uns auch zusammengesetzt, um einige zusätzlichen Videoinhalte für den Kurs aufzunehmen. Man wird Matthias und mich also auch hin und wieder "persönlich" zu Gesicht bekommen. Aber keine Angst, im Kurs steht natürlich die Loxone Config und deren Automatikbausteine im Fokus. :D Mit dabei natürlich auch die im Alltagsbetrieb so wichtige Visualisierung. Hier am Beispiel des täglichen Stromverbrauchs, welcher die vom Stromzähler ausgelesenen Daten per am Raspberry Pi angeschlossenen Infrarot-Lesekopf übermittelt. Dazu verwenden wir LoxBerry, welches selbstverständlich auch Bestandteil des Kurses sein wird. Und hier noch zwei Wasserzähler mit eingebautem Reedkontakt, welche am Miniserver angeschlossen aktuelle Verbräuche ermittelbar machen. Auch hier werden wir einige spannende Inhalte liefern, wie sich diese erfassten Daten sinnvoll nutzen lassen. Seid gespannt... Um Inspirationen rund um die im Kurs behandelten Themen "einzufangen", haben wir uns sogar vor das Smart Home getraut. Matthias ist ja schon etwas bleich, hoffentlich bekommt er nicht gleich nen Sonnenbrand. ;) Soviel zum derzeitigen Stand der Dinge. Ich hoffe, dass wir dir einige interessante Infos zum Kurs vermitteln konnten und freuen uns schon total auf dein Feedback! Wünsche hinsichtlich neuer Inhalte? Nutze die Kommentarfunktion am Ende dieses Blogposts. ### Smart Home Podcast – meintechblog Special #5 Auch auf die Gefahr hin, dass es langweilig werden könnte, gibt es heute den fünften Teil der Special-Reihe mit Matthias. Diesmal geht es pimär um die Integration bzw. das Automatisierungspotenzial von Netzwerktechnik und Multimedia in meinem Smart Home. Das Spektrum reicht dabei von NAS-Systemen, WiFi-Accesspoints, Switches, AVR und SAT-Reveicer bis hin zu Plex, meinem seit Langem genutzten und geliebten Multimedia-Hub. Im Mittelpunkt des Ganzen steht auch weiterhin Loxone, welches die einzelnen Komponenten zusammenführt und deren Automation im Hintergrund erledigt. Zum Thema Loxone planen Matthias und ich gerade auch einen eigenen Online-Kurs, für den du dich hier vormerken kannst - mehr als 100 Personen sind bereits auf der Liste. Danke für das Interesse! Welche Inhalte interessieren dich am meisten? Hinterlasse einfach einen Kommentar. Nun aber direkt zum Podcast, ich hoffe für dich ist etwas Interesantes dabei! https://youtu.be/Rah63dhAUVY YouTube-Direktlink Abschließend noch die Links und Infos zu den im Podcast angesprochenen Inhalten: 3:35 Operation Smart Home – 3 Leitungskilometer und gefühlt 1.000 Arbeitsstunden später… -> Abschnitt: Netzwerkverteilung 10:40 WLan-Anwesenheitserkennung mit UniFi-Accesspoints in FHEM einbinden und an Loxone weiterleiten 17:50 Pimp my QNAP TVS-1282: I7-6700K 4GHz, 64GB RAM und Wasserkühlung 19:50 WLan-Anwesenheitserkennung mit UniFi-Accesspoints in FHEM einbinden und an Loxone weiterleiten 22:50 17 Stunden bangen um 30 TB: QNAP Festplattentausch bei Read I/0 Error 24:20 Logitech Harmony per FHEM anbinden – Perfekte Integration ins Smart Home 25:30 VU+ Solo 4K und JESS-Multischalter – Acht unabhängige Sat-Tuner über ein Kabel 25:55 Pimp my Plex DVR – Live-TV und TV-Recording per VU+ 26:30 SAT-Anlage für bis zu 24 Teilnehmer mit nur einem Kabel – Minimalinstallation mit Maximalleistung 30:35 Denon AV-Receiver mit FHEM in die Multimediasteuerung integrieren 32:50 LG-Fernseher aus FHEM steuern und aktuelle Stati auslesen 41:30 Must-Have: Telegram-Chat mit deinem Smart Home per FHEM realisieren ### Smart Home Podcast – meintechblog Special #4 Nach einer etwas längeren Pause gibt es heute den vierten Teil des Special-Podcast mit Matthias. Primär versuchen wir diesmal Zuschauerfragen zu beantworten. Dabei wird uns immer klarer, dass wir total Lust haben einen eigenständigen Videokurs zum Thema Loxone mit denkbaren Erweiterungen - egal ob mit Soft- oder Hardware - auf die Beine zu stellen. Wer Interesse hat, kann sich hier schon mal vormerken. Ich hoffe sehr, dass Interesse besteht, da ich absolut Bock habe gemeinsam mit Matthias entsprechende Inhalte zu erarbeiten. Meine Loxone-Config allein ist proppen voll mit umfangreichen Erweiterungen, die es so nicht im Standard gibt und die sicher für viele interessant sein können. Aber nun erstmal zum Podcast, viele Späße beim Ansehen und Hinterlassen deines Kommentars! https://youtu.be/39B8jaRyjsI YouTube-Direktlink Wie immer abschließend noch einige Links und Infos zur Podcastfolge: 2:15 Operation Smart Home – 3 Leitungskilometer und gefühlt 1.000 Arbeitsstunden später… 08:20 loxforum 10:00 Loxone Dokumentation - Support 11:05 Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen (Einstieg zum Thema) 16:35 Node-Red Tutorial-Reihe - Part 8: SmartMeter 25:55 Ein Vergleich: TRUEBNER SMT50 vs. Vegetronix VH400 (Blog ist doch nicht vom Hersteller selbst) 29:45 Interesse am Loxone Videokurs 30:40 Operation Gegensprechanlage – Am Ende wird doch noch alles gut ### DS9490R-USB-Stick als OneWire-Busmaster auf dem Raspberry Pi einrichten mit OWFS/OWServer Seitdem Loxone bei mir werkelt, bin ich ein wahrer Fan von OneWire geworden. Über zwei OneWire-Extensions konnte ich bisher eine Vielzahl günstiger Sensoren in mein Smart Home integrieren. Allem voran weit mehr als ein Dutzend DS18B20-Temperatursensoren (Affiliate-Link), welche im Estrich installiert sind und nun Aufschluss über den ordnungsgemäßen Betrieb der einzelnen Heizkreise geben. OneWire kann aber für viel mehr als nur zur Temperaturmessung genutzt werden und so möchte ich den OneWire-Bus künftig im Außenbereich erweitern, u.A. für die Anbindung von Bodenfeuchtesensoren per Arduino, der dabei selbst als virtueller OneWire-Sensor fungiert. Da mittlerweile sowieso ein Raspberry Pi als NodeRed-Server im Schaltschrank hängt, lässt sich die zusätzlich benötigte OneWire-Außenlinie auch mit dem günstigen DS9490R-USB-Stick (Affiliate-Link) realisieren. Wie die Konfiguration im Detail aussieht, damit der OneWire-Busmaster per OWFS/OWServer softwareseitig eingebunden und im Anschluss von FHEM oder NodeRed genutzt werden kann, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. DS9490R-USB-Stick als OneWire-Busmaster Eine beliebte Möglichkeiten einen eigenständigen OneWire-Bus aufzubauen, ist der Hostadapter DS9490R USB - RJ12 (Affiliate-Link). Dieser wird direkt per USB angeschlossen und liefert neben dem OneWire-Signal gleich noch einen Anschluss für 5V, um Verbraucher zusätzlich mit Strom zu versorgen (nichtparasitärer Betrieb). Laut Spezfikations-Dokument reicht die maximale Leistungsabgabe von insgesamt 25mA zwar für erste Tests aus, wer viele und vorallem stromhungrige Komponenten anschließen möchte, sollte aber besser direkt eine externe 5V-Stromversorgung einsetzen. Ich selbst nutze dazu das im Schaltschrank installierte 5V Hutschienennetzteil (Affiliate-Link) einfach mit, welches sowieso bereits den Raspberry Pi mit Strom füttert und noch Reserven hat. Damit hat man mehr als genug Saft zur Verfügung, um alle möglichen OneWire-Komponenten anzuschließen. In diesem Fall ist es natürlich wichtig die GND-Anschlüsse von Netzteil und OneWire-Busmaster zwecks Potentialausgleich zu verbinden. Apropos Anschlüsse: Der RS9490R-Adapter besitzt einen RJ12-Anschluss mit 6 Pins. In der Doku ist von RJ11 (4 Pins) die Rede, was aber definitiv nicht korrekt ist. Das passende Kabel samt Steckern ist das hier: Wentronic Modular-Kabel (2x RJ12 Westernstecker, 6-polig, belegt) schwarz 3m (Affiliate-Link) Schaut man auf die RJ12-Buchse des USB-Adapters, ist die Belegung von rechts nach links (Ausrichtung beachten!!): 1 - VDD - 5V DC Output -> Wird nur benötigt, wenn die OneWire-Sensoren direkt über die Stromversorgung des USB-Adapters versorgt werden sollen. -- Wird gewöhnlich an der roten Sensor-Ader angeschlossen. --> weiss (RJ-12-Kabel) 2 - GND -> Wird bei externer 5V-Zuspeisung der Sensoren mit dem GND-Anschluss des Netzteils zwecks Potentialausgleich verbunden. --> braun (RJ-12-Kabel) 3 - OW - 1-Wire Data -> Datenleitung zum Anschluss der OneWire-Sensoren. -- Wird gewöhnlich an der gelben Sensor-Ader angeschlossen. --> grün (RJ-12-Kabel) 4 - GND_OW - 1-Wire Retun -> Ground zum Anschluss der OneWire-Sensoren. -- Wird gewöhnlich an der schwarzen Sensor-Ader angeschlossen. --> gelb (RJ-12-Kabel) 5 - SUSO - USB Suspend Output - Nicht benötigt. --> pink (RJ-12-Kabel) 6 - N.C. - No Connection - Nicht belegt. --> grau (RJ-12-Kabel) Zum Anschluss lässt sich das oben verlinkte RJ12-Kabel perfekt nutzen. Das eine Ende wird mit dem verbliebenen RJ12-Stecker in den USB-Adapter selbst gesteckt und das andere Ende abisoliert, mit Adernendhülsen bestückt und zur weiteren Verteilung in die Reihenklemmen geführt. Ist die Hardware installiert, geht es auf der Softwareseite weiter. OWFS und OWServer installieren Eingesetzt wird nachfolgend ein Raspberry Pi 3 (Affiliate-Link) mit Raspbian Stretch Lite. Grundsätzlich sollte das Vorgehen aber bei allen Linux-Distributionen ähnlich sein. Bevor etwas installiert wird, sollte erstmal geprüft werden, ob der per USB eingesteckte RS9490R-Adapter vom System gefunden wurde. Also erstmal per SSH-Client auf dem RPI einloggen und alle USB-Devices auflisten: lsusb Die Ausgabe sollte dann einen solchen Eintrag aufweisen: Bus 001 Device 006: ID 04fa:2490 Dallas Semiconductor DS1490F 2-in-1 Fob, 1-Wire adapter Hat das geklappt, werden die Paketquellen aktualisiert: sudo apt-get update Dann werden die notwendigen Pakete owfs und owserver installiert: sudo apt-get -y install owfs owserver Jetzt muss nur noch die Konfigurationsdatei owfs.conf angepasst werden: sudo nano /etc/owfs.conf Damit der USB-Adapter genutzt werden kann, muss die Zeile server: usb = all einkommentiert sein, also keine führende # davorstehen. Alle anderen mit "server" beginnenden Zeilen müssen hingegen mit einer # auskommentiert sein/werden. Die letzte Zeile muss dann auch noch einkommentiert bleiben und bedarf noch etwas Tuning: server: port = 127.0.0.1:4304 "localhost" muss also durch "127.0.0.1" ersetzt werden, damit der Server später über dessen IPv4-Adresse angesprochen werden kann. Nachdem die Konfigurationsdatei mit STRG +o gespeichert und mit STRG + x geschlossen wurde, muss der Dienst einmal neugestartet werden: sudo systemctl restart owserver Bei einem Reboot des Systems startet der Dienst übrigens automatisch mit. Hier bedarf es also keiner weiteren Anpassung. Das Interface des OWServer ist ab sofort im Browser unter http://IP_DES_RPI:2121 erreichbar. Alle am OneWire-Bus angeschlossenen Geräte werden dann im "directory" als separete Einträge aufgelistet. Bei OneWire braucht man also weder eine Form des Pairing, noch muss man die Geräte individuell konfigurieren. Hintergrund ist, dass jedes OneWire-Device eine individuelle Seriennummer besitzt und seinen OneWire-Devicetyp direkt mitliefert, sodass der Busmaster sofort erkennt, um welche Art von Sensordaten es sind handelt. Aus Anwendersicht also super simpel. Mit einem Klick auf ein Device sollten dann auch die jeweiligen Messwerte angezeigt werden. Obige Konfiguration dient dann als Grundlage für die Anbindung externer Plattformen wie FHEM oder NodeRED, die über den OWServer lokal oder auch über das Netzwerk auf die OneWire-Sensordaten zugreifen können. Im Falle von FHEM reicht schon der Komandozeilen-Befehl: define OneWireBusmaster OWServer localhost:4304 Alle an den OneWire-Busmaster angeschlossenen Geräte sollten dann automatisch per Autocreate angelegt werden. Wie es in NodeRED abläuft, wird in einem folgenden Blogpost erklärt. Aus meinem täglichen Leben Eigentlich war ich fast schon erschrocken darüber, wie einfach die Installation und Konfiguration von OWServer ablief. In wenigen Minuten hat man so bereits die Grundlagen für den Betrieb von fast beliebig vielen OneWire-Geräten gelegt (max. 100 pro Buslinie). Wer plant viele Geräten anzuschließen, sollte - wie oben kurz angesprochen - jedoch am besten sofort auf eine externe 5V-Stromversorgung zurückgreifen und nicht den vom Adapter bereitgestellten und recht schwachbrüstigen VCC-Anschluss nutzen. Ich habe über den obrigen Weg jetzt bereits einige Temperatursensoren (u.A. in der Zisterne) in NodeRed integriert und werde das Setup in Kürze durch einen Bodenfeuchtesensor - Truebner SMT50 - erweitern, dessen analoge Sensorwerte (Datenblatt) von einem Arduino Nano (Affiliate-Link) ausgelesen werden, der selbst als virtueller OneWire-Sensor auftritt und die Messwerte dann in den OneWire-Bus übermittelt. Das ist gerade im Außenbereich super praktisch, da man im Grunde beliebig viele Bodenfeuchtesensoren über nur drei Adern anschließen kann. Einfach eine OneWire-Buslinie einmal quer durch den Garten legen und später beliebig viele Sensoren nachrüsten. Wie das alles funktioniert und wie die Messwerte dann schlussendlich von Loxone genutzt werden können, wird Inhalt eines folgenden Blogpost sein. Ein Stück der Vorarbeit ist mit dem OWServer jedenfalls schon mal geleistet. ### TUL-Stick als KNX-IP-Gateway auf dem Raspberry Pi einrichten mit knxd KNX ist für mich nach wie vor DER Standard in Sachen Hausautomatisierung - insbesondere wenn es um eine kabelgebundene, professionelle Installation mit maximaler (Anbieter-)Flexibilität geht. Um die über das "grüne Kabel" angeschlossenen Geräte einrichten und danach über das Heimnetz ansteuern zu können, benötigt man sinnvollerweise ein KNX-IP-Gateway, welches als Vermittler zwischen den Welten auftritt. Die günstigste und meiner Meinung nach gleichzeitig flexibelste Option ist dabei die Nutzung eines TUL-Stick, welcher per USB bspw. an den Raspberry Pi angestöpselt und mit der Freeware knxd dazu bewegt wird, genau diese Aufgabe zu übernehmen. Wie diese Konfiguration im Detail aussieht, damit der TUL auch in ETS als vollwertiges KNX-IP-Gateway genutzt werden kann, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. knxd als Weiterentwicklung von eibd Vor mehr als vier Jahren hatte ich dieses Prozedere und die Grundlagen bereits im Artikel KNX/EIB-Gateway in FHEM einbinden ausführlich beschrieben. Damals kam zu diesem Zweck noch die Software eibd zum Einsatz, welche in der Zwischenzeit weiterentwickelt wurde und jetzt unter dem Namen knxd (GitHub-Link) zur Verfügung steht. Treibende Kraft hinter dem Ganzen ist dabei Matthias Ulrichs aka smurfix, der sich in obigem Blogpost bereits mehrfach per Kommentar zu Wort gemeldet und bei Fragen Hilfestellung geleistet hat. Vielen Dank dafür Matthias! 2015, also knapp ein Jahr nach Veröffentlichung des Blogposts hat mich Matthias dann bereits auf seine Weiterentwicklung aufmerksam gemacht, welche ich mir eigentlich zeitnah ansehen wollte. Aber wie es oft so ist, gehen andere Dinge vor und plötzlich vergehen ein paar Jahre. TUL-Stick als KNX-Gateway - Warum? Wer meinen Smart-Home-Werdegang etwas mitverfolgt hat, wird vielleicht nachvollziehen können, weshalb ich viele KNX-Komponenten im Neubau installiert habe, sich aber vielleicht dennoch fragen, warum ich neben dem Loxone Miniserver, welcher bereits eine KNX-Schnittstelle eingebaut hat und dem zusätzlich verbauten WEINZIERL 730 KNX IP Interface (Affiliate-Link) noch ein weiteres Gateway benötige. Für mich gibt es gleich mehrere Gründe: Mit nur wenigen Klicks lassen sich die zentralen Einstellungen des Gateways (z.B. KNX-Gruppenadresse) ändern und so bspw. unterschiedliche KNX-Adressbereiche über ETS ansprechen. -> Perfekt für Tests Der TUL-Stick wird in meinem Fall direkt an einen RPI angestöpselt, welcher sowieso bereits im Schaltschrank werkelt. Hier könnte ich sogar gleich mehrere TUL-Sticks betreiben, ohne auch nur eine zusätzliche Teilungseinheit im Schrank zu verlieren. (Ja, in meinem Schaltschrank ist nicht mehr allzu viel Platz - auch wenn es schon das größte Modell von Hager ist.) Das teure Weinzierl KNX-IP-Interface wird im Grunde obsolet, da es bisher sowieso nur zum Programmieren der Geräte per ETS genutzt wurde. -> Diesen Zweck erfüllt knxd in Kombination mit dem TUL-Stick mit Links (Es werden durch den Rauswurf des Weinzierl-Adapters sogar wieder zwei TE im Schaltschrank frei.) Da der RPI das gesamte KNX-Netz monitoren und per NodeRED künftig Teil einer KNX-Fallback-Lösung werden soll (also falls der Loxone Miniserver ausfallen sollte), bildet die direkte Verbindung zwischen RPI und TUL-Stick quasi einen Single-Point-Of-Failure. Die mir vorschwebende Lösung sollte selbst dann noch funktionieren, wenn bspw. neben dem Miniserver auch noch ein zentraler Netzwerkswitch zusammenbricht. Würde ich dafür stattdessen ein KNX-IP-Interface nutzen, würde in diesem Fehlerfall nichts mehr gehen. Der TUL-Stick ist um Welten günstiger als jedes andere KNX-Gateway. Selbst wenn man einen neuen Raspberry Pi (Affiliate-Link) erwirbt, bleibt man weit unter den Kosten eines regulären KNX-IP-Interfaces. Außerdem lag der TUL-Stick nach meinen damaligen Tests bisweilen eh nur ungenutzt in der Schublade. TUL-Stick flashen Voraussetzung ist ein TUL-Stick von Basware (offizieller Name ist "TPUART USB Modul" bzw. "TUL-OEM"), welcher erstmal mit der passenden Software geflasht werden muss. Wie das geht, habe ich schon im Blogpost KNX/EIB-Gateway in FHEM einbinden beschrieben. Der Vollständigkeit halber hier nochmal die notwendigen Schritte: Den TUL-Stick erstmal per USB an den RPI mit laufendem Raspbian-Betriebssystem (Raspbian Stretch Lite) anschließen und direkt beim Einstecken den kleinen weißen Programmierknopf an der Unterseite des TUL gedrückt halten. Alle nachfolgenden Schritte erfolgen dann direkt über die Konsole am einloggten RPI: Erstmal wird das benötigte Paket dfu-programer installiert, welches für die gleich anstehende Programmierung notwendig ist: sudo apt-get -y install dfu-programmer Jetzt wird die Firmware heruntergeladen (lustigerweise die selbe wie vor vier Jahren), der TUL-Stick programmiert und das System neugestartet. Damit das schneller geht, sind nachfolgend alle Befehle mit && verknüpft, die dann nacheinander ausgeführt werden: wget -O TPUARTtransparent.hex http://busware.de/tiki-download_file.php?fileId=54 && sudo dfu-programmer atmega32u4 erase && sudo dfu-programmer atmega32u4 flash TPUARTtransparent.hex && sudo dfu-programmer atmega32u4 reset && sudo reboot Hat alles geklappt, signalisiert eine ab sofort beim Einstecken kurz grün blinkende LED am TUL-Stick dessen Betriebsbereitschaft. Hängt das KNX-Netz zusätzlich bereits an den entsprechenden beiden Klemmen des TUL, leuchtet weiterhin eine rote LED am TUL-Stick. Alle Infos gibt es auch nochmal auf der busware-Seite selbst, auf welcher der Stick inkonsistenterweise als "TUL - TPUART USB light" bezeichnet wird. Geht es nur mir so oder führen solche vom Hersteller inkonsequent genutzten Bezeichnungen auch bei euch oftmals für Verwirrung? TUL-Stick mit dauerhaft gültigem Namen einbinden Ist der TUL-Stick per USB eingesteckt, wird er vom System gewöhnlich automatisch unter /dev/ttyACM0 eingebunden. Wenn noch weitere USB-Sticks angeschlossen werden, kann es jedoch spätestens beim nächsten Neustart zu Problemen kommen, da sich die Bootreihenfolge und damit auch die Durchzählziffer am Ende des Mountpoints ändern kann. Deshalb sollte in jedem Fall ein dauerhaft gültiger Name bzw. Link erzeugt werden, damit der Stick - egal was sonst noch angeschlossen wird - immer unter der selben "Kennung" erreichbar ist. Dazu werden drei Dinge benötigt: Seriennummer, Hersteller-ID und Produkt-ID. Mit dem Befehl ls -la /dev/serial/by-id/ sollte sich der angeschlossene TUL-Stick zu erkennen geben. In meinem Fall erfolgt die Rückmeldung vom System: lrwxrwxrwx 1 root root 13 Jul 16 06:41 usb-busware.de_TPUART_transparent_85330323834351C030C0-if00 -> ../../ttyACM0 Entsprechend ist der Stick derzeitig per /dev/ttyACM0 ansprechbar. In obiger Rückmeldung ist praktischerweise auch bereits die Seriennummer enthalten, welche wir gleich noch brauchen werden: 85330323834351C030C0 Alternativ lässt sich die Seriennummer auch über den Befehl udevadm info -a -n /dev/ttyACM0 | grep '{serial}' | head -n1 ausgeben: ATTRS{serial}=="85330323834351C030C0" Nun brauchen wir noch die Hersteller- und Produktkennung. Diese lauten beim TUL-Stick gewöhnlich: 03eb und 204b Um auf Nummer Sicher zu gehen, lassen sich diese Daten auch direkt vom Stick auslesen: udevadm info -a -n /dev/ttyACM0 | grep '{idVendor}' | head -n1 sollte die Hersteller-ID ausspucken: ATTRS{idVendor}=="03eb" Und der Befehl udevadm info -a -n /dev/ttyACM0 | grep '{idProduct}' | head -n1 sollte die Produkt-ID anzeigen: ATTRS{idProduct}=="204b" Alternativ lassen sich diese Werte auch über den Befehl lsusb kontrollieren: Bus 001 Device 004: ID 03eb:204b Atmel Corp. LUFA USB to Serial Adapter Project Jetzt fehlt nur noch die Erweiterung der gewöhnlich noch unbeschriebenen Datei  /etc/udev/rules.d/99-usb-serial.rules sudo nano /etc/udev/rules.d/99-usb-serial.rules mit dem Eintrag: SUBSYSTEM=="tty", ATTRS{idVendor}=="03eb", ATTRS{idProduct}=="204b", ATTRS{serial}=="85330323834351C030C0", SYMLINK+="knx", OWNER="knxd" Wichtig ist dabei die Angabe des "SYMLINK", also des Einhängepunkts, welcher hier "knx" lautet. Das Device wird später also unter /dev/knx erreichar sein. Dann noch die Angabe des "OWNER" als "knxd", sodass der später genutzte knxd-Dienst auch den notwendigen Zugriff auf den TUL-Stick erhält. Die Datei jetzt mit STRG + o speichern und den nano-Editor mit STRG + x schließen. Zum Abschluss am besten noch ein Restart des Systems mit: sudo reboot Sobald das System wieder verfügbar ist, lässt sich die neu generierte Verklinkung prüfen mit: ls -la /dev/knx Das sollte dann so aussehen: lrwxrwxrwx 1 root root 7 Jul 15 16:31 /dev/knx -> ttyACM0 knxd installieren und einrichten Da knxd einige Abhängigkeiten zu anderen Paketen besitzt, müssen diese erstmal nachinstalliert werden: sudo apt-get update && sudo apt-get -y install git-core build-essential debhelper libusb-1.0-0-dev dh-systemd libev-dev libfmt3-dev autotools-dev autoconf automake libtool libusb-1.0-0-dev base-files base-files cmake Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit spuckt obiger Befehl mindestens eine Fehlermeldung aus und/oder bricht ab, ohne alle Pakete komplett zu installieren. Das liegt einfach daran, dass je nach verwendetem Linux-Betriebssystem bzw. Betriebssystem-Version andere Pakete verfügbar bzw. aktuell sind. In diesem Fall einfach beim nächsten Schritt weitermachen. Denn dort wird dann auch angezeigt, welche Pakete noch fehlen, sodass diese dann Schritt für Schritt nachinstalliert werden können. Erstmal wird knxd von GitHub gezogen und für die Installation vorbereitet: git clone https://github.com/knxd/knxd.git cd knxd git checkout master dpkg-buildpackage -b -uc Sofern noch notwendige Pakete fehlen (was sehr wahrscheinlich ist), erfolgt jetzt direkt eine Meldung, welche dies sind. Die angezeigten Paketnamen werden jetzt - am besten schrittweise - nachinstalliert mit: sudo apt-get -y install ANGEZEIGTER_PAKETNAME Jetzt kann man einfach nochmal den Befehl "dpkg-buildpackage -b -uc" absetzen und hoffen, dass alle notwendigen Pakete vorhanden sind. Falls nicht, müssen die noch fehlenden Pakete eben auch noch nachinstalliert werden. Ich musste das Vorgehen selbst einige Male wiederholen, bis die dann mehrere Minuten dauernde Paketerstellung auch tatsächlich ausgeführt werden konnte. Hat das funktioniert, fehlt noch die Installation der fertig kompilierten Software: cd .. sudo dpkg -i knxd_*.deb knxd-tools_*.deb Jetzt muss "nur" noch die Konfigurationsdatei unter /etc/knxd.conf mit den korrekten Daten gefüttert werden, damit der TUL-Stick als Gateway agieren kann: sudo nano /etc/knxd.conf Die bereits eingetragene Zeile KNXD_OPTS=“-e 0.0.1 -E 0.0.2:8 -u /tmp/eib -b ip: wird erstmal mit einer führenden # auskommentiert. Danach wird die Datei ergänzt um den Eintrag: KNXD_OPTS="-e 1.0.1 -E 1.0.200:10 -u /tmp/eib -D -T -R -S -b tpuarts:/dev/knx" Wer eine abweichende physikalische Adresse (hier: 1.0.1) oder andere reservierte Client-Adressen (hier: 1.0.200 - 1.0.209) benötigt, passt den Code entsprechend an. Was die ganzen Optionen bedeuten, lässt sich mit dem Befehl knxd --help herausfinden. Ist man mit dem Ausdruck zufrieden, kann die Datei mit STRG + o gespeichert und der nano-Editor mit STRG + x geschlossen werden. Insgesamt war es trotz recht ausführlicher Dokumentation der knxd-Projektseite für mich nicht so einfach überhaupt eine funktionierende Konfiguration mit dem TUL-Stick zum Laufen zu bekommen. Für Experten sicherlich das einfachste der Welt, für mich war es schon etwas fummelig. Vermutlich wird mir auch gleich jemand an den Hals springen (vielleicht sogar Matthias selbst), dass ich die Optionen in obigem Ausduck nicht korrekt benutze. Ich bin gespannt und warte schon mal auf Feedback. ;) Eigentlich sollte der knxd-Dienst beim nächsten Neustart automatisch gestartet werden, aber es kann an dieser Stelle auch nicht schaden die systemd-Einträge nochmal manuell zu aktivieren: sudo systemctl enable knxd.service && sudo systemctl enable knxd.socket Zum Schluss noch ein Neustart mit sudo reboot und sobald das System wieder verfügbar ist, kann der ordnungsgemäße Betrieb mit systemctl status knxd.socket und systemctl status knxd.service geprüft werden. Hat alles geklappt, wird bei jedem Befehl ein "grüner Dot" angezeigt, gefolgt von weiteren Informationen mit dem Inhalt "Active: active (running)" Auch sollte der Adapter jetzt als KNX-Schnittstelle in ETS zur Verfügung stehen, um KNX-Komponenten zu programmieren bzw. den Bus zu monitoren. Lustigerweise kann damit neben dem "Gruppenmonitor" auch der "Busmonitor" genutzt werden, mit dem oben angesprochenen WEINZIERL 730 KNX IP Interface (Affiliate-Link) funktioniert das übrigens nicht. ("Die Schnittstelle unterstützt nicht den Busmonitor-Modus.") Wobei mir als Laie ohnehin nicht ersichtlich ist, was der grundlegende Unterschied zwischen Gruppen- und Busmonitor ist bzw. warum man beide benötigt. Wenn der knxd-Adapter in ETS ausgewählt und der Gruppen- bzw Busmonitor gestartet wird, lässt sich jetzt noch das Senden eines KNX-Telegramms testen, indem bspw. die Gruppenadresse 1/0/0 über folgenden Terminalbefehl auf 1 (Ein) gesetzt wird: knxtool groupswrite ip:localhost 1/0/0 1 Direkt nach dem Absenden der KNX-Mitteilung sollte diese im ETS-Busmonitor auftauchen. Aus meinem täglichen Leben Wer sich vielleicht abschließend fragt, warum man bei der ganzen Konkurrenz heutzutage noch auf den streckenweise schon sehr altbacken wirkende KNX-Standard setzen sollte, kann ich nur sagen: ES FUNKTIONIERT - ZUVERLÄSSIGST! Alle KNX-Komponenten in meinem Neubau - und das sind nicht wenige - arbeiten bereits über ein Jahr im Dauerbetrieb und das ohne jeglichen Ausfall. Und ich spiele wirklich viel an der Installation herum. Dabei hätte ich nicht im Ansatz damit gerechnet, dass der Loxone Miniserver als zentrale Steuereinheit des gesamten Systems die zig hundert eingepflegten KNX-Gruppenadressen so easy handelt, sodass man im täglichen Gebrauch keinerlei spürbare Verzögerung wahrnimmt. Gefühlt befindet man sich hier im zweistelligen ms-Bereich, was absolut verschmerzbar ist. Das Parametrieren über die ETS ist für mich vermutlich das Nervigste an KNX, was mich echt langweilt. Bis man sich durch die teilweise ellenlangen Settings gewühlt hat, um die passenden Einstellungen zu finden, vergeht meist einige Zeit. Und das anschließende Neuprogrammieren eines einzigen Gerätes dauert neben dem normalen "Busbetrieb" oft mehr als eine Minute. Gähn. Dafür kann man so ziemlich alles genau so einstellen, wie man möchte - maximale Flexibilität eben. Aus diesen Gründen habe ich vermutlich mittlerweile auch eine Art Hassliebe zu KNX entwickelt - Es nervt irgendwie, aber ohne könnte ich es mir auch nicht mehr wirklich vorstellen. Alleine die brachiale Anbietervielfalt mit einer Vielzahl unterschiedlicher Gerätetypen ist für mich einfach überzeugend. Wo sonst findet man bspw. kabelgebundene Bewegungsmelder mit vier getrennten Präsenzzonen, die noch dazu Helligkeit und Temperatur erfassen? Mehr Infos im Blogpost Operation Smart Home - Präsenzzonen für eine vollautomatische Beleuchtung sinnvoll nutzen. Nachdem mein TUL-Stick also knapp vier Jahre ungenutzt in der Schublade lag, wird er nun seinen festen Platz am Raspberry Pi im Schaltschrank finden. Neben der Programmierung von KNX-Komponenten über die ETS-Software wird er künftig alle für mich relevanten KNX-Telegramme monitoren und über Node-RED in der Lage sein, selbst Nachrichten in den KNX-Bus zu schicken. Damit möchte ich Fallback-Schaltbefehle beim Ausfall oder beim Neustart des Loxone Miniservers (dauert bei meiner überladenen Konfiguration mit 5k+ Elementen schon knapp drei Minuten) realisieren. Dann kann man über die KNX-Glastaster weiterhin noch fallback-mäßig alle Rollos/Jalousien und einen Teil der Beleuchtung steuern, da in jedem Raum mindestens eine Lampe per KNX-Dimmer angesteuert werden kann. Wer sich dafür interessiert, kann ja gerne einen Kommentar hinterlassen. Vielleicht stricke ich dann einen separaten Beitrag daraus, sobald die Umsetzung abgeschlossen ist. ### Smart Home Podcast – meintechblog Special #3 – Mehr Technik Neue Woche, neuer Podcast. Diesmal gibt es die dritte Special-Folge, in der es wieder Rund um die technische Umsetzung meines Smart Homes geht. Mit dabei die alten Bekannten KNX, DMX, 1-Wire und natürlich Loxone - aber auch DALI wird diesmal angesprochen und die Gründe, weshalb ich auf dieses Bussystem explizit verzichtet habe. Wer bis zum Schluss durchhält, kann auch endlich einen ersten Blick auf bzw. in meinen Schaltschrank werfen. Und jetzt auch endlich mit neuem Mikrofon, damit die 80 Minuten hoffentlich nicht mehr ganz so schrecklich anzuhören sind -> Podcast auf YouTube Matthias hat wieder jede Menge Fragen zu den einzelnen Smart-Home-Themen, weshalb die dritte Podcastfolge nochmal etwas länger geworden ist. Ich hoffe, dass es dennoch nicht langweilig wird. Diesmal tauchen wir teilweise schon recht tief in die Technik ein und behandeln am Rande auch exotischere Themen wie Multi-Room-Audio.  Sollte also für jeden Technik-Fan etwas Spannendes dabei sein. https://youtu.be/-rPKLQoFxlE YouTube-Direktlink Ich nutze jetzt übrigens das Auna MIC-900B USB (Affilaite-Link), welches auf den ersten Blick einen wirklich guten Eindruck auf mich hinterlässt. Wie immer abschließend noch einige Links und Infos zur Podcastfolge: 05:20 Operation Smart Home – 3 Leitungskilometer und gefühlt 1.000 Arbeitsstunden später… -> Gliederungspunkt: 24V-Verteilung 22:10 KNX Busspannung ist natürlich 30V und nicht 24V und einzelne KNX-Komponenten brauchen im Schnitt auch nur knapp 10mA und damit eben 0,3 Watt 36:20 Martin Öller im Interview – Der Mitgründer von Loxone zum Thema Smart Home 37:55 Focal Custom IW 106 (Affiliate-Link) 45:40 Operation Smart Home – 3 Leitungskilometer und gefühlt 1.000 Arbeitsstunden später… -> Gliederungspunkt: Audioverteilung 56:30 Holzbalkenfinder 1:02:10 Bodenfeuchtesensor Truebner SMT50 1:18:25 WLan-Anwesenheitserkennung mit UniFi-Accesspoints in FHEM einbinden und an Loxone weiterleiten ### Smart Home Podcast - meintechblog Special #2 - Technik Matthias und ich haben uns direkt nochmal hingesetzt und eine zweite gemeinsame Podcast-Folge aufgezeichnet. Da sich die Tonqualität erst bei der nächsten Folge bessern wird, müsst ihr dieses Mal also nochmal etwas genauer hinhören. Also Ohren spitzen und Link klicken -> Podcast auf YouTube Inhaltlich geht es in der knapp 60 minütigen Session mit Fokus um die von mir im Smart Home verbaute Technik. Von der Beleuchtung, Heizung, Beschattung bis hin zur Wohnraumlüftung versuche ich viele Infos zu geben und die zahlreichen Rückfragen von Matthias adäquat und in Kürze zu beantworten. Neben Loxone, dem "Gehirn" meines Smart Home, habe ich diverse Komponenten anderer Standards (u.A. KNX, DMX, OneWire) und Systeme (FHEM, LoxBerry) im Einsatz, die durch kabelgebundene Sensoren bzw. Aktoren im Hintergrund die notwendigen Schnittstellen zur physischen Welt herstellen. Wie mein dahinterstehendes Konzept des Ganzen aussieht, wird dabei ebenfalls im Podcast angeschnitten. https://youtu.be/Q4_7KN8F1h4 YouTube-Direktlink Abschließend noch einige Anmerkungen zum Inhalt: 05:20 DMX4ALL DMX-LED-Dimmer X9HR (Anbieter-Link) 05:50 Meanwell HLG-600H-24A Netzteil 600W (Affiliate-Link) 07:05 PWM-Frequenz sogar bis 4 kHz beim DMX-LED-Dimmer X9HR (Anbieter-Link) (etwas teurer) 09:50 MDT Glastaster II Smart (Affiliate-Link), ganz neu jetzt auch: MDT Taster Smart 86 14:25 Nachgezählt sind es doch in Summe 13 im ganzen Haus 26:30 Die Zeitschaltuhren sind den Dämmerungswerten "nachgeschaltet" 51:55 HomeBridge mit Loxone-Plugin Und die zum Postcast passenden Links: Generell viele Infos zu vielen angesprochenen Smart-Home-Funktionen Operation Smart Home: Zwischenstand – Loxone, KNX, 1Wire und Co. 10:40 Operation Smart Home – Präsenzzonen für eine vollautomatische Beleuchtung sinnvoll nutzen Achso, und beim nächsten Mal sollte die Tonqualität dann hoffentlich besser sein. Das Auna MIC-900B USB (Affilaite-Link) ist bereits eingetrudelt und warten auf den ersten Einsatz, dann in Folge 3 des Podcast-Specials. 23:10 Operation Smart Home – Gewerkeübergreifende Funktionsbereiche: Verschattung 33:25 Operation Smart Home – Gewerkeübergreifende Funktionsbereiche: Heizungssteuerung 46:15 Must-Have: Telegram-Chat mit deinem Smart Home per FHEM realisieren 51:45 Alexa, Licht an! – Pimp my Smart Home (Loxone, FHEM) in unter einer Stunde 56:10 Operation Smart Home – Türkontakte installieren und sinnvoll nutzen ### Smart Home Podcast - meintechblog Special #1 - Vorstellung Nachdem Matthias und ich bereits seit Ewigkeiten mit einer gemeinsamen Podcast-Folge zum Thema Smart Home starten wollten, ist es nun endlich soweit. Da ist das Ding-> Podcast auf YouTube In der ersten knapp 40 minütigen YouTube-Session unterhalten wir uns etwas über meinen Blogging- und Smart-Home-Werdegang seit den Anfängen vor knapp 8 Jahren bis hin zur Konzeption meines Neubaus, in dem jede Menge Technik einziehen durfte. Auch wenn wir in der ersten Folge nur einen Bruchteil denkbarer Themen anschneiden konnten, hoffe ich, dass für jeden Blogleser etwas Interessantes dabei ist. Und bitte zerfetzt die Folge nicht gleich in der Luft, für mich war dieses Podcast-Interview das erste dieser Art - ich hoffe aber, dass "meine Leistung" dennoch einigermaßen zufriedenstellend war. Unser Gastblogger Matthias von haus-automatisierung.com macht als alter Podcast-Hase natürlich einen prima Job. Vielen Dank deshalb an dieser Stelle auch nochmal an dich Matthias, ich hoffe wir können dieses Format künftig ausbauen. https://youtu.be/MLKNRPo-PU4 YouTube-Direktlink Würde mich jedenfalls mega über Feedback von allen Zuhörern freuen und vorallem auch, ob ihr noch weitere Inhalte, dann natürlich etwas mehr in die Tiefe gehend, hören bzw. sehen möchtet. Was interessiert euch am meisten? Und hier noch die Links der im Podcast angesprochenen Inhalte: 02:00 Home Automation: Lichtsteuerung mit dem iPhone 07:30 Operation Smart Home – 3 Leitungskilometer und gefühlt 1.000 Arbeitsstunden später… 09:35 Smart Home mit Loxone 11:45 Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen 13:00 Martin Öller im Interview – Der Mitgründer von Loxone zum Thema Smart Home 14:15 Zu Besuch bei Loxone 19:30 Comexio Demo - Links oben auf die drei waagrechten Striche klicken und dann unten Grundriss auswählen 20:50 3 LED-Stripes für warmweisses Licht im direkten Vergleich 22:00 Operation Smart Home – Präsenzzonen für eine vollautomatische Beleuchtung sinnvoll nutzen 22:15 KNX-Aktor in 10 Schritten mit ETS5 programmieren 40:00 Operation Smart Home – Türkontakte installieren und sinnvoll nutzen ### Must-Have: Telegram-Chat mit deinem Smart Home per FHEM realisieren In Asien werden Waren und Dienstleistungen schon längst per Chat-Bot geordert, weshalb also nicht auch mit dem eigenen Zuhause chatten, um Statusinformationen sekundenschnell aus der Ferne abzurufen oder automatisch bei wichtigen Ereignissen auf dem Laufenden zu bleiben? Quasi Push-Benachrichtigung 2.0 inklusive Interaktionsmöglichkeit über Chat-Befehle. Wer es noch nicht probiert hat, wird vielleicht wie ich skeptisch sein: "Was ein Quatsch, über meine Smart-Home-App geht das alles doch genauso." So oder so ähnlich hätte ich vermutlich vor Kurzem auch reagiert. Bis ich es selbst mal aus Spaß getestet habe. Was soll ich sagen: Mein Nutzungsverhalten hat sich schon nach kurzer Zeit geändert, für einige Funktionen nutze ich primär nur noch den Telegram-Chat, obwohl ich erst einen kleinen Teil der möglichen Funktionen umgesetzt habe. Der Chat-Bot ist einfach zu praktisch, um bspw. von unterwegs mit dem Chat-Befehl "Haustür" schnell mal ein Live-Bild der IP-Cam (Affiliate-Link) anzufordern oder die Temperatur per "Heizung aus" zentral in den Sparmodus zu versetzen, wenn man längere Zeit nicht Zuhause ist. Wie sich ein solcher WAF-freundlicher Telegram-Gruppenchat in FHEM realisieren lässt, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Eigenen Telegram-Chatbot erstellen Zu allererst benötigt eure FHEM-Installation einen eigenen Telegram-Benutzer, damit FHEM später als Bot über Telegram die gewünschten Nachrichten senden und empfangen kann. Dazu schnappt ihr euer Smartphone mit installierter Telegram-App und startet einen neuen Chat mit dem User "BotFather". Klingt komisch, ist aber so. Die erste Nachricht, die ihr dem BotFather schickt, lautet: /newbot Jetzt erfolgt die Rückfrage, wie euer Bot heissen soll. Einfach den gewünschten Namen eintippen und im Chat versenden. Im Anschluss muss noch ein eindeutiger Benutzername (username) vergeben werden, der auf _bot endet. GewünschterName_bot eingeben und absenden. Der BotFather antwortet mit einer Nachricht inklusive HTTP API-Token, welcher später in FHEM benötigt wird. Am besten kopiert ihr den Token (oder die ganze Nachricht) und sendet euch den Inhalt selbst per E-Mail für ein späteres Copy&Paste in FHEM zu. Denn beim manuellen Abtippen der langen Zahlenkolonne können sich sonst schnell Fehler einschleichen und dann funktioniert das Ganze natürlich nicht. Damit später auch Gruppen-Chats mit mehreren Teilnehmern möglich sind, müssen jetzt noch die Privatsphäre-Einstellungen des neu angelegten Bots angepasst werden. Dazu dem BotFather die Nachricht /setprivacy senden. Auf Rückfrage, welcher Bot angepasst werden soll, tippt ihr den von euch vergebenen Benutzernamen mit einem führenden @ davor ein. Also in diesem Fall wäre es eben @GewünschterName_bot Zum Schluss müsst ihr nur noch die Nachricht Disable absenden und das war es an dieser Stelle auch schon. PS: An dieser Stelle zwar nicht notwendig, jedoch für den laufenden Betrieb sicherlich früher oder später relevant -> Mit dem Befehl /mybots wird die Liste eigener Bots aufgelistet und hier lassen sich alle relevanten Einstellungen ändern und so bspw. auch der API Token einsehen bzw. widerrufen. Nicht mehr benötigte Bots lassen sich auch löschen. FHEM für den Telegram-Chat vorbereiten Dank des Moduls TelegramBot kann FHEM mit dem Telegram-Dienst über dessen offene API kommunizieren. Dazu in die FHEM-Kommandozeile define Hallbude TelegramBot 123456789:ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZabcdefgh eingeben und mit Enter bestätigen. "Hallbude" muss jeder natürlich entsprechend anpassen. Zur Not tut es auch der Name "ChatBot", da das nur die von FHEM intern genutzte Bezeichnung ist. Die Zeichenkette 123456789:ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZabcdefgh ist der Telegram API-Key, den euch der BotFather vorhin zugesendet hat. Damit später alles klappt, müssen noch einige Attribute hinzufügt werden, die nacheinander über die FHEM-Kommandozeile abgesetzt werden: attr Hallbude pollingTimeout 120 attr Hallbude event-on-change-reading state attr Hallbude event-on-update-reading msgText Sobald dies erledigt ist, sollte sich der Device-Status in FHEM nach kurzer Zeit auf "Polling" ändern. Jetzt ist der Chat-Bot empfangs- und sendebereit. Nun schnappt euer Smartphone und schickt eurem Bot die erste Nachricht mit dem Inhalt "test". Am besten schreibt ihr die Nachricht direkt an den vergebenen Usernamen mit einem führend @. Also in diesem Beispiel wäre das "@GewünschterName_bot" In FHEM sollte euer ChatBot jetzt das Reading "msgText" mit der gerade versendeten Testnachricht auftauchen. Beim Reading "Contacts" wird dann auch euer Smartphone-User inkl. Telegram-Nummer angezeigt. Hat das funktioniert, sollte man direkt ein weiteres Attribut setzen -> SEHR WICHTIG!: attr Hallbude allowUnknownContacts 0 Damit wird sichergestellt, dass der Chat-Bot in FHEM nur eingehende Nachrichten verarbeitet, die von einem bekannten Kontakt stammen, der schon mal eine Nachrichten gesendet hat. Möchtet ihr also einen weiteren Telegram-Nutzer "freischalten", ändert ihr das obige Attribut wieder temporär auf "1", schickt dem Bot eine Nachricht und wechselt das Attribut wieder zurück auf "0". So ist später sichergestellt, dass kein Dritter Befehle an euren Chat-Bot senden kann. Wenn ihr einen Gruppen-Chat mit eurem Bot und einer weiteren Person starten möchtet, geht ihr eben genauso vor. Die erste Nachricht an die neue Gruppe schickt ihr dabei einfach vom Smartphone aus. Im FHEM-Device wird der Gruppen-Chat samt automatisch generierter Telegram-Nummer ebenfalls unter "Contacts" gesichert. Gruppen-Chats kann man auch daran erkennen, dass der für diesen Zweck generierte Kontakt dann ein - vor der Nummer trägt. Jetzt könnt ihr versuchen von FHEM heraus eine Nachricht an euer Smartphone bzw. die Gruppe zu senden. set Hallbude message @TelegramGruppenchat TEST @TelegramGruppenchat ist dabei die gewünschte Telegram-Gruppe, an welche die Nachricht gesendet werden soll. Hier einfach im FHEM-Device unter "Contacts" spicken, wobei es egal ist, ob die Nachricht an die angezeigte Nummer oder den angezeigten Namen gesendet wird. Als nächstes könnt ihr ausprobieren, ob der Chat-Bot auf eingehende Nachrichten antworten kann. define TelegramMessage00 notify Hallbude.msgText:.ping set Hallbude message @TelegramGruppenchat pong Wird vom Smartphone ein "ping" an die Chat-Gruppe gesendet, sollte der Bot sofort mit einem "pong" antworten. IP-Cam-Bild auf Anfrage per Chat versenden Die oben eingehende "ping"-Nachricht lässt sich also als Trigger nutzen, um den Chat-Bot zu einer Reaktion bzw. Antwort zu bewegen. Das wird nun dazu genutzt, dass der Chat-Bot beim Erhalt der Nachricht "Haustür" das Bild der eingebundenen IP-Cam versendet. Um eine IP-Cam zu integrieren, wird das FHEM-Modul IPCAM verwendet. Voraussetzung ist dabei, dass das Kamerabild per URL abgegriffen werden kann. Das funktioniert bei jedem Hersteller etwas anders, deshalb einfach mal die Kamera-Anleitung studieren, wie die genaue HTTP-Adresse lautet. Bei manchen Kameras funktioniert das übrigens gar nicht, deshalb vor dem Kauf unbedingt darauf achten. Im Fall einer Mobotix-Kamera (Affiliate-Link) sieht das dann so aus: define MobotixNordEG IPCAM 192.168.3.25 attr MobotixNordEG basicauth admin:password attr MobotixNordEG event-on-update-reading telegram,last attr MobotixNordEG path record/current.jpg attr MobotixNordEG room Auffahrt,Ueberwachung attr MobotixNordEG storage ./www/snapshots Die Mobotix-Kamera stellt das Kamerabild über die URL http://admin:password@192.168.3.25/record/current.jpg bereit. Entsprechend sehen obige Attribute aus. Mit dem "storage"-Attribut wird dann noch der Ort definiert, an dem FHEM das aktuell von der Kamera abgerufene Bild zwischenspeichert. Dieser Wert kann einfach übernommen werden. Mit dem Befehl define TelegramMobotixNordEG notify MobotixNordEG.last.* set Hallbude sendImage @TelegramGruppenchat /opt/fhem/www/snapshots/MobotixNordEG_snapshot.jpg wird dann noch festgelegt, dass ein gerade zwischengespeichertes IP-Cam-Bild automatisch per Telegram versendet wird. Das passt für meinen Anwendungsfall perfekt, da ich die Kamera in FHEM nur in Kombination mit Telegram nutze. Wenn jetzt mit dem Befehl get MobotixNordEG image ein neues Bild abgerufen wird, sollte es auch direkt über Telegram versendet und im Gruppen-Chat zugestellt werden. Um das Bild auch per Chat anfordern zu können, dient der Befehl: define TelegramMessage1 notify Hallbude.msgText:.*(H|h)austür set Hallbude message @TelegramGruppenchat \:D;; get MobotixNordEG image Sobald "Haustür" oder "haustür" an den Chat-Bot gesendet wird, antwortet er mit einem Smiley (es können auch Emoji verwendet werden, diese werden hier im Blog aber nicht korrekt angezeigt), gefolgt vom frisch geschossenen Webcam-Bild. Erstaunlich finde ich hier immer wieder, wie schnell das Ganze funktioniert. Bei vernünftiger LTE-Anbindung kommt die Antwort vom Chat-Bot ohne merkliche Verzögerung. IP-Cam-Bild automatisch zusenden sobald jemand klingelt Ist die Haustürklingel in FHEM eingebunden, kann man sich über Telegram auch automatisch ein Bild zusenden lassen, sobald jemand den Klingelknopf drückt. define TelegramHaustuerklingel notify Haustuerklingel:on { fhem ("set Hallbude message \@TelegramGruppenchat Klingeling - Haustür anrufen: 0791-202xxxxx;; get MobotixNordEG image")} Hier möchte ich den set-Befehl einmal etwas umständlicher mit den Klammern vorstellen, der später noch zwingend benötigt wird, sobald weitere Bedingungen im Befehl hinzukommen. Wichtig dabei ist, dass in diesem Fall vor bestimmte Zeichen - wie das @ - ein \ gesetzt wird, um nicht als Steuerzeiche interpretiert zu werden. PS: Ja, ich kann mittlerweile auch endlich meine Haustürsprechanlage von unterwegs erreichen - sogar per eigener Telefonnummer. Wie das funktioniert, habe ich im Blogpost Operation Gegensprechanlage - Am Ende wird doch noch alles gut beschrieben. IP-Cam-Bild automatisch zusenden bei Bewegung Genial finde ich die Funktion der Mobotix-Kameras, dass gewünschte Bildbereiche durch Bewegungsprofile inkl. Bewegungsrichtungen ausgewertet werden können. So verschickt der Telegram-Bot dann automatisch ein Bild, sobald bspw. das Grundstück von einer Richtung betreten wird. define TelegramMobotixNordEG notify MobotixNordEG.telegram:.AuffahrtZurHaustuer { if (ReadingsVal("MobotixNordEG", "push", "-1") eq "active") { fhem ("set Hallbude message \@TelegramGruppenchat Haustür - Bewegung von Auffahrt zur Haustür;; get MobotixNordEG image")}} Wie die Mobotix-Kamera im Detail eingestellt werden muss, damit sie bei Bewegung einen entsprechenden Trigger an FHEM sendet, werde ich aufgrund der schon recht komplexen Einrichtung in einem separaten Artikel erklären. In obigem Befehl ist dann noch eine if-Bedinung enthalten, sodass das notify nur dann auslöst, wenn das Reading "push" auf "active" steht. Um den Wert des Readings zu setzen, werden noch folgende beiden notify-Befehle benötigt. define TelegramNordEGNotify1 notify Hallbude.msgText:.*(H|h)austür.*(aus|deaktiv|stop|off).* { if (ReadingsVal("MobotixNordEG", "push", "-1") eq "inactive") { fhem ("set Hallbude message \@TelegramGruppenchat Haustür sendet bereits keine Updates mehr.")} else { fhem ("setreading MobotixNordEG push inactive;; set Hallbude message \@TelegramGruppenchat Haustür sendet ab sofort keine Updates mehr.")}} define TelegramNordEGNotify2 notify Hallbude.msgText:.*(H|h)austür.(ein|an|aktiv|start|on).* { if (ReadingsVal("MobotixNordEG", "push", "-1") eq "active") { fhem ("set Hallbude message \@TelegramGruppenchat Haustür sendet bereits Updates.")} else { fhem ("setreading MobotixNordEG push active;; set Hallbude message \@TelegramGruppenchat Haustür sendet ab sofort wieder Updates.")}} Damit kann man die Benachrichtigungen bequem per Chat ein- und ausschalten, indem man dem Chat-Bot die Nachrichten "Haustür ausschalten" oder "haustür aktivieren" schickt. Der Chat-Bot antwortet dann auch noch passend je nach aktuellem Status des Readings. Nach diesem Schema lassen sich dann im Grunde alle möglichen Benachrichtigungen realisieren. Aus meinem täglichen Leben Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass ich diesem Chat-Dings irgendwas abgewinnen kann. Dachte das ist ein unnötiges Gimmick, das keiner braucht. Und viel weniger noch, dass meine bessere Hälfte die Funktion auf Anhieb cool findet und mittlerweile sogar häufiger nutzt als ich. Zum Spaß lasse ich uns gerade auch mal den Wasserverbrauch des jeweils letzten Duschvorgangs (Wasserzähler mit Impulsausgang ausgestattet und Logik in Loxone abgebildet) zusenden, was sich gerade zu einem kleinen Dusch-Battle um den geringsten Verbrauchswert entwickelt. Unnötig? Klar! Trotzdem cool? Hell yes!. Genau dafür ist die Technik doch da! Nebenher spart man spielerisch auch noch wertvolle Ressourcen. Zumindest bekommt man einen besseren Eindruck davon, wie sich das eigene Nutzungsverhalten auswirkt und in welchen Größenordnungen sich der Verbrauch überhaupt so bewegt. Eine ebenfalls wirklich praktische Funktion ist die Geofence-Benachrichtigung auf Basis von HomeBridge (werde ich auch bald mal vorstellen). So werden die Mitglieder des Gruppen-Chats bspw. automatisch darüber informiert, wenn jemand auf dem Weg nach Hause ist. Wichtig finde ich dabei die Umsetzung, dass jeder automatische Benachrichtigungstyp per Chat-Befehl ein- und ausgeschaltet werden kann. So lässt sich verhindern, dass manche Nachrichten, die sonst zu häufig gesendet werden (z.B. Bewegung zur Haustür erkannt), womöglich anfangen zu nerven. Könnte man vielleicht noch erweitern, sodass man bestimmte Nachrichttypen auch für eine gewisse Zeit deaktivieren kann - z.B. "haustür aus für 1 tag". Aber das lässt die Logik im Hintergrund auf der anderen Seite auch recht rasch anwachsen. Insgesamt bin ich von der Chat-Funktion nach wie vor begeistert. Einmal eingerichtet, erhält man automatisch gewünschte Benachrichtigungen und kann bequem von unterwegs mit seinem Smart Home interagieren. Das alles ohne zusätzliche technische Voraussetzungen, wie Port Forwarding oder VPN und vorallem ohne merkliche Verzögerung - die Antworten kommen in Sekundenschnelle. Sogar die Bilder der in FHEM eingebundenen IP-Cam (Affiliate-Link), was echt Spaß macht. Für den Außenbereich nutze ich übrigens die Kombination aus dem Kameramodul FlexMount S15D (MX-S15D-Sec Core) (Affiliate-Link) mit dem Sensor MX-SM-D10-PW-6MP (Affiliate-Link) samt Gehäuse MX-PTMount-OPT-PW (Affiliate-Link). Der Austausch per Gruppen-Chat fühlt sich in Telegram einfach total natürlich an, einfach den gewünschten Befehl schreiben und die Antwort kommt sofort - ganz nebenbei  können die Mitglieder der Gruppe auch noch untereinander chatten - ebenfalls sehr praktisch. Den Telegram-Chat mit dem eigenen Smart Home würde ich jedenfalls nicht mehr missen wollen und kann ihn deshalb jedem nur wärmstens ans Herz legen. Wer hat sonst noch IP-Cam(s) in FHEM eingebunden oder hat Ideen für praktische Telegram-Nachrichten vom FHEM-ChatBot? Würde mich über günstige Produktempfehlungen und Anregungen freuen! ### WLan-Anwesenheitserkennung mit UniFi-Accesspoints in FHEM einbinden und an Loxone weiterleiten FHEM, für mich nach wie vor das Schweizer Taschenmesser unter den Smart-Home-Gateways, setze ich nun auch für die heimische Anwesenheitserkennung per WLan ein. Da ich insgesamt vier UniFi-Accesspoints installiert habe, verrät mir das System sogar recht genau, in welchem Bereich des Hauses welches Gerät anzutreffen ist. Wie man diese wirklich zuverlässige WLan-Anwesenheitserkennung in nur wenigen Schritten auf einem Raspberry Pi einrichtet, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Hier wird anschließend auch kurz gezeigt, wie die Anwesenheitsinfos einzelner Devices zwecks Visualisierung an Loxone weitergereicht werden können. UniFi-Accesspoints und die Tracking-Möglichkeiten Nach mehr als eineinhalb Jahren seit meinem ersten Blogpost Pimp my WLAN – Bester Empfang im ganzen Haus durch Zero Handoff Roaming folgt nun endlich ein weiterführender Artikel zum Thema UniFi, den ich aufgrund des zurückliegenden Hausbaus einfach immer wieder vor mich her geschoben hatte. Umso froher bin ich, dass die Umsetzung auf Anhieb geklappt hat und die Qualität der Anwesenheitserkennung - es werden primär zwei iPhone X getrackt - bisher absolut fehlerfrei läuft. Aktuell nutze ich dazu pro Stockwerk zwei UAP-PRO (Affiliate-Link), welche räumlich so positioniert sind, dass die beiden Stockwerke des Hauses recht gleichmäßig versorgt werden. Im Erdgeschoss ist ein Accesspoint bspw. hinter der Küchenblende und ein weiterer im hinteren Dielenbereich installiert: Das Besondere am WLan-Tracking der hier vorgestellten UniFi-Lösung ist dabei, dass keine stromfressende, direkte Abfrage einzelner Geräte (LAN-Ping) notwendig ist. Mobile Endgeräte, die im Standby aus naheliegenden Gründen auf Stromsparmechanismen zurückgreifen müssen, wären so nämlich nach wenigen Minuten nicht mehr erreichbar und würden als "offline" angezeigt, obwohl sie sich noch vor Ort befinden. Stattdessen lässt sich die Anwesenheitsinformation direkt aus dem UniFi-Controller auslesen, welcher primär als Einrichtungs- und Verwaltungssoftware der UniFi-Accesspoints fungiert. Und das funktioniert auch dann reibungsfrei, wenn Geräte in den Stromsparmodus wechseln und nicht mehr anpingbar sind. Einzige Einschränkung ist dabei, dass der Status eines "schlafendes" Gerätes beim Verlassen der Reichweite erst nach einer Verzögerung von knapp fünf Minuten auf "offline" wechselt. Aber diese Einschränkung ist halb so wild, gerade wenn man noch weitere Ortungsdienste wie bspw. Geofancing oder die Anwesenheitserkennung durch Präsenzmelder einbeziehen kann. UniFi-Controller auf dem Raspberry Pi installieren Die UniFi-Controller-Software ist glücklicherweise für verschiedene Betriebssysteme verfügbar und lässt sich so auch mit wenigen Handgriffen auf einem Raspberry Pi installieren. Genutzt werden kann bspw. ein Grundsystem, basierend auf einem Raspbian-Image, dessen Einrichtung inkl. FHEM im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in weniger als einer Stunde einrichten beschrieben wurde. In meinem Fall kommt aber ein bereits im Schaltschrank installierter Raspberry Pi auf Basis eines fertigen LoxBerry-Image zum Einsatz, wie im Blopost LoxBerry in 10 Minuten auf dem Raspberry Pi installieren – Die ultimative Erweiterung für dein Smart Home von Loxone erklärt. Das Coole an LoxBerry ist dabei, dass sich dort FHEM als LoxBerry-Plugin mit nur einem Klick nachinstallieren lässt und man auf diese Weise super einfach mehrere "Welten" unter einer Haube kombinieren kann. Aber egal welches Grundsystem darunterliegt, die Installation läuft im Grunde überall gleich ab. Im Detail unterscheiden sich die Befehle aber dennoch etwas, weshalb nachfolgend zwei Wege gezeigt werden, einmal für ein Raspbian-Grundsystem und einmal für eine fertige LoxBerry-Installation. Zuerst per ssh auf dem Raspberry Pi einloggen. Im Falle von Raspbian lautet der Login: ssh pi@192.168.3.69 Die IP muss natürlich jeder entsprechend anpassen. Das Standardpasswort lautet - sofern nicht geändert - "raspberry" (ohne Anführungszeichen). Als Voraussetzungen wird JSON benötigt, welches vermutlich schon vorinstalliert ist. Zur Sicherheit einfach nochmal prüfen: sudo apt-get -y install libjson-perl Dann werden die notwendigen Sources für den UniFi-Controller hinzugefügt: sudo sh -c "echo 'deb http://www.ubnt.com/downloads/unifi/debian stable ubiquiti' > /etc/apt/sources.list.d/ubnt.list" Anschließend werden die notwendigen Keys ergänzt: sudo apt-key adv --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv 06E85760C0A52C50 Abschließend wird der UniFi-Controller installiert: sudo apt-get -y --allow-unauthenticated install unifi Ganz zum Schluss dann noch ein Neustart des Systems: sudo reboot Wer den UniFi-Controller bereits installiert hat, kann auch einfach ein Update anstoßen mit: "sudo apt-get update && sudo apt-get -y --allow-unauthenticated install unifi" (ohne Anführungszeichen) - Neue Versionen sind übrigens in regelmäßigen Abständen verfügbar, es lohnt sich also hin und wieder ein Update anzustoßen. Im Falle von LoxBerry lautet der Login: ssh loxberry@loxberry.fritz.box Auf einem LoxBerry-System sehen die Befehle wie gesagt etwas anders aus, da hier root-Befehle nicht per "sudo" ausgeführt werden können. Stattdessen loggt man sich erstmal per ssh regulär mit dem im System hinterlegten User ein (hier "loxberry") und wechselt dann in der Konsole mit "su -" (ohne Anführungszeichen) in die root-shell, gefolgt von den nachfolgenden Befehlen: echo "deb http://www.ubnt.com/downloads/unifi/debian stable ubiquiti" > /etc/apt/sources.list.d/ubnt.list apt-key adv --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv 06E85760C0A52C50 apt-get -y install unifi reboot Nach dem Neustart des Systems - egal ob Raspbian oder LoxBerry - ist der Unifi-Controller dann unter dem Port 8443 erreichbar: https://192.168.3.69:8443 bzw. https://loxberry.fritz.box:8443 Wichtig dabei ist das https, da eine verschlüsselte Verbindung aufgebaut wird. Wer die initiale Einrichtung seiner UniFi-Accesspoints auf einem anderen System durchgeführt hat, kann die bestehende Konfiguration praktischerweise auf dem Raspberry Pi übernehmen, um nicht alles neu einrichten zu müssen. Dazu einfach im Ursprungssystem auf "Settings" -> "Maintenance" -> "Download Backup" klicken un die Sicherung mit der Endung .unf landet auf der Fesplatte. Im neuen System dann "Restore" -> "Choose File" wählen und das Backup zurückspielen. Sobald alles wie gewünscht läuft, geht es an den nächsten Schritt. UniFi-Controller in FHEM einbinden In FHEM lässt sich der uniFi-Controller einfach über den FHEM-Konsolenbefehl define UnifiController Unifi localhost 8443 username password einbinden. "username" und "password" sind die Login-Daten, die im UniFi-Controller vergeben wurden. Wer nur möchte, dass FHEM lesenden Zugriff auf die Daten erhält, muss vorher eben entsprechend einen Benutzer mit eingeschränkten Rechten im UniFi-Controller einrichten. Standardmäßig aktualisiert FHEM den Online-Status der WLan-Devices dann alle 30 Sekunden. Wer diesen Wert ändern möchte (würde ich jedoch nicht empfehlen), muss obigen Befehl nur um das passende Attribut ergänzen. Details dazu in der FHEM-Commandref. Damit man das FHEM-Device schnell wiederfindet, wird es per FHEM-Konsolenbefehl in einen Raum gepackt: attr UnifiController room Zentral Mit "Save config" werden alle Änderungen dauerhaft gespeichert. UniFi-Controller Readings Klickt man nun das Gerät in FHEM an, sollten nach kurzer Zeit alle relevanten Statusinformationen unter "Readings" auftauchen. Neben den Informationen zu den einzelnen Accesspoints (Anzahl angemeldeter Geräte, SSID, etc.) werden hier auch alle angemeldeten WLan-Devices aufgelistet, inkl. Anwesenheitsstatus (connected, disconnected) und bei welchem Accesspoint das Geräte gerade angemeldet ist (bei mir bspw. "Diele" oder "Schlafzimmer"). Dummerweise wird hier nicht die eindeutige MAC-Adresse ausgegeben, wer also automatisierte Trigger nutzen möchte, muss darauf achten, dass sich die Gerätenamen ändern können, sofern im Endgerät ein anderer Name eingetragen wird. Beim iPhone lässt sich der Gerätename bspw. unter "Einstellungen" -> "Allgemein "-> "Info" -> "Name" anpassen. Da ich an dieser Stelle alle für mich relevanten Informationen per UDP-Nachricht an Loxone weiterleite, habe ich keine weiterführende Logik in FHEM definiert. Deshalb hier nur eine kurze Ergänzung, wie man aus ausgewählten Readings bspw. eigene Einträge (Dummies) erstellen kann. Erstmal einen neuen Dummy erzeugen, um bspw. den Onlinestatus eines einzelnen Endgeräts anzuzeigen: define iPhone.Melle dummy Und diesen Dummy dann mit dem gewünschten Reading "Ms-X" befüllen, sobald ein neues Event generiert wird: define UnifiControllerDummyUpdate1 notify UnifiController.-UC_wlan_state.* {my $status=ReadingsVal("UnifiController", "Ms-X", "-1");; fhem ("set iPhone.Melle $status")} Und hier noch ein zweites Gerät für das Reading "iPhone": define iPhone.Joerg dummy define UnifiControllerDummyUpdate2 notify UnifiController.-UC_wlan_state.* {my $status=ReadingsVal("UnifiController", "iPhone", "-1");; fhem ("set iPhone.Joerg $status")} Onlinestatus von FHEM an Loxone weiterleiten Dazu wird erstmal die 99_myUtils.pm erstellt bzw. erweitert (sofern bereits vorher erstellt). Weiterführende Informationen zum Anlagen der Datei gibt es bspw. im FHEM Wiki. Eine funktionsfähige Datei, bei welcher der Status von zwei iPhones (iPhone und Ms-X) verschickt wird, sieht bspw. so aus: ############################################## # $Id: myUtilsTemplate.pm 7570 2015-01-14 18:31:44Z rudolfkoenig $ # # Save this file as 99_myUtils.pm, and create your own functions in the new # file. They are then available in every Perl expression. package main; use strict; use warnings; use POSIX; sub myUtils_Initialize($) { my ($hash) = @_; } # Enter you functions below _this_ line. use IO::Socket; #UDP Befehle senden sub UDP_Msg($$) { my ($dest,$port,$cmd) = @_; my $sock = IO::Socket::INET->new( Proto => 'udp', PeerPort => $port, PeerAddr => $dest ) or die "Could not create socket: $!n"; $sock->send($cmd) or die "Send error: $!n"; return "send $cmd"; } #UnifiControllerToLoxone #device: #1 state (connected, disconnected) #2 iPhone (connected, disconnected) #3 iPhone_accesspoint (Diele, Kind, Kueche, Schlafen) #4 iPhone_snr (Zahl 0-100) #5 Ms-X (connected, disconnected) #6 Ms-X_accesspoint (Diele, Kind, Kueche, Schlafen) #7 Ms-X_snr (int 0-100) sub UnifiControllerToLoxone($) { my ($device) = @_; my $state = ReadingsVal("$device","state","-1"); if ($state eq "disconnected") { $state = "0"; } if ($state eq "connected") { $state = "1"; } my $iPhone = ReadingsVal("$device","iPhone","-1"); if ($iPhone eq "disconnected") { $iPhone = "0"; } if ($iPhone eq "connected") { $iPhone = "1"; } my $iPhoneAP = ReadingsVal("$device","iPhone_accesspoint","-1"); if ($iPhoneAP eq "Diele") { $iPhoneAP = "1"; } if ($iPhoneAP eq "Kind") { $iPhoneAP = "2"; } if ($iPhoneAP eq "Kueche") { $iPhoneAP = "3"; } if ($iPhoneAP eq "Schlafen") { $iPhoneAP = "4"; } my $iPhoneSnr = ReadingsVal("$device","iPhone_snr","-1"); my $MsX = ReadingsVal("$device","Ms-X","-1"); if ($MsX eq "disconnected") { $MsX = "0"; } if ($MsX eq "connected") { $MsX = "1"; } my $MsXAP = ReadingsVal("$device","Ms-X_accesspoint","-1"); if ($MsXAP eq "Diele") { $MsXAP = "1"; } if ($MsXAP eq "Kind") { $MsXAP = "2"; } if ($MsXAP eq "Kueche") { $MsXAP = "3"; } if ($MsXAP eq "Schlafen") { $MsXAP = "4"; } my $MsXSnr = ReadingsVal("$device","Ms-X_snr","-1"); UDP_Msg("192.168.3.5" , "7002" , "$device: $state $iPhone $iPhoneAP $iPhoneSnr $MsX $MsXAP $MsXSnr"); } 1; Die jeweiligen Werte muss natürlich jeder entsprechend selbst anpassen. Jetzt fehlt nur noch das notwendige notify, um die Übertragung von FEHM zu Loxone zu initiieren. Dieser wird in die FHEM-Befehlszeile eingegeben: define UnifiControllerToLoxone notify UnifiController.-UC_wlan_state.* {UnifiControllerToLoxone("$NAME")} Ein abschließendes "Save config" nicht vergessen. Onlinestatus in Loxone einlesen Um die UDP-Nachrichten in Loxone entgegenzunehmen, wird erstmal ein "Virtueller UDP Eingang" mit dem "UDP Empfangsport" 7002 erstellt. Darunter hängen dann die jeweiligen "Virtuellen UDP Eingangsbefehle", um die einzelnen Werte einzulesen. [table id=31 /] Die Elemente werden dann noch mit passenden Status-Elementen verbunden, um den jeweiligen Online-Status passend zu visualisieren: In der Loxone-App sehen die Anwesenheitsstatus dann folgendermaßen aus: Wenn es beim Einlesen der Statuswerte hakt, startet man in der Loxone Config am besten den "UDP Monitor". So sieht man direkt, ob und welche Nachrichten eingehen. So kommt man dann gewöhnlich schnell ans Ziel. Aus meinem täglichen Leben Mit der UniFi-Lösung bin ich insgesamt sehr zufrieden. Die UAP-PRO (Affiliate-Link) sind zwar nicht die schnellsten Accesspoints, reichen aber völlig aus, um auch mehrere HD-Streams im zweistelligen MBit-Bereich parallel an mobile Clients auszuliefern. Nur das Zero-Handoff habe ich aktuell deaktiviert, da ich hier laufend Probleme mit Geräten hatte, die sich nach dem Schlummermodus nicht mehr im WLan einloggen konnten. Irgendwas war da bei meiner Konfigration faul, da ich auch massiv Bandbreitenprobleme hatte. Aber auch ohne Zero-Handoff funktoiniert der Gerätewechsel zwischen den Accesspoints bestens, sodass ich schon überlege die Accesspoints nach und nach gegen wesentlich schnellere UniFi AP AC High Desity (Affiliate-Link) zu tauschen. Neben dem hohen Preis schreckt mich aber vorallem der höhere Stromverbrauch ab, was sich bei insgesamt vier Accesspoints schon summiert. In jedem Fall werde ich demnächst auch eine automatische Abschaltung nicht benötigter Accesspoints umsetzen. Nachts soll nur noch ein Accesspoint eingeschaltet bleiben und bei Abwesenheit alle vom Strom getrennt werden. Hier bietet sich die WLan-Anwesenheitserkennung mit Sicherheit an, um bspw. erst den Strom zu trennen, sobald keine der ausgewählten WLan-Geräte mehr verbunden sind. Mit der vorgestellten WLan-Anwesenheitserkennung ist mein Setup nun also noch ein Stückchen vollständiger. Im laufenden Betrieb ist es wirklich immer spannend zu sehen, wie schnell die mobilen Endgeräte zwischen den Accesspoints wechseln, wenn man sich im Haus bewegt - auch ohne Zero-Handoff-Funktion. Entsprechend kann man aus den anzeigten Informationen sogar recht genau ableiten, in welchem Bereich sich gerade welches Endgerät befindet. Aktuell nutze ich diese zusätzliche Information jedoch noch nicht, ebensowenig wie die übermittelte Information zur Signalqualität. Aber wie so oft kommen Ideen für neue Anwendungsfälle irgendwann automatisch beim Herumspielen. Als nächsten Schritt werde ich die WLan-Statusinfos erstmal auf Hausebene nutzen, um die Anwesenheitserkennung - aktuell basierend auf Präsenmeldern, wie im Artikel Operation Smart Home – Präsenzzonen für eine vollautomatische Beleuchtung sinnvoll nutzen beschrieben - zu erweitern. Um Strom zu sparen, kommen die Accesspoints zudem an schaltbare Steckdosen. Wobei es natürlich auch schön wäre, wenn sich die Accesspints einzeln über die UniFi-Controller-Integration ein- und ausschalten lassen würden. Mal sehen, evtl. ist das ja sogar schon mit dem passenden Befehl möglich. Oder ich tausche meinen Switch gegen einen Ubiquiti US-24-250W (Affiliate-Link). Dieser lässt sich dann ebenfalls vom UniFi-Controller aus steuern, sodass vermtulich auch einzelne Ports deaktiviert werden können. Mal sehen. ### Retro-Wählscheibentelefon als Türgong per LoxBerry einbinden Nachfolgend ein zugegebenermaßen etwas unkonventioneller Anwendungsfall, der am ehesten in die Kategorie "Gadget" fällt, meiner Meinung nach aber im Alltag überaus praktisch sein kann. Ein Hingucker ist es allemal. Ein gutes altes "grünes Wählscheibentelefon" wird dabei zum Haustürgong umfunktioniert, wobei im Grunde natürlich auch andere Aktionen als Trigger denkbar sind (z.B. Waschmaschine fertig, Außentür zu lange geöffnet, Internetverbindung getrennt etc.). Damit das Ganze zuverlässig seinen Dienst verrichtet und das Telefon auch weiterhin regulär zum Telefonieren genutzt werden kann, benötigt man ein ganz spezielles Setup. Wie ich das im Zusammenspiel mit Fritzbox und LoxBerry-Server gelöst habe, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Analoges Telefon an die Fritzbox anschließen Voraussetzung ist eine Fritzbox - in meinem Fall die Fritzbox 7590 (Affiliate-Link) - mit angeschlossenem Telefon. Dabei ist es übrigens egal, ob per Wählscheibe oder ohne - zur Not tut es natürlich auch ein schnurloses Fritzfon (Affiliate-Link). Ich habe mich für ein nostalgisch grünes Wählscheibentelefon vom Typ FeTAp 611.2 entschieden, welches mir während meiner Kindheit treue Dienste geleistet hat und oftmals in neuwertigem bzw. restauriertem Zustand zu angemessenen Preisen auf eBay zu finden ist. Das Telefon wird direkt an einem der beiden analogen A/B-Anschlüsse der Fritzbox angestöpselt und entsprechend über das Fritzbox-Interface als "Telefoniegerät" - in meinem Fall am "Anschluss FON 1" konfiguriert. Da die Fritzbox selbst per Impulswahl angeschlossene Telefone - also mit Wählscheibe - unterstützt, kann man mit dem Retro-Telefon nicht nur eingehende Telefonate annehmen, sondern auch ausgehende Telefonate führen. Vorausgesetzt natürlich man ist bereit, die mittlerweile ellenlangen Telefonnummern zu wählen. Früher waren die Nummern ja meist nur vierstellig und Ortsgespräche somit schnell hergestellt. Fritzbox als SIP-Server einrichten Aber zurück zur Konfiguration. Da die Fritzbox im Netzwerk als SIP-Server auftritt, kann das angeschlossene Analogtelefon am FON-Anschluss auch von anderen angebundenen SIP-Clients intern angerufen werden. Dieser Umstand lässt sich zunutze machen, um über das LoxBerry-Plugin Text2SIP - welches als "virtuelles" Telefon (SIP-Client) an der Fritzbox angemeldet wird - einen Anruf an das Analogtelefon abzusetzen, welches dann zu Klingeln beginnt. Eigentlich ist das Plugin dazu gedacht nach dem Abnehmen des Hörers eine Nachricht vorlesen zu lassen, aber an dieser Stelle reicht auch die reine Anklingel-Funktion, um die gedrückte Türklingel zu signalisieren. Damit Text2SIP den Anruf über die Fritzbox absetzen kann, benötigt das Plugin einen eigenen SIP-Benutzer, welcher in der Fritzbox-Oberfläche unter "Telefonie" -> "Telefoniegeräte" -> "Neues Gerät einrichten" (Direktlink) konfiguriert werden kann. Im ersten Schritt einfach "Telefon (mit und ohne Anrufbeantworter)" wählen und "Weiter". Im zweiten Schritt "LAN/WLAN (IP-Telefon)" und einen gewünschten Namen eingeben, in meinem Fall "LoxBerry". Im dritten Schritt dann einen "Benutzernamen" vergeben - ebenfalls "LoxBerry" und ein gewünschtes "Passwort" (beide Einträge müssen mindestens acht Stellen lang sein), welche später für die Anmeldung benötigt werden. Im vorletzten vierten Schritt wird dann noch die "Rufnummer" für ausgehende Telefonate gewählt. Hier ist es im Grunde egal, welche Nummer selektiert wird, da vom LoxBerry-Client sowieso nur ein interner Anruf gestartet werden soll. Im dann letzten fünften Schritt wird noch ausgewählt, auf welche Rufnummern der Client bei eingehenden Telefonaten reagieren soll. Hier kann man im Grunde alles deaktivieren, da das Plugin selbst nicht angerufen werden soll. Ganz zum Schluss wird die neue Konfiguration noch mit "Übernehmen" gespeichert. LoxBerry-Plugin Text2SIP als SIP-Client Vorausgesetzt wird an dieser Stelle eine LoxBerry-Installation, vorzugsweise natürlich auf einem Raspberry Pi (Affiliate-Link)- wie ich es im Blogpost LoxBerry in 10 Minuten auf dem Raspberry Pi installieren – Die ultimative Erweiterung für dein Smart Home von Loxone beschrieben habe. Das genutzte Plugin Text2SIP lässt sich auf Github finden und herunterladen (Direktdownload) und dann wie gehabt mit einem Klick über die Plugin-Verwaltung im LoxBerry-Interface installieren. Alle weiterführenden Informationen zum Plugin sind im LoxWiki zu finden. Sobald das Plugin installiert ist und ein obligatorischer Neustart des LoxBerry-Servers durchgeführt wurde, geht es direkt an die Konfiguration der nötigen "Ansage" im Plugin selbst. Erstmal wird das Plugin aktiviert (1) und eine neue Ansage erstellt (2). Bei "zu lesender Text" bräuchte man zwar keinen Wert, da das Plugin an dieser Stelle jedoch eine Eingabe erwartet, habe ich einfach "Anruf" (3) eingetragen. Sinnvoller wäre vielleicht noch "Es hat geklingelt" sofern mehrere verschiedene Ansagen genutzt werden sollen. Bei den "SIP Anmeldedaten" (4) werden dann die vorher in der Fritzbox eingestellten SIP-Client-Informationen eingetragen. Die "anzurufende Nummer" (5) ist im Falle des anlogen Telefons am "FON 1"-Anschluss die "**1" (ohne Anführungszeichen). An "FON 2" wäre es entsprechend "**2". Alle anderen "internen" Nummern lassen sich auch direkt in der Ansicht "Telefonie" -> "Telefoniegeräte" in der Fritzbox einsehen. Bei den "Zeiten" (6) ist im Grunde nur der Wert "maximale Rufdauer (s)" wichtig. Hier habe ich vier Sekunden gewählt, entsprechend läutet das Telefon dann nur kurz, sobald der Klingelknopf gedrückt wird. Die weiteren Eingabefelder sind für den Anwendungsfall ebenfalls irrelevant. Über "Konfiguration speichern" (7) werden die getätigten Eingaben dauerhaft gesichert. Jetzt sollte sich das Telefon bereits über die URL "http://admin:passwort@loxberry.fritz.box/plugins/text2sip/?mode=make_call&vg=1" anrufen lassen. "admin" und "passwort" sind dabei die vergebenen Admin-Zugangsdaten für die LoxBerry-Oberfläche, "loxberry.fritz.box" die Netzwerkadresse die LoxBerry-Servers (alternativ lässt sich natürlich auch die IP nutzen, in meinem Fall die 192.168.3.69) und der restliche Schlonz dahinter kümmert sich darum, dass die oben zusammengeschusterte "Ansage 1" getriggert wird. Ansage per virtuellem Ausgang in Loxone triggern Damit die Ansage direkt über den Loxone Miniserver gestartet werden kann, wird - sofern noch nicht vorhanden - ein passender "Virtueller Ausgang" namens "LoxBerry" mit der "Adresse" "http://admin:passwort@loxberry.fritz.box" (ohne Anführungszeichen) angelegt. Die Daten muss jeder natürlich entsprechend seiner Konfiguration anpassen. Dann fehlt nur noch der untergeordnete "Virtuelle Ausgang Befehl" namens "Grünes Telefon klingelt" mit dem "Befehle bei EIN" "/plugins/text2sip/?mode=make_call&vg=1" (ebenfalls ohne Anführungszeichen). Den virtuellen Ausgangsbefehl verbindet man dann noch mit der Haustürklingel und fertig ist die Konfiguration. In meinem Fall hängt noch eine Schaltuhr mit drin, um die Klingelfunktion des Telefons bspw. nachts komplett zu deaktivieren. Jetzt nur noch die Konfiguration in den Miniserver speichern und fertig. Aus meinem täglichen Leben In der neuen Bude wollte ich im direkten Kontrast zum ganzen modernen Smart-Home-Kram unbedingt auch ein Stück Nostalgie-Technik aufleben lassen. Das grüne Retro-Telefon hat seinen Platz deshalb auf dem Schuhschränkchen in der Nähe der Eingangstür gefunden und sorgt bei Gästen, die es beim ersten Besuch sehen, meist für staunende und überwiegend ungläubige Blicke: "Ach lustig, das hatten meine Eltern damals auch, kann man damit noch telefonieren?" Wenn ich dann antworte: "Na klar, nimm einfach den Hörer ab, dann kommt das Freizeichen und kannst sogar eine Nummer wählen." hält mich vermutlich mindestens jeder Zweite für total bekloppt und kann schwer nachvollziehen, weshalb man sich heutzutage so einen hässlichen Kasten hinstellen sollte. Ich finde aber schon alleine die Haptik dieser Oldschool-Telefone genial. Schwerer Hörer, dieser wertige Ratter-Ratter-Klack-Sound beim Wählen und dann diese durchdringende analoge Klingel, die mich gedanklich sofort in die 80er zurückversetzt. Herrlich! Für mich gehört das "alte Grüne" deshalb einfach zur Familie. :) Lange hatte ich dabei nach der Möglichkeit gesucht das Telefon normal zum Telefonieren und zusätzlich parallel als Türgong mit Retro-Klingel nutzen zu können. Denn ein "normaler" Türgong war mir einfach viel zu langweilig. Der beschriebene Weg das Ganze über den SIP-Server der Fritzbox zu lösen, mag zwar unkonventionell sein, funktioniert aber bisher im Alltagsbetrieb tadellos und bereichert mein Setup um ein - wie ich finde - wirklich witziges Gadget. Hin und wieder läutet das Telefon erst 1-2 Sekunden verzögert, das ist aber auch nicht weiter schlimm. Und wer lieber ein modernes Fritzfon (Affiliate-Link) einsetzen möchte, kann dies natürlich genauso tun. Hier hat man dank des Displays sogar die Möglichkeit das Live-Bild der IP-Haustürkamera anzeigen zu lassen. Als "Haupt-Gong" nutze ich übrigens weiterhin das Multiroom-Audio-System (Loxone-Musicserver), welches jetzt durch einige Logikbausteine in der Loxoe-Config den Klingelton ausschließlich zu bestimmten Zeiten und nur dann in den einzelnen Räumen wiedergibt, in denen sich auch jemand aufhält. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass diese dezentrale Benachrichtigng um Welten angenehmer ist als ein zentraler und meist sehr lauter Türgong, den man nach wie vor selbst in 99% aller modernen Smart Homes antrifft. Achso - seit Kurzem schickt unser Smart Home sogar Push-Nachrichten inkl. Live-Bild der Haustür per Telegram, sobald jemand klingelt. So verpassen wir auch bei Abwesenheit keinen Paketboten mehr und können über die Sprechanlage (siehe letzter Blogpost Operation Gegensprechanlage – Am Ende wird doch noch alles gut) direkt Kontakt aufnehmen. Wie diese Integration mit Telegram im Detail funktioniert und wie man dem Smart Home sogar Befehle per Chat-Nachricht senden kann, folgt in einem der nächsten Blogposts. Übrigens ein Feature, das selbst meine bessere Hälfte praktisch findet und ständig nutzt - was ich echt nicht erwartet hätte... ### Operation Gegensprechanlage - Am Ende wird doch noch alles gut Heute mal ein aus meiner Sicht aufwändigeres Thema, in das ich die letzten Monate recht viel Zeit gesteckt und nach vielen Überlegungen samt Tests letztendlich doch noch eine für mich brauchbare Lösung finden konnte. Jetzt kann ich endlich auch mal von untewegs mit dem Postboten über die Gegensprechanlage schnacken und nicht nur sein Bild per Webcam sehen, bevor er unverrichteter Dinge mit meinem Paket abzieht. Klingt eigentlich nicht sonderlich aufwändig, war aber - zumindest für mich - gleich aus mehreren Gründen ein weiter Weg. Wie meine jetzige Lösung aussieht und was ich künftig noch pimpen möchte, um bspw. einen Fingerprintreader nachzurüsten, der gleichzeitig als Klingelknopf fungiert, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Erste Überlegungen zur Gegensprechanlage Meine Anforderungen an eine Gegensprechanlage waren von Anfang an vermutlich etwas zu hoch. Denn für eine Integration in die Loxone-Türsteuerung sollte sie schon mal offene Schnittstellen mitbringen, um Audio per SIP und Bewegtbilder per HTTP übertragen zu können. Und am besten natürlich noch den Druck auf den Klingeltaster per IP-Befehl weiterreichen oder zumindest ein Relais dafür bereitstellen. Außerdem sollte die Gegensprechanlage eine schnörkellose Optik mitbringen und die Möglichkeit bzw. den Platz für spätere Erweiterungen (RFID, Fingerprintreader etc.). Am naheliegendsten wäre es wohl gewesen auf die Loxone-eigene Intercom zu setzen, denn der Loxone Miniserver kümmert sich als zentrale Steuereinheit ja ohnehin schon um das Smart Home. Trotz minimalistischem Industriedesign konnte mich die Sprechanlage jedoch nicht gänzlich überzeugen. Irgendwie wirkt das Design und die schiere Größe auf mich etwas klobig bzw. fast schon etwas protzig. Außerdem ist die Video-Auflösung mit 640x480Pixel auch nicht so ganz auf der Höhe der Zeit, der Weitwinkel für meinen Geschmack nicht groß genug und die Aufnahmefunktionen gibt es schlicht keine und der Preis ist mit knapp 1k auch nicht gerade günstig. Wer komplett auf Loxone setzt und eine Gegensprechanlage ohne viel "Schnickschnack" sucht, kann aber bedenkenlos zugreifen. Ein Bekannter hat sie installiert und ist absolut glücklich. Da das Live-Bild per HTTP abgegriffen werden kann, ist zumindest die Aufnahme auf ein externes NAS möglich. Auf der Suche nach der passenden Lösung habe ich dann das Netz nach allerhand IP-Gegensprechanlagen durchforstet. Auch hier konnte ich kaum ein Modell ausfindig machen, welches ich optisch nur halbwegs ansprechend fand. Die meisten Modelle besitzen dann auch noch zig verwirrende Tasten, die kein normaler Mensch versteht und sobald es an die technischen Daten geht, fallen direkt alle günstigen Vertreter nach und nach raus. Entweder gibt es neben WLAN keinen LAN-Anschluss mit PoE, oder es gibt eine App-Fixierung und damit fehlen schlicht die notwendigen Schnittstellen und Protokolle, die man zur Integration in Drittsysteme benötigt. Was dann noch übrig bleibt, ist hochpreisig und dafür doch insgesamt recht unflexibel, gerade was die Erweiterbarkeit angeht - zumindest für meinen Geschmack. Die Door Bird D2101V (Affiliate-Link) könnte ich mir aus heutiger Sicht noch am ehesten vorstellen, zumal sie auch einfach in Loxone integrierbar ist (Anleitung). Hier gibts nicht viel Schnickschnack-Einstellmöglichkeiten, aber immerhin soll es funktionieren. Also habe ich die Suche mal ausgeweitet, konventionelle Gegensprechanlagen kennt man schon aus den 80ern. Ein Druck auf den Türknopf und schon ertönt die Klingel der Hausstation, über die direkt ein Gespräch mit dem Gegenüber an der Haustür hergestellt werden kann. Teure Modelle übertragen mittlereweile sogar das Live-Bild auf den Monitor der Hausstation und haben evtl. noch einen internen Bildspeicher, um die letzten "Klingler" im Log festzuhalten. Soweit so gut. Aber lässt sich das auch vernünftig integrieren? Viele der namhaften und alteingesessenen deutschen Hersteller wie Gira, Jung oder Hager bieten hier eine Vielzahl an Produkten an. Über jahrzehnte weiterentwickelte Lösungen, die allesamt eine überragende Sprachqualität auch bei wiedrigsten Umständen - z.B. bei starken Windgeräuschen - bieten und meist auch eine überzeugende Verarbeitungsqualität (Edelstahlfront) samt schlichtem Design (eine Taste und fertig) vereinen. Steigt man etwas tiefer in die Technik-Welt ein, merkt man jedoch schnell, dass jeder Hersteller mit einer proprietären Bus-Technologie daherkommt und ein - vorsichtig ausgedrückt - eher abgeschottetes Konzept fährt. Klingestation von Firma A funktioniert natürlich nicht mit Hausstation von Firma B und umgekehrt. Aber gut, an dieser Stelle gibt es eben keine Standards. Wäre da nicht die Sache mit der fehlenden Integrationsfähigkeit in "moderne" IT-Infrastrukturen. Ich war erschrocken, dass im Grunde kein Hersteller eine ordentliche IP-Anbindung hinbekommt, auch das selbst nicht mit kostspieligen IP-Gateway-Modulen. Denn auch hier sind Offenheit und Standards eher Fremdwörter, entweder gibt es kein SIP für die Audioübertragung oder spätestens der Webcam-Stream lässt sich nicht im benötigten Format per URL abrufen oder eben beides. Und geht es doch mal halbwegs, wird die Bildqualität künstlich beschnitten oder es gibt kaum Konfigurationsmöglichkeiten - schrecklich, zumal die Preise echt happich sind. Konsultiert man nur kurz einschlägige Internet-Foren, stößt man schnell auf Unzulänglichkeiten, bei denen man sich als technikaffiner Beobachter schnell die Frage stellt, ob genannte Hersteller technologisch im Jahr 1990 steckengeblieben sind. Nach der Recherche Mitte 2016 war ich sichtlich frustriert, hatte das "Problem" Gegensprechanlage deshalb kurzerhand vertagt und bei meiner Smart-Home-Planung gaaanz nach hinten geschoben. Beim anschließenden Hausbau wurde dann eben nur ein CAT- und direkt noch ein 4-adriges-Kabel mit größerem Querschnitt auf 1,5m Höhe neben der Haustür positioniert, um für alles Weitere vorbereitet zu sein, egal ob IP oder konventiell oder beides gleichzeitig. Andere Smart-Home-Themen waren eh erstmal wichtiger - Konzeption von Beleuchtung, Beschattung, Heizung gingen einfach vor. Mobotix als Bilder-Lieferant Zu diesem Zeitpunkt war mir jedenfalls schon nach kurzer Zeit klar, dass eine Mobotix-Kamera zwecks Live-Feed her muss, aus vielen Gründen. Einer der Hauptgründe war neben der genialen Bildqualität bei extremen Weitwinkel (180°-Sichtfeld per Fisheye) und schwachem Licht vorallem das in alle Richtungen absolut offene Schnittstellenkonzept, mit dem man nicht nur einfach Video und Audio übertragen, sondern auch praktische "Spielereien" - wie bspw. das Abrufen des Helligkeitswerts des Bildsensors per HTTP-Request - realisieren kann. Nach Ewigkeiten hab ich es sogar geschafft die Bewegungsrichtung von Personen zuverlässig auszuwerten und entsprechende Trigger in Loxone zu setzen - quasi ein Bewegungsmelder 2.0. So entriegelt sich die Haustür dann automatisch bei erkannter Bewegung in Richtung Tür, wenn sich gleichzeitig ein registriertes Smartphone beim Danalock Universalmodul (Affiliate-Link) meldet. Mega praktisch! Dazu gibt es dann demnächst auch noch einen ausführlichen Blogpost samt Video, sobald endlich auch mal der schon seit Wochen überfällige Dorma Porteo Türassistent (Affiliate-Link) geliefert und installiert ist. Darauf freue ich mich schon mega. Denn dann werkelt die Haustür endlich komplett autark und öffnet bei Bedarf automatisch. Die dafür notwendige doch recht komplexe Logik ist bereits in Loxone vorbereitet, darüber werde ich dann ebenfalls berichten sobald alles ordentlich funktioniert. Aber zurück zur Mobotix-Kamera. Die Konfiguration über das sichtlich über Jahre gewachsene Webinterface ist absolut umständlich, aufwändig und für Laien alles andere als selbsterklärend. Wenn man sich aber einmal durchgekämpft hat und alles so läuft, wie man es möchte, vorallem aufgrund der schieren Menge an Konfigurationsmöglichkeiten absolut konkurrenzlos. Daneben gibt es noch viele andere Dinge, die Mobotix einfach super löst, wie der Fokus auf Haltbarkeit, indem die Außeneinheit bspw. keinerlei bewegliche und damit störanfällige Komponenten aufweist. Nachdem ich das Mobotix-Modell MX-i25-D016 (Affiliate-Link) also ausgiebig getestet hatte und von der Bildqualität der 180°-Fisheye-Linse mit 6MP-Sensor auch bei schlechtem Licht absolut begeistert war, fiel die Entscheidung an dieser Stelle nicht schwer etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen. Für den Haustürbereich wurde es schließlich die Kombination aus dem Kameramodul FlexMount S15D (MX-S15D-Sec Core) (Affiliate-Link) und dem Sensormodul MX-SM-D10-PW-6MP (Affiliate-Link), welches im Gehäuse MX-PTMount-OPT-PW (Affiliate-Link) unterbracht wird. Die Qualität des Kunststoffs ist übrigens absolut genial und wirkt fast so als könnte man mit dem Panzer drüberfahren. Verbunden werden die Komponenten dann per drei Meter langem Sensorkabel MX-FLEX-OPT-CBL-3 (Affiliate-Link). Ein längeres Kabel ist leider nicht erhältlich, was die Flexibilität bei der Installation schon etwas einschränkt. Da das Kabel auf beiden Seiten einen USB-Mini-Stecker besitzt, könnte man hier sicherlich selbst ein längeres Kabel konfektionieren. Davon habe ich aber Abstand gehalten, da ich auf den nachträglich Tausch der direkt durch den Putz nach außen verlegten Leitungen absolut keine Lust hatte. Außerdem wird es schon einen guten Grund haben, warum Mobotix die Kabellänge auf 3m beschränkt. Aber warum diese Kombination? Die Außeneinheit ist durch die Trennung von Kamera- und Sensoreinheit verhältnismäßig klein und ohne Schnickschnack optisch unaufdringlich. Praktisch ist auch, dass die Logik in der im Haus untergebrachten Kameraeinheit stattfindet, inkl. Aufzeichnung auf microSD-Karte (bis 200GB) und Anschluss am PoE-Switch. Sollte mal jemand die Außeneinheit abrupfen, kann er weder auf die Aufzeichnungen zugreifen noch ins Netzwerk einfallen. Aber das ist eher schicker Nebeneffekt - man kann sein LAN ja auch entsprechend absichern. Praktisch ist jedenfalls die physische Trennung des Sensor-Moduls von der noch zu installierenden Sprecheinheit, die neben der Haustür installiert wird. So hängt der Bildsensor in knapp 2,40m Höhe, sodass man einen sprichwörtlich guten Überblick erlangt und niemand die Linse schnell mal zuhalten kann. Außerdem kann nur so die oben angesprochene Bewegungsmelderfunktion inkl. Auswertung von Bewegungsrichtungen sinnvoll genutzt werden. Im Grunde hätte ich mir anfangs auch die Mobotix-Türstation MX-T25-D016-s (Affiliate-Link) vorstellen können. Bis ich das Modul auf der Light&Building testen konnte. "Live und in Farbe" wirkte die Türstation auf mich übertrieben groß, das Plastik eher mittelmäßig und der Klingeltaster leicht schwabellig - für mich aus Haptik-Sicht ein echter Graus. Der Bildsensor ist in die Sprechanlage integriert, also nach der Installation schlussendlich auf knapp 1,60m. Dadurch erkennt man zwar perfekt Gesichter, Nebeneffekt ist aber vermutlich auch, dass nicht wenige Besucher erstmal gerade bei Dunkelheit versehendlich auf die Linse statt auf den Klingeltaster tatschen. Die Linse ist also vermutlich die wenigste Zeit sauber und schneller verkratzt. Aber zurück zum ausgewählten Mobotix-Kameramodul, welches praktischerweise auch einen Lautsprecheranschluss besitzt. Das Mikrofon steckt sogar direkt im Sensormodul der Kamera. Win! Durch die offenen Schnittstellen ist eine nahtlose SIP-Integration möglich, in meinem Fall mit Loxone. Ich hatte mich schon gefreut, dass ich neben dem künftigen Klingeltaster nur noch einen Minilautsprecher installieren muss und das Ton-Problem damit gleich mitgelöst ist. Soweit zur Theorie... Leider hatte diese Lösung aber gleich mehrere Schwachstellen und das fing schon mit der Tonqualität des eingebauten Mobotix-Mikrofons an. Windgeräusche werden im Grunde überhaupt nicht gefiltert, jeder Windhauch erzeugt ein unüberhörbar lautes Knacksen. Entfernte Geräusche sind viel zu laut, teilweise sind Kirchturmglocken lauter als Personen, die einen Meter entfernt stehen. Und keine Ahnung woran es letztendlich lag, hat der Audiostream laufend kurz ausgesetzt, selbst beim Zugriff über LAN. Wäre es nur das Problem mit dem Mikrofon gewesen, hätte ich an der Sprechstelle selbst ein anderes Mikrofon eingebaut (das Kamera-Modul hat dafür einen separaten Eingang), jedoch war das Tonaussetzerproblem ein kompletter Ausschlussgrund. Also zurück auf Los und weiter nach Audio-Lösungen suchen - zumindest das Bild-Problem war ja schon mal durch die Mobotix-Cam gelöst. Nach einiger Zeit bin ich dann durch Zufall auf diesen Thread im Loxforum gestoßen, in dem behandelt wird, wie ein an die Fritzbox angeschlossenes analoges Nebenstellentelefon in die Loxone-Türsteuerung integriert werden kann. Wie das technisch mit dem dort beschriebenen SIP-Trunk funktioniert, verstehe ich zwar bis heute nicht genau (welches Gerät ist jetzt Server, welches Client und wie verbinden sich die Geräte letzendlich miteinander) - aber es funktioniert und tut genau das, was es soll. Aus der Loxone-Visu heraus wird beim Druck auf "Sprachverbindung aufbauen" ein Gespräch zum an die Fritzbox angeschlossenen Telefon aufgebaut, was ich dann erfolgreich mit einem Telegärtner Doorline T01 (Affiliate-Link) nachstellen konnte. Die Sprechanlage nimmt das von Loxone getriggerte Gespräch direkt an und man kann losquatschen - mit super Audioqualität - kein Knacksen o.Ä. Auf umgekehrtem Weg sieht die Logik einer solchen analogen Türstation jedoch vor, dass beim Druck auf den Klingeltaster eine Rufnummer von der Sprechstelle aus gewählt wird, was man an dieser Stelle jedoch nicht möchte, da die Türstation dann erstmal "belegt" ist und in diesem Moment nicht von Loxone angerufen werden kann. Das hätte man zwar umgehen können, indem die Rufdauer der Türstation einfach auf eine Sekunde herabgesetzt wird, eine wirklich schöne Lösung wäre das aber auch nicht gewesen. Außerdem sieht die DoorLine mit ihrer Plastikfront echt nicht hübsch oder hochwertig aus und die Taste ist zudem total wabbelig. Wer designt sowas eigentlich? Für mich keine brauchbare Lösung. Aber mit dem neuen Wissen konnte ich mir jetzt doch vorstellen eine aus technischer Sicht "oldschool" Gira-Sprechanlage zu installieren, die über ein sogenanntes TK-Gateway über einen analogen Telefonanschluss der Fritzbox betrieben werden kann. Direkt angetan hatte es mir das optisch recht ansprechende Gira System 106 (Affiliate-Link) mit Edelstahlfront. Wie man sieht, braucht man neben der Türstation dann aber auch einige in Summe nicht wirklich günstige Komponenten, die im Schaltschrank unterzubringen sind: Stromversorgung, Schaltaktor, TK-Gateway... Um es an dieser Stelle kurz zu halten: Die Sprachqualität hat mich wirklich begeistert, aber das war es auch schon. Auch trotz des gewaltigen Aufwands und der zig Schaltschrankkomponenten inkl. zusätzlicher PC-Software ist es technisch ohne Umweg schlicht unmöglich eine Verbindung von Loxone über die Fritzbox zur Türstation aufzubauen. Knackpunkt ist dabei, dass beim Anruf des Gira TK-Moduls nach kurzer Pause die Taste "1" gedrückt bzw. simuliert werden muss, um die Verbindung zur Türstation herzustellen. Und daran scheitert es schlichtweg. Die Fritzbox kann beim Anruf der Nebenstelle kein passendes Steuerzeichen mitsenden und Gira lässt sich auch nicht umkonfigurieren, sodass die Taste 1 weggelassen werden kann. Kurz stand ich dann schon vor der Entscheidung für teures Geld ein IP-Gateway von Gira zu kaufen, um es doch noch zum Laufen zu bekommen. Die Hoffnung wurde dann jedoch durch diverse Forenbeiträge zerschlagen, das IP-Gateway scheint schlichtweg unbrauchbar für diesen Zweck. Da stand ich nun mit meiner halbgaren Lösung. Zumindest per Telefon konnte ich auch von unterwegs bei der Türstation durchklingeln, wow. Aber das hat wenigstens echt gut funktioniert, wenn man mal davon absieht, dass man immer die "1" nach kurzer Pause nachwählen musste. Sprachqualität 1A, wirklich super! Aber die fehlende Integration in die Loxone Visu war für den täglichen Betrieb einfach unbrauchbar. Die Komponenten landeten bei eBay und weitere Zeit verstrich. Irgendwann bin ich dann zufällig auf die Telegärtner DoorLine TM4 (Affiliate-Link) gestoßen. Im Endeffekt mit allen Funktionen der DoorLine von oben ausgestattet, nur eben zur verdeckten Montage hinter einer passenden Blende. So ist es auch möglich einen externen Klingeltaster getrennt von der Sprechanlage zu betreiben, sodass das "Besetzt"-Problem von oben nicht mehr besteht. Die Sprechanlage selbst nimmt also immer nur Anrufe entgegen, entweder über die Loxone-Visu oder eben per zugewiesener Nebenstellen-Rufnummer der Fritzbox. Selbst ruft sie nirgends an, da der Auslöser (ihr Klingeltaster) einfach weggelassen wird. Der externe Klingeltaster triggert direkt das Loxone-System und nicht die Sprechanlage. Aber wo baut man die DoorLine jetzt ein? Ein Gehäuse selbst bauen? No way! Das Gehäuse muss ja in die Außenwand des Hauses eingebaut und der Putz an dieser Stelle entfernt werden. Da geht man am besten keine Experimente ein. Letztendlich habe ich mich für eine wirklich unkonventionelle Lösung entschieden. Die gerade neu auf dem Markt erschienene Gira 250120 Türstation Edelstahl (Affiliate-Link) war aus meiner Sicht bestens geeignet. Die Front ist einfach mega schick, hochwertig und schnörkellos und der mitgelieferte Einbaurahmen bietet genug Platz für allerlei Spielereien. Etwas blöd nur, dass dazu erstmal die gesamte Gira-Gegensprech-Technik aus dem Gehäuse rausgerupft und gegen die DoorLine getauscht werden muss. Aber gut, was tut man nicht alles, um zu einer brauchbaren Lösung zu gelangen. Also erstmal die eigentliche Sprecheinheit der Türstation entfernen und stattdessen die DoorLine reinschrauben. Echt praktisch, dass sich alles sehr einfach zerlegen lässt. Mit etwas "Basteln" passt der DoorLine dann auch ordentlich. Vielleicht erstelle ich nochmal ein CAD-Modell und drucke einen passenden Adapter aus, mal sehen. Der verbaute Gira-Klingeltaster bleibt auch erstmal drin und ist jetzt über zwei Drähte mit einem "Digitalen Input" des Loxone Miniservers verbunden, um das Klingelsignal entgegenzunehmen. Die Hintergrundbeleuchtung des Namensfeldes wird über zwei weitere Drähte über ein Relais des Miniservers mit 24V angesteuert. So lässt sich die Beleuchtung einfach mit in das bestehende Licht-Konzept integrieren und bspw. nur bei Dunkelheit und Anwesenheit zusammen mit den Wandlampen schalten. Die notwendigen Kontakte des Gira-Steckers waren dabei schnell mit einem Multimeter ausgelesen und verdrahtet. Ein paar Wagoklemmen ran und ab damit an die Hausfassade... Am fertigen Ergebnis kann man dann optisch nicht erkennen, wie stark sich das Innenleben vom Standart unterscheidet. Jetzt fehlt nur noch ein passendes Namensschild und eine kurze Reinigung, um die Installation abzuschließen. Aus meinem täglichen Leben Ich konnte mir im Vorfeld überhaupt nicht vorstellen, über welche Probleme man stolpern kann, um ein "bisschen Audio" zu übertragen. Mit dem Ergebnis bin ich nun aber wirklich sehr zufrieden. Die Tonqualität der Gegensprechanlage ist super, egal ob über die Loxone-App oder manuell per Telefonanruf. Cool finde ich dabei besonders, dass die analoge Sprechanlage direkt am A/B-Nebenstellenanschluss der Fritzbox hängt und auch beim Ausfall meiner IT-Infrastruktur noch "konventionell" angerufen werden kann, solange eben die Fritzbox noch lebt. Das Design finde ich ebenfalls brauchbar, die Edelstahlfront wirkt weder verspielt noch billig oder protzig und der Unterputz installierte Rahmen hat noch genug Platz für kommende Spielerein. So möchte ich den bestehenden Klingeltaster demnächst mit einem DFRobot Fingerprint Scanner (Affiliate-Link) ersetzen bzw. ergänzen. Ein kurzer Druck gibt einen Impuls zur Klingel, ein langer Druck scannt den Finger und öffnet bei Erlaubnis die Tür. Mal sehn, ob das so klappt wie ich mir das vorstelle. Jedenfalls mal wieder ein Bastellprojekt, bei dem sicher auch ein Raspberry Pi zum Einsatz kommen wird. Mal sehen, evtl. ersetzt dieser mittelfristig sogar den aktuellen DoorLine als "Audio-Gateway" per DoorPi und es kommt auch noch ein dezentes Waveshare 2.9 Inch E-Paper Display (Affiliate-Link) im Namensfeld zum Einsatz. Aber in der Zwischenzeit bin ich erstmal froh, dass es "einfach" funktioniert, der Weg hierhin war jedenfalls gefühlt lang und mit einer Menge Aufwand verbunden. ### Denon AV-Receiver mit FHEM in die Multimediasteuerung integrieren Zu einer halbwegs brauchbaren HiFi-Ausrüstung gehört selbstredend auch ein AV-Receiver, der nicht nur primär die Lautsprecher befeuert, sondern auch als verlässlicher HDMI-Switch auftritt. Und das ist wirklich relevant, kann im heutigen 4K-HDR-HDMI2.2-Dolby-Atmos-HD-Schiess-Mich-Wahn aber gerade aus Anwendersicht schnell alles andere als trivial werden. Da man weiss Gott wieviele Einstellungen vornehmen kann bzw. manchmal sogar muss, um das gewünschte audiovisuelle Erlebnis aus der jeweiligen Multimediaquelle herauszukitzeln, sollte so ein Wunderwerk der Technik natürlich auch ins Smart Home integrierbar sein, um Dinge nach und nach automatisieren zu können. Wie diese Anbindung im Fall des Denon AVR-X1400H in FHEM aussieht und welche Möglichkeiten das für den Alltagsbetrieb mit sich bringt, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. AV-Receiver - Die Qual der Wahl Neben dem von mir gewählten und hier vorgestellten Denon AVR-X1400H (Affiliate-Link) gibt es natürlich auch eine andere Reihe namhafter Hersteller wie Pioneer oder Marantz. Ich habe mir die letzten Jahre Einiges selbst angeschaut und bin mehrfach gewechselt, aus diversen Gründen. Immer hat mich irgendetwas gestört oder etwas hat nicht so funktioniert, wie ich es mir erhofft hatte. Umso glücklicher bin ich jetzt mit der Denon-Kiste, die mich technisch bisher am meisten überzeugen konnte und glücklicherweise auch optisch unaufdringlich daherkommt. Ein wirklich wichtiger Grund, der für den Denon spricht, ist für mich die perfekt funktionierende Intergration ins Smart Home. Einerseits lässt er sich ohne Probleme über UDP-Nachrichten (z.B. über Loxone) ansteuern, um "einfache" Schaltvorgänge auszulösen und andererseits über das passende FHEM-Modul DENON_AVR einbinden, um neben den reinen Schaltvorgängen auch auf den aktuellen Gerätestatus zuzugreifen, um diese wiederum als Auslöser für bestimmte Aktionen nutzen zu können. Das Beste für mich daran: Das FHEM-Modul - auch wenn es immer noch nicht im offiziellen Repository verfügbar ist und deshalb manuell nachinstalliert werden muss - funktioniert seit Wochen ohne jeglichen Aussetzer und hat auch beim mehrfachen Neustart von FHEM oder des AV-Receivers keinerelei Verbindungsprobleme. Und gerade das hat mich auf lange Sicht beim zuvor verwendeten Pioneer langsam angefangen zu nerven. Denon AV-Receiver in FHEM einbinden Um den Denon-Receiver in FHEM nutzen zu können, muss also erstmal das von raman im FHEM-Forum bereitgestellte Plugin manuell heruntergeladen werden -> Direktdownload Das geladene zip-Archiv "Denon_AVR.zip" entpacken und die darin enthaltenen Dateien 70_DENON_AVR.pm und 71_DENON_AVR_ZONE.pm in den passenden FHEM-Plugin-Ordner kopieren. Dieser ist gewöhnlich im Pfad /opt/fhem/FHEM zu finden. Am einfachsten kopiert man das Ganze per FileZilla, indem man sich über das Protokoll "SFTP - SSH File Transfer Protocol" einloggt. Voraussetzung ist natürlich, dass SSH aktiviert ist - Bei Verwendung eines Raspbian-Images lautet der Benutzer dann "pi" und das Standardpasswort "raspberry". Jetzt geht es in der FHEM-Oberfläche weiter. Über den FHEM-Konsolenbefehl define Denon DENON_AVR 192.168.3.87:23 wird der AV-Receiver eingebunden. Die IP-Adresse des Denon (hier: 192.168.3.87) muss jeder selbst ausfindig machen. Entweder über das OnScreen-Interface des Denon oder "konventionell" über den heimischen Router. Wer DHCP (automatische IP-Vergabe durch den Router) verwendet, sollte hier sowieso sicherstellen, dass sich die IP später nicht mehr ändert. Das geht bspw. bei der Fritz!Box über die Option: "Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen." Aber zurück zu FHEM. Jetzt noch den FHEM-Konsolenbefehl attr Denon room Wohnzimmer absetzen und schon ist der Denon im richtigen Raum zugewiesen. Bei meinem Setup habe ich dann noch das Attribut "event-on-change-reading" angepasst, um Ereignisse bei den mir wichtigen Reading zu erzeugen (das ist bei mir wichtig, da ich Statusänderungen per UDP an Loxone weiterschicke): attr Denon event-on-change-reading presence,state,zoneMain,input,volume,mute,signal,sound Abschließend dann noch oben links auf "Save config" klicken, um die Änderungen dauerhaft zu speichern. Hat man das Gerät ausgewählt, sollten sich die "Readings" schnell füllen. Um erste Schaltvorgang zu testen, bietet sich bspw. das Einschalten des AV-Receivers an: set Denon on Oder beim eingeschaltenem AV-Receiver bspw. der Stummschalten-Befehl: set Denon mute toggle Ein weiteres Absetzen des Befehls schaltet den Stummodus dann wieder aus. Hat das geklappt, kann man sich munter daran machen verschiedene Szenarien umzusetzen. Denon AV-Receiver in Multimediasteuerung integrieren Denkbar sind selbstredend unterschiedlichste Szenarien, von denen ich einfach mal einige herausgreife, die ich praktisch finde. Oft gestört hat mich die Tatsache, dass die meisten HDMI-Zuspielgeräte unterschiedliche Audio-Pegel liefern. Steht der AV-Receiver dann bspw. auf 30%, was beim Fernsehen über die VU+ (Input TV) lautstärketechnisch passt, ist dieser Wert beim Wechsel zum Apple TV (Input DVD) schlicht zu leise. Dieses Problem lässt sich dann über passende notify-Befehle adressieren, um beim Eingangswechsel die Laustärke entsprechend zu setzen: define DenonInputTVSetVol notify Denon.input:.TV set Denon volume 30 define DenonInputDVDSetVol notify Denon.input:.DVD set Denon volume 40 Spannender wird es natürlich, wenn beim Eingangswechsel auch andere Geräte getriggert werden. So z.B. meine VU+, welche beim Wechsel des Denon auf den Input TV eingeschaltet und Ausschalten des AV-Receivers in den Standby fährt: define DenonInputTVSetVUOn notify Denon.input:.TV set VUSolo4k on define DenonOffSetVUOff notify Denon.off set VUSolo4k off Da ich eine Harmony Elite (Affiliate-Link) nutze, liese sich das Ein- und Ausschalten der VU+ natürlich auch augenscheinlich einfacher über eine Harmony-Aktion lösen. Hier hat man jedoch die Einschränkung, dass die VU+ lediglich einen "Toggle On/Standby" entgegennimmt und nicht wie bei der FHEM-Lösung den Trigger "On" bzw. "Standby". Manchmal findet das Infrarot-Signal der Harmony nicht seinen Weg zur VU+ und der Status ist verdreht. Dazu kommt, dass die Harmony schlicht träger beim Starten einer Aktion wird, je mehr Start-Befehle nacheinander abgearbeitet werden müssen. Deshalb hab ich es mittlerweile so eingerichtet, dass die Harmony wirklich nur die relevanten Befehle sendet und der Rest über FHEM abgewickelt wird. Das geht einfach einen guten Rutsch schneller und funktioniert zudem noch viel zuverlässiger. Was ich in dieser Form nicht nutze, was ich mir aber gut vorstellen könnte, wenn ich nicht eh bereits den Play-Status meiner Plex-Clients auslesen würde, wäre die Regelung der Beleuchtung anhand der Lautstärke. Sobald die Lautstärke aufgedreht wird, kann man davon ausgehen, dass ein Film läuft und entsprechend wird die Beleuchtung ausgeschaltet (bzw. ein Dummy namens "Moviemode" getriggert). define DenonMovieModeOn notify Denon.volume.* { if ((ReadingsVal("Denon","volume",0) > 45) && (ReadingsVal("Denon","input",0) eq "DVD")) { fhem("set Moviemode on")} Denkbar wäre auch, dass ab einem gewissen Volume-Werts der Surround-Modus angepasst wird, der entsprechend auf "Movie" wechselt: define DenonSurroundModeMovie notify Denon.volume.* { if ((ReadingsVal("Denon","volume",0) > 45) && (ReadingsVal("Denon","input",0) eq "DVD")) { fhem("set Denon surroundMode Movie")} Und bitte schlagt mich nicht, weil ich immer noch notify-Befehle benutze und kein DOIF. Ich beschäftige mich damit zu wenig, da ich den Großteil der Regeln aktuell über Loxone umsetze. Wäre aber dennoch froh, wenn jemand die DOIF-Pendants zu obigen Befehlen durchschicken könnte, dann pflege ich das im Artikel direkt nach. Vielleicht finde ich dann auch endlich mal den Zugang dazu. Danke schonmal für die Hilfe! Und hier die DOIF-Befehle. Vielen Dank an Denis für die Hilfe! define DenonInput DOIF ([Denon] eq "on" and [Denon:input] eq "TV")(set VUSolo4k on)(set Denon volume 30) DOELSEIF ([Denon] eq "on" and [Denon:input] eq "DVD")(set Denon volume 40) DOELSEIF ([Denon] eq "off")(set VUSolo4k off) define DenonMovieMode ([Denon] eq "on" and [Denon:volume] > 45 and [Denon:input] eq "DVD")(set Moviemode on)(set Denon surroundMode Movie) Achso und hier noch der Auszug aus meiner 99_myUtils.pm zur Übermittlung der Denon-Status-Informationen in Richtung Loxone: #DenonToLoxone #device: #1 presence present/absent #2 state on/off #3 zoneMain on/off #4 input DVD #5 volume 23.5 #6 mute on/off #7 signal PCM #8 sound Stereo sub DenonToLoxone($) { my ($device) = @_; my $presence = ReadingsVal("$device","presence","-1"); if ($presence eq "absent") { $presence = "0"; } if ($presence eq "present") { $presence = "1"; } my $state = ReadingsVal("$device","state","-1"); if ($state eq "off") { $state = "0"; } if ($state eq "on") { $state = "1"; } my $zoneMain = ReadingsVal("$device","zoneMain","-1"); if ($zoneMain eq "off") { $zoneMain = "0"; } if ($zoneMain eq "on") { $zoneMain = "1"; } my $power = ReadingsVal("$device","power","-1"); if ($power eq "off") { $power = "0"; } my $input = ReadingsVal("$device","input","-1"); if ($input eq "Blu-Ray") { $input = "1"; } if ($input eq "Cbl/Sat") { $input = "2"; } if ($input eq "DVD") { $input = "3"; } my $volume = ReadingsVal("$device","volume","-1"); my $mute = ReadingsVal("$device","mute","-1"); if ($mute eq "off") { $mute = "0"; } if ($mute eq "on") { $mute = "1"; } my $signal = ReadingsVal("$device","signal","-1"); if ($signal eq "PCM") { $signal = "1"; } my $sound = ReadingsVal("$device","sound","-1"); if ($sound eq "Direct") { $sound = "1"; } if ($sound eq "Movie") { $sound = "2"; } if ($sound eq "Stereo") { $sound = "3"; } if ($sound eq "Multichannel Stereo") { $sound = "4"; } if ($sound eq "Dolby Surround") { $sound = "5"; } if ($sound eq "DTS Surround") { $sound = "6"; } if ($sound eq "Music") { $sound = "7"; } if ($sound eq "Auto") { $sound = "8"; } UDP_Msg("192.168.3.5" , "7001" , "$device: $presence $state $zoneMain $input $volume $mute $signal $sound"); } #UDP Befehle senden sub UDP_Msg($$) { my ($dest,$port,$cmd) = @_; my $sock = IO::Socket::INET->new( Proto => 'udp', PeerPort => $port, PeerAddr => $dest ) or die "Could not create socket: $!n"; $sock->send($cmd) or die "Send error: $!n"; return "send $cmd"; } Damit Statusänderungen übermittelt werden dann abschließend noch der Trigger in FHEM: define DenonToLoxone notify .*Denon.* {DenonToLoxone("$NAME")} Der virtuelle UDP-Eingang in Loxone für den fünften Wert "Input" hat dann bspw. die Befehlserkennung: Denon: \# \# \# \# \v Sind alle UDP-Eingänge definiert und mit passenden Status-Elementen verknüpft, sieht es bei mir in der Loxone Visualisierung so aus: Aus meinem täglichen Leben Wirklich sinnvoll automatisieren lässt sich die Multimediasteuerung erst dann, wenn alle dazu genutzten Geräte zentral gesteuert werden können. Der Denon AVR-X1400H (Affiliate-Link) ist einer der zentralen Devices, die mir in meinem Setup bisher noch gefehlt haben. Mit der Integration in FHEM bin ich wirklich sehr glücklich, da die Statusänderungen in Echtzeit weiterverarbeitet werden können. Auch wenn bspw. die Lautstärke direkt am AV-Receiver "händisch" verstellt wird, erfährt FHEM sofort davon. Echt genial! Vielleicht stelle ich auch mal meine Multimedia-Integration in Loxone vor, denn hier laufen alle Fäden zusammen. Wenn jemand Interesse daran hat einfach per Kommetar mitteilen. ### Howto: IKEA Tradfri im FHEM Smart Home Mit dem Smart-Home-Beleuchtungssystem Tradfri (Affiliate-Link) hat der Möbelgigant IKEA neue Felder betreten und ein preislich super attraktives Setup auf den Markt gebracht. Mit über 20 Komponenten, die von smarten Glühbirnen in sämtlichen Fassungen bis hin zu Lichtpaneelen und Licht-Fronten für IKEA-Möbel reichen, ist das Tradfri-System breit aufgestellt. Während zahlreiche Webseiten und Blogs Tradfri bereits auf Stärken und Schwächen getestet haben, möchten wir in diesem Howto zeigen, wie das smarte Beleuchtungssystem Schritt für Schritt in den Open Source Smart Home Server FHEM integriert werden kann und damit Teil eines bestehenden Smart-Home-Setups wird. Spoiler: Ich bin von Tradfri begeistert! Zunächst aber ein paar generelle Informationen zu IKEA Tradfri (Affiliate-Link). Das System verwendet den Zigbee-Funkstandard, der z.B. auch im deutlich bekannteren und teureren System HUE von Philips zu finden ist. Eine Einbindung in die HUE Bridge ist daher laut einigen Berichten im Netz scheinbar ab der Charge 1721 möglich, da ab hier ein kompatibles Protokoll implementiert wurde. Ich selbst habe das allerdings nicht getestet und möchte mich hier um die Integration in FHEM kümmern, vor allem, weil einige Blogleser schon häufiger nach diesem Thema gefragt haben. Here we go! Für alle Apple-Nutzer gibt es by the way auch noch die Integration in Homekit und alle Alexa Fans werden sich ebenfalls über die vorhandene Einbindung freuen. Doch warum ist das IKEA-System überhaupt so interessant? Ein Blick auf die Preise der Komponenten hilft weiter. Einfache Tradfri LED-Glügbirnen (Affiliate-Link) mit 1000 Lumen in E27, dimmbar (!) mit 2700K Lichtfarbe (=warmes Tageslicht) und 12,5 W Verbrauch gibt es für 9,99 EUR! Dimmbare LED-Glühbirnen (Affiliate-Link) mit verstellbarer Lichtfarbe (von 2200 bis 2700K) gibt es schon für 19,99 EUR. Zusätzlich sind weitere Fassungen wie E14 oder GU10 verfügbar und für die bekannte Möbelserie BESTA gibt es schöne Licht-Fronten und zusätzlich auch Wandpanels. Benötigt wird neben dem Leuchtmittel immer das IKEA Tradfri Gateway (Affiliate-Link) für 29,99 EUR und ebenfalls immer mindestens eine Tradfri Fernbedienung (Affiliate-Link), auch wenn man das gesamte System über das Smartphone, oder wie hier über FHEM, nutzen möchte. Hintergrund ist, dass mittels der Fernbedienung das Pairing des Leuchtmittels mit dem Gateway vorgenommen wird. Dann erst kann die Glühbirne mit dem Smartphone über das Gateway gesteuert werden. Die Fernbedienung mit Farbwahl- und Dimm-Funktion kostet 14,99 EUR, der Dimmer ohne Farbwahl 9,99 EUR. Ich habe eine Weißspektrum-Lampe mit Fernbedienung im Set erworben. Bei Amazon gibt es die IKEA-Hardware ebenfalls zu kaufen, allerdings sind die Preise hier teilweise unverschämt hoch. Aktuell sind allerdings gerade Gateway und E27-Glühbirne bei IKEA häufig ausverkauft, sodass es sich lohnen könnte, die Produkte auch bei Amazon anzusehen: IKEA Tradfri Gateway (Affiliate-Link) IKEA Tradfri Fernbedienung (Affiliate-Link) IKEA Tradfri E27 LED-Glühbirne mit Weißspektrum (Affiliate-Link IKEA selbst bietet Tradfri im IKEA-Webshop und in den Filialen an. Die jeweilige Filialverfügbarkeit kann ebenfalls hier auf den Artikellinks eingesehen werden. IKEA Tradfri in Betrieb nehmen Zunächst wird die Tradfri Hardware in Betrieb genommen. Dazu zählt die Inbetriebnahme des Gateways, der smarten Glühbirnen, der Fernbedienung und das Pairing der Komponenten untereinander und mit der Smartphone App. Zunächst wird dazu das Gateway mit Strom via Micro-USB und einer LAN-Verbindung versorgt. Mit der Tradfri-App für iOs und Android geht das Setup des Gateways dann Schritt für Schritt los. Einer der ersten Schritte ist das Scannen des Barcodes auf der Rückseite des Gateways, woraufhin eine Verbindung mit diesem hergestellt wird. Im Anschluss an die Einrichtung des Gateways geht es an das Suchen der Geräte. In meinem Test-Setup verwende ich eine farblich verstell- und dimmbare E27-Birne sowie eine Fernbedienung. Zunächst wird die Fernbedienung gepairt. Eine andere Option lässt einem der geführte Guide auch gar nicht. Um eine Fernbedienung an das Gateway anzulernen, wird der Knopf auf der Rückseite der Fernbedienung 4x gedrückt und dabei etwa 2 cm entfernt vom Gateway gehalten. Den Knopf findet man, wenn man die Abdeckung der Fernbedienung auf der Rückseite entfernt. Im folgenden Dialog können dann die ersten Beleuchtungselemente hinzugefügt werden. Dazu wird die Lampe in die entsprechende Fassung gedreht, mit Spannung versorgt und dann über die Fernbedienung (FB) mit dem Gateway verbunden. Dazu wird die FB nahe (2 cm) an die Glühbirne gehalten und ebenfalls der auf der Rückseite befindliche Knopf bis zu 10 Sekunden gedrückt gehalten, bis die Lampe hoch- und abdimmt. IKEA Deutschland hat auf Youtube ein sehr einfaches Video zur Inbetriebnahme von Tradfri bereitgestellt. https://www.youtube.com/watch?v=qZ_oy4vpUsc Wenn das Basis-Setup von Tradfri abgeschlossen ist, geht es an die Vorbereitung des Smart Home Servers, damit Tradfri mit FHEM verwendet werden kann. Smart Home Server vorbereiten Um das System mit FHEM nutzen zu können, muss zunächst der Smart Home Server vorbereitet werden. Ich nutze FHEM auf einem Intel NUC Barebone PC(Affiliate-Link). In diesem Blogpost findest du alle Informationen zu FHEM und zum Setup: Mit FHEM zum Low Budget-Smart Home – Der neue Einsteigerguide von meintechblog. Tradfri werden wir später in FHEM mit einem Beta-Modul von Peter Kappelt integrieren, doch dazu sind Linux-seitig zunächst ein paar Paketinstallationen und weitere Aktionen nötig, damit das FHEM-Modul funktioniert. Dazu gehört einerseits das Paket libjson-perl, das JSON-Daten verarbeitet und andererseits JAVA, was für das FHEM-Modul als Übersetzer zwischen IKEA Gateway und FHEM fungiert. Die Installation erfolgt über eine SSH-Verbindung auf den Smart Home Server (auf dem Mac mit der Terminal App, auf dem PC z.B. mit Putty). ssh christoph@192.168.178.68 In der aktiven SSH-Verbindung dann folgende Befehle nutzen: sudo add-apt-repository ppa:webupd8team/java sudo apt-get update sudo apt-get install libjson-perl sudo apt-get install oracle-java8-installer Anschließend dem Installer folgen. Im nächsten Schritt wird das von Peter bereitgestellte Programm "JTradfri" und die dazugehörige Konfigurationsdatei heruntergeladen und in einen neuen Ordner auf dem Server gespielt und zusammen mit einem neu angelegten User "jtradfri" alles mit den entsprechenden Rechten versehen. Die dazugehörigen Schritte sind in dieser Reihenfolge: sudo mkdir -p /opt/jtradfri/ cd /opt/jtradfri/ sudo wget -O jtradfri.conf https://raw.githubusercontent.com/peterkappelt/JTradfri/master/bin/jtradfri.conf.example sudo wget https://raw.githubusercontent.com/peterkappelt/JTradfri/master/bin/jtradfri.jar sudo useradd --home-dir /home/ --no-create-home --shell /bin/false jtradfri sudo chown -R jtradfri:jtradfri . Nun wird die JTRADFRI-Konfigurationsdatei bearbeitet. Benötigt werden die IP-Adresse des Gateways und der Security Code auf der Rückseite. Die IP-Adresse findet man z.B. über den heimischen Router oder eine LAN Scanner App heraus. Beide Werte werden nun in der Konfigdatei eingetragen, die (immer noch im Terminal) wie folgt geöffnet wird: sudo nano /opt/jtradfri/jtradfri.conf Hinter den String "gateway=" wird die IP-Adresse des Gateways eingetragen, hinter "secret=" der Security Code. Durch STRG+x und Y+Enter wird die Datei gespeichert. Schließlich muss jetzt noch der Autostart der Software konfiguriert werden. Dazu wird "Systemctl" benötigt, das Teil des "systemd"-Paketes unter Linux ist. Das Paket wird wie folgt installiert: sudo apt-get install systemd Anschließend wird die ebenfalls von Peter Kappelt zur Verfügung gestellte Konfigdatei geladen: sudo wget https://raw.githubusercontent.com/peterkappelt/JTradfri/master/bin/jtradfri.service -O /etc/systemd/system/jtradfri.service Über den Befehl sudo systemctl enable jtradfri.service wird schließlich der Autostart angelegt. Zur Info: Über sudo systemctl start/stop jtradfri.service kann der Service künftig gestartet/gestoppt werden. Serverseitig ist damit die Vorbereitung abgeschlossen und es geht mit der Integration in FHEM weiter. IKEA Tradfri in FHEM integrieren Aktuell gibt es im FHEM-Trunk noch kein offizielles Modul für Tradfri. Peter Kappelt hat allerdings zwei verschiedene Module dafür entwickelt. Das erste (stable) pollt die Informationen der Tradfri-Devices zu festen Zeitintervallen. Das zweite Modul (beta) funktioniert ohne Polling und wurde daher von mir bevorzugt. Grundsätzlich weist Peter darauf hin, dass es natürlich auf Grund des Beta-Status zu Problemen kommen kann. Mir persönlich sind bisher allerdings noch keine Unzulänglichkeiten aufgefallen. Der erste Schritt im FHEM-Webinterface ist das Hinzufügen der Quelle in der Kommandozeile am oberen Bildrand: update add https://raw.githubusercontent.com/peterkappelt/Tradfri-FHEM/dev-cf/src/controls_tradfri.txt Anschließend wird FHEM mit dem Befehl update auf den neuesten Stand gebracht, wobei auch das neue Modul eingespielt wird. Ein abschließendes shutdown restart startet den FHEM Server neu. Weiter geht es damit, das Gateway in FHEM als Device zu definieren. Dazu notwendig ist der folgende Befehl, der in der FHEM-Kommandozeile im Webinterface per Entertaste abgesetzt wird und die IP-Adresse des Gateways einerseits (hier: 192.168.178.103) sowie den Security Code andererseits (hier: xxxxxxxx) beinhaltet. define TradfriGW TradfriGateway 192.168.178.103 xxxxxxx Ein Klick auf "Save Config" speichert das neue Gateway dauerhaft. Zu Beginn lautet der State des Devices zunächst "disconnected". Deshalb wird zunächst erneut über die Kommandozeile ein shutdown restart durchgeführt. Jetzt ist der Status "opened". Da wir ja bereits unsere ersten Devices mit dem Gateway verbunden haben, können wir deren Daten jetzt über FHEM abfragen, um basierend darauf im nachfolgenden Schritt die Lampen selbst als Device in FHEM zu definieren. Zunächst wird dazu der FHEM-Befehl get TradfriGW deviceList abgesetzt, woraufhin in den Readings des Gateways alle gekoppelten Geräte sichtbar sind (siehe Screenshot). Anhand der hier gezeigten Values kann jetzt unser erstes Tradfri-Device, die Weißspektrum-LED-Lampe mit der Device ID 65537 (in meinem Beispiel) als steuerbare Lampe in FHEM angelegt werden: define LedLampe TradfriDevice 65537 Ein erneuter Klick auf "Save Config" speichert dann auch dieses Konfiguration. Im Webinterface stehen jetzt sämtliche Steuerungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu zählen: An-/Ausschalten: set on/off Farbtemperatur wählen: set color warm/cold/standard Dimmen: set dimvalue 0-254 Zusätzlich werden alle wichtigen Readings der LED-Lampe übertragen (z.B. Software-Version der Lampe). Die Leuchtmittel sind super responsive und reagieren sofort auf übermittelte Steuerinformationen. Genauso fix geht es in die andere Richtung: Per Fernbedienung veränderte Statuswerte der Leuchtmittel werden sofort in FHEM aktualisiert. Hier macht sich die Beta-Version des Moduls von Peter ohne Polling bemerkbar! Somit ist die Integration deiner Leuchtmittel in FHEM abgeschlossen. Wie bei FHEM üblich, stehen dir jetzt zahlreiche Automatisierungsmöglichkeiten zur Verfügung, bei denen du die IKEA-Tradfri-Lampen mit anderer Smart-Home-Hardware steuern kannst. Aus meinem täglichen Leben Ich finde die Reaktionszeit der IKEA Tradfri-Lampen sensationell. Auch die Steuerung aus FHEM heraus funktioniert astrein. Aktuell kann der Bewegungsmelder noch nicht in FHEM eingebaut werden, doch ich bin mir sicher, hier geht bald noch was. Persönlich gefallen mir die LED-Lampen mit Weißspektrum (Affiliate-Link) sehr gut, die für unter 20 EUR wirklich unheimlich günstig sind. Das Spektrum ermöglicht es, die Lichtfarbe an die jeweiligen Wünsche anzupassen, um z.B. die Konzentration zu erhöhen oder eine angenehme Atmosphäre zu gestalten. Das Tradfri Gateway (Affiliate-Link) als solches finde ich vergleichsweise relativ schlank gehalten, was mir ebenfalls gut gefällt. Mein Fazit zu Tradfri ist durchwegs positiv. Einrichtung, Inbetriebnahme und Handling funktionieren wie aus einem Guss. Die Hardware, z. B. die Fernbedienung (Affiliate-Link) wirkt hochwertig verarbeitet und liegt gut in der Hand. Die FB ist z.B. magnetisch und kann mittels Halterschale auch sauber an der Wand montiert werden. Ich werde meinen Tradfri-Bestand definitiv ausbauen und mir zunächst einen Mix aus Weißspektrum- und normalen E27-Glühbirnen zulegen. Mittelfristig möchte ich auch eines der LED-Paneele (Affiliate-Link) testen und langfristig auch eines meiner BESTA-Regale mit einer LED-Front ausstatten. Zur Langlebigkeit der Glühbirnen kann ich Stand heute keine Aussagen treffen, aber bei 9,99 EUR für eine dimmbare LED-Glühbirne spielt das ehrlich gesagt auch nur eine untergeordnete Rolle. ### Pimp my Plex DVR - Live-TV und TV-Recording per VU+ Plex, der smarte Medienserver rund um Filme und Serien, wurde dank DVR um eine sinnvolle Funktion erweitert. Damit sind Live-TV-Streams von untewegs genauso möglich wie die Aufzeichnung kompletter Serien samt automatischer Einsortierung in die Plex-Bibliothek. War die offizielle Unterstützung von TV-Receivern und Tunern bislang mehr als dürftig, können nun dank passendem Plugin auch Receiver auf Enigma2-Basis (z.B. VU+ oder Dreambox) genutzt werden. Wie das funktioniert und worauf man achten sollte damit es reibungslos klappt, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Umstieg auf Plex DVR - Aller Anfang ist schwer Streaming und Recording von Live-TV hat mir bei Plex eigentlich immer schon gefehlt. So sehr ich meine VU+ Receiver auch schätze, ist deren Bedienung nach wie vor gelinde gesagt verbesserungswürdig. Ausserdem hat mich der Bruch immer schon gestört, dass TV-Aufnahmen ihren Weg nie automatisch in die Plex-Mediathek gefunden haben. Und Live-TV von untwegs über entsprechende Apps wie e2RemotePro hat trotz Transcoding zudem nie wirklich Spaß gemacht. Mehr als begeistert war ich also 2016, als das Plex-Team die DVR-Funktion im hauseigenen Blog vorgestellt hat, die sich mittlerweile offiziell "Plex Live TV & DVR" nennt und weiterhin ausschließlich für "Plex-Pass"-Nutzer angeboten wird. Zu Beginn wurden jedoch ausschließlich sogenannte HomeRun-Receiver des Herstellers SiliconDust supportet, die von jeher eher auf den amerikanischen Raum abzielen. Die Liste offiziell unterstützer Tuner und Receiver ist zwar seitdem gewachsen, wirkliche "Knaller" sind meiner Meinung nach aber immer noch nicht dabei. Die meisten setzen dabei zudem auf DVB-T, besitzen nur einen Tuner und verschlüsselte Sender sind mangels Support für passende Karten (z.B. HD+) sowieso ausgeschlossen. Und wer will heute ernsthaft noch SD-Content, ausser vielleicht unterwegs auf Mobilgeräten. Nach längerer Beobachtungsphase und eher durch Zufall bin ich dann irgendwann 2017 auf das Community-Plugin "PlexDVRAPI" gestoßen, welches mittlerweile "HRTunerProxy" heisst und auf github zu finden ist. Mehr Infos dazu auch im Plex-Forum. Durch die Installation des Plugins auf einem Enigma2-basierten Receiver können jetzt alle verfügbaren Tuner der Settop-Box an Plex durchgereicht werden - Das Plugin agiert quasi als Proxy zwischen Plex Server und Enigma2-Box. Denn im Endeffekt greift Plex ja immer nur auf den Transport Stream (TS) des gewünschten Senders zu, der vom DVB-Tuner geliefert wird. Im Fall der von mir genutzten VU+ Uno 4K (Affiliate-Link) im Unicable-Modus stehen dann ganze acht unabhängige Tuner zur Verfügung, sodass im Grunde keine Beschränkungen hinsichtlich Parallelaufzeichnungen auf unterschiedlichen Sendern existieren. Alle Hintergründe zum Thema Unicable in Kombination mit FBC-fähigen SAT-Tunern im Artikel SAT-Anlage für bis zu 24 Teilnehmer mit nur einem Kabel – Minimalinstallation mit Maximalleistung. HRTunerProxy installieren Da das Plugin nur automatisch in den Paketlisten von Enigma2-Images auftaucht, die sich in der "OE Alliance" befinden, habe ich erstmal openVix auf meiner VU+ installiert. Long story short - der Name des Images ist irgendwie Programm. Das Plugin wurde zwar ohne Murren aus der Paketliste (Blue Button) installiert und von Plex akzeptiert, generell hatte das Image aber massive Probleme. Kanäle hingen beim Zappen ohne erkennbaren Grund oftmals mehrere Sekunden. Plex ist in solchen Fällen dann meist resignierend mit eine Fehlermeldung ausgestiegen. Also doch wieder zurück zum VTi Team Image (Login notwendig), welches nach wie vor mein Liebling ist - aber leider nicht zur "OE Alliance" gehört. Entsprechend muss man sich selbst um eine manuelle Installation kümmern. Aber halb so wild... Erstmal das Plugin auf github herunterladen -> Direktdownload und das zip-File entpacken. Im sich entpackenden Ordner namens "HRTunerProxy-master" benötigen wir jetzt nur den Unterordner "plugin", welcher erstmal umbenannt wird in "HRTunerProxy". Diesen umbenannten Ordner "HRTunerProxy" samt Inhalt jetzt per FTP (ich nutze dazu immer FileZilla) auf den Enigma2-Receiver kopieren. Der Standard-Login lautet dabei "root" ohne Passwort. Die IP-Adresse der Settop-Box muss jeder selbst ausfindig machen. Im Falle des VTi-Image kommt das Plugin in den Ordner: /usr/lib/enigma2/python/Plugins/SystemPlugins So sollte es dann aussehen: Jetzt noch Rechtsklick auf den HRTunerProxy-Ordner -> "Dateiberechtigungen..." und im Feld "Numerischer Wert" die Ziffer "755" eintragen und anschließend mit "OK" bestätigen. Zum Schluss noch ein Reboot des Receivers und das Plugin sollte unter "VTi Panel" (Blue Button) -> "Erweiterungen" -> "HRTunerProxy" zu finden sein. Nachdem das Plugin ausgewählt wurde, braucht man es eigentlich nur noch mit der "grünen Taste" zu starten. So sollte es dann aussehen: Die Vorbereitungen auf Seiten des Enimga2-Receivers sind damit abgeschlossen. Nun geht es im Plex-Interface weiter. Plex DVR-Funktion einrichten Unter "Einstellungen" -> "Server" -> "Live TV & DVR" den Eintrag "+ Gerät hinzufügen" wählen. Jetzt sollte direkt der Enimga2-Receiver als "TUNER" auftauchen: Nach dem Klick auf "Fortsetzen" gelangt man zur Senderliste, die direkt vom vorhandenen Bouquet des Enigma2-Receivers geladen wird. Hier den Eintrag "Kabel" und das Land "Deutschland" wählen. Nicht wundern, das funktioniert auch wenn man per Satelliten-Empfang unterwegs ist. Bei der Erstinstallation muss man an dieser Stelle auch eine PLZ eintragen. Ich habe einfach die "10115" (Berlin) genommen und den Programmführer: "Telekom Deutschland GmbH (DTH) Digital" gewählt. Dieser Programmguide kümmert sich dann um die korrekte Anzeige von Titelnamen, Beschreibungen und vorallem der Episodennummern, die man sonst im normalen Sender-EPG zumeist vergebens sucht. Wie das im Detail funktioniert? Kein Plan. Ich tippe auf pure Magie. Ehrlich, es funktioniert einfach perfekt. Im nächsten Schritt erfolgt dann die eigentliche Senderzuordnung, also das Matching aus den im EPG des Enigma2-Receivers eingetragenen Sendern (Bouquet) und dem oben selektierten Programmführer. Hier kann es bei der Zuordnung schnell vorkommen, dass die Senderreihenfolge nicht passt und Fehlzuordnungen passieren. Entsprechend muss man die Liste eben händisch kontrollieren und ggf. korrigieren. Teilweise ist das dann etwas nervig, da die wenigen Stellen der "geführten Kanäle" manchmal weniger aussagekräftig sind. Deshalb hier eine kleine Übersicht, welche Sender ich wie zugeordnet habe: [table id=30 /] Die Liste ist nicht vollständig. Wer weitere Zuordnungen gefunden hat und teilen möchte, bitte per Kommentar mitteilen. Ich ergänze das dann entsprechend. Im Plex-Forum gibt es dazu auch noch einen Thread. Die Zuordnung abschließen und schon beginnt Plex die Sender mit einem "Refreshing EPG" zu scannen und zeigt nach einer Weile die Infos unter dem Menüpunkt "Live" -> "Program Guide" an. Jetzt einfach die gewünschte Sendng aus der Spalte "Live" auswählen... und den Play-Button drücken. Nach einigen Sekunden sollte die Sendung laufen: Ganz praktisch: Während der Wiedergabe kann man links unten auf das Symbol neben dem Sendernamen klicken und erhält mit "Läuft gerade" einen praktischen EPG eingeblendet, durch den man sogar sliden kann. Über den roten Aufnahme-Button lässt sich dann nicht nur die aktuelle Folge aufzeichnen, sondern mit der Auswahl "Alle Folgen" nach und nach die gesamte Serie recorden. Bei "Ausstrahlung" würde ich übrigens "Erstausstrahlungen und Wiederholungen" empfehlen, da es bei mir sonst schon passiert ist, dass auch neue Ausstrahlungen nicht also solche erkannt und entsprechend auch nicht aufgenommen wurden. Bei "Erweiterte Einstellungen" trage ich zudem immer eine "Vorlaufzeit" von einer und eine "Nachlaufzeit" von fünf Minuten ein. Denn besser es wird zu viel aufgenommen als zu wenig, manchmal starten Sendungen ja auch später und dann fehlt ohne Nachlaufzeit am Ende etwas. Die überschüssigen Minuten kann man zur Not später auch recht schnell per FFMPEG zurechtschneiden. Die erweiterten Einstellungen lassen sich übrigens auch global für alle neuen Aufnahmen in den "DVR Einstellungen" festlegen - dort, wo auch der Receiver unter "Einstellungen" -> "Server" -> "Live TV & DVR" ausgewählt wurde. Die Option "Video beim Aufnehmen umwandeln" (Zahnrad rechts vom Receiver-Eintrag) würde ich erstmal deaktiviert lassen. Das spart zwar Speicherplatz, die Funktion wirkt aber noch nicht 100%ig rund, sodass ich bisher auch schon mindestens eine Aufnahme durch einen Transcoding-Error verloren ging. One More Thing Eine Kleinigkeit gibt es aber dennoch, die mich stört. Man muss nämlich bei "Einstellungen" -> "Server" -> "Sprachen" den "Untertitel-Modus" auf "manuell ausgewählt" stellen. Anderenfalls wird bei Privatsendern, die noch den Teletext (Bullshit-Relikt aus den 90ern) ausstrahlen, selbiger sinnigerweise über das Bild gelegt, da der Teletext als Untertitel erkannt wird. Diese Einstellung hat dann aber zur Folge, dass gewünschte "Forced-Subtitles" erst jedesmal manuell vor dem Starten eines Films bzw. einer Serienepisode aktiviert werden muss. Dazu habe ich bereits den Thread Issue with subtitles aka "Teletext" in DVR streams/recordings im Plex Forum aufgemacht, bisher jedoch leider ohne Ressonanz. Wen das auch nervt: Bitte einen Kommentar dazu im Forum schreiben, evtl. gewinnt das Thema dann an Relevanz und wird doch noch mal beachtet. Aus meinem täglichen Leben Seit meiner initialen Installation vor mehreren Monaten hat sich viel bei der Plex DVR-Funktion getan. Hat es anfangs bei Aufnamen manchmal sogar den kompletten Plex Server zerrissen, hatte ich jetzt seit den letzten Updates absolut keine Probleme mehr. Alle Recordings des "Aufnahmeplans" laufen einfach durch, als sei es das Normalste der Welt. Wie man sieht, werden abgeschlossene Aufnahmen direkt mit dem Play-Symbol versehen und stehen in der Bibliothek zum Abspielen bereit. In Kombination mit der VU+ Uno 4K (Affiliate-Link) als Receiver-Ressource mit insgesamt acht unabhängigen Tunern ist das ein echter Traum. Die "Aufnahmepriorität" hat mich deshalb auch noch nie gejuckt, da einfach immer genug freie Tuner zur Verfügung stehen, auch wenn mal mehrere Streams/Sender (egal ob für die Aufnahme oder Live TV) vom Plex DVR parallel in Benutzung sind. Insgesamt eine wirklich runde Sache, auch wenn mir persönlich noch einige Funktionen fehlen. Allem voran die Möglichkeit gerade laufende Aufnahmen per Timeshit zeitversetzt zu starten. Aktuell muss man warten bis die Aufnahme abgeschlossen ist und kann die Sendung solange nur "Live" starten. Aber es wird viel am DVR-Feature gebastelt, ständig kommen neue Funktionen hinzu. So lässt sich seit einem der aktuellsten Updates auf dem Apple TV neben der Live TV-Funktion auch der Aufnahmeplan verwalten. Echt praktisch, wobei ich das lieber übers Smartphone erledige, da noch ein Stück bequemer. Apropos Mobile Device. Auch von unterwegs ist es jetzt super komfortabel per Smartphone oder Tablet ins Live-TV zu zappen, dank der automatischen Transkodierung von Plex auch bei schmaler mobiler Bandbreite. Und auch wenn das normale Fernsehen irgendwann aussterben wird, freue ich mich in der Zwischenzeit fast täglich über neue Inhalte, die mir "Plex DVR" frisch in die Bibliothek spült. Mal sehen wie lange es dauert, bis bspw. alle Tatortepisoden (aktuell bereits 1.000+) aufgenommen wurden. 49 sind schon mal am Start - und das nach wenigen Wochen. Vermutlich wird bei 5-10 GB pro Episode auch bald eine neue WD Red Pro 10TB (Affiliate-Link) im QNAP-NAS fällig - übrigens meine derzeitige NAS-Lieblingsplatte. ### Badezimmer im Smart Home: Badlüfter- und Lichtsteuerung mit FHEM Mein Badezimmer war bisher noch weitestgehend Smart-Home-freie Zone, unter anderem deswegen, weil die Dinge hier etwas komplizierter sind als in anderen Räumen. Beispiel Heizung: Zusätzlich zu einem Handtuchheizkörper ist hier eine Fussbodenheizung mit Rücklaufventil (RTL) verbaut, sodass eine klassische Temperatursteuerung über Heizkörperthermostate nicht möglich ist. Deswegen war es nun an der Zeit, die anderen Themen im Badezimmer anzugreifen: Beleuchtung und Lüftersteuerung. In meinem innenliegenden Bad ohne Fenster war einstweilen ein einzelner, klassischer Aus-/Wechselschalter verbaut, der bei jeder Betätigung gleichzeitig ein Deckenlicht, einen beleuchteten Wandspiegel sowie einen Badlüfter mit Nachlaufrelais aktiviert. Das fand ich schon immer ein bisschen sinnlos, vor allem die Aktivierung des Badlüfters, selbst wenn das Badezimmer nur kurz zum Händewaschen etc. genutzt wurde. Zeit also, mittels Smart Home Gear die Schaltungen von einander zu trennen und was die Lüftung angeht, mittels FHEM und intelligenter Logik zu steuern. In diesem Blogpost lest ihr alle Details zu meinem Badezimmer-Projekt. Hauptsächlich hat mich an der geschilderten Situation der Badlüfter gestört. Einerseits werden durch den über ein Relais gesteuerten Nachlauf immer für 15 Minuten knapp 60 Watt Energie verbraucht. Wenn es durch eine intelligente Steuerung dieser Lüftung gelingt, täglich ein paar sinnlose "Nachläufe" zu vermeiden, sind das immerhin bis zu 20kWh Ersparnis im Jahr (bei vier eingesparten An-Schaltungen). Nicht viel, aber immerhin. Andererseits erzeugt der Badlüfter im Betrieb ein lautes Geräusch, das schnell auch mal nerven kann. Bei der Beleuchtung wollte ich auch unbedingt beide Lichtquellen separat voneinander steuern können. Gerade morgens ist die nicht ganz so grelle Beleuchtung des Spiegels super angenehm und auch ohne Deckenlampe völlig ausreichend. Umbau mit Smart Home Gear Wie bereits geschildert, sind in meinem Badezimmer drei Verbraucher (zwei Lichtquellen und der Lüfter) über einen einzigen Ausschalter gesteuert. Am Schalter laufen also drei Leitungen zusammen. Es gilt also zunächst, diese mit Smart Home Hardware separat zu steuern, damit im Nachgang verschiedene Szenarien mit FHEM realisiert werden können. Da in der Unterputzdose logischerweise nicht ausreichend Platz für drei Schaltaktoren vorhanden ist, gab es verschiedene Möglichkeiten, die Steuerung zu konzipieren. Ich habe mich letztendlich für eine Variante entschieden, bei der über einen Homematic Unterputz-Funk-Schaltaktor 2-fach (Affiliate-Link) die Deckenlampe und der Badlüfter geschaltet werden. Für die Spiegelbeleuchtung wurde am Wandauslass hinter dem Spiegel ein Homematic Unterputz-Funk-Schaltaktor 1-fach (Affiliate-Link) zur Steuerung installiert. Wichtiger Hinweis: Der Einbau der genannten Homematic-Aktoren darf nur von zertifiziertem Fachpersonal unter Verwendung der mitgelieferten Bedienungs- und Anschlussanleitung erfolgen! Über die nun offene Unterputzdose habe ich einen Eltako Wandtaster FT55-wg (Affiliate-Link) mit EnOcean-Funkprotokoll montiert, weil dieser vor allem optisch gut in meine bisherige Schalterserie (Gira 55 reinweiss matt) passt. Die EnOcean-Taster funktionieren, wie im Blogpost Batterielose Funk-Hausautomation mit EnOcean und FHEM beschrieben, über ein eingebautes Piezo-Element ganz ohne Batterien oder externe Stromversorgung. Grundsätzlich geht hier natürlich auch jeder andere Funktaster, z.B. der Homematic Funk-Wandtaster (Affiliate-Link). Um die Lüftung später in Abhängigkeit der Luftfeuchtigkeit zu steuern, wird ferner ein Technoline Funk-Temperatur-/Luftfeuchtigkeitssensor (Affiliate-Link) verwendet, der im Blogpost FHEM mit JeeLink: Luftfeuchte und Temperatur zum Low-Cost-Tarif messen beschrieben wurde. Dieser ist vor allem wegen des niedrigen Preises zu empfehlen (knapp 16 EUR). Ein Homematic Temperatur-/Luftfeuchtigkeitssensor für Innen (Affiliate-Link) hätte es natürlich auch getan. Smart Home Hardware mit FHEM verbinden Nachdem die Hardware durch den Fachmann ordnungsgemäß installiert wurde, geht es darum, diese mit dem Smart Home Server FHEM zu verbinden. Für mehr Informationen zu FHEM gibt es im Blogpost Mit FHEM zum Low Budget-Smart Home – Der neue Einsteigerguide von meintechblog. Die Homematic Hardware wird am Besten mit einem Homematic Funk-LAN-Gateway (Affiliate-Link) in FHEM eingebunden (siehe Howto: HomeMatic Funk-LAN-Gateway mit FHEM verwenden). Für den Technoline-Sensor ist die Verwendung eines Jeelink USB Transceivers nötig (siehe FHEM mit JeeLink: Luftfeuchte und Temperatur zum Low-Cost-Tarif messen). Für die Integration des EnOcean-Tasters ist ein USB300 Transceiver(Affiliate-Link) nötig (siehe Batterielose Funk-Hausautomation mit EnOcean und FHEM). Die Homematic-Aktoren werden zunächst, so wie in der Anleitung beschrieben, in den Anlernmodus versetzt. Anschließend kann FHEM-seitig mittels des Befehls set HMLANGW hmPairForSec 60 das Peering mit FHEM vorgenommen (HMLANGW ist der Name des Homematic Funk-LAN-Gateways). Für den Technolinesensor erfolgt das Koppeln mit FHEM über den Jeelink USB Transceiver (myJeeLink) über den Befehl: set myJeeLink LaCrossePairForSec 60 Der EnOcean-Taster wird schließlich mittels des USB300 Transceivers und dem Befehl set USB300 teach 60 mit FHEM verbunden. Jetzt sind alle Devices in FHEM angelegt und können empfangen bzw. gesteuert werden. Mit einem rename-Befehl erhalten die Geräte noch jeweils einen passenden Namen. In meinem Fall: Lüftung: Bad.Abzug Deckenlicht: Bad.Licht1 Spiegelbeleuchtung: Bad.Licht2 Taster: Bad.Taster Temperatur-/Luftfeuchtigkeitssensor: Bad.LF Badlüftersteuerung mit FHEM gestalten Zunächst soll der Badlüfter in Abhängigkeit der Luftfeuchtigkeit gesteuert werden, damit Badspiegel und co. nicht beschlagen. Ich verwende dazu ein sehr einfaches DOIF, das wie folgt aussieht und ab einer Luftfeuchtigkeit von 65% den Lüfter aktiviert. define abzug_logik DOIF ([Bad.LF:humidity] > 64) (set Bad.Abzug on) DOELSE (set Bad.Abzug off) Jetzt wird der Lüfter immer erst ab einer Luftfeuchtigkeit von 65% aktiviert und läuft solange bis dieser Wert hergestellt ist (plus Nachlaufzeit). So simpel der Code, so effektiv die Wirkung. Lichtsteuerung über EnOcean-Taster realisieren Der EnOcean-Taster ist ein 2- oder 4-fach-Taster (siehe Batterielose Funk-Hausautomation mit EnOcean und FHEM), der je nach auf dem Taster montierten Plastikcover verwendet wird. Ich nutze ihn als 2-Kanal-Taster, oben und unten (Kanal B0 und BI). Die Besonderheit am EnOcean-Taster ist, dass er mitliefert, ob er gerade gedrückt ist ("pressed") oder nicht ("released"). Dementsprechend verwende ich auch hier zwei simple DOIFs, um die Steurerung der einzelnen Homematic-Lichtquellen über den EnOcean-Taster zu realisieren. Immer wieder schön, was mit FHEM alles so gemacht werden kann. EnOcean steuert Homematic - super easy. define licht_logik_spiegel DOIF ([Bad.Taster:channelB] eq "BI" and [Bad.Taster:buttons] eq "pressed") (set Bad.Licht1 toggle) define licht_logik_decke DOIF ([Bad.Taster:channelB] eq "Bo" and [Bad.Taster:buttons] eq "pressed") (set Bad.Licht2 toggle) Aus meinem täglichen Leben Wie in diesem Blogpost gezeigt, habe ich nach Langem und mit super einfachen Mitteln endlich meine Lüfter- und Lichtsteuerung im Badezimmer in mein Smart Home integrieren können. Die Integration würde ich aktuell als funktionell und "erste Stufe" bezeichnen. Wie der Verlaufsgraph unten zeigt, passt die simple Steuerung für mich soweit gut. Natürlich muss der Lüfter bei Erreichen der 65%-Marke erst einmal anlaufen. In meinem Case passt das aber ganz gut. Die Luftfeuchtigkeit geht so nie über 75% in den Spitzen und ist hier bereits nach jeweils unter 10 Minuten wieder auf Werten unter 60%. Wen es interessiert: Den Graphen erhalte ich aus meiner Loxone-App, da ich die Werte von FHEM per UDP an den Smart Home Server Loxone weiterleite. Natürlich könnte der Graph auch in FHEM erstellt werden. Aktuell läuft der Lüfter aber nur in Abhängigkeit der Luftfeuchtigkeit. Sinnvoll wäre allerdings noch eine Ergänzung der Steuerung um die Werte eines Luftgüte- bzw. Luftqualitätssensors. Hier experimentiere ich gerade noch mit diversen Devices. Sobald ich Langzeiterfahrungen gemacht habe, lest ihr natürlich sofort hier darüber. Habt ihr Erfahrungen mit Funk-basierter Luftqualitätsmessung gemacht? Hinterlasst mir eure Tipps in den Kommentaren! Der WAF (if you don't know what it is -> google it) mit den EnOcean-Tastern ist aktuell auch noch ausbaufähig. Von zehn Tasterberührungen erfolgt bei etwa acht bis neun eine Funkübertragung, was in meinem Verständnis noch zu wenig ist, um von einem wirklich brauchbaren Setup zu sprechen. Auch hier freue ich mich auf eure Tipps Funktastern, die sich optisch gut in mein Gira System55 integrieren lassen. Ferner ist zukünftig geplant, die Lichtsteuerung im Badezimmer komplett über einen Bewegungssensor (oder mehrere) zu gestalten. Ich denke hierbei daran, den im Blopost Low-Cost-Smart Home: Super günstige Funk-Bewegungsmelder von Smartwares mit FHEM nutzen vorgestellten Funk-Bewegungsmelder SH5-TSO-A von Smartwares (Affiliate-Link) zu nutzen. Ein IKEA Tradfri Motion Sensor liegt allerdings auch schon zum Test bereit - mal sehen. Mit der ersten Ausbaustufe bin ich jetzt allerdings schon mal super zufrieden. Über eure Hardwaretipps, Funk-Luftgütesensor und Wandtaster betreffend, freue ich mich trotzdem! ### Raumluftqualität mit FHEM überwachen Jedes Smart Home kann Temperaturen messen und Lichter steuern. Ein Raumluftsensor gehört hingegen schon eher zu den Exoten in der Smart-Home-Sensorlandschaft, obwohl es zahlreiche Einsatzszenarien gibt. Laut Umweltbundesamt halten wir uns heute immerhin im Schnitt 90% des Tages in Innenräumen auf und atmen dabei zwischen 10 und 20 Kubikmeter Luft pro Tag durch unsere Lungen (Umweltbundesamt). Grund genug, sich mit dem Thema Raumluftqualität auch im Smart Home zu beschäftigen. Während gängige Raumluftsensoren für bekannte Hausautomation-Systeme gerne mal 150 Euro oder mehr kosten, testen wir dir in diesem Howto einen knapp 35 Euro teuren Raumluftsensor (Amazon-Link), der seit Jahren immer wieder im Zusammenhang mit FHEM verwendet wird. Smart Home Gear zu diesem Blogpost (Affiliate-Links) REHAU Funk-Raumluftsensor Raspberry Pi Starter Set Intel NUC Barebone PC i3 REHAU Raumluftsensor Ich hatte schon vor Jahren auf Robins Blog und auch im FHEM-Forum über den Raumluftsensor gelesen und war seither nie dazu gekommen, das Ganze selbst einmal auszuprobieren. Jetzt habe ich es endlich geschafft und freue mich, meine Insights teilen zu können. Doch zunächst erst einmal ein paar Zeilen zu dem Sensor. Der REHAU-Raumluftsensor (Amazon-Link) basiert auf einer AppliedSensor iAQ-Engine, der ebenfalls im VELUX Raumluftfühler und im VOLTCRAFT CO-20 zu finden ist. Der Innenraumsensor misst sog. Volatile Organic Compounds (VOC), also flüchtige, organische, gasförmige Stoffe in der Innenraumluft. Diese korrelieren mit der CO2-Konzentration in der Luft, sodass indirekt (approximativ über einen Algorithmus) auch Atemluft im Raum Bestandteil der Messung des Sensors ist, auch wenn die Menge an CO2 in der Luft nicht direkt gemessen werden kann (so wie bei einem CO2-Sensor). VOC können je nach Konzentration Kopfschmerzen, Schwindel oder Müdigkeit hervorrufen. Der REHAU-Raumluftsensor erkennt unter anderem VOC von Atem, Kosmetik, Haushaltsmaterialien, Verbrennung oder Lacken/Klebstoffen. Dazu zählen z.B. Aceton, Ethanol, Formaldehyde oder Benzol. Eine vollständige Liste gemessener VOCs ist hier zu finden: https://www.rehau.com/de-de/privatkunden/raumluftsensor. Optisch erinnert der Sensor an ein Speichermedium und kann wie ein USB-Stick direkt mit dem Smart Home Server verbunden werden. Wichtig ist, dass der Sensor nicht an einem passiven USB Hub betrieben werden sollte, weil der Widerstand, der die VOC-Messung durchführt, mit ausreichend Spannung versorgt werden muss. Dieser wird nämlich auf rund 300 Grad C erhitzt. Daher sollte man den Sensor direkt an einem USB-Port des Smart Home Servers verwenden oder an einem aktiven USB-Hub (Affiliate-Link). In diesem Howto wird der Open Source Smart Home Server FHEM verwendet, der auf einem Intel NUC Barebone PC (Affiliate-Link) mit Ubuntu läuft. Mehr Informationen, Installation und Setup von FHEM findest du hier: Mit FHEM zum Low Budget-Smart Home – Der neue Einsteigerguide von meintechblog. Raumluftsensor in Betrieb nehmen Um den Raumluftsensor mit FHEM im Smart Home zu betreiben, ist zunächst eine Inbetriebnahme am angeschlossenen Server-PC notwendig. Hierzu wird der Sensor per USB mit dem Smart Home Server verbunden, woraufhin eine SSH-Verbindung mit dem Server hergestellt wird (per Terminal App auf einem Mac, per Putty bei einem PC). ssh christoph@192.168.178.68 Dann werden zunächst (falls noch nicht vorhanden) noch einige benötigte Pakete installiert. sudo apt-get -y install libusb-dev libdevice-usb-perl build-essential Im nächsten Schritt wird die für den Sensor benötigte C-Datei heruntergeladen und verwendet. wget https://github.com/tuxedo0801/usb-sensors-linux/raw/master/airsensor/airsensor.c gcc -Wall -o airsensor airsensor.c -lusb Mit dem Befehl dmesg | tail kann anschließend geprüft werden, ob der USB-Sensor erkannt wurde (siehe Screenshot). Erscheint der Sensor hier, kann er getestet werden. Dazu wird der folgende Befehl verwendet. sudo ./airsensor Nach kurzer Wartezeit (ca. 11 Sekunden, was dem Update-Intervall des Sensors entspricht) erscheinen die ersten Messwerte im Terminal-Fenster (siehe Screenshot). Wie zu erkennen ist, schwankten die Werte bei mir sehr stark. Ich war mir nicht sicher, ob das so passen sollte, denn eine Range von VOC-Werten zwischen 947 und 1380 innerhalb von gut 30 Sekunden kam mir seltsam vor. Ich habe daraufhin den Stick noch einmal abgezogen, dem Raum 10 Minuten frisch gelüftet und den Sensor dann erst wieder in Betrieb genommen (inkl. Reboot des Servers). Daraufhin lieferte der Sensor erst einmal minutenlang (über eine halbe Stunde) den Wert 450, was auf eine Kalibrierung hindeutet. Nach mehreren Stunden liefert der Sensor dann Messwerte. Zwischenzeitlich habe ich viel über das Kalibrieren des Sensors gelesen und herausgefunden, wie kritisch dieser Prozess ist. Mittlerweile ist der Konsens, dass die Temperatur beim Kalibrieren idealerweise bei etwa 23 Grad C liegen sollte, was also nur im Sommer außen an der Frischluft funktioniert. Weiterhin macht das Kalibrieren wohl erst nach dem Einbrennen (Burn-In-Phase von mindestens 4 Tagen) Sinn. Weil das Kalibrieren des Sensors so zentral ist, haben die Messwerte folglich keine absolute Aussagekraft, da sie von den Umgebungskonditionen während der Kalibrierung abhängen. Eine VOC-Konzentration von 1000, gemessen an einem Sensor, kann bei einem anders kalibrierten Sensor zu einem abweichenden Messwert führen. Doch zurück zur Inbetriebnahme: Systemseitig ist das Setup des Sensors nun abgeschlossen. Schließlich muss FHEM über einen UDEV-Eintrag noch die Rechte erhalten, um nachfolgend ebenfalls auf die Messwerte des Sensors zuzugreifen. Dazu wird mit folgendem Befehl eine neue Datei angelegt. sudo nano /etc/udev/rules.d/99-usb.rules Die Datei erhält anschließend den folgenden Inhalt: SUBSYSTEM=="usb", ATTR{idVendor}=="03eb", ATTR{idProduct}=="2013", MODE="0666" ``` Nach dem Speichern der Datei (CRTL & X // Y // ENTER) wird schließlich noch ein Reboot des Smart Home Servers durchgeführt. sudo reboot Innenraumsensor in FHEM einbinden Da es den Sensor schon seit längerem gibt und die FHEM Community einfach gigantisch ist, gibt es mittlerweile auch schon ein eigenes FHEM-Modul zur Integration der Messwerte in das Smart Home. Um sicherzustellen, dass die neueste Version des Moduls "CO20" vorhanden ist, empfiehlt es sich, FHEM mit den Befehlen "update check" und "update", die am oberen Bildrand des Web Interfaces eingegeben werden, auf den neuesten Stand zu bringen. Daraufhin kann der Sensor bereits über die Kommandozeile im Web Interface eingerichtet werden: define co20 CO20 In meinem Fall war der Status zunächst "disconnected" (siehe Screenshot). Ein Neustart von FHEM, konnte dieses Problem beheben ("shutdown restart" in der Kommandozeile). Nach dem Reboot wechselte der Status auf "open". Nach kurzer Zeit tauchten auch die ersten VOC-Messwerte unter Readings auf. Wie die Befehlsmöglichkeiten im oberen Bereich des Screens zeigen, steht zunächst nur die Funktion "get co20 update" zur Verfügung. Das Modul stellt allerdings auch erweiterte Funktionen zur Verfügung (advanced-Mode). Dieser wird über die Attribute der Definition aktiviert. Dies geschieht entweder per Klick im Webinterface oder erneut in der Kommandozeile: attr co20 advanced 1 Nach der Aktivierung stehen sowohl mehr Funktionen als auch mehr Readings zur Verfügung. Zu den advanced Readings zählen vor allem der Debug Level und der in Ohm gemessene Widerstand des im Fühler eingebauten Sensor- und des Heating-Elements, auf deren Basis die VOC-Berechnung erfolgt. Das aber nur am Rande und zur Info ;) Zu den advanced Set- Optionen gehört unter anderem die Möglichkeit, den Sensor neu zu kalibrieren, was ich dann nach der viertägigen Einbrennphase in einem gut gelüfteten Raum bei etwa 21 Grad über FHEM erneut durchgeführt habe: set co20 recalibrate_heater Anschließend spuckte der Sensor deutlich konstantere Werte aus. Damit der Sensor dann die Kalibrierung behält, habe ich im Nachgang die Auto-Kalibrierung bei Neustart deaktiviert: set co20 KNOB_ui16StartupBits 0 Der Sensor liefert im Standard alle 300 Sekunden einen aktuellen Messwert an FHEM. Über das Attribut "interval" kann dieser Zeitpunkt individuell angepasst werden. Um die Raumluftqualität auch im Zeitverlauf zu analysieren, können wir noch eine Verlaufsgrafik in FHEM anlegen. Dazu wird zunächst ein Filelog angelegt, das alle Werte des Sensors speichert und als Basis für die Grafik dient. define FileLog_co20 FileLog ./log/co20-%Y.log co20 Nach einem Klick auf das Filelog und einem weiteren Klick auf "Create SVG", öffnet sich der Dialog zur Erstellung einer SVG-Grafik. Für mehr Infos zu SVGs, bitte hier nachlesen: FHEM-Logfiles und -Graphen: Datenlast reduzieren und Werte ordentlich visualisieren. Ich habe für meine Grafik folgende Werte genutzt: Plot title: Raumluftqualität Y-Axis label left: Raumluftqualität, right: Raumluftqualität Grid aligned: left Range as: left [400:3000] Im unteren Bereich des Dialogs wird das entsprechende Filelog als Source gewählt und "4" als Column angegeben. Ein anschließender Klick auf "Write.gplot file" speichert die Verlaufsgrafik. Ich habe testhalber das Updateintervall auf 30 Sekunden eingestellt (attr co20 interval 30). Im Verlaufsgraph erkennt man daraufhin vor allem im Vergleich zum oberen Verlaufsgraph, dass die VOC-Werte des Sensors schon einer gewissen Schwankung unterliegen. In meiner Verlaufsgrafik erkennt man schon ganz schön, dass bei mir sehr schwankende Werte auftreten, sodass neben einer Tendenz, wohin sich die Raumluft entwickelt, keine exakten Informationen zu entnehmen sind. Da es aktuell (Stand Februar 2018) aussen auch sehr kalt ist, rentiert sich das Kalibrieren im Freiluftbereich nicht wirklich. Ich werde die nächsten Wochen noch ein paar Experimente mit dem Kalibrieren der Messung machen, jedoch entnehme ich auch den Diskussionen aus dem FHEM-Forum, dass die Messgenauigkeit des günstigen Sensors starken Schwankungen unterliegt. Sollte ich noch bahnbrechende Neuerungen herausfinden, werde ich hier in einem Update berichten. Nach der optimierten Kalibrierung (nach vier Tagen Einbrennphase) direkt am USB-Port des Servers misst der Sensor dann konstantere Werte, wie im neuesten Graphen zu sehen ist. Trotzdem mag ich die tendenzielle Messung der VOC-Werte im Raum für den günstigen Preis soweit ganz gerne. Je geringer der VOC-Wert, desto besser ist die Luftqualität. Als VOC-Grenze für "gute" Luft hat sich der Wert 1000 etabliert, der in µg/m³ gemessen wird. Es gilt also, die Luftqualität, z.B. durch regelmäßiges Lüften, weit unter dieser Grenze zu halten. Der Innenraumsensor verfügt über eine LED-Anzeige, die per Farbe die Qualität der Luft signalisiert. Im Standard sind folgende Werte als Thresholds für die grüne, gelbe und rote LED hinterlegt: Grün: <1000 Gelb: <1500 Rot: >1500 Die Werte können im Advanced-Modus allerdings mit den FHEM-Befehlen set co20 KNOB_CO2_VOC_level_warn1 WERT bzw. set co20 KNOB_CO2_VOC_level_warn2 WERT individuell angepasst werden. Überhalb der 1000er-Marke wird die orangefarbene LED aktiv, die auf eine verschlechterte Luft hinweist. Spätestens wenn die rote LED aufleuchtet (>1500 VOC), sollte ernsthaft über eine Lüftung des Raums nachgedacht werden (vorausgesetzt, die Quelle der Luftverschlechterung stammt nicht von außen). Das Feature der eingebauten LED ist insofern gigantisch, da man den Sensor so auch Smart-Home-unabhängig in anderen Umgebungen nutzen kann, beispielsweise am Arbeitsplatz, im Auto oder sonst wo, eben überall dort, wo eine USB-Stromversorgung ermöglicht werden kann. Innenraumluft im Smart Home verbessern Damit der Innenraumsensor effektiv zu Änderungen der Raumluftqualität, also zu einer Senkung der VOC in der Innenraumluft führt, reicht es allerdings nicht aus, die Luftqualität in einer Grafik zu zeichnen. Da die meisten Haushalte nicht über eine steuerbare Wohnraumlüftung verfügen und auch elektronische Fensterantriebe, wie der Homematic Winmatic (Affiliate-Link), eine geringe Verbreitung besitzen, ist die einfachste Form der Raumluftregulierung ein manuelles Lüften. Um dem Nutzer den Zeitpunkt für ein Lüften zu signalisieren, zeige ich dir im Folgenden die Verwendung von Pushnachrichten auf dein Smartphone, sobald die VOC-Konzentration in der Raumluft ein zu hohes Level erreicht. Wie bereits im Blogpost Pushnachrichten im Smart Home mit FHEM und Pushover beschrieben, können Pushnachrichten ein wichtiges Tool im Smart Home sein. Für ein Howto zur Einrichtung und Inbetriebnahme von Pushover mit FHEM kannst du im verlinkten Artikel nachlesen. Eine Pushmitteilung kann dann z.B. ab einem VOC-Wert von 1000 an den Nutzer versendet werden. Die dazugehörige Syntax eines DOIF-Programms in FHEM sieht dann z.B. so aus. define doif_airquality DOIF ([07:00-22:00] and [co20:voc] > 1000) ({fhem("set Pushnachricht msg title='Arbeitszimmer' message='Raumluftqualität Arbeitszimmer schlecht! Bitte lüften!'")}) Das Programm besagt zunächst, dass ich derartige Pushmeldungen nur tagsüber, also zwischen 07 und 22 Uhr erhalten möchte. Aus meinem täglichen Leben Aktuell teste ich den Raumluftsensor in meinem kleinen Arbeitszimmer. Hier wird die Luft auf Grund der Raumgröße sehr schnell schlecht. In diesem Raum steht auch meine ganze IT-Hardware inkl. NAS, NUC als Multimedia- und Smart-Home-Server sowie Drucker und co. Aktuell experimentiere ich damit, durch den Raumluftsensor die Abluftsteuerung im Badezimmer zu automatisieren (Blogpost folgt). Ob der kleine Rehau-Sensor dazu taugt, kann ich aktuell noch nicht sagen, da mir die Werte noch zu stark schwanken und die VOC-Messungen scheinbar zu stark von anderen Faktoren (wie der Raumtemperatur) abhängen. All in all taugt mir das Messen der Luftqualität mit dem Raumluftsensor allerdings schon ganz gut, allein schon deshalb, weil es mal über die Klassiker im Smart Home (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) hinausgeht. Auch wenn der REHAU Sensor (Affiliate-Link) keine absolut vergleichbaren Messwerte liefert, kann er auf jeden Fall durch seinen Preis überzeugen. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen ich im Langzeittest damit machen werde. Habt ihr Erfahrungen mit Raumluftqualität im Smart Home gemacht? Schreibt es in den Kommentaren! Smart Home Gear zu diesem Blogpost (Affiliate-Links) REHAU Funk-Raumluftsensor Raspberry Pi Starter Set Intel NUC Barebone PC i3 ### Verlosung: 3x Amazon Echo Dot - Gewinner stehen fest Die Verlosung: 3x Amazon Echo Dot ist beendet und die Gewinner ermittelt. Aber erst einmal vielen Dank an alle 170 Teilnehmer der Aktion, die mit den zahlreichen Kommentaren gezeigt haben, dass die Echo Dots scheinbar ein begehrtes Gadget sind, die allen Datenschutzbedenken zum Trotz bereits jetzt in vielen Smart Homes im Einsatz sind. Neben den klassischen Einsatzfeldern wurden auch wirklich viele wirklich Nischenlösungen angesprochen. Aber jetzt erstmal zu den drei glücklichen Gewinnern... And the winners are Nun zu den Gewinnern der Aktion: Alex D. Rico Daniel S. hatten das Glück bei der Verlosung gezogen zu werden. Herzlichen Glückwunsch! Jeweils ein Echo Dot (Affiliate-Link) wird direkt in die Post gehen, sobald ich eure Adressen in Erfahrung bringen konnte. Ich freue mich, dass die praktischen Quatschen künftig als sinnvollen Einsatzzwecken dienen werden. Während bei Alex die Sprachsteuerung Alexa bereits im Einsatz ist, können sich nun auch Rico und Daniel über einen Zuwachs in der Familie freuen. Auch wenn hier ein oder zwei kritische Stimmen zur Cloud-Nutzung mitschwingen, scheint dies augenscheinlich kein Ausschlussgrund zu sein. In diesem Zusammenhang kann ich übrigens den Debatten-Podcast von Sascha Lobo empfehlen, der mit seiner Folge Sprachsteuerung: Bequemlichkeit schlägt alles, sogar deutsche Bedenken. spannende Einblicke in künftige Entwicklungen aufzeigt, die durchaus auch gruselig sein können. Hier noch die dazugehörige Kolumne. Allen anderen Teilnehmern, die jetzt vielleicht enttäuscht sind, sei an dieser Stelle versichert, dass diese Aktion nicht die letzte ihrer Art war. Wer den Blog verfolgt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit bald wieder die Chance erhalten bei einer anderen Aktion teilnehmen zu können. Und abschließend noch einmal vielen Dank an alle treuen Leser des Blogs und euer Lob. Wir hoffen euch auch künftig mit interessanten Themen gerade auch im Bereich Smart Home versorgen zu können. ### Verlosung: 3x Amazon Echo Dot Pimp your Smart Home! Heute mit der Möglichkeit einen von insgesamt drei zur Verlosung stehenden Amazon Echo Dots zu gewinnen. Wie du der neue Eigentümer der smarten Quatsche alias Alexa werden kannst? Nichts einfacher als das: Wer seinen bevorzugten Verwendungszweck für die aktuell jeweils knapp 45 € teuren WLan-Würfelchen nennen kann und an dessen Verlosung teilnehmen möchte, hat bis zum 18.02.2018 Gelegenheit dazu. Amazon Echo Dot - Liebe auf den ersten Blick? Wie ja schon im Blogpost Alexa, Licht an! - Pimp my Smart Home (Loxone, FHEM) in unter einer Stunde beschrieben, war ich vom Start weg fast schon verliebt in die Amazon Echo Dots (Affiliate-Link). "Alexa, Rollos im Schlafzimmer hoch" oder "Alexa, Beleuchtung im Wohnzimmer aus" waren schnell meine persönlichen Helden im Alltag. Einzig meine bessere Hälfte war von Anfang an genervt und konnte der cloudbasierten Sprachassistentin wenig abgewinnen. Das war wohl weitestegehend meine eigene Schuld, da ich die immer lauschenden Zauberwürfelchen psychologisch ungeschickt einfach so stillschweigend installiert hatte - und dann gleich noch vier Stück davon im ganzen Haus verteilt. FAIL! So war die Akzeptanz gleich Null. Nur hin und wieder hab ich dann mitbekommen, dass damit "heimlich" flüsternd das Licht (Zentralfunktion) ausgeschaltet wurde, weil es so einfach praktischer war als per Taster oder App. Ich dachte schon: "Das Schlimmste ist überstanden, jetzt geht es bergauf!" Aber weit gefehlt, der Todesstoß kam bald beim Mittagessen. Mit Gästen am Tisch sitzend und plaudernd, nutze die smarte Sprachassistentin einen der gesprochenen Wortfetzen fälschlicherweise zur Aktivierung, lauschte etwas, um uns nach etwas Bedenkzeit - was auch immer sie verstanden haben muss - "Einen guten Appeitit" zu wünschen. Und das semantisch betrachtet sehr passend, ganz nach dem Motto "Big Brother Is Watching You". Diesen mehr als "Scary Moment" konnte dann selbst ich nicht mehr geraderücken und gab dem Druck schnell nach und deinstallierte die Batterie an Echo Dots - schweren Herzens. Deshalb stehen drei der Echo Dots in weiss (Affiliate-Link) jetzt auch hier zur Verlosung. Den Vierten behalte ich vorerst für Testzwecke - brav "abgeschottet" im Arbeitszimmer. Aber genug der fast schon tragischen Vorgeschichte, von der du profitieren kannst, denn jetzt bist DU an der Reihe. Teilnahme per Kommentar für Newsletterabonnenten Wettervorschau, Horoskop, Eieruhr (war übrigens eine meiner Lieblingsfunktionen, schnüff) oder versierte Einbindung ins Smart Home per FHEM oder OpenHAB? Für welchen Anwendungszweck würdest du den Echo Dot (Affiliate-Link) gerne primär einsetzen? Oder hast du Alexa bereits im Einsatz? Dann berichte kurz von deinen Erfahrungen und erweitere dein Setup, denn ein zusätzlicher Dot kann ja nicht schaden, oder? Hinterlasse nachfolgend einen Kommentar und registriere dich für den meintechblog-Newsletter, um bei der Verlosung berücksichtigt werden zu können. Wer den Newsletter bereits erhält, braucht natürlich nur den Kommentar abzusetzen. Smart Home Gear zu diesem Blogpost (Affiliate-Links) Amazon Echo Dot Teilnahmebedingungen Und zum Schluss noch die für jede Verlosung obligatorischen Teilnahmebedingungen, mit denen sich jeder Teilnehmer einverstanden erklärt: Die Teilnahme ist generell kostenfrei. Bei der Verlosung berücksichtigt werden freigegebene Kommentare dieses Blogposts, die bis zum 18.02.2018, 12:00 Uhr MEZ eingehen (Teilnahmefrist) und deren angegebene E-Mail-Adressen zum Teilnahmefristende zum Newsletter angemeldet sind (E-Mail-Bestätigung beachten). Pro Person ist nur eine Teilnahme erlaubt. Mehrfachteilnahmen, bspw. durch die Nutzung von "Wegwerf-E-Mail-Adressen", werden nicht berücksichtigt. "Spaß"-Kommentare werden gelöscht und nicht berücksichtigt. Die Gewinner werden am Tag des Teilnahmefristendes per Zufallsgenerator ermittelt und per E-Mail benachrichtigt sowie namentlich in diesem Blogpost kommuniziert. Der Versand des Gewinns ist per DHL nur innerhalb Deutschland und nach Österreich möglich. Daten werden niemals an Dritte weitergegeben. Der Newsletter ist jederzeit kündbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück! PS: Zu einem späteren Zeitpunkt gibt es vermutlich wieder einmal eine Verlosung mit Technik-Kram, über den ich bereits mal gebloggt habe. ### FHEM - csrfToken unkompliziert einrichten und nutzen Mit dem Update von FHEM auf Version 5.8 wurde auch der csrf-Token als neues Sicherheitsfeature eingeführt, um ein potenzielles Einfalltor für Angreifer zu schließen. Gleichzeitig besteht jedoch auch die Notwendigkeit bestehende Konfigurationen anzupassen, sofern das FHEM-System weiterhin auf externe HTTP-Requests reagieren soll. Denn sonst geht erstmal gar nichts mehr, wie viele Anwender - wie ich - mal mehr oder weniger schmerzlich herausfinden mussten. Welche Schritte notwendig sind, um eine neue bzw. bestehende Installation ausreichend per csrfToken abzusichern, wird in nachfolgendem Blogpost kurz erklärt. Eine Kurzanleitung, die schon lange auf meiner ToDO-Liste steht und die hoffentlich vielen Lesern weiterhilft. csrf-Token setzen Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten den csrf-Token zu nutzen. Zum einen die dynamische Variante, bei der FHEM bei jedem Neustart einen neuen Token (im Endeffekt nur ein anderer Begriff für ein Passwort) vergibt, der dann von externen Applikationen jedes Mal abgeholt werden muss, bevor ein HTTP-Befehl mit korrektem Token/Passwort in Richtung FHEM abgesetzt werden kann. Ich denke diese Art ist vermutlich eher versierteren Anwendern zu empfehlen, je nach externer Anwendung ist dieses Vorgehen zudem gar nicht oder nur mit größerem Aufwand verbunden. Deshalb werde ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen, weiterführende Infos dazu im FHEM-Wiki. Zum anderen die statische Variante, der Token wird also einmal fix in FHEM festgelegt. Also erstmal ein sicheres Passwort, bestehend aus Zahlen und Ziffern ausdenken, in diesem Beispiel Me1nT3chBl0g4Th3W1n. Ich würde dringend empfehlen auf Umlaute und Sonderzeichen zu verzichten, da sowas bei HTTP-Aufrufen sonst schneller zu Problemen führt als man csrfToken buchstabieren kann. Mit dem FHEM-Kommandozeilenbefehl (oben in den Schlitz vom FHEM-Interface eingeben und mit Enter bestätigen) attr WEB.* csrfToken Me1nT3chBl0g4Th3W1n wird der neu vergebene csrf-Token in die FHEM-Config geschrieben. Jetzt noch links auf "Save Config" klicken, dann ist der Token auch bei einem Neustart von FHEM dauerhaft gesetzt. HTTP-Befehle um csrf-Token ergänzen Bestehende und neue HTTP-Befehle in Richtung FHEM müssen dann natürlich noch um den eben gesetzten Token ergänzt werden. Lautete der HTTP-Bequest zum Einschalten ("on") der "Lampe" bisher beispielsweise http://user:pass@192.168.3.154:8083/fhem?cmd=set%20Lampe%20on ergibt sich nun der neue um den csrf-Token ergänzte Befehl http://user:pass@192.168.3.154:8083/fhem?cmd=set%20Lampe%20on&fwcsrf=Me1nT3chBl0g4Th3W1n Und das war es auch schon mit dem csrf-Voodoo. Aus meinem täglichen Leben Ich selbst setze jede Menge HTTP-Befehle in Richtung FHEM ab. Die meisten kommen mittlerweile vom Loxone Miniserver, welcher entsprechende Steuerbefehle an die in FHEM verwalteten Devices ohne nennenswerten Zeitverzug weitergibt. In diesem Kontext habe ich gerade erst meine neue Multimediasteuerung fertiggestellt, wobei in FHEM nun u.A. sowohl eine VU+ Solo 4k (Affiliate-Link), ein Denon AV Receiver-X1400H (Affiliate-Link) als auch eine Logitech Harmony Elite (Affiliate-Link) samt Harmony Hub über die entsprechenden FHEM-Module eingebunden sind. Eine mittlerweile doch recht umfangreiches Multimediasteuerung mit vielen automatisierten Regeln, bei der mir wieder klar geworden ist, wie vielseitig und unersetzlich FHEM doch über die Jahre für mich geworden ist, auch wenn ich das meiste "normale" (non-gimmik) Smart-Home-Geraffel aus Bequemlichkeit mittlweile lieber in Loxone umsetze. Es gibt aber einfach zu viele tolle Spielerein, die man nur bzw. so viel besser mit FHEM realisieren kann. Bald kommt nun auch das Modul für meinen mittlerweile nicht mehr wegzudenkenden Neato Botvac Connected (Affiliate-Link) dazu, der sogar eine Reinigungs-Map erzeugt, verrückt! Vielleicht lässt sich die Map ja sogar easy in FHEM abrufen und ich kann auf die Neato-App komplett verzichten. Ich werde berichten. Aber jetzt ist erstmal FHEM ein Stück sicherer. Check! Ob der csrfToken jetzt aus technischer Sicht wirklich notwendig ist oder nicht, darüber kann man lange diskutieren - muss man aber nicht. Mit FHEM ab Version 5.8 wird er nunmal standardmäßig gesetzt, was zumindest in ausgewählten Anwendungsfällen auch wirklich Sinn macht. Er tut ja auch nicht weh, lediglich die HTTP-Befehle werden noch etwas unhandlicher. Wer gänzlich auf das Plus an Sicherheit verzichten möchte, kann den csrf-Token aber auch einfach deaktivieren. Dazu wird der FHEM-Kommandozeilenbefehl attr WEB.* csrfToken none genutzt. Aber dann kann FHEM aber technisch bspw. schon allein über manipulierte iFrames beim Surfen im Web ferngesteuert werden. Wie akut dieses Angriffsszenario wirklich ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Dennoch empfehle ich den Einsatz des Token, denn umgekehrt er schadet ja auch nicht. ### Pushnachrichten im Smart Home mit FHEM und Pushover Wir hatten bereits einige Artikel zum Versand von Pushnachrichten verfasst, die allerdings allesamt schon ein paar Tage auf dem Buckel haben. Zwischenzeitlich hat sich im Umfeld der FHEM-Entwicklung standesgemäß Einiges getan, sodass es an der Zeit war, das im Smart Home super wichtige Thema "Push Notification" mal wieder auf den aktuellsten Stand zu bringen. In diesem Howto zeigen wir dir Einrichtung und Umsetzung, um mit FHEM und Pushover unterschiedliche Arten von Pushnachrichten zu versenden, die mittlerweile sogar interaktive Elemente besitzen. So ist es beispielsweise möglich, direkt aus einer Pushnachricht heraus einen FHEM-Befehl auszuführen.  Im Smart Home gibt es zig Anwendungsbereiche für Pushnachrichten. Da wären z.B. solche, bei denen der (meist abwesende) Anwender zu einer Aktion aufgefordert wird, z.B. wenn die Temperatur fällt, der Energieverbrauch steigt oder eine Bewegung erkannt wird. Außerdem gibt es Pushnachrichten zur Information über gewisse Ereignisse Smart Home, z.B. den wöchentlichen Stromverbrauch. Temperaturen erfasse ich im gesamten Smart Home nach wie vor mit den günstigen Technoline Funk-Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren (Affiliate-Link) (siehe auch: FHEM mit JeeLink: Luftfeuchte und Temperatur zum Low-Cost-Tarif messen). Energieverbräuche messe ich mit EnOcean-Funk-Stromzählern (Affiliate-Link) (siehe auch: Smart Metering mit FHEM und Loxone – den Stromverbrauch im Smart Home immer im Griff). Mein neuestes Projekt, das auch mit Pushnachrichten verbunden ist, sind Low-Price-Luftqualitätssensoren von REHAU (Affiliate-Link) (Blogpost folgt). Smart Home Gear zu diesem Blogpost (Affiliate-Links) Technoline TX 29 DTH - IT Eltako FWZ12-16A Funk-Wechselstromzähler REHAU Funk-Raumluftsensor Gerade wenn es im Smart Home mehrere Pushbenachrichtigungen geben soll, ist eine einheitliche Einrichtung und einfache Anwendbarkeit wichtig. Für den Open Source Smart Home Server FHEM gibt es schon seit geraumer Zeit das Modul Pushover (siehe auch https://fhem.de/commandref_DE.html#Pushover), mit dessen Hilfe man als Anwender tolle Szenarien erstellen kann. Pushover Account einrichten Zunächst einmal muss ein kostenloser Pushover Account eingerichtet und die jeweilige App für iOs oder Android installiert werden. Aktuell sind in der kostenlosen Variante von Pushover wohl 7.500 Pushnachrichten pro Application und Monat erlaubt - völlig ausreichend für ein Smart Home. Zur Anmeldung geht es hier: https://pushover.net/signup. Bei Pushover gibt es zwei wichtige "Schlüssel", die jeder Anwender erhält. Einerseits handelt es sich dabei um den persönlichen User Key, der an den Account gebunden ist und andererseits um den Application Token, der für jede Application (Anwendung) extra generiert wird. Was steckt dahinter? Bei Pushover ist es möglich, in einem Account verschiedene Anwendungen zu hinterlegen. So kann "FHEM" z.B. eine dieser Anwendungen sein. Den UserKey findet man auf der Startseite (siehe Screenshot oben). Wenn man Pushover erstmalig nutzt, muss im nächsten Schritt FHEM als Application angelegt werden, was über "Create an Application/API Token" bei "Your Applications" am unteren Bildrand der Startseite funktioniert. Hier reicht es aus, einen Namen, den Typ "Plugin" und optional noch ein Icon zu vergeben. Über "Create Application" wird der Token nachfolgend generiert. Jetzt ist FHEM Teil der Application-Liste und über einen Klick darauf wird der Token angezeigt. Beide Werte (User Key und Token) benötigen wir gleich für die Einrichtung in FHEM. Bis hier hat sich auch Nichts an der Einrichtung von Pushnachrichten über Pushover und FHEM geändert. Ein funktionierender Account bleibt weiterhin essentiell. Pushover in FHEM konfigurieren Laut fhemwiki wird bei Debian-Distributionen zunächst das PERL-Paket "libio-socket-ssl-perl" benötigt. Falls dieses auf dem Server-System, z.B. dem Raspberry Pi (Affiliate-Link), noch nicht installiert ist, wird über eine SSH-Verbindung auf den FHEM-Server (über die Terminal App unter osX und über Putty unter Windows) und unter Verwendung des nachfolgenden Befehls die Installation nachgeholt: sudo apt-get install libio-socket-ssl-perl Jetzt geht es darum, mit Hilfe des "Pushover"-Moduls FHEM-seitig Pushover zu initiieren. Von der Syntax her funktioniert das wie folgt: define name Pushover token userkey Im konkreten Fall wird also im FHEM Webinterface in der Kommandozeile der individuelle Befehl abgesetzt (ich habe meinen User Key und meinen Token etwas unkenntlich gemacht) define Pushnachricht Pushover agxNxyxyxyxyxyxyxyxyxyxyVGTv uN3cxyxyxyxyxyxyxyxyxyRpkn Anschließend sollte die neu angelegte Definition den Status "connected" besitzen. Um die grundsätzliche Funktion der Pushnachrichten zu testen, kann eine erste Testnachricht abgesendet werden. set Pushnachricht Testnachricht Die Testnachricht sollte jetzt ordnungsgemäß am Smartphone erscheinen. Das Pushovermodul wird allerdings erst dann interessant, wenn Pushnachrichten einerseits individuell durch Smart-Home-Szenarien ausgelöst werden und andererseits sowohl Statuswerte aus FHEM heraus transportieren, als auch Interaktionselemente mitliefern. Daher betrachten wir das Pushover-Modul und dessen Syntax im nächsten Abschnitt etwas genauer. Pushover-Modul individuell nutzen Das Pushover-Modul bietet mittlerweile viel Raum für Individualisierung. So kann z.B. der Titel der Message, die Priorität, der Sound oder ein Action-Link, der in FHEM eine vorgefertigte Aktion auslöst, mit der Pushnachricht mitgesandt werden. Die gesamte "set"-Syntax für das Pushover-Modul sieht wie folgt aus (Quelle: FHEM Commandref). set msg [= ="" ...] Wie zu sehen ist, können der Message zahlreiche Optionen mitgegebenen werden, von denen folgende zur Verfügung stehen: message: Kann für den Nachrichtentext verwendet werden. Der restliche msg-Text wird dann ignoriert. device: Wie erörtert können bei Pushover mehrere Devices einzeln über einen Account angetriggert werden. Es können auch mehrere Geräte durch Komma getrennt werden. title: Die Überschrift deiner Nachricht. action: Hier kann ein FHEM-Befehl in Form einer URL mitgegeben werden. url_title: Diese URL kann (wie aus HTML bekannt) benannt werden. priority: Kann "-2", "-1", "1" oder "2" sein und regelt, ob eine lautlose, eine normale oder eine high priority Nachricht an dein Smartphone gepusht wird. retry: Bei High-Prio-Nachrichten Pflicht (Integer); wiederholt die High-Prio-Nachricht. expire: Bei High-Prio-Nachrichten Pflicht (Integer) cancel_id: Schaltet das Wiederholen bei High-Prio-Nachrichten aus. timestamp: Senden einen UNIX-Timestamp mit (Integer) sound: Entscheidet, welcher Sound auf deinem Smartphone abgespielt wird. Die Liste aller zur Verfügung stehenden Sounds findest du hier: https://pushover.net/api#sounds Unabhängig von der gewählten Option spielt der Ausdruck "\n" (ohne Anführungszeichen) eine bedeutende Rolle: Er regelt den Zeilenumbruch. Die Syntax von Pushover ist relativ einfach anzuwenden. Am Besten, man experimentiert einfach mal ein bisschen damit. Zwei kurze Beispiele gefällig? set Pushnachricht msg title="meintechblog.de" message="Meintechblog-Nachricht mit \nZeilenumbruch" Dieser simple Ausdruck liefert folgendes Ergebnis, das in 80% der Notification-Fälle für einfache Hinweise im Smart Home ausreichend sein sollte. Durch die Möglichkeit, Actions-Links zu versenden, werden Pushnachrichten zum interaktiven Element. Beispielsweise lässt sich so eine Pushnachricht versenden, dass die Temperatur Zuhause zu gering ist mit einem Link, durch den man sofort in FHEM einen Heizungsboost aktiviert. Beispiele dieser Art sind endlos. Ein exemplarisches Kommando in FHEM sieht dazu wie folgt aus. set Pushnachricht msg title="meintechblog.de ftw" message="Meintechblog-Nachricht mit \nZeilenumbruch und Link." action="https://meintechblog.de/" url_title="Best Blog in Town" expire=3600 Seit dem FHEM Update auf Version 5.8 funktionieren URL-Kommandos an FHEM nur noch mit Csrf-Token, die den Zugriff besser absichern. Wir haben dazu bisher noch kein Howto geschrieben (folgt). Bis dahin sei auf das FHEM-Wiki verwiesen: https://wiki.fhem.de/wiki/CsrfToken-HowTo. Ebenfalls super wichtig für Pushnachrichten ist das Versenden von Systemwerten (z.B. Temperaturen). Eine beispielhaftes Kommando, das in diesem Fall die Temperatur des Device "Bad.Temp" verschickt, sieht wie folgt aus. {fhem("set Pushnachricht msg title='Badezimmer' message='Temperatur: ".ReadingsVal("Bad.Temp","temperature","")." °C'")} Derartige Meldungen lassen sich dann z.B. einfach in ein DOIF-Programm einbauen, wie das nachfolgende, das bei einer Temperatur unter 19°C eine Pushmitteilung mit der tatsächlichen Temperatur versendet. define pushblog_doif DOIF ([Bad.Temp:temperature] < 19) ({fhem("set Pushnachricht msg title='Badezimmer' message='Temperatur: ".ReadingsVal("Bad.Temp","temperature","")." °C'")}) Eine derartige Nachricht lässt sich natürlich ebenfalls um einen Action-Link erweitern, der z.B. einen Heizungsboost aktiviert. define pushblog_doif DOIF ([Bad.LF:temperature] < 19) ({fhem("set Pushnachricht msg title='Badezimmer' message='Temperatur: ".ReadingsVal("Bad.Temp","temperature","")." °C' action='https://meintechblog.de/' url_title='Heizungsboost aktivieren!' expire=3600")}) Durch die Action-Links werden Pushnachrichten super interaktiv und bieten eine gute Möglichkeit, die Automatisierung des Smart Homes an einigen Stellen in die Hand des Nutzers zu legen, der dann situativ entscheidet, ob eine vorgeschlagene Aktion ausgeführt wird. Aus meinem täglichen Leben Für mich persönlich sind Pushnachrichten in verschiedenen Szenarien wichtig. Gerade bei Abwesenheit informiert mich mein Smart Home über verschiedene Ereignisse. Einmal wöchentlich (Montag, 9 Uhr) sendet mir der Server z.B. eine Stromverbrauchsübersicht der vergangenen Woche. Den Stromverbrauch erfasse ich mit Eltako-Funk-Stromzählern (Affiliate-Link). Siehe dazu auch hier: Smart Metering mit FHEM und Loxone – den Stromverbrauch im Smart Home immer im Griff. Eine weitere Möglichkeit ist z.B. das Überwachen von Batteriestatus. Siehe dazu auch hier: FHEM: Rechtzeitige Benachrichtigung bei leeren Batterien. Doch auch bei Anwesenheit nutze ich Pushnachrichten, die mich z.B. über die Luftqualität in einzelnen Räumen informieren, die ich z.B. mit einem REHAU-Raumluftsensor (Affiliate-Link) erfasse (Blogpost folgt). Es gibt also zahlreiche Anwendungsfälle für Pushnachrichten, auch wenn ein echtes Smart Home von der selbstständigen Automatisierung lebt. Smart Home Gear zu diesem Blogpost (Affiliate-Links) Technoline TX 29 DTH - IT Eltako FWZ12-16A Funk-Wechselstromzähler REHAU Funk-Raumluftsensor ### Pimp my QNAP TVS-1282: I7-6700K 4GHz, 64GB RAM und Wasserkühlung Nachdem der letzte Artikel der "Pimp my"-Reihe jetzt schon Jahre zurückliegt, folgt jetzt endlich mal ein größeres Update. Es sollte wieder ein QNAP NAS gepimpt werden, dabei aber nicht nur die CPU getauscht und der Arbeitsspeicher bis zum möglichen Maximum erweitert, sondern zusätzlich eine performante Wasserkühlung nachgerüstet werden, damit das Powerhouse selbst bei Vollauslastung einen kühlen Kopf bewahrt. Wie die Aufrüstung im Detail aussieht und wozu ich die Kiste einsetze, erfahrt ihr im nachfolgenden Blogpost Ausgangslage: QNAP TS-670 Nach mehr als vier Jahren seit meinem letzten QNAP-Pimp war es nun mal an der Zeit für ein Upgrade. Nicht, dass das TS-670 mit seinem aufgerüsteten i7 wirklich langsam wäre, verspürte ich nach und nach dennoch den Wunsch nach einem per SSD-Cache beschleunigsten System mit mehr als 16GB RAM, um vorallem allen in der Virtualization Station beheimateten VMs einen Geschwindigkeitsboost zu verpassen. Ausserdem ging der HDD-Speicherplatz zur Neige, sodass bereits ein QNAP UX-800P 8 Bay Desktop NAS Erweiterungsgehäuse (Affiliate-Link) nachgerüstet wurde. In Verbindung mit der TS-x70 Reihe musste man bei einem Reboot des NAS aber immer erstmal die Extension für 20-30 Sekunden vom Strom trennen, damit das QNAP nicht fälschlicherweise von der Extension bootet und dabei dann steckenbleibt. Aber gut, offiziell läuft es mit der USB-Extension von QNAP auch erst mit der x71-er Reihe rund. Langfristig ist das dann schon etwas nervig, wobei ich das auch per schaltbaren Steckdosen mit Leistungsmessung und entsprechenden Regeln hätte lösen können. Aber das war dann selbst mir zu frickelig. Es musste also ein neues NAS her... Neues NAS: Die Qual der Wahl Grundsätzlich hätte ich mir neben einem QNAP auch ein Synology oder ein selbst gebautes FreeNAS-System vorstellen können, wie damals im Blogpost Pimp my HP Proliant G8 Microserver: 4×3,3GHz E3 und 16GB RAM beschrieben. Um es vorweg zu nehmen: Auch nach Jahren der parallelen Nutzung aller drei Systeme bin ich weiterhin ein großer Fan von QNAP. Aus vielen Gründen. FreeNAS hätte zumindest den Vorteil eine vergleichsweise günstige und maßgeschneiderte Hardware einzusetzen zu können, die insgesamt vermutlich auch am meisten Power besitzt. Gerade in Beziehung auf den produktiven Einsatz kommt man aber als Nicht-FreeNAS-Profi, der sich in jeder freien Minute damit beschäftigt, schnell an Grenzen, wenn nach einem Update ein Dienst doch nicht mehr so tut wie erhofft oder eine Festplatte ausfällt und man mit mehr als kryptischen Email-Benachrichtungen konfrontiert wird. Support erhält man in diesem Fall - wenn überhaupt - auch nur in Internetforen, in denen oftmals - wir kennen es alle - nicht nur Profis Tipps geben. Für mich einfach zu intrasparent, was bei FreeNAS unter der Haube abgeht und worum ich mich kümmern muss, damit das System auch dauerhaft das tut, was ich mir erhoffe. Synology hätte auch einige nette Modelle im Angebot. Wie bei QNAP ist hier die Software und Hardware aufeinander abgestimmt und im Zweifelsfall bekommt man Support vom Hersteller. Das Synology DS3617XS (Affiliate-Link) mit 12 Bays samt Arbeitsspeicher mit ECC-Support ist mir dabei direkt ins Auge gesprungen. Ob man dieses Modell mit dem doch schon recht potenten Intel Xeon D-1527 aber noch weiter hätte aufrüsten können, bleibt jedoch ungewiss. Anscheinend haben die Xeon-CPUs mit Sockel FCBGA1667 jedenfalls keine Grafikeinheit integriert und so hätte das Synology-System die Hardwaretranscoding-Features von Plex mit ziemlicher Sicherheit nicht nutzen können. Ein Punkt, der mir jedoch wichtig erscheint, da meine Bibliothek auch von unterwegs, u.A. aus dem LTE-Netz, genutzt werden soll. QNAP bietet seit kurzem mit seiner TS-x77 Reihe einige per AMD Ryzen angetriebene NAS-Systeme an, wie das TS-1277 mit ganzen 8 Kernen und 16 Threads. Aber auch hier: Die CPU ist vermutlich super potent, jedoch für Hardwaretranscoding per Plex inkompatibel. Insgesamt am interessantesten fand ich damit die Modellreihe TVS-x82 mit Intel-CPU, welche zwar schon einige Zeit auf dem Markt ist, aber hardwareseitig alle Voraussetzungen mitbringt, die mir wichtig sind: 12 Bays (8x3,5" und 4x2,5") 2 M2-Slots für zusätzlichen SSD-Cache Hardware AES-NI zur Datenverschlüsselung Hardwarebeschleunigung für Videotranscoding (H264 En- und Decoding) in Plex gesockelte CPU und damit austauschbar RAM auf bis zu 64 GB aufrüstbar Das günstigste 12-Bay-Modell TVS-1282-i3-8GB (Affiliate-Link) der Serie mit schwachbrüstigem i3 Prozessor und nur 8GB Arbeitsspeicher sollte es dann werden, da ja sowohl CPU als aus RAM sowieso aufgerüstet werden sollten. Als Alternative wäre noch das neuere TVS-x82-T3 - also mit der Ergänzung T3 am Ende - in Frage gekommen. Hier hätte man dann auch einen Intel i7 der siebten Generation, also bspw. das potenteste Modell i7-7700K (Affiliate-Link) verbauen können. In der Modellreihe ohne T3 ist hingegen "nur" ein Chip der sechsten Generation, also der von mir nachgerüstete i7-6700K (Affiliate-Link) möglich. Update vom 28.11.2020: Mit einem passenden BIOS-Update ist auch bei einem "Original-Sky-Lake"-QNAP der TVS-x82-er Reihe das Upgrade mit einer Kaby-Lake-CPU möglich!!! Alles Infos dazu im Blogpost Pimp my QNAP TVS-x82 – CPU-Upgrade von Sky Lake auf Kaby Lake Unterschied ist, dass das neuere Modell knapp 5-10% schneller ist und wohl auch HEVC/H265 hardwareseitig transcodieren können soll. Aber gut, dass T3-Modell ist schlicht nochmal ein gutes Stück teurer und fällt damit raus. Irgendwo muss ja mal Schluss sein. Pimp My NAS - Arbeitsspeicher tauschen Von QNAP offiziell erlaubt ist es weiterhin den Arbeitsspeicher ohne Verlust der Herstellergarantie selbst aufzurüsten (offizielles HowTo von QNAP). Dazu werden erstmal die dafür notwendigen sieben Schrauben an der Gehäuserückseite entfernt... das Cover nach etwas nach hinten-oben geschoben und das Innere des NAS freigelegt. Auf der vorn vorne gesehen rechten Seite des Gehäuses ist dann das Mainboard, der passive CPU-Kühlkörper und ein Lüfter samt Halterung zu sehen, unter diesem sich die RAM-Slots befinden. Um den Lüfter samt Halterung zu entfernen, muss eine weitere Schraube der Halterung entfernt und das Anschlusskabel des Lüfters vom Mainboard ausgesteckt werden. Jetzt sind die vier RAM-Bänke zugänglich, von denen bereits zwei Slots mit jeweils einem 4GB-Modul belegt sind. Bei den original verbauten RAM-Modulen handelt es sich um das Modell Transcend DIMM 4GB, DDR4-2133, CL15-15-15 (TS512MLH64V1H) (Affiliate-Link). Also erstmal den alten RAM ausgeklickst... und die gewünschten RAM-Module zur Hand. Hierbei handelt es sich um vier Module vom Typ 16GB Kingston DDR4-2133 CL15-15-15 DIMM 288-PIN (Affiliate-Link). Als 64GB RAM Upgrade-Set zum Hammerpreis auf anynas.de verfügbar. Übrigens total netter Telefon-Support! Und rein damit ins NAS. Eine Sache von fünf Minuten. Wichtig ist dabei, dass die RAM-Module gut hörbar komplett einklicken, da nur so alle notwendigen Kontakte verbunden werden. Wer auf Nummer-Sicher gehen möchte, baut den Lüfter jetzt erstmal wieder ein und versucht das NAS zu starten. Auf die intitiale Meldung "BIOS: QX80AR20 Checking Memory"... sollte nach max. 20 Sekunden die zweite Meldung "Powering Up All Disks .." folgen. Wenn der Arbeitsspeicher auf Anhieb nicht korrekt erkannt wird, bspw. weil einer der Moduls nicht richtig eingerastet ist (so war es bei mir), bleibt das NAS bei der ersten Meldung hängen. In diesem Fall keine Panik. Dann heisst es lediglich jedes Modul der Reihe nach zu prüfen, bis das NAS ordnungsgemäß bootet. Haupt-Artikel des Blogpost (Affiliate-Links) QNAP TVS-1282-I3-8G Network Attached Storage, 8GB Intel Core i7-6700K Prozessor der 6. Generation Kingston KVR21E15D8/16 Arbeitsspeicher 16GB Corsair CW-9060023-WW Hydro Series H5 SF Low Profile Liquid CPU Cooler Pimp My NAS - CPU tauschen An dieser Stelle wieder mal das obligatorische "Wer an dieser Stelle weitermacht und die CPU tauscht, verliert die offizielle QNAP-Garantie. Ich übernehme keine Haftung für Defekte und zeige hier ausschließlich, wie ich zum Erfolg gekommen bin." Also erstmal den ollen Original-CPU-Kühlkörper vom Sockel schrauben. Hier sieht man noch die Reste der ursprünglich aufgebrachten Wärmeleitpaste an der Unterseite des Kühlkörpers. Die freigelegte CPU mit der restlichen Wärmeleitpaste sieht auf dem Mainboard dann so aus. Jetzt wird der Haltebügel links aus der Halterung gedrückt, sodass er nach oben klappt. Jetzt wird die silberene CPU-Halteplatte entriegelt und nach oben geklappt. Anschließend kann die CPU vorsichtig nach oben entfernt werden. Zum Einsatz kommt nun der bereits oben erwähnte i7-6700K (Affiliate-Link), quasi das Premium-Modell mit maximaler Taktfrequenz von 4 GHz und damit auch größtmöglichem Stromverbrauch und einhergehnder Abwärme. Hier nochmal in der Makro-Aufnahme. Der Vollständigkeit halber nochmal alle passenden Prozessoren, die bei der QNAP TVS-x82 Reihe zum Einsatz kommen können: Bearbeiten CPU (Sockel 1151) Speed Max. TDP i3-6100 (Affiliate-Link) (Lieferumfang) 2 x 3,7 GHz (4 Threads) 51 W i7-6700T (Affiliate-Link) 4 x 2,8 GHz (8 Threads) 35 W i7-6700 (Affiliate-Link) 4 x 3,4 Ghz (8 Threads) 65 W i7-6700K (Affiliate-Link) 4 x 4,0 GHz (8 Threads) 91 W Im Vorfeld wollte ich eigentlich das weniger stromhungrige T-Modell mit nur 35W TDP verbauen, durch die gleich noch vorgestellte Wasserkühlung habe ich mich aber entschlossen auf volle Power zu setzen und das K-Modell gewählt. Also erstmal die neue CPU seitenrichtig einsetzen und mit einem erbsengroßen Punkt Wärmeleitpaste versehen. Die Wärmeleitpaste wird dann beim Festschrauben des Kühlkörpers auf dem gesamten Prozessor verteilt, sodass die Wärme gleichmäßig abgegeben werden kann. Zum Einsatz kam übrigens die Arctic MX-4 Wärmeleitpaste (Affiliate-Link), die bei Tests durchweg gut abschneidet. Der originale passive Kühlkörper wäre spätestens beim hier verbauten i7-6700K mit seinen bis zu 91 Watt Verlustleistung hoffnungslos überfordert. Deshalb musste eine Alternative in Form des Corsair H5 SF CPU Cooler (Affiliate-Link) mit eingebauter Wasserkühlung her, welche perfekt in das Gehäuse passt. Dabei hat diese Kühlvariante gleich zwei Vorteile. Einerseits wird die CPU durch den Flüssigkeitstausch auch bei Volllast effektiv gekühlt (bei mir ging die Temperatur auch nach langer Auslastung nie über 67 Grad) und andererseits kann die Abwärme vom eingebauten Lüfter bei korrekter Montage direkt aus der Rückseite des QNAP-NAS geführt werden. Und dieser zweite Punkt ist aus meiner Sicht schon Grund genug den Standardlüfter zu tauschen. Dieser schaufelt die Luft im Inneren nämlich nur in Richtung des passiven CPU-Kühlers und damit in Richtung der dahinterliegenden Rückseite des NAS, wobei hier durch Verwirbelung zumindest ein Teil der Abluft im Gehäuse verbleibt. Im Endeffekt ist dieses Design meiner Meinung nach alles andere als durchdacht und unverständlich. Aber zurück zur Corsair Wasserkühlung mit der alles besser wird... Mit dem passenden Adapter samt Schauben für den Sockel 1151 wird der Kühlkörper auf die CPU geschraubt. Das bereits eingebaute Backplane des Original-Kühlkörpers kann dabei weiter genutzt werden. Vorher ist es sinnvoll die Oberflächen von CPU und Kühlkörper von möglichen Verunreinigungen zu befreien. Dazu habe zum ersten Mal das zweiteilige Arctic Silver ArctiClean Set (Affiliate-Link) probiert, da ich neugierig war, wie gut das funktioniert. Ich muss sagen, dass selbst eingetrocknete Wärmeleitpaste nach kurzer Einwirkzeit des "Removers" problemlos mit einem weichen Tuch entfernt werden konnte. Ob der im Anschluss aufgetragene "Purifier" die Oberfläche dann nochmal reiner macht, kann ich mit bloßem Auge nicht sagen, aber der Hersteller weiss bestimmt, was er da macht. Die Bewertung auf Amazon sprechen jedenfalls klar für das Produkt. So blitzblank sieht der geputze Kühlkörper des Corsair-Kühlers jedenfalls nach der Reinigung aus. Hier sieht man auch ganz gut die Turbine des Kühlkörpers, welche mit bis zu 2.250 Umdrehungen die warme CPU-Abwärme aus dem Gehäuse lüftet. So sieht das Ganze dann im noch hochgeklappten Zustand aus. Hier die Hinterseite des Corsair-Kühlkörpers, aus dem später die warme Luft strömt. Baubedingt passt der verhältnismäßig große Kühlkörper nur mit etwas Abstand zur Rückseite des NAS in das QNAP-Gehäuse. Das macht aber nichts, da man diesen Abstand mit etwas "Basteln" recht einfach überbrücken kann. Dazu habe ich ein Dichtband, welches auf einer Seite klebt, zugeschnitten und passend an der Innenrückseite des NAS angebracht, sodass sich der Kühler perfekt anschmiegen kann und der Luftfluss nach außen nicht unterbrochen wird. So sieht dann das fertige Ergebnis aus, der Kühler passt auf den Millimeter genau in das QNAP-Gehäuse. Bevor der Gehäusedeckel wieder vorsichtig aufgesetzt wird, müssen nur noch die beiden Kabel des Corsair-Kühlers am Mainboard angeschlossen werden. Bei CPU Fan4 (der untere Stecker im nachfolgenden Bild) wird der vierpolige Stecker der Turbine angeschlossen, welche dann je nach Auslastung und Temperatur des Prozessors dynamisch zwischen knapp 1200 und 2300 Umdrehungen/Minute läuft. Der dreipolige Stecker, welcher die Pumpe für die Kühlflüssigkeit antreibt, wird auf den Anschluss CPU Fan5 (der obere Stecker im nachfolgenden Bild) gesteckt. Das war es auch schon. Beim Zusammensetzen muss man schon etwas vorsichtig sein, sodass der Kühlkörper an Ort und Stelle bleibt, insgesamt macht diese Lösung aber eine wirklich gute Figur. Spätestens dann, wenn man sich die Leistungswerte ansieht. Im Idle läuft die CPU im NAS mit knapp 33 Grad und einer Lüftergeschwindigkeit von 1200 rpm. Wird sie über einen längeren Zeitraum zu 100% ausgelastet, steigt die Temperatur auf bis zu 67 Grad, der Lüfter dreht dann hoch auf 2.250 rpm. Die Lautstärke ist dann zugegebermaßen schon recht hoch, wobei ich da echt empfindlich bin. Im Netzwerkschrank ist das kein Problem, im Schrank neben dem Schreibtisch würde ich das eher nicht empfehlen. Pimp My NAS - Gehäuselüfter Die drei Gehäuselüfter wollte ich eigentlich auch direkt tauschen mit dem Modell Noctua NF-A8 PWM 80mm Lüfter (Affiliate-Link). Die Noctua liegen auch schon in der Schublade, bisher kann ich ich aber über die Original-Lüfter, die standardmäßig mit knapp 800 U/m laufen und die Systemtemperatur auf knapp über 30 Grad halten, nicht beschweren. Mal sehen, wenn ich das QNAP das nächste Mal öffne, werde die Noctua mal einbauen und berichten. Aus meinem täglichen Leben Noch nie hatte ich bisher eine Wasserkühlung verbaut, erst recht nicht in einem NAS-System. Früher war das auch echt stressig mit der Kühlflüssigkeit herumzuhantieren und die Schläuche zuzuschneiden etc. Mit dem hier genutzten Corsair H5 SF CPU Cooler (Affiliate-Link) gestaltet sich das Upgrade aber fast schon als Plug&Play-Lösung. Der i7-6700K (Affiliate-Link) hat ordentlich Bums, um auch viele CPU-intensive Prozesse gleichzeitig zu bedienen und die insgesamt 64 GB RAM, bestehend aus vier Modulen a 16GB Kingston DDR4-2133 CL15-15-15 DIMM 288-PIN (Affiliate-Link) lassen auch eine Vielzahl von virtuellen Maschinen in der QNAP-Umgebung "Virtualization Station" ohne Murren laufen. Um die CPU zu stresstesten, habe ich übrigens das Terminal-Programm CPUBurn verwendet. Einfach die Linux (64 Bit)-Version herunterladen, entpacken und das Verzeichnis in den Public-Folder kopieren. Dann noch per ssh einloggen und per Konsolenbefehl starten: /share/CE_CACHEDEV1_DATA/Public/cpuburn/cpuburn Jetzt werden alle CPU-Kerne (in diesem Fall 8) voll ausgelastet. Die CPU-Temperatur lässt sich dann in der QTS Oberfläche überwachen. Gestoppt wird das Programm dann per Tastenbefehl "CTRL + c" oder durch das Schließen des Terminals selbst. Wie oben bereits erwähnt, pendelt sich die CPU-Temp bei Volllast bei 67 Grad ein (im Netzwerkschrank bei Zimmertemperatur). Ein moderater Wert, in Anbetracht der gebotenen Performance. Zum langfristigen Stromverbrauch kann ich noch nicht wirklich viel sagen, da ich das NAS bei der Einrichtung gerade aufgrund der CPU-Stresstests etwas malträtiert habe, was die Auswertung natürlich verfälscht. Die Range liegt aktuell irgendwo zwischen 50 und 180 Watt (mit ganz kurzen Peaks nach oben), je nach Auslastung und Anzahl der im Gebrauch befindlichen Festplatten. Eine Langzeitauswertung wird folgen, sobald ich validere Daten habe. Bei der Aufteilung des Speichers bin ich so vorgegangen, dass das QNAP-Betriebssystem samt Anwendungen auf insgesamt zwei Samsung MZ-75E500B/EU 850 EVO SSD 500GB (Affiliate-Link) im RAID 1 werkelt. Diese stecken in zwei der vier oben am NAS befindlichen 2,5" Slots. Vielleicht tausche ich die 500GB SSDs irgendwann geben größere. Das geht dankt Online-RAID-Migration bei QNAP-NAS sogar on-the-fly. Einer der Gründe, weshalb ich QNAP einfach lieben gelernt habe. Die M2-Slots bleiben somit erstmal frei. Als HDD-Speicher kommen jetzt mehrere WD Red Pro WD101KFBX 10 TB (Affiliate-Link) zum Einsatz. Lange war ich dabei ein Fan von RAID 5 bzw. 6, aber mit immer größeren Festplatten ist dieses Konzept - so auch die landläufige Meinung - langsam überholt. Deshalb habe ich jetzt nur noch zwei Platten im RAID 1 laufen, sodass bei einem Ausfall direkt weitergearbeitet werden kann. Alle anderen Platten sind einzeln konfiguriert. Geht also eine Platte hops, sind im schlimmsten Fall auch deren Daten verloren. Da ich aber sowieso alle Daten noch mindestens einmal auf externen Platten in regelmäßigen Abständen speichere, ist das aber im Fall der Fälle halb so wild. Insgesamt bringt dieses Vorgehen für den Dauerbetrieb auch einen zentralen Vorteil. Nur die Platten, die benötigt werden, sind eingeschaltet, die restlichen werden vom NAS nach zehn Minuten Inaktivität schlafen geschickt. So sinkt nicht nur der Stromverbrauch, sondern auch die physische Abnutzung der Platten, die bei einem RAID-System meist im Dauer-On laufen würden. Alles in allem bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Das Upgrade hat genau so funktioniert, wie ich es mir erhofft hatte. Und jetzt sollte erstmal wieder ein paar Jahre Ruhe sein, da das QNAP NAS erstmal mehr als genug Leistungsreserven besitzt, egal in welcher Beziehung. ### FritzBox 7590 am Glasfasermodem mit 1 GBit/s und Speed-Visu per LoxBerry Das Internet der Zukunft feiert in meinem Smart Home nun Premiere. Mit bis zu 1.000 MBit/s im Download und 500 MBit/s im Upload bietet die Telekom endlich eine Internetanbindung per Glasfaser, die selbst bei Hardcore-Usern endgültig keine Wünsche mehr offen lässt und auf die ich selbst seit meiner ersten ISDN-Flatrate vor knapp 15 Jahren so lange sehnsüchtig gewartet habe. In nachfolgendem Blogpost geht es um meine ersten Erfahrungen mit einer der in Deutschland aktuell schnellsten Internetverbindungen, die den Flaschenhals erstmals ins eigene Heimnetzwerk verschiebt und selbst das neueste Flagschiff des Router-Spezialisten AVM, die Fritz!Box 7590 (Affiliate-Link), ins Schwitzen bringt. Außerdem wird erklärt, wie ich die aktuelle Übertragungsgeschwindigkeit und das verbrauchte Datenvolumen per Loxone visualisiere. Funktionen, die ich schon seit Ewigkeiten realisieren wollte und nun mit Hilfe des LoxBerry-Plugins Fritz.Lox in wenigen Minuten in Loxone einbinden konnte. FTTH 4TW! Mit MagentaZuhause Giga bietet die Deutsche Telekom seit Kurzem einen Tarif für alle FTTH-Kunden (Fiber to the Home), die eine Glasfaserleitung vom Ex-Monopolisten im Haus liegen haben. Damit unterscheidet sich die Anbindung gerade im Vergleich zu UnityMedia, die nur bei der "letzten Meile" auf Glasfaser setzt, deren vorgelagerte Verbindung aber im Gegensatz zur Telekom weiterhin auf Kupfer, bzw. genauer gesagt auf Koaxial-Leitungen, basiert. Hier nutzt der Anbieter selbst den Begriff COAX-Glasfaser. Auch wenn UnityMedia von einer künftigen Geschwindigkeit von bis zu 5 GBit/s spricht, bleibt abzuwarten, wann der Anbieter seine derzeitige Spitzengeschwindigkeit von 400 MBit/s im Download und 10 MBit/s (vor einigen Monaten waren es noch 20 MBit/s) erhöht, oder ob die Nachfrage auf Kundenseite dafür überhaupt existiert. Aber mittlerweile ist es ja auch nicht mehr die Downloadgeschwindigkeit, die primär ausbremst, sondern der verhältnismäßig geringe Upload, der vorallem bei Backups in die Cloud bremst. Und hier bietet die Telekom mit ihren 500 MBit/s im Upload deutliche Vorteile, zumindest wenn die eigene Infrastruktur diese hohe Geschwindigkeit überhaupt verkraftet. Fritz!Box 7590 als Router hinter Glasfasermodem Bei FTTH wird dem Telekom-Kunden ein Glasfasermodem (oben rechts im Bild) - auch Gf-AP (Glasfaserabschlusspunkt) bzw. OneBox genannt - zur Verfügung gestellt, welches die eigentliche Glasfaser vom Verteiler (links im Bild) - auch ONT (Optical Network Transmitter) genannt - entgegennimmt und in ein RJ45-Netzwerksignal moduliert (Details in der Telekom-Doku). Hier lässt sich dann ein Router anschließen, welcher die Verbindung zu den heimischen Endgeräten herstellt. In meinem Fall ist das die Fritz!Box 7590 (Affiliate-Link), da ich schon seit Jahren ein Fan von AVM und deren Netzwerkgeräte bin. Die reibungsfreie Nutzung von VPN On-Demand (Anleitung hier) ist dabei nur einer von vielen Gründen. Ein älteres Gerät, wie bspw. das vorherige Spitzenmodell Fritz!Box 7490, würde zwar auch funktionieren, durch den langsameren Prozessor könnte die Internetgeschwindigkeit von bis zu 1 GBit/s bzw. 1.000 MBit/s (gerundet) jedoch nicht ausgenutzt werden. Aber selbst die Fritz!Box 7590 hat noch mit der Limitation zu kämpfen "am 'WAN'-Anschluss erwartungsgemäß auf ca. 900 Mbit/s bis 940 Mbit/s reduziert" zu sein. Wie sich das schließlich in der Praxis verhält, dazu später mehr. Das Telekom-Modem wird erstmal an den WAN-Anschluss der Fritzbox gestöpselt und die notwendigen Zugangsdaten für den Internetzugang auf fritz.box gepflegt. Die individuellen Zugangsdaten kommen gesondert per Post und werden manuell eingetragen. Jetzt sollte die Verbindung direkt aufgebaut sein und ein erster Speedtest verrät, dass die Geschwindigkeit schon mal recht ordentlich ist. Wobei man mit solchen Speedtests natürlich immer etwas vorsichtig sein muss. Auf der einen Seite ist es wohl so, dass manche Provider solche Speedtests erkennen und dann kurzfristig eine höhere Geschwindigkeit erlauben, um entsprechend besser abzuschneiden. Auf der anderen Seite ist der limitierende Faktor auch oftmals auf Serverseite zu finden, der durch eine gerade sowieso schon hohe Grundauslastung den Test verfälscht. Glasfaser-Technik-Fact am Rande Vielleicht wundert sich der ein oder andere, warum nicht direkt eine FritzBox 5490 mit eingebautem Glasfasermodem zum Einsatz kommt. Das liegt schlicht und einfach an einer Inkompatibilität mit dem deutschen Telekom-Netz. Die Fritzbox 5490 kann nur an sogenannten Punkt-zu-Punkt Glasfaseranschlüssen betrieben werden, das Glasfasernetz der Telekom basiert jedoch auf einem Punkt-zu-Mehrpunkt-Netz, bei dem sich mehrere Kunden eine Faser über die Koppler im GF-AP (Glasfaserabschlusspunkt) teilen. Hier entscheidet der oben angesprochene ONT (Optical Network Transmitter) aufgrund seiner Programmierung, welche Daten durchgelassen werden. Diese Funktionalität scheint der FritzBox schlicht zu fehlen. Bleibt also abzuwarten, ob künftige FritzBox-Modelle eine entsprechende Punkt-zu-Merhpunkt-Unterstützung irgendwann einmal mitbringen werden und ob die Telekom deren Einsatz forciert oder eine Nachrüstung durch den Kunden zumindest duldet. Denn bei der Telekom ist man wohl der Meinung, dass sich der Kunde am besten gar nicht mit der im Vergleich zu Kupferkabeln recht fragilen Glasfaserleitung auseinandersetzen sollte. Internetspeed in Loxone visualiseren Wer eine Fritzbox einsetzt, wird den eingebauten Online-Monitor kennen, der jederzeit Einblick in die Übertragungsgeschwindigkeit der letzten 100 Sekunden gewährt. Hier gerade direkt nach einem Speedtest: Wie man an der linken Skala erkennt, wurde als Maximalwert anscheinend schon 1.000.477 kbit/s in Download- und 508.662 kbit/s in Uploadrichtung erreicht. Umgerechnet sind das knapp 977 bzw. 497 MBit/s und damit sogar etwas mehr als die maximalen 940 MBit/s, die der Fritz!Box 7490 offiziell zugesprochen werden. Ein mehr als ordentlicher Wert! Da ich mich nicht immer im Webinterface der Fritzbox einloggen möchte, um die aktuelle Auslastung der Internetverbindung und den Datenverbrauch einzusehen, sollten die Daten an Loxone weitergeleitet werden, um dort in der Visu inkl. Statistiken zur Verfügung zu stehen. Zu diesem Zweck wurde mein frisch gebackener LoxBerry-System, basierend auf einem Raspberry Pi 3 (Affiliate-Link), wie es im Blogpost LoxBerry in 10 Minuten auf dem Raspberry Pi installieren erklärt wurde, direkt um das Plugin Fritz.Lox erweitert. Der Entwickler des Plugins, Sven Thierfelder, war zum Glück zu freundlich und hat die Erweiterung auf meinen Wunsch hin kurzerhand um die Funktion DSL Informationen abrufen ergänzt. Vielen Dank nochmal an dich Sven! Fritz.Lox (Download hier) wird - wie jedes andere Plugin auch - direkt über die Plugin-Verwaltung von LoxBerry installiert. Anschließenden Neustart nicht vergessen! Dann werden die Login-Daten zur Fritzbox in der Plugin-Verwaltung hinterlegt. Bei Fritzbox-IP trage ich entsprechend 192.168.3.1 ein, wobei vermutlich auch fritz.box möglich sein sollte. Wichtig ist dabei, dass die "Anmeldung bei Zugriff aus dem Heimnetz" der Fritzbox auf "Anmeldung mit FRITZ!Box-Benutzernamen und Kennwort" umgestellt wird. Entsprechend habe ich dann auch einen eigenen "Benutzer" namens "loxberry" angelegt, dessen Berechtigungen je nach Lust und Laune eingeschränkt werden können. Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, lässt sich die Funktion direkt über die angegebene URL im Fritz.Lox-Plugin testen. "DEIN-admin-PASSWORT" muss noch entsprechend mit dem im LoxBerry-Server eingetragenen Passwort geändert werden, damit es später auch aus dem Loxone-System heraus abrufbar ist. Wenn alles klappt, sollte bei einem Klick auf die URL etwas in dieser Art angezeigt werden: Array ( [NewWANAccessType] => DSL [NewLayer1UpstreamMaxBitRate] => 512000000 [NewLayer1DownstreamMaxBitRate] => 1000000000 [NewPhysicalLinkStatus] => Up ) Array ( [NewByteSendRate] => 1434 [NewByteReceiveRate] => 18576 [NewPacketSendRate] => 0 [NewPacketReceiveRate] => 0 [NewTotalBytesSent] => 92205145952 [NewTotalBytesReceived] => 58729948276 [NewAutoDisconnectTime] => 0 [NewIdleDisconnectTime] => 0 [NewDNSServer1] => 217.0.43.1 [NewDNSServer2] => 217.0.43.1 [NewVoipDNSServer1] => 217.0.43.131 [NewVoipDNSServer2] => 217.0.43.132 [NewUpnpControlEnabled] => 0 [NewRoutedBridgedModeBoth] => 1 ) Hier verstecken sich alle notwendigen Informationen, die über einen "virtuellen HTTP Eingang" in der Loxone Config abgerufen und zur Anzeige genutzt werden können. Als URL wird die eben ermittelte Adresse eingetragen. Als Abfragezyklus nutze ich jetzt schon eine Weile 10 Sekunden, was bisher super stabil läuft und eben eine recht genaue Auskunft über die derzeitige Übertragungsgeschwindigkeit erlaubt. Was jetzt noch fehlt, ist der jeweilige "virtuelle HTTP Eingang Befehl", der aus dem abgerufenen String die passende Information extrahiert. Für die "Upload Auslastung" lautet die Befehlskennung "NewByteSendRate] => \v" (ohne Anführungszeichen). Damit der übermittelte Wert (in byte/s) korrekt als MBit/s (bzw. Mbps) weiterverarbeitet werden kann, wird die integrierte "Korrektur"-Funktion genutzt. "Eingangswert 2" ist dann "131072" und "Anzeigewert 2" hat den Wert "1". Für die "Download Auslastung" lautet die Befehlskennung dann "NewByteReceiveRate] => \v". Für "Upload Datenvolumen"NewTotalBytesSent] => \v" und für "Download Datenvolumen "NewTotalBytesReceived] => \v". Damit die Werte als Gigabyte (GB) formatiert werden, lautet jeweils der Eingangswert 2 "1073741824" und der Ausgangswert 2 "1". Angeschlossen werden die jeweiligen Inputwerte dann an nachgelagerte Verbrauchszähler, einer für "Internet Upload" und einer für "Internet Download". Alle relevanten Settings sollten im Screenshot zu sehen sein. Eine kleine kosmetische Korrektur muss man noch vornehmen. Denn immer, wenn die Fritzbox neugestartet wird (evtl. auch nach einem Reconnect der Internetverbindung), wird auch der Wert des übertragenen Datenvolumens resettet. Entsprechend muss dies in den Verbrauchszählern berücksichtigt werden, damit die fortlaufende Statistik korrekt angezeigt wird. Immer wenn der Wert des "Upload Datenvolumens" gleich 0 ist, werden die Verbrauchszähler über einen Monoflop resettet. Das wird über die drei Elemente links unten realisiert. Fertig. Als Ergebnis sieht die Visualisierung in der Loxone App folgendermaßen aus. Praktisch sind dabei natürlich auch die Statistik-Werte, die Auskunft über das genutzte Datenvolumen geben. Aus meinem täglichen Leben Im Vorfeld war die "Operation Glasfaseranschluss" wirklich alles andere als stressfrei. Das fing schon bei der Anmeldung über den Bauherren-Service an. Der etwas genervte Telekom-Service-Mitarbeiter wollte mir nämlich einreden, dass bei mir kein Glasfaser verlegt wird und ich den Antrag für eine Kupferleitung auszufüllen hätte. Nach längerem hin und her hat sich die Telekom dann einige Monate nach Antragseingang gemeldet, dass ich - so Wunder - den falschen Antrag ausgefüllt hätte, da ich Glasfaser bekomme. Also den gefühlt drölftausend seitigen Antrag inkl. aller notwendigen Anlagen, Skizzen und Pläne erneut eingereicht, obwohl der Antrag bis auf kleine Details absolut identisch war. Aber gut, ansonsten hat bis zur Anschlussfreischaltung alles bestens geklappt, ganz im Gegensatz zu meinem Nachbarn Benni, der als einer der ersten im Baugebiet den Prozess wohl erstmal einspielen musste. Alle Info in seinem Blogpost Anschlussdrama FTTH (Glasfaser) der Telekom. Die Installation durch den wirklich freundlichen und kompetenten Telekom-Techniker war in meinem Fall in weniger als 30 Minuten erledigt. Chapeau! Wenn es erstmal läuft, dann läuft es auch zuverlässig und absolut stabil. Bei meinen Tests erreiche ich mit der Fritzbox 7590 am Glasfasermodem übrigens effektiv knapp über 100 MB/s, wobei evtl. sogar meine eigene kabelgebundene Haus-Infrastruktur sogar der limitierende Faktor ist. In jedem Fall sollten gut geschirmte CAT6 Netzwerkkabel (Affiliate-Link) genutzt werden, um hier keinen künstlichen Engpass zu schaffen. Bei mobilen Endgeräten bremst jedenfalls spätestens das heimische WLan, welches schon bei wenigen Metern Entfernung zum nächstgelegenen Accesspoint nur wenige hundert MBit/s erreicht. So oder so sollte man jetzt auch mit einer Vielzahl an verbundenen Internet-Devices genug Brandbreite für alles, inkl. mehrerer 4k-Streams und iCloud-Backups haben. Mal sehen, wie sich in Zukunft die Tarifstruktur von UnityMedia entwickelt und ob der direkte Konkurrenz zur Telekom ähnlich höhe Geschwindigkeiten erreicht. Eine entsprechende Versorgung ist bei mir jedenfalls schon mal gegeben und der Anschlusspunkt im Technikraum gesetzt. Wirklich spannend, wie dünn die Glasfaserleitungen sind, von denen UnityMedia bspw. gleich 6 Leitungen (5 als Backup) einzieht. Die Visualisierung der Internetgeschwindigkeit und der Verbrauchswerte über Loxone war letztendlich noch das i-Tüpfelchen, welches mir schon lange gefehlt hatte. So kann man bequem per App prüfen, wo gerade wieviele Daten vom und ins Internet flutschen. Über den Automatik Designer" kann man sich dann auch ganz einfach von Loxone entsprechende Push-Mitteilungen schicken lassen, sobald ein Grenzwert überschritten wird. Aktuell lasse ich mir die aktuelle Datenrate aus Spaß auf meinem KNX-Wandtaster im Technikraum anzeigen, da ich hier noch "Platz" hatte. Nicht schön, aber zumindest selten - wenn nicht sogar einmalig... Aber das ist selbst für mich schon etwas viel Spielerei. Im besten könnte es auch einfach als Proof of Concept bezeichnen... :D ### Low-Cost-Smart Home: Super günstige Funk-Bewegungsmelder von Smartwares mit FHEM nutzen Smart Homes leben von der Automatisierung der heimischen vier Wände. Um ein hohes Maß dieser Automatisierung zu erreichen, ist eine gewisse Hardware-Grundausstattung in jedem Raum nötig. Als Mindest-Setup wird meistens empfohlen, Beleuchtung und Heizung zu steuern sowie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Schließzustand und Anwesenheit/Bewegung zu erfassen. Mit dieser Kombination aus Sensorik und Aktorik können nahezu alle interessanten Smart-Home-Szenarien erfolgreich umgesetzt werden. Eine entscheidende Rolle spielt bei der Auswahl der Hardware jedoch häufig auch der Preis. Weil mit dem Open Source Smart Home Server FHEM bekannterweise Hardware-Produkte unterschiedlicher Hersteller, Protokolle und Konzepte miteinander sprechen lernen, können diese Produkte auch gezielt nach dem Preis ausgesucht werden. Eine sehr beliebte Low-Cost-Variante im Bereich Temperatur-/Luftfeuchtigkeitserfassung sind die sehr günstigen LaCrosse-Sensoren, deren Setup mit FHEM wir bereits im Blogpost "FHEM mit JeeLink: Luftfeuchte und Temperatur zum Low-Cost-Tarif messen" vorgestellt hatten. In diesem Howto zeigen wir Dir ein weiteres Low-Cost-Bauteil im FHEM Smart Home: Super preiswerte Bewegungsmelder SH5-TSO-A von Smartwares (Affiliate-Link), die mit einem CUL USB empfangen werden können und durch den Preisvorteil von bis zu 65% gegenüber anderen bekannten Funk-Bewegungsmeldern ganz neue Szenarien im Smart Home möglich machen. Hier zeigen wir dir alle notwendigen Schritte von der Hardware-Inbetriebnahme bis zur Konfiguration in FHEM. 433MHz-Bewegungsmelder Neben dem Smartwares SH5-TSO-A (Affiliate-Link) gibt eine Fülle baugleicher 433MHz-Funk-Bewegungsmelder, deren Informationen in FHEM mit dem IT-Protokoll (Intertechno) verarbeitet werden. Ich hatte persönlich schon ewig nach guten und preiswerten Bewegungsmeldern gesucht, weil sich damit einfach super viele interessante Smart-Home-Szenarien realisieren lassen. Mit dem SH5-TSO-A hat meine Suche endlich ein Ende. Zu den baugleichen Modellen zählen der Trust Smart Home AWST-6000 (Affiliate-Link) oder der Intertechno PIR-1000 (Affiliate-Link). Jedoch ist der Smartwares SH5-TSO-A (Affiliate-Link) mit einem Preis von extrem günstigen 16,99 EUR (Stand Oktober 17) der Billigste in dieser Reihe. Für einen funktionsgleichen HomeMatic-Bewegungsmelder (Affiliate-Link) legt man mit knapp 52 EUR schon das Dreifache hin. Oder anders gesagt: Zum Preis von einem HomeMatic- erhält man drei Smartwares-Bewegungsmelder. Die kleinen, batteriebetriebenen Melder besitzen den Formfaktor eines Lichtschalters und sind für die Wandmontage geeignet. Zu meinem Schaltersystem Gira 55 reinweiß matt passen sie allerdings optisch gar nicht, sodass ich die Bewegungsmelder irgendwo anders im Raum aufstellen oder anbringen werde. Zum Lieferumfang gehören (zumindest im Fall des SH5-TSO-A) neben dem Melder selbst noch eine Zierblende und ein Montagerahmen. Auf der Rückseite des Melders können einige Einstellungen vorgenommen werden. Zunächst kann die Erfassungsreichweite der Bewegungserkennung auf 1m, 3m oder 6m konfiguriert werden. Bereits das halte ich für einen Pluspunkt, denn mein teurer Loxone-Bewegungsmelder Air hat ein stark beschränktes Erfassungsfeld (innerhalb dessen er allerdings reibungsfrei funktioniert). Außerdem kann die Dauer eingestellt werden, die ein gekoppelter Aktor das Licht bei Bewegung anschalten soll. Hier reichen die Werte von 5s über 1min und 5min bis zu 10min. Für die Verwendung mit einem Smart-Home-Server wie FHEM ist diese Logik aber zunächst irrelevant, denn diese Parameter können alle in der Software eingestellt werden. Wichtig ist nur, dass das Signal der Bewegungserkennung grundsätzlich gesendet wird. Weiterhin kann die Lichtempfindlichkeit zwischen Low, Mid und High eingestellt werden. Der vierte Schalter auf der Rückseite setzt das Gerät in den Lernmodus, was wir später bei der Kopplung an FHEM noch brauchen werden. Insgesamt wirken die Melder gut verarbeitet, auch wenn sie keine Schönheiten sind. Allerdings sind die Bewegungsmelder von z.B. Homematic in diesem Punkt auch keine wirkliche Konkurrenz. IT-Signale mit dem CUL USB Transceiver empfangen - Alternativ-Firmware flashen (a-culfw) FHEM-seitig werden die Telegramme der Smartwares-Melder mit dem CUL USB Transceiver (Affiliate-Link) empfangen. Der CUL ist als Klassiker im Zusammenhang mit FHEM bekannt. Der kleine USB Transceiver ist in den Varianten 433Mhz und 868MHz erhältlich. Ein 868MHz CUL kann auch auf die Frequenz 433MHz gestellt werden, allerdings leidet die Sende- und Empfangsstärke dann an der "falschen" Antennenlänge leicht, was bei mir im direkten Umfeld des CUL noch keine merkbaren Probleme verursacht hat. Bei einem Abstand von etwa 6 Metern und einer Wand zwischen CUL und Smartwares-Bewegungsmelder realisiere ich mit einem 868MHz CUL auf 433 MHz Signalstärken (RSSI) von rund -75db, was vollkommen in Ordnung ist. Die Firmware des CUL empfängt und sendet standardmäßig auf 868MHz, ist auf 433MHz allerdings nur für den Versand von Telegrammen vorgesehen. Um also die Telegramme der 433MHz-Bewegungsmelder zu empfangen, gibt es eine Alternative CUL Firmware (a-culfw), die hauptsächlich genau diese Funktion ergänzt. Ich hatte noch einen alten ungenutzten CUL 868 (Affiliate-Link) rumliegen, den ich für das Howto verwendet habe. Alternativ kann man sich bei busware.de direkt den 433MHz CUL kaufen oder einen Selbstbau-CUL (Affiliate-Link) anfertigen, was preislich deutlich günstiger ist, allerdings ein wenig Geschick und ein paar Kenntnisse voraussetzt. Siehe dazu auch https://wiki.fhem.de/wiki/Selbstbau_CUL. Für die Inbetriebnahme wird der CUL zunächst mit dem Smart Home Server verbunden. Bei mir läuft FHEM auf einem Intel NUC Barebone PC (Affiliate-Link) mit i3-Prozessor. Die meisten werden wahrscheinlich einen Raspberry Pi (Affiliate-Link) verwenden. Nach dem Verbinden des CUL mit einem freien USB Port stelle ich mit dem Terminal (unter Mac; mit Putty unter Windows) eine SSH-Verbindung mit dem Smart Home Server (meine IP-Adresse im Heimetz: 192.168.178.68) her. sudo ssh christoph@192.168.178.68 Anschließend lasse ich mir mit dem Befehl dmesg die Kernel-Meldungen anzeigen. Somit prüfe ich einerseits, dass der CUL korrekt erkannt wurde und erkenne andererseits das erzeugte "dev" (hier: ttyACM1). Handelt es sich um einen fabrikneuen CUL, wird an diesem während des Einsteckens in den USB Port mit einem spitzen Gegenstand die kleine Taste an der Oberseite gedrückt gehalten. Bei einem bereits geflashten CUL (wie in meinem Fall), muss dieser hingegen in den sog. Bootloader-Modus versetzt werden. Dazu lege ich den CUL zunächst in FHEM an und verwende die zuvor mit dmesg ausgelesene "dev"-Adresse. Den Befehl setze ich in der FHEM-Kommandozeile im oberen Bereich des Webinterfaces ab (der letzte vierstellige Zahlenwert ist ein beliebiger Code). define CUL_1 /dev/ttyACM1@9600 1204 Anschließend kann ich den CUL mit dem Befehl set CUL_1 raw B01 in den Bootloader-Modus versetzen. Im nächsten Schritt geht es um das Flashen der neuen Alternativ-Firmware (a-culfw). Einen Info- und Diskussionsthread dazu im FHEM-Forum gibt es hier: https://forum.fhem.de/index.php?topic=35064.0. Der Quellcode der Alternativ-Firmware ist in einem GIT zu finden: https://github.com/heliflieger/a-culfw. Dort kann der Quellcode als ZIP auf den lokalen Rechner heruntergeladen werden ("Clone or Download" -> "Download ZIP"). An dieser Stelle schon einmal eine Empfehlung: Sollte die Firmware für den Speicher eures CUL zu groß sein, was spätestens beim Flash-Vorgang mit der Fehlermeldung "Bootloader and Code Overlap" quitiert wird, kann man in GIT über den Klick auf "Releases" eine ältere Firmware-Version mit geringerer Größe herunterladen. Ich empfehle in diesem Fall die Version v1.05.03. Nach dem Download stelle ich mit FileZilla eine SFTP-Verbindung her und lade den entpackten Ordner unter "/opt" auf den FHEM Server. Zurück im Terminal kann jetzt das Flashen beginnen. Zunächst sollte FHEM auf dem Server gestoppt werden. Anschließend werden ein paar benötigte Pakete installiert. sudo service fhem stop sudo apt-get install dfu-programmer sudo apt-get install build-essential Bei der Alternativ-Firmware wird freundlicherweise eine "flash.sh"-Skriptdatei mitgeliefert, die wir als Anwender lediglich starten müssen. Der Rest erledigt sich automatisch. Zunächst wechseln wir  dazu in den korrekten Ordner (bei mir heisst der hochgeladene Ordner "a-culfw-v1.05.03"). cd /opt/a-culfw-v1.05.03/culfw/Devices/CUL Über den folgenden Befehl starten wir dann den Flash-Vorgang. sudo sh flash.sh Im daraufhin erscheinenden Dialog wird abgefragt, um welches CUL-Modell es sich handelt. Nach getroffener Auswahl wird die Firmware auf den Speicher des CUL geschrieben. Wichtig ist hierbei, dass auch auf einen 868MHz CUL die 433MHz Firmware geschrieben wird, denn es geht darum, 433MHz-Signale der Smartwares Bewegungsmelder zu empfangen. Ich hatte hier in meinem ersten Versuch das korrekte Device ausgewählt (in meinem Fall ein 868er), wodurch das Koppeln mit den Sensoren letztlich nicht funktioniert hat. Wer mit dem Flashen Probleme hat, kann alternativ zur Nutzung der flash.sh-Datei die Hex-Datei der Firmware auch manuell auf den CUL flashen: sudo dfu-programmer atmega32u4 erase sudo dfu-programmer atmega32u4 flash CUL_V3_433MHZ.hex sudo dfu-programmer atmega32u4 start Das manuelle Flashen wird vom Terminal mit einer Meldung, ähnlich der Folgenden quittiert. Validating... 26004 bytes used (90.69%) Abschließend wird FHEM mit dem Befehl sudo service fhem start wieder gestartet. Zurück im Webinterface sollte das Device CUL_1 nun "initialized" sein und außerdem die Nutzung der neuen a-culfw anzeigen. Smartwares Bewegungsmelder in FHEM einrichten Das Einrichten der IT-basierten Bewegunsmelder, wie dem Smartware SH5-TSO-A (Affiliate-Link) in FHEM funktioniert automatisch, wenn autocreate aktiviert ist (siehe https://wiki.fhem.de/wiki/Autocreate). Auf der Rückseite des Bewegungsmelders wird der Schalter kurz von SET auf DEL geschoben, was ein Telegramm zum Anlernen absendet, das von unserem neu geflashten CUL empfangen wird. Daraufhin wird automatisch ein neues Device vom Typ IT samt Filelog im Raum IT angelegt. Zunächst ist der Status des Devices noch unbekannt ("???"). Ein Klick in die Details ist der nächste Schritt. Was jetzt noch fehlt ist die Zuweisung des korrekten IT-Protokolls in den Attributen des Devices. Wie aus der Definition (DEF) zu erkennen ist, handelt es sich um eine 26-stelligen Haus- mit 4-stelligem Gruppen und 1-stelligem Unit-Code. Das ist die Syntax des sog. "v3"-Protokolls, was schließlich über attr IT_V3_15480832 protocol v3 zugewiesen wird. Ich musste nach dem Umstellen die Konfiguration über einen Klick auf "Save Config" noch einmal abspeichern. Anschließend habe ich den gesamten FHEM-Server im Terminal über sudo reboot einmal neugestartet. Ich weiss nicht, ob dieser Schritt nötig ist, aber ihr wisst ja: Ein Boot tut immer gut. Zurück in den Device-Details sieht man jetzt, dass der Bewegungsmelder korrekt eingerichtet wurde und nun bei erkannter Bewegung für die per Schalter auf der Rückseite festgelegte Zeit ein "on"-Signal sendet, bevor zurück auf den Status "off" geschaltet wird. Aus meinen täglichen Leben Durch den kleinen Preis der Smartware SH5-TSO-A (Affiliate-Link) von rund 17 EUR (Stand Okt 2017) kann ich zunächst mein komplettes Smart Home in sechs Räumen von Flur über Küche bis Bad und Wohnräume für knapp 100 EUR mit Bewegungsmeldern ausstatten. Die Standard-Einsatzzwecke von Bewegungsmeldern im Smart Home sind sehr vielfältig. Jörg hatte kürzlich darüber geschrieben, wie er Bewegungsmelder mit mehreren Präsenzzonen u.a. für die Beleuchtungssteuerung verwendet (Operation Smart Home – Präsenzzonen für eine vollautomatische Beleuchtung sinnvoll nutzen). Ähnlich wie bei den günstigen Technoline Temperatursensoren (Affiliate-Link) ist es dank des günstigen Preises möglich, deutlich mehr Geräte als eines pro Raum zu nutzen, um somit konkreter die Präsenz von Bewohnern in Bereichen eines Raums feststellen zu können. Weil die Smartwares Bewegungsmelder auf der Rückseite hinsichtlich des Erfassungsbereichs eingeschränkt werden können, eignen sie sich z.B. perfekt dazu, einen Raum in mehrere Präsenzzonen aufzuteilen. Für mein Wohnzimmer plane ich, unterschiedliche Bewegungsmelder zu platzieren, die z.B. erkennen, ob sich jemand auf der Couch aufhält, am Esstisch oder generell im Raum. So kann ich automatisch ungenutzte Bereiche beleuchtungstechnisch ab- und zuschalten. Ein weiteres Anwendungsszenario, das ich umsetzen werde, ist ein mitwanderndes Multi-Room-Audiosystem, z.B. über FHEM und Squeezebox, das die Musik in den Raum "mittransportiert", in dem gerade Präsenz erkannt wird. Zu beiden Szenarien folgen Blogposts, sobald sie realisiert sind. Nachteilig an den 433MHz-Bewegungsmeldern ist hingegen einerseits der nicht an FHEM übermittelte Batteriestatus sowie das 433MHz-Funknetz, das gegenüber 868MHz durch eine schlechtere Übertragung und fehlende Signatur der Telegramme gekennzeichnet ist. Beides Nachteile mit denen ich bei dem günstigen Preis der Komponenten persönlich gut leben kann. Sicherheitsrelevante Aktionen (automatisches Türschloss etc.) würde ich allerdings nicht in die Hände der Sensoren legen. Ich habe zusätzlich in FHEM noch die Werte aus dem Logfile visualisiert, um gerade jetzt in der Anfangsphase tageweise die Funktion der Melder prüfen zu können. Die Einstellungen sind im Screenshot zu erkennen (die vollständige Funktion lautet: "$fld[2]=~"on"?1:0"). Von der Erfassungssensibilität der Melder bin ich mega positiv überrascht. Gefühlt stehen sie den teureren Geräten in Nichts nach und können bis zu 6m Reichweite realisieren, was für die meisten Räume ausreichen sollte. Aktuell habe ich zu Testzwecken die Reichweite auf 3m und die Dauer auf 1min gestellt. Den Bewegungsmelder habe ich mittig in meinem Arbeitszimmer platziert, Blickrichtung Tür. Bei geöffneter Tür erfasst der Bewegungsmelder selbst jede auf dem Flur am Arbeitszimmer vorbeilaufende Person in Windeseile und hoher Erkennungsgenauigkeit. Für mich sind die Smartware SH5-TSO-A (Affiliate-Link) daher sehr gute kleine Helfer, die ich bereits jetzt schon nicht mehr missen möchte. ### Deine Wunsch-Themen für den Smart-Home-Winter 2017/2018 Der Winter steht vor der Tür und somit erfahrungsgemäß auch die Zeit, in der du dein Smart Home intensiver nutzt. Wir sind ständig daran interessiert, dich mit neuen Howtos, Szenarien und Erfahrungen aus unseren eigenen Smart Homes zu versorgen. Wir werden die eingehenden Antworten systematisch auswerten und kategorisieren, damit wir dich auch in 2018 mit neue Blogposts zu deinen Top-Themen versorgen können! Wir freuen uns auf dein Feedback und einen schönen Smart-Home-Winter 2017/2018! ### Loxone mit Anwesenheitserkenung - Geofences über FHEM nutzen In unserem letzten Beitrag zum Thema Presence Detection (Smart Home Advanced: Anwesenheitserkennung über Geofences) haben wir die Power von Geofences für das Smart Home mit dem Open Source Server FHEM gezeigt. Geofences sind virtuelle Linien, bei deren Überquerung das Smartphone eine Kommunikation mit dem Smart Home herstellt und beispielsweise die Heizung bereits automatisch auf dem Heinweg aktiviert. Um diese Anwesenheitserkennung auch im Smart Home Server Loxone verwenden zu können, gilt es, die Anwesenheitsinformationen von FHEM an Loxone weiterzuleiten. In diesem kurzen Howto zeigen wir, wie du das bewerkstelligst und so die intelligenten Bausteine zur Smart-Home-Programmierung in Loxone noch besser nutzen kannst.Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Voraussetzung für dieses Howto ist, dass du die Geofence-Anwesenheitserkennung mit FHEM, wie im Blogpost Smart Home Advanced: Anwesenheitserkennung über Geofences beschrieben, bereits umgesetzt hast. In dem genannten Artikel zeigen wir dir, wie du mit FHEM (einem Open Source Smart Home Server), der meist auf einem kleinen Raspberry Pi Einplatinencomputer (Affiliate-Link) betrieben wird, Geofences einrichtest und mit FHEM-"Bordmitteln" die Anwesenheit von Smart-Home-Bewohnern überwachst. Diese Statuswerte wollen wir jetzt in Loxone nutzen und übergeben diese per UDP-Schnittstelle. Das grundsätzliche Vorgehen zum Datenaustausch zwischen FHEM und Loxone hatten wir bereits im Blogpost 5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto geschildert. Trigger auslösen Die Einrichtung beginnt damit, den Trigger zu definieren, bei dem FHEM eine UDP-Nachricht an Loxone weiterleitet. Ich versuche hierbei immer so viel Information wie nötig, aber gleichzeit so wenig wie möglich zu übergeben, um den gesamten Datenaustausch zwischen FHEM und Loxone stabil zu halten. FHEM sendet jedesmal eine UDP-Nachricht, wenn das entsprechende Device ein "Event" auslöst. Um diese Events zu minimieren, nutze ich in diesem Fall das Attribut "event-on-change-reading" (das Device für meine Anwesenheit heisst "rr_Christoph"). Das Attribut wird über den folgenden Befehl in der FHEM-Kommandozeile gesetzt. attr rr_Christoph event-on-change-reading state,wayhome Damit wird ein Trigger immer dann ausgelöst, wenn sich entweder der Status (home, absent, ...) oder die Eigenschaft "wayhome" ändert, die angibt, ob sich der Bewohner gerade auf dem Heimweg befindet. Trigger nutzen - UDP Nachricht absenden Im weiteren Verlauf gilt es, den durch FHEM erzeugten Trigger dahingehend zu nutzen, UDP-Nachrichten an FHEM zu versenden. In der FHEM-Kommandozeile wird dazu folgender Code abgesetzt (jede Zeile ist ein eigener Befehl). define ResidentToLoxone notify .*:(home|absent) {ResidentToLoxone("$NAME")} define ResidentWayHomeToLoxone notify .*:wayhome.* {ResidentToLoxone("$NAME")} Anschließend wird in der Datei "99_myUtils.pm" (Edit files -> 99_myUtils.pm ) am Ende der Datei (jedoch noch vor der "1;") folgender Code ergänzt, der die Statuswerte der Bewohner ausliest und per UDP als 0 oder 1 an Loxone übergibt. Siehe dazu auch im Blogpost 5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto. #AnwesenheitToLoxone sub ResidentToLoxone ($) { my ($device) = @_; my $state = ReadingsVal("$device","state","-1"); if ($state eq "absent") { $state = "0"; } if ($state eq "home") { $state = "1"; } my $arrival=time_str2num(ReadingsVal("$device","lastArrival","-1")); my $departure=time_str2num(ReadingsVal("$device","lastDeparture","-1")); my $wayhome=ReadingsVal("$device","wayhome","-1"); UDP_Msg("192.168.178.76" , "7000" , "$device: $state $arrival $departure $wayhome"); } Wer noch keinen UDP-Austausch zwischen FHEM und Loxone konfiguriert hat, ergänzt anschließend auch noch folgende Zeilen. sub UDP_Msg($$) { my ($dest,$port,$cmd) = @_; my $sock = IO::Socket::INET->new( Proto => 'udp', PeerPort => $port, PeerAddr => $dest ) or die "Could not create socket: $!\n"; $sock->send($cmd) or die "Send error: $!\n"; return "send $cmd"; } Statuswerte in Loxone empfangen uns auslesen Wie schon im Blogpost 5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto erklärt, wird in Loxone ein neuer UDP-Eingang (z.B. "FHEM UDP") angelegt. Unterhalb des Eingangs kann dann für jeden Statuswert ein neuer "Virtueller UDP Eingang Befehl" angelegt werden. In der Befehlserkennung im Eigenschaften-Fenster auf der linken Seite, wird dann definiert, welcher der per UDP übergebenen Werte ausgelesen werden soll. Für den Anwesenheitsstatus rr_Christoph wird hier "rr_Christoph: \v" (ohne Anführungszeichen) eingegeben. Außerdem lege ich folgende, weitere "Virtuelle UDP Eingang Befehle" an, die den Zeitpunkt der letzten Ankunft, des letzten Verlassens und des Wayhome-Status auslesen. Diese erhalten unterschiedliche Befehlserkennungen Last Arrival, Befehlserkennung rr_Christoph: \# \v Last Departure, Befehlserkennung rr_Christoph: \# \# \v Wayhome-Status, Befehlserkennung rr_Christoph: \# \# \# \v Visualisierung der Anwesenheit konfigurieren Die Loxone Config bietet verschiedene Möglichkeiten, Statuswerte zu visualisieren. Ich habe die Viualisierung wie folgt gebaut. Die dazugehörige Konfiguration in Loxone sieht wie folgt aus. Der zentrale Baustein "Christoph" ist ein Status-Baustein und hat den Haken "Verwenden" unter "Visualisierung" links im Eigenschaften-Fenster gesetzt. Am Eingang A1 hänge ich den Anwesenheitsstatus an. Der Eingang A2 wird mit dem Wayhome-Status verbunden, dem jedoch zunächst ein weiterer Status-Baustein vorgeschoben wird. Schauen wir uns zunächst den Status-Baustein an, an dem der Wayhome-Status hängt. Ein Doppelklick darauf zeigt die Konfiguration. Die Konfiguration bewirkt, dass bei einer 0, der Status "unterwegs" und bei einer 1, der Status "auf dem Weg nach Hause" angezeigt wird. Der Textausgang (!) dieses Bausteins wird dann mit dem zweiten Status-Baustein (an A2) verbunden. Er selbst wird nicht in der Visualisierung verwendet (Haken entfernen). In der Konfiguration des zentralen Bausteins sieht die Konfiguration wie folgt aus. Liefert die Anwesenheit eine 1, so wird "Zuhause" ausgegeben (und ein eigenes Symbol dafür). Liefert die Anwesenheit 0, wird "Abwesend", erweitert um "und " ausgegeben. Dies bewirkt, dass der Status bei Abwesenheit entweder "Abwesend und unterwegs" oder "Abwesend und auf dem Weg nach Hause" lautet. Ferner möchte ich die Uhrzeiten des letzten Eintreffens bzw. Verlassens auslesen. Dazu nutze ich "Merker", die ebenfalls den "Verwenden"-Haken in der Visualisierung erhalten. Diese werden über eine Formel mit den Werten für die letzte Ankunft und das letzte Verlassen verbunden. Die Merker erhalten die Einheit "", was ganz wichtig ist, damit der übertragene Zahlenwert als Datum/Uhrzeit angezeigt wird. Damit der korrekte Zahlenwert an den Merkern ankommt, muss zunächst noch ein wenig gerechnet werden, weshalb der Formel-Baustein vor dem Merker hängt. Ein Doppelklick darauf öffnet den Formeleditor. Der Inhalt lautet "I1-1230760800". Doch was heisst das? Der Loxone Miniserver rechnet mit Zeiten am dem 01.09.2009, erhält jedoch von FHEM umgerechnete Sekundenwerte ab dem 01.01.1970 (UNIX-Standard/The Epoch). Deshalb muss der gelieferte Sekundenwert um die Differenz in Sekunden (1230760800 inkl. Zeitzonenanpassung) korrigiert werden. So lässt sich der Anwesenheitsstatus immer schön in der Visualisierung ansehen. Aus meinen täglichen Leben Ich habe die Übertragung der Anwesenheit vor allem wegen der Heizungssteuerung realisiert. Im Blogpost Smart Home Basics – In 3 Schritten zur soliden Temperaturregelung hatte ich bereits die Basics meiner Loxone-basierten Heizungsregelung erklärt. Die Logik basiert dabei in zentralen Räumen auf Zeitplänen. Mit der Anwesenheitserkennung kann ich Heizungssteuerung hier noch einmal effizienter machen. Der Baustein "Intelligente Raumregelung" stellt mit dem Eingang "Is" genau das zur Verfügung, was ich brauche: Einen Port für frühzeitiges Verlassen, bei dem die Automatik-Regelung bei Abwesenheit "überschrieben" wird und das Smart Home auf die Spartemperatur gesenkt wird. Der Vorteil bei der Verwendung von Geofences gegenüber einer WiFi- oder Bluetooth-basierten Anwesenheitserkennung liegt dabei darin, dass nicht bei jeder kurzen Abwesenheit (z.B. ein Gang in den Keller) meine Heizung hin- und hergeregelt wird, sondern nur bei tatsächlichen Abwesenheiten. Für mich eine top Sache, denn so muss ich mich wirklich nicht mehr um die Steuerung meiner Heizung kümmern. Alles funktioniert von selbst: effizient, komfortabel und super zuverlässig! Dabei nutze ich die super Logik von Loxone, während mein FHEM-Server meine Heizungshardware steuert. Ich nutze hierfür z.B. unter anderem die HomeMatic Funk-Heizkörperthermostate (Affiliate-Link), was super funktioniert. ### Operation Smart Home - Präsenzzonen für eine vollautomatische Beleuchtung sinnvoll nutzen Bei der Hausplanung hatte ich mir im Vorfeld viele Gedanken darüber gemacht, an welchen Stellen Präsenzmelder am geschicktesten installiert werden können, um die bis zu vier Präsenzzonen pro Melder möglichst sinnvoll nutzen zu können. Dabei war so viel klar, dass jeder Raum mindestens einen Präsenzmelder erhält (einige haben jetzt sogar mehrere), sodass zumindest mal eine lückenlose Erfassung möglich ist. Gerade bei Anwendungsfällen, die sich durch mehr als eine Präsenzzone pro Raum ergeben, war ich jedoch relativ kreativlos und noch meilenweit davon entfernt, irgendwelche Regeln in Programmlogik zu kippen. Nach dem Einzug im Neubau wurde aber recht schnell deutlich, mit welchen Herausforderungen man bei "konventioneller" Nutzung von Präsenzmeldern konfrontiert wird. Besonders dann, wenn u.A. auch die gesamte Beleuchtung in allen Räumen möglichst smart automatisiert werden soll. Welches Konzept ich mir im Laufe der letzten Wochen überlegt und letztendlich auch umgesetzt habe, sodass jetzt nirgends auch nur noch ein Lichtschalter manuell gedrückt werden muss, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Präsenzzonen 4 the win! Was meine ich überhaupt mit Präsenzzonen? Die von mir ausgesuchten Präsenzmelder von Busch Jäger, welche für die Deckenmontage vorgesehen sind, besitzen pro Himmelsrichtung technisch gesehen einen "Bewegungskanal", welcher räumlich sehr gut von den anderen abgegrenzt ist. Eine Überlappung der Zonen gibt es also praktisch nicht, was ich wirklich beeindruckend finde. Folgende vier Modelle sind erhältlich, von denen ich die ersten drei aktuell einsetze. Präsenzmelder Busch Jäger Premium 6131/31-24 (Affiliate-Link) - vier Präsenzkanäle separat nutzbar Präsenzmelder Busch Jäger Standard 6131/30-24 (Affiliate-Link) - zwei Präsenzkanäle separat nutzbar Präsenzmelder Busch Jäger Mini Premium 6131/21-24 (Affiliate-Link) - vier Präsenzkanäle separat nutzbar bei geringerer Baugröße Präsenzmelder Busch Jäger Mini 6131/20-24 (Affiliate-Link) - zwei Präsenzkanäle separat nutzbar bei gergingerer Baugröße Sinnvoll positioniert, kann also bspw. im Gästebad unterschieden werden, ob sich gerade jemand in der Dusche aufhält oder vor dem Waschbecken steht. Verbaut ist hier die Mini-Version Premium, um jede "Himmelsrichtung" separat auswerten zu können. Das ist auf den ersten Blick vielleicht ganz nett, aber wo liegt jetzt der entscheidende Mehrwert im Vergleich zu einem Melder mit einer Zone, der also schlicht sagt: "Bewegung im Gästebad" oder "Keine Bewegung im Gästebad"? Man kann die zusätzlichen Informationen der Zonen bspw. dazu nutzen, um die Wohnraumlüftung nur dann selektiv auf 100% zu drehen, sobald einige Zeit Präsenz explizit in der Dusche erkannt wird. So kann die Duschfeuchtigkeit schnell abgeführt und das Schimmelrisiko gesenkt werden. Das ist - zugegeben - recht naheliegend und unspannend in der Umsetzung. Eine Regel und fertig. Nach etwas Tüfteln hatten die Präsenzzonen aber direkt noch einen viel dramatischeren Mehrwert, um ein ganz spezielles Problem zu adressieren, welches im Vorfeld eigentlich noch gar nicht präsent war (Wer das Wortspiel findet, darf es behalten). Das Hauptproblem von Präsenzmeldern Die größte Herausforderung begegnet einem spätestens bei der automatischen Beleuchtung. Dabei ist es wirklich schwierig mit einem möglichst kurzen "Nachtlauftimer" zu arbeiten. Denn auch wenn der Präsenzmelder eine wirklich sehr feine Auflösung besitzt und auf geringste Bewegungen reagiert, ist er meist machtlos, wenn man zwar noch anwesend ist, sich aber (so gut wie) gar nicht bewegt. Wer also bspw. auf dem stillen Örtchen versucht vor Spannung beinahe regungslos seinen persönlichen Tetris-Rekord (auf dem GameBoy von 1989) zu knacken, wird vermutlich schon nach kurzer Zeit im Dunkeln sitzen. Normalerweise alles halb so wild, eine kurze Handbewegung genügt gewöhnlich und die Beleuchtung "springt" sofort wieder an. Auf Dauer aber echt nicht nur nervig, sondern auch alles andere als smart. Erschwerend kommt hinzu, dass besagte Spielekonsole keine Hintergrundbeleuchtung besitzt. Mit dem neuen Rekord wird es so eher nichts. Kurzum eine geradezu untragbare Situation! Jetzt kommen die vorher erwähnten Präsenzzonen, z.B. mit dem Präsenzmelder Busch Jäger Premium 6131/31-24 (Affiliate-Link), ins Spiel, die mit etwas Logik die Anwesenheit "simulieren" können, auch wenn man sich noch "regungslos" im Raum - hier im Gästebad - aufhält: Zone 1: Toilette Zone 2: Waschbecken Zone 3: Türbereich Zone 4: Duschkabine Sobald eine Bewegung in einer Zone erkannt wird, ändert sich das entsprechende Statuselement auf "An" (Haken-Symbol). Zehn Sekunden nach der letzten Bewegung ändert sich der Status zurück auf "Aus" (grauer Kreis). Das Element "Raum*" wird später noch wichtig im Rahmen der simulierten Anwesenheit. Wird nun im Toiletten-Bereich keine Präsenz mehr erkannt, schaltet die Zone 1 wieder "Aus". Ist zu diesem Zeitpunkt die Zone 3 (Türbereich) nicht aktiv, kann mit großer Wahrscheinlich angenommen werden, dass sich noch jemand im Raum aufhält. Genauso wie mit Zone 1 verhält es sich mit den Zonen 2 und 4. Das Element "Raum*" wechselt in diesem Fall auf den Status "grünes X", um die simulierte Anwesenheit anzuzeigen. Nur wenn Zone 3 "als letztes" vom eingeschalteten in den ausgeschalteten Zustand wechselt, wurde der Raum mit großer Wahrscheinlichkeit auch wirklich verlassen. Die Umsetzung in der Loxone Config Diese Logik muss natürlich noch etwas feingeschliffen werden, um im Alltagsbetrieb adäquat zu funktionieren. Dazu gehören u.A. Verzögerungen, um eine gewollte "Trägheit" einzubauen, um bspw. mehrere Personen bestmöglich berücksichtigen zu können. Also wenn bspw. eine Person das Wohnzimmer verlässt, während noch eine zweite Person auf der Couch herumlungert. Aber auch hier konnte ich - mit etwas Feintuning - bereits eine recht ordentliche Lösung finden, die in den allermeisten Fällen prima funktioniert. Ich erspare euch an dieser Stelle die Details und präsentiere das fertige Ergebnis der Loxone Config. Die Logik für das Gästebad befindet sich in der ersten "Zeile". Alle anderen Räume habe ich nach dem selben Schema abgebildet. Den zentralen Baustein "Anwesenheit" (im gesamten Haus) nutze ich hier mehrfach, um die jeweilige simulierte Anwesenheit nach einem Timeout von zehn Sekunden zu killen. Um diesen Baustein mit Leben zu füllen, ist etwas Logik im Hintergrund versteckt. Das ist an dieser Stelle jedoch irrelevant und vermutlich gehe ich auf dieses Thema sowieso später einmal näher ein, wenn es besser passt. Damit der "Raum*"-Status in der Visualisierung auch passend angezeigt wird, gibt es noch etwas mehr Logik: Das Element an AI2 nutze ich dabei als "Keep-Alive"-Signal des KNX-Präsenzmelders, welcher seinen aktuellen Status (zusätzlich zu sofortigen Statusänderungen) alle 10 Minuten mitteilt. (Funfact: Dazu nutze ich einen "erweiterten KNX-Sensor" mit 4/1/50:0;4/1/50:1 als "EIB-Adressen Impuls", der also bei einem Aus- und Einschalten triggert.)  Bleibt das Signal für 20 Minuten gänzlich aus, schaltet das Symbol auf ein "rotes X" (schwerer Fehler) und ich weiss Bescheid, dass der Präsenzmelder - vermutlich aufgrund eines technischen Problems - "offline" ist. Umgekehrt kann man sich recht sicher sein, dass die dargestellten Statusinformationen zur Anwesenheit dann auch tatsächlich stimmen. Der Merker "Raum*" kann dann ganz normal an den Bewegungsmeldereingang "Mv" des Lichtbausteins gehängt werden. Praktisch an den oben vorgestellten Präsenzmeldern ist zudem, dass sie noch die Helligkeit mitliefern (hier 0 Lux). So wird die Beleuchtung nur bei Dunkelheit eingeschaltet. Wer sich wundert: Ja, ich habe noch einige Bausteine um die Lichtsteuerung herumgebastelt, das sind quasi "Gimmicks". Und nein, es handelt sich dennoch um ein "Real Smart Home". (Kleiner Seitenhieb auf das für meinen Geschmack etwas kautzige Loxone-Naming seit Version 9 und der damit unterschwellig ausgedrückten Überflüssigkeit von Spielereien. Erst durch unkonventionelle Erweiterungen wird das Ganze doch erst richtig spannend...) Wer sich wundert: Die Logik lässt sich vermutlich ähnlich per FHEM oder OpenHAB realisieren, vielleicht sogar noch geschickter. Die Umsetzung komplexer Regeln finde ich aber mittlerweile in der grafischen Konfigurationsumgebung von Loxone viel angenehmer. Gerade auch bei Änderungen sieht man sofort auf einen Blick, wie sich Anpassungen in Echtzeit auswirken. Aus meinem täglichen Leben An anderen Stellen im Haus habe ich auch noch Präsenzmelder ohne Präsenzzonen verbaut. Zum Beispiel den sehr kleinen ESYLUX PD-C360I/8 KNX (Affiliate-Link) in der Dusche im OG, um die Beleuchtung dort zu automatisieren. Auch diesen KNX-Präsenzmelder kann ich nur wärmstens empfehlen. Besonders auch deswegen, weil sich dessen Empfindlichkeit über die ETS-Software sehr exakt justieren lässt (aktuell auf 70% gestellt). Zusätzlich wird der Präsenzmelder mit einer transparenten Kappe geliefert, die den Präsenzradius weiter einschränkt. So löst er wirklich nur aus, wenn der Duschbereich auch tatsächlich betreten wird. Das funktioniert dann annähernd auf den Zentimeter genau. Beeindruckend! Insgesamt bin ich wirklich froh in meinem Konzept von Anfang an auf die etwas aufwändigeren Busch Jäger-Präsenzmelder mit den erwähnten Präsenzzonen gesetzt zu haben, die - wie ich finde - sogar recht ordentlich bzw. schlicht aussehen. Auch wenn ich erstmal in der Planungsphase (siehe Operation Smart Home - Anforderungen an unser neues Zuhause) nicht wusste, wofür ich die zusätzlichen Informationen letztendlich nutzen werde, hat sich recht schnell ein Szenario ergeben, in welchem die Melder quasi unersetzlich geworden sind. Zumindest, wenn man eine komplett autarke Beleuchtung mit einer sehr geringen Nachlaufzeit von teilweise nur 20 Sekunden realisieren möchte. Als besonders praktisch hat sich die "simulierte Anwesenheit" bisher übrigens im Wohnbereich (Couch), in den Bädern und im Schlafzimmer (Bett) erwiesen. Damit das alles gut funktioniert, muss natürlich auch der Anbringungsort der Präsenzmelder (Affiliate-Link) perfekt stimmen. Mehr Infos dazu im Artikel Operation Smart Home: Zwischenstand – Loxone, KNX, 1Wire und Co. - Gliederungspunkt "KNX für Taster, Präsenz- und Rauchwarnmelder". ### Smart Home Advanced: Anwesenheitserkennung über Geofences Viele Funktionen im Smart Home werden erst richtig "smart", wenn sie durch externe Ereignisse automatisch getriggert werden und man als Nutzer relativ wenig manuell irgendwelche Aktionen einleiten muss. Eine Anwesenheitserkennung ist einer dieser Zusatzfeatures, die so viele tolle Szenarien im Smart Home ermöglichen. In diesem kleinen Howto zeigen wir dir, wie du mit Geofences eine richtig solide Anwesenheitserkennung in deinem Smart Home realisierst, die als Basis für zahlreiche Szenarien im Bereich Sicherheit, Komfort und Energiesparen verwendet werden kann. Wie von Matthias bereits vor Kurzem im Blogpost Aktionen an Standorte knüpfen – GeoLocation und FHEM gezeigt, gibt es viele Möglichkeiten, die Anwesenheit im Smart Home über Geokoordination zu ermitteln. In diesem Howto zeige ich Dir eine Variante, die auf dem Open Source Smart Home Server FHEM und einer Geofencing-App basiert. Diese Variante gibt es grundsätzlich schon länger, allerdings habe ich erst vor kurzem wieder darauf zurückgegriffen und habe festgestellt, dass die Geo-basierte Anwesenheitserkennung mit dem RESIDENTS-Modul von FHEM sehr gut zusammenspielt. Es ist so schön zu sehen, wie FHEM funktional immer weiter wächst und welche fabelhaften Szenarien sich immer einfacher realisieren lassen. Eine Anwensenheitserkenung unterstützt auf einem preiswerten Raspberry Pi Einplatinencomputer (Affiliate-Link) so viele Szenarien wie Heizungssteuerung, Sicherheitssystem, Push-Benachrichtigungen bei offenen Fenster oder Türen etc. Smart Home Gear zu diesem Blogpost (Affiliate-Links) Raspberry Pi Starterset HomeMatic Funk-Heizkörperthermostat HomeMatic Funk LAN-Gateway Was sind Geofences und wie nutzt man sie? Laut Wikipedia wird mit "Geofencing [...] das automatisierte Auslösen einer Aktion durch das Überschreiten einer gedachten Begrenzung auf der Erdoberfläche oder in der Luft bezeichnet." Vereinfacht ausgedrückt, sind Geofences virtuelle Radien (also Kreise) rund um einen zentralen Punkt herum (das Smart Home). Verlasse ich beispielsweise den 100m-Radius rund um mein Smart Home, weiss mein Zuhause, dass ich grundsätzlich gerade unterwegs bin. Verlasse ich kurz darauf auch noch den 1000m-Radius bin ich sicher etwas länger unterwegs. Andersherum kann mein Smart Home auch gewisse Aktionen einleiten, wenn ich mich auf dem Weg nach Hause befinde, wenn ich also z.B. den 1000m-Radius wieder betrete usw. Damit lassen sich sehr viele Szenarien automatisieren, wie z.B. die Steuerung der Heizung bei Ab- und Anwesenheit. Um Geofences zu nutzen, müssen diese einerseits festgelegt werden und andererseits muss über das Smartphone des Nutzers jedesmal beim Betreten und/oder Verlassen des virtuellen Kreises eine Information an den Smart Home Server gesendet werden. FHEM-App mit Geofency konfigurieren Die FHEM APP zur Hausautomation bietet neben der Möglichkeit, auf alle Räume und Devices im FHEM Smart Home zuzugreifen, auch die Möglichkeit, über eine eingebaute Geofency-Funktion auch im Hintergrund die entsprechende Info an den Server zu senden, wenn man als Nutzer einen Radius überquert. Über die Einstellungen in der App kann die Funktion "Geofency" aktiviert werden. Im Anschluss ist die Geofency-Funktion aktiv und ebenfalls über das Menü in der App zugänglich. Hier werden die Geofences definiert, bei deren Verlassen oder Ankunft über eine URL eine Nachricht an den Smart Home Server gesendet wird. Ich nutze hier zwei Geofences: Einmal "home" und einmal "wayhome". Bei erhalten die gleichen Einstellungen. Die URL ist sowohl bei Ankunft als auch beim Verlassen: http://IpAdresseDesFhemServers:8083/fhem/geo Die IP-Adresse des FHEM-Servers muss natürlich an die eigene Adresse angepasst werden. In meinem Fall ist dies z.B. http://nuc.fritz.box:8083/fhem/geo, also die interne IP-Adresse im Heimnetzwerk. Mein FHEM Server läuft dabei auf einem Intel NUC (Affiliate-Link), prädestiniert wäre z.B. auch ein Raspberry Pi (Affiliate-Link). Ich persönlich nutze VPN-On-Demand, d.h. mein iPhone stellt jedesmal, wenn eine ".fritz.box"-Adresse aufgerufen wird (was hier der Fall ist) eine VPN-Verbindung mit meiner Fritzbox her. Nach außen öffne ich meinen FHEM-Server nämlich nicht. Die Schalter "Auslösen bei Ankunft", "Auslösen bei Verlassen" sollten aktiviert werden. Die restlichen Optionen können zu Beginn zu Testzwecken aktiviert, später im Betrieb jedoch deaktiviert werden. Für die ID "home" setze ich den Radius auf 100m, für die ID "wayhome" auf 1000m. App-seitig ist jetzt alles eingestellt und fertig für die Nutzung im Rahmen einer Anwesenheitserkennung. FHEM Server für die Geolocation-Verarbeitung konfigurieren FHEM ist für mich nach wie vor die kostenlose eierlegende Wollmilchsau im Smart Home, ob als eigenständiger Smart Home Server (Mit FHEM zum Low Budget-Smart Home – Der neue Einsteigerguide von meintechblog) oder als Daten- und Devicesammler für einen anderen Server wie Loxone (5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto). Zunächst wird ein Device mit dem Modul GEOFANCY angelegt, das die eingehenden Standort-Informationen von der FHEM App verarbeitet. Das funktioniert über Eingabe des folgenden Commands in der FHEM-Kommandozeile am oberen Bildrand. define geofancy GEOFANCY geo Damit ich alle Anwesenheits-Informationen in einem Raum gebündelt habe, füge ich anschließend das folgende Attribut hinzu. attr geofancy room Anwesenheit Jetzt gilt es noch, ein Device mit dem Modul RESIDENTS anzulegen, das speziell zur Verwaltung von Anwohnern in einem Smart Home und der Erfassung deren Anwesenheitsstatus entwickelt wurde. define rgr_Residents RESIDENTS Mit ein paar Zusatzattributen erweitern wir das Device. attr rgr_Residents group Anwesenheit attr rgr_Residents rgr_showAllStates 1 attr rgr_Residents rgr_states home,gotosleep,asleep,awoken,absent,gone attr rgr_Residents room Anwesenheit Im Webinterface von FHEM kann im neuen Device jetzt für jeden Bewohner (Roommate) des Smart Homes über "set rgr_Residents addRoommate Christoph" z.B. der neue Benutzer "Christoph" hinzugefügt werden, der anschließend als eigenes Device angelegt wird. Das Device (Name: rr_Christoph) erweitere ich aus Übersichtlichkeitsgründen noch um ein paar Attribute. attr rr_Christoph alias Christoph attr rr_Christoph group Anwesenheit attr rr_Christoph room Anwesenheit Der Raum mit allen Informationen zur Anwesenheit sieht dann in etwa so aus, wie auf dem Screenshot zu erkennen. Für jeden Bewohner im Smart Home sollte ein eigener "Roommate" angelegt werden. Im nächsten Schritt testen wir die Verbindung zwischen dem Smartphone und FHEM und lesen so gleichzeitig die UUID, also die Device-ID des Smartphones aus, um einzelne Roomaates zu unterscheiden. In dem FHEM App auf dem Smartphone kann in den Einstellungen über einen Klick auf "Teste Ankunft" ein Signal an den FHEM Server gesendet werden. Ist alles korrekt konfiguriert, erscheint jetzt in FHEM im Geofancy Device eine Meldung, die z.B. so aussieht. Die UUID wird jetzt ausgelesen und kopiert. Im Device für den Bewohner, z.B. hier in "Christoph" wird die UUID dann der Person zugewiesen. Entweder per Webinterface (wie auf dem nachfolgenden Screenshot zu sehen) oder per FHEM-Kommandozeile: attr rr_Christoph rr_geofenceUUIDs xxxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxxxxx Jetzt sind der Bewohner und sein Smartphone verknüpft und die empfangenen Daten über GEOFANCY werden als Anwesenheitsinformation im RESIDENTS-Modul verwendet. Dieses Zusammenspiel funktioniert astrein, auch mit mehreren Roommates. Die Logik ist dabei so aufgebaut, dass das zentrale Device "Residents" die Status der einzelnen Roommates kombiniert. Dabei wird der Status "home" vergeben, sobald ein Roommate anwesend ist. Um die Anwesenheit zu tracken, lege ich zusätzlich für jeden Roomaate noch ein Filelog an. define FileLog_rr_Christoph FileLog ./log/rr_Christoph-%Y.log rr_Christoph Damit das Log nicht zugemüllt wird, erweitere ich den entsprechenden Roommate zusätzlich noch um das Attribut attr rr_Christoph event-on-change-reading state,wayhome Nun sind dem Geofencing keine Grenzen mehr gesetzt und man kann die Funktion nach Belieben testen. Der Status sollte korrekt in FHEM erfasst werden. Status und Readings in Smart-Home-Szenarien nutzen Für jeden Resident bzw. Roommate gibt es eine ganze Reihe interessanter Infos in Form von Readings. Auf einige davon möchte ich kurz eingehen. Die Werte "durTimerAbsence" und "durTimerPresence" zeigen, wie lange ein Roommate sich im aktuellen Status befindet. In den Readings "lastArrival" und "lastDeparture" findet man z.B. die Uhrzeiten des letzten Verlassens bzw. Betretens der "home"-Zone. Ein ganz unten platziertes, aber super interessantes Reading ist der Wert "wayhome". Dieser ist bei Anwesenheit im Smart Home "0" und wechselt auf "1", wenn man bei der hier gezeigten Konfiguration in den 1000m-Radius einfährt. Sobald man anschließend noch den 100m-Radius betritt wechselt der Status der Person von "absent" auf "home" und der Wert wayhome wechselt wieder auf "0". Der Wayhome-Status lässt sich z.B. hervorragend nutzen, um Heizungssteuerungen auf dem Weg nach Hause zu aktivieren (siehe auch Blogpost Smart Home Basics – In 3 Schritten zur soliden Temperaturregelung). Je nach Beförderungsmittel (zu Fuss, mit dem Rad oder per PKW/Bus etc.) dauert es nach dem Betreten des 1000m-Radius noch zwischen ca. 12 und 3,5 Minuten bis man tatsächlich sein Smart Home betritt. Im Zweifelsfall genug, um die Temperatur z.B. Mittels eines HomeMatic Stellantriebs (Affiliate-Link) bereits in die passende Richtung zu steuern. Aus meinem täglichen Leben Für die Nutzung von Anwesenheits-Werten gibt es zahlreiche Einsatzszenarien. Auch wenn ich in diesem Howto nur die Einrichtung der Anwesenheitserkennung beschreibe, möchte ich trotzdem verschiedene Verwendungen gedanklich anreißen, die ich so mehr oder weniger schon genutzt habe oder aktuell nutze. Der Klassiker: Die Heizungssteuerung. Wie schon in einem Absatz weiter oben angedeutet, ist die Raumregelung ein prädestinierter Fall für die Nutzung von Geo-Locations. Wie im Blogpost Smart Home Basics – In 3 Schritten zur soliden Temperaturregelung beschrieben, sollte eine Smart-Home-Heizungssteuerung in zentralen Räumen auf einem Automatik-Modus basieren, d.h. auf Heizzeiten. Erweitert man diese Logik um Anwesenheitserkennung, lässt sich noch einmal mehr Heizenergie einsparen, auch wenn "ungeplante" Abwesenheiten während der Heizphase auftreten. Sicherheit: Grundsätzlich bin ich vorsichtig, wenn es darum geht, sog. Alarm-Anlagen mit Smart-Home-Technik, gar auf Funk-Basis, zu realisieren. Echte Alarmanlagen sind manipulationssicher und zertifiziert, was ein Smart-Home-Setup nicht ist. Trotzdem bieten zahlreiche Smart Home Server die Möglichkeit, derartige Alarm-Features umzusetzen. Wer so ein Feature nutzt, kann eine Anwesenheitserkennung dann z.B. hervorragend dafür nutzen, diese zu aktivieren und auch wieder zu deaktivieren. Push-Messages: Benachrichtigungen auf dem Smartphone sind eine hervorragende Sache. Vor allem im Zusammenhang mit dem Anwesenheitsstatus machen sie jedoch noch mehr Sinn. Eine Mitteilung über ein geöffnetes Fenster macht z.B. nur dann Sinn, wenn ich nicht zuhause bin. Gleiches gilt für erkannte Bewegung an Bewegungsmeldern oder hohem Energieverbrauch während Abwesenheit. All diese Szenarien benötigen natürlich weitere Hardware und Konfiguration, z.B. HomeMatic Stellantriebe (Affiliate-Link) oder EnOcean Funk-Leistungsmesser (Affiliate-Link). Smart Home Gear zu diesem Blogpost (Affiliate-Links) Raspberry Pi Starterset HomeMatic Funk-Heizkörperthermostat HomeMatic Funk LAN-Gateway ### FHEM-Video-Kurs - großes Update! Bereits vor ein paar Monaten haben wir über den FHEM-Video-Kurs geschrieben. Dieser Kurs bietet Einsteigern in FHEM den perfekten Start in ein smartes Zuhause. Mittlerweile wurde der Kurs um viele weitere Inhalte erweitert und umfasst nun insgesamt über 4 Stunden und 45 Minuten Videomaterial! Im Folgenden möchte ich noch einmal zusammenfassen, was nun im Kurs enthalten ist, und was neu dazu gekommen ist. Die fett geschrieben Themen sind seit dem letzten Blog-Beitrag hinzugefügt worden. Doch es ist noch längst nicht Schluss: Der Kurs wird in Zukunft weiter wachsen und viele neue Themen behandeln. Wer im Kurs eingeschrieben ist, enthält automatisch zukünftige Updates kostenlos dazu! Wenn ich richtig gezählt habe, gibt es im Kurs also insgesamt 29 neue Videos seit der ersten Veröffentlichung. Meiner Meinung nach schon ein ordentliches Update von mehreren Stunden, welches für jeden Teilnehmer des Kurses völlig kostenlos war. 1. Grundlagen und Problemstellung Einleitung Was macht das zu Hause wirklich "Smart"? Was kostet ein "Smart Home" eigentlich? Funk- oder Kabelgebunden? Welche Lösung ist die richtige für mich? Protokolle und Standards am Markt Warum FHEM und was ist das eigentlich? 2. Die Hardware für FHEM Systemvoraussetzungen Vorstellung des Raspberry Pi 3. Vorbereitung des Systems SD-Karte vorbereiten / Image herunterladen SD-Karte unter Windows vorbereiten (neu!) SSH vor dem ersten Start aktivieren Raspbian Jessie/Stretch Lite vs. Desktop (neu!) Den Raspberry Pi im Netzwerk finden Windows statt Mac: Wie verbinde ich mich aus Windows mit dem Raspberry? Grundkonfiguration des Systems 4. Installation von FHEM Installation von FHEM unter Debian (Linux) 5. Linux-Grundlagen / Schnelleinstieg Für wen ist dieses Kapitel sinnvoll? Was ist die Shell und wofür brauche ich sie? Shell / Bash / SSH Navigieren: Verzeichnisse und Dateien Der Paket-Manager apt Text-Editoren Dateien auf den Raspberry kopieren Dienste starten und stoppen (neu!) 6. FHEM-Struktur und Architektur Wie ist FHEM aufgebaut? Was kann alles an FHEM angebunden werden? Die verschiedenen Weboberflächen Was ist die fhem.cfg? Die CommandRef und das Forum 7. Grundlagen Internals, Attributes und Readings Räume, Alias und Gruppen Die verschiedenen Stile (Styles) fheminfo Einige grundlegende Einstellungen vornehmen (neu!) Quiz: Grundlagenquiz 8. Erste (virtuelle) Geräte anlegen Wetterdaten in FHEM integrieren Gerätespezifische Hilfe Namen für Geräte Das dummy-device 9. Weiterführendes / Detaillierte Informationen stateFormat von Geräten userReadings userAttributes Icons für Geräte und Räume Zusätzliche Links in der Navigation (neu!) 10. Auf Ereignisse reagieren Beispiel-Szenarien Events / Eventmonitor Das notify-Device Das DOIF-Device at-Device (neu!) event-on-change-reading vs. event-on-update-reading Feiertage und Ferien erkennen (neu!) Programmierung mit FHEM & Perl (neu!) Einfaches Semikolon vs. doppeltes Semikolon (neu!) Vergleiche in Perl (neu!) Bereits eingebaute Funktionen (neu!) Verfügbare Variablen (neu!) Variablen (neu!) 99_myUtils (neu!) Logging (neu!) Generell Code-Struktur (neu!) Projekt: Geburtstagskalender (neu!) Die grundlegende Idee (neu!) Pushover konfigurieren (für Benachrichtigungen) (neu!) Google-Kalender einrichten + Termine eintragen (neu!) Push-Nofification 1 Tag vor Geburtstag versenden (neu!) Weitere nützliche Informationen (neu!) Der Telnet-Port (neu!) Benutzername und Passwort für FHEM (neu!) Berechtigungen (neu!) update list und update check (neu!) Einen schöneren Style installieren (neu!) Floorplans (neu!) FHEM2FHEM (neu!) backup und restore (neu!) Fehlersuche bei Problemen (neu!) https (neu!) Abschluss und Bonus Ende Wie geht es weiter? Somit bleibt der Kurs der umfangreichste Video-Kurs zum Thema FHEM im gesamten Internet. In der Zukunft werden noch viele weitere Themen zum Kurs hinzugefügt. Hier noch ein paar Bewertungen von Kursteilnehmern: ### Smart Home Basics - In 3 Schritten zur soliden Temperaturregelung Der Winter steht kurz vor der Tür und so gilt es für Smart-Home-Neulinge, die Heizungssteuerung im intelligenten Zuhause zu konfigurieren bzw. für Smart-Home-Besitzer, die aktuelle Konfiguration zu checken. Schließlich liegt in einer guten Heizungssteuerung im Smart Home der Schlüssel zu einer Menge Komfort und ein großes Energieeinsparpotential. In diesem kurzen Howto zeigen wir dir, wie du in drei Schritten mit dem Loxone Miniserver Go und der eingebauten, selbstlernenden Fuzzy-Logik zur perfekten Heizkörpersteuerung gelangst. Auch wenn du keinen Loxone Miniserver besitzt, erfährst du die Grundprinzipien einer simplen, aber gut funktionierenden Smart-Home-Temperaturregelung aus erster Hand. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) 1. Hardware installieren & konfigurieren Im ersten Schritt wird die Hardware zur Heizungssteuerung installiert. Ich setze schon seit Längerem auf den Loxone Miniserver Go, einem kleinen Smart-Home-Kraftpaket mit eingebauter Logik und kostenloser graphischer Smart-Home-Konfigurationssoftware. An zwei Heizkörpern nutze ich daher die zum Miniserver passenden Loxone Stellantriebe "Air" auf Funkbasis. Auf Grund meiner mittlerweile gewachsenen Smart-Home-Historie besitze ich zusätzlich zahlreiche weitere Stellantriebe, z.B. von Homematic (Affiliate-Link), FHT (FS20-Protokoll) (Affiliate-Link) und Eltako (EnOcean). Diese binde ich, wie im Blogpost 5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto beschrieben, über FHEM an meinen Loxone Miniserver an, was natürlich etwas aufwendiger ist, als direkt auf die Loxone Air-Technologie zu setzen. Wer jetzt eine neue Smart-Home-Konfiguration mit dem Miniserver aufbaut, dem empfehle ich direkt, Air-Stellantriebe zu verwenden. Grundsätzlich gibt es natürlich unendlich viele tolle Varianten der Temperaturregelung. Die nachfolgenden Produkte habe ich selbst allesamt testen können und kann diese nur empfehlen. zu diesem Blogpost (Affiliate-Links) Damit der Smart Home Server weiß, welche Stellmotoren er in welchem Raum wie steuern soll, muss jetzt eine Verbindung mit den Thermostaten hergestellt werden. Die Air-Stellantriebe werden nach einem Druck auf die Lern-Taste in der Loxone-Config, der Konfigurationssoftware, über den Lernen-Reiter vom Miniserver gefunden. Der Stellantrieb erhält jetzt einen Namen und einen Raum und ist dann in im Loxone-Baum unterhalb der Air-Extension als nutzbares Device eingerichtet. Ich vergebe trotz Raumzuweisung zusätzlich auch im Namen immer noch einmal einen kleinen Raumpräfix wie z.B. "Sz.Stellantrieb" für Schlafzimmer. 2. Heizungslogik konzipieren Wenn der Stellentrieb montiert und konfiguriert ist, geht es an das eigentliche Setup der Heizungssteuerung. Jedoch sind zunächst ein paar grundsätzliche Gedanken anzustellen, die ich im Folgenden kurz aufarbeiten möchte. Für mich spielen drei Temperaturarten eine entscheidende Rolle bei der Konzeption der Heizungslogik. Die absolute Untergrenze wird durch die Tiefschlaf-Temperatur für alle Räume definiert. Diese Temperaturgrenze darf in der Heizperiode nie unterschritten werden, auch nicht bei längerer Abwesenheit (z.B. mehrwöchiger Urlaub etc.). So werden unter anderem Schäden an Leitungen etc. vermieden. Ich nutze hierfür den üblichen Wert von 12°C. Die Spartemperatur gilt als Untergrenze bei Abwesenheit bzw. Nichtnutzung eines Raums im normalen Betrieb, d.h. ohne längere Abwesenheit. Hintergrund ist, dass eine gewisse Temperatur in den Räumen vorgehalten werden soll, die es möglich macht, relativ kurzfristig die Komforttemperatur wieder herzustellen. Hier kann ich mich persönlich mit 17°C gut arrangieren. Die Komforttemperatur ist der gewünschte Soll-Wert bei Anwesenheit. Für Wohnräume (Esszimmer, Wohnzimmer) sind 21°C ein guter Wert für mich. In meinem Arbeitszimmer sind hingegen z.B. 19-20°C ausreichend. Hier muss jeder nach seinem eigenen Empfinden entscheiden. Zusätzlich zu den Temperaturarten spielen die Heiz-Modi eine entscheidende Rolle, also die Logik, wie und wann eine voreingestellte Temperatur im Raum vorherrschen soll: Automatik-Modus Manuelle Steuerung Ohne auf die Funktionen des Loxone Miniservers hier schon zu sehr im Details einzugehen, sollte es bei einer Smart-Home-Heizungssteuerung grundsätzlich einen Automatik-Modus geben, der getriggert durch Heizzeiten (bei erweiterter Heizungslogik ggf. erweitert um Anwesenheitserkennung) die Spar- oder Komforttemperatur regelt. Diese Logik muss entsprechend deaktiviert werden, wenn längere, geplante Abwesenheiten auftreten. Hierfür muss eine "Urlaubs-Funktion" genutzt werden. In diesem Fall gilt als Untergrenze die Tiefschlaf-Temperatur. Die Alternative zum Automatikmodus ist eine manuelle Steuerung, in der ein Anwender dem Smart Home proaktiv mitteilt, welche Temperaturarten wann vorherrschen sollen. Ich persönlich kombiniere beide Steuerungsarten in Abhängigkeit der Raumart, die ich in drei Kategorien unterteile: Klassische Wohnräume (Planbare Nutzung) Nutz- und Funktionsräume (Unplanbare Nutzung) Durchgangsräume (Keine aktive Nutzung) Klassische Wohnräume (Wohnzimmer, Esszimmer etc.) sind planbar in der Nutzung. Einen einigermaßen geregelten Alltag vorausgesetzt, sind Anwesenheitszeiten hier relativ gut vorhersagbar, denn es sind diese Räume, in denen man sich bei Anwesenheit meistens aufhält. Dazu zählt auch das Schlafzimmer. Für diese Raumart nutze ich den Automatikmodus mit Heizzeiten. Grundsätzlich achte ich dabei darauf, meine Anwesenheit großzügig zu planen. Ich nehme dabei in der Planung in Kauf, auch ein oder zwei Stunden vor oder nach einer Anwesenheit Komforttemperaturen aufrecht zu halten. Im Gegenzug erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, sicher immer in beheizten Räumen sein zu können. Zusätzlich spart ein relativ konstantes Heizen unter Umständen (abhängig von Heizung, Dämmung etc.) auch mehr Heizenergie als ein ständiges An- und Abschalten der Heizkörper. Nutz- und Funktionsräume (Gästezimmer, Arbeitszimmer etc.) sind (zumindest bei mir) in der Nutzung schlecht planbar und daher nur schwierig in Heizzeittabellen abzubilden. Daher nutze ich hier eine manuelle Steuerung mit vordefinierten Temperaturwerten. Für diese Räume werden zwar alle Temperaturwerte definiert, allerdings nicht vom Smart Home automatisch aktiviert. Die Aktivierung erfolgt hier "On Demand" durch den Nutzer, z.B. über eine Smart Home App oder an einem Wandthermostat. Für Durchgangsräume (z. B. Flure) sind je nach Schnitt der Wohnung/des Hauses unterschiedliche Heizvarianten denkbar. In meinem Fall zieht sich ein mit einem Heizkörper ausgestatteter Flur mittig durch die Wohnung und mündet im offenen Wohnzimmer. Daher ist es hier wichtig, den Flur ähnlich wie das Wohnzimmer zu temperieren, damit der Unterschied zwischen diesen beiden aneinandergrenzenden Räumen nicht zu groß ist und beispielsweise die Heizkörper im Wohnzimmer auf Volllast den Flur mit heizen müssten. Bei einem anderen Schnitt wäre ein anderer Heizbetrieb auch denkbar. Ein finales Konzept berücksichtigt daher nach meinem Vorgehen die drei Komponenten Temperaturart, Heiz-Modus und Raumart. Die Konzeption wird dann für jeden einzelnen Raum durchgeführt, bevor es an die Umsetzung in einem Smart Home Server geht. 3. Heizungssteuerung programmieren Mit einem Loxone Miniserver Go und der eingebauten, graphischen Bausteinprogrammierung wird die Heizungssteuerung über das Hinzufügen des Baustein "Intelligente Raumregelung" umgesetzt. Unabhängig von Art des Raumes, Temperaturart und Heizmodus konfiguriere ich den Baustein dabei wie folgt. An den Eingang AI hänge ich die aktuell gemessene Raumtemperatur (hier z. B. über einen Technoline Funk-Temperatursensor, der seine Werte mittels FHEM über das Netzwerk liefert. Im Howto 5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto wird diese Anbindung erörtert). Der Eingang IW ist bei mir ferner mit einem Fensterkontaktsensor verbunden (funktioniert nur im Automatik-Modus), der die Temperaturvorgabe bei geöffnetem Fenster senkt und so den Heizkörper abschaltet, wenn ein Fenster geöffnet wird. Ich nutze hier den Homematic Tür- und Drehgriffkontakt (Affiliate-Link). Am Ausgang AQ wird der entsprechende Stellantrieb angefügt, der durch den Baustein eine prozentuale Öffnung als Vorgabewert erhält. Im gezeigten Beispiel ist hier ein über FHEM angebundener Homematic Funk-Stellantrieb (Affiliate-Link) verknüpft. Aus Komfort- und Transparenzgründen habe ich die Konfiguration ferner so gestaltet, dass ich sowohl die durch den Baustein berechnete Ventilöffnung, als auch die aktuelle Zieltemperatur in einen "Virtueller-Status"-Baustein speichere, damit ich diese Werte in der Visualisierung bzw. der App auch immer im Blick habe. Die jeweiligen Temperaturvorgaben werden über die Eigenschaften des Bausteins im entsprechenden Raum gepflegt. "Ts:Spartemperatur" ist die Spartemperatur und wird relativ zur Komforttemperatur (Tch) angegeben. Die "Td: Haus im Tiefschlaf-Temperatur" ist entsprechend die Temperatur-Untergrenze. Für Räume, die den Automatikmodus in der Heizungslogik verwenden sollen, gilt es jetzt noch, Heizzeitenpläne zu hinterlegen, was über einen Doppelklick auf den Baustein funktioniert. In der App bzw. der Visualisierung sieht ein Raum im Automatikmodus mit eingestellter Heizzeit dann z.B. wie folgt aus. Für Räume, in denen ich eine manuelle Steuerung nutzen möchte, verwende ich trotzdem den im Standard aktivierten Automatik-Modus, stelle allerdings den Zeitplan so ein, dass dauerhaft die Spartemperatur als Untergrenze anliegen soll und niemals automatisch auf die Komforttemperatur geschaltet wird. In der App sieht das Ganze dann so aus. Steht die Nutzung eines derartigen Raumes an, verwende ich den "Temperatur Timer" in der App und aktiviere je nach Wunsch das Heizen des Raumes. Der Timer läuft anschließend bis zur gewünschten Zeit auf der für diesen Raum hinterlegten Komforttemperatur. Aus meinem täglichen Leben Die Heizungssteuerung über Loxone macht mein Leben im Smart Home ernsthaft um so Vieles besser. Dank der eingebauten Fuzzy-Logik, die bei jedem Heizvorgang selbst lernt und erkennt, wie schnell bzw. wie elastisch sich ein Raum beheizen lässt, ist sichergestellt, dass tatsächlich zu den gewünschten Zeiten die gewünschten Temperaturen vorherrschen. Über den Temperatur-Timer lässt sich beispielsweise auch ein Heizen über die Komforttemperatur hinaus ermöglichen, wenn man z.B. nach einem kalten Winterspaziergang einmal für einen gewissen Zeitraum einen "erhöhten Wärmebedarf" verspürt. Ich finde die Loxone Stellantriebe Air persönlich sehr gut, hatte allerdings schon einmal Probleme mit einem, der mehrfach eine ungewollte Ventilöffnung geschalten hat und mir nicht erklärlich war, woher diese kam. Loxone hatte mir hier allerdings anstandslos ein Austauschgerät zugesandt. Seither hatte ich keine Probleme mehr. Mein favorisiertes Setup ist und bleibt hier allerdings die Kombination aus Homematic Stellantrieben (Affiliate-Link), Technoline Temperatursensoren (Affiliate-Link) und Homematic Wandthermostaten (Affiliate-Link), einfach deshalb, weil ich hier zum Preis von einem Loxone Stellantrieb Air einen Funk-Stellantrieb + externe Temperatur- und Luftfeuchtemessung + Wandthermostat erhalte (Anbindung an Loxone siehe 5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto). ### OpenHAB für Beginner - Einrichtung mit Alexa-Sprachsteuerung in unter einer Stunde Bei meintechblog dreht sich bekanntlich Alles um Smart Home. Lange Zeit hatten wir dabei in unseren Howtos und Anleitungen auf FHEM als zentralen Open Source Server gesetzt. Allerdings gibt es neben FHEM auch OpenHAB als weit verbreitete Open-Source-Alternative, für die es mittlerweile einen eigenen Alexa Skill gibt. In diesem Howto wird gezeigt, wie OpenHAB funktioniert und wie man als Einsteiger in unter einer Stunde durch das sehr nutzerfreundliche Setup bis zum ersten, erfolgreich eingerichteten Device navigiert, dass sich per Sprache über Amazon's Alexa steuern lässt. Kurz vorab, bevor das Technikgebastele losgeht: Wer bspw. Loxone einsetzt und schnell ans Ziel der Sprachsteuerung kommen möchte, sollte sich mal die Out-Of-The-Box-Lösung von 1home ansehen (Link). Nicht billig, aber dafür easy einzurichten. Weitere Infos auch hier: 1Home Box im Test – Loxone einfach per Siri steuern So, und nun weiter im Programm: OpenHAB, mittlerweile in der Version OpenHAB2, ist eine kostenfreie Software zum Betrieb eines zentralen Smart Home Servers und basiert auf dem Eclipse SmartHome Framework. Es ist komplett in Java geschrieben und deshalb (ebenso wie FHEM) weitestgehend Plattform-unabhängig. OpenHAB2 läuft z.B. auf einem Raspberry Pi (Affiliate-Link) und wird häufig auch als "System of Systems" beschrieben. Die Plattform integriert unterschiedliche Smart-Home-Systeme einheitlich "unter einer Haube", was Steuerung und Visualisierung anbelangt. In OpenHAB2 stehen dem Anwender über 150 sogenannte Bindings zur Verfügung, um verschiedene Smart-Home-Systeme per Mausklick in das zentrale System zu integrieren. Zu diesen Bindings gehören unter anderem alle gängigen Smart-Home-Systeme wie z.B. HomeMatic, FS20, EnOcean oder Zwave. Auf den ersten Blick sind für mich darüber hinaus vor allem die Bindings für Plex, Yamaha, AVM Fritz und Intertechno sehr interessant. Eine vollständige Übersicht aller Bindings erhält man hier: http://docs.openhab.org/addons/bindings.html Für Diskussionen, Rückfragen und einen regen Austausch steht die OpenHAB-Community zur Verfügung: https://community.openhab.org/ Ein Grund, mich endlich mal im Detail mit OpenHAB zu beschäftigen ist, dass es für Amazon Echo/Alexa (Affiliate-Link) einen offiziellen OpenHAB-Skill gibt. Also, Zeit die bisherigen Experimente mit OpenHAB einmal zu dokumentieren und für Euch in einem Howto zur Verfügung zu stellen. OpenHAB2 auf dem Raspberry Pi in 5 Minuten installieren Der Raspberry Pi (ein super preiswerter Einplatinen-Computer) ist die ideale Plattform für OpenHAB2. Benötigt werden lediglich der Raspberry Pi (Affiliate-Link), ein Netzteil (Affiliate-Link) und eine SD-Karte (Affiliate-Link) bzw. ein Raspberry-Pi-Starter-Paket (Affiliate-Link), das all diese Elemente enthält. Die Installation von OpenHAB2 auf einem Raspberry Pi (RPI) ist mittlerweile super einfach. Mit dem Projekt "openHABian" (Hassle-free OpenHAB Setup) gibt es ein fertiges Image zum Download, das lediglich auf eine SD-Karte gespielt werden muss. Als Anwender spart man sich dabei (fast) alle sonst fälligen Installationsschritte in der Linux-Konsole. Auf der Github-Seite des Projektes gibt es unter "Downloads" ein fertiges Images als "xz"-Datei zum Herunterladen für den Raspberry Pi (z.B. openhabianpi-raspbian-201706161358-git7ff273e-crc00389b9f.img.xz). Die etwa 200 MB große Datei kann anschließend mit dem Tool "Etcher" (https://www.etcher.io) per Mausklick auf eine SD-Karte gespielt werden. Zunächst wir per "Select Image" die heruntergeladene xz-Datei ausgewählt, dann wird mit "Select Drive" die SD-Karte ausgewählt und anschließend mit "Flash" auf die Karte geschrieben. Sobald der Vorgang fertiggestellt ist, kann die SD-Karte in den Raspberry Pi gesteckt und dieser gebootet werden. Der Netzwerkname des Raspberry lautet "openhabian". Alternativ kann die IP-Adresse des RPI im heimischen Router oder mit einem LAN-Scanner identifiziert werden (bei mir z.B: 192.168.178.71). OpenHAB2 mit dem Configuration Tool in 35 Minuten einsatzfähig machen Der zweite Vorteil von openHABian neben dem fertigen Imagefile ist das integrierte Configuration Tool - eine Top Sache! Als Anwender startet man nun lediglich eine SSH-Verbindung auf den Raspberry Pi (Affiliate-Link). Das geht unter Windows z.B. mit dem Tool Putty (http://www.putty.org). Auf einem Mac wird das ganz einfach mit der Terminal-App bewerkstelligt. Mit dem Befehl ssh openhabian@openhabianpi wird eine Konsolenverbindung mit dem Pi hergestellt. Das Passwort lautet zu Beginn ebenfalls openhabian. Direkt nach der Verbindung zeigt das Terminal den Installationsfortschritt von OpenHAB2 und sämtlicher Abhängigkeiten an. Das alles funktioniert von alleine. Als Nutzer muss man hier lediglich ein wenig Geduld mitbringen. Die automatische Konfiguration dauert etwa 35 Minuten (auf dem für dieses Howto verwendeten, etwas älteren Raspberry Pi 2 Model B). Verbindet man sich anschließend erneut per SSH mit dem Pi, erscheint folgender Screen. Jetzt gilt es lediglich noch, in wenigen Minuten das Configuration Tool zu starten. Mit dem Befehl sudo openhabian-config wird es geöffnet. Das eigentlich selbsterklärende Menü bietet verschiedene Möglichkeiten, von denen ich zunächst folgende empfehlen würde: Update (Auf den neuesten Stand bringen) Upgrade System (Einspielen des neuesten Standes) System Settings -> Set System Locale (Spracheinstellungen ändern) System Settings -> Set System Timezone (Zeitzone einstellen) Schließlich empfehle ich nach dem Beenden des Configuratin Tools noch mit dem Befehl sudo passwd das Passwort für den ssh-Zugang zu ändern. That's it! OpenHAB2 auf dem Raspberry Pi (Affiliate-Link) ist up and running! Das erste Device im Config-Webinterface in Betrieb nehmen - 10 Minuten Nun gilt es, den Webbrowser zu öffnen und OpenHAB2 unter der Adresse http://openhabianpi:8080 aufzurufen. Gesagt, getan, wird hier nun nach der Setup-Variante gefragt. Zur Auswahl stehen Simple, Standard, Expert und Demo. Während Simple nur das UI installiert, empfiehlt es sich mit der Installation der Standard-Variante zusätzlich das Konfigurations-Interface "Paper UI" und ein für Tablets optimiertes "HABPanel" zu installieren. Expert ist vor allem für Umsteiger von OpenHAB auf OpenHAB2 gedacht. Ich habe die Standard-Variante gewählt. Nach wenigen Sekunden stehen die installierten UIs zur Verfügung. Jetzt gilt es zunächst, mit Hilfe des Paper UI, das nicht für die Steuerung, sondern für die Administration des Systems gestaltet ist, die ersten Bindings zu installieren. Wie schon angedeutet, steuern Bindings die Integration von Smart-Home-Komponenten verschiedener Systeme in OpenHAB2. Am Beispiel eines Yamaha-AV-Receivers zeige ich in den nächsten Schritten, wie ein erstes Smart-Home-Device in OpenHAB2 eingebunden wird. Dabei werden außerdem die wichtigsten Grundbegriffe des Systems erklärt. Step 1) Binding aktivieren Über das Paper UI wird über das Menü Addons -> Bindings das passende Binding über einen Klick auf "Install" aktiviert. In diesem Beispiel handelt es sich um das Binding "Yamaha Receiver Binding". Durch ein Binding wird ein Thing (Erklärung in Step 2) mit OpenHAB2 verbunden. Step 2) Thing hinzufügen Things sind in OpenHAB2 eine Bündelung von Funktionen, die den physischen Layer repräsentieren und nicht unbedingt ein echtes physisches Objekt sein müssen. Über die "Inbox" und die Option "Search For Things" kann nachfolgend das entsprechende Thing, in diesem Fall also der per LAN in das Heimnetzwerk eingebundene AV-Receiver, gesucht und hinzugefügt werden. Taucht das Things direkt in der Suchliste auf, kann es mit einem Klick auf den blauen Haken direkt in die Things-Liste übernommen werden. Step 3) Thing-Funktionen konfigurieren: Channels und Items verknüpfen Im dritten Schritt gilt es, das hinzugefügte Thing funktional zu konfigurieren. Die Logik in OpenHAB2 besagt, dass jedes Thing über sogenannte Channels gerätespezifische Funktionen bereitstellt. Diese Channels (Funktionen) können dann auf gewisse Items, die diese Funktionen in OpenHAB2 auslösen, verlinkt werden. Was heisst das? Items sind standardisierte OpenHAB2-Entitäten (z.B. ein Schalter, ein Dimmer etc.). Am Beispiel des Yamaha-Receivers wird also der Yamaha-Channel "Power" mit dem OpenHAB-2Item "Switch" verlinkt, also die Funktion "An-/Ausschalten" mit einem openHAB2-"Schalter" verbunden. Step 4) Funktionen in der Control-Ansicht prüfen Sind alle Funktionen mit Items verlinkt, können in der Control-Ansicht des Paper UI die erstellten Funktionen getestet werden. Für den Yamaha Receiver können nun alle verfügbaren Channels über openHAB2-Elemente bedient werden. Achtung: Das Paper UI ist nicht zum Steuern konzipiert, sondern dient primär der Administration. Zur Steuerung werden die in der Standard-Installation enthaltenen, weiteren UIs genutzt (Beschreibung der UI-Einrichtung folgt im nächsten Howto). Alexa-Sprachsteuerung aktivieren - 10 Minuten Mit dem Amazon Echo (Affiliate-Link) (bzw. Echo Dot (Affiliate-Link)) hat der Internetversandhändler eine wahre Revolution gestartet, was Sprachsteuerung angeht. Nicht, dass die Technologie besonders bahnbrechend wäre oder es in sonst einer Form technologisch neue Maßstäbe setzen würde. Nein, schlicht durch das Geschäftsmodell inkl. Leistungsversprechen und top Marketing macht Amazon die Sprachsteuerung gesellschaftsfähig. Zu diesem Thema gibt es ja bekanntlich auch verschiedene Meinungen und entweder man mag es, oder man hasst es. Ich gehöre eher zu einem Vertreter ersterer Gattung. Aber zurück zum Thema. Bevor die Alexa-Steuerung für ein Device in openHAB aktiviert werden kann, muss noch ein wenig Arbeit investiert werden. Wie bereits oben erörtert, kennt openHAB2 Things, Channels und Items. In diesem Howto habe ich gezeigt, wie ein erstes Device mit Hilfe des PaperUI schnell und per Mausklick angelegt werden kann. Grundsätzlich gibt es allerdings auch die Möglichkeit, diese Elemente in einzelnen Dateien per Hand zu konfigurieren. Ich werde dieses Vorgehen in einem weiteren Howto beschreiben, hier jedoch zunächst straight forward zeigen, was getan werden muss, um die Sprachsteuerung zu aktivieren. Es wird erneut eine SSH-Verbindung mit dem Raspberry Pi (Affiliate-Link) hergestellt. Über den Befehl sudo nano /etc/openhab2/items/home.items wird die sog. "Items"-Datei angelegt. Hier muss das Item definiert werden, dass künftig per Alexa gesteuert werden soll. Der Inhalt der Datei wird am Beispiel des Yamaha-AV-Receivers wie folgt ausgestaltet: Switch WZ_Stereoanlage ["Switchable"] {channel="yamahareceiver:yamahaAV:5f9ec1b3_ed59_1900_4530_00a0deb6ee6b:power"} Die Syntax sagt folgendes aus: Es wird ein Item vom Elementtyp "Switch" angelegt (Weitere Item-Typen hier) Das Item erhält den Namen WZ_Stereoanlage (frei definierbar - ohne Leerzeichen!) Es wird dem Sprachsteuerungs-Service "bereitgestellt" über das Attribut "Switchable" (Alternativen: "Lighting" oder "TargetTemperature") Das Item soll den "Power"-Channel des Yamaha-Receivers schalten. Dieser heisst "yamahareceiver:yamahaAV:5f9ec1b3_ed59_1900_4530_00a0deb6ee6b:power" und kann über das PaperUI (Configuration -> Things) ausgelesen werden (siehe Screenshot) Mit der Tastenkombination "Ctrl" + X und der anschließenden Eingabe von Y wird die Datei gespeichert und geschlossen. Die Alexa-Sprachsteuerung per Amazon Echo (Affiliate-Link) funktioniert ausschließlich über ein openHAB-Cloud-Konto. Deshalb wird openHAB-seitig zunächst im Paper UI unter Add-ons -> MISC der sog. "openHAB Cloud Connector" installiert. Der Cloud Connector wird schließlich noch über das Paper UI (Configuration -> Services -> openHAB Cloud -> Configure) konfiguriert. Der Mode wird auf "Notifications & Remote Access" gestellt. Anschließend wird auf der Webseite https://myopenhab.org/login ein neuer Account erstellt. Hierfür werden zwei wichtige Informationen des eigenen openHAB-Systems benötigt: Die openHAB UUID und das openHAB Secret. Um diese herauszufinden, starten wir erneut eine SSH-Verbindung auf unserem Raspberry. Die UUID erhalten wir über folgenden Befehl: cat /var/lib/openhab2/uuid Das Secret erfahren wir anschließend über cat /var/lib/openhab2/openhabcloud/secret Beide Werte werden neben der Mail-Adresse und einem Passwort in die Registrierungsmaske eingegeben. Daraufhin ist der openHAB-Cloud-Account fertig erstellt und die Alexa-Konfiguration kann beginnen. Amazon's Alexa funktioniert über die Aktivierung von "Skills", also von Fähigkeiten, über die entsprechende Alexa App. Für openHAB2 gibt es einen derartigen offiziellen Skill, der entsprechend schnell installiert wird. Der Skill verlangt im nächsten Schritt die Login-Daten des openHAB-Cloud-Kontos. Nach erfolgreicher Einrichtung gilt es, mit der Alexa App neue Smart Home Devices zu suchen. Wenn alles funktioniert hat, erscheint nun in der App das definierte openHAB Device, hier meine Stereoanlage. Sobald das Gerät hier erscheint, funktioniert auch die Sprachsteuerung. Voila! Die Stereoanlage lässt sich mit der eigenen Stimme ein- und ausschalten. Z.B. einfach mit dem Sprachbefehl: "Alexa, schalte die Stereoanlage ein". Aus meinem täglichen Leben Die Steuerung der Stereoanlage per Stimme ist für mich super wichtig, gerade weil mein Amazon Echo Dot (Affiliate-Link) direkt am Receiver hängt. Der Receiver muss also erst angeschaltet werden, damit über Alexa z.B. Musik gespielt werden kann. Mit openHAB2 kann ich diese simple Funktion nun easy realisieren. openHAB2 scheint für mich generell sehr professionell und strukturiert konzipiert worden zu sein und ich bin froh, mich für dieses erste Einsteiger-Howto etwas tiefer in die Materie eingearbeitet zu haben. In den nächsten Howtos zeige ich, wie man Sitemaps anlegt, um die Visualisierung von openHAB zu nutzen und welche Rolle dabei die Items- und Things-Datei spielen. Jetzt freue ich mich zunächst einmal über meine neue Sprachsteuerung mit openHAB auf dem Raspberry Pi (Affiliate-Link) und dem Amazon Echo (Affiliate-Link). ### Loxberry - Automatisches Loxone-Backup und nützliche Systeminformationen Nachdem LoxBerry nun erfolgreich eingerichtet ist und sich das erste Plugin darum kümmert Verbrauchswerte an den Miniserver zu senden, geht es heute etwas um administrative Tätigkeiten, die im laufenden Betrieb sinnvoll sein können. Neben einem automatischen Backup des Miniservers zählt dazu bspw. auch die Benachrichtigung durch Loxone bei (temporärer) Nichterreichbarkeit des LoxBerry-Systems. Wie das funktioniert, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Automatisches Backup des Loxone Miniservers Wer sowieso viel an seinem Miniserver per Loxone Config herumschraubt, wird auf dem Rechner vermutlich sowieso viele .Loxone-Dateien herumfliegen haben, um sein System im Notfall wiederzubeleben. Wer die aktuelle Konfiguration jedoch eher im laufenden Betrieb über die App anpasst, um bspw. Namen, Kategorien, Szenen oder Schaltzeiten zu verändern, wird von einem regelmäßigen Backup besonders profitieren. So lässt sich bei einem Ausfall nicht nur die aktuelle Konfiguration inkl. Logging-Daten zurückspielen, sondern auch gezielt eine ältere Sicherung wiederbeleben, um zwischenzeitliche Änderungen wieder glattzubügeln, die sich doch nicht als zielführend herausgestellt haben. In jedem Fall können regelmäßige Backups nicht schaden. Genutzt wird dazu das Plugin Miniserverbackup von Christian Wörstenfeld und Michael Schlenstedt, die in der LoxBerry-Community sehr aktiv sind. Nach dem Download der zip-Datei wird das Plugin über das LoxBerry-Hauptmenü installiert, wie bereits im Blogpost LoxBerry - Smart Meter mit IR-Lesekopf in Loxone integrieren und Stromverbrauch visualisieren beschrieben. Nach der Installation und dem obligatorischen Neustart des LoxBerry-Systems ist das Plugin unter dem Menüeintrag Miniserver Backup erreichbar. Hier schaltet man die Option "Automatische Backups" auf "An". Als Zyklus empfehle ich "Täglich" zu wählen und die "Anzahl Backups..." auf "14" zu erhöhen, damit man auf Backups der letzten zwei Wochen zurückgreifen kann. Ältere Backups werden automatisch gelöscht, wodurch das LoxBerry-System nicht unnötig zugemüllt wird. Ein erstelltes Backup-Archiv hat bei mir übrigens knapp 32 MB, in Summe sollten also weniger als 500 MB in Beschlag genommen werden - vertretbar. Jetzt nur noch auf "Speichern" klicken und es ist schon geschafft. Um eine manuelle Sicherung zu erstellen, kann man direkt mal auf "Backup jetzt starten" klicken. Die Meldung "Backup von Miniserver 1 läuft momentan!" wird angezeigt. Die angefertigten Backups können dann unter dem Button "Downloads" eingesehen werden. Im sich neu öffnenden Tab lässt sich die gewünschte Sicherung über das Disketten-Sybmol auf dem PC sichern. Sieht insgesamt nicht sehr schick aus, ist aber zumindest funktional. Die Zurücksicherung in den Loxone Miniserver erfolgt dann über die Loxone Config-Software, indem eine MicrsoSD-Karte am PC geflasht wird. Wie das funktioniert, wird im Loxwiki erklärt. Sobald ich das selbst getestet habe, werde ich den Part an dieser Stelle nachreichen. Wer eine Rücksicherung macht und/oder eine Backup-SD-Karte für Notfälle anzulegen, kann sich überlegen direkt eine Kingston Industrial Temperature Micro SDHC UHS-I 16GB Class 10 (Affiliate-Link) zu nutzen, welche aufgrund ihrer hochwertigen Speicherchips eine erhöhte Lebensdauer im Vergleich zu konventionellen Speicherkarten aufweist. LoxBerry-Status in Loxone visualiseren Wenn man LoxBerry als Erweiterung für den Loxone Miniserver einsetzt, wird man vermutlich recht schnell sehen, wenn das LoxBerry-System einmal "abraucht" und die konfigurierten Dienste nicht mehr zur Verfügung stellt. Man kann sich über einen Ausfall aber auch direkt über die Loxone-App per Push-Mitteilung benachrichtigen lassen. Dazu fügt man in der Loxone Config einfach ein "Ping"-Element ein und gibt als "Ping-Adresse" "loxberry.fritz.box" bzw. "loxberry.local" ein. Alternativ kann natürlich auch die IP-Adresse genutzt werden. In meinem Fall wäre das "192.168.3.69". Als "Tp: Dauer (s) Ping" habe ich "50" gewählt, als "Tt: Dauer (s) Timeout" den Wert "5" und als "N: Anzahl Timeouts" den Wert "2". So wird der Ping-Baustein max. eine Minute nach Ausfall des LoxBerry-Systems auf "off" (bzw. "offline" - sofern konfiguriert) geschaltet und die im Anschluss noch konfigurierte Push-Benachrichtigung wird ausgelöst. Wenn man schon dabei ist, kann man noch einen "Webpage"-Baustein einfügen, welcher die "URL" "http://loxberry.fritz.box" besitzt. So kann man die LoxBerry-Oberfläche später bequem über die Loxone-App ansurfen. So sieht es dann in Loxone aus. Für die Push-Benachrichtung wählt man in der Loxone-Oberfläche unter "Tools & Services" die Option "Autopilot Designer". Mit dem "+"-Button lässt sich dann ein "Neuer Autopilot" erstellen. Unter "Ereignisse" wird der Status "Wenn LoxBerry Offline" gewählt, unter Aktionen die "Benachrichtigung: Loxberry down". So sieht es dann aus. Jetzt nur noch den Haken rechts oben anklicken und fertig. Ab sofort verschickt der Loxone Miniserver eine Push-Mitteilung, sobald das LoxBerry-System nicht mehr erreichbar ist. Aus meinem täglichen Leben Die Sache mit dem automatischen Miniserver-Backup wollte ich schon lange mal umsetzen. Die in LoxBerry so einfach zur Verfügung stehende Möglichkeit durch die Bereitstellung des Backup-Plugins ist einfach genial gelöst. Schön wäre einzig noch, wenn die Backups jetzt noch automatisch auf mein QNAP-NAS wandern würden. Denn wer weiss, ob die MicroSD-Karte des LoxBerry ewig hält, auch wenn es sich bei der SD-karte im Raspberry selbst auch um eine "Industrial"-Variante handelt. Hier habe ich schon eine Lösung im Kopf, welche jedoch den Einsatz von Konsolenbefehlen voraussetzt. Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle erstmal darauf verzichten. Vielleicht kommt im Plugin ja auch noch die Option "Sicherung auf einen FTP-Server übertragen" hinzu, dann wäre das Thema auch vom Tisch. Wer übrigens sein LoxBerry-System sichern möchte, kann dies bspw. manuell über "Win32 Disk Imager" machen, wie es im LoxWiki-Artikel Schnelles Backup / Sicherung des LoxBerrys beschrieben ist. Das ist zwar funktional, aus meiner Sicht jedoch eher praktikabel, da man sein produktives LoxBerry-System ja nicht immer für ein Backup herunterfahren möchte, vom sich aufsummierenden Zeitaufwand über die gesamte Nutzungsdauer ganz zu schweigen. Hier gibt es auch geschicktere Möglichkeiten über Linux-Backup-Tools, um dies auch im laufenden Betrieb sicherzustellen. Vielleicht entwicklet ja auch jemand ein entsprechendes LoxBerry-Plugin, um diese Funktion noch nachzurüsten. Wäre aus meiner Sicht jedenfalls sehr sinnvoll. ### LoxBerry - Smart Meter mit IR-Lesekopf in Loxone integrieren und Stromverbrauch visualisieren Die erste Anwendung meines frisch gebackenen LoxBerry-Systems (Anleitung zur Ersteinrichtung) ist die Integration des Stromzählers Landis & Gyre E350 in Loxone, welcher bei mir kürzlich durch die örtlichen Stadtwerke installiert wurde. Per IR-Lesekopf werden dabei sowohl derzeitige Leistung als auch Zählerstand mit dem Plugin "SmartMeter" per D0-Protokoll ausgelesen und per UDP-Nachricht an Loxone weitergereicht. Dort werden die Daten dann jeweils per "virtuellem UDP-Eingangsbefehl" entgegengenommen und schließlich über den "Verbrauchszähler"-Baustein ausgewertet und visualisiert. Wie das im Detail funktioniert und was ich mit den Verbrauchsdaten in Zukunft anfangen möchte, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Stromzähler mit IR-Schnittstelle Für den hier vorgestellten Anwendungsfall wird ein Stromzähler vorausgesetzt, welcher eine IR-Schnittstelle besitzt, welche per D0- bzw. SML-Protokoll auslesbar ist - im besten Fall natürlich ohne Verschlüsselung (AES), da es sonst schwieriger wird. In meinem Fall ist das der Landis & Gyre E350 EDL21, der per D0 angesprochen werden kann. Hier muss man also etwas Glück haben, welchen Zähler die ortsansässigen Stadtwerke einsetzen. Viele "elektronische Zähler der Netzbetreiber" sind auf volkzaehler.org aufgelistet, darunter auch der E350. Im hier genutzten SmartMeter-Plugin für LoxBerry gibt es aktuell folgende vordefinierte Profile für Stromzähler: Iskra MT173 (D0-Protokoll) Iskra MT173 (SML-Protokoll) Iskra MT174 (D0-Protokoll) Iskra MT174 (SML-Prokotoll) Iskra MT175 (D0-Protokoll) Iskra MT175 (SML-Protokoll) Iskra MT681 (SML-Protokoll) Landis & Gyre E320 (D0-Protokoll) Landis & Gyre E350 (D0-Protokoll) <- mein Modell Pafal 20ec3gr (D0-Protokoll) Siemens TD-3511 (D0-Protokoll) Vermutlich werden in Zukunft weitere folgen. Wer sich zum aktuellen Stand informieren und/oder direkt mit dem Plugin-Autor Michael Schlenstedt Kontakt aufnehmen möchte, kann das in diesem LoxForum-Thread tun. Kompatibler IR-Lesekopf Zum Auslesen des Stromzählers wird neben der Software ein kompatibler IR-Lesekopf benötigt. Das Plugin unterstützt dabei "volkszaehler"-kompatible Varianten. Wie ich es verstanden habe, lässt sich ein passender USB-Lesekopf per E-Mail auf wiki.volkszaehler.org IR-Schreib-Lesekopf bestellen. Ich habe mir aber stattdessen den Weidmann Stromzähler, Smart Meter IR (Infrarot) Schreib / Lesekopf USB (Affiliate-Link) geholt, welcher sofort lieferbar war. Er wird direkt mit einem USB-Kabel geliefert, um den Lesekopf an den RaspberryPi anschließen zu können. Lustiges Detail: Das Gehäuse des Lesekopfes scheint per 3D-Drucker gefertigt worden zu sein, jedenfalls lässt die Struktur des Plastik das vermuten. So sieht er von der anderen Seite aus. Den IR-Leser hält man dann einfach an die passende Stelle am Stromzählers, wo er von einem Magneten direkt fixiert wird. Lediglich eine Feinjustierung ist jetzt noch notwendig, damit Lese- und Schreibköpfe direkt übereinander liegen und miteinander "sprechen" können. Das USB-Kabel sollte man etwas weiter unten nochmal am Stromzähler fixieren, damit der Leser später nicht verrutscht. So sieht es dann im fertigen Zustand aus. Das USB-Kabel wurde dann per Leerrohr bis zum RaspberryPi im Schaltschrank geleitet, damit es nicht in direktem Kontakt mit stromführenden Leitungen kommen kann. An dieser Stelle wieder einmal der Hinweis, dass solche Arbeiten lebensgefährlich sein können und nur von Fachpersonal (Elektriker) ausgeführt werden dürfen. Für alle anderen: Finger weg und Hilfe vom Profi holen, der das Ganze installiert. LoxBerry SmartMeter Plugin installieren Die Installation von Plugins läuft in LoxBerry immer nach dem selben Schema ab, wie es nachfolgend am Beispiel von SmartMeter erklärt wird. Im LoxBerry-Hauptmenü wird der Reiter "Plugin Verwaltung" aufgerufen. Jetzt muss die passende SmartMeter-Installationsdatei manuell hochgeladen werden. Alle Plugins sind dabei im offiziellen Plugin-Verzeichnis zu finden. Das SmartMeter-Plugin habe ich jedoch aus dem Loxforum geladen, da die dortige Version (Direktdownload) bereits das passende Profil "Landis & Gyre E320 (D0-Protokoll)" für meinen Stromzähler hatte. Anmerkung: Ich habe zwar den E350, das Profil für den E320 funktioniert aber auch ohne erkennbare Defizite. Update vom 08.08.2017: Pluginautor Michael hat meinen Blogpost direkt zum Anlass genommen sein Plugin auf Version 0.3 anzuheben. Jetzt hat auch der E350-Zähler sein eigenes Profil erhalten. Vielen Dank! Das als zip-Archiv heruntergeladene Plugin wird dann unter "Datei auswählen" vom Rechner gewählt (zip-Datei nicht entpacken!). Mit einem Klick auf "Installieren" startet der Installationsprozess. Im sich jetzt öffnenden Log kann man die Installationsschritte überwachen. Nach spätestens einer Minute sollte der Prozess mit der Mitteilung "Installation erfolgreich abgeschlossen" auch schon beendet sein. Jetzt auf "Weiter" klicken. Nach der Installation oder einem Upgrade ist generell ein Reboot angesagt, also das System jetzt erstmal neustarten. Nach dem Reboot lässt sich das eben installierte Plugin im Hauptmenü finden. Ein Klick auf das Icon und die Konfigurationsseite wird geladen. SmartMeter Plugin einrichten Hier klickt man auf den Button "Nach I/R Leseköpfen suchen" (1). Der bereits per USB am RaspberryPi angeschlossene Lesekopf "A506KKWI" sollte daraufhin direkt in das Feld "Beschreibung" eingetragen werden. Der Eintrag "Daten per UDP senden" (2)" wird auf "An" geschaltet, damit die ausgelesenen Daten auch an Loxone übertragen werden. Wer keinen guten Grund dafür hat, lässt den Port einfach auf 7000, da bei der Auswahl von abweichenden Ports manchmal Probleme bei der Übertragung auftreten können (Loxone blockt anscheinend sogar nach Lust und Laune manche Ports). Der Eintrag "Zähler automatisch abfragen" bleibt erstmal deaktiviert. Er kann später aktiv gesetzt werden, sobald beim gleich anschließenden Test alles ohne Problem durchläuft. Unter "Zähler" (3) habe ich dann den für mich passenden "Landis & Gyre E320 (D0-Protocol)" ausgewählt. Zum Schluss wird die Konfiguration noch mit "Speichern" (4) dauerhaft ins System gesichert. Jetzt wird es spannend. Nachdem die Plugin-Seite wieder geladen ist, lässt sich per Button "Zähler manuell abfragen" ein erster Auslesevorgang starten. Nach einigen Sekunden sollte sich das Logfile füllen. Aus dem angezeigten Text müssen jetzt die relevanten Passagen ermittelt werden. In meinem Fall ist das zum einen der Eintrag zum Auslesen der bisher verbrauchten 1332,186 kWh: A506KKWI:Consumption_Total_OBIS_1.8.0:001332.186; Zum anderen ist das der Eintrag, welcher die aktuelle Leisten (hier von 0,7364 kW bzw. 736 W) ausgibt: "A506KKWI:Consumption_CalculatedPower_OBIS_1.99.0:0,7364;" Diese beiden Strings jetzt in einem Textdokument zwischenspeichern, da sie später jeweils als "UDP-Befehlskennung" benötigt werden, um die Werte korrekt in Loxone entgegennehmen zu können. Details dazu gleich. Hat das alles geklappt, wird im Plugin noch der Eintrag "Zähler automatisch abfragen" auf "Ein" geschaltet. Als Intervall habe ich jetzt einfach mal aus Testzwecken den geringsten Wert von 1 Minute gewählt. Vermutlich reicht künftig aber auch ein Wert von 5 oder 10. Da bin ich mir noch nicht wirklich sicher, was am besten bzw. praktikabelsten ist. Einbindung in Loxone Das Vorgehen bei der Entgegennahme von UDP-Nachrichten ist in Loxone vom Aufbau her immer gleich. Leseratten können sich alle Details dazu auch in der Loxone-Dokumentation - Kommunikation mit UDP reinziehen. Weitere Informationen sind auch im Loxwiki - UDP Eingang definieren zu finden. In der Loxone Config wird erstmal ein "Virtueller UDP Eingang" definiert. In meinem Fall trägt der Eintrag die "Bezeichnung" "Loxberry". Als "UDP Empfangsport" ist schon standardmäßig "7000" eingetragen, was eben mit dem Eintrag aus dem SmartMeter-Plugin übereinstimmen muss. Jetzt wird der "Loxberry"-Eintrag selektiert (1) und erstmal der "UDP Monitor" (2) geöffnet. Im Fenster unten sollten jetzt im Minutentakt neue UDP-Nachrichten vom gerade installierten LoxBerry-Plugin eintrudeln, sofern eine automatische Abfrage des Zählers eingestellt ist. Im Text sollten sich jetzt auch die bereits oben ermittelten Texteinträge für den Gesamtverbrauch (3) und die aktuelle Leistung wiederfinden. Für jeden dieser Werte muss jetzt ein "Virtueller UDP Eingang Befehl" (4) definiert werden. Die "Befehlskennung" sieht für den Gesamtverbrauch ("Stromzähler kWh") so aus: \iA506KKWI:Consumption_Total_OBIS_1.8.0:\i\v In der Nachricht wird also erstmal der String A506KKWI:Consumption_Total_OBIS_1.8.0: (der vorher ermittelte) gesucht. Da der übermittelte String keine Leerzeichen enthält, muss diesem Eintrag noch ein \i vor- und nachgestellt werden, damit die Logik diesen Textteil auch tatsächlich findet. Das \v am Ende bedeutet, dass der übertragene Wert als Variable gelesen werden soll. Dieser Wert wird dann vom "Virtuellen UDP Eingangsbefehl" angezeigt und kann in Loxone später "weiterverarbeitet" werden. Der zweite Wert für die aktuelle Leistung wird analog dazu definiert. Die "Befehlskennung" sieht für die aktuelle Leistung ("Stromzähler W") so aus: \iA506KKWI:Consumption_CalculatedPower_OBIS_1.99.0:\i\v Diese Befehlskennung kann natürlich je nach verwendetem Stromzähler und dessen durch die Stadtwerke vorgenommene Konfiguration abweichen. Wie man an obigem Screenshot erkennen kann, habe ich die UDP-Eingangsbefehle an einen "Verbrauchszähler"-Baustein angeschlossen. "Stromzähler kWh" an den Input "E", wobei der Input "A: Absolutwert" im Baustein aktiviert werden muss, da die eingehenden Werte sonst addiert werden würden. "Stromzähler W" kommt an den Input "P", um die aktuelle Leistung an den Baustein zu übergeben. Wichtig ist dabei, dass der Wert von "Stromzähler W" vorher noch umformatiert werden muss. Der Zähler liefert nämlich die Einheit "Watt", der Verbrauchszähler erwartet aber "Kilowatt" (auch wenn er den Wert später in Watt anzeigen soll). Entsprechend wird die "Korrektur" in Loxone genutzt. "Eingangswert2" wird auf "1" gestellt und "Ausgangswert2" auf "1000". Sobald die Konfiguration in den Miniserver übertragen ist, kann das Ergebnis direkt in der Visualisierung begutachtet werden. In der Statistik lässt sich dann ganz gut erkennen, wieviel Strom in den vergangenen Tagen verbraucht wurde. So bekommt man recht schnell einen Eindruck davon, wieviel Strom verbraucht wird. Der gestrige Samstag war mit knapp 22 kWh mit Abstand der "Killer-Tag", hier liefen Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine mehrfach. Aus meinem täglichen Leben Die Einrichtung der UDP-Eingänge in Loxone war für mich bis auf die Eingabe der korrekten UDP-Befehlskennung mit der \i-Besonderheit nichts Neues. Nach einigen Minuten war dieses anfängliche Problemchen schon vom Tisch. Über die Einrichtung des SmartMeter-Plugins in LoxBerry gibt es darüber hinaus eigentlich nicht viel zu sagen. Wie von LoxBerry versprochen, war bis auf ein paar Klicks nichts weiter zu tun - kein Terminal-Hacking o.Ä. Super! Die Kosten für die Hardware waren zudem überschaubar, ein RPI damt Zubehör (Details dazu im Artikel LoxBerry in 10 Minuten auf dem Raspberry Pi installieren - Die ultimative Erweiterung für dein Smart Home von Loxone) und der Weidmann IR-Leser (Affiliate-Link) selbst. Fertig. Zumal man den RPI auch noch für zig andere Gelegenheiten "missbrauchen" kann. Mehr dazu in folgenden Blogposts zum Thema LoxBerry. Was fange ich jetzt mit den Leistungs- und Verbrauchsdaten an? Erstmal bin ich jedenfalls etwas schockiert, wieviel Strom so im normalen Betrieb "verheizt" wird. :) So werde ich jetzt nach und nach erstmal alle Standyverbraucher vom Strom nehmen, sofern niemand Zuhause ist - Evtl. lässt sich das sogar auf einzelne Räume herunterbrechen, denn wieso sollte TV, AV-Receiver und Amazon Echo sinnlos Standy-Strom vernichten, wenn sich gerade eh niemand im Wohnzimmer aufhält. Die Anwesenheitserkennung über die Präsenzmelder in Kombination mit den Türkontakten klappt jedenfalls schon mal bestens, sodass ich diese Logik mitnutzen werde, um die entsprechenden Steckdosen (jede Steckdose im Haus ist ohnehin einzeln schaltbar) vom Strom zu trennen. Geräte wie das QNAP-NAS, welches eine Menge Strom verbraucht, wird jetzt auch mal - zumindest nachts - in den Standby geschaltet. Hier brauche ich auch noch eine Schnittstelle zu Loxone, um das zu automatisieren. Vielleicht ja eine Anregung für ein neues LoxBerry-Plugin... Daneben gibt es noch jede Menge andere Geräte (z.B. Lüftungsanlage, Hauswasserwerk oder Zirkulationspumpe für Warmwasser), welche effizienter geregelt werden können - hängt ja auch eh bereits alles an Loxone. Wobei die Zirkulationspumpe (hängt direkt an einer schaltbaren Steckdose) jetzt schon einige Regeln besitzt. Sie ist zwischen 1 und 5 Uhr immer ausgeschaltet. In der übrigen Zeit springt sie dann nur für jeweils 10 Minuten an, sobald sich jemand in der Küche oder in den Bädern aufhält. Drei Minuten nach dem Einschaltzeitpunkt der Pumpe liefert jede Wasserarmatur direkt heisses Wasser. Bisher funktioniert das bestens. Mit Sicherheit jedenfalls besser als die Oldschool-Zeitschaltur, die unser Bauträger per Zwischenstecker installiert hatte. Und das im Jahr 2017. Es geht also langsam aber sicher weiter an die Optimierung des Stromverbrauchs und da helfen die ausgelesenen Leistungs- und Verbrauchswerte sicherlich ein gutes Stück weiter, vorallem auch um die Auswirkungen einzelner Stromsparmaßnahmen beurteilen zu können. Die technischen Voraussetzungen sind dafür jetzt jedenfalls einmal gegeben und in Loxone wird schon mal alles brav mitgeloggt, sodass die Entwicklung objektiv beobachtet werden kann. Und noch ein allgemeines Wort zum Stromverbrauch im Smart Home. Für viele Anbieter ist "Stromsparen" ein Verkaufsargument eines Smart Home. Meiner Meinung nach schon etwas absurd, wenn man sich nur mal kurz den Mehrverbrauch ansieht, der alleine von den notwendigen Steuerelementen und deren Netzteile erzeugt wird. Da muss man im Vergleich zu einem Dump Home schon viel automatisieren und optimieren, um das auch nur ansatzweise wieder reinzuholen. Deshalb ist dieses Verkaufsargument für mich mehr Schein als Sein, vielmehr geht es im Smart Home doch maßgeblich um die Steigerung des Wohnkomforts und der Sicherheit, zumindest meiner Meinung nach. ### LoxBerry in 10 Minuten auf dem Raspberry Pi installieren - Die ultimative Erweiterung für dein Smart Home von Loxone In meinem Smart Home ist Loxone als zentrale Steuereinheit nicht mehr wegzudenken. Vieles funktioniert "out-of-the-box" und so lassen sich Standardfunktionen meist leicht umsetzen. Einige Dinge - wie bspw. Alexa - werden aber standardmäßig überhaupt nicht supportet. Dank der offenen Architektur von Loxone lassen sich solche Funktionen aber zumindest durch vorhandene Schnittstellen in Form von externen Diensten nachrüsten. Hier kommt LoxBerry ins Spiel, indem es eine Oberfläche für genau solche Dienste schafft. Installiert wird das Ganze auf einem Raspberry Pi, die Software ist kostenfrei. Neue Funktionen lassen sich in der LoxBerry-Oberfläche dann bequem mit wenigen Klicks über entsprechende Plugins installieren, welche von der Community entwickelt und bereitgestellt werden. Wie man LoxBerry in nur 10 Minuten auf einem Raspberry Pi zum Laufen bekommt und was ich damit in Zukunft alles vorhabe, um mein Zuhause ein Stück smarter zu machen, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. LoxBerry - Die ultimative "Software-Extension"? Dass ich schon länger ein Fan von Loxone bin, sollte aus den Blogposts der letzten Jahre wohl klar werden. Mein erster Blogpost zum Thema mit dem Titel Smart Home mit Loxone ist jetzt übrigens schon knapp drei Jahre alt. In vielen Dingen ist Loxone meiner Meinung nach anderen Lösungen weiterhin meilenweit voraus. In manchen Belangen hinkt das System aber auch hinterher, gerade wenn es um Softwareerweiterungen geht. Denn Loxone sieht sich nach wie vor als Hardwareunternehmen, welches Geld mit Hardware-Erweiterungen macht (Hintergründe im Artikel Martin Öller im Interview - Der Mitgründer von Loxone zum Thema Smart Home). Also Extensions entwickeln und "Häuslebauern" verkaufen, schließlich braucht ein Smart Home erstmal jede Menge dieser Komponenten. Richtig. Und dann? Die Software sieht man quasi nur als Beiwerk, um die Hardware eben nutzbar zu machen. Neue Dienste wie Alexa oder Homekit sieht man eher als "Gadgets", die in einem anständigen Smart Home nur Nebensache sind. Dass diese Denke schon in vielen Industrien - allem voran die IT-Welt - als überholt gilt, ist eigentlich nichts Neues. "Dumme" Hardwarekomponenten sind mehr oder weniger austauschbar, die "smarte" Software hingegen, die alle Services vereint, transportiert erst den Nutzen zum Anwender und schafft die langfristige Bindung. Eigentlich absehbar, dass diese Lücke eines fehlenden Loxone-Appstores früher oder später gestopft werden würde. Und da ist es nun, in Form des Open Source Projekts LoxBerry vom Gründer Michael Schlenstedt. Ein Open-Source-Projekt mit einer stetig wachsenden Anzahl von Plugins, welches eine grafische Oberfläche zur Verfügung stellt und damit auch von Anwendern ohne Programmier- oder Kommandozeilenkenntnisse genutzt werden soll. Klingt zu gut um wahr zu sein? Dachte ich mir zuerst auch: "Ok, vermutlich stolpere ich schon bei Installation von LoxBerry über zig Probleme und habe gar keine Lust mehr mich damit weiter auseinanderzusetzen." Weit gefehlt. Die Einrichtung klappte auf Anhieb und auch das erste von mir installierte Plugin SmartMeter zum Auslesen meines Stromzählers (mehr Infos dazu hier) funktionierte ohne Murren. Ohne Konsolengefummel und sudo apt-get whatever-bullshit. Einige Dinge sind für Einsteiger aber dennoch nicht selbsterklärend, deshalb hier alle Infos, um starten zu können. LoxBerry - Hardware ab 70 Euro LoxBerry läuft als "Stück Software" auf unterschiedlichen Hardwareplattformen und natürlich auch als virtuelle Maschine, z.B. auf einem NAS. Wie der Name aber schon verrät, ist LoxBerry primär für die Nutzung auf dem Raspberry Pi bestimmt, einem Minirechner mit sehr geringem Stromverbrauch und vergleichsweise hoher Geschwindigkeit. Nur zum Vergleich (auch wenn er evtl. etwas hinkt): Ein Raspberry Pi 3 verfügt über vier Prozessoren mit jeweils 1,2 GHz Taktfrequenz. Ein Loxone-Miniserver hat einen Prozessor mit lediglich 0,4 GHz. Mehr als genug Power also, um Einiges auf die Beine zu stellen. Neben dem oben abgebildeten Raspberry Pi 3 (Affiliate-Link) wird zum Betrieb dann noch ein passendes Netzteil und eine MicoSDHC-Karte benötigt, auf welcher die Software installiert wird. Da am RPI3 mehrere stromhungrige Verbraucher per USB betrieben werden können, empfiehlt sich direkt ein Netzteil mit 3A (Affiliate-Link) einzusetzen. Auf diese Weise kann der Pi auf max. 15 Watt zurückgreifen und besitzt damit genug Reserven. Für das Betriebssystem setzt man am besten eine "Industrial"-Speicherkarte ein, wie die Kingston Industrial Temperature Micro SDHC UHS-I 16GB Class 10 (Affiliate-Link), welche besonders viele Schreib- und Lesezyklen ermöglicht. Damit ist die Chance noch geringer, dass das System nach kürzerer Zeit aufgrund von Speicherfehlern abschmiert. Mittlerweile habe ich davon einige im Einsatz (sogar im Loxone Miniserver) und hatte bisher noch keinerlei Probleme mit Ausfällen. Nicht zwingend notwendig, aber dennoch sinnvoll, ist die Unterbringung des RPI in einem passenden Gehäuse. Für das aktuelle Modell empfiehlt sich das offizielle Gehäuse (Affiliate-Link) inkl. Kühlkörper, die auf CPU und GPU aufgeklebt werden. Wer den Raspberry Pi lieber direkt im Schaltschrank - Seite an Seite mit dem Loxone Miniserver - untergebracht wissen möchte, hat hierzu ebenfalls Gelegenheit. Dazu gibt es das passende Hutschienengehäuse (Affiliate-Link). Das Gehäuse passt im Grund ganz gut, ist aber etwas eng. Die MicroSD-Karte sollte man jedenfalls erst ganz zum Schluss in den Raspberry Pi schieben, wenn dieser schon im Gehäuse steckt. Sonst ist die Gefahr gegeben, dass die Karte geknickt und im schlimmsten Fall beschädigt wird. Als Netzteil habe ich dann das Hutschienennetzteil von MeanWell (Affiliate-Link) genommen. Es liefert zwar "nur" 12 Watt, das sollte aber dennoch ausreichend sein. Wer auf "Nummer Sicher" gehen möchte, kann aber natürlich auch zur etwas breiteren 15 Watt Variante (Affiliate-Link) greifen. Braucht eben etwas mehr Platz im Schaltschrank. Das noch benötigte USB-Anschlusskabel für die Stromversorgung lässt sich easy aus einem alten USB-Kabel selbst bauen. Alternativ gibt es das aber auch bereits fertig konfektioniert in Form des Delock 82697 Kabel USB 2.0 Micro B Stecker (Affiliate-Link). Das Kabel ist zwar etwas kurz, gereicht hat es dennoch. Das Ganze sieht dann so (unspektakulär) aus, bevor die Komponenten in den Schaltschrank wandern. Für die Installation im Schaltschrank habe ich mich deshalb entschieden, da ich bspw. den Stromzähler im Schaltschrank per IR-Lesekopf auslesen möchte und dieser am einfachsten direkt per USB-Kabel am Raspberry Pi angeschlossen werden kann. Und wer weiss, was sonst noch alles dazu kommt. Um das Grundsystem vorab auf Herz und Nieren zu testen, kann man den RPI aber natürlich auch im normalen Case an der Fritzbox betreiben. Diese bietet neben dem Netzwerkanschluss sogar Strom per USB. MicroSD-Karte für LoxBerry vorbereiten Für den Betrieb von LoxBerry muss die Software erstmal auf die MicroSD-Karte gebracht werden. Dafür gibt es bereits ein fertiges RPI-Image, welches im Loxiki heruntergeladen werden kann. Direktdownload LoxBerry v0.2.3 (falls der Link nicht funktionieren sollte, gibt es wohl eine neue Version. Diese ist dann hier zu finden. Einfach die Datei mit der Endung .img.zip nehmen.) Derzeitig (Stand August 2017) handelt es sich beim zugrundeliegenden Betriebssystem um Raspbian, genauer noch um die Distribution Jessie (Release 8.0.). Wer neugierig ist und die exakte Distributionsinfo seines Systems wissen möchte, nutzt nach der Installation und dem ssh-Login einfach den Befehl "lsb_release -a" (ohne Anführungszeichen). Nach dem Download wird die zip-Datei auf der Festplatte entpackt und muss nun noch auf die MicroSDHC-Karte geflasht werden, welche später im RPI ihre Arbeit verrichten wird. Dazu nutzt man am besten das Tool Etcher, welches sowohl für Windows als auch für Mac OS oder Linux zur Verfügung steht. Wer einen halbwegs modernen Windows-Rechner einsetzt, wählt die Version "64-bit Portable", welche ohne Installation direkt nach dem Download ausgeführt werden kann. Mac OS-Nutzer wählen die Version "OS X", so hiess das Betriebssystem noch bis vor Kurzem. Ganz links (1) lässt sich das vorher heruntergeladene LoxBerry-Image unter "Change" von der Festplatte auswählen. In der Mitte (2) sollte bereits die eingesteckte MicroSD-Karte angezeigt werden. Falls das nicht der Fall sein sollte, kann das korrekte Laufwerk unter "Change" selektiert werden. Im Anschluss noch auf "Flash!" (3) klicken und bestätigen, dass alle aktuellen Daten der Karte wirklich überschrieben werden. Wer keine neue Karte einsetzt, sollte alle relevanten Daten der Karte vorher unbedingt auf dem Rechner sichern, da alle Daten beim  Flash-Vorgang unwiderbringlich gelöscht werden. Nach einigen Minuten sollte der Vorgang erfolgreich abgeschlossen sein. Mit der oben verlinkten Industrial-Card hat es nur knapp zwei Minuten gedauert. Ist der Schreibvorgang abgeschlossen, wird die MicroSDHC-Karte ausgeworfen und kann direkt in den MicroSD-Reader des Raspberry Pi gesteckt werden. LoxBerry in Betrieb nehmen - Ersteinrichtung Wird der Raspberry Pi jetzt mit Strom versorgt, bootet LoxBerry automatisch. Hängt der Raspberry Pi über ein Netzwerkkabel in der heimischen LAN-Umgebung, kann man bequem per Browser auf die LoxBerry-Oberfläche zugreifen. Den HDMI-Eingang des RPI braucht man nicht bemühen. Einfach am PC die URL http://loxberry.local aufrufen. Die initialen Login-Daten der LoxBerry-Oberfläche lauten: Benutzername: loxberry Passwort: loxberry Sollte die URL nicht gefunden werden, lässt sich auf das System auch durch die vom DHCP-Server automatisch vergebene IP-Adresse des Raspberry Pi zugreifen. Die IP-Adresse erfährt man meist vom Router. Wer eine Fritzbox besitzt, surft http://fritz.box an und klickt sich durch "Heimnetz" > "Heimnetzübersicht" > "Netzwerkverbindungen" (Direkt-Link). Hier sollte ein Eintrag mit dem Titel "LoxBerry" auftauchen und in der Spalte "IP-Adresse" die gewünschte Information stehen. In diesem Fall wurde die IP 192.168.3.69 zugewiesen. Wenn man schon einmal in der Liste ist, klickt man rechts beim Eintrag auf das Stiftsymbol, um die Details des Geräts zu öffnen. Hier sollte der Haken bei "Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPV4-Adresse zuweisen" gesetzt und mit einem Klick auf "OK" dauerhaft gespeichert werden. Das hat den Vorteil, dass der Raspberry Pi immer die selbe IP-Adresse behält, was bei einer späteren Kommunikation zwischen Miniserver und Raspberry Pi von Vorteil ist - wechselnde IPs gehören also der Vergangenheit an, auch ohne explizit statisch vergebene IP-Adresse. Also jetzt aber Browser öffnen und die Adresse http://loxberry.local ansurfen bzw. eben per IP, im meinem Fall mit http://192.168.3.69. Beim ersten Start wird man von einer Willkommensnachricht begrüßt. Hier direkt auf "Assistenten starten" klicken. Im zweiten Screen erhält man die Möglichkeit eine Spende für die Deutsche Kinderhilfswerkshilfe abzugeben. Das finde ich eine wirklich nette Geste, die ich persönlich unterstützen und hiermit nochmal direkt ansprechen möchte. Hier noch der Direktlink zu einer einmaligen Spende, dann geht es schneller. Und dann "Weiter mit Schritt 1". Im ersten Schritt wird der Benutzername eingegeben, welcher später für den Zugang zum LoxBerry-System genutzt wird. Dieser Login kann frei vergeben werden. Ich empfehle einfach mal als Benutzer "admin" zu nutzen. Im zweiten Schritt wird die "Verlinkung" zum Loxone Miniserver hergestellt. Einfach rechts auf "Scan" klicken und die IP des Miniservers sollte voreingestellt werden. Wenn das nicht funktioniert, schaut man die Adresse eben im Router nach (siehe oben). Die Portnummer ist normalerweise "80", kann jedoch auch im Rahmen der Einrichtung der Loxone-Config geändert worden sein. Der zugewiesene Port kann in der Loxone Config über das obere Menü im Punkt "Miniserver konfigurieren" > "Zugriff" > "HTTP Port" eingesehen werden. Zurück im "2. Schritt" wird dann noch der "Miniserver Benutzername" samt "Miniserver Kennwort" eingetragen. Diese Daten müssen natürlich mit den Infos aus der Loxone Config übereinstimmen. Bei "Name" dann etwas Passendes eintragen. So lassen sich mehrere Miniserver später im Menü unterscheiden. In Schritt drei muss im Grunde nichts geändert werden. Da der Raspberry Pi 3 bereits ein eingebautes WLAN-Modul besitzt, lässt sich natürlich auch "Funknetzwerk (wlan0)" auswählen. Aber ihr kennt vielleicht meine Meinung zu Funk vs Kabel... Ich lasse die Einstellungen also unberührt und klicke auf "Weiter zu Schritt 4". Hier lässt sich noch die Uhrzeit des Raspberry Pi stellen. Hier einfach alles so lassen wie es ist. Das hat den Vorteil, dass die Systemzeit von LoxBerry mit der Zeit des Miniservers übereinstimmt. (BTW: Sehr geil, dass die Entwickler von LoxBerry an solche kleinen aber feinen Details gedacht haben. Chapeau!) Im nächsten Schritt gibt es noch einmal einen Weg "zurück". Alle Mutigen klicken direkt auf "Installation starten". Und gelangen zum sechsten Schritt, in welchem alle relevanten Zugangsdaten angezeigt werden. Ausdrucken und aufbewahren!!! Ein Klick auf Neustart - und das System fährt herunter und startet neu. Auf "OK" sollte man nicht sofort klicken, da in diesem Fall "Seite nicht gefunden" angezeigt wird. Am besten 30 Sekunden warten und erst dann klicken. Sobald das System neugestartet ist, landet man in der "LoxBerry Toolbox", quasi die Verwaltungsseite des Systems. Hier klicken wir direkt einmal auf "Upgrade", um das System auf den neuesten Stand zu bringen. Upgrades können dann auf der folgenden Seite eingespielt werden. Dazu muss die Upgrade-Datei aber als zip-File heruntergeladen werden (aktuell: Direktdownload Upgrade v0.2.3). Ob es bereits eine neuere Version gibt, kann im Loxiki eingesehen werden. Diese Datei NICHT entpacken, sondern unter "Upgrade-Datei" als zip-Datei von der Festplatte auswählen. Mit einem Klick auf "Installieren" startet der Prozess. Wobei, noch nicht ganz. Erst kommt noch eine separate Abfrage. Vorbildlich! Nach spätestens einigen Minuten sollte im Log die grün markierte Nachricht auftauchen, dass das Upgrade erfolgreich abgeschlossen wurde. Generell sollte LoxBerry nach Systemaktualisierungen bzw. später auch nach der Installation von Plugins immer neugestartet werden. Dazu einfach unten auf den "Ausschalter" klicken und bei der sich jetzt öffnenden Seite "Neustart" auswählen. Hat alles geklappt, wird in der "LoxBerry Toolbox" nach dem Reboot (ca. 30 Sekunden) oben rechts die nun aktuelle Systemversion angezeigt. Das System ist nun mit den Grundeinstellungen versorgt und bereit für die Installation von Plugins. Aus meinem täglichen Leben Längere Zeit hatte ich das LoxBerry-Projekt jetzt schon auf dem Schirm. Jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen, das System in Betrieb zu nehmen. Dabei war ich wirklich positiv überrascht, wie schnell und einfach die Installation ablief. Auf Anhieb klappte einfach alles und von den Installationshinweisen der Ersteinrichtung können sich sogar einige Firmen noch eine Scheibe abschneiden. Alles wirklich gut erklärt und funktional einfach. Aktuell habe ich das System erst einen Tag im produktiven Einsatz, wobei jetzt schonmal mein Stromzähler per IR-Lesekopf und "SmartMeter"-Plugin eingebunden ist und die aktuellen Verbrauchswerte an Loxone übergibt. Genial Wie das im Detail funktioniert und wie UDP-Nachrichten von LoxBerry grundsätzlich zu Loxone gesendet und von dort ausgewertet werden können, wird im Blogpost LoxBerry - Smart Meter mit IR-Lesekopf in Loxone integrieren und Stromverbrauch visualisieren beschrieben. An Plugins interessiert mich sonst noch Einiges: Wunderground - Damit erhält der Miniserver kostenlose Wetterinformationen, die bspw. für die Beschattung (Sturmmeldung, Hochfahren bei Sonnenschein, Herunterfahren bei Dunkelheit) genutzt werden können. Dafür habe ich zwar schon eine Wetterstation in Betrieb, zusätzliche Informationen können aber natürlich nie schaden. Die App ist anscheinend auch die beliebteste bei LoxBerry, verständlich. Miniserver Backup - Automatische, tägliche Backups vom Miniserver. Klingt super und wird definitiv getestet. Die Loxone Config macht zwar bereits Backups, wenn man Änderungen einspielt, aber ein vollautomatisches Backup an einem zweiten Ort kann ebenfalls nicht schaden. Fritz.Lox - Einbindung des CallMonitors der Fritzbox. Damit kann man bspw. das Licht kurz bei einem eingehenden Anruf blinken lassen oder per Sprachausgabe benachrichtigt werden, wer gerade anruft. Loxberry-Habridge - Die Schnittstelle zu Amazons Alexa. Die Einrichtung habe ich ja erst kürzlich im Blogpost Alexa, Licht an! - Pimp my Smart Home (Loxone, FHEM) in unter einer Stunde erklärt. Mit der 1-Klick-Installation über Loxberry wird das natürlich nochmal ein Stück einfacher. Werde meine Habridge-Installation vermutlich demnächst auch auf die Loxberry-Plattform umstellen, dann ist alle an einem Ort. KNXd - Da ich viele KNX-Komponenten habe, könnte ich damit alle Bus-Mitteilungen mittracken und für eine spätere Auswertung speichern. Bestimmt ganz praktisch. BLE-Scanner - Anwesenheitserkennung auf Basis von Bluetooth. Entweder per Smartphone oder BLE (Bluetooth Low Energy)-Tags. Hatte ich schonmal mit FHEM im Einsatz, aber oftmals kleinere Probleme, wenn mehr als 2 oder 3 Geräte "gepingt" werden sollten. Vielleicht habe ich mit diesem Plugin mehr Glück. BTW: Eigentlich suche ich schon seit Längerem nach einer zuverlässigen UND sicheren Bluetooth-Lösung für die Haustürsteuerung (integriertes Türschloss hängt schon in Loxone). Das Smartphone (oder die Smartwatch) ist dann sicher mit dem Plugin gekoppelt (nicht nur per Ping abgefragt sondern tauscht im Hintergrund verschlüsselte Keys aus) und sendet einen "Tür öffnen"-Impuls, sobald es in die Nähe des Bluetooth-Empfängers gehalten wird (vornehmlich hinter der Türklingel verbaut). Also quasi die selbe Funktion, die eigentlich alle proprietären Bluetooth-Türsteuerungen mitbringen. Falls jemand einen Tipp für mich hat (gerne auch ohne LoxBerry realisiert) -> immer her damit!!! :) -> Update: Habe mit dem Danalock Universalmodul V2 (Affiliate-Link) mittlerweile eine Lösung gefunden. Details dazu in einem späteren Blogpost. Aktuell umfasst die Liste der zur Verfügung gestellten LoxBerry-Plugins schon über zwei Dutzend, hier die gesamte Liste. Bin gespannt, wohin die Reise gehen wird, denn das Konzept gefällt mir jetzt schon mal sehr sehr gut. Und an alle am LoxBerry-Projekt beteiligten Entwickler: Super Arbeit! ### Aktionen an Standorte knüpfen - GeoLocation und FHEM Bei dem ganzen Thema Anwesenheitserkennung gibt es gefühlt tausende Ansätze: Bluetooth, WLAN, Mac-Adressen prüfen und viele mehr. Die meisten scheitern allerdings an Ihrer Zuverlässigkeit oder Reichweite. Dann erkennt der Raspberry schnell mal das Bluetooth-Tag nicht mehr und man wird als abwesend gekennzeichnet, weil man einfach zu weit weg ist. Außerdem funktionieren diese Lösungen eben nur Zuhause. Was wäre aber, wenn man jede Location auf der Welt in FHEM integrieren könnte? Also den Arbeitsplatz, die Innenstadt, die besten Freunde oder die Eltern? Jetzt könnte man sich fragen, was man mit den Infos möchte - mit GeoLocation könnte man eine ähnliche Lösung wie Tado bauen. Man zieht dazu verschieden große Kreise um das eigene Zuhause - von einem sehr kleinen bis sehr großen Radius. Wenn man nun immer weiter Richtung Heimat fährt, könnte man die Heizung entsprechend hochstellen. Im vorletzten Kreis würde man dann z.b. die Boost-Funktion von HomeMatic-Thermostaten nutzen, um es bei der Ankunft schön warm zu haben. Eine weitere Möglichkeit ist zum Beispiel, die Frau/Freundin bzw. den Mann/Freund zu Hause automatisch zu Informieren, wenn man von der Arbeit losgefahren ist. Ob sie oder er diese Information unbedingt haben muss, muss jeder für sich selbst entscheiden ;) Zugriff von überall auf der Welt? Internet! Damit man in FHEM von überall auf der Welt entsprechende Aufrufe durchführen kann, muss der eigene Raspberry natürlich in Internet verfügbar gemacht werden. Aber keine Sorge, in diesem Artikel lernst Du, wie alles korrekt abgesichert wird. Zusätzlich hast Du damit natürlich die Möglichkeit, Apps und die Weboberfläche von unterwegs ebenfalls nutzen zu können. Also zwei Fliegen mit einer Klappe! Und bevor alle schreien: Eine Alternative zu allem gezeigten hier wäre natürlich auch VPN. Dieses ist zwar schneller eingerichtet, aber ist längst nicht so flexibel. Gerade, wenn man von anderen Webanwendungen etwas zu FHEM schreiben möchte, ist man mit VPN schon raus. Der große Pluspunkt hier ist also Flexibilität! Was wir in diesem Beitrag alles tun werden: DynDNS konfigurieren um den Hostnamen einfacher merken zu können Port-Forwarding im Router konfigurieren Mit echten Letsencrypt-Zertifikaten die Verbindung verschlüsseln lassen Apache-ReverseProxy installieren, um Zugriffe bestmöglich abzusichern GeoLocation via IFTT oder per FHEM-App einrichten Klingt nach einer langen ToDo-Liste - aber bitte nicht abschrecken lassen, alles halb so wild! Natürlich ist das Thema sehr sensibel, aber wenn man es richtig macht, besteht nahezu kein Risiko. Der Prozess sieht am Ende wie folgt aus: Wie man sieht, läuft die Verbindung bis zum Apache-Server verschlüsselt ab. Dieser gibt dann intern die Verbindung weiter an FHEM. Es wäre sogar denkbar, dass man den Port 8083 von außen auf dem Raspberry gar nicht erreichbar macht - so müssten dann eben alle Verbindungen über den Apache laufen. Ich für meinen Teil nutze die Verbindung von außen aber wirklich nur unterwegs, da man ansonsten auch aus dem Heimnetz immer erst den Weg über das Internet gehen würde, was die Sache natürlich nicht unbedingt beschleunigt. Schritt 1/5 - DynDNS konfigurieren Da das Internet auch nur ein großes Netzwerk ist, könnte man natürlich immer per IP arbeiten, um die eigene Installation zu Hause zu erreichen. Problematisch ist nur, dass sich die Provider von Privatanschlüssen eine sog. Zwangstrennung überlegt haben, welche euch regelmäßig eine neue IP-Adresse zur Verfügung stellt. Somit könnt ihr die IP in keiner App speichern, da sie nicht von Dauer ist. Wichtig an dieser Stelle: Ihr braucht eine IPv4-Adresse! Unitymedia vergibt z.B. bei aktuelleren Anschlüssen keine IPv4-Adressen mehr. Hier ist unbedingt darauf zu achten, dass man sich nicht in einem Subnetz des Providers befindet. Prüfen kann man dies auf Seiten wie "wieistmeineip.de". Ein DynDNS (dynamischer DNS) sorgt nun dafür, dass einer Domain immer die aktuelle IP zugeordnet ist. Der Router (in meinem Fall die FritzBox) geht also immer wieder an den Dienst und teilt die aktuelle Internet-IP mit. Alternativ kann das auch der Raspberry selbst durchführen - aber die meisten Router haben dafür vorgefertigte Oberflächen, in welche man die Daten nur eingeben muss. Provider für DnyDNS gibt es da draußen extrem viele. Eigentlich viel zu viele. Kostenlos wie kostenpflichtig. Die Auswahl dafür ist euch selbst überlassen - allerdings solltet ihr vorher einmal prüfen, ob Letsenrypt für dies entsprechende Domain noch Zertifikate ausstellt. Dies ist wichtig, damit wir in Schritt 4 die Verbindung auch verschlüsseln können. Aber dazu später mehr. Soweit mir bekannt ist, sind die myfritz-Domains nicht erlaubt. Ich selbst habe in meinem Hosting-Paket bei allinkl DynDNS enthalten. Das heißt, ich lege einfach eine neue Subdomain an, welche dann zu mir nach Hause führt. Dies funktioniert bei allinkl ab dem Paket "PrivatPlus" (siehe Punkt DDNS). Mit eigenen Domains funktioniert Letsencrypt am zuverlässigsten. Außerdem bekommt man dort noch jede Menge andere Leistungen, welche man immer brauchen kann. Beispiele: fhem.meintechblog.de (im Fall von allinkl oder einem anderen Provider) deinname.dyndns.org (wenn man sich z.B. für dyndns.org entscheidet) ... Nachdem wir uns nun auf der Fritzbox (fritz.box) angemeldet haben, klicken wir auf "Internet" und dann auf "Freigaben". Dort finden wir den Reiter "Dynamic DNS" und tragen die entsprechenden Zugangsdaten ein. Danach ist der erste Schritt auch schon erledigt. Bei anderen Router-Herstellern funktioniert das natürlich eventuell ein wenig anders, aber generell bietet heute fast jeder Hersteller diese Möglichkeiten. Affiliate-Links Schritt 2/5 - Port-Forwarding im Router konfigurieren Ein kleiner Schritt. Dazu einfach wieder auf der Fritzbox anmelden, unter "Internet" und "Freigaben" auf den Reiter "Portfreigaben" klicken und dort den Port 443 weiterleiten. Port 80 leiten wir nicht weiter. Das Zielsystem ist natürlich unser FHEM-Server. Also der Raspberry Pi oder ein Intel NUC usw. Im folgenden Screenshot ist auch noch Port 3000 weitergeleitet, welcher für Alexa-FHEM gebraucht wird. Das ist aber eine andere Baustelle und wird hier nicht weiter behandelt. Zeigt aber auf jeden Fall auf, welche Flexibilität hier gewonnen wird, wenn DynDNS einmal konfiguriert wurde. Natürlich könnte man Port 80 auch weiterleiten und dann in der Apache-Konfiguration sagen, dass dieser auf Port 443 umleitet, aber wir wollen ja möglichst wenig Angriffsfläche bieten. Wichtig hierbei ist natürlich, dass der FHEM-Server im Netzwerk immer die gleiche IP vom DHCP-Server bekommt oder eine statische IP vergeben wird. Andernfalls wundert ihr euch, dass irgendwann nichts mehr funktioniert. Schritt 3/5 - Let's Encrypt Zertifikat erstellen Jetzt ist alles soweit vorbereitet. Allerdings brauchen wir noch ein entsprechendes Zertifikat, welches für die Verschlüsselung genutzt wird. Das könnten wir theoretisch auch kaufen, aber mit Let's Encrypt wurde ein Diest geschaffen, welcher kostenlos Zertifikate ausstellt. Für uns also sehr praktisch. Dazu laden wir die entsprechenden Quellen per git: cd /opt sudo git clone https://github.com/letsencrypt/letsencrypt cd letsencrypt ./letsencrypt-auto certonly --rsa-key-size 4096 -d Der Wert "domain" muss natürlich im letzten Aufruf durch Eure Domain ersetzt werden. Also zum Beispiel "fhem.meintechblog.de" (ohne Anführungszeichen). Danach startet ein Wizard, in welchem wir als erstes gefragt werden, wie wir die Domain verifizieren möchten. Hier wählen wir Punkt 3 (Temporary Webserver). Im nächsten Schritt müssen wir unsere Emailadresse eingeben - an diese bekommen wir dann auch Informationen, wenn unser Zertifikat kurz davor ist abzulaufen usw. Den Lizenzbedingungen im nächsten Schritt stimmen wir natürlich zu. Damit ist das Zertifikat auch schon erstellt. Im letzten Schritt binden wir die Scripts in den Apache-Webserver ein und verknüpfen Apache mit FHEM. Schritt 4/5 - Apache-ReverseProxy installieren Reverse was? Ein Reverse-Proxy arbeitet ähnlich wie ein Proxy-Server im Firmennetz, nur umgekehrt - Anfragen von außen werden angenommen und dann intern entsprechend weitergeleitet. So weiß der Besucher am Ende gar nicht, wo genau der eigentliche Dienst eigentlich läuft (also FHEM). Hier werden also die Anfragen angenommen, an FHEM weitergeleitet und dann die Antwort wieder an den Client geschickt. Warum leiten wir die Anfragen nicht einfach direkt an FHEM weiter? Ganz einfach: Weil FHEM dafür nicht gemacht wurde. Mit dem Apache (oder gerne auch einem nginx) dazwischen, hat man viele Vorteile. so kann man z.B. für die Verbindung ein valides SSL-Zertifikat hinterlegen, hat alle Möglichkeiten für IP-Filter, Rewrites und vieles mehr. Außerdem ist der Apache millionenfach getestet. Immerhin laufen extrem viele Webseiten da draußen hinter einem Apache-Server. Vorher noch ein paar Basics: HTTP läuft standardmäßig auf Port 80, daher müssen wir im Browser auch keinen Port angeben, wenn wir Webseiten aufrufen. HTTPS läuft auf Port 443 - und nur diesen Port werden wir auch nach außen verfügbar machen. Einfach um vorzubeugen, dass unverschlüsselte Daten überhaupt übertragen werden können. Legen wir also mit der Installation los. sudo apt-get update sudo apt-get install apache2 libapache2-mod-proxy-html -y sudo a2enmod proxy proxy_http ssl proxy_html sudo service apache2 restart Das wars auch schon. Alles, was danach folgt, ist Konfiguration. cd /etc/apache2/sites-available/ sudo vi .conf Natürlich könnt ihr die conf-Datei nennen wir ihr möchtet. In der Regel nennt man diese aber genauso wie die entsprechende Domain dahinter, damit man alles schnell wiederfindet, falls mehrere Domains vom gleichen Apache-Server behandelt werden. In die Datei schreiben wir folgendes: ServerName fhem.meintechblog.de ServerAdmin matthias@meintechblog.de DocumentRoot /var/www/html ErrorLog ${APACHE_LOG_DIR}/fhem.meintechblog.de.error.log CustomLog ${APACHE_LOG_DIR}/fhem.meintechblog.de.access.log combined SSLCertificateFile /etc/letsencrypt/live/fhem.meintechblog.de/fullchain.pem SSLCertificateKeyFile /etc/letsencrypt/live/fhem.meintechblog.de/privkey.pem Include /etc/letsencrypt/options-ssl-apache.conf ProxyRequests Off ProxyVia Off ProxyPreserveHost On ProxyPass http://localhost:8083/fhem ProxyPassReverse http://localhost:8083/fhem RedirectPermanent / /fhem AuthType Basic AuthName "Password for FHEM Required" AuthUserFile /etc/fhem-htpasswd Require valid-user Order deny,allow Allow from all Natürlich müssen neben der Domain und Email-Adresse auch die Pfade angepasst werden, welche zur Zertifikatsdatei führen. In meinem Fall ist die Verbindung zu FHEM nicht verschlüsselt. Also alles, was ich im internen Netz mache, geht ohne HTTPS zu FHEM. Außerdem habe ich für FHEM auch keinen Benutzernamen und kein Passwort hinterlegt. Solltet ihr dies getan haben, muss zum einen die Verbindung zu FHEM mit https ergänzt werden und zum anderen die Benutzerdaten in der Proxy-Config hinterlegt werden. Dies geht mit folgender Header-Zeile: ProxyPass http://localhost:8083/fhem ProxyPassReverse http://localhost:8083/fhem RequestHeader set Authorization "Basic QWxhZGRpbjpvcGVuIHNlc2FtZQ==" Natürlich muss der entsprechende Base64-String angepasst werden. Hier muss man wirklich zwischen zwei Requests unterscheiden: Der erste geht vom Client zum Apache und der zweite vom Apache zum FHEM. Damit der Apache den zweiten Request als Proxy erfolgreich durchführen kann, müssen wir ihm alle Infos mit an die Hand geben. So eben auch die Benutzerdaten für diesen Request. Generell würde ich aber empfehlen, im internen Netz allen zu vertrauen und in der FHEM-Config weder HTTPS noch Benutzernamen und Passwort zu verwenden. Aber wie immer gilt: Geschmackssache. Zuletzt müssen wir die Site noch aktivieren, indem ein Symlink zu "sites-enabled" erstellt wird. Die Idee vom Apache dabei ist, dass man jede Menge Configs vorhalten kann, aber nur die aktuell relevanten per Symlink aktiviert. cd /etc/apache2/sites-enabled sudo ln -s ../sites-available/* . Wenn nun ein Request von außen in den Apache geht, soll dieser natürlich seinen Benutzernamen und sein Passwort eingeben müssen. Dazu legen wir eine neue Datei an, welche die entsprechenden Infos enthält: sudo htpasswd -c -s /etc/fhem-htpasswd Hier muss natürlich ganz hinten der gewünschte Benutzername eingetragen werden. Nach der Bestätigung mit Enter muss das Passwort eingegeben und erneut bestätigt werden. Fertig. Zuletzt testen wir unsere Config noch einmal und starten den Apache neu. sudo apachectl configtest sudo service apache2 restart Ab jetzt sollte über https://deinedomain.de/fhem alles wie gewünscht aufrufbar sein. Wichtig ist hier natürlich HTTPS statt HTTP (Port 80 haben wir ja nicht weitergeleitet) und /fhem am Ende. Das ganze Konstrukt hat den Charme, dass man jetzt auch noch andere Dienste über den Proxy erreichbar machen könnte, ohne noch ein weiteres Zertifikat etc. zu erstellen. Wir haben also nun eine tolle Grundlage für weitere Spielereien. Ich habe zum Beispiel die Oberfläche meiner IP-Kamera ebenfalls über diese Domain zugänglich gemacht. Schritt 5/5 - GeoLocation via App Jetzt steht zwar die ganze Infrastruktur, aber eigentlich sollte es in diesem Beitrag doch um die Anwesenheitserkennung gehen, oder? Da wir nun alles vorbereitet haben, starten wir nun damit. Hier gibt es nun mehrere Apps und Möglichkeiten. Als erstes möchte ich IFTTT vorstellen. Diesen Dienst kennt wahrscheinlich schon die Mehrheit von euch. Dazu muss man als erstes die App installieren und die Location-Services für die App zulassen. Dazu muss man natürlich damit leben, dass theoretisch ein komplettes Bewegungsprofil von euch gespeichert wird. Was genau mit den Daten passiert, weiss man also nicht. Für total verrückte Datenschutzanhänger ist die Lösung also nichts - das wird aber sicher in den Kommentaren auch noch einmal erwähnt. Leider muss man je Gebiet zwei Aktionen erstellen. Also einmal, wenn man das Gebiet betritt und einmal, wenn man es verlässt. Dazu zieht man als erstes einen Radius auf und kann im nächsten Schritt auswählen, was passieren soll. Im zweiten Schritt, also bei der Aktion, wählen wir "Maker Webhooks" / "Make a web request" aus. So können wir eine beliebige URL triggern, wenn die Aktion ausgeführt wird. Als URL stellen wir z.B. Folgendes ein: https://ifttt:kkjshgk325@fhem.meintechblog.de/fhem?cmd=setreading%20arbeitszeit%20angekommen%20{{OccurredAt}}&XHR=1 ifttt ist dabei der Benutzername für die Authentication kkjshgk325 ist das Passwort des Benutzers fhem.meintechblog.de/fhem ist die URL über den Reverse-Proxy zu FHEM Als Kommando können wir nun alles Mögliche tun. Ich habe mich für das Setzen eines Readings in einem Dummy-Device entschieden. Der Wert des Readings ist dabei ein Platzhalter aus IFTTT - {{OccurredAt}} - diesen ersetzt IFTTT durch das aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit beim Request. Eigentlich brauchen wir diese Info nicht, da schließlich das Reading selbst den Änderungszeitpunkt loggt Und dann können wir mit diesen Daten auch schon tun, was wir möchten! Sei es Notifications versenden oder andere Spielereien. Gerade in der Kombination mit IFTTT gewinnt man so neben den Location-Diensten ein mächtiges Feature hinzu. So kann man jede beliebige Quelle mit FHEM verknüpfen! So könnte man sich z.B. informieren lassen, wenn auf meintechblog.de ein neues Beitrag erscheint. Cool, oder? Eine weitere Möglichkeit wäre die iOS-App FHEM APP zur Hausautomation mit FHEM (Affiliate-Link). Hier gibt es einen eigenen Menüpunkt "Geofency", in welchen man ebenfalls zu bestimmten Orten URLs triggern kann. Hier sogar separat für Ankommen und Verlassen. Möchte man ausschließlich die Anwesenheit kontrollieren, wäre diese App für mich die beste Variante, da diese App die Daten nicht irgendwo in ein großes Rechenzentrum zur Weiterverarbeitung leitet, sondern einfach nur stumpf die URL aufruft. Natürlich gibt es noch weitere tolle Apps und Möglichkeiten für diesen Anwendungsfall - aber ich denke der Grundgedanke ist klar geworden und die großen Hürden wurden bereits ganz oben im Beitrag genommen. Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig weiterhelfen! Falls ihr das Ganze noch einmal in einem Video erleben möchtet, habe ich diese Infos ebenfalls auf meinem YouTube-Kanal für euch zusammengefasst. https://www.youtube.com/watch?v=WdQVeLY9OJI https://www.youtube.com/watch?v=2AV4AnJbxj4 Affiliate-Links ### Operation Smart Home - Türkontakte installieren und sinnvoll nutzen Der Einsatz verschiedenster Sensoren ist im Smart Home die Voraussetzung, um später möglichst viele Funktionen automatisieren zu können. Neben naheliegender Sensoren, wie bspw. Präsenzmelder für die Steuerung der Beleuchtung oder Temperatursensoren zur Heizungsregelung, kann es aber auch sinnvoll sein, weniger naheliegende Sensoren zu verwenden. Dazu gehören bspw. die zumindest optisch unscheinbaren Reedkontakte für Innentüren, mit denen man einige interessante Dinge anstellen kann. Wie ich solche Reedkontakte im Neubau selbst installiert habe und welche Anwendungen damit möglich sind, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. Jede Menge Bildmaterial der Installation inklusive. Integrierte Reed-Kontakte für Innentüren? Bevor man Innentüren mit entsprechenden Kontakten ausstattet, sollte man natürlich erstmal an Außentüren und -Fenster denken, da man damit augenscheinlich einen größeren Nutzen erzielen kann - z.B. als Alarmgeber bei Einbruch oder automatische Regelung der Wohnraumlüftung. Dazu komme ich dann in einem anderen Blogpost, hier soll es mit Fokus um Türkontaktsensoren im Innenbereich gehen, die mit überschaubarem Aufwand selbst verbaut werden können. Die Fensterkontakte und Außentürkontakte habe ich hingegen lieber doch vom Fachmann einbauen lassen, schon alleine aus Mangel an Erfahrung und Gewährleistungsgründen. Diesen "Profi"-Aufpreis von knapp 140 Euro pro Kontakt wollte ich mir dann aber für die Innentüren schlichtweg sparen (BTW: Das sind Mondpreis, ich weiss. Hier bestimmt jedoch leider der Bauträger bzw. Fensterbauer, was verlangt wird. Friss oder stirb - lautet hier also meist die Devise). Informationen im Netz, wie man Innentürkontakte selbst installiert, findet man einige. Wie man das Ganze dann aber im Detail in die Tat umsetzt, war mir aber dennoch recht schleierhaft. Da half dann nur eins: Selbst ausprobieren. Das Ergebnis überzeugt, deshalb hier die Anleitung für alle, die sowas auch selbst in Angriff nehmen möchten. Passende Reed-Kontakte auswählen Zuerst wollte ich möglichst günstige Kontakte einsetzen und habe mir einige Magnetkontakte bei eBay (Affiliate-Link) geordert. Diese haben bei meinen Tests super funktioniert. Magnet nahe vor den Kontakt halten und der Stromkreis wird geschlossen. Magnet wieder entfernen und kein Strom fliesst mehr. Lässt sich super einfach per Multimeter (Affiliate-Link) testen. Nur das extrem kurze Anschlusskabel von nur wenigen Zentimetern war für mich ein Nogo, da die Kontakte an einer jeweils neben der Tür installierten Unterputzdose weiterverdrahtet werden sollten. Hier sollte die bereits für Glastaster gesetzte Unterputzdose einfach mitbenutzt werden, um nicht noch weitere "unnütze" Blinddosen setzen zu müssen, die man später nach dem Überputzen bzw. Tapezieren vermutlich schlecht erreicht hätte. Man hätte die kurzen Leitungen der Kontakte natürlich auch verlängern können, das war mir aber zu frickelig und ich hatte einfach keine Lust, dass eine Verlängerung schlecht kontaktiert ist oder ein Kabel reisst, was schnell mal passieren kann - gerade auch wenn noch andere eher unachtsame Teilnehmer auf der Baustelle unterwegs sind. Im Nachhinein kommt man an die Stelle im Türblatt nämlich nicht mehr ganz so einfach ran. Schlussendlich sind es die Bosch MS-LZS Einbaumagnetkontakt, VdS Klasse C mit einer sechs Meter langem Anschlussleitung geworden. Das ist in den meisten Fällen viel zu viel, aber wer sowas schon mal gemacht hat, der weiss, dass Kabel bei Unterputzinstallationen eigentlich nie zu lang sein können - Abschneiden kann man später immer noch. Etwas mehr Spielraum ist immer gut und da verschätzt man sich auch schnell mal bei der Länge und ist froh, dass man doch noch einen Meter "Luft" hat. Warum die wirklich teueren Bosch? Ich hoffe einfach mal, dass die Marke und der Preis im Endeffekt für eine bessere Qualität steht, sodass die Kontakte im besten Fall mehrere Jahrzehnte halten. Wir werden sehen... Einbindung der Reed-Kontakte ins Smart Home Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Einmal natürlich per Funkmodul. Das scheidet in meinem Fall jedoch aus. Neubau eben. Wer nachrüstet und keine Leitungen legen will oder kann, ist z.B. mit den optischen Fenster-/Türkontakten von HomeMatic (Affiliate-Link) gut beraten, da diese einen Rückkanal zwecks "Quittierung" durch die Zentrale besitzen. Hatte ist selbst schon länger im Einsatz, wie im Blogpost HowTo: Elektrische Rolläden per FHEM und HomeMatic automatisieren nachzulesen. Loxone bietet funkbasierten Magnetkontaktsensoren mittlerweile auch an, hier heissen sie Tür- & Fensterkontakt Air. Anders als beim optischen Sensor von HomeMatic besteht der Sensor aus zwei Elementen. Reedkontakt und Magnet. Kommt der Magnet in die Nähe des Reedkontakts, wird der Kontakt geschlossen, Strom fliesst. Wird der Magnet entfernt, wird der Kontakt geöffnet, es fliesst kein Strom. Es gibt also zwei Zustände - 1 und 0. Die zweite Möglichkeit zur Einbindung der Kontakte ist traditionell per Kabel. Das hat mehrere Vorteile. Die Wartung fällt quasi weg, da keine Batterie getauscht werden müssen. Außerdem ist die Störanfälligkeit eines Kabels geringer. Funk kann gestört werden, was bei sicherheitskritischen Anwendungen schwierig werden kann. Ein Kabel kann theoretisch auch durchtrennt werden, keine Frage. Das halte ich jedoch - gerade im Innenbereich - eher für höchst unwahrscheinlich. Wer es ganz genau nimmt, kann die beiden Sabotagedrähte des Bosch-Kontakts zusätzlich zu den beiden normalen Sensordrähten anschließen. Werden diese durchtrennt, kann direkt Alarm ausgelöst werden. Kann man machen, finde ich aber in meinem Fall übertrieben, da für die Auswertung der Sabotagemeldung noch ein zusätzlicher "Kanal" benötigt wird. In Summe besitzen die etwas hochwertigen Reedkontakte also vier weisse Drähte ohne weitere Kennzeichnung, deren Funktionen man mit bloßen Auge also nicht erkennen kann. Man "piepst" also erstmal per Multimeter raus, welche Drähte wofür zuständig sind. Mein Tipp: Die beiden Sabotagedrähte direkt mal verdrillen, dann kommt man beim Anschließen nicht durcheinander. Und alle Reedkontakte vor dem Einbau unbedingt testen. Ich hatte insgesamt keine Probleme, bei Benni (mein Nachbar) war ein Kontakt direkt beim Einbau defekt und musste dann nochmal aufwändig getauscht werden. Apropos "verdrahten". Hier gibt es grundsätzlich auch zwei Möglichkeiten, um die Sensoren kabelgebunden ans System zu bekommen. Einmal die eher konventionelle "zentrale" Variante, bei der die Anschlüsse der Reedkontakte bis in dem Verteilerschrank verlängert werden. Meist per günstiger "Klingelleitung" mit mindestens zwei bzw. vier Adern. Wer für später einmal vorsorgen möchte, kann natürlich auch CAT-Kabel verwenden, wie es bspw. Loxone vorsieht. Im Grunde ist die Wahl der Leitung kostentechnisch eher nebensächlich. Je mehr Drähte (CAT hat 8 davon), desto aufwändiger wird dann aber auch das Verklemmen im Schaltschrank. Einerseits kosten die notwendigen Reihenklemmen mehr und andererseits sollte man den Aufwand nicht unterschätzen, wenn eine Mehrzahl zusätzlicher Adern aufgelegt werden muss. Ich habe mich nach längerem Überlegen dann doch lieber für eine dezentrale Variante entschieden. Ich hatte ja bereits angemerkt, dass die Kontaktleitungen in die jeweils benachbarte Unterputzdose gelegt wurden. Da dort immer auch ein KNX-Tastschalter vorgesehen ist und noch genug Platz in der tiefen Kaiser Elektronikdose (Affiliate-Link) zur Verfügung stand, habe ich mich für die kleinen MDT Tasterinterfaces 2-fach entschieden, die einfach hinten in der Dose "verschwinden". Wenn man alle Tür- und Fensterkontakte damit ausstattet, kommt dann schon eine ganze Ladung an Interfaces zusammen. Für mich war dieses Vorgehen trotz des Mehraufwands für die einzelnen Module - im Vergleich zu 1-2 zentralen Multitasterbausteinen im Schaltschrank (z.B. MDT Binärkontakt 16fach BE-16000.01) dennoch die beste bzw. sogar einzige Möglichkeit. Denn eine KNX-Leitung zum Anschluss in den Dosen war nämlich eh bereits vorhanden (wegen der KNX-Tastschalter) und so mussten nicht noch mehr Leitungen in Richtung Schaltschrank verlegt werden. Dafür wäre nämlich beim besten Willen nicht auch noch Platz gewesen, weder in den Decken, noch im Schaltschrank für die zusätzlichen Reihenklemmen. Einen kleinen Vorteil hat die dezentrale Geschichte auch noch, wobei das eher zu vernachlässigen ist. Die Abfragespannung der kompakten Tasterinterfaces beträgt nämlich nur 3,3V statt der sonst eher üblichen 24V. Dadurch schrumpft zwar die maximale Leitungslänge auf fünf Meter, das reicht aber allemal, da der Leitungsweg zwischen Tür und benachbarter Unterputzdose bei mir immer geringer ausfällt. Dank der geringeren Spannung werden die Reedkontakte dann weniger stark belastet. Ob das in der Praxis jedoch überhaupt in irgend einer Weise relevant ist, sei dahingestellt. Hält der Kontakt vielleicht 35 statt nur 30 Jahre, wer weiss das schon. Installation der Reedkontakte Genug Vorgeplänkel, jetzt geht es ans Eingemachte. Der Kontakt wird im Türrahmen verbaut. Bevor es aber soweit ist, musste der Reedkontakt selbst erstmal an die richtige Position gebracht werden. Dafür musste durch den Türstock ein ca. 8-10cm langes Loch gebohrt werden. Verwendet habe ich einen 10er Holzbohrer. Mit einer altbewährten Kati-Blitz (Affiliate-Link) wurde die Leitung dann in Richtung benachbarte Unterputzdose bugsiert, um dann dort verdrahtet werden zu können. Manchmal kein sehr einfaches Unterfangen, hier war etwas Fummeln angesagt. Ohne Holzständerbauweise (Fertighaus) wäre es aber noch viel aufwändiger gewesen - bei einem Steinhaus hätte man Schlitze klopfen müssen. Das wäre mir dann vermutlich zu aufwändig gewesen und ich hätte auf die Kontakte verzichtet. So oder so sollte der Reedkontakt im Ergebnis mit einer ungefähr einen Meter langen Kabelschlaufe aus dem Loch schauen. Jetzt testet man die korrekte Funktion des Kontakts am besten nochmal per Multimeter, bevor man weitermacht. Nicht, dass bei der Installation doch etwas schief gelaufen ist. An dieser Stelle habe ich den Kontakt auch direkt ans fertig konfigurierte KNX-Modul angeschlossen und ins Loxone-System integriert, um die gesamte "Signalkette" zu überprüfen. Sobald die Türrahmen eingesetzt werden sollen, steigt die Spannung. Ein für den Reedkontakt passendes Loch muss in den Holzrahmen gebohrt werden. Ein 8er Bohrer hat den Job getan. Netterweise war mein Türbauer so freundlich und hat mir diese Arbeit abgenommen. Er meinte zwar, dass er keine Gewähr dafür übernehmen könne und sowas wohl auch "erst ein- oder zweimal bei einer Bank installiert" hätte, im Endeffekt war das aber kein Hexenwerk und ich hätte das wohl auch selbst hinbekommen. Wer sowas zum ersten Mal macht, hat aber natürlich erstmal Respekt davor. Hier das Ergebnis, bei dem die Position im Rahmen sehr gut erkennen kann. Ganz ganz wichtig ist dabei natürlich, dass das Loch auf der Seite angebracht ist, an dem später auch der Handknauf zum Öffnen der Tür sitzt. Nur so kann der Sensor einen Öffnungsvorgang korrekt erkennen, auch wenn die Tür nur einen klitzekleinen Spalt geöffnet wird. Logisch eigentlich, sollte man am besten dennoch doppelt checken, bevor man das Loch auf der falschen Seite bohrt. Jetzt kann man vorsichtig versuchen den Reedkontakt von oben in das Loch zu führen. Nicht wundern, im nachfolgenden Bild ist eine Tür zu sehen, welche den Kontakt auf der gegenüberliegenden Seite hat. Der runde Sensor ist so geformt, dass seine Spitze etwas breiter ist als sein Körper. Das war für das Einführen "von oben" leider erstmal kontraproduktiv. Mittels Bleistiftspitzer (kein Spaß) konnte ich den Kopf des Sensors aber kurzerhand einen tick schmaler feilen, das Plastik ist leicht zu bearbeiten. Mit diesem kleinen Trick klappte es dann sofort. So sieht das Ergebnis dann zum Schluss aus. Aus einer Entfernung ab einem halben Meter fällt der Kontakt gar nicht mehr auf. Im Ergebnis also eine recht saubere Lösung. Insgesamt hätte ich es natürlich schöner gefunden, wenn man das Loch "von oben" und nicht "von unten" durch die sichtbare Blende hätte bohren können und vor dem Durchbohren gestoppt hätte. So wäre der Reedkontakt komplett unsichtbar und würde durch 2-3 mm Holz bzw. Spressspan locker noch funktionieren. Aber gut. Vielleicht beim nächsten Mal. :) Wer möchte, kann den Reedkontakt natürlich auch "ohne Anspitzen" von unten einführen. Dann kann man die Leitung jedoch nicht im Vorfeld in die Wand einfädeln und hält den Türbauer vermutlich auf. War für mich keine Option. Jetzt fehlt noch der Gegenpart für den Reedkontakt, nämlich der Magnet im Türblatt selbst. Je nachdem, welcher Magnet verwendet wird, wird ein passender (6er oder 8er) Bohrer genutzt. Der Magnet muss ziemlich genau unterhalb des Reedkontakts in der Türzarge sitzen. Im Bild erkennt man ganz gut, dass ich diesen Punkt mit einem Bleistift markiert habe. Wie man ausserdem sieht, habe ich etwas versetzt "nach hinten" gebohrt, sodass der Magnet etwas "schielend", also versetzt zum Türäußeren hin sitzt. Dadurch reagiert der Kontakt wirklich erst beim tatsächlichen Schließvorgang der Tür und nicht schon beim Anlehnen. Hier musste ich auch etwas herumprobieren und bin auch erst bei der dritten Tür auf die perfekte Position gestoßen. Aber alles halb so wild. Ich würde empfehlen das Loch im Türblatt etwas tiefer zu bohren als der Magnet hoch ist. So lässt sich dieser zur Not auch noch ein kleines Stück weiter hineinschieben. Durch die etwas größere Entfernung zum Reedkontakt reagiert dieser dann etwas später - und im besten Fall nur dann, wenn die Tür erst komplett geschlossen wird. Eine etwas versetzte "schielende" Anbringung hat bei mir jedoch mehr gebracht als ein noch größerer Abstand nach unten. Hier lautet das Motto: Ausprobieren, bis es perfekt passt. Da mir der mitgelieferte Magnet viel zu groß erschien und ein sehr langes Loch benötigt hätte, habe ich Mini Neodym-Magnete (Affiliate-Link) mit nur sechs Millimeter Durchmesser geordert, die sehr flach sind. Diese haben sich sehr einfach ins Türblatt einbringen und von der Höhe positionieren lassen. Insgesamt sitzen sie aber auch fest genug, um nicht zu verrutschen. Knapp unterhalb der Öffnung sitzen sie nun und verrichten ihre Arbeit. Vielleicht trage ich noch etwas Acryl auf, um die Mulde zu schließen, mal sehen. Insgesamt hätte ich mir eine Schraube mit magnetischen Kopf gewünscht. So hätte man den Magnet sehr genau in der Höhe in beiden Richtungen nachjustieren können. Ich habe ewig recherchiert, aber nichts gefunden. Schade eigentlich, aber geht natürlich auch so. Für mich total naheliegend, scheine ich wohl der Einzige zu sein, der so eine "magnetische Schraube" praktisch finden würde. Vielleicht habe ich aber auch nicht intensiv genug gesucht... Einbindung per KNX-Modul in Loxone Der Reedkontakt hängt also am KNX-Modul, welches den geöffneten bzw. geschlossenen Zustand per 0 bzw. 1 als passende Mitteilung in den KNX-Bus überträgt. Die Parametrierung per ETS ist - wem muss ich das sagen - echt oldschool und verhältnismäßig zeitaufwändig, funktioniert aber am Ende aber immer zuverlässig. Und das ist ja die Hauptsache. Am besten erledigt man die Programmierung aller Komponenten schon vor der eigentlichen Installation vor Ort, zumindest jedoch die Vergabe der physikalischen Adresse. Denn dann kann man die Parameter "komfortabel" über die ETS ohne einen Druck auf die Programmiertage der Komponenten selbst anpassen. Bei einer "steigenden Flanke" (Schließen der Tür) wird sofort ein An-Signal gesendet, bei einer "fallenden Flanke (Öffnen der Tür) ein Aus-Signal. Ihren aktuellen Status senden die Module zusätzlich alle 10 Minuten (600 Sekunden). Das ist wichtig, um Statusänderungen während eines Neustartes des Miniservers zuverlässig im System zeitnah "nachzuziehen". Außerdem nutze ich diese regelmäßige Mitteilung quasi als "Keep Alive"-Signal für Wartungszwecke, um visualisieren zu können, ob die Komponenten ordnungsgemäß arbeiten oder ein Fehler vorliegt. Ein "erweiterter KNX / EIB Sensor" erhält im Feld "EIB-Adressen Impuls" mit Strichpunkt getrennt beide Gruppenadressen (für das Öffnen und das Schließen) -> 4/7/0:0;4/7/0:1 Alle 10 Minuten erfolgt also ein kurzer Trigger am Ausgang des Sensorelements, welcher an einem Präsenzmodul mit einer Verzögerungsdauer von 1205 Sekunden angeschlossen ist. Bleiben also zwei erwartete 10-minütige Trigger in Folge aus, schaltet das Präsenzmodul aus, was sich im nachgelagerten Statuselement auswerten lässt. Schaltet das Präsenzmodul auf aus (AI4 == 0), trifft die erste Bedingung des Statuselements zu und entsprechend wird ein rotes X in der Visualisierung angezeigt. So erkennt man direkt, welches KNX-Sensormodul nicht angeschlossen bzw. korrekt eingebunden ist. Schickt man die Statusbausteine jeweils an einen analogen Merker weiter und fügt diese dann gebündelt an einen "Fenster- und Türüberwachung"sbaustein, lässt sich der Status in der Visualisierung optisch sehr schön zusammenfassen. Das Ergebnis sieht dann in der App so aus. Beim Öffnen bzw. Schließen einer Tür wird die Statusänderung in der App ohne erkennbare Verzögerung visualisiert. Das hat mich schon etwas überrascht, da ich eigentlich durch den Umweg KNX -> Loxone mit einer gewissen Grundträgheit gerechnet hätte. Anwendungen für Türkontakte Im Vorratsraum unter der Treppe nutze ich den Türkontaktsensor zum Beispiel ganz "klassisch" wie bei einem Kühlschrank. Sobald die Tür geöffnet wird, schaltet sich die Beleuchtung ein. Wird die Tür geschlossen, schaltet das Licht mit einiger kurzen Verzögerungszeit wieder aus. Der Lichtsteuerungsbaustein schaltet das Licht dann spätestens nach 30 Minuten aus, sofern die Tür versehentlich offen gelassen wurde. Um den Türkontakt (bzw. den Merker, welcher den Status vom Türkontakt beinhaltet) mit dem Lichtsteuerungsbaustein zu verknüpfen, werden noch einige Elemente benötigt. Mit einem "Gleich"-Element wird jeweils verglichen, ob der Türkontakt geschlossen (Status 1) oder offen (Status 3) ist. Trifft eine der Bedingungen zu, wird ein nachgelagerter "Monoflop" aktiviert, welcher einen kurzen Impuls auf den Lichtsteuerungsbaustein gibt. Beim Schließen auf den Input "R", um das Licht auszuschalten und beim Öffnen auf den Input "Mv", um die erste Lichtszene (verlinkt als Bewegungsmelderszene) zu aktivieren. Diese Logik ist bei mir ausschließlich für den Vorratsraum sinnvoll und erspart mir an dieser Stelle zudem die Installation von Wandtastern bzw. Präsenzmeldern im Inneren des Raums. Bei den anderen Räumen nutze ich die Türkontakte bisher noch nicht wirklich durchgängig. Bei den Bädern bewirkt ein Öffnen der Tür jetzt schon mal ein sofortiges Triggern des Bewegungsmeldereingangs "Mv", sofern bis dahin noch kein Präsenzmelder im Raum selbst eine Bewegung erkannt hat. Dadurch schaltet die Beleuchtung noch einen Tick früher ein, wenn der Raum betreten wird und die Präsenzmelder noch nicht reagiert haben. Bei angrenzenden Türen zum Flur das gleiche Spiel. Ist im Flur noch keine Bewegung und eine Tür wird geöffnet, schaltet die Flurbeleuchtung zu, noch bevor man einen Schritt in den Flur gesetzt hat. Das ist jetzt auf den ersten Blick kein Mega-Feature, in der Praxis erweisen sich aber gerade solche kleinen Verbesserungen in Summe als sehr praktisch. Sobald die Neato-Staubsaugroboter (einer im EG und einer im OG) mit dem System gekoppelt sind (vermutlich über FHEM), werden die Türkontaktsensoren nochmal eine zusätzliche Aufgabe bekommen. Denn dann kann mir das System eine Pushmitteilung schicken sobald der Roboter starten möchte aber noch Innentüren noch geschlossen sind. Erst wenn dann alle gewünschten Türen geöffnet wurden und der Roboter somit alle Räume tatsächlich anfahren und reinigen kann, beginnt der Saugvorgang automatisch. Aus meinem täglichen Leben Vermutlich werde ich die Türkontaktsensoren künftig noch für weitere Spielereien einsetzen - und dann in einem Update berichten. Bis es soweit ist, gibt es aber noch eine Menge wichtigerer Funktionen, die erstmal umgesetzt werden sollen. Jedenfalls bin ich schon mal froh, dass alle selbst installierten Türkontaktsensoren zuverlässig ihren Dienst verrichten. Die Frage, die sich vermutlich jetzt viele stellen: Sind die Türkontaktsensoren wirklich notwendig? Ich würde sagen nein, auf den ersten Blick nur Spielerei. Würde ich sie dennoch wieder installieren? Auf jeden Fall. Je mehr Sensoren, desto besser. Denn oftmals erkennt man erst auf den zweiten Blick, welche Funktionen mit der zusätzlichen Information realisiert werden können. So z.B. auch die Nutzung der verschiedenen Präsenzzonen der von mir installierten KNX-Bewegungsmelder, um eine Anwesenheitserkennung auch dann zuverlässig zu ermöglichen, wenn eigentlich gar keine Bewegung mehr wahrnehmbar ist. Über diese wirklich praktische Funktion bin ich auch erst kürzlich "gestolpert". Aber dazu an anderer Stelle mehr. Insgesamt hätte ich vermutlich auch No-Name-Kontakte benutzen und die Ansteuerung bspw. über einen Arduino realisieren können. Das wäre mit Sicherheit ein gutes Stück günstiger gewesen. Da die Installation aber - im besten Fall - mehrere Jahrzehnte halten soll und künftig auch noch andere Menschen zumindest ansatzweise die Chance haben sollen das alles warten zu können, habe ich versucht auf solche "Basteleien" zu verzichten, wo es mir sinnvoll erschien. Die MDT Tasterinterfaces 2-fach machen in Kombination mit den Bosch MS-LZS Einbaumagnetkontakt, VdS Klasse C jedenfalls auch auf den zweiten Blick eine gute Figur. ### Smarte Trockner und Waschmaschinen - Auf dem Weg zum vernetzten Zuhause Das "Internet of Things" und die Möglichkeiten, die uns ein Smart Home bieten, machen auch vor den Haushaltsgeräten nicht Halt. Kühlschränke, die wissen, ob neue Lebensmittel benötigt werden und Kaffeemaschinen, die über das Handy gesteuert werden sind keine Zukunftsmusik mehr. Obwohl die Technik noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es bereits erste Gehversuche der Hersteller auch smarte Trockner und Waschmaschinen im Haushalt zu etablieren. Wie der aktuelle Stand der Technik ist und welche Möglichkeiten euch welches Unternehmen heute schon bietet, erfahrt ihr im nachfolgenden Blogpost. Das Internet of Things, also die Vernetzung von mehr und mehr Gegenständen, zieht immer größere Kreise. Mittlerweile können wir mit dem Smartphone unseren Fernseher steuern oder unsere Fitnessdaten von der Smartwatch auf den Laptop übertragen. Und da war es nur eine Frage der Zeit, bis moderne Technologien auch in Haushaltsgeräten wiederzufinden sind. Moderne Trockner und Waschmaschinen werden immer intelligenter und auch wenn diese Technik noch nicht 100%ig ausgereift ist, gibt es bereits heute einige interessante Neuerungen in den aktuellen Modellen. Die meisten großen Hersteller von Haushaltsgeräten bieten bereits Apps an, mit denen man seinen Trockner oder die Waschmaschine verbinden kann. Über verschiedene Funktionen kann der Status der Geräte auch unterwegs überwacht werden. Außerdem werden technische Probleme analysiert oder der Besitzer erhält per Push-Nachricht eine Mitteilung, wenn der Waschvorgang beendet ist. Mit dem Handy den Trockner analysieren Samsung (Affiliate-Link) bietet zum Beispiel mit seiner "Smart Washer/Dryer" App ein Programm ("Smart Check") zur automatischen Fehlerüberwachung. Sollte das Gerät einmal streiken, wird auf dem Display des Trockners oder der Waschmaschine ein Fehlercode angezeigt, den man über das Smartphone einscannen kann. Die App gibt dann die Ursache des Problems an und schlägt Lösungswege vor. Sollte der Fehler gravierender sein, besteht die Möglichkeit sich direkt mit dem Samsung Service verbinden zu lassen. Um eine schnelle Beseitigung des Problems zu fördern, kann der Servicetechniker natürlich ebenfalls die App zur Diagnose des Problems nutzen und die entsprechenden Gegenmaßnahmen treffen. Eine der neuesten Errungenschaften aus dem Hause Samsung ist bei den Trocknern zu finden. Der Wärmepumpentrockner DV8000 wurde im März 2017 vorgestellt, ist seit April im Handel und zählt somit zu den modernsten Modellen. Der Clou beim DV8000: Die OptimalDry-Technologie, die für eine besonders energieeffiziente Trocknung sorgt. Über mehrere Sensoren misst das Gerät permanent die Luft- und Temperaturbedingungen in der Trommel und passt daran zum Beispiel die Laufzeit der Programme oder die Hitze des Wassers an. Natürlich ist der DV8000 auch mit dem Internet verbunden und liefert über die Smart Home App Daten wie den Energieverbrauch oder die Restlauftzeit direkt auf das Smartphone. Der Trockner erkennt sogar den Trockenzustand verschiedener Textilien und kann über die App Bescheid geben, wenn das Businesshemd bereits trocken ist, die Fleece-Jacke aber noch ein wenig Zeit braucht. Das lässt sich Samsung allerdings auch etwas kosten, für den DV8000 zahlt man rund 1000€. Verglichen mit den Top-Modellen deutscher Premium Hersteller ist das allerdings fast schon günstig. Den Trockner auf dem Heimweg starten Auch beim Bosch-Konzern hat die Vernetzung der Haushaltsgeräte Einzug gehalten. Mit dem weitläufigen Home Connect System (Affiliate-Link) kann der Inhalt des Kühlschranks unterwegs über das Handy überprüft werden. Oder die Kaffeemaschine wird einfach vom Sofa aus gestartet. Aber auch vor Trockner und Waschmaschine macht die Vernetzung mit dem Internet nicht halt. Zum Beispiel fällt über die EasyStart Funktion das Waschen noch leichter, denn selbst wenn man mal keine Ahnung hat, wie man welches Kleidungstück am besten wäscht, schlägt die App das passende Programm vor. Ist man gerade auf dem Heimweg, könnte man über Home Connect den Trockner starten und auch wenn man einmal abgelenkt ist, sendet das Gerät eine Push-Nachricht auf das Handy, wenn die Wäsche fertig ist. Selbst die Dosierung des Waschmittels wird bei den Top-Modellen von einem Computer übernommen: Auf dem Smartphone stellt man ein, welche Art der Wäsche in der Trommel liegt und gibt an, wie stark sie verschmutzt ist. Das sogenannte iDOS-System dosiert dann vollautomatisch das Waschmittel in der passenden Menge. Auch hier gilt: Sollte einmal ein Fehler beim der Maschine auftreten, schlägt die Home Connect App zunächst eine Lösung vor und verbindet im Zweifelsfall mit einem Servicetechniker von Bosch. Die Vernetzung von Haushaltsgeräten mit dem Internet findet übrigens auch in vielen Siemens Geräten über Home Connect ihre Anwendung. Bei einigen Siemens-Waschmaschinen kann man den Waschvorgang zum Beispiel per App unterbrechen und vergessene Kleidungsstücke nachlegen. Damit spart man sich einen zweiten Waschgang und somit Strom und Zeit. Push-Nachrichten auf das Smartphone 2015 führte Bauknecht (Affiliate-Link) seine smarten Trockner und Waschmaschinen ein, die mit der BLive App verbunden sind und die Reihe "Connectivity" eingeordnet werden. Auch mit ihr kann man viele Funktionen von unterwegs aus steuern und sich den aktuellen Waschstatus anzeigen lassen. Ähnlich wie beim Home Connect System von Bosch und Siemens kann die Waschmaschine über das Tablet oder Handy perfekt auf die zu waschenden Kleidungsstücke eingestellt werden und informiert per Push-Nachricht über ein Ende des Waschprogramms. Bei Bedarf kann man dann über die App sogar ein zusätzliches Programm einstellen, zum Beispiel FreshFinish, um Knitterfalten zu vermeiden. Wifi@Connect verbindet alle Haushaltsgeräte Der Premium-Hersteller Miele (Affiliate-Link) spielt im Bereich der intelligenten Haushaltsgeräte ebenfalls ganz vorne mit. Das Elektrogeräte-Unternehmen vernetzt seine Haushaltsprodukte über das eigene Wifi@Connect System. Dazu sind spezielle Kommunikationsmodule erforderlich, die einige der neusten Miele Haushaltsgeräte bereits besitzen, weitere Modelle können nachträglich aufgerüstet werden. Über die Miele@mobile App können so der Status der verschiedenen Geräte (Programm, Restlaufzeit, etc.) abgefragt und Funktionen angesteuert werden. Die Waschmaschine oder der Trockner schaltet dann in den Fernbedienungsmodus über und kann dann vom Handy oder Tablet gesteuert werden. Selbst auf die Smartwatch lässt sich eine Nachricht senden, wenn die Wäsche fertig ist. Eine weitere Neuerung nennt sich "SmartStart". Wird diese Funktion aktiviert, startet das Waschprogramm erst, wenn der Strom am günstigsten ist. Und auch Miele setzt dabei auf die intelligente Unterstützung des Users bei der Suche nach dem passenden Waschprogramm. Über das Smartphone wird Art und Farbe der Textilien sowie Grad der Verschmutzung eingegeben. Der Miele Assistent schlägt dann das passende Waschprogramm vor. Über das "TwinDos"-System wird dabei ähnlich wie bei Bosch und Siemens die perfekte Waschmitteldosis ermittelt. Der aktuelle Füllstand an Waschmittel kann ebenfalls über die App aufgerufen werden. Bei Bedarf könnte man dann direkt über das Smartphone neues Waschmittel nachbestellen. Aus meinem täglichen Leben Smarten Waschmaschinen und Trockner gehört die Zukunft, dennoch sind die Technologien in den aktuellen Geräten meiner Meinung nach immer noch Spielerei für technikbegeisterte Fans. Viele der auf meiner Trockner-Vergleichsseite trocknerkaufen24.de vorgestellten Modelle besitzen jedenfalls noch keine Smart-Home-Funktionen und solange die Technik noch nicht weiter ausgereift ist, würde ich selbst eher noch nicht zu einem "intelligenten Trockner" greifen, zumal die Integration in eine bestehende Smart-Home-Infrastruktur aufgrund fehlender Standards bzw. geschlossener Schnittstellen meist schwierig ist. Hätte ich aktuell Bedarf an einem Neugerät, würde ich es mir vermutlich dennoch überlegen - klar. Auch wenn viele Funktionen bestimmt keine Killer-Features sind, können sie doch in Summe praktisch sein. Da kann man auch ein paar Euro mehr ausgeben, denn so ein Gerät hält ja immerhin einige Jahre. Wir dürfen gespannt sein, was die Zukunft noch alles bringt, denn die aktuellen Entwicklungen sind nur der erste Schritt auf dem Weg in ein vollständig vernetztes Smart Home. ### Smart Metering mit FHEM und Loxone – den Stromverbrauch im Smart Home immer im Griff Intelligente Energiezähler sind in Deutschland unterschiedlich weit verbreitet. Primär zielen die sog. Smart Meter auf die Optimierung des Energieverbrauchs in Haushalten ab. Im Smart Home gibt es in diesem Zusammenhang zahlreiche Einsatzszenarien, die auch in deinem intelligenten Zuhause zahlreiche Potentiale besitzen! In diesem Howto zeigen wir dir, wie du mit FHEM, EnOcean-Funk-Stromzählern von Eltako und Loxone das Monitoring des Stromverbrauchs in dein Smart Home einbindest. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Smart Metering und Intelligente Stromzähler Sogenannte Smart Meter werden auch in Deutschland zunehmend häufiger durch Energieversorgerunternehmen in Privathaushalten verbaut. Sie sind eine Folge des Wandels im Energiesektor. Smart Meter sind digitale Messpunkte für den Energieverbrauch in Haushalten und zugleich Steuerungselemente im lokalen Verteilnetz. Dabei bestehen „echte“ Smart-Metering-Systeme aus den drei Subsystemen "Mess- und Zählersystem", "Kommunikationssystem“ und "Datenverarbeitungssystem". Durch eine bidirektionale Kommunikation können Energieverbrauchswerte zwischen Verbraucher und Energieversorger ausgetauscht werden. So werden z. B. variable Stromtarife (Dynamic Pricing) und andere lastglättende Maßnahmen erreicht. Von diesem Verwendungszweck abgeleitet, können auch mit dem Smart Home vernetzte Stromzähler als Smart Meter bezeichnet werden, deren erfasste Verbrauchswerte ein super interessanter Trigger für zahlreiche Smart-Home-Szenarien sein können. Funk-Wechselstromzähler von Eltako Das Thema Smart Metering verfolgt mich schon eine ganze Weile und ich betreibe die hier präsentierte Lösung nun auch schon weit über ein Jahr. Zuvor hatte ich Ewigkeiten nach verlässlicher und guter Hardware auf Funk-Basis in meinem Nachrüst-Smart-Home gesucht, weil das Auslesen des Stromverbrauchs und somit der Einstieg in das Thema Energiemanagement ein zentrales Thema im Smart Home darstellt. Nach langer Recherche bin ich bei Eltako fündig geworden, die mit den Funk-Wechselstromzählern FWZ12-16A (Affiliate-Link) und FWZ12-65A (Affiliate-Link) zwei Smart-Meter-Modelle für Außenleiter mit max. 16A oder 65A anbieten, deren Messwerte mittels EnOcean-Funk-Technologie in den Smart-Home-Server FHEM eingebunden werden können. Der Empfang der Signale erfolgt mit dem BSC Enocean Gateway „USB 300“ (Affiliate-Link), wie im Blogpost Batterielose Funk-Hausautomation mit EnOcean und FHEM beschrieben. Alternativ gibt es auch ein EnOcean-Funk-Modul (Affiliate-Link) für den Raspberry Pi (Affiliate-Link), der von zahlreichen Anwendern als FHEM-Server verwendet wird. Andere Möglichkeiten, den Stromverbrauch in das Smart Home einzubinden, konnten mich einfach nicht vollkommen überzeugen. Ein optisches Auslesen der Drehscheibe eines Ferraris-Zählers halte ich einerseits für anfällig und andererseits besitze ich keinen Ferraris-Zähler, noch dazu keinen, der für mich zugänglich verbaut ist. Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, bei modernen, digitalen Energiezählern der Stadtwerke über einen Bus oder die Infrarot-Schnittstelle den Energieverbrauch zu erfassen und über umständliche Wege in FHEM zu transportieren. Doch auch bei diesen Lösungen ist keine Einzelraumüberwachung realisierbar, was für mich einfach eine zentrale Anforderung dargestellt hat. Bei den Eltako FWZ12-16A bin ich dann endlich fündig geworden und seit über einem Jahr super zufrieden damit! Einbau durch den zertifizierten Fachmann Der Einbau der Funk-Wechselstromzähler, die auf der Hutschiene montiert werden, ist für den Fachmann ein leichtes Spiel. Die Geräte sind 1TE (Teilungseinheit) breit und finden in den meisten Sicherungs- und/oder Verteilerkästen gut Platz. An dieser Stelle noch einmal der ausdrückliche Hinweis darauf, dass Einbau und Inbetriebnahme der Funk-Wechselstromzähler ausschließlich durch zertifiziertes Fachpersonal erfolgen darf! In meinem Verteilerkasten hat der Elektroinstallateur meines Vertrauens sechs Eltako FWZ12-16A (Affiliate-Link) verbaut, womit ich in meiner 3-Zimmer-Wohnung alle Räume (einzeln abgesichert) überwachen kann. Schlafzimmer Arbeitszimmer Wohnzimmer Küche Flur Keller Meinen Herd in der Küche konnte ich Smart-Meter-technisch bisher noch nicht in Betrieb nehmen. Hierfür ist ein Drehstromzähler nötig, wofür ich noch keine ideale Lösung finden konnte. Der FWZ12-16A hat einen Standby-Verbrauch von 0,5W. Gemessen wird beim Eltako die Wirkenergie (siehe hier für eine nette Erklärung zum Begriff der Wirkleistung: http://ww3.cad.de/foren/ubb/uploads/robroy55/scheinleistung.jpg). Außerdem kennzeichnet sich der Eltako-Funk-Wechselstromzähler durch die Genauigkeitsklasse B, die mit einer max. Abweichung der Messung von 1% angegeben, aber nicht für die monetäre Abmessung zugelassen ist. Funk-Stromzähler in FHEM integrieren Nach dem Einbau durch den Fachmann und durch das Zuschalten der Versorgungsspannung wird automatisch ein Lern-Telegramm gesendet, damit entsprechende Empfangsgeräte eine Kopplung mit den Stromzählern vornehmen können. In FHEM können die EnOcean-Signale der Zähler mit dem USB 300 empfangen werden (siehe Blogpost Batterielose Funk-Hausautomation mit EnOcean und FHEM). Das gesendete Lern-Telegramm wird über den FHEM-Befehl set USB300 teach 60 verarbeitet. Schritt für Schritt werden alle Funkzähler in FHEM als Geräte der Kategorie „4BS“ angelegt. Nach einem rename der kryptischen Namen mittels dem Befehl rename EnO_sensor_FWZ1216A Az.Stromverbrauch werden die Systemnamen der Devices in FHEM in lesbare Namen überführt. Das EnOcean-Modul von FHEM hat mit der direkten Visualisierung der Stromverbrauchswerte von Eltako FWZ12-16A auf Anhieb so seine Schwierigkeiten, weshalb im Webinterface hinter allen Zählern die 0 zu sehen ist. Dank einem super Hinweis von Leon Gaultier anbei die Lösung: Das Attribut "subtype" muss auf "autoMeterReading.01" und das Attribut "manufID" auf "00D" umgestellt werden. attr Wz.Stromverbrauch subtype autoMeterReading.01 attr Wz.Stromverbrauch manufID 00D Um zunächst in FHEM eine übersichtliche Darstellung der aktuellen Verbräuche zu erhalten, habe ich noch ein paar Attribute zu jedem Stromzähler hinzugefügt. Der FHEM-Code für einen Zähler sieht dann wie folgt aus: ###################################################### ### Eltako FWZ12-65A - Strommessung Wohnzimmer ##################################################### define Wz.Stromverbrauch EnOcean 0187D9B1 attr Wz.Stromverbrauch IODev USB300 attr Wz.Stromverbrauch manufID 00D attr Wz.Stromverbrauch room EnOcean attr Wz.Stromverbrauch subType autoMeterReading.01 attr Wz.Stromverbrauch group Energie attr Wz.Stromverbrauch icon measure_battery_75 attr Wz.Stromverbrauch manufID 00D attr Wz.Stromverbrauch stateFormat {sprintf "%.0f W", ReadingsVal($name, "state", 0)} Das Ergebnis sieht dann übersichtlicher aus als vorher. Die Eltako Funk-Wechselstromzähler senden alle 20 Sekunden ein Telegramm, wenn sich die Leistung um mindestens 10 Prozent geändert hat. Zusätzlich wird ein Gesamt-Telegramm alle 10 Minuten versendet. Wer sein Energiemanagement mit FHEM realisieren möchte, kann ab hier die STATE-Werte der angelegten Dummies nutzen und mit der altbekannten FHEM-Logik in „DOIF“-, „notify“- oder „at“-Funktionen seine eigenen Szenarien realisieren. Jörg und ich setzen seit geraumer Zeit ja schon auf die Smart-Home-Lösung Loxone als zentralen Automatisierungs- und Visualisierungs-Server. Vor diesem Hintergrund geht es ab hier in diesem Howto hinüber in den Loxone Miniserver, wo die verschiedenen Regeln und die Visualisierung für den Stromverbrauch angelegt werden sollen. Für alle FHEM-only-Leser gibt es ab hier natürlich die Möglichkeit, wie gewohnt z.B. Push-Nachrichten mit dem Tagesstromverbrauch auch aus FHEM heraus zu versenden. Die Logik ist grundsätzlich im Blogpost Howto: Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (Update) beschrieben. Ferner ist es auch in FHEM möglich, zu den angelegten Dummies Log-Dateien zu erzeugen und deren Inhalt dann zu visualisieren. Ebenfalls können mit „readingsgroup“ übersichtliche Info-Blöcke gestaltet werden. An dieser Stelle werde ich allerdings nicht näher auf diese Funktionen von FHEM eingehen und zeige im Folgenden die Konfiguration von Stromverbrauch-relevanten Szenarien in Loxone. Funk-Stromzähler über FHEM in Loxone einbinden FHEM als „Hardwaresammler“ für die Anbindung an den Smart-Home-Server Loxone zu nutzen, haben wir bereits im Blogpost 5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto beschrieben. Dabei wird auf Grund der Systemunabhängigkeit FHEM als Sammler für alle Smart-Home-Hardware-Systeme genutzt, deren Statusinformationen im Nachgang via UDP an Loxone übermittelt werden. Entsprechend dem Vorgehen im verlinkten Blogpost wird dazu zunächst folgender Code in der FHEM-Kommandozeile am oberen Bildrand des FHEM-Webinterfaces abgesetzt, der somit in der fhem.cfg landet. define EnergyToLoxone notify .*:power.* {EnergyToLoxone("$NAME")} In der Datei „99_myUtils.pm“ (Edit files -> 99_myUtils.pm) wird dann folgender Code hinzugefügt (wo und wie, bitte im verlinkten Blogpost nachlesen): #EnergyToLoxone sub EnergyToLoxone($) { my ($device) = @_; my $energy=ReadingsVal("$device","power","-1"); UDP_Msg("192.168.178.76" , "7000" , "$device: $energy"); } Durch diese Anbindung liefert FHEM bei einer Statusänderung der Eltako-Stromzähler den Wert im Reading „power“, also den aktuellen Stromverbrauch in W(att) direkt an Loxone. Entsprechend des im verlinkten Blogpost erklärten Vorgehens zur Einbindung von FHEM-Devices in Loxone wird hier zunächst ein neuer „Virtueller UDP Eingang Befehl“ angelegt und über die Befehlserkennung mit Angabe des Device-Namens aus FHEM + „: \v“ versehen. Der virtuelle Eingang kann jetzt in der Loxone Konfiguration dazu verwendet werden, zunächst einmal eine Visualisierung der einzelnen Stromverbräuche vorzunehmen. Hierfür gibt es in Loxone den Baustein „Verbrauchszähler“. Wie passend! Dieser verfügt über zahlreiche Eingänge, wobei der passende Eingang hier mit „P“ gekennzeichnet ist. Hier erwartet Loxone nämlich die aktuelle Leistung eines Stromzählers in kW. Unser Eltako-Sensor liefert allerdings in Watt, deshalb wird der Baustein „Formel“ davorgeschoben, um aus Watt Kilowatt zu berechnen. Dies funktioniert über die mathematisch höchst anspruchsvolle Formel: (I1)/1000 In den Eigenschaften aktiviere ich noch den Haken bei „Statistik“, damit der Stromverbrauch kontinuierlich erfasst wird. Fertig eingerichtet, kann jetzt in der Visualisierung komfortabel auf den Status zum Stromverbrauch im entsprechenden Raum zugegriffen werden. In der Übersicht (im Raum) sind zunächst der aktuelle und der gesamt erfasste Verbrauch zu sehen. In der Detailansicht kann dann tagesbasiert der Raumverbrauch in der Historie analysiert werden. Im oberen Bildrand der Visualisierung kann zusätzlich in die Ansicht „Leistung“ umgeschaltet werden, um den zeitlichen Verlaufsgraphen des Stromverbrauchs zu analysieren. Gesamtstromverbrauch visualisieren und tracken Nach der Einbindung einzelner Eltako-Stromzähler war es mir trotzdem wichtig, auch eine Gesamtübersicht des Stromverbrauchs und dessen Entwicklung im Smart Home zu haben. Dazu füge ich alle Stromverbräuche über mehrere „Addierer“-Bausteine zusammen und verbinde diese nach der gleichen Logik wie oben erneut mit einem Verbrauchszähler-Baustein. Diesen lege ich im Raum „Zentral“ ab. Die Konfiguration sieht bei mir noch etwas erweitert aus, da ich neben den Eltako-Geräten testhalber noch ein altes EM-Strommessgerät im Einsatz habe, das die Werte direkt in kW und nicht in W liefert und deshalb erst nach der Umrechnung (mit dem Formel-Baustein) angedockt wird. Am Ausgang „AQ5“ habe ich gleich noch einen Merker hinzugefügt, den wir für das anschließende Szenario noch brauchen werden. In diesem Ausgang stellt Loxone nämlich wochenweise den Stromverbrauch der vergangenen Woche bereit. Smarte Strom-Szenarien entwickeln Strom kostet Geld und daher wollte ich zunächst eine Kostenübersicht je Raum und Gesamt für das Smart Home haben. Mein Stromtarif setzt sich aus einer Jahrespauschale und einem Preis je verbrauchter kWh zusammen. Ich habe mich dazu entschlossen, die Jahrespauschale (89,61€) einerseits auf die Monate zu verteilen und andererseits zusätzlich auf die Räume, die ich erfasse (sechs Zähler = bei mir alle Stromkreise). So „verbraucht“ jeder Raum im Monat schon einmal 1,24€ (89,61/12/6) und pro Tag 0,04€ (1,24/30). Diese Rechnung hinkt zwar ein bisschen, weil damit bereits am Monatsersten die 1,24€ für den Gesamtmonat stehen, aber ich möchte das so haben, damit ich eine sinnvolle Einschätzung bekomme, welche Kosten tatsächlich angefallen sind. Zu diesen Basis-Kosten möchte ich dann natürlich noch die tatsächlich verbrauchten Werte je Raum hinzuaddieren. Konkret möchte ich in der App bzw. der Visualisierung also Informationen je Raum und Gesamt für das Smart Home über Verbrauch/Kosten heute Verbrauch/Kosten gestern Verbrauch/Kosten seit Monatsbeginn Verbrauch/Kosten letzter Monat Der Verbrauchszähler-Baustein liefert bereits viele wichtige Informationen, die wir nicht erst selbst berechnen müssen. Die für mich relevanten Infos konnte ich an den Ausgängen AQ1, AQ2, AQ6 und AQ7 entnehmen (Verbrauch heute, gestern, aktueller Monat, letzter Monat). Der Verbrauch der gewünschten Zeitintervalle kann also direkt am Baustein abgegriffen werden und mit einem „Status“-Baustein in der Visualisierung angezeigt werden. Dafür wird der entsprechende Ausgang (z.B. AQ1) mit dem ersten Eingang (AI1) des Status-Bausteins verbunden. Zusätzlich sollen jedoch auch die Kosten berechnet und im selben „Status“-Baustein angezeigt werden. Dazu wird noch einmal der entsprechende Ausgang (z.B. wieder AQ1) mit einem „Formel“-Baustein verbunden, der aus dem Verbrauchswert die Kosten berechnet und anschießend per Verbindung an den zweiten Eingang des „Status“-Bausteins diese Informationen weitergibt. Die Formel zur Kostenberechnung für Verbrauch/Kosten heute/gestern lautet in meinem Fall 0,04 + ((I1)*0,2769). Die Formel für Verbrauch/Kosten seit Monatsbeginn/letzter Monat lautet bei mir 1,24 + ((I1)*0,2769). Das Ganze kann man auch noch sauberer lösen, indem man die 1,24€ bzw. 0,04€ über eine Konstante an den Formel-Baustein anhängt, damit dieser Wert schnell und zentral geändert werden kann, wenn sich am Stromtarif etwas ändert. In jedem Status-Baustein lautet die Konfiguration (Doppelklick auf den Baustein) dann wie im nachfolgenden Screenshot zu erkennen ist. Die Bedingungen bleiben leer, wohingegen der Eintrag Statustext den folgenden Inhalt erhält:  kWh, € Mit Copy und Paste klickt man sich hier für alle Räume nach der gleichen Logik schnell eine funktionierende Berechnung zusammen. In der Visualisierung sieht das Ganze dann so aus. Eine Übersicht, die genau meinen Vorstellungen von Kostenüberwachung des Stromverbrauchs entspricht und mir dabei hilft, kontinuierlich den Verbrauch im Auge zu behalten. Info zum Stromverbrauch per Loxone-Push Seit geraumer Zeit können über Loxone auch Push-Mitteilungen versendet werden. Diese Funktion möchte ich gerne nutzen und mich einmal pro Woche (Montag morgen um 09 Uhr) über den Verbrauch und die Kosten der vergangenen Woche informieren zu lassen. Ich werde mich dabei zunächst mit einem sehr einfachen Szenario "zufrieden geben", bei dem keine Vergleichswerte herangezogen werden, sondern zunächst nur die Transparenz über den Gesamt-Verbrauch erhöht werden soll. Werte der vergangenen Woche finden sich am Ausgang "AQ5" des Verbrauchszähler-Bausteins, den ich weiter oben im Szenario schon mit einem Merker versehen hatte. Zusätzlich berechne ich nun hier mit Hilfe des Formel-Bausteins zusätzlich die Kosten. Die Logik ist analog dem oben beschriebenen Vorgehen realisiert. Die Kosten speichere ich ebenfalls in einem Merker. Nun muss eine Konfiguration definiert werden, damit die Push-Mitteilung wöchentlich montags um 09 Uhr erscheint. Dies löse ich, indem ich zwei "Gleich"-Bausteine verwende. Am ersten der beiden wird der aktuelle Wochentag, den Loxone über das "Wochentag"-Element zur Verfügung stellt, mit einer Konstanten verglichen. Die Konstante habe ich auf "0" gestellt, was den Montag repräsentiert (1=Dienstag, 2=Mittwoch, ...). Am zweiten "Gleich"-Baustein vergleiche ich mit der selben Logik die aktuelle Stunde mit dem Wert 9 (für 9 Uhr). Beide Bausteine verbinde ich über den "UND"-Baustein, damit beide Bedingungen (Tag=0/Montag UND Stunde=9) zutreffen müssen. Da diese Kombination jetzt für eine Stunde einen Impuls liefern würde (bis es 10 Uhr ist), hänge ich an den Ausgang des UND-Bausteins den "Monoflop"-Baustein, der auf einen Sekunden-Trigger verkürzt. Jetzt wird es spannend: Es folgt ein "Status"-Baustein, der am Eingang AI1 mit dem Monoflop verbunden wird. Am Eingang AI2 wird der Stromverbrauch-Merker, an AI3 der Kosten-Merker angehängt. Am Textausgang des Status-Bausteins (TQ) hängt dann die tatsächliche Push-Komponente, nämlich ein Benachrichtigungselement (im Peripherie-Baum zu finden unter: Miniserver -> Mitteilungen). Innerhalb des Status-Bausteins wird dann definiert, was geschehen soll, wenn der Monoflop Montags um 09 Uhr antriggert. Die Konfiguration ist im nachfolgenden Screenshot zu sehen. Wie zu erkennen ist, wird mittels der Bedingung "AI1 == 1" (dann, wenn der Monoflop den Trigger liefert) festgelegt, dass ein gewisser Statustext ausgegeben wird, der die Werte und , also den Verbrauch und die Kosten der letzten Woche liefert: Stromverbrauch letzte Woche: kWh , Kosten: € Dieser Statustext wird dann in der Pushmitteilung an das Endgerät ausgegeben. In der App sieht das Ganze wie folgt aus: Im Lockscreen sieht es hingegen so aus: Ich bin gespannt, wie der Push-Effekt meinen Verbrauch die nächsten Wochen beeinflussen wird. Die Push-Funktion von Loxone funktioniert übrigens hervorragend und ich möchte sie jetzt schon nicht mehr missen. Vielleicht werde ich zur Konfiguration noch einmal einen detaillierteren, separaten Artikel anfertigen. Aus meinem täglichen Leben Mein Stromverbrauch und damit auch die Kosten sind die letzten Jahre kontinuierlich gestiegen. Mein Stromanbieter (infra fürth gmbh) stellt mir diese Informationen mittlerweile sogar online in einem Portal zur Verfügung, was ich persönlich für ein geniales Feature halte. Zeit genug, zu handeln. Das kontinuierliche Tracken und Analysieren der Stromkosten ist durch die beiden skizzierten Szenarien jetzt viel leichter als vorher. Ehrlich gesagt nutze ich die technische Lösung schon seit über einem Jahr und kann daher bestätigen, dass die Technik astrein funktioniert. Die tatsächliche Einrichtung des Kosten-Monitorings habe ich allerdings erst jetzt umgesetzt und hoffe stark, dass sich die Nutzung in einem Rückgang meines Verbrauchs äußern wird. Ich bau vor allem auf die Push-Mitteilungen, die jede Woche auf’s Neue sensibilisieren sollen. Ich bin gespannt und werde hier wieder von den Einsparungen berichten. Von der technischen Lösung bin ich absolut begeistert, weil ich mit den Eltako Funk-Wechselstromzählern FWZ12-16A (Affiliate-Link) und FWZ12-65A (Affiliate-Link) endlich eine sauber funktionierende „Smart-Metering“-Lösung habe, bei der ich auf Raumebene alle relevanten Informationen erhalte. ### FHEM-Grundlagen Video-Kurs für Einsteiger Nachdem bereits Dutzende von Beiträgen zum Thema FHEM veröffentlicht wurden, kommen in den Kommentaren doch am Ende oft wieder die gleichen Fragen: Wie reagiere ich auf bestimmte Ereignisse? Wann nutze ich AT, DOIF und NOTIFY? Wie bekomme ich die Daten auf meinen Raspberry Pi? Wie melde ich mich per SSH an? Wo landen eigentlich die Log-Dateien und was steht in diesen drin? Wie installiere ich FHEM eigentlich? ... und viele mehr! Genau um diesen Fragen vorzubeugen, haben wir nun einen FHEM-Kurs für Einsteiger entwickelt. In diesem Kurs wird in aktuell 11 Lektionen, 45+ Videos und mehr als 3 Stunden Videomaterial alles rund um FHEM vermittelt. Aber damit noch nicht genug - der Kurs wird auch in Zukunft weiter ausgebaut und immer mehr Lektionen erhalten. Somit wird nach und nach der größte FHEM-Video-Kurs entstehen, welchen es bisher gegeben hat. Mit diesem gebündelten Wissen werden alle Tutorials in Zukunft für dich sehr einfach umzusetzen sein. Weiterhin kannst Du zu allen Lektionen Fragen stellen die Videos so oft Du möchtest anschauen auf allen Endgeräten (auch unterwegs) mehr zu FHEM erfahren Das Angebot ist jedoch zeitlich begrenzt, sodass der Kurs mit weiteren Inhalten in Zukunft natürlich auch teurer werden wird. Sichere dir also noch heute den Zugang zum Kurs und erhalte automatisch Zugriff auf die weiteren Lektionen! Nach nur einem Monat sind bereits über 300 Teilnehmer eingeschrieben - 114 Teilnehmer haben eine Bewertung abgegeben und kommen auf eine durchschnittliche Bewertung von 4,5 Sternen! Aktuell sind die folgenden 11 Lektionen enthalten: 1. Grundlagen und Problemstellung Einleitung Was macht das zu Hause wirklich "Smart"? Was kostet ein "Smart Home" eigentlich? Funk- oder Kabelgebunden? Welche Lösung ist die richtige für mich? Protokolle und Standards am Markt Warum FHEM und was ist das eigentlich? 2. Die Hardware für FHEM Systemvoraussetzungen Vorstellung des Raspberry Pi 3. Vorbereitung des Systems SD-Karte vorbereiten / Image herunterladen SSH vor dem ersten Start aktivieren Den Raspberry Pi im Netzwerk finden Windows statt Mac: Wie verbinde ich mich aus Windows mit dem Raspberry? Grundkonfiguration des Systems 4. Installation von FHEM Installation von FHEM unter Debian (Linux) 5. Linux-Grundlagen / Schnelleinstieg Für wen ist dieses Kapitel sinnvoll? Was ist die Shell und wofür brauche ich sie? Shell / Bash / SSH Navigieren: Verzeichnisse und Dateien Der Paket-Manager apt Text-Editoren Dateien auf den Raspberry kopieren 6. FHEM-Struktur und Architektur Wie ist FHEM aufgebaut? Was kann alles an FHEM angebunden werden? Die verschiedenen Weboberflächen Was ist die fhem.cfg? Die CommandRef und das Forum 7. Grundlagen Internals, Attributes und Readings Räume, Alias und Gruppen Die verschiedenen Stile (Styles) fheminfo Quiz: Grundlagenquiz 8. Erste (virtuelle) Geräte anlegen Wetterdaten in FHEM integrieren Gerätespezifische Hilfe Namen für Geräte Das dummy-device 9. Weiterführendes / Detaillierte Informationen stateFormat von Geräten userReadings userAttributes Icons für Geräte und Räume 10. Auf Ereignisse reagieren Beispiel-Szenarien Events / Eventmonitor Das notify-Device Das DOIF-Device event-on-change-reading vs. event-on-update-reading Abschluss und Bonus Ende Wie geht es weiter? Natürlich handelt es hierbei nur um den Stand von heute - wie schon gesagt, kommen in Zukunft weitere Inhalte hinzu, welche auf dem bereits Gelernten aufbauen werden. Das schöne dabei ist, dass du mit deinen Fragen oder Anregungen per Kommentar mitbestimmen kannst, was im Kurs als Nächstes gezeigt wird. Mein Ziel ist, dass jeder abgeholt wird und am Ende keine Fragen offen bleiben, sodass man ganz eigenständig seine eigenen Pläne umsetzen kann. Jetzt für den Kurs einschreiben! Update - August 17 Jetzt ist der Kurs schon 3 Stunden 30 Minuten lang und es kommen weiterhin neue Inhalte dazu. Für alle, die bereits im Kurs eingeschrieben waren ist dieses Update natürlich völlig kostenlos! Dazu gekommen sind Lektionen zu Perl, welche einem Einsteiger das Leben viel leichter machen werden. Außerdem sind auch viele fortgeschrittene Nutzer von FHEM Kursteilnehmer geworden, welche ebenfalls sehr positives Feedback gegeben haben und selbst nach jahrelanger Nutzung noch etwas neues lernen konnten! ### Alexa, Licht an! - Pimp my Smart Home (Loxone, FHEM) in unter einer Stunde Wer eine von Alexa (noch) nicht offiziell unterstützte Smart-Home-Lösung einsetzt, Zuhause aber dennoch nicht auf die komfortable Sprachsteuerung des E-Commerce-Giganten verzichten möchte, um bspw. die Beleuchtung zu steuern, kann sich jetzt freuen. Denn dank der Open-Source-Software ha-bridge lassen sich Smart-Home-Systeme mit offenen Schnittstellen wie Loxone und FHEM mit etwas Nachhilfe dazu bewegen, auf Amazons Zauberkiste zu hören. Damit lassen sich dann Lampen auf Wunsch schalten und dimmen sowie andere Komponenten wie Rolläden oder auch die eingebundene Lüftungsanlage steuern. Was dazu benötigt wird, wie die Einrichtung Schritt für Schritt abläuft und welche kleinen Einschränkungen die Lösung derzeitig (noch) hat, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. Praxistipps, gerade hinsichtlich der passenden Namensgebung der zu steuernden Geräte, dürfen dabei natürlich ebensowenig fehlen. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) "Alexa, schalte das Licht ein." - "Entschuldigung, ich kann leider keine passenden Geräte finden." Bis die Sprachsteuerung auch tatsächlich das macht, was man von ihr möchte, benötigt man neben einem Echo Dot (Affiliate-Link) bzw. Echo (Affiliate-Link) im Fall von FHEM bzw. Loxone mindestens noch eine "Brücke", um beide Systeme miteinander zu verbinden. Hier gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, wobei eine der einfachsten der Einsatz von Freeware-Software namens ha-bridge ist. Mit der nachfolgenden Anleitung und etwas technischem Geschick ist das in weniger als einer Stunde zu bewerkstelligen. Die ha-bridge-Software wird nachfolgend auf einem Raspberry Pi installiert und tritt dann als hue-Bridge des beliebten Lampenherstellers Philips auf - quasi per Softwareemulation, um Alexa eine vollwertige hue-Bridge im eigenen Netzwerk vorzugaukeln. In der Oberfläche von ha-bridge werden dann alle zu schaltenden Smart-Home-Komponenten manuell mit den gewünschten Namen eingetragen und Links definiert, welche die in Loxone bzw. FHEM vorhandenen Geräte bei einem Sprachbefehl per URL-Befehl triggern. Hört sich mittelstressig an, funktioniert nach einmaliger Einrichtung aber wirklich spitze - und vorallem auch blitzschnell. Denn wie man an der Grafik sehen kann, muss im Hintergrund schon Einiges passieren, bis der Sprachbefehl des Anwenders beim Smart-Home-System ankommt und entsprechende Schaltbefehle absetzt. In der Praxis sieht das dann eben so aus wie im nachfolgenden Video - spektakulär unspektakulär, wobei ich schon etwas aufgeregt war, da es einer meiner ersten Tests war (das Klacken beim Schalten der Stehlampe im Hintergrund kommt übrigens aus dem Schaltschrank im Technikraum - die Tür war offen): https://www.youtube.com/watch?v=hQVd-FeyfiE YouTube-Direktlink Wie im Video zu hören, quittiert Alexa den Sprachbefehl mit der kurzen Antwort "Ok". Bis diese Antwort erfolgt, wartet der Dienst erst auf eine positive Rückmeldung der ha-bridge. Sollte mal etwas schief laufen und die ha-bridge nicht zur Verfügung stehen, erhält der Anwender die Info, was nicht passt. Das hört sich nicht sehr spektakulär an, ist im laufenden Betrieb aber sehr praktisch, da man sofort weiss, wo es klemmt. Voraussetzungen für den Alexa-Pimp Grundvoraussetzung is natürlich erstmal ein offenes Smart-Home-System, wie bspw. Loxone (Einsteigerguide) oder FHEM (Einsteigerguide), welches für die Anbindung zur Verfügung steht und in dem bereits zu schaltende Komponenten (Lampen, Rollos, Lüftung, TV, AV-Receiver, whatever) eingebunden sind. Entsprechende Anregungen und Anleitungen lassen sich hier im Blog wohl zu Genüge finden. Dann benötigt man mindestens einen Amazon Echo (Affiliate-Link) bzw. Amazon Echo Dot (Affiliate-Link), wobe ich die weisse Variante ein Stück schicker finde als die schwarze. Geschmacksache... Ich habe mich zum Start direkt mal für das 3-er Pack Dots entschieden, um gleich mal mehrere Räume zu versorgen. Die Spracherkennung funktioniert bei ruhiger Umgebung locker auch aus dem Nachbarzimmer, bei geschlossenen Türen oder lauter Musik hat das Ganze trotz 7! verbauter Mikrofone aber dennoch seine Grenzen. Vermutlich werde ich die restlichen Zimmer nach und nach auch noch mit weiteren Dots ausstatten, aktuell funktioniert das aber auch schon so im gesamten Haus sehr gut. Und das seit jetzt fast schon einen Monat seit der Einrichtung und bisher komplett ohne Aussetzer. Das ist bei mir eher selten, da ich Neues in der Regel gleich erst mal wieder "kaputt spiele" und dann nochmal von vorne anfangen muss. Wenn übrigens mehr als ein Echo (Dot) eingesetzt wird, reagiert immer nur derjenige, der die Stimme des Anwenders am besten "versteht". Klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber wirklich mehr als praktisch und dürfte in der Umsetzung alles andere als trivial sein, da aus Anwendersicht keine merkliche Verzögerung wahrnehmbar ist. Für den hier vorgestellten Anwendungsfall ist es übrigens auch völlig egal, ob der günstige Echo Dot oder der "normale" Echo eingesetzt wird. Nur wer auf Musik Wert legt, sollte das größere Echo-Flagschiff wählen, da der Echo Dot bei der Audiowiedergabe schon sehr schwachbrüstig ist - hier reicht es eigentlich nur für Alexa-Audiorückmeldungen. Der Echo Dot lässt sich zwar per Line-Out-Kabel an eine Musikanlage koppeln, in der Praxis sollte das aber eher semi-gut funktionieren, da der AV-Receiver am besten durchgehend angeschaltet sein muss, da man bei einem abgesetzten Sprachbefehl sonst nichtmal die Sprachantwort von Alexa mitbekommt. Der interne Lautsprecher ist in diesem Fall nämlich deaktiviert. Als dritte Komponente wird noch die Software ha-bridge benötigt, welche auf github heruntergeladen und kostenfrei genutzt werden kann. Die Software muss dann dauerhaft auf einer passenden Hardware laufen, damit der Dienst zur Verfügung steht. Hier bietet sich natürlich ein stromsparender Raspberry Pi an, welcher auch für eine Vielzahl weiterer Anwendungen (parallel) genutzt werden kann. Ich habe mich dabei jedoch explizit dazu entschieden, die Anwendung erstmal auf einem separaten RPI laufen zu lassen, der sonst für nichts anderes genutzt wird. Vermutlich übertrieben, aber ich kenne das nur zu gut, dass man "mal schnell" etwas Neues installiert und dann erstmal gar nichts mehr funktioniert. Und wer kennt das nicht aus eigener Erfahrung? Wer also sowieso bereits FHEM auf einem RPI einsetzt, wie im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in weniger als einer Stunde einrichten beschrieben, braucht im Grunde keinen zusätzlichen Raspberry Pi. Wer dabei auf Nummer Sicher gehen möchte oder aber sein Loxone-System Alexa-fähig machen möchte, schafft sich die nachfolgenden Komponenten an. Dazu gehört natürlich erstmal der Einplatinenrechner Raspberry Pi 3, der mehr als genug Power hat, um den ha-bridge-Dienst stabil laufen zu lassen. Zum Betrieb werden dann noch ein passendes Netzteil und eine MicoSDHC-Karte benötigt. Da am RPI3 mehrere stromhungrige Verbraucher per USB betrieben werden können, empfiehlt sich direkt ein Netzteil mit 3A (Affiliate-Link) einzusetzen. Auf diese Weise kann der Pi auf max. 15 Watt zurückgreifen und besitzt damit genug Reserven. Für das Betriebssystem setzt man am besten eine "Industrial"-Speicherkarte ein, wie die Kingston Industrial Temperature Micro SDHC UHS-I 16GB Class 10 (Affiliate-Link), welche besonders viele Schreib- und Lesezyklen ermöglicht. Damit ist die Chance noch geringer, dass das System nach kürzerer Zeit aufgrund von Speicherfehlern abschmiert. Nicht zwingend notwendig, aber dennoch sinnvoll ist, die Unterbringung des RPI in einem passenden Gehäuse. Für das aktuelle Modell empfiehlt sich das offizielle Gehäuse (Affiliate-Link) inkl. Kühlkörper, die auf CPU und GPU aufgeklebt werden. Raspberry Pi als Server für ha-bridge vorbereiten Nun geht es ans Eingemachte. Erstmal wird das passende Betriebssystem in Form von Raspbian auf der SD-Karte installiert. Die ausführliche und stetig aktualisierte Anleitung hierfür findet sich im Blogpost FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in weniger als einer Stunde einrichten im Gliederungspunkt "Konfiguration des RPI - Betriebssystem Raspbian installieren". Hier sind alle Schritte durchzuführen bis zum Gliederungspunkt "Softwarevoraussetzungen schaffen und FHEM installieren", welcher selbst jedoch nicht mehr notwendig ist. Für die späteren Schritte unbedingt die IP-Adresse des Raspberry Pi weiter merken! Nachdem "die leere Hülle" des Betriebssystems läuft und auch bereits einige Einstellungen vorgenommen wurden, loggt man sich nach dem Reboot des RPI wieder per ssh in das recht jungfräuliche System ein und installiert erstmal Java, welches für ha-bridge benötigt wird: sudo apt-get update && sudo apt-get install oracle-java8-jdk Dann wird ein Verzeichnis erstellt und ha-bridge in dieses heruntergeladen: mkdir /home/pi/habridge/ && wget https://github.com/bwssytems/ha-bridge/releases/download/v4.5.5/ha-bridge-4.5.5.jar -O /home/pi/habridge/ha-bridge.jar Ob es bereits eine neuere Version als die hier genutzte v4.5.5 gibt, ist im Release-Bereich unter "Downloads" einsehbar. Obigen Befehl also entsprechend anpassen, sofern notwendig. Falls der Befehl einen Fehler ausspuckt, einfach ein "sudo " ohne Anführungszeichen voranstellen und nochmal versuchen (kann bei Ubuntu notwendig sein). Jetzt benötigt man nur noch ein Startscript, damit der ha-bridge-Dienst immer brav beim Reboot des Raspberry Pi mitgestartet wird. Dieses gibts hier direkt zum Download: sudo wget https://meintechblog.de/download/habridge.service -O /etc/systemd/system/habridge.service Kommt eine Fehlermeldung, ist vermutlich noch eine alte Raspbian-Version installiert, die noch kein "systemd" unterstützt. Dann muss man sich um ein alternatives Startscript umsehen, das Vorgehen wird hier beschrieben. Wer daran noch Änderungen vornehmen möchte, nutzt am besten "nano". Dieser Schritt ist jedoch nicht notwendig. sudo nano /etc/systemd/system/habridge.service Sind die gewünschten Anpassungen vollzogen, wird die Datei mit der Tastenkombination "STRG + o" gespeichert und der nano-Editor wieder mit der Tastenkombination "STRG + x" geschlossen. Weiterführende Infos zum Startscript gibt es hier. Jetzt noch die Änderungen ins System "überspielen" und sicherstellen, dass der Dienst beim Neustart auch gestartet werden kann: sudo systemctl daemon-reload && sudo systemctl enable habridge.service Die Meldung "Created symlink from /etc/systemd/system/multi-user.target.wants/habridge.service to /etc/systemd/system/habridge.service." sollte angezeigt werden, sofern alles geklappt hat. Zum manuellen Starten des ha-bridge-Dienstes - also ohne jetzt direkt einen Neustart ausführen zu müssen - genügt der Befehl: sudo systemctl start habridge.service Statt "start" lässt sich natürlich auch "restart" oder "stop" nutzen, wenn man den Service neustarten bzw. komplett stoppen möchte. Sobald alles läuft, ist der Dienst im Browser über den Port "8080" erreichbar: http://raspberrypi:8080 Wer mehrere Raspberry Pis im Einsatz hat, nutzt statt "raspberry" eben die entsprechende vorher "gemerkte" IP-Adresse (die, von der weiter oben die Rede war). Wird die Seite geladen, ist das Schlimmste bereits überstanden. Anders als beim Screenshot sind zu Beginn natürlich noch keine Geräte ("devices") eingetragen. Dazu kommen wir bald, vorher muss man sich aber noch um die notwendigen URLs kümmern, die für die "virtuellen" Komponenten in ha-bridge notwendig sind. Notwendige URLs ermitteln Für jedes zu schaltende "Gerät", welches in Loxone bzw. FHEM vorhanden ist, wird mindestens eine URL benötigt, meistens aber sogar bis zu drei - ein Befehl für das Einschalten, einer für das Ausschalten und ein Befehl zum Dimmen. Der FHEM-Schaltbefehl zum Einschalten der Wohnzimmerbeleuchtung ist folgendermaßen aufgebaut: http://user:password@192.168.3.154:8083/fhem?cmd=set%20Wohnzimmerlampe%20on user und password ist optional, je nachdem, ob man eine Zugriffsbeschränkung definiert hat oder nicht. Wer darauf verzichtet, kann den Part user:password@ einfach weglassen. Die IP 192.168.3.154 muss jeder mit der Adresse des eigenen FHEM-Servers tauschen. Wer ha-bridge und FHEM auf dem selben RPI installiert hat, nutzt statt der IP einfach "localhost" (ohne Anführungszeichen). Statt Wohnzimmerlampe trägt man den gewünschten Namen ein, der für den passenden Eintrag in FHEM hinterlegt ist. Der letzte Teil on ist der Befehl für das Einschalten. Wird dieser Teil durch off ersetzt, wird das Device wieder ausgeschaltet. Bei dimmbaren Lampen lässt sich zusätzlich noch ein Wert von 0 bis 100 nutzen. Damit der "gesprochene" Prozentwert bei einem Sprachbefehl später auch korrekt ankommt, wird in ha-bridge dann beim entsprechenden Dimmbefehl der Ausdruck ${intensity.percent} verwendet. Dazu gibt es später noch ein passendes Beispiel. Leerzeichen müssen dabei mit %20 ausgetauscht werden. Denn mit Leerzeichen in der URL kommt ha-bridge nicht zurecht. Danke für den Hinweis Sascha. Die gesamte URL kann zum Testen einfach in die Adressezeile des Browsers eingetragen werden. Sofern es nicht funktioniert, ist die Chance groß, dass FHEM gegen solche Aufrufe "abgesichert" ist, was ab Version 5.8 der Fall ist. Man könnte diesen Schutz jetzt mit dem FHEM-Kommandozeilenbefehl "attr WEB.* csrfToken none" (ohne Anführungszeichen) aushebeln, würde sein System dann aber auch anfällig machen für das sogenannte Cross-Site-Request-Forgery. Im schlimmsten Fall löscht der Aufruf einer manipulierten Website dann eure gesamte FHEM-Installation. csrfToken in FHEM definieren Aus diesem Grund wird jetzt - sofern noch nicht erfolgt - ein scrfToken in FHEM mit dem FHEM-Kommandozeilenbefehl "attr WEB csrfToken meingeheimertoken" (ohne Anführungszeichen) angelegt und mit "Save config" gespeichert. meingeheimertoken muss dabei natürlich von jedem entsprechend angepasst werden. Wer selbst zu unkreativ ist, schnappt sich einfach einen Passwortgenerator. Achtet aber darauf, dass keine Sonderzeichen genutzt werden, die den späteren URL-Aufruf stören könnten. So sieht der URL-Aufruf jetzt mit der Ergänzung des csrfToken aus: http://user:password@192.168.3.154:8083/fhem?cmd=set%20Wohnzimmerlampe%20on&fwcsrf=meingeheimertoken Spätestens jetzt sollte der URL-Aufruf funktionieren. In diesem Fall den Link direkt in einem Texteditor zwischenspeichern, da dieser Link später in ha-bridge benötigt wird. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Leon, der mich auf die Problematik mit dem csrfToken aufmerksam gemacht hat. Danke auch an alle beteiligten im FHEM-Forum, die mir die Arbeit mit ihrem Mini-Howto erleichtert haben. Wer seine hinterlegten Geräte in Loxone ansteuern möchte, muss etwas mehr "basteln". Egal, welche Komponenten geschaltet werden sollen, empfehle ich den Einsatz zusätzlicher "Virtueller Eingänge", die beim Aufruf per URL einen kurzen Impuls am angeschlossenen Gerät (hier Lichtsteuerung) triggern. Am besten vergibt man für die "Virtuellen Eingänge" gleich von Anfang an sprechende Namen. In diesem Fall "Alexa Wohnzimmerbeleuchtung An" und "Alexa Wohnzimmerbeleuchtung Aus". Da es sich hier um Ein- bzw. Ausschaltbefehle handelt, wird noch der Haken bei "Als Digitaleingang verwenden" gesetzt. Anschließend werden die Eingänge noch passend verbunden. Der Ausschalt-Impuls entsprechend mit "R" des Lichtsteuerungsbausteins. Den Einschalt-Impuls habe ich über eine zusätzliche Logik so angeschlossen, dass er die erste Szene (S1) des Lichtsteuerungsbausteins triggert, aber nur dann, wenn das Licht nicht eh bereits aktiv ist. Würde er direkt an "S1" angeschlossen werden, würde ein zweiter Impuls das Licht nämlich wieder ausschalten, sollte bereits Szene 1 aktiv sein (Loxone Logik). Und das wäre natürlich eher unpraktisch. Wichtig dabei ist der von der Loxone Config automatisch vergebene "Anschluss" des jeweiligen virtuellen Eingangs (im Screenshot links oben), in diesem Fall "VI55". Über diesen Eintrag kann der virtuelle Eingang direkt angesprochen werden. Das sieht dann so aus: http://admin:password@192.168.3.5/dev/sps/io/VI55/Pulse admin und password sind die in der Loxone-Config vergebenen Zugangsdaten des Anwenders. Also muss mindestens das Passwort angepasst werden. 192.168.3.5 ist die IP meines Miniservers. Also ebenfalls nach eigener Konfiguration anpassen. VI55 ist der von Loxone vergebene "Anschluss" (von oben). Pulse bedeutet, dass der Aufruf einen kurzen Impuls auslöst. Soll ein Prozentwert (0-100) übergeben werden, lässt sich stattdessen auch der numerische Wert eingeben. Dann wird jedoch vorausgesetzt, dass beim "Virtuellen Eingang" in Loxone der Haken bei "Als Digitaleingang verwenden" deselektiert ist. Verwendet werden die "analogen" Werte dann für das Dimmen der Beleuchtung oder zum passgenauen Anfahren der Rolläden (dazu später mehr). Statt "Pulse" kann grundsätzlich auch "Ein" bzw "Aus" genutzt werden, bei den hier verwendeten "Virtuellen Eingängen" ist das aber nicht relevant. Dokumentiert sind mögliche Parameter übrigens in der Loxone Dokumentation zu den Webservices. Funktionieren die URL-Aufrufe nach testweiser Eingabe im Browser wie gewünscht, den Link am besten direkt in einem Texteditor (ohne Formatierung) zwischenspeichern, sie werden nämlich im direkten Anschluss benötigt. ha-bridge mit virtuellen Geräten füttern Sind die URLs für das erste Gerät (hier die Beleuchtung im Wohnzimmer) im Kasten, geht es in der Oberfläche von ha-bridge weiter, in der ein "virtuelles" Alexa-Device (hier "Wohnzimmer") unter "Home" -> "Add/Edit" angelegt wird. Ein wichtiger Hinweis zur Namensvergabe: Da ha-bridge als hue-Bridge auftritt, welche nur Lampen verwalten kann, werden später alle Devices bei Alexa unter einem "Lampen-Profil" registriert. Deshalb sollte man besser nur "Wohnzimmer" als Namen vergeben, also ohne Zusatz "Lampe", "Beleuchtung" oder Ähnliches. Alexa hört dann trotzdem auf "Wohnzimmerlampe" bzw. "Wohnzimmerbeleuchtung" und versteht, dass der Eintrag "Wohnzimmer" damit gemeint ist. Hier kann man dann auch variieren und bspw. auch "Beleuchtung im Wohnzimmer" sagen. Bei Rollos sollte man es hingegen anders handhaben und dann bspw. "Wohnzimmerrollo" als Namen vergeben. Dann muss man exakt diesen Namen beim Sprachbefehl nutzen. Schade ist dabei natürlich - und das ist aus meiner Sicht die größte Einschränkung -, dass man bei Rollos "Alexa, Wohnzimmerrollo an" sagen muss. Die Befehle "Hoch" oder "Runter" funktionieren nicht. Besser ist es dann natürlich Prozentwerte zu nutzen: "Alexa, schalte Wohnzimmerrollo auf 70 Prozent." Das fühlt sich dann zumindest nur halbwegs dämlich an. Für die Beleuchtungssteuerung werden dann Einträge bei "On Items" und "Off Items" - also die vorher ermittelten URL-Aufrufe unter "Target Item" 1:1 - reinkopiert. Das ist optisch wirklich schrecklich umgesetzt, da das Feld minimiert ist. Deshalb unbedingt mit Copy&Paste der vorgefertigten URLs arbeiten und diese in die Mini-Felder kopieren. Bei "Type" wird noch "HTTP Device" gewählt, bei "Http Verb" der Eintrag "GET" und bei "Content Type" der Eintrag "text/html". Mit einem "Add" (grüner Button rechts) wird das Item gespeichert. In diesem Fall lauten die Befehle: On Item für FHEM: http://user:password@192.168.3.154:8083/fhem?cmd=set%20Wohnzimmerlampe%20on&fwcsrf=meingeheimertoken Off Item für FHEM: http://user:password@192.168.3.154:8083/fhem?cmd=set%20Wohnzimmerlampe%20off&fwcsrf=meingeheimertoken On Item für Loxone: http://admin:password@192.168.3.5/dev/sps/io/VI55/Pulse Off Item für Loxone: http://admin:password@192.168.3.5/dev/sps/io/VI56/Pulse Sind alle gewünschten Einträge (mind. ein "On Item" und ein "Off Item") vorhanden, wird das Gerät ganz zum Schluss oben über "Add Bridge Device" dauerhaft gespeichert. Zurück in der "Home"-Übersicht von ha-bridge lassen sich die Befehle jetzt testen und das Licht sollte bei einem Druck auf die jeweiligen Buttons ein- bzw. ausgeschaltet werden. Eine Statusmitteilung rechts oben gibt zudem zusätzliche Informationen zum ausgeführten Schaltvorgang. Alle weiteren Geräte lassen sich dann nach diesem Vorgehen identisch anlegen. Damit Alexa bspw. auch auf "Wohnen einschalten" reagiert und nicht nur auf "Wohnzimmer einschalten", habe ich den bereits bestehenden Eintrag "Wohnzimmer" mit "Edit/Copy" selektiert, als neuen Namen "Wohnen" eingetragen und mit "Add Bridge Device" als zusätzliches Gerät registriert (es gibt leider keine Aliases, sonst wäre das natürlich einfacher). Da die URLs dabei automatisch übernommen werden, sind hier keine weiteren Anpassungen notwendig. Für Alexa sind das dann entsprechend zwei unterschiedliche Geräte. Da die Steuerbefehle aber identisch sind, macht es genau das, was es soll, nämlich immer das selbe Gerät anzusteuern. Ein kleiner Workaround, der aber echt sinnvoll sein kann, gerade wenn mehrere Personen unterschiedliche Begriffe benutzen. Bestes Beispiel: "Alexa, schalte die Bürobeleuchtung aus." VS "Alexa, Arbeitszimmer ausschalten." ha-bridge-Geräte mit Alexa bekannt machen Als letzten Schritt benötigt Alexa noch die Infos zu den in ha-bridge eingetragenen Geräten. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Einfachste ist so simpel wie genial. Man sagt zu seinem Echo (Dot) einfach: "Alexa, finde meine Geräte" Dazu muss die ha-bridge natürlich bereits mit dem Amazon-Konto verbunden sein, was eigentlich bereits der Fall sein sollte, wenn man ha-bridge auf dem PC einrichtet, dessen Browser bereits bei Amazon eingeloggt ist. Sollte das nicht der Fall sein, klickt man bei der ha-bridge-Oberfläche rechts oben einfach auf "Login/Logout". Praktisch ist aber auch die Verwaltung der Geräte auf der eigens von Amazon eingerichteten Alexa-Seite. Hier lässt sich die "Suche" im Gliederungspunkt "Smart Home" -> "Geräte" ganz unten manuell anstoßen und ggf. nicht mehr benötigte Geräte "Verwerfen". Dritte Möglichkeit ist dann noch die Alexa-App, welche für iOS und Android angeboten wird. Vermutlich hat man die App ja eh bereits auf dem Smart Phone installiert, schließlich musste der Echo (Dot) ja auch vorher schon eingerichtet werden, um sich mit dem heimischen WLan verbinden zu können. Nach spätestens 20 Sekunden sollte Amazon dann über alle neuen Geräte informiert sein, die in ha-bridge gepflegt sind. Werden neue Geräte in ha-bridge eingetragen, wird die Alexa-Suche einfach erneut manuell gestartet. Und jetzt wird es spannend - der erste Sprachbefehl kann ausprobiert werden. Ich drücke die Daumen, dass es auf Anhieb klappt - wie bei mir, was eigentlich eine Seltenheit ist. :) Nachtrag zu Dimmaktoren Das technische Vorgehen bei Dimmaktoren (dimmbare Lampen, Rolläden) ist identisch - mit einigen Erweiterungen. Wer FHEM einsetzt, braucht dort erstmal nichts weiter beachten. Wer Loxone benutzt, muss - wie oben bereits angesprochen - einen dritten "Virtuellen Eingang" nutzen, der dann beim jeweiligen Programmbaustein angekoppelt wird. Im Falle eines Rollos wird dieser an "Alp" angeschlossen, um eine Fahrt zu einer bestimmten Stelle auszulösen. "Alexa, schalte das Wohnzimmerrollo auf 90%" lässt das Rollo dann fast komplett runterfahren. (0% ist oben, 100% unten) Die zusätzlichen Einträge (neben "On Item" und "Off Item" beim Device in ha-bridge) sehen dann so aus: Dimm Item für FHEM: http://user:password@192.168.3.154:8083/fhem?cmd=set%20Wohnzimmerrollo%20${intensity.percent}&fwcsrf=meingeheimertoken Dimm Item für Loxone: http://admin:password@192.168.3.5/dev/sps/io/VI59/${intensity.percent} Aus meinem täglichen Leben Eigentlich hatte ich von Alexa nicht viel erwartet, wurde aber mit der besten Sprachsteuerungen belohnt, die ich bisher im Einsatz hatte (inkl. Siri, die im direkten Vergleich echt grottenlangsam und eingestaubt wirkt). Die Reaktionszeit von Alexa ist einfach phänomenal - erstaunt mich einfach immer wieder... Im Vorfeld hatte ich mich dabei schon darauf eingestellt, die eher frickelige Alexa-Anleitung aus dem FHEM-Forum durchzuspielen, die jedoch einen Amazon-Developer-Account voraussetzt, der anscheinend auch mal schnell gehackt wird und dann Kosten generieren kann. Wollte ich nicht, vorallem hätte ich das nicht ruhigen Gewissens "verbloggen" wollen. Eigentlich wollte ich mich auch endlich mal wieder mit OpenhHAB 2 befassen, welches mittlerweile ein Loxone-Binding und ein fertiges Alexa-Skill besitzt. Perfekte Voraussetzungen eigentlich, um als Vermittler der Systeme aufzutreten - dachte ich zumindest. Da ich nach der Installation jedoch direkt wieder beim Ausprobieren von "Standard"-Bindings bzw. Skills bzw. Modulen - oder wie das auch immer alles heisst - kläglich gescheitert bin, habe ich direkt wieder abgebrochen und den "Deinstall"-Button in meinem QNAP-NAS gedrückt. Fail. Aber vielleicht beim nächsten Anlauf - im nächsten Jahr. Denn eigentlich hat die Software Potenzial, das zumindest ich derzeitig nicht anzapfen kann. Stattdessen habe ich der mir bis vor Kurzem noch unbekannten ha-bridge eine Chance gegeben. Und siehe da: Bis auf kleinere Problemchen bei der Konfiguration des ersten "On Items" hat von der Installation der Software bis zur Einbindung in Alexa alles wie am Schnürchen geklappt. Alles straight forward und in weniger als einer Stunde erledigt, selbst mit etwas Gefrickel - fast schon rekordverdächtig. Bei der Einrichtung haben mir übrigens diese Anleitung im Loxwiki und das Howto auf kohlenklau.de geholfen, auch wenn ich ohne weiterführende Kenntnisse wohl bereits nach wenigen Schritten kläglich gescheitert wäre. Egal, dennoch vielen Dank für die gute Vorarbeit! Als die erste Lampe dann einmal funktioniert hat, folgten die weiteren im Minutentakt. Jetzt sind bereits alle Lampen, Rollos und sogar die Wohnraumlüftung eingebunden, die sich mit Alexa jetzt stufenlos zwischen 0 und 100 Prozent steuern lässt. Genial! In Summe hat die Einrichtung aller relevanten Komponenten schon etwas gedauert, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Zum "Lichtschalter" wandern oder die "App des Vertrauens" öffnen, um steuernd einzugreifen, lässt sich mit Alexa zwar nicht komplett vermeiden, in vielen Situation ist es aber echt praktisch schnell mal einen Sprachbefehl - wie "Alexa, Licht aus" - sagen zu können. Diesen Befehl habe ich übrigens in der Alexa-Verwaltung als "Gruppe" definiert und dieser Gruppe alle Lampen im Haus zugewiesen. Benutze ich oftmals, bevor ich das Haus verlasse, um die gesamte Beleuchtung auszuschalten. Selbst bei über einem Dutzend nacheinander auszuführender http-Befehle funktioniert das Ganze in Sekundenschnelle und absolut zuverlässig. Hätte ich nicht erwartet. Oder "Alexa, Rollos ausschalten" (Ja, das hört sich beknackt an), um alle der Gruppe zugewiesenen Rollos (also alle im Haus) gemeinsam hochzufahren. Auch wenn sich manche Sprachbefehle (gerade bei Rollos) echt besoffen anhören, möchte ich die durch Alexa gewonnene Flexibilität nicht mehr missen. Dafür funktioniert die Spracherkennung des Echo Dot (Affiliate-Link) einfach zu gut. Zwar doch etwas scary, dass Alexa immer "zuhört", Daten werden in die Cloud aber (angeblich) nur dann übertragen, wenn das Keyword "Alexa" erkannt wird. Vertrauen wir einfach einmal darauf, bei anderen Diensten wie Siri machen wir das ja mittlerweile auch. Mit Alexa als Sprachsteuerung fühlt sich das ganze Smart-Home-Dingens jedenfalls ein gutes Stück mehr nach 21. Jahrhundert an. I like. ### Mit FHEM zum Low Budget-Smart Home - Der neue Einsteigerguide von meintechblog Du bist neu im Umfeld von Smart Home, möchtest nachrüsten und vor allem auf Funklösungen setzen? Du möchtest mit einer kleinen, preiswerten Lösung starten, dir aber den Weg für eine wachsende Lösung nicht verbauen? Du stehst auf Open Source und willst richtig spannende Szenarien in deinem Zuhause automatisieren und mit deinem Smartphone steuern? Dann könnte FHEM deine Lösung sein! Der Einsteigerguide von meintechblog führt dich an das System heran und hilft dir bei der Entscheidungsfindung. Kernvorteile von FHEM vorab zusammengefasst FHEM ist Open Source und somit kostenlos FHEM läuft auf unterschiedlicher Hardware (z.B. dem preiswerten Raspberry Pi (Affiliate-Link), NAS oder Barebones) FHEM verwaltet unzählige unterschiedliche Smart-Home-Systeme einheitlich unter einer Oberfläche mit einer zentralen Konfigurationslogik (aktuell gibt es in FHEM rund 420 Module, die hauptsächlich die Einbindung unterschiedlicher Smart-Home- oder Multimedia-Hardware verfolgen) FHEM wird kontinuierlich von einer großen und wachsenden Community gepflegt und weiterentwickelt FHEM ist durch verschiedene Visualisierungen erweiterbar FHEM – die eierlegende Wollmilchsau? FHEM was? So schwierig und wenig eingängig der Name zunächst klingen mag, so einfach lassen sich die zentralen Inhalte der Software erklären (Hintergründe zur Namensfindung gibt es im Blogpost Rudolf König im Interview – Der Erfinder von FHEM zum Thema Smart Home). FHEM ist eine Software, die aus verschiedenen Computern einen Smart Home Server macht und Open Source erhältlich ist. Mit dieser Software ist es möglich, Smart-Home-Sensoren und -Aktoren von diversen Herstellern in einem einheitlichen Logikprogramm – dem Herzstück des Smart Homes – miteinander zu Smart-Home-Szenarien zu verbinden. Ein Homematic Fensterkontakt (Affiliate-Link) spricht so z.B. mit einem EnOcean Heizkörperthermostat (Affiliate-Link) oder ein Technoline Temperatur-/Luftfeuchtesensor (Affiliate-Link) mit einem UFO-LED-Stripe-Steuergerät (Affiliate-Link). Ein Smart Home ist dabei als ein vernetzten, intelligentes und vor allem selbst agierendes Zuhause zu verstehen, das durch verschiedene Sensoren Zustände erfasst (z. B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Schließzustand von Türen und Fenstern, Energieverbrauch, An/Aus-Status von Lichtern etc.) und über diverse Aktoren Zustände verändert (z. B. Steuerung der Heizung, Schalten von Lichtern, Verbrauchern oder Rollläden etc.). Exkurs: Intelligentes Smart Home Szenario am Beispiel der Rollladensteuerung Rollladen sind ein gutes Beispiel, um ein echtes Smart Home von einem rein Smartphone-gesteuerten Zuhause zu unterscheiden. Rollladen können zahlreiche Zwecke erfüllen: Bei Kälte liefern sie zusätzlichen Wärmeschutz, bei Wäre tragen sie zur Kühlung eines Raumes bei, bei Sturm schützen sie Fenster vor Beschädigung durch herumfliegende Teile, bei Dunkelheit bieten sie Sichtschutz und bei Abwesenheit erhöhen sie die Sicherheit eines Gebäudes. Eine rein elektronische Steuerung per Taster oder Smartphone ist daher relativ unintelligent, weil keine der auslösenden Aktionen (Dunkelheit, Abwesenheit, Wärme, Kälte, Sturm etc.) von der Steuerung erkannt werden. In einem Smart Home hingegen, kommuniziert die Rollladensteuerung mit der Wetterstation, nutzt Online-Wetterdienste mit Sturmvorhersage, erkennt Abwesenheit von Bewohnern, nutzt Informationen zu Sonnenstand, Einstrahlwinkel, Kraft und Stärke der Sonne, kennt Temperaturen und reguliert automatisch die Helligkeit in einem Raum – alles ohne, dass der Anwender selbst die Steuerung vornehmen muss. Beispielszenarien zur Rollladensteuerung haben wir in den Blogartikeln HowTo: Elektrische Rolläden per FHEM und HomeMatic automatisieren und Smart-Home-Rolladensteuerung mit FHEM und Loxone: Howto und Praxistipps für Nachrüster beschrieben. Damit derartige Aktoren wissen, wann sie welche Schaltaktion ausführen sollen, bedarf es der Definition von Smart-Home-Szenarien, die genau festlegen, welcher Aktor wie, wann, wo und bei welchen Sensor-Werten welche Schaltaktion vornimmt. Hierfür müssen Sensoren also mit Aktoren entsprechend festgelegter Vorgaben kommunizieren. All das wird mit FHEM realisiert. Was unterscheidet FHEM jetzt allerdings von sogenannten Smart-Home-Systemen, die teilweise bereits in Print und TV beworben werden? Aus unserer Sicht liegt der Unterschied vor allem darin, dass mit FHEM im Gegensatz zu geschlossenen und primär Smartphone-gesteuerten Systemen, „echte“ Smart Homes realisiert werden können, die sich weitestgehend selbst steuern können. Dies ist einerseits dadurch bedingt, dass FHEM ein quelloffenes System ist, das ständig von einer großen Community weiterentwickelt wird und somit laufend neue Hardwaresysteme mit FHEM kompatibel sind. Andererseits bietet FHEM dem Anwender maximale Freiheit in der Gestaltung von Smart-Home-Szenarien, da sämtliche Abläufe bei Belieben in PERL programmiert werden können. Das klingt gerade für Einsteiger abschreckend, sollte es aber nicht sein! Bei meintechblog setzen wir alles daran, die FHEM-bezogenen Szenarien nachvollziehbar und auch für Laien umsetzbar zu beschreiben! Weitere Vorteile von FHEM liegen darin, dass durch die Unabhängigkeit von bestimmten Hardware-Herstellern sehr preiswerte Smart-Home-Lösungen realisiert werden können und dass FHEM auf verschiedenen, ebenfalls preiswerten Hardwaresystemen „läuft“, u. a. auf Raspberry Pi Einplatinencomputern (Affiliate-Link), auf NAS-Systemen (z.B. auf einem QNAP- oder Synology-NAS (Affiliate-Links)), auf Barebone-PCs (ich verwende einen Intel NUC (Affiliate-Link)), ja sogar auf AVM FritzBoxen, was allerdings aus heutiger Sicht nicht mehr empfohlen wird. Exkurs: Low-Budget Smart-Home mit FHEM am Beispiel Raumregelung der Temperatur Zu einer Temperaturregelung einzelner Smart-Home-Räume gehören mindestens die Komponenten Temperatursensor und Heizungsaktor/Stellantrieb (im Fall eines konventionellen Heizkörpers). Setzt man auf weitestgehend geschlossene Systeme, so ist es obligatorisch, den passenden Temperatursensor zum passenden Aktor zu erwerben. Häufig sind allerdings gerade Funk-basierte Temperatursensoren nicht gerade preiswert. Schnell kostet eine Temperaturregelung pro Raum dadurch zwischen 100 und 150 Euro (50 Euro für einen Aktor, häufig zwei Heizkörper pro Raum + 50 Euro für einen Temperatursensor). In einer 3 Zimmer-Wohnung können so bis zu 750 Euro für eine Temperaturregelung fällig werden. Durch die Hardwareunabhängigkeit, ist es hingegen mit FHEM möglich, hier für jedes Hardware-Teil das passendste und gegebenenfalls günstigste Element herstellerübergreifend auszuwählen und in FHEM miteinander zu verknüpfen. Im Blogpost FHEM mit JeeLink: Luftfeuchte und Temperatur zum Low-Cost-Tarif messen haben wir z.B. die Nutzung eines etwa 17 Euro teuren „Technoline“-Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensors (Affiliate-Link) beschrieben. Eine derartige Konfiguration kann die Hardware-Kosten für eine Heizungssteuerung bereits um bis zu 20% senken. Prinzip verstanden? Dann steigen wir nun etwas tiefer in die technischen Details ein. FHEM – der Aufbau aus logischer Sichtweise betrachtet Eine häufig verwendete Variante in FHEM-basierten Smart Homes ist die Nutzung eines Raspberry Pi als Server. Einen Raspberry Pi gibt es ohne Zubehör schon für etwa 40 Euro. Wie man FHEM auf einem Raspberry Pi (Affiliate-Link) installiert, haben wir detailliert in unserem Blogpost FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in weniger als einer Stunde einrichten beschrieben. Wie bereits im ersten Abschnitt angesprochen, verarbeitet FHEM Informationen zwischen Sensoren, Aktoren und natürlich den Bewohnern des Smart Home. Das heißt, es müssen zunächst einmal Sensorsignale in FHEM empfangen und Steuersignale an Aktoren von FHEM gesendet werden. Hierfür wird der jeweilige FHEM-Server – je nach Hardware – mit den entsprechenden Gateways aufgerüstet. Diese Gateways sind in unterschiedlichen Varianten erhältlich. Gängig sind Transceiver mit USB- oder LAN-Anschluss z.B. bei Funk-Smart-Home-Systemen. Welche Gateways es gibt und welche Smart-Home-Systeme sich damit steuern lassen, haben wir bereits ansatzweise im Blogpost FHEM: Welches Gateway für welches System? aufbereitet. U.a. sind  das Homematic Funk-LAN-Gateway für Homematic (Affiliate-Link), der CUL USB für zahlreiche 868- oder 433-MHz-Systeme (Affiliate-Link) oder der BSC USB300 für EnOcean(Affiliate-Link) gängige Gateways. Noch vor etwa fünf Jahren war es in FHEM gängig, mit dem sogenannten CUL-Transceiver, der per USB mit dem FHEM-Server verbunden wurde, Funk-Systeme wie „FS20“ zu steuern. Heute hingegen genießt z. B. das bidirektionale System „HomeMatic“, welches mittels eines LAN-basierten Funk-Gateways (Affiliate-Link) an den FHEM-Server angebunden wird, große Verbreitung. Andere bekannte Namen in der Smart-Home-Branche wie EnOcean oder gar KNX können ebenfalls mit der entsprechenden Gateway-Hardware in FHEM eingebunden werden. So wird es beispielsweise möglich, dass eine HomeMatic-basierte Heizungssteuerung auf den Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsinformationen eines EnOcean-Sensors basiert, oder eine KNX-basierte Rollladensteuerung die Helligkeitsinformationen und Sturm-Vorhersagen von Online-Wetterdiensten zur Steuerung verarbeitet. Mit diesem Prinzip lässt sich mit FHEM ein sehr effizientes, preiswertes und auf den jeweiligen Zweck ausgerichtetes Smart Home realisieren. FHEM – Basics in der Softwarenutzung Jede frische FHEM-Installation (z. B. wie hier für den Raspberry Pi beschrieben) bedarf der Einrichtung eines Gateways (wie z. B. im Blogpost Howto: HomeMatic Funk-LAN-Gateway mit FHEM verwenden für die HomeMatic-Schnittstelle „Funk-LAN Gateway“ (Affiliate-Link) erörtert). Zugegeben, ein optisches Highlight ist das FHEM-Webinterface nicht. Allerdings ist diese Sicht auf das System lediglich zu Programmier- und Verwaltungszwecken geeignet bzw. gedacht. Für die Nutzung auf Tablets oder Ähnlichem für den Betrieb im Smart Home kann FHEM durch Visualisierungssoftware (z. B. TabletUI oder SmartVISU ergänzt werden). In FHEM wird jedes Objekt - und dazu zählen auch Gateways - mit dem Befehl „define“ angelegt, der in der sog. FHEM-Kommandozeile am oberen Bildrand abgesetzt wird, doch dazu später mehr. Ist ein Gateway einmal eingerichtet, kann damit begonnen werden, passende Geräte, also Sensoren und/oder Aktoren über das Gateway mit FHEM zu verbinden. Dies funktioniert entweder automatisch oder per Pairing-Befehl, wenn das entsprechende Hardware-Geräte entsprechend der Betriebsanleitung des Herstellers in den Anlern-Modus versetzt wurde. In diesem Blogpost werden alle Beispiele anhand der Smart-Home-Hardware HomeMatic erörtert. Das HomeMatic-Funk-LAN-Gateway wird dabei z. B. mit dem define-Befehl define HMLANGW HMUARTLGW 192.168.178.79 in FHEM eingerichtet, wobei 192.168.178.79 für die IP-Adresse des Gateways steht, die automatisch vom Internet-Router zugewiesen wird. Die vollständige Einrichtung des Gateways kann im Blogpost Howto: HomeMatic Funk-LAN-Gateway mit FHEM verwenden weiterverfolgt werden. Bei einem Klick auf das neu angelegte Gateway entsteht nun die Möglichkeit, entweder per Klick oder erneut per Befehl in der Kommandozeile das Anlernen eines neuen und sich gerade im Lernmodus befindlichen Sensors oder Aktors durchzuführen. Hierfür wird der set-Befehl genutzt, der neben dem define-Befehl die zweite, wichtige Aktion in FHEM darstellt. set HMLANGW hmPairForSec 60 Dabei wird das Gateway namens „HMLANGW“ für 60 Sekunden in den Anlernmodus versetzt und sucht binnen Bruchteilen einer Sekunde nach verfügbaren Hardware-Geräten. Gesucht und gefunden: Erkannte Geräte werden sofort in FHEM angelegt. In diesem Beispiel handelt es sich um eine HomeMatic-Funk-Steckdose (Affiliate-Link) mit Energiemessung mit dem „schönen“ Namen HM_25191B. Alle Geräte, die in FHEM angelegt sind, können über einen Klick auf den Raum „Everything“ eingesehen werden. Wie der Name schon vermuten lässt, wird hier einfach „Alles“, was in FHEM so angelegt ist, aufgelistet. Um der HomeMatic Funk-Steckdose, über die wir im Blogpost HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Erweiterte Szenarien mit FHEM erstellen bereits etwas ausführlicher berichtet hatten, nun einen lesbaren Namen zu verpassen, kommt der dritte, wichtige Befehl in FHEM zur Anwendung: „rename“. rename HM_25191B Wz.Stehlampe In diesem Beispiel ist eine Stehlampe an die Funk-Steckdose angeschlossen, die sich im Wohnzimmer (Wz) befindet. Wir empfehlen bei der Benennung der Hardware immer den Raum in irgendeiner Form (z.B Wz für Wohnzimmer, Sz für Schlafzimmer, Az für Arbeitszimmer etc.) getrennt durch einen Punkt (.) vor dem Devicenamen zu verwenden. Schließlich wird das Device jetzt noch einem Raum in FHEM zugewiesen. Räume sind links in der Navigationsleiste zu finden. Die Zuweisung der Funk-Steckdose zu einem Raum „Wohnzimmer“ erfolgt dabei über den nächsten, zentralen Befehl: „attr“. Diese Abkürzung für Attribut kann einem Objekt in FHEM verschiedene Eigenschaften zuweisen, die häufig abhängig vom Gerätetyp sind. Eines dieser Attribute ist der Raum. attr Wz.Stehlampe room Wohnzimmer Mit diesem Befehl wird die Stehlampe in den Raum Wohnzimmer eingeordnet, der nun – falls es ihn bis hierher noch nicht gab – im linken Bereich des Webinterfaces erscheint. Das Device ist jetzt korrekt bezeichnet, im richtigen Raum und lässt sich über das Webinterface von FHEM schalten. Mit diesem Vorgehen lassen sich nahezu alle HomeMatic-Geräte in FHEM einbinden. Bei EnOcean hingegen ist z.B. der Pairing-Befehl leicht anders. Alle Infos hierzu findet man in unserem Blogpost Batterielose Funk-Hausautomation mit EnOcean und FHEM. Abläufe automatisieren: Let’s do Smart Home Wie eingangs schon angesprochen, muss ein echtes Smart Home sich selbst steuern können, also die Informationen von Nutzern und/oder Sensoren automatisiert verarbeiten und je nach Bedarf an Aktoren weiterleiten. Zu diesem Zweck bietet FHEM unterschiedliche Funktionsmodule, also standardisierte Befehle, die um gewisse Attribute (z.B. auslösendes Event/Gerät, durchzuführende Aktion etc.) erweitert werden müssen. Dabei handelt es sich um Befehle wie „at“, „notify“ oder „watchdog“, die seit längerem weitestgehend durch ein zentrales Modul „doif“ (also „tue wenn“) ersetzt werden können. In diesem zentralen Einsteigerguide möchten wir uns auf DOIF beschränken, weil damit vor allem gerade für Einsteiger wirklich so ziemlich Alles umgesetzt werden kann, was es im Smart Home an Automatisierungsszenarien gibt. Um DOIF genauer zu erörtern, möchten wir allerdings vorab kurz noch ein paar andere relevante Begriffe vorstellen. Dummy – virtuelles Objekt in FHEM Ein nach wie vor wichtiges Element in FHEM ist der oder das DUMMY. Wofür man ein Dummy benötigt, ist am einfachsten anhand einiger Beispiele erklärt. Möchte man z.B. gewisse Schaltflächen (z.B. vorgefertigte Tasten für eine Lichtszenen-Steuerung) in FHEM im Webinterface zur Verfügung haben, müssen diese ja zu irgendeinem Device gehören. Gibt es allerdings kein „echtes“ Hardware Device, so wird ein Dummy, also eine virtuelle Definition eines Devices in FHEM angelegt. FHEM behandelt den Dummy dann wie ein echtes Hardwaregeräte: Es können z. B.On-/Off-Befehle gesendet, der Status ausgelesen oder aktualisiert werden. Ein weiterer, häufiger Anwendungszweck für Dummies ist die Nutzung als „Zwischenspeicher“ für gewisse Statuswerte. In einem unserer aktuellen Projekte hatte ein Anwender die Anforderung, die Vorlaufzeiten seine Nachtspeicheröfen nach gewissen Vorgaben zu steuern. Diese Vorgaben (z. B. manuelle Vorlaufzeit, die per Schieberegler im Webinterface eingestellt werden kann) wird ebenfalls mit Hilfe eines Dummies umgesetzt. define mein_dummy dummy Prinzip fast verstanden? Reicht an dieser Stelle! Später steigen wir hier in einige Beispiele ein, die das ganze Thema noch deutlicher machen. Status-Werte in FHEM-Objekten Ein zweites Thema, das wir noch genauer beschreiben möchten, bevor es an DOIF geht, sind die unterschiedlichen Werte bzw. Statusinformationen die ein Hardware-Device oder ein Dummy, also allgemein ein Objekt in FHEM besitzen kann. Da es hier um einen Einsteigerguide geht, sollten im Folgenden die beiden Werte „State“ und „Readings“ erörtert werden. Schauen wir uns dazu noch einmal die Funk-Steckdose an. Im Screenshot ist der Status der Steckdose „on“, also der zentrale Status der Lampe lautet: „eingeschaltet“. Da wir uns im Folgenden mit der Automatisierung beschäftigen möchten, wobei es ja darum geht, auslösende und auszuführende Aktionen auszulesen und festzulegen, spielt der State eines Objekts eine zentrale Rolle. Dieser könnte ein interessanter Auslöser für einen Ablauf sein (z. B. wenn die Lampe angeht, soll der Rollladen herunterfahren) oder eine auszuführende Aktion (z. B. wenn der Bewegungsmelder eine Bewegung erkennt, soll die Lampe angehen) sein. Das Auslesen bzw. verändern dieses State ist daher zunächst einmal wichtig! Der State ist vor allem bei Aktor-Geräten zentral, weil sich dieser durch einen set-Befehl verändern lässt. Weiter unten im Screenshot sind zusätzlich die sog. „Readings“ zu sehen, die den zentralen Status eines Objekts ergänzen. Bei der Funk-Steckdose werden hier keine wirklich wichtigen Zusatzinformationen geliefert, im Fall eines Fensterkontaktsensors werden allerdings neben dem zentralen State (offen/geschlossen) weitere, wichtige Informationen wie der Batterie-Status aufgelistet. Auch diese Informationen, die in den Readings versteckt sind, können als auslösende Events in einem DOIF-Programm verwendet werden. Das ist sehr schön, denn beispielsweise kann eine Angabe zum Batterie-Status genutzt werden, um bei geringem Energielevel eine Pushnachricht auf das Smartphone eines Nutzers zu senden. DOIF – automate it like it’s hot! Grundsätzlich sind zum Einstieg in DOIF einmal der „DOIF/Einsteigerleitfaden, Grundfunktionen und Erläuterungen“ im FHEM-Wiki und der Commandref-Eintrag zu empfehlen (https://fhem.de/commandref_DE.html#DOIF). Wir geben uns in den folgenden Zeilen alle Mühe, das Modul so verständlich wie möglich aufzubauen! DOIF ermöglicht einfache aber auch komplexe Wenn/Dann-Szenarien, die entweder auf Basis von Zeitpunkten und/oder Objekt-Status-Informationen, also Ereignissen, erzeugt werden. Der Syntax-Code ist dabei z.B. wie folgt: define mein_doif DOIF ([mein_Trigger] eq “state“) (mein_Befehl) DOELSEIF ([mein_AlternativerTrigger] eq “state“) (mein_AlternativerBefehl) Ein DOIF beginnt dabei immer mit einem „define“ und einem frei wählbaren Namen (hier: „mein_doif“). Es folgt immer die Angabe des Moduls „DOIF“. Dann folgt in runden Klammern eine Wenn-Abfrage, die von einem DOELSEIF und/oder einem DOELSE gefolgt werden kann. DOELSE sammelt dabei alle Alternativ-Status, DOELSEIF gibt noch einmal genauer an, was passieren soll, wenn die ersten Wenn-Bedingung nicht erfüllt ist. Zu kompliziert? Dann stürzen wir uns mal auf ein paar Beispiele. Beispiel 1 - Der Klassiker: Lampe an auf Lichtschalter Wer eine Lampe, z.B. angeschlossen an eine Funk-Steckdose, per Knopfdruck auf einen Funk-Taster anschalten möchte, kann dies über ein simples DOIF realisieren. define mein_lichtszenario DOIF ([mein_lichtschalter:"on"]) (set mein_licht on) DOELSE (set mein_licht off) Wird der Lichtschalter („mein_lichtschalter“) also betätigt und der Status lautet „on“, wird das Licht („mein_licht“) ebenfalls angeschaltet. Wird der Lichtschalter betätigt und der Status lautet „off“, wird das Gegenevent ausgelöst, nämlich das Ausschalten der Lampe mit „set mein_licht off“. Beispiel 2 – Die simple Zeitsteuerung Eine simple Zeitsteuerung, die in vielen Szenarien benötigt wird, kann ebenfalls mit DOIF realisiert werden. Beispielsweise kann zeitbasiert ein Licht zunächst aktiviert und dann wieder deaktiviert werden. define mein_zeitschalter DOIF ([20:00]) (set mein_licht on) DOELSEIF ([21:00]) (set mein_licht off) In diesem Beispiel wird um 20:00 Uhr das Licht „mein_licht“ aktiviert und um 21:00 Uhr wieder deaktiviert. Beispiel 3 – Die erweiterte Zeitsteuerung Eine etwas erweiterte Variante der Zeitsteuerung ist die Angabe relativer Zeitpunkte, also z. B. jede Stunde oder alle 30 Minuten. So etwas kann Sinn machen, wenn z. B. eine Webcam in regelmäßigen Abständen ein Foto anfertigen oder wenn z. B. ein Licht alle Stunden einmal für 5 Minuten angeschaltet werden soll. define meine_einfache_anwesenheitssimulation DOIF ([+01:00]) (set mein_licht on-for-timer 300) attr meine_einfache_anwesenheitssimulation do always Alle Stunden wird dann ein Licht für 300 Sekunden, also 5 Minuten an- und wieder ausgeschalten. Weitere Zeitangaben können wie folgt genutzt werden: [20:00] = um 20:00 Uhr (wie in Beispiel 2) [+01:00] = immer nach einer Stunde (ab jetzigem Zeitpunkt, wie in Beispiel 3) [:15] = jede Stunde um 15 nach [+:15] = jede Stunde um 15, 30, 45, 00 An Hand dieses Beispiels soll auch gleich das verwendete Attribut „do always“ erklärt werden. Do Always stellt sicher, dass tatsächlich immer die gewünschte Aktion ausgeführt wird. Warum ist es aber notwendig das extra anzugeben? Ganz einfach. Man stelle sich ein DOIF-Programm vor, bei dem ein Temperatursensor alle 10 Sekunden Temperaturwerte liefert, die als Basis für die Aktivierung einer Heizungssteuerung verendet werden. Wird ein Schwellwert (z. B. 21 Grad) unterschritten, soll die Heizung aktiviert werden, aber eben nur einmal. Liefert ein Sensor z.B. den Wert 20,9 °C, soll die Heizung aktiviert werden. Nach 10 Sekunden würde aber der nächste 20,9°C-Wert vom Sensor kommen und die Steuerung würde erneut aktiviert werden und erneut und erneut usw. Um dies zu vermeiden, arbeitet DOIF mit internen Statuswerten und mit „do always“ wird die beschriebene Standard-Logik bewusst außer Kraft gesetzt. Beispiel 4 – Tages- und Wochenzeitsteuerung einer Heizung Eine dritte Variante der Zeitsteuerung ist die Nutzung von Wochen- und Tageszeiten, z. B. klassischerweise im Rahmen eines Wochenprogramms für eine Heizung. define meine_heizungssteuerung DOIF ([09:00|12345] or [10:00|60]) (set meine_heizung desired-temp 21) DOELSEIF ([21:30|12345] or [22:30|60]) (set meine_heizung desired-temp 17) Im gezeigten Beispiel wird an Wochentagen (123456, 1 steht für Montag, 2 für Dienstag etc.) zwischen 09:00 und 21:30 Uhr die Heizung „meine_heizung“ aus „desired-temp 21“ also auf eine Wunschtemperatur von 21°C und nachts wieder auf 17°C zurückgestellt. An Wochenenden (60, 6 steht für Samstag und 0 für Sonntag) entsprechend von 10:00 bis 22:30 Uhr. Die Ganze Logik könnte auch über ein Zeitintervall darstellt werden. Die Zeitangabe sähe dann wie folgt aus: define meine_heizungssteuerung DOIF ([09:00-21:30|12345] and [10:00-22:30|60]) (set meine_heizung desired-temp 21) DOELSE (set meine_heizung desired-temp 17) Am besten bastelt man mit den Befehlen und Beispielen einfach ein wenig selbst, um die Syntax nachzuvollziehen. Beispiel 5 – Verschachtelte, komplexe Abfrage: Pushmitteilung bei geöffneter Haustür und Abwesenheit von Montag bis Freitag zwischen 08 und 18 Uhr Im folgenden Beispiel wird eine Haustür überwacht und falls diese bei Abwesenheit des Bewohners an einem Wochentag zwischen 08:00 und 18:00 Uhr geöffnet wird, soll eine Pushmitteilung durch das Modul Pushover an den Nutzer versendet werden. define meine_pushmitteilung DOIF ([08:00-18:00|12345] and [meine_haustuer] eq "open" and [meine_anwesenheit] eq "absent") (set pushover msg Haustuer) Meldet die Haustür also den Status „open“, die Anwesenheitserkennung (z. B. per Bluetooth) meldet „absent“, also die Abwesenheit des Bewohners, und es handelt sich um einen Zeitraum zwischen 8 und 18 Uhr an einem Wochentag (12345), wird mittels „set pushover msg Haustuer“ eine Mitteilung auf das Smartphone des Nutzers gesandt (eingerichtetes Modul „Pushover“ vorausgesetzt). Beispiel 6 – Die Bewegungsmelder-Lichtsteuerung Bei einer Bewegungsmelder-basierten Lichtsteuerung gilt es, neben der Bewegung auch zu analysieren, ob auf Grund gemessener Helligkeitswerte es auch Sinn ergibt, ein Licht bei erkannter Bewegung zu aktivieren. Der DOIF-Code dazu sieht wie folgt aus: define mein_bewegungsmelder doif ([mein_Bewegungsmelder] eq "motion" and [mein_Bewegungsmelder:brightness] < 200) (set mein_Licht on) Durch den Doppelpunkt hinter mein_Bewegungsmelder kann das Reading „brightness“ also die durch den Bewegungsmelder erfasste Helligkeit im DOIF-Programm abgefragt werden, da das Licht natürlich nur ab einem gewissen Helligkeitswert (also bei Dämmerung und Dunkelheit) aktiviert werden soll. Optik und Visualisierung Die gezeigten Einsteiger-Szenarien machen deutlich, dass in FHEM mit einer Vielzahl an Funktionen und Hardware gearbeitet werden kann. Für die Usability bzw. die manuelle Nutzung gibt es zahlreiche Erweiterungen. Zunächst möchte ich noch kurz auf das Webinterface als solches hinweisen. Grundsätzlich gibt es hier die Möglichkeit, ein Set an Standard-Visualisierungen über "Select Style" im linken Menübereich zu wählen. Hier gibt es verschiedene Standard-Styles zur Auswahl, die z. B. für iOS oder grundsätzlich die mobile Nutzung optimiert sind. Weiterhin möchte ich auf den Blogpost 5 Tipps um FHEM schöner zu machen! hinweise, in dem erörtert wird, wie das Webinterface von FHEM durch Strukturelemente und weitere Tricks übersichtlich organisiert werden kann. Eine weitere Funktion, die die Visualisierung angeht, sind Plots, also Grafiken von Statuswerten. Derartige Grafiken zeigen den Verlauf von Werten schnell und überblicksartig in einer zentralen Grafik. Diese Grafiken eigenen sich z. B. ideal für die Visualisierung von Temperaturverläufen, wie im Screenshot unten aus dem Blogartikel FHEM mit JeeLink: Luftfeuchte und Temperatur zum Low-Cost-Tarif messen. Ich habe das Vorgehen zum Erstellen eines Plots nachfolgend noch einmal anhand eines zweiten Beispiels, der Visualisierung des Schließzustands einer Haustür, gemessen mit einem HomeMatic Funk-Tür/Fensterkontakt, zusammengefasst. Zu jedem Device (gilt fast immer) wird in FHEM automatisch ein Logfile angelegt, das alle Statusänderungen mit Zeit und Datum erfasst. Dieses Logfile ist die Basis für eine Visualisierung. Über einen Klick auf das Logfile und "Create SVG Plot" kann im nachfolgenden Prozess eine Grafik erzeugt werden. Als Titel der Grafik wurde hier im Beispiel "Haustür Schließzustand" verwendet. Die "Y-Axis label" tragen den Wert "Schließzustand". Range as [min:max]: [-0.1:1.1] (gibt den Maximalen Wert "oben" und "unten" auf der Grafik an). Tics as ("Txt" val, ...): ("open" 1, "closed" 0) veranlasst die Umwandlung von "open" in den Wert 1 und "closed" in den Wert 0 in der Visualisierung. In der Zeile "Input:Column,Regexp,DefaultValue,Function" werden der Reihe nach folgende Werte angegeben: Line1, 3, Ga.Haustuer.* (so heisst mein Sensor), 0, $fld[2]=~"open"?1:0 (veranlasst die Umbenennung von Closed in 0 und Open in 1). Die Grafik wird dann gespeichert und ist ab sofort im Webinterface einsehbar. Für die Nutzung von FHEM mit Smartphones, gibt es zahlreiche Apps. Eine häufig genutzte Anwendung mit iOS-Support ist die "FHEM APP zur Hausautomation", die auch das Titelbild dieses Blogposts zeigt. Hier ist u.A. auch ein Colorpicker integriert, der den Umgang mit RGBW-Lampen maßgeblich erleichtert. Mit Addon-Lösungen wie z. B. smartVISU lassen sich auch sehr individuelle Tablet- bzw Smartphone-Lösungen entwickeln (siehe Screenshot aus dem Blogpost zu smartVISU: smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics). Viele Nutzer schwören mittlerweile auf das Projekt TabletUI, mit dessen Hilfe noch schneller und effizienter Tablet-Visualisierungen erzeugt werden können (mehr Infos z. B. hier im FHEMWiki https://wiki.fhem.de/wiki/FHEM_Tablet_UI). Aus meinem täglichen Leben Mein Nachrüst-Smart-Home wächst von Woche zu Woche, was Funktionalität und Umfang der verbauten Hardware angeht. Dabei spielt FHEM nach wie vor eine zentrale Rolle, auch wenn ich mittlerweile Einiges mit dem kommerziellen System Loxone realisiere (siehe Blogpost 5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto). Gerade für Einsteiger, die eine preiswerte, skalierbare und unabhängige Lösung suchen, würde ich weiterhin FHEM uneingeschränkt empfehlen. Auch in meinem etwas professionellerem Setup mit Loxone ist FHEM allerdings weiterhin der zentrale Hardware-Sammler, da ich bisher kein anderes System finden konnte, das annähernd eine derart breite Hardware-Integration ermöglicht. Als Einsteiger würde ich mit einem Raspberry Pi (Affiliate-Link), einem HomeMatic Funk-LAN-Gateway (Affiliate-Link) und ein paar Aktoren und Sensoren starten. Hier bieten sich z. B. die HomeMatic Funk-Steckdosen (Affiliate-Link), ein HomeMatic Funk-Stellantrieb (Affiliate-Link) für Heizkörper und ein HomeMatic Funk-Drehgriffkontakt (Affiliate-Link) bzw. HomeMatic Funk-Tür/Fensterkontakt (Affiliate-Link) an, um die ersten Basis-Szenarien zu realisieren. Ich hoffe, dieser Einsteigerguide hilft euch bei der Entscheidung für FHEM und den ersten Schritten auf dem Weg zum eigenen Smart Home! ### SAT-Anlage für bis zu 24 Teilnehmer mit nur einem Kabel - Minimalinstallation mit Maximalleistung Eine unscheinbare Flachantenne, etwas Antennenkabel quer durchs Haus und passende Anschlussdosen für zusammen knapp 300 Euro. Mehr braucht es nicht, um mehrere Multituner-Receiver mit bis zu 24 SAT-Tunern gleichzeitig versorgen zu können. Damit stellen zeitgleiche Aufzeichnungen verschiedener Sender kein Problem mehr dar. Und das mit nur einem Kabel und ganz ohne die sonst übliche Sternverkabelung, einem teuren Multischalter oder einer zusätzlichen LNB-Stromeinspeisung. Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist mit der SAT-Antenne H21dCSS+ mittlerweile mit geringstem Aufwand realisierbar. Welche Komponenten für dieses Setup im Detail noch benötigt werden und wie der Aufbau einer solchen SAT-Anlage auf JESS-Basis aussehen kann, wird in nachfolgendem Blogpost erklärt. Ausgangssituation und Anforderungen Im Neubau soll eine möglichst schlanke Lösung zum Einsatz kommen, die einfach zu installieren, kostengünstig und gleichzeitig möglichst funktional ist. Die Anforderung ist insbesondere, dass an den Anschlussdosen auch Multituner-Receiver, wie der VU+ Solo 4k (Affiliate-Link), betrieben werden können, der mit seinen 8 Tunern mehr als ausreichend viele gleichzeitige Aufnahmen bzw. parallele Streams verschiedener Sender ermöglicht. Damit fallen konventionelle SAT-Anlagen schon mal raus, die eine sternförmige Verkabelung voraussetzen und bei denen pro Anschlussdose nur ein Teilnehmer bzw. Tuner sinnvoll versorgt werden kann. Das ist einfach so 80er Jahre, auch wenn das immer noch bei Neubauten zum Standardprogramm gehört. Never change an running system und so... Stattdessen soll ein System auf JESS-Basis zum Einsatz kommen, von dessen Technologie ich in den vergangenen Jahren schon ein echter Fan geworden bin. Mit einem passenden JESS-Multischalter lassen sich mit nur einem "durchverlegten" Coax-Kabel eine Vielzahl von Teilnehmern (bzw. besser gesagt Tuner) gleichzeitig und unabhängig voneinander befeuern. Ermöglicht wird dies durch eine Remodulierung der Signale zwischen JESS-Multischalter und Receiver, sodass das verfügbare Frequenzband einer Coax-Leitung geschickt ausgenutzt wird. Alle Vorteile der JESS-Technik, die der direkte Nachfolgerstandard von UniCable ist, sind dabei bereits im Blogpost VU+ Solo 4K und JESS-Multischalter – Acht unabhängige Sat-Tuner über ein Kabel beschrieben. Deshalb erspare ich mir an dieser Stelle weitere Details zur - meiner Meinung nach - grandiosen Technik. Der im verlinkten Artikel verwendete Multischalter DUR-line DPC-32 K (Affiliate-Link) soll dabei dennoch nicht zum Einsatz kommen, da er eine zusätzliche Stromversorgung benötigt, für die ich im Neubau weder Strom noch Platz verschwenden möchte. Zudem müsste die Stromversorgung für den an der Flachantenne angeschraubten Multischalter noch vor der ersten Anschlussdose installieren werden, am besten unterputz - worauf ich absolut keine Lust habe. Denn würde die Stromversorgung regulär an der Anschlussdose selbst betrieben werden, würde es dort zu einem Spannungsabfall kommen, da jede Anschlussdose einen Widerstand besitzt. Infolge dessen würde der Multischalter weniger Saft bekommen und vermutlich nicht korrekt arbeiten. Flachantenne mit integriertem JESS-Multischalter Auf diese Anforderungen hin genau zugeschnitten, kam - so wollte es der Zufall - zeitlich gerade passend die Selfsat H21dCSS+ (Affiliate-Link) auf den Markt, sodass ich nicht anders konnte, als direkt zuzuschlagen. UPDATE VOM 19.09.2024: Mittlerweile gibt es die Selfsat H22dCSS+ Unicable II (Affiliate-Link) mit leicht verbesserten Specs. Die recht dezent wirkende Flachantenne ersetzt mit ihrem "Antennengewinn" von 34,5 dBi (bei 12,7 GHz) konventionelle SAT-Parabolspiegel mit einer Größe von knapp 60 cm. Eigentlich ein "alter" Hut, wobei der Clou des neuen Modells darauf beruht, dass der integrierte JESS-Multischalter auf der Rückseite der Flachantenne bis zu 24 JESS-Modulationen am SCR-Ausgang (Anschluss ganz unten am Modul) bereitstellt und damit bis zu 24 Teilnehmer (Tuner) versorgen kann. Der Multischalter bietet darüber hinaus noch zwei weitere Legacy-Ausgänge für den direkten Betrieb "konventioneller" Receiver. Diese Ausgänge bleiben in meinem Fall jedoch gänzlich ungenutzt. Es soll insgesamt ja auch nur ein Kabel verlegt werden. Im Lierumfang der Flachantenne sind übrigens alle denkbaren Halterung enthalten, um die Antenne an der Hauswand, einem Masten oder direkt am Fensterrahmen montieren zu können. Durch die sehr geringe Stromaufnahme von nur maximal 250 mA (bei 13 Volt) kann der Multischalter inkl. LNB komplett von einem der später angeschlossenen SAT-Receiver versorgt werden, sodass keine zusätzliche Stromversorung notwendig ist. Entsprechend findet sich erst gar kein externes Netzteil im Lieferumfang der Flachantenne, da eine externe Versorgung schlicht unnötig ist. Jackpot! SAT-Verteilung per COAX-Kabel Damit das von der Flachantenne erzeugte JESS-Signal in den verschiedenen Räumen zur Verfügung steht, wird das Antennenkabel einmal linienförmig durchs gesamte Haus verlegt. Vom Mulitschalter aus durch die Hauswand ins Kinderzimmer im OG, von dort direkt weiter über die Decke im Erdgeschoss in den Wohnbereich, dann ins Büro, ins Schlafzimmer im Obergeschoss und schließlich in den Technikraum. Am Endpunkt, der sich im Serverschrank findet, ist zwar derzeitig noch kein Receiver eingeplant, aber man weiss ja nie. Als Leitung kam ein mehrfach geschirmtes Koaxialkabel mit 110 dB (Affiliate-Link) zum Einsatz, welches für den Anwendungsfall vermutlich etwas übertrieben ist. Auf der anderen Seite knickt ein solches mehrfach geschirmtes und damit schlicht dickeres Kabel beim Einziehen weniger leicht ab und die Ersparnis gegenüber einem "dünnen" Kabel ist zudem recht überschaubar. Auch wenn es technikbedingt und im Rahmen des sowieso sehr kurzen Leitungswegs nicht unbedingt etwas bringt, schadet es auf der anderen Seite auch nicht. Damit das Kabel am SCR-Ausgang der Flachantenne ohne großen Aufwand montiert werden kann, habe ich mich für Self-Install F-Kompressionsstecker (Affiliate-Link) entschieden. Dem Set liegt ein Abisoliergerät bei, mit dessen Hilfe auch ungeübte Hände schnell zurechtkommen sollten. Keine Angst, man kann im Grund nicht viel falsch machen. Man muss lediglich etwas darauf achten, dass die feinen Drähte des Mantels keinen Kontakt zum innenliegenden Leiter bekommen. Die beiliegende Anleitung ist zwar erstmal etwas kryptisch, das Konzept hat man dennoch schnell verstanden. JESS-Anschlussdosen in zentralen Räumen Der Verkabelungsaufwand ist auch bei fünf zu versorgenden Räumen äußerst gering, da direkt von Dose zu Dose "weiterverdrahtet" wird. Jede Anschlussdose hat dabei jeweils einen Ein- und Ausgang (bis auf die Abschlussdose am Ende der Leitung). Am besten also beim Einziehen der Kabel die Verlegerichtung von der Antenne aus direkt am Kabel mit einem Pfeil kennzeichnen, damit später beim Anschließen keine Fehler passieren. Bei der Auswahl der Antennendosen muss darauf geachtet werden, dass es sich um Unicable-fähige Dosen mit der passenden Dämpfung handelt. Denn nur so ist gewährleistet, dass alle später installierten Receiver ein passendes Signal abbekommen. Wie von Tristan Uhde empfohlen, habe ich diese Anschlussdosen-Reihenfolge nach dem Multischalter eingehalten: JAD318 -> JAD314 -> JAD314 -> JAD310 -> JAD307 Die Reihenfolge ist so gewählt, dass nach dem Multischalter erst eine Dose mit hoher Dämpfung verbaut wird und danach schrittweise Dosen mit geringer werdender Dämpfung. Hier nochmal im Detail: JAD318TRS 18db Dämpfung (direkt nach Multischalter) JAD314TRS 14db Dämpfung (nach JAD318TRS - wenn eine weitere Dose benötigt wird, dann einfach eine JAD314 nach der ersten JAD314 setzen) JAD310TRS 10db Dämpfung (nach JAD314TRS) JAD307TRS 7db Dämpfung (nach JAD310TRS - Enddose ohne Ausgang) Hier im bereits installierten Zustand. Jetzt nur noch ein passender Deckel des Schalterprogramms drauf und fertig. Mit einer Kabellänge von insgesamt nur 20-30 Metern können so alle fünf über beide Stockwerke verteilte Anschlussstellen versorgt werden. Um das Kabel an der Dose anzuschließen, muss dieses erst einmal durchtrennt und anschließend passend abisoliert werden. Wie im Bild zu erkennen, sind die weissen SAT-Kabel noch viel zu lang. So ist das Abisolieren etwas erleichtert und durch die Holzständerwand kann das Kabel beim Anschließen der Dose einfach noch weiter "reingeschoben" werden, bis die Kabellänge perfekt passt. Beim Abschneiden der Leitungen ganz praktisch, aber beim doch noch recht moderaten Kabeldurchmesser nicht zwingend notwendig, ist eine Knipex Kabelschere (Affiliate-Link), die aber man spätestens zum Durchtrennen massiverer Kabel benötigt. Wer beim Abisolieren des Coax-Kabels nichts falsch machen möchte, setzt direkt einen Jokari Entmanteler Secura Coaxi Nr. 1, 30600 (Affiliate-Link) ein, der zwei unterschiedliche Schneidemesser besitzt. Eines zum Entfernen des Mantels, ohne dabei die Abschirmung zu beschädigen und eines zum Freilegen der innenliegenden Ader. Einmal abisoliert, kann das Kabel einfach in die Dose geschraubt werden. Vom restlichen Anschlusskabel und den übrigen Kompressionssteckern können dann noch Verbindungsstücke zwischen Wanddose und Receiver in der passenden Länge gefertigt werden. So bekommt der Receiver keine unnötige Dämpfung durch billige und schlecht geschirmte Anschlusskabel ab. VU+ 4k als Multituner-Receiver einrichten Bereits seit einiger Zeit nutze ich den VU+ Solo 4K, dessen acht Tuner komplett an einer der installierten JESS-Anschlussdosen genutzt werden können, in meinem Fall erstmal im Wohnzimmer. Weiterhin bleiben 16 (24-8) Modulationen frei, die für weitere Tuner an den restlichen Anschlussdosen im Haus genutzt werden können. Vielleich wird es ja noch ein weiterer VU+ 4k in einem zweiten Raum, mittlerweile ist das Repertoire der FBC-fähigen SAT-Tuner schon recht ansehnlich: VU+ Uno 4K (Affiliate-Link) mit 8 Tunern VU+ Solo 4K (Affiliate-Link) mit 8 Tunern VU+ Ultimo 4K (Affiliate-Link) mit 16 Tunern Wichtig dabei ist natürlich, dass die Receiver korrekt konfiguriert sind, sodass jeder Tuner seine eigene eindeutige JESS-Frequenz erhält, die der JESS-Multischalter bereitstellt und die nicht doppelt vergeben werden darf. Wie die korrekten Settings bei dem VU+ Solo 4K aussehen, habe ich bereits im Blogpost VU+ Solo 4K und JESS-Multischalter – Acht unabhängige Sat-Tuner über ein Kabel im Gliederungspunkt "Tuner-Konfiguration unter VTi" beschrieben. Wenn ich mal dazu komme ein neues VTI-Image zu flashen, ergänze ich die neuen Screenshots dann an dieser Stelle. Essentiell ist die Vergabe der korrekten Frequenzen inkl. dazugehöriger SatCR-Nummer, deshalb nachfolgend alle 24 verfügbaren Modulationen der Selfsat H21dCSS+ (Affiliate-Link) aufgelistet werden: [table id=28 /] Achtung: Wichtig ist, dass jeder Tuner seine eigene Frequenz mit der passenden SatCR-Ziffer aus der Liste erhält. UPDATE VOM 19.09.2024: Mittlerweile gibt es die Selfsat H22dCSS+ Unicable II (Affiliate-Link) mit leicht verbesserten Specs. Tipps zur Ausrichtung der SAT-Antenne Um die Antenne korrekt auf die Astra-Satelliten auszurichten, habe ich übrigens erstmal alles wie oben beschrieben vorbereitet und habe dann die "Signal Info"-Anzeige der "e2RemotePro"-App genutzt. Ist der Satellite einmal grob "in Sicht", einfach der Reihe nach einige Sender mehrfach durchzappen, dabei den Signalpegel verfolgen und die Ausrichtung nachjustieren, bis alle Sender etwa gleich "reinkommen". Man muss daraus keine Wissenschaft machen, einfach etwas nach Gefühl einstellen und dann die Schrauben der Selfsat festziehen. Danach nochmal kontrollieren, ob alles passt, denn manchmal verrutscht die Antenne dabei etwas. Weitere Infos zur Ein- und Ausrichtung einer Sat-Anlage gibts übrigens im Artikel Pimp my SAT-Empfang – 4 Tuner an nur einem Anschlusskabel per UniCable. Aus meinem täglichen Leben Die beschriebene SAT-Installation verrichtet bei mir jetzt bereits einige Wochen zuverlässig ihren Dienst. Ich bin begeistert! Laut Tristan, der ein echter Profi auf dem Gebiet von SAT-Installationen ist, ist der verbaute LNB der Selfsat vermutlich recht "billig", mich stört das aber ehrlich gesagt nicht wirklich. Der Anschaffungspreis der Selfsat H21dCSS+ (Affiliate-Link) ist für die gebotene Leistung meiner Meinung derzeitig unschlagbar. Ich hätte wohl auch das Doppelte ausgegeben, da mich die Kombination aus LNB mit integriertem JESS-Mulitschalter, die keine weitere Stromversorgung mehr benötigt, absolut begeistert. Damit hat sich der Installationsaufwand bei mir maßgeblich verringert und ich konnte genau das erreichen, was ich schon während der gesamten Planungsphase realisieren wollte: Eine Minimalinstallation mit Maximalleistung. ### Operation Smart Home - 3 Leitungskilometer und gefühlt 1.000 Arbeitsstunden später... ...ist es vollbracht. Zumindest der erste Part der Smart-Home-Installation ist geschultert. Die vergangenen Monate waren sehr arbeitsintensiv, aber die Mühen haben sich gelohnt. In nur zwei Wochen ab Stelltermin unseres Fertighauses Anfang Dezember 2016 wurden in Summe knapp 3 km Strom-, Bus-, Netzwerk und Audio-/Videoleitungen verlegt sowie die Wochen darauf diverse Vorbereitungen getroffen, damit das Smart Home seine Arbeit künftig auch einigermaßen smart erledigen kann. So zumindest der Plan. Welche Komponenten im Detail verbaut wurden und welche Werkzeuge dabei besonders nützlich waren, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. Kabelsalat deluxe Richtg gelesen, es wurden knapp drei Kilometer Leitungen verlegt. In der Fachspache natürlich als Mantelleitungen bezeichnet, aber man möge es mir nachsehen, wenn ich dennoch manchmal "laienhaft" schlicht von Kabeln spreche. Um die verschiedenen Leitungsarten im Haus unterzubringen, war im Vorfeld einiges an Koordination notwendig, da zeitgleich auch alle Wand- und Deckenauslässe für die später zu verdrahtenden Dosen und Spots auf der Baustelle vermessen und gebohrt werden mussten. Jedes runde bzw. dreieckige Element in der nachfolgenden Skizze entspricht dabei mindestens einer Wand- bzw. Deckendose, die meist mit Strom - aber auch mit Bus- oder Netzwerkleitungen - versorgt ist. Bei Stromleitungen entweder 230V für Steckdosen oder 24V für LED-Spots bzw. -Stripes. Eine grüne Umrandung bedeutet, dass eine KNX-Leitung eingeplant ist. Zu 90% ist hier auch 230V vorhanden und nur bei manchen Deckenauslässen ausschließlich KNX, wenn bspw. nur ein Rauchwarn- oder Präsenzmelder verbaut werden soll. Gelb umrandet sind Leuchtmittel. Beim EG erkennt man, dass es zudem einige schwarze Verbindungsstriche zwischen den Auslässen gibt. Hier wurde nur eine mehradrige Leitung zum Hauptverteiler gelegt, die dann die weiteren Elemente (meistens Deckenspots oder Wandlampen) "in Reihe" weiter versorgt. Im OG erkennt man die schwarzen Verbindungslinien auch sehr gut. Diese werden hier meist dafür genutzt, um mehrere Steckdosen an verschiedenen Auslässen zu versorgen. Die Verteilung erfolgt dann in der ersten Unterputzdose vor Ort, meist durch extra große Elektronikdosen ECON Flex 9268-94 (Affiliate-Link), die durch die Verwendung von flexiblen Membranen sogar winddicht sind. Die Winddichtigkeit ist gerade bei den Außenwänden wichtig, da die "innen offene" Holzständerbauweise an dieser Stelle sonst einen ungewünschten Luftaustausch zwischen Innen- und Außenbereich ermöglichen würde. Zum Start hatte ich erst die etwas günstigere Variante F-tronic E5000 7350066 (Affiliate-Link) geordert, die mich aber leider nicht überzeugen konnte. Zum einen war die platzbringende "Auswölbung" nicht aus flexiblem Kunststoff, was die Installation knapp an seitlichen Wandinnenbalken erschwert oder unmöglich gemacht hätte und zum anderen konnte man direkt sehen, dass eine Winddichtkeit aufgrund von Schlitzen (der innenliegende Deckel ist abnehmbar - warum auch immer) gar nicht gewährleistet sein kann. Schade. Ein schwarzer Punkt in der Skizze repräsentiert einen oder mehrere Wandauslässe, die wiederum jeweils eine Steck- oder Netzwerkdose repräsentieren können. Hierfür wurde meist eine Hohlwand-Gerätedose ECON 64 9264-21 (Affiliate-Link) verbaut, die ebenfalls winddicht ist. Ansonsten eben die oben beschriebene Elektronikdose, sofern zusätzlicher Platz zum Verdrahten notwendig war. Durch die Verwendung von Verbindungsstutzen des Typs HW 9060-98 (Affiliate-Link) können gleich mehrere Adern von einer Dose zur nächsten geführt werden. Sogar die Elektronikdosen haben so eine Vorkehrung für die Verbindungsstutzen, sodass man normale und Elektronidosen auch gemischt nebeneinander platzieren kann. Eine gerade installierte 3er Steckdose sieht dann so aus. Dann mit drei "normalen" luftdichten Dosen. Hier kommt in der linken Dose eine fünfadrige NYM-J-Mantelleitung an, welche alle Steckdosen mit "Saft" versorgt. Neben Schutzleiter (Gelb-Grün) und Neutralleiter (blau), welche einfach von Dose zu Dose weitergeleitet werden, sieht man gut, dass jede Steckdose mit einer separaten Phase (braun, schwarz bzw. grau) ausgestattet ist. Dadurch lässt sich jede Steckdose später vom Schaltschrank aus über entsprechende 230V-Mehrfachaktoren separat ein- und ausschalten. Aus Zeitmangel wurde an einem Auslasspunkt anfangs meist nur ein Loch gebohrt, auch wenn viele Leitungen eingezogen wurden. Entsprechend mussten die noch fehlenden Löcher vor dem Verdrahten rechts oder links neben der Bestehenden nachgebohrt werden. Um die Sache zu vereinfachen, habe ich eine Bohrschablone aus einem Stück Presspan und der günstigen Wolfcraft 1 Schablone für Hohlwanddose (Affiliate-Link) angefertigt, welche zwei Wasserwaagen - für waage- und senkrechte Installation - eingebaut hat. So war es super einfach den passenden Abstand zwischen zwei Steckdosen von 7,1 cm und einer benachbarten Netzwerkdose von 9,1 cm (jeweils zur Lochmitte gemessen) einzuhalten und das Ganze auch noch - je nach Situation - doch recht gerade hinzubekommen. Bei insgesamt mehr als 150 Auslässen war das Unterfangen dennoch recht zeitaufwändig und gerade über Kopf für die angedachten LED-Spots auf Dauer auch echt anstrengend. Auf dem folgenden Bild sieht man eine solche Deckendose ThermoX 9300-22 (Affiliate-Link) mit Anschlussleitung, welche später noch verputzt, tapeziert und schließlich noch mit einem warmweissen Loxone-LED-Spot bestückt wird. Insgesamt sind es im EG verteilt über 20 Stück geworden. Zum Bohren in die mit Gipskarton und Presspan ausgestattete Decke hat sich die RUKO 106121 Bi - Metall Lochsäge 121 mm (Affiliate-Link) bewährt, für die noch ein passender Aufnahmehalter (Affiliate-Link) zum Einspannen in das Schnellspannfutter der Bohrmaschine benötigt wurde. Zum Lieferumfang der ThermoX-Deckendosen gehört dann auch ein passender Gipskartondeckel, welcher für die später einzusetzenden Spots passgenau ausgespart und auf die Dose geschraubt werden kann. Beim ersten Schritt des Einputzens wurde die Oberfläche dann mit einem Netzgewebe verstärkt. Nachfolgend der Zwischenstand von drei Deckendosen im Flur nach dem fertigen Einputzen. Die oberste und unterste Dose ist jeweils für einen LED-Spot reserviert, die Dose rechts vorne ist für einen Präsenzmelder. Die Dose in der Mitte ist eine gewöhnliche Hohlwanddose, welche viel weniger Platz bietet, jedoch für den eingeplanten Rauchwarnmelder vollkommen ausreichend ist. Um die Auslässe möglichst genau zu bohren, habe ich für die Installation der Dosen noch nützliches Werkzeug besorgt. Besonders genial finde ich nach wie vor den Bosch Kreuzlinienlaser GLL 3-80 P (Affiliate-Link), mit dem eine absolut waagrechte Installation möglich ist. Auch über Kopf an der Decke erlaubt der Laserstrahl eine gerade Verarbeitung, was einfach Spass macht. Nicht weniger wichtig war aber auch das Basic-Werkzeug, ein Akku-Bohrhammer Bosch Professional GBH 18 V-EC (Affiliate-Link) samt 5Ah-Akku (Affiliate-Link), Schnellspannfutter SDS-plus (Affiliate-Link) und Kaiser Multifräse 4000 mit 68mm (Affiliate-Link). Unbezahlbar! Da die Decken vom Bauträger noch vor der Weihnachtspause geschlossen werden sollten und ab diesem Zeitpunkt kein weiteres Einziehen der Leitungen über die Decke im EG mehr möglich war, ging es zeitweise auch schon einmal etwas hektisch auf der Baustelle zu. So sah es zu Beginn in der Decke aus. Long story short: Vielen Dank an alle Helfer, die mit ihrer aktiven Unterstützung dazu beigetragen haben, dass alles bestens verlief, auch wenn der Platz in den Verlegelöchern der Deckenbalken gegen Ende doch stark zur Neige ging. Die Leitungen wurden dabei in der dafür vorgesehenen Installationsebene in der EG-Decke fein säuberlich gruppiert verlegt. Einzig der Kabelsalat, der im Technikraum von der Decke baumelt, muss später noch vom Schaltschrank und meinem Elektriker des Vertrauens gebändigt werden. Jede Leitung ist übrigens direkt beim Einziehen mit einem Label versehen worden, damit eine spätere Zuordnung bei der Schaltschrankinstallation möglich ist. Dazu habe ich wasserdichte und bedruckbare Meta-Labels (Affiliate-Link) genutzt. Da die Liste mit Leitungsbezeichnungen sowieso bereits digital vorlag, konnte ich die Labels mit der xml-Vorlage des Anbieters auf mr-label.com in nur wenigen Minuten mit einem Laserdrucker zu Papier bringen. Echt praktisch. Die Labels kleben übrigens super und sind darüber hinaus einfach mit Edding beschreibbar. Ein kleiner zusätzlicher Aufwand zum Start, der sich definitiv gelohnt hat. Für das Einziehen der Leitungen an schwer zugängliche Stellen oder in Leerrohre ist die KATI Blitz (Affiliate-Link) unerlässlich. Ohne die Einzugshilfe aus verwindungssteifer Glasfaser, die sich mit ihren flexiblen, wechselbaren Köpfen auch um Ecken schlängeln kann, wäre in vielen Fällen wohl kein Durchkommen möglich gewesen. Ein mega teures und im Grunde total simples Werkzeug, welches dennoch jeden einzigen Cent wert ist. Um die Leitungen abzuschneiden, kam eine Knipex Kabelschere (Affiliate-Link) zum Einsatz. Für ein schnelles und reibungsloses Abmanteln für Leitungen ab 3x1,5 Quadrat ist der Jokari Nr. 15 (Affiliate-Link) (in nachfolgendem Bild links mittig) zu empfehlen. Für extrem dicke Mantellleitungen mit 7x2,5 Quadrat ist zudem der Jokari 30400 (Affiliate-Link) (links oben) sehr praktisch, da er durch seine optimierte Bauform und doppelte Klingenausführung die Arbeit maßgeblich erleichtert. Für dünnere Mantelleitungen sind noch zusätzliche Abmanteler empfehlenswert, auch wenn man das zur Not auch mit einem Cuttermesser erledigen kann. Gerade bei einem dünnen Mantel ist dann jedoch eine Beschädigung der dahinterliegenden Schirmung bzw. der Adern eher wahrscheinlich. KNX- und Netzwerkleitungen gehen am besten mit dem Jokari 30500 (Affiliate-Link) und Satellitenleitungen (Coax) mit dem Jokari 30600 (Affiliate-Link) (beide mittig im Bild). Für das Freilegen einzelner Adern ist zudem eine Abisolierzange essentiell wichtig, wie die Jokari 20050 (Affiliate-Link). Damit lassen sich in Sekundenschnelle viele Adern in der passenden Länge (Länge ist einstellbar) abisolieren. Leitungen in Hülle und Fülle Was bin ich froh, dass alle geplanten Leitungen in den Decken und Wänden eingezogen werden konnten. Hier ist schon mal ein Großteil der installierten Mantelleitungen zu sehen.  Alleine die Kabeltrommel links oben wiegt übrigens 170kg. Ein Kraftakt, alle Leitungen erstmal nur auf die Baustelle zu wuchten. Einzig das Duplex-Netzwerkkabel und die lilafarbene OneWire-Leitung ist hier nicht bzw. nur schwierig im Hintergrund  zu erkennen. Daneben mussten hier und da später noch 100 Meter Rollen nachgeordert werden, bspw. für Netzwerk (Simplex) und dreiadriges NYM-J für die Fassadenbeleuchtung. Hinten links sieht man auch noch ein 32mm Leerrohr (Affiliate-Link), das bspw. im Treppenhaus benutzt wurde, da es hier schlicht keine Möglichkeit gab, die Leitungen über die fehlende Decke zu legen. Oder eben für die Kücheninsel, da die Leitungen für Kochfeld und Co. zwangsläufig über den Boden gelegt werden müssen. Die Fixierung der Leerrohre erfolgte mittels Montagelochband (Affiliate-Link), welches durch sogenannte Fixpins (Affiliate-Link) samt passendem Setzeisen (Affiliate-Link) mit einem Hammer in die Bodenplatte getrieben wurde. Zur Isolierung zwischen Leerrohr und Bodenplatte wurde noch eine weisse Bahn verlegt, welche später noch vom Bauträger flächendeckend auf dem gesamten Boden installiert wurde. Stromverteilung Alle Stromleitungen wurden - wie vorher geplant - sternförmig vom Technikraum zu allen Verbrauchsstellen geführt. Dort, wo alle Leitungen zusammenführen, wird ein massiver Standschrank installiert werden, der sich auch um eine raumbasierte Absicherung aller Verbraucher kümmert. Weitere Unterinstallationen wird es nicht geben. Auch keinen zweiten Verteiler im OG. Hier bietet sich schlicht kein passender Ort an, um einen mit Relais vollgepackten und lärmenden Schrank zu positionieren. Alle 230V-Stromleitungen wurden durchgehend mit 5- und 7-adrige Mantelleitungen mit 2,5 Quadrat ausgestattet. Fünfadrige NYM-J Leitungen (Affiliate-Link) werden primär für Steckdosen verwendet, sodass bis zu drei Steckdosen schaltbar gemacht werden können (3x Phase, Neutral und PE). Siebenadrige NYM-J Leitungen (Affiliate-Link) für die spätere Ansteuerung von Jalousie- und Rollladenmotoren (insgesamt vier Adern für Auf, Ab, Neutral und PE), wobei dann noch drei Adern übrig bleiben, die für insgesamt drei schaltbare Steckdosen nutzbar sind. Das muss das Absicherungskonzept dann eben entsprechend berücksichtigen. Verbaut wurden übrigens Rolladenmotoren des Typs Somfy LT 50 (Affiliate-Link), die hoffentlich einige Jahre durchhalten. Da die Endlagen nur direkt am Rohrmotor selbst eingestellt werden können, mussten die werkseitigen Einstellungen direkt nach dem Stelltermin geprüft werden. Bei einer falschen Einstellung hätte man die Wände sonst später nochmal aufreißen müssen. Beim Durchtesten der Jalousien und Rolläden lief zum Glück alles reibungslos, lediglich ein Rolladen offenbarte beim Herabfahren einige Kratzer. Unschön, aber erstmal kein Beinbruch. Soll jedenfalls noch vom Bauträger bis zur Endabnahme getauscht werden. Kleines Detail am Rande: Dosen, die erstmal nur vorbereitet sind (z.B. mit Netzwerk- bzw. KNX-Busleitung) oder nur als Zwischenverteilung dienen, werden mit einem überspachtelbaren Signaldeckel Kaiser 1181-60 (Affiliate-Link) versehen. In dessen Mitte wird ein kleiner Neodym-Magnet (Affiliate-Link) geklebt, welcher ebenfalls zugespachtelt wird. So sieht man später keine überstehenden Kappen unter der Tapete und kann die Stelle trotzdem einfach finden, sofern die Dose irgendwann doch noch einmal geöffnet werden soll. Mit einem zweiten Magneten findet man die Stelle von außen sehr schnell. Auf dem nachfolgenden Bild ist auch der Bosch Laser-Entfernungsmesser (Affiliate-Link) zu sehen, der immer noch mein Gadget des Jahre 2016 ist - und vermutlich auch noch das Günstigste. Absolut unerlässlich, um auf der Baustelle "schnell mal" größere Entfernungen zu messen. Nur die zwei AAA-Batterien halten leider nicht ewig. Daneben gibt es auch Stellen, an denen ausschließlich Steckdosen installiert werden sollen. Dort wurde dann je nach Anzahl der Steckdosen entweder eine 5-adrige Leitung für max. 3 schaltbare Steckdosen oder eben 7-adrige Leitungen für max. 5 schaltbare Steckdosen verlegt. Klingt übertrieben, ist es vermutlich auch, wobei mein Anspruch ist, jede einzelne Steckdose im ersten Schritt zumindest einmal schaltbar zu machen. Dazu gib es im Schaltschrank dann eine ganze Batterie aus 12fach-Schaltaktoren ABB SA/S 12.16.2.1 und MDT AMI-1216.01, welche sich um die Ansteuerung kümmern werden. So oder so ähnlich sollen die Steckdosen mit dem MDT BE-GTR1W.01 Glasrahmen später einmal aussehen. Die Steckdosen selbst sind die Gira 018803 (Affiliate-Link) in reinweiss glänzend. Vielleicht wird die Abdeckung in der Mitte aber noch getauscht gegen die anthrazite Variante Gira 092028 (Affiliate-Link). Mal sehen. Neben dem Innenbereich sind weiterhin alle geplanten Außenlampen mit separaten Stromleitungen versorgt, sodass eine getrennte Absicherung realisiert werden kann. Aus Gründen der Zugänglichkeit und des geringen Durchmessers der bereits vorher durch den Bauträger verlegten Leerrohre nach Außen, werden die Leuchten nur mit 3-adrigem 1,5 Quadrat angesteuert. Aber das sollte aufgrund der geringen Gesamtleitungslänge und Verbrauchswerte dennoch mehr als ausreichen. Wie ich festgestellt habe, wird bei anderen Baustellen zudem durchweg 1,5 Quadrat verwendet, auch für Mehrfachsteckdosen. Nur für stromhungrige Verbraucher, wie bspw. einem Kochfeld, wird dann selektiv 2,5 Quadrat genutzt. Apropos 230V-Beleuchtung. Diese wird es auch teilweise noch im Haus in Form von einzelnen Wandlampen (Grand Elevato) geben. Wie im Blogpost Operation Smart Home: Zwischenstand - Loxone, KNX, 1 Wire und Co. beschrieben, wurden die Netzteile hier bereits getauscht, sodass man mit entsprechenden Dimmaktoren MDT AKD-0401.01 jede Lampe später stufenlos in deren Helligkeit anpassen kann. 24V-Verteilung Nach langen Vorüberlegungen habe ich mich schließlich - wie auch bereits ursprünglich beplant - für eine zentrale Ansteuerung aller 24V-Decken-LEDs und 24V-LED-Stripes aus dem Schaltschrank entschieden. Da die Leitungswege jeweils weit unter 20 Metern liegen, habe ich mich gegen speziell geschirmte Leitungen entschieden und stattdessen lieber durchgehend auf Ölflex-Leitungen mit 2,5 Quadrat gesetzt. Diese sind zwar noch recht massiv, aber dennoch dünner als deren geschirmte Pendants. Bei der Verlegung wurde auf räumliche Trennung zu anderen Leitungen geachtet. Von daher sollten sich die etwaig auftretenen Interferenzen durch PWM-gedimmte LEDs ausschließen lassen. Im Nachhinein keine schlechte Entscheidung, da so bereits massiv Platzprobleme beim Verlegen der Leitungen in den Aussparungen der Deckenelemente auftraten. Hier war dank der durchdachten Detailplanung und der vorbereiteten Schritte unseres Bauträgers zwar wirklich viel Platz vorhanden, die pure Masse an Leitungen war aber dennoch brutal. An dieser Stelle auch nochmal einen großen Dank an unseren Bauträger Fertighaus Weiss, dessen Mitarbeiter sich viel Zeit genommen und Mühen investiert haben, um meine "verrückten" Detailwünsche umzusetzen. Das ist sicherlich nicht alltäglich und auch wenn ich teilweise mehrfach nachhaken musste, wurde deutlich, dass der Kundenwunsch im Mittelpunkt steht. Oftmals waren die imaginären Fragezeichen des Bearbeiters schon deutlich spürbar, weshalb hier und da nochmal ein zusätzlicher Auslass gewünscht ist. Aber dennoch wurden meine Wünsche bis ins letzte Detail berücksichtigt - damit hätte ich ehrlich nicht gerechnet. Auch wenn der mir zugeteilte Mitarbeiter laut eigener Aussage bis dato noch nie so viele Aussparungen eingeplant hatte und mit mir wirklich viel Arbeit hatte, war er während der gesamten Planungsphase mit Herzblut dabei und fand meine eher unkonventionellen Ideen meist spannend. Aber zurück zu den LEDs. Alle LEDs werden durchgehend mit 24V betrieben und vom Hauptverteiler aus angesteuert. Dazu werden mehrere Netzteile des Typs Meanwell HLG 600H 24V 25A 600W (Affiliate-Link) eingesetzt, welche die LEDs über PWM-Treiber mit Strom versorgen. Zum Einsatz kommen die LED-Dimmer von DMX-4-All X9HQ mit einer einstellbaren PWM-Frequenz von bis zu 4 kHz und 9 Kanälen, die bei meinen Tests super abschneiden konnten und vorallem auch durch einen günstigen Preis pro Kanal überzeugen können. Je nach Anzahl der Beleuchtungskreise wurden dann entsprechend 4- bzw. 5-adrige Leitungen verlegt, wobei eine Ader (gelb-grün) totgelegt wird. Das hat den einfachen Grund, da man bei 24V keinen Schutzleiter benötigt und gelb-grün exakt nur für diesen Zwecks genutzt werden darf. Spannung darf hier auf keinen Fall angelegt werden. Da es die Mantelleitungen beim Lieferanten gerade aber leider nicht ohne Schutzleiter gab, bleibt diese Ader also unbelegt. Vielleicht ja später sogar einmal von Vorteil, wenn man sich entscheiden sollte doch auf 230V zu wechseln. Aber noch kurz zu den 24V-LED-Stripes. Hier habe ich mir "tageslichtfähige" Stripes mit kombinierten Warm- und Kaltweiss-LEDs geordert, um je nach Tageszeit mehr Blau- bzw. Rotanteil ins Licht mischen zu können. Darauf freue ich mich jetzt schon total. Die zweifarbigen LED-Elemente kann man in nachfolgendem Bild ganz gut erkennen. Auf die Umsetzung bin ich schon sehr gespannt, da man hier mit Sicherheit einige Zeit braucht, um das perfekte softwareseitige Setting herauszufinden. Morgens soll das Licht eher kalt wirken (um die 5.000K), abends eher warm (3.000K). So oder so bin ich sehr glücklich, dass wir die LED-Profile mit Hilfe der Bauarbeiter erstmal vernünftig an die Decke bekommen haben. Im Vorfeld mussten wir alle Elemente millimetergenau zuschneiden, was auch eine mittelgroße Herausforderung darstellte. Das Metall konnte man nicht sehr genau per Flex bearbeiten und auch eine Kreis- oder Stichsäge wäre nicht geeignet gewesen. Deshalb haben wir uns aus dem Baumarkt ein überdimensionales Holzsägeblatt besorgt und dieses für eine Metallsäge passend bearbeitet. Was solche kleinen und unwichtigen Details alleine an Zeit kosten. Wahnsinn. Schließlich konnten wir die LED-Profile sehr genau bearbeiten, was aber dennoch recht anstrengend und zeitintensiv war. An den Wänden wurden übrigens die Profile SNL 80/12,5/2m verbaut, im Küchenbereich direkt vor der wandhohen Küchenzeile einige Profile des Typs R10-F/12,5/2m, welche zur Wandseite hin abgerundet und auf beiden Seiten anspachtelbar sind. Die Profilelemente, die vor der deckenhohen Küchenzeile angebracht werden, mussten dann noch mit Montagekleber an der Decke fixiert und zusätzlich gestützt werden, da diese nicht bereits vom Gispskarton durch eine entsprechende Nut gehalten wrden. Hier drückt es gerade den Kleber durch die Profil-Elemente. Überstehende Reste werden einfach abgeschnitten. Eine Stelle musste ich auch mit Sekunden-Alleskleber nacharbeiten, da es anders nicht gehalten hätte Hier steckt der Teufel im Detail. Jede Menge Arbeit, welche zum Schluss hoffentlich zu einem brauchbaren Ergebnis führt. Zwischenzeitlich hab ich schon einmal einen LED-Stripe testweise installiert und in Betrieb genommen. Man kann schon ansatzweise erkennen, wohin die Reise gehen wird. Nachfolgend noch ein aktuelleres Bild, welche ein LED-Profil im Küchenbereich in fertig verspachteltem Zustand zeigt. Hier kann man sich schon einmal etwas besser vorstellen, wie es später aussehen wird. Hier nochmal im Wohnbereich direkt an der Wand. Dabei hatte ich leider vergessen die Schnittkanten mit etwas Farbe zu überpinseln. Nach kurzer Zeit hat sich dann an einigen dieser Stellen nach dem Estricheinbau und der damit einhergehenden super hohen Luftfeuchtigkeit etwas Flugrost gebildet. Hier konnte man aber glücklicherweise noch nachbessern und die Stellen abschleifen und anschließend versiegeln. Am besten also direkt schon vor der Installation daran denken, dann erspart man sich späteren Ärger. Und hier das fast fertige Ergebnis, bei dem die Tapete bereits angebracht und weiss gestrichen wurde. Jetzt fehlt nur noch die Nachbesserung der Abschlusskante und der Einbau des LED-Stripes. Das wird jedoch auch noch spannend, da die einzelnen Stripes direkt an die verlegten, massiven Leitungen gelötet werden müssen. Hier habe ich mir auch schon etwas ausgedacht. Mal sehen, ob das so klappt. Ich werde berichten. Netzwerkverteilung Ein zentraler Netzwerkschrank im Technikraum wird sich darum kümmern, alle Netzwerkleitungen zu bündeln und entsprechend über Patchpanels und Switches zu verteilen. Beim Netzwerk habe ich mich entschieden durchgehend auf die RJ45-Keystone-Module Rutenbeck 139104040 (Affiliate-Link) zu setzen. Diese sind zwar eher hochpreisig, dafür aber vor allem bei der Installation einfach und durch den modularen Aufbau flexibel. So lässt sich die Reihenfolge der Keystone-Module später auf dem passenden Patchpanel Rutenbeck 239101000 (Affiliate-Link) im Netzwerkschrank ohne Stress tauschen oder auch einzelne Stecker direkt tauschen. Das Auflegen der Netzwerkkabel auf die Keystone-Adapter ist erstmal ein Gefummel. Da vergehen schnell mal 10-12 Minuten, bis ein Adapter verdrahtet ist. Mit Übung klappt das dann auch schneller in 4-5 Minuten. Wichtig für das Auflegen ist dabei eigentlich nur eine Knipex Präzisionszange (Affiliate-Link), um die acht Netzwerkadern beim Einlegen in das weisse Keystone-Element absolut plan zur Seite hin abzuzwicken. Denn nur so ist gewährleistet, dass man das silberne Gegenstück auch drüberbekommt. Bei nur wenigen Anschlüssen tut es wohl auch eine Fingernagelschere, vermutlich wird die dabei jedoch schnell stumpf. Insgesamt werden im Netzwerkschrank später übrigens 71 Stecker anzutreffen sein. Ok, vielleicht etwas übertrieben, ja. *hust* Als Netzwerkleitung wurde ein "Standard" CAT7 mit AWG23 (Affiliate-Link) verwendet. Bestellt habe ich direkt einmal 500 Meter Helukat Duplex. Hier habe ich noch 108 Meter (gemessen) übrig, welches ich noch privat abzugeben habe. Also einfach melden, wer daran Interesse hat. Einerseits habe ich mich für die AWG23-Version natürlich aufgrund des geringeren Preises im Vergleich zur dickeren Version mit AWG22 entschieden, andererseits aber auch aufgrund der Platzüberlegungen während der Planung, da ein geringerer Leitungsdurchmesser notwendig war, um überhaupt alle angedachten Mantelleitungen installieren zu können. Und es wurde - wie bereits angesprochen - platztechnisch auch so schon verdammt knapp. Auch wenn ein größerer Adernquerschnitt vielleicht vorteilhaft für PoE gewesen wäre, sollte auch so genügend Luft nach oben sein. Die Leitungslängen sind sowieso durchgängig unterhalb von 20 Metern und die leistungshungrigsten Verbraucher sind die Unify WiFi-Accesspoints UAP-Pro (Affiliate-Link) und die Mobotix-S15D-Module (Affiliate-Link) für die Ansteuerung der Kameras mit jeweils um die 3-4 Watt. Also weit unter Werten, bei denen es stressig werden sollte. Ob die insgesamt acht Netzwerkdrähte zuzüglich Schirmung richtig auf die Keystone-Module aufgelegt wurden, konnte dann ein abschließender Test mit dem LogiLink Netzwerk Werkzeug Set mit Tasche (Affiliate-Link) beweisen. Dabei schickt der Tester nacheinander ein Signal über jede Ader. An beiden Leitungsenden kann man anhand der LEDs am Tester kontrollieren, ob alle Lichter in der richtigen Reihenfolge aufblinken. Dann ist alles in Ordnung. Dabei unbedingt die LEDs beider Adapter kontrollieren, da man nur so erkennen kann, ob alle Drähte kontaktiert sind und auch die vorgesehene Reihenfolge stimmt. Die Mobotix-Module werden übrigens direkt in den Wänden hinter den Hohlwanddosen versenkt. Über das blaue Sensorkabel (Affiliate-Link) werden dann die Kameramodule mit 180 Grad Weitwinkel angeschlossen. Zur Auswahl stehen das Sensormodul MX-SM-L10-PW-6MP (Affiliate-Link) mit Farbwiedergabe bzw. das bis zu 0,1 Lux arbeitende Sonsormodul MX-SM-N10-PW-6MP (Affiliate-Link) mit Schwarz-Weiss-Wiedergabe primär für den Nachtbetrieb. Unterbracht werden die Sensormodule jeweils im optisch recht unaufdringlichen MX-PTMount-OPT-PW (Affiliate-Link) direkt an der Fassade. Um die Geräte später noch erreichen zu können, sitzen sie entweder hinter einer Doppeldose oder unterhalb meiner InWall-Konstruktion, bei der ein Brett auch nachträglich zugänglich und "unsichtbar" entfernt werden kann. Dazu muss dann nur vorher der installierte InWall-Speaker abgeschraubt werden. Hier noch die Einzelteile, aus denen die Konstruktion besteht. Zusätzlich wurden natürlich noch einige Schrauben, Muttern und Winkel benötigt, damit das Mobotix-Modul am Holzbrett fixiert werden konnte. Detailarbeit. KNX-Verteilung Es wird insgesamt drei logisch und galvanisch getrennte Linien für EG, OG samt Schaltschrank und Außenbereich geben. Einerseits, um eine potenzielle Fremdsteuerung von Außen zu verhindern und andererseits, um die maximale Leistung der KNX-Netzteile adäquat zu verteilen, denn gerade die vernetzten KNX-Rauchwarnmeldermodule Gira 234300 (Affiliate-Link) schlucken jeweils bereits bis zu 24mA von den maximal 640mA, die von einer konventionellen KNX-Stromversorgung zur Verfügung gestellt werden kann. Als Rauchwarnmelder selbst kommt dann übrigens der Gira Dual Q 233602 (Affiliate-Link) in allen Räumen (bis auf die Bäder) zum Einsatz. Pro Raum gibt es später mindestens einen Präsenzmelder an der Decke mit jeweils zwei Präsenzzonen. Alle 19 Präsenzmelder sind schon einmal per ETS vorprogrammiert und haben ihre eindeutige physikalische Adresse zugewiesen bekommen. Dann sollte die Installation vor Ort recht schnell gehen. Durch die geschickte Nutzung von Präsenzzonen kann man später genau auswerten, an welchem Ort sich eine Person aufhält und bspw. die Beleuchtung noch besser automatisch vom System regulieren lassen. Passende Regeln vorausgesetzt, die sich wohl erst im Echtbetrieb herauskristallisieren werden. Grün-Schwarz sind die Präsenzmelder eingezeichnet inkl. Präsenzzonen und die gelben Punkte stellen die späteren Leuchtquellen dar. Pro Raum gibt es auch mindestens einen Glastaster mit Display zur Steuerung von Beleuchtung, Beschattung und Zusatzfunktionen wie dem Multiroom-Audio. Hier habe ich mir schon einige Gedanken gemacht und getestet. Bis zur finalen Umsetzung muss ich aber wohl noch einige Runden drehen. In obigem Bild ist der Glastaster MDT BE-GT2TW.01 (Affiliate-Link) zu sehen, der durchgehend auf 1,55m Höhe installiert wird und der sogar meiner besseren Hälfte gefällt - sowohl optisch als auch haptisch. Puh, Glück gehabt. :) Sobald das Bedienkonzept steht, werde ich es zu einem späteren Zeitpunkt einmal gesondert vorstellen. Dann evtl. auch schon mit Erweiterung durch Amazons Alexa per Sprachsteuerung über das passende FHEM-Modul, mal sehen. Dazu könnte dann ein weisser Echo Dot (Affiliate-Link) in jedem Raum seinen Platz finden. Mal sehen, ob ich mich durchringen kann, meine Nutzungsdaten Amazon anzuvertrauen. Christoph hat die Teile jedenfalls schon seit kurzem im Einsatz und wird hoffentlich bald darüber auf dem Blog berichten. Jede Innen- und Außentür sowie jedes Fenster ist mit integrierten Reedkontakten ausgestattet, welche über dezentral angebundene KNX-Tasterinterface angebunden werden. So erhält man bspw. beim Verlassen des Hauses die Info, welche Außentüren bzw. -fenster noch nicht geschlossen sind. Ausgelesen werden die Informationen "vor Ort" durch jeweils ein KNX-Tasterinface MDT BE-02001.01 mit einer geringen Abfragespannung von 5V. In Summe kommen da schon einige zusammen. Die Kontakte der Fenster und Außentüren wurden direkt vom Bauträger installiert. Hier war mir das Selber-Bohren doch zu heikel. Schon alleine aus Gewährleistungsgründen.  Hier gab es zum Start aber einige kleinere Ungereimtheiten, da der Sensor des linken Flügels beim Küchenfenster fehlte und der des rechten Flügels falsch montiert war, sodass dieser nicht bereits beim Drehen des Handknaufs eine Öffnung signalisierte, sondern erst bei einem Fensteröffnungswinkel von knapp 20 Grad. Fail. Nach mehrmaligem Hin und Her haben es die Leute vom Fach aber doch noch hinbekommen. Zwischenzeitlich wurde mir auch eine Erstattung angeboten und fast hätte ich schon aufgegeben. Aber dann wären alle Fenster bis auf eines im System eingebunden. Aber hat ja glücklicherweise doch noch geklappt. Bei den Innentüren war ich etwas mutiger und habe die Bosch MS-LZS Einbaumagnetkontakte in die Türrahmen gebohrt und in einer benachbarten Unterputzdose und einem der obigen KNX-Tasterinterfaces verdrahtet. Praktisch dabei sind vorallem die langen Anschlussleitungen von knapp drei Metern, weshalb ich mich auch für diese Variante entschieden habe. Bei allen günstigeren Reed-Kontakten, die ich vorher getestet hatte, war immer nur knapp 10cm Leitung vorhanden. Hier hätte man dann entsprechend verlängern müssen und wäre im Nachhinein kaum mehr an die Verbindungsstelle in der Wand herangekommen. Den endgültigen Einbau muss ich dann "nur" noch mit dem Türbauer abstimmen. Über Sinn oder Unsinn lässt sich natürlich auch hier streiten. In Kombination mit den Präsenzmeldern sollte sich bspw. die Beleuchtung noch schneller bzw. genauer ansteuern lassen. Vielleicht auch irgendwann ganz praktisch für den Fall, dass das Kleinkind nachts die Zimmertür öffnet, worüber man doch gerne informiert werden möchte, etwa durch ein dezentes Blinken der Beleuchtung. Drei zusätzliche Wassersensoren (Küchenspüle, Kühlschrank/Spülmaschine und Waschmaschine) für Meldung bei Lecks sind ebenfalls eingeplant. Hier muss ich mir aber noch etwas überlegen, da die 5V Abfragespannung der KNX-Sensormodule nicht ausreicht, um die Wassersensoren zum Arbeiten zu bewegen. Update: Juhu, Loxone bietet seit Kurzem das Nano DI Tree an. Dabei handelt es sich um einen digitalen Inputbaustein mit sechs Kanälen, welcher eine Abfragespannung von 24V besitzt. Damit funktionieren auch die Wassersensoren, die ich bereits von Loxone erworben habe. Verlegt wurden übrigens knapp über 600 Meter KNX-Busleitung des Typs YCYM 2x2x0,8. Ursprünglich wollte ich die etwas günstigere und überall verfügbare Variante J-Y(St)Y verbauen, aber da ich doch noch bei TSI-Technik fündig wurde, sollte es doch das YCYM werden. Details zu den Leitungsunterschieden werden hier diskutiert. OneWire-Verteilung Das in meinem Fall vorerst als "Gadget-Bus" genutzte System wird primär für Temperaturmessung per Estrichsensoren eingesetzt. Pro Stockwerk gibt es eine OneWire-Extension von Loxone, um später noch Luft nach oben zu haben. Mit OneWire kann man ja noch lustige Sachen anstellen, bspw. iButton. Insgesamt habe ich 16 Estrichsensoren verbaut (9 im EG und 7 im OG), die direkt in der Noppenbahn zwischen den Leitungen der Fußbodenheizung in einem 16mm starken Leerrohr (Affiliate-Link) eingeklickt sind. Bei Aliexpress gibt es den Zehnerpack für knapp über 20 Euro. Die metallisch aussehende Spitze, hinter der sich der Sensor verbirgt, ist mit Panzertape verschlossen, damit kein Estrich eindringt. Spielerei? Klar! Aber genau so etwas ist es doch, was der Technikbegeisterte sehen will. :) Hier habe ich mal einige installierte Sensoren testweise in Betrieb genommen. Läuft! Loxone-Tree-Verteilung Ein Bus mehr kann natürlich nicht schaden. Deshalb kommt die Eigenentwicklung von Loxone auch noch zum Einsatz, für die eine Loxone Tree Extension installiert wird. Vorerst jedoch "nur" für die Ansteuerung der Stellventile in den beiden Heizkreisverteilern. Insgesamt 16 Stellventile (9 im EG und 7 im OG) kümmern sich darum, jeden Heizkreis einzeln anzusteuern. Hier noch im Testbetrieb von Ende letzten Jahres. Weitere Details, weshalb ich mich jetzt für die stromsparende Variante mit Stellmotoren und doch nicht für die günstigere Alternative mit sich ausdehnenden Thermoelementen entschieden habe, lässt sich im Blogpost Operation Smart Home: Zwischenstand – Loxone, KNX, 1Wire und Co. nachlesen. Audioverteilung Die zentrale Ansteuerung aller Multiroom-Lautsprecher wird durch den Loxone Music Server und einen Loxone Multiroom-Verstärker mit 12 Kanälen realisiert. Pro Raum sind zwei Audiokabel für die Vorbereitung von InWall-Lautsprecher vorgesehen. Einzig im Gästebad konnte platztechnisch nur ein Kabel verlegt werden. Aber das sollte dennoch reichen. Insgesamt hängen jetzt 13 Leitungen an der Stelle aus der Wand, an der später Verstärker und Audio-Server stehen sollen. Als InWall-Lautsprecher kommen die Focal Custom IW 106 (Affiliate-Link) zum Einsatz, die den Testeinsatz gut überstanden haben. Die Lautsprecher einfach so in eine Wandaussparung einzusetzen, ist jedoch nicht praktikabel, da gerade die Basswiedergabe ohne druckgeschütztes Gehäuse unmöglich ist. Der erste Test fiel jedenfalls ernüchternd aus. Deshalb wird jetzt jeder Lautsprecher in ein getrenntes Gehäuse - eine Art Klangkörper - innerhalb der Holzständerwände eingebaut. Dazu habe ich eine passende Schablone per Photoshop angefertigt, damit die Aussparung und das "Innenleben" beim Zusammenbau auch zusammenpassen. Für die Aussparungen perfekt geeignet ist übrigens das Bosch Multifunktionstool GOP 10,8V-LI SOLO (Affiliate-Link) mit dem länglichen Adapter aus dem dazugehörigen GOP-Zubehörset (Affiliate-Link). Damit lassen sich die Ausschnitte - eine ruhige Hand vorausgesetzt - fast Millimetergenau und ohne große Anstrengung ausschneiden. Man sollte aber am besten einen Gehörschutz verwenden, da das hochfrequente Vibrationsgeräusch schon recht unangenehm sein kann. So sieht der fertige Zustand der Wandunterkonstruktion aus. Jetzt muss eigentlich nur noch der InWall-Lautsprecher eingesetzt und am Lautsprecherkabel angeschlossen werden. Hat jedenfalls viel Arbeit und noch viel mehr Spass gemacht. Ich glaube, ich habe ein neues Offline-Hobby für mich entdeckt: Das Arbeiten mit Holz... :) Hier mit Bosch Handkreissäge GKS 10,8 V-Li solo (Affiliate-Link), die für ihre kleine Baugröße erstaunlich viel Bums hat. Für wirklich exakte Arbeiten benötigt man hier zusätzlich noch eine spezielle Führungsschiene (Affiliate-Link), die an dieser Stelle jedoch nicht notwendig war. Naja, spätestens zum Verlegen des Parketts wird diese wohl noch angeschafft. Passend dazu dann noch die Bosch Paneelsäge GCM 8 SJL (Affiliate-Link, mit der man millimetergenau arbeiten kann und die sogar einen praktischen Laserstrahl eingebaut hat. Puh, insgesamt ganz schön viel Bosch-Werbung... Aber die Produkte haben sich bis jetzt wirklich bewährt. Im Wohnzimmer wurden zusätzlich fünf Lautsprecherkabel für Surround-Sound und zwei separate Leerrohre für den späteren Anschluss von bis zu zwei Subwoofer verlegt, die für Chinchkabel und eine Stromleitung herhalten können. Beim Lautsprecherkabel habe ich darauf  geachtet, dass es sich um reines Kupferkabel (CU) handelt und keine Kombination aus Aluminum und Kupfer, welche bei gleichem Querschnitt weniger Leistung verkraftet. Geworden ist es dann schließlich die reichelt-Lautsprecherlitze 2x2,5 mm² CU, welche auch für die Multiroom-Lautsprecher genutzt wurde. So kamen in Summe auch mehr als 200 Meter an Leitung zusammen. Die Leitungen für die Surround-Lautprecher im Wohnzimmer bleiben jetzt erstmal in der Wand liegen und werden dann erst hervorgeholt, wenn die genaue Höhe festgelegt wurde. Für den Frontbereich sind Standlautsprecher vorgesehen. So in etwa könnte es dann einmal mit den Teufel Theater 6 Hybrid (Affiliate-Link) aussehen. Da es vielleicht aber auch vorne Wandlautsprecher werden könnten, sind hier hinter der gerade angebrachten Steinwand insgesamt zwei Dosen vorbereitet, in denen die Lautsprecherkabel in 2m Höhe bereitliegen. Wenn gewünscht, muss nur noch ein 1cm starkes Loch durch den Steinverblender gebohrt und das dahinterliegende Kabel "geangelt werden". Die Leitung hängt dabei an einem lila Einziehbändchen, welches dann relativ einfach erreichbar sein sollte. So sieht die Steinwand dann vorerst aus, ohne Löcher. Dafür aber bereits mit Wandhalterung für den TV. Die Leinwand an der Decke kommt dann später. Hier sind auch passende Leitungen für eine Elektrifizierung vorgesehen. Für den Beamer sowieso Strom-, Netzwerk- und HDMI-Kabel. Als Stilelement soll ein oldschool Plattenspieler auf dem sonst leeren TV-Rack seinen Platz finden, der die Wohnung später auch per Multiroom-Audio befeuern kann. Dazu habe ich noch ein extra Leerrohr mit Chinchkabeln zwischen TV-Rack und Loxone-Multiroomverstärker installiert, um den Plattenspieler als Quelle nutzen zu können. Hier muss dann evtl. noch ein separater Vorverstärker her, das alles hat aktuell aber natürlich erstmal keine Prio. One more thing - Zusätzliche Sanitär-Gadgets Insgesamt wurden noch sechs "smarte" Wasserzähler 3/4" QN 1,5 BL mit eingebautem Impulsmodul Kaltwasser verbaut, die pro Liter Durchfluss einen Impuls liefern. Diese werden dann vermutlich direkt an die digitalen Eingänge des Loxone Miniservers angeschlossen, sodass verschiedene Verbrauchswerte mitgetrackt werden können: Kaltwasser EG Kaltwasser OG Warmwasser (Zulauf zu Heizung) Zisterne Nachspeisung Zisterne Toiletten/Waschmaschine Zisterne Garten In der Loxone Visu sind die Zähler schon mal eingebunden und warten auf erste "Impulse". Die Zisterne bzw. das Hauswasserwerk von Graf Aqua-Silentio 15/4 (Affiliate-Link) lässt sich über digitale und analoge In- und Outputs ebenfalls einbinden. Dazu dann noch ein Ultraschallsensor aus dem Loxone-Shop und das aktuelle Zisternen-Volumen sollte sich damit recht genau ermitteln lassen. Mehr Details dazu in einem späteren Blogpost. Darüber hinaus lässt sich vermutlich auch die verbaute Wohnraumlüftungsanlage Tecalor TVZ170 Plus per 0-10V ansteuern, sodass die Lüftergeschwindigkeit stufenlos - nach Anwesenheit, Luftqualität oder whatever - geregelt werden kann. Später kann das System vielleicht sogar per eBUS-Schnittstellenadapter erweitert werden, um bspw. Statusmeldungen (z.B. Defekt o.Ä.) auslesen zu können. Aber das hat erstmal auch keine Prio. Hier noch ein Blick in den Technikraum, der auch gleich noch die Fernwärmeübergabestation (in der Mitte) zeigt. Hier hoffe ich einmal schwer, dass sich hier auch einige Komponenten anbinden lassen. Anscheinend lässt sich die Heizkurve schon mal per 0-10V Eingang ansteuern. Und auch die Pumpe der Zirkulationsleitung, die standardmäßig mit einem oldschool Zwischenstecker mit Zeitschaltuhr ausgestattet ist, sollte sich per schaltbarer Steckdose (ist ja dann eh jede einzeln schaltbar) einfach ins Smart-Home-System integrieren lassen. Schon mal ein Anfang... Aus meinem täglichen Leben Insgesamt waren die letzten Wochen und Monate schon leicht herausfordernd. Entsprechend wurde der Blog zwischenzeitlich auch nicht mit neuen Inhalte gefüttert. Das wird sich jetzt hoffentlich bald wieder ändern, sobald ich nicht mehr jede freie Minute auf der Baustelle herumhüpfe. Seit dem Stelltermin Anfang Dezember ist wirklich schon Einiges passiert... Es mussten brutal viele Dinge geplant und schließlich auch auf der Baustelle umgesetzt werden. Dieser Post soll jetzt jedenfalls das vorläufige Ende der Blogging-Dürreperiode einleuten. Mit über 5.700 Wörtern und fast 70 Bildern ist dieser Post jedenfalls mal ein Anfang und sogar der mit Abstand umfangreichste Artikel überhaupt. Auch wenn ich das Gefühl habe, die einzelnen Themen nur ansatzweise angeschnitten zu haben, sollte das erstmal reichen. Wie oben bereits mehrfach angesprochen, steckt der Teufel bei der Umsetzung oftmals im Detail und man merkt erst dann, wieviel Zeit manche trivialen Dinge, wie das Bohren "einiger Auslässe", kosten können. Man muss eben doch noch einmal genau im Plan nachsehen, messen und die passenden Werkzeuge zur Hand haben. Aber zum Glück konnte ich mich bisher immer auf fähige Helfer verlassen, die das Smart-Home-Projekt auf Kurs gehalten haben. Vielen vielen Dank an alle Helfer für die tatkräftige Unterstützung! Puh, habe ich etwas vergessen? Vermutlich. Weitere Blogposts zur Serie Operation Smart Home werden das aber sicher nachholen. :) PS: Dazu zählt dann z.B. auch die SAT-Installation auf JESS-Basis, die im Beitrag komplett untergegangen ist. Die brandneue Selfsat H21dCSS+ (Affiliate-Link) mit integriertem 24fach JESS-Multischalter, welcher keine separate Stromversorgung benötigt, steht jedenfalls schon in den Startlöchern. Ich bin schon sehr gespannt und werde berichten... Update: Alle Infos zur SAT-Installation gibt es nun im Blogpost SAT-Anlage für bis zu 24 Teilnehmer mit nur einem Kabel – Minimalinstallation mit Maximalleistung. ### Howto: HomeMatic Funk-LAN-Gateway mit FHEM verwenden Der gute alte "HMLAN" (HomeMatic LAN-Adapter) hat ausgedient. Der Hersteller eq3 hat den Klassiker in der FHEM-basierten Hausautomatisierung aus dem Programm genommen und mit dem neuen EQ3 HomeMatic 104029 Funk LAN-Gateway (Affiliate-Link) eine Art Nachfolgerprodukt auf den Markt gebracht. Zeit für meintechblog, das neue Gateway zwischen FHEM und der HomeMatic-Welt unter die Lupe zu nehmen und in einem Howto für Neueinsteiger und Wechsler aufzubereiten. Smart Home Gear zu diesem Blogpost (Affiliate-Links) HomeMatic Funk LAN Gateway HomeMatic Zwischenstecker-Schaltaktor mit Leistungsmessung HomeMatic Funk-Fenster-Drehgriffkontakt Der aus dem Jahr 2013 stammende Blogpost von Jörg HMLan-Adapter am FHEM-Server einrichten war ein Must-Read für alle FHEM-Neueinsteiger, die ihr Smart Home mit HomeMatic-Komponenten ausgestattet haben. Das kleine, runde LAN-Device war das Funk-Gateway in die HomeMatic-Welt. Dafür gibt es jetzt das neue HomeMatic Funk-LAN-Gateway (Affiliate-Link) als Nachfolger. Das knapp 79 EUR teuere Gateway ist dabei das Herzstück einer FHEM-HomeMatic-Installation. Steuersignale werden aus FHEM heraus über das Gateway an Komponenten gesendet und durch es hindurch von Sensoren und Aktoren empfangen und an FHEM weitergeleitet. Die nachfolgenden Schritte zeigen, wie das neue Gateway an FHEM angelernt wird und wie Umsteiger ihre Konfiguration anpassen müssen. Funk-LAN-Gateway mit FHEM verwenden Das HomeMatic Funk-LAN-Gateway ist hardwaretechnisch schnell in Betrieb genommen. LAN-Kabel und Stromversorgung in den entsprechenden Anschluss führen und die Installation ist beendet. Nun empfiehlt es sich, zunächst die per DHCP zugewiesene IP-Adresse des Gateways herauszusuchen. Wer eine FritzBox verwendet, kann dies z.B. im Webinterface unter "Heimnetz" bewerkstelligen. Die gefundene IP-Adresse ist nunmehr relevant für die Einrichtung in FHEM, die an sich relativ simpel von der Hand geht. Wer sich noch an die Einrichtung des HMLAN erinnert, wird sich freuen, wie einfach die nächsten Schritte von Statten gehen. In FHEM (z.B. auf einem Rasperrby Pi oder einem Intel Nuc) werden in der FHEM-Kommandozeile am oberen Bildrand folgende Befehle nacheinander abgesetzt, die zunächst das FHEM-System aktualisieren, was notwendig ist, um das Softwaremodul "HMUARTLGW" zu erhalten: update check update Der abgeschlossene Update-Vorgang muss mit einem shutdown restart vervollständigt werden. Nun kann bereits mit der Anlage des neuen Funk-Gateways begonnen werden: define HMLANGW HMUARTLGW 192.168.178.79 Der Name "HMLANGW" und die IP-Adresse "192.168.178.79" sind individuell zu vergeben. Grundsätzlich ist das Gateway jetzt schon in FHEM angelegt, funktioniert jedoch noch nicht ordnungsgemäß. Anschließend werden dem Funk-Gateway zwei wichtige Attribute zugewiesen. Eines davon ist das auf der Rückseite des Device aufgedruckte Passwort, das andere ist die hmId, die für die Kommunikation mit HomeMatic-Geräten unerlässlich ist. Wer von einem HomeMatic-LAN-Adapter auf das neue Funk-LAN-Gateway umsteigt, muss hier unbedingt beachten, dass die selbe hmId wie beim HMLAN vergeben wird! Sonst muss jedes bereits mit dem HMLAN gepeerte Gerät neu angelernt werden. Die alte hmId kann in den Readings des HMLAN in FHEM eingesehen werden. Wer neu mit der Installation eines Funk-LAN-Gateways beginnt, kann diese hmId frei gestalten. In der Commandref heisst es dazu: "Der Wert muss eine 6-stellige Hexadezimalzahl sein, 000000 ist ungültig". In FHEM wird das Ganze dann so umgesetzt: attr HMLANGW lgwPw password attr HMLANGW hmId 123123 Dabei müssen das "password" (auf der Rückseite des Funk-Gateways) und die hmId 123123 an die eigenen Werte angepasst werden. Smart Home Gear zu diesem Blogpost (Affiliate-Links) HomeMatic Funk LAN Gateway HomeMatic Zwischenstecker-Schaltaktor mit Leistungsmessung HomeMatic Funk-Fenster-Drehgriffkontakt Im Fhemwiki wird empfohlen, die Firmware von Device und LAN-Schnittstelle zu aktualisieren. Um Probleme zu vermeiden, empfehle ich, dies zu tun. Die LAN-Schnittstelle des Gateways wird über Terminalbefehle aktualisiert. Dazu wird eine SSH-Verbindung mit dem FHEM-Server (z.B. dem Raspberry Pi) unter dessen IP-Adresse (in meinem Fall 192.168.18.68) hergestellt. Windows-Nutzer können hierzu z. B. das Tool Putty nutzen, Mac-Anwender verwenden die integrierte App "Terminal". Jede Zeile sollte einzeln ausgeführt werden. ssh christoph@192.168.178.68 sudo apt-get install libc6-i386 lib32stdc++6 Bei mir war außerdem die Installation des folgenden Paketes essentiell (zwecks AES), damit das Gateway funktionierte. sudo apt-get install libcrypt-rijndael-perl Danach geht es weiter: git clone https://github.com/eq-3/occu cd occu sudo ln -s $(pwd)/firmware /firmware Wer einen ARM-basierten Server hat (z.B. Raspberry Pi), nutzt dann diesen Befehl: cd arm-gnueabihf/packages-eQ-3/LinuxBasis/bin Nutzer mit x86-basierten Servern (z.B. Intel NUC) nutzen diesen Befehl: cd X86_32_Debian_Wheezy/packages-eQ-3/LinuxBasis/bin (auf X86/X86_64) Weiter geht es wieder systemunabhängig: chmod 755 eq3configcmd LD_LIBRARY_PATH=../lib:../../RFD/lib ./eq3configcmd update-lgw-firmware -u ../../../../firmware/hm-lgw-o-tw-w-eu_update.eq3 -console -l 1 -s NEQ456789 -k 'password' Die Werte "NEQ123123" und "password" müssen dabei wieder an die individuellen Werte angepasst werden. Das Passwort ist erneut das auf der Rückseite aufgedruckte und die NEQ-Kennung ist ebenfalls auf der Rückseite des Device zu finden. Damit endet das LAN-Schnittstellen-Update. Weiter geht es mit dem Update der Firmware. Dazu zunächst cd /opt/fhem gefolgt von einem wget https://raw.githubusercontent.com/eq-3/occu/28045df83480122f90ab92f7c6e625f9bf3b61aa/firmware/coprocessor_update_hm_only.eq3 Zurück im Webinterface von FHEM, wird am oberen Bildrand in der Kommandozeile der folgende Update-Befehl abgesetzt: set HMLANGW updateCoPro /opt/fhem/coprocessor_update_hm_only.eq3 In der noch offenen SSH-Verbindung setzt ein abschließendes sudo reboot den finalen Neustart-Befehl. Hiermit endet die Installation des HomeMatic Funk-LAN-Gateways mit einem funktionsfähigen HomeMatic-Gateway in FHEM, dessen Readings (vor allem der Wert "cond") ok sind. Weitere Schritte für Umsteiger Für Umsteiger, die von einem HMLAN kommen, ist es nun noch essentiell, das sog. "IODev" in allen HomeMatic-Komponenten zu aktualisieren. Ein Umstieg lohnt sich aus funktionaler Sicht nicht, sondern ist beispielsweise für den Fall eines Hardware-Defekts am HMLAN gedacht. Zuvor empfehle ich jedoch, ein Backup anzufertigen. Hierfür wird in der Kommandozeile von FHEM einfach der Befehl backup abgesetzt. Anschließend wird über einen Klick auf "Edit files" -> "fhem.cfg" die FHEM-Konfigurationsdatei geöffnet. Eine Möglichkeit, den alten HMLAN gegen das neue Funk-Gateway auszutauschen, ist den gesamten Inhalt der Datei in einen Texteditor herauszukopieren und mittels "Suchen und Ersetzen" die Passage "IODev HMLAN1" gegen den Eintrag "IODev HMLANGW" zu ersetzen, wenn der alte HMLAN in FHEM die Bezeichnung HMLAN1 hatte. Der editierte Inhalt kann dann wieder in die fhem.cfg zurückgespielt werden. Alternativ kann natürlich auch im Webinterface das IODev jedes einzelnen HomeMatic-Devices per Hand abgändert werden. Das dauert dann natürlich deutlich länger. Aus meinen täglichen Leben Bei mir hat der Umstieg gut funktioniert. Alle HomeMatic-Devices haben direkt nach der Änderung des IODev alle Funktionen wieder zur Verfügung gestellt. Ich hatte zu Beginn ein wenig Bedenken, dass der Umstieg meine Konfiguration zerstört, aber es hat geklappt. Was bei mir relevant war, ist die Installation des oben genannten Pakets "libcrypt-rijndael-perl". Vorher hatte ich stundenlang mit einem HomeMatic Funk-Zwischenstecker mit Leistungsmessung (Affiliate-Link) und einem HomeMatic Funk-Drehgriffkontakt (Affiliate-Link) herumexperimentiert und dann durch Analyse des Logfiles erkannt, wo das Problem lag. Ich denke, das neue HomeMatic Funk-LAN-Gateway (Affiliate-Link) ist eine tolle Alternative zum alten HMLAN, die außerdem deutlich leichter einzurichten ist. Smart Home Gear zu diesem Blogpost (Affiliate-Links) HomeMatic Funk LAN Gateway HomeMatic Zwischenstecker-Schaltaktor mit Leistungsmessung HomeMatic Funk-Fenster-Drehgriffkontakt ### Unser zweites E-Book: Mit FHEM und Loxone das Connected Home weiter ausbauen Here we go again... Nach knapp zwei Jahren veröffentlichen wir nun endlich Teil zwei unserer E-Book Reihe "Smart Home in Eigenregie". Vielleicht etwas früh, um von einer Reihe zu sprechen, zugegeben. Aber so oder so freuen wir uns endlich für Nachschub bei allen Smart-Home-Enthusiasten sorgen zu können, die ihre eigenen vier Wände mit entsprechender Sensorik und Aktorik weiter ausbauen möchten. Wieder einmal haben wir die besten und meistgelesenen Inhalte rund um das Thema FHEM zusammengetragen und sind diesmal noch einen Schritt weitergegangen. Denn wie viele Leser vermutlich bereits mitbekommen haben, nutzen wir FHEM weiterhin als Hardware-Aggregator und ergänzen unser Smart Home um Loxone zur Abbildung komplexer Regeln. Entsprechend behandeln wir diesen Themenbereich, bei dem es darum geht, beide System miteinander sprechen zu lassen, in einem eigenständigen Buchkapitel. Wie immer inkl. praxisgerechter und für den DIY-Anwender verständlicher Howto-Anleitungen in gewohnter meintechblog-Qualität.Aber egal, ob nun FHEM im Standalone-Betrieb oder in Kombination mit Loxone, unser neues E-Book ist vollgepackt mit den besten Inhalten unseres Blogs, in denen unsere langjährigen Erfahrungen niedergeschrieben sind. "Smart Home in Eigenregie - Mit FHEM und Loxone das Connected Home weiter ausbauen (Affiliate-Link)" So sieht das gute Stück nun also aus und wir hoffen, dass wir in den knapp 300 Buchseiten wieder einmal sowohl Einsteigern als auch fortgeschrittenen Anwendern hilfreiche Tipps, Kniffe und den Spass am eigenen Smart Home ein Stück näher bringen können. Auch den zweiten Teil veröffentlichen wir erstmal ausschließlich für Kindle und Co. (Affiliate-Link), da wir trotz Startschwierigkeiten bei der Veröffentlichung des ersten Teils insgesamt sehr zufrieden mit dem Publishing und dem Leserfeedback sind. Auf diesem Wege nochmal herzlichen Dank an alle diejenigen, die uns durch den Kauf und das Lesen unserer E-Books aktiv unterstützen. Das freut uns sehr! Zum Einstieg werden im E-Book wieder Schritt für Schritt alle wichtigen Installations- und Konfigurationsschritte erläutert, die notwendig sind, um ein Smart Home auf Basis von FHEM in Eigenregie aufzubauen. Im Grunde also ein Update zum ersten E-Book, wobei das auch schon der einzige "redundante" Inhalt ist. Denn wie bereits angesprochen, werden jede Menge neue Anwendungsszenarien behandelt, von der Einbindung günstiger Funk-LED-Treiber, über die Integration von Sonos-Lautsprechern bis hin zu SAT-Receivern auf Enigma2-Basis. Diese Informationen sind natürlich alle auf unserem Blog zu finden, im E-Book jedoch sinnvoll gegliedert und als eigenständige Auflage zum Mitnehmen und gemütlichen "Durchblättern" auf Kindle, Smartphone und Co. Die bekannten Beispielcodes sind auch im E-Book abgedruckt, wobei am Ende der einzelnen Unterkapitel immer auch der entsprechende Online-Blogpost verlinkt ist, um den Programmcode auch bequem 1:1 per Copy & Paste wiederverwenden zu können. Damit sollte der eigenen Umsetzung nichts mehr im Wege stehen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und freuen uns auf euer Feedback, in Form eines Kommentars oder als Rezension auf Amazon. PS: Wir haben mächtig Gas gegeben, um das E-Book noch bis Weihnachten veröffentlichen zu können. Seht es uns also bitte nach, wenn u.U. noch kleine Unregelmäßigkeiten vorzufinden sind. Sollte euch ein offensichtlicher Fehler über den Weg laufen, diesen bitte per Kommentar mitteilen. Danke! ### Freelancer für FHEM-Themen gesucht Update vom 09. Januar: Unsere Suche ist abgeschlossen! Wir sondieren gerade die vielen Nachrichten und freuen uns über das rege Feedback. Weitere Kontaktaufnahmen diesbezüglich werden wir bis auf Weiteres nicht mehr berücksichtigen können. Vielen Dank für euer Verständnis! Du bist genauso FHEM-begeistert wie wir und programmierst Smart-Home-Szenarien mit links? Dann bewirb dich jetzt als freier Mitarbeiter und verdiene mit deinem Wissen bares Geld. Wir erhalten laufend Anfragen unserer monatlich knapp 70.000 Blog-Besucher, die sich professionelle Unterstützung bei der Umsetzung ihrer FHEM-Installation wünschen. Sei es die Einrichtung neuer Geräte oder die Realisierung komplexer Szenarien. Wir würden gerne jedem helfen ans Ziel zu gelangen, leider mangelt es uns dabei vorallem an einem: An Zeit! Und hier kommst du ins Spiel... Werde unser Partner Wir planen, ein Netzwerk kompetenter Freiberufler aufzubauen, an das wir Smart-Home-Programmierungen vergeben können. Wir koordinieren das Projekt und kümmern uns um die Details, du dich um die Programmierung. Dabei wirst du direkt am Gewinn beteiligt. Du erhältst Lastenhefte mit der Spezifikation der Szenarien, realisierst daraufhin die Anforderungen in FHEM und dokumentierst dein Vorgehen in einem Pflichtenheft. Wir suchen entspannte und kompetente Partner, die bereits FHEM-Erfahrung besitzen und sich gut in PERL auskennen. Projekt "Nachtspeicherofen" Damit wir uns ein Bild davon machen können, wie du bei Projekten vorgehst, sei bitte so gut und schick uns deinen PERL-Code zu folgendem Smart-Home-Szenario gleich mit. Ein Nachtspeicherofen (NSO) soll grundsätzlich über Nacht von 22 bis 06 Uhr mit günstigem Nachtstrom geladen werden. Der NSO wird in FHEM durch ein Homematic-Relais aus- bzw. eingeschaltet ("Keller.Nachtspeicher") In Abhängigkeit der gemessenen Außentemperatur ("Aussen.Temp") soll diese Ladezeit morgens nach einer gewissen Regel verlängert werden. Zu einem festen Zeitpunkt (03 Uhr) wird die aktuelle Außentemperatur verwendet, um die Ladezeit über 06 Uhr hinaus zu verlängern. Der Referenzmesswert ist 5 Grad C. Für jedes Grad unter 5 Grad C zum Messzeitpunkt, soll die Ladezeit in der Früh um 15 Minuten verlängert werden. Die jeweiligen Ladezeiten jedes Tages sollen geloggt und visualisiert werden. Bewirb dich jetzt Interesse geweckt? Dann sei kein "dummy" und schicke uns ein "notify" auf 868MHz oder nutze einfach unser Kontaktformular. Fehler: Kontaktformular wurde nicht gefunden. ### Plex per FHEM und Loxone ins Smart Home integrieren Wie man an den Blogposts der letzten Jahre unschwer erkennen kann, beschäftige ich mich neben klassischen Smart-Home-Themen auch mit Multimedia-Anwendungen. Bis vor Kurzem war die Verzahnung dieser Bereiche jedoch - zumindest bei mir - noch nicht vollständig. Das hat sich durch das neue FHEM-Modul namens "plex" in der Zwischenzeit zum Glück geändert. Jetzt lassen sich nicht nur einzelne Plex Clients per FHEM und Loxone fernsteuern oder der Plex Media Server zu einem manuellen Update der Bibliothek bewegen, sondern endlich auch Statusinformationen der Plex-Clients in Echtzeit mitlesen. Beim Filmstart lässt sich damit die Beleuchtung automatisch herunterdimmen und beim Filmende wieder zurücksetzen. Was ich bisher in Kombination mit FHEM und Loxone umgesetzt habe, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Plex Clients - Statusinformationen auslesen Am FHEM-Modul von justme1968 wird aktuell noch kräftig geschraubt, die relevanten Grundfunktionen sind aber bereits jetzt vorhanden. An dieser Stelle vielen lieben Dank an Andre, den netten Entwickler des Moduls, mit dem ich mittlerweile auch direkt in Kontakt bin. Damit das FHEM-Modul funktioniert, muss erst einmal auf dem System (hier ein RPI 3 (Affiliate-Link) mit Jessie, wie hier beschrieben) die Erweiterung "Multicast" per Konsole nachinstalliert werden. sudo apt-get install libio-socket-multicast-perl Danach die FHEM-Kommandozeile im Webinterface folgenden Befehl einfügen define Plex plex und mit Enter bestätigen, um das globale "Plex"-Device in FHEM zu definieren. Kurze Zeit später sollten die Clients auch schon per Autodiscovery hinzugefügt und im Raum "plex" zu finden sein. Die Clients bekommen als Bezeichnung dabei ihre eindeutige Plex-ID (machineIdentifier) - hier z.B. 46h4yvj1s0k7lul6z8v9009 - verpasst, was etwas unschön ist. Deshalb am besten direkt per FHEM-Konsolenbefehl umbenennen. rename 46h4yvj1s0k7lul6z8v9009 SZ.PMP In der Device-Detailansicht lässt sich dann auch das vorher automatisch vergebene "alias" löschen, das jetzt durch die Anpassung des Device-Namens nicht mehr benötigt wird. Um alle erkannten Clients anzuzeigen, kann auch der Befehl get Plex clients genutzt werden. Manchmal kann es dabei dauern, bis alle Clients gefunden werden. Spätestens nach einer aktiven Wiedergabe sollte der Client aber auftauchen. Dabei kann es auch vorkommen, dass auch Clients auftauchen und als Devices angelegt werden, die man gar nicht möchte. In diesem Fall kann das nicht gewünschte Device-Namen der Clients - hier "jays6" und "f66dwo6amd" - mit nachfolgendem Befehl dauerhaft ignoriert werden: attr Plex ignoredClients jays6s,f66dwo6amd Wer das zentrale FHEM-Plex-Device bei myPlex registrieren möchte - später wichtig zur Einbindung von  Plex Servern, die bei myPlex angemeldet sind - fügt diesen FHEM-Konsolenbefehl aus: get Plex pin Der im Pop-Up angezeigte Pin wird dann unter https://www.plex.tv/pin eingetragen. Ab sofort kann das FHEM-Plex-Device auf alle myPlex-Geräte zugreifen. Das lässt sich mit nachfolgendem FHEM-Konsolenbefehl überprüfen: get Plex servers Jetzt sollten alle verfügbaren Server, sowohl lokal als auch über myPlex erreichbar - aufgelistet werden. Auch sollte neben dem vergebenen Servernamen dessen "machineIdentifier" angezeigt werden. Dieser kann genutzt werden, um den jeweiligen Server in FHEM als eigenes Device anzulegen. Hierbei ist es nämlich so, dass ausschließlich Clients automatisch in FHEM angelegt werden. Server müssen hingegen manuell hinzugefügt werden. Das funktioniert dann mit dem FHEM-Konsolenbefehl set Plex autocreate 46h4yvj1s0k7lul6z8v9009 Der klobige Servername kann jetzt - wie oben beim Client auch - per rename-Befehl umbenannt werden: rename 46h4yvj1s0k7lul6z8v9009 PMSEN Alternativ können lokale Server aber auch direkt über Ihre IP-Adresse mit dem Befehl define PMSEN plex 192.168.3.58 hinzugefügt werden. Um alle Änderungen dauerhaft zu speichern, jetzt noch im FHEM-Interface direkt auf "Save config" (links oben) klicken. Aber zurück zum Client, in diesem Fall ein PMP auf Intel NUC-Basis, wie er im Artikel Intel NUC Skylake: HowTo zum perfekten PLEX-Client fürs Heimkino vorgestellt wurde. FHEM hat jetzt mehrere interessante Readings, die später für Automatisierungszwecke genutzt werden können. Dazu zählt bspw. "presence", um zu visualisieren, ob der Client verfügbar ist. Im Reading "currentTitle" wird der aktuelle Titel angezeigt und im Reading "cover" sogar die URL, unter der das entsprechende Coverbild zwecks Visualisierung aufgerufen werden kann. Für das nachfolgende Beispiel wird der Status ("state") genutzt, welcher den aktuellen Wiedergabestatus abbildet. Folgende Werte können dabei genutzt werden: disappeared stopped video:paused video:buffering video:playing Damit kann man direkt in FHEM Schaltbefehle auslösen, um bspw. die eingebundene Deckenlampe beim Wiedergabestart eines Videos auf 20% zu dimmen: define SZMoviePlaying notify SZ.PMP.video.playing set SZ.Deckenlampe 20 Beim Stoppen eines Videos kann die Deckenlampe dann wieder auf 50% gedimmt werden: define SZMovieStopped notify SZ.PMP.stopped set SZ.Deckenlampe 50 An dieser Stelle macht es natürlich Sinn je nach Anwendungsfall die Befehle mit weiteren Bedingungen aufzurüsten, damit die Beleuchtung nur in ganz bestimmten Fällen (z.B. bei Dunkelheit etc.) geschaltet wird. Hier kann sich jeder selbst austoben und seine Lösung gerne per Kommentar mitteilen. Alle relevanten get-, set- und sonstigen Befehle befinden sich in der FHEM-Commandref für Plex. Ich selbst verzichte an dieser Stelle auf jegliche Notify-Anweisungen, da ich die Client-Infos per UDP/HTTP an Loxone weitergebe und von dort aus die weiteren Regeln definiere. Wie ich hier vorgehe, ist nachfolgend beschrieben. Client-Daten an Loxone weitergeben Alle Grundlagen dazu sind im Artikel Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen und dessen Nachfolgeposts ausführlich beschrieben. Hier deshalb nur der genutzte Code aus der 99myUtils.pm: #PMPToLoxone #device: #1 presence (present, absent) #2 state (disappeared, stopped, video:paused, video:buffering, video:playing) sub PMPToLoxone($) { my ($device) = @_; my $presence = ReadingsVal("$device","presence","-1"); if ($presence eq "absent") { $presence = "0"; } if ($presence eq "present") { $presence = "1"; } my $state = ReadingsVal("$device","state","-1"); if ($state eq "disappeared") { $state = "0"; } if ($state eq "stopped") { $state = "1"; } if ($state eq "video:paused") { $state = "2"; } if ($state eq "video:buffering") { $state = "3"; } if ($state eq "video:playing") { $state = "4"; } UDP_Msg("192.168.3.11" , "7000" , "$device:plex $presence $state"); } Der passende Trigger in der fhem.cfg sieht so aus: define PMPToLoxone notify .*PMP.* {PMPToLoxone("$NAME")} Client-Daten in Loxone nutzen In Loxone werden die übermittelten Informationen per virtuellem UDP-Eingang umgesetzt. Für SZ.PMP.1.present lautet die Befehlskennung SZ.PMP:plex \v Für SZ.PMP.2.state dann entsprechend SZ.PMP:plex \# \v Denn hier ist da der zweit übergebene Wert relevant. Den derzeitig abgespielten Titel habe ich zusätzlich noch versucht per virtuellem HTTP-Eingang von FHEM an SZ.PMP.Title (in Loxone unter Anschluss VTI1 geführt) zu übertragen. Dabei bin ich aber kläglich gescheitert, da ich in FHEM den Wert als Variable einfach nicht per wget oder curl in einem notify übertragen konnte... Wer das schon geschafft hat, bitte einen Beispielcode per Kommentar mitteilen. Hier der entsprechende Ansatz in der 99_myUtils.pm, der noch nicht passt: #PMPTitleToLoxone sub PMPTitleToLoxone($) { my ($device) = @_; system("curl -s 'http://admin:password@192.168.3.11/dev/sps/io/VTI1/TITLE'"); } Statt TITLE muss eben das Reading currentTitle verwendet werden... my $TITLE = ReadingsVal("$device","currentTitle","-1"); Aber zurück zu Loxone... Durch ein Status-Element werden die übertragenen UDP-Elemente aufbereitet. Wenn der PMP nicht offline ist und eine Wiedergabe läuft (Play (Video)) oder gerade noch gestartet wird (Buffering (Video)), wird der Statuswert des Ausgangs auf 1 geschaltet. Dieser Wert wird dann per Merker weitergereicht an eine doch etwas komplexere Steuerung. Hier noch der Status PMP Autolicht im Detail: In diesem Konstrukt geht es im Grund "nur" darum, dem Lichtsteuerungmodul einen Impuls bei Filmstart (Lichtszene 2 - Movie) bzw. bei Filmstop (Lichtszene 1 - Chill) zu verpassen, um bspw. die angeschlossenen Philips hue-Lampen (Affiliate-Link) anzusteuern. Mehr Infos dazu im Blogpost Philips hue - So klappt die Integration in Loxone. Dabei sollen jedoch einige Regeln beachtet werden. So soll beim Filmstart nur auf Lichtszene 2 geswitcht werden, wenn die aktuelle Lichtszene 1 ist. Beim Filmstop dann entsprechend wieder zurück auf Lichtszene 1, wenn die aktuelle Lichtszene 2 ist. Das soll verhindern, dass bei einem zwischenzeitlichen manuellen Ändern der Lichtszene diese nicht auomatisch geändert wird. Insgesamt gibt es hier sicherlich noch Nachbesserungsbedarf. Das obige Beispiel soll deshalb eher als Ideengeber angesehen werden und nicht als fertige Lösung, die man 1:1 übernehmen kann. Aus meinem täglichen Leben Wirklich spannend wird das vernetzte Smart Home erst durch solche Zusatzfeatures (man könnte es auch Spielereien nennen), die bspw. auch die Multimediasteuerung in das Gesamtkonzept einbeziehen. Plex bietet in diesem Kontext auf Schnittstellenebene die besten Voraussetzungen, die glücklicherweise auch in FHEM mittlerweile genutzt werden können. So lassen ich neben dem aktuellen Play-Status mit dem plex-Modul für FHEM noch zig andere interessante Dinge anstellen, wie bspw. mit FHEM die Library-Elemente des Plex Servers browsen und Watchlists erzeugen. Neben der reinen Anbindung muss man sich dann noch darum kümmern, passende Szenarien umzusetzen. Was soll bspw. wann passieren, wann macht es Sinn die Beleuchtung in welchen Modus zu versetzen. Vielleicht macht es ja auch Sinn die Jalousien per HomeMatic Rolladenaktor (Affiliate-Link) runterzufahren, um für eine passende Beschattung zu sorgen - mehr Infos im Blogpost Smart-Home-Rolladensteuerung mit FHEM und Loxone: Howto und Praxistipps für Nachrüster. Hier muss man wohl schon ein wenig herumprobieren, um das passende Setting zu finden. Aber ich denke es lohnt sich allemal... Noch auf der Suche nach dem passenden Plex-Client? Dann hier weiterlesen: Intel NUC Skylake: HowTo zum perfekten PLEX-Client fürs Heimkino ### Informationen von High-End-Wetterstationen kostenlos in das Smart Home einbinden Für zahlreiche Anwendungen im Smart Home sind Informationen zu Wetterdaten von zentraler Bedeutung. Rolläden beschatten das Zuhause bei hoher UV-Strahlung, Fenster können bei Wind oder Niederschlag automatisch geschlossen werden. Gute Wetterstationen, die zahlreiche Umweltfaktoren messen, kosten jedoch viel Geld. "BMS Quadra", "Davis Vantage" oder andere KNX-Wetterstationen kosten zwischen 500 und 1000 Euro. In diesem Howto wird gezeigt, wie mit einem FHEM Smart Home Server Wetterinformationen von High-End-Wetterstationen, die sich in eurer Nähe befinden, komplett kostenlos erhoben und an den Loxone Miniserver Go (Affiliate-Link) weitergegeben werden, damit professionelle und "smarte" Automatikprogramme im Smart Home realisiert werden können.Die Einbindung erfolgt über den Online-Dienst wunderground.com (Weather Underground), an den man Wetterdaten als Betreiber bzw. Besitzer einer Wetterstation automatisiert übermitteln kann. Da die Dichte an Stationen in den letzten Jahren massiv zugenommen hat, seitdem unter anderem auch Netatmo-Geräte die Anbindung an wundergound.com unterstützen, ist die Lösung in dem hier gezeigten Howto mittlerweile wirklich praxistauglich geworden. Geeignete Wetterstation finden Auf der Webseite http://www.wunderground.com wird im ersten Schritt die Location gesucht (1), woraufhin auf der Karte zahlreiche Wetterstationen erscheinen. Hier kann dann zunächst die Wetterstation ausgesucht werden, die dem eigenen Wohnort am Nähesten ist (2). Ein Klick auf den Stationsnamen (3) ermöglicht es, weitere, wichtige Informationen zur Station einzuholen. Hierfür muss zunächst in der Detailansicht wieder auf den Namen der Station geklickt werden. Zu Beginn wird hier die interne wunderground-ID der Wetterstation angezeigt (1), die später für die Anbindung an das Smart Home benötigt wird. Ferner kann man sich hier ansehen, um was für eine Station es sich handelt. Dazu muss auf den Link "About this PWS" (2) geklickt werden. Das daraufhin erscheinende "Popup" liefert diese gewünschten Detail-Informationen zur Wetterstation. In meinem Fall steht keine 200 Meter von meinem Zuhause entfernt eine High-End-Wetterstation "Davis Vantage Pro2 Plus Wireless", die im Minutenintervall neue Wetterinformationen liefert. Natürlich hat man nicht immer Glück und die nächste, etwas bessere Station ist ein Stückchen weiter entfernt. Am Besten sucht man sich bei der Wahl der Wetterstation einen Kompromiss aus Entfernung zum eigenen Smart Home und Art der Wetterstation aus. Logischerweise messen nicht alle in wunderground verfügbaren Stationen die gleichen Daten. Manche Stationen messen z.B. lediglich Temperatur und Luftfeuchtigkeit, manche hingegen bis zu zehn Werte, wie z.B. Windrichtung, Niederschlag, Luftdruck, UV-Strahlung etc. Wetterstation in FHEM einbinden Die gefundene Wetterstation kann dann anhand der wunderground-ID in FHEM eingebunden werden. FHEM ist ein quelloffener Smart Home Server, dessen Installation z.B. hier beschrieben ist: FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in weniger als einer Stunde einrichten Zur Einbindung wird zunächst der nachfolgende Code verwendet, der in der FHEM-Kommandozeile am oberen Bildrand des Webinterfaces abgesendet wird: define wetter_eigheim HTTPMOD http://api.wunderground.com/weatherstation/WXCurrentObXML.asp?ID=IBAYERNF17 30 Wie zu erkennen ist, wird die wunderground-ID der Wetterstation am Ende des Codes angefügt (hier: IBAYERN17), um das Wetterdatenobjekt (hier: wetter_eigheim) anzulegen. Die "30" am Ende des Codes gibt das Update-Intervall in Sekunden an. Abschließend wird die Konfiguration über einen Klick auf "Save Config" dauerhaft gespeichert. Um alle relevanten Readings, also alle relevanten Messwerte aus der Wetterstation im Smart Home Server auszulesen, wird ferner folgender Code in der Datei "fhem.cfg" hinzugefügt. attr wetter_eigheim userattr event-on-change-reading readingsName_cloudiness readingsName_date readingsName_dewpointTemperature readingsName_fog readingsName_heatindex readingsName_humidity readingsName_precip1hrmetric readingsName_preciptodaymetric readingsName_pressure readingsName_solarRadiation readingsName_solarUV readingsName_temperature readingsName_time readingsName_windChill readingsName_windDegrees readingsName_windDirection readingsName_windGust readingsName_windSpeed readingsRegex_cloudiness readingsRegex_date readingsRegex_dewpointTemperature readingsRegex_fog readingsRegex_heatindex readingsRegex_humidity readingsRegex_precip1hrmetric readingsRegex_preciptodaymetric readingsRegex_pressure readingsRegex_solarRadiation readingsRegex_solarUV readingsRegex_temperature readingsRegex_time readingsRegex_windChill readingsRegex_windDegrees readingsRegex_windDirection readingsRegex_windGust readingsRegex_windSpeed attr wetter_eigheim event-on-change-reading dewpointTemperature,humidity,preciptodaymetric,pressure,solarRadiation,solarUV,temperature,windDegrees,windGust,windSpeed,precip1hrmetric attr wetter_eigheim readingsName_cloudiness cloudiness attr wetter_eigheim readingsName_date date attr wetter_eigheim readingsName_dewpointTemperature dewpointTemperature attr wetter_eigheim readingsName_fog fog attr wetter_eigheim readingsName_heatindex heatindex attr wetter_eigheim readingsName_humidity humidity attr wetter_eigheim readingsName_precip1hrmetric precip1hrmetric attr wetter_eigheim readingsName_preciptodaymetric preciptodaymetric attr wetter_eigheim readingsName_pressure pressure attr wetter_eigheim readingsName_solarRadiation solarRadiation attr wetter_eigheim readingsName_solarUV solarUV attr wetter_eigheim readingsName_temperature temperature attr wetter_eigheim readingsName_time time attr wetter_eigheim readingsName_windChill windChill attr wetter_eigheim readingsName_windDegrees windDegrees attr wetter_eigheim readingsName_windDirection windDirection attr wetter_eigheim readingsName_windGust windGust attr wetter_eigheim readingsName_windSpeed windSpeed attr wetter_eigheim readingsRegex_cloudiness cloudiness id="NN" percent="([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_date date date" content="([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_dewpointTemperature ([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_fog fog id="FOG" percent="([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_heatindex ([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_humidity ([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_precip1hrmetric ([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_preciptodaymetric ([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_pressure ([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_solarRadiation ([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_solarUV ([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_temperature ([-]*[\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_time time Zeit([\d\:]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_windChill ([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_windDegrees ([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_windDirection ([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_windGust ([\d\.]+) attr wetter_eigheim readingsRegex_windSpeed ([\d\.]+) Sobald dieser Code in FHEM gespeichert wurde, werden einzelne Readings der Wetterstation in lesbarer Form dargestellt. Die Informationen können nun in FHEM so verwendet werden, als ob sie über einen lokalen Sensor in das Smart Home eingebunden wären. Wetterinformationen an Loxone weitergeben Loxone hat sich in den letzten Jahren zu einem für Jörg und mich nicht mehr wegzudenkenden Smart-Home-System entwickelt. Mit dem kleinen, grünen Miniserver – ich nutze den Loxone Miniserver Go (Affiliate-Link) – kommt man als Smart-Home-Enthusiast voll auf seine Kosten: eingebaute Logik, graphische Programmierung mittels Logikbausteinen, automatische Visualisierung etc. pp. Wer sich mit Loxone noch nicht beschäftigt hat, sollte sich einmal diesen Blogpost durchlesen: 5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto. Um die Wetterinformationen per FHEM zu erfassen und in Loxone auszuwerten, sollte die grundsätzliche Verbindung beider Welten (FHEM-Server und Loxone Miniserver) so, wie im oben verlinkten Blogpost erklärt, umgesetzt sein. Diese Verbindung ist Grundvoraussetzung für das weitere Vorgehen. Dieses beginnt damit, dass FHEM-seitig in die Datei "fhem.cfg" der folgende Code eingefügt wird: define WetterdatenToLoxone notify wetter_eigheim {WetterdatenToLoxone("$NAME")} Der Name des Wetterdaten-Objektes in FHEM (hier: wetter_eigheim) muss dabei an den eigenen, in FHEM gewählten Namen angepasst werden. Zusätzlich wird in der Datei "99_myUtils.pm" noch folgende Codezeile hinzugefügt, die für den Datenaustausch in Richtung Loxone per UDP verantwortlich zeichnet: #WetterdatenToLoxone sub WetterdatenToLoxone($) { my ($device) = @_; my $regenaktuell=ReadingsVal("$device","precip1hrmetric","-1"); my $regenheute=ReadingsVal("$device","preciptodaymetric","-1"); my $luftdruck=ReadingsVal("$device","pressure","-1"); my $windrichtung=ReadingsVal("$device","windDegrees","-1"); my $windspeed=ReadingsVal("$device","windSpeed","-1"); my $windboehe=ReadingsVal("$device","windGust","-1"); my $uvstrahlung=ReadingsVal("$device","solarUV","-1"); my $solarleistung=ReadingsVal("$device","solarRadiation","-1"); UDP_Msg("192.168.178.76" , "7000" , "$device: $regenaktuell $regenheute $luftdruck $windrichtung $windspeed $windboehe $uvstrahlung $solarleistung"); } Jedes mal, wenn in FHEM die Wetterdaten aktualisiert werden, wird eine UDP-Nachricht mit allen Werten an den Loxone Miniserver versendet. Um diese Informationen in Loxone auszuwerten, gilt es, unterhalb des für die Verbindung zwischen FHEM und Loxone nötigen UDP-Eingangsknoten einen neuen "Virtuellen UDP Eingang Befehl" anzulegen. Dieser Schritt wird für jeden Wert wiederholt. Dabei wird in der Befehlserkennung unterschieden, welcher Wert abgefragt wird. Die Windrichtung wird beispielsweise mit folgendem Code in Loxone empfangen: wetter_eigheim: \# \# \# \v Das liegt daran, dass vom FHEM-Device "wetter_eigheim" der vierte Wert der UDP-Nachricht die Informationen zur Windgeschwindigkeit enthält. Die Reihenfolge ergibt sich aus dem UDP-Code, der zuvor in FHEM angelegt wurde. Hier noch einmal die relevante Zeile zur Erinnerung: ... UDP_Msg("192.168.178.76" , "7000" , "$device: $regenaktuell $regenheute $luftdruck $windrichtung $windspeed $windboehe $uvstrahlung $solarleistung"); ... Wie zu erkennen ist, wird zuerst die aktuelle Regenmenge übertragen, anschließend die kumulierte Regenmenge des Tages, dann der Luftdruck, die Windrichtung, die Windgeschwindigkeit usw. In Loxone steht ein "\#" für das Überspringen eines Wertes, sodass z.B. der zweite Wert in der Befehlserkennung mit "\# \v" abgefragt wird, der dritte Wert mit "\# \# \v" usw. So werden alle relevanten Informationen Schritt für Schritt unterhalb des UDP-Eingangsknotens angelegt. Wetterdaten, die nicht näher bearbeitet werden müssen, können in der Loxone Config Software auf einer neuen Programmierseite z.B. direkt an einen "Virtueller-Status"-Baustein angehängt werden. Hierbei wird dann lediglich im Eigenschaftenbereich (links) die Einheit entsprechend angegeben (z.B. für Windgeschwindigkeit in km/h, siehe Screenshot). Werte, die hingegen noch etwas "aufgehübscht" werden sollen, werden besser an den "Status"-Baustein angehängt. Dieser bietet die Möglichkeit, Ein- und Ausgabewert regelbasiert zu ersetzen. Die Windrichtung wird z.B. – von FHEM kommend – in Gradzahlen angegeben. Ich möchte aber viel lieber wissen, ob der Wind aus Nord, Nordost, Süd, usw. kommt, also rechne ich die Werte über den Status-Baustein vorher um. Dies funktioniert so, wie auf dem nachfolgenden Bild zu sehen und kann beliebig fein aufgegliedert werden. Ich habe eine relativ simple Einteilung vorgenommen: 0-90 Grad = Nordost (NO), 90-180 Grad = Südost (SO) usw. Gleiches mache ich bei der Anzeige der aktuellen Regenmenge. Bei Werten über "0" soll die Anzeige "Regen" lauten, bei "0" dann "Kein Regen". Dies wird ebenfalls mit dem Status-Baustein entsprechend der gleichen Logik wie für die Windrichtung umgesetzt. Die Visualisierung in Loxone stellt die empfangenen Werte dann recht übersichtlich dar. Aus meinem täglichen Leben Ich nutze die Werte nicht nur zur Information, sondern vor allem zur Automatisierung im Smart Home. Beispielsweise nutze ich den Wert des UV-Levels, um meine Rolläden zu steuern. Das hatte ich bereits hier erklärt: Smart-Home-Rolladensteuerung mit FHEM und Loxone: Howto und Praxistipps für Nachrüster. Windböhen und Windgeschwindigkeit möchte ich entsprechend auch bald in die Rolladensteuerung integrieren. Da bei mir Aluminium-Rolläden verbaut sind, sollen diese im Fall eines Unwetters (hohe Windböhen und starker aktueller Niederschlag) das Glas meiner Balkontüren vor herumfliegenden Gegenständen schützen und deshalb herunterfahren. Wer hingegen Raffstoren verbaut hat, kann diese anhand der Wetterdaten bei Unwettern hochfahren, um sie selbst vor starken Winden zu schützen. So möchte ich in nächster Zeit weitere Wetterdaten-Szenarien mit dem Loxone Miniserver Go (Affiliate-Link) realisieren. ### Smart-Home-Rolladensteuerung mit FHEM und Loxone: Howto und Praxistipps für Nachrüster Was sind die Basis-Elemente in jedem Smart Home? Lichtsteuerung, Heizung, Sicherheit und Beschattung! Während die erstgenannten drei Komponenten auch für Nachrüster relativ einfach realisiert werden können, ist die Beschattung, sprich die Steuerung von Rolladen oder Jalousien, ein meist aussichtsloses Unterfangen, wenn Optik und Professionalität der Lösung eine Rolle spielen. Sicherlich gibt es mit elektronischen Gurtwicklern eine Alternative, die allerdings bei größeren Rolladenpanzern auch schnell an ihre Grenzen stößt. Und wer hat schon gerne im Wohnraum ein sichtbares Kabel für die Spannungsversorgung der Gurtwickler am Fenster baumeln? Eine ideale Lösung bieten daher lediglich Rohrmotoren, die einen Rolladenpanzer durch direkten Antrieb der Welle im Rolladenkasten auf- und abbewegen. In diesem Howto wird gezeigt, wie ein rund 30 Euro teurer Jarolift-Rolladenmotor (Affiliate-Link) über den Homematic-Rolladenaktor in FHEM eingebunden wird und durch Anbindung an Loxone zur idealen, "smarten" Rolladensteuerung durch intelligente Verbindung mit Heizungssteuerung und Wetterbericht im Nachrüster-Smart-Home wird. Das ultimative Howto für dein Smart-Home-Herbst-Projekt! Die Rolladensteuerung im Smart Home übernimmt zahlreiche Aufgaben. Neben der zentralen Funktion, der Beschattung, kann die automatisierte Steuerung der Jalousien auch zur Helligkeitsregulierung, zur Anwesenheitssimulation oder zum Gefahrenschutz bei Unwettern verwendet werden. Das erhöht die Sicherheit, optimiert die Temperaturregelung in einzelnen Räumen und steigert den Komfort massiv. Die Anbindung der Beschattung an das Smart Home sollte daher nicht fehlen. Was viele nicht wissen: Die Rolladensteuerung im Smart Home hilft dir nicht nur im Sommer bei der Temperaturregelung, sondern auch im Winter beim Sparen der Heizkosten! Rolladensteuerung im Smart Home: Unterschiedliche Varianten Um die Steuerung von Rolladen zunächst zu elektronifizieren, gibt es zwei Möglichkeiten. Eine Möglichkeit sind Gurtwickler mit elektronischem Antrieb, die eine sehr einfach anzubringende Variante darstellen. Sie eignen sich eher für kleinere Rolläden, da deren Zugkraft begrenzt ist. Der Nachteil bleibt jedoch unabhängig davon die zu verlegende Spannungsversorgung für den elektronischen Gurtwickler, den es in verschiedenen Aufputz- und Einbauvarianten gibt. Für den Open Source Smart Home Server FHEM gibt es mit den UniRoll-Gurtwicklern (Affiliate-Link) plus Funkmodul (Affiliate-Link) eine mögliche Variante zur Integration kleinerer Rolläden in das Smart Home. Eine weitere Möglichkeit, um die es auch in diesem Howto geht, sind Rohrmotoren, die eine Auf- bzw. Abwärtsbewegung des Rolladenpanzers durch eine Drehung der Rolladenwelle bewirken. Derartige Rohrmotoren benötigen ebenfalls eine Spannungsversorgung, werden jedoch direkt im Rolladenkasten verbaut. Bei neueren Gebäuden sind diese auf Grund der KFW-Werte meist außen verbaut, sodass bei cleverer Konzeption eine Spannungsversorgung von außen realisiert werden kann. Im Außenbereich bieten sich häufig deutlich einfachere Lösungen zur Verlegung der Kabel als im Innenbereich, sodass eine gute Optik der Lösung gewährleistet werden kann. Eine derartige Lösung wird hier in diesem Howto gezeigt. In vier Schritten zur automatisierten Beschattung im Smart Home 1. Schritt: Passenden Rohrmotor finden Bei Rohrmotoren gibt es zunächst zu beachten, welche Last diese bewegen sollen. Ein Rolladenpanzer kann mitunter ein paar Dutzend Kilogramm schwer sein, sodass eine passende Zugkraft gewählt werden muss. Hierfür gibt es im Internet zahlreiche "Rechner", bei denen man Länge, Breite und Material des Rolladenpanzers auswählt und im Anschluss die nötige Zugkraft berechnet bekommt. Ein einfach zu bedienender Rechner, den auch ich verwendet habe, ist folgender: https://www.enobi.de/motorstaerke. Bei meinem 200cm * 240cm großen, aus leichtem Aluminium bestehenden Rolladen ergab sich eine Zugkraft von 21,6 kg und ein Drehmoment von 13 Nm, die der Rolladenmotor erfüllen sollte. Ein zweites und ebenso wichtiges Kriterium ist die Bestimmung des Wellendurchmessers bzw. der sog. Schlüsselweite. Die Funktionsweise des Rohrmotors bedingt, dass dieser in die Welle hineingesteckt wird. Folglich ist es wichtig, den Rohrmotor in der richtigen Wellengröße zu kaufen, damit dieser hineinpasst. Gängig sind Wellen mit 40 bzw. 60 mm Durchmesser. Am Sichersten ist es, den Rolladen herabzulassen, den Schacht zu öffnen und die verbaute Welle zu messen. Eine weitaus unsicherere Variante zur Bestimmung der Welle bietet eine Faustregel: Ist das Gurtband etwa 14mm und die einzelnen Lamellen des Rolladens bis 40mm hoch, ist eine 40er-Welle verbaut. Liegt eine Gurtbandbreite von 20-23mm vor und sind die Lamellen zwischen 40 und 60mm hoch, ist eine 60er-Welle installiert. Sind beide Faktoren bestimmt, kann ein Rohrmotor beschafft werden, den es je nach Bezugsquelle für etwa 30 Euro gibt. Ich baue dabei auf den Jarolift SL35 (Affiliate-Link). Diesen habe ich in zwei Rolladenkästen verbaut und bin damit sehr zufrieden, was Geräuschkulisse, Auf- und Abfahrverhalten sowie die Geschwindigkeit angeht. In meinem Fall habe ich einen Jarolift SL35 - 13/14 (SW40 / 30 kg Zugkraft) (Affiliate-Link) ausgewählt, da dieser für meine 40er-Welle (SW40 = Schlüsselweite 40) sowohl die 13Nm Drehmoment, als mit 30 kg Zugkraft auch die geforderten 21,6 kg erfüllt. Der Jarolift SL35 verfügt ferner über eine elektromechanische Endabschaltung. Das heisst, dass sich die Endpunkte für die Auf- und Abwärtsfahrt flexibel direkt am Rohrmotor einstellen lassen und nicht erst in der Smart-Home-Konfiguration angepasst werden müssen. Ein kleiner Tipp an dieser Stelle: Irrtümlich wird häufig angenommen, der Rolladenmotor muss genauso lang sein, wie die Welle (in meinem Fall ganze 2m). Das ist falsch! Der Rohrmotor wird an einem Ende der Welle installiert und bewegt diese komplett, unabhängig davon, wie lang der Motor ist. 2. Schritt: Rohrmotor installieren Die Installation des Rohrmotors erfolgt in zwei Teilen. Einerseits muss der Motor selbst eingebaut und befestigt werden, andererseits muss er mit einer Spannungsversorgung verbunden werden. Letzt genannter Schritt darf dabei aus Sicherheitsgründen lediglich von zertifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden, da es sich um Arbeiten an einer Spannung von 230 Volt handelt! Der Einbau des Rohrmotors beginnt mit dem vollständigen Herunterfahren des Rolladenpanzers, sodass dieser aus der Welle ausgehängt werden kann. Anschließend kann die Welle ganz einfach aus dem Rolladenkasten entnommen werden. In die abmontierte Welle wird nun der Rohrmotor eingebaut. Dazu wird dieser an einer Seite der Welle in diese hineingesteckt, sodass er komplett eingebaut ist. Es gibt dabei eine Nut zu beachten, die als Führungshilfe dient. Damit der Rolladenmotor die Drehung der Welle übernehmen kann, wird zusätzlich im Rollokasten ein Motorlager installiert. Beim Jarolift sind hierfür gleich mehrere Ausführungen beigelegt, die je nach Möglichkeit installiert werden können. Mit der Seite des Rohrmotors wird die Welle dann wieder in den Kasten eingesetzt, im Motorlager einerseits verankert und mit der Ausgleichsabdeckung auf der anderen Seite eingesetzt und fixiert. Dieser Schritt funktioniert bei breiteren Rolläden mit zwei Personen am besten. Nun muss durch einen Fachmann eine Spannungsversorgung hergestellt werden, um mit dem mitgelieferten Justierstab die Endabschaltung in der jeweiligen Fahrtrichtung einzustellen. http://www.youtube.com/watch?v=UjSVSZkSV9I Anschließend ist der Rohrmotor einsatzbereit für den Anschluss an das Smart Home. In meinem Fall wurde eine 5adrige NYM-Leitung (1,5mm) verlegt, bei der eine Ader ungenutzt bleibt. Hierfür wurde eine Kopp 153050848 Mantel-Leitung NYM-J, 5 x 1.5 mm², 10 m, grau (Affiliate-Link) genutzt. 3. Schritt: Smart-Home-Readiness herstellen Im nächsten Schritt wird der bis dato unintelligente Rolladenmotor mit einem Smart-Home-Aktor verbunden, um eine Steuerung via Smart Home Server vornehmen zu können. In diesem Howto wird zu diesem Zweck der Homematic Funk-Jalousieaktor HM-LC-Bl1-FM (Affiliate-Link) verwendet. Eine Variante für den Einbau in eine vorhanden Rolladensteuerung wäre der Homematic Funk-Jalousieaktor für Unterputzmonatage (Affiliate-Link), den Jörg bereits letztes Jahr im Blogpost HowTo: Elektrische Rolläden per FHEM und HomeMatic automatisieren vorgestellt hat. Der Anschluss der Spannungsversorgung erfolgt entsprechend der beigelegten Beschreibung und darf ebenfalls nur von zertifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden! Vom Jarolift-Rolladenmotor (Affiliate-Link) kommen vier Adern, die durch den Fachmann korrekt mit dem Homematic-Aktor verbunden werden: Neutralleiter, Phase (auf), Phase (ab) und Schutzleiter (wird nicht mit dem Aktor verbunden, der Fachmann kennt sich hier aus). Um den Aktor an den Open Source Smart Home Server FHEM anzulernen, wird dieser entsprechend dem Vorgehen in der Betriebsanleitung in den Anlernmodus versetzt. Wie FHEM als Smart Home Server installiert werden kann, ist in diesem Artikel beschrieben: FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in weniger als einer Stunde einrichten. FHEM-seitig wird z.B. durch die Nutzung eines Homematic LAN-Adapters als Gateway der Pairing-Befehl set HMLAN1 pairForSec 60 abgesetzt, woraufhin der HMLAN-Adapter (hier: HMLAN1) sich mit dem Jalousieaktor verbindet, der dies durch ein Erlischen an der LEDs rückmeldet. FHEM legt Geräte der Kategorie Rolladenaktor als "blindActuator" an. So lassen diese sich unter dem Raum "Everything" im Menu links am Bildrand am schnellsten finden. Ein "rename"des neuen Aktors in FHEM macht die folgenden Aktivitäten deutlich leichter. rename HM_455084 Wz.RolloLinks Nun gilt es, FHEM die Zeiten für eine komplette Ab- und eine komplette Auffahrt bekannt zu machen, damit der prozentuale Status der Öffnung bzw. Schließung stets korrekt angezeigt wird. Hierzu wird dem entsprechenden Aktor (hier: Wz.RolloLinks) mittels der Befehle set Wz.RolloLinks regSet driveUp und set Wz.RolloLinks regSet driveDown die entsprechende Ab- und Auffahrzeit mitgeteilt. Ich habe diese in meinem Fall zwei- bis dreimal per Stoppuhr gemessen und dann einen realistischen Wert eingetragen (z.B. set Wz.RolloLinks regSet driveUp 35). Um sicherzustellen, dass FHEM bzw. der Aktor die Werte übernommen hat, wird folgender Befehl abgesetzt, der ein Übersichtsfenster der Aktor-internen Informationen liefert, wobei die neu eingetragenen Zeiten nun auch aufgelistet sein sollten: get Wz.RolloLinks reg all Der Aktor ist nun fertig an FHEM angelernt und kann im Rahmen einer Smart-Home-Steuerung verwendet werden. Ich rate an dieser Stelle davon ab, für den Test- bzw. Einstellungsbetrieb den Rolladenmotor ständig hoch- und runterfahren zu lassen, da dieser sonst überhitzen kann. Besser etwas abwarten zwischen den einzelnen Testfahrten. Nachdem nun der Rohrmotor grundsätzlich per FHEM seinen Dienst verrichtet, kann die Steuerung um einen Taster erweitert werden, damit man als Anwender auch vor Ort die Möglichkeit hat, den Rolladen komfortabel zu steuern. Eigentlich wird diese Funktion zwar folglich das Smart Home übernehmen (siehe Schritt 4: Rolladensteuerung automatisieren), jedoch wird es auch einzelne Situationen geben, in denen ein manuelles Eingreifen nötig wird. Hier gibt es jetzt unterschiedliche Möglichkeiten, wie eine Tastersteuerung realisiert werden kann. Die erste Möglichkeit ist, z.B. einen HomeMatic Funk-Wandtaster (Affiliate-Link) direkt an den Rolladen-Funkaktor anzulernen und dann mittels diesem per Funk gekoppelten Taster die Rolladensteuerung vorzunehmen. Die zweite Möglichkeit wäre, einen konventionellen Taster (z.B. einen Gira Wipptaster 4-fach (Affiliate-Link) zum Steuern von zwei Rolläden jeweils ab/auf) direkt per Anschlussleitung an den vorgesehenen Eingängen an den Homematic-Rolladenaktor anzuschließen. Da meine Rolladen-Funkaktoren jedoch im Außenbereich in einer wasserdichten Aufputzdose mit Stufennippeln installiert sind und ich nicht bereit war, von Innen nach Außen ein Kabel zu verlegen, habe ich eine dritte Möglichkeit realisiert. In einer freien Unterputzdose, in der vorher ein Wechselschalter zum An- bzw. Ausschalten der Steckdosen auf meiner Terrasse eingesetzt war, findet nun ebenfalls der Gira Wipptaster 4-fach (Affiliate-Link) Platz. Dieser wird jedoch zusammen mit einer HomeMatic Funk-Tasterschnittstelle 4-fach (Affiliate-Link) betrieben und sozusagen zu einem Funk-Schalter umgebaut. Der Gira Wipptaster 4-fach (Affiliate-Link) wird dabei wie auf dem nachfolgenden Bild zu erkennen an den Taster angeschlossen. Jeweils eine Ader der Tasterschnittstelle wird mit einem Tastpunkt des Tasters verbunden. Der COM-Port wird mit einem "L"-Eingang am Taster verbunden. Anschließend werden beide "L"-Seiten mit einem Stück Anschlussleitung verbunden. Die Verbindung aus Taster und Schnittstelle kann jetzt in FHEM angelernt werden. Dazu wird entsprechend des Standard-Peering-Vorgangs FHEM-seitig ein set HMLAN1 pairForSec 60 abgesetzt und anschließend der kleine schwarze Taster auf der Rückseite der Tasterschnittstelle kurz gedrückt. Eine erfolgreich angelernte Tasterschnittstelle wird in FHEM dann wie folgt und mit vier Kanälen (channel_01 - channel_04) erkannt. Wenn das Anlernen an FHEM geklappt hat, kann der Taster samt Schnittstelle in die Unterputzdose in der Wand eingebaut werden. Mit der entsprechenden Wippe passt sich das System dann auch optisch in die Landschaft der bestehenden Taster und Schalter an. In meiner Wohnung ist beispielsweise durchgängig das System 55 von Gira in reinweiß matt verbaut, sodass ich die Wippen mit Pfeilsymbolen System 55, reinweiß matt (Affiliate-Link) gekauft habe. Das Gesamtsystem sieht dann in die Wand eingebaut wirklich super aus! In diesem Howto wird die Koppelung der vier Tasten bzw. der vier Kanäle der Tasterschnittstelle über FHEM an den Rolladenaktor im nächsten Schritt erörtert. 4. Schritt: Rolladensteuerung automatisieren Nachdem der Rolladenmotor nun mittels FHEM "remote" steuerbar gemacht wurde,  und die Taster (noch funktionslos) in die Wand eingebaut wurden, wird in diesem Howto auf eine Automatisierung mit dem Smart Home Server von Loxone, dem Loxone Miniserver Go (Affiliate-Link) zurückgegriffen. Welche Vorteile der Miniserver Go bietet und wie man FHEM mit diesem upgraded, ist hier beschrieben: 5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto. In der Loxone-Konfigurationssoftware gibt es einen Logikbaustein zur intelligenten, automatisierten Jalousiesteuerung: der Automatikjalousie-Baustein. Dieser verfügt über zahlreiche Paramter, die eine vollständig autarke Steuerung der Rolläden durch das Smart Home ermöglicht. Durch Angabe von Himmelsrichtung des Fensters, Sonneneinstrahlwinkel-Toleranzen, Zielstellung der Rolladensteuerung (z.B. Helligkeit oder Beschattung optimieren) und Verbindung mit der Heizungssteuerung ist der häufig vom Hersteller Loxone beschriebene "Autopilot" sehr gut realisiert. Als Anwender muss man sich nicht weiter um die Steuerung kümmern. Alles wird durch den Baustein übernommen. Zahlreiche Zusatzregeln, wie und wann die Automatiksteuerung aussetzen soll (z.B. wenn ein Nutzer die Balkontür verwendet hat und sich außerhalb des Hauses bzw. der Wohnung befindet, oder wenn es im Inneren kühl genug ist oder wenn die Sonne zu wenig Strahlung hat, ...), können selbstverständlich durch den Anwender individuell hinzugefügt werden. Ein Basis-Setup sieht dabei wie folgt aus. Zunächst werden alle Hardware-Devices, die bereits in FHEM eingebunden sind, auch in Loxone eingerichtet. Das sind der jeweilige Rolladenmotor und die entsprechenden Taster (auf/ab). Das grundsätzliche Vorgehen zum Einbinden von FHEM-Geräten in Loxone wurde bereits ausführlich im Artikel 5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto beschrieben. Daher wird hier nicht erneut auf alle Details der Anbindung eingegangen. Die Basis-Anbindung im verlinkten Artikel ist Voraussetzung für die folgenden Schritte. Wenn in FHEM die Basis-Anbindung zu Loxone bereits umgesetzt ist, wird FHEM-seitig in der Datei "99_myUtils.pm" der folgende Code ergänzt ("Edit files" -> "99_myUtils.pm"): #RolloToLoxone sub RolloToLoxone($) { my ($device) = @_; my $level=ReadingsVal("$device","level","-1"); UDP_Msg("192.168.178.76" , "7000" , "$device: $level"); } #RolloTasterToLoxone sub RolloTasterToLoxone($) { my ($device) = @_; UDP_Msg("192.168.178.76" , "7000" , "$device: 1"); } Zusätzlich wird in der "fhem.cfg" folgender Eintrag ergänzt ("Edit files" -> "fhem.cfg"): define RolloToLoxone notify .*:level.* {RolloToLoxone("$NAME")} define RolloTasterToLoxone notify .*:trigger.* {RolloTasterToLoxone("$NAME")} Durch diesen Code sendet FHEM alle Status-Informationen der Rolladenaktoren und der Taster stets per UDP an Loxone. Es gilt nun, diese Informationen Loxone-seitig zu empfangen und zu verarbeiten. Dazu wird unter dem FHEM-UDP-Eingang (Basis-Setup) ein neuer "Virtueller UDP Eingang Befehl" angelegt. In meinem Fall heißt der Rolladen in FHEM "Wz.RolloRechts", sodass der neue Eingang in Loxone ebenfalls so genannt wird. Um den Status des Rolladen abzufragen, wird im Feld "Befehlserkennung" der Eintrag "Wz.RolloRechts: \v" vorgenommen. Der Rolladen ist somit Status-seitig fertig eingerichtet. Jetzt folgt der selbe Schritt für die Verarbeitung aller vier bzw. zwei Tastpunkte der Homematic-Tasterschnittstelle. Für jeden Tastpunkt wird einer neuer "Virtueller UDP Eingang Befehl" angelegt und mittels der Befehlserkennung "Wz.Rollotaster_Btn_01: \v" erkannt (in meinem Fall heisst die Tasterschnittstelle in FHEM "Wz.Rollotaster"). Nun, da die Status-seitige Anbindung der Rolladen und der Taster über FHEM an Loxone realisiert ist, gilt es, die Steuerung aus Loxone heraus zu implementieren. Entsprechend des hier beschriebenen Vorgehens (5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto) wird dazu eine HTTP-basierte Steuerung realisiert. Unter dem FHEM-HTTP-Ausgang werden für jeden Rolladen zwei "Virtuelle Ausgang Befehle" angelegt. Einer für "up" und einer für "down". Für den "down"-Befehl werden folgende Einträge vorgenommen: Befehl bei EIN: /fhem?cmd=set Wz.RolloRechts off Befehl bei AUS: /fhem?cmd=set Wz.RolloRechts stop Für den "up"-Befehl werden folgende Einträge vorgenommen: Befehl bei EIN: /fhem?cmd=set Wz.RolloRechts on Befehl bei AUS: /fhem?cmd=set Wz.RolloRechts stop Jetzt sind alle relevanten Bestandteile in Loxone angelegt und die intelligente Programmierung kann beginnen. Hierzu wird der Baustein "Automatikjalousie" zu einer neuen Programmierseite in der Loxone-Config-Software hinzugefügt. Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich fast einen ganzen Monat gebraucht habe, um die für mich perfekte Programmierung zu finden. Was zunächst banal klingen mag, ist in der Realität deutlich schwerer umzusetzen als gedacht. Es gibt nämlich zahlreiche Anforderungen, die ich bei der Rolladensteuerung berücksichtigt haben wollte. Grundsätzlich soll zwar ALLES von Loxone automatisiert gesteuert werden, allerdings gibt es hierbei ein paar Ausnahmen zu berücksichtigen, da es sich in meinem Fall um Balkontüren handelt, deren Rolladen gesteuert werden sollen: Wenn eine Balkontür geöffnet ist, muss die Automatik deaktiviert sein (Aussperr-Gefahr) Wenn die Automatikbeschattung beendet ist, soll der Rolladen hochfahren Abends soll der Rolladen geschlossen werden (aber auch hier wieder nur, wenn das entsprechende Fenster bzw. die Balkontür geschlossen ist) In der Früh soll der Rolladen öffnen und Tageslicht in die Wohnung lassen Bei geöffneter Balkontür müssen ferner die Tasten gesperrt werden (Kindersicherung, Aussperr-Gefahr) An schlechten Tagen mit geringer UV-Strahlung soll keine Beschattung erfolgen Bei "lediglich" gekippter Balkontür kann die Automatik-Beschattung erfolgen Die Beschattung soll die Heizungsregelung unterstützen Die Automatik-Beschattung soll sich nach einer gewissen Zeit wieder reaktivieren, wenn sie durch manuelle Rolladenbedienung per Taster deaktiviert wurde Diese Anforderungen zeigen bereits, wie kompliziert eine wirklich "smarte" Rolladensteuerung zu implementieren ist. Auch, wenn der "Automatikjalousie"-Baustein von Loxone Einiges an Logik abnimmt, so ist eine intelligente Steuerung durch sinnvolle Anbindung gewisser Elemente an die Ein- und Ausgänge des Bausteins nicht "Out of the Box" realisierbar. Also ab geht's ans Eingemachte... Zunächst geht es um die Anbindung der Heizungssteuerung. Hierfür wird der "Intelligente Raumregelung"-Baustein von Loxone verwendet und an den Ausgang "Qs" ein neuer Merker angehängt. Dieser kann z.B. "Beschatten (Heizung)" genannt werden. Der Baustein aktiviert diesen Ausgang und somit auch den Merker, wenn die in den Details eingestellten Komfort- und Hitzeschutztemperaturen erreicht werden. Ich möchte jedoch nicht nur beim Überschreiten der Komforttemperatur eine Automatikbeschattung aktivieren, sondern nur dann, wenn das Wetter auch wirklich mit starker Sonnenstrahlung auf mein Fenster scheint. Deshalb erweitere ich die Programmierung mit einem UV-Sensor. Anmerkung: Ich werde demnächst in einem Blogpost zeigen, wie mittels FHEM und "wunderground.com" auch UV-Sensoren von Wetterstationen, die in eurer Nähe stehen, in das Loxone-Smart-Home integriert werden können. Unabhängig, ob ein UV-Sensor vorhanden ist oder ein UV-Wert von "wunderground" verwendet wird, muss dieser über den "Größer oder Gleich"-Baustein an einen Referenzwert angebunden werden. Ich habe für meinen Fall entschieden, dass ab einem UV-Level von 2 eine Beschattung aktiviert werden soll, sodass ich die "2" als Konstante an den Eingang AI2 und den UV-Sensor an den Eingang AI1 des "Größer oder Gleich"-Bausteins gehängt habe. Der Ausgang des Bausteins wird wiederum mit einem Eingang eines "UND"-Bausteins verknüpft. Der andere Eingang dieses Bausteins ist der zuvor angelegte Merker aus der Heizungssteuerung. Am Ausgang des "UND"-Bausteins wird ein neuer Merker (z.B. "Beschatten Gesamt") angelegt. Mit dieser Logik wird eine Beschattung nur dann aktiv, wenn a) die Heizungslogik es verlangt und b) die UV-Strahlung mindestens den Wert 2 aufweist. Jetzt steht die Programmierung des "Automatikjalousie"-Bausteins an. Zunächst einmal die einfachen Schritte: Am Eingang "Cu", der für die komplette Auffahrt sorgt, wird zunächst der entsprechende Tastpunkt der Tasterschnittstelle für "Auf" verbunden. Am Eingang "Cd", der für die komplette Abfahrt sorgt, wird dann der entsprechende Tastpunkt der Tasterschnittstelle für "Ab" verbunden. Am Ausgang "Q Pfeil nach oben", der für den Auffahrt-Befehl sorgt, wird der HTTP-Ausgang für den Auffahrtsbefehl angehängt. Am Ausgang "Q Pfeil nach unten", der für den Abfahrt-Befehl sorgt, wird der HTTP-Ausgang für den Abfahrtsbefehl angehängt. Damit kann schon einmal eine funktionierende Rolladensteuerung per Taster an der Wand umgesetzt werden. Weiter geht es mit den Extra-Wünschen: An die Eingänge "AD" und "Dis" wird (falls vorhanden) der Fensterkontaktsensor der Balkontür angehängt, um zu verhindern, dass bei geöffneter Balkontür von innen versehentlich der Rolladen geschlossen wird bzw. auch nicht durch die Automatik-Funktion herabgefahren wird, während eine Person außerhalb der Balkontür ist. Ich empfehle hier die Nutzung von Drehgriffsensoren (z.B. HomeMatic Funk-Fenster-Drehgriffkontakt (Affiliate-Link)), um ein gekipptes von einem geöffneten Fenster zu unterscheiden. An die Eingänge "Cu" und "Cd" habe ich in meiner Konfiguration zusätzlich den sogenannten "Impuls Morgendämmerung" bzw. "Impuls Abenddämmerung" angeschlossen, damit die Rolladen bei Morgen- bzw. Abenddämmerung hoch- bzw. herunterfahren. Alternativ kann hierfür auch "Impuls Sonnenaufgang" bzw. "Impuls Sonnenuntergang" verwendet werden, je nachdem, was man hier bevorzugt. Diese Elemente sind bei Loxone standardmäßig im Baum unter "Zeiten" zu finden und werden entsprechend dem ebenfalls hinterlegten Standort des Miniservers jeweils individuell berechnet. Der zuvor angelegte zentrale Beschattungsmerker mit der programmierten Logik von oben wird dann an den Eingang "AS", des Automatikjalousie-Bausteins angehängt, der den Autopiloten aktiviert. Sobald eine Beschattung nötig ist, wird der Autopilot also aktiviert. Um die Automatik auch nach manuellem Eingreifen wieder zu aktivieren, wird an den Eingang "Ar" schließlich noch ein Stundenimpuls, der ebenfalls unter "Zeiten" zu finden ist, angehängt. Dieser reaktiviert die Automatik, allerdings auch nur, wenn das jeweilige Fenster wieder geschlossen ist. Im letzten Schritt werden noch die Parameter des Automatikjalousie-Bausteins eingestellt, die nachfolgend erörtert werden. Für jedes Parameter-Feld gibt es am unteren Bildrand der Loxone Config Software eine detaillierte Hilfe-Beschreibung. Typ: Hier wird der Typ eingestellt, um den es sich bei dem Rolladen handelt. "1" steht z.B. für Rolläden, "2" für einen Vorhang etc. AX: Hier wird definiert, was nach dem Beschatten geschehen soll, also dann, wenn die Sonne nicht mehr in das Fenster scheint. Ich möchte, dass dann der Rolladen hochfährt, sodass ich den Eintrag "1" wähle. Tu und Td regeln die Auf- und Abfahrtdauer des Rolladens, die per Stoppuhr gemessen werden können. D, DT und DTe sind noch wichtigere Parameter, denn sie regeln, in welche Richtung das entsprechende Fenster zeigt (D), ab welchem Sonnenwinkel die Automatikbeschattung beginnen soll (DT) und nach welchem Winkel sie enden soll (DTe). Mein Fenster ist z.B. 260 Grad (D) ausgerichtet. Die Ausrichtung lässt sich z.B. super einfach mit der iPhone-Kompass-App herausfinden. Ich möchte, dass die Automatikbeschattung ab einem Sonnenstand von 195 Grad beginnt, weshalb ich "65" (260 minus 195) bei DT eintrage. Die Beschattung soll bei einem Sonnenstand von 290 Grad enden, denn dann steht in meinem Fall die Sonne auch im Hochsommer schon entsprechend tief hinter einem Nachbarhaus und es muss nicht weiter beschattet werden, daher DTe "30". Mit dieser Logik funktioniert die Automatik-Steuerung meiner Rolläden hervorragend, auch wenn es einen Monat gedauert hat, bis das optimale Setup gefunden war. Aus meinem täglichen Leben Die Rolladensteuerung hatte ich mir zuerst einfacher vorgestellt. Hoch und runter - was kann daran schon so schwierig sein? Der kritischste Punkt war die Umsetzung der Aussperr-Verhinderung. Einerseits will ich natürlich gerade im Sommer eine perfekt funktionierende Beschattung. Andererseits nutze ich natürlich ebenfalls gerade im Sommer auch besonders häufig meinen Balkon, wozu ich also per Taster an der Wand einen Rolladen nach oben fahre, um das Fenster öffnen zu können. Diese Aktion killt jedoch die Automatik, sodass der Rolladen den gesamten Tag bis 00:00 Uhr im manuellen Modus bedient werden muss. Mit der Reaktivierung per Stundenimpuls umgehe ich diese Tatsache - bisher ganz erfolgreich. Von zentraler Wichtigkeit sind ebenfalls die Parametereinstellungen im Automatikjalousie-Baustein. Hier musste ich erst lange Zeit experimentieren, ab welchem Sonnenwinkel ich eigentlich eine Beschattung möchte. Dazu hatte ich mir zunächst den unter "Zeiten" zu findenden Sonnenwinkel auf einen virtuellen Status gelegt und so in der Smartphone App visualisiert. Nach einigen Tagen habe ich dann den idealen Zeitpunkt und damit auch den idealen Winkel finden können. Letztendlich habe ich mit ein wenig Tüfteln durch die Jarolift-Rolladenmotor (Affiliate-Link), den Loxone Miniserver Go (Affiliate-Link) und die Homematic Funk-Jalousieaktoren (Affiliate-Link) für relativ wenig Geld eine extrem smarte Rolladensteuerung realisieren können, die alle meine Anforderungen erfüllt. ### Pimp my WLAN - Bester Empfang im ganzen Haus durch Zero Handoff Roaming WLAN ist so ein Thema für sich. Zwei Zimmer vom Router entfernt brechen die Downloadraten ständig ein. Ein Stockwerk darüber ist nicht mal mehr ein zuverlässiger Facetime-Call möglich. Der Router wird umpositioniert und die Antennenausrichtung angepasst. Kaum Besserung. Ein zusätzlicher WLAN-Repeater wird angeschafft, der die Situation aber nur verschlimmbessert. Denn jetzt ist der Empfang zwar auch im Obergeschoss möglich, Verbindungen haken und brechen aber dennoch ab, gerade wenn der Aufenthaltsort während der Skype-Session gewechselt wird. Weitere Repeater werden installiert, bringen aber auch keine Besserung, im Gegenteil. Die Verbindung wird gefühlt noch instabiler. Jetzt wären WLAN-Features nett, die eigentlich nur in teueren Firmennetzwerken vorzufinden sind, wie das sogenannte Zero Handoff Roaming. Eigentlich. Denn die richtigen WLAN-Accesspoints vorausgesetzt, lassen sich solche Luxus-Funktionen glücklicherweise auch im günstigen Consumer-Bereich wiederfinden und obige Probleme beheben. Welche Komponeten dazu benötigt werden und wie die Konfiguration abläuft, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. Warum spinnt das WLAN schon wieder? - Das (tägliche) Worst Case Scenario Wer sich im obigen Szenario wiederfindet und künftig ein möglichst skalierbares WLAN-Netz aufbauen möchte, das reibungslos im gesamten Haus und später evtl. auch im Garten funktioniert, muss nicht unendlich viel Geld ausgeben oder Knowhow mitbringen. Einige technische Grundlagen zur Funktion von WLAN-Netzen können aber dennoch nicht schaden. Einmal im Netzwerk registriert, verbinden sich in Reichweite befindliche Endgeräte, wie Smartphones und Tablets automatisch mit dem heimischen WLAN. Klar. Ist neben dem normalen WLAN-Router (im EG) ein zusätzlicher Repeater installiert (z.B. im OG), der mit dem selben Netzwerknamen (SSID) funkt, hat das Endgerät grundsätzlich die Wahl, zu welcher "Station" die Verbindung aufgebaut wird. Gewöhnlich ist das die Station, die gerade den besseren Empfang bietet. Kommt man nach Hause, verbindet sich das Smartphone also mit der Station im EG. Begibt man sich jetzt bei bestehender Verbindung ins OG, wird die Verbindung zum EG gewöhnlich so lange aufrecht erhalten, bis der Empfang so schlecht ist, dass die Verbindung abreisst. Dann erst oder kurz zuvor wechselt das Engerät aktiv zum nun stärkeren Repeater im OG. In der Zwischenzeit stattfindende Anwendungen, die auf kurze Latenzzeiten angewiesen sind (z.B. Skype-Calls), knacksen jetzt entweder oder brechen im schlimmsten Fall einfach zusammen. Beim Wechsel vom OG ins EG dann das selbe Spiel. Dieses Client-seitige Routing, bei dem das Endgerät aktiv entscheiden muss, wann ein Wechsel zwischen den Stationen sinnvoll ist und wann nicht, ist konzeptionsbedingt eben nicht optimal. Es kann ja schließlich nicht permanent prüfen, ob ein Wechsel gerade angebracht ist oder nicht. Auch geht ein aktiver Verbindungswechsel zwangsläufig mit einem Neuaufbau der Verbindung einher. Das kostet schlicht und einfach Zeit, in der keine Daten fliessen können. Dann wird auch schnell klar, warum die Installation einer größeren Anzahl von Repeatern nicht unbedingt Vorteile bringt. Der erneute Verbindungsaufbau bei einem Wechsel der Acesspoints bleibt. Zero Handoff Roaming for the win! Genau an dieser Stelle setzt das Konzept von Zero Handoff Roaming an. Ziel ist ein WLAN-Netzwerk, welches nach außen hin als eine einzige Einheit auftritt, egal aus wievielen Accesspoints es tatsächlich besteht. Das Endgerät merkt nicht einmal, ob und wann es zwischen den Stationen wechselt bzw. eher gewechselt wird. Die Verbindung bricht bei einem Wechsel dann auch nicht ab (oder nur ganz ganz kurz), sodass es gerade bei Echtzeitanwendungen wie Videotelefonie weniger Probleme gibt. Die gesamte Koordinationsleistung wird bei diesem Routing vom Netzwerk selbst übernommen, gewöhnlich von einem zentralen Server. Ein Server, der im Unternehmensumfeld auch mal schnell einen vierstelligen Betrag kostet. Nicht so jedoch beim Anbieter Ubiquiti, der einige spezielle WLAN-Accesspoints im Sortiment hat, die eine solche Synchronisation für die Clients selbstständig übernehmen. Mit jedem Acesspoints wird das Netzwerk so feinmaschiger und besser. Notwendig ist lediglich eine einmalige Konfiguration per Software, die in knapp fünf Minuten erledigt ist. Kompatible Unifi Accesspoints Eins vorweg: Nicht jeder Unifi Accesspoint unterstützt Zero Handoff Roaming. Aus Anwendersicht ist aber nicht sofort klar, welches Modell die Funktion mitbringt und welches nicht. Hinzu kommt, dass manche Bezeichnung sehr ähnlich sind. Das nachfolgend von mir genutzte Modell UAP-PRO (Affiliate-Link) unterstützt Zero Handoff Roaming, das optisch und von der Bezeichnung her recht ähnliche Modell UAP-AC-PRO hingegen nicht. Hier bin ich selbst auch erst gestrauchelt und habe das falsche Modell geordert. Deshalb hier noch einmal eine Liste kompatibler Modelle: UAP (Affiliate-Link) UAP-LR (Affiliate-Link) UAP-PRO (Affiliate-Link) UAP-Outdoor+ (Affiliate-Link) UAP-Outdoor5 (Affiliate-Link) UniFi Accesspoints in Betrieb nehmen Die UniFi Acesspoints werden gewöhnlich mit einem PoE-Adapter ausgeliefert, welche sie gleichzeitig mit dem kabelseitigen Netzwerksignal und zudem mit Strom versorgen. Der PoE-Adapter kann so im Netzwerkschrank platziert werden und der Accesspoints an der gewünschten Wand oder Decke (Adapter liegt bei), ohne dass neben dem Netzwerkkabel noch ein weiteres Stromkabel verlegt werden muss. Netzwerkkabel (Affiliate-Link) liegen dem Set übrigens nicht bei. Unifi Accesspoints einrichten Für die Einrichtung wird der UniFi Controller benötigt. Die Software lässt sich direkt auf der Herstellerseite herunterladen. Sobald die nachfoglende Ersteinrichtung abgeschlossen ist, kann die Software übrigens wieder beendet werden. Sie muss also nicht die ganze Zeit mitlaufen, da die Accesspoints alle Aufgaben autark ausführen. Ein wichtiger Aspekt, der mir auch erst nicht klar war. Sobald die UniFi Controller-Software installiert und gestartet wurde, stellt sie ein Webinterface auf dem Port 8443 bereit. Mit einem Klick auf "Launch a Browser to Manage the Network" gelangt man direkt dorthin. Bei der Ersteinrichtung ist es sinnvoll, einen Usernamen und ein sicheres Passwort zu vergeben, welches ab sofort als Zugangssperre für die UniFi Controller-Software dient. Nach dem Login wird erst einmal ein passendes "Zero Handoff Roaming" Netzwerk eingerichtet. Dies geschieht in den "Settings" unter "Wireless Networks", indem mit "+" ein neuer Eintrag erstellt wird. Die neue WLAN-Gruppe erhält einen Namen, hier "handoff-2g", und der Haken bei "Enable seamless roaming (Zero-Handoff)" wird gesetzt. Weiterhin bei Radio "2G (802.11n/g)". Der "Channel" kann frei gewählt werden. Hier ist es evtl. sinnvoll, später bei Problemen zu einem anderen, weniger frequentierten Kanal zu switchen. Mit "Save" wird der Eintrag schließlich gespeichert. Jetzt wird die eben erstellte Gruppe "handoff-2g" per Dropdown ausgewählt und der Eintrag "+ Create new Wireless Network" selektiert. Die Gruppe erhält jetzt das WLAN-Netzwerk, welches später auf den Endgeräten sichtbar ist. In diesem Fall heisst das Netzwerk schlicht "apfel". Nach der Eingabe des Passworts ("Security Key") wird der Eintrag mit "Save" gespeichert. Das selbe Spiel wird jetzt noch einmal für das 5G-Netz (bei "Radio" der Eintrag "5G (802.n/a") durchgeführt. Die Netzwerkgruppe bekommt entsprechend den Namen "handoff-5g", der Netzwerkname ist jedoch identisch, also ebenfalls "apfel" mit dem selben Passwort. Jetzt sind alle notwendigen Netzwerke erstellt, die gleich noch den einzelnen Acesspoints zugewiesen werden müssen. Zurück in der "Device"-Übersicht wird der erste Accesspoint ausgewählt und in den auf der rechten Seitenhälfte auftauchenden Einstellungen ("Properties") wird der Eintrag "WLANs" selektiert. Bei "WLAN 2G" wird entsprechend die vorher angelegte WLan-Gruppe "handoff-2g" und bei "WLAN 5G" der Eintrag "handoff-5g" gewählt. Mit "Queue Changes" werden die Einstellungen temporär gespeichert. Sie müssen im nächsten Schritt dann noch übernommen werden. Bevor die Einstellungen gespeichert werden können, wird bei "Band Steering" noch der Haken bei "Prefer 5G" gesetzt und mit "Queue Changes" temporär gespeichert. Mobile Endgeräte, die sowohl 2G als auch 5G unterstützen, bekommen auf diese Weise dann später automatisch das tendenziell schnellere 5G-Netz zugewiesen. Abschließend werden die Änderungen mit "Apply Changes" in den Accesspoint übertragen und dort dauerhaft gespeichert. Der Vorgang wird für alle Accesspoints wiederholt. Einige Sekunden später sollte dann auch schon der Status von "Provisioning" auf "Connected" umschalten und das Netzwerk ist online und fertig konfiguriert. In der "Clients"-Übersicht sollten sich dann recht schnell alle im Netzwerk befindlichen WLan-Geräte wiederfinden. Gut zu erkennen ist, dass sich die einzelnen Geräte jetzt recht gut zu den passenden Accesspoints verbinden. Die Sonos im Bad und Schlafzimmer zum Accesspoint im Schlafzimmer und die Sonos im Wohnzimmer entsprechend zum dortigen Accesspoint. Technische Einschränkungen Einige Einschränkungen hat die hier vorgestellte Lösung jedoch, die zwar nicht gravierend sind, aber dennoch angesprochen werden sollen. Alle Accesspoints treten bei obiger Konfiguration technikbedingt unter dem selben WLan-Namen (SSID) auf und funken dabei auch auf dem selben Kanal. Bei einem dichten Verbund aus Accesspoints wird der Datendurchsatz bei einer größeren Anzahl von Clients damit verringert. Wenn also mehrere Clients das Netzwerk permanent mit Downloads ans Limit bringen, ist das langfristig wohl nicht die beste Lösung. Um das Problem etwas zu entschlacken, können - wie oben konfiguriert - sowohl das 2,4 GHz- als auch das 5 GHz-Netz parallel aufgebaut werden. So verteilt sich die Last etwas besser. Das "Zero Handoff Roaming" ermöglicht zudem lediglich die Nutzung des 20 MHz-Bands, obwohl die Acesspoints grundsätzlich auch das schnellere 40 bzw. 80 MHz-Band unterstützen. Dadurch sind die Transferraten und der Datendurchsatz etwas gedrosselt. In der Praxis sollte das aber kein wirkliches Problem darstellen. Hier kann ich aus Erfahung sagen, dass ein hochgezüchteter WLan-Accesspoint mit theoretisch über 1,x Gbit/s zwar auf dem Papier schneller ist, in Praxis aber schon eine Mauer ausreichen kann, um die Geschwindigkeit so massiv einbrechen zu lassen, dass jeglicher theoretischer Vorteil zunicht gemacht wird. Der UniFi-Verbund hat hier klare Vorteile, da bei einer homogenen Verteilung der Accesspoints jeder Raum gleich gut bzw. gleich schnell angebunden ist. Sobald jedoch ein Accesspoint vom Strom getrennt wird, muss sich das gesamte WLAN-Netzwerk erst einmal einige Sekunden neu synchronisieren und ist währenddessen offline. Das ist schlicht dem Umstand geschuldet, dass sich die Accesspoints selbstständig koordinieren, um das "Zero Handoff Roaming" zu ermöglichen. Auf der anderen Seite war ich erstaunt, wie schnell die erneute Sychronisierung vonstatten geht, wenn ein Accesspoints ab- bzw. wieder angeschaltet wird. Das hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Alle Details zum Zero Handoff Roaming sind auch noch einmal auf dieser Supportseite zu finden. Aus meinem täglichen Leben In den vergangenen Jahren habe ich schon eine Menge ausprobiert, um die WLAN-Stabilität zu verbessern, sei es bei mir Zuhause oder bei Familie und Freunden. Manchmal hat es ein einfacher WLan-Repeater getan, wie bspw. im Artikel Pimp my WLAN: FRITZ!-Repeater in 5 Minuten installieren vorgestellt. Manchmal fingen die Probleme damit aber erst richtig an, gerade wenn mehr als ein Repeater zum Einsatz kommen sollte. Die Reichweite wurde dann zwar erhöht, manche Endgeräte kamen aber nicht wirklich gut damit klar und haben sich mit empfangsschwächeren Repeatern verbunden. Die Verbindungsprobleme häuften sich eher noch. Gerade die Synchronisation im laufenden Betrieb ist es, was die hier vorgestellte UniFi-Lösung ausmacht - und die sich bei mir bisher im extensiven Testeinsatz bewährt hat. Dazu müssen natürlich alle Unifi-Accesspoints über Netzwerkkabel angebunden sein. Nur wenn diese Voraussetzung erfüllt werden kann, macht es auch Sinn auf diese Lösung zu setzen. Theoretisch könnte man die einzelnen WLan-Accesspoints vermutlich auch über D-Lan-Adapter anbinden, aber ob das zuverlässig klappt, kann ich nicht sagen. Ich würde eher davon abraten. Wo und wieviele dieser Accesspoints künftig im Neubau positioniert werden sollen, werde ich wohl direkt auf der Baustelle im Live-Test ermitteln. So könnte es aussehen... Dazu muss ich aber vorher auch noch etwas ausgiebiger mit den Reichweiten experimentieren. Zu diesem Punkt folgt sicher auch noch ein Update im Rahmen der Serie Operation Smart Home. Alles in allem bin ich mit den UniFi AP PRO (Affiliate-Link) mehr als zufrieden, auch wenn es - wie oben beschrieben - einige kleine technische Limitationen gibt. Der Stromverbrauch des UAP-PRO liegt übrigens bei nur knapp 4 Watt, was 1/3 des Verbrauchs meines bisher genutzten Airport Extreme entspricht. Das nenne ich mal vergleichsweise sparsam. Als nächstes werde ich mich dann mal mit der Integration der UniFi-Devices ins Smart Home befassen. Denn dank offener API des Systems und passendem FHEM-Modul lassen sich jede Menge Informationen der Geräte auslesen. Dazu zählen auch Statusinformationen, welches Endgerät gerade an welchem Accesspoint angemeldet ist. Eine Anwesenheitserkennung also, die ich schon lange mal realisieren wollte. Mehr Infos folgen hoffentlich bald... Wer am Ball bleiben möchte, erhält Updates wie immer direkt über unseren Newsletter. ### Intel NUC Skylake: HowTo zum perfekten PLEX-Client fürs Heimkino Heute ein Artikel speziell für alle PLEXiasten, die in Bezug auf audiovisuelle Wiedergabe das Maximum aus Ihrer Mediensammlung herauskitzeln wollen. Denn obwohl der Plex Media Server mittlerweile praktisch jeden Video- und Audiocodec für die Wiedergabe auf diversen Client-Plattformen - sei es Apple TV, FireTV, Playstation oder XBox - aufzubereiten vermag, kommt man erst richtig auf seine Kosten, wenn der Client das vorliegende Material ohne Transcodingeingriffe wiedergeben kann. Dazu sind jedoch nur wenige Client-Systeme in der Lage, was im Normalfall schnell zu merkbaren Qualitätsverlusten, gerade im Heimkinobereich, führt. Die passende Hard- und Software vorausgesetzt, lassen sich aber auch ausgewachsene Heimkinos mit 4k, Dolby True HD und 24P-Wiedergabe per Plex versorgen. Was man dazu benötigt, was es in diesem Context mit Video- und Audiocodecs auf sich hat und wie sich die vorgestellte Lösung auf Basis des Intel NUC mit Skylake-Technologie schließlich in der Praxis schlägt, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts Für wen lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt? Wie schon einleitend erwähnt, sind die nachfolgenden Inhalte primär für Cineasten interessant, die ihre vorliegende Mediensammlung - vornehmlich in BluRay-Qualität per MakeMKV oder ähnlichen Tools ausgelesen - auf einem Ausgabegerät mit größerer Bildschirmdiagonale samt Surround Sound abspielen möchten. Hier ist das ein noch moderater Sony VPL-HW40ES/B Full-HD Projektor (Affiliate-Link) mit eSmart Tension Leinwand (Affiliate-Link) (hier vorgestellt) und ein Pioneer VSX-830-K Receiver (Affiliate-Link) (hier vorgestellt), an dem derzeitig ein Bose Acoustimass 10 Lautsprechersystem (Affiliate-Link) betrieben wird. Das stellt zwar noch lange kein Highend-Setup dar, profitiert jedoch dennoch massiv vom Einsatz des nachfolgend beschriebenen Clients auf Intel NUC-Basis. Wer hingegen "nur" einen 40 Zoll HD-TV mit Soundbar einsetzt, wird auch mit einem günstigeren Client auf Raspberry Pi-Basis glücklich - wie im Artikel Raspberry Pi 2 und RasPlex – HowTo zum perfekten Plex-Client unter 60 Euro beschrieben. Ich nutze den Pi selbst an einem 60" Plasma und bin total begeistert. Mehr dazu noch später. Wo liegt eigentlich das Problem der meisten Clients? Das Plex-Konzept sieht vor, dass der PMS (Plex Media Server) die Medieninhalte, unabhängig vom vorliegenden Container, Format und Codec, an den Client in den für ihn passenden Eigenschaften weiterreicht. Wer Medien mit unterschiedlichsten Video- und Audiocodecs wiedergeben möchte, stößt hier jedoch schnell an die Grenzen der vom Client zur Vefügung gestellten Wiedergabemöglichkeiten (Encoding-Features), spätestens wenn hochauflösendes Material zugespielt wird. In diesem Fall muss der PMS eingreifen und durch aufwändiges Transcoding nachhelfen, was zwangsläufig zu Qualitätseinbußen führt. Das ist gerade bei geringeren Bilddiagonalen meist nicht allzu dramatisch, spätestens beim Einsatz eines hochwertigen TV oder Beamers sind jedoch deutliche Abstriche in Bezug auf Schärfe und Detailtreue unvermeidlich. Wer sich intensiver mit der zugrundeliegenden Technik auseinandersetzt, wird feststellen, dass die Codec-Thematik eher unübersichtlich ist. Deshalb nachfolgend erstmal ein kurzer Abriss der wichtigsten Codecs und deren Eigenschaften. Video-Codecs H.264 (MPEG-4 AVC) - Der Standard-Codec bei BluRays und HD-Medien, der von den meisten Clients nativ unterstützt wird. Problematisch wird es meist bei hohen "Levels" und damit verbunden besonders bei höheren Bitraten, die nicht jeder Client schluckt. H.265 (HEVC) - Der Nachfolge-Standard von H.264. Wird bereits bei einigen 4k-Streaming-Angeboten eingesetzt. Im Vergleich zum Vorgänger ist die selbe Qualität bei nur halber Bitrate und damit Dateigröße möglich. Aktuell nur von wenigen Clients umfangreich unterstützt, da noch nicht weit verbreitet. VC-1 (WMV) - Ein proprietärer Codec von Microsoft, der eigentlich als überholt gilt und gerade bei älteren BluRays und HD-DVDs zu finden ist. Die allermeisten Clients unterstützen dieses Format aus Lizenzgründen nicht. Ein Raspberry Pi 2 kann übrigens nachträglich hier für den VC-1 Codec "freigeschaltet" werden. MPEG-2 - Ein älterer Codec, der nur noch bei SD-Content zu finden ist. Für Heimkino-Fans eher irrelevant. Audio-Codecs AAC - Gerade Apple nutzt diesen Codec noch für den Fall-Back-Stereo-Track, welcher von so gut wie jedem Client unterstützt wird. Dolby Digital (AC3) - Der Klassiker unter den 5.1 Surround-Sound-Codecs. Sollte jeder halbwegs aktuelle Client unterstützen. Dolby Digital Plus (EAC3) - Wie der Name vermuten lässt ein Nachfolgestandard von AC3, der vorallem bei BluRays zu finden ist. DTS (DCA) - Der ursprüngliche "Standard" bei Kinoproduktionen, der mit einer höheren Bitrate (meist 1509 kbit/s) eine bessere Qualität liefert. Apple unterstützet das Format bspw. gar nicht. DTS-HD Master Audio - Eine kompressionsfreie Weiterentwicklung von DTS mit einer nochmals weit höheren maximalen Bitrate und einer höheren Anzahl an Kanälen. Das "normale" DTS-Signal ist im Stream enthalten, sodass eine Abwärtskompatibilität gewährleistet ist.  Dolby TrueHD - Das Pendant zu DTS-HD Master Audio von Dolby, welches weniger weit verbreitet ist. BluRays sind als Speichermedium dabei wie geschaffen für die hohen Bitraten. Untertitel-Codecs Vobsub - Grafikbasierter Untertitel, der meist bei DVDs genutzt wird. Die Grafiken sind in der Datei .sub enthalten. In der Datei .idx stehen dazu noch die Informationen, wann die jeweilige Grafik angezeigt werden soll. PGS - Ebenfalls ein grafikbasierter Untertitel, der meist bei BluRays eingesetzt wird. Mit Tools wie BDSup2Sub lässt sich daraus auch ein Vobsub generieren. SRT - Textbasierter Untertitel, der weniger Speicherplatz benötigt und dessen Inhalte problemlos skaliert werden kann. Diese können durch Tools wie Subtitle Converter (Mac OS) aus Vobsub-Dateien mit Hilfe von OCR-Erkennung generiert werden. Da hierbei grafikbasierte Buchstaben in Text umgewandelt werden müssen, kann es gerade bei Sonderzeichen oder außergewöhnlichen Schriftarten zu Problemen kommen. Wie man sieht, gibt es mehrere, zum Teil lizenzbehaftete Video- und Audio Codecs, die ein Client unterstützen muss, um eine native Wiedergabe ohne serverseitiges Transcoding zu ermöglichen. Hinzu kommt die Problematik mit Untertiteln, die im den Videotrack des Ausgangsmaterials gewöhnlich nicht eingebrannt sind (zum Glück) und vom Client bei der Wiedergabe dynamisch über das Bild gelegt werden müssen. Spätestens hier sind die meisten Standard-Clients komplett überfordert und eine Neuberechnung des Bildes durch den Plex Server (Transcoding) ist die Folge. Ein Qualitätsverlust ist dann unvermeidlich. Welche Medien welche Codecs benutzen, lässt sich übrigens im Detail über das Plex-Server-Werbinterface in Erfahrung bringen. Dazu einfach in die Detailsicht des gewünschten Titels wechseln, in der linken Leiste auf "..." klicken und "Info" auswählen. Hier werden dann alle relevanten "Medien-Informationen" angezeigt. Alternativ gibt es zu diesem Zweck auch Programme wie MediaInfo. Intel NUC BOXNUC6I5SYH - Der eierlegende Plex-Client Wer dieses "Codec-Dilemma" adäquat adressieren möchte, muss schon etwas länger suchen, um die passende Lösung zu finden, die alle oben genannten Punkte berücksichtigt. Nach längerer Recherche habe ich jetzt endlich die passende Hardware gefunden, die keine Wünsche mehr offen lässt. Dabei handelt es sich um den Intel NUC BOXNUC6I5SYH mit Intel Core i5 6260-U, welcher als reiner Streaming-Client auf den ersten Blick natürlich absoluter Overkill ist, wie bspw. auch die Jungs auf technikaffe finden. Vergleicht man die Hardware-Specs jedoch im Hinblick auf dessen Decoding Features mit anderen Systemen, wird schnell klar, dass der Skylake Intel NUC mit seiner Intel Iris Graphics 540 einen der wenigen Prozessoren mit Grafikeinheit besitzt, der für die native Wiedergabe aller relevanten Codecs und Features geeignet ist. Sogar H.265 wird unterstützt, was für 4k-Content optimal ist. In diesem Kontext wirkt die Hardware dann gar nicht mehr so wirklich oversized. Zusammen mit 4GB Single DDR4 Ram von Crucial (Affiliate-Link) und einer 16GB SDHC-Karte von SanDisk für den Betrieb des Plex Media Players ist das Gesamtpaket zwar alles andere als günstig, aber aus obigen Aspekten die bislang leistungsfähigste Komplettlösung im schicken Formfaktor, die besonders für Heimkinos interessant ist. Und das nicht nur auf dem Papier... Aber bevor wir zu diesem Punkt kommen, muss das System erst einmal lauffähig gemacht werden. Update vom 26.08.2016: Oisin hat netterweise darauf hingewiesen, dass der Intel NUC mit i3-Prozessor eine günstige Alternative zum vorgestellten i5-NUC darstellt. Alle Infos und Links in diesem Kommentar. Plex Media Player for the win! Der im Oktober 2015 offiziell vorgestellte und damit noch recht junge Plex Media Player, der  aufgrund seines derzeitigen Beta-Status aktuell lediglich für Plex Pass Mitglieder zur Verfügung steht, kommt in diesem Setup zum Einsatz. Optisch ist die Client-Software absolut schnörkellos, bietet aus Anwendersicht gewollt nur die nötigsten Funktionen und verwirrt nicht durch unnötige Features - anders als bspw. Kodie. So ist die Bedienung sehr einfach über nur wenige Tasten möglich, was in der Praxis eine echte Wohltat bei der Navigation bedeutet. Apropos Bedienung... Da der Intel NUC bereits über einen IR-Empfänger verfügt, lässt sich das gesamte System nach der Einrichtung bspw. direkt per Harmony-Remote (hier vorgestellt) mit dem Profil "Hewlett Packard" -> "XP Media Center" steuern und - Achtung jetzt kommts - selbst bei ausgeschalteten Zustand starten, was früher eigentlich bei solchen Systemen immer problematisch bis unmöglich war. Ein "Suspend"-Modus erlaubt es darüber hinaus den Intel NUC schlafen zu legen und in sekundenschnelle aufzuwecken, ebenfalls per Fernbedienung möglich. Alternativ lässt sich aber auch einfach diese Windows Media Center Fernbedienung (Affiliate-Link) nutzen, deren IR-Receiver als zusätzlicher externer Empfänger eingesetzt werden kann, sofern der Intel NUC bspw. im Schrank versteckt werden soll. Aber zurück zum eigentlichen Thema... Noch wichtiger ist an dieser Stelle natürlich die technische Seite in Sachen Medienwiedergabe, die ebenfalls alle Anforderungen erfüllen muss. Der Plex Media Player setzt dabei auf den Open-Source Player mpv, der auf den FFmpeg hwaccel APIs basiert und damit alle erdenklichen Formate und Codecs unterstützt, sofern die Hardware die notwendigen Features in Sachen GPU Video Decoding mitbringt. Und genau das ist beim hier vorgestellten Intel NUC durchweg der Fall. Plex Media Player installieren Das benötigte Image des offiziellen Plex Media Players gibt es direkt im Plex-Downloadbereich. Auf der Seite wird unter dem dritten Punkt "GET AN APP" gewählt. Anschließend bei "Choose your app" der Eintrag "Embedded Plattform" selektiert. Nach einem Klick auf "DOWNLOAD" wird dann schließlich der Eintrag "Intel 64-bit" gewählt. Wie bereits angesprochen, ist der Download und spätere Betrieb derzeitig nur mit einer aktiven Plex Pass Mitgliedschaft möglich. Wer nicht bereit ist dafür zu zahlen, muss sich also noch gedulden. In der Regel ist es nämlich so, dass neue Entwicklungen nach der Beta-Phase kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Wer ein echter Plex-Enthusiast ist, wird aber vermutlich eh bereits eine "lebenslange Mitgliedschaft" geschossen haben. Wer mit dem Gedanken spielt aber noch mit dem Preis hadert, sollte den Newsletter abonnieren, denn in der Vergangenheit gab es bereits Nachlässe. Andererseits haben die Preise in der Vergangenheit nach der Einführungsphase insgesamt angezogen, wobei die Kosten eigentlich nicht weiter steigen dürften. Sobald die Datei herunterladen ist, muss das gz-komprimierte Image - hier: PlexMediaPlayer-1.1.4.439-12c41f9f.Generic-x86_64.img.gz - erst einmal entpackt werden. Unter Windows kann dazu 7zip genutzt werden. Wer Mac OS oder Ubuntu einsetzt, kann auch direkt den Konsolenbefehl gunzip ~/Downloads/PlexMediaPlayer-1.1.4.439-12c41f9f.Generic-x86_64.img.gz nutzen. Pfad und Dateiname müssen dabei natürlich entsprechend angepasst werden. Sobald das Archiv entpackt ist, lässt sich die Image-Datei unter Windows mit dem Win32DiskImager auf einen USB-Stick flashen. Da es sich beim heruntergeladenen Image für Intel-Systeme (anders als bei der Raspberry Pi-Version) um einen reinen Installer auf OpenELEC-Basis handelt, braucht man für die Installation in Summe zwei Speichermedien. Einmal einen kleinen USB-Stick (512 MB reichen locker), um das Installationsmedium zu erstellen. Zum anderen die anfangs angesprochene SDHC-Karte, die vom Installer mit der Client-Software versorgt wird. Hier lässt sich statt einer SDHC-Karte alternativ auch eine SSD wie bspw. die Crucial BX200 240GB (Affiliate-Link) im Intel NUC verbauen, die zumindest in der Theorie Geschwindigkeitsvorteile verspricht. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass lediglich der Bootvorgang des Systems um wenige Sekunden beschleunigt wird, im laufenden Betrieb jedoch kein Unterschied zu einer schnellen SDHC-Karte erkennbar ist. Eine SDHC-Karte ist in diesem Kontext zudem praktischer, da der Intel NUC über einen integrierten Cardreader verfügt und so sehr einfach bspw. unterschiedliche Software getestet werden kann. Wer Mac OS bzw. Ubuntu einsetzt, kann das Image übrigens auch per Konsolenbefehl flashen. Dazu wird im ersten Schritt ermittelt, unter welcher Bezeichnung die SDHC-Karte im System eingebunden ist. Mac OS: diskutil list Ubuntu: dmesg | tail ODER parted -l Hier kann der Mount-Punkt abgelesen werden. Im Fall von Max OS ist dieser Einhängepunkt im Format "diskX" bzw. bei Ubuntu bspw. mit "sdbX" angegeben. "X" ist dabei eine vom Betriebssystem vergebene Durchzählziffer. Im zweiten Schritt wird der Mount-Punkt entfernt, die Karte wird quasi softwareseitig ausgeworfen. Mac OS: diskutil unmountDisk /dev/diskX Ubuntu: umount /dev/sdbX Das "X" am Ende des Befehls muss entsprechend mit der im vorherigen Schritt ermittelten Ziffer ersetzt werden. Im dritten Schritt wird das heruntergeladene Image dann auf die SDHC-Karte geschrieben. sudo dd if=/Users/jay/Downloads/PlexMediaPlayer-1.1.4.439-12c41f9f.Generic-x86_64.img.gz of=/dev/diskX bs=4m Hier ebenfalls den Pfad und das "diskX" entsprechend anpassen. Sobald der Flashvorgang nach etwa drei Minuten abgeschlossen ist, wird der Datenträger vor dem Ausstecken aus dem Rechner sicherheitshalber noch ausgeworfen (siehe dazu den zweiten Schritt). Wer noch Probleme haben sollte, kann auch in der offiziellen Anleitung Writing the Disk Image nachlesen. Standardmäßig startet der Intel NUC direkt vom eingesteckten USB-Stick, der den bootbaren Installer beinhaltet. Sollte das nicht der Fall sein, kann beim Bootvorgang mit F10 in das Boot-Menü gewechselt werden, in welchem der Bootstick dann manuell selektiert werden kann. Für die Installation wird an dieser Stelle kurz eine USB-Tastatur notwendig, die jedoch später im laufenden Betrieb natürlich nicht mehr benötigt wird. Im Installationsmenü wird dann die erste Option gewählt, um die SDHC-Karte mit der Plex Media Player Software zu beschreiben. Noch ein paar Bestätigungen, dass das Speichermedium tatsächlich überschrieben werden soll und der Flashvorgang ist nach wenigen Sekunden abgeschlossen. Jetzt den USB-Stick entfernen und das System mit der weiterhin eingesteckten SDHC-Karte neustarten. Nun wird auch schon der Plex Media Player gestartet. Plex Media Player konfigurieren Um alle verfügbaren Features der Soft- und Hardware ausreizen zu können, müssen noch einige Einstellungen vorgenommen werden. Insgesamt bietet das Settings-Menü zwar nur eine überschaubare Anzahl von Einstellmöglichkeiten, hier sind aber die wichtigsten "Settings" dennoch vertreten. Audio-Settings Unter dem Menüpunkt "Audio" wird erst einmal der "Device Type" auf "HDMI" gesetzt. Bei "Channels" wird "5.1" gewählt, da an meinem AV-Receiver eine Anlage mit 5 Satelliten und einem Subwoofer hängt. Alternativ lässt sich auch "7.1" wählen, sofern ein entsprechendes Setup vorliegt. Hier geht es übrigens nicht darum, in welcher Qualität das Abspielmaterial vorliegt, sondern wieviele Lautsprecher tatsächlich am AV-Receiver hängen. Im nächsten Unterpunkt "Device" wird "DHA Intel PCH, DHMI 0/HDMI Audio Output" gewählt, damit der Ton auch über den vorliegenden HDMI-Ausgang ausgegeben wird, anders bleiben die Speaker lautlos. Die bereits aktivierte Einstellung "Normalize Downmixed Volume" bewirkt weiterhin, dass zusätzliche Soundinformationen z.B. bei 7.1-Content passend für ein 5.1-System aufbereitet werden. Hier den Haken am besten einfach aktiviert lassen. Beim Aktivieren von "Show Advanced Settings" werden dann alle hardwareseitig verfügbaren Soundfeatures aufgelistet. Es werden diejenigen Audio Codecs aktiviert, die vom AV-Receiver unterstützt werden. Beim hier vorgestellten Intel NUC stehen zur Verfügung: Dolby Digital (AC3) DTS (DCA) Dolby Digital Plus (EAC3) DTS-HD Master Audio Dolby TrueHD Zum Vergleich: Ein Raspberry Pi 2/3 unterstützt hier hardwareseitig lediglich die ersten beiden Einträge. HD-Formate werden vom Pi aus Lizenzgründen nicht unterstützt. Bei diesem Setup musste ich jedoch den Eintrag "DTS-HD Master Audio" deaktivieren, da mein AV-Receiver bei Master Audio-Streams mit VBR-Mode augenscheinlich Probleme bekam. Das äußert sich schlicht darin, dass die Lautsprecher bei entsprechend zugespieltem Content still bleiben. Ich bin jedoch zuversichtlich diese Kleinigkeit auch noch in den Griff zu bekommen und diesen Modus wieder aktivieren zu können, zumal das Format vom AV-Receiver auf den ersten Blick eigentlich unterstützt werden sollte. Update vom 27.08.2016: "DTS-HD Master Audio" funktioniert grundsätzlich - sofern aktiviert - und wird auch entsprehend auf dem Pioneer AV-Receiver im Display korrekt angezeigt. Sobald jedoch während der Wiedergabe zwischen verschiedenen Audio-Tracks gewechselt wird, bleibt der AV-Receiver beim Zurüspringen zu manchen Master Audio-Tracks oftmals stumm. Dann hilft nur noch ein Zurückkehren ins Menü samt kurzer Deaktierung und erneustem Reaktivierung der Option "DTS-HD Master Audio" in den Audio-Settings. Danach funktioniert es wieder korrekt und Ton wird ausgegeben. Also augenscheinlich noch ein Bug bei der Integration des Players, der bei Tests durchgerutscht ist. Hoffen wir auf einen Bugfix bei kommenden Updates. Vielleicht werde ich noch eine Bugreport im Plex Forum posten, aktuell ist der Leidensdruck aber noch nicht groß genug. ;) Sobald einer der Audio-Codec-Einträge übrigens deaktiviert wird, kümmert sich der Plex Media Player intern selbst darum das Audiosignal zu decodieren und als kompressionsfreien (L)PCM-Stream an den AV-Receiver weiterzugeben. Dann klappt die Wiedergabe immer, im schlimmsten Fall kommen HD-Formate eben nicht 1:1 durch. Weiterführende Informationen dazu gibt es im Support Dokument Audio Configuration Guide - Plex Media Player. Wie das Ganze technisch funktionieren soll, entzieht sich leider meiner Vorstellungskraft. Irgendwie muss der Player ja dennoch wissen, welches Format an den Empfänger weitergegeben werden kann. Vielleicht handeln die Komponenten solche Einstellungen auch per HDMI-Steuersignalen aus, aber etwas skeptisch bin ich dennoch. Wer sich hier besser auskennt, bitte per Kommentar melden. Update Ende Video-Settings An den Standard Video-Einstellungen muss nicht viel gedreht werden. Lediglich die Option "Allow Display Mode Switching" wird noch aktiviert, sodass der Client eine 24P-Wiedergabe bei passendem Ausgangsmaterial erlaubt. Direkt vor der Wiedergabe wird der Bildschirm dann kurz schwarz, da die Refresh-Rate gewöhnlich von 60 auf 24 Frames gewechselt wird. Wer sich weiter informieren möchte, was es mit den Einstellungen "Direct Play", "Direct Stream" im Kontext mit dem oben angesprochenen Transcoding auf sich hat, kann im offiziellen Support-Dokument nachlesen. Darüber hinaus bietet der Plex Media Player auch die Möglichkeit alle Settings im Detail über Terminal-Befehle einzustellen. Alle Informationen dazu gibt es im Dokument Advanced Configuration. Wer möchte, kann sich also auch über die normalen Einstellmöglichkeiten in der GUI hinaus komplett austoben. Weitere Infos dazu folgen demnächst. Aus meinem täglichen Leben In den letzten Jahren habe ich fast alle verfügbaren Plex Clients durchgetestet, um die für meinen Anwendungsfall passende Plattform zu finden. Für den Full HD LG-Plasma im Schlafzimmer mit 2.1 Soundsystem kommt nach wie vor ein günstiger Raspberry Pi 2 (Anleitung hier) in Verbindung mit dem Plex Media Player zum Einsatz. Die Kosten sind moderat und das System erfüllt meine Ansprüche, inkl. VC1-Support (nach Freischaltung) und 24P-Wiedergabe. Hier können - zumindest in Sachen Codec-Support - weder Apple TV 3, Roku 3, FireTV 4k noch das hochgezüchtete Nvidia Shield mithalten. Die fehlenden Audiofeatures fallen dabei nicht ins Gewicht, da das derzeitig angeschlossene EDIFIER C2XD 2.1 Lautsprechersystem (Affiliate-Link) sowie nur PCM per optischem Digitaleingang unterstützt. Um das Maximum aus den vorliegenden Medien herauszuholen, sollte für die Kombination aus Beamer und AV-Receiver aber endlich eine leistungsfähiger Client-Plattform her, die auf technischer Seite alle Codecs unterstützt und dabei weiterhin ohne Stress über ein schlankes Interface zu bedienen ist. Durch den i5-Prozessor des Intel NUC ist dabei eine absolut pfeilschnelle Navigation möglich. Hier ruckelt nichts, weder im Menü noch während der Wiedergabe oder beim Spulen. Auch hier kommt ein weiterer Vorzug der nativen Wiedergabe zum Tragen. Ohne merkbare Wartezeit lässt sich bequem zur gewünschten Filmstellen springen. Das wäre bei einer transcodierten Wiedergabe unmöglich. Nach einigen Vorgänger-NUCs auf Celeron- und i3-Basis (hier vorgestellt), bietet der Intel NUC BOXNUC6I5SYH nun endlich alle denkbaren Features, die vorher schlicht noch fehlten. Und das bei kompakter Bauweise und einem moderaten Verbrauch von ca. 10-13 Watt im Betrieb, im Standby sind es 0,7 Watt (gemessen mit dem recht genauen ELV Energy Master Basic (Affiliate-Link)). Das Netzteil ist mit max. 65 Watt übrigens auch ausreichend dimensioniert und besitzt genügend Leistungsreserven. Durch den moderaten Verbrauch bleibt das gesamte System angenehm kühl, auch wenn per BIOS (beim Systemstart über F2 erreichbar) die Lüfterdrehzahl von 35% auf 20% herabgesetzt wird. Aber hier muss man eigentlich auch gar nicht herumspielen, da der NUC selbst bei den Standardsettings ab einer Entfernung von ca. 30cm kaum mehr wahrnehmbar ist. Hier hat Intel - wie bei den Vorgängermodellen auch - eine super Arbeit abgeliefert. Durch die temperaturgeregelte Lüftersteuerung mit genug Drehzahlreseven, sollte sich selbst der Dauerbetrieb im geschlossenen HiFi-Rack als unproblematisch gestalten. Wer mit einer Anschaffung liebäugelt, dem sei versichert, dass 4GB Single DDR4 Ram von Crucial (Affiliate-Link) locker ausreichen. Wer den NUC per Dualboot bspw. auch als Arbeitsrechner mit Windows nutzen möchte, kann auf der anderen Seite auch gewaltige 32 GB in die zwei Slots pressen. Als reiner Plex Media Player ist das aber schlicht unnötig. Auch ist keine SSD notwendig, zum Betrieb reicht eine 16GB SDHC-Karte von SanDisk vollkommen aus. Insgesamt bin ich mit der Kombination aus Intel NUC und Plex Media Player mehr als zufrieden. Egal welche Inhalte er bisher serviert bekam, bisher gab es keinerlei Probleme. Weder was die Stabilität des Systems, noch was die stets flüssige Wiedergabe betrifft. Damit hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet, gerade weil ich schon viel getestet habe. Ich denke die Suche nach einem für meine Anforderungen hin perfekt geeigneten Plex-Client ist damit endlich beendet. PRO: Unterstützung relevanter "Heimkino"-Codecs 24P-Support Zukunftssicher mit H.265 und 4K-Support Perfekter Formfaktor (klein, leise, energiesparend) Integrierter IR-Empfänger Kompatibel mit offizieller Plex-Client-Software (Plex Media Player) Stabiles Gesamtsystem Integrierte Updatefunktion Flüssige Wiedergabe auch bei sehr hohen Bitraten Performante CPU (Intel Core i5 6260-U) und GPU (Intel Iris Graphics 540) Flexible Parallelnutzung als vollwertiger PC möglich Perfekte Integration ins Smart Home durch APIs CONTRA: Anschaffungskosten Einmaliger Installationsaufwand Kostenpflichtiger Plex Pass aktuell notwendig für Plex Media Player (während Beta-Phase) "Nur" HDMI 1.4b und somit kein BT.2020 Farbraum (künftig für HDR-Content relevant) Mit dem Intel NUC BOXNUC6I5SYK (Affiliate-Link) steht übrigens ein noch flacheres Modell zur Verfügung, das bis auf die fehlende Möglichkeit der Aufnahme einer 2,5" SSD ansonsten baugleich ist. Hier kann "lediglich" eine M.2 SDD - wie die Samsung MZ-N5E250BW 850 EVO (Affiliate-Link) - verbaut werden. Warum diese Version jedoch leicht teurer ist als der große Bruder, ist mir schleierhaft. Ich würde die höhere Version empfehlen, da man hier sogar noch die Möglichkeit hat zwei SSDs (2,5" und M.2) parallel unterzubringen. ### 3 LED-Stripes für warmweisses Licht im direkten Vergleich Da ich gerade auf der Suche nach LED-Stripes bin, um das neue Zuhause bei Dunkelheit in warmweisses Licht zu hüllen, habe ich einmal drei verschiedene Vertreter mit unterschiedlichen Leistungsdaten gegeneinander antreten lassen. Entscheidend waren vor allem die maximale Leuchtstärke, ein möglichst geringer Verbrauch und ein angenehm warmweisser Farbton. Nach kurzem und schmerzlosem Test, bei dem die Leistungswerte semiprofessionell verglichen wurden, stand direkt auch schon der Sieger fest - mit kleinen Abstrichen. Der Versuchsaufbau mit allen relevanten Ergebnissen im nachfolgenden Blogpost. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Indirekte Beleuchtung for the win! Wie im vorangeganenem Monsterartikel Operation Smart Home: Zwischenstand - Loxone, KNX, 1Wire und Co. bereits kurz angesprochen, möchte ich künftig eine indirekte Beleuchtung im offen gehaltenen Wohn-, Ess- und Kochbereich per LED-Stripes realisieren. Die meiste Zeit werden die Stripes vermutlich gedimmt bleiben, sofern doch einmal mehr Licht gewünscht wird, sollen sie dann aber bei Bedarf über genügend Leistungsreserven verfügen, um eine konventionelle Beleuchtung gänzlich überflüssig zu machen. Auswahl passender 24V LED-Stripes Deshalb wollte ich meine bereits im Einsatz befindlichen LED-Stripes des Typs SMD3528 mit 120 LED/m (Affiliate-Link) und 2660 Lumen bei 48 Watt (neuere Modelle haben anscheinend nur noch 40 Watt bei sonst gleichen Leistungsdaten) einmal gegen leistungsstärkere Modelle in einem Direktvergleich antreten lassen, um zu sehen, was die neuen Modelle so können. Da wäre zum einen die Version SMD2835 mit nur 60 LED/m (Affiliate-Link) aber 6100 Lumen bei 60W und zum anderen die Variante SMD3528 mit 240 LED/m (Affiliate-Link) und 5300 Lumen bei 77W zu nennen. Dabei war ich mehr als nur skeptisch, dass die weniger Strom konsumierende 60W-Variante eine höhere "Leuchstärke" als die 77W-Version aufweisen sollte. [table id=24 /] Nachdem alle Verteter griffgereit waren, konnte es direkt an den Aufbau der rudimentären Testumgebung gehen. Alle Stripes wurden nebeneinander aufgereiht, um später einen möglichst aussagekräftigen Vergleich liefern zu können. Hier erkennt man auch ganz gut, wie unterschiedlich weit entfernt die LEDs voneinander auf den Leiterbahnen angebracht sind. Stripe-Ansteuerung per LED-Treiber Für die Ansteuerung der Stripes habe ich einen meiner bisher ungenutzten LED-Treiber mit DMX-Schnittstelle des Typs WS24LU3A (Affiliate-Link) verwendet, welcher kurzerhand über die DMX-Extension (Affiliate-Link) am Loxone-Miniserver angeschlossen wurde. Dieser wird später vermutlich einmal dafür zuständig sein, jede Treppenstufe individuell anzusteuern. Spielerei? Aber jaaaa! Einige Anlaufschwierigkeiten hatte ich übrigens mit dem DMX-Treiber selbst. Hier die passende DMX-Adresse per DIP-Switches einzustellen war gar nicht so einfach, da die mitgelieferte und vermutlich aus dem Chinesischen doch recht schräg übersetzte Anleitung alles andere als hilfreich war. Dank des grandiosen DMX-Rechners auf laserworld.com konnten die passenden Einstellungen (hier DMX-Startkanal 34) dann aber doch noch finden. Nicht wundern, da eine untenstehende Dip-Position als ON gilt (auf dem Gerät sinnvollerweise als NO mit Pfeil nach unten abgedruckt) und umgekehrt. Das hat mich anfangs auch etwas verwirrt, da ein aktiver Dip-Schalter ja eigentlich hochgestellt wird. Aber nach etwas Austesten konnte auch dieses Startproblem glücklicherweise gelöst werden. Von den 24 Kanälen, die der Treiber insgesamt besitzt, werden für diesen Test insgesamt nur drei benötigt, einer pro Stripe. Dabei ist anzumerken, dass jeder Kanal dauerhaft nur bis 3A ausgelegt ist. Beim leistungshungrigen 77W-Stripe macht das bei einer Spannung von 24V insgesamt knapp 3,2A. Für einen kurzen Test sollte das aber ausreichend sein. Da die Stripes direkt mit Anschlussadapter geliefert werden, benötigt man nur noch das passende Gegenstück - Set aus 10 Steckverbindern (Affiliate-Link) - und schon hängen die Stripes am Treiber. Stromversorgung per 24V-Netzteil Für die nötige Stromversorgung habe ich mein "gutes altes" Meanwell SDR-480-24 Schaltnetzteil (Affiliate-Link) mit satten 480W Maximalleistung (bei 24V) hergenommen, welches ich später gerne direkt im E-Verteiler unterbringen möchte. Ob das klappt, wird sich noch zeigen. Leistungsmessung per Smart Socket Damit der Stromkonsum der Stripes miteinander verglichen werden kann, habe ich den Loxone Smart Socket Air (Affiliate-Link) mit Leistungsmessung vor das Netzteil gepackt. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass er gerade auch bei kleineren Lasten sehr valide Werte liefert. Helligkeitsmessung per Präsenzmelder Um die abgegebene Leuchstärke der Stripes messen zu können, kommt ein Busch Jäger Standard 6131/30-24 zum Einsatz, der gerade zwecks anderweitiger Finetuning-Tests senkrecht über den Stripes an der Decke hängt - im wahrsten Sinne des Wortes. :) Dieser hat einen Sensor verbaut, um die "Helligkeit" in Lux zu messen. Alles in allem kein Profi-Equipment, keine Frage. Für diesen einfachen Anwendungsfall aber dennoch ausreichend. LED-Vergleichstests Beim ersten Test habe ich den leistungsschwächsten Stripe SMD3528, 120 LED/m mit 100% angesteuert. Dabei sind 83 Lux herausgekommen, bei einem Verbrauch von satten 48W. Um die 83 Lux mit dem SMD2835, 60 LED/m zu erreichen, musste dieser auf 66% gedimmt werden. Statt 48 Watt hat dieser lediglich 30W konsumiert. Als letztes dann noch der SMD3528, 240 LED/m, welcher sich ebenfalls weniger, jedoch immer noch 38W gegönnt hat. Hier zeigt sich recht deutlich, dass der SMD2835 mit 60 LED/m (Affiliate-Link) den geringsten Stromverbrauch aufweist. Laut Datenblatt ist dieser auch mit der Energieeffizienz A+ ausgewiesen, die anderen hingegen "nur" mit A. [table id=25 /] Wird das Modell SMD2835, 60 LED/m statt mit 66% mit 100% angesteuert, liefert es bei 64W satte 188 Lux, die Version SMD3528 mit 240 LED/m bei 77W immerhin 170 Lux. Das auf den ersten Blick vermeintlich schwächere Stripe liefert bei geringerer Leistungsaufnahme tatsächlich sogar eine etwas höhere Lichtausbeute als das Modell mit dem höchsten Stromverbrauch. [table id=26 /] Aus meinem täglichen Leben Mit diesem Ergebnis hätte ich vorher ehrlich gesagt nicht gerechnet. Dass die auf dem Papier leuchtstärkeren Stripes auch gefühlt so viel heller sind und dabei, wie im Falle des SMD2835 mit nur 60 LED/m und 6100 Lumen (Affiliate-Link), bei voller Ansteuerung gar nicht mal so viel mehr Strom konsumieren, verblüfft schon etwas. Es zeigt sich wohl, dass mein älterer Stripe (gekauft im Januar 2015) nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist. Der damals mit 48W beworbene Stripe ist nämlich mit den selben Leistungsdaten (2660 Lumen) mittlerweile mit nur noch 40W ausgewiesen. Die LED-Technik hat die letzten Jahre einen enormen Sprung nach vorne gemacht, gerade auch was die Farbtemperatur angeht. Vorbei die Zeiten, in denen LEDs unnatürlich bläulich gefärbt waren. Die hier getesteten Stripes waren alle farblich recht nah beieinander. Der eine Stripe im direkten Vergleich vielleicht etwas gelblicher als der andere, aber das sind nur Nuancen. Hier geben sich die mit 2700-3000K angegebenen Lichtbänder wirklich nicht viel - und bei sowas bin ich eigentlich recht kritisch. Einzig ein unschöner Produktionsfehler des SMD2835-Stripes trügt das perfekte Gesamtbild meines Favoriten etwas. Ein LED des Bandes bleibt leider fast komplett dunkel und die darauffolgenden fünf LEDs der Linie sind ebenfalls dunkler als der Rest. Hier hilft wohl nur eine Reklamation und die Hoffnung, dass es beim nächsten Stripe besser wird. Achso und eins noch. Wer sich fragt, weshalb ich 24V- und nicht die etwas günstigeren 12V-Stripes nutze - hier die Erklärung. Durch die doppelte Spannung (V) muss bei gleicher Leistung (W) nur halb vo viel Strom (A) transportiert werden. Und gerade ein kleiner Stromfluss ist auf langen Leitungswegen praktisch, da bei selbem Leiterquerschnitt insgesamt auch weniger Verlustleistung entsteht. Dazu kommt, dass auch die Leiterbahnen der LED-Stripes selbst Probleme bei zu hohem Stromfluss bekommen können. So muss man manche leistungshungrige 12V-Stripes entweder mittig oder von beiden Seiten mit Strom versorgen, sofern die vollen fünf Meter des Lichtbands ungekürzt mit voller Leistung betrieben werden sollen. Bei 24V-Stripes hat man hier doppelt so viel Luft nach oben, da insgesamt - wie oben bereits angesprochen - durch die doppelte Spannung auch nur die Hälfte des Stroms fliesst. Die Stripes lassen sich übrigens auch direkt per WLan bzw. über FHEM mit dem super günstigen RGBW-LED-Controller "LD382"  (Affiliate-Link) ansteuern. Mehr Infos dazu  im Blogpost von Christoph: Die beste Alternative zu HUE - in wenigen Schritten zum individuellen Lichtszenario ### Operation Smart Home: Zwischenstand - Loxone, KNX, 1Wire und Co. In den vergangenen Wochen ist planungstechnisch Einiges passiert. Viel Zeit floss in ellenlange Excel-Listen, um nach und nach alle relevanten Smart-Home-Komponenten zusammenzutragen. Erste Loxone- und KNX-Komponenten sind bestellt und teilweise auch bereits vorprogrammiert, um für die spätere Installation gewappnet zu sein. Außerdem wurden Skizzen und CAD-Pläne weiter verfeinert, um ein besseres Gefühl zu bekommen, wie das Haus später aussehen wird. Entsprechend blieb nicht viel Zeit, um ausführlich über einzelne Themen zu berichten. Die wichtigsten Details und Erkenntnisse deshalb im nachfolgenden Blogpost, der Längste bisher. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Elektroplanung und -umsetzung Da sich beim Elektrogespräch mit unserem Bauträger Fertighaus Weiss recht schnell herausstellte, dass eine kooperative Umsetzung der Elektroinstallation nicht möglich ist, blieb nur die Option, diesen Punkt gänzlich abzumustern und in Eigenleistung umzusetzen. Sonst hätte ich keine einzige Leitung selbst verlegen und noch nicht mal meine bereits angeschafften Loxone- sowie KNX-Komponenten weiterverwenden können. So wenig Flexibilität hätte ich zwar nicht erwartet, aus Sicht eines größeren Bauträgers ist das aber in gewisser Weise auch nachvollziehbar. Einerseits ist der jetzt damit verbundene Planungs- und Realisierungsaufwand größer als erwartet, andererseits kann ich so am besten alle individuellen Anforderungen auch in die Realität umsetzen und weiss später über alle Details selbst Bescheid. Glücklicherweise kann ich dabei auf erfahrene Elektriker aus dem Bekanntenkreis zurückgreifen, die mich beim gesamten Prozess von der Schaltschrankplanung bis hin zur fertigen Installation unterstützen werden. Und das ist auch zwingend notwendig, da man in Deutschland schon rein rechtlich einen in das Elektro-Installationsverzeichnis (Info) eingetragenen Elektriker benötigt, der sich um die Anmeldung bei den Versorgungswerken, um den Anschluss des Baustroms und um die abschließende Prüfung sowie Abnahme der gesamten Elektroanlage kümmert. Hier sollte also erstmal alles in trockenen Tüchern sein. Brandschutzschalter verbauen oder nicht? Anders sieht es da schon bei einzelnen Detailthemen hinsichtlich Absicherung, Stromkreisen etc. aus. Seit Februar 2016 ist vorgeschrieben, dass u.A. in "Orten mit brennbaren Baustoffen" - was ein Fertighaus in Holzständerbauweise ohne Zweifel ist - sogenannte Brandschutzschalter (Affiliate-Link) installiert werden müssen. Diese schützen neben dem FI (Fehlerstromschalter) und dem LS-Schalter (Leitungsschutzschalter) zusätzlich vor gefährlichen Störlichtbögen bei fehlerhaften Verkabelungen (Wiki). Eine häufige Ursache für Kabelbrände, die mit dem Brandschutzschalter nun der Vergangenheit angehören soll (Technik-Fibel). Bis zum 18.12.2017 gibt es jedoch eine Übergangsfrist, sodass man bis dahin auch von einer Installation absehen kann. Das würde auf der einen Seite jede Menge Geld sparen (knapp 1.800 EUR bei 20 Stromkreisen), da die Brandschutzschalter aktuell nur recht hochpreisig von Siemens angeboten werden, entspräche auf der anderen Seite aber natürlich nicht mehr dem Stand aktueller Technik. Apropos Technik: Solche Branschutzschalter sind übrigens vollgestopft mit Technik, da sie in Bruchteilen einer Sekunde zwischen einem ungefährlichen Störlichtbogen z.B. beim Betrieb einer Bohrmaschine oder eben einem gefährlichen Störlichtbogen bei einem bevorstehenden Leitungsbrand unterscheiden können. Dabei analyisieren sie den aktuellen Stromfluss und entscheiden so, wann es notwendig ist den Strom zu trennen. Und genau darin liegt wohl derzeitig auch die größte Unsicherheit begründet, da die Technik zwar ausgereift erscheint, jedoch niemand mit Sicherheit sagen kann, ob die recht neuen Komponenten auch tatsächlich mehrere Jahrzehnte zuverlässig ihren Dienst verrichten. Verkabelung im Smart Home Damit später alle Smart-Home-relevanten Komponenten mit Strom versorgt werden und untereinander Daten austauschen können, müssen wohl einige Leitungs-Kilometer verlegt werden. Gut nur, dass man bei einem Fertighaus in Holzständerbauweise eine dafür nutzbare Installationsebene in Wänden und Decken vorfindet und keine Schlitze geklopft werden müssen. Das spart jede Menge Zeit und ermöglicht es auch dort relativ einfach zusätzliche Leitungen vorzusehen, die vielleicht erst zu einem späteren Zeitpunkt zum Einsatz kommen sollen. Einzig die Auslässe müssen gebohrt werden, wobei die Kombination aus Presspan- und vorgelagerter 9,5mm starker Gipskartonplatte keine größere Herausforderung darstellt. Zu diesem Zweck gibt es glücklicherweise auch direkt die passende Lochsäge inkl. Lochrandsenker (Affiliate-Link) für die notwendige Randvertiefung, um die später einzusetzenden Hohlraumdosen komplett versenken zu können. Damit die Abstände zwischen mehreren Dosen auch passen, habe ich mir Schablonen für Hohlwanddosen (Affiliate-Link) besorgt und für das Messen der Abstände zu Wänden und Böden direkt noch den günstigen Bosch Digitaler Laser-Entfernungsmesser (Affiliate-Link). Übrigens mein Gadget des Jahres! Apropos Hohlwanddosen: Im Innenbereich wird wohl die winddichte Kaiser Hohlwand-Gerätedose ECON 64 9264-21 (Affiliate-Link) in der tiefen Ausführung mit 61mm zum Einsatz kommen. Spannend ist evtl. auch die F-tronic E5000 Hohlwand-Elektronikdose (Affiliate-Link) mit zusätzlichem Anschlussraum. Hier könnte man in Netzwerkdosen evtl. sogar einen RPI unterbringen oder einen anderen Minirechner, der dann noch direkt per PoE (Power over Ethernet) mit Strom versorgt werden kann. An der Außenfassade kommt dann die Kaiser 1555-51 Geräte-Verbindungsdosen ECON Styro55 (Affiliate-Link) zum Einsatz, für die dann noch weiteres Installationswerkzeug notwendig ist. In diesem Herstellervideo sieht man ganz gut, wie die Dose installiert wird: https://www.youtube.com/watch?v=ZqTa6FcwIRI Aber zurück zur Verkabelung. Damit die Verbraucher (Steckdosen, Jalousiemotoren, 230V-Lampen) mit Strom versorgt und vom Schaltschrank aus über KNX-Aktoren geschaltet und/oder gedimmt werden können, werden sternförmig NYM-Y Leitungen zu allen Verbrauchern verlegt. NYM-J und KNX-Komponenten für 230V Da jede Steckdose (gerade auch Mehrfachsteckdosen) einzeln schaltbar sein soll, kommen Mantelleitungen mit entsprechend vielen Adern zum Einsatz. Abzüglich Schutz- und Nullleiter können mit einer 5-adrigen Mantelleitung mit 1,5er Querschnitt (NYM-J 5x1,5 (Affiliate-Link)) drei Steckdosen versorgt werden, mit einer 7-adrigen Leitung (NYM-J 7x1,5 (Affiliate-Link)) sogar fünf Steckdosen. Update vom 28.07.2016: An allen Stellen, an denen (Mehrfach-)Steckdosen zum Einsatz kommen, werde ich wohl direkt auf einen 2,5er Querschnitt (NYM-J 5x2,5) (Affiliate-Link)) setzen. Danke an Marco für den Hinweis. Update Ende Für die Ansteuerung sorgen dann 12-fach MDT Schaltaktoren AMS-1216.01 (Affiliate-Link) mit integrierter Leistungsmessung. Da vermutlich 80+ Steckdosen verbaut werden, kommt gleich eine ganze Schaltaktorenbatterie zum Einsatz, was viel Platz im Schaltschrank kosten wird. Aus diesem Grund wird es wohl auf einen recht großen Schaltschrank von Hager hinauslaufen. Aktuell schwanke ich noch zwischen zwei Modellen. Zum einen der ZB55S (Affiliate-Link), welcher für die Wandmontage geeignet und mit dem Maßen HxBxT 130x140x20,5 cm recht breit ist, sodass er insgesamt 366 TE (Teilungseinheiten) bietet. Zum anderen der FP25SW (Affiliate-Link), der zur Standmontage auf einem Sockel sitzt und mit den Maßen von HxBxT 195x130x20,5 cm nochmal ordentlich mehr Platz bietet. Jalousiesteuerung per KNX-Aktoren Jalousiemotoren werden von der Marke Somfy verbaut. Diese werden - wie die zumeist eingesetzten Aktoren - direkt mit 230V betrieben und benötigen zwar nur 4 Adern (Auf, Ab, Null, Schutz), gewöhnlich wird aber dennoch ein NYM-J 5x1,5 mit fünf Adern eingesetzt. Eine Ader bleibt dabei einfach ungenutzt. Entgegen meiner vorherigen Überlegungen, diese als Phase für eine zusätzliche Steckdose zu "missbrauchen" (Null und Schutz sind ja bereits vorhanden), bleibt diese Ader aber unberührt, da sonst augenscheinlich Schwierigkeiten bei der korrekten Absicherung der verschiedenen Stromkreise auftreten. Wer nicht vom Fach ist, sollte eben immer einen fachkundigen Elektriker hinzuziehen. Zur Ansteuerung der insgesamt sechs Rolläden und sechs Jalousien dienen ein 8fach-Jalousieaktor des Typs ABB JA/S 8.230.1M (Affiliate-Link) und ein ABB HA/S 4.230.1M (Affiliate-Link), welche später über den Loxone Miniserver gesteuert werden können. Direkte und indirekte Beleuchtung Die Beleuchtung wird etwas verzwickter, da verschiedene Ansteuerungen für die LED-Lampen, -Stripes, -COB etc. notwendig sind, damit auch alle Leuchtmittel sanft gedimmt werden können. Ob das wirklich notwendig ist, darüber lässt sich natürlich streiten. Gerade spät nachts werden es mir aber vermutlich meine Augen danken, wenn die Beleuchtung gedimmt ist und nicht 1000 Lux auf die Netzhaut strahlen. Für "konventionelle" 230V-Lampen kommen zu diesem Zweck 4-fach Dimmaktoren des Typs MDT KD-0401.01 zum Einsatz. Im Flur- und Treppenbereich kommen einige LED-Wandleuchten von GRANDE ELEVATO (externer Link) zum Einsatz, deren Konstantstromtreiber (500mAh bei 9-36V) für den Dimmeinsatz per Phasenab- und Phasenabschnitt gerüstet sind. Nach einem kurzen Test, bei dem der KNX-Aktor mit Lasttyp "EDL/LED/Halogen mit elektron. Trafo (Ph-Abschnitt)" und "halblogarithmischer" Kennlinie konfiguriert wurde, hat sich jedoch herausgestellt, dass der Treiber im mittleren Dimmbereich recht stark brummt. Für mich ein klares Nogo. Aus diesem Grund habe ich mal direkt einen alternativen Treiber mit ähnlichen Specs von Osram OTE 18/220-240/500 PC geordert, welcher für Phasenanschnittsdimmung geeignet ist. Vielleicht klappts damit besser. Ansonsten bleiben wohl nur parametrierbare DALI-Treiber übrig, die jedoch größentechnisch vermutlich nicht in das Lampengehäuse passen dürften. Update vom 30.07.2016: Der Treiber von Osam wurde gestern geliefert, welcher auf den Millimeter in das Lampengehäuse passt. Glück gehabt. Beim ersten Test konnte der Osram-Treiber auch direkt überzeugen. Kein Brummen und keine unnötige Verzögerung beim Einschalten. Entgegen der Herstellerbeschreibung, welche besagt, dass der Treiber per Phasenanschnitt angesprochen werden muss, brachte jedoch nur die Einstellung von Phasenabschnitt den gewünschten Erfolg. Nach dem Test aller verfügbaren Lasttyp-Varianten hier die Zusammenfassung: RC ohmsche Lasten (Ph-Abschnitt) -> kein Brummen L induktive/gewickelte Trafos (Ph-Anschnitt) -> brummt ESL/LED mit Fassung, ohne Trafo (Ph-Anschnitt) -> brummt ESL/LED/Halogen mit elektron. Trafo (Ph-Abschnitt) -> kein Brummen (aktuelle Auswahl) ESL mit Fassung, ohne Trafo (Ph-Anschn.) 100%Start -> brummt Für einen möglichst homogenen Dimmbereich hat sich als "Kennlinie" übrigens die Einstellung "Logarithmisch (optional)" als passend herausgestellt. Im Ergebnis liefert die Lampe auch im gedimmten Modus ein angenehmes, warmweisses Licht, welches in keinster Weise flackert (im Gegensatz zu gedimmten LED-Stripes). Lange Rede, kurzer Sinn: Wer eine im Dimmbetrieb surrende LED-Lampe leise bekommen möchte, kann dies mit großer Wahrscheinlichkeit durch den Einsatz des passenden Treibers erreichen. Bei Konstantstromtreibern dabei neben dem korrekten Strom (z.B. 500 mA) unbedingt auch auf den passenden Spannungsbereich (z.B. 18-36V) des Originaltreibers achten und im Anschluss verschiedene Dimmvarianten durchtesten, um die passenden Settings zu finden. Update Ende In nachfolgendem Bild sind drei normalbreite Elevato Wandleuchten zu sehen. Die Grande Elevato, die bei mir zum Einsatz kommen wird, ist im Vergleich breiter (18 vs 30 cm) und leuchtstärker (5 vs 18 Watt), damit bei 100%iger Ansteuerung genügend Licht zur Verfügung steht. Im normalen Betrieb sollten jedoch 50% locker ausreichen. Für den Außenbereich sind Up-/Down Außenwandleuchten von CHIERI (Affiliate-Link) vorgesehen, deren Treiber (12W 300mA 40V) jedoch auf dem Papier nicht dimmbar sind. Nach einem Test hat sich das auch bestätigt, entsprechend flackert die LED beim Dimmen. Da die verbauten LEDs grundsätzlich dimmbar sind (schon getestet), wird der verbaute Treiber gegen diesen hier (Affiliate-Link) (12W 300mA 25-42V, LxBxH 98x39x26mm) getauscht. Platztechnisch (Innenmaße ca. LxBxH: 125x50x25mm) wird es in der Lampe damit recht eng, auch ohne Treiber-Gehäuse. Hier muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Ansonsten ist mit dem neuen Treiber mit den Einstellungen "Lasttyp: ESL/LED mit Fassung, ohne Trafo (Ph-Anschnitt)" und "Kennlinie: Logarithmisch (optional)" sowie "Minimale Helligkeit: 10%" keinerlei Brummen wahrnehmbar. Etwas übertrieben groß, aber vermutlich gerade deswegen auch irgendwie schick, ist die Deckenleuchte Alea 97cm Hufnagel, welche die Wohnzimmerdecke schmücken soll. In der Lampe können insgesamt sechs Lampen des Typs E14 untergebracht werden. Auf den ersten Blick passen die OSRAM LED-Lampe E14 dimmbar Superstar Classic B Energiesparlampe / A+, 6W (Affiliate-Link) mit ihren warmweissen 2700K perfekt. Bei voller Ansteuerung stehen 36 Watt LED-Power zur Verfügung, die sich dank des KNX-Dimmaktors stufenlos herunterregeln lassen. Nach etwas herumtesten, lassen sich die Leuchtmittel mit den Einstellungen "Lasttyp: ESL/LED/Halogen mit elektron. Trafo (Ph-Abschnitt)" und "Kennlinie: Logarithisch (optional)" vollkommen geräuschlos und gleichmäßig dimmen. Alle oben genannten KNX-Aktoren, die eine Ansteuerung der Jalousien und der Lampen ermöglichen, haben übrigens manuelle Taster, sodass ein Schaltbefehl notfalls auch "oldschool" aus dem Schaltschrank heraus ausgeführt werden kann. Dadurch eignen sich gerade die mit 230V betriebenen Lampen als relativ ausfallsichere Grundbeleuchtung. Indirekte Beleuchtung per LED-Stripes Für die Ambiente-Beleuchtug kommen dann weitestgehend 24V LED-Stripes zum Einsatz, die Räume mit indirektem Licht fluten. Insgesamt werde ich mich dabei wohl auf eine warmweisse Beleuchtung konzentrieren und von wilden Farbenspielen vorerst Abstand halten. Soetwas habe ich gerade in meiner Wohnung (testweise) installiert und finde das insgesamt recht schrecklich, wobei ich es auch bewusst etwas übertrieben habe. Einzelne Akzente durch Spots sind schon ok, meterlange LED-Bänder in grün, rot oder blau sorgen recht schnell für "Augenkrebs". Bzgl. indirekter Beleuchtung konnten wir uns auch neulich einige Inspirationen beim Besuch des Fertigbauparks in Fellbach bei Stuttgart holen. Besonders gut gefallen hat mir dabei die in die Decke integrierte umlaufende Beleuchtung durch warmweisse LED-Stripes. Da mir vor Ort aber niemand genau sagen konnte oder wollte, welche Profile dort im Detail verbaut wurden, musste erstmal Google bemüht werden. Fündig wurde ich schließlich beim LED-Profil SNL 80/12,5/2m, welches genau die in die Decke integrierte Optik erlaubt. Der Einbau ist zwar etwas aufwändiger, aber bereits mit unserem Bauträger abgestimmt, sodass im Erdgeschoss der gesamte Südbereich des Hauses damit ausgestattet werden kann (gelbe Leisten in der Abbildung - bis auf den Küchenbereich). Für einen moderaten Aufpreis wird unser Bauträger dort statt der vorgesehenen 9,5mm starken Gipskartonplatten die für die Installation notwendigen Platten mit 12,5mm an die Decken schrauben. Wir kümmern uns vor- bzw. während des Schließens der Decke dann noch um die passgenaue Anbringung der LED-Profile an den jeweiligen Wandseiten. In diesem externen Video ist der Auf- und Einbau der Leisten auch sehr gut beschrieben: https://www.youtube.com/watch?v=mKALjXbxUp0 Die LED-Leiste über der Küchenzeile ist etwas anders aufgebaut. Hier muss nicht nur die Gipskartonplatte vorbereitet werden, sondern auch die dahinterliegende Presspanplatte einen passenden Ausschnitt erhalten, um die notwendige Einbautiefe für das Profil zu erreichen. Die später 2m lange LED-Leiste besteht aus dem LED-PROFILE M 24 als Außenelement und dem LED-PROFILE M 28 als Innenelement. Sofern alles nach Plan läuft, verschwindet die Leiste am Ende komplett in der Decke. In den Leisten sollen dann jeweils günstige warmweiss LED-Stripes (Affiliate-Link) mit 2660 Lumen verbaut werden, die ich bereits derzeitig im Einsatz habe und deren Leuchtkraft und Lichtfarbe sehr angenehm ist. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="240" width="240" identifier="B00HR2UR1Q" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B00HR2UR1Q.gif" tag="meintechblog-160723-21" target="_blank" rel="nofollow"> Wie es aussieht, gibt es davon jetzt auch neuere Modelle mit mehr Leistung und einer damit verbundenen höheren Leuchtstärke. Da wäre zum einen die Variante mit 5300 Lumen (Affiliate-Link) und 77W bzw. zum anderen die Version mit 6100 Lumen (Affiliate-Link) und 60W zu nennen. Ob die Variante mit geringerem Verbrauch tatstächlich einen höheren Lichtstrom liefert, sei einmal dahingestellt. Jedenfalls könnten diese leistungsfähigeren Stripes gerade bei der LED-Leiste über der Küchenzeile sinnvoll sein, um im Bedarfsfall eine höhere Ausleuchtung zu erreichen. Update vom 31.07.2016:  Meine Erkenntnisse zu diesem Thema sind im Blogpost 3 LED-Stripes für warmweisses Licht im direkten Vergleich nachzulesen. Neben den LED-Stripes werden an einigen Stellen auch LED-Deckenspots zum Einsatz kommen. Nach dem Test verschiedener warmweisser Exemplare (von Alibaba und Co.) wird die Wahl vermutlich auf die etwas teureren Loxone Spots WW fallen. Die 4W starken Spots haben ein angenehm warmweisses Licht, benötigen - wie die LED-Stripes auch - 24 Volt und lassen sich mit den passenden Treibern ebenfalls stufenlos dimmen. Um die Spots in der Decke "luftdicht" versenken zu können, werden Deckendosen des Typs Kaiser ThermoX 9300-22 (Affiliate-Link) verwendet. Sie haben einen Durchmesser von 86mm bzw. eine Tiefe von 90mm und vertragen Leuchtmittel mit bis zu 35W. Vor dem Einbau wird die Presspanabdeckung der Deckendose mit einer passenden Aussparung mithilfe der oben verlinkten Lochsäge versehen und zum Schluss noch entsprechend verputzt. Spannend finde ich auch die Möglichkeit der Installation von LED-Stripes an der Unterseite der Treppenstufen. Eine entsprechende Einfräsung vorausgesetzt, können so später passgenaue LED Alu Profil HR installiert werden, die eine extrem geringe Einbautiefe von nur 9mm aufweisen. Da alle 24V-Leuchtmittel (Stripes und Spots) per PWM (Pulsweitenmodulation) gedimmt werden, empfielt sich grundsätzlich der Einsatz geschirmter Mantelleitungen - auch wenn man oftmals liest, dass es wohl auch ohne Schirmung funktionieren kann. Die günstigste Variante ist wohl (N)YM(St)-J 3X1,5/1,5 mm² abgeschirmte Mantelleitung mit knapp einem Euro pro Meter. Wer fünf Adern benötigt (etwa für RGBW-Bänder), muss mit ca. 1,5 Euro pro Meter rechnen - 100m Ring NYM(ST)-J 5x1,5/1,5 RE Mantelleitung geschirmt. Bei der Installation ist darauf zu achten, dass die Schirmung einen Funktionspotentialausgleich (FPA) erhält (Infos). Für die LED-Treiber gibt es mehrere Möglichkeiten. Da ich bereits eine Loxone DMX-Extension (Affiliate-Link) und einige Loxone RGBW Dimmer DMX (Affiliate-Link) (4 Kanäle a 2,1A bzw. 50W) besitze, werden diese wohl auch zum Einsatz kommen. Weitere Kanäle können dann entweder mit zusätzlichen DMX-Modulen von Loxone (bzw. anderen Herstellern wie DMX4ALL -> DMX-LED-Dimmer X9) oder bspw. auch direkt über KNX-Dimmer-Aktoren MDT AKD-0424R.01 (4 Kanäle a 4A bzw. 96W) erweitert werden. Dabei fällt mir ein, dass ich noch zwei LED-Treiber mit DMX-Schnittstelle des Typs WS24LU3A (Affiliate-Link) besorgt habe, die sich perfekt für die individuelle Ansteuerung jeder einzelnen Treppenstufe und anderen Spielereien eignen würden. Der Treiber besitzt 24 Kanäle, welche mit 3A belastet werden können. Bei 16 Treppenstufen mit jeweils 80-90cm LED-Stripes (mit max. 10W bei voller Helligkeit) wäre also genug Luft nach oben. Und unter der Treppe sollte auch genug Platz für den Treiber samt passendem Netzteil sein. Damit könnte man dann lustige Welleneffekte umsetzen. Von oben nach unten, sobald sich jemand der Treppe von oben nähert und umgekehrt. Präsenzmelder für die Erkennung sind ja bereits vorhanden. https://www.youtube.com/watch?v=hrlWWiQWVcE 24V-Netzteil(e) direkt im Schaltschrank Um die Treiber und in letzter Instanz die dort angeschlossenen Leuchtmittel mit genügend Power zu versorgen, werden mehrere Netzteile zentral im Schaltschrank untergebracht. Ob es schlau ist, wirklich nur ein oder zwei große Netzteile zu verbauen und/oder mehrere leistungsschwächere, kann ich aktuell leider noch nicht beurteilen. Einige setzen wohl das Modell Meanwell HLG 600H (Affiliate-Link) mit einer Maximalleistung von knackigen 600W ein, welches jedoch nicht ohne Weiteres für die Hutschienenmontage geeignet ist. Entsprechend müsste man hier einbauseitig schon etwas tricksen. Spontan ist mir das kleinere Netzteil TDK Lambda DSP100-24 (Affiliate-Link) ins Auge gesprungen, welches zwar nur 100 Watt liefert, dafür jedoch direkt auf die Hutschiene bei geringer Einbautiefe installiert werden kann. Insgesamt wird es wohl stark darauf ankommen, welche Kombination aus Netzteilen, Treibern und Leuchtmitteln sinnvoll ist. Sobald ich hier den kleinsten gemeinsamen Nenner gefunden habe, folgt ein Update (wird wohl noch dauern). Und noch ein wichtiger Punkt zur Absicherung der 24V-Leitungen. Weidmüller bietet hier spezielle Sicherungsreihenklemmen ZSI an, die mit - je nach Verbauchern - passenden Eska Schmelzsicherungen (2-10A) ausgestattet werden können. Damit sollten dann auch ungewollte Überlastungen verhindert werden können. KNX für Taster, Präsenz- und Rauchwarnmelder Aus Gründen der Flexibilität (Herstellerunabhängigkeit) und einfachen Nachrüstbarkeit weiterer Komponenten werden mehrere "Sensor"-Elemente per KNX angebunden. Der MDT Glastaster II Smart BE-GT20W.01 hat es mir dabei besonders angetan. Da ich aktuell aber noch auf die Lieferung warte (Verfügbarkeit ab Ende Juli 2016), kann ich leider noch nicht viel dazu sagen. Als Präsenzmelder kommen in allen Räumen die Busch Jäger Standard 6131/30-24 zum Einsatz, die bereits per ETS-Software programmiert und in der Loxone Config vorbereitet sind. Neben der Erfassung der Helligkeit besitzen die Präsenzmelder vier Präsenzzonen (jeweils 90 Grad), die flexibel in zwei Meldegruppen aufgeteilt werden können (die "Premium"-Ausführung des Busch Präsenzmelders besitzt sogar vier Meldegruppen und erfasst zusätzlich auch noch die Temperatur). So lässt sich bspw. im Flur zwischen Präsenz im Eingangsbereich (Zone 1) und im Zugang zum Wohnbereich (Zone 2) unterscheiden. Im Badezimmer kann mit der Zusatzinfo ermittelt werden, ob sich jemand gerade in der Dusche (Zone 2) aufhält. Durch die genaueren Präsenzzonen sind so später erweiterte Szenarien möglich, um bspw. die Beleuchtung passgenauer schalten zu können oder im Falle der Dusche die Intensität der Wohnraumlüftung zu erhöhen. Welche Präsenz- bzw. Bewegungsmelder im Außenbereich eingesetzt werden sollen, ist noch offen. Aktuell könnte ich mir den Busch 220 MasterLine KNX 6179/01-204 (Affiliate-Link) ganz gut vorstellen, da er zwei Präsenzzonen und einen Dämmerungs- sowie Helligkeitssensor besitzt. Die Premium-Linie 6179/02-204 (Affiliate-Link) bietet zusätzlich u.A. sogar noch einen Temperatursensor, dessen Information über einen analogen Output des Loxone Miniservers später theoretisch als Temperaturinformation an die Heizung weitergegeben werden kann. Dann bräuchte man im Außenbereich keinen hässlichen Oldschool-Temperatursensor mehr, wie er immer noch an so gut wie allen Neubauten angebracht wird. Für Sicherheitszwecke kommen die Gira Rauchwarnmelder Dual Q 233602 (Affiliate-Link) zum Einsatz. Diese besitzen einen Steckplatz, in welchem das KNX-Erweiterungsmodul 234300 (Affiliate-Link) untergebracht werden kann. Damit lässt sich dann nicht nur die Information über einen erkannten Rauchalarm auf den KNX-Bus schicken, sondern zudem Statusinformationen über den Rauchmelder auslesen und den Rauchwarnmelder selbst als Signalgeber einsetzen. Dazu stehen dann drei verschiedene Signaltöne mit unterschiedlichen Mustern und Lautstärken zur Verfügung. Der leise Ton ("Signalgeber") könnte bspw. als Quittierungston genutzt werden, sobald die Alarmanlage scharf geschaltet wird und der laute Ton ("Nebenstellenalarm") kann u.A. als Einbruchsalarm "missbraucht" werden. Insgesamt bringt das KNX-Modul eine ganze Fülle an Kommunikationsobjekten mit, die einen auf den ersten Blick erstmal etwas erschlägt, auf den zweiten Blick aber jede Menge Möglichkeiten in Bezug auf Kontrolle und Wartung (Batterie schwach, Störung Rauchkammer etc.) bietet. Um die Umwelt etwas besser beobachten zu können, kommt die Wetterstation BMS Quadra zum Einsatz. Deren Helligkeits- und Windsensoren sollen später herangezogen werden, um bspw. die Jalousien auf der Süd- sowie Westseite je nach Sonneneinstrahlung bzw. bei hohen Windgeschwindigkeiten automatisch auszurichten. Im Grunde sind alle relevanten Sensoren (inkl. Regensensor und Temperatur) vorhanden, lediglich ein Feuchtigkeitssensor fehlt der recht spacig wirkenden Station. Da ich die Station in neuwertigem Zustand recht günstig von einem Mitglied des KNX-User-Forum erwerben konnte, stand einem Testeinsatz auf der Dachterrasse nichts mehr im Wege. Groß war dann die Enttäuschung, da sich nach nur ca. einer Stunde leichtem Regen jede Menge Feuchtigkeit unter der Plastikabdeckung angesammelt hatte, an welcher Stelle sich die empfindlichen Helligkeitssensoren befinden. Da der Hersteller anscheinend gerade bei "gebrauchten" Geräten wenig bis gar keinen Support bietet (laut Forum), habe ich die fehlerhafte Silkondichtung selbst entfernt und den blautransparenten Deckel mit Liqui Moly 6185 Silikon-Dichtmasse (Affiliate-Link) neu angebracht, bisher mit Erfolg. Schockmoment also glücklicherweise überstanden. Also kann die Quadra schon mal virtuell am Haus installiert werden. Übrigens mein erstes selbst erstelltes 3D-Element in SketchUp, da es im 3D Warehouse kein passendes Modell gab. Also nicht zu kritisch sein. :) Temperaturmessung per OneWire Um eine Einzelraumregelung der Temperatur gewährleisten zu können, kommen günstige OneWire-Temperatursensoren zum Einsatz. In die luftdichten Hohlwanddosen kommen dann die Temperaturfühler von Loxone (Affiliate-Link), die ich schon seit geraumer Zeit im Testeinsatz habe. Zusätzlich werde ich mir wohl den Spaß machen und - wie im Artikel Operation Smart Home - Gewerkeübergreifende Funktionsbereiche: Heizungssteuerung angesprochen - Estrichsensoren installieren, um die Temperatur der Fußbodenheizung zu messen und damit eine möglichst effektive Justierung der Ventile vornehmen zu können. Dazu werden DS18b20-Sensoren (Affiliate-Link) in Leerrohre gepackt und zwischen Vor- und Rücklauf installiert. Vor einiger Zeit hatte ich diese Sensoren sehr günstig über Aliexpress bezogen, mittlerweile haben die Preise aber wohl angezogen, sodass die Amazon-Alternative ohne lange Wartezeit gar nicht mehr so unattratkiv erscheint. Update: Nach kurzer Recherche habe ich bei Aliexpress doch noch recht günstige Exemplare mit 3 Meter Anschlusskabel gefunden, die inkl. Versand nur knapp zwei Euro pro Stück kosten. Um die Temperaturinformation in Loxone zur Verfügung zu haben, werden die Sensoren per Busleitung an die passende Loxone 1-Wire-Extension (Affiliate-Link) angeschlossen. Da wohl recht viele Sensoren angeschlossen werden und etwas Luft nach oben bleiben soll - bspw. für CO2-Sensoren auf 1Wire-Basis - wird pro Stockwerk eine Extension eingesetzt. Die Anleitung von Loxone besagt übrigens, dass bis zu 20 Sensoren mit einer Anschlusslänge von knapp 300 Metern möglich sind. Hier wird übrigens auch empfohlen Twisted-Pair (z.B. CAT 7) mit einem Querschnitt von mind. 0,6mm zu nutzen. Das Thema hatten wurde schon einmal hier diskutiert, weshalb wohl besser noch 0,8mm (z.B. KNX-Busleitung) eingesetzt werden sollte. KNX- und 1Wire-Leitung parallel verlegen Damit alle KNX- und 1Wire-Komponenten an den jeweiligen Bus angeklemmt werden können, werden zwei EIB-Leitungen parallel verlegt. Einmal regulär für KNX (grün) (Affiliate-Link) und einmal für OneWire (lila/violett), in diesem Fall dann die EIB-Y(St)Y 2x2x0,8 EIB-/ Instabusleitung Lila. Diese werden dann gemeinsam als Linie vom Schaltschrank aus von Raum zu Raum weitergeschliffen, eine Linie pro Stockwerk. Das Ende einer Linie wird dann wieder bis zum Schaltschrank zurückgeführt, jedoch nicht angeschlossen. So kann man die Linie bei etwaigen Problemen theoretisch von beiden Seiten erreichen. Wie die genaue Verlegestrecke dann tatsächlich aussieht, wird dann direkt beim Einziehen der Leitungen entschieden. Netzwerkleitungen auch für Fensterkontakte verwenden? Über die Verlegung der CAT7-Leitungen wurde ja im Blogpost Operation Smart Home - Gewerkeübergreifende Funktionsbereiche: Netzwerkverteilung schon ausführlich gesprochen. Offen ist jedoch weiterhin, welche Leitungen für den Anschluss der Fenster- und Türkontakte (bei den Fenstern mit Öffnungs-/Verschlussüberwachung) genutzt werden sollen. Obwohl es natürlich weitaus günstigere Möglichkeiten gibt, frage ich mich gerade, ob es nicht doch sinnvoll sein kann, einige CAT7-Leitungen mehr zu verlegen und diese für den Anschluss der Kontakte zu nutzen. Und an einigen Stellen ist es zudem so, dass bereits Duplex-CAT7-Leitungen eingeplant sind, eine Netzwerkdose jedoch vollkommen ausreicht, wodurch die zweite Leitung direkt genutzt werden kann. So düften sich die Mehrkosten auch in Grenzen halten. Loxone Tree Stellantriebe Nach langem hin und her habe ich mich doch für die Loxone Stellantriebe Tree für die Regelung der Heizkreisventile der Fußbodenheizung entschieden. Die Ansteuerung erfolgt pro Heizkreisverteiler (jeweils 7-8 Heizkreise bzw. damit auch Stellantriebe) dann nur über eine vieradrige Leitung, da die Tree-Technologie als Bussystem konzipiert ist. Benötigt wird dabei noch die Loxone Tree Extension, welche bereits zwei getrennte Äste besitzt, an denen jeweils bis zu 50 Geräte angeschlossen werden können. "Ast links" wird dann über das Erdgeschoss, "Ast rechts" für den ersten Stock genutzt. Damit ist die Verdrahtung sehr einfach und sollte recht schnell ablaufen, zumal die Stellantriebe bereits angelernt und in der Loxone Config vorbereitet sind. Ein zentraler Vorteil der Loxone-Stellantrieben ist zudem, dass sie im Gegensatz zu den gewöhnlichen thermisch betriebenen Stellantrieben einen Stellmotor besitzen. Dadurch verbrauchen sie immer nur kurz bei einer Nachstellung der Ventilposition etwas Strom und verbraten nicht permanent 2-3 Watt, wie im Fall von thermischen Antrieben. Außerdem können sie Zwischenpositionen direkt anfahren und müssen so nicht kontinuierlich per PWM (Pulsweitenmodulation) angesteuert werden. Stelländerungen sind durch den Stellmotor binnen Sekunden erledigt, bei thermischen Elementen dauert das schon mal bis zu zehn Minuten. Die Krönung ist jedoch, dass die Loxone-Stellantriebe weiterführende Wartungsinformationen übermitteln können. Mit der passenden Config kann man sich sofort informieren lassen, wenn bspw. ein Antrieb oder Ventil nicht korrekt erkannt wurde oder feststeckt. Kontrollierte Wohnraumlüftung Für die kontrollierte Wohnraumlüftung wird die Tecalor TVZ 170 Plus eingebaut, andere Hersteller werden von unserem Bauträger nicht supportet - leider. An sich kein schlechtes Gerät, jedoch auch nicht wirklich fit für die Smart-Home-Welt von heute/morgen. Die "kleine" Tecalor besitzt weder Webschnittstelle, noch eine Erweiterbarkeit für KNX, Modbus oder was auch immer. Lediglich drei Lüfterstufen lassen sich ansteuern. Glücklichweise gibt es hierzu jedoch eine Anleitung im Netz, sodass Loxone später zumindest die drei Stufen regeln kann. Wenn die Tecalor zusätzlich an einer schaltbaren Steckdose hängt, lässt sich das Gerät auch remote ausschalten. Oldschool, aber mehr ist wohl nicht drin. Hätte ich die Wahl, würde ich wohl die Helios KWL EC 200 W R verbauen. Update vom 24.01.2017: Mittlerweile hängt die Tecalor TVZ 170 Plus an der Wand des Technikraums und nach einem prüfenden Blick meines netten Nachbarn bin ich zuversichtlich, dass sich die Wohnraumlüftung auch stufenlos über Loxone regeln lassen wird. Benni (mein Nachbar) selbst hat die Wolf CWL-400 Excellent, welche auf den ersten und zweiten Blick (laut Display-Settings) die gleichen Schnittstelleneinstellungen besitzt. Und bei der Wolf funktioniert die Ansteuerung schon mal mit 0-10V (stufenlos) ohne Probleme, wie in dessen Blogpost nachzulesen ist. Update vom 01.05.2017: Dank Benni lässt sich meine Tecalor nun auch stufenlos per analogem 0-10V Output des Miniservers steuern, die Konfiguration ist identisch zur oben angesprochenen Wolf-Anlage. Künftig gibt es sogar noch Optimierungspotenzial. Mit der passenden IP-Schnittstelle (eBUS Koppler Ethernet) lässt sich wohl sogar der interne Bus der Anlage anzapfen und damit Nachrichten (Wartungsinformationen) auslesen und Schaltbefehle schicken. Total spannend, erstmal aber nicht überlebenswichtig. Aus meinem täglichen Leben Wie man sieht, ging in den letzten Wochen einiges voran. Viele verschiedene Dinge wurden geplant, einige Komponenten davon bereits getestet und teilweise auch schon programmiert, um den Aufwand bei der späteren Installation möglichst gering zu halten. Bis alles fertig ist, wird es aber noch etwas dauern. Aber hey, der Weg ist das Ziel. Gefühlt bin ich bei vielen Dingen zwar immer noch recht weit am Anfang (Ansteuerung von Hauswasserwerk und kontrollierter Wohnraumlüftung), nach und nach werden sich die Lücken aber hoffentlich bis zum Stelltermin des Hauses - nach aktueller Planung bis Ende des Jahres - schließen. Die nächste große - vermutlich auch die größste - Baustelle wird im nächsten Schritt angegangen: Der Schaltschrank. Hier werde ich mich in den kommenden Wochen mit dem Elektriker meines Vertrauens zusammensetzen und den Aufbau planen, damit alle gewünschten Komponenten bereits vorab im Schaltschrank fertig eingebaut und vorkonfiguriert sind. Im besten Fall muss dann nur noch der Hausanschluss angeschlossen und die hausseitigen Geräte außerhalb des Schaltschranks über die im Schaltschrank installierten Reihenklemmen angesteckt werden. Ich werde berichten... Fun Fact: Dieser Blogpost ist mit über 4.000 Wörtern übrigens der Längste, den ich bisher veröffentlicht habe. :) ### WhatsApp-Nachrichten + Bilder mit FHEM versenden und Antworten auswerten Endlich komme ich dazu meinen nächsten Gastbeitrag auf meintechblog zu veröffentlichen. Dieser Beitrag hat es wirklich in sich - denn wir lernen heute, wie man mit FHEM WhatsApp-Nachrichten verschickt und sogar empfangen kann. Das ermöglicht unglaubliche Dialoge mit seinem smarten Zuhause. Über ein Notify kann man auf die empfangenen Texte reagieren und diese auswerten. Ich nutze diese Funktion zum Beispiel, um diverse Readings auszulesen. So könnte man schreiben "Status Wohnzimmer" und bekommt die aktuelle Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und den Status der Fenster zurück. In FHEM reagiere ich auf Bewegungen im Bild meiner IP-Kamera und bei Abwesenheit plus Bewegung erhalte ich sofort ein Foto auf mein Smartphone - über WhatsApp! Gerade im Urlaub ist das natürlich sehr praktisch und ersetzt schnell sehr viele andere Drittanbieterlösungen. Außerdem kann man an jede beliebige WhatsApp-Nummer Nachrichten und Bilder senden. Man könnte also erkennen, wer gerade nach Hause kommt und alle anderen Familienmitglieder darüber informieren, da WhatsApp praktisch auf jedem Smartphone da draußen eh schon installiert ist. Wie man schon merkt, sind die Möglichen einfach unendlich groß. Ich möchte daher gar nicht länger um den heißen Brei herumreden, sondern direkt loslegen! Bevor am Ende die Enttäuschung aber groß ist und ihr auf der Hälfte der Strecke stecken bleibt, noch die Liste der Anforderungen. Eine FHEM-Installation mit Internetzugriff Eine Telefonnummer, welche noch nicht mit WhatsApp verwendet wurde (gerne auch eine Festnetznummer) Eine Installation von Raspbian Jessie (läuft sicher auch auf älteren und anderen Distributionen als Wheezy, aber ich habe es nur mit Jessie getestet) Zirka eine Stunde Zeit Als erstes bringen wir das System also auf den neuesten Stand und aktualisieren FHEM, als auch die Pakete auf dem Raspberry. sudo apt-get update sudo apt-get upgrade Jetzt bringen wir FHEM noch auf einen aktuellen Stand - wie das im Detail geht ist außerdem bereits hier beschrieben. Es reichen im Prinzip diese beide FHEM-Befehle (Backup nicht vergessen): update shutdown restart Jetzt installieren wir ein paar Pakete nach, damit das Ganze auch funktionieren kann und keine Abhängigkeiten vermisst: sudo apt-get -y install python-soappy python-dateutil python-pip python-dev build-essential libtiff5-dev libjpeg-dev zlib1g-dev libfreetype6-dev liblcms2-dev libwebp-dev tcl8.5-dev tk8.5-dev python-tk Als nächstes werden mit pip (eine Paketverwaltung für Python) ebenfalls ein paar Abhängigkeiten hinzugefügt: sudo pip install --upgrade pip sudo pip install python-axolotl sudo pip install pillow Als nächstes müssen wir prüfen, ob der FHEM-Benutzer sich per Shell einloggen darf und auch ein Home-Verzeichnis hat. Dies tun wir wie folgt: sudo su - fhem echo $HOME cd $HOME logout Sollte irgendetwas davon nicht klappen, müssen wir dies anpassen: getent passwd fhem sudo chsh -s /bin/bash fhem In der Regel sollte das Home-Verzeichnis vom FHEM-Benutzer /opt/fhem sein. Falls nicht, ist dies ebenfalls anzupassen: sudo usermod -m -d /opt/fhem fhem Aber in der Regel sollte das alles bereits passen. Jetzt geht es weiter im Text. Jetzt holen wir uns von GitHub den eigentlichen Quellcode für die WhatsApp-Verbindung. Alles andere war bisher nur Vorbereitung. cd /opt sudo git clone https://github.com/tgalal/yowsup.git yowsup-master sudo mkdir yowsup-config cd yowsup-config sudo vi yowsup.config In diese Datei schreiben wir dann folgenden Inhalt: cc=49 phone=498912345678 id=0000000000 password= Die Buchstaben cc stehen in diesem Fall für den Country-Code - also das jeweilige Länderkürzel/die Landesvorwahl. Das kann in den meisten Fällen (außer bei Lesern aus Österreich (43) oder der Schweiz (41)) natürlich so bleiben - angepasst wird in diesen vier Zeilen erstmal nur "phone". Hier beginnen wir also wieder mit 49 (ohne plus oder 00), dann gehts mit der Ortsvorwahl ohne führende Null weiter und dann folgt direkt die eigentliche Telefonnummer. Wie schon angesprochen, kann man natürlich gerne eine Festnetznummer nutzen (habe ich auch so gemacht). Die einzige Anforderung an die hier angegebene Nummer ist, dass ihr Zugriff darauf habt und Anrufe oder SMS entgegen nehmen könnt und dass diese noch nicht mit WhatsApp verwendet wurde. Eine Handynummer wird also in den wenigsten Fällen klappen - außer, ihr habt noch eine Prepaid-Karte rumliegen. Ich würde aber eher davon abraten, da ihr ja irgendwann eventuell doch auf der Mobilfunknummer WhatsApp nutzen möchtet. Nachdem die Datei dann gespeichert und geschlossen wurde, passen wir noch ein paar Dateirechte an, damit der fhem-Benutzer auch alles mit diesen Dateien machen darf: sudo chown -R fhem:dialout /opt/yowsup-master /opt/yowsup-config Jetzt wechseln wir zu unserem fhem-Benutzer! sudo su - fhem cd /opt/yowsup-master Sollte dies nicht klappen, bitte etwas weiter oben erneut lesen - dort wurde dem Benutzer eine eigene Shell zugewiesen und das Home-Verzeichnis konfiguriert. Jetzt brauchen wir etwas zum Schreiben. Wir erhalten nach dem folgenden Befehl eine sechsstellige Nummer, welche wir uns unbedingt notieren müssen! Diese brauchen wir, um das Passwort für diese Nummer zu erhalten und zu bestätigen, dass wir Zugriff auf diese Telefonnummer haben! python yowsup-cli registration -c /opt/yowsup-config/yowsup.config -r voice Die Nummer wird so oft wiederholt, bis wir auflegen. Also keinen Stress. Sollte es sich bei der Nummer der Wahl um eine Handynummer handeln, können wir als letzten Parameter statt "voice" auch "sms" übergeben. Dadurch wird das Bestätigen etwas einfacher und man muss nicht so genau zuhören. Außerdem wird die Nummer auf Englisch vorgelesen! Zahlen sollte zwar auf Englisch jeder von uns beherrschen, aber das Ablesen in einer SMS ist dann wahrscheinlich doch noch etwas einfacher. Falls euer Telefonanbieter SMS to Voice anbietet, könnt ihr auch SMS angeben - dann bekommt ihr auch eine deutschsprachige Ansage. Dass das klappt, ist aber nich garantiert, da dies nicht alle Telefonanbieter unterstützen. Sicherheitshalber also die Anrufvariante wählen. Nun rufen wir den folgenden Befehl auf - vorher ergänzen wir natürlich ganz am Ende den erhaltenen Bestätigungscode - hier "123456": python yowsup-cli registration -c /opt/yowsup-config/yowsup.config -R 123456 Am Ende der Antwort steht dann etwas, was in etwas so aussieht: status: ok kind: free pw: abcdef1234567890= price: 0,89 € price_expiration: 1471669741 currency: EUR cost: 0.89 expiration: 4444444444.0 login: 1234567890123 type: new Man beachte hier die Zeilen hinter "pw" (was für engl. Password bzw. Passwort) steht. Dieses Passwort muss jetzt ebenfalls kopiert werden und am besten zusätzlich noch an anderer Stelle abgespeichert werden als auf dem Raspberry. Ich bin mir nich sicher was passiert, wenn wir diese Nummer noch einmal fürs WhatsApp freischalten möchten und dies bereits geschehen ist - also am besten gut aufheben! Das komplette Passwort (also alles ohne "pw: " - Achtung: Das Leerzeichen hinter dem Doppelpunkt nicht mit kopieren!) schreiben wir nun wieder in die Konfigurationsdatei: vi /opt/yowsup-config/yowsup.config Die komplette Datei sieht in diesem Beispiel also nun so aus: cc=49 phone=498912345678 id=0000000000 password=abcdef1234567890= Die Variable id bleibt nach wie vor unberührt. Mit "exit" verlassen wir zuvor wieder den fhem-Benutzer-Context. Und was soll ich sagen? Der Teil ist nun auch schon abgeschlossen! Zum Testen braucht ihr nun ein anderes Gerät, welches bereits bei WhatsApp registriert ist - zum Beispiel euer Smartphone. Mit folgender Zeile könnt ihr einen Test abschicken. Sollte die Nachricht nicht ankommen, ist auf dem Weg irgendetwas falsch gelaufen! Natürlich müsst ihr die Nummer zuvor anpassen. cd /opt/yowsup-master python yowsup-cli demos -c /opt/yowsup-config/yowsup.config -s 4917112345678 "Das ist ein Test" Klappt? Sehr gut! Dann ist der nächste Schritt die Konfiguration innerhalb von FHEM. Und wie es der Zufall möchte, hat sich die Community bereits um die Integration gekümmert! Der schlimmste Teil liegt also bereits hinter uns. Aus Shell-Scripts und anderen Programmen könnte man jetzt schon mit dem Versand von Nachrichten starten. Aber uns reicht das natürlich nicht! Also beginnen wir mit der Definition des Gerätes. Ich habe es einfach mal "WhatsApp" genannt - der Name ist natürlich frei wählbar. Die Pfade sind theoretisch auch anpassbar, aber wenn du das Tutorial hier Schritt für Schritt durchgearbeitet hast, sind diese im folgenden Code bereits korrekt: define WhatsApp yowsup attr WhatsApp cmd /opt/yowsup-master/yowsup-cli demos -c /opt/yowsup-config/yowsup.config --yowsup attr WhatsApp home PWD Jetzt sollte PID gefüllt und state “connected” sein. Im WhatsApp auf dem Handy sieht man dann, dass FHEM online ist. Sehr schön - das Gerät in FHEM ist somit auch schon eingerichtet. Nicht vergessen die Konfiguration über "Save config" zu speichern! Wenn man sich eine Testnachricht zugestellt hat, kann man jetzt im Chatverlauf einfach mal antworten. Jeder antwortende Teilnehmer / jeder, der zu FHEM eine Nachricht sendet, wird automatisch als Gerät angelegt! Daher ist es sehr wichtig, dass man das Attribut "acceptFrom" entsprechend setzt. Hier kann man filtern, von wem überhaupt Nachrichten angenommen werden. Sobald das neue Gerät durch die Antwort angelegt wurde, können wir dies mit dem "rename"-Befehl umbenennen. Ich nenne mein Smartphone einfach "WhatsAppMatthias". Jetzt kommt der spannende Teil: Ein passendes Notify! Hier ein Beispiel: WhatsAppMatthias:message.* { if ($EVTPART1 eq 'Licht') { if ($EVENT =~ 'an') { fhem("set WZ_Dekolicht on"); fhem("set WZ_Fensterlicht on"); fhem("set WZ_Fernsehlicht on"); } elsif ($EVENT =~ 'aus') { fhem("set WZ_Dekolicht off"); fhem("set WZ_Fensterlicht off"); fhem("set WZ_Fernsehlicht off"); } } elsif ($EVTPART1 eq 'Zocken') { fhem("set WZ_Fernsehlicht on"); fhem("set WZ_Receiver on"); fhem("set WZ_TV power on"); fhem("sleep 5 quiet"); fhem("set WZ_TV input hdmi1"); fhem("set WZ_Receiver input GAME"); } elsif ($EVTPART1 eq 'Nacht') { fhem("set WZ_Dekolicht off"); fhem("set WZ_Fensterlicht off"); fhem("set WZ_Fernsehlicht off"); fhem("set WZ_Receiver off"); fhem("set WZ_TV power off"); fhem("set $NAME send Profil Nacht aktiviert"); } elsif ($EVTPART1 eq 'Status') { my $temperature = ReadingsVal("WZ_Balkontuer", "temperature", ""); fhem("set $NAME send Temperatur: $temperature"); } else { fhem("set $NAME send Befehl nicht bekannt"); } } Erklärung Wenn ich "Licht an" schreibe, gehen drei Lampen an - bei "Licht aus" natürlich auch wieder aus Bei der Nachricht "Zocken" aktiviere ich quasi ein Profil - der Fernseher geht an und schaltet auf die richtigen Eingänge und so weiter Schreibe ich "Nacht" wird alles ausgeschaltet und Bei "Status" bekomme ich zurück, wie warm es aktuell im Wohnzimmer ist. Das baue ich natürlich noch etwas aus, sodass ich alle Werte je Raum bekomme Soviel zu einem kleinen Einblick. Die Grundideen sind sicherlich klar - für mich ist die Integration jetzt schon mehr als nur eine Spielerei und extrem sinnvoll. Denkt mal was alles möglich wäre! An Termine per Nachricht erinnern (auch Freunde, welche keinen Zugriff auf FHEM haben) Automatisch Fotos teilen, welche gerade irgendwo gelandet sind Die Garage öffnen / schließen Prüfen, ob zu Hause alles okay ist Und vieles, vieles mehr! Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf eure Vorschläge und Ideen, welche ihr mit der Integration von WhatsApp in FHEM umsetzt. Und jetzt viel Spaß beim Ausprobieren! Wem das alles zu kompliziert erscheint, kann mir bei der Einrichtung auch einfach über die Schulter schauen. Auf meinem YouTube-Kanal habe ich ein Step-by-Step-Tutorial zum Nachmachen hochgeladen. Dort seht ihr die komplette Einrichtung und könnt danach entscheiden, ob es wirklich zu kompliziert ist. Am Ende ist es doch ganz einfach! https://www.youtube.com/watch?v=JfJVcqebqi8 Für mich ersetzt die Lösung jetzt schon in vielen Fällen die fehlenden Apps, welche bis iOS 10 noch etwas auf sich warten lassen. Wenn wir ehrlich sind, sind die bisherigen Apps für FHEM nämlich alle nicht unbedingt gut. ### 5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto Glaubt man den Versprechen der Hersteller, dann ist Smart Home der Sammelbegriff schlechthin für Alles, was im Bereich der eigenen vier Wände blinkt, schaltet, misst und heizt - am besten per Smartphone. Dabei gilt es jedoch unterschiedliche Stufen des Smart Homes zu unterscheiden: Wann ist ein Zuhause wirklich "intelligent"? In diesem Howto möchte ich darstellen, wie man Schritt für Schritt eine Nachrüsterlösung auf das nächste Level in Sachen intelligenter Automatisierung bringen kann. Dabei wird eine bestehende FHEM-Lösung durch den Einsatz eines Loxone Miniserver Go (Affiliate-Link) ergänzt und zum perfekten Nachrüst-Smart-Home getunt. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Lange Zeit war es still um mich. Während Jörg rund um seine "Operation Smart Home", sein Hausbauprojekt, zahlreiche Beiträge zu dem Thema Smart Home im Neubau verfasst hat, habe ich die Zeit genutzt und das Smart Home in meinem Kontext, dem Nachrüsterbereich, reflektiert. Ich habe bisher nahezu ausschließlich auf FHEM gesetzt und bin gerade wegen der Offenheit des Systems auch nach wie vor einer der größten Fans der Open-Source-Lösung. Bei der Analyse meiner umgesetzten Szenarien und meiner mittels PERL programmierten Smart-Home-Logik, habe ich allerdings erkannt, dass sich zu häufig das Spielkind in mir durchgesetzt hat. Während ich einerseits zahlreiche, total verspielte Szenarien realisiert hatte, z.B. die Temperaturüberwachung im Gefrierschrank mit leisem Warnton über den Rauchmelder bei signifikantem Temperaturanstieg, falls ein Bewohner zuhause war, stellte ich fest, dass wirklich zentrale Smart-Home-Szenarien mit vom System bereitgestellter Intelligenz, wie z.B. eine ordentliche, automatisierte und intelligente Heizungssteuerung, ausbaufähig oder gar nicht vorhanden waren. Häufig funktionierten Abläufe dann im echten Betrieb nicht, weil ich gerade mal wieder etwas "ausprobiert" hatte oder anfängliche Freude und Nutzung des vorher sehr aufwändig programmierten Features ließen schnell nach, weil man nach vier Wochen eben kein Interesse mehr daran hat, das RGBW-LED-Stripe hinter dem TV mit dem Smartphone fernzusteuern. Ich habe also festgestellt, dass mein Smart Home kein solches war und es dringend Nachholbedarf in Sachen intelligenter Regelung zentraler Funktionen gab. Das nächste Level, das Smart Home 3.0, musste erklommen werden! Da allein aus Kostengründen ein kompletter Austausch des gesamten Smart-Home-Systems nicht in Frage kam, habe ich nach einer Upgrade-Lösung gesucht und mit dem Loxone Miniserver Go (Affiliate-Link) gefunden! Warum FHEM mit Loxone upgraden? 5 ultimative Gründe! Die Antwort auf die Frage, weshalb ein bestehendes FHEM Smart Home mit Loxone upgegradet werden kann, ist einerseits in den Vorteilen von Loxone und andererseits in den Nachteilen von FHEM zu finden. Die folgenden 5 Gründe sind dabei allerdings nicht als Wechselgründe von FHEM auf Loxone zu verstehen, sondern wirklich als Argumente für eine Erweiterung des bestehenden FHEM-Servers. 1. Professionelle Smart-Home-Visualisierung nutzen! Während FHEM eine am Markt einzigartige Integrationsbreite besitzt und mit zahlreichen Systemen interagieren kann, liegen die "Schwächen" des Systems eindeutig in dessen Visualisierung. Hier kommen die Potentiale von Loxone ins Spiel. Das System beeindruckt durch eine klare, nicht verspielte und einfach zu bedienende Visualisierung, die sich automatisch aus der Konfiguration heraus erstellt. Loxone hat somit im direkten Vergleich zu FHEM eine deutlich ansprechendere und einfacher zu erstellende Visualisierung. Der nachfolgende, graphische Vergleich sollte klar machen, was damit gemeint ist. 2. Einfacher programmieren dank Bausteinen! Smart-Home-Szenarien unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades lassen sich in FHEM allesamt einzig und allein mittels PERL Code realisieren. Dies ermöglicht zwar einerseits Freiheit in der Programmierung, jedoch ist der PERL-Code für Einsteiger schwerer zu erlernen als eine Drag-and-Drop-Programmierung mit Bausteinen. Außerdem wird ein wachsendes Smart Home mit zunehmender Anzahl an Geräten, Szenarien und Abläufen selbst für "Profis" schnell unübersichtlich. Die bausteinbasierte Programmierung von Loxone ermöglicht hingegen durch Verbindung gewisser Logikbausteine miteinander einerseits und mit Geräten im Smart Home andererseits ein schnelles Erlernen und einen guten Überblick, selbst bei gewachsenen Installationen. Dank der eingebauten Hilfe-Funktion mit detaillierter Beschreibung aller Ein- und Ausgänge für jeden Baustein, kann jeder Einsteiger - Technikaffinität vorausgesetzt - hier schnell Erfolge erzielen, zumindest schneller als mit PERL-Code. 3. Besser programmieren durch eingebaute "Intelligenz"! Die Loxone-Bausteine ermöglichen es einerseits, einfacher zu programmieren. Andererseits sind diese Logikbausteine ferner bereits von Haus aus mit einer gewissen "Intelligenz" ausgestattet, die eine individuelle Programmierung in vielen Fällen überflüssig macht (Smart Home 3.0). Als Beispiel kann hier die "Fuzzy"-Logik im Baustein für die zentrale Heizungsregelung genannt werden, die für jeden Raum selbstlernend aus der Dauer von Temperaturänderungen die notwendigen Aufheizphasen berechnet, damit zur gewünschten Uhrzeit tatsächlich die gewünschte Temperatur herrscht - nicht früher und nicht später. Derartige "Intelligenz" ist in zahlreichen weiteren Loxone-Bausteinen zu finden, die eine qualitativ weitaus bessere Programmierung ermöglichen als über FHEM. Nachfolgend ist beispielhaft ein Screenshot aus der Heizzeiten-Tabelle in Loxone zu sehen. 4. Freiheit durch nahezu unbegrenzte Systemauswahl! Würde man von FHEM auf Loxone umsteigen, müsste die Liste der Vorteile hier enden. Hier soll jedoch gezeigt werden, warum es sinnvoll ist, einen bestehenden FHEM-Server mit Loxone zu erweitern. Denn auch der FHEM-Server hat seine Vorteile, die es mit denen des Loxone-Servers zu kombinieren gilt. Obwohl Loxone zahlreiche Protokolle und Systeme integriert (z.B. EnOcean, KNX, 1wire, DALI oder DMX), ist eine Plattformoffenheit wie bei FHEM nicht annähernd gegeben, die nicht nur funktional gesehen zahlreiche Vorteile bietet, sondern auch den Geldbeutel schont: Für jeden speziellen Einsatzzweck kann mit FHEM das passende (bzw. preislich attraktivste) System ausgewählt werden. FHEM-User erweitern das FHEM-Anwendungsspektrum täglich durch die Entwicklung systemspezifischer Module, die per Update-Funktion Teil der FHEM-Standardsoftware werden. Als Beispiel können hierfür die Technoline Funk-Temperatur-Luftfeuchtigkeitssensoren (Affiliate-Link) genannt werden (siehe: FHEM mit JeeLink: Luftfeuchte und Temperatur zum Low-Cost-Tarif messen). Mit Hilfe eines Jeelink-USB-Transceivers kann hier eine sehr gute und preislich hoch attraktive Raumüberwachung hinsichtlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit realisiert werden, die mittels eines FHEM-Servers derart verarbeitet wird, dass z.B. HomeMatic- oder EnOcean-Komponenten diese Informationen nutzen und gewisse Aktionen starten können. Diese breite Palette nutzbarer und mittels FHEM interoperabel verwendbarer Systeme bzw. Protokolle ist der Vorteil von FHEM schlechthin, weshalb ein kompletter Umstieg auf Loxone hier auch Nachteile beinhalten würde. 5. Unbegrenzte Smart-Home-Szenarien Schließlich ist der PERL-Code-Nachteil von FHEM auch gleichzeitig wieder ein Vorteil, wenn es darum geht, unbegrenzt verrückte Szenarien im Smart Home zu realisieren. Durch die PERL-basierte Programmierung sind einem hier keine Grenzen gesetzt. Die vorgefertigten Logik-Bausteine von Loxone können so über FHEM stark erweitert werden. Als Beispiel hierfür kann die Bluetooth-basierte Anwesenheitserkennung von Personen im Haushalt genannt werden, die so in Loxone nicht umgesetzt werden kann, über FHEM auf einem Raspberry Pi hingegen mit einfachsten Mitteln Realität wird. Step-by-Step zum Upgrade der Extraklasse Da auch Loxone über APIs und Schnittstellen verfügt, ist es möglich, das Herzstück eines Loxone-Setups, den Loxone Miniserver (bzw. den günstigeren Miniserver Go (Affiliate-Link)), mit einem FHEM-System zu verbinden. Dadurch bleiben die Plattformunabhängigkeit und die Freiheit der Smart-Home-Szenarien von FHEM bestehen und die Potentiale der Loxone-Logik, -Programmierung und -Visualisierung können zusätzlich in vollem Umfang genutzt werden: Ein Upgrade, das sich schnell lohnen kann! In diesem Howto wird Schritt für Schritt gezeigt, wie dieser Upgrade funktioniert. 1. Schritt: Inbetriebnahme des Loxone Miniservers (Go) Zunächst sollte man einen funktionierenden FHEM-Server, beispielsweise auf einem Raspberry Pi, laufen haben. Ein upgedateter Artikel zur Installation von FHEM ist hier zu finden: FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in weniger als einer Stunde einrichten. Der Einstieg in das Loxone-Universum erfolgt dann über den Erwerb eines Miniserver. Hier gibt es zwei verschiedene Varianten: Den originären Miniserver (Affiliate-Link) zur Montage auf einer Hutschiene (hat zahlreiche digitale und analoge Ein- bzw. Ausgänge, KNX-Link und Schaltrelais an Bord) oder den günstigeren Miniserver Go (Affiliate-Link) mit eingebautem Funk-Gateway für Loxone-Air-Komponenten. Beide Miniserver-Varianten verfügen über die gleiche Programmier- und Visualisierungsoberfläche. Für den hier vorgestellten Zweck, einen FHEM-Server zu erweitern, bietet sich vor allem wegen des günstigeren Preises der Miniserver Go besonders gut an. Die Erstinstallation ist relativ einfach und straight forward: Hardwareseitig muss lediglich eine Stromversorgung per USB und eine Netzwerkverbindung per Ethernet hergestellt werden. Mit der Loxone Config Software, die es leider nur für Windows gibt, wird der Miniserver Go schnell im Netzwerk gefunden und mit den essentiellen Informationen gefüttert. Ich nutze Parallels (Affiliate-Link) auf dem Mac, um eine Windows-Umgebung zu simulieren. Ist der Miniserver Go erst einmal eingerichtet, geht es an das Eingemachte, um die Kommunikation des vorhandenen Smart Homes mit Loxone umzusetzen. 2. Schritt: UPD-Kommunikation in FHEM einrichten In diesem Howto zur Erweiterung von FHEM durch Loxone, wird die Kommunikation vom FHEM-Server zum Loxone Miniserver über UDP (User Datagram Protocol) ablaufen. Mit Hilfe dieses Netzwerkprotokolls wird FHEM sämtliche Informationen über seine Geräte wie Sensoren und Aktoren an Loxone weitergeben. FHEM agiert dann sozusagen  dem Loxone Miniserver "vorgeschaltet". Dazu wird zunächst FHEM-seitig die UPD-Kommunikation eingerichtet. Hierzu wird in FHEM in der Datei "99_myUtils.pm" (zu finden im FHEM-Webinterface über "Edit files" -> "99_myUtils.pm") folgender Code eingefügt (Achtung! Stelle im Code beachten: Nach "# Enter your functions below _this_ line." einfügen). #UDP Befehle senden sub UDP_Msg($$) { my ($dest,$port,$cmd) = @_; my $sock = IO::Socket::INET->new( Proto => 'udp', PeerPort => $port, PeerAddr => $dest ) or die "Could not create socket: $!\n"; $sock->send($cmd) or die "Send error: $!\n"; return "send $cmd"; } Hierdurch ist FHEM jetzt grundsätzlich für die UDP-Kommunikation vorbereitet. 3. Schritt: UDP-Befehle aus FHEM senden Im dritten Schritt muss FHEM-seitig definiert werden, wann welche Werte an Loxone übergeben werden sollten. Dies sollte der Einfachheit halber pro Device-Klasse gemacht werden (z.B. Alle On/Off-Geräte, alle Temperatursensoren, alle ...). Hierzu wird in FHEM in der Datei "fhem.cfg" (zu finden im FHEM-Webinterface über "Edit files" -> "fhem.cfg") für jede Status-Art ein eigener notify-Code hinterlegt. Nachfolgend ist der Code für die folgenden "Status"-Arten aufgeführt: Lichter, Lampen, Schaltaktoren: Geräte mit den Status "on" und "off" Fenster und Türen: Geräte mit den Status "open", "closed" und "tilted" Temperatursteuerung: Geräte, die Werte vom Typ "measured-temp"/"temperature" und "desired-temp" erfassen Bewegungserkennung: Geräte mit dem Status "motion" Spezialanwendungen Energiemessung: Status "sensor" meiner Eltako-Hutschienen-Energieverbrauchsmessung define OnOffToLoxone notify .*:(on|off) {OnOffToLoxone("$NAME")} define OpenClosedToLoxone notify .*:(open|closed|tilted) {OpenClosedToLoxone("$NAME")} define ClimateToLoxone notify .*:measured-temp.* {ClimateToLoxone("$NAME")} define ClimateToLoxone2 notify .*:desired-temp.* {ClimateToLoxone("$NAME")} define EnergyToLoxone notify .*:sensor3.* {EnergyToLoxone("$NAME")} define EnergyToLoxone2 notify .*:current.* {EnergyToLoxone2("$NAME")} define MotionToLoxone notify .*:motion.* {MotionToLoxone("$NAME")} define TempHumidityToLoxone notify .*:temperature.* {TempHumidityToLoxone("$NAME")} Dieser Code legt fest, dass sobald ein Device einen dieser Status aktualisiert (z.B. "on" oder "off", "open", "closed" oder "tilted", usw.), eine Funktion zur UDP-basierten Übertragung der neuen Statuswerte an Loxone angetriggert wird. Diese Funktionen werden jetzt noch in die Datei "99_myUtils.pm" eingetragen. Dazu kann der nachfolgende Code verwendet werden. Für jede Funktion muss hier noch die IP-Adresse an die des eigenen Loxone-Servers angepasst werden (hier: 192.168.178.76). #OnOffToLoxone #device: #1 state(0,1) #2 pct(0-100) sub OnOffToLoxone($) { my ($device) = @_; my $state = ReadingsVal("$device","state","-1"); if ($state eq "on") { $state = "1"; } if ($state eq "off") { $state = "0"; } my $pct = ReadingsVal("$device","pct","-1"); #fhem("set $device: $state $pct"); UDP_Msg("192.168.178.76" , "7000" , "$device: $state $pct"); } #OpenClosedToLoxone #device #1 state(0,1) #2 alive(1-0) #3 battery(0,1) sub OpenClosedToLoxone($) { my ($device) = @_; my $state = ReadingsVal("$device","state","-1"); if ($state eq "closed") { $state = "0"; } if ($state eq "open") { $state = "1"; } if ($state eq "tilted") { $state = "2"; } my $alive = ReadingsVal("$device","alive","-1"); if ($alive eq "yes") { $alive = "1"; } if ($alive eq "no") { $alive = "0"; } my $battery = ReadingsVal("$device","battery","-1"); if ($battery eq "ok") { $battery = "1"; } if ($battery eq "low") { $battery = "0"; } my $sabotage = ReadingsVal("$device","sabotageError","-1"); if ($sabotage eq "on") { $sabotage = "1"; } if ($sabotage eq "off") { $sabotage = "0"; } UDP_Msg("192.168.178.76" , "7000" , "$device: $state $alive $battery $sabotage"); } #ClimateToLoxone #device: #1 measured-temp #2 humidity #3 alive #4 battery #5 desired-temp #6 controlMode #7 dewpoint sub ClimateToLoxone($) { my ($device) = @_; my $measuredTemp=ReadingsVal("$device","measured-temp","-1"); my $humidity=ReadingsVal("$device","humidity","-1"); my $alive = ReadingsVal("$device","alive","-1"); if ($alive eq "yes") { $alive = "1"; } if ($alive eq "no") { $alive = "0"; } my $battery = ReadingsVal("$device","battery","-1"); if ($battery eq "ok") { $battery = "1"; } if ($battery eq "low") { $battery = "0"; } my $desiredTemp=ReadingsVal("$device","desired-temp","-1"); my $controlMode=ReadingsVal("$device","controlMode","-1"); if ($controlMode eq "manual") { $controlMode = "0"; } if ($controlMode eq "auto") { $controlMode = "1"; } my $dewpoint=ReadingsVal("$device","dewpoint","-1"); my $actuator=ReadingsVal("$device","actuator","-1"); UDP_Msg("192.168.178.76" , "7000" , "$device: $measuredTemp $humidity $alive $battery $desiredTemp $controlMode $dewpoint $actuator"); } #EnergyToLoxone sub EnergyToLoxone($) { my ($device) = @_; my $energy=ReadingsVal("$device","sensor3","-1"); UDP_Msg("192.168.178.76" , "7000" , "$device: $energy"); } #Energy2ToLoxone sub Energy2ToLoxone($) { my ($device) = @_; my $energy=ReadingsVal("$device","current","-1"); UDP_Msg("192.168.178.76" , "7000" , "$device: $energy"); } #MotionToLoxone sub MotionToLoxone($) { my ($device) = @_; my $motion=ReadingsVal("$device","motion","-1"); if ($motion eq "on (to HMLAN1)") { $motion = "1"; } UDP_Msg("192.168.178.76" , "7000" , "$device: $motion"); } #TempHumidityToLoxone sub TempHumidityToLoxone($) { my ($device) = @_; my $temperature=ReadingsVal("$device","temperature","-1"); my $humidity=ReadingsVal("$device","humidity","-1"); UDP_Msg("192.168.178.76" , "7000" , "$device: $temperature $humidity"); } Ab diesem Schritt sendet FHEM sämtliche Änderungen seiner Geräte per UDP an den Loxone Server. Nun gilt es, diese Informationen Loxone-seitig zu verarbeiten. 3. Schritt: UDP-Informationen in Loxone empfangen und verarbeiten In Loxone muss nun zunächst per Hand jedes Smart-Home-Device angelegt werden. Dazu geht man am besten Raum für Raum vor. Da die Anlage neuer Geräte in Loxone sehr einfach und unkompliziert von der Hand geht, ist dieser Schritt, der zunächst nach viel Arbeit klingt, relativ schnell erledigt. Zuerst wird der FHEM-Server als virtueller Eingang in Loxone angelegt. Hierfür wird in der Loxone-"Peripherie", wie auf dem Screenshot zu erkennen ist, zuerst der Bereich "Virtuelle Eingänge" angeklickt (1) und im Anschluss im oberen Bereich ein neuer "Virtueller UDP Eingang" angelegt (2). Dieser wird benannt (z.B. FHEM UDP) (3) und im Anschluss im linken "Eigenschaften"-Bereich auf den Port 7000 eingestellt (4). Durch diesen virtuellen UDP-Eingang ist Loxone nun empfangsbereit und erhält bei Statusänderungen in FHEM sofort Meldung. Diese Meldungen gilt es nun zu verarbeiten. Daher werden jetzt eingangsseitig sämtliche Smart Home Devices in Loxone als "Virtuelle UDP Eingang Befehle" angelegt. Dazu wird wie folgt vorgegangen. Zunächst wird der gerade eben angelegte "Virtuelle UDP Eingang" angewählt (1). Anschließend wird im oberen Navigationsbereich durch Klick ein neuer "Virtueller UDP Eingang Befehl" angelegt (2). Dies entspricht einem Smart Home Device in FHEM. Der Übersicht halber kann anschließend im linken Bereich eine frei gewählte Bezeichnung vergeben werden (3). Der wichtigste Teil folgt nun im Rahmen der sog. Befehlserkennung (4). Hier muss der exakte Name des Devices, so wie es in FHEM benannt ist, angegeben werden, gefolgt von einem Doppelpunkt und einem "\v", was bedeutet, dass der erste Wert (v) der UDP-Nachricht nach dem Device-Namen verarbeitet werden soll. Für ein Device, das in FHEM "Sz.Temp" heißt und z.B. Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit misst, muss dann jeweils ein eigener Befehl angelegt werden. Im Screenshot ist der Befehl für den Empfang der Temperatur dargestellt, weil die in FHEM angelegte Funktion Werte vom Typ Heizungs- bzw. Temperatur-Devices in folgender Reihenfolge übermittelt (vgl. Code in der 99_myUtils): UDP_Msg("192.168.178.76" , "7000" , "$device: $measuredTemp $humidity $alive $battery $desiredTemp $controlMode $dewpoint $actuator") Das heißt, dass "measured-temp", also die gemessene Temperatur, der erste Wert in der UDP-Nachricht ist, "humidity", also die Luftfeuchtigkeit, der zweite Wert, usw. Diese Reihenfolge ist ausschlaggebend für die "Befehlserkennung" in Loxone. Wie gezeigt, wird also der erste Wert des Devices "Sz.Temp" in Loxone wie folgt erkannt: "Sz.Temp: \v". Der zweite Wert würde dann wie folgt erkannt werden: "Sz.Temp: \# \v" usw... Entsprechend diesem Ablauf wird für jedes FHEM Device ein sog. "Virtueller UDP Eingang Befehl" in Loxone angelegt, damit die per UDP erhaltenen Nachrichten interpretiert und empfangen werden können. 4. Schritt: Schaltbefehle von Loxone an FHEM weitergeben Während für alle Smart Home Devices der Kategorie "Sensor" die Integration in Loxone abgeschlossen ist, da hier lediglich eine unidirektionale Kommunikation vorliegt, muss für bidirektionale Devices, wie z.B. alle Aktoren, auch die Senderichtung in Loxone implementiert werden. Analog zum "Virtuellen UDP Eingang" wird hierfür ein Ausgang angelegt. Allerdings wird zur ausgehenden Kommunikation nicht UDP sondern HTTP als Protokoll genutzt. Das Vorgehen ist analog zur Anlage eines "Virtuellen Eingangs". Dafür wird zunächst der Bereich "Virtuelle Ausgänge" in der Loxone Peripherie markiert (1). Anschließend wird ein neuer "Virtueller Ausgang" angelegt (2). Dieser kann zur Übersicht z.B. "FHEM HTTP" genannt werden (3). Im Bereich der Adresse im Eigenschaften-Feld links wird die URL des FHEM-Servers in folgendem Format eingegeben: http://Nutzer:Passwort@IP-ADRESSE-FHEM-SERVER Analog dem Vorgehen auf der Eingangsseite, wird nun auch hier unter dem eben angelegten HTTP-Ausgang pro Smart Home Device der Kategorie "Aktor" ein Ausgangs-Befehl angelegt. Dazu wird zunächst wieder der "Virtuelle Ausgang" markiert (1) und anschließend im oberen Navigationsbereich ein "Virtueller Ausgang Befehl" angelegt (2). Jetzt werden noch die HTTP-Commands zum An- bzw. Ausschalten vergeben (3) (4). Die Syntax dafür ist z.B. für das Device "Ga.Licht" wie folgt: "/fhem?cmd=set Ga.Licht on" bzw. "/fhem?cmd=set Ga.Licht off". Handelt es sich um ein Heizungs-Device, wird lediglich im Feld "Befehl bei EIN" (3) ein Befehl in der Syntax "/fhem?cmd=set Ga.Heizung desired-temp " eingetragen. Alle Sensor-Devices in FHEM sind nun mittels UDP an Loxone angebunden sowie alle Aktor-Devices per UDP und HTTP in beide Kommunikationsrichtungen angeschlossen. Die Verbindung steht also und kann im weiteren Verlauf zur Programmierung des Smart Home genutzt werden. 5. Schritt: Smart Home programmieren Im letzten Schritt kann es dann endlich ans Eingemachte gehen: Die Programmierung mit den Loxone-Logikbausteinen steht an. Hierfür wird im rechten Fenster (im unteren Bildbereich) zunächst eine neue Programmierseite angelegt (1) und anschließend benannt (2) und einem Raum zugewiesen (3). Danach kann aus der Baustein-Liste (erscheint beim Tastendruck F5) ein Logikbaustein in die neue Seite gezogen werden (4) (hier z.B. die Lichtsteuerung für den Raum Wohnzimmer). An den Aus- (5) und Eingängen (6) eines Bausteins werden dann die in FHEM angelegten Smart Home Devices per Drag and Drop aus dem Peripheriebaum in der Mitte in die Programmierseite hinübergezogen und verbunden. Mit den Ausgängen am Lichtsteuerungs-Baustein sind beispielsweise Lichter verbunden, mit den entsprechenden Eingängen z.B. Taster. Was ein Baustein kann und was die Ein- bzw. Ausgänge bedeuten, kann über einen Klick auf das "i" am rechten oberen Rand des Bausteins herausgefunden werden. Das Upgrade der Extraklasse ist gemeistert! Mit der iPhone App von Loxone oder über das Webinterface lässt sich die Visualisierung des Smart Home aufrufen. Auch hier können einige Einstellungen (z.B. Heizzeiten) vorgenommen werden. Aus meinem täglichen Leben Ich bin sehr froh, mit Loxone eine Lösung gefunden zu haben, die meinen Ansprüchen an Visualisierung, Intelligenz und Programmierung gerecht wird. Dass ich meine bisherigen Smart Home Devices von HomeMatic, FS20, EnOcean etc. über FHEM dank der hier gezeigten Upgrade-Methode weiterhin nutzen kann, hat das Ganze auch preislich sehr interessant gemacht. Ich rüste nun Schritt für Schritt auch die Szenarien in FHEM ab und übertrage die Logik aus dem frickeligen PERL Code in die intelligente Programmierumgebung von Loxone. So erhalte ich mit dem Loxone Miniserver Go (Affiiate-Link) das höchste Maß an Smart Home 3.0, das man im Nachrüsterbereich aktuell haben kann! Für mich eine komplett zufriedenstellende Lösung, die vermutlich auch für andere Anwender interessant sein wird. ### FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in weniger als einer Stunde einrichten Fast drei Jahre ist es nun her, dass ich in diesem Artikel beschrieben habe, wie man FHEM auf einem RPI in einer Stunde zum Laufen bekommt. Obwohl die Inhalte im Grunde noch aktuell sind und der Artikel weiterhin auf Platz 1 bei Google gerankt wird, möchte ich dennoch mit diesem Artikel ein umfangreiches Update liefern, um zu zeigen, was sich soft- wie hardwaretechnisch in der Zwischenzeit so alles getan hat. Neben dem Installationsprozess, der nun ein Stück schneller läuft und komfortabler ist, sollen jedoch vor allem auch Fragen geklärt werden, welche Vorteile die neueren Raspberry Pi-Modelle aufweisen und ob bzw. wann sich ein Upgrade auch für eingefleischte Anwender lohnt. Hierbei handelt es sich um das offizielle Update des Artikels FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten aus dem Jahr 2013! Hardwareplattform Raspberry Pi - Aller guten Dinge sind drei Obwohl sich optisch seit dem "ursprünglichen" Raspberry Pi Modell B(+) auf den ersten Blick nicht viel getan hat, ist vor allem unter der Haube eine ganze Menge passiert. Die wichtigsten Änderungen der Nachfolger-Pis betreffen sowohl den Prozessor, die Taktfrequenz als auch den verbauten Arbeitsspeicher. Aber auch die Upgrades in Bezug auf die Peripherie sind nicht zu verachten: [table id=23 /] Wie man an den Hardwarespecs erkennen kann, hat sich bei der CPU einiges getan. Statt nur eines Kerns werkeln im RPI3 nun gleich vier Kerne, wobei sich deren Taktfrequenz um über 70% erhöht hat. Im direkten Vergleich zu einer ausgewachsenen Intel CPU (wie bspw. in PCs und Servern) wirken die CPU-Specs des RPI3 auf den ersten Blick einigermaßen vergleichbar. Aufgrund der unterschiedlichen Architektur (Intel vs. ARM) hinkt der Vergleich jedoch gewaltig. Ein ARM-Prozessor eines RPI3 ist zwar annäherend vergleichbar getaktet, bringt aber wesentlich weniger Power mit, da die Befehlssätze einer ARM-CPU (RISC) vereinfacht gesagt "kleiner" sind als die einer Intel-CPU (CISC). Das ist jedoch für den vorgesehenen Aufgabenbereich als FHEM-Server ziemlich egal, da die Leistung dennoch mehr als ausreichend ist - auch für ein größeres Setup. Vielmehr besitzen ARM-CPUs den entscheidenden Vorteil, dass sie wesentlich weniger Strom konsumieren. So verbrauchen die RPI-Modelle nur knapp 3 Watt, was die Stromrechnung im Dauerbetrieb nicht unnötig belastet. Und gerade der RPI3 bietet mit seinen vier schnell getakteten Kernen und doppelt so viel Arbeitsspeicher genug Potenzial als ausgewachsener FHEM-Server. Hinzu kommt, dass der RPI3 neben einem normalen Netzwerkanschluss weiterhin ein eingebautes WiFi- sowie Bluetooth-Modul mitbringt und damit perfekt für einen kabellosen Betrieb geeignet ist. So lässt sich bspw. die Bluetooth-Anwesenheitserkennung - im Artikel Howto: Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (Update) erklärt - ohne zusätzlichen Bluetooth-Dongle umsetzen. Genau wie der RPI2 auch, bietet er weiterhin 4 USB-Ports für den Anschluss von Gateway-Sticks (z.B. für die Unterstützung von FS20, HomeMatic, ZWave, Zigbee) samt 26 GPIO-Pins für DIY-Erweiterungen aller Art. Zum Betrieb werden dann noch ein passendes Netzteil und eine MicoSDHC-Karte benötigt. Da am RPI3 mehrere stromhungrige Verbraucher per USB betrieben werden können, empfiehlt sich direkt ein Netzteil mit 3A (Affiliate-Link) einzusetzen. Auf diese Weise kann der Pi auf max. 15 Watt zurückgreifen und besitzt damit genug Reserven. Da Speicherkarten inzwischen wirklich günstig sind, kann man gleich zu einer 32GB SanDisk MicroSDHC-Karte (Affiliate-Link) mit einer ordentlichen Lese- und Schreibrate greifen. Davon habe ich mittlerweile ettliche im Dauereinsatz (FHEM-Server, Plex-Clients) - bisher ohne jegliche Probleme. Nicht zwingend notwendig aber dennoch sinnvoll ist die Unterbringung des RPI in einem passenden Gehäuse. Für das Modell 2 und 3 empfielt sich das offizielle Gehäuse (Affiliate-Link) inkl. Kühlkörper, die auf CPU und GPU aufgeklebt werden. Durch die eher winzig wirkenden Kühlkörper - sind nicht zwingend notwendig - bleiben die Komponenten etwas kühler, was die Lebensdauer erhöhen bzw. bei etwaigen Übertraktungsversuchen etwas mehr Spielraum schaffen dürfte. Konfiguration des RPI - Betriebssystem Raspbian installieren Damit FHEM installiert werden kann, wird ein Betriebssystem auf dem RPI vorausgesetzt. Hier bietet sich die fertig kompilierte Linux-Distribution Raspbian an, welche aktuell in der Version "Jessie" bereitgestellt wird. Direktdownload Raspbian Jessie Light Nach dem Download wird die zip-Datei auf der Festplatte entpackt und muss nun noch auf die MicroSDHC-Karte geflasht werden, welche später im RPI ihre Arbeit verrichten wird. Windows-Anwender können den win32diskimager nutzen: win32diskimager Direktdownload (Windows) Zuerst das heruntergeladene und entpackte Image unter Image File auswählen (1). Dann die MicroSDHC-Karte unter Device auswählen (2). Achtung: Der gesamte Inhalt der Karte wird beim Flashvorgang gelöscht! Zum Schluss den Flashvorgang mit Write starten (3). Nach einigen Minuten sollte der Vorgang erfolgreich abgeschlossen sein. Wer OSX auf einem Mac einsetzt, kann das Image mit dem Pi Filler auf die MicroSDHC-Karte flashen: Pi Filler Direktdownload (OSX) Ist der Schreibvorgang abgeschlossen, wird die MicroSDHC-Karte ausgeworfen und kann direkt in den MicroSD-Reader des Raspberry Pi gesteckt werden. Update vom 23.12.2016: Bei aktuellen Versionen von Raspbian Jessie ist ssh deaktiviert, welches in den nächsten Schritten benötigt wird. Danke für den Hinweis Jochen. Man schiebt die SD-Karte also nochmal in den Rechner und erstellt in deren Hauptordner (oberste Ebene) eine leere Textdatei namens "ssh". Ohne Inhalt und ohne Dateiendung. Wer Windows nutzt, dem werden beim Einstecken der SD-Karte unter Umständen zwei Partitionen namens "Boot" und "USB-Laufwerk" angezeigt. Die "ssh" Datei muss dann im Stammverzeichnis von "USB Laufwerk" angelegt werden. Danke an Kornelius für den Hinweis! Sobald sich die Datei nun im Verzeichnis befindet einfach die SD-Karte auswerfen und jetzt aber ab in den Raspberry Pi, dann klappt es auch mit dem ssh-Login. UPDATE ENDE RPI in Betrieb nehmen und IP-Adresse ermitteln Jetzt den RPI ans Netzwerk anstecken und mit Strom versorgen. Nach dem Einschalten blinken kurz alle Lämpchen, nach dem Hochfahren leuchtet dann nur noch das rote Licht. Beim alten RPI1 war das noch etwas anders. Bei ihm leuchten nach kurzer Zeit alle Lämpchen - orange, grün und rot. Nun wird die IP-Adresse des RPI benötigt. Diese wird gewöhnlich vom Router (z.B. FritzBox) per DHCP zugewiesen und kann über das Router-Interface abgefragt werden. Bei einer FritzBox kann die Info im Menüpunkt Heimnetz -> Heimnetzübersicht eingesehen werden. Der RPI taucht hier gewöhnlich als "raspberrypi" auf. Bei der aktuellen Fritz!Box-Software wird die IP-Adresse blöderweise nicht mehr direkt in der Übersicht angezeigt, sodass man noch einmal auf "Details" klicken muss. Dumm nur, wenn man mehrere RPIs im Einsatz hat, die standardmäßig alle den selben Namen tragen. In den Details wird dann noch der Haken bei "Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen" gesetzt, damit sich die IP später nicht bei einem Neustart o.Ä. verändert. Die IP des RPI lässt sich aber bspw. auch über das Mac-Tool Pi Finder herausfinden. Pi Finder Direktdownload (OSX) Im nachfolgenden Beispiel lautet die IP des RPI: 192.168.3.178 Wer eine statische IP-Adresse manuell vergeben möchte, kann im Artikel FHEM-Kundenprojekt: Pimp my Keller mit HomeMatic und Sonos nachlesen. Hier ist alles detailliert beschrieben. SSH-Login auf dem RPI Als nächstes erfolgt der Login per SSH-Konsole auf dem RPI. Unter Windows kann das Tool PuTTY genutzt werden: PuTTY Direktdownload (Windows) Wer Putty das erste Mal nutzt, sollte sich die Tipps von Kornelius ansehen. Unter Host Name (or IP address) wird die vorher ermittelte IP-Adresse des RPI eingegeben. Mit Open wird die Verbindung hergestellt. In der Terminalsicht wird bei Login as: der Benutzer pi eingegeben. Das Standardpasswort, welches im Anschluss abgefragt wird, lautet raspberry. Hat der Login geklappt, sieht es so aus wie im Screenshot. Wer einen Mac benutzt, kann statt PuTTY die bereits installierte Terminal-App benutzen. Dazu in die Spotlight-Suche (auf dem Desktop die Lupe oben rechts) "Terminal" eingeben und den entsprechenden Treffer auswählen. Der Login erfolgt hier mit dem Konsolenbefehl: ssh pi@192.168.3.178 Nach dem Drücken der Enter-Taste kommt eine Abfrage, die mit yes -> Enter bestätigt wird. Das Standardpasswort lautet natürlich ebenfalls raspberry. Erhält man den Fehler Host key verification failed., muss der Befehl "ssh-keygen -R 192.168.3.178" eingegeben und der Login-Befehl wiederholt ausgeführt werden. Ist der Login erfolgt - egal ob per PuTTY oder Terminal-App - sollte erst einmal das Raspbian-Standardpasswort geändert werden. Das geschieht über den Konsolenbefehl passwd und der Eingabe des alten und nun doppelten Eingabe des neuen Passworts, welches beim nächsten Login abgefragt wird. Also gut merken! (PS: $-Zeichen im Passwort sind problematisch, also besser weglassen. Danke an S.Wire für die Info.) FHEM ist später auf die richtige Zeit angewiesen, um Befehle rechtzeitig zu schalten und die Zeitstempel bei Log-Einträgen korrekt zu schreiben. Deshalb muss der RPI die richtige Zeitzone erhalten. sudo dpkg-reconfigure tzdata führt in ein grafisches Interface, in welchem die richtige Zeitzone ausgewählt werden kann. Hier per Keyboard erst "Europe" und dann im zweiten Schritt "Berlin" auswählen. Hierbei muss jeweils durch Druck auf die Enter-Taste bestätigt werden. Die Navigation per Maus funktioniert im Terminal übrigens generell nicht. Damit der RPI den gesamten Speicherplatz der SD-Karte nutzen kann, wird das Filesystem im nächsten Schritt erweitert. Mit dem Befehl sudo raspi-config gelangt man in ein weiteres grafisches Interface. Hier wird die Option "Expand Filesystem" bzw. "expand_rootfs" ausgewählt und mit Enter bestätigt. Update vom 06.03.2017: Das Menü hat sich geändert. Danke hermic für die Info! Um die Partition auf der SD Karte anzupassen, muss nun im Menü Punkt 7 --> "Advanced Options" und danach "Expand Filesystem"ausgewählt werden. Jetzt wird die Mitteilung "Root partition has been resized. The filesystem will be enlarged upon next reboot" angezeigt. Mit Enter gelangt man zurück zum "Configuration Tool". Um die Bearbeitung abzuschließen, klickt man im Menü zwei mal nach rechts, sodass der Eintrag rot markiert ist und bestätigt mit Enter. Die Rückfrage Would you like to reboot now? wird mit der aktiven Auswahl von und einem weiteren Klick auf Enter bestätigt. Die Terminal-Verbindung zum Raspberry Pi wird jetzt automatisch getrennt und muss nach dem Reboot des RPI neu aufgebaut werden - jetzt mit dem vorher neu vergebenen Passwort. Um das System auf den aktuellen Stand zu bringen, wird nach dem erneuten Login per Terminal ein komplettes Systemupdate durchgeführt, welches je nach Internetanbindung und zu installierender Pakete mehrere Minuten dauern kann. Anschließend werden nicht benötigte Pakete entfernt und das System nochmals neugestartet. sudo apt-get update && sudo apt-get -y upgrade && sudo reboot Softwarevoraussetzungen schaffen und FHEM installieren Nach dem Reboot des RPI erstmal wieder per ssh einloggen und nachfolgende Befehle absetzen, um alle notwendigen Voraussetzungen zu schaffen: sudo apt-get -f install && sudo apt-get -y install perl-base libdevice-serialport-perl libwww-perl libio-socket-ssl-perl libcgi-pm-perl libjson-perl sqlite3 libdbd-sqlite3-perl libtext-diff-perl libtimedate-perl libmail-imapclient-perl libgd-graph-perl libtext-csv-perl libxml-simple-perl liblist-moreutils-perl fonts-liberation2 libimage-librsvg-perl libgd-text-perl libsocket6-perl libio-socket-inet6-perl libmime-base64-perl libimage-info-perl libusb-1.0-0-dev libnet-server-perl Und zum Schluss dann FHEM herunterladen und installieren. Ob es bereits eine neuere Version gibt, ist auf der FHEM-Homepage unter "Download" einsehbar. Nachfolgend wird Version 5.8 installiert, welche gerade (06.05.2017) aktuell ist: sudo wget http://fhem.de/fhem-6.0.deb && sudo dpkg -i fhem-6.0.deb Sobald der Code im Terminal abgesetzt wurde, sollte nach einiger Zeit der Eintrag "Starting fhem..." erscheinen. Ab jetzt läuft FHEM immer sobald der RPI gestartet wird. Das Webinterface ist ab sofort unter http://192.168.3.178:8083 erreichbar. Hier muss natürlich jeder die eigene IP-Adresse ersetzen, der Port 8083 am Schluss bleibt unverändert. Anmerkung: Bei der obigen Installationsroutine wird FHEM manuell installiert, da die automatische Installation, welche unter debian.fhem.de beschrieben ist, oftmals zu Problemen geführt hat. Erste Schritte in FHEM Bevor man jetzt direkt losstartet, sollte man noch einige Dinge initial durchführen, um das System abzusichern und auf den neuesten Stand zu bringen. Sofern man auch außerhalb des eigenen Netzwerks auf FHEM zugreifen möchte, sollte man den Zugriff per Passwort sichern. Dazu zählt der klassische Webzugriff, der standardmäßig per Port 8083 erreichbar ist. Als erstes muss man per Terminal einen Benutzernamen-Passwort-String im Base64-Format erzeugen. Das sieht dann bspw. so aus (jay ist der Benutzername und meintechblog das Passwort): echo -n jay:meintechblog | base64 Als Ergebnis wird der String amF5Om1laW50ZWNoYmxvZw== ausgespuckt, welcher gleich in FHEM benötigt wird. Im FHEM-Interface gelangt man über den Menüpunkt Everything und WEB zu den Parametereinstellungen des betreffenden Zugriffselements, welches den Webservice auf Port 8083 zur Vefügung stellt. Hier wählt man das Attribut basicAuth (1) und trägt im nachfolgenden Textfeld den ermittelten base64-String ein (2). Bestätigt wird die Eingabe über einen Druck auf den Button attr (3). Jetzt wird man bereits nach den gerade hinterlegten Logindaten gefragt, welche nun eingegeben werden müssen. Dauerhaft gespeichert wird die Einstellung schließlich über einen Klick auf Save config (4). Diese Schritte lassen sich dann neben dem Device "WEB" auch weiter für die Devices "Webphone" und "WEBtablet" mit den Port 8084 und 8085 wiederholen, welche standardmäßig bereits aktiviert sind. Wer neben dem unter Port 8083 zur Verfügung gestellten Webservice keine weiteren benötigt, kann die überflüssigen Einträge auch mit dem Button "Delete this device (WEBphone)" im jeweiligen Device löschen. Weiterhin stellt FHEM einen Telnetport 7072 bereit, welcher standardmäßig aktiviert ist und ebenfalls noch per Passwort geschützt werden sollte. Hierzu gibt man folgenden Befehl in die FHEM-Kommandozeile (die lange Textzeile oben im FHEM-Webinterface) ein: attr telnetPort password meintechblog meintechblog ist in diesem Beispiel das verwendete Passwort, welches jeder entsprechend anpassen und sicher gestalten sollte. Hier ist keine base64-Formatierung notwendig, also einfach das gewünschte Passwort direkt eingeben. Jetzt sollte die Mitteilung telnetPort: creating device allowed_telnetPort for attribute password erscheinen. Um die Änderung dauerhaft zu speichern jetzt noch einmal auf Save config unterhalb des FHEM-Logos klicken. Als nächstes wird ein Update von FHEM durchgeführt. Dies geschieht über die Eingabe von update in die FHEM-Kommandozeile (Textschlitz oben im FHEM-Interface). Nach einer Weile ist der Vorgang mit dem Hinweis "update finished..." abgeschlossen. Jetzt muss noch shutdown restart in die FHEM-Kommandozeile eingegeben werden, um das System einmal neuzustarten. Nach einigen Sekunden sollte das System dann bereits wieder erreichbar sein und man kann beginnen die gewünschten Devices anzulernen und zu nutzen. Input zum Thema FHEM sollte es im Blog ja mittlerweile genug geben. :) Aus meinem täglichen Leben FHEM leistet mir jetzt bereits seit einigen Jahren treue Dienste. Gerade der Einstieg fiel auch mir damals nicht wirklich leicht und deshalb hoffe ich sehr, dass dieses Einstiegstutorial vielen Neueinsteigern weiterhilft. Wer noch vor der Enscheidung steht, welcher Raspberry Pi als FHEM-Server herhalten soll, dem kann ich klar den Tipp geben direkt das Spitzenmodell zu nutzen, derzeitig der  Raspberry Pi 3 (Affiliate-Link). Gerade mit vielen Devices, Modulen und Funktionen ist der höher getaktete Vierkerner den Vorgängermodellen als FHEM-Server ein gutes Stück überlegen. Der Aufpreis des RPI3 ist dabei verschwindend gering. Wer das erste RPI-Modell einsetzt und mit der Performance unzufrieden ist, sollte dem RPI-Modell der dritten Generation eine Chance geben, denn nicht immer ist gleich ein Rechner mit Intel-Architektur notwendig, wie bspw. im Artikel Intel NUC als Smart Home Server - FHEM on steroids angesprochen. Damit das System dauerhaft stabil läuft, sollte man zudem ein leistungsfähiges Netzteil mit 3A (Affiliate-Link) einsetzen, um genug Reserven zu haben, auch wenn mehrere USB-Verbraucher am RPI betrieben werden. Wer wenig bis keine Periphere plant, kommt aber sicher auch mit einem 2A-Netzteil aus. Bei der Neuanschaffung hält sich der Auf- bzw. Minderpreis aber in Grenzen, also besser gleich zum 3A-Modell greifen. In Sachen Speicher habe ich schon vieles ausprobiert und bin nun schließlich bei der 32GB SanDisk MicroSDHC-Karte (Affiliate-Link) gelandet. Hier habe ich Modelle zwischen 8 und 64GB im Einsatz, wobei die 32GB-Variante ein super Preis-Leistungsverhältnis bietet. Durch den ausreichenden Speicherplatz braucht man keine Angst zu haben, dass die Logfiles aus Platzmangel nicht mehr geschrieben werden können und durch den Class 10-Standard ist die Karte schnell genug für alle denkbaren Aufgaben (schnelles Booten und schneller Zugriff auf Daten während des Betriebs). ### Fritz-Steckdose mit Leistungsmessung: Deine Waschmaschine ist fertig Nachdem ich bereits Anfang 2014 darüber berichtet hatte, wie man sich per FHEM und HomeMatic-Zwischenstecker per Pushmitteilung über einen gerade abgeschlossenen Waschvorgang informieren lassen kann, folgt heute ein kurzes Update. Denn mit Fritz!Box eigenen Smart-Home-Bordmitteln und dem passenden Zwischenstecker lässt sich das Ganze mittlerweile auch gänzlich ohne Gefrickel in nur knapp fünf Minuten umsetzen - gerade auch von Anwendern mit weniger technischem Knowhow, die schnell zum Ziel kommen möchten. Wie das funktioniert und welche Schritte dafür notwendig sind, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Fritz!Box als Smart-Home-Basisstation Voraussetzung für die Nutzung ist eine einigermaßen aktuelle Fritz!Box, welche gewöhnlich als Internetrouter von vielen Netzbetreibern bereitgestellt wird. Durch den Wegfall des Routerzwangs lässt sich eine Fritz!Box gewöhnlich aber auch selbst "nachrüsten", sofern der Provider das nicht anbietet. Das aktuelle Spitzenmodell Fritz!Box 7490 (Affiliate-Link) ist dabei genauso geeignet wie bspw. die bereits etwas betagtere FritzBox 7270 (Affiliate-Link). Um zu prüfen, ob die eigene Fritz!Box grundsätzlich geeignet ist, ruft man einfach im Browser die Adresse http://fritz.box auf und klickt links im Übersichtsmenü auf den Punkt "Heimnetz". Ist hier der Eintrag "Smart Home" vorhanden, sind bereits alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt. Fritz!-Zwischenstecker als Verbrauchsmesser und -schalter Damit die Waschmaschine, der Trocker, die Weihnachtsbeleuchtung oder was auch immer, von der Fritz!Box gesteuert werden kann, wird ein Zwischenstecker benötigt, der seinen Platz zwischen dem Verbraucher und der Steckdose findet. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Fritz!Dect 200 - Anbindung per DECT-Funk Sofern der zu überwachende und zu schaltende Verbraucher räumlich nicht zu weit von der Fritz!Box entfernt ist, genügt gewöhnlich der Fritz!Dect 200 (Affiliate-Link). Wie der Produktname vermuten lässt, wird der Zwischenstecker per DECT-Funk (wie die Fritz!-Telefone auch) angebunden. Das ist zwar die einfachste Möglichkeit, jedoch auch etwas beschränkt, gerade dann, wenn die Entfernung zur Zentrale (Fritz!Box) zu groß ist und/oder dicke Stahlbetonwände bzw. -decken überbrückt werden müssen. Obwohl die Reichweite des DECT-Signals im direkten Vergleich zu WLAN oftmals besser abschneidet, kann die Verbindung dennoch schnell abbrechen. Hier muss man immer selbst etwas testen, ob die Funkverbindung auch dauerhaft stabil ist. Fritz!Powerline 546E - Anbindung per DLAN Ist die Entfernung für den Fritz!Dect 200 (Affiliate-Link) zu groß, kann der Adapter Fritz!Powerline 546E (Affiliate-Link) zum Einsatz kommen. Er ist nicht per Funk, sondern per DLAN/Powerline - also direkt über das Stromnetz - mit der Fritz!Box verbunden. Da die Fritz!Box selbst nicht Powerline-fähig ist, wird noch ein DLAN-Adapter benötigt, der direkt per Netzwerkkabel an der Fritz!Box angeschlossen wird. Ist also bisher noch kein Powerline-Adapter im Einsatz (im Grunde egal welche Marke), bietet sich bspw. das Fritz!Powerline 546E / 510E WLAN Set (Affiliate-Link) an. Das Set besteht aus dem 546E, an dem der zu schaltende Verbraucher angeschlossen wird und dem 510E, welcher die "letzte Meile" zur Fritz!Box aufbaut. Ist das Set in Betrieb genommen, fungiert der 546E zudem als WLAN-Extender, er verstärkt das WLAN-Funksignal der Fritz!Box also. Wer dies nicht möchte, kann diese Funktion aber natürlich auch deaktivieren. Einrichtung in der Fritz!Box-Oberfläche Ist einer der oben genannten Zwischenstecker in Betrieb genommen (die beiliegende Anleitung ist wohl selbsterklärend), kann die erweiterte Konfiguration in Angriff genommen werden. Als erstes muss der Push-Service aktiviert werden, damit die Fritz!Box bei bestimmten Vorgängen (wie dem Ein- und Ausschalten der Waschmachine) eine E-Mail verschicken kann. Dies wird im Webinterface der Fritz!Box im Menüpunkt "System" -> "Push Service" im Reiter "Absender" erledigt. Daraufhin navigiert man im Webinterface der Fritz!Box auf den Menüpunkt "Heimnetz" -> "Smart Home" und wählt beim gewünschten Adapter (hier "Waschmaschine") das Bearbeiten-Symbol aus. Im Reiter "Allgemein" scrollt man etwas herunter und klappt mit einem Klick den Eintrag "Weitere Einstellungen" auf. Hier lässt sich im Gliederungspunkt "Push Service Einstellungen" der Eintrag "Push Sevice aktiv" anhaken und ein weiterer Haken bei "bei jedem Schaltvorgang" setzen. Wer eine abweichende Empfängeradresse eingeben möchte, kann dies entsprechend im Feld "Push Mail senden an" hinterlegen. Jetzt noch mit "OK" bestätigen, um die Einstellungen zu speichern. Weiter geht es im Reiter "Automatisch Schalten". Hier lassen sich im Punkt "Abschalten bei Standby" die notwendigen Einstellungen vornehmen. Je nach Gerät muss man evtl. etwas herumspielen, um die passenden Werte zu ermitteln. Hat die Waschmaschine bspw. einen Standby-Verbrauch von 4 Watt (dies lässt sich über die Oberfläche einfach einsehen), wird die "Leistungsschwelle" einen Tick höher, bspw. auf 5 Watt, gestellt. Wird die "Dauer" auf 2 Minuten festgelegt, schaltet die Fritz!Box den Verbraucher dann aus, wenn der Verbrauch während dieser Zeit unter 5 Watt liegt. Hier macht es Sinn, dass man anfangs einen etwas höheren Wert (z.B. 4 Minuten) einstellt, damit der Zwischenstecker einen aktiven Waschvorgang nicht einfach unterbricht, sofern die Waschmaschine zwischendurch eine kleine Pause einlegt und entsprechend wenig Strom verbraucht. Hier ist also insgesamt etwas Ausprobieren angesagt. Mit einem Klick auf "OK" werden die Einstellungen dann abschließend gespeichert. E-Mail-Benachrichtigung empfangen Sobald die oben hinterlegte Regel greift und ein Waschvorgang erfolgreich abgeschlossen wurde, verschickt die Fritz!Box eine E-Mail mit dem Betreff "Waschmaschine wurde ausgeschaltet" an den eingetragenen Empfänger. Wirklich cool ist dabei, dass die "Energie-Information" Aufschluss über die Verbrauchswerte der Vergangenheit liefert. In meinem Beispiel handelt es sich um einen Kühlschrank, den ich seit geraumer Zeit überwache und nur kurz für das Howto in Waschmaschine umbenannt habe. Also nicht wundern, ich wasche nicht jede Stunde. :) In der E-Mail sind noch weitere Informationen enthalten, sodass bspw. der durchschnittliche Tages-, Monats- und Jahresverbrauch ausgewiesen wird. So lässt sich der Verbrauch bestens tracken und gerade auch bei Geräten, die permanent am Stromnetz hängen (Trockner, Kühlschrank, Tiefkühltruhe), schnell herausfinden, wie hoch der Stromverbrauch bzw. ein mögliches Einsparpotenzial durch die Anschaffung eines Neugeräts tatsächlich ist. Gerade bei alten Kühlschränken und -truhen amotisieren sich neue A++ Geräte bereits nach wenigen Jahren. Aus meinem täglichen Leben Obgleich das oben beschriebene Szenario auch einige Einschränkungen aufweist, ist es dennoch funktional und gerade auch für technisch wenig versierte Anwender ohne großen Aufwand umsetzbar. Und wer möchte, kann das Szenario natürlich auch erweitern, indem die Smart-Home-Devices der Fritz!Box zusätzlich in FHEM eingebunden werden, inkl. aller Funktionserweiterungen, die man sich nur vorstellen kann. Mehr dazu im Artikel HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Deine Waschmaschine ist fertig. Wer sich den Aufwand mit FHEM (erstmal) ersparen möchte, kann das obige Fritz!Box-only-Szenario mit einigen Workarounds auch noch etwas aufpeppen. So lässt sich beim E-Mail-Anbieter bpsw. eine Regel einstellen, damit nur noch die Push-E-Mails im Posteingang landen, die darüber informieren, dass die Waschmaschine ausgeschaltet wurde - und eben nicht zusätzlich, dass sie wieder manuell eingeschaltet wurde. Denn in diesem Fall würde ja auch eine Nachricht eingehen, die darüber informiert, dass vor einem neuen Waschgang der Zwischenstecker wieder vom Anwender per Zwischenstecker-Taste eingeschaltet wurde. Zu beachten ist jedoch, dass bei einer stromlos geschaltenen Waschmaschine auch die AquaStopp-Funktion außer Kraft gesetzt wird, was in einem Waschraum ohne zentralen Bodenablauf natürlich schnell ein Ausschlusskriterium sein kann. PS: Viel Erfolg bei der Umsetzung, Laura. :) ### Pioneer AVR-Receiver in FHEM integrieren Da zu einem vollständigen Smart Home auch eine Multimediasteuerung gehört, steht heute einmal die Einbindung eines Pioneer AVR-Receivers auf dem Plan. Er fungiert in meinem Wohnzimmer dabei nicht nur als HDMI-Switch und Verstärker für die angeschlossenen Lautsprecher, sondern kümmert sich in Verbindung mit FHEM noch um eine Menge anderer Dinge. Mehrere AVR-Receiver unterschiedlicher Marken hatte ich dabei bereits früher im Einsatz und bin nun doch wieder bei Pioneer gelandet, da der VSX-830-K als einer von wenigen Receivern alle meine Integrationsanforderungen erfüllt. Welche das sind und wie sich der Pioneer sinnvoll über FHEM und damit auch Loxone steuern lässt, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. AVR-Receiver - Die Qual der (richtigen) Wahl Wer vor der Entscheidung steht, welcher AVR-Receiver ins Smart Home einziehen soll, sieht manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Neben den Standardeigenschaften, wie der Anzahl unterstützter Lautsprecher oder der Verfügbarkeit von HDMI-Eingängen, gibt es aus Smart-Home-Sicht darüber hinaus einige Dinge zu beachten, damit der künftige "Tonangeber" auch sinnvoll in das Gesamtkonzept integriert werden kann. So lassen sich zwar mittlerweile viele AVR-Receiver mit integriertem Netzwerkanschluss verschiedener Marken (Denon, Pioneer, Yamaha, Onkyo) mit FHEM koppeln, nur wenige von Pioneer unterstützen jedoch meine zentralen Anforderungen: Absolute Ansteuerung des Laustärke-Pegels Jeder an FHEM anbindbare AVR-Receiver nimmt Schaltbefehle von FHEM entgegen. Oftmals lässt sich dabei jedoch die Lautstärke nur relativ steuern. Das bedeutet, dass zwar ein "Vol Up"- und "Vol Down"-Befehl aus FHEM heraus an den AVR-Receiver gesendet werden kann, aber bspw. nicht "Vol 50", um die Lautstärke mit einem Befehl auf einen absoluten Wert einzustellen. Statusrückmeldung an FHEM in Echtzeit Neben der passenden Ansteuerung ist es weiterhin wichtig, dass der AVR-Receiver die FHEM-Zentrale über seinen Status bzw. Statusänderungen ohne Zeitverzug informiert. Meistens ist das jedoch technisch so gelöst, dass FHEM alle x Sekunden beim AVR-Receiver anfragt und die vorliegenden Informationen ausliest. Wird dann bspw. direkt am AVR-Receiver oder über die normalige Receiver-Fernbedienung ein anderer Input gewählt, bekommt FHEM diese Information erst beim nächsten Abfrageintervall und damit nur zeitverzögert mit. Nur einige Pioneer-Receiver, wie der hier vorgestellte Pioneer VSX-830 (Affiliate-Link), unterstützen die beiden - zumindest für mich zentralen - Anforderungen, sodass FHEM alle relevanten Steuerinformationen absetzen und im Gegenzug auch ohne Zeitverlust über extern eingesteuerte Befehle informiert wird. Absoluter Lautstärke-Pegel lässt sich setzen: Pioneer VSX-830 (Affiliate-Link) Pioneer VSX-831 (Affiliate-Link) (vermutlich, da Nachfolger vom VSX-830) Pioneer VSX-923 (Affiliate-Link) Absoluter Laustärke-Pegel lässt sich NICHT setzen: Pioneer VSX-528 (Affiliate-Link) Wer weitere Modelle zuordnen kann, bitte per Kommentar mitteilen. Ich aktualisiere die Liste dann entsprechend. Pioneer VSX-830-K in FHEM einbinden Der Hauptunterschied zu der "Pull"-Methode, die bei AVR-Receivern anderer Marken zum Einsatz kommt, ist bei Pioneer-Receivern die Nutzung einer Telnet-Verbindung, die dauerhaft zwischen FHEM und dem Receiver aufgebaut wird, wodurch Statusmeldungen vom Receiver in Echtzeit an FHEM übermittelt werden können. Damit das klappt, muss der AVR-Receiver natürlich erst einmal über dessen LAN-Anschluss (NETWORK) ins heimische Netzwerk eingebunden werden. Alternativ haben einige Pioneer-Receiver auch ein eingebautes WLan, wobei ich die kabelgebundene Verbindung aus Stabilitätsgründen empfehle. Um einen Pioneer-Receiver in FHEM einbinden zu können, wird erst einmal dessen IP-Adresse benötigt. Diese lässt sich entweder über das OnScreen-Menü ermitteln oder aus dem heimischen Router auslesen. Wer eine Fritzbox sein Eigen nennt, kann die Info über den Menüpunkt Heimnetz -> Heimnetzübersicht in Erfahrung bringen. In meinem Setup trägt das Device den Namen "VSX-830-B01029" und besitzt die im Anschluss in FHEM benötigte IP-Adresse "192.168.3.34". Entsprechend sieht der FHEM-Konsolenbefehl zum Anlegen des Receivers über das Pioneer-Modul so aus: define WZ.Pioneer PIONEERAVR telnet 192.168.3.34:23 (Weitere Informationen zum Modul sind im FHEM-Forum nachlesbar.) Hier muss natürlich jeder die angegebene IP-Adresse "192.168.3.34" durch die eigene austauschen. Der Port 23 ist standardmäßig freigegeben. Theoretisch lässt sich diese über das Webinterface des Pioneer-Receivers auch anpassen, da bspw. auch mehrere gleichzeitige Telnet-Verbindung möglich sind. Eine manuelle Änderung unter der Adresse http://192.168.3.34/1000/port_number.asp brachte jedoch zumindet in meinem Fall keine Auswirkung bzw. Änderung der Settings mit sich. Nachdem der "define"-Befehl in die FHEM-Kommandozeile eingetragen wurde, wird die Verbindung zum Receiver aufgebaut, was ca. eine Minute dauern kann. (Bei einem Neustart von FHEM bzw. beim Versorgen des Receivers mit Strom dauert es übrigens auch immer so lange, bis die Verbindung erfolgreich aufgebaut wird. Sobald die Verbindung aber einmal steht, bleibt sie auch dauerhaft bestehen.) Update vom 14.10.2016: Bei wem die Einbindung über das PIONEERAVR-Modul nicht funktioniert, sollte mal das ONKYO-Modul testen. Mehr Infos im Kommentar von Paddy. In der Zwischenzeit kann man das neue FHEM-Gerät erst einmal mit dem nachfolgenden FHEM-Konsolenbefehl in meinem passenden Raum platzieren: attr WZ.Pioneer room Wohnzimmer Und sobald die Verbindung aufgebaut und alle Readings eingelesen wurden, lassen sich diese auch über FHEM einsehen. Nachdem man sich einen ersten Überblick verschafft hat, lässt sich die Steuerfunktionalität einmal mit dem nachfolgenden FHEM-Konsolenbefehl überprüfen, welchen den Eingang des AVR-Receivers auf den Input bd (BluRay) wechselt: set WZ.Pioneer input bd Alternativ lässt sich das natürlich auch über die Device-Attribute anstoßen. Oder natürlich über das Device selbst. Damit alle Änderungen auch dauerhaft in FHEM gespeichert werden, muss im FHEM-Menü links oben einmal "Save config" angeklickt werden. Sobald die Änderungen in die fhem.cfg übertragen wurden, verschwindet das Fragezeichen rechts neben dem "Save config"-Button. Nützliche Funktionen über FHEM abbilden Da die Verbindung zwischen FHEM und AVR-Receiver jetzt steht und FHEM auch über alle Statusänderungen des Receivers in Echtzeit informiert wird, lassen sich praktische Funktionen abbilden. So lässt sich bspw. je nach Quellenwechsel des Receivers über FHEM die passende "Startlautstärke" einspielen. Wird bspw. auf den Eingang "bd" gewechselt, wird die Lautstärke auf den Wert "30" gesetzt: define WZPioneerInputBD notify WZ.Pioneer.input:.bd set WZ.Pioneer volume 30 Beim Eingang "satCbl" bspw. auf "45", da der Sat-Receiver ein leiseres Audiosignal liefert: define WZPioneerInputSatCbl notify WZ.Pioneer.input:.satCbl set WZ.Pioneer volume 45 Damit das auch wunschgerecht funktioniert, wird noch die Funktion "event-on-change-reading" genutzt, damit das Device nur bei Statusänderungen bestimmter Readings ein Event auslöst: attr WZ.Pioneer event-on-change-reading input,mute,power,volume Immer dann, wenn sich der gewählte Eingang (input), der Einschaltzustand (power), die Lautstärke (volume) oder die Stummschaltung (mute) ändern, kann ein notify ausgelöst werden. Über die obige Logik lassen sich jede Menge Spielerein umsetzen, um bspw. auch je nach Eingang bspw. den Surround-Modus anzupassen. Damit habe ich mich bisher eher weniger befasst, da ich derzeitig nur zwei Lautsprecher plus Subwoofer angeschlossen habe. Weiterleitung der Reading-Werte von FHEM zu Loxone Vielmehr nutze ich die nun in FHEM zur Verfügung stehenen Statusinformationen des Pioneer AVR-Receivers, um meine gesamte Multimediasteuerung aufzubauen. Der Pioneer ist quasi meine zentrale Steuereinheit und je nachdem, welcher Input gewählt wird, werden benötigte Komponenten (Beamer, Leinwand, Zuspielgeräte) aktiviert bzw. deaktiviert. Um die notwendigen Daten von FHEM zu Loxone zu übertragen, ist etwas Code in FHEM notwendig. Die "99_myUtils.pm" wird mit diesen Parametern erweitert: package main; use strict; use warnings; use POSIX; sub myUtils_Initialize($) { my ($hash) = @_; } # Enter you functions below _this_ line. use IO::Socket; #UDP Befehle senden sub UDP_Msg($$) { my ($dest,$port,$cmd) = @_; my $sock = IO::Socket::INET->new( Proto => 'udp', PeerPort => $port, PeerAddr => $dest ) or die "Could not create socket: $!\n"; $sock->send($cmd) or die "Send error: $!\n"; return "send $cmd"; } #PioneerToLoxone #1 power #2 input #3 volume #4 mute sub PioneerToLoxone($) { my ($device) = @_; my $power=ReadingsVal("$device","power","-1"); if ($power eq "on") { $power = "1"; } if ($power eq "off") { $power = "0"; } my $input=ReadingsVal("$device","input","-1"); if ($input eq "bd") { $input = "1"; } if ($input eq "btAudio") { $input = "2"; } if ($input eq "cd") { $input = "3"; } if ($input eq "cdrTape") { $input = "4"; } if ($input eq "dvd") { $input = "5"; } if ($input eq "dvrBdr") { $input = "6"; } if ($input eq "favorites") { $input = "7"; } if ($input eq "hdmi1") { $input = "8"; } if ($input eq "hdmi2") { $input = "9"; } if ($input eq "hdmi3") { $input = "10"; } if ($input eq "hdmi4") { $input = "11"; } if ($input eq "hdmi5Mhl") { $input = "12"; } if ($input eq "hdmi6") { $input = "13"; } if ($input eq "hdmi7") { $input = "14"; } if ($input eq "hdmi8") { $input = "15"; } if ($input eq "hdmiCyclic") { $input = "16"; } if ($input eq "homeMediaGallery") { $input = "17"; } if ($input eq "internetRadio") { $input = "18"; } if ($input eq "ipodUsb") { $input = "19"; } if ($input eq "mediaServer") { $input = "20"; } if ($input eq "mhl") { $input = "21"; } if ($input eq "multiChIn") { $input = "22"; } if ($input eq "pandora") { $input = "23"; } if ($input eq "phono") { $input = "24"; } if ($input eq "satCbl") { $input = "25"; } if ($input eq "sirius") { $input = "26"; } if ($input eq "spotify") { $input = "27"; } if ($input eq "tuner") { $input = "28"; } if ($input eq "tv") { $input = "29"; } if ($input eq "usbDac") { $input = "30"; } if ($input eq "video1") { $input = "31"; } if ($input eq "video2") { $input = "32"; } if ($input eq "xmRadio") { $input = "33"; } my $volume=ReadingsVal("$device","volume","-1"); my $mute=ReadingsVal("$device","mute","-1"); if ($mute eq "on") { $mute = "1"; } if ($mute eq "off") { $mute = "0"; } UDP_Msg("192.168.3.11" , "7000" , "$device: $power $input $volume $mute"); } 1; Damit wird mit dem gleich nachfolgenden Teil bei einer Statusänderung eine UDP-Mitteilung in Richtung Loxone-Server (hier mit der IP 192.168.3.11 und dem Port 7000) gesendet, welche alle Informationen in einem einzigen, kommagetrenntem String enthält. Der notwendige Auslöser für oben beschriebene UDP-Mitteilung findet in der fhem.cfg seinen Platz: define PioneerToLoxone notify .*Pioneer.* {PioneerToLoxone("$NAME")} Auf der Loxone-Seite werden dann in einem virtuellen Eingang (hier "FHEM UDP") mit dem UDP Empfangsport 7000 entsprechende virtuelle UDP-Eingänge (hier WZ.Pioneer.1.power) konfiguriert. Um den ersten Wert des Strings (power) einzulesen, wir die Befehlerkennung WZ.Pioneer: \v genutzt: Entsprechend wird von der von FHEM zu Loxone übertragenen Zeichenkette WZ.Pioneer: $power $input $volume $mute der erste Wert "$power" gezogen. Die Befehlskennung für den nächsten virtuellen UDP-Eingang für den Wert "input" lautet dann entsprechend: WZ.Pioneer: \# \v \# bedeutet dabei, dass der erste Wert "$power" übersprungen und erst der zweiten Wert des Strings "$input" gezogen wird. Die restlichen beiden virtuellen UDP-Eingänge werden analog dazu aufgebaut. Die komplette Logik im Detail zu erläutern (in obigem Screenshot nur ausschnittsweise dargestellt), würde wohl den Rahmen sprengen, da mittlerweile sehr viele Regeln hinterlegt sind. Um selbst einen Überblick zu behalten, nutze ich für die zentrale Steuerung Loxone, da dessen grafische "Programmierung" dafür perfekt geeignet ist. Ein Teil der Logik sieht bspw. so aus: Wenn Pioneer für mind. 6 Sekunden auf Input bd, dann starte den Beamer (sofern nicht bereits aktiv) und versorge den RPI (Plex Client) mit Strom (sofern ausgeschaltet), deaktiviere alle anderen Zuspieler (sofern aktiv) Wenn Pioneer für mind. 6 Sekunden auf Input satCbl, dann starte den Beamer (sofern nicht bereits aktiv) und schalte den Vu+ Sat-Receiver ein (sofern im Standby oder Aus), deaktiviere alle anderen Zuspieler (sofern aktiv) Wenn Pioneer für mind. 6 Sekunden auf einem anderen Input, dann schicke den Beamer in den Standby (sofern eingeschaltet) und deaktiviere alle Zuspieler (sofern aktiv) Das Spannende daran ist, dass es vollkommen egal ist, ob der Eingang des Pioneer nun über die Tasten am Pioneer selbst, eine Fernbedienung (z.B. Harmony), FHEM oder Loxone gewechselt wird. In jedem Fall kennt FHEM und damit Loxone sofort den korrekten Status und kann aufgrund dieser Information weitere Befehle für andere Komponenten (auch Beleuchtung, Beschattung, whatever) auslösen. Befehle von Loxone zu FHEM übertragen Der Pioneer-Receiver lässt sich natürlich auch über Loxone heraus steuern. Dazu sind  entsprechende virtuelle Ausgangsbefehle in Richtung FHEM zu konfigurieren. So z.B. für das Ein- und Ausschalten des Pioneer: In Loxone wird ein Virtueller Ausgang (hier: FHEM 192.168.3.154 WZ.Pioneer) mit der Adresse http://192.168.3.154:8083 definiert: Dieser erhält den virtuellen Ausgangsbefehl "WZ.Pioneer.On-Off" mit den Befehlen für Ein: /fhem?cmd=set WZ.Pioneer on und für Aus: /fhem?cmd=set WZ.Pioneer off Über entsprechend virtuelle Ausgänge können dann auch alle benötigten Schaltbefehle aus Loxone heraus in Richtung FHEM und damit zum AVR-Receiver getriggert werden. Aus meinem täglichen Leben Viele verschiedene und halbgare Lösungen hatte ich die letzten Jahre im Einsatz, um mein "Problem" mit der doch recht komplexen Multimediasteuerung zu lösen. Alles über Harmony-Activities zu triggern war mir bspw. irgendwann zu mühsam und auch zu unflexibel. So hätte ich bspw. auch nicht realisieren können, dass sich die Leinwand - abhängig vom aktuellen Status des Beamers - automatisch hoch- bzw. herunterfährt. Die Lösung dieses Detailproblems ist im Blogpost Beamerleinwand per Loxone Miniserver steuern beschrieben. Nach vielen Versuchen habe ich nun obigen Weg umgesetzt, um die Statusinformationen des Pioneer anzuzapfen und über FHEM bzw. Loxone sinnvoll nutzen zu können. Die Einbingung ist zwar alles andere als trivial und man muss schon einige Male an den Einstellungen drehen, bis alles so tut, was es soll, das Ergebnis spricht dann aber für sich. Eine Anmerkung noch zum FHEM-Modul für Pioneer-Receiver: FHEM genehmigt sich beim Speichern der fhem.cfg bei aktivem Modul etwas mehr Zeit (mehrere Sekunden), bis das System wieder verfügbar ist. Ich habe das Modul deshalb aktuell noch auf meinem zweiten RPI2 (mein FHEM-Testserver) im Einsatz, um meine Produktivumgebeung (HomeMatic, Harmony, ZWave, etc.) bei wildem Herumtesten nicht aus dem Takt zu bringen. Insgesamt bin ich mit dem Pioneer VSX-830 (Affiliate-Link) sehr zufrieden, wobei es schon etwas schade ist, dass man bei kleineren Modellen wie dem Pioneer VSX-528 (Affiliate-Link) keine Möglichkeit hat den Lautstärkewert direkt anzusteuern. Evtl. kann hier das FHEM-Modul ja entsprechend angepasst werden, um bspw. intern so oft Vol+ bzw. Vol- zu triggern, bis der gewünschte Lautstärkewert am AVR-Receiver eingestellt ist. Die entsprechende Information, welcher Pegel gerade eingestellt ist, liefert ja jeder Pioneer direkt an FHEM zurück. Update vom 22.08.2016: Mittlerweile gibt es mit dem Pioneer VSX-831 (Affiliate-Link) ein kleines Update des hier vorgestellten VSX-830. Bis auf kleinere Details (leicht verringerte Musikleistung, verändertes Fernbedienungslayout, Front AUX-In, Support für weitere Streaming Dienste wie Google Cast) hat sich im Vergleich auf den ersten Blick jedoch wohl nichts Grundlegendes geändert. Deshalb sollte die Integration in FHEM auch genauso funktionieren. Würde mich über einen Kommentar freuen, sofern das jemand bestätigen kann. ### Z-Weather Wetterstation in FHEM integrieren, Daten in mySQL-DB loggen und visualisieren Egal ob Onlinewetterdienst oder eigene Wetterstation, jedes Smart Home kann Informatinen der Außenwelt gut gebrauchen, um weiterführende Aktionen auszulösen. Mit dem Z-Weather existiert ein energieautarker Multisensor, der durch Solarzellen angetrieben wird und über das Z-Wave-Funkprotokoll erfasste Wetterinformationen an FHEM übermitteln kann. Neben Windstärke und -geschwindigkeit werden eine Reihe weiterer nützlicher Informationen ermittelt. Dazu gehören die relative Luftfeuchtigkeit samt Temperatur und Taupunkt, die Lichtstärke sowie der aktuelle Luftdruck. Wie sich die Z-Weather so schlägt und wie die Sensordaten an eine mySQL-Datenbank übertragen werden können, um daraufhin im Web visualisiert zu werden, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Z-Weather zusammenbauen Geliefert wird die Z-Weather (Affiliate-Link) in einigen Einzelteilen, die erst einmal zusammengeschraubt werden müssen. An dieser Stelle vielen Dank an die Organisation Z-Wave Deutschland, die mir die Z-Weather kostenfrei zur Verfügung gestellt hat. Die vier Windschaufeln sind dabei in wenigen Minuten installiert und dann kann es auch fast schon losgehen. Die Schaufelräder sind - im direkten Vergleich zur im Artikel HomeMatic FHEM-Wetterstation per UDP in Loxone integrieren vorgestellten "Konkurrenz" - übrigens enorm groß. Pimp my Z-Weather Beim Zusammenschrauben ist mir aufgefallen, dass die Verkabelung der Solarzelle nicht gegen Feuchtigkeit geschützt ist. Die an der Innenseite der Solarzelle angelöteten Kontaktestellen liegen dabei komplett offen, was bei Regen wohl eher ungünstig ist. Mit einem kleinen Stück Isolierband lässt sich das Problem aber glücklicherweise recht schnell lösen. Das Ergebnis sieht dann einigermaßen vertretbar aus. Jetzt sollten die Kontakte des Z-Weather hoffentlich effektiv gegen Niederschlag und Korrosion geschützt sein. Vor Inbetriebnahme erstmal Akku laden Vor der Inbetriebnahme muss der verbaute Kondensator erst einmal durch Solarstrom geladen werden. Bei direkter Sonneneinstrahlung dauert der Ladevorgang laut Anleitung drei Stunden, ansonsten bis zu einem halben Tag. Integration in FHEM Um zu prüfen, ob bereits genug Strom für den nachfolgenden Anlernvorgang zur Verfügung steht, wird die Anlerntaste auf der Unterseite des Z-Weather einmal kurz gedrückt. Blinkt nun die direkt daneben angebrachte rote LED  einmal auf, steht dem Anlernvorgang nichts mehr im Wege, ansonsten muss weiter gewartet und geladen werden. Um die Wetterstation in FHEM zu integrieren, wird eine Z-Wave-Schnittstelle benötigt, wie im Blogpost Howto: Z-Wave Gateway und Geräte in FHEM anlernen beschrieben. Genutzt wird in diesem Fall das Z-Wave Me RaZberry Modul ZME_RAZ_EU (Affiliate-Link), welches nur eine von mehreren Möglichkeiten darstellt, um Z-Wave-Geräte in FHEM anzubinden. Alle Infos dazu ebenfalls in oben verlinktem Beitrag. Der im Howto beschriebene Z-Wave-Adapter - in FHEM als "ZWAVE1" geklariert - wird an dieser Stelle auch genutzt, um die Z-Weather anzulernen. Damit der Adapter neue Geräte inkludieren kann, wird der FHEM-Konsolenbefehl set ZWAVE1 addNode on ausgeführt. Daraufhin muss der Anlernknopf der Z-Weather drei Mal kurz hintereinander gedrückt werden. Wenige Sekunden später sollte die Wetterstation dann bereits im Raum "ZWAVE" auftauchen und es können alle relevanten Readings eingesehen werden. Sofern das nicht klappt, kann die Wetterstation auch einmal durch längeres Drücken der Taste (mind. 2 Sekunden) in den Werkszustand versetzt werden. Danach einfach nochmals den Anlernvorgang starten. Sobald die Zentrale in FHEM auftaucht, kann der Inklusionsmodul (Anlernmodus) mit dem FHEM-Konsolenbefehl set ZWAVE1 addNode off wieder deaktiviert werden und mit dem FHEM-Konsolenbefehl rename ZWave_SENSOR_MULTILEVEL_15 TE.ZWeather erhält die im Raum ZWave auftauchende Wetterstation "ZWave_SENSOR_MULTILEVEL_15" dann auch den passenderen Namen "TE.ZWeather". Die Wetterstation wird mit dem FHEM-Konsolenbefehl attr TE.ZWeather room ZWave,Terrasse zusätzlich noch in den Raum "Terrasse" aufgenommen. Z-Wave im Außenbereich installieren Jetzt kann die Z-Weather an einem passenden Platz im Außenbereich montiert werden. In meinem Fall wird die Wetterstation erst einmal temporär neben der bereits fest installatieren HomeMatic-Wetterstation platziert, um die Messwerte miteinander vergleichen zu können. Datenbank für FHEM-Loggings aufbauen Genutzt wird eine frisch erstellte mySQL-Datenbank bei HostEurope, jedoch kann natürlich jeder selbst auf seinem RPI eine entsprechende Datenbank erstellen. Alle Informationen dazu finden sich im FHEM-Wiki. Um die Datenbank vernünftig verwalten zu können, wird nachfolgend Sequel Pro genutzt. Hier wird ein neuer Favorit hinzugefügt (1), die passenden Login-Daten hinterlegt (2), der erstelle Eintrage gespeichert (3) und eine Verbindung zum Server aufgebaut (4). Nach dem Login auf der mySQL-Datenbank müssen erst einmal zwei Tabellen (history und current) erzeugt werden, welche später mit den FHEM-Readings versorgt werden: CREATE TABLE history (TIMESTAMP TIMESTAMP, DEVICE varchar(32), TYPE varchar(32), EVENT varchar(512), READING varchar(32), VALUE varchar(32), UNIT varchar(32)); CREATE TABLE current (TIMESTAMP TIMESTAMP, DEVICE varchar(32), TYPE varchar(32), EVENT varchar(512), READING varchar(32), VALUE varchar(32), UNIT varchar(32)) Dieser Befehl wird in Sequel Pro im "Abfrage"-Feld eingetragen und mit dem Mauszeiger markiert (1) und durch den Button "Auswahl ausführen" abgesendet (2). Sofern es keine Fehler gab (3), sollten die gerade erzeugten Tabellen in der Liste auftauchen (4). FHEM für DB-Logging vorbereiten Damit ein Logging auf die Datenbank möglich ist, müssen einige Dinge konfiguriert werden. Dazu erst einmal per Terminal auf dem FHEM-Server (hier ein RPI2) einloggen: ssh pi@192.168.3.86 Die IP-Adresse muss natürlich jeder selbst austauschen. Das Standardpasswort bei einem Raspbian-Image lautet "raspberry" (ohne Anführungszeichen). Als erstes wird das benötigte Modul "libdbi-perl" nachinstalliert (braucht man evtl. gar nicht...): sudo aptitude install libdbi-perl Weiterhin werden noch benötigte Perl-Module installiert: sudo apt-get -y install libclass-dbi-mysql-perl Daraufhin wird in der Template-Datei db.conf die Verbindungsdaten zur Datenbank hinterlegt. Dazu wird die Datei per nano-Editor geöffnet: sudo nano /opt/fhem/contrib/dblog/db.conf Bei den Zeilen 7-11 werden die Auskommentierungen (#) entfernt und die Login-Daten zur mySQL-Datenbank hinterlegt: %dbconfig= ( connection => "mysql:database=db117xxxx-fhem;host=vwp0009.webpack.hosteurope.de;port=3306", user => "db117xxxx-fhem", password => "xxxx", ); So sieht das dann im nano-Editor aus: FHEM-Wetterdaten in mySQL-DB schreiben Ähnlich wie beim normalen FileLog wird ein define für das DBLog-Modul erzeugt. Nachfolgend der FHEM-Konsolenbefehl, welcher alle neuen Events von TE.ZWeather in die Datenbank schreibt: define DBLog_TE.ZWeather DbLog /opt/fhem/contrib/dblog/db.conf TE.ZWeather.* Wenn nicht alles in die Datenbank geschrieben werden sollen, um diese nicht unnötig vollzumüllen, können mit der Funktion DbLogExclude verschiedene Readings ausgeschlossen werden. In diesem Fall energy, model, modelId, transmit, wakeup: attr TE.ZWeather DbLogExclude energy,model,modelId,transmit,wakeup Daneben git es auch andere Möglichkeiten, um nur die gewünschten Readings zu übertragen, dazu bitte im FHEM-Wiki nachlesen. Nach einigen Minuten sollten neue Werte der Wetterstation an FHEM übermittelt und direkt in die Datenbank geschrieben werden. Dies lässt sich direkt in Sequel Pro überprüfen: Hier kann man die zuletzt übermittelten Werte von TE.Wetterstation (HomeMatic-Wetterstation) und TE.ZWeather (ZWave-Wetterstation) in der Tabelle "current" einsehen. Wie man sieht, sind hier noch einige "unerwünschte" Readings übermittelt worden, da ich oben erläuterte DbLogExclude-Funktion erst später eingefügt hatte. Bei der Anbindung einer externer Datenbanken ist es zudem wichtig die Verbindung mit dem passenden FHEM-Befehl regelmäßig neu aufzubauen. Das liegt daran, dass die DB-Verbindung bspw. durch eine DSL-Zwangstrenung verloren geht und daraufhin keine Daten mehr im DB-Log landen. Dieses Problem lässt sich durch einen einfachen at-Befehl lösen, welcher die Verbindung über den "reopen"-Befehl bspw. alle fünf Minunten neu aufbaut: define DBLog_TE.ZWeatherReopen at +*00:05:00 set DBLog_TE.ZWeather reopen Damit sollte auch dieses Problem aus der Welt geschafft sein. Datenbank-Werte auf einer Website visualieren Neben der Visualisierung durch FHEM-Plots lassen sich die in der Datenbank gespeicherten Werte bspw. auch auf einer Website - wie diesem Blogposts - darstellen. Wie das geht, wird Matthias in Kürze beschreiben. Hier ein erster Screenshot vom Ergebnis. Aus meinem täglichen Leben Auf den ersten Blick macht die ZWeather bis auf einige Kleinigkeiten - allem voran die freiliegenden Kontakte der Solarzelle - insgesamt eine gute Figur. Optisch wirkt die Station jedenfall sehr dezent, obgleich die Windschaufeln gerade im Vergleich zur HomeMatic-Wetterstation schon wirklich gewaltig sind. Mal sehen, wie sich die ZWeather in nächster Zeit im direkten Vergleich zur HomeMatic-Wetterstation so schlagen wird. Um die Messwerte beider Stationen vergleichen zu können, werden die Daten auf einer Website visualisiert. Insgesamt muss wohl jeder selbst entscheiden, welche Messwerte benötigt werden bzw. welche Wetterstation die gewünschten Sensoren mitbringt. So finde ich es bspw. klasse, dass die ZWeather neben Windgeschwindigkeit, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Helligkeit auch noch den Luftdruck misst. Andererseits fehlen natürlich andere Informationen zur Windrichtung, Niederschlag und Niederschlagsmenge, wie es etwa die HomeMatic-Zentrale liefert. Auch bin ich recht gespannt, wie gut das batterielose Konzept auf Dauer funktionieren wird. Die Umsetzung sieht dabei vor, dass die Messwerte bei ausreichender Sonneneinstrahlung alle fünf Minuten übermittelt werden. Sinkt die Kapazität des eingebauten Batteriespeichers ab, vergrößert sich dieses Intervall, um Engerie zu sparen. Energie, die dann bspw. vorgehalten wird, um bei einem aufkommendem Sturm auch bei schwindender Akkukapazität sofort eine Benachrichtigung auszulösen zu können. Auch hier wird sich zeigen, wie gut das Ganze in der Realität funktionieren wird. Welche Wetterstation ist euer Favorit? ### Operation Smart Home – Gewerkeübergreifende Funktionsbereiche: Heizungssteuerung Die Heizung ist ein weiterer Funktionsbereich, der bei der Planung des Smart Home berücksichtig werden sollte. Egal ob Wärmepumpe oder Fernwärme -  bei der Umsetzung gilt es einige zentrale Punkte zu beachten, um alle Räume per Fußbodenheizung individuell und möglichst energieeffizient versorgen zu können. Welche Sensoren und Stellantriebe zum Einsatz kommen sollen, um die Voraussetzungen für eine intelligente Raumregelung zu schaffen, wird im nachfolgenden Blogpost der Serie Operation Smart Home angesprochen. Dabei wird auch erläutert, warum Temperaturfühler im Estrich vermutlich gar nicht mal so unpraktisch sind. Relevante Heizungskomponenten Damit die Heizung später auch funktioniert, müssen im zu betrachtenden Gewerk grundsätzlich drei Bereiche berücksichtigt werden: 1. Wärmeerzeugung Für die Wärmeerzeugung in den eigenen vier Wänden gibt es heutzutage viele verschiedene Verfahren. Darunter bspw. die Wärmepumpe, die Energie aus der Umwelt (Erde, Luft) entzieht und mit Hilfe von elektrischem Strom nutzbar macht. Da in unserem Fall eine städtische Grundversorgung in Form von Fernwärme vorgeschrieben ist, bei der heißes Wasser in Rohrleitungen ins Haus geführt wird, fällt das Thema Wärmepumpe bzw. Wärmeerzeugung erst einmal gänzlich weg. Auf der einen Seite etwas schade, da ich das Konzept der Nutzung von Erdwärme wirklich spannend finde. Auf der anderen Seite kann zumindest kein Nachbar auf die Idee kommen und eine grottenhässliche und lärmende Luft-Wärmepumpe im Garten installieren, wie man es gerade in vielen Neubaugebieten sieht und leider auch oftmals hört. Zudem ist der Fernwärmeanschluss bei uns bis ins Haus inkl. Fernwärmeübergabestation (Primärteil - bis Wärmetauscher) im Grundstückspreis enthalten, wodurch die Investitionskosten für den noch fehlenden Sekundärteil (Pumpe und Warmwasseraufbereitung für Durchlauf bzw. Boiler) voraussichtlich recht überschaubar ausfallen werden. Vermutlich wird eine Minibox der Firma Firma F+G Fernwärmetechnik installiert, die direkt neben dem Fernwärmeübergabeschacht (schweine teuer da wir nur auf Bodenplatte bauen) im Technikraum ihren Platz finden wird. Hier hoffe ich einmal, dass sich die Minibox zumindest teilweise in das angedachte Smart-Home-Konzept integrieren lässt. Dazu gehören das Auslesen von Vor- und Rücklauftemperatur sowie Verbrauchswerte (evtl. noch weitere Sensorwerte) genauso wie die Ansteuerung, um bspw. die Vorlauftemperatur zu regeln - sofern das überhaupt notwendig bzw. möglich ist. Was dabei wirklich sinnvoll ist und was spielerei, kann ich aktuell noch gar nicht abschätzen. 2. Wärmeverteilung Für die Wärmeverteilung kommt eine Heizungsumwälzpumpe zum Einsatz, die vermutlich direkt im Sekundärteil der Fernwärmeübergabestation integriert ist. Vorgesehen ist, dass die Übergabestation über eine schalt- und messbare Steckdose (KNX-Mehrfachaktor) angeschlossen wird, sodass der aktuelle Stromverbrauch jederzeit mitgeloggt werden kann und zudem eine Notabschaltung möglich ist. Im laufenden Betrieb sollte man dann einen hydraulischen Abgleich durchführen (lassen), um die Betriebsnebenkosten (Hilfsenergie für die Umwälzpumpe) durch richtige Justierung der Anlage zu senken (FAQ zum Thema). Zu diesem Zweck sind wohl Temperaturfühler im Estrich wohl besonders praktisch. Mehr dazu später. 3. Wärmeübergabe Da in allen Räumen eine Fußbodenheizung (Flächenheizung) vorgesehen ist, wird es einen zentralen (vielleicht auch zwei) Heizkreisverteiler geben, dessen Ventile über Stellantriebe justiert werden können. Bei der im Juni stattfindenden Heizungsplanung wird sich zeigen, wieviele Heizkreise von unserem Bauträger (Fertighaus Weiss) tatsächlich eingeplant werden und an welcher Stelle der Heizkreisverteiler platziert wird. Um das Ganze vorab abschätzen zu können, habe ich die voraussichtlichen Heizkreise einmal in den Plan eingezeichnet. So sind es im Erdgeschoss insgesamt sieben Heizkreise. Im Obergeschoss kommen dann vermutlich noch drei Heizkreise hinzu. Für jeden Heizkreis wird dann ein Stellantrieb benötigt. Hierbei gibt es verschiedene Ausführungen und Ansteuerungsmöglichkeiten. Zwei Varianten finde ich aktuell recht interessant: Thermische Stellantriebe, wie der von Heimeier (Affiliate-Link), sind sehr günstig, verbrauchen jedoch technikbedingt bei Heizphasen (normally closed-Variante) permanent Strom (ca. 1-2 Watt). Die Ansteuerung kann bspw. über einen KNX-Mehrfachaktor erfolgen. Ein potenzieller Nachteil dieser Variante ist jedoch, dass die Ventile sehr träge sind und nur per PWM (Pulsweitenmodulation) angesteuert werden können. Damit erhöht sich die Trägheit der ohnehin recht langsam arbeitenden Fußbodenheizung noch einmal etwas. Die Kosten belaufen sich für zehn Heizkreise bspw. auf knapp 350 Euro. Als Alternative könnten aber auch Stellantriebe mit Schrittmotor, wie den gerade vorgestellten Loxone Stellantrieb Tree, zum Einsatz kommen. (Im Bild sieht man den optisch gleichen Loxone Stellantrieb Air.) Der Loxone Stellantrieb ist in der Anschaffung teurer, kann den Ventilhub und damit die Durchflussmenge jedoch in Echtzeit regulieren. Zudem konsumiert er immer nur kurz bei Motorbewegungen etwas Strom und nicht während der gesamten Heizphase, was bei einem dutzend Heizkreisen im Vergleich zu den oben erwähnten thermischen Stellantrieben schon einen Unterschied macht. Zur Ansteuerung wäre dann noch eine Loxone Tree-Extension notwendig. In Summe belaufen sich die Anschaffungskosten für zehn Heizkreise auf knapp 850 Euro. Benötigte Sensoren Für die geplante Einzelraumregelung werden dann Temperatursensoren in den jeweiligen Räumen benötigt. Diese Temperatur-Info kommt dann von den eingeplanten MDT-Glastastern bzw. den KNX-Präsenzmeldern (Affiliate-Link), die ohnehin in jedem Raum vorgesehen sind. Daneben kann es auch sinnvoll sein, weitere Sensoren zu verbauen. Anregungen habe ich mir im Wiregate Planungshandbuch geholt: Temperatursensoren im Estrich (IP 68 - feucht) zwischen Vor- und Rücklauf (jeder Raum), z.B. 1-Wire Hülsenfühler (im Plan mit einem orangenen Temperatursymbol und dem Zusatz "HK" versehen)-> vermutlich besonders wichtig für größere Räume mit mehreren Heizkreisen, einen schnellen "hydraulischen Abgleich" (Planungshandbuch S. 12) und temporärem Aufheizen einzelner Böden zwecks Behaglichkeit (Planungshandbuch S. 13) Temperatursensoren (mind. IP 65 - trocken) an Rohren bei Vor- und Rücklauf (an Fernwärmeübergabestation) sowie an Etagenverteiler, z.B. 1-Wire Rohranlegefühler Fensterkontakte für die Herunterregelung der Heizung bei geöffnetem Fenster bzw. für Frostwarnung (Außentemperatursensor ebenfalls sinnvoll) - werden vermutlich durch unseren Bauträger (Fertighaus Weiss) installiert, Details in späterem Blogpost Feuchtigkeitssensoren -> Relevant zur Berechnung des Taupunkts und zur Ansteuerung der Heizung im Fall von Schimmelgefahr - Grundlagen dazu im Blogpost Raumklima im Smart Home mit FHEM verbessern: Taupunktoptimiertes Lüften Temperaturregelung durch Loxone Da Loxone einen ausgeklügelten Softwarebaustein für die "Intelligente Raumregelung" mit weitreichenden Einstellmöglichkeiten und praktischer Visualisierung zur Verfügung stellt, fällt die Entscheidung diesen auch einzusetzen wohl recht leicht. Das Modul besitzt dabei eine eingebaute Fuzzy-Logic, welche nach einiger Einlernzeit die Trägheit der Fußbodenheizung automatisch berücksichtigt. Durch diesen technischen Kniff steht zu den definierten Heizzeiten immer die gewünschte Wohlfühltemperatur zur Verfügung und gleichzeitig wird auch noch die Hysterese (Temperaturschwankungen beim Aufheizen bzw. Abkühlen) minimiert, was beim Energiesparen hilft. Sofern günstige digitale Stellantriebe (an/aus) eingesetzt werden, können diese auch direkt am Digitalausgang (PWM) angedockt werden und die Loxone-Software kümmert sich um den Rest. Darüber hinaus bietet Loxone den Baustein "Intelligente Temperatursteuerung", welcher die intelligente Raumregelung mit weiteren Funktionen ergänzt. Dieses Modul dient dabei als Heizungsmischer und umfasst bspw. die Heizkurve, um unter Einbeziehung der Außentemperatur u.A. die Vorlaufsolltemperatur zu berechnen. Inwieweit diese Ergänzung in meinem konkreten Fall sinnvoll genutzt werden kann, entzieht sich jedoch aktuell noch meiner Kenntnis. Einerseits weiss ich noch nicht, inwieweit ich bei der Fernwärmeübergabestation überhaupt steuernd eingreifen kann und andererseits habe ich das grundlegende Konzept dahinter auch noch nicht wirklich verinnerlicht. Aus meinem täglichen Leben Obwohl oder gerade weil die Heizung bei zunehmend besser gedämmten Gebäuden (bei uns KfW 55) eine immer geringere Rolle spielt, gilt es bei der Planung einige zentrale Punkte zu beachten, um ein Maximum an Wohnkomfort zu ermöglichen. Ursprünglich wollte ich der Heizung eigentlich nicht so viel Augenmerk schenken. Durch die bereitgestellte Fernwärme könnte ich mich wohl auch einzig auf die Ansteuerung der Heizkreisventile konzentrieren, Raumtemperatursensoren sind ja bereits sowieso in anderen Geräten (MDT-Taster bzw. KNX-Präsenzmelder) integriert. Das wäre aber auch irgendwie langweilig und nach kurzer Recherche macht es wohl auch Sinn, tiefer in die Materie einzusteigen, um durch eine geschickte Smart-Home-Regelung einfach mehr aus der Heizungsanlage herauszukitzeln. Temperaturfühler im Estrich hatte ich bspw. bisher noch überhaupt nicht auf dem Schirm. Wie im Wiregate Planungshandbuch beschrieben, ist das aber wohl doch aus mehreren Gründen sinnvoll. Die Investitionskosten sind dabei recht überschaubar, da passende OneWire-Fühler nicht wirklich teuer sind (ca. 15 Euro/Stück). Bei der Verlegung sollte man, wie im Handbuch auf S. 14 beschrieben, jedoch auf eine Verlegung per Leerrohr achten, damit nach einem späteren Vergießen im Estrich ein nachträglicher Austausch im Falle eines Defekts problemlos gewährleistet ist. Sind die Sensoren im Estrich installiert, hat man mehrere Vorteile. So lässt sich die Information bspw. auch nutzen, um die Fußbodenheizung morgens gezielt im Bad zu aktivieren, um für komfortable Fußwärme zu sorgen, auch wenn die Zimmertemperatur eigentlich bereits warm genug ist und die Heizung nicht laufen müsste. Vermutlich könnte man das auch als reine Spielerei abtun, aber für mich sind die Estrichsensoren schon schlüssig. Da jetzt vermutlich doch einige OneWire-Komonenten zum Einsatz kommen sollen, werde ich wohl gleich zwei EIB-Leitungen parallel verlegen. Einmal regulär für KNX (grün) und einmal für OneWire (lila), in diesem Fall dann die EIB-Y(St)Y 2x2x0,8 EIB-/ Instabusleitung Lila. Pro Raum wird dann eine "Doppel-Linie" (also KNX und OneWire) vorgesehen, die in den Schaltschrank läuft und dann mittels Reihenklemmen mit den restlichen KNX- bzw. OneWire-Linien verbunden wird. Welche Stellantriebe letztlich zum Einsatz kommen werden, kann ich aktuell auch noch gar nicht abschätzen. Natürlich würde ich gerne Stellmotoren (Stetigregler) verwenden, die im Vergleich zu den günstigeren Thermostellantrieben wesentlich weniger Strom konsumieren und Vorteile bei der Ventilansteuerung (Schnelligkeit und Genauigkeit) mit sich bringen. Der Preis schreckt aber natürlich erst einmal etwas ab. Mal sehen, vielleicht ergeben sich bis zur endgültigen Umsetzung ja auch noch andere technische Möglichkeiten. ### Operation Smart Home – Gewerkeübergreifende Funktionsbereiche: Netzwerkverteilung Wenn es um die Verkabelung im Neubau geht, sind Netzwerkkabel trotz WLan nach wie vor unerlässlich, um Daten zuverlässig von A nach B zu übertragen. Gerade im Smart Home ist das besonders wichtig, da viele Netzwerkkomponenten wie Smart TV, Streaming Clients und Netzwerkkameras zum Einsatz kommen werden. Welches Netzwerkkabel geeignet ist, was es bei der Verkabelung in einem Fertighaus mit Holzständerbauweise zu beachten gilt und welche sonstigen Komponenten bei mir vermutlich bald zum Einsatz kommen werden, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. CAT7-Netzwerkkabel Ein gewöhnliches Netzwerkkabel besitzt acht Adern, von denen jeweils immer zwei miteinander verdrillt sind (twisted pair). Dazu kommt meist noch eine Schirmung gegen elektromagnetische Störeinflüsse, die alle Adern umgibt. Hier gibt es verschiedene Varianten vom "normalen" CAT5- bis hin zum CAT7-Kabel, welches eine doppelte Schirmung verwendet. Hierbei besitzen nicht nur alle Adern eine umlaufende Schirmung, sondern jeweils jedes verdrillte Adernpaar nochmals eine eigene. Das unterputz zu verlegende Netzwerkkabel kann später für zwei Dinge genutzt werden. Zum einen natürlich klassisch, um netzwerkfähige Geräte per Dose und RJ45-Stecker anzukoppeln. Zum anderen aber auch für weitere Smart-Home-Themen, um bspw. einen Schließerkontakt über ein Adernpaar anzuschließen oder für die Realisierung einer 1-Wire-Busleitung über drei Adern. Neben der Nutzung als reine Datenleitung lassen sich per PoE (Power over Ethernet) zudem noch Netzwerkgeräte mit Strom vesorgen. Durch den geringen Kabelquerschnitt sind zwar keine riesigen Stromstärken möglich, für eine PoE-fähige Netzwerkkamera oder eine Wetterstation mit integrierter Regensensorheizung reicht das aber allemal. CAT7-Duplex-Kabel Zum Einsatz kommen soll das angesprochene CAT7-Kabel in der Duplex-Ausführung, d.h. eine zu verlegende Leitung besitzt zwei mal acht Adernpaare. Das ist zwar nicht die günstigste Möglichkeit und vermutlich würden auch weniger geschirmte CAT6(e)-Kabel ausreichen, aber gerade die durch die Schirmung resultierende Verwindungssteifigkeit des CAT7-Kabels ist für die Installation im Fertighaus äußerst praktisch. Auch auf längeren und verwinkelten Verlegestrecken läuft man so weniger Gefahr, dass sich die Leitung verdreht oder Adern abknicken. Ich setze vermutlich auf 200m CAT7-Duplexkabel auf Trommel (Affiliate-Link). Sofern man sich von den langen zu den kurzen Verlegestrecken durcharbeitet, sollte sich auch der Verschnitt zum Ende der Trommel in Grenzen halten. Zum Abrollen wird dann noch ein passendes Abrollwerkzeug benötigt, um Zeit und Nerven zu sparen. Anschlussstellen im Erdgeschoss Nachfolgend die aktuelle Planung hinsichtlich Netzwerkdosen und Anschlussstellen (nur die Leitung ohne Netzwerkdose), die größtenteils direkt sternförmig in den Netzwerkschrank im Techhnikraum (grüner Kasten oben links) wandern. Flur 1 Anschlussstelle für die Anbindung der Türsteuerung (vermutlich ekey) 1 Anschlussstelle hinter dem Wandspiegel für Spielerein, z.B. "Smart Mirror" 1 Doppeldose für mögliche Unterputzinstallation eines Wandtablets Technikraum 1 Doppeldose für die potenzielle Anbindung der Fermwärmeübergabestation und der kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage (TVZ 170) 3 Doppeldosen im bzw. direkt neben dem Unterverteiler, um Loxone Miniserver, PV-Anlage und später auch weitere Komponenten im Schaltschrank (per OneWire o.Ä. anbinden zu können) 1 Doppeldose für die Anbindung des Hauswasserwerks (HWW) und bspw. Waschmaschine/Trockner Netzwerkschrank (Technikraum) Im Netzwerkschrank werden neben den Pachtpanels und (PoE-)Switches dann noch mindestens fünf weitere Komponenten mit Netzwerkanschluss beheimatet sein, die direkt an den Switch angeschlossen werden können: 1 für Loxone Musicserver 2 für QNAP NAS (4 Ports verfügbar, hier vorgestellt) 1 für Mac Mini 2 x RPI3 (FHEM-Server, etc.) Abstellraum (unter Treppe) 1 Doppeldose für sonstige Spielereien 1 Anschlussstelle in der Decke für den Anschluss eines WiFi-Accesspoints per PoE (danke Stephan für den Hinweis!) Küche 1 Anschlussstelle hinter/im Rolloschrank 1 Anschussstelle bodenseitig für Kochinsel. Je nach Kochfeld (z.B. Bora) lässt sich dann bpsw. der Downdraft-Dunstabzug regeln bzw. der aktuelle Status nutzen für die kontrollierte Wohnraumlüftung 1 Doppeldose wandseitig auf der Südseite - freibleibend für bspw. Anschluss von Notebook Wohnbereich 2 miteinander verbundene Doppeldosen für eine mögliche Anbindung der Beamerleinwand 3 Doppeldosen für TV, Denon AVR, VUPlus, RPI3 als Plex-Client und weitere Multimedia-Spielereien 2 miteinander verbundene Doppeldosen mit passivem HDMI-Adapter (Affiliate-Link), um das Bildsignal zum Beamer zu schaufeln 1 Doppeldose neben dem Beamer für dessen zusätzliche Anbindung per Netzwerk bzw. RS232 2 weitere Doppeldosen im Zwischenbereich in Richtung Bad, um dort in den Einbauschrank zusätzlichen Schnickschnack zu verbauen Bad 1 Doppeldose beim Waschbecken bzw. Anschlussstelle hinter dem Spiegel zwecks "Smart Mirror" Arbeitszimmer 2 Doppeldosen für PC, Laptop, Drucker, etc. Außenbereich 1 Anschlussstelle oberhalb der Haustür für Mobotix-Netzwerkkamera (PoE notwendig) 1 Anschlussstelle neben der Haustür für Taster/Lautsprecher 1 Duplexleitung (Nordseite) für Briefkasten 1 Anschlussstelle im Carport (evtl. für WiFi-Accesspoint) und spätere Erweiterungen 1 Duplexleitung (Südseite) für Garten(-haus) 1 Duplexleitung (Westseite) für Anbindung Zisterne zwecks Wasserstandsmessung Im Erdgeschoss sind es somit 8 Duplex-Anschlussstellen, 18 Doppeldosen und 3 Duplex-Erdleitungen, die im Netzwerkschrank gepatcht werden müssen. 2 Anschlüsse davon sind für PoE vorgesehen. 6 Anschlüsse aus den Geräten im Netzwerkschrank können direkt an den Switch angeschlossen werden. Jeweils 2x2 weitere Doppeldosen sind für Multimediazwecke (HDMI) direkt miteinander verbunden, ohne in den Netzwerkschrank verlegt zu werden. Anschlussstellen im Obergeschoss Im Obergeschoss sind auch einige Dosen bzw. Anschlussstellen geplant, die nachfolgend aufgeführt sind. Schlafzimmer 2 Doppeldosen in den geplanten deckenhohen Kleiderschränken 1 Doppeldose ostseitig für VUPlus-Receiver, Plex-Client (RPI3) 1 Doppeldose südseitig für TV 2 miteinander verbundene Doppeldosen mit passivem HDMI-Adapter (Affiliate-Link), um das Bildsignal von den Zuspielern zum TV zu schaufeln Flur 2 Anschlussstellen in der Decke für etwaige WiFi-Accesspoints (PoE) 1 Doppeldose für mögliche Unterputzinstallation eines Wandtablets Bad 1 Anschlussstelle hinter dem Spiegel zwecks "Smart Mirror" Kinderzimmer 2 Doppeldosen für Laptop, PC, etc. Außenbereich 4 Anschlussstellen, jeweils eine mittag pro Wandseite zur späteren Installation von Netzwerkkameras (z.B. Mobotix) mit PoE-Funktion Im Obergeschoss kommen also 7 Duplex-Anschlussstellen und 7 Doppeldosen dazu, wobei 6 anzubindende Geräte per PoE mit Strom versorgt werden sollen. 2 weitere Doppeldosen sind für Multimediazwecke (HDMI) direkt miteinander verbunden, ohne in den Netzwerkschrank verlegt zu werden. Patchfelder und Switches im Netzwerkschrank Insgesamt müssen im Netzwerkschrank also 80 (40x2) Netzwerkanschlüsse auf Patchfelder aufgelegt werden. Dafür werden dann insgesamt vier 24 fach Patchfelder (Affiliate-Link) benötigt. Da die Installation erst im laufenden Betrieb wachsen und deshalb anfangs noch nicht alle Anschlüsse belegt sein werden, sollte erst einmal ein 24-fach Switch (Affiliate-Link) für alle hausinterenen Komponenten ausreichen. Gerade die nach außen führenden Leitungen sollten dann sowieso über einen separaten Switch laufen, der ein entsprechendes Management mitbringt, um den Datenverkehr aus Sicherheitsgründen gewusst einzuschränken. Auch sollte einer der Switches über mindestens vier PoE-Anschlüsse verfügen, um die später geplanten Netwerkkameras mit Strom versorgen zu können. Sofern irgendwann alle PoE-Ports belegt sein sollten, kann man auch immer noch einen günstigen PoE-Injector (Affiliate-Link) dazunehmen. Aus meinem täglichen Leben Nachdem ich letzte Woche bei einem neu gestellten Weiss-Fertighaus in der Nachbarschaft die Gelegenheit hatte beim Einziehen der Netzwerkkabel zu helfen, sehe ich der Umsetzung in den eigenen vier Wänden recht entspannt gegenüber. Durch die Installationsebene der Holzständerbauweise ist das Verlegen recht bequem möglich. Die innen hohlen Gipskartonwände mit inneliegenden vertikalen Balken eignen sich hervorragend, um die Leitungen von oben nach unten bis zur Dose einzuziehen. Dabei müssen - anders als bei konventioneller Bauweise mit Stein - keine Schlitze geklopft werden oder Ähnliches. In Richtung Netzwerkschrank werden die Leitungen dann in der noch teilweise geöffneten Decke verlegt. Hier sind in den Deckenelementen bereits Pressspanplatten mit Versatz montiert, die bis zur endgültigen Schließung der Decke eine rasche Installation ermöglichen. In den Deckenbalken sind passende Löcher eingearbeitet, um mehrere Leitungen durchführen zu können. Am Übergang zwischen Decke und Wand werden passende Durchgangslöcher in der Pressspandecke vorgesehen. Beim Verlegen empfiehlt es sich von diesem Loch aus in Richtung Verteilerschrank zu starten und erst zum Schluss die letzten Meter innerhalb der Gipskartonwand bis zum gewünschten Auslass zu verlegen. Bei den aktuell eingeplanten 36 Duplex-CAT7-Leitungen plane ich einmal spontan mit knapp 800 Metern Kabellänge. Im Schnitt sind das dann ca. 22 Meter für den Weg von Anschlussstelle bis zum Netzwerkschrank im Technikraum. Natürlich sollte man gerade die Leitungslängen bis zum Wohnzimmer bzw. Kinderzimmer im Obergeschoss nicht unterschätzen, in der Summe dürfte das aber vermutlich schon reichen. Praktisch bei der Installation ist auch, dass verlegte Leitungen, die nicht sofort benötigt werden, erstmal in der Wand schlummern können. Sobald eine eingezogene Leitung später genutzt werden soll, lässt sich ein passender Zugang einfach "nachbohren", um an die brachliegende Leitung zu gelangen und mit einer luftdichten Hohlwanddose (Affiliate-Link) zu versehen. Das setzt natürlich eine entsprechend gute Planung und Dokumentation voraus, um die Leitungen auch tatsächlich wiederzufinden. Bis einmal alles steht, müssen also noch viele Details geplant werden. So bin ich mir bspw. auch bei der Wahl der Doppeldosen noch etwas unsicher. Eigentlich würde ich gerne für das Schalterprogramm passende GIRA-Doppelnetzwerkdosen (Affiliate-Link) inkl. Abdeckung (Affiliate-Link) verbrauen, jedoch gibt es auch günstigere Alternativen. Praktisch ist aber vielleicht auch der Gira 4fach-Einsatz, der bspw. im Wohnzimmer zum Einsatz kommen könnte. Ob sich jedoch gleich vier Netzwerkkabel komfortabel in einer Dose verdrahten lassen, kann ich leider gar nicht beurteilen. Auch bin ich noch unsicher, welcher Netzwerkschrank der Richtige ist. Wer also Tipps aus der Praxis beitragen möchte, immer gerne her damit. ### Philips hue – So klappt die Integration in Loxone Nachdem meine Philips hue-Lampen bereits seit Längerem mit FHEM gekoppelt wurden (Anleitung) und ihren Dienst seitdem zuverlässig verrichten, war es nun endlich einmal an der Zeit, die Anbindung mit Loxone nachzuholen. Damit lassen sich die hue-Devices dann auch ganz bequem über die Loxone App steuern und in bestehende Lichtszenen integrieren, inkl. Farbwechsel und Co. Was dazu alles benötigt wird und wie die Integration in nur knapp 10 Minuten erledigt werden kann, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Philips hue-Bridge vorbereiten Damit die hue-Bridge (Affiliate-Link), welche die Verbindung zu den LED-Lampen RGB (Affiliate-Link) herstellt, später mit den notwendigen Befehle von Loxone versorgt nehmen kann, müssen dort erst einmal einige Dinge vorbereitet werden. Als erstes wird die IP-Adresse der hue-Bridge benötigt. Wer eine Fritzbox sein Eigen nennt, kann dies über die Heimnetzübersicht in Erfahrung bringen. Hier wird die hue-Bridge unter dem Namen "Philips-hue" geführt. Bei einem Klick auf das Gerät wird die benötigte IPv4-Adresse angezeigt, in diesem Fall "192.168.3.55". Die IP wird jetzt am besten notiert, da sie später noch einige Male benötigt wird. In diesem Menü sollte man gleich noch den Haken setzen bei "Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen", damit es später im laufenden Betrieb keine Probleme mit sich etwaig ändernden IP-Adressen im Netzwerk gibt. Dann wird im Browser http://192.168.3.55/debug/clip.html aufgerufen. Die IP-Adresse 192.168.3.55 muss natürlich jeder mit der jeweils eigenen Adresse tauschen. Dort wird im Feld URL: der Wert /api eingegeben. Bei Message Body: wird {"devicetype":"my_hue_app#Loxone"} eingetragen. Sind die Werte eingegeben, wird der kreisrunde Button auf der Philips hue-Bridge gedrückt, damit eine Art "Anlernvorgang" gestartet wird. Ich verwende zwar noch die alte Bridge, die neue Bridge (Affiliate-Link) besitzt aber eine entsprechende Taste. Direkt danach werden die gerade im Browser vorbereiteten Werte mit dem Button POST an die hue-Bridge übermittelt. Jetzt wird im Feld Command Response: der userame - hier 2a0a7ac033fca72f2bdadf1089faf1f - angezeigt, welcher in die Zwischenablage kopiert wird. Dieser Wert wird neben der IP-Adresse gleich in der Loxone Config benötigt. Wer Probleme bei den obigen Schritten hat, kann sich auch die ausführliche Anleitung im hue Developer Program ansehen. Loxone Config mit PicoC-Script ausstatten Das fertige PicoC-Script gibt es in Form einer fertigen Loxone-Config-Datei: 2015-10-03_Philips Hue_7.1.9.30.Loxone Falls der Link in der Zwischenzeit erneuert wurde und nicht mehr funktionieren sollte, kann sich im LoxWiki danach umsehen. (Hmm jein nicht wirklich, siehe folgendes Update dazu...) Update vom 08.11.2018: Im LoxForum-Thread werden mittlerweile neuere Versionen des PicoC-Programms zur Verfügung gestellt. Um diese herunterladen zu können, benötigt man jedoch einen Forum-Account. Deshalb möchte ich die dortigen Dateien nicht direkt zum Download bereitstellen. Warum nach wie vor die oben verlinkte 2015er-Version hier im LoxWiki bereitgestellt wird, verstehe ich jedoch nicht wirklich. Die alte Version funktioniert zwar noch tadellos mit der alten hue-Bridge v1 (siehe Bild oben). Wer die hue-Bridge v2 (Affiliate-Link) nutzt, sollte jedoch unbedingt das neueste PicoC-Script aus dem Forum verwenden, da es sonst nicht ordentlich funktioniert. Schaltbefehle von Loxone heraus werden dann von der hue-Bridge nicht korrekt verarbeitet und landen meist im Nirvana. Das hat mich selbst fast zum Verzweifeln gebracht, bis ich auf die neueren Versionen aufmerksam geworden bin. Noch eine Anmerkung zur Nutzung der neuen PicoC-Versionen aus dem Forum. Diese werden direkt als txt-Datei bereitgestellt. Hier einfach den Inhalt per Texteditor herauskopieren (STRG + c) und dann in einem neuen "Programm"-Baustein in Loxone einfügen (STRG + v). Den Programm-Baustein "L-Philips Hue", welcher alle notwendigen Parameter enthält, kann direkt ausgewählt und per Copy&Paste in die eigene Loxone-Config-Datei übernommen werden. Wurde der PicoC-Programmbaustein in die eigene Loxone-Config-Datei importiert, wird er hier mit einem Doppelklick geöffnet. In diesem Fenster werden nun die IP-Adresse und der Username angepasst. Zeile 41: 192.168.3.55 Zeile 49: 2a0a7ac033fca72f2bdadf1089faf1f Hier muss jeder entsprechend die individuellen Werte eintragen, die aus obigen Schritten ermittelt wurden. Ab den Zeilen 57 muss dann noch der korrekte "inputTyp" pro hue-Device definiert werden. Es gibt folgende Typen: -1 = Unbenutzt 0 = Rgb/Lumitech 1 = Dimmer 2= On/Off 3 = hue-Gruppe Wenn die erste angelernte hue-Lampe bspw. eine RGB-Birne ist, lautet die Zeile entsprechend: inputType[0] = 3; Ist die zweite angelernte hue-Lampe dann bspw. ein Dimmer, lautet diese Zeile: inputType[1] = 1; Wenn keine anderen hue-Lampen mehr genutzt werden, können die restlichen Einträge deaktiviert werden: inputType[2] = -1; inputType[3] = -1; etc... Um herauszufinden, wie die Reihenfolge bzw. Nummer der angelernten hue-Lampen lautet, lässt sich diese URL nutzen, welche die Info von der hue-Bridge ausliest: http://192.168.3.55/api/2a0a7ac033fca72f2bdadf1089faf1f/lights In diesem Fall werden - wie in der oben bereitgestellten Loxone-Config - ebenfalls die Merker hue-01 und hue-02 (etc.) genutzt, um die passenden Werte des Lichtsteuerungsbausteins an das PicoC-Script zu übergeben. Werden RGB-Lampen genutzt, muss unbedingt der Haken bei "Als Digitalmerker verwenden" entfernt werden. Die hue-Leuchten hängen hier an AQ7 und AQ8 des genutzten Lichtsteuerungsbausteins. Damit sich die Farbwechsel-Funktion der hier genutzten LED-Lampen RGB (Affiliate-Link) auch nutzen lässt, muss im Lichtsteuerungbaustein im Reiter "Ausgänge" entsprechend der "Typ" auf "RGB" eingestellt werden. Wer bspw. die OSRAM LIGHTIFY Classic (Affiliate-Link) nutzt, wählt entsprechend "Dimmer 0-100%". Dann muss diesem Device natürlich vorher im PicoC-Programm der inputType 1 zugewiesen werden (siehe Beispiel oben). Sobald die geänderte Loxone-Config in den Loxone Miniserver (Affiliate-Link) übertragen wurde, lassen sich bis zu 12 hue-Lampen bequem per App steuern und in Lichtszenen einbinden. Aus meinem täglichen Leben Doch recht lange habe ich mich vor der Integration der hue-Lampen in Loxone gedrückt. Der Hauptgrund dafür war eigentlich, dass ich geglaubt hatte, dass man wieder ewig herumfrickeln muss und es am Ende dann doch nicht zuverlässig funktioniert. Aber ich kann an dieser Stelle Entwarnung geben. Die Integration war bei mir in knapp 10 Minuten erledigt und hat auf Anhieb funktioniert. Und das kommt eigentlich nicht allzu oft vor. :) Jedenfalls bin ich mit der Anbindung sehr zufrieden. Die Schaltänderungen werden ohne erkennbare Verzögerung übertragen und auch schnelle Lichtwechsel bringen die oben beschriebene Lösung nicht ins Schwitzen. Einzige Einschränkung ist natürlich, dass die hue-Lampen ab sofort nur noch über Loxone und nicht mehr über andere Systeme (FHEM bzw. original hue-App) gesteuert werden sollten, da die Loxone-Visu sonst nicht mehr stimmt. Steuerbefehle wandern bei obiger Loxone-Integration ja ausschließlich von Loxone zu den hue-Lampen. Externe Änderungen werden also nicht zurück zu Loxone übertragen. Eine Einschränkung, die mir herzlich egal ist, da ich sowieso alles nur noch über Loxone steuern möchte. ### Martin Öller im Interview - Der Mitgründer von Loxone zum Thema Smart Home Im Vorfeld der Loxone-Praxistage hatten Christoph und ich kürzlich die Gelegenheit Martin Öller, einen der beiden Firmengründer und aufstrebenden Stars im Bereich Smart Home mit einer Vielzahl an Fragen zu löchern. Dabei war es spannend zu sehen, welche Aspekte für den Unternehmer in den letzten Jahren besonders wichtig geworden sind und wohin sich der Trend der noch recht dynamischen Branche entwickelt. Da wir innerhalb nur einer Stunde eine Vielzahl interessanter Themen ansprechen konnten, ist nachfolgender Blogpost prall gefüllt mit spannenden Ansichten des sympathischen CEOs. Sichtweisen, die auch uns einen tieferen Einblick in die Firma Loxone und das sich ständig wandelnde Themengebiet eröffnet haben. Arbeiten auf dem Land - Vor- und Nachteile als Arbeitgeber Sie und Herr Moser, der Mitgründer von Loxone, haben sich beim Bau der neuen Firmenzentrale in Kollerschlag bewusst für ein Arbeiten auf dem Land und gegen einen Umzug in eine Großstadt entschieden. Wie kam es dazu und was sind für Sie die größten Herausforderungen in diesem Zusammenhang? Das war sicherlich eine zentrale Philosophiefrage, die wir uns stellen mussten. Da wir örtlich stark verwurzelt sind, war für uns jedoch schnell klar, dass wir Kollerschlag treu bleiben, mit all den Vor- und Nachteilen, die das Arbeiten auf dem Land so mit sich bringt. Auf dem Land schafft man es eher, eine stabile Stammmannschaft aufzubauen, was uns sehr wichtig ist. Dafür ist es jedoch schwieriger, neue Mitarbeiter an Bord zu holen, da die Auswahl insgesamt begrenzt ist. Das wäre in der Stadt vermutlich einfacher, die Abwanderung von Mitarbeitern hin zu anderen Firmen in direkter Umgebung stünde hier aber wieder dagegen. Ich denke, dass sich das in Summe nicht viel gibt, zumal wir örtlich zwischen Linz und Passau gelegen gar keine so schlechten Voraussetzungen besitzen. Aktuell umfasst unsere Mannschaft in Kollerschlag knapp 90 Personen, von denen viele aus dem Mühlviertel stammen und täglich zwischen Kollerschlag und Linz pendeln. Gerade die Fachhochschule Hagenberg in Linz, eine Muster-FH für Softwareengineering und Medientechnik, spielt dabei eine große Rolle. Auch ist es so, dass wir derzeitig stark an Bekanntheit gewinnen und bspw. auch durch den gewonnenen Landespreis für Innovation Oberösterreichs immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Wir merken, dass dadurch auch die Anzahl und das Niveau der eingehenden Bewerbungen steigt. Das freut uns natürlich sehr, da wir zur Zeit auf starkem Expansionskurs sind und entsprechend viele neue interne Stellen mit Fokus Soft- und Hardwareentwicklung besetzen möchten. Smart-Home-Landschaft im Ausland Neben dem Ausbau der Stammmannschaft in Kollerschlag forcieren Sie derzeitig auch die Expansion außerhalb Österreichs. Im Loxone-Blog haben wir gelesen, dass gerade die USA in den Fokus rückt. Wo liegen dabei die Unterschiede und Herausforderungen in Bezug auf Smart Home? Richtig, neben Deutschland und England steigen wir gerade massiv in den US-Markt ein. Dabei können wir auf Florian Wöss vertrauen, der in Steyr E-Business studiert hat und bereits seit einigen Jahren zu unserem Stammteam gehört. Da uns gerade auch die Entwicklungsmöglichkeiten unserer Mitarbeiter am Herzen liegen, ist es natürlich schön zu sehen, wenn wir Mitarbeitern etwas offerieren können, was andere Unternehmen in der Region nicht bieten. Herr Wöss ist das Paradebeispiel dafür, dass sich harte Arbeit bei uns auszahlt. Wir sind sehr gespannt, wohin die Reise in den USA gehen wird, da der Markt dort komplett anders tickt als hierzulande. Dort steht nicht der Elektriker im Mittelpunkt, sondern der "Builder." Dieser erwirbt gewöhnlich hektarweise Land, stückelt es in einzelne Grundstücke auf und pflastert hunderte Häuser in die Landschaft. In der so neu entstehenden Siedlung entscheidet man sich als Endkunde dann quasi nur noch für Modell A, B oder C. So beschränkt sich die Individualität bspw. auch in dem von uns gerade im Bau befindlichen Musterhaus in Philadelphia auf kleinere Details wie bspw. die Farbe der Haustür oder das Material der Küchengriffe. Eine große Herausforderung wird es sein, unsere Push-Pull-Strategie dort anzuwenden bzw. weiterzuentwickeln. Dabei geht es darum, den Endkunden mit Fokus auf Marketing und Argumentation zu adressieren. Sobald der Endkunde dann einen Bedarf kommuniziert (Push), entsteht auf der anderen Seite beim Partner ein Sog (Pull), der sich dann mit dem Thema Smart Home und Loxone auseinandersetzen muss. Wie gut uns das auch in den USA gelingt, wo der Markt entsprechend anders tickt, wird sich zeigen. Standardisierung und Vereinfachung Standardisierung spielt in fast jeder Branche eine zentrale Rolle. Was hat sich in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren bei Loxone getan und wohin wird die Reise künftig gehen? In 2010/11, als das Geschäft mit Smart Home bei uns so langsam ins Laufen kam, war die Devise: "Wünsch dir, was dein Haus können soll und du kannst davon ausgehen, dass Loxone das auch umsetzen kann". Das ist natürlich nach wie vor so, mit Loxone ist aus technischer Sicht sehr viel möglich. Jedoch hat sich der Zugang, wie wir das Thema Smart Home sehen, seit den Anfangstagen drastisch geändert. Nicht nur in Bezug auf internationale Anforderungen wird immer deutlicher, dass Standardisierung im Bereich Smart Home ein zentraler Dreh- und Angelpunkt ist. In diesem Zusammenhang geben wir klare Empfehlungen, wie bspw. unseren 5-Tasten-Standard zur Steuerung eines Smart Home. Das kommt uns jetzt zugute und hilft bei einem unserer wichtigsten Prinzipien, der Reduktion bzw. Vereinfachung. Wir arbeiten mit klaren Empfehlungen, angefangen vom Taster-Standard bis hin zu einzelnen Szenarien für die Automatisierung. Dabei überlegen wir uns genau, was wirklich sinnvoll ist und was Kunden nur verwirren würde. Unser Job ist dabei eher die Reduktion, was ich auch kürzlich im privaten Umfeld erfahren habe, als ich die frisch eingerichtete Loxone Config eines guten Freundes erstmal entschlacken musste. Hier wurden vom Installateur viele Logiken programmiert, die zwar gut gemeint waren, für das tägliche Leben im Smart Home aber leider eher unbrauchbar waren. Das Problem war einfach, dass viele Dinge nicht nachvollziehbar waren, was dann den Effekt beim Anwender hervorruft, dass die Technik nicht funktioniert. Solche Verunsicherungen beim Kunden möchten wir durch klare Empfehlungen und der Reduzierung auf das Nötigste bereits im Vorfeld ausräumen. Wir wissen selbst, dass gerade auch die Beratung in diesem Bereich mehr als schwierig ist und da helfen solche Standards nicht nur dem Kunden, sondern gerade auch dem Partner, der die Smart-Home-Lösung schließlich auch umsetzen muss. Entsprechend investieren wir auch viel in diesem Bereich, arbeiten intensiv mit unseren Partnern zusammen und bieten auch neue Aufbauschulungen an, die sich mit genau solchen Fragen auseinandersetzen. Manchmal komme ich mir vor wie ein Missionar. Viele möchten ihr Zuhause zum Smart Home ausbauen, was mittlerweile ja bereits eine Art neuer Lifestyle geworden ist. Oftmals steht dabei jedoch eher die Technik im Vordergrund und viele Anwender wissen noch gar nicht genau, was sie damit eigentlich alles anfangen können. Ich sehe es dabei als unseren Job an, genau diese Frage zu beantworten und aufzuzeigen, welche Vorteile ein Smart Home besitzt. Smart Home mit Entertainment-Steuerung Loxone bietet neben klassischen Smart-Home-Themen, wie Beleuchtung, Beschattung und Heizungssteuerung auch zunehmend Multimedia-Komponenten wie den Loxone Music Server an. Wir sehen in dieser Integration einen spannenden Ansatz für künftige Entwicklungen. Hier würden wir uns deshalb gerne auch noch mehr Softwaremodule wünschen, gerade was die Visualisierung betrifft. Wie sehen Ihre künftigen Pläne diesbezüglich aus? Dieses Thema ist für die gesamte Branche sehr wichtig, das sehen wir genauso. In England und mehr noch in den USA wird das Themengebiet Smart Home geradezu von Entertainment getrieben. Hier geht der Wunsch des Kunden ganz klar in die Richtung, mit einer Smart-Home-Lösung bspw. auch den TV zu bedienen. Ob das sinnvoll ist oder nicht, darüber lässt sich natürlich diskutieren Jedenfalls sind es die Leute gewohnt, sie haben den Anspruch und möchten das einfach haben. Der erste Schritt in diese Richtung war der Loxone Music Server, aktuell läuft darüber hinaus viel in Richtung Mediensteuerung. Unsere Beta-Community kann bereits auf entsprechende Bausteine zurückgreifen und man kann auch davon ausgehen, dass es mittelfristig weitere Produkte von uns in diesem Sektor geben wird. Das Thema Multimedia ist einfach der nächste und wichtige Schritt, auch wenn es noch einige Unklarheiten für uns gibt. Die Landschaft hat sich dabei meiner Meinung nach im Audio-Bereich schon seit Jahren gesetzt. Da gibt es diejenigen, die Musik auf der Platte haben und diejenigen, die Musik über Spotify und iTunes hören. Diese Technologien muss man entsprechend unterstützen, um eine solide Lösung anbieten zu können. Im Bereich Video hat sich hingegen noch nichts wirklich gesetzt. Wir haben zwar bspw. Kodi bei uns im Testeinsatz, wobei es schon wahnsinnig ist, wieviel Expertenwissen man benötigt, um etwas Vernünftiges aufsetzen zu können. Allein die verschiedenen Hardwareplattformen machen es äußerst schwierig und viele Streamingdienste stecken immer noch in den Kinderschuhen. Deshalb konzentrieren wir uns erst einmal auf die Steuerung bestehender Hardwarekomponenten. Per Knopfdruck der Loxone Remote startet der Kinomodus und damit auch der Fernseher mit dem passenden Eingang, die gewünschte Lichtstimmung wird gewählt und die Jalousien werden heruntergefahren, um den Komfort zu erhöhen und gleichzeitig die Komplexität für den Anwender herauszunehmen. Aber das ist ingesamt ein wirklich herausforderndes Thema, gerade auch weil die Zielgruppen weit auseinandergehen. Gender-Unterschiede und WAF-Faktor Smart Home ist wohl eine reine Männer-Domäne. Wenn Smart-Home-Technik in den eigenen vier Wänden zum Einsatz kommen soll, muss aber meist auch die Frau im Haus einbezogen werden. Wo sehen Sie zielgruppenspezifische Unterschiede und wie versuchen Sie diese zu adressieren? Zwischen den Geschlechtern gibt es wirklich gravierende Unterschiede. Männer müssen eigentlich so gut wie nie überzeugt werden, Frauen dafür umso öfter. In vielen Firmen kursiert deshalb der WAF-Faktor, der auch im Bereich Smart Home mittlerweile eine sehr wichtige Rolle spielt. Hier sind wir gerade massiv am umdenken, sodass jetzt eher Frauen adressiert werden, was Marketing, Botschaften und Konzept betrifft. Das geht einher mit den bereits angesprochenen Bestrebungen in Bezug auf Standadisierung und Reduzierung der Komplexität. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Zuhause habe ich am Anfang einige temperaturabhängige Beschattungslogiken umgesetzt, die bei meiner Frau lange Zeit für Verwirrung gesorgt haben, da sie einfach nicht eingängig waren. Das würde ich heute anders lösen und Komplexität herausnehmen. Da sich das Konzept bei uns Zuhause jedoch gesetzt hat, lasse ich das Ganze aber besser erstmal so, wie es jetzt ist. Unseren Kunden möchte ich diese lange Eingewöhnungszeit jedoch ersparen und entsprechend achten wir verstärkt darauf, dass unsere Umsetzungsempfehlungen einfach und nachvollziehbar bleiben. Nur so lässt sich die Akzeptanz nachhaltig steigern. Auch möchten wir unsere Partner bei der Umsetzung unterstützen und bieten in der Loxone Config seit Kurzem den T5-Eingang an. Damit lässt sich unser Loxone Touch-Taster softwareseitig mit nur einem Verbinder an den gewünschten Licht-, Jalousie- und Musik-Bausteinen anschließen. Die Logik im Hintergrund kümmert sich dann um den Rest, sodass die verschiedenen Tasten automatisch zugewiesen werden. Das mag auf den ersten Blick vielleicht unspektakulär klingen, bietet in der Praxis aber viele Vorteile. Der Partner spart Zeit, es passieren weniger Fehler und der Kunde kann sich sicher sein, dass die Bedienung in allen Räumen nach dem Loxone-Standard funktioniert. Die Rolle der Loxone-Partner Die Loxone Config ist derzeitig eher etwas für den versierten Anwender. Wird der Hauptanwender weiterhin eher der Partner und DIY-Bastler bleiben, oder geht das Ganze mittelfristig in die Richtung, dass auch der "normale" Anwender die Programmlogik aktiv ändern kann? Hier gibt es zwei ganz klare Aussagen. Zum einen wird Loxone aus jetziger Sicht immer ein Unternehmen bleiben, das intensiv mit Partnern arbeitet. Wir sind der Meinung, dass ein richtiges Smart Home nur dann erfolgreich umgesetzt werden kann, wenn tiefer in die Installation eingegriffen wird. Viel tiefer, als es ein Durchschnittsanwender jemals machen darf und machen wird. Hier lassen sich die Smart-Home-Ansätze unserer Ansicht nach in zwei Lager aufteilen. Auf der einen Seite die Gimmicks wie Nest, Philips hue oder RWE. Aus unserer Sicht super Gimmicks, die schon alleine auf Seiten der Investition eine ganz andere Käuferschicht ansprechen. Die Lösung kann ich mir selbst einbauen und wenn es mir nicht mehr gefallen sollte, schmeiss ich es einfach weg und stecke die nächste Lampe ein. Also keine langfristige Investion, sondern eher eine Spielerei. Auf der anderen Seite stehen die professionellen Lösungen, zu denen wir auch Loxone zählen. Daneben ist es in Wahrheit ja so, dass der Endkunde mit der Software bereits heute arbeitet. Er kann bspw. Lichtszenen nicht nur auswählen, sondern auch über die App anpassen. Das ist ja nichts anderes als eine Parameteränderung und natürlich sind wir bestrebt, dass der Endkunde hier künftig noch mehr Möglichkeiten erhält. Das hilft auch dem Partner, da bspw. Schreibfehler schnell und unkompliziert direkt vom Kunden korrigiert werden können. Dienstleistungen, mit denen der Partner sowieso nichts verdienen würde. Insgesamt sind wir bestrebt, die Loxone Config stetig zu verbessern und entsprechend arbeiten derzeitig über 40 Personen an deren Weiterentwicklung. Die Zielgruppe der Loxone Config wird aber weiterhin der Installateur bleiben, der durch unsere Verbesserungen seine Projekte schneller und effizienter umsetzen kann. Historisch bedingt, wird die Loxone Config weiterhin Windows only bleiben. Eine Mac- bzw. Browseranwendung halte ich derzeitig nicht für realistisch. Vom Newcomer zur etablierten Branchengröße Ihr Unternehmen ist in den vergangenen Jahren zum ernstzunehmenden Player auf dem Smart-Home-Markt herangewachsen. Wie stehen Sie zu Konkurrenten und Neueinsteigern, die oftmals ein ähnliches Konzept besitzen? Wir sind uns dessen bewusst, dass uns Marktbegleiter nacheifern und manchmal auch kopieren. Wir werden damit relativ häufig konfrontiert und müssen uns mit solchen Lösungen langfristig messen. Wir entwickeln ständig neue Produkte und zum Glück lässt sich nicht alles kopieren, von daher sind wir da relativ entspannt. Auch ist es nicht so, dass wir andere Firmen im Bereich Smart Home als direkte Konkurrenz wahrnehmen. Aber es ist manchmal schon interessant, wenn man andere Anbieter sieht, die uns bis hin zu den Marketingbotschaften ähneln. Wir sehen das aber eher als Bestätigung, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben und vielmehr als Kompliment. Der größte Konkurrent für uns ist und bleibt aber nach wie vor die konventionelle Installation. Auf 100 Neubauten kommen vermutlich nur 5-10 Smart Homes. Bei den restlichen 90-95 müssen wir ansetzen, denn nur so können wir am Markt langfristig erfolgreich bleiben. Entwicklung neuer Produkte und Konzepte Wir haben uns auf der Light&Building bspw. bei den Jungs von Comexio umgesehen, die jetzt bspw. auch eine DALI-Extension oder integrierte uLux-Taster anbieten. Wie ist die Strategie von Loxone hinsichtlich Entwicklung bzw. Integration neuer Produkte und Technologien? Im Grunde orientieren wir uns stark an dem, was wir uns selbst in unseren eigenen Smart Homes wünschen und nicht an anderen Unternehmen am Markt. Das war schon immer so und wird wohl auch erstmal so bleiben, solange wir selbst Verbesserungspotenzial ausmachen können. Genau so ist Loxone auch ursprünglich entstanden, da mein Kollege Moser und ich von den damaligen Lösungen einfach nicht überzeugt waren. Daneben orientieren wir uns natürlich auch an den Bedürfnissen unserer Partner. Entsprechend werden wir auch in Kürze eine DALI-Extension anbieten, die sich einige Partner bereits seit Langem wünschen. Taster mit eingebauten Displays hingegen sind aus meiner Sicht auf gar keinen Fall ein Schritt weiter. Hier gab es in der Vergangenheit auch bereits Bestrebungen für eine Zusammenarbeit zwischen uLux und uns. Aber wir haben uns bewusst dagegen entschieden. Nicht weil wir uLux nicht in Loxone integrieren könnten, sondern vielmehr deswegen, weil wir schlicht keinen Sinn in der Bedienung mittels verteilter Wanddisplays sehen. Ein Display ist auch für uns relevant, keine Frage, aber dann vielmehr bei anderen Themen, wenn es bspw. um die Darstellung von Statistiken auf einem größeren Tabletdisplay oder der zentralen Steuerung des Hauses per Smartphone geht. Kleine Displays hatte ich bereits früher in meiner KNX-Installation in Form von Raumcontrollern. Aber das Konzept ist meiner Meinung nach nicht wirklich schlüssig und ich halte es mittlerweile auch einfach für obsolet. Vieles, was mit dem Raumcontroller steuerbar ist, soll über Regeln des Systems einfach so automatisch ablaufen. Ich möchte die Heizungssteuerung bspw. auch nur einmal per Smartphone einstellen und mich dann nicht mehr damit beschäftigen müssen. Schon gar nicht an einem Minidisplay an der Wand, das zudem den Verkabelungsaufwand erhöht und auch noch unnötig Strom verbraucht. Wären wir davon überzeugt, würden wir solche Produkte auch selbst herstellen. Wenn mal so will, sehe ich Smart Home 1.0 als Bus-System, welches nur die Art der Bedienung ändert, indem ein Taster nicht mehr direkt mit dem Verbraucher verdrahtet ist, sondern mehrere kleine Taster mit verschiedenen Verbrauchern interagieren können. Beim Smart Home 2.0 haben wir noch eine weitere Form der Bedienung, nämlich die per Smartphone. Eigentlich auch kein Fortschritt, denn wer vernünftig denkt - und das machen gerade Frauen leider viel zu oft - erkennt recht schnell die Nachteile einer App-basierten Bedienung, die wenig komfortabel und damit auf Dauer auch eher unpraktikabel ist. Aus unserer Sicht ist Smart Home 3.0, wie wir es uns vorstellen, das Leben mit Autopilot. Das Haus weiss, was zu tun ist und liefert damit maximalen Komfort. Und dort, wo ich eingreife, um bspw. Licht anzupassen, funktioniert das auch sehr einfach. Da brauche ich kein teures Display mit diesem ganzen Firlefanz, sondern habe einen einzigen großen Wandtaster mit hinterlegten Lichtszenen, die jeder intuitiv bedienen kann. Rollenverteilung der Loxone-CEOs Sie führen Loxone seit Anfang an zusammen mit Ihrem Mitgründer Herrn Moser. Wie ist die Rollenverteilung intern geregelt? Herr Moser ist verantwortlich für unsere Produkte und die Technik dahinter, also Produktstrategie, Entwicklung und Support. Entsprechend ist er auch stark involviert in der Beta-Community. Intern kümmert er sich zudem um die Finanzen. Ich bin verantwortlich für Marketing und Vertrieb, obwohl ich eigentlich Softwareengineering studiert habe. So ergänzen wir uns recht gut. Gegenseitig halten wir uns ständig auf dem Laufenden, um keine Entwicklungen des anderen zu verpassen. Viele Dinge, die uns beide brennend interessieren, gehen wir auch gemeinsam an. So bspw. auch das Thema Photovoltaik. Wir haben uns vor einiger Zeit entschieden, jeweils eine PV-Anlage auf unseren Hausdächern zu installieren und das Energiemanagement per Loxone Miniserver umzusetzen. Damit konnten wir viel testen und haben dabei auch mit der Visualisierung gespielt, bis wir die für uns perfekte Lösung gefunden hatten, die jetzt jeder Kunde selbst einsetzen kann. Man könnte sagen, dass der Aufwand nicht gerechtfertigt war und wir unser Engagement stattdessen in wirtschaftlichere Themen hätten stecken können. Aber wir denken, dass es gerade solche nachhaltigen Themen sind, die sich langfristig im Kontext intelligentes Leben mit Autopilot für uns auszahlen werden. Loxone als Hard- und Softwareunternehmen Loxone lebt aktuell von der Hardware, die zum großen Teil selbst entwickelt und hergestellt wird. Auf der anderen Seite wird viel Aufwand in die selbst entwickelte Software gesteckt, die derzeitig kostenlos ist. Wird dieser Ansatz beibehalten oder gibt es vielleicht bald eine Art Loxone-App-Store, um weitere Softwarefunktionalitäten kostenpflichtig nachzurüsten zu können? Einer der Grundsatzentscheidungen bei der Gründung war, dass Loxone vom Verkauf der Hardware lebt, aber in Wahrheit ein Softwareunternehmen ist. Das trifft auch heute noch zu. Wir beschäftigen uns zum Großteil mit dem Thema Software. Natürlich haben wir Hardwareentwickler und designen die Hardware selbst, von der wir schlussendlich leben. Aus heutiger Sicht soll die Software aber immer kostenfrei bleiben und lediglich die Softwarebausteine, die wir im Kern zukaufen, wie bspw. der Caller oder der Wetterservice, werden auch weiterhin Geld kosten. Es wird jedoch nicht in eine Richtung gehen, dass wir ein paar Euro für einen Softwarebaustein verlangen, der bspw. die Fritzbox oder Kodi in das Smart-Home-Konzept integriert. Der Zugang ist vielleicht eher, dass wir immer unser Bestes geben werden, um ein rundes Softeware-Gesamtpaket anzubieten, um alles das zu unterstützen, was wir für sinnvoll erachten. In Sachen Software sind wir auch recht offen, gerade was die Bereitstellung von Dokumentationen angeht. Wir vertreten die Philosophie, dass ein Entwickler eine Schnittstelle nicht in einem lokalen Excel- oder Word-Dokument abspeichert, sondern sie stattdessen direkt auf der Homepage in der passenden Schnittstellenbeschreibung veröffentlicht. Von dieser Offenlegung der Informationen profitieren dann Bastler genauso wie unsere Partner, die damit dann recht einfach kundenindividuelle Lösungen und Erweiterungen erstellen können. Nachrüstermarkt und Zukunftsaussichten Loxone adressiert mit neuen Produkten - wie dem Rauchmelder Air, Loxone Touch Air und Bewegungsmelder Air - vorallem auch den Nachrüstermarkt. Warum ist dieser Bereich für Sie so wichtig geworden und wohin geht die Reise künftig? Nachrüstlösungen gibt es auf dem Markt mittlerweile viele. Loxone adressiert dabei im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern weiterhin das professionelle Smart Home, sodass wir unsere Air-Produkte vorallem als Erweiterung zu bestehenden, kabelgebundenen Installationen verstehen. Auch wenn der Nachrüstermarkt sehr groß ist, möchten wir uns von den Gimmicklösungen wie RWE distanzieren, die diesen Markt derzeitig dominieren. Loxone ist keine Lösung, um mal schnell etwas in die Steckdose zu stöpseln, dafür bieten wir im direkten Vergleich zu den vielen anderen Insellösungen eine vollständig integrierte Smart-Home-Plattform, die unseren Kunden eine Gesamtlösung bietet. Auch wenn man es als frischgebackener Häuslebauer erstmal nicht hören will, sind die Anforderungen im ständigen Wandel. Im heutigen Smart-Home-Neubau wird dann spätestens einige Jahre später der Wunsch nach einem höheren Funktionsumfang laut. Unsere Air-Produkte setzen genau dort an, wo es zu unbequem oder schlicht unmöglich ist, kabelbasierte Geräte nachzurüsten. Der gerade erschienene Bewegungsmelder Air wurde innerhalb von nur zwei Wochen über 1.000 Mal verkauft und war bereits nach kurzer Zeit vergriffen. Das zeigt uns, dass wir hier richtig liegen und die Wünsche unserer Kunden adressieren können. Zukünftige Entwicklungen vorherzusehen, ist insgesamt aber sehr schwierig, da der noch junge Smart-Home-Markt im ständigen Wandel ist. Der Trend, den ich sehe, ist jedoch, dass sich Smart Home langsam in den Köpfen als Gedanke für ein neues Leben etabliert. So wie sich beim Fahrzeug die Klimaanlage durchgesetzt hat, wird sich in den eigenen vier Wänden auch das smarte Wohnen etablieren. In zehn Jahren wird man dann hoffentlich nicht mehr darüber nachdenken und statt einer konventionellen durchwegs eine smarte Installation einsetzen. Wir haben dabei den klaren Fokus auf die eigenen vier Wände. Das ist bspw. auch der Grund, weshalb es so lange gedauert hat, bis wir die vorhin erwähnte DALI-Extension entwickelt haben. DALI kommt dabei ursprünglich aus Großinstallationen und wird im eher überschaubaren Einfamilienhaus nicht oft eingesetzt. Da man uns jetzt aber über längere Zeit geradezu gelöchert hat, haben wir uns breit schlagen lassen und unterstützen künftig auch dieses Bus-Protokoll. Unser derzeitiger Fokus hinsichtlich "Leben in den eigenen vier Wänden" mag sich in einigen Jahren mit einer neuen Vision auch einmal ändern, keine Frage, aber wir denken, dass wir mit unserer derzeitigen Stategie auf dem richtigen Weg sind. Aus meinem täglichen Leben Als Loxone-Fans, die wir in den letzten Jahren zweifelsohne geworden sind, danken wir Herrn Öller an dieser Stelle nochmals für das sehr interessante Interview. Es ist wirklich schön zu sehen, dass sich Loxone seit unserem Besuch Ende 2014 stark weiterentwickelt hat und weiterhin einen klaren Fokus besitzt. Gerade auch in der Praxisschulung, die wir im Anschluss absolviert haben, wurde uns deutlich, dass neben den technischen Aspekten - wie der Installation des Verteilerkastens - gerade auch die Adressierung der Zielgruppe mehr und mehr in den Mittelpunkt rückt. Smart Home ist eben schon langsam mainstream-fähig. Dabei setzt Loxone konsequent auf eigens entwickelte Standards und ist mit einem sehr schlüssigen Gesamtkonzept vermutlich vielen Konkurrenten mindestens einen Schritt voraus. Auf der anderen Seite bietet Loxone weiterhin das Potenzial für Tüftler und Bastler wie uns, die das System über offene Schnitstellen mit anderen Lösungen wie FHEM koppeln. Neben dem Fokus auf eigene Produkte hat es uns zudem sehr gefreut zu hören, dass sich die Loxonauten bspw. auch mit anderen Plattformen wie Apple Home Kit auseinandersetzen. Genaueres konnten wir in diesem Zusammenhang leider nicht in Erfahrung bringen, aber über eine Integration würden wir uns natürlich sehr freuen. Auch die gerade in der Entwicklung befindlichen Logikbausteine für Multimedia-Komponenten werden wir genauer verfolgen, da wir darauf selbst schon lange warten, um bspw. die Visualisierung angebundener Beamer, TVs und Co. umzusetzen. In diesem Zusammenhang sind wir auch sehr gespannt, wie Loxone das Thema Video angehen wird. Kodi geht schon mal in die richtige Richtung, wobei wir uns natürlich eine Integration des artverwandten und von uns  eher präferierten Plex-Systems (unsere Artikel zum Thema) wünschen würden. Wir werden sehen, was die sympatischen Österreicher in Zukunft noch so alles umsetzen werden und freuen uns schon auf den nächsten Besuch bei Loxone in Kollerschlag. ### Light and Building 2016 - Neuheiten der Smart-Home-Messe Eigentlich meide ich Messen eher. Oftmals zu laut, unpersönlich und hektisch. Da mich das Themenumfeld aber brennend interessiert und ich als Blogger netterweise ein Presse-Ticket erhalten hatte, konnte ich mir die Chance nicht entgehen lassen und habe die Light&Building am ersten Messetag besucht. Dabei konnte ich einige spannende Einblicke hinsichtlich Gebäudetechnik mit Schwerpunkt Beleuchtung erhaschen, die mir auch in Bezug auf mein anstehendes Projekt Operation Smart Home weiterhelfen. Welche Messestände besonders sehenswert sind und ob sich ein Ausflug zur Leitmesse nach Frankfurt lohnt, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. Von den knapp 2.500 Unternehmen, die mit Ihrem Ständen auf der L&B 2016 um die Gunst der Messebesucher buhlen, hatte ich mir im Vorfeld knapp ein dutzend Anbieter mit Smart-Home-Fokus herausgesucht, die der Reihe nach abgegrast wurden. Comexio (11.0 C36) Von der westlichen Seite des Messegeländes startend, führte der Weg direkt an Comexio vorbei, einem deutschen Unternehmen, welches seit Kurzem auf dem Smart-Home-Markt mitmischt und mit dem IO-Server samt kabel- und funkbasierter Extensions das komplette Zuhause steuerbar macht. Als ich vor etwa einem Jahr das erste Mal über die Lösung gestolpert bin, war mir gleich klar, dass Comexio im Endeffekt das deutsche Pendant zu Loxone ist. Beinahe identisch lesen sich die Spezifikationen und auch die Preislisten, statt Miniserver heisst die zentrale Steuereinheit eben IO-Server. Aber von einer reinen Copy-Cat zu sprechen, ist wohl dennoch falsch. Am Stand konnte ich mir einen Live-Eindruck des Comexio-Systems verschaffen. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich gänzlich ohne Erwartungen herangegangen bin, jedenfalls war ich mehr als positiv überrascht. Das Grundkonzept samt App-Steuerung wirkt stimmig und Detailfunktionen, wie die Leistungsmessung jedes Kanals, sind praktisch und in dieser Form wohl auch einzigartig. Der IO-Server bietet dabei - ähnlich wie Loxones Miniserver - die Einbindung verschiedener Standard-Protokolle. Standardmäßig lässt sich so nicht nur KNX, sondern auch der Onewire-Bus einbinden. Weiterhin gibt es vergleichbare Extensions, wobei jetzt auch DALI für die Lichtsteuerung unterstützt wird. Hier hinkt Loxone bspw. noch hinterher. Auch konnte das App-Design im Praxistest überzeugen, obwohl ich das Layout vorher - gerade im direkten Vergleich zu Loxone - eher als verspielt und unsexy empfand. Von trägen Eingaben erstmal keine Spur und die Steuerung per "Dimm-Rad" ist zudem praktisch. Schick und sehr unaufdringlich war dann auch der neue IP-Raumcontroller (Bild hier), welcher als Wandtaster mit mehreren Tastpunkten und einem Display alle zentralen Funktionen des Systems visualisiert und steuert. Klasse Idee, die auf den ersten Blick gut umgesetzt scheint. Einen kurzen Blick konnte ich auch in das Comexio-Studio werfen, über welches das System über den Browser parametriert werden kann. Hier ist keine Zusatzsoftware notwendig, wodurch ein plattformunabhängiger Zugriff möglich ist. Technisch klasse umgesetzt, wobei mir der reine Anblick des 2D-Floorplans immer noch Kopfschmerzen bereitet. Geschmacksache. Insgesamt ein interessantes System, welches den Smart-Home-Markt mit Sicherheit bereichern wird. Elsner Elektronik (11.1 C26) Beim Vorbeilaufen bin ich dann am Elsner-Stand am KNX B8-TH hängen geblieben. Die extrem kompakte KNX-Schnittstelle mit acht Binär- und zwei Sensoreingängen konnte eine wirklich gute Figur machen. Da fragt man sich sofort, warum das nicht alle Hersteller so schick und kompakt hinbekommen. Könnte mir jedenfalls vorstellen dieses platzsparende Modell dezentral pro Raum für Fensterkontakte, Wandtaster mit Temperatur- und Luftfeuchtemessung einzusetzen. Weiterhin sprang mir direkt der Salva KNX ins Auge (Katalog S.10). Der Rauchwarnmelder misst gleichzeitig Temperatur, Luftfeuchtigkeit samt Luftdruck und lässt sich direkt per KNX anbinden. Bisher war der Gira Rauchmelder Dual (Affiliate-Link) mit KNX-Modul (Affiliate-Link) mein Favorit, jetzt überlege ich mir das Ganze nochmal. Aber auch der Sewi KNX, welcher ebenfalls an der Decke montiert wird, ist eine Überlegung wert. Er besitzt einen Kombisensor für CO2 und misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit samt Präsenz. Dabei wirkt er sehr unaufdringlich. Wäre evtl. auch spannend für die Steuerung der kontrollierten Be- und Entlüftung. Gira (11.1 B32) Auf dem enorm großen Gira-Stand gab es unter anderem das neue Gira System 106 zu sehen. Die Türstation aus Aluminium ist ein wirklicher Hingucker. Die Optik hat mit Sicherheit auch ihren Preis, wobei ich mir im Augenblick gar nicht sicher bin, wie gut oder schlecht sich die Module in (m)ein Smart-Home-Konzept integrieren lassen würden. Praktisch und schick fand ich im Schalterprogramm auch den Gira E2 HDMI High Speed mit Ethernet. Auch war dann auch der Gira Rauchwarnmelder Dual Q zu sehen, mein bisheriger Favorit in Sachen Sicherheitstechnik. Jung (11.1 B56) Wie nicht anders zu erwarten war, ist neben Gira auch direkt Jung als Marktbegleiter anzutreffen. Hier konnte ich den flächenbündig installierten Jung Raumcontroller begutachten, den ich bereits im Artikel Operation Smart Home – Gewerkeübergreifende Funktionsbereiche: Verschattung erwähnt hatte. Optisch sehr schick und unaufdringlich, das muss man wirklich sagen. Die Haptik konnte mich aber leider nicht komplett überzeugen. Der Druckpunkt ist etwas schwammig und wie man auch auf dem Bild erkennen kann, schließen manche Tasten nicht ganz plan ab. Das geht bestimmt besser, jedenfalls konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden, leider. BAB Tec (9.0 B93) Einiges hatte ich bisher über BAB Tec gelesen, einen etablierten Anbieter für Smart-Home-Lösungen, der sogar noch optisch ansprechende Interfaces designen kann. Meiner Meinung nach hat es BAB Tech als einer von wenigen Anbietern im Bereich KNX und Co. verstanden, dass künftig das Geld im Bereich Smart Home nicht nur mit Hardware, sondern gerade auch mit Software verdient werden kann. Entsprechend stehen auch Softwaremodule im Mittelpunkt des BAB App Market. So lässt sich die heimische Fritzbox bspw. über das kostenpflichtige Modul "FritzControl" für 29,99€ ins Smart Home integrieren. Ähnlich wie FHEM, nur eben kommerziell. Etwas geschockt hat mich jedoch die iPad-App, die man live auf dem Stand testen konnte. Das Grundlayout ist wirklich klasse, keine Frage, jedoch lief es bei mir nicht so wirklich rund. Eingaben reagierten etwas träge, ich konnte Slider erst nach mehreren Anläufen erwischen und insgesamt hatte ich von der Usability - gerade aufgrund der grandiosen Optik - etwas mehr erwartet. Mal sehn, ich werde der Lösung sicherlich noch einmal eine weitere Chance geben. Tense (9.0 C53) Ein kleiner Hingucker waren die Touchtaster mit integriertem OLED-Display und KNX-Koppler des belgischen Herstellers Tense. Hier gab es viele verschiedene Oberflächen von Alu über Glas bis hin zu Stein (eindeutig Geschmacksache) zu sehen. Die Auflösung des Displays war zwar nicht wirklich hoch, dafür konnte die Touchfunktion direkt überzeugen. Auch Gesten wie Multitouch (zwei oder mehr Tasten drücken) sind möglich und können für gewünschte Aktionen genutzt werden. Einzig der Preis im höheren dreistelligen Bereich ist doch recht happig. So bleibt Tense für mich erstmal eher uninteressant. Mobotix (9.0 D40) Weiter ging es zum Spezialisten für Netwerkkameras. Da ich schon eine Mobotix i25 (Affiliate-Link) im Testbetrieb nutze und die Bildqualität sowie den Leistungsumfang zu schätzen gelernt habe, steht Mobotix gerade ganz oben auf der Wunschliste für das bald entstehende Smart Home. Hier konnte ich auch zum ersten Mal die IP Door Station T25 (Affiliate-Link) begutachten. Insgesamt wirkte das Gerät auf mich etwas klobig, das hatte ich mir kleiner vorgestellt. Auch die Tasten wirken nicht wirklich hochwertig. Ich denke da muss ich etwas anderes finden und vermutlich die Funktionsbausteine (Kamera, Lautsprecher/Mikrofon und Wandtaster) trennen. Hierfür wäre evtl. die S15 (Affiliate-Link) mit entsprechendem Zubehör geeignet. Hier habe ich aber leider noch kein fertiges Konzept in der Schublade. Auch wurde das MXDiplay+ gezeigt und sein noch größerer LCD-Display-Bruder, der jedoch erst in einigen Monaten auf den Markt kommen wird. Für mich jedoch eher unspektakulär. In dieser Hinsicht ist gut erkennbar, dass Mobotix auch einen Teil des Smart-Home-Kuchens abhaben möchte. Hier gibt es immer mehr Extensions, die per Mobotix-Bus angebunden werden können und sich so bspw. um die Zutrittssteuerung kümmern. Hier hakte es noch etwas bei den Testgeräten, aber ich bin mir sicher, dass Mobotix hier künftig eine gute Figur machen wird. Jedenfalls schön zu sehen, dass auch die Mobotix-Software (Windows und OSX) weiter ausgebaut wird. Die gezeigte Live-Demo am Stand war einfach super, da fehlt eigentlich kein Feature mehr. Multiview auf meheren Bildschirmen mit der Möglichkeit direkt in die Historie - basierend auf Bewegungsaktivitäten - abzuspringen, ist schon klasse. Muss ich auch endlich mal installieren, zumal die Software keinen Cent extra kostet. ABB (8.0 F50) Bei ABB musste ich natürlich auch vorbeischauen, da die günstigen KNX-Komponenten bei mir vermutlich verstärkt zum Einsatz kommen werden. Schön fand ich den hintergrundbeleuchteten Schaltschrank, der zum Nachahmen einlädt. :) Busch-Jaeger (8.0 F/G50) Wie schon kurz im Blogpost Operation Smart Home – Anforderungen an unser neues Zuhause angesprochen, bin ich aufgrund der technischen Features ein Fan des Busch-Präsenzmelders Mini KNX (Affiliate-Link) geworden. Auf dem Stand von Busch-Jaeger konnte ich mir dann auch noch die anderen Präsenz- und Bewegungsmelder begutachten. Gerade der Busch-Präsenzmelder KNX (ohne Mini im Titel), der sich durch eine höhere Erkennungsreichweite auszeichnet, ist im Vergleich zum Mini schon wirklich ein Brummer. Dennoch hat die Serie auch weiterhin gute Chancen bei mir zum Einsatz zu kommen. Paulmann (6.0 P10) Auf der Light and Building kommt man aber nicht nur als Smart-Home-Enthusiast auf seine Kosten, sondern kann sich auch einige Inspirationen hinsichtlich LED-Beleuchtung holen. So auch auf dem Stand von Paulmann, welcher auch schicke und schnörkellose Lampen für die Wandmontage anbietet. Darunter vorallem die "Bar LED 707.90" (links im Bild) und "Stadio LED 707.96" (rechts im Bild), welche mit ihren integrieten LED-Stripes jeweils ein angenehmes, indirektes Licht abgeben. Klewe (4.2 H61) Mit Abstand der augenfreundlichste Stand mit angenehm gedimmten LED-Leuchten war der Stand Klewe der des italienischen Anbieters Klewe. Die IP54-zertifizierten Lampen für den Außenbereich konnten auf Anhieb gefallen. Besonders das Modell "Baggy Updown" könnte an der Wandfassade wirklich schick aussehen. Für den Einsatz im Treppenhaus kann ich mir dann auch den "Minima Horizon" vorstellen. Weiterführende Informationen zum Unternehmen bzw. den Produkten findet man im Web leider nicht, schade. Lucifer Lighting (4.2 B51) Schicke LED-Spots für die Unterputzmontage waren bei Lucifer Lighting zu sehen. Der Hersteller setzt dabei nicht - wie oftmals üblich - auf PWM-Dimmer, sondern auf ein analoges Dimmverfahren. Dadurch kann ein Flackern bei heruntergedimmten LEDs vermieden werden, was mir auch sehr wichtig ist. Wer sich für die technischen Details der verschiedenen Dimmvarianten von LEDs interessiert, findet auf elektronikpraxis.vogel.de einen anschaulichen Artikel inkl. Vergleichstabelle. Aus meinem täglichen Leben Ein Besuch auf der Light and Building 2016 gehört eigentlich für jeden Smart-Home-Enthusiasten zum Pflichtprogramm. Es sind massenweise namhafte Hersteller und auch neue Player auf dem Markt vertreten, die durch Innovationen dem Markt neue Impulse geben. Interessant war besonders für mich zu sehen, wie viele Anbieter auf Protokolle wie KNX, DALI bzw. DMX setzen. Oben erwähnte Messestände und Firmen sind wirklich nur die Spitze des Eisbergs und man bräuchte wohl eine gesamte Woche, um alle relevanten Firmen abzugrasen. Interessant ist dabei die Zweiteilung der Messe in Smart-Home-Technik und klassischer Beleuchtung, bei welcher der Fokus klar auf Design liegt und die Technik fast schon gänzlich im Hintergrund verschwindet. Auch sind hier wirklich lustige Stände zu bestaunen, die den Standbesucher mit gefühlten 10.000 Lux in Grund und Boden strahlen. Für die Hallen östlich des Torhauses sollte man deshalb am besten eine Sonnenbrille mitnehmen und Sonnencreme auftragen, da man sich schon oftmals vorkommt wie im Solarium. :) Insgesamt hat sich der Besuch komplett gelohnt, obwohl ich bspw. auch etwas mehr Informatoinen über die ETS-App gewünscht hätte, über die man bereits im Vorfeld einiges lesen konnte. Wer also in der Nähe wohnt und sich für das Thema Smart Home interessiert, kann die Messe noch bis zum 18.03.2016 besuchen. Online-Tickets gibt es hier. ### TV-Aufnahmen vom Enigma2-Receiver automatisch archivieren Seit einiger Zeit bin ich nun glücklicher Besitzer einer VU+ Solo 4k, die dank JESS-Multischalter insgesamt acht unabhängige SAT-Tuner zur Verfügung stellt (alle Infos). Da nun im Grunde fast unbegrenzt viele gleichzeitige Aufnahmen möglich sind, kommt der Autotimer noch häufiger zum Einsatz, was die installierte 500 GB große SSD entsprechend schnell mit Daten füllt. Damit jedoch immer genug Speicherplatz zur Verfügung steht, musste ein Bash-Script her, um Aufnahmen automatisch auf eine externe  HDD (bzw. NAS) auszulagern. Wie diese Archivierung im Detail funktioniert, ist Inhalt der nachfolgenden Anleitung. Genug (externen) Speicherplatz vorsehen In diesem Beispiel wird eine taufrische VU+ Solo 4k (Affiliate-Link) mit aktuellem VTi-Team-Image 9.0.2 eingesetzt. Nachfolgende Anleitung lässt sich aber vermutlich auch auf fast jeder Enigma2-basierten Settop-Box (Dreambox oder Ähnliches) umsetzen. Wie schon im Artikel VU+ Solo 4K und JESS-Multischalter – Acht unabhängige Sat-Tuner über ein Kabel angesprochen, ist eine Samsung 850 500 GB (Affiliate-Link) installiert, um erstmal intern Speicherplatz für neue Aufnahmen bereitzuhalten. Der Grund für den Einsatz der SSD ist schlicht, dass sie aus dem Standby ohne Verzögerung aufwacht und als positiver Nebeneffekt nochmal deutlich weniger Strom verbraucht als eine vergleichbare 2,5" HDD. Das ist nicht nur für gerade startende Aufnahmen praktisch, sondern beschleunigt vorallem auch den Zugriff auf die Aufnahmeliste, welche im Vergleich zur HDD in einem Bruchteil der Zeit lädt. Sicherlich Luxus, da man sich auch einige Sekunden gedulden kann, einmal im Einsatz, möchte man den Speed-Boost aber nicht mehr missen. Leider sind SSDs im Vergleich zu gewöhnlichen HDDs jedoch immer noch kostspieliger, weshalb Aufnahmen irgendwann (eher früher als später) auf eine externe Festplatte (oder ein NAS) ausgelagert werden müssen. Gerade HD-Aufnahmen verbraten hier oftmals 10 GB und mehr pro Stunde, sodass auch der Speicherplatz einer 500 GB fassenden SSD schnell aufgebraucht ist. Hier kommt das nachfolgende Bash-Script zum Einsatz, welches die SDD einmal pro Tag untersucht und ältere Aufnahmen automatisch auf eine am Receiver extern angeschlossene USB-Platte verschiebt, sofern der Speicherplatz der internen SSD langsam zur Neige geht. Eingesetzt wird dazu eine 2,5" HDD von Toshiba mit 3TB (Affiliate-Link), welche bereits vorher als Datengrab für TV-Recordings eingesetzt wurde. Wer auf "Nummer-Sicher" gehen will, kann aber natürlich auch direkt eine massive 8TB HDD von Seagate (Affiliate-Link) einsetzen, welche in einer Inateck USB-Dockingstation (Affiliate-Link) untergebracht werden kann. Die Platte kann ich für derartige Backups nur empfehlen, da der Preis pro GB derzeitig unschlagbar ist. Diese sollte dann insbesondere auch exzessiven Aufnahmefetischisten erstmal genügend Reserven bieten. Archivierungs-Script downloaden Mein fertiges Script archive.zip (23497 Downloads ) kann direkt heruntergeladen werden. Damit es aber nicht erst auf den Rechner geladen und entpackt werden muss, um danach fummelig per FTP auf dem Enigma2-Receiver übertragen zu werden, kann es auch direkt per wget vom Receiver aus gedownloaded werden. Dazu wird erstmal eine Terminalverbindung zum Receiver aufgebaut: ssh root@192.168.3.148 Die IP-Adresse 192.168.3.148 muss natürlich jeder entsprechend anpassen. Ein Standardpasswort existiert bei einer VTi-basierten Box nicht (kann bei anderen Images abweichen). Mit dem Befehl wget https://meintechblog.de/download/archive.tar -O /etc/tuxbox/config/archive.tar wird das tar-gepackte Script vom meintechblog-Server heruntergeladen und mit tar -xf /etc/tuxbox/config/archive.tar entpackt. Damit das Script ausführbar ist, wird noch chmod +x /etc/tuxbox/config/archive.sh eingegeben. Archivierungs-Script anpassen und starten Im Grunde kann das Script jetzt bereits gestartet werden, wobei die Ordnerstruktur erst noch geprüft und evtl. angepasst werden sollte. Aufnahmeordner der SSD: Standardmäßig wird der Ordner "/media/hdd/movie/" als Quelle (source) auf neue Aufnahmen geprüft. Archivierungsordner der HDD: Als Ziel (destination) wird dann der Ordner "/media/hdd2/archive/" für die dauerhafte Sicherung herangezogen. Die jeweils ältesten Aufnehmen werden dann der Reihe nach solange vom Quell- ins Zielverzeichnis verschoben, bis das Quelllaufwerk wieder mehr als 100 GB (100000000 kB) freien Speicher aufweist. Wer hier Änderungen am Script vornehmen möchte, kann den vi-Editor benutzen, der jedoch gerade für Anfänger alles andere als einfach zu handhaben ist. Mit nachfolgender Anleitung sollte es aber auch Einsteigern möglich sein, die notwendigen Änderungen an den betroffenen Verzeichnissen vornehmen zu können. Mit dem Befehl vi /etc/tuxbox/config/archive.sh wird das Script mit dem vi-Texteditor geöffnet. Damit Änderungen vorgenommen werden können, muss erstmal vom Befehlsmodus in den Schreibmodus gewechselt werden. Dies geschieht durch einen Druck auf die Taste i. Hat der Wechsel in den Schreibmodus geklappt, wird ganz links unten ein großes I angezeigt und die gewünschten Einstellungen können angepasst werden: source_root="media" source_volume="hdd" source_folder="movie" destination_root="media" destination_volume="hdd1" destination_folder="archive" source_freespace_minimum="100000000" #kB -> entspricht 100GB Vermutlich muss - wenn überhaupt - nur das "destination_volume" angepasst werden, da die Angaben zur "source" mit großer Wahrscheinlichkeit bereits stimmen. Sobald die Änderungen vorgenommen wurden, wird mit der Taste Esc (Escape) vom Schreibmodus zurück in den Befehlsmodus gewechselt. Jetzt wird links unten statt I wieder ein - angezeigt. Um die Datei zu speichern und den vi-Editor zu verlassen, wird die Tastenfolge :wq eingegeben und mit Enter bestätigt. Möchte man die Änderungen doch nicht speichern, gibt man stattdessen :q! ein. Manuell gestartet wird das Script dann mit dem Befehl: /etc/tuxbox/config/archive.sh Sofern etwas schief laufen sollte, gibt das Script direkt Rückmeldung, was gerade das Problem ist. Dazu sind einige weitere Abfragen eingebaut, die den Dauereinsatz sicherstellen sollen. Dazu gehören bspw. auch Prüfungen, ob das Quellverzeichnis und das Zielvolume tatsächlich existieren und ob Aufnahmen bereits abgeschlossen sind. Denn nur in diesem Fall macht es auch Sinn, Aufzeichnungen zu verschieben, laufende Aufnahmen werden übersprungen. Sollte das Zielvolume zwar vorhanden sein, das Zielverzeichnis jedoch fehlen, wird dieses bspw. auch automatisch angelegt. Klingt alles trivial, ist in Summe aber schon etwas komplexer. Gerade die Reihenfolge der Abfragen ist bspw. auch so gewählt, dass auf das Ziel erst dann zugegriffen und damit die Ziel-Festplatte aus dem Tiefschlaf geweckt wird, sofern auch tatsächlich ein Archivierungsbedarf (Quellvolume voll) vorhanden ist. Auch werden keine Daten mehr archiviert, sofern das Zielvolume voll ist. In diesem Fall wird mit dem im Script integrierten Befehl wget -O - -q 'http://127.0.0.1/web/message?type=2&text=Archivierung%20gescheitert%2C%20da%20nicht%20genug%20Speicherplatz%20vorhanden' >/dev/null 2>&1 auch eine passende Bildschirmnachricht angezeigt, damit man darüber informiert wird, dass wieder Speicherplatz freigeräumt werden sollte. Wer die Nachricht anpassen möchte, muss darauf achten, dass der Text URL-codiert ist. Dazu kann der Dienst url-encoder.de genutzt werden. Weiterhin könnte man evtl. auch noch zusätzliche Benachrichtigungen einbauen, um bspw. auch FHEM darüber zu informieren und dann das "Smart Home" als Signalgeber (blinkendes Licht oder was auch immer) zu nutzen. Mal sehen, vielleicht füge ich diese Funktion zu einem späteren Zeitpunkt noch hinzu. Aktuell bin ich mit der Bildschirminfo aber schon ganz glücklich. Ausführung des Scripts automatisieren Wirklich spannend ist das Ganze natürlich erst dann, wenn das Archivierungs-Script regelmäßig ausgeführt wird, was sich über den Crontab realisieren lässt. Dazu wird der Befehl vi /etc/cron/crontabs/root ausgeführt (alternativ "crontab -e" - ohne Anführungszeichen) und der Eintrag 0 11 * * * /etc/tuxbox/config/archive.sh ergänzt. Da es sich wie oben um den vi-Editor handelt, muss vor dem Einfügen erst mit der Taste i in den Schreibmodus gewechselt werden. Nach dem Hinzufügen des Eintrags dann wieder mit Esc zurück in den Befehlsmodus und :wq (Speichern und Beenden) und mit Enter bestätigen. 0 11 * * * bedeutet übrigens, dass das Script einmal pro Tag um 11:00 Uhr ausgeführt wird. Hier könnte man natürlich auch die Frequenz erhöhen, in der Praxis sollte es in dieser Form aber ausreichend sein. Wer möchte, kann das Script aber bspw. auch mit */30 * * * * alle 30 Minuten ausführen lassen. Jedoch kann es dann zu Problemen kommen, sobald das Script gestartet wird, im Hintergrund aber gerade immer noch Dateien verschoben werden. Dieses Problem lässt sich natürlich auch mit etwas Code lösen, aber wie gesagt, reicht es aus, wenn das Script einmal pro Tag ausgeführt wird. Eine Ausführung um 11 Uhr hat dann auch den Vorteil, dass vermutlich in dieser Zeit auch keine Aufnahmen abgespielt werden und dann die Chance gering ist, dass Dateien während der Wiedergabe verschoben werden. Damit der Crontab auch seine Arbeit verrichtet, benötigt er noch die notwendige Berechtigung, die mit chmod 744 /etc/cron/crontabs/root hinzugefügt wird. Weiterhin muss der Crontab einmal mit /etc/init.d/busybox-cron start gestartet werden. Wer nachträglich Änderungen am Inhalt des Crontab vornehmen möchte, kann ihn daraufhin mit "/etc/init.d/busybox-cron restart" (ohne Anführungszeichen) neu starten. Wer ihn gänzlich stoppen möchte, kann dies mit  "/etc/init.d/busybox-cron stop" tun. Aus meinem täglichen Leben Lange habe ich an dem Script getüftelt, um die für mich passende Lösung zu finden. Und noch länger habe ich überlegt, ob ich das Script überhaupt zur Verfügung stellen soll. Da aber bereits mehrere Leser nach dieser Funktion gefragt haben, möchte ich meine Erkenntnisse nun doch teilen. Ich denke, dass das Script ohne inhaltliche Änderung von jedem sinnvoll genutzt werden kann und hoffe, dass es zumindest einigen Lesern beim täglichen Betrieb weiterhilft. Außerdem bieten die Inhalte des Blogposts eine recht gute Grundlage, um die technischen Grundlagen der Enigma2-Receiver und damit Linux kennenzulernen. Hat man die Logik einmal verinnerlicht, kann man recht schnell ganz nette Dinge per Bash-Scipts automatisieren. Sei es der Neustart einer Softcam bei Nichterkennung einer Smartcard oder eine eventgesteuerte Standbyschaltung des Receivers, im Grunde sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Vermutlich lässt sich obige Logik auch recht schnell in eine per Plugin-Menü installierbare "App" überführen. Dazu fehlt mir - zumindest aktuell - noch das notwendige Wissen und der Antrieb. Aber vielleicht findet sich ja auch ein fähiger Entwickler, der aus obigem Archivierungsscript ein kleines Programm stricken möchte. Mein Code kann zu diesem Zweck jedenfalls gerne wiederverwendet werden. ### Operation Smart Home – Gewerkeübergreifende Funktionsbereiche: Verschattung Mit der bevorstehenden Einreichung des Baugesuchs steigt so langsam die Spannung und offene Punkte der Elektroplanung sollten nun nach und nach geklärt werden. Nachdem mit der Beleuchtung vor Kurzem bereits der erste Funktionsbereich angesprochen wurde, folgt in diesem Blogpost die Verschattung. Im Grunde ein triviales Thema, bei dem dennoch recht schnell einige Details auftauchen, die den Planungaufwand erhöhen können. Wie die grundsätzliche Einbindung der Rolläden und Jalousien per KNX-Aktoren aussehen wird, ob und welche Wandtaster es gehen soll und was es gerade bei Jalousien zusätzlich zu beachten gilt, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Rolläden, Jalousien oder beides gemischt? Länger haben wir uns mit der Frage beschäftigt, welche Fenster nun mit elektrischen Rolläden, Jalousien oder doch besser ohne jeglichen Sonnenschutz ausgestattet werden sollen. Um die Entscheidung zu erleichtern und zu einer Antwort zu gelangen, ist es erstmal wichtig, sich mit den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Systeme auseinanderzusetzen. Vorteile von Rolläden: blickdicht Isolierung gegen Kälte/Wärme Zugangsschutz Spritzschutz der Fenster bei Regen langlebig (witterungsunanfälliger Rolladenpanzer) gewöhnlich günstiger als Jalousien Vorteile von Jalousien: Sichtschutz und gleichzeitiger Lichteinfall (Winter) Hitzeschutz und gleichzeitiger Lichteinfall (Sommer) Installation an feststehenden Fenstern möglich (Reinigung) moderner Look Je nach Raum bzw. dessen Ausrichtung macht es demnach Sinn ein unterschiedliches System einzusetzen. Auf der nach Süden ausgerichteten Seite des Erdgeschosses, welche insgesamt offen gestaltet ist, werden sowohl Küche, Essbereich als auch Wohnbereich durchgehend mit Jalousien (grün eingezeichnet) ausgestattet. Hier wird keine 100%ige Blickdichtigkeit benötigt und wir erhoffen uns je nach Sonneneinstrahlung durch die flexibel einstellbaren Lamellen eine gute Mischung aus Sichtschutz bei gleichzeitig hohem Lichteinfall im Winter bzw. einen recht guten Schutz vor Hitze im Sommer. Außerdem sind drei große, feststehende Fenster ohne Zwischenrahmen eingeplant, die im Grunde ausschließlich mit Jalousien ausgestattet werden können. Grund dafür ist, dass sich die Innenseiten der waagerecht gestellten Lamellen auch noch recht gut von Außen putzen lassen Die Innenseiten von Rolladenpanzern würden sich hingegen nur von Innen reinigen lassen, was dann jedoch bei einem feststehenden Fenster unmöglich wäre. Alle anderen Fenster (bis auf die Nordseite) erhalten Rolläden (rot eingezeichnet), da individuell nachjustierbare Lamellen nicht notwendig sind und eher eine hohe Blickdichtigkeit erwünscht ist, gerade im Schlafzimmer. Außerdem lassen sich alle mit Rolläden ausgestattenen Fenster öffnen, sodass eine Reinigung der Rollädeninnenseite ohne Probleme möglich ist. Die Nordseite soll jetzt vermutlich doch gänzlich "nackt" bleiben, da wir dort ganz gut ohne Sonnenschutz bzw. Verschattung auskommen. Früher war ein Argument für Rolläden auch deren Isolierfunktion bei Kälte, heutzutage sollte dies bei dreifachverglasten Fenstern aber weitestgehend vernachlässigbar sein. Außerdem spart es Kosten, die man an anderer Stelle vermutlich besser verplanen kann. Ansteuerung der Rolläden/Jalousien per KNX-Aktor Die Einbindung der elektrischen Rolläden bzw. Jalousien in das Smart-Home-Konzept sollte relativ einfach ablaufen. Die Verschattung ist grundsätzlich bereits mit Elektromotoren eingeplant, sodass in erster Linie die Ansteuerung interessant ist. Angedacht ist eine sternförmige Verkabelung aller Rolläden- und Jalousieaktoren (Motoren) bis hin zum Hauptverteilerschrank im Technikraum. Hier wird es vermutlich auf eine fünfadrige NYM-J Leitung mit 1.5 mm² (Affiliate-Link) hinauslaufen. Neben Schutz- und Neutralleiter samt zwei Phasen (einmal für auf und einmal für ab) sollte dann noch eine Ader freibleiben, die für etwaige spätere Erweiterungen (z.B. Beleuchtung) zur Verfügung steht. Im Sicherungskasten sollte dann ein einziger Hager Jalousieausgang KNX, 12fach (Affiliate-Link) ausreichen, da aktuell sechs Rolläden und sechs Jalousien eingeplant sind. Alternative 1 - Herkömmliche Taster Sobald der 12fach-Rolladenaktor im KNX-Bus eingebunden ist, sollen die Rolläden und Jalousien schnellstmöglich mit "konventionellen" Tastern in den jeweiligen Räumen manuell bedienbar gemacht werden. Der aktuelle Plan sieht ein konventionelles Wandtastfeld mit vier Tasten pro Raum vor. Zwei dieser Tasten sind dabei erstmal für die Beleuchtung und die restlichen zwei für die Rolläden/Jalousien reserviert. Wirklich schick finde ich die Gira Flächenschalter, welche mich bei meinen ersten Tests aber eher enttäuscht haben. Der Druckpunkt ist mir durch den großen Hebel der Tasten etwas zu schwammig, weshalb es wohl doch die gewöhnlichen Gira 012503 Tastschalter 2fach (Affiliate-Link) werden. Das angezeigte Amazon-Bild stimmt nicht, deshalb hier noch ein alternativer Link mit korrekter Abbildung. Als Rahmen kann es gerne auch der schlichte Gira 021103 1-fach ST55 (Affiliate-Link) aus Kunststoff werden. Trotz des recht moderaten Preises bekommt man hier eine gute Mischung aus ansprechender Optik und vorallem auch brauchbarer Haptik. Im kombinierten Wohn-Ess-Koch-Bereich im Erdgeschoss, in dem sich vermutlich nicht alle Beleuchtungs- und Verschattungselemente in einer Gruppe und damit in einem 4er-Wandtastfeld zusammenfassen lassen, wird entsprechend auf zwei bzw. maximal drei Gira 012503 Tastschalter 2fach (Affiliate-Link) erweitert, welche dann in Gira 021203 Rahmen 2-fach ST55 (Affiliate-Link) bzw. Gira 021303 Rahmen 3-fach ST55 (Affiliate-Link) untergebracht werden. Netzwerkkabel als Verbindungsglied zwischen Taster und KNX-Gateway Da erstmal konventionelle Taster verbaut werden sollen, ist die direkte Anbindung ans KNX-Netz in diesem Fall nur über einen Umweg möglich. Die Taststellen erhalten jeweils vom Hauptverteiler des Technikraums ein mehradriges Kabel, wobei ein einfaches Wandtastfeld (mit vier Tastpunkten) mit einem Netzwerkkabel (8-adrig) ausgestattet wird, ein zwei- bzw. dreifaches Wandelement entsprechend mit zwei Netzwerkkabeln (16-adrig). Für vier Tastpunkte wären zwar bspw. nur fünf Adern notwendig und für acht Tastpunkte nur neun Adern, aber hier bietet sich dennoch ein Netzwerkkabel an, da man damit zukünftig gute Erweiterungsmöglichkeiten hat. Ob es hier unbedingt gleich ein höherpreisiges CAT7-Verlegekabel (Affiliate-Link) sein muss oder nicht auch CAT5e-Installationskabel (Affiliate-Link) ausreicht, ist mir jedoch nicht wirklich klar. Neben der besseren Schirmung des CAT7-Kabels, was später einmal eine theoretisch höhere Geschwindigkeit ermöglicht, hilft wohl auch dessen starrere Struktur bei der Installation, da das Kabel dadurch weniger abknickgefährdet ist. KNX-Einbindung der Taster per Binäreingang Meiner anfangs angedachten Variante der KNX-Anbindung per ABB Stotz EIB-Konzentrator 32F i-bus, Universal, REG UK-S32.2, 4855047 (Affiliate-Link) stehen wohl insgesamt zu große Kabellängen (>10m) und besonders auch die dabei schwer realisierbare Unterscheidung von Kurz- und Langzeitklicks entgegen (mehr Infos dazu). Als Alternative gibt es aber auch passende Mehrfachbinärmodule wie den EIB/KNX Binäreingang 16-fach BE-16000.01, welcher keine der oben genannten Restriktionen aufweist. Leider stehen hier jedoch nur 16 Binäreingänge zur Verfügung. Bei vier benötigten Binäreingängen pro Tastfeld würde ein 16fach-Binäreingang also lediglich für vier Tastfelder ausreichen. Schlüsselt man die Kosten für das Tastfeld (12 Euro für 4 Tasten) und das KNX-Binärmodul (240 Euro für 16 Binäreingänge) auf, kommt man auf knapp 20 Euro - pro Taste. Auch wenn - vorsichtig geschätzt - nur zehn Tastfelder mit jeweils vier Tasten im ganzen Haus zum Einsatz kommen (insg. 40 Kanäle), entstünden bereits Materialkosten in Höhe von 800 Euro. Alternative 2 - KNX-Taster Da sowieso ein KNX-Bus zum Einsatz kommen soll, sind grundsätzlich auch KNX-fähige Taster interessant, da das KNX-Buskabel (Affiliate-Link) vermutlich sowieso bis in jeden Winkel des Hauses verlegt wird. Wirklich schick - aber beinahe unbezahlbar teuer - ist der Jung Raumcontroller RCDLS4092M (Affiliate-Link). Mit allen notwendigen Aufsätzen kommt man aber schnell auf über 350 Euro, erhält dann aber auch ein OLED-Display, mehrere Status-LEDs, einen Temperatursensor und weitere Softwarefunktionen. Ganz in schwarz gehalten, sieht das Modul auch wirklich schick aus. Aber um auf das obige Szenario zurückzukommen, scheint der Gira 018500 Taster BA 2-fach 2 Punkt KNX EIB Einsatz (Affiliate-Link) wohl erstmal das rationalere Modell zu sein. Das Tastfeld bietet einen KNX-Busankoppler und so werden lediglich die Tastaufsätze aus Plastik benötigt, welche im niedrigen einstelligen Eurobereich liegen. So kommt man pro Taster ebenfalls auf umgerechnet knapp 20 Euro und damit etwa auf die selben Materialkosten wie bei obigen konventionellen Tastern samt Einbindung per KNX-Binäreingängen. Egal, welcher KNX-Taster schlussendlich eingesetzt wird, hat die Direkt-KNX-Lösung natürlich den Charme, dass kein einziger Millimeter mit zusätzlichem Kram im Verteilerschrank belegt werden muss. Zudem wird die Verkabelung und Installation massiv vereinfacht und es können dank des KNX-Bus nachträglich fast beliebig viele Taster an einem bestehenden Tastfeld ohne großen Aufwand nachgerüstet werden. Windwächter für Jalousien Da Jalousien fragiler sind als Rolläden und bei aufkommendem Sturm besser hochgefahren werden sollten, um Beschädigungen der Lamellen zu vermeiden, muss dies auch von Anfang an berücksichtigt werden. Als Schutzmaßnahme wird mindestens ein Windwächer benötigt, welcher beim Überschreiten einer vorher festgelegten Windgeschwindigkeit ein entsprechendes KNX-Telegramm absetzt und damit alle Jalousien zu einer Auffahrt bewegt. Da ich bisher noch keinen wirklich günstigen KNX-Windwächter gefunden habe und sowieso eine Wetterstation einplane, bietet sich evtl. direkt die Gira 215004 Wetterstation KNX (Affiliate-Link) an, welche neben der Windgeschwindigkeit gleich noch eine Vielzahl weiterer Messwerte (Temperatur, Niederschlag, Dämmerung, Helligkeit) liefert, die mit Sicherheit an anderer Stelle noch interessant werden. Einzig ein Sensor für Luftfeuchtigkeit fehlt, was eigentlich wünschenswert wäre. Evtl. gibt es ja aber noch andere Wetterstationen, wobei die oben verlinkte schon wirklich schick ist.  Das Modell schluckt übrigens knapp 7 Watt und benötigt damit auch eine separate Stromversorgung, was wiederum einen zusätzlichen Verkabelungsaufwand bedeutet. Da stellt sich mir ernsthaft die Frage, weshalb diese und bisher jede andere KNX-Wetterstationen, die ich bisher recherchiert habe, einen derartig hohen Stromverbrauch aufweisen. Aus meinem täglichen Leben Wie man sieht, gibt es auch bei der Ansteuerung der Beleuchtung bzw. Verschattung mehrere Möglichkeiten, um ans Ziel zu kommen. Aktuell bevorzuge ich eher die zweitgenannte Lösung mit "nativen" KNX-Tastfeldern, schon alleine aufgrund des wegfallenden Kabeloverheads und der Platzersparnis im Zählerschrank von mind. 32 (8x4) Teilungseinheiten. Natürlich würde mich auch der Jung Raumcontroller RCDLS4092M (Affiliate-Link) reizen, aber den kann man ja zum Glück auch irgendwann im zweiten Schritt nachrüsten und bestehende Komponenten ohne großen Aufwand ersetzen. Letztendlich sollen alle Rolläden und Jalousien natürlich auch in Loxone eingebunden werden. Hier gibt es seit einiger Zeit auch passende EIB-Jalousie-Bausteine in der Loxone Config, die einen virtuellen Eingang für KNX-Statusupdates besitzen. Leider hat Loxone diese Eingänge jedoch nicht in ihre regulären Jalousie-Bausteine übernommen, welche viele Zusatzfunktionen (z.B. automatische Beschattung aufgrund Sonneneinstrahlung etc.) besitzen. Aber gut, die Jungs von Loxone wollen auch ihre eigenen Komponenten pushen und nicht primär andere Lösungen wie KNX. Einerseits verständlich, andererseits auch nervig, wobei sich mit Sicherheit auch hier eine brauchbare Lösung finden wird. ### Stefan Heinle im Interview - Der Buchautor von "Heimautomation mit KNX, DALI, 1-Wire und Co." zum Thema Smart Home Heute mal wieder ein Interview mit einem Hochkaräter der Smart-Home-Szene, dessen 1267 Seiten starker Wälzer bereits kurz nach der Veröffentlichung die Amazon-Verkaufscharts stürmen konnte. Kein Zufall, denn Stefan Heinle verpackt in seinem "Standardwerk" für Hausautomation derartig viele praxisrelevante Tipps, dass einfach für jeden DIY-Fan etwas Passendes dabei ist. Welche Smart-Home-Funktionen für den taufrischen Buchautoren besonders wichtig sind und wohin die Entwicklung des Connected Home der Zukunft gehen wird, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost. Mit Verlosung von 3 Büchern! Die richtige Systemauswahl Stefan, der Markt hält viele verschiedene Smart-Home-Lösungen bereit, von denen du einige ausgewählter Systeme in deinem Buch behandelst. Mit welchen Lösungen hast du den Einstieg gewagt, welche davon nutzt du auch heute noch und warum? Als vor einigen Jahren die Entscheidung stand ein Eigenheim zu bauen, habe ich angefangen mich intensiver mit dem Thema Hauselektrik auseinanderzusetzen. Schnell war für mich klar, dass eine konventionelle Verkabelung mit einfacher "Klick-Klack-Logik" und voneinander getrennte Gewerke nicht das waren, was ich unter einer zukunftsfähigen Installation verstand. Daraufhin habe ich mich mit intensiver Bus-Systemen auseinandergesetzt und fand das dezentrale Konzept von KNX auf Anhieb schlüssig. Nach ausgiebigen Tests war KNX dann auch das erste von mehreren Protokollen, welches schließlich auch in meinem Neubau zum Einsatz kommen sollte. Daneben nutze ich derzeitig - getreu dem Motto meines Buchs - zusätzlich DALI zur Ansteuerung meiner Beleuchtung, 1-Wire für die Sensorik und weitere Speziallösungen, zu denen bspw. auch FHEM gehört. Meine Philosophie ist es dabei, die jeweils für mich besten Komponenten zusammenzuführen, egal um welchen Hersteller oder Standard es sich handelt. Voraussetzung ist natürlich immer, dass diese Systeme passende Schnittstellen besitzen, um sie sinnvoll verbinden zu können. Das ist nicht immer ganz trivial, aber mit etwas technischem Verständnis und passender Hilfestellung machbar. DALI? Noch nie gehört... Um ehrlich zu sein, habe ich von DALI das erste Mal durch dein Buch erfahren. Was hat es damit auf sich und warum verwendest du eigentlich noch Leuchtstofflampen? Das ist wirklich spannend, darauf haben mich mittlerweile schon viele Leser angesprochen. DALI ist, ähnlich wie KNX, bereits ein älterer Standard, der primär für die Beleuchtungssteuerung konzipiert wurde. Eine einfache fünfadrige Stromleitungen genügt, um den Verbraucher mit Strom zu versorgen und gleichzeitig das DALI-Signal zu übertragen. So ist eine Nachrüstung auch meist recht gut möglich und setzt nicht - wie bspw. bei DMX - speziell geschirmte Leitungen voraus. Einzig die Übertragungsgeschwindigkeit ist bei DALI wesentlich geringer, Farbeffekte in Echzeit oder die Nachbildung eines Philips Ambilight sind nicht möglich. Aber das will ich bspw. auch gar nicht, bei mir arbeitet DALI auch im RGBW-Einsatz prima und fügt sich perfekt in meine bestehende Smart-Home-Installation ein. Dazu nutze ich ein KNX-DALI Gateway, sodass alle DALI-Komponenten auch über KNX steuerbar sind. Moderne Leuchtstofflampen sind auch im Zeitalter der LED keine Fehlinvestition. Warmweiße Leuchtstofflampen von OSRAM sind aktuell mein Favorit. Das hat rein gar nichts mehr mit Schlachthaus- oder Parkplatzatmosphäre zu tun. Die Röhren arbeiten leise, sind stromsparend und lassen sich zudem stufenlos dimmen. Smart-Home-Standardwerk auf 1267 Seiten Dein im November 2015 veröffentlichtes Buch (Affiliate-Link) trifft anscheinend genau den Nerv vieler DIY-Fans, die sich mit der Thematik auseinandersetzen. Bei Amazon hast du in kurzer Zeit über ein Dutzend positive Rezensionen sammeln können und bist sogar mittlerweile der erste Treffer beim Suchbegriff "KNX". Wie kam es, dass dein Buch so umfangreich wurde und was denkst du ist der Schlüssel deines Erfolges? Erst einmal möchte ich mich bei allen bedanken, die mich auf dem doch recht langen Weg bis hin zur Veröffentlichung begleitet haben und natürlich auch bei allen Lesern, die mir jetzt durch das positive Feedback zeigen, dass ich wohl einiges richtig gemacht habe. Danke dafür! Es freut mich sehr, dass meine Inhalte gut ankommen, gerechnet hätte ich mit dem schnellen Erfolg des Buches aber ehrlich gesagt nicht. Smart Home ist ja immer noch eher ein Nischenthema, auch wenn einige Lösungen wie KNX schon mehr als 20 Jahre auf dem Markt verfügbar sind. Die praxisrelevanten Umsetzungstipps, die ich versuche über das Buch zum Leser zu transportieren, verdeutlichen aber die Nachfrage auf Anwenderseite und zeigen das enorme Potenzial. Insgesamt war mein Anspruch alle relevanten Themenbereiche ausführlich zu behandeln, die ich mir damals selbst gewünscht hätte, als ich vor der schwierigen Entscheidung stand mein Smart Home mit passenden, zukünftsfähigen Technologien auszustatten. Ursprünglich sollten die Buchinhalte "lediglich" 850 Seiten füllen. Während des Schreibens sind dann aber noch einmal knapp 200 Seiten hinzugekommen. Gerade auch Themen wie FHEM, die ich nur am Rande angeschnitten habe, sind meiner Meinung nach zu kurz gekommen. Hier hätte ich locker noch mehr Inhalte liefern können, jedoch hat die Binderei irgendwann die Reißleine gezogen, da das Buch nach der Produktion sonst direkt wieder auseinander gefallen wäre. Hier haben wir viel tricksen müssen, damit wir bei knapp 1250 Seiten bleiben. Quo Vadis KNX Nochmal kurz zurück zu KNX. Ich überlege in meinem Neubau (Operation Smart Home) zentrale Dinge wie Beleuchtung und Verschattung über KNX zu lösen, um eine hohe Ausfallsicherheit zu erreichen. Wenn man sich so umsieht, ist KNX ja doch ein etwas in die Jahre gekommenes "System" und im Vergleich zu neueren Lösungen oftmals sogar teurer. Weshalb hast du dich für dieses Protokoll entschieden und kannst du es mir empfehlen? Wenn man sich einzelne Facetten von KNX anschaut, muss ich dir erstmal Recht geben. Das Protokoll ist steinalt, die Übertragungsgeschwindigkeit des Bus-Systems entsprechend gering, einzelne Komponenten sind hochpreisig und die Programmierung ist aufwändig bzw. für Neueinsteiger schwierig. Das ist aber nur ein Teil der Geschichte. KNX bietet viele Vorteile, gerade weil es schon so lange auf dem Markt ist. Es gibt mittlerweile hunderte von Firmen, die KNX-fähige Geräte anbieten. Wenn ich heute auf KNX setze, mache ich mich nicht von einem einzigen Hersteller abhängig und kann mir recht sicher sein, dass es auch noch in 20 Jahren supportet wird. Was die Ausfallsicherheit angeht, ist KNX zudem sehr robust ausgelegt. Hier merkt man schnell, dass es für den professionellen Einsatz mit langen Laufzeiten und hoher Verfügbarkeit konzipiert wurde. Wenn man sich die Netztopologie ansieht, ist KNX einfach genial. Ich habe noch kein anderes System gesehen, welches eine derartig chaotische - im positiven Sinne - Verkabelung ermöglicht. Egal ob sternförmig, als Bus oder gemischt, beinahe alles ist möglich - und das bis zu einer Kabellänge von max. 1.000 Metern. KNX-Geräte besitzen zudem eine Grundintelligenz, sodass einzelne Komponenten direkt miteinander kommunizieren können - vorallem auch dann, wenn bspw. andere Geräte im Bus ausfallen. Diese dezentrale Struktur ist mir sehr wichtig, gerade auch für Grundfunktionen, die einfach immer funktionieren müssen. Zusätzlich kann ich alle Komfort- bzw. Add-On-Funktionen über meine Zentrale (ein Gira Homeserver) abdecken. Sollte die Zentrale doch einmal ausfallen, arbeiten trotzdem erstmal alle "überlebenswichtigen" Funktionen autark weiter. Damit ist KNX - zumindest für mich - ein guter Kompromiss, auch wenn natürlich auch einige Punkte verbesserungsfähig sind. Und was die Übertragungsgeschwindigkeit von max. 50 Nachrichten pro Sekunde angeht, hatte ich in meinem Einfamilienhaus auch noch nie Probleme (mehr als 5 % Auslastung erreiche ich selten). Aber egal ob du auf KNX setzt oder nicht, ich würde jedenfalls von proprietären bzw. geschlossenen Protokollen die Finger lassen, die zumeist nur von einem einzigen Hersteller unterstützt werden. Kostenlose Zusatzinfos zum Buch Ich habe gesehen, dass du auf heimautomation-buch.de zusätzliche Infos und Inhalte rund um das Buch bereitstellst. Auch ein Blog ist mit dabei, was mir natürlich sehr gefällt. Was hast du mit der Plattform vor und können wir dich evtl. auch als Gastblogger für meintechblog.de gewinnen? Mit der Seite möchte ich verschiedene Dinge erreichen. Besonders wichtig ist mir jedoch, dass der Leser des Buchs eine konkrete Anlaufstelle hat, um Kontakt mit mir aufnehmen zu können. Mit dem Blog möchte ich nach und nach weitere Inhalte als Ergänzung zu bestehenden Buchinhalten nachliefern, die ich - wie oben bereits erwähnt - aus Platzmangel nicht mehr im Buch selbst unterbringen konnte. Die Code-Schnipsel möchte ich dort auch künftig als txt-Files zum Download anbieten, da ein Abtippen aus dem Buch wohl wenig praktikabel ist. Hinzu kommt, dass ich aktuell auch nicht überblicken kann, ob sich beim Druck nicht vielleicht doch auch Formatierungsfehler eingeschlichen haben. Daneben habe ich wie du und Christoph angefangen, mein Hobby ein Stück weit zum Beruf zu machen und nutze die Seite, um meinen neuen Planungs-Service rund ums Smart Home bekannt zu machen. Seit der Veröffentlichung des Buchs konnte ich so bereits einige größere Projekte gewinnen und umsetzen, was mir wirklich Spaß macht. Es ist dabei sehr erstaunlich zu sehen, wie konventionell immer noch gedacht wird. Da bedarf es gerade zu Beginn eines Projekts meist etwas Aufklärungsarbeit, dass eine konventionelle Verkabelung mit möglichst vielen Schaltern rein gar nichts mit einem Smart Home zu tun hat. Den Kunden hier abzuholen und ihn von der Planung bis hin zur Umsetzung zu unterstützen, ist einfach klasse. Danke auch für das Gastblogging-Angebot. Das nehme ich natürlich gern an! Ich denke auch, dass unsere Zielgruppen sehr nahe beeinander liegen. Ich adressiere ja auch "Maker", die selbst Hand anlegen und recht gut durch Howto-Anleitung unterstützt werden können. Von daher müsste das perfekt passen. Stefans beruflicher Background Du beschäftigst dich als Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik ja eigentlich mit Software-Plattformen für sicherheitskritische Embedded-Systeme in der Luftfahrt. Welche Überschneidungen gibt es da im Kontext Smart Home, die dir generell bei der Umsetzung helfen? Bis auf die Tatsache, dass ich auf Grundlagen in Elektrotechnik zurückgreifen kann, gibt es eigentlich keine direkten Überschneidungen mit meinem Job. Vermutlich achte ich aber unterbewusst besonders darauf, dass die Lösungen, die ich Zuhause einsetze, möglicht ausfallsicher und autark ausgelegt sind. So funktioniert das Licht auch weiterhin per Präsenzmelder oder auch Taster, wenn bspw. meine Logik-Maschine, der oben bereits erwähnte Gira Homeserver, einmal ausfallen sollte. Früher habe ich beruflich viel getüftelt, heute kümmere ich mich als Gruppenleiter bei Liebherr jedoch eher um konzeptionelle Dinge und mein derzeitig 12-köpfiges Team übernimmt das Tüfteln. Ich bin quasi derjenige, der seinen Kopf dafür hinhalten muss, dass Projekte "in time" und "in budget" umgesetzt werden. Als DIY-Typ, der auch gerne selbst Hand anlegt, ist mein Smart Home aber natürlich genau das Richtige für mich und da kann es gerne auch mal ausufern. So habe ich bpsw. auch die gesamte Leerverrohrung im Neubau zusammen mit meiner Freundin verlegt. Zum Glück konnte ich ihr zumindest anfangs noch verschleiern, dass es vermutlch mehrere Kabel-Kilometer werden. Sonst wäre sie mit Sicherheit sofort schreiend davon gelaufen. Aber auch diese "schwierigen Zeiten" haben wir gemeistert und sind jetzt täglich froh, welche spannenden Möglichkeiten wir dadurch langfristig gewonnen haben. Mehrwert durch Smart-Home-Funktionen Du hast alle Smart-Home-Szenarien, die du in deinem Buch beschreibst, auch selbst umgesetzt. Was ist der für dich größte Mehrwert im täglichen Einsatz und rückblickend die beste Anschaffung in deinem Smart Home? Wir leben jetzt bereits drei Jahre im neuen smarten Zuhause und freuen uns eigentlich jeden Tag über viele kleine Dinge, die uns das Smart Home erleichtert und die einfach toll sind. Dazu gehört bspw. die automatische Zutrittskontrolle per RFID-Transponder und Motorschloss bei Annäherung. Jetzt braucht man seinen Schlüssel beim Nachhausekommen nicht mehr herauskramen und die Tür schließt auch immer automatisch ab, sobald sie zufällt. Auch kann ich die Tür notfalls von unterwegs aus steuern oder jemandem per RFID-Karte temporär Zutritt verschaffen. Super praktisch! Täglich nutzen wir bspw. auch die Bettgeh-Taste, um alle nicht benötigten Verbraucher im gesamten Haus auszuschalten. Das ist immer ein tolles Gefühl und gibt Sicherheit, dass auch tatsächlich alles vom Strom getrennt ist und bspw. keine versehentlich angelassenen Lampen unnötig Kosten erzeugen. Insgesamt wiklich schwierig zu sagen, was für uns bzw. mich den größten Nutzen generiert. Es gibt einfach so vieles, was man nicht mehr missen möchte. Dazu gehört dann bspw. auch die Alarmfunktion und damit das gute Gefühl, dass bei Abwesenheit die Außenhülle des Hauses durch Tür- und Fensterkontakte sowie einzelne Räume durch Präsenzmelder überwacht werden und im Fall der Fälle den Alarm auslösen. Gira Homeserver als Smart-Home-Zentrale Stefan, du setzt den Gira Homeserver als zentrale Steuereinheit ein, um dein Smart Home mit Komfortfunktionen zu pimpen. Ist das Teil wirklich 2.000 Euro wert oder würde es nicht auch ein weitaus günstigerer Loxone Miniserver tun, der ja auch eine KNX- und Netzwerkschnittstelle besitzt? Mit alternativen Lösungen, wie bspw. Loxone, habe ich mich offen gesagt noch nicht intensiver auseinandergesetzt. Das muss ich mir auch mal näher ansehen. Als ich vor einigen Jahren mit KNX gestartet bin, war der Gira Homeserver der für mich logische Schritt, um das System aufzurüsten. Der Preis ist erst mal happig, das stimmt. Auch liegen hier Freud und Leid nahe beieinander. Der Gira Homeserver bietet sehr viele Möglichkeiten, um sich reinzutüfteln, aber das ist dann meistens nichts von der Stange. Neben der KNX-Anbindung ist er noch per Netzwerk ansprechbar, wobei UDP, TCP oder auch HTTP-Abfragen genutzt werden können. Hier habe ich bereits vieles umgesetzt, wobei das aber wirklich Zeit kosten kann, vorallem natürlich wenn Nachrichten vorher noch in das passende Format gebracht werden müssen. Insgesamt ist der Gira Homeserver ein bisschen wie FHEM in Hardware gegossen mit der Möglichkeit gewünschte Logiken über grafische Elemente zu entwerfen. Er ist ein echtes Embedded-Gerät, konzipiert für den Dauereinsatz. Seine Hardware ist zwar nicht die neueste und leistungsstärkste (muss sie auch nicht), dafür aber äußerst robust. Smart Home in 10 Jahren Durch neue Technologien werden immer mehr Bereiche des täglichen Lebens digital vernetzt. Wo siehst du das Smart Home in zehn Jahren? Ich bin mir sicher, dass es in einigen Jahren spannende neue Kombigeräte geben wird, die ich mir bereits heute sehnsüchtig wünschen würde. Dann wird der Präsenzmelder, der schon jetzt mit Temperatur- und Helligkeitmessung ausgestattet ist, auch noch die Luftfeuchtigkeit samt CO2-Wert ermitteln und zusätzlich als Rauchmelder agieren. Was die genutzten Protokolle angeht, fürchte und hoffe ich gleichzeitig, dass die Entwicklung weg von Kabeln und weiter hin zu Funk gehen wird. Einerseits eröffnen funkbasierte Lösungen, wie KNX RF oder EnOcean, gerade für Nachrüster, die keine Möglichkeit zur Verlegung von zusätzlichen Leitungen haben, ganz neue Möglichkeiten. Andererseits setzen viele der neueren, gerade auch funkbasierten Lösungen mehr und mehr auf die Cloud. Das sehe ich sehr kritisch und da bekomme ich ehrlich gesagt auch kalte Füße. Ich versuche mich davon so gut es geht fernzuhalten und schon gar nicht irgendwelche Funktionen über die Cloud abzubilden. Da bleibe ich lieber selbst Herr meiner Daten und greife - wenn überhaupt - nur per VPN aus der Ferne auf mein Smart Home zu, um bspw. mal die Tür aufzusperren oder einzelne Statuswerte zu kontrollieren. Zudem weiss man ja auch nie, was Cloud-Anbieter künftig alles mit den Daten so alles anstellen wollen oder wer alles Zugriff darauf bekommt. Da bevorzuge ich weiterhin althergebrachte Lösungen wie KNX, die einen Cloudzugang zwar mittlerweile über Umwege ermöglichen, aber nicht wie viele neumodische Lösungen zwingend voraussetzen. Da kann dann jeder selbst transparent entscheiden, ob und welche Daten in die Cloud wandern. Das setzt aber natürlich auch technisches Wissen voraus, da vieles nicht out-of-the-box funktioniert, wie bspw. bei Apples Homekit oder anderen Cloud-Diensten. Man hat aber auch viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten und genau das möchte ich mit meinem Buch auch vermitteln. Wer das Maximum an Transparenz, Funktionsumfang und Zukunftssicherheit möchte, muss selbst Hand anlegen oder sich jemanden suchen, der ihm mit dem notwendigen Knowhow unterstützt. Das wird in 10 Jahren mit großer Sicherheit nicht anders sein als heute. Affiliate-Link Bei Rheinwerk ist neben der gebundenen übrigens auch noch die etwas günstigere und "handlichere" digitale Variante als E-Book (Affiliate-Link) zu haben. Daneben ist der Wälzer natürlich auch bei Amazon (Affiliate-Link) erhältlich. Aus meinem täglichen Leben Ich bin wirklich dankbar, dass ich auf Stefan's Buch aufmerksam geworden bin. Zwar habe ich die Buchinhalte erst weitestgehend überflogen, denke aber, dass mir die praxisrelevanten Infos im Hinblick auf mein bevorstehendes Bauvorhaben massiv weiterhelfen werden. Da werde ich in kommenden Blogposts zum Thema Operation Smart Home mit Sicherheit noch ein oder zwei Worte über das Buch verlieren. Jedenfalls werden ich mir DALI jetzt erstmal genauer ansehen, vielleicht setze ich die Beleuchtung genau so um wie im Buch beschrieben, mal sehen. Auch freut es mich total, dass ich mit Stefan einen wirklich sympatischen und kompetenten Smart-Home-Experten kennengelernt habe und hoffe, dass sich unsere Wege künftig regelmäßig kreuzen werden. Sofern es mit dem Gastblogging klappt, stehen die Chancen schon mal recht gut. Danke nochmal Stefan, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast und für deine praktischen Umsetzungstipps, die ich auf jeden Fall beherzigen werde. Aber das war noch nicht alles... Gewinne eines von drei Buchexemplaren Stefan war so nett und konnte nach Rücksprache mit dem Rheinwerk-Verlag drei Bücher für uns herauskitzeln. Diese möchte ich an dieser Stelle direkt verlosen. Jeder Teilnehmer hat also die Chance eines von insgesamt drei Wälzern mit über 1200 Seiten geballtem Smart-Home-Wissen zu gewinnen. Viel Glück! Teilnahme per Kommentar für Newsletterabonnenten Welche Inhalte des Buchs (Affiliate-Link) (Inhaltsverzeichnis am Ende des Seite) interessieren dich am meisten? KNX, DALI, 1-Wire, FHEM oder etwas ganz anderes? Hinterlasse einen Kommentar und registriere dich für den meintechblog-Newsletter, um bei der Verlosung berücksichtigt werden zu können. Wer den Newsletter bereits erhält, braucht natürlich nur den Kommentar zu hinterlassen. Teilnahmebedingungen Und zum Schluss noch die für die Verlosung obligatorischen Teilnahmebedingungen, mit denen sich jeder Teilnehmer einverstanden erklärt: Die Teilnahme ist generell kostenfrei. Bei der Verlosung berücksichtigt werden freigegebene Kommentare dieses Blogposts, die bis zum 14.02.2016, 19:00 Uhr MEZ eingehen (Teilnahmefrist) und deren angegebene E-Mail-Adressen zum Teilnahmefristende zum Newsletter angemeldet sind (E-Mail-Bestätigung beachten). Pro Person ist nur eine Teilnahme erlaubt. Mehrfachteilnahmen, bspw. durch die Nutzung von "Wegwerf-E-Mail-Adressen", werden nicht berücksichtigt. "Spaß"-Kommentare werden gelöscht und nicht berücksichtigt. Die Gewinner werden am Tag des Teilnahmefristendes per Zufallsgenerator ermittelt und zeitnah per E-Mail benachrichtigt sowie namentlich in diesem Blogpost genannt. Der Versand des Gewinns erfolgt direkt durch den Rheinwerk-Verlag und ist nur innerhalb Deutschlands und nach Österreich möglich. Daten werden niemals an Dritte weitergegeben (lediglich die Adressen der drei Gewinner werden an Rheinwerk zwecks Versand der Bücher weitergeleitet). Der Newsletter ist jederzeit kündbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Update vom 14.02.2016: Stefan K., Frank L. und Marco K. sind die glücklichen Gewinner je eines Buchs! Viel Spaß damit! Wie man an den Kommentaren gesehen hat, sind die Themen KNX und OneWire im Kontext mit FHEM besonders gefragt. Entsprechend werden wir versuchen diese Themen bei künftigen Blogposts entsprechend zu berücksichtigen. ### Operation Smart Home – Gewerkeübergreifende Funktionsbereiche: Beleuchtung Es geht voran. Nach dem tagesfüllenden Gespräch mit unserem Architekten steht zumindest schon einmal das Grundgerüst des Hauses inkl. grober Grundstücksplanung. Glücklicherweise also immer noch genug Zeit, um sich vorab intensiv mit den gewünschten Funktionsbausteinen des künftigen Smart Home auseinandersetzen zu können. Denn neben Beleuchtung, Verschattung und Heizung sollen noch viele weitere Funktionen bis hin zur Multimediasteuerung im fertigen Smart-Home-Konzept berücksichtigt werden. Ziel ist es, später einmal möglichst alle Funktionen gewerkeübergreifend und zentral über eine einheitliche Oberfläche erreichen zu können - getreu dem Motto: "One App To Rule Them All" Welche Funktionsbereiche betroffen sind und wie deren Integration umgesetzt werden könnte, wird in den nun nachfolgenden Teilen der Blogserie Operation Smart Home behandelt. Los geht es mit der Beleuchtung. Strukturierung per Mindmap Bei weit mehr als einem dutzend angedachter Funktionsbereiche ist bereits die Priorisierung eine kleine Herausforderung. Als Strukturierungshilfe nutze ich direkt die bereits im vorangegangenen Blogpost Operation Smart Home - Anforderungen an unser neues Zuhause angefangene Mindmap weiter. Your browser is not able to display frames. Please visit Operation Smart Home on MindMeister. Randnotiz: Bis vor Kurzem konnte ich mich mit Mindmapping nie so wirklich anfreunden. Neulich habe ich es doch nochmal versucht und mittlerweile bin ich absoluter Fan von Mindmeister (Affiliate-Link). Wie ich bisher ohne solche Mindmaps (über-)leben konnte, ist mir echt ein Rätsel. :) Indirekte Beleuchtung Der erste Gliederungspunkt in der Kategorie "Funktionsbereiche" umfasst die Beleuchtung und damit eine der zentralsten Funktionen überhaupt. Da wir grundsätzlich überhaupt keine Fans von konventioneller Deckenbeleuchtung sind, die man direkt wieder aus- oder gar nicht erst einschalten möchte, ist das Thema indirekte Beleuchtung besonders wichtig. Gerade die nachts unangenehm blendenden LED-Sports, die wir aktuell in Flur und Bad "ertragen" müssen, sind dann hoffentlich bald schon Schnee von gestern. Stattdessen ist - soweit möglich - eine indirekte Beleuchtung per LED-Stripes (Affiliate-Link) bzw. Spots angedacht, die auf Wände oder Decken gerichtet sind. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="200" width="200" identifier="B00L3AUC18" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B00L3AUC18.gif" tag="meintechblog-160205-21" target="_blank" rel="nofollow"> Nach dem spannenden Interview mit Stefan Heinle, dem Buchautoren von Heimautomation mit KNX, DALI, 1-Wire und Co. (Affiliate-Link), werden jetzt auch noch Leuchtstoffröhren in die Überlegungenen einbeziehen. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="200" width="200" identifier="3836234610" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/3836234610.gif" tag="meintechblog-160205-21" target="_blank" rel="nofollow"> Vielleicht lassen sich auch einige Decken teilweise abhängen, um an den Übergängen unaufdringliche Stripes oder Röhren zu verstecken. Mal sehen, was da so alles möglich ist. RGBW mit Dimmfunktion Bestmöglich sollen alle Lampen nicht nur ein- und ausschaltbar sein, sondern sich auch stufenlos dimmen lassen. So kann durch passende Helligkeitssensoren, die bspw. in den Präsenzmeldern verbaut sind (dazu komme ich zu einem späteren Zeitpunkt), immer die optimale Beleuchtungsintensität ermittelt und vom Smart Home - sofern gewünscht - automatisch nachgeregelt werden. So lässt sich auch realisieren, dass die Flurbeleuchtung beim nächtlichen Umherirren nur bis max. 20% hochdimmt und damit vorallem auch sicherstellt, dass einem nicht wie bisher halb die Augen herausfallen, wenn die 100 Watt starken LED-Spots mit voller Power anspringen. Zusätzlich kann man - muss man aber nicht - zusätzliche Spielereien einbauen, um bspw. durch RGBW-LEDs für zusätzliche Farbakzente zu sorgen. Damit sollte man aber wirklich sparsam umgehen, da sowas schnell aufdringlich bunt und damit unansehnlich wirkt. Spannend finde ich da den Ansatz, durch leichte Anpassung je nach Tageszeit die aktuelle Himmelsfarbe zu simulieren. Morgens entsprechend etwas bläulich und "aufweckend", zum Abend hin dann langsam ins rötliche verlaufend, um den Sonnenuntergang nachzubilden. Das Ganze dann am besten noch automatisch je nach tatsächlichen Außenbedingungen (bspw. durch die Infos der Wetterstation). Ansteuerung - zentral vs. dezentral Technisch stellt sich dabei vorallem die Frage, welche Smart-Home-Protokolle zum Einsatz kommen sollen und welche Art der Verkabelung dafür ideal sein könnte. Denkbar sind mehrere Ansätze, von denen ich zwei als spannend erachte. Für dimmbare LEDs (24V) würde sich evtl. ein großes zentrales Netzteil mit passenden PWM-Dimmern in der Unterverteilung (Schaltschrank) anbieten, welche die Leuchtmittel in den verschiedenen Räumen schließlich mit Strom versorgen. Dazu sind jedoch auch geschirmte Kabel (EMV) notwendig, was entsprechend bei der Installation bedacht werden muss (weitere Infos). Auch kann ich leider nicht absehen, welcher Leitungsverlust bzw. Widerstand bei Kabellängen von mehr als 10 Metern eingerechnet werden müsste. Auch habe ich in diesem Kontext bereits mehrfach von Interferenzproblemen gehört, da die Verbraucher per PWM (Pulsweitenmodulation) gedimmt werden. Gesteuert werden könnten die einzelnen Leuchtkreise dann zentral vom Schaltschrank aus über DMX-fähige Dimmaktoren. Diese könnten wiederum mit dem passenden KNX-DMX-Gateway, z.B. dem Ingenium DMXBUS-K an KNX gekoppelt werden, was sich mittlerweile zu meinem präferierten "führenden System" gemausert hat. Im Vergleich dazu wäre aber auch ein alternativer Ansatz per DALI spannend, auf den mich Stefan Heinle bei unserem Interview (Beitrag folgt in Kürze) aufmerksam gemacht hat. Dafür werden erstmal keine speziellen Kabel benötigt, normale fünfadrige NYM-Stromkabel reichen völlig aus. Jeder gewünschte Leuchtkreis erhält dann ein spezielles DALI-fähiges Vorschaltgerät (auch Treiber genannt), welches die 220V Netzspannung passend herunterregelt. So lassen sich LEDs und Leuchtstoffröhren dimmen und über den DALI-Bus steuern, der dabei zwei der fünf Adern belegt. Die Ansteuerung über KNX ist dann per KNX-DALI-Gateway, wie dem ABB DG/S1.1 (Affiliate-Link) möglich. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="200" width="200" identifier="B0018L8VLK" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B0018L8VLK.gif" tag="meintechblog-160205-21" target="_blank" rel="nofollow"> Gegenüberstellung [table id=22 /] Aus meinem täglichen Leben Je mehr ich darüber nachdenke, tendiere ich immer mehr zur DALI-Lösung, da die dezentrale Struktur aus meiner Sicht mehrere Vorteile hat. So sollten - zumindest theoretisch - bei einem Ausfall eines Vorschaltgeräts alle übrigen Bus-Komponenten weiter funktionieren. Auch sollte man wohl nachträglich bessere Nachrüstmöglichkeiten haben, sofern ein oder mehrere "Kanäle" zugeschaltet werden sollen. Dazu sind dann besonders auch Leerrohre wichtig, die im Vorfeld sinnvoll verlegt werden müssen. Ich hoffe, dass das in meinem Fall gut möglich sein wird, da in einem Haus in Holzständerbauweise extra eine spezielle Installationsebene für die Elektroverkabelung vorgesehen ist. Zum Schluss möchte ich noch auf einen wichtigen Punkt eingehen, der zwar in der Überschrift genannt wurde, jedoch im Artikel etwas untergegangen ist. Die Rede ist von der gewerkeübergreifenden Verzahnung der einzelnen Funktionsbausteine. Mein Konzept sieht die Nutzung verschiedener Standards bzw. Protokolle vor, die über passende Gateways zusamenngeschaltet werden. Das "führende" System soll dabei KNX sein, zumindest was Grundfunktionen angeht. Die Gründe sind mittlerweile vielfältig, wobei als Hauptargumente wohl die Herstellerunabhängigkeit, die umfangreichen Installationsmöglichkeiten (Stern/Bus/gemischt) und die dezentrale Ausrichtung des Bussystems inkl. Grundlogikfunktionen anzuführen sind. Ziel soll sein, insbesondere auch Geräte aus verschiedenen Gewerken miteinander kommunizieren zu lassen. So kann dann bspw. die Heizungssteuerung auf die aktuelle Außentemperatur der HomeMatic-Wetterstation oder auch auf den per FHEM eingebundenen Wetterdienst zugreifen oder die KNX-Rauchmelder (vermutlich von GIRA) können zusätzlich als Alarmgeber bei Einbruch eingesetzt werden. Letztendlich werden die denkbaren Szenarien dann nur noch durch die eigene Kreativität begrenzt. ### Howto: FHEM Floorplan per RPI2-Touchscreen steuern Vor Kurzem habe ich mir einen Touchscreen samt Plexiglasgehäuse für meinen Raspberry Pi 2 besorgt.  Ziel des Ganzen war die Darstellung eines Grundrisses (Floorplan) mit FHEM, sodass die wichtigsten Befehle bequem per Touch-Interface erreicht werden können. Dazu gehört zum Beispiel das Licht einschalten, oder die aktuelle Raumtemperatur regeln. Zu viele Buttons und Steuerungsoptionen möchte ich dort aber auch nicht unterbringen, da der Platz auf dem kleinen 3,5 Zoll Display dann doch relativ beschränkt ist. Es wird am Ende sicher mehr eine Art Dashboard als eine totale Kontrollzentrale werden. Im nachfolgenden Howto möchte ich erklären, wie ein Floorplan erstellt und dieser automatisch beim Booten auf dem Raspberry-Touchscreen dargestellt werden kann. Was benötigt man dafür? Einen Raspberry Pi 2 Model B (Affiliate-Link) Ein laufendes FHEM, welches vom Raspberry Pi aus erreichbar ist (Howto) Ein 3,5 Zoll Touch-Display von Tontec mit 480x320 Pixel (Affiliate-Link) Etwas Erfahrung in Sachen Unix und SSH Aktuell habe ich Raspbian Wheezy installiert - also mit grafischer Oberfläche. In wie weit das Ganze auf RaspBMC oder andere Geräte übertragbar ist, kann ich nicht sagen. Bitte beachtet, dass man nach der Konfiguration des Touchscreens den HDMI-Ausgang nicht parallel betreiben kann. Auch ist es wichtig, dass zwingend ein RPI 2 verwendet wird, an einem RPI 1 lässt sich der Touscreen nicht anschließen. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="160" width="160" identifier="B00T2U7R7I" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B00T2U7R7I.gif" tag="meintechblog-160203-21" target="_blank" rel="nofollow"> [easyazon_image align="none" height="160" width="160" identifier="B00OFLKPG4" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B00OFLKPG4.gif" tag="meintechblog-160203-21" target="_blank" rel="nofollow"> Den Floorplan in FHEM erstellen Als erstes erstellen wir einen neuen Plan. Falls bereits ein Plan erstellt wurde, kann dieser natürlich verwendet werden und die folgenden Schritte können übersprungen werden. Wichtig ist nur, dass der Plan nicht riesengroß und für das kleinere Display geeignet ist. Für den Anfang benötigen wir den aktuellen Grundriss der Wohnung / der Etage als PNG-Datei (andere Formate werden nicht unterstützt!). Entweder man malt sich nun selbst etwas, oder man bedient sich bestehenden Unterlagen. So habe ich zum Beispiel das Exposé meiner Wohnung ausgegraben, mit dem Smartphone abfotografiert und in Pixelmator etwas nachbearbeitet. Das geht natürlich auch mit jedem anderen Grafikprogramm. Hauptsache, man bekommt am Ende einen einigermaßen Maßstabsgetreuen Grundriss zustande. Wichtig ist, dass der Floorplan am Ende genauso groß ist wie das Display. Also 480 x 320 Pixel. Ansonsten sehen wir nachher nur einen Teil vom Grundriss. Das wäre natürlich suboptimal. Diese Datei speichern wir dann als PNG-Datei ab, kopieren diese auf dem Raspberry in das richtige Verzeichnis /opt/fhem/www/images/default und passen die Dateiberechtigungen (eventuell) noch an, damit FHEM diese auch lesen darf. Wichtig ist hierbei der Dateiname! Die Datei muss genauso heißen, wie der spätere Floorplan in FHEM heißen soll und fängt mit fp_ an. In meinem Fall soll der Floorplan "Wohnzimmer" heißen, also nennen wir die Datei fp_Wohnzimmer.png Hier einmal mein Ergebnis. Geht bestimmt besser, aber ich wollte erstmal schnell zu einer Funktionierenden Lösung kommen. Mit einem ordentlichen Scan würde das Ganze sicher schöner aussehen. Nun legen wir einen neuen Floorplan per FHEM-Kommandozeile an. Hierbei ist darauf zu achten, dass der selbe Name verwendet wird, wie schon zuvor bei dem Bild. Also bei mir wieder "Wohnung". define Wohnzimmer FLOORPLAN Damit alles einmal gespeichert und neu geladen wird, klicken wir links oben auf "Save config" und starten FHEM per FHEM-Konsolenbefehl shutdown restart neu. Nun erhalten wir auch direkt einen neuen Menupunkt names "Floorplans". Klickt man dort drauf, sollte das zuvor hochgeladene Bild bereits angezeigt werden. Ist das nicht der Fall, müsse noch einmal die Dateirechte, der Pfad und der Dateiname kontrolliert werden. Nun müssen wir die Geräte auf dem Floorplan positionieren. Dazu schalten wir in FHEM als erstes in den "arrange mode". Dazu öffnet man den Floorplan in FHEM und klickt bei fp_arrange auf on. Jetzt öffnet man den Floorplan über den Menupunkt "Floorplans" und kann dort neue Geräte hinzufügen und einfach hin und her schieben. Funktioniert perfekt und ist wirklich intuitiv. Probiert auf jeden Fall einmal die verschiedenen Stile durch. Je nach Style des Gerätes werden unterschiedliche Informationen angezeigt. Jetzt ist euer Plan hoffentlich fertig und wir können damit beginnen, den Touchscreen zu konfigurieren. Achso, und nicht vergessen den Arrange-Mode wieder auf off zu schalten und die FHEM-Konfiguration danach mit "Save config" zu speichern! Touchscreen konfigurieren Bevor ich hier nun alles dupliziere, verlinke ich einfach auf die offizielle Anleitung. Hier werden alle notwendigen Schritte für die Einrichtung des Touscreens beschrieben. Im Prinzip muss man nur das Display aufstecken und ein paar Dateien anpassen - wirklich nicht schwer. Auch ich habe das vorher noch nie gemacht und es ohne Probleme im ersten Anlauf hinbekommen! Also nur Mut. Floorplan auf dem Touchscreen darstellen Per Terminal auf dem RPI2 einloggen und erstmal zwei benötigte Pakete installieren: sudo apt-get -y install midori unclutter Im Home-Verzeichnis per nano-Editor eine "fullscreen.sh" anlegen sudo nano ~/fullscreen.sh und mit folgendem Inhalt füllen: #!/bin/sh export DISPLAY=:0.0 unclutter & xset -dpms xset s off while true; do /usr/bin/midori -e Fullscreen -a http://localhost:8085/fhem/floorplan/Wohnzimmer done Die Datei wird mit der Tastenkombination "STRG + o" gespeichert und der Editor mit "STRG + x" geschlossen. Kurze Erklärung: Die dritte Zeile erklärt dem nachfolgenden Programmen, welches Display wir gerne ansteuern würden. Das könnte man auch mit einem Parameter übergeben, klappt aber bei mir so sehr gut und stressfrei. Unclutter lässt den Mauszeiger verschwinden und xset sorgt dafür, dass das Display nicht in den Ruhemodus wechselt und immer hell bleibt (siehe: Display Power Management Signaling). Dann folgt eine Schleife, welche den Browser Midori immer wieder ausführt, falls er beendet wird. Stürzt er also ab oder wird durch einen anderen Grund beendet, wird er direkt neugestartet. Das Script öffnet natürlich direkt den entsprechenden Floorplan in FHEM. Hier muss also noch der Name des Floorplans ergänzt werden. Diese Datei muss nun noch beim Starten automatisch ausgeführt werden. Dazu tragen wir den Aufruf in die .profile im Home-Verzeichnis ein. sudo nano ~/.profile Ganz am Ende wird dann der Aufruf der neuen Datei "fullscreen.sh" eingetragen: sh /home/pi/fullscreen.sh Fertig! Nach einem Neustart erscheint dann der Browser mit dem neuen Floorplan auf dem Bildschirm. Jetzt könnte man meinen, wir sind fertig. Aber ich möchte das Ergebnis noch etwas verbessern. Feintuning Jetzt läuft zwar alles, aber ich hatte das Problem, dass die Steuerelemente teilweise extrem klein sind, um sie vernünftig mit dem Finger zu treffen. Zum Glück bewegen wir uns ja im Web-Umfeld und können daher mit ein paar CSS-Regeln unseren Floorplan ein wenig touch-freundlicher machen. In meinem Fall habe ich erstmal die Icons alle ein wenig größer gemacht, die Scrollbars entfernt und die Abstände zu den Bildschirmrändern entfernt. Glücklicherweise kann man das natürlich alles schon im Desktop-Browser testen und braucht nicht jedes Mal den Floorplan auf das Gerät schieben. Die Icons sind in diesem Beispiel noch die originalen, die einfach vergrößert wurden. Dadurch leidet natürlich etwas die Qualität der Bilder. Möchte man das perfekt haben, tauscht man diese am besten ebenfalls per CSS aus. Als erstes legen wir ein eigenes Stylesheet für unseren Plan an. Immerhin wollen wir ja nicht jeden Plan in FHEM mit den Riesen-Icons versehen. Der Dateiname ist dabei egal. Natürlich probiere ich aber, den Namen so beschreibend wie möglich zu wählen. attr Wohnzimmer stylesheet wohnzimmerfloorplanstyle.css Die hier genannte Datei wird in dem Verzeichnis "/opt/fhem/www/pgm2/" mit dem nano-Editor erzeugt sudo nano /opt/fhem/www/pgm2/ und bekommt den folgenden Inhalt. body { overflow: hidden; margin: 0; padding: 0; background: black; } #menu { display: none; } .devicestate img { width: 70px; height: auto; pointer-events: none; cursor: none !important; } .devicestate a { display: block; width: 100%; height: 100%; } Die Datei wird dann wie oben mit der Tastenkombination "STRG + o" gespeichert und der nano-Editor mit "STRG + x" geschlossen. Fertig. Sieht gleich viel besser aus, oder? Alternativen Natürlich würde auch ein größeres Display funktionieren, welches direkt per HDMI an den Raspberry angeschlossen wird. ABER das sind in den meisten Fällen eben keine Touchscreens. Dafür hat man eine Menge mehr Platz und könnte dieses als reines Dashboard verwenden. Außerdem würden in diesem Fall dann die GPIO-Pins für weitere Spielereien frei bleiben. Aber das muss man eben von Fall zu Fall entscheiden. Ich habe mich auch nur für die Touchscreen-Lösung entschieden, weil mir die Idee gefällt alles ohne Smartphone zentral bedienen zu können. Aus meinem täglichen Leben Der Touch-Display von Tontec (Affiliate-Link) ist relativ einfach eingerichtet und die Positionierung der Elemente geht leicht von der Hand. Das habe ich mir vor diesem kleinen Projekt sehr viel schwieriger vorgestellt. Wirklich gut gemacht! Die Bedienung ist sicherlich noch optimierungsfähig - aber kleinere Anpassungen gehen dank CSS sehr schnell. Über kurz oder lang werde ich das Display wahrscheinlich mehr als Dashboard nutzen - mal sehen, wie sich der Touchscreen im Alltag schlägt. Eine schöne Spielerei mit viel Potenzial ist es aber auf jeden Fall! Die Touch-Bedienung ist zwar ab und zu etwas hakelig, aber für mich macht die Floorplan-Funktion in FHEM so das erste Mal etwas Sinn. Vorher wusste ich gar nicht, wofür ich sie eigentlich nutzen sollte. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="160" width="160" identifier="B00T2U7R7I" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B00T2U7R7I.gif" tag="meintechblog-160203-21" target="_blank" rel="nofollow"> [easyazon_image align="none" height="160" width="160" identifier="B00OFLKPG4" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B00OFLKPG4.gif" tag="meintechblog-160203-21" target="_blank" rel="nofollow"> ### LG-Fernseher aus FHEM steuern und aktuelle Stati auslesen Schon seit Längerem plane ich die Einbindung meines Fernsehers in FHEM, um den doch schon etwas in die Jahre gekommenen LG Flatscreen doch noch in mein Smart Home integrieren zu können. Gefunden habe ich jetzt die passende Lösung per RS232-Schnittstelle, welche eigentlich nur für Service-Mitarbeiter gedacht ist. Das Gute ist, dass man dafür verschiedene Dokumentationen im Netz findet, welche die einzelnen Befehle auflisten. Sogar im Handbuch zum Fernseher findet man ein eigenes Kapitel darüber und ein fertiges FHEM-Modul gibt es ebenfalls, welches sogar den aktuellen Status des TV auslesen kann. Perfekte Voraussetzungen also, um in diesem kleinen Tutorial zu zeigen, wie ein LG TV mit passender Schnittstelle aus FHEM heraus angesteuert werden kann. Natürlich hat der Raspberry, auf dem FHEM in meinem Fall installiert ist, selbst keine RS232-Schnittstelle. Gut, könnte man bestimmt auch irgendwie über GPIO/UART realisieren, aber das ist viel zu kompliziert gedacht. Man nimmt einfach ein USB zu RS232 Null-Modem-Kabel. Das Gute daran: Es funktioniert mit jedem Gerät mit USB-Port und UNIX - sollte es zumindest. Kostet zwar ein paar Euro mehr, läuft aber dafür zuverlässig. Ich habe dafür das StarTech USB Nullmodem RS232 Adapter Kabel (Affiliate-Link) verwendet. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="240" width="240" identifier="B008634VJY" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B008634VJY.gif" tag="meintechblog-160126-21" target="_blank" rel="nofollow"> Und es geht wirklich alles - die wichtigsten Schaltfunktionen im "Automatisierungsalltag" sind aber sicherlich folgende: An- und Ausschalten Eingangsquelle wählen Mute / Lautstärke ändern Natürlich wäre es genauso interessant, die Infos andersherum abzufragen: Ist der Fernseher eingeschaltet? Welcher Eingang ist gewählt? Das ist aber nur ein Bruchteil der verfügbaren Funktionen! Theoretisch denkbar ist über die Service-Schnittstelle alles, was man auch mit der Fernbedienung über die Menüs einstellen kann. Sei es Helligkeit, Kontrast oder auch die Bildschärfe. Vorbereitung Das neue Kabel in die Service-Schnittstelle "RS232C IN" des Fernsehers stecken und an einen beliebigen USB-Port am Raspberry. Ich nutze übrigens noch das RPI-Modell der ersten Generation, mit dem derzeit aktuellen RPI2 (Affiliate-Link) funktioniert es aber genauso. Um zu schauen, ob das Gerät erkannt wurde, können wir den Terminalbefehl lsusb nutzen. Dieser listet alle angeschlossenen USB-Geräte auf. Der letzte Eintrag lautet bei mir wie folgt: "Bus 001 Device 004: ID 03eb:204b Atmel Corp. LUFA USB to Serial Adapter Project" Der Befehl dmesg | grep tty sollte ebenfalls das USB-Gerät ausgeben: "usb 1-1.2: FTDI USB Serial Device converter now attached to ttyUSB0" Also alles okay soweit. Erster Test per C-Programm Um den Fernseher zu steuern, habe ich ein Projekt von GoogleCode auf GitHub geklont. Das Original ist von Rafael Vuijk. Der Quelltext ist zwar schon 5 Jahre alt, aber das Programm läuft bei mir einwandfrei! (Anmerkung: Wer den LG ausschließlich in FHEM integrieren möchte, kann diesen Schritt überspringen und direkt zum nächsten Kapitel springen.) Also die Quellen auf den Raspberry laden und komplilieren. Das funktioniert wie folgt: git clone git@github.com:klein0r/lg-tv-command.git cd lg-tv-command/ make export LG_DEVICE=/dev/ttyUSB0 Und schon kann es losgehen! Zum Test einmal den folgenden Befehl ausführen (während der Fernseher an ist): ./lg-tv-command VolumeControl 10 Jetzt sollte der Fernseher die Lautstärke auf 10 geändert haben. Der Befehl wird nahezu verzögerungsfrei übertragen. Das klappt ja schonmal wunderbar. Genau dieses Programm könnte man jetzt natürlich auch über FHEM oder ähnliches ansteuern. Geht aber auch wesentlich einfacher! Fernseher in FHEM integrieren Glücklicherweise sind wir nicht die ersten, die gerne den Fernseher in unsere Hausautomatisierung integrieren möchten. Markus Bloch aus der Community hat bereits ein entsprechendes Modul geschrieben, welches jede Menge Funktionalitäten für uns abbildet. Dieses müssen wir nun herunterladen und hinzufügen. Dazu wechseln wir als erstes in das entsprechende Verzeichnis für die FHEM-Module, laden die Datei und passen die Dateiberechtigungen an: cd /opt/fhem/FHEM/ sudo wget https://raw.githubusercontent.com/mhop/fhem-mirror/master/fhem/contrib/75_LGTV_RS232.pm sudo chown fhem:root 75_LGTV_RS232.pm Als nächstes tragen wir im FHEM-Webinterface in die FHEM-Kommandozeile define WZ.TV LGTV_RS232 /dev/ttyUSB0 attr WZ.TV room Wohnzimmer ein und bestätigen diesen Vorgang durch einen Klick auf "Save config" (links oben). Danach sollte FHEM einmal neugestartet werden. Bitte beachtet auch, dass FHEM auf dem neuesten Stand sein sollte. Ab sofort sollten im Device "WZ.LG" alle Reading des Fernsehers automatisch auftauchen. Keine RS232 Schnittstelle vorhanden? Falls der LG-Fernseher keine RS232-Schnittstelle besitzt, ist auch eine Lösung mit einem USB-Adapter denkbar. Dazu wird der folgende Adapter Aten UC232A USB-Serial Converter (Affiliate-Link) an den USB-Port mit der Aufschrift "USB-Apps" angeschlossen. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="240" width="240" identifier="B000J3OK7C" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B000J3OK7C.gif" tag="meintechblog-16012621"] Wichtig ist, dass genau der angegebene Adapter von ATEN genutzt wird! Anderenfalls wird das Gerät nicht vom Fernseher erkannt, da nur exakt dieser seitens LG freigeschaltet ist. Zusätzlich wird dann noch das bereits oben genutzte StarTech USB Nullmodem RS232 Adapter Kabel (Affiliate-Link) benötigt, sodass beide Kabel in Reihe geschaltet werden. An meinem MacBook hat das oben genannte C-Programm übrigens auch auf Anhieb funktioniert - dort heißt das Gerät aber etwas anders: /dev/tty.usbserial-AH02A0T7 Zusätzliche Software habe ich für eines der verwendeten Kabel installiert. Es liegt zwar überall eine CD mit Treibern dabei, aber bei mir lief unter Linux / Mac OS X jedoch alles out of the box. Beispielszenarien Grundsätzlich lässt sich das LG-Modul natürlich in zwei Richtungen verwenden. Zum einen, um Statusänderungen des TV zu nutzen, um in FHEM angebundene Devices zu schalten und andererseits, um Statusänderungen anderer Geräte als Trigger für den TV einzusetzen. Wenn der Eingang des TV bpsw. auf "digitalTV" wechselt, soll die Bodenlampe im Wohnzimmer auf 20% gedimmt werden. Dazu ist ein einfacher Einzeiler in der fhem.cfg notwendig: define WZTVDigitalTVSetWZBodenlampe20 notify WZ.TV.input:.digitalTV set WZ.Bodenlampe 20 Für das zweite Beispiel wird ein VU+ Sat-Receiver genutzt, welcher den Eingang des TV auf "hdmi1" setzt, sobald er eingeschaltet wird: define WZVUPlusSetWZTVInputHdmi1 notify WZ.VUPlus:on set WZ.TV input hdmi1 Die Befehle lassen sich natürlich noch weiter ausbauen bzw. durch if-Abfragen erweitern, für den Anfang soll es damit aber genug sein. Aus meinem täglichen Leben Lange habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, meinen jetzt doch schon etwas in die Jahren gekommenen LG TV etwas "smarter" machen zu können, um ihn in mein Smart-Home-Konzept einbinden zu können. Mit FHEM und dem passenden Modul habe ich jetzt endlich die perfekte Möglichkeit dazu gefunden. Zwar ist die Aufrüstung durch die Nutzung des StarTech USB Nullmodem RS232 Adapter Kabels (Affiliate-Link) nicht kostenlos möglich, die gewonnene Flexibilität ist jedoch enorm. Danke auch an die fleissige FHEM-Community, die mir die Umsetzung durch das fertige FHEM-Modul für LG um ein gutes Stück einfacher gemacht hat. Ab sofort wird der nun smarte TV sicherlich des Öfteren mit FHEM angesteuert werden. ### Netgear Arlo - wirklich eine Smart Home Security Cam? Mit der Security Cam "Arlo" (Affiliate-Link) hat Netgear den Einstieg in den Smart-Home-Markt gewagt. Einzigartig ist dabei das vollständig kabellose Konzept der Kamera, das unzählige Einsatzszenarien ermöglicht, wo herkömmliche "Wired"-Geräte nicht oder nur schwer nutzbar wären. Doch was steckt hinter Arlo? Hat das Device den Aufdruck "Smart Home" wirklich verdient? Netgear's PR-Agentur kam im September auf uns zu und hat uns eine Arlo Cam zur Verfügung gestellt, die wir seither ausgiebig getestet und hinsichtlich Nutzbarkeit im Smart Home genauer unter die Lupe genommen haben. Da uns das Device von Netgear zur Verfügung gestellt wurde, zunächst der Hinweis darauf. Netgear Arlo - eine vollständig kabellose IP Cam Die Security Cam von Netgear verwendet das heimische WiFi-Netzwerk, um Videodateien von der Kamera zu streamen. Mit Spannung wird das Device dabei durch CR123A-Fotobatterien versorgt. Somit benötigt die Kamera weder Kabel für die Spannungsversorgung noch für die Datenübertragung, was auf dem Markt (meiner Erkenntnis nach) bisher einzigartig ist. Für den Betrieb einer Arlo Cam ist eine Zentrale notwendig. Diese benötigt wiederum sowohl eine Spannungsversorgung als auch eine LAN-Verbindung. Leider ist die Zentrale derart riesig, dass man dafür erst einmal einen Platz finden muss. Sie ist größer als meine FritzBox 7490 und wird senkrecht aufgestellt. Mit einer Zentrale lassen sich mehrere Arlo Cams betreiben und so werden die Geräte auch verkauft. Das 1-Kamera-Set (Affiliate-Link) kostet aktuell rund 210 EUR (Stand Januar 2016), das 2-Kamera-Set (Affiliate-Link) 300 EUR und das 3-Kamera-Set (Affiliate-Link) 420 EUR. Für eine einzelne Zusatzkamera werden dann noch einmal knapp 140 EUR in Rechnung gestellt. Die Produktfeatures der Securtiy Cam sind gut und entsprechen den Anforderungen an ein ordentliches Security-Cam-Konzept: 720p HD Video Streams Nachtsichtmodus Schutzklasse IP65 und damit auch geeignet für den Ausseneinsatz Eingebauter Bewegungssensor Setup, Konfiguration und Zugriff auf den Live-Stream funktionieren mit der kostenlosen Arlo-App. [app 925911312] Inbetriebnahme und Konfiguration Über die App wird das Setup der Kamera vorgenommen, nachdem diese durch das Drücken des Pairing-Buttons an eine Zentrale angelernt wurde. Für den Betrieb stellt Netgear in der Basis-Version einen Cloud-Dienst zur Verfügung, der 1 GB Speicher enthält. Ich persönlich bin kein Fan von verpflichtenden Cloud-Diensten und hätte lieber gerne direkten Zugriff auf die Caption der Kamera. Hinzu kommt, dass die kostenlose Basis-Version "lediglich" fünf Arlo Cams an einer Zentrale supportet, deren Videos sieben Tage in der Cloud gespeichert werden. Wer mehr möchte, zahlt auch hier noch einmal kräftig: Der Premium Plan bietet 30 Tage Retention, 10 GB Speicher und den Support von bis zu 10 Kameras: 8,99 EUR/Monat Der Elite Plan bietet 60 Tage Retention, 100 GB Speicher und supportet 15 Arlo Cams: 13,99 EUR/Monat Der Vorteil des Cloud-Dienstes liegt dafür in der Einfachheit der Bedienung. Jede Arlo Cam ist im Nu eingerichtet und startklar. Weil Arlo mit Fotobatterien verwendet wird, lassen sich auch unterschiedliche Energieeinstellungen vornehmen, um einen möglichst langlebigen Betrieb zu gewährleisten. Test der Features und Verwendung mit der App Dank der Arlo App lässt sich die Security Cam wirklich kinderleicht und energieschonend verwenden. Meine Arlo ist jetzt seit Anfang Oktober im Betrieb, wobei ich keinen Bewegungsmelder-Modus nutze und die Batterieanzeige ist immernoch bei 100%. Sollte eines Tages der Saft doch einmal ausgehen, gibt es zehn Duracell CR123-Fotobatterien (Affiliate-Link) beispielsweise für knapp 16 EUR. Im Live-View-Modus lässt sich jederzeit der HD-Stream der Kamera öffnen. Anschließend wird die Arlo Cam wieder "deaktiviert", um Energie zu sparen. Wer möchte, kann sich gewisse Regeln erstellen, damit Arlo Bewegung oder Akustik erkennt und eine entsprechende Aufzeichnung in den Cloud-Speicher startet. Die Regelkonfiguration ist einfach, aber nicht sehr umfangreich. Letztendlich lässt sich hier lediglich die Empfindlichkeit und die Dauer einstellen, ab wann und wie eine Aufzeichnung erfolgt. Der Nutzer wird dabei immer per E-Mail oder Push-Nachricht über eine Aufnahme informiert. Die App hatte in der ersten Version einige kleinere Probleme hinsichtlich der Übersetzung (siehe z.B. auf dem nachfolgenden Screenshot: "kündigen"?), was in der aktuellen Version schon besser geworden ist. Was kann Arlo "im Standard" also alles? Die Kamera bietet verschiedene Funktionen, um einerseits jederzeit einen Live-Stream anzusehen und andererseits Videos bei Bewegung aufzuzeichnen. Beeindruckend ist, dass all diese Funktionen dabei wirklich komplett kabellos funktionieren. Das Setup der Regeln hingegen ist ausbaufähig. Es gibt die Möglichkeit, einen Zeitplan einzustellen, der den Bewegungserkennungs-Modus aktiviert. Fraglich ist hierbei aber, wer schon ein derart gleichbleibendes Leben hat, dass die Überwachung des Zuhauses per vordefiniertem Zeitplan zuverlässig funktioniert?! Läuft die Bewegungserkennung hingegen ständig, ist die Laufzeit der Fotobatterien sicherlich sehr gering und der Cloud-Speicher schnell voll. Hier gäbe es eigentlich zahlreiche Möglichkeiten, per Smart-Home-Anwesenheitserkennung eine "Scharfschaltung" der Kamera vorzunehmen. Doch wie "Smart Home Ready" ist Arlo? Arlo im Smart Home Bei einem Produkt, welches den Namen "Smart Home" bereits in der Bezeichnung trägt, sind meine Erwartungen hoch. Zumindest erwarte ich hier eine IFTTT-Anbindung oder eine Apple-HomeKit-Integration. Leider ist beides bei Arlo Fehlanzeige. Ich erkenne absolut das Potential einer komplett kabellosen Security Cam im Smart Home. Doch dazu sind zweierlei Anbindungen notwendig. Einerseits muss die Bewegungserkennung per Anwesenheitserkennung aktivierbar sein und andererseits muss ein Zugriff auf die Caption der Kamera auch per Smart Home Software funktionieren. Smart Home bedeutet ja gerade die Verknüpfung verschiedener Devices zur gegenseitigen Steuerung. Vorstellbar ist, dass auf Grund der im Hintergrund angehängten kostenpflichtigen Zusatz-"Plans" hier seitens Netgear kein API freigeschaltet wird, damit das Zusatz-Business nicht kaputt gemacht wird. Meiner Meinung nach funktioniert so aber das Internet of Things nicht - schon gleich gar nicht, wenn "Smart Home" im Namen steckt. In der Netgear-Community häufen sich die Fragen zur Integration von Arlo in HomeKit, IFTTT und co. Angekündigt ist leider bisher noch nichts. Sicherlich kann man den Email-Push-Dienst verwenden und (sei es über IFTTT, Email-Parser etc.) eine Anbindung der Bewegungsmeldung an einen Smart Home Server wie z.B. FHEM realisieren. Ein direkter Zugriff auf den Live-Stream ist jedoch weiterhin nicht möglich, was die Funktionen von Arlo im Smart Home aktuell wirklich begrenzt. Update vom 01.02.2016: Ich habe von Netgear's PR-Agentur im Nachgang erfahren, dass an der Integrationsthematik gearbeitet wird - Ein Zeitpunkt, wann das Feature kommt, ist jedoch noch nicht bekannt. Aus meinem täglichen Leben Ich suche schon lange eine derart einfache und gleichzeitig hochwertige IP-Cam. Als Netgear dann Ende letzten Jahres auf uns zukam, hatte ich mich zunächst sehr gefreut, meine Smart-Home-Funktionalität um eine komplett kabellose Video-Komponente erweitern zu können. Leider wurde ich dahingehend etwas enttäuscht. Ich will deswegen nicht sagen, dass Arlo kein gutes Produkt ist - ganz im Gegenteil! Das kabellose Konzept, die klasse Videoqualität, die hochwertige Verarbeitung und die Schutzklasse IP65 kombiniert mit dem easy Setup per App (übrigens auch per Webinterface) machen Arlo zu einer exzellenten Stand-Alone IP-Cam, die es ermöglicht, jederzeit und auch bei Dunkelheit Zuhause nach dem Rechten zu sehen. Auch das Zubehör ist super konzipiert, wie z.B. die magnetische Wandhalter-Halbkugel. So hervorragend die Produkt-Features auch sind, bietet Arlo funktionell in Sachen Smart Home noch zu wenig, wenn nicht zu sagen gar nichts, was den Namen verdienen würde. Ich (und laut Neatgear-Forum auch zahlreiche andere User) wünsche mir daher die Integration der Funktionalität in einen Smart Home Server, damit der Name auch Programm ist. Gerade auf dem Smart-Home-Nachrüstermarkt dürfte das kabellose Konzept ein riesiges Potential in sich bergen, das es künftig abzurufen gilt. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="130" identifier="B00TDNYNP8" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2016/01/arloset.jpg" tag="meintechblog-160125-21" target="_blank" rel="nofollow"> [easyazon_image align="none" height="130" identifier="B00TDNYNP8" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2016/01/arlosingle.jpg" tag="meintechblog-160125-21" target="_blank" rel="nofollow"> [easyazon_image align="none" height="130" identifier="B00EME9BWS" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2016/01/cr123.jpg" tag="meintechblog-160125-21" target="_blank" rel="nofollow"> ### Google Analytics in FHEM einbinden und Live-Besucher mit Analogmeter darstellen Heute mal ein etwas außergewöhnlicher Blogpost aus dem Bereich: Braucht zwar kein Mensch - Wollte ich aber unbedingt schon immer mal haben. Ziel war es die Live-Besucher von meintechblog.de per Google-Analytics-API an FHEM zu übermitteln, um diese Information dann in Echtzeit mit einem Analogmeter darzustellen. Klingt erstmal verwirrend und unnötig, macht aber jede Menge Spaß - gerade auch dann, wenn man das Ergebnis sieht und es tatsächlich auch noch funktioniert. Als Gag habe ich eine ungenutzte Webcam installiert, sodass jeder Besucher die Anzeige live mitverfolgen kann, die er durch den Besuch ja auch selbst beeinflusst. Spannend ist das Ganze auch aus FHEM-Sicht, da der dafür genutzte Dummy mit recht viel Logik ausgestattet wurde, was auch für andere Anwendungsfälle interessant sein kann. Was aus technischer Sicht dahinter steckt, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. Google-Analytics-API vorbereiten Wer Google Analytics einsetzt, um die Besucherzahlen seiner Seite zu tracken, muss im ersten Schritt die vom Suchmaschinenriesen bereitstellte Programmierschnittstelle (API) einrichten. Was ich selbst wohl nie geschafft hätte, hat dankenswerter Weise Matthias übernommen, der ein echter Profi in Sachen Webentwicklung ist. In seinem extra für mich angefertigten Blogpost Google Analytics API – Aktuelle Besucherzahlen auf dem Raspberry PI erklärt er Schritt für Schritt, wie die Google API vorbereitet werden muss, um später die gewünschten Informationen auslesen zu können. Vielen Dank für deine Unterstütztung Matthias! FHEM mit passendem Dummy vorbereiten Damit die Daten aus FHEM heraus aktualisiert und angezeigt werden können, wird ein Dummy namens "GA.Meintechblog" und "FileLog" für spätere Analysezwecke definiert. #Google Analytics Meintechblog Dummy für Auswertung define GA.Meintechblog dummy attr GA.Meintechblog event-on-update-reading usersRealtime attr GA.Meintechblog room GoogleAnalytics attr GA.Meintechblog webCmd updateAll:updateRealtime define FileLog_GA.Meintechblog FileLog ./log/WEB.meintechblog-%Y.log GA.Meintechblog attr FileLog_GA.Meintechblog logtype text attr FileLog_GA.Meintechblog room GoogleAnalytics Der Dummy erhält die Möglichkeit über die Kommandos "updateAll" und "updateRealtime" die entsprechenden Google-Analytics-Daten auch manuell anfordern zu können, indem jeweils php-Scripte getriggert werden. #Update GA.Meintechblog All define GAMeintechblogAllUpdate notify GA.Meintechblog:updateAll { system ("php /google-api-php-client/raspberry_all.php&")} #Update GA.Meintechblog Realtime define GAMeintechblogRealtimeUpdate notify GA.Meintechblog:updateRealtime { system ("php /google-api-php-client/raspberry_realtime.php&")} Aus kosmetischen Gründen übergeben die getriggerten Scripte zu Abholung der Analytics-Daten ("raspberry_all.php" und "raspberry_realtime.php" die Werte der Live-Besucher in das Reading "usersRealtime". Damit diese Information auch im normalen state des Dummy angezeigt wird, muss man noch etwas nachhelfen: #GA.Meintechblog Reading UsersRealtime in State schreiben define GAMeintechblogReadingToState notify GA.Meintechblog:usersRealtime.* {\ my $usersrealtime = ReadingsVal("GA.Meintechblog", "usersRealtime", "0");;\ {\ fhem ("set GA.Meintechblog $usersrealtime")\ }\ } Damit die Scripte zur Abholung der Analytics-Daten aber auch automatisch aus FHEM heraus getriggert werden können, werden zwei at-Befehle definiert, welche die Scripte "raspberry_realtime.php" und das dritte Script im Bunde "raspberry_non_realtime" ausführen können. #Update NonRealtime alle 6 Minuten define GAMeintechblogNonRealtimeUpdateAuto at +*00:06:00 { system ("php /google-api-php-client/raspberry_non_realtime.php&")} #Update UsersRealtime alle 15 Sekunden define GAMeintechblogRealtimeUpdateAuto at +*00:00:15 { system ("php /google-api-php-client/raspberry_realtime.php&")} Die Zeiten sind dabei Erfahrungswerte. Alle 15 Sekunden werden so die Daten der Echtzeitbesucher abgefragt und entsprechend nur alle 6 Minuten alle anderen nicht-echtzeitrelevanten Daten, wie gesamte Besucherzahl und Seitenaufrufe für heute und diesen Monat. Letztgenannte Daten werden von Google nur ca. alle 10 Minuten aktualisiert, wobei sich eine Abfrage alle 6 Minuten als ganz guter Kompromiss herausgestellt hat. Zusätzlich wird das Reading "pageviewsToday", welches die aktuelle Anzahl der am jeweiligen Tag aufgerufenen Seiten ausgibt, um 0 Uhr resettet. Auch nur Kosmetik, aber soviel Zeit muss sein: #Reset PageviewsToday um 0 Uhr define GaMeintechblogPageviewsTodayReset at *00:00:00 setreading GA.Meintechblog pageviewsToday 0 Jetzt soll noch das Reading "usersRealtimeTodayMax" generiert werden, welches den aktuellen Höchstwert des Tages bzgl. Live-Besucher darstellt: #Update UsersRealtimeTodayMax define UsersRealtimeTodayMaxUpdate notify GA.Meintechblog:usersRealtime.* {\ my $usersrealtime = ReadingsVal("GA.Meintechblog", "usersRealtime", "0");;\ my $usersrealtimetodaymax = ReadingsVal("GA.Meintechblog", "usersRealtimeTodayMax", "0");;\ if ($usersrealtime > $usersrealtimetodaymax) {\ fhem ("setreading GA.Meintechblog usersRealtimeTodayMax $usersrealtime")\ }\ } Um Mitternacht wird dieses Reading dann wieder resettet: #Reset UsersRealtimeTodayMax um 0 Uhr define UsersRealtimeTodayMaxReset at *00:00:00 {\ my $usersrealtime = ReadingsVal("GA.Meintechblog", "usersRealtime", "0");;\ {\ fhem ("setreading GA.Meintechblog usersRealtimeTodayMax $usersrealtime")\ }\ } Scripte zum Abrufen der Analytics-Daten aus FHEM Folgendes Verfahren geht mit Sicherheit auch schöner, aber auf die Schnelle habe ich die drei Anwendungsfälle "Rufe alle Daten ab", "Rufe alle Echtzeitdaten ab" und "Rufe alle Nicht-Echtzeitdaten ab" in drei unterschiedliche php-Dateien gepackt. Jedes der drei php-Files, welche im Ordner "/google-api-php-client" abgelegt werden, beginnt mit folgendem Inhalt (von Matthias kopiert): serviceAccountEmail = $serviceAccountEmail; $this->keyFile = $keyFile; $this->profileId = $profileId; } /** * @return Google_Service_Analytics */ protected function getService() { if (is_null($this->analyticsRef)) { // Create and configure a new client object. $client = new Google_Client(); $client->setApplicationName("RaspberryPi-Analytics"); $this->analyticsRef = new Google_Service_Analytics($client); // Read the generated client_secrets.p12 key. $key = file_get_contents($this->keyFile); $cred = new Google_Auth_AssertionCredentials( $this->serviceAccountEmail, array(Google_Service_Analytics::ANALYTICS_READONLY), $key ); $client->setAssertionCredentials($cred); if ($client->getAuth()->isAccessTokenExpired()) { $client->getAuth()->refreshTokenWithAssertion($cred); } } return $this->analyticsRef; } /** * @param $startDate * @param $endDate * @param $metrics * @return bool|int */ public function getResults($startDate, $endDate, $metrics) { // Calls the Core Reporting API and queries for the number of sessions // for the last seven days. $data = $this->getService()->data_ga->get( 'ga:' . $this->profileId, $startDate, $endDate, $metrics ); return $this->parseResults($data); } /** * @param $metrics * @return bool|int */ public function getRealtimeResults($metrics) { $data = $this->getService()->data_realtime->get( 'ga:' . $this->profileId, $metrics ); return $this->parseResults($data); } /** * @param $results * @return bool|int */ protected function parseResults($results) { // Parses the response from the Core Reporting API and prints // the profile name and total sessions. if (count($results->getRows()) > 0) { // Get the entry for the first entry in the first row. $rows = $results->getRows(); $sessions = $rows[0][0]; return (int)$sessions > 0 ? (int)$sessions : false; } else { return false; } } } $obj = new MKleine_Google_Analytics_API( $service_account_email, $key_file_location, $profile ); Die Datei "raspberry_all.php" bekommt dann danach noch folgenden Inhalt: // Users Realtime $curl = curl_init(); curl_setopt_array($curl, array( CURLOPT_RETURNTRANSFER => 1, CURLOPT_CONNECTTIMEOUT => 5, CURLOPT_TIMEOUT => 10, CURLOPT_URL => 'http://localhost:8083/fhem?cmd=setreading%20GA.Meintechblog%20usersRealtime%20' . $obj->getRealtimeResults('rt:activeUsers'), )); $resp = curl_exec($curl); curl_close($curl); // Pageviews This Month $curl = curl_init(); curl_setopt_array($curl, array( CURLOPT_RETURNTRANSFER => 1, CURLOPT_CONNECTTIMEOUT => 5, CURLOPT_TIMEOUT => 10, CURLOPT_URL => 'http://localhost:8083/fhem?cmd=setreading%20GA.Meintechblog%20pageviewsThisMonth%20' . $obj->getResults(date('Y-m-01'), 'today', 'ga:pageviews'), )); $resp = curl_exec($curl); curl_close($curl); // Users All $curl = curl_init(); curl_setopt_array($curl, array( CURLOPT_RETURNTRANSFER => 1, CURLOPT_CONNECTTIMEOUT => 5, CURLOPT_TIMEOUT => 10, CURLOPT_URL => 'http://localhost:8083/fhem?cmd=setreading%20GA.Meintechblog%20usersAll%20' . $obj->getResults('2011-04-01', 'today', 'ga:users'), )); $resp = curl_exec($curl); curl_close($curl); // Pageviews Today $curl = curl_init(); curl_setopt_array($curl, array( CURLOPT_RETURNTRANSFER => 1, CURLOPT_CONNECTTIMEOUT => 5, CURLOPT_TIMEOUT => 10, CURLOPT_URL => 'http://localhost:8083/fhem?cmd=setreading%20GA.Meintechblog%20pageviewsToday%20' . $obj->getResults('today', 'today', 'ga:pageviews'), )); $resp = curl_exec($curl); curl_close($curl); Dabei werden die von Google-Analytics übermittelten Daten per CURL an FHEM übermittelt. Wie man an "localhost" sieht, befindet die gesamte Logik (sowohl FHEM als auch API-Abfrage) auf einem System, was das Vorgehen insgesamt vereinfacht. Die Datei "raspberry_realtime.php" besitzt neben dem oben angesprochenen Block den Inhalt: // Users Realtime $curl = curl_init(); curl_setopt_array($curl, array( CURLOPT_RETURNTRANSFER => 1, CURLOPT_CONNECTTIMEOUT => 5, CURLOPT_TIMEOUT => 10, CURLOPT_URL => 'http://localhost:8083/fhem?cmd=setreading%20GA.Meintechblog%20usersRealtime%20' . $obj->getRealtimeResults('rt:activeUsers'), )); $resp = curl_exec($curl); curl_close($curl); Also im Grunde nur einen Teilausschnitt der "raspberry_all.php". Als drittes Script "raspberry_non_realtime.php" besitzt neben dem Startteil weiterhin den Inhalt: // Pageviews This Month $curl = curl_init(); curl_setopt_array($curl, array( CURLOPT_RETURNTRANSFER => 1, CURLOPT_CONNECTTIMEOUT => 5, CURLOPT_TIMEOUT => 10, CURLOPT_URL => 'http://localhost:8083/fhem?cmd=setreading%20GA.Meintechblog%20pageviewsThisMonth%20' . $obj->getResults(date('Y-m-01'), 'today', 'ga:pageviews'), )); $resp = curl_exec($curl); curl_close($curl); // Users All $curl = curl_init(); curl_setopt_array($curl, array( CURLOPT_RETURNTRANSFER => 1, CURLOPT_CONNECTTIMEOUT => 5, CURLOPT_TIMEOUT => 10, CURLOPT_URL => 'http://localhost:8083/fhem?cmd=setreading%20GA.Meintechblog%20usersAll%20' . $obj->getResults('2011-04-01', 'today', 'ga:users'), )); $resp = curl_exec($curl); curl_close($curl); // Pageviews Today $curl = curl_init(); curl_setopt_array($curl, array( CURLOPT_RETURNTRANSFER => 1, CURLOPT_CONNECTTIMEOUT => 5, CURLOPT_TIMEOUT => 10, CURLOPT_URL => 'http://localhost:8083/fhem?cmd=setreading%20GA.Meintechblog%20pageviewsToday%20' . $obj->getResults('today', 'today', 'ga:pageviews'), )); $resp = curl_exec($curl); curl_close($curl); Damit die Scripte aus FHEM heraus aufgerufen werden können, habe ich dem Ordner "/google-api-php-client" auf dem RPI, in welchem alle Dateien und Scripte untergebracht sind, per Terminalbefehl die Berechtigung 777 gegeben. (Ja ich weiss, dass man sowas normalerweise nicht macht, leider habe ich kurzfristig keine bessere Möglichkeit ausfindig machen können. Wer einen besseren Vorschlag hat, kann diesen gerne per Kommentar mitteilen.) sudo chmod 777 -R /google-api-php-client Analytics-API-Abruf in FHEM testen Sofern alles korrekt eingerichtet wurde, sollten die gewünschten Analytics-Daten bereits in FHEM im Dummy "GA.Meintechblog" auftauchen. Analytics-Daten visualisieren Als nächstes wollte ich die Live-Besucherzahl des Blogs visualisieren. Geradezu aufgedrängt hat sich da ein analoges Volt-Meter, dessen "Tachonadel" Auskunft über die aktuelle Besucherzahl geben kann. Umgesetzt habe ich das - quick und dirty - erstmal mit einem analogen Voltmeter mit einem Wertebereich von 0-10V (Affiliate-Link, welches an einem freien analogen Ausgang meines Loxone-Miniservers angeschlossen wurde. Loxone erhält die notwendigen Informationen wiederum per UDP-Mitteilungen vom FHEM-Server. Wie das funktioniert, wird im Detail im Blogpost HomeMatic FHEM-Wetteratation per UDP in Loxone integrieren erklärt. Der Vollständigkeit halber nachfolgend noch die in FHEM notwendigen Settings, die im Vergleich zum verlinkten Blogpost bereits etwas verbessert wurden, da jetzt alle Readings aus FHEM auf einen Schlag als Array mit nur einer Nachricht übertragen werden können. "99_myUtils.pm" ############################################## # $Id: myUtilsTemplate.pm 7570 2015-01-14 18:31:44Z rudolfkoenig $ # # Save this file as 99_myUtils.pm, and create your own functions in the new # file. They are then available in every Perl expression. package main; use strict; use warnings; use POSIX; sub myUtils_Initialize($) { my ($hash) = @_; } # Enter you functions below _this_ line. use IO::Socket; #UDP Befehle senden sub UDP_Msg($$) { my ($dest,$port,$cmd) = @_; my $sock = IO::Socket::INET->new( Proto => 'udp', PeerPort => $port, PeerAddr => $dest ) or die "Could not create socket: $!\n"; $sock->send($cmd) or die "Send error: $!\n"; return "send $cmd"; } #GAToLoxone #device: #1 state #2 pageviewsThisMonth #3 pageviewsToday #4 usersAll #5 usersRealtime #6 usersRealtimeTodayMax sub GAToLoxone($) { my ($device) = @_; my $state=ReadingsVal("$device","state","-1"); my $pageviewsthismonth=ReadingsVal("$device","pageviewsThisMonth","-1"); my $pageviewstoday=ReadingsVal("$device","pageviewsToday","-1"); my $usersall=ReadingsVal("$device","usersAll","-1"); my $usersRealtime=ReadingsVal("$device","usersRealtime","-1"); my $usersRealtimeTodayMax=ReadingsVal("$device","usersRealtimeTodayMax","-1"); UDP_Msg("192.168.3.11" , "7000" , "$device: $state $pageviewsthismonth $pageviewstoday $usersall $usersRealtime $usersRealtimeTodayMax"); } 1; Und dann noch der notwendige Trigger aus der "fhem.cfg": #GAMeintechblog an Loxone senden define GAMeintechblogToLoxone notify GA.Meintechblog.* {GAToLoxone("$NAME")} Künftig möchte ich für die Ansteuerung des Anlogmeters einen Arduino einsetzen. Dessen Ausgänge müssen aber wohl erst etwas modifiziert werden, damit sie als analoge Ausgänge (ähnlich denen des Loxone Miniservers) fungieren können, weshalb ich erstmal die für mich "altbewehrte" Methode per Loxone Miniserver gewählt habe. Als netten Nebeneffekt kann ich jetzt auch in meiner Loxone App immer alle Daten einsehen. Und so sieht das Ganze dann noch in der Loxone Config aus: Die Befehlskennung des virtuellen UDP-Eingangs in Loxone für das übertragene Reading "usersRealtime" (Wert an Stelle 5) sieht dann bspw. so aus: GA.Meintechblog: \# \# \# \# \v Damit der fünfte Wert auch korrekt gezogen wird, werden vier Rauten vorangestellt. Wie man erkennen kann, wurde dabei auch eine Eingangswertkorrektur genutzt, um die Live-Besucherzahl - in diesem Fall 38 - am analogen Ausgang - in diesem Fall 3,8V - korrekt auszugeben. Entsprechend habe ich dem Voltmeter auch eine neue Skala verpasst. Der alte Wert 10 V entspricht dann 100 Live-Besuchern. Dabei habe ich die alte Skala eingescannt, um die passende Größe zu bekommen und dann mit einem neuen Layout verpasst, welches dann über den Photodrucker Canon Selphy CP910 (Affiliate-Link) auf einem 148x100mm großen Papier gedruckt wurde. Dann ab mit der neuen Skala in das Voltmeter und alles zusammengebaut. Der linke Anschluss des Voltmeters (von hinten gesehen) ist dabei Plus, der rechte Anschluss Minus. Plus habe ich am ersten analogen Ausgang des Miniservers angeschlossen, Minus entsprechend an Minus des Miniservers Dann die Skala noch mit Werten aus dem Bereich 0-100 getestet und direkt in den Live-Modus gewechselt. Im Ergebnis sieht es dann doch recht brauchbar aus: Aktuelle User visualisieren (LIVE WEBCAM) Jetzt noch eine Webcam davorgeparkt, um die Live-User in Echtzeit zu visualisieren (Bild wird aktuell nur einmal pro Minute aktualisiert, also am besten etwas warten :-). [netcam-live url="https://meintechblog.de/webcam/mobotix/current.jpg?Resolution=1280x720&Quality=Clarity" refresh="10000" width="100%"] Dafür habe ich auch gleich noch eine extra Live-Seite ohne Schnickschnack eingerichtet. Um das Webcam-Bild hier einzubinden, habe ich einen kleinen Umweg gewählt, um Skalierbarkeit zu ermöglichen und meinen VDSL-Upload nicht komplett dicht zu machen. Die Webcam schickt regelmäßig ein aktuelles Bild per FTP auf den Webserver (Standardfunktion der eingesetzten Mobotix-Cam) und das Wordpress-Plugin Netcam / Webcam Live Stream kümmert sich dann um die Darstellung und Aktualisierung im Web-Frontend. Hier noch der genutzte Plugin-Code des Blogposts: [netcam-live url="https://meintechblog.de/webcam/mobotix/current.jpg?Resolution=1280x720&Quality=Clarity" refresh="10000" width="100%"] Ich möchte die Intervalle gerne noch verkürzen, habe das spontan aber nicht hinbekommen bei der Mobotix I25 (Affiliate-Link), welche das Bild gegen aller getroffenen Einstellungen nur einmal pro Minute auf den Webserver legt. Insgesamt eine wirklich mächtige IP-Cam, die aber auch echt schwierig zu konfigurieren ist. Da muss ich mich wohl erst noch tiefer einlesen, um dieses Detailproblem doch noch lösen zu können. Aus meinem täglichen Leben Schon lange stand diese Spielerei ganz oben auf meiner Geek-Wishlist. Mit der oldschool Visualisierung der Live-Besucher des Blogs habe ich jetzt endlich den ersten Schritt umgesetzt. Bald soll noch die Anzeige aller Besucher seit 2011 per 8 stelliger LED-Anzeige (Affiliate-Link) hinzukommen. Die Anzeige befindet sich aber leider noch in der Post und muss nach Ankunft auch erstmal über einen Arduino angebunden werden. Wirklich cool wäre ja die Nutzung von Klapptäfelchen wie man sie von alten Weckern oder den Anzeigen am Flughafen kennt, hier habe ich aber noch nichts Brauchbares gefunden, was ich per Arduino ansteuern könnte. Ganz zum Schluss sollen dann alle Visualisierungselemente in einem schicken Gehäuse untergebracht werden. Spätestens da muss ich mich dann wohl mit CAD beschäftigen, da ein Plastikgehäuse per 3D-Drucker natürlich genial wäre. Alles in Allem ein Megaaufwand, aber für mich mit Abstand die beste Spielerei seit Langem, die zudem recht gut demonstriert, dass man so ziemlich alles realisieren kann, wenn man nur möchte. ### Der kleine Helfer im Smart Home - Inateck 5-Port-USB-Ladegerät Vor Kurzem kam die Marketing Division von Inateck auf mich zu und bat mir an, einige Produkte aus dem aktuellem Sortiment hier auf dem Blog zu testen. Auch wenn die Produktpalette zunächst nicht unbedingt den Kern der hier vorgestellten Themen trifft, entschied ich mich, das von Inateck hergestellte 5-Port-USB-Ladegerät (Affiliate-Link) zu testen. Überraschenderweise kann ich es tatsächlich hervorragend im Smart Home einsetzen, was mit dem modularen Aufbau von FHEM zusammenhängt und sicherlich das Setup von jedem Smart-Home-Bastler ein bisschen übersichtlicher macht. USB-Geräte und Gateways für das Smart Home Wer auf ein FHEM-basiertes Smart Home setzt, hat schnell viele Hardware-Komponenten im Einsatz. Getreu dem Motto "Best of Breed" lassen sich mit FHEM je nach Anwendungsgebiet und Präferenz schnell Komponenten von zig Herstellern kombinieren. Dabei wird jedes Hersteller-System mit einem eigenen Gateway angebunden. Für eine Übersicht, welches Gateway welche Smart-Home-Komponenten an FHEM anbindet, hatte ich einst diesen Artikel angefertigt: FHEM: Welches Gateway für welches System? Auch wenn zahlreiche dieser Gateways direkt am USB-Port des FHEM-Severs genutzt werden, so gibt es ebensoviele Gateways und Addon-Systeme rund um FHEM, die eine USB-Stromversorgung benötigen. Rund um meine FHEM-Server-Hardware ist deshalb schon lange eine 8-fach Überspannungs-Aluminium-Steckdosenleiste im Einsatz, die allerdings bis auf den letzten Port ausgelastet ist. Hier kommt das Inateck 5-Port-USB-Ladegerät (Affiliate-Link) ins Spiel. Inateck 5-Port-USB-Ladegerät In meinem Fall sind gleich mehrere Geräte und Gateways für das Smart Home mit einer eigenen USB-Stromversorgung in der Mehrfachsteckdose verbunden und verschwenden damit unnötig viele Steckplätze. Das von Inateck bereitgestellte 5-Port-USB-Ladegerät (Affiliate-Link) macht mein Setup jetzt ein bisschen übersichtlicher. Ich habe gleich mehrere Devices über das Ladegerät anbinden können, darunter meinen Loxone Miniserver Go (Affiliate-Link)  (die Nachrüster-Smart-Home-Zentrale schlechthin, Blogeintrag folgt) meine Milight-Bridge (Affiliate-Link) und meinen Raspberry Pi (Affiliate-Link) . Das 5-Port-Ladegerät packt maximal 40 Watt und 5V bzw. 2.4A pro Port. Somit ist es kompatibel mit allen Geräten, die zwischen 1A und 2.4A Stromstärke benötigen. Aus meinem täglichen Leben Ich habe das Ladegerät jetzt seit mehreren Wochen im Einsatz. Dabei gab es keinerlei Ausfälle oder Ähnliches zu vermelden. Ebenfalls ist zu bemerken, dass das 5-Port-Ladegerät kaum Wärme produziert und ruhigen Gewissens auch hinter einem Schrank oder Ähnlichem verschwinden kann ohne dabei eine Gefahrenlage zu entwickeln. Die Verarbeitung macht einen guten Eindruck. Eine USV-Funktion besitzt das Ladegerät nicht. Fällt der Strom auch nur kurz aus, sind die angeschlossenen Geräte aus. Die Spannung kann lediglich für etwa eine Sekunde aufrecht erhalten werden. Im Endeffekt ist das Inateck 5-Port-USB-Ladegerät (Affiliate-Link) zwar kein High-Tech-Device, aber hinsichtlich der Nutzung im Smart Home ein kleiner, aber feiner Helfer! ### Z-Wave Zwischenstecker mit Leistungsmessung in FHEM integrieren Wohl nicht nur einer der schicksten Zwischenstecker auf dem Markt, sondern auch einer, der durch eine Vielzahl nützlicher Features überzeugen kann, ist der Fibaro FIBEFGWPF-102 (Affiliate-Link). Er lässt sich innerhalb weniger Sekunden in FHEM einbinden und erlaubt neben der Steuerung von Verbrauchern von bis zu 2,5 kW auch deren Strommessung in Echtzeit. Was der Zwischenstecker sonst noch so alles auf dem Kasten hat und wie er sich in FHEM einbinden und sinnvoll nutzen lässt, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. Bereits vor einigen Wochen hatte ich im Artikel Weihnachtsbeleuchtung per FHEM automatisieren extrem günstige Zwischenstecker von Intertechno vorgestellt, die weder Verschlüsselung noch eine bidrektionale Übertragung unterstützen. Heute soll mit dem Fibaro Zwischenstecker eine gänzlich andere Zielgruppe angesprochen werden. Denn mit dem Zwischenstecker auf Basis von Z-Wave werden genau diese bei Inertechno fehlenden Leistungsmerkmale unterstützt, entsprechend höher ist auch der Kaufpreis. Ein Preis, der in Anbetracht des Leistungsumfangs und mit Blick auf die Konkurrenz jedoch mehr als gerechtfertigt erscheint. Wie bereits angesprochen, bietet der Z-Wave-Zwischenstecker von Fibaro eine Leistungsmessung, um Verbraucher mit einer Genauigkeit von unter einem Watt zu messen. Ein Reading, welches einen akkumulierten Verbrauchswert in kWh angibt, ist ebenfalls mit an Bord. Doch bevor es direkt in FHEM mit dem Anlernen losgeht, muss der Zwischenstecker erst einmal von seiner Verpackung befreit werden. Auf den ersten Blick ist der Zwischenstecker extrem klein. Genau so, wie man es eigentlich schon immer gewünscht hatte. Z-Wave Zwischenstecker in FHEM anlernen Um den Zwischenstecker in FHEM nutzen zu können, wird eine Z-Wave-Schnittstelle benötigt, wie im Blogpost Howto: Z-Wave Gateway und Geräte in FHEM anlernen beschrieben. Genutzt wird in diesem Fall das Z-Wave Me RaZberry Modul ZME_RAZ_EU (Affiliate-Link), welches nur eine von mehreren Möglichkeiten darstellt, um Z-Wave-Geräte in FHEM anzubinden. Alle Infos dazu ebenfalls in oben verlinktem Beitrag. Der im Howto beschriebene Z-Wave-Adapter - in FHEM als "ZWAVE1" geklariert - wird an dieser Stelle auch genutzt, um den neu erworbenen Z-Wave-Zwischenstecker anzulernen. Um in FHEM erst einmal für etwas Ordnung zu sorgen, wird ein neuer Dummy namens "ZWAVE_ADD" definiert, über den die Inklusionsfunktion (Anlernen) des Z-Wave-Adapters bequem über einen virtuellen Tastendruck ein- bzw. ausgeschaltet werden kann. define ZWAVE1_ADD dummy attr ZWAVE1_ADD room ZWave attr ZWAVE1_ADD webCmd on:off define ZWAVE1ADDon notify ZWAVE1_ADD:on set ZWAVE1 addNode on define ZWAVE1ADDoff notify ZWAVE1_ADD:off set ZWAVE1 addNode off Ist dieser Dummy definiert, kann auch bereits der neue Zwischenstecker in der Steckdose platziert werden. Der sich noch im Auslieferungszustand befindliche Z-Wave-Zwischenstecker blinkt daraufhin einmal kurz rot auf (ca. 1 Sekunde) und die LED erlischt wieder. Das ist das Zeichen dafür, dass der Inklusionsmodus des Zwischensteckers bereits aktiviert ist. Damit die Einbindung in FHEM erfolgen kann, muss der gerade erstellte Dummy "ZWAVE1_ADD" auf "on" geschaltet werden. Wenige Sekunden später sollte der neu angelernte Z-Wave-Zwischenstecker bereits im Raum "ZWAVE" auftauchen und es können dessen Readings eingesehen werden. Wie zu erkennen, befindet sich die Information, ob der Zwischenstecker ein- bzw. ausgeschaltet ist im Reading "state", also nichts außergewöhnliches. Weiterhin besitzt der Z-Wave Zwischenstecker noch das Reading "power" für die Anzeige des aktuellen Stromverbrauchs in Watt. Einige Momente später sollte dann auch das Reading "energy" auftauchen, welches den bisherigen Gesamtstromverbrauch in kWh angibt. An dieser Stelle also unter Umständen einfach etwas warten, dann sollte das Reading schon auftauchen. Erfreulicherweise wird dieser Wert auf zwei Nachkommastellen genau angegeben. Damit eignet er sich auch bestens für Berechnungen, wieviel bspw. ein abgeschlossener Trockenvorgang - wie im Blogpst HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Dein Trockner ist fertig - 0.31 EUR beschrieben - benötigt. Bei meinen ersten Tests machte der Z-Wave-Zwischenstecker eine wirklich gute Figur. Schaltvorgänge aus FHEM heraus werden direkt und ohne merkliche Verzögerung vom Aktor ausgeführt. Schaltänderungen des Aktors, welche über dessen auf der Oberseite angebrachten Taste durchgeführt werden, können im FHEM-Interface verzögerungsfrei mitverfolgt werden. Betrachtet man den FHEM-Eventmonitor, um bei Ein- und Ausschaltvorgängen den Stromverbrauch des am Aktor eingesteckten Geräts zu verfolgen (in diesem Fall eine FritzBox), wird deutlich, dass dieser selbst kleinste Änderungen wahrnimmt und kontinuierlich an FHEM übermittelt. Erstaunlich ist dabei, dass der Zwischenstecker exakt die selben Verbrauchswerte ausspuckt wie der TechnoLine Cost Control Model: 3362 (Affiliate-Link), der gewöhnlich für Strommessungen zum Einsatz kommt, da er äußerst verlässliche Werte liefert. Der Zwischenstecker benötigt laut Datenblatt übrigens maximal 0,8 Watt. Bei meinem Tests wurde durchgehend 1 Watt gemessen, wobei die Messgenauigkeit des dafür genutzten TechnoLine Cost Control auf ganze Zahlen beschränkt ist. Das sollte also auch passen. Bevor weitere Schritte vorgenommen werden, kann der oben definierte Dummy "ZWAVE1_ADD" natürlich wieder auf "off" geschaltet werden, um den Anlernvorgang bzw. den Inklusionsmodus des Z-Wave-Gateways zu stoppen. Weiterhin wird der "ZWave_SWITCH_BINARY_7" benannte Zwischenstecker erst einmal umgebenannt, was über den FHEM-Konsolenbefehl rename ZWave_SWITCH_BINARY_7 VR.Waschmaschine geschieht. Der Zwischenstecker soll in der nächsten Zeit im Vorratsraum eingesetzt werden, um den Stromverbrauch einer Miele W1 Waschmaschine zu tracken und entsprechend dem Blogpost HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Deine Waschmaschine ist fertig passende Pushnachrichten beim Waschende abzusetzen. Die Meile ist übrigens auch bereits über miele@home an FHEM angekoppelt, lieferte jedoch bisher keine Information über den Stromverbrauch, was mir bisher fehlte und was eigentlich nicht nachzuvollziehen ist, da sie extra auf Energiesparen getrimmt ist und solche Informationen selbst am Display anzeigt. Darüber werde ich vielleicht bald einmal berichten, wobei die Anbindung einer Miele vermutlich die meisten Leser kaum interessieren wird. Hier übrigens die Verbrauchswerte der Miele W1 beim Start eines Waschvorgangs, welche über den Z-Wave-Zwischenstecker aufgezeichnet wurden. Hier ist schön zu sehen, dass der Zwischenstecker selbst schnelle Änderungen sekündlich dokumentiert und an FHEM übermittelt. Z-Wave Zwischenstecker zurücksetzen Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten den Zwischenstecker wieder von FHEM loszueisen. Die sanfte Methode stellt die Exklusion (Ablernen) dar. Dazu wird der Zwischenstecker frisch in die Steckdose gesteckt und daraufhin das Z-Wave-Gateway in FHEM erneut in den Inklusionsmodus gebracht. Also entweder über den Dummy "ZWAVE1_ADD" -> "on" oder direkt über den Konsolenbefehl "set ZWAVE1 addNode on". Daraufhin muss der Schalter am Zwischenstecker drei Mal schnell hintereinander gedrückt werden. Die zweite Methode ist ein kompletter Reset des Zwischensteckers, wobei in diesem Fall auch die gespeicherten Verbrauchswerte des "energy"-Readings gelöscht werden. Dazu wird der Zwischenstecker eingesteckt und dessen Taste für 15-20 Sekunden gedrückt, bis die gelbe LED schließlich zu leuchten beginnt. Dann loslassen und noch einmal kurz die Taste drücken. Hat das geklappt, leuchtet die LED kurz rot auf und erlischt wieder. Der Zwischenstecker trennt daraufhin den Strom automatisch. Aus meinem täglichen Leben Direkt positiv überrascht hat mich der Formfaktor des Fibaro Zwischensteckers FIBEFGWPF-102 (Affiliate-Link), der im direkten Vergleich zu einem eher klobig wirkenden HomeMatic Zwischenstecker erfreulich dezent daherkommt. Weiterin ist der LED-Ring des Fibaro Zwischensteckers recht schick, welcher bei jeder Schaltänderung einmal kurz hell aufleuchtet. Das lässt sich wohl auch ausstellen, interessiert mich aber gerade nicht. Wer diese und weitere Einstellungsmöglichkeiten nutzen möchte, sollte direkt im Handbuch nachlesen, welches übrigens nur auf Englisch und Polnisch (!?) beiliegt. Ingesamt macht der Z-Wave Zwischenstecker von Fibaro eine super Figur, gerade auch deswegen, weil er Verbraucher bis zu 2500 W verträgt und - für mich das Killerfeature schlechthin - seinen derzeitigen Schaltzustand nach einem Stromausfall automatisch wiederherstellt. Vorbei also die Zeiten, an denen man - wie von Christoph im Blogpost Stromausfall im Smart Home - wichtige Verbraucher automatisch reaktivieren beschrieben - zusätzliche Schutzmaßnahmen treffen musste. ### FHEM-Kundenprojekt: Pimp my Keller mit HomeMatic und Sonos FHEM auf dem RPI zu installieren, erste Sensoren und Aktoren anzulernen sowie Regeln per Perl-Code umzusetzen, damit Beleuchtung und Sonos-Player automatisiert werden können, ist gerade für Einsteiger eine große Herausforderung, an die sich nicht jeder selbst herantraut. Heute möchte ich deshalb über unser aktuellstes Kundenprojekt berichten, welches gerade auch FHEM-Einsteigern zeigen soll, wie die ersten Schritte bis hin zur funktionierenden Konfiguration aussehen können. Das umfangreiche HowTo inkl. aller Terminal- und FHEM-Konsolenbefehle ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. Als sich Stephan bei mir meldete, war sein Keller noch nicht wirklich smart. Die Sonos Play:1 (Affiliate-Link) in der Waschküche musste jedesmal manuell ein- und ausgeschaltet werden und auch die Beleuchtung im Treppenhaus funktioniert ausschließlich manuell per Lichtschalter. So bieb das Licht oftmals eingeschaltet, obwohl es gar nicht mehr benötigt wurde. Das sollte sich ändern und per FHEM im ersten Schritt automatisiert werden. Benötigte Hardware-Komponenten Um das zu realisieren, wurde erst einmal die passende Hardware ermittelt: Als FHEM-Server wurde - wie im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten bereits beschrieben - ein leistungsfähiger Raspberry Pi 2 (Affiliate-Link) mit SunDisk microSDHC-Karte mit 8 GB (Affiliate-Link) und MicroUSB-Netzteil (Affiliate-Link) ausgewählt und per LAN-Kabel (Affiliate-Link) am heimischen Switch von Stephan angeschlossen. Als funkbasierte Sensoren und Aktoren kamen Komponenten von HomeMatic zum Einsatz, da sie alle Anforderungen erfüllen konnten. Dazu gehören ein optischer Türsensor (Affiliate-Link), welcher an der Wohnungstür - anliegend zur Kellertreppe - montiert wurde, zwei Bewegungsmelder (Affiliate-Link), welche im Treppenhaus und Keller angebracht wurden und ein Unterputzaktor (Affiliate-Link), um das Treppenhauslicht ab sofort auch per FHEM schalten zu können. Außerdem noch ein HMLAN-Adapter (Affiliate-Link) als "Funkbrücke" zwischen FHEM-Server und den anzuschließenden HomeMatic-Komponenten. FHEM auf dem RPI2 installieren Während Stephan auf die doch etwas größere Amazon-Bestellung wartete, um die Komponenten an Ort und Stelle zu installieren, bereitete ich ihm schon einmal die microSDHC-Karte mit der FHEM-Grundinstallation vor, die bisher in meinem SD-Karte-Vorrat schlummerte. Wie die Installation von FHEM auf dem RPI im Detail funktioniert, wird bereits im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten beschrieben. Hier noch einmal alle relevanten Installationsschritte per Kurzfassung: Wheezy-Image herunterladen und per Pi-Filler (MAC-Software) auf die microSDHC-Karte flashen. Unter Windows ist der win32diskimager die richtige Wahl. Danach die erstellte SD-Karte in den Raspberry Pi 2 einstecken, diesen mit dem LAN-Kabel ans heimische Netzwerk bringen und mit Strom versorgen. Jetzt per MAC-Terminal bzw. PuTTY (Windows) auf dem RPI2 connecten ssh pi@192.168.3.154 und das Standardpasswort "raspberry" (ohne Anführungszeichen) eingeben. Im Anschluss die richtige Zeitzone per sudo dpkg-reconfigure tzdata auswählen und unter sudo raspi-config den Eintrag "Expand Filesystem" auswählen und den RPI2 nach Beendigung des Befehls über das Menü neustarten. Danach erneut per ssh pi@192.168.3.154 verbinden und das Wheezy-Grundsystem auf den neuesten Stand bringen sudo apt-get update && sudo apt-get -y upgrade && sudo apt-get -y autoremove && sudo reboot Nach dem erneuten Neustart wieder per ssh pi@192.168.3.154 verbinden und die benötigten Perl-Pakete installieren sudo apt-get -f install && sudo apt-get -y install perl libdevice-serialport-perl libio-socket-ssl-perl libwww-perl libxml-simple-perl Jetzt FHEM über den Befehl sudo wget http://fhem.de/fhem-5.7.deb && sudo dpkg -i fhem-5.7.deb herunterladen und installieren, abschließend noch mit cd /opt && sudo chmod -R a+w fhem && sudo usermod -a -G tty pi && sudo usermod -a -G tty fhem die notwendigen Benutzerrechte hinzufügen. Da Stephan den RPI2 in seinem Netzwerk eine statische IP zuweisen möchte, musste noch die Netzwerkadresse entsprechend angepasst werden. (Das ist nicht zwingend notwendig und kann auch übersprungen werden.) Die entsprechende Datei lässt sich mit sudo nano /etc/network/interfaces öffnen und der Eintrag "iface eth0 inet manual" gegen #iface eth0 inet manual iface eth0 inet static address 192.168.3.5 netmask 255.255.255.0 gateway 192.168.3.1 tauschen, um eine manuelle IP-Adresse zuzuweisen. Jetzt noch ein sudo reboot und der RPI2 ist im Netzwerk ab sofort unter der neuen IP-Adresse 192.168.3.5 erreichbar und es kann direkt auf der Weboberfläche von FHEM weitergehen. FHEM vorbereiten Per Browser Adresse http://192.168.3.5:8083 aufrufen und über die FHEM-Kommandozeile (weißer Schlitz oben in der Mitte) erst einmal einige initiale Befehle ausführen. Dazu gehört - wie im Blogpost FHEM: Stolpersteine auf dem Weg zur funktionierenden Konfiguration beschrieben - der Befehl attr WEB editConfig 1 damit auch die fhem.cfg manuell bearbeitet weden kann. (Ich weiss, dass Experten davon eher abraten, da man sich damit schnell die Konfiguration zerschießen kann. Jedoch benötige ich dieses Feature öfter mal, um schneller Anpassungen vornehmen zu können und aktiviere die Funktion deswegen. In diesem Fall ist natürlich ein regelmäßiges Backup besonders wichtig, wie im Blogost FHEM HowTo - Automatisches Backup auf externem NAS beschrieben.) Mit dem FHEM-Terminalbefehl attr global motd none wird die Standardmeldung "WEB,WEBphone,WEBtablet has no basicAuth attribute. telnetPort has no password/globalpassword attribute. Restart FHEM for a new check if the problem is fixed, or set the global attribute motd to none to supress this message." unterdrückt, sofern kein Passwort für das Webinterface hinterlegt ist (in diesem Fall erst einmal nicht notwendig). Jetzt wird noch - wie im Artikel FHEM-Server updaten beschrieben - der FHEM-Terminalbefehl update eingegeben, damit alle FHEM-Pakete auf den neuesten Stand gebracht werden. Sobald das Prozedere abgeschlossen ist, kann die FHEM-Instanz schließlich mit dem FHEM-Konsolenbefehl shutdown restart neugestartet werden. Nach einigen Sekunden ist das Webinterface wieder erreichbar. Benötigte Software für SONOS-Modul installieren Da im ersten Schritt eine Sonos Play:1 im Waschkeller je nach Anwesenheit automatisch gestaltet werden soll, müssen erst noch einige Softwaremodule per Terminal nachinstalliert werden. Das hat mir wirklich einige Nerven gekostet, da meine vor einigen Monaten erstellte Anleitung unter Sonos Play:1 und FHEM - Sound im ganzen Haus im weiteren Verlauf den Fehler "Cannot load module SONOS" in FHEM ausspuckte. Das Problem konnte ich glücklicherweise lösen und den Blogpost entsprechend updaten. Um die Vorbereitungen zu treffen erst einmal per Terminal auf dem RPI2 einloggen (jetzt mit der vorher angepassten IP-Adresse) ssh pi@192.168.3.5 und die notwendigen Befehle sudo apt-get update && sudo apt-get -y install libwww-perl libsoap-lite-perl und weiterhin sudo cpan SOAP::Lite ausführen, damit alle notwendigen Komponenten installiert werden. Die beiden Rückfragen des Systems durch die Eingabe von "yes" und einem anschließenden Druck auf Enter bestätigen. Nach einigen Minuten sollten alle notwendigen Pakete installiert sein und es muss nur noch ein sudo reboot nachgeschoben werden, um das System abschließend neuzustarten. Weiter geht es im FHEM-Webinterface unter http://192.168.3.5:8083 mit dem FHEM-Konsolenbefehl define Sonos SONOS localhost:4711 30 1 5 Nach spätestens einer Minute sollte der Sonos-Dienst gestartet sein und alle im Netzwerk anzutreffenden Sonos-Lautsprecher automatisch in FHEM eingetragen (einfach etwas warten, dann sollte es bei aktiviertem "autocreate" schon klappen). Durch einen Klick auf den Link "Save config" (links oben) lässt sich die automatisch ergänzte Konfiguration dauerhaft speichern. Immer wenn dabei rechts neben "Save config" ein Fragezeichen angezeigt wird, bedeutet dies, dass eine Änderung im Hintergrund vorgenommen wurde, welche über einen Klick auf "Save config" bestätigt werden muss, um dauerhaft und vorallem auch nach einem Neustart des Systems berücksichtigt zu werden. Dieser Schritt sollte nachfolgend am besten nach allen FHEM-Konsolenbefehlen ausgeführt werden und wird nicht jedes Mal explizit erwähnt. Da der RPI2 zu diesem Zeitpunkt natürlich noch in meinem Netzwerk und nicht in dem von Stephan beheimatet war, speicherte ich die geänderte Konfiguration natürlich an dieser Stelle nicht ab und kommentierte auch das Sonos-define durch eine führende Raute aus. Diese wurde dann wieder entfernt, als die SD-Karte später im RPI2 vor Ort bei Stephan in Betrieb genommen wurde. HMLan-Adapter in FHEM definieren Als die startklare SD-Karte bei Stephan eintraf und alle HomeMatic-Komponenten bereits an Ort und Stelle installiert waren, konnten wir gemeinsam remote mit der softwareseitigen Implementierung von FHEM fortfahren. Also erst einmal wieder auf das FHEM-Webinterface unter http://192.168.3.5:8083 connecten und den HMLan-Adapter - wie im Artikel HMLan-Adapter am FHEM-Server einrichten beschrieben - über den FHEM-Konsolenbefehl define HMLAN1 HMLAN 192.168.3.20:1000 anlegen. Stephan hatte dabei bereits über die original HomeMatic-Software "HomeMatic-Lan-Interface konfigurieren" die statische IP "192.168.3.20" für den HMLan-Adapter vergeben (nicht zwingend notwendig) und den Haken bei "AES Encrypt Lan Communication" entfernt (zwingend notwendig), damit die Kommunikation mit FHEM funktioniert. HomeMatic-Geräte in FHEM anlernen Weiter ging es mit dem Anlernen oben genannter HomeMatic-Komponenten. Um das Pairing auf Seiten von FHEM zu starten, wurde der FHEM-Konsolenbefehl set HMLAN1 hmPairForSec 120 genutzt. Innerhalb von 120 Sekunden hatte Stephan nun Zeit der Reihe nach alle Anlern-Knöpfe der jeweiligen HomeMatic-Komponenten zu drücken. Etwas fummelig war dabei der Unterputzaktor, da sowohl Plastikaufsatz als auch Adapteraufsatz abgenommen werden mussten, um die versenkte Config-Taste mit einem spitzen Gegenstand zu drücken. Zur Verdeutlichung hier das Bild des optisch baugleichen Unterputzaktors für die Rolladensteuerung aus dem Artikel HowTo: Elektrische Rolläden per FHEM und HomeMatic automatisieren. Im Anschluss konnten die frisch angelernten Komponenten über die FHEM-Konsolenbefehle nacheinander umbenannt werden rename HM_3C7E17 KE.Tuer rename HM_311A64 TR.Bewegung rename HM_311A78 KE.Bewegung rename HM_3AC7E9 TR.Beleuchtung und den jeweiligen Räumen zugewiesen werden attr KE.Tuer room Keller attr TR.Bewegung room Treppenhaus attr KE.Bewegung room Keller attr TR.Beleuchtung room Treppenhaus Jetzt waren schon mal alle HomeMatic-Komponenten in FHEM angelernt und richtig benannt. Nachdem das Sonos-Modul alle hausinternen Lautsprecher gefunden hatte, konnte die Sonos Play:1 "Sonos_Keller" noch im Raum Keller zugewiesen werden: attr Sonos_Keller room Keller FHEM zeigt das Device "Sonos_Keller" durch einen Alias nur als "Keller" an. Dies muss im nachfolgenden Programmcode berücksichtigt werden. Da die beiden HomeMatic-Bewegungsmelder ihre Funkimpulse (motion) standardmäßig mit zu großen Pausen von mehr als einer Minute übermittelten, mussten deren motion-Impulse heruntergesetzt werden, sodass alle 15 Sekunden ein Impuls in Richtung FHEM abgesetzt wird. Hintergrund: Die Bewegungsmelder senden nicht "motion" bei Bewegung und "no motion" sobald keine Bewegung mehr erkannt wird, sondern stattdessen bei kontinuierlicher Bewegung nur alle x-Sekunden ein "motion". Die "motion"-Impulszeit kann direkt in FHEM über die nachfolgende Befehlskette verändert werden (beide Befehle sind in der FHEM-Kondozeile einzugeben): Anlerntaste am Bewegungsmelder (im Batteriefach) einmal kurz drücken set TR.Bewegung regSet minInterval 15 Anlerntaste am Bewegungsmelder erneut kurz drücken set TR.Bewegung getConfig Jetzt überträgt der Bewegungsmelder alle 15 Sekunden ein "motion"-Signal an FHEM, solange Bewegung erkannt wird. Neben dem Bewegungsmelder "TR.Bewegung" wurde dieses Vorgehen dann ebenfalls für den Bewegungsmelder "KE.Bewegung" wiederholt. 15 Sekunnden ist dabei gleichzeitig der Minimalwert, weniger geht nicht. Gewünschte Abläufe in FHEM hinterlegen Um die Flexibilität zu erhöhen, wurden keine direkte Verknüpfungen der HomeMatic-Komponenten untereinander (Peering) umgesetzt, sondern stattdessen alles direkt über FHEM-Programmcode realisiert. Da die Sonos-Kiste im Keller bei erkannter Bewegung SWR1 abspielen und erst nach fünf Minuten ohne Bewegung wieder ausgeschaltet werden soll, wurde der Dummy "KE.Anwesenheit" als Hilfskonstrukt genutzt. Alle nachfolgenden Einträge wurden dabei direkt in der fhem.cfg hinterlegt: #Dummy für Anwesenheit (für KE.Bewegung) define KE.Anwesenheit dummy attr KE.Anwesenheit room Keller Immer sobald der Keller-Bewegungsmelder eine Person erkennt, schaltet er den Dummy KE.Anwesenheit auf "on": define KEBewegungAnwesenheitOn notify KE.Bewegung:motion set KE.Anwesenheit on Sobald für fünf Minuten keine Bewegung registriert wird, schaltet der Dummy KE.Anwesenheit wieder auf "off": define KEBewegungAnwesenheitOff watchdog KE.Bewegung:motion 00:05:00 SAME set KE.Anwesenheit off;; setstate KEBewegungAnwesenheitOff defined attr KEBewegungAnwesenheitOff room Keller Dafür wurde ein watchdog mit dem Attribut "SAME" genutzt. Was es damit auf sich hat, ist im Artikel FHEM: Watchdog zur Automatisierung einsetzen detailliert beschrieben. Der Status von "KE.Anwesenheit" kann dann direkt genutzt werden, um die Sonos-Box zu schalten, sobald Anwesenheit erkannt wird: define KEAnwesenheitOnSonosWebradioStart notify KE.Anwesenheit:on {fhem ("set Sonos_Keller StartFavourite SWR1%20Baden-Württemberg%2094.7%20(Gemischtes/Vielfalt)") if (ReadingsVal("Sonos_Keller", "transportState", "0") eq "STOPPED")} Dabei wurde das Attribut "StartFavourite" genutzt, da nur so die Meta-Daten (Cover, Titel, etc.) korrekt angezeigt werden. Dabei musste der bestehende Sonos-Favorit SWR1 Baden-Württemberg 94.7 (Gemischtes/Vielfalt) wie im FHEM-Wiki beschrieben URL-formatiert als SWR1%20Baden-Württemberg%2094.7%20(Gemischtes/Vielfalt) angegeben werden. Alle Leerzeichen sind dabei durch %20 zu ersetzen. Weiterhin beinhaltet obiger Befehl eine if-Abfrage, damit Sonos_Keller nur dann auslöst, sofern der Lautsprecher gerade deaktiviert ist (Stopped). Würde der Befehl auch auslösen wenn der Lautsprecher bereits läuft, käme es zu einem erneuten Aufrufen des Streams und infolgedessen zu einem kurzen Aussetzen der Musik. Deaktiviert wird die Sonos-Box dann durch den Befehl: define KEAnwesenheitOffSonosWebradioStop notify KE.Anwesenheit:off {fhem ("set Sonos_Keller Stop") if (ReadingsVal("Sonos_Keller", "transportState", "0") ne "STOPPED")} Hier könnte man die if-Abfrage wohl auch weglassen, sie schadet aber auch nicht. Weiter geht es mit dem Treppenhauslicht, welches durch verschiedene Trigger aktiviert- bzw. deaktiviert werden soll. Immer wenn die Kellertür geöffnet wird, soll das Treppenhauslicht für 20 Sekunden eingeschaltet werden: define KETuerOpenTRBeleuchtungOn notify KE.Tuer:open set TR.Beleuchtung on-for-timer 20 Weiterhin soll das Treppenlicht für 20 Sekunden eingeschaltet werden, sobald Bewegung im Treppenhaus erkannt wird: define TRBewegungTRBeleuchtungOn notify TR.Bewegung:motion set TR.Beleuchtung on-for-timer 20 Da der Bewegungsmelder so konfiguriert wurde, dass er bei andauernder Bewegung kontinuierlich alle 15 Sekunden ein "motion"-Signal sendet, bleibt die Beleuchtung dabei auch permanent aktiv, da der "on-for-timer" auf 20 Sekunden (also einen höheren Wert) gesetzt wurde. Aus meinem täglichen Leben Das erste Projekt mit Stephan konnte innerhalb von knapp drei Stunden per Telefon und Remote Desktop abgeschlossen werden. Es freut mich dabei sehr, dass Stephan's Keller nun ein Stück smarter geworden ist und auf kommende Projekte mit dem sympatischen Smart-Home-Enthusiasten, der selbst auch als Dienstleister im IT-Sektor unterwegs ist. Bestimmt kann er mir einige Tipps als erfahrener Consultent mitgeben, die mir weiterhelfen. Jedenfalls hatte Stephan auch bereits kurz erwähnt, dass der Artikel Raumklima im Smart Home mit FHEM verbessern: Taupunktoptimiertes Lüften vermutlich als Grundlage für eines der nächsten Vorhaben dienen könnte. Ich bin gespannt und möchte mich an dieser Stelle noch einmal für die absolut unkomplizierte Zusammenarbeit bedanken. Danke Stephan und viel Spaß mit deiner neuen Installation! Update vom 13.01.2016: Stephan hat mir mitgeteilt, dass die Bewegungsmelder in FHEM kein battery-Reading besitzen und deshalb auch das im Artikel FHEM: Rechtzeitige Benachrichtigung bei leeren Batterien vorgestellte Vorgehen nicht funktioniert. Alle bisherigen Anstrengungen das battery-Reading hinzuzufügen, blieben bisher vergebens. Bin für jeden Tipp dankbar! ### 7 Tipps für GoPro-Einsteiger - inkl. Verlosung einer Hero4 Session (beendet) Bereits vor einigen Jahren hatte ich die "Ur-GoPro" kurz im Einsatz, diese konnte mich jedoch nicht wirklich überzeugen. Jetzt habe ich die neue GoPro Hero4 Session eine Woche im Winterurlaub auf Herz und Nieren getestet, wobei mich die kleinste der aktuellen GoPros auf Anhieb begeistern konnte. Meine Eindrücke, sieben Tipps für GoPro-Einsteiger und die Verlosung des guten Stücks gibts im nachfolgenden Blogpost. Der Skiurlaub stand direkt vor der Tür und es sollten endlich mal wieder vernünftige "Pistenvideos" aufgenommen werden. Da kam mir die neue GoPro HERO4 Session (Affiliate-Link) mit ihrem extrem geschrumpften Formfaktor und dem recht moderaten Preis von knapp 220 Euro gerade Recht, obwohl ich mit der "Ur-GoPro" damals eigentlich nicht wirklich zufrieden war. Aber vorbei sind jetzt glücklicherweise die Zeiten, in denen die GoPro-Kameras klobig waren und mit einem Plastikgehäuse vor Nässe geschützt werden mussten, was brauchbare Ton-Aufnahmen quasi unmöglich machte und manchmal auch zum Beschlagen der Linse inkl. "vernebelten" Aufnahmen führte. Ungeschickterweise hatte ich mich für die "Surfer"-Edition entschieden, was für den anstehenden Snowboard-Urlaub nicht wirklich optimal war, da hier keine gebogenen Halterungen für die Helmmontage inbegriffen sind. Aber glücklicherweise gab es auch im Urlaubsort noch die Möglichkeit GoPro-Mounts für die Helmmontage zu besorgen. Wer vorher daran denkt, kann diese "Kleber" auch günstig bspw. im 8-teiligen Halterungsset (Affiliate-Link) erwerben und direkt sich inkl. weiterer Filmer damit ausstatten. In diesem Kontext komme ich dann auch gleich zum ersten der insgesamt sieben Tipps, die für GoPro-Einsteiger relevant sind. 1. Kameraposition Essentiell ist natürlich die richtige Kameraposition, um das Geschehen auf der Piste (oder sonstwo) festzuhalten. Am besten montiert man die Klebehalterung mittig auf dem Helm, sodass die GoPro leicht nach unten zeigt. Die Ausrichtung kann dabei bequem per Smartphone-App kontrolliert werden. Das funktioniert sogar mit der Apple Watch. Am besten probiert man erstmal einige Positionen durch und bringt die Halterung erst dann auf der gesäuberten Oberfläche bei Raumtemperatur an und lässt den Kleber einige Stunden antrocknen. Gewöhnlich beinhalten die "Klebersets" neben flachen auch gebogene Adapter, sodass je nach Oberflächenkrümmung der passende Adapter dabei sein sollte. Wichtig ist, dass bestmöglich die gesamte Kleberoberfläche auf der des Helms aufliegt, da sich die Halterung sonst wieder lösen kann (selbst einmal bei Kälte passiert). 2. Aufnahmemodus Die GoPro stellt grundsätzlich verschiedene Aufnahmemodi bereit. Für schnellere Sportaufnahmen habe ich nach einigen Tests schließlich den Modus 1080p (1920x1080 Pixel) mit 60 FPS (Bildern pro Sekunde) gewählt. Es gibt noch das höher auflösende 1440p (1920x1440 Pixel) mit 30 FPS zur Auswahl, von diesem 4:3-Seitenverhältnis hat man in der Regel jedoch nicht wirklich viel, da die Aufnahmen später gewöhnlich auf einem 16:9 HDTV (1920x1080) wiedergegeben werden sollen. Hier machen sich die 60 Bilder/Sekunde positiv bemerkbar, da es einfach flüssiger wirkt als bei 30 FPS. Als Weitwinkeleinstellung empfiehlt sich der "Wide"-Modus, da dieser eine gute Mischung aus großem Bildausschnitt und wenig Krümmung zum Seitenrand darstellt. Den "SuperView"-Modus kann ich nicht wirklich empfehlen, da hier zwar der Weitwinkel am extremsten, dafür aber auch die Verzerrung am größten ist, von unscharfen Rändern ganz zu schweigen. Diese Einstellungen können dabei entweder über die Kamera selbst oder bequem über die Smartphone-App in den "Settings" vorgenommen werden. 3. Stromverbrauch Etwas unbedarft bin ich insgesamt an das Thema Stromverbrauch herangegangen und hatte das WLan der Kamera anfangs immer aktiv, damit der Zugriff auch über das Smartphone möglich ist. Ist das WLan (WiFi) der Kamera aktiv, blinkt eine blaue Status-LED selbst im Standby und der Akku hält kaum noch für Aufnahmen. Deshalb sollte man die WLan-Funktion immer nur kurz aktivieren, um Kameraeinstellungen vorzunehmen, den Bildausschnitt zu kontrollieren und Medien auf das Smartphone zu übertragen. Das lässt sich an der Kamera über den Menüpunkt "TURN WiFi OFF" (WLan ausschalten) bzw. "APP & RC" (WLan einschalten) realiseren. Das kleine Display ist übrigens gestochen scharf, obiges Bild vermittelt hier einen falschen Eindruck. Um die maximale Aufnahmelänge von ca. 90 Minuten ausschöpfen zu können, ist es natürlich wichtig den Akku jeden Abend per MicroUSB-Kabel komplett aufzuladen. Nach knapp 1,5 Stunden sollte der Akku dann wieder vollständig geladen sein. Sobald der Ladevorgang abgeschlossen ist, erlischt die rote Status-LED. 4. Speicherkarte Da die GoPro bei 1080p/60 mit 25 Mbps aufzeichnet, kommen recht schnell große Datenmengen zusammen. Pro Minute sind das gerundet knapp 200 MB, bei fünf Minuten flutscht bereits 1 GB auf die MicroSD-Speicherkarte. Ein recht gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet dabei die SanDisk 64 GB MicroSDHC Karte (Affiliate-Link), welche neben genügend Speicher für insgesamt knapp 320 Minuten auch schnelle Schreib- und Leseraten (Class 10) unterstützt. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="230" width="230" identifier="B013UDL58E" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B013UDL58E.gif" tag="meintechblog-160105-21" target="_blank" rel="nofollow"> 5. Aufnahme Technikbegeistert wie ich bin, musste natürlich sofort die Steuerung per Apple Watch ausprobiert werden. Was in der Theorie nett gemeint ist, kann sich der Praxis als eher nerviges Feature herausstellen. Dabei kam es bereits bei der zweiten echten Pistenaufnahme, wie es kommen musste. Die über die Apple Watch vermeintlich aktivierte und als positiv signalisierte Aufnahme lief ins Leere und es wurde kein Video aufgenommen. Das ist dabei wohl eher ein grunsätzliches Problem der Ansteuerung, da die Apple Watch die Verbindung über das iPhone per WLan aufbaut und das iPhone nach einigen Minuten die WLan-Verbindung zur Kamera trennt, um Energie zu sparen. Hier wäre eine Bluetooth-Lösung (Apple Watch <-> GoPro) naheliegender, da vermutlich wesentlich robuster. Mal sehn, ob der Anbieter hier mal ein Softwareupdate nachschiebt. Besser klappt es da aktuell mit der Oldschool-Methode: rote Aufnahmetaste am Kopf der GoPro drücken und über die beiden roten Status-LEDs an der GoPro (vorne unten hinten angebracht) prüfen. Der Aufnahmebeginn wird nach einmaligem Drücken der Taste durch einen kurzen Signalton und kurz zeitlich verzögert durch drei weitere Pieptöne signalisiert. Die roten Status-LEDs beginnen dann auch zu klinken. Der Aufnahmestopp wird durch ein siebenmaliges Piepen, einige Sekunden nach dem Tastendruck, signalisiert. Die beiden Status-LEDs erlischen daraufhin. Das ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, nach kurzer Eingewöhnungsphase funktioniert das aber absolut reibungsfrei. 6. Reinigung Die Bildqualität ist natürlich nur so gut wie die Linse. Diese regelmäßig von Schmutz bzw. (angetrockneten) Regentropfen zu säubern, ist zwar trivial, anfangs vergisst man das aber doch und wundert sich im Nachhinein bei der Durchsicht der Videos am PC, dass ein Nebelschleier über den Aufnahmen liegt. Deshalb am besten so oft es geht per Stofftuch bzw. Brillenputztuch abwischen. 7. Nachbearbeitung Sind die Videos dann im Kasten, können diese entweder über die Smartphone-App übermittelt werden (inkl. Instant Sharing in sozialen Netzwerken) oder althergebracht über die MicroSD-Karte am PC/Mac übertragen werden. Da die GoPro4 Session (wie die meisten Action-Cams auch) keinen optischen Bildstabilisator mitbringt, wirken Aufnahmen gerade beim Snowboarden schnell verwackelt. Da bietet es sich an, die Videos auf den Rechner zu übertragen und dort über Bildbearbeitungssoftware zu verbessern. Da bin ich immer noch ein Fan von iMovie, welches eine brauchbare Entwacklungsfunktion ("Verwackeltes Video stabilisieren") mitbringt. Bei diesem digitalen Video-Entwackeln wird dabei zwar der Bildausschnitt verkleinert, die Verbesserung lässt sich aber in jedem Fall sehen. Hier ein kurzer Ausschnitt ohne Nachbearbeitung: https://youtu.be/S2XLyR4XgDw Und hier noch einmal mit aktiver Entwacklung per iMovie (Entwacklung auf 35%): https://youtu.be/1RiCwXeZfAg Hier könnte man sicherlich noch viel mehr in Sachen Bildqualität herausholen, gerade was Farben und Nachvertonung anbelangt. Aus meinem täglichen Leben Beachtet man die oben genannten Tipps, lassen sich mit der GoPro HERO4 Session (Affiliate-Link) gleich von Anfang an wirklich brauchbare Aufnahmen erzielen. Gerade der winzige Fomfaktor ist einfach genial. Mit insgesamt nur knapp 100 Gramm (inkl. Halterung) ist die Kamera selbst auf dem Helm kaum spürbar. Nach einigen wenigen Anlaufschwierigkeiten konnte mich die Kamera dann recht schnell überzeugen, die oben angesprochenen Problemchen haben das überaus positive Bild nicht trüben können. Auch die Tonqualität konnte überzeugen, wobei gerade bei höheren Geschwindigkeiten fiese Pfeifgeräusche auftreten können. Insgesamt war der Ton aber besser als gedacht und durch das Fehlen eines zusätzlichen Plastikcases (die GoPro HERO4 Session ist auch ohne Case bis 10 Meter wasserdicht) werden Geräusche jederzeit gut hörbar aufgezeichnet. Einzig der Bug "There seems to be an issue connecting to your GoPro" hat etwas genervt, wobei die iPhone-App in diesem Fall keine Verbindung aufbauen konnte. Ein De- und erneutes Aktivieren der WiFi-Funktion an der GoPro konnten das Problem dann aber jedes Mal lösen. Insgesamt in eingen Punkten noch verbesserungsfähig (gerade was den App-Zugriff angeht) aber schon jetzt eine solide Gesamtleistung. Gewinne eine GoPro Hero4 Session mit Zubehör Da die GoPro bei mir erst einmal ungenutzt im Regal liegen würde, möchte ich die oben vorgestellte Kamera inkl. Zubehör auf diesem Weg verlosen. Einige Macken sind dabei bereits an einer der beiden Halterungen zu sehen (am Skilift hängen geblieben), insgesamt funktioniert das gute Stück aber nach einer Woche Winterurlaub wie am ersten Tag. Teilnahme per Kommentar für Newsletterabonnenten Wofür möchtest du die GoPro einsetzen? Zum Boarden, Tauchen oder für einen ganz anderen Zweck? Hinterlasse einen Kommentar und registriere dich für den meintechblog-Newsletter, um bei der Verlosung berücksichtigt werden zu können. Wer den Newsletter bereits erhält, braucht natürlich nur den Kommentar abzusetzen. Teilnahmebedingungen Und zum Schluss noch die für die Verlosung obligatorischen Teilnahmebedingungen, mit denen sich jeder Teilnehmer einverstanden erklärt: Die Teilnahme ist generell kostenfrei. Bei der Verlosung berücksichtigt werden freigegebene Kommentare dieses Blogposts, die bis zum 12.01.2015, 18:00 Uhr MEZ eingehen (Teilnahmefrist) und deren angegebene E-Mail-Adressen zum Teilnahmefristende zum Newsletter angemeldet sind (E-Mail-Bestätigung beachten). Pro Person ist nur eine Teilnahme erlaubt. Mehrfachteilnahmen, bspw. durch die Nutzung von "Wegwerf-E-Mail-Adressen", werden nicht berücksichtigt. "Spaß"-Kommentare werden gelöscht und nicht berücksichtigt. Der Gewinner wird am Tag des Teilnahmefristendes per Zufallsgenerator ermittelt und per E-Mail benachrichtigt sowie namentlich in diesem Blogpost kommuniziert. Der Versand des Gewinns ist per DHL nur innerhalb Deutschlands und nach Österreich möglich. Daten werden niemals an Dritte weitergegeben. Der Newsletter ist jederzeit kündbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Update vom 12.01.2015: Tim S. ist der glückliche Gewinner der GoPro! Viel Spaß damit! Details Update vom 17.01.2015:  Die GoPro ist bei Tim eingetroffen. Die Action kann also starten! :) Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="130" width="130" identifier="B00Z9JUSKO" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B00Z9JUSKO.gif" tag="meintechblog-160105-21" target="_blank" rel="nofollow"> [easyazon_image align="none" height="130" width="130" identifier="B013UDL58E" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B013UDL58E.gif" tag="meintechblog-160105-21" target="_blank" rel="nofollow"> [easyazon_image align="none" height="130" width="130" identifier="B00TV96LH2" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B00TV96LH2.gif" tag="meintechblog-160105-21" target="_blank" rel="nofollow"> ### Operation Smart Home – Anforderungen an unser neues Zuhause Bald ist es soweit. Unser neues Zuhause wird in nicht allzu ferner Zukunft im kürzlich erschlossenen Neubaugebiet in Schwäbisch Hall aus dem Boden gestampft. Wer mich kennt, der weiss, dass hier jede Menge Technik zum Einsatz kommen wird. Bis es aber ans Eingemachte geht, bleibt glücklicherweise noch genug Zeit, um das Grobkonzept noch einmal intensiv zu durchdenken. Diesen - zumindest für uns - spannenden Weg werde ich ab sofort in der Blogserie Operation Smart Home dokumentieren, um Erkenntnisse zu teilen und Feedback einzuholen. Immerhin lesen mittlerweile auch Fachleute mit, deren Impulse ich gerne einbeziehen möchte. Welche Anforderungen an das künftige Zuhause auf der Wunschliste stehen und was uns dabei besonders wichtig ist, wird in nachfolgendem ersten Teil der Serie behandelt. Smart Home Standards - Die Qual der Wahl FHEM, Loxone, KNX, Mobotix, OneWire, HomeKit, Philips Hue - Die Liste könnte unendlich fortgeführt werden. Wer ein Smart Home plant, steht vor der schwierigen Fragestellung, welche Technologien, Standards und Marken im zukünftigen Zuhause tongebend sein sollen. Das heisst im Detail: Welches System erfüllt meine Anforderungen, ist bezahlbar und im täglichen Einsatz auch noch möglichst robust? Welche Lösung bietet dabei langfristig das stimmigste Gesamtkonzept, um Anpassungen auch später einmal mit vertretbarem Aufwand umsetzen zu können? Fragestellungen, die mich bereits seit Längerem beschäftigen und nun aufgrund des anstehenden Bauprojekts unweigerlich noch weiter in den Fokus rücken. Auf der noch grünen Wiese soll es jedenfalls innerhalb der nächsten 15 Monate entstehen. Das Smart Home, welches unsere Wünsche erfüllen soll - und das möglichst langfristig. Bereits bei zwei Bewohnern kann das aufgrund abweichender Ansprüche und vorallem auch Vorstellungen in Sachen Smart Home schnell zur komplexeren Herausforderung werden, bei der gleich mehrere Anforderungen berücksichtigt werden sollen, die nicht unbedingt immer deckungsgleich sind. Andererseits bin ich auch froh, dass zumindest einige Rahmenbedingungen vorgegeben werden - von meiner besseren Hälfte. Bevor die Frage also geklärt werden kann, welche Technologien im Detail zum Einsatz kommen sollen, möchte ich an dieser Stelle erst einmal mit den zentralen Anforderungen an das künftige Smart Home beginnen, um auf dieser Basis später die passenden Lösungen bzw. Standards festzulegen. Zuverlässigkeit Einer der relevantesten Faktoren (vermutlich sogar der wichtigste Faktor überhaupt), der bei allen Überlegungen tongebend sein wird, betrifft die Zuverlässigkeit der einzusetzenden Smart-Home-Technologien, zumindest was Basisfunktionen angeht. Absolut zuverlässlich müssen also Dinge wie Lichtsteuerung und elektrische Rollos umgesetzt werden, gerade auch deswegen, weil keine konventionelle Verkabelung (ein Lichtschalter schaltet stur ein Licht) vorgesehen ist. Es ist nichts schlimmer als ein Schalter, der die Beleuchtung nicht, erst bei mehrmaligem Tastendruck oder zeitverzögert anspricht. Hier spreche ich aus (leidvoller) Erfahrung. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, wie man meinen könnte und insbesondere deswegen auch erstaunlich, welche Detailprobleme den Dauerbetrieb gerade bei funkbasierten Lösungen erschweren können (Stichwort batterieloser Schalter, der nicht bei jedem Klick ein Funksignal aussendet). Wer solche teilweise eher weniger ausgereiften Produkte bereits selbst am eigenen Leib erfahren "durfte", wird vermutlich ähnlich sensibel auf dieses Thema reagieren und alles dafür tun, dass solche Probleme künftig ausgeschlossen sind. Gerade für Nachrüster interessant, werden funkbasierte Lösungen wie z.B. Z-Wave, das erst kürzlich im Blogpost Z-Wave Gateway und Geräte in FHEM anlernen angesprochen wurde, in diesem Zusammenhang gegenüber kabelbasierten Installationen auch künftig für mich nur eine Second-Best-Lösung bleiben. Denn trotz ausgeklügelter Methoden wie Quittierung von Funknachrichten oder Einsatz von Mesh-Technologien ist Funk im Dauereinsatz immer nur die zweitbeste Möglichkeit. Deshalb soll so viel wie möglich kabelbasiert umgesetzt und nur so wenig wie nötig per Funk angebunden werden. Entsprechend ist jetzt bereits absehbar, dass die spätere Verkabelung eine größere Baustelle wird und viel Planung im Vorgeld notwendig sein wird, um die passenden Leitungen vorzusehen. Neben KNX- und Onewire-Busleitungen werden sich vermutlich auch mehrere Netzwerk-, Lautsprecher- und Stromkabel für 24V LED-Beleuchtung (DMX) gesellen. Gedanklich male ich mir da jetzt schon Kabelberge aus, die vermutlich gerade auch dem Elektriker einige Nerven kosten werden. Ob der dann noch so freundlich grinst, bleibt abzuwarten. Robustheit Mindestens genauso relevant ist die Robustheit der Systeme, die zentrale Services bereitstellen. Auch wenn die Smart-Home-Zentrale - vermutlich auf Loxone-Basis wie im Blogpst Smart Home mit Loxone beschrieben - einmal vom Strom getrennt wird oder eine der Komponenten abschmiert, sollen Basisfunktionen in der Zwischenzeit möglichst autark weiterfunktionieren. Dabei macht es natürlich wenig, wenn die gewünschte Lichtszene temporär nicht per "Siri" gestartet werden kann, andererseits muss der Wandschalter weiterhin funktionsfähig bleiben und das Licht schalten können. Keine leichte Aufgabe und ein Grund für KNX (zumindest in Teilbereichen), wobei ich diese Oldschool-Lösung bis vor Kurzem gar nicht wirklich auf dem Schirm hatte. Sensoren (z.B. Schalter) könnten über den KNX-Bus dann direkt mit den Aktoren (z.B. Lampen) sprechen und diese schalten, gerade auch dann, wenn die Zentrale einmal ausfallen sollte. Sobald dann wieder alles rund läuft, muss sichergestellt sein, dass alle Schaltzustände, die sich während des Ausfalls geändert haben, automatisch an die Zentrale nachgeliefert werden. Falsche bzw. fehlende Schaltzustände wären dabei nicht nur für die Visualisierung (App-Zugriff) störend, sondern vorallem auch für sicherheitsrelevante Elemente (z.B. Alarmanlage) grenzwertig. Hier bietet sich vermutlich auch KNX für Teile der Sensorik und Aktorik an, da einzelne Komponenten mit genug Logik ausgestattet werden können, um das sicherzustellen - von einer komplizierten Programmierung einmal ganz abgesehen. Mehr dazu auch im Blogpost KNX-Aktor in 10 Schritten mit ETS5 programmieren. Anwenderfreundlichkeit So spannend die neuen technischen Möglichkeiten auch sein mögen, mindestens genauso herausfordernd ist es auch dem Anwender die Vorzüge eines Smart Home durch intuitive Schnittstellen (UI) zugänglich zu machen. Immer erst mehrere Swipe-Gesten per App ausführen zu müssen, um die gewünschte Lichtszene zu starten, ist dabei genauso unbequem wie die Nutzung einer unübersichtlichen Schalterbatterie neben der Zimmertür, die beim Anwender mit ihren dutzenden Tasten und Schaltelementen bereits beim bloßen Ansehen dauerhafte Berührungsängste hervorruft. Hier den goldenen Mittelweg zu finden, ist eine Herausforderung. Insgesamt wird es wohl auf eine Mischung aus wenigen physischen Tastern (inkl. hinterlegter Szenen), dem möglichen aber nicht zwingend notwendigen Zugriff per App (inkl. einfacher Parametrisierung der Szenen) und einer simplen Sprachsteuerung hinauslaufen, wie sie im Artikel Mit Siri und FHEM das gesamte Smart Home per Stimme steuern bereits kurz vorgestellt wurde. Sicherheit Systeme, die eine Cloud-Anbindung zwingend voraussetzen, fallen erst einmal ganz aus dem Betrachtungsrahmen, zumindest was Basisfunktionen betrifft. Bei komplexeren Multimedia-Anwendungen und Szenen, bei denen eine Harmony-Fernbedienung zum Einsatz kommen wird, um bspw. Beamer, Leinwand, Streaming-Client und Co. anzusteuern, wird es vermutlich spätestens dann auf eine Mischform hinauslaufen, aber vorerst sollen reine Cloud-Dienste gemieden werden. Auch werden für sicherheitskritische Anwendungen nur verschlüsselte Funkstandards genutzt, wobei - wie oben bereits erwähnt - vornehmlich kabelbasierte Lösungen zum Einsatz kommen sollen. Ganz ohne Funk wird es nie funktionieren und manchmal ist es ja auch sinnvoll eine zusätzliche Fernbedienung zur Hand zu haben. Daneben gibt es dann auch noch eher unkritische Dinge, wie bspw. die Weihnachtsbeleuchtung. Hier werde ich wohl weitestgehend auf ausgeklügelte Schutzmaßnahmen verzichten, wie bereits im kürzlich veröffentlichten Artikel Weihnachtsbeleuchtung per FHEM automatisieren beschrieben. Der Fernzugriff per App wird in jedem Fall nur gesichert mit zusätzlicher VPN-Anbindung in Richtung Smart Home ablaufen. Damit der sichere Tunnel nicht immer manuell aufgebaut werden muss und auch nach einem Abbruch ohne manuelle Eingriffe wieder zur Verfügung steht, ist etwas Konfigurationsaufwand notwendig, wie im Artikel VPN On-Demand zwischen iPhone und Fritz!Box einrichten angesprochen. Anpassbarkeit Einstellungen, die heute sinnvoll erscheinen, können morgen bereits Schnee von gestern sein. Entsprechend müssen die eingesetzten Smart-Home-Bausteine flexibel angepasst werden können. Hierbei ist gleichzeitig die Hardware- und besonders auch die Softwareebene gemeint. Es muss also möglich sein mit vertretbarem Aufwand die Parametereinstellungen ändern zu können, um so auf sich ändernde Anforderungen zu reagieren. Ein Wandschalter, der heute ausschließlich die Rollos im Wohnzimmer ansteuert, sollte ohne Probleme so "umprogrammiert" werden können, dass er auch die anliegenden Rollos im Esszimmer schaltet. Vieles lässt sich zwar im Vorfeld weitgehend durchdenken, im täglichen Einsatz stellt sich aber oft schnell heraus, dass es einfach anders praktischer ist. Gerade bei einer umfangreichen "Config" ist es wichtig dauerhaft den Überlick zu behalten und alles bestmöglich zu dokumentieren. Hier bin ich in den letzten Jahren ein echter Fan der Loxone-Config geworden, welche durch ihre grafische Oberfläche, durchdachte Strukturierungsmöglichkeiten und fertigen Logikbausteinen eine gute Übersichtlichkeit bietet. Auf der Hardwareseite ist es mindestens genauso wichtig Änderungen berücksichtigen zu können. Wo heute nur ein Wandschalter platziert ist, muss die Möglichkeit bestehen morgen einen zweiten nachrüsten zu können - oder weitere Komponenten. Hierbei ist es vermutlich sinnvoll mehr als nur ein zweiadriges Kabel zu verlegen, auch wenn erstmal nur ein Taster angeschlossen werden soll, evtl. wird der Taster ja in einigen Jahren komplett gegen einen Touchscreen mit integrierter Sprachsteuerung ersetzt werden, wer kann das heute schon mit Sicherheit sagen. Da kann es nicht schaden ein Netzwerkkabel zu verlegen, das zwar auf den ersten Blick absoluter Overkill ist, künftig aber auch die meisten Möglichkeiten eröffnet. Und wenn man eh schon dabei ist, wird gleich noch ein KNX-Buskabel mitverlegt, denn viele Komponenten wie Rauch- oder Bewegungsmelder sind hier einfach genial (geringer Stromverbrauch, hohe Zuverlässigkeit und Robustheit). Hier teste ich gerade viele Komponenten wie den Präsenzmelder Mini Premium KNX 6131/21-24 von Buch Jäger (Affiliate-Link), der Bewegungen richtungsgenau durch vier unabhängige Sensoren wahrnehmen und gleichzeitig noch Raumtemperatur und Helligkeit messen kann. Mein absoluter Favorit bisher, der nicht nur optisch eine gute Figur macht, sondern auch bei meinen ersten Tests ordentlich arbeitet. Erweiterbarkeit Nichts schlimmer als nach einiger Zeit zu realisieren, dass die eingesetzte Lösung nicht das hält, was sie verspricht und weder angepasst oder erweitert werden kann. Setzt man hier auf nur einen einzigen Hersteller oder Standard, wird man zwangläufig auf solche Grenzen stoßen, egal ob nach einer Woche oder einem Jahr. Entsprechend sollen - wie bereits erwähnt - mehrere etablierte Standards zum Einsatz kommen, die über Schnittstellen verknüpft werden können. Gerade hier ist FHEM einfach unschlagbar, hier gibt es beinahe keinen Standard, der nicht irgendwie an den FHEM-Server angebunden werden kann. Oftmals schwierig und fummelig in der Einrichtung, besitzt das Open-Source-System durch die enorm gewachsene Community mit Experten in ihrem Fach bereits heute enormes Potenzial für Bastler. Wer mehr dazu wissen möchte, kann sich im Artikel Rudolf König im Interview - Der Erfinder von FHEM zum Thema Smart Home weiter informieren. Auch wenn ich FHEM mittlerweile nicht mehr als führendes System einsetzte - sondern Loxone - wird FHEM immer ein relevanter Bestandteil bleiben, nicht nur um "exotische Lösungen" wie Harmony, Enigma2, Sonos oder Apple HomeKit anzubinden. Mehr Infos dazu in den Artikeln Logitech Harmony per FHEM anbinden - Perfekte Integration ins Smart Home, Das TV-Gerät in die Hausautomation einbinden: Enigma2-Receiver Dreambox oder VuPlus in FHEM integrieren und Sonos Play:1 und FHEM - Sound im ganzen Haus. Zukunftssicherheit In nicht allzu ferner Zukunft wird das Smart Home die Wünsche seiner Bewohner nach etwas Eingewöhnungszeit deuten können, die Beleuchtung komfortabel ohne weiteres Zutun schalten, die Heizung regulieren, dabei das größte Energiesparpotenzial nutzen und gleichzeitig Einbrecher nicht nur bei Abwesenheit der Bewohner erkennen können. Dann wird auch keine manuelle Konfiguration mehr notwendig sein, die KI im Hintergrund lernt selbstständig und lässt sich über natürliche Sprache anpassen. Auch wenn es sich immer noch ferner Zukunftsmusik anhört, werden solche "Spinnereien" mit Sicherheit kommen, das ist nur eine Frage der Zeit. Wer bereits jetzt Systeme mit offenen Schnittstellen und Standards einsetzt, wird vermutlich keine Schwierigkeiten haben künftig solche Funktionen nachzurüsten. Entsprechend wichtig ist dabei die Verkabelung. Wer hier auf die parallele Nutzung von etablierten Standards wie Netzwerkkabel (CAT7) setzt, wird die besten Chancen für eine spätere Nachrüstung haben. Aus meinem täglichen Leben Wie man sieht, habe ich mir schon einige Gedanken gemacht, was im Smart Home so alles wichtig sein soll. Insgesamt lassen sich die zentralen Anforderungen in sieben Kriterien aufteilen. Your browser is not able to display frames. Please visit Operation Smart Home on MindMeister. Auch wenn dabei viele Fragen noch nicht abschließend geklärt sind, bin ich guter Hoffnung, dass alle offenen Punkte bis zum Baustart in den kommenden Monaten nach und nach abgehakt werden können. In diesem Kontext werde ich zusammen mit Christoph auch gleich im März nach Kollerschlag fahren, um die zweitägigen Loxone Praxistage zu besuchen. Ich bin wirklich gespannt, was es dort alles zu hören und zu sehen geben wird. Die ersten beiden Schulungen, die wir bereits 2014 besuchen konnten, haben uns jedenfalls spannende neue Einblicke vermittelt. Mehr dazu auch im Blogpost Zu Besuch bei Loxone. Update vom 29.03.2016: Bei unserem Besuch hat sich einer der beiden CEOs für uns Zeit genommen. Alles dazu im Blogpost Martin Öller im Interview – Der Mitgründer von Loxone zum Thema Smart Home In Kürze geht es dann weiter mit einer Übersicht der einzusetzenden Lösungen und technischen Standards. Neben "klassischen" Smart-Home-Themen werden dann auch alle anderen einzubindenden Multimedia-Devices wie DSL-Router, NAS, PLEX-Clients und SAT-Receiver behandelt. Da sollte für jeden Leser etwas Interessantes dabei sein, egal ob Neubauer oder Nachrüster. ### Apple HomeKit und das Smart Home der Zukunft HomeKit ist Apples jüngster Streich, mit dem der Technik-Gigant das Thema Smart Home neu aufrollen möchte. Dabei entwickelt Apple im Gegensatz zu anderen Anbietern keineswegs eigene Komponenten, sondern stellt stattdessen eine herstellerübergreifende Plattform auf die Beine, bei der alle zertifizierten Partner mitspielen können. Welche Komponenten bereits verfügbar sind und welches Potenzial Apples Konzept besitzt, den Markt langfristig umzukrempeln, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. "Hey Siri, schalte das Licht ein" Im Juni 2014 hat Apple erstmals HomeKit der Öffentlichkeit präsentiert. Apple stellt die Plattform zu Verfügung, andere Unternehmen kümmern sich um Sensoren und Schalter. Bisher einzigartig auf dem Smart-Home-Markt. Ziel ist ein herstellerübergreifender Standard inklusive Verknüpfung verschiedenster Geräte, die anschließend einzeln oder in Gruppen gesteuert werden können. Für die zentrale Steuerung sorgt eine alte Bekannte: Siri. Inzwischen hat jedes neue iOS-Gerät Siri mit an Board. Besonders bequem ist die Steuerung von HomeKit kompatiblen Geräten über die Apple Watch. Dazu muss nämlich einfach nur der Arm gehoben werden und schon kann man über „Hey Siri“ Befehle erteilen. https://www.youtube.com/watch?v=TLoHhDcxxjs Aktuelle HomeKit-Partner: Philips, Netatmo und Elgato Bei Apples Präsentation von HomeKit bei der Keynote vom 2. Juni 2014 wurden direkt 17 Partner vorgestellt. Davon sind bis jetzt jedoch nur zwei auf dem deutschen Markt mit HomeKit kompatiblen Produkten vertreten: Philips und Netatmo. Philips mit Philips Hue (Affiliate-Link) und Netatmo mit dem Netatmo Thermostat (HomeKit Edition). In Amerika hingegen gibt es bereits weitaus mehr Hersteller. Interessant ist die Tatsache, dass ausgerechnet ein deutscher Hersteller als erstes entsprechende Produkte auf dem deutschen Markt hatte, den Apple eben nicht bei der ersten Präsentation auf dem Schirm hatte: Elgato. Das für die mobilen DVB-T TV-Tuner bekannte Unternehmen hat mit der Eve-Reihe vier Produkte zum Thema HomeKit entwickelt, die über Bluetooth direkt mit den iOS Geräten oder dem Apple TV verbunden werden. Dadurch wird ein kostengünstiger Einstieg ermöglicht, da keine Zentrale benötigt wird. Mit dem Zwischenstecker Eve Energy (Affiliate-Link) können sämtliche Geräte, die an eine Steckdose angeschlossen werden, gesteuert und gleichzeitig der Stromverbrauch gemessen werden. Im Vergleich zu vielen anderen Smart Home Anbietern fällt der Zwischenstecker sehr klein aus. Der Raumklimasensor Eve Room (Affiliate-Link) kann neben der Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch die Luftqualität in einem Raum messen. Leider sind bislang jedoch über die Eve Geräte keine Benachrichtigungen möglich, wodurch der Eve Room z.B. nicht warnen kann, sobald die Luftqualität zu schlecht wird. Eve Room von Elagto. Der Raumklimasensor kann neben der Temperatur und Luftfeuchtigkeit, auch die Luftqualität anzeigen. Elgato hat jedoch bereits eine entsprechende Funktion angekündigt. Das Pendant zum Eve Room für den Innenbereich ist der Eve Weather (Affiliate-Link) für den Außenbereich. Doch statt der Luftqualität kann die Wetterstation noch den Luftdruck messen. Als letztes Produkt hat Elgato noch den Eve Door & Window (Affiliate-Link) entwickelt, der als Tür- bzw. Fenstersensor fungiert und entsprechend den Zustand (offen/geschlossen) anzeigen kann. Aufgrund der fehlenden Benachrichtigungen kann jedoch auch hier nur eine nachträgliche Auswertung erfolgen und eben keine Benachrichtigung bei einer Zustandsänderung verschickt werden. Sehr schade, denn sonst könnte man die Geräte auch für andere Anwendungen mitnutzen. Der Eve Door & Window könnte beispielsweise an der Briefkastenklappe angebracht werden, wodurch man eine Benachrichtigung bekommen würde, sobald der Postbote etwas einwirft. Die Steuerung der Beleuchtung kann entweder über den Zwischenstecker Eve Energy oder direkt über kompatible Birnen erfolgen. Denn im Oktober hat Philips die nächste Version der Hue Bridge (Affiliate-Link) vorgestellt. Damit können sämtliche Hue Produkte auch über Siri gesteuert werden. Das letzte offizielle Produkt ist ein Heizungsthermostat von Netatmo. Doch darüber hinaus wurde mit Homebridge eine Möglichkeit geschaffen, auch nicht offiziell kompatible Produkte in HomeKit zu integrieren. Eine Anleitung zur Installation von Homebridge auf einem Rapsberry Pi hatten wir bereits im Artikel Mit Siri und FHEM das gesamte Smart Home per Stimme steuern veröffentlicht. So kann am Ende beispielsweise auch der Hub der Universalfernbedienung Logitech Harmony eingebunden werden, um über Siri auch den Fernseher zu steuern. Die dafür benötigten Schritte sind auf HomeKit.tips zusammengefasst. Vorteil HomeKit: Herstellerübergreifende Verknüpfung aller Geräte Richtig interessant wird HomeKit natürlich dann, sobald Geräte zusammen und abhängig voneinander geschaltet werden können. Dazu wird zunächst die passende App benötigt, mit der solche Abhängigkeiten definiert werden können. Die zwei besten Apps auf dem Markt sind Devices (Affiliate-Link) und Home (Affiliate-Link). Mit Devices können die Geräte verwaltet und beispielweise Räumen zugeordnet und Szenen angelegt werden. So kann man mit nur einem Befehl eine ganze Reihe von Geräten steuern. Nehmen wir mal an wir erstellen eine Szene „Film“. Die Szene schaltet die Philips Hue Birnen ein, wählt eine angenehm warme Farbe und dimmt das Licht auf 30%. Dank Homebridge und der Logitech Harmony kann außerdem der Blu-ray-Player und Fernseher eingeschaltet sowie der richtige Eingangskanal ausgewählt werden. Noch komfortabler wird das ganze mit Hilfe von Auslösern. Die App Devices hat bislang jedoch lediglich zeitliche Auslöser. Home hingegen kann auch Gerätezustände als Auslöser verwenden. Durchdenken wir das gleiche Szenario noch einmal mit Hilfe von Auslösern. Ein Auslöser könnte das Einschalten des Fernsehers sein. Sobald dieser eingeschaltet wird - und dabei spielt es keine Rolle, ob der Fernseher über die Fernbedienung oder über Siri eingeschaltet wird - soll auch wieder das warme Licht eingeschaltet werden. Wir verknüpfen also eine Szene, in der genau diese Lichteinstellung vorgenommen wird. Außerdem soll das Licht nur nach Sonnenuntergang eingeschaltet werden. Dazu können bei Auslösern eben genau solche Bedingungen angegeben werden. Doch mit Hilfe von Auslösern lassen sich auch noch weitere Szenarien realisieren. So hat Philips vor einiger Zeit mit dem Hue dimmer switch (Affiliate-Link) einen günstigen Lichtschalter veröffentlicht. Damit lassen sich entweder Hue Lampen ein- und ausschalten sowie dimmen, als auch Hue Szenen steuern. Bislang kann der Lichtschalter jedoch offiziell leider nicht mit anderen HomeKit Geräten verknüpft werden. Verwendet man allerdings in der App Home als Auslöser nun eine über den Hue dimmer switch gesteuerte Hue Birne, so können anschließend auch andere HomeKit Geräte über den Hue dimmer switch bedient werden, die beispielsweise mit dem Zwischenstecker Elgato Eve Energy ausgestattet sind. Mit Hilfe von Auslösern lassen sich auch andere HomeKit Geräte über den Hue dimmer switch steuern. Dazu einfach als Auslöser eine Hue Lampe verwenden, die über den Hue dimmer switch gesteuert wird. In der Szene kann anschließend beispielsweise eine Lampe über den Elgato Eve Energy gesteuert werden. Ein Blick in die Zukunft Der Blick nach Amerika verrät uns, in welche Richtung es auch hierzulande mit HomeKit gehen könnte. Dort gibt es schon ganze Heimautomatisierungslösungen, à la RWE Smarthome oder Qivicon, die in HomeKit integriert werden können. Dazu zählen neben Beleuchtungen, Zwischensteckern, Wetterstationen und Heizungsthermostaten auch diverse Schalter, Kameras und sogar Türschlösser. Bei vielen dieser Lösungsansätze wird jedoch, ähnlich wie bei Philips Hue, eine Zentrale vorausgesetzt, die zunächst einmalig angeschafft werden muss. Doch auch hierzulande kann inzwischen ein Produkt zur Steuerung der Haustür vorbestellt werden: Monkey. Der kleine schwarze Kasten wird in die Gegensprechanlage eingebaut und kann anschließend den Türöffner betätigen. Verknüpft mit der Geofencing Funktion wird die Haustür automatisch geöffnet, sobald man davor steht. Für den Einbau wird laut Hersteller kein Elektriker benötigt. Die Kosten liegen bei 79€ und ausgeliefert werden soll im Juli 2016. Zwar gibt es auch einige schlaue Türschlösser, um nach der Haustür auch die Wohnungstür zu öffnen, jedoch ist in Deutschland bislang keines davon mit HomeKit kompatibel. Auch in Sachen schlauer Türklingel hinken wir den Amerikanern hinterher. Dort gibt es inzwischen Anbieter, die eine Türklingel mit eingebauter Kamera verkaufen. Verknüpft mit dem schlauen Türschloss kann so auch von unterwegs geschaut werden, wer gerade klingelt und entsprechend die Tür geöffnet werden. Blicken wir noch weiter in die Zukunft, so wäre eine proaktive Steuerung denkbar. Siri könnte vorausschauend für uns handeln, ohne dass wir ihr ständig sagen müssten, was genau gesteuert werden soll. Schließlich weiß Siri durch unseren Kalender genau, wann wir unsere Termine haben. Durch die hinterlegte Adresse kann die Wegzeit mit Berücksichtigung der aktuellen Verkehrslage einfach berechnet werden. Da Siri unseren morgendlichen Rhythmus kennt, weiß sie genau wann wir geweckt werden müssen. Das Licht wird entsprechend langsam eingeschaltet, die Heizung im Badezimmer wurde eine halbe Stunde vorher auf mollige 24°C geregelt. Die Kaffeemaschine brüht uns einen frischen Kaffee und unsere Lieblingsmusik läuft im Hintergrund. Klingt ziemlich spannend, aber das war jetzt wirklich ein bisschen weiter in die Zukunft geblickt. Doch Apple könnte HomeKit schon bald in diese Richtung ausbauen, das Fundament dafür ist jedenfalls bereits gelegt. Aus meinem täglichen Leben Philips Hue (Affiliate-Link) habe ich schon seit Jahren im Einsatz und habe das System Stück für Stück um weitere Lampen ergänzt. Die Möglichkeiten sind vielfältig und die Vernetzung kann auch über HomeKit hinaus erfolgen. Die Community ist inzwischen riesig. Neben einigen Drittanbieter-Apps lässt vor allem die Einbindung in IFTTT einige Spielereien zu. Das kurze Aufblinken bei einem Tor der Lieblingsmannschaft oder die Erinnerung an das Blumengießen sind nur wenige Beispiele. Gerade durch den Hue dimmer switch (Affiliate-Link) hat Hue bereits meine herkömmliche Beleuchtung komplett abgelöst. Die Geräte von Elgato zeichnen nun auch schon seit einigen Wochen fleißig die Daten bei mir auf. Da immer erst die Bluetooth Verbindung aufgebaut werden muss, dauert es teilweise ein wenig, bis die Geräte reagieren. Das fällt vorwiegend bei der Vernetzung mit anderen Geräten auf. Schalte ich die Philips Hue Birnen beispielsweise mit dem Hue dimmer switch, so reagieren die Lampen über ZigBee sofort. Die gekoppelte Beleuchtung über den Eve Energy (Affiliate-Link) braucht hingegen teilweise 2-3 Sekunden. Sobald Pushbenachrichtigungen ermöglicht werden, werde ich mir definitiv noch einige Geräte von Elgato zulegen. Wie sieht es bei dir aus? Die Verbindung außerhalb des heimischen WLANs funktioniert übrigens auch sehr zuverlässig, sobald die Geräte mit dem Apple TV gekoppelt sind. Leider kann man diesen Vorgang nicht manuell anstoßen und auch nicht einsehen, ob die Verbindung bereits hergestellt wurde. Bei den Geräten von Elgato hat es 1-2 Tage gedauert, bis ich die Geräte fernsteuern konnte. Seitdem funktioniert es aber absolut reibungslos und ohne Probleme. Im Gegensatz zu anderen Smart Home Lösungen wird bei HomeKit eine direkte Verbindung zu den Geräten hergestellt. Dadurch kann es zu keinen Ausfällen von Servern kommen, wodurch ein permanenter Zugriff auf die angebundenen Geräte gewährleistet wird. Seit iOS 9 kann die Verbindung zudem über das sogenannte HomeKit Accessory Protocol (HAP) hergestellt werden. Dabei wird eine strenge Ende-zu-Ende Verschlüsselung verwendet, sodass selbst Apple auf die Daten nicht zugreifen kann. Insgesamt betont Apple immer wieder die hohen Sicherheitsstandards bei HomeKit: "…Und Datenschutz ist integriert. HomeKit Daten sind immer verschlüsselt…" (www.apple.com/de/ios/homekit/) Das war auch der Grund dafür, dass erst nach über einem Jahr die ersten HomeKit Geräte auf den Markt kamen. Die strengen Richtlinien bereiten den Herstellern teilweise immer noch Probleme. Schwierig für die Hersteller aber insgesamt natürlich wünschenswert auf Kundenseite. Ich sehe in HomeKit insgesamt sehr viel Potenzial. Apple kann auch in diesem Bereich neue Maßstäbe setzen. Die Anzahl der Hersteller wird in den nächsten Monaten stark zunehmen und stetig mehr Möglichkeiten eröffnen. Solltet ihr in Sachen HomeKit auf dem Laufenden bleiben wollen, schaut gerne auch auf meinen Blog HomeKit.tips vorbei, auf welchem ich regelmäßig über alle Neuerungen im Bereich Apple Home Kit informiere. ### Weihnachtsbeleuchtung per FHEM automatisieren In der dunklen Jahreszeit sorgen LEDs an Weihnachtsbaum, Weihnachtsstern und dem Terrassengeländer gerade in den Abendstunden für gemütliche Adventsstimmung. Gleichzeitig kann es aber auch schnell nervig werden, alle Komponenten permanent von Hand ein- und auszuschalten. Wer sich manuelle Schaltvorgänge ersparen möchte, kann seine Beleuchtung aber auch bequem per FHEM und günstigen Funk-Zwischensteckern automatisieren. So schalten die LEDs je nach Tageszeit und Sonnenstand komplett automatisch. Wie das funktioniert, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. Wer bereits einen FHEM-Server einsetzt, wie im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten beschrieben, benötigt im Grunde nur noch das passende Funk-Gateway, um beinahe beliebig viele Verbraucher über günstige Funk-Aktoren steuern zu können. Kürzlich habe ich deshalb spontan 3 Stück Intertechno Funksteckdosen von Xavax (Affiliate-Link) geordert. Normalerweise würde ich diese Aktoren nicht einsetzen, da mir schlicht die bidirektionale Anbindung (keine Rückmeldung der Schaltaktoren) und Verschlüsselung fehlt, bei der Weihnachtsbeleuchtung sehe ich das aber eher unkritisch. Gepaart mit dem günstigen Preis von nur knapp 10 Euro pro Funkschalter erschien mir das Set der perfekte Deal zu sein. Wie ansprochen, wird noch ein passendes Funk-Gateway auf Seiten des FHEM-Servers benötigt, um die günstigen Funkschalter auch schalten zu können. In meinem Fall übernimmt das ein CUL-Stick V3 (Affiliate-Link), welcher bereits am Raspberry Pi hängt und der parallel für die Ansteuerung von FS20- oder HomeMatic-Komponenten verwendet werden kann. Dass es sich dabei um die 868 MHz-Version handelt, die anzusteuernden Intertechno-Funkaktoren jedoch nur 433 MHz unterstützen, ist dabei kein Problem, da der CUL-Stick dynamisch heruntergetaktet werden kann und damit beide Frequenzen je nach Bedarfsfall "gleichzeitig" versorgen kann. Einziger kleinerer Nachteil daran ist jedoch, dass die Antenne für 868 MHz ausgelegt ist und damit Signale, die über 433 MHz gesendet werden, insgesamt etwas schwächer sind. Man darf also keine Reichweiten von 50 Metern erwarten, bei zentralem Aufstellungsort des Senders sollte es aber problemlos auch mehrere Meter durch Wände funktionieren (in meinem Fall sind ca. 10 Meter durch eine Wand kein Problem). In FHEM ist der CUL-Stick in der fhem.cfg folgendermaßen hinterlegt: define CUL_0 CUL /dev/ttyACM0@9600 1034 attr CUL_0 rfmode SlowRF Die erste Zeile definiert den CUL-Stick und öffnet die hardwareseitige Anbindung per USB-Schnittstelle. Die zweite Zeile setzt das Attribut "SlowRF", sodass der CUL-Stick für FS20-Komponenten eingesetzt werden kann. Das Attribut "SlowRF" kann auch durch "HomeMatic" ersetzt werden. Entsprechend ist der CUL-Stick dann für HomeMatic-Komponenten eingestellt. Für die Ansteuerung von Intertechno-Komponenten ist es unerheblich, welches der beiden Attribute gesetzt ist, da er ohnehin bei einem Intertechno-Schaltbefehl kurz das Protokoll wechselt. Alternativ lässt sich als Funk-Gateway auch der RFXtrx einsetzen. Mehr Informationen dazu im FHEM Wiki. Wer Geld sparen möchte und technisches Grundverständnis mitbringt, kann den CUL-Stick übrigens auch mithilfe eines Arduino nano (Affiliate-Link) und CC1101 Funkmodul (Affiliate-Link) für nur knapp über 10 Euro nachbauen. Mehr Informationen dazu ebenfalls im FHEM Wiki. Intertechno-Funkaktoren in FHEM konfigurieren Auch wenn viele FHEM-Profis dabei sicherlich aufschreien, konfiguriere ich meine Komponenten immer noch gerne per Texteditor direkt in der fhem.cfg. Nachfolgend die benötigten Codesschnipsel für die Einbindung der drei anzusteuernden Intertechno Funk-Zwischenstecker in der fhem.cfg: #Intertechno Code H1 define TE.Lichterkette IT H1 attr TE.Lichterkette IODev CUL_0 attr TE.Lichterkette model itswitch attr TE.Lichterkette room Terrasse #Intertechno Code H2 define WZ.Weihnachtsbaum IT H2 attr WZ.Weihnachtsbaum IODev CUL_0 attr WZ.Weihnachtsbaum model itswitch attr WZ.Weihnachtsbaum room Wohnzimmer #Intertechno Code H3 define WZ.Weihnachtsstern IT H3 attr WZ.Weihnachtsstern IODev CUL_0 attr WZ.Weihnachtsstern model itswitch attr WZ.Weihnachtsstern room Wohnzimmer Für "TE.Lichterkette" habe ich den Intertechno-Code "H1" gewählt, für "WZ.Weihnachtsbaum" und "WZ.Weihnachtsstern" entsprechend die nachfolgenden Codes "H2" und "H3". Update vom 23.12.2015: Dank der Info von Josch habe ich obigen Code vereinfachen können. Dadurch braucht man nicht mehr umständlich den Umweg über den IT-Binärcode gehen und die Definition "define TE.Lichterkette IT FFF000000F FF F0" verwenden, sondern kann bequem "define TE.Lichterkette IT H1" verwenden. Der Vollständigkeit halber nachfolgend aber dennoch die Erläuterung des Binärcodes: "FFF000000F" (ohne Anführungszeichen) steht dabei für den Code H1. Er setzt sich zusammen aus den führenden vier Stellen "FFF0", was für "H" steht, den nachfolgenden vier Stellen "0000" für den Wert "1" und den abschließenden beiden Stellen "0F", die immer identisch sind. Wer andere Codes nutzen möchte, kann sich den gewünschten Code im FHEM-Wiki selbst zusammenstellen. Die hier genutzten 3 Stück Intertechno Funksteckdosen von Xavax (Affiliate-Link) können dabei frei programmiert werden und unterstützten theoretisch alle möglichen Codes von A1 bis P16. Wer möchte, kann also theoretisch bis zu 256 verschiedene Geräte ansprechen. Intertechno-Funkzwischenstecker codieren Die Intertechno Funksteckdosen von Xavax werden unprogrammiert geliefert und müssen erst initial codiert werden, was bequem über das Webinterface von FHEM geschieht. Über das FHEM-Webinterface im Raum "Everything", welches über die URL http://IP-VOM-FHEM-SERVER:8083/fhem?room=all erreichbar ist, finden sich im Gliederungspunkt "IT" die vorher eingetragenen Intertechno-Devices. Um den ersten Aktor zu codieren, wird dieser in eine Steckdose gesteckt (LED blinkt) und innerhalb von fünf Sekunden die gewünschte "on"-Taste - in diesem Beispiel für "TE.Lichterkette" - über das FHEM-Interface gedrückt. Ist die Codierung erfolgreich abgeschlossen, erlischt die LED des Zwischensteckern und der Zwischenstecker schaltet zwei Mal zur Bestätigung. Ab sofort lässt sich der Zwischenstecker bequem über FHEM steuern. Die weiteren Zwischenstecker können daraufhin genauso codiert werden. Dann eben entsprechend über einen Druck auf das jeweils gewünschte FHEM-Element "WZ.Weihnachtsbaum" bzw. "WZ.Weihnachtsstern". Hier normal die Schritte zur Codierung: Zwischenstecker einstecken -> Die LED blinkt die ersten 5 Sekunden In den ersten 5 Sekunden gewünschte Ein-Taste in FHEM drücken LED des Zwischensteckers erlischt und Zwischenstecker schaltet 2 Mal zur Bestätigung Möchte man die Codierung wieder löschen, geht man analog zum Codieren vor, drückt dabei aber die Aus-Taste statt der Ein-Taste. Programmierung des Zwischensteckers löschen: Zwischenstecker einstecken -> Die LED blinkt die ersten 5 Sekunden In den ersten 5 Sekunden ewünschte Aus-Taste in FHEM drücken LED des Zwischensteckers erlischt und Zwischenstecker schaltet 2 Mal zur Bestätigung Praktisch ist, dass jeder Zwischenstecker auf bis zu drei Codes gleichzeitig programmiert werden kann. Dadurch kann bspw. auch die im Lieferumfang befindliche Fernbedienung genutzt werden. Die Codierung erfolgt dann genauso wie oben beschrieben, wobei statt über FHEM dann eben direkt die gewünschten Ein- bzw. Aus-Tasten der Fernbedienung gedrückt werden. Sobald alle Intertechno-Funkaktoren codiert sind, kann es an die Automatisierung der Schaltvorgänge gehen, wofür es mehre Möglichkeiten gibt. Zeitbasierte Schaltvorgänge Die einfachste Möglichkeit ist die zeitbasierte Schaltung per at-Befehl, sodass die Beleuchtung bspw. immer um 17:00 Uhr eingeschaltet und um 23:00 Uhr wieder ausgeschaltet wird. Die notwendigen Codeschnipsel für FHEM lauten im Falle der Lichterkette dabei: define LichterketteAn at *17:00:00 set TE.Lichterkette on define LichterketteAus at *23:00:00 set TE.Lichterkette off Der Code kann entweder direkt in der fhem.cfg hinterlegt und gespeichert oder jede Zeile einzeln in die "FHEM-Kommandozeile" eingetragen und mit der Enter-Taste bestätigt werden. Damit die Konfiguration dauerhaft gespeichert wird, muss im letztgenannten Fall noch links oben "Save config" (unterhalb des FHEM-Logos) angeklickt werden. Helligkeitsbasierte Schaltvorgänge Je nach Anwendungsfall macht es aber natürlich auch Sinn, statt der recht starren zeitbasierten Schaltung den Sonnenauf- und Sonnenuntergang als Regelelement zu nutzen. Damit FHEM genau weiss, wann die Sonne am eigenen Standort auf- und untergeht, werden die beiden Paramater "latitude" (Breitengrad) und "longitude" (Längengrad) benötigt: attr global latitude 49.19993 attr global longitude 9.50295 Diese Parameter können dabei über einen beliebigen Onlinedienst (z.B. mondeca.com) ermittelt werden. Danach können die Regeln in der fhem.cfg hinterlegt werden. In diesem Beispiel soll der Weihnachtsbaum eine Stunde (-1800 Sekunden) vor Sonnenuntergang (sunset) eingeschaltet werden (set WZ.Weihnachtsbaum on). Das soll jedoch frühestens um 16:00 Uhr und nicht später als 21:00 Uhr passieren. Umgekehrt soll der Weihnachtsbaum eine Stunde (+1800 Sekunden) nach Sonnenaufgang (sunrise) ausgeschaltet werden. Das jedoch frühestens um 05:00 Uhr und nicht später als 08:00 Uhr. Die notwendigen Codeschnipsel für FHEM lauten dabei: define WeihnachtsbaumAn at *{sunset(-1800,"16:00","21:00")} set WZ.Weihnachtsbaum on define WeihnachtsbaumAus at *{sunrise(1800,"05:00","08:00")} set WZ.Weihnachtsbaum off Aus meinem täglichen Leben Mit dem FHEM-Server auf Basis eines Raspberry Pi 2 (Affiliate-Link), dem CUL-Stick V3 (Affiliate-Link) und den hier genutzten 3 Stück Intertechno Funksteckdosen von Xavax (Affiliate-Link) lassen sich im Grunde beliebig viele einfache Komponenten, wie die Weihnachtsbeleuchtung, komfortabel und besonders günstig automatisieren. Dabei können die angesprochenen Schaltmethoden auch kombiniert werden, sodass der Weihnachtsstern bspw. immer 30 Minuten vor Sonnenuntergang eingeschaltet und zeitgesteuert wieder um 01:00 Uhr nachts ausgeschaltet wird: define WeihnachtssternEin at *{sunset(-900,"16:00","21:00")} set WZ.Weihachtsstern on define WeihnachtssternAus at *01:00:00 set WZ.Weihachtsstern off Wer möchte, kann aber natürlich auch andere "Trigger" setzen und so bspw. auch eine Schaltung je nach Anwesenheit realisieren, wie im Artikel FHEM: Heizungssteuerung per Anwesenheitserkennung erläutert. Insgesamt bin ich zwar bereits seit Langem davon abgekommen, Intertechno-Komponenten aufgrund der fehlenden Verschlüsselung in meinem Smart Home für sicherheitskritischere Szenarien einzusetzen, für die Weihnachtsbeleuchtung erscheinen mir die günstigen Funk-Zwischenstecker aber als ausreichend. Mit dem vorgestellten 3-er Pack (Affiliate-Link) bin ich bisher jedenfalls sehr zufrieden. Ein Zwischenstecker ist auch im Außenbereich installiert, mal sehen, ob das auf Dauer gutgeht. Lichterkette und Weihnachtsstern sind bereits installiert, fehlen nur noch Weihnachtsbaum und die passenden LEDs... ### "Tech Blog des Jahres"-Voting - Wir brauchen deine Unterstützung! (beendet) Heute sind wir auf alle Stammleser - und diejenigen, die es werden möchten - angewiesen. Bitte unterstützt uns beim Voting "Wer wird bester Tech IT Blog 2015" und zeigt damit, dass unsere Inhalte bei euch ankommen. Vielen Dank im Voraus vom gesamten Team, welches übrigens bald Zuwachs erfahren wird! Ihr könnt also gespannt sein... Zur Abstimmung auf dice.com Update vom 08.01.2016: Wir haben das Rennen gemacht und können uns "Bester Tech  Blog 2015" nennen. Vielen Dank an alle, die uns beim Voting gegen so Hochkaräter wie Caschy aktiv unterstützt haben! Ohne euch hätten wir uns niemals durchsetzen können: Die Gewinner des Dice-Votings Update vom 16.01.2016: Das ging ja schnell, das Sieger-iPad kam gerade per Post. Vielen Dank an das dice-Team für die geniale Aktion und an alle, die für uns gevotet haben! ### VU+ Solo 4K und JESS-Multischalter - Acht unabhängige Sat-Tuner über ein Kabel Der neue Sat-Receiver VU+ Solo 4K bietet mit seinen zwei revolutionären FBC (Full Band Capture)-Tunern insgesamt acht komplett unabhängige Tuner, die von nur einem Kabel gespeist werden können. Voraussetzung dafür ist ein JESS-Multischalter, der mit geringem Aufwand oftmals auch in bestehenden SAT-Installationen nachgerüstet werden kann. Wie JESS technisch funktioniert, welche Tuner-Einstellungen unter VTi notwendig sind und welche zentralen Vorteile die FBC-Technik auch für konventionelle SAT-Anschlüsse bietet, wird nachfolgend erklärt. Wer eine Vielzahl von Auto-Timern aktiviert hat, um seine Lieblingssendungen regelmäßig aufzuzeichnen und das Fernsehsignal gleichzeitig noch live in den eigenen vier Wände streamen möchte, wie im Artikel VU+ Remote Unter: TV-Programm im ganzen Haus verteilen beschrieben, wird sich über kurz oder lang einen leistungsstarken Multi-Tuner-Receiver wünschen. Da können manchmal auch bis zu vier Tuner, wie sie bisherige Top-Modelle von VU+ oder Dreambox zur Verfügung stellen konnten, schon einmal knapp werden. Für alle, die genau dieses "Luxusproblem" haben bzw. vorsorgen möchten, kann - wie in meinem Fall - der neue VU+ Solo 4K mit seinen acht virtuellen Tunern in Verbindung mit dem JESS-Multischalter DUR-line DPC-32 K eine echte Bereicherung darstellen. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="200" width="200" identifier="B016BLLINE" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B016BLLINE.gif" tag="meintechblog-151211-21" target="_blank" rel="nofollow"> [easyazon_image align="none" height="200" width="200" identifier="B017NLXMXA" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B017NLXMXA.gif" tag="meintechblog-151211-21" target="_blank" rel="nofollow"> JESS - Vorteile des neuen Unicable 2-Standards Mit dem Standard JESS - fehlender Reglementierung sei Dank - verwirrenderweise gerne auch als EN50607 Inverto/FTA "Unicable 2" Unicable II GT Sat "dHello" (inkompatibler proprietärer Standard) Kathrein "SCD2" oder Panasonic "Einkabel 2.0" bezeichnet, können bis zu 32 unabhängige Tuner angebunden werden - und das wie im Fall des hier genutzten DUR-line DPC-32 K Multischalters über nur ein einziges (oder wahlweise auch mehrere) SAT-Kabel am "Unicable OUT"-Anschluss. JESS steht dabei für "Jultec Enhanced Stacking System" und wurde von JULTEC in Kooperation mit mehreren Partnerfirmen entwickelt. Es handelt sich dabei um den Nachfolgestandard von Unicable (EN50494), dessen Vorteile bereits im Blogpost Pimp my SAT-Empfang - 4 Tuner an nur einem Anschlusskabel per UniCable angesprochen wurden. Laut Spezifikation bietet JESS gegenüber dem Vorgänger Unicable gleich mehrere Vorteile: Ansteuerung von bis zu 64 Satellitensystemen (bisher 2) Bis zu 32 Empfänger (SCR-Adressen) an einer Ableitung (bisher 8) Genauere Frequenzabstimmung von 1 MHz (bisher 4 MHz) Bi-direktionale Datenübertragung für eine zuverlässigere Installation Geringerer Strombedarf durch selektive LNB-Versorgung Interessant wird es für alle, die über nur ein bzw. möglichst wenige Kabel eine Vielzahl von (Multi-Tuner-)Receivern betreiben möchten. Praktisch ist dabei, dass bestehende Multischalter (auch Switch oder Kaskade genannt) grundsätzlich ausgetauscht bzw. um einen JESS-Multischalter ergänzt werden können und so auch in bestehenden Installationen selektiv einzelne oder alle Kabelzuleitungen JESS-fähig gemacht werden können. Voraussetzung ist jedoch ein Quattro-LNB. Mehr dazu aber erst später. Mit einer durchgeschleiften Zuleitung können also mit JESS über alle Anschlussstellen hinweg bis zu 32 komplett unabhängige Tuner betrieben werden. In der Fachsprache bezeichnet man das übrigens auch als 32 Umsetzungen, SCR-Adressen, UBs bzw. Userband-Frequenzen, was anfangs etwas verwirrend sein kann. VU+ Solo 4K mit zwei FBC-Tunern Wie gemacht für die JESS-Technologie ist der VU+ Solo 4K (Affiliate-Link) mit seinen zwei komplett neuen FBC-Tunern, welche an der Rückseite des Receivers gespeist werden können. FBC steht dabei für "Full Band Capture" und bedeutet, dass das gesamte Frequenzband einer der vier SAT-Ebenen (SAT-ZF-Ebenen) über einen konventionellen SAT-Anschluss gleichzeitig genutzt werden kann. Diese vier SAT-Ebenen (inkl. genutzten Frequenzbändern) werden bezeichnet durch: VL (vertikal Lowband -> 10.700 - 11.700 MHz) HL (horizontal Lowband -> 10.700 - 11.700 MHz) VH (vertikal Highband -> 11.700 - 12.750 MHz) HH (horizontal Highband -> 11.700 - 12.750 MHz) Die FBC-Technologie ist damit absolut revolutionär, da mit einem konventionellen Tuner bisher nicht das gesamte Frequenzband einer SAT-Ebene, sondern nur ein einziger Transponder einer SAT-Ebene gleichzeitig genutzt werden konnte. Da im Fall der VU+ Solo 4K insgesamt acht virtuelle Tuner zur Verfügung stehen, die auf die beiden FBC-Tuner zurückgreifen können, ergeben sich völlig neue Anwendungsmöglichkeiten: Bei einem herkömmlichen SAT-Anschluss (eine Zuleitung) können acht Transponder (mit all ihren Sendern) auf einer SAT-Ebene (Frequenzband) gleichzeitig genutzt werden. Ohne FBC ist nur ein Transponder möglich. Sind zwei herkömmliche SAT-Anschlüsse vorhanden, können insgesamt acht Transponder (mit ihren Sendern) auf insgesamt zwei SAT-Ebene gleichzeitig genutzt werden. Mit Unicable bzw. JESS kann ein Transponder pro virtuellem Tuner genutzt werden, egal welche der insgesamt vier SAT-Ebenen benötigt wird. Dadurch erhält der Anwender insgesamt acht komplett unabhängige Tuner (einer pro verfügbarer SCR-Frequenz). Da ein Großteil der "gewöhnlichen" HD-Sender für den deutschsprachigen Raum auf Astra 19.2°E im Frequenzband HL (Horizontal-Low) anzutreffen ist, bietet auch bereits die erste Variante mit herkömmlicher Zuleitung zum Receiver gegenüber einem konventionellen Tuner entscheidende Vorteile, da bis zu acht unterschiedliche Transponder einer SAT-Ebene gleichzeitig bereitstehen. Dabei können mit einem regulären SAT-Anschluss (ohne Unicable bzw. JESS) bspw. gleichzeitig alle in der Auswahl aufgelisteten 15 Sender mit der Polarisation HL aufgezeichnet werden, da diese auf insgesamt acht Transponder verteilt sind. Umgekehrt können aber bspw. nur WDR HD (HH) oder 3sat HD (VL) einzeln aufgezeichnet werden, da diese jeweils "isoliert" auf separaten SAT-Ebenen beheimatet sind. Interessant ist, dass keine HD-Sender auf der SAT-Ebene VH anzutreffen sind. Das volle Potenzial der FBC-Tuner mit Unicable/JESS wird deutlich, sobald noch weitere Sender berücksichtigt werden. Zu erkennen ist, dass viele der privaten HD-Sender inklusive Sky auf der SAT-Ebene HH anzutreffen sind. Die SAT-Ebene VH bleibt weiterhin ungenutzt. Wer recherchieren möchte, welche Sender hier aufgeschaltet sind, kann die aktuellen Senderlisten für Astra 10.2°E unter astra.de einsehen. Noch schneller geht es direkt auf satindex.de, da dort alle Programme nach Frequenzen sortiert sind. Alle Sender ab 11.700 MHz (weiter unten in der Liste) sind dabei dem H-Band (High) zugeordnet, alle Sender oberhalb dem L-Band (Low). Die Polarisation, in diesem Fall V (Vertikal), ist bei jedem Sender einzeln ausgewiesen. Weitere Details zu den Frequenzen und der SAT-Block-Verteilung sind auf Wikipedia verfügbar. SAT-Installation per JESS-Multischalter pimpen Da die Unicable-Installation, welche im Artikel Pimp my SAT-Empfang - 4 Tuner an nur einem Anschlusskabel per UniCable vorgestellt wurde, bereits ein Quattro-LNB aufweist, kann der vorhandene Unicable-Multischalter mit vier SCR-Frequenzen gegen den JESS-Multischalter DUR-line DPC-32 K (Affiliate-Link) mit 32 SCR-Frequenzen getauscht werden. Dieser wird mit insgesamt vier SAT-Kabeln - 50 cm (Affiliate-Link) (ein Kabel pro SAT-Ebene) am LNB angeschlossen und kann ebenfalls bequem an der Rückseite der Selfsat H21DQ Flachantenne (Affiliate-Link) montiert werden. Das Anschlusskabel des JESS-Multischalters wird schließlich mit dem "Tuner A"-Eingang der VU+ Solo 4K verbunden. Eingang B wird beim Unicable-Betrieb nicht benötigt. Insgesamt muss zwingend darauf geachtet werden, dass ein Quattro-LNB eingesetzt wird. Hintergrund ist, dass an einem Quattro-LNB (SMATV-LNB, manchmal auch Quatro-LNB genannt) an jedem seiner vier Ausgänge nur eine SAT-Ebene anliegt und damit weniger Energie verbraucht wird als bei einem Quad-LNB (verwirrenderweise auch Quattro-Switch oder Quatro-Switch genannt). Ein Quad-LNB stellt im Gegenzug an jedem Ausgang alle vier SAT-Ebenen zur Verfügung und ist somit für den Direktanschluss am Receiver gedacht, was jedoch einen passiven JESS-Multischalter überfordert. Details dazu auf der Webseite von Jultec. Tuner-Konfiguration unter VTi In diesem Beispiel ist der VU+ Solo 4K mit einem VTi-Image (Login benötigt) ausgestattet. Die korrekten JESS-Settings müssen dabei für jeden der acht virtuellen Tuner (A, B, C, D, E, F, G, H) im "Menü" -> Einstellungen" -> "Kanalsuche" -> "Tuner-Konfiguration" vorgenommen werden. Je nachdem, welcher Multischalter eingesetzt wird, unterscheiden sich die Frequenzen der zur Verfügung stehenden SatCR-Kanäle. Nachfolgend werden die Standardfrequenzen des JESS-Multischalters DUR-line DPC-32 K (Affiliate-Link) verwendet, wie sie im Lieferumfang vorbelegt sind. Die Einstellungen von Tuner A lauten: Einrichtung: Erweitert Satellit: Astra (19.2E) LNB: LNB 1 Priorität: Auto LOF: Unicable Unicable Einrichtung: Unicable User defined Diction: JESS(EN50607) Kanal: SatCR 0 Frequenz: 1210 LOF/L: 09750 LOF/H: 10600 Grenze: 11700 Verbunden: Nein DiSEqC-Modus: Keine In diesem Fall muss unter Einstellung "Unicable Einrichtung: Unicable User defined" ausgewählt und unter "Diction" mit "JESS(EN50607)" der korrekte Standard gewählt werden. Die "Frequenz: 1210" muss manuell eingetragen werden, da keine fertigen Profile für JESS-Multischalter zur Verfügung stehen. Da die SAT-Zuleitung physisch an der Rückseite der VU+ am Eingang "Tuner A" angeschlossen ist, wird nun entsprechend bei "Verbunden" der Wert "Nein" gewählt. Weiter geht es mit Tuner B, welcher folgendermaßen konfiguriert wird: Einrichtung: Erweitert Satellit: Astra (19.2E) LNB: LNB 1 Priorität: Auto LOF: Unicable Unicable Einrichtung: Unicable User defined Diction: JESS(EN50607) Kanal: SatCR 1 Frequenz: 1420 LOF/L: 09750 LOF/H: 10600 Grenze: 11700 Verbunden: Ja Verbunden mit: Tuner A: Vuplus DVB-S NM(7376 FBC) (DVB-S2) DiSEqC-Modus: Keine Hier sieht man, dass der zweite Tuner (Tuner B) softwareseitig mit Tuner A verbunden werden muss und dessen Signal mitbenutzt. Es reicht also aus, dass an der VU+ physisch nur ein SAT-Kabel an "Tuner A" angeschlossen ist. Die restlichen Tuner C bis H werden identisch wie Tuner B konfiguriert. Dabei muss lediglich die Ziffer bei SatCR erhöht (wichtig!) und die Frequenz angepasst werden. SatCR-Nummer und Frequenz müssen dabei immer zusammenpassen. Da hierbei schnell Fehler passieren, werden alle Einstellungen nachfolgend noch einmal detailliert aufgelistet. Update vom 18.09.2016: Mittlerweile haben sich die Einstellungen der weiteren Tuner geändert. Tuner C muss jetzt mit Tuner B verbunden werden. Tuner D muss mit Tuner C verbunden werden, etc. Infos im Kommentar von Tristan. Die nachfolgenden Screenshots stimmen also insofern nicht mehr, da bei "Verbunden mit" überall "Tuner A" angezeigt wird. Tuner C: Kanal: SatCR 2 Frequenz: 1680 Tuner D: Kanal: SatCR 3 Frequenz: 2040 Tuner E: Kanal: SatCR 4 Frequenz: 0984 Tuner F: Kanal: SatCR 5 Frequenz: 1020 Tuner G: Kanal: SatCR 6 Frequenz: 1056 Tuner H: Kanal: SatCR 7 Frequenz: 1092 Weitere Einstellungen sind nicht notwendig. Sofern jetzt noch kein Bild angezeigt werden sollte, wird der Receiver einfach neugestartet. Im Zweifelsfall kann auch ein Kanalsuchlauf helfen. Das sollte beim Umstieg in der Regel jedoch nicht notwendig sein. Aus meinem täglichen Leben Da mich die Möglichkeiten von JESS in Verbindung mit dem VU+ Solo 4K (Affiliate-Link) gleich begeistern konnten, waren Receiver und Multischalter schnell geordert. Dummerweise war ich etwas zu voreilig und hatte fälschlicherweise den Jultec JRM 0508 A Multischalter (Affiliate-Link) OHNE JESS-Funktion bestellt. Da Jultec maßgeblich an der Entwicklung von JESS beteiligt war/ist, bin ich erst gar nicht auf die Idee gekommen, dass die Firma auch Nicht-JESS-fähige Switches anbietet. Das Problem bemerkt hatte ich dann jedoch erst nach längerer erfolgloser Fehlersuche während der Installation. Der richtige JESS-Multischalter DUR-line DPC-32 K (Affiliate-Link) brachte mich während der Installation jedoch auch kurzfristig zum Verzweifeln, da keine Anleitung mit den werksseitig vergebenen Frequenzen der SCR-Kanäle mitgeliefert wurde und die ersten Google-Treffer nur "beispielhafte" Einstellungsvarianten lieferten. Ich erspare mir an dieser Stelle die Verlinkung. Die richtigen Werte brachte dann schließlich die Unicable II Programmer-Software zu Tage, welche im satanlagenforum zum Download bereitsteht. Im Internet sind die korrekten Infos auch unter durasat.de verfügbar, diesen Link habe ich aber erst im Nachhinein entdeckt. Hier die kompletten Werkssettings des DUR-line DPC-32 K Multischalters: [table id=21 /] Nach den ersten Startschwierigkeiten läuft jetzt jedenfalls alles reibungslos, selbst bei einer Vielzahl gleichzeitiger Aufnahmen kommt das Setup nicht ins Schwitzen. Im Schnitt verbraucht das Setup knapp unter 20 Watt, was für einen Receiver mit acht (virtuellen) Tunern und einer Samsung 850 500 GB (Affiliate-Link) für Aufzeichnungen insgesamt ein recht brauchbarer Wert ist und der Multischalter nicht noch zusätzlich Strom frisst. Apropos Aufzeichnungen, der VU+ Solo 4K bietet hier nur einen internen Steckplatz für 2,5" SATA-Festplatten, dieser ist aber dank seines Schnellverschlusses wirklich praktisch. Wer die interne Platte also nur als Puffer einsetzt und Aufzeichungen dauerhaft (per Script) auf einem NAS sichert, sollte damit eigentlich zurechkommen. Wer Aufzeichnungen lieber lokal speichern und gleich eine 3,5" Platte - wie die Seagate 8TB (Affiliate-Link) - einsetzen möchte, kann bspw. auf die Inateck Festplatten-Dockingstation (Affiliate-Link) zurückgreifen, welche an einem der beiden USB3.0-Steckplätze der VU+ angeschlossen werden kann. Damit gibt es auch mit 8TB-Festplatten keinerlei Probleme. Mehr Infos dazu sind im Blogpost TV-Aufnahmen von Enigma2-Receivern automatisch archivieren zu finden. Update vom 17.12.2015: Obiges Szenario kann natürlich auch mit einem gewöhnlichen Unicable-Multischalter realisiert werden, da je nach Modell auch per "Unicable 1"-Standard bis zu acht SCR-Frequenzen über ein Kabel zur Verfügung stehen. Update vom 18.12.2015: Der zeitweise sogar günstigere Inverto Unicable II IDLU-UST110-CUO1O-32P 5/32 (Affiliate-Link) sollte mit seinen vergleichbaren Eigenschaften eigentlich eine gute Alternative zum hier vorgestellten DUR-Line Multischalter sein. Update vom 16.01.2016: Ich habe jetzt den Rat von Tristan befolgt und den Power Inserter zwischen Multischalter und VU+ platziert, um eine Überlastung des Empfängers zu verhindern. Mit der dazwischengeschalteten Stromversorgung werden nun in Summe 19 Watt verbraucht, ohne waren es bisher 18 Watt. Somit also kein bzw. nur ein minimaler Mehrverbrauch. Die Signalqualität der VU+ Solo 4k ist übrigens gleich geblieben bzw. hat sich sogar leicht um 1% verbessert (kann aber Zufall sein, das Wetter ist gerade recht wechselhaft). One more thing... Update vom 12.02.2017: Mit der Selfsat H21dCSS+ Unicable 2 (Affiliate-Link) gibt es jetzt auch endlich die Kombination aus Flachantenne und eingebautem Unicable2-Multischalter mit 24 SCR-Frequenzen/Umsetzungen. Besonders praktisch ist, dass der Multischalter keine zusätzliche Stromversorgung benötigt und direkt aus dem Receiver gespeist werden kann. Der Verbrauch ist mit max. 250mA bei 13V angegeben, also 3,25 Watt. Also wirklich sehr sehr wenig. Also einfach Receiver anstecken, SCR-Frequenzen einstellen und los gehts! ### 17 Stunden bangen um 30 TB: QNAP Festplattentausch bei Read I/0 Error Eigentlich ist es unvermeidlich: Durch ständige mechanische Beanspruchung haben Festplatten eine beschränkte und auch bei guter Behandlung oftmals überschaubare Lebenszeit weniger Jahre. Sofern eine Festplatte unvorhergesehen stirbt, können jedoch Datenverluste durch geeignete Maßnahmen wie RAID und Nutzung eines NAS vermieden werden, sofern einige Voraussetzungen erfüllt sind. Was beim Austausch einer defekten gegen eine neue Festplatte im Falle des QNAP TS-670 (siehe Pimp my QNAP TS-x70: I7-3770T und 16GB RAM) beachtet werden sollte und auf welche Weise die Verfügbarkeit relevanter Daten auch langfristig sichergestellt werden kann, wird im nachfolgenden Blogpost erläutert. Warnung: Host: Drive1 Read I/O error Am 31.10.2015 - und damit erst knapp 1 1/4 Jahre nach Erstinbetriebnahme - war es soweit: Eine der sechs am 27.07.2014 erworbenen und nur wenige Tage später im QNAP-NAS in Betrieb genommenen WD Red 6TB WD60EFRX (Affiliate-Link) machte erste Probleme. Bemerkbar machte sich dies - dank der fortwährenden Smart-Prüfung des QNAP-NAS (Fimware Version 4.1.4 vom 10.09.2015) - durch eine automatische Fehler-E-Mail, welche vom NAS versendet wurde. Durch die Fehlermeldung Host. Drive 1 Read I/O error. UNRECOVERED READ ERROR sense_key=0x3, asc=0x11, ascq=0x4, CDB=28 00 00 a0 9b 68 00 00 08 00 wird deutlich, dass bei Laufwerk 1 augenscheinlich ein irreparabler Lesefehler auftrat. Direkt gefolgt von einer zweiten E-Mail, welche auf einen "mittleren Fehler" dieser Festplatte hinweist. Dabei gleich noch die Aufforderung, dass ein "bad block scan" durchgeführt und die Festplatte getauscht werden sollte, sofern der Fehler weiterhin bestehen bleibt. Nach kurzer Recherche - u.A. im QNAP Forum - war schnell klar, dass dies erste Anzeichen dafür sind, dass der unausweichliche Totalausfall der Festplatte vermutlich bevorsteht. Alternativ hätte auch noch der RAID-Controller (bei QNAP jedoch softwareseitig realisiert) bzw. die SATA-Festplattenanbindung selbst fehlerhaft sein können (dieses Problem hatte ich bereits bei einem Snyology NAS). Da vereinzelt auftretende Fehler dieser Art jedoch nicht unbedingt unüblich sind und nicht zwangsläufig einen direkten Komplettausfall der Festplatte bedeuten müssen, ignorierte ich den Fehler vorerst, da auch der Datenträgerstatus des QNAP weiterhin "Gut" ausgab. Als dann jedoch einige Stunden später gleich mehrere Fehler-E-Mails gleicher Art direkt nacheinander eintrudelten, war klar, dass das Problem wohl doch akuter war. Da das NAS bei der Nutzung von RAID 5 beim bevorstehenden Ausfall einer Festplatte quasi keinen weiteren Ausfallschutz besitzt, wurde das NAS kurzerhand komplett herunterzufahren, da ich zu diesem Zeitpunkt im 6.000 km entfernten Florida keine weiteren Schritte unternehmen wollte/konnte. Ein mehr als unbefriedigendes Erlebnis sobald das 24/7 betriebene NAS temporär nicht mehr erreichbar ist, gerade dann, wenn es alle "lebenswichtigen" Dinge - von der "privaten Dropbox" (BTSync), den virtuellen Maschinen mit FHEM und verschiedenen Scripten, den regelmäßigen Backups des Blogs bis hin zum myPlex-Server - beheimatet. Hinweis: Volume neu erstellen [Pool 1] startete Zurück in der Heimat konnte das Problem dann nach drei zurückliegenden Wochen NAS-Downtime endlich in Angriff genommen werden. Damit ein sofortiger Austausch der defekten Festplatte möglich war, wurde vorab eine baugleiche WD Red 6 TB geordert, welche für den Tausch dann bereits bereitlag. Nach Durchsicht der QNAP Hardware-Bedienungsanleitung unter "Kapitel 7. Festplatten im laufenden Betrieb auswechseln" (ab Seite 49) war dann auch klar, dass das QNAP TS-670 (Affiliate-Link) - wie fast alle NAS-Systeme von QNAP - Hot-Swap unterstützen und somit die Festplatte während des Betriebs getauscht werden kann/sollte. Nachdem das NAS also nach der langen Zwangspause wieder hochgefahren war, konnte die defekte und doch bereits recht eingestaubte Festplatte im ersten Einschub entnommen werden. Das NAS quittierte das Auswerfen über die QNAP-Oberfläche bereits nach wenigen Sekunden mit der Mitteilung: Warnung: [Pool 1] RAID Group 1 is in degraded mode. Fehler: Host: Drive1 unplugged. Zwei Alarmtöne, wie in der Bedienungsanleitung (Seite 50, Schritt 4) beschrieben, blieben dabei aus. Das liegt aber vermutlich daran, dass so gut wie alle Alarmsignale im QNAP-Interface deaktiviert sind. Das QNAP-Systemprotokoll spuckte aber sogleich die Meldung aus: Host: Drive1 Device removed successfully. [Pool 1] RAID Group 1 is in degraded mode Host. Drive 1 unplugged. Die LED des NAS zeigte zusätzlich die Mitteilung: Error Message NAS HDD1 Ejected Nun also schleunigst die mit vier Schrauben im Tray befestigte defekte gegen die neue HDD tauschen... und das Tray inkl. neuer Festplatte zurück ins NAS zurückschieben. Nach wenigen Sekunden zeigte das NAS dann auch bereits die Benachrichtigung: Hinweis: Festplatte erkannt NAS-Host. Festplatte 1 wurde erkannt. Hinweis: Volume neu erstellen [Pool 1] startete Das Systemprotokoll vermeldete nun: Host: Drive 1 plugged in. [Pool 1] Start rebuilding with RAID Group 1. Weiterhin gab das Kontrollcenter den Hinweis aus: Warnung - RAID-Gruppe 1 - das Volume ist im Notfallmodus. Details finden Sie im "Speichermanager". Jetzt hiess es also abwarten und Daumen drücken, da das NAS die vorhandenen Daten aller fünf verbliebenen Festplatten nutzen musste, um durch eine Quersummenberechnung die neue Festplatte zu rekonstruieren und das RAID wiederherzustellen (bei QNAP "Aktualisierung" genannt). Würde bei RAID 5 vor dem Abschluss der Rekonstruktionsphase jedoch nur eine weitere der verbliebenen fünf Festplatten einen Hardwaredefekt aufweisen, wären alle Daten unwiederbringlich verloren, in diesem Fall knapp 27 TB netto. Urgs! Hinweis: Volume neu erstellen [Pool 1] ist abgeschlossen Um es nicht zu spannend zu machen: Nach knapp 17 Stunden war der Wiederherstellungsvorgang glücklicherweise "schon" abgeschlossen, was bei der 6TB großen WD Red eine mittlere "Rebuild"-Geschwindigkeit von knapp 100 MB/s entspricht. Kein schlechter Wert, wobei vorher nicht notwendige Festplattenzugriffe durch das Beenden aller installierten QNAP-Apps gestoppt wurden, um die Wiederherstellung nicht unnötig zu verlängern. Der Fortschritt konnte dabei im Speichermanager unter Angabe des Recovery-Status live mitverfolgt werden. Nach Abschluss der "Aktualisierung" (Wiederherstellung) wurde die neue Festplatte dann noch einem "normalen" und "umfassenden Test" unterzogen, welche ohne Fehler blieben. Beim nächsten Mal würde ich die neue Festplatte jedoch bereits vorher intensiv prüfen und nur dann den Einbau durchführen sowie den Wiederherstellungsvorgang starten, um mögliche Komplikationen beim Einbau einer etwaig defekten Festplatte zu vermeiden. Garantieabwicklung durch Western Digital Nach der geglückten Wiederherstellung stand nun noch die Garantieabwicklung der gerade getauschten und augenscheinlich defekten Festplatte bei Western Digital an. Für den Umtausch der WD Red 6TB WD60EFRX (Affiliate-Link), welche eine Herstellergarantie von drei Jahren hat, stellt WD ein Onlineportal zur Verfügung, für dessen Nutzung eine Vorabregistrierung notwendig ist. Nach der anschließenden Registrierung der defekten Festplatte per Seriennummer und Angabe des Kaufdatums kann der RMA-Auftrag abgesetzt werden. In meinem Fall wurde der Vorgang jedoch erst einmal mit dem Fehler "There is an internal error while processing the request" abgebrochen, beim zweiten Mal funktionierte es aber ohne Probleme. Beim Vorabaustausch unter Angabe einer Kreditkarte dauerte die Zusendung der neuen Festplatte übrigens weniger als eine Woche. Die defekte Festplatte muss dann nur noch innerhalb von 30 Tagen auf eigene Kosten an WD zurückgeschickt werden, damit der temporär reservierte Betrag auf der Kreditkarte wieder freizugeben werden kann. Als die neue Ersatzfestplatte geliefert wurde, war jedoch erst einmal Ernüchterung angesagt. Auf der Verpackung war die Aufschrift "Recertified HARD DRIVE" zu lesen. Dabei handelt es sich gewöhnlich um wiederaufbereitete Festplatten mit schwarzem Label, denen generell keine lange Haltbarkeit zugesprochen wird. Aber dann glücklicherweise die Entwarnung beim Öffnen des Pakets: Die gut verpackte Festplatte besitzt ein rotes Label, sodass von Neuware ausgegangen werden kann. Puh! Hier hätte ich sonst noch einmal bei WD nachgehakt und auf Neuware bestanden. Besagte Festplatte wird jetzt einer intensiven Prüfung unterzogen und als Ersatz bereitgelegt, um künftig bei einem ähnlichen Fehlerfall einen zeitnahen Austausch zu gewährleisten. Aus meinem täglichen Leben Auch wenn die Speicherkapazität bei der Nutzung höherer RAID-Level verringert wird, werde ich wohl bei der Inbetriebnahme meines nächsten NAS gleich auf RAID 6 setzen und einen zusätzlichen "Speicher-Overhead" in Kauf nehmen. Dadurch kann dann der gleichzeitige Ausfall von bis zu zwei Festplatten kompensiert werden und nicht nur von einer Festplatte wie im Fall des aktuell eingesetzten RAID 5. Bei insgesamt sechs oder mehr Festplatten macht das aus meiner jetzigen Sicht absolut Sinn. Grundsätzlich ist RAID 5 natürlich auch nicht wirklich schlecht und die Wahrscheinlichkeit, dass während des Rebuild eine weitere Festplatte abraucht, welche für die Wiederherstellung zwingend benötigt wird, ist auch überschaubar. Ich werde das Risiko aber künftig dennoch lieber durch den Einsatz von RAID 6 weiter verringern. Denn gerade beim Rebuild eines RAID-5- bzw. RAID-6-Systems sind die verbliebenen Festplatten unter Dauerstress, da alle Daten aller Festplatten ausgelesen werden müssen. Und sofern alle verbauten Festplatten in etwa gleich lange in Betrieb sind, ist die Wahrscheinlich zudem erhöht, dass diese einen ähnlichen Defekt im selben Zeitfenster aufweisen. Die Wahrscheinlichkeit wird dann sogar noch einmal erhöht, sofern alle Festplatten aus der selben Charge stammen. Und dies wiederum ist sehr wahrscheinlich, sofern die Festplatten zum selben Zeitpunkt von einem Händler erworben wurden. Während der knapp 17 stündigen Wiederherstellungsphase hatte ich deshalb jedenfalls auch ein eher mittelmäßiges Gefühl und man wünscht sich eigentlich sofort, dass man doch lieber bereits auf RAID 6 gesetzt hätte. Aber es ging ja alles gut, diesmal. Lustiger Fun-Fact am Rande: Obwohl das QNAP-NAS über eine aktivierte AES-Verschlüsselung verfügt, wollte ich sichergehen und die Daten der defekten Festplatte vor der Rücksendung an WD komplett formatieren. Über eine USB-Dockingstation (Affiliate-Link) an einem PC angeschlossen, brach die Formatierung dann jedoch nach kurzer Zeit ab, da das Volume unerwartet vom PC ausgeworfen wurde. Erst nach mehrmaligem Anlauf konnte die Festplatte komplett "genullt" werden, was definitiv dafür spricht, dass die Festplatte bereits keinen ordnungsgemäßen Betrieb mehr gewährleisten kann. Insgesamt hätte die Wiederherstellung nicht einfacher laufen können. Dabei bin ich wirklich froh, dass die QNAP-Software unverzüglich und zuverlässig über den anstehenden Defekt per E-Mail informiert hat und so ein zeitnaher Austausch inkl. absolut reibungsfreier und selbstständiger Wiederherstellung des RAID möglich war. Alle wichtigen Daten sind zwar mehrfach extern gesichert, die Rückspielung hätte aber sicherlich jede Menge Zeit in Anspruch genommen, vom Verlust "unwichtigerer" Daten und älterer Backups einmal ganz abgesehen. Die eher unkritischen Daten werde ich künftig aber zusätzlich verschlüsselt auf mehrere Seagate 8TB Festplatten (Affiliate-Link)  ablegen und im Schrank aufbewaren, man weiss ja nie. Dazu habe ich auch schon ein bash-Script zum sequentiellen Kopieren der zu sichernden Daten gebastelt, welches die Backup-Festplatten der Reihe nach komplett befüllt und erst dann stoppt, sobald alle Dateien erfolgreich gesichert werden konnten. Sofern Interesse besteht, kann ich das Script gerne auch zur Verfügung stellen, sobald ich den ordnungsgemäßen Betrieb prüfen konnte. Zum Schluss noch ein paar zusammenfassende Tipps zum Umgang mit Festplatten und NAS-Systemen: Meine Tipps zum pfleglichen Umgang mit Festplatten Erschütterungen unbedingt vermeiden (Aufstellungsort ohne "Anstoßgefahr" wählen) Auf möglichst geringe Betriebstemperatur achten (Wärmeabfuhr durch Lüfter gewährleisten und Staub regelmäßig entfernen) Geeignete Festplatten einsetzen, die für Dauerbetrieb und RAID-Umgebungen geeignet sind (spezielle NAS-Modelle -> z.B. WD RED bzw. WD RED PRO) Meine Tipps beim Austausch defekter Festplatten Intensive Vorabprüfung der Austauschfestplatte (Prüfen auf Fehler und etwaigem Testbetrieb) Eine Austauschplatte bereits vor dem Defekt erwerben und bereitlegen (ist natürlich kostenintesiv) Baugleiche Austauschfestplatte benutzen (selbe Größe, am besten selbe Firmware) Baugleiche Festplatten aus unterschiedlichen Chargen verwenden (eher schwierig) Hot-Swap-Fähigkeit des NAS-Systems prüfen (siehe Bedienungsanleitung) Nicht notwendige Festplattenzugriffe während des Rebuilds vermeiden (wenn möglich alle Apps schließen und Freigaben trennen) Garantieanspruch der defekten Festplatte prüfen und Austausch über Hersteller einleiten Vor Rücksendung an den Hersteller versuchen alle Daten zu formatieren Keine "Recertified"-Festplatten akzeptieren Meine Tipps für Datenschutz durch Redundanz (RAID) Bei NAS-System ab 2 Festplatten grundsätzlich RAID (niemals jedoch RAID 0) verwenden 2 Festplatten -> RAID 1 (Ausfallsicherheit von einer Festplatte - Gesamtkapazität 1) 3-5 Festplatten -> RAID 5 (Ausfallsicherheit von einer Festplatte - Gesamtkapazität n-1) 5-12 Festplatten -> RAID 6 (Ausfallsicherheit von zwei Festplatten - Gesamtkapazität n-2) Weitere Infos: Welches RAID Level wird benötigt Meine Tipps bei der Datenspeicherung Regelmäßige umfassende Smart-Prüfungen der Festplatten (alle Daten werden getestet - Dauer von mehreren Stunden) Unbedingt auf NAS-geeignete Festplatten achten (sofern RAID und/oder Dauerbetrieb angedacht) Zumindest alle wirklich wichtigen Daten zusätzlich sichern (externe Festplatte, DVD/BluRay) Bei Backups am besten auf räumliche Trennung achten (Wohnungsbrand vernichtet alle "lokalen" Backups) Nutzung von zusätzlichen inkrementellen Backup-Lösungen (z.B. CrashPlan) Echtzeitspiegelung nur sofern alle Änderungen sofort relevant (zweites NAS z.B. per RSync) ### Mit Siri und FHEM das gesamte Smart Home per Stimme steuern "Hey Siri, schalte das Licht in der Küche ein." Wer einmal seine Stimme verwendet hat, um Lampen, Rollos oder auch die Heizung im eigenen Smart Home zu steuern, wird sich ein Schmunzeln kaum verkneifen können (kleiner Vorgeschmack hier). Damit das funktioniert, können entweder offizielle und HomeKit-kompatible Geräte angeschafft oder über einen kleinen Umweg auch die bereits per FHEM angebundenen Devices mit der praktischen Siri-Funktion nachgerüstet werden. Welche Schritte dafür notwendig sind, um einen FHEM-Server auf Basis eines Raspberry Pi 2 mit dem HomeKit-Feature aufzurüsten, der sich künftig mit iPhone und Co. steuern lässt, wird in nachfolgendem Howto erklärt. FHEM-Server auf RPI2 als Grundlage Voraussetzung ist eine FHEM-Installation auf einem Raspberry Pi 2, wie im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten beschrieben. Grundsätzlich funktioniert die Einrichtung auch auf anderen Plattformen wie einem Intel NUC und Ubuntu, wie im Artikel Intel NUC als Smart Home-Server - FHEM on steroids erklärt, hierbei können sich jedoch unter Umständen einzelne Konsolenbefehle unterscheiden. Darüber hinaus ist es natürlich sinnvoll bereits einige Aktoren und Sensoren am FHEM-Server angelernt zu haben, welche künftig über Siri angesteuert werden sollen. Wie man Lampen, Jalousien oder Heizungsadapter einbinden kann, wurde dabei bereits in mehreren Blogposts beschrieben, z.B. im den Artikeln Philips hue - So klappt die Integration in FHEM, Die HUE-Alternative: Preiswert die Lichtstimmung im Smart Home pimpen, HowTo: Elektrische Rolläden per FHEM und HomeMatic automatisieren und FHEM: Heizungssteuerung per Anwesenheitserkennung. Bevor mit den weiteren Schritten gestartet wird, sollte die vorhandene FHEM-Installation am besten gesichert werden, um im Fall der Fälle auf ein Backup mit den wichtigen Konfigurationsdateien zurückgreifen zu können. Wie das umgesetzt werden kann, wird bspw. im Artikel FHEM HowTo - Automatisches Backup auf externem NAS erklärt. Weiterhin sollte FHEM mit der eingebauten Update-Funktion auf den neuesten Stand gebracht werden, wie im Artikel FHEM-Server updaten beschrieben. Update vom 22.11.2015: In der Zwischenzeit hat sich viel bei der Entwicklung von FHEM und Homebridge getan. Die unten stehende Anleitung funktioniert deshalb nicht mehr 1:1. Ein Update des HowTo folgt, sobald ich selbst dazu komme die Neuerungen nachzuvollziehen. In der Zwischenzeit war zudem Mike so freundlich eine Anleitung zu schreiben, die zum aktuellen Stand funktioniert. Vielen Dank dafür! FHEM-Server und Geräte für Anbindung vorbereiten Damit alle unterstützten Geräte später korrekt in der HomeKit-Datenbank korrekt erkannt werden, wird das bereits existierende "global userattr" in der fhem.cfg um den Eintrag "genericDeviceType:switch,outlet,light,blind,speaker,thermostat" ergänzt. In meinem Beispiel wird der bisherige Eintrag in der fhem.cfg: attr global userattr alarmDevice alarmSettings cmdIcon devStateIcon devStateStyle fm_type icon sortby webCmd widgetOverride ergänzt und sieht nach der Änderung dann so aus: attr global userattr alarmDevice alarmSettings cmdIcon devStateIcon devStateStyle fm_type icon sortby webCmd widgetOverride genericDeviceType:switch,outlet,light,blind,speaker,thermostat Jetzt noch auf "Save fhem.cfg" klicken, um die Änderung dauerhaft zu speichern. Um klein zu starten, sollten im ersten Schritt nur wenige Devices für die Anbindung mit HomeKit ausgewählt werde, um sich etwas mit der Materie vertraut zu machen und Anfangsfehler zu minieren. Dazu werden die ausgewählten Geräte in den neuen FHEM-Raum namens "Homekit" platziert, um eine Auswahl zu treffen. Nur diese Geräte werden dann berücksichtigt. In diesem Fall wird der HomeMatic Unterputz-Schaltaktor (Affiliate-Link) ausgewählt, welcher für die Ansteuerung der Deckenbeleuchtung in der Küche zuständig ist und nun mit dem neuen Raum "Homekit" versehen wird. Alternativ lässt sich die Raumzuweisung auch direkt über die FHEM-Kommandozeile über den Befehl attr KU.Deckenlampe room Kueche,Homekit bewerkstelligen. Im Anschluss wird die geänderte Konfiguration über den Button "Save config" gespeichert. RPI2 zum FHEM-HomeKit-Server aufrüsten Nach diesen vorbereiten Schritten geht es nun ans Eingemachte, da der FHEM-Server mit den notwendigen Softwarebibliotheken ausgestattet werden muss, welche für den Betrieb des HomeKit-Servers namens Homebridge zuständig sind. Dazu erfolgt der ssh-Login per Terminal (mehrfach in älteren Blogposts erklärt) mit ssh pi@192.168.3.86 Die IP-Adresse des Raspberry Pi 2 muss natürlich jeder selbst anpassen. Sofern nicht geändert, lautet das Standardpasswort gewöhnlich "raspberry" (ohne Anführungszeichen). Jetzt werden die Softwarepaketliste geupdated und die notwendigen Unterpakete installiert, welche für das Kompilieren des im Anschluss installierten node-gyp notwendig sind: sudo apt-get update && sudo apt-get -y install libavahi-compat-libdnssd-dev Im Anschluss wird NodeJS heruntergeladen und für den Betrieb vorbereitet: wget http://nodejs.org/dist/v0.10.28/node-v0.10.28-linux-arm-pi.tar.gz -P /tmp && cd /usr/local && sudo tar xzvf /tmp/node-v0.10.28-linux-arm-pi.tar.gz --strip=1 Sofern die Installation erfolgreich war, wird nach der Eingabe des Befehls /usr/bin/env node --version der Output "v0.10.28" in der Konsole angezeigt, welcher Auskunft über die korrekt installierte Versionsnummer gibt. Die auf github verfügbare Software Homebridge, welche als HomeKit-Server fungiert, wird nun heruntergeladen und installiert: cd /home/pi && git clone https://github.com/nfarina/homebridge.git && cd homebridge && sudo npm install Der auf NodeJS basierte Homebridge-Server emuliert später das iOS HomeKit API, um eine Brücke zwischen HomeKit und Anwendungen von Drittherstellern (in diesem Fall FHEM) aufzuspannen. Nach der mehrminütigen Installationszeit von Homebridge kann nun die Konfigurationsdatei des Homebridge-Dienstes gesetzt werden. Dazu wird der nano-Editor genutzt und die benötigte Config-Datei mit dem Befehl sudo nano ~/homebridge/config.json geöffnet. Hier wird folgender Inhalt per Copy&Paste hineinkopiert: { "bridge": { "name": "Homebridge", "username": "CC:22:3D:E3:CE:30", "port": 51826, "pin": "031-45-154" }, "platforms": [ { "platform": "FHEM", "name": "FHEM", "server": "127.0.0.1", "port": "8083", "filter": "room=Homekit", "auth": {"user": "FHEMUser", "pass": "FHEMPass"} } ], "accessories": [] } Sofern der Homebridge-Server nicht auf dem selben Rechner wie der FHEM-Server betrieben wird, muss die Server-IP "127.0.0.1" (in diesem Fall sozusagen localhost) entsprechend angepasst werden. Sofern weiterhin der http-Port "8083" von FHEM mit einem Benutzernamen und Passwort abgesichert ist, müssen die Einträge "FHEMUser" und "FHEMPass" angespasst werden. Wer keine Authorisierung nutzt, kann die "auth"-Zeile einfach unverändert lassen oder ganz löschen, muss dann aber das Komma am Ende der vorherigen Zeile aus Syntaxgründen ebenfalls entfernen. Welche Möglichkeiten es hier noch gibt (z.B. ssl-Zugriff), können z.B. in der Datei "~/homebridge/config-sample.json" eingesehen werden. Sind die Anpassungen vollzogen, wird die Datei mit der Tastenkombination "STRG + o" gespeichert und der Editor wieder mit der Tastenkombination "STRG + x" geschlossen. Nun ist der eigentlich Service bereits lauffähig und kann für erste Tests genutzt werden. Dazu kann der Konsolenbefehl cd ~/homebridge/ && npm run start zum manuellen Starten des Homebridge-Servers und entsprechend cd ~/homebridge/ && npm run stop zum manuellen Stoppen des Dienstes genutzt werden. Damit der Dienst jedoch automatisch auch nach einem Neustart des RPI2 zur Verfüng steht, sind noch einige weitere Anpassungen notwendig. Zuerst wird Forever mit dem Befehl sudo npm install forever -g installiert und anschließend das eigentlich Startscript über den nano-Editor mit dem Befehl sudo nano /etc/init.d/homebridge erstellt. In der leeren Datei werden per Copy&Paste die Zeilen #!/bin/sh ### BEGIN INIT INFO # Provides: homebridge # Required-Start: $network $remote_fs $syslog # Required-Stop: $remote_fs $syslog # Default-Start: 2 3 4 5 # Default-Stop: 0 1 6 # Short-Description: Start daemon at boot time for homebridge # Description: Enable service provided by daemon. ### END INIT INFO export PATH=$PATH:/usr/local/bin export NODE_PATH=$NODE_PATH:/usr/local/lib/node_modules case "$1" in start) exec forever --sourceDir=/home/hs-server-admin/homebridge start app.js ;; stop) exec forever stop /home/hs-server-admin/homebridge/app.js ;; status) exec forever list ;; restart) exec forever restart /home/hs-server-admin/homebridge/app.js ;; *) echo "Usage: /etc/init.d/homebridge {start|stop|status|restart}" exit 1 ;; esac exit 0 eingefügt. Sind die Anpassungen vollzogen, wird die Datei wieder mit der Tastenkombination "STRG + o" gespeichert und der nano-Editor mit der Tastenkombination "STRG + x" geschlossen. Jetzt erhält die Datei mit dem Befehl sudo chmod 755 /etc/init.d/homebridge abschließend noch die notwendige Berechtigung verpasst. Um den Autostart künftig zu aktivieren, wird der Befehl sudo update-rc.d homebridge defaults ausgeführt. Soll der Autostart wieder deaktiviert werden, kann der Befehl "sudo update-rc.d -f homebridge remove" (ohne Anführungszeichen) verwendet werden. Ab sofort kann der Homebridge-Service auch bequem im laufenden Betrieb zu Testzwecken mit sudo service homebridge start gestartet und über den Befehl sudo service homebridge stop beendet werden. Wird Homebridge gestartet, werden alle im FHEM-Raum "Homekit" beheimateten Geräte - in diesem Beispiel der HomeMatic-Aktor KU.Deckenlampe - eingelesen und verfügbaren Services - in diesem Fall schlichtweg "An" und "Aus" - für die künftige Nutzung von HomeKit zur Verfügung gestellt. Sofern der Dienst ohne Fehlermeldungen gestartet werden konnte, geht es mit der Einrichtung auf dem iOS-Device weiter. iOS-Device für HomeKit vorbereiten Damit die vom Homebridge-Server bereitgestellten Geräte und Dienste mit Siri angesprochen werden können, müssen diese am iPhone über eine HomeKit-kompatible App einmalig "angelernt" und in die HomeKit-Datenbank geschrieben werden. Da Apple hierfür (noch) keine eigene native App für HomeKit anbietet, muss eine App eines Drittherstellers zurückgegriffen werden. Hier gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten, wobei sich die kostenlose App "Elgato Eve" von Elgato Systems mehr oder weniger als Standardlösung etabliert hat. [app 917695792] Update vom 23.11.2015: In Kürze gibt es die App namens Devices von linkdesk, welche vermutlich auch genutzt werden kann. Praktisch könnte dabei gerade die Unterstützung der Apple Watch sein, welche bald nachgereicht werden soll. Sobald die ca. 12 MB große App heruntergeladen, installiert und gestartet wurde, wird die Option "Gerät hinzufügen" gewählt. Sofern die oben durchgeführte Installation des Homebridge-Services erfolgreich durchlaufen und der Dienst ordnungsgemäß gestartet wurde, sollte in der Eve-App nach kurzer Zeit der Eintrag "Homebridge" zur Auswahl stehen. Nach der Auswahl des Eintrags kann der abgefragte PIN-Code manuell eingegeben werden, welcher - sofern die obige Konfiguration nicht geändert wurde - standardmäßig 031-45-154 lautet. Ab sofort stehen die Geräte, welche vorher im FHEM-Raum "Homekit" hinterlegt wurden, direkt in der Eve-App zur Verfügung und können in die passenden Räume verschoben und je nach Wunsch umbenannt werden, damit die Siri-Befehle künftig zuverlässig erkannt und den passenden Geräten zugewiesen werden. Wichtig ist dabei das Gerät auszuwählen (hier: KU.Deckenlampe) und unter dem Reiter "Funktion" den Namen "Küchenlampe" zu setzen. Dieser vergebene Funktionsname ist besonders relevant, da Siri diesen bei den Sprachbefehlen berücksichtigt. Unter "Verwendet für" kann dann bpsw. auch das Symbol für die Deckenlampe ausgewählt werden, wobei diese Einstellung wohl keine besonderen Auswirkungen auf die Spracheingabe zu haben scheint. Jetzt sollten bereits die Siri-Befehle "Schalte die Küche ein/aus" "Schalte das Licht in der Küche ein/aus" ordnungsgemäß erkannt und passende Aktionen ausgelöst werden. Dabei kann es jedoch gerade anfangs auch etwas dauern, da die eingetragenen Geräteinformationen auch über iCloud synchronisiert werden. Bei meinen Tests gab es jedoch bisher nie längere Wartezeiten. So sieht das Ganze dann - recht unspektakulär - per Apple-Watch aus: https://youtu.be/TLoHhDcxxjs YouTube-Direktlink Wie man erkennt, reagiert das Ganze ohne größere Verzögerung. Beispiele für weitere Sprachbefehle und Informationen zu HomeKit können als Anregung auf der Apple-Website eingesehen werden. Um weitere in FHEM verfügbare Geräte für HomeKit bzw. Homebridge verfügbar zu machen, werden diese - wie bereits oben beschrieben - in den FHEM-Raum "Homekit" gepackt. Anschließend wird der Homebridge-Dienst gestoppt und neugestartet, um die geänderte Konfiguration einzulesen. Sobald die iPhone-App zur Verwaltung der Geräte gestartet wird, sollten die neuen Devices automatisch auftauchen und konfiguriert werden. Sofern keine neuen Geräte aus FHEM hinzugefügt sondern gelöschte Geräte aus Homebridge entfernt werden sollen, muss dies manuell in den Dateien im Ordner "~/homebridge/persist/" erledigt werden. Weitere unterstützte Geräte: -Dimmer -Temperatur-Luftfeuchtigkeitssensor -HomeMatic Heizungsthermostat -Keymatic?! -Fenster-/Türsensor -Philips Hue -Harmony Remote -Sonos An dieser Stelle wird der Artikel noch weiter ausgebaut werden, da ich die einzelnen FHEM-Geräte erst nach und nach über die Homebridge einbinden werde. Aus meinem täglichen Leben Immer mal wieder gibt es neue Technologien, die das Nutzungsverhalten von Anwendern grundlegend umkrempeln. Im Falle von Apple HomeKit könnte diese Zeit - zumindest für Early Adopter - gekommen sein. Gerade wenn eine wachsende Geräteanzahl berücksichtigt werden soll, wird eine "konventionelle" Steuerung per App zunehmend unhandlich Dabei können einfache Sprachkommandos per Siri einen massiven Mehrwert generieren, um nicht nur schneller, sondern vorallem auch komfortabler einzelne Geräte und Gerätegruppen anzusteuern. Mit der Apple Watch macht es jedenfalls mega Spaß "einfach so" per Sprachbefehl in Interaktion mit dem Smart Home treten zu können. An dieser Stelle ein großes Lob an alle Entwickler und Beteiligten, die eine Verzahnung der verschiedenen Dienste erst ermöglichen und nun einer breiten Masse zugänglich machen. Auf Seiten von FHEM natürlich die FHEM-Community selbst, welches das Thema bereits seit Monaten intensiv im FHEM-Forum diskutiert und die Unterstützung für immer mehr Geräte erweitert. Daneben natürlich auch ein dickes Lob an einzelne Personen wie Alex Skalozub, welcher das HomeKit-Protokoll reverseengineered hat und KhaosT, der den HomeKit-Hilfsserver HAP-NodeJS daraus entwickeln konnte, welcher nun als Grundlage für die FHEM-Integration dient. Weiterhin an justme1968 (Andre), der maßgeblich für das FHEM.js der Shim-Plattform verantwortlich ist. Ich hoffe dabei sehr, dass Apple auch künftig keinen Riegel für diesen "Hack" vorschieben wird, wie vor einigen Jahren bei Siri-Proxy, der damals bereits eine rudimetäre Steuerung von Smart-Home-Devices per Spracheingabe möglich machte. Gefühlt stehen die Chancen gut, dass die jetzige Homebridge-Lösung in dem hier vorgestellten Kontext auch weiterhin funktionieren wird, ich drücke jedenfalls alle Daumen, da ich die Sprachsteuerung per Siri nun nicht mehr missen möchte. ### Pimp my WLAN: FRITZ!-Repeater in 5 Minuten installieren Es ist kein Geheimnis, dass ich über die Jahre ein Fan von AVM und der Fritz!Box geworden bin. Egal ob (V-)DSL- oder Kabelanschluss, die leistungsfähigen Router bieten nette Spielereien wie den Fernzugriff per MyFRITZ! oder VPN On-Demand und verteilen dabei das anliegende Internetsignal per LAN-Kabel bzw. WLAN zuverlässig in den eigenen vier Wänden. Trotz der recht guten Sende- und Empfangseigenschaften kann das WLAN-Signal aber auch schon einmal in die Knie gehen, gerade wenn mehrere Stockwerke mit massiven Stahlbetondecken überwunden werden sollen. Hier helfen sogenannte WLAN-Repeater, wie der nachfolgend vorgestellte FRITZ!WLAN Repeater 1750E, welche die WLAN-Verfügbarkeit verbessern können. Wie die Installation abläuft und was es dabei zu beachten gilt, wird in nachfolgendem Blogpost beschrieben. Lieferumfang Ein WLAN-Repeater wird gewöhnlich mit recht wenig Zubehör ausgeliefert. Im Fall des FRITZ!WLAN Repeater 1750E (Affiliate-Link) ist der Hauptbestandteil natürlich der Repeater selbst, welcher zur direkten Installation per Steckdose vorgesehen ist. Neben einer Bedienungsanleitung wird zusätzlich nur noch ein Netzwerkkabel mitgeliefert, welches für das initiale Setup und später auch für den Betrieb eines kabelgebundenen Netzwerkgeräts am Repeater genutzt werden kann. Zum diesem Zweck verfügt der Repeater neben dem Steckdosenanschluss über einen eingebauten LAN-Port, welcher Gbit-Ethernet-fähig ist. Obwohl diese Geschwindigkeit im Regelfall aufgrund geringerer Nettoübertragungsraten der WLAN-Anbindung nicht komplett genutzt werden kann, ist der Gbit-Anschluss dennoch einem 100Mbit/s-Anschluss vieler günstiger Repeater vorzuziehen. Mögliche Installationsoptionen Grundsätzlich hält der FRITZ!WLAN Repeater 1750E drei verschiedene Installationsmöglichkeiten bereit. Installation per WPS: Dazu werden lediglich die WPS-Tasten beim Router (z.B. Fritz!Box) und beim Fritz!Repeater direkt nacheinander gedrückt. Kurze Zeit später richtet sich der Fritz!Repeater eigenständig ein und ist daraufhin betriebsbereit. Voraussetzung dafür ist, dass WPS beim Router zur Verfügung steht und auch aktiviert ist. Installation per Softwareassistent: Dazu wird eine Software von AVM genutzt, welche derzeitig nur für Windows (Vista oder neuer) zur Verfügung steht. Installation per Browser: Die aufwändigste aber oftmals beste Möglichkeit ist die manuelle Einrichtung per Webbrowser, die weder spezielle Einstellungen des Routers (z.B. aktiviertes WPS) noch zusätzliche Software voraussetzt, welche zudem (noch) nicht für MAC-Anwender zur Verfügung steht. Deshalb wird diese universelle Installationsoption, die auch eigene Änderungen am Setup erlaubt, nachfolgend auch näher erläutert. Manuelle Installation per Browser Der Fritz!Repeater, welcher künftig die WLAN-Reichweite des heimischen WLAN-Routers (egal ob Fritz!Box oder ein Router eines anderen Herstellers) erweitern soll, wird im ersten Schritt per LAN-Kabel am PC bzw. Laptop angeschlossen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die bestehende WLAN-Verbindung des PC entweder deaktiviert wird, oder wie im Fall von OS X die LAN-Verbindung eine höhere Priorität als die WLAN-Verbindung besitzt und insofern in der Netzwerkliste am besten ganz oben gelistet ist. Sobald die LAN-Verbindung zwischen FRITZ!Repeater und PC aufgebaut ist, kann am PC die Adresse http://fritz.repeater geöffnet werden, welche auf das Webinterface des Repeaters leitet. Dort kann und sollte das "Repeater-Kennwort" vergeben werden. Wer sich kein neues Kennwort überlegen möchte, kann zur Not auch das selbe Passwort wie beim Router selbst verwenden. Im nächsten Schritt wird der "Einrichtungsassistent" mit "Weiter" gestartet. Im Anschluss sucht der WLAN-Repeater automatisch nach WLAN-Netzewerken in Reichweite. Hier sollte nach kurzer Zeit das bestehende WLAN-Netz des eigenen Routers (hier "apfel") auftauchen, welches durch den Repeater erweitert werden soll. Da der FRITZ!WLAN Repeater 1750E neben dem gängigen 2,4 GHz-Frequendband auch das leistungsfähigere 5 GHz unterstützt, werden in einer zusätzlichen Liste die verfügbaren 5 GHz-WLAN-Netze aufgeführt (hier "apfel 5 GHz"). Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der vorhandene Router ebenfalls 5 GHz-fähig ist, wie bspw. die Fritz!Box 7490 (Affiliate-Link), welche ebenfalls eine maximale WLAN-Geschwingikeit von bis zu 1.300 Mbit/s ermöglicht. Nach dem Klick auf "Weiter" wird noch ein Hinweis angezeigt, sofern die ausgewählten 2,4 und 5 GHz-Netze unterschiedliche Namen aufweisen (hier "apfel" und "apfel 5 GHz"). In diesem Fall wird dies einfach per "OK" bestätigt. Damit sich der Repeater mit dem vorhanden WLAN-Netz des Routers verbinden kann, muss noch die korrekte Verschlüsselungsmethode (gewöhnlich WPA2 CCMP) ausgewählt und der bereits hinterlegte "WLAN-netzwerkschlüssel" des Routers eingetragen werden. Dieses WLAN-Passwort ist jenes, welches auch bei Laptops und Smartphones bereits bisher beim ersten WLAN-Verbindungsaufbau zum WLAN-Router abgefragt wird. Weitere Informationen zur vorhandenen Verschlüsselung können direkt in den Router-Einstellungen eingesehen werden. Im Falle der Fritz!Box sind diese Informationen bspw. unter http://fritz.box/wlan/encrypt.lua?sid=39dfe6bef9e22f73 einsehbar. Im Anschluss können die Einstellungen noch einmal überprüft und mit "Fertigstellen" bestätigt werden. Nach kurzer Zeit sollten die Verbindung hergestellt werden, was mit einem grünen Haken symbolisiert wird. Im direkten Anschluss wird die Startseite des Fritz!Repeaters geladen. Dort lassen sich Informationen zu den zentralen Verbindungseigenschaften einsehen und der Status kontrollieren. Damit ist die Ersteinrichtung des FRITZ!Repeaters bereits abgeschlossen und die oberhalb des WLAN-Schaltes angebrachten WLAN-Signal-LEDs sollten aufleuchten. Je besser bzw. schneller die Verbindung zur WLAN-Station (Router), desto mehr LEDs (bis zu 5) leuchten am Repeater auf. Jetzt kann auch die für die Einrichtung notwendige Kabelverbindung zwischen FRITZ!Repeater und PC getrennt werden. Der Repeater agiert ab sofort als "WLAN-Brücke" und verstärkt das WLAN-Signal des WLAN-Routers. Praktisch dabei ist, dass ab sofort auch Geräte per LAN-Kabel am Repeater angeschlossen werden können und damit ins Heimnetz integriert werden können, die bspw. weit entfernt aufgestellt sind und kein eigenes WLAN eingebaut haben. FRITZ!Repeater aktualisieren Im Anschluss sollte gleich noch ein Softwareupdate des FRITZ!Repeaters durchgeführt werden. Dies geschieht ebenfalls über das Webinterface unter http://fritz.repeater und dem dortigen Menüpunkt "System" -> "Update" -> "FRITZ!OS-Version" -> "Neues FRITZ!OS suchen" erreichbar ist. Aus meinem täglichen Leben Einmal konfiguriert und an einem passenden Ort platziert, kann der FRITZ!WLAN Repeater 1750E das heimische WLAN auf einen Schlag verbessern, was sowohl Reichweite bzw. Stabilität als auch Geschwindigkeit angeht. Im direkten Vergleich zum AVM FRITZ!WLAN Repeater 310 (Affiliate-Link), welcher nur max. 300 Mbit/s im 2,4 GHz-Bereich erlaubt, kann der zugegebenermaßen auch höherpreisige FRITZ!WLAN Repeater 1750E (Affiliate-Link) gerade auch mit dem noch weniger verbreiteten 5 GHz-Bereich mit bis zu 1.300 Mbit/s aufwarten. Abgesehen davon, dass diese Laborwerte unter Realbedingungen alles andere als realistisch sind, kann aber gerade auch die "parallele" Nutzung beider Frequenzbänder (Dual-WLAN) von Vorteil sein. Kompatible Mobilgeräte können dabei auf das schnelle 5 GHz-Signal zurückgreifen, wovon gerade Downloads und Videostreaming profitieren. Außerdem ist das 5 GHz-Frequenzband noch lange nicht so stark überlaufen wie das 2,4 GHZ-Band, bei dem alleine schon durch die Tatsache vieler angrenzender WLAN-Netzwerke mit gleichen/ähnlichen Frequenzen die Übertragungsgeschwindigkeit infolge überlagerter Funksignale stark beeinträchtigt werden kann. Bei einer Entfernung von knapp 10 Metern zwischen FRITZ!Box 7490 und FRITZ!WLAN Repeater 1750E und der Überbrückung von zwei Räumen ist die Anbindung in meinem Fall noch recht anständig. Mit einem per LAN-Kabel am Repeater angeschlossenen MacBook Pro konnte ich über die "WLAN-Brücke" mit knapp 160 Mbit/s (also 20 MB/s) Daten meines QNAP NAS übertragen, welches wiederum per Gbit-Ethernet an der FRITZ!Box hängt. Bei der Nutzung einer 200 Mbit-Internetleitung (z.B. von Unitymedia) wäre dann tatsächlich das im Haus installierte WLAN-Netz der limitierende Faktor und nicht die Internetanbindung. Wer sich noch etwas mit dem Unterschied zwischen Mbit/s und MB/s auseinandersetzen möchte, findet im Blogpost Dateiformate und Dateigrößen im Netz weitere Informationen. Bei der Bestimmung des optimalen Aufstellungsortes sollte man auch etwas Zeit investieren und verschiedene Standorte und Ausrichtungen austesten, da sich die Funkwellen je nach Raumgegebenheit oftmals nicht linear ausbreiten und Neuausrichtungen von wenigen Zentimetern teilweise kleine Wunder bewirken können. Dabei helfen in erste Linie die 5 WLAN-Signal-LEDs am Repeater selbst, die ein erstes Indiz für die Verbindungsqualität und damit auch der erzielbaren Geschwindigkeit zum Router liefern. Hier sollte insgesamt darauf geachtet werden, dass die Entfernung zum Router nicht zu groß ist, da der Repeater logischerweise auch nur die maximale Geschwindigkeit an andere WLAN-Geräte verteilen kann, die er auch selbst vom Router bezieht. Gerade in großen Gebäuden kann es deshalb auch Sinn machen mehr als einen Repeater einzusetzen, wobei mehrere Repeater "in Reihe" natürlich auch zu sinkenden Übertragungsgeschwindigkeiten und höheren Latenzen führen können, die gerade bei Videochats problematisch werden können. Spätestens dann machen sich auch Probleme beim "Roaming" zwischen den verschiedenen WLAN-Verbindungspunkten bemerkbar, wenn sich ein Anwender im Haus von Station zu Station bewegt. Wer jedoch solche "Luxusprobleme" adäquat adressieren möchte, benötigt professionelle WLAN-Systeme im mittleren fünfstelligen Bereich. Für Normalanwender sind deshalb Hilfsmittel wie der hier vorgestellte FRITZ!WLAN Repeater 1750E (Affiliate-Link) auch weiterhin eine der kostengünstigen und gleichzeitig einfachsten Möglichkeiten, um Zuhause den WLAN-Empfang auf günstige Weise zu verbessern. ### Howto: Z-Wave Gateway und Geräte in FHEM anlernen Der Funkstandard Z-Wave bietet bereits mehr als 1.000 zertifizierte Produkte, die im Smart Home eingesetzt werden können. Neben Zwischensteckern mit Leistungsmessung und Fensterkontakten mit eingebauter Helligkeits- samt Temperaturmessung ist für fast jeden Anwendungsfall etwas dabei. Als Anwender hat man so die Möglichkeit die günstigsten bzw. am besten passenden Geräte zu kombinieren, egal von welchem Hersteller diese stammen. Mit einem passenden Z-Wave Gateway lassen sich die Geräte direkt mit FHEM steuern und damit z.B. auch in Kombination mit anderen Standards, wie z.B. HomeMatic, realisieren. Wie sich ein kompatibles Z-Wave Gateway in FHEM einbinden lässt und wie die Z-Wave Geräte anschließend angelernt werden können, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. Z-Wave Gateway (Razberry) in FHEM einbinden Damit die Z-Wave fähigen Geräte per FHEM angesteuert werden können, wird ein Z-Wave Gateway benötigt. Mittlerweile werden verschiedene Gateways unterstützt, darunter auch das hier genutzte Razberry-Modul (Affiliate-Link), welches direkt auf die normalerweise ungenutzten GPIO-Pins 1-10 des Raspberry Pi aufgesteckt wird. Das Modul benötigt sehr wenig Platz, sodass auch das vorhandene Gehäuse (Affiliate-Link), welches den Raspberry Pi gewöhnlich umgibt, problemlos geschlossen werden kann. Da sowohl Raspberry Pi (Affiliate-Link) als auch Raspberry Pi 2 (Affiliate-Link) die gleichen Abmessungen besitzen, sollte es bei keinem der Modelle zu Problemen kommen. Für das weitere Vorgehen wird ein funktionsfähiger FHEM-Server vorausgesetzt, wie im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten beschrieben. Ist das Razberry-Modul auf dem Raspberry Pi (hier die erste Modellreihe) aufgesteckt, müssen auf dem FHEM-Server erst einmal zwei Textdateien angepasst werden. Dazu erfolgt der Login per Terminal (mehrfach in älteren Blogposts erklärt) mit ssh pi@192.168.3.86 Die IP-Adresse des Raspberry Pi muss natürlich jeder selbst ersetzen. Das Standardpasswort lautet gewöhnlich "raspberry" (ohne Anführungszeichen). Mit dem Befehl sudo nano /boot/cmdline.txt wird die entsprechende Datei cmdline.txt per Texteditor geöffnet, in welcher der bestehende Eintrag dwc_otg.lpm_enable=0 console=ttyAMA0,115200 console=tty1 root=/dev/mmcblk0p2 rootfstype=ext4 elevator=deadline rootwait auskommentiert und durch den Eintrag dwc_otg.lpm_enable=0 console=tty1 root=/dev/mmcblk0p2 rootfstype=ext4 elevator=deadline rootwait ersetzt wird. Der Inhalt der Datei im nano-Editor sieht dann wie folgt aus: #dwc_otg.lpm_enable=0 console=ttyAMA0,115200 console=tty1 root=/dev/mmcblk0p2 rootfstype=ext4 elevator=deadline rootwait dwc_otg.lpm_enable=0 console=tty1 root=/dev/mmcblk0p2 rootfstype=ext4 elevator=deadline rootwait Bei wem der ursprüngliche Eintrag anders aussieht, der löscht nur die Zeichenkette console=ttyAMA0,115200 und sofern ebenfalls vorhanden weiterhin die Zeichenkette kgdboc=ttyAMA0,115200 aus der bestehenden Datei heraus. Sind die Anpassungen vollzogen, wird die Datei mit der Tastenkombination STRG + o gespeichert und der Editor mit der Tastenkombination STRG + x geschlossen. Weiterhin wird noch eine zweite Datei mit dem Befehl sudo nano /etc/inittab im nano-Editor angepasst. Hier wird die letzte Zeile mit dem Inhalt T0:23:respawn:/sbin/getty -L ttyAMA0 115200 vt100 auskommentiert, sodass die letzte Zeile der Datei so aussieht: #T0:23:respawn:/sbin/getty -L ttyAMA0 115200 vt100 Jetzt ebenfalls mit STRG + 0 speichern und mit STRG + x schließen. Damit die Änderungen wirksam werden, wird der Raspberry Pi mit dem Befehl sudo reboot neugestartet. Das Terminal kann jetzt geschlossen werden. Im Anschluss geht es im FHEM-Interface im Browser weiter durch den Aufruf von http://192.168.3.86:8083 Hier muss natürlich wieder jeder die IP-Adresse durch die Passende ersetzen. Da es laufend Verbesserungen am FHEM-Modul für Z-Wave gibt, sollte erst einmal ein FHEM-Update durchgeführt werden. Das geschieht über den FHEM-Konsolenbefehl update Sobald das Update abgeschlossen ist, muss FHEM über den FHEM-Konsolenbefehl shutdown restart neugestartet werden. Bei wem das Update nicht klappt, kann im Blogpost FHEM-Server updaten weitere Informationen dazu finden. In die FHEM-Kommandozeile wird nun der Befehl define ZWAVE1 ZWDongle /dev/ttyAMA0@115200 eingegeben, um das Z-Wave Gateway anzulegen. Im Anschluss wird die veränderte Config mit dem Button "Save config" gespeichert. Alternativ kann der Befehl natürlich auch direkt in die fhem.cfg eingetragen werden. Da dieses Vorgehen jedoch nicht empfohlen wird, da man bei Falscheingaben im schlimmsten Fall das System crasht, wird an dieser Stelle die sichere Kommandozeilen-Variante empfohlen. Hat die Initialisierung des Razberry-Moduls geklappt, sollte mit dem FHEM-Kommandozeilenbefehl get ZWAVE1 homeId die HomeID und die NodeID des Z-Wave Gateways angezeigt werden, in diesem Fall: ZWAVE1 homeId => HomeId:ca3f86d4 CtrlNodeId:01 Die HomeID (hier: ca3f97d4) ist für jedes Gateway einzigartig und die NoteID (hier: 01) kann Werte von 1-255 annehmen. Weitere Informationen dazu sind bei Interesse im FHEM-Wiki nachzulesen. Wie bereits erwähnt, können auch andere Z-Wave Gateways, wie bspw. der Z-Wave ZME_UZB1 Me USB Stick (Affiliate-Link), mit FHEM genutzt werden. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="150" identifier="B00QJEY6OC" locale="DE" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/61f-p9Y%2B30L._SL1200_.jpg" tag="meintechblog-150914-21" target="_blank" rel="nofollow"> Die Einbindung solcher USB-Gateways ist dann ohne das oben beschriebene Bearbeiten der Textfiles ausschließlich über den FHEM-Konsolenbefehl define ZWAVE1 ZWDongle /dev/ttyACM0@115200 möglich. Bei der Nutzung eines Banana Pi (Affiliate-Link) ist es der FHEM-Konsolenbefehl: define ZWAVE1 ZWDongle /dev/ttyS2@115200 Z-Wave Geräte in FHEM anlernen Sobald ein Z-Wave Gateway in FHEM zur Verfügung steht, kann es an das Anlernen von Z-Wave Geräten (auch Inklusion genannt) gehen. Dazu wird das Z-Wave Gateway durch den FHEM-Konsolenbefehl set ZWAVE1 addNode onNw in den Anlernmodus versetzt (früher lautete der Befehl "nwOn", danke an SteeBee für den Hinweis!). Beim nachfolgenden Anlernen der Geräte kann man sich ruhig Zeit lassen, da der Anlernvorgang erst aktiv wieder beendet werden muss (siehe Befehl ganz am Ende). Danach wird das Z-Wave Device, in diesem Fall ein Popp Zwischenstecker Schalter mit Strommessfunktion (Affiliate-Link), angelernt. Dazu wird der Zwischenstecker in die Steckdose gesteckt, woraufhin die rote LED zu leuchten beginnt. Der Anlernvorgang wird dann gestartet, indem der Ein/Aus-Schalter 3x schnell innerhalb 1,5 Sekunden gedrückt wird. Daraufhin sollte der Zwischenstecker automatisch in FHEM angezeigt werden, sofern autocreate aktiv ist (im Standard bereits aktiviert). Der automatisch vergebene Name (hier: ZWave_SWITCH_BINARY_5) kann durch den FHEM-Konsolenbefehl rename ZWave_SWITCH_BINARY_5 AZ.Zwischenstecker angepasst werden. Da der Zwischenstecker im Raum Arbeitszimmer eingesetzt werden soll, wird weiterhin über den FHEM-Konsolenbefehl attr AZ.Zwischenstecker room Arbeitszimmer das passende Zimmer zugewiesen. Sieht man sich die Reading des Zwischensteckers näher an, so erkannt man, dass er neben dem normalen Reading "state" auch noch das zusätzlichen Reading "reportedState" besitzt. Dieses zweite Reading dient als Rückmeldung des Zwischensteckers, welches FHEM signalisiert, dass eine Statusänderung tatsächlich stattgefunden hat (Bidirektionalität). Dadurch kann man - anders als bspw. bei FS20 Aktoren - sicher sein, dass ein Schaltvorgang auch tatsächlich stattgefunden hat. Die Rückmeldung durch das Gerät wird dabei normalerweise im Sekundenbereich in FHEM verarbeitet. Der Zwischenstecker kann jetzt bereits über die FHEM-Oberfläche ein- und ausgeschaltet werden und gibt auch die Information des aktuellen Stromverbrauchs der eingesteckten Verbraucher relativ verzögerungsfrei (ca. 1-2 Sekunden Zeitverzug) an das Reading "power" weiter. Als zweites Z-Wave Device wird der Slim Multisensor PST02-C (Affiliate-Link) angelernt. Mit dem batteriebetriebenen Funksensor lassen sich gleichzeitig der Schließzustand, Temperatur und Helligkeit ermitteln. Sein großer Bruder Slim Multisensor PST02-A (Affiliate-Link) hat zusätzlich noch einen Bewegungsmelder mit an Bord. Da das Z-Wave Gateway immer noch im Anlernvogang ist, muss nur noch der Multisensor in den Anlernmodus versetzt werden. Der Hersteller gibt als Info an, dass immer erst einmal alle Z-Wave Geräte vor dem "Koppeln" in den Werkszustand versetzt werden sollen. Der "Reset" wird eingeleitet, indem der kleine schwarze Taster auf der Rückseite 4x innerhalb 1,5 Sekunden gedrückt und beim letzten Drücken erst dann wieder losgelassen wird, sobald die LED kurz aufleutet und wieder erlischt. Zur Kontrolle dimmt die LED daraufhin einmal kurz auf und geht wieder aus. Nach kurzer Zeit klinkt die LED schnell, was den Anlernvorgang automatisch einleitet. Alternativ wird der Anlernvorgang eingeleitet, indem die kleine schwarze Taste auf der Rückseite 3x innerhalb 1,5 Sekunden gedrückt wird. Das funktioniert aber nur dann, sofern der Sensor noch nicht bereits an ein anderes Gateway angelernt wurde. Das automatisch in FHEM erzeugte Gerät "ZWave_GARAGE_DOOR_6" wird mit dem Befehl rename ZWave_GARAGE_DOOR_6 AZ.Tuer entsprechend umbenannt, da es den Schließzustand einer Tür übermitteln soll. Mit dem Befehl attr AZ.Tuer room Arbeitszimmer wird der Sensor dann noch in den passenden Raum verschoben. Aktuell wird die Information, ob die Tür geöffnet bzw. geschlossen ist, leider etwas ungünstig im Reading "alarm" in der Form "AccessControl: Window/Door is open, arg 00" ausgegeben. Ein Status mit der Information "open" bzw. "closed" gibt es leider noch nicht. Das kann man aber durch den Eintrag define SetReadingZustandClosed notify .*alarm.*closed.* {fhem ("setreading $NAME zustand closed")} define SetReadingZustandOpen notify .*alarm.*open.* {fhem ("setreading $NAME zustand open")} in der fhem.cfg kompensieren. Ab sofort wird der Schließzustand zumindest im Reading "zustand" des Geräts ausgegeben, welcher dann für weitere notifies genutzt werden kann. So lässt sich bspw. ein Lampe, welche im Zwischenstecker betrieben wird, automatisch einschalten, sobald die Tür geöffnet wird und wieder ausschalten, sobald die Tür geschlossen wird. Das sieht dann so aus: define TuerAufLichtAn notify AZ.Tuer.zustand:.open set AZ.Zwischenstecker on define TuerZuLichtAus notify AZ.Tuer.zustand:.closed set AZ.Zwischenstecker off Möchte man nicht den Umweg über das neue Reading "zustand" gehen, lässt sich das alternativ auch realisieren über das bestehende Reading "alarm": define TuerAufLichtAn notify AZ.Tuer.*alarm.*open.* set AZ.Zwischenstecker on define TuerZuLichtAus notify AZ.Tuer.*alarm.*closed.* set AZ.Zwischenstecker off An dieser Stelle befindet sich das Z-Wave Gateway natürlich immer noch im Anlernvorgang, sodass noch weitere Komponenten angelernt werden können. Der Anlernvorgang kann abschließend mit dem FHEM-Konsolenbefehl set ZWAVE1 addNode off beendet werden. Ganz zum Schluss sollte man am besten nochmal unterhalb des FHEM-Logos auf "Save config" klicken, um die getätigen Änderungen auch dauerhaft abzuspeichern. Aus meinem täglichen Leben Die Implementierung von Z-Wave in FHEM hatte ich mir eigentlich schwieriger vorgestellt als es dann schlussendlich war. Die Installation ging nach etwas Einlesezeit in wenigen Minuten über die Bühne und alles klappte dann direkt auf Anhieb, was fast schon komisch war, da gewöhnlich die meisten Vorhaben dieser Art mindestens zwei oder mehr Anläufe benötigen. Mit der Performance und der Stabilität von Z-Wave bin ich bis jetzt sehr zufrieden. Schaltvorgänge laufen ohne merkliche Verzögerung und die Komponenten funken bisher auch zuverlässig durch mehrere Wände hindurch. Bei größeren Installation sollte sich dabei auch gerade die Mesh-Technologie positiv bemerkbar machen, da jedes Z-Wave Gerät gleichzeitig das Netzwerk erweitert und für weit entfernte Geräte als "Zwischen-Node" agiert, um Befehle von der Zentrale (Z-Wave Gateway) durchzureichen. Z-Wave ist neben den technologischen Vorzügen aber gerade auch deshalb besonders interessant, da durch den herstellerübergreifenden Standard mittlerweile bereits eine Vielzahl verschiedener Komponenten erhältlich sind, u.A. auch recht stylische Zwischenstecker wie der Fibaro Zwischenstecker FIB_FGWPF-101 (Affiliate), welcher durch einen LED-Leuchtring über Farben den aktuellen Stromverbrauch der angschlossenen Geräte anzeigt. Insgesamt ist Z-Wave damit ein interessanter Standard für die funkbasierte Kommunikation, der gerade auch durch die Implementierung in FHEM künftig sicher in immer mehr Smart Homes zu sehen sein wird. Die hier vorgestellten Geräte wurden freundlicherweise durch die Z-Wave Europe GmbH zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. ### Die größten Probleme im Smart Home sind... Bei der Umsetzung des perfekten Smart Home wird schnell der Weg zum eigentlichen Ziel, auf dem sich ständig neue Szenarien ergeben, die es umzusetzen lohnt. Damit sind oftmals auch Herausforderungen verbunden, gerade wenn man selbst Hand anlegt und das Smart Home in Eigenregie konzipiert, wie in unserem gleichlautenden E-Book beschrieben. Auch wenn uns eigene Themen noch lange nicht ausgehen, möchten wir auch eure Wünsche mit einbeziehen, um künftige Inhalte noch besser abzustimmen. Deshalb stellen wir euch eine simple Frage. Ein Smart Home ist oftmals nicht trivial Das vernetzte Zuhause rückt nicht erst seit der IFA 2015 in das Bewusstsein vieler Anwender, die ihr Zuhause auf einfache Weise ein Stück schlauer machen möchten. Neben Insellösungen bietet der Markt zunehmend auch Plattformen wie FHEM, um verschiedene proprietäre Standards zu verbinden. Durch die Integration verschiedener Lösungen ergeben sich viele neue Kombinationsmöglichkeiten und spannende Funktionen, die eine Umsetzung aber eher schwieriger als einfacher machen. Um eine Hilfestellung zu bieten, haben wir bereits eine breite Palette von Blogposts zum Thema Smart Home veröffentlicht, die uns selbst bereits intensiv beschäftigt haben. Allem voran Howto-Anleitungen, wie der Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten, der trotz seines Alters immer noch zu den Bestseller-Artikeln zählt (täglich zwischen 300-500 Pageviews). Dein Problem ist uns wichtig Fast täglich erreichen uns per E-Mail interessante Vorschläge für neue Blogposts, worüber wir uns natürlich sehr freuen. Vermehrt können wir aber schlicht aus Zeitmangel nicht sofort antworten und solche Nachrichten versumpfen schließlich im stetig wachsenden Posteingang. Aus diesem Grund soll dieser Blogpost ab sofort als Anlaufstelle dienen, der solche Inhalte zentral sammelt und zeigt, welche Herausforderungen euch auf dem Weg zum perfekten Smart Home beschäftigen. Deshalb unsere Frage an alle, die sich einbringen möchten: Was ist die größte Herausforderung in deinem Smart Home, die dich aktuell beschäftigt? Hinterlasse einfach einen Kommentar. ### Amazon Fire TV Stick: Günstiger Plex-Client im Test Mit dem Fire TV Stick (Affiliate-Link) bietet Amazon einen vollwertigen Multimedia-Client zu einem Preis von unter 40 €, der neben verschiedenen cloubasierten Streamingangeboten auch Plex unterstützt. Ob sich der Winzling als ausgewachsener Plex-Client eignet, um Content vom heimischen Plex Media Server per Full-HD auf den heimischen TV zu zaubern, klärt nachfolgender Blogpost - diesmal sogar mit YouTube-Podcast! Ausstattung und Inbetriebnahme Bei der Installation des Fire TV Stick gibt es im Grunde nicht viel zu beachten. Er bietet einen HDMI-Anschluss, welcher direkt oder über das beiliegende "Verlängerungskabel" in den TV oder AV-Receiver eingesteckt werden kann. Die Stromversorgung des Fire TV Stick erfolgt über das ebenfalls beiliegende Micro-USB-Kabel. Die Stromaufnahme ist sehr gering, sodass in den meisten Fällen  ein ungenutzter USB-Anschluss direkt am TV als Stromquelle verwendet werden kann und damit das beiligende USB-Netzteil für andere Zwecke genutzt werde kann. Wird der Fire TV Stick über den TV mit Strom versorgt, startet er immer automatisch bei dessen Aktivierung und ist bereits nach wenigen Sekunden betriebsbereit. Weitere Anschlussmöglickeiten, wie ein zusätzlicher optischer Digitalausgang zur Audioübertragung, sind nicht vorhanden. Das sollte sich in den meisten Fällen jedoch nicht weiter negativ auswirken. Die Verbindung mit dem heimischen Netzwerk stellt der Fire TV Stick über ein integriertes WLAN-Modul her. Ein kabelbasierter Netzwerkanschluss ist - schon aufgrund der geringen Baugröße des Sticks - nicht vorhanden. Je nach Entfernung zum heimischen WLAN-Accesspoint (z.B. Fritz!Box) und vorherrschenden Signalqualität kann das jedoch ein Problem darstellen, gerade wenn Videos mit hohen Bitraten ruckelfrei abgespielt werden sollen. Insgesamt ist die Empfangs- und Sendestärke des eingebauten WLAN-Moduls eher schwachbrüstig, was gerade bei Videos mit hohen Bitraten schnell zu Problemen führen kann. Möchte man ein gesamtes Stockwerk bzw. mehrere Räume kabellos überbrücken, muss man unter Umständen etwas mit der Ausrichtung des Fire TV Sticks experimentieren oder einen zusätzlichen WLAN-Repeater, wie den Fritz!Repeater (Affiliate-Link) nachrüsten, da die WLAN-Empfangsleistung des Fire Sticks zugegebenermaßen doch eher beschränkt ist. Weiterhin wird eine handliche Fernbedienung mit insgesamt elf Tastpunkten mitgeliefert, was aus Nutzersicht sehr erfreulich ist. Die Remote wirkt für den Preis recht wertig, liegt gut in der Hand und durch die Nutzung von Bluetooth ist es egal, in welche Richtung die Fernbedienung bei einem Tastendruck gerichtet wird und ob der Fire TV Stick versteckt hinter dem Fernseher ohne direkte Sichtverbindung angebracht ist. Auf der anderen Seite kann die Bluetooth-Übertragung natürlich auch problematisch sein, sofern eine Multifunktions-Fernbedienung genutzt wird. Denn nur wenige Remotes, wie bspw. die im Artikel Logitech Harmony per FHEM anbinden - Perfekte Integration ins Smart Home vorgestellte Harmony Ultimate (Affiliate-Link), können neben Infrarot auch mit Bluetooth umgehen. Nachdem der Fire TV Stick in Betrieb genommen wurde, kann die offizielle Plex-App über den Amazon App-Store (Affiliate-Link) heruntergeladen werden. Seit der Veröffentlichung der Plex-App im April 2014 wurden einige Updates nachgeschoben, die das Interface verbessert und den Funktionsumfang stetig ausgebaut haben. Nach dem ersten Start der Plex-App erfolgt dann der Login über den persönlichen myPlex-Account. Als Plex-Pass-Member ist die weitere Nutzung der App kostenlos, für alle anderen kostet die App einmalig knapp 5 Euro. Wer die App vorab testen möchte, kann dies auch ohne Anmeldung tun, abgespielte Videos werden dann jedoch nach spätestens einigen Minuten automatisch gestoppt. Navigation, Suchfunktion und Filter von Bibliothken Gerade bei großen Bibliotheken mit vielen Multimediainhalten kommen manche Plex-Clients schnell ins schwitzen, was aus Anwendersicht echt nervig sein kann. Um den Amazon Fire TV Stick auf Herz und Nieren zu testen, wird dieser auf eine Testbibliothek mit knapp 2.000 Filmen losgelassen, welche auf einem performanten QNAP-NAS (siehe Artikel: Pimp my QNAP TS-x70: I7-3770T und 16GB RAM) beheimatet ist. Hier muss er beweisen, wie gut die Usability wirklich ist. Beim Scrollen durch die Bibliothek zeigt sich, dass der Amazon Fire TV Stick trotz des Dual-Core-CPU recht wenig Power hat, um zügig durch die vom Plex-Server bereitgestellte Liste zu scrollen. Im Direkten Vergleich wirkt der Apple TV 3 (Affiliate-Link) mit Plex Connect um Welten smoother. Bei gedrückt gehaltener Unten-Taste gelangt der Anwender nach langen 3,5 Minuten zum gewünschten Eintrag "Zurück in die Zukunft", welcher einer der letzten Einträge in der Bibliothek ist. Das ist eigentlich nicht wirklich vertretbar. Auch scheinen Cover nicht gecacht zu werden, sodass auch bei einem weiteren Durchlauf keine Performanceverbesserung wahrnehmbar ist. Als nächstes soll über die Suchfunktion der Eintrag "Fight Club" ausfindig gemacht werden. Dabei vergehen insgesamt 20 Sekunden bis zum Auffinden des passenden Eintrags und schlussendlichem Abspielen. Das ist zwar nicht schlecht, eine Instant-Suchfunktion, um Einträge bereits während der Eingabe einzelner Buchstaben zu aktualisieren, würde den Nutzen jedoch deutlich erhöhen. Kurioserweise werden passende Titel bereits während der Suche dunkel im Hintergrund aufgefunden, können aber nicht direkt ausgewählt werden. Manchmal weiss man aber gar nicht so genau, welcher Inhalt gerade der Passende ist. Hier ist man auf eine intelligente Filterfunktion angewiesen, um bspw. nur Inhalte eines bestimmten Jahrzehnts und/oder  Genres angezeigt zu bekommen. Die Plex-App für den Fire TV Stick erlaubt dabei die Kombination verschiedener Suchfilter, um schnell der passende Treffer ermitteln zu können. So lässt sich die Auswahl sehr schnell einschränken auf das Genre "Action" und Filme aus den "1990"ern. Das weiss man als Anwender irgendwann zu schätzen, sofern die Bibliothek unübersichtlich wird. Um während der Wiedergabe möglichst schnell und komfortabel zu einer gewünschten Stelle (hier 30 Minuten) zu gelangen, kann die Skip-Funktion genutzt werden, welche pro Tastendruck jeweils eine halbe Minute überspringt. Nach insgesamt 20 Sekunden gelangt man so an die gewünschte Stelle. Um sich ein besseres Bild von der Oberfläche und dem Funktionsumfang machen zu können, werden die zentralen Eigenschaften des Plex-Clients noch einmal im nachfolgenden Video verdeutlicht. https://youtu.be/hzhfO_9N7uw Unterstützte Medienformate Gerade bei günstigen Multimedia-Clients sind Abzüge bei der nativen Unterstützung von Medienformaten eigentlich schon vorprogrammiert. Medieninhalte, die dem Fire TV Stick zugespielt werden sollen, können dabei natürlich grundsätzlich (so gut wie) immer vom Plex Media Server on-the-fly neu zusammengebaut (Remuxing) bzw. umgewandelt (Transcoding) werden, was je nach Format jedoch rechenaufwändig ist und mit im Falle des Transcodings zusätzlich zu Qualitätsverlusten führt. Die unterstützten Medienformate des Amazon Fire TV Sticks umfassen im Grunde alle "gängigen" Codecs, wie bspw. H.264 (Video) oder AAC/AC3 (Audio). Dadurch sollten viele mp4-Dateien mit einer Auflösung bis 1080p (Full-HD) ohne Probleme nativ (also ohne Transcoding) abgespielt werden können. Theoretisch... Gerade bei Dateien, die im mkv-Container beheimatet sind, muss der Plex Media Server jedoch jedoch oftmals nachhelfen und die Datei aktiv "aufbereiten", was eine leistungsfähige Hardware (z.B. Intel i3 oder schneller) voraussetzt. Der Fire TV Stick bietet keine native Unterstützung für: H.264 mit einer Bitrate über 20Mbit/s (z.B. bei 1:1 BluRay-Extrakten) VC-1 (Konkurrenz zu H.264 von Microsoft, z.B. bei 1:1 BluRay-Extrakten) DTS (und weitere Formate wie DTS-HD, DTS-ES, etc.) jegliche Untertitel, die nicht "eingebrannt" sind (z.B. SRT, VOBSUB) Wer also viele "heruntergerechnete" Inhalte vorhält bzw. über Tools wie HandBrake vorkonvertiert und insgesamt "Basic"-Formate ohne separate Untertitel nutzt, sollte wenige Probleme bekommen. Wer jedoch hochwertige Extrakte blauer Scheibchen nutzen möchte, die z.B. mit Tools wie MakeMKV extrahiert wurden, wird langfristig mit anderen Clients, wie dem hier vorgestellten Raspberry Pi 2 mit RasPlex mehr Freude haben. Gleichzeitig bietet der Fire TV Stick zumindest derzeitig auch noch keine native 24P-Unterstützung, wodurch "Kinomaterial" auf 30 Frames hochgerechnet wird und gerade bei schnellen Kameraschwenks kleine Ruckler entstehen können. Aus meinem täglichen Leben Der Amazon Fire TV Stick (Affiliate-Link) ist aus meiner Sicht ein interessanter Client für alle, die möglichst wenig Geld ausgeben und gleichzeitig eine große Funktionsvielfalt möchten. Oftmals nutzt man ja sowieso bereits Dienste wie Amazon Prime und kann damit Amazon Prime Instant Video (Affiliate-Link) verwenden, wofür der Fire TV Stick ja ursprünglich gedacht war. Darüber hinaus können über Streaming-Apps von Drittanbietern weitere Dienste genutzt werden, sodass der Fire TV Stick auch als vollwertiger Plex-Client eingesetzt werden kann. Die breite Masse an Anwendern wird die oben angesprochenen Einschränkungen, wie die Codec-Unzulänglichkeiten, wahrscheinlich noch nicht einmal bemerken, da der Plex-Server (Rechenleistung vorausgesetzt) im Hintergrund die gesamte Arbeit erledigt, um entsprechende Inhalte in das gerade passende Format des Fire TV Stick zu übersetzen. Nur wer einen Plex-Server mit geringer Rechenleistung einsetzt und viele "hochwertige" Dateien wiedergeben möchte, wird auf Dauer mit einem Intel NUC (hier beschrieben) oder einem RPI2 (hier beschrieben) insgesamt mehr Freude haben. So würde ich den Fire TV Stick auch niemals an einem Full-HD fähigen Beamer betreiben wollen, wenn gerade Material mit mehr als 20 Mbit/s zugespielt wird. Wer das aber nicht vorhat oder nur einen günstigen Zweitclient für das Schlafzimmer sucht, findet mit dem Fire TV Stick eine passende Lösung. Aber auch wer bspw. über myPlex "unterwegs" bei Freunden, im Hotel oder Urlaub nur kurz das Urlaubsvideo vom heimischen Plex-Server streamen möchte (schneller Up- und Download vorausgesetzt), wird den Fire TV Stick aufgrund seiner kompakten Abmessungen und der unkomplizierten Inbetriebnahme inkl. Fernbedienung zu schätzen wissen. Direkt vor den Kommentaren gibt es nochmal eine Zusammenfassung... ### FHEM: Rechtzeitige Benachrichtigung bei leeren Batterien Wer funkbasierte Smart-Home-Devices nutzt, muss die zur Stromversorgung benötigten Batterien regelmäßig austauschen. Standardmäßig wird der aktuelle Batteriezustand in FHEM zwar im jeweiligen Gerät dargestellt, dort regelmäßig den Status zu prüfen, um einen rechtzeitigen Tausch sicherzustellen, ist auf Dauer aber doch eher unpraktisch. Aus diesem Grund zeigt das nachfolgende Howto, wie der Batteriestatus aller Geräte übersichtlich dargestellt und eine monatliche Pushover-Benachrichtigung nachgerüstet werden kann, die automatisch über anstehende Batteriewechsel informiert. Batteriestatus aller Geräte visualisieren Fast jedes batteriebetriebene Gerät, das per Funk in FHEM angelernt wurde, teilt entweder periodisch und/oder bei Statusänderungen seinen aktuellen Energiestatus mit, welcher im Reading "battery" angezeigt und gewöhnlich auch im gerätespezifischen Logfile abgespeichert wird. Um das zu verbessern, werden im ersten Schritt alle Devices, welche das Reading "battery" besitzen, in einer übersichtlichen Liste dargestellt, sodass der Anwender den aktuellen Status sofort ablesen kann. Für die Umsetzung wird das Attribut readingsGroup genutzt, welches genau für solche Zwecke vorgesehen ist. Dazu wird die fhem.cfg mit nachfolgendem Code gefüttert: #Batteriestatus aller Devices im Raum Zentral anzeigen define ZE.Batterie readingsGroup .*:[Bb]attery\ .*:[Bb]atteryLevel attr ZE.Batterie notime 1 attr ZE.Batterie room Zentral attr ZE.Batterie valueFormat {return "0" if( $VALUE eq "low" );; return "100" if( $VALUE eq "ok" );; return "25" if( $VALUE < 2.1 );; return "50" if( $VALUE < 2.3 );; return "75" if( $VALUE < 2.5 );; return "100"} attr ZE.Batterie valueIcon {'battery.0' => 'measure_battery_0@red','battery.100' => 'measure_battery_100@green','Battery.0' => 'measure_battery_0@red','Battery.100' => 'measure_battery_100@green','batteryLevel.0' => 'measure_battery_0@red','batteryLevel.25' => 'measure_battery_25@red','batteryLevel.50' => 'measure_battery_50@orange','batteryLevel.75' => 'measure_battery_75@green','batteryLevel.100' => 'measure_battery_100@green'} Dabei werden automatisch alle Geräte einbezogen, die ein Reading des Typs "Battery" bzw. "battery" besitzen. Mit dem Attribut "notime 1" wird der Zeitstempel in der erzeugten Gruppe ausgeblendet. Wer dies nicht möchte, kann den Eintrag natürlich auch weglassen oder mit einer Raute (#) am Zeilenanfang auskommentieren. Durch das Attribut "room Zentral" taucht die Liste dann im gleichlautenden Raum auf. Das Attribut "valueFormat" schnappt dich die vorhandenen Batteriestatuswerte und formatiert diese passend um. Dabei geben einige Sensoren, wie bspw. die optischen HomeMatic Fensterkontakte (Affiliate-Link) den Batteristatus mit "ok" bzw. "low" an, welche dann in die Werte "100" bzw. "0" umgewandelt werden. Andere Sensoren geben hingegen den Batteristand in Volt an, welcher über obige Logik dann entsprechend in die Werte "0", "25", "50", "75" und "100" umformatiert wird, was dann eine genauere Batteriestandsanzeige erlaubt. Mit dem letzten Attribut "valueIcon" werden dann die gerade umformatierten Werte in ein passenden Icon inklusive verschiedener Farbgebung übersetzt, wodurch man schnell erkennen kann, welche Batterie getauscht werden sollte. Monatliche Benachrichtigung per Pushover Neben der Tabelle, die ab sofort für mehr Übersichtlichkeit sorgt, macht es aber auch noch Sinn eine zusätzliche Benachrichtigung einzurichten, um aktiv informiert zu werden, sobald eine Batterie erneuert werden sollte. Damit das nicht allzu sehr nervt, habe ich die Idee von Frederic umgesetzt, der eine monatliche Benachrichtigung vorgeschlagen hatte. #Pushover-Benachrichtigung bei leeren Batterien define BatteryLowPushover at *19:00:00 { if ( $mday <= 6 && $wday == 0 )\ {if (ReadingsVal("AZ.Fenster.Geschlossen", "battery", "-1") eq "low")\ {fhem ("set PushoverJayFHEM msg 'Arbeitszimmer Fenster' 'Bitte Batterie tauschen' '' 0 ''")}\ };;\ {if (ReadingsVal("BZ.Fenster.Geschlossen", "battery", "-1") eq "low")\ {fhem ("set PushoverJayFHEM msg 'Badezimmer Fenster' 'Bitte Batterie tauschen' '' 0 ''")}\ };;\ {if (ReadingsVal("BZ.KlimaClimate", "battery", "-1") eq "low")\ {fhem ("set PushoverJayFHEM msg 'Badezimmer Klimasensor' 'Bitte Batterie tauschen' '' 0 ''")}\ };;\ {if (ReadingsVal("BZ.Tuer.Geschlossen", "battery", "-1") eq "low")\ {fhem ("set PushoverJayFHEM msg 'Badezimmer Tür' 'Bitte Batterie tauschen' '' 0 ''")}\ };;\ {if (ReadingsVal("FL.Tuerschloss", "battery", "-1") eq "low")\ {fhem ("set PushoverJayFHEM msg 'Flur Türschloss' 'Bitte Batterie tauschen' '' 0 ''")}\ };;\ } Dabei wird für alle angegebenen Geräte einmal am ersten Sonntag eines neuen Monats um 19:00 Uhr geprüft, wie die aktuellen Batteriestände aussehen und entsprechend eine Pushover-Benachrichtung abgesendet, sofern der Batteriestatus eines Geräts gering ("low") ist. Auf den Pushover-Dienst wird an dieser Stelle nicht weiter eingegangen. Weitere Informationen dazu sind im Blogpost Raumklima im Smart Home mit FHEM verbessern: Taupunktoptimiertes Lüften zu finden. Hier muss jeder selbst die bestehenden Einträge durch die eigenen Devices ersetzen bzw. weitere entsprechend ergänzen. Zum besseren Verständnis sind im obigen Beispiel auch die ersten fünf Geräte angegeben, deren Namen direkt aus der im vorhergehenden Schritt erzeugten Liste entnommen wurden. Wer die Benachrichtigung nicht am Sonntag (erster Tag der Woche in der FHEM-Logik) versenden möchte, kann die 0 bei $wday == 0 entsprechend ändern. 1 steht für Montag, 2 für Dienstag, etc. Und wer die Benachrichtung bspw. immer am ersten Tag des Monats, egal welcher Wochentag das dann auch sein mag, senden möchte, muss $mday <= 6 && $wday == 0 einfach in $mday == 1 abändern. Aus meinem täglichen Leben Bisher habe ich die Batterieüberwachung aus dem FHEM-Wiki genutzt, die immer sofort Alarm schlug, sobald eine Batterie leer wurde. Das war auf Dauer aber eher nervig und so hoffe ich, dass die oben beschriebene Methode künftig etwas nervenschonender ist. Im Grunde halten die Batterien bisher bei all meinen im Einsatz befindlichen HomeMatic-Geräten sehr lange. Aber man weiss ja nie, gerade beim KeyMatic (Affiliate-Link) wären leere Batterien schon wirklich nervig, da dann die Tür nicht mehr automatisch aufsperren würde. An dieser Stelle einmal ein rießen Lob an HomeMatic, über den ich bereits im Mai 2013 im Artikel Keymatic per HMLan am FHEM-Server anlernen gebloggt hatte und der mich bisher nie im Stich gelassen hat. Die dort eingesetzten Eneloops (Affiliate-Link) musste ich bisher auch erst einmal nachladen. Zusätzlich lasse ich mir jetzt noch eine Liste aller (funkbasierten) Geräte anzeigen, deren Aktvititätsstatus in FHEM verarbeitet wird. So lässt sich dann auch recht einfach erkennen, ob ein Gerät ausgefallen ist. #Aktivitätsstatus aller Devices im Raum Zentral anzeigen define ZE.Activity readingsGroup .*:Activity attr ZE.Activity notime 1 attr ZE.Activity room Zentral attr ZE.Activity valueIcon {'Activity.unknown' => 'unknown@orange','Activity.dead' => 'unknown@red','Activity.alive' => 'general_ok@green'} So sieht das dann im Raum Zentral aus: ### Taking the next step: Wir unterstützen ab sofort bei deinem Smart-Home-Projekt Nach über einem Jahr gibt es heute wieder eine kurze Info in eigener Sache. Normalerweise würden wir an dieser Stelle nicht darüber bloggen, aber für Christoph und mich ist das ein großer Schritt, mit dem wir Neuland betreten und entsprechend möchten wir gerade euch, die Leser unseres Blogs, einbeziehen und um eure Meinung bitten. Smart Home ist mehr als Temperaturregelung per Smartphone Nachdem wir uns nun seit geraumer Zeit intensiv mit dem Thema Smart Home auseinandergesetzt, auf meintechblog.de darüber gebloggt, interessante Schulungen (z.B. bei Loxone) besucht und bereits ein 200 Seiten starkes E-Book zum Thema veröffentlicht haben, möchten wir nun den nächsten Schritt beschreiten und unser Know-How in diesem Bereich als Dienstleistung anbieten. Auf diese Weise kann jeder, der sein Smart Home erweitern oder von Grund auf neu gestalten möchte und bei verschiedenen Punkten Hilfe benötigt, ab sofort auf unser Know-How zurückgreifen. Dabei verstehen wir unter einem Smart Home viel mehr als nur die reine Steuerung einzelner Komponenten wie Lampen und Rollos. Ein smartes Zuhause sollte unserer Meinung nach viele einfache Dinge über intelligente Regeln automatisieren, dem Anwender damit unter die Arme greifen, die Sicherheit erhöhen und zusätzlich noch Energie einsparen. Planungssicherheit bei der Auswahl Alleine die Auswahl der passenden Lösung(en) gestaltet sich bei der Vielzahl am Markt vertretener Anbieter oftmals als schwierig. Besonders dann, wenn man sich nicht schon seit Jahren ausgiebig mit der Thematik auseinandersetzt und somit nur schwer abschätzen kann, welche Merkmale bei der Auswahl entscheidend sind, um heute eine zukunftsfähige Lösung zu finden, die auch in mehreren Jahren noch aktuell ist. Gerade hier möchten wir ansetzen und für Investitionssicherheit sorgen, um Fehlinvestitionen und unnötige Mehrausgaben für übertrieben teure Hard- und Software zu vermeiden. Unser Ansatz ist es dabei herauszufinden, welche Wünsche umgesetzt werden sollen und auf Basis dessen fundierte Vorschläge und Empfehlungen zu erarbeiten, um die individuell beste Lösung zu finden. Konzeption und Zusammenstellung der Funktionen Wie bereits anfangs erwähnt, kann ein Smart Home viel mehr sein als die reine Steuerung elektrischer Rollos per Taster. Ein Smart Home sollte das vollautomatisch auf Wunsch des Anwenders je nach Tageszeit, Anwesenheit und Witterungsbedingung tun. Um hier die gesamte Logik zu "erdenken", die das Zusammenspiel zwischen Sensoren und Aktoren ermöglicht, ist oftmals etwas Kreativität notwendig. Gerade hier sehen wir eine besondere Chance, um auch ausgefeilten Wünschen gerecht werden zu können, da wir selbst hohe Anforderungen an ein Smart Home stellen und eine Vielzahl solcher "Sonderlocken" selbst bereits erfolgreich umsetzen konnten. Programmierung und Anpassung der Logikbausteine Nach der Konzeption möchten wir unseren Kunden aber natürlich auch bei der Umsetzung tatkräftig zur Seite stehen. Dazu gehört vornehmlich die Programmierung bzw. Anpassung vorhandener Logikbausteine, um die Wünsche entsprechend umzusetzen. Für uns ist das Projekt erst dann beendet, wenn das Smart Home auch genau so läuft, wie es abgemacht war. Das ist unser Anspruch. Aus Sicht des Kunden achten wir darauf, dass möglichst alles in einer einheitlichen Oberfläche abgebildet wird, die gerade auch zur Steuerung im täglichen Einsatz per Smartphone oder Tablet ohne Hürden genutzt werden kann. Beratungsansatz VS meintechblog.de Unsere Entscheidung als Dienstleister aufzutreten, unterscheidet sich konzeptionell natürlich grundlegend von der Idee des Blogs, wo wir unser Wissen für alle Welt kostenlos bereitstellen und über Affiliate-Links dessen laufende Kosten wieder versuchen einzuspielen. Aber wir sehen gerade auch die Beratung als Chance, um uns mit neuen Inhalten, Lösungen und Anforderungen auseinanderzusetzen, worüber wir anschließend sicher auch auf meintechblog.de im Rahmen von Howto-Anleitungen bloggen werden. Und wir denken, dass durch diese Bereicherung schlussendlich auch jeder Leser des Blogs profitieren wird. Feedback Wie findest du die Seite? Und was hältst du vom eingebetteten Video im Slider "Ausgeklügelte Beschattung"? Wir würden gerne noch weitere ergänzen, wissen aber nicht genau, ob die Seite dann evtl. zu überladen wirkt... Hinterlasse deine Meinung und Verbesserungsvorschläge bitte direkt per Kommentar. Wir freuen uns auf Feedback! ### Stromausfall im Smart Home - wichtige Verbraucher automatisch reaktivieren Ein Stromausfall im Smart Home kann mitunter zu ganz unerfreulichen Szenarien führen, wenn wichtige Verbraucher nach Wiederherstellung der Spannungsversorgung nicht wieder eingeschaltet werden. Während in einem "Dumb Home" nach dem Ende eines Stromausfalls alle mit dem Netz verbundenen Geräte wieder mit Strom versorgt werden, bleiben im Smart Home beispielsweise alle Geräte weiterhin ausgeschaltet, die an eine HomeMatic-Funkschaltsteckdose angeschlossen sind, was durch deren Firmware bedingt ist. Der an eine solche Steckdose angeschlossene Kühlschrank kann so in Abwesenheit des Nutzers unbemerkt auftauen und die gekühlten Lebensmittel unbrauchbar machen - dazu reicht bereits ein Stromausfall im Sekundenbereich. Mit dem hier gezeigten Mini-Howto für den Smart Home Server FHEM kann dieser Supergau vermieden werden. Zur Reaktivierung aller wichtigen Geräte nach einem Ausfall der Spannungsversorgung müssen sowohl die Server-Hardware als auch die einzelnen Verbraucher selbst wieder aktiviert werden. Server-Hardware konfigurieren: automatisches Reaktivieren Die Hardware des Smart Home Servers FHEM muss zunächst selbst so konfiguriert werden, dass diese nach einem Stromausfall wieder zur Verfügung steht. FHEM wird meist entweder auf einem Raspberry Pi (Affiliate-Link) oder auf einem Intel NUC (Affiliate-Link) betrieben. Während Erstgenannter standardmäßig startet, sobald eine Stromzufuhr vorhanden ist, muss Letztgenannter erst derart konfiguriert werden. Mit angeschlossenem Monitor, USB-Maus und -Tastatur wird dazu beim Booten des Intel NUC die "F2"-Taste gedrückt, woraufhin das BIOS ("Intel Visual Bios") erscheint. Über einen Klick auf "Advanced Setup" und anschließend auf "Power" am oberen Bildrand, gelangt man in die Energieeinstellungen des Barebone Computers. Hier wird nun im Menü "After Power Failure" der Eintrag "Power On" ausgewählt. Ein anschließender Tastendruck der "F10"-Taste und eine Bestätigung der Speicherung mit "Yes" sichert die Konfiguration dauerhaft. Ab sofort startet auch der Intel NUC beim Wiederkehren des Stroms nach einem Ausfall automatisch neu. Smart Home Server konfigurieren: Verbraucher nach dem Neustart automatisch aktivieren Wichtige Verbraucher im Smart Home, die nahezu permanent mit Strom versorgt werden müssen, gibt es je nach Anwendungsfall viele. In einem privaten Haushalt kann das z.B. der Kühlschrank sein, der zu Zwecken der Energiemessung an einer HomeMatic Funk-Schaltsteckdose angeschlossen ist. In einem Smart Home für "Assisted Living" könnten es z.B. Geräte zur Überwachung von Vitalwerten sein oder im gewerblichen Bereich sämtliche kleine oder große Produktionsmittel. Ein Start derartiger Geräte mit FHEM nach einem Stromausfall kann mit Hilfe eines winzig kleinen Programmcodes realisiert werden. In die Datei fhem.cfg wird durch Eingabe in die FHEM-Kommandozeile am oberen Bildrand (und anschließender Bestätigung durch die Enter-Taste) folgender Code für den wichtigen Verbraucher (hier: "Kuehlschrank") eingetragen. define not_KuehlschrankAutoStart notify global:INITIALIZED set Kuehlschrank on Ein abschließender Klick auf "Save config" speichert die Konfiguration dauerhaft. Update: Im Fhemwiki ist kürzlich folgender Artikel erschienen, der sich ebenfalls mit der Thematik beschäftigt und beschreibt, wie die Umprogrammierung des HomeMatic-Zwischensteckers zur automatischen Übernahme des "On"-Status von Statten geht: http://www.fhemwiki.de/wiki/HM-ES-PMSw1-Pl_Funk-Schaltaktor_1-fach_mit_Leistungsmessung#Tipps Aus meinem täglichen Leben Mir ist die oben beschriebene Situation mit dem Kühlschrank kürzlich selbst passiert. Ich habe meine Kühl-/Gefrierkombination an eine HomeMatic Funk-Schaltsteckdose (Affiliate-Link) angeschlossen, um den Energieverbrauch kontinuierlich zu tracken und im Zusammenspiel mit Temperatursensoren eine optimale und an die Außentemperatur angepasste Regelung zu finden. Langfristig  plane ich auch, den Kühlschrank in gewissen Zeitintervallen komplett abzuschalten und erst bei der Annäherung an einen definierten Temperaturwert wieder zu aktivieren, weshalb ich eben die Funk-Steckdose mit Leistungsmessung nutze und für diesen Einsatzzweck auch nicht mehr missen möchte. Leider hat der Hersteller hier in der Firmware keine automatische Wiederherstellung des vorherigen Schaltzustandes (auch Remanenz genannt) implementiert, sodass der hier gezeigte, kleine Workaround über FHEM genutzt werden muss. Wenn man es weiß, ist die Einrichtung eine Sache von einer Minute und ich hoffe, dass ich dem ein oder anderen Leser damit einen nützlichen Hinweis geben konnte. ### meintechblog.de goes Videopodcast Neben einem neuen Interview-Format, welches ich kürzlich mit dem Artikel Rudolf König, dem Erfinder von FHEM gestartet hatte, möchte ich mich heute einmal am Videoblogging versuchen. Im knapp sechs Minuten langen YouTube-Tutorial wird dabei gezeigt, welche Schritte notwendig sind, um FHEM auf dem RPI einzurichten.  Als Ausgangspunkt für des Videotutorial dient der Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten. Und hier ist das gute Stück: https://youtu.be/82s1z8BPo6s YouTube-Direktlink Was haltet ihr vom Video? Ich freue mich auf Feedback! ### Raumklima im Smart Home mit FHEM verbessern: Taupunktoptimiertes Lüften Hohe Luftfeuchte kann langfristig zu Schimmelbildung führen, was sich nicht nur negativ auf die Bausubstanz, sondern vorallem auch auf die Gesundheit auswirken kann. Aber auch ohne kontrollierte Be- und Entlüftungsregelung lässt sich im Smart Home durch günstige Klimasensoren und intelligentes Lüften die Luftfeuchtigkeit effektiv regulieren und damit das Schimmelrisiko dauerhaft senken. Was es beim Lüften zu beachten gilt und wie sich in diesem Zusammenhang die automatische Taupunktberechnung in FHEM nutzen lässt, um die idealen Lüftungsintervalle herauszufinden, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. Zusammenhang von Temperatur, Luftfeuchte, Taupunkt und Niederschlag Mithilfe von Klimasensoren lässt sich neben der Temperatur auch die relative Luftfeuchtigkeit einzelner Räume messen und mit Messwerten im Freien in Relation setzen, um ermitteln zu können, ob es gerade sinnvoll ist zu Lüften oder nicht. Um die Messwerte bei unterschiedlichen Temperaturen miteinander vergleichen zu können, wird jedoch zusätzlich der Taupunkt benötigt, welcher aus Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit errechnet werden kann. Er gibt ab, unterhalb welcher Raumtemperatur die Luftfeuchtigkeit beginnt sich niederzuschlagen. Hintergrund ist, dass Luft in Abhängigkeit der Temperatur jeweils nur eine gewisse Höchstmenge an Wasserdampf aufnehmen kann. Die relative Luftfeuchtigkeit, die ein Klimasensor gewöhnlich misst, gibt dabei das Verhältnis des momentanen Wasserdampfgehalts zum maximal möglichen Wasserdampfgehalt für die aktuelle Temperatur (und den aktuellen Druck) an. Das bedeutet im Klartext: Misst der Klimasensor bspw. in einem geschlossenen Raum eine Temperatur von 20 °C und 60 % relative Luftfeuchtigkeit, führt das reine Abkühlen des Raums auf 16,4 °C zu einer Erhöhung der relativen Luftfeuchtigkeit auf 100 %. Das entspricht der maximalen Sättigung der Luft mit Wasserdampf, was gleichzeitig dem Taupunkt entspricht. Sinkt die Temperatur noch weiter ab, schlägt sich der überschüssige Wasserdampf in Form von Wasser nieder, da die Luft bei sinkender Temperatur die Menge des enthaltenen Wasserdampf nicht mehr komplett binden kann. Dieser Umstand kann gerade bei winterlichen Außentemperaturen und wenig beheizten bzw. belüfteten Kellerräumen mit höherer Luftfeuchtigkeit zu Niederschlag und infolgedessen zu Schimmelbildung führen, sobald die Räme auskühlen und die Taupunkttemperatur längere Zeit unterschritten wird. Besonders betroffen können dabei schlecht gedämmte Außenwände und Fenster sein, deren Oberflächen kälter sind als die gemessene Raumtemperatur. Auch wenn der Raum durchschnittlich gesehen noch warm genug ist, um den Wasserdampf komplett zu binden, kommt es bei kälteren Oberflächen viel früher zu Niederschlag, wie man auch an nachfolgende Tabelle sieht. Temperatur Änderung relative Luftfeuchte Taupunkt maximale Feuchte absolute Feuchte 20 °C Referenzwert 80 % 16,4 °C 17,3 g/m3 13,8 g/m3 19 °C - 1 °C 85 % 16,4 °C 16,3 g/m3 13,8 g/m3 18 °C - 2 °C 90 % 16,4 °C 15,4 g/m3 13,8 g/m3 17 °C - 3 °C 96 % 16,4 °C 14,5 g/m3 13,8 g/m3 16 °C - 4 °C 100 % + 1 % Niederschlag 16 °C 13,6 g/m3 13,6 g/m3 + 0,2 g/m3 Niederschlag 15 °C - 5 °C 100 % + 8 % Niederschlag 15 °C 12,8 g/m3 12,8 g/m3 + 1 g/m3 Niederschlag 14 °C - 6 °C 100 % + 14 % Niederschlag 14 °C 12,1 g/m3 12,1 g/m3 + 1,7 g/m3 Niederschlag 13 °C - 7 °C 100 % + 22 % Niederschlag 13 °C 11,3 g/m3 11,3 g/m3 + 2,5 g/m3 Niederschlag 12 °C - 8 °C 100 % + 29 % Niederschlag 12 °C 10,7 g/m3 10,7 g/m3 + 3,1 g/m3 Niederschlag Um dem Niederschlag entgegenzuwirken, gilt es die Luftfeuchtigkeit in den betroffenen Räumen durch intelligentes Lüften zu verringern, um gleichzeitig auch den Taupunkt zu senken und damit das Niederschlagsrisiko zu verringern. Dazu kann der ermittelte Taupunkt im Raum mit dem Taupunkt im Außenbereich verglichen werden. Ist der Taupunkt außen geringer als innen, macht es Sinn zu lüften, da sich der höhere Taupunkt innen durch den Luftaustausch an den geringeren Taupunkt außen angleicht. Ein sinkender Taupunkt im Raum ist dann natürlich gut, da auch kältere Bereiche des Raums bei geringer Temperatur dann weniger Niederschlag bilden. Zusammengefasst kann das Schimmelrisiko durch zwei Faktoren verringert werden: Zuführung von Luft mit geringerer Taupunkttemperatur Aufheizen des Raums, um die Differenz zwischen Raumtemperatur und Taupunkttemperatur zu erhöhen Benötigte Komponenten Gemessen werden die benötigten Messwerte bspw. mit dem HomeMatic Temperatur-/Luftfeuchtesensor, innen (Affiliate-Link), der neben der Temperatur auch die relative Luftfeuchtigkeit einzelner Räume messen und mit den Messwerten im Außenbereich, z.B. ermittelt über den an der Nordseite angebrachten HomeMatic Temperatur-/Feuchte-Sensor, außen (Affiliate-Link), in Relation setzt. In nachfolgendem Fall wird für die Ermittlung der Außen-Messwerte eine HomeMatic-Wetterstation (Affiliate-Link) genutzt, welche bereits im Blogpost HomeMatic FHEM-Wetterstation per UDP in Loxone integrieren vorgestellt wurde. Automatische Berechnung des Taupunkts per FHEM Die Berechnung des Taupunkts ist zwar kein Hexenwerk, aber dennoch nicht trivial. Auf wetterochs.de gibt es die Formeln und einen einfachen Taupunktrechner, mit dem man etwas herumspielen kann, um ein Gefühl für die Zusammenhänge zu bekommen. Praktisch bei der Nutzung von FHEM ist, dass ein fertiges Modul namens dewpoint (Englisch für Taupunkt) bereits existiert. Es übernimmt die Berechnung des Taupunkts und ergänzt Klimasensoren automatisch um das gleichlautende Reading "dewpoint", welches auch im Status ("state") angezeigt werden kann. Dafür notwendig sind lediglich zwei Einträge in der fhem.cfg. Mit dem Eintrag define dewpointToAllDeviceReadings dewpoint dewpoint .* temperature humidity dewpoint werden alle Devices, die bereits mit den Readings temperature und humidity ausgestattet sind, zusätzlich um das Reading dewpoint ergänzt. Weiterhin werden mit dem Eintrag define dewpointToAllDeviceStates dewpoint dewpoint .* T H D alle Devices, die als Status temperature und humidity in der Form "T: 25.1 H: 57" besitzen mit dem zusätzlichen Statuswert dewpoint erweitert. Wer - wie ich - auch noch andere Devices mit dem Reading "dewpoint" versorgen möchte (hier BZ.KlimaClimate), welche die gemessene Temperatur nicht standardmäßig in das Reading "temperature" speichern, sondern stattdessen in das Reading "measured-temp", kann die Berechnung auch manuell über nachfolgenden Code anstoßen, welcher in die fhem.cfg eingefügt wird. attr BZ.KlimaClimate userReadings dewpoint { my $dp;; my $temperature = ReadingsVal($name,"measured-temp",0);; my $humidity = ReadingsVal($name,"humidity",0);; my $A = 17.2694;; my $B = ($temperature > 0) ? 237.3 : 265.5;; my $es = 610.78 * exp( $A * $temperature / ($temperature + $B) );; my $e = $humidity/ 100 * $es;; if ($e == 0) { Log 1, "Error: dewpoint() e==0: temp=$temperature, hum=$humidity";; return 0 } my $e1 = $e / 610.78;; my $f = log( $e1 ) / $A;; my $f1 = 1 - $f;; if ($f1 == 0) { Log 1, "Error: dewpoint() (1-f)==0: temp=$temperature, hum=$humidity";; return 0 } $dp = $B * $f / $f1;; $dp = sprintf("%.1f",$dp) } Zusätzlich muss dann lediglich noch das Device, in diesem Fall "BZ.KlimaClimate", angepasst werden. So wird dann auch das Homematic Funkthermostat (Affiliate-Link) mit dem gewünschten Reading "dewpoint" versorgt. Regelbestimmung für intelligentes Lüften Jetzt, da alle Klima-Devices mit dem passenden "dewpoint"-Reading zur Bestimmung des Taupunkts ausgestattet sind, kann über einen Dummy pro Raum visualisiert werden, ob das Lüften gerade sinnvoll ist oder nicht. Nachfolgend wird für das Badezimmer ein Dummy namens "BZ.Lueften" definiert, welcher später Auskunft darüber gibt, ob gelüftet werden sollte. define BZ.Lueften dummy attr BZ.Lueften room Badezimmer attr BZ.Lueften event-on-change-reading state Der Dummy "BZ.Lueften" zeigt später folgende Statusmeldungen an: open - Fenster sollte geöffnet werden opened - Fenster kann geöffnet bleiben close - Fenster sollte geschlossen werden closed - Fenster kann geschlossen bleiben Dadurch können praktischerweise zwei Informationen in einem Staus zusammengeführt werden. So ist ersichtlich, ob das Fenster gerade geöffnet oder geschlossen ist und gleichzeitig, ob dieser Zustand weiterhin angestrebt oder geändert werden sollte. Das entspricht zwar nicht dem "FHEM-Standard", welcher gewöhnlich nur "open" und "closed" als Zustände kennt, erscheint mir in diesem Zusammenhang jedoch praktikabel. Jedes Mal, wenn das Device "BZ.KlimaClimate" ein neues Event erzeugt, wird der Status von "BZ.Lueften" geprüft und - falls notwendig - aktualisiert. Neben den oben angesprochenen Klimasensoren wird hier noch ein Fenstersensor "BZ.Fenster.Geschlossen" genutzt, um die Information zu nutzen, ob das Fenster gerade geschlossen (closed) bzw. nicht geschlossen (open) ist. Verwendet wird in diesem Beispiel der vielfach bewährte optische HomeMatic Fensterkontakt (Affiliate-Link), der auch schon im Artikel Howto: Elektrische Rolläden per FHEM und HomeMatic automatisieren näher beschrieben wurde. Mit der Variable "dewpoint_buffer" wird die Differenz zwischen aktueller Temperatur im Badezimmer und der berechneten Taupunkttemperatur ermittelt. Als Schwellwert wird 3 °C verwendet, was als "Temperaturpuffer" genutzt wird, um den Niederschlag im Badezimmer an kälteren Stellen (Fenster, Außenwände) zu verhindern. define BZLueften notify (BZ.KlimaWeather.*|BZ.Fenster.Geschlossen:(open|closed)) {\ my $temperature_bz = ReadingsVal("BZ.KlimaWeather", "temperature", "-1");;\ my $dewpoint_bz = ReadingsVal("BZ.KlimaWeather", "dewpoint", "-1");;\ my $temperature_te = ReadingsVal("TE.Wetterstation", "temperature", "-1");;\ my $dewpoint_te = ReadingsVal("TE.Wetterstation", "dewpoint", "-1");;\ my $dewpoint_buffer = $temperature_bz - $dewpoint_bz;;\ my $fenster_bz = ReadingsVal("BZ.Fenster.Geschlossen", "state", "undefined");;\ {fhem ("\ setreading BZ.Lueften temperature_bz $temperature_bz;;\ setreading BZ.Lueften dewpoint_bz $dewpoint_bz;;\ setreading BZ.Lueften temperature_te $temperature_te;;\ setreading BZ.Lueften dewpoint_te $dewpoint_te;;\ setreading BZ.Lueften dewpoint_buffer $dewpoint_buffer;;\ setreading BZ.Lueften fenster_bz $fenster_bz\ ")};;\ if ($fenster_bz eq "closed" && $dewpoint_buffer >= 3) {\ fhem ("set BZ.Lueften closed")\ }\ elsif ($fenster_bz eq "closed" && $dewpoint_buffer < 3 && $dewpoint_te <= $dewpoint_bz) {\ fhem ("set BZ.Lueften open")\ }\ elsif ($fenster_bz eq "closed" && $dewpoint_buffer < 3 && $dewpoint_te > $dewpoint_bz) {\ fhem ("set BZ.Lueften closed")\ }\ elsif ($fenster_bz eq "open" && $dewpoint_buffer >= 3) {\ fhem ("set BZ.Lueften opened")\ }\ elsif ($fenster_bz eq "open" && $dewpoint_buffer < 3 && $dewpoint_te <= $dewpoint_bz) {\ fhem ("set BZ.Lueften opened")\ }\ elsif ($fenster_bz eq "open" && $dewpoint_buffer < 3 && $dewpoint_te > $dewpoint_bz) {\ fhem ("set BZ.Lueften close")\ }\ else {\ fhem ("set BZ.Lueften kA")\ }\ } Die Logik beinhaltet sieben Regeln, um je nach Umgebungsvariablen den Status des Dummies "BZ.Lueften" zu setzen. Gleichzeitig erhält der Dummy noch verschiedene Readings der betreffenden Sensoren, um alle relevanten Informationen auf einmal einsehen und kontrollieren zu können. Update vom 29.08.2015: Christian wollte wissen, wie man das Ganze am besten umsetzt, wenn zwei Fensterkontakte (hier: BZ.Fenster1.Geschlossen und BZ.Fenster2.Geschlossen) in einem Raum genutzt werden. Spontan würde ich das so machen, dass die Variable fenster_bz in Abhängigkeit von fenster1_bz und fenster2_bz gesetzt wird. Sofern beide Fenster geschlossen sind, wird auch die Variable fenster_bz auf geschlossen gesetzt, ansonsten auf open. Damit wird dann die bereits oben genutzte Abfragelogik gefüttert: define BZLueften notify (BZ.KlimaWeather.*|BZ.Fenster(1|2).Geschlossen:(open|closed)) {\ my $temperature_bz = ReadingsVal("BZ.KlimaWeather", "temperature", "-1");;\ my $dewpoint_bz = ReadingsVal("BZ.KlimaWeather", "dewpoint", "-1");;\ my $temperature_te = ReadingsVal("TE.Wetterstation", "temperature", "-1");;\ my $dewpoint_te = ReadingsVal("TE.Wetterstation", "dewpoint", "-1");;\ my $dewpoint_buffer = $temperature_bz - $dewpoint_bz;;\ my $fenster1_bz = ReadingsVal("BZ.Fenster1.Geschlossen", "state", "undefined");;\ my $fenster2_bz = ReadingsVal("BZ.Fenster2.Geschlossen", "state", "undefined");;\ if ($fenster1_bz eq "closed" && $fenster2_bz eq "closed") {\ my $fenster_bz = closed\ };;\ else {\ my $fenster_bz = open\ };;\ {fhem ("\ setreading BZ.Lueften temperature_bz $temperature_bz;;\ setreading BZ.Lueften dewpoint_bz $dewpoint_bz;;\ setreading BZ.Lueften temperature_te $temperature_te;;\ setreading BZ.Lueften dewpoint_te $dewpoint_te;;\ setreading BZ.Lueften dewpoint_buffer $dewpoint_buffer;;\ setreading BZ.Lueften fenster_bz $fenster_bz\ ")};;\ if ($fenster_bz eq "closed" && $dewpoint_buffer >= 3) {\ fhem ("set BZ.Lueften closed")\ }\ elsif ($fenster_bz eq "closed" && $dewpoint_buffer < 3 && $dewpoint_te <= $dewpoint_bz) {\ fhem ("set BZ.Lueften open")\ }\ elsif ($fenster_bz eq "closed" && $dewpoint_buffer < 3 && $dewpoint_te > $dewpoint_bz) {\ fhem ("set BZ.Lueften closed")\ }\ elsif ($fenster_bz eq "open" && $dewpoint_buffer >= 3) {\ fhem ("set BZ.Lueften opened")\ }\ elsif ($fenster_bz eq "open" && $dewpoint_buffer < 3 && $dewpoint_te <= $dewpoint_bz) {\ fhem ("set BZ.Lueften opened")\ }\ elsif ($fenster_bz eq "open" && $dewpoint_buffer < 3 && $dewpoint_te > $dewpoint_bz) {\ fhem ("set BZ.Lueften close")\ }\ else {\ fhem ("set BZ.Lueften kA")\ }\ } Pushover-Benachrichtigung einrichten Je nach Statusänderung des Dummies "BZ.Lueften" kann dann eine entsprechende Mitteilung bspw. per Pushover verschickt werden mit der Information, ob es sinnvoll ist zu lüften bzw. wann das Fenster besser wieder geschlossen werde sollte, um die Niederschlagsgefahr zu minimieren. Sofern noch nicht geschehen, wird der Pushover-Dienst erst einmal in der fhem.cfg definiert. #PushoverJay define PushoverJay Pushover au5SMKWXRJey7ApemEaLSg21Xxxxxx u4zDygNRGFbQUSmcxXj6fGsWJxxxxx Danach fehlen noch die passenden Pushover-Befehle, die je nach Statusänderung des Dummies auslösen: define BZLueftenPushover notify BZ.Lueften.* {\ my $bzlueften = ReadingsVal("$NAME", "state", "-1");;\ my $temperature_bz = ReadingsVal("$NAME", "temperature_bz", "-1");;\ my $dewpoint_bz = ReadingsVal("$NAME", "dewpoint_bz", "-1");;\ if ($bzlueften eq "open") {\ fhem ("set PushoverJayFHEM msg 'Badezimmer $temperature_bz °C' 'Bitte Fenster öffnen\nTaupunkt $dewpoint_bz °C muss gesenkt werden' '' 0 ''")\ }\ elsif ($bzlueften eq "close") {\ fhem ("set PushoverJayFHEM msg 'Badezimmer $temperature_bz °C' 'Bitte Fenster schließen\nTaupunkt $dewpoint_bz °C wird sonst erhöht' '' 0 ''")\ }\ } Und schon wird eine Pushover-Mitteilung verschickt, sobald sich der Status entsprechend ändert. Aus meinem täglichen Leben Lange Zeit habe ich nach einem praktikalen Weg gesucht, um auf Basis der Temperatur und Luftfeuchtigkeit intelligent Lüften zu können. Der reine Vergleich der Luftfeuchtigkeit, wie ich es im Artikel Bessere Raumluftqualität durch FHEM und Homematic-Adapter beschrieben hatte, schien mir schon damals nicht wirklich schlüssig. Denn kaum unterscheidet sich die Außentemperatur von der Raumtemperatur, sind die relativen Luftfeuchtigkeitswerte nicht mehr miteinander vergleichbar. Mit der Taupunktberechnung in FHEM habe ich nun endlich die perfekte Lösung gefunden, um für den nächsten Winter gerüstet zu sein. Danke an dieser Stelle an die FHEM-Community, welche das passende dewpoint-Modul bereits im Jahr 2013 konzipiert und umgesetzt hat. Als nächstes wird dann noch der CO2-Wert genutzt, um mit der Information zur aktuellen Luftqualität das Lüften noch ein wenig smarter zu machen. Neben der oben beschriebenen Pushover-Funktion werde ich nun auch noch den Lüfter im Bad automatisch ansteuern, um erhöhte Luftfeuchtigkeit schnellstmöglich wieder abzuführen, die vorallem beim Duschen entsteht und schnell zu Niederschlag führt. Dazu nutze ich evtl. direkt das Modul "dewpoint fan", welches den Taupunkt automatisch zur Ansteuerung des Lüfters einbezieht. Weiterhin werde ich noch die Heizung ansteuern, um gerade im Winter notfalls die Temperatur erhöhen zu können, was zwar nicht den Taupunkt senkt, aber dennoch dafür sorgt, dass die Luftfeuchtigkeit bei erhöhter Temperatur nicht mehr niederschlägt. Hier könnte sich auch das Modul "dewpoint alarm" anbieten. Zur Not kann man im Keller auch einen Luftentfeuchter (Affiliate-Link) einsetzen, welcher über einen HomeMatic Funk-Zwischenstecker (Affiliate-Link) mit FHEM angesteuert wird. In Kürze werde ich das Ganze auch einmal mit mehreren günstigen Klimasensoren ausgiebig testen, für die ein JeeLink zum Einsatz kommt. Christoph hat darüber bereits im Artikel FHEM mit JeeLink: Luftfeuchte und Temperatur zum Low-Cost-Tarif messen berichtet. Die Sensoren kosten nur knapp 15 Euro und liefern valide Messwerte, die für diesen Einsatzzweck perfekt geeignet sind... ### CUNO2 in 5 Schritten flashen - so funktioniert es zuverlässig Der CUNO2 von busware.de ist die Netzwerk-Version des berühmten CUL (Affiliate-Link) und verfügt zusätzlich über eine One-Wire-Schnittstelle. Somit eignet sich das Device im FHEM-basierten Smart Home hervorragend, um auch vom Smart Home Server räumlich getrennte Geräte zu betreiben. Das Device wird ohne Firmware ausgeliefert, sodass es vor der Inbetriebnahme mit FHEM zunächst geflasht werden muss. Dieser Vorgang ist zwar hinreichend auf der Herstellerseite, im Fhemwiki und auf zahlreichen privaten Seiten beschrieben, doch leider hat jüngst keine der Dokumentationen zu einem erfolgreichen Flashvorgang geführt. Das nachfolgende kurze Howto zeigt in 5 Schritten, wie der CUNO2 zuverlässig unter Ubuntu (z.B. auf einem Intel NUC (Affiliate-Link)) geflasht wird. Probleme beim Flashvorgang nach den bestehenden Anleitungen Bestehende Dokumentationen beschreiben den Flash-Vorgang des CUNO2 meist in zwei Schritten unter Verwendung der fertigen HEX-Datei aus dem CUL-Firmware-Trunk, die bei mir jüngst immer wieder zu einem Abbruch der Routine geführt haben. Sowohl am Intel NUC mit Ubuntu, als auch am Raspberry Pi Model B (Affiliate-Link) mit Raspbian brach der Flash-Vorgang konstant ab. Unter Ubuntu scheiterte regelmäßig der letzte Schritt, die Verifizierung: "avrdude: verification error; content mismatch". Am Raspberry Pi brach das Aufspielen der Firmware an unterschiedlichen Schritten im Prozess, sowohl während des Schreibens als auch während des Verifizierens ab: "avrdude: programmer is not responding". CUNO2 in 5 Schritten zuverlässig flashen Um ein zuverlässiges Flashen sicherzustellen, können folgende 5 Schritte (getestet unter Ubuntu auf einem Intel NUC) verwendet werden. Dazu wird entweder direkt in der Konsole des Linux-Rechners gearbeitet (wenn Tastatur und Bildschirm angeschlossen sind) oder von einem Remote-Rechner aus eine SSH-Verbindung mit der Linux-Maschine hergestellt. Letzteres funktioniert bei einem Mac mit der Terminal-App durch Eingabe von "ssh username@192.168.278.99", wobei die IP-Adresse hinter dem "@" und der username davor an die eigenen Inhalte angepasst werden müssen. Daraufhin werden folgende Schritte durchgeführt: Schritt 1 sudo apt-get -y install subversion avrdude gcc-avr avr-libc screen Schritt 2 svn co https://svn.code.sf.net/p/culfw/code/ Schritt 3 cd code/trunk/culfw/Devices/CUNO2 Schritt 4 sudo nano makefile Jetzt wird die Zeile "AVRDUDE_PORT = /dev/ttyACM0 -b 38400" gesucht und die voreingestellte Bezeichnung des USB-Ports (hier ttyACM0) durch die am eigenen System richtige Bezeichnung des USB-Ports, an dem der CUNO2 zum Flashen angeschlossen wird, ersetzt. Um diese Bezeichnung zu identifizieren, kann der Befehl "tail -f /var/log/syslog" genutzt werden, der eine Art USB-Protokollmodus aktiviert und somit durch An- und Abstecken des CUNO am gewünschten USB-Port des Linux-Rechners die Port-Bezeichnung verrät (z.B. ttyUSB2). Die makefile wird z.B. also in der genannten Zeile wie folgt verändert: AVRDUDE_PORT = /dev/ttyUSB2 -b 38400 Schritt 5 Jetzt den CUNO2 mit gedrückter "Programmiertaste" an den USB-Port anschließen. Die LED blinkt. Anschließend: sudo make usbprogram Daraufhin wird der Flashvorgang gestartet und erfolgreich beendet. Aus meinem täglichen Leben Der CUNO2 ist laut busware.de aktuell am "Aussterben", weil er demnächst durch eine neuere Version ersetzt wird. Nichtsdestotrotz erfüllt das Gateway seinen Zweck zu 100% und ermöglicht vor allem eine recht einfache Anbindung von One-Wire-Komponenten an das Smart-Home-System FHEM. Nach langem Suchen und Probieren, habe ich endlich die passenden 5 Schritte finden und dokumentieren können, die jedenfalls bei mir zu einem erfolgreichen Flashvorgang geführt haben, was mit bestehenden Anleitungen nicht funktioniert hatte. ### Selbstbau-Sensoren im Smart Home mit FHEM nutzen: ein Guide für Einsteiger Verglichen mit anderen Consumer-Technologien kann ein Smart Home durch den Kauf neuer Geräte recht schnell zur teuren Angelegenheit werden. Gut, dass durch die offene Lösung FHEM ein Best-of-Breed-Ansatz existiert, mit dem sich Komponenten verschiedener Systeme reibungslos kombinieren lassen. Somit kann beispielsweise ein aus HomeMatic bestehendes "Kernsystem" mit Sensoren und Aktoren anderer Hersteller nachgerüstet werden, die nicht nur günstiger, sondern je nach Einsatzzweck auch noch besser geeignet sind. Eine sehr interessante Alternative kann dabei gerade auch der Selbstbau von Sensoren mittels Arduino sein (siehe unsere Howto-Serie: Arduino im Smart Home). Vor allem für Anfänger ist diese Technologie jedoch schwer zu implementieren und gerade was die softwareseitige Anbindung an FHEM angeht, oftmals auch zu komplex. In diesem Howto-Artikel wird daher Schritt für Schritt eine Alternative gezeigt, die es auch Einsteigern erlaubt Selbstbau-Sensoren per Arduino an FHEM anzubinden. Grundprinzip Arduino in einfachen Worten erklärt Der Arduino ist ein kleiner Computer, der je nach Modell ab etwa 10 EUR zu haben ist (Experten mögen mir die stark vereinfachte Ausdrucksweise zu Zwecken der Verständlichkeit bitte verzeihen). Er besitzt diverse Ein- und Ausgänge, an denen sowohl Smart-Home-Sensoren, als auch -Aktoren angeschlossen werden können. Der Preis für die meisten Arduino-Sensoren, die man auch aus kommerziellen Smart-Home-Systemen kennt (z.B. Bewegungsmelder, Helligkeitssensor, Temperatur- /Luftfeuchtigkeitssensor, etc.), liegt dabei zwischen dem Cent- und einstelligem Euro-Bereich. In diesem Howto geht es vor allem um Sensoren, von deren Art ein Arduino zweierlei nutzen kann: digitale Sensoren: liefern 0 oder 1 als "Messergebnis" (z.B. Bewegungsmelder: "an" oder "aus") analoge Sensoren: liefern einen Wert aus einem Wertebereich von x bis y als "Messergebnis" (z.B. Temperaturmessung: "21,2 Grad" oder "23,7 Grad" etc.) Ein Arduino hat außerdem eine USB-Schnittstelle, mit deren Hilfe man über einen angeschlossenen Mac oder PC kleine Programme schreiben kann, um dem Arduino darüber zu informieren, welche Art von Sensoren z.B. an welchem Eingang angeschlossen wurden und was der Arduino mit den erhaltenen Messwerten jetzt eigentlich anfangen soll. Hier wird die Thematik allerdings für viele Einsteiger uninteressant, weil man die Programme mit der Arduino IDE Software selbst schreiben muss. Dieses Howto zeigt jedoch eine alternative, programmierfreie Lösung! Welche Hardware wird benötigt? Arduinos oder Nachbauten (werden auch "Clones" genannt) gibt es in verschiedenen Ausführungen, die sich z.B. in der Anzahl von Ein- und Ausgängen (Ports), der Baugröße und dem Speicher unterscheiden. Sie heißen beispielsweise "Arduino Nano", "Arduino Uno" oder "Arduino Mega". Damit ein Arduino auch mit seiner Umwelt kommunizieren kann, wird zusätzlich ein LAN-Anschluss benötigt. Bei Arduino wird das nötige Bauteil dafür "Ethernet Shield" genannt und kann bei einem "Mega" beispielsweise einfach auf den Arduino aufgesteckt werden. Schließlich werden noch Sensoren benötigt, die man im Smart Home betreiben möchte. Im hier gezeigten Howto wird ein Bodenfeuchtesensor zur Ermittlung der Feuchtigkeit von Blumenerde verwendet. Wer in die Welt des Arduinos einsteigen möchte, sollte sich ein "Starter-Paket" zulegen. Ich persönlich habe zu Beginn auf das Funduino Starterset "Mega 8" (Affiliate-Link) zurückgegriffen, weil das Modell "Mega" die größte Anzahl an Ports hat und sich zum experimentieren hervorragend eignet und auch alle weiteren Kleinteile (wie die genannten Sensoren, Steckverbinder, USB-Kabel und der Gleichen) bereits beinhaltet. Ein Ethernet-Shield wird hier allerdings trotzdem zusätzlich benötigt. Programmieren überflüssig: Arduino mit Configurable Firmata Mit "Configurable Firmata" gibt es eine Softwarelösung, die das Programmieren in der Arudino IDE Software überflüssig macht. Die vorgefertigte Firmware wird heruntergeladen und auf den Arduino übertragen. Danach kann jeder einzelne Port des Arduino, der per LAN mit dem Heimnetzwerk verbunden wird, in FHEM genutzt werden, um Sensorwerte aus daran angeschlossenen Sensoren abzufragen, ohne dies vorab in der Arduino-Programmierumgebung festzulegen. Im Fhemwiki ist das Vorgehen zur Installation von Firmata auf einem Arduino (technisch) gut beschrieben. Nachfolgend ist der dort erläuterte Ablauf noch einmal Schritt für Schritt für Einsteiger aufgeführt. Arduino IDE herunterladen und installieren: Download bei Arduino.cc Firmware "Configurable Firmata" (Zip-Datei) herunterladen: Download aus dem Github Configurable Firmata entpacken und den Paketinhalt in folgenden Ordner verschieben. Wenn der Ordner "Firmata" bereits vorhanden ist, diesen vorher entfernen. - Mac: /Applications/Arduino.app/Contents/Java/hardware/arduino/avr/libraries/Firmata - Windows: /Program\ Files/arduino-1.5.x/hardware/arduino/avr/libraries/Firmata Arduino IDE öffnen und Configurable Firmata öffnen. Auf einem Mac wird dies mit folgendem "Klickpfad" umgesetzt: "Datei" -> "Beispiele" -> "Firmata" -> "Configurable Firmata" Netzwerkeinstellungen der Customizable Firmata Firmware anpassen (zu finden etwa auf Höhe der Zeilen 40/41 UND 62-76) Hierzu den folgenden Code entweder einfügen oder entsprechend abändern. Einerseits müssen die auskommentierten "inlcudes" von Ethernet und SPI "aktiviert" werden (Zeile 40/41). #include #include Ferner muss individuell der Eintrag hinter "define remote_ip IPAddress" angepasst werden, hinter der sich die IP-Adresse des FHEM-Servers (in diesem Howto wird FHEM als Smart Home Server genutzt; mehr Infos siehe weiter unten) befindet (hier: 192.168.178.68). /*============================================================================== * Network configuration for Network Firmata *============================================================================*/ #define NETWORK_FIRMATA //replace with ip of server you want to connect to, comment out if using 'remote_host' #define remote_ip IPAddress(192,168,178,68) //replace with hostname of server you want to connect to, comment out if using 'remote_ip' //#define remote_host "server.local" //replace with the port that your server is listening on #define remote_port 3030 //replace with arduinos ip-address. Comment out if Ethernet-startup should use dhcp. Is ignored on Yun //#define local_ip IPAddress(192,168,178,99) //replace with ethernet shield mac. It's mandatory every device is assigned a unique mac. Is ignored on Yun const byte mac[] = {0xDE, 0xAD, 0xBE, 0xEF, 0xFE, 0xED}; #endif Platine auswählen: Bevor die Firmware "Firmata" auf den Arduino übertragen wird, wird dieser nun per USB mit dem Rechner verbunden, sodass im Folgenden die passende Platine ausgewählt werden kann. Auf einem Mac geht das über: "Werkzeuge" -> "Platine" -> "Arduino Mega oder Mega 2560" (als Beispiel für die Nutzung eines Arduino Mega). Wer z.B. einen "UNO" verwendet, wählt hier das entsprechende Pendant. Port wählen: Als letzter Schritt vor der Übertragung muss noch der richtige Port ausgewählt werden: "Werkzeuge" -> "Port" -> Entsprechenden Arduino auswählen. Nur für Arduino Mega 2560: Wer einen Mega 2560 verwendet, muss eine weitere Passage im Code der Customizable Firmata abändern, da bei diesem Modell einzelne Ports anders genutzt werden. Die betroffene Passagen ist bereits durch die Entwickler mit Kommentaren versehen (Zeilen 252-277). Für die Änderungen einfach den nachfolgenden Code unten komplett kopieren und als Ersatz für den "Original"-Code einfügen.  // Network Firmata communicates with Ethernet-shields over SPI. Therefor all // SPI-pins must be set to IGNORE. Otherwise Firmata would break SPI-communication. // add Pin 10 and configure pin 53 as output if using a MEGA with Ethernetshield. // No need to ignore pin 10 on MEGA with ENC28J60, as here pin 53 should be connected to SS: #ifdef NETWORK_FIRMATA // ignore SPI and pin 4 that is SS for SD-Card on Ethernet-shield for (byte i = 0; i < TOTAL_PINS; i++) { if (IS_PIN_SPI(i) || 4 == i || 10 == i //explicitly ignore pin 10 on MEGA as 53 is hardware-SS but Ethernet-shield uses pin 10 for SS ) { Firmata.setPinMode(i, IGNORE); } } pinMode(PIN_TO_DIGITAL(53), OUTPUT); //configure hardware-SS as output on MEGA pinMode(PIN_TO_DIGITAL(4), OUTPUT); // switch off SD-card bypassing Firmata digitalWrite(PIN_TO_DIGITAL(4), HIGH); // SS is active low; // start up Network Firmata: Firmata.begin(stream); #else // start up the default Firmata using Serial interface: Firmata.begin(57600); #endif systemResetCallback(); // reset to default config } Abschließend wird die Firmata Firmware über den "Hochladen"-Button in der IDE auf den Arduino übertragen. USB-Verbindung zum Rechner trennen, Netzwerkkabel anschließen und USB-Stromversorgung anstecken: Das Selbstbau-Sensorboard ist nun bereit für den Einsatz mit FHEM! Arduino-Sensoren in FHEM nutzen FHEM ist der Open-Source-Hausautomation-Server schlechthin. Dank nahezu grenzenloser Erweiterbarkeit und Anbindung zahlreicher offener und kommerzieller Smart-Home-Systeme gibt es kaum Einschränkungen in der Gestaltung des individuellen Smart Homes. Mehr Infos gibt es in den zahlreichen meintechblog-Artikeln zu FHEM und auf fhem.de Nach der Vorbereitung der Firmware, wird jetzt das Arduino-Board in FHEM als Gateway für alle daran angeschlossenen Sensoren angelegt. Dazu wird das FHEM-Modul "FRM" verwendet. In der FHEM-Kommandozeile werden die folgenden zwei Befehle abgesetzt. define FIRMATA FRM 3030 global attr FIRMATA sampling-interval 3000 Im Anschluss daran ist ein neues Gateway mit dem Namen "FIRMATA" in FHEM angelegt. Ein Klick in dessen Detailansicht verrät, welche Ports als analoge und welche als digitale Ein- und Ausgänge verwendet werden können. Nachfolgend wird anhand eines Beispiels erläutert, wie ein Sensor mit dem Arduino und FIRMATA in FHEM eingebunden wird. Beispiel: Bodenfeuchtigkeit im Blumentopf Als Beispiel soll die Messung der Bodenfeuchte in einem Blumentopf dienen. Dies kann je nach Ideenreichtum und Umsetzung im Smart Home z.B. dazu genutzt werden, eine automatische Bewässerungssteuerung zu realisieren oder einfach den Nutzer zum Gießen per Push-Mitteilung aufzufordern. Dazu wird ein Bodenfeuchtigkeitssensor (wie der aus dem Arduino-Lernkit) zunächst mittels der Steckverbinder mit dem Arduino verbunden. Der Anschluss ist kinderleicht: (+) wird mit einem "5V"-PIN am Arduino verbunden (-) wird mit "GND" am Arduino verbunden (S) ist die Datenleitung und wird mit einem analogen Port des Arduinos verbunden Bei einem Arduino Mega sind die Ports A0 bis A15 analoge Anschlüsse. Wie auf dem Screenshot aus FHEM oben zu sehen ist, werden die analogen Ports allerdings von 54 bis 69 durchnummeriert. Das liegt daran, dass FHEM bzw. Firmata bis Port 53 alle digitalen PINS bezeichnet, und die analogen Anschlüsse dann "weiternummeriert". "A0" entspricht somit dem Port 54, "A1" dem Port 55, "A2" dem Port 56 usw. Nachdem die "Verkabelung" des Sensors erfolgt ist, kann dieser in FHEM unter Angabe des Ports angelegt werden. Dazu werden auch wieder in der FHEM-Kommandozeile folgende Befehle abgesetzt: define Wz.Pflanze FRM_AD 62 attr Wz.Pflanze IODev FIRMATA attr Wz.Pflanze event-min-interval reading:180 attr Wz.Pflanze stateFormat reading Im vorliegenden Fall ist ein Bodenfeuchtesensor (Name: "Wz.Pflanze") an den Port 62 (entspricht dem analogen Port "A8") angeschlossen. Damit FHEM weiß, wie es mit dem Sensor kommunizieren soll, muss ferner über das "IODev"-Attribut das zuvor angelegte Gateway in Form des Arduinos ("FIRMATA") angegeben werden. Um die Lese-Last zu reduzieren, sollte ferner durch die Angabe eines "event-min-interval"-Attributes das Ausleseintervall auf 3 Minuten (180 Sekunden) eingestellt werden. Ein abschließender Klick auf "Save config" speichert die neue Konfiguration dauerhaft. FHEM erfasst nun die Werte der Bodenfeuchte. Um diese auch in Form einer Logdatei zu speichern, auf deren Basis FHEM einen Verlaufsgraphen visualisieren kann, werden folgende Befehle in der Kommandozeile abgesetzt: define FileLog_Wz.Pflanze FileLog ./log/Wz.Pflanze-%Y.log Wz.Pflanze attr FileLog_Wz.Pflanze logtype text Nach einem Klick auf das eben angelegte Logfile, besteht die Möglichkeit, den Verlaufsgraphen per GUI anzulegen (Klick auf "Create SVG plot"). Der Screenshot zeigt, wie man beispielhaft einen Graphen auf Basis der Log-Daten erstellt. Aus meinem täglichen Leben Ich bin auf Firmata gestoßen, weil es gerade für die Messung der Bodenfeuchtigkeit in FHEM kaum Lösungen gibt. Da auch ich im Gegensatz zu Jörg (Arduino im Smart Home - HowTo) kein großer Fan von Arduino-Programmierung bin und die zentrale Logik lieber über meinen FHEM-Server abbilde, ist Firmata sogesehen die ultimative Lösung für mich: einmal die Firmware auf den Arduino gespielt, kann ich alles Weitere in FHEM umsetzen. Die zahlreichen Möglichkeiten, die einem durch die Sensorlandschaft zur Verfügung stehen, machen den Firmata-Arduino zu einem echten Smart Home Allrounder. Durch die Drahtverbindungen und das gehäuselose "Design" des Arduino hat das Setup zwar aktuell noch eine Art "Bastel"-Status, aber auch hier gibt es Möglichkeiten, das Ganze jetzt schon mit wenig Aufwand in eine praxistaugliche Variante zu transferieren. Wer z.B. in seinem Garten oder auf dem Balkon die Bodenfeuchtigkeit erfassen möchte, platziert den Arduino einfach in einem wasserdichten Installationsgehäuse mit Stufennippeln, das es in nahezu allen Größen gibt. Ich empfehle für den Einstieg in die Materie das bereits oben erwähnte Funduino Starterset "Mega 8" (Affiliate-Link), weil hier bereits zahlreiche Sensoren und alles nötige Zubehör für die ersten Gehversuche mit Arduino und Firmata vorhanden sind. Das Ethernet Shield (Affiliate-Link) muss jedoch zusätzlich erworben werden. Mit der Zeit kann man dann Schritt für Schritt eine "praxistaugliche" Lösung aus den Komponenten entwickeln, indem man z.B. bessere Bodenfeuchtesensoren, wie den Vegetronix VH400 (Affiliate-Link) und weitere Anbauteile zu der Lösung hinzufügt. Hinweis/Update vom 08.02.2016: Der Vegetronix VH400 (Affiliate-Link) ist mittlerweile bei Amazon verfügbar, jedoch noch sehr teuer. Es handelt sich dabei jedoch aktuell um den einzigen Sensor, der wirklich komplett korrosionsfrei und damit langfristig funktioniert. Wenn man sich einmal überlegt, was ein per Firmata angebundener Arduino damit eigentlich jetzt schon ermöglicht, fallen die "Unzulänglichkeiten" der aktuellen Lösung schnell in den Hintergrund. Für nur wenige Euro kann man z.B. einen "One-Room-Solution"-Arduino bauen, an den alle im Smart Home relevanten Sensoren angeschlossen sind: Temperatur- und Luftfeuchtigkeit, Helligkeit, Bewegung, Bodenfeuchte für Raumpflanzen, Energiemessung etc. - und all das, ohne in der Arduino IDE zu programmieren! ### Logitech Harmony per FHEM anbinden - Perfekte Integration ins Smart Home Die quelloffene Software FHEM hat sich als Schweizer Taschenmesser unter den Smart-Home-Lösungen etabliert. Es gibt kaum ein Smart-Device, welches nicht bereits an FHEM gekoppelt werden kann. So auch die Universalfernbedienung Logitech Harmony Ultimate, welche in Kombination mit dem Harmony Hub viele spannende Funktionen ermöglicht. So lässt sich über FHEM dann nicht nur der TV ein- bzw. auszuschalten, sondern bspw. auch die Schlafzimmerbeleuchtung je nach Harmony-Aktivität automatisch mitdimmen. Wie das funktioniert und wie die Harmony Remote in FHEM eingebunden wird, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. Logitech Harmony Ultimate und Harmony Hub Für die hier gezeigte Integration wird eine Harmony Ultimate inkl. Harmony Hub (Affiliate-Link) vorausgesetzt. Die Harmony Ultimate-Fernbedienung kommuniziert dabei per Funk mit dem Harmony Hub, welcher die Steuerbefehle der Remote ohne nennenswerte Zeitverzögerung in Infrarot- bzw. Bluetooth-Signale übersetzt und damit die Ansteuerung von TV, Sat-Receiver und Co. ermöglicht. Die Anbindung in FHEM funktioniert dabei im Grunde aber auch ausschließlich mit dem  Harmony Hub (Affiliate-Link), welcher auch einzeln erworben werden kann. Er wird per WLan ins heimische Netz eingebucht und übernimmt nachfolgend die Schnittstellenfunktion zu FHEM. Ohne Remote und ausschließlich mit dem Harmony Hub lässt sich das Ganze dann auch komplett per Smartphone-App steuern, je nach Anwendungsfall ist die Nutzung per Harmony Remote aber doch ein gutes Stück praktischer, auch wenn die Remote spätestens einmal pro Woche geladen werden muss. Die Ladestation kann aber dabei als Aufenthaltsort der Harmony Fernbedienung dienen, sofern diese gerade nicht genutzt wird. Dadurch bleibt der Akku immer ausreichend aufgeladen. Einrichtung der Harmony Remote Die Einrichtung der Harmony Remote funktioniert mittlerweile schon recht gut per Smartphone-App. Ich selbst habe die kostenfreie iOS-App genutzt, für Android gibt es aber natürlich das passende Pendant. Zunächst werden die gewünschten Geräte, also TV, Sat-Receiver, Apple TV, Verstärker hinterlegt. In der Harmony-Onlinedatenbank gibt es eigentlich immer das passende Gerät, welches ohne Modifikation auch genutzt werden kann. Die einzelnen Tasten lassen sich auch recht einfach anpassen, sofern dies einmal notwendig ist. Fehlende Tasten bzw. Funktionen lassen sich darüber hinaus auch über die Harmony Remote mithilfe der Originalfernbedienung anlernen. Dazu kann die PC-Version der Harmony-Software genutzt werden, welche Silverlight voraussetzt und den Rechner damit oftmals recht schnell zum Schwitzen bringen kann. Teilweise ist die Einrichtung etwas frickelig, beim zweiten oder dritten Versuch sollte es aber spätestens klappen. Danach werden die sogenannten Aktivitäten definiert. Eine Aktivität kann dabei mehrere Geräte beinhalten. Der TV wird als Anzeigemedium gewählt, der Apple TV als Videoquelle und der AV-Verstärker für die Audioausgabe. Dadurch werden die verschiedenen Funktionen automatisch in der Aktivität "Apple" verknüpft. Ein Tastendruck auf gleichlautende Aktivität startet dann den TV mit dem passenden HDMI-Eingang, der AV-Receiver schaltet sich dann ebenfalls mit der korrekten Input-Quelle ein und der Apple-TV wird aus dem Standby geweckt. Die Navigationstasten der Fernbedienung steuern dann automatisch den Apple TV an, die Lauter- bzw. Leisertasten direkt den AV-Verstärker und so weiter. Werden mehrere Aktivitäten angelegt, schalten sich bei einem Wechsel zwischen den Aktivitäten dann automatisch nicht mehr benötigte Geräte ab, was sehr praktisch ist. Das Ganze lässt sich sehr individuell einrichten, was auf der einen Seite je nach Anzahl der einzubindenden Geräte recht aufwändig und zeitraubend sein kann, auf der anderen Seite aber den späteren Betrieb weitgehend vereinfacht. Hier sollte man sich am besten einen ganzen Abend Zeit nehmen, da sich die Einrichtung schnell in die Länge ziehen kann. Ist alles soweit eingerichtet, wie man sich das wünscht, kann es mit der Integration in FHEM weitergehen. Einbindung der Harmony Remote in FHEM Wie im FHEM-Wiki nachzulesen, muss für den Betrieb der Harmony Ultra-Remote auf dem FHEM-Server nur ein Softwarepaket nachinstalliert werden. Also erst einmal per Terminal auf dem FHEM-Server (hier ein Raspberry Pi 2 (Affiliate-Link)) einloggen (Standardpasswort lautet "raspberry"): ssh pi@192.168.3.37 und die notwendigen Befehle absetzen: sudo apt-get update && sudo apt-get -y install libjson-perl Jetzt fehlt nur noch der passende Eintrag in der fhem.cfg, um das Harmony-Modul zu aktivieren: define SZ.Harmony harmony 192.168.3.110 attr SZ.Harmony room Schlafzimmer 192.168.3.110 steht in diesem Beispiel stellvertretend für die IP des Harmony Hubs, welche bspw. über die Fritzbox unter http://fritz.box -> Heimnetz -> HarmonyHub ermittelt werden kann. Hier lassen sich auch MyHarmony-Benutzername (E-Mail-Adresse) und Passwort angeben, was aber nicht notwendig ist. Also erstmal weglassen und erst bei Bedarf eintragen (siehe FHEM-Wiki). Ist der Eintrag hinterlegt und gespeichert, wird noch per FHEM-Kommandozeile der Befehl set SZ.Harmony autocreate abgesetzt. Dadurch werden am Harmony Hub angemeldete Geräte automatisch in FHEM übernommen. Jetzt können mit eingerichteten Aktivitäten mit get SZ.Harmony activities und die jeweiligen Schaltbefehle der Geräte mit get SZ.Harmony deviceCommands angezeigt werden. Und das war es auch schon mit der Ersteinrichtung in FHEM. Nach kurzer Zeit schaltet der im Raum "Schlafzimmer" -> "WZ.Harmony" zu findende Harmony Hub auf "connected" und alle dort bereits angebundenden Geräte sind zu sehen. Unter "WZ.Harmony" sind dann auch alle Readings - wie der "activityStatus"- einsehbar, der später für das automatische Schalten der Beleuchtung genutzt werden kann. Jetzt noch ein Klick auf "Save config" und die neu eingerichteten Geräte bleiben permanent auch nach dem nächsten Neustart gespeichert. TV per FHEM ein- und ausschalten Ab sofort lassen sich auch bereits erste Steuerbefehle absetzen und bspw. der TV ein- und ausschalten: set SZ.Harmony command LG-Fernseher PowerToggle So lässt sich bspw. auch recht einfach ein Funktaster - in diesem Fall ein HomeMatic Wanschalter (Affiliate-Link) - nutzen, um den Fernseher über den oberen Tastpunkt ein- bzw. auszuschalten: define TastendruckSchaltetTV notify SZ.Funktaster.Oben:Short.* set SZ.Harmony command LG-Fernseher PowerToggle Auch werden im "Event Monitor" die Benutzerinteraktionen beim Starten und Stoppen der über die Harmony Remote konfiguriereten Aktivitäten (Activities) angezeigt. Genutzt wird dabei später bspw. das Event "2015-08-10 20:02:21 harmony SZ.Harmony currentActivity: starting RaspBerry". Update vom 19.08.2016: Seit einiger Zeit ist es über einen kleinen Umweg auch möglich einzelne Tastendrücke der Harmony Fernbedienung in FHEM "mitzulesen" - und damit nicht mehr ausschließlich nur die Activities. Mehr Infos dazu im untenstehenden Kommentar von Sebastian. Automatisch gedimmtes Licht je nach Aktivität Um das Licht je nach gewählter Hamony-Aktivität an- und auszuschalten bzw. zu dimmen, werden nachfolgend verschiedene notify-Befehle genutzt. Beim Starten der Harmony-Aktivität "Fernsehen" wird die Beleuchtung "WZ.Bodenbeleuchtung" eingeschaltet. Beim Starten der Aktivitäten "RaspBerry" bzw. "Apple" wird der Dimmaktor auf 30 bzw. 20 Prozent gedimmt, um eine geringere Helligkeit zu setzen. Genutzt werden kann dafür bspw. der HomeMatic Funk-Dimmaktor (Affiliate-Link). Wird eine Aktivität mit ("PowerOff") gestoppt, schaltet das Licht wieder aus. define StartingFernsehenLichtDimmen40 notify SZ.Harmony.currentActivity:.starting.Fernsehen set WZ.Bodenbeleuchtung on define StartingRaspBerryLichtDimmen30 notify SZ.Harmony.currentActivity:.starting.RaspBerry set WZ.Bodenbeleuchtung 30 define StartingAppleTVLichtDimmen20 notify SZ.Harmony.currentActivity:.starting.Apple set WZ.Bodenbeleuchtung 20 define StartingPowerOffLichtAus notify SZ.Harmony.currentActivity:.PowerOff set WZ.bodenbeleuchtung off Mit diesem Grundgerüst lassen sich noch viele weitere Spielereien umsetzen, wobei leider aktuell für solche automatischen FHEM-Schaltvorgänge nur die Start- und Stopvorgänge der Aktivitäten genutzt werden können, da nur diese und keine direkten Schaltvorgänge einzelner Geräte als Event in FHEM auftauchen. Aus meinem täglichen Leben Seit Langem nutze ich bereits Harmony Fernbedienungen, um das Fernsteuerungs-Chaos zu minimieren und gleichzeitig den WAF im smarten Zuhause zu erhöhen (mit unterschiedlichem Ergebnis). Je eine Harmony Ultimate inkl. Harmony Hub (Affiliate-Link) ist dabei im Wohn- bzw. Schlafzimmer in Betrieb und ersetzt in meinem Fall bis zu ein Dutzend konventionelle Fernbedienungen. Seit meiner ersten Harmony, über welche ich bereits vor über vier Jahren im Artikel Logitech Harmony One - Universalfernbedienung deluxe berichtet hatte, ist technologisch Einiges passiert. Die Harmony-Software für den PC/Mac wurde verbessert, wobei ich die Nutzung des bereits überholten Silverlight als Grundlage der Software immer noch nicht nachvollziehen kann. Hier sollte Logitech einmal einen Cut machen und die Software neu aufsetzen. Aber vielleicht ist man ja auch bestrebt alle Funktionalität per Smartphone bereitzustellen. Ein Firmwareupdate lässt sich aktuell jedenfalls nur über den PC per USB-Anschluss starten. Glücklicherweise bietet die Smartphone-App auch jetzt bereits nicht nur rudimentäre Steuerungsfunktionen, sondern in Kombination mit dem Harmony Hub auch Konfigurationsmöglichkeiten, um die Harmony Remote on-the-fly und ohne Kabelgewirr über das USB-Kabel umzuprogrammieren, welches für das Firmware Update notwendig ist. Das ist auch einer der großen Vorteile, die gerade das teuere Set bestehend aus Harmony Ultimate inkl. Harmony Hub (Affiliate-Link) mit sich bringt. Eine in der App getätigte Änderung wird dann in wenigen Sekunden automatisch über den Hub auf die Harmony Remote gepusht. Ein zeitaufwändiges Anschließen der Fernbedienung an einen PC bei kleinen Änderungen entfällt damit gänzlich. Auch bin ich mittlerweile ein richtiger Fan der funkbasierten Übertragung zwischen Remote und Hub geworden, welche das Schalten ohne direkte Sichtverbindung erlaubt. So kann man getrost eine Taste auf der Remote drücken und braucht dabei nicht auf deren Ausrichtung zu achten, wie bspw. bei der "normalen" Harmony Touch (Affiliate), welche Signale ausschließlich per Infrarot und nicht per Funk aussendet. Das macht auf Dauer einfach keinen Spaß, wenn man sich bei jedem Tastendruck verrenken muss, um den Receiver im AV-Schrank "um die Ecke" ansteuern zu können. Update vom 16.08.2015: michbeck hat gerade darauf hingewiesen, dass auch die Harmony Touch mit einem Hub betrieben werden kann. Das bestätigt auch die Harmony Homepage, welche besagt: "Mit dem Harmony Ultimate Hub nutzen Sie das volle Potenzial der Harmony-Technologie, indem der Harmony Touch Funkfunktionen hinzugefügt werden." Danke für die Info! Das hatte ich bisher nicht auf dem Schirm. Update Ende Der "Funk"-Umweg der Ultimate-Remote über den Hub, welcher noch bei älteren Harmony-Generationen zu einem störenden Zeitverzug geführt hatte, ist bei der aktuellen Generation glücklicherweise so gering, dass er nicht mehr wahrnehmbar ist. Deshalb ist die Harmony Ultimate in Kombination mit dem Harmony Hub und der Integration mit FHEM aktuell die von mir präferierte Lösung, auch wenn der Kaufpreis erstmal abschreckt. Selbst wenn die Einrichtung manchmal echt nervig und zeitraubend sein kann, ein besseres Gesamtpaket habe ich bisher noch nirgendwo gefunden. ### Sonos Play:1 und FHEM - Sound im ganzen Haus Multiroom-Audio darf eigentlich in keinem Smart Home fehlen. Leider ist gerade die Nachrüstung schwierig, da benötigte Kabel nachträglich oftmals nur mit großem Aufwand installiert werden können. Sonos bietet mit seinen per WLan angebundenen Lautsprechern eine praktische Alternative, die sich zudem perfekt in FHEM integrieren lässt. Was die Sonos Play:1-Lautsprecher so alles können und wie man praktische Funktionen über FHEM automatisieren kann, um neben gewöhnlicher Musikwiedergabe bspw. auch Sprachausgabe zu realisieren, ist Inhalt des nachfolgenden Blogposts. Sonos Play:1 - Ausgepackt und installiert in fünf Minuten Wer die Sonos Play:1-Lautsprecher, welche in schwarz (Affiliate-Link) und weiss (Affiliate-Link) erhältlich sind, aus ihrer Verpackung wuchtet, wird sicherlich erst einmal über deren hohes Gewicht von knapp zwei Kilo erstaunt sein. Die recht schweren Boxen mit den geringen Abmessungen von 16,2 x 12 x 12 cm machen dabei nicht nur auf den ersten Blick eine gute Figur und einen wertigen Gesamteindruck. Wesentlich wichtiger jedoch als die Optik ist natürlich der Sound der Lautsprecher. Also erst einmal die kostenlose Sonos-App für iOS installieren und die gut bebilderte Ersteinrichtung durchführen, um die Sonos Play:1 in Betrieb zu nehmen. [app 293523031] Die Sonos-App für Android ist übrigens optisch fast identisch, hatte bei meinen Tests aber anfangs Probleme bei der Einrichtung. Nach der Registrierung (E-Mail-Adresse wird benötigt) wird dann noch ein Firmware-Update durchgeführt, sodass nach spätestens fünf Minuten alles korrekt eingerichtet und betriebsbereit ist. Die Einrichtung wird dann für jeden weiteren Lautsprecher wiederholt, wobei sich die notwendigen Schritte drastisch reduzieren, da die Grundeinstellungen (Account, WLan-Settings) dann automatisch übernommen werden. Wer mehr als einen Lautsprecher pro Raum installieren möchte, kann über die App Stereo-Paare erzeugen, sodass immer zwei Lautsprecher als Team agieren. Wird dann die Lautstärke an einem der verbundenen Lautsprecher geändert, zieht der zweite Lautsprecher automatisch nach. Im Bad reicht locker eine Box, das Schlafzimmer verträgt aber auch zwei Lautsprecher. Sind alle zu installierenden Lautsprecher an Ort und Stelle platziert, lässt sich über die Sonos-App direkt lokal vorgehaltene Musik oder auch ein Internetradio starten. Der Stream spielt dann praktischerweise einfach weiter, sollte die App geschlossen werden. Auch lassen sich Gruppen bilden, sodass die selbe Musikquelle synchron bspw. im Bad und Schlafzimmer wiedergegeben wird. Eine Funktion, die man mit gewöhnlichem UPnP gewöhnlich nicht hinbekommt und quasi ein Alleinstellungsmerkmal von Sonos ist (wobei Apples AirPlay auch perfekt funktioniert, gerade was die synchrone Wiedergabe betrifft). Wer bereits etwas über die gute Klangqualität der Sonos Play:1 gelesen hat (Quelle: audio.de), wird sicherlich mit einer gewissen Erwartungshaltung den ersten Stream starten und die Ohren genau spitzen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird man dann eine Überraschung erleben, im positiven Sinne. Denn was Sonos aus den kleinen Play:1-Würfeln zaubert, ist schlicht grandios. Neben glasklaren Höhen mischen sich satte Bässe, die man bei einer solch geringen Baugröße kaum erwarten würde. Auch bei hohen Lautstärken gibt es kein Zeichen von Übersteuern, Krachen, Klirren oder unangenehmen Frequenzverschiebungen. Alles natürlich nur subjektiv, wobei bei solchen Dingen bin ich grundsätzlich recht anspruchsvoll. Aber auch bei geringer Lautstärke machen die Zweiwege-Monitore eine gute Figur, wobei - wie bei fast allen Aktivlautsprechern - ein leiser hochfrequenter Piepton wahrnehmbar ist, sobald man seine Ohren direkt vor die im Standby befindlichen Lautsprecher parkt. Das ist wirklich nicht störend, sollte bei dieser Preisklasse meiner Meinung nach dennoch nicht vorkommen. Alleine aufgrund der einfachen Einrichtung und des hohen Spaßfaktors erfüllen die Sonos Play:1 (Affiliate-Link) eigentlich bereits alle Anforderungen an ein gelungenes Multiroom-System, wäre da nicht noch die umfangreiche FHEM-Integration, die den Spaßfaktor noch maßgeblich erhöht. Notwendig ist dafür lediglich ein FHEM-Server, der, wie im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten beschrieben, mit überschaubarem Aufwand eingerichtet werden kann. Integration von Sonos in FHEM Wie im FHEM-Wiki nachzulesen, müssen für den Betrieb der Sonos-Lautsprecher auf dem FHEM-Server erst einmal einige Softwarekomponenten nachinstalliert werden. Also erst einmal per Terminal auf dem FHEM-Server (hier ein Raspberry Pi 2 (Affiliate-Link)) einloggen (Standardpasswort lautet "raspberry"): ssh pi@192.168.3.97 und die notwendigen Befehle absetzen: sudo apt-get update && sudo apt-get -y install libwww-perl libsoap-lite-perl libxml-parser-lite-perl Jetzt fehlt nur noch der passende Eintrag in der fhem.cfg, um das Sonos-Modul zu aktivieren: define Sonos SONOS localhost:4711 30 1 5 Und das war es auch schon. Update vom 05.01.2016: Wer die Fehlermeldung "Cannot load module SONOS" erhält, muss noch ein fehlendes Perlmodul nachinstallieren. Unter wheezy ist das der Befehl: sudo cpan SOAP::Lite Nach der Eingabe kann es etwas dauern, also nur die Ruhe bewahren und abwarten. Im Anschluss dann den obigen "define Sonos..." Befehl erneut in FHEM ausführen. Die Meldung "Cannot load module SONOS" sollte jetzt nicht mehr auftauchen. Innerhalb ein bis zwei Minuten sollten alle im Netzwerk verfügbaren Sonos-Lautsprecher im Raum "Sonos" auftauchen. Der Status des SONOS-Moduls wechselt dabei vom Status "disconnected" nach einiger Zeit automatisch auf "opened". Jetzt noch ein Klick auf "Save config" und die neu eingerichteten Geräte bleiben permanent auch nach dem nächsten Neustart gespeichert. Ab sofort lassen sich auch bereits erste Steuerbefehle absetzen und bspw. die Lautstärke verändern oder die Wiedergabe starten bzw. stoppen, was später noch relevant sein wird. Weiterhin lassen sich über einen Klick auf das Sonos-Device dessen Readings anzeigen. Hier reichen die verfügbaren Informationen vom aktuellen Status (transportState) über aktuelle Einstellungen für Balance und Bass bis hin zur URL des aktuellen Radiosenders (currentTrackURI). Auch werden im "Event Monitor" die Benutzerinteraktionen beim Druck auf eine der drei Tasten der Sonos Play:1 ohne Zeitverzögerung angezeigt, welche für erweiterte Schaltvorgänge genutzt werden können. Automatische Musikwiedergabe bei Anwesenheit Die Sonos-Lautsprecher lassen sich bereits standardmäßig recht einfach per Sonos-App, FHEM-Interface und durch die integrierten Tasten auf deren Oberseite bedienen. Durch FHEM lassen sich aber auch weitere nette Spielereien realisieren, sodass bspw. der Sonos Play:1 (Affiliate-Link) im Badezimmer automatisch mit dem gewünschten Webradio-Stream startet, sobald über einen Präsenzmelder Bewegung erkannt wird. Genutzt wird in diesem Fall ein bereits in FHEM angelernter HomeMatic Funk-Bewegungsmelder (Affiliate-Link), der bei einer erkannten Bewegung den Status "motion" übermittelt. Als erstes sorgt ein notify dafür, dass bei Bewegung (motion) des Bewegungsmelders (BZ.Bewegungsmelder) der Internetradiostream von SWR3 mit einer Lautstärke von 10 gestartet wird, sofern aktuell noch keine Wiedergabe aktiv ist. #Bei Bewegung -> Webradiostream starten define BZBewegungsmelderWebradioStart notify BZ.Bewegungsmelder:motion {fhem ("set Sonos_Bad PlayURI http://swr-mp3-m-swr3.akacast.akamaistream.net/7/720/137136/v1/gnl.akacast.akamaistream.net/swr-mp3-m-swr3 10;; setstate BZBewegungsmelderWebradioStop defined") if (ReadingsVal("Sonos_Bad", "transportState", "0") eq "STOPPED")} Damit die Wiedergabe automatisch wieder stoppt, sobald für zwei Minuten keine Bewegung mehr registriert wird, kommt der Watchdog namens BZBewegungsmelderWebradioStop ins Spiel, dessen Funktionsweise bereits im Artikel FHEM: Watchdog zur Automatisierung einsetzen beschrieben wurde: #Nach 2 Minuten ohne Bewegung -> Webradiostream stoppen define BZBewegungsmelderWebradioStop watchdog BZ.Bewegungsmelder:motion 00:02:00 SAME set Sonos_Bad Stop;; setstate BZBewegungsmelderWebradioStop defined Sprachausgabe über Sonos-Lautsprecher Bisher hatte ich, wie im Artikel "Willkommen Zuhause!" – Sprachausgabe in FHEM realisieren beschrieben, einen HomeMatic Funk-Gong (Affiliate-Link) im Einsatz, welcher für die Sprachausgabe eingesetzt wurde. Diese Lösung wird mit den Sonos jedoch obsolet, da bequem Befehle bzw. Statushinweise über die Sonos Play:1 wiedergegeben werden können. Damit das funktioniert, muss auf dem FHEM-Server eine Samba-Freigabe einreichtet werden. Dazu wieder ins Terminal und nachfolgende Befehle ausführen. Erst einmal werden die notwendigen Pakete installiert: sudo apt-get update && sudo apt-get -y install samba samba-common-bin Danach wird ein neuer Freigabeordner erstellt: sudo mkdir -p /opt/fhem/SonosSpeak Und die notwendige Berechtigung gegeben: sudo chmod 777 /opt/fhem/SonosSpeak Anschließend wird die Konfigurationsdatei geöffnet: sudo nano /etc/samba/smb.conf und die bestehenden Einträge am Ende der Datei ergänzt mit: [SonosSpeak] read only = false path = /opt/fhem/SonosSpeak guest ok = yes Gespeichert wird die Datei anschließend mit der Tastenkombination "Strg + o" und geschlossen mit der "Strg + x". Zum Schluss wird der Samba-Server noch neugestartet: sudo /etc/init.d/samba restart In der fhem.cfg müssen dann noch einige Parameter für das Sonos-Modul hinzugefügt werden, damit die mp3-Dateien, welche bei einer Sprachansage erzeugt (targetSpeakDir) und dann vom Sonos-Lautsprecher gelesen (targetSpeakURL) werden können: attr Sonos targetSpeakDir /opt/fhem/SonosSpeak attr Sonos targetSpeakURL \\192.168.3.97\SonosSpeak attr Sonos targetSpeakFileTimestamp attr Sonos targetSpeakMP3FileDir /opt/fhem/SonosSpeak Dabei muss jeder die IP (hier: 192.168.3.97) mit der eigenen IP des FHEM-Servers ersetzen. Weitere Details zur Einrichtung sind im FHEM-Wiki zu finden. Hinweis: Eventuell fehlen jetzt noch benötigte Schreibrechte für FHEM. Ein Update folgt in Kürze, sobald ich das nochmal durchtesten konnte. Ist die Samba-Freigabe eingerichtet, kann die Sprachausgabe dann als Hinweisgeber genutzt werden, sobald bspw. das Programm der Waschmaschine fertig ist. Mehr Details dazu im Artikel HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Deine Waschmaschine ist fertig. Hier wird ein einfacher notify-Befehl genutzt, der auslöst, sobald "HR.WaschmaschineBetrieb" auf "standby" schaltet. #Sprachausgabe -> Waschmaschine ist fertig define WaschmaschineIstFertig notify HR.WaschmaschineBetrieb:standby set Sonos_Bad Speak 20 de Waschmaschine ist fertig Daneben kann die Sprachausgabe bspw. als Hinweis genutzt werden, sofern die Wohnungstür bereits mehr als fünf Minuten offen steht. Hier wird wieder ein Watchdog genutzt, um den Statuswert des optischen HomeMatic Fensterkontakts (Affiliate-Link) auszuwerten. #Sprachausgabe -> Wohnungstür bereits 5 Minuten geöffnet define WohnungstuerGeoeffnet watchdog FL.Wohnungstuer:open 00:05:00 FL.Wohnungstuer:closed set Sonos_Bad Speak 20 de Wohnungstür bereits 5 Minuten geöffnet;; setstate WohnungstuerGeoeffnet defined setstate WohnungstuerGeoeffnet defined Mit Sonos-Tasten das Licht dimmen Testweise im Einsatz habe ich auch eine nette Funktion, um bei geringer werdender Lautstärke  das Licht automatisch zu dimmen, sofern dieses bereits eingeschaltet ist. Sobald im Schlafzimmer über die leicht zugängliche Leise-Taste des Sonos Play:1 die Lautstärke heruntergeregelt wird, kann so auch das Licht gedimmt werden. Dazu nutze ich einen Loxone RGBW Dimmer Air, grundsätzlich lässt sich das aber natürlich auch der HomeMatic Dimmaktor (Affiliate-Link) oder jeder andere dimmbare (LED-)Lampe verwenden, die an FHEM angebunden ist. #Gemütliches Licht bei geringer Lautstärke define SZGemuetlichesLicht notify Sonos_Schlafzimmer:.*Lautstärke.* {fhem ("set SZ.Bodenlampe 20") if (ReadingsVal("Sonos_Bad", "volume", "0") < 5 && ReadingsVal ("SZ.Bodenlampe", "state", "0") ne "off")} Wie bereits eingangs erwähnt, lässt sich mit den Sonos noch viel mehr anstellen und wer sich mit der Thematik näher auseinandersetzen möchte, sollte das gut dokumentierte commandref im FHEM-Wiki studieren. Aus meinem täglichen Leben Lange Jahre konnte ich dem Sonos-System nicht viel abgewinnen. Bis auf einen stylischen Look hatten sie aus meiner Sicht nicht wirklich viel zu bieten. Das lag vorallem auch daran, dass früher noch zwangsweise eine teure Sonos-Bridge benötigt wurde, um die funkbasierten Lautsprecher überhaupt per WLan anbinden zu können. Außerdem gab es teilweise Probleme mit dem WLan-Reconnect nach Stromausfällen. Diese Einschränkungen gehören dank der Weiterentwicklung des Sonos-Systems jedoch glücklicherweise der Vergangenheit an und die Sonos Play:1 (Affiliate-Link) haben nun neben den anderen Sonos-Play-Produkten (Affiliate-Link) das Potenzial als fester Bestandteil einer Multiroom-Audio-Lösung zum Einsatz zu kommen. Über den Preis lässt sich natürlich immer streiten, keine Frage, die Sound- und vorallem aber auch die Verarbeitungsqualität sucht man in dieser Klasse jedoch bei anderen Anbietern vergebens. Die Integration mit FHEM eröffnet neben dem "normalen Musikhören" eine ganze Reihe weiterer Spielereien und Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Gerätschaften, die ich ebenfalls nicht mehr missen möchte. Egal ob man die Tasten der Sonos-Lautsprecher selbst als Trigger für Aktionen an die in FHEM angebundenen Geräte nutzen oder Sprachbefehle auf den Sonos-Lautsprechern aus FHEM heraus abspielen möchte, die möglichen Anwendungsfälle sind im Grunde nur durch die eigene Kreativität begrenzt. Und wer nicht glauben kann, dass die Sonos wirklich so verdammt gut klingen, sollte es einmal darauf ankommen lassen und einen Selbsttest wagen. ### smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 4: Multimedia-Steuerung für Musik Der vierte Teil der Howto-Serie "smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung" zeigt, wie ein an FHEM angebundener Yamaha AV-Receiver RX-V479 (Affiliate-Link) mit smartVISU gesteuert und ausgelesen werden kann. Grundsätzlich funktioniert das auch mit anderen FHEM-kompatiblen AV-Receivern, wie einigen Modellen von Denon, Onkyo oder Pioneer. Hier unterscheiden sich lediglich die in FHEM verfügbaren Statuswerte in deren Bezeichnung (readings) und die möglichen Steuerbefehle (set commands). Nachfolgend wird anhand des Yamaha Receivers eine Visualisierung präsentiert und Schritt für Schritt deren Anbindung an FHEM gezeigt. Howto-Serie smartVISU: smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 2: Multimedia-Steuerung für den TV smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 3: RGB(W) LED Stripes mit Colorpicker smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 4: Musik mit dem AV-Receiver smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 5: Heizung steuern (inoffizielles HowTo unseres Lesers Tino Eine per FHEM in das Smart Home eingebundene Audio- bzw. Video-Zentrale hat viele Vorteile. Die meisten "smarten" AV-Receiver verfügen dabei über einen LAN-Anschluss und einen eingebauten Webserver, unter dessen Verwendung sämtliche Statuswerte, wie der aktuelle Input oder der aktuelle Radiokanal, ausgelesen werden können und sämtliche Steuermöglichkeiten, wie die Lautstärkenregulierung, zur Verfügung stehen. Die Automatisierungsmöglichkeiten für einen AV-Receiver im Smart Home sind daher nahezu endlos. Lautstärkenminimierung bei eingehenden Telefonanrufen, Sprachausgabe, Input-Steuerung bei Auswahl spezieller Szenen wie "TV-Abend", Nutzung als Alarmanlage oder Wecker und Multiroom-Audio sind nur einige Beispiele eines "connected" Receivers. Smarte AV-Receiver in FHEM integrieren Voraussetzung für eine Steuerung der Funktionalitäten eines AV-Receivers mit smartVISU ist, dass dieser mit dem Smart Home Server FHEM verbunden ist. In diesem Howto werden sämtliche Schritte anhand eines Yamaha RX-V479 (Affiliate-Link) demonstriert. Weitere Schritte zur Integration von Denon, Pioneer oder Onkyo in FHEM sind in der Commandref zu finden. Für den Yamaha-Receiver wird im Webinterface von FHEM der folgende Befehl abgesetzt, wobei "192.168.178.67" für die IP-Adresse des Receivers steht, die an die eigene Adresse anzupassen ist. Die darauffolgenden Zahlenwerte "60" und "5" geben an, dass alle 60 Sekunden nach dem Receiver gesucht wird, wenn dieser ausgeschaltet ist und alle 5 Sekunden der Status aktualisiert wird, sofern der Receiver eingeschaltet ist. define Wz.Stereoanlage YAMAHA_AVR 192.168.178.67 60 5 Nach dem Einbinden in FHEM stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, den Receiver zu steuern. Ebenso liest FHEM eine Hand voll Statusinformationen aus dem Receiver aus. Wie bereits im ersten Teil der Howto-Serie (smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics) beschrieben, können derartige Statusinformationen und Steuerungsmöglichkeiten mit smartVISU aus FHEM heraus genutzt werden. smartVISU Frontend für die Musiksteuerung erstellen Das hier gezeigte Beispiel ist wie die Visualisierungen in den anderen Teilen der Howto-Serie ein Best Practice, der mir gute Dienste erweist. Der nötige Code kann 1:1 kopiert und in eine funktionierende Visualisierung überführt werden, aber natürlich auch nach eigenen Wünschen angepasst und verändert werden. Der HTML Code, der die Visualisierung erzeugt, kann beispielsweise hinter dem Abschnitt für die TV-Steuerung aus Teil 2 der Howto-Serie in die Raum-Datei (z.B. rooms_living.html) eingefügt werden. Der folgende HTML Code erzeugt die unten auf dem Screenshot gezeigte Visualisierung.

Musik

{{ basic.switch('Wz.Stereoanlage', 'Wz.Stereoanlage.sw', icon1~'audio_sound.png', icon0~'audio_sound.png') }} Stereoanlage: Yamaha
Input {{ basic.value('Wz.Stereoanlage_Input', 'Wz.Stereoanlage_Input.sw') }}
Sender {{ basic.value('Wz.Stereoanlage_Chanel', 'Wz.Stereoanlage_Chanel.sw') }}
Läuft gerade {{ basic.value('Wz.Stereoanlage_Titel', 'Wz.Stereoanlage_Titel.sw') }}
Lautstärke {{ basic.slider('Wz.Stereoanlage_Volume', 'Wz.Wz.Stereoanlage_Volume.sw', 0, 100, 1) }}
Input-Wahl {{ basic.button('Wz.Stereoanlage_HDMI1', 'Wz.Stereoanlage_HDMI1.sw','AppleTV') }} {{ basic.button('Wz.Stereoanlage_Netradio', 'Wz.Stereoanlage_Netradio.sw','Netradio') }} {{ basic.button('Wz.Stereoanlage_Tuner', 'Wz.Stereoanlage_Tuner.sw','Radio') }}
Die so erzeugte und zunächst noch funktionslose Visualisierung erfüllt dabei folgende Anforderungen und Funktionen: Ein- und Ausschalten des AV-Receivers Anzeige des Inputs (z.B. HDMI, NET Radio, Radio, Airplay etc.) Aktueller Sender (falls Radio oder NET Radio) Aktueller Titel Aktuelle Lautstärke und Steuerung der Lautstärke per Slider Manuelle Wahl wichtiger Inputs (z.B. AppleTv an einem HDMI-Port des Receivers, NET Radio etc.) Wer diesen Code 1:1 übernimmt, die HTML-Datei speichert und zurück an den Server überträgt, erhält exakt die gezeigte Visualisierung. Wer einzelne Elemente nachvollziehen möchte, für den sind nachfolgende Erklärungen der im obigen HTML Code genutzten smartVISU Tags gedacht. 1. AV-Receiver ein- und ausschalten {{ basic.switch('Wz.Stereoanlage', 'Wz.Stereoanlage.sw', icon1~'audio_sound.png', icon0~'audio_sound.png') }} Wie im ersten Teil der Howto-Serie (smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics) beschrieben, wird das "basic.switch" Tag für "on/off"-Befehle genutzt. 2. Input, Sender und Titel anzeigen {{ basic.value('Wz.Stereoanlage_Input', 'Wz.Stereoanlage_Input.sw') }} {{ basic.value('Wz.Stereoanlage_Chanel', 'Wz.Stereoanlage_Chanel.sw') }} {{ basic.value('Wz.Stereoanlage_Titel', 'Wz.Stereoanlage_Titel.sw') }} Das "basic.value" Tag ermöglicht das Anzeigen von Text- oder Zahlenwerten in der Visualisierung, also genau das, was für das Anzeigen des aktuellen Titels, Inputs und Senders benötigt wird. Gefolgt wird das Tag von einer eindeutigen ID und dem Namen der GAD, die für die Anbindung an FHEM benötigt wird. 3. Lautstärke regeln per Slider {{ basic.slider('Wz.Stereoanlage_Volume', 'Wz.Wz.Stereoanlage_Volume.sw', 0, 100, 1) }} Das "basic.slider" Tag wurde bereits in Teil 2 der Howto-Serie erläutert (smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 2: Multimedia-Steuerung für den TV). 4. Input per Button wählen {{ basic.button('Wz.Stereoanlage_HDMI1', 'Wz.Stereoanlage_HDMI1.sw','AppleTV') }} {{ basic.button('Wz.Stereoanlage_Netradio', 'Wz.Stereoanlage_Netradio.sw','Netradio') }} {{ basic.button('Wz.Stereoanlage_Tuner', 'Wz.Stereoanlage_Tuner.sw','Radio') }} Um den Input des AV-Receivers manuell zu wählen, wird das smartVISU Tag "basic.button" genutzt. Dieses erhält eine ID, eine GAD und im vorliegenden Fall noch eine Beschriftung (z.B. AppleTV). Visualisierung an FHEM anbinden Nachdem die Visualisierung mit Hilfe von HTML und smartVISU Tags realisiert wurde, kann diese durch einen Aufruf im Webbrowser geprüft werden. Durch diesen Aufruf werden auch alle GADs der einzelnen Visu-Elemente an FHEM übertragen und stehen dort zu dem jeweiligen Device (z.B. iPhone) zur Verfügung. Diese werden nun Schritt für Schritt mit Statuswerten und Steuerfunktionen in FHEM verknüpft. 1. AV-Receiver ein- und ausschalten Um den an FHEM angebundenen AV-Receiver (hier: Wz.Stereoanlage) mit smartVISU ein- und ausschalten zu können, werden in der entsprechenden GAD folge Werte eingestellt. Wie bereits erwähnt, gelten die Werte für einen Yamaha AV-Receiver. mode: item device: Hier wird der in FHEM angebundene AV-Receiver gewählt (hier: Wz.Stereoanlage) reading: state converter: OnOff cmd set: state Ferner werden read- und write-Rechte benötigt Ein abschließender Klick auf "Save" speichert die Konfiguration 2. Input, Sender und Titel anzeigen Während Channel und Input direkt aus FHEM übernommen werden können, ist für die Anzeige des aktuellen Titels ein bisschen Bastelei in FHEM nötig. Doch zunächst die Anzeige von Channel und Input (am Beispiel des Channels). mode: item device: Hier wird der in FHEM angebundene AV-Receiver gewählt (hier: Wz.Stereoanlage) reading: currentStation converter: Direct cmd set: Ferner werden read-Rechte benötigt Ein abschließender Klick auf "Save" speichert die Konfiguration Um den gespielten Titel immer im gleichen Format angezeigt zu bekommen, unabhängig davon, welcher Input gerade gewählt ist, muss in FHEM zunächst ein notify angelegt werden. Das liegt daran, dass der Yamaha AV-Receiver z.B. bei der Wahl des Inputs "NET Radio" unter dem Reading "currentTitle" den gesamten Song anzeigt, inkl. Interpret und Name des Songs. Wählt man z.B. "Airplay" als Input, steht im selben Reading "currentTitle" nur noch der Song-Titel selbst und den Interpreten findet man im Reading "currentArtist". Mit einer notify-Funktion wird ein neuer dummy so befüllt, dass dieser den aktuellen Titel immer im Format "Interpret - Songtitel" darstellt. In der FHEM-Kommandozeile wird daher zunächst ein neuer dummy angelegt. define du_StereoanlagePlayingCurrent dummy Anschließend wird mit Hilfe eines notify-Programms das korrekte Song-Format an den dummy übertragen. define not_StereoanlagePlayingCurrent notify Wz.Stereoanlage {\ my $title=ReadingsVal("Wz.Stereoanlage","currentTitle","");; \ my $airplay_artist=ReadingsVal("Wz.Stereoanlage","currentArtist","");; \ my $tuner=ReadingsVal("Wz.Stereoanlage","currentStation","");;\ if(ReadingsVal("Wz.Stereoanlage","input","") eq "airplay") { fhem("set du_StereoanlagePlayingCurrent $airplay_artist - $title") } else { if(ReadingsVal("Wz.Stereoanlage","state","") eq "off") { fhem("set du_StereoanlagePlayingCurrent -") } else {fhem("set du_StereoanlagePlayingCurrent $title")}}\ } Ein Klick auf "Save Config" speichert sowohl dummy als auch notify dauerhaft in der FHEM-Konfiguration. Nun kann der aktuelle Titel anstatt aus dem AV-Receiver selbst aus dem dummy entnommen werden. mode: item device: Hier wird der eben in FHEM erstellte dummy gewählt (hier: du_StereoanlagePlayingCurrent)  reading: state converter: Direct cmd set: Ferner werden read-Rechte benötigt Ein abschließender Klick auf "Save" speichert die Konfiguration 3. Lautstärke regeln per Slider Die Lautstärke des AV Receivers wird mit dem Slider-Element geregelt. Dessen Anbindung an FHEM kann wie folgt ablaufen. mode: item device: Hier wird der in FHEM angebundene AV-Receiver gewählt (hier: Wz.Stereoanlage) reading: volume converter: Direct cmd set: volume Ferner werden read- und write-Rechte benötigt, weil die Lautstärke sowohl ausgelesen als auch gesteuert werden soll Ein abschließender Klick auf "Save" speichert die Konfiguration 4. Input per Button wählen Die Input-Wahl anhand der Buttons wird nachfolgend anhand des Inputs "AppleTV" gezeigt, worunter ein Umschalten des AV-Receivers auf den Input "HDMI1" erfolgen soll und kann analog für die anderen Inputs (z.B. netradio oder tuner) genutzt werden. mode: item device: Hier wird der in FHEM angebundene AV-Receiver gewählt (hier: Wz.Stereoanlage) reading: converter: Direct cmd set: input hdmi1 Ferner werden write-Rechte benötigt Ein abschließender Klick auf "Save" speichert die Konfiguration Aus meinem täglichen Leben Die gezeigte Visualisierung in smartVISU ist ausreichend, um alle für mich notwendigen Funktionen über das Smartphone steuern zu können. Der AV-Receiver als Teil des Smart Home ist dabei grundsätzlich ein sehr wichtiges Element für mich, das ich in zahlreichen Anwendungen nutze, wie z.B. der automatischen Lautstärkenreduktion bei eingehenden Telefonaten etc. Weil der Receiver so viele Steuermöglichkeiten mit sich bringt, war es gar nicht so leicht, sich bei der Einbindung in smartVISU wirklich auf die wichtigen Funktionen zu konzentrieren. Mit dem gezeigten Interface werden allerdings die nötigsten Status- und Steuerfunktionen abgebildet und die Integration des AV-Receivers in smartVISU somit erfolgreich umgesetzt. Howto-Serie smartVISU: smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 2: Multimedia-Steuerung für den TV smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 3: RGB(W) LED Stripes mit Colorpicker smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 4: Musik mit dem AV-Receiver smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 5: Heizung steuern (inoffizielles HowTo unseres Lesers Tino ### Rudolf König im Interview - Der Erfinder von FHEM zum Thema Smart Home Heute teste ich einmal ein neues Format und habe dafür den Urvater von FHEM als Interviewpartner gewinnen können. In einem fast zweistündigen Telefonat konnte ich Rudolf König mit Fragen rund um den Bereich Smart Home löchern und dabei viele interessante Details in Erfahrung bringen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Nachfolgend die zwölf Fragen, die ich im Rahmen des Interviews stellen durfte und Rudolfs interessante sowie teils unerwartete Antworten, die mich oftmals erstaunt und machmal auch zum Schmunzeln gebracht haben. Das reicht von den Anfängen von FHEM im Jahr 2005 samt Namensfindung über aktuelle Entwicklungen im Bereich Smart Home bis hin zu Zukunftsvisionen wie dem "Internet of Things". Dabei konnte ich unter anderem auch einige persönliche Details zu Rudolf und seinem privaten Smart Home in Erfahrung bringen, die den Erfinder von FHEM, der seine Ideen mit der Welt teilt, in ein sympathisches Licht rücken. Geburtsstunde von FHEM Rudolf, du hast FHEM im Jahr 2005 ins Leben gerufen, als das Thema "Smart Home" noch keinen hohen Bekanntheitsgrad besaß. Was war dein Beweggrund zu diesem Zeitpunkt eine eigene "Smart-Home"-Plattform auf Open-Source-Basis zu entwickeln und im Netz mit anderen zu teilen? Der Ursprung von FHEM geht zurück auf meine ersten Gehversuche mit der Heizungssteuerung meines damals erworbenen Hauses, welche ich "schnell mal" erneuern wollte. Das war aber doch schwieriger als ursprünglich gedacht und erste Versuche mit gewöhnlichen Heizungsreglern führten eher zur Frustration meinerseits als zu einem brauchbaren Ergebnis. Einen ganz anderen Ansatz verfolgend, besorgte ich mir dann FHT-Heizkörperthermostate (Affiliate-Link), da ich die Ansteuerung einmal über den PC versuchen wollte. Glücklicherweise stellte Tostmann von busware, mit dem ich später auch die Firmware des CUL-Stick (culfw) entwickelt habe, bereits damals eine Perl-Software zur Verfügung, die ich zu diesem Zweck für meine Heizungssteuerung verwenden konnte. Mit der damals eher rudimentären Lösung stieß ich aber schnell an Grenzen, die mir zudem auch insgesamt nicht modular genug war. So kam mir schnell die Idee eine eigene Lösung aufzusetzen, quasi die Geburtsstunde des heutigen FHEM. Damals konnte man aber noch bei weitem nicht von "Plattform" sprechen, aber es war ein Anfang. Als Programmiersprachen hätte ich dabei grundsätzlich Perl, Java oder Python nutzen können. Hier habe ich aber direkt auf Perl gesetzt, da ich aus dem Studium bereits viel Erfahrung damit hatte und es mir aufgrund seiner Modularisierbarkeit gut geeignet schien. Als Informatiker war ich es von der Uni gewohnt Software online zu stellen. Ein, zwei Monate später wurden dann bereits andere Anwender darauf aufmerksam, schrieben Patches und entwickelten erste Erweiterungen. So nahm die weitere Entwicklung relativ schnell ihren Lauf. Auf der Suche nach dem richtigen Namen Ich bin bestimmt nicht der Einzige, der sich fragt, wie man FHEM eigentlich richtig ausspricht. Wie kam der Name zustande und wie spricht man ihn korrekt aus? Ursprünglich hieß FHEM noch FHZ1000.pl, da zur Heizungssteuerung ein FHZ1000 (Affiliate-Link) zum Einsatz kam. Aber da ich den Namen blöd fand und auch bereits andere Komponenten von der damaligen Lösung unterstützt wurden, musste ein neuer Name her. Ich wollte einen möglichst kurzen Namen, dessen Domain noch nicht belegt war, was bei vier Ziffern bereits damals keine leichte Aufgabe darstellte. So fiel die Entscheidung nach einer ausgiebigen Recherche auf FHEM, da mir dieser Name kurz genug erschien und noch verfügbar war. Mit einer "Freundlichen Hausautomatisierung und Energie-Messung", von der man manchmal liest, hatte das jedoch nichts zu tun. Das Ganze wird übrigens [FEMM] ausgesprochen. Was verschiedene Aussprachen angeht, bin ich grundsätzlich offen, im Fall von FHEM bestehe ich jedoch auf [FEMM] und möchte diese Variante auch durchsetzen. Potenzial und Grenzen von Open-Source-Lösungen FHEM ist mithilfe einer sehr aktiven Community quasi zum "Schweizer Taschenmesser" unter den Smart-Home-Lösungen avanciert, die ihresgleichen sucht. Welches Potenzial haben aus deiner Sicht Open-Source-Lösungen und wo sind ihre Grenzen? Richtig, die Community hinter FHEM ist recht schnell gewachsen, was mich sehr freut. Aktuell sind über 13.500 User im FHEM Forum angemeldet und dabei sind in den letzten zehn Jahren weit über 250 FHEM-Module entstanden. Die Qualität der Erweiterungen ist jedoch oft recht unterschiedlich, da teilweise viele Personen mit unterschiedlichen Programmierkenntnissen und Zielsetzungen an den Entwicklungen beteiligt sind. Damit ein Modul in FHEM aufgenommen wird, erwarte ich insgesamt nicht viel. Der für ein Modul hauptverantwortliche Entwickler muss einen commandref-Eintrag erstellen und sich dazu bereiterklären die Erweiterung zumindest einige Monate lang aktiv zu supporten. Es steigen natürlich auch immer wieder Entwickler aus, dabei ist es aber immer schön zu sehen, wenn Projekte nach kurzer Zeit von anderen Usern "adoptiert" werden. So bin ich auch selbst schon zu Modulen gekommen, von denen ich einige jedoch eher stiefmütterlich betreue. Hier ist das enorme Potenzial einer freien Lösung recht gut erkennbar, es gibt mittlerweile fast nichts, was nicht bereits von der FHEM-Community umgesetzt wurde. Diese Stärke ist gleichzeitig aber natürlich auch der größte Schwachpunkt. Da es keine zentralen Prüfmechanismen gibt, können sich natürlich auch Fehler einschleichen. Aber das ist eben das Konzept hinter Freeware wie FHEM, jeder kann mitmachen und helfen, wenn er möchte. Insgesamt sehe ich ein großes Potenzial in Open-Source-Software, wenngleich FHEM eigentlich nicht für den "Massenmarkt" konzipiert wurde. Es setzt Programmierkenntnisse in Perl voraus und war eben genau auf meine damaligen Befürnisse als Programmierer hin ausgerichtet. So ist gerade auch der Einstieg für viele Anfänger schwierig, wobei ich es derzeitig auch nicht forciere, dass FHEM großartig wächst. Werbung machen wir keine, wir haben ja auch nichts davon. Wenn sich jemand entscheidet FHEM einzusetzen, habe ich aber natürlich grundsätzlich nichts dagegen, keine Frage. Die Erwartungshaltung mancher Einsteiger ist aber manchmal vollkommen überzogen. Ich betreibe das schließlich nur als Hobby und jeder neue Nutzer bedeutet erst einmal mehr Arbeit, da mich gerade Anfänger manchmal mit Supportanfragen geradezu bombardieren und Hilfe von mir erwarten. Wer Fragen hat, sollte das FHEM-Forum nutzen oder Hilfe im Netz suchen, da ich solche Anfragen alleine zeitlich gar nicht beantworten könnte. Anlaufstellen wie meintechblog sind dafür viel besser geeignet. Gerade eure Howto-Anleitungen zu FHEM gefallen mir wirklich gut. Ich besuche eure Seite schon seit Längerem von Zeit zu Zeit, um zu sehen, was es Neues gibt. Neben FHEM gibt es aber auch noch andere vergleichbare Lösungen. Aus meiner Sicht sind das OpenHab und IP-Symcon, wobei Letztgenanntes einen kommerziellen Hintergrund hat. Aber ich muss zugeben, dass ich mich mit diesen Lösungen bisher noch kaum beschäftigt habe. Alternative Visualisierung für FHEM Die FHEM-Oberfläche ist funktional aber nicht unbedingt "sexy", weshalb alternative Visualisierungen wie smartVISU (Howto) einen Mehrwert liefern können. Wie stehst du zu solchen Add-Ons? Das Thema UI beschäftigt mich schon seit den Anfangstagen von FHEM. Ursprünglich wollte ich auch gar kein grafisches Interface erstellen, da ich es schlicht nicht benötigt habe. 2007 hat sich dann ein User an der Entwicklung einer grafischen Oberfläche versucht. Das fand ich persönlich unbrauchbar, weshalb ich mich doch dazu durchgerungen habe, ein eigenes Webfrontend namens FHEMWEB zu programmieren, was dann schließlich auch zur Standardoberfläche wurde. Das Interface hat sich bis heute gehalten, weil bisher einfach nichts Besseres nachgekommen ist. Mir ist klar, dass viele Anwender aus UI-Sicht damit immer noch unzufrieden sind, aber hey, das ist eben Freeware und jeder kann es gerne besser machen, wenn er möchte. Mein Anspruch war es nie eine perfekte Lösung zu erschaffen, vielmehr möchte ich gerade auch Platz lassen für andere Entwicklungen wie smartVISU bzw. Fronthem oder TabletUI. Ich finde solche Ansätze klasse, je vielfältiger desto besser. Diese Lösungen setze ich selbst aber nicht ein, das sie mir als reine Visualisierungsumgebungen keine Konfiguration meiner Komponenten erlauben. Mein Motto lautet da eher "Form follows Function", ich mag es eben praktisch und die Optik ist für mich eher zweitrangig. Anwenderzahlen von FHEM Das Thema Smart Home ist ein enormer Wachstumsmarkt, alleine unsere Blogposts zum "Nischenthema" FHEM werden täglich tausendfach besucht. Weisst du, wieviele Anwender FHEM insgesamt zählt? Das ist schwierig zu sagen. In FHEM ist eine Statistikfunktion implementiert, welche von jedem Anwender jedoch explizit aktiviert werden muss, bevor sich eine FHEM-Installation zu Erkennen gibt. Knapp 14.000 Anwender haben die Statistikfunktion bisher aktiviert, wobei ich nicht genau abschätzen kann, wieviel Prozent aller Anwender die Funktion tatsächlich nutzen. Vermutlich die Wenigsten. Einen Aktivierungszwang möchte ich jedenfalls nicht einführen, jeder soll selbst entscheiden können, welche Daten er teilen möchte und welche nicht. Anwendungsmöglichkeiten von FHEM Bei uns ist FHEM mittlerweile als Steuereinheit für Beleuchtung, Beschattung, Heizung und gerade auch Multimediasteuerung nicht mehr wegzudenken. Wofür nutzt du selbst FHEM in deinem Zuhause? Das wird jetzt vielleicht viele Leser schockieren, aber mein Smart-Home ist recht "konservativ" ausgerüstet. Neben der klassischen Heizungs- und Rolladensteuerung nutze ich FHEM nur noch für die automatische Bewässerung. Fancy Funktionen in Richtung Multimediasteuerung nutze ich gar nicht. Dafür ist meine TV-Ausstattung auch schlicht zu alt. Das interessiert mich persönlich auch eher weniger, wobei ich das Thema dennoch mit Spannung verfolge. Insgesamt bin ich mit meiner jetzigen Ausstattung sehr zufrieden und ändere sehr selten etwas an meinem Setup. Viel mehr Zeit verwende ich hingegeben für die Weiterentwicklung von FHEM und dessen Modulen, obwohl ich vieles davon noch nicht einmal selbst einsetze. Seit den letzten zehn Jahren "opfere" ich täglich mindestens eine Stunde für dieses Hobby, wobei ich nach wie vor mit Freude dabei bin. Bisher habe ich die Entwicklung von etwa 50 Module initiiert, darunter auch zentrale wie HomeMatic und EnOcean, von denen dann einige im Laufe der Zeit auch an neue Maintainer übergeben wurden. Derzeitig beschäftige ich mich verstärkt mit der Anbindung des Funkstandards Z-Wave, was sich jedoch als eher schwierig herausstellt, da ich mangels Kooperationsbereitschaft des Herstellers alles reverse-engineeren muss. Aber das ist wieder ein anderes Thema. User Interfaces im Smart Home Smart Homes bringen völlig neue Interaktionsmöglichkeiten in Sachen User Interfaces. Hast du selbst schon Sprachsteuerung ausprobiert oder stehst du eher auf konventionelle Schalter? Neue Entwicklungen wie Sprachsteuerung verfolge ich mit regem Interesse und habe das auch schon auf Usertreffen gesehen, ihren Weg in mein Smart Home haben sie aber noch nicht gefunden. Meine Philosophie ist, dass man als Anwender am besten gar nichts von der eingebauten Technik mitbekommt. Vieles sollte meiner Meinung nach selbstständig und ohne weitere Nutzerinteraktion "einfach so" funktionieren. Das wiederum setzt eine umfangreiche Konfiguration voraus, um das notwendige Regelwerk abbilden zu können. Hier habe ich als Programmierer mit FHEM alle denkbaren Möglichkeiten komplexe Regeln umzusetzen, auch wenn das insgesamt mit etwas mehr Aufwand verbunden ist. Für den Rest nutze ich dann konventionelle Schalter zur klassischen Steuerung. Apps setze ich auch nicht wirklich ein, da sehe ich selbst keinen Zugewinn für mich. Hardwareplattformen für FHEM Wir versuchen mit unserem Blog nützliche Tipps bei der Umsetzung von FHEM zu geben und haben auch schon ein E-Book zum Thema veröffentlicht. Der seit Langem beliebteste Artikel beschreibt dabei die Installation von FHEM auf einem Raspberry Pi. Auf welcher Plattform betreibst du FHEM? Ich nutze schon seit Jahren einen Linux-Rechner, der sowieso 24/7 läuft. Dafür dienen mir die Überreste eines alten Laptops, dessen Display kaputtgegangen ist. Ich habe alles in ein altes VHS-Recorder-Gehäuse gestopft, welches ich dadurch ebenfalls recyclen konnte. Er ist leise, schnell und sparsam (alles relativ) und war eben kostenlos. Ich bin eben durch und durch Bastler. Daneben betreibe ich noch eine FHEM-Installation auf meinem Laptop. Diese nutze ich als Testumgebung für neue Entwicklungen. Ansonsten würde ich vielleicht auch einen Raspberry Pi 2 (Affiliate-Link) einsetzen, da die Plattform wirklich Potenzial besitzt. Alleine die erste Version des RPi war ja schon um ein Vielfaches schneller als die Fritz!Box, auf der FHEM auch installiert werden konnte. Damals hatte ich FHEM auf einer Fritz!Box 7270 (Affiliate-Link) zum Laufen gebracht, was ich wirklich cool fand. Das hat auch der Fritz!Box-Hersteller AVM schnell mitbekommen und mich direkt angesprochen. Man bot mir sogar einen Job an, den ich jedoch ablehnte. Nach kurzer Zeit hatten die Jungs von AVM dann FHEM in ihre Labor-Firmwareversionen ihrer Router aufgenommen. Die Unterstützung der Fritz!Box als Plattform brachte damals einen gewaltigen Schub, da Anwender erstmals ohne großen Aufwand und Kosten mit FHEM in Kontakt gebracht wurden. Schade ist natürlich, dass AVM ihr System ab Version 6.20 Schritt für Schritt abgeschottet hat und FHEM auf der Fritz!Box damit langfristig gestorben ist. Aus Sicht von AVM kann ich diese Entscheidung sogar in gewissem Maße nachvollziehen, da man sich mit einer selbstgestrickten Smart-Home-Lösung positionieren möchte. Da kommt FHEM als direkter "Konkurrent" auf der eigenen Plattform natürlich nicht gut. Kommerzielle Lösungen Neben AVM drängen vermehrt auch große Player wie Google und Apple auf den Smart-Home-Markt und kurbeln die Nachfrage extrem an. Wie sieht du die Entwicklung kommerzieller Lösungen? Die Vielfalt in diesem Bereich finde ich großartig. Der Anwender kann davon insgesamt nur profitieren. Apple, Google und Co. adressieren dabei jedoch eine ganz andere Anwendergruppe als FHEM. Kommerzielle Lösungen möchten den Massenmarkt mit "einfachen" Lösungen erorbern. Philips mit ihrem hue-Lights (Affiliate-Link) ist das beste Beispiel dafür. Plug&Play-Lösungen, bei denen sich der Anwender nicht mit Hürden wie Port Forwarding auseinandersetzen muss, um einen Zugriff von unterwegs zu ermöglichen, sind eben Voraussetzung einen breiten Markt erreichen zu können. FHEM richtet sich hingegen aktuell eher an den versierten Bastler, der die Technik dahinter verstehen und sein eigenes Smart Home ohne "Big Brother" im Hintergrund realisieren möchte. In der Vergangenheit gab es übrigens auch schon Bestrebungen FHEM zu kommerzialisieren, indem eine Oberfläche über das Grundsystem gestülpt werden sollte. Von solchen Lösungen habe ich aber nie mehr etwas gehört. Datenschutz und Datensicherheit Wie du schon angesprochen hast, kann jeder mit FHEM Zuhause seinen eigenen Smart-Home-Server betreiben und bestimmt selbst, was mit seinen Daten passiert. Wie sicherheitsbewusst bist du und was hältst du von Smart-Home-Lösungen, die primär auf die Cloud setzen? Auf fhem.de habe ich einen "Cloud Free"-Banner platziert und bin stolz darauf, dass FHEM keine Daten nach außen gibt, sofern dies nicht vom Anwender explizit gewünscht ist. Generell habe ich jedoch nichts gegen die Cloud und solche Anbieter besitzen bestimmt auch ihre Berechtigung, gerade was technisch wenig versierte Anwender betrifft. Ich persönlich möchte aber freiwillig keinen Dienst nutzen, der meine Daten über einen längeren Zeitraum oder für immer sammelt, um mit meinem Profil Geld zu verdienen. Das betrifft aber nicht nur Dinge wie Datenschutz und Datensicherheit, sondern man begibt sich als Anwender auch zwangsläufig in eine starke Abhängigkeit. Was ist, wenn der Anbieter seinen Dienst einstellt und mein Smart Home damit unbrauchbar gemacht wird? Ich möchte sicherlich nicht alle meine Geräte tauschen müssen. Das ist in diesem Bereich keine triviale Aufgabe. Rudolfs beruflicher Background FHEM ist als "Hobbyprojekt" entstanden, welches du in deiner Freizeit gestartet hast. In welchem Bereich bist du eigentlich beruflich Zuhause und gibt es evtl. Überschneidungen? Obwohl ich immer noch viel Zeit in die Pflege und Weiterentwicklung von FHEM stecke, habe ich tagsüber natürlich einen richtigen Job. Ich arbeite schon lange als freiberuflicher Progammierer und berate Firmen in Sachen Web- und Spezialanwendungen bspw. auch im SAP-Umfeld. Dabei faszinieren mich gerade auch mobile Technologien und die Tatsache, wie einfach man heutzutage Ideen realisieren kann. Gerade Apple hat hier Erstaunliches geleistet und als eines weniger Unternehmen verstanden, wie wichtig Software und die Unterstützung von Softwareentwicklern ist. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, als Entwickler war das enorme Potenzial der durchdachten Entwicklungsumgebung und des App-Stores als Vertriebskanal schon recht früh erkennbar. Meine Programmierkenntnisse kann ich insgesamt sowohl beruflich als auch privat für FHEM einsetzen, da gibt es natürlich zahlreiche Überschneidungen. Smart Home in 10 Jahren Durch neue Technologien werden immer mehr Bereiche des täglichen Lebens digital vernetzt. Wie stellst du dir das Smart Home in zehn Jahren vor? Puh, das ist wirklich schwierig. Obwohl ich mit FHEM eine Smart-Home-Lösung in die Welt gesetzt habe, die ich heute noch kontinuierlich supporte wie ein heranwachsendes Kind, setze ich von den mittlerweile über 250 verfügbaren Modulen selbst gerade einmal rund 20 ein. Ich bin mit meiner jetzigen Smart-Home-Lösung eigentlich mehr als glücklich und sehe auch keinen akuten Aufrüstungsbedarf in dieser Richtung, da ich bereits alles eingerichtet habe, was ich für notwendig erachte. Mich interessiert primär die Technik dahinter, deshalb beschäftige ich mich aktuell ja auch mit der softwaretechnischen Implementierung neuer Smart-Home-Protokolle in FHEM. Als Visionär kann ich an dieser Stelle deshalb leider nicht wirklich dienen. Ich glaube, dass die Entwicklung weiter in Richtung "Internet of Things" gehen wird und immer mehr Geräte miteinander vernetzt sein werden, aber ich bin da insgesamt eher zurückhaltend und konnte den Mehrwert ofmals noch nicht für mich identifizieren. Aber das kann in zehn Jahren natürlich auch anders aussehen, ich bin jedenfalls offen und sehr gespannt, was die nächsten Jahre passieren wird... Aus meinem täglichen Leben Als langjähriger FHEM-Nutzer möchte ich Rudolf an dieser Stelle meinen besonderen Dank zum Ausdruck bringen. Sein Engagement ist einzigartig, von seiner Offenheit und liberalen Ansichten kann sich jeder - auch ich - eine Scheibe abschneiden. Es ist dabei auch schön zu sehen, dass Rudolf mit FHEM ein Hobby betreibt, welches ihm und einer ganze Community Spaß bereitet und von dessen Entwicklungen "ganz nebenbei" zig tausende Anwender profitieren können. Rudolf und ich haben während unseres fast zweistündigen Telefonats noch viele weitere Dinge angesprochen, die jedoch diesen Rahmen sprengen würden. Ich hoffe, dass wir uns bald mal wieder kurzschließen können und dass das Kind in ihm niemals stirbt. Vielen Dank für deine Zeit Rudolf, mach weiter so! ### smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 3: RGB(W) LED Stripes mit Colorpicker In der Howto-Serie "smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung" wurde in den ersten Teilen gezeigt, wie einfache Verbraucher (z.B. Lichter) und komplexere Smart Home Devices (z.B. eine Multimedia-TV-Steuerung) in smartVISU mittels FHEM eingebunden werden können. smartVISU hält darüber hinaus viele weitere, tolle Elemente bereit, mit deren Hilfe ein beeindruckendes User Interface gestaltet werden kann. Dazu gehört unter anderem die Funktion, mit Hilfe eines RGB Colorpickers bzw. einer Colordisc buntfarbige RGB(W) LED Stripes im Smart Home zu steuern. Dieser dritte Teil der Howto-Serie erklärt deshalb Schritt für Schritt, wie auch Dein an FHEM angebundener LED-Stripe mit smartVISU genutzt werden kann. Howto-Serie smartVISU: smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 2: Multimedia-Steuerung für den TV smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 3: RGB(W) LED Stripes mit Colorpicker smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 4: Musik mit dem AV-Receiver smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 5: Heizung steuern (inoffizielles HowTo unseres Lesers Tino FHEM-seitig gibt es mehrere Möglichkeiten, bunte RGB(W) LED Stripes im Smart Home zu nutzen. Wir hatten hierfür unterschiedliche Varianten gestestet. Die einzelnen Tests, Berichte und Howtos zur Anbindung an FHEM sind hier zu finden: RGB LED Controller LW12 (Affiliate-Link), Blog-Artikel: Die HUE-Alternative: Preiswert die Lichtstimmung im Smart Home pimpen! Milight RGBW-Controller (Affiliate-Link), Blog-Artikel: Die nächste HUE-Alternative: warmweiße LED-Stripes im Smart Home steuern RGBW LED Controller LD382/Ufo (Affiliate-Link), Blog-Artikel: Die beste Alternative zu HUE – in wenigen Schritten zum individuellen Lichtszenario Die im Rahmen dieses Howto gezeigten Schritte und Inhalte wurden dabei mit einem RGBW Stripe an einem Milight Controller durchgeführt. Abweichungen für die Controller LW12 und LD382 werden jedoch ebenfalls angegeben. smartVISU-Seite mit Colorpicker oder Colordisc anlegen In smartVISU gibt es gleich zwei Tags, mit denen eine Licht-Farbwahl möglich ist. Einerseits gibt es den normalen Colorpicker (basic.rgb), andererseits die Colordisc (basic.colordisc). Da beide exakt die gleichen Parameter besitzen, werden die folgenden Schritte anhand der Colordisc erklärt. Wer Informationen zum Zusammenhang zwischen FHEM und der smartVISU-spezifischen HTML-Seite sucht, sollte zunächst den ersten Artikel aus der Howto-Serie lesen: smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics. Zu Beginn muss das smartVISU-Tag für die Colordisc (oder den Colorpicker) in der HTML-Datei für den entsprechenden Raum eingefügt werden. Im hier gezeigten Howto ist bereits eine Ein-/Aus-Funktion für die Beleuchtung aus Teil 1 vorhanden, die nun um die Colordisc zur Farbwahl ergänzt wird. Diese wird dazu einfach nach der Bezeichnung der Beleuchtung innerhalb des -Elements eingefügt. Der spezifische smartVISU-Tag-Code sieht dabei wir folgt aus (wer einen normalen Colopicker will, nutzt "basic.rgb"). {{ basic.colordisc('DeckeRgbw_Farbwahl', 'DeckeRgbw_Farbwahl_r.sw', 'DeckeRgbw_Farbwahl_g.sw', 'DeckeRgbw_Farbwahl_b.sw') }} Der erste Parameter ist dabei die ID des Tags. Die folgenden drei Parameter sind die GADs für die einzelnen Farben r(ot), g(rün) und b(lau). Optional könnten hier kommagetrennt weitere Parameter mitgegeben werden, um z.B. die Granularität (Anzahl) der angezeigten Farben zu ändern, worauf hier im Howto aber verzichtet wird. Nach dem Abspeichern der HTML-Datei und dem Hochladen per FTP an den Server, kann die Visualisierung durch Aufrufen der Seite im Browser überprüft werden. Hierdurch werden nun auch die GADs in FHEM (bzw. Fronthem) angelegt, um die zunächst noch funktionslose Colordisk dann auch mit Funktion aus FHEM heraus zu versorgen. GAD-Einstellungen in FHEM Nach dem erstmaligen Aufruf der HTML-Seite im Browser und damit der Anlage der GADs in FHEM stehen diese zur Bearbeitung bereit. Anhand einer der drei neuen GADs wird erklärt, welche Informationen nun eingetragen werden müssen. mode: item device: Hier wird der in FHEM angelegte RGB(W) Controller gewählt (hier: Wz.DeckeFarbe) reading: rgb (gilt für Milight), RGB (für LW12 und LD382) converter: wichtigster Punkt bei der Einbindung der Colordisc: RGBCombined DeckeRgbw_Farbwahl_r.sw, DeckeRgbw_Farbwahl_g.sw, DeckeRgbw_Farbwahl_b.sw cmd set: rgb (gilt für Milight), RGB (für LW12 und LD382) Ferner werden read- und write-Rechte benötigt Ein abschließender Klick auf "Save" speichert die Konfiguration. Wichtig ist, dass für jede einzelne GAD als Converter (wie oben beschrieben) der Wert  "RGBCombined" gefolgt von allen drei GADs der einzelnen Kanäle eingetragen werden, da diese dann von Fronthem zusammengemixt und in HEX-Code umgerechnet werden, bevor sie dem jeweiligen LED Controller übergeben werden. Aus meinem täglichen Leben Wie schon in den anderen Teilen der Howto-Serie geschrieben, nutze ich smartVISU nun Stück für Stück auf dem Weg zu einem neuen User Interface für FHEM. Ich habe im Smart Home an zahlreichen Stellen verschiedene RGB(W) LED Stripes verbaut, weil es für mich keine bessere Möglichkeit gibt, die Lichtstimmung zu gestalten. Die Colordisc in smartVISU sieht einfach nur genial aus und ist eine hervorragende Sache, um das bunte Licht manuell einzustellen. Howto-Serie smartVISU: smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 2: Multimedia-Steuerung für den TV smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 3: RGB(W) LED Stripes mit Colorpicker smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 4: Musik mit dem AV-Receiver smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 5: Heizung steuern (inoffizielles HowTo unseres Lesers Tino ### Verlosung: Intel NUC N2820 + 4GB RAM + 60GB SSD - Gewinner steht fest Die Verlosung des Intel NUC ist beendet und der Gewinner ermittelt. Aber erst einmal vielen Dank an alle 171 Teilnehmer der Aktion, die mit den zahlreichen Kommentaren gezeigt haben, dass der NUC scheinbar ein begehrtes Gadget ist, der eigentlich in keinem Smart Home fehlen darf. Dabei reichen die angedachten Einsatzfelder vom Betrieb als Plex-Client bis hin zur gleichzeitigen Nutzung als FHEM-, Seafile-, Backup-, FTP-, Web- und DNS/DHCP-Server. Wirklich kreativ, was da alles dabei war. Einige Punkte werde ich sicherlich als Inspiration für weitere Bloginhalte mitnehmen. Der angedachte Verwendungszweck eines Teilnehmers hat es mir dabei gleich von Beginn besonders angetan, weshalb ich einen zweiten Intel NUC zusätzlich verschenken möchte. Auch die Tatsache, dass viele mit der Performance ihres RPI (erstes Modell) als FHEM-Server unzufrieden sind, möchte ich nachfolgend adressieren. Aber mehr dazu gleich... And the winner is Nun erst einmal zum Gewinner der Aktion. Marco R. hatte das Glück bei der Verlosung gezogen zu werden. Herzlichen Glückwunsch! Der Intel NUC wird direkt in die Post gehen, sobald ich deine Adresse in Erfahrung bringen konnte. Ich freue mich, dass der Intel NUC künftig als "Mediacenter mit Kodi" einem sinnvollen Einsatzzweck dienen wird. Allen anderen Teilnehmern, die jetzt vielleicht enttäuscht sind, sei an dieser Stelle versichert, dass diese Aktion nicht die letzte ihrer Art war. Wer den Blog verfolgt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit bald wieder die Chance erhalten bei einer anderen Aktion teilnehmen zu können. Update vom 28.08.2015: Marco hat in der Zwischenzeit ein Bild nachgeliefert, welches den NUC im Einsatz zeigt. Freut mich, dass der NUC in guten Händen ist: "Ich bin begeistert von dem Teil, habe noch bei eBay für 3 Euro (+3 Euro Versandkosten :-)) eine Media Center Fernbedienung dazu gekauft, funktioniert direkt und man kann damit sogar per Fernbedienung einschalten. Also deutlich schneller und komfortabler als mit einem Raspberry. Grüße Marco" FHEM: Umzug von RPI1 auf RPI2 Insgesamt recht auffällig waren zahlreiche Kommentare, die sich mit der mangelnden Performance des RPI (erste Modellreihe) als FHEM-Server auseinandergesetzt haben. Gerne möchte ich diesen Punkt adressieren und ein eigenständiges Tutorial schreiben, welches die notwendigen Umzugsschritte vom RPI1 auf den wesentlich leistungsfähigeren RPI2 (Affiliate-Link) beschreibt. Ist das etwas, was dich auch interessiert? [poll id="19"] One more thing Wie anfangs angesprochen, möchte ich spontan noch einen zweiten Intel NUC mit fast identischer Ausstattung einem gemeinnützigen Verwendungszweck spenden, dessen Engagement mich besonders beeindruckt hat. Sebastian betreut die Jugendgruppe Deutscher Amateur-Radio-Club e. V. samt Jugendlager und möchte den Intel NUC als Plattform für diverse Programmierprojekte und als Camp-Verwaltungsserver einsetzen. Da ich denke, dass Einrichtungen dieser Art viel Potenzial haben und grundsätzlich noch mehr unterstützt werden sollten, schicke ich euch die nächsten Tage einen Intel NUC frei Haus mit folgender Ausstattung: Intel DN2820FYKH NUC-Kit (Affiliate-Link) Kingston SSDNow V300 120GB (Affiliate-Link) Crucial CT51264BF160B Arbeitsspeicher 4GB (Affiliate-Link) Ich würde mich über ein Foto sehr freuen, welches den Intel NUC in seiner neuen Umgebung zeigt. Und abschließend noch einmal vielen Dank an alle treuen Leser des Blogs und euer Lob. Wir hoffen euch auch künftig mit interessanten Themen gerade auch im Bereich Smart Home versorgen zu können. ### smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 2: Multimedia-Steuerung für den TV Im ersten Teil dieser Howto-Serie (smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics) wurde gezeigt, wie man die Alternativ-Visualisierung smartVISU an FHEM anbinden kann, um damit beeindruckende User Interfaces zu gestalten. Dabei wurde auch erklärt, wie Smart-Home-Basis-Devices vom Typ "switch" zur Steuerung in das smartVISU Webinterface eingebaut werden können. Dieser zweite Teil der Howto-Serie zeigt nun die Einbindung einer Multimedia-Steuerung für den TV auf Basis des Enigma2-TV-Receivers VuPlus Solo2. Das hier gezeigte Beispiel ist erneut so aufbereitet, dass Anfänger dieses direkt per copy/paste übernehmen und nachbauen können. Trotzdem werden Zusammenhänge und der Aufbau der einzelnen Visualisierungs-Elemente auch für Fortgeschrittene im Detail erklärt, damit individuelle Multimedia-User-Interfaces erstellt werden können. Howto-Serie smartVISU: smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 2: Multimedia-Steuerung für den TV smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 3: RGB(W) LED Stripes mit Colorpicker smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 4: Musik mit dem AV-Receiver smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 5: Heizung steuern (inoffizielles HowTo unseres Lesers Tino Linux TV-System mit FHEM in smartVISU einbinden Zu Beginn dieses Howtos wird zunächst erklärt, wie ein TV-Setup mit dem Linux-basierten TV-Receiver VuPlus Solo2 (Affiliate-Link) in smartVISU eingebunden wird. Die VuPlus ist im intelligenten Zuhause das zentrale Element für den TV-Empfang. In der Version Solo2 verfügt die Box über zwei eingebaute SAT-Receiver und mit dem Betriebssystem auf Enigma2-Basis eine durch Zusatz-Pakete (Apps) stark individualisierbare Software. Die VuPlus ist dabei im Vergleich zu einer funktional ähnlichen Dreambox deutlich preiswerter. Die Solo2 kostet über 100 Euro weniger als eine vergleichbare Dreambox (DM800). Zusätzlich gibt es mit der Einsteigerbox VuPlus Zero (Affiliate-Link) für knapp 120 Euro eine preislich hochinteressante Variante für alle Smart-Home-Beginner. Diese Howto-Anleitung funktioniert für alle TV-Receiver vom Typ Enigma2 (VuPlus, Dreambox, etc.). Grundvoraussetzung ist hierbei, wie auch bei der Erläuterung der Basics zu smartVISU im ersten Howto (smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics), dass FHEM als Smart-Home-Lösung auf einem beliebigen Server installiert, eingerichtet und mit dem TV-Receiver verbunden ist. Diese Verbindung mit FHEM wird anhand des folgenden Befehls in der Kommandozeile im Webinterface realisiert, wobei der rot markierte Teil die IP-Adresse des Receivers, gefolgt von dessen Webinterface-Port ist. define Wz.TvReceiver ENIGMA2 192.168.178.34 81 Ein korrekt eingebundener Enigma2-Receiver liefert im aktiven Zustand (wie die Abbildung zeigt) viele interessante Status-Werte, von denen einige beispielhaft hervorgehoben sind. All diese Werte, wie z.B. der aktuelle Kanal, die dort laufende Sendung, die eingestellte Lautstärke, die empfangene Videoqualität oder die anliegende Empfangssignalstärke können in smartVISU genutzt und entweder direkt als Wert oder in einer anderen graphischen Form ausgegeben werden. Auf der anderen Seite der "Readings", also der eingestellten oder empfangenen Inhalte stehen die Möglichkeiten, die per "set"-Befehl an den Receiver gesendet werden können. Auch diese können für eine Einbindung in smartVISU genutzt werden. Alles, was per set in FHEM umsetzbar ist, kann auch per smartVISU gesendet werden. Durch diese Vielzahl an Optionen und Möglichkeiten kann das smartVISU Interface deshalb komplett frei gestaltet werden, was angezeigte Werte und Steuermöglichkeiten angeht. Die nachfolgende Darstellung ist eine Variante, die mir mittlerweile gute Dienste leistet und als Beispiel für dieses Howto dienen soll. Alle Geräte und Informationen, die mit dem TV-Gerät in Verbindung stehen, sind dabei in einem optischen Container übersichtlich zusammengefasst. Gesteuert werden können: Stromversorgung: TV-Gerät (on/off) Stromversorgung: Apple TV (on/off) Stromversorgung: VuPlus Solo2 SAT-Receiver (on/off) Lautstärke (Prozentwert per Slider) Aktueller TV-Kanal (hoch/runter) Angezeigte Info-Werte sind: Aktueller TV-Sender Aktuelle TV-Sendung Aktuelle Lautstärke (im Slider) Um das gezeigte Multimedia-Interface exakt so umzusetzen, werden zwei Schritten durchgeführt. Zuerst wird die smartVISU-spezifische HTML-Seite erstellt/angepasst, die zunächst genau die oben gezeigte Optik/Visualisierung erzeugt, welche aber zunächst noch funktionslos ist. Im zweiten Schritt wird die Verbindung jedes einzelnen Visualisierungs-Elements via Fronthem zu FHEM hergestellt, um somit Funktionalität zu ergänzen. 1. Schritt: HTML-Seite erzeugen oder anpassen Der oben gezeigte Container für alle TV-relevanten Informationen und Steuermöglichkeiten wird innerhalb einer smartVISU-Raumdatei angelegt (z.B. room_living.html). Diese Datei liegt auf einem Ubuntu-Server z.B. im Ordner /var/www/smartvisu/pages/MeineWohnung und kann per FTP-Client zur Bearbeitung auf den lokalen Rechner übertragen werden (mehr Informationen zu diesem Vorgehen sind im ersten Artikel dieser Howto-Serie zu finden: smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics). Die nachfolgende Grafik zeigt, wo der unten stehende HTML-Code innerhalb der jeweiligen Raum-Datei eingebettet werden kann, damit auch bei einem reinen copy/paste-Vorgehen das gleiche Ergebnis wie hier beschrieben entsteht. Der neue HTML-Abschnitt wird also z.B unterhalb des Containers für die Lichter (siehe Howto Teil 1: smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics) eingebettet.

Fernsehen

{{ basic.switch('Wz.Tv', 'Wz.Tv.sw', icon1~'it_television.png', icon0~'it_television.png') }} TV-Gerät: Panasonic 50"
{{ basic.switch('Wz.AppleTV', 'Wz.AppleTV.sw', icon1~'it_server.png', icon0~'it_server.png') }} Apple TV
{{ basic.switch('Wz.VuPlus', 'Wz.VuPlus.sw', icon1~'it_satellite_dish.png', icon0~'it_satellite_dish.png') }} Receiver: VuPlus Solo2
Sender {{ basic.value('Wz.VuPlus_Channel', 'Wz.VuPlus_Channel.sw') }}
Sendung {{ basic.value('Wz.VuPlus_Show', 'Wz.VuPlus_Show.sw') }}
Lautstärke {{ basic.slider('Wz.VuPlus_Volume', 'Wz.VuPlus_Volume.sw', 0, 100, 1) }}
Kanalwahl {{ basic.button('Wz.VuPlus_ChUp', 'Wz.VuPlus_ChUp.sw','','arrow-u') }} {{ basic.button('Wz.VuPlus_ChDwn', 'Wz.VuPlus_ChDwn.sw','','arrow-d') }}
Dieser vorgefertigte HTML-Code erzeugt exakt die oben gezeigte Visualisierung in smartVISU. Nachfolgend soll jedoch trotzdem auf einzelne Punkte eingegangen werden, damit der Aufbau verständlich wird. Zu Beginn werden die (in meinem Fall drei) TV-relevanten Geräte eingebunden: Fernseher, Apple TV und VuPlus Solo2 SAT-Receiver. Diese Integration erfolgt exakt, wie im ersten Howto-Teil beschrieben, über das smartVISU-Tag "{{ basic.switch ... }}" innerhalb des HTML-Codes. In meinem Fall hängen alle drei Geräte an einem schaltbaren Slot einer LAN-Steckdosenleiste, der EnerGenie EG-PMS2-LAN (Affiliate-Link) (meintechblog hatte hier über die LAN-Steckdose berichtet: EnerGenie IP-Steckdosenleiste: Günstige und zuverlässige Verbrauchersteuerung). Die Anzeige der Statuswerte (aktueller Kanal und TV-Sendung) erfolgen über das smartVISU-Tag "{{ basic.value ... }}", ein Element zur direkten Darstellung eines vom Smart-Home-Server übergebenen Wertes. Gefolgt wird dieser Wert -wie immer- von einer eindeutigen ID des Tags (z.B. 'Wz.VuPlus_Show') und einer GAD (z.B. 'Wz.VuPlus_Show.sw'), die (wie schon mehrfach im ersten Artikel der smartVISU-Howto-Serie erklärt wurde) das zentrale Element zur späteren Anbindung an FHEM ist. Beispiel aus dem obigen Code: {{ basic.value('Wz.VuPlus_Show', 'Wz.VuPlus_Show.sw') }} Die Lautstärke wird über einen Slider geregelt, der in smartVISU über das Tag "{{ basic.slider ... }}" abgebildet wird. ID, und GAD sind analog wie bei dem basic.value-Element zu vergeben. Zusätzlich wird dem Tag übermittelt, welchen Minimal- und Maximalwert der Slider haben kann (0,100) und welche Änderung eine Slider-Bewegung auslöst (1). Beispiel aus dem obigen Code: {{ basic.slider('Wz.VuPlus_Volume', 'Wz.VuPlus_Volume.sw', 0, 100, 1) }} Schließlich sind die beiden Buttons zur Kanalwahl jeweils noch über das Tag "{{ basic.button ... }}" repräsentiert. Ein Button erhält ebenfalls ID und GAD (das ist fast immer gleich, egal welches smartVISU-Element man nutzt). Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dem Button eine Beschriftung zu geben. Im vorliegenden Beispiel ist darauf verzichtet worden (' '), weil im darauffolgenden Attribut eine vorgefertigte Button-Version mit einem sichtbaren Pfeil genutzt wurde ('arrow-u'). Eine vollständige Liste der in smartVISU vorhandenen Buttons ist hier zu finden: smartVISU Documentation - Button. Beispiel aus dem obigen Code: {{ basic.button('Wz.VuPlus_ChUp', 'Wz.VuPlus_ChUp.sw','','arrow-u') }} Die funktionslose Visualisierung ist damit zunächst fertiggestellt. Deshalb wird die erzeugte smartVISU-HTML-Datei per FTP-Client wieder zurück auf den Server geladen und mit dem Browser geöffnet. Die Buttons können nun betätigt werden, der Slider kann bewegt werden und die Platzhalter für die Info-Felder sind vorhanden, jedoch ist Alles noch ohne Funktion. 2. Schritt: Visualisierung mit FHEM-Funktionalität verbinden Durch das initiale Öffnen der Seite werden sämtliche GADs, die jedem smartVISU-Element in der HTML-Datei übergeben wurden, an FHEM bzw. der Schnittstelle zu FHEM (Fronthem) übergeben und können jetzt mit einzelnen FHEM-Elementen (z.B Geräten) verknüpft werden. Die neuen GADs werden im FHEM-Webinterface bearbeitet und sind innerhalb des jeweils angelegten "fronthemDevice" (z.B. iPhone) zu finden (mehr hierzu in Teil 1: smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics). Einzelne GADs werden nun durch Verknüpfung mit einem FHEM-Element mit Funktionalität versorgt. In diesem Howto wird dabei auf die Anbindung der vier unterschiedlichen Visualisierungs-Typen eingegangen, die im gezeigten Beispiel für die Steuerung der TV-relevanten Geräte verwendet wurden. 1. Typ: Stromversorgung (on/off) für TV, SAT-Receiver und AppleTV (wer mehr oder weniger Geräte hat, geht analog vor). Das Vorgehen zur Anbindung der on/off-Geräte ist analog, wie im ersten Teil der Howto-Serie beschrieben. mode: item device: hier wird das in FHEM eingebundene TV-Gerät ausgewählt (hier: Wz.Leiste_TV) reading: state -> gibt an, auf Grund welcher Meldung in FHEM eine Statusmeldung an das smartVISU Interface übertragen wird. Dieser Wert ist bei on/off-Geräten immer der "state". Converter: OnOff -> gibt an, dass ein "Klick" in smartVISU ein "on"- oder ein "off"-Signal auslösen soll. cmd set: state -> gibt an, dass ein "on"- oder "off"-Signal den Status des TV-Gerätes ändern soll. Ferner werden sowohl read- als auch write-Rechte vergeben und schließich mit einem Klick auf "Save" gespeichert. Diese Konfiguration kann so für alle on/off-Geräte verwendet werden. 2. Typ: Anzeige von Statuswerten (aktueller TV-Sender, aktuelle Sendung) Anhand des Beispiels der aktuellen TV-Sendung soll gezeigt werden, welche Werte für die entsprechende GAD eingestellt werden müssen. mode: item device: hier wird der in FHEM eingebundene Enigma2-Receiver ausgewählt (hier: Wz.TvReceiver) reading: currentTitle -> gibt an, welcher Wert in smartVISU angezeigt werden soll (hier: der currentTitle, also die aktuelle TV-Sendung). Converter: Direct -> gibt an, dass der zuvor ausgewählte Wert aus FHEM heraus direkt wiedergegeben werden soll. cmd set: bei der Anzeige von Infowerten wird kein set-Befehl benötigt. Dementsprechend wird lediglich ein read-Recht benötigt und mit einem Klick auf "Save" gespeichert. 3. Typ: Einstellen der Lautstärke per Slider Für die Lautstärken-Einstellung per Slider müssen die folgenden Werte in fronthem bzw. FHEM hinterlegt werden. mode: item device: hier wird der in FHEM eingebundene Enigma2-Receiver ausgewählt (hier: Wz.TvReceiver) reading: volume -> gibt an, welchen Wert der smartVISU-Slider beim Öffnen des Raums übernehmen und visualisieren soll (hier: das volume, also die Lautstärke). Converter: NumDirect -> gibt an, dass der per Slider ausgewählte Zahlenwert für die Lautstärke einerseits in Richtung FHEM, aber auch aus FHEM heraus direkt wiedergegeben, bzw. eingestellt werden soll. cmd set: volume ->  gibt an, welcher Wert in smartVISU mit dem Slider gesteuert werden soll (hier: das volume, also die Lautstärke). Ferner werden sowohl read- als auch write-Rechte vergeben und schließich mit einem Klick auf "Save" gespeichert. 4. Typ: Kanalwahl mit Channel Up und Down Button Für die Kanalwahl per Button Up und Button Down wird folgende Einstellung in fronthem vorgenommen, damit der Enigma2-basierte SAT-Receiver gesteuert werden kann. mode: item device: hier wird der in FHEM eingebundene Enigma2-Receiver ausgewählt (hier: Wz.TvReceiver) reading: für die reine Steuerung der TV-Kanäle ist kein reading nötig. Converter: Direct -> gibt an, dass ein Trigger per Druck auf den Button in der Visualisierung direkt in FHEM den unten stehenden "cmd set"-Befehl auslöst. cmd set: channelUp -> ein Klick/Druck in der Visualisierung schaltet einen Kanal "hoch" Zum Senden der Kanaländerungen werden lediglich write-Rechte benötigt. Aus meinem täglichen Leben Wie schon im ersten Teil dieser Howto-Serie (smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics) beschrieben wurde, nutze ich smartVISU mittlerweile als Hauptschnittstelle zu meinem FHEM-Server. Je nach vorhandener Hardware, kann man hier x-beliebig viele Elemente visualisieren, es aber durch die Vielzahl der verfügbaren Logos, Buttons, Slider etc. auch schnell übertreiben und mehr Elemente in die Visualisierung hineinnehmen, als man eigentlich braucht. Daher habe ich mich für die vergleichsweise schlichte Variante entschieden. Dank der VuPlus Solo2 und deren Integration in FHEM stehen zahlreiche Readings und Set-Möglichkeiten zur Verfügung, die sich perfekt für die Anbindung an smartVISU eignen. Dieses Howto hat einen Beispiel-HTML-Code für die TV-Steuerung in smartVISU und dessen Anbindung an FHEM gezeigt, der direkt per copy/paste übernommen werden kann. Im nächsten Howto dieser Serie wird dann die Multimediasteuerung für Musik mit einem an FHEM angebundenen AV-Receiver erklärt. Howto-Serie smartVISU: smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 2: Multimedia-Steuerung für den TV smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 3: RGB(W) LED Stripes mit Colorpicker smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 4: Musik mit dem AV-Receiver smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 5: Heizung steuern (inoffizielles HowTo unseres Lesers Tino ### HowTo: Elektrische Rolläden per FHEM und HomeMatic automatisieren Gerade im Sommer ist eine automatische Beschattung praktisch, bei der sich die Rolläden bei hoher Sonneneinstrahlung selbständig schließen und dafür sorgen, dass die Hitze draußen bleibt. Daneben kann aber auch im Winter das regelbasierte Hochfahren von Rolläden als aktive Belüftung für einen beschleunigten Luftaustausch genutzt werden, sobald Fenster und Türen geöffnet werden. Das alles lässt sich mit den passenden Sensoren und Aktoren mit überschaubarem Aufwand auch funkbasiert nachrüsten. Wie sich elektrische Rolläden dabei durch HomeMatic-Funk-Jalousieaktoren steuern und regelbasierte Automatikfunktionen mithilfe von FHEM sowie der DOIF-Funktion umsetzen lassen, ist Inhalt des nachfolgenden HowTo. Voraussetzung: FHEM-Server und Funkgateway Für die automatische Beschattung wird ein funktionstüchtiger FHEM-Server vorausgesetzt, wie im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten beschrieben. Weiterhin wird ein passendes Funkgateway in Form des HMLan-Adapters (Affiliate-Link) benötigt, dessen Installation im Artikel HMLan-Adapter am FHEM-Server einrichten beschrieben ist. Alternativ kann auch ein CUL-Stick (Affiliate-Link) genutzt werden, da die Jalousieaktoren keine digitale Signatur unterstützen, was wiederum den Einatz des HMLan-Adapter voraussetzen würde. HomeMatic Jalousieaktoren installieren Sind die Voraussetzungen erfüllt, steht der Ansteuerung elektrischer Rolläden eigentlich nichts mehr im Weg. Im nachfolgenden Beispiel wird ein bereits installierter elektrischer Rolladenmotor mit einem HomeMatic Funk-Jalousieaktor (Affiliate-Link) nachgerüstet, sodass eine Steuerung über FHEM ermöglicht wird. Damit das klappt, muss der bereits installierte Wandschalter gegen den erwähnten HomeMatic-Unterputzaktor getauscht werden. Dies setzt den Eingriff in die Elektroinstallation voraus, die aufgrund hoher Spannung von 230 V AC (Wechselspannung) nur von Fachpersonal durchgeführt werden darf, da unfachmännischer Umgang bei dieser Spannung lebensgefährlich ist. Also Finger weg und direkt einen autorisierten Elektriker zwecks Installation kontaktieren! Die nachfolgenden Installationsschritte dienen deshalb lediglich zur Veranschaulichung der Schaltlogik und sollen nicht zum eigenhändigen Nachbau animieren. Sobald die Sicherungen im Verteilerkasten "nach unten" gelegt wurden und geprüft wurde, dass kein Strom mehr durch die Leitungen fließt, kann die Demontage des vorhandenen Wandschalters erfolgen, welcher den Rolladen bisher angesteuert hat. Dazu werden die Wippen der Schaltarmatur herausgehebelt, die notwendigen Schrauben gelöst und das betreffende Schaltelement freigelegt. Ersetzt werden soll das alte Schaltelement durch den neu zu installierenden HomeMatic Funk-Jalousieaktor, welcher laut Installationsanleitung (HM-LC-BI1PBU-FM) neben den drei vorhandenen Anschlusskabeln für Außenleiter (L, hier braun), Auf (hier ebenfalls braun) sowie Zu (hier schwarz) weiterhin einen Neutralleiter (hier blau) benötigt, welcher zwingend für eine permanente Spannungsversorgung des Jalousieaktors benötigt wird. Nachdem die Anschlusskabel korrekt an den HomeMatic-Funkaktor umgesteckt wurden, kann dieser in der Unterputzdose Platz nehmen und mit den im Lieferumfang enthaltenen Schrauben fixiert werden. Danach wird die zu Beginn entfernte Rahmenabdeckung wieder aufgesetzt und der für den HomeMatic-Aktor passende Adapter, in diesem Fall ein HomeMatic Adapter-Set Jung 2 (Affiliate-Link), mit etwas Druck aufgesteckt. Jung 2-Adapter haben generell das kleine Problem, dass die beiden "Noppen" der im Anschluss aufzusetzenden Tastwippe Jung AS591PWW (Affiliate-Link) zu lang für den HomeMatic-Adapter selbst sind. Hier muss dann mit einer Zange nachgeholfen werden, um die "Noppen" zu kürzen. Das sieht zwar unter Umständen unschön aus, stört im späteren Betrieb aber nicht weiter, da auch bei gekürzten "Noppen" ein fester Sitz gewährleistet ist. Insgesamt bietet HomeMatic ein umfangreiches Sortiment an Adapter-Sets für eine ganze Reihe gängiger Schalterprogramme für: Berker 1 (Affiliate-Link) Berker 2 (Affiliate-Link) Busch-Jäger (Affiliate-Link) Düwi (Affiliate-Link) Gira 55 (Affiliate-Link) Gira Standard (Affiliate-Link) Jung 1 (Affiliate-Link) Jung 2 (Affiliate-Link) Kopp (Affiliate-Link) Merten (Affiliate-Link) Bevor die Tastwippe schlussendlich wieder aufgesetzt wird, sollte jedoch erst noch die "Config"-Taste zum Anlernen auf der Vorderseite des HomeMatic-Aktors gedrückt werden, sodass die nachfolgende Kopplung per FHEM möglich ist. HomeMatic Jalousieaktoren in FHEM anlernen und konfigurieren Nachdem die "Hardwareinstallation" abgeschlossen ist, erfolgt das Anlernen des HomeMatic Jalousieaktors in FHEM durch die Eingabe des FHEM-Kommandozeilenbefehls set HMLAN1 hmPairForSec 60 mit nachfolgender Bestätigung der Enter-Taste. Wer statt "HMLAN1" einen abweichenden Namen für das genutzte Funkgateway verwendet, muss den Befehl entsprechend anpassen. Mehr Hintergrundinformationen zum Anlernvorgang von HomeMatic-Komponenten (inkl. original HomeMatic Konfigurationssoftware) wird im Artikel Keymatic per HMLan am FHEM-Server anlernen vermittelt. Der HomeMatic Jalousieaktor kann grundsätzlich auch "nebenher" (aber nicht gleichzeitig) mit einem HMLan-Adapter an der original HomeMatic-Konfigurationssoftware über den PC angelernt und konfiguriert werden. Dadurch lassen sich recht einfach relevante Parameter, wie bspw. die benötigten Zeiten des Jalousieaktors für eine komplette Auf- bzw. Abfahrt einstellen. Diese können zwar grundsätzlich später auch noch über FHEM mit dem "set"-Befehl verändert werden, gerade zu Beginn ist die Einrichtung über die Konfigurationssoftware jedoch einfacher und wird an dieser Stelle gerade Einsteigern empfohlen. Für die richtige Einstellung sollte man sich etwas Zeit nehmen, um die korrekten Werte mithilfe einer Stoppuhr zu ermitteln. Im Fall der hier genutzten Installation benötigt der Rolladenmotor knapp 26 Sekunden für eine komplette Auffahrt. Für eine Abfahrt hingegen nur knapp 23 Sekunden, was aber auch nachvollziehbar ist, da dem Motor beim Schließen des Rolladens ein geringerer Widerstand entgegengesetzt wird. Wurde der Jalousie-Aktor in FHEM erfolgreich angelernt, ist er im Raum "CUL_HM" auffindbar und kann bereits über hinterlegten "WebCmd"-Befehle geschaltet werden. Das in diesem Beispiel automatisch angelegte Device namens "CUL_HM_HM_LC_Bl1PBU_FM_3264CE" kann mit dem FHEM-Konsolenbefehl rename CUL_HM_HM_LC_Bl1PBU_FM_3264CE WZ.Jalousie.Links umbenannt werden und wird weiterhin mit attr WZ.Jalousie.Links room Wohnzimmer in den gewünschten Raum "Wohnzimmer" verschoben. Mit dem Button "Save config" (links oben) lassen sich die Änderungen dauerhaft in FHEM abspeichern. Jetzt lässt sich der Aktor auch bereits mit verschiedenen FHEM-Kommandozeilenbefehlen ansprechen, welche später auch für die automatischen Fahrten genutzt werden. Mit dem FHEM-Kommanozeilenbefehl set WZ.Jalousie.Links on fährt der Rolladen dann komplett nach oben und mit set WZ.Jalousie.Links off komplett herunter. Wirklich praktisch ist dabei, dass der Jalousie-Aktor unter Angabe von Prozentwerten auch immer Zwischenpositionen anfahren kann. Entsprechend lässt sich dann auch über den Befehl set WZ.Jalousie.Links 25 eine 3/4 Abfahrt (25%) ansteuern, sodass der Rolladen beinahe bis zum Boden geschlossen wird, jedoch noch immer Licht durch die Spalten der Lamellen dringt. Der Wert "100" bzw "on" steht für einen komplett hochgefahrenen Rolladen, der Wert "0" bzw. "off" für einen komplett geschlossenen Rolladen. Hier muss man selbst etwas testen, wie sich der eigene Rolladen bei den verschiedenen Werten verhält. Wer ausgiebig testet, sollte dem Rolladenmotor zwischendurch etwas Pause gönnen, damit ein Überhitzen der Bauteile gerade jetzt im Sommer vermieden wird. Ist alles korrekt eingestellt und getestet, kann die automatischen Beschattungsfunktion in Angriff genommen werden. DOIF: Automatikbeschattung bei starker Sonneneinstrahlung Zur Messung der Sonneneinstrahlung werden die Sensorwerte der im Artikel HomeMatic FHEM-Wetterstation per UDP in Loxone integrieren vorgestellten HomeMatic Wetterstation (Affiliate-Link) mit dem hier verwendeten Namen "TE.Wetterstation" verwendet. Genutzt wird zum einen der Helligkeitswert "brightness", welcher einen Wertebereich zwischen 0 (dunkel) und 255 (hell) liefert. Ab einer Helligkeit von 120 soll der Rolladen in diesem Beispiel eine 50%-Position anfahren und erst wieder öffnen, sobald die Helligkeit wieder unter den Wert 100 fällt. Weiterhin wird noch die Außentemperatur "temperature" hergenommen, sodass ein Herunterfahren erst ab einer höheren Temperatur (20 Grad) eingeleitet werden kann. Um das Ganze noch interessanter zu machen, wird dazu der DOIF-Befehl verwendet, dessen Entwicklung von Damian im FHEM-Forum im Jahr 2014 gestartet wurde. Praktisch ist dabei vorallem die Ergänzung der bestehenden FHEM-Logik durch "attr Autobeschattung wait 420:600", was als Art eingebauter "Count-Down-Timer" (watchdog) fungiert, um gewünschte Verzögerungen einzubauen. Die Zahl "420" bewirkt dabei, dass der Rolladen bei der ersten Bedingung "DOIF" erst dann aufgrund des Befehls "set WZ.Rolladen.Links 50" herunterfährt, wenn sowohl der gemessene Wert für die Helligkeit als auch der Wert für die Temperatur für mehr als 420 Sekunden (7 Minuten) größer als 120 (Helligkeit) und 20 (Temperatur) ist. Weiterhin bewirkt die Zahl "600", dass der Rolladen bei der zweiten Bedingung "DOELSEIF" erst dann aufgrund des Befehls "set WZ.Rolladen.Links 100" wieder hochfährt, wenn der gemessene Wert für die Helligkeit für mehr als 600 Sekunden (10 Minuten) unter dem Wert 100 liegt. #Autobeschattung define Autobeschattung DOIF ([TE.Wetterstation:brightness]>120 && [TE.Wetterstation:temperature]>20) (set WZ.Rolladen.Links 50) DOELSEIF ([TE.Wetterstation:brightness]<100) (set WZ.Rolladen.Links 100) attr Autobeschattung wait 420:600 attr Autobeschattung room Wohnzimmer Dadurch können kurz aufeinander folgende Auf- und Abfahrten aufgrund schnell schwankender Messwertänderungen sinnvoll "weggepuffert" werden, da erst jeweils der Timer (watchdog) abgelaufen sein muss, bevor der jeweilige set-Befehl ausgeführt wird. Die HomeMatic-Wetterstation überträgt dabei knapp alle 3 Minuten (bzw. 180 Sekunden) neue Messwerte. Deshalb wurden auch die oben angegebenen Timer-Zeiten auf "420" bzw. "600" festgelegt, um mindestens 3 bzw. 4 aufeinanderfolgende Messwerte abzuwarten, bis schließlich ein Schaltvorgang ausgeführt wird. Aktive Stoßlüftung bei geöffneter Schiebetür Mit dieser Funktion soll erreicht werden, dass der Rolladen automatisch hochfährt, sobald die anliegende Schiebetür geöffnet wird. Dafür wird ein optischer HomeMatic Tür-/Fensterkontakt (Affiliate-Link) namens "WZ.Terrassentuer" verwendet, welcher das Aufschieben der Tür registriert und die Info an FHEM zur Verarbeitung weitergibt. Der optische Sensor prüft dabei die Entfernung zum nächsten Gegenstand. Sofern die Entfernung auf weniger als ca. 2 cm absinkt, überträgt der Sensor standardmäßig das Signal "open" an den FHEM-Server. Sobald die Entfernung auf über 2 cm erhöht wird, sendet er eine "closed"-Nachricht. In Fall der Schiebetür ist der Sensor so angebracht , dass die etwas hervorstehende Unterkante der Schiebetür beim Öffnen direkt über den optischen Sensors geschoben wird, sodass die Entfernung zum Sensor unter 2 cm sinkt. Auch wenn es im obigen Bild schwer zu erkennen ist, reichen die wenigen Millimeter aus, die die Unterkante der Schiebetür hervorragt, um den Öffnungsvorgang zuverlässig zu erkennen. Damit der Sensor beim Öffnen der Schiebetür (Verringerung der Entfernung auf unter 2 cm) ein "open" liefert und umgekehrt ein "closed", sofern die Tür wieder weit zugeschoben wird, wurde das Verhalten des Sensors über die Konfigurationssoftware umgedreht. An dieser Stelle ein großes Lob an HomeMatic, deren optische Sensoren eine hohe Verarbeitungsqualität aufweisen. Ich habe insgesamt 10 Stk. der Sensoren bereits seit mehreren Monaten im Dauereinsatz und hatte bisher noch nie Probleme. Für das Signalisieren einer geöffneten Schiebetür erscheint der optische Sensor durch sein Messverfahren dann auch besser geeignet als bspw. der HomeMatic Funk-Fensterkontakt (Affiliate-Link) auf Reed-Kontakt-Basis. Dieser kann aufgrund seines magnetischen Messverfahrens eher sinnvoll eingesetzt werden, um bspw. den "Verschlossen"-Status zu ermitteln, da die Schiebetür beim Abschließen durch den Handgriff baubedingt einige Millimeter "absinkt", sodass der Abstand zwischen dem Magnet (oben) und dem Sensormodul (unten) verkleinert wird. Weiterhin soll die Außentemperatur "temperature" der bereits im obigen Szenario genutzten Wetterstation einbezogen werden, sodass der Rolladen erst beim Öffnen der Schiebetür bei einer gemessenen Außentemperatur von weniger als 10 Grad hochfährt. Der Rolladen soll dann beim Zuschieben der Tür wieder herunterfahren, sofern die Helligkeit geringer als 50 ist. #Autostosslueftung define Autostosslueftung notify WZ.Terrassentuer:(open|closed) { if (Value("WZ.Terrassentuer") eq "open" && ReadingsVal("TE.Wetterstation", "temperature", "0")<10)  { fhem("set WZ.Rolladen.Rechts 100")};; if (Value("WZ.Terrassentuer") eq "closed" && ReadingsVal("TE.Wetterstation", "brightness", "0")<50)  { fhem("set WZ.Rolladen.Rechts 25")} } Auch hier lassen sich sicherlich noch viel ausgeklügeltere Szenarien abbilden, um den Alltagseinsatz weiter zu verbessern. Anregungen gerne per Kommentar am Ende des Artikels. Aus meinem täglichen Leben Die Nachrüstung bereits installierter elektrischer Jalousien bzw. Rolläden ist mithilfe der Funk HomeMatic-Jalousieaktoren (Affiliate-Link) unter Hinzuziehen eines Elektrikers recht schnell erledigt. Einmal eingerichtet, lassen sich mit FHEM recht fix praktische Automatikaktionen realisieren, um die Rolladensteuerung künftig zu vereinfachen. Angefangen von recht einfachen Befehlen, um bspw. zeitbasiert um 5 Uhr morgens alle Rolläden über define AutoRolladenAuf at *06:00 set .*Rolladen.* 100 zu öffnen, bis hin zu komplexeren Szenarien, ist über FHEM beinahe alles möglich, was man sich vorstellen kann. Gerade auch durch den Einsatz des DOIF-Konstrukts lassen sich recht einfach komplexe Regeln mit eingebauter Timer-Funktion verwirklichen, die früher viel schwieriger zu realisieren waren. Ein Lob an dieser Stelle an die rege FHEM-Community, die das Smart-Home-Framework von Tag zu Tag besser macht. Wer sich auf das System einlässt, kann nicht nur von einer langfristigen Komfortsteigerung im eigenen Smart Home profitieren, sondern unter Umständen auch von Energieeinsparungen und erhöhter Sicherheit durch die Kombination verschiedener Sensoren und Aktoren, wie die hier beschriebene automatische Beschattung. Meiner Meinung nach eine zentrale Komponente, die grundsätzlich in keinem Smart Home fehlen sollte. Damit genügend Sensorwerte vorliegen, um eine ausgefeilte Regelung zu ermöglichen, können gerade auch bereits eingesetzte Komponenten, wie in diesem Fall eine Wetterstation und Türkontakte, genutzt werden. Der optische HomeMatic Tür-/Fensterkontakt (Affiliate-Link) macht übrigens auch für die "Geschlossen"-Erkennung bei Fenstern eine gute Figur, da nur ein Bauteil montiert werden muss und der Sensor auf wenige Millimeter genau arbeitet. Dabei muss jedoch auf eine absolut exakte Anbringung geachtet werden, sodass die Entfernung zwischen Sensor und Fensterrahmen passgenau eingestellt ist (knapp unter 2 cm). Bei der korrekten Einrichtung hilft dann auch die eingebaute Status-LED, welche einen erkannten Öffnungs- bzw. Schließvorgang signalisiert. Zuerst die gewünschte Position ermitteln, testen und erst danach per Klebeband befestigen, da sich dieser nach kurzer Zeit "festzieht". Wer den Sensor neu positionieren möchte, verwendet am besten gleich ein vernünftiges Klebeband wie das 100mm starke doppelseitige Montageklebeband von 3M Scotch (Affiliate-Link), welches im Gegensatz zu anderen Klebebändern bombenfest sitzt. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="82" identifier="B007SVHYF8" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31tWB9xeRiL.SL1101.jpg" tag="meintechblog-150703-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="108" identifier="B001I9ZLME" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/51BtTP6dOUL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150703-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00LFLHZZ6" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/07/51QIBub6I5L.SL110.jpg" tag="meintechblog-150703-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B001PSMK9A" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/07/31TrsHUjb2BL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150703-21" width="110"] ### Verlosung: Intel NUC N2820 + 4GB RAM + 60GB SSD Elektronikgeräte, die ungenutzt herumstehen, landen bei mir gewöhnlich irgendwann in Verkaufsportalen wie eBay, solange sie noch Geld bringen. Heute möchte ich einmal einen anderen Weg gehen und den bereits für diverse Anwendungszwecke eingesetzten, jedoch seit Längerem nicht mehr genutzten Intel NUC N2820 mit "Vollausstattung" einem neuen Eigentümer vermachen, kostenlos. Wer einen sinnvollen Verwendungszweck für den aktuell knapp 200 € teuren Intel NUC in den eigenen vier Wänden ausmachen kann und an dessen Verlosung teilnehmen möchte, hat bis zum 12.07.2015 Gelegenheit dazu. Infos zum NUC und zur Teilnahme sind nachfolgend aufgeführt. Ausstattung des Intel NUC Das Herzstück des PC-Systems bildet ein NUC mit Intel Celeron Prozessor N2820 (Affiliate-Link), der zwar etwas wenig Power für den Betrieb eines ausgewachsenen Plex Media Server inkl. Transcoding-Funktion mitbringt, wie im Artikel Plex - Barebone-Server für unter 350 EUR beschrieben, jedoch für viele andere Verwendungszwecke im Smart Home sinnvoll eingesetzt werden kann. So lässt er sich beispielsweise bestens als Media-Client verwenden, wie im Artikel Plex-Clients fürs Wohnzimmer: Vergleich verschiedener Plattformen beschrieben. Gerade hier blüht der Intel NUC durch den Einsatz der im Set enthaltenen Kingston SSDNow V300 mit 60 GB (Affiliate-Link) auf, um eine rasche Navigation auch durch umfangreiche Bibliothken zu gewährleisten. Der Intel NUC ist aufgrund des verbauten 4 GB Arbeitsspeichers von Crucial (Affiliate-Link) aber auch bestens als FHEM-Server geeignet, wie im Artikel Intel NUC als Smart Home-Server - FHEM on steroids beschrieben. Alle Komponenten des zur Verlosung stehenden Sets noch einmal auf einen Blick: Intel DN2820FYKH NUC-Kit (Affiliate-Link) Kingston SSDNow V300 60GB (Affiliate-Link) Crucial CT51264BF160BJ Arbeitsspeicher 4GB (Affiliate-Link) Teilnahme per Kommentar für Newsletterabonnenten Multimedia-Client, FHEM-Server oder etwas ganz anderes? Für welchen Anwendungszweck würdest du den Intel NUC gerne primär einsetzen? Hinterlasse nachfolgend einen Kommentar und registriere dich für den meintechblog-Newsletter, um bei der Verlosung berücksichtigt werden zu können. Bitte dieses Feld leer lassen Prüfe deinen Posteingang oder Spam-Ordner, um dein Abonnement zu bestätigen. Wer den Newsletter bereits erhält, braucht natürlich nur den Kommentar abzusetzen. Teilnahmebedingungen Und zum Schluss noch die für die Verlosung obligatorischen Teilnahmebedingungen, mit denen sich jeder Teilnehmer einverstanden erklärt: Die Teilnahme ist generell kostenfrei. Bei der Verlosung berücksichtigt werden freigegebene Kommentare dieses Blogposts, die bis zum 12.07.2015, 12:00 Uhr MEZ eingehen (Teilnahmefrist) und deren angegebene E-Mail-Adressen zum Teilnahmefristende zum Newsletter angemeldet sind (E-Mail-Bestätigung beachten). Pro Person ist nur eine Teilnahme erlaubt. Mehrfachteilnahmen, bspw. durch die Nutzung von "Wegwerf-E-Mail-Adressen", werden nicht berücksichtigt. "Spaß"-Kommentare werden gelöscht und nicht berücksichtigt. Der Gewinner wird am Tag des Teilnahmefristendes per Zufallsgenerator ermittelt und per E-Mail benachrichtigt sowie namentlich in diesem Blogpost kommuniziert. Der Versand des Gewinns ist per DHL nur innerhalb Deutschlands und nach Österreich möglich. Daten werden niemals an Dritte weitergegeben. Der Newsletter ist jederzeit kündbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. PS: Ich habe übrigens noch mehr ungenutzte Technik herumfliegen, über die ich bereits gebloggt habe. Sofern die Aktion gut ankommt, werden evtl. weitere Verlosungen folgen. Die Verlosung ist beendet. Hier die Infos zum glücklichen Gewinner. ### Arduino im Smart Home - HowTo Teil 5: 24 V LED-Spot per Schaltrelais ansteuern Nachdem im vorangegangenen HowTo Teil 4 der Blogserie Arduino im Smart Home eine Status-LED über den Arduino angesteuert wurde, folgt nun im direkten Anschluss die netzwerkseitige Anbindung eines weiteren digitalen Aktors. Durch den Einsatz von günstigen Schaltrelais lassen sich dabei auch leistungshungrige Verbraucher, wie bspw. LED-Lampen, ein- und ausschalten, die sich aufgrund höherer Spannungen und Stromstärken nicht direkt an den Pins des Arduino betreiben lassen. Welche Komponenten dazu notwendig sind und wie der Aufbau im Fall eines 24 V LED-Spot aussieht, ist Inhalt des nachfolgenden Artikels. Relaisschaltung per Arduino In diesem Beispiel wird das Relaismodul aus dem Funduino Set 8 (Affiliate-Link) verwendet, mit dem ein Verbraucher mit bis zu 10 A geschaltet werden kann. Das deutsche Stromnetz aus der "Steckdose" liefert eine Wechselspannung von knapp 220 V, was bedeutet, dass theoretisch Verbraucher bis zu 2.200 W (220 V x 10 A) über das Relais betrieben werden können. Weiterhin sind auch andere (Mehrfach-)Relaismodule erhältlich, die je nach Modell bis zu acht Verbraucher (Affiliate-Link) gleichzeitig ansteuern können und umgerechnet oft weniger als ein Euro pro Kanal kosten. Mittlerweile sind zudem noch größere Schaltrelais-Module mit 16 Kanälen (Affiliate-Link) verfügbar. Bevor es an die Installation von Verbrauchern an den Relais geht, sollte man sich jedoch im Vorfeld intensiv mit dem Thema Elektrizität auseinandersetzen, da es gefährlich werden kann, sobald man unbedarft an die Sache herangeht. Hinweis zum Umgang mit elektrischen Strömen Bei Arbeiten an Elektroinstallationen, die vorgegebene Grenzwerte für Kleinspannung von 50 V AC (Wechselspannung) bzw. 120 V DC (Gleichspannung) überschreiten, besteht Lebensgefahr! Sofern auf einen Schutz gegen Berühren (Isolation) verzichtet wird, dürfen weiterhin die Grenzwerte von 25 V AC (Wechselspannung) bzw. 60 V DC (Gleichspannung) nicht überschritten werden. Arbeiten oberhalb der Grenzen von 25 V AC (Wechselspannung) bzw. 60 V DC (Gleichspannung) sollen und dürfen deshalb nur von ausgebildetem Fachpersonal ausgeführt werden. Wer höhere externe Spannungen als die vom Arduino-Board bereitgestellten 9 V DC (Gleichspannung) nutzen möchte, muss sich deshalb im Vorfeld genau über die Grenzwerte im Klaren sein, da sonst Lebensgefahr bestehen kann. Weiterhin sollten die Pins des Arduino auf keinen Fall direkt (ohne Einsatz von passenden Relais) mit externen Stromquellen verbunden werden, die 9 V DC (Gleichspannung) überschreiten. Der Arduino scheint zwar bis 24 V DC (Gleichspannung) in gewissem Maße "abgesichert" zu sein, ein Dauerbetrieb solcher Spannungen ist jedoch nicht vorgesehen und schädigt die Hardware dauerhaft. AC (Wechselspannung) darf nicht direkt am Arduino betrieben werden, da er dafür nicht ausgelegt ist. Oben genannte Grenzwerte haben ihre Berechtigung, an die sich jeder unbedingt halten sollte. Also Finger weg vom Strom direkt aus der "Steckdose", welche gewöhnlich 220 V AC (Wechselspannung) liefert. 24 V LED-Spot am Schaltrelais installieren Aus oben genannten Gründen wird an dieser Stelle auf die Ansteuerung von Verbrauchern mit 220 V AC (Wechselspannung) verzichtet und stattdessen die Anbindung eines 10 W LED-Spot von revoart mit der laut obigen Grenzwerten vertretbaren Spannung von 24 Volt DC (Gleichspannung) verdeutlicht. Das Relais übernimmt dabei die Aufgabe, die vom Arduino anliegende Steuerspannung in Höhe von 5 V nutzbar zu machen, um einen abhängigen Laststromkreis zu schalten, über den eine höhere Verbrauchsspannung fließen kann, welche für den Betrieb des LED-Spots verwendet werden kann. Das Prinzip basiert dabei auf der galvanische Trennung, sodass beide elektrischen Ströme voneinander getrennt sind. Wer mehr Details nachlesen möchte, kann das Funktionsprinzip mechanischer Relais auf Wikipedia genauer studieren. Der LED-Spot bezieht seine Betriebsspannung von 24 V DC (Gleichspannung) über eine separate Stromquelle, einem Mean Well Schienennetzteil mit max. 10 A (Affiliate-Link), welches für den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Verbraucher bis zu 240 W Gesamtleistung verwendet werden kann (bis zu 24 der hier verwendeten 10 W LED-Spots). Der Minuspol "-V" des Netzteils wird über eine Lüsterklemme direkt mit dem entsprechenden Anschluss der LED-Lampe verbunden. Der Pluspol "+V" des Netzteils wird über das Schaltrelais mit der LED-Lampe verbunden, sodass dieses den Stromfluss je nach Anwenderwunsch herstellen bzw. trennen kann. Die Zuleitung vom Netzteil "+V" wird mit der mittleren Schraubklemme (Anschluss A) des Schaltrelais verbunden. Erfolgt die "Weiterleitung" zur LED-Lampe über die rechts davon angebrachte Schraubklemme (Anschluss B), schließt der Kontakt, solange vom Arduino keine Steuerspannung anliegt (Öffner/Ruhekontakt/Normally Closed). Wird die weiterführende Leitung zur LED-Lampe hingegen nicht mit der rechten, sondern mit der linken Schraubklemme (Anschluss C) verbunden, kehrt sich die Logik um. Wenn eine Steuerspannung vom Arduino angelegt wird, fließt Strom durch das Relais und die LED-Lampe leuchtet (Schließer/Arbeitskontakt/Normally Open). Benötigte Komponenten Für die Ansteuerung des LED-Spots werden einige Komponenten benötigt, welche (wie beim vorangegangen Szenario auch) für unter 30 Euro erhältlich sind: Arduino Uno (Affiliate-Link) Arduino Ethernet Shield (Affiliate-Link) Steckbrücken (Affiliate-Link) Breadboard (Affiliate-Link) 1-Kanal Schaltrelais (Affiliate-Link) 9 V Netzteil (Affiliate-Link) Wer die vorangegangenen Szenarien als Ausgangspunkt nutzt, benötigt für das folgende Setup lediglich die beiden letztgenannten Komponenten obiger Liste, die mit knapp 10 Euro zu Buche schlagen. Das Schaltrelais ist dabei bereits im Lernset Funduino UNO 8 (Affiliate-Link) enthalten. Das 9 V Netzteil, welches den Arduino mit Strom versorgt, ist jetzt zwingend notwendig, da das Schaltrelais bei "angezogenem" Kontakt mehr Strom konsumiert als durch die bisher genutzte Stromversorgung des Arduio über USB (5 V) geliefert wird. Wird kein separates Netzeil verwendet, fällt die Spannung aufgrund des angeschlossenen Relais an den Pins des Arduino auf knapp 4 V ab, was sich auch auf andere Sensoren auswirkt. Der Bewegungsmelder liefert dann bspw. fälschlicherweise ein "Motion"-Signal, obwohl keine Bewegung stattfindet. Weiterhin wird noch ein Verbraucher und eine Stromquelle, wie im Fall des verwendeten 24 V LED-Spot, ein passenden Netzteil mit genügend Leistung benötigt. Vorbereitung der Hardware Das bereits für die vorherigen Szenarien eingesetzte Breadboard wird mit einigen Steckbrücken erweitert, um die Verbindung mit dem Schaltrelais herstellen zu können. Neben +5 V (rot) und GND (schwarz), die über die beiden unteren Kontaktereihen des Breadboard weitergereicht werden, wird weiterhin Pin 5 des Arduino als Signalkabel (blau) für die Ansteuerung des Schaltrelais verwendet. Erstellung des Arduino-Programmcodes Genutzt wird die bereits in HowTo Teil 4 erstellte Programmlogik, welche teilweise wieder etwas angepasst wurde und nun erweitert wird. Der komplette Sketch kann nachfolgend auch direkt als Arduino-Datei heruntergeladen werden:  sketch_relais.ino (2734 Downloads ) Teil 1 - Grundeinstellungen und Variablendeklaration Die einzige Erweiterung, die in Teil 1 des Arduino-Programmcodes notwendig ist, definiert das Schaltrelais an Pin 5. Der restliche Code bleibt unverändert. #include #include #include // PIN Settings #define Bewegungsmelder 2 #define OnlinestatusLED 4 #define Schaltrelais 5 // Variable Declaration int Programmfrequenz = 50; // loop-Durchlauf pro Sekunde (ca.) int HelligkeitssensordIdleSek = 5; // Minimale Pause zwischen zwei Helligkeitbenachrichtigungen in Sek int HelligkeitssensorSchwellwert = 1; // Schwellwert fuer Helligkeitsbenachrichtigungen (empfohlen 5-20) int OnlinestatusCheckEachSekOnline = 30; // Ping in Sek wenn letzter Status Online war int OnlinestatusCheckEachSekOffline = 5; // Ping in Sek wenn letzter Status Offline war int OnlinestatusCheckTimeoutSek = 3; // Status auf Offline setzen wenn Rueckmeldung nicht innerhalb x Sek char BewegungsmelderState = 0; int Helligkeitssensor = 0; int HelligkeitssensorCounter = 0; int HelligkeitssensorObergrenze = 0; int HelligkeitssensorUntergrenze = 0; char msg[25]; int HelligkeitssensordIdle = HelligkeitssensordIdleSek * Programmfrequenz; int OnlinestatusSendCounter = 0; int OnlinestatusReceiveCounter = 0; char OnlinestatusLoxone = 0; int OnlinestatusCheckOnline = OnlinestatusCheckEachSekOnline * Programmfrequenz; int OnlinestatusCheckOffline = OnlinestatusCheckEachSekOffline * Programmfrequenz; int OnlinestatusCheckTimeout = (OnlinestatusCheckTimeoutSek + OnlinestatusCheckEachSekOnline) * Programmfrequenz; // Network Settings byte mac[] = { 0xDE, 0xAD, 0xBE, 0xEF, 0xFE, 0xED }; IPAddress ip(192, 168, 3, 19); IPAddress gateway(192, 168, 3, 1); IPAddress subnet(255, 255, 255, 0); // Local UDP port to listen on unsigned int localPort = 7002; // Recipient IP IPAddress RecipientIP(192, 168, 3, 11); // Recipient UDP Port unsigned int RecipientPort = 7001; // buffers for receiving and sending data char packetBuffer[UDP_TX_PACKET_MAX_SIZE]; // An EthernetUDP instance to send and receive packets over UDP EthernetUDP Udp; Teil 2 - Setup Im Setup-Teil wird im Vergleich zum vorhergehenden Szenario lediglich das neu verwendete Schaltrelais an Pin 5 als "pinMode" mit dem Attribut "OUTPUT" definiert. void setup() { // for debug only Serial.begin(9600); // start Ethernet Ethernet.begin(mac,ip); // Start UDP Udp.begin(localPort); // Bewegungsmelder pinMode(Bewegungsmelder, INPUT); //OnlinestatusLED pinMode(OnlinestatusLED, OUTPUT); // LED an Pin4 //Schaltrelais pinMode(Schaltrelais, OUTPUT); // Schaltrelais an Pin5 // send UDP Ready sendUDP("UDP Ready"); } Teil 3 - Programmablauf (loop) Der loop-Teil kümmert sich nun um die Auswertung der eingehenden UDP-Mitteilungen "051" und "050". Der Eingang der ersten Mitteilung wird über "if (!strcmp(packetBuffer, "051"))" abgefragt. Sofern der Wert "051" im UDP-Empfangspuffer aufzufinden ist, schaltet der Arduino über den Befehl "digitalWrite(Schaltrelais, HIGH);" das Schaltrelais ein. Der umgekehrte Fall mit "050" und einem Ausschaltvorgang folgt im Code mit analogem Aufbau. Weiterhin wurde noch mit der Anpassung von "Helligkeitssensor=(analogRead(A0)-100)/8;" bewirkt, dass der Helligkeitssensor einen verbesserten Wertebereich zwischen 0 und 100 (vorher 100 bis 800) für die Auswertung liefert. void loop() { checkUDP(); // Bewegungsmelder (Send) if (digitalRead(Bewegungsmelder) == LOW && BewegungsmelderState != 0) { sendUDP("WZ.Bewegungsmelder: 0"); BewegungsmelderState = 0; } if (digitalRead(Bewegungsmelder) == HIGH && BewegungsmelderState != 1) { sendUDP("WZ.Bewegungsmelder: 1"); BewegungsmelderState = 1; } // Helligkeitssensor (Send) Helligkeitssensor=(analogRead(A0)-100)/8; HelligkeitssensorCounter = HelligkeitssensorCounter + 1; if (Helligkeitssensor >= HelligkeitssensorObergrenze || Helligkeitssensor <= HelligkeitssensorUntergrenze) { if (HelligkeitssensorCounter >= HelligkeitssensordIdle) { sprintf(msg, "WZ.Helligkeitssensor: %d", Helligkeitssensor); Serial.println(msg); sendUDP(msg); HelligkeitssensorObergrenze = Helligkeitssensor + HelligkeitssensorSchwellwert; HelligkeitssensorUntergrenze = Helligkeitssensor - HelligkeitssensorSchwellwert; HelligkeitssensorCounter = 0; } } // Onlinestatus-Ping (Send) OnlinestatusSendCounter = OnlinestatusSendCounter + 1; if (OnlinestatusSendCounter == OnlinestatusCheckOnline && OnlinestatusReceiveCounter != OnlinestatusCheckTimeout) { Serial.println("SendUDP: Ping"); sendUDP("Ping"); OnlinestatusSendCounter = 0; } if (OnlinestatusSendCounter == OnlinestatusCheckOffline && OnlinestatusReceiveCounter == OnlinestatusCheckTimeout) { Serial.println("SendUDP: Ping"); sendUDP("Ping"); OnlinestatusSendCounter = 0; } // Onlinestatus-Pong (Receive) if (!strcmp(packetBuffer, "000")) { OnlinestatusReceiveCounter = 0; } if (!strcmp(packetBuffer, "001")) { OnlinestatusLoxone = 1; digitalWrite(OnlinestatusLED, HIGH); } if (OnlinestatusReceiveCounter < OnlinestatusCheckTimeout) { OnlinestatusReceiveCounter = OnlinestatusReceiveCounter + 1; } if (OnlinestatusReceiveCounter == OnlinestatusCheckTimeout) { OnlinestatusLoxone = 0; digitalWrite(OnlinestatusLED, LOW); } // Schaltrelais if (!strcmp(packetBuffer, "051")) { digitalWrite(Schaltrelais, HIGH); } if (!strcmp(packetBuffer, "050")) { digitalWrite(Schaltrelais, LOW); } delay(1000/Programmfrequenz); } Teil 4 - UDP-Sendefunktion Die Sendefunktion für die UDP-Nachrichten bleibt im Vergleich zum vorangegangenen Szenario unverändert. // Function to send UDP packets void sendUDP(String text) { Udp.beginPacket(RecipientIP, RecipientPort); // Udp.write("Test"); Udp.print(text); Udp.endPacket(); } Teil 5 - UDP-Empfangsfunktion Auch die Empfangsfunktion für die UDP-Nachrichten bleibt im Vergleich zum vorangegangenen Szenario unverändert. // Function to check for new incoming UDP packets void checkUDP() { // if there's data available, read a packet int packetSize = Udp.parsePacket(); if(packetSize) { // read the packet into packetBufffer Udp.read(packetBuffer,UDP_TX_PACKET_MAX_SIZE); // For debug only // Write packetBuffer to serial Serial.print("ReceiveUDP: "); Serial.println(packetBuffer); // send "ACK" as reply //Udp.beginPacket(Udp.remoteIP(), Udp.remotePort()); //Udp.write("ACK"); //Udp.endPacket(); } } Einrichtung des Smart-Home-Servers Analog zum "Virtuellen Ausgang Verbinder" im vorherigen HowTo Teil 4 wird nun das "Schaltrelais" in die Loxone Config eingefügt. Das Element sendet entsprechend "051" zum Arduino, sofern der vorgelagerte "EIB-Taster" ein Ein-Signal (1) liefert und "050", sobald das Signal auf Aus (0) wechselt. Aus meinem täglichen Leben Mithilfe der hier gezeigten Anbindung lässt sich der LED-Spot bequem über die Loxone-Visualisierung ein- und ausschalten. Zu Testzwecken habe ich das Szenario auch noch etwas erweitert, sodass der LED-Spot eingeschaltet wird, sofern über den Arduino eine Bewegung (siehe HowTo Teil 2) erkannt wird und die Helligkeit unterhalb eines festgelegen Schwellwerts (siehe HowTo Teil 3) liegt. Gerade am Anfang hatte ich das oben bereits kurz angesprochene Problem von Fehlauslösungen des Bewegungsmelders aufgrund der höheren Leistungsaufnahme des Relais, welches beim Betrieb des Arduino über USB (5 V) ungewollte Spannungsabsenkungen der auf den Pins angeschlossenen Komponenten bewirkt. Mithilfe eines separaten 9 V Netzteils (Affiliate-Link) mit genug Leistung konnte dieses Fehlverhalten jedoch behoben werden. Das einzige Problem, welches künftig noch adressieren werden soll, ist das Verhalten des Relais bei einem Neustart des Arduino bspw. infolge einer vorangegangenen Stromtrennung. Denn dabei erhält das Relais ein kurzes ungewolltes Spannungssignal, wodurch auch der LED-Spot kurz einschaltet. Sofern ich herausgefunden habe, wie sich dieses Verhalten verhindern lässt, folgt ein Update. Dabei bin ich natürlich für jeden Tipp dankbar, der mich diesbezüglich weiterbringt. Insgesamt läuft die prototypische Installation bisher ohne jegliche Hänger. Mal sehen, ob das so bleibt, sobald ein PWM-Aktor das Szenario im nachfolgenden HowTo erweitert. ### smartVISU mit FHEM - Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics Die Beliebtheit des quelloffenen Hausautomation-Servers FHEM wächst. Gründe hierfür gibt es zahlreiche, die von der Realisierung komplett individueller Smart-Home-Szenarien bis hin zur Integrationsmöglichkeit vielfältiger Hausautomation-Systeme reichen. Hier ist FHEM vielen kommerziellen Systemen meilenweit voraus. In Sachen Visualisierung hinkt das Open-Source-Projekt allerdings stark hinterher. Das Standard-Webinterface kann zwar mit wenigen Tricks (siehe 5 Tipps um FHEM schöner zu machen) verbessert werden, damit jedoch bestenfalls auf den Stand einer akzeptablen Lösung gebracht werden. Es bestehen kaum Möglichkeiten, eine in allen Belangen begeisternde User-Schnittstelle zu schaffen. Hier bieten kommerzielle Systeme oft deutlich bessere Visualisierungen an, wie z.B. Loxone mit dem Miniserver (Affiliate-Link). Eine durchwegs mit Loxone vergleichbare Visualisierung, Optik, User Experience und Aufbau betreffend, bietet das GPL-lizensierte Projekt smartVISU. Seit geraumer Zeit ist es möglich, diese Visualisierung an eine vorhandene FHEM-Installation anzubinden. In dieser Blogartikel-Serie von Howto-Anleitungen wird deshalb Schritt für Schritt erklärt, wie man smartVISU an FHEM auch ohne Programmier- oder HTML-Kenntnisse anbindet und konfiguriert. Der erste Teil erklärt zunächst die Installation und grundlegende Konfiguration von ein- und ausschaltbaren Geräten wie Lichtern. Howto-Serie smartVISU: smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 2: Multimedia-Steuerung für den TV smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 3: RGB(W) LED Stripes mit Colorpicker smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 4: Musik mit dem AV-Receiver smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 5: Heizung steuern (inoffizielles HowTo unseres Lesers Tino smartVISU - die Visualisierung, die FHEM noch fehlt smartVISU, das intelligente "visualisation framework for better home experience", hat den ursprünglichen Zweck, HTML-basierte Visualisierungen für Hausautomation-Installationen auf Basis des kommerziellen KNX-Systems zu erstellen. Einzelne Seiten für Räume werden mit Standard-HTML-Ausdrücken erstellt, worauf weiter unten in diesem Howto noch genauer eingegangen wird. Seit geraumer Zeit kann smartVISU jedoch auch an eine FHEM-Installation angebunden werden. Um eine Verbindung zwischen der Visualisierung und den in FHEM eingerichteten Smart-Home-Geräten aufzubauen, stellt das smartVISU-Framework gewisse "Tags" zur Verfügung, die in die HTML-Struktur eingebettet werden (auch hierzu weiter unten mehr Details). Eine Demo-Installation kann auf den Seiten der Macher getestet werden: smartVISU Demo. Ferner ist das gesamte Projekt hervorragend dokumentiert: smartVISU Docu. Die Verwendung jedes verfügbaren Elements (z.B. Schieberegler für Dimmer, Buttons, Heizungssteuerungs-Elemente etc.) sind dort in ihrem Aufbau beschrieben. In der FHEM-Community ist deshalb ein Modul entstanden, um FHEM mit Alternativ-Interfaces wie smartVISU zu koppeln. Dieses nennt sich Fronthem und muss gemeinsam mit smartVISU auf dem vorhandenen FHEM-Server installiert werden. Der erste Schritt zur neuen Visualisierung: wichtige Pakete installieren Damit smartVISU einmal läuft, müssen auf dem FHEM-Server zahlreiche Pakete installiert werden. Für das nachfolgende Howto wird von einem bereits konfigurierten FHEM-Server ausgegangen. Dieser kann beispielsweise auf einem Raspberry Pi (FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten) oder einem Intel Nuc (Intel NUC als Smart Home-Server – FHEM on steroids) installiert sein. Das folgende Howto ist so aufgebaut, dass man zu einer fertigen und funktionierenden Lösung kommt, wenn man die nachfolgenden Teile Schritt für Schritt nachbaut und ausführt. Zu Beginn der Paketinstallation wird eine SSH-Verbindung mit dem Server hergestellt. Auf einem Mac geht das mit der eingebauten Terminal-App, unter Windows kann dafür z.B. das kostenlose Tool "Putty" genutzt werden. Auf dem Mac wird die Verbindung über Eingabe des nachfolgenden Befehls hergestellt (Username und IP-Adresse des FHEM-Servers müssen individuell angepasst werden). ssh christoph@192.168.178.68 Für den Betrieb von smartVISU sind ein dedizierter Webserver und weitere Pakete nötig, die mit Hilfe des folgenden Befehls auf dem FHEM-Server installiert und gestartet werden. sudo apt-get update && sudo apt-get -y install php5 libapache2-mod-php5 apache2 git Im Anschluss an die Paketinstallation werden Zugriffs- und Besitzrechte der Webserver-Dateien bearbeitet und der Dienst neu gestartet (auch hier muss der Username angepasst werden). Hinweis: Für die Installation auf einem Cubietruck ist der Installationspfad durch ein "html" zu ergänzen -> "/var/www/html" sudo chown -R christoph /var/www sudo chmod -R 775 /var/www sudo service apache2 restart Nun kann damit begonnen werden, das eigentliche smartVISU-Projekt zu installieren. sudo mkdir ~/install cd ~/install sudo git clone https://github.com/herrmannj/smartvisu-cleaninstall.git sudo cp -rp smartvisu-cleaninstall /var/www/smartvisu Der cp-Vorgang kann auf einem Raspberry Pi kurz Zeit in Anspruch nehmen. cd /var/www sudo chown -R www-data:www-data smartvisu sudo curl -L https://cpanmin.us | perl - --sudo App::cpanminus sudo cpanm Net::WebSocket::Server sudo cpanm JSON sudo cp -r /var/www/smartvisu/pages/_template/ /var/www/smartvisu/pages/MeineWohnung sudo cp /var/www/smartvisu/config.ini.default /var/www/smartvisu/config.ini sudo chmod -R 777 /var/www/smartvisu Auf der Seite der Serverkonfiguration sind nun alle wichtigen Schritte erledigt und die Paketinstallation ist abgeschlossen. Es folgt die Konfiguration in FHEM. Visualisierungs-Schnittstelle Fronthem in FHEM konfigurieren Die folgenden Schritte werden nun nicht mehr in der Terminal-App, sondern im Webinterface von FHEM in der Kommandozeile am oberen Bildrand ausgeführt. Zu allererst wird Fronthem, die Schnittstelle zu smartVISU, installiert. Jeder der nachfolgenden Befehle wird durch Betätigen der Return-Taste abgesendet. update force https://raw.githubusercontent.com/herrmannj/fronthem/master/controls_fronthem.txt shutdown restart Die Aktivierung erfolgt durch das Anlegen einer fronthem-Instanz. define fronthem fronthem Fronthem unterscheidet hinsichtlich des späteren Zugriffs auf Räume und Geräte unterschiedliche Devices (z.B. das Smartphone oder das Notebook). Jedes Gerät, das Zugriff auf die Steuerung erhalten soll, muss ebenfalls unter Angabe dessen IP-Adresse in FHEM angelegt werden, wie im nachfolgenden Beispiel mein iPhone. define iPhone fronthemDevice 192.168.178.25 Im nächsten Schritt muss die neue Konfiguration im FHEM-Webinterface durch einen Klick auf "Save config" dauerhaft gespeichert werden. smartVISU in Betrieb nehmen - Konfiguration und Raumübersicht anlegen Nach erfolgreicher Installation der nötigen Pakete auf dem Server und dem Aktivieren von Fronthem als Schnittstelle in FHEM, geht es jetzt darum, einzelne HTML-Seiten für Räume und Übersichten anzulegen. Hilfreich ist hierbei die Nutzung eines FTP-Clients (z.B. FileZilla), mit dessen Hilfe man sich auf den FHEM-Server verbinden kann und Dateien zwischen dem Server und dem lokalen Rechner hin- und herkopieren kann. Wer sich per SSH (wie oben beschrieben) auf seinen FHEM-Server verbinden kann, legt in FileZilla über "Datei" -> "Servermanager" -> "Neuer Server" eine neue Verbindung mit folgenden Eigenschaften an: Server: IP-Adresse des FHEM-Servers (192.168.178.68 in meinem Fall) Servertyp: SFTP - SSH File Transfer Protocol Verbindungsart: Normal Benutzer: Dein Nutzername am FHEM-Server (christoph in meinem Fall) Passwort: Dein Passwort am FHEM-Server Mit einem Klick auf "Verbinden" stellt FileZilla dann die SFTP-Verbindung mit dem FHEM-Server her. Die für die Bearbeitung relevanten Dateien von smartVISU werden bei Befolgen der oben beschriebenen Installations-Anleitung in den Ordner /var/www/smartvisu/pages/MeineWohnung installiert. Mit FileZilla navigiert man nun in diesen Ordner und findet dort zunächst die Dateistruktur wieder. Die hier vorhandenen Template-Dateien (in der Markierung) beinhalten alles, was man für den Aufbau bzw. die Abbildung des eigenen Smart Home benötigt. Die zwei Template-Räume "room_living.html" und "room_sleeping.html" können als Vorlage für einzelne Räume genutzt werden. Die "rooms_menu.html" repräsentiert die Startseite von smartVISU mit dem Überblick aller Räume. Zunächst widmen wir uns daher der "rooms-menu.html". Diese wird per FileZilla auf den lokalen Rechner übertragen, damit die Datei mit einem Editor bearbeitet werden kann. Ich habe mich die letzten Jahre mit dem kostenlosen Tool "Komodo Edit" für den Mac angefreundet, welches ich auch in diesem Howto zur Bearbeitung der HTML-Dateien nutze. Nach dem Öffnen der Datei ist die auf der nachfolgenden Abbildung sichtbare Struktur erkennbar.  Wer sich mit HTML gut auskennt, sieht hier schnell, dass in der Raumübersicht ein Stockwerk mit dem Namen "1st floor" mit einem dazugehörigen Raum "Sleeping" angelegt ist. Da der Aufbau auch Lesern ohne HTML-Kenntnisse nachvollziehbar gemacht werden soll, muss die Startseite in der Visualisierung selbst betrachtet und mit dem HTML-Code verglichen werden. Hierzu wird smartVISU nun zum ersten Mal geöffnet! Mit dem Webbrowser wird dazu die IP-Adresse des FHEM-Servers, gefolgt von einem "/smartvisu", eingeben. Mein FHEM-Server hat die IP-Adresse 192.168.178.68. smartVISU ist folglich unter folgender URL für mich erreichbar: http://192.168.178.68/smartvisu Auf der Startseite angelangt, müssen zunächst drei Elemente eingestellt werden, die nach einem Klick auf den "Configuration"-Button (die drei Zahnräder) änderbar sind. Wie auf der nachfolgenden Abbildung zu sehen, muss erst das Projekt ausgewählt werden, welches in smartVISU dargestellt werden soll, was im vorliegenden Fall den Namen "MeineWohnung" trägt. Wichtig ist auch, den Pagecache zu deaktivieren, da sonst während der Seiten-Designphase keine Änderungen angezeigt werden. Anschließend muss die Kommunikation mit dem FHEM-Server, genauer gesagt mit der zuvor installierten FHEM-Schnittstelle Fronthem, hergestellt werden. Dies geschieht durch Konfiguration der "I/O-Connection" mit folgenden Werten. Driver: Domotiga Address: IP-Adresse des FHEM-Servers Port: 2121 Realtime: on Nach einem Klick auf "Save" am Seitenende ist nun auf der Startseite ein Stockwerk "1st floor" mit einem dazugehörigen Raum "Sleeping" vorhanden, wie eben im HTML-Code der "rooms_menu.html" hinterlegt. Das mit (1) gekennzeichnete Element ist für die Darstellung des Stockwerkes verantwortlich und kann je nach Belieben mit Copy/Paste vervielfältigt werden, bis alle Stockwerke des eigenen Smart Home abgebildet sind. Der mit (2) markierte Bereich ist ein Raum, der unterhalb oder innerhalb eines Stockwerks angezeigt werden soll. Auch diese Struktur kann beliebig oft kopiert werden, bis alle Räume des Smart Home angelegt sind. In meinem Fall unterscheide ich nicht in Stockwerke und lege deshalb alle Räume meines Smart Home innerhalb/unterhalb eines Stockwerkes an, das ich als "Wohnung" bezeichne. Ich nehme alle Räume aus FHEM, die ich gerne in meiner smartVISU haben möchte und lege diese mit Copy/Paste an. Jetzt muss jeder der Räume an drei Stellen im HTML-Code bearbeitet werden. (1) Der in der Visualisierung sichtbare Name des Raums muss angepasst werden (2) Die Link-Bezeichnung muss individuell vergeben werden und ist frei wählbar (z.B. room_living bei Wohnzimmer) (3) Optional kann ein Raum-Icon gewählt werden. Eine Übersicht verfügbarer Icons und deren Namen ist in der smartVISU Icon Docu verfügbar. Die "rooms_menu.html" kann jetzt abgespeichert werden und per FileZilla zurück auf den FHEM-Server übertragen werden. Das Ergebnis lässt sich direkt durch den Aufruf der smartVISU-Startseite überprüfen (siehe nachfolgende Abbildung). Herzlichen Glückwunsch - die Raumübersicht ist zunächst abgeschlossen! Jetzt geht es an den Inhalt, um einzelne Raumseiten und deren Geräte anzulegen. smartVISU - Räume und Geräte anlegen Nachdem die Startseite in Form der Raumübersicht angelegt wurde, geht es nun an das Eingemachte: die Raumseiten mit den darin enthaltenen Geräten. Für jeden Raum (z.B. das Wohnzimmer) wurden ja unter anderem die Überschrift für die Raumübersicht geändert, als auch der Link, der individuell vergeben wurde (z.B. room_living). Exakt so, wie die Links der einzelnen Räume benannt wurden, muss eine entsprechende Seite im Ordner /var/www/smartvisu/pages/MeineWohnung zusätzlich mit der Endung ".html" auch heißen. Die nachfolgende Abbildung zeigt diesen Zusammenhang noch einmal auf. Für jeden Raum muss eine passende HTML-Datei mit dem selben Namen, wie in der "rooms_menu.html" spezifiziert, vorhanden sein. Diese Raum-Datei kann per Copy/Paste auf Basis der "room_sleeping.html" angefertigt werden. Am Beispiel des Raums Wohnzimmer und der dazugehörigen HTML-Datei "room_living.html" wird nachfolgend gezeigt, wie einzelne Geräte innerhalb eines Raumes in smartVISU angelegt werden und dann vor allem "Real-Time" über Fronthem an FHEM angebunden werden. Zunächst wird die "room_living.html" wieder per FileZilla auf den lokalen Rechner übertragen und mit einem Editor-Tool geöffnet. Außer einer Überschrift "Sleeping" (weil die Vorlage der Datei ja die "room_sleeping.html" war) ist hier aktuell noch nichts gepflegt. Diese Überschrift zeigt jedoch schon, wo der Content der Seite in Form von Geräten und Design-Elementen hinkommt, nämlich zwischen "{% block content %}" und "{% endblock %}". Glücklicherweise gibt es für smartVISU eine klare Syntax, wie ein Gerät in einem Raum angelegt wird. Diese sieht wie folgt aus.

Wohnzimmer

Licht

{{ basic.switch('Leselampe', 'Leselampe.sw', icon1~'light_floor_lamp.png', icon0~'light_floor_lamp.png') }} Leselampe
Dieser HTML-Code eingebettet in den Bereich zwischen "{% block content %}" und "{% endblock %}" erzeugt eine Kategorie "Licht" mit einem Gerät "Leselampe". Weitere Lichter werden durch Copy/Paste der Leselampe ab "" bis "" vorgenommen, sodass beliebig viele Geräte hinzugefügt werden können. Dieses erste Howto widmet sich der Einbindung von Lampen, Schaltern, und Verbrauchern, also allen (digitalen) Geräten, die man als "switch" bezeichnen könnte, da ihr Status 0 oder 1 (also an oder aus) sein kann. Genau wie bei dem Anlegen der Raumübersicht in der "rooms_menu.html", muss auch in jedem einzelnen Raum eine Anpassung der Geräte vorgenommen werden. Wie das funktioniert, wird jetzt erklärt. Wie in nachfolgender Abbildung erkennbar ist, müssen zwei Einstellungen für jedes Gerät vorgenommen werden. (1) Die in der Visualisierung später angezeigte Bezeichnung (2) Der smartVISU-spezifische Tag Während Ersteres selbsterklärend ist, wird nachfolgend die Zusammensetzung des Tags genauer erklärt. {{ basic.switch('DeckeRgbw', 'DeckeRgbw.sw', icon1~'light_downlight.png', icon0~'light_downlight.png') }} smartVISU-Tags beginnen immer mit "{{" und enden analog dazu immer mit "}}". Entsprechend der Doku (Beispiel: Doku für das Element Switch) sind dann jeweils in einfachen Anführungszeichen (' ') folgende Werte einzutragen: Eine eindeutige ID des Gerätes (hier 'DeckeRgbw', wobei es sich um ein Deckenlicht handelt, das an einem  HomeMatic Unterputz-Funkaktor 2-fach (Affiliate-Link) mittels eines HomeMatic-Lan-Adapters (Affiliate-Link) an FHEM angebunden ist). Eine GAD. Diese ist DAS ZENTRALE VERBINDUNGSELEMENT zwischen FHEM und smartVISU und erhält die Endung ".sw". Ich benenne jede GAD entsprechend des Namens bzw. der ID eines Gerätes, um alles übersichtlich zu halten. Auf die Verwendung der GAD wird später noch genauer eingegangen. Ein Icon (oder zwei Icons, falls im On-Status ein anderes Icon angezeigt werden soll, als im Off-Status). Iconbezeichnungen hierfür können, wie schon bei der Icon-Suche in der Raumübersicht,in der smartVISU Icon Docu gefunden werden. Hat man diese Konfiguration nun für alle Geräte (hier fünf Stück) vorgenommen, kann man über das Webinterface auf seine neu erstellte Seite navigieren und die Optik prüfen. Da smartVISU ja bereits mit Fronthem und damit auch mit FHEM verbunden ist (Einstellung der I/O-Connection, wie weiter oben in diesem Howto beschrieben), wird nun durch diesen Seitenaufruf jede GAD, die noch nicht in FHEM bzw. Fronthem hinterlegt ist, angelegt. In FHEM wird jetzt festgelegt, was bei einem Klick auf das jeweilige Symbol in smartVISU überhaupt geschehen soll. Dazu wird im FHEM-Webinterface über einen Klick auf "Everything" unter der Kategorie "fronthemDevice", wie in diesem Howto beschrieben, das angelegte Gerät (z.B. iPhone) angeklickt, sodass sich folgender Konfigurations-Screen öffnet. Zu sehen sind hier nun alle GADs, die in dem HTML-Code der "room_living.html" für die angelegten Geräte vergeben wurden. Diese GADs können jetzt so konfiguriert werden, dass FHEM die richtigen Werte und Signale mit smartVISU austauscht. Dazu wird eine GAD per Klick ausgewählt, sodass sich der Screen aus der nachfolgenden Abbildung öffnet. In diesem Screen werden jetzt für Geräte wie Lampen (oder ähnliche Geräte vom Typ Switch) folgende Werte eingetragen, deren Auswahl in FHEM auch durch eine Dropdown-Liste erleichtert wird: mode: item (es handelt sich um ein Hardware-Device und nicht z.B. um einen Graphen) device: hier wird das in FHEM angelernte Gerät ausgewählt, welches nun mit dieser GAD über smartVISU geschaltet werden soll. Die Auswahl wird hier durch eine Dropdown-Liste erleichtert reading: state (weil der Status des Gerätes ausgelesen werden soll, um das Icon in smartVISU z.B. "leuchtend" oder "nicht leuchtend" bzw. als "an" oder "aus" darzustellen) converter: OnOff (die von smartVISU empfangenen Signale sollen als On/Off-Signale interpretiert werden. Zur Bedeutung der anderen converter wird es weitere Blogposts innerhalb dieser Howto-Serie geben cmd set: state (der state soll nicht nur abgefragt, sondern durch einen Klick auf das in smartVISU hinterlegte Icon geändert werden) Ferner erhält smartVISU sowohl read- also auch write-Rechte Ein Klick auf "Save" speichert die GAD-Konfiguration und die erste Lampe ist über smartVISU schaltbar, was im Webinterface in einem ersten Test ausprobiert werden sollte! Durch die Realtime-Anbindung sind die Geräte nicht nur per smartVISU schaltbar, sondern zeigen immer gleich den richtigen Status an, auch wenn sich dieser durch die Nutzung eines Schalters oder des FHEM-Webinterfaces ändert. In weiteren Artikeln dieser Howto-Serie rund um smartVISU werde ich in Zukunft Schritt für Schritt die Anbindung unterschiedlicher Geräte und Smart-Home-Elemente erklären: Graphen: z.B. von Temperatur und Luftfeuchtigkeit Heizungssteuerung-Elemente RGB(W)-Steuerung mit Colorpicker Dimmer Multimedia-Devices wie TV oder Stereoanlage mit Lautstärkensteuerung und Kanalwahl Aus meinem täglichen Leben Die Schnittstelle zwischen Smart Home und User ist für mich schon immer von zentraler Bedeutung gewesen. Auch wenn FHEM technologisch für mich mittlerweile unumgänglich ist, so sind dessen Visualisierungsmöglichkeiten nicht akzeptabel und denen von kommerziellen Systemen weit unterlegen. smartVISU ist daher für mich eine willkommene Alternative, in der durch die extrem gute Dokumentation ein großes Potenzial steckt, was Individualisierbarkeit und Anpassung der Visualisierungen angeht. Dank Fronthem klappt die Integration reibungslos. Native iPhone Apps wie beispielsweise FHEMobile, die ja auch eine Alternative zum Standard-Webinterface darstellen, sind zwar super, geraten jedoch irgendwann auch an ihre Grenzen, da logischerweise nicht für jedes der vielzähligen mit FHEM nutzbaren Geräte die nötigen Meta-Informationen gepflegt werden können, sodass mitunter einzelne Geräte (z.B. von EnOcean oder per JeeLink angebundene Temperatursensoren) nicht oder nur bedingt nutzbar sind. Ich hoffe, dass ich in diesem ersten Howto Schritt für Schritt auch für Einsteiger erklären konnte, wie Geräte des Typs "Switch", also alle Smart-Home-Aktoren, die den Status "on" oder "off" besitzen können, in smartVISU integriert werden. Bei mir funktioniert dies für unterschiedlichste Geräte, wie z.B. HomeMatic Unterputz Aktoren 2fach (Affiliate-Link) HomeMatic Funk-Schaltsteckdosen (Affiliate-Link) FS20-Unterputzschalter SU (Affiliate-Link) smartVISU ist für mich jetzt endlich eine akzeptable Lösung zur Nutzung auf dem iPhone, da das gesamte Framework auch komplett responsive gebaut ist und sowohl auf dem Mac, dem iPad und dem iPhone wunderschön aussieht und funktioniert. Howto-Serie smartVISU: smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 2: Multimedia-Steuerung für den TV smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 3: RGB(W) LED Stripes mit Colorpicker smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 4: Musik mit dem AV-Receiver smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 5: Heizung steuern (inoffizielles HowTo unseres Lesers Tino ### Ungenaue FHEM-Systemzeit berichtigen und Uhrzeit angelernter Geräte updaten Wer seinen FHEM-Server bereits über einen längeren Zeitraum einsetzt, wird unter Umständen schon einmal bemerkt haben, dass eine ungenaue FHEM-Systemzeit angezeigt wird und zeitbezogene Schaltvorgänge per at-Befehl nicht zum gewünschten Zeitpunkt ausgelöst wurden. In diesem Fall erhalten auch Logfiles bei kleineren Abweichungen von wenigen Sekunden inkorrekte Zeitstempel, wodurch exakte Auswertungen nicht mehr zuverlässig sind. Gerade bei größeren zeitlichen Abweichungen von mehreren Minuten oder Stunden wirkt sich eine falsche FHEM-Systemzeit dann auch besonders störend auf angelernte Geräte mit eingebautem Display aus, welche die aktuelle Uhrzeit gewöhnlich in regelmäßigen Abständen von FHEM zugespielt bekommen. Als Resultat zeigen dann bspw. HomeMatic Wandthermostate oder Stellantriebe keine korrekte Uhrzeit mehr im Display an. Wie jeder FHEM-Anwender dieses Problem beheben und vor allem auch präventive Schutzmaßnahmen vor dauerhaft falschen Systemzeiten einrichten kann, wird im nachfolgenden Blogpost in wenigen Schritten erklärt. Systemzeit auslesen und berichtigen Als erstes wird eine Terminalverbindung mit dem FHEM-Server aufgebaut. Beim Einsatz eines Raspberry Pi 2 (Affiliate-Link) (hier beschrieben) lauten die Logindaten bei Verwendung des wheezy-Image (RASPBIAN) standardmäßig "pi" (Benutzername) und "raspberry" (Passwort). Wer einen Intel NUC (Affiliate-Link) mit Ubuntu als FHEM-Server einsetzt (hier beschrieben), hat die Benutzerdaten jeweils bei der Erstinstallation selbst festgelegt. Im Falle des RPI erfolgt der Login also über den Terminalbefehl ssh pi@IP-DES-RPI und dem Passwort "raspberrypi", sofern nicht in der Zwischenzeit manuell geändert. Mit dem Befehl date kann die aktuelle Systemzeit, in diesem Beispiel "Wed Jun 24 16:54:47 CEST 2015" ermittelt werden. Weiterhin wird die Systemzeit mit dem Befehl sudo ntpd -q -g -x -n per ntpd (Network Time Protocol daemon) aktualisiert. Dabei wird die aktuelle Uhrzeit von einem externen Onlinedienst abgefragt und als lokale Systemzeit übernommen. Wer dann mit dem Befehl "date" immer noch keine korrekte Zeit angezeigt bekommt, hat evtl. eine falsche Zeitzone hinterlegt. Diese lässt sich, wie auch bereits im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten beschrieben, über den Befehl sudo dpkg-reconfigure tzdata prüfen und sofern es nötig ist,  entsprechend berichtigen. Alternativ lässt sich auch noch mit einer veralteten Methode mit dem Befehl "sudo ntpdate -b ntps1-0.cs.tu-berlin.de" ein Update der Uhrzeit einspielen, was im Grunde genauso gut funktioniert und gerade auch beim Einsatz von Ubuntu ohne zusätzliche Software eingesetzt werden kann. Damit der FHEM-Server das Update in regelmäßigen Abständen durchführt und die interne Uhr auf den neuesten Stand bringt, wird der Crontab mit dem nano-Editor angepasst. Mit dem Befehl sudo nano /etc/crontab wird der vorhandene Inhalt des Crontab geöffnet, so dass am Ende der bestehenden Einträge in eine neu erstellte Zeile der Eintrag 0 5     * * *   root   ntpd -q -g -x -n per Copy&Paste eingefügt werden kann. Zum Speichern der Datei wird die Tastenkombination STRG + o und zum Schließen des nano-Editors die Tastenkombination STRG + x verwendet. Abschließend wird über den Terminalbefehl sudo service cron restart der Crontab neu initialisiert, so dass der FHEM-Server ab sofort täglich um 5 Uhr morgens die interne Systemzeit mithilfe des externen Onlinediensts aktualisiert bzw. berichtigt. Die Terminalverbindung kann jetzt geschlossen werden. Interne Uhr von FHEM-Devices aktualisieren Wie die neue Systemzeit auf die per FHEM angebundenen Geräte gepusht werden kann, wird am Beispiel des HomeMatic Funk Wandthermostat (Affiliate-Link) erläutert. In der fhem.cfg wird dazu der Befehl define TimeUpdate at *05:05 set BZ.Klima sysTime genutzt, welcher ab sofort täglich um 5:05 Uhr die per HMLan-Adapter (Affiliate-Link) von FHEM ausgesendete Systemzeit auf das angebundene HomeMatic Raumthermostat mit dem Namen "BZ.Klima" überträgt. Wer auf einen Schlag mehrere Raumthermostate und/oder andere Devices selbst aktualisieren und nicht darauf warten möchte, bis sich FHEM nach einer Weile selbstständig darum kümmert, kann den Befehl auch entsprechend um weitere Geräte erweitern: define TimeUpdate at *05:05 set BZ.Klima sysTime;; set WZ.Klima sysTime;; set SZ WZ.Klima sysTime Natürlich braucht die Uhrzeit nicht an alle HomeMatic-Geräte übertragen zu werden, sondern nur an die mit eingebautem Display. Neben dem HomeMatic Funk Wandthermostat (Affiliate-Link) macht es also auch Sinn den HomeMatic Funk Stellantrieb bei einem Update zu berücksichtigen, sofern entsprechende Komponenten zur Heizungssteuerung eingesetzt werden. Aus meinem täglichen Leben Aufmerksam geworden bin ich auf das Uhrzeit-Problem zum ersten Mal morgens im Badezimmer, nachdem ich aufgrund der vom Thermostat falsch angezeigten Zeit beinahe zu spät zu einem Termin aufbrach. Nach einer kurzen Fehlersuche war dann der Übeltäter ausfindig gemacht. Die virtuelle Maschine mit Ubuntu, welche FHEM seit einiger Zeit beherbergte, hatte eine falsche Systemzeit übernommen, welche ihr anscheinend vom Host-System, einem QNAP TS-670 Ultra mit der VM-Plattform "Virtualization Station" zugespielt worden war. Seit der Einrichtung des beschriebenen automatischen Systemzeitupdates hatte ich bisher keinerlei Probleme mehr mit falschen Uhrzeiten auf den Displays, weshalb ich das HowTo allen FHEM-Anwendern wärmstens ans Herz legen möchte. Denn auch wer bisher noch keine Probleme mit falschen Systemzeiten hatte, kann die Einrichtung als präventive Vorsichtsmaßnahme verwenden. Eine Internetverbindung zur Onlineabfrage der korrekten Uhrzeit vorausgesetzt, hat man nach einmaliger Konfiguration ab sofort eine potenzielle Störquelle weniger, die einem irgendwann doch Kopfzerbrechen bereiten könnte. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00H7UIMGA" locale="DE" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/71HTr6eAziL._SL1500_.jpg" tag="meintechblog-150624-21" width="99"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00CFF3410" locale="DE" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/81u7bYahM1L._SL1500_.jpg" tag="meintechblog-150624-21" width="95"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00EOCCANU" locale="DE" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41vE9Jj-fSL.jpg" tag="meintechblog-150624-21" width="110"] ### Arduino im Smart Home - HowTo Teil 4: Status-LED per UDP ansteuern In den ersten drei Artikeln der Serie Arduino im Smart Home wurden nach einer kurzen Einführung in die Thematik sowohl digitale als auch analoge Messwerte über einen Arduino Uno erfasst und per UDP-Protokoll mithilfe eines Ethernet Shield an die netzwerkseitig angebundene Smart-Home-Zentrale Loxone gesendet. Daneben lassen sich über das Arduino-Board aber nicht nur Sensorwerte erfassen, sondern auch Aktoren steuern, wobei hierfür mehrere Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Zu diesem Zweck sendet die Smart-Home-Zentrale Loxone (oder FHEM) eine UDP-Nachricht an den Arduino, welcher eine dort angeschlossene LED-Diode ansteuert. Umgesetzt wird das Ganze über eine LED-Leuchtdiode, welche den aktuellen Verbindungsstatus der angebundenen Smart-Home-Zentrale signalisiert. Eine leuchtende LED gibt so schnell Auskunft darüber, dass eine funktionstüchtige Netzwerkverbindung zwischen Arduino und Zentrale hergestellt ist. Wie das im Detail funktioniert und welcher entscheidende Zusatznutzen in Kombination mit der Arduino-Programmlogik entsteht, wird in nachfolgendem Artikel erläutert. Signal-LED per Arduino schalten Zur Anzeige des aktuellen Onlinestatus der Smart-Home-Zentrale wird eine grüne LED-Leuchtdiode an Pin 4 des Arduino angeschlossen, welcher nicht nur als digitaler Eingang, sondern wie in diesem Anwendungsfall, auch als digitaler Ausgang genutzt werden kann. Da die hier verwendete grüne LED-Leuchtiode nativ für eine Spannung von 3,7 V ausgelegt ist, der Arduino jedoch eine Versorgungsspannung von 5 V aufweist, wird die LED in Reihe mit einem 100 Ohm Widerstand geschaltet, um ein Durchbrennen zu vermeiden. Der Widerstand ist so berechnet, dass er die überschüssige Spannung schluckt und diese in Wärme umwandelt, wodurch die LED nur noch die benötigte Betriebsspannung erhält. Wer eine andersfarbige LED (weiß, gelb, blau) aus einem Funduino Lernset (Affiliate-Link) verwenden möchte, kann ebenfalls einen 100 Ohm Widerstand als Spannungsteiler nutzen, im Fall der roten LED muss jedoch ein 200 Ohm Widerstand eingesetzt werden, da die rote LED für 2,1 V konzipiert wurde.  LED-gestützter Onlineverbindungsstatus Damit der Onlineverbindungsstatus zuverlässig ermittelt werden kann, nutzt das nachfolgende Szenario zwei zusammenspielende Sende- und Empfangsbenachrichtigungen. Der Arduino sendet in regelmäßigen Abständen per UDP-Nachricht ein Lebenszeichen in Form von "Ping" an den Smart-Home-Server. Sobald der Smart-Home-Server (in diesem Beispiel Loxone) die Nachricht empfängt, sendet er zwei direkt aufeinanderfolgende"Pong"-Rückantworten mit dem Inhalt "000" und "001" an den Arduino zurück. Sobald diese Nachrichten dort eingeht, wird die grüne LED geschaltet. Empfängt der Arduino in einem festgelegten Zeitraum keine Rückantwort (Timeout), wird die LED ausgeschaltet. Mehr Details dazu dann direkt in der Erläuterung zum Arduino-Programm. Benötigte Komponenten Für die Ansteuerung einer Signal-LED zur Anzeige des Onlineverbindungsstatus der angebundenen Smart-Home-Zentral werden einige Komponenten benötigt, welche (wie beim vorangegangen Szenario auch) für unter 30 Euro erhältlich sind: Arduino Uno (Affiliate-Link) Arduino Ethernet Shield (Affiliate-Link) Steckbrücken (Affiliate-Link) Breadboard (Affiliate-Link) 100 Stk. LED-Leuchtdioden (Affiliate-Link) 30 Stk. Widerstand 100 Ohm (Affiliate-Link) Wer die vorangegangenen Szenarien (HowTo Teil 2 und HowTo Teil 3) als Ausgangspunkt nutzt, benötigt für das folgende Setup lediglich die beiden letztgenannten Komponenten aus obiger Liste, die mit weniger als einem Euro zu Buche schlagen und bspw. bereits im Lernset Funduino UNO 8 (Affiliate-Link) enthalten sind. Vorbereitung der Hardware Das bereits für die vorherigen Szenarien eingesetzte Breadboard wird mit einer grünen LED-Leuchtdiode und einem 100 Ohm Widerstand erweitert, welche in Reihe geschaltet werden. Da der elektrische Strom nur in einer Richtung durch die LED fließt, muss auf die korrekte Polarisation geachtet werden. Der längere Kontakt der LED-Leuchtdiode (in der Zeichnung mit dem abgeknickten rechten Beinchen symbolisiert) wird gewöhnlich an VCC (+5 V) (in diesem Fall am Pin 4 des Arduino-Boards) und der kürzere Kontakt über den benachbarten Widerstand an GND (Ground) angeschlossen. Die Installation füllt sich dabei weiter mit Leben, wobei das Ganze durch den Einsatz des Breadboards dennoch überraschend übersichtlich bleibt. Wie man unschwer erkennen kann, ist sogar noch genügend Platz auf dem Breadboard für spätere Erweiterungen. Langsam wird es aber dennoch Zeit für einen neuen Satz Drahtbrücken (Affiliate-Link), damit es künftig keine Engpässe bei der prototypischen Verkabelung gibt. Erstellung des Arduino-Programmcodes Genutzt wird die bereits in HowTo Teil 3 erstellte Programmlogik, welche teilweise etwas verbessert wurde und nun erweitert wird. Der komplette Sketch kann nachfolgend auch direkt als Arduino-Datei heruntergeladen werden:  sketch_onlinestatus_led.ino (3320 Downloads ) Teil 1 - Grundeinstellungen und Variablendeklaration Da eine schnelle Response-Zeit z.B. beim Bewegungsmelder oder einem Tastendruck erzielt werden soll, ist es notwendig, dass der Arduino-Programmcode mehrmals pro Sekunde durchlaufen wird. Damit man die Timings für verschiedene Intervallabfragen adäquat umsetzen kann, wird die Variable "Programmfrequenz" eingeführt, die mit einem Wert von 50 (Hz) für den Anwendungsfall passend erscheint. Die angegebene Variable wirkt sich dabei maßgeblich auf das am Ende des loop-Teils angegebene Delay "delay(1000/Programmfrequenz);" aus, wodurch dem Arduino pro Programmdurchlauf eine Zwangspause von 20 ms (1000/50) auferlegt wird, was in der Konsequenz einer Programmfrequenz von 50 Hz entspricht. Über die Variable "OnlinestatusCheckEachSekOnline" wird angegeben, in welchem zeitlichen Abstand ein "Ping"-Impuls vom Arduino versendet wird. Testweise ist dieser Wert auf 10 Sekunden gesetzt, künftig soll er den Wert 60 tragen, so dass der Onlinestatus jede Minute abgefragt werden kann. Dieser Wert wird dabei situationsbedingt nur dann verwendet, sofern der vorausgegangene Onlinecheck erfolgreich war und eine Rückantwort eingegangen ist. War der letzte Check negativ (keine Rückantwort vom Empfänger), wird stattdessen der Wert der Variablen "OnlinestatusCheckEachSekOffline" verwendet. Der Hintergrund ist, dass der Arduino nach einer Verbindungstrennung in kürzeren Intervallen ein "Ping"-Signal aussenden soll, damit der Status schneller korrigiert wird, sobald die Verbindung wieder steht. Vermutlich kann dieser Wert auch langfristig mit 2 (Sekunden) besetzt werden. Die Variable "OnlinestatusCheckTimeoutSek" gibt an, wieviele Sekunden vom Aussenden der "Ping"-Nachricht bis zur "Pong"-Antwort der Zentrale maximal vergehen dürfen, bis der Status von "Online" auf "Offline" wechselt. Mit den hier angegebenen Werten kam es bei ersten Tests zwischen Arduino und Loxone im Schnitt über mehrere Stunden hinweg zu keinen Paketverlusten, was für die Testumgebung ein gutes Setting darstellt. Im späteren Dauerbetrieb sollte der Wert auf mehrere Sekunden erhöht werden, um einen größeren Puffer einzubauen. Danach folgen weitere Variablen, die unter anderem auch zur Berechnung bzw. Umrechnung der in Sekunden angegebenen Parameterwerte in die Laufzeitumgebung des Arduino genutzt werden. So wird aus dem in Sekunden angegebenen Wert "OnlinestatusCheckEachSekOnline" (10) durch die Multiplizierung mit der angegebenen "Programmfrequenz" (50) die im weiteren Programmcode verwendete Variable "OnlinestatusCheckOnline" (10 x 50 = 500) gebildet, sodass durch die noch folgende Logik im loop-Teil nur bei jedem 500. Programmdurchlauf (also alle 10 Sekunden) ein Ping-Signal ausgesendet wird. #include #include #include // PIN Settings #define Bewegungsmelder 2 #define OnlinestatusLED 4 // Variable Declaration int Programmfrequenz = 50; // loop-Durchlauf pro Sekunde (ca.) int HelligkeitssensordIdleSek = 2; // Minimale Pause zwischen zwei Helligkeitbenachrichtigungen in Sek int HelligkeitssensorSchwellwert = 10; // Schwellwert fuer Helligkeitsbenachrichtigungen (empfohlen 5-20) int OnlinestatusCheckEachSekOnline = 10; // Ping in Sek wenn letzter Status Online war int OnlinestatusCheckEachSekOffline = 2; // Ping in Sek wenn letzter Status Offline war int OnlinestatusCheckTimeoutSek = 1; // Status auf Offline setzen wenn Rueckmeldung nicht innerhalb x Sek char BewegungsmelderState = 0; int Helligkeitssensor = 0; int HelligkeitssensorCounter = 0; int HelligkeitssensorObergrenze = 0; int HelligkeitssensorUntergrenze = 0; char msg[25]; int HelligkeitssensordIdle = HelligkeitssensordIdleSek * Programmfrequenz; int OnlinestatusSendCounter = 0; int OnlinestatusReceiveCounter = 0; char OnlinestatusLoxone = 0; int OnlinestatusCheckOnline = OnlinestatusCheckEachSekOnline * Programmfrequenz; int OnlinestatusCheckOffline = OnlinestatusCheckEachSekOffline * Programmfrequenz; int OnlinestatusCheckTimeout = (OnlinestatusCheckTimeoutSek + OnlinestatusCheckEachSekOnline) * Programmfrequenz; // Network Settings byte mac[] = { 0xDE, 0xAD, 0xBE, 0xEF, 0xFE, 0xED }; IPAddress ip(192, 168, 3, 19); IPAddress gateway(192, 168, 3, 1); IPAddress subnet(255, 255, 255, 0); // Local UDP port to listen on unsigned int localPort = 7002; // Recipient IP IPAddress RecipientIP(192, 168, 3, 11); // Recipient UDP Port unsigned int RecipientPort = 7001; // buffers for receiving and sending data char packetBuffer[UDP_TX_PACKET_MAX_SIZE]; // An EthernetUDP instance to send and receive packets over UDP EthernetUDP Udp; Teil 2 - Setup Im Setup-Teil wird im Vergleich zum vorhergehenden Szenario lediglich die neu verwendete grüne Status-LED an Pin 4 als "pinMode" mit dem Attribut "OUTPUT" definiert. void setup() { // for debug only Serial.begin(9600); // start Ethernet Ethernet.begin(mac,ip); // Start UDP Udp.begin(localPort); // Bewegungsmelder pinMode(Bewegungsmelder, INPUT); //OnlinestatusLED pinMode(OnlinestatusLED, OUTPUT); // LED an Pin4 // send UDP Ready sendUDP("UDP Ready"); } Teil 3 - Programmablauf (loop) Der nun recht umfangreiche loop-Teil kümmert sich nun um das Aussenden und Empfangen der UDP-Mitteilungen sowie deren Auswertung. Zuerst werden zwei if-Bedingungen für das situationsbezogene zeitliche Versenden der "Ping"-Nachricht definiert. Die erste if-Abfrage wird getriggert, sobald der in jedem loop-Durchlauf um den Wert 1 erhöhte Zähler "OnlinestatusSendCounter" mit dem oben durch den Nutzer festgelegten "OnlinestatusCheckOnline" übereinstimmt und weiterhin der Wert von "OnlinestatusReceiveCounter", welcher die Zeit seit dem letzten Versenden der Ping-Nachricht berechnet, nicht mit dem vom Nutzer angegebenen bzw. berechneten Wert von "OnlinestatusCheckTimeout" übereinstimmt. Die zweite Abfrage ist für den Fall gedacht, dass die letzte Ping-Anfrage im Nirvana gelandet ist. In diesem Fall ist der Unterscheid zur vorherigen if-Abfrage, dass nun "OnlinestatusReceiveCounter" und "OnlinestatusCheckTimeout" übereinstimmen. Sobald eine der if-Bedignungen erfüllt ist, wird der "Ping" ausgesendet und der Durchzählwert von "OnlinestatusSendCounter" resettet. Nachdem die Ping-Nachricht beim Empfänger eintrifft, werden zwei kurz hintereinander getaktete "Pong"-Rückmeldungen von der Smart-Home-Zentrale mit den Werten "000" und "001" in Richtung Arduino zurückgesendet (Details dazu weiter unten im Programmcode). Beim Eintreffen der ersten Nachricht (000) wird der Wert von "OnlinestatusReceiveCounter" auf 0 zurückgesetzt und bei der zweiten Nachricht (000) der Statuswert "OnlinestatusLoxone" auf 1 gesetzt. Weiterhin wird die installierte grüne LED an Pin 4 mit der Anweisung "digitalWrite(OnlinestatusLED, HIGH);" mit Strom versorgt. Dieser "Umweg" mit zwei Nachrichten erschien notwendig, da der UDP-Empfangspuffer des Arduino nur einmal kurz die Variable "OnlineStatusReceiveCounter" resetten soll. Würde der Empfangspuffer, der durch die erste Nachricht mit "000" gefüllt ist, direkt im Anschluss nicht mit dem Wert "001" überschrieben werden, würde bei jedem neuen Programmdurchlauf weiterhin "000" im Puffer stehenbleiben, so dass immer wieder der Variablenwert von "OnlineStatusReceiveCounter" zurückgesetzt werden würde und dieser nicht mehr hochzählen könnte, sofern nicht zufällig eine anderslautende eingehende UDP-Nachricht den UDP-Puffer überschreibt. Vermutlich lässt sich dieser eher unsaubere Workaround auch viel eleganter lösen, jedoch mangelt es mir derzeitig an dem dafür notwendigen Hintergrundwissen. Mit "if (OnlinestatusReceiveCounter < OnlinestatusCheckTimeout)" wird weiterhin geprüft, ob der Zähler "OnlinestatusreceiverCounter" kleiner ist als der hinterlegte Timeout durch "OnlinestatusCheckTimeout". Sofern das der Fall ist, wird der Wert von "OnlinestatusReceiverCounter" um 1 erhöht. Dadurch wird erreicht, dass das Hochzählen automatisch gestoppt wird, sobald der Timeout stattfindet. Sobald der Timeout einmal erreicht ist (letzte if-Abfrage des Loops), wird der Status von "OnlinestatusLoxone" auf 0 gesetzt und die LED mit dem Befehl "digitalWrite(OnlinestatusLED, LOW);" ausgeschaltet. Wer das Ganze nicht sofort durchblickt, knappt sich am besten eine Tasse Kaffee und spielt die einzelnen Punkte des Loops noch einmal gedanklich durch. Es hat auch einige Zeit gedauert und Nerven gekostet, bis dieser Lösungsweg in der vorliegenden Form zuverlässig lief. Wer Verbesserungen zum Code einbringen möchte, kann gerne die Kommentarfunktion nutzen. Ich bin mit C und UDP-Empfangspuffern nicht wirklich fit, vermutlich lässt sich das Ganze noch viel eleganter umsetzen. void loop() { checkUDP(); // Bewegungsmelder (Send) if (digitalRead(Bewegungsmelder) == LOW && BewegungsmelderState != 0) { sendUDP("WZ.Bewegungsmelder: 0"); BewegungsmelderState = 0; } if (digitalRead(Bewegungsmelder) == HIGH && BewegungsmelderState != 1) { sendUDP("WZ.Bewegungsmelder: 1"); BewegungsmelderState = 1; } // Helligkeitssensor (Send) Helligkeitssensor=analogRead(A0); HelligkeitssensorCounter = HelligkeitssensorCounter + 1; if (Helligkeitssensor >= HelligkeitssensorObergrenze || Helligkeitssensor <= HelligkeitssensorUntergrenze) { if (HelligkeitssensorCounter >= HelligkeitssensordIdle) { sprintf(msg, "WZ.Helligkeitssensor: %d", Helligkeitssensor); Serial.println(msg); sendUDP(msg); HelligkeitssensorObergrenze = Helligkeitssensor + HelligkeitssensorSchwellwert; HelligkeitssensorUntergrenze = Helligkeitssensor - HelligkeitssensorSchwellwert; HelligkeitssensorCounter = 0; } } // Onlinestatus-Ping (Send) OnlinestatusSendCounter = OnlinestatusSendCounter + 1; if (OnlinestatusSendCounter == OnlinestatusCheckOnline && OnlinestatusReceiveCounter != OnlinestatusCheckTimeout) { Serial.println("SendUDP: Ping"); sendUDP("Ping"); OnlinestatusSendCounter = 0; } if (OnlinestatusSendCounter == OnlinestatusCheckOffline && OnlinestatusReceiveCounter == OnlinestatusCheckTimeout) { Serial.println("SendUDP: Ping"); sendUDP("Ping"); OnlinestatusSendCounter = 0; } // Onlinestatus-Pong (Receive) if (!strcmp(packetBuffer, "000")) { OnlinestatusReceiveCounter = 0; } if (!strcmp(packetBuffer, "001")) { OnlinestatusLoxone = 1; digitalWrite(OnlinestatusLED, HIGH); } if (OnlinestatusReceiveCounter < OnlinestatusCheckTimeout) { OnlinestatusReceiveCounter = OnlinestatusReceiveCounter + 1; } if (OnlinestatusReceiveCounter == OnlinestatusCheckTimeout) { OnlinestatusLoxone = 0; digitalWrite(OnlinestatusLED, LOW); } delay(1000/Programmfrequenz); } Teil 4 - UDP-Sendefunktion Die Sendefunktion für die UDP-Nachrichten bleibt im Vergleich zum vorangegangenen Szenario unverändert. // Function to send UDP packets void sendUDP(String text) { Udp.beginPacket(RecipientIP, RecipientPort); // Udp.write("Test"); Udp.print(text); Udp.endPacket(); } Teil 5 - UDP-Empfangsfunktion Die Empfangsfunktion für die UDP-Nachrichten ist der Gegenpart zur der soeben in Teil 4 angesprochenen Sendefunktion und wird abschließend deklariert. Wer möchte, kann den auskommentierten Teil am Ende der Funktion für Testzwecke aktivieren, damit beim Empfang einer neuen eingehenden UDP-Nachricht der Wert "ACK" an den Sender zurückübermittelt wird. // Function to check for new incoming UDP packets void checkUDP() { // if there's data available, read a packet int packetSize = Udp.parsePacket(); if(packetSize) { // read the packet into packetBufffer Udp.read(packetBuffer,UDP_TX_PACKET_MAX_SIZE); // For debug only // Write packetBuffer to serial Serial.print("ReceiveUDP: "); Serial.println(packetBuffer); // send "ACK" as reply //Udp.beginPacket(Udp.remoteIP(), Udp.remotePort()); //Udp.write("ACK"); //Udp.endPacket(); } } Einrichtung des Smart-Home-Servers In der Loxone-Config werden nun ebenfalls zwei Komponenten benötigt. Zum einen der "Virtueller UDP Eingang Befehl", welcher die Nachricht des Arduino mit dem Wert "Ping" entgegennimmt und zum anderen der "Virtuellen Ausgang Befehl", welcher die beiden Nachrichten "000" und "001" in Richtung Arduino zurücksendet. In Eingangsrichtung wird der bereits im HowTo Teil 2 eingeführte "Virtuelle Eingang" namens "WZ.Arduino" mit dem Empfangsport "7001" genutzt. Ihm untergliedert wird nun der "Virtuelle Eingang Befehl" namens "Ping", welcher mit der Option "Als Digitaleingang verwenden" angelegt wird. Die "Befehlserkennung" lautet dabei schlicht "Ping". Der Gegenpart ist der "Virtueller Ausgang" mit der "Adresse" "/dev/udp/192.168.3.19/7002". Hier werden die zugewiesene IP des Arduino "192.168.3.19" und dessen UDP-Port "7002" angegeben, damit die Pakete auch zum Empfänger gelangen. Ihm unterstellt wird der "Virtuelle Ausgang Befehl" namens "Pong", der im Falle von "Befehl bei Ein" den Wert "000" und im Falle von "Befehl bei Aus" den Wert "001" kurz nacheinender zurück an den Arduino überträgt. Da der UDP-Empfangspuffer des Arduino eher rudimentärer Natur ist, sollte er grundsätzlich nur mit Stringwerten gefüttert werden, die alle die selbe Länge (in diesem Fall die Länge von 3 Zeichen) aufweisen. Anfangs hatte ich bspw. abwechselnd "Pong" und "Reset" zurückgesendet. Sobald jedoch der neu eintreffende Wert "Pong" den bereits im UDP-Empfangspuffer stehenden Wert "Reset" überschreiben sollte, stand plötzlich "Pongt" im Puffer, da sich die Strings in der Länge unterscheiden und anscheinend ein kurzer String einen bereits im Puffer befindlichen längeren String nicht komplett überschreibt. Eine wichtige Erkenntnis, die auf jeden Fall berücksichtigt werden muss, um nicht in unnötige Probleme zu laufen. Ein zusätzlicher virtueller "Treppenlichtschalter", welcher am "Ping"-Signal angeschlossen ist, gibt auf Seiten von Loxone schließlich noch Aufschluss über den aktuellen "Onlinestatus" des Arduino. Ein Treppenlichtschalter bietet sich dabei gerade für Tests an, da durch seinen "Sanduhreffekt" sehr schnell deutlich wird, wann der letzte "Ping" erfolgt ist und wie lange es noch bis zum potenziellen Timeout dauert. Die Ausschaltzeit wurde dabei testweise auf 11 Sekunden (nur eine Sekunde höher als die Standard-Ping-Zeit des Arduino) gesetzt. Dieser sollte jedoch künftig hochgesetzt werden, um das Timeout sinnvollerweise zu erhöhen. Aus meinem täglichen Leben Ursprünglich wollte ich nur kurz beschreiben, wie eine UDP-Nachricht an den Arduino gesendet und eine einfache LED mithilfe des Befehls "digitalWrite(OnlinestatusLED, HIGH);" geschaltet werden kann. Da ich jedoch schon von Anfang an eine zuverlässige Möglichkeit gesucht habe, um schnell prüfen zu können, ob aktuell ein Datenaustausch zwischen Arduino und Smart-Home-Zentrale möglich ist, habe ich kurzerhand obiges Szenario umgesetzt. Nichtsahnend, dass die Umsetzung doch etwas länger dauert und mehr logische Abfragen benötigt, als ursprünglich erwartet. Gerade der UDP-Empfangspuffer hat mir dabei etwas Kummer bereitet. Bis auf diese Tatsache, dass aktuell eine "doppelte Rückmeldung" vom Arduino erwartet wird, finde ich das Gesamtkonzept jedoch schon recht rund. Zukünftig lässt sich der Onlinestatus auch noch für viel spannendere Dinge nutzen als "nur" den aktuellen Verbindungsstatus per LED zu kontrollieren. Dadurch, dass künftig bspw. auch Verbraucher über Relais am Arduino per Smart-Home-Zentrale geschaltet werden sollen (HowTo folgt im nächsten Blogpost), lässt sich der Onlinestatus gerade auch für situationsbedingte Schaltvorgänge in Abhängigkeit der Netzwerkverfügbarkeit nutzen. Besteht eine Verbindung zwischen Arduino und Smart-Home-Server (Loxone oder FHEM), leitet ein am Arduino angeschlossener Taster den Tastendruck regulär an Loxone weiter. Dort wird der Befehl ausgewertet und der am Arduino betriebene Aktor (z.B. Beleuchtung) erst dann geschaltet, sofern es die Zentral zulässt (z.B. bei geringer Helligkeit). Besteht jedoch gerade keine Verbindung zur Zentrale, kann der Tastendruck des Arduino per Fallback über die Programmregel "wenn Onlinestatus = 0" den Aktor direkt schalten. Dadurch wird die aus meiner Sicht derzeit noch größte Schwachstelle vieler zentraler Lösungen auf smarte Weise umgangen , die auf dem Konzept einer Smart-Home-Zentrale basieren (dazu gehört gerade auch Loxone). Ein an der Smart-Home-Zentrale angebundener Arduino, welcher als ein solches "Gateway" eingesetzt wird, kann auf diese Weise mit einer Grundintelligenz ausgestattet werden, die trotz temporärer Nichtverfügbarkeit der Zentrale zumindest rudimentäre Aktionen (Licht an, Rollos hoch) umsetzen kann. Ein spannendes Zusatzfeature, welches ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm hatte und das aus meiner Sicht einen wertvollen Zusatznutzen generiert, auch wenn die Infrastruktur so konzipiert ist, dass die Zentrale dauerhaft erreichbar ist. Manchmal ist sie es, egal ob gewollt (Neustart, Update) oder nicht (Fehlkonfiguration, Absturz, Stromausfall, Austausch) doch einmal nicht. Was hältst du von dieser durch den Arduino ermöglichten Fallback-Lösung? Weiter geht es in der Blogserie mit HowTo Teil 5: 24 V LED-Spot per Schaltrelais ansteuern. ### Arduino im Smart Home - HowTo Teil 3: Helligkeitssensor per UDP an Loxone anbinden Nachdem die Anbindung des digitalen Bewegungssensors im vorangegangen HowTo Teil 2 der Serie "Arduino im Smart Home" beschrieben wurde, folgt nun ein analoger Helligkeitssensor. Beim technischen Grundaufbau verändert sich im Vergleich zum vorherigen Szenario zwar nicht viel, dennoch müssen gerade bei der softwareseitigen Umsetzung über die Arduino IDE-Sofware durch die nun analogen Messwerte einige Punkte beachtet werden, damit die Übertragung per UDP auch in der gewünschten Form abläuft. Wie das im Detail funktioniert und welche Komponenten dazu benötigt werden, wird im nachfolgenden HowTo erläutert. Helligkeitsmessung per Arduino Zur Bestimmung der Helligkeit wird ein einfacher Fotowidestand genutzt, welcher später bspw. als Dämmerungssensor eingesetzt werden kann, um das Licht beim Unterschreiten eines bestimmten Helligkeitswertes automatisch einzuschalten. Er unterscheidet sich im Vergleich zum vorher angebundenen Bewegungsmelder insofern, dass seine Sensorwerte nicht mehr digitale Werte (also 0 und. 1) liefern, sondern analoge Werte im Bereich 0 und 1023, welche jeweils die gerade gemessene Helligkeit repräsentieren. Die Messmethode des Fotowiderstands basiert dabei auf einem einfachen physikalischen Prinzip, wobei sich sein eigener Widerstand je nach Helligkeit variabel anpasst. Je heller es ist, desto geringer wird sein Widerstand und entsprechend höher ist der Strom, der ihn durchfließt. Der Fotowiderstand wird dabei in Reihe mit einem normalen Widerstand geschaltet, welcher einen ähnlichen hohen Widerstand aufweist. Dadurch wird in nachfolgender Schaltung die notwendige Spannungsteilung erzielt, welche für die Messung durch den Arduino relevant ist. Der am Fotowiderstand anliegende Spannungswert kann dabei durch einen analogen Pin des Arduino ermittelt und als Zahl im Wertebereich zwischen 0 und 1023 (10 Bit) ausgegeben werden. Im Endeffekt heisst das: Je heller es ist, desto höher ist auch der vom Arduino gemessene Sensorwert des Fotowiderstands. Genau die Information, die benötigt wird, um je nach Helligkeit eine gewünschte Aktion auszulösen. Benötigte Komponenten Für die Helligkeitsermittlung werden einige Komponenten benötigt, welche (wie beim vorangegangen Szenario auch) für unter 30 Euro erhältlich sind: Arduino Uno (Affiliate-Link) Arduino Ethernet Shield (Affiliate-Link) Bewegungsmelder (Affiliate-Link) Steckbrücken (Affiliate-Link) Breadboard (Affiliate-Link) Fotowiderstand 1K Ohm (Affiliate-Link) Widerstand 1K Ohm (Affiliate-Link) Wer das vorangegangene Szenario aus HowTo Teil 2 als Ausgangspunkt verwendet, benötigt für das folgende Setup lediglich die beiden letztgenannten Komponenten aus obiger Liste, die mit weniger als einem Euro zu Buche schlagen und bspw. auch im Set Funduino UNO 8 (Affiliate-Link) B00P0UMEE0 enthalten sind. Vorbereitung der Hardware Spätestens jetzt kommt das bisher noch nicht zwingend notwendige Breadboard zum Einsatz, um die Sensoren "geordnet" mit dem Arduino-Board zu verbinden. Neben dem Bewegungsmelder aus HowTo Teil 2 nehmen nun also auch der Fotowiderstand und der 1K Ohm Widerstand auf dem Breadboard direkt nebeneinnder Platz. Wie bereits angesprochen, werden die beiden neuen Komponenten in Reihe geschaltet, sodass die anliegende Spannung des Arduino-Boards zwischen den Komponenten aufgeteilt wird. Das eine Ende des Fotowiderstands wird mit +5 V (VCC) verbunden, das andere Ende mit dem analogen Pin A0 des Arduino. Der 1K Ohm Widerstand, welcher jetzt bereits auch mit einem Ende an +5 V angeschlossen ist, wird jetzt noch über das andere Ende mit GND / GROUND verbunden, sodass der Stromkreis geschlossen wird. Erstellung des Arduino-Programmcodes Genutzt wird die bereits in HowTo Teil 2 erstellte Programmlogik, welche nun erweitert wird. Der komplette Sketch kann nachfolgend auch direkt als Arduino-Datei heruntergeladen werden:   sketch_udp_helligkeitssensor.ino (3681 Downloads ) Teil 1 - Grundeinstellungen und Variablendeklaration Mit dem Befehl "int Helligkeitssensor = 0;" wird der gerade installierte Fotowiderstand definiert. Weiterhin werden einige weitere Variablen deklariert, die für die spätere Auswertung der Messwerte des Fotowiderstands notwendig sind. Sie werden als eine Art Puffer genutzt, sodass nicht sofort bei geringen Helligkeitsänderungen ein UDP-Befehl in Richtung Smart-Home-Server abgesetzt wird, sondern erst dann, wenn sich die Messwerte seit der letzten Übertragung um "int HelligkeitssensorSchwellwert = 5;" ändern. Mit "char msg[25];" wird noch eine weitere Variable vom Typ Charakter festgelegt, welche für die UDP-Übertragung der analogen Messwerte als Zeichenkette benötigt wird. #include #include #include // PIN Settings #define Bewegungsmelder 2 // Variable Declaration char BewegungsmelderState = 0; int Helligkeitssensor = 0; int HelligkeitssensordIdle = 100; int HelligkeitssensorCounter = 0; int HelligkeitssensorSchwellwert = 5; int HelligkeitssensorObergrenze = 0; int HelligkeitssensorUntergrenze = 0; char msg[25]; // Network Settings byte mac[] = { 0xDE, 0xAD, 0xBE, 0xEF, 0xFE, 0xED }; IPAddress ip(192, 168, 3, 19); IPAddress gateway(192, 168, 3, 1); IPAddress subnet(255, 255, 255, 0); // Local UDP port to listen on unsigned int localPort = 7002; // Recipient IP IPAddress RecipientIP(192, 168, 3, 11); // Recipient UDP Port unsigned int RecipientPort = 7001; // buffers for receiving and sending data char packetBuffer[UDP_TX_PACKET_MAX_SIZE]; // An EthernetUDP instance to send and receive packets over UDP EthernetUDP Udp; Teil 2 - Setup Der Setup-Teil bleibt im Vergleich zum vorhergehenden Szenario unverändert. void setup() { // for debug only Serial.begin(9600); // start Ethernet Ethernet.begin(mac,ip); // Start UDP Udp.begin(localPort); // Bewegungsmelder pinMode(Bewegungsmelder, INPUT); // send UDP Ready sendUDP("UDP Ready"); } Teil 3 - Programmablauf (loop) An dieser Stelle wird es richtig spannend. Zuerst wird bei jedem "loop"-Durchlauf der aktuelle Helligkeitswert mit "Helligkeitssensor=analogRead(A0);" ermittelt. Währenddessen zählt ein Counter mit, welcher die Variable "HelligkeitssensorCounter" bei jedem Durchlauf um den Wert 1 erhöht, was später wichtig sein wird. Als nächstes fragt eine if-Schleife ab, ob der gerade gemessene Wert "Helligkeitssensor" entweder größer oder gleich dem Wert "HelligkeitssensorObergrenze" oder kleiner gleich dem Wert "HelligkeitssensorUntergrenze" ist. Damit wird verhindert, dass jede kleinste Helligkeitsänderung eine UDP-Nachricht auslöst. Über die Variable "HelligkeitssensorSchwellwert", welche am Anfang festgelegt wurde, kann dieser Schwellwert entsprechend eingestellt werden. Sofern nun keine der Bedingungen zutrifft, passiert nichts weiter. Sofern sich aber mindestens eine Bedingung bewahrheitet, kommt sofort die nächste if-Abfrage ins Spiel. Dabei wird geprüft, ob der Wert der Variable "HelligkeitssensorCounter" mindestens genauso groß ist wie der Wert der Variable "HelligkeitssensordIdle". Ist der initial festgelegte Wert von "HelligkeitssensordIdle" groß genug, kann so sichergestellt werden, dass nach dem Senden einer UDP-Mitteilung etwas Zeit vergeht, bevor eine neue Nachricht abgesendet werden kann. Damit wird verhindert, dass der Empfänger zu viele kurz getaktete Nachrichten hintereinander erhält, sofern sich die Lichtverhältnisse in kürzester Zeit (z.B. Strobo-Licht) drastisch ändern. Die eigentliche UDP-Nachricht wird dann über "sprintf(msg, "WZ.Helligkeitssensor: %d", Helligkeitssensor);" zusammengesetzt. Dieser "Umweg" ist notwendig, da die "sendUDP"-Funktion den eingelesenen Helligkeitswert direkt als String erwartet. Würde man die Variable "Helligkeitssensor" hingegen direkt in der Funktion selbst angeben, würde der korrekte Wert nicht übermittelt werden. Zum Schluss werden die neuen Ober- und Untergrenzen ("HelligkeitssensorObergrenze" und "HelligkeitssensorUntergrenze") für den nächsten Durchlauf berechnet und der "HelligkeitssensorCounter" auf 0 zurückgesetzt. void loop() { // Bewegungsmelder (Send) if (digitalRead(Bewegungsmelder) == LOW && BewegungsmelderState != 0) { sendUDP("WZ.Bewegungsmelder: 0"); BewegungsmelderState = 0; } if (digitalRead(Bewegungsmelder) == HIGH && BewegungsmelderState != 1) { sendUDP("WZ.Bewegungsmelder: 1"); BewegungsmelderState = 1; } // Helligkeitssensor (Send) Helligkeitssensor=analogRead(A0); HelligkeitssensorCounter = HelligkeitssensorCounter + 1; if (Helligkeitssensor >= HelligkeitssensorObergrenze || Helligkeitssensor <= HelligkeitssensorUntergrenze) { if (HelligkeitssensorCounter >= HelligkeitssensordIdle) { sprintf(msg, "WZ.Helligkeitssensor: %d", Helligkeitssensor); Serial.println(msg); sendUDP(msg); HelligkeitssensorObergrenze = Helligkeitssensor + HelligkeitssensorSchwellwert; HelligkeitssensorUntergrenze = Helligkeitssensor - HelligkeitssensorSchwellwert; HelligkeitssensorCounter = 0; } } delay(20); } Teil 4 - UDP-Sendefunktion Die Sendefunktion für die UDP-Nachrichten bleibt im Vergleich zum vorangegangenen Szenario unverändert. // Function to send UDP packets void sendUDP(String text) { Udp.beginPacket(RecipientIP, RecipientPort); // Udp.write("Test"); Udp.print(text); Udp.endPacket(); } Programmprüfung per "Seriellem Monitor" Nach dem Flashen des Arduino-Boards bietet die Arduino-Software mit dem "Seriellen Monitor" ein praktisches Tool, um die Programmierung zu überprüfen. Mit Klick auf "Werkzeuge" -> "Serieller Monitor" wird ein Fenster geöffnet, in welchem die vom Arduino an den PC übertragenen Daten angezeigt werden können. Damit entsprechende Daten vom Arduino gesendet werden, muss eine Verbindung zum PC hergestellt (am einfachsten per USB-Kabel) und im Setup-Teil des Sketches die Anweisung "Serial.begin(9600);" enthalten sein. Weiterhin müssen die gewünschten Informationen, bspw. die ermittelten Messwerte, über "Serial.println(msg);" im "loop"-Teil definiert werden und können dann per "Seriellem Monitor" bequem kontrolliert werden. Einrichtung des Smart-Home-Servers In der Loxone-Config lässt sich dann ein neuer "Virtueller UDP Eingang Befehl", in diesem Fall mit dem Namen "WZ.Helligkeitssensor" und der Befehlskennung "WZ.Helligkeitssensor: v", analog zum Beispiel im vorausgegangen Blogpost anlegen und zusammen mit dem Bewegungsmelder aus dem vorangegangen Szenario am virtuellen "Treppenlichtschalter" anschließen. Er sperrt die Eingänge des Treppenlichtschalters solange er einen Wert kleiner 200 aufweist. Erst ab einem höheren Wert kann der Bewegungsmelder das Licht einschalten. Prüfen von Widerständen Noch kurz zum Thema Widerstände: Man liest recht häufig, dass gerade günstige Widerstände (Affiliate-Link) durch Produktionsungenauigkeiten teilweise Schwankungen aufweisen. Obwohl das sicher nicht die Regel darstellt, wird an dieser Stelle empfohlen den angegebenen Ohm-Wert von Widerständen (in diesem Fall ein 1K Ohm Widerstand) vorab mithilfe eines Digitalmultimeters (Affiliate-Link) B000VE5QPY zu überprüfen, da man bei Widerständen mit zu geringen Ohm-Werten seine Komponenten durch Überspannung gefährdet. Günstige Multimeter sind zwar auch nur beginnt genau, dennoch sollte das für den Privatanwender mehr als ausreichend sein. Aus meinem täglichen Leben Das oben beschriebene Setup habe ich jetzt auch erst seit Kurzem im Einsatz, da ich den Programmcode mehrfach abgeändert habe. Grund war schlicht die Tatsache, dass ich weder zu viele unnötige, noch zu wenige Messwerte per UDP in Richtung Loxone Miniserver schicken wollte. Die obige Logik muss sich zwar erst noch bewähren, ich denke aber, dass die Kombination aus "übermittle erst, wenn sich neue erst ein Stück weit von den alten Messwerten unterscheiden" und "übermittle erst, wenn etwas Zeit seit der letzten Übertragung vergangen ist" dauerhaft vernünftig funktionieren sollte. Wer einen besseren Vorschlag hat, gerne wie immer her damit per Kommentarfunktion. Die ermittelten Messwerte sollten sich irgendwo bei 90 bei Dunkelheit und 800 bei Helligkeit einpendeln. Diese Werte können, je nach eingesetzten Widerständen, jedoch auch abweichen. Auf Basis der Messwerte habe ich jetzt meinen Loxone Miniserver entsprechend konfiguriert. Bei Bewegung wird erst dann die Beleuchtung eingeschaltet, sofern die Helligkeit unter den Wert 200 fällt. Um auf obige Logik zurückzukommen. Grundlegend gibt es zwei Möglichkeiten um festzulegen, welche Parameter darüber entscheiden, unter welchen Voraussetzungen neue Messwerte (per UDP) übertragen werden. Gewöhnlich werden neue Messwerte einfach in regelmäßigen Abständen übertragen, auch wenn sich ein Wert nicht oder nur unwesentlich vom vorherigen Wert unterscheidet. Die hier angewendete Vorgehensweise, nicht direkt bei jeder unwesentlichen Helligkeitsschwankung sofort einen UDP-Befehl zu übertragen, sondern erst dann, sobald sich der aktuelle Messwert um einen festgelegten Schwellwert seit der letzten Übertragung geändert hat, halte ich in diesem Fall für eine elegantere Lösung. Auf diese Weise werden "unnötige" Nachrichten vermieden, die nichts anderes tun, als den bisherigen (identischen) und bereits übertragenen Wert auf Seiten des Smart-Home-Servers zu bestätigen. Auf der anderen Seite können bei höheren, schnell aufeinanderfolgenden Messwertänderungen, die den vorgegebenen Schwellwert überschreiten, schnell getaktete UDP-Befehle hintereinander abgesetzt werden, was jedoch durch obige Logik dennoch gewollt begrenzt werden kann. Auf diese Weise ist die Smart-Home-Zentrale immer auf dem Laufenden und kann verzögerungsfrei reagieren und bspw. sofort das Zimmerlicht einschalten, sobald die Rollos herunterfahren und den Raum verdunkeln. Weiter geht es in der Blogserie mit HowTo Teil 4: Status-LED per UDP ansteuern. ### Arduino im Smart Home – HowTo Teil 2: Bewegungsmelder per UDP an Loxone anbinden Nachdem erste Grundlagen der Arduino-Plattform in HowTo Teil 1 der Blogserie "Arduino im Smart Home" angesprochen wurden, geht es in diesem HowTo direkt an die Anbindung des ersten Sensors, dessen Messwerte mithilfe des Arduino Uno ausgewertet und per UDP-Protokoll über eine Netzwerkverbindung an die Smart-Home-Zentrale in Form eines Loxone Miniservers (Affiliate-Link) gesendet werden. In nachfolgendem Blogpost werden die dafür notwendigen Installationsschritte für Hard- und Software Schritt für Schritt erklärt und einige relevante Tipps gegeben, sodass der Einstieg auch für interessierte Einsteiger möglich ist. Bewegungserkennung per Arduino Aus der Vielzahl möglicher Sensoren, die am Arduino-Board betrieben werden können, wird für diese erste Installation ein Bewegungsmelder genutzt. Das hat mehrere Gründe. Er ist super günstig, wird praktisch in jedem Raum für eine Anwesenheitserkennung benötigt, kann direkt an die Pins des Arduino angeschlossen werden und liefert digitale Messwerte (Bewegung bzw. keine Bewegung), welche sehr einfach per UDP weiterverarbeitet werden können. Benötigte Komponenten Für die Anwesenheitserkennung werden insgesamt nur wenige Komponenten benötigt, welche für unter 30 Euro erhältlich sind: Arduino Uno (Affiliate-Link) Arduino Ethernet Shield (Affiliate-Link) Bewegungsmelder (Affiliate-Link) Steckbrücken (Affiliate-Link) Breadboard (Affiliate-Link) Wer gleich alle - und noch viele weitere - Komponenten als Set erwerben möchte, kann sich auch das Funduino Lernset UNO 8 (Affiliate-Link) ansehen. Bis auf das Ethernet Shield sind dort alle notwendigen Komponenten enthalten, die in diesem und folgenden HowTo-Anleitungen verwendet werden. Vorbereitung der Hardware Obwohl erst für spätere Erweiterungen notwendig, wird an dieser Stelle bereits ein Breadboard genutzt, um die Verbindungen zwischen Arduino Uno und PIR (Passiver Infrarot Bewegungsmelder) herzustellen. Noch eine kurze Info zum Breadboard selbst, die gerade Anfängern helfen kann, dessen Schaltkonzept zu verstehen. Auf dem Breadboard sind bestimmte Kontakte vertikal bzw. horizontal miteinander verschaltet. So kann bspw. die vom Arduino über den Pin VCC zur Verfügung gestellte Netzspannung über das Breadboard an mehrere Verbraucher verteilt werden. Dazu werden gewöhnlich die beiden obersten und untersten Reihen verwendet, welche vertikal miteinander verschaltet sind. Die dazwischenliegenden Reihen sind hingegen vertikal miteinander verschaltet. Auf diese Weise kann bei obigem Beispiel auch eine Verbindung zwischen den "übereinander" gesteckten Kontakten hergestellt werden, obwohl es auf der Abbildung erst einmal so aussieht, als ob keine Verbindung zustande kommt. Nachfolgend noch einmal zur Verdeutlichung die miteinander verschalteten Kontakte: Bevor der Arduino über die Steckbrücken mit dem Breadboard verbunden werden kann, wird das Ethernet Shield auf das Arduino-Board gesteckt, wodurch die fehlende Netzwerkfähigkeit des Arduino-Boards nachgerüstet wird. Die Pins des Arduino-Boards werden dabei durch das Ethernet Shield durchgeschleift und können weiterhin als Ein- bzw. Ausgänge auf dessen Oberseite verwendet werden. Danach kann der Bewegungsmelder mit dem Breadboard verbunden werden. Der linke Pin des Bewegungsmelders wird an "Ground" (schwarz) angeschlossen, der mittlere Pin (gelb) an Pin 2 des Arduino-Boards weiterverbunden und der rechte Pin (rot) an VCC (+5 V). Wichtige Anmerkung zu den Pins des Arduino: Der Arduino Uno bietet insgesamt 14 digitale Pins, die als digitale Ein- oder Ausgänge genutzt werden können. Davon sollten jedoch Pin 0 und 1 nicht direkt verwendet werden, da diese für die serielle Kommunikation zum PC (RX/TX) vorgesehen sind, sodass im Endeffekt beim Arduiono Uno noch 12 digitale Pins zur Verfügung stehen. Aus oben genanntem Grund wird der Bewegungsmelder in diesem Beispiel direkt mit dem nächsten "freien" Pin 2 verbunden. So sieht das Ganze dann als fertige Testinstallation aus. Der Bewegungsmelder besitzt zwei orangefarbene Drehregler. Mit dem linken Drehregler kann die Dauer des geschalteten Signals nach dem Ende einer erkannten Bewegung eingestellt werden. Wird der Regler im Uhrzeigersinn gedreht, wird die Dauer erhöht. Empfohlen wird an dieser Stelle die Dauer möglichst gering einzustellen, so dass er ca. drei Sekunden nach der zuletzt erkannten Bewegung ausschaltet (linken Regler gegen den Uhrzeigersinn drehen). Mit dem rechten Drehregler kann die Empfindlichkeit eingestellt werden. Die Sensibilität kann erhöht werden, indem der Drehregler im Uhrzeigersinn gedreht wird. Im Smart-Home-Einsatz kann meist die volle Intensität gewählt werden (rechten Regler im Uhrzeigersinn drehen). Vorbereitung der Arduino-Software Der Arduino Uno wird nun per USB-Kabel an den PC angeschlossen. Praktisch ist, dass der Arduino direkt per USB mit der Spannung von 5 V versorgt wird und auch beim späteren Testen kein separates Netzteil (7-12 V) benötigt wird, solange das Arduino-Board am USB-Kabel hängt. Update vom 24.06.2015: Der Einsatz eines separaten 9 V Netzweils (Affiliate-Link) macht spätestens ab Szenario 5 Sinn, bei dem ein stromhungriges Schaltrelais vom Arduino angesteuert wird. Die technischen Hintergründe werden im Szenario selbst beschrieben. Die Arduino-Software, welche als Open-Source-Version heruntergeladen werden kann, steht für Windows, Mac OS X und Linux zur Verfügung. Nachfolgender Screenshot ist von der Mac-Version, die anderen Plattformen bieten jedoch ein vergleichbares Look-and-Feel. Über den Menüpunkt "Werkzeuge" -> "Platine" -> "Arduino Uno" wird das passende Modell ausgewählt. Weiterhin wird über den Menüpunkt "Werkzeuge" -> "Port" -> "/dev/cu.usbmodem1411 (Arduino Uno" der vom Betriebssystem erkannte Arduino ausgewählt. Unter Windows kann das anders aussehen und evtl. Treiber notwendig werden, die im besten Fall jedoch automatisch installiert werden sollten. Erstellung des Arduino-Programmcodes Der genutzte Programmcode besteht aus mehreren Teilen. In Teil 1 werden die "Grundeinstellungen" vorgenommen und später verwendeten Variablen definiert. Teil 2 umfasst das "Setup", welches die relevanten Parameter angibt, die beim Start des Arduino einmal initialisiert werden. Teil 3 beinhaltet den eigentlichen Programmteil (loop), welcher permanent (mehrfach pro Sekunde) abgearbeitet wird. Der komplette Sketch kann nachfolgend als Arduino-Datei heruntergeladen werden:   sketch_udp_bewegungsmelder.ino (6290 Downloads ) Teil 1 - Grundeinstellungen und Variablendeklaration Zuerst werden benötigte Softwarebibliotheken mit dem Befehl "#include" eingebunden. Da es sich dabei um "Standardbibliotheken" handelt, sind diese bereits vorhanden und müssen nicht extra heruntergeladen werden. Mehr zu Bibliotheken dann in einem späteren HowTo. Danach wird festgelegt, dass der Bewegungsmelder mit Pin 2 verbunden ist. Weiterhin wird noch eine Variable namens "BewegungsmelderState" definiert, welche für den späteren Programmablauf notwendig ist, sodass bei einer Statusänderung des Bewegungsmelders jeweils nur ein UDP-Paket abgesendet wird und nicht bei jedem Programmdurchlauf. Als nächstes werden die Netzwerkeinstellungen vorgenommen. Hier muss unter "ip" die gewünschte Netzwerkadresse des Arduino vergeben werden, welche im Netzwerk noch nicht belegt ist. An dieser Stelle werden einige Netzwerkkenntnisse vorausgesetzt. Möchte man später mehrere Arduinos im Netzwerk nutzen, muss darauf geachtet werden, dass sich die "byte mac"-Adresse der Arduinos unterscheidet, da es sonst zu Problemen kommen kann. Die "Recipient IP" ist der Empfänger der UDP-Nachrichten. In diesem Fall werden die Daten an einen Loxone Miniserver mit der IP 192.168.3.11 und den Port 7001 gesendet, welcher in der Loxone Config frei gewählt werden kann. Zusätzlich wird noch der Port 7002 als eingehender UDP-Port definiert, der zwar jetzt noch nicht genutzt, aber für spätere Setups relevant sein wird. #include #include #include // PIN Settings #define Bewegungsmelder 2 // Variable Declaration char BewegungsmelderState = 0; // Network Settings byte mac[] = { 0xDE, 0xAD, 0xBE, 0xEF, 0xFE, 0xED }; IPAddress ip(192, 168, 3, 19); IPAddress gateway(192, 168, 3, 1); IPAddress subnet(255, 255, 255, 0); // Local UDP port to listen on unsigned int localPort = 7002; // Recipient IP IPAddress RecipientIP(192, 168, 3, 11); // Recipient UDP Port unsigned int RecipientPort = 7001; // buffers for receiving and sending data char packetBuffer[UDP_TX_PACKET_MAX_SIZE]; // EthernetUDP instance to send and receive packets over UDP EthernetUDP Udp; Teil 2 - Setup Im Setup-Teil werden nun relevante Funktionen definiert, die einmal beim Booten des Arduino durchlaufen werden. Dabei wird der serielle Monitor mit "Serial.begin(9600);" gestartet, sodass später testweise am PC über die Arduino-Software auflaufende Statusmeldungen im "Seriellen Monitor" (zu finden unter dem Menüpunkt "Werkzeuge" verfolgt werden können. Weiterhin werden mit "Ethernet.begin(mac,ip);" das Netzwerk und mit "Udp.begin(localPort);" die UDP-Funktionalität initialisiert und der Bewegungsmelder als Input definiert. Zum Schluss wird noch testweise ein "UDP Ready"-Befehl in Empfängerrichtung geschickt, welcher später zur Kontrolle bspw. in der Loxone Config im aktivierten UDP-Monitor erscheint, kurz nachdem der Arduino mit Strom versorgt wird. void setup() { // For debug only Serial.begin(9600); // Start Ethernet Ethernet.begin(mac,ip); // Start UDP Udp.begin(localPort); // Bewegungsmelder pinMode(Bewegungsmelder, INPUT); // Send UDP Ready sendUDP("UDP Ready"); } Teil 3 - Programmablauf (loop) Als dritter Teil folgt der eigentliche Programmablauf im "loop"-Teil der Programmierung. Die Programmlogik, die dabei permanent von oben nach unten durchlaufen wird, fragt mit "digitalRead(Bewegungsmelder)"den aktuellen Status des Bewegungsmelders ab und triggert je nach Status entsprechende UDP-Befehle. Bei einer Bewegung lautet dieser UDP-Befehl "WZ.Bewegungsmelder: 1" und bei Nicht-Bewegung "WZ.Bewegungsmelder: 0". Bei den jeweiligen if-Schleifen ist dabei wichtig die oben deklarierte Variable "BewegungsmelderState" zu nutzen und entsprechend beim Durchlauf vom Programm anpassen zu lassen. Sie ist dazu gedacht, dass tatsächlich nur bei einer erfolgten Statusänderung ein einziger UDP-Befehl abgesetzt wird und nicht bei jedem Durchlauf der loop-Logik ein erneuter Befehl mit dem aktuellen Status abgesendet wird. Am Ende wird mit "delay(20);" eine Zwangspause von 20 Millisekunden eingelegt, bevor der "loop" von vorne beginnt. Weitere Details dazu werden im HowTo Teil 3 vermittelt. void loop() { // Bewegungsmelder (Send) if (digitalRead(Bewegungsmelder) == LOW && BewegungsmelderState != 0) { sendUDP("WZ.Bewegungsmelder: 0"); BewegungsmelderState = 0; } if (digitalRead(Bewegungsmelder) == HIGH && BewegungsmelderState != 1) { sendUDP("WZ.Bewegungsmelder: 1"); BewegungsmelderState = 1; } delay(20); } Teil 4 - UDP-Sendefunktion Alles, was jetzt noch fehlt, ist die entsprechende Funktion, welche die UDP-Pakete auch tatsächlich sendet. // Function to send UDP packets void sendUDP(String text) { Udp.beginPacket(RecipientIP, RecipientPort); // Udp.write("Test"); Udp.print(text); Udp.endPacket(); } Flashen des Programmcodes auf das Arduino-Board Sobald der Programmcode in der Arduino-Sofware hinsichtlich der eigenen Netzwerkparameter angepasst wurde, kann über den Play-Button (oben links) das gesamte Programm auf den per USB angeschlossenen Arduino übertragen werden. Dabei wird links unten die Mitteilung "Sketch wird kompiliert" angezeigt. Nach wenigen Sekunden sollte die Mitteilung "Hochladen abgeschlossen" angezeigt werden. Einrichtung des Smart-Home-Servers Unter Loxone lässt sich die eingehende UDP-Nachricht über das Gruppierungselement "Virtueller UDP Eingang" unter Angabe des Ports "7001" abfangen. Dann fehlt nur noch ein "Virtueller UDP Eingang Befehl", welcher als Analogeingang (im Standard vorbelegt) mit der Befehlskennung "WZ.Bewegungsmelder: v" eingefügt werden kann. Weitere Informationen zum Empfang von UDP-Nachrichten in der Loxone-Config gibt es im Artikel HomeMatic FHEM-Wetterstation per UDP in Loxone integrieren. Das Signal des Bewegungsmelders steuert nun einen "Treppenlichtschalter" an, welcher die Lampe bei Bewegung schaltet und nach einigen Sekunden Nicht-Bewegung wieder ausschaltet. Da der Treppenlichtschalter von einem Bewegungsmelder normalerweise bei jeder erkannten Bewegung ein kontinuierliches Trigger-Signal (1... 1... 1...) erwartet, muss etwas nachgeholfen werden, da der UDP-Bewegungsmelder anders (bzw. schlauer) arbeitet. Er schaltet bei erkannter Bewegung ein (1) und nach einigen Sekunden Nicht-Bewegung wieder aus (0). Dadurch würde der Treppenlichtschalter die Lampe bei der Erkennung einer Bewegung zwar einschalten, aber nach Ablauf des internen Treppenlichttimers auch wieder ausschalten, auch wenn weiterhin eine Bewegung erkannt wird. Diese abweichende Logik lässt sich durch einen "Impulsgeber" wieder geradeziehen, welcher als Bindeglied zwischen die beiden Elemente gesetzt wird und den Treppenlichtschalter bei erkannter Bewegung (1) nun sekündlich triggert (1... 1... 1...). Aus meinem täglichen Leben Wer die Vorgehensweise und Programmierung einmal verinnerlicht hat, kann dieses Grundgerüst recht schnell ausbauen, um weitere digitale Sensoren an den Arduino anzubinden und per UDP-Protokoll Nachrichten über das Arduino Ethernet Shield zu verschicken. Bei meinen Tests hat die UDP-Übertragung bisweilen anstandslos funktioniert. Die Response-Zeiten sind dabei sehr gut. Sobald eine Bewegung erkannt wird, erfolgt so gut wie verzögerungsfrei der hinterlegte Schaltbefehl in Loxone. Wer als Empfänger nicht Loxone sondern bspw. FHEM nutzen möchte, muss dort noch einige Einstellungen vornehmen, um auch UDP-Nachrichten empfangen zu können. Sobald ich mich auch damit beschäftigt habe, folgt eine entsprechendes HowTo. Der Bewegungsmelder selbst macht für seinen günstigen Preis von nur knapp über 1 Euro (5 Stück kosten auf Amazon (Affiliate-Link) weniger als 6 Euro) im Dauereinsatz bisher aus technischer Sicht eine wirklich gute Figur. Er erkennt Bewegungen verzögerungsfrei und zuverlässig bis zu einer Entfernung von etwas über 10 Metern (höchste Intensität), was ich erstaunlich finde. Zur Seite hin nimmt die Sensibilität bautechnisch bedingt ab, sodass er einen Erfassungsbereich von 70° aufweist. Insgesamt kann man sich aber wirklich nicht beschweren. Neben digitalen Werten gibt es aber auch viele Sensoren, die analoge Werte in Form verschiedener Spannungswerte liefern. Wie diese Messwerte aufbereitet und per UDP-Protokoll übertragen werden können, ist Inhalt des nächsten Blogposts. Wer sich noch mehr mit dem Arduino-Basics vertraut machen möchte, sollte einmal bei Funduino und Fritzing vorbeischauen. Hier gibt es jede Menge Informationen für Einsteiger, wobei gerade auch die Fritzing-Videotutorials auf YouTube wirklich gut gemacht sind. Und noch ein Tipp zum Schluss: Wer selbst Schaltskizzen erstellen möchte, sollte sich das Open-Source-Tool Fritzing der Fachhochschule Potsdam herunterladen. Es ist für alle gängigen PC-Plattformen verfügbar und bietet eine intuitive Benutzeroberfläche zur schnellen Erstellung komplexer Zeichnungen. Weiter geht es in der Blogserie mit HowTo Teil 3: Helligkeitssensor per UDP an Loxone anbinden. ### Arduino im Smart Home - HowTo Teil 1: Das steckt dahinter Wer sein Zuhause in ein Smart Home verwandeln möchte, in welchem die Lampen bei anbrechender Dunkelheit automatisch dimmen und die Jalousien bei Sonneneinstrahlung rechtzeitig beschatten, noch bevor der Raum zu stark aufheizt, benötigt eine Menge Technik. Trotz Open-Source-Lösungen wie FHEM, welche einen günstigen Einstieg in die Welt der Home Automation z.B. per Raspberry Pi ermöglichen, kommen bei den meisten Anwendern dennoch vorzugsweise Sensoren und Aktoren von Herstellern wie HomeMatic oder EnOcean zum Einsatz, die das Technikbudget des ambitionierten Bastlers schnell sprengen können. Trotz hoher Anschaffungskosten stößt man als Anwender dennoch recht häufig auf technische Einschränkungen, da gewünschte Komponenten der präferierten Marke entweder nicht oder teilweise nur zu horrenden Preisen vertrieben werden. Umstände, welche in der Blogserie "Arduino im Smart Home - HowTo" zum Anlass genommen werden sollen, um das schlummernde Smart-Home-Potenzial der enorm günstigen und beliebten Arduino-Plattform aufzuzeigen. Nachfolgend wird dabei die Frage einleitend geklärt, was einen Arduino aus Smart-Home-Sicht so attraktiv macht und wie erste Projekte mit vertretbarem Aufwand in Angriff genommen werden können. Arduino - Unbegrenzte Smart-Home-Möglichkeiten "Arduino" ist der Standard einer quelloffenen Plattform, die sowohl Soft- als auch Hardware definiert (Wiki-Infos). Die wohl bekannteste Arduino-Hardware-Plattform ist der Arduino Uno, welcher mittlerweile von unzähligen Anbietern (Affiliate-Link) für teilweise bereits weniger als zehn Euro vertrieben wird. Er bildet mit seiner Vielzahl an Pins in Form von 14 digitalen Ein-/Ausgängen und 6 weiteren analogen Eingängen die Grundlage für Komponenten, die im Smart Home als Sensoren und Aktoren angesteuert werden können. So lässt er sich bspw. einsetzen, um Fensterkontakte oder Bewegungsmelder (digitale Sensoren) anzubinden, die Temperatur oder Luftfeuchtigkeit (analoge Sensoren) zu messen, Verbraucher zu schalten (digitale Aktoren) und bspw. LEDs zu dimmen (PWM-Aktoren). Günstige Sensoren und Aktoren im Zehnerpack Der Clou daran: Der Großteil an Sensoren und Aktoren ist zu einem Spottpreis im Centbereich bzw. einstelligen Euro-Bereich erhältlich und oftmals im 10er-Pack normal günstiger, wie z.B.: 5 Stk. Bewegungsmelder (Affiliate-Link) < 10 Euro 10 Stk. Temperatursensor (Affiliate-Link) < 15 Euro 3 Stk. Ultraschall-Entfernungssensor (Affiliate-Link) < 10 Euro 8 Kanal Relais-Modul (Affiliate-Link) < 10 Euro Stromsensor (Affiliate-Link) < 5 Euro Luftqualitätssensor (Affiliate-Link) < 6 Euro Prototypische Installation der Komponenten Für erste "Gehversuche" können die gewünschten Komponenten zum Teil direkt über Steckbrücken (Affiliate-Link) mit den Pins des Arduino verbunden werden. Wird für den Aufbau ein umfangreiches Setup genutzt, können auch sogenannte Steckplatinen (Affiliate-Link) eingesetzt werden. Die auch Breadboards genannten Experimentierplatinen ermöglichen durch ihre vertikal bzw. horizontal verschalteten Kontakte komplexe Verdrahtungen, so dass eine Vielzahl an elektronischen Bauteilen auf einmal mit dem Arduino verbunden werden kann. Programmierung der Hardware Damit die Hardware auch das tut, was von ihr erwartet wird, müssen die gewünschten Funktionen auf den Mikrocontroller des Arduino-Boards geschrieben werden. Der Atmel AVR-Mikrocontroller aus der megaAVR-Serie, welcher einen Arduino gewöhnlich antreibt, besitzt eine Taktrate von 16 MHz. Was erst einmal nach wenig klingt, ist für den vorgesehenen Anwendungszweck aber mehr als ausreichend und hat zudem den Vorteil, dass ein Arduino wenig Hitze entwickelt und sehr wenig Strom konsumiert, was (zu einem gewissen Grad) sogar den mobilen Einsatz per Akku ermöglicht. Zur Programmierung wird die quelloffene Arduino-Software (auch Arduino IDE "Integrated Development Environment" genannt) eingesetzt, welche für alle gängigen PC-Plattformen (Windows, Mac OS X und Linux) zur Verfügung steht. Programmiert wird dort in C bzw. C++, wobei erste Erfolge auch ohne umfangreiche Programmierkenntnisse in kurzer Zeit durch vorgefertigte Programme, auch Sketches genannt, erzielt werden können. (Wer sich die Perl-Programmierung in FHEM zutraut, sollte nach kurzer Eingewöhnung auch hier keine allzu großen Probleme haben.) Kommunikation mit der Smart-Home-Zentrale Das Ganze wird gerade dann interessant, wenn der Arduino als Mittelsmann zwischen den an ihm angeschlossenen Komponenten und dem Smart-Home-Server in Form von FHEM oder Loxone eingesetzt wird und auf diese Weise ein bidirektionaler Datenaustausch stattfinden kann. Hier stehen verschiedenste Möglichkeiten zur Verfügung, deren Vor- und Nachteile ebenfalls in nachfolgenden Blogbeiträgen behandelt werden sollen. Dazu zählen vor allem die Übertragung per Ethernet (LAN bzw. WLAN) z.B. per UDP-Protokoll RS485 KNX Arduino als Gateway weiterer Smart-Home-Standards Zusätzlich kann der Arduino aber auch selbst als Gateway zwischen der Smart-Home-Zentrale und den verschiedensten einzusetzenden Smart-Home-Standards genutzt werden. Dazu gehören unter anderem: DMX OneWire RS485 Modbus (ähnlich RS485) RS285 Bluetooth Funk (z.B. 434 Mhz, 2,4 Ghz) Infrarot Denkbar ist dabei auch, dass ein kabelgebundener Arduino, welcher "direkt" mit der Smart-Home-Zentrale verbunden ist, selbst wiederum als Gateway für weitere kabellose Arduinos fungiert, so dass diese auch mit der Zentrale interagieren können. Arduino im Dauereinsatz Funktioniert nach abschließendem Testing mit Breadboard und Steckbrücken alles nach Plan, kann die neue Installation dauerhaft im Smart Home Einzug halten. Dazu lassen sich die prototypisch realisierten Schaltungen mithilfe von Streifenrasterplatinen (Affiliate-Link), passenden Kopfleisten (Affiliate-Link) und Befestigungsschrauben (Affiliate-Link) sowie dem Einsatz eines Lötkolbens in eine permanente Umgebung bringen, die direkt auf dem Arduino Platz findet und damit eine Einheit bildet. Um noch einen Schritt weiter zu gehen, können über Tools wie Fritzing sogar eigene passgenaue Leiterplatten (PCB-Boards) designt werden, welche von günstig von Firmen hergestellt werden können (mehr Infos dazu in einem folgenden Blogpost der Serie). Wer möchte, kann seinen Arduino jetzt noch in einem passenden Gehäuse (Affiliate-Link) unterbringen bzw. hoffen, dass sich 3D-Drucker bald auch bei Endanwendern durchsetzen und ein passendes Gehäuse dann - hoffentlich bald - per Rapid Prototyping selbst herstellen. Aus meinem täglichen Leben Obwohl ich mich erst seit Kurzem intensiver mit dem Thema Arduino auseinandersetze, konnte ich bereits Testaufbauten mit verschiedenen Sensoren und Aktoren umsetzen und den Datenaustausch zwischen Arduino und Loxone bzw. FHEM per UDP-Mitteilungen realisieren, was ich in den kommenden Blogposts als HowTo-Anleitungen zum Nachbau verständlich machen möchte. Besonders fasziniert mich dabei, dass man durch die Vielzahl an zur Verfügung stehender Pins sehr viele (verschiedene) Sensoren und Aktoren an nur einem Arduino betreiben kann und so exakt die Funktionalität erhält, die man benötigt. Hinzu kommt, dass sämtliche Komponenten (gerade auch Sensoren) zu einem lächerlich günstigen Preis - meist aus Fernost - geordert werden können. Vieles gibt es sogar per Prime-Versand, wobei ich die Komponenten bisher zumeist bei günstigeren Marketplace-Anbietern erworben habe. Das Einzige, was dabei etwas stört, ist die Tatsache, dass man teilweise einige Wochen auf die Bestellung warten muss, da viele Elektronikbauteile direkt aus Asien versendet werden. Apropos Einfuhr aus Nicht-EU-Staaten: Bis zu einem Warenwert von 22 Euro ist jede Sendung einfuhrabgabefrei, d.h. es fallen weder Zoll noch Einfuhrumsatzsteuer an. Obwohl ich bereits recht viele Komponenten geordert habe, konnte ich diese Grenze bisher immer unterschreiten. Zur Not kann auch einfach die Bestellung gesplittet werden, da Versandkosten zumeist sowieso nicht anfallen. Weiter geht es in der Blogserie mit HowTo Teil 2: Bewegungsmelder per UDP an Loxone anbinden. ### Raspberry Pi 2 und RasPlex - HowTo zum perfekten Plex-Client unter 60 Euro Im Artikel Plex-Clients fürs Wohnzimmer: Vergleich verschiedener Plattformen wurde vor etwas mehr als einem Jahr ein kleiner Überblick gegeben, welche Unterschiede zwischen Intel NUC, Apple TV 3, Roku 3 und Chromecast bestehen. Dabei zeigte sich, dass der Intel NUC zwar die teuerste Plattform ist, gleichzeitig aber auch den größten Funktionsumfang durch das Plex Home Theater und native Wiedergabemöglichkeiten (inkl. 1080p bei 24P und DTS) mit sich bringt. In der Zwischenzeit ist mit dem Raspberry Pi 2 jedoch eine ebenbürtige Plattform zum Intel NUC erschienen, die bei ähnlichem Funktionsumfang nicht nur ein ganzes Stück günstiger ist, sondern aufgrund der geringen Baugröße und des minimalen Stromverbrauchs enormes Potenzial aufweist. Was der Raspberry Pi 2 in Verbindung mit RasPlex als Plex-Client leistet und was bei der Ersteinrichtung beachtet werden sollte, wird in nachfolgendem HowTo erläutert. Benötigte Hardwarekomponenten Damit das spätere Setup wunschgemäß seinen Dienst verrichtet, wird ein Raspberry Pi 2 (Affiliate-Link) benötigt, der am besten direkt in einem passenden Gehäuse (Affiliate-Link) untergebracht wird. Zusätzlich wird noch eine zuverlässige MicroSDHC-Karte mit ordentlicher Lese- und Schreibgeschwindigkeit wie die SanDisk 8GB (Affiliate-Link) benötigt, die genügend Platz für das später zu installierende RasPlex bietet. Je schneller die Speicherkarte arbeitet, desto schneller bootet das System und desto flüssiger kann später durch große Medienbibliotheken navigiert werden. Um den RPI2 mit Strom zu versorgen, wird ein Micro USB-Kabel (Affiliate-Link) und ein passendes USB-Netzteil (Affiliate-Link) benötigt. Ist am TV oder Audio-Receiver ein USB-Anschluss frei, kann der RPI gewöhnlich auch dort angeschlossen werden. Da gerade ältere USB-Anschlüsse oftmals etwas wenig Saft bringen, kann es dabei in Ausnahmefällen jedoch zu Abstürzen des RPI2 kommen. Hier lautet die Devise: Ausprobieren und bei Bedarf ein ordentliches USB-Netzteil nutzen. Um das Plex Home Theater auf dem RPI2 später bedienen zu können, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ohne großen Aufwand geht das bspw. per Plex-App (z.B. für iPhone oder iPad): [app 383457673]   Da das Smartphone oder Tablet jedoch nicht immer zur Hand ist, kann es auch Sinn machen eine IR-Fernbedienung zu nutzen. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Recht einfach funktioniert die Plug&Play-Lösung mit dem HP Windows Media Center (Affiliate-Link) oder ähnlichen Fernbedienungen mit passendem IR-Dongle. Einstecken und fertig. Grundsätzlich kann man RasPlex aber auch per HTTP-Requests steuern, was dann Sinn macht, wenn man bspw. seine Smart-Home-Lösung in Form von FHEM und/oder Loxone zur Steuerung nutzen möchte. Wie das funktioniert, wird Inhalt eines späteren Blogposts sein. Update vom 04.06.2015: Natürlich kann RasPlex auch gänzlich ohne zusätzliche Hardware per HDMI-CEC gesteuert werden, sofern das von den angeschlossenen Komponenten unterstützt wird. Danke Tino für den Tipp. Update Ende. RasPlex auf MicroSDHD-Karte installieren Für den Betrieb wird eine angepasste Version von OpenELEC namens RasPlex genutzt, welche u.A. auch für Kodi (XBMC) eingesetzt wird. Mittlerweile sind auch fertige Installer für Windows, Mac OS X und Linux verfügbar, die eine einfache Installation erlauben. Wer OS X nutzt und die Fehlermeldung "GetRasplex.app kann nicht geöffnet werden, da es von einem nicht verifizierten Entwickler stammt" erhält, muss seine Sicherheitseinstellungen heruntersetzen. Diese können unter "Systemeinstellungen" -> "Sicherheit" -> "Zum Bearbeiten auf das Schloss klicken" -> "Apps-Download erlauben von:" "Keine Einschränkungen" angepasst werden, so dass der Installer gestartet werden kann. Nach dem Einstecken der MicroSDHC-Karte in den Kartenleser des PC und dem Öffnen des Installers, wird bei Schritt 1 ("Step 1: Select your RasPlex device") der Eintrag "Raspberry Pi 2" gewählt. Unter Schritt 2 ("Step 2: Select Version") kann die neueste Version (zum Erscheinen des Blogposts ist das Version "0.6.0") selektiert werden. Bei Schritt 3 ("Step 3: Select flash target (e. g. your SD card)") sollte die vor dem Starten des Installers eingesteckte SD-Karte automatisch auftauchen. Achtung: Die Karte wird dabei formatiert, also unbedingt darauf achten das korrekte USB-Device auszuwählen, sofern noch mehr USB-Geräte angeschlossen sind. Schritt 4 ("Step 4: Download image or select local image file") ist dazu gedacht das benötigte Image automatisch aus dem Netz zu laden. Also einfach auf "Download" klicken oder - sofern bereits manuell heruntergeladen - das Image über "Select image file" auswählen. Nachdem man sich durch die einzelnen Schritte des Installers gearbeitet hat, kann über den Button "Write SD Card" die Speicherkarte befüllt werden. Im Fall der SanDisk 8GB (Affiliate-Link) sollte das nur wenige Sekunden dauern. Kommt eine weniger performante MicroSDHC-Karte zum Einsatz, kann der Flashvorgang aber auch länger dauern. Sobald der Vorgang abgeschlossen wird, wird die Mitteilung "Writing done" angezeigt. Jetzt kann die MicroSDHC-Karte vom PC ("NO NAME") ausgeworfen und in den Kartenslot des Raspberry Pi 2 gesteckt werden. Inbetriebnahme des Raspberry Pi 2 mit RasPlex Jetzt muss der Raspberry Pi 2 nur noch per HDMI und Netzwerkkabel angeschlossen und mit Strom versorgt werden. Nach kurzer Bootzeit und Anzeige einiger Infos am linken oberen Bildschirmrand startet RasPlex nach einigen Sekunden neu und bootet künftig recht zügig. Keine Angst, der Bootvorgang dauert nur beim ersten Startvorgang etwas länger, da der RPI2 alle systemrelevanten Einstellungen vornehmen und die SD-Karte für den ersten Start vorbereiten muss. Ist RasPlex dann gestartet, sollte die "Precaching"-Option aktiviert werden. Dabei werden alle gewünschten Medieninformationen der vorhandenen Bibliotheken erkannter Plex Media Server-Instanzen auf die SD-Karte des RPI2 geladen, was eine schnellere Navigation in den Bibliotheken erlaubt. Dies kann - je nach Umfang der vorhandenen Bibliotheken - schon einmal mehr als eine Stunde in Anspruch nehmen. Hier heisst es also geduldig sein. Als nächstes empfiehlt es sich den 24P-Support zu aktivieren und die passenden Audioeinstellungen für DTS zu aktivieren, vorausgesetzt natürlich die heimische Soundanlage unterstützt diesen Modus. Wer möchte, kann den RPI2 dann auch gleich noch als AirPlay-Receiver konfigurieren, um Audio- und Videoinhalte von iPhone oder iPad abspielen zu können. DTS aktivieren: Einstellungen -> System -> Audio Output -> DTS capable receiver -> An 24P-Support aktivieren: Einstellungen -> Wiedergabe -> Advanced Video -> Bildwiederholfrequenz automatisch an Video anpassen -> Beim Start AirPlay aktivieren: Einstellungen -> System -> Services -> Plex/HT erlauben AirPlay-Übertragungen zu empfangen -> ja Jetzt ist der Raspberry Pi 2 mit RasPlex betriebsbereit und sollte so gut wie alle ihm zugespielten Medieninhalte vom PMS (Plex Media Server) nativ und damit ohne rechenintensives Transcoding des Plex Media Servers wiedergeben können. Aus meinem täglichen Leben Ich bin komplett vom Intel NUC auf den RPI2 mit RasPlex umgestiegen und bereue die Entscheidung bis jetzt in keinster Weise. Mit dem RPI2 steht nun endlich ein Client zur Verfügung, der nicht nur günstig ist sondern auch die meisten Medienformate nativ und damit ohne rechenintensives Transcoding des Plex Media Servers wiedergeben kann. Sowohl im Wohn- als auch im Schlafzimmer verrichtet der RPI2 nun schon seit einiger Zeit zuverlässig seinen Dienst und ist durch die geringen Anschaffungskosten, den minimalen Stromverbrauch (<3 Watt) und enormen Funktionsumfang des Plex Home Theater (gerade was die Suche und Filterfunktionen angelangt) meine erste Wahl in Sachen Plex-Clients geworden. Durch die kompakte Bauweise des RPI2 lässt er sich zudem ideal hinter dem TV oder dem TV-Rack verstauen. Und das Beste: Durch den Quadcore-Prozessor des RPI2 ist die gesamte Bedienung spürbar besser als noch beim RPI1 und auch bei der Navigation durch umfangreiche Mediabibliotheken auf vergleichbarem Niveau eines Intel NUC. Als nächstes folgt nun die Steuerung des RPI2 über die Harmony Ultimate (Affiliate-Link). Hier werde ich den Harmony Hub (Affiliate-Link) in Kombination mit FHEM nutzen, um über die Harmony Remote http-Steuerbefehle direkt in Richtung RasPlex zu schicken. Bin schon wirklich gespannt, wie gut das auf Anhieb funktioniert. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="70" identifier="B00T2U7R7I" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/4133JwedpXL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150604-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B00MKZ71C8" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/51GPsICYdL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150604-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00M55C0VU" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/51t13Ikw95L.SL110.jpg" tag="meintechblog-150604-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B003ES5ZSW" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41JfNrBenGL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150604-21" width="103"] ### FHEM HowTo - Automatisches Backup auf externem NAS Wer laufend seine fhem.cfg verändert und dabei keine regelmäßigen Backups erstellt, läuft im Grunde ständig Gefahr die mühevoll zusammengestellte Konfiguration bei Problemen aufs Spiel zu setzen. Um diesen Umstand zu adressieren, wird nachfolgend eine Lösung vorgestellt, die sich selbstständig um regelmäßige Sicherungen von FHEM kümmert und das Backup gleich noch auf einem externen NAS speichert, um für noch mehr Sicherheit zu sorgen. Wie das funktioniert, wird in nachfolgender Anleitung Schritt für Schritt erklärt. FHEM hat sich in den vergangen Jahren zu einer leistungsfähigen Smart-Home-Lösung entwickelt, die mittlerweile von einer großen Anzahl von Anwendern genutzt wird, die den Aufbau Ihres Connected Home selbst in die Hand nehmen möchten. Die Möglichkeiten verschiedenste Standards unter einem Dach zu vereinen, sind bereits vielfältig und entwickeln sich durch die lebendige Community täglich weiter. Jedoch gilt es erst einmal einige Hürden zu überwinden, um mit dem System dauerhaft glücklich zu sein. Der (steinige) Weg zum zuverlässigen Dauerbetrieb Als Hilfestellung bei der Ersteinrichtung von FHEM wurde auf den Tag genau vor zwei Jahren das HowTo FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten veröffentlicht, das bereits vielen den Einstieg in die FHEM-Welt ermöglicht hat und mit monatlich im Schnitt über 10.000 Aufrufen seither unser erfolgreichste Blogpost ist. Ist FHEM einmal installiert, ist gerade zu Beginn der Drang groß, eine Vielzahl von Gerätschaften anzulernen und die fhem.cfg mit eigenem Code zu füttern. Nicht nur beim wilden Herumprobieren und Austesten der Möglichkeiten kann es aber auch einmal vorkommen, dass das System plötzlich den Dienst verweigert, nicht mehr erreichbar ist und im schlimmsten Fall alle Daten im Nirvana landen. Um sich davor wirkungsvoll zu schützen, gilt es in regelmäßigen Abständen ein Backup des gesamten Systems zu erstellen, um im Fall der Fälle alle Informationen wieder zurückspielen zu können. Das funktioniert "eigentlich" bereits mit der in FHEM integrierten Backupfunktion, welche im Blogpost FHEM-Server updaten beschrieben wird. "Eigentlich" deshalb, weil dabei die "fhem.cfg"und damit die wichtigste Datei überhaupt nur mit 0 Byte gesichert wird. Wie es mit etwas manuellem Einrichtungsaufwand dennoch klappt und wie das gesicherte Backup im selben Atemzug gleich noch auf einem im Netzwerk erreichbaren NAS gesichert werden kann, wird im Anschluss Schritt für Schritt erklärt. Die Voraussetzungen für externe Backups Nachfolgende Anleitung funktioniert reibungsfrei mit einer FHEM-Installation auf einem RPI (Affiliate-Link) und unter Ubuntu. Das lokal erstellte Backup landet dabei auf einem externen NAS, welches per CIFS gemountet wird. Das funktioniert gewöhnlich mit jedem NAS von QNAP (Affiliate-Link) und Synology (Affiliate-Link) standardmäßig und ohne jegliche Modifikation. Grundsätzlich sind natürlich auch andere Kombinationen und Freigabemethoden möglich, hier müssen dann aber evtl. Anpassungen an der nachfolgenden Anleitung vorgenommen werden. Vorab: Ich habe viel getestet und die nachfolgende Methode hat sich bei mir bisher als Einzige bewährt. FHEM-Benutzer-Berechtigungen ändern Für die Erstellung und den Transfer des zu erstellenden FHEM-Backups wird ein kleines bash-Script namens backup.sh genutzt, welches in FHEM eingebunden wird und später auch darüber getriggert werden kann,  um automatische und manuelle Backups anzustoßen. Damit aus FHEM heraus bash-Befehle mit der notwendigen Berechtigung ausgeführt werden können, muss jedoch erst einmal die Datei "/etc/sudoers" auf dem RPI bzw. unter Ubuntu angepasst werden. Zu diesem Zweck erfolgt ein ssh-Login auf der FHEM-Installation per Terminal. An dieser Stelle muss natürlich jeder die IP-Adresse und den Benutzernamen (sofern notwendig) anpassen. ssh pi@192.168.3.97 Als nächstes wird die Datei "/etc/sudoers" bearbeitet. Dies geschieht am besten nicht mit dem "nano"-Editor per "sudo nano /etc/sudoers", sondern über "visudo", da hier ein Prüfmechanismus eingebaut ist (Danke an Christian für den Hinweis): sudo visudo Hier sucht man die Zeilen mit dem Inhalt: # User privilege specification %sudo ALL=(ALL:ALL) ALL (unter Ubuntu lautet die Zeile: root ALL=(ALL:ALL) ALL) und ergänzt direkt darunter den Inhalt: fhem    ALL=(ALL) NOPASSWD: ALL Mit ctrl+o und Enter werden die Änderungen gespeichert und mit ctrl+x wird der Editor wieder verlassen. Auf einem RPI sieht das Ganze dann so aus: Unter Ubuntu so: Update vom 02.06.2015: Wer dem fhem-User aus Sicherheitsgründen nur eigeschränkte Berechtigung geben möchte, nutzt stattdessen  "fhem ALL=(ALL) NOPASSWD:/opt/fhem/FHEM/backup.sh". Danke an Ronny für den Hinweis. Update Ende Mit dieser Anpassung erhält der fhem-Benutzer nun die notwendige Berechtigung, die später benötigt wird, um aus FHEM heraus bash-Befehle auszuführen. Damit die Änderungen aktiv werden, sollte ein Neustart ausgeführt werden. sudo reboot Danach geht es nach erneutem ssh-Login im Terminal weiter... Notwendiges Package "cifs-utils" installieren Damit die künftig erstellten Backups per cifs-Freigabe auf dem NAS landen, muss das Paket "cifs-utils" auf dem FHEM-Server installiert werden, sofern es dort noch nicht vorhanden ist. Damit das auch dann klappt, wenn sich das System eventuell etwas dagegen sträubt, wird folgender Code genutzt: sudo apt-get update && sudo dpkg --configure -a && sudo apt-get -f install && sudo apt-get -y install cifs-utils curl libcurl3 Backup-Script backup.sh erstellen Nun wird die später genutzte Datei namens "backup.sh" erzeugt und mit den notwendigen Berechtigungen zum Ausführen ausgestattet. Unter Ubuntu kann der letzte Teil ab "&& sudo chown -R fhem:root /opt/fhem/FHEM/backup.sh" einfach weggelassen werden. sudo touch /opt/fhem/FHEM/backup.sh && sudo chmod 700 /opt/fhem/FHEM/backup.sh && sudo chown -R fhem:root /opt/fhem/FHEM/backup.sh Jetzt geht es in FHEM Oberfläche, in welcher die Datei mit dem notwendigen Backup-Code gefüttert wird. Dazu wird das Terminal verlassen und der Webbrowser zur Hand genommen. Die IP muss natürlich jeder selbst anpassen: http://192.168.3.97:8083/fhem?cmd=style%20edit%20backup.sh Nun wird der nachfolgende Backup-Code per Copy&Paste in den FHEM-Editor eingefügt: #!/bin/bash mountIp="192.168.3.10" mountDir="backup" mountUser="admin" mountPass="password" mountSubDir="rpi/fhem" localMountPoint="/Q/backup" #optional backupsMax="0" localBackupDir="/backup" pushoverUser="" pushoverToken="" ################################### perl /opt/fhem/fhem.pl 7072 "setreading FHEM.Backup info backup starting now" if [ ! -e "$localBackupDir" ] then echo "$localBackupDir wird erstellt" mkdir -p "$localBackupDir" else echo "$localBackupDir bereits vorhanden" fi tar --exclude=backup -cvzf "/$localBackupDir/$(date +%y%m%d_%H%M%S)_fhem_backup.tar.gz" "/opt/fhem" &>/dev/null if ! ping -c 1 $mountIp then echo "$mountIp nicht erreichbar, stop" perl /opt/fhem/fhem.pl 7072 "set FHEM.Backup error" perl /opt/fhem/fhem.pl 7072 "setreading FHEM.Backup info $mountIp not found" exit else echo "$mountIp erreichbar" fi localIp=$(hostname -I|sed 's/\([0-9.]*\).*/\1/') if [ ! -e "$localMountPoint" ] then echo "$localMountPoint wird erstellt" mkdir -p "$localMountPoint" else echo "$localMountPoint bereits vorhanden" fi if [ "$(ls -A $localMountPoint)" ] then echo "$localMountPoint nicht leer, kein Mounten notwendig" else echo "$localMountPoint leer, Mounten starten" vorhanden="0" while read line do mountComplete="//$mountIp/$mountDir $localMountPoint cifs username=$mountUser,password=$mountPass,iocharset=utf8,sec=ntlm 0 0" echo "mountComplete: $mountComplete" if [ `echo "$line" | grep -c "$mountComplete"` != 0 ] then echo "/etc/fstab: Eintrag bereits vorhanden: $mountComplete" vorhanden="1" break fi done < "/etc/fstab" if [ "$vorhanden" != "1" ] then echo "/etc/fstab: Eintrag wird ergänzt: $mountComplete" echo "$mountComplete" >> "/etc/fstab" fi echo "Mounts werden aktualisiert" mount -a sleep 3 fi if [ "$(ls -A $localMountPoint)" ] then if [ ! -e "$localMountPoint/$mountSubDir/$localIp" ] then mkdir -p "$localMountPoint/$mountSubDir/$localIp" else echo "$localMountPoint/$mountSubDir/$localIp existiert bereits" fi find "$localBackupDir" -name '*fhem_backup.tar.gz' | while read file do fileSize="0" fileSizeMB=$(du -h $file) fileSizeMB=${fileSizeMB%%M*} filename=${file##*/} echo "$filename ($fileSizeMB MB) wird in den Backupordner verschoben" if [[ "$pushoverToken" != "" && "pushoverUser" != "" ]] then curl -s -F "token=$pushoverToken" -F "user=$pushoverUser" -F "title=FHEM $localIp" -F "message=Backup mit $fileSizeMB MB wird erstellt" https://api.pushover.net/1/messages.json fi #mv "$file" "$localMountPoint/$mountSubDir/$localIp/$filename" cp "$file" "$localMountPoint/$mountSubDir/$localIp/$filename" rm "$file" perl /opt/fhem/fhem.pl 7072 "set FHEM.Backup off" perl /opt/fhem/fhem.pl 7072 "setreading FHEM.Backup backup $filename" perl /opt/fhem/fhem.pl 7072 "setreading FHEM.Backup backupMB $fileSizeMB" perl /opt/fhem/fhem.pl 7072 "setreading FHEM.Backup info backup done" done else echo "Mounten hat anscheinend nicht geklappt, skip." exit fi #Löschen alter Backups if [[ "$backupsMax" != "" && "$backupsMax" != "0" ]] then perl /opt/fhem/fhem.pl 7072 "setreading FHEM.Backup backupFilesMax $backupsMax" backupsCurrent=`ls -A "$localMountPoint/$mountSubDir/$localIp" | grep -c "_fhem_backup.tar.gz"` backupsDelete=$(($backupsCurrent-$backupsMax)) if [ "$backupsDelete" -gt "0" ] then echo "$backupsCurrent Backups vorhanden - nur $backupsMax aktuelle Backups werden vorgehalten - $backupsDelete Backups werden gelöscht" ls -d "/$localMountPoint/$mountSubDir/$localIp/"* | grep "_fhem_backup.tar.gz" | head -$backupsDelete | xargs rm else echo "$backupsCurrent Backups vorhanden - bis $backupsMax aktuelle Backups werden vorgehalten" fi else perl /opt/fhem/fhem.pl 7072 "setreading FHEM.Backup backupFilesMax no limit" fi backupsCurrent=`ls -A "$localMountPoint/$mountSubDir/$localIp" | grep -c "_fhem_backup.tar.gz"` perl /opt/fhem/fhem.pl 7072 "setreading FHEM.Backup backupFiles $backupsCurrent" echo "Mount wieder unmounten" umount "$localMountPoint" Dabei muss jeder die Werte am Anfang des Scripts: mountIp="192.168.3.10" mountUser="admin" mountPass="password" mountDir="backup" mountSubDir="rpi/fhem" mit den Login-Daten des eigenen NAS anpassen. In diesem Beispiel wird vorausgesetzt, dass eine Freigabe namens "backup" auf dem NAS zur Verfügung steht, welche vom Benutzer "admin" per cifs (Windows Freigabe) zugegriffen werden kann. Der Eintrag: localMountPoint="/Q/backup" ist das lokale Verzeichnis auf dem FHEM-System, welche auf die NAS-Freigabe verlinkt. Wer eine Benachrichtigung per Pushover möchte, trägt seinen privaten Pushover-Benutzer und -Token einfach in den optionalen Parametern ein. Sind alle Anpassungen an der Datei "backup.sh" vorgenommen, kann diese in FHEM mit dem Button "Save backup.sh" (links oben) abgespeichert werden. fhem.cfg anpassen Zum Schluss wird noch ein kurzer Code in die fhem.cfg eingetragen, damit über den Dummy namens "FHEM.Backup" die Erstellung des Backups manuell über das FHEM-Interface gestartet werden kann. Die letzte Zeile bewirkt dann schließlich, dass jeden morgen um sechs Uhr automatisch ein Backup angestoßen wird. #dummy FHEM.Backup define FHEM.Backup dummy attr FHEM.Backup event-on-change-reading state attr FHEM.Backup room FHEM attr FHEM.Backup webCmd on:off define FHEMBackupOn notify FHEM.Backup:on {system ("sudo -u root /opt/fhem/FHEM/backup.sh &")} #Automatisches Backup um 06:00 Uhr starten define FHEMBackup at *06:00:00 set FHEM.Backup on Durch die letzten Codezeilen des backup.sh-Scripts erhält der Dummy "FHEM.Backup" neben einem Statusupdate auch gleich noch einige Readings verpasst. Dazu gehören die Readings "filename", welches Auskunft über den erzeugten Backup-Dateinamen gibt und "backupMB", das die Größe des erzeugten Backups in MB ausgibt. Ist die "fhem.cfg" angepasst, ist ein Neustart von FHEM sinnvoll, der über den FHEM-Kommandozeilenbefehl "shutdown restart" (ohne Anführungszeichen) ausgeführt werden kann. FHEM ist dann nach einigen Sekunden wieder erreichbar. Ab sofort sollten neue Backups automatisch auf dem gemounteten NAS landen, sobald der Dummy getriggert wird (entweder manuell oder aufgrund der täglichen Ausführung um 06:00 Uhr morgens). Bei obiger Konfiguration landen die Backupdateien dann im QNAP-Ordner "/Backup/rpi/fhem/192.168.3.97/". Wer Probleme hat und den Backup-Befehl manuell testen möchte, kann dies über nachfolgenden Terminalbefehl auf dem eingeloggten FHEM-Server: sudo /opt/fhem/FHEM/backup.sh Hier werden dann auch etwaige Status- bzw. Fehlermeldungen direkt vom Script in der Terminalzeile ausgegeben. Update vom 27.01.1016: Da Felix berechtigterweise gefragt hat, wie er sein Backup wieder zurückspielen kann, werden die dafür notwendigen Schritte nachfolgend ergänzt: Backup zurückspielen Sofern man das erstellte Backup zurückspielen möchte, wird erneut ein Grundsystem auf dem RPI inkl. FHEM installiert, wie im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten erläutert. Im Anschluss müssen wieder alle notwendigen Pakete, die bisher installiert wurden, per Terminal auf dem nun neuen System nachinstalliert werden. Also am besten direkt immer alles dokumentieren, was zusätzlich per Terminal installiert wird. FHEM wird dann per Terminalbefehl gestoppt: sudo service fhem stop Dann wird das das Backupfile (hier: 160126_060205_fhem_backup.tar.gz) auf den RPI übertragen, z.B. in den Ordner "/tmp". Das funktioniert recht einfach bspw. per Filezilla, wobei die Verbindungsmethode SFTP (mit den SSH-Logindaten) für die Anmeldung genutzt werden kann. Der Terminalbefehl für das Zurücksetzen (Entpacken der Backups) lautet dann: sudo tar -xvzf /tmp/160126_060205_fhem_backup.tar.gz -C / Sofern es keine Fehler gab, kann das System durch ein abschließendes sudo restart neugestartet werden. Aus meinem täglichen Leben Gerade wenn man mit dem Terminal noch nicht so vertraut ist, gestaltet sich die oben beschriebene Vorgehensweise eventuell als etwas frickelig, einmal ordnungsgemäß eingerichtet, sollte man damit aber keine Probleme mehr haben. Dann wird immer automatisch ein brauchbares Backup der FHEM-Installation erstellt, welches im Bedarfsfall zurückgespielt werden kann, wie es im Artikel FHEM-Server updaten beschrieben wird. Auch zeigt die Vorgehensweise recht anschaulich, wie man über FHEM eigene bash-Scripte ausführen kann und aus dem Script heraus Parameter (state, readings) mit den entsprechenden Befehlen (z.B. perl /opt/fhem/fhem.pl 7072 "set FHEM.Backup off") zurück in FHEM schreiben kann. Dadurch eröffnen sich noch mehr Möglichkeiten, um eigene Ideen umsetzen zu können und das Smart Home noch ein Stückchen schlauer zu machen. Wer beitragen kann obigen Code zu verbessern, darf seine Vorschläge gerne per Kommentar mitteilen. Mein Coding hat sich zwar die letzten Monate wieder etwas verbessert, perfekt ist es aber noch lange nicht. ### Plex - Wie man Filme und Serien deutschsprachig taggt Medieninhalte werden vom Plex Media Server bereits standardmäßig durch die in der Software hinterlegten Scraper erkannt und mit englischen Titeln, Covern sowie englischsprachigen Beschreibungen getaggt, so dass im Normalfall keine manuelle Nachbesserung notwendig ist. Möchte man jedoch den deutschen Titel, das entsprechende Cover und deutschsprachige Beschreibungen von Filmen und Serien auf seinen Plex-Clients nutzen, sieht das Ganze schon schwieriger aus. Denn das ist im Standard erst einmal in dieser Form nicht möglich und es muss erst mit zusätzlichen Scraper-Tools nachgeholfen werden, die entsprechende lokalisierte Informationen aus dem Netz "kratzen" und in Plex zur Verfügung stellen. Werden die Einstellungen einmal korrekt in Plex hinterlegt, ist aber auch diese Hürde schnell aus der Welt geschafft, sofern einige Dinge beachtet werden. Welche Scraper zu diesem Zweck nachträglich installiert werden müssen und welche Settings im Plex Media Server notwendig sind, damit das auf Anhieb funktioniert, wird in nachfolgendem Howto erklärt. Die richtigen Scraper machen den Unterschied Wer Plex schon länger nutzt, weiss unter Umständen, dass über die Funktion "Kanäle installieren" -> "More" -> "Metadata Agents" weitere Scraper bequem über das Plex-Interface heruntergeladen und installiert werden können. Leider sind die entscheidenden beiden Scraper "Moviepilot" und "OFDB", welche die notwendigen Informationen von deutschsprachigen Inhalten aus dem Netz ziehen, seit einiger Zeit nicht mehr mit an Bord. Aus diesem Grund müssen diese Scraper manuell ins Plugins-Verzeichnis des Plex Media Servers (PMS) nachinstalliert werden. [poll id="14"] Scraper-Installation in Ubuntu Wer den Plex Media Server unter Ubuntu betreibt, wie im Blogpost Plex - Ubuntu und Media Server installieren beschrieben, kann die Installation nach dem ssh-Login per Terminalbefehl erledigen. Nachfolgend der notwendige Code, welcher die beiden Scraper herunterlädt, entpackt,  in das korrekte Verzeichnis verschiebt und schließlich noch die notwendigen Dateirechte setzt. Das Ganze kann im laufenden Plex-Betrieb ausgeführt werden, da der Plex-Server zu Beginn automatisch gestoppt und zum Schluss wieder gestartet wird: sudo apt-get -y install unzip && sudo service plexmediaserver stop && cd /var/lib/plexmediaserver/Library/Application Support/Plex Media Server/Plug-ins/ && sudo wget https://github.com/plexinc-agents/Moviepilot.bundle/archive/master.zip && sudo unzip master.zip && sudo mv Moviepilot.bundle-master Moviepilot.bundle && sudo chmod 777 -R /var/lib/plexmediaserver/Library/Application Support/Plex Media Server/Plug-ins/Moviepilot.bundle && sudo rm master.zip &&  sudo wget https://github.com/plexinc-agents/OFDB.bundle/archive/master.zip && sudo unzip master.zip && sudo mv OFDB.bundle-master OFDB.bundle && sudo chmod 777 -R /var/lib/plexmediaserver/Library/Application Support/Plex Media Server/Plug-ins/OFDB.bundle && sudo rm master.zip && sudo service plexmediaserver start Wer den Plex Media Server auf einem anderen Betriebssystem wie OS X, einem QNAP-NAS oder Windows betreibt, kann die abweichenden Plugin-Verzeichnisse auf dieser Plex-Support-Seite einsehen und obigen Code entsprechend anpassen bzw. wie im Fall der Windows-User alles von Hand in das passende Plugin-Verzeichnis kopieren. Kurze Anmerkung zum angegebenen QNAP-Folder: Der Mountpoint kann je nach Verwendung von Raid-Systemen abweichen und statt "/share/MD0_DATA/.qpkg/PlexMediaServer/Library/Plex Media Server/Plug-ins" auch "/share/CE_CACHEDEV1_DATA/.qpkg/..." lauten. Obiger Code ist getestet auf einer VM (Virtualization Station QNAP TS-670 Pro (Affiliate-Link)) mit Ubuntu Server 14.04.2 LTS 64-bit (Trusty Tahr) (Direktdownload). Scraper-Installation auf einem QNAP-NAS Da die Frage von Herbert aufkam, wird nachfolgend die Installation auf einem QNAP-System beschrieben, da das Vorgehen hier schon etwas anders ist. Erstmal werden der Plex-Dienst gestoppt und die benötigten Scraper in das Public-Verzeichnis des QNAP-NAS heruntergeladen. (Hier darauf achten, dass bei allen nachfolgenden Befehlen /share/CE_CACHEDEV1_DATA/Public/ gegen /share/MD0_DATA/Public/ ausgetauscht wird, sofern der Mountpoint entsprechend anders lautet.) Die nachfolgenden Befehle werden direkt über das Terminal des QNAP-NAS mit eingeloggtem admin-User (ssh admin@192.168.x.x) ausgeführt: /etc/init.d/plex.sh stop && cd /share/CE_CACHEDEV1_DATA/Public/ && wget -O Moviepilot.zip --no-check-certificate https://github.com/plexinc-agents/Moviepilot.bundle/archive/master.zip && wget -O OFDB.zip --no-check-certificate https://github.com/plexinc-agents/OFDB.bundle/archive/master.zip Da die unzip-Funktion des QNAP über das Terminal immer den Fehler geliefert "unzip: Unsupported compression method 0" hat und nicht unnötig weitere Pakete installiert werden sollen, muss das Entpacken der heruntergeladenen Dateien "Moviepilot.zip" und "OFDB.zip" im Public-Ordner des QNAP-NAS von Hand erfolgen. Also entweder das Public-Verzeichnis per Explorer mounten und die Dateien im selben Verzeichnis entpacken oder aber den Dienst  "File Station" über das QNAP-Webinterface mit der Funktion "Extrahieren" -> "Hier extrahieren" nutzen. Im Anschluss werden die nun entpackten Scraper in das Plugin-Verzeichnis des Plex Media Servers verschoben und die korrekten Dateirechte vergeben. Der Plex-Dienst wird im Anschluss wieder gestartet: mv /share/CE_CACHEDEV1_DATA/Public/Moviepilot.bundle-master /share/CE_CACHEDEV1_DATA/.qpkg/PlexMediaServer/Library/Plex Media Server/Plug-ins/Moviepilot.bundle && mv /share/CE_CACHEDEV1_DATA/Public/OFDB.bundle-master /share/CE_CACHEDEV1_DATA/.qpkg/PlexMediaServer/Library/Plex Media Server/Plug-ins/OFDB.bundle && chmod 775 /share/CE_CACHEDEV1_DATA/.qpkg/PlexMediaServer/Library/Plex Media Server/Plug-ins/Moviepilot.bundle && chmod 775 /share/CE_CACHEDEV1_DATA/.qpkg/PlexMediaServer/Library/Plex Media Server/Plug-ins/OFDB.bundle && /etc/init.d/plex.sh start Zum Schluss können die heruntergeladenen zip-Dateien noch gelöscht werden: rm /share/CE_CACHEDEV1_DATA/Public/Moviepilot.zip && rm /share/CE_CACHEDEV1_DATA/Public/OFDB.zip Sofern keine Fehler angezeigt wurden, stehen die Scraper ab sofort in PMS auf dem QNAP zur Verfügung. Obiger Code ist getestet auf einem QNAP TS-670 Pro (Affiliate-Link) mit Softwareversion 4.1.3 vom 08.04.2015. Scraper-Installation auf einem Synology-NAS Wie es aussieht, setzen auch einige User wie Richi ein Synology-NAS als Plex Media Server ein. Auch hier ist die Installationsroutine etwas abweichend von obiger Ubuntu-Variante. Die nachfolgenden Befehle werden direkt über das Terminal des Synology-NAS mit eingeloggtem root-User (ssh root@192.168.x.x) ausgeführt. Das benötigte Passwort ist das des admin-Benutzers, welches auch beim Login der DSM-Weboberfläche genutzt wird. Hierbei wird erstmal der Plex-Dienst gestoppt, die benötigten Scraper nacheinander komprimiert ins Plugin-Verzeichnis heruntergeladen, entpackt, umbenannt und die nicht mehr benötigten zip-Files gelöscht. Im Anschluss wird der Plex Media Server wieder gestartet. /var/packages/Plex Media Server/scripts/start-stop-status stop && cd /volume1/Plex/Library/Application Support/Plex Media Server/Plug-ins/ && wget https://github.com/plexinc-agents/Moviepilot.bundle/archive/master.zip && unzip master.zip && mv Moviepilot.bundle-master Moviepilot.bundle && rm master.zip && wget https://github.com/plexinc-agents/OFDB.bundle/archive/master.zip && unzip master.zip && mv OFDB.bundle-master OFDB.bundle && rm master.zip && wget https://github.com/greeeny101/Dreambox.bundle/archive/master.zip && unzip master.zip && /var/packages/Plex Media Server/scripts/start-stop-status start Werden keine Fehler angezeigt, sind die Scraper nun erfolgreich installiert und das Terminal kann geschlossen werden. Obiger Code ist getestet auf einem Synology DS112+ (Affiliate-Link) mit DSM 5.2-5565 Update 1. Die richtige Scraper-Reihenfolge festlegen Genauso wichtig wie die Nutzung der richtigen Scraper ist auch deren Reihenfolge, da verschiedene Informationen der Reihe nach von verschiedenen Diensten aus dem Netz geladen werden. Die Einstellung erfolgt über das Webinterface unter http://192.168.3.10:32400/web. Hier muss natürlich jeder die IP-Adresse des eigenen PMS anpassen bzw. sofern Browser und PMS auf dem selben System laufen entsprechend http://localhost:32400/web ansurfen. Unter "Einstellungen" -> "Server" -> "Agenten" -> "Filme" -> "Freebase" werden dann alle notwendigen Einstellungen vorgenommen. Jetzt die Reihenfolge der Einträge entsprechend dem Screenshot bzw. nachfolgender Liste per Drag & Drop anpassen und die Einträge entsprechend aktivieren. (x) Moviepilot ( ) Lade Zusammenfassungen von Moviepilot (x) Lade Filmplakat von Moviepilot (x) OFDB (x) Freebase (x) Localized titles (x) Wikipedia (x) The Movie Database Country (used for release date and content rating) -> Germany (x) MoviePosterDB (x) Local Media Assets (Movies) ( ) OpenSubtitle.org (kann deselektiert werden) Zum Schluss müssen noch einige Einträge über die jeweiligen Zahnräder der entsprechenden Scraper angepasst werden: Moviepilot Freebase The Movie Database Neue Bibliothek hinzufügen Jetzt können neue Plex-Bibliotheken hinzugefügt werden. Wichtig ist dabei, dass als "Sprache" sinnigerweise "Deutsch" ausgewählt wird. Bestehende Bibliothek anpassen Wer eine bestehende Plex-Bibliothek updaten möchte, wählt die Option "Aktualisierung erzwingen" in der gewünschten Bibliothek, woraufhin alle Metadaten neu geladen werden. Das dauert je nach Umfang der Bibliothek dann einige Zeit. Aus meinem täglichen Leben Lange habe ich nach dieser Lösung gesucht, von der jetzt hoffentlich auch andere deutschsprachige Anwender profitieren können. Damit die Scraper insgesamt eine ordentliche Arbeit leisten können, ist es wichtig die Dateinamen korrekt zu benennen. Es sich bewährt auch bei deutschsprachigen Content durchgehend englische Titel mit Erscheinungsjahr im Dateinamen zu nutzen. Diese Informationen erhält man recht schnell bei IMDB. Sofern sich der deutschsprachige Titel unterscheiden, findet man den korrekten direkt darunter mit dem Hinweis "(original title)". Der Film "Die Glücksritter" aus dem Jahr "1983" bspw. trägt dann den Dateinamen "Trading Places (1983).mkv". Richtig getaggt, sieht das Ergebnis dann folgendermaßen aus: Das korrekte Erscheinungsjahr im Dateinamen ist gerade dann wichtig, wenn etwa Remakes mit dem selben Namen existieren, wie bspw. im Fall von "Alice in Wonderland" aus dem Jahr 1951, dessen Pendant 2010 erschienen ist. Dann erkennt Plex die Inhalte als eigenständige Filme und fasst sie nicht fälschlicherweise zusammen. Artikel auf Amazon Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00KQEIMY6" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/05/31AMfovGmRL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150519-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00KAKPZYG" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/05/41khRcF1xPL.SL1101.jpg" tag="meintechblog-150519-21" width="110"] ### Plex Media Server unter Ubuntu automatisch updaten Wer den Plex Media Server (PMS) unter OS X oder Windows betreibt, profitiert bereits seit Ende November 2014 von einer eingebauten Logik, welche automatisiert nach Plex-Updates sucht und diese auf Wunsch mit einem Klick installiert. Unter Ubuntu sieht das leider - zumindest derzeitig noch - anders aus. Updates müssen hier manuell von Hand installiert werden, was auf Dauer nervig sein kann, sofern man immer auf dem aktuellen Stand sein möchte. Mit etwas Einrichtungsaufwand per Terminal lässt sich diese praktische Update-Funktion jedoch auch unter Ubuntu nachrüsten, inklusive Update-Benachrichtigung via Push aufs iPhone. Wie das funktioniert und wie der Updatesprozess dabei komplett automatisiert werden kann, so dass keine weiteren manuellen Eingriffe mehr notwendig sind, wird in nachfolgendem Howto gezeigt. Manuelle Updates Die einfachste, auf Dauer gleichzeitig aber auch zeitraubendste Methode, ist der manuelle Update des Plex Media Servers per Terminal-Befehl. Dazu benötigt man erst einmal den passenden Download-Link, welcher unter https://plex.tv/downloads -> Linux -> Ubuntu -> 64-Bit zur Verfügung steht. In nachfolgendem Beispiel lautet der Link zur aktuellen Public-Version (Stand 03.05.2015): https://downloads.plex.tv/plex-media-server/0.9.12.0.1071-7b11cfc/plexmediaserver_0.9.12.0.1071-7b11cfc_amd64.deb Der Terminal-Befehl für die initiale Installation des Plex Media Servers und dessen spätere Updates ist unter Ubuntu identisch. Als erstes wird die aktuelle PMS-Version per wget heruntergeladen und das Installationsfile anschließend gestartet. Wie das funktioniert, zeigt nachfolgender Befehl, welcher lediglich der Veranschaulichung dient und für das weitere Vorgehen nicht notwendig ist. Manuelles PMS-Update (und initiale Installation): wget -P /tmp/ --no-check-certificate https://downloads.plex.tv/plex-media-server/0.9.12.0.1071-7b11cfc/plexmediaserver_0.9.12.0.1071-7b11cfc_amd64.deb && sudo dpkg -i /tmp/plexmediaserver_0.9.12.0.1071-7b11cfc_amd64.deb Die bereits installierte PMS-Instanz wird dabei automatisch gestoppt und nach der Installation auch wieder gestartet. Dabei sind keine weiteren Befehle notwendig. Wer den Plex Media Server dennoch einmal manuell stoppen möchte, macht dies mit dem Befehl sudo service plexmediaserver stop und starten ihn wieder mit sudo service plexmediaserver start Die manuelle Installation des Plex Media Servers kann natürlich auch dann Sinn machen, wenn - aus welchen Gründen auch immer - eine ältere PMS-Version installiert werden soll. Ältere Versionen samt notwendiger Downloadlinks stehen dabei im PMS-Download-Archiv zur Verfügung. Automatische Updates Auf Github wird unter https://github.com/mrworf/plexupdate von mrwolf ein fertiges Bash-Script namens "plexupdate.sh" zur Verfügung gestellt, welches perfekt für das Autoupdate herangezogen werden kann. Es sucht nach der derzeitig installierten PMS-Version und stößt ein Update an, sofern eine neuere Version des Plex Media Servers zur Verfügung steht. Im Standard wird die Public-Version installiert, wer möchte kann jedoch aber auch die PlexPass-Version installieren lassen. Zu diesem Zweck müssen u.A. die persönlichen myplex-Zugangsdaten in das bash-Script eingetragen werden, was an dieser Stelle jedoch nicht weiter behandelt werden soll. Damit das plexupdate-sh-Script ohne große Hürden über das Terminal installiert und regelmäßig (in diesem Fall einmal pro Tag um fünf Uhr morgens) ausgeführt werden kann, habe ich ein kleines Script namens plexupdateInstall.zip (2862 Downloads )  geschrieben, welches zum Download bereitsteht. Es lädt das "plexupdate.sh"-Script herunter und ergänzt einen Eintrag im Crontab, so dass das Script jeden morgen um fünf Uhr nach aktuellen PMS-Versionen sucht und dann etwaige Updates installiert. Das alles geschieht voll automatisch mit dem nachfolgenden Terminal-Befehl. Automatische Updates aktivieren: wget -q -P /tmp/ --no-check-certificate https://meintechblog.de/download/plexinstall/plexupdateInstall.zip && sudo unzip /tmp/plexupdateInstall.zip -d /tmp/ && sudo chmod +x /tmp/plexupdateInstall.sh && sudo /tmp/plexupdateInstall.sh Die entsprechende Ausgabe im Terminal sollte wie folgt aussehen: Sollte man noch kein unzip installiert haben, bekommt man den Fehler "sudo: unzip: command not found" angezeigt und kann unzip mit dem Befehl "sudo apt-get install unzip" nachinstallieren. Das Update-Script arbeitet übrigens erst dann, sofern der Plex Media Server überhaupt auf dem System installiert ist. Wie das funktioniert, wird in obigem Schritt "Manuelles Update" erklärt. Ab sofort erfolgt täglich um fünf Uhr morgens ein Scan nach verfügbaren Updates, welche bei Verfügbarkeit automatisch installiert werden. Um den Updateprozess manuell über das Terminal aufzurufen, um ihn zu testen, kann nachfolgender Terminal-Befehl genutzt werden. Update-Script manuell starten: sudo /opt/plexupdate/plexupdate.sh -a -p Die Ausgabe sieht dabei so aus: Möchte man das Ganze wieder vom System deinstallieren und keine automatischen Updates mehr durchführen, nutzt mein zweites Script namens plexupdateUninstall.zip (2333 Downloads ) , welches mit nachfolgendem Befehl heruntergeladen und ausgeführt wird. Automatische Updates deaktivieren: wget -q -P /tmp/ --no-check-certificate https://meintechblog.de/download/plexinstall/plexupdateUninstall.zip && sudo unzip /tmp/plexupdateUninstall.zip -d /tmp/ && sudo chmod +x /tmp/plexupdateUninstall.sh && sudo /tmp/plexupdateUninstall.sh Die entsprechende Ausgabe im Terminal sollte wie folgt aussehen: Jetzt sind alle Scripte wieder gelöscht und der Eintrag aus der Crontab entfernt. Seht es mir bitte nach, dass die bereitgestellten Scripte sicherlich nicht perfekt sind, ich arbeite mich erst nach und nach in bash ein und entsprechend unbeholfen mag das auf erfahrene Programmierer auch wirken. Ich lerne immer gerne dazu, wer also Verbesserungsvorschläge beizutragen hat, kann diese gerne per Kommentar absetzen. One more thing - Push-Mitteilungen bei Updates Um das Ganze noch etwas abzurunden, wird eine Push-Mitteilung per Pushover an das Smartphone (und die Smart Watch, hier eine Apple Watch) gesendet, sobald der Plex Media Server aktualisiert wurde. Den Pushover-Dienst habe ich dabei schon einmal im Artikel Howto: Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (Update) vorgestellt. Nachfolgender Code wird manuell per Texteditor in die Datei "/opt/plexupdate/plexupdate.sh" direkt vor die abschließende Zeile "exit 0" (ohne Anführungszeichen) eingetragen. Um dies zu tun, kann bspw. nano genutzt werden: sudo nano /opt/plexupdate/plexupdate.sh Der Code für die "plexupdate.sh" lautet: PUSHOVER_USER="uxxxx" PUSHOVER_TOKEN="xxxxx" PUSHOVER_TITLE="PMS UPDATE" if [[ `echo -n $PUSHOVER_USER | wc -c` == 30 && `echo -n $PUSHOVER_TOKEN | wc -c` == 30 ]]; then FILENAME_VERSION=${FILENAME#*_} FILENAME_VERSION=${FILENAME_VERSION%_*} if [ "$FILENAME_VERSION" != "$INSTALLED_VERSION" ]; then curl -s -F "token=$PUSHOVER_TOKEN" -F "user=$PUSHOVER_USER" -F "title=$PUSHOVER_TITLE" -F "message=PMS $FILENAME_VERSION wurde installiert -bisher: PMS $INSTALLED_VERSION" https://api.pushover.net/1/messages.json else curl -s -F "token=$PUSHOVER_TOKEN" -F "user=$PUSHOVER_USER" -F "title=$PUSHOVER_TITLE" -F "message=PMS $FILENAME_VERSION wurde erneut installiert" https://api.pushover.net/1/messages.json fi fi Dabei muss natürlich jeder seinen eigenen 30-stelligen PUSHOVER_USER (hier: uxxxx) und PUSHOVER_TOKEN (hier: xxxxx) ergänzen. Ist der Code hinterlegt und mit "STRG + o" gespeichert, kann nano wieder mit "STRG + x" beendet werden und die Push-Benachrichtigung sollte ab sofort funktionieren. Aus meinem täglichen Leben Lange Zeit habe ich den Plex Media Server direkt als native QNAP-App auf meinem QNAP TS-670 Ultra und teilweise auch auf einem Intel NUC betrieben, womit ich insgesamt auch sehr zufrieden war. Leider gab es dabei einige Limitationen (z.B. Anfertigung und Zurückspielen von Backups recht unkomfortabel), so dass ich mich entschieden habe die QNAP "Virtualization Station" zu nutzen, um zwei getrennte PMS-Server auf Basis von Ubuntu direkt auf meinem QNAP-NAS aufzusetzen. So kann ich stressfrei zwei separate PMS-Instanzen (u.A. inkl. PlexWatch und PlexWatchWeb) nutzen, welche teilweise mit dem selben Content (deutsch- und englischsprachige Audiostreams) gefüttert werden und die Bibliotheksinhalte dennoch durch abweichende Toneinstellungen (Option: "Tonspuren automatisch wählen") je nach Server immer automatisch in der jeweils gewünschten Sprache wiedergegeben werden. Weiterhin können die virtuellen Maschinen mit nur einem Klick und innerhalb einiger Minuten über die "Snapshot"-Funktion gesichert und zurückgespielt werden. Das zentrale Element, was mir bisher jedoch noch fehlte, um einen dauerhaft stressfreien Betrieb sicherzustellen, war die Möglichkeit eines automatischen Updates der PMS-Server auf den virtualisierten Ubuntu-Umgebungen. Da das Plex-Team regelmäßig PMS-Updates bereitstellt, die das System laufend verbessern, war das hier beschriebene automatische Update-Szenario eigentlich schon längst mehr als überfällig. Bisher laufen die Updates über die hier genutzten Scripte ohne Probleme, so dass ich hoffe, dass auch andere dauerhaft von diesen Erkenntnissen profitieren können. ### Beamerleinwand per Loxone Miniserver steuern Eine motorgesteuerte Leinwand in das Smart Home einzubinden, ist sicherlich ein Wunsch jedes Heimkinofans. Leider bieten gerade günstige motorbetriebene Leinwände, wie die eSmart Tension (Affiliate-Link), welche ich bereits seit einiger Zeit im Einsatz habe, standardmäßig keine direkte Ansteuermöglichkeit für eine entsprechende Integration in Smart-Home-Systeme wie FHEM oder Loxone. Welche Möglichkeiten es dennoch gibt, die Ansteuerung nachzurüsten, wird nachfolgend erläutert. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Ansteuerung per Funk Der einfachste Weg ist wohl die Ansteuerung per Funk. Im Lieferumfang der eSmart Tension 269cm (Affiliate-Link) befindet sich bereits eine Funkfernbedienung auf 433 MHz-Basis, deren Signale per FHEM und einem angeschlossenen CUL-Stick per Intertechno-Befehlen nachgebildet werden können. Dadurch ist es möglich, die Leinwand relativ einfach über FHEM bzw. dann auch über http-Requests über Loxone steuern zu können. Dieser Weg wird an dieser Stelle nicht weiter vertieft, sofern ich Zeit habe, werde ich aber versuchen die benötigten Intertechno-Befehle für Leiwand Auf, Ab und Stop nachzureichen. Ansteuerung per Hardwaremodifikation Der definitiv aufwändigere und wahrscheinlich auch für die meisten nicht wirklich praktikable Weg ist die Hardwaremodifikation des Steuermoduls der Leinwand, bei welcher auch die Gewährleistung erlischt. Diese MacGuyver-Variante darf ausdrücklich und ausschließlich von ausgebildeten Elektrikern umgesetzt werden, da am Steuermodul 220 Volt anliegen und damit Lebensgefahr besteht. Das vorweggeschickt, zeigt nachfolgende Abbildung die Rückseite des Steuermoduls, welches mit etwas Lötarbeit mit entsprechenden Kabeln zur Ansteuerung ausgestattet werden kann. Jeweils zwei der sechs angeschlossenen Kabel sollen später einen entsprechenden Tastendruck für Auf, Ab sowie Stop auslösen, welcher bereits direkt über eingebaute Tasten am Steuermodul möglich ist. Verbunden werden diese Kabel dann mit den potenzialfreien Ausgängen an der Unterseite des Loxone Miniservers (Affiliate-Link), welche durch einen kurzen Impuls (0,1 Sekunden) das Drücken der physischen Tasten am Steuermodul simulieren und für die künftige Ansteuerung über das Loxone-System genutzt werden sollen. Konfiguration von Loxone In der Loxone Config lässt sich die komfortable Ansteuerung der Leinwand über das Jalousie-Element realisieren. Wie man erkennen kann, ist an den "digitalen Ausgängen für "Jalousie Auf" und "Jalousie Ab" jeweils ein "Tastschalter" angeschlossen, welcher einen Ausgangsimpuls von 0,1 Sekunden an die digitalen Ausgänge des Loxone Miniservers ausgibt. Neben "Qon", welcher für "Leinwand Up" und "Leinwand Down" zuständig ist, wird auch noch "Qoff" an "Leinwand Stop" angeschlossen, so dass die Leinwand über die Loxone Visualisierung auch komfortabel gestoppt werden kann, sofern dies notwendig ist. Damit eine Komplett Auf- und Abfahrt in der Praxis dann klappt, müssen am Jalousiebaustein entsprechend korrekte Fahrzeiten hinterlegt werden. Im Fall der 125cm hohen eSmart Tension Leinwand (Affiliate-Link) sind das 22,5 Sekunden für die Auffahrt und 21,5 Sekunden für die Abfahrt. An den Eingängen des Jalousie-Bausteins sind noch drei Trigger "Remote 01-03" hinterlegt, welche selbst einprogrammierte IR-Signale einer Harmony-Fernbedienung (Affiliate-Link) weitergeben und die Leinwand dann auch mit der zentralen Fernbedienung steuerbar machen. Aus meinem täglichen Leben Eigentlich wollte ich die Ansteuerung ursprünglich per Funk realisieren, hatte dann aber doch Lust auf etwas Bastelarbeit, gerade auch deswegen, weil noch digitale Ausgänge an meinen Test-Miniserver ungenutzt waren und die Zuverlässigkeit ohne den Umweg per Funk wohl auch ein Stück höher ist. Danke an dieser Stelle an Florian, der mich bei der Umsetzung tatkräftig unterstützt hat. Die Ansteuerung über die Loxone iPhone-App ist absolut zuverlässig und macht genau das, was sie soll. Besonders cool ist dabei natürlich auch, dass sogar die korrekte Position der Leinwand (also z.B. bereits halb heruntergefahren) durch die hinterlegten Zeiten in der Loxone-Visualisierung korrekt angezeigt wird. Noch ein abschließendes Wort zur Leinwand. Die eSmart Tension 269cm (Affiliate-Link) ist meiner Meinung nach in diesem Niedrigpreissegment sehr empfehlenswert, da sie durch den neutralen Gainfaktor von 1.0 natürliche Farben ermöglicht und durch das seitliche Tension-System ein nur wenig gewelltes Tuch aufspannt. Einzige Kritikpunkte sind für mich, dass die Leinwand nach der Installation erst einmal ca. zwei bis vier Wochen "ausstinken" muss und in dieser Zeit nicht wirklich angenehm riecht und die Lautstärke des Motors, welcher gerade zu später Stunde unangenehm laut ist. ### Die beste Alternative zu HUE - in wenigen Schritten zum individuellen Lichtszenario Bunte LED-Streifen sind das optische Highlight im Smart Home und ein wichtiger Bestandteil der Lichtsteuerung. Philips hat mit der Markteinführung der HUE-Produkte (Affiliate-Link) einen vollen Treffer gelandet, die allerdings nichts für den schmalen Geldbeutel sind, sodass wir hier im Blog immer wieder auf der Suche nach Alternativen waren. Mit dem RGBW-LED-Controller "LD382" (Affiliate-Link) haben wir jetzt ein Produkt gefunden, das funktional mit den HUE-Produkten gut mithalten kann, mit etwa 25 Euro preislich deutlich günstiger ist und als einzige Alternative sowohl die RGB- als auch eine separate warm- oder kaltweiße LED parallel steuern kann. In dieser Howto-Anleitung wird gezeigt, wie der RGBW-LED-Controller "LD382" (Affiliate-Link) konfiguriert und genutzt werden kann. Außerdem zeigen wir, wie der Controller zusätzlich in den Hausautomation-Server FHEM eingebunden werden kann, um noch mehr aus der Beleuchtung für das Zuhause rauszuholen. (Affiliate-Link) Mit dem RGBW-LED-Controller "LD382" (Affiliate-Link) lassen sich sowohl RGB- als auch RGBW-LED-Streifen steuern. Die Variante mit einer zusätzlichen, weißen LED (RGBW) ist zur Gestaltung von Lichtszenerien deutlich besser geeignet. Wir hatten in anderen Artikeln bereits zwei weitere HUE-Alternativen getestet, die jedoch entweder auf RGB beschränkt sind (LW12) oder den Parallelbetrieb von weißer und farbiger LED nicht ermöglichen (Milight-Produkte). Siehe dazu hier mehr: Die HUE-Alternative: Preiswert die Lichtstimmung im Smart Home pimpen! Die nächste HUE-Alternative: warmweiße LED-Stripes im Smart Home steuern LED-Controller "LD382" - Lieferumfang und Einrichtung Der RGBW-LED-Controller "LD382" (Affiliate-Link) ist ein Produkt aus der Kategorie "China-Ware", wirkt für seine 25 Euro aber passabel verarbeitet. Zum Lieferumfang gehört exakt nichts außer dem Controller selbst. Die Anschlussmöglichkeiten sind hingegen vielfältig und selbsterklärend, wie auf dem nachfolgenden Bild erkennbar ist. Die einzelnen Leitungen des LED-Streifens werden einfach mit den gleich beschrifteten Schraubklemmen des Controllers verbunden. Achtung: Bedruckt ist RGBW, aber angeschlossen werden muss GRBW, wie auch die Reihenfolge am LED-Streifen ist. (Danke an Henryk für dein Hinweis!) Mit dem LD382 können sowohl RGB- als auch RGBW-LED-Streifen betrieben werden. Bei der Stromversorgung besteht die Möglichkeit, neben den Schraubklemmen auch den Anschluss eines Netzteils mit 2,5-mm-Stecker zu nutzen. Das Netzteil muss natürlich wiederum zum LED-Streifen passen. Ich kann folgende Kombination empfehlen, die aus dem LD382 (Affiliate-Link), einem warmweißen 5m-RGBW-LED-Streifen (Affiliate-Link) und einem dazu passenden 60W-Netzteil (Affiliate-Link) besteht: Der zentrale Vorteil des Controllers ist der Parallelbetrieb von RGB-LED und der zusätzlichen weißen LED, wodurch die erzeugten Farben in Summe deutlich weicher und angenehmer sind und jeder Farbton zusätzlich in Richtung Pastellfarben gelenkt werden kann. Auf dem nachfolgenden Bild ist erkennbar, wie beide LEDs zusammenwirken. Der "Gesamtfarbton" als gemischte Lichtfarbe entsteht dann indirekt an der Wand oder einem anderen reflektierenden Gegenstand. Der  wird direkt im heimischen WiFi betrieben und verbindet sich dorthin entweder per WPS, was z.B. von jeder gängigen FritzBox unterstützt wird, oder manuell mit der auch von anderen Controllern bekannten Methode. Im Anschluss wird der Controller mit der dazugehörigen App, die es für iOS und Android gibt, gesteuert. [app 944574066] Smart Home Gear zu diesem Blogpost (Affiliate-Links) LED Stripe Controller LD382 (Ufo) RGBW LED Stripe Warmweiss 60W-Netzteil Einrichten per WPS Wer den einfachen Weg gehen möchte, verkabelt den LD382 mit RGBW-LED-Streifen und Stromversorgung, aktiviert WPS an seinem Router und drückt daraufhin den Knopf an der Oberfläche des Controllers. Bei einer FritzBox wird WPS im Webinterface über "WLAN" -> "Sicherheit" ->  "WPS-Schnellverbindung" aktiviert. Der Controller verbindet sich daraufhin vollautomatisch mit dem heimischen Netzwerk und ist anschließend bereits betriebsbereit. Hinweis: WPS sollte am heimischen Router nicht dauerhaft aktiviert werden, da sonst ein Sicherheitsrisiko besteht. Manuell einrichten  Wer kein WPS hat, oder es nicht nutzen möchte, kann den LD382 auch per Hand einrichten. Dazu wird die oben verlinkte App genutzt. Das Smartphone muss vom heimischen WiFi-Netzwerk getrennt werden und mit dem durch den LD382 erzeugten, temporären WiFi Hotspot verbunden werden. Der Controller wird dann von der App automatisch entdeckt und führt durch ein Menü, bei dem man dem Controller dann eben per Hand Zugang zum Heim-Netzwerk gewährt. Die WPS-Variante ist ein unkompliziertes und schickes Feature des LD382. Ich bin - wie bereits anderswo berichtet - bei Produkten aus Fernost immer etwas skeptisch was Netzwerkaktivitäten angeht, weshalb ich dem LD382 im Webinterface der FritzBox die Kommunikation mit der Außenwelt verbiete ("Heimnetz" -> "Bearbeiten"-Symbol hinter dem LD382 -> Zugangsprofil auf "Gesperrt" setzen). Wer den RGBW-LED-Controller "LD382" (Affiliate-Link) Stand-Alone verwendet, ist jetzt mit der Konfiguration fertig und kann sich der Funktionen, die in der App zur Verfügung gestellt werden, erfreuen. Die App bietet verschiedene Funktionen, wie eine Musik-basierte Random-Beleuchtung. Super ist, dass auch hier RGB- und W-LED getrennt bedient werden können (siehe beide Schieberegler am unteren Bildrand). LD382-Controller mit dem Smart Home Server FHEM nutzen FHEM ist die Must-Have-Software für alle Smart-Home-Enthusiasten, die individuell ihr intelligentes Zuhause planen wollen. Wer FHEM noch nicht kennt, kann hier nachlesen: FHEM mit FritzBox 7390 und CUL Stick – Professionelle Hausautomation Möglichkeiten und Funktionen des FHEM Hausautomation-Servers FHEM: Welches Gateway für welches System? Der RGBW-LED-Controller "LD382" (Affiliate-Link) kann eben auch mit FHEM genutzt werden und somit zu einem wichtigen Element im Smart Home werden. Für die Anbindung an den Hausautomation-Server wird die neueste Version des Moduls "32_Wifilight" benötigt, die man auf verschiedene Arten erhalten kann. Eine Möglichkeit ist, in der FHEM-Kommandozeile am oberen Bildrand, den folgenden Befehl abzusetzen. update force https://raw.githubusercontent.com/herrmannj/wifilight/master/controls_wifilight.txt Scheitert dieser Befehl (z.B. wegen Access-Problemen), besteht ferner die Möglichkeit, die Datei bei github unter folgendem Link direkt herunterzuladen: Download wifilight master. Nach dem Entpacken kann die Datei "32_Wifilight.pm" per FTP (z.B. mit dem Tool FileZilla) in den FHEM-Modul-Ordner geladen werden. Wer z.B. einen Raspberry Pi oder einen Intel NUC verwendet, findet dieses Verzeichnis standardmäßig unter dem Pfad "/opt/fhem/FHEM". Im Anschluss sollte FHEM neu gestartet werden: shutdown restart Es ist nun an der Zeit, die App, mit der der LD382 eingerichtet wurde, am Smartphone zu schließen. FHEM soll ab jetzt die Kontrolle über die Steuerung des Controllers übernehmen. Wichtig ist jetzt, den Controller kurz vom Strom zu trennen, 5 Sekunden zu warten und dann wieder mit Strom zu versorgen. Für die Konfiguration des Controllers in FHEM wird folgender Befehl verwendet. Bei mir heißt der Controller "Sz.Wakeup": define Sz.Wakeup WifiLight RGBW LD382A:192.168.178.48 Wer einen RGB- anstatt einem RGBW-Streifen nutzt, ändert das "RGBW" in ein "RGB" ab. Das "A" hinter dem "LD382" ist für die Nutzung neuerer Controller gedacht, die ab jetzt gekauft werden. Bei älteren Versionen des Controllers kann auf das "A" verzichtet werden. Schließlich ist die IP-Adresse noch an die individuelle Adresse anzupassen, die der Controller bei der Einrichtung von dem heimischen Router erhalten hat. Die neue Konfiguration wird jetzt mit "Save Config" gespeichert, bevor FHEM noch einmal neu gestartet wird: shutdown restart Nach dem Neustart kann der LD382 bereits aus FHEM heraus verwendet werden. Um die Bedienung über das Webinterface noch schöner zu machen, soll nun noch ein Colorpicker hinzugefügt werden: attr Sz.Wakeup webCmd RGB attr Sz.Wakeup widgetOverride RGB:colorpicker,RGB So kann die Farbstimmung komfortabel über das Webinterface durchgeführt werden. Auch hier sichert ein Klick auf "Save Config" die neu getroffenen Einstellungen auch langfristig. Aus meinem täglichen Leben Ich war ewig auf der Suche nach der idealen Lösung zur Steuerung von RGBW-LED-Streifen. Immer hatte mir irgendetwas gefehlt: beim Light-Controller LW12 (Affiliate-Link) war es, dass man nur RGB steuern kann, bei den Milight-Produkten (Affiliate-Link) fehlte mir die Möglichkeit, die zusätzliche weiße LED des Streifens parallel zur farbigen RGB-LED zu steuern. Der RGBW-LED-Controller "LD382" (Affiliate-Link), der auch als "Ufo" bezeichnet wird, löst zumindest letzt genanntes Problem jetzt recht elegant. Am liebsten wäre mir sicherlich die teure Lösung von HUE (Affiliate-Link), für die ich mir aber erst einmal eine Bridge zulegen müsste, sodass mir die Kosten für den ersten in Betrieb genommenen LED-Streifen mit knapp 200 Euro einfach zu hoch sind. Farbiges, indirektes LED-Licht ist einfach klasse und ich muss wirklich sagen, dass es für mich zu den zentralen Elementen eines jeden Smart Home dazugehört, egal ob TV-Szenario oder Nachtlicht. Ich bin gespannt, was es zukünftig noch für weitere Produkte in diesem Umfeld geben wird: bis dahin setze ich auf den RGBW-LED-Controller "LD382" (Affiliate-Link). Smart Home Gear zu diesem Blogpost (Affiliate-Links) LED Stripe Controller LD382 (Ufo) RGBW LED Stripe Warmweiss 60W-Netzteil ### KNX-Aktor in 10 Schritten mit ETS5 programmieren KNX/EIB ist ein standardisierter Feldbus, der es ermöglicht, eine Vielzahl verschiedener Sensoren und Aktoren von über 200 Anbietern ohne Smart-Home-Zentrale gemeinsam zu nutzen. Dabei können die am KNX-Bus angeschlossenen Geräte über Nachrichten miteinander kommunizieren, um Sensorwerte weiterzuleiten und Schaltbefehle auszulösen. Mit der Software ETS5 kann dabei frei definiert werden, ob und welcher Sensor eine Nachricht mit einer speziellen Gruppenadresse aussendet und welcher Aktor auf diese Nachricht in welcher Form reagieren soll. So lässt sich bspw. festlegen, dass eine Jalousie bei Überschreitung einer festgelegten Windgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen automatisch hochfährt, um Sturmschäden zu verhindern. Dabei kann der Einstieg in die KNX-Welt für Einsteiger erst einmal recht steinig sein, da das System an der ein oder anderen Stelle nicht selbsterklärend ist. Aus diesem Grund soll nachfolgender Blogpost eine Hilfestellung darstellen und zeigen, welche Komponenten für eine KNX-Minimalinstallation benötigt werden und welche zehn Schritte notwendig sind, um einen KNX-Aktor mit Hilfe von ETS5 zu konfigurieren, damit er einsatzbereit ist, um bspw. auch über eine Smart-Home-Zentrale wie FHEM oder den Loxone Miniserver (Affiliate-Link) geschaltet zu werden. Der KNX-Standard KNX (früher auch EIB genannt) ist ein bereits seit Jahrzehnten vor allem in professionellen Installationen genutzter Standard, um Sensoren und Aktoren aller Art miteinander über nur eine Bus-Leitung miteinander zu verbinden. Für Smart Homes liegt der Charme von KNX dabei gerade darin, dass es ein weit verbreiteter Standard ist, welcher unzählige Geräteklassen mit verschiedensten Funktionalitäten bereithält, die alle untereinander kompatibel sind. Dabei sind die Geräte so kkonzipiert, dass sie eine Grundintelligenz besitzen und auch ohne Zentrale ein autarkes Netz aus Sensoren und Aktoren mit teils komplexen Regeln ermöglichen können. Regeln, die jedoch in Zeiten moderner Smart-Home-Systeme, wie etwa Loxone, bei denen die Regellogik in einer zentralen Einheit abgebildet wird, eine immer geringere Rolle spielen. KNX bietet durch die enorme Produktbandbreite aber auch heutzutage noch viele interessante Integrationsmöglichkeiten in die Architektur zentralisierter Smart-Home-Lösungen, da sie bspw. auch beim Ausfall der Zentrale weiterhin erreichbar und ansteuerbar bleiben. So lässt sich dann bspw. die Beleuchtung auch dann noch über einen Nottaster schalten, wenn die Zentrale im Hintergrund gerade die Grätsche gemacht hat. In nachfolgendem Beispiel wird die Konfiguration des 12-fach Aktors MDT-AMS-1216.01 (Voltus-Link) erklärt, welcher zwölf getrennte Kanäle verwaltet und neben dem Ein- und Ausschalten der angeschlossenen Geräte auch noch deren Stromverbrauch ermitteln kann, womit später übe eine Zentrale spannende Szenarien realisiert werden können, um bspw. den Beamer erst dann automatisch vom Strom zu trennen, sobald der Verbrauch für einen gewissen Zeitraum unter einem Schwellwert liegt, da so sichergestellt ist, dass die Kühlung der Lampe bereits ausgeschaltet wurde und die Trennung vom Stromnetz ohne Überhitzungsschäden möglich ist. KNX-Stromversorgung Damit in einem KNX-Netz entsprechende Komponenten betrieben werden können, wird auch für eine KNX-Minimalinstallation zwingend eine KNX-Spannungsversorgung (z.B. ABB SV/S30.160.5 EIB/KNX Spannungsversorgung 160mA, REG (Affiliate-Link)) benötigt, welche mit einer Leistung von max. 160mA ausreichend Strom für im Schnitt bis zu 16 KNX-Sensoren/-Aktoren zur Verfügung stellt (ein eingebundenes KNX-Element benötigt im Schnitt ca. 10mA). Wer plant mehr KNX-Komponenten einzubinden, kann auch zu einer Spannungsversorgung mit bis zu 640mA (z.B. ABB SV/S30.640.5 EIB/KNX Spannungsversorgung 640mA, REG (Affiliate-Link)) greifen. Solche leistungsfähigeren Modelle bieten dann neben den zwei normalen Anschlüssen (dunkelgrau/rot) zur Versorgung der KNX-Komponenten mit der benötigten Busspannung, auf welcher auch die auszutauschenden KNX-Informationen übertragen werden, in der Regel gleich noch zwei weitere Anschlüsse (grau/gelb), welche stromhungrige KNX-Komponenten wie Displays mit der zusätzlich benötigten Spannung versorgen können. KNX-Aktor Für die KNX-Minimalinstallation wird, wie bereits vorher angesprochen, ein 12-fach Aktor des Typs MDT-AMS-1216.01 (Voltus-Link) genutzt, welcher seinen Platz gewöhnlich im Sicherungsschrank findet. Der hier verwendete Aktor ermöglicht die getrennte Schaltung (Ein/Aus) und Strommessung von bis zu zwölf 230V-Vebrauchern mit bis zu jeweils 16A. KNX-Gateway Damit die initiale Konfiguration/Programmierung des Aktors und die spätere Steuerung über eine plattformübergreifende Smart-Home-Zentrale realisiert werden kann, wird noch ein KNX-Gateway benötigt, welches den KNX-Bus an das lokale Netzwerk ankoppelt. Welche Möglichkeiten es hier gibt und wie die Einbindung eines KNX-Gateways am beispiel des TUL-Stick von Busware (per USB) bzw. der ABB IPS/S2.1 EIB/KNX IP-Schnittstelle (Affiliate-Link) (per LAN) abläuft, wird im Artikel KNX/EIB-Gateway in FHEM einbinden ausführlich beschrieben und wird an dieser Stelle für das weitere Vorgehen vorausgesetzt. Daneben bringen auch andere Lösungen, wie bspw. der Loxone Miniserver (Affiliate-Link), welcher zur zentralen Smart-Home-Steuerung eingesetzt werden kann, bereits werksseitig eine integrierte KNX-Schnittstelle zur Programmierung und Ansteuerung von KNX-Komponenten mit. Wird die KNX-Schnittstelle des Loxone Miniservers genutzt, wird also KEIN zusätzliches IP-KNX Gateway benötigt. KNX-Busleitung Zur Übertragung der Daten sowie zur (zusätzlichen) Stromversorgung wird das grüne vieradrige KNX-Datenkabel (Affiliate-Link) verwendet. Im Normalfall werden dabei nur zwei Adern (dunkelgrau/rot) genutzt. Bei bestimmten KNX-Komponenten, die mehr Leistung benötigen (z.B. die ABB IPS/S2.1 EIB/KNX IP-Schnittstelle (Affiliate-Link)), werden die beiden weiteren Adern (grau/gelb) benötigt. Im Grunde ist es egal, in welcher Form bzw. Reihenfolge die verschiedenen KNX-Komponenten miteinander über das KNX-Datenkabel verbunden werden. Das bedeutet, dass die Geräte z.B. in Reihe geschaltet oder auch sternförmige Installationen realisiert werden können. Jede KNX-Komponente bietet dafür vier Anschlussklemmen, so dass die Verkabelung theoretisch an jeder Komponente drei weitere Verästelungen erlaubt. Wer noch mehr Aufsplittungen benötigt, kann die einzelne KNX-Anschlussklemmen (50 Stück Wago Steckverbinder dunkelgrau/rot (Affiliate-Link) bzw. 50 Stück Wago Steckverbinder grau/gelb (Affiliate-Link)) erwerben und das Netz noch weiter aufsplitten. Über die maximale Kabellänge braucht man sich dabei gewöhnlich bei einer privaten Installation keine Gedanken zu machen. KNX-Bustopologie Sobald die Hardwarekomponenten korrekt miteinander verkabelt sind und das KNX-Gateway korrekt installiert wurde, kann es an die Programmierung des KNX-Aktors mit der kommerziellen Software ETS5 gehen. ETS5 wird benötigt, den im Lieferumfang noch komplett unkonfigurierten KNX-Aktor zu programmieren. Im Details erhält er bei der Programmierung genau eine physikalische Adresse im Format 1.1.1, welche im KNX-Netz nur einmal vorkommen darf und es insgesamt ermöglicht den Aktor eindeutig zu identifizieren. Zusätzlich erhält er bei der Programmierung noch mindestens eine Gruppenadresse im Format 1/1/1 zugewiesen, über die er Schaltinformationen entgegennehmen und damit schließlich die angeschlossenen Verbraucher ein- bzw. ausschalten kann. Für eine sinnvolle Konfiguration erhält der hier verwendete 12-fach Aktor neben einer Gruppenadresse pro schaltfähigem Kanal weiterhin noch Gruppenadressen für die ermittelten Stromverbrauchswerte zugewiesen, so dass der Aktor gleichzeitig auch Sensorwerte erzeugt und über den Bus schickt. Eine Gruppenadresse kann dabei auf Wunsch auch mehreren Aktoren (bzw. deren Kanäle) zugewiesen werden. Dann werden alle Aktoren mit identisch zugewiesener Gruppenadresse bei einem entsprechenden im Bus versendeten Gruppenadressenbefehl gleichzeitig geschaltet. Jedes KNX-Device bekommt dabei alle auf den KNX-Bus aufgeschaltenen Meldungen mit und schaltet nur dann, wenn die Meldung einen Gruppenbefehl enthält, auf den es programmiert wurde. Insgesamt ist der KNX-Bus schnell genug, um bis zu 50 Meldungen pro Sekunde zu bewältigen. Entstehen einmal mehr Meldungen auf einmal, reihen sich diese, sobald ältere Meldungen abgearbeitet sind und somit wieder Platz für neue Nachrichten im Bus ist, automatisch in den KNX-Bus ein. Programmierung über ETS5-Software Im vorliegenden Fall ist die Konfiguration auf ein Minimum reduziert, da der zu konfigurierende Aktor - wie oben beschrieben - lediglich eine physikalische Adresse und eine Gruppenadresse für Kanal A (erster Kanal zum Schalten) zugewiesen bekommen soll, auch wenn er bei voller Ausprägung viele Gruppenadressen verwalten kann. 1. ETS5-Software installieren ETS5 ist eine überaus mächtige Konfigurationssoftware, welche in verschiedenen Lizenzvarianten verfügbar ist und es erlaubt alle auf dem Markt verfügbaren KNX-Komponenten zu programmieren und über zusätzliche gerätespezifische Plugins auch komplexe Geräte wie bspw. Displays einzurichten. Wer mehr als 20 physische KNX-Geräte auf einmal in einem KNX-"Projekt" verwalten möchte, benötigt die "ETS5 Professional"-Version, welche mit einem hohen dreistelligen Eurobetrag recht happig ist und unterstreicht, dass KNX aus dem professionellen Umfeld stammt. Daneben gibt es die "Lite"-Version, welche als eCampus-Version nach der Absolvierung der Online-Lerneinheiten für knapp 90 € (89,25 € inkl. USB-Dongle) erworben werden kann und immerhin noch 20 Komponenten in einem Projekt erlaubt. Aber auch die kostenlose "ETS5 Demo"-Version, welche maximal fünf Komponenten auf einmal verwalten kann, ist für die hier vorgestellten Anwendungszweck vollkommend ausreichend. Wo man diese kostenfrei downloaden kann, habe ich leider nicht in Erfahrung bringen können. Mehr Details dazu im letzten Abschnitt "Aus meinem täglichen Leben". 1. KNX-Schnittstelle festlegen In der ETS5-Software wird erst einmal das gewünschte Gateway ausgewählt, in diesem Fall ein Loxone Miniserver mit integrierter KNX-Schnittstelle, welcher standardmäßig die physikalische Adresse 1.1.250 besitzt. Zu finden ist dieser Punkt unter "Bus" -> "Verbindungen" -> "Schnittstellen" 2. Katalog importieren Damit ETS5 die KNX-Komponente "kennt" und weiß, welche gerätespezifischen Einstellungen vorgenommen werden können, wird als nächstes ein passender "Katalog" im knxprod-Format importiert. Passende knxprod-Dateien werden in der Regel auf den Internetseiten der Hersteller direkt zum Download angeboten. Am einfachsten ist es, nach der jeweiligen Gerätebezeichnung (hier: "AMS-1216-01") und "knxprod" zu googlen. Auf der Downloadseite des Herstellers MDT findet sich dann die passende Datei MDT_KP_Schaltaktor_AMI_AMS_new_V16.knxprod für den hier verwendeten Aktor zum Download. Diese Datei wird dann in ETS5 unter dem Punkt "Kataloge" -> "Import..." -> "MDT_KP_Schaltaktor_AMI_AMS_new_V16.knxprod" eingespielt. Dabei genügt es den einen passenden Aktor unter "Produkt(e) für Import auswählen" zu selektieren und die Konfigurationsdatei in deutscher Sprache ("Produktsprache(n) auswählen") zu importieren. Zur Kontrolle sollte das importierte Gerät unter "Kataloge" -> "Hersteller" aufklappen-> "MDT technologies" aufklappen -> "Aktoren" aufklappen -> "Schaltaktoren mit Strommessung" auftauchen.  3. Neues Projekt anlegen Als nächste muss ein neues Projekt erstellt werden. Das geschieht im Menüpunkt "Übersicht" über das Plus-Zeichen "+". Jetzt noch den "Name" vergehen (z.B. 150329 KNX) und "Projekt erstellen" klicken. 4. Struktur hinzufügen Da ETS5 eine Strukturierung vorsieht, muss mindestens eine Struktureinheit (hier "Schaltschrank") ausgewählt und ein Namen (hier "UV" für Unterverteiler) vergeben werden. Das geschieht unter dem Dreieck oben links klicken -> "Schaltschränke" -> "UV" eintragen. 5. Gruppenadresse(n) festlegen Unter "Arbeitsbereich" -> "Neues Fenster öffnen" -> "Gruppenadressen" wird nun die Struktur der Gruppenadressen festgelegt. In der neu geöffneten Sicht "Gruppenadressen" auf "Gruppenadressen" klicken und "Hauptgruppen hinzufügen" -> Name "Haus" eintragen und mit "OK" bestätigen. Danach "0 Haus" anklicken und "Mittelgruppen hinzufügen" auswählen. Hier den Namen "12-fach Aktor" eintragen und mit "OK" bestätigen. Zum Schluss noch "0/0 12-fach Aktor" anklicken und "Gruppenadressen hinzufügen" wählen. Hier den Namen "Aktor A" eintragen und mit "OK" bestätigen. Das Ergebnis sollte dann wie folgt aussehen: 6. KNX-Device mit Projekt verknüpfen Nun wird die Sicht "Kataloge" geöffnet, das vorher importierte KNX-Device selektiert und per Drag&Drop in das Projektelement "UV" (oben links) eingefügt. Die "Katalog"-Sicht kann nun wieder geschlossen werden. 7. KNX-Device eine/mehrere Gruppenadresse/n hinzufügen Jetzt kann aus dem unteren Fenster die gewünschte "Gruppenadresse" ebenfalls per Drag&Drop nach oben auf den jeweiligen Kanal geschoben werden, in diesem Fall auf "Kanal A Schalten EIN/AUS". Dadurch wird festgelegt, dass Kanal A später auf Schaltsignale der Gruppenadresse 0/0/1 reagieren soll. Zum Verständnis: Die Gruppenadresse kann, sofern gewünscht, an dieser Stelle auch parallel auf weitere Aktor-Kanäle gelegt werden. Entsprechend würden dann alle Aktor-Kanäle bei einem entsprechenden Signal mit dieser Gruppenadresse gleichzeitig schalten. Ein Aktor-Kanal kann dabei wiederum auch mit mehreren Gruppenadressen belegt werden und reagiert dann entsprechend auf alle zugewiesenen Adressen. Jetzt können natürlich auch noch die restlichen Kanäle auf gleiche Weise mit Gruppenadressen versehen werden, worauf an dieser Stelle jedoch aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet wird. 8. Physikalische Adresse überprüfen/manuell zuweisen Damit das KNX-Netz funktioniert, benötigt jeder physische Aktor bzw. Sensor auch eine im Netz einmalige physikalische Adresse. Wird das Gerät "1.1.1 AMS-1216.01.." angeklickt, wird die automatisch zugewiesene Adresse (in diesem Fall 1.1.1) rechts angezeigt. Diese Adresse muss nur dann manuell geändert werden, sofern bereits eine andere Komponente im KNX-Netz genau diese Adresse bereits belegt. Da das hier eingesetzte Loxone-Gateway die letzte physikalische Adresse 1.1.250 in diesem Netzwerksegment aufweist und kein weiteres Gerät im Bus betrieben wird, wäre theoretisch für den Aktor auch 1.1.2., 1.1.3 bis hin zu 1.1.249 möglich. 9. KNX-Aktor programmieren Als letzter Schritt wird der Aktor programmiert. Dazu wird wieder das Gerät "1.1.1 AMS-1216.01..." ausgewählt und ein Rechtsklick vollzogen. Jetzt lässt sich unter dem Punkt "Programmieren..." und "Programmieren (Physikalische Adresse & Applikationsprogramm)" die Konfiguration in das KNX-Gerät übermitteln. Damit die ETS5-Software das passende Gerät findet, muss der Aktor noch in den Programmiermodus gebracht werden. Dies geschieht in der Regel über die Programmiertaste "Prog." am Gerät selbst, welche nach einem Druck mit einem spitzen Gegenstand rot zu leuchten beginnt. Nach ein bis zwei Minuten sollte der Programmiervorgang abgeschlossen sein und die rote LED wieder ausgehen. Geschafft, der Aktor hat jetzt die physische Adresse 1.1.1 und der Kanal A (Schalten) die Gruppenadresse 0/0/1 und kann ab sofort geschaltet werden. Das kann über einen passenden KNX-Sensor (z.B. Taster) geschehen, dessen Kanal über ETS5 die selbe Gruppenadresse zugewiesen 0/0/1 bekommt (gleiches Vorgehen wie oben beim Aktor erläutert) oder bspw. direkt über Loxone. Wie das funktioniert, wird zu einem späteren Zeitpunkt gesondert beschrieben. Aus meinem täglichen Leben Hat man den grundsätzlichen Aufbau sowie die Konfigurationsprozetur des KNX-Netzes bzw. der KNX-Komponenten verinnerlicht, lassen sich die Gruppenadressen schnell zuweisen. Besonders praktisch ist dabei in ETS5 die Bulk-Zuweisung von Attributen, indem die gewünschten Kanäle unter dem Reiter "Parameter" mit gerückt gehaltener STRG-Taste selektiert werden und dann Änderungen auf alle ausgewählten Elemente übernommen werden. In meinem Setup nimmt die Nutzung von FHEM bzw. Loxone als plattformübergreifende Smart-Home-Zentrale einen wichtigen Stellenwert ein. So wird es insgesamt möglich verschiedene Sensoren und Aktoren, seien es Homematic, FS20, EnOcean oder eben auch KNX-Komponenten miteinander zu kombinieren, wodurch je nach vorliegender Gebäudeinfrastruktur auch Mischlösungen aus funk- und kabelgebundenen Modulen realisiert werden können. Insgesamt ist die Konfiguration von KNX-Komponenten über die zwingend notwendige ETS5-Software im Vergleich zu konsumentenorientierteren Lösungen gerade für Anfänger schwierig. Auch scheint die Programmiersoftware ETS5 nicht wirklich für den Endanwender ausgelegt, entsprechend schwierig gestaltet sich bereits der Erwerb und das Freischalten der Software. Da ich es nicht geschafft habe, die kostenfreie Demo-Version auf legalem Wege herunterzuladen, sah ich mich kurzerhand gezwungen die Lite-Version zu ordern, obwohl mich die Grenze von fünf Geräten (bzw. fünf physische Geräteadressen) der Demo-Version eigentlich gar nicht tangieren würde, da theoretisch für jedes Gerät ein eigenes Projekt geöffnet werden könnte. UPDATE VOM 11.09.2015: Jan hat gerade darauf hingewiesen, dass die Demo-Version nach einer kostenfreien Registrierung auf der offiziellen KNX-Seite heruntergeladen werden kann. Das erleichtert sicher den Einstieg für viele Interessierte. Vielen Dank dafür! Mit dem oben vorgestellten MDT-AMS-1216.01 (Voltus-Link) bin ich jedenfalls überaus zufrieden. Für knapp 300 Euro kann ich jetzt über mein Loxone-System zwölf angeschlossene Verbraucher indiviuell und leistungsbezogen schalten, da Loxone neben dem Zustand der Geräte auch gleich noch den aktuellen Verbrauch jedes Geräts kennt. So wird dann bspw. automatisch der Strom-Aus-Schalter gesperrt, an welchem mein Beamer betrieben wird, sobald dessen Verbrauch über 20 Watt steigt. Dadurch wird ein versehentliches Stromlos-Schalten über die Visualisierung im laufenden Betrieb zuverlässig verhindert, was mir die fragile Beamerlampe hoffentlich mit einem langen Lampenleben danken wird. ### 5 Tipps um FHEM schöner zu machen! Smart Home mit dem Hausautomation Server FHEM ermöglicht so viele Vorteile gegenüber kommerziellen Systemen, zu denen unter anderem gehört, alle möglichen Hardwaregeräte von verschiedenen Herstellern unter einem Interface und einer Logik zu vereinen. In Sachen Optik und Usability gibt es bei FHEM jedoch im Vergleich zu anderen Systemen noch großen Nachholbedarf. Wir zeigen 5 Tricks, mit denen man die Nutzbarkeit und Optik des Systems deutlich verbessern kann. Wer mit FHEM gerade erst anfängt, merkt schnell, dass Visualisierung jedoch ein entscheidender Faktor ist, damit das Smart Home z.B. auch durch andere Nutzer verwendet wird. Das ist mit FHEM nicht immer so einfach. Wer hier - wie ich - mehrere Geräte unterschiedlicher Hersteller und Systeme in einzelnen Räumen gruppiert, erhält optisch ganz schnell Kraut und Rüben. Das lässt sich jedoch auch vermeiden, wie im nachfolgenden Howto erläutert wird. Die Unordnung liegt vor allem daran, dass FHEM neue Geräte immer der Gruppe zuordnet, mit deren Modul eine Komponente angebunden wurde. Ein Lichtschalter von FS20 wird z.B. in die Gruppe "FS20" gesetzt, ein Lichtschalter von HomeMatic hingegen z.B. in die Gruppe "switch" (siehe rote Markierungen im Screenshot). Außerdem fehlt es FHEM an einer einheitlichen Definition von Befehlen, die per Mausklick über das Webinterface absetzbar sind (siehe blaue Markierung). Bei manchen Devices gibt es hier lediglich "on"- bzw. "off"-Befehle, während andere noch über weitere Möglichkeiten wie z.B. "statusRequest" verfügen. Ferner fehlen Icons, Statusbilder und weitere grafische Elemente, die vor allem den WAF (Wife Acceptance Factor) beeinflussen. Wir zeigen daher, wie mit ein paar kleinen Tricks zumindest etwas Ordnung, Struktur und Logik in die Ansicht einzelner Räume gebracht werden kann. 1. Tipp: Geräte sinnvoll gruppieren Als erste sinnvolle Aktion, sollten alle Geräte in einem Raum zu logischen Kategorien gruppiert werden und eben nicht zu "FS20", "switch" oder "threeStateSensor". Hierfür gibt es in FHEM die Möglichkeit, das Attribut "group" zu nutzen. Attribute werden pro Gerät vergeben und können entweder über die FHEM-Kommandozeile am oberen Bildrand, oder über das Webinterface eingerichtet werden. Beispiel: Wenn das Gerät "Wz.Wandlampe", in meinem Fall eine schöne PUK-Leuchte (Affiliate-Link), die mittels eines HomeMatic Unterputz-Funkschaltaktors für Markenschalter (Affiliate-Link) an FHEM angebunden ist, einer Gruppe "Licht" zugewiesen werden soll, funktioniert das entweder über die FHEM-Kommandozeile mit folgendem Befehl, attr Wz.Wandlampe group Licht oder per Webinterface, wie auf dem nachfolgenden Screenshot zu erkennen. Wird dies für alle Geräte in einem Raum sinnvoll angewandt, ist die Zerstückelung durch die vormalige Unterteilung in die jeweiligen Module jetzt aufgehoben und einzelne Geräte sind entsprechend ihrer Funktion sinnvoll zusammen gruppiert. Je nach Gerät, komme ich in all meinen Räumen mit folgenden Gruppen aus: Licht Lichtfarbe Heizung und Temperatur Multimedia Türen und Fenster Sicherheit und Alarm Energie Nach erfolgter Umgruppierung, sieht der hier beispielhaft verwendete Raum dann schon deutlich übersichtlicher aus (siehe nachfolgender Screenshot). 2. Tipp: Wichtige Geräte sinnvoll sortieren Ist eine Gruppierung erfolgt, sollte man daran denken, die Geräte in eine sinnvoll Reihenfolge innerhalb ihrer Gruppen zu bringen. Die automatische Sortierlogik im Standard geht nach dem Alphabet. Um dies zu ändern, kann entsprechend der Logik des "group"-Attributs nun das "sortby"-Attribut verwendet werden. Eine Durchnummerierung legt dann die neue Reihenfolge fest. Beispiel: Das Gerät "Wz.Stehlampe", in meinem Fall ein Deckenfluter, den ich als Hauptlichtquelle nutze und der mittels einer HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung (Affiliate-Link) an FHEM angebunden ist, soll auf Grund seiner Wichtigkeit an die erste Stelle in der Gruppe "Licht" verschoben werden. Dazu kann entweder wie oben anhand des "group"-Attributs gezeigt, mit dem Webinterface vorgegangen, oder per FHEM-Kommandozeile folgender Ausdruck abgesetzt werden. attr Wz.Stehlampe sortby 1 Die vergebene Nummer bezieht sich dabei immer nur auf die jeweilige Gruppe (hier: Licht). Weitere Reihenfolgen werden dann entsprechend mit weiteren Nummern vergeben, z.B. attr Wz.Wandlampe sortby 2 3. Tipp: Webcommands richtig setzen Webcommands sind die neben einem Gerät im Webinterface angezeigten Befehle, die sofort per Mausklick ausgeführt werden können. Diese variieren standardmäßig je nach Modul. Oft braucht man aber den ein oder anderen Befehl gar nicht im Webinterface und möchte ferner natürlich auch eine einheitliche Verwendung dieser Commands in einer bestimmten Gruppe. Daher kann mit Hilfe des Attributs "webCmd" genau festgelegt werden, was man hier im Webinterface haben möchte. Ich bin z.B. ein Fan von Einfachheit und Klarheit, weshalb ich z.B. bei Lichtern lediglich ein "on" und ein "off" als Webcommand brauche. Bei HomeMatic-Lichtschaltern, wie dem Unterputz-Funkschaltaktor für Markenschalter (Affiliate-Link) werden allerdings automatisch weitere Commands wie "toggle" oder "statusRequest" in das Webinterface übernommen. Beispiel: Für alle Lichter, in meinem Fall sowohl Geräte von HomeMatic, wie der Unterputz-Funkschaltaktor für Markenschalter (Affiliate-Link), als auch Geräte von FS20, wie der Unterputz-Funk-Wechselschalter FS20 WS1 (Affiliate-Link), sollen als Webcommand lediglich "on" und "off" bereitgestellt werden. Hierfür kann z.B. für das Gerät "Wz.Decke.RGBW" auch wieder entsprechend der Vorgehensweise bei der Gruppierung von Geräten (1.Tipp) per Webinterface vorgegangen werden, oder mit dem folgenden Befehl in der FHEM-Kommandozeile: attr Wz.Decke.RGBW webCmd on:off Einzelne Commands werden dazu immer mit einem Doppelpunkt voneinander getrennt. Vergibt man das Attribut entsprechend bei allen Geräten einer Kategorie -wie z.B. "Licht"- gleich, lässt sich langsam erkennen, wie strukturiert und geordnet die Geräte jetzt nutzbar sind (siehe nachfolgender Screenshot). Gleiches kann auch für die Reihenfolge von Befehlen genutzt werden. Meine TV-Settopbox, die VUplus Solo2 (Affiliate-Link), hat standardmäßig erst die Wahl des Kanals in Form einer Drohdown-Liste und danach einen Schieberegler für die Lautstärke, bei meinem AV-Receiver, dem Yamaha RXV477 (Affiliate-Link), ist das genau anders herum. Da sich bei mir beide Geräte in der Gruppe "Multimedia" befinden, wäre es schön, bei beiden die gleiche Medienlogik vorzufinden: erst Kanalwahl, dann Lautstärke. Daher drehe ich bei der Stereoanlage die Reihenfolge um, damit diese mit der von der VuPlus übereinstimmt. Die Reihenfolge "volumeStraight:input" wird mit folgendem Befehl geändert: attr Wz.Stereoanlage webCmd input:volumeStraight Um herauszufinden, wie das jeweilige Command heißt, das man als Webcommand auf dem Webinterface neben dem jeweiligen Gerät platzieren möchte, kann man die Dropdownliste als Referenz verwenden, die man in der Set-Zeile jedes Gerätes sieht, nachdem man per Klick darauf in die Detailansicht gewechselt hat (siehe nachfolgender Screenshot). 4. Tipp: Icons verwenden Sind alle Geräte erst einmal gruppiert, sortiert und mit sinnvollen Webcommands versehen, kann mit Hilfe eines Icons einem einzelnen Gerät noch ein wenig mehr Logik verpasst werden. FHEM bietet hierfür die Funktion, per Webinterface ein Icon auszuwählen. Nach einem Klick auf ein Gerät, kann am unteren Bildrand mit Hilfe der Funktion "Select Icon" ein richtiges Icon ausgewählt werden. Hier gibt es nun eine Fülle an Icons und Bildern, die für die Visualisierung verwendet werden können. Durch Auswahl eines der Icons wird einem Gerät in FHEM das "icon"-Attribut zugewiesen und mit dem Namen des ausgewählten Bildes versehen. Führt man diesen Prozess für alle Geräte durch, so sieht das Ergebnis z.B. für die Gruppe "Licht" wie folgt aus. 5. Tipp: Icons für den Status von Geräten nutzen Neben den Icons, die man einem Gerät in FHEM als "Logo" vergibt, kann man zusätzlich statusspezifische Icons vergeben, die dann verschiedene Status wie z.B. "closed", "open" oder "tilted" bei einem Fenster mit speziellen Schaubildern visualisieren. Hierfür wird in FHEM das Attribut "devStateIcon" verwendet. Beispiel: Für das Gerät "Wz.Seitenfenster", in meinem Fall eingebunden mit einem HomeMatic Funk-Drehgriffkontakt (Affiliate-Link), der die Status "open", "closed" und "tilted" kennt, wird das statusspezifische Icon wie folgt ausgewählt. Zunächst wird nach einem Klick auf das Gerät erneut die Auswahl eines Icons geöffnet, dieses Mal aber nicht dazu, um ein Logo für das Gerät zu wählen, sondern sich für jeden Status ein passendes Icon auszusuchen. Hat man ein passendes Bild gefunden, welches z.B. ein offenes Fenster zeigt und somit für den Status "open" genutzt werden soll, hält man kurz die Maus auf das Icon und lässt sich dessen Namen anzeigen (siehe nachfolgender Screenshot). Diesen Namen (hier z.B. fts_window_1w_open) kann man jetzt nutzen und als "devStateIcon"-Attribut für das Gerät hinterlegen. Dazu wird per FHEM-Kommandozeile folgender Ausdruck genutzt, der auch gleich für "closed" und "tilted" die passenden Bilder beinhaltet: attr Wz.Seitenfenster devStateIcon open:fts_window_1w_open@red tilted:fts_window_1w_tilt@red closed:fts_window_1w@green Für jeden Status wird hier ein entsprechendes Bild festgelegt und zusätzlich eine Farbe angegeben, die das jeweilige Icon annehmen soll, wenn ein Zustand eintrifft. Aus meinem täglichen Leben Mit zunehmender Anzahl an Geräten verliert man in FHEM schnell den Überblick, wenn man seine Geräte nicht wie gezeigt sinnvoll sortiert, gruppiert und mit Icons versieht. Die Optik bleibt meines Erachtens nach weiterhin FHEM's größte Schwachstelle, wobei sich scheinbar auch niemand so richtig berufen fühlt, hier einmal eine ordentliche und z.B. auch für Smartphones "responsive" nutzbare Oberfläche zu entwickeln. Nichtsdestotrotz hilft mir das oben in fünf Schritten beschriebene Vorgehen enorm dabei, meine Geräte in einer logischen Struktur schnell zu finden, wenn ich per Webinterface eine Aktion auslösen möchte. Ich kann es also nur empfehlen! ### Batterielose Funk-Hausautomation mit EnOcean und FHEM Lange hat es gedauert, bis wir hier in diesem Blog endlich einmal auf EnOcean gekommen sind. Endlich deshalb, weil die Technologie theoretisch viele Vorteile gegenüber anderen, bekannten Funk-Technologien wie z.B. HomeMatic besitzt. EnOcean ist eine funkbasierte Hausautomation-Spezifikation, unter der verschiedene Hersteller ihre Geräte anbieten können. Die Besonderheit von EnOcean liegt in der Energiebereitstellung für die einzelnen Komponenten. Nahezu alle EnOcean-Geräte kommen ohne Batterien aus, was bei anderen Funk-Systemen ganz anders aussieht. Gerade Sensoren anderer Systeme haben einen hohen Batterieverschleiß, der vor allem dazu führt, dass nach einigen Jahren große Wechselaktionen anstehen. Somit eignen sich derartige Systeme wie HomeMatic und co. eigentlich nicht für vermietete Immobilien, da die Funktion der Geräte von der Ladung der Batterien abhängig ist und man beispielsweise einem Mieter nicht die Wartungsaufgaben für das Smart Home übertragen kann/sollte. EnOcean kommt hier ohne externe Energiezufuhr aus. Deshalb haben wir einige Komponenten aus der EnOcean Alliance ausgiebig mit dem Open Source Smart Home Server FHEM getestet. EnOcean mit FHEM FHEM, der Open Source Hausautomation Server, spielt eine zentrale Rolle für ein herstellerunabhängiges, frei konfigurierbares Smart Home und wurde bereits in zahlreichen Artikeln hier im Blog thematisiert. Vgl. z.B. FHEM mit FritzBox 7390 und CUL Stick – Professionelle Hausautomation Intel NUC als Smart Home-Server – FHEM on steroids FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten EnOcean bietet ein riesengroßes Produktspektrum. Von diversen Aktoren und Dimmern für Unterputz, Aufputz oder als Zwischenstecker, für verschiedene Lastarten, mit oder ohne Leistungsmessung über diverse Sensoren aus den Bereichen Wetter, Sicherheit, Raumtemperatur etc. bis hin zu Zutrittssteuerung und Überwachung, bietet das Sortiment EnOcean-spezifizierter Geräte alles, was das Smart-Home-Herz begehrt. Der Shop der EnOcean Alliance listet aktuell rund 1125 Produkte. Um diese EnOcean-Komponenten über FHEM zu verbinden, wird ein EnOcean-Gateway, also eine hardwareseitige Schnittstelle, benötigt. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, z.B. ein Aufsteck-Modul für den Raspberry Pi (Affiliate-Link) oder aber die hier vorgestellte Variante: USB-Transceiver USB300 von BSC (Affiliate-Link). Das Gateway ist mit einem Preis von rund 45 Euro absolut erschwinglich, verglichen mit dem HomeMatic LAN-Adapter (Affiliate-Link) oder dem CUL von busware (Affiliate-Link). Der USB300 (Affiliate-Link) verarbeitet die 868MHz-Signale der EnOcean-Funk-Spezifikation über das eingebaute TCM310-Modul. Die Installation in FHEM an einem Raspberry Pi oder einem Intel NUC ist recht einfach. Es gilt lediglich, dessen Adress-Pfad auf dem Server zu identifizieren. Das geht wie folgt: Per SSH verbindet man sich auf den FHEM-Server. Unter Linux und Mac geht das über die systemeigene App "Terminal", unter Windows z.B. mit dem kostenlosen Tool "Putty". Unter Angabe der IP-Adresse des Servers und dem Nutzernamen (in meinem Fall christoph und 192.168.178.68), kann nun eine SSH-Session gestartet werden. Auf dem Mac: ssh christoph@192.168.178.68 Bevor der USB300 mit dem FHEM-Server verbunden wird, sollte überprüft werden, ob im Verzeichnis "/dev" bereits ein Knoten namens "ttyUSBx" vorhanden ist. Ich nutze beispielsweise verschiedene Gateway-Systeme für unterschiedliche Hausautomation-Komponenten, sodass bei mir ein JeeLink (siehe hier: FHEM mit JeeLink: Luftfeuchte und Temperatur zum Low-Cost-Tarif messen) bereits den Pfad "/dev/ttyUSB0" belegt. Die Kontrolle wird wie folgt ausgeführt. cd /dev ls -la Ist wie in meinem Fall bereits ein Knoten "ttyUSB0" vorhanden, wird das nun folgende Anstecken des USB300 an einen freien USB-Slot des FHEM-Servers dazu führen, dass ein weiterer Knoten namens "ttyUSB1" angelegt wird. Mit der erneuten Eingabe des obigen Befehls nach dem Anstecken des Gateways lässt sich dies herausfinden. Kurz um: ist der Knoten richtig erkannt, kann der USB300 folglich in FHEM angelegt werden. Dazu wird im Webinterface der Hausautomation-Software in der Kommandozeile am oberen Bildrand folgender Ausdruck (mit der Pfadangabe zur vorher identifizierten ttyUSB-Nummer; hier 1) abgesetzt. define USB300 TCM ESP3 /dev/ttyUSB1@57600 Der USB300 ist daraufhin mit dem Status "initialized" in FHEM eingebunden. Jetzt muss unbedingt links oben auf "Save Config" geklickt werden, damit der USB300 auch nach einem Neustart noch vorhanden ist. Siehe dazu auch hier: FHEM: Stolpersteine auf dem Weg zur funktionsfähigen Konfiguration. EnOcean arbeitet mit 8-stelligen Codes, um Sender und Empfänger zu identifizieren. Deshalb ist eine wichtige und interessante Info, wie diese ID des eigenen USB300 lautet. Diese kann mittels folgendem Ausdruck über die FHEM-Kommandozeile in Erfahrung gebracht werden: get USB300 baseID Daraufhin wird die ID in die Readings geschrieben. Der USB300 von BSC (Affiliate-Link) ist jetzt fertig für den Einsatz mit FHEM, sodass es mit der Inbetriebnahme der ersten Komponenten weitergehen kann. Tür- und Fensterkontakt - Beispiel: Eltako FTK -rw Ein erstes Beispiel für eine EnOcean-Komponente ist der Tür- und Fensterkontakt Eltako FTK -rw (Affiliate-Link), der seine Energie über ein eingebautes Solarpanel bezieht und somit - EnOcean-typisch - ohne Energieversorgung auskommt. Anhand dieses ersten Gerätes soll erklärt werden, wie über den USB300 eine EnOcean-Komponente angelernt wird, was bei EnOcean als Teach-In-Vorgang bezeichnet wird. Zunächst wird der USB300, so wie bei vielen anderen Gateways gängig, in einen Anlern-(Teach-In-)Modus versetzt. Dies erfolgt über die FHEM-Kommandozeile: set USB300 teach 60 Das Gateway ist jetzt 60 Sekunden lang im Teach-In-Modus und erkennt ein Einlern-Signal des Tür- und Fensterkontaktes Eltako FTK -rw (Affiliate-Link). Dieses wird dadurch erzeugt, dass am Sensor der mitgelieferte Magnet auf Höhe des kleinen Vierecks kurz hingehalten und wieder entfernt wird. Daraufhin wird in FHEM eine Komponente der Kategorie "contact" im Raum "EnOcean" angelegt und mit sämtlichen relevanten Informationen ausgestattet. Der Sensor ist jetzt vollständig in FHEM integriert und erkennt Statusänderungen (auf/zu), ausgelöst durch den Magneten auf Höhe der langen Kerbe im Gehäuse. Der Sensor meldet seine Statusänderung sofort in Echtzeit und ohne jegliche Verzögerung. Die Montage am Tür- oder Fensterrahmen erfolgt mittels der im Lieferumfang enthaltenen Klebestreifen. Bewegungs- und Helligkeitssensor - Beispiel: Opus greenNet GN-BH63AP -pw Der Bewegungs- und Helligkeitssensor Opus greenNet GN-BH63AP -pw ist baugleich mit zahlreichen anderen, wie beispielsweise dem ELTAKO Funk-Bewegungs-Helligkeitssensor FBH63AP (Affiliate-Link) und erkennt sowohl Bewegung, als auch Helligkeit, gemessen in LUX (von 0 bis 2000). Seine Stromversorgung erhält er über ein eingebautes Solar-Panel. Die Voraussetzung für den Betrieb über Solar ist, dass der Sensor in einem Raum betrieben wird, in dem das Tagesmittel bei 200 Lux Helligkeit liegt. Dies trifft meiner Erfahrung zufolge auf alle "normalen" Räume zu, die nicht gerade einer Abstellkammer ähneln. Soll der Sensor in einem dunkleren Raum betrieben werden, besteht die Möglichkeit, eine externe Stromversorgung anzuschließen. Das Anlernen an FHEM, bzw. den USB300, kann erst dann erfolgen, wenn der Sensor genügend lange geladen wurde. Dazu ist etwa ein zehnstündiges Laden unter Lichteinstrahlung erforderlich. Ist dies erfolgt, kann der Sensor genau wie oben am Beispiel des Tür- und Fensterkontaktes beschrieben, an FHEM angelernt werden. Zunächst wird wieder der USB300 in den Teach-In-Modus versetzt. set USB300 teach 60 Anschließend wird mit Hilfe des mitgelieferten, kleinen blauen Magnets wieder auf Höhe des kleinen Vierecks ein Anlernsignal abgesetzt, welches durch den USB300 empfangen wird. Folglich wird im Raum "EnOcean" eine neue Komponente unter der Kategorie "lightTempOccupSensor.01" angelegt, welche wie folgt aussieht. Der EnOcean Helligkeits- und Bewegungssensor (Affiliate-Link) kann sowohl an der Wand als auch an der Decke montiert werden. Dazu befindet sich eine Montageplatte im Lieferumfang. Bei der Deckenmontage in einem 2,5 Meter hohen Raum beträgt der Erfassungsbereich am Boden etwa 4 Meter, was einem Radius von 2 Metern in einem Winkel von 360 Grad rund um den Sensor entspricht. Eigene Praxistests haben ergeben, dass der Radius jedoch eher im 1,5-Meter-Bereich und der Erfassungsbereich etwa bei 3 Metern liegt. Als Werte liefert der EnOcean Helligkeits- und Bewegungssensor "brightness" und "motion". Erstgenannter liefert einen Zahlenwert zur Anzeige der Helligkeit, während Letztgenannter den Status "on" oder "off" besitzen kann. Hier unterscheidet sich der EnOcean Helligkeits- und Bewegungssensor von dem aus dem HomeMatic-Programm (Affiliate-Link), welcher nur einen Status kennt: "motion". Wird eine Bewegung erkannt, so verweilt der "on"-Status für etwa 90 Sekunden und wechselt daraufhin wieder zurück auf "off". Für die Nutzung dieser Status im weiteren Programmierverlauf ist dies ein Vorteil gegenüber dem HomeMatic-Bewegungselder. Funktaster - Beispiel: Eltako FT55 -rw und Opus 55-gN-Wandsender-Modul Eine der wichtigsten Komponenten im EnOcean-Umfeld ist der Wandsender. EnOcean-typisch gibt es auch hierfür zahlreiche Hersteller. Unter der Haube steckt allerdings letztlich immer entweder ein "PTM-210" oder ein "PTM-215" (wie der PTM-210 aber mit Verschlüsselung), im Eltako FT55 -rw (Affiliate-Link) z.B. das Modul "PTM-215". Der Eltako FT55 -rw (Affiliate-Link) wird, wie auf dem Bild oben erkennbar, mit reinweißer Doppel- und Einfachblende geliefert, weil das Sendemodul grundsätzlich als Zweifach- oder Einfachschalter genutzt werden kann. Jeder Wandsender ist optisch jedoch komplett inidividualisierbar, was sowohl Rahmen als auch Schaltwippen angeht. Anbieter wie Jäger Direkt (OPUS) haben hier sogar Ihr Augenmerk darauf gelegt und bieten unzählige Individualisierungsmöglichkeiten an. Ein und dasselbe Sendemodul kann durch die Nutzung anderer Rahmen und Tasten also optisch komplett verändert werden, was nachfolgendes Bild noch einmal sehr schön illustriert. Die "edle" Variante in Schwarzglas mit hochglanzweißer Wippe ist beispielsweise aus dem Hause Jäger Direkt (OPUS) und macht einen mega-hochwertigen Eindruck. Auf dem nachfolgenden Bild ist noch einmal der Aufbau mit dem eingebetteten EnOcean-Sender und dem Rahmen ersichtlich. Das Einlernen des  in FHEM funktioniert erneut über ein Teach-In, bei dem das Gateway USB 300 in den entsprechenden Modus versetzt wird. set USB300 teach 60 Ein anschließendes Absenden eines Ein-/ bzw. Ausschaltsignals vervollständigt den Teach-In-Vorgang und der Wandsender wird in FHEM im Raum "EnOcean" unter der Kategorie "switch" angelegt. Der Sender liefert zwei wichtige Readings: "channelA" und "channelB". Wird der Eltako FT55 -rw (Affiliate-Link) lediglich mit einer Wippe ausgestattet (wie in meinem Fall), so wird nur einer der beiden Kanäle geschaltet (je nach Montagerichtung der Wippe). In meinem Fall wird bei der Betätigung der Wippe nach oben der Kanal B geschaltet, sodass sich der "channelB"-Wert von "an" (BI) auf "aus" (B0) ändert. Diese Werte kann man jetzt in FHEM für diverse Aktionen nutzen. EnOcean-Wandsender als Alles-Aus-Schalter Ein EnOcean Wandsender wie der Eltako FT55 -rw (Affiliate-Link) kann mittels FHEM auch mit anderen Smart-Home-Systemen kommunizieren. Im vorliegenden Beispiel soll dies anhand einer Alles-Aus-Schaltung demonstriert werden. Diese Schaltung eignet sich z.B. hervorragend für das Schlafzimmer: nahe des Bettes montiert, können so abends alle Lichter und Verbraucher zuhause abgeschaltet werden, ohne dass man das Bett noch einmal verlassen muss. Zunächst wird der etwas kryptische Name des Wandsenders in einen verständlichen Ausdruck umgewandelt. In FHEM über die Kommandozeile wird folgender Ausdruck dafür verwendet (in meinem Beispiel heißt der Schalter "EnO_switch_002AB848"). rename EnO_switch_002AB848 Sz.AllesAusSchalter Jetzt kann man den Schalter noch in den passenden Raum verschieben. In meinem Fall ist dies das Schlafzimmer. attr Sz.AllesAusSchalter room Schlafzimmer Der Alles-Aus-Code beinhaltet jetzt eine Auflistung der Geräte, die bei Betätigung des Wandsenders (hier auf dem Kanal A) ausgeschaltet bzw. runtergeregelt werden sollen. In FHEM wird dieser Code in die fhem.cfg eingetragen wird. ###### Alles-Aus-Schaltung ###### define not_Alles_Aus notify Sz.AllesAusSchalter:A0 {if ( Value("Wz.Stehlampe") eq "on" ) { fhem("set Wz.Stehlampe off");; } if ( Value("Wz.Leiste_AppleTv") eq "on" ) { fhem("set Wz.Leiste_AppleTv off");; } if ( Value("Wz.Leiste_TV") eq "on" ) { fhem("set Wz.Leiste_TV off");; } if ( Value("Wz.Decke.Spots") eq "on" ) { fhem("set Wz.Decke.Spots off");; } if ( Value("Wz.Expedit_Beleuchtung") eq "on" ) { fhem("set Wz.Expedit_Beleuchtung off");; } } Das Code-Beispiel zeigt die Alles-Aus-Funktion für fünf Geräte, die bei mir im Wohnzimmer stehen. Der Code muss noch an die eigenen Gerätenamen angepasst werden und kann natürlich durch Copy/Paste über die fünf Geräte hinaus auch noch erweitert werden. Wie angenehm - endlich das ganze Smart Home auf einem Wandsender zentral steuerbar. EnOcean-Wandsender als Panik-Schalter Während das gerade eben geschilderte Alles-Aus-Szenario grundsätzlich auch mit jedem anderen Sender, etwa einem HomeMatic Wandsender (Affiliate-Link), realisiert werden kann, eignet sich der EnOcean-PTM210-Sender (z.B. in einem Eltako FT55 -rw (Affiliate-Link)) hervorragend für das nachfolgende Beispiel. Eine Panik-Schaltung kann das Sicherheitsempfinden im Smart Home massiv erhöhen. Auf Knopfdruck werden beispielsweise sämtliche Lichter eingeschaltet und die Jalousien fahren hoch. Möchte man dieses Feature, genau wie das Alles-Aus-Feature, aus dem Schlafgemach heraus nutzen, sollte allerdings sichergestellt werden, dass die Funktion nicht versehentlich z.B. durch eine Berührung des Wandsenders im Schlaf ausgelöst wird. Mechanismen wie ein Doppelklick eignen sich hier sehr gut als Schutzmechanismus und genau diese Funktion ist mit dem Eltako FT55 -rw (Affiliate-Link) realisierbar. Weil der Wandsender nicht nur den Status der Kanäle A und B (ein oder aus) kennt, sondern verzögerungsfrei erfährt, ob der Taster gerade gedrückt wird oder nicht, kann mittels der Sequence-Funktion von FHEM eine Doppelklick-Panik-Schaltung realisiert werden. Im ersten Abschnitt des folgenden Codes wird mittels einer "sequence" der Doppelklick für den Eltako FT55 -rw (Affiliate-Link) angelegt. Im vorliegenden Beispiel soll der Doppelklick dann erfolgreich sein, wenn auf dem Wandsender "Sz.AllesAusSchalter" mit einem maximalen Abstand von 0.5 Sekunden der Kanal A zweimal auf "an" (AI) gedrückt wird. Entsprechend dem Alles-Aus-Szenario kann dann im zweiten Schritt eine Liste mit Geräten erstellt werden, die ihren Schaltzustand bei der Ausführung des Doppelklicks ändern. ###### Doppelklick für Panik-Schaltung ###### define PanikSequenz sequence Sz.AllesAusSchalter:AI 0.5 Sz.AllesAusSchalter:AI attr PanikSequenz room Schlafzimmer ###### Panik-Schaltung ###### define not_Panikschaltung notify PanikSequenz {if ( Value("Wz.Stehlampe") eq "off" ) { fhem("set Wz.Stehlampe on");;;; } if ( Value("Wz.Wandlampe") eq "off" ) { fhem("set Wz.Wandlampe on");;;; } if ( Value("Ga.Licht") eq "off" ) { fhem("set Ga.Licht on");;;; } if ( Value("Wz.Decke.Spots") eq "off" ) { fhem("set Wz.Decke.Spots on");;;; } } Wird jetzt der Alles-Aus-Schalter 2x "ein"geschaltet, aktiviert sich die Panik-Funktion. Neben Lichtern und sich öffnenden Jalousien wären hier z.B. weitere Aktionen denkbar, wie die Aktivierung eines Alarmmoduls, z.B. durch einen HomeMatic Rauchmelder (Affiliate-Link) oder das direkte Anwählen einer Notrufnummer über eine Fritz!Box. Dies sind allerdings schon sehr konkrete Notfall-Aktionen, die nur im Ernstfall aktiviert werden sollten, sodass diese noch stärker abgesichert werden müssen (z.B. Dreifachklick etc.). Aus meinem täglichen Leben Die Nutzung der EnOcean-Technologie in Kombination mit FHEM ermöglicht jetzt nicht gerade das Realisieren neuer Szenarien, die mit anderen Technologien nicht möglich gewesen wären, jedoch ist EnOcean durch den batterielosen Betrieb eine wirklich zukunftsträchtige Technologie für alle Nachrüster. Ich finde besonders schön, dass sich Wandsender wie der PTM-210, z.B. im Eltako FT55 -rw (Affiliate-Link), durch Schalterprogramme von Herstellern wie Jäger Direkt mit dem OPUS-Programm optisch sehr hübsch individualisieren lassen. Die Preise der Komponenten sind hingegen weit über denen des HomeMatic-Programms. Möchte man hier einen Vergleich ziehen, muss man als Vorteile auf der EnOcean-Seite neben der batterielosen Technik sicherlich auch die unfassbar große Produktvielfalt nennen. Ich werde jetzt Schritt für Schritt damit beginnen, meine Installation mit EnOcean zu komplettieren und wahrscheinlich langfristig auch zu ersetzen. Der Wandsender Eltako FT55 -rw (Affiliate-Link) ist für mich der absolute Clou, weil man damit, wie beschrieben, Doppelklick-, aber auch Long-Press-Aktionen realisieren kann und vor allem eines nie mehr tun muss: Batterien wechseln! ### HomeMatic FHEM-Wetterstation per UDP in Loxone integrieren Seit einiger Zeit verrichtet jetzt bereits eine Homematic Wetterstation HM-WDS-OC3 (Affiliate-Link) auf meiner Dachterrasse ihren Dienst, welche ihre Messwerte zuverlässig über einen HMLan-Adapter (Affiliate-Link) per Funk an die Smart-Home-Lösung FHEM übermittelt und dabei eifrig Messwerte aufzeichnet und protokolliert. Lange hat es dann gedauert, bis ich es endlich geschafft habe, eben diese Messwerte von FHEM per UDP-Nachrichten adäquat an Loxone zu übermitteln, das ich für die Visualisierung und erweiterte Programmlogik (Rollos schließen bei Sturm etc.) nutze. Da ich diesen Weg der Datenübertragung für überaus praktikabel halte, um jede Art von digitalen und analogen Datenwerten von FHEM (oder jedem anderen System) an Loxone zu übertragen, möchte ich meine Erkenntnisse im nachfolgenden Howto an andere Smart-Home-Begeisterte weitergeben, die Ähnliches vorhaben. Nutzung der UDP-Kommunikationsschnittstelle Wie die Übermittlung von Daten von FHEM zu Loxone und umgekehrt per HTTP-Mitteilungen funktioniert, wurde bereits in den Artikeln Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen und Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen – Teil 2 erklärt. Die dort erläuterte Vorgehensweise würde grundsätzlich auch ausreichen, um die einzelnen Messwerte der Wetterstation (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlagsmenge, Helligkeit, Windgeschwindigkeit und Windrichtung) stückchenweise von FHEM an Loxone zu übertragen. Dabei müsste aber jeder Wert einzeln übermittelt werden, was neben einer äußerst unübersichtlichen fhem.cfg mit erheblichem Aufwand und Kommunikationsverkehr einhergehen würde, gerade wenn man eine Vielzahl von Daten übermitteln möchte. Das Ganze lässt sich - gewusst wie - auch wesentlich eleganter lösen, indem auf einen Aufwasch gleich ganze Werte-Ketten in Form von Strings mit allen relevanten Werten per UDP-Protokoll übertragen werden. Konfiguration in FHEM Damit aus FHEM heraus UDP-Nachrichten versendet werden können, muss erst einmal die 99_myUtils.pm mit entsprechendem Code gefüttert werden. Der Inhalt sieht (sofern nichts anderes in der Datei eingetragen ist) wie folgt aus: ############################################## # $Id: myUtilsTemplate.pm 7570 2015-01-14 18:31:44Z rudolfkoenig $ # # Save this file as 99_myUtils.pm, and create your own functions in the new # file. They are then available in every Perl expression. package main; use strict; use warnings; use POSIX; sub myUtils_Initialize($) { my ($hash) = @_; } # Enter you functions below _this_ line. use IO::Socket; #UDP Befehle senden sub UDP_Msg($$) { my ($dest,$port,$cmd) = @_; my $sock = IO::Socket::INET->new( Proto => 'udp', PeerPort => $port, PeerAddr => $dest ) or die "Could not create socket: $!n"; $sock->send($cmd) or die "Send error: $!n"; return "send $cmd"; } 1; Die Wetterstation HM-WDS-OC3 (Affiliate-Link) kann - wie jedes andere HomeMatic-Gerät auch - recht einfach über den HMLan-Adapter (Affiliate-Link) in FHEM angelernt werden. Wie das Ganze grundsätzlich funktioniert, wird bspw. im Artikel Keymatic per HMLan am FHEM-Server anlernen erklärt. Der Eintrag meines automatisch per autocreate (define autocreate autocreate) in der fhem.cfg hinzugefügten Codes sieht dabei wie folgt aus: define TE.Wetterstation CUL_HM 2B76D6 attr TE.Wetterstation IODev HMLAN1 attr TE.Wetterstation actCycle 000:10 attr TE.Wetterstation actStatus alive attr TE.Wetterstation autoReadReg 4_reqStatus attr TE.Wetterstation expert 2_full attr TE.Wetterstation firmware 1.4 attr TE.Wetterstation model HM-WDS100-C6-O attr TE.Wetterstation peerIDs 00000000, attr TE.Wetterstation room Terrasse attr TE.Wetterstation serialNr LEQ0644444 attr TE.Wetterstation subType THSensor define FileLog_TE.Wetterstation FileLog ./log/TE.Wetterstation-%Y.log TE.Wetterstation attr FileLog_TE.Wetterstation logtype text attr FileLog_TE.Wetterstation room CUL_HM Damit FHEM alle relevanten, jedoch noch suboptimal von der Wetterstation übermittelten Daten, gut aufbereiten kann, folgt noch etwas mehr Code für die fhem.cfg: define RainReadings notify TE.Wetterstation:rain.* { my $rainlast24hours = myDiff("86400", "FileLog_$NAME", "10:::");; my $rainlast3hours = myDiff("10800", "FileLog_$NAME", "10:::");; my $rainlasthour = myDiff("3600", "FileLog_$NAME", "10:::");; my $rainthisday = (ReadingsVal("$NAME", "rain", "0") - ReadingsVal("$NAME", "rainOffset", "0"));; fhem("setreading $NAME rainLast24Hours $rainlast24hours");; fhem("setreading $NAME rainLast3Hours $rainlast3hours");; fhem("setreading $NAME rainLastHour $rainlasthour");; fhem("setreading $NAME rainThisDay $rainthisday");; } define RainOffsetReset at *00:00:00 { my $rainoffset = ReadingsVal("TE.Wetterstation", "rain", 0);; fhem("setreading TE.Wetterstation rainOffset $rainoffset");; } define WindSpeedmps notify TE.Wetterstation:windSpeed.* { my $windspeedmps = (ReadingsVal("$NAME", "windSpeed", "0") / 3.6);; $windspeedmps = int(100 * $windspeedmps + 0.5) / 100;; fhem("setreading $NAME windSpeedmps $windspeedmps");; } Dabei erhält die Wetterstation TE.Wetterstation nochmals einige Readings spendiert, die eine spätere Auswertung erleichtern. Dazu zählt die Ermittlung der Regenmenge der letzten Stunde, der letzten drei Stunden, der letzten 24 Stunden, die aggregierte Regenmenge des heutigen Tages und die Berechnung der Windgeschwindigkeit von km/h im m/s. Jetzt geht es an die Übermittlung jeglicher Wetterdaten der Wetterstation von FHEM an Loxone. Dabei wird ein nofity genutzt, welches Daten aller angeschlossenen Wetterstationen (sofern es mehrere gibt) der Reihe nach übermittelt. Dabei werden erst einmal alle relevanten Messerte (ReadingsVal) der Wetterstation in einzelne Variablen (my $brightness etc.) gepackt und dann auf einen Schlag als String per UDP über den Port 7000 an den Loxone-Server mit der IP 192.168.3.11 übermittelt. An jeder Stelle, an der $NAME steht, wird dann der passende Device-Name des auslösenden Elements (in diesem Fall TE.Wetterstation) geschrieben. #Wetterstation-Status an Loxone senden define WetterstationToLoxone notify .*Wetterstation.T.* { my $brightness=ReadingsVal("$NAME","brightness","0");; my $humidity=ReadingsVal("$NAME","humidity","0");; my $isRaining=ReadingsVal("$NAME","isRaining","0");; my $rain=ReadingsVal("$NAME","rain","0");; my $rainlast24hours=ReadingsVal("$NAME","rainLast24Hours","0");; my $rainlast3hours=ReadingsVal("$NAME","rainLast3Hours","0");; my $rainlasthour=ReadingsVal("$NAME","rainLastHour","0");; my $rainthisday=ReadingsVal("$NAME","rainThisDay","0");; my $sunshine=ReadingsVal("$NAME","sunshine","0");; my $temperature=ReadingsVal("$NAME","temperature","0");; my $windDirRange=ReadingsVal("$NAME","windDirRange","0");; my $windDirection=ReadingsVal("$NAME","windDirection","0");; my $windSpeed=ReadingsVal("$NAME","windSpeed","0");; my $windSpeedmps=ReadingsVal("$NAME","windSpeedmps","0");; { UDP_Msg("192.168.3.11" , "7000" , " $NAME.brightness: $brightness $NAME.humidity: $humidity $NAME.isRaining: $isRaining $NAME.rain: $rain $NAME.rainLast24Hours: $rainlast24hours $NAME.rainLast3Hours: $rainlast3hours $NAME.rainLastHour: $rainlasthour $NAME.rainThisDay: $rainthisday $NAME.sunshine: $sunshine $NAME.temperature: $temperature $NAME.windDirRange: $windDirRange $NAME.windDirection: $windDirection $NAME.windSpeed: $windSpeed $NAME.windSpeedmps: $windSpeedmps ")} } Konfiguration in Loxone Am Beispiel der übermittelten Luftfeuchtigkeit wird nun erklärt, welche Schritte in der LoxoneConfig notwendig sind, um die gerade gesendeten Daten entgegennehmen und zu nutzen. Unter "Miniserver" -> "Virtuelle Eingänge" wird ein "Virtueller UDP Eingang" hinzufügt (hier "FHEM UDP" genannt) mit gleichlautendem "Port" "7000" und darunter ein "Virtueller UDP Eingang Befehl" (roter Pfeil). Wer die Verbindung etwas absichern möchte, kann zusätzlich unter "Senderadresse" die IP-Adresse seines FHEM-Servers eingeben. Dann werden entsprechend nur Daten von genau dieser Adresse verwertet. Bleibt das Feld leer, empfängt der Loxone-Miniserver alle auf diesem Port eingehenden Daten, egal von welcher IP diese stammen. Wird direkt rechts neben dem Pfeil der Haken bei "UDP Monitor starten und anzeigen" gesetzt, lässt sich in der unteren Hälfte einsehen, welche UDP-Mitteilungen gerade eingehen bzw. bereits eingegangen sind. Das ist an dieser Stelle eine gute Kontrolle, um zu sehen, ob Daten von FHEM bereits ihren Weg zu Loxone finden. Als nächstes wird der "Virtuelle UDP Eingang Befehl" konfiguriert. Wichtig ist hierbei der Eintrag "TE.Wetterstation.humidity: \v" (ohne Anführungszeichen) im Feld "Befehlserkennung". Das bedeutet, dass jeder eingehende Befehl berücksichtigt wird, welcher mit "TE.Wetterstation.humity:" beginnt und einen anschließenden Wert " \v" enthält, welcher dabei "eingelesen" wird. Ansonsten brauchen keine besonderen Einstellungen vorgenommen werden. Je nach Wert macht es dann jedoch Sinn bspw. den Haken bei "Statistik" zu setzen und die "Eingangsreferenz" in der "Visualisierung" zu "verwenden". Alle weiteren "Eingangsreferenzen" werden dann nach dem selben Muster angelegt. Neben den analogen Werten können natürlich auch digitale Werte, in diesem Fall für "Es regnet" "Ja" bzw. "Nein", übermittelt werden. Hierbei wird beim entsprechenden Eingang "Regen" der Haken bei "Als Digitaleingang verwenden" gesetzt. Als Statustext lässt sich dabei "Benutzerdefiniert" auswählen und dann bei "Statustext Wert 0" ein "nein" sowie bei "Statustext Wert 1" ein "ja". Um die Visualisierung weiter zu verbessern, können einige übermittelten Werte, wie bspw. "Windrichtung" und "Windrichtungsschwankung" oder "Windgeschwindigkeit km/h" in einen Status überführt werden. Die notwendigen Informationen zur Windrichtung und Windgeschwindigkeit gibt es dabei glücklicherweise bei Wikipedia. Das Ergebnis sieht dann so aus: Zum Schluss macht das Ergebnis in der Loxone-App auf dem iPhone 6 eine recht gute Figur: Weitere Einsatzfelder Alle zwei bis drei Minuten werden nun alle Daten der HomeMatic-Wetterstation gebündelt von FHEM an Loxone übermittelt. Genutzt werden kann obige Logik aber im Prinzip auch für alle weiteren Benachrichtungsmeldungen, um bspw. den Schaltstatus von Aktoren oder den Batteriestatus von Funksensoren von FHEM an Loxone zu übermitteln. Um jegliche Nachrichten aller in FHEM angelegten Devices, die die Werte "on", "off", "open", "closed" Battery ok" und "Batterie low" zu übermitteln, lässt sich bspw. folgende Logik nutzen: #On-Status an Loxone senden - UNGETESTET define OnToLoxone notify .*:on { UDP_Msg("192.168.3.11" , "7000" , "$NAME.state: 1");;} #Off-Status an Loxone senden - UNGETESTET define OffToLoxone notify .*:off { UDP_Msg("192.168.3.11" , "7000" , "$NAME.state: 0");;} #Open an Loxone senden - UNGETESTET define OpenToLoxone notify .*:open { UDP_Msg("192.168.3.11" , "7000" , "$NAME.state: 0");;} #Closed-Status an Loxone senden - UNGETESTET define ClosedToLoxone notify .*:closed { UDP_Msg("192.168.3.11" , "7000" , "$NAME.state: 1");;} ##Battery-low an Loxone senden define BatteryLowToLoxone notify .*:[Bb]attery:.*low { UDP_Msg("192.168.3.11" , "7000" , "$NAME.battery: 1");;} ##Battery-ok an Loxone senden define BatteryOkToLoxone notify .*:[Bb]attery:.*ok { UDP_Msg("192.168.3.11" , "7000" , "$NAME.battery: 2");;} Aus meinem täglichen Leben Obige Logik lässt sich natürlich noch weiter ausbauen und dient lediglich der Veranschaulichung. Ich selbst nutze jetzt beinahe alle meine an FHEM angelernten Sensoren und Aktoren (indirekt) über Loxone. Die Einrichtung ist natürlich etwas mühsam, funktioniert dafür aber auch im Langzeitbetrieb tadellos. Zeitverzögerungen, welche durch die Übermittlung der Nachrichten über die Systeme hinweg auftauchen könnten, habe ich bisher noch nicht feststellen können. Alles reagiert absolut responsiv, egal ob direkt oder fremd über FHEM angebunden. Insgesamt hat mich das Zusammensuchen und Kombinieren aller notwendigen Bausteine wirklich ganz schön Zeit gekostet, gerade auch deswegen, weil ich in Sachen UDP noch absolut keinerlei Erfahrungen hatte. Geholfen hatten mir etliche Internetquellen, unter anderem UDP Telegramm an Woli App, FHEM Datenaustausch mit SPS S7-315 über UDP, Versenden und Empfangen Sie UDP-Befehle mit dem Miniserver, Loxone UDP Kommunikation - NIKOLAUS-LUENEBURG.DE sowie der freundliche Loxone-Support, welcher mich initial erst einmal in die richtige Richtung bzgl. UDP-Mitteilungen schicken musste. Jetzt läuft das Ganze endlich genau so, wie ich es mir von Anfang an vorgestellt hatte. ### Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen - Teil 2 Update Im vorausgegangenen Artikel Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen – Teil 2 wurde ausführlich beschrieben, wie Daten zwischen den Smart-Home-Systemen Loxone und FHEM ausgetauscht werden können, um sowohl Schalt- als auch Statusänderungen systemübergreifend zu übermitteln. Obwohl das vorgestellte Szenario in der Praxis reibungslos funktioniert, gibt es durch eine kleine Änderung des Setups eine noch etwas bessere Lösung, welche nachfolgend beschrieben wird. Konfiguration in Loxone Da die Konfiguration auf Seiten von FHEM unverändert bleibt, kann direkt mit der Konfiguration von Loxone begonnen werden. Loxone bietet neben dem im vorangegangenen Howto genutzten Geräts "2 Tasten" eine für den Anwendungszweck nochmals wesentlich praktikableren "EIB-Taster". Dieser hat den zentralen Vorteil, dass er einen zusätzlichen digitalen Statuseingang "S" besitzt, welcher Statusänderungen entgegennimmt und den Gerätestatus in der Visualisierung aktualisiert, ohne jedoch das am Ausgang angeschlossene Gerät (erneut) zu schalten. Dadurch werden auch Schaltänderungen, welche direkt am Aktor selbst oder über andere externe Services ausgelöst werden, über FHEM an Loxone und den entsprechenden "EIB-Taster" weitergereicht und dessen Status nachgezogen. Im Screenshot wird deutlich, wie die LoxoneConfig aufgebaut ist. Die "Lampen" sind nun über den "EIB-Taster" in der Visualisierung verfügbar und das vorher genutzte Element "2 Tasten", welches in der Visualisierung ab sofort ausgeblendet werden sollte, ist lediglich noch dazu da, die von FHEM kommenden Statusänderungen passend für den S-Eingang des EIB-Tasters "aufzubereiten". Aus meinem täglichen Leben Die Übermittlung der Statusänderungen von FHEM in Richtung Loxone funktioniert insgesamt auch nochmal eleganter per UDP-Nachrichten, wird an dieser Stelle aber nicht behandelt, um die Übersichtlichkeit zu wahren. Wer sich dafür interessiert, wie Daten von FHEM zu Loxone bequem per UDP übertragen werden können, kann im nachfolgenden Blogpost weiterlesen. Damit gewinnt man jede Menge Flexibilität und sollte durch die Nutzung von UDP auch nochmal einen Tucken Geschwindigkeit herausholen können, wobei es auch per http keine wahrnehmbare Verzögerung gibt. Insgesamt bin ich mit der Lösung außerordentlich zufrieden. Man behält die Flexibilität von FHEM, um beinahe jede Art von Sensoren und Aktoren anbinden zu können und erhält gleichzeitig die enorm ausgereifte Programmlogik von Loxone und dessen - wie ich finde - grandiose Visualisierung. ### Sicherheitsfalle dLAN - Wie man das Powerline-Netzwerk vor dem Nachbarn schützt Powerline-Adapter (auch als PLC-Technologie bezeichnet) zahlreicher Hersteller wie Devolo (Affiliate-Link), TP-Link (Affiliate-Link) oder AVM Fritz! (Affiliate-Link) ermöglichen die einfache und unkomplizierte Anbindung von Endgeräten in das private Heimnetz über die vorhandene Stromleitung. Dies kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn Geräte mit einer LAN-Schnittstelle weit vom Heim-Router entfernt stehen und es nicht möglich ist, diese Geräte über ein LAN-Kabel (z.B. CAT6 oder CAT7) anzubinden. Dazu wird ein Netzwerkport des heimischen Routers mittels eines Powerline-Adapters mit einer nahegelegenen Steckdose verbunden, wodurch das Netzwerk auf die Stromleitung erweitert wird. An jeder anderen Steckdose im Heimnetz kann nun mit Hilfe eines weiteren Adapters das Netzwerksignal aufgenommen werden und an ein oder mehrere angeschlossene Geräte weitergegeben werden. Diese Technik ermöglicht deshalb eine super einfache Erweiterung des Heimnetzes. Doch die Nutzung der Powerline-Technik birgt auch große Gefahren in sich. Dieser Artikel erklärt noch einmal ausdrücklich, wie man ein dLAN/Powerline-Netzwerk gegen Fremde absichert. Gefahren bei unbedachter Nutzung von dLAN/Powerline Motiviert durch ein persönliches Erlebnis, möchte ich nachfolgend noch einmal die Awareness dafür schaffen, die technisch vorhandene Verschlüsselungstechnik der Powerline-Geräte zu nutzen! Laut allgemeiner Aussage ist für das auf die Stromleitung aufmodulierte Netzwerk spätestens am Stromzähler Schicht im Schacht. Deshalb nimmt die Rolle der Verschlüsselung von dLAN-Netzen in den Köpfen der Anwender eine eher unbedeutende Rolle ein. Das Gefühl, die Datenpakete werden ja lediglich auf die "eigene" Stromleitung aufgespielt, erzeugt die Wahrnehmung eines geschlossenen und nicht von außen betretbaren Netzes. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel, sodass ich kurz nach der Inbetriebnahme einer dLAN-Lösung (konkret mit einem Devolo duo Starter Kit (Affiliate-Link)) in meiner Wohnung eines relativ neuen Mehrfamilienhauses knapp zehn neue Devices in der Geräteliste meiner Fritzbox auffand. Relativ schnell konnte ich anhand der Namen der Geräte auf meine Nachbarn schließen. Es stellte sich heraus, dass diese ebenfalls eine Powerline-Lösung nutzen und unsere Adapter sich zu einem gemeinsamen Netzwerk verbunden hatten - mit bester Verbindungsqualität und -geschwindigkeit (rund 70Mbit/s) über zwei Stromzähler hinweg! Die Airport-Wifi-Station des Nachbarn identifizierte meine 50 MBit-Leitung außerdem kurzerhand als die "bessere" von beiden verfügbaren Alternativen, sodass die Nachbarn bis zur Entdeckung der Situation mit sämtlichen Geräten über meine Leitung geroutet wurden. Nach kurzer Recherche dann die Lösung. Powerline-Adapter verfügen über effektive Verschlüsselungsmethoden, die genau diese Situation zu verhindern wissen. Jedoch ist die Awareness dafür eben auf Anwenderseite kaum vorhanden. Grundsätzlich können sich nur Adapter "unterhalten", die dasselbe Verschlüsselungskennwort nutzen. Damit die PLC-Technologie für den Anwender reibungsfrei und auf Anhieb funktioniert, statten jedoch die meisten Hersteller ihre Geräte mit einem voreingestellten Standardpasswort (meist "Homeplug AV" aus). So verbinden sich also alle PLC-Adapter, deren Passwort nicht aktiv durch den Nutzer geändert wird, automatisch miteinander zu einem Netzwerk. Es ist daher unerlässlich, das gemeinsam verwendete Passwort der dLAN-Adapter aktiv bei der Inbetriebnahme zu ändern, was auch in jedem Handbuch durch die Hersteller so beschrieben wird. Diese Sicherheitslücke, ausgelöst durch den nachlässigen Umgang mit der Technologie, bietet ein hohes Schadenspotenzial, da das auf die Stromleitung übertragene Netzwerk, wie in meinem Fall, nicht nur von Nachbarn, sondern theoretisch auch von jeder Außensteckdose (z.B. im Kellerbereich für den Hausmeister), betreten werden kann. Einigen Aussagen in Foren zufolge, gibt es teilweise sogar Fälle, bei denen nebeneinander stehende Einfamilienhäuser die Powerline-Datenpakete ihrer Nachbarn empfangen. Eine effektive Absicherung sollte daher in jedem Fall konfiguriert werden. Powerline effektiv gegen fremdes Einwirken absichern Das Passwort für die von den Herstellern implementierte Verschlüsselungstechnologie ist auf mehrere Arten abänderbar. Konkret sollte dazu das Handbuch des jeweiligen Adapters konsultiert werden. Meist kann die Verschlüsselung sogar völlig ohne Software erfolgen. Hierfür wird (z.B. bei Devolo-Geräten (Affiliate-Link)) an jedem Adapter innerhalb von 2 Minuten der kleine Druckknopf an der Unterseite gedrückt. Daraufhin wird ein Zufallskennwort generiert und an alle Adapter weitervermittelt, an denen der Tastendruck innerhalb des Zeitfensters erfolgt. Diese Adapter verbinden sich nun zu einem verschlüsselten Netzwerk, welches nicht mehr mit anderen Adaptern kommuniziert, die das Kennwort des Verbundes nicht kennen. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung der von den Herstellern mitgelieferten Software (z.B. das Devolo Cockpit). Hier kann neben einem zufällig generierten Kennwort auch ein individuelles vergeben werden. Es geht also kurzum darum, die vorhandene Sicherheitstechnologie schlichtweg zu verwenden. Doch auch hier gibt es scheinbar ein Restrisiko. Wie User "Henryk" berichtet, werden die individuell pro Powerline-Adapter vergebenen Gerätekennwörter aus der jeweiligen MAC-Adresse der Hardware abgeleitet. Da diese natürlich leicht zu identifizieren ist, besteht daher weiterhin das Risiko eines fremden Eindringens. Kein Vorteil ohne Nachteil: so schön und unkompliziert die Powerline-Technologie also ist, so bewusst sollte man sich bei der Nutzung über die mögliche Gefahrenlage bewusst sein. Aus meinem täglichen Leben Ich nutze Powerline vor allem dazu, z.B. auch im Kellerabteil unseres Mehrfamilienhauses eine LAN-Anbindung zur Verfügung zu haben. Die Technologie ist technisch brauchbar und ermöglicht einen einfachen und unkomplizierten Netzwerkaufbau auf Basis vorhandener Stromleitungen. Man sollte jedoch unbedingt daran denken, seine dLAN-Adapter (z.B. von Devolo (Affiliate-Link)) aktiv mit einem neuen Passwort zu verschlüsseln, um so zumindest unfreiwilligen Unbekannten den Zutritt zum Heimnetzwerk zu verwehren. Das Restrisiko wegen aus den MAC-Adressen abgeleiteten Gerätepasswörtern bleibt jedoch weiterhin bestehen. ### Unser erstes E-Book: Smart Home in Eigenregie - Schritt für Schritt mit FHEM zum Connected Home Für alle Smart-Home-Enthusiasten, die ihre eigenen vier Wände mit der Open-Source-Lösung FHEM und entsprechender Sensorik sowie Aktorik aufrüsten möchten, haben wir etwas Besonderes zusammengestellt. Um dabei bestmöglich auf die Leserwünsche einzugehen, haben wir uns entschieden, alle relevanten Infos aus unserem Blog zusammenzutragen und in ein Dokument zu gießen. Herausgekommen ist schließlich unser erstes E-Book "Smart Home in Eigenregie - Schritt für Schritt mit FHEM zum Connected Home (Affiliate-Link)" mit knapp 200 Buchseiten, welches sich nicht nur an Anfänger richtet und ab sofort auf Amazon für Kindle und Co. (Affiliate-Link) erhältlich ist. Im E-Book werden Schritt für Schritt alle notwendigen Installations- und Konfigurationsschritte erläutert, die notwendig sind, um ein Smart Home auf Basis von FHEM in Eigenregie aufzubauen. Wir haben dabei auch besonders darauf geachtet, dass neben Anfängern auch fortgeschrittene Anwender spannende Anregungen und Tipps für den Ausbau ihres intelligenten Zuhauses erhalten, die durch die eingebetteten Beispielcodes auch direkt umgesetzt werden können. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und freuen uns auf euer Feedback, in Form eines Kommentars oder als Rezension auf Amazon. Produktempfehlungen Nachfolgend werden alle in unserem Buch fett geschriebenen und mit einem Sternchen markierten Produkte (z.B. Raspberry Pi*) in tabellarischer Form aufgelistet, um diese bei Interesse leichter wiederfinden zu können. Alle hier verlinkten Artikel wurden von uns ausgiebig getestet und haben zumeist auch in unseren Smart Homes ihren dauerhaften Platz gefunden. Die Liste wird nach bestem Wissen und Gewissen gepflegt, sofern dies notwendig erscheint bzw. Produktupdates verfügbar sind. Anpassungen werden entsprechend gekennzeichnet. [table id=18 /] ### FHEM: Welches Gateway für welches System? Die Anzahl an Systemen, die mit FHEM gesteuert und verarbeitet werden können, wächst kontinuierlich. Nicht für jedes System wird allerdings ein "neues" Gateway benötigt, das die Kommunikation zwischen FHEM und dem Smart-Home-System aufbaut. Die nachfolgende Auflistung in diesem Blogpost gibt einen Überblick zu verschiedenen Gateways und die damit nutzbaren Smart-Home-Systeme und ist daher sowohl für Einsteiger als auch für fortgeschrittene Bastler auf der Suche nach Erweiterungsmöglichkeiten ihres Smart Homes gedacht. Somit liefert dieser Eintrag die ultimative Liste der in FHEM funktionierenden Geräte und deren Gateways. Die Auflistung ist absichtlich nummeriert, um auch im Verlauf den Überblick zu bewahren, welches System zu welchem Gateway gehört. Gateway 1: CUL/CUNO (868 MHz) Der CUL USB-Transceiver (Affiliate-Link) ist das wohl bekannteste Gateway im Zusammenhang mit FHEM. Eine Einrichtungsanleitung gibt es hier: FHEM mit FritzBox 7390 und CUL Stick – Professionelle Hausautomation. Der CUL kann in verschiedenen Betriebsarten genutzt werden, das dann allerdings ausschließlich exklusiv! Es gibt insgesamt vier Betriebsmodi: SlowRF, MAX, HomeMatic und WmBus. Die Umstellung des Modus in FHEM erfolgt mit dem Befehl "set CUL_0 rfmode SlowRF/MAX/HomeMatic/etc". Ist einer davon eingestellt, können nur die Geräte dieser Betriebsart empfangen werden. Welche das konkret sind und weshalb der CUL so beliebt ist, zeigen die zahlreichen Hardware-Komponenten in der folgenden Auflistung. 1.1 Betriebsart "SlowRF" In der Betriebsart "SlowRF" ("set CUL_0 rfmode SlowRF") können folgende Herstellergeräte gleichzeitig verwendet werden. 1.1.1 FS20 Von FS20 gibt es zahlreiche Komponenten für ein komplettes Smart Home zu günstigen Preisen (zahlreiche Aktoren und Sensoren ohne bidirektionale Kommunikation). Die Nutzung von FS20 mit FHEM hat sich etabliert, da es für nahezu jeden Anwendungsfall eine Hardwarekomponente gibt. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B0030T7RWC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/312aXYehDNL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B0030U9G8E" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/21xBlXIUUtL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B007R4FRA0" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31Iu1gHUxsL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00B4LHLGA" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/310JHOFzxKL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"] 1.1.2 FHT FHT-Geräte sind die Heizungsregelungs-Komponenten des FS20-Systems. Dazu gehören elektronische Funk-Heizkörper-Stellantriebe und Funk-Raumthermostate. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="100" identifier="B004BDUS9U" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41DLc8frZbL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="100" identifier="B0033W51JM" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41sEl0SiYvL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="100" identifier="B0076VW3EM" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/06/317ZLBauTTL._SX425_.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow"> 1.1.3 KS300 Diese Wetterstation erfasst Temperatur/Luftfeuchtigkeit, Wind und Regen und kostet lediglich rund 99 Euro. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B007ISKMDM" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31V5TbFBJAL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"] 1.1.4 USF1000 Der USF1000 ist ein Funk-Ultraschallsensor zur Ermittlung von Füllständen, wie Wasser in Zisternen oder dem Ölstand im Tank für die Heizung. 1.1.5 BS Die Abkürzung BS steht für "Brightness Sensor" und ermöglicht die Einbindung eines CPM-basierten Helligkeitssensors (siehe hier bei busware.de) und ist eher etwas für Bastler. 1.1.6 HMS HMS-Komponenten sind sehr günstige Sicherheitsgeräte wie Kontakt-, Wasser, Rauch- oder Temperaturmelder. Konkret können aktuell folgende Geräte in FHEM genutzt werden: HMS100-T HMS100-TF HMS100-WD HMS100-MG HMS100-TFK HMS100-CO HMS100-FIT RM100-2 RM100-3. Drei Rauchmelder gibt es z.B. schon für 70 Euro. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B006OZJUXI" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31VqBF6VitL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="110" identifier="B004HK8QQY" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31TwerJSIgL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="110" identifier="B0033W525K" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41ECnVFlUL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow"> 1.1.7 CUL_EM Mit den Geräten, die in FHEM als CUL_EM bezeichnet werden, kann der Energieverbrauch eines Haushaltes durch das automatische Ablesen eines Drehstromzählers oder durch die Integration von Sensoren in einzelne Sicherungszweige, z.B. mit dem EM1000 HSM ermöglicht werden. 1.1.8 CUL_WS Der nicht oder kaum noch erhältlich Temperatur-Außensensor S300TH wird in FHEM als CUL_WS bezeichnet und war vor allem wegen seinem Preis sehr beliebt. Eine Alternative sind LaCrosse-Sensoren für Temperatur und Luftfeuchtigkeit (siehe Kapitel 3 - Gateway "JeeLink"). 1.1.9 CUL_FHTTK Unter dem Namen CUL_FHTTK werden die Tür- und Fensterkontakte aus dem FS20-Sortiment in FHEM geführt, die zusammen mit den FHT-Geräten die Heizungssteuerung im Smart Home automatisieren. Der Sensor ist im Set "FHT80b" (siehe 1.1.2) bereits enthalten. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00CS2QJLW" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31svfVmimxL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"] 1.1.10 CUL_HOERMANN Gute Nachrichten für alle Besitzer eines 868Mhz-Funk-Garagentorantriebs von Hörmann. Mit dem CUL kann die Garage jetzt auch per FHEM gesteuert werden. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B008RUP7YO" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41MOm0z2t7L.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="82"][easyazon_image align="none" height="91" identifier="B0024RSOFU" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41YCCJLjstL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"] 1.1.11 ESA2000 Unter der ESA2000 wird in FHEM die Energiesparampel 2000 verstanden, die die Umdrehungen eines Ferraris-Drehstromzählers optisch erfasst und per Funk auswertet. 1.1.12 CUL_IR CUN, CUNO, CUNOv2 und TuxRadio (nicht der CUL selbst!!!) können über ihre eingebaute IR-Schnittstelle ferner Infrarotsignale von Fernbedienungen empfangen und in FHEM bereitstellen. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B009GSSDB0" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41XBC6zVnL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="109"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00J06UPEQ" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41kLaZyccfL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="57"] 1.1.13 CUL_TX Der CUL kann mittlerweile auch die Daten des Temperatur- und Hydrosensors TX3-TH verarbeiten. Dieser LaCrosse-Sensor operiert allerdings auf 433 MHz, sodass andere Sensoren der Serie (868 MHz), die über einen JeeLink eingebunden werden, weitaus besser integriert werden können (siehe Kapitel 3 - Gateway JeeLink). Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B001IAG1LS" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41hD5vuKsQL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="81"] 1.1.14 Revolt Die Revolt-Funksteckdose für das Funk-Energiekosten-Messgerät gibt es für knapp 12 Euro. Sie sendet jedoch auf 433 MHz, sodass ein "normaler" 868-CUL die Daten nicht oder nur nach dem Umstellen des Frequenzbandes (und damit kein Betrieb auf 868 mehr) empfangen kann. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="82" identifier="B008BFS3SC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/21zQmWNftrL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"] 1.1.15 IT Intertechno ist ein 433MHz-Hausautomation-System, das äußerst günstig erhältlich ist. Die Komponenten gibt es meist sogar im Baumarkt. Trotz der Frequenz auf 433Mhz können die Aktoren (also z.B. Funk-Steckdosen, Unterputz-Schalter etc.) mit einem 868-CUL parallel zu allen anderen Geräten auf 868Mhz genutzt werden, da der CUL sich zum senden eines IT-Signals kurz auf 433 MHz runter taktet und sich dann wieder zurück auf 868MHz stellt. (Anleitung hier: Möglichkeiten und Funktionen des FHEM Hausautomation-Servers). Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00I7T5498" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/02/41PRnFUqLXL._SL110_.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="110" identifier="B000W3XGBU" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/02/11QN0qLzqjL._SL110_.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00392SFG2" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/11Epig5QPyL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow"> 1.1.16 UNIRoll Die UniRoll-Komponenten sind elektronische Gurtwickler zur Steuerung der Beschattung (Rolladen/Jalousie). Mit dem Funk-Modul aufgerüstet, können sie mit einem CUL gesteuert werden. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B003AI8PA6" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/212BTv4Fo64L.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B003AIAKRC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31BgDQECQqL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B003AI8P88" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31vlClOTadL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B0030DIGVE" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31Y5bZdlZEL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"] 1.1.17 Somfy Somfy ist mittlerweile auch aus der TV-Werbung bekannt und bietet verschiedene Möglichkeiten, eine Beschattungssteuerung (Rolladen/Jalousie) umzusetzen (Achtung: auch hier 433 MHz!). User Philipp hat mitgeteilt, dass Somfy auch in der Betriebsart "HomeMatic" steuerbar ist. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00DS5JRXA" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41zyYrTZcCL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"] 1.2 Betriebsart "HomeMatic" (Wie oben: User Philipp hat mitgeteilt, dass Somfy auch in der Betriebsart "HomeMatic" steuerbar ist.) In der Betriebsart "HomeMatic" können ausschließlich HomeMatic-Geräte verwendet werden und dabei auch nur jene, die nicht mit einer AES-Verschlüsselung arbeiten (z.B. nicht Keymatic). Wer diese Komponenten nutzen möchte, benötigt den HMLAN (siehe Gateway 2). HomeMatic hat sich mittlerweile in Deutschland als State-of-the-Art-Nachrüstsystem etabliert. Initiativen wie Qivicon integrieren nach und nach alle HomeMatic-Produkte. Ein großer Vorteil der Komponenten ist, dass diese bidirektional kommunizieren, sodass ein schaltendes Gerät immer seinen Schalt-Status rückmeldet. Für die Nutzung von HomeMatic-Komponenten gibt es hier zahlreiche Anleitungen. Eine Alternative zur Einbindung von HomeMatic-Geräten mit dem CUL ist die Nutzung des "HMLAN" als Gateway (siehe Kapitel 2 - Gateway HomeMatic-LAN-Adapter). Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00CFF3410" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31NBRkCErXL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="95"] [easyazon_image align="none" height="103" identifier="B0024G59VS" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41LICjxa8gL.SL1101.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B007VTYVSA" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2014/12/513OPfMwfiL._SX425_.jpg" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00H7UICRO" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31QHE3PqTDL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="45"] 1.3 Betriebsart "MAX" In der Betriebsart "MAX" können ausschließlich MAX!-Geräte verwendet werden! MAX! ist ein Nischenanbieter für Heizungssteuerung. Für weitere Einsatzgebiete gibt es keine Komponenten. MAX-Hardware ist optisch sehr ansehnlich gestaltet und funktional gut ausgerüstet. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00AG8PSGC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41AqxyByx3L.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B004W1PSNC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41C90JwrqFL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B004W1PTYU" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31m5a3e4SL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"] Zusammenfassung CUL In der nachfolgenden Grafik gibt es noch einmal eine Übersicht, welche Systeme mit dem CUL laufen und in welchen Anwendungsbereich die Komponenten einzuordnen sind. Gateway 2: HomeMatic-LAN-Adapter & HomeMatic USB-Adapter (HMLAN & HMUSB) Der HomeMatic-LAN-Adapter (HMLAN) (Affiliate-Link) und der HomeMatic USB-Adapter (HMUSB) (Affiliate-Link) sind Original-Komponenten des Herstellers und können in FHEM als Gateway für das gesamte HomeMatic-System genutzt werden. Als Gateway für HomeMatic-Komponenten gibt es von EQ3 aktuell das HomeMatic Funk-LAN-Gateway zu erwerben. Die Einrichtung ist hier beschrieben: HMLan-Adapter am FHEM-Server einrichten. Doch was ist der Vorteil des HMLAN im Vergleich zu einem CUL, mit dem HomeMatic ebenfalls betrieben werden kann (siehe Gateway 1 - CUL)? Nun, der HMLAN ist speziell auf HomeMatic ausgerichtet und ist für gewisse Komponenten, die mit einer AES-Signatur arbeiten (z.B. Keymatic) verpflichtend. Wer ein großes FHEM-Setup aufbauen möchte und dabei auf HomeMatic-Komponenten setzen will, sollte sich den HMLAN anschaffen und den CUL parallel dazu im SlowRF-Modus nutzen, um auch die zahlreichen Nischen-Produkte (siehe oben) nutzen zu können. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00CFF3410" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31NBRkCErXL.SL1101.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow"> [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B0024G59VS" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41LICjxa8gL.SL1102.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="110" identifier="B007VTYVSA" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2014/12/513OPfMwfiL._SX425_.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00H7UICRO" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31QHE3PqTDL.SL1102.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="110" identifier="B002BJV9GC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31D0PVWA6PL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow"> Zusammenfassung HMLAN In der nachfolgenden Grafik gibt es noch einmal eine Übersicht, welche Systeme mit dem HMLAN laufen und in welchen Anwendungsbereich die Komponenten einzuordnen sind. Gateway 3: JeeLink Der JeeLink ist ein USB-Funk-Transceiver für Signale auf der Frequenz 868 MHz und kann in FHEM als Gateway für diverse Komponenten verwendet werden. Er ähnelt dem weitaus bekannteren CUL von busware (Affiliate-Link), hat jedoch einen anderen Funkchip implementiert. Den JeeLink gibt es aktuell ausschließlich bei Jeelabs für etwa 37 Euro inkl. Versand. Die Einrichtung des JeeLink ist hier beschrieben: FHEM mit JeeLink: Luftfeuchte und Temperatur zum Low-Cost-Tarif messen. 3.1 Betriebsart "LaCrosse" In der Betriebsart (=Sketch) "LaCrosse" können folgende Herstellergeräte gleichzeitig verwendet werden. 3.1.1 LaCrosse Die Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren von LaCrosse (unter den Markennamen Technoline, Wetterdirekt, etc.) sind eine sehr preiswerte Variante (unter 20 Euro) zum Erfassen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Ihre Verwendung ist hier beschrieben: FHEM mit JeeLink: Luftfeuchte und Temperatur zum Low-Cost-Tarif messen. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00392XX5U" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/06/51p8-5Qu9eL._SX425_.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="110" identifier="B0062YRSZ8" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31sGEmf7ULL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B001NY416G" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/21OdtbpWTxL.SL1103.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"] 3.1.2 EMT7110 Die Energiekosten-Mess-Funk-Steckdose EMT71110 ist sehr preiswert und zeichnet den Stromverbrauch einzelner, daran angeschlossener Verbraucher auf. Die Steckdose ist allerdings kaum noch verfügbar. 3.2 Betriebsart "PCA301" In dieser Betriebsart können ausschließlich Signale der Energiekosten-Mess-Funk-Steckdose PCA301 empfangen werden. Die Steckdose ist vergleichsweise (z.B. zu HomeMatic) preiswert zu erhalten. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00BS5HEU0" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/02/31jPYQuamDL._SL110_.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="90"] 3.3 Betriebsart "Energy Count 3000" Eine weitere Energiekosten-Mess-Funk-Steckdose ist die Energy Count 3000. Diese kennzeichnet sich durch den vergleichsweise geringsten Preis (rund 22 Euro) und bietet sich für ein verbraucherspezifisches Monitoring des Energieverbrauchs an. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B003A5XNYM" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31ubCOTWxKL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"] Zusammenfassung JeeLink In der nachfolgenden Grafik gibt es noch einmal eine Übersicht, welche Systeme mit dem JeeLink laufen und in welchen Anwendungsbereich die Komponenten einzuordnen sind. Gateway 4: Weitere Gateways Neben den o.g. Möglichkeiten gibt es weitere Gateways, die in FHEM zur Anbindung weiterer Smart-Home-Systeme verwendet werden können. 4.1 Enocean mit dem USB300 Um das batterielose Funk-System Enocean in FHEM nutzen zu können, kann beispielsweise der USB-Transceiver USB300 verwendet werden. Wir haben hier über die Installation des BSC USB300 (Affiliate-Link) berichtet: Batterielose Funk-Hausautomation mit EnOcean und FHEM Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="47" identifier="B0063VOWEU" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/313Heuh0F2BL.SL1101.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"] 4.2 Milight Bridge Die Steuerung von RGB- und RGBW-LED-Leuchtsreifen kann über Milight-Komponenten erfolgen (siehe Anleitung hier: Die nächste HUE-Alternative: warmweiße LED-Stripes im Smart Home steuern). Dazu wird die Milight Bridge als Gateway an FHEM angebunden. Pro Bridge können bis zu 4 verschiedene Zonen (=separate Beleuchtungen) gesteuert werden. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00L3BNHZU" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/06/71dVPMCRR2L._SX425_.jpg" tag="meintechblog-150210-21" target="_blank" rel="nofollow"> 4.3 KNX/EIB mit TUL Wer sein bestehendes KNX an FHEM anbinden möchte, kann das mit dem TUL realisieren. Eine Anleitung zur Einrichtung gibt es hier: KNX/EIB-Gateway in FHEM einbinden. Der TUL ist bei busware.de erhältlich. 4.4 Weitere Systeme Die Anbindung von ZigBee, Z-Wave etc. folgt. Aus meinem täglichen Leben Der modulare Aufbau von FHEM ist einzigartig! Durch die Erweiterung um verschiedene Gateways wächst und wächst das Smart Home und zwar exakt nach den Vorstellungen des Nutzers. Ich nutze den CUL als "Sammelbecken" für diverse Nischenapplikationen, wie Energiemessung im Sicherungskasten mit dem CUL_EM, einigen FS20-Sensoren, UniRoll und ein paar FHT-Steuerungen. Den Großteil meiner Hausautomation decke ich mit HomeMatic ab, wofür ich den HMLAN verwende. Parallel dazu steuere ich mein Lichtambiente über die Milight Bridge und messe äußerst günstig Temperatur und Luftfeuchtigkeit mit den LaCrosse-Sensoren über den JeeLink. Nur durch den modularen Aufbau von FHEM kann ich mir die jeweils besten und günstigsten Komponenten für einen Anwendungsbereich heraussuchen und dann durch deren Zusammenwirken ein einzigartiges Smart Home gestalten. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00KPWRNIA" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/51brhL9IQPL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B00315QNQQ" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/419LXMBaugL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B007VTXP0A" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/02/314QyyAOsoL._SL110_.jpg" tag="meintechblog-150210-21" ][easyazon_image align="none" height="47" identifier="B0063VOWEU" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/313Heuh0F2BL.SL1102.jpg" tag="meintechblog-150210-21" width="110"] ### VPN On-Demand zwischen iPhone und Fritz!Box einrichten Wie bereits vor geraumer Zeit im Artikel Sichere VPN-Verbindung zwischen iPhone und Fritz!Box erläutert, lässt sich von unterwegs ein sicherer Datentunnel aufbauen, um alle Daten verschlüsselt zwischen mobilem Endgerät und heimischem Router zu übertragen und damit abzusichern. Das ist dann besonders praktisch, wenn der heimische Server auf sicherem Wege erreicht werden soll, der selbst keine verschlüsselte Verbindung unterstützen würde (wie bspw. im Falle des Loxone Miniservers) oder generell ein Port-Forwarding vermieden werden soll. Etwas unkomfortabel war dabei jedoch, dass die sichere VPN-Verbindung grundsätzlich manuell aufgebaut werden muss. Nachfolgend wird deshalb erläutert, wie eine solche Verbindung regelbasiert "on demand" auch ohne manuelle Eingriffe voll automatisch hergestellt werden kann. Server- und Client-Konfiguration Um die VPN-OnDemand-Verbindung zwischen heimischer Fritz!Box (Affiliate-Link) und iPhone einrichten zu können, werden zwei Komponenten benötigt. Zum einen eine Server-Konfigurationsdatei, welche in der Fritz!Box hinterlegt wird und zum anderen eine Client-Konfigurationsdatei, welche auf dem iPhone als Profil installiert wird. Serverkonfiguration auf der Fritz!Box In der zum Download bereitgestellten Datei 150208_fritzbox_vpn_oehringen.cfg (38368 Downloads ) werden alle notwendigen Settings eingetragen, damit die Fritz!Box später die eingehende Verbindung vom iPhone auch akzeptiert. Die Konfigurationsdatei bearbeitet man mit einem Texteditor, welcher das Format unberührt lässt. Unter OS X nutzt man einfach das bereits standardmäßig installierte TextEdit, unter Windows bspw. Notepad++. Wichtig sind dabei nachfolgende Werte, die jeder selbst anpassen muss: Grün umrandet: "jay_iphone" Das ist der VPN-Benutzername, mit welchem die Verbindung aufgebaut werden soll. Rot umrandet: "192.168.3.202" Das ist die von der Fritz!Box für das iPhone bereitgestellte IP-Adresse, welche für die VPN-Verbindung freigehalten wird. Um herauszufinden, welche Werte genutzt werden müssen, können die Fritz!Box-Einstellungen unter "http://fritz.box" -> "Heimnetz" -> "Netzwerk" -> "Netzwerkeinstellungen" -> "IPv4-Adressen" geprüft werden. In diesem Beispiel weist die Fritz!Box per DHCP bis zur IP 192.168.3.200 automatisch Adressen für Geräte im heimischen Netzwerk zu. Freie nachfolgende Adressen (192.168.3.201, 192.168.3.202, etc.) können dann sinnvollerweise für VPN-Verbindungen genutzt werden. Blau umrandet: "deinpersönlicherkey" Hier wird der VPN-Schlüssel eingegeben. Der Key sollte mindestens 16-stellig sein und Sonderzeichen enthalten, so dass er nicht erraten werden kann. Update vom 24.02.2015: Die Nutzung bestimmter Sonderzeichen scheint zu Problemen zu führen, so dass die Konfigurationdatei nicht vom iPhone akzeptiert wird. Danke an Björn für die Info. Update vom 29.08.2016: Achtet beim Anpassen der Dateien unbedingt darauf, dass euer Texteditor keine Anführungszeichen oder andere Sonderzeichen umformatiert. Danke an Martin für die Info. Grau umrandet: "deinpersönlichespasswort" Hier muss jeder ein sicheres persönliches Passwort vergeben. Update vom 20.03.2015: Wer beim späteren Verbindungsaufbau den Fehler "Authentifizierung fehlgeschlagen" erhält, sollte sein Passwort anpassen, da bestimmte Sonderzeichen anscheinend nicht funktionieren. Die einzelnen Werte müssen, wie in obiger Abbildung ersichtlich, teilweise mehrfach eingetragen werden. Hier am besten die Alles-Suchen-Und-Ersetzen-Funktion verwenden, um die Werte in der zum Download bereitgestellten Konfigurationsdatei individuell anzupassen. Die fertige Datei wird dann in der Fritz!Box-Weboberfläche unter "Internet" -> "Freigaben" -> "VPN" -> "VPN-Verbindung hinzufügen" importiert. Hier wählt man die Option "Eine VPN-Konfiguration aus einer vorhandenen VPN-Einstellungsdatei importieren" und lädt die gerade erzeugte Konfigurationdatei hoch. Bereits bestehende VPN-Einstellungen bleiben dabei erhalten, ein bestehender VPN-Eintrag mit dem selben Namen, hier "jays_iphone", würde aber entsprechend überschrieben werden. Clientkonfiguration auf dem iPhone In der zum Download bereitgestellten Datei 150208_iphone_vpnondemand_oehringen.mobileconfig.zip (41062 Downloads )  werden alle notwendigen Settings eingetragen, damit das iPhone die ausgehende Verbindung zur Fritz!Box aufbauen kann. Wichtig sind dabei nachfolgende Werte, die jeder selbst anpassen muss: Gelb umrandet: Hier können Namen (SSIDs) von WLan-Netzwerken eingetragen werden. Sofern sich das iPhone zu einem der angegebenen WLan-Netzwerke verbindet, wird keine VPN-On-Demand-Verbindung hergestellt. In diesem Fall lautet der Name dieses WLan-Netzwerks "Apfel". Der gesamt gelb umrandete Inhalt kann auch herausgelöscht werden, er ist nur notwendig, wenn eben explizit keine VPN-On-Demand-Verbindung in speziellen WLan-Netzen aufgebaut werden soll. Schwarz umrandet: Hier werden die Netzwerkadressen bzw. Domains eingetragen, die eine VPN-Verbindung initiieren sollen. Versucht das iPhone aus einem fremden Netzwerk heraus eine Verbindung herzustellen und merkt, dass die gewünschte Adresse nicht erreichbar ist, wird automatisch eine VPN-Verbindung aufgebaut. In diesem Fall befindet sich "192.168.3.11" unter den IP-Adressen. Das ist mein Loxone Miniserver, welcher nun auch von unterwegs über die Loxone iPhone-App mit lokaler IP komplett verschlüsselt über die VPN-Verbindung angesprochen werden kann. Update vom 19.09.2015: Mit dem vor zwei Tagen gelaunchten iOS 9 hat Apple die Richtlinien für VPN On-Demand angepasst, sodass ab sofort keine IP-Adressen und stattdessen nur noch Domainnamen genutzt werden können. Wie bereits per Kommentar kommuniziert, empfehle ich deshalb erstmal folgende Konfiguration zu vewenden: Domains fritz.box DomainAction Mit diesem einen Eintrag sollten dann alle Endgeräte im Netzwerk direkt angesprochen werden können, deren "Namen" in der FritzBox-Oberfläche im Menüpunkt "Heimnetz" -> "Netzwerk" hinterlegt sind. Ist dort bspw. ein Gerät mit dem Namen "Brother" hinterlegt, erfolgt der Aufruf über den Browser bzw. die entsprechende App über den Domainnamen "brother.fritz.box" und nicht mehr über die IP-Adresse "192.168.3.49". Hier gibt es aber anscheinenend auch noch Probleme, gerade was Kabelanschlüsse angeht. Und auch ich habe ein anderes Problem bei einigen Devices. Mit "miniserver.fritz.box" komme ich z.B. auch nicht direkt im LAN auf meinen Loxone Miniserver. Aber das hat primär nichts mit dem VPN zu tun, sondern ist vermutlich ein komisches Auflösungsproblem bei der Namenszuordnung der FritzBox. An dieser Stelle bin ich für jeden Tipp dankbar. Grün umrandet: "jay_iphone" Gleich lautender Benutzername wie in der oben aufgeführten Konfigurationsdatei der Fritz!Box. Hellblau umrandet: "ukneeghx4o9oxxxx.myfritz.net" Hier wird die Dyndns-Adresse eingetragen, über welche die eigene Fritz!Box aus dem Internet erreichbar ist. Wer Details dazu benötigt, kann im Artikel MyFRITZ! – DynDNS-Alternative für die Fritz!Box weitere Infos zur Einrichtung des kostenfreien My!Fritz-Dienstes erhalten. Blau umrandet: "deinpersoenlicherkey" Hier wird der VPN-Schlüssel eingegeben, welcher mit dem in der Konfigurationsdatei der Fritz!Box übereinstimmen muss. Orange umrandet: "Öhringen" Das ist der VPN-Profilname. In diesem Beispiel ist das einfach der Standort der Fritz!Box. Auch in der Konfigurationsdatei des Clients müssen die einzelnen Werte, wie in obiger Abbildung ersichtlich, teilweise mehrfach eingetragen werden. Auch hier am besten die Alles-Finden-Und-Ersetzen-Funktion nutzen, um die Werte in der zum Download bereitgestellten Konfigurationsdatei individuell anzupassen. Sobald alle Anpassungen vorgenommen wurden, muss die Konfigurationsdatei noch auf dem iPhone als VPN-Profil installiert werden. Das geht am einfachsten, indem man sich die Konfigurationsdatei selbst per Email zuschickt und dann auf dem iPhone öffnet. Wem das zu unsicher ist, kann aber natürlich auch Dateiübertragungs-Apps verwenden. Das Profil einfach anklicken und die Installationsschritte durchlaufen. Bei der Einrichtung muss der "BENUTZERNAMEN FÜR VPN-PROFIL" (hier: "jay_iphone") und das "PASSWORT" (hier: "deinpersönlichespasswort") eingegeben werden. Sobald das Profil installiert wurde, kann es am iPhone unter "Einstellungen" -> "Allgemein" -> "VPN" eingesehen werden. Damit die Verbindung nachfolgend immer automatisch hergestellt wird, muss sie einmal initial manuell aufgebaut werden. Ab sofort wird bei Bedarf immer automatisch eine VPN-Verbindung hergestellt. Noch ein Hinweis: Wer ein bestehendes VPN-Profil wieder vom iPhone löschen möchte, kann dies unter "Einstellungen" -> "Allgemein" -> "Profil" -> "Öhringen" -> "Profil löschen" tun. Wer mehr Informationen über mögliche VPN-Attribute über IOS-Devices nachlesen möchte, dem sei die ausführlich Dokumentation Configuration Profile Key Reference von Apple empfohlen. Weiter gibt es noch Interessantes zum Thema On Demand Rules Dictionary Keys. Update vom 15.03.2015: Auch unter iOS 8.2 funktioniert oben beschriebene Konfiguration weiterhin problemlos. Update vom 19.08.2015: Mit der aktuellen Betaversion von iOS 9 funktioniert VPN-On-Demand laut der zahlreichen Kommentare (siehe unten) nicht mehr. Ob das nur an der Beta liegt oder ob das Betriebssystemupdate für iPhone und iPad auch in der finalen Version andere Settings benötigt, entzieht sicht aktuell meiner Kenntnis. Ich werde mich jedoch mit Sicherheit mit der finalen Version von iOS 9 auseinandersetzen, da ich dann spätestens auch updaten werde. Wer mein Update nicht verpassen möchte, kann sich zum Newsletter anmelden oder meintechblog.de auf Facebook folgen. Aus meinem täglichen Leben Lange habe ich nach einer zuverlässigen Lösung gesucht, um bei Bedarf eine VPN-Verbindung zur Fritz!Box (in meinem Fall eine Fritz!Box 7490 (Affiliate-Link)) aufbauen zu können. So lassen sich auch unsichere Verbindungen, wie die bereits oben angesprochene Verbindung mit dem Loxone Miniserver, welcher als Smart-Home-Server nur http und eben kein verschlüsseltes https beherrscht, beim mobilen Zugriff zuverlässig absichern. Gleichzeitig erspart man sich sonst notwendige Port-Weiterleitungen, auf die ich gezielt verzichten möchte, sofern sie nicht zwingend notwendig ist. Wird die Loxone-App dann von unterwegs geöffnet, dauert es keine zwei bis drei Sekunden (schnelle mobile Anbindung vorausgesetzt), bis die VPN-Verbindung automatisch im Hintergrund aufgebaut wird und die Verbindung zum Server steht. Aus diesem Grund ist diese VPN-On-Demand-Lösung zwischen iPhone und Fritz!Box (Affiliate-Link) für mich nicht mehr wegzudenken und gehört zu einer der zentralsten Funktionen, um hohe Sicherheit bei gleichzeitig hohem Komfort zu ermöglichen. ### Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen - Teil 2 Wie im vorausgegangenen Blogpost Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen beschrieben, lassen sich recht bequem Daten zwischen den beiden Smart-Home-Systemen per HTTP-Requests austauschen, um Statusänderungen und Schaltvorgänge von einem System zum anderen weiterzugeben. Etwas tricky wird es aber dann, wenn man einen an FHEM angebundenen Homematic-Aktor über Loxone schalten möchte und gleichzeitig die Information von Schaltänderungen, die direkt am Funkaktor selbst vorgenommen werden, an Loxone zurückzumelden, um den dortigen Taster-Status ebenfalls zu aktualisieren, ohne jedoch einen weiteren (nicht gewünschten) Schaltvorgang auszulösen. Wie das dennoch mit dem notwendigen Know-how recht komfortabel umgesetzt werden kann, wird nachfolgend erläutert. Konfiguration in FHEM In FHEM wird ein HomeMatic Funk-Schaltaktor 1 fach, Unterputzmontage Universal (Affiliate-Link) auf gleiche Weise eingebunden, wie im Artikel Keymatic per HMLan am FHEM-Server anlernen beschrieben. In diesem Fall trägt das Device den Namen "TE.Lampen", da sich die zu schaltenden Lampen auf der Terrasse befinden. Damit das weiter beschriebene Szenario funktioniert, ist es an dieser Stelle zentral wichtig, dem Device das Attribut "event-on-change-reading state" mitzugeben, so dass später tatsächlich nur notify-Benachrichtigungen ausgelöst werden sobald sich der Device-Status auch wirklich ändert. Der entsprechende Ausschnitt der FHEM-Config sieht dabei folgendermaßen aus: define TE.Lampen CUL_HM 2AABFA attr TE.Lampen IODev HMLAN1 attr TE.Lampen autoReadReg 4_reqStatus attr TE.Lampen event-on-change-reading state attr TE.Lampen expert 2_full attr TE.Lampen firmware 2.3 attr TE.Lampen model HM-LC-Sw1PBU-FM attr TE.Lampen peerIDs 00000000, attr TE.Lampen room Terrasse attr TE.Lampen serialNr LEQ0235907 attr TE.Lampen subType switch attr TE.Lampen webCmd statusRequest:toggle:on:off define FileLog_TE.Lampen FileLog ./log/TE.Lampen-%Y.log TE.Lampen attr FileLog_TE.Lampen logtype text attr FileLog_TE.Lampen room CUL_HM Sobald sich der Status von "TE.Lampen" ändert, soll eine entsprechende Benachrichtigung an Loxone abgesetzt werden, um den dort hinterlegten Tasterstatus zu aktualisieren. Dazu werden zwei Notify-Befehle benötigt, einer für die Ein- und einer für die Aus-Benachrichtigung: define TELampenOnAnLoxoneSenden notify TE.Lampen:on "wget -q -O - 'http://admin:password@@192.168.3.11/dev/sps/io/VI37/Impuls'" define TELampenOffAnLoxoneSenden notify TE.Lampen:off "wget -q -O - 'http://admin:password@@192.168.3.11/dev/sps/io/VI38/Impuls'" VI37 und VI38 werden nachfolgend in Loxone angelegt, hier muss jeder die entsprechenden Einträge selbst anpassen. Mehr Informationen zum oben genutzten wget-Befehl gibt es im Artikel Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen. Mehr muss auf Seiten von FHEM nicht eingestellt werden. Konfiguration in Loxone In der LoxoneConfig werden entsprechend zwei virtuelle Eingänge namens "TE.Lampen.On (von FHEM)" und "TE.Lampen.Off (von FHEM)" definiert. Für "TE.Lampen.On (von FHEM)" hat die LoxoneConfig dabei selbstständig den Anschluss "VI37" und für "TE.Lampen.Off (von FHEM)" den Anschluss "VI38" vergeben, weshalb diese auch bei obigen wget-Befehlen angesprochen werden. Diese beiden virtuellen Eingänge werden dann an die Trigger-Eingänge "An" bzw. "Aus" des  nachfolgenden Tasters mit dem Typs "2 Tasten" angebunden. Dieser Taster repräsentiert dabei die in der Visualisierung verfügbaren Lampen auf der Terrasse. Am "digitalen Ausgang" (Q) des Tasters wird dann ein virtueller Ausgang namens "TE.Lampen (an FHEM)" angeschlossen. Dieser wird als "Digitaler Ausgang" definiert, welcher beim "Befehl bei EIN" die Anweisung "/fhem?cmd=set TE.Lampen on" ausführt und damit das Device "TE.Lampen" in FHEM anspricht. Entsprechend fehlt dann unter "Befehl bei AUS" nur noch entsprechend "/fhem?cmd=set TE.Lampen off", um das Device wieder auszuschalten. Update vom 27.o3.2015: Im Artikel Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen – Teil 2 Update wird gezeigt, wie sich obiges Szenario durch die Nutzung eines "EIB-Tasters" noch ein Stück weiter verbessern lässt. Aus meinem täglichen Leben Oben beschriebene Umsetzung funktioniert auch im Dauereinsatz absolut robust und aktualisiert den Taster-Status in Loxone auch dann zuverlässig, sobald am Aktor selbst ein Schaltvorgang ausgelöst wird. Hier kommt der Vorzug der HomeMatic-Aktoren vollständig zu tragen, da diese durch die bidirektionale Kommunikation mit der FHEM-Zentrale nicht nur Schaltbefehle entgegen nehmen, sondern auch zeitnah aktuelle Statusänderungen zurückmelden. Einziges kleineres Problem, welches ich aktuell jedoch noch habe, ist, dass das Statusupdate an FHEM erst einige Sekunden nach dem Druck auf den Aktor selbst mitgeteilt wird und entsprechend auch der Status in der Loxone-Visualisierung etwas dem tatsächlichen Status hinterherhinkt. Eigentlich dachte ich ja, dass solche Statusupdates früher beinahe in Echtzeit in FHEM angezeigt wurden, weshalb ich meine Config nochmals dahingehend überprüfen muss. So oder so ein enormer Zugewinn, der nun endlich eine bestmögliche Integration zwischen Loxone und FHEM ermöglicht. Weiterführend fehlt noch die Anbindung meiner HomeMatic Funk-Jalousieaktoren (Affiliate-Link), welche ebenfalls über Loxone verwaltet werden sollen. Das wird dann nochmal etwas aufwändiger habe ich das Gefühl. :) Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="68" identifier="B007VTYVSA" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/21VelP3SEcL.SL1103.jpg" tag="meintechblog-150201-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B007SVHYF8" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31tWB9xeRiL.SL110.jpg" tag="meintechblog-150201-21" width="110"] ### VU+ Remote Tuner: TV-Programm im ganzen Haus verteilen In einer klassischen SAT-Installation erhält jeder Receiver sein eigenes Anschlusskabel vom SAT-Verteiler, um einen unabhängigen Betrieb zu gewährleisten. Blöd nur, wenn bspw. im Schlafzimmer ein Receiver nachgerüstet werden soll, dort jedoch kein eigener Anschluss zur Verfügung steht. Wer ENIGMA2-basierte Receiver wie eine VU+ oder Dreambox verwendet, kann aber auch über eine Netzwerkverbindung auf den Tuner eines anderen lokalen Receivers zugreifen. Welche Schritte dafür notwendig sind, wird in nachfolgendem Howto erklärt. Nutzung von Server- und Client-Receiver Wie im Artikel Pimp my SAT-Empfang – 4 Tuner an nur einem Anschlusskabel per UniCable erläutert, kann bspw. die VU+ Duo2 (Affiliate-Link) mit bis zu vier unabhängigen SAT-Tunern ausgestattet werden. Dadurch ist es der perfekte Server-Receiver, der seine vier Tuner mit anderen Client-Receivern wie der VU+ Solo SE (Affiliate-Link) (hier vorgestellt) über das lokale Netzwerk teilen kann. Dabei ist man nicht zwangsläufig auf eine kabelgebundene Verbindung angewiesen, da sich bspw. durch den VU+ Wireless USB Adapter (Affiliate-Link) auch eine Verbindung per WLan realisieren lässt. Konfiguration des Server-Receivers Auf dem Server-Receiver muss lediglich das Plugin "Webinterface" installiert und aktiviert ("Webinterface starten") werden. Wer ein VTi Team Image verwendet, muss das Plugin unter Umständen erst herunterladen, installieren und seinen Receiver schließlich neustarten. Heruntergeladen werden kann das Plugin unter "Blaue Taste" -> "Erweiterungen" -> "Rote Taste (Erweiterungen verwalten") -> "Plugins" -> "Webinterface". Wie in der nachfolgenden Abbildung zu sehen, entspricht das hier vorgestellte Setup nicht den Standardeinstellungen des Plugins, diese sollten jedoch auch ohne spezielle Anpassungen out-of-the-box funktionieren. Damit später die benötigte Netzwerkadresse des Server-Receivers im Client-Receiver angegeben werden kann, muss noch die IP-Adresse ermittelt werden. Diese findet sich unter "Menü" -> "Einstellungen" -> "System" -> "Netzwerk" -> "Adapter-Einstellungen" -> "IP-Adresse". In diesem Beispiel lautet die IP-Adresse "192.168.3.9". Konfiguration des Client-Receivers Für den Client-Receiver muss nun das Plugin "remotechannelstreamconverter" über "Blaue Taste" -> "Erweiterungen" -> "Rote Taste (Erweiterungen verwalten") -> "Plugins" installiert werden. Nach der Installation und einem Neustart des Receivers ist nun unter "Menü" -> "Einstellungen" -> "Kanalsuche" der Eintrag "Importiere externe Bouquets" zu finden. Hier muss nun über die "gelbe Taste (Server IP)" der entfernte Server-Receiver konfiguriert werden. Wichtig ist natürlich die IP, in diesem Fall die oben ermittelte "192.168.3.9" sowie der Benutzername "root" und das etwaig vergebene "Passwort" des Server-Receivers. Sofern nicht manuell geändert, braucht kein Passwort angegeben werden. Besitzt der Server-Receiver, wie im Fall der VU+ Duo2, eine Hardware-Transkodierung, kann diese Option aktiviert werden. Befinden sich Server- und Client-Box jedoch im selben Netzwerk, ist davon abzuraten, da die Bildqualität darunter leidet. Transkodierung bedeutet dabei, dass der Video- und Audiostream vom Server-Receiver in Echtzeit kleiner gerechnet wird, so dass bspw. auch die Übertragung über eine schmalbandige Verbindung (z.B. über das Internet) möglich ist. Entsprechend leidet bei einer geringeren Bitrate natürlich auch die Auflösung und damit schließlich die Bildqualität. Hier lassen sich verschiedene Transcoding-Einstellungen ausprobieren, insgesamt muss aber immer mit Qualitätsverlusten gerechnet werden. Sind die Einstellungen vorgenommen und mit der "grünen Taste (OK)" gesichert, werden die zur Verfügung stehenden Bouquets des Server-Receivers angezeigt. Die gewünschten Kanallisten können jetzt markiert werden und mit der "grünen Taste (Herunterladen)" auf den Client-Receiver übermittelt werden. Kurze Zeit später tauchen diese dann als zusätzliche Sender in der normalen Kanalliste des Client-Receivers mit einem vorangehenden "remote_" im Bouquet-Namen auf. Die Sender sollten sich jetzt bereits anzappen lassen und die EPG-Informationen ebenfalls automatisch geladen werden. Wirklich praktisch ist weiterhin, dass bspw. auch die aktuelle Uhrzeit des Server-Receivers auf dem Client-Receiver übernommen wird, welche der Client-Receiver sonst nicht selbstständig ohne weitere Plugins ermitteln könnte. Wer möchte, kann die Namen der importierten Kanallisten natürlich noch bequem mit dem Plugin "BouquetEditor" umbenennen und bspw. das vorausgehende "remote_" entfernen. So merkt man im Normalbetrieb nicht einmal mehr, dass eigentlich gar nicht der eigene sondern der Tuner eines Server-Receivers verwendet wird. Aus meinem täglichen Leben Ich habe lange gegoogelt und herumprobiert, bis ich auf diese einfache Art gestoßen bin, um die Tuner eines Enigma2-Receivers auf einem weiteren Receiver nutzen zu können. In der Praxis läuft die oben vorgestellte Anbindung auch nach längeren Tests ohne Probleme und wirklich sehr performant. Dabei muss sich diese Lösung keineswegs hinter der Konkurrenz wie dem AVM FRITZ!WLAN Repeater DVB-C - Dual-Tuner für Kabel-TV (DVB-C) (Affiliate-Link) verstecken. In meinem Setup nutze ich eine kabelbasierte Netzwerkverbindung, getestet habe ich aber auch per WLan, was ebenfalls gut funktionierte. Hier hängt es aber natürlich maßgeblich von der Empfangsqualität bzw. Entfernung ab, da gerade HD-Sender hohe Bandbreiten und eine stabile Verbindung benötigen. Die Umschaltzeiten sind insgesamt übrigens sehr gut und gefühlt nur ca. einen Tick langsamer (ca. 1-2 Sekunden) als auf einem Receiver mit lokal installiertem Tuner. Eine Lösung, die sich jeder näher ansehen sollte, der ein ähnlich geartetes Setup realisieren möchte. Zu beachten ist jedoch, dass der Client-Receiver beim Zugriff einen Tuner des Server-Receivers blockiert. Hier sollten also sinnvollerweise mindestens zwei Tuner installiert sein, damit ein sinnvoller Parallelbetrieb möglich ist. Das Ganze funktioniert übrigens nicht nur für SAT-Tuner (DVB-S), sondern auch beim Einsatz von Kabel-Tunern (DVB-C). Der Tunersteckplatz meiner VU+ Solo SE (Affiliate-Link) bleibt jedenfalls erst einmal leer, was sich übrigens auch positiv auf den Stromverbrauch auswirkt. Übrigens: Wer bereits eine SAT-Anlage mit Verteiler im Einsatz hat, bei welcher mindestens noch ein weiterer Ausgang ungenutzt ist, kann bpsw. auch den TechniSat TechniRouter Mini 2/1x2 (Affiliate-Link) nachrüsten. Er wandelt zwei reguläre Ausgänge in einen UniCable-Ausgang, so dass am bestehenden Anschlusskabel ab sofort nicht nur ein Tuner, sondern zwei UniCable-fähige Tuner betrieben werden können. ### Pimp my SAT-Empfang - 4 Tuner an nur einem Anschlusskabel per UniCable Konventionelle SAT-Anlagen haben das Manko, dass über ein Anschlusskabel nur ein Tuner angesteuert werden kann. Ist dann nur ein Anschlusskabel von der Satellitenanlage zum SAT-Receiver verlegt, muss man gewöhnlich mit Einschränkungen leben. Möchte man bspw. ein Programm aufnehmen und gleichzeitig ein anderes Programm ansehen, bleibt das Bild gewöhnlich dunkel, sofern die Sender nicht zufällig auf dem selben Transponder ausgestrahlt werden. Das Erste HD ist bspw. auf Transponder 19 mit 11.494Mhz, RTL HD auf Transponder 57 mit 10.832MHz, sodass beide Sender nicht gleichzeitig mit nur einem Tuner und einem Anschlusskabel empfangen werden können. Das ändert sich auch nicht maßgeblich, wenn im Satellitenreceiver ein Dual-Tuner oder ein zweiter separater Tuner eingebaut werden, da technikbedingt ein Anschlusskabel für diesen Anwendungszweck schlicht nicht ausgelegt ist. Glücklicherweise gibt es in diesem Fall Abhilfe in Form eines UniCable Multischalters (Affiliate-Link), welcher es durch Frequenzmodulation ermöglicht, über ein einziges Anschlusskabel bis zu acht Tuner gleichzeitig und unabhängig voneinander zu betreiben. Wie der Aufbau im Fall einer SELFSAT-Flachantenne H2DQ mit Quattro-LNB (Affiliate-Link) und einem VU+ Duo2 Sat-Receiver mit zwei Dual-DVBS-2 Tunern (Affiliate-Link) realisiert werden kann, wird in der nachfolgenden Howto-Anleitung erläutert. SELFSAT - Die unauffällige Flachantenne für den Satellitenempfang Bei meinem kürzlichen Umzug musste ich feststellen, dass kein Satellitenanschluss in der neu bezogenen Wohnung vorhanden war. Um nicht unnötig Kabelgebühren bei gleichzeitig geringerer Senderauswahl im Vergleich zum SAT-Empfang zu zahlen und da ohnehin bereits ein SAT-tauglicher VU+ Duo2 (Affiliate-Link) Receiver vorhanden war, musste eine andere Lösung her. Glücklicherweise war noch eine SelfSat Flachantenne H21D mit Single LNB (Affiliate-Link) vorhanden, welche - direkt am Single-Tuner SAT-Receiver angeschlossen - bereits früher gute Dienste leistete. Da nun eine minimal invasive und vor allem unauffällige Installation auf der Dachterrasse anstand, musste erstmal eine neue Halterung her. Die Entscheidung fiel auf den Balkonständer XM-Line XMSTF48/1000/E400 (Affiliate-Link), welcher gut verarbeitet wirkt. Die passende 40x40cm Betonplatte zur Beschwerung gab es dann noch für knapp zwei Euro aus dem nächsten Baumarkt, online ordern war leider nicht möglich. Als Anschlusskabel kam ein normales 120db Satellitenkabel (Affiliate-Link) zum Einsatz, welches entsprechend gekürzt und mit den beiliegenden F-Steckern (Affiliate-Link) versehen wurde. Als Tür- bzw. Fensterdurchführung wurde erwartungsvoll die teuerste Möglichkeit in Form der Dur-Line Profi Fensterdurchführung (Affiliate-Link) ausgesucht. Keine Ahnung, was schief gelaufen ist, aber diese "Profi-Durchführung" hat nichtmal ein Dutzend Schließvorgänge der Terrassentür überlebt. Ich kann eine Fehlinstallation meinerseits natürlich nicht gänzlich ausschließen, mit der günstigen Fensterdurchführung (Affiliate-Link), welche im Anschluss identisch installiert wurde, gab es bisher jedoch noch keinerlei Probleme. Da das Set aus vier Fensterdurchführungen besteht, kann eine defekte Durchführung bei Bedarf auch schnell getauscht werden, sofern das irgendwann notwendig sein sollte. Abbildung: Fensterdurchführung (folgt) Die Ermittlung der Himmelsrichtung, in welche die SAT-Schüssel bzw. Flachantenne ausgerichtet werden muss, kann über den praktischen Onlinedienst dishpointer.com erfolgen. Beim Dropdown wählt man einfach "19.2E ASTRA 1KR / ASTRA 1M / ASTRA 1N" aus, sofern man den "Standard-Satellitenverbund" für Deutschland bzw. deutschsprachige Sender empfangen möchte. Unter "Dish Setup Data" wird dann gleich der vorgeschlagene Wert für "Elevation" (vertikale Neigung) der Schüssel sowie "LNB Skew" (Rotation des LNB) angezeigt. Diese Werte können gewöhnlich recht einfach an jeder SAT-Schlüssel bzw. SAT-Flachantenne eingestellt werden. Jetzt kann die Sat-Schüssel schon mal grob eingestellt werden, die Schrauben sollten jedoch noch nicht komplett angezogen werden, da man später bei der Feineinstellung oftmals noch etwas korrigieren muss, wenn bspw. die Masthalterung nicht hundertprozentig senkrecht ausgerichtet ist. Zur Feineinstellung wurde der VU+ Duo2 Receiver an die Flachantenne angeschlossen und über die iPhone-App e2RemotePro verbunden. [app 574507135] Hier lässt sich die Signalstärke (SNR) unter "Tools" -> "Signal Info" in Echtzeit verfolgen, so dass man gewöhnlich recht schnell die perfekte Ausrichtung ermitteln kann. Da die Astra-Sender nicht alle über einen Satelliten, sondern über direkt benachbarte Satelliten ausgestrahlt werden, sollte man auch mehrere Sender durchtesten und die Ausrichtung Antenne noch etwas anpassen. Die Signalstärke sollte bei gutem Wetter über 90% liegen. Pimp my SAT-Schüssel per UniCable Das vorher beschriebene Setup ermöglicht bereits den Sat-Empfang mit einem Receiver. Um nun insgesamt vier Sat-Empfänger in Form von zwei Dual-DVBS-2 Tunern des VU+ Duo2 Receivers (Affiliate-Link) mit dem bereits installierten Anschlusskabel betreiben zu können, kommt nun der preislich moderate 4-fach UniCable Multischalter UST1O1-CUO1O-4PP von Inverto (Affiliate-Link) zum Einsatz. Theoretisch lässt sich auch der Inverto 8-fach Unicable Multischalter UST111-CUO10-8PP (Affiliate-Link) verwenden, wenn statt vier insgesamt bis zu acht Tuner nutzbar gemacht werden sollen, was in meinem Fall jedoch nicht notwendig ist. Der 4-fach Multischalter wird mit einem Netzteil geliefert, welches jedoch im Fall der VU+ Duo2 nicht benötigt wird, da die DVB-S-Tuner dem Multischalter genug Strom zur Verfügung stellen, sodass dieser ohne externe Stromversorgung betrieben werden kann. Da der Multischalter jedoch nicht mit einem Single-LNB der SELFSAT H21 betrieben werden konnte, musste das eingebaute LNB noch mit dem Quattro-LNB LDUQ PU5000 getauscht werden. Wer eine neue SELFSAT-Flachantenne benötigt, kann natürlich auch direkt die Selfsat H21DQ Quattro-LNB (Affiliate-Link) ordern. Hier muss dann nichts mehr umgebaut werden. Wer sich überlegt die Variante Selfsat H21D4 mit Quad-LNB (Affiliate-Link) zu besorgen, sollte die Ohren spitzen. Der UniCable-Multischalter kann nur hinter einem Quattro-LNB betrieben werden, der Anschluss an ein Quad-LNB ist nicht möglich. Das liegt daran, dass ein Quad-LNB zum direkten Anschluss an vier verschiedene Tuner mit jeweils einem Kabel ausgelegt ist, welches bei jedem der vier Anschlüsse das gesamte Frequenzspektrum durchlässt. Möchte bzw. muss man einen Multischalter nutzen, muss auch ein Quattro-LNB eingesetzt werden, welches an jedem seiner vier Kabelanschlüsse jeweils verschiedene Signale (V/L, V/H, H/H, H/L) passend für den Multischalter liefert. Ein solches Quattro-LNB muss zwingend in der richtigen Reihenfolge der Anschlüsse mit einem Multischalter und nicht direkt am Tuner des Receivers betrieben werden. Wird ein Quattro-LNB direkt an den Tuner angeschlossen, kommt je nach verwendetem LNB-Anschluss entsprechend nur 1/4 der möglichen Frequenzen V/L, V/H, H/H oder H/L durch. Der Anschluss des Quattro-LNB LDUQ PU5000 gestaltete sich dabei am 4-fach UniCable Multischalter UST1O1-CUO1O-4PP von Inverto (Affiliate-Link) etwas schwierig. Am Multischalter waren die Eingänge mit H/L, H/H, V/L, V/H beschriftet, wohingegen die Beschriftung am Quattro-LNB gänzlich fehlte. Die Suche nach einer Betriebsanleitung und auch eine Google-Recherche blieben leider gänzlich erfolglos. Hier musste also erstmal ausprobiert werden, welcher Ausgang welches Signal ausgibt. Ermittelt wurde schließlich die Reihenfolge der Anschlüsse am Quattro-LNB von oben nach unten: V/L, V/H, H/H, H/L. Äußerst praktisch ist, dass der Multischalter bequem auf der Rückseite der SELFSAT-Flachantenne montiert werden kann. Zur Fixierung des Multischalters an der Antenne konnte die Schraube links unten verwendet werden. Das hält perfekt und so ist der Multischalter auch etwas gegen Witterungseinflüsse geschützt. Die im Anschluss notwendigen 40 cm langen Verbindungskabel zwischen Quattro-LNB und MultiCable-Multischalter wurden dann selbst konfektioniert. Alternativ kann man natürlich auch einfach vier Stück Wentronic BKF 050 SAT Anschluss Kabel 50cm (Affiliate-Link) benutzen. Als Witterungsschutz wurden dann noch Wetterschutzkappen (Affiliate-Link) angebracht. Jetzt kann auch das vorhandene Anschlusskabel in Richtung Receiver am Multischalter an dessen UniCable-Ausgang montiert werden. Update vom 16.08.2015: Die ungenutzten und noch freiliegenden Anschlüsse am Multischalter können jeweils durch DC-entkoppelte F-Abschlußwiderstände (Affiliate-Link) abgedeckt und geschützt werden. Danke an Heiko für den Tipp! Update Ende Möchte man jetzt nur einen Dual DVB-S2 Tuner (Affiliate-Link) anschließen, kann das Anschlusskabel am oberen Anschluss (Tuner A) verbleiben. Der untere Anschluss (Tuner B) braucht nicht extra physisch verbunden werden, da sich dieser softwareseitig mit Tuner A verbinden lässt und dessen Anschluss einfach mitbenutzen kann. Da in der VU+ Duo2 (Affiliate-Link) noch ein zweiter Dual DVB-S2 Tuner (Affiliate-Link) parallel betreiben werden soll, wurde das Anschlusskabel noch einmal mit einem SAT-Verteiler 2-fach (Affiliate-Link) aufgesplittet und mit zwei kurzen SAT-Anschlusskabeln (Affiliate-Link) neu mit jeweils dem oberen Eingang beider Dual-Tuner verbunden. Beim SAT-Verteiler sollte man dabei darauf achten, dass dieser DC-diodenentkoppelt ist, da es sonst zu Problemen kommen kann. Tuner-Konfiguration auf UniCable umstellen Sobald alles korrekt verkabelt ist, sollten alle Sender korrekt angezeigt werden. Um alle vier verschiedenen Schaltzustände (V/L, V/H, H/H, H/L) durchzutesten, kann man bspw. folgende Programme anzappen: V/L: 3 SAT HD V/H: DMAX SD H/H: Das Erste SD H/L: Das Erste HD Da jetzt hardwareseitig alles korrekt installiert ist, geht es an die Softwaresettings der VU+ Duo2 (Affiliate-Link), in diesem Fall realisiert durch ein VTi Team Image. Dabei müssen die korrekten Settings unter "Menü" -> Einstellungen" -> "Kanalsuche" -> "Tuner-Konfiguration" vorgenommen werden. Tuner A wird folgendermaßen konfiguriert: Konfiguration: erweitert Satellit: Astra (19.2E) LNB: LNB 1 Priorität: Auto LOF: Unicable Unicable Konfiguration: Unicable User defined Kanal: SatCR 1 Frequenz: 1210 LOF/L: 09750 LOF/H: 10600 Grenze: 11700 Verbunden: nein DiSEqC-Modus: Keine In diesem Fall muss unter Einstellung "Unicable Konfiguration: Unicable User defined" ausgewählt und die "Frequenz: 1210" manuell hinterlegt werden, da kein fertiges Profil für den 4-fach UniCable Multischalter UST1O1-CUO1O-4PP von Inverto (Affiliate-Link) vorhanden war. Die entsprechenden Infos (User Bands) für die Einrichtung konnten glücklicherweise vom Benutzerhandbuch des Herstellers entnommen werden. Andere Multischalter, wie der 8-fach Unicable Multischalter UST111-CUO10-8PP von Inverto (Affiliate-Link) sind hingegen hinterlegt und können ohne manuelle Konfiguration der Frequenzen direkt ausgewählt werden. Update vom 16.08.2015: Laut Heiko ist mittlerweile auch ein Profil für den IDLP-UST1O1-CUO1O-4PP von Intervto (Affiliate-Link) verfügbar. Die manuelle Konfiguration ist also nur noch für Unicable Multischalter notwendig, die noch kein eigenes Profil haben. Update Ende Weiter geht es mit Tuner B, welcher folgendermaßen konfiguriert wird: Konfiguration: erweitert Satellit: Astra (19.2E) LNB: LNB 1 Priorität: Auto LOF: Unicable Unicable Konfiguration: Unicable User defined Kanal: SatCR 2 Frequenz: 1420 LOF/L: 09750 LOF/H: 10600 Grenze: 11700 Verbunden: ja Verbunden mit: Tuner A: Vuplus DVB-S NIM(AVL6222) (DVBS-2) DiSEqC-Modus: Keine Hier sieht man, dass der zweite Tuner (Tuner B) softwareseitig mit dem Tuner A verbunden werden kann und dessen Signal "mitbenutzen" darf, weshalb er kein eigenes Kabel benötigt. Tuner C, also der erste Tuner des zweiten DVB-S2 Dual-Tuners, welcher ebenfalls mit einem Anschlusskabel verbunden ist, wird folgendermaßen konfiguriert: Konfiguration: erweitert Satellit: Astra (19.2E) LNB: LNB 1 Priorität: Auto LOF: Unicable Unicable Konfiguration: Unicable User defined Kanal: SatCR 3 Frequenz: 1680 LOF/L: 09750 LOF/H: 10600 Grenze: 11700 Verbunden: nein DiSEqC-Modus: Keine Und zum Schluss noch Tuner D: Konfiguration: erweitert Satellit: Astra (19.2E) LNB: LNB 1 Priorität: Auto LOF: Unicable Unicable Konfiguration: Unicable User defined Kanal: SatCR 4 Frequenz: 2040 LOF/L: 09750 LOF/H: 10600 Grenze: 11700 Verbunden: ja Verbunden mit: Tuner C: Vuplus DVB-S NIM(AVL6222) (DVBS-2) DiSEqC-Modus: Keine Nach dem Abspeichern der Einstellungen sollten alle vier Tuner korrekt eingebunden sein, so dass mehrere Sender gleichzeitig aufgenommen und betrachtet werden können. Getestet wurde das Ganze einmal über verschiedene Aufnahmen, im Display der VU+ Duo2 (Affiliate-Link) sieht man dann sofort, dass alle vier Tuner (A, B, C, D) erkannt und genutzt werden. Nützliche Informationen zu UniCable UniCable moduliert die eingehenden Frequenzen um, so dass mehrere Tuner parallel mit jeweils einem eigenen Frequenzband angebunden werden können. Je höher das genutzte Frequenzband, desto höher ist auch die Dämpfung und damit schlechter das anliegende Signal. Wenn also nicht alle verfügbaren Frequenzen des UniCable-Multischalters genutzt werden müssen, sollte man darauf achten möglichst niedrige Frequenzen zu wählen, also erst SCR1, SCR2 und entsprechend aufsteigend. Wenn alle Frequenzen genutzt werden, sollten den Geräten nahe dem UniCable-Multischalter die hohen Frequenzen gegeben werden, den entfernteren die niedrigeren Frequenzen. Die verfügbaren, neu modulierten Frequenzen unterscheiden sich dabei je nach Multischalter. UniCable wird übrigens oft auch Einkabelsystem genannt, der UniCable-Multischalter auch UniCable-Switch. Die modulierten Frequenzen des Multischalters werden auch als Empfangsfrequenz, Kommunikationskanalfrequenzen oder Benutzer-Band (User Band) bezeichnet. Wer UniCable einsetzen möchte und keine Dreambox oder VU+ hat, sollte zudem erst einmal prüfen, ob der verwendete SAT-Receiver überhaupt MultiCable-fähig ist. Weiterführende Informationen zu Unicable sind auch auf Wikipedia verfügbar. Aus meinem täglichen Leben Das ganze Setup zum Laufen zu bekommen, hat schon etwas Recherchaufwand und Nerven gekostet, gerade weil das Quattro-LNB ohne Bezeichnung daherkam. Das hier beschriebene Setup läuft jetzt bereits mehrere Tage problemlos auch bei Starkregen, Wind und Wetter und auch die Dual Tuner der VU+ Duo2 bleiben im Dauerbetrieb angenehm kühl. Hier liest manchmal, dass es unter Umständen zu Problemen kommen kann, da manche UniCable-Multischalter richtig Strom fressen und die angeschlossenen Tuner, welche den Multischalter mit Strom versorgen, dann schnell mal überhitzen können. Davon ist bisher jedenfalls glücklicherweise keine Spur. Zur Not kann man ja noch das mitgelieferte Netzteil des Multischalters installieren. Insgesamt bin ich mit der Unicable-Lösung mehr als zufrieden, gerade weil nur ein einziges Kabel - statt insgesamt vier bei konventioneller Verkabelung - durch die Terrassentür verlegt werden musste und trotzdem vier eigenständige Tuner unabhängig voneinander angesteuert werden können. Der UniCable-Multischalter moduliert dabei das vorhandene Satellitensignal in Echtzeit auf voneinander getrennte Frequenzen um, so dass entsprechend mehrere Tuner gleichzeitig betrieben werden können. Im Vergleich zu einer konventionellen Lösung konnten übrigens keinerlei signifikante Nachteile ausgemacht werden, gerade was Umschaltzeiten oder Signalstärken angeht. Eine Lösung, die sehr interessant ist, gerade auch wer seine bestehende Satellitenanlage nachrüsten möchte. So lässt sich der UniCable-Multischalter bspw. auch zusätzlich an den Ausgängen eines konventionellen Multischalters anschließen und so einzelne Anschlusskabel in Richtung SAT-Receiver mit Multicable aufrüsten. Absolut genial, wenn nur ein Kabel verlegt ist und trotzdem mehrere Tuner gleichzeitig und unabhängig voneinander betrieben werden sollen. In meinem Setup fungiert der VU+ Duo2 Receiver (Affiliate-Link) mit seinen insgesamt vier Tunern jetzt im Wohnzimmer als Server-Box, welche per IP auch andere VU+ Receiver wie eine VU+ Solo SE (Affiliate-Link) (hier vorgestellt) im Schlafzimmer per Netzwerkanschluss mit allen an der Server-Box verfügbaren Sendern versorgen kann. Wie das funktioniert, wird nachfolgend im Blogpost VU+ Remote Tuner: TV-Programm im ganzen Haus verteilen erläutert. ### FHEM mit JeeLink: Luftfeuchte und Temperatur zum Low-Cost-Tarif messen Updated 26.02.2017 Update 05. April 2015: Jeelink in der Version v3c funktioniert auch. Siehe weiter unten. Zu einem ordentlichen Smart Home gehört die Messung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit in jedem Raum. Hierdurch können die Hardwarekosten allerdings schnell in die Höhe schießen. Der Temperatur- und Luftfeuchtesensor von HomeMatic (Affiliate-Link) kostet z.B. knapp 50 Euro. Für eine 3-Zimmer-Wohnung mit Küche, Bad und Hausflur kann die Sensorik somit schnell 600 Euro kosten. Eine Alternative hierzu sind die günstigen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren von LaCrosse (Affiliate-Link), die es für rund 17 Euro das Stück käuflich zu erwerben gibt. Damit diese mit dem OpenSource Smart Home Server "FHEM" genutzt werden können, muss lediglich der passende Empfänger (JeeLink) am Server konfiguriert werden. Den JeeLink als Gateway in FHEM anlegen: 5 Schritte zur Einrichtung Der JeeLink ist ein USB-Funk-Transceiver für Signale auf der Frequenz 868 MHz und kann in FHEM als Gateway für die Funksignale der LaCrosse-Sensoren genutzt werden. Er ähnelt dem weitaus bekannteren CUL von busware, hat jedoch einen anderen Funkchip implementiert. Den JeeLink gibt es aktuell ausschließlich bei Jeelabs für etwa 37 Euro inkl. Versand. Achtung: Es gibt eine neue Variante, den Jeelink V3C! Dieser funktioniert bei mir exakt gleich wie der Jeelink Classic. Ich habe beide Varianten getestet. Der neue v3c hat eine bessere Sende- und Empfangsleistung, ist jedoch häufig ausverkauft. Ich kann allerdings nichts Negatives über den "alten" Jeelink Classic sagen, sodass ich bei Verfügbarkeit zwar den v3c empfehlen würde, ansonsten aber auch überhaupt kein Problem damit hätte, die Classic-Variante zu nehmen. Damit der JeeLink die Signale von LaCrosse-Temperatursensoren empfangen und für FHEM bereitstellen kann, muss er zunächst mit der Firmware  geflasht werden. Das funktioniert für beide Jeelink-Varianten mit den folgenden 5 Schritten: JeeLink an einen freien USB-Slot am FHEM-Server (z.B. RaspberryPi (Affiliate-Link) oder Intel NUC (Affiliate-Link)) anstecken. Mit einer Terminal-App eine SSH-Verbindung auf den Server herstellen (unter Windows z.B. mit Putty, bei OS X mit der Standard-Terminal-App). ssh christoph@192.168.178.68 Der Name vor dem "@" und die IP-Adresse müssen an die eigenen Werte angepasst werden. Im Terminal wird ein neuer Knoten für den JeeLink angelegt. sudo mknod /dev/ttyUSB0 c 188 0 Evtl. ist der Knoten bereits vorhanden. Dann kann die darauffolgende Warnmeldung ignoriert werden. Nun wird noch das Programm "AVR Dude" installiert, mit dessen Hilfe die Firmware auf den JeeLink geflasht wird. sudo apt-get install avrdude Die Terminalverbindung kann nun wieder beendet werden. In der Weboberfläche von FHEM wird der JeeLink jetzt als Objekt angelegt, wozu folgende Befehle nacheinander mit Enter in der FHEM-Kommandozeile am oberen Bildrand abgesendet werden. Begonnen wird mit einer Prüfung der Aktualisierung von FHEM. update check Nach der Prüfung auf aktuelle Dateien, kann das Update durchgeführt werden. update Die Änderungen werden nach dem erfolgreichen Update übernommen, indem FHEM neugestartet wird. shutdown restart Jetzt kann der JeeLink angelegt werden. define myJeeLink JeeLink /dev/ttyUSB0@57600 Ganz wichtig für den nachfolgenden Flash-Vorgang ist das folgende Attribut, welches dem JeeLink gegeben werden muss. attr myJeeLink flashCommand avrdude -p atmega328P -c arduino -P [PORT] -D -U flash:w:[HEXFILE] 2>[LOGFILE] Schließlich werden zum Betrieb der LaCrosse-Sensoren noch der Toggle-Modus aktiviert (30t) und die äußerst helle Geräte-LED deaktiviert (optional) (0a v) Wer mit dem Jeelink verschiedene Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren betreiben will, die teilweise unterschiedliche Datenraten (9.579 und 17.241 kbps) verwenden, muss den Toggle-Modus des Jeelink aktivieren (30t). Zusätzlich kann die helle Geräte-LED des Jeelink deaktiviert werden (0a v). attr myJeeLink initCommands 30t 0a v Nun sind alle Schritte vorbereitet und das Flashen kann beginnen. Hierzu wird in FHEM der folgende Befehl abgesetzt. set myJeeLink flash LaCrosse Diese Anweisung erzeugt in etwa den folgenden Output. flashing JeeLink myJeeLink detected Firmware: LaCrosse hex file: ./FHEM/firmware/JeeLink_LaCrosse.hex port: /dev/ttyUSB0 log file: ./log/JeeLinkFlash.log myJeeLink closed command: avrdude -p atmega328P -c arduino -P /dev/ttyUSB0 -D -U flash:w:./FHEM/firmware/JeeLink_LaCrosse.hex 2>./log/JeeLinkFlash.log --- AVRDUDE --------------------------------------------------------------------------------- avrdude: AVR device initialized and ready to accept instructions Reading | ################################################## | 100% 0.00s avrdude: Device signature = 0x1e950f avrdude: reading input file "./FHEM/firmware/JeeLink_LaCrosse.hex" avrdude: input file ./FHEM/firmware/JeeLink_LaCrosse.hex auto detected as Intel Hex avrdude: writing flash (16676 bytes): Writing | ################################################## | 100% 2.35s avrdude: 16676 bytes of flash written avrdude: verifying flash memory against ./FHEM/firmware/JeeLink_LaCrosse.hex: avrdude: load data flash data from input file ./FHEM/firmware/JeeLink_LaCrosse.hex: avrdude: input file ./FHEM/firmware/JeeLink_LaCrosse.hex auto detected as Intel Hex avrdude: input file ./FHEM/firmware/JeeLink_LaCrosse.hex contains 16676 bytes avrdude: reading on-chip flash data: Reading | ################################################## | 100% 1.70s avrdude: verifying ... avrdude: 16676 bytes of flash verified avrdude done. Thank you. --- AVRDUDE --------------------------------------------------------------------------------- myJeeLink opened Die letzte Zeile zeigt, dass der Flash-Vorgang erfolgreich war und der JeeLink nun in FHEM verwendet werden kann (opened). Das Einrichten des JeeLink als Gateway ist somit beendet, sodass nun die günstigen LaCrosse-Temperatursensoren in FHEM eingebunden werden können. Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur mit LaCrosse-Sensoren in FHEM messen Die Luftfeuchte- und Temperatursensoren von LaCrosse (Affiliate-Link) werden zu günstigen Preisen unter den Marken Technoline, Proficell, TFA oder Wetterdirekt vertrieben. Es gibt mehrere Sensoren, die mit dem JeeLink verwendet werden können. Im Schnitt kostet eines der Messgeräte knapp 17 Euro, wobei die Preise stark schwanken. Mal ist das Eine teurer, dafür das Andere wieder billiger, sodass nachfolgend drei in FHEM nutzbare Varianten aufgeführt sind, von denen preislich immer eine rund um die 17 Euro liegen sollte. User Marco hat mitgeteilt, dass die Sensoren auch mit mehreren "Stationen" (z.B. einer TFA-Wetterstation (Affiliate-Link)) zusammenarbeiten. Aktuell (Februar 2017) wird im Fhem-Forum darauf hingewiesen, dass der dritte, hier aufgeführte Sensor, der "30.3155" teilweise mit Empfangsproblemen kämpft und daher nicht empfohlen wird. Ich persönlich betreibe drei Stück davon seit knapp zwei Jahren ohne Probleme. Um den Sensor in FHEM nutzen zu können, wird jetzt -wie bei allen anderen Geräten auch- ein Pairing vorgenommen, welches den Sensor mit dem JeeLink und somit auch mit FHEM verbindet. Das funktioniert bei einem JeeLink ähnlich wie bei einem HomeMatic Funk-LAN-Gateway LAN-Adapter (Affiliate-Link) (dem Gateway für alle HomeMatic-Komponenten). Es ist wichtig, dass die Funktion "autocreate" (define autocreate autocreate) aktiv ist. set myJeeLink LaCrossePairForSec 60 Jetzt werden innerhalb von 60 Sekunden die Batterien auf der Rückseite des LaCrosse-Sensors eingelegt, woraufhin das Messgerät ein Pairing-Signal von sich gibt, welches von dem ebenfalls im Pairing-Modus befindlichen JeeLink empfangen wird. Nachdem der Pairing-Vorgang erfolgreich durchgeführt wurde, taucht in FHEM links in der Seitenleiste ein neuer Raum mit dem Namen "LaCrosse" auf, in dem das neu angelegte Funk-Thermometer zu finden ist. Mit den Standard-FHEM-Befehlen für Umbenennen und Raumzuweisen werden dem neuen Gerät (hier: LaCrosse_1E; bitte an den jeweils eigenen Namen anpassen) ein passender Name und ein Raum zugeteilt. rename LaCrosse_1E Bad.Temp attr Bad.Temp room Bad Das wars zunächst mit der Einrichtung. Wer bei TFA-Sensoren Empfangsprobleme hat, sollte ferner noch folgendes Attribut einstellen, damit die Frequenz exakter genutzt werden kann. attr myJeeLink initCommands 30t 0a 868280f v Weil der günstige Sensor jedoch sowohl Luftfeuchte als auch Temperatur misst, sollte man auf jeden Fall noch eine passende Visualisierung der Messdaten erstellen. Messwerte visualisieren Zusammen mit dem LaCrosse-Sensor wurde ein dazugehöriges Logfile angelegt. Nach einem Klick auf Selbiges kann anhand der dort hineingeschriebenen Daten eine SVG-Visualisierung erzeugt werden. Für mehr Details hierzu kann in folgendem Blogpost nachgelesen werden: FHEM-Logfiles und -Graphen: Datenlast reduzieren und Werte ordentlich visualisieren (Abschnitt "Logfile-Daten in Graphen visualisieren ("plotten")"). In der Maske zur Erstellung derartiger SVG-Grafiken können die markierten Werte aus dem nachfolgenden Screenshot übernommen werden. Ein abschliessender Klick auf "Write .gplot file" sichert die erzeugte Grafik. Aus meinem täglichen Leben Dank des megagünstigen Preises der LaCrosse-Sensoren (Affiliate-Link) habe ich diverse Spinnereien realisiert. Beispielsweise überwache ich die Temperatur meiner Kühlschrank-/ Gefrierkombination mit je einem LaCrosse. Der Kühlschrank selbst ist an eine HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung (Affiliate-Link) angebunden, sodass ich den Kühlschrank auch über die Hausautomation steuern kann. Einerseits sieht man dadurch auf dem nachfolgenden Screenshot wunderbar das Temperatur-Anstiegsverhalten, versetzt zu den Kühlphasen, in denen Strom verbraucht wird. Aktuell habe ich lediglich eine Push-Notification an dieses Setup angebunden, die mich z.B. bei zu hohen Temperaturen benachrichtigen würde. Langfristig plane ich, die Stromzufuhr des Kühlschranks in Abhängigkeit der Temperaturen und meiner gültigen Strompreis-Struktur (Tag- und Nachttarif) zu steuern. So könnte ich beispielsweise nachts "Dauerkühlen", sodass ich mir z.B. 4 Stunden Strombetrieb tagsüber sparen kann. Mit den super preiswerten Temperatur- und Luftfeuchte-Sensoren von LaCrosse (Affiliate-Link) habe ich nahezu jeden Winkel meines Zuhauses mit intelligenter Sensorik ausgestattet und dabei keine Unsummen ausgeben müssen. Auch wenn die Geräte optisch wenig anmutig sind, ist ihre Funktionalität in Verbindung mit dem Preis ein absoluter Gewinn für jedes Smart Home! ### Smart-Home-Steuerung mit FHEM: Notzugang per Telefon Ein FHEM-basiertes Smart Home vernetzt und automatisiert eine Vielzahl von Geräten zu Komfort-, Sicherheits- oder Energiesparzwecken. Dabei agiert das Smart Home meist autark auf Basis von durch den Nutzer eingestellten Regeln und Abläufen. Ein fernsteuerndes Eingreifen z.B. per Smartphone App ist jedoch häufig trotzdem notwendig, um bestimmte Wunschszenarien zu aktivieren. Beispielsweise kann eine Anwesenheitssimulation je nach Bedarf per Smartphone App gestartet, die Heizung bereits vor Ankunft zuhause aktiviert oder einer bestimmter Verbraucher von unterwegs abgeschaltet werden. Das alles funktioniert über eine App auf dem Smartphone hervorragend, solange eine Internet-Verbindung besteht. Gerade im Urlaub ist diese Verbindung jedoch nicht immer gegeben, sodass ein dauerhafter Zugriff auf das Smart Home nicht möglich ist. Eine alternative, wenn auch stark beschränkte Zugriffsmöglichkeit, bietet das Telefon. Dieser Artikel erklärt, wie unter der Verwendung einer Fritz!Box, wie der Fritz!Box 7490 (Affiliate-Link), eine kostenlose, telefongesteuerte Smart-Home-Regelung für spezielle Einzelszenarien möglich ist. Telefon per FritzBox in FHEM anbinden Wer einen gängigen DSL-Tarif besitzt, hat heute meist eine digitale VoIP-Telefon-Leitung, die dann beispielsweise über die Fritz!Box 7490 (Affiliate-Link) eingebunden ist. Mit Hilfe des FHEM-Moduls "FB_CALLMONITOR" kann FHEM sämtliche Meta-Daten der Telefonaktivitäten einer Fritz!Box mitlesen.  Damit dieses Modul verwendet werden kann, muss zunächst der Callmonitor der Fritz!Box aktiviert werden. Dazu wird auf einem an die Box angeschlossenen Telefon, z.B. einem "einfachen" Schnurlostelefon wie dem Bestseller Gigaset A415 (Affiliate-Link), die folgende "Telefonnummer" angerufen. #96*5* Darauf folgend kann das Telefon als Objekt in FHEM angelegt werden. Dies geschieht über den folgenden "define"-Ausdruck in der FHEM-Kommandozeile am oberen Bildrand. define Telefon FB_CALLMONITOR 192.168.178.1 Hierdurch wird das Objekt "Telefon" (Name frei wählbar) angelegt, welches unter der IP-Adresse der FritzBox (hier: 192.168.187.1) zu finden ist. Zusätzlich wird dem Telefon mit Hilfe des "attr"-Ausdrucks noch ein Attribut vergeben, damit FHEM im weiteren Verlauf lediglich bei einer Statusänderung des Wertes "event" eine Aktion auslöst. attr Telefon event-on-change-reading event Nach einem Klick auf "Everything" in FHEM, sollte das Telefon auffindbar sein und in der Detailansicht etwa wie folgt aussehen. In den Readings sind bei eingehenden oder ausgehenden Anrufen alle wichtigen Informationen zu finden. Die direction zeigt die Richtung des Anrufes an, während external und internal number die Telefonnummern des Anrufers und des Angerufenen anzeigen. Die interne Nummer kann dabei auch unterschiedlich sein, wenn in der FritzBox mehr als eine Telefonnummer hinterlegt ist (z.B. bei Tarifen mit mehreren Inklusiv-Telefonnummern). Bei Anruf Licht Um nun mit dem Telefon allein durch das eingehende Anrufsignal eine gewisse Aktion umzusetzen, ist ein klein wenig Programmcode in Form eines Notify nötig. Im nachfolgenden Beispiel wird per Anruf eine Anwesenheitssimulation aktiviert, die gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit Einbrecher bei Abwesenheit abschrecken soll. Um das Beispiel möglichst einfach zu halten, wird hier nur eine Lichtquelle für eine gewisse Zeit aktiviert werden. Das Licht kann mittels diverser Schaltaktoren in FHEM angelernt sein, wie z.B. dem HomeMatic Unterputz-Schaltaktor für Markenschalter (Affiliate-Link) oder der HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung (Affiliate-Link). Mit dem folgenden Code, der über "Edit files" in die Datei "fhem.cfg" eingetragen wird, wird das Licht (hier: Wz.Licht) bei einem eingehendes Anruf einer bestimmten externen Nummer (hier: 01519876543) an eine bestimmte interne Nummer (hier: 9876543) für eine bestimmte Zeit (hier: 900 Sekunden = 15 Minuten) aktiviert. define not_TelefonAnwesenheitssimulation notify Telefon {fhem ("set Wz.Licht on-for-timer 900") if (ReadingsVal("Telefon","internal_number","") eq "9876543" && ReadingsVal("Telefon","external_number","") eq "01519876543")} Die Schaltung erfolgt dabei ausschliesslich auf Basis des eingehenden Anrufs, ohne dass eine Gesprächsverbindung aufgebaut werden muss. Das demonstrierte Beispiel funktioniert mit jedem in FHEM gängigen Befehl, also z.B. auch dem Aktivieren einer Heizung. Aus meinem täglichen Leben Ich habe eine "Doppel-Flat" von 1&1, bei der ich gleich drei Inklusiv-Telefonnummern erhalten habe. Für das tatsächliche Telefonieren nutze ich nur eine der Nummern, sodass die beiden Übrigen von mir für den Zugriff auf FHEM verwendet werden. Da in der Kombination aus externer und interner Nummer, wie im Beispiel oben gezeigt, immer nur das Hinterlegen einer einzelnen Aktion möglich ist, muss die Telefonsteuerung eher als eine Art Notzugang verstanden werden. Ich nutze die Anwesenheitssimulation mit der einen Nummer, während ich auf der anderen einen Push-Service hinterlegt habe, der mir die IP-Adresse meiner FritzBox per Pushover auf das Smartphone sendet. Letzt genannte Funktion nutze ich für den Fall, dass der DynDNS-Dienst einmal ausfällt (leider schon vorgekommen). Die Anbindung meiner Fritz!Box 7490 (Affiliate-Link) in FHEM als Notzugang ist zwar einfach aber in vielen Fällen äußerst effektiv! ### Die nächste HUE-Alternative: warmweiße LED-Stripes im Smart Home steuern Smarte Leuchtmittel wie der Marketing-Kracher Philips HUE finden gerade jetzt in der kalten und dunklen Jahreszeit zunehmend an Beachtung. Mit derartigen Connected oder Smart Bulbs lässt sich für jede Stimmung das passende Lichtambiente kreieren. Neben dem äußerst teuren Marktführer HUE, der wirklich toll funktioniert (Testbericht und Howto zu den HUE-Produkten), gibt es allerdings viele weitere, preiswerte Alternativen. Eine erste Variante, den LED-Stripe-Controller LW12 für knapp 25 Euro, hatten wir bereits getestet und für gut befunden (Testbericht und Howto für den Lightcontroller LW12). Hier möchten wir nun die Milight-Produkte (Affiliate-Link) als weitere Alternative präsentieren, welche die Nutzung von warmweißen RGBW-LED-Stripes ermöglichen. Diese warmweißen Leuchtmittel erzeugen im Gegensatz zu normalen LED-Stripes ein Licht, das einer normalen Leuchtquelle auf Grund der Farbtemperatur ähnlicher ist und sorgen so für ein angenehmeres Lichtempfinden als herkömmliche LED-Streifen. Das Milight-System Die Basis des gesamten Milight-Systems ist die Milight Bridge (Affiliate-Link), die mit rund 30 Euro die "teuerste" Komponente darstellt und in das heimische Wifi eingebunden wird. Im Betrieb konsumiert sie etwa 2,3 Watt Strom. Die Bridge ist die zentrale Steuereinheit sämtlicher Milight-Leuchtmittel und kann per Smartphone-App bedient werden. Pro Bridge können 4 Zonen gesteuert werden, wobei bis zu 400 Leuchtmittel pro Zone an eine Bridge angelernt werden können - ein fragwürdig hoher Wert. Als Leuchtmittel können verwendet werden: Milight Bulbs (sogar mit warmweißem Licht) in der Fassung E27 (Affiliate-Link) RGB-LED-Stripes über den Milight Wifi RGB LED Controller (Affiliate-Link) RGBW-LED-Stripes über den Milight Wifi RGBW LED Controller (Affiliate-Link) Wichtig: RGB- und RGBW-Controller sehen sich zum Verwechseln ähnlich! Beim Kauf deshalb nochmal sicherstellen, dass der korrekte Artikel im Warenkorb liegt. Um das System zu komplettieren, kann zusätzlich eine Fernbedienung eingebunden werden. Einen RGBW-Stripe mit der Milight Bridge nutzen Um über eine Milight Bridge einen warmweißen LED-Stripe per Smartphone steuern zu können, werden zusätzlich der Milight Wifi RGBW LED Controller und ein RGBW-LED-Stripe benötigt. Ich empfehle diesen RGBW 5-Meter-Stripe mit Netzteil (Affiliate-Link). Der Leuchtstreifen wird mit seinen 5 Leitungen mit dem Milight Wifi RGBW LED Controller (Affiliate-Link) verbunden. Das funktioniert wie bei einer handelsüblichen Lysterklemme, weshalb die Kabelenden des LED-Stripes also abisoliert werden müssen. Ferner wird das Netzteil mit dem anderen Ende des Milight Wifi RGBW LED Controllers (Affiliate-Link) verbunden. Anschließend kann die Milight Bridge mit dem Controller gekoppelt werden. Milight (App-Store-Link) Das Koppeln funktioniert über die Smartphone App für iPhone und Android. Nach dem Versorgen der Bridge mit Strom erzeugt diese einen Wifi-Hotspot, auf den man sich mit seinem Smartphone verbindet. Die App findet daraufhin die Bridge. Über "Configuration", die anschließende Wahl des Heimnetzwerkes und einen Neustart wird die Bridge dauerhaft in das heimische Netz eingebunden. Der zuvor erzeugte Hotspot verschwindet. Um die Bridge nun mit dem LED-Controller zu "pairen", wird nach dem Einstecken des RGBW-LED-Controllers in die Stromversorgung in der App sofort die "Pairing"-Taste gedrückt. Bei diesem Vorgang gibt es zwei große Stolpersteine: Das Zeitfenster zwischen Stromzufuhr am Controller und dem Drücken der "Pairing"-Taste ist unfassbar klein. Man sollte es daher mehrfach versuchen, bis es endlich funktioniert. In der beiliegenden Bedienungsanleitung wird nicht korrekt beschrieben, welche Taste in der App zum "Pairen" verwendet werden muss. Dies kann einen fast zur Verzweiflung führen. Hier die Lösung: die richtige "Pairing"-Taste ist das "I" der gewünschten Zone (siehe Bild). Der warmweiße LED-Strip kann anschließend sofort mit dem Smartphone gesteuert werden. Tipps, Tricks und Hinweise zur Nutzung Weil es immer wieder Geschichten und Bedenken zu derartigen in China produzierten Produkte bezüglich der Integration in das private Heimnetzwerk gibt, möchte ich nachfolgend noch einen Tipp geben. Wer eine FritzBox (z.B. das aktuelle Top-Modell 7490 (Affiliate-Link)) besitzt, hat die Möglichkeit, einzelnen Netzwerkgeräten den Zugang zum Internet zu verwehren. Im User-Interface der FritzBox über "Heimnetz"->"Netzwerk" und das "Bearbeiten-Symbol" hinter dem Netzwerkgerät Milight-Bridge, kann am Seitenende das Zugangsprofil für die Internetnutzung auf "gesperrt" gesetzt werden (siehe Screenshot). So ist sichergestellt, dass die Bridge nicht "nach Hause funken" kann. Integration in den Hausautomation-Server FHEM Der Hausautomation-Server FHEM ist Basis zahlreicher Smart-Home-Szenarien, die hier im Blog ausführlich beschreiben wurden. Um eine Einführung in FHEM zu bekommen, kann hier nachgelesen werden: FHEM mit FritzBox 7390. Die Milight-Produkte können mit FHEM genutzt werden, sodass sie Bestandteil eines umfassenden Smart Home Setups sein können. Update 03.01.2015: Die Bridge und die daran angebundenen Leuchtmittel können auf zwei Arten mit FHEM gekoppelt werden. Zunächst gab es nur die Möglichkeit, das Ganze über das Modul "Wifilight" zu realisieren, mittlerweile gibt es eigene Milight-Module. Hier erfolgt nun zunächst die Beschreibung mit den eigens dafür vorgesehenen Milight-FHEM-Modulen (neues Vorgehen). Die Integration über das Wifilight-Modul ist weiterhin möglich, weshalb ich es weiter unten habe stehen lassen (altes Vorgehen). Integration in FHEM über MilightBridge- und MilightDevice-Modul (Neues Vorgehen) Die neueste und meiner Meinung nach schönste Variante zur Nutzung der Milight-Produkte in FHEM ist die Modul-Kombination "MilightBridge" und "MilightDevice". Um diese in FHEM zu nutzen, muss zunächst ein Update durchgeführt werden. Dazu wird der Befehl update check gefolgt von einem update und einem anschließenden shutdown restart über die FHEM-Kommandozeile ausgeführt. Hierdurch wird FHEM auf den aktuellsten Stand gebracht und es holt sich die wichtigen Module aus dem Trunk. Um weitere Fehler zu vermeiden, sollte sichergestellt werden, dass "libmath-round-perl" auf dem FHEM-Server installiert ist. Hierzu wird eine SSH-Verbindung mit dem Server hergestellt, wozu man unter Windows z.B. Putty oder unter Mac die Terminal App nutzen kann. Im Terminal wird die SSH-Verbindung mit folgendem Befehl gestartet, wobei der Nutzername mit einem "@" vor der IP-Adresse des Servers steht. ssh christoph@192.168.178.68 Das nötige Modul wird jetzt mit folgendem Befehl nachinstalliert. sudo apt-get install libmath-round-perl && sudo reboot Jetzt geht es zurück in FHEM, wo mit Hilfe des Moduls "MilightBridge" zunächst die Bridge als steuerndes Device angelegt wird. Dies geschieht über die FHEM-Kommandozeile mit dem Befehl define MilightBridge MilightBridge 192.168.178.24 wobei die IP-Adresse auch hier individuell an die der eigenen Milight Bridge angepasst werden muss. Jetzt ist die Bridge als steuerndes Gerät (=IODev) angelegt, sodass nun mit dem zweiten Modul ("MilightDevice") ein einzelnes, an die Bridge angeschlossenes Gerät (hier der RGBW Stripe), in FHEM konfiguriert werden kann. Dazu wird folgender Befehl in der Kommandozeile abgesetzt. define Wz.DeckeFarbe MilightDevice RGBW MilightBridge 5 Als Typ wurde hier RGBW gewählt und die oben angelegte "MilightBridge" wird an der Stelle des IODev eingetragen. Die letzte Ziffer (hier 5) steht für den Port bzw. die Zone, an den das Leuchtmittel mit Hilfe der Original-App angelernt wurde. Für RGBW ist hier der Bereich von 5 bis 8 vorgesehen, was bedeutet, dass das im oben gezeigten Beispiel auf Port 1 angelernte RGWB Stripe mit der 5 gekoppelt werden muss, da diese der Zone 1 entspricht. Das Schöne an den neuen Modulen ist die Möglichkeit, ganz easy jedes einzelne Device anzulegen und dann direkt über das Webinterface schon einmal mit den ersten Steueroptionen direkt bedienen zu können, ohne in die Detailansicht zu wechseln. Integration in FHEM über das Modul Wifilight (Altes Vorgehen) Wie bereits oben beschrieben, können Milight Bridge und ein daran angebundener RGBW Stripe auch mit Hilfe des Moduls Wifilight eingebunden werden. Diese "alte Vorgehensweise" funktioniert wie folgt: Das Anlernen der Milight Bridge an FHEM erfolgt über das Das Modul "Wifilight", welches aktuell noch im Beta-Status ist, jedoch problemlos funktioniert problemlos. Es kann im Fhem-Forum heruntergeladen werden. Ich verwende noch die Version Nummer 63, da diese nach mehrfachen Tests und Versuchen sehr stabil läuft. Die Version kann hier heruntergeladen werden: FHEM-Forum, Thread "[Beta] Wifilight.pm". Um das Modul Wifilight in FHEM nutzen zu können, wird dieses mit Hilfe eines FTP-Programms (z.B. FileZilla) auf den Server geladen, auf dem FHEM läuft. Auf einem Raspberry Pi ist das z.B. der Ordner "/opt/fhem/FHEM". Jetzt muss FHEM neu gestartet werden. Dazu wird folgender Befehl in die FHEM-Kommandozeile eingetragen und mit Enter bestätigt. shutdown restart Nach dem Neustart wird das neue Modul jetzt in FHEM bereitgestellt, sodass die Milight Bridge mit dem folgenden Befehl angelegt werden kann. define Wz.DeckeFarbe RGBW2 bridge-V3:192.168.178.24 Hierbei muss die IP-Adresse noch an die im eigenen Fall vorliegende angepasst werden. Um den Controller mit FHEM bedienen zu können, ist es ganz wichtig, dass keine Verbindung mehr mit der Smartphone-App besteht. Um sicherzustellen, dass FHEM die alleinige Steuereinheit ist, sollten folgende Befehle abgesetzt werden. set Wz.DeckeFarbe pair set Wz.DeckeFarbe sync shutdown restart Nun können die Milight Bridge und der per Controller daran angeschlossene RGBW-Stripe über FHEM gesteuert werden. Das Steuern beinhaltet sowohl das Ein- und Ausschalten, das Dimmen sowie das Festlegen der Lichtfarbe unter Angabe des HEX-Codes oder eines HSV-Wertes. Beispielhaft geht das in FHEM mit den folgenden Codes, die in die Kommandozeile eingegeben werden. ##### Einschalten ##### set Wz.DeckeFarbe on ##### Ausschalten ##### set Wz.DeckeFarbe off ##### Dimmen auf 50% ##### set Wz.DeckeFarbe dim 50 ##### Warmweisses Licht ##### set Wz.DeckeFarbe RGB FFFFFF Aus meinem täglichen Leben Warmweißes Licht mit einem RGBW-Stripe erzeugt ein im direkten Vergleich zu einem normalen RGB-Stripe ein deutlich angenehmeres Licht in Wohnräumen. Die beiden nachfolgenden Bilder zeigen den Unterschied bei der Wahl der Lichtfarbe "weiß" (Hex: FFFFFF) mit einem warmweißen (oben) und einem normalen (unten) LED-Leuchtstreifen. Mit den neuen Modulen "MilightBridge" und "MilightDevice" ist die Einbindung in FHEM jetzt noch einfacher und schöner. Milight Bridge (Affiliate-Link) und Milight RGBW-Controller (Affiliate-Link) sind super Gadgets im Smart Home, um tolle Lichtstimmungen zu erzeugen, die alle Features eines bunten RGB-Lichtes besitzen, aber zusätzlich als "normale" Beleuchtung für Räume genutzt werden können. Durch die Integration in FHEM ist die Steuerung jetzt noch leichter als vorher und für mich als Komfort-Addon im Smart Home unersetzbar. Weitere Controller im Test: LW12 Controller: Die HUE-Alternative: Preiswert die Lichtstimmung im Smart Home pimpen! LD382 Controller: Die beste Alternative zu HUE – in wenigen Schritten zum individuellen Lichtszenario ### Smart Home: Bewegungsmelder-Lichtsteuerung mit FHEM Nachdem wir hier schon über einige eher ausgefallene Smart-Home-Szenarien mit dem Open-Source-Hausautomation-Server FHEM geschrieben hatten, soll zur Abwechslung auch einmal wieder eine einfache Konfiguration präsentiert werden, die in keinem Smart Home fehlen darf: die Bewegungsmelder-Lichtsteuerung. Diese bietet sich vor allem in Nicht-Aufenthaltsräumen wie Hausfluren besonders gut an und birgt einerseits große Energiesparpotenziale und andererseits hohe Komfortzugewinne in sich. Basis einer derartigen Steuerung sind einerseits Bewegungsmelder, die eine erkannte Bewegung in ein Steuersignal umwandeln, auf dessen Basis weitere Aktionen ausgelöst werden können und andererseits Schaltaktoren zur Steuerung der Beleuchtung. Als Bewegungsmelder eignet sich der HomeMatic Funk-Bewegungsmelder (Affiliate-Link) sehr gut. Als Aktoren kommen beispielsweise der HomeMatic Unterputz-Schaltaktor für Markenschalter (Affiliate-Link), der Unterputz-Schaltaktor 1fach (Affiliate-Link) sowie die Funk-Steckdose mit Leistungsmessung (Affiliate-Link) in Frage, je nachdem, welche Art von Lichtquelle mit dem Bewegungsmelder geschaltet werden soll. Einrichten der Hardware in FHEM Vorab ein wichtiger Sicherheitshinweis: Es ist darauf zu achten, dass die Installation von Komponenten, für die ein Eingriff in die Elektro-Installation vorgenommen werden muss, ausschließlich von zertifiziertem Fachpersonal unter Berücksichtigung der vom Hersteller beigelegten Einbau- und Bedienungsanleitung ausgeführt werden darf. Unabhängig der verwendeten Aktor-Hardware wird nun zunächst der HomeMatic-LAN-Adapter des FHEM-Servers in den Pairing-Modus versetzt, um den Anlern-Vorgang einzuleiten. set HMLAN hmPairForSec 60 Nun wird die Hardware ebenfalls in den Anlern-Modus gebracht: HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung (Affiliate-Link): Die Ein-/Aus-Taste für etwa 5 Sekunden gedrückt halten HomeMatic Unterputz-Schaltaktor für Markenschalter (Affiliate-Link): Die Config-Taste mit einem spitzen Gegenstand (z.B. einer Büroklammer) für etwa 5 Sekunden gedrückt halten HomeMatic Unterputz-Schaltaktor 1fach (Affiliate-Link): Wie in der Anleitung beschrieben, den angeschlossenen Taster für etwa 5 Sekunden gedrückt halten Die Geräte quittieren den erfolgreichen Anlernvorgang über die jeweilige LED. Nach dem Anlernen sollte das jeweils neue Gerät (z.B. CUL_HM_HM_LC_Sw1PBU_FM_12345) in ein lesbares Format überführt werden. rename CUL_HM_HM_LC_Sw1PBU_FM_123456 FL.Licht Ferner muss der Bewegungsmelder in FHEM angelernt werden. Hierfür wird der LAN-Adapter erneut in den Anlernmodus versetzt. set HMLAN1 hmPairForSec 60 Am HomeMatic Funk-Bewegungsmelder (Affiliate-Link) wird die kleine Taste am Batteriefach für das Pairing gedrückt, wie in der Bedienungsanleitung beschrieben. Nach einem Rename erhält auch der Melder einen lesbaren Namen. rename CUL_HM_HM_SEC_MDIR_12345 Bewegungsmelder Des Weiteren kann die interne Firmware des Bewegungsmelders mit Hilfe von FHEM an gewisse Gegebenheiten angepasst werden. Es ist beispielsweise möglich, dessen Sensitivität oder Sendeintervall neu einzustellen. Dazu sind Änderungen an den Registereinstellungen nötig. Um zunächst die bisher eingestellten Werte auszulesen, wird in FHEM der folgende Befehl abgesetzt. set Bewegungsmelder getConfig Im Anschluss muss die kleine Taste am Batteriefach des Bewegungsmelder erneut gedrückt werden. Kurz darauf werden die aktuellen Register-Einstellungen an FHEM übertragen und sind im Bereich "Readings" mit dem vorangestellten "R" zu erkennen. Wie im nachfolgenden Screenshot ersichtlich ist, ist beispielsweise der Wert für das Sendeintervall ("R-minInterval") auf 15 Sekunden eingestellt sowie der Eintrag für die Sensitivität der Bewegungserkennung ("R-evtFltrNum") auf 1 geregelt, was die Erkennung auf die empfindlichste Stufe einstellt. Diese Werte können nun entsprechend abgeändert werden. Beispielsweise kann das Sendeintervall von 15 auf 60 Sekunden erhöht werden, um die Batterielebensdauer zu verlängern. Dazu in FHEM den folgenden Befehl absetzen. set Bewegungsmelder regSet minInterval 60 Im Anschluss wieder die kleine Taste am Batteriefach drücken und anschließend mit einem erneuten set Bewegungsmelder getConfig und einem letztmaligen Drücken des Knopfes die neue Konfiguration auslesen und überprüfen. Für das Intervall sind die Werte 15, 30, 60, 120, 240 zulässig; für die Sensitivität die Einträge von 1 bis 7. Bewegungsmelder-Programmlogik in FHEM umsetzen Um nun nach dem erfolgreichen Anlernen und Einstellen von Bewegungsmelder und Schaltaktor die Logik der Bewegungsmeldersteuerung in FHEM zu bauen und damit Lichtschalter/Funk-Steckdose und Bewegungsmelder miteinander zu verbinden, wird ein "notify" angelegt. ######## Bewegungsmelder schaltet Licht define not_LichtAn notify Bewegungsmelder:motion {fhem ("set FL.Licht on-for-timer 40") if (ReadingsVal("Bewegungsmelder","brightness",0) < 34)} Dieser Code verursacht ein Einschalten des Unterputzaktors (FL.Licht) für 40 Sekunden im Falle einer erkannten Bewegung und berücksichtigt zusätzlich die ebenfalls durch den Bewegungsmelder gemessenen Helligkeitsverhältnisse. So wird im vorliegenden Code-Snippet die Lichtschaltung erst ab einem Helligkeitswert von unter 34 ausgelöst, der sich nach zahlreichen Versuchen als sinnvoller Schwellwert herausgestellt hatte. Um zusätzlich Energie zu sparen, wenn das Licht einmal manuell per Schalter aktiviert wurde, kann eine Art Auto-Abschaltung festgelegt werden, die nach 3 Minuten das Licht deaktiviert. ######## Auto-Aus im Flur nach 3 Minuten define not_FLLichtAutoAus notify FL.Licht:on define spaeter_aus at +00:03:00 set FL.Licht off Die Auto-Abschaltung muss zwangsläufig über irgendeine Art Mechanismus umgesetzt werden, da der Nutzer einer Bewegungsmelder-Lichtschaltung bei eingeschaltetem Licht nicht automatisch erkennen kann, ob dieses manuell oder automatisch aktiviert wurde. So kann es zu Situationen kommen, in denen ein Licht manuell angeschaltet wurde, jedoch aus Gewohnheit der Bewegungssteuerung das Ausschalten bewusst nicht gemacht wird. Verlässt ein Nutzer nun das Haus, würde das angeschaltete Licht vermeidbare Kosten verursachen. Aus meinem täglichen Leben Die Bewegungsmeldersteuerung erhöht bei mir den Komfort im Hausflur enorm. Gerade nach dem Einkaufen mit vollen Händen ist es immer wieder derart komfortabel, mit einem angehenden Licht begrüßt zu werden. Ich nutze die oben vorgestellte Schaltung erfolgreich seit über einem Jahr in der Kombination mit einem HomeMatic Unterputz-Schaltaktor für Markenschalter (Affiliate-Link) und einem HomeMatic Funk-Bewegungsmelder (Affiliate-Link), was astrein funktioniert. ### FHEM: Watchdog zur Automatisierung einsetzen Der Watchdog ist in FHEM im wahrsten Sinne des Wortes ein zuverlässiger Wachhund, welcher Zustandsänderungen innerhalb eines definierten Zeitraums überwacht und wenn nötig Alarm schlägt. Das ist praktisch, um bspw. eine automatische Flurbeleuchtung zu realisieren, bei der das Licht über den Bewegungsmelder eingeschaltet wird und nach 30 Sekunden ohne Bewegung wieder automatisch ausgeschaltet werden soll. Gerade wer noch nicht so gut mit dem Watchdog vertraut ist, kann vor allem am Anfang auf einige Probleme bei der Umsetzung stoßen. Aus diesem Grund werden in diesem Blogpost die Grundlagen des Watchdog erläutert und einige Beispiele zur Verdeutlichung gegeben, damit der Einstieg leichter fällt. Watchdog-Zustände Der Watchdog kennt drei verschiedene Zustände: defined Der Watchdog wartet auf das Eintreffen eines bestimmten Ereignisses (1), um mit seiner Überwachung zu beginnen. Next: 21:17:07 Sobald das hinterlegte Ereignis (1) eingetroffen ist, beginnt der Watchdog mit seiner Überwachung. Die angegebene Uhrzeit gibt Auskunft darüber, wie lange diese Überwachung noch andauert. triggered Hat bis zum Ende der Überwachungszeit ein bestimmtes Ereignis (2) nicht stattgefunden, löst der Watchdog aus. Möchte man anschließend, dass der Watchdog wieder auf eintreffende Ereignisse (1) reagiert, muss man ihn wieder auf "defined" setzen. Details dazu im nachfolgenden Beispiel. Watchdog am Beispiel der Anwesenheitserkennung Mit FHEM ist es möglich, die Anwesenheit eines Smartphones durch einen Bluetooth-Dongle festzustellen. Welche Voraussetzungen dafür notwendig sind, wird im Artikel Howto: Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (Update) beschrieben. In diesem Beispiel sucht der FHEM-Server alle 10 Sekunden per Bluetooth nach der hinterlegten Bluetooth-Mac-Adresse des gerade abwesenden Smartphones ("absent"). Weiterhin sucht der FHEM-Server fortlaufend alle 60 Sekunden nach dem Smartphone, sobald es anwesend, also "present" ist. #Bluetooth-Anwesenheit define HA.JayBluetooth PRESENCE local-bluetooth 28:E1:4C:91:AA:D5 10 60 Dabei kann es schon einmal vorkommen, dass sich die Bluetooth-Erkennung einmal verschluckt und das eigentlich anwesende Smartphone nicht korrekt erkennt und auf abwesend schaltet. Hat man dann bspw. hinterlegt, dass bei Abwesenheit die Beleuchtung deaktiviert werden soll, steht man unter Umständen schnell im Dunkeln. Hier kommt nun der Watchdog zum Einsatz, um solche kurzen Aussetzer auszubügeln. Damit das klappt, wird weiterhin noch der Dummy "HA.Jay" benötigt, welcher den verbesserten Anwesenheitsstatus ausgibt und vom Watchdog angesprochen wird. Dieser wird gleich noch mit dem Attribut "event-on-change-reading state" ausgestattet, so dass er selbst immer nur Befehle auslöst, wenn sich sein Status verändert und nicht jedes Mal, wenn sich sein Status nur aktualisiert und unverändert bleibt. #Dummy definieren define HA.Jay dummy attr HA.Jay event-on-change-reading state Der Dummy "HA.Jay" wird dann auf "on" geschaltet, sobald das Smartphone erkannt wird: #HA.Jay auf on setzen define SetHAJayOn notify HA.JayBluetooth:present set HA.Jay on Und nun zum Watchdog: #Watchdog definieren define watchdogHAJayBluetooth watchdog HA.JayBluetooth:absent 00:03:10 HA.JayBluetooth:present set HA.Jay off;; setstate watchdogHAJayBluetooth defined attr watchdogHAJayBluetooth regexp1WontReactivate 1 Erkennt der Watchdog, dass das Smartphone abwesend ist ("HA.JayBluetooth:absent") (Ereignis 1), beginnt die Überwachung innerhalb des Zeitraums von drei Minuten und 15 Sekunden (00:03:15). Sobald die Zeit abgelaufen ist, ohne dass das Smartphone wieder erkannt wurde ("HA.JayBluetooth:present") (Ereignis 2), wird der nachfolgende Befehl ausgelöst. Der Befehl setzt dabei den Dummy "HA.Jay" auf "off" und den Zustand des Watchdogs wieder auf "defined", damit dieser wieder auf das Eintreffen neuer Ereignisse vom Typ "HA.JayBluetooth:absent" reagieren kann. Würde man den Befehl "setstate watchdogHAJayBluetoothAbwesend defined" hingegen weglassen, würde der Watchdog auf "triggered" verbleiben und gar nicht mehr reagieren. Durch den Watchdog können also bis zu drei nacheinander folgende (fehlerhafte) Abwesenheitsnachrichten ("HA.JayBluetooth:absent") weggepuffert werden, was sich in der Praxis als recht valider Wert erweist. Dadurch wird die Erkennung insgesamt verbessert aber natürlich auch etwas träger. Denn sollte man wirklich das Haus verlassen, wird die Beleuchtung erst nach spätestens 3 Minuten und 15 Sekunden gelöscht. Hier muss jeder selbst abwägen, welcher Wert in welchem Kontext sinnvoll ist. Watchdog am Beispiel der automatischen Flurbeleuchtung Vom Aufbau her etwas anders verhält es sich bei der Realisierung einer automatischen Flurbeleuchtung, bei der ein Bewegungsmelder ("FL.Bewegungsmelder") das Flurlicht ("FL.Deckenlampe") beim Erkennen einer Bewegung einschaltet und der Watchdog nach 30 Sekunden ohne Bewegung automatisch wieder ausschaltet. Als erstes sorgt ein notify dafür, dass bei Bewegung (motion) des Bewegungsmelders (FL.Bewegungsmelder) die Deckenlampe (FL.Deckenlampe) eingeschaltet wird. #Bei Bewegung die Deckenlampe einschalten define FLBewegungsmelderSchaltetFLDeckenlampeEin notify FL.Bewegungsmelder:motion set FL.Deckenlampe on Damit das Licht automatisch wieder ausgeschaltet wird, sobald für 30 Sekunden keine Bewegung mehr registriert wird, kommt der Watchdog (watchdogFLBewegungsMelder) ins Spiel: #Watchdog definieren define watchdogFLBewegungsMelder watchdog FL.Bewegungsmelder:motion 00:00:30 SAME set FL.Deckenlampe off;; setstate watchdogFLBewegungsMelder defined Wird dem Watchdog mitgeteilt, dass eine Bewegung erkannt wurde ("FL.Bewegungsmelder:motion") (Ereignis 1), beginnt die Überwachung innerhalb des Zeitraums von 30 Sekunden (00:00:30). Sobald die Zeit abgelaufen ist, ohne dass eine erneute Bewegung erkannt wurde ("SAME") (Ereignis 2), wird der nachfolgende Befehl ausgelöst. Der Befehl setzt dabei die "FL.Deckenlampe" auf  "off" und den Zustand des Watchdogs wieder auf "defined", damit dieser wieder auf das Eintreffen neuer Ereignisse vom Typ "FL.Bewegungsmelder:motion" reagieren kann. Die Besonderheit ist dabei die zweite Bedingung "SAME", was bedeutet, dass "FL.Bewegungsmelder:motion" gleichzeitig der Trigger ist, um den Watchdog zu aktivieren, gleichzeitig aber auch für dessen Abbruch zuständig ist. Alternativ kann man anstatt "SAME" auch natürlich auch den Befehl selbst ("FL.Bewegungsmelder:motion") verwenden. Besonderheit: Watchdog-Überwachung ohne Verlängerung des Überwachungszeitraums Bei obigem Beispiel beginnt der Überwachungszeitraum bei einem bereits gestarteten Watchdog (Status: "Next 21:17:07") immer erneut, sobald eine weitere Bewegung registriert wird ("FL.Bewegungsmelder:motion"). Um das zu verhindern, existiert das Attribut "regexp1WontReactivate". Wird dieses gesetzt, wird der Watchdog also nur bei der ersten Bewegung gestartet und der Überwachungszeitraum startet bei aktivem Watchdog auch bei nachfolgenden Bewegungen nicht mehr erneut. Das sieht dann so aus: #Watchdog definieren define watchdogFLBewegungsMelder watchdog FL.Bewegungsmelder:motion 00:00:30 SAME set FL.Deckenlampe off;; setstate watchdogFLBewegungsMelder defined attr watchdogFLBewegungsMelder regexp1WontReactivate Der Einsatz von "regexp1WontReactivate" kann bspw. in obigem Beispiel dann im Rahmen von Stromsparmaßnahmen Sinn machen, wenn man nach einer erstmaligen Bewegung, welche den Watchdog startet, das Licht zwingend nach der vorgegebenen Zeit (bzw. einem fixen Endzeitpunkt) ausschalten möchte, obwohl in der Zwischenzeit immer noch Bewegung registriert wird. Aus meinem täglichen Leben Richtig eingesetzt, kann der Watchdog viele Abläufe automatisieren und den Komfort enorm steigern. Gerade am Anfang kann man aber viel Zeit damit verbringen, um überhaupt herauszufinden, wie der Watchdog richtig funktioniert. Auch in letzter Zeit erreichten mich einige Mails von Lesern, die das Thema interessant finden, aber bei der Umsetzung noch Schwierigkeiten hatten. Ich hoffe deshalb, dass die Nutzung mit obigen Beispielen etwas verdeutlicht werden konnte und gerade auch die Nutzer den Einstieg schaffen, die von der FHEM Referenz evtl. etwas überfordert sind. ### FHEM: Stolpersteine auf dem Weg zur funktionsfähigen Konfiguration Auf dem Weg zu einer funktionierenden Konfiguration gilt es in FHEM einige Stolpersteine zu passieren. Gerade der in Perl geschriebene Programmcode ist fehleranfällig, was die korrekte Syntax betrifft. Auch unsere Leser können davon ein Lied singen, in den letzten Jahren haben sich viele User per Kommentar an uns gewendet und um Hilfe gebeten. Damit das greifbare Ziel einer fehlerfreien fhem.cfg schnell erreicht werden kann, werden deshalb nachfolgend oft gemachte Fehler in diesem stetig wachsenden Blogpost aufgegriffen und Tipps zu deren Vermeidung gegeben. Falsch formatierte Anführungszeichen: Can't find string terminator '"' Gerade bei Copy&Paste von Programm-Code aus dem Internet kommt es schnell einmal zu Formatfehlern. Solche Syntaxfehler führen dann zwangsläufig auch dazu, dass der Programmablauf nicht so funktioniert, wie man das möchte. Deshalb hilft oftmals der Blick in die Logdatei, die wichtige hinweise geben kann, um den Fehler schneller zu finden. So konnte glücklicherweise auch das ursprüngliche Problem von Alex behoben werden. Fehlerbehafteter Code define HRWaschmaschineHoherVerbrauchAus notify HR.Waschmaschine_Power:power.* {fhem ("set HR.WaschmaschineHoherVerbrauch off") if (ReadingsVal("HR.Waschmaschine_Power","power","") <= 5 && Value("HR.WaschmaschineBetrieb") eq "on“)} Logfile-Auszug 2014.11.25 22:36:31 3 HRWaschmaschineHoherVerbrauchAn return value: Can't find string terminator '"' anywhere before EOF at (eval 339) line 1. Lösung Das letzte Anführungszeichen bei "on“ ist falsch formatiert, so dass es FHEM nicht korrekt interpretieren kann. Einfach ändern in "on" und schon sollte der Fehler behoben sein. Korrigierter Code define HRWaschmaschineHoherVerbrauchAus notify HR.Waschmaschine_Power:power.* {fhem ("set HR.WaschmaschineHoherVerbrauch off") if (ReadingsVal("HR.Waschmaschine_Power","power","") <= 5 && Value("HR.WaschmaschineBetrieb") eq "on")} Tipp Bei Fehlern am besten als Erstes die Anführungszeichen kontrollieren, hier kann es schnell zu falschen Formatierung kommen, gerade wenn ein Codeschnipsel von einer Internetseite kopiert wurde. Ich nutze dazu immer den Texteditor TextEdit unter OSX, hier fallen solche Fehler relativ schnell ins Auge. FHEM-Benutzername und Passwort generieren schlägt fehl: Unknown command echo, try help. Wie im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten erklärt, lässt sich über den Terminalbefehl "echo -n Benutzername:Passwort | base64" (ohne Anführungszeichen) eine Benutzername-Passwort-Kombination erstellen, die für den Login auf die FHEM-Oberfläche genutzt werden kann. Dabei laufen Anwender wie Michael oftmals in Zwickmühle, wenn obiger Code in die FHEM-Konsolenzeile auf der FHEM-Oberfläche eingegeben wird. Damit es zu keiner Fehlermeldung kommt und der Code akzeptiert wird, muss dieser in das ssh-Terminal eingegeben werden. Termin-Login schlägt fehl: Permission denied, please try again. Access denied Beim ssh-Login per Konsole kommt es schon mal zu Schwierigkeiten, wie auch bereis Klaus oder Frank merken mussten. Mögliche Fehlerquellen Beim Login gibt es gleich einige Stolperfallen: Benutzername: Hier ist besonders auf die korrekte Groß- und Kleinschreibung des Benutzernamens zu achten. Wer einen Raspberry Pi mit wheezy einsetzt, muss sich etwa mit dem User "pi" einloggen und dabei besonders auf die Kleinschreibung achten. Korrekt sieht es dann z.B. so aus: ssh pi@192.168.178.10 Passwort: Gerade Passwörter mit bestimmten Buchstaben und Sonderzeichen sind etwas problematisch. Das liegt daran, dass bspw. bei einem englischen Keyboard im Vergleich zu einer deutschen Tastatur alleine schon die Tasten y und z vertauscht sind. Das kann dann schnell zu Frustration führen, wenn bei einer falschen Tastatureinstellung das vermeintlich korrekt eingegebene Passwort nicht akzeptiert wird. IP-Adresse: Auch die Adresse, auf die man sich verbinden möchte, kann zu Problemen führen. Gerade wenn die IP per DHCP vom Router selbstständig vergeben wurde, kann sich diese u.U. auch einmal ändern. Deshalb bei Problemen am besten sofort im Router selbst nachsehen, welche Geräte gerade welche IP-Adressen haben. Bei einer Fritz!Box stehen diese Informationen bspw. unter Heimnetz -> Netzwerk. Änderungen in FHEM permanent speichern Wer seine FHEM-Konfiguration über das Webinterface anpasst und bspw. für bestehende Devices neue Attribute vergibt, wird - wie Sven - evtl. schon einmal über das Problem gestolpert sein. Wird FHEM neugestartet, kann es vorkommen, dass die getätigten Änderungen nicht gespeichert wurden. Damit eine permanente Speicherung der Änderungen, sollte man sich angewöhnen, nach getätigten Anpassungen links oben im Interface "Save config" anzuklicken, dann werden alle Änderungen auch dauerhaft gespeichert. Bearbeitungsmodus für fhem.cfg aktivieren Sofern die fhem.cfg nach einer Neuinstallation nicht sofort bearbeitet werden kann und die Meldung "You can enable saving this file by setting the editConfig attribute, but read the documentation first for the side effects." ausgegeben wird, muss der Bearbeitungsmodus wieder aktiviert werden. Um das zu tun, gibt man in die obige FHEM Kommandozeile attr WEB editConfig 1 ein und bestätigt das Ganze mit der Enter-Taste. Im Anschluss noch links oben auf "Save config" klicken und die Bearbeitung kann losgehen. Aus meinem täglichen Leben Selbstgestrickte Fehler in der eigenen fhem.cfg sind manchmal unvermeidbar. Hastig per Copy&Paste zusammengestellt, kennt man gerade am Anfang noch nicht einmal die korrekte Syntax und muss sich so oftmals von Fehler zu Fehler hangeln, durch das FHEM-Logfile kämpfen und mühsam dazulernen, um zum Ziel zu kommen. Aber auch daneben hält das Betriebssystem, auf welchem FHEM betrieben wird, einige Stolpersteine bereit, denen man sich bewusst sein sollte. Als Hilfestellung bzw. Anlaufstelle ist deshalb dieser stetig wachsende Blogpost gedacht, der oft gemachte und reproduzierbare Fehler sowie deren Fehlerbehebung strukturiert aufbereitet. ### Philips hue - So klappt die Integration in FHEM Für die perfekte Beleuchtung im Smart Home bieten sich mittlerweile viele interessante Lösungen an, bei denen schon lange nicht mehr nur das reine Ein- und Ausschalten von Lampen im Mittelpunkt steht, sondern vielmehr durch Lichtfarbe, Farbintensität und Helligkeit gleich noch die passende Lichtstimmung erzeugt wird. Ein etablierter Anbieter ist Philips, der mit seinen Philips hue Lights auf den modernen ZigBee-Funkstandard setzt. Wie gut sich Philips hue in der Praxis schlägt und wie sich die Steuerung bequem über FHEM realisieren lässt, wird im nachfolgenden Howto-Artikel erläutert. Produktlinie Philips hue Philips hue umfasst neben den "klassischen" LED-Leuchtmitteln für die Schraubfassung E27 (Affiliate-Link) und Stecksockel GU10 (Affiliate-Link) weiterhin noch LED-Lichtbänder (Affiliate-Link) sowie eine wachsende Anzahl an Lampen wie die LivingColors Bloom (Affiliate-Link) oder die Living Colors Iris (Affiliate-Link), welche auf Knopfdruck die passende Lichtstimmung generieren können. Daneben bietet Philips noch ein kostengünstiges E-27-Pendant  namens Philips hue LUX (Affiliate-Link) an, welches ausschließlich warmweißes Licht erzeugt und dimmbar ist. Für die funkbasierte Steuerung der Leuchtmittel und Lampen wird dabei eine Zentrale namens hue Bridge eingesetzt. Der unauffällige, kreisrunde Funkadapter wird per Netzteil mit Strom versorgt (Verbrauch ca. 1 Watt) und per Netzwerkkabel mit dem heimischen Router (z.B. Fritzbox (Affiliate-Link)) verbunden. Der Adapter befindet sich im Lieferumfang der Philips hue Starter Kits (Affiliate-Link) und ist offiziell nicht separat erhältlich. Mit einem Adapter lassen sich mehrere gekoppelte LEDs gleichzeitig ansprechen. Gesteuert werden die LEDs dann bequem per kostenfreier Smartphone-App oder Philips tap (Affiliate-Link) ohne nennenswerte Verzögerung. [app 557206189] Ausgepackt und losgelegt Meine Installation besteht dabei aus dem Philips hue - LED personal wireless lighting - 3 x 9W A60 E27 - Starter Kit inkl. hue Bridge (Affiliate-Link), das für eine Integration mit FHEM herangezogen werden soll. Die Installation der im Lieferumfang befindlichen hue Bridge ist kinderleicht und dauert weniger als eine Minute, einfach Strom- und Netzwerkkabel einstecken und fertig. Anschließend kann die Verbindung per Smartphone-App durch einen einfachen Druck auf die einzige Taste der hue Bridge (Push-Link-Taste) hergestellt werden. Was jetzt noch fehlt, ist das Einschrauben der Leuchtmittel in die Lampenfassungen und die notwendige Stromversorgung (Einschalten des regulären Lichtschalters). Die drei im Lieferumfang befindlichen Leuchtmittel sind bereits an der hue Bridge angelernt und können sofort gesteuert werden. Werden LEDs nachgekauft, können diese entweder über eine automatische bzw. eine manuelle Suche (Eingabe der Seriennummer) direkt in der App angelernt werden. Die App bietet darüber hinaus noch weitere Möglichkeiten wie Geofencing, um das Licht bspw. bei Ankunft automatisch einzuschalten oder timerbasierte Events für das Schalten zu bestimmten Zeitpunkten. Darauf wird an dieser Stelle aber nicht weiter eingegangen, da solche Funktionen über den plattformübergreifenden Smart Home-Server FHEM realisiert werden sollen, der die hue Bridge künftig mit den notwendigen Steuerbefehlen versorgt. JSON installieren Voraussetzung für den späteren Betrieb in FHEM ist JSON, das im Falle einer vorausgegangenen Installation auf dem RPI bzw. Intel NUC über die Konsole (ssh) nachinstalliert werden kann. Der Login erfolgt wie im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten bereits ausführlich erläutert auf der Konsole des FHEM-Servers (User und IP wenn nötig austauschen!). ssh pi@192.168.177.56 Sofern nicht geändert, lautet das Standardpasswort raspberry beim Einsatz von wheezy. Um JSON zu installieren, wird nachfolgender Befehl eingegeben: sudo cpan install JSON Nach einem Druck auf die Enter-Taste erfolgt u. U. der Hinweis, dass CPAN.pm konfiguriert werden muss und die Nachfrage, ob so viele Einstellungen wie möglich automatisch vorgenommen werden sollen. Hier gibt man "yes" (ohne Anführungszeichen) ein und drückt erneut auf Enter. Die nächste Abfrage, ob automatisch nach Mirror-Seiten zum Herunterladen von CPAN gesucht werden soll, wird ebenfalls mit "yes" bestätigt. Einige Minuten später sollte die Installation erfolgreich abgeschlossen sein. Und nun noch die benötigten Perl-Pakete installieren: sudo apt-get install libjson-perl Die Nachfrage, ob man fortfahren möchte, muss dann (wie immer) mit "j" bzw. "y" und einem Druck auf die Enter-Taste beantwortet werden. Hinweis: Wer FHEM auf einer Fritzbox betreibt, kann JSON ebenfalls installieren. Wie das funktioniert, wird im FHEMWiki unter www.fhemwiki.de/wiki/Cpan_auf_Fritzbox erklärt. hue Bridge in FHEM einbinden Dadurch, dass bereits das Modul 30_HUEBridge.pm existiert, welches die Verbindung zum hue-System ermöglicht, wird in der fhem.cfg lediglich ein Einzeiler benötigt, um die hue Bridge in FHEM einzubinden: define hueBridge1 HUEBridge 192.168.11.11 Dabei muss jeder die IP-Adresse der hue Bridge in seinem Netzwerk ausfindig machen und entsprechend anpassen. Wer eine Fritzbox besitzt, kann die IP-Adresse der "Philips-hue" unter dem Menüpunkt Netzwerk herausfinden. Standardmäßig wird der Status der Bridge alle 60 Sekunden überprüft. Wer diesen Wert erhöhen möchte (60 ist der Minimalwert), kann dies ebenfalls durch einen entsprechend angehängten Parameter (z.B. 120) tun. Das sieht dann bspw. so aus: define bridge HUEBridge 192.168.11.11 120 Wer nach dem Eintragen und Speichern des obigen Befehls in die fhem.cfg an dieser Stelle den Fehler "Cannot load module HUEBridge" im FHEM-Interface angezeigt bekommt, muss die Installation von JSON wiederholen, da hier wohl etwas schief gelaufen ist. Alternativ kann man die IP-Adresse auch komplett weglassen, die hue Bridge wird dann durch das Modul automatisch im Netzwerk ausfindig gemacht. In meinem Fall führte das jedoch dazu, dass FHEM nicht mehr erreichbar war und erst obige define-Zeile in der fhem.cfg durch eine führende Raute auskommentiert und der RPI neugestartet werden musste, um überhaupt wieder auf das FHEM-Interface zugreifen zu können. Wer also nicht auch in dieses Problem laufen möchte, sollte die IP-Adresse der hue Bridge am besten wie oben beschrieben manuell eintragen. Im Raum "HUEDevice" sollte jetzt der Eintrag "hueBridge1" mit dem Status "link button not pressed" auftauchen. Damit die Bridge in FHEM genutzt werden kann, wird nun (wie bereits oben beim Koppeln mit der Smartphone-App) die einzige Taste der hue Bridge (Push-Link-Taste) gedrückt. Der Status in FHEM springt daraufhin sofort auf "Connected" und die bereits an der hue Bridge angelernten LEDs tauchen automatisch unter HUEDevice auf und können bereits über FHEM gesteuert werden. Damit die aktuelle Konfiguration auch noch nach dem nächsten FHEM-Neustart gültig ist, muss sie abschließend noch mit "Save config" über das FHEM-Interface dauerhaft gesichert werden. hue Lights als Lichtwecker Da jetzt alles läuft, kann es an die Steuerung per FHEM gehen. Ein einfaches Szenario, das schnell realisiert werden kann, ist die zeitbasierte Schaltung einer hue LED. Das sieht dann bspw. so aus: define Lichtwecker at *06:55:00 set HUEDevice1 rgb 60B3FC Damit wird das HUEDevice1 jeden morgen um 06:55 Uhr eingeschaltet. Der RGB-Wert (in diesem Fall 60B3FC) lässt sich im FHEM-Interface über den Colorpicker herausfinden. Noch zur Info: Die von FHEM automatisch generierten Instanzen "Hue Lamp", "Hue Lamp 1" und "Hue Lamp 2" sind lediglich Alias-Namen. Die Geräte tragen die Namen "HUEDevice1", "HUEDevice2" sowie "HUEDevice3", was erstmal etwas verwirrend ist. Am besten sucht und löscht man gleich in der fhem.cfg die entsprechenden drei Zeilen "attr HUEDevice1 alias Hue Lamp" etc. weg  bzw. kommentiert diese aus, denn dann sind Verwechslungen ausgeschlossen. Steuerung über Homematic-Sensoren Wie bereits angesprochen, ermöglicht FHEM als Integrationsplattform die Kombination unterschiedlicher Herstellerprodukte. So lässt sich eine hue Light auch über den Homematic Funk-Wandtaster (Affiliate-Link) steuern. Die Möglichkeiten sind im Grunde unbegrenzt, es kann bspw. auch ein Homematic Bewegungsmelder (Affiliate-Link) als Trigger eingesetzt werden. Das sieht dann bspw. so aus: define BewegungHue notify WZ.Bewegungsmelder:motion { fhem ("set HUEDevice1 rgb 60B3FC setstate watchdogBewegungHue defined") } Über einen Watchdog kann dann nach 5 Minuten ohne Bewegung das Licht wieder gelöscht werden. define watchdogBewegungHue watchdog WZ.Bewegungsmelder:motion 00:05 WZ.Bewegungsmelder:motion set HUEDevice1 off attr watchdogBewegungHue regexp1WontReactivate 1 Aus meinem täglichen Leben Das Philips hue - LED personal wireless lighting - 3 x 9W A60 E27 - Starter Kit inkl. hue Bridge (Affiliate-Link) ist der perfekte Start in die hue-Beleuchtungswelt von Philips. Die Leuchtmittel wirken schon beim Eindrehen in die Fassungen sehr wertig, die Leuchtkraft ist ordentlich und es gibt auch kein nerviges Brummen, das oftmals vom Trafo günstiger LED-Lampen erzeugt wird. Einzig die Baugröße kann evtl. zu Problemen bei der Installation führen. Deshalb nachfolgend der Vergleich zu einer gewöhnlichen Glühbirne und einer Philips LED Lampe (Affiliate-Link) ohne hue-Funktionalität. Die Einrichtung ist insgesamt kinderleicht und dauert keine fünf Minuten, zumal Philips hue gefühlt das erste System ist, das ich bisher testen konnte, welches ohne jegliche Startschwierigkeiten einfach so funktionierte. Die Standardfunktionen, die durch die App und zusätzliche Dienste wie IFTTT bereitgestellt werden, sind bereits sehr umfangreich. Die Anbindung an FHEM macht es aber nochmal interessanter, da man die Philips hue Lights einfach in die bestehende Smart Home-Infrastruktur einbinden kann und auch von unterwegs über den eigenen Smart Home-Server Schaltbefehle ausführen kann, ohne auf einen externen Cloud-Anbieter angewiesen zu sein. Insgesamt hat das System auch seine Grenzen. Möchte man bspw. eine Stehlampe mit den hue Lights pimpen, ist dies ohne Weiteres möglich, der ursprüngliche Ein-Aus-Schalter der Stehlampe verbleibt dann einfach auf der Ein-Position und die weitere Steuerung erfolgt dann direkt aus der App bzw. aus FHEM heraus. Soll bspw. eine Deckenlampe aufgerüstet werden, sieht das jedoch etwas anders aus. Der bestehende Wandtaster, der bisher für das Schalten der Lampe zuständig war, muss ab sofort immer eingeschaltet verbleiben. Wird er aus Versehen ausgeschaltet, kann die Lampe zwar immer noch über den Schalter selbst, aber nicht über die App bzw. FHEM angeschaltet werden, da das Leuchtmittel schlicht und einfach durch den Wandtaster vom Stromnetz getrennt wurde. So sollte man sich im Vorfeld recht genau überlegen, wo die Installation wirklich sinnvoll ist. Aber gerade bei indirekter Beleuchtung, welche bspw. durch zusätzliche Stehlampen realisiert werden kann, ist das System sehr praktisch. Insgesamt lobenswert ist die Nutzung des ZigBee-Funkstandards. Das IP-basierte System vermittelt die Schaltbefehle der hue Bridge ohne nennenswerten Zeitverzug zwischen den eingebundenen hue Lights. Auch mehrere Lampen, die in Gruppen zusammengefasst werden können, lassen sich gleichzeitig schalten, ohne dass ein zeitlicher Verzug zwischen den einzelnen Leuchtmitteln erkennbar ist. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="83" identifier="B00ID6US0K" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41tkffeOakL.SL110.jpg" tag="meintechblog-141124-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00IG18ABQ" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/4121lRYjz2BL.SL110.jpg" tag="meintechblog-141124-21" width="87"][easyazon_image align="none" height="98" identifier="B00IG18BA6" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41NUVb2dOlL.SL110.jpg" tag="meintechblog-141124-21" width="110"]   ### AirPlay-Geheimtipp: All-In-One-Lautsprecher Gear4 AirZone Series 3 im Test Apple's AirPlay-Technologie ist eine von vielen Möglichkeiten, ein Multiroom-Soundsystem aufzubauen. Meist werden dabei zunächst Wohnräume mit Sound-Hardware ausgestattet, wohingegen Funktionsräume wie Bad oder Küche im weiteren Verlauf einer Multiroom-Soundsystem-Implementierung nachgerüstet werden. AirPlay-fähige Lautsprecherboxen, die als All-In-One-Lösung funktionieren, gibt es zahlreiche. Deren Preise sind jedoch meist weit oberhalb der 100-Euro-Marke angesiedelt. Im vorliegenden Artikel wird der AirPlay-Lautsprecher Gear4 Series 3 (Affiliate-Link) vorgestellt: Ein All-In-One-Speaker mit sattem Klang für rund 85 Euro. Der kleine AirPlay-Lautsprecher Gear4 AirZone Series 3 (Affiliate-Link) (36x17x18cm BxHxT) ist sicherlich keine Lösung für große Räume wie ein Wohnzimmer, bietet jedoch dank kompaktem Format und sattem Klang (bezogen auf Größe und Preis) die Chance, Funktions- oder Nebenräume wie Bad oder Arbeitszimmer in das AirPlay-basierte Multiroom-Setup einzubinden. Series 3 im Überblick Die wichtigsten Eckdaten des Stereo-Speaker Gear4 AirZone Series 3 (Affiliate-Link) auf einen Blick: 16 Watt Speaker mit Dual Audio Driver AirPlay-Wiedergabe Line-In (3.5mm-Klinke) USB-Port Einfaches Setup Guter Klang Geringer Stromverbrauch Einzelheiten und Setup im Detail Die Kombination oben beschriebener Eckdaten und günstigem Preis (erhältlich für rund 85 Euro - UVP liegt bei knapp 200 Euro) machen den Gear4 Series 3 (Affiliate-Link) zu einem Geheimtipp in Sachen AirPlay. Im Lieferumfang des Speakers ist neben der mehrsprachigen Bedienungsanleitung lediglich ein Netzteil enthalten. So schlank das Zubehör ausfällt, ebenso einfach ist die Installation. Diese kann entweder über den Browser erfolgen oder über ein Apple iPhone. Bei letzt genannter Variante wird das mit dem Heimnetz verbundene iPhone einmal kurz per USB-Kabel mit dem Speaker verbunden. Anschließend wird die "Pair"-Taste auf der Rückseite des Series 3 gedrückt, woraufhin das iPhone um Freigabe der WLAN-Daten bittet. Nach Bestätigung wählt sich der Gear4 Series 3 (Affiliate-Link) anschließend binnen Sekunden in das heimische Wifi-Netzwerk ein und speichert dessen Konfiguration dauerhaft. Alternativ kann die Einrichtung auch über einen PC oder Mac erfolgen. Dazu wird die "Pair"-Taste des Gear4 Series 3 (Affiliate-Link) gedrückt. Hierdurch startet der Speaker einen WiFi-Hotspot, auf den man sich anschließend mit dem Rechner verbindet. Im Browser kann nun das Konfigurationsinterface des Gear4 Series 3 (Affiliate-Link) unter der Setup-URL http://192.168.112.12 geöffnet werden. Hier kann nun unter "Setup" im Bereich "Join a wireless network" das vorhandene Heimnetzwerk konfiguriert werden.  Egal ob die Inbetriebnahme des AirPlay-Lautsprechers Gear4 Series 3 (Affiliate-Link) über iPhone oder PC/Mac stattgefunden hat, lohnt sich ein erneuter Blick in das Webinterface des Speakers. Nachdem das Gerät mit dem eigenen Heimnetzwerk verbunden wurde, erhält es vom heimischen Router eine eigene, neue IP-Adresse. Um diese zu ermitteln, kann beispielsweise ein LAN-Scanner genutzt werden (z.B. LanScan für Mac) oder es genügt ein Blick in den Router. In meinem Fall ist die neue IP-Adresse der Series 3, über die ich auch in das Webinterface gelange, nun 192.168.178.40. Zunächst kann hier der Name des Gear4 Series 3 (Affiliate-Link) geändert werden ("Setup" - "Change these settings" - "AirZone Name"). Außerdem besteht die Option, den Equalizer des Lautsprechers anzupassen. Ich habe die Werte für "Bass gain" und "Mid Bass gain" auf 4dB, den Rest auf 2dB gesetzt. So sind Kombination von Tiefen, Mitten und Höhen sowie das akustische Gesamtbild für meine vorliegende Raumsituation (Bad) am Stimmigsten. Der Stromverbrauch der All-In-One-AirPlay-Lösung liegt im Standby um die 2,3 Watt sowie im Betrieb bei "normaler" Lautstärke um die 4,5 Watt (so genau ich es in diesem Niederleistungsbereich messen konnte). Eine klangliche Bewertung abzugeben, ist objektiv schwer, weil mir kein passendes Messequipment vorliegt. Subjektiv erzeugt der AirPlay-Lautsprecher Gear4 Series 3 (Affiliate-Link) einen ausgeglichenen Klang, bei dem die tiefen Töne "ordentlich" stark sind, sodass das akustische Gesamtbild keinesfalls blechern klingt. Auch bei Maximallautstärke, die auch für größere Räume um die 30 qm ausreichen sollte, ist kein nennenswerter Klangverlust erkennbar. Selbstredend ist aber, dass der kleine Speaker es natürlich bei Weitem nicht mit 5.1- oder 7.1-Anlagen aufnehmen kann. Aus meinem täglichen Leben Der AirPlay-Lautsprecher Gear4 AirZone Series 3 (Affiliate-Link) ist mein neuer Bad-Speaker, der dank des geringen Stromverbrauchs im Standby (anders als andere stromhungrige Verbraucher) ständig am Strom hängt und damit jederzeit sofort verfügbar ist (Stromkosten pro Monat etwa 50 Cent - bei 30 Ct/kWh). So wird der Start in den Tag mit der Lieblingsmusik über iPhone, Mac oder iPad auf Dauer noch schöner. Dank des schlanken Formats kann der Gear4 Series 3 (Affiliate-Link) in den meisten Fällen unauffällig verstaut werden. Für mich ist das Device auch auf Grund seines Preises ein absoluter Geheimtipp. ### Pimp my HP Proliant G8 Microserver: 4x3,3GHz E3 und 16GB RAM Wer eine Private Cloud aufbauen möchte, um seine persönlichen Dokumente und Daten bspw. per OwnCloud im Netzwerk zugänglich zu machen, stellt sich gewöhnlich ein NAS in die eigenen vier Wände. Das Problem der meisten NAS-Systeme unterhalb der 1000 Euro-Grenze ist jedoch deren Leistungsfähigkeit, da gewöhnlich nur leistungsschwache und nicht wechselbare Intel Atom oder auf der ARM-Plattform basierende Prozessoren verbaut werden. Diese haben gewöhnlich nicht genug Power, um auch leistungshungrige Dienste wie den Plex Media Server sinnvoll betreiben zu können und gleichzeitig bspw. eine vernünftige AES-Verschlüsselung mit erträglichen Datenraten zu realisieren. Wer zudem Virtualisierungsumgebungen betreiben möchte, sieht spätestens dann gänzlich in die Röhre. Aber auch teure NAS-Systeme haben im Standard oft nicht genug Power, lassen sich zum Glück aber teilweise upgraden. Wie im Howto-Artikel Pimp my QNAP TS-x70: I7-3770T und 16GB RAM erläutert, lässt sich ein enormer Leistungszugewinn erzielen, der ausreicht, um mehrere Dienste inkl. AES-Verschlüsselung auf einem QNAP-NAS im Parallelbetrieb zu ermöglichen. Da der Artikel bereits heiß diskutiert wurde und insgesamt gut ankommt, möchte ich die "Pimp my"-Reihe nun mit dem HP Proliant G8 Microserver (Affiliate-Link) fortführen. Die Vorteile dieser Lösung sind vor allem die vergleichsweise moderaten Hardwarekosten, gepaart mit Features und spannenden Leistungsreserven, die man eher von professionellen Serverlösungen kennt. Etwas nachteilig ist jedoch, dass man sich - anders als etwa bei einem nach dem Kauf direkt einsetzbaren QNAP-System - selbst um die Installation des NAS-Betriebssystems kümmern muss. Wie man einen solchen leistungsfähigen "HP Proliant G8 Microserver ULTRA" mit möglichst wenig Aufwand selbst realisieren kann und welche Hard- und Software dazu notwendig ist, wird im nachfolgenden Howto ausführlich erläutert. HP Proliant G8 Microserver - Die Hardware Nach vielen Überlegungen, welche Hardware für den NAS-Server angeschafft werden soll, fiel die Wahl schließlich auf den HP Proliant G8 Microserver (Affiliate-Link), welcher momentan unter anderem auch als Beststeller Nr.1 auf Amazon in der Kategorie "Server" (Affiliate-Link) gelistet ist. Und das nicht ohne Grund, denn der Proliant G8 ist verhältnismäßig günstig und bietet auch bereits in der Standardkonfiguration ordentlich Power und praktische Zusatzfunktionen wie iLO (eine geniale Art der Fernwartung), die den täglichen Umgang mit dem Server vereinfachen und gewöhnlich nur in hochwertiger und kostspieliger Server-Hardware verbaut ist. Eine entsprechende iLO-Lizenz (Affiliate-Link) muss separat erworben werden. Hinzu kommt, dass das Mainboard eine Unterstützung für ECC-Ram mitbringt, welcher durch das integrierte Fehlerkorrekturverfahren vor allem in professionellen NAS-Umgebungen eingesetzt wird. Zudem ist der G8 klein, konsumiert nicht unnötig viel Strom, ist im Betrieb flüsterleise (der Lüfter dreht bei mir durchgängig auf 8%) und bietet in seinen über die Front zugänglichen Bays genügend Platz für bis zu vier 3,5" Festplatten. Und das Beste daran: Er lässt sich mit einer schnellen Intel E3 Quad-Core CPU, 16 GB Arbeitsspeicher und einer Raid-Karte pimpen. 4x3,3GHz E3-1230V2 Sockel 1155 Quad-Core - Der Prozessor Grundsätzlich lassen sich verschiedene E3 CPUs im G8 betreiben. Eine genaue Auflistung ist im ausführlichen HP ProLiant MicroServer G1610T/G2020T/E3-1220L v2 Sammelthread einsehbar. Meiner Meinung nach sind dabei zwei Konfigurationsvarianten besonders attraktiv: [table id=16 /] Die Wahl fiel dabei auf den Intel BX80637E31230V2 Xeon Quad-Core Prozessor (3,3GHz, Sockel 1155, L3 Cache, 69 Watt) (Affiliate-Link), da dieser ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und trotz des eher hohen Maximalverbrauchs mit der werksseitig verbauten Kühlung des G8 Microservers betrieben werden kann. Ein Pluspunkt neben der enormen Geschwindigkeit des Quadcore ist die hardwareseitige Unterstützung von AES-NI, wodurch unter FreeNAS (kommt später als Betriebssystem zum Einsatz) eine Festplattenverschlüsselung ohne nennenswerte Performanceeinschränkungen realisiert werden kann. Alternativ ist noch der Intel Xeon E3-1220Lv2 DualCore 2300MHz (Affiliate-Link) interessant. Das etwas günstigere Pendant zum Quadcore hat zwar durch "nur" zwei physikalische Kerne und eine geringere Taktfrequenz insgesamt weniger Leistung, dafür aber mit 17 Watt TDP auch eine mehr als 2/3 geringere maximale Verlustleistung. AES-NI unterstützt er ebenfalls. Hier muss jeder für sich selbst entscheiden, ob das letzte Quäntchen Leistung aus der Maschine herausgekitzelt werden soll, oder ein geringerer Stromverbrauch bei gleichzeitig etwas kühlerem Gesamtsystem präferiert wird. Egal ob QuadCore oder DualCore, der Austausch der CPU ist dank der durchdachten Bauweise des HP Proliant G8 (Affiliate-Link) auch von Laien bzw. Neueinsteigern mit etwas Fingerspitzengefühl zu realisieren. An dieser Stelle sei aber dennoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass durch unsachgemäße Handhabung irreparable Schäden entstehen können, die nicht durch die Herstellergarantie bzw. Gewährleistung abgedeckt sind. Jeder ist selbst verantwortlich, ich übernehme keinerlei Gewährleistung. Wer an seiner kostbaren Elektronik herumschraubt, sollte sich zudem einmal das Antistatik-Erdungs-Reparaturkit (Affiliate-Link) ansehen, mit dessen Hilfe statische Hochspannungsaufladungen bei Reparaturen elektrischer Bauteile sicher abgeführt werden können. Die Abdeckung des Gehäuses wird an der Rückseite mit zwei Schrauben mit blauem Kunststoffüberzug fixiert. Werden diese gelöst und der Gehäusedeckel nach oben abgezogen, kann das Innere in Sekundenschnelle freigelegt werden. Vorzufinden ist ein Mainboard, welches mit einem Intel BX80637G1610 Celeron Dual-Core Prozessor (2x 2,6GHz, Sockel 1155, 2MB Cache, 55 Watt) (Affiliate-Link)und 2GB Arbeitsspeicher bestückt ist. Auf dem Mainboard befindet sich noch ein freier PCI-Express Slot, welcher später mit einer Raid-Karte vom Typ IBM ExpressSeller ServeRAID M1015 SAS/SATA Control (Affiliate-Link) versehen wird. Damit das Mainboard freigelegt werden kann, um den Prozessor tauschen zu können, müssen insgesamt vier Kabel ausgesteckt werden, die mit dem Mainboard verbunden sind. Auf der linken Seite (von vorne gesehen) handelt es sich dabei um den breiten Stromstecker, welcher das Mainboard mit Power versorgt sowie um das schwarze SAS-Kabel, welches die Verbindung zu den Festplatten herstellt. Auf der rechten Seite sind die zu trennenden Kabel links und rechts von den Ram-Einschüben zu finden. Dabei handelt es sich um die Ansteuerung der Tasten und LEDs an der Gehäusefront sowie um den rückwärtig angebrachten Gehäuselüfter, der Wärme aus dem Gehäuse saugt. Sind alle vier Kabel getrennt, kann an der Gehäuserückseite die blaue Lasche unterhalb des Lüfterauslasses nach unten gedrückt werden, wodurch sich das Mainboard samt Halterung nach hinten aus dem Gehäuse herausziehen lässt. An dieser Stelle ein großes Lob an die Verarbeitungsqualität des HP Proliant G8, hier gibt es nichts zu meckern. Ist das Mainboard freigelegt, werden die vier Schrauben des passiven CPU-Kühlkörpers gelöst und abgenommen. Jetzt kommt die CPU zum Vorschein, welche noch etwas von Wärmeleitpaste bedeckt ist. Über den Hebelmechanismus kann die Fixierung des Prozessor gelöst und entfernt werden. Jetzt kann die neue CPU eingesetzt und verspannt werden. Zum Einsatz kommt jetzt die Artic Silver 5 Wärmeleitpaste (Affiliate-Link), die später die Wärme vom Prozessor auf den Kühlkörper überträgt. Die aufgebrachte Wärmeleitpaste wird jetzt noch vorsichtig auf der CPU verteilt, so dass die gesamte Oberfläche gleichmäßig benetzt ist. Dazu verwendet man am besten ein einmal gefaltetes Papier in der Größe eines Post-Its-Zettelchens oder eine Rasierklinge. Update vom 08.11.2014: Alternativ lässt sich die Wärmeleitpaste auch per "Tröpfchenmethode" auftragen. Dabei soll unter anderem die Gefahr von Blächenbildung verringert werden. Wie das geht, wird auf hightech-journal.net erklärt. Danke an Peter für den Tipp! Ist das geschafft, kann der CPU-Kühlkörper wieder aufgesetzt und verschraubt werden. Vorher sollten auf dessen Unterseite aber unbedingt noch die Reste der dort noch klebenden Wärmeleitpaste mit einem Zewa entfernt werden, damit die Oberfläche wieder durchgehend glänzt. Geschafft, jetzt geht es weiter mit dem Arbeitsspeicher. Kingston KVR1333D3E9SK2/16G - Der Arbeitsspeicher Verbaut wird der Kingston KVR1333D3E9SK2/16G Arbeitsspeicher 16GB (1333 MHz, 240-polig, CL9) DDR3-RAM Kit2 (Affiliate-Link). Update vom 03.05.2015/04.08.2015: Vermehrt berichten Leser (z.B. Ingo oder Lars),  dass es beim obigen Arbeitsspeicher zu Problemen kommen kann und besser der original Arbeitsspeicher von HP, 8GB-12800E (HP 669324-B21) (Affiliate-Link) oder 8GB-10600 (HP 647909-B21) (Affiliate-Link), benutzt werden sollte, da nur dieser vom Proliant offiziell supportet und als "HP SmartMemory" erkannt wird. Weitere Hintergrundinformationen kann ich dazu leider nicht liefern, bei mir funktioniert der oben angegebene Kingston-Ram in zwei Systemen ohne jegliche Probleme. Update Ende Dieser ist mit 16 GB ausreichend groß dimensioniert, um später auch größere Datenpartitionen per ZFS-Dateisystem unter FreeNAS verwalten zu können. Als Richtwert werden bei ZFS minimal 6GB Ram benötigt, wobei sich der Wert theoretisch pro 1TB HDD-Space um einen weiteren GB Ram erhöht. Insgesamt kein Pappenstiel, bei meinen Tests haben 16 GB Ram ausgereicht, um 4 Stück 4TB Festplatten vom Typ WD40EFRX (Affiliate-Link) im Raid 5 bzw. RaidZ (ca. 12 TB nutzbare Plattenplatz) unter FreeNAS zu versorgen. Das Kingston 16GB Kit besteht aus zwei Modulen, die auf dem Mainboard ihren Platz finden, sobald die initial verbauten 2GB ausgeklickt sind. Vergleichsweise einfach ist nun auch der Arbeitsspeicher getauscht. Grundsätzlich lässt sich der Ram natürlich auch nachträglich upgraden, ohne das Mainboard aus dem Gehäuse entfernen zu müssen. SAS/SATA PCI-Express Card IBM M1015 - Die Festplattenanbindung Das Mainboard des G8 Microservers kann grundsätzlich die vier über die Front erreichbaren Festplatten anbinden, dabei können aber nur die ersten beiden per 6Gbit/s betrieben werden, die restlichen beiden Festplatten jedoch nur mit 3Gbit/s. Hinzu kommt, dass vom Mainboard nur Festplatten bis je max. 3 TB Kapazität unterstützt werden. Wer, wie ich, insgesamt 4 Stück Western Digital WD40EFRX (Affiliate-Link) mit jeweils 4TB verbauen möchte, muss auf eine zusätzliche PCI-Express Karte ausweichen. Update vom 18.11.2014: Thorsten hat gerade darauf hingewiesen, dass mit dem Mainboard des G8 auch 4TB HDDs ohne Probleme genutzt werden können. Eingesetzt wird die IBM ExpressSeller ServeRAID M1015 SAS/SATA Control (Affiliate-Link), welche einwandfrei mit dem HP Proliant G8 zusammenarbeitet und oftmals gebraucht für knapp unter 100€ auf eBay (Affiliate-Link) gehandelt wird. Da die Karte mit einer normalen Slotblende geliefert wird, sollte man sich noch eine Low-profile Blende (Affiliate-Link) besorgen, damit dem Einbau im klein gebauten Proliant G8 nichts entgegensteht. Ohne Blende lässt sich die Karte auch einsetzen, ist dann aber schon sehr wackelig. Bevor die Karte verbaut wird, sollte unbedingt deren Seriennummer notiert werden, welche sich auf dem leicht gelblichen Aufkleber auf der Kartenrückseite befindet. Die Seriennummer sollte dabei immer mit 500605B beginnen, meine Seriennummer lautet zur Kontrolle 500605B 0-03CC-2720 Das vorher auf dem Mainboard eingesteckte SAS-Kabel wird jetzt in die PCI-Express-Karte (Port 0) gesteckt. Es ist dafür glücklicherweise lang genug und muss nur sanft aus dem Inneren des Gehäuses gezogen werden. Ziel ist es die später angeschlossenen Festplatten 1:1 über die PCI-Karte an das Mainboard durchzureichen. Die eigentliche Raid-Funktionalität wird dabei über das FreeNAS-System softwareseitig zur Verfügung gestellt. Das hat den Vorteil, dass FreeNAS jede Festplatte einzeln wahrnimmt und bei einem etwaigen Defekt darüber informieren kann, welche HDD getauscht werden muss. Würde man hingegen die Raid-Funktion der Karte nutzen, könnte FreeNAS die Platten nur als eine Einheit sehen und würde gar nicht mitbekommen, falls eine Festplatte ausfällt. Außerdem ist man flexibler, wenn man bspw. erst mit einer Festplatten startet und später upgraden möchte. Die IBM ExpressSeller ServeRAID M1015 SAS/SATA Control macht die Festplatteneinschübe übrigens auch gleich hot-swap-fähig, wodurch auch im laufenden Betrieb (defekte) Festplatten getauscht werden können. Der G8 Microserver bietet diese Funktion standardmäßig ohne Zusatzkarte übrigens nicht. Etwas tricky ist das Umflashen der IBM ExpressSeller ServeRAID M1015 SAS/SATA Control in den sogenannten IT (Initiator Target) Mode, um die "M1015" in den "9211-IT" Modus zu schicken, wodurch die Raid-Funktionalität der Karte deaktiviert und die Festplatten direkt ans Mainboard durchgereicht werden können. IBM M1015 in den IT-Mode flashen Dazu wird ein leerer USB-Stick beliebiger Größe (weniger als 1GB reichen locker) mit FreeDOS bestückt. Das passende Image gibt es direkt hier. Wer es noch einfacher möchte, kann auch mit der Windows-Freeware Rufus über die entsprechende Auswahlfunktion einen passenden USB-Stick mit FreeDOS ausstatten. Ist der Stick erstellt, muss er noch mit zusätzlicher Software ausgestattet werden, mit der die Karte geflasht werden muss. Glücklicherweise hat der User BetaQuasi in der Lime Technology - unRAID Server Community alle benötigten Files zusammengetragen und bietet diese freundlicherweise als Download an. Der Inhalt der zip-Datei muss nur noch exportiert werden und der Inhalt des entpackten Ordners "M1015_X9SCM_BOOT_P17" auf den bereits per Rufus präparierten USB-Stick kopiert werden (bestehende Dateien werden überschrieben). Der nun fertige Stick wird an den G8 Microserver gesteckt und es wird von ihm gebootet. Mit F9 gelangt man dabei ins Setup-Menü, in welchem die Bootreihenfolge geändert werden kann, sofern der USB-Stick nicht bereits an erster Stelle steht. In die nach dem Booten nach kurzer Zeit sichtbare Kommandozeile werden der Reihe nach folgende Befehle eingegeben und jeweils mit der Enter-Taste bestätigt. megarec -writesbr 0 sbrempty.bin Damit wird die installierte Firmware der PCI-Karte und mit megarec -cleanflash 0 weiterhin der Flash geleert. Der Rechner mit nun mit der Tastenkombination STRG + ALT + ENTF (CTRL + ALT + DEL) neugestartet und auf ein erneutes Erscheinen der Kommandozeile gewartet. Weiter geht es mit dem Befehl sas2flsh -o -f 2118it.bin -b mptsas2.rom Dadurch wird die Firmware eingespielt und das Bios geupdated. Abschließend wird die Karte geflasht. Dazu wird die vorher notierte Seriennummer der zu flashenden Karte benötigt. Die Seriennummer, in meinem Fall 500605B 0-03CC-2720 muss in nachfolgendem Befehl als 500605b003cc2720 eingegeben werden. Buchstaben also klein schreiben und die Leer- und Minuszeichen weglassen, damit eine 16-stellige Ziffernfolge entsteht. sas2flsh -o -sasadd 500605b003cc2720 Nachdem der Befehl eingegeben und mit der Enter-Taste bestätigt wurde, ist der Flashvorgang abgeschlossen. Mit dem nächsten Neustart des Systems ist die PCI-Karte nun im IT-Mode und betriebsbereit. Wer mehr über den Flashvorgang und die verschiedenen Flashmöglichkeiten wissen möchte, kann sich den zweiten Post unter  Lime Technology - unRAID Server Community genauer informieren. Hier wird auch beschrieben, wie man die PCI-Karte auch in andere Modi flasht. Anscheinend ist es auch so, dass oben beschriebener Flashvorgang spezielle Hardwareanforderungen voraussetzt und nicht von jedem Mainboard aus möglich ist. Wer das Flashen also nicht im G8 Microserver durchführt und Probleme hat, muss sein Glück in oben verlinkte unRAID-Community versuchen. Western Digital WD40EFRX - Der Datenspeicher Als Datenspeicher wird die Western Digital WD40EFRX (Affiliate-Link) mit 4 TB Kapazität genutzt. Diese habe ich seit geraumer Zeit bereits mehrfach im Einsatz und hatte bisher noch keinerlei Probleme. Die Festplatte ist für den Dauerbetrieb in kleineren NAS-Umgebungen ausgelegt und verbraucht unter anderem durch die geringe Drehgeschwindigkeit von 5.400 U/min vergleichweise wenig Strom und bleibt gleichzeitig angenehm kühl. Später werden dann alle vier Festplatten in den RaidZ-Modus gebracht, was unter FreeNAS einem Raid 5 mit einer Paritätsplatte (eine HDD kann ohne Probleme abrauchen und getauscht werden) entspricht. Die Festplatten werden in die jeweiligen Halterahmen geschraubt und in die Front des HP G8 gesteckt und eingerastet. Der Aufbau und Mechanismus der Vorrichtung wirken insgesamt überraschend solide, damit hätte ich in dieser Preisklasse eher nicht gerechnet. FreeNAS - Das freie NAS-Betriebssystem Als NAS-Betriebssystem kommt FreeNAS zum Einsatz. Das hat mehrere Gründe. Es ist kostenfrei, hat eine riesige Community im Rücken, die für regelmäßige Updates sorgt, unterstützt zentrale Standards zur Dateifreigabe out-of-the-box, bietet die Möglichkeit zu integrierten Virtualisierungsumgebungen (App Jails), die es bspw. erlauben den Plex Media Server einfach zu installieren und darüber hinaus die Option zur Dateiverschlüsselung per AES-NI, um das entsprechende Feature des installierten E3-Prozessors auszunutzen. Wer mehr Informationen zu den Ursprüngen von FreeNAS nachlesen möchte, kann sich im übersichtlichen Wiki-Artikel FreeBSD-Distributionen informieren. Der kostenfreie Download von FreeNAS steht im offiziellen Downloadbereich bereit. Das benötigte USB-Image kann unter dem Punkt "Alternative Downloads" -> "Download the current stable FreeNAS USB image" -> "64-bit" heruntergeladen werden. UPDATE VOM 13.12.2014: Der Download befindet sich jetzt unter dem Punkt "Download FreeNAS" und "Download the current stable release of FreeNAS" und befindet sich bereits im iso-Format, weshalb es nicht nochmal entpackt werden muss. Die heruntergeladene Datei FreeNAS-9.x-RELEASE.img.xz muss vor der weiteren Verwendung noch entpackt werden. Dazu kann unter OSX das Programm The Unarchiver genutzt werden. Unter Windows nutzt man am besten das kostenfrei Datenkompressionsprogramm 7-zip. Hat das Entpacken geklappt, wird die Datei FreeNAS-9.x-RELEASE.img erzeugt, welche nun verwendet werden kann. Das FreeNAS-Betriebssystem wird dabei ausschließlich auf einen USB-Stick (und nicht auf die Festplatten) installiert, von welchem das System bei jedem Neustart bootet und das FreeNAS-System daraufhin in den Arbeitsspeicher lädt. Aus diesem Grund sollte ein zuverlässiger USB-Stick verwendet werden, hier bietet sich der SanDisk Cruzer Fit 8GB (Affiliate-Link) an, der für diesen Zweck oftmals empfohlen wird. Um das FreeNAS-Image FreeNAS-9.x-RELEASE.iso auf den USB-Stick zu bekommen, kann bspw. erneut die Freeware Rufus genutzt werden. Hier muss das heruntergeladene Image FreeNAS-x86.img mit der Option "DD Abbild" in Rufus auf den USB-Stick kopiert werden. Mehr Informationen dazu sind unter github verfügbar. Alternativ lässt sich auch unter Mac OSX per Terminalbefehlen ein bootfähiger Stick erzeugen. Dazu wird das Terminal geöffnet und folgende Befehle eingegeben. Mit diskutil list und der Eingabe der Enter-Taste werden die systemweiten Datenträger aufgelistet. Hier muss der eingesteckte USB-Stick selektiert werden. Dieser ist gewöhnlich mit /dev/disk2 angegeben, kann aber auch eine höhere Durchzählnummer besitzen, je nachdem wieviel Datenträger angeschlossen sind. Wer sich unsicher ist, kann sich anhand der angegeben Größenangaben - in diesem Fall hat der USB-Stick "8.0 GB" - orientieren. Ist der korrekte Datenträger ausfindig gemacht, wird der Stick ausgeworfen. Achtung: Nachfolgende Befehle müssen angepasst und das X am Ende des Befehls mit der korrekten Nummer des ermittelten USB-Datenträgers ersetzt werden. diskutil unmountDisk /dev/diskX Jetzt ist es an der Zeit aus dem Image einen bootfähigen USB-Stick zu erzeugen. Der Pfad bzw. Dateiname der img-Datei sowie das X bei diskX muss entsprechend angepasst werden. sudo dd if=~/Downloads/FreeNAS-9.x-RELEASE.iso of=/dev/diskX bs=4m Der Flashvorgang kann mehrere Minuten dauern, also einfach warten. Ein Fortschrittsbalken wird nicht angezeigt. Ist der Vorgang beendet, kann der Stick in den G8 Microserver gesteckt und das neue FreeNAS-System gebootet werden. Was es bei der Einrichtung von FreeNAS zu beachten gilt, wird im bald folgenden Howto-Artikel erklärt. [poll id="13"] Aus meinem täglichen Leben Mit der Kombination aus HP Proliant G8 Microserver (Affiliate-Link), leistungsfähigem Intel Xeon Quad-Core (Affiliate-Link) und Kingston Arbeitsspeicher 16GB (Affiliate-Link) in Verbindung mit dem IBM M1015 SAS/SATA Controller (Affiliate-Link) lässt sich ein performantes und preislich attraktives NAS zusammenstellen, mit dem bis zu vier Festplatten, wie die beliebte Western Digital WD40EFRX (Affiliate-Link), genutzt werden können. Wird als NAS-Betriebssystem dann noch FreeNAS genutzt, lassen sich die Vorzüge des Systems besonders gut nutzen, indem neben "normalen" NAS-typischen Diensten auch aufwändige Zusatzdienste in virtuellen Maschinen (App Jails) ausgeführt werden können. Im Vergleich zu einem QNAP TS-670 Ultra (Blog-Artikel) ist die vorgestellte Lösung ähnlich performant, jedoch ein gutes Stück günstiger. Das bezahlt man aber anderseits durch die aufwändige manuelle Einrichtung, die zugegebenermaßen etwas mehr Konfigurations- und Einarbeitungszeit bedarf. Wer jedoch bereit ist, sich etwas mit FreeNAS (FAQ) zu beschäftigen, erhält eine NAS-Lösung, die sich nicht vor professionellen Lösungen verstecken muss und flexibel gestaltet werden kann. ### Gigaset elements - Überwachung der eigenen vier Wände Smart Homes sind im Trend. Die Branche rechnet damit, dass bis zum Jahr 2020 "in mehr als einer Million Haushalte(n) vernetzte Geräte und intelligente Sensoren zum Einsatz kommen". Das erwartete Wachstum bedeutet eine Verdreifachung der aktuellen Installationszahlen und eröffnet enormes Potenzial für Hersteller, die entsprechende Lösungen gerade auch für Nachrüster anbieten. Nicht verwunderlich also, dass die Konkurrenz stetig wächst und gerade auch Neueinsteiger mitmischen möchten, um ein Stück vom Smart Home-Kuchen abzubekommen. Wie sich die seit knapp einem Jahr auf dem Markt erhältliche Überwachungslösung Gigaset elements (Affiliate-Link) in der Praxis schlägt, wird im nachfolgenden Post dargelegt. Gigaset elements Komponenten Das preislich moderate Gigaset elements safety Starter Kit (Affiliate-Link) hat den Anspruch die Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu erhöhen. Es beinhaltet eine Basisstation (base), welche als "Gehirn" der Anlage mit dem heimischen Router verbunden wird und zwischen angeschlossenen Sensoren, der Gigaset elements-Cloud und dem Smartphone vermittelt. Die im Set enthaltenen Sensoren für eine Tür (Gigaset elements door (Affiliate-Link)) sowie ein Bewegungssensor (Gigaset elements motion (Affiliate-Link)) zum Aufstellen in der Wohnung werden mit den beiliegenden Batterien bestückt und kommunizieren per Funk mit der Basisstation. Der Türsensor wird, wie im Bild zu sehen, mit Klebestreifen oberhalb des Türgriffs befestigt und kann mit seinem eingebauten Beschleunigungssensor neben dem Zustand "Geöffnet" und "Geschlossen" weiterhin auch ungewolltes Eindringen feststellen, wenn die Tür bspw. gewaltsam geöffnet werden sollte. Das Set kann auf bis zu 48 Gigaset-elements-Sensoren erweitert werden, darunter auch ein Fenstersensor (Gigaset elements window (Affiliate-Link)), eine Alarmsirene (Gigaset elements siren (Affiliate-Link)) oder eine Überwachungskamera (Gigaset elements camera (Affiliate-Link)). Weitere Sensoren, wie bspw. Rauchmelder  befinden sich in der Entwicklung und sollen später folgen. Der Fenstersensor wird ebenfalls per doppelseitigem Klebeband am Fensterrahmen befestigt. Er kann durch den eingebauten Beschleunigungssensor zwischen einem geschlossenen, geöffneten sowie gekippten Fenster unterscheiden. Gigaset elements Inbetriebnahme Für die Installation der Komponenten ist weder professionelles Equipment noch ein Technikexperte notwendig. Die Basisstation wird per Netzwerkkabel am heimischen Router sowie per Netzteil an das Stromnetz angeschlossen. Bevor die Sensoren am Wunschort befestigt werden können, müssen sie erst noch an die Basisstation angelernt werden. Dazu wird die kostenfreie Smartphone App benötigt, welche als Variante für Apple-Devices und als Version für Android-Endgeräte verfügbar ist. [app 644160841] Alternativ lässt sich der Dienst auch über www.gigaset-elements.com per Browser erreichen, der Login befindet sich rechts oben bei "My elements". Die Einrichtung  ist selbsterklärend in einigen Minuten geschehen und wird mit passenden Abbildungen unterstützt. Das einzige kleine Problem, über das ich gestolpert bin, war die Eingabe des Aktivierungcodes, welcher auf der Rückseite der Basisstation abgedruckt ist und in der App eingegeben werden muss. Hier muss auf die Großschreibung der Buchstaben geachtet werden, sonst wird der Code nicht akzeptiert. So lassen sich die erworbenen Sensoren nach und nach anlernen und über die App verwalten. Neben den jeweiligen Zuständen der Sensoren hält die App auch eine Ereignisliste bereit, über welche die letzten Statusänderungen nachvollzogen werden können. So lässt sich kontrollieren, wann die Tür das letzte Mal geöffnet oder das Fenster gekippt wurde. Sofern ein Softwareupdate ansteht, erfolgt noch eine entsprechende Benachrichtigung und die Installation lässt sich bequem über die App aus starten. Dabei gibt es nicht nur Updates für die Basisstation, sondern auch für die jeweiligen Sensoren, die der Reihe nach mit Updates versorgt werden können, was pro Sensor bis zu 15 Minuten dauern kann. Hier ist zu beachten, dass immer nur ein Updateprozess auf einmal gestartet werden darf. Wer viele Sensoren hat, sollte also etwas Zeit einrechnen. Hinzu kommt, dass das Update nur durch einen Druck auf den jeweiligen Sensor gestartet werden kann. Wer nicht Zuhause ist, kann also auch keine Sensor-Updates starten. Zugriff aus der Ferne Wie man auf vorhergehendem Screenshot sieht, lässt sich das System auch aus der Ferne über das Mobilfunknetz erreichen. Die Verbindung wird dabei immer über den zentralen Cloudserver von Gigaset elements aufgebaut, egal ob man gerade Zuhause oder unterwegs ist. Dadurch bedarf es keiner zusätzlichen Konfiguration der Routers, um sich mit Dingen wie Portforwarding oder DynDns-Adressen herumzuschlagen. Andererseits ist man natürlich auch darauf angewiesen, dass der Gigaset-Cloud-Server immer erreichbar ist, fällt dieser aus, ist auch das System nicht mehr erreichbar, auch nicht von Zuhause aus. In meinem knapp zwei monatigen Test hatte ich dabei keinerlei Probleme, in Amazon-Kommentaren zum Gigaset elements safety Starter Kit (Affiliate-Link) berichten Käufer aber auch davon, dass der Dienst in der Vergangenheit vermehrt nicht erreichbar war. Auch Gigaset elements meldet sich mit einer Stellungnahme zum Serverausfall im firmeneigenen Blog zu Wort und zeigt damit überraschende Offenheit. Anscheinend hat Gigaset hier seine Hausaufgaben gemacht und die Zuverlässigkeit seines kostenfreien Clouddienstes erhöht. Cloud-Gegner werden aber dennoch abgeschreckt sein, eine Nutzung ohne Cloud-Anbindung ist leider gänzlich unmöglich. Die Tücken stecken im Detail Nicht ganz so gut gelöst hat Gigaset jedoch seine Hausaufgaben an anderer Stelle, hier musste das System einige Federn lassen. Denn erst meldete die App, dass ein Update für die Basisstation bereitsteht und kurze Zeit später verlor die Basisstation ohne Fremdeinwirkung die Verbindung zu allen angeschlossenen Sensoren (door is offline, window is offline, motion is offline). Da der erste Updateversuch daraufhin mit einer Fehlermeldung und dem Hinweis, dass die Basisstation vom Strom getrennt und neugestartet werden müsste, quitiert wurde, war der beworbene Überwachungsschutz erstmal gänzlich "offline". Erst als ich drei Tage später wieder vor Ort war und die Basisstation neustarten und den Updateprozess initiieren konnte, wurde die Verbindung wieder hergestellt. Jetzt kämpfte das System aber damit, dass es nicht mehr wusste, welchen Zustand die Sensoren gerade hatten ("Nicht eindeutig") bzw. ein Fenster als "geöffnet" anzeigt wurde, obwohl es geschlossen war. Das Problem konnte jedoch nach einer Sensorneukalibrierung, welche auch über die App gestartet werden kann, beseitigt werden. Dazu muss man jedoch auch vor Ort sein, da man die Tür bzw. das Fenster zur Neukalibrierung des jeweiligen Sensors erst öffnen und daraufhin schließen muss. Pro Einfache Einrichtung und Bedienung Nutzung über Smartphone-App Weltweiter Zugriff Praktische Überwachung auch per Webcam Regelmäßige Softwareupdates Modular erweiterbar bis max. 48 Gigaset-elements-Sensoren Kostenloser Cloudservice (keine monatlichen Zusatzkosten) Con Abhängigkeit von zentralem Gigaset-Cloud-Server Private Nutzungsdaten in der Cloud (Datenschutz) Keine Funktion bei Stromausfall Software noch fehleranfällig Wenige Sensortypen (sollen zukünftig erweitert werden) Bedingt als Alarmanlage einsetzbar Proprietärer Standard, keine Schnittstellen zu anderen Systemen Aus meinem täglichen Leben Gigaset versucht mit seiner preislich attraktiven Nachrüstlösung Gigaset elements safety Starter Kit (Affiliate-Link) die Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu erhöhen, indem verschiedene Sensoren etwa die Bewegung oder das Öffnen von Türen und Fenstern im Falle der Abwesenheit detektieren und per Push-Nachricht auf ungewöhnliche Aktivitäten aufmerksam machen. Da das Sicherheitsbedürfnis in den letzten Jahren eher gestiegen als gesunken sein dürfte, ist die Idee natürlich naheliegend. Gerade wenn das System mit der Gigaset elements camera (Affiliate-Link) erweitert wird, kann man sich auch von unterwegs ein konkretes Bild von der Lage Zuhause machen. Eine entsprechende Einrichtung kann auch von Techniklaien vollzogen werden. Der Teufel steckt aber wie so oft im Detail, gerade was die neuartigen Sensoren anbelangt. Innovativ gelöst sind die in den Tür- und Fenstersensoren integrierten Beschleunigungssensoren. Anders als etwa bei gewöhnlichen Reed-Kontakten müssen dabei nicht zwei, sondern nur ein Adapter pro Tür bzw. Fenster aufgeklebt werden und der Anbringungsort ist gleichzeitig auch noch flexibler. Die Beschleunigungssensoren lassen sich aber austricksen. Wird etwa die Tür im Schneckentempo geöffnet, bleibt eine Benachrichtigung aus, da durch die zu geringe Beschleunigung der Sensor nicht auslöst. Zugegeben, spätestens beim Bewegungsmelder hat der Eindringlich fast keine Chance mehr, da dieser auch bei Dunkelheit eine gute Erkennung bietet, etwas ärgerlich bleibt die nicht ganz exakte Erkennung trotzdem. Voraussetzung ist dabei natürlich immer, dass die Basisstation mit Strom versorgt und betriebsbereit ist und darüber hinaus über das Internet mit der Gigaset-Cloud kommunizieren kann. Aus diesen und oben genannten Gründen kann ich die Gigaset elements safety Starter Kit (Affiliate-Link) deshalb aktuell nicht gänzlich als vollwertige Sicherheitslösung anerkennen, obwohl sie gute Ansätze aufweist. Mit Softwareupdates wird der Hersteller hier bestimmt an der ein oder anderen Stelle weiter nachbessern können, gegenüber einer professionellen Alarmanlage, die zugegebenermaßen auch um ein Vielfaches teurer ist, zieht die cloudbasierte Gigaset elements-Lösung jedoch zumindest in Bezug auf Zuverlässigkeit den Kürzeren. In diesem Kontext ist das Gigaset elements dennoch ein guter Kompromiss, gerade wenn man das Fehlen vernünftiger Konkurrenzprodukte im vergleichbaren Preisrahmen berücksichtigt. Neben der vergleichsweise günstigen Anschaffung fallen keine weiteren Kosten an, andere Anbieter verlangen für die Nutzung von Clouddiensten hingegen oftmals eine monatliche Abogebühr. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die Lösung in Zukunft entwickeln wird, die Konkurrenz schläft ja schließlich auch nicht. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="74" identifier="B00EPLF6G8" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31gXhGhVW7L.SL110.jpg" tag="meintechblog-141104-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00EPLF8K2" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31GrAodF5NL.SL110.jpg" tag="meintechblog-141104-21" width="89"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00EJ74YSY" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31Qqe6XGttL.SL110.jpg" tag="meintechblog-141104-21" width="101"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00EJ74Y48" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/21O3Roi4kEL.SL110.jpg" tag="meintechblog-141104-21" width="73"][easyazon_image align="none" height="109" identifier="B00MOIW76G" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41pmkCAk2BLL.SL110.jpg" tag="meintechblog-141104-21" width="110"] ### FHEM-Server updaten Ist der FHEM-Server erfolgreich installiert, sollte direkt im Anschluss ein Update angestoßen werden, da die Installation gewöhnlich noch nicht auf dem neuesten Stand ist und dadurch manche Aktoren oder Sensoren nicht korrekt erkannt und angelernt werden können. Aber nicht nur wer akute Probleme diesbezüglich hat, sollte sein System regelmäßig updaten, um von Bugfixes und Neuerungen zu profitieren, die über das Softwareupdate eingespielt werden. Wie ein Update über die FHEM-Oberfläche eingeleitet werden kann, wird nachfolgend erläutert. FHEM-Backup erstellen Bevor das Update gestartet wird, sollte erstmal ein Backup von FHEM erstellt werden. Das tut nicht weh und kann später dabei helfen das System auf einen früheren Stand zurückzusetzen, sofern mal etwas schief läuft. In der FHEM-Konsole wird dabei der Befehl backup eingegeben und mit der Enter-Taste bestätigt. Wurde das Backup erstellt, wird die Nachricht backup done: FHEM-20141103_102213.tar.gz (11040971 Bytes) ausgegeben. Wer das Backup extern sichern möchte, findet es gewöhnlich im Verzeichnis "/var/opt/fhem/Backup" wieder. Weitere Informationen zum FHEM-Backup gibt es im FHEM-Wiki. Alternativ lässt sich auch der Eintrag "attr global backup_before_update 1" in die fhem.cfg eintragen, dann wird immer automatisch vor jedem Update ein Backup angestoßen. Update vom 31.05.2015: Ein alternativer Weg, um "erweiterte" Backups von FHEM auszuführen, wird im Blogpost FHEM HowTo – Automatisches Backup auf externem NAS beschrieben. FHEM-Update starten Das FHEM-Update wird dann ebenfalls über die FHEM-Konsole, jetzt aber mit dem Befehl update gestartet. Sofern eine neue Mitteilung (notice) - in diesem Fall "update-20130127-001" - ausgegeben wird, muss diese erst einmal bestätigt werden, um das Update durchführen zu können. Um die Update-Benachrichtigung zu bestätigen, wird in die FHEM-Konsole der Befehl notice confirm update-20130127-001 eingegeben und mit der Enter-Taste bestätigt. Jetzt wird die Mitteilung "update-20130127-001 confirmed on 2014-11-03 10:05:06: 1" angezeigt und das Update kann nochmal mit dem FHEM-Konsolenbefehl update und Druck auf die Enter-Taste eingeleitet werden. Unter Umständen werden jetzt sehr viele Dateien aktualisiert, wodurch das Update schon einige Minuten dauern kann. Sobald die Aktualisierung abgeschlossen ist, wird die Mitteilung "2014-11-03 10:08:07 Global global update 431 file(s) have been updated." ausgegeben. Jetzt muss FHEM nur noch über den FHEM-Konsolenbefehl shutdown restart und der Eingabe der Enter-Taste neugestartet werden, fertig. Der neueste Softwarestand ist nun hergestellt. Der Update-Befehl hält noch einige zusätzliche Attribute bereit, um bspw. nicht nur die geprüften (stable) sondern auch die taufrischen und noch in Entwicklung befindlichen (development) Aktualisierungen einspielen zu können. Entsprechende Informationen gibt es im FHEM-Wiki. Aus meinem täglichen Leben Mir ist es schon mehrmals passiert, dass ein neuer Aktor, wie bspw. der HomeMatic 105155 Funk-Stellantrieb (Affiliate-Link) in FHEM nicht korrekt in Betrieb genommen werden konnte. Nach einem Update, wie es oben erklärt wurde, klappte es dann jedoch auf Anhieb. An dieser Stelle ein großes Lob an die FHEM-Community, die regelmäßig Updates bereitstellt, dabei Fehler beseitigt und den Funktionsumfang - gerade auch in Bezug auf neue Devices - ausbaut. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00CFF3410" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31NBRkCErXL.SL1102.jpg" tag="meintechblog-141103-21" width="95"] ### VU+ Solo SE - Liebe auf den ersten Zap Satelliten- und Kabelreceiver mit HD-Qualität gibt es auf dem Markt wie Sand am Meer. Funktionen, um bspw. neu ausgestrahlte Episoden der Lieblingsserie immer automatisch auf der heimischen Netzwerkfestplatte zentral aufzuzeichnen und anschließend auf dem Tablet zu streamen, sucht man hingegen meist vergeblich. Denn neben technischen Limitationen sorgen meist auch Programmanbieter aktiv dafür, dass bspw. HD-Content auf zertifizierten Receivern nur in SD-Qualität lokal aufgezeichnet oder Werbung nicht nachträglich übersprungen werden darf (vgl. Pressemappe HD+). Wer solche künstlichen Restriktionen als Gängelei empfindet und etwas technisches KnowHow mitbringt, kann auf nichtzertifizierte Receiver von Dream Property oder satco europe zurückgreifen, die ihre Dreamboxen bzw. VUPlus-Receiver mit der Möglichkeit zur Installation offener Linux-Betriebssysteme ausstatten, die weitaus mehr Funktionen bereithalten, als man geheimhin denken mag. Weshalb der gerade veröffentlichte Receiver VUPlus Solo SE (Affiliate-Link), welcher in diese Kategorie fällt, besonders zu gefallen weiß und was es bei dessen Einrichtung zu beachten gilt, wird im nachfolgenden Post erläutert. Kompaktes und schnörkelloses Design Mit den Maßen von ca. 21 cm Breite, 4 cm Höhe und 18,5 cm Tiefe ist die VUPlus Solo SE (Affiliate-Link) angenehm klein und lässt sich damit unauffällig auch in kleinen TV-Racks unterbringen. Zu haben ist der Receiver in schwarz und weiterhin auch noch in weiß (Affiliate-Link). Affiliate-Link [easyazon_image align="none" identifier="B00LN1352K" locale="DE" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/61bbbyX2wVL._SL1500_.jpg" tag="meintechblog-141029-21" width="500"] Auf der Rückseite befindet sich neben den gewöhnlichen Anschlussmöglichkeiten auch ein RS232-Anschluss, über welchen ein externer IR-Empfänger betrieben werden kann, wodurch noch mehr Flexibilität hinsichtlich des Aufstellungsorts gegeben ist. Trotz des mit 1300 MHz recht leistungsfähigen Dual-Core-Prozessors hat es Dream Property erstmals geschafft gänzlich auf einen Lüfter zu verzichten. Durch den passiven Kühlkörper wird die CPU zwar mehr als handwarm, läuft aber dennoch dauerhaft und ohne nervige Geräuschkulisse stabil. Maßgeblich bedingt durch die geringe Baugröße des Gehäuses bleibt leider kein Platz mehr für eine integrierte Festplatte. Es können entweder per USB-, ESata- oder LAN-Kabel (100Mbit) die gewünschten Verbindungen zu USB-Sticks, Festplatten oder der heimischen Netzwerkfestplatte aufgebaut werden. Insgesamt etwas daran ist, dass auf die Implementierung eines 1Gbit-fähigen Netzwerkanschlusses verzichtet wurde, auch wenn die höhere Übertragungsgeschwindigkeit in den meisten Umgebungen wohl keinen allzu großen Zusatznutzen stiften sollte. Als externe Festplatte hat sich bei mir die WD Elements Portable 2TB (Affiliate-Link) bewährt. Sie ist sehr leise und erhöht den Verbrauch des Gesamtsystems im Betrieb um nur ca. 2 Watt. Technik, die zu begeistern weiß Die VUPlus Solo SE (Affiliate-Link) spielt mit ihrem 1300 MHz schnellen Dual-Core-Prozessor, 256 MB Flash-Speicher und 1 GB RAM in der Liga der leistungsfähigen Receiver ganz vorne mit. Bisher nur den Topmodellen vorbehalten und jetzt auch in der VUPlus Solo SE (Affiliate-Link) möglich, ist die Ausgabe des Bilds in 1080p, also 1920x1080 Pixel mit Vollbildausgabe (die meisten geben hier nur 1080i per Zeilenspruchverfahren aus). Das bringt zwar derzeitig ob der fehlenden Unterstützung durch die Fernsehanstalten bei HD-Fernsehbild keinen richtigen Vorteil (gewöhnlich wird in 720p bzw. 1080i ausgestrahlt), ist jedoch dann sinnvoll, sobald 1080p-Videomaterial bspw. per Dreamplex-App zugespielt wird. Beim Kauf entscheidet man sich entweder für den eingebauten Receiver für DVB-S (Sat) oder DVB-C (Kabel). Dieser ist gesteckt und kann jederzeit getauscht werden, wenn bspw. ein Umzug ansteht. Obgleich ein Dual DVB-S-Tuner (Affiliate-Link) mit zwei Eingängen für Sat-Empfang erhältlich ist, wird dieser leider nicht unterstützt. Wer mehr als einen Tuner haben möchte, kann jedoch auf externe Tuner zurückgreifen, wie im Artikel Dreambox mit USB-Zusatztuner beschrieben. Hinzugekommen ist zudem ist die ebenfalls von den Spitzenmodellen bekannte Transcoding-Funktion. Das Fernsehbild wird dabei hardwarebeschleunigt heruntergerechnet, so dass dieses theoretisch auch von unterwegs über Smartphone oder Tablet betrachtet werden kann. Ein nettes Gimmick, dass für einige Anwender sicherlich einen Zusatznutzen stiftet, aber bestimmt für die meisten nicht kaufentscheidend ist. Image flashen und durchstarten An dieser Stelle kann ich VTi (Vu+ Team Image) empfehlen, welches man auf vuplus-support.org nach Anmeldung unter diesem Link herunterladen kann. Der Inhalt der heruntergeladenen Datei wird dann auf einen FAT-formatierten USB-Stick (z.B. SanDisk Cruzer Fit 8GB (Affiliate-Link)) gezogen, an die Box gesteckt und nach einem Neustart wird das Image automatisch auf der VUPlus Solo SE (Affiliate-Link) installiert, fertig. Wer Probleme damit hat, kann unter Flashen der Solo SE mit USB Stick weitere Infos einholen. Als Oberfläche empfehle ich Atile HD, welches über die Blaue Taste -> "VTI Software Manager" -> "Skin" heruntergeladen werden kann. Wer es möglichst schlicht und übersichtlich haben will, kann dann noch unter "Menü" -> "VTi" -> "Einstellungen" - "Atile HD" -> Gelbe Taste ("AtileHD pro") die " InfoBar mini" aktivieren. Damit alle Sender ein schönes Logo erhalten, kann man sich noch im vuplus-support.org Forum die passenden Picons herunterladen, welche am Ende des ersten Posts verlinkt sind. Das normale Astra-Paket für den Sat-Empfang lautet dabei bspw. "2014-10-25_DVB-S_19.2E_Picons_100x60_8 Bit_transparent.zip". Nach dem Entpacken müssen die "Bildchen" dann noch per FTP-Client ins Verzeichnis /usr/share/enigma2/picon kopiert werden, damit sie auch angezeigt werden. Senderlisten (Bouquets) lassen sich nach einem Sendersuchlauf ("Menü" -> "Einstellungen" -> "Kanalsuche" -> "Automatische Suche") bequem per BouquetEditor vom Webbrowser aus erstellen. Damit der BouquetEditor genutzt werden kann, müssen aber vorher noch die Plugins "webinterface" und "webbouqueteditor" installiert werden. Ist dies geschafft, lassen sich auch bestehende Bouquetlisten speichern bzw. importieren. Unter 141029_webbouqueteditor_backup.tar (4865 Downloads ) lässt sich meinen Bouquetvorschlag für den normalen Sat-Empfang (Astra 19.2 E) herunterladen. Als zusätzlich zu installierende Plugins (Erweiterungen) dürfen dann natürlich AutoTimer und EPGrefresh nicht fehlen, welche bereits im Artikel Dreambox: Unregelmäßig ausgestrahlte Sendungen automatisiert aufnehmen angesprochen wurden. Interessant ist weiterhin das Plugin Multi Quickbutton, mit welchem Tastenzuordnungen neu belegt werden oder aber auch ganze Macros auf einzelne Tasten hinterlegt werden können. Ist alles passend eingerichtet, sollte auf jeden Fall noch die Backupfunktion des VTi-Images genutzt werden. Unter "VTi-Panel" (Blaue Teste) -> "VTI Software-Werkzeuge" -> "Image Sicherung / Wiederherstellung" -> "Sichert Ihr Image" lässt sich das komplette System in einer Datei abspeichern und - sofern notwendig -  später wieder 1:1 zurücksetzen. Aus meinem täglichen Leben Ein offener Receiver auf Linux-Basis, wie die VUPlus Solo SE (Affiliate-Link), hält jede Menge Funktionen bereit, die jedoch überhaupt erstmal nachvollzogen und umgesetzt werden müssen. Was für Technikaffine zum täglichen Handwerkzeug gehört, überfordert dann leider schnell den Normalanwender ohne technisches Knowhow. Dabei können bspw. in Verbindung mit dem Thema Smart Home auch praktische Szenarien realisiert werden. Ein Klingeldruck und das Webcam-Bild der Haustür wird automatisch per VUPlus Solo SE (Affiliate-Link) auf den Fernseher gepusht, ein Klick auf die Fernbedienung und die Tür wird entsperrt, um dem wartenden Besuch Einlass zu gewähren. Durch das offene System auf Basis von Enigma2 und der damit verfügbaren Datenschnittstellen sind dabei im Grunde keinerlei Grenzen gesetzt. Aber zurück zum eigentlichen Thema... Die VUPlus Solo SE (Affiliate-Link) ist im normalen Zapping-Betrieb angenehm schnell, wobei auch schon die VUPlus Uno (Affiliate-Link) mit ihrem vergleichsweise langsamen 400 MHz Prozessor niemals träge wirkte. Ein klarer Vorteil ist natürlich bei der Nutzung von HBBTV zu erkennen, hier kann der schnelle Prozessor in Kombination mit dem größeren Arbeitsspeicher punkten. Der Verbrauch der VUPlus Solo SE (Affiliate-Link) beläuft sich im Betrieb per DVB-S auf ca. 12 Watt (gemessen mit dem Technoline Cost Control Energiekostenmessgerät (Affiliate-Link)). Die Bootzeit beträgt ca. 48 Sekunden, wobei die Box im Normalfall wohl sowieso im stromhungrigen Standby-Betrieb verleibt, aus welchem sie ohne Verzögerung erwacht. Hier verbraucht die Box knapp 10 Watt, es wird quasi nur die Bild- und Tonausgabe abgeschaltet. Alle technischen Details können beim Hersteller hier und  hier nachgelesen werden. Insgesamt bin ich mit der VUPlus Solo SE (Affiliate-Link) zum vergleichsweise günstigen Preis von knapp über 200 Euro mehr als zufrieden und das bestärkt mein positives Bild der VUPlus-Reihe auf ein Neues. Meiner Meinung nach ist sie eine preiswerte Alternative zu der mehr als drei Mal so teuren Dreambox DM7080 HD (Affiliate-Link), sofern man auf einen zweiten Tunersteckplatz und etwas technischen Schnickschnack verzichten kann. Als Zweitreceiver ist die VUPlus Solo SE (Affiliate-Link) aus meiner Sicht zudem ohne Einschränkungen empfehlenswert. Noch ein kurzer Tipp zum Schluss: Wer eine zuverlässige App zur Steuerung und zum Streamen von Enigma2-Receivern sucht, dem kann ich die App e2RemotePro für iOS-Devices ans Herz legen. [app 574507135] Affiliate-Links [easyazon_image align="none" identifier="B005FYNSUA" locale="DE" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/71NwIEjT0DL._SL1500_.jpg" tag="meintechblog-141029-21" width="110"][easyazon_image align="none" identifier="B00D0L5BH8" locale="DE" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/817BDwnUsJL._SL1500_.jpg" tag="meintechblog-141029-21" width="110"][easyazon_image align="none" identifier="B00LN1354S" locale="DE" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/61bbbyX2wVL._SL1500_.jpg" tag="meintechblog-141029-21" width="110"][easyazon_image align="none" identifier="B00LN12USU" locale="DE" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/612ERavgIHL._SL1500_.jpg" tag="meintechblog-141029-21" width="110"]   ### SmartHome: Fenstergesteuerte Heizungsregelung Jetzt zu Beginn der kalten Jahreszeit gilt es, das Smart Home mit intelligenter Heizungssteuerung zu versehen. Mit FHEM als Smart Home-Server und den richtigen Hardware-Komponenten kann für wenig Geld eine zuverlässige, intelligente, optisch ansprechende und fernsteuerbare Lösung umgesetzt werden. Die Anbindung von Fenstersensoren an Heizkörper-Thermostate fügt hierbei die nötige "Intelligenz" hinzu, um bei geöffneten Fenstern nicht umsonst zu heizen. Wir zeigen nachfolgend, wie das Koppeln funktioniert. Basis der hier gezeigten Konfiguration ist die Verwendung von FHEM als Hausautomation-Server. Die Software ist z.B. für den RaspberryPi Model B+ (Affiliate-Link) oder den Barebone Intel NUC (i3) (Affiliate-Link) verfügbar. Installationsanleitung FHEM auf AVM Fritzbox Installationsanleitung FHEM auf Raspberry Pi Installationsanleitung FHEM auf Intel NUC HomeMatic Heizungshardware HomeMatic Funk-Heizkörper-Stellentrieb HM-CC-RT-DN (Affiliate-Link) (siehe Bild rechts). Über dieses Gerät hatten wir bereits mehrfach geschrieben: Anleitung zum Basis-Setup des Funk-Heizkörperthermostats Anwesenheitsabhängige Heizungssteuerung Anbindung des HomeMatic-Wandthermostats zur erweiterten Steuerung Der HomeMatic Funk-Heizkörper-Stellentrieb (Affiliate-Link) wird direkt am Heizkörper montiert und ersetzt das originale Dreh-Thermostat. Die Montage ist denkbar einfach und bei nahezu allen Heizkörpern möglich: Im Lieferumfang befinden sich zahlreiche Installations-Adapter. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="170" identifier="B00CFF3410" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/10/hmthermo.jpg" tag="meintechblog-141027-21" target="_blank" rel="nofollow"> [easyazon_image align="none" height="170" identifier="B00H7UIMGA" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/10/hmwandthermo.jpg" tag="meintechblog-141027-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="170" identifier="B0024G9AEA" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/10/hmdreh.jpg" tag="meintechblog-141027-21" target="_blank" rel="nofollow"> Neben den bisher gezeigten Möglichkeiten, wochen- und tageszeitabhängige Temperatursteuerungen zu realisieren, eine anwesenheitsbasierte Temperierung durchzuführen oder mit Hilfe des HomeMatic-Wandthermostats HM-TC-IT-WM-W-EU (Affiliate-Link) eine erweiterte Bedienung zu konfigurieren, wird nachfolgend gezeigt, wie die Heizungsregelung an den Öffnungszustand der Fenster angepasst werden kann. Heizung aus bei offenem Fenster Um eine Energiespar-Steuerung umzusetzen, die bei offenem Fenster die Warmwasserzirkulation abstellt, wird neben dem oben genannten HomeMatic Funk-Heizkörper-Stellentrieb HM-CC-RT-DN zusätzlich für jedes Fenster im Raum ein HomeMatic Funk-Fenster-Drehgriffkontakt HM-Sec-RHS (Affiliate-Link) benötigt. Zum HomeMatic Funk-Fenster-Drehgriffkontakt HM-Sec-RHS hatten wir hier bereits einen Eintrag veröffentlicht.   Im vorliegenden Beispiel wurde dem Drehgriffkontakt HM-Sec-RHS die Bezeichnung "Az.Fenster" in FHEM vergeben. Der Heizkörper-Stellentrieb besitzt mehrere Kanäle. Das Gerät wurde in "Az.Stellantrieb" umbenannt. Die Kanäle heißen also Az.Stellantrieb_Wheater, Az.Stellantrieb_Climate, ... usw. Um nun den Öffnungszustand des Fenster-Drehgriffkontakts an den Heizkörper-Stellentrieb zu übermitteln, muss der "Window_Rec"-Channel (hier: Az.Stellantrieb_WindowRec") des Drehgriffkontaktes an den Stellentrieb gepeert werden. Dies erfolgt in FHEM mit dem Befehl set Az.Fenster peerChan 0 Az.Stellantrieb_WindowRec single set Die Bezeichnungen der Geräte (Az.Fenster und Az.Stellantrieb) müssen bei euch entsprechend den vergebenen Namen abgeändert werden. Anschließend werden diese Einstellung an den Drehgriffkontakt übertragen. Im geschlossenen Fensterzustand, die Batterieabdeckung des Drehgriffkontaktes entfernen und mit einer Büroklammer den kleinen Knopf im Inneren kurz drücken Nun bekommt der Stellmotor ebenfalls noch die Information über das Koppeln mitgeteilt. Dazu muss schließlich noch folgender Schritt durchgeführt werden. Am Stellantrieb die Boost-Taste (Mitte) 3 Sekunden drücken: Ein 30-Sekunden- Countdown beginnt zu zählen. Nun das Fenster einmal öffnen. Jetzt sind beide Geräte aneinander angelernt und in FHEM wird die neue Konfiguration mit einem Klick auf "Save Config" (links oben) dauerhaft gespeichert. Dieser Vorgang wird für sämtliche im Raum vorhandene Fenster (bzw. Drehgriff-Kontakte) durchgeführt. Die Heizung wird nun immer bei offenem oder gekipptem Fenster heruntergefahren. Nun muss lediglich noch die Temperatur eingestellt werden, auf die der Stellentrieb bei Fensteröffnung regeln soll. Dies erfolgt ebenfalls über FHEM mit dem folgenden Kommando. set Az.Stellantrieb_WindowRec regSet winOpnTemp 15 Az.Fenster Mit dieser Code-Zeile wird 15 Grad als Absenktemperatur eingestellt, falls das Fenster "Az.Fenster" geöffnet ist. Um diesen Wert an den HomeMatic Funk-Heizkörper-Stellentrieb zu übermitteln, wird anschließend sofort folgende Aktion durchgeführt: Am Stellantrieb die Boost-Taste (Mitte) 3 Sekunden drücken: Ein 30-Sekunden- Countdown beginnt zu zählen und empfängt sofort den oben eingegebenen Befehl. Der Countdown wird dann sofort beendet. Werden mehrere Fenster an einen Funk-Heizkörper-Stellantrieb gepeert, so muss dieser Vorgang für jedes Fenster wiederholt werden. Dabei können auch unterschiedliche Werte vergeben werden. Der HomeMatic Funk-Heizkörper-Stellentrieb HM-CC-RT-DN senkt dann bei zwei geöffneten Fenstern die Soll-Temperatur auf den geringsten Wert herab. Aus meinem täglichen Leben Die Heizungssteuerung von HomeMatic in Kombination mit den Freiheiten von FHEM ist bei mir schon lange unersetzbar geworden. Fernsteuerung per Smartphone (wie häufig in TV-Werbungen anderer Hersteller gezeigt) ist dabei nur ein Teil der intelligenten Wärmeregelung. Vielmehr ist eine Smart Home-Heizungsregelung dann "smart", wenn sie selbst auf Umweltereignisse reagiert und regelt (z.B. Wetter, Anwensenheit oder wie hier gezeigt der Schließzustand von Fenstern). Der HomeMatic Funk-Fenster-Drehgriffkontakt HM-Sec-RHS (Affiliate-Link) in Kombination mit dem HomeMatic Funk-Heizkörper-Stellentrieb HM-CC-RT-DN (Affiliate-Link) ermöglicht somit eine intelligente Heizungsregelung für wenig Geld. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="170" identifier="B00CFF3410" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/10/hmthermo.jpg" tag="meintechblog-141027-21" target="_blank" rel="nofollow"> [easyazon_image align="none" height="170" identifier="B00H7UIMGA" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/10/hmwandthermo.jpg" tag="meintechblog-141027-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="170" identifier="B0024G9AEA" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/10/hmdreh.jpg" tag="meintechblog-141027-21" target="_blank" rel="nofollow"> ### Synology-NAS: Cloud Backup der DiskStation mit Strato HiDrive Die Diskstations von Synology, wie der Dauer-Bestseller bei Amazon Synology DS215J (Affiliate-Link), bieten performante Hardware und ein äußerst funktionales Betriebssystem (wir hatten bereits mehrfach berichtet). Der Schutz persönlicher Daten und Dokumente vor Verlusten wird durch die vielfältigen RAID-Möglichkeiten der Diskstation geboten, bei denen beispielsweise eine Spiegelung der Daten einer Festplatte auf eine zweite vorgenommen werden kann. Doch auch diese Optionen bieten keine Garantie auf hundertprozentige Ausfallsicherheit. Wer seine Urlaubsfotos, Dokumente, Rechnungen und weitere wichtige persönliche Dateien in sicheren Händen wissen möchte, sollte daher zusätzlich bestimmte Ordner mit einer Cloud-Sicherung ausstatten. Wir zeigen hier anhand einer Synology Diskstation DS215J (Affiliate-Link) und einem Strato HiDrive 100 GB, wie ein derartiges Backup konfiguriert wird. Das Strato HiDrive im Überblick Das "HiDrive" von Strato ist einer der ältesten Player für Cloud-Speicher am deutschen Markt. Immer wieder gibt es Angebote, bei denen man sich diverse Speichervolumina zu vergünstigten Konditionen beschaffen kann. Die aktuelle Staffelung beginnt bei 25 GB für den Privatanwender und endet bei 5 TB im Business-Kunden-Segment. Wir zeigen weiter unten, wie ein Synology-NAS DS215J (Affiliate-Link) mit Hilfe eines HiDrives zusätzlich vor Datenverlust geschützt werden kann. Dazu haben wir das HiDrive Media 100GB verwendet. Dieses bietet unter anderem folgende hilfreiche Funktionen: 100 GB Cloud-Speicher Verschlüsselung SSH, SSL, VPN Zugriff über SMB/CIFS, FTP/FTPS, SFTP, SCP, WEBdav, rsync und http(s) Datei- und Ordnerfreigabe für jeweils 30 Tage BackupControl Letztgenannte Funktion (BackupControl) erstellt regelmäßig ein Abbild des aktuellen Speicherstandes. Im Umfang des HiDrive Media 100GB werden dabei maximal 100 dieser Snapshots für 3 Monate gesichert. So kann eine versehentlich gelöschte Datei auch retrograd wiederhergestellt werden. Backup der Diskstation über HiDrive App Alle Besitzer einer Synology Diskstation haben die Möglichkeit die "HiDrive Backup"-App über das Paket-Zentrum zu installieren, um spezielle Ordner automatisch mit dem HiDrive zu synchronisieren. In unserem Beispiel wurde folgendes Setup verwendet: - Synology DiskStation DS215J (2-Bay-NAS) (Affiliate-Link) - 2 x Festplatte Western Digital Red 3TB für NAS-Speicher (Affiliate-Link) - Strato HiDrive Media 100GB Nach der Installation der App über das Paket-Zentrum der Diskstation kann direkt damit begonnen werden, das Backup zu konfigurieren. Ein Klick auf "Erstellen" öffnet den geführten Datensicherungs-Assistenten. Nach der Vergabe einer Bezeichnung des Backups müssen im nächsten Schritt die Login-Daten des HiDrives angegeben werden. Zusätzlich werden unter anderem folgende Funktionen aktiviert oder deaktiviert. Option Erklärung Empfehlung von meintechblog Übertragungsverschlüsselung  Aktiviert die SSL-verschlüsselte Übertragung zwischen NAS und HiDrive.  aktivieren Übertragungskomprimierung  Komprimiert Dateien vor Transfer an HiDrive. Fordert hohe CPU-Auslastung bei "schwächeren NAS-Modellen".  deaktivieren Datensicherung in Blöcken  Sichert jeweils nur den veränderten Teil einer Datei.  deaktivieren Beibehalten gesicherter Dateien am Zielort  Gelöschte Daten auf dem NAS bleiben trotzdem im HiDrive. Erhöht Sicherheit und schützt vor versehentlichem Löschen.  aktivieren Metadaten-Sicherung  Sichert neben den Daten selbst auch noch die Metadaten (z.B. mit Windows oder Mac erstellte Tags zu einer Datei).  aktivieren Miniaturansichten-Sicherung  Sichert die Miniaturansichten von Media-Dateien mit auf das HiDrive.  aktivieren Hochladen nach Verbindungsabbruch  Reaktiviert eine zuvor unterbrochene Verbindung, sobald diese wieder verfügbar ist.  aktivieren TrueCrypt-Container sichern  Falls TrueCrypt verfügbar, Sicherung in HiDrive. Bei "normalen" privaten Daten nicht notwendig.  deaktivieren Bandbreitenbeschränkung  Ermöglicht die Reduktion der Upload-Bandbreite. Bei Leitungen wie DSL 6000 und tagsüber ablaufenden Backups empfehlenswert.  --- Im nächsten Schritt werden die zu sichernden Ordner auf der Diskstation ausgewählt. Hierbei können komplette Ordnerstrukturen oder lediglich einzelne Unterordner für das Backup selektiert werden. Der darauf folgende Schritt legt den Sicherungszeitplan fest. Hier besteht die Option, zwischen Basiszeitplänen (z.B. täglich um 3 Uhr) und erweiterten Plänen (z.B. täglich alle 3 Stunden, beginnend um 1 Uhr & nicht an Sonntagen) zu wählen. Hier kann ebenfalls die Option aktiviert werden, dass nach dem Beenden des Assistenten sofort mit der Initial-Sicherung begonnen werden soll. Im letzten Schritt wird das Backup schließlich übernommen und gespeichert. Das Backup wird nun entsprechend dem Sicherungszeitplan angefertigt. In der Übersicht der App gibt eine Fortschrittsanzeige dabei immer Feedback zum aktuellen Stand der Sicherung. Diese kann von dort aus auch jederzeit manuell angestoßen werden. Aus meinem täglichen Leben Das Backup meiner persönlichen Daten wie Urlaubsbilder und -videos, Rechnungen und Dokumente mir schon lange ein wichtiges Anliegen. Mein Synology DS215J (Affiliate-Link) verfügt zwar über zwei Western Digital Red 3TB Festplatten (Affiliate-Link), die im Synology-Hybrid-RAID-Betrieb miteinander gespiegelt sind. Jedoch hat mir die Vorstellung trotzdem nie gefallen, dass alle meine wichtigen persönlichen Daten auf ein und dem selben Gerät gespeichert sind. Bei Brand, einem Wasserschaden oder gar Diebstahl hilft auch das beste RAID-Verfahren nichts. Doch dank dem Strato HiDrive Media 100GB und der Backup-App muss ich mir nun diesbezüglich keine Gedanken mehr machen. ### Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen Als ich vor einigen Monaten Loxone erstmals genauer unter die Lupe nahm, war schnell klar, dass dieses System aufgrund der durchdachten Konfigurationsumgebung, der Schnittstellenvielfalt sowie der komfortablen Visualisierung in meiner SmartHome-Umgebung eine zentrale Rolle spielen würde. Nach kurzer Eingewöhnungszeit funktioniert nun so gut wie alles out-of-the-box und ohne großen Konfigurationsaufwand und uneingeschränkt stabil, worauf ich immer mehr Wert lege. Einiges funktioniert dabei dennoch nicht so, wie ich mir das vorstelle bzw. fehlen mir einfach noch einige zentrale Funktionen bzw. (Funk-)Schnittstellen, die (noch) nicht unterstützt werden. An dieser Stelle kommt nun FHEM ins Spiel. Mit der komplett offenen SmartHome-Lösung FHEM, welche bereits in zahlreichen Posts angesprochen wurde, sind dem Connected Home so gut wie keine Grenzen gesetzt, vorausgesetzt die Community hat bereits ein entsprechendes "Plugin" entwickelt. Dank der vorhandenen Webschnittstellen lassen sich Loxone und FHEM nun recht einfach miteinander verheiraten, so dass zwischen beiden Systemen blitzschnell Informationen ausgetauscht werden können. So lässt sich bspw. die über FHEM realisierbare Anwesenheitserkennung per Bluetooth als Trigger direkt in Loxone verwenden, um einen dortigen Aktor zu schalten oder die am FHEM-Server angelernten Homematic-Funkaktoren komfortabel per Loxone Visualisierung steuern. Wie das mit etwas Aufwand eingerichtet werden kann, wird in nachfolgendem Howto erläutert. Nutzung der http-Kommunikationsschnittstelle Sowohl FHEM als auch Loxone bieten standardmäßig Webinterfaces, über welche Aktionen ausgelöst werden können. Diesen Umstand macht man sich zu Nutze, indem der gewünschte http-Befehl direkt vom auslösenden System heraus zum Zielsystem abgesetzt wird. Dadurch ist eine bidirektionale Kommunikation möglich, bei der beide Systeme gewünschte Daten in Echtzeit miteinander austauschen können. Je nachdem, in welche Richtung der Datenaustausch stattfindet, sieht die Konfiguration dann unterschiedlich aus. Daten von FHEM zu Loxone senden In diesem Beispiel soll aus FHEM die Information der Anwesenheitserkennung über Bluetooth, welche im Artikel FHEM: Heizungssteuerung per Anwesenheitserkennung eingeführt wurde, an Loxone übermittelt werden. Die fhem.cfg sieht dabei folgendermaßen aus: #Bluetooth-Anwesenheit define ZE.Jay PRESENCE local-bluetooth C8:85:50:88:94:26 10 60 attr ZE.Jay event-on-change-reading state attr ZE.Jay room Zentral Wichtig hierbei ist vorallem der Eintrag "attr ZE.Jay event-on-change-reading state". Dieser sorgt dafür, dass tatsächlich nur bei einer Statusänderung (state) ein Event (nachfolgendes notify) getriggert wird und nicht jedes Mal, wenn das PRESENCE-Modul den unveränderten Status nur aktualisiert. Damit bei einer Änderung der entsprechende Status ("absent" oder "present") auch an Loxone weitergeleitet werden kann, werden weiterhin zwei notify-Befehle benötigt: #Bluetooth-Anwesenheitsstatus an Loxone übermitteln define ZEJayAbsent notify ZE.Jay:absent "wget -q -O - 'http://admin:password@@192.168.11.11/dev/sps/io/VI1/Aus'" define ZEJayPresent notify ZE.Jay:present "wget -q -O - 'http://admin:password@@192.168.11.11/dev/sps/io/VI1/Ein'" Update vom 22.08.2016: Bei aktuellen FHEM-Versionen ist kein Escaping von @ innerhalb des notify-Befehls mehr notwendig. Entsprechend muss es ab sofort so lauten: #Bluetooth-Anwesenheitsstatus an Loxone übermitteln define ZEJayAbsent notify ZE.Jay:absent "wget -q -O - 'http://admin:password@192.168.11.11/dev/sps/io/VI1/Aus'" define ZEJayPresent notify ZE.Jay:present "wget -q -O - 'http://admin:password@192.168.11.11/dev/sps/io/VI1/Ein'" "admin" ist dabei der Benutzername, der wohl bei fast jedem genauso heißen sollte. "password" ist das entsprechende Passwort, dass in der Loxone Config hinterlegt ist und auch beim Login auf das Webinterface eingegeben werden muss. "192.168.11.11" lautet die IP-Adresse meines Loxone Miniservers (Affiliate-Link). Diese IP muss jeder entsprechend anpassen. "VI1" lautet der anzusprechende virtuelle Eingang, welcher in der Loxone Config vom System selbstständig vergeben wird. Mehr dazu im nächsten Schritt. Ganz wichtig ist dabei das "@@" zwischen "password" und "192.168.11.11", damit das @-Zeichen auch korrekt interpretiert wird! Das Loxone-System akzeptiert für den Ein- bzw. Ausschaltbefehl sowohl "Ein", "ein", "On", "on" bzw. "Aus", "aus", "Off", "off". Eine genaue Auflistung bietet Loxone in der Onlinedokumentation der Webservices, weiterführende Infos gibt es in der Onlinedokumentation der Kommunikationslogik. Damit Loxone obige Befehle auch entgegennehmen kann, wird über die Loxone Config ein "Virtueller Eingang" angelegt, welcher in diesem Beispiel als "Eingang" mit der Bezeichnung "Jay (VI1)" angelegt wurde. "(VI1)" wird dabei vom System selbstständig angelegt, damit der virtuelle Eingang eine eindeutige Zuweisungsnummer erhält, welche bei obigem Befehl in FHEM genutzt werden muss. Loxone nummeriert dabei aufsteigend durch, der zweite "Virtuelle Eingang" heißt dann dementsprechend "(VI2)", etc. Hier muss entsprechend in der Loxone Config nachgesehen werden, welche Durchzählnummer vom Loxone-System vergeben wurde. In diesem Beispiel handelt es sich weiter um einen digitalen Eingang, also bleibt der Haken bei "Als Digitialeingang verwenden" bestehen. Da die Statusänderungen gänzlich durch FHEM vorgenommen werden soll und über die Loxone-Visualisierung lediglich die Statusinformation abgefragt, jedoch nicht manuell verändert werden darf, wird noch der Haken bei "nur Statusanzeige verwenden" gesetzt. Daten von Loxone zu FHEM senden In diesem Beispiel soll aus Loxone die Information eines Schaltbefehls, welche über die Visualisierung vorgenommen werden kann, an FHEM gesendet werden, um einen dort angelernten Homematic-Funkzwischenstecker (Affiliate-Link) namens "WZ.Deckenlampe" schalten zu können. Dadurch lässt sich FHEM unter anderem als Multifunktionsgateway für alle dort unterstützen (Funk-)Standards in Richtung Loxone einsetzen, über das die Steuerung realisiert werden soll. Das verwendete Homematic-Device "WZ.Deckenlampe" in FHEM, welches über Loxone angesprochen werden soll, ist bei mir bereits in der fhem.cfg mit "define WZ.Bodenlampe CUL_HM 22432B" und den entsprechenden Attributen eingetragen. Um zu testen, ob ein manuelles Schalten über den Browser möglich ist, kann die URL "http://admin:password@192.168.11.24:8083/fhem?cmd=set WZ.Bodenlampe on" bzw. "http://admin:password@192.168.11.24:8083/fhem?cmd=set WZ.Bodenlampe off" verwendet werden. "192.168.11.24" ist dabei die IP-Adresse des FHEM-Servers und "8083" der Port für das entsprechende Webinterface. Wer kein Passwort gesetzt hat, kann "admin:password@" natürlich auch weglassen. Jetzt geht es in die Loxone Config. Hier wird, wie im Blogpost Mit Loxone Push-Nachrichten aufs Smartphone schicken auch, ein "Virtueller Ausgang Befehl" generiert. Ein neuer "Virtueller Ausgangsverbinder" mit der Bezeichnung "FHEM" wird angelegt, um eine Verbindung zum FHEM-Server mit der Adresse "http://admin:password@192.168.11.24:8083" (ohne Anführungszeichen) aufbauen zu können. Dabei wird auch der Haken bei "Verbindung nach Senden schließen" gesetzt. Dann muss noch das Objekt "Virtueller Ausgang Befehl" eingefügt werden, der in diesem Beispiel "WZ.Bodenlampe" lautet. Im Feld "Befehl bei EIN" wird dann nachfolgender Code eingetragen: /fhem?cmd=set WZ.Bodenlampe on Im Feld "Befehl bei AUS" wird dann nachfolgender Code eingetragen: /fhem?cmd=set WZ.Bodenlampe off Verbunden wird der virtuelle Ausgangsbefehl dann noch mit einem vorgeschalteten Taster, welcher die Steuerung über die Visualisierung erlaubt. Sobald die Konfiguration in den Miniserver übertragen wurde, lässt sich das am FHEM-Server angelernte Homematic-Device fortan komfortabel über Loxone steuern. Wer sich das Beispiel nochmal ansehen möchte, kann auch die Loxone Config-Datei  Kommunikation_Loxone_FHEM.Loxone.zip (6292 Downloads ) herunterladen. Aus meinem täglichen Leben Die durch den FHEM-Server nutzbare Webschnittstelle kann den Funktionsumfang des Loxone-Systems massiv erweitern. Es lassen sich in beide Richtungen beliebige Daten (neben "on" und "off" natürlich auch analoge Werte) verschicken und so systemübergreifend auf Statusänderungen des angebundenen Systems reagieren und selbst Aktionen auslösen. Weiterhin lassen sich auch praktische Schaltbefehle aus FHEM heraus auslösen, um den Loxone Server bspw. mit "http://miniserver/dev/sys/reboot" neuzustarten. Gerade durch die Tatsache, dass FHEM ein breites Spektrum an Erweiterungsmöglichkeiten bereithält und wie im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten beschrieben günstig auf einem Raspberry Pi eingerichtet werden kann, steht der Erweiterung des Loxone-Systems nichts mehr im Weg. Möchte man Daten zwischen den beiden Systemen austauschen, die für komplexere Steuerungen eingesetzt werden sollen, muss man sich aber früher oder später auch etwas intensiver mit der Frage beschäftigen, wieviel der benötigten Logik auf Seiten von FHEM bzw. Loxone hinterlegt werden soll. Da die Konfiguration über die Loxone Config meiner Meinung nach oftmals ein gutes Stück nutzerfreundlicher und fehlerunanfälliger ist, werde ich versuchen so viel Logik wie möglich aus FHEM auszulagern und über das Loxone-System abzuwickeln. Aber das ist natürlich reine Geschmackssache. Apropos FHEM-Community: Vielleicht schreibt ja jemand in naher Zukunft direkt für FHEM ein "Loxone-Plugin", dann ließe sich aus FHEM heraus auch direkt über die von Loxone zur Verfügung gestellten "System Befehle" alle Informationen zentral auslesen und in FHEM weiterverarbeiten. ### Belkin WeMo Switch + Motion im Test: Tipps zum WiFi-basierten SmartHome Die WeMo-Produkte von Belkin gehören zu den bekanntesten Vertretern der SmartHome-Nachrüsterlösungen, obwohl sie lediglich die Verbrauchersteuerung über Zwischenstecker ermöglichen. Die Produkte WeMo Switch (Affiliate-Link), WeMo Switch + Motion (Affiliate-Link) (Bundle aus Switch und Bewegungsmelder) und der neue WeMo Insight-Switch (Affiliate-Link) (Switch mit Leistungsmessung) bilden den Kern der Produktplattform. Wir haben das Bundle WeMo Switch + Motion (Affiliate-Link) getestet und empfehlen dessen Einsatz hauptsächlich allen Einsteigern und Nachrüstern, da jedes Gerät sofort einsatzbereit ist und ohne "Zentrale" oder "Server" funktioniert. Die WiFi-basierte Einrichtung geht dabei kinderlicht von der Hand und macht die WeMo-Produkte zur Allzweckwaffe für Neulinge. Was genau hinter der WeMo-Lösung steckt und was sie kostet, wird nachfolgend erläutert. Das WeMo Switch + Motion Bundle Das WeMo Switch + Motion-Paket (Affiliate-Link) liegt mit rund 75 EUR im mittleren Preissegment der bewegungsgesteuerten Verbraucherschaltung. Die Hardware mutet hochwertig an und ist vergleichsweise "sexy" gestaltet, sodass kein Wohnraum verschandelt wird. Im Lieferumfang des WeMo Switch + Motion-Paketes (Affiliate-Link) befinden sich der WeMo-Switch und ein Bewegungsmelder, der ebenfalls Strom aus der Steckdose benötigt. Der Motion-Sensor selbst ist sehr klein (im Vergleich zu bekannten Geräten von HomeMatic oder FS20) und dank eines ausreichend langen Kabels abgesetzt von der Stromversorgung positionierbar. Sinn des Paketes ist die einfache und kostengünstige Installation einer Bewegegungsmelder-Lichtsteuerung. Ein weiterführendes Produktvideo ist auf z.B. bei Amazon zu finden. Einrichtung und Setup der WeMo-Geräte Wie bereits einleitend erwähnt, überzeugen die WeMo-Produkte vor allem durch ihr easy Setup. Einrichtung, Verwaltung und Konfiguration erfolgen über die kostenlose WeMo-App (für iOS und Android). WeMo-App (AppStore-Link) Jedes neue WeMo-Device erstellt nach der erstmaligen Stromzufuhr einen WLAN-Hotspot auf den man sich einfach mit dem iPhone verbindet. Ist man einmal in diesem Netzwerk, öffnet man die WeMo-App. Diese verbindet sich direkt mit dem neuen WeMo-Gerät und führt nun Schritt für Schritt zur fertigen Konfiguration (Verbinden der Geräte mit dem eigenen WLAN, Namensgebung, Zuweisung von Fotos etc.). Hier ist ein wenig störend, dass jedem neuen Gerät wieder und wieder das WiFi-Passwort des Heimnetzes mitgeteilt werden muss. Aber hier geht Sicherheit vor. Ebenso einfach wie das Setup der Geräte erweist sich das Updaten der Hardwarekomponenten mit der neuesten Firmware. Innerhalb der App erfolgt ein Hinweis auf neue Updates, die dann on the fly auf die jeweiligen Geräte übertragen werden. Im Fall des WeMo Switch + Motion-Paketes (Affiliate-Link) werden Switch und Bewegungsmelder mittels der App eingerichtet und können nun bereits per Smartphone gesteuert werden (im Falle des Bewegungsmelder: hier kann eingesehen werden, ob aktuell eine Bewegung erkannt wird oder nicht). Bewegungsmelder-Lichtsteuerung und weitere Regeln einstellen Um die beiden Geräte miteinander zu "koppeln", also beispielsweise eine an den Switch angeschlossene Lampe bei erkannter Bewegung zu schalten, wird ebenfalls die App verwendet. Unter dem Reiter "Regeln" können einige Funktionen umgesetzt werden. Im Bild links ist die Schaltung so konfiguriert, dass der Bewegungsmelder den Switch bei erkannter Bewegung ein- und nach einer Minute wieder ausschaltet. Die Konfiguration ist super einfach und dank der schönen Visualisierung der App straight forward. Die Möglichkeiten sind allerdings beschränkt. Neben der bewegungsbasierten Schaltung können ferner anwesenheits- und eine tageszeitabhängige Konfigurationen umgesetzt werden. Hier hört es dann jedoch auch auf Grund fehlender weiterer Hardware im WeMo-Produktsortiment, z.B. aus dem Bereich der Sensorik, mit den Möglichkeiten wieder auf. Eine Alternative zur erweiterten Nutzung bietet IFTTT. Alle WeMo-Produkte können in die IFTTT-App eingebunden und in zahlreichen "Rezepten" verwendet werden. So kann eine an einen WeMo Switch (Affiliate-Link) angeschlossene Lampe bspw. bei eingehenden E-Mail-Nachrichten blinken. Bekannte WeMo-"Rezepte" können auf der IFTTT-Seite eingesehen werden. IFTTT kann ferner verwendet werden, um WeMo-Hardware mittels Siri sprachgesteuert zu bedienen. Der kleiner "Hack", wie er auf twilio.com beschrieben ist, funktioniert allerdings derzeit nur in den USA, da nur hier die benötigte SMS-Komponente funktioniert. Aus meinem täglichen Leben Gerade wer wie ich von Hausautomation-Lösungen mit "professionellerem" Charakter kommt, wird von der einfachen Konfiguration und Verwaltung von Hardware und Regeln der WeMo-Geräte absolut erstaunt sein. Ich kann das WeMo Switch + Motion-Pakete (Affiliate-Link) allen empfehlen, die bisher noch keine SmartHome-Hardware im Einsatz haben und die hohen Kosten einer Zentral-Lösung scheuen. Mit dem WeMo Switch + Motion-Bundle (Affiliate-Link) kann für wenig Geld eine optisch ansehnliche und gut funktionierende Lösung mit bidirektionaler Kommunikation nachgerüstet werden. WeMo Switch + Motion-Paket (Affiliate-Link): Kaufempfehlung für Einsteiger und Nachrüster! ### Sicherheitstipp: Gespeicherte WLan-Netze auf iPhone und iPad löschen So gut wie jeder, der ein Smartphone oder Tablet nutzt, war auch schon einmal in einem fremden, unverschlüsselten und damit offenen WLan-Netz eingeloggt, um darüber im Internet zu surfen. Spätestens seit der stern tv-Reportage am 24.09.2014 weiß halb Deutschland, dass es bei weitem nicht mehr ausreicht sein iPhone alleinig durch eine stylische Schutzhülle (Affiliate-Link) abzusichern, da auch die Nutzung fremder WLan-Netzte ein massives Sicherheitsrisiko darstellen kann. Eine kleine "WLAN-Box" kann dabei gerade an öffentlichen Orten ungehindert ihr Unwesen treiben und im schlimmsten Fall die im Browser eingegebenen Benutzernamen und Passwörter mitlesen. stern tv-Sicherheitsexperte Tobias Schrödel hat dabei korrekterweise darauf hingewiesen, dass sich die WLan-Verbindungsliste auf iOS-Geräten von Apple bislang nicht einsehen und einzelne, unsichere WLan-Netze entsprechend auch nicht löschen lassen. Der für Anwender entscheidende Hinweis, dass sich die WLan-Verbindungliste aber auch komplett zurücksetzen lässt, um das angesprochene Sicherheitsrisiko zu vermeiden, wurde jedoch in der Show nicht mitgeteilt (online ist die Info zumindest kurz vermerkt). Wo die Funktion im Detail zu finden ist und wie man sich vor der angesprochenen WLan-Sicherherheitslücke auch auf mobilen Apple-Geräten zuverlässig schützen kann, ist deshalb Inhalt dieses Artikels. Apples iOS und das (automatische) Verbinden mit WLan-Netzen iPhone, iPad und iPod touch speichern die Namen aller Wlan-Netze (auch SSID genannt), zu denen sie sich jemals verbunden haben und zu denen sie sich bei Funkverfügbarkeit immer sofort wieder automatisch verbinden, in den Systemeinstellungen. Dabei lässt sich der Name des WLan-Netzes, zu welchem gerade eine Verbindung hergestellt ist, unter "Einstellungen" -> "WLAN" einsehen. Unter dem Menüpunkt "Netzwerk wählen" kann dann zusätzlich noch eingesehen werden, welche WLan-Netze sich in Funkreichweite befinden, um mit einem entsprechenden Klick eine Verbindung aufzubauen oder bestehende Netzwerkeinstellungen anzupassen. Das Problem daran ist, dass unter iOS (bis zur aktuellen Version 8.01) jegliche WLan-Netze, zu denen man jemals verbunden war, nur dann aufgelistet und bearbeitet werden können, sofern sich diese auch gerade in Funkreichweite befinden. So lassen sich einzelne und vorallem nicht passwortgeschützte WLan-Netze, zu denen man sich einmal sonstwo auf der Welt verbunden hat und die mangels fehlender Verschlüsselung die Sicherheitslücke ermöglichen, entsprechend auch nicht aus der WLan-Verbindungsliste entfernen. Sicherheitsrisiko eliminieren: Netzwerkeinstellungen zurücksetzen Das Sicherheitsrisiko lässt sich aber mit einem kleinen Trick beheben. Unter "Einstellungen" -> "Allgemein" -> "Zurücksetzen" -> "Netzwerkeinstellungen" lässt sich nach Eingabe des persönlichen Codes, welcher auch für das Entsperren des iOS-Geräts hinterlegt ist, u.A. auch die gesamte Liste gespeicherter WLan-Netze aus dem Gerät löschen. Das aus Nutzersicht einzig Negative daran ist dabei natürlich, dass nach diesem Zurücksetzen auch das Passwort für das heimische WLan-Netz neu eingegeben werden muss. Auch sollte man sich vor dem Zurücksetzen unter "Einstellungen" -> "Mobiles Netz" seine Settings merken, um diese ggf. nach dem Zurücksetzen wieder auf die gewünschten Werte ändern zu können. Wer noch das nicht sprechende Standardpasswort seines Internetrouters verwendet und sich jetzt ärgert, dieses mühevoll ablesen und abtippen zu müssen, kann das jetzt auch einmal als Anreiz nehmen, ein merkbares, aber dennoch sicheres Passwort im Internetrouter zu hinterlegen, um künftig die Neueingabe des eigenens Passworts zu beschleunigen. Warum das Verbinden zu ungesicherten WLan-Netzen ein dauerhaftes Sicherheitsrisiko darstellt Nach dem oben beschriebenen Zurücksetzen der Netzwerkeinstellungen ist das Smartphone dann erstmal so lange sicher, bis man wieder einmal "rückfällig" wird und sich zu einem ungesicherten WLan-Netz ohne Passwort verbindet. Das liegt daran, dass das mobile Gerät fortan immer nach allen WLan-Netzen in Reichweite Ausschau hält und explizit nach dessen Namen fragt, zu denen bereits eine Verbindung aufgebaut wurde. Dabei kann ein Angreifer mit entsprechender Hardware die vom Smartphone angefragte WLan-Namensliste mitlesen und sich selbst als ein solches WLan-Netz aus der Liste ausgeben. Das mobile Endgerät verbindet sich dann automatisch damit, da es nur weiß, dass es schon einmal zu einem WLan-Netz gleichen Namens verbunden war. Wer sich hingegen nur zu passwortgeschützten WLan-Netzen verbindet, ist hier auf der sicheren Seite. Das Hacker-WLan-Netz kann sich zwar immer noch als eines der in der eigenen Liste aufgeführten WLan-Netze ausgeben und dessen Namen annehmen, es kann aber keine Verbindung zustanden kommen, sofern der Hacker das in der eigenen Liste hinterelegte WLan-Passwort des WLan-Netzes nicht kennt oder zufällig errät. Das liegt daran, dass das mobile Endgerät vor dem Verbinden das gespeicherte Passwort verschlüsselt mit dem des zu verbindenden WLan-Netzes abgleicht. Unterscheiden sich diese, kommt auch keine Verbindung zustande. Aus meinem täglichen Leben Oben beschriebene WLan-Sicherheitslücke war mir zwar bisher zumindest theoretisch bewusst, dass es aber durch entsprechende Hacker-Hard- und Software so einfach geworden ist Endgeräte zu kapern und deren Kommunikation mit dem Internet abzuhören, war mir jedoch nicht klar. Aus diesem Grund werde ich mich ab sofort auch nicht mehr mit fremden WLan-Netzen verbinden, sofern dieses keine Passwortabfrage und damit auch keine Verschlüsselung aufweist. Das kann ich auch dringend jedem empfehlen, der sich vor oben beschreibener Sicherhetislücke schützen möchte. Sichere Netzwerke erkennt man dabei daran, dass neben dem WLan-Namen ein Schloss abgebildet ist (siehe Bild links). Wird kein Schloss abgebildet, sollte man sich bestmöglich gar nicht erst verbinden oder zumindest die Verbindung mit der Option "Dieses Netzwerk ignorieren" wieder trennen, solange man sich noch in Funkreichweite befindet. Zusätzlich empfehle ich jedem ein gut merkbares, aber dennoch nicht von Dritten erratbares Passwort für das eigene WLan-Netz zu vergeben. Das ist nicht nur sicher, sondern kann dann auch nach einem Zurücksetzen der WLan-Verbindungsliste zügig wieder eingegeben werden. Insgesamt bleibt zu hoffen, dass Gerätehersteller wie Apple zukünftig softwareseitig massiv nachbessern. Denkbar wäre bspw. die Funktion, dass das mobile Endgerät nach dem Verbinden mit einem ungesicherten WLan-Netz dieses gar nicht erst oder nur für kurze Zeit in der eigenen WLan-Liste speichert und daraufhin selbstständig löscht. Endgeräte mit Android-Betriebssystem bieten hier bereits die Möglichkeit des manuellen Löschens einzelner WLan-Netzwerke aus der Verbindungsliste. Das Problem ist hierbei aber natürlich, dass ein Löschvorgang jedes Mal manuell durch den Anwender angestoßen werden muss. Eine Option, die sicherlich kaum jemand regelmäßig kontrolliert und nutzt. Dabei reicht es ja theoretisch schon für einen Sicherheitsangriff durch Dritte, wenn nur ein offenes WLan-Netzwerk in der Liste auftaucht. Solange also noch keine benutzerfreundliche Schutzfunktion existiert, muss jeder selbst mehr denn je darauf achten, zu welchen WLan-Netzen eine Verbindung aufgebaut werden soll. Noch ein Tipp zum Schluss: iPhone Name ändern Apple hat die Angewohnheit, seinen iOS-Devices den Vornamen seines Besitzers zu verpassen. So gab sich mein iPhone im WLan bspw. bis jetzt als "Jörgs-iPhone" zu erkennen. Wer solche "persönlichen" - wenn auch datenschutztechnisch nicht wirklich allzu kritischen - Daten nicht über sich preisgeben möchte, kann den im mobilen Endgerät hinterlegten Namen unter "Einstellungen" -> "Allgemein" -> "Info" entsprechend editieren und z.B. einfach durch "iPhone" ersetzen und ist ab sofort etwas anonymisierter unterwegs. Schützt eure privaten Daten also künftig gerade auch bei der Nutzung von fremden WLAN-Netzen durch die Berücksichtigung der hier beschriebenen Sicherheitstipps. Eine Schutzhülle (Affiliate-Link) kann aber natürlich auch nicht schaden. :) ### Mit Loxone Push-Nachrichten aufs Smartphone schicken Per Smartphone alarmiert werden, sobald jemand an der Haustür steht oder eine Benachrichtigung erhalten, sobald die Waschmaschine fertig ist und geleert werden möchte. Das funktioniert mit dem Loxone Miniserver (Affiliate-Link) bereits per Email, kostenpflichtigem Caller Service oder über Drittanbieter per SMS. Eine weitere Möglichkeit für Technikaffine ist dabei die Push-Notification. Was im Standard (noch) nicht unterstützt wird, kann mit etwas technischem KnowHow nachgerüstet werden und wertet das Smart Home mit Loxone-Unterstützung technologisch weiter auf. In nachfolgendem Howto wird dabei erläutert, wie mit Hilfe des Pushover-Dienstes aktuelle Benachrichtigungen in sekundenschnelle auf ein oder mehrere iOS- und Android-Devices ausgeliefert werden können und welche Vorteile das ganz nebenbei noch mit sich bringt. Push-Service (Pushover) einrichten Den Pushover-Dienst habe ich letztes Jahr bereits im Artikel Howto: Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (Update) vorgestellt, nachfolgend werden aber nochmal die relevanten Schritte erläutert, um sich bei Pushover einen Account einzurichten, über welchen später die Push-Benachrichtigungen abgewickelt werden sollen. Auf der Seite von Pushover kann ein neuer Account erstellt werden. Neben der Angabe der eigenen Email-Adresse wird noch ein Passwort benötigt. Daraufhin erhält man einen Bestätigungslink per Email, mit welchem man seine Daten verifiziert. Im Browser sieht man nun unter "Your User Key" den persönlichen Schlüssel, welcher später benötigt wird. Unter "Your Applications" kann nun mit "Create" eine neue Anwendung erstellt werden. Wichtig ist der Name (hier: Loxone) mit Type "Plugin" und evtl. noch ein Icon, welches nachfolgend auch in der Pushover-App angezeigt wird. Als Icon habe die das Loxone Logo verwendet, welches auf der Loxone-Seite zu finden ist. Alternativ sieht auch dieses Logo noch ganz nett aus. Nach einem Klick auf "Create Application" kann der "API Token/Key" der eben erstellten Anwendung eingesehen werden (Bild links). Dieser wird später ebenfalls benötigt. Jetzt braucht man noch die Pushover-App für iPhone bzw. die Pushover-App für Android. Ist diese installiert und hat man sich in der App eingeloggt, kann man den Dienst direkt auf der Pushover-Startseite unter dem Punkt "Send a Notification" testen. Wenn die Nachricht korrekt auf dem Smartphone eingeht, kann es weitergehen. Auslöser für die Push-Benachrichtigung Denkbar sind viele Szenarien, die über den jeweiligen Status bzw. eine Statusänderung informieren. In diesem Beispiel wird der im vorherigen Artikel vorgestellte 1-Wire Temperatur-Luftfeuchte-Luftgütesensor genutzt, um bei schlechter Luftgüte im Wohnzimmer eine Nachricht auf dem Smartphone auszugeben, dass man schleunigst lüften sollte, um die Luftqualität - und damit das Wohlbefinden - zu verbessern. Dazu wird der gemessene Luftgütewert des eingerichteten Kombi-Sensors herangezogen, welcher ab einem Messwert von 1.000 ppt den Pushover-Befehl auslösen soll. Damit nicht laufend eine Push-Benachrichtigung abgesetzt wird, wenn der Wert knapp im Bereich um 1.000 ppt schwankt, wird ein "Schwellwertschalter" eingesetzt, welcher die nächste Benachrichtigung beim Überschreiten des oberen Schwellwerts von 1.000 ppt erst dann auslöst, sofern der Wert bereits vorher wieder unter den unteren Schwellwert von 980 ppt gesunken war. Wer hier bessere Regeln kennt, ist natürlich gerne eingeladen einen Kommentar zu hinterlassen. Ich verbessere die Lösung immer gerne... Pushover-Benachrichtigung einrichten Ein "Virtueller Ausgang" wird nun in der Loxone Config angelegt, um eine Verbindung zur Adresse "tcp://api.pushover.net:80" (ohne Anführungszeichen) und damit zum Pushover-Server aufbauen zu können, über welchen die Push-Benachrichtigung abgesetzt wird. Dabei wird auch der Haken bei "Verbindung nach Senden schließen" gesetzt. Dann muss noch das Objekt "Virtueller Ausgang Befehl" eingefügt werden, der in diesem Beispiel "Fenster_oeffnen" lautet. Im Feld "Befehl bei EIN" wird dann nachfolgender Code eingetragen: POST /1/messages.json HTTP/1.1r Host: api.pushover.netr Content-Length: 103r Content-Type: application/x-www-form-urlencodedr r token=XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX&user=XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX&message=Fenster%20%C3%B6ffnen!r Dabei müssen der persönliche token ("API Token/Key") und der user ("Your User Key"), welche hier mit XXX... hinterlegt sind, individuell angepasst werden. Im Beispiel wird dann die message (Nachricht) "Fenster öffnen!" per Pushover übermittelt. Da die Nachricht in obigem Code im URL-Schema codiert sein muss, lautet der entsprechende Text "Fenster%20%C3%B6ffnen!" (ohne Anführungszeichen). Wer den Benachrichtigungstext selbst anpassen möchte, kann den Webservice zum Encodierung einer URL verwenden. Dieser generiert die benötigte Formatierung dann ganz bequem, ohne dass man sich manuell um die korrekte Formatierung von Leerzeichen, Zeilenumbrüche und Sonderzeichen kümmern muss. Damit die Nachricht auch verschickt wird, muss jetzt noch die Länge des neuen Befehls korrekt ermittelt werden. Dazu schnappt man sich die letzte Zeile des obigen Codes und schneidet r hinten ab. In diesem Fall also token=XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX&user=XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX&message=Fenster%20%C3%B6ffnen! und nutzt den Webservice zum Berechnen der Stringlänge, welcher die jeweilige Zeichenanzahl des Strings ausgibt, in diesem Fall entsprechend 103 Zeichen. Dieser Zahlenwert wird dann im Code in der dritten Zeile eingetragen: Content-Length: 103r In meinem Beispiel, welches als fertige Loxone-Config-Datei zur Einsicht unter  Pushover_1Wire-Temperatur-Luftfeuchte-Luftguetesensor.Loxone.zip (5433 Downloads ) zur Verfügung gestellt wird, ist noch der Taster "Pushovertest" hinterlegt, um die Benachrichtung entsprechend prüfen zu können. Pushover-Benachrichtigung tunen -> Loxone-App öffnen Damit hört der Spaß aber noch lange nicht auf. Der Befehl kann noch um eine Menge weiterer Attribute ergänzt werden, um die Pushover-Notification weiter mit Informationen anzureichern. Die verfügbaren Pushover-API-Befehle, die genutzt werden können, reichen dabei von der Priorität ("priority") bis hin zum verwendeten Klingelton ("sound"). Super nützlich erweist sich auch die Option, aus der Pushover-Benachrichtigung selbst die Loxone App zu öffnen und direkt zu einer bestimmten Kategorie und einem Raum zu wechseln. So lässt sich z.B. direkt zur "Haustür" wechseln, um das Live-Bild der Webcam einsehen zu können, ohne die App umständlich manuell öffnen zu müssen. In diesem Beispiel wird in den Raum "Wohnzimmer" und zur Kategorie "Klima" gewechselt, in welcher die gewünschten Informationen zur Luftgüte eingesehen werden können. Über das Pushover-Attribut "url=loxone" (ohne Anführungszeichen) lässt sich die Loxone App aus der Pushover-Benachrichtung auf dem iPhone heraus öffnen. Möchte man dann noch direkt zu einer Kategorie und einem Raum wechseln, benötigt man noch deren Attributwerte (als Zahl), welche in der Loxone-Konfiguration entsprechend hinterlegt sind. Die Werte lassen sich aus der Datei LoxAPP2.xml auslesen. Dazu verbindet man sich per FTP (z.B. per FileZilla) auf den Loxone Miniserver (Affiliate-Link) und navigiert zum Verzeichnis "/web/data". Die Datei LoxAPP2.xml lässt sich nach dem Herunterladen auf dem Rechner dann mit einem normalen Texteditor öffnen. Die Informationen zu den hinterlegten Kategorien sind dann im Bereich ... zu finden. In meiner Config sieht das dann z.B. so aus:                                              Die Kategorie "Beleuchtung" entspricht also der Nummer "1", "Klima" der Nummer "2", usw. Entsprechend lassen sich die Zuweisungen der Räume im Bereich ... wiederfinden:                                     Möchte man also zur Kategorie "Klima" und zum Raum "Wohnzimmer" springen, muss man folgenden Code verwenden (192.168.3.11 ist dabei die Netzwerkadresse meines Miniservers): url=loxone://192.168.3.11/Category/2/Room/2 Der gesamte Code sieht dann entsprechend so aus: POST /1/messages.json HTTP/1.1r Host: api.pushover.netr Content-Length: 103r Content-Type: application/x-www-form-urlencodedr r token=XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX&user=XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX&url=loxone://192.168.3.11/Category/2/Room/2&message=Fenster%20%C3%B6ffnen!r Wer noch mehr Hintergrundwissen zum Starten der Loxone-App benötigt, kann sich die umfangreiche GitHub-Dokumentation ansehen. Hier wird dann unter anderem auch weiterführende Informationen gegeben, dass zum Starten der iPad Loxone-App bspw. anders als beim iPhone loxonehd:// statt loxone:// verwendet werden muss, da die App eben eine andere Bezeichnung hat. Auch wird hier beschrieben, wie man bei der Verlinkung auf die Loxone-App auch eine gewünschte Funktion direkt per UUID aufrufen kann (loxone{hd}://{ip/url/snr}/Function/{UUID}). Pushover-Benachrichtigung weiter tunen -> Zusätzliche Parameter Jetzt lassen sich noch weitere Parameter ergänzen: priority=1 -> Damit erhält die Pushover-Benachrichtigung eine erhöhte Priorität und wird rot hinterlegt angezeigt. device=Jays_iPhone -> Damit wird die Pushover-Benachrichtigung nur an mein iPhone gesendet und nicht an alle in meinem Pushover-Account hinterlegten Geräte. Wie die eigenen Geräte heißen, kann dabei jeder auf der Pushover-Startseite unter "Your Devices" eingesehen werden. url_title=Details -> Damit wird der in der Pushover-Benachrichtung angezeigte Link umbenannt, und lautet dann eben "Details", wie in obigem Screenshot vermerkt ist. title=Wohnzimmer%20-%20Zeit%20zu%20L%C3%BCften -> Der Titel der Pushover-Benachrichtigung Alle verfügbaren Parameter sind weiter unter Pushover-API-Befehle einsehbar. In meinem Fall sieht der gesamte Befehl dann wie folgt aus: POST /1/messages.json HTTP/1.1r Host: api.pushover.netr Content-Length: 277r Content-Type: application/x-www-form-urlencodedr r token=XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX&user=XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX&priority=1&device=Jays_iPhone&url=loxone://192.168.3.11/Category/2/Room/2&url_title=Details&title=Wohnzimmer%20-%20Zeit%20zu%20L%C3%BCften&message=Luftg%C3%BCte%20zu%20schlecht%2C%0AFenster%20%C3%B6ffnen!r Weitere Informationen zum Thema der Push-Benachrichtigungen werden im Loxone Community Forum und im englischsprachigen Loxone Community Forum diskutiert. Aus meinem täglichen Leben Ich nutze den Pushover-Dienst bereits seit geraumer Zeit für diverse Benachrichtigungen über FHEM und bin damit sehr zufrieden. Da ich jetzt nach und nach auch Loxone einsetze, bin ich wirklich froh, dass ich den liebgewonnenen Pushover-Dienst jetzt auch mit dem Loxone Miniserver (Affiliate-Link) nutzen kann. Insgesamt ist die Konfiguration hier leider doch sehr frickelig. Einmal eingerichtet, läuft es aber bis jetzt absolut zuverlässig und erhöht den Komfort ungemein. Gerade die Möglichkeit, aus einer Pushover-Benachrichtigung heraus direkt die Loxone-App mit der gewünschten Ansicht zu öffnen, ist einfach genial. Leider muss natürlich jede Benachrichtigung einzeln und umständlich hinterlegt werden, für die breite Masse der Anwender ist das leider nicht wirklich praktikabel. Hier ist zu hoffen, dass Loxone selbst in Zukunft solche Services ausweitet und entsprechende Erweiterungen bereitstellt, so wie es bspw. bei FHEM durch die Community gängig ist. Evtl. bietet Loxone ja auch einmal ein Framework an, um - wie im App Store auch - Drittanbietern die Möglichkeit einzuräumen die Loxone Config mit weiteren Funktionalitäten und Services aufzubohren, wer weiss... Ich fände das jedenfalls mehr als naheliegend. Update vom 24.09.2014: Ich bin gerade auf eine interessante Funktion in der Pushover-App gestoßen. Aktiviert man in den "Settings" die Option "Auto-open URLs", wird man beim Swipen der Pushover-Benachrichtigung sofort zur Loxone-App weitergeleitet und spart sich dann den Klick auf "Details" in der Pushover-Meldung. Das ist dann natürlich besonders praktisch bei zeitkritischen Vorgängen, wenn bspw. die Klingel geläutet wurde und man sofort auf das Webcambild der Zutrittssteuerung zugreifen möchte. ### 1-Wire Temperatur-Luftfeuchte-Luftgütesensor in Loxone einbinden Für die intelligente Raumregelung im Smart Home werden neben Aktoren, die sich aktiv um die automatische Beschattung bzw. Beheizung kümmern, natürlich auch entsprechende Sensoren benötigt, um je nach Umgebungsvariablen als entsprechender Trigger zur Verfügung zu stehen. Dazu zählen in erster Linie normale Temperaturfühler in jedem Raum, die sich kostengünstig per 1-Wire-Extension (Affiliate-Link) an den Loxone Miniserver (Affiliate-Link) koppeln lassen. Wie im Blogpost Smart Home mit Loxone kurz angesprochen, zeichen sich OneWire-Temperaturfühler dabei besonders durch eine hohe Messgenauigkeit sowie einen günstigen Anschaffungspreis (z.B. 10 Stück DS18B20 Digitale Temperaturfühler (Affiliate-Link) für unter 10 Eur) aus. Daneben gibt es aber auch kombinierte OneWire-Sensoren, die neben der Temperatur auch gleich noch die Luftfeuchtigkeit sowie die Luftqualität messen. Mit den zusätzlichen Messwerten kann dann bspw. gleich noch die Belüftungsanlage je nach vorliegender Feuchtigkeit oder Luftgüte geregelt oder eine Push-Notification aufs Smartphone geschickt werden, die bspw. darüber informiert, dass im Kellerraum dringend gelüftet werden sollte, um Schimmelbildung zu vermeiden. Wie man einen solchen 1-Wire-Kombisensor über die Loxone Config einbindet, wird nachfolgend erklärt. Verkabelung des Temperatur-Luftfeuchte-Luftgütesensors Eingesetzt wird nachfolgend der OneWire-Wohnraumsensor für Luftgüte, Luftfeuchte und Temperatur von eservice online (Art.Nr. 11127), welcher über den Onlineshop von eservice online bzw. ebork bezogen werden kann und insgesamt zwei OneWire-Bausteine besitzt. Der DS18B20 ist für die Temperaturmessung verantwortlich, über den DS2438 werden zusätzlich Luftfeuchte und Luftgüte ermittelt. Als Luftgütesensor ist die HIH4000 Serie von Honeywell im Einsatz, die Luftgüte wird durch einen Mischgassensor (VCO) gemessen. Verkabelt werden Loxone 1-Wire-Extension und Sensor wie in der Anschlussskizze links dargestellt. Dabei empfielt es sich ein geschirmtes Twisted Pair-Kabel (ab Cat 5e (Affiliate-Link)) zu nutzen. Die beiden Signalleitungen DQ und GND sollten dabei an einem verdrillten Adernpaar angeschlossen werden. Die Anschlussbelegung sieht bei Cat 5e nach RJ45 EIA/TIA 568A bspw. so aus: Masse (GND) -> Orange/Weiss (Pin 3) VDD (+5V VDC) -> Orange (Pin 6) DQ Data (1-wire) -> Blau (Pin 4) Für weitere Informationen bzgl. 1-Wire-Bus kann die Loxone Dokumentation konsultiert werden. Hinsichtlich der Belegung eines RJ45-Kabels bzw. -Steckers gibt es auf fischer-net.de bzw. Wikipedia weitere Erläuterungen. Einbindung in der Loxone Config Der OneWire-Sensor wird über die Loxone Config über "Gerät erstellen" (siehe Screenshot links) in die aktuelle Konfigurationsdatei übernommen. Dabei müssen beide oben bereits angesprochene Chips, DS18B20 für Temperatur sowie DS2438 für Luftfeuchte/Luftgüte, hinzugefügt werden. In der Loxone Config wird die Temperatur des DS18B20 bereits korrekt in Grad Celsius ausgegeben und kann so direkt verwendet werden. Die Luftfeuchte sowie Luftgüte muss hingegen noch manuell über "Formelbausteine" errechnet werden. Das liegt daran, dass der DS2438 eigentlich ein Smart Battery Monitor ist, der die angelegte Batteriespannung in Volt ausgibt, womit die Loxone Config erstmal nicht sehr viel anfangen kann. Hier wird der DS2438 jedoch als Mittelsmann zum Luftfeuchte- bzw. Luftgütesensor genutzt und gibt über deren angelegte Spannungen entsprechende Messwerte in Volt aus. Die in der Loxone Config angezeigten Werte des DS2438 bedeuten dabei: VAD -> Luftfeuchte in Volt --- VADneu = (5 / VDD) * VAD VDD -> Betriebsspannung in Volt. Bei mir ist der Wert aktuell 4,97V. Vsens (Current Sens) -> Luftgüte in Volt. Während der Initialisierung ist der Wert 0,10V. Die Luftfeuchtigkeit lässt sich dank der beiliegenden Anleitung bzw. der darin enthaltenen Formel über den Loxone "Formelbaustein" errechnen: (((5/I3*I1-0.847847)/0.029404604)+2)/(1.0305+0.000044*I2-0.0000011*I2^2) Die am Formelbaustein anliegenden Eingänge sind dabei: I1=VAD I2=Temperatur (vom DS18B20) I3=VDD Die Luftgüte lässt sich ebenfalls über einen "Formelbaustein" berechnen: I1*8400+400 Der anliegende Eingang ist dabei: I1=VSens Laut Dokumentation verwendet man in der Berechnung eine Konstante, in diesem Fall 400, sofern man sich auf dem Land befindet bzw. 420, sofern man sich in der Stadt aufhält. Die gesamte Loxone-Konfigurationsdatei ist zum Download unter 1Wire-Temperatur-Luftfeuchte-Luftguetesensor.Loxone (6519 Downloads ) verfügbar. Dabei sind an den Ausgängen noch "Merker" und jeweils ein "Virtueller Status" mit "Statistik"-Funktion hinterlegt, damit die Werte auch in der Visualisierung sinnvoll genutzt werden können. Die Konfiguration lässt sich so relativ einfach per Copy&Paste in die eigene Konfigurationsdatei übernehmen. Ist alles korrekt verkabelt und konfiguriert, sollten die Sensorwerte korrekte Werte übermitteln, wie im Bild links zu sehen. Aus meinem täglichen Leben Der Luftgütesensor benötigt bei erstmaliger Inbetriebnahme bzw. nach langer Zeit ohne Strom erstmal knapp zwei Tage, bis er "warmgelaufen" ist und sinnvolle Werte übermittelt, kurze Stromausfälle machen ihm dabei jedoch nicht viel aus. Wirklich faszierend ist, dass der Sensor sehr schnell auf sich ändernde Umwelteinflüsse reagiert. Stellt man bspw. die Abfragezeit des Sensors im 1-Wire-Bus in der Loxone Config testweise von standardmäßig 60 auf 1 Sekunde um, kann man beinahe in Echtzeit verfolgen, sobald ein Fenster geöffnet wird, da sich in diesem Fall die Luftqualität schlagartig verbessert. Der ermittelte Wert der Luftgüte wird in der Einheit ppm (parts per million) ausgegeben und gibt dabei Auskunft über den CO2-Anteil in der Luft (der Sensor detektiert daneben aber auch noch weitere Gase). Je höher der Wert, desto schlechter die Luftqualität. Werte unter 1.000 ppm sind dabei gut, ab 2.000 pm kann es laut einer Studie nach Pettenkofer unbehanglich werden. Interessant ist, dass in ungelüfteten Schlafzimmern bzw. Klassenräumen bis zu 5.000 ppm auftreten können. Insgesamt ist der mit knapp 140 Euro nicht ganz günstige 1-Wire-Kombisensor dennoch eine gute Alternative zum "traditionellen" CO2-Sensor von Loxone, der nochmal etwas teurer ist und zudem mehrere analoge Eingänge für dessen Betrieb benötigt. Sofern ich diesen mal in die Hände bekomme, werde ich die Messwerte vergleichen. PS: Danke an Stefan, der mir den Tipp mit dem 1-Wire-Kombisensor gegeben hat. ### Zu Besuch bei Loxone Im Artikel Smart Home mit Loxone wurde das grundlegende Konzept des auf dem Miniserver (Affiliate-Link) basierenden Smart Home-Konzepts des österreichischen Herstellers Loxone bereits kurz vorgestellt. In diesem Blogpost folgen nun weitere Impressionen, die ich im Rahmen einer dreitägigen Schulung in der neuen Firmenzentrale des aufstrebenden Smart Home-Anbieters mit Sitz in Oberösterreich aufschnappen konnte. Firmenzentrale in Kollerschlag Direkt am Dreiländereck Deutschland-Österreich-Tschechien gelegen, hat Loxone in Kollerschlag, einem eher verschlafenen Örtchen mit knapp 1.500 Einwohnern, im Jahr 2013 seine neue Unternehmenszentrale bezogen, welche gleichzeitig die größte existierende Loxone-Spielwiese darstellt, da alle angebotenen Produkte selbst eingesetzt werden. Neben der Produktion sowie dem Vertrieb der angebotenen Produkte sind allein ca. ein Drittel der insgesamt 90 vor Ort angestellten Mitarbeiter mit der Weiterentwicklung der Software betraut. Dabei ist das komplett auf Loxone-Basis basierende Firmengebäude mit mehreren Mini Servern, gefühlt hunderten Extensions und einer vollständigen Integration aller denkbaren Verbrauer ausgestattet, die sich um die passende Beleuchtung, Beschallung, Beschattung, Beheizung oder Belüftung kümmern. So ist es nicht verwunderlich, dass es im gesamten Firmengebäude bspw. keinerlei konventionelle Lichtschalter oder Schlüssellöcher mehr gibt. Die Beleuchtung erfolgt automatisch auf Basis von Präsenzmeldern und kann je nach Wunsch über die Loxone-App angepasst werden, sofern das gerade notwendig erscheint. Alle Mitarbeiter bzw. zugangsberechtigten Personen haben weiterhin jeweils einen elektronischen Schlüssel auf 1-Wire-Basis, um je nach Zugriffsrechten Zutritt zum Gebäude zu erhalten, ihren persönlichen Spind zu öffnen oder das Mittagessen und Snacks bargeldlos und in Sekundenschnelle abzurechnen. Loxone stellt die eigens entwickelte Hard- und Software auf diese Weise tagtäglich selbst auf die Probe und demonstriert dabei gleichzeitig auch, wie performant und zuverlässig das selbst entwickelte Konzept in der Praxis funktioniert. Das gesamte Gebäude ist dabei so konzipiert, dass die verbaute Technik bestmöglich sichtbar ist. An den abgehängten Decken sind so jede Menge Präsenzmelder, Lautsprecher und LED-Lampen erkennbar, die dezent is Szene gesetzt werden. Highlight sind aber die mehrere Meter hohen, grün beleuchteten Schaltkästen, welche die gesamte Elektrik anschaulich präsentieren und einen Eindruck davon vermitteln, wieviele hundert Kilometer Kabel im gesamten Gebäude verlegt sein müssen. Loxone Expertenausbildung Von den angebotenen Schulungen hatte ich dank einer Einladung durch Loxone die Möglichkeit die Module 1 (4 Stunden) und 2 (16 Stunden) zu besuchen. Das erste Modul liefert dabei eher grundlegende Informationen zum Konzept sowie einige technische Grundlagen, wozu die diversen digitalen und analogen Ein- und Ausgänge sowie Extensions eingesetzt werden können (mehr Infos dazu auch im Blogpost Smart Home mit Loxone). Wirklich interessant wird es dann in Modul 2, in welchem die Loxone Config im Mittelpunkt steht. Dabei werden vorab auch grundlegende Informationen zur Netzwerktechnik sowie Elektrotechnik vermittelt, um unter Anleitung und später auch selbstständig die softwareseitige Konfiguration und Verknüpfung der am Musterkoffer angeschlossenen Sensoren und Aktoren durchführen zu können. Hier lernt man unter anderem, was es mit grundlegenden Softwarebausteienen wie Merkern, Konstanten oder virtuellen Eingängen auf sich hat. Dabei werden schließlich auch komplexere Komponenten wie eine Lichtsteuerung, ein Impulsgeber, ein Zufallsgenerator und eine Saunasteuerung kombiniert, um ein praxisnahes Szenario selbstständig umzusetzen. Im Rahmen dessen werden auch notwendige Basics zur DMX-Steuerung, 1Wire sowie verschiedenen Funkstandards wie EnOcean vermittelt. Aus meinem täglichen Leben In naher Zukunft möchte ich die Loxone-Lösung bereits in einigen Bereichen (Beleuchtung, Beheizung, Entlüftung) einsetzen. Um die Basics zu erlernen und die Konfiguration in der Loxone Config vorzunehmen, war gerade die zweite Schulung bestens geeignet. Im Endeffekt dreht es sich, egal welcher Sensor oder Aktor an den Loxone Miniserver (Affiliate-Link) angebunden werden soll, immer nur um die Frage, ob dieser digital, analog oder über ein Gateway (z.B. 1-Wire oder KNX) angesteuert wird. Um dieses Wissen zu erlangen, hat vorallem auch Thomas Urmann als Schulungsleiter beigetragen, der nicht nur Standardfragen beantworten konnte, sondern auch bei weiterführenden Fragestellungen immer eine adäquate Antwort parat hatte. Insgesamt bin ich wirklich gespannt, wie zuverlässig sich die Loxone-Lösung im Alltag verhält und wie einfach sich die tatsächliche Umsetzung gestaltet. Die Loxone-Lösung ist für mich jedenfalls auch auf den zweiten Blick, gerade nach dem Besuch im Loxone Headquarter, nur noch einmal attraktiver geworden. Gerade die Konfiguration durch die Kombinationen vordefinierter Programmbausteine (z.B. für Beschattung oder Beleuchtung) in der Loxone Config ermöglicht auch Neueinsteigern in kurzer Zeit umfangreiche Regeln für entsprechende Steuerungen bzw. Regelungen zu erstellen, wobei die Übersichtlichkeit durch die grafikbasierte "Programmierung" immer gewährleistet ist. Ich hoffe bereits bald einige Szenarien selbst umsetzen zu können und werde dann entsprechende Howto-Anleitungen zur Einrichtung sowie Vor- und Nachteile, auf die ich dabei gestoßen bin, in nachfolgenden Blogposts aufgreifen. Insgesamt hat sich Loxone für mich als äußerst offene, moderne und perfekt durchgeplante Firma präsentiert, von der man in Zukunft vermutlich noch viel erwarten kann. Abschließend noch einige Impressionen aus dem Loxone Hauptquartier in Kollerschlag: ### Staubsaugerroboter: Roomba und Neato im Vergleich Krümel und Schmutz in der ganzen Wohnung und keine Lust den Fußboden manuell mit dem Staubsauger zu reinigen? Staubsaugerroboter versprechen, sich um diese Aufgabe vollautomatisch zu kümmern. Die fleißigen Helfer sollen dabei dafür sorgen, dass täglich eine frisch gesaugte Wohnung vorgefunden werden kann. Zu diesen Staubsaugern gibt es viele Tests auf durchaus wissenschaftlichem Niveau, doch worauf kommt es in der Praxis wirklich an? Nachfolgender Artikel befasst sich genau mit dieser Frage und auch damit, ob vielleicht schon ein günstiger Neato einem weitaus teureren Roomba das Wasser reichen kann. Roomba und Neato: Pseudo-Zufallsalgorithmus vs. rotierender Laserscanner Roomba ist DER Staubsaugerroboter schlechthin. Bereits im Jahr 2002 von der Firma iRobot auf den Markt gebracht, ist er in der technikaffinen Szene mittlerweile zu einem etablierten Begriff geworden, ähnlich wie Tempo für Papiertaschentücher. Er orientiert sich beim Saugen anhand eines Pseudo-Zufallsalgorithmus im Raum. Berührt er ein Hindernis, wendet er und fährt automatisch in eine zufällige Richtung weiter. Dabei kann der Roomba Wände und Ränder von Möbeln erkennen und an ihnen entlang fahren. Auch Tischbeine werden erkannt und elegant umkreist. Wie im Bild links zu sehen, wird so die ganze Fläche nach einem zufälligen Muster durchfahren. Nach meinen Erfahrungen wirkt dieser Reinigungsmodus zwar etwas chaotisch, aber im Endeffekt wird der komplette Bereich zuverlässig abgesaugt. Daneben gibt es den Neato als Newcomer, der seit 2010 in verschiedenen Varianten auf dem Markt erhältlich ist und als  technischer Revolutionär der Szene gilt. Er besitzt einen rotierenden Laserscanner auf dem Dach, vom Prinzip her ähnlich, wie ihn das autonome Google Auto zum Fahren verwendet. Neato "scannt" also permanent den Raum. In seinem Gehirn entsteht auf diese Weise eine Art Landkarte. Mit diesem Orientierungssinn kann er gezielt seine Bahnen ziehen und reinigt den Fußboden auf diese Weise systematischer, aber mit gleichem Ergebnis. Das spart insgesamt etwas an Zeit und sorgt für ein ausgewogeneres Reinigungsergebnis. Doch der große Vorteil der Neato Navigationsfähigkeiten soll sich im Folgenden noch zeigen. Reinigungsleistung: In der Praxis weniger relevant Welcher Sauger nimmt am meisten Dreck auf? Diese Frage habe ich mir auch gestellt, als ich im Jahre 2009 mit einem Roomba 560 in die Welt der Staubsaugerroboter eingestiegen bin. Sie liefert viel Stoff für wissenschaftliche Untersuchungen zum Vergleich verschiedenster Sauger. So ist z.B. die Computerzeitschrift c't in der Ausgabe 18/2011 dieser Frage mit einem perfekt durchdachten Laboraufbau nachgegangen. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="500" identifier="B0015G4RDE" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/05/41H2bWDg35L.jpg" tag="meintechblog-140827-21" width="482"] Doch ist es in der Praxis überhaupt relevant, diese Frage so detailliert beantworten zu müssen? Die Geräte sind mit ihren einstellbaren Timern für den täglichen Betrieb konzipiert. Sie starten selbständig und nehmen Staub und Haare durch ihren unermüdlichen Einsatz mühelos auf. Danach fahren sie wieder zurück zur Ladestation. Bleibt etwas Dreck liegen, macht das nichts, er wird dann spätestens beim nächsten Reinigungslauf am nächsten Tag aufgespürt. Eine ganze Wohnung reinigen: Darauf kommt es an Für den Anwender zählt, wie mühelos die Geräte ihren alltäglichen Job erledigen. Da der Roomba keine Landkarte hat, braucht er zur Orientierung zwischen mehreren Zimmern kleine Leuchttürme als Hilfe. Das sind die batteriebetriebene Einheiten aus dem Bild links von der Größe einer Packung Butter, die in die Türstöcke gestellt werden. Der Roomba erkennt so verschiedene Räume und saugt nacheinander die verschiedenen Zimmer. Hier spielt der Neato voll seine Stärke aus. Mit seinem (unsichtbaren und ungefährlichen) Laserscanner orientiert sich der Staubsaugerroboter völlig autonom in der gesamten Wohnung. Offene Zimmer werden automatisch ohne zusätzliche Hilfsmittel erkannt. Fleißig fährt der Neato dabei von einem Raum zum nächsten. Besonderer Clou: Wird der Akku leer, kehrt der Neato selbständig zu seiner Ladestation zurück und macht danach automatisch wieder an der Stelle weiter, an der er vorher aufgehört hat. Bis zu zweimal Zwischenladen ist pro Reinigungslauf möglich, selbst größere Wohnungen bleiben so sauber. Und das beste: Dabei kann auf die Leuchttürme in den Türstöcken komplett verzichtet werden. Neato: Das passende Modell Ähnlich wie bei den Roombas, jedoch nicht ganz so ausgeprägt, gibt es auch bei Neato eine größere Anzahl von Produktvarianten, die sich praktisch nur in kleinen Punkten voneinander unterscheiden. Die Modelle der XV-Reihe sind die erste Produktgeneration der Neatos. Sie unterscheiden sich voneinander nur marginal durch die Gehäusefarbe und Filter (letztere sind jedoch untereinander kompatibel). Sehr relevant sind aber die verwendeten Bodenbürsten: Die Neato Standardbürste ("Lamellenbürste") erkennt man an den Gummilippen. Geräte mit der Bezeichnung "Allergy" oder das Topmodel Neato XV Signature Pro (Affiliate-Link) haben eine "Kombi"-Bürste mit Borsten, die deutlich geräuschärmer arbeitet. Doch keine Sorge, auch diese Bauteile sind untereinander kompatibel und preiswert erhältlich. Mehr dazu im Kapitel "Persönliche Erfahrungen und Tipps". An dieser Stelle eine Warnung vor den Modellen XV-25 mit blauem Laserturm: Hier ist anscheinend eine schlechte Charge von Batterien des Zulieferers "McNair" verbaut. Ein von mir gebraucht gekaufter XV-25, angeblich ein nur drei Monate altes Vorführgerät, hatte mit maximal 15 Minuten eine viel zu kurze Batterielaufzeit. Mit meinem aktuellen Modell XV Signature habe ich keine Probleme. Kenner wissen: Der Robotersauger Kobold VR100 von Vorwerk (Vorwerk-Link) ist verwandt zu den Neato XVs. Vorwerk hat hier eine Reihe von Verbesserungen eingebaut. Neben einer Seitenbürste sind die Li-Ion Akkus das wichtigste Unterscheidungsmerkmal. Außerdem ist die bessere Kombi-Bürste beigelegt, die später im Signature Pro übernommen wurde. Ob sich der deutliche Aufpreis für den Kobold lohnt, muss dabei jeder für sich selbst entscheiden, im nachfolgenden Kapitel werde ich diesbezüglich mit meinen persönlichen Erfahrungen ein paar Hilfestellungen zur Entscheidung geben. Persönliche Erfahrungen und Tipps zur Neatos XV-Reihe Warum ich mit dem Umstieg so lange gezögert habe, lag vor allem an der fehlenden Seitenbürste der XV-Modelle. Während an allen Roombas eine rotierende zusätzliche Bürste an der Seite verbaut ist, die Schmutz aus den Ecken und seitlich aufnehmen soll, lassen die XV Neatos einen ca. 4 cm breiten Streifen zur Wand übrig, der nicht gesaugt wird. Trotzdem habe ich mich für einen Neato XV Signature aus einer Abwägung von mehreren Gründen entschieden: Teppichboden, Verzicht auf Lighthouses und Preis. Da ich in meiner neuen Wohnung auch Teppichböden habe, kann die Seitenbürste meines Roombas nur sehr begrenzt ihre Wirkung entfalten, da sie lediglich über die Oberfläche streicht. Sie kehrt den Schmutz vom Rand in die Bahn des Saugers. Richtig sauber wird mein Teppich aber nur, wenn der Schmutz nicht gekehrt, sondern herausgebürstet und abgesaugt wird. Im Falle einer Wohnung mit Hartböden mag das Ergebnis anders aussehen. Doch auch hier wird es nach meiner Einschätzung Ecken geben, die ein noch so wendiger Roboter nicht anfahren kann, so dass auch in diesem Falle wohl nicht auf einen konventionellen Staubsauger komplett verzichtet werden kann. Mit dem Umzug in eine größere Wohnung fielen bei mir auch die für den Roomba notwendigen batteriebetriebenen Leuchttürme viel mehr ins Gewicht. Insgesamt bin ich sehr froh, mit dem Neato auf die Investitionen in zusätzliche batteriebetriebene Stolperfallen in meinen Türstöcken verzichten zu können. Mittlerweile hat Neato auch das Problem mit der Seitenbürste gelöst und verbaut in der Nachfolgerbaureihe "Botvac" eine solche. Für mich ein Grund zur Freude, denn da ich darauf verzichtete, habe ich mit dem Vorgänger der XV-Reihe ein gutes Schnäppchen machen können: Tipp 1: Neato XV Signature beim französischen Amazon Warehouse Deals kaufen Amazon Warehouse Deals dürften dem Schnäppchenjäger ein Begriff sein. Dort sind Rückläufer von Amazon zu haben. Der Artikelzustand wird dabei genau beschrieben und es besteht ein reguläres Widerrufsrecht. Erstaunlicherweise scheint bei den Neatos die Verbreitung in Frankreich größer zu sein. Mir ist es gelungen, meinen Neato XV Signature für 260€ (+ 10€ superschnellem Versand) bei den französischen Warehouse Deals (Affiliate-Link) zu erwerben. Bei Gebrauchsspuren am Gerät sollte man nicht zimperlich sein, die holen sich die Staubsaugerroboter im Betrieb sowieso recht schnell. Mein Tipp: regelmäßig im französischen Amazon Warehouse Deals vorbei schauen, hier tauchen immer wieder Neato-Schnäppchen auf. Ich empfehle dringend den Neato mit der "Allergy"- oder auch "Kombi"-Bodenbürste auszurüsten. Die Standard-Bürste mit den Silikon Lippen ("Lamellenbürste", im Bild oben) ist so laut, dass ich Angst um die Ruhe meiner Nachbarn hatte. Meinen Neato XV Signature habe ich bei erster Gelegenheit auf eine baugleiche Kombi-Bürste umgerüstet und bin damit, sowohl was Reinigungsleistung als auch Geräuschentwicklung angeht, vollstens zufrieden. Der Austausch gelingt ganz einfach: Die alte Bürste lässt sich herausnehmen und die neue einlegen. Tipp 2: Zubehör günstig im Vorwerk Shop kaufen Die Kombi Bodenbürste gibt es zum erstaunlich günstigen Preis im Vorwerk Online Shop zu kaufen. Die des VR100 ist nämlich kompatibel zu den Neatos der XV Reihe. Neato Kombi-Bürste (Affiliate-Link): 70€ Vorwerk VR100 Kombi-Bürste (Vorwerk-Link) (kompatibel zu Neato XV): 25€ Hier gibt es auch günstig das Magnetband (Vorwerk-Link), falls die mitgelieferten 4 Meter nicht reichen sollten. Damit kann man den Neato äußerst praktisch aus Bereichen aussperren, in die er nicht fahren soll. Neato nennt es "Hindernismarker". Achtung, die Seitenbürste des VR100 aus dem Vorwerk Shop lässt sich nicht an den Neato XVs anbringen. Insgesamt bin ich mit meinem Neato XV Signature mit der Bodenbürste von Vorwerk sehr zufrieden. Besonders erfreulich ist, dass Neato den Schmutzbehälter groß dimensioniert hat. Die Elektronik des Saugers erkennt, wenn der Behälter voll ist und warnt zum Ausleeren. Ich leere den Behälter zweimal in der Woche, ohne das vorher die Warnung kommt. Sehr positiv erwähnt sei hier noch die Upgrade-Politik des Herstellers: Über eine USB Schnittstelle lässt sich die Software updaten. Neato Robotics hat in der Vergangenheit die Geräte sehr regelmäßig mit neuen Firmware Updates versorgt, das freut den technikaffinen Besitzer. Nachfolger: Neato BotVac Die Nachfolger-Baureihe heißt Neato BotVac. Diese Geräte sind neben einigen Verbesserungen nun mit einer Seitenbürste ausgestattet, was diesen Nachteil der Vorgänger zu Roomba ausgleicht. Ein Feature, das ich persönlich nicht vermisst habe und zu den günstigeren Vorgängermodellen gegriffen habe. Ich habe mit diesem Modell keine weiteren Erfahrungen. Wer den BotVac in Betracht zieht, dem empfehle ich das Modell Botvac 85 (Affiliate-Link) auszuprobieren, denn diese werden mit einer Kombi-Bodenbürste geliefert. Die des VR100 scheint bei dieser Baureihe nicht mehr kompatibel zu sein. Aus meinem täglichen Leben Wer einen praxistauglichen und pflegeleichten Staubsaugerroboter sucht, für den ist Neato XV Signature meine absolute Empfehlung. Die Neatos finden sich autonom in der Wohnung zurecht und im Gegensatz zu Roomba kann auf nervige Leuchttürme in den Türen verzichtet werden. Anwender mit ausschließlich Hartböden sollten überlegen, ob sie in die Nachfolger Baureihe "Botvac" investieren. Alle anderen können mit bewährter Technik ein Schnäppchen machen. Die folgende Tabelle listet die wesentlichen im Text behandelten Fakten nochmal zum Vergleich auf [table id=15 /] *aufrüstbar mit Vorwerk Kombi Bürste (Vorwerk-Link) Produkte auf Amazon Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B0015G4RDE" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/05/41H2bWDg35L.SL110.jpg" tag="meintechblog-140827-21" width="106"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00GL89OT8" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/05/313Sae0P26L.SL110.jpg" tag="meintechblog-140827-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00FN7Q79I" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/05/41cKJMVdvgL.SL110.jpg" tag="meintechblog-140827-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="73" identifier="B00FN7Q7O8" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/05/31Ltz01juxL.SL110.jpg" tag="meintechblog-140827-21" width="110"] ### Smart Home mit Loxone Auf dem Smart-Home-Markt tummeln sich mittlerweile viele Anbieter, die durch verschiedenste Alleinstellungsmerkmale, wie einer besonders einfachen Einrichtung und Bedienung, neue Kunden gewinnen möchten. Der Funktionsumfang ist dabei aber oftmals stark eingeschränkt, gerade dann, wenn es darum geht, sowohl Komfort-, Sicherheits- als auch Energiesparaspekte zu adressieren. Ein Anbieter, der schon seit einigen Jahren auf dem Markt mitmischt und den Anspruch hat, alle Aspekte in einer Oberfläche abzudecken, ist Loxone. Was es mit dem Loxone-System auf sich hat und welches Konzept dahinter steckt, wird nachfolgend erläutert. Vorab: Hier der Loxone Onlineshop meines Vertrauens, sofern ihr "akuten" Bedarf habt: smarthirsch.de (Affiliate-Link) Loxone Miniserver: Integration verschiedener Smart Home-Standards Das Konzept hinter Loxone ist relativ einfach erklärt. Wie bei vielen anderen Lösungen auch, übernimmt ein zentraler Baustein, in diesem Fall der Loxone Miniserver (Affiliate-Link), die Verknüpfung aller angeschlossenen Sensoren und Aktoren und ist damit das zentrale Schaltelement. Im Fall von Loxone wird der Miniserver aber nicht irgendwo auf dem Sideboard nebem dem Router platziert, sondern direkt im zentralen Hausverteiler auf der Hutschiene. Das Besondere an Loxone ist zudem die zugrundeliegende Philosophie, ein offenes System zu realisieren, welches zwar einen eigenen Standard mitbringt, grundsätzlich aber auch einfach mit anderen gängigen Smart Home-Standards ergänzt werden kann, um an die Loxone-Zentrale angebunden und unter einem Dach zusammengeführt werden zu können. Schnittstellen, so weit das Auge reicht Der Miniserver hält dabei bereits selbst mehrere Anschlüsse bereit. Es sind eine Reihe digitaler und analoger Ein- sowie Ausgänge vorhanden, um bspw. Temperatursensoren oder Verbraucher wie Lampen direkt kabelgebunden anzuschließen. Das setzt jedoch eine entsprechende Elektroverkabelung (am besten sternförmig) voraus, um alle anzubindenen Gerätschaften auch ansteuern zu können. Für nachträgliche Installationen sind diese direkt verfügbaren Ein- und Ausgänge deshalb natürlich eher ungeeignet. Darüber hinaus bietet der knapp 500€ teure Miniserver (Affiliate-Link) standardmäßig eine KNX-Schnitsttelle. Dadurch lassen sich bspw. auch bestehende KNX-Installationen erweitern bzw. an das Loxone-System anbinden, wodurch eine ganze Reihe netter Funktionen ermöglicht werden. Ganz nebenbei kann die KNX-Schnittstelle des Miniservers auch als KNX-Gateway in der ETS4-Konfigurationssoftware genutzt werden, um KNX-Komponenten nicht nur direkt steuern und Befehle vom KNX-Bus abgreifen zu können, sondern eben auch deren Programmierung vorzunehmen. Entsprechende KNX-Gateways kosten dabei alleine normalerweise schon um die 150€ (mehr Infos zu KNX-Gateways im Artikel KNX/EIB-Gateway in FHEM einbinden). Die integrierte KNX-Schnittstelle hat aber auch einige Einschränkungen, so dass bspw. Jalousieaktoren teilweise nicht voll unterstützt werden können. Für nähere Details sei an dieser Stelle auf den Loxone Community Forumsthread KNX-Unterstützung Loxone in Zukunft verwiesen. Das Loxone-Konzept sieht sich dabei insgesamt als eine Art Sammelpunkt, welcher viele verschiedene Systemarchitekturen und Smart Home-Standards vereint. Zu diesem Zweck bietet Loxone verschiedene Erweiterungen, auch Extensions genannt, an. So ermöglicht bspw. die 1-Wire-Extension (Affiliate-Link) die Anbindung entsprechender kabelgebundener Sensoren (z.B. Temperatur, Feuchtigkeit), die teilweise besonders günstig sind (z.B. 10 Stück DS18B20 Digitale Temperaturfühler (Affiliate-Link) für unter 10 Eur) und gemeinsam an einer einzigen Extension betrieben werden können. Die offiziell unterstützten 1-Wire-Komponenten sind dabei hier einsehbar. Daneben gibt es die DMX-Extension (Affiliate-Link), welche den verbreiteten Standard für Lichttechnik mitbringt, um bspw. entsprechende LED-Stripes anbinden zu können. Die Liste unterstützter Standards durch entsprechende Extensions (RS232, RS485, Modbus, etc.) deckt bereits jetzt sehr viele Lösungen ab, künftig wird die Anzahl sicher noch weiter steigen. Eine Liste aller Extensions ist im Loxone Smart Home Shop einsehbar. Dabei ist auch zu hoffen, dass bisher noch nicht unterstützte KNX- oder 1-Wire-Komponenten (Details folgen) künftig über Softwareupdates der Loxone-Software auch unterstützt werden können. Funkbasierte Anbindung weiterer Komponenten Gerade für Nachrüster spannend ist weiterhin die Loxone Air Base Extension (Affiliate-Link), an welcher die Smart Socket Air (Affiliate-Link), ein steuerbarer Zwischenstecker mit integriertem Energieverbrauchs- und Temperatursensor auf Funkbasis, betrieben werden kann. Dabei ist das funkgebundene Angebot mit der Smart Socket Air derzeitig noch eher überschaubar, künftig sollten hier aber sicherlich noch weitere Produkte hinzukommen. Es können aber auch alternative Funkstandards eingebunden werden. So bietet die EnOcean-Extension (Affiliate-Link) eine entsprechende Möglichkeit zur Anbindung von Funksensoren und -aktoren auf EnOcean-Basis, einem weit verbreiteten Standard im Smart Home-Markt. Multimediasteuerung Zusätzlich bietet das Loxone-System weitere Integrationsmöglichkeiten, um bspw. Dreambox, AV-Receiver, Webcam, Sprechanlage oder einen Musikserver anzubinden. Die zugegebenermaßen nicht ganz günstige Mobotix Sprechanlage T25 (Affiliate-Link) mit Kamera, Mikrofon, Lautsprecher und Klingelknopf lässt sich dabei bspw. komplett in die Loxone-Config integrieren und in der Smartphone- und Tablet-App nutzen. Spannend ist auch der Loxone Music Server auf Basis von CasaTunes, welcher iTunes anzapft und dortige Inhalte auch über die Loxone-App zugänglich macht, um Multiroom-Audio im ganzen Haus zu realisieren (inkl. Airplay-Funktion). Hardware des Loxone Miniservers Alle Informationen und Datenströme laufen dabei im Loxone Miniserver (Affiliate-Link) zusammen. Er ermöglicht über die Software LoxoneConfig ein entsprechendes Anlernen und die Programmierung bzw. Verknüpfung aller kabel- und funkgebundenen Aktoren sowie Sensoren und stellt damit das Gehirn des Smart Home dar. Da Soft- und Hardware von Loxone stammen und aufeinander abgestimmt sind, kommt der mit 400 MHz auf dem Papier eher betagte Miniserver mit bis zu 30 Extensions und einer umfangreichen Programmierung zurecht, wobei die Programmlogik standardmäßig zwischen 100 und 200 Mal in der Sekunde abgearbeitet werden kann (Vom ausgeschalteten Zustand bootet der Miniserver übrigens in weniger als zehn Sekunden). Das bedeutet, dass schnelle Reaktionszeiten auch bei einer umfangreichen Konfiguration möglich sind. Bei meinen ersten Tests war ich sehr positiv überrrascht, wie perfomant das System, vor allem auch über die iPhone-App, Schaltbefehle vollkommen verzögerungsfrei umsetzen konnte. Aus meinem täglichen Leben Bisher hatte ich vornehmlich FHEM und überwiegend funkgebundene Komponenten eingesetzt. Gestört hat mich dabei jedoch, dass die Anbindung und Konfiguration gerade von neuen Komponenten und deren Konfiguration manchmal ein Glücksspiel darstellt und/oder viel Zeit in Anspruch nimmt, um einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten. FHEM ist eben eine Open Source-Software und entsprechend kann es mit etwas mehr Aufwand verbunden sein, um die Lösung zum Laufen zu bringen, die dann auch dauerhaft stabil läuft. Loxone stellt für mich in diesem Zusammenhang die logische Weiterentwicklung durch einen kommerziellen Anbieter dar, der es verstanden hat, dass eine gute Smart Home-Lösung durch Schnittstellen offen gestaltet sein muss und dabei bereits verschiedene gängige Smart Home-Standards über entsprechende Extensions unterstützt. Hinzu kommt, dass die Konfiguration über die LoxoneConfig-Software mit grafischen Bausteinen realisiert ist und viele Programmlogiken bereits als fertige Softwarebausteine hinterlegt sind, die modular verknüpft und kopiert werden können. So lassen sich schnell und übersichtlich umfangreiche Programmlogiken realisieren und skalierbar erweitern. Ein Beispiel wäre hier die automatische Beschattung auf Basis aktueller Wetterdaten, Helligkeitswerte, Anwesenheiten sowie gemessener Außen- und Innentemperaturen, die über einen zentralen Programmbaustein konfiguriert werden kann. Gerade diese Übersichtlichkeit und Einfachheit habe ich gerade bei FHEM bisher meist vermisst. Hier "frickelt" man in der fhem.cfg direkt im Programmcode herum, bei dem man durch alle denkbaren Freiheiten und fehlende Konsistenzprüfungen auch schnell das gesamte System schießen kann. FHEM möchte ich aber auch weiterhin nutzen, dann aber eher als Mittelsmann zwischen Loxone und weiteren Komponenten, die bereits in FHEM, aber noch nicht direkt in Loxone eingebunden werden können. Insgesamt scheint mir Loxone bereits ein sehr ausgereiftes Produkt zu sein, welches ich wegen seiner technologischen Offenheit und Kombinationsmöglichkeit mit anderen Smart Home-Standards auf jeden Fall noch näher unter die Lupe nehmen werde. ### Gigabit-Speed im ganzen Haushalt: 5-Port-Switch TP-Link TL SG 105 Die kabelgebundene Datenübertragung via LAN-Kabel ist häufig nach wie vor unverzichtbar, wenn es darum geht, schnell große Datenmengen über das Netzwerk zu bewegen. Hier sind kabellose Verbindungen via WiFi deutlich langsamer und instabiler. Räume weit entfernt von Router und TAE-Dose können allerdings auch mit High-Speed-Anbindung ausgestattet werden. Häufig können durch vorhandene Leerrohre einzelne LAN-Kabel gezogen werden und schließlich mit Hilfe eines Switch mehrere Ports in einem neuen Raum zur Verfügung gestellt werden. Hier folgt ein Kurzreview des 5 Port-Gigabit-Switch TP-Link TL SG 105 (Affiliate-Link).  Eigenschaften und Spezifikationen im Test Der TP-Link TL SG 105 (Affiliate-Link) ist ein 5-Port Gigabit-Switch mit absoluten Energiespar-Bestwerten! Das Gerät verfügt über 5 Stück 10/100/1000Mbps-Ports, wobei es selbst erkennt, welche Anschlussgeschwindigkeit welches Gerät an welchem Port besitzt und diese über eine orange- oder grünfarbige LED symbolisiert. Das gut verarbeitete und lüfterlose Metallgehäuse wird nicht warm und ermöglicht sowohl einen Tischaufbau als auch eine Wandinstallation. Nach der Stromzuführung funktioniert der Switch sofort und "Plug n Play". Gerade für LAN-gebundene Hausautomation-Geräte wie die IP-Steckdosenleiste EnerGenie EG-PM2-LAN (Affiliate-Link) eignet sich das Gerät daher hervorragend. Energie-Eigenschaften des TL SG 105 Laut Spezifikation spart der TL SG 105 (Affiliate-Link) bis zu 65% Energie. Dies wird dadurch erreicht, dass einerseits die Energiezufuhr an nicht verwendeten Ports massiv heruntergefahren wird und andererseits in Abhängigkeit der LAN-Kabellänge zum angeschlossenen Gerät ebenfalls die Energieeinspeisung gedrosselt wird, wobei kürzere Kabel hier Vorteile versprechen. Laut Herstellerangaben verbraucht der Switch dabei maximal 2,46 W. Im eigenen Test mit zwei angeschlossenen Netzwerkgeräten (1x10 Mbit, 1x1000 Mbit) liegt der Stromverbrauch nach eingehender Messung bei 1,34 W. Dies entspricht im Mittel in etwa einem Jahresstromverbrauch von 11,7 kW und somit rund 3,50 EUR Kosten pro Jahr. Aus meinem täglichen Leben Ich nutze den TL SG 105 (Affiliate-Link) um diverse Multimedia-Devices im Wohnzimmer kabelgebunden an das Home-Multimedia- und Haus-Automation-System im Raum nebenan anzubinden. Zunächst hatte ich dabei auf eine DLAN-Lösung gesetzt, von der ich mittlerweile wieder abgekommen bin, da häufig Verbindungsabbrüche auftraten. Nun habe ich ein LAN-Kabel durch ein vorhandenes Leerrohr gezogen und mit dem TL SG 105 (Affiliate-Link)somit auch im Wohnzimmer die Möglichkeit, Gigabit-Speed abzugreifen. Der Energieverbrauch liegt dabei sogar noch unter dem der DLAN-Lösung, weshalb der TP-Link TL SG 105 (Affiliate-Link) meine Erwartungen voll erfüllt. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="67" identifier="B00A128S24" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41QFrwDo4dL.SL110.jpg" tag="meintechblog-140806-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="73" identifier="B00IHIZHYQ" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31Hc8IzED7L.SL110.jpg" tag="meintechblog-140806-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00AACIHPS" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31PcSOpTdsL.SL110.jpg" tag="meintechblog-140806-21" width="39"]   ### QNAP Turbo NAS: Externe Speichererweiterung Seien es die Plex-Medienbibliothek mit Urlaubsvideos und Filmen, automatische Backups über TimeMachine oder HD-Fernsehaufzeichnungen über die Dreambox, Daten werden heutzutage auch Zuhause bereits in rauen Mengen erzeugt und wollen bestmöglich dauerhaft gespeichert werden. Ein zentraler ins Netzwerk eingebundener Datenspeicher (NAS) bspw. von QNAP oder Synology ist mittlerweile die erste Wahl, um neben der zuverlässigen Speicherung auch einen einfachen und sicheren Zugriff auf die Daten von unterwegs aus zu gewährleisten. Aber auch wenn - im Falle von QNAP - eine leistungsfähige Netzwerkfestplatte der Turbo NAS-Reihe mit mehreren Festplatten angeschafft wurde, geht irgendwann der Speicherplatz aus. Dabei sollte man sich am besten schon vor dem NAS-Kauf mit dieser Frage beschäftigen, um später auf passende Upgrademöglichkeiten zurückgreifen zu können. Oftmals können über die am NAS verbauten USB-Schnittstellen dabei auch mehrere externe Speichermedien angeschlossen werden, die von günstigen und einfachen Einplattenlösungen bis hin zu teuren und funktionsstarken Raid-Lösungen reichen. Welche drei verschiedenen Lösungsansätze dabei im Falle eines QNAP Turbo NAS für die Erweiterung von einer bis fünf Festplatten sinnvoll sind, wird nachfolgend erläutert. Externe USB-Festplatte Die einfachste und günstigste Möglichkeit ist der Anschluss einer 2,5" oder 3,5" USB-Festplatte wie bspw. der WD My Book mit 4TB Speicherkapazität (Affiliate-Link). Per USB verbunden, wird sie sofort als externer Speicher erkannt, steht im Fall eines QNAP NAS unter dem Menüpunkt "Externes Gerät" - zur Verfügung und kann daraufhin noch passend eingerichtet werden. Sollen neu anfallende Daten darauf gespeichert werden, sind jedoch verschiedene Abstriche im Vergleich zu den NAS-internen Festplattenbays zu machen. Dabei lassen sich mehrere solcher USB-Laufwerke beispielsweise nicht zu einem Raidverbund zusammenfassen, so dass die gespeicherten Daten einer Festplatte entweder futsch sind, sofern diese abraucht oder aber man muss ein Backup auf einen weiteren Speicherort realisieren. Dabei hat man selbst keinen Überblick über die Smart-Werte der Festplatte, da diese nicht ausgelesen werden können. So tappt man quasi immer im Dunkeln bis die Festplatte einmal die Grätsche macht. Im Fall von QNAP fehlen dann auch noch (zumindest für mich) relevante Funktionen in der "File Station", so dass die eingebaute Dateisuchfunktion bei externen Festplatten nicht funktioniert bzw. mit einem "Systemfehler: Unbekannter Fehler" (QTS 4.1.0) quitiert wird. Externes USB-Festplattenraid Sharkoon mit der 5 Bay Raid Station (Affiliate-Link) oder Lian Li mit dem EX-503 Festplatten-Array 5 Schächte (Affiliate-Link) haben mittlerweile im Preisrahmen um die 200 Euro Festplattengehäuse im Portfolio, die insgesamt bis zu fünf Festplatten aufnehmen können. Diese werden dann einfach mit den gewünschten Festplatten wie bspw. der für den Dauerbetrieb geeigneten 4TB WD Fesplatten WD40EFRX (Affiliate-Link) bestückt. Nach einer kleinen Onlinerecherche hat sich dabei gezeigt, dass das Sharkoon (Affiliate-Link) anscheinend etwas unvorteilhaft konzipiert ist und deshalb die eingebauten Festplatten durch einen Hitzestau sehr heiss werden, was zu einer verkürzten Lebensdauer führen kann. Das Lian Li (Affiliate-Link) scheint hier mit frontseitigen Kühlrippen wesentlich besser gebaut zu sein und solche Probleme nicht zu haben. Getestet habe ich es selbst aber noch nicht. Ein eingebauter Raid-Controller im Festplattengehäuse ermöglicht dann verschiedene Modi (bei der Erstinstallation über Hardwaretasten am Gerät bzw. über entsprechende PC-Software zu konfigurieren), um auch einen Ausfall von einer Festplatte (Raid 5) bzw. zwei Festplatten (Raid 6) verkraften zu können. Damit ist zumindest erstmal das Problem einer abrauchenden Festplatte vom Tisch, welche mit einer einzelnen externen Festplatte ein Ausschlusskriterium darstellen kann. Aber auch hier ist der Anwender darauf angewiesen, dass der eingebaute Raid-Controller zuverlässig seinen Dienst verrichtet und im Schadensfall einer Festplatte Alarm gibt. Gerade hier steckt ein zentrales Problem. Das NAS bekommt gar nicht mit, wenn eine Festplatte als defekt erkannt wird, lediglich ein Summer und eine optische Anzeige am entsprechenden Festplattenslot des USB-Gehäuses signalisiert, dass die HDD schleunigst getauscht werden sollte. Steht das USB-Gehäuse neben dem Schreibtisch, mag das noch vertretbar sein, steht es aber bspw. im Keller, bekommt der Anwender es unter Umständen erst verspätet mit, wenn ein Defekt vorliegt. Je mehr Zeit dann verstreicht, bis der Defekt behoben ist, desto größer ist auch die Gefahr, dass alle Daten im Falle weiterer Festplattenausfälle unbrauchbar werden. Darüber hinaus bleiben alle anderen oben aufgezählten Probleme einer extern angeschlossenen Festplatte auch bei der Raid-Variante weiterhin bestehen. Externe QNAP-Extension (für TURBO-NAS Reihe) QNAP bietet seit Kurzem für die Turbo-NAS Reihe zwei interessante Extensions namens QNAP UX-500P (Affiliate-Link) und QNAP UX-800P (Affiliate-Link) mit fünf bzw. acht Erweiterungslaufwerken an. Dieses wird per USB3.0 an das QNAP NAS - in meinem Fall ein QNAP TS-670 Ultra - angeschlossen und mit den gewünschten Festplatten bestückt. Die im Verhältnis teure Lösung - ich habe die 5Bay Version für knapp 450 EUR geordert - bietet durch seine Integration in die QNAP-Oberfläche aber zentrale Vorteile gegenüber obigen Lösungen. Einmal per USB ans Turbo-NAS angesteckt, kann auch mit der Installation einer einzigen Festplatten ohne Raid begonnen und mit der Installation jeder weiteren Festplatte das passende Raid-Level auch nachträglich angepasst werden. Dadurch gewinnt man an Flexibilität, wenn nicht schon zu Beginn alle Bays voll belegt werden sollen. Weiterhin können bestehende Festplatten nacheinander im laufenden Betrieb gegen größere HDDs getauscht und dann der zusätzliche Speicherplatz nutzbar gemacht werden, ohne bestehende Daten manuell kopieren zu müssen. Dabei bietet die Extension insgesamt die gleichen, vielfältigen Funktionalitäten, die auch die internen Bays des QNAP-NAS bereithalten. Dadurch sind auch Volumes mit AES-Verschlüsselung möglich, welche im Falle eines mit Hardwarebeschleunigung versehenen Intel i5- oder i7-Prozessors zu keinen nennenswerten Geschwindigkeitseinbußen führt. Der USB3.0-Port ist dabei auch schnell genug, um mehrere hundert Megabyte pro Sekunde zwischen NAS und Extension auszutauschen, sofern es die Festplatten hergeben. Wirklich schön gelöst ist auch die Integration in der QTS-Oberfläche im Menüpunkt "Systemsteuerung" -> "Systemeinstellungen" -> "Speichermanager". Hier lassen sich neue Speicherpools und Volumes erstellen, bestehende Konfigurationen (inkl. Raid-Level) ändern und die Smart-Informationen der in der Extension befindlichen Festplatten einsehen. Darüber hinaus besitzt die Extension, welche den selben Look besitzt wie die x70-Reihe (siehe Titelbild), über ein Display, welches über relevante Statusänderungen - analog zum Display am QNAP NAS selbst - informiert. Zum Schluss hat QNAP auch an ein passendes Energiemanagement gedacht. Die Extension wird automatisch ausgeschaltet, wenn sich das NAS schlafen legt und startet auch selbstständig, wenn das NAS ein Lebenszeichen von sich gibt. Der integrierte Lüfter (super leise bei standardmäßig 600 rpm) ist zudem temperaturgesteuert, so dass die eingesteckten Festplatten immer angenehm kühl bleiben. Entsprechende Drehzahlen bzw. Temperaturen sind dabei natürlich auch über das QTS-Interface einsehbar und werden vom System kontinuierlich überwacht. Gegenüberstellung externe Speichererweiterungen Funktion/Variante Externe USB-Festplatte Externes USB-Raid Externe QNAP-Extension Modell WD My Book mit 4TB (Affiliate-Link) Lian Li EX-503 (Affiliate-Link) QNAP UX-500P (Affiliate-Link) max. Anzahl Festplatten 1 5 5 Gerätemanagement (z.B. Anpassung Raid-Level, Volumes) nicht notwendig eingeschräntk über Hardwaretasten bzw. PC-Software komplett über QTS-Interface Raid-Option (Ausfallsicherheit) nein ja ja Tausch durch größere Festplatten im Raid-Betrieb nein nein ja sukzessive Speichererweiterung (Änderung des Raid-Levels) nein nein ja Mehrere parallele Volumes und Raid-Levels nein ja ja Überwachung (z.B. Smart-Status, Temperatur) nein nein ja Benachrichtigung bei Defekt nein Signalton, optisch Signalton, optisch, QTS-Oberfläche, Email-Benachrichtigung Energiemanagement ja (je nach USB-Festplatte) ja ja AES-Encryption ja ja ja Preis für Gehäuse vernachlässigbar ca. 200 EUR ca. 450 EUR Aus meinem täglichen Leben Mit abnehmendem freien Speicherplatz meines QNAP TS-670 Ultra war ich eigentlich schon auf halbem Weg ein Lian Li EX-503 (Affiliate-Link) zu ordern. Abgeschreckt hatten mich dabei aber vor allem negative Berichte im Internet über den verbauten Raid-Controller, der wohl manchmal Probleme bereitet bzw. defekte Festplatten nicht als defekt ausweist und dann im schlimmsten Fall alle Daten schrotten kann. Zusätzlich hatte mich gestört, dass ich über das NAS keine Informationen über den Smart-Status der Festplatten hätte einsehen können und im Falle eines HDD-Defekts lediglich ein Summer aktiviert worden würde, wobei an eine Push-Email-Benachrichtigung mit Fehlerstatusmeldung gar nicht zu denken gewesen wäre. Kurz vor dem Kauf bin ich dann rein zufällig auf die Extensions QNAP UX-500P (Affiliate-Link) und QNAP UX-800P (Affiliate-Link) gestoßen, welche auf der QNAP-Infoseite ausdrücklich nur für QNAP Modelle der TS-X51 Serie angeprießen werden. Trotz der Tatsache, dass eine ausgiebige Onlinerecherche bzgl. möglicher Kompatibilität zu anderen QNAP Serien erfolglos blieb, konnte ich mich doch zu einem Kauf durchringen. Wie ich erwartet hatte, funktionierte es auch auf Anhieb mit dem TS-670 Pro ohne Probleme. Auf der Verpackung der QNAP UX-500P (Affiliate-Link) steht dabei der Hinweis, dass eine Kompatibilität mit NAS Systemen der Turbo-NAS Reihe gewährleistet ist, zu der einige QNAP NAS Modelle (NICHT ALLE!!!) zählen. Für ältere Atom- (x59 und kleiner) und ARM-NAS wie die x21, x20, x19 oder kleiner ist die Extension leider keine Option. Umso erstaunlicher, dass QNAP nicht explizit alle kompatiblen Modelle auflistet und damit ein Großteil potenzieller Kunden gar nicht erst erfährt, dass eine Erweiterung über die Extensions für ihr Modell möglich ist. Diesem Marketingfail zum Trotz, finde ich die Philosophie von QNAP bzgl. der neuen Erweiterungsmöglichkeiten super, die durch die Modelle QNAP UX-500P (Affiliate-Link) und QNAP UX-800P (Affiliate-Link) bereitgestellt werden. Selbst habe ich mich aber erstmal "nur" für die fünf Bay-Variante entschieden, um diese nach und nach mit 4TB WD Fesplatten der RED-Serie (Affiliate-Link) aufzustocken, welche bereits im NAS selbst seit mehr als einem halben Jahr zuverlässig ihre Dienste verrichten. Sobald irgendwann alle fünf Festplatten installiert sind, wird dann ein Raid 5 die Ausfallsicherheit einer Festplatte gewährleisten. Bei dem acht-Bay-Modell wäre mir ein Raid 5 schon zu heikel, wodurch der Einsatz von Raid 6 (Ausfallsicherheit von zwei Festplatten) die logische Konsequenz wäre, was dann aber verhältnismäßig teuer wird. Wenn die Extension irgenwann auch nicht mehr ausreichen sollte, kann ja immer noch eine zweite per USB3.0 angeschlossen werden. Daneben können aber auch einzelne externe USB-Festplatten sinnvoll sein. Bis jetzt hatte ich am QNAP NAS auch eine preiswerte 2,5" Intenso USB-Festplatte mit 1 TB (Affiliate-Link) zum Zweck eines zusätzlichen lokale Crashplan-Backups im Einsatz. Für solche Zwecke, also wenn die Daten auch anderenorts noch verfügbar sind, spricht eigentlich nichts gegen diese Lösung. Mit der Anschaffung der QNAP UX-500P (Affiliate-Link) Extension wird die Intenso aber auch eingemottet, da sie jetzt nicht mehr benötigt wird. Update vom 05.08.2014: Ich habe die QNAP UX-500P (Affiliate-Link) Extension gerade mit den neuen 6TB WD Red WD60ERRX (Affiliate-Link) getestet. Diese werden ohne Probleme erkannt. Damit kann man alleine die 5-Bay Extension mit bis zu 30TB beladen! ### QNAP-NAS - Apps zeitgesteuert aktivieren und deaktivieren Anwender, die ein QNAP-NAS (Affiliate-Link) nutzen, haben im App Center sicherlich schon die ein oder andere App nachgerüstet. Einmal installiert, verrichtet die App immer dann ihren Dienst, sobald das NAS gestartet wird. Manuell lassen sich die installierten Apps in der QNAP-Browseroberfäche relativ schnell aktivieren und deaktivieren. Etwas anders sieht die Sache aus, wenn eine App zeitgesteuert ein- bzw. ausgeschaltet werden soll, was standardmäßig leider nicht vorgesehen ist. Das macht aber gerade dann beispielsweise Sinn, wenn eine ressourcenfressende App nur nachts aktiviert und tagsüber wieder deaktiviert werden soll. Wie das mit etwas Handarbeit trotzdem zuverlässig bewerkstelligt werden kann, wird nachfolgend an einem Howto-Beispiel gezeigt. Gewünschte App ausfindig machen Zuerst wird eine ssh-Verbindung zum QNAP-NAS (Affiliate-Link) aufgebaut, um den Namen der gewünschten App herauszufinden: 1. ssh-Login per Terminal Damit der ssh-Login auf das QNAP-NAS gelingt, muss vorher über das Webinterface unter dem Menüpunkt "Systemeinstellungen" -> "Netzwerkdienst" der Haken bei "SSH-Verbindung zulassen" gesetzt und mit "Übernehmen" bestätigt werden. Daraufhin erfolgt die ssh-Anmeldung z.B. über die integrierte Terminal-App (MAC OS X) oder Putty (Windows): ssh admin@IP-ADRESSE-DES-QNAP-NAS Die IP-Adresse des QNAP-NAS (Affiliate-Link) kann im Webinterface unter Systemeinstellungen -> Netzwerk -> Netzwerk -> TCP/IP herausgefunden werden. Der Login erfolgt regulär über den "admin"-Benutzer unter Verwendung des vom Anwender gesetzten Passworts. 2. Namen des Services ausfindig machen Im zweiten Schritt wird der untenstehende Befehl per Copy&Paste in das Terminal-Fenster kopiert und mit der Enter-Taste bestätigt. cd /etc/init.d/ && ls Als Ergebnis werden die Namen der installierten Services bzw. Apps angezeigt. Die blau markierten Einträge stellen die installierten Apps dar und sind dabei von besonderem Interesse. Nachfolgend wird das installierte btsync.sh-Paket ausgewählt, um diese App nachts automatisch zu aktivieren und tagsüber wieder zu deaktivieren. (Das BTSync-Tool lässt sich über die Seite https://github.com/puppe/btsync-qpkg beziehen und wie dort beschrieben manuell installieren.) 3. Start-Stopp-Befehle im Terminal testen Sobald der gewünschte Name des Servies bekannt ist (hier btysnc.sh), kann über das Terminal der jeweilige Start- und Stopp-Befehl manuell getestet werden. Zum Starten wird /etc/init.d/btsync.sh start eingegeben und mit Enter bestätigt, bzw. zum Stoppen /etc/init.d/btsync.sh stop Wenn das geklappt hat, wird eine entsprechende Rückmeldung ausgegeben: "Starting btsync service BitTorrent Sync forked to background. pid = 25699" bzw. "Stopping btsync service" Wenn eine andere App ausgewählt werden möchte, wird bei obigen beiden Befehlen einfach "btsync" durch den entsprechenden Namen der gewünschten App bzw. des Services geändert. 4. Timergesteuertes Starten-Stoppen einrichten Das weitere Vorgehen setzt etwas Grundwissen zum gleich verwendeten vi-Texteditor voraus. Außerdem wird an dieser Stelle nochmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man bei nachfolgenden Variante wirklich wissen sollte, was man tut, da bei einer falschen Ausführung von Terminal-Befehlen im schlimmsten Fall wichtige Systeminformationen oder auch Daten gelöscht werden können. Mit dem Befehl vi /etc/config/crontab werden alle bereits vorhandenen Inhalte des cron-Managers angezeigt, die auf keinen Fall gelöscht werden dürfen! In meinem Fall sind folgende Inhalte bereits vorhanden (hier nur ein Auszug der ersten Einträge): # m h dom m dow cmd 0 3 * * * /etc/init.d/ImRd.sh bgThGen 10 15 * * * /usr/bin/power_clean -c 2>/dev/null 0 4 * * * /sbin/hwclock -s 0 3 * * * /sbin/vs_refresh ... Mit dem Cursor navigiert man auf das letzte angezeigte Zeichen der letzten Zeile. Damit man in die Datei schreiben kann, wird der Schreibmodus mit der Taste "a" aktiviert. Dann einmal "Enter" drücken, um in eine neue Zeile zu gelangen. Jetzt können die beiden benötigten Codezeilen eingefügt werden, die das Starten (täglich um 2:00 Uhr nachts) bzw. Stoppen (täglich um 6:00 Uhr morgens) bewirken: 0 2 * * * /etc/init.d/btsync.sh stop 0 6 * * * /etc/init.d/btsync.sh start Daraufhin sollte die Kommandozeile wie folgt aussehen: Zum Speichern wird erst der Bearbeitungsmodus durch Drücken der "ESC"-Taste verlassen und daraufhin :wq eingegeben und mit der Enter-Taste bestätigt, worauf nach der erfolgreichen Speicherung der Inhalte auch der Editor verlassen wird. Wichtig: Jetzt müssen die Änderungen noch initiiert werden: crontab /etc/config/crontab Und der crond-Service neugestartet werden: /etc/init.d/crond.sh restart Diese Vorgehensweise bewirkt, dass die jeweiligen Start- und Stoppbefehle zeitgesteuert und dauerhaft auch nach einem Neustart (Reboot) und nach einem Firmwareupdate des QNAP-NAS ausgeführt werden (getestet mit Softwareversion 4.1.0). Bei der Umsetzung geholfen haben mir das QNAP-Wiki mit Informationen zum Hinzufügen von Crontabs und die QNAP-Forenseite mit Befehlen zum Starten/Stoppen von Services per Terminal. Hinweis: Wenn eine installierte App über die hier angegebene Methode gestoppt oder gestartet wird, aktualisiert sich die Statusanzeige im App Center auf der QNAP-Browseroberfäche leider nicht. So bleibt die Statusanzeige weiterhin auf "ON", obwohl die App vorher gestoppt wurde (siehe Bild links unten) und ist damit leider nicht mehr wirklich zuverlässig. Aus meinem täglichen Leben Wie bereits im Parallelartikel Synology-NAS – Apps zeitgesteuert aktivieren und deaktivieren am Beispiel eines Synology-NAS (Affiliate-Link) beschrieben, bieten auch QNAP-NAS (Affiliate-Link) derzeitig nur mit manuellem Eingriff die Möglichkeit Services bzw. installierte Apps zeitgesteuert zu starten bzw. stoppen. Gerade bei Apps, wie dem hier angesprochenen BTSync, welches zur Synchronisation großer Dateimengen genutzt werden kann, macht dies oftmals Sinn, damit nicht tagsüber die Internetleitung und Ressourcen des QNAP-NAS (Affiliate-Link) von der App geblockt werden. Insgesamt kann auf diese Weise auch sichergestellt werden, dass eingestellte Stromsparmaßnahmen wie bspw. der Standby der Festplatte bzw. Standby durch das zeitgesteuerte Deaktivieren von Apps greifen können, die sonst durch die aktiven Apps verhindert werden würden. ### KNX/EIB-Gateway in FHEM einbinden Viele Smart Home-Nutzer werden mit ihrer FHEM-Installation vornehmlich per Funk angebundene Sensoren und Aktoren nutzen, die von Herstellern wie HomeMatic (Affiliate-Link) oder FS20 (Affiliate-Link) stammen. FHEM unterstützt darüber hinaus jedoch eine Vielzahl weiterer Protokolle, um auch kabelgebundene Geräte z.B. über den in professionellen Installationen genutzten KNX-Bus zu integrieren. In diesem ersten KNX-Howto soll dabei einführend erklärt werden, wie sich KNX-Komponenten an FHEM grundsätzlich mit zwei verschiedenen Arten von KNX-Gateways einbinden lassen, um die Steuerung über FHEM und damit bspw. auch über ein Smartphone realisieren zu können. Als mögliche "Bus-Koppler" - also Gateways zwischen FHEM und KNX - ist einmal der TUL-Stick von Busware zu nennen, welcher den KNX-Bus per USB anbindet und zum anderen ein KNX-Lan-Gateway (egal welcher Anbieter), wie bspw. die ABB IPS/S2.1 EIB/KNX IP-Schnittstelle, REG (Affiliate-Link), welche die KNX-Anbindung über das Netzwerk ermöglicht. Da es den Artikel mehr als sprengen würde, wird an dieser Stelle erstmal vorausgesetzt, dass bereits eine funktionierende KNX-Infrastruktur vorhanden ist. Im nachfolgenden Artikel KNX-Aktor in 10 Schritten mit ETS5 programmieren wird dann detailiert beschrieben, wie eine KNX-Infrastruktur aufgebaut werden kann. Durch die Nutzung des TUL-Stick ergeben sich einige Vorteile für den Anwender. Zum einen ist er mit unter 100€ günstiger als ein KNX-Lan-Gateway (ca. ab 150€), für dessen Betrieb zusätzlich noch ein Netzteil benötigt wird. Zum anderen ist die Firmware des TUL-Stick so ausgelegt, dass es direkt ohne Umwege über EIBD (Erläuterung weiter unten) in die FHEM-Konfiguration eingebunden werden kann. (Auf der anderen Seite benötigt er jedoch EIBD, um mit der Konfigurationssoftware ETS4 mit nachfolgend beschriebenem Setup kommunizieren zu können.) Als Nachteil des TUL-Stick hat sich bisher herausgestellt, dass der FHEM-Server eine hohe CPU-Auslastung generiert (Neustart des FHEM-Servers notwendig), wenn bei getrenntem KNX-Bus versucht wird einen entsprechenden Schaltbefehl über den TUL-Stick von FHEM aus zu den KNX-Komponenten abzusetzen. Evtl. lässt sich in diesem Fall die Verbindung auch ohne einen kompletten Neustart des Systems neu initiieren, hier fehlt mir aber das notwendige Hintergrundwissen. In Foren liest man zudem, dass es sich als schwierig gestalten soll, den TUL-Stick dazu zu bewegen mit der kommerziellen ETS4-Software (Downloadinformationen) zu interagieren, welche zwingend benötigt wird, um KNX-Sensoren und -Aktoren initial zu programmieren. Hier kann ich aber Entwarnung geben, auch das funktioniert mit dem hier vorgestellten Howto über den später beschriebenen "Umweg" mit EIBD problemlos. Update vom 12.01.2015: Die Version ETS5 Lite, mit welcher sich bis zu 20 KNX-Komponenten verwalten lassen, gibt es preislich reduziert für 60€. Das dafür benötigte KNX-Benutzerkonto lässt sich hier anlegen. Weitere Informationen zur Lizenz gibt es noch im Kommentar von Hardy. Es sind auch andere Konfigurationen bzw. Kombinationen denkbar, nachfolgende Konfigurationen haben sich jedoch bei mir bewährt. Insgesamt wurde darauf geachtet, dass in jedem Fall eine Verbindung über das jeweilige Gateway sowohl mit FHEM als auch mit ETS4 (wenn auch nicht gleichzeitig) hergestellt werden kann, damit die KNX-Sensoren und -Aktoren sowohl geschaltet (mit FHEM) als auch initial konfiguriert/programmiert (mit ETS4) werden können: 1. Direkter Betrieb des TUL-Stick am USB-Anschluss des FHEM-Servers (z.B. an einem RPI mit wheezy oder Intel NUC mit Ubuntu): Anbindung des TUL-Stick in FHEM: Direkt möglich Remote-Anbindung des TUL-Stick in ETS4 (läuft auf einem externen Windowsrechner): Über EIBD (Schnittstellensoftware) realisierbar 2. Betrieb des TUL-Stick am USB-Anschluss eines über das Netzwerk angebundenen zusätzlichen unixbasierten Servers (z.B. an einem RPI mit wheezy-Image): Remote-Anbindung des  TUL-Stick in FHEM: Über EIBD (Schnittstellensoftware) realisierbar Remote-Anbindung des TUL-Stick in ETS4: Über EIBD (Schnittstellensoftware) realisierbar 3. Betrieb eines KNX-Lan-Gateways (z.B. ABB IPS/S2.1 EIB/KNX IP-Schnittstelle, REG (Affiliate-Link)) über das LAN-Netzwerk: Remote-Anbindung des KNX-Lan-Gateways in FHEM: Über EIBD (Schnittstellensoftware) realisierbar Remote-Anbindung des KNX-Lan-Gateways in ETS4: Direkt möglich Da für jede der Konfigurationsmöglichkeiten mindestens ein Mal der Betrieb der EIBD-Schnittstellensoftware (Freeware) notwendig ist, wird dessen Installation zuerst beschrieben. (Wer auf EIBD komplett verzichten möchte, benötigt sowohl den TUL-Stick als Schnittstelle zu FHEM als auch ein KNX-Lan-Gateway als Schnittstelle zu ETS4.) EIBD dient kurz gesagt als Schnittstellensoftware zwischen dem physischen Gateway und dem eigentlichen KNX-Bus und dient dabei quasi als Übersetzer zwischen den verwendeten Protokollen (mehr Informationen zu EIBD). EIBD unter wheezy/Ubuntu installieren Folgende Installationsschritte wurden bisher erfolgreich mit einem RPI mit wheezy und einem Intel NUC mit Ubuntu mit vorhandener FHEM-Installation durchgeführt. Wenn EIBD auf einem "externen" unixbasierten Server installiert werden soll, der bspw. räumlich getrennt betrieben werden soll, ist natürlich die Installation von FHEM dort nicht notwendig. Als erstes wird eine Terminalverbindung zum gewünschten Host aufgebaut, auf welchem EIBD installiert werden soll. (Wer sich noch nicht sicher ist, auf welchem System nun EIBD installiert werden soll, sollte sich die Anleitung am besten einmal ganz bis zum Ende durchlesen, evtl. wird es dann ja klarer.) Dazu am Mac in die Spotlight-Suche (auf dem Desktop die Lupe oben rechts) "Terminal" eingeben und den entsprechenden Treffer auswählen. Unter Windows kann das Tool PuTTY (Direktdownload) genutzt werden. Mit nachfolgendem Befehl erfolgt der Terminallogin auf dem hier verwendeten RPI unter wheezy. Dabei Benutzername (hier: pi) und IP austauschen. ssh pi@192.168.177.6 Nach dem Drücken der Enter-Taste kommt eine Abfrage, die mit "yes" -> Enter bestätigt wird. Dann noch das gewählte Passwort eingeben und mit Enter bestätigen. Erhält man den Fehler "Host key verification failed.", muss der Befehl "ssh-keygen -R 192.168.177.6" eingegeben und wiederholt obiger Login-Befehl ausgeführt werden. Da wir EIBD selbst kompilieren müssen, benötigen wir erstmal das dafür benötigte Werkzeug, welches mit nachfolgendem Befehl installiert wird: sudo apt-get install build-essential make -y Danach werden die beiden benötigten Pakete bcusdk und pthsem heruntergeladen und entpackt: wget -O /tmp/bcusdk_0.0.5.tar.gz http://www.auto.tuwien.ac.at/~mkoegler/eib/bcusdk_0.0.5.tar.gz && tar -xvf bcusdk_0.0.5.tar.gz && wget -O /tmp/pthsem_2.0.8.tar.gz http://www.auto.tuwien.ac.at/~mkoegler/pth/pthsem_2.0.8.tar.gz && tar -xvf pthsem_2.0.8.tar.gz Update vom 09.02.2017: Mittlerweile hat sich die Installationsroutine geändert. Details dazu im Kommentar von Matthias. Danke für den Hinweis! Nun wird zum Superuser gewechselt, um die benötigten Berechtigungen zu erhalten: sudo su Mit nachfolgendem Befehl wird das Paket pthsem für das System kompiliert und installiert: cd /tmp/pthsem-2.0.8 && ./configure && make && make install Analog dazu der Befehl für das zweite Paket bcusdk: cd /tmp/bcusdk-0.0.5 && export LD_LIBRARY_PATH=/usr/local/lib && ./configure --with-pth=yes --without-pth-test --enable-onlyeibd --enable-eibnetip --enable-eibnetiptunnel --enable-eibnetipserver --enable-tpuarts && make && make install Der Superuser wird nun wieder verlassen mit: exit Abschließend muss noch die dynamische Bibliothek geladen werden: echo "/usr/local/lib" | sudo tee -a /etc/ld.so.conf.d/bcusdk.conf && sudo ldconfig Das war es an dieser Stelle bereits mit der Installation von EIBD. Wie der Dienst manuell bzw. direkt bei einem Systemneustart gestartet wird, wird an späterer Stelle beschrieben. TUL-Stick am RPI flashen Der TUL-Stick wird standardmäßig ohne Software ausgeliefert und muss erstmal mit der passenden Firmware bespielt werden (weiterführende Informationen dazu gibt es im FHEMWiki und unter Busware). Also erstmal den TUL-Stick per USB an den RPI (z.B. wheezy) bzw. Intel NUC (z.B. Ubuntu) anschließen und direkt beim Einstecken den kleinen weißen Programmierknopf an dessen Unterseite gedrückt halten. Ich habe dabei festgestellt, dass der RPI beim Einstecken des TUL-Stick automatisch einen Neustart durchführt, sobald der Stick angeschlossen wird (mein iMac hingegen bleibt hingegen einfach an, wenn er dort eingesteckt wird). Also nicht beirren lassen und warten bis der RPI wieder neu gebootet ist, nochmal per Terminal einloggen und mit nachfolgenden Befehlen weitermachen. Es wird das benötigte Paket dfu-programer installiert, welches für die Programmierung notwendig ist: sudo apt-get install dfu-programmer Jetzt wird die Firmware heruntergeladen, der TUL-Stick programmiert und das System neugestartet: wget -O TPUARTtransparent.hex http://busware.de/tiki-download_file.php?fileId=54 && sudo dfu-programmer atmega32u4 erase && sudo dfu-programmer atmega32u4 flash TPUARTtransparent.hex && sudo dfu-programmer atmega32u4 reset && sudo reboot Hat alles geklappt, signalisiert eine ab sofort dauerhaft grün leuchtende LED am TUL-Stick dessen Betriebsbereitschaft. Hängt das KNX-Netz zusätzlich bereits an den entsprechenden beiden Klemmen des TUL-Stick, so leuchtet weiterhin eine rote LED am TUL-Stick. TUL-Stick in FHEM einbinden (lokaler Betrieb) Soll der TUL-Stick nach dem erfolgreichen Flashen direkt per USB am FHEM-Server betrieben werden, genügt es, wenn dieser mit nachfolgendem Eintrag in die fhem.cfg eingebunden wird (die physikalische Adresse 1.1.255 muss dabei geändert werden, wenn bereits ein KNX-Gerät im Bus diese Adresse besitzt): define EIB TUL tul:/dev/ttyACM0@57600 1.1.255 TUL-Stick in FHEM einbinden (externer Betrieb) Soll der TUL-Stick - aus welchen Gründen auch immer - an einem externen Linux-Rechner per USB angeschlossen werden, kann dieser auch über das Netzwerk in der FHEM-Installation über die Nutzung von EIBD integriert werden. Voraussetzung ist dabei, dass EIBD (wie oben beschrieben) auf dem externen Linux-Rechner installiert wurde, an welchem der TUL-Stick angeschlossen werden soll. Zusätzlich muss sichergestellt werden, dass EIBD automatisch nach dem Neustart des Systems auf externen Linux-Rechner gestartet wird, damit der Dienst auch zur Verfügung steht und der TUL-Stick über das Netzwerk erreichbar ist. Dazu wird folgender Eintrag in die als crontab externen Linux-Rechners hinzugefügt. Dazu wird erst die Datei mit dem nano-Editor geöffnet: sudo nano /etc/crontab Und dann folgender Eintrag in einer neue Zeile ergänzt. @reboot         root    eibd -t 1023 -S -D -R -T -i --no-tunnel-client-queuing tpuarts:/dev/ttyACM0 Mit ctrl+o und Enter werden die Änderungen gespeichert und mit ctrl+x wird der Editor wieder verlassen. Jetzt noch ein "sudo reboot" und nach dem Neustart sollte der EIBD-Dienst erfolgreich gestartet werden. Jetzt noch die fhem.cfg vom FHEM-Server mit nachfolgendem Eintrag ergänzen (als IP-Adresse - hier 192.168.177.91 - muss natürlich die Adresse vom externen Linux-Rechner eingetragen werden, an welchem der TUL-Stick angeschlossen ist und EIBD läuft: define KNX TUL eibd:192.168.177.91 1.1.255 KNX-Lan-Gateway in FHEM einbinden Wenn ein KNX-Lan-Gateway (z.B. ABB IPS/S2.1 EIB/KNX IP-Schnittstelle, REG (Affiliate-Link)) in FHEM eingebunden werden soll, muss zwingend auch EIBD genutzt werden, so dass FHEM über EIBD mit dem KNX-Lan-Gateway kommunizieren kann. Wurde EIBD auf dem FHEM-Server installiert, muss hier die crontab entsprechend angepasst werden, damit der EIBD-Dienst beim Hochfahren des FHEM-Servers mit gestartet wird. Dazu wird erst die Datei mit dem nano-Editor geöffnet: sudo nano /etc/crontab Und dann folgender Eintrag in einer neue Zeile ergänzt. Die IP am Ende des Befehls ist die IP-Adresse des KNX-Lan-Gateways und muss dabei natürlich jeder inidviduell anpassen: eibd -t 1023 -S -D -R -T -i --no-tunnel-client-queuing ipt:192.168.177.93 Mit ctrl+o und Enter werden die Änderungen gespeichert und mit ctrl+x wird der Editor wieder verlassen. Jetzt noch ein "sudo reboot" und nach dem Neustart sollte der EIBD-Dienst erfolgreich gestartet werden. Jetzt noch die fhem.cfg vom FHEM-Server mit nachfolgendem Eintrag ergänzen: define KNX TUL eibd:localhost 1.1.255 Und das KNX-Lan-Gateway ist erfolgreich eingebunden. TUL-Stick zum Programmieren von KNX-Komponenten in ETS4 nutzen Der TUL-Stick soll dabei weiterhin am Linux-Rechner angesteckt bleiben und über EIBD für die ETS4-Software an einem Windows-Rechner zum Programmieren von KNX-Komponenten zur Verfügung gestellt werden. Theoretisch kann der TUL-Stick auch direkt per USB an den Windows-Rechner angeschlossen werden. Hier werden aber zusätzliche Treiber benötigt, die teilweise (je nach Windows-Version) gar nicht oder schwierig zum Laufen zu bringen sind. Der TUL-Stick wird automatisch in ETS4 erkannt, wenn er über EIBD zur Verfügung gestellt wird (die Schritte für das automatische Starten des EIBD-Services bei einem Neustart - wie oben beschrieben - sind dabei nicht notwendig). Wenn der TUL-Stick dabei per USB direkt am FHEM-Server hängt, muss sein define-Eintrag kurz mit einer angeführten Raute (#define EIB TUL tul:/dev/ttyACM0@57600 1.1.255) aus der fhem.cfg auskommentiert und FHEM am besten mit "shutdown restart" neugestartet werden, damit EIBD mit dem Ausführen folgenden Terminalbefehls beim Start des EIBD-Services auf den TUL-Stick zugreifen kann: eibd -t 1023 -S -D -R -T -i --no-tunnel-client-queuing tpuarts:/dev/ttyACM0 KNX-Lan-Gateway zum Programmieren von KNX-Komponenten in ETS4 nutzen KNX-Lan-Gateways wie die ABB IPS/S2.1 EIB/KNX IP-Schnittstelle (Affiliate-Link) werden automatisch von ETS4 erkannt und müssen nur über EIBD eingebunden werden, wenn sie in FHEM zur Steuerung von KNX-Komponenten genutzt werden sollen. Über FHEM einen KNX-Aktor schalten Erkennt FHEM Schaltvorgänge über das eingebundene KNX-Gateway, so werden entsprechende Geräte per autocreate der fhem.cfg automatisch hinzugefügt. Aktoren lassen sich natürlich auch manuell über deren "virtuelle" Gruppenadresse/logische Adresse (hier 0/0/1 - theoretisch bis 13/7/255) in die fhem.cfg einbinden. Das sieht dann bspw. so aus: define WZ.Tischlampe EIB 0/0/1 attr WZ.Tischlampe IODev KNX attr WZ.Tischlampe room Wohnzimmer Nach dem Speichern der Konfiguration kann der Aktor bereits über FHEM geschaltet werden. Daneben sind auch neben Ein-Aus-Aktoren (wie dem ABB SA/S4.6.1 EIB/KNX Schaltaktor, 6A, REG, 4-fach (Affiliate-Link)) weitere KNX-Sensoren und -Aktoren über zusätzliche Modellattribute einbindbar. Tempertaursensor: define WZ.Temperatur EIB 0/0/2 attr WZ.Temperatur model tempsensor attr WZ.Temperatur IODev KNX attr WZ.Tempeartur room Wohnzimmer Heizungsventil: define WZ.Heizung EIB 0/0/3 attr WZ.Heizung model percent attr WZ.Heizung IODev KNX attr WZ.Heizung room Wohnzimmer Aus meinem täglichen Leben Ich habe lange überlegt, ob ich mir KNX "antun" soll, da das System im Vergleich zu anderen Systemen wie HomeMatic oder FS20 insgesamt schwieriger handhabbar/programmierbar ist, die Hardwareinstallation zudem durch die kabelgebundene Ansteuerung wesentlich aufwändiger ist (jeder Verbraucher muss mit dem zweiadrigen KNX-Buskabel angebunden werden) und die Komponenten insgesamt auch ein gutes Stück teurer sind. Sieht man auf der anderen Seite aber das Potenzial eines weitgehend autonom agierenden professionellen Bussystems, bei dem alle Komponenten eine gewisse "Grundintelligenz" besitzen und auch beim Ausfall einer übergeordneten Steuereinheit (in diesem Fall FHEM) weiterhin direkt miteinander kommunizieren und komplexere Schaltvorgänge auslösen können, bereue ich den Einstieg in die Welt von KNX bisher in keinster Weise. Hinzu kommt, dass mittlerweile über 200 Firmen verschiedenste Sensoren und Aktoren anbieten, die durch das einheitliche KNX-Protokoll komplett zueinander kompatibel sind und somit so gut wie alle denkbaren Anwendungsgebiete eines Smart Homes abdecken können. Ein guter Onlineshop mit großer Auswahl für KNX-Komponenten scheint mir dabei übrigens voltus zu sein. Die Anbindung per FHEM mit dem TUL-Stick oder einem KNX-Lan-Gateway wie der ABB IPS/S2.1 EIB/KNX IP-Schnittstelle (Affiliate-Link) ist dabei natürlich das Tüpfelchen auf dem i, womit erweiterte Szenarien bspw. zum Energiesparen oder zur Überwachung mit Hilfe von FHEM absolut flexibel realisiert werden können. Wie KNX grundsätzlich funktioniert und wie Geräte über die ETS4-Software initial programmiert werden müssen, um sie nachfolgend auch in FHEM ansteuern zu können, folgt bald in einem weiteren Blogbeitrag in der KNX-Reihe. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B000UW91MQ" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41ZWp8juWxL.SL110.jpg" tag="meintechblog-140601-21" width="69"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B001BCU78G" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41t0ow2bMHL.SL110.jpg" tag="meintechblog-140601-21" width="71"][easyazon_image align="none" height="69" identifier="B008PT4GGC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41h0dWmbv8L.SL1101.jpg" tag="meintechblog-140601-21" width="110"] ### Das TV-Gerät in die Hausautomation einbinden: Enigma2-Receiver Dreambox oder VuPlus in FHEM integrieren Der Fernseher ist in vielen Wohnzimmern das zentrale Informationsmedium. Seine Nutzung innerhalb eines Hausautomation-Setups ist daher äußerst sinnvoll. Ein Smart Home mit Aktoren für Lichter, Strom und Heizungen sowie Sensoren für diverse Anwendungszwecke kann durch Komponenten verschiedener Hersteller realisiert werden. Der quelloffene Hausautomation-Server FHEM hat sich dabei in unterschiedlichen Szenarien als performante Lösung präsentiert, die mit nahezu allen Hausautomation-Hardware-Systemen funktioniert. FHEM erlaubt das Schalten, Dimmen und Regeln von Lichtern, Elektronikgeräten und Heizungen. Darüber hinaus können individuelle Abläufe gestaltet werden, bei denen gewisse Schaltvorgänge in Abhängigkeit von Anwesenheit, Temperaturen oder einer Vielzahl anderer erfasster Sensordaten eintreten können. Die Verbindung zu Infotainment-Geräten wie TV oder HiFi-Anlage bietet dabei vor allem Komfortsteigerungen. Wie das TV-Gerät mittels eines Enigma2-Receivers wie der VuPlus (Affiliate-Link) oder der Dreambox (Affiliate-Link) an FHEM angebunden werden kann, zeigt dieser Artikel. Dreambox und VU+ Die Linux-Settopboxen VuPlus (Affiliate-Link) und Dreambox (Affiliate-Link) gehören sicherlich zu den High-End-Geräten für digitalen TV-Empfang. Sie kennzeichnen sich durch die Möglichkeit, alternative Firmware zu nutzen, welche die Installation von Plugin, Programmicons, alternativen Cams und vielen weiteren Funktionen ermöglicht. Darunter ist auch die Möglichkeit, TV-Inhalte auf einen Netzwerkspeicher (z.B. einem NAS-Device) aufzunehmen zu nennen. Kurzum: Die Enigma2-Receiver VuPlus (Affiliate-Link) und Dreambox (Affiliate-Link) sind das Nonplusultra in Sachen TV-Empfang. Hausautomation und ENIGMA2-Modul Der quelloffene Hausautomation-Server FHEM ermöglicht eine standardisierte aber gleichzeitig individuell gestaltbare Hausautomation. Wir haben gezeigt, wie FHEM auf unterschiedlichen Hardware-Geräten eingerichtet werden kann: FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten FHEM mit FritzBox 7390 und CUL Stick - Professionelle Hausautomation Dank des ENIGMA2-Moduls für FHEM können Enigma2-basierte Settopboxen wie Dreambox (Affiliate-Link) oder VuPlus (Affiliate-Link) relativ einfach in den Hausautomation-Server eingebunden werden. FHEM läuft dabei z.B. auf einem RaspberryPi (Model B) (Affiliate-Link). Laut fhemwiki, sind folgende Boxen mit dem Plugin kompatibel: Dreambox: 500 HD, 7020 HD, 7025+, 800 HD PVR, 800 HD se, 8000 HD PVR VuPlus: Solo, Duo, Uno, Ultimo, Solo2, Duo2 Kompatibilität bedeutet in diesem Fall, dass beide Hauptbestandteile des Moduls genutzt werden können: Einerseits die Steuerung zentraler Funktionen einer Enigma2-Box und andererseits die Abfrage eine große Anzahl an Statuswerten der Receiver, welche selbst für weitere Hausautomation-Abläufe verwendet werden können. Enigma-basierte Box in FHEM einbinden Wie die Einbindung einer Enigma2-Box in FHEM funktioniert, wird anhand des Beispiels einer VuPlus Solo2 (DVB-S, zwei Tuner, Dual-Core-Prozessor) (Affiliate-Link) gezeigt. Diese kennzeichnet sich durch zahlreiche positive Eigenschaften aus, wie den schnellen Dual-Core-Prozessor, das Live-Transcoding von TV-Inhalten, die Enigma2-Firmware, den Dual-Tuner für DVB-S-Empfang, den Preis und vieles mehr, was die VuPlus Solo2 (Affiliate-Link) zu einer der Top-Empfehlungen für Enigma2-basierte-Receiver macht. Zu Beginn sämtlicher Abläufe wird die fertig konfigurierte und ins Heimnetz eingebundene VuPlus Solo2 (Affiliate-Link) durch ihre IP-Adresse in den Hausautomation-Server FHEM eingebunden. Hierzu wird in der Command-Leiste des Webinterfaces von FHEM folgender Befehl ausgeführt: define Wz.TvReceiver ENIGMA2 192.168.178.34 Hierbei steht „Wz.TvReceiver“ für den frei wählbaren Namen des Gerätes, „ENIGMA2“ ist der verwendete Modulname und „192.168.178.34“ ist die IP-Adresse der VuPlus Solo2 (Affiliate-Link), auf deren Basis eine Verbindung hergestellt wird, mit der alle 45 Sekunden Statuswerte vom TV-Receiver eingeholt werden. Darunter sind Werte wie der aktuelle Sender und dessen EPG-Informationen sowie Informationen über Lautstärke, Systemstatus und vieles mehr zu verstehen. Optional können oder müssen zusätzlich folgende Werte mit definiert werden: Falls der Standard-Port der Solo2 geändert wurde, muss die entsprechende Portnummern angegeben werden (z.B. 8080) Das Zeitintervall zum Einholen der Statuswerte des Receivers kann ebenfalls verändert werden (z.B. 30 statt 45 Sekunden) Wurde das Webinterface zusätzlich mit User und Passwort gesichert, muss dies letztendlich ebenfalls definiert werden (z.B. christoph:mysecret) Eine komplette Definition sieht in diesem Fall wie folgt aus: define Wz.TvReceiver ENIGMA2 192.168.178.34 8080 30 christoph mysecret Mit dem Eintrag attr Wz.TvReceiver room Wohnzimmer wird die VuPlus Solo2 (Affiliate-Link) auch noch dem richtigen Raum (hier Wohnzimmer) zugewiesen. Das Plugin ermöglicht nun, unter anderem folgende Funktionen des Receivers zu steuern: Kanäle Input (TV/Radio) Lautstärke Restart/Shutdown Stop/Pause/Play Remote Control (z.B. hoch/runter) Messages Was sich durch diese Steuermöglichkeiten für Optionen für die Hausautomation ergeben, zeigt der nächste Abschnitt. Benachrichtigungen auf dem TV ausgeben Um über gewisse Benachrichtigungen der Hausautomation auf dem TV informiert zu werden, können die durch das Enigma2-Modul in FHEM bereitgestellten Befehle „showText“ oder „msg“ verwendet werden. Diese beiden Befehle können auf das mit dem "define"-Befehl angelegte Geräte (hier z.B. "Wz.TvReceiver") angewandt werden. Während „showText“ standardmäßig eine 8-sekündige Infomeldung auf dem TV absetzt, kann die „msg“-Funktion durch weitere Attribute (z.B. Benachrichtigungstyp oder -dauer) zusätzlich individualisiert werden. Zum Test der Funktion kann folgender Befehl in der Command-Zeile von FHEM verwendet werden: set Wz.TvReceiver showText Fhem-Testnachricht (hier: einfache Nachricht mit dem Text “Fhem-Testnachricht“) bzw. set Wz.TvReceiver msg yesno 10 Fhem-Testnachricht (hier:  gleicher Text, aber Nachricht vom Typ „yesno“, also mit Userbestätigung, und Dauer 10 Sekunden) Für Hausautomation-Benachrichtigungen sollte die Message-Funktion vom Typ „showText“ ausreichen. Beispiel: Benachrichtigung „Beleuchtung bei Dunkelheit wird automatisch aktiviert!“ Ein exemplarisches Szenario, bei dem auf der VuPlus Solo2 (Affiliate-Link) eine Hinweismeldung erscheint, welche den gerade TV sehenden Nutzer darüber informiert, dass nachfolgend die Beleuchtung automatisch aktiviert wird, weil die Dunkelheit anbricht, könnte wie in der Code-Box unten beschrieben umgesetzt werden. Dazu werden folgende Komponenten benötigt: FHEM entweder auf einem Raspberry Pi (Model B) (Affiliate-Link) oder einer FritzBox (7390) (Affiliate-Link) Kommunikationsgateway zu Aktoren und Sensoren (z.B. HomeMatic LAN-Adapter (Affiliate-Link)) Bewegungsmelder, z.B. HomeMatic-Bewegungsmelder HM-Sec-MDIR (Affiliate-Link) Schaltaktor für Licht, z.B. HomeMatic Zwischenstecker mit Leistungsmessung (Affiliate-Link) Enigma2-Receiver VuPlus (Affiliate-Link) (z.B. VuPlus Solo2 (Affiliate-Link)) oder Dreambox (Affiliate-Link) #### Dummy für Automatik-Schaltung ##### ######################################## define du_AussenDunkelManuell dummy #### Aktivierung der Automatik-Schaltung #### ############################################# define at_AussenDunkelManuellAn at *16:00:00 set du_AussenDunkelManuell on #### Deaktivierung der Automatik-Schaltung #### ############################################### define not_AussenDunkelAuto notify Wz.Licht:off {fhem ("set du_AussenDunkelManuell off") if (ReadingsVal("du_AussenDunkelManuell","state","") eq "on")} #### Programmablauf: Auto-Licht bei Dunkelheit & TV-OnScreen-Info #### ###################################################################### define not_Bewegungsmelder1_Aussendunkel notify Bewegungsmelder1:motion {fhem ("set Wz.TvReceiver showText Beleuchtung wird aktiviert set Wz.Licht on") if (ReadingsVal("Wz.TvReceiver","state","") eq "on" && ReadingsVal("du_AussenDunkelManuell","state","") eq "on" && ReadingsVal("Bewegungsmelder1","brightness",0) < 40 && ReadingsVal("Wz.Licht","state","") eq "off")} Zunächst wird ein Dummy erstellt („du_AussenDunkelManuell“), mit dessen Hilfe die Automatik-Schaltung nur dann einsetzt, wenn dies auch durch den Nutzer so gewünscht ist. Schaltet der Anwender die Beleuchtung nämlich absichtlich aus (z.B. Kino-Ambiente), dann soll diese auch aus bleiben und nicht bei erneuter Bewegung wieder angehen. Als Zweites wird dieser Dummy und damit die Automatik-Schaltung täglich vor Anbruch der Dunkelheit (hier 16:00 Uhr) durch die Nutzung eines „at“-Befehls aktiviert. Die Deaktivierung wird im dritten Schritt durch das manuelle Ausschalten des Lichtes umgesetzt. Im vierten Schritt erfolgt der eigentliche Programmablauf, nämlich das automatische Aktivieren des Lichtes bei Dunkelheit und die Benachrichtigung darüber auf dem TV-Gerät in Form eines "notify" (FHEM-Element zum Starten von Abläufen durch eintretende Ereignisse). Auf Basis eines HomeMatic-Bewegungsmelders (Affiliate-Link) (HM-Sec-MDIR) soll die automatische Lichtsteuerung (inkl. Infonachricht auf dem TV) nur dann erfolgen, wenn sich auch tatsächlich Personen im Raum befinden. Das Programm reagiert auf eine erkannte Bewegung des „Bewegungsmelder1“ und informiert dann zunächst den Nutzer auf dem TV-Gerät mit Hilfe des „showText“-Befehls und schaltet anschließend die Beleuchtung (Wz.Licht) mit einem HomeMatic Zwischenstecker mit Leistungsmessung (Affiliate-Link) an, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: es wird TV gesehen (Status der VuPlus Solo2 (Affiliate-Link) "Wz.TvReceiver" ist "on") (der Dummy für) die Automatik-Schaltung ist aktiviert (Status von "duAussenDunkelManuell" ist "on") die Helligkeit (gemessen vom HomeMatic-Bewegungsmelders HM-Sec-MDIR (Affiliate-Link)) unterschreitet ein gewisses Level, hier: 40 die Beleuchtung ist noch nicht aktiviert (Status des HomeMatic Zwischenstecker mit Leistungsmessung (Affiliate-Link) "Wz.Licht" ist "off") Treffen alle Bedingungen zu, so wird bei erkannter Bewegung und entsprechender Helligkeit die Beleuchtung aktiviert und zunächst darüber auf dem TV-Gerät informiert. Eine weitere sinnvolle Verwendung ist beispielsweise die On-Screen-Benachrichtigung über einen erfolgreich durchgeführten Waschgang der Waschmaschine (inkl. entstandener Kosten) mit Hilfe einer leistungsmessenden HomeMatic Funk-Steckdose (HM-ES-PMSw1-Pl) (Affiliate-Link), wie in diesem Artikel beschrieben. Status-Wert des TV-Receivers für Hausautomation-Abläufe nutzen Im Modul ENIGMA2 stehen neben den Bedienfunktionen auch weitere Features zur Verfügung, die unterschiedliche Werte der eines Enigma2-Receivers wie der VuPlus Solo2 (Affiliate-Link) liefern. Darunter sind in den von FHEM sog. "Readings" neben dem aktuellen TV-Kanal, dem Status der Box oder dem Titel der laufenden Sendung auch Informationen zu Signalstärke und Bildfehlerrate zu finden. Diese können genutzt werden, um verschiedene Abläufe zu erstellen. Beispiel: Push-Meldung aufs Smartphone bei schlechtem TV-Signal Ein weiteres Szenario könnte erstellt werden, indem man eine Push-Mitteilung auf sein Smartphone erhält, sobald die Signalstärke des TV-Empfangs abnimmt. Dies kann ein Anzeichen für eine Störung oder bei SAT-Empfang aber auch über ein annäherndes Gewitter sein. Dafür werden folgende Komponenten benötigt: FHEM entweder auf einem Raspberry Pi (Model B) (Affiliate-Link) oder einer FritzBox (7390) (Affiliate-Link) Kommunikationsgateway zu Aktoren und Sensoren (z.B. HomeMatic LAN-Adapter (Affiliate-Link)) Enigma2-Receiver VuPlus (Affiliate-Link) (z.B. VuPlus Solo2 (Affiliate-Link)) oder Dreambox (Affiliate-Link) Smartphone mit App "Pushover" und konfiguriertem Pushover-Account [app 506088175] #### Änderung der Signalstärke löst Event aus #### ################################################## attr Wz.TvReceiver event-on-change-reading snrdb #### Dummy für die Schwellwerte-Benachrichtigung #### ##################################################### define du_Signalstaerke Dummy attr du_Signalstaerke event-on-change-reading state #### Setzt den Dummy auf "schlecht" #### ############################################################# define not_SignalstaerkeSchlecht notify Wz.TvReceiver {fhem("set du_Signalstaerke schlecht") if (ReadingsVal("Wz.TvReceiver","snrdb",0) < 70 && ReadingsVal("Wz.TvReceiver","state","") eq "on")} #### Setzt den Dummy auf "gut" #### ###################################### define not_SignalstaerkeGut notify Wz.TvReceiver {fhem("set du_Signalstaerke gut") if (ReadingsVal("Wz.TvReceiver","snrdb",0) > 75)} #### Programmablauf: Push-Mitteilung bei schlechtem/gutem Tv-Signal #### ################################################################## define not_Wz.TvReceiver_Signalstaerke notify du_Signalstaerke {system ("curl -s -F 'token=agxNg2gv2XEEoqhh2KQNwsSc7MVGTv' -F 'user=ut3cdyc3i0v7wpmBsgGa1ah2h58pkn' -F 'message=WohnzimmernSignalstärke ist %' https://api.pushover.net/1/messages.json")} Zu Beginn wird definiert, dass lediglich die Änderung der Signalstärke („snrdb“) ein „Event“ auslöst, welches die Push-Mitteilung auf das Smartphone antriggert. Anschließend wird eine Push-Mitteilung an das Smartphone gesendet (system-Befehl inkl. dem individuell Nutzernamen (user) und Pushover-Token, die man bei Pushover als registrierter Kunde erhält), wenn der Signalstärke-Wert kleiner als 70 ausfällt (bzw. wieder über 75 ansteigt) und die VuPlus Solo2 (Affiliate-Link) angeschaltet ist ("ReadingsVal("Wz.TvReceiver","state","") eq "on""). Der Dummy wird verwendet, um mehrfach-Benachrichtigungen zu vermeiden. Weitere Informationen zum Enigma2-Plugin sind in der FHEM reference verfügbar. Aus meinem täglichen Leben Die VuPlus Solo2 (Affiliate-Link) nutze ich täglich, sei es für Live-TV oder zum Aufnehmen von TV-Inhalten. Die Einbindung in meine Hausautomation ermöglicht dabei tolle neue Funktionen, von denen ich oben zwei als Beispiel angeführt habe. Das Auslesen der Statuswerte der VuPlus Solo2 (Affiliate-Link) kann für so viele weitere Zwecke verwendet werden. Wie oben bereits kurz angedeutet, kann bei SAT-Empang hiermit tatsächlich eine Art "Gewitter"-Melder konstruiert werden. Ein anderes Beispiel, welches die Steuerung der VuPlus Solo2 (Affiliate-Link) angeht, ist das Muten der TV-Lautstärke, sobald ein Anruf eingeht, der vom Telefongerät aus dem selben Zimmer wie der TV entgegengenommen wird. Es sind also zahlreiche Szenarien denkbar, die eine Hausautomation-Einbindung Enigma2-basierter Receiver wie VuPlus (Affiliate-Link) (z.B. VuPlus S (Affiliate-Link)olo2 (Affiliate-Link)) oder Dreambox (Affiliate-Link) sinnvoll machen. ### Die HUE-Alternative: Preiswert die Lichtstimmung im Smart Home pimpen! Die intelligenten Lichtprodukte von Philips (HUE und Friends of HUE) sind dazu gedacht, das Zuhause mit verschiedenen Lichteffekten und toller Lichtstimmung schöner zu machen. Der Clou dieser Produkte ist, dass Lichtfarbe, -helligkeit und -intensität sich bei besonderen Ereignissen ändern. Um dies zu ermöglichen, sind alle HUE-Produkte mit Konnektivität in Form einer WiFi-Anbindung ausgestattet, was sie zu so genannten "Connected Bulbs" macht. Leider sind die einzelnen HUE-Produkte sehr kostspielig (Affiliate-Link). Doch tolle Licht-Szenarien mit "Connected Bulbs" gehen auch anders und preiswerter, ohne dabei auf Funktionalität verzichten zu müssen. Mit diesem WiFi-LED-Controller (Affiliate-Link) bekommt auch dein Smart Home ein elegantes Lichtdesign zum kleinen Preis. In der Zwischenzeit haben wir bereits weitere Controller getestet, die als HUE-Alternative in Frage kommen. Der hier beschriebene LW12 ist zusammen mit dem LD382 die preiswerteste Variante. RGBW Stripes, also Leuchtstreifen, die eine zusätzliche kalt- oder warmweiße LED besitzen, können mit den in den folgenden Artikeln beschriebenen Controllern genutzt werden. Milight Controller: Die nächste HUE-Alternative: warmweiße LED-Stripes im Smart Home steuern LD382 Controller: Die beste Alternative zu HUE – in wenigen Schritten zum individuellen Lichtszenario WiFi-LED-Controller LW12 Der WiFi-LED-Controller LW12 (Affiliate-Link) gehört zur Produktkategorie, die hier auf meintechblog.de im Normalfall keine Beachtung findet: China-Ware. Doch das Noname-Fabrikat hat sich im Test als ein akzeptables Substitut für Philips' "Friends of HUE Lightstrips" erwiesen. Während das Markenprodukt einzeln für 89 € und im Starter-Kit (inkl. der unbedingt notwendigen HUE-Bridge) für 199 € (Affiliate-Link) zu kaufen ist, kostet der LED-Controller LW12 (Affiliate-Link) einzeln nur knapp 25 €. Er funktioniert mit jedem gängigen LED Stripe (z.B. 5m LED RGB Stripe Komplett (Affiliate-Link)). Durch die Verwendung des LW12 und der verfügbaren Smartphone-App für Android und iPhone (LED MAGIC COLOR) sind folgende Funktionen möglich: WiFi-basiertes Fernsteuern des LED-Strips per Smartphone: An/Aus, Farbe, Helligkeit Music-Mode: Licht-Visualisierung abgespielter Musiktitel Vorprogrammierte Farbverlaufprogramme Im Lieferumfang des WiFi-RGB-LED-Controllers sind neben dem Gerät noch die WiFi-Antenne und eine Einrichtungsanleitung auf Englisch enthalten. Die Android-App ist hier erhältlich, die iOS-Verison im Link unten. LED Magic Color (App-Store-Link) Was viele treue meintechblog-Leser freuen wird: der Controller lässt sich auch komplett aus FHEM heraus bedienen. Dazu weiter unten mehr. Hardware-Setup und Einrichten des LW12 mit dem Smartphone Der LED-Controller an sich ist lediglich die Regeleinheit, die an eine Stromversorgung angeschlossen wird und ein RGB-LED-Stripe steuern kann. Erwirbt man einen LED-Streifen wie diesen hier (Affiliate-Link), so wird also der vorhandene Infrarot-Controller aus dem Set einfach durch den LW12 als WiFi-Controller ersetzt. Um dies zu bewerkstelligen, verfügt der WiFi-Controller an seinen beiden Enden über Anschlussklemmen. Einerseits handelt es sich dabei um vier Klemmen für den LED Stripe und andererseits um zwei Anschlussklemmen für die Stromversorgung. Daher werden zu Beginn die vier Anschlussleitungen des LED-Streifens verbunden: R, G, B und V+. Der Anschluss funktioniert wie bei einer Lüsterklemme. Das Netzteil des LED-Streifens wird mit den beiden anderen Klemmen des LW12 LED-Controllers verbunden. Jetzt ist dieser bereits einsatzfähig und hat den "alten" Infrarot-Controller ersetzt. Nach dem Zuführen einer Stromversorgung gilt es, sein Smartphone mit der oben genannten App zur Hand zu nehmen. Der LW12 erzeugt einen WLAN-Hotspot, auf den man sich zunächst mit dem Smartphone verbindet. Der Zugangsschlüssel lautet "88888888". Nach dem Öffnen der App "LED Magic Color" wird das neue Gerät durch den Scan gefunden. In den "Device Settings" (Haken hinter dem gefunden Controller und dann links oben auf Settings) wird nun alles vorbereitet, damit der WiFi-LED-Controller auch im heimischen WLAN einwandfrei funktioniert. Hierfür wird die Option "Link to Wireless Router" aktiviert und nach einem in der App stattfindenden Scan das eigene WLAN ausgewählt. Nach Eingabe des WLAN-Schlüssels und einem abschließenden "Confirm" ist der neue Controller im WLAN verfügbar und die Verbindung mit dem Hotspot kann wieder getrennt werden. Der LW12 sollte nun innerhalb der App auch im eigenen WLAN  gefunden werden. Zeit für erste Farbspiel-Versuche! Der WiFi-LED-Controller steht nun zur Verwendung bereit. Hausautomation-Fans erfahren im nächsten Abschnitt, wie der LW12 mit FHEM in ein Smart Home eingebunden werden kann. Den WiFi-LED-Controller mit FHEM in das Smart Home integrieren Für "Noname"-"Connected Bulbs" gibt es aktuell ein Beta-Modul zur Integration derartiger Produkte in den Hausautomation-Server FHEM. Eine funktionierende Version für den LW12 kann im FHEM-Forum gefunden oder auch direkt hier heruntergeladen werden. Nach dem Entpacken der Zip-Datei wird die darin enthaltene "32_WifiLight.pm" auf den FHEM-Server verschoben. Für Nutzer eines Raspberry Pi (Affiliate-Link) wird die Datei in den Ordner "/opt/fhem/FHEM" verschoben. Dies funktioniert beispielsweise mit einer SFTP-Verbindung auf den RPI mit Hilfe des Tools FileZilla, welches sowohl für Mac OSX, als auch für Windows verfügbar ist. Update: User Dominik hat darauf hingewiesen, dass das Modul auch mittels des FHEM-Befehls update force https://raw.githubusercontent.com/herrmannj/wifilight/master/controls_wifilight.txt installiert werden kann. Nachdem die Datei abgelegt wurde, sollte FHEM mit Hilfe des FHEM-Konsolenbefehls shutdown restart neugestartet werden. Anschließend kann mit Hilfe des folgenden Code-Schnipsels der jeweilige WiFi-LED-Controller in FHEM eingebunden werden. Dafür wird lediglich die IP-Adresse benötigt. Diese kann man herausfinden, indem man z.B. in der FritzBox nachsieht oder einen Lan-Scanner verwendet. Im vorliegenden Beispiel ist die IP-Adresse 192.168.178.72. Sie muss individuell an die Eigene angepasst werden, damit FHEM den Controller findet. define TvBacklight WifiLight RGB LW12:192.168.178.72 Im Anschluss werden noch folgende Attribute vergeben: attr TvBacklight webCmd RGB attr TvBacklight widgetOverride RGB:colorpicker,RGB Anschließend kann auch mit dem FHEM-Interface eine Bedienung vorgenommen werden. Die Einbindung in FHEM bringt natürlich noch einmal einige Vorteile gegenüber dem Stand-Alone-Betrieb. So kann etwa die Beleuchtung durch den LED-Controller abhängig von unterschiedlichsten Ereignissen geändert werden: Anwesenheit von Personen und deren farbliche Vorlieben Eintreten von Dunkelheit Events wie eingehende Email-Nachrichten  (z.B. kurzes rotes Blinken) etc. Ein Betrieb mit FHEM ist daher äußerst sinnvoll und erweitert den Funktionsumfang des WiFi-LED-Controllers LW12 derart, dass das Markenprodukt von Philips in diesem Vergleich den Kürzeren ziehen würde. Aus meinem täglichen Leben Die LED-Stripes sind ein Garant für tolle Lichtstimmung im Zuhause. Egal ob als "Unterleuchtung" (z.B. von Möbelstücken) oder "Hinterleuchtung" (z.B. des TV-Gerätes) sorgen sie für ein angenehmes Ambiente. Was es seit langer Zeit schon per Infrarot gab, geht jetzt dank des LW12 auch mit dem Smartphone und komplett ohne wahrnehmbare Verzögerung. Ich habe schon lange mit den HUE "Friends of HUE Lightstrips" (Affiliate-Link) geliebäugelt und bin umso glücklicher, dass ich mit dem LW12 eine absolut konkurrenzfähige Alternative zu einem Bruchteil des Preises gefunden habe. Auch wenn Verarbeitung des Plastikgehäuses und Optik sicherlich keinen Preis gewinnen werden, ist der WiFi-LED-RGB-Controller LW12 (Affiliate-Link) für mich eine echte Bereicherung! Weitere Controller im Test: Milight Controller: Die nächste HUE-Alternative: warmweiße LED-Stripes im Smart Home steuern LD382 Controller: Die beste Alternative zu HUE – in wenigen Schritten zum individuellen Lichtszenario ### Stromverbrauch unter Kontrolle: Einzelne Räume und Haushaltsgroßgeräte im Blick Eine funktionierende Hausautomation beinhaltet zwangsläufig ein Tracking des Stromverbrauches eines oder mehrerer Geräte. Bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern ist diese Funktion jedoch oft schwer umsetzbar, wenn es um Verbraucher geht, die sich in separaten aber zur Wohnung gehörenden Räumen befinden (z.B. die Waschmaschine im Hauswirtschaftsraum). Solche Verbraucher mit Funklösungen in eine bestehende Hausautomation einzubinden, ist zwecks Reichweite häufig nicht möglich. Der Sicherungskasten als Dreh- und Angelpunkt sämtlicher Installationsleitungen, also auch von Verbrauchern in außerhalb der Wohnung liegenden Räumen, bietet in diesen Fällen eine Alternative. Mit Hilfe der Energiemessstelle ELV EM 1000-HSM (Affiliate-Link) im Sicherungskasten, kann der Verbrauch eines gesamten Sicherungszweiges (z.B. des separaten Kellerraumes oder jedes anderen einzelnen Raumes) aufgezeichnet werden. Was kann die Energiemessstelle? Die ELV EM 1000-HSM ist eine Energiemessstelle (Affiliate-Link), mit deren Hilfe der Verbrauch eines gesamten Sicherungszweiges getrackt und ausgewertet werden kann. Die Messstelle wird auf der Hutschiene im Sicherungskasten aufgesteckt und hinter der Sicherung in den Stromkreis eingebunden. Die erfassten Werte werden per Funk auf 868 MHz z.B. an einen CUL übertragen. Die Lastgrenze der Energiemessstelle liegt bei 16 A. Wie findet man aber heraus, ob der Sicherungszweig, den man mit der Energiemessstelle überwachen möchte, die Lastgrenze nicht überschreitet? Ganz einfach! Hat die Sicherung des Zweiges einen höheren Wert als 16 A, sollte das Gerät nicht verwendet werden! Wie wird die Energiemessstelle im Sicherungskasten montiert? Die Installation der ELV EM 1000-HSM Energiemessstelle (Affiliate-Link) erfordert den Eingriff in die Verkabelung im Sicherungskasten, was nicht schwierig ist, aber unbedingt mit äußerster Vorsicht erfolgen muss. Daher vorab der Hinweis: Beim Arbeiten an Elektro-Installationen besteht Lebensgefahr! Arbeiten sollen und dürfen nur von zertifiziertem Fachpersonal ausgeführt werden. Meintechblog.de übernimmt keine Haftung für die hier aufgeführten Hinweise und Erläuterungen. Wie wird das Gerät also schließlich montiert? Das Schaubild rechts hilft! Im Endeffekt wird die ELV EM 1000-HSM Energiemessstelle (Affiliate-Link) zwischen beiden Bestandteilen des Stromkreises, also der stromführenden Phase (L) und dem Neutralleiter (N), platziert. Die folgende textuelle Beschreibung hilft, die Anschlussskizze zu verstehen. 1. Schritt: Zunächst wird die Sicherung des Zweiges abgeschaltet! Es wird ausschließlich hinter der abgeschalteten Sicherung gearbeitet! Die Ausgangslage sieht vor, dass die Phase (L) durch die Sicherung hindurch läuft. Im ersten Schritt (I) wird das Leitungsende, welches aus der Sicherung heraus führt (bitte die Richtung im Einzelfall prüfen), aus der Sicherung herausgelöst und in den Steckplatz L (1.5) der Energiemesstelle gesteckt. Mit einer zusätzlichen Leitung ("neu"), die man bestenfalls aus einer Mantelleitung entnimmt (z.B. Kopp Mantelleitung NYM-J, 3 x 1.5 mm2 (Affiliate-Link)), wird das nun leere Ausgangsende der Sicherung mit dem Steckplatz L (1.8) der EM 1000-HSM verbunden. 2. Schritt: Im zweiten Schritt wird die Verbindung mit dem Neutralleiter (N) hergestellt. Über diesen erfolgt bei der EM 1000-HSM auch die Messung der Leistung. Hierfür wird der Neutralleiter des Sicherungszweiges (meistens blau, aber dafür keine Garantie), welcher mit der Neutralleiter-Leiste im Sicherungskasen verbunden ist, dort gelöst und in den Steckplatz N (1.1) der Energiemessstelle gelegt. Mit einer neuen Leitung, z.B. aus einer Kopp Mantelleitung NYM-J, 3 x 1.5 mm2 (Affiliate-Link), wird die Verbindung zwischen EM 1000-HSM (N, Steckplatz 1.4) und der Neutralleiter-Leiste im Sicherungskasten wieder geschlossen. Was schwierig erschien, war eigentlich vom Ablauf her sehr einfach. Zusammenfassend werden also sowohl L (aus der Sicherung), als auch N über einen Umweg durch die ELV EM 1000-HSM Energiemessstelle (Affiliate-Link) hindurchgeführt. Schließlich kann die Sicherung wieder aktiviert werden. Die Energiemessstelle sendet nun erstmals ein Lebenszeichen. Wie kann der Stromverbrauch in der Hausautomation ausgewertet werden? Der Schlüssel zum Erfolg bei der Einbindung der ELV EM 1000-HSM Energiemessstelle (Affiliate-Link) in eine Hausautomation-Lösung ist die Nutzung von FHEM als Hausautomation-Server (z.B. auf einem Raspberry Pi (Affiliate-Link)) in Verbindung mit einem CUL-Funk-Transceiver (mehr Infos hier). Per 868 MHz-Funk werden die erfassten Werte an die Hausautomation-Software übertragen. Bei aktivem "autocreate" wird die Hutschienen-Energiemessstelle automatisch in FHEM angelegt. Ein Eintrag in der fhem.cfg sieht beispielsweise wie folgt aus: define Ke.Waschmaschine CUL_EM 5 attr Ke.Waschmaschine IODev CUL_0 attr Ke.Waschmaschine model EMEM attr Ke.Waschmaschine room Keller define FileLog_Ke.Waschmaschine FileLog ./log/Ke.Waschmaschine-%Y.log Ke.Waschmaschine:CNT.* attr FileLog_Ke.Waschmaschine fm_type [{"title":"Energy","id":"graph-power","min":"0","max":"auto:10","col":"7f7f00","h":3}] attr FileLog_Ke.Waschmaschine logtype power8:Power,text attr FileLog_Ke.Waschmaschine room Keller define SVG_0 SVG FileLog_CUL_EM_5:power8:CURRENT define SVG_Ke.Waschmaschine SVG FileLog_Ke.Waschmaschine:SVG_1:CURRENT attr SVG_Ke.Waschmaschine room Keller Die ELV EM 1000-HSM Energiemessstelle (Affiliate-Link) sendet allerdings nur alle 5 Minuten ihre erfassten Werte. Daher ist die Interpretation zunächst ein wenig undurchsichtig. Der 5MIN-Wert ("current") ist ein errechneter Durchschnittswert für die letzten 5 Minuten. "20 Watt" muss dabei nicht zwangsläufig heißen, dass ein 20 Watt-Verbraucher 5 Minuten lang aktiv war. In Minute 1-4 könnte auch kein Strom verbraucht worden sein und in der letzten Minute des 5 Minuten-Intervalls wurde eine 100 Watt-Glühbirne angeschaltet. Im Schnitt ergibt das 20 Watt. Wie gut, dass die ELV EM 1000-HSM Energiemessstelle (Affiliate-Link) auch die Lastspitzen ("peak") für das jeweilige Intervall mitliefert. Beide Werte zusammen lassen sich in FHEM sehr schön visualisieren. Wie überwache ich mit der Energiemessstelle meine Waschmaschine? Um mit der ELV EM 1000-HSM Energiemessstelle (Affiliate-Link) gewisse Verbraucher zu überwachen und z.B. Pushmitteilungen damit auszulösen, kann wie folgt vorgegangen werden. Vorausgesetzt, die Waschmaschine im Keller ist ein eigenständiger Sicherungszweig, der in FHEM den Namen "Ke.Waschmaschine" erhalten hat, kann zunächst ein "dummy" angelegt werden, in den ein einfacher "An/Aus"-Wert geschrieben wird, je nach dem, ob die Waschmaschine gerade an oder aus ist. In der Kommandozeile von FHEM am oberen Bildrand wird folgender Befehl abgesetzt: define du_WaschmaschineStatus dummy attr du_WaschmaschineStatus room Keller Anschließend erfolgt der Programmablauf, um diesem Dummy den "An"-Status zu vergeben. Dieser wird aber nur dann in den Dummy geschrieben, wenn die Waschmaschine in einem gemessenen Intervall einen Verbrauch von über 1kW (=100) hat und zu diesem Zeitpunkt noch nicht an war. define not_WaschmaschineAn notify Ke.Waschmaschine {fhem ("set du_WaschmaschineStatus on")if ReadingsVal("Ke.Waschmaschine","current_cnt","") > 100 && Value("du_WaschmaschineStatus") ne "on"} attr not_WaschmaschineAn room Keller Schließlich soll auch der "Aus"-Status in den Dummy geschrieben werden. Dieser soll daran erkannt werden, dass der Verbrauch auf ein Grundlevel gesunken ist (hier: 10 Watt = 1), die Waschmaschine bisher an war und seit dem Anschalten auch mindestens die Dauer einer Stunde vergangen ist (=3600 Sekunden). Dies rührt daher, dass mein Waschprogramm meist irgendwann zwischen der 30. und der 45. Minute kurz eine Pause einlegt. An dieser Stelle sinkt der Verbrauch auf den Mindestwert, das Programm ist aber noch nicht abgeschlossen. Hier soll also noch keine Benachrichtigung erfolgen. Um diese Werte individuell anzupassen, sollte man empfehlenswerterweise ein bis zwei Waschgänge im Filelog der ELV EM 1000-HSM Energiemessstelle (Affiliate-Link) analysieren. Der fertige Programmablauf sieht dann wie folgt aus: define not_WaschmaschineAus notify Ke.Waschmaschine {fhem ("set du_WaschmaschineStatus off")if (ReadingsVal("Ke.Waschmaschine","current_cnt","") <= 1 && Value("du_WaschmaschineStatus") ne "off" && (time-time_str2num(ReadingsTimestamp("du_WaschmaschineStatus","state",""))>3600))} attr not_WaschmaschineAus room Keller Das im letzten Programmablauf erstellte Ausschalten des Dummies kann als Startevent für unterschiedliche Aktionen verwendet werden. Das Umschalten des Dummies auf den Status "off" kann beispielsweise in einem Notify für das Versenden einer Pushmitteilung genutzt werden. Hierfür wird ein Pushover-Account benötigt. Ist dieser einmal eingerichtet, werden Token und User entsprechend im Code unten ausgetauscht: define not_WaschmaschineFertigPush notify du_WaschmaschineStatus:off { system ("curl -s -F 'token=5a4uA61Gz2Jw9GAH2tePRyGJw3w3hz' -F 'user=u47f0UNRGFbQUSmcxXjfpvQWJl9d93' -F 'message=KellernWaschmaschine ist fertig' https://api.pushover.net/1/messages.json") Wie ich im obigen Beispiel schon beschrieben habe, nutze ich eine ELV EM 1000-HSM Energiemessstelle (Affiliate-Link) zum Tracken des Stromverbrauchs meiner Waschmaschine im Keller. Zunächst war ich von den nur alle 5 Minuten gelieferten Statuswerten nicht sehr begeistert, habe aber mittlerweile festgestellt, dass dies keinen Nachteil darstellt. Der tatsächliche Energieverbrauch wird durch den errechneten Durchschnittswert nicht verfälscht und die mitgefunkten "peak"-Werte liefern Informationen über die Lastspitzen. Vor allem für Verbraucher in Räumen außerhalb der Wohnung ist die Messstelle ideal geeignet. Ein klasse Einsatzzweck ist außerdem die Überwachung ganzer einzelner Räume (Arbeitszimmer, Schlafzimmer, Wohnzimmer, etc.). Der gesamte Stromverbrauch einer 3-Zimmer-Wohnung lässt sich so mit relativ wenigen Messstellen komplett überwachen. Fazit: Die ELV EM 1000-HSM Energiemessstelle (Affiliate-Link) ist für mich ein wichtiger Bestandteil in meinem Smart Home geworden, den ich jedem nur empfehlen kann! Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="69" identifier="B008PT4GGC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41h0dWmbv8L.SL1102.jpg" tag="meintechblog-140505-21" width="110"]   ### Intel NUC als Smart Home-Server - FHEM on steroids Viele FHEM-Nutzer setzen zum Betrieb ihres Smart Home-Servers wahrscheinlich vorzugsweise eine Fritzbox oder einen Raspberry Pi ein. Das ist naheliegend, da entweder bereits vorhandene Hardware (Fritzbox) genutzt bzw. günstig zusätzliche Hardware (RPI) erworben werden kann und der zusätzliche Stromverbrauch solcher Geräte für den Betrieb des FHEM-Servers kaum ins Gewicht fällt. Wer jedoch über die Zeit eine Vielzahl an Devices, Dummies und Watchdogs in FHEM eingebunden hat, wird irgendwann feststellen, dass das System immer träger reagiert und ein vollzogener Schaltvorgang manchmal bis zu einige Sekunden bis zur tatsächlichen Ausführung auf sich warten lässt. Um dieses Problem zu adressieren, wird nachfolgend in einem Howto erklärt, wie der FHEM-Server auf einem wesentlich leistungsstärkeren, preislich noch moderaten und trotzdem stromsparenden Intel NUC eingerichtet werden kann. Intel NUC - Der perfekte FHEM-Server unter 200 Euro Als Hardwareplattform soll der Intel NUC DN2820FYKH0 (Affiliate-Link) mit Intel Celeron-Prozessor eingesetzt werden. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="200" identifier="B00I3W78SO" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B00I3W78SO.gif" tag="meintechblog-140503-21" target="_blank" rel="nofollow"> Dieser ist kaum größer als ein RPI, flüsterleise, benötigt im Idle-Betrieb gerade einmal 6 Watt bzw. mit FHEM im Dauerbetrieb im Schnitt knapp 7 Watt (ein RPI benötigt im Vergleich ca. 3 Watt), hat WLan und Bluetooth bereits standardmäßig mit an Bord und kostet zusammen mit den noch notwendigen 2 GB Arbeitsspeicher (Affiliate-Link) sowie einer 60 GB Kingston SATA-SSD (Affiliate-Link) insgesamt weniger als 200 Euro. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="200" identifier="B00A35X6GM" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B00A35X6GM.gif" tag="meintechblog-140503-21" target="_blank" rel="nofollow"> Zugegeben, ein komplett konfigurierter RPI, wie er im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten beschrieben ist, kostet weniger als die Hälfte, bietet aber eben auch nur einen Bruchteil der Leistung und kommt bei einer umfangreichen FHEM-Konfiguration schneller an seine Grenzen. Der Einbau von Arbeitsspeicher und SSD im Intel NUC ist auch für Anfänger relativ schnell bewerkstelligt (bebilderte Installationsanleitung liegt bei) und benötigt insgesamt kein großes Vorwissen. Mit einem Schraubendreher werden die vier Schrauben an der Unterseite des NUC gelockert und das Gehäuseunterteil entfernt. Die Festplattenhalterung kann mit etwas Gefühl angehoben werden, wodurch das darunterliegende Mainboard zum Vorschein kommt. Dort ist der Arbeitsspeicher beheimatet. Es steht ein Slot zur Verfügung, d.h. es kann maximal ein Stick mit bis zu 8 GB installiert werden, 2 GB reichen aber meistens auch aus. Hier bieten sich die Module von Crucial, wie der CT102464BF160B Arbeitsspeicher 8GB bzw. der CT25664BF160B Arbeitsspeicher 2GB  an. einfach eingeklickt werden. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="161" identifier="B005LDLP8W" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/affiliate/B005LDLP8W.gif" tag="meintechblog-140503-21" target="_blank" rel="nofollow"> Zum Schluss wird die Festplattenhalterung dann wieder in Position gebracht und mit der SSD bestückt. Ubuntu Server auf dem Intel NUC installieren Auf dem RPI gibt es mit wheezy eine fertige Softwareumgebung, die einfach auf eine SD-Karte gepackt werden kann und sofort startklar ist. Auf dem Intel NUC ist das etwas aufwändiger, aber mit nachfolgender Anleitung sicherlich genauso einfach realisierbar. Als erstes wird das aktuelle ISO-Image des Ubuntu Server 14.04.2 LTS heruntergeladen. Um dieses auf einen mind 1 GB großen USB-Stick (Affiliate-Link) zu bekommen, wird die kostenfreie Software UNetbootin genutzt. Diese ist sowohl für OSX, als auch für Windows verfügbar. Hier einfach "Diskimage" auswählen und den Pfad zum gerade heruntergeladenen Ubuntu-Image angeben. Unter "Drive" sollte dann automatisch der USB-Stick erkannt und vorausgewählt werden, sofern er bereits vor dem Programmstart in den Rechner eingesteckt wurde. Dann noch mit "OK" bestätigen und einige Minuten warten, bis das Image auf den Stick geladen wird. Nun geht es an das Installieren von Ubuntu Server auf dem Intel NUC. Dieser muss dafür an einen Monitor angeschlossen und mit einer Tastatur bestückt werden. Eine Internetverbindung per LAN-Anschluss ist zudem empfehlenswert, da bei der Installation dann gleich u.U. wichtige Updates heruntergeladen werden können und eine Netzwerkadresse (per DHCP) zugewiesen werden kann. Ist der Intel NUC gestartet worden, gelangt man mit einem sofortigen Druck der F10-Taste in das Boot-Menü, in welchem der USB-Stick als Bootdevice ausgewählt wird. Daraufhin sollte die Option "Install Ubuntu Server" erscheinen, mit welcher das gut geführte Installationsmenü durchlaufen werden kann. Darauf will ich hier bis auf einen Punkt nicht genauer eingehen, da man eigentlich nichts wirklich falsch machen kann, wenn man sich an die angezeigten Informationen und an die Standardsettings hält. Als Benutzername nutze ich dabei "jay" und als Passwort "fhemserver" (kann natürlich jeder selbst vergeben), was später beim Login wieder benötigt wird. Der einzige knifflige Punkt lauert bei der "Softwareauswahl". Hier muss der "OpenSSH server" ausgewählt werden, damit man später per Konsole auf den Intel NUC zugreifen kann. Dabei ist ganz wichtig die Auswahl erst mit der Leertaste zu treffen, damit [*] OpenSSH server angezeigt wird und dann erst mit der Enter-Taste bestätigen. Ist die Installation abgeschlossen, können Monitor und Tastatur abgesteckt und der Intel NUC neugestartet werden. Nun wird die IP-Adresse des Intel NUC benötigt. Diese wird gewöhnlich vom Router (z.B. Fritzbox) per DHCP zugewiesen und kann über das Router-Interface abgefragt werden. Bei der Fritzbox geht man dabei auf http://fritz.box und dann auf Heimnetz. Im nachfolgenden Fall ist 192.168.177.80 die IP-Adresse des Intel NUC. Als nächstes begeben wir uns ins Terminal. Dazu am Mac in die Spotlight-Suche (auf dem Desktop die Lupe oben rechts) "Terminal" eingeben und den entsprechenden Treffer auswählen. Unter Windows kann das Tool PuTTY (Direktdownload) genutzt werden. Mit nachfolgendem Befehl erfolgt der Login auf dem Intel NUC. Dabei Benutzername (hier: jay) und IP austauschen. ssh jay@192.168.177.80 Nach dem Drücken der Enter-Taste kommt eine Abfrage, die mit "yes" -> Enter bestätigt wird. Dann noch das bei der Installation gewählte Passwort eingeben und mit Enter bestätigen. Erhält man den Fehler "Host key verification failed.", muss der Befehl "ssh-keygen -R 192.168.177.80" eingegeben und wiederholt obiger Login-Befehl ausgeführt werden. Um das System auf den aktuellen Stand zu bringen, wird ein komplettes Update durchgeführt, welches je nach Internetanbindung und zu installierender Pakete einige Minuten dauern kann. Im Anschluss werden alle unnötigen Pakte gelöscht und das System automatisch neugestartet. sudo apt-get update && sudo apt-get -y upgrade && sudo apt-get -y autoremove && sudo reboot Nach dem Neustart des RPI erstmal erneut per Terminal einloggen (siehe oberster Befehl) und nachfolgende Befehle absetzen, um alle relevanten Perl-Pakete zu installieren: sudo apt-get -y install perl libdevice-serialport-perl libio-socket-ssl-perl libwww-perl libxml-simple-perl Im Anschluss wird FHEM heruntergeladen und installiert: sudo wget http://fhem.de/fhem-5.5.deb && sudo dpkg -i fhem-5.5.deb Wenn es bereits eine neuere Version gibt, muss der Befehl evtl. verändert werden, sofern er einen Fehler ausspuckt. Die Versionsnummer 5.5 muss dann mit der aktuellen Versionsnummer getauscht werden. Welche Version aktuell ist, erfährt man auf der offiziellen FHEM-Seite unter Downloads. Das richtige Paket lautet dann fhem-x.x.deb. Damit das installierte FHEM die passenden Berechtigungen hat, wird in das FHEM-Installationsverzeichnis gewechselt: cd /opt Jetzt noch die Schreib- und Userrechte hinzufügen (hier den Usernamen "jay" anpassen!): sudo chmod -R a+w fhem && sudo usermod -a -G tty jay && sudo usermod -a -G tty fhem und FHEM läuft jetzt immer (auch nach einem Neustart des Intel NUC). FHEM einrichten bzw. vom RPI umziehen Wie die Neueinrichtung von FHEM weiter verläuft, kann im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten ab dem Gliederungspunkt "Erste Schritte in FHEM" nachgelesen werden. Wer seine alte Konfiguration - z.B. vom RPI - umziehen möchte, kann dies natürlich auch tun. Eine einfache Möglichkeit ist dabei die in FHEM integrierte Backupfunktion zu nutzen, um die bisherigen Settings zu sichern. Dazu wird auf das FHEM-Webinterface der alten FHEM-Installation navigiert und in der FHEM-Konsole "backup" (ohne Anführungszeichen) eingegeben und mit Enter bestätigt. Daraufhin wird eine Meldung "backup done: FHEM-20140503_154142.tar.gz (10477436 Bytes)" angezeigt. Um an das Backup zu gelangen, greift man z.B. per FileZilla unter Angabe der Verbindungart "SFTP - SSH File Transfer Protocol" auf seinen RPI unter Angabe der für den Terminalzugang notwendigen Daten Benutzername und Passwort zu (hier die IP 192.168.177.56). Im Ordner /opt/fhem/backup/ sollte dann das Backup anzutreffen sein und auf den PC kopiert werden können. Die Backupdatei kopiert man dann analog per FileZilla zurück auf den Intel NUC in das Verzeichnis /opt/fhem/backup/ (muss erst erstellt werden). Um das Backup abschließend zurückzuspielen, wird erst das laufende FHEM mit dem Befehl invoke-rc.d fhem stop beendet und mit dem Befehl sudo tar -xvzf /opt/fhem/backup/FHEM-20140503_154142.tar.gz -C /opt/fhem/ wird das Backup auf dem Intel NUC automatisch in das passende Verzeichnis entpackt. Danach wird mit invoke-rc.d fhem start FHEM wieder gestartet und sollte nun erfolgreich umgezogen sein. Wer bspw. einen CUL-Stick per USB vorher an seinem RPI angeschlossen hatte, kann diesen einfach an den Intel NUC umstecken. Dann nochmal einen Reboot durchführen mit sudo reboot und dann sollte dieser auch in FHEM ohne weiteres Zutun verwendet werden können. Wer jetzt noch das standardmäßig eingebaute Bluetooth bspw. für eine Anwesenheitserkennung nutzen möchte, muss noch folgende Treiber über das Terminal installieren, gefolgt von einem Systemneustart. sudo apt-get install bluetooth bluez-utils blueman && sudo reboot Wie man die Anwesenheitserkennung in FHEM weiter konfigurieren kann, ist im Artikel Howto: Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (Update) ausführlich erklärt. Update vom 03.11.2014: An dieser Stelle sollte man gleich einmal seinen FHEM-Server updaten, da auch bei einer Neuinstallation die Chance sehr groß ist, dass Aktualisierung über das Update manuell eingespielt werden müssen. [poll id="12"] Aus meinem täglichen Leben Seit der Umstellung von einem RPI auf den hier vorgestellten Intel NUC DN2820FYKH0 (Affiliate-Link) reagiert meine FHEM-Installation mit einer Vielzahl an Aktoren und Sensoren wieder super schnell auf Schaltvorgänge, gefühlt trotz der riesigen fhem.cfg sogar noch ein Stück schneller als auf einem "frischen" RPI mit nur einigen Devices. Auch das Speichern von Änderungen einer gut gefüllten fhem.cfg dauert nur einen kurzen Augenblick, vorher waren es locker 10 Sekunden, bis sich das System wieder zurückgemeldet hat. Hier hilft sicher neben der höheren Rechenleistung auch der Geschwindigkeitsvorteil durch die schnelle 60 GB Kingston SATA-SSD (Affiliate-Link). Ein kompletter Neustart des Systems dauert knapp 15 Sekunden, bis FHEM wieder erreichbar ist, auf einem RPI musste ich locker eine Minute und mehr Daumen drehen. Insgesamt hat sich der Wechsel für mich mehr als gelohnt. Wie sind eure Erfahrungen in Sachen Performance? ### In eigener Sache: meintechblog.de wird 3 Jahre Heute vor genau drei Jahren startete meintechblog.de mit dem ersten Howto-Artikel zum Thema iPhone und Googlemail Synchronisation – Missverständnisse und die richtige Einrichtung. Ein erster Post, auf welchen in den nächsten drei Jahren insgesamt 104 weitere Artikel rund um das Themengebiet "Technik" folgen sollten. Viel ist seitdem passiert, verschiedene Technikthemen wurden behandelt und es hat sich gezeigt, dass bestimmte Themengebiete eine besonders hohe Nachfrage besitzen. Insgesamt mehr als 1,3 Millionen Seitenaufrufe später hat sich meintechblog.de dabei zu einer etablierten Website mit wiederkehrenden Besuchern entwickelt. Vielen Dank an dieser Stelle an die treuen Leser! Aber wohin wird die Reise zukünftig gehen? 1.300.000 Seitenaufrufe - Smart Home als Trend Besonders Themen zu Smart Home scheinen dabei schwer im Trend zu liegen. Die Artikel FHEM mit FritzBox 7390 und CUL Stick – Professionelle Hausautomation und FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten (beide jeweils knapp über 130.000 Aufrufe) gehören bisher zu den am meisten aufgerufenen Blogposts. Die Zahl der Seitenaufrufe hat sich durch diverse externe Verlinkungen in der Vergangenheit dramatisch erhöht, insgesamt konnte meintechblog.de bereits mehr als 1,3 Millionen Pageimpressions sammeln, was seit dem "Geburtstermin" pro Tag durchschnittlich knapp 1.200 Aufrufen entspricht. Vergleicht man diese bereits ansehnlichen Zahlen mit denen des letzten Monats (knapp 180.000 Seitenaufrufe - entspricht 5.800 Seitenaufrufe pro Tag), sieht man, wie rasant der Blog in der Zwischenzeit gewachsen ist. Aber nicht nur die reine Anzahl der Pageimpressions ist für mich entscheidend, sondern vielmehr die Tatsache, dass pro Besucher im Schnitt knapp 5 Seiten besucht werden und damit die Absprungrate bei unter 1% liegt. Der Content scheint also glücklicherweise Relevanz zu besitzen. 1.200 Kommentare Die Themen - gerade auch die Howto-Anleitungen - scheinen bei den Lesern im Netz besonders gut anzukommen, was mich wirklich sehr freut. Die eingebaute Kommentarfunktion der einzelnen Artikel wird dabei bereits auch sehr rege genutzt. Rechnerisch über 11 Kommentare pro Blogpost sind dabei im Schnitt geschrieben worden, darunter viel positives Feedback und Nachfragen zu den Blogposts, durch die unter Anderem auch Fehler in den Artikeln nachträglich berichtigt werden konnten. Vielen Dank an dieser Stelle dafür! Die Interaktion mit Lesern ist dabei genau das, was aus meiner Sicht einen Blog ausmacht und weshalb ich mich zu dieser Form entschlossen habe! Das Team = Jörg + Christoph Dabei möchte ich gerade auch Christoph danken, der mich seit Juni 2012 bis dato bereits mit 20 Blogposts tatkräftig beim Bloggen unterstützen konnte. Oftmals entstehen neue Ideen für Artikel beim gemeinsamen Plaudern darüber, welche technischen Neuheiten besonders interessant sein könnten. Wir freuen uns immer darüber, wenn Interessierte unsere Anleitungen Schritt für Schritt durchgehen und schließlich dabei auch ans Ziel gelangen. Aus meinem täglichen Leben Die bisher insgsamt 105 veröffentlichten Blogposts (knapp 3 pro Monat) sollen noch lange nicht das Ende darstellen. Auch in Zukunft sollen auf meintechblog.de viele spannende Technik-Themen aufgegriffen und in Blogposts verpackt werden, um den Lesern bei der Konzeption und Umsetzung von komplexeren Techniklösungen zu helfen. Dabei werden voraussichtlich weiterhin Themen im Bereich Smart bzw. Home Entertainment und Datenmanagement behandelt werden, in denen gerade die Verzahnung verschiedener Geräte und Services - Dreambox, Plex, Fritzbox, Synology-/QNAP-NAS, FHEM, um Einige zu nennen - im Mitelpunkt steht. Oberste Priorität soll dabei weiterhin sein, unabhängig von Interessen Dritter entsprechende Inhalte so zu vermitteln, wie wir es für richtig halten. Wenn notwendig natürlich auch unverschönt und unverblümt. Dabei sollen auch weiterhin keine nervigen Werbebanner auf meintechblog.de zu sehen sein. Das Feedback und die Wünsche unserer Leser sind uns dabei weiterhin sehr wichtig! Wünsche können jederzeit über das Kontaktformular kommuniziert werden, seht es uns aber bitte nach, wenn wir nicht alles selbst umsetzen können. Gefällt dir meintechblog.de und haben dir unsere Howtos bereits weiterhelfen können? Schreib uns deine Meinung in einem Kommentar und verbreite unsere Blogposts bitte in Social Networks! ### Das alte Android-Smartphone als Smart-Home-Security/IP-Cam in FHEM nutzen: Push-Mitteilungen bei erkannter Bewegung Ein wichtiger Aspekt der Hausautomation ist Sicherheit. Meldet ein Sicherheitssensor Gefahr (z.B. Bewegung, Wasser, Rauch etc.), muss eventuell in Sekundenschnelle gehandelt werden. Um die Lage zuhause auch von unterwegs gut einschätzen zu können, empfiehlt es sich, eine IP-Cam, also eine internetfähige Kamera zu nutzen. Alte Android-Smartphones eignen sich als solche IP-Cams besonders gut, da sie kaum noch einen Wert besitzen, aber doch noch teilweise brauchbare Hardware-Elemente verbaut haben (Wifi-Modul, Kamera, etc.). Hier wird daher Schritt für Schritt vorgeführt, wie ein altes Android-Smartphone in eine IP-basierte Wifi-Kamera umgewandelt wird, wie diese in den Hausautomation-Server FHEM eingebunden wird und wie sie den Nutzer beispielsweise bei Bewegung oder anderen Ereignissen aktiv per Push-Mitteilung auf das Smartphone informiert. Altes Android zur IP-Cam umrüsten Die kostenlose App "IP Webcam" im Android-Playstore/Market ermöglicht es, per Webinterface auf die Kamera des Android-Smartphones zuzugreifen. Nach der Installation der App sollten folgende Einstellungen vorgenommen werden: "Prevent going to sleep" aktivieren "Stream on device boot" aktivieren Nach dem Start des Webcamservers auf dem Android-Device wird die IP-Adresse des Servers unten im Bildschirm angezeigt. Der Zugriff erfolgt standardmäßig über einen Webbrowser und den Port 8080 (z.B. http://192.178.178.46:8080). Hier stehen unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten zur Verfügung (z.B. MJPG-Videofeed etc.), von denen je nach Bedarf eine oder mehrere gewählt werden können. Die ordnungsgemäße Funktion kann durch das an die URL angehängte "/shot.jpg" geprüft werden (z.B.192.168.178.46:8080/shot.jpg). Mit einer dauerhaften Stromversorgung ausgestattet, hat man jetzt eine voll funktionsfähige IP-Cam, die in etwa 1-2 Watt Strom verbraucht. IP-Cam in FHEM einbinden Der Open-Source-Hausautomation-Server FHEM, welcher meist auf einem RaspberryPi (Affiliate-Link) betrieben wird, ermöglicht das Erstellen vollindividueller Hausautomation-Abläufe mit Bedingungen und Aktionen, wobei der Hauptvorteil gegenüber anderen Lösungen darin besteht, dass herstellerübergreifend agiert werden kann. Die Integration der IP-Cam wird in zweierlei Schritten vorgenommen. Zunächst wird das Live-Bild in der Raumübersicht eingebunden, bevor anschließend eine funktionale Integration vorgenommen wird, mit der Aktionen im Smart Home ausgelöst werden können. 1. Schritt: Livebild einbinden Die Anzeige des Livebilds in der Raumübersicht wird mit Hilfe eines "weblinks" vorgenommen. In der Command-Zeile von FHEM wird die oben angesprochene URL der IP-Cam in einem iframe eingebunden. Mit dem Attribut "htmlattr" können beispielsweise Breite und Höhe des Frames individuell festgelegt werden. Die IP-Adresse (hier 192.168.178.46) aus dem gezeigten Beispiel muss individuell angepasst werden. define interactive_webcam weblink iframe http://192.168.178.46:8080/shot.jpg attr interactive_webcam htmlattr width="480" height="320" 2. Schritt: Funktionen aktivieren Um sinnvolle Abläufe mit der Kamera kreieren zu können, muss mit des Moduls "IPCAM" noch die Funktionskomponente angelegt werden. define IPCam IPCAM 192.168.178.46:8080 attr IPCam snapshots 3 attr IPCam delay 3 attr IPCam path shot.jpg attr IPCam event-on-update-reading snapshots attr IPCam storage /opt/fhem/FHEM Die erste Zeile verwendet erneut die IP-Adresse der Security-Cam, um die Verbindung herzustellen (auch hier individuell anpassen). Das erste Attribut "snapshots" legt fest, wie viele Bilder im Fall einer Aktivierung durch ein beliebiges Event ausgelöst und gespeichert werden sollen (hier 3). Die Zeit zwischen diesen Aufnahmen wird mit dem "delay"-Wert festgelegt. Schließlich benötigt FHEM noch den Pfad zum Bild auf der IP-Cam, der im vorgestellten Beispiel "shot.jpg" ist. Gespeichert werden die erstellten Bilder im Ordner "/opt/fhem/FHEM". Um später im Push-Mitteilungs-Szenario auf die erstellten Snapshots zugreifen zu können, wird mittels des FHEM-Moduls HTTPSRV ein kleiner, auf FHEM basierender Webserver definiert: define Webserver HTTPSRV jsf /opt/fhem/FHEM Webcam-Bilder Die angefertigten Snapshots können nun unter der URL von FHEM plus "/jsf" gefunden werden (z.B. 192.168.178.51:8083/fhem/jsf/IPCam_snapshot.jpg). 3. Schritt: Abläufe festlegen Nach dem Anlegen von Funktion und Live-Bild, gilt es nun, mit Hilfe von FHEM clevere Hausautomation-Abläufe zu gestalten. Anhand eines Beispiels wird dies hier gezeigt. Im vorgeführten Szenario wird... bei Bewegung (erkannt durch HomeMatic Bewegungsmelder HM-Sec-MDIR (Affiliate-Link)) ein Snapshot durch die IP-Cam erstellt und per Push-Mitteilung auf das Smartphone des Nutzers weitergeleitet, wenn niemand zuhause ist. Hierfür wird dieser Bewegungsmelder (Affiliate-Link) benötigt. Der Hausautomationserver FHEM läuft dabei auf einem RaspberryPi (Affiliate-Link) und ist mittels HomeMatic LAN-Adapter (Affiliate-Link) mit dem Bewegungsmelder verbunden. Diese Verbindung wird durch Drücken der Anlerntaste auf der Rückseite des Bewegungsmelders (Affiliate-Link) und einem Fhem-seitigen set HMLAN1 hmPairForSec 60 hergestellt. Der automatisch erzeugte Eintrag in der fhem.cfg (der allumfassenden Konfigurationsdatei) sieht wie folgt aus: define Bewegungsmelder1 CUL_HM 1F86A3 attr Bewegungsmelder1 .devInfo 810100 attr Bewegungsmelder1 .stc 81 attr Bewegungsmelder1 actCycle 000:10 attr Bewegungsmelder1 actStatus alive attr Bewegungsmelder1 autoReadReg 4_reqStatus attr Bewegungsmelder1 expert 2_full attr Bewegungsmelder1 firmware 1.6 attr Bewegungsmelder1 model HM-SEC-MDIR attr Bewegungsmelder1 peerIDs 00000000, attr Bewegungsmelder1 serialNr KEQ0363128 attr Bewegungsmelder1 subType motionDetector Jetzt ist also schon einmal der Bewegungsmelder (Affiliate-Link) funktionsfähig. Eine weitere Bedingung des hier vorgestellten Beispiel-Ablaufes ist, dass die bei Bewegung erkannten Bilder nur dann per Push-Mitteilung auf das Smartphone weitergeleitet werden, wenn kein Bewohner anwesend ist. Daher wird für das Szenario also auch eine Anwesenheitserkennung benötigt. Hierfür gibt es in FHEM mehrere Möglichkeiten, von denen die Bluetooth-basierte Kontrolle die sinnvollste Variante ist, bei der mit Hilfe eines Bluetooth-USB-Sticks die Anwesenheit der Bewohner überwacht wird. Die Konfiguration wurde hier beschrieben. Im vorgestellten Szenario wird davon ausgegangen, dass entsprechend dem vorgehen im verlinkten Artikel ein Dummy vorhanden ist, der die Anwesenheit mit "on" oder "off" überwacht (hier: "DummyAnwesenheit"). Der gesamte Programmablauf sieht nun wie folgt aus: define not_Bewegungsmelder_Webcam notify Bewegungsmelder1:motion {fhem ("get IPCam image") if (ReadingsVal("DummyAnwesenheit","state","") eq "off")} define not_IPCam_Push notify IPCam {system ("curl -s -F 'token=agxNg2gv9XIEorhh2mQNGsSt7M4GT2' -F 'user=uN3cefc3u1v7wpeBsgGt1ad5RBRpbn' -F 'message=WohnzimmernBewegung erkanntnhttp://IP-ADRESSE:8083/fhem/jsf/IPCam_snapshot.jpg' https://api.pushover.net/1/messages.json")} Hierbei wird zunächst der Befehl getriggert, dass bei erkannter Bewegung ("Bewegungsmelder1:motion") ein Bild von der IP-Cam geholt wird ("fhem ("get IPCam image")"), aber nur dann, wenn niemand zuhause ist ("if (ReadingsVal("DummyAnwesenheit","state","") eq "off")"). Im zweiten Eintrag wird dann die Push-Mitteilung angestoßen (der system curl Befehl), sobald die IP-Cam einen neuen Snapshot erstellt hat. Das Versenden von Push-Mitteilungen aus FHEM heraus, wurde ebenfalls im oben verlinkten Artikel erklärt. Der in der Nachricht enthaltene Link führt direkt auf den aktuellsten Snapshot. Die "IP-ADRESSE" (des FHEM-Servers) ist individuell (z.B. bei Nutzung von DynDns-Diensten) einzutragen. Aus meinem täglichen Leben Ich finde die Nutzung von Live-Bildern aus der Wohnung eine super Sache. Umso besser, dass das komplette Projekt durch die Verwendung eines alten Android-Smartphones und einen vorhandenen FHEM-Server quasi kostenlos realisiert werden kann. Ich nutze die geschilderte Funktion um eben sicherzustellen, ob es sich bei einer erkannten Bewegung zuhause in meiner Abwesenheit nur um einen Luftzug durch ein offen gelassenes Fenster handelt, oder sich tatsächlich unbefugte Personen Zutritt verschafft haben. Das Szenario lässt sich auch hervorragend auf die Beobachtung von Kleinkindern übertragen (Baby-Monitor). Grundvoraussetzung sind auch hierfür lediglich ein HomeMatic Bewegungsmelder (Affiliate-Link) und FHEM auf einem RaspberryPi (Affiliate-Link) mit einem HomeMatic Lan-Adapter (Affiliate-Link) als Schnittstelle. ### Synology-NAS - Apps zeitgesteuert aktivieren und deaktivieren Viele Anwender, die ein Synology-NAS (Affiliate-Link) besitzen, haben sicherlich über das Paket-Zentrum die ein oder andere App (Paket) nachgerüstet. Einmal installiert, rennt die App immer dann, wenn das NAS eingeschaltet ist. Manuell lassen sich die installierten Apps im Paketzentrum einfach über den Button bei der jeweiligen App aktivieren und deaktivieren. Anders sieht es aus, wenn eine App zeitgesteuert ein- bzw. ausgeschaltet werden soll, was standardmäßig leider nicht vorgesehen ist. Das macht aber gerade dann Sinn, wenn eine ressourcenfressende App bspw. nur nachts aktiviert und tagsüber wieder deaktiviert werden soll. Wie das über einen kleinen Umweg trotzdem zuverlässig funktioniert, wird nachfolgend beschrieben. Gewünschte App (Paket) ausfindig machen Zuerst wird eine ssh-Verbindung zum Synology-NAS (Affiliate-Link) aufgebaut, um den Namen der gewünschten App herauszufinden: 1. ssh-Login per Terminal Damit der ssh-Login auf das Synology-NAS gelingt, muss vorher über das DSM-Interface unter dem Menüpunkt "Systemsteuerung" -> "Terminal" der Haken bei "SSH-Dienst aktivieren" gesetzt werden. Daraufhin erfolgt die ssh-Anmeldung z.B. über die integrierte Terminal-App (MAC OS X) oder Putty (Windows): ssh root@IP-ADRESSE-DES-SYNOLOGY-NAS Die IP-Adresse des Synology-NAS (Affiliate-Link) kann im DSM-Interface unter Systemsteuerung - Netzwerk - Netzwerk Schnittstelle herausgefunden werden. Wichtig ist der Login per "root", das Passwort ist identisch mit dem des "admin"-Users, über den auch der Login zum normalen DSM-Interface ermöglicht wird. 2. Namen ausfindig machen Im zweiten Schritt wird der untenstehende Befehl per Copy&Paste in das Terminal-Fenster kopiert und mit der Enter-Taste bestätigt. cd /var/packages && ls Als Ergebnis werden die Namen der installierten Apps angezeigt. In diesem Beispiel lautet die Ausgabe wie folgt: CloudStation  CloudSync     btsync Nachfolgend wird das installierte btsync-Paket ausgewählt, um diese App nachts automatisch zu aktivieren und tagsüber wieder zu deaktivieren. (Das BTSync-Tool lässt sich über die Paketquelle http://packages.synocommunity.com auf das Synology-NAS (Affiliate-Link) installieren.) 3. Start-Stopp-Befehle im Terminal testen Sobald der gewünschte App-Name bekannt ist (hier btysnc), kann über das Terminal der jeweilige Start- und Stopp-Befehl manuell getestet werden. Zum Starten wird /var/packages/btsync/scripts/start-stop-status start eingegeben und mit Enter bestätigt, bzw. zum Stoppen /var/packages/btsync/scripts/start-stop-status stop Wenn das geklappt hat, wird eine entsprechende Rückmeldung ausgegeben: "Starting BitTorrent Sync ... BitTorrent Sync forked to background. pid = 15032" bzw. "Stopping BitTorrent Sync ..." Wenn eine andere App ausgewählt werden möchte, wird bei obigen beiden Befehlen einfach "btsync" durch den entsprechenden Namen der gewünschten App geändert. 4. Timergesteuertes Starten-Stoppen über das DSM-Interface Die einfachste Möglichkeit, das Starten bzw. Stoppen zu automatisieren, wird direkt über das DSM-Interface unter "Systemsteuerung" -> "Aufgabenplaner" -> "Erstellen" -> "Benutzer-definiertes Skript" bereitgestellt, wie es bspw. auch schon im Artikel Synology-NAS: Verzeichnisse dauerhaft von nervigen temp-Dateien befreien beschrieben wird. Zum zeitgesteuerten Starten wird im benutzerdefinierten Script als Befehl /var/packages/btsync/scripts/start-stop-status start eingetragen, was den gewünschten Dienst entsprechend startet. Unter dem Reiter Zeitplan lässt sich dann konfigurieren, wann das Script ausgeführt werden soll, in diesem Beispiel immer um 2:00 Uhr nachts (siehe die beiden Screenshots links). Ist der Eintrag gespeichert, wird analog ein zweiter Eintrag für das Stoppen, z.B. um 6:00 Uhr morgens hinzugefügt. Sind die gewünschten Einträge hinterlegt, ist man bereits komplett fertig. Alternativ zu dieser relativ einfach realisierbaren Variante lassen sich die Start-Stopp-Befehle auch über das Terminal in den crond-Manager des Synology-NAS (Affiliate-Link) hinterlegen. Das setzt jedoch etwas Grundwissen zum gleich verwendeten vi-Texteditor voraus. Außerdem wird an dieser Stelle nochmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man bei nachfolgenden Variante wirklich wissen sollte, was man tut, da bei einer falschen Ausführung von Terminal-Befehlen im schlimmsten Fall wichtige Systeminformationen oder auch Daten gelöscht werden können. Mit dem Befehl vi /etc/crontab werden alle bereits vorhandenen Inhalte des cron-Managers angezeigt, die auf keinen Fall gelöscht werden dürfen! In meinem Fall sind folgende Inhalte bereits vorhanden: #minute hour    mday    month   wday    who     command 0       0       1       *       *       root    /usr/syno/bin/syno_disk_health_record 10      1       *       *       1,2,3,4,6       root    /usr/syno/bin/synopkg chkupgradepkg 3       22      *       *       2,5     root    /usr/syno/sbin/synoupgrade --fetch-all Mit dem Cursor navigiert man auf das letzte angezeigte Zeichen der letzten Zeile. Damit man in die Datei schreiben kann, wird der Schreibmodus mit der Taste "a" aktiviert. Dann einmal "Enter" drücken, um in eine neue Zeile zu gelangen. Jetzt können die beiden benötigten Codezeilen eingefügt werden, die das Starten (täglich um 2:00 Uhr nachts) bzw. Stoppen (täglich um 6:00 Uhr morgens) bewirken: 0       2       *       *       *       root    /var/packages/btsync/scripts/start-stop-status start 0       6       *       *       *       root    /var/packages/btsync/scripts/start-stop-status stop Wichtig: Dabei muss Folgendes beachtet werden, damit die Einträge auch nach einem Systemneustart noch vorhanden sind: Der User "root" darf nicht geändert werden Die einzelnen Feldeinträge müssen mit einem "TAB" getrennt werden (keine Leerzeichen) - deshalb die obigen Einträge unbedingt nochmal im Editor nachbearbeiten und die mehrfachen Leerzeichen zwischen den Feldeinträgen jeweils durch ein "TAB" ersetzen sofern diese per Copy&Paste übernommen wurden Weitere Beispiele (z.B. für wöchentliche oder monatliche Ausführung) sind im Synology-Wiki zu finden. Hier wird auch erklärt, wie ein Befehl nicht mit dem root-User ausgeführt werden kann. Einen weiteren guten Artikel zum Thema hat jimmybonney auf seinem Blog veröffentlicht. Daraufhin sollte die Kommandozeile wie folgt aussehen: Zum Speichern wird erst der Bearbeitungsmodus durch Drücken der "ESC"-Taste verlassen und daraufhin :wq eingegeben und mit der Enter-Taste bestätigt, worauf nach der erfolgreichen Speicherung der Inhalte auch der Editor verlassen wird. Wichtig: Jetzt muss der crond-Dienst noch neugestartet werden, damit die Änderungen auch greifen: ps |grep crond|grep -v grep|awk '{print $1}'|xargs kill -HUP Alternativ kann der crond-Dienst seit der DSM 5.0-Version auch neugestartet werden mit: restart crond Hinweis: Wenn eine installierte App über die hier angegebene Methode gestoppt oder gestartet wird, aktualisiert sich die Statusanzeige im Paket-Zentrum auf der DiskStation-Browseroberfäche leider nicht. So bleibt die Statusanzeige weiterhin auf "angehalten", obwohl die App vorher manuell gestartet wurde (siehe Bild links unten) und ist damit leider nicht mehr wirklich zuverlässig. Aus meinem täglichen Leben Die oben beschriebene Vorgehensweise (egal ob über das DSM-Interface oder über das Terminal) ist besonders gut geeignet, um Apps zeitgesteuert zu aktivieren bzw. deaktivieren. Gerade bei Apps, wie dem hier angesprochenen BTSync, welches zur Synchronisation großer Dateimengen genutzt werden kann, macht dies Sinn, damit nicht tagsüber die Internetleitung und Ressourcen des Synology-NAS (Affiliate-Link) von der App geblockt werden. Insgesamt kann auf diese Weise auch sichergestellt werden, dass eingestellte Stromsparmaßnahmen des Synology-NAS (Standby der Festplatte bzw. Standby) durch das zeitgesteuerte Deaktivieren von Apps greifen können, die sonst durch die aktiven Apps verhindert werden würden. Warum eine so sinnvolle Funktion zum zeitgesteuerten Starten bzw. Stoppen von Apps jedoch nicht benutzerfreundlicher bzw. standardmäßig in der App-Verwaltung vorgesehen ist, bleibt mir insgesamt ein Rätsel. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B005NFVCTK" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31GRKfEAkL.SL110.jpg" tag="meintechblog-140418-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B002US9AYC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41APkhab5eL.SL1101.jpg" tag="meintechblog-140418-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B004RORMF6" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41Xsaw8Wd4L.SL110.jpg" tag="meintechblog-140418-21" width="110"] ### Hausautomation über die Stromleitung ohne Kabel und ohne Funk mit Fritz Powerline inkl. Leistungsmessung Viele der bisher in diesem Blog skizzierten Lösungen (z.B. HomeMatic oder FS20) nutzen Funk-Technologie, um einzelne Komponenten zu steuern oder zu messen. Im Gegensatz zu diesen Setups gibt es allerdings auch Komponenten, die über das Stromnetz betrieben werden können. Die Stromleitungen der Elektro-Installation dienen dabei als Datenkanal zum Austausch von Befehlen und Messwerten. Mit der Fritz!Powerline 546E Steckdose (Affiliate-Link) können angeschlossene Verbraucher geschaltet sowie deren Verbrauch gemessen werden, ohne dass die 546E-Dose (Affiliate-Link) per Funk oder extra verlegtem Kabel mit anderen Komponenten kommuniziert. Ihr Einsatz ist daher perfekt für Situationen, in denen das Verlegen einer kabelgebundenen Lösung nicht möglich ist und ein Funk-Empfang nicht umgesetzt werden kann. Klassischerweise kann man dadurch z.B. die Waschmaschine im Keller oder andere Geräte in weit vom Server entfernten Räumen anbinden, welche per Funk auf Grund der Reichweite nicht mehr ansprechbar sind. Fritz!Powerline 546E Der Powerline Adapter 546E (Affiliate-Link) beinhaltet ein großes Spektrum an Funktionen. Neben den bereits erwähnten Möglichkeiten, angeschossene Verbraucher zu schalten und deren Energieverbrauch zu messen, kann  der Adapter ebenfalls dafür genutzt werden, einen WLAN-Hotspot zu errichten oder per LAN das Netzwerk über die Stromleitung zu erweitern. Grundsätzlich ist für die Nutzung des Fritz!Powerline 546E (Affiliate-Link) ein korrespondierender Powerline-Adapter am Router notwendig, welcher entsprechend der "Power LAN"-Funktionsweise (siehe Wikipedia-Eintrag) die Kommunikation mit dem Stromnetz initial herstellt und quasi die Daten in das Leitungsnetz hineinspeist, damit an anderer Stelle der Fritz!Powerline-Adapter die Daten wieder empfangen kann. Hier muss nicht zwangsläufig zu den etwas höherpreisigen Fritz-Geräten gegriffen werden. Die Nutzung eines Devolo dLAN Powerline 500 duo (Affiliate-Link) (2 Stück, d.h. der übrige Adapter kann sogar noch anderweitig verwendet werden) ist möglich und mit dem Fritz!Powerline 546E (Affiliate-Link) kompatibel. Dies gilt für die meisten Devolo-dLAN-Adapter. Inbetriebnahme Konfiguration der Hardware Zunächst wird der normale Powerline-Adapter am Router in Betrieb genommen (z.B. ein Devolo dLAN Powerline 500 duo (Affiliate-Link)). Nun wird die Fritz-Hardware mit der Devolo-Hardware gekoppelt, z.B. über die Devolo-Software. Dies geschieht, indem das "Powerline-Geräte-Kennwort" (zu finden auf der Rückseite des 546E) im Devolo Cockpit hinzugefügt wird. Der Fritz-Adapter wird daraufhin erkannt und ist im Netzwerk eingebunden (siehe Bild links). Erst jetzt wird über das Standard-Webinterface des Fritz!Powerline 546E (Affiliate-Link) die Basis-Konfiguration vorgenommen. Im Browser wird das User Interface über die Adresse http://fritz.powerline aufgerufen. Nach Vergabe eines Kennwortes muss zwingend die "Smarthome-Funktion" aktiviert werden, damit die Steckdose auch geschaltet und gemessen werden kann. Dies geschieht im Fritz!Powerline-Webinterface unter "Heimnetz" -> Dann bei Smart Home den Haken auf "Smarthome-Funktion im FRITZ!Box-Heimnetz verwenden" setzen. Hierdurch wird der Port 2002 des Adapters geöffnet, welcher später vor allem auch für eine Integration in den Hausautomation-Server FHEM benötigt wird. Der angeschlossene Verbraucher kann nun über das Webinterface geschaltet werden (siehe Bild rechts).  Integration in bestehende Hausautomation mit FHEM Um den Fritz!Powerline 546E-Adapter vor allem sinnvoll in einer bestehenden Hausautomation-Landschaft nutzen zu können, muss dieser zunächst darin bereitgestellt werden. Hier wird die Nutzung mit dem Hausautomation-Server FHEM erläutert, dessen Einsatz hier auf diesem Blog bereits mehrfach beschrieben wurde. Für Grundlagen im Umgang mit FHEM kann hier nachgelesen werden. Die Einbindung des Fritz!Powerline 546E (Affiliate-Link) in FHEM erfolgt durch das Modul FBAHA, welches auf Basis der IP-Adresse des Powerline-Adapters eine Kommunikation aufbaut. Mit der Eingabe des folgenden Befehls in FHEM wird der Adapter übernommen: define Ke.Powerlinedose FBAHA 192.168.178.66:2002 Hierbei steht "Ke.Powerlinedose" für einen frei wählbaren Namen, "FBAHA" ist das zu verwendende Modul und "192.168.178.66:2002" ist eine Kombination aus der IP-Adresse der Gerätes und dem durch die oben im Web-Interface vorgenommene Konfiguration freigeschalteten Port. Zum Auffinden der IP-Adresse kann entweder ein Netzwerk-Scanner genutzt (Mac: z.B: LanScan) oder im Router nachgesehen werden. Anschließend wird durch FHEM automatisch ein schaltbares Gerät vom Typ "FBDECT" angelegt. Der gesamte Eintrag in der fhem.cfg sieht in Summe wie folgt aus: define Ke.Powerlinedose FBAHA 192.168.178.66:2002 define FBDECT_1000 FBDECT 1000 switch attr FBDECT_1000 event-min-interval power:120 attr FBDECT_1000 fm_type offbutton,onbutton,current,power,voltage attr FBDECT_1000 room Keller define FileLog_FBDECT_1000 FileLog ./log/FBDECT_1000-%Y.log FBDECT_1000:powerx3a.* attr FileLog_FBDECT_1000 fm_type [{"title":"Power","id":"graph-power","min":"0","max":"auto:10","col":"7f7f00","h":3}] attr FileLog_FBDECT_1000 logtype power4:Power,text attr FileLog_FBDECT_1000 room Keller define SVG_FBDECT_1000 SVG FileLog_FBDECT_1000:power4:CURRENT attr SVG_FBDECT_1000 label "FBDECT_1000 Min $data{min1}, Max $data{max1}, Last $data{currval1}" attr SVG_FBDECT_1000 room Plots Die Readings des Gerätes geben Auskunft über den aktuellen Schaltzustand sowie unterschiedliche Energie-Messdaten (z.B. anliegende Spannung in Volt, aktueller Verbrauch in W, etc. siehe Bild rechts). Im oben genannten Beispiel können diese Daten also genutzt werden, um die Waschmaschine im Keller oder ähnliche Verbraucher zu überwachen. Durch die bidirektionale Kommunikation liefert die Fritz!Powerline 546E (Affiliate-Link) verlässliche Werte über Zustand und Verbrauch. Als netten Nebeneffekt stattet man den Kellerraum gleichzeitig mit WLAN-Empfang aus, falls dort bis dato keiner vorhanden war. Somit ist die Nutzung der Fritz!Powerline 546E (Affiliate-Link) besonders auch für Mehrfamilienhäuser mit zentralem Waschraum geeignet, der zu weit von der Funkbasis entfernt ist. Aus meinem täglichen Leben Die Fritz!Powerline 546E (Affiliate-Link) ist ein super Hardware-Element, um all die Verbraucher in Räumen einzubinden, die auf Grund der Funkreichweite nicht mehr mit anderen Komponenten (z.B. der HomeMatic Funk-Zwischensteckdose mit Leistungsmessung (Affiliate-Link)) erreicht werden können. Sie macht sich die vorhandenen Stromleitungen im Haushalt zu nutze, um eine verlässliche Echtzeit-Datenverbindung aufzubauen. Ich nutze die Komponente für verschiedene Geräte im Kellerabteil des Mehrfamilienhauses, welches zu meiner Wohnung gehört aber per Funk nicht mehr erreichbar ist (zu große Distanz zum Funk-Server). Negativ fällt dabei auf, dass trotz eines 16A-Schaltrelais lediglich Lasten bis etwa 11,2A geschaltet werden können. Dies entspricht einem Watt-Verbrauch von etwa 2580 W (bei 230V). Geräte, die mehr Watt leisten (besonders leistungshungrige Waschmaschinen oder Trockner), können daher leider nicht mit der Fritz!Powerline 546E (Affiliate-Link) betrieben werden. Die Maximalwerte meines Tests beliefen sich auf 2591 W (siehe Bild rechts). Es sollte daher gut geplant werden, welche Verbraucher mit der Fritz!Powerline 546E (Affiliate-Link) betrieben werden sollen. Eine Vorab-Messung des Spitzenverbrauchs z.B. mit einem Technoline Cost Control (Affiliate-Link) sollte daher durchgeführt werden. Eine entsprechende Anfrage an den Hersteller AVM bezüglich der geringen Schaltlast ist bereits raus und an das Produktmanagement weitergeleitet. Fazit: Eingeschränkte Empfehlung auf Grund der vergleichsweise niedrigeren Schaltlast von etwa 11A, aber konkurrenzlos in Sachen Anbindung über die Stromleitung. Die Fritz!Powerline 546E (Affiliate-Link) - eine echte Alternative zu Funk-Systemen! ### EnerGenie IP-Steckdosenleiste: Günstige und zuverlässige Verbrauchersteuerung Wer viele Elektronikgeräte besitzt, kennt das Problem: Kabelsalat bei der Stromversorgung. Gerade an "Hotspots", wie z.B. rund um den TV, bereitet häufig bereits die normale Verkabelung große Schwierigkeiten und Mehrfachstecker werden eingesetzt. Versucht man jetzt noch, einzelne Geräte in die Hausautomation einzubinden, wird es einerseits schnell teuer und andererseits unübersichtlich. Halbwegs gute Funksteckdosen (z.B. FS20) kosten rund 30 Euro, noch bessere (z.B. HomeMatic mit Leistungsmessung) bis zu 45 EUR pro Stück. TV-Gerät, Receiver, Soundanlage, AppleTV oder Ähnliches zu automatisieren, kostet so in Summe schnell mehrere hundert Euro. Durch den Einsatz einer EnerGenie IP-Steckdosenleiste (EG-PM2-LAN) (Affiliate-Link) mit sechs Steckdosen, von denen vier davon fernschaltbar sind, kann gerade an solchen "Geräte-Hotspots" bares Geld gespart werden. Dabei bietet die IP-Steckdosenleiste zusätzlich die Möglichkeit, den Schaltstatus abzufragen, was bei den bisher auf diesem Blog vorgestellten Lösungen den hochpreisigen HomeMatic-Geräten vorbehalten war. In diesem Artikel werden die EnerGenie EG-PM2-LAN (Affiliate-Link) und deren Betrieb mit der Hausautomation-Lösung FHEM genauer unter die Lupe genommen. Affiliate-Link Die EnerGenie IP-Steckdosenleiste mit LAN-Anschluss (Affiliate-Link) ist dort, wo mehrere Verbraucher mit Strom versorgt werden müssen, aus zweierlei Gründen zu bevorzugen. Einerseits können vier Geräte gleichzeitig (plus zwei nicht schaltbar) für einen Gerätepreis von 70 Euro in die Hausautomation eingebunden werden (17,5 EUR pro Gerät), was einen enormen Preisvorteil darstellt. Andererseits sorgt die EnerGenie IP-Steckdosenleiste (Affiliate-Link) für Ordnung im Sinne von Funkstecker-freien Mehrfachsteckleisten. EnerGenie IP-Steckdosenleiste EG-PM2-LAN Im Lieferumfang der EG-PM2-LAN (Affiliate-Link) befinden sich neben der IP-Steckdosenleiste eine Software-Mini-CD-Rom  und ein obligatorisches LAN-Kabel als Bestandteil des Paketes. Die Software zur Konfiguration der EnerGenie IP-Steckdosenleiste (Affiliate-Link) kann jedoch relativ getrost links liegen gelassen werden. Um eines vorwegzunehmen: Gerät und Funktionalität an sich überzeugen definitiv, Software und Webinterface sind hingegen eine mittlere Katastrophe. Gut, dass diese für den Betrieb in FHEM nicht zwingend genutzt werden müssen. Nach dem Verbinden der EG-PM2-LAN mit Stromversorgung und LAN-Anschluss kann die FHEM-unabhängige Basis-Konfiguration beginnen. Tipp: Wer keinen LAN-Anschluss in der Nähe der EG-PM2-LAN IP-Steckdosenleiste zur Verfügung hat, kann durch dLAN-Stecker (z.B. Devolo dLAN 200 AVmini Powerline Starter Kit (Affiliate-Link)) für eine stabile und vor allem günstige LAN-Verbindung sorgen. Zunächst wird die IP-Steckdosenleiste angeschaltet. Daraufhin muss der sog. IP-Konfigurationstaster gehalten und der Reset-Taster kurz gedrückt werden. Dadurch konfiguriert sich der Netzwerkadapter der EG-PM2-LAN. Jetzt gilt es, (bei Bedarf!) das Webinterface zu öffnen, um einige Basis-Konfigurationen durchzuführen. Dazu muss zunächst die IP-Adresse der IP-Leiste identifiziert werden. Dies geschieht am Einfachsten durch einen Blick in den Router oder über einen IP-Scanner (z.B. LanScan für Mac). Um das Webinterface zu erreichen, wird die IP-Adresse der EG-PM2-LAN in den Webbrowser eingegeben. Das Standardpasswort für die erstmalige Benutzung ist "1". Einerseits können hier optional die "Device Settings" eingestellt werden (siehe Bild rechts). Hier werden Name und Passwort für die IP-Steckdosenleiste vergeben. Unter "Socket Name Settings" können andererseits die Bezeichnungen der einzelnen angeschlossenen Verbraucher festgelegt werden, welche am jeweiligen "Socket" der EnerGenie IP-Steckdosenleiste EG-PM2-LAN angeschlossen sind. Mit dem Webinterface kann nun die Funktion der Hardware durch Schaltbefehle getestet werden. Auf die Beschreibung zur Freigabe relevanter Ports zur Nutzung der EnerGenie iPhone-App wird hier verzichtet, da im Folgenden dargelegt werden soll, wie die EnerGenie IP-Steckdosenleiste (Affiliate-Link) mit der Hausautomation-Software FHEM betrieben werden kann. Wichtig: Das Webinterface muss mit "Logout" verlassen werden, damit der Zugriff frei ist. Nutzung in FHEM: Basis-Setup Dank des Moduls EGPM2LAN, welches in neuesten Versionen von FHEM zum Standardumfang gehört, ist das Einbinden der EnerGenie EG-PM2-LAN (Affiliate-Link) relativ straight forward. Bevor damit begonnen wird, sollte sichergestellt werden, dass "autocreate" aktiv ist (define autocreate autocreate). In der FHEM-Weboberfläche wird dann folgender Befehl abgesetzt. define Wz.Verteilerdose EGPM2LAN 192.168.178.55 mysecret Dabei steht "Wz.Verteilerdose" für einen frei wählbaren Namen, "EGPM2LAN" ist das FHEM-Modul, "192.168.178.55" ist die von meinem Router vergebene, interne IP-Adresse der EnerGenie IP-Steckdosenleiste und "mysecret" das Passwort der Weboberfläche. Bis auf den FHEM-Modulnamen sind die Werte individuell zu ersetzen. Durch das aktive "autocreate" werden daraufhin automatisch für alle vier Sockets der EG-PM2-LAN eigene Gerätedefinitionen des Typs EGPM angelegt (zunächst zu finden im Raum "Unsorted"). Die entsprechenden Sockets können schließlich mit FHEM-Bordmitteln umbenannt werden: rename Wz.Verteilerdose_Socket_1 Wz.Verteilerdose_TV Nutzung in FHEM: Kombination mit weiterer Hardware Im folgenden Absatz soll schließlich gezeigt werden, wie die an die EG-PM2-LAN (Affiliate-Link) angeschlossenen Verbraucher z.B. mit einer Standard-Fernbedienung (hier FS20-S8 (Affiliate-Link)) geschaltet werden können. In der vorliegenden Konfiguration läuft FHEM auf einem Raspberry Pi (Model B) (Affiliate-Link) und die Signale der FS20-S8 (Affiliate-Link) werden von einem CUL-Stick empfangen. Die Fernbedienung FS20-S8 (Affiliate-Link) besitzt 4 Tastenpaare, die idealerweise für die 4 Sockets der EG-PM2-LAN (Affiliate-Link) genutzt werden können. Autocreate vorausgesetzt, wird in FHEM pro Tastenpaar der S8 automatisch ein eigenes Device angelegt, nachdem eine der Tasten gedrückt und damit ein Funksignal abgesetzt wurde. Im hier gezeigten Beispiel wurde nach dem Tastendruck eines Tastenpaars in FHEM das Gerät "FS20_227703" angelegt. Um mit diesem Funksignal nun beispielsweise den ersten Slot der IP-Steckdosenleiste zu schalten, muss ein einfaches "notify" definiert werden. define not_TvAufS8 notify FS20_227703 set Wz.Verteilerdose_TV % Hierdurch wird das Gerät "Wz.Verteilerdose_TV", welches einen Slot der EnerGenie EG-PM2-LAN (Affiliate-Link) repräsentiert, durch das Signal der Fernbedienung FS20-S8 (Affiliate-Link) "FS20_227703" geschaltet. Analog kann für die weiteren Sockets und Tastenpaare vorgegangen werden. Eine weitere Möglichkeit ist, mehrere Geräte sozusagen als Gruppe zu starten. Für die Aktion "Fernsehen" kann beispielsweise der TV ("Wz.Verteilerdose_TV") in Kombination mit dem TV-Receiver ("Wz.Verteilerdose_Receiver") benötigt werden. Sind beide Geräte an die EnerGenie EG-PM2-LAN (Affiliate-Link) angeschlossen, können diese zunächst als "structure", also als Gruppe vom Typ "room" definiert werden. define Wz.Fernsehen structure room Wz.Verteilerdose_TV Wz.Verteilerdose_Receiver Um diese Gruppe auf ein einziges Signal zu schalten, sieht das "notify" ähnlich wie oben aus, bezieht sich jedoch hier auf die "structure" und nicht auf das einzelne Gerät. define not_FernsehenAufS8 notify FS20_227703 set Wz.Fernsehen % Aus meinem täglichen Leben Ich nutze die EnerGenie IP-Steckdosenleiste (Affiliate-Link) derzeit für alle Entertainment-Verbraucher. Mit den vier Sockets schalte ich den TV, den TV-Receiver, einen Apple-TV und eine AirPort Express Basisstation (Affiliate-Link). Einen der beiden zusätzlichen festen Slots verwende ich für die Ladestation des DECT-Telefons. Für die LAN-Verbindung nutze ich die oben skizzierte dLAN-Lösung mit dem Devolo dLAN 200 AVmini Powerline Starter Kit (Affiliate-Link). So kostet mich jeder schaltbare Slot zwar in Summe rund 30 Euro an Hardware, was vergleichbar mit dem Preisniveau der FS20-ST-Funksteckdosen ist, allerdings eine Vielzahl an Vorteilen mit sich bringt: LAN-Anschluss im Wohnzimmer durch dLAN, saubere und integrierte Verbrauchersteuerung über EIN Gerät und das sogar inklusive Überwachung der Schaltzustände. Mich hat die EnerGenie EG-PM2-LAN (Affiliate-Link) sehr überzeugt und weitere Geräte für alle Verbraucher rund um den Desktop-PC (Tower, Monitor, Boxen, Schreibtischlampe etc.) sind bereits bestellt. In Verbindung mit der dLAN-Variante ist das Gerät sogar eine Möglichkeit, Verbraucher in Kellerabteilen bei Wohnungen anzubinden, wenn diese über das gleiche Stromnetz angebunden sind. Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und des geringen Preises, kann ich den Kauf der EnerGenie IP-Steckdosenleiste EG-PM2-LAN (Affiliate-Link) nur empfehlen! Affiliate-Link   ### Plex-Clients fürs Wohnzimmer: Vergleich verschiedener Plattformen Viele, die schon länger Plex Zuhause nutzen, werden sicher schon auf der Suche nach dem perfekten Plex-Client gewesen sein, der alle Medieninhalte passend auf dem heimischen TV ausgibt. Es gibt mittlerweile relativ viele verfügbare Plattformen, die "Plex everywhere" ermöglichen sollen und sich dabei aber in Funktionsumfang und Preis deutlich unterscheiden. Nachfolgend sollen deshalb einige gängige Plattformen miteinander verglichen werden, um denjenigen weiterzuhelfen, denen ein Überblick noch fehlt. Nachfolgende Geräte unterstützen alle den myPlex-Dienst, eine Auflösung von 1080p (1920 x 1080 Pixel) und als Audioformat mindestens AC3 Surround-Sound. Zu beachten ist dabei aber, dass eigentlich nur der Intel NUC (Affiliate-Link) so gut wie alle Dateiformate ohne notwendiges Transcoding (Umrechnen der Medienformate in Echtzeit) durch den Plex Media Server nativ wiedergeben kann. Mehr Hintergrundinfos zum Live-Transcoding gibts im Artikel Plex – Barebone-Server für unter 350 EUR. Intel NUC - Die eierlegende Wollmilchsau Als schicker Client stellt sich der für einen waschechten PC preislich moderate Intel NUC DN2820FYKH0 (Affiliate-Link) mit abgespecktem Intel Celeron-Prozessor heraus. Der NUC benötigt noch mindestens 2 GB Arbeitsspeicher (Affiliate-Link) und einen USB-Stick (Affiliate-Link) oder eine 2,5" SATA-Festplatte (Affiliate-Link) bzw. SATA-SSD, um betriebsbereit zu sein. Eine IR-Fernbedienung vom Typ RC6 (Affiliate-Link) sollte aber auch nicht fehlen. Die Hardware-Installation ist kein Hexenwerk. Es müssen lediglich vier Schrauben auf der Unterseite entfernt werden, um das Innere des NUC freizulegen. Dann nur noch Arbeitsspeicher einklicken und die zusätzlichen Komponenten (SSD und/oder WIFI-Chip) mit jeweils einer Schraube fixieren. Als Plex Client empfehle ich die Installation des fertigen OpenELEC-Packages (die Version mit "Intel" und ohne "Pioneer" im Titel), welches einfach per USB-Stick entweder live gestartet oder direkt per Stick auf die installierte SSD installiert werden kann. Unter Mac OSX funktioniert das folgendermaßen: Herunterladen und entpacken des OpenELEC Images und starten des Live-Stick-Creators (der USB-Stick, auf welchen das Image extrahiert werden soll, muss bereits am Rechner eingesteckt sein) rm -r ~/Downloads/OpenELEC* cd ~/Downloads curl "http://plexrpms.markwalker.dk/OpenELEC/3.2/OpenELEC-Plex-Intel-3.2.4-217-Plex-Home-Theater-1.3.6-0f259cb.x86_64.tar.gz" -o "OpenELEC.tar.gz" tar -xzf ~/Downloads/OpenELEC.tar.gz -C ~/Downloads rm ~/Downloads/OpenELEC.tar.gz cd ~/Downloads/OpenELEC*/ sudo ./create_livestick_osx Auswahl des passenden Mediums (USB-Stick), wobei das x mit der passenden Nummer des USB-Sticks ersetzt werden muss /dev/diskx Bestätigen mit der y-Taste und Enter. Zum Erstellen des USB-Sticks unter Micosoft Windows gibt es einen extra Installer im heruntergeladenen und entpackten Verzeichnis namens create_livestick.exe, welcher durch die notwendigen Installationsschritte führt. Ist der USB-Stick befüllt, wird er in einen der USB-Anschlüsse des NUC gesteckt. Beim Bootvorgang wird dann mit der F10-Taste der USB-Stick als Boot-Device ausgewählt und von dort aus kann die Installation über das übersichtliche Menü erfolgen (Dauer ca. 1 Minute). Von nun an startet der kleine NUC automatisch nach einigen Sekunden Ladezeit im Plex Home Theater. Dabei empfehle ich folgende Einstellungen: 24P-Support aktivieren: Einstellungen -> Wiedergabe -> Advanced Video -> Bildwiederholfrequenz automatisch an Video anpassen -> Beim Start Bildschirmflackern verhindern: Einstellungen -> System -> Erweitert -> Vertical Blank Synchronisation -> Aktiviert während der Videowiedergabe Airplay aktivieren: Einstellungen -> System -> Services -> Plex/HT erlauben AirPlay-Übertragungen zu empfangen -> ja Die Funktionen des Plex Media Centers auf dem NUC können sich sehen lassen. Hier lassen sich Inhalte der Bibliothek bequem sortieren, über (mehrere) Filter eingrenzen und mit bestmöglichem Bild (24p-Wiedergabe) und Ton (inkl. DTS) inkl. Untertitel nativ (ohne Transcoding) wiedergeben. Wer das Plex Home Theater vorab auf seinem PC/Mac testen möchte, kann sich die aktuelle Version auf der Plex-Downloadseite herunterladen. Insgesamt ist der NUC mit ca. 10 Watt Verbrauch im direkten Vergleich mit den anderen Geräten unterlegen, für den Leistungsumfang ist das aber meiner Meinung nach mehr als ok. Wer auf dem NUC neben dem Plex Home Theater auch gleich noch den Plex Media Server selbst betreiben möchte, sollte sich einmal das preislich teurere Modell D34010WYK (Affiliate-Link) mit Intel i3 ansehen. Er hat aufgrund des wesentlich stärkeren Prozessors genug Power, um beide Dienste inkl. Live-Transcoding zu unterstützen. Im Modell D34010WYK (Affiliate-Link) findet aber keine 2,5 Festplatte platz, so dass eine mSATA SSD (Affiliate-Link) beschafft werden muss. Zusätzlich lässt sich noch ein Intel WIFI-Chip (Affiliate-Link) nachrüsten, damit der NUC neben dem eingebauten Ethernet-Anschluss auch per WLan Zugang zum Heimnetz erhält. Absurderweise hat der günstige Intel NUC DN2820FYKH0 (Affiliate-Link) einen solchen WIFI-Chip bereits standardmäßig verbaut, verstehe das, wer will. Was man beim i3 Modell außerdem noch benötigt, ist ein Stromkabel mit Schokostecker (Affiliate-Link). Dieses befindet sich allen Ernstes ebenfalls nicht mit im Lieferumfang. Wie man den Plex Server Dienst - zumindest theoretisch - unter der Open ELEC-Oberfläche nachinstalliert, wird im Plex Forum diskutiert. Ich denke es wird aber nicht mehr lange dauern, bis der Plex Media Server über ein fertiges Add-On nachinstalliert werden kann. Geräuschtechnisch sind beide NUC übrigens so gut wie nicht hörbar. Der einzig verbaute Lüfter lässt sich zudem im BIOS (beim Booten F2-Taste drücken) zusätzlich drosseln, ohne dass die Temperatur des NUC maßgeblich ansteigt. Weitere Informationen zu OpenELEC und dem Plex Home Theater gibt es im Plex-Forum. Mit dem Modell D34010WYK (Affiliate-Link) mit i3-Prozessor hatte ich das Problem, dass die IR-Fernbedienung vom Typ RC6 (Affiliate-Link) nicht wie beim Modell Intel NUC DN2820FYKH0 (Affiliate-Link) mit Celeron-Prozessor auf Anhieb funktionieren wollte. Mark Walker, der die oben verlinkten OpenElec-Packages bereistellt, gab mir dann glücklicherweise den entscheidenden Tipp, dass man noch eine Datei manuell bearbeiten muss. Es erfolgt die ssh-Anmeldung auf dem NUC z.B. über die integrierte Terminal-App (MAC OS X) oder Putty (Windows): ssh root@IP-ADRESSE-DES-NUC Die IP-Adresse des NUC (in meinem Fall 192.168.177.100) kann in der OpenElec-Oberfläche unter "System Settings" -> "Verbindungen" -> "Adresse" herausgefunden werden. Das Loginpasswort lautet openelec. Jetzt wird mit Hilfe des nano-Editors die Datei autostart.sh geöffnet. nano /storage/.config/autostart.sh In meinem Fall war diese Datei noch nicht existent, kann aber evtl. auch bereits einen Inhalt aufweisen. So oder so einfach folgenden Inhalt per Copy&Paste anhängen: #!/bin/sh modprobe -r nuvoton-cir echo "auto" > /sys/bus/acpi/devices/NTN0530:00/physical_node/resources modprobe nuvoton-cir Jetzt noch die Datei mit crtl + o und Enter speichern und danach per crtl + x schließen und mit dem nachfolgenden Befehl ausführbar machen: chmod +x /storage/.config/autostart.sh Zum Schluss noch einen Neustart durchführen restart und die IR-Fernbedienung sollte ab sofort erkannt werden. Apple TV 3 (mit Plex Connect) Der Apple TV 3 (Affiliate-Link) ist in Kombination mit Plex Connect ohne Jailbreak in der Lage als Plex-Client zu agieren. Plex Connect (Direktdownload) wird dabei auf einem Rechner im Netzwerk (z.B. Raspberry Pi oder Mac) installiert und gaukelt der Trailer-App des Apple TV vor, auf Inhalte von Apple zuzugreifen. In Wirklichkeit wird die Anfrage aber auf den eigenen Plex Media Server umgeleitet. Das funktioniert im Grunde gut. Hin und wieder muss man den Dienst aber dann doch neustarten, was auf Dauer etwas nervig sein kann. Hinzu kommt, dass die Einrichtung alles andere als trivial ist (Zertifikate erstellen und auf Apple TV laden, PlexConnect installieren und Apple TV konfigurieren), so dass das insgesamt ein Gefrickel auf Dauer ist, gerade wenn man bedenkt, dass der Trick/Hack nach dem nächsten Apple TV-Softwareupdate theoretisch wieder zunichte gemacht werden kann. Nichtsdestotrotz bietet der recht günstige Apple TV mit Plex Connect viel in Punkto Usability. Es macht einfach Spaß durch die Medienbibliothek zu browsen (eine schnelle Hardwareplattform, auf der PlexConnect betrieben wird, vorausgesetzt) und die einfache Bedienung per Apple-Remote mit nur einigen Tasten ist einfach ein Traum. Bleibt zu hoffen, dass Apple endlich einen App-Store für den Apple TV veröffentlicht, damit man eine Plex-App direkt darüber laden und auf den Umweg mit PlexConnect verzichten kann. Was jedoch audiophile Nutzer abschrecken könnte, ist die Tatsache, dass der Apple TV aus Lizenzgründen gar keinen DTS-Ton abspielen kann, so dass der Plex Media Server entsprechende Tonspuren bei entsprechenden Mediendateien beim Abspielen in AC3 konvertieren muss. Daneben ist es natürlich auch möglich über die iPhone-App gewünschte Plex-Inhalte per AirPlay auf den Apple TV zu schicken. Das bedarf gar keiner Modifikation und funktioniert recht gut. Nachteilig daran ist jedoch, dass die iPhone-App beim Abspielen (zumindest im Hintergrund) aktiv bleiben muss, da der Stream nicht direkt, sondern vom Plex Media Server über das iPhone zum Apple TV geschickt wird. Roku 3 Der Roku 3 (Affiliate-Link) ist ein gerade in den USA sehr beliebter Streaming-Client, welcher jedoch mittlerweile auch in Deutschland bezogen werden kann. Der Roku bietet eine Vielzahl verfügbarer Streaming-Apps, darunter auch den offiziellen Plex-Channel, welcher bequem über das Roku-Menü nachinstalliert werden kann. Die offizielle App ist jedoch nur für PlexPass-Mitglieder kostenfrei, so dass es bereits auch inoffizielle und komplett kostenfrei Apps gibt. Dazu gehört rarflix, welche sogar einen größeren Funktionsumfang bietet als die offizielle App aber auch nicht wirklich stabiler läuft. Der Roku 3 spielt sogar (theoretisch) noch mehr Formate als der Apple TV nativ ab und unterstützt außerdem DTS-Tonausgabe. Insgesamt läuft der Plex-Dienst auf dem Roku 3 dank des wesentlich schnelleren Prozessors im Vergleich zu den früheren Roku-Versionen auch beim Scrollen durch eine große Bibliothek angenehm schnell. Die Benutzeroberfläche ist aber gerade im Vergleich zur NUC-Variante oder dem Apple TV wirklich schrecklich und man denkt wegen des altbackenen Layouts und der übertrieben großen Icons man wäre in den 1980ern gelandet. Das liegt aber ingesamt am Interface des Rokus selbst, welches hoffentlich bald mal überarbeitet wird. Spaß kommt beim Browsen durch die Medienbibliothek jedenfalls nicht wirklich auf. Chromecast Der Plex Media Server versteht sich seit Version 0.9.9.7 auch ohne PlexPass-Abo mit dem Streaming-Device von Google. Gerade der geringe Preis und die einfache Installation des Chromecast (Affiliate-Link) ist wegweisend. Einfach per HDMI an den TV und per Smartphone-App ins WLan eingebucht, benötigt er keine weitere intallierte App. Das ist aber aus meiner Sicht auch gleichzeitig der größte Nachteil des Chromecast. Um den Chromecast fernbedienen zu können, benötigt man zwingend ein Smartphone mit installierter Plex-App, welche über den jeweiligen App-Store installiert werden kann. Eine normale Infrarotfernbedienung kann man nicht nutzen, so dass man jedes Mal das Smartphone zur Hand nehmen muss, auch wenn man bspw. nur kurz pausieren oder zurückspulen möchte. Außerdem ist eine haptische Fernbedienung mit richtigen Tasten auf Dauer doch am bequemsten. Ansonsten hat der Chromecast noch einige Probleme mit bestimmten Codecs und Inhalte mit Untertitel müssen aktuell noch durch den Plex Media Server aufwändig transcodiert werden. Aber das ist bei fast allen Clients - mit Ausnahme des NUC - der Fall und auch nicht allzu tragisch, sofern der Plex Media Server genug Rechenleistung für das Transcoding bereit hält. Überblick der Plattformen Nachfolgend ein subjektiver Vergleich verfügbarer Plex-Clients (basierend auf meinen Erfahrungen): [table id=13 /] Welchen Plex-Client findest du am besten? [poll id="9"] Aus meinem täglichen Leben Ich hab schon viele Clients getestet, u.A. auch die DreamPlex-App für Dreambox (Affiliate-Link) bzw. VUPlus-Receiver (Affiliate-Link). Diese Plattform habe ich aber bewusst nicht einbezogen, da Stabilität und Komfort noch stark zu wünschen übrig lassen. Insgesamt gibt es bei den betrachteten Clients viel Licht, aber teilweise auch viel Schatten, gerade was die einfache, sexy Bedienung angeht. Wirklich richtig gut ist das auf dem Apple TV 3 (Affiliate-Link) gelöst, hier stimmt einfach alles, angefangen vom schnörkellosen Interface bin bin zu kleinen Details, wie dem schnellen Scrubbing (zeitliches Springen) in Filmen. Es gibt ingesamt leider noch keinen wirklich perfekten Client, der alle Vorteile kombinieren kann, irgendetwas fehlt immer irgendwie. Gerade der NUC hat es mir aber angetan, da er trotz des vergleichsweise hohen Preises den größten Funktionsumfang mitbringt und insgesamt durch die OpeneELEC-Architektur, auf der bereits XBMC seit geraumer Zeit läuft, einen ausgereiften Eindruck macht. Jedenfalls ist es das System, welches beim Betrieb als Einziges noch nie abgeschmiert ist. Alle anderen Devices sind im laufenden Betrieb bereits teilweise des Öfteren ausgestiegen oder haben zumindest längere Zeit verlangsamt reagiert. Wer vor hat, einen stromsparenden Plex Media Server bspw. auf Basis des Synology NAS 112+ (Affiliate-Link) zu betreiben, der durch die geringe Rechenpower kein Transcoding (Umwandlung des Dateiformats) unterstützt, fährt mit dem Intel NUC am besten, da dieser so gut wie alle Formate nativ abspielen kann und nicht viel Leistung vom Plex Media Server abverlangt. Dazu kommt, dass hoffentlich bald auf dem NUC neben dem Plex Home Theater unter OpenELEC auch der Plex Media Server nachinstalliert werden kann, was nochmal ein enormer Zugewinn wäre. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="72" identifier="B00I3W78SO" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/413zKGb2XL.SL1101.jpg" tag="meintechblog-140316-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="55" identifier="B007IH5L7A" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31SRQJBVsvL.SL110.jpg" tag="meintechblog-140316-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="83" identifier="B00ICIJIJQ" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/412oqckVD4L.SL110.jpg" tag="meintechblog-140316-21" width="110"] ### Sicherheit: Schutz vor Brand und Feuer durch vernetzte Rauchmelder und Push-Mitteilung Hausautomation beinhaltet klassischerweise neben erhöhtem Komfort und Energiespareffekten auch den Sicherheitsfokus. Vernetzte Rauchmelder (HomeMatic Funk-Rauchmelder HM-SEC-SD (Affiliate-Link) helfen hierbei, den Schutz vor Brand und Feuer effektiver und intelligenter zu machen. Hier wird gezeigt, wie der Rauchmelder von HomeMatic mit der Hausautomation-Software FHEM konfiguriert wird. Zusätzlich wird erklärt, wie bei einem Alarmfall eine Push-Mitteilung an das Smartphone übermittelt werden kann. HomeMatic Funk-Rauchmelder HM-SEC-SD Der HomeMatic Rauchmelder verfügt über eine VdS-Zertifizierung und basiert, wie alle Geräte im HomeMatic-BidCoS-System, auf 868 MHz, arbeitet jedoch auf Grund der Sicherheitsaspekte des Gerätes auf individuellen Funkfrequenzen. Der HM-SEC-SD (Affiliate-Link) besitzt eine Warnsirene und eine Notbeleuchtung, welche im Alarmfall auslösen. Er verfügt über die Möglichkeit, alle weiteren an ihn gekoppelten Rauchmelder zu alarmieren, wenn in einem Raum Brand- oder Rauchentwicklung erkannt wurde. Im Lieferumfang befinden sich der Funk-Rauchmelder, drei Mignon-Batterien (AA), die Montageplatte und die obligatorische Bedienungsanleitung. Funk-Rauchmelder in Hausautomation einbinden: Betrieb mit FHEM Nach dem Einlegen der Batterien kann der Rauchmelder in den Anlernmodus versetzt werden. Dazu wird der Taster des Funkmoduls auf der Rückseite kurz gedrückt (ein langer Tastendruck würde das Menü „öffnen“). Um den Funk-Rauchmelder mit der Hausautomation-Software FHEM zu koppeln, wird ein entsprechendes Gateway benötigt. Hier kann der HomeMatic Konfigurations-LAN-Adapter (HMLAN) (Affiliate-Link) in Verbindung mit FHEM auf einem RaspberryPi (Model B) (Affiliate-Link) empfohlen werden. Diese Kombination wurde mehrfach getestet und läuft sehr stabil. Der HMLAN wird nun FHEM-seitig ebenfalls in den Anlern-Modus gebracht. Dazu wird folgender Befehl abgesetzt, wobei HMLAN1 der (frei gewählte) Name des Adapters ist: set HMLAN1 hmPairForSec 60 Das erfolgreiche Anlernen wird seitens des HomeMatic Funk-Rauchmelders mit einem grünen Aufleuchten der LED und seitens FHEM mit einem neuen Device im Raum „CUL_HM“ quittiert. Der Übersichtlichkeit halber sollte das Gerät - hier „CUL_HM_HM_SEC_SD_260ED4“ zu finden unter „smokeDetector“ -mit folgendem Befehl in einen lesbaren Namen umbenannt werden (hier wird das Kürzel „FL“ vorangestellt, weil der Rauchmelder im Hausflur der Wohnung installiert ist): rename CUL_HM_HM_SEC_SD_260ED4 FL.Rauchmelder Um ein sog. Team aufzubauen, welches von FHEM mit weiteren Funktionen angesprochen werden kann, muss innerhalb der Hausautomation-Software zunächst zusätzlich ein virtueller Melder samt virtuellem Kanal angelegt werden, welcher anschließend mit dem echten HomeMatic Funk-Rauchmelder gekoppelt wird: define TeamVirtuell CUL_HM 111111 set TeamVirtuell virtual 1 Der daraufhin entstandene Kanal (hier „TeamVirtuell_Btn_1“) kann anschließend aus Gründen der Lesbarkeit umbenannt werden: rename TeamVirtuell_Btn_1 FL.Teammelder Nun erfolgt das Kopplen der beiden Geräte aneinander, um den Vorgang abzuschließen: set FL.Teammelder peerChan 0 FL.Rauchmelder single set Letztendlich können die beiden neuen „Geräte“ in den jeweiligen Raum verschoben werden, dem sie zugehörig sind: attr FL.Rauchmelder room Flur attr FL.Teammelder room Flur Das Team-Gerät kann von FHEM mit den Befehlen „teamCall“, „alarmOn“ und „alarmOff“ angesteuert werden. Der Teamcall bewirkt, dass sich alle im Team befindlichen Rauchmelder mit einem leisen, sich zehn mal wiederholenden Piepston bemerkbar machen und so die Kopplung untereinander bestätigen. Die Funktionen „alarmOn“ und „alarmOff“ können verwendet werden, um die Sirene des HomeMatic Funk-Rauchmelders fernzusteuern. Vorsicht: Die Lautstärke der Sirene liegt bei rund 85 dB! Push-Meldung im Brandfall Im Folgenden soll gezeigt werden, wie mit Hilfe der Push-App „Pushover“ (iPhone) (wir haben hier berichtet), eine Warnmeldung auf das Smartphone übertragen werden kann. Zunächst soll der Rauchmelder so eingestellt werden, dass nur dann ein Event ausgelöst wird, wenn sich sein Status ändert: attr FL.Rauchmelder event-on-change-reading state Anschließend muss, wie im verlinkten Artikel, der eigene Pushover-Account fertig eingerichtet werden. Ein mögliches notify könnte folgendermaßen aussehen: define Noti_RauchmelderPushOn notify FL.Rauchmelder:smoke-Alarm.* { system ("curl -s -F 'token=agxNg2gv9XUEoqhh2WQNwsSy7MVGTv' -F 'user=uN3ceyc3i1v7wpmBsgGu1ad2YBRpkn' -F 'message=FlurnRauchmelder aktiv' https://api.pushover.net/1/messages.json")} Dabei müssen die Werte „token“ und „user“ gegen die individuellen Zeichenketten des eigenen Pushover-Accounts ausgetauscht werden. Um die Funktion des notify zu testen, kann mit folgendem Befehl der Alarm am Rauchmelder ausgelöst werden. Den Rauchmelder dazu am Besten unter eine dicke Decke packen, damit die Nachbarn nicht senkrecht stehen. set FL.Teammelder alarmOn Die Pushnachricht sollte jetzt aufgrund der Statusänderung des Rauchmelders auf das Smartphone übertragen werden. Mit set FL.Teammelder alarmOff kann der Alarm wieder deaktiviert werden. Mit folgendem notify wird auch diese Meldung auf das Smartphone übertragen: define Noti_RauchmelderPushOff notify FL.Rauchmelder:off { system ("curl -s -F 'token=agxNg2gv9XUEoqhh2WQNwsSy7MVGTv' -F 'user=uN3ceyc3i1v7wpmBsgGu1ad2YBRpkn' -F 'message=FlurnRauchmelder deaktiviert' https://api.pushover.net/1/messages.json")} Aus meinem täglichen Leben Der HomeMatic Funk-Rauchmelder HM-Sec-SD (Affiliate-Link) bietet in Kombination mit FHEM auf einem RaspberryPi enorm viele Möglichkeiten, ein Sicherheits-Setup im eigenen Smart Home zu erstellen. Durch die Kopplung des Rauchmelders mit anderen virtuellen oder echten Meldern ist eine Alarmierung zu jeder Zeit in der gesamten Wohnung umsetzbar. Zusätzlich kann, wie hier gezeigt, auch bei Abwesenheit eine Warnung erfolgen. Ein wichtiger Hinweis bei der Benutzung ist die regelmäßige "Kalibrierung" des HomeMatic Funk-Rauchmelders. Durch Betätigen des Test-Knopfes auf der Front wird einerseits die Funktionsfähigkeit bestätigt, andererseits aber auch eine Kalibrierung an aktuelle "Staub-" und "Verschmutzungsverhältnisse" im Inneren des Rauchmelders vorgenommen. Dies vermeidet Fehlalarme und ähnliche unschöne Ereignisse. Tipp: Das 3er-Set spart bares Geld! (Affiliate-Link) Für mich ist der HomeMatic Funk-Rauchmelder HM-Sec-SD eine essentielle Sicherheits-Komponente im Smart Home, die ich nicht mehr missen möchte. ### Heizungssteuerung Deluxe - Neue HomeMatic Wandthermostate für Einbaurahmen Seit die optisch sehr gelungenen Funk-Heizkörperthermostate von HomeMatic (Affiliate-Link) auf dem Markt sind (wir berichteten hier), fehlte dem Gesamtprogramm lediglich noch ein angemessenes Wandthermostat zur Steuerung der Heizkörper. Seit wenigen Tagen (Anfang Februar 2014) sind sie nun endlich erhältlich: die neuen Funk-Wandthermostate von HomeMatic (HM-TC-IT-WM-W-EU) (Affiliate-Link). Sie ergänzen das SmartHome sowohl funktional als auch optisch, da sie für Einbaurahmen gängiger Schalterserien wie Gira oder Merten ausgelegt sind. Hier wird gezeigt, wie die Wandthermostate mit FHEM und den Funk-Heizkörperthermostaten betrieben werden können. Das HomeMatic Funk-Wandthermostat: Lieferumfang und Installation Das brandneue HomeMatic Funk-Wandthermostat (Affiliate-Link) dient als zentrale Steuereinheit, um in einem Raum ein oder mehrere Funk-Heizkörperthermostate (Stellantriebe) (Affiliate-Link) zu steuern. Es passt sich dabei optisch perfekt in gängige Schalterserien wie Gira, Merten oder JUNG ein (eine vollständige Auflistung kann der Bedienungsanleitung entnommen werden). Zusätzlich verfügt er über eine Messung der Luftfeuchtigkeit und eine deutlich exaktere Messung der Raumtemperatur als die Heizkörperthermostate selbst (was erste Tests zeigen). Dabei wird das Wandthermostat von der Rückseite mit einem flachen und auf der Wand montierbaren Gegenstück gehalten, so dass es von vorne in den Einbaurahmen hinein und zur Wartung auch wieder heraus genommen werden kann. Im Standard-Lieferumfang ist ein gewöhnlicher markenunspezifischer Einbaurahmen enthalten (siehe Bild rechts).  Nach der Montage der Batterien und dem Setup von Datum und Uhrzeit ist das Gerät grundsätzlich bereits betriebsbereit und kann an der Wand montiert werden. Um die Montage optisch ansprechend zu gestalten, kann von der im eigenen Zuhause verbauten Schalterserie ein neuer Rahmen gekauft werden. Im hier gezeigten Beispiel soll je ein neues Wandthermostat in einem Raum über dessen einzigen Lichtschalter installiert werden. Der bisherige Lichtschalter-Rahmen (1-fach) wird durch einen Schalterrahmen (2-fach) des gleichen Fabrikats ausgetauscht (z.B. Rahmen GIRA System 55 weiß matt (Affiliate-Link)), so dass im oberen Slot Platz für das neue HomeMatic-Wandthermostat entsteht (siehe Bild links). Dies verleiht dem gesamten Setup den Look einer Installationslösung. Ob unter Nutzung eines Marken-Rahmens oder unter Verwendung des mitgelieferten Frames, kann das HomeMatic Funk-Wandthermostat nun physisch "installiert" werden. An der Wand montiert, zeigt sich die optisch gelungene Integration in den Raum und die vorhandene Schalterlandschaft (siehe Bild rechts). Inbetriebnahme mit FHEM und Peeren mit Stellantrieben Grundsätzlich verfügen sowohl die Funk-Heizkörperthermostate als auch die Funk-Wandthermostate von Haus aus die Funktion, sich untereinander zu koppeln (peeren). Somit ist ein unabhängiger Betrieb durchaus möglich, bei dem mehrere Heizkörper zentral von einem Wandthermostat aus bedient werden können. Als FHEM-Nutzer verzichtet man auf dieses direkte Peering von Hardware zu Hardware und koppelt (pairt) jede Komponente (Wand- und Heizkörperthermostat) einzeln mit dem SmartHome-Server. Zunächst sollte dafür vorab ein FHEM-Update durchgeführt werden, um die neuesten und Geräte-spezifischen .pm-Files zu nutzen. update shutdown restart Unter Verwendung eines HomeMatic Lan-Adapters (HMLAN) (Affiliate-Link) erfolgt dann das Verbinden beispielsweise wie folgt: set HMLAN1 hmPairForSec 60 Nun befindet sich der HMLAN-Adapter (hier: "HMLAN1") im Pairing-Modus. Auf dem neuen HomeMatic Funk-Wandthermostat wird jetzt die Boost-Taste (Mitte) für mindestens 3 Sekunden gedrückt gehalten. Die Anzeige beginnt einen Countdown ab "30" Sekunden anzuzählen und beendet diese Anzeige, sobald das Pairing erfolgreich war. In FHEM ist nun im Raum "CUL_HM" ein neues Gerät unter der Kategorie "thermostat" zu finden, welches (nach einem Klick darauf) 5 Kanäle aufweist (siehe Screenshot links). Anschließend sollte der Befehl set HM-TC-IT-WM-W-EU-Gerät getConfig ausgeführt werden. Dieser "holt" die Konfigurationswerte aus dem HomeMatic Funk-Wandthermostat. Ein Pairing zwischen FHEM und dem Gerät ist hiermit erfolgt und abgeschlossen. Um nun das Peering mit einem oder mehreren HomeMatic Funk-Heizkörperthermostaten aufzusetzen, gilt es, zweierlei Dinge zu konfigurieren. Zunächst soll das HomeMatic Funk-Heizkörperthermostat die gemessenen Temperatur-Werte vom Wandthermostat erhalten. Dies funktioniert über das "Peeren" der "Wheater"-Kanäle: set HM-TC-IT-WM-W-EU-Gerät_Weather peerChan 0 HM-CC-RT-DN-Gerät_Weather single set Anschließend sollte an BEIDEN Geräten (Wand- und Heizkörperthermostat) die Anlerntaste (=3 Sekunden BOOST) gedrückt werden, um die Commands zu übertragen. Schließlich soll das Wandthermostat auch die gewünschte Temperatur an die Heizkörper übertragen. Hierzu wird also auch noch der "Climate"-Kanal "gepeert": set HM-TC-IT-WM-W-EU-Gerät_Climate peerChan 0 HM-CC-RT-DN-Gerät_Climate single set Auch hier im Anschluss wieder an BEIDEN Geräten per Anlerntaste betätigen. Dieser Vorgang muss nun für jedes an das Wandthermostat zu koppelnde Heizkörperthermostat durchgeführt werden. Der "Climate"-Kanal kann jetzt noch umbenannt und in einen Raum eingeordnet werden: rename HM-TC-IT-WM-W-EU-Gerät_Climate Schlafzimmer.Wandthermostat attr Schlafzimmer.Wandthermostat room Schlafzimmer Die Basis-Konfiguration ist damit abgeschlossen und ein voll funktionsfähiges Setup ist im Betrieb. Das HomeMatic Funk-Wandthermostat überträgt gemessene Temperaturen an die Stellantriebe, leitet gewünschte Temperaturen an diese weiter, empfängt allerdings auch neue Wunschwerte direkt vom Heizkörperthermostat, falls der Anwender die Temperatur an diesem direkt verstellt. Kurz um: beide Geräte sind voll synchronisiert. Werte des Wandthermostats graphisch auswerten Zunächst wird für den "Climate"-Kanal, den wir bereits umbenannt haben, ein FileLog angelegt. define FileLog_Schlafzimmer.Wandthermostat FileLog ./log/Schlafzimmer.Wandthermostat-%Y.log Schlafzimmer.Wandthermostat Dieses kann nun geöffnet werden. Die Inhalte sehen in etwa wie folgt aus: 2014-02-13_00:57:12 Schlafzimmer.Wandthermostat measured-temp: 18.9 2014-02-13_00:57:12 Schlafzimmer.Wandthermostat desired-temp: 15 2014-02-13_00:57:12 Schlafzimmer.Wandthermostat humidity: 62 Durch einen Klick auf "Create SVG plot" innerhalb des FileLogs, wird der bekannte FHEM-Dialog zur Erzeugung einer SVG-Grafik geöffnet. An dieser Stelle sei grundsätzlich auf den Artikel "FHEM-Logfiles und -Graphen" verwiesen, der detailliert erklärt, wie SVGs angelegt werden. Hier wird daher nur die Kurzform beschrieben. Für die Achse links kann z.B. der Wert "humidity" aus dem Logfile genutzt werden (column 4 und style l2fill) Für die Achse rechts kann z.B. der Wert "measured-temp" verwendet werden (column 4 und style l0) Das Ergebnis kann beispielhaft im Screenshot rechts betrachtet werden. Aus meinem täglichen Leben Das von mir sehnlichst erwartete HomeMatic Funk-Wandthermostat komplettiert nun endlich meine bereits installierte Landschaft an HomeMatic Funk-Heizkörperthermostaten. Durch die Integration in Gira-Rahmen passen sich die Komponenten ideal in die Raumoptik ein und zeigen zudem sehr verlässliche Messwerte. Ein weiterer Pluspunkt ist die Anzeige der "Live"-Temperatur, sprich des Mess- und nicht des Wunschwertes auf dem Display. Letzten Endes hätte der Hersteller dem Gerät noch das beleuchtete Display, wie im Stellantrieb integriert, spendieren können. Trotzdem bleibt mein Fazit unverändert: Das HomeMatic Funk-Wandthermostat (Affiliate-Link) in Kombination mit den Heizkörperthermostaten (Affiliate-Link) ist ein Muss für alle Heizkostenoptimierer, SmartHome-Heizer und Ästhetik-Fans! ### HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Dein Trockner ist fertig - 0.31 EUR Im Artikel HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Deine Waschmaschine ist fertig wurde erläutert, wie man den Homematic Funk-Schaltaktor HM-ES-PMSw1-PI (Affiliate-Link) in Kombination mit einem FHEM-Server einsetzen kann, um eine Waschmaschine bei einem fertigen Waschgang automatisch vom Strom zu trennen und eine Mitteilung zu verschicken, welche über den abgeschlossenen Waschgang informiert. Die gemessenen Verbrauchswerte können aber noch für viele weitere sinnvolle Anwendungszwecke genutzt werden. Aufbauend auf dem bereits beschriebenen Szenario soll daher am Beispiel eines Wäschetrockners erklärt werden, wie die angesprochene Push-Benachrichtigung um die entstandenen Kosten für den gerade abgeschlossenen Trocknungsvorgang erweitert werden kann. Energiebewusstsein schaffen Steigende Energiekosten führen langfristig dazu, dass Verbraucher immer mehr auf den Energieverbrauch von Elektrogeräten achten, um nicht unnötig Geld aus dem Fenster zu werfen. Was kosten bspw. Haushaltsgeräte, wie Waschmaschine oder Wäschetrockner, die, wie in meinem Fall, alleine im Standby bis zu 5 Watt verbrauchen? Wann lohnt sich da beispielsweise die Neuanschaffung eines energieeffizienteren Geräts? Lässt sich mit relativ einfachen Mitteln ein Bewusstsein dafür schaffen, wieviel Energie welche Haushaltsgeräte konsumieren und damit an Kosten verursachen? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, möchte ich in diesem und weiteren Artikeln versuchen die im FHEM-Server brachliegenden Informationen zu nutzen, um Aufschluss über die tatsächlichen Kosten einzelner Geräte zu erhalten und damit ein besseres Energiebewusstsein schaffen. Anlernen des Funk-Aktors in FHEM Genau wie im Artikel HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Deine Waschmaschine ist fertig im Punkt "Anlernen des Funk-Aktors in FHEM" beschrieben, wird auch hier der Homematic Funk-Schaltaktor HM-ES-PMSw1-PI (Affiliate-Link) als erstes an den FHEM-Server angelernt. Einziger Unterschied ist in diesem Beispiel, dass der Aktor nicht HR.Waschmaschine, sondern HR.Trockner genannt wird. Analog heißt der zusätzlich benötigte Channel nicht HR.Waschmaschine_Power, sondern HR.Trockner_Power. fhem.cfg erweitern Ist der Homematic Funk-Schaltaktor HM-ES-PMSw1-PI (Affiliate-Link) angelernt, wird für das weitere Vorgehen erstmal eine Instanz benötigt, welcher den Strompreis in Euro pro kWh beinhaltet. Dieser Wert kann recht einfach aus der Stromrechnung abgelesen werden und wird nachfolgend mit 0.3 festgelegt (also 30 Cent/kWh) und in den Dummy HA.EuroProKWH geschrieben: #Dummy für Euro pro KWH definieren define HA.EuroProKWH dummy attr HA.EuroProKWH room Haus set HA.EuroProKWH 0.3 Update vom 12.03.2014: Bis jetzt habe ich die Ermittlung des Verbrauchs manuell berechnet (rot markierter Text), was den Raspberry teilweise etwas träge gemacht hat, da er den Verbrauch errechnen musste. Das ist aber gar nicht notwendig, da der Verbrauch des HM-ES-PMSw1-PI (Affiliate-Link) direkt aus dem "Power"-Channel und dem dortigen Reading "energy" (Einheit Wh) ausgelesen werden kann. Danke an CarlMcCoy für den Tipp! Entsprechend habe ich den Blogpost angepasst und die ursprünglichen, nicht mehr notwendigen Inhalte rot markiert und durch die neuen, grün markierten Inhalte ergänzt. Dadurch hat man keinerlei Performanceeinbusen und erhält trotzdem zuverlässig den korrekten Verbrauchswert. Insgesamt könnte man das nachfolgende Beispiel jetzt noch weiter kürzen, indem man bspw. nur noch einen Dummy nutzt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit und Nachvollziehbarkeit habe ich mich jedoch entschlossen, alle vorher genutzten Dummies auch weiter zu nutzen. Der vom Aktor ausgelesene Verbrauchswert soll als nächstes in den Dummy HR.TrocknerWatt geschrieben werden, welche für eine spätere Auswertung im Logfile Filelog_HR.TrocknerWatt gespeichert werden: #Dummy HR.TrocknerWatt für die Anzeige des aktuellen Watt-Verbrauchs definieren define HR.TrocknerWatt dummy attr HR.TrocknerWatt event-on-change-reading state attr HR.TrocknerWatt room Hauswirtschaftsraum define Filelog_HR.TrocknerWatt FileLog ./log/HRTrocknerWatt-%Y-%m.log HR.TrocknerWatt attr Filelog_HR.TrocknerWatt logtype text attr Filelog_HR.TrocknerWatt room Hauswirtschaftsraum Jetzt der Dummy HR.TrocknerBetrieb, welcher den Arbeitszustand anzeigt und das Reading AktuellerBetriebEur verpasst bekommt, um die beim Betrieb entstehenden Kosten zu speichern bzw. anzuzeigen. Die Logik ist dabei, dass die ausgewiesenen Kosten auf 0 zurückgesetzt werden, sobald der Betrieb aufgenommen wird und ab diesem Zeitpunkt alle anfallenden Kosten aggregiert werden. Dabei wird immer beim Eintreffen eines neuen (aktuellen) Verbrauchswertes ein notify ausgelöst, welches den vorangegangenen Verbrauchswert mit der Zeitdifferenz (in Sekunden) zwischen neuem und altem Verbrauchswert (bzw. deren Timestamps) multipliziert, danach durch 3.600.000 teilt und schließlich mit dem im Dummy HA.EuroProKWH gespeicherten Wert (hier 0,3) multipliziert. Dadurch erhöht sich der Wert des Readings AktuellerBetriebEur kontinuierlich mit den exakten Kosten in Euro. Beispiel zur Veranschaulichung: Startwert des Dummies (in Euro): 0 ReadingsVal("HR.TrocknerBetrieb","AktuellerBetriebEur","0") Zeitstempel des neuen Wertes: 2014-01-01 12:01:00 time_str2num(ReadingsTimestamp("HR.Trockner_Power","state","")) Zeitstempel des alten Wertes: 2014-01-01 12:00:00 time_str2num(ReadingsTimestamp("HR.TrocknerWatt","state","")) Neuer Verbrauchswert (in Watt): 1000 ReadingsVal("HR.TrocknerWatt","state","") Stromkosten pro kWh (in Euro): 0,3 ReadingsVal("HA.EuroProKWH","state","") Faktor, durch den geteilt werden muss: 3.600.000 (1000 * 3600) 1000, um von W auf kW und 3600, um von Sekunden auf Stunden zu kommen Damit ergibt sich $eur = 0 + (60 * 1000 * 0,3 / 3.600.000) = 0,005 und folglich belaufen sich die Kosten für einen Verbraucher auf 0,5 Cent, welcher für 60 Sekunden 1000 Watt benötigt. Multipliziert man das Ergebnis mit 60, um die Kosten für eine Stunde zu erhalten, kommt man wieder auf 30 Cent, genau der hinterlegte Wert für 1 KWh (bzw. 1000 Wh) im Dummy HA.EuroProKWH. #Dummy HR.TrocknerBetrieb definieren define HR.TrocknerBetrieb dummy attr HR.TrocknerBetrieb event-on-change-reading state attr HR.TrocknerBetrieb room Hauswirtschaftsraum #Dummy TrocknerAktuellerBetriebEur updaten und Dummy HR.TrocknerWatt mit Werten versorgen define TrocknerAktuellerBetriebEurSet notify HR.Trockner_Power {my $eur=ReadingsVal("HR.TrocknerBetrieb","AktuellerBetriebEur","0") + (time_str2num(ReadingsTimestamp("HR.Trockner_Power","state","")) - time_str2num(ReadingsTimestamp("HR.TrocknerWatt","state",""))) * ReadingsVal("HR.TrocknerWatt","state","") * ReadingsVal("HA.EuroProKWH","state","") / 3600000;; fhem ("setreading HR.TrocknerBetrieb AktuellerBetriebEur $eur") sleep 1 my $power=ReadingsVal("HR.Trockner_Power","power","");; fhem ("set HR.TrocknerWatt $power")} Bei meinem Trockner hat sich herausgestellt, dass 150 Watt ein guter Wert ist, von dem angenommen werden kann, dass ein Programmstart erfolgt ist. Wer sich nicht ganz sicher ist, kann diesen Wert erstmal nutzen und in oben angesprochenen Logfile nachsehen, welche Verbrauchswerte direkt nach einem Programmstart angezeigt werden und entsprechend den Schwellwert anpassen. Ebenso verhält es sich mit dem Schwellwert für das Programmende (hier 5 Watt). Wer weitere Informationen zu den nachfolgenden Befehlen benötigt, kann im Artikel HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Deine Waschmaschine ist fertig nachsehen. Die hier verwendeten Befehle sind lediglich ergänzt, um die entstandenen Kosten zu berücksichtigen. Die verwendeten MP3-Sprachdateien sind im zip-File geupdatet: Funkgong-Beispiel-mp3s.zip (26180 Downloads ) #Dummy HR.TrocknerBetrieb einschalten und AktuellerBetriebEur resetten bei Verbrauch größer 150 Watt define HRTrocknerBetriebAn notify HR.Trockner_Power:power.* {fhem ("set HR.TrocknerBetrieb on setstate HRTrocknerAutoOff defined setreading HR.TrocknerBetrieb AktuellerBetriebEur 0") if (ReadingsVal("HR.Trockner_Power","power","") >= 150 && Value("HR.TrocknerBetrieb") ne "on")} #Dummy HR.TrocknerBetrieb einschalten bei Verbrauch größer 150 Watt define HRTrocknerBetriebAn notify HR.Trockner_Power:power.* {fhem ("set HR.TrocknerBetrieb on setstate HRTrocknerAutoOff defined") if (ReadingsVal("HR.Trockner_Power","power","") >= 150 && Value("HR.TrocknerBetrieb") ne "on")} #Wert aus dem Reading "energy" von HR.Trockner_Power in das Reading "energy" von HR.TrocknerBetrieb schreiben sobald der Betrieb startet define HRTrocknerBetriebEnergyAktualisieren notify HR.TrocknerBetrieb:on {my $power=ReadingsVal("HR.Trockner_Power","energy","0");; fhem ("setreading HR.TrocknerBetrieb energy $power")} #Dummy HR.TrocknerBetrieb ausschalten bei Verbrauch kleiner gleich 5 Watt define HRTrocknerBetriebAus notify HR.Trockner_Power:power.* {fhem ("set HR.TrocknerBetrieb standby") if (ReadingsVal("HR.Trockner_Power","power","") <= 5 && Value("HR.TrocknerBetrieb") eq "on")} #HR.Trockner 15 Minuten nach dem letzten Trocknungsvorgang vom Strom trennen define HRTrocknerAutoOff watchdog HR.TrocknerBetrieb:standby 00:15 HR.TrocknerBetrieb:on set HR.Trockner off set HR.TrocknerBetrieb off attr HRTrocknerAutoOff regexp1WontReactivate 1 attr HRTrocknerAutoOff room Hauswirtschaftsraum #Pushover-Notification bei abgeschlossenem Trocknungsvorgang verschicken inkl. auf maximal zwei Nachkommastellen gerundeten Kosten in Euro define HRTrocknerTrocknungsvorgangAbgeschlossenPushoverJay notify HR.TrocknerBetrieb:standby {my $eur=ReadingsVal("HR.TrocknerBetrieb","AktuellerBetriebEur","") my $eur_gerundet=int(100*$eur+0.5)/100;; system ("curl -s -F 'token=am4uA61Gx2Jw9GA24rePRyMJw8B3hz' -F 'user=u4zDygNRGFbQUSmcxXj6fGsWJl9d93' -F 'device=Jays_iPhone' -F 'message=HauswirtschaftsraumnTrockner ist fertig - $eur_gerundet€' https://api.pushover.net/1/messages.json") if (Value("HA.Anwesenheit_Jay") eq "on")} #Verbrauchswerte aktualisieren und Pushover-Notification bei abgeschlossenem Trocknungsvorgang verschicken inkl. auf maximal zwei Nachkommastellen gerundete Kosten in Euro define HRTrocknerTrocknungsvorgangAbgeschlossenPushoverJay notify HR.TrocknerBetrieb:standby {my $aktuellerbetriebeur=(ReadingsVal("HR.Trockner_Power","energy","0")-ReadingsVal("HR.TrocknerBetrieb","energy","0"))/1000*ReadingsVal("HA.EuroProKWH","state","") my $aktuellerbetriebeur=int(100*$aktuellerbetriebeur+0.5)/100;; fhem("setreading HR.TrocknerBetrieb AktuellerBetriebEur $aktuellerbetriebeur");; system ("curl -s -F 'token=am4uA61Gx2Jw9GA24rePRyMJw8B3hz' -F 'user=u4zDygNRGFbQUSmcxXj6fGsWJl9d93' -F 'device=Jays_iPhone' -F 'message=HauswirtschaftsraumnTrockner ist fertig - $aktuellerbetriebeur€' https://api.pushover.net/1/messages.json") if (Value("HA.Anwesenheit_Jay") eq "on")} #Sprachausgabe bei abgeschlossenem Trocknungsvorgang wiedergeben - "Trockner ist fertig" define HRTrocknerTrocknungsvorgangAbgeschlossenMP3 notify HR.TrocknerBetrieb:standby set FL.GongMP3 playTone 017 #Sprachausgabe wiedergeben sobald der Trockner ausgeschaltet wird - "Trockner wird ausgeschaltet" define WRTrocknerWirdAusgeschaltetMP3 notify HR.TrocknerBetrieb:off set FL.GongMP3 playTone 018 Aus meinem täglichen Leben Der Homematic Funk-Schaltaktor HM-ES-PMSw1-PI (Affiliate-Link) bietet durch seine Leistungsmessung und die Erweiterbarkeit des FHEM-Servers die perfekte Möglichkeit, entstandene Kosten zu ermitteln und ein Verständnis davon zu entwickeln, welche Kosten durch welche Elektrogeräte bzw. Vorgänge entstehen. Dieses Beispiel wird mein Wasch- bzw. Trockenverhalten zwar nicht kurzfristig ändern, kann aber sicher bei der Frage helfen, ob eingesetzte Geräte zu viel Strom verbrauchen oder nicht. In meinem Fall benötigt ein Waschvorgang mit einer relativ alten Waschmaschine LG intellowasher WD-1271FB (7 kg) bei 40 Grad ca. 20 Cent, bei 60 Grad ca. 30 Cent. Ein Trocknungsvorgang mit einem moderneren Wäschetrockner AEG Öko-Lavatherm 59880 benötigt ca. 20-30 Cent (Schranktrocken). Wer seine Werte beisteuern möchte, kann dies gerne per Kommentarfunktion tun. ### Smart Home-Sicherheit: Fenster und Balkontüren mit FHEM überwachen Ein essentielles Feature jeder SmartHome-Installation ist der Sicherheits-Aspekt. Dieser zu größten Teilen aus Sensoren bestehende Bereich muss in jeder Situation verlässliche Werte liefern, die möglichst genaue Informationen darüber geben, welchen Zustand das überwachte Objekt besitzt. Bei Fenstern und Balkontüren gibt es dafür den HomeMatic Funk-Fenster-Drehgriffkontakt (HM-Sec-RHS) (Affiliate-Link). Der Sensor wird unterhalb des konventionellen Tür- oder Drehgriffes montiert und bietet dadurch gleich zwei Vorteile: - er kennt drei Zustände: geöffnet, gekippt und geschlossen (open, tilted, closed) - er lässt sich optisch astrein in das Zuhause integrieren (weiße Fenter vorausgesetzt). Hier wird gezeigt, wie der Sensor montiert, in FHEM eingebunden und in Szenarien genutzt wird. Voraussetzung für die Nutzung der SmartHome-Sicherheitskomponenten ist die Nutzung von FHEM als SmartHome- bzw. Hausautomation-Server, wie z.B. hier beschrieben. Montage des Fenster-Drehgriffkontaktes Zur Montage des Fenster-Drehgriffkontaktes HM-Sec-RHS (Affiliate-Link) wird zunächst der Original-Fenstergriff demontiert. Dazu werden im Normalfall zwei Schrauben entfernt. Nach der Demontage wird das 4-Kant des Drehgriffs durch den HM-Sec-RHS (Affiliate-Link) durchgesteckt und samt diesem wieder im Fensterrahmen befestigt. Dabei ist der Anschlag des Fensters zu beachten. Entsprechend der beigelegten Bedienungsanleitung muss dann das Stellrad im Fensterkontakt HM-Sec-RHS (Affiliate-Link) verdreht werden. Ist die Montage fertiggestellt, kann die Batterie eingelegt werden, was durch das Aufleuchten der grünen LED quittiert wird. Der HomeMatic Fenster-Drehgriffkontakt ist jetzt einsatzbereit und kann in FHEM eingebunden werden, um ihn in sinnvollen Szenarien einsetzen zu können. Einbinden in FHEM Beim Einbinden des HomeMatic Fenster-Drehgriffkontakts HM-Sec-RHS (Affiliate-Link) in FHEM konnte festgestellt werden, dass ein Pairing über die Seriennummer des Sensors besser funktionierte als per „hmPairForSec“. Mit dem HomeMatic Lan-Adapter (HMLAN) (Affiliate-Link) funktioniert der Pairing-Vorgang mit FHEM wie folgt: set HMLAN hmPairSerial KEQ0123456 Der Name des HomeMatic Lan-Adapters (Affiliate-Link) (hier: HMLAN1) und die Seriennummer (hier: KEQ0123456) müssen durch die eigenen Werte ersetzt werden. Der entsprechende Eintrag in der fhem.cfg-Datei sieht dann wie folgt aus: define Wz.Terassentuer.Links CUL_HM 20A154 attr Wz.Terassentuer.Links .devInfo 910101 attr Wz.Terassentuer.Links .stc 80 attr Wz.Terassentuer.Links IODev HMLAN1 attr Wz.Terassentuer.Links actCycle 028:00 attr Wz.Terassentuer.Links actStatus alive attr Wz.Terassentuer.Links autoReadReg 4_reqStatus attr Wz.Terassentuer.Links expert 2_full attr Wz.Terassentuer.Links firmware 2.1 attr Wz.Terassentuer.Links model HM-SEC-RHS attr Wz.Terassentuer.Links peerIDs 00000000, attr Wz.Terassentuer.Links room Wohnzimmer attr Wz.Terassentuer.Links serialNr KEQ0123456 attr Wz.Terassentuer.Links subType threeStateSensor Der HomeMatic Fenster-Drehgriffkontakt HM-Sec-RHS (Affiliate-Link) sendet unterschiedliche Readings an FHEM (siehe Screenshot). Um in einem Sicherheits-Szenario auch alle Anforderungen zu erfüllen, kann mit dem Sensor eine AES-unterstützte Kommunikation realisiert werden. Wir hatten über AES und FHEM berichtet. Neben der Hauptfunktion, dem Senden des Fenster- bzw. Balkontür-Schließzustandes, übermittelt der HomeMatic HM-Sec-RHS (Affiliate-Link) zusätzlich auch den Zustand der Batterie und den Zustand des Batteriedeckels. Um eine kleine Unzulänglichkeit des Fenster-Drehgriffkontaktes, nämlich das sofortige (!) Senden des Zustandes, auszubessern, wird ein kleiner Sende-Delay in die Firmware des HM-Sec-RHS (Affiliate-Link) eingebaut, damit auch beim Schwenken von „geschlossen“ auf „gekippt“ nicht auch der Zwischenstatus „offen“ an den HomeMatic Lan-Adapter (Affiliate-Link) bzw. an FHEM übermittelt wird. Dies würde die Logfileeinträge verunschönen und eine Visualisierung erschweren. Dazu wird wie folgt vorgegangen: set Wz.Terassentuer.Links regSet eventDlyTime 3 Daraufhin lautet der „protState“ des Devices „CMDs_pending“. Diese wartenden Befehle werden durch Drücken der Anlerntaste auf den Fenster-Drehgriffkontakt übertragen (jetzt „CMDs_done“). Die LEDs quittieren das erfolgreiche Übertragen mit einer Kombination aus orange und grün. Anschließend wird mit set Wz.Terassentuer.Links getConfig und einem erneuten Drücken der Anlerntaste die neue Konfiguration ausgelesen. Sollte der State des HM-Sec-RHS (Affiliate-Link) daraufhin „Missing ACK“ sein, kann dies durch Öffnen und Schließen des Fensters korrigiert werden. Nutzung des Fenster-Drehgriffkontaktes in FHEM-Szenarien Der Einsatz eines HomeMatic Fenster-Drehgriffkontaktes HM-Sec-RHS (Affiliate-Link) ermöglicht unterschiedliche Szenarien. Nachfolgend sollen einige Beispiele als Gedankenanregung aufgeführt werden. Heizungssteuerung in Abhängigkeit des Schließzustandes Um die Temperatur der Heizung (hier: Wz.Heizung) beispielsweise mit einem HomeMatic Funk-Thermostat (Affiliate-Link) zu senken, wenn das Fenster (hier: Wz.Terassentuer.Links) geöffnet wird, könnte man wie folgt vorgehen: ### Dummy, um zu erkennen, ob Fenster geöffnet wurde ### define Wz.fensteroffen dummy ### Dummy speichert „vorher“-Temperatur der Heizung ### define Wz.fensteroffenTemp dummy ### Bei Öffnung wird aktueller Wert gespeichert in Dummy, Temp auf 12 gesetzt und der Zustands-Dummy aktiviert ### define TempWzSenken notify Wz.Terassentuer.Links:open { my $WzCurrentTemp=ReadingsVal("Wz.Heizung","desired-temp",0) fhem ("set Wz.Heizung desired-temp 12.0 set Wz.fensteroffen on set Wz.fensteroffenTemp $WzCurrentTemp") } ### Bei Schließen wird alter Wert wieder gesetzt, Zustands-Dummy wieder aus, nur wenn Zustand bisher offen ### define TempWzAnheben notify Wz.Terassentuer.Links:closed { my $WzTempBefore=Value("Wz.fensteroffenTemp") if (Value("Wz.fensteroffen") eq "on") { fhem ("set Wz.Heizung desired-temp $WzTempBefore set Wz.fensteroffen off") } } Push-Benachrichtigung bei offenem oder gekipptem Fenster und Abwesenheit Bei einer „unautorisierten“ Öffnung des Fenster bei Abwesenheit der Bewohner (hier: Dummy Anwesenheit) kann entsprechend der hier beschriebenen Push-Funktion eine Benachrichtigung auf das Smartphone gesendet werden. define WzFensterWarnungOffen notify Wz.Terassentuer.Links:open { if (Value("Anwesenheit") eq "off") { system ("curl -s -F 'token=am4uA61Gx2Jw9GA24rePRyMJw8B3hz' -F 'user=u4zDygNRGFbQUSmcxXj6fGsWJl9d93' -F 'message=WohnzimmernUnautorisierte Fensteröffnung https://api.pushover.net/1/messages.json") } } Aus meinem täglichen Leben Der HomeMatic Fenster-Drehgriffkontaktes HM-Sec-RHS (Affiliate-Link) ist ein sehr simpler, jedoch unglaublich wichtiger Bestandteil des SmartHomes im Szenario ‚Sicherheit’. In Kombination mit der Temperatursteuerung hilft der Sensor auch dabei, das Energiesparen voranzutreiben. Durch die im Vergleich mit Tür-/Fensterkontakten ausgereifte Optik, integriert sich der HM-Sec-RHS (Affiliate-Link) auch sehr schön in das eigene Zuhause. Wichtige Fenster sollten daher damit ausgestattet sein! ### Update: Smart Metering mit FHEM und OWL +USB In diesem Artikel wurde erklärt, wie der Smart Meter OWL +USB (Affiliate-Link) in FHEM zur Messung, Auswertung und Live-Anzeige des Stromverbrauchs genutzt werden kann. Nachdem es bei den neuesten Raspbian-Versionen zu Problemen bei der Treiberinstallation kam, gibt es jetzt dank User "gemx" aus dem fhem-forum eine neue Treiberversion, die unter dem Kernel 3.10.25+ läuft. Ich habe basierend darauf ein Paket gebaut, welches den neuen Treiber in wenigen Schritten installiert. Hier soll nun noch einmal zusammengefast werden, wie der aktualisierte Treiber im Zusammenspiel mit OWL +USB und FHEM funktioniert. Die Installation auf einer FritzBox wird hier nicht mehr gezeigt. B007KPVC0A Mit Hilfe von „The OWL +USB“ (Affiliate-Link) und einem FHEM-Server (hier Raspberry Pi (Affiliate-Link)) wird ein Metering-Setup präsentiert, das die folgenden Anforderungen unterstützt: Live-Tracking: Stromverbrauch und -kosten im gesamten Haushalt Betrieb mit FHEM Tracking von unterwegs: Einbindung in mobile Applikation für iPad und iPhone. The OWL +USB – Wireless Home Energy Monitor Bevor das Setup mit FHEM erklärt wird, muss zunächst erwähnt werden, dass die "Eule" eine Stand-alone-Lösung ist und selbstverständlich auch ohne Hausautomation-Server betrieben werden kann. Das OWL +USB (Affiliate-Link) hat einen Zweck:  Live-Anzeige von Stromverbrauch, -kosten sowie CO2-Ausstoß auf dem im Lieferumfang enthaltenen Monitor. Dabei empfängt das große Hauptdisplay die aktuellen Verbrauchsdaten vom Owl-Sender. Dieser ist über Stromsensoren bzw. -zangen (Affiliate-Link) mit der Stromzufuhr des Haushalts verbunden. Diese Stromzangen sind der Dreh- und Angelpunkt der Produktidee, denn so kann das Produkt komplett ohne Eingriff in die E-Installation montiert werden. Die Sensoren (Affiliate-Link) werden lediglich um die Phase (Stromzufuhr) herum geklipst (siehe unten). Die Leistung des Stromes, die auch vom jeweiligen Versorger abgerechnet wird, ist in W(att) beziffert. Durch die Tatsache, dass 1 Watt (W) einem Volt-Ampere (VA) entspricht, kann der Verbrauch berechnet werden: das OWL misst mittels der Sensoren (Zangenamperemeter) die anliegende Stromstärke in Ampere (A). Multipliziert mit der Spannung (V), die in jedem Haushalt 230 V beträgt, kann auf die Watt-Anzahl geschlossen werden. (Beispiel: das OWL misst 8,0 Ampere -> 8,0 A * 230 V = 1.840 VA = 1.840 W). Lieferumfang und Produkt-Features Zum Lieferumfang des OWL in der Variante „+USB“ (Affiliate-Link) gehören das Display (Empfänger), der Sender und drei daran anzuschließender Sensoren. Da der Sensor um die Stromzuleitung herum geklipst werden muss und in deutschen Haushalten meist drei Zuleitungen (Phasen) verbaut sind, müssen zwei zusätzliche Sensoren gekauft werden (Affiliate-Link), wenn die Owl-Variante mit nur einem Sensor (Affiliate-Link) gekauft wurde. Diese können alle samt am gleichen Sender betrieben werden. Display und Sender werden mit Batterien betrieben, welche ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind. Feature-technisch gibt es im Normal-Modus drei Anzeige-Optionen: aktuelle(r) und kumulierter(r) Stromverbrauch, Stromkosten und CO2-Ausstoß. Es ist möglich, verschiedene Strompreise zu unterschiedlichen Uhrzeiten zu hinterlegen (z.B. bei Tarifen mit Nacht- und Tagstrom). Der Zusatz-Gimmick bei der „+USB“-Variante (Affiliate-Link) ist die Datenanalyse am PC. Das Display speichert Verbräuche bis zu 30 Tagen, die mit der mitgelieferten Software per USB-Verbindung zum PC(!) ausgewertet werden können (Excel-Export etc.). Installation Vorab: Beim Arbeiten an Elektro-Installationen besteht Lebensgefahr! Arbeiten sollen und dürfen nur von zertifiziertem Fachpersonal ausgeführt werden. Meintechblog.de übernimmt keine Haftung für die hier aufgeführten Hinweise und Erläuterungen. Nach dem Einlegen der Batterien in Display und Sender, müssen lediglich die Stromsensoren an der Zuleitung im Sicherungskasten angebracht werden. Das Owl +USB (Affiliate-Link) eignet sich somit vor allem für Haushalte, die keinen direkten Zugang zu Ihrem Stromzähler haben (z.B. Mietwohnungen mit Stromzähler im Keller). Im Normalfall besitzt ein Sicherungskasten vier wichtige Hauptleitungen: drei Phasen, jeweils um 120 Grad verschoben (braun, schwarz, grau) und einen Neutralleiter (blau). Die drei Phasen sind der Anknüpfungspunkt für die drei Owl-Sensoren (Affiliate-Link): Einfach herum klipsen und mit dem Sender verbinden. Nach dem Koppeln von Display und Sender, wie im beiliegenden Handbuch beschrieben, ist das Setup betriebsbereit und das Display zeigt bereits den aktuellen Verbrauch an. Wird das Owl stand-alone betrieben, ist die Konfiguration an dieser Stelle abgeschlossen und das Gerät ist betriebsbereit. Owl +USB und FHEM – Smart Metering noch smarter Der offene Hausautomationsserver FHEM bietet zahlreiche Möglichkeiten, mit Aktoren, Sensoren und weiteren Bausteinen unterschiedlicher Hausautomatisierungssysteme zu kommunizieren. Wie hier bereits erläutert, können somit unterschiedliche Hersteller-Lösungen miteinander kombiniert und in einer einheitlichen Weboberfläche (bzw. Smartphone-App) gesteuert werden. Es wird nun gezeigt, wie sich das Owl +USB (Affiliate-Link) an FHEM anbinden lässt. Hier wird die Konfiguration mit FHEM auf einem Raspberry Pi (Affiliate-Link) erklärt. Für Besitzer eines „RFXtrx433“-Transceivers kann die Kopplung auch ohne die hier beschriebene Variante direkt per Funk umgesetzt werden. Grundvoraussetzungen für die hier gezeigte Lösung sind: FHEM (auf einem RaspberryPi (Affiliate-Link)) Owl +USB Energiemonitor (Pack mit 3 Sensoren) (Affiliate-Link) Ein freier USB-Slot am Hausautomation-Server Installation auf einem Raspberry Pi (für FritzBox-Installation bitte weiter unten lesen) Der Raspberry Pi (Affiliate-Link) bietet eine hervorragende Hardware-Basis, um FHEM zu nutzen. Die Installation des Hausautomation-Servers wurde hier bereits erklärt. Zusätzlich zum Raspberry Pi benötigt man unbedingt noch ein Netzteil (Affiliate-Link), damit die Stromversorgung sichergestellt wird und sollte ferner ein Gehäuse (Affiliate-Link) dazu bestellen. Linux-Treiber für Owl +USB auf dem Raspberry Pi installieren Ein wertvoller Tipp für alle Neueinsteiger: Wer keine Treiber für Linux kompilieren will, sollte nur FHEM installieren und auf Befehle wie "apt-get update" oder "apt-get upgrade" verzichten. UPDATE: Bekannt und getestet ist die Funktion des OWL auf einem Raspberry Pi mit den Kernel-Versionen 3.6.11, 3.10.25+ und 3.12.22. UPDATE: Unter diesem Link (http://tech.enekochan.com/en/2014/03/08/upgradedowngrade-to-a-specific-firmware-kernel-version-with-rpi-update-in-raspbian/) wird erklärt, wie man seinen Kernel auf eine vorherige Version downgraden kann, damit der OWL-Treiber passt. Für die Kernel-Version 3.6.11 muss diese Treiber-Version heruntergeladen werden: OWL-Treiber für 3.6.11 Für die Kernel-Version 3.10.25+ muss diese Treiber-Version heruntergeladen werden: OWL-Treiber für 3.10.25+ Für die Kernel-Version 3.12.22 muss diese Treiber-Version heruntergeladen werden: OWL-Treiber für 3.12.22 Um herauszufinden, welche Kernel-Version installiert ist, muss zunächst eine SSH-Verbindung auf den Raspberry hergestellt werden. ssh pi@192.168.178.51 Dabei ist die IP-Adresse an die des jeweiligen Raspberry Pis angepasst werden. Anschließend kann mit folgendem Befehl die aktuelle Kernel-Version ausgegeben werden: uname -r In Abhängigkeit der Kernel-Version sollte nun eines der oben bereitgestellten Pakete  heruntergeladen werden. Der Inhalt sollte nun per FTP (z.B. mit FileZilla für Mac oder PC) auf den Raspberry übertragen werden. Ich habe auf einer frischen Raspbian-Installation herausgefunden, dass der Ordner "/opt/fhem/FHEM" über alle nötigen Schreib- und Leserechte verfügt, weshalb ich diesen für den Transfer verwende.  Anschließend wird in den neuen Ordner gewechselt. Bei 3.10.25+: cd /opt/fhem/FHEM/cpowl_neu sudo chmod +x install.sh Bei 3.6.11: cd /opt/fhem/FHEM/raspberrypi_cp210x_driver Anschließend kann mit folgender Eingabe das Installskript gestartet werden. Bei der 3.10.25+-Version habe ich dieses entsprechend angepasst. sudo ./install.sh Mit dem letzten Befehl wird der Raspberry neu gestartet und das OWL kann jetzt in FHEM eingebunden werden. sudo reboot Einrichtung der Eule in FHEM Hardwaretechnisch kann das Owl nun bereits betrieben werden. Der Befehl "dmesg" sollte nach dem Anstecken des Owl an den Raspberry oder die FritzBox mit dem beigelegten USB-Kabel irgendwo eine Zeile enthalten, die das Gerät erkennt ("Product: OWL Wireless Electricity Monitor USB version is connected"). Nun geht es darum, FHEM mit dem Owl bekannt zu machen. 1.    Schritt: CM160-Dateien in FHEM installieren Die verantwortlichen Dateien für die Auswertung der Daten (ebenfalls von „Dirk“), die das Owl +USB (Affiliate-Link) an FHEM sendet, müssen in das entsprechende FHEM-Verzeichnis gelegt werden, in dem alle anderen ".pm"-Files liegen. Je nach Version und Installation kann das Verzeichnis variieren, sollte aber hier sein: /fhem/FHEM. Nachdem die Datei hinterlegt wurde, muss FHEM oder die gesamte Hardware neu gestartet werden. 2.    Schritt: Owl in FHEM anlegen Schließlich wird der Energiemonitor jetzt mittels des klassischen „define“-Befehls in FHEM angelegt. Dies könnte beispielsweise so aussehen: define CM160 CM160 /dev/ttyUSB0 attr CM160 co2Factor 0.59 attr CM160 costPerKwh 0.30 attr CM160 currency € attr CM160 voltage 195 Wer die empfangenen Daten zusätzlich in einer Grafik (Plot) ausgewertet haben möchte, definiert zunächst ein Logfile: define cm160Log FileLog /var/log/FHEM.dev/CM160.log CM160.(A:|W:|C:|CO2:).* Anschließend können die Daten aus dem Logfile in einen Plot umgewandelt werden. Diese gplot-Datei (auch von "Dirk") wird im Verzeichnis /www/gplot abgelegt und ermöglicht, die Grafik zu initialisieren: define cm160Plot weblink fileplot cm160Log:cm160:CURRENT Aus meinem täglichen Leben Durch die Kombination von FHEM und dem OWL schalte ich nun verschiedene Verbraucher, wie Lichter oder Elektronikgeräte und sehe in Echtzeit (ca. 2-3 Sekunden Zeitverzug) den Stromverbrauch im gesamten Haushalt. Mein Tipp ist, über einen gewissen Zeitraum zu überwachen, ob das OWL eine zu hohe Abweichung misst. Dies kann durch den Vergleich der kumulierten Werte auf dem Owl-Display und dem "echten" Stromzähler des Versorgers bewerkstelligt werden. Ich habe daraufhin den Voltage-Wert von 230V auf knapp 195V heruntergesetzt (siehe Config oben). Die Abweichungen sind jetzt minimal und bewegen sich im Bereich um die 1-2%. Das Owl +USB in Verbindung mit FHEM ist für mich eine wirklich saubere Lösung, die tatsächlich helfen kann, Stromkosten zu senken. Einkaufsliste OWL +USB Energiemonitor (3 Sensoren Pack) (Affiliate-Link) Zwei zusätzliche OWL Standard Sensoren für Energiemonitor (Affiliate-Link) Optional: Hausautomation-Server (z.B. Raspberry Pi (Affiliate-Link)) ### HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Deine Waschmaschine ist fertig Wie im Artikel HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Erweiterte Szenarien mit FHEM erstellen bereits einleitend erklärt, lässt sich der Homematic Funk-Schaltaktor 1-fach mit Leistungsmessung HM-ES-PMSw1-PI (Affiliate-Link) in Kombination mit FHEM idealerweise auch dazu nutzen, bei bestimmten Messwerten entsprechende Aktionen zu triggern. Da der vorgestellte Funk-Schaltaktor bis zu 3680 Watt verträgt, ist er natürlich geradezu prädestiniert im Hauswirtschaftsraum die Waschmaschine zu schalten und deren Leistungswerte zu überwachen, um bspw. bei fertigem Waschprogramm eine entsprechende Push-Nachricht aufs Smartphone zu schicken und kurze Zeit später den Strom zur Waschmaschine komplett zu trennen, um den Standbyverbrauch der Waschmaschine zu eliminieren. Wie die Einrichtung, die in der Tat etwas aufwändiger ist, funktioniert, wird nachfolgend in einem Howto beschrieben. Anlernen des Funk-Aktors in FHEM Gekoppelt wird der Homematic Funk-Schaltaktor HM-ES-PMSw1-PI (Affiliate-Link), wie jeder andere Homematic-Adapter auch, direkt in der Weboberfläche des FHEM-Servers über den Kommandozeilenbefehl: set HMLAN1 hmPairForSec 60 Mit einem anschließenden Druck auf die Enter-Taste ist der HMLan-Adapter (Affiliate-Link) ab jetzt für 60 Sekunden bereit für neue Geräteanmeldungen. Wer statt HMLAN1 einen anderen Namen vergeben hat, muss den Eintrag entsprechend anpassen. Um den Anlernvorgang einzuleiten, muss die einzige Gerätetaste des Funk-Schaltaktors (Affiliate-Link) für mindestens vier Sekunden gedrückt werden. Daraufhin steht der Adapter sofort in FHEM zur Verfügung. Der Funk-Stellantrieb besitzt jede Menge Kanäle (Channels), von denen nachfolgend nur die Benötigten beschrieben und genutzt werden. Hier wird auch gleich eine Umbenamung über die FHEM-Kommandozeile vorgenommen, um sprechende Namen (in diesem Fall HR.Waschmaschine) zu erhalten. #Hier wird das Hauptdevice umbenannt, welches den darunter aufgelisteten Channel beinhaltet. rename CUL_HM_HM_ES_PMSw1_Pl_24A726_Sw HR.Waschmaschine attr HR.Waschmaschine room Hauswirtschaftsraum #Hier wird der Channel umbenannt, welcher die Leistung in Watt verwaltet. rename CUL_HM_HM_ES_PMSw1_Pl_24A726_Pwr HR.Waschmaschine_Power attr HR.Waschmaschine_Power room Hauswirtschaftsraum Danach "Save config" in FHEM anklicken, um die Änderungen dauerhaft zu speichern. fhem.cfg erweitern Als erstes wird der Dummy HR.WaschmaschineWatt in der fhem.cfg definiert, welcher die aktuelle Leistung in Watt anzeigt. Das ist zwar nicht zwingend notwendig aber dennoch zumindest für Testzwecke sinnvoll, da der Verbrauch sonst nur im Reading von HR.Waschmaschine_Power steckt und nicht direkt im FHEM-Interface angezeigt wird. #Dummy HR.WaschmaschineWatt für die Anzeige des aktuellen Watt-Verbrauchs definieren define HR.WaschmaschineWatt dummy attr HR.WaschmaschineWatt room Hauswirtschaftsraum #Dummy HR.WaschmaschineWatt mit Werten versorgen define HRWaschmaschineWattSet notify HR.Waschmaschine_Power {my $power =ReadingsVal("HR.Waschmaschine_Power","power","");; fhem ("set HR.WaschmaschineWatt $power")} Jetzt wird der Dummy HR.WaschmaschineBetrieb benötigt, welcher signalisiert, ob die Waschmaschine gerade arbeitet (on), oder nicht (off) bzw. ob ein Waschvorgang gerade abgeschlossen wurde (standby). #Dummy HR.WaschmaschineBetrieb definieren define HR.WaschmaschineBetrieb dummy attr HR.WaschmaschineBetrieb event-on-change-reading state attr HR.WaschmaschineBetrieb room Hauswirtschaftsraum Nun wird der Dummy HR.WaschmaschineBetrieb eingeschaltet, sobald der Funk-Schaltaktor (Affiliate-Link) einen Stromverbrauch von mehr als 30 Watt erkennt und somit angenommen werden kann, dass die Waschmaschine den Waschvorgang gestartet hat. Den Wert kann man natürlich auch entsprechend den eigenen Bedürfnissen anpassen. Zusätzlich wird noch der später benötigte watchdog HRWaschmaschineAutoOff auf "defined" gesetzt. #Dummy HR.WaschmaschineBetrieb einschalten bei Verbrauch größer 30 Watt define HRWaschmaschineBetriebAn notify HR.Waschmaschine_Power:power.* {fhem ("set HR.WaschmaschineBetrieb on;; setstate HRWaschmaschineAutoOff defined") if (ReadingsVal("HR.Waschmaschine_Power","power","") >= 30 && Value("HR.WaschmaschineBetrieb") ne "on")} Update vom 13.03.2014: Bisher (rot markiert) wurde durch einen kurzzeitigen Verbrauch von unter 5 Watt signalisiert, dass der Waschvorgang abgeschlossen ist. Einige hatten aber das Problem, dass sich die Waschmaschine beim laufenden Betrieb zeitweise kleine Pausen gegönnt hat, in welchen der Verbrauch unter diese Grenze gesunken ist. Infolgedessen wurde fälschlicherweise eine Push-Nachricht "Waschvorgang abgeschlossen" verschickt, obwohl die Waschmaschine noch nicht fertig war. Um dieses Problem zu beheben, habe ich mir eine Lösung für dieses Problem mit Hilfe eines Watchdogs (grün markiert) überlegt. Es kann also ENTWEDER der rot markierte Text ODER der grün markierte Text verwendet werden. Update vom 12.01.2015: Wer seine Waschmaschine automatisch abschalten bzw. vom Strom trennen möchte, sollte sich bewusst sein, dass die eingebaute Aqua-Stop nicht mehr funktioniert. Danke an spilu für den Hinweis. Der Dummy HR.WaschmaschineBetrieb wird wieder ausgeschaltet, sobald der Verbrauch unter 5 Watt fällt und damit angenommen werden kann, dass die Waschmaschine den Waschvorgang abgeschlossen hat. Diese für jede Maschine individuelle Grenze lässt sich relativ einfach ermitteln, indem man den aktuellen Wert in FHEM abließt, wenn die gerade nicht arbeitende Waschmaschine am eingeschalteten Funk-Schaltaktor (Affiliate-Link) hängt. Bei meiner etwas älteren Waschmaschine kommt dabei ein Standby-Verbrauch von 4,4 Watt heraus - völlig verrückt, wenn man bedenkt, dass EINE WASCHMASCHINE im ausgeschalteten Zustand knapp 5 Watt verjubelt und dabei NICHTS macht. #Dummy HR.WaschmaschineBetrieb ausschalten bei Verbrauch kleiner gleich 5 Watt define HRWaschmaschineBetriebAus notify HR.Waschmaschine_Power:power.* {fhem ("set HR.WaschmaschineBetrieb standby") if (ReadingsVal("HR.Waschmaschine_Power","power","") <= 5 && Value("HR.WaschmaschineBetrieb") eq "on")} Dummy HR.WaschmaschineBetrieb wird wieder ausgeschaltet, sobald der Verbrauch für mindestens 5 Minunten unter 5 Watt verbleibt und damit sicher angenommen werden kann, dass die Waschmaschine den Waschvorgang tatsächlich abgeschlossen hat. Dazu wird der Dummy HR.WaschmaschineHoherVerbrauch definiert, welcher je über ein Notify auf On bzw. Off geschaltet wird, sobald im laufenden Betrieb der angegebene Schwellwert (5 Watt) über bzw. unterschritten wird. Abschließend wird dann über einen Watchdog überwacht, ob der Schwellwert für eine gewisse Zeit (hier 5 Minuten) kontinuierlich unter dem Schwellwert bleibt und in diesem Fall das Ende des Waschgangs signalisiert (set HR.WaschmaschineBetrieb standby). #Dummy HR.WaschmaschineHoherVerbrauch definieren define HR.WaschmaschineHoherVerbrauch dummy attr HR.WaschmaschineHoherVerbrauch event-on-change-reading state attr HR.WaschmaschineHoherVerbrauch room Hauswirtschaftsraum #Dummy HR.WaschmaschineHoherVerbrauch einschalten bei Verbrauch größer 5 Watt bei laufendem Betrieb define HRWaschmaschineHoherVerbrauchAn notify HR.Waschmaschine_Power:power.* {fhem ("set HR.WaschmaschineHoherVerbrauch on;; setstate HRWaschmaschineAutoStandby defined") if (ReadingsVal("HR.Waschmaschine_Power","power","") > 5 && Value("HR.WaschmaschineBetrieb") eq "on")} #Dummy HR.WaschmaschineHoherVerbrauch ausschalten bei Verbrauch kleiner gleich 5 Watt bei laufendem Betrieb define HRWaschmaschineHoherVerbrauchAus notify HR.Waschmaschine_Power:power.* {fhem ("set HR.WaschmaschineHoherVerbrauch off") if (ReadingsVal("HR.Waschmaschine_Power","power","") <= 5 && Value("HR.WaschmaschineBetrieb") eq "on")} #Wenn der Verbrauchswert für mindestens 5 Minuten bei laufendem Betrieb unter obigem Schwellwert (5 Watt) verbleibt, wird angenommen, dass der Waschvorgang tatsächlich abgeschlossen ist define HRWaschmaschineAutoStandby watchdog HR.WaschmaschineHoherVerbrauch:off 00:05 HR.WaschmaschineHoherVerbrauch:on set HR.WaschmaschineBetrieb standby attr HRWaschmaschineAutoStandby regexp1WontReactivate 1 attr HRWaschmaschineAutoStandby room Hauswirtschaftsraum Da der Dummy HR.WaschmaschineBetrieb den Status "standby" verpasst bekommt, kann dies genutzt werden, um eine Push-Nachricht per "Pushover" aufs Smartphone zu schicken. Die Voraussetzung dafür werden im Artikel Howto: Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (Update) beschrieben. #Pushover-Notification bei abgeschlossenem Waschvorgang verschicken - token und user ist bei jedem anders und muss entsprechend geändert werden define HRWaschmaschineWaschvorgangAbgeschlossenPushover notify HR.WaschmaschineBetrieb:standby {system ("curl -s -F 'token=am4uA61Gx2Jw9GA24rePRyMJw8B3hz' -F 'user=u4zDygNRGFbQUSmcxXj6fGsWJl9d93' -F 'message=HauswirtschaftsraumnWaschvorgang abgeschlossen' https://api.pushover.net/1/messages.json")} Wer noch eine entsprechende Sprachausgabe nutzen möchte, kann dies natürlich auch realisieren. Die Voraussetzungen dafür werden im Artikel “Willkommen Zuhause!” – Sprachausgabe in FHEM realisieren beschrieben. Die beiden nachfolgend genutzten MP3-Sprachdateien sind im zip-File geupdatet: Funkgong-Beispiel-mp3s.zip (26180 Downloads ) #Sprachausgabe bei abgeschlossenem Waschvorgang wiedergeben define HRWaschmaschineWaschvorgangAbgeschlossenMP3 notify HR.WaschmaschineBetrieb:standby set FL.GongMP3 playTone 012 Wie bereits oben erwähnt, kann eine Waschmaschine im Standby ordentlich Strom fressen - in meinem Fall etwas mehr als 4 Watt, was im Jahr knapp 10 Euro entspricht (bei 30 Cent pro KWh). Um dem entgegenzuwirken, soll der Funk-Schaltaktor (Affiliate-Link) den Strom zur Waschmaschine automatisch nach 15 Minuten trennen, nachdem diese den Waschvorgang abgeschlossen hat und kein neuer Waschvorgang gestartet wurde. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass vor einem Waschvorgang die Taste am Funk-Schaltaktor (Affiliate-Link) kurz gedrückt werden muss, wenn ein vorhergehender Waschgang mehr als 15 Minuten zurückliegt, um die Waschmaschine wieder mit Strom zu versorgen. (Wer einen Bewegungsmelder im Hauswirtschaftsraum hat, könnte das natürlich auch umgehen, indem durch die erkannte Bewegung der Funk-Schaltaktor (Affiliate-Link) einschaltet und nach x Minuten wieder ausschaltet, sofern kein neuer Waschvorgang gestartet wird.) #HR.Waschmaschine 15 Minuten nach dem letzten Waschgang vom Strom trennen define HRWaschmaschineAutoOff watchdog HR.WaschmaschineBetrieb:standby 00:15 HR.WaschmaschineBetrieb:on set HR.Waschmaschine off set HR.WaschmaschineBetrieb off attr HRWaschmaschineAutoOff regexp1WontReactivate 1 attr HRWaschmaschineAutoOff room Hauswirtschaftsraum Und zum Schluss noch die entsprechenden Benachrichtigungen, sobald die Waschmaschine ausgeschaltet bzw. durch den Funk-Schaltaktor (Affiliate-Link) vom Strom getrennt wird. #Pushover-Notification sobald die Waschmaschine ausgeschaltet wird - token und user ist bei jedem anders und muss entsprechend geändert werden define HRWaschmaschineWirdAusgeschaltetPushover notify HR.WaschmaschineBetrieb:off {system("curl -s -F 'token=am4uA61Gx2Jw9GA24rePRyMJw8B3hz' -F 'user=u4zDygNRGFbQUSmcxXj6fGsWJl9d93' -F 'message=HauswirtschaftsraumnWaschmaschine wird ausgeschaltet' https://api.pushover.net/1/messages.json")} #Sprachausgabe wiedergeben sobald die Waschmaschine ausgeschaltet wird define WRWaschmaschineWirdAusgeschaltetMP3 notify HR.WaschmaschineBetrieb:off set FL.GongMP3 playTone 013 Aus meinem täglichen Leben Das hier vorgestellte Szenario verrichtet bei mir bereits seit Längerem zuverlässig seinen Dienst. Ich hatte jedoch bisher einen AVM FRITZ!DECT 200 (Affiliate-Link) Zwischenstecker im Einsatz, welcher zwar ebenfalls eine Strommessfunktion hatte, aber nur für Geräte bis 2.300 Watt ausgelegt war, was aber für meine Waschmaschine gerade noch ausreichte. Zudem hat er bei mir nicht zuverlässig seinen aktuellen An-Aus-Zustand an die Zentrale zurückgemeldet, wenn man am Zwischenstecker selbst manuell ein- bzw. ausgeschaltet hatte. Der Homematic Funk-Schaltaktor HM-ES-PMSw1-PI (Affiliate-Link) verkraftet dagegen Geräte bis zu 3.680 Watt und meldet seinen Zustand bis jetzt zuverlässig an die FHEM-Zentrale. Auch werden sich ändernde Verbräuche fast in Echtzeit an die Zentrale mitgeteilt, wodurch die Reaktionszeit sehr kurz ist und das obige Szenario zuverlässig und zeitnah über sich ändernde Zustände informiert. Insgesamt bleibt es natürlich "nur" eine lustige Spielerei, die ich jedoch nicht mehr missen möchte. ### HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Erweiterte Szenarien mit FHEM erstellen Funk-Schaltaktoren für Steckdosen gibt es wie Sand am Meer. Von äußerst billig und technologisch einfach (Intertechno IT-1500 (Affiliate-Link)) über preiswert und gut (FS20-ST (Affiliate-Link)) bis hin zu den kürzlich (Stand Januar 2014) erschienenen HomeMatic HM-ES-PMSw1-Pl (Affiliate-Link), welche zwar im oberen Preissegment liegen, allerdings mehr bieten als andere Funk-Zwischenstecker. Die neueste Version dieser Funk-Schaltaktoren kommt jetzt mit einem Zusatz-Feature: Live-Stromverbrauchsmessung. Dies ermöglicht ganz neue Abläufe für das SmartHome. Weil die Steckdose sowohl schaltet als auch misst, sind jetzt Szenarien möglich, bei denen der neue Funk-Schaltaktor (Affiliate-Link) verbrauchsabhängig Schaltvorgänge durchführen kann. Ist die Waschmaschine fertig mit dem Waschvorgang, kann der HomeMatic HM-ES-PMSw1-Pl (Affiliate-Link) sie direkt abschalten, was gerade bei Haushaltsgroßgeräten dabei hilft, die Stromrechnung zu senken und daher eine echte Empfehlung für alle Energiesparer ist. Wie das funktioniert, wird im Howto-Artikel HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Deine Waschmaschine ist fertig ausführlich beschrieben. Wer seinen Komfort steigern möchte, kann den neuen Schaltaktor HomeMatic HM-ES-PMSw1-Pl (Affiliate-Link) beispielsweise auch dazu verwenden, sich schlicht benachrichtigen zu lassen, wenn die Waschmaschine fertig ist, was anhand des abfallenden Stromverbrauchs erkannt werden kann. Einbinden in FHEM: Neues Zusatz-Feature nutzen und in eigene Abläufe integrieren Der Hausautomation-Server FHEM wurde bereits softwareseitig für den neuen Schaltaktor HomeMatic HM-ES-PMSw1-Pl (Affiliate-Link) vorbereitet. Vor dem Verbinden ("Pairen") sollte jedoch zunächst ein Update ausgeführt werden, damit die neuesten Daten installiert werden: update check update shutdown restart Nun sollte das jeweilige Kommunikationsgerät (z.B. der HomeMatic HMLAN-Adapter (Affiliate-Link) oder der CUL von busware.de) in den Pairing-Modus gebracht werden (hier am Bsp. des HMLAN-Adapters): set HMLAN1 PairForSec 60 Anschließend den neuen Funk-Schaltaktor (Affiliate-Link) einfach in eine Steckdose packen und den Taster an der Vorderseite 4 Sekunden gedrückt halten. Daraufhin sollte die LED orange blinken und der erfolgreiche Pairing-Vorgang mit dem Aufleuchten eines grünen LED-Signals quittiert werden. Der neue Funk-Schaltaktor (Affiliate-Link) ist jetzt im Raum CUL_HM zu finden. Theoretisch könnte man das Pairen auch über die Seriennummer der Komponente vornehmen, was bei mir allerdings für den HomeMatic HM-ES-PMSw1-Pl (Affiliate-Link) nicht funktioniert hat. Die Besonderheit dieses neuen Aktors ist, dass er über mehrere Kanäle verfügt. Diese sind sichtbar, wenn man das neu in FHEM erschienene Device anklickt (siehe Screenshot links). Dabei sind allerdings lediglich Kanal 1 zum Schalten und Kanel 2 zum Messen von Relevanz (Kanal 1 habe ich im Screenshot aus Komfort-Gründen bereits umbenannt). Das Steuern des an den HomeMatic HM-ES-PMSw1-Pl (Affiliate-Link) angeschlossenen Verbrauchers sollte nun bereits reibungsfrei funktionieren. Bei Auswahl von Kanal 2 mit der Endung "_Pwr" wird der Stromverbrauch in Watt allerdings nicht direkt im Statusfeld "STATE" angezeigt, sondern ist vielmehr Bestandteil der Readings (siehe Screenshot rechts) und ist im Feld "Power" zu finden. Wer diesen Wert jetzt nutzen möchte, um weitere Aktionen zu starten oder ihn einfach nur zur Überwachung braucht, muss zunächst einen Dummy erstellen, der über ein Notify jeweils den aktuellen Verbrauchswert vom HomeMatic Funk-Schaltaktor (Affiliate-Link) erhält. Zunächst wird der Mess-Kanal (2) noch umbenannt: rename CUL_HM_HM_ES_PMSw1_Pl_24A88C_Pwr Verbrauchsmessung define Verbraucher1 dummy define Verbraucher1Setzen notify Verbrauchsmessung {my $var= ReadingsVal("Verbrauchsmessung","power",0);; fhem("set Verbraucher1 $var")} Der Dummy Verbraucher1 liefert uns jetzt immer die aktuellen Energieverbrauchswerte des angeschlossenen Verbrauchers in Watt. Wie man die Werte nun beispielsweise in einem Graphen visualisieren kann, wird hier beschrieben. Aus meinem täglichen Leben Der neue HomeMatic Funk-Schaltaktor (Affiliate-Link) wird bei mir allmählich die alten FS20-ST (Affiliate-Link) ersetzen. Schritt für Schritt werde ich die Leistungsmessung dazu nutzen, gezielt Energieverbraucher zu identifizieren und bei Bedarf abzuschalten. Im Gegensatz zu meiner aktuellen Methode, den Stromverbrauch mit dem OWL +USB Smart Meter (Affiliate-Link) für das gesamte Heim zu erfassen, kann mit dem neuen HomeMatic Funk-Schaltaktor (Affiliate-Link) HM-ES-PMSw1-Pl (Affiliate-Link) ganz spezifisch der Energiebedarf einzelner Verbraucher erfasst und verfolgt werden. Die einfache Anbindung in FHEM und die schöne Optik im Vergleich zu den alten Modellen machen den Aktor für mich zu einem der besten Hardware-Updates von HomeMatic seit längerer Zeit. Der etwas höhere Preis wird durch die Produktfeatures absolut gerechtfertigt. Uneingeschränkte Kaufempfehlung! ### Lichtsteuerung: Kreuzschaltungen per Funk mit HomeMatic und FHEM realisieren Bestehende Elektroinstallationen müssen meist als gegeben hingenommen werden, wenn es darum geht, eine Smart Home-Lösung nachzurüsten. Dabei gibt es gerade bei der Lichtsteuerung massive Probleme, die von den Herstellern Marketing-technisch immer ein wenig unter den Tisch gekehrt werden. Neben einfachen Ausschaltungen (1 Lichtschalter) oder Wechselschaltungen (2 Lichtschalter) findet man häufig auch Kreuzschaltungen (3 oder mehr Lichtschalter) in Wohnungen und Häusern. Diese sind etwas schwieriger auf eine funkgestützte Smart Home-Lösung umzustellen, wenn man den Schaltzustand des Lichtes auch zu 100% wissen möchte. Dieser Artikel beschreibt daher insbesondere die Aufrüstung von Kreuzschaltungen mit HomeMatic-Komponenten (Affiliate-Link). Die Kreuzschaltung und ihre "Tücken" bei der Automatisierung Kreuzschaltungen befinden sich häufig in Wohnungsgängen, wo die Steuerung einer Lichtquelle von mehreren Orten aus realisiert wird. Dabei befinden sich am Anfang und am Ende der Schaltung jeweils Wechselschalter und in der Mitte einer bis beliebig viele Kreuzschalter. Das Funktionsprinzip wird auf Wikipedia durch die Abbildungen recht anschaulich erklärt. Seit geraumer Zeit hat der Hersteller eQ3 in seinem HomeMatic-Programm beispielsweise den Unterputz Schaltaktor 1-fach (Affiliate-Link) im Angebot, der eins zu eins gegen einen konventionellen Lichtschalter ersetzt werden kann. In der beiliegenden Bedienungsanleitung wird dieser so beworben, dass eine Installation sowohl in Aus-, Wechsel- und Kreuzschaltungen möglich ist. Die Krux an der Sache ist allerdings, dass die Schaltzustände bei der Verwendung in einer Kreuzschaltung nicht mehr richtig angezeigt werden können, unabhängig davon, ob die Original-Zentral "CCU" oder FHEM als Hausautomation-Server genutzt wird. Wird der HomeMatic Unterputz Schaltaktor 1-fach (Affiliate-Link) per Hand bedient, um beispielsweise das Licht einzuschalten und anschließend an einem anderen Lichtschalter die Beleuchtung wieder ausgeschaltet, so meldet der HomeMatic Unterputz Schaltaktor 1-fach (Affiliate-Link) weiterhin, die Lichtquelle sei aktiv. Sehr schade ist weiterhin, dass laut Auskunft von ELV die Komponenten aus dem HomeMatic- und dem RWE-Smarthome-Programm hardwareseitig baugleich sind, die Firmware jedoch Unterschiede aufweist.  Der RWE-Smarthome Unterputz Schaltaktor 1-fach kann den Schaltzustand daran erkennen, ob Strom durch die Schaltung fließt oder nicht. Der HomeMatic Unterputz Schaltaktor 1-fach (Affiliate-Link) könnte das hardwareseitig zwar auch, seine Firmware erlaubt es ihm jedoch nicht, dies zu realisieren. Somit ist die Nutzung der Komponente in einer Kreuzschaltung ohne den hier weiter unten vorgestellten Lösungsweg sinnlos. Kreuzschaltung mit HomeMatic-Komponenten automatisieren Die Lösung des Schaltzustand-Dilemmas in Kreuzschaltungen ist die zusätzliche Nutzung von "HomeMatic Funk-Schalterschnittstellen 3-fach (Affiliate-Link)". Dabei wird die Kreuzschaltung sozusagen "zerlegt". Im Detail bedeutet dies, dass der erste Wechselschalter durch einen HomeMatic Unterputz Schaltaktor 1-fach (Affiliate-Link) ausgetauscht wird und die restlichen Kreuz- und Wechselschalter von der Verkabelung losgelöst werden und an die HomeMatic Funk-Schalterschnittstellen 3-fach (Affiliate-Link) angeschlossen werden. Vorab: Beim Arbeiten an Elektro-Installationen besteht Lebensgefahr! Arbeiten sollen und dürfen nur von zertifiziertem Fachpersonal ausgeführt werden. Meintechblog.de übernimmt keine Haftung für die hier aufgeführten Hinweise und Erläuterungen. Die Grafik rechts zeigt, wie die Schaltung verändert werden muss, damit die Kreuzschaltung aufgerüstet werden kann. Leider gibt es derzeit auf Basis von HomeMatic-Komponenten keine weitere Möglichkeit, die Automatisierung zu realisieren. Hier folgt nun eine Step-by-Step-Beschreibung der umsetzbaren Variante mit einem HomeMatic Unterputz Schaltaktor 1-fach (Affiliate-Link) und zwei HomeMatic Funk-Schalterschnittstellen 3-fach (Affiliate-Link): Der erste Wechselschalter in der Schaltung wird durch den HomeMatic Unterputz Schaltaktor 1-fach (Affiliate-Link) ersetzt. Den Neutralleiter (wird benötigt!) an "N", die Stromzufuhr/Phase an "L"  und EINE der beiden Leitungen, die zum Kreuzschalter führen ("Korrespondierende"), an "2". Im hier gezeigten Beispiel wurde von den beiden Korrespondierenden (schwarz und grau) der graue Draht mit "2" verbunden und der schwarze Draht "tot gelegt". Dazu den Draht gut isolieren und einfach in der Unterputzdose liegen lassen. Er wird nicht weiter benötigt (siehe Grafik). Am Kreuzschalter werden ALLE Drähte entfernt. Im hier vorgelegten Beispiel hatten die Korrespondierenden die Farben grau und schwarz. Am Kreuzschalter gibt es also zweimal schwarz und  zweimal grau. Schwarz wurde bereits totgelegt und kann auch hier wieder gut isoliert zurück in die Unterputz-Dose gelegt werden. Die beiden (hier) grauen Drähte werden mit einer Wago-Klemme miteinander verbunden. Der Schalter ist zunächst "arbeitslos" und hat mit der Schaltung nichts mehr zu tun. Durch die Verbindung des grauen Drahtes mit dem anderen grauen Draht wird die Verbindung zum nächsten Schalter (Wechselschalter) hergestellt. Am letzten Wechselschalter wird jetzt der ankommende, (hier) graue Draht der korrespondierenden Leitung mit dem Lampendraht verbunden. Auch hier eignet sich eine Wago-Klemme am besten. Der (hier) schwarze Draht kann erneut isoliert und weggepackt werden. Auch hier ist der Wechselschalter jetzt völlig herausgelöst aus der Schaltung. Durch die beschriebenen Schritte ist die Verkabelung jetzt so umgesetzt, wie oben auf der Grafik skizziert. Nun sollte ein Test durchgeführt werden. Mit dem an erster Stelle eingebauten HomeMatic Unterputz Schaltaktor 1-fach sollte das Licht ein- und wieder ausgeschaltet werden können. Ist dies der Fall, kann damit begonnen werden, die konventionellen Schalter zu Funk-Schaltern umzurüsten. Hierbei kommen die HomeMatic Funk-Schalterschnittstellen 3-fach zum Einsatz: Der Kreuzschalter sowie der letzte Wechselschalter werden mit der HomeMatic Funk-Schalterschnittstelle 3-fach (Affiliate-Link) verbunden. Hierzu wird jeweils eine Leitungskombination (z.B. E1 und COM), wie in der beigelegten Anleitung beschrieben, mit den Lichtschaltern verbunden (siehe Bilder). Die Schalter sind nun zu Funkschaltern umgewandelt. Leider werden pro Schalterschnittstelle zwei Kanäle "verschwendet". Nun werden die HomeMatic Funk-Schalterschnittstellen 3-fach (Affiliate-Link) noch an den HomeMatic Unterputz Schaltaktor 1-fach (Affiliate-Link) angelernt. Dazu an der Schalterschnittstelle die Anlern-Taste drücken, den Schalter betätigen und sofort darauf am Unterputz Schaltaktor ebenfalls die Anlern-Taste drücken. Den Vorgang für die andere Schalterschnittstelle wiederholen. Es sollte nun möglich sein, das Licht sowohl vom HomeMatic Unterputz Schaltaktor 1-fach (Affiliate-Link) aus zu schalten, als auch von den jeweils mit HomeMatic Funk-Schalterschnittstellen 3-fach (Affiliate-Link) umgerüsteten "alten" Schaltern. Funktioniert dies alles, können die Schalter wieder in die Unterputzdosen zurückgebaut werden. Die Umrüstung ist fertiggestellt. Kreuzschaltung in FHEM einbinden Grundsätzlich muss lediglich der HomeMatic Unterputz Schaltaktor 1-fach (Affiliate-Link) in FHEM eingebunden werden, da er als einziges Device die gesamte Schaltung steuert. Das Einbinden erfolgt nach der bereits bekannten Vorgehensweise bei HomeMatic-Komponenten. Wird ein HomeMatic Lan-Adapter (HMLAN) (Affiliate-Link) verwendet, kann dieser beispielsweise mit set HMLAN1 hmPairForSerial KEQ1234567 eine direkte Verbindung mit dem Unterputz Schaltaktor 1-fach (Affiliate-Link) eingerichtet werden (die aufgedruckte Seriennummer muss abgeändert werden). Die entsprechende Definition in der fhem.cfg sieht dann wie folgt aus: ########## Gang-Licht ########## define Ga.Licht CUL_HM 20864D attr Ga.Licht .devInfo 010100 attr Ga.Licht .stc 10 attr Ga.Licht autoReadReg 4_reqStatus attr Ga.Licht expert 2_full attr Ga.Licht firmware 2.2 attr Ga.Licht model HM-LC-Sw1PBU-FM attr Ga.Licht peerIDs 00000000,1C93E301,1F0A4501, attr Ga.Licht room Gang attr Ga.Licht serialNr KEQ1234567 attr Ga.Licht subType switch attr Ga.Licht webCmd toggle:on:off:statusRequest define FileLog_Ga.Licht FileLog ./log/Ga.Licht-%Y.log Ga.Licht attr FileLog_Ga.Licht logtype text attr FileLog_Ga.Licht room CUL_HM Der Eintrag "peerIDs" steht dabei für die verbundenen HomeMatic Funk-Schalterschnittstellen 3-fach (Affiliate-Link). Diese sind (autocreate vorausgesetzt) automatisch nach der ersten Benutzung auch als Devices in FHEM angelegt, werden allerdings für die Steuerung der Lichtquelle nicht benötigt. Aus meinem täglichen Leben Ich finde die Umrüstung von Kreuzschaltungen mit den HomeMatic-Komponenten "Unterputz Schaltaktor 1-fach (Affiliate-Link)" und "Funk-Schalterschnittstelle 3-fac (Affiliate-Link)h" ist eine funktionierende, wenn auch nicht schöne Lösung. Klasse wäre es, wenn der Unterputz Schaltaktor künftig auch anhand einer neuen Firmware und der Messung des Stromflusses erkennen würde, ob die Schaltung aktiv ist, oder nicht. Ich nutze die Variante für die Steuerung der Hausflur-Beleuchtung in Kombination mit einem HomeMatic Funk-Bewegungsmelder (Affiliate-Link). Somit ist für die Hausflur-Beleuchtung keine Schalterbetätigung mehr nötig, was den Komfort erhöht. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="68" identifier="B007VTYVSA" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/21VelP3SEcL.SL1105.jpg" tag="meintechblog-140107-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00315VNOI" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/313e9UmAEyL.SL110.jpg" tag="meintechblog-140107-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B001R4VAJI" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31EGCqSB2BML.SL1101.jpg" tag="meintechblog-140107-21" width="46"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B00315QNQQ" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/419LXMBaugL.SL1107.jpg" tag="meintechblog-140107-21" width="110"]   ### HMLan-Adapter: System-Sicherheitsschlüssel ändern Sicherheit ist für ein Smart Home ein wichtiges Thema, gerade wenn es um darum geht, Türen und Fenster per Funk zu automatisieren. In Verbindung mit FHEM und dem HMLan-Adapter (Affiliate-Link) lassen sich viele HomeMatic-Komponenten ansteuern, darunter auch diejenigen, die eine AES-Signatur voraussetzen. Dazu zählen der bereits vorgestellte KeyMatic (Affiliate-Link) (Keymatic per HMLan am FHEM-Server anlernen) und der WinMatic (Affiliate-Link) (Bessere Raumluftqualität durch FHEM und Homematic-Adapter), welche durch das nicht abschaltbare AES-Sicherheitsmerkmal vor Manipulation Dritter geschützt werden sollen. Damit ein entsprechender Schutz auch greift, müssen jedoch zwingend vorab einige Anpassungen an der Konfiguration vorgenommen werden, indem der System-Sicherheitsschlüssel angepasst wird. Welche Schritte notwendig sind, um die Funkverbindung zwischen den angesprochenen HomeMatic-Geräten im Rahmen der Nutzung durch FHEM abzusichern, wird nachfolgend erläutert. AES-Signatur soll vor Manipulation schützen HomeMatic gehört zu einem der Hersteller funkgestützer Systeme, der Wert auf zusätzliche Sicherheitsmerkmale legt. Aus diesem Grund können entsprechende HomeMatic-Komponenten, wie der KeyMatic und der WinMatic ausschließlich mit AES-Signatur angesteuert werden, was bei Nutzung von FHEM einen HMLan-Adapter voraussetzt. Ein CUL/CUN(O) kann dagegen ausschließlich HomeMatic-Komponenten steuern, die keine AES-Signatur voraussetzen. Eine AES-Signatur bedeutet dabei, dass bei der Funkübertragung zusätzliche identifizierende Informationen zwischen Sender und Empfänger ausgetauscht werden, um sicherzustellen, dass auch tatsächlich nur der eigene HMLan-Adapter entsprechende Schaltvorgänge ausführen kann und kein Fremder. Dabei wird der AES-Schlüssel, welcher bei HomeMatic System-Sicherheitsschlüssel heißt, beim Anlernen vom HMLan-Adapter auf das neu angelernte AES-fähige HomeMatic-Gerät übertragen, so dass dieses nur noch dann schaltet, wenn bei einem Schaltbefehl der gesendete System-Sicherheitsschlüssel des HMLan-Adapters mit dem auf dem HomeMatic-Gerät gespeicherten System-Sicherheitsschlüssel übereinstimmt. Werksseitig ist der HMLan-Adapter bereits mit einem solchen AES-Schlüssel ausgestattet, der jedoch im Grunde genommen sinnlos ist, sofern er nicht vom Nutzer manuell geändert wird. Der Knackpunkt dabei ist nämlich, dass der AES-Schlüssel bei den betreffenden HomeMatic-Komponenten zwar noch nicht gehackt und damit augenscheinlich unbekannt ist, jedoch bei allen Geräten werksseitig IMMER identisch ist. Das bedeutet damit gleichzeitig auch, dass ein Fremder, welcher die genutzte hmId über das Mitlesen der Funkmitteilungen ausspioniert, dann theoretisch auch alle per AES-Signatur geschützten Komponenten schalten kann, wenn er einen HMLan-Adapter besitzt. Um hier einen Riegel vorzuschieben, muss der werkseitig vergebene AES-Schlüssel des HMLan-Adapters zwingend geändert werden. Das Positive daran ist, dass der System-Sicherheitsschlüssel relativ einfach und im Nachhinein noch geändert werden kann, auch wenn die HomeMatic-Komponenten bereits angelernt sind. Sicheren System-Sicherheitsschlüssel erstellen Der erste Schritt zu einem sicheren System ist die Erstellung eines persönlichen System-Sicherheitsschlüssels, welcher z.B. unter passwortgenerator.org erzeugt werden kann. Ich würde empfehlen unter "Optionen" (rechts oben) die Anzahl der Zeichen auf 16 zu erhöhen, damit der Schlüssel lang genug ist, um nicht einfach "erraten" werden zu können. Es dürfen KEINE Sonderzeichen gewählt werden, da es sonst zu Problemen kommen kann. Den über den Button "Neues Passwort generieren" erstellten Schlüssel (in diesem Beispiel Ab3H62HDbpPYC4Kb) sollte man sich unbedingt sofort aufschreiben bzw. ausdrucken und auf die Rückseite seines HMLan-Adapters kleben, sofern sich dieser an einem sicheren, vor Dritten unzugänglichen Ort befindet. Sollte dieser Schlüssel später nicht mehr auffindbar sein, können die per AES-Signatur angelernten Geräte aus Sicherheitsgründen NICHT MEHR geschaltet und vom Benutzer auch NICHT MEHR in den Werkszustand zurückgesetzt werden. Die betroffenen Komponenten müssen dann an ELV geschickt werden, welche dann einen kostenpflichtigen Flash-Reset durchführen können. Weitere Informationen, was man tun kann, wenn der Schlüssel vergessen wurde, gibt es hier. Damit es gar nicht erst dazu kommt, hier nochmals der Hinweis, den Schlüssel unbedingt "offline" sicher zu hinterlegen, damit er später zugreifbar ist, falls die FHEM-Konfiguration einmal das Zeitliche segnen sollte. System-Sicherheitsschlüssel ändern Der zweite Schritt zur Änderung des System-Sicherheitsschlüssels wird in der HomeMatic Software "HomeMatic-Komponenten konfigurieren (HomeMatic Konfigurator)" vollzogen. Hier empfiehlt es sich, sofern noch nicht geschehen, erst einmal alle gewünschten AES-fähigen Komponenten über die Software anzulernen, da dann bei der nachfolgenden Änderung des System-Sicherheitsschlüssels der daraus generierte AES-Schlüssel automatisch auch auf die HomeMatic-Komponenten übertragen wird. Wie Geräte über die Software angelernt werden können, wird im Artikel Keymatic per HMLan am FHEM-Server anlernen erklärt. Wer noch keine Erfahrungen mit der Software "HomeMatic Konfigurator" hat, sollte sich den Artikel auch unbedingt genauer ansehen, da hier auch beschrieben wird, was beim Wechsel des HMLan-Adapters zwischen FHEM und der HomeMatic Konfigurator-Software grundsätzlich beachtet werden muss. Sind alle gewünschten Geräte über die Software "HomeMatic Konfigurator" angelernt und tauchen in der Geräteliste auf, kann der im ersten Schritt erzeugte System-Sicherheitsschlüssel im Menüpunkt "Einstellungen" -> "System-Sicherheitsschlüssel" eingetragen und mit einem Klick auf "Schlüssel übernehmen" geändert werden. Im Normalfall wird der aus dem System-Sicherheitsschlüssel generierte AES-Schlüssel dann sofort auf die bereits angelernten AES-fähigen HomeMatic-Komponenten übertragen. Es kann dabei auch sein, dass einige Geräte dann noch kurz in den Anlernmodus gebracht werden müssen, um die Schlüsseländerung zu vollziehen. Entsprechende Hinweise werden in diesem Fall in der Software angezeigt. Die Änderung des System-Sicherheitsschlüssels kann auch in der Datei C:Dokumente und EinstellungenAll UsersAnwendungsdatenBidcos-Servicekeys (Windows XP) bzw. C:ProgramDataBidcos-Servicekeys (Windows 8) nachvollzogen werden. In der keys-Datei sollte ein entsprechender Eintrag unter "Key 1" vorhanden sein, in welchem der gewünschte System-Sicherheitsschlüssel hinterlegt ist. Nicht wundern, der angezeigte Schlüssel ist nicht gleichlautend mit dem vorher eingegebenen, da er in einem anderen Format abgespeichert wird. Da ich zwei HMLan-Adapters (mit dem selben geänderten System-Sicherheitsschlüssel) nutze, besitzt die Datei entsprechend zwei Key-Einträge: Current Index = 2 Key 0 = Key 1 = 6167AF6935FC9E6B642A4D751D6B42C9 Key 2 = 6167AF6935FC9E6B642A4D751D6B42C9 Last Index = 1 System-Sicherheitsschlüssel in FHEM hinterlegen Der dritte und letzte Schritt ist die Anpassung der fhem.cfg, in welcher der neue System-Sicherheitsschlüssel mit dem Attribut hmKey hinterlegt werden muss. Wie im Artikel HMLan-Adapter am FHEM-Server einrichten beschrieben, heißt der HMLan-Adapter in diesem Beispiel ebenfalls HMLAN1 und muss entsprechend um die letzte Zeile ergänzt werden: define HMLAN1 HMLAN 192.168.177.7:1000 attr HMLAN1 hmId 8D0C2D attr HMLAN1 hmKey 01:Ab3H62HDbpPYC4Kb An dieser Stelle ist der unter dem ersten Schritt erstellte System-Sicherheitsschlüssel, in diesem Beispiel Ab3H62HDbpPYC4Kb (siehe oben), zu verwenden. FHEM formatiert den System-Sicherheitsschlüssel bei der Speicherung dann automatisch in das passende Format um und zeigt eine entsprechende Nachricht an (userattr fm_type hmKey set to 01:e1c21c66490818a430175eca1ad89ba9). Wer möchte, kann den bei dieser Benachrichtigung angezeigten Schlüssel auch in die fhem.cfg übernehmen und den alten Eintrag überschreiben. Dann taucht die Nachricht beim nächsten Speichervorgang nicht mehr auf. Ab sofort sollten alle AES-fähigen Komponenten auch über FHEM mit dem neuen System-Sicherheitsschlüssel angesteuert werden können. In meinem Fall musste noch eine kleine Anpassung vorgenommen werden, damit es funktioniert. Das liegt wohl daran, dass ich bereits vorher einen weiteren HMLan-Adapter mit einem eigenen (wenn auch gleichen) System-Sicherheitsschlüssel ausgestattet hatte. In diesem Fall sieht der Eintrag für den jetzt zweiten HMLan-Adapter in der fhem.cfg so aus (also nach hmKey den Wert 02 anstatt 01): define HMLAN1 HMLAN 192.168.177.7:1000 attr HMLAN1 hmId 8D0C2D attr HMLAN1 hmKey 02:Ab3H62HDbpPYC4Kb Aus meinem täglichen Leben Die Anpassung des System-Sicherheitsschlüssels ist meiner Ansicht nach nur ein logischer Schritt, um die zur Verfügung stehenden Sicherheitsmerkmale komplett auszunutzen. Warum man bei Verwendung von Komponenten, die eine AES-Signatur voraussetzen, jedoch nicht standardmäßig gezwungen wird, den System-Sicherheitsschlüssel zu ändern, ist für mich aber schwer begreifbar. Es ist ja schön, dass der werkseitig vergebene AES-Schlüssel noch nicht geknackt und damit eigentlich sicher ist. Wenn man aber nur im Besitz eines HMLan-Adapters sein muss, um diesen werksseitig bei allen Geräten identischen AES-Schlüssel missbrauchen zu können, um damit Komponenten von Dritten fernsteuern zu können, verstehe ich nicht, weshalb selbst das FHEM Wiki nicht zwingend alleine aus diesem Sicherheitsaspekt heraus IMMER zu einer Änderung des System-Sicherheitsschlüssels rät. homematic-inside beschreibt dabei sogar Szenarien, weshalb es sinnvoll sein kann, keinen eigenen System-Sicherheitsschlüssel zu nutzen, für mich - unter Berücksichtigung der technischen Hintergründe - ehrlich gesagt mehr als nur fragwürdig. Daher nochmals der Hinweis: Ändert den System-Sicherheitsschlüssel umgehend, wenn ihr KeyMatic und/oder WinMatic im Einsatz habt! Einziger Wertmutstropfen, den ich bisher ausmachen konnte, ist, dass man den System-Sicherheitsschlüssel zwar mehrfach ändern, jedoch nachträglich nicht mehr auf den werksseitig voreingestellten System-Sicherheitsschlüssel zurücksetzen kann. Insgesamt ist die AES-Signatur beim KeyMatic und WinMatic ein adäquates Mittel, um die Sicherheit zu erhöhen. In diesem Zusammenhang ist es etwas schade, dass nicht alle HomeMatic-Aktoren, wie Funk-Zwischenstecker oder Unterputzschalter die AES-Signatur unterstützen. Zwar dauert ein Schaltvorgang bei der Nutzung der AES-Signatur etwas länger, da statt einem insgesamt zwei Nachrichtenpaare zwischen Zentrale und Aktor ausgetauscht werden müssen, die künftige Implementierung der AES-Funktion in mehr Aktoren wäre dennoch wünschenswert. Dann könnte man immer noch selbst entscheiden, ob einem erhöhte Geschwindigkeit bei ausgeschalteter AES-Funktion wichtiger ist als der Sicherheitsaspekt. Anmerkung: Da es sich bei der Funkübertragung zwischen den AES-fähigen HomeMatic-Geräten um KEINE Verschlüsselung im eigentlichen Sinn, sondern "nur" um die Nutzung einer sicheren Signatur (Signingrequest-Modus oder AES-Challenge-Response) handelt, können Hacker auch nach der Änderung des System-Sicherheitsschlüssels AES-signierte Schaltvorgänge "mitlesen", selbst aber keine Schaltvorgänge mehr ausführen, sofern ihnen der System-Sicherheitsschlüssel unbekannt ist. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="82" identifier="B0040770N4" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31nhSKZ37L.SL110.jpg" tag="meintechblog-131227-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B00315QNQQ" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/419LXMBaugL.SL1108.jpg" tag="meintechblog-131227-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B0024GB8UY" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/312BRIE8VHQL.SL110.jpg" tag="meintechblog-131227-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B008LUMEKK" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/519UFknCqeL.SL1102.jpg" tag="meintechblog-131227-21" width="110"]   ### FHEM: Heizungssteuerung per Anwesenheitserkennung Im vorangegangenen Artikel Neue Thermostate von HomeMatic: High-End Heizungssteuerung zum kleinen Preis mit FHEM wurde der HomeMatic Funk-Stellantrieb HM-CC-RT-DN (Affiliate-Link) bereits vorgestellt. In diesem Artikel sollen weitere für die Einrichtung relevante Details beschrieben werden, um bspw. zu zeigen, wie über eine Anwesenheitserkennung per Bluetooth die Raumtemperatur automatisch angepasst werden kann. Dadurch sollen insgesamt nicht nur der Komfort gesteigert, sondern "nebenbei" auch noch die Heizkosten gesenkt werden. Dabei wird auch beschrieben, was es mit der sogenannten Burst-Funktion auf sich hat und wie diese aktiviert werden kann. Installation am Heizkörper Als erstes muss der alte Drehregler am Heizkörper demontiert werden. Das geht im Regelfall durch das einfache Lösen der Schraube am Drehregler selbst. Danach kann der Funk-Stellantrieb HM-CC-RT-DN (Affiliate-Link) über einen der mitgelieferten Adapter am Heizkörper (siehe Bild links) angebracht werden. Es sind mehrere Adapter für die Marken Comap, Heimeier, Honeywell-Braukmann, Idmar, Jaga, Junkers, Landis&Gyr (Duodyr), Mertik Maxitrol, MNG, Oventrop, R.B.M., Schlösser, Siemens, Tiemme, Valf Sanayii, Watts, Wingenroth (Wiroflex) im Lieferumfang, so dass die Installation kein Problem darstellen sollte. Ist der Stellantrieb korrekt montiert, können die AA-Batterien eingelegt werden. Nachdem lnS im Display zu sehen ist, kann durch das Drehrad das aktuelle Datum (Jahr -> Monat -> Tag -> Stunde -> Minute) eingestellt werden. Die jeweiligen Eingaben über das Drehrad werden durch die mittlere Taste (Heizkörper-Symbol) jeweils bestätigt. Danach kann die Adaptierfahrt gestartet werden, sobald wieder lnS auf dem Display erscheint. Dazu kurz die mittlere Taste (Heizkörper-Sympbol) drücken. Während der Adaptierfahrt steht AdA auf dem Display. Möchte man den Adapter einmal komplett resetten, entnimmt man die Batterien und hält beim erneuten Einlegen der Batterien alle drei Tasten an der Oberseite gedrückt. Anlernen in FHEM Gekoppelt wird der Funk-Stellantrieb, wie jeder andere HomeMatic-Adapter auch, direkt in der Weboberfläche des FHEM-Servers über den Kommandozeilenbefehl: set HMLAN1 hmPairForSec 60 Mit einem anschließenden Druck auf die Enter-Taste ist der HMLan-Adapter (Affiliate-Link) ab jetzt für 60 Sekunden bereit für neue Geräteanmeldungen. Wer statt HMLAN1 einen anderen Namen vergeben hat, muss den Eintrag entsprechend anpassen. Um den Anlernvorgang einzuleiten, muss die mittlere Gerätetaste (Heizkörper-Sympbol) des Funk-Stellantrieb für mindestens drei Sekunden gedrückt werden. Daraufhin steht der Adapter sofort in FHEM zur Verfügung. Der Funk-Stellantrieb besitzt jede Menge Kanäle (Channels), die nachfolgend erklärt werden. Hier wird auch gleich eine Umbenamung über die FHEM-Kommandozeile vorgenommen, um sprechende Namen (in diesem Fall WZ.Heizung) zu erhalten. Weitere Infos zu den Channels und deren Funktionen gibt es auch im FHEM-Wiki. #Hier wird das Hauptdevice umbenannt, welches die darunter aufgelisteten Channels beinhaltet. rename CUL_HM_HM_CC_RT_DN_23578A WZ.Heizung attr WZ.Heizung room Wohnzimmer #Hier kann die Temperatur eingestellt werden -> siehe 99_MyUtils.pm für zeitgesteuerte Programmierung -- kann anstatt _Clima wohl auch mit _ClimRT_tr benannt sein rename CUL_HM_HM_CC_RT_DN_23578A_Clima WZ.Heizung_Clima attr WZ.Heizung_Clima room Wohnzimmer #Keine Beschreibung vorhanden rename CUL_HM_HM_CC_RT_DN_23578A_Climate WZ.Heizung_Climate attr WZ.Heizung_Climate room Wohnzimmer #Peeren mehrerer Stellantriebe untereinander rename CUL_HM_HM_CC_RT_DN_23578A_ClimaTeam WZ.Heizung_ClimaTeam attr WZ.Heizung_ClimaTeam room Wohnzimmer #Fernbedienung koppeln/peeren rename CUL_HM_HM_CC_RT_DN_23578A_remote WZ.Heizung_remote attr WZ.Heizung_remote room Wohnzimmer #HM-Temperatursensor (HM-WDS10-TH-O und HM-WDS40-TH-I-2) peeren rename CUL_HM_HM_CC_RT_DN_23578A_Weather WZ.Heizung_Weather attr WZ.Heizung_Weather room Wohnzimmer #Fensterkontakte (HM-SEC-SC und HM-SEC-RHS) peeren rename CUL_HM_HM_CC_RT_DN_23578A_WindowRec WZ.Heizung_WindowRec attr WZ.Heizung_WindowRec room Wohnzimmer Danach "Save config" in FHEM anklicken, um die Änderungen dauerhaft zu speichern. Temperatursteuerungs-Modi Der HomeMatic Funk-Stellantrieb HM-CC-RT-DN (Affiliate-Link) hat drei verschiedene Modi, um die gewünschte Raumtemperatur zu setzen. Diese lassen sich am Stellantrieb über die linke Gerätetaste (Uhr-Symbol) wechseln. Auf dem Display wird der jeweilige Modus als Symbol angezeigt. Auto - Die gewünschte Temperatur wird minutengenau über Schaltzeitpunkte (siehe 99_MyUtils.pm unten) festgelegt. Ein Temperaturänderungswunsch ist jederzeit per Einstellrad möglich, der dann bis zum nächsten Schaltzeitpunkt gültig ist. Man(uell) -  Gewünschte Temperatur manuell per Einstellrad festlegen bzw. über die FHEM-Zentrale definieren, z.B. per Anwesenheitserkennung (siehe unten) Party (Urlaub) - Auto-Werte werden für einen gewünschten Zeitraum überschrieben Auto-Modus: Zeitgesteuerte Temperatursteuerung Die einfachste Möglichkeit ist die zeitgesteuerte Heizungssteuerung. Einmal eingerichtet, verrichtet der Stellantrieb im Auto-Modus seinen Dienst komplett ohne FHEM-Zentrale. Die Einrichtung lässt sich manuell am Stellantrieb selbst durchführen oder aber bequemer über FHEM. Dazu wird die Config-Datei namens 99_myUtils.pm bearbeitet. Sofern schon eigene Scripte in FHEM eingebunden sind, existiert diese Datei bereits und ist in der FHEM-Seitenleiste unter "Edit files" 99_myUtils.pm aufzufinden. Ist der Eintrag nicht vorhanden, kann man die Datei mit einem kleinen Umweg erzeugen. Dazu wählt man erstmal die fhem.cfg aus und speichert den Inhalt ohne Änderung mit dem Button "Save as" und der Angabe des Namens 99_myUtils.pm ab. Daraufhin sollte nun unter "Edit files" die Datei "99_myUtils.pm" zu finden sein. Datei öffnen und den dortigen Inhalt löschen, welcher im vorherigen Schritt von der fhem.cfg übernommen wurde. War die Datei bereits ohne den obigen Umweg vorhanden, lässt man den Inhalt natürlich unberührt. Folgender Inhalt muss dann in jedem Fall in der Datei 99_myUtils.pm ergänzt werden (die Zeilen bis zur ersten Raute müssen weggelassen werden, sofern diese bereits in der Datei einmal vorhanden sind): package main; use strict; use warnings; use POSIX; sub myUtils_Initialize($$) { my ($hash) = @_; } ######## WZ.Heizung Temperatur setzen ######## #Nach dem Speichern das Thermostat aktualisieren mit dem Kommandozeilenbefehl {SetTempList_WZ_Heizung} sub SetTempList_WZ_Heizung() { { fhem ("set WZ.Heizung_Clima tempListMon prep 05:30 20.0 07:00 21.0 16:00 22.0 20:30 23.0 24:00 20.0")}; { fhem ("set WZ.Heizung_Clima tempListTue prep 05:30 20.0 07:00 21.0 16:00 22.0 20:30 23.0 24:00 20.0")}; { fhem ("set WZ.Heizung_Clima tempListWed prep 05:30 20.0 07:00 21.0 16:00 22.0 20:30 23.0 24:00 20.0")}; { fhem ("set WZ.Heizung_Clima tempListThu prep 05:30 20.0 07:00 21.0 16:00 22.0 20:30 23.0 24:00 20.0")}; { fhem ("set WZ.Heizung_Clima tempListFri prep 05:30 20.0 07:00 21.0 15:00 22.0 20:30 23.0 24:00 20.0")}; { fhem ("set WZ.Heizung_Clima tempListSat prep 07:00 20.0 09:00 21.0 15:00 22.0 21:00 23.0 24:00 20.0")}; { fhem ("set WZ.Heizung_Clima tempListSun exec 07:00 20.0 09:00 21.0 15:00 22.0 21:00 23.0 24:00 20.0")}; } 1; 1; muss dabei nur einmal am Ende der Datei stehen. Wer also noch bereite weitere Einträge in der 99_myUtils.pm stehen hat, muss darauf achten, dass der Eintrag nicht mehrfach vorkommt. Nach der Anpassung wird die Datei mit dem Button "Save 99_myUtils.pm" abgespeichert. Jetzt kann die gewünschte Konfiguration, wie im obigen Code bereits vermerkt, per FHEM-Kommandozeilenbefehl auf den Stellantrieb übertragen werden: {SetTempList_WZ_Heizung} In spätestens 2,5 Minuten ist die Konfiguration dann auf dem Stellantrieb gespeichert. Manuell-Modus: Temperatursteuerung über Anwesenheitserkennung Mit einer Anwesenheitserkennung über Bluetooth, wie sie im Artikel Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (Update) beschrieben ist, kann man den Manuell-Modus (etwas verwirrende Bezeichnung, ich weiss) dazu nutzen, automatisch bei Anwesenheit die Temperatur zu erhöhen bzw. bei Abwesenheit auf ein Minimum zu vermindern und dadurch Energie sparen. Das Beispiel ist noch nicht sonderlich komplex, da ich selbst noch nicht viel Erfahrung sammeln konnte. Es zeigt aber grundsätzlich, welche Befehle für eine Temperaturänderung am Stelladapter notwendig sind. Diese Beispiele setzen eine Anwesenheitserkennung voraus, bei dem der Dummy HA.Jay eingesetzt wird (siehe Artikel Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (Update)). #Wunschtemperatur festlegen für Abwesenheit define HAJayOffSetTempLow notify HA.Jay:off {fhem("set WZ.Heizung_Clima desired-temp 10.5 set WZ.Heizung burstXmit")} #Wunschtemperatur festlegen für Anwesenheit define HAJayOnSetTempHigh notify HA.Jay:on {fhem("set WZ.Heizung_Clima desired-temp 22.5 set WZ.Heizung burstXmit")} Durch set WZ.Heizung burstXmit wird bewirkt, dass der Temperaturänderungswunsch umgehend auf den Stellantrieb übertragen wird. Im Lieferumfang ist diese Burst-Funktion deaktiviert, um Batterien zu sparen. Es wird dabei nur alle 2,5 Minuten ein Lebenszeichen vom Stellantrieb an die Zetrale geschickt, wobei dann auch kurz Befehle von der Zentrale zum Stellantrieb übertragen werden können. Möchte man die Burst-Funktion nicht nutzen, kann bei obigen Befehlen set WZ.Heizung burstXmit weggelassen werden. Möchte man die Burst-Funktion aktivieren, welche eine sofortige Übertragung neuer Befehle bewirken, muss man dies über die Windows Konfigurationsadapter-Sofware von HomeMatic realisieren. In der Windows-Software koppelt man den HomeMatic Funk-Stellantrieb, wie es im Artikel Keymatic per HMLan am FHEM-Server anlernen am Beispiel des Keymatic beschrieben ist. Selektiert man den gekoppelten Stellantrieb in der Software und wählt "Einstellen", lässt sich die Option "Wake on Radio" aktivieren, welche die Burst-Funktion aktiviert. Jetzt noch die neuen Einstellungen auf den Stellantrieb übertragen und ab sofort können die gewünschten Befehle mit "set WZ.Heizung burstXmit" von der FHEM-Zentrale sofort auf den Stellantrieb übertragen werden. Aus meinem täglichen Leben Die Möglichkeit zum Energiesparen sind gerade beim automatischen Heizen auf Basis der Anwesenheitserkennung nicht zu verachten. Aber auch mit passgenauen, zeitbasierten Settings lassen sich im Vergleich zu einem normalen Regler sicherlich noch Einsparungen realisieren. Ich selbst habe die Funk-Stellantriebe HM-CC-RT-DN nocht nicht lange im Einsatz, bin aber bis jetzt sehr zufrieden damit. Bis auf ein leises Motorgeräusch bei Justierung des Heizkörperdurchflusses ist sie nicht wahrnehmbar. Auch die schnelle Temperaturänderung über das Drehrad ist wirklich praktisch, wenn man einmal schnell Änderungen vornehmen möchte. Die LED-Anzeige ist dann für 10 Sekunden beleuchtet, so dass es auch beim Ablesen bei Dunkelheit keine Probleme gibt. HomeMatic gibt eine Batterielebensdauer von bis zu 1,5 Jahren an (Quelle). Hier bin ich einmal gespannt, wie lange die Batterien tatsächlich durchalten, wenn die Option "Wake on Radio" aktiviert ist. Installationsschwierigkeiten sollte es insgesamt auch nicht geben, da dem Stellantrieb mehrere Adatper (siehe Bild link) für verschiedene Marken beiliegen. Ich hatte bei der Erstinstallation lediglich das Problem, dass ich den Plastikadapter nicht weit genug über das Ventil gesteckt hatte und der darauf geschraubte Stelladapter infolgedessen wackelig war. Wer diesen Tipp im Hinterkopf behält, sollte jedoch vorab keine Schwierigkeiten haben. Koppeln lässt sich der HomeMatic Funk-Stellantrieb übrigens auch direkt mit Fensterkontakten, wie dem HomeMatic Funk-Tür-/Fensterkontakt (Affiliate-Link), um bei geöffnetem Fenster den Heizkörper automatisch zu drosseln. In diesem Fall kann die automatische Fenster-Auf-Erkennung des Stellantriebs mit folgendem FHEM-Kommandozeilenbefehl permanent deaktiviert werden: set WZ.Heizung regSet winOpnMode off Zum Schluss sei noch erwähnt, dass der HomeMatic Funk-Stellantrieb auch einen eigenen Temperatursensor besitzt (wird standardmäßig für die automatische Fenster-Auf-Erkennung genutzt), welcher jedoch aufgrund der Nähe zum Heizkörper bei eingeschaltetem Heizkörper eine zu hohe Temperatur an FHEM übermittelt. Dieser Wert lässt sich standardmäßig um einen gewünschten Grad-Wert anpassen, wovon ich jedoch eher absehen würde, da der Wert dann zumindest korrekt ist, wenn (im Sommer) nicht geheizt wird. Wer eine möglichst genaue Messung der Raumtemperatur möchte, kann stattdessen den Temperatursensor HM-WDS-IT (Affiliate-Link) an den gewünschten Ort aufzustellen und diesen mit dem Funk-Stellantrieb (Affiliate-Link) peeren, also direkt verbinden. In diesem Fall nimmt der Stellantrieb diesen Temperaturwert als Referenz, wodurch die Heizungssteuerung exakter wird. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00CFF3410" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31NBRkCErXL.SL1106.jpg" tag="meintechblog-131222-21" width="95"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B002BJV9GC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31D0PVWA6PL.SL1101.jpg" tag="meintechblog-131222-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="83" identifier="B001HN7C6E" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31EtAPbzHWL.SL110.jpg" tag="meintechblog-131222-21" width="110"]   ### "Willkommen Zuhause!" - Sprachausgabe in FHEM realisieren In FHEM lassen sich jede Menge Sensordaten erfassen, sei es über die Anwesenheitserkennung per Smartphones (Anleitung), die aktuelle Außentemperatur (Anleitung) oder einen Türschließerkontakt, welcher aktuelle Zustandsänderungen erfasst. Aufbauend auf den vorangegangenen Howtos, in denen erklärt wurde, wie solche Zustandsänderungen als Push-Notifications aufs Smartphone verschickt werden können, wird nachfolgend gezeigt, wie sich über den HomeMatic Funk-Gong (Affiliate-Link) eine einfache und zuverlässige Sprachausgabe vorher festgelegter Meldungen realisieren lässt. Der HomeMatic Funk-Gong mit Signalleuchte und Speicher HM-OU-CFM-PI (Affiliate-Link) kann bspw. über den HMLan-Adapter (Affiliate-Link) (HMLan-Adapter am FHEM-Server einrichten) direkt mit dem FHEM-Server, in diesem Beispiel installiert auf einem Raspberry Pi (Affiliate-Link) (FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten) interagieren. Er besitzt eine Signalleuchte für optische Benachrichtigungen, einen Lautsprecher für die später genutzte Sprachausgabe sowie einen Micro-SD(HC) Speicherkartenslot, um die auf einer Micro SD-Speicherkarte (z.B. Kingston 8GB micro-SDHC Karte (Affiliate-Link)) gesicherten mp3-Dateien abspielen zu können. Einbindung in FHEM Gekoppelt wird der HomeMatic Funk-Gong (Affiliate-Link), wie jeder andere HomeMatic-Adapter auch, direkt in der Weboberfläche des FHEM-Servers über den Kommandozeilenbefehl: set HMLAN1 hmPairForSec 60 Mit einem anschließenden Druck auf die Enter-Taste ist der HMLan-Adapter (Affiliate-Link) ab jetzt für 60 Sekunden bereit für neue Geräteanmeldungen. Wer statt HMLAN1 einen anderen Namen vergeben hat, muss den Eintrag entsprechend anpassen. Um den Anlernvorgang einzuleiten, muss die einzige Gerätetaste an der Vorderseite des HomeMatic Funk-Gong (Affiliate-Link) für mindestens vier Sekunden gedrückt werden. Daraufhin sollte er drei mal kurz hintereinander rot aufblinken und ab sofort in FHEM zur Verfügung stehen. Der Funkgong besitzt zwei Kanäle (Channels), einen für die LED-Signalleuchte, einen für die mp3-Wiedergabe per Lautsprecher und besitzt deshalb auch zwei Einträge in FHEM. Um die kryptischen Standardnamen zu ändern, werden folgende Kommandozeilenbefehle in der FHEM-Oberfläche genutzt: rename CUL_HM_HM_OU_CFM_PL_217F42_Led FL.GongLED rename CUL_HM_HM_OU_CFM_PL_217F42_Mp3 FL.GongMP3 FL steht in obigen Beispielen für Flur. Wenn die Ursprungsnamem anders lauten, müssen diese entsprechend angepasst werden. Die Syntax des Befehls ist "rename AlterName NeuerName" Um die Einträge noch in den richtigen Raum zu verschieben, werden nachfolgende Kommandozeilenbefehle ausgeführt: attr FL.GongLED room Flur attr FL.GongMP3 room Flur Jetzt die Änderungen in FHEM über "Save config" dauerhaft abspeichern. Sprachbefehle erzeugen und auf SD-Karte speichern Der HomeMatic Funk-Gong (Affiliate-Link) kann bis zu 254 verschiedene mp3-Dateien abspielen, welche auf einer separat angeschafften Micro SD-Speicherkarte gesichert werden. Eine 8GB micro-SDHC Karte (Affiliate-Link) reicht dafür völlig aus, um neben kurzen Sprachbefehlen auch jede Menge mp3-Songs (sofern man das überhaupt möchte) für das spätere Abspielen zu speichern. In diesem Beispiel sollen gesprochene Befehle erzeugt und auf die Micro SD-Karte übertragen werden. Am schnellsten kommt man über Text-To-Speech Webdienste wie fromtexttospeech.com über die Texteingabe des gewünschten Satzes an die daraufhin generierte und herunterladbare mp3-Datei. Achtung bei deutschen Umlauten, hier ist ä als ae, ö als oe und ü als ue einzugeben, damit es funktioniert. Bei dieser Variante lässt sich die mp3-Datei sofort herunterladen und nutzen. Oftmals hatte ich den Eindruck, dass sich die Ergebnisse der Onlinedienste etwas unnatürlicher anhören als die in Mac OSX integrierte Sprachausgabe. Wer sich also die Mühe machen möchte, kann unter Mac OSX  die gewünschten Sprachbefehle per Terminalbefehl erzeugen. Vorher sollte man sichergehen, dass die passende Systemstimme hinterlegt ist. Unter "Systemeinstellungen" -> "Diktat & Sprache" -> "Systemstimme" empfehle ich für deutsche Sprache "Anna" zu wählen, da sich diese noch am natürlichsten anhört. Wenn "Anna" nicht in der Liste auftaucht, kann sie unter dem Punkt "Anpassen ..." kostenfrei heruntergeladen werden. Das jetzt benötigte Terminal lässt sich durch einen Klick auf die Spotlightsuche, der Eingabe von Terminal und der Bestätigung per Enter-Taste öffnen. Möchte man als Sprachbefehl "Willkommen Zuhause" erstellen, gibt man Folgendes ein: say -o ~/Desktop/001_Willkommen_Zuhause "Willkommen Zuhause." Auf dem Desktop sollte jetzt eine Datei namens 001_Willkommen_Zuhause.aiff vorhanden sein. Diese muss jetzt noch mit iTunes ins mp3-Format umgewandelt werden. In den iTunes-Einstellungen muss unter "Allgemein" -> "Importeinstellungen" -> "Importieren mit:" -> "MP3-Codierer" hinterlegt sein. Jetzt die Datei 001_Willkommen_Zuhause.aiff in das iTunes-Fenster schieben, danach mit der rechten Maustaste/Sekundärtaste anklicken und "MP3-Version erstellen" auswählen. In der Wiedergabeliste "Zuletzt hinzugefügt" sollten jetzt zwei gleichnamige Einträge erscheinen, darunter auch die neue mp3-Version, welche auf den Desktop verschoben und zum Testen abgespielt werden kann. Auf diese Weise lassen sich natürlich auch iTunes-Songs ins passende Format bringen und später auf den Funkgong übertragen, welche nicht nativ als mp3-Datei vorliegen. Einige fertige von "Anna" (Mac) erstellte Sprachdateien für erste Tests habe ich als zip-File zum Download verlinkt: Funkgong-Beispiel-mp3s.zip (26180 Downloads ) Die gewünschten mp3-Dateien müssen jetzt noch auf die FAT-formatierten micro-SDHC Karte (Affiliate-Link) in deren Hauptordner kopiert werden. Wichtig ist dabei, dass die Dateinamen dreistellig durchnummeriert sind (001_Dateiname.mp3 002_Dateiname.mp3 ... 254_Dateiname.mp3), damit sie genutzt werden können. Um Formatierungsproblemen an dieser Stelle aus dem Weg zu gehen, habe ich insgesamt darauf geachtet, dass die Dateinamen keine Leerzeichen, Sonderzeichen oder Umlaute enthalten. Sind die mp3-Dateien auf die SD-Karte geladen, kann diese seitlich in den HomeMatic Funk-Gong (Affiliate-Link) eingesetzt werden (siehe Bild). Sprachbefehle auslösen Jetzt kann erstmal per FHEM-Kommandozeile getestet werden, ob die Sprachdatei auch abgespielt wird: set FL.GongMP3 playTone 001 Die Signal-LED kann per Kommandozeile ebenfalls angesprochen werden: set FL.GongLED press short Hat das geklappt, kann man sich daran machen die gewünschten notify-Befehle in der fhem.cfg umzusetzen. Nachfolgend sind drei Beispiele zusammengetragen. Die in den Beispielen verwendeten Sprachdateien sind im zip-File ( Funkgong-Beispiel-mp3s.zip (26180 Downloads ) ) ebenfalls verlinkt Sprachbefehl: Willkommen Zuhause Ist bereits eine Anwesenheitserkennung bspw. per Bluetooth (Anleitung) eingerichtet und ein Türsensor (z.B. HomeMatic Türkontakt (Affiliate-Link))  installiert, kann man sich bspw. mit "Willkommen Zuhause" begrüßen lassen, sobald man die Wohnungstür öffnet. Dabei nutze ich zusätzlich den Dummy HA.Anwesenheit_Jay und einen Watchdog wie in der verlinkten Anleitung erklärt, um die Anwesenheitserkennung zu verbessern. Wenn HA.Anwesenheit_Jay durch das Erscheinen von HA.BT_Jay auf "on_arrival gesetzt" wird, wird bei nachfolgender Türöffnung (maximal 15 Sekunden Verzögerung) der Sprachbefehl "Willkommen Zuhause" leicht zeitverzögert ausgelöst. Wenn die Tür ohne vorherige Ankunft (oder später als 15 Sekunden nach der Ankunft) geöffnet wird, wird hingegen ohne Verzögerung "Wohnungstür geöffnet" ausgegeben. #dummy HA.Anwesenheit_Jay define HA.Anwesenheit_Jay dummy attr weblink_HA.Anwesenheit_Jay room Haus #Bluetooth-Anwesenheitserkennung define HA.BT_Jay PRESENCE local-bluetooth 28:E1:5C:11:A1:D1 10 60 attr HA.BT_Jay eventMap 1 attr HA.BT_Jay room Haus #HA.Anwesenheit_Jay auf on_arrival setzen bei Anwesenheit und 15 Sekunden später auf on define HAAnwesenheitJayOn notify HA.BT_Jay:present { fhem ("set HA.Anwesenheit_Jay on_arrival setstate watchdog_HA.BT_Jay_abwesend defined sleep 15 set HA.Anwesenheit_Jay on") if (Value("HA.Anwesenheit_Jay") eq "off") } #HA.Anwesenheit_Jay auf off setzen nach 3 Min Abwesenheit define watchdog_HA.BT_Jay_abwesend watchdog HA.BT_Jay:absent 00:03 HA.BT_Jay:present set HA.Anwesenheit_Jay off attr watchdog_HA.BT_Jay_abwesend regexp1WontReactivate 1 attr watchdog_HA.BT_Jay_abwesend room Haus #MP3 Sprachbefehle "Willkommen Zuhause" "Wohnungstür geöffnet" define FLTuerkontaktOpenJayMP3 notify FL.Tuerkontakt:open { fhem ("set HA.Anwesenheit_Jay on sleep 3 set FL.GongMP3 playTone 001") if (ReadingsVal("HA.Anwesenheit_Jay","state","") eq "on_arrival")} define FLTuerkontaktOpenMP3 notify FL.Tuerkontakt:open.* { fhem ("set FL.GongMP3 playTone 002") if (Value("FL.GongMP3Aktiv") eq "on" && ReadingsVal("HA.Anwesenheit_Jay","state","") ne "on_arrival")} Sprachbefehl: Es ist kälter als 3/0 Grad, Es ist wärmer als 4 Grad Dazu werden die Daten des bereits vorgestellten HomeMatic Temperatur-/Feuchtesensors (Affiliate-Link) und in FHEM als TE.Temperatur benannte Device genutzt (Anleitung). TE.Temperatur löst jeweils beim Über- bzw. Unterschreiten einer festgelegten Temperaturgrenze über den Dummy TE.TempIndicator den entsprechenden Sprachbefehl aus. #Dummy TE.TempIndicator define TE.TempIndicator dummy attr TE.TempIndicator event-on-change-reading state attr TE.TempIndicator room Terrasse #TE.TempIndicator Wert setzen bei Unter- bzw. Überschreitung bestimmter Temperaturen define TETempIndicatorToFreezing notify TE.Temperatur:temperature.* {fhem("set TE.TempIndicator freezing") if (ReadingsVal("TE.Temperatur","temperature","") < 0)} define TETempIndicatorToCold notify TE.Temperatur:temperature.* {fhem("set TE.TempIndicator cold") if ((ReadingsVal("TE.Temperatur","temperature","") < 3) && (ReadingsVal("TE.Temperatur","temperature","") >= 0))} define TETempIndicatorToNormal notify TE.Temperatur:temperature.* {fhem("set TE.TempIndicator normal") if (ReadingsVal("TE.Temperatur","temperature","") >= 4)} #MP3 Sprachbefehle "Es ist kälter als 3/0 Grad" "Es ist wärmer als 4 Grad" define TETempIndicatorToColdMP3 notify TE.TempIndicator:cold set FL.GongMP3 playTone 004 define TETempIndicatorToFreezingMP3 notify TE.TempIndicator:freezing set FL.GongMP3 playTone 005 define TETempIndicatorToNormalMP3 notify TE.TempIndicator:normal set FL.GongMP3 playTone 006 Sprachbefehl: Raumluft gut/schlecht Ein CO-Luftgütesensor (Affiliate-Link) bestimmt kontinuierlich die Luftqualität (Raumluftqualität durch FHEM und HomeMatic-Adapter) im Wohnzimmer. Ist die Luftqualität stark gesunken oder wieder auf einem normaen Niveau, wird ein enstprechendes Sprachkommando getriggert. WZ.CO2 wird in diesem Fall zusätzlich als Dummy genutzt, welcher die aktuellen Statusänderungen des Luftgütesensors WZ.Luftquali übergeben bekommt. Ich gehe diesen Umweg, da ich es nicht geschafft habe die normalen Zustände des Luftgütesensors (z.B. "normal %") für ein notify zu nutzen. Deshalb übergibt WZ.Luftquali seinen Status erstmal an den Dummy WZ.CO2, wobei der Status vorher umformatiert wird, damit bspw. aus dem Zustand "normal %" nach der Umformatierung "normalCO2" wird, was dann für die beiden oben stehenden notify-Befehle genutzt werden kann. Das geht evtl. auch eleganter ohne diesen Umweg, so funktioniert es bei mir jedenfalls zuverlässig. #Dummy WZ.CO2 define WZ.CO2 dummy attr WZ.CO2 event-on-change-reading state attr WZ.CO2 eventMap /normalCO2:gut/addedCO2:mittelmäßig/addedStrongCO2:schlecht/set_teCO2:unbestimmt/ attr WZ.CO2 room Wohnzimmer #WZ.CO2 Wert setzen bei Statusänderungen des Luftgütesensors define WZLuftqualiAnCO2Senden notify WZ.Luftquali {my $co2 =ReadingsVal("WZ.Luftquali","state","") my $co2cut=substr($co2,0,length($co2)-2) my $co2complete="$co2cut" . "CO2" fhem ("set WZ.CO2 $co2complete")} #MP3 Sprachbefehle "Raumluft gut/schlecht" define WZCO2GutMP3 notify WZ.CO2:gut set FL.GongMP3 playTone 007 define WZCO2SchlechtMP3 notify WZ.CO2:schlecht set FL.GongMP3 playTone 009 Aus meinem täglichen Leben Der HomeMatic Funk-Gong (HM-OU-CFM-PI) (Affiliate-Link) ist eine gute Möglichkeit, um die bereits bestehende Smart Home-Infrastruktur sinnvoll zu ergänzen. Der Stromverbrauch bewegt sich laut meinem Technoline-Energiemesser (Affiliate-Link) bei 0-1 Watt und sollte so die Stromrechnung unwesentlich belasten, so dass nichts gegen einen Dauerbetrieb spricht. Der Lautsprecher ist laut genug, um die Sprachkommandos auch noch im Nebenraum klar wahrnehmen zu können. Insgesamt klingt er etwas blechern, was bei dieser geringen Baugröße aber nachvollziehbar ist. Die ebenfalls verbaute Signalleuchte ist ein nettes Gimmick, welche aber aufgrund des eher dezenten, roten LED-Lichts nur bei direktem Blickkontakt oder bei Nacht sinnvoll genutzt werden kann. Einen konkreten Anwendungszweck hab ich bis jetzt noch nicht finden können. Evtl. könnte man sich damit ja optisch signalisieren lassen, wenn einer der Sensoren einen neuen Wert an die Zentrale meldet... Schön wäre es natürlich, wenn man aus FHEM direkt eine Sprachausgabe ohne die Limitation festgelegter mp3-Dateien nutzen könnte, für den Anfang ist diese Lösung aber nach der Ersteinrichtung dennoch sehr praktikal. Insgesamt lassen sich ja auch bis 254 mp3-Dateien nutzen, darunter natürlich auch normale mp3-Songs, welche sich bspw. auch als Hausklingelton nutzen lassen. Um den Nervfaktor gering zu halten, sollte man sich aber im Vorfeld gut überlegen, welche Benachrichtigungen man auf welche Weise umsetzt, weniger ist ja bekanntlich oftmals sogar mehr. Zusammengefasst ein super Gadget, welches zur Not auch als Mini-Alarmgeber in FHEM im Rahmen einer Alarmanlagenfunktion eingesetzt werden kann. Anmerkung: Laut Anleitung verkraftet der HomeMatic Funk-Gong (Affiliate-Link) bis zu 255 mp3-Dateien. Wird aber eine Datei mit dem Namen 255_Dateiname.mp3 über FHEM angesteuert, spielt der Funk-Gong diese Datei bei einem Test aber unaufhaltsam immer wieder ab. Das scheint ein Bug in FHEM zu sein, über den die meisten Nutzer wohl erstmal nicht stolpern werden, ich möchte es aber trotzdem der Vollständigkeit halter erwähnen. Weitere mögliche Szenarien, die mir spontan einfallen, sind nachfolgend aufgelistet. Wer noch weitere sinnvolle Anwendungsfälle findet oder selbst einsetzt, ist gerne eingeladen diese per Kommentar zu teilen. Weitere denkbare Sprachbenachrichtigungen "Es wird kalt, Terrassentür schließen", wenn die Tür länger als 10 Minuten geöffnet ist bei einer Außentemperatur (HomeMatic Temperatur-/Feuchtesensor (Affiliate-Link)) von unter 10 °C "Bewegung in der Garage erkannt", wenn der Bewegungsmelder (HomeMatic Bewegungsmelder (Affiliate-Link)) bei Dunkelheit mindestens zwei Mal hintereinander (Abstand 15 Sekunden) eine Bewegung detektiert hat. "Es beginnt zu Regnen", wenn der Regensensor (HomeMatic Wetterstation HM-WDS-OC3 (Affiliate-Link)) Niederschlag erkennt. "Es beginnt zu Stürmen, Terrassentür schließen", wenn der Windsensor (HomeMatic Wetterstation HM-WDS-OC3 (Affiliate-Link)) einen Schwellwert überschreitet und die Tür geöffnet ist. "iPhone benötigt Strom", wenn der Anwesenheitsstatus (die Watchdog-Variante) von "on" auf "off" schaltet und maximal 10 Minuten vorher keine Türöffnung erkannt wurde, der Nutzer also noch Zuhause sein muss. "Sensorbatterien prüfen", wenn eines der batteriebetriebenen Sensoren eine entsprechende Warnmeldung an den FHEM-Server übermittelt. Hier macht es evtl. mehr Sinn direkt eine Pushnachricht an Smartphone (Anleitung) mit der Info zu schicken, welcher Sensor die Meldung übermittelt hat. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B005JRW91C" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41iPo0CxdpL.SL110.jpg" tag="meintechblog-131207-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B001CQT0X4" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/51AjlChlMUL.SL1102.jpg" tag="meintechblog-131207-21" width="99"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B002BJV9GC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31D0PVWA6PL.SL1106.jpg" tag="meintechblog-131207-21" width="110"] ### Zwei FHEM-Server verbinden: FritzBox-Anwesenheitserkennung auf dem Raspberry Pi nutzen Die quelloffene Hausautomation-Serversoftware FHEM kann grundsätzlich auf unterschiedlichen Hardware-Systemen betrieben werden. Meistens wird FHEM auf Grund der günstigen Hardware auf einem Raspberry Pi (Affiliate-Link) betrieben. Auch AVM FritzBoxen (z.B. die FritzBox 7390 (Affiliate-Link)) sind eine beliebte Server-Hardware zum Betrieb von FHEM. Verwendet man zwei verschiedene FHEM-Server, so gibt es die Möglichkeit, diese in Kombination miteinander zu betreiben. Dieser Artikel zeigt, wie von einem FHEM-Server auf einem Raspberry Pi Daten eines FHEM-Servers auf einer FritzBox 7390 abgefragt werden. Fhem2Fhem verbindet Systeme Das Helper-Module Fhem2Fhem (Standardkomponente von FHEM) beabsichtigt genau den hier beschriebenen Zweck: Es verbindet zwei separate FHEM-Installationen miteinander. Dabei existieren zwei verschiedene Modi: RAW und LOG. Der RAW-Modus ermöglicht es, eine Remote-Installation von einer Hauptinstallation zu steuern (z.B. einen am Remoteserver angeschlossenen CUL). Hierauf wird in diesem Artikel nicht weiter eingegangen. Der LOG-Modus ermöglicht es, sämtliche Events (z.B. Zustandsänderungen) von Geräten auf dem Remoteserver im Hauptserver zu erfassen, um beispielsweise davon abhängige Steuerungen zu generieren. Die Verbindung der Systeme ist relativ simpel umzusetzen. Der Hauptserver erhält dazu lediglich die IP-Adresse des neu einzubindenden Remoteservers in folgender Form: define Remoteserver FHEM2FHEM 192.168.178.1:7072 LOG:.* Name (hier: Remoteserver) und IP-Adresse müssen dabei individuell angepasst werden. Diese Definition ist bereits ausreichend, um beide Instanzen zu verbinden. Der Status von Remoteserver sollte nun bereits auf "connected" stehen (siehe Screenshot). Anwesenheitserkennung: Fhem auf Raspberry Pi mit Fhem auf FritzBox verbinden Um eine Anwesenheitserkennung zu Hause umzusetzen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Neben der Verwendung eines Bluetooth-Sticks (Affiliate-Link) am Raspberry Pi (Anleitung: Howto: Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (Update)) und einer Standard-Lan-Ping-Methode (absolut nicht zuverlässig), bietet die AVM FritzBox (z.B. die 7390 (Affiliate-Link)) die Möglichkeit, über besondere Bordmittel den Online-Status von Geräten sehr gut zu ermitteln. Daraus lässt sich für FritzBox-Besitzer hervorragend eine Anwesenheitserkennung in FHEM realisieren, die es ermöglicht, z.B. Heizungen, Lichter oder Beschattung in Abhängigkeit anwesender Personen zu steuern. Viele Nutzer (und auch ich) besitzen zwar eine FritzBox, nutzen FHEM allerdings auf einem separaten Raspberry Pi. Hier soll nun gezeigt werden, wie die "Fritzbox"-Anwesenheitserkennung für eine FHEM-Installation auf einem Raspberry Pi genutzt werden kann. Zunächst wird FHEM auf der FritzBox installiert und an den Haupt-FHEM-Server angebunden. Die Installation muss mit dem von FHEM bereitgestellten Fritzbox Image (Informationen und Direktdownload) bewerkstelligt werden. Das Image-File wird dabei im Webinterface der FritzBox als "manuelles" Update hochgeladen. Nach einem Reboot der Box ist FHEM über den Port 8083 erreichbar (http://fritz.box:8083/fhem). Anschließend benötigt FHEM Root-Rechte. Dazu wird eine Telnet-Verbindung mit der FritzBox hergestellt und in den Ordner "/var/media/ftp/fhem/" gewechselt, wo die Datei "startfhem" geändert wird. Anschließend wird ALLES zwischen den Zeilen "## START:fhem-user" und "## END:fhem-user" durch wiederholtes Drücken der Taste "D" gelöscht. Anschließend ESC und ":wq!": - cd /var/media/ftp/fhem/ - vi  startfhem - Löschen mit "D" - [ESC] und "wq!" Der neue FHEM-Server auf der FritzBox wird jetzt mit dem Hauptserver, wie oben beschrieben, mit Fhem2Fhem gekoppelt. (Anmerkung: Der nachfolgende Eintrag muss in die fhem.cfg des Raspberry Pi eingetragen werden.) B003108AZI Hauptserver: define Remoteserver FHEM2FHEM 192.168.178.1:7072 LOG:.* Nun kann damit begonnen werden, auf dem FritzBox-Server (Remoteserver) die Anwesenheitserkennung umzusetzen. (Anmerkung: Der nachfolgende Eintrag muss in die fhem.cfg der FritzBox eingetragen werden.) Remoteserver: define Christoph PRESENCE fritzbox iPhone5Christoph 10 30 Dieser Befehl installiert eine neue Presence-Instanz, der meine Anwesenheit an Hand meines Mobiltelefone prüft. Wichtig ist dabei, dass der Mobiltelefon-Name dem aus dem FritzBox-Webinterface exakt entspricht. Die beiden Zahlen (10 30) am Ende der Definition geben die Prüf-Zeitintervalle an (hier 10 und 30 Sekunden). Damit erfolgt eine Abfrage alle 10 Sekunden bei Abwesenheit und danach alle 30 Sekunden, sobald das Smartphone anwesend ist. Je höher die gewählten Werte, desto weniger wird am Akku gezerrt. Je geringer die Werte, desto genauer (Zeitbezug) ist die Erkennung. Hier empfielt es sich, einen Watchdog einzusetzen, welcher erst nach einigen Minuten "erkannter" Abwesenheit den Status auf absent ändert, um kurzfristige Empfangsprobleme zu kompensieren. Wie das genau funktioniert, wird u.A. im Artikel Howto: Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (Update) beschrieben. Zur Kontrolle sollte die Definition im Anschluss geprüft werden. Sie sollte entweder "present" oder "absent" als Status besitzen. Jetzt soll dieser Status alle 10 Sekunden an den Raspberry Pi (Affiliate-Link) (Haupt-Server) übertragen werden. Daher wird dort zunächst einmal ein Dummy angelegt: Hauptserver: define ChrisAnwesend dummy Dieser Dummy soll den Status der Presence-Definition auf der FritzBox erhalten. Dazu wird wie folgt vorgegangen: Auf dem Hauptserver wird ein Notify angelegt, der auf ein Dummy (DummyA) am Remoteserver reagiert und mit dem Befehl fhem "%" ALLES genauso in den Hauptserver schreibt, wie es im Remoteserver geschrieben wird. Hauptserver (ab Version 5.7): define Datentransfer notify DummyA { fhem "%" } define Datentransfer notify DummyA { fhem "$EVENT" } (Danke Tim & Pascal für den Hinweis!) Remoteserver: define DummyA dummy Jetzt wird lediglich noch ein Notify am Remoteserver angelegt, welches den aktuellen Status der Anwesenheitserkennung nimmt, als Variable speichert und in folgender Form an das Dummy "DummyA" übermittelt, welches dann wiederum den relevanten Befehl ausführt, der das Dummy "ChrisAnwesend" auf dem Hauptserver aktualisiert. Remoteserver: define ChrisNotiPresence notify Christoph {my $chrisstate=ReadingsVal("Christoph","state",0) fhem ("set DummyA set ChrisAnwesend $chrisstate")} Der Zusammenhang ist also wie folgt. Der Dummy (DummyA) fungiert hier quasi als Befehlsträger, indem er den Status "set ChrisAnwesend $chrisstate" erhält. Sein Status, der ja eigentlich ein Befehl ist, wird dank des auf dem Hauptserver eingerichteten Notifies mit "%" übernommen, also dort als Befehl umgesetzt. Um es zusammenzufassen: Die Anwesenheitserkennung auf der FritzBox 7390 (Affiliate-Link) schreibt einen "set"-Befehl in einen Dummy auf der FritzBox, der über ein Notify vom Raspberry Pi übernommen wird und daraufhin einen Dummy auf dem Raspberry Pi mit dem Anwesenheitsstatus beschreibt. Erfahrungswerte haben gezeigt, dass eine Anwesenheit nach etwa einer Minute erkannt wird und Abwesenheit nach etwa 5 Minuten einsetzt. Diese Form der Anwesenheitserkennung eignet sich daher NICHT für beispielsweise Türöffnung mit dem KeyMatic Set aus der HomeMatic-Serie, da eben erst mit einer gewissen Verzögerung reagiert wird. Hier reagiert die Bluetooth-Variante insgesamt schneller. Aus meinem täglichen Leben Die Anwesenheitserkennung der FritzBox eignet sich hervorragend für unterschiedliche Szenarien. Ich nutze diese z.B. um bei Abwesenheit alle Lichter und Verbraucher im Haushalt auszuschalten. Der Verbund zweier FHEM-Instanzen (eine auf dem Raspberry Pi und eine auf FritzBox 7390) funktioniert dabei reibungslos. Künftig möchte ich auf diese Weise auch weitere Daten der FritzBox nutzen, um sie in meinem Haupt-Server einzubinden (z.B. Telefondaten der FritzBox etc.) ### FHEM-Logfiles und -Graphen: Datenlast reduzieren und Werte ordentlich visualisieren FHEM als Hausautomation-Server bietet zahlreiche Möglichkeiten, Abläufe und Regeln individuell zu gestalten und erzeugte Datenwerte graphisch auszuwerten. Seit den neuesten Versionen von FHEM gibt es ein interessantes User-Interface zur individuellen Gestaltung solcher Graphen. Hier soll zunächst der Zusammenhang zwischen einem Logfile als Datenlieferant und einem "SVG" als graphisches Element genauer beschrieben werden. Anhand der neuen HomeMatic-Heizkörperthermostate "HM-CC-RT-DN" (Affiliate-Link), des Smart-Metering-Systems "OWL +USB" (Affiliate-Link) und des HomeMatic-Bewegungsmelders "HM SEC MDIR" (Affiliate-Link) wird gezeigt, wie Logfiles auf individuell relevante Werte reduziert werden und wie deren Inhalt in verschiedenen graphischen Visualisierungen umgesetzt werden kann. Für andere Geräte ist die Vorgehensweise analog anwendbar. Logfiles nur mit relevanten Werten füllen 1. Beispiel (mit OWL +USB): Datenlast in FHEM reduzieren und Antwortzeiten verbessern B007KPVC0A Anhand eines ersten Beispiels (mit dem Energiemonitor OWL +USB (Affiliate-Link)) soll gezeigt werden, wie ein individuelles Log-File angelegt wird. Bindet man den smarten Energieverbrauchsmesser OWL +USB (Affiliate-Link), wie im Artikel Smart Metering mit Owl +USB und FHEM – Live Tracking des Stromverbrauchs beschrieben, standardmäßig in FHEM ein, so wird knapp alle fünf Sekunden ein Logfile-Eintrag geschrieben. Dabei wird unabhängig von Zustandsänderungen eine enorme Datenlast auf dem Hausautomation-Server erzeugt. Selbst wenn sich kein Wert ändert, werden immer und immer wieder die selben Einträge in das Logfile geschrieben. Das sieht dann z.B. so aus: ... 2013-11-17_23:06:03 CM160 A: 0.56 A, W: 109.20 W, C: 0.0328 €/h, CO2: 0.0644 kg/h 2013-11-17_23:06:08 CM160 A: 0.56 A, W: 109.20 W, C: 0.0328 €/h, CO2: 0.0644 kg/h 2013-11-17_23:06:13 CM160 A: 0.56 A, W: 109.20 W, C: 0.0328 €/h, CO2: 0.0644 kg/h 2013-11-17_23:06:18 CM160 A: 0.56 A, W: 109.20 W, C: 0.0328 €/h, CO2: 0.0644 kg/h 2013-11-17_23:06:23 CM160 A: 0.56 A, W: 109.20 W, C: 0.0328 €/h, CO2: 0.0644 kg/h ... Die Werte haben sich nicht geändert und trotzdem wird Datenlast erzeugt. Generiert man aus diesen Logfile-Daten jetzt einen Graphen, müssen für die Darstellung eines gesamten Tages knapp 17.000 Datensätze gelesen und in graphischer Form aufbereitet werden. Dies verursacht bei der Bedienung von FHEM erhebliche Nachteile in Form von Systemlast und langen Antwortzeiten. Der interessante Wert des OWL +USB (Affiliate-Link) ist hier eigentlich lediglich der Stromverbrauch in Watt. Hier wird daher gezeigt, wie ein Logfile angelegt werden kann, welches ausschließlich den Wert in Watt erfasst und diesen auch nur bei der Änderung des Wertes in ein Logfile schreibt. Zunächst wird ein Dummy angelegt, dem lediglich das relevante Reading des OWL +USB (Affiliate-Link) übergeben wird. define AktuellerVerbrauch dummy Dieser soll alle 5 Sekunden mit dem aktuellen Stromverbrauch aktualisiert werden: define WattUsageAnDummy at +*00:00:05 { my $d= ReadingsVal("CM160","W",0);; fhem("set AktuellerVerbrauch $d")} Hierdurch wird das Reading "W" des Geräts "CM160" ausgelesen und alle 5 Sekunden in den Dummy "AktuellerVerbrauch" geschrieben. Für den Dummy kann jetzt ein Logfile angelegt werden: define FileLog_AktuellerVerbrauch FileLog ./log/AktuellerVerbrauch-%Y-%m-%d.log AktuellerVerbrauch attr FileLog_AktuellerVerbrauch logtype text Dies bringt jetzt noch nicht wirklich einen Vorteil, da weiterhin alle 5 Sekunden der Stromverbrauch in das Logfile geschrieben wird.  Daher wird dem Dummy ein zusätzliches Attribut verpasst: attr AktuellerVerbrauch event-on-change-reading state Durch diesen Zusatz meldet der Dummy "AktuellerVerbrauch" nur dann ein Event, wenn der aktuelle "state" sich ändert ("event-on-change"). Nur veränderte Werte werden jetzt in das neue Logfile geschrieben. Dies sieht dann z.B. so aus: ... 2013-11-21_00:06:55 AktuellerVerbrauch 163.80 W 2013-11-21_00:07:10 AktuellerVerbrauch 341.25 W 2013-11-21_00:07:55 AktuellerVerbrauch 327.60 W 2013-11-21_00:08:55 AktuellerVerbrauch 341.25 W 2013-11-21_00:10:10 AktuellerVerbrauch 177.45 W ... Hieran sieht man eindeutig, dass in einem Zeitraum von etwa 3 Stunden gerade einmal 5 Logfile-Einträge geschrieben wurden und zwar nur dann, wenn sich der Status geändert hat. Das "normale" Logfile hätte in dieser Zeit bereits rund 2.100 Datensätze erzeugt. Zwischenfazit Beispiel 1: Datenintensive Hardware, wie der Energiemonitor OWL +USB (Affiliate-Link) können in FHEM ohne Datenverlust durch die Nutzung des "event-on-change-reading"-Attributs verarbeitet werden, ohne eine hohe Systemauslastung zu verursachen. 2. Beispiel (mit HomeMatic-Bewegungsmeldern HM SEC MDIR): Eigene Logfile-Einträge festlegen Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="300" identifier="B001R4VAJI" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31EGCqSB2BML.jpg" tag="meintechblog-131122-21" target="_blank" rel="nofollow"> Die HomeMatic-Bewegungsmelder HM SEC MDIR (Affiliate-Link) besitzen nur einen Status, nämlich "motion". Wird eine neue Bewegung am Bewegungsmelder erkannt, wird der alte Status "motion" durch einen neuen Status "motion" überschrieben. Möchte mann dies nun graphisch darstellen, helfen einem die Logfile-Einträge wenig. Hier wird gezeigt, wie erkannte Bewegungen in einem Verlaufsgraphen visualisiert werden können. Zunächst wird das Logfile vorbereitet. Auch hier legen wir erst einen Dummy und ein dazugehöriges Logfile an: define Motion2Verlauf dummy define FileLog_Motion2Verlauf FileLog ./log/Motion2Verlauf-%Y.log Motion2Verlauf attr FileLog_Motion2Verlauf logtype text Dieses Dummy soll auf "1" stehen, wenn eine Bewegung erkannt wird und anschließend auf den Status "0" zurück wechseln. Dieses Wechselspiel kann dann im Anschluss als graphische Darstellung visualisiert werden. Eine "1" erhält das Dummy ganz einfach über ein notify: define Motion2VerlaufNotifyAn notify Bewegungsmelder2:motion {fhem ("set Motion2Verlauf 1")} Hier wird also der Dummy "Motion2Verlauf" auf "1" gesetzt, wenn am "Bewegungsmelder2" ein neuer Status "motion" erkannt wird. Im hier gezeigten Beispiel soll diese "1" für etwa 15 Sekunden aktiv bleiben und dann auf den Status "0" wechseln, aber nur wenn innerhalb der 15 Sekunden nicht eine weitere Bewegung am Bewegungsmelder HM SEC MDIR (Affiliate-Link) erkannt wird! Dabei ist zu beachten, dass der Bewegungsmelder nur alle 15 Sekunden sendet, ob eine weitere Bewegung erkannt wurde. Würde man jetzt einfach nach 15 Sekunden wieder auf den Status "0" stellen, aber die erkannte Bewegung dauert z.B. 30 Sekunden, würde im Logfile erst eine "1", nach 15 Sekunden direkt eine "0" und gleich wieder eine "1" geschrieben werden. Um dies zu verhindern, wird der "Ausschaltbefehl" z.B. so umgesetzt: define AusDummy dummy define Motion2VerlaufNotifyAus notify Bewegungsmelder2:motion {fhem ("sleep 17 set AusDummy on")} define AusDummyNeu notify AusDummy:on {fhem ("set Motion2Verlauf 0") if ( (time - time_str2num(ReadingsTimestamp("Motion2Verlauf","state",0 ))) > 16 )} Der Dummy "AusDummy" wird nach 17 Sekunden aktiviert (sleep 17), wenn die erste Bewegung am Bewegungsmelder erkannt wurde, als genau 17 Sekunden, nachdem der Status "1" geschrieben wurde. Ein weiterer Dummy "AusDummyNeu" reagiert auf diese Statusänderung und setzt eine "0", aber nur dann wenn (if) die letzte erkannte Bewegung am Bewegungsmelder länger als 16 Sekunden vergangen ist (siehe if-Bedingung). Das Logfile enthält dann beispielsweise folgende Werte: ... 2013-11-18_18:21:11 Motion2Verlauf 1 2013-11-18_18:21:27 Motion2Verlauf 1 2013-11-18_18:21:42 Motion2Verlauf 1 2013-11-18_18:21:58 Motion2Verlauf 1 2013-11-18_18:22:15 Motion2Verlauf 0 ... So kann gespeichert werden, dass vom Bewegungsmelder HM SEC MDIR (Affiliate-Link) für etwa eine Minute eine Bewegung erkannt wurde ("1"). Anschließend wird wieder auf "0" gestellt. Zwischenfazit Beispiel 2: Hardware mit uneindeutigen Statusangaben, wie der Bewegungsmelder HomeMatic HM SEC MDIR, die sich auch im Verlauf der Zeit nicht ändern, können über verschachtelte Befehle in eigene Logfiles mit neuen Statuswerten (hier z.B. "1" und "0") überführt werden. Logfile-Daten in Graphen visualisieren ("plotten") Mit der neuen Oberfläche zum Anlegen von Graphen, kann aus jedem Logfile ganz einfach eine Visualisierung erzeugt werden. Zunächst wird das Logfile in FHEM angeklickt. Mit einem Klick auf "Create SVG Plot" (siehe erster Screenshot) gelangt man auf das UI zur Erstellung des SVGs (siehe Screenshot 2). Der folgende Abschnitt erklärt das UI Schritt für Schritt (bitte Nummern im Screenshot vergleichen) an Hand der Datenvisualisierung eines HomeMatic Funkthermostats "HM-CC-RT-DN" (Affiliate-Link). Ein Graph oder Plot besteht aus zwei Teilen: Der Beschriftung und Visualisierung einerseits und den Dateninhalten andererseits. Im Abschnitt 1 (siehe Screenshot) können zunächst sämtliche Beschriftungen vorgenommen werden (relevante Werte aufgelistet): Plot title: Überschrift des Plots. Hier kann entweder ein fester Name eingegeben werden, oder wie im Screenshot zu sehen "". Letzteres funktioniert lediglich in Kombination mit einem Attribut des Plots. Im vorliegenden Fall des Funk-Heizkörperthermostats wurde dem SVG weiter unten das Attribut attr  SVG_FileLog_Az.Thermostat_1 label "Az.Heizung Min $data{min1}, Max $data{max1}, Last $data{currval1}" gegeben. Dadurch werden als Plot-Überschrift ein Name, der Minimal-, der Maximal- und der zuletzt gemessene Wert verwendet. Y-Axis label: Wie der Name schon sagt, werden hier die Beschriftungen der y-Achsen festgelegt. Möchte man, wie im Beispiel gezeigt, zwei Werte in einem Plot abbilden, gibt es hierfür die Möglichkeit zwei Beschriftungen zu verwenden (hier: Ventilstellung/Actuator in % und die gemessene Temperatur des Raums) Grid aligned: Werden diese Haken gesetzt, orientiert sich die gezeichnete Linie am Raster des Plots (meisten ist dies sinnvoll!) Nun können die relevanten Datenwerte eines Logfiles (z.B. vom Funk-Thermostat "HM-CC-RT-DN" (Affiliate-Link)) ausgewählt und für die Visualisierung vorbereitet werden. Dazu muss zunächst Abschnitt 3 (siehe Screenshot) betrachtet werden. Hier werden Beispielsauszüge aus dem Logfile abgebildet und dienen quasi als Hilfestellung, um die richtigen Werte in Abschnitt 2 (siehe Screenshot) auszuwählen: Diagramm label: Dieser Wert liefert eine genaue Beschreibung jeder einzelnen Linie. Im gezeigten Beispiel werden vom HomeMatic Funkthermostat die Werte Actuator und Temperatur visualisiert und dementsprechend die Linien auch so benannt. Input:Column,Regexp,DefaultValue,Function: Die wohl wichtigste Baustelle im aufgerufenen UI: Hier werden die richtigen Daten des Logfiles als Input-Werte ausgewählt, die es zu plotten gilt. - Für die gemessene Temperatur entnehmen wir dem Logfile Auszug in Abschnitt 3, dass der relevante Wert den Namen "measured-temp" trägt. Dieser kann anschließend über das Dropdown-Menü ausgewählt werden. - Jetzt erwartet FHEM noch eine Spaltenangabe im Dropdown-Menü davor. Eine Spalte innerhalb eines Logfile-Eintrages ist für FHEM jeweils eine Zeichenkombination bis zum nächsten Leerzeichen. Für die "measured-temp" im vorliegenden Beispiel wird daher die vierte Spalte gewählt. - Für die Actuator-/Ventilstellung  wird eine Zeile weiter unten analog vorgegangen. Y-Axis,Plot-Type,Style,Width: Schließlich kann jede Linie noch optisch individuell angepasst werden. Zunächst wird im ersten Dropdown festgelegt, ob der Wert in der Zeile zur linken oder rechten Achsenbeschriftung gehört. Der Plot-Type ermöglicht eine Veränderung der Visualisierungslogik. Es kann zwischen verschiedenen Styles, wie etwa Punkte, Linien oder Balkendiagramme gewählt werden. Der Style beeinflusst noch die Farbgebung der Linien und der Wert Width ändert die Linien-Stärke. Anschließend wird der Graph mit dem Button "write .gplot file" gespeichert. Er erscheint nun in aktualisierter Form im oberen Bereich (siehe Screenshot ganz oben). Die folglich automatisch erzeugte ".gplot-Datei" für das obige Beispiel sieht wie folgt aus (zu finden unter Edit Files): # Created by FHEM/98_SVG.pm, 2013-10-26 17:22:49 set terminal png transparent size crop set output '.png' set xdata time set timefmt "%Y-%m-%d_%H:%M:%S" set xlabel " " set title '' set ytics set y2tics set grid y2tics set ylabel "Actuator (%)" set y2label "Temperature in C" #FileLog 4:CUL_HM_HM_CC_RT_DN_222ED4.measured-tempx3a:0: #FileLog 4:CUL_HM_HM_CC_RT_DN_222ED4.actuatorx3a:0:int plot "" using 1:2 axes x1y2 title 'Measured temperature' ls l0 lw 1 with lines, "" using 1:2 axes x1y1 title 'Actuator (%)' ls l1 lw 1 with lines Verschiedene Devices, wie z.B. der Energiemonitor OWL +USB (Affiliate-Link), der HomeMatic Bewegungsmelder HM SEC MDIR (Affiliate-Link) oder das HomeMatic Funk-Thermostat "HM-CC-RT-DN" (Affiliate-Link) können, wie oben beschrieben, auf unterschiedliche Arten in FHEM visualisiert werden. Letztlich ist die Kreativität des Anwenders gefragt, welche Daten in welcher Form visuell einen Zusatznutzen erzeugen. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="180" identifier="B001R4VAJI" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/07/bew1.jpg" tag="meintechblog-131122-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="180" identifier="B007KPVC0A" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/410TrGX3pEL.SL1101.jpg" tag="meintechblog-131122-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="180" identifier="B00CFF3410" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wp-content/uploads/2015/07/hmcc1.jpg" tag="meintechblog-131122-21" target="_blank" rel="nofollow"> ### Howto: Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (Update) Vor einigen Tagen hatte ich in diesem Post ein Howto veröffentlicht, das zeigt, wie man per FHEM und Prowl-App Pushnachrichten auf das iPhone schickt. Einen noch einfacheren und meiner Meinung nach eleganteren Weg bietet die App Pushover, welche nicht nur für iOS-, sondern auch für Android-Endgeräte verfügbar ist. Einfacher deswegen, weil keinerlei erweiterte Anpassung in der FHEM-Config notwendig ist und ausschließlich die gewünschten Pushbenachrichtigungen als Befehl in der fhem.cfg selbst hinterlegt werden müssen. Eleganter auch deswegen, weil man durch diese Möglichkeit obendrein jeden gewünschten Variablenwert (z.B. ausgelesene Temperatur) mit in die Pushnachricht packen kann. Wie das funktioniert, wird nachfolgend an einigen Beispielen erklärt. Trigger für die Pushmitteilung Als Auslöser für die spätere Pushmitteilung wurde ein sicherheitsorientiertes Szenario gewählt, welches ich seit Kurzem selbst im Einsatz habe. Dabei überwacht der FHEM-Server auf Basis eines Raspberry Pi per Bluetooth-Dongle im Rahmen einer Anwesenheitserkennung, ob sich mindestens eines im Haushalt genutzten iPhones in Reichweite befindet. Öffnet sich die Wohnungstür, welche mit dem Sensor HomeMatic HM-Sec-Sc Funk-Tür-/Fensterkontakt (Affiliate-Link) ausgestattet ist, und keines der definierten iPhones ist in Reichweite, sendet FHEM sofort per Pushmitteilung einen Warnhinweis, dass eine unautorisierte Türöffnung stattfand. Aus Komplexitätsgründen wird in nachfolgendem Beispiel die Erkennung von nur einem Bluetooth-Gerät erläutert. Anwesenheitserkennung per Bluetooth einrichten Das hier gewählte Beispiel setzt einen vorkonfigurierten FHEM-Server (FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten) sowie einen damit gekoppelten HMLan-Adapter (Affiliate-Link) (HMLan-Adapter am FHEM-Server einrichten) voraus. Weiterhin wird ein handelsüblicher Bluetooth-Dongle benötigt. Ich selbst nutze den CSL - USB micro Bluetooth-Adapter V4.0 (Affiliate-Link) (Abbildung links), welcher schon seit Längerem ohne Probleme seine Arbeit am RPI verrichtet. Er zeichnet sich durch eine hohe Reichweite (bis 100 Meter) aus, so dass bei mittiger Positionierung die Anwesenheitserkennung in der gesamten Wohnung auch durch Wände funktionieren sollte. (Anmerkung: Anscheinend hat sich das Layout des Sticks in den letzten Monaten geändert, da die aktuelle Version jetzt anders aussieht.) Um den Bluetooth-Stick in FHEM nutzen zu können, müssen vorab einige Treiber per Terminalbefehl installiert werden (die IP muss natürlich jeder selbst anpassen): ssh pi@192.168.177.56 Ist man eingeloggt, werden mit nachfolgendem Befehl die relevanten Treiber heruntergeladen und installiert: sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade && sudo apt-get install bluetooth bluez-utils blueman -y && sudo reboot B00DOQJTF4 Nachdem der RPI die Paketquellen aktualisiert, Updates eingespielt, die Treiber installiert und schließlich neugestartet hat, ist der per USB angeschlossene Bluetooth-Stick betriebsbereit (weitere Informationen zum Test des Sticks gibt es z.B. unter modmypi.com). Die fhem.cfg kann nun mit den Befehlen bestückt werden, welche die Anwesenheitserkennung über das PRESENCE-Modul ermöglichen (weitere Informationen zur Anwesenheitserkennung gibt es im FHEMWiki). Das Zeichen # am Zeilenanfang bedeutet übrigens, dass diese Zeile auskommentiert ist und damit von FHEM ignoriert wird. #Bluetooth-Anwesenheit define HA.JayBluetooth PRESENCE local-bluetooth 28:E1:4C:91:AA:D5 10 60 Die individuelle Bluetooth-Adresse des jeweiligen Smartphones (im obigen Beispiel 28:E1:4C:91:AA:D5) findet sich in den Geräteeinstellungen. Beim iPhone ist die Bluetooth-Seriennummer unter Einstellungen -> Allgemein -> Info -> Bluetooth zu finden (siehe Bild links). Damit die Anwensenheitserkennung ordnungsgemäß auch dann funktioniert, wenn sich das iPhone im Standby befindet, muss das iPhone selbst mit mindestens einem Bluetooth-Gerät gekoppelt worden sein. Sofern noch nicht geschehen, das iPhone einfach per Bluetooth z.B. mit einem MacBook koppeln, damit mindestens ein Eintrag am iPhone unter Einstellungen -> Bluetooth -> Geräte zu finden ist. Dann bleibt die Bluetooth-Funktion am iPhone auch im Standby permanent aktiviert, was den Akku nicht merkbar belastet. Ob ein entsprechendes Koppeln auch bei Android-Devices notwendig ist, kann ich leider nicht sagen. Schaden kann es jedenfalls nichts. Nach der Seriennummer werden beim PRESENCE-Befehl noch zwei Zahlen (oben 10 60) eingetragen. Die erste Zahl (10) bedeutet, dass alle 10 Sekunden nach dem Gerät gesucht wird (ein Pingtest durchgeführt wird), sofern es abwesend ist. Die zweite Zahl (60) bedeutet, dass alle 60 Sekunden nach dem Gerät gesucht wird, sofern es anwesend ist. Hier kann man etwas mit den Werten spielen, obige Einstellungen funktionieren jedenfalls bei mir problemlos. (Anmerkung: Bei Werten um 1 Sekunde und der Nutzung mehrerer Geräte kann es leicht zu Ping-Problemen kommen und der Akku des angepingten Gerätes wird natürlich auch stärker belastet.) Kommt das iPhone in Reichweite, bekommt das Device HA.JayBluetooth in FHEM den Status "present", ist es nicht mehr in Reichweite, bekommt es den Status "absent" zugewiesen. Damit die Erkennung valide bleibt, sobald einmal ein Ping-Versuch fehlschlägt, obwohl das Gerät eigentlich noch anwesend ist, wird noch ein Dummy und ein watchdog verwendet: #HA.Jay definieren define HA.Jay dummy attr HA.Jay eventMap 1 attr HA.Jay room Haus define FileLog_HA.Jay FileLog ./log/HA.Jay-%Y-%m.log HA.Jay attr FileLog_HA.Jay logtype text #HA.Jay auf on setzen bei Anwesenheit define HAJayOn notify HA.JayBluetooth:present { fhem ("set HA.Jay on setstate watchdogHAJayBluetoothAbwesend defined") if (Value("HA.Jay") ne "on") } #HA.Jay auf off setzen nach 3 Min Abwesenheit define watchdogHAJayBluetoothAbwesend watchdog HA.JayBluetooth:absent 00:03 HA.JayBluetooth:present set HA.Jay off attr watchdogHAJayBluetoothAbwesend regexp1WontReactivate 1 attr watchdogHAJayBluetoothAbwesend room Haus Damit wird sichergestellt, dass der Dummy HA.Jay erst nach 3 Minuten auf "off" gesetzt wird, sofern bis dahin kein Lebenszeichen mehr vom Bluetooth-Gerät ankommt. Die Anwesenheitserkennung sollte nach dem Abspeichern durch "Save fhem.cfg" bereits funktionieren. Push-Service (Pushover) einrichten Auf der Seite von Pushover kann ein neuer Account erstellt werden. Neben der Angabe der eigenen Email-Adresse wird noch ein Passwort benötigt. Daraufhin erhält man einen Bestätigungslink per Email gesendet, mit welchem man seine Daten verifiziert. Im Browser sieht man nun unter "Your User Key" den persönlichen Schlüssel, welcher später benötigt wird. Unter Your Applications kann nur mit Create eine neue "Anwendung" erstellt werden. Wichtig ist nur Name (hier: Wuerzburgbude), Type (z.B. Plugin) und evtl. noch ein Icon, welches später auch in der App angezeigt wird. Nach einem Klick auf "Create Application" kann der "API Token/Key" der eben erstellten Anwendung eingesehen werden (Bild links). Dieser wird später ebenfalls benötigt. Jetzt benötigt man noch die kostenpflichtige Pushover-App für iPhone (App-Store-Link) bzw. die Pushover-App für Android. Ist diese installiert und hat man sich in der App eingeloggt, kann es in FHEM weitergehen. FHEM-Config mit Push-Benachrichtigungen füttern Die Push-Benachrichtigung wird durch die Statusänderung des Dummies FL.UnautorisierteTueroeffnung getriggert, welche dann die entsprechende Nachricht auslöst. Die Statusänderung des Dummies selbst wird durch den HomeMatic HM-Sec-Sc Funk-Tür-/Fensterkontakt (Affiliate-Link) namens FL.Tuerkontakt eingeleitet. #FL.UnautorisierteTueroeffnung definieren define FL.UnautorisierteTueroeffnung dummy attr FL.UnautorisierteTueroeffnung room Haus #FL.UnautorisierteTueroeffnung definieren define FLUnautorisierteTueroeffnungAn notify FL.Tuerkontakt:open.* { fhem ("set FL.UnautorisierteTueroeffnung on") if (Value("HA.Jay") eq "off")} define FLUnautorisierteTueroeffnungAus notify FL.Tuerkontakt:open.* { fhem ("set FL.UnautorisierteTueroeffnung off") if (Value("HA.Jay") eq "on")} #Pushover Notification bei unautorisierter Türöffnung define FLUnautorisierteTueroeffnungPushover notify FL.UnautorisierteTueroeffnung:on { system ("curl -s -F 'token=am4uA61Gx2Jw9GA24rePRyMJw8B3hz' -F 'user=u4zDygNRGFbQUSmcxXj6fGsWJl9d93' -F 'message=FlurnUnautorisierte Türöffnung' https://api.pushover.net/1/messages.json")} Token am4uA61Gx2Jw9GA24rePRyMJw8B3hz sowie User u4zDygNRGFbQUSmcxXj6fGsWJl9d93 müssen natürlich noch mit den eigenen Daten, die man vorher auf der Pushover-Seite notiert hatte, ausgetauscht werden. Testen kann man die Pushover-Notification z.B. direkt im Weboberfläche des FHEM-Servers über den Kommandozeilenbefehl: set FL.UnautorisierteTueroeffnung on Daraufhin sollte in sekundenschnelle die entsprechende Pushbenachrichtigung auf dem Smartphone auftauchen. Aus meinem täglichen Leben Der Pushover-Dienst hat mich echt überzeugt und konnte Prowl als Push-App-Dienst verdrängen. Pushover bietet dabei einige Vorteile, wie z.B. eine Kategorisierung der verschiedenen eigenen "Applications" in der App, was für Übersichtlichkeit sorgt. Auch lassen sich so - wie oben bereits erwähnt - ausgelesene FHEM-Werte als Variablen in die Pushmitteilungen packen. So lässt sich z.B. eine LowBattery-Pushmeldung ans iPhone schicken, sobald einem batteriebetriebenen Homematic-Gerät die Puste ausgeht. Der folgende Code kann ohne Änderungen in die fhem.cfg kopiert werden, nur Token und User müssen natürlich noch angepasst werden: #Pushover-Batteriewarnung define BatteriewarnungNotify notify .*:[Bb]attery:.* { if("%" !~ m/ok/) { system ("curl -s -F 'token=am4uA61Gx2Jw9GA24rePRyMJw8B3hz' -F 'user=u4zDygNRGFbQUSmcxXj6fGsWJl9d93' -F 'message=Batteriewarnungn@ %' https://api.pushover.net/1/messages.json")}} Als weiteres Beispiel hier noch eine tägliche Benachrichtigung um 07:30 Uhr mit der aktuellen Temperatur und Luftfeuchtigkeit, welche aus dem Homematic Temperatur-/Feuchtesensor EQ3 76923 (Affiliate-Link) namens TE.Temperatur ausgelesen wird: define AussentempPushover at *07:30:00 {my $TETemperatur = ReadingsVal("TE.Temperatur","temperature", "") my $TEHumidity = ReadingsVal("TE.Temperatur","humidity", "") system ("curl -s -F 'token=am4uA61Gx2Jw9GA24rePRyMJw8B3hz' -F 'user=u4zDygNRGFbQUSmcxXj6fGsWJl9d93' -F 'message=TerrassenTemperatur $TETemperatur°CnLuftfeuchte $TEHumidity%' https://api.pushover.net/1/messages.json")} Und hier noch ein Beispiel für eine Kältewarnung, sobald bestimmte Temperaturwerte unter- bzw. überschritten werden: #TE.TempIndicator definieren define TE.TempIndicator dummy attr TE.TempIndicator event-on-change-reading state attr TE.TempIndicator room Terrasse #TE.TempIndicator Wertzuweisung define TETempIndicatorToFreezing notify TE.Temperatur:temperature.* {fhem("set TE.TempIndicator freezing") if (ReadingsVal("TE.Temperatur","temperature","") < 0)} define TETempIndicatorToCold notify TE.Temperatur:temperature.* {fhem("set TE.TempIndicator cold") if ((ReadingsVal("TE.Temperatur","temperature","") < 3) && (ReadingsVal("TE.Temperatur","temperature","") >= 0))} define TETempIndicatorToNormal notify TE.Temperatur:temperature.* {fhem("set TE.TempIndicator normal") if (ReadingsVal("TE.Temperatur","temperature","") >= 4)} #Pushover-Notify für Kältewarnung durch TE.TempIndicator define TETempIndicatorToFreezingPushover notify TE.TempIndicator:freezing { system ("curl -s -F 'token=am4uA61Gx2Jw9GA24rePRyMJw8B3hz' -F 'user=u4zDygNRGFbQUSmcxXj6fGsWJl9d93' -F 'message=TerrassenEs ist kälter als 0 °CnAchtung erhöhte Glättegefahr' https://api.pushover.net/1/messages.json")} define TETempIndicatorToColdPushover notify TE.TempIndicator:cold { system ("curl -s -F 'token=am4uA61Gx2Jw9GA24rePRyMJw8B3hz' -F 'user=u4zDygNRGFbQUSmcxXj6fGsWJl9d93' -F 'message=TerrassenEs ist kälter als 3 °CnAchtung Glättegefahr' https://api.pushover.net/1/messages.json")} define TETempIndicatorToNormalPushover notify TE.TempIndicator:normal { system ("curl -s -F 'token=am4uA61Gx2Jw9GA24rePRyMJw8B3hz' -F 'user=u4zDygNRGFbQUSmcxXj6fGsWJl9d93' -F 'message=TerrassenEs ist wärmer als 4 °C' https://api.pushover.net/1/messages.json")} Das Ganze lässt sich sicherlich noch durch if-Conditions vereinfachen, dafür fehlt es mir aber noch an Perl-Wissen.. Verbesserungen können gerne per Kommentar mitgeteilt werden. Wer interessante Einsatzzwecke für Pushover-Notifcations mit FHEM ausgemacht hat, ist gerne eingeladen diese über die Kommentarfunktion zu teilen. Als Anregung sind mal einige mögliche Sensoren aufgelistet, welche als Trigger dienen können. ### Howto: Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken Mit einem kostengünstigen Raspberry Pi (Affiliate-Link), der darauf installierten Software FHEM  und entsprechender Aktoren/Sensoren lassen sich viele Abläufe in den eigenen vier Wänden automatisieren und überwachen. Spannend wird es gerade dann, wenn verschiedene Services miteinander verknüpft werden. So lassen sich vordefinierte Ereignisse, wie die unter einen Schwellwert fallende Außentemperatur, welche per Temperatursensor (Affiliate-Link) auf der Terrasse übermittelt wird, in sekundenschnelle als Push-Nachricht aufs iPhone schicken. Was man dazu alles benötigt und wie das im Detail funktioniert, wird in nachfolgendem Howto ausführlich erklärt. Sensor in FHEM anlernen Das hier gewählte Beispiel setzt einen vorkonfigurierten FHEM-Server (FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten) sowie einen damit gekoppelten HMLan-Adapter (Affiliate-Link) (HMLan-Adapter am FHEM-Server einrichten) voraus. Es wird außerdem ein Temperatursensor benötigt, dessen Informationen ausgewertet und als Trigger für die Benachrichtigungen genutzt werden können. Hier bietet sich der Homematic Temperatur-/Feuchtesensor EQ3 76923 (Affiliate-Link) (Bild links) an, welcher bequem an der Hauswand befestigt werden kann. Alternativ kann natürlich auch die Homematic Wetterstation HM-WDS-OC3 (Affiliate-Link) genutzt werden, welche neben Temperatur und Luftfeuchte auch noch Informationen zu Niederschlag, Windrichtung, Windgeschwindigkeit und Sonneneinstrahlung/Helligkeit übermittelt. Vorstellbar wäre hier also bspw. eine Warnung bei Regenbeginn, um das frisch geputzte Auto noch rechtzeitig in die Garage verfrachten zu können. Gekoppelt wird der gewünschte Homematic-Sensor, wie jeder andere Homematic-Adapter auch, direkt im Weboberfläche des FHEM-Servers über den Kommandozeilenbefehl: set HMLAN1 hmPairForSec 60 Mit einem anschließenden Druck auf die Enter-Taste ist der HMLan-Adapter ab jetzt für 60 Sekunden bereit für neue Geräteanmeldungen. Wer statt HMLAN1 einen anderen Namen vergeben hat, muss den Eintrag entsprechend anpassen. Mit einem kurzen Tastendruck am Homematic Temperatursensor (Affiliate-Link) (Bild links, rot markiert) wird der Anlernvorgang ausgeführt und der Sensor sollte einige Sekunden später als neues Device in FHEM im Ordner "CUL_HM" auftauchen. Der standardmäßig vergebene Name kann dann noch geändert werden durch: rename standardname TE.Temperatur Dann noch dem Raum Terrasse zuweisen: attr TE.Temperatur room Terrasse Ab sofort sollte der Sensor etwa alle drei Minuten die aktuelle Temperatur und Luftfeuchte an die FHEM-Zentrale übermitteln und alle ermittelten Daten direkt auch in eine Logdatei schreiben, welche als Diagramm ausgewertet werden kann. Push-Service (Prowl) einrichten Für die Benachrichtigung auf dem iPhone soll der Dienst Prowl genutzt werden. Ein kostenfreier Account kann unter https://www.prowlapp.com/register.php angelegt werden. Dazu ist lediglich ein Benutzername und Passwort notwendig, die eigene E-Mail-Adresse kann weiterhin optional angegeben werden. Sollte das Passwort später einmal verschusselt werden, kann unter Angabe der hinterlegten Email ein neues Kennwort beantragt werden. Ich empfehle daher die eigene E-Mail-Adresse an dieser Stelle zu hinterlegen. Ist man dann auf der Prowl-Seite eingeloggt, kann unter dem Reiter API Keys beim Punkt Generate a new API key ein neuer persönlicher Schlüssel erstellt werden. Danach befindet sich der neue Schlüssel unter Current API keys, welcher später in FHEM benötigt wird und deshalb an dieser Stelle herauskopiert werden sollte. Damit die später definierten Push-Nachrichten auf dem iPhone (Affiliate-Link) auch ankommen, wird die kostenpflichtige App Prowl: Growl Client (App-Store-Link) auf dem iPhone installiert. Ist die App installiert und hat man sich mit den vorher vergebenen Nutzerdaten eingeloggt, ist die Konfiguration auf dem iPhone an dieser Stelle bereits abgeschlossen und es kann mit der Konfiguration auf dem FHEM-Server selbst losgehen. Auf dem FHEM-Server muss das ProwlScript, das Gegenstück zur Prowl-App auf dem iPhone, installiert werden. In diesem Beispiel wird ein RPI verwendet, auf welchen per Terminal zugegriffen wird (die IP muss natürlich jeder selbst anpassen): ssh pi@192.168.177.56 Ist man eingeloggt, wird das offizielle Prowl-Script in den entsprechenden scripts-Ordner des RPI heruntergeladen: sudo wget -P /opt/fhem/scripts/ http://www.prowlapp.com/static/prowl.pl Jetzt muss noch die Dateiberechtigung angepasst werden: sudo chmod 755 /opt/fhem/scripts/prowl.pl Danach kann das Terminal geschlossen werden. FHEM-Station bereit machen Es muss jetzt die Config-Datei namens 99_myUtils.pm bearbeitet werden. Sofern schon eigene Scripte in FHEM eingebunden sind, existiert diese Datei bereits und ist in der FHEM-Seitenleiste unter "Edit files" 99_myUtils.pm (siehe Bild links) aufzufinden. Ist der Eintrag nicht vorhanden, kann man die Datei mit einem kleinen Umweg erzeugen. Dazu wählt man erstmal die fhem.cfg aus und speichert den Inhalt ohne Änderung mit dem Button "Save as" und der Angabe des Namens 99_myUtils.pm ab. Daraufhin sollte nun unter "Edit files" die Datei "99_myUtils.pm" zu finden sein. Datei öffnen und den dortigen Inhalt löschen, welcher im vorherigen Schritt von der fhem.cfg übernommen wurde. War die Datei bereits ohne den obigen Umweg vorhanden, lässt man den Inhalt natürlich unberührt. Folgender Inhalt muss dann in jedem Fall in der Datei 99_Utils.pm ergänzt werden: ### Notifications über Prowl auf dem RPi versenden ### sub prowl { my $subject = $_[0]; my $event = $_[1]; my $priority = $_[2]; my $ret = ""; $ret .=  system("wget -q -O /dev/null 'http://api.prowlapp.com/publicapi/add?apikey=b34d02d47be440ea5ede28311446c380c6da3869&application=Wuerzburgbude&event=$event&priority=$priority&description=$subject'"); $ret =~ s,[r ]*,,g; Log 1, "prowl returned: $ret"; } Der Api-Key (oben fett markiert) muss durch den persönlichen Prowl-Schlüssel ausgetauscht werden. Der Eintrag Wuerzburgbude (oben ebenfalls fett markiert) kann durch einen geeigneten Namen geändert werden. Dieser wird dann bei jeder Benachrichtigung angezeigt, sollt also einen sprechenden Namen erhalten. Nach der Anpassung wird die Datei mit dem Button "Save 99_myUtils.pm" abgespeichert. FHEM-Config mit Push-Benachrichtigungen füttern Was jetzt noch fehlt, sind die Benachrichtigungsmeldungen in der fhem.cfg. Nachfolgendes Beispiel schickt sofort einen Warnhinweis an das iPhone, wenn die Termperatur unter 3 Grad fällt und erst wieder eine Entwarnung, wenn die Temperatur wieder über 5 Grad angestiegen ist. Hierzu wird ein Dummy namens TE.TempIndicator genutzt, welcher immer nur die Benachrichtung triggert, wenn sich sein Status ändert (attr TE.TempIndicator event-on-change-reading state). Dadurch wird bewirkt, dass immer nur beim erstmaligen Unter- bzw. Überschreiten der Schwellwerte eine Nachricht abgeschickt wird und nicht wenn die Temperatur noch weiter unter 3 Grad sinkt bzw. über 5 Grad steigt. # Dummy define TE.TempIndicator dummy attr TE.TempIndicator event-on-change-reading state attr TE.TempIndicator room Terrasse #TE.TempIndicator define TETempIndicatorToCold notify TE.Temperatur:temperature.* {fhem("set TE.TempIndicator cold") if (ReadingsVal("TE.Temperatur","temperature","") < 3)} define TETempIndicatorToNormal notify TE.Temperatur:temperature.* {fhem("set TE.TempIndicator normal") if (ReadingsVal("TE.Temperatur","temperature","") >= 5)} #Prowl Notify define TETempIndicatorToColdNotify notify TE.TempIndicator:cold {prowl("Es ist kälter als 3 °CnAchtung Glättegefahr","Terrasse","1")} define TETempIndicatorToNormalNotify notify TE.TempIndicator:normal {prowl("Es ist wärmer als 4 °CnKeine Glättegefahr mehr","Terrasse","1")} (Anmerkung: Die Zeichenfolge n bewirkt bei obigen Prowl-Notifications einen Zeilenumbruch an der entsprechenden Stelle und ist nicht zwingend notwendig.) Jetzt noch mit "Save fhem.cfg" alles speichern und den FHEM-Server am besten mit dem Kommandobefehl shutdown restart neustarten. Danach kann Prowl auf Funktionstüchtigkeit getestet werden, indem in der Kommandozeile der Befehl set TE.TempIndicator cold bzw. set TE.TempIndicator normal eingegeben und mit der Enter-Taste bestätigt wird. Daraufhin sollte am iPhone die entsprechende Benachrichtigung in Sekundenschnelle eintrudeln (siehe Bild). Aus meinem täglichen Leben Hat man die recht komplizierte Einrichtung von Prowl erstmal überstanden, kann die bestehende Konfiguration durch relativ einfache Prowl-Notifications in der fhem.cfg erweitert werden, was aus meiner Sicht einen super Mehrwert mit sich bringt. So habe ich z.B. ein Notify eingerichtet, welches mich darüber informiert, dass die Wohnungstür geöffnet wurde, ohne dass eine berechtigte Person (Smartphone-Erkennung per WLan bzw. Bluetooth) anwesend ist. Dieser Notify ist bis jetzt glücklicherweise nur bei Tests ausgelöst worden :). So lassen sich neben eher trivialen Dingen wie obiger Mitteilung bei Temperaturveränderung ohne große Mühe auch sicherheitsrelevante Notifications absetzen, um z.B. auch mitzuteilen, sobald ein Fenster bei Abwesenheit gekippt oder geöffnet wurde oder der Bewegungsmelder (Affiliate-Link) in der Garage angeschlagen hat, obwohl niemand Zuhause ist. Sicherheitsservices, für die Alarmanlagenherstellern oftmals hohe monatliche Gebühren veranschlagen. Insgesamt ist Prowl und die Einbindung in FHEM schon recht mächtig, bedenkt man, dass einfach jedes Event als Trigger für eine Benachrichtigung dienen kann und die Push-Mitteilungen im Schnitt nicht länger als eine Sekunde auf sich warten lassen, bis sie auf dem Display angezeigt werden (schnelle Internetverbindung vorausgesetzt). Zudem ist es auch möglich mit Hilfe mehrerer Prowl-Accounts und hinterlegter ProwlScript-Einträge in der 99_myUtils.pm eine Vielzahl von Notifications an unterschiedliche iPhones oder iPads verschicken zu lassen. Wer interessante Einsatzzwecke für Prowl-Notifcations mit FHEM ausgemacht hat, ist gerne eingeladen diese über die Kommentarfunktion zu teilen. Als Anregung sind mal einige mögliche Sensoren aufgelistet. Wie man Pushmitteilungen mit Pushover anstatt mit Prowl ausführen kann, wird im Nachfolgeartikel Howto: Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (Update) beschrieben. ### Neue Thermostate von HomeMatic: High-End Heizungssteuerung zum kleinen Preis mit FHEM Seit kurzem bietet die Firma EQ3 unter dem HomeMatic-Label ein neues Modul zur Heizungssteuerung an. Das Funk-Thermostat "HM-CC-RT-DN" (Affiliate-Link) ist der Nachfolger des "HM-CC-VD". Der kleine kompakte Heizkörperthermostat überzeugt im Praxiseinsatz vor allem durch seine Zuverlässigkeit durch das bewährte HomeMatic-System mit bidirektionaler Kommunikation. Preislich überrascht die Komponente, die für knapp unter 40 EUR (Affiliate-Link) zu haben ist (Stand: Oktober 2013). Damit ist der HomeMatic Funk-Stellantrieb besonders für Einraum-Lösungen hoch interessant. Zum Vergleich: Das "FHT80b 1-Raum-Set (Affiliate-Link)" kostet mit rund 80 EUR knapp das Doppelte (inkl. Türsensor) und ist dabei aus dem bei vielen Nutzern als vergleichsweise "unzuverlässiger" angesehenem FS20-System. Das neue "HM-CC-RT-DN" (Affiliate-Link) kombiniert Stellmotor, Raum-Thermometer und Thermostat in einem Gerät mit schöner Optik im kantigen Design und großem Display, welches mit einer überzeugenden Beleuchtung ausgestattet wurde. Installation und Inbetriebnahme Der geübte Heimwerker installiert die Komponente in wenigen Minuten. Nach dem Einlegen der Batterien werden Datum und Uhrzeit, wie im Handbuch beschrieben, eingestellt. Anschließend erfolgt die Montage am Heizkörper  mittels der im Lieferumfang enthaltenen Adapterringe für unterschiedliche Heizkörper-Fabrikate. Nach der Montage wird durch Betätigen der "Boost"-Taste ein Adaptierlauf gestartet, der nach wenigen Sekunden fertig ist und das Thermostat in den Betriebszustand versetzt. Pairing mit FHEM-Hausautomation-Server Wie in diesen Artikeln beschrieben, bietet FHEM als Hausautomation-Server eine breit gefächerte Funktionsplattform für die Integration unterschiedlicher Hausautomation-Markengeräte durch verschiedene Sende- und Empfangsgeräte. Für den hier gezeigten HomeMatic Funk-Stellantrieb wird FHEM-hardwareseitig beispielsweise ein HomeMatic LAN-Konfigurationsadapter (Affiliate-Link) benötigt (kurz: HMLAN) und ein Hardware-Server, z.B. der Raspberry Pi (Affiliate-Link). Aufgrund der Neuheit des Produktes funktioniert der Betrieb mit FHEM erst seit Kurzem. Dafür ist es allerdings nötig, vor der Inbetriebnahme, bzw. vor dem Pairing ein FHEM-Update durchzuführen. Dies geschieht innerhalb des Webinterfaces. Zunächst wird folgender Befehl eingegeben, um auf neueste Dateien zu prüfen: update check Anschließend wird die Aktualisierung mit dem update-Befehl gestartet: update Schließlich muss FHEM neu gestartet werden: shutdown restart Nun sind die wichtigen Dateien auf dem neuesten Stand (hier vorallem die 10_CUL_HM.pm) und bereit für die Interaktion mit dem HM-CC-RT-DN (Affiliate-Link). Wie bei HomeMatic-Devices gewohnt, wird der HMLAN (Affiliate-Link) in den Pairing-Modus gesetzt (z.B. für 30 Sekunden): set HMLAN1 hmPairForSec 30 Auf dem HomeMatic Funk-Thermostat wird die "Boost"-Taste für 3 Sekunden gedrückt gehalten. Nach kurzer Zeit sollte das Display mit der Bestätigung "ACC" zurückmelden, dass das Pairing stattgefunden hat. In FHEM ist das Gerät nun angelegt und verwirrt zunächst mit unterschiedlichen neuen Definitionen (siehe Bild). Nach einem "rename" der sehr langen Device-Bezeichnungen sieht das Gesamtbild jedoch schon besser aus. Das Pairing ist nun erfolgreich abgeschlossen und die Kommunikation zwischen FHEM und dem HomeMatic Funk-Thermostat "HM-CC-RT-DN" (Affiliate-Link) funktioniert in beide Richtungen. Graph erzeugen: Temperaturverlauf und Ventilöffnung Um die gemessene Temperatur und die aus Kombination dieser und der gewünschten Temperatur entstandene Ventilöffnung als Graph zu zeichnen, muss zunächst das FileLog geöffnet werden (hier "FileLog_Az.Thermostat"). Über einen Klick auf "Create SVG Plot" im oberen Bereich der Ansicht gelangt man in die "GUI" für die Definition neuer Graphen auf Basis bestehender Log-Dateien. Zunächst geben wir dem Graphen ein Label als Überschrift. Dies geschieht am Seitenende des Dialogs hinter dem "attr"-Button. Hier wird als Label-Bezeichnung "Az.Heizung Min $data{min1}, Max $data{max1}, Last $data{currval1}" verwendet. Die Anführungszeichen müssen ebenfalls übernommen werden. Nun kann wieder hoch gescrollt werden. Das Feld "Plot title" wird mit dem Wert "" ausgefüllt. Somit verwendet der Graph das im Schritt zuvor festgelegte Label als Überschrift. Die "Y-Axis label" für rechts und links können frei gewählt werden (hier: links "Actuator (%)", rechts "Temperature in C"). Der Wert "grid aligned" wird bei "right" angehakt. Nun werden die Zeilen festgelegt. Als erstes wird eine Beschreibung (z.B. "Measured temperature") vergeben und anschließend aus dem Dropdown der zugehörige Wert ausgewählt (hier "desired-temp"). Selbiges wird für den zweiten Wert (Ventilöffnung/Actuator) gemacht. Schließlich wird der Graph mit einem Klick auf den Button "Write .gplot File"  fertiggestellt. HomeMatic Funk-Thermostat "HM-CC-RT-DN" - Viel Funktionalität für wenig Geld Das HomeMatic Funk-Thermostat "HM-CC-RT-DN" (Affiliate-Link) überzeugt zunächst durch seinen geringen Preis gepaart mit seinen vielen Funktionen. Zusätzlich punkten Optik und Verarbeitung der Hardware. Beispielsweise ist der Schraubring zur Befestigung am Heizkörper aus Stahl und nicht aus Plastik, wie bei vielen Konkurrenzprodukten und hat damit vermutlich eine längere Lebensdauer. Schließlich kann ich das HomeMatic Funk-Thermostat "HM-CC-RT-DN" (Affiliate-Link) bedingungslos empfehlen. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="190" identifier="B00CFF3410" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31NBRkCErXL.SL1108.jpg" tag="meintechblog-131027-21" target="_blank" rel="nofollow">[easyazon_image align="none" height="190" identifier="B00315QNQQ" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/419LXMBaugL.SL11010.jpg" tag="meintechblog-131027-21" target="_blank" rel="nofollow">   ### Pimp my QNAP TS-x70: I7-3770T und 16GB RAM Viel wurde im QNAP Community Forum im Vorfeld darüber spekuliert, ob die ab Oktober 2013 erhältliche TS-x70-Serie neben der abgespeckten Celeron-Variante in Europa auch in der Pro-Version mit leistungsfähigem I3-Prozessor erhältlich sein wird, wie es in Asien der Fall ist. Die Frage ist derzeit (Stand 26.10.2013) noch nicht final geklärt, wiegt jedoch in Anbetracht der Tatsache, dass die CPU gesockelt ist und somit selbst ausgetauscht werden kann, weniger schwer. UPDATE vom 22.01.2014: Mittlerweile sind die Pro-Versionen auch in Europa als "PRO-EU" erhältlich: TS-470 PRO (Affiliate-Link), TS-670 PRO (Affiliate-Link), TS-870 PRO (Affiliate-Link). Ich würde aber trotzdem immer wieder die normale, günstigere Version erwerben und diese selbst upgraden... Wird die mit vier, sechs oder bis zu acht Laufwerksslots erhältiche TS-x70-Serie etwa mit einem I7-3770T mit 2,5 GHz (Affiliate-Link) aufgerüstet, erhält der Nutzer neben einem enormen Leistungsschub auch noch ein um bis zu 20 Watt energieeffizienteres System (mit dem Intel Core i5-3470T (Affiliate-Link) werden sogar bis zu 30 Watt weniger konsumiert. Details in der Tabelle unten) . Wie das geht, und wie im gleichen Atemzug die eingebauten zwei GB RAM auf bis zu 16 GB Arbeitsspeicher (Affiliate-Link) nachgerüstet werden können, wird nachfolgend erklärt. UPDATE vom 05.06.2014: Seit heute stellt QNAP die finale Softwareversion 4.1.0 Build 0605 im Downloadbereich zur Verfügung. Das Update verlief ohne Probleme innerhalb weniger Minuten. Nach dem anschließenden Neustart des Systems wird der I7-3770T (Affiliate-Link) im Ressourcenmonitor unter CPU-Auslastung auch endlich korrekt mit 8 Threads angezeigt. Jeder, der bereits einen PC individuell zusammengestellt oder zumindest den Arbeitsspeicher getauscht hat, sollte in der Lage sein das Upgrade ausführen zu können. An dieser Stelle sei aber dennoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass durch das hier beschriebene Upgrade die offizielle Herstellergarantie bzw. Gewährleistung erlischt, da das Mainboard aus dem Gehäuse herausgenommen werden muss und dabei das Originalsiegel beschädigt wird. Jeder ist selbst verantwortlich, ich übernehme keinerlei Gewährleistung. Update vom 18.11.2013: Hier noch ein Hinweis, auf den mich der User ccas aus dem QNAP-Forum netterweise hingewiesen hat: Wer an seiner kostbaren Elektronik herumschraubt, sollte sich einmal das Antistatik-Erdungs-Reparaturkit (Affiliate-Link) ansehen, mit dessen Hilfe statische Hochspannungsaufladungen bei Reparaturen elektrischer Bauteile sicher abgeführt werden können. Update vom 06.12.2013: Beim TS-870 scheint der Ausbau des Mainboards aufgrund einer anderen Bauweise als beim hier vorgestellten TS-670 insgesamt schwieriger zu sein. Details werden in den Kommentaren diskutiert. Für mich ist dieses Garantieverhalten von Herstellern ein Unding, sollte bei einem PC - und das QNAP ist nichts anderes - ein Upgrade ohne Garantieverlust möglich sein. Dazu kommt, dass der Hersteller angibt, dass ein Speicherupgrade auf bis zu 16 GB RAM möglich ist, jedoch nur vorab durch "werksseitig vorkonfigurierte(n) Optionen" (Quelle). Der nachträgliche Einbau aber ist ohne Entfernung des Mainboards - und damit Garantieverlust - für Nichtakrobaten schwierig bis unmöglich (zumindest bei der Vier-Bay-Variante scheint es möglich zu sein, da hier das Mainboard nicht seitlich verbaut ist, sondern auf der Geräteunterseite -> Youtube). Frustrierend ist, dass man derzeitig nirgends eines der neuen Modelle mit mehr als zwei GB RAM offiziell erwerben kann. Also entweder selbst upgraden mit der Möglichkeit auf Garantieentzug, oder gar nicht upgraden. Aber genug davon, jetzt geht es los mit dem Upgrade von CPU und RAM. Gehäuse öffnen Erstmal das NAS herunterfahren und vom Stromanschluss sowie allen weiteren Anschlusskabeln trennen. Der Gehäusedeckel wird von drei Schrauben an der Rückseite fixiert. Sind diese entfernt, lässt sich der Deckel mit etwas Druck erst ein Stück waagrecht nach hinten ziehen und schließlich nach oben abnehmen. Danach kann die eingesteckte PCI-Express-Netzwerkkarte entfernt werden, welche mit einer Schraube über das Backpanel gesichert ist. Um das Mainboard später herausnehmen zu können, sollte auch die Rückseite, in welcher die Gehäuselüfter verbaut sind, entfernt werden. Dazu sind diverse Schrauben an der Rückseite, Unterseite sowie  jeweils noch eine Schraube rechts und links am Gehäuse zu entfernen. Störend sind jetzt noch die beiden Lüfterkabel, welche per Stecker am Mainboard hängen. Diese sollten abgesteckt werden, so dass die NAS-Rückblende komplett entfernt werden kann. Jetzt hat man freien Blick auf die CPU-Heatpipe (Detailbild weiter unten), welche mit zwei Schrauben am Gehäuse selbst montiert ist. Diese Schrauben müssen ebenfalls entfernt werden, damit der Kühlkörper nur noch am Mainboard befestigt ist. Mainboard entfernen Es müssen diverse Kabel an der oberen Hälfte des Mainboard abgesteckt werden. Das graue flache Kabel (siehe Bild rechts) kann eingesteckt bleiben, da es lang genug ist. Das Mainboard ist an dessen Rückseite mit vier Schrauben gesichert, welche zu entfernen sind. Über einer der Schrauben ist das Garantiesiegel aufgeklebt, welches an dieser Stelle beschädigt werden muss, um die Schraube entfernen zu können. Nur wer in Kauf nimmt auf die Herstellergarantie bzw. Gewährleistung zu verzichten, sollte jetzt fortfahren. Es empfielt sich den vorher abgenommenen Gehäusedeckel direkt neben das NAS zu stellen, um das Mainboard daraufzulegen. Damit nichts beschädigt wird, sollte vorher ein nichtstatischer Puffer zwischen Gehäusedeckel und Mainboard gelegt werden. Prozessor und Arbeitsspeicher tauschen Der Arbeitsspeicher (RAM) ist relativ einfach zu tauschen. Das einzige kleinere Problem sind zwei getrocknete weiße Plastikverklebungen, die den Arbeitsspeicher neben den normalen Halterungen fixieren und die Freigabe verhindern sollen. Diese sollten vorsichtig mit dem Fingernagel entfernt werden, um schließlich Platz für maximal 16 GB (2 x 8) in den beiden Slots zu erhalten. Zu empfehlen sind die Kingston KVR16S11K2/16 PC3-12800 2x (GB) DDR3-SO-DIMM (Affiliate-Link), da diese mit bis zu 1600MHz takten und damit perfekt für den weiter unten beschriebenen I7-Prozessor sind. Als nächstes geht es an den Prozessor, dessen Prozessorkühler mit vier Schrauben gesichert ist. Wird der Kühlkörper entfernt, ist der Blick auf den Prozessor, im Standard ein Dualcore Intel Celeron G550 mit 2,60 GHz welcher laut Intel-Specs bis zu 65 !!! Watt verbraucht. Dieser wird an dieser Stelle durch einen Quadcore I7-3770T mit 2,5 GHz (Affiliate-Link) getaucht, welcher im Turbomodus bis zu 3,7 GHz schnell ist und durch die Mobilarchitektur nur maximal 45 Watt (Intel-Specs) benötigt. Alternativ kann aber bspw. auch ein günstigerer Dualcore I3-3220 mit 3,30 GHz (Affiliate-Link) genutzt werden (wird in der TS-x670 Pro-Variante verbaut, welche bspw. in Asien verkauft wird), welcher bis zu 55 Watt (Intel-Specs) verbraucht und kein Intel AES-NI unterstützt. Update vom 23.09.2014: Neu ausgelieferte x70-Modelle scheinen mit dem Intel Celeron G1620 (Affiliate-Link) bestückt zu sein und nicht mehr wie bisher mit dem Intel Celeron G550. Das erscheint logisch, da der bisher verbaute G1620, welcher bereits im 2. Quartal 2012 erschienen ist und seit längerem schon mit dem Vermerk "End of Life" versehen wurde, kaum mehr online verfügbar ist. Der im 22nm-Verfahren gefertigte G1620 benötigt dabei laut Intel-Specs "nur" noch maximal 55 Watt, was aus Nutzersicht begrüßenswert ist. Ansonsten sollte das hier beschriebene Upgrade zur ULTRA-Version weiterhin ohne Probleme durchgeführt werden können, da die weiteren Spezifikationen der TS-x70 Reihe anscheinend unverändert geblieben sind. Ich habe untenstehende Übersichtstabelle entsprechend angepasst und die neue Variante als "TS-x70 v2" hinterlegt. Danke an dahuafschmied, der auf das CPU-Update in den Kommentaren hingewiesen hatte. Unterstützt die CPU dieses Merkmal nicht, müssen die rechenintensiven Operationen bei aktivierter AES-Verschlüsselung (weitere Infos) softwareseitig durch die CPU ausgeführt werden. Dies hat zur Folge, dass die CPU-Auslastung bei einem Dateitransfer massiv ansteigt, die Datentransferrate einbricht und insgesamt weniger Rechenpower für weitere Aufgaben zur Verfügung steht. Der I7-3770T auf der anderen Seite unterstützt AES-NI und kann die Operationen hardwareseitig ausführen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mit dieser CPU bei Aktivierung der Funktion "Verschlüsseltes Dateisystem" gefühlt keinerlei Geschwindigkeitseinschränkungen wahrnehmbar sind. Die CPU-Auslastung geht selbst beim gleichzeitigem Kopieren mehrerer Dateien der direkt am NAS angeschlossenen USB3.0/SATA-Festplatten bei insg. ca. 300 MB/s kaum über 20%, wobei der Prozessor dabei die meiste der oben erwähnten Power für die Verwaltung des Software-RAID benötigt. Der im Standard verbaute Celeron-Prozessor ist damit im Vergleich bei wesentlich geringerer Übertragungsrate komplett überfordert. Aber genug zu diesem kurzen Exkurs und zurück zum CPU-Upgrade. Der Prozessor kann entfernt werden, indem der anliegende Metallhebel aus seiner Verankerung geschoben und die CPU-Halterung hochgeklappt wird (siehe Bild links). Bevor nun der Kühlkörper aufgesetzt und verschraubt wird, muss die daran haftende Wärmeleitpaste der Original-CPU entfernt werden. Das geht mit einem Taschentuch und etwas Krafteinwirkung. Wer eine professionellere Entfernung der Wärmeleitpaste vorzieht, kann auch auf den ArctiClean 1&2 Reinigungssatz (Affiliate-Link) zurückgreifen, welcher auch kleinste Partikel entfernen soll. Dann noch neue Wärmeleitpaste (z.B. Artic Silver 5 (Affiliate-Link)) dünn auf die neue CPU auftragen und mit einer Rasierklinge gleichmäßig auf der CPU-Oberfläche verstreichen, damit diese komplett bedeckt ist. Hier heißt die Devise: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Die Gewinde des daraufhin wieder anzubringenden CPU-Kühlkörpers haben eine feste Endstellung, also so lange schrauben, bis alle vier Befestiungsschrauben mit etwas Gefühl auf Anschlag gedreht sind. Danach kann die Rückführung des Mainboards in das NAS-Innere und der Rückzusammenbau erfolgen. Hat alles geklappt, kann sich der Nutzer über ein Highend-NAS freuen! Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick möglicher TS-x70 Konfigurationsvarianten. Update vom 18.06.2014: Die Liste wurde um einige Modelle ergänzt, die ebenfalls interessant sind. Gerade der Intel Core i5-3470T (Affiliate-Link) ist durch seinen super geringen Verbrauch bei einer recht hohen Tatkung von 2,9 GHz und der Hardware AES-Unterstützung auch auf den zweiten Blick eine gute Wahl, wenn einem zwei Prozessorkerne ausreichen. Bei meinem nächsten x70-Modell kommt er auf jeden Fall zum Einsatz. :) Update vom 02.12.2014: Der Xeon E3-1265Lv2 (Affiliate-Link) scheint eine interessante Alternative zum derzeitig nur noch schwierig beziehbaren I7-3770T darzustellen. Details in den Kommentaren. Er wurde deshalb in nachfolgender Tabelle ergänzt. Typ/Ausstattung CPU (FCLGA1155) CPU Speed CPU Max. TDP RAM AES-NI TS-x70 (z.B. TS-470 (Affiliate-Link)) Intel Celeron G550 (Affiliate-Link) 2 x 2,6 GHz (2 Threads) 65 W 2GB verbaut, max. 16GB (Affiliate-Link) nein TS-x70 v2 (z.B. TS-470 (Affiliate-Link)) Intel Celeron G1620 (Affiliate-Link) 2 x 2,7 Ghz (2 Threads) 55 W 2GB verbaut, max. 16GB (Affiliate-Link) nein TS-x70 PRO (z.B. TS-470 Pro (Affiliate-Link)) Intel Core i3-3220 (Affiliate-Link) 2 x 3,3 GHz (4 Threads) 55 W 2GB verbaut, max. 16GB (Affiliate-Link) nein TS-x70 ULTRA i5-T Intel Core i5-3470T (Affiliate-Link) 2 x 2,9 GHz (4 Threads) 35 W max. 16GB (Affiliate-Link) ja TS-x70 ULTRA Xeon E3 Intel Xeon E3-1265L v2 (Affiliate-Link) 4 x 2,5 GHz (8 Threads) 45 W max. 16GB (Affiliate-Link) unklar TS-x70 ULTRA i7-T Intel Core i7-3770T (Affiliate-Link) 4 x 2,5 GHz (8 Threads) 45 W max. 16GB (Affiliate-Link) ja TS-x70 ULTRA i7-S Intel Core i7-3770S (Affiliate-Link) 4 x 3,1 GHz (8 Threads) 65 W max. 16GB (Affiliate-Link) ja Aus meinen täglichen Leben Über Sinn und Unsinn eines derart leistungsfähigen und hochpreisigen NAS lässt sich sicherlich streiten. Bereits in der Grundausstattung ist das günstigste Modell der TS-x70 Reihe mit vier HDD-Einschüben (QNAP TS-470) knapp 1.000 EUR teuer. Durch das oben angesprochene Upgrade kommt noch einmal knapp ein Drittel des Anschaffunspreises hinzu. Wer jedoch einige resourcenhungrige Anwendungen (z.B. Plex Media Center) direkt auf dem NAS betreiben unda seine Daten dazu per AES verschlüsselt wissen möchte, ist für das Upgrade geradezu prädestiniert. Mit QNAP ist es eben wie mit Synology oder Apple. Entweder man schätzt die Qualität und Usability, auch wenn es zugegebenermaßen durchgängig hochpreisig ist, oder man hält nichts davon. Insgesamt verschwindet das beim selbst durchgeführten Upgrade unangenehme Bauchgefühl nie so ganz, dass das QNAP vor dem regulären Garantieende einen Defekt aufweist und dann keine Herstellergarantie mehr vorhanden ist. Ich hoffe einfach mal, dass ich genauso viel Glück habe wie mit einem im Jahr 2009 erworbenen QNAP TS-509 Pro, welches damals schon mit einem leistungsfähigen Core2Duo-Prozessor und 4GB RAM gepimpt wurde, Garantieverlust inklusive (QNAP-NAS: Die Private-Zuhause-Cloud). Es läuft auch heute noch einwandfrei. Man sollte bedenken, dass der enorme Leistungszuwachs in obigem Fall des TS-670 sogar durch bis zu 20 Watt weniger Energieverbrauch einhergeht. Der I7-3770T mit 2,5 GHz (Affiliate-Link) ist energieeffizienter als der im Standard verbaute Celeron G550 bzw. Celeron G1620 und profitiert von seiner implementierten AES-NI-Technologie zusätzlich bei aktiver AES-Verschlüsselung (mehr Infos zu AES-NI), was eigentlich QNAP-Topmodellen in ganz anderen Preisregionen, wie dem TS-EC1279U-RP, vorenthalten ist (mehr Infos). Zusammenfassend also die perfekte CPU, die bei besseren Leistungswerten weniger Strom verbraucht und damit weniger Abwärme erzeugt, wodurch die Lüfter bei hoher CPU-Auslastung langsamer und ruhiger drehen. In Kombination mit stromsparenden Festplatten, wie der Western Digital WD40EFRX RED 4000 GB (Affiliate-Link), welche im Idle nur 3,3 Watt und im Betrieb 4,5 Watt benötigt, kann ein stromsparendes und gleichzeitig sehr leistungsfähiges NAS betrieben werden. Info zur angesprochenen AES-Verschlüsselung: Mein durch die Celeron-CPU initial verschlüsseltes HHD-Volume profitierte nach dem Upgrade sofort von der AES-NI-Hardwareverschlüsselung des I7-Prozessors, ohne dass irgendwelche manuellen Änderungen notwendig waren. Das hatte ich vor dem Upgrade inständig gehofft, aber eigentlich nicht wirklich damit gerechnet. Spätestens jetzt, da alles genau so läuft, wie ich mir das vorgestellt hatte, muss noch eine USV her, um das QNAP-NAS bei Stromausfällen und Spannungsspitzen zuverlässig zu schützen... Update vom 18.11.2013: Wie man im Screenshot (links) sehen kann, denkt das NAS nach dem selbst durchgeführten CPU-Upgrade sogar selbst, dass es ein "PRO" ist. Hätte also nicht besser laufen können. Wer noch mehr Infos zum Upgrade haben möchte, kann im gut bebilderten Artikel QNAP TS-870 Ultimate, NAS on steroids von Stians Blog nachlesen. Update vom 24.09.2014: Da die Frage jetzt mehrfach gestellt wird und in den Kommentaren bereits beantwortet wurde: Weder die TS-x51 noch die TS-x53 Serie lassen sich pimpen, die CPUs sind fest verlötet, nicht gesockelt. ### Smart Metering mit Owl +USB und FHEM - Live Tracking des Stromverbrauchs UPDATE: Zu diesem Artikel gibt es eine neue Version, welche die Treiber-Installation für die Kernelversion 3.10.25+ beschreibt. Das Update ist hier zu finden. Durch die stetige Verbesserung der Informationstechnologie sind Smart Meter, also intelligente Stromzähler, welche in kurzen Zeitintervallen Werte erfassen und fernübertragen, in immer mehr Haushalten zu finden. In Kombination mit bestehenden Hausautomations-Lösungen vervollständigen sie das digitale Zuhause. Während die Hausautomation, wie in diesen Artikeln beschrieben, einerseits für die Steuerung von Verbrauchern zuständig ist, wird durch Smart Metering andererseits der Verbrauch kontinuierlich erfasst. Dieser Artikel zeigt Step-by-Step die Konfiguration einer unfassbar günstige Smart Metering-Lösung (Affiliate-Link) sowie deren Einbindung in FHEM, ohne dass in die bestehende E-Installation eingegriffen werden muss. Es wird beschrieben, wie ohne das Aufschneiden von Leitungen, das Nachrüsten neuer Drehstromzähler etc. eine verlässliche Lösung realisiert werden kann. B007KPVC0A Mit Hilfe von „The OWL +USB“ (Affiliate-Link) und einem FHEM-Server (hier Raspberry Pi (Affiliate-Link) oder FritzBox 7390 (Affiliate-Link)) wird ein Metering-Setup präsentiert, das die folgenden Anforderungen unterstützt: Live-Tracking: Stromverbrauch und -kosten im gesamten Haushalt Betrieb mit FHEM Tracking von unterwegs: Einbindung in mobile Applikation für iPad und iPhone. The OWL +USB – Wireless Home Energy Monitor Bevor das Setup mit FHEM erklärt wird, muss zunächst erwähnt werden, dass die "Eule" eine Stand-alone-Lösung ist und selbstverständlich auch ohne Hausautomation-Server betrieben werden kann. Das OWL +USB (Affiliate-Link) hat einen Zweck:  Live-Anzeige von Stromverbrauch, -kosten sowie CO2-Ausstoß auf dem im Lieferumfang enthaltenen Monitor. Dabei empfängt das große Hauptdisplay die aktuellen Verbrauchsdaten vom Owl-Sender. Dieser ist über Stromsensoren bzw. -zangen (Affiliate-Link) mit der Stromzufuhr des Haushalts verbunden. Diese Stromzangen sind der Dreh- und Angelpunkt der Produktidee, denn so kann das Produkt komplett ohne Eingriff in die E-Installation montiert werden. Die Sensoren (Affiliate-Link) werden lediglich um die Phase (Stromzufuhr) herum geklipst (siehe unten). Die Leistung des Stromes, die auch vom jeweiligen Versorger abgerechnet wird, ist in W(att) beziffert. Durch die Tatsache, dass 1 Watt (W) einem Volt-Ampere (VA) entspricht, kann der Verbrauch berechnet werden: das OWL misst mittels der Sensoren (Zangenamperemeter) die anliegende Stromstärke in Ampere (A). Multipliziert mit der Spannung (V), die in jedem Haushalt 230 V beträgt, kann auf die Watt-Anzahl geschlossen werden. (Beispiel: das OWL misst 8,0 Ampere -> 8,0 A * 230 V = 1.840 VA = 1.840 W). Lieferumfang und Produkt-Features Zum Lieferumfang des OWL in der Variante „+USB“ (Affiliate-Link) gehören das Display (Empfänger), der Sender und drei daran anzuschließender Sensoren. Da der Sensor um die Stromzuleitung herum geklipst werden muss und in deutschen Haushalten meist drei Zuleitungen (Phasen) verbaut sind, müssen zwei zusätzliche Sensoren gekauft werden (Affiliate-Link), wenn die Owl-Variante mit nur einem Sensor (Affiliate-Link) gekauft wurde. Diese können alle samt am gleichen Sender betrieben werden. Display und Sender werden mit Batterien betrieben, welche ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind. Feature-technisch gibt es im Normal-Modus drei Anzeige-Optionen: aktuelle(r) und kumulierter(r) Stromverbrauch, Stromkosten und CO2-Ausstoß. Es ist möglich, verschiedene Strompreise zu unterschiedlichen Uhrzeiten zu hinterlegen (z.B. bei Tarifen mit Nacht- und Tagstrom). Der Zusatz-Gimmick bei der „+USB“-Variante (Affiliate-Link) ist die Datenanalyse am PC. Das Display speichert Verbräuche bis zu 30 Tagen, die mit der mitgelieferten Software per USB-Verbindung zum PC(!) ausgewertet werden können (Excel-Export etc.). Installation Vorab: Beim Arbeiten an Elektro-Installationen besteht Lebensgefahr! Arbeiten sollen und dürfen nur von zertifiziertem Fachpersonal ausgeführt werden. Meintechblog.de übernimmt keine Haftung für die hier aufgeführten Hinweise und Erläuterungen. Nach dem Einlegen der Batterien in Display und Sender, müssen lediglich die Stromsensoren an der Zuleitung im Sicherungskasten angebracht werden. Das Owl +USB (Affiliate-Link) eignet sich somit vor allem für Haushalte, die keinen direkten Zugang zu Ihrem Stromzähler haben (z.B. Mietwohnungen mit Stromzähler im Keller). Im Normalfall besitzt ein Sicherungskasten vier wichtige Hauptleitungen: drei Phasen, jeweils um 120 Grad verschoben (braun, schwarz, grau) und einen Neutralleiter (blau). Die drei Phasen sind der Anknüpfungspunkt für die drei Owl-Sensoren (Affiliate-Link): Einfach herum klipsen und mit dem Sender verbinden. Nach dem Koppeln von Display und Sender, wie im beiliegenden Handbuch beschrieben, ist das Setup betriebsbereit und das Display zeigt bereits den aktuellen Verbrauch an. Wird das Owl stand-alone betrieben, ist die Konfiguration an dieser Stelle abgeschlossen und das Gerät ist betriebsbereit. Owl +USB und FHEM – Smart Metering noch smarter Der offene Hausautomationsserver FHEM bietet zahlreiche Möglichkeiten, mit Aktoren, Sensoren und weiteren Bausteinen unterschiedlicher Hausautomatisierungssysteme zu kommunizieren. Wie hier bereits erläutert, können somit unterschiedliche Hersteller-Lösungen miteinander kombiniert und in einer einheitlichen Weboberfläche (bzw. Smartphone-App) gesteuert werden. Es wird nun gezeigt, wie sich das Owl +USB (Affiliate-Link) an FHEM anbinden lässt. Hier wird die Konfiguration mit FHEM auf einer FritzBox 7390 (Affiliate-Link) und einem Raspberry Pi (Affiliate-Link) erklärt. Für Besitzer eines „RFXtrx433“-Transceivers kann die Kopplung auch ohne die hier beschriebene Variante direkt per Funk umgesetzt werden. Grundvoraussetzungen für die hier gezeigte Lösung sind: FHEM (z.B. auf einer Fritzbox 7390 (Affiliate-Link) oder einem RaspberryPi (Affiliate-Link)) Owl +USB Energiemonitor (Pack mit 3 Sensoren) (Affiliate-Link) Optional: Zwei zusätzliche Owl-Sensoren (Affiliate-Link) Ein freier USB-Slot am Hausautomation-Server Freetz, wenn FHEM auf einer FritzBox läuft. Installation auf einem Raspberry Pi (für FritzBox-Installation bitte weiter unten lesen) Der Raspberry Pi (Affiliate-Link) bietet eine hervorragende Hardware-Basis, um FHEM zu nutzen. Die Installation des Hausautomation-Servers wurde hier bereits erklärt. Zusätzlich zum Raspberry Pi benötigt man unbedingt noch ein Netzteil (Affiliate-Link), damit die Stromversorgung sichergestellt wird und sollte ferner ein Gehäuse (Affiliate-Link) dazu bestellen. Linux-Treiber für Owl +USB auf dem Raspberry Pi installieren Der verantwortliche Hardware-Treiber für den Betrieb des Owl unter Linux ist die Datei "cp210x.ko". Diese ist im neuesten Raspbian-Release zwar bereits vorhanden, muss allerdings um die Owl-spezifischen Codezeilen erweitert werden. Im Projekt "electricowl" auf sourforge.net wurde dafür netterweise eine modifizierte "cp210x.ko" bereitgestellt. Glücklicherweise muss diese für den Kernel 3.6.11 nicht neu kompiliert werden. Nutzer einer Raspbian-Version mit diesem Kernel können das Owl somit in wenigen Sekunden installieren. Ein wertvoller Tipp für alle Neueinsteiger: Wer keine Treiber für Linux kompilieren will, sollte nur FHEM installieren und auf Befehle wie "apt-get update" oder "apt-get upgrade" verzichten. Zunächst muss das Software-Paket bei sourceforge heruntergeladen werden. Den relevanten Ordner für den Raspberry (raspberrypi_cp210x_driver) lädt man am Besten mit einem FTP-Programm wie Filezilla auf den Raspberry Pi in den Ordner /opt. Nun muss eine SSH-Verbindung auf den Raspberry hergestellt werden. Dazu verwenden Mac-Nutzer die Terminal-App (PC-Anwender z.B. Putty). Mit folgendem Befehl wird eine SSH-Verbindung hergestellt: ssh pi@192.168.178.51 Dabei ist die IP-Adresse an die des jeweiligen Raspberry Pis angepasst werden. Anschließend wird in den Ordner mit der neuen Treiberdatei gewechselt: cd /opt/raspberrypi_cp210x_driver Schließlich wird die Treiberdatei installiert: sudo ./install.sh Sollte es bei der Installation zu Problemen kommen, müssen die Schritte in der Readme-Datei des Paketes befolgt werden. Dabei wird der Treiber neu kompiliert. Die weitere Einrichtung des OWL erfolgt in FHEM. Bitte dazu weiter unten (nach der Installationsanleitung für die FritzBox) nachlesen. Installation auf einer FritzBox 1.    Schritt: FritzBox-Firmware vorbereiten: Installation von Freetz Auch bei der FritzBox muss die cp210x.ko-Treiberdatei installiert werden. Das Original-Image vom Hersteller AVM lässt das allerdings nicht zu. Daher  muss zunächst die Alternativ-Firmware „Freetz“ auf der FritzBox installiert werden. Wie das funktioniert, ist hier beschrieben. Bei der Erstellung des Freetz-Images müssen folgende Komponenten zwingend in die Firmware mit eingebaut werden: Bei Kernel-Modules -> Drivers folgende Elemente anwählen (siehe Screenshot): usbserial.ko cp2101.ko ftdi_sio.ko Schließlich das fertige Image auf die FritzBox laden. 2.    Schritt: Owl +USB Treiber installieren „Dirk“ hat in einer entsprechenden Google-Groups-Konversation die Treiberdatei bereitgestellt. Sie kann auch hier heruntergeladen werden (FB7390). Diese sollte am besten per FTP oder über die FritzNAS-Funktion auf die Box geladen werden. Anschließend wird eine Telnet- oder SSH-Verbindung mit der FritzBox 7390 (Affiliate-Link) hergestellt und der Treiber installiert (Telnet und SSH-Verbindung werden analog zu Installation auf dem Raspberry Pi hergestellt): „insmod /path/to/cp210x.ko“ /path/to steht dabei für den Ablageort, an dem Ihr die Treiberdatei hingelegt habt. Einrichtung der Eule in FHEM Hardwaretechnisch kann das Owl nun bereits betrieben werden. Der Befehl "dmesg" sollte nach dem Anstecken des Owl an den Raspberry oder die FritzBox mit dem beigelegten USB-Kabel irgendwo eine Zeile enthalten, die das Gerät erkennt ("Product: OWL Wireless Electricity Monitor USB version is connected"). Nun geht es darum, FHEM mit dem Owl bekannt zu machen. 1.    Schritt: CM160-Dateien in FHEM installieren Die verantwortlichen Dateien für die Auswertung der Daten (ebenfalls von „Dirk“), die das Owl +USB (Affiliate-Link) an FHEM sendet, müssen in das entsprechende FHEM-Verzeichnis gelegt werden, in dem alle anderen ".pm"-Files liegen. Je nach Version und Installation kann das Verzeichnis variieren, sollte aber hier sein: /fhem/FHEM. Nachdem die Datei hinterlegt wurde, muss FHEM oder die gesamte Hardware neu gestartet werden. 2.    Schritt: Owl in FHEM anlegen Schließlich wird der Energiemonitor jetzt mittels des klassischen „define“-Befehls in FHEM angelegt. Dies könnte beispielsweise so aussehen: define CM160 CM160 /dev/ttyUSB0 attr CM160 co2Factor 0.59 attr CM160 costPerKwh 0.30 attr CM160 currency € attr CM160 voltage 195 Wer die empfangenen Daten zusätzlich in einer Grafik (Plot) ausgewertet haben möchte, definiert zunächst ein Logfile: define cm160Log FileLog /var/log/FHEM.dev/CM160.log CM160.(A:|W:|C:|CO2:).* Anschließend können die Daten aus dem Logfile in einen Plot umgewandelt werden. Diese gplot-Datei (auch von "Dirk") wird im Verzeichnis /www/gplot abgelegt und ermöglicht, die Grafik zu initialisieren: define cm160Plot weblink fileplot cm160Log:cm160:CURRENT Aus meinem täglichen Leben Durch die Kombination von FHEM und dem OWL schalte ich nun verschiedene Verbraucher, wie Lichter oder Elektronikgeräte und sehe in Echtzeit (ca. 2-3 Sekunden Zeitverzug) den Stromverbrauch im gesamten Haushalt. Mein Tipp ist, über einen gewissen Zeitraum zu überwachen, ob das OWL eine zu hohe Abweichung misst. Dies kann durch den Vergleich der kumulierten Werte auf dem Owl-Display und dem "echten" Stromzähler des Versorgers bewerkstelligt werden. Ich habe daraufhin den Voltage-Wert von 230V auf knapp 195V heruntergesetzt (siehe Config oben). Die Abweichungen sind jetzt minimal und bewegen sich im Bereich um die 1-2%. Das Owl +USB in Verbindung mit FHEM ist für mich eine wirklich saubere Lösung, die tatsächlich helfen kann, Stromkosten zu senken. Einkaufsliste OWL +USB Energiemonitor (3 Sensoren Pack) (Affiliate-Link) Zwei zusätzliche OWL Standard Sensoren für Energiemonitor (Affiliate-Link) Optional: Hausautomation-Server (z.B. Raspberry Pi (Affiliate-Link) oder FritzBox 7390 (Affiliate-Link)) Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B007KPVC0A" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/410TrGX3pEL.SL1102.jpg" tag="meintechblog-131015-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B003QJTS3W" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41qa0SOunTL.SL1101.jpg" tag="meintechblog-131015-21" width="95"][easyazon_image align="none" height="73" identifier="B00LPESRUK" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/51dkukLk3UL.SL1102.jpg" tag="meintechblog-131015-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="81" identifier="B003108AZI" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41tx6bHWSUL.SL1101.jpg" tag="meintechblog-131015-21" width="110"] ### Bessere Raumluftqualität durch FHEM und Homematic-Adapter Ein wenig beachtetes Thema, welches in letzter Zeit durch neue Gimmiks wie dem Withings Smart Body Analyzer (Affiliate-Link) an Fahrt gewinnt, ist die Überwachung der Raumluftqualität in Innenräumen. So lässt sich ermitteln, ob verbrauchte Luft - welche u.A. Kopfschmerzen und Müdigkeit begünstigt (Info) - ausgetauscht werden sollte. Ein gekipptes Fenster sorgt dabei für den Austausch abgestandener Wohnungsluft durch Frischluft aus der Umgebung und erhöht damit den Sauerstoffgehalt. Weiterhin erfolgt ein Angleich an die Außenluftfeuchte, was gerade im Winter bei gut isolierten Wohnungen wichtig ist, da die Scheiben sonst innen anlaufen und sich langfristig Schimmel bilden kann. Ein Mensch kann dabei leider nicht fühlen, wie hoch die Konzentration des Sauerstoffs bzw. des durch die Atmung entstehenden CO2 ist und merkt im Zweifel gar nicht, ob die Luft abgestanden ist oder nicht. Abhilfe schaffen dabei Sensoren, die einen hohen CO2-Gehalt oder hohe Luftfeuchtigkeit erkennen und infolgedessen eine regelmäßige und bedarfsgerechte Belüftung über einen Aktor (Winmatic) anstoßen können. Wie eine solche Lösung auf Basis von FHEM und HomeMatic-Adaptern eingerichtet werden kann, wird nachfolgend erklärt. Benötigte Hardware Voraussetzung sind ein konfigurierter FHEM-Server (FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten) sowie ein HMLan (Affiliate-Link) (HMLan-Adapter am FHEM-Server einrichten). Der HMLan ist das Gateway zwischen der FHEM-Zentrale und den HomeMatic-Adaptern und zwingend notwendig, da der Winmatic-Adapter (Affiliate-Link) eine signierte Verbindung verlangt, die in Verbindung mit FHEM nur mit einem HMLan-Adapter realisiert werden kann. Weiterhin wird natürlich ein Winmatic-Adapter (Affiliate-Link) selbst benötigt, welcher das Kippen des Fensters übernimmt sowie ein CO2-Luftgüte-Sensor (Affiliate-Link). Wer zusätzlich die Luftfeuchtigkeit als Regelinstrument nutzen möchte, benötigt zusätzlich einen Temperatur-/Luftfeuchtesensor (Affiliate-Link). Fenstermontage desWinMatic DerWinMatic-Adapter wird anstelle des normalen Handgriffs an das Fenster montiert und ist relativ einfach anzubringen. Praktisch ist, dass die beiden vorhandenen Befestigungslöcher des alten Griffs dafür genutzt werden können und weiterhin bei gut haftender Oberfläche nur doppelseitiges Klebeband benötigt wird, um die Zahnstange zu montieren. Das ist gerade für Mietwohnungen praktisch, da der Adapter bei einem Umzug wieder rückstandslos demontiert werden kann. Die beiliegende Installationsanleitung ist etwas kryptisch, weshalb nachfolgend alle für die Installation relevanten Schritte aufgeführt werden: 1. Die Alu-Befestigungsschiene mit den beiden im Lieferumfang enthaltenen Schrauben anbringen und den Winmatic-Adapter von oben aufsetzen. Wird der Adapter auf der rechten Fensterseite montiert (links angeschlagen), muss vorher noch die Metallachse amWinMatic für die Zahnstange von links nach rechts verschoben werden. Damit das klappt, wird die Schraube sowie der damit befestigte kleine schwarze Adapter an der Geräterückseite entfernt. Der Akku wird von unten auf die Alu-Schiene gesteckt und direkt mit dem beiliegenden Netzteil geladen. (Anmerkung: Der vollständig aufgeladene Akku hält bei mehrmaliger täglicher Nutzung mehr als einen Monat. Sofern eingerichtet, kann über eine Email-Notification zudem ein beinahe leerer Akku gemeldet werden.) 2. Die Zahnstangenhalterung mit dem doppelseitigen Klebeband am Fensterrahmen etwas erhöht vomWinMatic installieren (siehe Bilder). Sofern notwendig, kann hier auch noch etwas mit Tesafilm nachgeholfen werden. Wichtig: Die Inbetriebnahme erfolgt im Anschluss bei geöffnetem Fenster, die Griffachse ist noch nicht installiert. (Die Griffachse sitzt später insgesamt recht fest und kann u.U. nur mit einer Zange wieder entfernt werden. Deshalb zu diesem Zeitpunkt noch nicht leichtfertig installieren.). Zwischen Schritt 6 und 7 heißt es zudem schnell sein, da sonst wieder von vorne begonnen werden muss (Details siehe unten). 3. Durch das gemeinsame Gedrückthalten (mind. 4 Sekunden) der Schließen- und Öffnen-Taste wird die Konfiguration gestartet. Das Fenster muss dabei noch geöffnet und die Griffachse noch nicht installiert sein (WICHTIG!!!). 4. Für eine rechtsseitige Montage die Öffnen-Taste drücken (mR im Display), für eine linksseitige Montage die Schließen-Taste drücken (mL im Display). Anschließendes Bestätigen mit langem Tastendruck der Kippen-Taste. Countdown abwarten bis Anzeige "geöffnetes Fenster" dauerhaft leuchtet und "gekipptes Fenster" blinkt. 5. Die passende Griffachse (drei verschiedene Längen im Lieferumfang) mit der Markierung nach oben in denWinMatic einsetzen, das Fenster zudrücken und mit eingedrücktem Drehgrad manuell in Kippposition drehen (gegen den Uhrzeigersinn bei rechtsseitiger Montage). 6. Die Zahnstange anbringen und einklinken (das Fenster dabei zugedrückt halten). 7. Im Display muss weiterhin "gekipptes Fenster" angezeigt werden. Jetzt langer Tastendruck der Kippen-Taste. (Wenn "gekipptes Fenster" nicht mehr angezeigt wird, war man zu langsam und muss von vorne beginnen.) 8. Die Heranziehkaft ist im Standard am geringsten (F1) und kann bei "normalen" Fenstern auch verwendet werden. Bei der Verwendung von Klebeband darf ohnehin nur F1 verwendet werden, da sich sonst das Band lösen kann. Erhöhen der Heranziehkraft durch Öffnen-Taste, verringern durch Schließen-Taste. Bestätigen durch langen Tastendruck der Kippen-Taste. 9. Maximale Kippweite Die maximale Kippweite (29 Stufen) kann nun mit der Öffnen-Taste erhöht und mit der Schließen-Taste verringert werden. Geprüft werden kann die Kippweite jederzeit mit der Kippen-Taste. Eine gängige Einstellung ist z.B. Stufe 22. Die ausgewählte maximale Kippweite sollte etwas geringer sein als die tatsächlich mögliche Kippweite, sodass ein Ausklinken der Zahnstange auch bei gekipptem Fenster noch möglich ist. 10. Das Setup wird mit einem langen Druck auf die Kippen-Taste abgeschlossen. Zum Schluss noch die Griffachsenblende mit etwas Druck anbringen. Anlernen desWinMatic in FHEM UPDATE vom 23.12.2013: Bei Verwendung von Keymatic (Affiliate-Link) und Winmatic (Affiliate-Link) wird aus Sicherheitsgründen dringend empfohlen den System-Sicherheitsschlüssel des HMLan-Adapters (Affiliate-Link) zu ändern. Welche Schritte notwendig sind, damit das (auch nachträglich) reibungsfrei funktioniert und welche technischen Hintergründe eine solche Änderung bedingen, wird im Artikel HMLan-Adapter: System-Sicherheitsschlüssel ändern erläutert. Auf die Weboberfläche des FHEM-Servers einloggen und in die Kommandozeile set HMLAN1 hmPairForSec 60 eintragen und mit Enter bestätigen. Ab jetzt ist der HMLan-Adapter für 60 Sekunden bereit für neue Geräteanmeldungen. Wer statt HMLAN1 einen anderen Namen vergeben hat, muss den Eintrag entsprechend anpassen. Mit einem langen Tastendruck der Schließen-Taste kann der Winmatic daraufhin an FHEM angelernt werden und sollte nach einigen Sekunden als neues Device in FHEM im Ordner "CUL_HM" auftauchen. Der Name ist noch etwas dürftig und sollte gleich geändert werden. Dazu den derzeitigen Namen des Gerätes ausfindig machen (hier: CUL_HM_HM_SEC_WIN_1E464F_Win und CUL_HM_HM_SEC_WIN_1E464F_Akku) und mit nachfolgenden Befehlen über die Kommandozeile z.B auf "WZ.Fenster_links und WZ.Fenster_links_Akku" ändern: rename CUL_HM_HM_SEC_WIN_1E464F_Win WO.Fenster_links rename CUL_HM_HM_SEC_WIN_1E464F_Akku WO.Fenster_links_Akku und dann noch dem Raum Wohnzimmer zuweisen: attr WZ.Fenster_links room Wohnzimmer attr WZ.Fenster_links_Akku room Wohnzimmer DenWinMatic per Webinterface schalten Weiterhin werden die Befehle hinterlegt, damit derWinMatic auch über das Webinterface geschaltet werden kann: attr WZ.Fenster_links webCmd close:open:stop attr WZ.Fenster_links eventMap /level ignore 0 20:close/level 100 ignore 20:open/ Kleiner Exkurs: Die Schaltbefehle sind insgesamt etwas tricky und werden an nachfolgendem Beispiel erklärt: set WZ.Fenster_links 100 120 20 Hier kippt derWinMatic das Fenster zu 100% für 120 Sekunden und mit 20%iger Motorgeschwindigkeit. (Nach 120 Sekunden schließt das Fenster dann wieder automatisch.) set WZ.Fenster_links 90 ignore 100 Hier kippt derWinMatic das Fenster dauerhaft (ignore) zu 90% und mit 100%iger Motorgeschwindigkeit. set WZ.Fenster_links ignore 0 20 Hier schließt derWinMatic das Fenster sofort (0 Sekunden) mit 20%iger Motorgeschwindigkeit. (Im Grunde bekommt derWinMatic einen Öffnungsbefehl ohne weitere Info (ignore) und schließt das Fenster direkt nach 0 Sekunden. Dieser Workaround ist notwendig, da derWinMatic mit dem normalen "close"-Befehl das Fenster nicht zusperrt.) Info zurWinMatic-Motorgeschwindigkeit Je geringer die Motorgeschwindigkeit gewählt wird, desto länger dauert es logischerweise, bis eine Aktion abgeschlossen ist, umso leiser ist aber auch das Betriebsgeräusch. Hier sollte man etwas herumspielen, ein Wert von 20% wird von mir empfohlen. Bei voller Geschwindigkeit (100%) dauert ein kompletter Kippvorgang ca. 40 Sekunden, wobei das Geräusch stark wahrzunehmen ist. Bei 20%iger Geschwindigkeit dauert es etwa 120 Sekunden und das Geräusch ist kaum noch wahrnehmbar (nur wer einen sehr leichten Schlaf hat, wird hier geweckt). Anlernen des CO2-Luftgütesensors in FHEM Der Anlernvorgang wird wie beimWinMatic auch in der FHEM-Zentrale eingeleitet mit dem Konsolenbefehl set HMLAN1 hmPairForSec 60 und mit einem kurzen Druck auf die Anlerntaste des in die Steckdose eingesteckten HomeMatic CO2-Sensors. Dann noch eine Umbenennung und die Zuweisung in den Raum Wohnzimmer: rename CUL_HM_HM_CC_SCD_12BC9A WZ.Luftquali attr WZ.Luftquali room Wohnzimmer Der CO2-Luftgütesensor hat bei mir erstmal einen Tag gebraucht, um sich vollständig zu kalibrieren. Zu Beginn hat er trotz vollständig geöffnetem Fenster dauerhaft "addedStrong" gemeldet, was einer sehr schlechten Luftqualität entspricht. Danach ist der Status auf "normal" gewechselt und der Sensor hat seinen Dienst ordnungsgemäß aufgenommen und seitdem die richtigen Messwerte zuverlässig im Rhythmus von zehn Minuten an den FHEM-Server gesendet. fhem.cfg Beispielkonfiguration Automatik-Fenster Die hier zusammengestellte Lösung kümmert sich um die selbstständige Belüftung mithilfe des perWinMatic versehenen Fensters, abhängig von Temperatur, Luftfeuchte und Luftqualität (CO2-Gehalt). Zusätzlich wird bei Sonnenaufgang, um 16:00 Uhr sowie kurz vor Sonnenuntergang für jeweils 15 Minuten gelüftet. Je nach Auslöser (co2, luftfeuchte, sonnenaufgang, sonnenuntergang, nachmittag) bekommt ein Dummy (WZ.Kippautomatik) den jeweiligen Wert zugewiesen. Dies bewirkt u.A., dass ein automatisch gekipptes Fenster nur vom Auslöser selbst geschlossen werden kann. Das bedeutet auch, dass ein vom Nutzer manuell gekipptes Fenster bis Mitternacht geöffnet bleibt, sofern es nicht vorher wieder manuell geschlossen wird. Um Mitternacht wird das Fenster mit dieser Konfiguration immer geschlossen und abgesperrt. Die Konfiguration ist insgesamt schon recht ausgefeilt. Lediglich die Steuerung über die Luftfeuchtigkeit ist noch verbesserungswürdig, da ich hier noch keine Referenzwerte (gerade im Hinblick auf das automatische Lüften im Winter) vorliegen habe. Sobald es hier etwas Neues gibt, wird es entsprechend im Artikel ergänzt. Anregungen per Kommentar (unten) sind natürlich auch gerne willkommen. #####Automatik-Fenster##### define WZ.Kippautomatik dummy attr WZ.Kippautomatik room Wohnzimmer #Durchgaengiges Lueften bei schlechter Luftqualitaet define WZFensterKippenBeiSchlechterLuft notify WZ.Luftquali:(added).* {fhem("set WZ.Fenster_links level 100 ignore 20 set WZ.Kippautomatik co2") if (Value("WZ.Fenster_links") eq "locked" && Value("WZ.Kippautomatik") eq "standby")} define WZFensterSchliessenBeiFrischerLuft notify WZ.Luftquali:(normal).* {fhem("set WZ.Fenster_links level ignore 0 20 set WZ.Kippautomatik standby") if (Value("WZ.Fenster_links") ne "locked" && Value("WZ.Kippautomatik") eq "co2")} #Durchgaengiges Lueften bei hoher Luftfeuchtigkeit - Kippen bei 80 Prozent, Schliessen bei 70 Prozent (nur bei mind. 15 Grad Innentemp.) define WZFensterKippenBeiHoherLuftfeuchtigkeit notify WZ.Temperatur:humidity.* {fhem("set WZ.Fenster_links level 100 ignore 20 set WZ.Kippautomatik luftfeuchte") if (Value("WZ.Fenster_links") eq "locked" && Value("WZ.Kippautomatik") eq "standby" && ReadingsVal("WZ.Temperatur","temperature","") > 15 && ReadingsVal("WZ.Temperatur","humidity","") > 80)} define WZFensterSchliessenBeiGeringerLuftfeuchtigkeit notify WZ.Temperatur:humidity.* {fhem("set WZ.Fenster_links level ignore 0 20 set WZ.Kippautomatik standby") if (Value("WZ.Fenster_links") ne "locked" && Value("WZ.Kippautomatik") eq "luftfeuchte" && ReadingsVal("WZ.Temperatur","humidity","") < 70)} #15 Min (900 Sek.) Stosslueften bei Sonnenaufgang (nur bei mind. 15 Grad Innentemp.) define WZFensterKippenBeiSonnenaufgang at *{sunrise(0,"04:00","08:30")} {fhem("set WZ.Fenster_links level 100 ignore 20 set WZ.Kippautomatik sonnenaufgang") if (Value("WZ.Fenster_links") eq "locked" && Value("WZ.Kippautomatik") eq "standby" && ReadingsVal("WZ.Temperatur","temperature","") > 15)} define WZFensterSchliessenNachSonnenaufgang at *{sunrise(900,"04:00","08:30")} {fhem("set WZ.Fenster_links level ignore 0 20 set WZ.Kippautomatik standby") if (Value("WZ.Fenster_links") ne "locked" && Value("WZ.Kippautomatik") eq "sonnenaufgang")} #15 Min. Stosslueften am Nachmittag (nur bei mind. 15 Grad Innentemp.) define WZFensterKippenAmNachmittag at *16:00:00 {fhem("set WZ.Fenster_links level 100 ignore 20 set WZ.Kippautomatik nachmittag") if (Value("WZ.Fenster_links") eq "locked" && ReadingsVal("WZ.Temperatur","temperature","") > 15)} define WZFensterSchliessenAmNachmittag at *16:15:00 {fhem("set WZ.Fenster_links level ignore 0 20 set WZ.Kippautomatik standby") if (Value("WZ.Fenster_links") ne "locked" && Value("WZ.Kippautomatik") eq "nachmittag")} #15 Min. (900 Sek.) Stosslueften vor Sonnenuntergang (nur bei mind. 15 Grad Innentemp.) define WZFensterKippenVorSonnenuntergang at *{sunset(-900,"16:30","22:55")} {fhem("set WZ.Fenster_links level 100 ignore 20 set WZ.Kippautomatik sonnenuntergang") if (Value("WZ.Fenster_links") eq "locked" && Value("WZ.Kippautomatik") eq "standby" && ReadingsVal("WZ.Temperatur","temperature","") > 15)} define WZFensterSchliessenBeiSonnenuntergang at *{sunset(0,"16:30","22:55")} {fhem("set WZ.Fenster_links level ignore 0 20 set WZ.Kippautomatik standby") if (Value("WZ.Fenster_links") ne "locked" && Value("WZ.Kippautomatik") eq "sonnenuntergang")} #Gekipptes Fenster taeglich um Mitternacht schliessen, absperren und Kippautomatik-Dummy resetten define WZFensterAbendsAbsperren at *00:00:00 {fhem("set WZ.Fenster_links level ignore 0 20 set WZ.Kippautomatik standby") if (Value("WZ.Fenster_links") ne "locked")} Aus meinem täglichen Leben Der Winmatic-Adapter (Affiliate-Link) für das automatische Belüften ist zugegebenermaßen nicht besonders preiswert, auf Dauer aber wirklich praktisch. Ein manuell angestoßenes Öffnen und Schließen ist bereits ein Zugewinn, wirklich praktisch wird es aber erst dann, sobald zusätzliche Sensoren für CO2 und Luftfeuchtigkeit die autonome Steuerung durch den FHEM-Server übernehmen. Hierzu gibt es die Möglichkeit den CO2-Luftgüte-Sensor (Affiliate-Link) zu nutzen und weiterhin die Messdaten des Temperatur-/Luftfeuchtesensors (Affiliate-Link) einzubeziehen. So öffnet das Fenster dann bspw. sobald die Luftfeuchtigkeit über einen kritischen Wert steigt und gleichzeitig die Raumtemperatur aber noch warm genug ist, um den Raum durch das Lüften nicht noch weiter abzukühlen. Gerade wer viel Zeit zu Hause verbringt und sich nicht selbst aktiv um die "optimale" Luftqualität kümmern möchte, bietet die hier vorgestellte Konfiguration eine zuverlässige Lösung zur automatisierten Wohnraumbelüftung. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="82" identifier="B0024GB8UY" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/312BRIE8VHQL.SL1101.jpg" tag="meintechblog-130705-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B002WIA5E4" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31PBUl0sM2L.SL110.jpg" tag="meintechblog-130705-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B002BJV9FI" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31OcVeJ2BseL.SL110.jpg" tag="meintechblog-130705-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B002BJV9GC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31D0PVWA6PL.SL1104.jpg" tag="meintechblog-130705-21" width="110"]   ### Keymatic per HMLan am FHEM-Server anlernen Der KeyMatic (Affiliate-Link) ist ein praktisches Gadget, um die Haustür ferngesteuert auf- und zuzusperren. Um die Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu erhöhen, lässt sich so bspw. nachts um eine gewisse Uhrzeit die Türe abschließen und morgen wieder entriegeln (siehe Beispiele am Ende des Artikels). Wer noch mehr "Unfug" anstellen möchte, kann bspw. auch eine automatische Öffnung bei Anwesenheit eines iPhones realisieren. Möchte man den KeyMatic jedoch nicht über die originale HomeMatic Zentrale (Affiliate-Link) steuern, sondern über einen weitaus flexibleren und günstigeren FHEM-Server, müssen erst einmal einige Hürden überwunden werden, um den HMLan-Adapter in FHEM einzubinden. Die Grundvoraussetzungen hierfür werden im vorhergehenden Artikel HMLan-Adapter am FHEM-Server einrichten beschrieben. KeyMatic installieren Vorausgesetzt wird ist ein KeyMatic (Affiliate-Link), welcher bereits mit dem mitgelieferten Handsender gekoppelt ist und ein funktionsfähiger FHEM-Server, wie er im Artikel FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten aufgesetzt wurde. Für die Installation der Hardware sollte man gerne 30 Minuten einrechnen. Möchte man auf unschöne Bohrlöcher in der Tür verzichten, muss der Schlüsselzylinder an der Innenseite mindestens einige Millimeter herausstehen. Denn nur dann kann der Plastikadapter ohne Bohren montiert werden. Ein neuer, passender Zylinder ist grundsätzlich auch kein Problem. Sofern jedoch eine Schließanlage eingesetzt ist, kann der Austausch teuer werden. Möchte man nichts austauschen und ist der Zylinder etwas zu kurz, kann es oftmals auch helfen den Türinnenbeschlag zu entfernen. Der sinkende WAF ist bei dieser unschönen Variante natürlich nicht zu vernachlässigen. Weitere Informationen und Anmerkungen zur Installation sind der beiliegenden Gebrauchsanweisung zu entnehmen. Nachfolgende Anlern-Anleitung kann analog auch für andere HomeMatic-Geräte verwendet werden. Update vom 23.12.2013: Bei Verwendung des KeyMatic (Affiliate-Link) und WinMatic-Adapter (Affiliate-Link) wird aus Sicherheitsgründen dringend empfohlen den System-Sicherheitsschlüssel des HMLan-Adapters (Affiliate-Link) zu ändern. Welche Schritte notwendig sind, damit das (auch nachträglich) reibungsfrei funktioniert und welche technischen Hintergründe eine solche Änderung bedingen, wird im Artikel HMLan-Adapter: System-Sicherheitsschlüssel ändern erläutert. Update vom 16.03.2015: Beim nachfolgenden Pairing des KeyMatic mit FHEM funktionieren unter Umständen die vorher direkt mit dem KeyMatic gepeerten Fernbedienungen nicht mehr und müssen dann neu gepeert werden. Weitere Informationen im untenstehenden Kommentar von Marco. 1. KeyMatic in Originalsoftware anlernen Bevor der KeyMatic (Affiliate-Link) an den FHEM-Server angelernt wird, gehen wir erst einmal den Umweg über die HomeMatic Software "HomeMatic Konfigurator". Das hat den Vorteil, dass dort das HomeMatic-Device perfekt eingerichtet werden kann (siehe Screenshot unten). Grundvoraussetzung ist, dass der FHEM-Server jetzt nicht auf den HMLan-Adapter (Affiliate-Link) zugreift, da dieser sonst "geblockt" ist und nicht mit der Originalsoftware kommunizieren kann. Dazu entweder den FHEM-Server kurzerhand vom Netzwerk trennen oder den entsprechenden Eintrag mit einem vorangestellten Hash-Tag in der fhem.cfg auskommentieren. Dies sieht dann z.B. so aus: #define HMLAN1 HMLAN 192.168.177.7:1000 #attr HMLAN1 hmId 8D0C2D Sofern noch weitere Zeilen folgen, welche mit "attr HMLAN1..." beginnen, müssen auch diese entsprechend auskommentiert werden. Dann die Originalsoftware "HomeMatic-Lan-Interface konfigurieren" (bzw. "HomeMatic-Lan-Interface Configurator") starten und beim HMLan-Adapter die Option "AES Encrypt Lan-Communication" aktivieren (siehe Screenshot). Danach die Software "HomeMatic-Komponenten konfigurieren" starten. Erst wenn unten rechts der Status von "Verbindung mit JEQ07... wird hergestellt" auf "Verbunden mit JEQ07..." wechselt, ist die Kommunikation mit dem HMLan-Adapter möglich. Ändert sich der Status nicht, hilft es den HMLan-Adapter kurz vom Strom zu trennen bzw. die Software und/oder den PC (mehrfach) neu zu starten. In der Software "HomeMatic Konfigurator" (bzw. "HomeMatic-Komponenten konfigurieren") klickt man dann auf den Button "Geräte anlernen" und bringt das anzulernende HomeMatic-Device in den Anlernmodus. Beim KeyMatic geschieht dies durch ein zweisekündiges Drücken der Entsperren-Taste an der Vorderseite des Geräts. WICHTIG: Ist der KeyMatic bereits an eine Master-Fernbedienung angelernt worden, muss der aktuelle Anlernvorgang zusätzlich noch mit einem Tastendruck an der Master-Fernbedienung selbst bestätigt werden.) Hat das Anlernen funktioniert, wird die Nachricht "Ein neues Gerät" (siehe Screenshot) angezeigt und das neue Device taucht unter "Direkte Geräteverknüpfungen" auf und kann mit dem Button "Einstellen" weiter konfiguriert werden. Dazu zählen beim KeyMatic zentrale Einstellungen für "Haltezeit Tür Öffnen" und "Motorkraft Haltezeit für Öffnen", welche auf die eigenen Anforderungen hin angepasst werden können. Bei anderen Aktoren wie Unterputzlichtschaltern können hier z.B. "Einschaltverzögerungszeit" oder "Verweildauer im Zustand Ein" definiert werden. Ist alles nach Belieben eingerichtet, kann die Änderung mit der Taste "OK" in das HomeMatic-Device geschrieben werden. Im Falle des KeyMatic funktioniert das direkt (wegen der signierten Verbindung zum HMLan-Adapter), bei anderen HomeMatic-Geräten muss noch kurz die Anlerntaste gedrückt werden, damit die Konfigurationsänderung vollzogen wird. Damit der KeyMatic (Affiliate-Link) später in FHEM angelernt werden kann, muss nun wieder in der Originalsoftware "HomeMatic-Lan-Interface konfigurieren" die Option "AES Encrypt Lan-Communication" deaktiviert und die Originalsoftware geschlossen werden. Ein Vorteil am "Umweg" über die Originalsoftware ist neben der Konfiguration des angelernten HomeMatic-Gerätes, dass zudem die Funktion "Direkte Geräteverknüpfung" zur Verfügung steht. So lassen sich Sender und Empfänger verknüpfen ("Peering") und ohne Umweg über die FHEM-Zentrale steuern. Die FHEM-Zentrale bekommt den jeweiligen Schaltvorgang der direktverknüpften Geräte bzw. die Statusänderung dann trotzdem mitgeteilt, sobald das HomeMatic-Device wie nachfolgend beschrieben auch am FHEM-Server angelernt wird. 2. KeyMatic in FHEM anlernen In FHEM muss sichergestellt werden, dass der HMLan-Adapter (Affiliate-Link) wieder aktiviert ist und dessen Status (im Beispiel hier HMLAN1) auf "opened" steht. Dann in die FHEM-Kommandozeile set HMLAN1 hmPairForSec 60 eintragen und mit Enter bestätigen. Ab jetzt ist der HMLan-Adapter (Affiliate-Link) für 60 Sekunden bereit für neue Geräteanmeldungen. Das anzulernende HomeMatic-Gerät (selbiges wie beim ersten Schritt oben) in den Anlernmodus bringen und schon einige Sekunden später sollte es im FHEM-Webinterface im Ordner "CUL_HM" auftauchen. Der Name ist noch etwas dürftig und sollte gleich einmal geändert werden. Dazu den derzeitigen Namen des Gerätes ausfindig machen (hier: CUL_HM_keyMatic_1F1C63) und mit nachfolgendem Befehl über die Kommandozeile z.B auf "FL.Tuerschloss" ändern und dem Raum Flur zuweisen: rename CUL_HM_keyMatic_1F1C63 FL.Tuerschloss attr FL.Tuerschloss room Flur Weiter konfigurieren lässt sich das richtig benannte Device dann am besten über die fhem.cfg unter "Edit files". Das Gerät sollte am Ende der Datei auftauchen und lässt sich mit nachfolgenden Parametern ergänzen: attr FL.Tuerschloss webCmd lock:unlock:open define FileLog_FL.Tuerschloss FileLog ./log/FL.Tuerschloss-%Y.log FL.Tuerschloss attr FileLog_FL.Tuerschloss logtype text define weblink_FL.Tuerschloss weblink fileplot FileLog_FL.Tuerschloss:fs20:CURRENT attr weblink_FL.Tuerschloss label "FL.Tuerschloss Min $data{min1}, Max $data{max1}, Last $data{currval1}" attr weblink_FL.Tuerschloss room Flur Der Befehl webCmd fügt dem FHEM-Interface Buttons für das direkte Schalten hinzu. Das FileLog protokolliert die Statusänderungen und das fileplot zeigt schließlich den auf- bzw. zugeschlossenen Zustand des KeyMatic (Affiliate-Link) im Zeitverlauf an. Zeitgesteuertes Schalten des HomeMatic-Devices Nachfolgende Beispiele sollen aufzeigen, wie der eben eingerichtete KeyMatic (Affiliate-Link) zeitgesteuert geschaltet werden kann. Die Codeschnipsel können dabei direkt per Copy&Paste ans Ende der fhem.cfg kopiert und an die eigenen Anforderungen hin angepasst werden. ## Wohnungstür von Sonntag bis Donnerstag täglich um 23:00 Uhr absperren define WohnungstuerVonSoBisDoVerriegeln at *23:00:00 { fhem("set FL.Tuerschloss lock") if (($wday==0 || $wday==1 || $wday==2 || $wday==3 || $wday==4) && "%" ne "locked") } ## Wohnungstür am Freitag und Samstag um 02:00 Uhr nachts absperren define WohnungstuerAmFrSaVerriegeln at *02:00:00 { fhem("set FL.Tuerschloss lock") if (($wday==5 || $wday==6) && "%" ne "locked") } ## Wohnungstür an Wochentagen um 06:45 Uhr entriegeln define WohnungstuerAnWochentagenEntriegeln at *06:45:00 { fhem("set FL.Tuerschloss unlock") if (!$we && "%" ne "unlocked") } #### Wohnungstür am Wochenende um 10:00 Uhr entriegeln define WohnungstuerAmWochenendeEntriegeln at *10:00:00 { fhem("set FL.Tuerschloss unlock") if (Value($we && "%" ne "unlocked") } Das Ganze kann natürlich noch mit weiteren Sensoren erweitert werden. So bspw. durch einen HomeMatic Funk-Tür-/Fensterkontakt (Affiliate-Link) (FL.Tuerkontakt) und die Anwesenheitssteuerung über Smartphones (HA.JemandAnwesend), die sich in Bluetooth-Reichweite der FHEM-Station befinden. Das sieht dann z.B. so aus: ## Wohnungstür von Sonntag bis Donnerstag täglich um 23:00 Uhr absperren define WohnungstuerVonSoBisDoVerriegeln at *23:00:00 { fhem("set FL.Tuerschloss lock") if (($wday==0 || $wday==1 || $wday==2 || $wday==3 || $wday==4) && "%" ne "locked" && Value("FL.Tuerkontakt") eq "closed") } define WohnungstuerAmSaSoMorgensVerriegeln at *02:00:00 { fhem("set FL.Tuerschloss lock") if (($wday==6 || $wday==0) && "%" ne "locked" && Value("FL.Tuerkontakt") eq "closed") } ## Wohnungstür an Wochentagen um 06:45 Uhr entriegeln define WohnungstuerAnWochentagenEntriegeln at *06:45:00 { fhem("set FL.Tuerschloss unlock") if (Value("HA.JemandAnwesend") eq "on" && !$we && "%" ne "unlocked" && Value("FL.Tuerkontakt") eq "closed") } #### Wohnungstür am Wochenende um 10:00 Uhr entriegeln define WohnungstuerAmWochenendeEntriegeln at *10:00:00 { fhem("set FL.Tuerschloss unlock") if (Value("HA.JemandAnwesend") eq "on" && $we && "%" ne "unlocked" && Value("FL.Tuerkontakt") eq "closed") } Aus meinem täglichen Leben FHEM ist in Kombination mit dem HMLan-Adapter (Affiliate-Link) und HomeMatic-Geräten sehr zuverlässig und praktisch, gerade was die Mitteilung der Schaltzustandsänderungen von und zur Zentrale angeht. Dadurch ist ein guter Grundstock für den weiteren Ausbau durch weitere Aktoren bzw. Sensoren gelegt. Oben genannte Anleitung kann dabei grundsätzlich auch für das Anlernen anderer HomeMatic-Geräte verwendet werden. Der Anlernvorgang ist immer identisch. Der Anlern-"Umweg" über die Originalsoftware ist zwar eigentlich nicht notwendig, erleichtert aber die nachträgliche Konfiguration der Geräte, gerade was Direktverknüpfungen angeht. Zu bedenken ist jedoch, dass bei einem Hin-und-her-Wechsel zwischen Originalsoftware und FHEM-Server der HMLan-Adapter immer nur mit einer Instanz (FHEM-Server ODER Windows-Software) verbunden wird, da nur so eine Datenübertragung stattfinden kann. Auch ist zu bedenken, dass beim Hin-und-her-Wechsel die AES-Funktion aktiviert bzw. deaktiviert werden muss. Bei mir funktioniert die Verbindung zwischen der Originalsoftware "HomeMatic Konfigurator" und HMLan-Adapter immer nur bei eingeschalteter AES-Funktion. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00FFE1CDA" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41f9gvhLQ8L.SL110.jpg" tag="meintechblog-130531-3-21" width="67"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B00315QNQQ" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/419LXMBaugL.SL11011.jpg" tag="meintechblog-130531-3-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="69" identifier="B008PT4GGC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41h0dWmbv8L.SL1103.jpg" tag="meintechblog-130531-3-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B002BJV9GC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31D0PVWA6PL.SL1105.jpg" tag="meintechblog-130531-3-21" width="110"]   ### HMLan-Adapter am FHEM-Server einrichten Update: Für den Nachfolger des HMLAN, das HomeMatic LAN-Funkgateway, gibt es hier einen neuen Blogpost mit Howto zur Einrichtung und Verwendung in FHEM: Howto: HomeMatic Funk-LAN-Gateway mit FHEM verwenden. Der HMLan-Adapter (EQ3 85128 HomeMatic Konfigurations-Adapter LAN) (Affiliate-Link) ist in Kombination mit einem FHEM-Server das ideale Werkzeug, um mit HomeMatic Geräten (Sensoren, Aktoren) in Interaktion zu treten. Das liegt einerseits am günstigen Preis und andererseits an der Tatsache, dass nur er in der Lage ist mit sämtlichen Homematic-Geräten zu kommunizieren. Grund dafür ist die Tatsache, dass bestimmte HomeMatic-Geräte, wie der KeyMatic (Affiliate-Link) (Blog-Artikel) zur Steuerung des Türschlosses oder der WinMatic (Affiliate-Link) (Blog-Artikel) zum Kippen von Fenstern, nur signierte und damit sichere Kommunikationspakete entgegennehmen, die ausschließlich durch original HomeMatic-Geräte wie dem HMLan oder der HomeMatic Zentrale CCU1 (Affiliate-Link) bzw. dem neuen Modell CCU2 (Affiliate-Link) umgesetzt werden können. Die Einrichtung des HMLan-Adapters am FHEM-Server ist dabei etwas "tricky", die Anleitungen im Netz leider oftmals schwer verständlich oder gehen auf wichtige Details nicht näher ein, was es für Anfänger sehr schwierig macht. Aus diesem Grund gibt es hier ein Howto zur Ergänzung des Vorgänerartikels FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten. Seriennummer und Zugriffscode des HMLan Die Seriennummer sowie der Zugriffscode des HMLan-Adapters werden später benötigt. Diese Informationen stehen auf dem Aufkleber am HMLan-Adapter selbst. Die 10-stellige Nummer unter dem Strichcode ist dabei die "Seriennummer", der 32-stellige "AES key" ist der "Zugriffscode". Am besten beide Nummern in einem Dokument speichern, da gerade der AES key mehrfach benötigt wird. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="375" identifier="B00315QNQQ" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/05/419LXMBaugL.jpg" tag="meintechblog-130531-2-21" width="500"]   Einrichten des HMLan-Adapter über die Originalsoftware Ein praktikabler Weg ist es den HMLan-Adapter erst einmal mit der Originalsoftware zu koppeln, um die später relevante HMID herauszubekommen und später neue HomeMatic-Geräte über die Originalsoftware zu pairen und gleichzeitig verschiedene Parameter (Verhalten bei Schaltvorgängen, Direktverknüpfungen) zu konfigurieren. Die aktuelle Version der Originalsoftware "HomeMatic Konfigurationsadapter LAN", welche aktuell nur unter Windows läuft, steht auf der Herstellerseite zum Download verfügbar. Wer also einen Mac hat, muss sich vorerst über eine virtuelle Maschine (z.B. Parallels Desktop (Affiliate-Link)) behelfen. UPDATE VOM 18.12.2014: Wer eine virtuelle Maschine verwendet, muss sicherstellen, dass diese eine eigenständige IP-Adresse bekommt, da der HMLan-Adapter sonst nicht gefunden wird. Bei Parallels Desktop geht das unter "Hardware" -> "Netzwerk" -> "Typ" -> "Standard-Adapter". Weitere Hinweise gibt es im Kommentar von Ralf. Nach der Installation wird die eben installierte Software "HomeMatic-Lan-Interface konfigurieren" gestartet. Der HMLan-Adapter sollte automatisch erkannt werden. Update vom 10.12.2014: Je nach installierter Firmware des HMLan kann es vorkommen, dass dieser nicht sofort erkannt wird. Michael hat dazu einen wertvollen Tipp per Kommentar gegeben, wie es dennoch klappt. Es hat sich gezeigt, dass er schneller reagiert, wenn eine statische IP-Adresse vergeben wird. Dies kann unter "Change IP Settings" bewerkstelligt werden (siehe Screenshot). Hier sollte dann eine IP gesetzt werden, die sich mit keiner anderen IP im Netzwerk überschneidet. Der Haken bei "AES Encrypt Lan-Communication" muss vorerst aktiviert bleiben. Nachdem die Änderung mit "OK" bestätigt wurde, startet der HMLan-Adapter automatisch neu und ist in ca. 10 Sekunden wieder online. Im Anschluss den HMLan-Adapter nochmal manuell vom Strom trennen und nach einigen Sekunden wieder mit Strom versorgen. Als nächstes geht es in die Software "HomeMatic-Komponenten konfigurieren". Beim Start der Software werden die Seriennummer und der Zugriffscode des HMLan-Adapters eingegeben. Daraufhin wird rechts unten in der Leiste die Mitteilung "Verbindung mit JEQ07... wird hergestellt" angezeigt. Erst wenn sich diese Mitteilung in "Verbunden mit JEQ07..." ändert, ist die Kommunikation mit dem HMLan-Adapter möglich. Ändert sich der Status nicht, hilft es den HMLan-Adapter erneut kurz vom Strom zu trennen. Ich habe festgestellt, dass die Kommunikation nie klappt, wenn die oben genannte Funktion "AES Encrypt Lan-Communication" deaktiviert ist. Ist die Verbindung hergestellt, können an dieser Stelle theoretisch schon neue HomeMatic-Geräte angelernt und konfiguriert werden. Dazu kommen wir aber erst an späterer Stelle beim Artikel KeyMatic per HMLan am FHEM-Server anlernen. HMLan HMID auslesen Ist die Verbindung hergestellt, suchen und notieren wir uns die HMID, welche später wichtig wird. Diese ist gewöhnlich gespeichert unter C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Bidcos-Service in der Datei Namens "ids". Unter Windows 10 lautet der Pfad: C:\ProgramData\Bidcos-Service. Danke Sebastian für den Hinweis. Um zum Ordner navigieren zu können, muss im Arbeitsplatz unter "Extras" -> Ansicht -> "Versteckte Dateien und Ordner" der Haken unter "Alle Dateien und Ordner anzeigen" gesetzt werden. Die Datei kann dann bspw. mit dem Editor betrachtet werden. Hinter "BidCOS-Adress = " wird dann die 7-stellige HMLan-ID angezeigt (hier 9112621). Um es noch freakiger zu machen, muss nun diese Dezimalzahl in hexadezimal formatiert sein, damit sie später FHEM benutzen kann (in diesem Fall dann 8B0C2D). Hier gibt es einen Umrechner. Die nun hexadezimal formatierte Ziffernfolge muss notiert werden. Diese ist die HMID des HMLan-Adapters, welche in FHEM genutzt wird. HMLan-Adapter in FHEM "anlernen" Damit der HMLan-Adapter in FHEM funktioniert, muss über die bereits oben verwendete Software "HomeMatic-Lan-Interface konfigurieren" die Option "AES Encrypt Lan-Communication" deaktiviert werden und keine Originalsoftware mehr gestartet sein. Die spätere Verbindung vom HMLan-Adapter zu den HomeMatic-Geräten läuft trotzdem signiert, nur der Datenaustausch über das Netzwerk zwischen FHEM und HMLan-Adapter ist nicht verschlüsselt. Zurück in FHEM in der Datei fhem.cfg unter http://192.168.177.56:8083/fhem?cmd=style%20edit%20fhem.cfg (IP ist bei jedem anders) suchen wir uns eine freie Zeile und tragen dort Folgendes ein: define HMLAN1 HMLAN 192.168.177.7:1000 attr HMLAN1 hmId 8D0C2D 192.168.177.7 muss dabei durch die IP des eigenen HMLan-Adapters getauscht werden. 8D0C2D muss durch die eigene HMID (siehe oben) ausgetauscht werden. Ab sofort ist der HMLan-Adapter in FHEM sende- und empfangsbereit und es können HomeMatic-Geräte angelernt werden. Um den Status des HMLan-Adapter zu überprüfen einfach in FHEM auf "Everything" klicken und den Eintrag HMLAN1 suchen. Der Status sollte auf "opened" stehen. Ist der Status "disconnected", muss überprüft werden, ob die Option "AES Encrypt Lan-Communication" deaktiviert wurde und keine der vorher benutzten Original-Softwareprogramme laufen, da der HMLan-Adapter netzwerkseitig immer nur mit einer Sofware-Instanz interagieren kann. UPDATE vom 23.12.2013: Bei Verwendung des KeyMatic und WinMatic wird aus Sicherheitsgründen dringend empfohlen den System-Sicherheitsschlüssel des HMLan-Adapters zu ändern. Welche Schritte notwendig sind, damit das (auch nachträglich) reibungsfrei funktioniert und welche technischen Hintergründe eine solche Änderung bedingen, wird im Artikel HMLan-Adapter: System-Sicherheitsschlüssel ändern erläutert. Wie die Einrichtung eines HomeMatic-Devices funktioniert, wird im nächsten Artikel anhand eines KeyMatic beschrieben: KeyMatic per HMLan am FHEM-Server anlernen. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="82" identifier="B00315QNQQ" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/05/419LXMBaugL.SL110.jpg" tag="meintechblog-130531-2-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="76" identifier="B008PT4GGC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/05/51MrYF3ct0L.SL110.jpg" tag="meintechblog-130531-2-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B0024G3AAU" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/05/31UnsujjyFL.SL110.jpg" tag="meintechblog-130531-2-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="82" identifier="B0024GB8UY" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/05/312BRIE8VHQL.SL110.jpg" tag="meintechblog-130531-2-21" width="110"]   ### FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten Zu diesem Blogpost ist ein offizieller Updateartikel verfügbar: FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in weniger als einer Stunde einrichten Hausautomation ist eine feine Sache, da ein smart eingerichtetes System viele lästige Aufgaben in den eigenen vier Wänden selbstständig übernehmen und so neben gestiegenem Komfort und erhöhter Sicherheit auch den Geldbeutel schonen kann. Elektrische Rolläden (Blogpost) öffnen dann z.B. automatisch bei Sonnenaufgang, fahren zwischendurch eine 3/4-geschlossen-Position an, sobald es zu Regnen beginnt und schließen komplett bei Dämmerung, um Heizkosten zu sparen. Gleichzeitig überwacht die Steuerzentrale, ob eines der per Bluetooth oder WLan registrierten Smartphones anwesend (Blogpost) ist, löscht bei mehrminütiger Abwesenheit Lichter und schaltet den Drucker im Büro aus, um die Stromkosten weiter zu senken. Um die Sicherheit gleichzeitig zu erhöhen, wird zudem die Haustür abends automatisch abgeschlossen (Blogpost). Zusätzlich lässt sich das System auch von unterwegs mit dem Smartphone fernsteuern und Pushbenachrichtigungen aufs Handy schicken (Blogpost). Die dafür notwendige zentrale Steuereinheit, in diesem Fall ein FHEM-Server auf Raspberry Pi-Basis inkl. HMLan-Adapter, lässt sich für weniger als 120 Euro einrichten. Damit ist die hier präsentierte Lösung ein gutes Stück flexibler als die offizielle Homematic Zentrale (CCU) (Affiliate-Link). Unter anderem können verschiedene Funkstandards und eigener Programmcode (Perl) eingebunden werden. Die Einrichtung und die Konfiguration setzen jedoch weitreichendere technische Kenntnisse voraus als bei der Plug-and-Play Variante. Um einen FHEM-Server als interessierter Anfänger einzurichten, muss das notwendige Know-How mühsam über verschiedene Foren, Howtos und Codeschnipsel zusammengesucht werden. Oftmals sind die Informationen gerade für Anfänger zu kryptisch, veraltet oder teilweise auch schlichtweg falsch. Aus diesem Grund sollen dieses und weitere Posts zum Thema Smart Home und FHEM Aufklärung schaffen, sodass die Einrichtung und Konfiguration so schnell und einfach von der Hand geht wie möglich. Update vom 22.08.2015: Um die Installationsschritte noch besser nachvollziehen zu können, haben wir jetzt ein YouTube-Video zusammengestellt, welches alle relevanten Steps visualisiert. Sofern dir das Video weiterhelfen konnte, kannst du dich mit einer positiven Bewertung und einem Kommentar auf YouTube revanchieren. Danke schon mal! Die Hardware - RPI und HMLan Adapter Als zentrale Steuereinheit kommt ein Raspberry Pi (RPI) (Affiliate-Link) zum Einsatz. Er ist günstig in der Anschaffung und benötigt im Dauerbetrieb nur ca. 3 Watt. Ein transparentes Gehäuse (Affiliate-Link) für den RPI gibt es ebenfalls günstig. Dazu noch eine 8 GB SD-Karte, auf dem das FHEM-System installiert wird. Ich empfehle eine kleine und schnelle Karte wie die SanDisk Extreme Pro 8GB (Affiliate-Link), da kaum Speicherplatz benötigt wird und das System zackig reagieren soll. Zusätzlich wird noch ein Micro-USB-Kabel (Affiliate-Link) benötigt, sofern ein freier USB-Steckplatz Energie liefern kann oder direkt ein Micro-USB-Netzteil (Affiliate-Link). Ein Netzwerkkabel (Affiliate-Link) darf natürlich auch nicht fehlen, um den RPI mit dem heimischen Netz zu verbinden. Update vom 23.03.2015: Nun bin ich auch endlich selbst dazu gekommen und kann bestätigen, dass dieses Howto ohne Anpassungen auch mit dem neuen Raspberry Pi 2 (Affiliate-Link) (gleicher Preis wie der Vorgänger bei massiv gesteigerter Leistung) genutzt werden kann. Im Detail: Der Raspberry Pi hat eine ARMv6 Single-Core CPU mit 700 Mhz, der Raspberry Pi 2 eine ARMv7 Quad-Core CPU mit 900 Mhz und mit 1024 MB doppelt so viel Arbeitsspeicher wie sein Vorgänger und man munkelt, dass er bis zu sechs Mal schneller ist als die erste Modellvariante. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass der neue RPI2 ab sofort eine microSDHC Karte, wie die SanDisk Extreme Pro microSDHC (Affiliate-Link) und ein Micro-USB-Kabel (Affiliate-Link) benötigt. Die Baugröße ist im Vergleich zum ersten RPI gleich geblieben, weshalb auch die älteren Gehäuse passen. Wer es sich einfach machen will, kann auch direkt zum RPI 2 Starter Kit greifen, hier ist alles enthalten, was für den Einstieg benötigt wird: Aus Gründen der Zuverlässigkeit sowie der bidrektionalen Kommunikation zwischen Station, Aktoren und Sensoren, werden nachfolgend Homematic-Geräte verwendet. Dabei macht es Sinn einen HMLan-Adapter (Affiliate-Link) von Homematic zu verwenden, da er zum einen günstiger ist als der multifunktional einsetzbare CUL-Stick (Affiliate-Link) und zum anderen nur er sicherheitsbedürftige Homematic-Geräte, wie den Keymatic (Affiliate-Link), mit signierten und damit sicheren Befehlen ansprechen kann. Der HMLan-Adapter braucht dabei auch nur insg. 1 Watt im Betrieb. Update vom 21.08.2015: Mittlerweile unterstützt auch der CUL-Stick die sicherheitstechnisch relevante AES-Signatur über FHEM. Konfiguration des RPI Als erstes wird die SD-Karte mit Raspian, einer fertig kompilierten Linux-Distribution versorgt. Das Image wird auf der offiziellen Raspberry Pi-Seite  heruntergeladen (Direktdownload Wheezy) und auf der Festplatte entpackt. Update vom 06.11.2015: Alternativ gibt es hier die neueste Version namens Jessie (Direktdownload), welche aber anscheinend manchmal Probleme bereitet. Auf dem Mac kann das Image dann mit dem Pi Filler (Direktdownload) auf die SD-Karte geflasht werden. Wer Windows nutzt, kann den win32diskimager (Direktdownload) verwenden. Ist der Schreibvorgang nach einigen Minuten abgeschlossen, wird die SD-Karte ausgeworfen und kann direkt in den SD-Reader des Raspberry Pi gesteckt werden. Jetzt den RPI ans Netzwerk anstecken und mit Strom versorgen. Daraufhin sollten nach kurzer Zeit alle Lämpchen (orange, grün und rot) am RPI leuchten. Leuchtet nur das rote Licht, ist etwas schief gegangen. In diesem Fall einfach das Image noch einmal neu flashen. Update vom 20.05.2015: Beim RPI 2 blinken nach dem Einschalten kurz alle Lämpchen, nach dem Hochfahren leuchtet dann aber nur noch das rote Licht. Danke an Christof für den Hinweis. Nun wird die IP-Adresse des RPI benötigt. Diese wird gewöhnlich vom Router (z.B. Fritzbox) per DHCP zugewiesen und kann über das Router-Interface abgefragt werden. Bei der Fritzbox geht man dabei auf http://fritz.box und dann auf Heimnetz. Der RPI taucht dann als "raspberrypi" auf. Die IP des RPI lässt sich aber auch über das Mac-Tool Pi Finder (Direktdownload) herausfinden. Im nachfolgenden Fall ist 192.168.177.56 die IP-Adresse des RPI. Als nächstes begeben wir uns ins Terminal. Dazu am Mac in die Spotlight-Suche (auf dem Desktop die Lupe oben rechts) "Terminal" eingeben und den entsprechenden Treffer auswählen. Unter Windows kann das Tool PuTTY (Direktdownload) genutzt werden. (Wer Putty nutzt, gibt dann bei "Login as" nur "pi" ein.) Mit nachfolgendem Befehl erfolgt der Login per Terminal auf dem RPI (IP austauschen!). ssh pi@192.168.177.56 Nach dem Drücken der Enter-Taste kommt eine Abfrage, die mit "yes" -> Enter bestätigt wird. Das Standardpasswort lautet raspberry und wird mit Enter bestätigt. Erhält man den Fehler "Host key verification failed.", muss der Befehl "ssh-keygen -R 192.168.177.56" eingegeben und wiederholt obiger Login-Befehl ausgeführt werden. Zu Beginn sollte das Standardpasswort für den pi-User geändert werden. Das geschieht über den Befehl passwd und der Eingabe des alten und doppelten Eingabe des neuen Passworts. FHEM ist später auf die richtige Zeit angewiesen, um Befehle rechtzeitig zu schalten. Deshalb muss der RPI die richtige Zeitzone erhalten: sudo dpkg-reconfigure tzdata führt in ein grafisches Interface, in welchem die richtige Zeitzone ausgewählt werden kann. Wer noch weitere Einstellungen vornehmen möchte, kann dies über den Befehl "sudo raspi-config" tun. Das ist aber erstmal nicht notwendig. Das der RPI den gesamten Speicherplatz der SD-Karte nutzen kann, wird das Filesystem erweitert. Mit dem Befehl sudo raspi-config gelangt man in ein grafisches Interface. Jetzt wählt man die Option "Expand Filesystem" bzw. "expand_rootfs" aus und bestätigt die Eingaben, sodass der RPI schließlich nach dem Beenden des Menüs neugestartet und die Terminalverbindung getrennt wird. Um das System auf den aktuellen Stand zu bringen, wird nach dem erneuten Login per Terminal ein komplettes Update durchgeführt, welches je nach Internetanbindung und zu installierender Pakete mehrere Minuten dauern kann. Anschließend werden nicht benötigte Pakete entfernt und das System neugestartet. sudo apt-get update && sudo apt-get -y upgrade && sudo apt-get -y autoremove && sudo reboot Nach dem Neustart des RPI erstmal wieder einloggen (siehe oberster Befehl) und nachfolgende Befehle absetzen, um alle releventen Perl-Pakete zu installieren: sudo apt-get -f install && sudo apt-get -y install perl libdevice-serialport-perl libio-socket-ssl-perl libwww-perl libxml-simple-perl Im Anschluss wird fhem heruntergeladen und installiert: sudo wget http://fhem.de/fhem-5.7.deb && sudo dpkg -i fhem-5.7.deb Wenn es bereits eine neuere Version gibt, muss der Befehl evtl. verändert werden, sofern er einen Fehler ausspuckt. Die Versionsnummer 5.7 muss dann mit der aktuellen Versionsnummer getauscht werden. Welche Version aktuell ist, erfährt man auf der offiziellen FHEM-Seite unter Downloads. Das richtige Paket lautet dann fhem-x.x.deb. Damit das installierte FHEM die passenden Berechtigungen hat, wird in das FHEM-Installationsverzeichnis gewechselt und es werden noch die Schreib- und Userrechte hinzugefügt: cd /opt && sudo chmod -R a+w fhem && sudo usermod -a -G tty pi && sudo usermod -a -G tty fhem und FHEM läuft jetzt immer (auch nach einem Neustart des RPI). Erste Schritte in FHEM Das Webinterface, mit welchem FHEM konfiguriert werden kann, ist nun unter http://192.168.177.56:8083 erreichbar (die IP muss jeder natürlich durch die eigene IP-Adresse des RPI tauschen - Erläuterung weiter oben). Sofern die Namensauflösung durch den DHCP-Server korrekt erfolgt, kann das Interface auch unter http://raspberrypi:8083 erreicht werden. Alles was jetzt primär wichtig ist, ist die zentrale Konfigurationsdatei fhem.cfg, in welcher alle Einstellungen vorgenommen werden. Diese findet man unter "Edit files" -> "fhem.cfg". Hier kann direkt Code eingetragen und mit dem Button "Save fhem.cfg" gesichert werden. Weiterhin wird die obere Befehlszeile (im Screenshot unten rot markiert) relevant sein, um direkt mit dem System interagieren zu können. Update vom 16.03.2015: Seit Kurzem kann die fhem.cfg nach einer Neuinstallation evtl. nicht sofort bearbeitet werden sofern die Meldung "You can enable saving this file by setting the editConfig attribute, but read the documentation first for the side effects." ausgegeben wird. Um den Bearbeitungsmodus zu aktivieren, gibt man in diesem Fall in die FHEM Kommandozeile attr WEB editConfig 1 ein und bestätigt das Ganze mit der Enter-Taste. Im Anschluss noch links oben auf "Save config" klicken und die Bearbeitung kann losgehen. Da der sichere Zugriff per Benutzer/Passwort von unterwegs per Smartphone-Browser möglich sein soll, wird ein Passwort für den dafür vorgesehenen Port 8084 gesetzt. Dazu benötigen wir nochmal die Konsole von der Einrichtung oben. Sofern noch auf dem RPI eingeloggt, trennen wir die Verbindung mit: exit und generieren eine User/Passwort-Kombination für fhem mit dem Befehl (auch direkt im Terminalfenster) echo -n jay:meintechblog | base64 In diesem Beispiel ist "jay" der User und "meintechblog" das Kennwort. Ist der eigene Username und Passwort gewählt und mit Enter bestätigt, wird eine Passwort-Zeichenkette angezeigt, welche zwischengespeichert wird. In diesem Beispiel lautet sie "amF5Om1laW50ZWNoYmxvZw==". Zurück in der fhem.cfg suchen wir den Eintrag für den Login per Smartphone-Browser und ergänzen diesen um die letzte Zeile (die Passwort-Zeichenkette muss jeder selbst austauschen): define WEBphone FHEMWEB 8084 globalattr WEBphone stylesheetPrefix smallscreenattr WEBphone basicAuth amF5Om1laW50ZWNoYmxvZw== Den Button "Save fhem.cfg" klicken, um die Änderung zu speichern. Im Anschluss muss der FHEM-Server neugestartet werden. Dazu in die obige Kommandozeile (im Screenshot links rot markiert) springen und shutdown restart eingeben und mit der Enter-Taste bestätigen. Nach einigen Sekunden ist der FHEM-Server wieder erreichbar und kann über http://192.168.177.56:8084 mit Eingabe von Username und Passwort auch über das Smartphone erreicht werden. Was jetzt noch fehlt, ist ein dyndns-Dienst und eine Port-Weiterleitung im Router, um den FHEM-Server auch über das Internet zu erreichen. Wie das funktioniert, wird im Artikel MyFritz! - DynDNS-Alternative für die Fritz!Box kurz angesprochen. Update vom 03.11.2014: An dieser Stelle sollte man gleich einmal seinen FHEM-Server updaten, da auch bei einer Neuinstallation die Chance sehr groß ist, dass Aktualisierung über das Update manuell eingespielt werden müssen. Jetzt ist FHEM einsetzbar und die Einrichtung des HMLan-Adapters kann beginnen: HMLan-Adapter am FHEM-Server einrichten Update vom 03.05.2014: Wer anstatt eines RPI (2) eine noch performantere und trotzdem noch relativ günstige Hardwarelösung für seinen FHEM-Server sucht, kann sich den neuen Artikel Intel NUC als Smart Home-Server – FHEM on steroids ansehen, in welchem die Vorteile und Einrichtung eines Intel NUC DN2820FYKH0 (Affiliate-Link) beschrieben wird. Hier das gesamte Tutorial nochmal als Videopodcast auf YouTube: https://youtu.be/82s1z8BPo6s YouTube-Direktlink ### CameraSync 1.4.3 (500) - WebDAV-Bug und der Workaround Das Mitte Mai veröffentlichte Update der praktischen CameraSync-App (hier vorgestellt) Version 1.4.3 (500) enthält einen Bug in Kombination mit WebDAV, welcher den Fotoupload verhindern kann. Wie sich das Problem lösen lässt, wird hier erklärt. Wird unter WebDAV-Server bspw. https://meintechblog.de/photos eingetragen und ausgewählt, dass das iPhone über die Option "Choose a folder for me" einen bestehenden Ordner (z.B. iPhone) auswählen soll, versucht die App die Bilder fälschlicherweise in https://meintechblog.de/iPhone abzulegen. Der Unterordner /photos wird dabei nicht berücksichtigt. Im Ergebnis schlägt der Bilderupload fehl, die in der CameraSync-App zu synchronisierenden Fotos werden grau und landen nicht in der Box unten rechts. Das Problem habe ich beim Anbieter adressiert und einer der wirklich freundlichen Entwickler (Duncan) hat mir versichert, dass der Bug behoben wird. Zusätzlich hat er mir einen Workaround gezeigt, der bis zum nächsten Update hilft. Bilderupdate per WebDAV - Der Workaround Fotos können aber auch vor dem nächsten Update per WebDAV hochgeladen werden, sofern die Option "Create a folder for me" gewählt wird. In diesem Fall landen die Fotos im richtigen Ordner, der Upload klappt also durch diesen Trick weiterhin ohne Probleme. Aus meinem täglichen Leben Mit dem iPhone geschossene Fotos automatisiert per CameraSync-App auf ein (Synology)-NAS zu synchronisieren, ist einfach grandios. Zusammen mit der in der CameraSync-App aktivierbaren Funktion "Background Location Sync" flutschen neue Fotos automatisch auf den Server, sobald man bpsw. die heimische Wohnung betritt. Umso ärgerlicher ist es, wenn der Dienst nach einem Update nicht mehr funktionieren will. Vorbildlich war dabei aber der Support des Anbieters, der innerhalb weniger Stunden eine Lösung finden konnten. Darüber hinaus hat mir Duncan versprochen, dass der Bug im nächsten Update gefixt wird. Nicht nur deshalb kann ich die App auch weiterhin uneingeschränkt empfehlen, vor allem auch weil die App alle Fotos, Videos und Screenshots ohne Qualitätsverlust zum Server übermitteln kann und die Dateinamen sprechend benennt (Jahr-Monat-Tag at Stunde-Minute-Sekunde). Klare Vorteile gegenüber der iCloud, welche nur Fotos  in teilweise komprimierter Qualität sichert. CameraSync (App-Store-Link) ### Synology NAS: NFS-Mount unter OS X einbinden Wer mit dem Mac auf die Daten seines Synology-NAS zugreift, macht das gewöhnlich per AFP (Apple File Protocol) bequem über die links im Finder angezeigte Netzwerkfreigabe. Möchte man eine Synology-Freigabe jedoch permanent mounten, um etwa nach einem Neustart direkt mit dem NAS verbunden zu sein, sieht die Sache schon etwas schwieriger aus. Was in früheren OS X Versionen (bis 10.6) noch über implementierte Systemtools  möglich war, bedarf jetzt einiger Konsolenbefehle. Wie ein solcher permanter Mount per NFS eingebunden werden kann, wird im nachfolgenden Howto erklärt. NFS-Mount eines Synology-NAS unter OS X einbinden Zuerst begeben wir uns ins Terminal. Dazu in die Spotlight-Suche (auf dem Desktop die Lupe oben rechts) "Terminal" eingeben und den entsprechenden Treffer auswählen. Zuerst muss ein bestehender Eintrag in der Datei autofs.conf angepasst werden, in welche wir mit nachfolgendem Befehl gelangen: sudo nano /etc/autofs.conf In der Datei suchen wir die Zeile (relativ weit unten) AUTOMOUNTD_MNTOPTS=nosuid,nodev und ergänzen diese am Ende wie folgt: AUTOMOUNTD_MNTOPTS=nosuid,nodev,resvport Der Hintergrund ist, dass das Synology NAS (Linux-basiert) bei NFS-Shares sogenannte "secure"-Ports erwartet, OS X standardmäßig aber "insecure"-Ports nutzt. Wie dem auch sei, sobald der obige Eintrag ergänzt wurde, wird die Datei über die Tastenkombination "crtl" + "o" gespeichert und mit dem zweiten Tastenbefehl "crtl" + "x" geschlossen. Als nächstes begeben wir uns in die Datei auto_master: sudo nano /etc/auto_master Dort fügen wir am Ende eine neue Zeile mit folgendem Inhalt ein: /Synology /etc/auto_nfs "Synology" ist der Ordner, unter welchem später das Synology-NAS in OS X auftaucht. "Synology" kann dabei nach Lust und Laune angepasst werden. Die Datei wird ebenfalls mit "crtl" + "o" gespeichert und mit dem zweiten Tastenbefehl "crtl" + "x" geschlossen. Zuguterletzt muss nun noch die eigentliche zu mountende NFS-Freigabe eingetragen werden. Dies geschieht in der eben verlinkten Datei auto_nfs: sudo nano /etc/auto_nfs In die leere Datei wird das NFS-Mount eingetragen. Dieses sieht wie folgt aus: S_public -fstype=nfs,rw,bg,hard,intr,tcp 192.168.177.5:/volume1/public "S_public" wurde dabei aus Gründen der Anschaulichkeit verwendet. Es kann natürlich auch nur "public" heißen. 192.168.177.5 muss jeder mit der IP des eigenen Synology-NAS austauschen. Wer mehrere Freigaben hinzufügen möchte, schreibt jede Freigabe in eine neue Zeile. Zum Speichern der Datei wieder die Tastenkombination "crtl" + "o" und anschließend "crtl" + "x". Zum Schluss noch folgender Befehl, gefolgt von der Enter-Taste, um das Mount einzubinden: sudo automount -vc Synology NFS-Freigabe Damit das Ganze klappt, muss die entsprechende Freigabe auch in der Synology DiskStation per NFS geshared werden. Das geschieht unter "Systemsteuerung" -> "Gemeinsame Ordner" -> "public" (oder anderen gewünschten Ordner selektieren) -> "Berechtigungen" -> "NFS-Berechtigungen". Wer keine speziellen Settings benötigt, trägt bei "Hostname oder IP" ein Sternchen ein und klickt auf OK (siehe Screenshot rechts). Wenn alle Einstellungen korrekt sind, finden sich die eingebundenen Freigaben in OS X im normalen Festplatten-Unterordner. In meinem Fall ist das bspw. "Microsoft HD" -> "Synology" -> "S_public" (siehe Screenshot). Aus meinem täglichen Leben Die hier vorgestellte Variante, um NFS-Shares eines Synology-NAS auf dem Mac permanent zu mounten, ist zwar mit etwas Frickelei verbunden, bietet aber in der Praxis einen stabilen Dateizugriff, der auch Reboots übersteht und kostenfrei ist (getestet mit DS4.2 und OS X 10.8). Wer sich nicht an die Befehle traut, kann auch kommerzielle Softwarelösungen wie den NFS Manager einsetzen, die den Vorteil einer grafischen Oberfläche bieten. Artikel zum Thema: Synology-NAS: Verzeichnisse dauerhaft von nervigen temp-Dateien befreien Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B005NFVCTK" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31GRKfEAkL.SL1102.jpg" tag="meintechblog-130502-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B002US9AYC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41APkhab5eL.SL1103.jpg" tag="meintechblog-130502-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B004RORMF6" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41Xsaw8Wd4L.SL1101.jpg" tag="meintechblog-130502-21" width="110"] ### Synology-NAS: Verzeichnisse dauerhaft von nervigen temp-Dateien befreien Ein Synology-NAS ist praktisch. Es bietet Platz für Unmengen an Daten, seien es Videos, Fotos oder andere Dokumente. Beim fleißigen Hin- und Herkopieren von Datein zwischen PC, Mac, Linux-Server und Synology NAS füllen sich die Ordner aber nicht nur mit nützlichen Inhalten. Wie von Geisterhand wuchern in den Ordnern nach gewisser Zeit auch unnötige Temporärdateien, die zwar nicht sonderlich viel Platz brauchen, der Übersichtlichkeit jedoch maßgeblich schaden. Hunderte Ordner sind dann schnell überflutet mit Datenmüll, den es zu tilgen gilt. Es muss also eine halbwegs einfache, automatisierte Lösung her, möchte man nicht jede einzelne temp-Datei händisch tilgen. temp-Dateien auf einen Schlag tilgen (getestet mit DSM 4.2) Eine relativ unbequeme aber dennoch einfache Möglichkeit alle unnötigen Dateien zu löschen, bietet ein "einfacher" Terminal-Befehl. Dazu wird eine ssh-Verbindung zum Synology-NAS aufgebaut: 1. ssh-Login per Terminal Damit der ssh-Login auf das Synology-NAS gelingt, muss vorher über das DSM-Interface unter dem Menüpunkt "Systemsteuerung" -> "Terminal" der Haken bei "SSH-Dienst aktivieren" gesetzt werden. Daraufhin erfolgt die ssh-Anmeldung z.B. über die integrierte Terminal-App (MAC OS X) oder Putty (Windows): ssh root@IP-ADRESSE-DES-SYNOLOGY-NAS Die IP-Adresse des Synology-NAS kann im DSM-Interface unter Systemsteuerung - Netzwerk - Netzwerk Schnittstelle herausgefunden werden. Wichtig ist der Login per "root", das Passwort ist identisch mit dem des "admin"-Users. 2. Lösch-Befehl ausführen Im zweiten Schritt wird der unten stehende Befehl per Copy&Paste in das Terminal-Fenster kopiert und mit der Enter-Taste bestätigt. Hinweis: Wer an dieser Stelle einen Fehler macht, riskiert im schlimmsten Fall, daß alle auf dem NAS gespeicherten Daten gelöscht werden. Deshalb besondere Vorsicht walten lassen! Wer sich nicht sicher ist, was er da tut, sollte besser die Finger davon lassen. find /volume1/ -depth \( -name '.@__thumb' -o -name '.DS_Store' -o -name '.AppleDouble' -o -name ':2e*' -o -name '~$!#~*' -o -name '.TemporaryItems' -o -name '.apdisk' \) -print0 | xargs -0r rm -rf Der Befehl durchsucht dabei alle Ordner und Unterordner im Standardvolume (volume1) nach den folgenden Temporärdateien und löscht diese. Dieser Vorgang kann dabei eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. .@__thumb .DS_Store .AppleDouble :2e* ~$!#~* .TemporaryItems .apdisk @eaDir (wurde entfernt, da die Photo Station-App darauf angewiesen ist) Erweiterung des Lösch-Befehls Diese Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann nach Belieben ergänzt werden. Wer dies tut, muss sich aber im Klaren sein, was er/sie da anstellt. Im schlimmsten Fall kann mit einem falschen Befehl der gesamte Festplatteninhalt gelöscht werden. Jeder ist selbst dafür verantwortlich, ich übernheme keine Haftung für die falsche Anwendung. Timergesteuertes Ausführen des Lösch-Befehls Das Ganze lässt sich jetzt noch weiter automatisieren, so dass bspw. einmal wöchentlich alle unnötigen temp-Dateien gelöscht werden. Dazu habe ich den oben stehenden Lösch-Befehl in das Script deletetempfiles.sh gepackt. Mit nachfolgendem Befehl landet die Datei gleich im public-Folder (/volume1/public): cd /volume1/public/; wget https://meintechblog.de/download/deletetempfiles.zip; unzip deletetempfiles.zip; rm deletetempfiles.zip Alternativ die Datei einfach herunterladen, das zip-File entpacken und den Inhalt in den gewünschten Ordner kopieren. Im Anschluss kann im Synology-DSM unter "Systemsteuerung" -> "Aufgabenplaner" -> "Erstellen" -> "Benutzer-definiertes Skript" eine neue Aufgabe hinterlegt werden. Als Folder wird /volume1/public/deletetempfiles.sh eingetragen (siehe Screenshot links). Unter Zeitplan lässt sich dann konfigurieren, wann das Script ausgeführt werden soll. Je nach Anzahl der vom Script zu durchsuchenden Ordner kann die Abarbeitung schnell mehrere Minuten bis Stunden dauern. Man sollte deshalb den Zeitraum nicht zu klein wählen. @eaDir-Service dauerhaft deaktivieren Das Synology-NAS erzeugt bei Zugriff per AFP automatisch Temp-Dateien des Typs "@eaDir". Um dies von Vorneherein zu verhindern, führt man nachfolgende Befehle aus: Als Erstes muss der Dienst, der dafür zuständig ist die Thumbs zu erzeugen, gestoppt werden: /usr/syno/bin/synomkthumb -stop Daraufhin wird das Startscript gesichert, damit der Dienst später (sofern benötigt) wieder hergestellt werden kann: tar -cvzf /volume1/public/backup_S77synomkthumbd.tar.gz /usr/syno/etc.defaults/rc.d/S77synomkthumbd.sh Zum Schluss wird verhindert, dass der Dienst beim nächsten Neustart wieder gestartet wird: rm /usr/syno/etc.defaults/rc.d/S77synomkthumbd.sh .DS-Store dauerhaft deaktivieren (MAC) Auch OSX sorgt standardmäßig dafür, dass bei Netzwerkzugriffen auf das Synology-NAS laufend .DS-Store Dateien erzeugt werden. Dies lässt sich direkt mit dem folgenden Terminal-Befehl unterbinden (Der Befehl muss direkt in OSX ausgeführt werden. Wer noch auf dem Synology-NAS verbunden ist, kann sich mit dem Befehl "exit" trennen.): defaults write com.apple.desktopservices DSDontWriteNetworkStores true Danach noch den Mac neustarten und auch dieses Problem ist ab sofort aus der Welt geschafft. Aus meinem täglichen Leben Die hier vorgestellte Lösung verrichtet bei mir bereits seit einiger Zeit treu seine Dienste und sorgt dafür, dass unnötiger Dateischrott automatisch gelöscht wird und meine Nerven bei der Suche nach gewünschten Inhalten damit geschont bleiben. Ich lasse das oben beschriebene Script nur einmal wöchentlich laufen, was absolut ausreichend ist. Der Durchlauf dauert auf meinem DS1812 mit einer Unmenge an Ordnern und Dateien (1.000.000+) ca. eine Stunde. Wer noch weitere nervige temp-Dateien ausfindig machen kann, schreibt bitte einen Kommentar. Ich werde das Script dann entsprechend erweitern. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B005NFVCTK" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31GRKfEAkL.SL1103.jpg" tag="meintechblog-130430-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B002US9AYC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41APkhab5eL.SL1104.jpg" tag="meintechblog-130430-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B004RORMF6" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41Xsaw8Wd4L.SL1102.jpg" tag="meintechblog-130430-21" width="110"]   ### Elektrische Heizungssteuerung - Vergleich und Übersicht unterschiedlicher Systeme Die elektronische Steuerung von Raumtemperaturen kann mit vielen Systemen unterschiedlicher Hersteller realisiert werden. Dabei gibt es große Preis- aber auch Funktionsunterschiede. Um die am Markt erhältlichen Systeme zu verstehen, werden diese in den folgenden Absätzen erklärt. Funktionsweise der elektronischen Heizungssteuerung Grundsätzlich funktioniert eine elektronische Heizkörpersteuerung durch das Anbringen eines elektronischen Stellmotors (z.B. MAX! Stellantrieb (Affiliate-Link)), der an Stelle des ursprünglichen Thermostates installiert wird. Im Normalfall werden die Stellmotoren bei allen Systemen mit unterschiedlichen Adapterringen geliefert, sodass alle gängigen Heizkörper durch elektronische Stellmotoren erweitert werden können. Elektronische Heizungssteuerung in drei Stufen Die einfachste Form der Heizungssteuerung ist das Nachrüsten simpler elektronischer Heizkörperthermostate (z.B. ELV eco 2 (Affiliate-Link) oder Honeywell HR25 (Affiliate-Link)). Diese All-In-One-Komponenten lösen ganz konkret ein bestehendes Heizkörper-Thermostat ab. Sie sind batteriebetrieben und kombinieren einen eingebauten Stellmotor mit einem „elektrischen“ Drehschalter und einer kleinen, eigenständigen Steuereinheit (Zeitschaltuhr).Elektronische Temperaturregelung Diese Geräte bieten die Möglichkeit, die gewünschte Raumtemperatur in Grad Celsius einzustellen. Außerdem können unterschiedliche Tages-, Wochen- und Monatsprogramme konfiguriert werden, sodass tages- und uhrzeitabhängig unterschiedliche Temperaturen am Heizkörper geschaltet werden. Diese einfachen Thermostate sind äußerst günstig zu erwerben und empfehlen sich oft, um kleine Räume mit nur einem Heizkörper aufzurüsten. Die Nachteile der simplen elektronischen Thermostate liegen allerdings auf der Hand: Einerseits kann kaum ein Komfortgewinn erzeugt werden, da weiterhin jeder einzelne Heizkörper am Drehschalter des el. Thermostates bedient werden muss. Andererseits sind die Geräte autark und können nicht auf Umfeld-Ereignisse reagieren. In Summe rentiert sich das Nachrüsten solcher Geräte allerdings trotzdem, wenn sonst keine weitere Stufe der Heizungssteuerung installiert wird, da auch mit ihnen ein gewisses Energie-Einsparpotenzial besteht. Dieses zu realisieren, setzt allerdings eine tages- und stundengenaue Planung der Raumtemperatur voraus, welche in den einzelnen el. Thermostaten eingespeichert werden muss. Funkgesteuerte elektronische Temperaturregelung Affiliate-Link [easyazon_image align="none" identifier="B0033W51JM" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41sEl0SiYvL.jpg" tag="meintechblog-130318-21" width="400"] Eine bessere Variante zur Wärmesteuerung bieten Funk-Systeme (z.B. MAX! Funksystem (Affiliate-Link) oder FHT Funksystem (Affiliate-Link)), welche immer aus einem sendenden und einem empfangenden Gerät bestehen. An den Heizkörpern werden die bestehenden Thermostate durch batteriebetriebene Funk-Stellantriebe ersetzt, die alleine jedoch zunächst funktionslos sind. Dadurch sind die Heizkörper auch nicht mehr direkt vor Ort steuerbar und benötigen den Einsatz eines Funkthermostates (sendendes Gerät), der an einer beliebigen Stelle im Raum angebracht werden kann. Die Vorteile dieser Kategorie liegen vor allem darin, dass mit einem Thermostat pro Raum auch mehrere Stellantriebe an mehreren Heizkörpern als eine Einheit gesteuert werden können. Die Zeitschaltfunktionen der normalen el. Thermostate (1. Stufe) können auch hier im zentralen Funkthermostat abgebildet werden und somit auf mehrere Heizkörper als Einheit übertragen werden. Des Weiteren ist es je nach System auch möglich, eine mobile Steuerung per Smartphone oder Webinterface zu ergänzen, die einen Zugriff und die Regelung der Raumtemperatur auch von unterwegs möglich machen. Je nach System können außerdem Regeln definiert werden, die in Abhängigkeit von Umweltveränderungen Aktionen auslösen (z.B. Abstellen des Heizbetriebs bei offenen Fenstern, Anheben der Temperatur bei Anwesenheit von Personen, etc.) Diese Komponenten-Stufe ist vergleichsweise etwas teurer, was allerdings durch das umfangreiche Funktionsspektrum wieder aufgewogen wird. Meist sind die Funk-Thermostat-Geräte Teil eines Hausautomation-Systems, wodurch integriert in einer Nutzeroberfläche nicht nur Räume, sondern ganze Wohnungen oder Häuser gesteuert werden können. Steuerung der Zentralheizung (im Haus) Schließlich gibt es noch Heizungssteuerungssysteme, die direkt an der Zentralheizung eines Hauses agieren. Sie sind z.B. direkt mit der Pumpe verbunden. Auf diese Art von Steuerungskomponenten wird hier jedoch nicht näher eingegangen. Steuerungssysteme - Marktübersicht In den drei vorgestellten Kategorien findet man unterschiedliche Systeme und Anbieter. Dieses Kapitel soll dabei helfen, diese zu kategorisieren und zu verstehen. Am Ende jedes Kapitels werden beispielhaft für eine 2-Zimmer-Wohnung mit 5 Heizkörpern (2x Wohnzimmer, 1x Schlafzimmer, 1x Küche, 1x Bad) die Preise der jeweiligen Lösung, sowie deren Funktionsumfang tabellarisch dargestellt. Elektronische Heizkörperthermostate Preis- und Funktionsunterschiede sind gering, sodass der Anwender ganz nach Belieben wählen kann. Die Preise liegen grob in der Spanne zwischen 15 und 30 Euro. Hier findet sich eine Auflistung unterschiedlicher Geräte: ELV ETH eco-2 (Amazon-Link (Affiliate-Link)) Honeywell HR20-Style (Amazon-Link (Affiliate-Link)) Honeywell HR25-Energy (Amazon-Link (Affiliate-Link)) Da diese Geräte, wie beschrieben, unabhängig von anderen Komponenten funktionieren, muss auch kein System dahinter erklärt werden. Jeder Heizkörper kann einzeln nachgerüstet werden. Die teureren Geräte versuchen ihren Preis durch kleine Zusatzfunktionen bei der Bedienung oder durch ein ansprechendes Design zu rechtfertigen. Für die Beispielwohnung ergibt sich ein Gesamtpreis von knapp 100 €, wenn man ein 20 € teures Thermostat verwendet. Anzahl Komponente Preis Summe 5 Heizkörperthermostat 20,00 € 100,00 € Amazon-Link (Affiliate-Link) 100,00 € Der dabei zur Verfügung stehende Funktionsumfang ist gering: Temperatursteuerung pro Raum X Webinterface Smartphone-Steuerung Steuerung in Abhängigkeit offener Fenster Steuerung in Abhängigkeit anderer Ereignisse Nutzbar mit Hausautomation-Server (z.B. FHEM) Funk-Heizungssteuerung Gerade in diesem Segment gibt es viele unterschiedliche Systeme. Speziell weil die Komponenten hier zusammenspielen müssen, lohnt sich ein tieferer Einblick. MAX!-System MAX! Cube LAN-Gateway: Die zentrale Verwaltungseinheit mit Internet-Verbindung (Amazon-Link (Affiliate-Link)) MAX! Heizkörperthermostat: Der Stellantrieb (Amazon-Link (Affiliate-Link)) MAX! Fensterkontakt (Amazon-Link (Affiliate-Link)) MAX! Wandthermostat: Die Bedieneinheit vor Ort (Amazon-Link (Affiliate-Link)) Dieses Steuersystem benötigt als Basis das MAX! Cube LAN-Gateway. Diese Verwaltungseinheit wird mit dem heimischen Netzwerkrouter verbunden und kann somit von überall aus auch mit dem Smartphone erreicht werden. Sie sendet und empfängt Funksignale an und von sämtlichen Stellantrieben (Thermostaten) in den unterschiedlichen Zimmern. Welche Befehle gesendet werden, ist abhängig von den Nutzereingaben am Smartphone (siehe App-Link unten)  oder im Webinterface, den Einstellungen am Wandthermostat im jeweiligen Raum oder dem Schließzustand von Türen, welcher durch den Fensterkontakt ermittelt wird. MAX! ELV (App-Store-Link) Die MAX!-Komponenten funken auf 868 MHz und sind selbstständig nicht in der Lage mit weiteren Systemen zu kommunizieren, was als Hauptnachteil angesehen werden kann. Es gibt allerdings eine Möglichkeit, die Thermostate auch ohne Cube LAN-Gateway (Amazon-Link (Affiliate-Link)) zu betreiben und sie dabei auch noch kompatibel mit weiteren Hausautomation-Komponenten (z.B. Lichtsteuerung etc.) zu machen. Hierfür wird ein Hausautomation-Server benötigt (z.B. FHEM). Dies wird weiter unten erklärt. Der Hauptvorteil von MAX! besteht darin, dass die Komponenten relativ preiswert sind und ein einziger Cube LAN-Gateway für knapp 50 Euro (Amazon-Link (Affiliate-Link)) zur Steuerung sämtlicher Thermostate dient. Außerdem wird kein laufender Rechner o.Ä. benötigt, um einen 24/7-Zugriff auf die Temperatursteuerung sicherzustellen. All diese Aufgaben werden vom Cube übernommen. Schließlich kann vor allem das Wandthermostat mit einem sehr hochwertigen Design punkten, wodurch die Lösung ein absoluter Geheimtipp für all diejenigen ist, die eine bestehende „manuelle“ Heizungslandschaft mit sehr edlen und gleichzeitig preiswerten Komponenten „automatisieren“ wollen. Die Temperatursteuerung der Beispielwohnung kann mit MAX!-Geräten für knapp 340 Euro vollautomatisiert werden. Anzahl Komponente Preis Summe 1 MAX! Cube LAN-Gateway 49,80 € 49,80 € Amazon-Link (Affiliate-Link) 5 MAX! Heizkörperthermostat 29,80 € 149,00 € Amazon-Link (Affiliate-Link) 4 MAX! Wandthermostat 29,80 € 119,20 € Amazon-Link (Affiliate-Link) 1 MAX! Fensterkontakt 19,80 € 19,80 € Amazon-Link (Affiliate-Link) 337,80 € Dabei stehen folgende Funktionen zur Verfügung: Temperatursteuerung pro Raum X Webinterface X Smartphone-Steuerung X Steuerung in Abhängigkeit offener Fenster X Steuerung in Abhängigkeit anderer Ereignisse Nutzbar mit Hausautomation-Server (z.B. FHEM) X Es ist ersichtlich, dass vor allem der Internetanschluss als Kernkomponente der MAX!-Lösung positiv hervorsticht. FHT-System Im Rahmen des reichhaltigen Hausautomation-Angebotes des Elektronikherstellers ELV (FS20), bietet dieser auch ein eigenes Heizungssteuerungs-System, namens FHT an. Folgende Komponenten gehören direkt dazu: FHT8V: Funk-Stellantrieb (Amazon-Link (Affiliate-Link)) FHT80TF-2: Funk-Türkontaktsensor (Amazon-Link (Affiliate-Link)) FHT80b: Funk-Thermostat - Die Bedieneinheit vor Ort (Amazon-Link (Affiliate-Link)) Oder FHT80b-SET: Alle o.g. Komponenten als Set (Amazon-Link (Affiliate-Link)) Die FHT-Serie punktet hauptsächlich durch den geringen Preis der Komponenten. Das Komplett-Set für einen Raum mit einem Heizkörper (inkl. Türkontaktsensor) liegt bei lediglich rund 70 Euro und ist kinderleicht installierbar. Der Hauptunterschied zu den MAX!-Komponenten ist, dass die FHT-Geräte zwar deutlich preiswerter sind, allerdings standardmäßig nicht von unterwegs gesteuert werden können, da keine internetfähige Verwaltungseinheit (wie das MAX! Cube LAN-Gateway) zum System gehört. Auch das Design (z.B. der Thermostate) kommt nicht an das von MAX! heran. Dafür sind die Komponenten jedoch reibungsfrei in bestehende Hausautomation-Landschaften integrierbar und können bei Nutzung eines Hausautomation-Servers (z.B. FHEM, siehe weiter unten) unterschiedliche Aktionen auslösen. Beispielsweise kann die Raumtemperatur in Abhängigkeit der Luftfeuchtigkeit gesteuert werden, um Schimmelbildung o.Ä. vorzubeugen. Für die Beispielwohnung kann durch Nutzung der Set-Angebote ein guter Preis erzielt werden. Anzahl Komponente Preis Summe 1 FHT80b-Set 69,90 € 69,90 € Amazon-Link (Affiliate-Link) inkl. 1 Funk-Thermostat inkl. 1 Türkontaktsensor inkl. 1 Stellantrieb 1 FHT8V Funk-Stellantrieb 34,95 € 34,95 € Amazon-Link (Affiliate-Link) 3 FHT8 Set 49,95 € 149,85 € Amazon-Link (Affiliate-Link) inkl. 1 Funk-Thermostat inkl. 1 Stellantrieb 254,70 € Die FHT-Lösung ist bei exakt gleicher Komponenten-Ausstattung rund 80 Euro günstiger als MAX!, hat jedoch den Nachteil, dass Fernzugriffsmöglichkeiten komplett fehlen. Diese können lediglich über die Nutzung eines Hausautomation-Servers zur Verfügung gestellt werden. Temperatursteuerung pro Raum X Webinterface Smartphone-Steuerung Steuerung in Abhängigkeit offener Fenster X Steuerung in Abhängigkeit anderer Ereignisse X Nutzbar mit Hausautomation-Server (z.B. FHEM) X Dafür gliedern sich die FHT-Komponenten wiederum perfekt in FS20-Systeme ein. HomeMatic-System (EQ3) Das HomeMatic-System stellt ein Komplett-System zur Hausautomation dar. Im Folgenden werden die heizungsrelevanten Komponenten gezeigt: HomeMatic Funk-Stellantrieb (Amazon-Link (Affiliate-Link)) HomeMatic Türkontakt (Amazon-Link (Affiliate-Link)) HomeMatic Funk-Wandthermostat - Die Bedieneinheit vor Ort (Amazon-Link (Affiliate-Link)) HomeMatic Zentrale (Amazon-Link (Affiliate-Link)) HomeMatic-Heizungssteuerungs-Komponenten sind reibungsfrei in bestehende HomeMatic-Hausautomation-Landschaften integrierbar. Durch die Nutzung einer HomeMatic Zentrale stehen ebenfalls Webinterface- und Smartphone-Zugriff zur Verfügung. Die Einbindung in einen Hausautomation-Server ist auch mit dieser Serie möglich. Preislich sind die Devices allerdings in der Oberklasse, wie die Aufstellung für die Beispielwohnung zeigt. Anzahl Komponente Preis Summe 1 HomeMatic Zentrale 190,98 € 190,98 € Amazon-Link (Affiliate-Link) 4 HomeMatic Set Einraum 73,30 € 293,20 € Amazon-Link (Affiliate-Link) inkl. 1 Stellantrieb inkl. 1 Thermostat 1 HomeMatic Türkontakt 25,48 € 25,48 € Amazon-Link (Affiliate-Link) 1 HomeMatic Stellantrieb 35,90 € 35,90 € Amazon-Link (Affiliate-Link) 545,56 € Für knapp 550 Euro ist die Heizungssteuerung mit HomeMatic realisierbar. Dann sind allerdings auch sämtliche Funktionen nutzbar: Temperatursteuerung pro Raum X Webinterface X Smartphone-Steuerung X Steuerung in Abhängigkeit offener Fenster X Steuerung in Abhängigkeit anderer Ereignisse X Nutzbar mit Hausautomation-Server (z.B. FHEM) X Lässt man die knapp 190 Euro teure Zentrale weg, entfallen Webinterface und Smartphone-Steuerung. Weitere Systeme Neben den der o.g. Funk-Systemen gibt es auch noch weitere Heizungssteuerungs-Anbieter. RWE Smarthome: Dieses System wurde gemeinsam mit HomeMatic entwickelt und ist mit anderen Systemen inkompatibel. Die Geräte kennzeichnen sich durch vergleichsweise sehr hohe Preise, sind aber auf Grund einer einfachen Handhabung gerade für Technik-averse Personen interessant. Technoline ist ein weiteres Beispiel für ein eigenes, geschlossenes System, welches vor allem durch gute Preise und Set-Angebote punktet. Nutzung von Hausautomation-Servern (z.B. FHEM) Zum Abschluss dieses Artikels soll gezeigt werden, wie die oben vorgestellten Funk-Systeme mit Hausautomation-Servern (hier FHEM) genutzt werden können. Diese Server integrieren die Steuerung vieler unterschiedlicher Komponenten (z.B. Licht, Heizung, Strom, etc.) von vielen unterschiedlichen Herstellern unter einer Oberfläche. In diesen Artikeln (FHEM Grundlagen / FHEM erweiterte Funktionen) haben wir bereits darüber geschrieben und initiale Konfigurationen vorgestellt. Sowohl MAX!, als auch FHT und HomeMatic können in so einen Server eingebunden werden. Bei MAX! und HomeMatic entfallen dadurch die Steuereinheiten (MAX! Cube LAN-Gateway bzw. HomeMatic Zentrale), da der Server diese Funktionen übernimmt. Der Server läuft entweder auf einem Rechner, einem Raspberry Pi (Amazon-Link (Affiliate-Link)) oder einer FritzBox 7390 (Amazon-Link (Affiliate-Link)) und kommuniziert über unterschiedliche USB-Funk-Sticks mit den jeweiligen Komponenten. Zu Kommunikation mit FHT, MAX! und HomeMatic kann beispielsweise ein CUL-Stick der Firma busware.de genutzt werden. Wie hier beschrieben wird, können mit dem Server unterschiedlichste Programmierungen durchgeführt werden, um in Summe ein „intelligentes Haus“ zu erstellen. Smartphone- und Webinterface-Zugriff erfolgen dann mit einer zentralen App (siehe unten). Empfehlungen Zusammenfassend soll eine Übersichtstabelle die vorgestellten Systeme vergleichen. el. Thermostat (Affiliate-Link) MAX! (Affiliate-Link) FHT (Affiliate-Link) Home (Affiliate-Link) Matic (Affiliate-Link) Temperatursteuerung pro Raum x x x x Webinterface x x Smartphone-Steuerung x x Steuerung in Abhängigkeit offener Fenster x x x Steuerung in Abhängigkeit anderer Ereignisse x x Nutzbar mit Hausautomation-Server (z.B. FHEM) x x x Preis 100,00 € 337,80 € 254,70 € 545,56 € Die Nutzung elektronischer Thermostate (z.B. ELV eco 2 (Affiliate-Link) oder Honeywell HR25 (Affiliate-Link)) eignet sich hervorragend zur absolut kostengünstigen Aufrüstung von manuellen Heizungslandschaften, sofern keine weiteren „Automatisierungsbestrebungen“ bestehen. MAX!-Komponenten (Affiliate-Link) sollte derjenige kaufen, der eine sehr elegante (Design & Bedienung) Lösung zum kleines Preis sucht und sich die Option auf ein späteres Upgrade auf einen Hausautomation-Server (FHEM) offen halten möchte. FHT-Geräte (Affiliate-Link) sind die kostengünstigste Funk-Variante mit dem zentralen Nachteil der fehlenden Online-Funktionalitäten (bei Nutzung ohne FHEM-Server). HomeMatic (Affiliate-Link) bietet sicher das umfangreichste Funktionsangebot, welches allerdings auch am teuersten ausfällt. Mein Tipp sind daher MAX!-Komponenten (Amazon-Link (Affiliate-Link)). Nicht zuletzt, weil die einzelnen Bausteine vergleichsweise kostengünstig sowie von Haus aus bereits fernsteuerbar per Smartphone oder Webinterface sind, bietet das System viele Vorteile. Schließlich sind es die optisch ansprechenden Wand-Thermostate (Amazon-Link (Affiliate-Link)) und die Möglichkeit, die Bausteine auch mit FHEM zu nutzen, die MAX! zu meinem Geheimtipp in Sachen Temperatursteuerung machen. ### Zuverlässiger Datenschutz bei Stromausfall und Spannungsspitzen Auf Festplatte gespeicherte Daten sind relativ sicher, oder? Nicht nur die Festplatte selbst, sondern auch externe Einwirkungen können dafür sorgen, dass die gespeicherten Informationen schnell unwiederbringlich verloren gehen. Neben einem Stromaufall kann auch eine kurze Überspannung aus dem Leitungsnetz zu Datenverlusten und Hardwaredefekten führen. Wie sich das mithilfe einer unterbrechungsfreien Stromversorgung verhindern lässt und wie eine solche Lösung eingerichtet werden kann, wird nachfolgend im Howto am Beispiel eines Synology NAS vorgestellt. Datenverlust und Defekt durch Stromausfall und Überspannung Viele haben diese Situation sicher schon hinter sich: Ein Stromausfall, egal ob selbst verschuldet oder nicht, zwingt die stationären Rechner im Haushalt in die Knie. Ist der Strom wieder vorhanden und der PC bzw. das NAS erneut gestartet, verhält sich das System im besten Fall genauso wie vor dem Stromausfall. Hat man Pech, kann der Stromausfall jedoch auch zu Datenverlusten führen. Das liegt u.A. daran, dass zum Zeitpunkt des Stromausfalls nicht beendete Schreibzugriffe der Festplatte inkonsistente Speicherabbilder erzeugen können, welche das System durcheinanderbringen und infolgedessen vorhandene Daten nicht mehr lesbar sind. Hat man noch mehr Pech, bekommt der Rechner bspw. bei einem nahegelegenen Blitzeinschlag noch eine kurze Überspannung mit, welche der Elektronik massiv zusetzen kann. Wird davon eine Festplatte in Mitleidenschaft gezogen, kann bei der Datenwiederherstellung - wenn überhaupt - nur noch ein Experte helfen. Genau für solche Arten von externen Störeinflüssen gibt es mittlerweile relativ günstige Abhilfe: Eine "Unterbrechungsfreie Stromversorgung" , kurz USV. Viele haben diese Situation sicher schon hinter sich: Ein Stromausfall, egal ob selbst verschuldet oder nicht, zwingt die stationären Rechner im Haushalt in die Knie. Ist der Strom wieder vorhanden und der PC bzw. das NAS erneut gestartet, verhält sich das System im besten Fall genauso wie vor dem Stromausfall. Hat man Pech, kann der Stromausfall jedoch auch zu Datenverlusten führen. Das liegt u.A. daran, dass zum Zeitpunkt des Stromausfalls nicht beendete Schreibzugriffe der Festplatte inkonsistente Speicherabbilder erzeugen können, welche das System durcheinanderbringen und infolgedessen vorhandene Daten nicht mehr lesbar sind. Hat man noch mehr Pech, bekommt der Rechner bspw. bei einem nahegelegenen Blitzeinschlag noch eine kurze Überspannung mit, welche der Elektronik massiv zusetzen kann. Wird davon eine Festplatte in Mitleidenschaft gezogen, kann bei der Datenwiederherstellung - wenn überhaupt - nur noch ein Experte helfen. Genau für solche Arten von externen Störeinflüssen gibt es mittlerweile relativ günstige Abhilfe: Eine "Unterbrechungsfreie Stromversorgung" , kurz USV. Passendes USV für unter 100€ Bei der Suche nach einer günstigen unterbrechungsfreien Stromversorgung, sollten neben dem Anschaffungspreis drei wichtige Faktoren beachtet werden: Überbrückungszeit: Alle USV müssen bei einem Stromausfall in Sekundenbruchteilen die in ihrem Akku gespeicherte Energie an den Verbraucher schicken, damit dieser nichts von einer Stromunterbrechung mitbekommt. Darüber hinaus müssen Spannungsspitzen glattgebügelt werden, damit eine Überspannung keinen Schaden anrichten kann. Dies sollte heutzutage jede USV problemlos hinbekommen. Aufgrund der begrenzten Kapazität des zur Überbrückung genutzten Akkus stellt sich aber weiter die Frage, wie lange die angeschlossenen Verbraucher tatsächlich mit Strom versorgt werden können, bis der USV-Akku selbst den Geist aufgibt. In der Regel sollte eine Überbrückungszeit von einigen Minuten ausreichen, was gängige USV-Systeme beim Anschluss eines handelsüblichen NAS oder PCs (bis ca. 100 Watt Verbrauch) locker hinbekommen. Wer im Vorfeld testen möchte, wie viel Strom die zu sichernden Geräte benötigen, kann für unter 15 EUR ein sogenanntes Energiemessgerät (Affiliate-Link) erwerben. Interaktion mit dem Verbraucher: Bei einem längeren Stromausfall ist die Chance groß, dass der Akku des USV nicht ausreicht, um den Verbraucher durchgehend mit Strom zu versorgen. In einem solchen Fall wird der Verbraucher - genauso wie ohne USV auch - hart vom Strom getrennt, was zu Datenverlusten führen kann. NAS-Systeme, wie das hier vorgestellte Synology DS1812 (Affiliate-Link), bieten dabei die Möglichkeit zur Kommunikation mit der USV. So kann das USV dem NAS den Stromausfall sofort mitteilen, welches dann in einen sicheren Modus wechseln kann, bei dem Datenverluste vermieden werden können. Weiter kann das NAS das USV dann bspw. nach fünf Minuten auffordern sich auszuschalten, sofern der Stromausfall weiter besteht. So wird der Akku nicht gänzlich leergesaugt und bleibt auch bei einem zeitnahen, weiteren Stromausfall einsetzbar. Folgekosten: Auch wenn das USV nicht regelmäßig mit einem Stromausfall konfrontiert wird, verliert der Akku über die Jahre an Kapazität. Um dann nicht das gesamte USV austauschen zu müssen, bieten manche Vertreter die Möglichkeit den Akku zu tauschen, was nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch - wie beim hier vorgestellten USV möglich - ein gutes Stück günstiger ist. Vorgestellt wird im Folgenden die Konfiguration des USV-Systems BACK-UPS ES 550 (Affiliate-Link) des Herstellers APC in Verbindung mit einem Synology NAS mit DSM 4.1. Einrichtung des USV am Synology-NAS Als Erstes muss das NAS per Stromkabel am USV angeschlossen werden. Dies erfolgt gewöhnlich an der Anschlussdose mit der Aufschrift "Master". Zusätzlich wird das beiliegende USB-Kabel genutzt, um das USV mit dem Synology-NAS zu koppeln. Über dieses Kabel erfolgt später die bidirektionale Kommunikation zwischen den Geräten. Ist die Hardware verkabelt und funktionstüchtig, erfolgt die softwareseitige Einrichtung im DSM des Synology-NAS (Konfigurationsoberfläche), welches über den Browser unter Eingabe der NAS-IP erreichbar ist. Unter dem Menüpunkt "Systemsteuerung" -> "Energie" -> "USV" werden die zentralen Einstellungen vorgenommen. Bei "USV-Unterstützung aktivieren" wird als Erstes der Haken gesetzt. Als "Zeit, ehe die DiskStation in den Sicheren Modus wechselt", ist ein Wert von "5 Minuten" sinnvoll. Die Funktion "USV herunterfahren, wenn das System in den Sicheren Modus geht" sollte ebenfalls aktiviert werden, da das noch angeschaltene NAS den Akku bei einem längeren Stromausfall ansonsten komplett entleert. In Folge dessen wäre dann das USV bei einem zeitnahen, zweiten oder dritten längeren Stromausfall evtl. nicht mehr in der Lage, das NAS lange genug mit Strom zu versorgen, bis dieses in den Sicheren Modus wechseln konnte. Aus meinem täglichen Leben Lange habe ich nach dem passenden USV gesucht. Es sollte vor allem günstig sein und die oben genannten Anforderungen erfüllen. Nach längerer Recherche fiel die Entscheidung dann schließlich auf das USV-Systems BACK-UPS ES 550 (Affiliate-Link), welches mit ca. 70€ nicht nur verhältnismäßig günstig ist, sondern seine ordnungsgemäße Funktion bis jetzt auch im Dauereinsatz anstandslos unter Beweis stellen konnte. Gerade die Tatsache, dass das Synology NAS ohne große Konfiguration sofort mit der USV kommunizieren kann, konnte mich überzeugen. Beim täglichen Betrieb kommen dann noch weitere Zusatzfunktionen hinzu, die den Funktionsumfang noch weiter aufwerten. So lässt sich im Menüpunkt "USV" -> "Geräteinformationen" nicht nur der Batterieladezustand anzeigen, sondern gleich noch die "Geschätzte Batteriezeit" in Sekunden ablesen. Zwar nicht 100%ig notwendig, aber trotzdem ein nettes Feature. Ebenfalls kein lebensnotwendiges Feature, aber trotzdem schick:: Das Synology NAS lässt sich über den Menüpunkt "Systemsteuerung" -> "Benachrichtigung" -> "Erweitert" -> "Netzteil" so konfigurieren, dass z.B. nach einem Stromausfall direkt eine Email verschickt wird, welche über den vorherigen Ausfall informiert. Wie oben erwähnt, lässt sich der Akku beim BACK-UPS ES 550 (Affiliate-Link) bei Defekt einfach auswechseln. Der Ersatzakku von APC APCRBC110 kostet dabei um die 40€ (Affiliate-Link). Neben der hier vorgestellten Konfiguration mit einem Synology NAS versteht sich das USV auch mit anderen Geräten wie PC (Software im Lieferumfang) oder NAS-Systemen anderer Hersteller. Letztendlich entscheidet jeder für sich selbst, wie viel Sicherheit es sein darf. Eine USV ist sicher nicht in allen Situation notwendig und bietet auch keine 100%ige Sicherheit, verringert aber bei externen Einwirkungen wie Stromausfall oder Überspannung beim richtigen Einsatz die Wahrscheinlichkeit von Datenverlusten enorm. ### Möglichkeiten und Funktionen des FHEM Hausautomation-Servers ##### Update 26.02.2017 Auch wenn die Inhalte dieses Artikels teils noch Richtigkeit besitzen, so gibt es zahlreiche veraltete Inhalte, die demnächst in einem neuen Grundlagenartikel erneuert werden. ##### In einem ersten Artikel zum Thema Hausautomation mit FHEM haben wir gezeigt, wie eine Hausautomation-Lösung mit FS20-Hardware-Komponenten, gesteuert von einem FHEM-Server, aufgebaut und konfiguriert wird. Der FHEM-Server läuft dabei auf einer FritzBox 7390 (Affiliate-Link), als RF-Transmitter kommt ein CUL-Stick von busware (Affiliate-Link) zum Einsatz. Dieser Artikel wird nun weitere softwareseitige Funktionen und Möglichkeiten von FHEM aufzeigen. Wir legen anhand von Beispielen dar, wie die Funktionen im Einzelnen zu verwalten und zu aktivieren sind. Um die verwendete Hard- und Software in diesem Artikel zu verstehen, sollte zunächst der Grundlagenartikel gelesen werden. FHEM ist unserer Meinung nach auf Grund des User Interfaces und weiterer Faktoren für Endanwender ohne Programmierkenntnisse relativ "unsexy". Deshalb lautet die Maxime auch für diesen Artikel erneut, die Möglichkeiten und Funktionen des Servers dem Endanwender anhand praktischer Beispiele nahezubringen. Auf ein wenig "hässlichen" Code können wir dabei zwar nicht verzichten, halten aber alles sehr übersichtlich und klar. Wer zunächst wissen möchte, welches Gateway mit welchem Hausautomation-System funktioniert, welche Systeme man z.B. mit einem CUL parallel betreiben kann oder welche Gateways und Smart-Home-Systeme es überhaupt für FHEM gibt, der sollte zunächst hier nachlesen: FHEM: Welches Gateway für welches System? Konkret werden hier drei Funktionen und Möglichkeiten vorgestellt: Das Einbinden kostengünstiger Intertechno-Komponenten (433 MHz) in FHEM, trotz der Nutzung eines 868-MHz-CUL-Sticks Der "structure"-Befehl, zum Schalten einer Gruppe von Geräten mit Hilfe von "notify"-Events (z.B. gleichzeitiges Schalten von TV, Hintergrundbeleuchtung und Receiver mit einem Knopfdruck) Das Zeit- und Tages-abhängige Schalten mit dem "at"-Befehl Intertechno-Komponenten in FHEM einrichten Benötigt: Konfigurierter FHEM-Server, z.B. auf einer FritzBox 7390 (Affiliate-Link) CUL-Stick (hier 868-MHz-Variante) (Affiliate-Link) Intertechno-Empfänger, z.B. Funksteckdosen IT-1500 (Affiliate-Link), oder Unterputz-Wechselschalter ITL-230 (Affiliate-Link) Zunächst soll gezeigt werden, wie Intertechno (IT)-Produkte in FHEM integriert werden können. IT-Komponenten, wie die im Baumarkt erhältlichen Funksteckdosen IT-1500 (Affiliate-Link) oder der Unterputzschalter ITL-230 (Affiliate-Link), kommunizieren auf dem 433-MHz-Frequenzbereich, während Fs20- oder HomeMatic-Geräte 868-MHz nutzen. Der CUL-Stick, den wir im ersten FHEM-Artikel vorstellen, ist für letztgenanntes Frequenzband ausgelegt, kann jedoch auch auf 433 MHz Signale senden und empfangen. Dies geschieht dann jedoch mit geringerer Reichweite, da die Antenne dieses CUL-868 nicht für den Intertechno-Frequenzbereich ausgelegt ist. Um IT-Geräte in FHEM zu definieren, sind zwei Schritte essentiell, weitere optional. Zunächst werden Haus- und Gerätecode (z.B. A1, A2, ..., D3), den jedes IT-Gerät besitzt, in Bitcode umgerechnet. Das klingt kompliziert, ist jedoch kinderleicht. Hier findet man eine Umrechungstabelle. Der Bitcode von IT-Geräten besteht aus 10 Stellen. Die ersten 8 Bits enthalten Haus- und Gerätecode. In unserem Beispiel möchten wir eine IT-Funksteckdose zum Ein- und Ausschalten der TV-Hintergrundbeleuchtung mit dem Intertechno-Code D1 in FHEM einbinden. Laut Umrechnungstabelle ergibt sich hieraus der Bitcode "FF000000". Die letzten 2 Stellen des Bitcodes bestehen bei ALLEN IT-Devices immer aus den Bits 0F. Der 10-stellige Code ist somit "FF0000000F" (FF00 für D, 0000 für 1, 0F für Intertechno). Schließlich kann das Intertechno-Device in FHEM angelegt werden. Dazu nutzen wir nun folgende Syntax: define TvBacklight IT FF0000000F FF F0 Um ein eigenes IT-Gerät in FHEM zu definieren, müssen lediglich die kursiv-fett-gedruckten Teile abgeändert werden: den Namen des Geräts und den 8-stelligen Bit-Code, entsprechend der Umrechnungstabelle. Anschließend muss FHEM mitgeteilt werden, welcher Stick (hier der CUL) das IT-Gerät bedienen soll: attr TvBacklight IODev CUL_0 Das war es bereits. Das Intertechno-Modul (hier Funksteckdose) kann bedient werden. Optional können dem Device, wie gewohnt, noch Modell (hier itswitch) und Raum (hier Wohnzimmer) zugewiesen werden: attr TvBacklight model itswitch attr TvBacklight room Wohnzimmer Der CUL-Stick schaltet sich automatisch in den 433-MHz-Modus, sendet das gewünschte Signal und wechselt daraufhin zurück in den 868-MHz-Modus. Dabei sorgt die FritzBox 7390 (Affiliate-Link) dafür, dass der Stick sofort wieder neu geflasht wird. Intertechno-Komponenten eignen sich hervorragend, um Elektronikgeräte kostengünstig in die bestehende Hausautomation einzubinden. Wir möchten an dieser Stelle jedoch auch darauf hinweisen, dass IT-Devices grundsätzlich eine geringere Schaltzuverlässigkeit aufweisen als beispielsweise FS20-Komponenten oder gar HomeMatic-Aktoren. Es empfiehlt sich daher eher "unwichtige" Geräte mit IT-Geräten zu schalten, bei denen man z.B. den Schaltvorgang selbst beobachten kann. Grundsätzlich sollten dies also Geräte sein, die man eher aus Komfortsteigerungs-Gründen in das System einbindet, als zur Fernsteuerung von unterwegs, so z.B. die TV-Hintergrundbeleuchtung (Affiliate-Link). Hier zeigt sich erneut einer der Vorteile bei der Nutzung von FHEM zur Hausautomation. Unterschiedliche Hardwaresysteme können unter einem "Dach" vereint werden, so dass User-Interface, Verwaltung und Bedienung einheitlich sind. Structure - Schalten einer Gruppe von Geräten über einen Befehl (mit Hilfe der Notify-Funktion) Der  FHEM-"structure"-Befehl ermöglicht es, mehrere Geräte gleichzeitig zu schalten. Dabei wird von FHEM pro Gerät ein einzelner Befehl an den Empfänger/Aktor gesendet. Wir möchten den "structure"-Befehl anhand eines Beispiels aufzeigen: eine neue Structure "Fernsehen" soll dabei den Fernseher ("TV"), den Kabelreceiver ("Dreambox") und die TV-Hintergrundbeleuchtung ("TV-Backlight") aktivieren. Am Ende dieses Abschnitts befindet sich schließlich eine Grafik, welche den Wirkungszusammenhang der folgend konfigurierten Elemente darstellt. Sollten beim Lesen der Konfigurationsschritte Verständnisprobleme entstehen, kann die Zusammenhangsgrafik diese eventuell lösen. Benötigt: Konfigurierter FHEM-Server, z.B. auf einer FritzBox 7390 (Affiliate-Link) CUL-Stick (hier 868-MHz-Variante) (Affiliate-Link) mindestens zwei Hausautomation-Hardware-Aktoren, z.B.  FS20-Funksteckdose Fs20-ST (Affiliate-Link) Im hier dargestellten Beispiel sind mit den Funksteckdosen folgende Hardware-Komponenten verbunden: ein LCD-TV, eine Dreambox DM500 HD (Affiliate-Link) und eine nachgerüstete Hintergrundbeleuchtung (Affiliate-Link). Die drei einzelnen Geräte sind bereits in FHEM angelegt und können einzeln ferngeschaltet werden (Eine Anleitung ist im ersten FHEM-Artikel zu finden). Um zu zeigen, dass FHEM und der CUL-Stick auch die Kombination unterschiedlicher Hardwarekomponenten ermöglicht, wurden für das Beispielszenario folgende Komponenten verbaut: - Der Fernseher und der Kabelreceiver werden durch eine FS20-Funksteckdose gesteuert: FS20-ST (Affiliate-Link) - Die TV-Hintergrundbeleuchtung wird durch eine eine  Intertechno-Funksteckdose geschaltet: IT-1500 (Affiliate-Link) Zunächst zur Definition der neuen Structure "FernsehenStruc". Mit dem Befehl define FernsehenStruc structure room TV Dreambox TvBacklight wird das gewünschte Objekt angelegt. Im FHEM-Webinterface kann sie nun bereits bedient werden. Mit dem Befehl attr FernsehenStruc room Wohnzimmer wird die Structure noch dem richtigen Raum zugewiesen. Im ersten FHEM-Artikel wurde unter anderem gezeigt, wie die Fernbedienung FS20-S8 (Affiliate-Link) den Komfort massiv steigern kann. Damit die neue Structure auch über die Fernbedienung geschaltet werden kann, muss nun noch ein Dummy angelegt werden, der auf einen FS20-Funkcode reagiert und dann die Structure aktiviert. Zunächst definieren wir die Funktion "Fernsehen", die auf ein FS20-Signal reagiert. Auf der Fernbedienung FS20-S8 (Affiliate-Link), die uns vorliegt, ist beispielsweise das vierte Tastenpaar noch unbelegt. Es sendet den FS20-Code 227701. Daher definieren wir auf dieser Frequenz den Dummy für die neue Structure mit define Fernsehen FS20 2277 01 und weisen der Funktion noch einen neuen (virtuellen) Raum "Multimedia" zu. Dazu schreiben wir attr Fernsehen room Multimedia in die Kommandozeile oben im FHEM-Webinterface. Structure, Raum und Dummy sind nun angelegt, doch noch ist die neue Funktion nicht fernbedienbar. Der Dummy "Fernsehen" muss jetzt noch lernen, dass er die vorher angelegte Structure schalten soll. Dies geschieht über die Nutzung eines "notify"-Events. define FersehenAnAufFernbedienung notify Fernsehen set FernsehenStruc % Dieser Befehl definiert ein neues Notify-Event "FersehenAnAufFernbedienung", welches die neue Structure "FernsehenStruc" (mit den drei Geräten) dann schaltet, wenn der Dummy "Fernsehen" aktiviert wird. Hierdurch werden also auf einen Knopfdruck TV, TV-Hintergrundbeleuchtung und die Empfangsquelle in Form eines Receivers mit Strom versorgt. Die einzelnen Komponenten können weiterhin einzeln bedient werden. Lediglich wenn alle Module der Structure aktiviert sind, ist diese selbst auch aktiv. Nutzer der Smatzphone-App FHEMobile können den neuen Raum "Multimedia" mit der Structure "Fernsehen" auch von unterwegs bedienen, was jedoch relativ wenig Sinn macht ;) Eine weiterführende Idee wäre beispielsweise eine weitere Structure im Raum "Multimedia" mit der Bezeichnung "Kinomodus", bei der als weitere Geräte (falls vorhanden) noch der heimische AV-Receiver und die Raumbeleuchtung mit integriert werden könnten. Die Funktion dieser Structure könnten dann die hier gezeigte enthalten und zusätzlich den Dolby-Surround-Sound über den AV-Receiver aktivieren, sowie die Raumbeleuchtung auf 15% dimmen. Uhrzeit- und (Wochen)Tag-abhängiges Schalten mit dem "at"-Befehl Zuletzt soll in diesem Artikel noch vorgeführt werden, wie ein Uhrzeit-abhängiges Schalten von Aktoren funktioniert. Wie immer wird auch diese Funktion hier an Hand eines Beispielszenarios dargelegt. Benötigt: Konfigurierter FHEM-Server, z.B. auf einer FritzBox 7390 (Affiliate-Link) CUL-Stick (hier 868-MHz-Variante) ein Hausautomation-Empfänger/Aktor, hier z.B. FHT-Heizungssteuerungsset FHT80b (Affiliate-Link) Die im ersten FHEM-Artikel vorgestellten FHT-Komponenten zur Heizungssteuerung, wie das Komplett-Set FHT80b (Affiliate-Link), bestehend aus Stellantrieb, Thermostat und Tür-/Fensterkontakt, eignen sich hervorragend zur Steuerung über "at"-Befehle. Dieses Set bietet zwar die Möglichkeit, im Menü des Thermostats selbst Uhrzeiten für die Steuerung einzustellen, jedoch ist dies um ein Vielfaches aufwendiger als über das FHEM Webinterface. Vor allem in den Wintermonaten sollten die heimischen Räumlichkeiten ausreichend warm gehalten werden. FHT-Bausteine, wie das FHT80b-Set (Affiliate-Link), sind ideale Komponenten zur Integration und Steuerung in FHEM. Trotz aller Möglichkeiten, die Raumtemperaturen von unterwegs individuell zu steuern, sind doch einige Regeln zur generellen Kontrolle der Heizungen sinnvoll. So sollten die Heizkörper nachts beispielsweise heruntergefahren werden, während tagsüber eine höhere Temperatur gehalten werden soll. All dies lässt sich über "at"-Befehle definieren, ein bereits eingebundenes FHT80b (Affiliate-Link) o.Ä. vorausgesetzt. Zunächst wird eine generelle Abschaltuhrzeit definiert, bei der die Temperatur im Raum auf 17.0 °C gesenkt werden soll: define HeizungNacht at *22:00:00 set Thermostat desired-temp 17.0 Das "at"-Event "HeizungNacht" senkt die gewünschte Temperatur am Thermostat (desired-temp) täglich (*) um 22:00:00 Uhr auf 17.0 °C. Unter der Woche soll nach der Arbeit allerdings eine angenehme Wärme im Raum vorhanden sein, weshalb für Montag-Freitag Folgendes eingestellt wird: define HeizungTagWeek at *16:30:00 { fhem("set Thermostat desired-temp 20.5") if($wday == 1 || $wday == 2  || $wday == 3  || $wday == 4  || $wday == 5 ) } Hier wird der obige Befehl noch um eine If-Bedingung erweitert, dass lediglich an Wochentagen ($wday==1...5) um 16:30:00 Uhr die Temperatur auf 20.5 °C angehoben wird. An Wochenenden soll die Steuerung jedoch mit anderen Uhrzeiten ablaufen. Hier soll es auch früh schon angenehm warm werden: define HeizungTagWeekend at *09:00:00 { fhem("set Thermostat desired-temp 20.5") if($wday == 0 || $wday == 6) } Wieder wird mit einer if-Bedingung der Wochentag geprüft. Wenn Wochenende ist ($wday == 0 oder 6), wird der Befehl um 09:00:00 Uhr ausgeführt. So steuert sich die Heizung zu den getroffenen Grundbedingungen komplett selbstständig. Aus meinem täglichen Leben Wie gezeigt wurde, können kleine Konfigurationen in FHEM den Nutzen und den Komfort der Hausautomation-Installation massiv steigern. Die Kombination aus FritzBox 7390 (Affiliate-Link), dem CUL-Stick (busware) (Affiliate-Link), den Intertechno-Steckdosen ITL-1500 (Affiliate-Link), FS20 Steckdosen FS20-ST (Affiliate-Link) und der Heizungssteuerung FHT80b (Affiliate-Link) verwende ich genau so wie oben gezeigt. Die Heizkosten konnte ich nach der Einführung des Setups trotz gestiegener Preise zumindest auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr halten und dabei meinen Wohnkomfort noch deutlich steigern. Auch die Nutzung der Structures zum Fernsehen erhöhen den Komfort enorm. Durch das Einbinden günstiger IT-Komponenten habe ich unterschiedliche "unwichtige" Geräte im Haushalt in mein Hausautomationssystem eingebunden, welche es mir ermöglichen, zusätzlich Strom zu sparen. Auch wenn die Konfiguration an vielen Stellen kompliziert und "unsexy" erscheint, macht sich der Ertrag deutlich erkennbar. ### Google beendet Support für iPhone: Keine Push-Emails mehr ab 30.01.2013 Wirklich traurig ist der von Google veröffentlichte Blogbeitrag Winter clearing vom 14.12.2012, in welchem bekanntgegeben wurde, dass die beliebte und vielfach genutzte Synchronisationsschnittstelle Exchange ActiveSync (EAS) für kostenfreie Dienste eingestellt wird. Was bedeutet das für den Nutzer und lässt sich der Dienst zum Empfangen von Push-Emails trotzdem weiter nutzen? Google setzt auf offene Protokolle Der Wegfall von Exchange ActiveSync für die kostenfreien Google-Dienste Gmail (Googlemail), Kalender sowie Kontakte wird damit begründet, dass ab sofort offene Protokolle eingesetzt werden und nicht mehr das von Microsoft lizenzierte und damit für Google kostenpflichtige ActiceSync-Protokoll. Als offene Protokolle bietet Google IMAP (Emails), CalDAV (Kalender) and CardDAV (Kontakte) für die Synchronisation an. Ist ein iOS-Device jedoch bereits vor dem 30.01.2013 per Exchange - wie im Blogbeitrag iPhone und Googlemail Synchronisation – Missverständnisse und die richtige Einrichtung beschrieben - mit den Google-Diensten per Google-Sync verknüpft, funktioniert die Synchronisation auch weiterhin. Neue Geräte lassen sich nach dem 30.01.2013 jedoch nicht mehr per Exchange anbinden. Kein Push mehr für iPhone-User Was Google lapidar als "Winterputz" bezeichnet, dürfte innerhalb kürzester Zeit für einen gewaltigen Aufschrei sorgen. Mit ActiveSync fällt ein zuverlässiges Synchronisationsprotokoll weg, welches den Datenabgleich per Push ermöglicht. Eingehende Emails, neue Kalendereinträge und Kontakte werden also nicht mehr in sekundenschnelle auf das iPhone, iPad oder iPod Touch gepusht wie eine SMS. Durch den Wegfall bleibt nur noch die Pull-Variante übrig, das iPhone muss in Zeitintervallen aktiv beim Server nachfragen, ob z.B. neue Emails eingegangen sind. Das ist nicht nur wesentlich unkomfortabler, sondern verringert je nach eingestelltem Intervall auch noch die Akkulaufzeit. Aus meinem täglichen Leben Viele nutzen sicher wie ich den Google-Sync per Exchange-Prokotoll bereits seit der Eingliederung durch Google Mitte 2009. Mehr als 3,5 Jahre und unzählige Emails später, die der Exchange-Dienst zuverlässig funktionierte, kommt der Wegfall von Push wie die Rückkehr in die Steinzeit gleich. Man muss Google jedoch Zugute halten, dass der Wegfall nur die kostenfreien Accounts betrifft und Nutzern des kostenpflichtigen Google Apps die Exchange-Funktionen weiterhin und uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Wer sich also vor geraumer Zeit noch einen kostenfreien Google Apps Account sichern konnte, hat Glück. Wer jedoch die kostenfreien Dienste nutzt - und das dürften beinahe alle User sein - wird spätestens beim Umstieg auf ein neues iPhone und der damit verbundenen Neueingliederung der Dienste am Neugerät die Push-Funktionalität verlieren. Noch schlimmer trifft es Nutzer von Windows Phone. Diese werden bei der Winterputz-Aktion Googles komplett ausgesperrt, da hier keine der von Google genutzten offenen Protokolle unterstützt werden. Google verspielt dadurch massiv Chancen bei Stammkunden und macht sich mit der Aktion sicherlich keine Freunde. Wie die kostenfreien Dienste nach dem 30.01.2013 eingebunden werden können, wird in einem separaten Blogeintrag in Kürze erfolgen. Für mich stehen insgesamt die Chancen gut, dass Google nach massivem Kundenprotest zurückrudert und den Push-Dienst doch wieder für kostenfreie Accounts anbietet. Warten wir ab. Weiterführende Infos: basicthinking.de -> GMail, Exchange und iPhone – geliebte Dreiecks-Beziehung mit Verfallsdatum. Ein verfrühter Nachruf. ### Synology NAS: Pfad eines gemeinsamen Ordners manuell festlegen Wer ein Synology-NAS sein Eigen nennt und mit vielen Freigaben hantiert, wird sicher schon auf eine entscheidende Limitation gestoßen sein: Über die DSM-Oberfläche lassen sich zwar neue Freigaben - Synology nennt diese "Gemeinsame Ordner" - erstellen, der Einhängepunkt bzw. Pfad lässt sich aber nicht anpassen. Das ist dann besonders ärgerlich, wenn beispielsweise ein Unterverzeichnis einer bestehenden Freigabe als eigenständige Freigabe zugreifbar gemacht werden soll. Wer dieses Problem kennt, wird von nachfolgendem Howto sicherlich profitieren können. Manuelles Einhängen nicht möglich? QNAP: Pfadanpassung möglich Seit einigen Tagen habe ich nun einen Synology DS1812+ NAS-Server (Affiliate-Link) im Einsatz, welcher als dauerhafter Ersatz für ein QNAP TS-509 (Artikel: QNAP-NAS: Die Private-Zuhause-Cloud) seinen Dienst antreten soll. Die Bedienoberfläche in Form des DSM 4.1 Interface hat Synology wirklich sehr intuitiv umgesetzt und die Funktionsvielfalt ist einfach spitze. Wie ich bisher ohne die Synology Cloud Station leben konnte, ist mir wirklich ein Rätsel. Alles funktioniert einen Tick intuitiver als beim QNAP und auch die Steuerung per iPhone- bzw. iPad-App geht einfach von der Hand. Genau so, wie man es sich wünscht. Synology: Pfadanpassung NICHT möglich Deshalb war ich fast schon etwas erschrocken darüber, dass einige zentrale Funktionen, die beim QNAP standardmäßig mit an Bord waren, schlicht und einfach fehlen. Dazu gehört allem voran die Möglichkeit, den Einhängepunkt einer (neuen) Freigabe über das DSM-User Interface anzupassen. Da anscheinend einigen Nutzern diese wichtige Funktion ebenfalls fehlt (Link, Link) und das Problem nicht bzw. nur über den "unschönen" Umweg eines symbolischen Links oder über die Option mount bind lösen konnten, habe ich die Sache etwas genauer unter die Lupe genommen. Die gute Nachricht vorab: Der Einhängepunkt kann geändert werden, wenn auch mit etwas Aufwand! Wichtiger Nutzungshinweis Da nachfolgend per ssh auf das Synology-NAS zugegriffen wird, sollten nur Personen das Howto anwenden, die wissen, was sie tun! Wer mit ssh-Befehlen nicht umgehen kann, verliert im schlimmsten Fall seine Konfiguration und Daten! Ich übernehme keine Haftung! Howto: Pfad eines neuen Gemeinsamen Ordners anpassen Theoretisch kann ein neuer Gemeinsamen Ordner über das DMS-Interface erstellt und nachträglich geändert werden. Das hat aber den Nachteil, dass das damit automatisch erstellte, gleichnamige Verzeichnis, welches eigentlich gar nicht benötigt wird, später manuell gelöscht werden müsste. Da der dafür ntowendige Befehl falsch ausgeführt im schlimmsten Fall alle Daten killt, sehe ich davon ab und erkläre, wie eine manuell hinzugefügte Freigabe über die Datei /usr/syno/etc/smb.conf eingerichtet werden kann. 1. ssh-Login per Terminal Damit der ssh-Login auf das Synology-NAS gelingt, muss vorher über das DSM-Interface unter dem Menüpunkt "Systemsteuerung" -> "Terminal" der Haken bei "SSH-Dienst aktivieren" gesetzt werden. Daraufhin erfolgt die ssh-Anmeldung z.B. über die integrierte Terminal-App (MAC OS X) oder Putty (Windows): ssh root@IP-ADRESSE-DES-SYNOLOGY-NAS Die IP-Adresse des Synology-NAS kann im DSM-Interface unter Systemsteuerung - Netzwerk - Netzwerk Schnittstelle herausgefunden werden. Wichtig ist der Login per "root", das Passwort ist identisch mit dem des "admin"-Users. 2. Vorbereitung und Sicherungskopie Freigaben/Gemeinsame Ordner werden unter /usr/syno/etc/smb.conf verwaltet, weshalb diese Datei nun angepasst werden muss. Als Editor ist nano gut zu gebrauchen, welcher leider nicht standardmäßig vorinstalliert ist. Deshalb wird erklärt, wie es mit dem bereits vorhandenen Tool vi funktioniert. Vorab: Wer noch nie mit dem Tool gearbeitet hat, wird sicherlich erstmal Schwierigkeiten haben, da u.A. auch ausschließlich die Tastatur genutzt werden kann. Wer während des Vorgangs das Gefühl hat etwas falsch zu machen, erhält weiter unten die Info, was in diesem Fall zu tun ist, um die getätigten Änderungen nicht zu speichern. Bevor es aber mit der Modifikation losgeht, wird erstmal eine Sicherung der Konfigurationsdatei angefertigt. Dies geschieht über den Befehl: cp /usr/syno/etc/smb.conf /volume1/public/ Geht später etwas schief, kann mit "cp /volume1/public/ /usr/syno/etc/smb.conf" der Ursprungszustand der Config-Datei wiederhergestellt werden. 3. Bearbeiten der Datei smb.conf Um per vi-Editor die Datei zu öffnen, ist folgender Befehl notwendig: vi /usr/syno/etc/smb.conf Der Anfang der Datei sollte so aussehen: Die Zeichen in eckigen Klammern repräsentieren die Namen der derzeitigen Freigaben. Aktuell ist nun der Befehlsmodus von vi aktiv. Damit eine Bearbeitung der Datei möglich ist, wird die Tastaturtaste i gedrückt, wodurch der Befehlsmodus deaktiviert und der notwendige Schreibmodus aktiviert wird. Jetzt mit den Cursor-Tasten gaaaanz bis zum Schluss in die allerletzte letzte Zeile hinter das letzte Zeichen in der Config-Datei springen. Mit der Enter-Taste schließlich eine neue Zeile eröffnen. Hier ist jetzt Platz für die neue Freigabe. Im nachfolgenden Beispiel wird die Freigabe namens Sphotos (Zeile 1) angelegt, welche auf den Pfad /volume1/Smultimedia/photos (Zeile 5) referenziert. [Sphotos] invalid users=nobody,nobody valid users=nobody,admin,nobody comment="" path=/volume1/Smultimedia/photos guest ok=yes browseable=yes fileindex=yes mediaindex=no edit synoacl=no enable recycle bin=no recycle bin admin only=no hide unreadable=no ftp disable list=no ftp disable modify=no ftp disable download=no read list=nobody,nobody write list=nobody,admin,nobody writeable=yes Das Beispiel kann mit Copy&Paste ans Ende der Config-Datei kopiert werden. Der Eintrag [Sphotos] sollte am besten mit der Backspace-Taste nach links gerückt werden, damit die Übersichtlichkeit nicht leidet. Daraufhin sollte es folgendermaßen aussehen: Sphotos ist der spätere Name der Freigabe. Dieser kann nun angepasst werden. Ebenso muss bei path= der passende Pfad eingetragen werden, der eingebunden werden soll. Hier kann man sich zur Not auch an den anderen Einträgen in der Liste orientieren. Alle weiteren Einstellungen zur Berechtigung können später bequem im DSM-Interface angepasst werden. Genaue Details zum Dateisystem-Mount-Point und zu den Regeln für gemeinsame Ordner sind im Synology Wiki hier einsehbar. Sind die notwendigen Änderungen abgeschlossen, wird der Schreibmodus durch das Drücken der ESC-Taste verlassen und zurück zum Befehlsmodus gewechselt. Zum Speichern und Schließen der Datei muss nun noch :wq eingegeben und mit der Enter-Taste bestätigt werden. Sollen die Änderungen hingegen nicht gespeichert werden, kann der Editor statt mit :wq mit dem Befehl :q! ohne Änderung an der Datei verlassen werden. Die Bedienung des vi-Tools ist wirklich etwas gewöhnungsbedürftig, wer also am Anfang nicht gut klar kommt, kann im vi-Editor mit der Befehlskette ESC -> :q! -> Enter den Editor ohne Speichern verlassen und wieder von vorne beginnen. Wer bestehende Zeilen im vi-Editor löschen möchte, begibt sich in den Befehlsmodus (mit ESC), geht mit dem Cursor auf die zu löschende Zeile und gibt dd ein. Speichern nicht vergessen! Wer sich für die Befehle von vi interessiert, dem sei der Artikel auf linuxselfhelp.com hier empfohlen. 4. Aktivieren der neuen Freigabe-Einstellungen Sind alle Anpassungen vorgenommen und der Editor wieder geschlossen, können die neuen Freigabe-Einstellungen übernommen und aktiviert werden. Damit die angepasste Konfiguration wirksam wird, genügt entweder ein Neustart des NAS oder die Eingabe folgendes Befehls /usr/syno/etc/rc.d/S80samba.sh restart Nach einigen Sekunden ist der Dienst neugestartet und die geänderten Freigaben werden im DSM-Interface unter Systemsteuerung -> Gemeinsame Ordner sichtbar. Hier können auch weitere berechtigungsrelevante Einstellungen vorgenommen werden. Die Freigaben sind dann natürlich weiterhin auch nach einem Neustart des NAS vorhanden! Aus meinem täglichen Leben Ich habe wirklich etwas gestutzt, als ich auf diese grundlegende Limitation gest0ßen bin. Vielleicht wird die Funktion ja in einer späteren Softwareversion nachgereicht, derzeit (Stand DSM 4.1) fehlt sie jedenfalls gänzlich. Die oben vorgestellte Anleitung der manuellen Einbindung bietet dabei eine relativ gut nachvollziehbare Möglichkeit, den Einhängepunkt einer Freigabe selbst zu definieren. Gerade der Umgang mit dem vi-Tool ist dabei wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Wer sich etwas besser auskennt, kann über den ipkg-Manager auch das Editor-Tool nano installieren, welches wesentlich intuitiver bedienbar ist. So oder so ist es mir jedoch unbegreiflich, weshalb diese zentrale Funktion im Standard fehlt, zumal mein QNAP bereits seit Jahren diese Funktion beherrscht. Hier kann nur gesagt werden: Synology, bitte schnellstmöglich nachbessern! Und noch zum Schluss: Wer umgekehrt den Inhalt mehrerer Ordner (z.B. auf unterschiedlichen volumes) unter einem Share zusammenfassen möchte, sollte sich mal den Mount Bind-Artikel im Synology Wiki hier ansehen. Artikel zum Thema: Zuverlässiger Datenschutz bei Stromausfall und Spannungsspitzen Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="110" identifier="B005NFVCTK" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31GRKfEAkL.SL1104.jpg" tag="meintechblog-121014-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B002US9AYC" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41APkhab5eL.SL1107.jpg" tag="meintechblog-121014-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B004RORMF6" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41Xsaw8Wd4L.SL1103.jpg" tag="meintechblog-121014-21" width="110"] ### FHEM mit FritzBox 7390 und CUL Stick - Professionelle Hausautomation Update 26.02.2017 Der Betrieb von FHEM auf einer FritzBox wird nicht weiter empfohlen, da jeder Neustart den FHEM-Server stoppt. Es wird empfohlen, FHEM auf einem anderen Server, wie z.B. einem Raspberry Pi oder einem Intel Nuc zu betreiben. Ausführliche Anleitungen hierzu sind nachfolgend zu finden: FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in weniger als einer Stunde einrichten Intel NUC als Smart Home-Server – FHEM on steroids Updated 27 Aug 2014 Das Thema Hausautomation gewinnt seit geraumer Zeit immer mehr an Bedeutung. Selbst Energiekonzerne wie RWE bieten eigene Hausautomationssysteme an (z.B. Starter-Set (Affiliate-Link) oder Unterputzschalter (Affiliate-Link)). Nebenher sind es vor allem die Elektronikhändler ELV und ulonrad, die das sog. FS20-System mit hoher Produktvielfalt (z.B. Heizungssteuerungs-Sets (Affiliate-Link), Funksteckdosen (Affiliate-Link), Temperatur-Sensoren (Affiliate-Link) uvm.) mit aggressiver Preispolitik auf dem Markt anpreisen. Die Art und Ausführung der Heimsteuerungssysteme könnte jedoch unterschiedlicher nicht sein. Ein allgemein gültiger Standard ist nicht vorhanden. Das selbe Ziel verfolgen jedoch alle am Markt erhältlichen Systeme, Protokolle und Anbieter: Individualisierbare Haussteuerungsysteme für den Endanwender. Dieser Artikel wird daher zunächst die Grundlagen der Hausautomation klären und schließlich eine Lösung vorstellen, die als umfassendes Setup für sämtliche Haussteuerungen genutzt werden kann. Es wird gezeigt, wie mit dem USB-Funksender "CUL" der Firma busware.de (Affiliate-Link) und dem Hausautomation-Server FHEM eine sehr professionelle Konfiguration erstellt werden kann, die für den 24-Stunden-Betrieb lediglich eine laufende AVM FritzBox 7390 (Affiliate-Link) benötigt. Auch andere FritzBoxen wie die 7270 (Affiliate-Link) können grundsätzlich für die Konfiguration verwendet werden: doch Vorsicht! Plug and Play funktioniert nur mit der 7390 wirklich reibungsfrei. Dabei ist weder technisches Detailwissen, noch grundlegendes Programmierverständnis notwendig. Lediglich ein wenig technische Affinität und Freude bei der Konfiguration sollte der Leser mitbringen. Was ist Hausautomation? Unterschiedliche Funkprotokolle Intertechno (433 MHz): Intertechno bietet unterschiedliche Komponenten zur Steuerung von Lichtern, Strom und Jalousien. Eine hohe Verbreitung ist vor allem durch den Vertrieb in Baumärkten gegeben. Preislich liegen die Geräte im unteren Spektrum, was sie für einige Bereiche, gerade zum Einstieg, äußerst interessant macht. Problematisch ist allerdings das Frequenzband von 433 MHz, auf dem auch sog. Dauersender betrieben werden dürfen. Das sind z.B. Babyphones, PMR-Funkgeräte und weitere Gerätetypen. Somit steigt die Anzahl der möglichen Störquellen und senkt die Zuverlässigkeit der Intertechno-Bausteine leicht. Intertechno bietet im Gegensatz zu den unten genannten Alternativen (FS20 und HomeMatic) selbst keine Möglichkeit, die Geräte mittels PC oder Smartphone zu steuern. FS20 (868 MHz): Das vom Elektronikhändler ELV entwickelte Protokoll genießt eine weite Verbreitung. Gerade wegen des niedrigen Preises und der hohen Anzahl an Komponenten (Sender, Sensoren und Empfänger) ist es bei vielen Anwendern sehr beliebt (z.B. FS20-Funksteckosen (Affiliate-Link)). Das Produktprogramm wird stetig erweitert und ist mit den zum System gehörenden Protokollen FHT und HMS kompatibel. FHT-Devices sind spezielle Bausteine zur Heizungssteuerung, während HMS-Geräte der Sicherheit im Heim dienen. Die Kommunikation im 868-MHz-Bereich ist dabei weniger störanfällig, da hier lediglich Impulssender betrieben werden dürfen und somit keine dauerhaften Störquellen vorhanden sind. Ein zentraler "Nachteil" des FS20-Systems ist die einseitige Kommunikation der Komponenten. Ein sendendes Element erhält dabei keine Rückmeldung vom schaltenden Gerät, ob der Schaltvorgang tatsächlich stattgefunden hat. Demgegenüber stehen jedoch der günstige Preis der Elemente und die hohe Anzahl an Bausteinen. HomeMatic (868 MHz): Das HomeMatic-Protokoll der Firma eQ3 unterscheidet sich stark von FS20. Die Komponenten sind weitaus kostspieliger, bieten jedoch durch Rückmelde-Mechanismen eine absolute Sicherheit über Schaltvorgänge und Schaltzustände. Das Produktangebot ist ebenfalls sehr umfangreich. Die drei Systeme sind miteinander inkompatibel, was bedeutet, dass man sich als Anwender für eine der Varianten entscheiden muss, um die Bedienung aller Geräte mittels einer Steuerzentrale umzusetzen. Dies zumindest ist Tatsache, wenn man diesen Artikel nicht zu Ende liest. Weiter unten wird mit den Einsatz einer FritzBox FritzBox 7390 (Affiliate-Link) gezeigt, wie und warum auch Komponenten unterschiedlicher Systeme innerhalb eines Hauses mit einer einheitlichen Server-Lösung trotzdem kompatibel gemacht werden können. FHEM als zentraler Hausautomation-Server Zunächst soll der softwareseitige Grundbaustein der Hausautomation-Lösung genauer betrachtet werden. Hierbei handelt es sich um die Open-Source-Software FHEM. Was ist FHEM? Nun, wer eine detaillierte Einleitung in das Thema sucht, dem sei zunächst der Einsteigerguide empfohlen. In Kurzfassung ist FHEM eine in PERL geschriebene Hausautomation-Server-Software. Diese läuft auf allen gängigen Betriebssystemen wie Windows, OSX oder Ubuntu/Debian. Voraussetzung dafür ist normalerweise der 24h-Betrieb eines Computers. Dieser Artikel wird jedoch eine andere Lösung vorschlagen, die den Rechner unnötig macht. Doch dazu später mehr. Mit FHEM lassen sich Lichter steuern, Rolladen bewegen, Sensoren (z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Schließzustand von Türen und Fenstern usw.) auslesen oder aber auch Heizungen steuern. Darüber hinaus bietet FHEM vor allem die Möglichkeit, Sensoren und Aktoren durch die Definition von Skripten in verschiedenen Szenarien miteinander agieren zu lassen. Um in Kommunikation mit Aktoren oder Sensoren treten zu können, benötigt die Software eine hardwareseitige Unterstützung. Dies können entweder die für die Computersteuerung vorgesehenen Standardkomponenten FHZ1000 (Affiliate-Link) (FS20-Protokoll) und LanAdapter (Affiliate-Link) (HomeMatic-Protokoll) sein, oder aber ein CUL-USB-Transceiver (Affiliate-Link)! Der Fokus dieses Artikels liegt auf dem Einsatz von FS20-Komponenten als Einsteiger-Devices und daher auf der Nutzung des CUL. HomeMatic-Geräte werden am Besten mit dem HM-Lan-Adapter (HMLAN) (Affiliate-Link) betrieben. Die Funktionen von FHEM sind mächtig und vielseitig: Unterstützung und Kombination unterschiedlicher Protokolle Log-File- und Grafik-Erzeugung aus unterschiedlichen Sensoren Benachrichtigungen bei besonderen Ereignissen Timer-Funktionen zur zeitgesteuerten Hausautomatisierung unterschiedliche Front-Ends: Apps für iPhone, Web-Interface uvm. Dank Perl komplett individualisierte Abläufe oder Szenen Hardware-Plattform-übergreifend möglich Vor allem durch die Kompatibilität mit verschiedenen Protokollen der Hausautomation, wird FHEM vielerseits als das beste softwareseitige Server-Produkt zur Hausautomatisierung bezeichnet. Der CUL-Stick: Einsatzmöglichkeiten Der CUL-Stick (hier der CC1101) (Affiliate-Link) von busware.de ist ein 868MHz-Transceiver-USB-Dongle, der in der Lage ist, Hausautomation-Steuersignale von Protokollen auf dem 868MHz-(und 433 MHz-)Frequenzbereich zu verwalten. Somit ist er grundsätzlich fähig, sowohl mit FS20-, Intertechno als auch mit HomeMatic-Elementen zu kommunizieren (nur teilweise parallel! Für mehr Infos siehe hier: FHEM: Welches Gateway für welches System?). Er benötigt eine Firmware um lauffähig gemacht zu werden. Für etwa € 90 inklusive Antenne, Gehäuse und Versand ist er damit auch noch weit günstiger als die einzelnen Standardkomponenten der FS20- oder HomeMatic-Protokolle (FHZ1000 und LanAdapter). Die Hochzeit: CUL trifft auf FHEM - Basis FritzBox 7390 Mit der neuesten Labor-Firmware für die  FritzBox 7390 (Affiliate-Link) (Stand März 2014) ist der Hersteller AVM schon 2012 endgültig auf den Hausautomation-Zug aufgesprungen. FHEM ist hier bereits integraler Bestandteil des Betriebssystems der 7390. Es ist zwar auch möglich, FHEM auf anderen Boxen zu installieren, wird jedoch hier nicht weiter vertieft. Update Aug. 2014: AVM hat FHEM nicht mehr als Bestandteil seiner Firmware. Das macht allerdings gar nichts, denn FHEM gibt es auf http://www.fhem.de zum kostenlosen Download. Hier der Direktlink für die Modelle 7390 und 7490. Wer eine dieser Boxen besitzt, kann direkt loslegen: Das FHEM-Image wird ganz einfach über die Firmware-Update-Funktion der Fritzbox vorgenommen (siehe Screenshot). Dabei wird wie folgt vorgegangen. Zunächst muss sichergestellt werden, dass die Ansicht auf "Experte" gestellt ist (siehe unten im Screenshot). Dann wird über "System"->"Update"->Reiter "Fritz!OS-Datei" in drei Schritten das Firmware-Image von FHEM ausgewählt und hochgeladen. Warnhinweise die nach diesem Schritt auftauchen können vernachlässigt werden. Ohne jeglichen Installationsaufwand kann FHEM kann nach dem Firmware-Update genutzt werden. Unter der Browser-Adresse http://fritz.box:8083/fhem steht der Server nun zur Verfügung. Das Beste an der integrierten FHEM-Lösung ist, dass der CUL-USB-Stick lediglich in einen USB-Port des Routers gesteckt werden muss und der Server diesen daraufhin automatisch erkennt und die nötige Firmware auf den CUL schreibt: Plug and Play! Bei Problemen kann die Firmware per Hand nachinstalliert werden. Näheres dazu ist bei culfw.de zu finden. Die hard- und softwareseitige Einrichtung des eigenen Hausautomation-Servers mit 24/7-Betrieb ist somit abgeschlossen. Der angeschlossene CUL wird mit dem Status "Initialized" angezeigt (siehe Bild). Im folgenden Absatz wird nun die Konfiguration einer Ein-Zimmer-Lösung dargestellt und beispielhaft gezeigt, wie das System mit FS20-Geräten agiert. Hardwareaufbau mit FS20-Komponenten Beispiel: Umfangreiche Ein-Raum-Hausautomation-Lösung einrichten Im Folgenden wird gezeigt, wie von der grünen Wiese aus ein gesamter Raum mit unterschiedlichen Komponenten automatisiert werden kann. Die Anforderungen sind dabei wie folgt: Überwachen des Schließ-Zustands von Fenstern Messung und Steuerung der Temperatur (auch in Abhängigkeit vom Schließzustand der Fenster) Schalten der Deckenlampe Dimmen weiterer Lichtquellen Schalten von Elektrogeräten Um alle Anforderungen umzusetzen, werden verschiedene Komponenten benötigt. Je nach Wunsch können auch unterschiedliche Protokolle zum Einsatz kommen. In der hier dargelegten Konfiguration werden FS20-, FHT- und Intertechno-Komponenten genutzt und alle mit der FritzBox gesteuert. Für den Einsatz von HomeMatic-Aktoren wird es in Kürze einen weiterführenden Blogeintrag geben. Die Komponenten im Überblick: FritzBox 7390 (Affiliate-Link) oder FritzBox 7490 (Affiliate-Link) CUL USB-Transceiver (CC1101) (Affiliate-Link) FHT80b-Set: Tür/Fenster-Sensor, Heizungsventil-Antrieb und Thermostat-Steuerzentrale (Affiliate-Link) FS20-WS1: Unterputz-Wechselschalter (Affiliate-Link) FS20-ST: Funksteckdosen (Affiliate-Link) FS20-DI: Steckdosendimmer (Affiliate-Link) FS20-S4A: 2/4-Kanal-Wandsender (Affiliate-Link) FS20-S8: 2/4-Kanal-Fernbedienung (Affiliate-Link) Intertechno ITL-230: Unterputz Funk-Schalter (Affiliate-Link) Zunächst werden die einzelnen Komponenten und deren hardwareseitige Konfiguration vorgestellt. Sicherheitshinweis: Die Installation des aller Elektronikkomponenten sollte ausschließlich von Fachpersonal unter Ausübung der für 230V-Installationen vorgeschriebenen Sicherheitsregeln ausgeführt werden! 1. Deckenlampe steuern - FS20-WS1 oder Intertechno ITL-230 Zunächst wird mit dem FS20-WS1 (Affiliate-Link) begonnen. Dieser Unterputz-Wechselschalter wird hinter einen konventionellen Schalter gebaut, der die Deckenlampe des Raums steuert. Der Schalter kann somit weiterhin verwendet werden. Hier wird exemplarisch eine Ausschaltung aufgezeigt, also eine Deckenleuchte die von EINEM Schalter bedient wird. Für Wechsel- oder Kreuzschaltungen wird ebenfalls in Kürze ein weiterer Artikel erscheinen. Der Anschluss des Schalters sollte unbedingt entsprechend der beigelegten Anleitung des Herstellers erfolgen. Eine Alternative ist der preiswerte Intertechno-Gerät ITL-230 (Affiliate-Link). Dieser Unterputz Funk-Schalter hat ein patentiertes Installationssystem und ist kinderleicht montierbar. Im Vergleich zu dem FS20WS1 ist es allerdings störanfälliger. Es verfügt über zwei Eingänge und zwei Anschlussdrähte. Egal welcher Aktor (FS20 oder Intertechno) verwendet wird, kann nun die Deckenlampe wieder regulär über den Schalter an der Wand bedient werden, ist jedoch zusätzlich in der Lage, auf Funksignale zu reagieren. Zur Konfiguration des Empfangs-Signals ist weiter unten (Abschnitt 4 nachzulesen). 2. Temperatur steuern - FHT 80b-Set Das Komponenten-Set FHT80b (Affiliate-Link) ist die richtige Wahl zur Heizungssteuerung in einem Raum. Es besteht aus der Steuerzentrale, dem elektronischen Heizungsventil und einem Tür- bzw. Fensterkontakt. Die drei Komponenten wirken so zusammen, dass die Raumtemperatur zentral über die Steuereinheit eingestellt wird. Bei geöffneter Tür senkt sie sich automatisch auf einen voreingestellten Wert herunter. Die Inbetriebnahme der Komponenten ist relativ einfach. Die gewünschten Temperaturen für Tages- und Nachtbetrieb sowie für den Fall von geöffneten Türen und Fenstern können, wie in der Betriebsanleitung beschrieben, eingestellt werden. Das Dreier-Set ist autark und funktioniert ohne weitere Komponenten. Der Betrieb mit FHEM wird später dann durch das "einklinken" des CUL-USB-Transceiver (Affiliate-Link) ermöglicht. Dabei wird das Funktionsspektrum sogar noch erweitert. 3. Elektronikgeräte schalten und Lampen dimmen - FS20-ST / FS20-DI Um zusätzlich zu Deckenlampen auch Elektronikgeräte, wie beispielsweise den TV, den Receiver oder ähnliches zu steuern werden FS20-Zwischenstecker benötigt. Die FS20-ST (Affiliate-Link) ist eine klassische Zwischensteckdose mit Ein- und Ausschaltfunktion. Möchte man beispielsweise Stehlampen zusätzlich dimmen, so benötigt man die Dimmer-Komponente FS20-DI (Affiliate-Link). Beide sehen optisch zum Verwechseln gleich aus. Ein großer Vorteil der Zwischenstecker aus dem FS20-Produktsortiment gegenüber denen von Intertechno ist, dass erst genannte einen Taster besitzen, der es ermöglicht, die angeschlossenen Geräte direkt am Zwischenstecker ein- und auszuschalten (bzw. zu dimmen). Durch einen langen Druck auf den Taster werden die Devices in den Programmiermodus gebracht und speichern (wie auch der FS20-WS1) dann das erste empfangene Funksignal. 4. Geräte komfortabel bedienen - FS20-S8 Wie bereits erwähnt, ist die Deckenlampe weiterhin über den normalen Schalter an der Wand steuerbar und die Geräte an den Zwischensteckern sind über Taster "vor Ort" bedienbar. Um den Komfort zu erhöhen ist es jedoch sinnvoll, der Konfiguration zunächst eine Fernbedienung hinzuzufügen. Die  Fernbedienung FS20-S8 (Affiliate-Link) aus dem FS20-Sortiment kann dabei 4 Geräte mit zwei Tasten ein- und ausschalten bzw. bei langem Tastendruck (und entsprechendem Empfänger) dimmen. An dieser Stelle lohnt es sich, die Adressierung von Empfängern im FS20-System zu beleuchten. Bei FS20 besteht jedes Signal aus einem Haus- und einem Adresscode. Der Haucode ist 8-stellig und kann aus den Ziffern von 1 bis 4 bestehen (z.B. 13132424). Er wird für alle Geräte im Haus gleich definiert. Der Adresscode besitzt 4 Stellen und ist für jedes Gerät einzigartig (z.B. 2143). Sagen wir also, unser Hauscode soll 13132424 sein. Die Deckenlampe (WS1) soll die Adresse 4441, der Dimmer (DI) die Adresse 4442, und zwei Zwischenstecker (ST) die Adressen 4443 und 4444 erhalten. All dies wird nun mit der S8 "programmiert". Dadurch ist die S8 nicht nur eine Fernbedienung sondern auch das Konfigurationstool, um Haus- und Adresscode zu vergeben. Zunächst wird der Hauscode an der Fernbedienung eingestellt. Dafür werden die Tasten 1 und 3 für fünf Sekunden gedrückt, bis die LED blinkt. Nun kann mit den Tasten 1 bis 4 der Hauscode eingestellt werden (hier: 13132424).  Anschließend geht es darum, die Adresscodes für die vier Geräte, die mit der Fs20-S8 (Affiliate-Link) bedienbar sind, einzustellen. Dazu wird das jeweilige Tastenpaar für fünf Sekunden gedrückt gehalten bis die LED blinkt (z.B. Taste 1 und 2). Mit den Tasten 1 bis 4 kann nun der Adresscode eingegeben werden (hier z.B. für die Deckenlampe 4441). Die anderen Geräte werden analog konfiguriert. Die Fernbedienung FS20-S8 (Affiliate-Link) ist in der hier gezeigten Konfiguration nun also der "Master", der alle Code-Informationen beinhaltet. Noch funktioniert die Kommunikation mit den Endgeräten jedoch nicht, da diese ja noch nicht wissen, auf welches Signal sie reagieren sollen. Daher wird nun schrittweise jedes Gerät in den Lern-Modus gebracht und auf der S8 der entsprechende Befehl gesendet. Beispielsweise beginnt man mit der Deckenlampe, dreht die LED des WS1 auf den Programmiermodus und drückt dann auf der Fernbedienung den Einschalt-Befehl auf Nummer 1. Analog werden so auch die anderen Geräte addressiert. Sie speichern dann das empfangene Signal, bestehend aus Haus- und Adresscode. Zusammenfassend heißt das also, dass FS20-Geräte immer wie folgt eingestellt werden: vorab einen Sender (z.B. eine Fernbedienung) auf einen selbst gewählten FS20-Code einstellen, den ein neues FS20-Gerät haben soll den neuen F20-Aktor in den Lernmodus bringen das Codesignal am Sender abschicken 5. Komfort maximieren - FS20-S4A Um gewisse Geräte noch komfortabler bedienen zu können, bietet es sich zusätzlich an, den Wandsender FS20-S4A (Affiliate-Link) anzuschaffen. Dieser batteriebetriebene 4-Kanal-Taster kann an jeder Stelle im Zimmer an der Wand angebracht werden. Er eignet sich vor allem in Situationen, wo für die Deckenlampe ein zusätzlicher Lichtschalter im Raum angebracht werden soll, ohne dass Kabel verlegt werden müssen. Ein anderes Einsatzszenario kann aber auch die Steuerung von Stehlampen oder Ähnlichem sein, die nun wie eine "echte" Lampe mit einem Schalter an der Wand bedient werden können. Die Konfiguration des S4A erfolgt analog zur Fernbedienung S8. Für den 4-Kanal-Sender wird also wieder der Hauscode eingestellt und dann pro Taster ein Adresscode vergeben. 6. Zwischenfazit Hardwareaufbau  Die erste kleine Hausautomation-Lösung steht nun bereits. Lichter und Elektrogeräte können per Fernbedienung oder Wandsender bedient werden und die Heizung steuert sich automatisch je nach eingestellten Werten und dem Schließzustand der Tür oder des Fensters. Jetzt soll die Gesamtlösung schließlich noch um eine Rechneruntersützung erweitert werden. Konfiguration von FHEM Es empfiehlt sich, den FHEM-Server mit eingestecktem CUL-USB-Transceiver (Affiliate-Link) während der Konfiguration bzw. dem Anlernen der Empfänger bereits aktiviert zu haben. Dieser registriert nämlich automatisch alle "herumfliegenden" FS20-Signale und legt sie in einem virtuellen Raum namens "FS20" ab. Bei der hier vorgestellten Variante mit 4 Endgeräten (1xWS1, 1xDI, 2xST) sollten nun also vier FS20-Geräte zu finden sein. Klickt man auf den Raum FS20 im der linken Menu-Leiste von FHEM (http://fritz.box:8083/fhem), so findet man alle bisher eingerichteten FS20-Geräte, da der CUL aktiv mitgelauscht hat. Die Geräte besitzen kryptische Namen, die dem Haus- und Gerätecode entsprechen (siehe linkes Bild). In FHEM existiert jedoch eine Besonderheit bei der Code-Nutzung. Haus- und Gerätecode werden nicht im FS20-Stil (z.B. 13132424 4444) sondern in HEX-Schreibweise (z.B. 2277 ff) verwendet. Im rechten Bild ist eine Umrechnungstabelle zu finden. Für das im linken Bild markierte Gerät ergibt sich somit die Adresse 13132424 4444. Das Gerät mit dem Hauscode 13132424 und dem Adresscode 4444 (in unserem Beispiel die Deckenlampe) ist also erfolgreich in FHEM angelegt worden. Die Bedienung mit dem Lampen-Icon oder den Worten "an" bzw. "aus" funktioniert bereits an dieser Stelle. Attribut-Werte von Geräten ordentlich definieren Langfristig ist es jedoch keine Lösung, die kryptisch-klingenden Geräte so konfiguriert zu lassen. Es geht nun also an das Fine-Tuning, um den Gerätenamen zu ändern, den Devices Räume zuzuweisen, die Produkt-Typen-Bezeichnung zu pflegen uvm. Zunächst sollen die definierten Geräte eindeutige Namen erhalten. Dazu wird oben in der FHEM-Befehlszeile der "rename-Befehl" verwendet (Anschließend mit ENTER bestätigen und nicht Save klicken). Dabei ändert rename FS20_2277ff Deckenlampe den Namen von FS20_2277ff auf den Namen Deckenlampe. Nun kann der Deckenlampe auch noch ein Raum zugewiesen werden. Dazu wird der "attr-Befehl" verwendet. Mit der Eingabe attr Deckenlampe room Wohnzimmer wird der Lampe nun der Raum Wohnzimmer zugewiesen. Der Eintrag verschwindet daraufhin aus dem FS20-Raum und ist nun in der FHEM-Menu-Leiste im Raum Wohnzimmer zu finden. Schließlich geben wir FHEM noch die Information darüber, welches Produktmodell sich hinter der Adresse versteckt, damit die FHEM-Datenbank zusätzliche Funktionen bereitstellen kann (z.B. Dim-Schalter). Dazu verwenden wir attr Deckenlampe model fs20ws1 für die Deckenlampe, die im hier gezeigten Beispiel mit einem FS20-Unterputzschalter namens WS1 bedient wird. Für die anderen Geräte wird analog vorgegangen (z.B. fs20st, fs20di, usw.). Auch die Konfiguration der FHT-Geräte, sprich Türkontaktsensor und Heizungsregelung, kann mit den Attribut-Befehlen angepasst werden. Mobile Steuerung ergänzen Der Abschluss dieses Artikels soll die Ergänzung der Homeautomation-Lösung um eine mobile Komponente darlegen. Dazu wird die iOS-App FHEMobile benötigt. [app 389951065] Diese Applikation verbindet sich auf einen konfigurierten FHEM-Server (wie den, der bei uns auf der  FritzBox 7390 (Affiliate-Link) läuft) und übernimmt sämtliche Räume, Geräte und deren Schaltzustände. Schließlich können die Devices dann mit dem iPhone bedient werden. Schließzustand von Fenstern bzw. von Türen können von überall sichergestellt werden. Temperatur, Lichter und Elektrogeräte zusätzlich auch noch geschalten werden. Die grafischen Log-Auswertung ermöglichen es außerdem, beispielsweise den Temperaturverlauf der Wohnung oder den Schließzustand zeitlich nachzuvollziehen. Die Konfiguration der App ist relativ simpel. In den Einstellungen müssen Server und Port konfiguriert werden. Wurden keine Einstellungen verändert, ist der Port standardmäßig auf 7072 eingestellt. Die Server-Adresse ist dementsprechend fritz.box. Ist ein Zugriff auch von unterwegs erwünscht, empfiehlt es sich, eine VPN-Verbindung zwischen iPhone und FritzBox aufzubauen. Nötige Schritte sind in diesem Artikel zu finden. Diese Variante ist zwar sehr sicher, jedoch auch ein wenig unpraktisch, da zunächst immer erst die VPN-Verbindung gestartet werden muss, bevor die Steuerung über die App möglich ist. Eine riskantere, jedoch komfortablere Lösung ist die interne Portweiterleitung in der FritzBox. Diese Vorgehen ist in diesem Artikel nachzulesen. Wird letztere Variante gewählt, muss die Server-Adresse in den Einstellungen der App auf die externe IP der FritzBox, bzw. die URL des DynDNS-Accounts eingestellt werden. Vorteile der skizzierten Lösung Einer der zentralsten Vorteile des Einsatzes von FHEM ist die Möglichkeit der Kombination verschiedener Protokolle. Konkret bedeutet dies, beispielsweise FS20 und HomeMatic kombinieren zu können. Dies geschieht durch den Zukauf eines zweiten CUL-Sticks, welcher firmwareseitig auf die HomeMatic-Geräte eingestellt wird. Bei der Definition der Geräte wird dann festgelegt, welcher der CUL-Sticks welches Gerät steuern soll. Somit kann das Unmögliche möglich gemacht werden: die Integration unterschiedlicher Hausautomation-Protokolle unter einem Softwareserver! Der Einsatz von AVM FritzBox 7390 (Affiliate-Link) mit FHEM, CUL-USB-Transceiver (Affiliate-Link) und unterschiedlichen FS20-Komponenten (z.B. Fs20ST-Set (Affiliate-Link)) stellt somit eine performante und verlässliche Lösung zur Hausautomatisierung dar. Lies mehr zu den Möglichkeiten von FHEM: Ein zweiter Artikel zeigt erweiterte Funktionen und Möglichkeiten des FHEM-Servers. In einem weiteren Artikel, wird die Anbindung von günstigen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren mit einem Jeelink an FHEM gezeigt. Wiederum ein anderer Artikel zeigt, wie man das Webinterface von FHEM schöner macht. Ein weiterer Beitrag erklärt, welche Systeme alles mit FHEM gesteuert werden können. ### Howto: Jede Congstar Micro-Sim im iPhone 5 nutzen, sogar mit LTE-Support Das iPhone 5 wird seit dem heutigen Verkaufsstart am 21.09.2012 auch in Deutschland angeboten. Sofern frühzeitig vorbestellt bzw. vor einem der ortsansässigen Apple-Stores angestellt, stehen die Chancen gut, bereits eines der heißbegehrten Bestseller in Händen halten zu dürfen. Um das neu erworbene Smartphone sofort auch zum mobilen Telefonieren und Surfen nutzen zu können, wird eine passende neue Nano-Sim Karte benötigt. Der Chip einer Nano-Sim ist dabei identisch mit dem des Vorgängermodells, der Micro-Sim, welche unter anderem im iPhone 4(s) sowie iPad 2/3 eingesetzt wird. Da sicher viele Nutzer jedoch noch keine neue Nano-Sim besitzen, soll das nachfolgende Howto erklären, wie aus einer Micro-Sim (oder auch Mini-Sim) eine für das iPhone 5 kompatible Nano-Sim zugeschnitten werden kann. Congstar - Nano-Sim ab 15.10.2012 verfügbar Viele Mobilfunkanbieter (Übersicht) bieten bereits teils kostenfrei Nano-Sims an. Congstar, mein derzeit bevorzugter Mobilfunk(sub)provider, der das Netz der Telekom (D1-Netz) nutzt, verteilt jedoch erst in knapp dreieinhalb Wochen die ersten Nano-Sims an seine Kunden, dann zumindest bis zum Jahresende kostenfrei (außer Prepaid-Tarife). Ursprünglich wollte Congstar erst ab Januar 2013 entsprechende Karten anbieten, musste aber aufgrund eines heftigen Shitstorms auf Facebook (Link) kurzfristig zurückrudern. Einige Bestandskunden hatten dort sogar mit Boykott gedroht und zum massenhaften Kündigen aufgerufen. Nichtsdestotrotz sind Congstar-Kunden bis Mitte Oktober auf sich allein gestellt, möchten sie das neu erworbene iPhone 5 mit einer vorliegenden, größeren Sim-Karte betreiben. Mit einer "alten" congstar Sim-Karte ist aber auch bereits der volle 4G bzw. LTE Support (bei Congstar leider immer gedrosselt) sowie die Hotspot-Funktion nutzbar. Das setzt (ich sage es lieber noch dazu) einen bestehenden Internettarif bzw. Internetoption voraus (z.B. im Tarif Full Flat). Zuschneiden, aber bitte richtig Bastler können also schon jetzt tätig werden und aus einer vorliegenden Mini- bzw. Micro-Sim eine passende Nano-Sim erzeugen. An dieser Stelle sei jedoch dringlichst darauf hingewiesen (wenn auch eigentlich selbstverständlich), dass die Sim-Karte dabei theoretisch beschädigt und infolgedessen unbrauchbar gemacht werden kann. Also beim Schneiden darauf achten, dass so exakt wie möglich vorgegangen wird! Zuerst sollte eine passende Schablone heruntergeladen werden. Ich selbst habe die Vorlage von nano.germer.de (pdf-Download) verwendet, welche passgenau ihren Dienst verrichtet hat. Am besten ist es das Template spiegelverkehrt auf eine Klebefolie (Affiliate-Link) zu drucken, entsprechend der vorliegenden Sim-Karte zu beschneiden und auf selbige rückseitig (der Chip ist auf der Vorderseite) aufzubringen. Wer keine Klebefolie zur Hand hat, sollte schnell den nächsten Zeitschriftenladen aufsuchen und eine entsprechende DinA4-Seite erwerben. Nun sollte eine scharfe Schere zur Hand genommen werden und wirklich sehr sehr vorsichtig an den Kanten der Nano-Sim (4FF) Vorlage entlanggeschnitten werden. Ich habe hier eine große gerade Schere einer gebogenen Fingernagelschere vorgezogen. Beim Schneiden an den Kanten lieber etwas mehr Platz lassen, da nachträglich noch etwas mit einer Nagelfeile nachgearbeitet werden kann. Eine Nagelfeile wird zusätzlich genötigt, um die Sim Karte etwas dünner zu schleifen. Eine Nano-Sim ist zwar nur einen Bruchteil eines Milimeters dünner als ihre alten Pendants, trotzdem sollte hier zumindest etwas Plastik von der Rückseite der Sim-Karte entfernt werden. Beim Schleifvorgang der Rückseite kann der eigentliche Karten-Chip auf der Vorderseite beim Andrücken auf die Nagelfeile ruhig mit dem Finger berührt werden. Nichtsdestotrotz sollte vorsichtig vorgegangen werden, um die Karte nicht zu beschädigen. Sobald die selbst erstellte Nano-Simperfekt in den vorgesehenen Slot des iPhone 5 passt und nicht übersteht, ist das Werk vollendet. UPDATE: Anscheinend ist das zusätzliche Dünnerschleifen gar nicht zwingend notwendig. Aus meinem täglichen Leben Der zehn Minuten Druck-Schneide-und-Hobel-Einsatz hat sich absolut gelohnt, so dass ich das neue iPhone 5 schon vor der offiziellen Verfügbarkeit im Congstar-Netz nutzen kann. Bei meiner Karte handelte es sich übrigens - wie auf den Bildern unschwer zu erkennen - um die Variante mit großem Chip auf der Micro-Sim. Auch hier ist es möglich eine funktionierende Nano-Sim zu erstellen. Ich hatte anfangs auch gezweifelt, ob es trotz des rießig wirkenden Chips klappt, wurde aber nicht enttäuscht. Also wer sich traut: Viel Erfolg! Und wer sich fragen sollte: Ich übernehme keine Haftung für infolge unsachgemäßiger Handhabung beschädigter Sim-Karten! Eine zur Nano-Sim umgewandelte Karte lässt sich übrigens nachträglich auch wieder in einem Micro-Sim Slot verwenden. Dafür wird ein enstprechender Sim-Karten-Adapter (Affiliate-Link) benötigt. Die Blog-Fotos wurden übrigens mit einem iPhone 4s geschossen, welches jetzt "leider" eingemottet wird. Kurzer Nachtrag zu Congstar und LTE: Bisher hatte ich weitestgehend in Würzburg und Erlangen guten bis sehr guten LTE-Empfang. Die Geschwindigkeit im Congstar-Netz ist zwar auf ca. 8 Mbit/s gedrosselt (eigene Tests mit der Speedtest.net App), die vorherrschenden Ping-Zeiten von unter 50 ms machen das Surfen aber zu einem wahren Vergnügen. Super snappy und damit auf dem Niveau eines schnellen DSL-/Kabelanschluss. Stark! Weitere Infos: teltarif.de -> iPhone 5: Nano-SIM nach wie vor nicht bei allen Anbietern Apple Produkte und die passenden Sim-Karten Da es mittlerweile schon etwas unübersichtlich geworden ist, welches Apple-Device nun mit welcher Simkarten-Größe versorgt werden muss, soll nachfolgende Tabelle Licht ins Dunkle bringen. Wie die verschiedenen Simkarten aussehen, wird im Bild links gezeigt. [table id=11 /] Update vom 18.04.2013: Bei Congstar kostet der Austausch einer "normalen" zu einer Nano-Sim-Karte für Vertragskunden mittlerweile 19,99 € (Link). Prepaidkunden können leider immer noch keine Nano-Sim bestellen und sind immer noch auf ein manuelles Zuschneiden angewiesen (Link). Seit dem 01.04. ist es Neukunden möglich bei der Bestellung direkt eine Nano-Sim zu bestellen. Wer es hier verpennt einen Nano-Sim-Wunsch anzugeben, erhält eine normale Sim. Ein späterer Tausch zu einer Nano-Sim wird dann regulär in Rechnung gestellt. Update vom 26.09.2013: Medienberichte weisen darauf hin, dass sich Apple einen Garantieausschluss bei einem Gerätedefekt offenhält, sofern sie vom Einsatz einer ausgestanzten Microsim Wind bekommen. Insgesamt erscheint mir das Vorgehen etwas übertrieben, aber anscheinend machen falsch zugeschnittene Nano-Sims bereits Probleme. Weitere Infos hier: golem.de - Apple - Garantieverlust bei Einsatz ausgestanzter Nano-SIM-Karten. Update vom 07.12.2013: Mittlerweile gibt es sogar günstige Micro Sim-Karten-Cutter (Affiliate-Link) (z.B. für iPhone 4/4s), und Nano Sim-Karten-Cutter (Affiliate-Link) (z.B. iPhone 5/5s, iPad 4), um die gewünschte Größe selbst auszustanzen. ### Hausautomation-Lösung unter 100 EUR: Telldus Tellstick und Fritzbox Die heimische Beleuchtung und andere Elektrogeräte von unterwegs zu steuern, ist heute weit verbreitet. Unter dem Begriff Hausautomation haben sich unterschiedliche Standards entwickelt, die allesamt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen. Dieser Artikel stellt die Konfiguration eines günstigen USB-RF-Transmitters (Affiliate-Link) des schwedischen Start-Up-Unternehmens Telldus vor und zeigt, wie dieser an einer handelsüblichen FritzBox betrieben werden kann. Telldus Tellstick - das Nischenprodukt für Sparfüchse und Bastler Die schwedische Firma Telldus bietet seit einigen Monaten drei Produkte zur Hausautomation an. Tellstick, Tellstick Duo und Tellstick Net sind RF-Transmitter, die Geräte der 433-MHz-Spezifikation ansteuern können. Dazu zäheln unter Anderem die Funksteckdosen des Platzhirschen Intertechno (Affiliate-Link), die es mitunter auch in Baumärkten und recht günstig bei Amazon zu kaufen gibt. Die Tellstick-Produkte ersetzen dabei die reguläre Fernbedienung der Funksteckdosen, indem sie die gleichen Signale senden, jedoch vom Rechner aus bedient werden können. PC und MAC werden somit zur Steuerzentrale für alle bedienbaren Geräte im Haus wie Steckdosen, Dimmer oder Rolladensteuerung. Die Telldus-Produkte unterscheiden sich in Funktionalität und Preis. Der "kleine" Tellstick (Affiliate-Link) ist lediglich in der Lage, Signale zu senden, wohingegen Tellstick Duo (Affiliate-Link) und Tellstick Net auch Signale empfangen können (z.B. die Temperaturdaten einer Wetterstation). Letztgenannter ist insofern besonders, da er als Standalone-Lösung auch ohne aktiven PC oder MAC agieren kann. Er besitzt ein eigenes Betriebssystem und einen Netzwerkanschluss und kann somit direkt in das bestehende Heimnetzwerk eingebunden werden. Die Preisspanne der drei Geräte liegt zwischen rund 60 EUR für den Tellstick und 110 EUR für den Tellstick Net (Stand: August 2012). Dieser Artikel behandelt ausschließlich die Nutzung des "kleinen" Tellsticks und zeigt, wie auch dieser ohne laufenden PC oder MAC von unterwegs aus mit dem Smartphone bedient werden kann. Tellstick Standard-Funktionalitäten und Installation Doch zunächst zu den Standardfunktionen: Die Bedienung von unterwegs ist grundsätzlich mit allen drei Geräten möglich, wobei der Tellstick immer an einem Rechner laufen muss, um den Funktionsumfang zu nutzen. Das User Interface der mitgelieferten Software ermöglicht auch Laien, schnell unterschiedliche Aktoren einzurichten. Einrichtung am MAC: Zunächst muss das Telldus-Center heruntergeladen werden, um den Tellstick auf die vorhandenen Empfänger zu konfigurieren. Die Menüführung ist einfach gehalten und übersichtlich. Positiv fällt auf, dass die Software bereits über eine große Frequenzdatenbank unterschiedlicher Hersteller von Empfängern verfügt (siehe Bild). Die Einrichtung erfolgt dadurch intuitiv und ist kinderleicht. Für jedes Empfangs-Device werden Hersteller, Haus- und Gerätecode gewählt. Nun können die konfigurierten Geräte bereits ein- und ausgeschaltet bzw. gedimmt werden. Der Ein-Aus-Status wird im Telldus-Center durch eine Glühbirne symbolisiert. Benutzung mit dem Smartphone: Mit der kostenlosen App TelldusCenter wird über einen eigenen DNS-Dienst (Telldus Live) eine Verbindung zum heimischen Rechner aufgebaut, an dem der RF-Transmitter angeschlossen ist. So lassen sich auch von unterwegs Lichter und andere elektronische Geräte komfortabel schalten. Dafür ist eine Registrierung nötig. Leider gibt es keine Möglichkeit, über eine Konfiguration innerhalb der App einen direkten Weg nach Hause mit einem eigenen DNS-Dienst zu realisieren. Der Nutzer ist somit von der Funktionsfähigkeit des Telldus Live-Services abhängig. [app 395971355] Tellstick ohne laufenden Rechner an der FritzBox betreiben Hausautomation soll in den meisten Fällen zwei Ziele erfüllen: Gesteigerter Komfort und sinkende (Strom-)Kosten. Das ganze Vorhaben, Strom durch fernsteuerbare Geräte zu sparen, wäre jedoch sinnlos, wenn nebenbei immer ein stromfressender Rechner laufen müsste. Daher soll hier nun gezeigt werden, wie der Tellstick an einer AVM Fritz!Box (z.B. das 7320-Modell) genutzt werden kann. Dafür werden benötigt: AVM Fritz!Box mit USB-Anschluss (z.B. Fritzbox 7320 (Affiliate-Link), Fritzbox 7390 (Affiliate-Link)) Telldus Tellstick (Affiliate-Link) Funksteckdosen, Dimmer etc. (z.B. Intertechno (Affiliate-Link)) Der Besitz einer AVM Fritz!Box vorausgesetzt, kann also für unter 100€ eine kleine Licht/Strom-Haus-Automation-Lösung aufgebaut werden. Der folgende Abschnitt zeigt die notwendigen Schritte bis hin zum lauffähigen System: 1. Schritt: Freetz und "Telldus-Core"auf der Fritzbox installieren Um die AVM Fritz!box als Basis des Tellsticks nutzen zu können, muss die Alternativ-Firmware Freetz installiert werden. Nur so kann der Telldus-Softwarekern (Telldus-Core) auf die Box gebracht werden. Um den Artikel nicht zu überladen, wird an dieser Stelle darauf verzichtet, eine Installationsanleitung für Freetz zu erstellen. Hier wird eine detaillierte Anleitung zur Verfügung gestellt, wie Freetz generell installiert wird. Der nachfolgende Abschnitt geht davon aus, dass das Vorgehen zur Installation von Freetz beherrscht wird. Außerdem soll darauf hingewiesen werden, dass dies nicht die Originärquelle der Ablaufbeschreibung ist. Mit viel Mühe und Arbeit stellte FredEdison aus dem ip-phone-forum eine patch-Datei zur Integration des Telldus-Core in Freetz zur Verfügung. Das hier gezeigte Howto ist ein darauf beruhendes Entwicklungsprojekt. Um den "Telldus-Core" nutzen zu können, muss diese Datei (telldus-core-2.0.4.patch) mit dem Befehl zcat telldus-core-2.0.4.patch.gz | patch -p0 im Freetz-Ordner in das Projekt gepacht werden. Dazu einfach auf der virtuellen Maschine, die (wie in dem Anleitungs-Link oben beschrieben) zur Erstellung des Freetz-Images genutzt wird, in den Freetz-Ordner wechseln und den zcat-Befehl ausführen. Nun kann bereits der Befehl make menuconfig ausgeführt werden, der die grafische Verwaltung der Freetz-Pakete startet. Unter Package Selection -> Testing sollte nun der "telldus-core" verfügbar sein. Unter Advanced Options -> Kernel Modules -> Drivers müssen "usbserial.ko" und "ftdi_sio.ko" ausgewählt sein bzw. werden.  Soweit so gut. Freetz-Image erstellen und ab damit auf die FritzBox. Der Upload-Vorgang kann über das Webinterface der Box gemacht werden. Dabei wird das individuell konfigurierte Firmware-Image wie ein normales AVM FritzBox-Image behandelt. 2. Schritt: Tellstick an der Fritzbox anbringen und konfigurieren Nun wird der Tellstick an den USB-Port der FritzBox gesteckt. Anschließend verbindet man sich als "root" mit SSH (sudo) auf den Router und registriert den Stick mit dem Befehl: modprobe ftdi_sio vendor=0x1781 product=0x0c30 Eventuell hilft ein anschließendes modprobe ftdi_sio vendor=0x1781 product=0x0c30 update modules Die Treiber-Software für den Tellstick ist nun installiert und das Endgerät ist am USB-Port der Box registriert. Jetzt muss der Stick noch Informationen erhalten, welche Empfangsgeräte sich im Haus befinden und wie er diese ansteuern soll. Dafür muss noch die Konfigurations-Datei für die Empfänger angelegt werden. Dies geschieht mit: vi /mod/etc/tellstick.conf Die Datei enthält alle Geräte, die künftig fernbedient werden sollen in durchnummerierter Reihenfolge. Der Inhalt der Datei muss wie folgt aussehen: deviceNode = "/dev/ttyUSB0" device {  id = 1  name = "Licht Wohnzimmer"  protocol = "arctech"  model = "codeswitch"  parameters {    house = "A"    unit = "1"  } } device {  id = 2  name = "Dreambox"  protocol = "arctech"  model = "codeswitch"  parameters {    house = "A"    unit = "2"  } } Protocol, Model und Parameters steuern dabei das Signal. Für Intertechno-Geräte des Typs Funksteckdose sind die Einstellungen wie im obigen Text zu wählen. Der Konfigurationsdatei können selbstverständlich beliebig viele weitere Geräte mit der selben Syntax hinzugefügt werden. Ab nun sollte der Stick laufen. Mit dem Befehl tdtool -on 1 bzw. tdtool -off 1 kann nun beispielsweise das Gerät mit der ID 1 (im obigen Beispiel das Licht im Wohnzimmer) an- und ausgeschaltet werden. 3. Schritt: Mobilen Zugriff vorbereiten Wer ein entwicklungsbegeisterter Techniker ist, hat sicherlich die passende SSH-Terminal-App auf dem Smartphone und könnte somit bereits von unterwegs seine Geräte zu Hause steuern. Doch einerseits ist das weder elegant noch komfortabel. Damit der mobile Zugriff auch halbwegs galant funktioniert, muss also eine Möglichkeit geschaffen werden, mit dem Smartphone die TDTOOL-Befehle in einem einheitlichen User-Interface auszuführen. Die Lösung hierfür ist die Verwendung von CGI-Skripten, die auf einem Webserver auf der FritzBox laufen und von einer Weboberfläche aus bedient werden können. Der Aufbau ist somit wie folgt zu beschreiben: WebApp/Weboberfläche auf einem Webserver auf der FritzBox steuert mit Hyperlinks CGI-Skripte, welche wiederum TDTOOL-Befehle ausführen. Hinter jedem Button der WebApp liegt also ein CGI-Befehl, der intern in der FritzBox einen TDTOOL-Befehl steuert. Der Leser sollte ab hier zumindest Grundkenntnisse in HTML besitzen, damit ein halbwegs ansehbares Interface entsteht. Zunächst müssen Root- und CGI-Verzeichnis für den Webserver auf der FritzBox erstellt werden: mkdir /var/media/ftp/uStor01/ mkdir /var/media/ftp/uStor01/cgi-bin Jetzt werden die CGI-Dateien, welche die TDTOOL-Befehle beinhalten, angelegt. Im hier vorliegenden Beispiel handelt es sich um die Datei zum Anschalten des Gerätes mit der ID 1. vi /var/media/ftp/uStor01/cgi-bin/1an.cgi Der Inhalt sollte wie folgt aussehen: #!/bin/sh tdtool --on 1 Die Kombination ESC-Taste und :wq  sichert die Datei. Für alle vorhandenen IDs sollte nun jeweils eine An- und eine Aus-Datei angelegt werden. Der Aufruf dieser führt zur Durchführung der in ihnen enthaltenen Steuerkommandos. In diesem Fall "tdtool --on1", was zur Folge hat, dass der Tellstick den Befehl erhält, Gerät Nummer 1 zu aktivieren. Anschließend muss jedes der angelegten An-/Aus-CGIs noch ausführbar gemacht werden. chmod +x /var/media/ftp/uStor01/cgi-bin/1an.cgi Nun ist die Kreativität des Lesers gefragt: Die HTML-Datei zur Steuerung der CGIs kann ganz individuell gestaltet werden. Dabei sollte die Datei so strukturiert sein, dass hinter einem Ein- oder Ausschalt-Symbol eben eine der CGI-Dateien als Hyperlink steckt. Die Datei wird folgendermaßen im Root-Verzeichnis des noch zu startenden Webservers angelegt: vi /var/media/ftp/uStor01/index.html Anschließend wieder ESC-Taste und :wq Tipp: Smartphone-Nutzer können sich auch Artikel zur Gestaltung mobiler Seiten im Internet durchlesen, um den echten App-Look zu realisieren. Zum Schluss soll jetzt noch ein Webserver gestartet werden, damit die Dateien über die IP-Adresse (oder den DNS-Dienst) der FritzBox von aussen erreichbar sind. Dabei ist empfehlenswert eine VPN-Verbindung zwischen Smartphone und FritzBox aufzubauen, damit nicht jeder auf dem offenen Port der Box die Lichter zu Hause steuern kann. Zunächst wird eine leere Konfig-Datei für den Server angelegt: echo > /var/tmp/flash/httpd-own.conf Der Server kann jetzt gestartet werden und ist dann auf dem Port 86 der FritzBox erreichbar. HOMEDIR="/var/media/ftp/uStor01"  while [ ! -d "$HOMEDIR" ]; do sleep 5; done httpd -p 86 -h "$HOMEDIR" -c "/var/tmp/flash/httpd-own.conf" Ein großer Nachteil der gezeigten Vorgehensweise ist jedoch, dass nach jedem Neustart der Box sämtliche Konfigurationen wieder verschwunden sind. Deshalb sollte unbedingt die RC-Custom-Funktion des Freetz-Images genutzt werden (siehe Bild). Hier können sämtliche Befehle eingetragen werden, damit nach einem Neustart der Box alles wieder so ist, wie es vorher war. Konkret bedeutet dies, alle Befehle aus diesem Howto inklusive der HTML-Datei und den CGI-Files in die RC-Custom einzutragen. Dabei ist eine gewisse Syntax zu beachten. Jeder Befehl wird innerhalb von geschweiften Klammern angelegt und dadurch vom Folgenden getrennt. Hier ein Auszug aus meiner RC-Custom: { mkdir /var/media/ftp/uStor01/ } { mkdir /var/media/ftp/uStor01/cgi-bin } { cat > /var/media/ftp/uStor01/cgi-bin/1an.cgi << EOF #!/bin/sh tdtool --on 1 EOF } Funktioniert am Ende alles, müsste unter der Adresse "fritz.box:86" das Web-Interface erreichbar sein. Viel Basteln - mittelmäßige Funktionalität Die vorgestellte Methode zeigt, wie ein Tellstick der Firma Telldus an einer handelsüblichen FritzBox 7320 (Affiliate-Link), Fritzbox 7390 (Affiliate-Link)) betrieben werden kann. Wie erkennbar ist, sollte der Anwender ein wenig technische Affinität mit sich bringen, um den aufgezeigten Weg nachzuvollziehen. Aber nichtsdestotrotz bietet der Tellstick von Telldus auch für Technik-Neueinsteiger ein recht ordentliches Produkt für eine kleine Hausautomation-Installation. Newbies sollten eher auf den laufenden Rechner oder das teurere Tellstick-Produkt "Net" setzen, denn dadurch kann die original App von Telldus verwendet werden. Im Vergleich zu einem Aufbau mit FHEM in Kombination mit dem CUL-Stick der Firma busware.de ist die hier aufgezeigte Variante deutlich leistungsschwächer, erfüllt jedoch trotzdem recht effektiv die angeforderten Aufgaben. Aus meinem täglichen Leben Ich nutze sehr häufig die Fernzugriff-Funktion des digitalen Kabelreceivers Dreambox. Leider benötigt die Settop-Box dafür dauerhaft eine Stromversorgung mit etwa 15 Watt Leistungsaufnahme pro Stunde (eigene Messung). Fällt mir unterwegs ein, für den Abend noch eine Sendungsaufnahme zu progammieren, müsste die Box dafür entweder dauerhaft eingeschaltet sein oder der Zugriff funktioniert nicht. Mit der umgesetzten Lösung, der Kombination der Intertechno-Steckdosen (Affiliate-Link), der Firtzbox 7390 (Affiliate-Link)) und dem Tellstick (Affiliate-Link) schalte ich nun von unterwegs den Strom der Dreambox ein und kann anschließend mit der dazugehörigen App den Aufnahmetimer setzen. Das spart Strom und bietet gleichzeitig den vollen Komfort. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="82" identifier="B0047TDXXQ" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41L7D6xnmdL.SL110.jpg" tag="meintechblog-120905-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B0054IPASK" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41dMrYFttHL.SL110.jpg" tag="meintechblog-120905-21" width="103"] ### Plex - Stromverbrauch und myPlex Der zusammengestellte Plex Server in Form eines günstigen Shuttle Barebones mit stromsparendem und gleichzeitig leistungsfähigem Intel i3-Prozessor der T-Serie (hier vorgestellt) soll im Dauerbetrieb die darauf freigegebenen Medien nun auch über das Internet verfügbar machen. Hier stellt sich primär die Frage, ob ein solcher Betrieb die Stromrechnung nicht zu stark belastet. Die Testumgebung Ermittelt wurde der Stromverbrauch mit dem Conrad Energy Monitor 3000, welcher im direkten Vergleich zu anderen Strommessgeräten gerade auch bei geringer Stromaufnahme sehr präzise arbeitet. Getestet wurden folgende Komponenten, die auch bereits im ersten Artikel der Plex-Serie (hier) vorgestellt wurden: Gehäuse und Mainboard: Shuttle XH61 PC-Barebone (Affiliate-Link) Prozessor: Intel i3-2120T 2x2.60GHz (Affiliate-Link) Arbeitsspeicher: 2x Team Elite PC1333 Arbeitsspeicher 4GB (Affiliate-Link) Festplatte: Samsung HN-M101MBB 1TB (Affiliate-Link) Folgende Werte wurden im Rahmen eines Langzeittests unter Ubuntu 11.10 ermittelt. [table id=6 /] Stromkosten: 3,50 EUR pro Monat Vorab: Ich war beim Test absolut überrascht! Nicht nur, dass der Server vergleichsweise wenig Strom verbraucht, er ist dabei absolut performant! Wird ein Full-HD Video (hier im mkv-Format) live transkodiert auf dem iPad (Einstellung 10 Mbps, 1080p) abgespielt, verbraucht das Shuttle-Barebone im Schnitt 30,6 Watt, insgesamt also ca. 10 Watt mehr als bei Leerlauf. Ein Wert, der mich wirklich begeistern konnte. Hier ist aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, der leistungsstarke Intel i3-Prozessor hat hier noch Reserven. Wird gleichzeitig ein zweites Full-HD Video (ebenfalls im mkv-Format) auf dem iPhone (Einstellung 4 Mbps, 720p) wiedergegeben, steigt die Leistungsaufnahme auf 42,3 Watt. Beim Test konnte zusätzlich noch ein Apple TV 2 (Einstellung 4 Mbps, 72op) mit einem weiteren, dritten Full-HD Video beglückt werden, wobei das Shuttle Barebone in diesem Fall nie mehr als 45 Watt verbraucht hat. Die Videos wurden wie hier erklärt über ein QNAP-NAS eingebunden und liefen auch bei einem einstündigen Dauertest auf allen Endgeräten ohne Murren. Hier zeigt der Intel i3-Prozessor mit der im Vergleich zu den "größeren" Modellen geringen Taktfrequenz und Leistungsaufnahme ganz klar Kämpferqualitäten. Ich hätte zwar gedacht, dass er zwei Streams parallel verkraftet, aber mit drei hatte ich nicht gerechnet. Wahnsinn! Bedenkt man, dass andere Sandy-Bridge Prozessoren alleine schon bis zu 90 Watt verblasen, ist die gebotene Leistung im Verhältnis zum moderaten Stromverbrauch nochmals beeindruckender. Soll der Plex Rechner also im Dauerbetrieb laufen, kann mit monatlichen Stromkosten von knapp 3,50 EUR gerechnet werden. Das beeinhaltet dann ca. 22 Stunden/Tag im unausgelasteten Idle-Betrieb und 2 Stunden/Tag komplette Auslastung durch Plex Transcodings. Wird der Server über mehrere Tage nicht benötigt, kann er zudem in den Standby geschaltet werden, welcher keinerlei Strom (bzw. weniger als das Strommessgerät wahrnehmen kann) benötigt. Zugriff über das Internet: myPlex einrichten Bei diesen insgesamt moderaten Stromkosten kann das Shuttle Barebone ruhigen Gewissens auch im Dauerbetrieb verweilen und die Medien dann auch über die Hausgrenzen hinweg über das Internet freigeben. Zu diesem Zweck wird nachfolgend der myPlex-Dienst eingerichtet. Unter my.plexapp.com über den Button Join myPlex kann ein eigener Account kostenfrei registriert werden. Ist die Registrierung abgeschlossen und der Aktivierungslink in der Bestätigungs-Email angeklickt, kann der Login in Plex erfolgen. Damit der spätere Zugriff klappt, muss der Login einerseits im Plex Media Manager und andererseits im Client selbst hinterlegt werden. (Mittlerweile ist die Registrierung zu myPlex auch komfortabel im Plex Media Manager unter Einstellungen -> myPlex -> Registrierung möglich.) Im Plex Media Manager geschieht die Anmeldung für den Plex-Server im Browserfenster oben rechts über Einstellungen und dem Reiter myPlex -> Anmelden. Mit dem Haken Publiziere Server zu myPlex wird die Internetfreigabe eingerichtet. Damit das klappt, muss vorher jedoch eine sogenannte Portfreigabe konfiguriert werden. Mit dieser wird ermöglicht, dass die Clientanfragen aus dem Internet vom DSL-Router (z.B. Fritzbox) innerhalb des Heimnetzwerks korrekt zum Plex-Server weitergereicht werden. Grundsätzlich gibt es hier zwei Möglichkeiten. Manuelles Port-Forwarding am Beispiel der Fritzbox Im Webinterface der Fritzbox (fritz.box) lässt sich hier unter Internet -> Freigaben -> Portfreigaben -> Neue Portfreigabe wie im Bild links zu sehen eine entsprechende Freigabe für den Plex-Server mit dem Port 32400 anlegen. Entsprechend muss dann im Plex Media Manager unter den myPlex-Settings ein Haken bei Port manuell vergeben 32400 gesetzt werden, damit der Plex-Server diesen Port auch entgegennimmt. Ist das Port-Forwarding eingerichtet, signalisiert die Statusanzeige im Plex Media Manager sofort mit einem grünen Licht und der Meldung Server ist Port 32400 (derzeitige Internet-IP) zugeordnet, ob die Weiterleitung funktioniert. Automatisches Port-Forwarding Moderne Router haben daneben auch die Möglichkeit ein solches Port-Forwarding automatisch einzurichten. Bei der Fritzbox geschieht dies unter Internet -> Freigaben -> Portfreigaben -> Änderungen der Sicherheitseinstellungen über UPnP gestatten Ist dieser Haken gesetzt, teilt der Plex Media Manager dem Router selbstständig mit, welcher Port auf ihn gerichtet werden soll. Einstellungen unter my.plexapp.com Auf der myPlex-Homepage lässt sich nach erfolgreichem Login unter dem Menüpunkt Servers der gerade hinzugefügte Plex-Server ausfindig machen. Mit einem Klick auf den grün angezeigten Server-Namen werden alle freigegebenen Kategorien inkl. kleiner Miniaturbilder angezeigt. Der Plex-Anbieter verspricht dabei nur wenige Daten an den myPlex-Dienst zu übertragen. Dazu zählen die Kategorie-Titel, die angezeigten Miniaturbilder sowie die Internet-IP des Plex-Servers, damit dieser vom Client gefunden werden kann. Der myPlex-Dienst vermittelt hierbei ausschließlich, so dass die weitere Übermittlung der Videodaten zwischen Server und Client direkt geschieht. In der Verwaltung selbst lassen jetzt noch Freigaben für andere Nutzer einrichten. So können Freunde und Familie mit eigenem myPlex-Account auch ohne eigenen Plex-Server auf die Bibliothek zugreifen. Hierbei lassen sich auch einzelne Kategorien zuordnen. Nachdem eine Freigabe für einen anderen Nutzer eingerichtet wurde, erhält dieser eine Bestätigungs-Email, über die er die Freigabe annehmen kann. Ab sofort erscheint der ihm freigegebene Server automatisch in der jeweiligen Plex-Client-App. Einrichtung der myPlex-Clients Sind diese technsichen Hürden gemeistert, kann der Client eingerichtet werden, hier am Beispiel der iPhone-App (App-Store Link) erläutert. Plex-App öffnen und unter Einstellungen (rechts unten) auf Bei myPlex anmelden klicken. Account-Daten eintragen und mit Anmelden bestätigen. Zusätzlich muss jetzt noch die Videoqualität eingestellt werden, denn je nachdem, welche Internetupload-Geschwindigkeit vorliegt, müssen entsprechende Settings vorgenommen werden, damit das Video ruckelfrei wiedergegeben wird. Videoqualität für den Internetzugriff ermitteln Es sollte bekannt sein, welche Uploadgeschwindigkeit die eigene Internetverbindung hergibt. Denn je nach Anschlussvariante ist eine sehr gute Qualität möglich. VDSL beispielsweise liefert derzeit bis zu 10 MBit/s in Uploadrichtung, was sogar für Full-HD ausreicht. Ein Kabelanschluss (z.B. Kabel Deutschland) liefert immerhin bis zu 6 Mbit/s, was für 720p und damit für die "kleine" HD Auflösung ausreicht. Ein normaler DSL-Anschluss (z.B. DSL 16000) hat letztlich nur knapp 1 Mbit/s in Uploadrichtung, was die Qualität schon sehr verschlechtert und die Nutzung eigentlich nur über ein kleines Display sinvoll erlaubt. Wer nicht weiß, welche Uploadgeschwindigkeit beim eigenen Anschluss vorliegt, kann dies bspw. über die Website www.speedtest.net zumindest annäherungsweise ermitteln. Entsprechend der hier ausgewerteten UP-GESCHWINDIGKEIT sollte im Plex Client ein darunter liegender Wert eingestellt werden. In meinem Fall sollten theoretisch 6 Mbit/s in Uploadrichtung vorliegen, Speedtest.net hat knapp 4,8 Mbit/s ermittelt und infolge dessen stelle ich 4 Mbps, 720p in der Plex-App unter Videoqualität -> Externes WLAN ein. Automatische Qualitätseinstellung Neu dazugekommen ist die Möglichkeit, dass Plex selbstständig die Videoqualität je nach Verfügbarkeit der Internetgeschwindigkeit einstellt. In der iPhone-App ist dieses Setting entsprechend unter dem Punkt Qualitäts-Einstellung bereits standardmäßig aktiviert. Das hat den Vorteil, dass einfach ein hoher Wert gewählt werden kann und je nach Leitungsqualität die Streamingqualität automatisch angepasst wird. Denn auch die beste Uploadgeschwindigkeit ist nutzlos, wenn auf Downloadseite ein Engpass vorhanden ist. Aus meinem täglichen Leben Die Freigabemöglichkeiten unter Plex sind bereits enorm. Wer einen entsprechenden Server - wie in der Plex-Serie hier vorgestellt - zusammengestellt hat, wird ab sofort sicherlich auch unterwegs auf die eigenen Videos zugreifen wollen. myPlex bietet hier einen recht einfachen Weg, um das Ganze zu realisieren. Dadurch werden auch spannende Anwendungsfälle möglich. Schnelle Internetleitungen vorausgesetzt, lassen sich die Zuhause vorgehaltenen Videos bequem auch auf dem TV eines Freundes anzeigen, sogar in Full-HD! Notwendig dafür ist nur ein iPhone 4s und der Apple Digital AV HDMI-Adapter (Affiliate-Link). ### FritzBox - interne Portweiterleitungen einrichten Die FritzBox von AVM ist mittlerweile einer der flexibelsten Modem-Router, der aktuell am Markt erhältlich ist. Je nach Modell ist die Bezeichnung der Geräte als klassischer Router jedoch irreführend. Eine Fritz!Box 7390 (Amazon Link) (Affiliate-Link) zum Beispiel ist im Stande viel mehr Aufgaben zu übernehmen. Das Device ist oftmals die zentrale Kommunikationsbasis ganzer Haus-IT-Lösungen. Wer mehrere Netzwerkgeräte im Einsatz hat, weiss vor allem die Portweiterleitung (Portforwarding) zu schätzen. Über einen eingerichteten DNS-Account (z.B. DynDns) oder dem AVM-eigenen Dienst myFRITZ! (Anleitung hier) können somit auf unterschiedlichen Ports unterschiedliche Netzwerkgeräte von außerhalb des Heimnetzes kontaktiert werden. Portweiterleitung im Web-Interface Erweitert man die Ansicht der FritzBox (System -> Ansicht -> Erweiterte Ansicht), können unter dem Menupunkt "Internet - Freigaben" unterschiedliche Portweiterleitungen konfiguriert werden. Auf den Ablauf wird hier jedoch nicht weiter eingegangen. Oftmals ist auch eine interne Portweiterleitung an die FritzBox selbst sehr hilfreich. Die neueste Labor-Firmware von AVM enthält beispielsweise das FHEM-Paket für den Betrieb einer Hausautomation-Lösung. Die dazu gehörige iOS-App FHEMobile (App-Store-Link) muss dazu auf den Port 7072 der FritzBox konfiguriert werden. Alle Zugriffe auf dieser "Leitung" sollen also an die Fritzbox selbst, die als Server für FHEM agiert, weitergeleitet werden. Versucht man jedoch dieses Vorhaben im Web-Interface umzusetzen, endet die Arbeit mit einer Fehlermeldung: "FEHLER: Eintrag kollidiert mit interner Regel". Es sieht also alles so aus, als wäre hier das Ende der Bemühungen erreicht. Aber auch diese Einschränkung lässt sich überwinden. [app 389951065] Portweiterleitung intern über Telnet konfigurieren - ar7.cfg Die Lösung des Problems ist die Modifikation einer Konfigurationsdatei der FritzBox (ar7.cfg). In dieser sind viele Einstellungen, wie z.B. auch die Portweiterleitungen hinterlegt. Um die Datei zu verändern, muss zunächst eine Terminal-Verbindung mit der FritzBox hergestellt werden. Bitte vorher unbedingt das aktuelle Recovery-Image der FritzBox auf dem AVM-FTP besorgen, da bei falschem Vorgehen die Software des Routers beschädigt werden kann. Um fortzufahren, empfiehlt es sich eine Telnet-Verbindung aufzubauen. Der Dienst muss dafür jedoch zunächst gestartet werden. Dazu mit einem an die Box angeschlossenes Telefon - z.B. dem Fritz!Fon (Amazon-Link (Affiliate-Link)) - folgende Nummer anrufen: #96*7* Nun ist Telnet aktiviert und es kann eine Verbindung mit der Box aufgebaut werden. Auf dem Mac wird dazu das Terminal geöffnet. Der Befehl telnet 192.168.178.1 Enter-Taste baut anschließend die Session auf. Nach der Eingabe des Web-Passwortes der FritzBox ist der Login erfolgt. Jetzt gilt es die Datei ar7.cfg zu modifizieren, um den Eintrag für die gewünschte Portweiterleitung hinzuzufügen. Da die Datei im Flash liegt, sollte zunächst eine Kopie davon angefertigt werden: cat /var/flash/ar7.cfg > /var/media/ftp/ar7.cfg Enter-Taste Hierdurch wird die Konfigurationsdatei aus ihrem Pfad /var/flash nach /var/media kopiert. Nun kann die angefertigte Kopie zunächst einmal gefahrenlos verändert werden. Dazu wird die Datei mit dem Editor vi folgendermaßen geöffnet: vi /var/media/ftp/ar7.cfg Enter-Taste Mit diesem Befehl öffnet sich die ar7.cfg (Kopie) und steht nach einem Tipp der Taste "o" zum Bearbeiten bereit. Die Einträge, die für die Konfiguration der Portforwardings verantwortlich sind, können etwa in Höhe der Zeile 300 gefunden werden. Die sog. forwardrules definieren hier zeilenweise die unterschiedlichen Einträge. Um eine neue Regel hinzuzufügen, muss nun eine weitere Zeile mit der selben Syntax ergänzt werden (Beispiel hier: Portweiterleitung auf dem Port 7072 an die FritzBox selbst = 0.0.0.0). "tcp 0.0.0.0:7072 0.0.0.0:7072 0", Dabei ist vor allem auf die letzte 0 und das Komma hinter der Zeile zu achten. Das erste Zahlenset beschreibt dabei den eingehenden Port an der FritzBox und das zweite den eingehenden Port am Gerät (welches hier ja auch wieder die FritzBox ist). Die ar7.cfg sollte anschließend so aussehen wie im Bild rechts zu sehen ist. Mit einem Druck auf die ESC-Taste und anschließend :wq ENTER-Taste wird die Datei-Kopie wieder gespeichert. Nun gilt es, das veränderte File wieder in den Flash zurück zu spielen. Bitte an dieser Stelle unbedingt sicherstellen, dass die Syntax der Veränderungen eingehalten wurde, um die Funktionsweise der FritzBox auch weiterhin sicherzustellen. cat /var/media/ftp/ar7.cfg > /var/flash/ar7.cfg Enter-Taste Diese Eingabe verschiebt die Datei nun zurück in den "heißen" Flash der Box. Anschließend sollte mit dem Befehl reboot Enter-Taste ein Neustart der Fritzbox durchgeführt werden. Das Device sollte nun wieder funktionsfähig lauffähig und die Portweiterleitung eingerichtet sein. Internes Portforwarding sollte im Web-Interface möglich sein. Die Möglichkeiten einer FritzBox sind nahezu unendlich. Schade ist, dass AVM nicht von Haus aus Portweiterleitungen unterstützt, die Services nutzen können, welche auf der Box selbst ablaufen. Nichtsdestotrotz zeigt die vorgeführte Methode eine schnelle und einfache Lösung, wie das Problem behoben werden kann. Die FritzBox, wie das aktuelle Topmodell (Stand August 2012) (Amazon Link) (Affiliate-Link) ist und bleibt somit nicht nur für immer mehr bastelfreudige Anwender das Non-Plus-Ultra in Sachen Heimnetzwerk. ist und bleibt somit nicht nur für immer mehr bastelfreudige Anwender das Non-Plus-Ultra in Sachen Heimnetzwerk. (Affiliate-Link) ist und bleibt somit nicht nur für immer mehr bastelfreudige Anwender das Non-Plus-Ultra in Sachen Heimnetzwerk. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="81" identifier="B003108AZI" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41tx6bHWSUL.SL1104.jpg" tag="meintechblog-120805-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B0031D3A78" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31BixIfEFoL.SL110.jpg" tag="meintechblog-120805-21" width="79"] ### Plex - Media Manager einrichten Jetzt, da der Plex-Rechner unter Ubuntu läuft, Dateifreigaben eingebunden sind und der Plex-Server bereits installiert ist (Plex - Ubuntu und Media Server installieren), können die Medienfreigaben unter dem Plex Media Manager zentral eingerichtet werden. Ziel soll im ersten Schritt sein, dass der Zugriff auf die von Plex bereitgestellten Medien auf allen Clients im selben Netzwerk möglich ist. Plex Media Manager einrichten Zentrales Element in diesem Zusammenhang ist der Plex Media Manager. Mit ihm können alle Freigaben verwaltet und zentrale Einstellungen für die Freigaben selbst definiert werden. Der Zugriff erfolgt über den Browser, indem auf die Adresse des Plex-Servers zugegriffen wird. Das ist entweder die Netzwerk-IP oder der bei der Ubuntu-Installation vergebene Rechner-Name, in meinem Fall Shuttle. Dementsprechend erfolgt der Zugriff mit shuttle:32400/manage. Je nach vergebener IP bzw. Rechner-Namen, muss die URL angepasst werden. Zuerst sollten die Einstellungen unter Preferences (oben rechts) vorgenommen werden. Unter General wird der Friendly Name, also der Name des Plex Servers vergeben. Wer keine anonymen Daten an den Plex-Anbieter senden möchte, entfernt hier den entsprechenden Haken. Unter dem nächsten Punkt Library empfehle ich den Eintrag Update my library auf hourly (stündlich) zu stellen. Dann werden neue Medien innerhalb kurzer Zeit automatisch in die Bibliothek eingebunden. Soll später die Möglichkeit bestehen, die von Plex verwalteten Daten direkt durch die Clients löschen zu können, wird ein Haken bei Allow clients to delete media gesetzt. Beim Reiter Languages kann die bevorzugte Sprache gewählt werden. Dies macht bei privaten Videos weniger Sinn, bei Filmen mit mehreren Audiospuren hat es aber den Vorteil, dass z.B. immer Deutsch gewählt wird, auch wenn der Standard-Audiotrack z.B. auf Englisch steht. Das setzt jetzt voraus, dass die entsprechenden Metadaten richtig gepflegt und die Audiotracks nicht bspw. nur mit Track 1 und Track 2 benannt sind. Wird unter dem Reiter myPlex (Link) ein Zugang erstellt und eingetragen, können die Clients auch von unterwegs auf die Inhalte des Plex-Servers zugreifen. Das wird an späterer Stelle erklärt und ist für den lokalen Zugriff erstmal nicht notwendig. Um die vorgenommenen Einstellungen zu speichern und das Preference-Menü zu schließen, jetzt noch auf Done klicken. Medien durch den Plex Media Manager einbinden Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Medien (Videos, Musik und Fotos) in Plex einzubinden. Nachfolgend werden nur einige ausgewählte Möglichkeiten aufgezeigt, wie Home Movies, Serien und Kinofilme eingebunden werden können. Home Movies einbinden Die einfachste und unspannendste Möglichkeit zur Einbindung von Videos geschieht über das Icon Home Movies. Ein Doppelklick auf das entsprechende Symbol erlaubt es, den Freigabenamen (Name) sowie die Medienordner (Media folders) anzugeben, in welchen sich die Heimvideos befinden. Weitere Einstellungen sind an dieser Stelle nicht notwendig. Durch einen Klick auf Add Section wird die Freigabe angelegt und der Dateiinhalt der angegebenen Verzeichnisse durchsucht. Die Clients können ab sofort auf die Medieninhalte zugreifen. Serien einbinden Mit dem Icon TV Shows lassen sich Serien einbinden. Zu beachten ist hierbei, dass die richtige Sprache unter Advances... Language eingetragen wird. Plex versucht jetzt automatisch aus dem Internet passende Metadaten (Seriencover, Beschreibungen) anhand der Dateinamen herunterzuladen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass jede Serie ihren eigenen Dateiordner erhält und die Episoden so benannt sind, dass Plex die Zuordnung zur Staffel- und Episodennummer vornehmen kann (Bsp.: /Serien/Stromberg/Stromberg - S05E01.avi). Bei der Einstellung Englich funktioniert das nahezu perfekt, bei Deutsch hakt es manchmal. Der richtige Einsatz von Scapern, die für eine hohe Erkennungsqualität sorgen, wird im Blogpost Plex - Wie man Filme und Serien deutschsprachig taggt beschreiben. So sieht das bei der Plex-Client-App auf dem iPhone aus. Die App ist übrigens auch für das iPad angepasst und unterstützt bereits das hochauflösende Retina Display des neuen iPads. [app 383457673]  Kinofilme einbinden und Fehlzuordnungen berichtigen Über das Icon Movies können - analog zu den Serien - Kinofilme eingebunden werden. Es macht dabei keinen Unterschied, ob sich alle Filme in einem Ordner oder einzeln in Unterordnern befinden. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Filmtitel richtig geschrieben und die Angabe des Erscheinungsjahres mit angegeben ist (Bsp.: /Kinofilme/Alice im Wunderland (1951).mov). Besteht ein Film aus mehr als einer Datei, kommt es bei bestimmten Clients zu Problemen, auch können DVD Images nicht abgespielt werden. Wurde hier ein Eintrag nicht oder fehlerhaft erkannt, kann dies manuell korrigiert werden. In diesem Besipiel wird angenomen, dass Plex den Film Alice im Wunderland aus dem Jahr 1951 fälschlicherweise mit der Neuauflage verwechselt hat. Dazu im Plex Media Manager auf den fehlerhaften Eintrag doppelklicken und in der Statusleiste unten Fix incorrect match auswählen. Nachdem Plex die Alternativen ermittelt hat, kann der passende Eintrag ausgewählt und mit Select Movie berichtigt werden. Sofern gewünscht, lässt sich über den Eintrag Change Artwork sowhl Poster (Cover) als auch Background Art (Hintergrundbild) anpassen. Start - Stop - Resume Jetzt kann es losgehen, die Inhalte auf den Clients zu betrachten. Lokal müssen keine weiteren Einstellungen vorgenommen werden, der Plex-Server wird vom entsprechenden Client automatisch erkannt und alle im Plex Media Manager eingetragenen Sections (Home Movies, Serien, etc.) werden angezeigt. Wird ein Video manuell gestoppt, merkt sich Plex die aktuelle Position und spielt automatisch an der letzten Stelle weiter. Das wirklich Geniale daran ist, dass die Information im Server gespeichert werden und alle Clients auf diese Information zurückgreifen. So lässt sich ein auf dem Mac angespielter Film später an der selben Stelle ohne frickeliges Spulen auf dem iPad fortsetzen. Client-Auswahl Eine Auswahl der Clients ist auf der offiziellen Plex-Seite verfügbar. Hier stehen Desktop-, Mobile- und Connected-Clients zur Verfügung (Plex-Downloads). Aus eigener Erfahrung kann ich die Plex-App unter OSX sowie dem iPhone und iPad empfehlen, welche super stabil laufen. Auch auf dem Apple-TV 2. Generation läuft Plex sehr gut, setzt aber zumindest derzeit (Stand August 2012) einen aufwändigeren Jailbreak voraus. Informationen dazu gibt er im Plex Forum (klick). War das schon alles? Eine wirklich spannende Funktion, die im nächsten Artikel Plex - Stromverbrauch und myPlex angesprochen wird, ist myPlex (Link). Damit lässt sich die eigene, lokale Bibliothek unterwegs wiedergeben. So kann beispielsweise auch Freunde mit eigenem myPlex-Account, aber ohne eigenem Plex-Server der Zugriff auf gemeinsame Urlaubsvideos ermöglicht werden. Auch soll hier die Frage geklärt werden, wieviel Strom der Plex-Server in Form des Shuttle Barebone (hier vorgestellt) im 24/7-Betrieb verbraucht. ### Plex - Ubuntu und Media Server installieren Nach der Installation der Hardware, welche im vorherigen Artikel (Plex - Barebone-Server vorbereiten) beschrieben wurde, geht es im nächsten Schritt um die Installation des Betriebssystems sowie des Plex Media Servers selbst. Plex ist grundsätzlich für OSX (Mac), Windows sowie Linux (z.B. Ubuntu) verfügbar. OSX fällt aus, da die hier verwendete Hardware nicht nativ von Apples Betriebssystem unterstützt wird. Für Windows wird eine kostenpflichtige Lizenz benötigt, weshalb es auch ausscheidet. Als Betriebssystem wird schließlich Ubuntu gewählt, da es als Open Source-Software einerseits kostenfrei ist und andererseits eine adäquate Umgebung bietet, um den Plex-Server dauerhaft stabil betreiben zu können. Ubuntu USB-Stick anfertigen Zunächst wird die Installationsdatei benötigt, welche auf der offiziellen Ubuntu Downloadseite in der 64 bit Version heruntergeladen werden kann (Direktdownloadlink Ubuntu 12.04). Da es sich bei der Version 12.04 um eine LTS (long term support) Variante handelt, wird ein dreijähriger Support gewährleistet, wodurch kontinuierliche Updates gewährleistet sind. Die Installationsdatei wird am einfachsten über das Windows-Tool Pen Drive Linux's USB Installer (Direktdownload) auf einen mindestens 2 GB großen USB Stick gepackt. Eine detaillierte Anleitung für die Erstellung des USB-Installationssticks unter Windows gibt es hier, für Mac-User hier und Ubuntu hier. Ubuntu installieren Ist der Stick vorbereitet, wird er in einen freien USB-Steckplatz des zukünftigen Plex Ubuntu-Servers gesteckt. Nach dem Start des PC erscheint autoatisch ein Menü, welches die Installation von Ubuntu ermöglicht. Die grafisch gestützte Installation sollte auch für Neulinge nachvollziehbar sein. Der einzige Knackpunkt ist vielleicht die Einbindung der Festplatte, auf welcher Ubuntu installiert werden soll. Der Ubuntu Disk-Manager bietet die Möglichkeit, die Festplatte zu formatieren und eine Partition zu erstellen. Diese muss dann, auch im Disk-Manager, gemountet werden. Als Mount-Punkt sollte / angegeben werden, damit eine Installation vollzogen werden kann. Ist die Installation schließlich abgeschlossen und der USB-Stick entfernt, startet nach einer Neuinstallation die Benutzeroberfläche von Ubuntu (Bild links). Als PC-Name habe ich bei der Installation Shuttle vergeben (dieser Name kann frei gewählt werden und wird später noch wichtig). Medienfreigabe per USB-Laufwerk in Ubuntu einbinden Hier gibt es, wie bereits im zweiten Artikel der Plex-Serie Plex - Barebone-Server für unter 350 EUR angesprochen, zwei Möglichkeiten, um Medieninhalte einzubinden. Einmal per USB-Festplatte, welche extern an den Ubuntu-Server angeschlossen wird. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die angeschlossene Festplatte im Linux kompatiblen Dateiformat EXT3 bzw. EXT4 formatiert ist. Medienfreigabe per NAS unter Ubuntu einbinden Die zweite, langfristig komfortablere Lösung ist die Anbindung eines Netzwerkspeichers, wie das im Artikel QNAP-NAS in einer Stunde einrichten vorgestellte NAS. Für den Zugriff durch den Ubuntu-Server bieten moderne Netzwerkfestplatten die Möglichkeit zur sogenannten NFS-Freigabe. Ist diese Funktion im NAS verfügbar und aktiviert, lässt sich darauf wie nachfolgend erklärt, zugreifen. Das Terminal unter Ubuntu öffnen. Dazu auf dem Desktop links oben das erste Symbol (weißer Kreis mit drei Punkten) anklicken, in das Suchfeld Terminal eingeben und den passenden Treffer auswählen. In das sich öffnende Terminal-Fenster folgende Befehle der Reihe nach eingeben: nfs-Dienst herunterladen und installieren sudo apt-get install nfs-common Enter-Taste Systemkennwort eingeben und mit der Enter-Taste bestätigen. Danach nochmals die j-Taste und danach die Enter-Taste drücken, um die Installation zu starten. Das im Netzwerk vorzufindende NAS ist über dessen IP bzw. Netzwerknamen erreichbar. In meinem Fall trägt das NAS den schlichten Namen q. Entsprechend lässt sich über den folgenden Befehl anzeigen, welche Freigaben das NAS (q) zu bieten hat. showmount -e q Enter-Taste Jetzt wird angezeigt, welche Freigaben vorhanden sind. Wird nichts angezeigt, stimmt etwas mit der NFS-Freigabe des NAS nicht. In meinem Fall liegen die freizugebenden Dateien im Ordner /Qmultimedia, welches nachfolgend dauerhaft, also auch nach einem Neustart gemountet (verbunden) bleiben soll. Dazu muss auf dem Ubuntu Server ein entsprechendes Verzeichnis erstellt werden, auf welches das NAS-Verzeichnis gemountet werden soll. In meinem Fall soll dieses Verzeichnis ebenfalls Qmultimedia lauten. sudo mkdir /Qmultimedia Enter-Taste Damit die Freigabe dauerhaft verbunden bleibt, muss ein Eintrag in die Datei /etc/fstab erfolgen. Dazu muss die Datei mit einem Editor geöffnet werden, in diesem Fall mit nano. sudo nano /etc/fstab Enter-Taste Im Editor wird nun ausschließlich per Tastatureingaben navigiert. Mit der "Runter-Taste" in die unterste Zeile springen. Hier wird mit folgender Codezeile vom NAS mit Namen q der Ordner Qmultimedia auf dem Ubuntu-Server mit gleichlautendem Ordner Qmultimedia gemountet. q:/Qmultimedia /Qmultimedia nfs rw,hard,intr,nolock,rsize=32768,wsize=32768 Bei mehreren Freigaben, werden diese jeweils untereinander in jeweils eine neue Zeile geschrieben. Zum Speichern und Schließen der Datei wird folgende Tastenkombination benutzt (ctrl ist das gleiche wie strg): Gleichzeitig ctrl + o (zum Speichern) Enter-Taste Gleichzeitig ctrl + x (zum Schließen) Die NAS-Freigabe wird nach einem Neustart des Ubuntu-Rechners automatisch verbunden. Dazu auf dem Desktop über die Leiste oben rechts den Neustart einleiten oder im Terminal folgenden Befehl verwenden: sudo reboot Enter-Taste ACHTUNG! Die NAS-Freigabe ist von nun an fest in den Ubuntu-Rechner eingebunden und verhält sich genauso wie eine interne Festplatte. Das bedeutet, dass das Löschen einer Datei oder des ganzen Freigabeordners unter dem Ubuntu-Rechner auch gleichzeitig den Inhalt auf dem NAS löscht. Um die Freigabe wieder loszuwerden, muss die entsprechende Codezeile in die Datei /etc/fstab gelöscht oder mit einem # am Anfang der Zeile auskommentiert werden. Nach einem Neustart kann dann noch, sofern gewünscht, der lokale Ordner gelöscht werden, welcher vorher erzeugt wurde. Dazu wird in meinem Fall der Befehl "sudo rmdir /Qmultimedia" genutzt. Plex installieren Jetzt ist es soweit, Plex wird installiert. Dazu begeben wir uns in das Ubuntu Software-Center. Das Symbol dafür ist auf dem Desktop in der Leiste links in Form eines roten Einkaufskorbs zu finden. Dort lässt sich im Suchfeld mit der Eingabevon plex der Plex Media Server ausfindig machen und für 0 Dollar "kaufen". Beim ersten Erwerb von Software aus dem Software Center müssen jedoch noch die Nutzungsbedingungen akzeptiert und ein neues Benutzerkonto angelegt werden, sofern eine Registrierung noch nicht schon früher durchgeführt wurde. Dazu Namen, Email-Adresse und Passwort vergeben und die Anmeldung über die Verifikations-Email bestätigen. Der Plex Media Server wird nun installiert. Wer die Plex-Installation über das Terminal ohne Anmeldung beim Ubuntu Software-Center vornehmen möchte, findet die entsprechende Anleitung auf der offiziellen Plex-Website (PMS-Download). Plex Media Manager öffnen Ist Plex installiert, kann ab sofort auf das Webinterface des Plex Media Managers zugegriffen werden. Dieser dient zur Verwaltung der Freigaben mit den Kategorien Movies, TV Shows, Photos, Home Movies sowie Music. Befindet man sich noch auf dem Ubuntu-Rechner, wird der Firefox geöffnet und in die Adressezeile localhost:32400/manage eingetragen und mit Enter bestätigt. Nun sollte die in schwarz gehaltene Oberfläche, der Plex Media Manager, laden (siehe Bild links). Der Zugriff auf den Plex Media Manager ist auch über einen anderen PC möglich. Dazu wird im Browser die Adresse Shuttle:32400/manage angesurft. Shuttle muss ggf. mit dem Server-Namen ersetzt werden, der bei der Installation von Ubuntu selbst gewählt wurde. Weiterhin ist der Zugriff über myPlex auch über das Internet möglich. Darauf werde ich aber erst später eingehen. Fernzugriff aktivieren (optional) Da ein eingeständiger Server aufgebaut werden soll, der später ohne Monitor, Tastatur und Maus seinen Dienst verrichtet, aber dennoch aus der Ferne gesteuert werden kann, wird nun zum Schluss der Zugriff auf entfernte Arbeitsflächen aktiviert. Dazu auf dem Desktop links oben auf das oberste Symbol klicken, in die sich öffnende Suchleiste Freigabe eintippen und das entsprechende Symbol auswählen. Jetzt wie im Screenshot links die Einstellungen vornehmen. Es sollte ein sicheres Passwort gewählt werden, sofern der Rechner später auch über das Internet gesteuert sein soll. Der Rechner ist ab sofort entweder über seine lokale IP-Adresse oder den bei der Installation vergebenen Namen (in meinem Fall Shuttle) erreichbar. Der Zugriff über einen Windows-Rechner kann dann beispielsweise über die Freeware Tight VNC erfolgen. OSX Nutzer können das bereits vorhandene Systemtool "Bildschirmfreigabe" nutzen, welches unter dem Pfad /System/Library/CoreServices/Bildschirmfreigabe.app zu finden ist. Für das Verbinden zum Server ist der Host (IP bzw. Name des Servers) und das vorher vergebene Passwort notwendig. Ab sofort lässt sich der Ubuntu Desktop auch bequem von einem anderen PC im selben Netzwerk fernsteuern. Next: Plex Media Manager konfigurieren Der Plex-Server läuft nun und die gewünschte Dateifreigabe ist ebenfalls unter Ubuntu verfügbar. Im nächsten Artikel Plex – Media Manager einrichten werden alle notwendigen Schritte im Plex Media Manager vorgestellt, um die verfügbaren Medien über Plex freizugeben. ### Plex - Barebone-Server vorbereiten Im vorherigen Artikel Plex – Barebone-Server für unter 350 EUR wurde erklärt, welche Hardware sinnvoll eingesetzt werden kann, um einen performanten und gleichzeitig stromsparenden Plex Server (Infos zu Plex) aufzubauen. In diesem Artikel geht es nun ans Eingemachte, es wird beschrieben, welche Schritte hardwareseitig notwendig sind, um den Barebone-Rechner in der angestrebten Konfiguration lauffähig zu bekommen. Barbone öffnen Wer bereits einen PC selbst zusammengestellt hat, weiß, dass sich die einzelnen PC-Komponenten wie Legosteine zusammenfügen und im Grunde bei einem vorsichtigen Vorgehen nichts schief laufen kann. Wer sich zum ersten Mal daran wagt, sollte auf jeden Fall eine zusätzliche Anleitung konsultieren. Die beim vorgestellten Shuttle Barebone XH61 (Affiliate-Link) beigelegte, bebilderte Anleitung hilft hier sicherlich weiter. Bevor in das Innere des Barebones vorgedrungen wird, sollte grundsätzlich immer der Strom getrennt werden bzw. das Netzteil an der Außenseite des Barebone abgesteckt werden. Nach der Entfernung einiger Schrauben auf der Geräterückseite sowie der Entfernung des Deckels und der Laufwerkshalterungen eröffnet sich das Mainboard, welches bereits anschlussseitig vorkonfiguriert ist. Es muss lediglich noch der Prozessor, Arbeitsspeicher sowie SSD/HDD implantiert werden. Prozessor einbauen Am heikelsten, gerade für Neulinge,  gestaltet sich sicherlich der Einbau des Hauptprozessors, in diesem Fall ein Intel Core i3-2120T, 2x 2.60GHz (Affiliate-Link). Als Erstes wird der bereits montierte und im Lieferumfang vorhandene Kühlkörper inkl. Lüfter entfernt, welcher über vier Schrauben vertikal mit dem Mainboard verbunden ist. Nach der Freilegung erkennt man sofort den Sockel, die Stelle, an welche der Prozessor eingesetzt wird. Hier ist wichtig, dass die Ausrichtung der CPU stimmt, da sie sonst beschädigt werden kann. Ist die CPU auf dem Sockel, wird der Prozessor über eine Hebelmechanik fixiert. Wer sich nicht sicher ist, sollte am besten die vorher angesprochene Anleitung konsultieren. Danach muss die graue Oberläche der CPU mit Wärmeleitpaste dünn bestrichen werden, welche sich vorbildlicherweise ebenfalls im Lieferumfang des Shuttle Barebones befindet. Zum Verstreichen entweder vorsichtig eine Rasierklinge benutzen oder die scharfe Plastikkante der Halterung, in der die CPU geliefert wurde. Hier muss man keine Wissenschaft daraus machen, sollte aber darauf achten, dass die gesamte graue Oberfläche des Prozessors möglichst gleichmäßig bestrichen ist. Wenn alles geklappt hat, sollte es so aussehen wie auf dem Bild links. CPU-Kühlkörper aufsetzen Als letzten Schritt den vorher abgenommenen Kühlkörper auf den Prozessor aufsetzen und mit den vier Schrauben wieder mit dem Mainboard fixieren. Hier sollte darauf geachtet werden, dass der Kühlkörper auf Anhieb beim ersten Kontakt mit der Wärmeleitpaste die richtige Ausrichtung hat und nicht mehr groß bewegt werden muss. Geht hier etwas schief, hat man immer noch die Möglichkeit von vorne zu beginnen. Hierzu die Wärmeleitpaste, sofern verunreinigt vollständig, etwa mit einem Papiertaschentuch, entfernen und neu auftragen. Falls die Wärmeleitpaste aufgebraucht ist, kann Ersatz, z.B. in Form der Arctic Cooling MX-2 Wärmeleitpaste (Affiliate-Link) beschafft werden. Wichtig ist insgesamt die Ruhe zu bewahren und die einzelnen Schritte langsam und bedacht durchzuführen. Arbeitsspeicher einbauen Ist die CPU einmal fixiert, gestaltet sich der Einbau des Arbeitsspeichers, hier das Team Elite 2er-Dual Channel-Set (Affiliate-Link), als ein Kinderspiel. Hier gibt es lediglich zwei Orientierungen, Probleme beim Einbau sind hier fast ausgeschlossen. Vorab sollten die seitlichen, schwarzen Fixierungslaschen auf dem Mainboard zur Seite geklappt werden. Dann den Arbeitsspeicher mit der richtigen Orientierung einsetzen und solange vorsichtig andrücken, bis die Fixierungen einschnappen. Wenn die Fixierungen wie im Bild links eingeschnappt sind, sollte alles passen. Sofern nur ein RAM-Baustein genutzt wird, sollte der Slot genutzt werden, der näher an der CPU liegt (DIMM 1). Festplatte (und DVD-Laufwerk) anschließen Hier ist es ähnlich einfach wie beim Arbeitsspeicher. Die vorkonfektionierten Kabel (SATA, Strom bzw. sATA) an die passenden Schnittstellen von Festplatte (HDD bzw. SSD) und Slimline DVD-Laufwerk stecken, fertig. Hier hält das Gehäuse auch zwei getrennte Einschübe vor, in der das jeweilige Laufwerk mit Schrauben (ebenfalls im Lieferumfang) fixiert werden kann. Die vorkonfektionierten Kabel sind lang und flexibel genug, so dass es hier keine Probleme geben sollte. Gehäuse schließen Das war es auch schon, was hardwaretechnisch konfiguriert werden muss. Jetzt kann der Gehäusedeckel aufgesetzt, zugeschoben und verschraubt werden, der Shuttle Barebone-Server ist soweit starklar. Wer das ohnehin geringe Betriebsgeräusch des CPU-Lüfters weiter senken möchte, kann diesen gegen einen Silent-Lüfter austauschen. Hier bietet sich der gleich große Lüfter SILENX Ixtrema Pro IXP-52-11 (Affiliate-Link) mit 80 x 80 x 1,5 cm an. Da die Silent-Lüfter in der Regel durch die geringere Drehgeschwindigkeit auch weniger Hitze abführen können, sollte in jedem Fall die Betriebstemperatur der CPU im Auge behalten werden. Beim hier genutzten Core i-Prozessor der T-Serie ist das aufgrund der nur 35 Watt anfallenden Leistung nicht so kritisch. Wird jedoch ein i5-Quadcore mit max. 65 Watt, wie der Intel Core i5-3450S 2.8GHz (Affiliate-Link) verwendet, sollte auf den Einsatz eines langsameren Lüfters gänzlich verzichtet werden. Funktion prüfen und Installation vorbereiten Ist das Gehäuse geschlossen und das Netzteil angeschlossen, kann die weitere Peripherie, wie Maus, Tastatur und Monitor angeschlossen werden, um im nächsten Schritt das Betriebssystem, in unserem Fall Ubuntu zu installieren. Ist alles angeschlossen, kann vorab durch einen Druck auf die Power-Taste geprüft werden, ob das Barebone startet. Im Anschluss können im BIOS notwendige Settings überprüft bzw. geändert werden. Dazu beim Start des Barebones die Del/Entf-Taste drücken und kurz warten. Die Einstellungen des Lieferumfangs sind ok, so dass keine großartigen Änderungen notwendig sind. Im BIOS kann man aber weiter prüfen, ob Prozessor, Arbeitsspeicher und Festplatte/DVD-Laufwerk richtig erkannt wurden. Wurden alle Komponenten richtig erkannt, kann die Installation des Betriebssystems sowie des Plex Media Servers in Angriff genommen werden. Alle Details dazu finden sich im nachfolgenden Artikel Plex - Ubuntu und Media Server installieren. ### Plex - Barebone-Server für unter 350 EUR Wer Plex nutzen möchte, braucht mindestens einen Client (Abspielgerät) und einen Server, der den Plex-Dienst selbst bereitstellt und alle darauf freigegebenen Medieninhalte verwaltet. Wie im vorherigen Artikel kurz angesprochen, sollte der Plex Server ordentlich Dampf unter der Haube haben, um genug Reserven für das Kernelement von Plex, das sogenannte Live-Transcoding, vorzuhalten. Das Live-Transcoding wird dabei für bestimmte Abspielgeräte wie das iPhone oder generell für alle über das Internet verbundenen Clients benötigt, um das vorliegende Videomaterial in Echtzeit passend aufzubereiten bzw. entsprechend der eigenen Upload-Bandbreite zu verkleinern. Die richtige CPU: Intel i3-2120T 2x2.60GHz (Affiliate-Link) - 120 EUR B005JBPQ9K Rein aus Performancegründen fallen hier bereits einige Hardware-Varianten aus dem Raster. Rechner auf Atom-Basis, wie der  Zotac ZBOX ID41 Mini-PC (Affiliate-Link) haben schlicht zu wenig Power für Live-Transcoding. Macht der schwachbrüstige Atom vielleicht noch bei SD-Content mit, wird es spätestens ab einer HD-Auflösung von 720p unmöglich, Videoinhalte in Echtzeit und damit ohne Wartezeit aufzubereiten. Atom-Prozessoren besitzen hier zwar auf dem Papier vollmundige GHz-Zahlen, die Taktfrequenz sagt dabei aber leider nicht viel über die Leistung aus. Für das HD-Transcoding sind Atom-Prozessoren jedenfalls derzeit ungeeignet. (Kurze Anmerkung: Der Atom-Prozessor reicht dann aus, wenn der Plex Server kein Live-Transcoding vollziehen muss, was beim Windows- bzw. OSX-Client der Fall ist. Da die Zahl an Thin-Clients steigt, also an Abspielgeräten, die nur bestimmte Medienformate schlucken, wird hier auf einen performanten Plex Server mit Live-Transcoding Funktion, besonderen Wert gelegt.) Intel Prozessoren der Core i-Serie mit dem aktuellen Sockel 1155 können hier überzeugende Argumente aufweisen. Basierend auf der aktuellen Sandy-Bridge Architektur haben selbst die kleineren Vertreter genug Power, um nicht nur ein, sondern auch zwei Endgeräte mit transcodiertem Videomaterial gleichzeitig zu versorgen (Update: Die hier vorgestellte Konfiguration schafft sogar drei gleichzeitige Full-HD-Streams). Außerdem verbrauchen die Core i-Prozessoren der T-Serie verhältnismäßig wenig Strom, wodurch die Kühlung weniger beansprucht wird (der Lüfter arbeitet langsamer und damit leiser) und der Dauerbetrieb des Servers erschwinglich bleibt. Beim Prozessor fällt die Wahl auf den Intel Core i3-2120T, 2x 2.60GHz (Affiliate-Link). Er bietet mit einer Verlustleistung von max. 35 Watt bei Vollauslastung und seinem moderaten Anschaffungspreis das insgesamt ökonomischste Gesamtpaket. Zum Vergleich: Andere i3-CPUs mit etwas höher Taktfrequenz und vergleichbarem Preis verbrauchen bei Volllast 65 Watt. Ein Unterschied, der sich nicht nur dramatisch auf die Hitzeentwicklung, sondern auch auf die Stromkosten auswirkt. Das passende Gehäuse: Shuttle XH61 PC-Barebone (Affiliate-Link) - 160 EUR Wie bereits angesprochen, soll der Plex-Server möglichst klein sein, am besten kleiner als ein Schuhkarton, um zur Not auch im HiFi-Rack neben der Playstation unterzukommen. Hier gibt es nicht sonderlich viel Auswahl, möchte man einen potenten Core i3-Prozessor unterkriegen und noch dazu wenig Geld ausgeben. Die Wahl fällt auf das (Shuttle Barebone XH61 (Affiliate-Link), welches mit seinen geringen Maßen (21,6 x 15,6 x 6,3 cm - die Grundfläche ist vergleichbar mit der des iPad) und seinem verhältnismäßig geringen Preis das Rennen macht. Beim XH61 bekommt man in der Tat ein wertig wirkendes Gehäuse mit eingebautem, anschlussseitig gut ausgestattetem Mainboard, Prozessorkühler inkl. leisem Lüfter (ausgelegt für CPUs der Core i-Serie bis 65 Watt) und einem externen Netzteil mit max. 90 Watt Leistung. Das externe Netzteil braucht natürlich etwas extra Platz, ist aber kompakt gebaut und hat den Vorteil, dass es seine Hitze nicht ins Innere des PC-Gehäuses abgibt. Das Shuttle Barebone wirkt nicht nur äußerlich hochwertig, vor allem die vorkonfektionierten Kabel für die Laufwerke (HDD/SSD und Slim DVD-LW) wirken sehr wertig und machen auf Anhieb einen guten Eindruck. Der Lüfter ist temperaturgesteuert, lässt sich über das BIOS aber auch auf fixe Drehzahlen einstellen. Dadurch, dass der gewählte Core i3-2120T nur wenig Abwärme (dank der max. 35 Watt Leistung) produziert, bleibt die Drehzahl angenehm niedrig, so dass das Shuttle Barebone kaum hörbar ist. Einzig störend ist das, je nach Systembelastung hochfrequente Fiepen des Netzteils. Wer sich daran stört, sollte das Netzteil am besten hinten den Schrank packen oder sich nach Ersatz (19 Volt, 4,74 A) umsehen. Ab einem Abstand von 2 Metern ist das Geräusch aber auch so kaum mehr wahrnehmbar. Der passende Arbeitsspeicher - Team Elite PC1333 Arbeitsspeicher 4GB (Affiliate-Link) - 20 EUR B003XOS0X4 Beim Arbeitsspeicher gibt es nicht allzu viel zu beachten, hier tut es der günstige Speicher von Team Elite PC1333 Arbeitsspeicher 4 GB (Affiliate-Link). Wer gleich beide Ram-Bänke vollpacken möchte, kann direkt beim 2er-Dual Channel-Set (Affiliate-Link) zugreifen, denn Arbeitsspeicher kann ja nie genug vorhanden sein. Für Plex reichen objektiv betrachtet 4 GB locker aus. Gerade durch den performanten i3-Prozessor spielt man nachträglich aber schnell mit dem Gedanken eine virtuelle Maschine, z.B. per Virtual Box zu installieren. Gerade hier macht sich der zusätzliche Arbeitsspeicher schnell bezahlt. Der passende Speicher (SSD/HDD)- 50-100 EUR Je nach Anwendungsfall macht es Sinn entweder eine SSD oder klassische HDD zu nutzen. Möchte man einen möglichst performanten und stromsparenden Plex Server aufbauen, der auf die Medieninhalte per USB-Platte(n) oder auf ein NAS zugreift, kann eine SSD ab 60 GB, wie beispielsweise eine OCZSSD2-2VTXE60G 60GB (Affiliate-Link) sinnvoll eingesetzt werden. Möchte man hingegen die später zu konsumierenden Mediendateien intern im Plex Server speichern, sollte am besten zu einer klassischen HDD gegriffen werden, z.B. eine Samsung HN-M101MBB 1TB (Affiliate-Link). Damit ist erstmal ordentlich Platz vorhanden, um seine privaten Daten abzuspeichern. Aber nicht vergessen, der Einsatz eines NAS hat bei der dauerhaften Datenspeicherung den Vorteil, dass hier je nach Spiegelung der Defekt einer/mehrerer Festplatten kompensiert werden kann (siehe Artikel). Zusätzlich bietet das Gehäuse Platz für ein DVD-Laufwerk im Slim-Format, wie das Samsung SN-208BB Samsung SN-208BB (Affiliate-Link). Das passende sATA Kabel ist bereits im Barebone vorkonfektioniert und kann direkt angeschlossen werden. Da das Zeitalter von physischen Datenscheiben aber (zum Glück) langsam zu Ende geht, kann darauf getrost verzichtet werden. Die Installation des Betriebssystems kann über einen USB-Stick erfolgen und alle weitere Software, wie Plex selbst, lässt sich über das Internet herunterladen. Apropos Internet. Das Shuttle Barebone hat zwar einen GBit Netzwerkanschluss, jedoch kein eingebautes WiFi (WLan). Wer dies unbedingt braucht, kann einen USB-Wlan-Stick nachrüsten. Aus Erfahrung sprechend, würde ich eine kabelgebundene Verbindung empfehlen, da hier Verbindungsqualität sowie Datendurchsatz gerade für den Serverbetrieb von Vorteil sind. In Summe 350 EUR Insgesamt schlägt der Plex Server in der hier vorgestellten Konfiguration mit ca. 350 EUR zu Buche. Dafür erhält der Technikenthusiast einen performanten Mini-Rechner, der auf der Höhe der Zeit ist und alle Anforderungen erfüllt, die für den Dauerbetrieb eines Plex Servers benötigt werden. Der Core i3-Prozessor der T-Serie braucht zudem wenig Strom, hat aber nach oben jede Menge Reserven, was die Live-Umwandlung von Videos angeht. Sicherlich ließe sich an der ein oder anderen Stelle noch etwas sparen, in Summe erhält man bei der hier vorgestellten Hardware dennoch eine ausgewogene Mischung aus preisbewussten Komponenten, guter Leistung und ansprechendem Design. [poll id="11"] Update vom 10.10.2014: Die angegebenen Komponenten sind mittlerweile nicht mehr wirklich up-to-date. Meine neue Empfehlung hinsichtlich einzusetzender Hardware auf Basis des Intel NUC ist deshalb in meinem Kommentar einsehbar. Im nächsten Artikel Plex - Barebone-Server vorbereiten wird erklärt, was beim Zusammenbau des neu erworbenen Plex Servers beachtet werden muss und in den darauf folgenden Artikeln, wie die freizugebenden Medieninhalte unter Ubuntu verwaltet werden können. Auch wird hier die Frage beantwortet, welcher Strombedarf durch den Dauerbetrieb des Plex Servers entsteht. ### Plex - Die ultimative Multimedia Station Technikenthusiasten nutzen und lieben es bereits lange: Plex. Eine Software zur Verwaltung von Multimediadateien, die den Umgang mit Video- und Audioformaten jeglicher Art drastisch vereinfacht und die lokale Medienbibliothek durch myPlex mittlerweile sogar über das Internet gestattet. In den letzten Monaten und Jahren hat sich viel getan bei Plex. Es ist gewachsen zu einem durchdachten, wenn auch nicht gänzlich fehlerfreien Stück Software, kostenlos und lauffähig unter allen gängigen Betriebssystemen. Es wird laufend weiterentwickelt und bekommt von Release zu Release neue Funktionen, alte Bugs werden beseitigt, neue Bugs kommen hinzu. Jeder der sich dazu entschließt Plex zu nutzen, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es nicht perfekt (im Sinne von fehlerfrei) ist und nie sein wird, aber dennoch durch seinen Funktionsumfang und die aktuell einzigartige Server-Client-Architektur zum Besten und Komfortabelsten gehört, was man derzeit zur Verwaltung und Bereitstellung von Multimediadateien lokal und über das Internet finden kann. Plex: Blog-Reihe auf meintechblog.de Das vorneweg geschickt, soll im Rahmen einer mehrteiligen Reihe Plex näher beleuchtet werden. Angefangen bei den passenden Hardwarekomponenten (klick), über die Einrichtung unter Ubuntu bis hin zur operativen Benutzung in den eigenen vier Wänden inkl. Streaming über das Internet. Die hier gegebenen Informationen sollen einen kurzen Einblick in die Nutzung von Plex vermitteln, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Medienzentrale Plex - Ein Server für alle Clients Ein Plex-Server verfolgt primär das Ziel lokal vorgehaltene Videos und Musikdateien ohne großen Aufwand allen mit ihm verbundenen Clients zur Verfügung zu stellen. Lokal vorgehalten bedeutet dabei, dass die Mediendatein auf internen Festplatten, externen USB-Platten oder einem NAS (Erklärung hier) abgelegt sein können. Ohne großen Aufwand heißt, dass nach einmaliger Einrichtung des Plex-Servers, dieser in regelmäßigen Abständen (z.B. eine Stunde) entsprechende Ordner durchforstet und neue Inhalte automatisch allen Clients zur Verfügung stellt. Die Auswahl an Clients ist dabei mittlerweile stark gewachsen. Als potentielle Abspielgeräte können iPhones, iPads, Android-Phones/Tablets, PCs, Macs, Rokus, AppleTVs (bis zum Erscheinen eines offiziellen App-Stores derzeit leider nur über Jailbreak) und diverse andere Netzwerkplayer zum Einsatz kommen. UPDATE (28.10.2012): Ab sofort ist es sogar möglich über ein Plugin names DreamPlex (Link zum Installationspaket) mit der Dreambox auf den hauseigenen Plex-Server zuzugreifen. Informationen zur aktuellen Beta-Version gibt es im immer aktuellen Dreambox-Blog hier. Sobald ich das Plugin ausgiebig testen konnte, werde ich mehr dazu schreiben. Da Plex mittlerweile auch DLNA unterstützt, eignen sich auch Abspielgeräte, die eigentlich gar keine native Plex-Unterstützung besitzen. Dazu zählt die beliebte Playstation 3 (Affiliate-Link) genauso wie der WD TV Live Netzwerkplayer (Affiliate-Link). Performante Hardware für den Plex-Server Der Plex-Server selbst benötigt primär keine recht performante Hardware für die reine Verwaltung und Anreicherung der Mediendaten mit Meta-Informationen aus dem Internet. Sofern der lokale Client, wie im Falle eines Windows- oder OSX-Rechners, selbst die Möglichkeit mitbringt, die unter Plex verwalteten Formate nativ abzuspielen, vermittelt der Plex Server nur die entsprechende Datei und benötigt so gut wie keine CPU-Power. Entsprechend läuft Plex bereits auf zahlreichen NAS-Systemen, die eine wirklich schwachbrüstige Non-Intel CPU besitzen. Aber um alle Vorzüge von Plex ausnutzen zu können, bedarf es eines potenten Rechners. Plex verwandelt sich, etwa eine Intel Core i3-CPU vorausgesetzt zu einer eierlegenden Wollmilchsau. Nahezu jegliche Inhalte, die nicht nativ auf einem Client abgespielt werden können, werden in Echtzeit vom Plex-Server aufbereitet, sprich transkodiert. Ein iPad mit Plex-App ausgestattet beispielsweise, spielt nativ nur Videodateien im mp4-Format ab. Liegt die Datei aber in einem anderen, gängigen Format bzw. Container wie mkv oder wmv vor, gelingt das direkte Abspielen nicht. Genau hier kommt der Plex Server ins Spiel. Er versteht, welches Format der jeweilige Client abspielen kann und wandelt das vorliegende Videoformat in Echtzeit in ein für den Client passendes Format um. Jeder, der schon einmal einen Film z.B mit Handbrake (Link) "umgewandelt" hat, weiß, dass dies selbst bei einem recht gut ausgestatteten PC einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Der Plex Server bedient sich hier beim sogenannten FFmpeg (Wiki-Link), einer quelloffenen Sampling-Software, die nahzu jedes Audio-/Videoformat in ein anderes, gewünschtes Format umwandeln kann. Dadurch können dann sogar über das Internet verbundene Clients, einen Internet-Upload von mindestens 2 MBit/s vorausgesetzt, in den "herunterkonvertierten" Genuss von Videos kommen, die Zuhause in HD-Qualität auf den Platten schlummern. So wird adaptives Streaming auch mit geringen Bandbreiten möglich, ohne das lange Wartezeiten notwendig sind. Performance ist nicht alles Aber zurück zum Server selbst. Ziel soll es folglich sein, den Plex Server möglichst performant zu gestalten, um nicht nur ein Video (Full-HD) in Echtzeit und ohne Wartezeit für den Client umzuwandeln, sondern am besten noch genug Power zur Verfügung zu haben, um einen zweiten Client parallel zu bedienen. Gleichzeitig soll der Plex-Server aber wenig Leistung verbrauchen, damit er kostengünstig auch 24/7 ohne Pause "durchlaufen" kann, ohne den Geldbeutel zu stark zu belasten. Zusätzlich sollte er möglichst klein, leise und natürlich kostengünstig sein. Diese Präferenzen im Hinterkopf behaltend, wird im nachfolgenden Artikel Plex – Barebone-Server für unter 350 EUR ein Prototyp einer Plex-Server Hardware vorgestellt, die alle Eigenschaften möglichst gut vereinen soll. Keine leichte Aufgabe, ich denke jedoch trotzdem eine passable Lösung gefunden zu haben, die obendrein noch nett aussieht. ### Downhill, Kickflip oder Piste - Actionvideos mit der Contour ROAM in HD Extremsportler, Urlauber oder Speedjunkies - Actioncams haben den Einzug in viele Lebensbereiche gefunden und zeichnen actionreiche Erlebnisse in HD-Qualität auf. Die Contour ROAM ist eine von ihnen. In Sachen Bekanntheitsgrad hängt sie der GoPro HD sicherlich hinterher, obwohl sie sich qualitativ nicht unbedingt verstecken muss. Dieses Review schafft Klarheit und zeigt alle Funktionen der ROAM sowie deren Bildqualität und die Verwendung der von Contour gestellten Software. Zahlen, Daten, Fakten - Alle Spezifikationen der ROAM auf einen Blick Was die ROAM vorallem gegenüber der GoPro HD interessant macht, ist der Preis. Das Einsteigermodell ROAM (Affiliate-Link) von Contour Inc. kostet derzeit knapp 165,-€. Dieser Artikel wird zeigen, wie viel Actioncam man für diesen Preis bekommt. Hardware: Die ROAM verfügt über ein robustes Aluminium-Gehäuse und ist ab Werk bis ein Meter wasserdicht. Wer die Cam für Wassersportarten nutzen möchte, sollte eventuell überlegen, das Wasserschutz-Case (Affiliate-Link) zu kaufen, welches es auch ermöglicht tiefer als ein Meter unter Wasser zu filmen. Die Linse ist um 270 Grad drehbar, um die Kamera auch schräg nutzen zu können. Um bei besonders rasanten Situationen auch wirklich alles im Bild zu haben, besitzt die Linse der ROAM zusätzlich einen 170-Grad-Weitwinkel. Ein Mikrofon für die Tonspur ist ebenfalls bereits integriert. Aufgenommen wird auf eine nicht im Lieferumfang enthaltene MicroSD-Karte. Der Akku ist integriert und hält knapp drei Stunden. Klasse ist vor allem die in die Linse eingebaute Laser-Wasserwaage. Dank dieser werden keine schiefen Szenen gefilmt, wenn die Kamera einmal an einem Helmhalter oder ähnlichem montiert ist. Aufnahme-Features: Grundsätzlich stehen für die ROAM drei verschiedene Aufnahmemodi zur Verfügung. Diese werden in der zugehörigen Software am PC oder Mac voreingestellt, worauf aber später noch genauer eingegangen wird. Bei allen drei Modi kann die Qulität auf 30 oder 25 fps gestellt werden, um die Aufnahmelänge notfalls zu erhöhen. Zunächst gibt es den Full-HD-1080p-Modus, bei dem etwa acht Minuten pro Gigabyte gefilmt werden können. Der Weitwinkel in diesem Modus beträgt 125 Grad, was nach eigener Einschätzung das Bild ein wenig harmonischer wirken lässt als der 170-Grad-Weitwinkel in den anderen Modi. Filmt man im Tall-HD-Modus (960p), so verschiebt sich das Bildverhältnis auf 4:3 und die Aufnahmedauer steigt auf bis zu 10 Minuten pro Gigabyte. Im 720p-Contour-HD-Modus steigt die Dauer der Aufnahme auf satte 15 Minuten pro Gigabyte. Mit einer 8-Gigabyte-Karte kann somit zwischen 64 und 120 Minuten gefilmt werden. Sämtliche Aufnahmen werden dabei mit dem H.264/AAC-Codec im MOV-Format gespeichert. Die ROAM bietet zusätzlich einen Fotomodus, der in einstellbaren Intervallen jeweils 5-MP-Bilder schießt. Lieferumfang: Wie das ganze Design und die Bedienung allgemein ist auch der Lieferumfang eher simpel gehalten. Neben ROAM und USB-Kabel findet man noch zwei unterschiedliche Halterungen für die Kamera, z.B. verwendbar an Mountainbike- oder Skihelmen. Eine davon ist variabel drehbar, die andere starr. Inbetriebnahme und Bedienung - Einfacher geht's nicht Nur wenige Schritte sind notwendig bis die Cam eingesetzt werden kann. Die Basiskonfiguration bei Auslieferung ist auf den 720p-Contour-HD-Modus eingestellt, der mit einem 170-Grad-Weitwinkel aufzeichnet. Auf der Rückseite der Kamera ist lediglich für die Installation einer max. 32 GB großen MicroSD-Karte zu sorgen. Diese wird automatisch formatiert, was etwa 8-10 Sekunden dauert und durch die orangefarbene LED symbolisiert wird. Ist der Akku über USB geladen, kann es auch schon losgehen. Die Bedienung der Action-Cam könnte einfacher nicht sein. Auf der Oberseite befindet sich ein riesiger Schieberegler, der zum Starten einer Aufnahme einfach nach vorne geschoben wird. Nach Betätigung dessen startet die ROAM bereits eine Sekunde später die Aufnahme und bestätigt dies mit einem einfachen Piepton. Dieses akustische Feedback ist speziell bei Verwendung der Kamera an einem Helm unverzichtbar, denn so weiß man, dass diese tatsächlich aufnimmt. Die Aufnahme-LED auf der Oberseite weist dabei auch optisch auf die Aufnahme hin (was an der Helmhalterung aber keine Hilfe ist). Beim Beenden des Recordings ertönt ein doppelter Signalton. Zustand von Akku und SD-Karte können über den Status-Knopf auf der Rückseite der ROAM abgefragt werden. Er wird über die jeweiligen LEDs auf der Oberseite dargestellt und ändert je nach verbleibender Kapazität die Farbe (grün, gelb, rot). Storyteller-Software und Kamera-Zubehör - Gewappnet für alle Ereignisse Contour bietet auf der eigenen Webseite die Storyteller-Software für PC und Mac zum Download an. Mit Hilfe dieser können sowohl Videos und Bilder von der Contour auf den Computer übertragen werden, als auch die Einstellungen der ROAM verändert werden. Die Videoeinstellungen ermöglichen die Wahl der Aufnahmemodi (FullHD, TallHD, ContourHD) und deren Qualität. Des Weiteren kann jedoch auch die Audio-Sensitivität (Mikroempfindlichkeit) verändert werden, um je nach Anwendungsspektrum ideale Audiospuren zu erzeugen. Auch das schnelle schneiden aufgenommener Videodateien ist mit der Storyteller-Applikation möglich. Mit Hilfe der "Awesome"-Funktion können einzelne Sequenzen über die Contour-Community auch in sozialen Medien geteilt werden. Die Storyteller-Applikation sorgt außerdem dafür, dass die Contour ROAM stets auf dem aktuellen Stand ist. Ist ein Firmware-Update verfügbar, wird dieses sofort auf das Gerät übertragen. Das Zubehör für Contour-Kameras ist zahlreich. Diverse Halter können für fast sämtliche Sport- oder Freizeitarten erworben werden. Zu den Populärsten gehören sicherlich die Helmhalterungen für Ski- bzw. Snowboard- oder Fahrradhelme. Gerade diese Halter machen die Contour unter anderem zu dem was sie ist: Durch ihre längliche Bauform kann sie wunderbar seitlich am Helm befestigt werden, wohingegen eine GoPro HD mittig auf dem Helm angebraucht wird (Marsmännchen-Effekt vorprogrammiert). Außerdem existieren natürlich Fahrradhalter, Surfboard-Befestigungen uvm. Bildqualität - Vergleich der Aufnahmemodi und Blickwinkel FullHD 16:9 1080p 125 Grad TallHD 4:3 960p 170 Grad ContourHD 16:9 720p 170 Grad Die drei Testbilder wurden von dem selben Aufnahmepunkt gefilmt und dann als Standbild eingefügt. Sie dienen eher der Verdeutlichung der Perspektiven bei der Auswahl der unterschiedlichen Aufnahmemodi, als der Bildqualität. Freilich ist die Wahl des Videomodus von individuellen Präferenzen abhängig. Sie sollte je nach Speicherplatz der MicroSD-Karte und geplanter Aufnahmedauer erfolgen. Erkennbar ist, dass das FullHD-Bild mit dem 125-Grad-Weitwinkel das natürlichste Ergebnis liefert. Dieser Modus zieht jedoch auch den höchsten Akkuverbrauch nach sich. Es sollte also abgewogen werden, welche Einstellung die richtige darstellt. Aus meinem täglichen Leben Wer kennt nicht diese Situation, wenn man eigentlich gerne den ein oder anderen Videodreh im Sporturlaub machen möchte. Doch egal ob Mountainbike-Ausflug oder Skiurlaub: Eine Person muss immer vorfahren, die Video-Kamera auspacken, das Start-Zeichen zuwinken, filmen und wieder einpacken; und das alles für meist 10-15 Sekunden Video. Wie herrlich ist es da, einfach komplette Abfahrten ganz easy zu filmen? Die Contour ROAM ist daher mein ständiger Begleiter auf allen Ausflügen und Reisen mit sportlichen Aktivitäten. Bei Winterurlauben ist sie am Skihelm befestigt und überzeugt dabei mit ihrem geringen Gewicht. Äußert erfreulich ist schließlich jedoch auch die Möglichkeit, die ROAM seitlich montieren zu können. Nicht zuletzt ist aber vor allem die kinderleichte Bedienung das ausschlaggebende Argument für die ROAM. Unvergessliche Tiefschnee-Abfahrten mit dem Snowboard werden für immer festgehalten und sind dabei erstaunlich ruckelfrei. Dank der Zweithalterung landet die Kamera auch schnell mal am Helm des Touren-Partners, so dass man selbst auch einmal im Bild ist. Die Contour ROAM (Affiliate-Link) - für mich in Sachen Preis-Leistung die perfekte Action-Cam! ### Western Digital MyBook Live - Die private Zuhause-Cloud Günstiger, schwächer und doch so gut. Mit dem MyBook Live von Western Digital möchten wir ein weiteres NAS (Network Attached Storage) vorstellen und zeigen, welche Einsatzszenarien für das Gerät in Frage kommen. Nachdem im vorangegangenen Artikel bereits ein preiswertes QNAP-NAS getestet wurde, wird hier nun das Low-Budget-Ende der Netzwerkspeichergeräte behandelt. Es werden Einsatzszenarien dargestellt, bei denen das MyBook als vernünftige Datenzentrale glänzt. Schließlich werden jedoch auch die Grenzen des Speicher-Zwergs dargelegt und abschließend gezeigt, wer das NAS kaufen und wer lieber die Finger davon lassen sollte. NAS gefällig? Aber bitte günstig und gut! Mit einem Preis ab etwa 140,- €  für die 1 Terrabyte-Variante (Affiliate-Link) ist das Gerät unschlagbar günstig. Die Editionen mit 2 bzw. 3 Terrabyte Speicherkapazität liegen preislich um die 165,- bzw 210,- €. Das MyBook Live verfügt über einen passablen 800 MHz-Prozessor in Kombination mit 256 MB Arbeitsspeicher, was für ein weites Anwendungsspektrum ausreicht. Positiv fällt vor allem die Gigabit-Ethernet-Schnittstelle auf, die einigen Test zu Folge bis zu 99 MB/s Lese- und 45 MB/s Schreib-Geschwindigkeit über SMB-Zugriff ermöglicht. Die Werte variieren je nach verwendeter Hardware, sind jedoch in der NAS-Einsteiger-Klasse absolute Oberliga. Die Geschwindigkeit ist nicht zuletzt der "Caviar"-Platte im Inneren des MyBooks zu verdanken. Im ewigen Ranking der besten NAS-Geräte belegt das MyBook Live eine ordentliche Platzierung rund um den 30. Platz (Stand Juni 2012), wobei im selben Ranking auch High-End-Geräte für weit über 2000,- € zu finden sind. Einrichtung und Installation - Intuitives User Interface Die Installation geht kinderleicht von der Hand. Hardwareseitig muss lediglich für eine Stromzufuhr und einen Anschluss an den heimischen Router gesorgt werden. Softwareseitig kann über das eingebaute Webinterface  das komplette System verwaltet werden.  Nutzer, Freigaben, mobiler Zugriff, Backup und vieles mehr können im übersichtlichen User-Interface konfiguriert werden. Western Digital legt zusätzlich eine CD-ROM mit Installationssoftware für Windows und Mac bei, wodurch die Einrichtung des MyBooks noch einmal deutlich erleichtert wird. Die Standardfunktionalitäten können dadurch fix verwendet werden. Der Referenzwert für die Erstinstallation liegt somit im Minutenbereich. Fels (-chen) in der Brandung für kleine Home-Entertainment-Lösungen WD's MyBook Live bietet trotz des kleinen Preises eine beachtliche Fülle an Features. Alle Standard-Funktionen können über das User-Interface im Browser konfiguriert werden.  Im Folgenden sollen die wichtigsten Funktionen dargestellt werden. App-Zugriff auf alle Daten: WD bietet zwei mobile Anwendungen, jeweils für Android und iOS. Hier zeigt sich speziell die Zielgruppe des NAS, denn weder sind Portweiterleitungen im Router oder dynamische DNS-Accounts notwendig, um den Apps Zugriff auf die Daten des Geräts zu gewähren. [app 450655672] [app 366905089] Twonky-Server: Dieser durchsucht alle Daten auf dem NAS und streamt Medieninhalte an kompatible Geräte im Netzwerk. iPhone, iPad und co. werden somit zum mobilen Fernseher, Fotoalbum oder MP3-Player. iTunes-Server: Stellt allen Rechnern mit iTunes die gesamte Musiksammlung auf dem NAS als Freigabe zur Verfügung. Somit können Titel wiedergegeben oder gestreamt werden, als wären sie lokal auf dem Rechner vorhanden. TimeMachine: Ein weiteres Top-Feature: Mac-Nutzer können das MyBook Live als TimeMachine-Speicher nutzen. Die Einrichtung erfolgt kinderleicht über das Webinterface oder die Setup-CD. Aus viel mach mehr - Zusätzliche Funktionen durch den FeaturePacks Manager Der FeaturePacks Manager von highlevelbits.free.fr ermöglicht MyBook Live-Nutzern die Installation zusätzlicher Funktionen auf ihrem Gerät. Basis für die Verwendung des FeaturePacks Managers ist die Aktivierung des SSH-Zugriffs auf das NAS. Dies geschieht indem im Browser hinter der Standard-URL des Webinterfaces ein zusätzliches "/ssh" geschrieben wird (z.B. 192.168.1.100/UI/ssh). Hat man eine SSH-Verbindung mit dem NAS aufgebaut (Login: root, Passwort: welc0me (mit einer Null an Stelle des o's)) ist die Installation recht einfach: cd /root;wget -q http://highlevelbits.free.fr/download-MBLIVE/fpinstaller/fpkmgr_install.sh -O /root/fpkmgr_install.sh;sh /root/fpkmgr_install.sh Einmal installiert, ist unter der Standard-URL/fpkmgr (z.B. 192.168.1.100/fpkmgr) das Alternativ-Webinterface zu finden. Hier lassen sich nun vorgepackte Pakete installieren und verwalten. In der kostenlosen Version des Managers sind bereits einige Applikationen enthalten. Wer den vollen Funktionsumfang, also alle FeaturePacks nutzen möchte, zahlt 10,- € per PayPal. Wenige Minuten später erhält man per Mail seine Login-Daten. Insgesamt stehen derzeit elf (Stand Juni 2012) Zusatz-"Apps" zur Verfügung. Ausgewählte Feature Packs sind: WakeOnLan: Ermöglicht es, WOL-kompatible Geräte im Heimnetzwerk von unterwegs zu starten. Web-Server: Macht aus dem MyBook Live einen HTTP-Webserver für die eigene Webseite, den eigenen Blog oder ähnliches. AccessBook: Eines der interessantesten Zusatz-Features: Hiermit können sämtliche Inhalte des NAS über ein extra Webinterface verwaltet werden. Ordner und Dateien verschieben, umbenennen oder löschen ist ebenso möglich wie spezielle Freigaben für Gäste und co. einzurichten. OpenVPN: Wer von unterwegs über die heimische Internetverbindung surfen möchte, hat mit OpenVPN über das MyBook Live die Möglichkeit, seine Verbindung zu tunneln. Gerade diese Zusatzfunktionen machen den relativ günstigen Netzwerkspeicher auch für technik-affine Nutzer äußerst interessant. Alles Super - oder? Das Western Digital MyBook Live bietet neben seinen zahlreichen Funktionen aber auch noch eine Reihe weiterer Vorteile, die bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden sollten. Stromverbrauch: Je nach Betriebsart variiert die Leistungsaufnahme des NAS. Der über das UI aktivierbare Standby-Modus hilft massiv dabei, die Stromkosten gering zu halten. Nach eigener Messung beläuft sich der Stromverbrauch im Standby auf etwa 9 Watt, wohingegen gute 15-20 Watt bei Zugriff, bzw. Vollast entstehen. Im Schnitt muss man so mit etwa 20-25 € Stromkosten im Jahr rechnen. Lautstärke: Um es mit einem Wort zu sagen: Top! Dank des kühlerlosen Gehäuses ist der NAS selbst im Betrieb, also bei Datenzugriff, nicht zu hören. Er kann daher problemlos in jedem Raum platziert werden. Was unterscheidet das MyBook also von anderen NAS-Geräten, die im Durchschnitt auch deutlich teurer sind? Zunächst muss man beachten, dass im hier vorgestellten Speicher nur eine Festplatte installiert ist. Ein RAID-Betrieb mit Datenspiegelung ist also nicht direkt möglich. Hierfür gibt es allerdings die Möglichkeit, mittels RSYNC (Bestandteil des NAS) eine Datenspiegelung auf ein weiteres MyBook Live im Heimnetzwerk vorzunehmen. Allerdings empfiehlt es sich eher, das neuere MyBook Live DUO (Affiliate-Link) anzusehen, falls einem der RAID-Betrieb wichtig ist. Auch das Betriebssystem des NAS liegt auf der selben Festplatte, wie die privaten Daten. Ein weiterer Unterschied zu den High-End-Geräten zeigt sich in der verbauten Hardware, wie Prozessor oder Arbeitsspeicher, welche im oberen Preissegment deutlich moderner sind. Nichtsdestotrotz kann das MyBook Live gerade auf Grund seiner zahlreichen Funktionalitäten in Kombination mit dem geringen Preis absolut überzeugen. Wer eine Top-Secret-Datensicherungslösung möchte und extreme Prozessor-Performance benötigt, sollte sich eher in Richtung oberes Preissegment der NAS-Geräte orientieren. Wer hingegen eine flotte, einfache und vorallem günstige NAS-Lösung sucht, um seine (multimedialen) Daten zentral zu sichern, der ist beim MyBook Live genau richtig. Aus meinem täglichen Leben Ich nutze das MyBook aktiv als Basis für eine kleine Home-Entertainment-Lösung, da hier die Datensicherung nicht unbedingt im Vordergrund steht. Das NAS streamt dabei multimediale Inhalte an iPad und iPhone. Die richtige App dafür ist MediaConnect, welche auf den Twonky-Server des MyBooks zugreifen kann. [app 335036887] Außerdem greift der AppleTV mit Jailbreak über das AFP (Apple Fileprotocol) auf die Filme und Serien im MyBook zu und stellt sie dem XBMC (Xbox Media Center) zur Verfügun. Hierbei lassen sich auch HD- oder Full-HD-Inhalte problemlos streamen. Gleichzeitig fungiert der Netzwerkspeicher als Festplatte für die Kabel-Set-Top-Box (Dreambox DM500 HD). Aufnahmen laufen automatisch über Netzwerk auf den NAS, welcher bei Aufnahmebeginn auch automatisch aus dem Standby aufwacht. Die gleichzeitige Live-TV-Aufnahme und das streamen von Film-Inhalten an XBMC/Apple-TV sind kein Problem für den Prozessor des Speicherzwergs. Nebenbei laufen der HTTP-Webserver, ein Synchronisationsdienst und das Access-Book. Das MyBook Live repräsentiert somit den Anker des dargestellten Home-Entertainment-Aufbaus und glänz dabei mit ausreichender Performance, geringem Stromverbrauch, minimalster Lautstärke und schlankem Formfaktor. Western Digital MyBook Live (Affiliate-Link) - der Riese unter den Zwergen! ### QNAP-NAS in einer Stunde einrichten Günstiger Preis, hohe Kapazität, schnelle und vor allem einfache Konfiguration bei hoher Zuverlässigkeit. Das sind die Anforderungen, die ein NAS (Network Attached Storage) im Endkundenbereich erfüllen muss. Aber wer oder was genau ist eigentlich ein NAS und wer braucht das überhaupt? Macht es Sinn, einen Aufpreis von einigen hundert Euro für die private Datenspeicherung gegenüber USB-Festplatten zu investieren? Was sind die Vorteile eines NAS, das die Daten zentral verwaltet? Nachfolgender Artikel beschäftigt sich mit der Frage, wann sich die Anschaffung eines NAS lohnt und ob die NAS-Einstiegslösung TS-212 (Affiliate-Link) der von QNAP oben genannte Anforderungen erfüllen kann. Datenspeicher USB-Festplatte, das Unding unserer Zeit Fotos, Videos, Dokumente, sie alle brauchen Speicherplatz. Schnell sind mehrere hundert Gigabyte an Daten erzeugt, die dauerhaft gespeichert werden wollen. Was ist dabei naheliegender, als diese Daten einfach auf dem PC oder der USB-Festplatte abzulegen? Nichts, leider! Denn geht es darum, die abgespeicherte Inhalte wieder abzurufen, beginnt spätestens jetzt das Dilemma. Auf welchem Laufwerk waren die Urlaubsbilder gleich nochmal abgelegt? War es die 500 GB USB-Platte, oder die neu angeschaffte mit 1000 GB oder doch die aus Zeitgründen genutzte Notebookfestplatte? Schrecklich! Ganz davon abgesehen, dass sich viele Anwender nicht im Klaren darüber sind, dass solche "Datensicherungen" alles andere als sicher sind. Festplatten können von heute auf morgen den Geist aufgeben, die darauf gespeicherten Daten sind dann in der Regel unwiederbringlich verloren. Jetzt mag man auf die Idee kommen, die Urlaubsbilder einfach auf mehreren USB-Festplatten und DVDs abzulegen, um die Daten redundant und damit sicher aufzubewahren. Dauerhaft ist das nicht nur unübersichtlich und unkomfortabel, sondern durch den mehrfach verwendeten Speicherplatz auch teurer als nötig. Eine gute Speicherlösung braucht mindestens zwei Festplatten Verglichen mit einer USB-Festplatte ist ein NAS wie der Vergleich zwischen Kutsche und modernem Automobil. Ein gutes NAS ist dabei ein kleiner Computer in einem Gehäuse, welcher Platz für mindestens zwei Festplatten mitbringt. Optisch sieht ein NAS dabei auch nicht groß anders aus als eine überdimensionierte USB-Festplatte. Was der kleine Computer im Innern des NAS-Gehäuses jedoch leistet, ändert die Spielregeln komplett. Die verbauten Festplatten lassen sich zusammenschalten (RAID), was zwar den Speicherplatz im schlimmsten Fall halbiert (RAID 1), dafür aber die Ausfallsicherheit verdoppelt. Denn fällt eine Festplatte wegen Defekts aus, kann sie ohne Datenverlust getauscht werden. Die Daten sind dabei auf der zweiten Festplatte gespiegelt. Wird jetzt die defekte gegen eine neue Festplatte getauscht, stellt das NAS den Zustand vor dem Defekt der Festplatte wieder her. Das bietet zwar auch noch keine vollständige Sicherheit gegen Datenverlust, aber dass beide Festplatten gleichzeitig den Geist aufgeben, ist wesentlich unwahrscheinlicher als der Defekt nur einer Platte. Wem diese erhöhte Datensicherheit noch nicht ausreicht, kann bestimmte Dateiordner auch zeitgesteuert mit einem zweiten NAS oder einer am NAS angeschlossenen USB-Festplatte abgleichen. (Ja, in diesem macht die USB-Festplatte als zusätzliches Backup sensibler Daten tatsächlich Sinn.) Ein NAS für das gesamte Netzwerk Ein NAS bietet neben der reinen Datensicherung aber eine Vielzahl weiterer nützlicher Funktionen. Es wird dabei gewöhnlich per Netzwerkkabel in das heimische Netzwerk integriert, in dem es beispielsweise direkt an die Fritzbox (DSL-/Kabel-Router) angeschlossen wird. Standardmäßig meldet sich das NAS dann bei den heimischen PCs im Explorer/Finder als Ressource in Form einer Netzwerkfestplatte an. Das geschieht nach einmaliger Konfiguration automatisch, so dass alle gewünschten PCs gleichzeitig auf das NAS zugreifen können, personalisierter Zugriff inklusive differenzierter Berechtigungen. Unbedarfte Benutzer erhalten dann beispielsweise nur Lesezugriff auf den Ordner mit Urlaubsfotos, um diese zwar anzeigen, jedoch nicht versehentlich löschen zu können. Das hier vorgestellte QNAP NAS TS-212 unterstützt dabei alle gängigen Freigabeverfahren, um betriebssystemübergreifend (Windows, OSX sowie Linux) die jeweils beste Zugriffsvariante nutzen zu können. NAS, die datensichernde Wollmilchsau Das ist aber noch lange nicht alles, was ein NAS alles kann. Im Grundumfang gibt es bereits eine Vielzahl nützlicher Funktionen. Besonders interessant ist der Internetzugriff (setzt einen Router mit "Fernzugriff" voraus), was das NAS quasi zur Private Cloud aufbohrt. Eine schnelle Internetverbindung vorausgesetzt (der Upload ist gewöhnlich der Flaschenhals), ermöglicht dies neben dem Zugriff auf Dokumente auch das Betrachten von Fotos und Videos aus der Ferne. Neben den bereits im Standardumfang reichlich vorhandenen Funktionen lassen sich aber auch weitere Applikationen, vergleichbar mit dem Appstore von Apple, herunterladen. Die stetig wachsende Zahl an Erweiterungen wird im Falle von QNAP über das Webinterface mit dem QPKG Center bereitgestellt (siehe Screenshot links). Neben den offiziell im QPKG Center erhältlichen Anwendungen lassen sich aber auch weitere im QNAP-Forum (Link) verfügbaren Anwendungen installieren. Hierbei handelt es sich um noch nicht abschließend geprüfte Beta-Software. Hier sollten vor allem wenig versierte Anwender abgeschreckt sein. Am besten wird das NAS erstmalig mit den gewünschten Anwendungen konfiguriert und danach nichts mehr groß geändert. Ein NAS hat den Sinn wichtige Daten langfristig sicher aufzubewahren. Ein ständiges Ändern der Konfiguration ist dabei für den stabilen Betrieb alles andere als förderlich. Auch derjenige, der gerne immer die neuesten Software- oder Firmwareupdates einspielt, sollte sich hier besser zügeln, getreu dem Motto: Never change a running system. Denn im schlimmsten Fall macht ein missglücktes Update den Zugriff auf die Daten dauerhaft unmöglich. Wer nicht anders kann und trotzdem immer das neueste Update installieren möchte, sollte alle wichtigen Daten vorher unabhängig vom NAS (z.B. wie oben beschrieben auf einem zweiten NAS oder einer USB-Festplatte) speichern. Einstiegspreis: 300 bis 350 EUR Bei einem NAS muss man zwischen Anschaffungs- und Betriebskosten unterscheiden. Günstige NAS-Vertreter, wie das hier vorgestellte Modell TS-212 (Affiliate-Link) von QNAP gibt es ohne Festplatte bereits ab 150 EUR. Für die beiden Festplatten (Affiliate-Link) sollte nochmal zwischen 150 und 200 EUR eingerechnet werden. Hier sollte darauf geachtet werden, dass zwei baugleiche Festplatten genutzt werden. Dadurch wird die maximal mögliche Geschwindigkeit sowie Ausnutzung des gesamten Festplattenspeichers erzielt. Insgesamt also 300 bis 350 EUR für derzeit (Stand 19. Mai 2012) 4 TB Speicherplatz, von dem durch die Datenspiegelung effektiv die Hälfte übrig bleibt. Wenn das NAS nach kurzer Zeit intensiv genutzt wird, um beispielsweise die darauf gespeicherten Videos über netzwerkfähige Streamingclients, wie dem Western Digital TV Live (Affiliate-Link), direkt am heimischen TV abzuspielen, möchte man es am liebsten gar nicht mehr abschalten. Hier kommen dann die laufenden Kosten ins Spiel. Das QNAP TS-212 hat einen stromsparenden Prozessor mit 1,2 GHz verbaut und bietet die Möglichkeit die installierten Festplatten nach einigen Minuten Nichtbenutzung auszuschalten. Dadurch verbraucht das NAS im Dauereinsatz zwischen 12 und 20 Watt. Das ist in etwa so viel wie zwei bis drei Stromsparlampen. Hochgerechnet auf einen Monat ergeben sich so Kosten in Höhe von 2,20 EUR (bei 20 Cent/kWh, 24 Stunden Nutzung pro Tag und 15 Watt Durchschnittsleistung). Nutzt man zusätzlich die im Konfigurationsmenü integrierte Energieverwaltung (siehe Screenshot links), welche ein zeitgesteurtes Ein- bzw. Ausschalten des NAS gestattet, lässt sich dieser Wert weiter verringern. Laufende Kosten, die sich also bei der hier vorgestellten Lösung im Rahmen halten. Einrichtung des QNAP-NAS TS-212 in unter einer Stunde Ein NAS sollte schnell und vor allem einfach einzurichten sein. Deshalb wird nachfolgend beschrieben, welche Schritte bei der Erstinstallation des TS-212 notwendig sind und wie lange das dauert. Festplatte(n) installieren - 5 min Das NAS-Gehäuse lässt sich seitlich aufschieben. Vorher sichergehen, dass das NAS vom Netzteil getrennt ist. Die untere Platte (HDD1) wird einfach in den Schacht eingeschoben und mit den beiden Anschlüssen verbunden. Die obere Festplatte (HDD2) wird mit den im Lieferumfang beigelegten Kabeln für Strom und Daten verbunden. Keine Hexerei und auch nochmal in der Anleitung gut abgebildet. NAS starten - 3 min (Wartezeit) Das NAS wird nach erfolgreichem Start automatisch ins Netzwerk eingebunden (Voraussetzung ist der physische Anschluss per Netzwerkkabel am Router). Die weitere Konfiguration lässt sich über den Browser (z.B. Firefox) erledigen. Alles, was man dafür wissen muss, ist die IP-Adresse des NAS. Diese erhält man über das Programm QNAP Finder, welches über die beigelegte CD installiert oder auf der QNAP-Seite heruntergeladen werden kann. Alternativ lässt sich die zugewiesene Netzwerkadresse auch über den Router selbst herausfinden. Wer nicht weiß, wie das geht, greift einfach zum QNAP Finder-Tool. Firmwareupdate durchführen - 10 min (Download- und Installationszeit) Ist die IP-Adresse bekannt (in meinem Fall 192.168.1.21), gelangt man durch deren Eingabe im Browser auf die Konfigurationsseite des NAS. Hier gibt es dir Aufforderung, die aktuelle Firmware zu installieren. Die aktuellste Version bezieht man am besten über die Herstellerseite im QNAP Download Center. "Schnelle Konfiguration" - 15 min (Einrichtung inkl. Wartezeit) Hier werden zentrale Eigenschaften des NAS festgelegt. Dazu gehört der Name, das Kennwort (unbedingt merken und ein sicheres Passwort vergeben!!!), Datum, IP-Adresse (auf automatisch lassen), die zu aktivierenden Dienste und die Konfiguration der Festplatten. Damit das NAS später von allen PCs (Windows, OSX, Linux) optimal genutzt werden kann, sollten im Schritt 5 alle drei Netzwerkdienste (Microsoft-Netzwerk, Apple-Netzwerk, Unix/Linux NFS) selektiert werden. Administation-Login - 1 Minute Jetzt hat bereits ein Benutzer (admin) Zugriff auf das NAS. Damit aber auch andere Anwender die gewünschten Ordner einsehen bzw. beschreiben können, muss noch die Administration bemüht werden. Das Administrations-Menü ist im Browser entweder über die IP des NAS selbst erreichbar, oder aber einfach über den im vorhergehenden Schritt definierten Server-Namen. In meinem Fall gebe ich also einfach http://ray in die Browserleiste ein und gelange auf die "Startseite" des NAS mit dem Server-Namen ray. (Würde später der Webserver mit Port 80 aktiviert, müsste ich http://ray:8080 eingeben.) Auf der in Schwarz gehaltenen Startseite wird nun "Administration" gewählt. Der Benutzername lautet admin, das Kennwort ist das, welches vorher im Schritt "Schnelle Konfiguration" selbst definiert wurde. Freigaben definieren (Zugriffkontrolle -> Freigabeordner) - 5 Minuten Im Standard gibt es bereits einige Freigabeordner, die genutzt werden können. Dazu zählt "Multimedia", der für Unterordner wie Videos, Musik oder Fotos herhalten kann. Hier sollte darauf geachtet werden, dass in diesem Multimedia-Ordner wirklich alle Multimedia-Dokumente verwaltet werden. Das hat den Vorteil, dass der spätere Zugriff von unterwegs (z.B. über die iPhone App - Infos hier) auf die Medieninhalte reibungsfreier funktioniert. In der Freigabeverwaltung können auch Unterordner, wie beispielsweise /Multimedia/Fotos als eigene Freigabe definiert werden. Das hat den Vorteil, dass für bestimmte Benutzer der Zugriff auf einzelne Unterordner von Multimedia beschränkt werden kann. Benutzer definieren (Zugriffskontrolle -> Benutzer) - 5 Minuten (pro Benutzer) Damit ein NAS sinnvoll von mehreren Nutzern gleichzeitig genutzt werden kann, sollten verschiedene Benutzer angelegt werden. Neben dem Benutzernamen und dem Kennwort kann hier auch der Zugriff auf unterschiedliche Freigabeordner eingeschränkt werden (siehe Screenshot rechts). Ist der Benutzer und die Berechtigung erteilt, kann dieser im Explorer/Finder sofort unter Angabe von Benutzername und Kennwort auf das NAS zugreifen. Im Administration-Menü lassen sich noch viele weitere sinnvolle Einstellungen vornehmen. Für den Moment sollen die oben genannten Schritte zur Grundkonfiguration jedoch erstmal ausreichen. Wer Interesse an der Beschreibung weiterer Settings hat, kann seine Wünsche gerne als Kommentar posten. NAS-Benutzungshinweise Die nachfolgenden Tipps sollen gerade Neulingen dabei helfen, Datenverluste zu vermeiden: Ausschalten per Power-Taste Im Betrieb sollte niemals einfach das Stromkabel getrennt werden, da dies schnell zu Datenverlusten führen kann. Zudem kann es vorkommen, dass nach einem solchen Stopp die auf den Festplatten gespeicherten Daten nicht mehr synchron sind und das NAS diese erst wieder abgleichen muss (Wiederherstellung des RAID-Levels), was bei verbauten 2 TB Festplatten ca. 10 Stunden dauert. In der Zwischenzeit sind die Daten zwar weiterhin erreichbar, die Zugriffsgeschwindigkeit ist dabei aber leicht eingeschränkt. Deshalb darauf achten, dass das NAS immer über die Power-Taste ein- UND ausgeschaltet wird. Das Herunterfahren wird durch einen kurzen Piep-Ton signalisiert, nachdem die Power-Taste für ca. 3 Sekunden gehalten wurde. Sicherer Aufstellungsort Am besten packt man das NAS an einen trockenen und kühlen Ort. Dafür bietet sich ein Regal in eine Abstellkammer geradzu an. Möchte man hier keine Netzwerkkabel verlegen, stellt man das NAS einfach neben den Router, an welchen das NAS in den meisten Fällen sowie direkt per Netzwerkkabel angeschlossen wird. Hier sollte man bedenken, dass jede unnötige Erschütterung schlecht für die Festplatten ist und unbedingt vermieden werden muss. Also am besten so platzieren, dass das NAS sicher vor Fremdeinwirkungen ist. Aus meinem täglichen Leben Ich habe den großen Bruder, das QNAP TS-509 Pro (hier vorgestellt) seit mehr als 2,5 Jahren mit derzeit fünf Festplatten ohne jegliche Probleme im Dauereinsatz. Es tut genau das, was es soll: Daten dauerhaft sicher speichern, nächtlich ein Backup auf eine externe Festplatte per eSATA erstellen und den weltweiten Zugriff auf meine Daten ermöglichen. Das können sicherlich andere NAS genauso gut, jedoch möchte ich aufgrund meiner positiven Erfahrung mit QNAP das hier vorgestellte TS-212 als Empfehlung aussprechen. Es ist kostengünstig, bietet mit den zwei internen Festplattenschächten für die meisten Anwendungsfälle ausreichend Speicherplatz und ist in weniger als einer Stunde nach dem Auspacken startklar. Noch dazu ist es kaum hörbar (eigentlich nur die Festplatten, wenn unter "Systemadministration" -> "Hardwareeinstellungen" -> "Konfiguration des intelligenten Lüfters" die Einstellung "Lüfterdrehzahl manuell einstellen" und "Niedrige Geschwindigkeit" gewählt wird), relativ klein und durch das abgerundete, weiße Gehäuse ohne Schnickschnack einigermaßen schick. ### Neue Funktionen: Fritzbox 7390 hinter Kabelmodem Die Fritzbox 7390, das derzeitige Flagschiff des Herstellers AVM, bekommt ab der Laborfirmware  FRITZ!OS 05.09-21824 BETA neue Funktionen, die eine Konfiguration hinter einem Kabelmodem (z.B. von Kabel Deutschland) nochmals vereinfachen und das Internetmanagement verbessern. Dazu zählt die Einrichtung selbst, der Live-Monitor und Volumenzähler zum Datenaufkommen, welche nachfolgend näher beschrieben werden. Einrichtung hinter einem Kabel-Modem Wer bisher eine Fritzbox 7390 hinter einem Kabelmodem betreiben wollte, war bei der Konfiguration auf sich selbst gestellt. Unter dem Menüpunkt Internet -> Zugangsdaten musste man schon genau wissen, welche Konfiguration zum Erfolg führt. Das gehört ab sofort der Vergangenheit an. Im Drop-Down Menü können verschiedene Anbieter, darunter jetzt auch Kabelanschlüsse ausgewählt werden. Das bedeutet zwar nicht, dass die Fritzbox 7390 als Kabelmodem genutzt werden kann, jedoch als Router hinter dem in der Regel kostenlos zur Verfügung gestellten Kabelmodem des Providers. Neben Kabel Deutschland sind standardmäßig Unitymedia sowie Kabel BW selektierbar. Schön ist dabei, dass hier gleich angegebenen wird, wie die weitere Konfiguration stattfindet. Das Kabelmodem wird dabei mit dem Anschluss LAN 1 der Fritzbox verbunden und steht nicht mehr länger für andere Endgeräte zur Verfügung. Infolge dessen bleiben drei weitere LAN-Buchsen für Netzwerkgeräte an der Fritzbox übrig. Wem das zu wenig ist, kann sich schon ab etwa 20 EUR einen Switch wie den TP-Link Netzwerk Switch 1000 Mbps 8x Gigabit LAN Ports (Affiliate-Link) besorgen, der das Netzwerk um weitere Anschlüsse erweitert. Live-Datenverbrauch Unter Internet -> Online-Monitor ist die aktuelle Belastung der Internetverbindung zu erkennen. Spannend ist hier vor allem die maximale Uploadgeschwindigkeit, da diese technikbedingt im Verhältnis zur Downloadgeschwindigkeit oft mehr als das zehnfache geringer ist. Hinter einem Kabelmodem hat die Anzeige bereits vor dem letzten Update Werte angezeigt, wirklich vertrauenswürdig wirkten diese oftmals aber nicht. Dies scheint jetzt aber dank vielfacher Verbesserungen im Bezug auf die Nutzung der Fritzbox 7390 hinter einem Modem der Vergangenheit anzugehören. Die Daten aktualisieren sich etwa alle vier Sekunden, so dass der aktuelle Verbrauch sehr gut nachvollzogen werden kann. Damit lässt sich dann auch recht einfach nachvollziehen, welche Anwendung (z.B. YouTube-Videos) wieviel Bandbreite fressen. Volumenzähler des Datenverbrauchs Endlich, danke AVM! Was bei der Fritzbox 7270 bereits seit geraumer Zeit möglich war, ist nun endlich auch beim großen Bruder, der Fritzbox 7390, möglich. Das genutzte Datenvolumen wird auch bei Nutzung eines Kabelmodems am Anschluss LAN 1 ab sofort unter Internet -> Online-Monitor -> Online-Zähler dargestellt. Infolgedessen macht es jetzt auch Sinn, den Datenverbrauch in die Push-Mitteilung aufzunehmen, welche ausgewählte Statusfunktionen der Fritzbox an die eigene Email schickt. Aktiviert werden kann dies unter System -> Push Service -> Erweiterte Einstellungen -> (x) Statistik zur Online-Zeit. Aus meinem täglichen Leben Es lässt sich natürlich darüber streiten, ob die Onlinezählerfunktion im heutigen Flatrate-Zeitalter sinnvoll ist oder nicht. Ich finde es jedenfalls praktisch nachvollziehen zu können, wieviel Traffic sich im Laufe eines Monats so ansammelt. Weiterhin ist der Statusmonitor, der die aktuelle Down- und Uploadgeschwindigkeit darstellt perfekt, um zu sehen, wer oder was die Verbindung blockiert. Gerade wenn man unterwegs Medien von Zuhause z.B. mit dem PLEX Media Center streamen möchte, weiss man sofort, wie stark der Upload beim Streamen von Videos beansprucht wird. Entsprechend lässt sich die Videoqualität justieren, um Buffer-Problemen aus dem Weg zu gehen. Außerdem scheint mir das Geschwindigkeitsproblem mit dem LAN 1-Anschluss aus der Welt geschafft zu sein. In vielen Foren war zu lesen, dass die Fritzbox aufgrund des schwachen Prozessors die Internetgeschwindigkeit über LAN 1 ausgedrosselt hatte. So richtig konnte ich das nie nachvollziehen, jedoch schaffe ich jetzt auch Downloadgeschwindigkeit knapp über 10 MB/s, zuvor war bei knapp 9 MB/s Feierabend. Kabel Deutschland-Kunden können für einen monatlichen Aufpreis auch eine Fritzbox 6360 Cable mit integriertem Kabelmodem mieten. Dadurch verringert sich der Konfigurationsaufwand nochmals. Jedoch ist hier man gezwungen das von Kabel Deutschland zugewiesene Gerät zu nutzen, welches u.A. keine von Kabel Deutschland abweichenden VoIP-Anbieter zulässt. Wer also eine kostenlose Festnetznummer für eingehende Anrufe beispielsweise bei sipgate nutzen möchte, wird daran keine Freunde haben. Mit der Fritzbox 7390 (Affiliate-Link) ist dies ohne Einschränkungen möglich, auch hinter einem Kabelmodem. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="81" identifier="B003108AZI" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41tx6bHWSUL.SL1105.jpg" tag="meintechblog-120411-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="110" identifier="B00H90PS92" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31qJwofXlfL.SL110.jpg" tag="meintechblog-120411-21" width="66"] ### iPad 3: Ist das Display wirklich so gut? Viele fragen sich dieser Tage zurecht, ob die Anschaffung eines iPad 3 alleine aufgrund der massiv erhöhten Bildschirmauflösung lohnt. Oftmals wird in der Technikbranche mit absurden Technikspezifikationen geworben. Bestes Beispiel ist der Megapixelwahn bei Digitalkameras. Je höher die Megapixelanzahl, desto besser das Bild, richtig? Nein, nicht unbedingt! Oftmals ist, bedingt durch die physikalische Sensorgröße, genau das Gegenteil der Fall. Beim neuen iPad könnte man ohne Weiteres auch auf die Idee kommen, dass die Pixel-Vervierfachung des Displays von knapp 0,7 auf stattliche 3,1 Megapixel - wie im Falle der Digitalkamera - nur ein Marketinggag ist. Gängige PC-Monitore im 24 Zoll Bereich und HD-Fernseher mit 60 Zoll haben ja schließlich auch nur ca. 2 Megapixel (Full-HD) und damit ein gutes Stück weniger als das neue iPad. Weshalb hat Apple dem neuen iPad eine noch höhere Auflösung beschwert? Um es vorab auf den Punkt zu bringen: Das Display des neuen iPad ist der Wahnsinn! Texte und hochauflösende Multimediadateien sind gestochen scharf. Nach fünf Minuten am iPad 3 kommt der Wechsel zurück zum iPad 2 einem Wechsel vom Full-HD-Fernseher zum Röhrenfernseher gleich. Qualitätsunterschied Viele Internetseiten versuchen sich an einem direkten Vergleich, um die Qualität von altem und neuen iPad zu vergleichen. Oftmals wird der Bildschirm mit Kameras abgelichtet, die den enormen Qualitätssprung entweder nicht erfassen können, oder aber die Displayauflösung des Lesers ist einfach zu gering. Das ist dann etwa so wie bei 3D-Demos, die auf 2D-Monitoren wiedergegeben werden: "Wie sie sehen, sehen sie nix." . Aus diesem Grund gehe ich einen anderen Weg. Nachfolgend werden verschiedene Bildausschnitte des iPad 3 sowie iPad 2 gezeigt, welche über die sehr nützliche Screenshot-Funktion von iOS aufgenommen wurden. In den daraus entstandenen Bildern bleibt die gesamte Detailvielfalt erhalten. Im Anschluss wurden die Bilder vergrößert und ein identischer Bildausschnitt gezogen, welche nachfolgend dargestellt werden. Also einfach mit der Mouse über die Bilder fahren, um vom iPad 3 iPad 2 Screenshot zu wechseln. Unterschied bei Text iPad 3 Schrift mit 2-Fach-Zoom (mit der Maus über das Bild fahren, um mit der iPad 2 Variante zu vergleichen) Unterschied bei Videos Bildausschnitt des iPad 3 mit zweifacher Vergrößerung beim Abspielen eines 1080p Videos (Full-HD bei 8Mbps) iPad 3 Film mit 2-Fach-Zoom (mit der Maus über das Bild fahren, um mit der iPad 2 Variante zu vergleichen) Unterschied auf dem Homescreen iPad 3 iPhoto-Icon mit 2-Fach-Zoom (mit der Maus über das Bild fahren, um mit der iPad 2 Variante zu vergleichen) Unterschied auf einer Internetseite iPad 3 Internetseite (mit der Maus über das Bild fahren, um mit der iPad 2 Variante zu vergleichen) Evolution oder Revolution Ich denke die Beispielbilder sprechen für sich. Am eindrucksvollsten ist wohl das iPhoto-App-Icon, obgleich die anderen Beispiele ebenfalls gut demonstrieren, wie hoch Apple hier die Messlatte für allen anderen Nachbauer Hersteller gesetzt hat. Das Retina-Display kann gestochen scharfe Texte sowie Fotos und Videos anzeigen bzw. ohne Qualitätsverlust wiedergeben. Am letzten Beispiel der Internetseite ist dabei jedoch gut zu erkennen, dass sowohl die Grafik "meinTechBlog", als auch die Überschrift "Automation: Lichtst" nicht so scharf sind, wie sie eigentlich sein könnten. Das liegt daran, dass diese Texte als Bilddateien formatiert sind und nicht als Vektor-Grafiken ausgegeben werden. Ist die Auflösung eines Bildes aber geringer als die 264 dpi-Auflösung des iPad 3, geht der Vorteil des hochauflösenden Displays verloren. Der Content muss also zum Display passen bzgl. dafür aufbereitet sein, ansonsten schwindet der Zugewinn. Aus meinem täglichen Leben Das iPad 3-Display ist für mich mit seinen 2048x1536 Pixeln eine wahre Offenbarung. Seit dem iPhone 4, welches als erstes Smartphone ein Retina-Display mit hoher Auflösung lieferte, kam mir das iPad 1- und iPad 2-Display mit seinen 1024x768 Pixeln immer sehr unscharf vor, gerade beim Lesen von Texten. So blieb es eher in der Ecke liegen und das iPhone war die erste Wahl, um per Google Reader abonnierte Newsfeeds zu checken. Das wird sich jetzt dank des ebenfalls hochauflösenden Displays des iPad 3 ändern, vorausgesetzt es ist zur Hand. Bei Filmen und Serien ist der Qualitätszugewinn geringer als bei Texten. Hier hatte ich ohnehin noch nie das Gefühl, dass Inhalte auf dem iPad unscharf sind. Oftmals ist die Bildqualität des vorhandenen Videomaterials nicht HD bzw. Full-HD (1080p), so dass die Vorzüge des iPad 3 hier - zumindest derzeit - nicht voll ausgeschöpft werden können. Noch ein abschließendes Wort zu den Displayspezifikationen des neuen iPads (Apple-Store Link). Wer denkt, Full HD (1920x1080 Pixel) hätte es doch auch getan, vergisst eines. Apple hat sich bewusst für eine Verdopplung der Auflösung (Vervierfachung der Pixelanzahl) auf 2048x1536 Pixel entschieden. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass bereits vorhandene Inhalte mit geringer Auflösung einfach um den Faktor zwei vergößert dargestellt werden können. Die Qualität wird dadurch zwar nicht besser, aber auch nicht schlechter. Bei einer ungeraden Erhöhung der Pixelanzahl (z.B. 1,84) hätte es der Grafikchip wesentlich schwieriger Inhalte ohne Qualitätsverlust hochzuskalieren, hässliche Treppenstufeneffekte wären an der Tagesordnung (Wiki-Artikel zu Skalierung - Upscaling). Insgesamt ist der Qualitätszugewinn fantastisch und katapultiert das iPad in eine ganz neue Liga. Wer spätestens bei einem Hands-On keinen Qualitätsunterschied zum Vorgängermodell feststellt, sollte schnellstens einen Optiker aufsuchen! [table id=5 /] ### WTF: Das iPhone als Peitsche Absolut sinnbefreit aber dennoch einen Download wert, ist die virtuelle Peitschen-App Pocket Whip. Wer sich jetzt - nicht zu Unrecht - nach dem Grund fragt, weshalb die kostenfreie iPhone-App ein Pflichtdownload ist, sollte sich die am 08.03.2012 ausgestrahlte Episode "The Weekend Vortex" (S05E19) der Erfolgsserie The Bing Bang Theory ansehen. Spätestens dann sollte alles klar sein. Die App Pocket Whip hat wirklich das Potential bei Näckereien unter Freunden dauerhaften Einsatz zu finden. Trivial, sinnbefreit und dennoch super komisch. Downloadpflicht! Es bedarf übrigens ein wenig Übung, damit kein "Doppelpeitscher" ausgeführt wird. [app 319927587] Und für alle Fans: ### MyFRITZ! - DynDNS-Alternative für die Fritz!Box Um unterwegs auf Endgeräte wie Dreambox, QNAP NAS oder andere Netzwerkgeräte zugreifen zu können, ist eine immer gültige, sich nicht verändernde Webadresse notwendig. Blöd nur, dass sich die vom Provider zufällig zugewiesene Internetadresse laufend ändert (zumindest bei regulärem DSL). Router wie die Fritz!Box (Affiliate-Link) bieten aus diesem Grund die Möglichkeit dns-Dienste wie DynDNS einzubinden. Die Fritz!Box teilt dem dns-Dienst immer nach einem Adresswechsel die neue IP mit. Der dns-Dienster wiederum matcht diese IP mit der vom Benutzer vergebenen fixen Webadresse (z.B. xyz.dyndns.org) und leitet so immer alle Anfragen korrekt auf die Fritz!Box Zuhause weiter. DynDNS-Alternative von AVM Das Einrichten zusätzlicher dns-Anbieter wie DynDNS ist jedoch mit etwas Konfigurationsaufwand verbunden. Entsprechende Dienste sind dabei oftmals kostenfrei, was im Falle des wohl bekanntesten Anbieters DynDNS auch zufrifft. Wer sich neu registrieren möchte, muss jedoch seit Kurzem Zahlungsdaten hinterlegen und innerhalb des Testzeitraums den Tarif wechseln, damit dieser auch weiterhin kostenfrei bleibt. Wird die Frist verpasst, verlängert sich das Abo und man wird zur Kasse gebeten. Update vom 01.04.2014: Kostenfreie DynDNS-Accounts sind nicht mehr verfügbar). Umso besser, dass der Fritz!Box-Anbieter AVM einen eigenen dns-Dienst namens MyFRITZ! für Softwareversionen ab FRITZ!OS 05.20 anbietet. Dieser kann kostenfrei direkt aus dem Webinterface der Fritz!Box aus eingerichtet werden. Update Ende. Nachfolgendes Howto zeigt, welche Schritte dazu notwendig sind, um den Dienst auf einer Fritz!Box 7390 (Affiliate-Link) zu aktivieren und woher man an die von AVM automatisch zugewiesene, fixe Webadresse erhält. MyFRITZ! Account erstellen Als erstes muss man sich auf das Webinterface der Fritz!Box unter http://fritz.box einloggen. Zum MyFritz!-Eintrag gelangt man über das Menü: Internet -> MyFRITZ! -> MyFRITZ!-Konto -> Zugriff auf die FRITZ!Box aus dem Internet einrichten Daraufhin gibt man seine Email sowie das gewünschte Kennwort ein: Benutzername (eigene Email) FRITZ!Box-Internetkennwort (neues Passwort) Wer daraufhin die Meldung "Fehlermeldung: Es ist ein Fehler aufgetreten. Fehlerbeschreibung: Es ist bereits eine Port-Weiterleitung für FTP eingerichtet. Zugriff aus dem Internet ist daher nicht möglich. Ihre Eingaben wurden möglicherweise nicht übernommen. Bitte geben Sie Ihre Daten noch einmal ein. Sollte der Fehler erneut auftreten, wenden Sie sich bitte an den AVM-Support." erhält, muss unter Internet -> Freigaben nach der Portfriegabe für den Port 21 suchen und den entsprechenden Eintrag deaktivieren. Danach wieder zurück zu Internet -> MyFRITZ! -> MyFRITZ!-Konto -> Status aktualisieren. Es sollte nun eine Registrierungs-Mail verschickt worden sein. Jetzt die Registrierungs-Mail von der angegebenen Email-Adresse abrufen und auf den Aktivierungslink klicken. Daraufhin kann man die Loginpage myfritz.net besuchen und sich dort mit den eignen Benutzerdaten einloggen.   MyFRITZ! Webadresse auslesen Mit einem Klick auf "Zu meiner FRITZ!Box" erfolgt dann schließlich die Weiterleitung auf die eigene FRITZ!Box. Das Spannende ist die URL, die nun angezeigt wird. In meinem Beispiel ist es https://tmogfbjuv9pp73ou.myfritz.net:443/myfritz?user=admin%40meintechblog.de Die dick markierte Ziffernfolge inkl. der Endung .myfritz.net ist ab sofort die eigene fixe Webadresse, welche mit der von DynDNS vergleichbar ist und ebenso verwendet werden kann. Unter dieser Address-URL ist die eigene Fritz!Box von nun an über das Internet erreichbar, auch wenn die Fritz!Box eine neue Internetadresse vom DSL-Provider zugewiesen bekommt (z.B. nach Zwangstrennung nach 24 Stunden bzw. Stromausfall). Das ist zwar so nicht explizit im offiziellen Artikel Was ist MyFRITZ!? vermerkt, bestätigte sich aber in einem eigenen Test. Per Portforwarding können so auch künftig alle Endgeräte im eigenen Netzwerk erreicht werden. Aus meinem täglichen Leben MyFRITZ! ist eine gute Alternative zu anderen dns-Angeboten, da kostenlos und direkt in die Fritz!Box integriert. Es bleibt offen, ob der von AVM bereitgestellte dns-Dienst genauso reibungsfrei funktioniert, wie beispielsweise DynDNS. Für mich ist der integrierte MyFRITZ!-Dienst jedenfalls ein Grund mehr bei AVM zu bleiben. Der durch Updates aktueller Fritz!Box (Affiliate-Link)  stetig wachsende Leistungsumfang ist einfach grandios. Aber sogar ältere Fritz!Box-Modelle können dabei in den Genuss von MyFRITZ! kommen, sofern sie die Firmware ab FRITZ!OS 05.20 unterstützen. Weitere Informationen zum MyFRITZ!-Dienst gibt es auch direkt vom Hersteller auf der AVM-Supportseite unter MyFRITZ!-Konto registrieren und in FRITZ!Box einrichten. Update vom 23.04.2014: Ich nutze den MyFRITZ!-Dienst jetzt bereits seit mehr als zwei Jahren und bisher bin ich sehr zufrieden damit. Bis auf einen einmaligen Ausfall des Dienstes am 21.04.2014, als anscheinend auch die avm-Website nicht erreichbar war, habe ich bisher keinerlei Probleme gehabt. Update vom 13.02.2015: Mittlerweile ist der MyFRITZ!-Dienst aus meinem Setup nicht mehr wegzudenken. Er arbeitet auf meiner neuen Fritz!Box 7490 (Affiliate-Link) absolut zuverlässig und ermöglicht bei mir seit Kurzem sogar den automatischen VPN-Verbindungsaufbau per iPhone. Auf nachfolgenden Fritz!Boxen habe ich den MyFritz!-Dienst bereits selbst ausgiebig getestet. ### Dreambox: Unregelmäßig ausgestrahlte Sendungen automatisiert aufnehmen Wer eine Dreambox mit Enigma 2 Image sein Eigen nennt, kann recht bequem per Fernbedienung oder Webinterface Sendungen programmieren. Bei regelmäßig wiederkehrenden Sendungen, wie z.B. "Der Sendung mit der Maus", welche wöchentlich zur selben Uhrzeit ausgetrahlt werden, lässt sich der Timer entsprechend anpassen. Was aber bei Sendungen wie "Schlag den Raab", die nicht wöchentlich, aber dann immer samstags zur gleichen Uhrzeit ausgestrahlt werden? Für diese Art von Sendungen gibt es eine sehr elegante Lösung, die zukünftig alle wiederkehrende, unregelmäßig ausgestrahlten Sendungen automatisiert aufzeichnet. Plugin-Installation Als Grundvoraussetzung müssen die Plugins AutoTimer sowie EPGRefreh installiert werden. AutoTimer übernimmt dabei die eigentliche Steuerung der Aufnahmen und EPGRefreh wird weiter benötigt, um die EPG-Informationen immer aktuell zu halten, wenn lange nicht auf den Sender mit der gewünschten Aufnahme gezappt wird. Installiert werden die Plugins AutoTimer und EPGRefreh regulär über die Online Installation, zu finden unter: Blaue Taste -> Plugin Menü -> Grüne Taste (Download Plugins) -> Online Installation -> Plugins hinzufügen/entfernen -> enigma2-plugin-extensions-autotimer enigma2-plugin-extensions-epgrefresh Wurden die Plugins installiert, müssen diese noch richtig konfiguriert werden. Beide Plugins sind dabei im "Plugin Menü" aufzufinden. EPGRefresh Konfiguration EPG automatisch aktualisieren -> ja Zusätzliche Sender von AutoTimer verwenden -> ja AutoTimer nach Aktualisierung starten -> ja Alle weiteren Einstellungen können unverändert bleiben. AutoTimer Konfiguration Bevor nun der AutoTimer für die Aufnahmesteuerung genutzt wird, empfiehlt sich die gewünschte Sendung regulär über die EPG-Auswahl als einmalige Aufnahme zu programmieren. Das hat den Vorteil, dass die in diesem Timer hinterlegten Informationen, wie Name der Sendung und Aufnahmestartzeit später im AutoTimer automatisch übernommen werden können. Ist der Timer jetzt manuell gesetzt, wird der AutoTimer schließlich über das Plugin Menü aufgerufen und der gerade hinzufügte Timer importiert: Blaue Taste -> Plugin Menü -> AutoTimer -> Menü-Taste -> 3 (Importiere aus Timer) -> Auswahl des gewünschten Timers mit OK -> Grüne Taste Im Anschluss kann der AutoTimer weiter bearbeitet werden. Hier empfehlen sich folgenden Einstellungen: Finde nur innerhalb einer Zeitspanne -> aktivieren Anfang der Zeitspanne -> 20:00 (bei Aufnahmen, die in der Regel um 20:15 Uhr beginnen) Ende der Zeitspanne -> 20:30 (bei Aufnahmen, die in der Regel um 20:15 Uhr beginnen) Angepasster Vor- und Nachlauf -> aktivieren Vorlauf der Aufnahme (in Min.) -> 1 Nachlauf der Aufnahme (in Min.) -> 5 (Bei Sendungen wie "Schlag den Raab" macht es unter Umständen Sinn, den Nachlauf auf 60-120 Minuten zu erhöhen) SONY DSC FB_Callmonitor in FHEM Setup MyBook Live Fritzbox 7390 – Auslastung der Internetverbindung Logitech Harmony Remote Software – Aktion TV Logitech Harmony Remote Software – Aktionen Im Anschluss zwei Mal die grüne Taste zur Bestätigung und der AutoTimer ist gesetzt. Ab sofort werden Sendungen mit dem identischen Titel aufgenommen, welche um die gleiche Uhrzeit ausgestahlt werden. Das bedeutet gleichzeitig auch, dass Wiederholungen nicht aufgenommen werden, die zu anderen Uhrzeiten (z.B. morgens) ausgestrahlt werden. Wer einen Überblick über alle Autotimer-Regeln erhalten möchte, sollte einmal im reichelhof-Wiki nachlesen. Aus meinem täglichen Leben Lange habe ich gebraucht, um auf dieses nützliche Feature der automatisierten Aufnahmesteuerung aufmerksam zu werden. Wer es einmal im Einsatz hatte, wird es nicht mehr missen wollen. Einen manuellen Timer per EPG zu setzen, ist natürlich nicht schwierig oder zeitaufwändig, gerade bei unregelmäßig wiederkehrenden Sendungen mit längeren Pausen (Winterpause) wie "Formel 1", "DSDS", "Schlag den Raab" oder auch Serien wie "Simpsons", die nicht täglich ausgestrahlt werden, bietet der AutoTimer einen zentralen Vorteil: Er vergisst keine Aufnahmen. Wer viele Sendungen aufzeichnet und nur einen Tuner in der Dreambox eingebaut hat, sollte sich den Blogartikel Dreambox mit USB-Zusatztuner einmal genauer ansehen. Hier wird beschrieben, wie man unter bestimmten Voraussetzungen eine Singletuner-Dreambox multitunerfähig machen und damit mehrere Aufnahmen auf verschiedenen Sendern gleichzeitig starten kann. ### Mein Technikrückblick 2011 Das Weihnachtsfest inklusive meist deftiger Speisen ist überstanden. Gegangen ist die Weihnachtsgans, geblieben sind Geschenke und der Weihnachtsbaum, vorerst. Das Jahr 2011 brachte dabei sicherlich vielen Technikbegeisterten - nicht erst zur Weihnachtszeit - eine Menge neue Spielereien. Viele durften sich über ein iPad freuen, eine inflationäre Ausbreitung, mit der ich gerade im Bekanntenkreis so nicht gerechnet hätte. Wer sein Technikbudget aber dennoch immer noch nicht vollständig aufgebraucht hat und/oder Anwendungsfelder für sein neues iPad sucht, kann hier noch den ein oder anderen Kauftipp in Sachen Technik abstauben. Im Folgenden nun fünf technische "Spielereien", die eigentlich niemand zwingend braucht, aber nach kurzer Zeit eigentlich auch niemand mehr missen möchte. Ich spreche aus Erfahrung...   Nr. 1: AirTunes: Musik im ganzen Haus (ab 200€) Kurz gesagt das Must-Have für jeden iPhone, iPad und iPod Touch Besitzer! Mit AirTunes (AirPlay) genügen zwei Klicks auf dem mobilen Endgerät und Musik wird in der Küche abgespielt. Sind Freunde zu Besuch, können diese (ein iOS-Endgerät vorausgesetzt) ihre Diashow vom letzten Urlaub auf dem heimischen Fernseher wiedergeben, zwei Klicks genügen und der Apple TV zeigt den Inhalt wie von Geisterhand auf dem Flatscreen. Diese Art der konfigurationsfreien und kabellosen Medienwiedergabe ist bis jetzt unerreicht und eröffnet eine ganz neue Art der multimedialen Unterhaltung in den eigenen vier Wänden. Auch Zweifler äußern sich in der Regel nach kurzer Verwirrung und anfänglicher Ungläubigkeit über eine solch ausgereifte technische Umsetzung: "Wie, ich kann jetzt direkt mit meinem iPhone in eurer Küche Musik abspielen, ne oder?" AirPlay macht einfach Spaß, funktioniert reibungsfrei und ist vor allem eines: Ohne Anleitung auf Anhieb bedienbar. Genau so, wie man es sich von Technik eigentlich immer (aber meistens vergebens) erhofft. Das beste daran ist, dass die Industrie jetzt doch langsam aber sicher erkennt, welches Potential AirPlay hat und entsprechende AirPlay-fähige Endgeräte bereits unter 200€ - wie das Philips AD7000W Lautsprechersystem (Affiliate-Link) - auf den Markt bringt. Mehr zum Thema gibt es im Artikel hier.   Nr. 2: Home Automation: Lichtsteuerung mit dem iPhone (ab 200€) Zugegebenermaßen nicht so einfach installierbar wie AirTunes (siehe Top 1), aber mindestens genauso praktisch und einfach bedienbar, ist die heimische Lichtsteuerung mit dem iPhone. Beim Verlassen der Wohnung genügt ein Klick in der entsprechenden App und das Licht in Schlafzimmer, Küche und Flur erlischt. Bei der Rückkehr genügt ein weiterer Klick und der Weihnachtsbaum erstrahlt in hellem Schein. Vielleicht noch ein weiterer Klick und die Weihnachtsbaumkerzen werden auf 50% Helligkeit gedimmt. Die Skepsis technikaverser Zeitgenossen ist hier - zumindest anfangs - besonders groß: "Wer braucht denn eine Lichtsteuerung übers iPhone? Ich steh halt auf und geh zum Lichtschalter." Ja? Wer die Vorzüge etwa einer kabellosen Fernsehfernbedienung einmal erfahren durfte, fragt auch nicht mehr nach dem Sinn einer selbigen und wechselt den Sender bequem von der Couch aus, oder? Wer dem Projekt Home Automation offen gegenüber steht, kann sich im Artikel hier mit der Thematik vertraut machen. Insgesamt hält sich der Installationsaufwand in Grenzen, wenn man das Prinzip einmal verstanden hat, eine gewisse Bastelfreude ist aber dennoch vorausgesetzt. Nr. 3: Meine private Medienzentrale (ab 100€) Viele haben über die Jahre eine Vielzahl digitaler Medien angesammelt. Angefangen mit Urlaubsvideos, über Kinofilme und Serien bis hin zu Musik in Form von mp3. Die Verwaltung solcher Medien, welcher Art auch immer, erfolgt meist auf Ebene des Dateibrowsers. Befinden sich dann viele Dateien in verschiedenen (Unter-)ordnern, wird ein schneller Überblick unmöglich. "Die Liste ist voll mit Filmen, aber was soll ich anschauen? Eigentlich weiß ich nicht mal, was ich über die Jahre überhaupt schon gesehen hab." Wäre es da nicht toll, gäbe es eine Anwendung, um die eigenen Medieninhalte grafisch hübsch aufzubereiten und verwalten zu können, so dass mit wenigen Klicks der richtige Inhalt gefunden wird? Wäre es nicht noch besser, wenn diese Anwendung Zusatzinformationen wie Genre, Beschreibung und Bewertung automatisch aus dem Internet bei IMDb abfragt und entsprechende Filme kennzeichnet, die bereits geschaut wurden? Die Antwort lautet: Ja, es gibt Anwendungen dafür. Kostenlos und benutzerfreundlich (von der einmaligen Einrichtung einmal abgesehen)! Bereits im Juni habe ich einen Artikel über XBMC verfasst, ein plattformübergreifendes Medien Center. XBMC ermöglicht die problemlose Medieninhalte beinahe jeglicher Dateiformate und zudem alle oben genannten Features. Das Problem beginnt jedoch, möchte man seine Bibliothek über mehrere Geräte hinweg einheitlich verwalten. Der Grund liegt an der Architektur, XBMC verwaltet gleichzeitig die Dateibibiliothek und kümmert sich zudem um die Wiedergabe der Medien, ist also quasi Server und Client ein einem. Jedes Endgerät kann zwar über das Netzwerk auf die gleichen Mediendateien zugreifen, die Bibliotheksverwaltung muss jedes Gerät dann jedoch auch eigenständig abwickeln. PLEX, in den Gründertagen aus XBMC entstanden und eine eigenständige Media Center Lösung, bietet ebenfalls oben genannte Features. Das Besondere an PLEX ist aber die getrennte Architektur. Ein Rechner (Windows, Linux, OSX, QNAP NAS, etc.) fungiert mit dem dort installierten Plex Media Server als Zuspieler für alle im Netzwerk - oder über das Internet angebundenen - Clients. Es existiert damit nur eine Medienbibliothek, die alles mitprotokolliert, was schon komplett und abschnittsweise gesehen wurde. Stoppt man etwa die Wiedergabe einer Films auf dem iPad nach 30 Minuten, fährt der Client im Wohnzimmer (z.B. Samsung Bluray-Player mit PLEX-App) genau an der voher auf dem iPad pausierten Stelle fort. Genial ist das gerade bei Serien, da mit einem Filter beispielweise nur alle noch nicht gesehenen Episoden angezeigt werden können, egal mit welchem Endgerät man gerade darauf zugreift. Dabei werden bereits eine Vielzahl an Clients (Übersicht) unterstützt. Zu den wichtigsten gehören PCs mit Windows und OSX, iPhone, iPod-Touch, iPad, Android Devices, neue LG und Samsung Fernseher/Bluray-Player mit Smart TV, der Apple TV 2 sowie der in den USA erhältiche Roku Player. Eine ausführliche Beschreibung, was bei der Nutzung von PLEX beachtet werden muss, folgt in Kürze in einem gesonderten Artikel.   Nr. 4: Logitech Harmony One - Universalfernbedienung deluxe (ab 100€) Wer kennt es nicht? Man benötigt oft drei oder mehr Fernbedienungen und besser noch ein Raketenwissenschaftsstudium, um alle Multimediageräte, vom TV über den 5.1-Receiver bin hin zum Sat-Receiver zu starten, um einfach nur den Tatort auf ARD schauen zu können. Lästig, eigentlich unnötig und früher war das wirklich einfacher! Einige Hersteller, wie beispielsweise Apple mit dem iTV, arbeiten fieberhaft an einer revolutionären Art, wie wir auf einfache Weise Multimedia konsumieren können. Da diese revolutionären Geräte leider noch nicht erhältlich sind und die verschiedenen Hersteller alle ihr eigenes Süppchen kochen und auf verbindliche technische Schnittstellenstandards verzichten, muss sich die Mehrheit noch lange mit einer Vielzahl an Fernbedienungen, hunderten Tasten und Gebrauchsanweisungen herumschlagen. Es gibt aber bereits heute eine adäquate Lösung für das Fernbedienungsproblem. Sie heißt Logitech Harmony One (Affiliate-Link). "Ich will doch nur noch eine Fernbedienung für alles, bitte!" Die Harmony One ist quasi das schweizer Taschenmesser unter den Fernbedienungen. Es gibt kaum ein Gerät, welches nicht von der lernfähigen Fernbedienung angesteuert werden kann. Der entscheidende Mehrwert der Harmony liegt dabei aber nicht darin, dass einfach alle Geräte irgendwie geschaltet werden können, sondern in den sogenannten "Activities". Eine Activity (Aktivität) kann beispielweise TV lauten. Wird diese aktiviert, startet Fernseher, 5.1-Receiver und Sat-Receiver gleichzeitig mit der richtigen Konfiguration. Mit der Plus-Taste wird sogleich der 5.1-Receiver angewiesen, die Lautstärke zu erhöhen. Mit Kanal+ schaltet der Sat-Receiver einen Kanal höher und die Fernsehhelligkeit lässt sich über das integrierte Touchscreen steuern. Wird auf die Aktivität Bluray gewechselt, schaltet sich der Sat-Receiver aus, der Bluray-Player schaltet ein und der 5.1-Receiver wechselt automatisch auf den richtigen HDMI-Eingang. Die Fernbedienung übernimmt dabei nach der einmaligen Einrichtung per PC sämtliche Steuerungsbefehle über alle für eine Aktivität notwendigen Endgeräte. Wessen Wohnzimmertisch mit Fernbedienungen überquillt und das Chaos satt hat, erfährt mehr zum Thema Harmony im Artikel hier.   Nr. 5: QNAP-NAS: Die Private-Zuhause-Cloud (ab 300€) Eigentlich nicht neu, hat mir das Jahr 2011 erneut gezeigt, wie sinnvoll ein Gerät im heimischen Netzwerk sein kann, das alle privaten Daten (Fotos, Videos, Dokumente, Multimedia) speichert, für Backups (TimeMachine) Platz bereit stellt und auch von unterwegs alle Medien verfügbar macht. Vorbei die Zeiten, in denen auf zig USB-Festplatten alle möglichen Daten verstreut und teilweise mehrfach vorgehalten wurden, benötigte Informationen mühevoll lokal gesucht und bei einem Festplattencrash wichtige Daten mangels echter Datensicherung verloren gingen. Die Vorteile eines zentralen Datenbestandes, der den Zugriff über alle Endgeräte hinweg ermöglicht, sind schlicht unzählbar. "Ich möchte Herr über meine Daten sein, diese "Cloud" kann mir gestohlen bleiben!" Gerade bei privaten Daten macht es Sinn, eine Art private Cloud aufzubauen. Alles, was dazu benötigt wird, ist ein passendes NAS (Netzwerkfestplatte), welches neben der reinen Speicherung und Sicherungsfunktion verschiedene Freigabe- und Zugriffsmechanismen zur Verfügung stellt. Mit etwas Knowhow ist es so möglich, alle Vorteile einer Cloud zu nutzen und gleichzeitig kritische Komponenten wie Datenschutz und Datensicherheit selbst zu steuern. Wer sich mit der Thematik vertraucht machen möchte, kann hier im Artikel weiterlesen.   Frohes neues Jahr! meintechblog wünscht abschließend ein frohes, technikreiches neues Jahr 2012! Apropos Fernbedienung: Ein wenig in Nostalgie schwelgend, schließe ich diesen Blogpost mit einem Video von Steve Jobs aus dem Jahr 2005. Er ist es, der es wie kein anderer verstand, worum es im Consumer Markt eigentlich geht. Weitere Videos von Steve Jobs: http://stevenote.tv ### AirPrint kostenfrei nachrüsten Inhalte, wie Bilder oder Email-Anhänge, kurzerhand vom iPhone aus direkt auf dem heimischen Printer auszudrucken, ist eine feine Sache. Leider unterstützen erst einige auf dem Markt erhältlichen Drucker dieses "AirPrint" genannte Feature. Über einen kleinen Umweg kann sich aber grundsätzlich jeder (alte) Drucker in einen AirPrint-fähigen Drucker verwandeln. Wie das funktioniert, wird im Folgenden näher beschrieben. Drucker AirPrint-fähig machen Alles was benötigt wird, ist ein iOS-Device (iPhone, iPad, iPod Touch) ab iOS Version 4.2, welches die Texte/Fotos etc. an den Drucker senden soll, der Drucker selbst sowie ein im Netzwerk anzutreffender PC. Der Drucker, egal ob direkt per W-/LAN oder per USB Kabel am PC angeschlossen, muss am PC selbst eingerichtet sein, so dass ein Druckauftrag vom PC aus gestartet werden kann. Ist dies möglich, muss der PC noch mit entsprechender Software bestückt werden, um die Druckaufträge vom iOS-Device entgegen zu nehmen und an den Drucker weiterzuleiten. Entsprechende Softwarelösungen gibt es sowohl für Windows, OSX als auch Linux (z.B. Ubuntu). Teilweise Inkompatibilität durch iOS 6: UPDATE (01.10.2012): Mit dem Betriebssystem iOS 6, welches seit dem 19.09.2012 für iPhone, iPad und iPod Touch zur Verfügung steht, hat Apple das AirPrint-Protokoll geändert und damit bisherige Softwarelösungen von Drittanbietern unbrauchbar gemacht. Die iOS 6-Devices finden den freigegebenen Drucker nicht mehr, da das AirPrint-Protokoll geändert wurde. Teilweise sind die Probleme aber bereits behoben (siehe unten). Aktivierung unter Windows - nicht iOS 6-kompatibel Hier kann die Anwendung Airprint Activator (chip-online Download) installiert werden. Das Programm ändert dabei die notwendigen Systemeinstellungen ab und muss deshalb nach der einmaligen Konfiguration nicht mehr gestartet werden. Sofern eine Firewall eingesetzt wird, muss die Anwendung noch freigegeben werden, damit eingehende Druckaufträge entgegengenommen werden können. Aktivierung unter OSX Hier hilft das Tool Airprint Activator (netputing.com Download) handyPrint. Nach dem Download einfach ausführen und den Schalter auf ON stellen, der Status ändert sich dann auf "Sharing" (Freigegeben). Auf der rechten Seite werden alle für AirPrinting freigegebenen Drucker automatisch aufgelistet. Das Programmfenster kann danach einfach geschlossen werden. Damit der Dienst dauerhaft genutzt werden kann, kommt man um eine kleine Spende jedoch nicht umher. Ich selbst habe 5 USD gespendet, worauf ich direkt per Mail einen Aktivierungsschlüssel zugesendet bekommen habe. Grundsätzlich ist aber auch jeder andere Betrag (natürlich auch weniger) möglich. Aktivierung unter Linux (Ubuntu 11.10) UPDATE (02.03.2013): Unter Ubuntu ist neben der normalen Druckerfreigabe durch Cups (im nächsten Abschnitt beschrieben) weiterhin ein manueller Eingriff per Terminal notwendig, damit das iOS-Device Druckaufträge absetzen kann. Diese werden im direkten Anschluss erläutet. Auch unter Ubuntu 11.10 ist die Aktivierung von AirPrint mittlerweile relativ einfach möglich. Benötigt wird hier das Programmpaket cups. Dieses kann mit dem Terminal-Befehl installiert werden: sudo apt-get install cups Dann muss der Drucker (egal ob Netzwerk- oder USB-Drucker) in Ubuntu konfiguriert werden, damit von dort aus Druckaufträge an den Printer geschickt werden können. Was dann nur noch fehlt, sind einige Einstellungen in cups. Dazu greift man (am einfachsten auf dem Ubuntu-Rechner selbst) per http://localhost:631/admin auf die cups-Settings zu und konfiguriert auch hier den/die gewünschten Drucker  unter Verwaltung -> Drucker -> Drucker hinzufügen. Der Ubuntu-Username sowie -Passwort wird dabei für den Login benötigt. Anschließend müssen noch unter Verwaltung -> Server -> Grundlegende Servereinstellungen mindestens folgende Haken gesetzt werden: (x) Zeige freigegebene Drucker von anderen Systemen (x) Freigeben von Druckern welche mit diesem System verbunden sind (x) Erlaube entfernte Verwaltung -> Einstellungen ändern Nach dem automatischen Neustart des cups-Service stehen die in cups konfigurierten Drucker per AirPrint im Netzwerk zur Verfügung (mit iOS <6). Howto: AirPrint unter Ubuntu ab iOS 6 Die nachfolgenden Terminal-Befehle werden der Reihe nach ausgeführt, um die AirPrint-Funktionalität wieder zurückzuerhalten. Wer keine Ahnung von Terminal-Befehlen hat, sollte sich erstmal in die Materie einarbeiten. Auf dem per Terminal (z.B. ssh) eingeloggten Ubuntu-Rechner zum root-User wechseln: sudo su Eine Datei namens airprint.types mit unten stehendem Inhalt erzeugen: echo "image/urf urf string(0,UNIRAST<00>)" > /usr/share/cups/mime/airprint.types Eine weitere Datei namens airprint.convs mit unten stehendem Inhalt erzeugen: echo "image/urf application/pdf 100 pdftoraster" > /usr/share/cups/mime/airprint.convs SELINUX-Berechtigungen restoren: restorecon /usr/share/cups/mime/* Cups (Printserver) neustarten: restart cups Das benötigte Script von tifontaine in den Ordner /etc/avahi/services herunterladen: wget https://raw.github.com/tjfontaine/airprint-generate/master/airprint-generate.py -P /etc/avahi/services Das heruntergeladene Script ausführen (es erzeugt die benötigte(n) .service-Datei(en) - eine Datei je Cups-Drucker): python /etc/avahi/services/airprint-generate.py Avahi-Services restoren: restorecon /etc/avahi/services/* Zum Schluss den Avahi-Daemon neustarten: restart avahi-daemon Fertig. Wer die .service-Datei(en) wieder loswerden möchte, kann dies durch den Befehl "rm /etc/avahi/services/AirPrint-*.service" (ohne Anführungszeichen) erreichen. Der Duplex-Druck "Doppelseitig" muss bei dieser Methode derzeit beim Drucken auf dem iOS-Device deaktivert werden, da es anderenfalls nicht klappt. Der Ausdruck erfolgt jedoch trotzdem beidseitig, sofern der Duplexdruck beim genutzten Drucker in Cups selbst standardmäßig aktiviert wurde. Blöder Bug, der hoffentlich auch noch beseitig wird. In der Zwischenzeit kann man sich z.B. auch dadurch behelfen, den gewünschten Drucker in Cups doppelt zu pflegen, einmal mit standardmäßig ausgewähltem Duplex-Druck und einmal ohne. Druckauftrag vom iPhone starten Es gibt viele Gelegenheiten, bei denen es Sinn macht, die auf dem Bildschirm dargestellten Informationen auszudrucken. Wird das Drucken von der App (z.B. Safari, Mail) direkt unterstützt, kann der Druckauftrag einfach ausgeführt werden: 1. Auf dem iOS-Device das Weiterleiten-Symbol anklicken 2. Aus der Liste Drucken auswählen 3. Drucker wählen und mit Drucken den Druckauftrag starten Hinweis: Das iOS-Device muss dazu natürlich im heimischen WLan eingeloggt sein, um auf freigegebene AirPrint-Drucker zugreifen zu können. Existiert hingegen keine Möglichkeit aus der App heraus einen Druckauftrag zu geben, kann immer noch der Screenshot-Trick angewendet werden. Wird der Power- und Homebutton gleichzeitig gedrückt (Anleitung), erzeugt das iPhone/iPad oder iPod Touch ein png-Bild des aktuellen Bildschirms und packt die Datei in das Foto-Verzeichnis. Von dort aus kann das Bild ausgewählt und nach dem obigen Schema gedruckt werden. Aus meinem täglichen Leben Heutzutage rufen viele Anwender ihre Mails als erstes über das Smartphone oder Tablet ab. Mit AirPrint wird die Möglichkeit geschaffen, Mails und Anhänge (z.B. pdf-Dateien) bequem (zur Archivierung) auszudrucken. Wer AirPrint eingesetzt hat, um Dokumente und Fotos an den Drucker zu schicken, wird es nicht mehr missen wollen. Einmal eingerichtet (siehe Aktivierung oben), kann ein PC als Vermittlungsstelle zwischen iOS-Device und Drucker fungieren und die AirPrint-Funtionalität aktivieren. Welches Betriebssystem dabei eingesetzt wird, spielt dank der übergreifenden Verfügbkarkeit von Softwarelösungen keine Rolle. Einziger Wehmutstropfen, der PC muss immer eingeschaltet sein, wenn ein Druckauftrag gesendet werden soll. Wer einen Linux-Rechner im Dauerbetrieb laufen lässt, wird sicher keine Probleme damit haben. Wer jedoch keinen Server hat, der solche Dienste durchgehend zur Verfügung stellt, muss seinen Rechner extra einschalten. Der Zugewinn ist in diesem Fall wesentlich geringer, weshalb sich die hier vorgestellte Lösung eher an Anwender richtet, die den AirPrint-Dienst auf einem heimischen Server betreiben können. AirPrint-fähige Drucker Wer über eine Neuanschaffung nachdenkt, bekommt günstige Multifunktionsgeräte mit "echter" Airprint-Funktion bereits unter 100€ 60€. Eine Liste aller offiziellen AirPrint-Drucker, welche das Drucken ohne Umweg erlauben, befindet sich auf dieser Apple-Website. Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="73" identifier="B008HNA78C" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41WjKhda0UL.SL110.jpg" tag="meintechblog-111125-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="88" identifier="B005OR6Y4K" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41TCjve9yaL.SL110.jpg" tag="meintechblog-111125-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="73" identifier="B0081TVKIS" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41NBthTvM0L.SL110.jpg" tag="meintechblog-111125-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="79" identifier="B008VZMUB8" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31Ho26JTEEL.SL110.jpg" tag="meintechblog-111125-21" width="110"] Alternativ können Drucker auch durch den xPrintServer (Link), einem kleinen Hardwareadapter AirPrint-fähig gemacht werden. ### QNAP-NAS: Die Private-Zuhause-Cloud Immer mehr Anbieter, seien es Apple, Amazon oder Google, bieten eigene cloudbasierte Speicherlösungen an. Anwender nutzen solche Onlinedienste, um persönliche Daten abzuspeichern und überall per PC, Smartphone oder Tablet im Zugriff zu haben. Es muss aber nicht zwangsweise eine fremde Cloud sein, die persönlichen Daten vorhält. Mit etwas Knowhow kann dies relativ einfach auch selbstständig mit jeder Menge Zusatzfunktionen organisiert werden. Was für eine Private-Zuhause-Cloud notwendig ist bzw. was damit alles möglich ist, wird im Folgenden beschrieben. Daten beim Cloud-Anbieter auslagern So sehr sich viele Nutzer diese einfache Möglichkeit der Datenspeicherung beim Cloud-Anbieter wünschen, gibt es auch kritische Stimmen bzgl. cloudbasierter Speicherlösungen. Die Gründe gegen eine solche Auslagerung persönlicher Daten bei Dienstleistern sind vielfältig, die zwei Hauptgründe aus Nutzersicht sind jedoch vornehmlich: Datenschutz: Kann der Provider sicherstellen, dass niemand anderes Zugriff auf die Daten erhält? Gerade große Provider mit vielen Anwendern sind für Hacker lukrative Angriffsziele. Kann eine Sicherheitslücke ausgenutzt werden, können im schlimmsten Fall Nutzerdaten abgegriffen werden. Wenn Daten zudem im Ausland gehostet werden, besteht die Chance, dass dortige Sicherheitsorganisationen vom Provider einen Generalzugriff auf die gespeicherten Daten erhalten. Datensicherheit: Stellt der Anbieter sicher, dass die gespeicherten Dateien langfristig verfügbar bleiben? Hin und wieder kommt es auch mal vor, dass aufgrund von Serverausfällen und unzureichender Backups Kundendaten nicht nur temporär verloren gehen. Diese Abhängigkeit setzt Vertrauen zum Dienstanbieter voraus, das oftmals aufgrund von fehlenden Erfahrungswerten oder Negativberichten nicht gegeben ist. Als dritten Punkt könnte man noch die Anbindungsgeschwindigkeit nennen. Alle Daten erfordern beim Speichern bzw. Abruf eine schnelle Internetverbindung. Bei großen Daten kann ein Austausch dann schon mal mehrere Stunden dauern. Dieser Punkt ist jedoch gerade in Anbetracht der stetig steigenden Übertragungsgeschwindigkeit insgesamt als unkritisch einzustufen. Das eigene NAS als Datenzentrale Wer bereit ist einen höheren dreistelligen Euro-Betrag zu investieren, kann seine Daten jedoch mit etwas technischem Knowhow auch relativ einfach selbst Zuhause verwalten, teilweise mit den selben Möglichkeiten wie Cloud-Anbieter, teilweise aber auch mit einer Vielzahl weiterer Funktionen. Dazu notwendig ist ein NAS (Network Attached Storage), quasi ein Mini-PC mit vorinstalliertem Betriebssystem und der Möglichkeit mehrere Festplatten zu verwalten. Der Markt bietet mittlerweile viele solcher Lösungen, teilweise bereits unter 100€ (ohne Festplatte). Im Folgenden werden die Möglichkeiten eines QNAP TS-509 Pro Turbo vorgestellt, da ich dieses System selbst im Einsatz habe und mehr als zufrieden damit bin. Eine solche Lösung ist relativ teuer (>500€), ermöglicht aber viel mehr als nur das reine Abspeichern von persönlichen Daten. Das TS-509 Modell wird offiziell kaum noch vertrieben, da es bereits Nachfolgermodelle gibt. Positiv ist dabei, dass der Hersteller auch dieses NAS weiterhin mit Softwareupdates versorgen wird, da es bereits auf der INTEL-Plattform basiert und der etwas schwachbrüstigen Celeron-Prozessor gegen einen leistungsstarken 3 GHz Dual-Core getauscht werden kann (die Garantie geht dabei jedoch verloren). Die Nachfolgermodelle, welche auf einen ebenfalls nicht allzu leistungsstarken Atom-Prozessor zugreifen, bieten diese inoffizielle Upgrademöglichkeit nicht, der Prozessor ist hier fest mit der Platine verbaut. Qnap-NAS 2 Festplatteneinschübe: Qnap TS-259 Pro+ (Affiliate-Link) 4 Festplatteneinschübe:  Qnap TS-439 Pro II+ (Affiliate-Link) 8 Festplatteneinschübe: Qnap TS-859 Pro+ (Affiliate-Link) Festplatten bei Amazon (am besten immer baugleiche Modelle im NAS verwenden): 2 TB: Samsung EcoGreen F4 (Affiliate-Link) (fünf der Vorgängermodelle laufen jetzt bereits über zwei Jahren ohne Probleme im Dauerbetrieb) 3 TB: Western Digital WD30EZRX (Affiliate-Link) Möglichkeiten/Services von QNAP NAS-Systemen (Intel-Plattform) Dieser Artikel dient dazu, nützliche Eigenschaften von Intel-basierten QNAP NAS-Systemen aufzuführen. Nach und nach werden diese Eigenschaften in eigenständigen Artikeln beschrieben, um weitere Infos zur Konfiguration zu geben. Datenschutz: Wird das NAS nur im lokalen Netzwerk (LAN) genutzt, fällt dieser Punkt praktisch weg. Soll der sichere Zugriff auch über das Internet erfolgen, ist darauf zu achten, dass ein sicheres Passwort gewählt wird. Also immer eine Kombination aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen verwenden. Zudem können mehrere Benutzer und Benutzergruppen angelegt werden, um den Zugriff auf bestimmte Inhalte auch für Dritte zu ermöglichen. Die Freigabe und der Austausch von Urlaubsfotos kann auf diese Weise einfach realisiert werden. Datensicherheit: Damit die Daten auch verfügbar bleiben, sobald eine Festplatte das Zeitliche segnet, bieten QNAP-Systeme verschiedene gängige RAID-Verfahren. Dabei werden Daten redundant gespeichert, so dass je nach Verfahren auch mehrere Festplatten bei Defekt ohne Datenverlust (auch im laufenden Betrieb) getauscht werden können. QNAP-NAS verschicken auf Wunsch obendrein eine Email, sobald eine Festplatte defekt ist und gewechselt werden sollte. Sofort-Start: QNAP Systeme haben den Vorteil, dass sie nach dem Kauf sofort einsatzfähig sind. Frickelige Hardware-Bastelei und Softwareinstallation entfällt gänzlich. Lediglich die Festplatten, welche im Regelfall separat zugekauft werden, müssen mit jeweils vier Schrauben fixiert und ins System geschoben werden (auch im laufenden Betrieb möglich). Beim ersten Systemstart werden die zentralen NAS-Dienste per Webbrowser konfiguriert und Daten können sogleich gesichert werden. Konfiguration: QNAP-NAS Systeme basieren auf Linux und können entsprechend per Telnet/SSH konfiguriert werden. Linux-Laien können jedoch getrost auf die gut strukturierte Konfigurationsoberfläche zurückgreifen. Per Browser lassen sich so bequem Änderungen vornehmen. Die Oberfläche ist schlicht gehalten, bietet aber die Möglichkeit an allen zentralen Stellschrauben zu drehen und das System zu überwachen. Lokaler Zugriff: Auf die gespeicherten Daten kann lokal über beinahe jede erdenkliche Freigabevariante zugegriffen werden. Dazu gehören gängige Freigabemethoden wie SMB, AFP, FTP, NFS und Webdav welche über Bonjour angeboten werden und damit nicht nur im lokalen Netzwerk für genügend Freiraum sorgen. Per SMB kann beispielsweise in Windows eine Netzwerkfestplatte gemountet werden oder ein Netzwerkscanner eingescannte Dokumente per FTP direkt auf dem NAS ablegen. Internetzugriff: Daten können standardmäßig per Webbrowser (Web File Manager) abgerufen oder über weitere Plugins (dazu später mehr) wie den AjaXplorer noch bequemer angezeigt werden. App-Zugriff: Eine kostenlose App für iPhone und iPad, welche mp3s, Fotos und Video (im richtigen Videoformat) abspielen kann, darf natürlich nicht fehlen: [app 355826920] Time-Machine Support: Die stündlichen Backups von iMac oder MacBook werden direkt auf dem QNAP NAS abgespeichert. Sofern RAID (siehe oben) eingesetzt wird, bietet diese Lösung sogar einen entscheidenden Vorteil gegenüber Apple Time Capsule: Ausfallsicherheit beim Crash einer Festplatte. Seit entsprechendem Firmwareupdate auch mit Unterstützung für OS X Lion. Plugins: Da sich QNAP-Systeme großer Beliebtheit erfreuen, gibt es eine steigende Fülle an Erweiterungsmöglichkeiten. Diese QPKG Plugins genannten Erweiterungen können mit einem Klick in der Konfigurationsoberfläche nachgerüstet werden. Es gibt dabei sowohl offiziell von QNAP unterstützte Plugins, als auch direkt über das QNAP Community Forum zugängliche Erweiterungen in Form von Beta-Versionen (z.B. Plex Media Server). Plex Media Server Plugin: Verwaltung der lokalen Filme, Serien und Musikbibliothek. Dazu gehört auch der Download von Medieninformationen, so dass die eigene Sammlung automatisch kategorisiert, getaggt und mit Covern versehen wird. Der Zugriff auf die Bibliothek ist lokal sowohl über den Plex Media Player möglich, als auch unterwegs über die iPhone-App (inkl. Live-Transcoding von HD-Videomaterial, sofern ein leistungsstarker Prozessor nachgerüstet wurde). Der Download ist derzeit über das QNAP Community Forum möglich. [app 383457673] Network Recycle Bin: Daten landen beim Löschvorgang in einem virtuellen Mülleimer. So lange dieser nicht manuell geleert wird, ist eine Wiederherstellung möglich. Das spart Nerven, da schon mal wichtige Dokumente versehentlich ausrangiert werden. ### Von der Dreambox zum iPhone streamen Im Artikel Dreambox mit USB-Zusatztuner wurde erklärt, wie eine Dreambox mit Zusatztunern ausgestattet werden kann, um beispielsweise eine Sendung aufzuzeichnen, während ein anderer Sender gleichzeitig läuft. Mit der richtigen App kann das Live-Signal darüber hinaus über das hauseigene WLan direkt auf das iPhone oder iPad gestreamt werden und so der stromfressende TV ausgeschaltet bleiben. Dreambox LIVE-App Nach der Einrichtung der Dreambox innerhalb der App stehen sofort alle SD-Sender unter dem Menüpunkt Bouquets zur Verfügung und können ohne Umweg über einen PC direkt von der Dreambox aus wiedergegeben werden. HD-Sender werden dabei in der Senderübersicht ausgeblendet. Diese können wegen der höheren Auflösung (noch) nicht ohne vorherige Transkodierung abgespielt werden. Zudem steht die Möglichkeit zur Verfügung diverse aufgenommene SD-Sendungen über den Menüpunkt Recordings wiederzugeben. Live-Stream Wird die App gestartet, beginnt sofort der Live-Stream. Dabei ist eine Verzögerung von 1,5 Sekunden zum Live-Bild auf dem TV erkennbar. Diese Zeit lässt sich verkürzen, indem der Cache in den Einstellungen verringert wird. Bei meinen Tests lief es bis ca. 300 ms weiterhin flüssig. Wenn auf diese Weise ein HD-Sender auf dem TV betrachtet wird, läuft der entsprechende SD-Sender auf dem iPhone bzw. iPad nahezu simultan. Hintergrund ist, dass HD-Sender von Grund auf mit einer höheren Verzögerung als SD-Sender wiedergegeben werden. Der Wert von 300 ms ist damit geeignet beispielweise ein Formel 1 Rennen in HD auf dem TV und gleichzeitig die Cockpitperspektive in SD-Qualität auf dem iOS-Device zu verfolgen. Beide Signale laufen dann nahezu gleichzeitig. Funktionsumfang Die App zeigt aber nicht nur das TV-Bild, sondern zusätzlich die EPG-Informationen der laufenden sowie der direkt nachfolgenden Sendung. Zusätzlich werden per Klick auf das kleine i weitere Sendungen im Anschluss eingeblendet, wie es beim EPG gängig ist. Die coolste Funktion der App ist ganz klar die Art, wie sich durch die verschiedenen Kanäle zappen lässt. Ein Swipe nach links schaltet einen Sender weiter, ein Swipe nach rechts und man gelangt einen Kanal zurück. Einfacher könnte es nicht sein. Zusätzlich besteht natürlich noch die Möglichkeit durch die Anzeige der Bouquet-Liste die gewünschten Sender direkt auszuwählen. In der App sind alle zentralen Möglichkeiten vorhanden, um das LIVE-TV-Bild im heimischen WLan zu verfolgen. Alles ist auf Einfachheit getrimmt, Zusatzfunktionen sucht man hingegen vergebens. Das Einzige, was in diesem Zusammenhang wirklich wünschenswert ist, wäre die Möglichkeit zur Direktaufnahme des laufenden Programms und evtl. noch die Möglichkeit zum Setzen eines Timers. WLan-Anbindung Die App ist dazu ausgelegt, dass sich das iOS-Device im selben WLan-Netzwerk wie die Dreambox befindet. Grundsätzlich lässt sich das TV-Signal natürlich auch beispielsweise unter Verwendung eines VPN-Tunnels bzw. dyndns-Accounts über das Internet streamen, dies setzt aber selbst bei den SD-Sendern eine Bandbreite von ca. 1 MB/s voraus. DSL- bzw. Kabelverbindungen sind zwar grundsätzlich in Downloadrichtung schnell genug, der Flaschenhals ist aber natürlich die Uploadgeschwindigkeit auf Seiten der Dreambox. Hier ist also mindestens ein VDSL-Anschluss mit 8 Mbit Uploadspeed notwendig, alles andere führt zwangsweise zu Bildrucklern. Da das Streaming eine für WLan-Verhältnisse hohe Bandbreite benötigt, sollte man beachten, dass die Dreambox am besten über ein LAN-Kabel im Netzwerk eingebunden ist, da so das WLan nicht zusätzlich "verstopft" wird. Weiterhin sollten iPhone und iPad nicht allzu weit vom WLan-Access-Point betrieben werden. Je weiter sich die Geräte von der Basisstation entfernt befinden, desto schlechter wird das Signal und gleichzeitig auch die Netto-Übertragungsgeschwindigkeit. Ist diese kleiner als die vom gestreamten Sender genutzte Bitrate, beginnt auch hier das Bild zu ruckeln. Anbindung über 3G Bei einer Anbindung des iPad über 3G (siehe Screenshot) kommt es hin und wieder zu Rucklern. Hier liefert eine vorhergehende Transkodierung (z.B. über die Mac-Software iDreamX), bei der die Bitrate geschrumpft wird, gerade unterwegs wesentlich bessere Ergebnisse. Dies hat aber den Nachteil, dass ein leistungsfähiger PC/Mac betriebsbereit sein muss, um die Umwandlung des Videomaterials in Echtzeit vorzunehmen. Ein Test von iDreamX folgt demnächst. Aus meinem täglichen Leben Positiv überrascht hat mich die Universal-App Dreambox LIVE (Affiliate-Link), welche beim Hardcoretest das Live-TV Bild etwa zwei Stunden lang ruckelfrei wiedergeben konnte, diverse Zapping-Vorgänge inklusive. Eingesetzt wurde dabei eine Dreambox 800 HD se mit zwei zusätzlichen USB-Tunern, welche neben dem TV zusätzlich ein iPhone sowie iPad gleichzeitig zugespeist hat. Natürlich wird es im Normalfall reichen das TV-Bild auf einem Gerät wiederzugeben. Dieser Test zeigt aber die Leistungsfähigkeit der hier eingesetzten Dreambox DM 800 HD se, welche auch in der Lage ist mit Hilfe zusätzlicher USB-Tuner, mehr als nur ein Bildsignal ohne Probleme zu vermitteln. Anmerkung Auf dem iPad 2 lässt sich die Bildqualität (Quality) in den Einstellungen (Settings) auf hoch (High) einstellen. Auf dem iPhone 4, wahrscheinlich bedingt durch die geringere Verarbeitungsgeschwindigkeit der CPU, ist hingegen nur eine geringe Qualität (Low) möglich. Wird die Qualität auf Middle oder High gesetzt, wird die Framerate herabgesetzt und das Bild ruckelt unangenehm. Dies ist dabei aber kein wirklich entscheidendes Manko, da das iPhone-Display klein genug ist, dass selbst die "geringe" Qualität ausreichend gut ist. [app 416450962] ### Dreambox mit USB-Zusatztuner An dieser Stelle ein Tipp bzw. ein technisches Howto für alle Besitzer einer Dreambox DM 800 HDse, die ihren Satelliten- bzw. Kabelreceiver mit zusätzlichen DVB-S, DVB-C bzw. DVB-T Tunern ergänzen möchten. Voraussetzung ist die Nutzung eines Enigma 2 Image auf 1.6er Basis, neuere 2.0er funktionieren jedoch auch. Wer beispielsweise einen Film auf RTL ansehen möchte, während die Aufzeichnung der Lieblingsserie auf Pro7 läuft, benötigt einen Receiver mit Multituner. Die Dreambox DM 8000 HD besitzt dabei in der Grundausstattung bereits zwei fest eingebaute DVB-S Tuner für Satellitenfernsehen. Zusätzlich können zwei weitere Tuner für Sat (DVB-S), Kabel (DVB-C) bzw. Digitalfernsehen über Antenne (DVB-T) hinzugesteckt werden. Für jeden weiteren Sender, den man parallel aufzeichen oder sehen möchte, ist in der Regel ein weiterer Tuner notwendig. Mit zwei Tunern lassen sich also zwei Sendungen parallel aufzeichnen, mit vier Tunern vier Sendungen. Dabei ist die DM 8000 HD in der Grundausstattung mit zwei Tunern und knapp unter 1.000€ wirklich happich. Dank der USB-Tuner von Sundtek ist es jedoch auch möglich, die nur knapp halb so teure Dreambox DM 800 HD se (Affiliate-Link) zum Multituner auszubauen, welche intern eigentlich nur Platz für einen Tuner hat. Zusatztuner für DM800 HD se In den letzten Monaten hat die Firma Sundtek mit der Dreambox-Community zusammengearbeitet, um die Nutzung der Sundtek USB-Sticks unter den auf Linux basierenden Dreambox-Images zu ermöglichen. Aufgrund der durch die Nutzung enstehenden höheren Hardwareauslastung der Dreambox ist in diesem Fall ein Prozessor mit 400 MHz Taktfrequenz notwendig, welcher in der DM 800 HD se eingebaut ist. Die DM 800 HD (ohne se) macht laut Userberichten hingegen keine sonderliche Freude, da hier der Prozessor nur mit 300 MHz getaktet ist, weshalb sich dieses Howto an Besitzer des "se"-Modells richtet. Installation eines USB-Tuners Die Installation ist für Dreambox-Verhältnisse "relativ" einfach, erfordert aber dennoch etwas technisches Knowhow. 1. Der Sundtek USB-Stick wird per USB an die Dreambox angeschlossen (am besten per USB-Verlängerungskabel, welches sich im Lieferumfang befindet). 2. Per Telnet-Client (z.B. Putty) muss eine Verbindung zur Dreambox hergestellt und nachfolgende Befehle eingegeben werden. ssh root@ipadressederdreambox Enter-Taste cd /tmp Enter-Taste wget http://www.sundtek.de/media/sundtek_installer_120603.2036.sh Enter-Taste chmod 755 sundtek_installer_120603.2036.sh Enter-Taste ./sundtek_installer_120603.2036.sh Enter-Taste Mit der J-Taste und anschließend Enter wird die Installation bestätigt. Der hier verwendete Treiber ist vom 03.06.2012. Aktuelle Treiber finden sich auf der offiziellen Sundtek Internetseite unter http://www.sundtek.de/media/. Die aktuellsten Treiber sind am Ende der Liste aufgeführt. Den passenden Linux-Treiber erkennt man unter der Bezeichnung "sundtek_installer_yymmdd.sh", wobei yymmdd für das Datum (Jahr, Monat, Tag) steht. 3. Damit der Treiber nach einem Neustart der Dreambox automatisch mitgestartet wird, muss noch ein Script eingebunden werden: Für DVB-C Tuner (Kabel): /usr/script/DVB_C_Tuner_autostart.sh Enter-Taste Für DVB-S Tuner (Satellit): /usr/script/DVB_S_Tuner_autostart.sh Enter-Taste Für DVB-T Tuner (Terrestrisch): /usr/script/DVB_T_Tuner_autostart.sh Enter-Taste reboot Enter-Taste 4. Nach dem Neustart der Dreambox wird der zusätzliche Tuner automatisch erkannt und kann ab sofort genutzt werden. Der Zusatztuner wird ab sofort unter Menü > Einstellungen > Kanalsuche > Tuner-Konfiguration > Tuner B: Sundtek MediaTV Digital Home... angezeigt (siehe Screenshot) und kann von dort aus de-/aktiviert werden. Ist der Tuner in Gebrauch, wird dies durch eine konstant blau leuchtende LED am USB-Stick selbst signalisiert. Installation von mehr als einem USB-Tuner Wer zwei oder mehr USB-Tuner installieren möchte, muss nachfolgende Schritte durchlaufen: 1. Schritte unter "Installation eines USB-Tuners" (oben) durchführen, damit der Treiber automatisch gestartet wird. 2. Download der Konfigurationsdatei sundtek.conf. Diese muss entzippt und mit einem Texteditor (z.B. Notepad++) geöffnet werden. 3. Erneut per Telnet-Client eine Verbindung zur Dreambox herstellen und nachfolgenden Code eingeben: ssh root@ipadressederdreambox Enter-Taste /usr/script/DVB_Tuner_Info.sh Enter-Taste 4. Die ID-Nummern (Seriennummern) der Sticks suchen. Diese sind jeweils unter device 0 bzw. device 1 (usw.) bei "ID:" angegeben (siehe nachfolgender Screenshot). Die ID-Nummern jeweils per Copy und Paste in die sundtek.conf-Datei kopieren. Es müssen dabei die bereits angegebenen Beispiel-IDs ODVBT und ODVBTB0 zwischen den eckigen Klammern ersetzt werden. Bei "initial_dvb_mode=DVBC" muss entsprechend bei Satellit "DVBS" bzw. bei terrestrischen Empfangsgerät "DVBT" eingetragen werden. (Wer mehr als zwei Sticks nutzen möchte, ergänzt die Datei einfach entsprechend um einen weiteren Eintrag.) 5. Die angepasste Datei sundtek.conf speichern und per FTP-Client (z.B. Filezilla) in das Verzeichnis "/etc" der Dreambox kopieren. 6. Dreambox neustarten. Jetzt sollten alle Tuner im Dreamboxmenü unter Menü > Einstellungen > Kanalsuche > Tuner-Konfiguration > Tuner wählen aufgelistet werden. Grundsätzlich können auch mehr als zwei Tuner hinzugefügt werden. Da die Dreambox DM 800 HD SE jedoch nur zwei USB-Anschlüsse besitzt, müsste zu diesem Zweck ein aktiver USB-Hub eingesetzt werden. Ob das in der Praxis zufriedenstellend funktioniert, kann ich leider noch nicht beurteilen. Mit je einem USB-Stick pro USB-Anschluss läuft es jedenfalls stabil und ohne Aussetzer. Aus meinem täglichen Leben Die Möglichkeit aus einer Single-Tuner-Dreambox eine Multi-Tuner-Dreambox zu machen, ist einfach genial. Es kommt eben einmal vor, dass eine Aufnahme gerade startet, während auf einem anderen Kanal etwas Interessantes läuft. Mit mehr als einem Tuner kann man getrost weitersehen, wohingegen bei nur einem Tuner auf den aufzuzeichnenden Kanal gewechselt werden muss. Wer viele Serien oder wiederkehrende Sendungen aufzeichnet, sollte sich das Plugin AutoTimer (hier beschrieben) ansehen, da es regelbasierte Timer setzen kann. Wirklich günstig sind die Sundtek-Tuner mit knapp 80-90€ nicht, aufgrund des stabilen Betriebs und der fehlenden Alternativen stellen sie dennoch eine sehr gute Möglichkeit dar, eine Dreambox zu erweitern. Zugriff per iPhone/iPad Noch spannender wird es, wenn das Live-TV-Bild auf das iPhone oder iPad gestreamt werden soll. Hier ist mehr als ein Tuner Pflicht, möchte man sowohl am TV als auch am Mobilgerät parallel fernsehen oder das Programm aufzeichnen. Zuhause kann das Live-Bild per Wlan beispielsweise mit der App Dreambox LIVE gestreamt werden. Sowohl Bildqualität als auch Funktionalität sind überzeugend: Von der Dreambox zum iPhone streamen [app 416450962] Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="88" identifier="B004EE1ACA" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31MBG3ENVvL.SL110.jpg" tag="meintechblog-110712-21" width="110"]   Sundtek SkyTV Ultimate (DVB-S/S2) Stick für DVB-S für 89,00€ Wer zusätzliche Infos zur Dreambox sucht, sollte sich einmal auf Dreambox-Blog.com umsehen. ### Grillen mit App-Unterstützung Die Grillsaison ist in vollem Gange. Wer neue Gerichte ausprobieren und etwas tiefer in die "Grillmaterie" einsteigen möchte, dem sei an dieser Stelle die iOS-App Weber's On the Grill ans Herz gelegt. On the Grill Im Vordergrund stehen, wie sollte es bei einer Grill-App auch anders sein, Grillrezepte. Wirklich schön aufbereitet, finden sich allerlei Rezepttipps, welche jeweils mit einem appetitanregenden Bild, der Zubereitungszeit sowie einer Lebensmittelliste ausgestattet sind. Die für das nächste Grillen präferierten Rezepte lassen sich dabei als "Favoriten" hinterlegen, so dass das Wiederfinden kein Problem darstellt. Wirklich praktisch ist dabei die Möglichkeit, die notwendigen Zutaten mehrer Rezepte zu bündeln und sich als eine Einkaufsliste unter dem Menüpunkt "Lebensmittellisten" anzeigen zu lassen. Diese in Kategorien aufgeteilte Einkaufsliste bietet darüber hinaus die Möglichkeit gekaufte Produkte abzuhaken, was die Übersichtlichkeit beim Einkauf gewährleistet. Zudem lassen sich über die Funktion "teilen" neben den einzelnen Rezepten auch die Einkaufslisten per Email verschicken. Neben den eigentlichen Grillrezepten bietet die App aber eine Vielzahl weiterer Funktionen. In der Kategorie "Techniken" werden unter Anderem wertvolle Grundkenntnise vermittelt, beispielsweise was der Unterschied bei direkter und indirekter Hitze ist und wie sich das auf das Grillergenis auswirkt. Auch erfährt man hier, wie sich die perfekte Grilltemperatur mittels des Handtests bestimmen lässt, sofern der Grill keine Temperaturanzeige aufweist. Unter der Kategorie "Anleitung" erhält der angehende Grillmeister darüber hinaus Tipps, wie lange und bei welcher Hitze beispielsweise ein Filet Mignon mit 32 mm Dicke gegrillt werden sollte. Neben verschiedenen Fleisch- und Fischsorten sind hier auch verschiedene Gemüse- und Obstsorten vertreten. Die Auswahl ist sehr vielfältig, hier sollte für jeden - auch für Vegetarier - etwas dabei sein. Last but not Least sei noch die integrierte "Grilluhr" erwähnt. Hier lässt sich ein Timer starten, um die perfekte Grillzeit einzuhalten und möglichst gute Ergebnisse zu erzielen. Das iPhone bietet diese Funktion von Haus aus in der "Uhren"-App, wehalb die Sinnhaftigkeit an dieser Stelle nicht hinterfragt werden sollte. Praktisch wäre hier evtl. ein Multitimer, wenn der Grill mit unterschiedlichem Grillgut bestückt wird. So oder so wird aber kaum jemand sein iPhone am qualmenden Grill als Zeitmesser verwenden wollen. Eine Eieruhr ist hier sicherlich praktischer, sofern  die Notwendigkeit des minutengenauen Grillens überhaupt besteht. Die perfekte Grill-App Zusammenfassend bietet die 3,99€ teure App viele schön aufbereitete Rezepttipps und erklärt weiterführend, wie sich die Ergebnisse durch die richtige Grilltechnik verbessern lassen. Die Inhalte sind sinnvoll gegliedert und die App wirkt technisch sehr ausgereift. Gerade die Möglichkeit, Rezepte und Einkaufslisten als Textdatei per Mail zu verschicken, empfinde ich als sehr praktisch. Auch wer keinen Weber Grill hat, sollte zumindest einen Blick auf diese App werfen. Weber's On The Grill (App-Store-Link) ### Kultspiel Angry Birds Die verärgerten Vögel treiben nun schon eine gefühlte Ewigkeit auf iOS-Devices ihr Unwesen. Der enorme Erfolg hat dazu geführt, dass Angry Birds aber mittlerweile auf allen wichtigen Gaming-Plattformen anzutreffen ist, selbst als Browser-Game lassen sich die Vögel per Vogel-/Steinschleuder auf ihre Widersacher, die Schweine, schießen. Erfolgsgeschichte Angry Birds Angry Birds wurde vom finnischen Entwicklungsstudio Rovio Ende 2009 veröffentlicht. In weniger als einem Jahr wurde die App für iPhone und iPod Touch dann bereits mehr als zehn Millionen Mal verkauft. In der Zwischenzeit wurde eine Neuauflage mit Namen Angry Birds Rio veröffentlicht, welches ähnlich erfolgreich ist. Das Spielprinzip ist dabei relativ schnell erklärt. Die Aufgabe des Spielers ist es, mit Hilfe einer Steinschleuder und einer vorgegebenen Anzahl an Vögeln innerhalb eines Levels alle dort sichtbaren Schweine zu treffen. Hintergund ist, dass die bösen Schweine die Eier der Vögel geklaut haben und diese deshalb verständlicherweise stinksauer sind und sich deshalb rächen wollen. Klingt komisch, macht aber verdammt Spaß. Wer einmal angefangen hat, versucht zwangsläufig seine Treffergenauigkeit von Level zu Level zu erhöhen, was wirklich fesselnd sein kann. Einige der zahlreichen Level sind auch echt schwierig und teilweise auch frustrierend, wenn man sich jedoch durchgebissen hat, überwiegt letztendlich das Erfolgserlebnis. Aus meinem täglichen Leben Für mich ist Angry Birds eines der besten Spiele auf dem iPhone und mittlerweile zum Kultspiel avanciert. Es gehört einfach zum iPhone wie Mario zu Nintendo. Das Spielprinzip ist einfach, die Umsetzung gelungen. Gerade die Tatsache, dass die Steuerung wirklich feinfühlig reagiert, erlaubt eine konstante Erhöhrung der Zielgenauigkeit, was wiederum ungemein animiert. Ähnlich verhält es sich mit Angry Birds Rio, dem Nachfolgerspiel. Das Spielprinzip und auch die Aufmachung ist identisch, lediglich geht es hier darum, die von den Schweinen eingesperrten Vögel zu befreien. Wer das Spiel noch nicht kennt, sollte zumindest der kostenfreien Version eine Chance geben, es lohnt sich. Wirklich lohnenswert ist auch das Peace Treaty-Video (YouTube-Link), welches die zwischenzeitlichen "Friedensverhandlungen" zwischen Vögeln und Schweinen auf humorvolle Weise darstellt. Angry Birds (App-Store-Link) ### IMDb: Filmauswahl leicht gemacht Vor jedem Kinobesuch stellt sie sich erneut: Die Frage, für welchen Film sich der Eintrittspreis denn nun wirklich lohnt. Um die Auswahl zu erleichtern, werden gängigerweise Freunde um Rat gefragt, die aber schon mal versehentlich die spannendste Szene ausplaudern. Alternativ wird dann noch der offizielle Movietrailer herangezogen, der im schlimmsten Fall aber die lustigsten Filmszenen im Vorfeld verrät. Wer zudem bereits in der Kinokassenschlange steht und immer noch nicht genau weiß, welcher Film die richtige Wahl ist, hat mit seinem Smartphone jedoch einen weiteren Trumpf im Ärmel. The Internet Movie Database (IMDb) imdb.de bietet dabei alles, was das Cineasten-Herz begehrt. Neben Kinofilmen sind auch Serien gelistet, welche über die jeweilige Nutzer-Bewertung blitzschnell in die Kategorien sehr interessant bis unpassend einsortiert werden können. Dabei existieren sogar detaillierte Nutzerbewertungen, welche sich weiter nach Geschlecht und Alter aufschlüsseln lassen. So lässt sich relativ schnell prüfen, ob ein Film für das jüngere Publikum (z.B. Teenie-Komödie) oder den "erfahrenen" Cineasten (eher Richtung Drama, Thriller) zugeschnitten ist. Haufenweise Zusatzinformationen In der frei verfügbaren Datenbank sind darüber hinaus aber noch viele weitere Informationen gespeichert. Die Besetzung lässt sich dabei genauso einfach ermitteln wie Spieldauer, Erscheindungsdatum oder Altersfreigabe. Wirklich gelungen sind in diesem Zusammenhang die Verlinkungen der Schauspieler. Klickt man auf einen der Akteure, gelangt man direkt auf dessen Profil, wo in der Regel neben jeder Menge Fotos auch eine komplette Filmographie in chronologischer Reihenfolge aufgelistet ist. So lassen sich im Handumdrehen die aktuellsten Filme des persönlichen Lieblingsschauspielers für den nächsten Movieabend vormerken. IMDb-App Die offizielle IMDb-App greift dabei durchgängig auf die Onlineinformationen der Filmedatenbank zu und bereitet die Informationen bestmöglich für die mobilen Displays auf, so dass auch unterwegs die Recherche einfach von der Hand geht. [app 342792525] Einige Softwareprogramme, wie das  die Media Center Software XBMC (hier vorgestellt), nutzen Onlinebibliotheken wie IMDb zusätzlich als sogenannte Scaper, d.h. die eigene Filmbibliothek wird durch die online verfügbaren Informationen (Bewertung, Spieldauer, Schauspieler, etc.) automatisch angereichert. ### XBMC: Das ultimative Media Center Jeder hat seine über die Jahre angesammelten Mediendateien, seien es eigene Urlaubsvideos, Filme oder Serien auf DVDs oder Festplatten gespeichert. Die Wiedergabe dieser Dateien ist relativ einfach über diverse Player, wie dem VLC möglich. Der Nachteil solcher Lösungen ist jedoch, dass die Medien nicht wirklich sexy aufbereitet werden und ausschließlich eine Datei-basierte Navigation erlauben. Media Center, wie das XBMC ermöglichen dagegen eine automatisierte Aufbereitung der Inhalte, so dass die Navigation durch die hübsch aufbereitete Meidenbibliothek zusätzlichen Mehrwert bietet. Plattformübergreifendes Media Center Es dürfte ca. acht Jahre her sein, als eine Gruppe Programmierer die damals noch relativ junge XBOX von Microsoft für sich entdeckte. Mit einem Hack wurde es möglich, selbst erstellte Programme auf der Videospielkonsole wiederzugeben. Da die Konsole damals vergleichsweise viel Power für wenig Geld lieferte und zudem eh am TV angeschlossen war, bot sie sich als Media Center geradezu an. Im Laufe der Jahre wurde das XBMC (ehemals XBox Media Center) genannte Projekt immer weiter verbessert und ist nun unter verändertem Namen für viele verschiedene Plattformen verfügbar. Die Gründe hierfür sind sicherlich vielfältig, ein Hauptgrund war jedoch sicherlich, dass die Systemanforderung neuer HD-Videos schnell die Möglichkeiten der XBOX überschritt und deshalb die Unterstützung neuer Hard- und Software der einzig logische Schritt darstellte. Das OpenSource Projekt ist nun unter xbmc.org erreichbar und bietet derzeit die Unterstützung für OSX, Linux, Windows, Apple TV sowie einer auf Linux basierenden Live-Version, welche die Installation bzw. den Start von XBMC ohne bereits installiertes Betriebssystem erlaubt. Funktionsumfang XBMC bietet ein komfortables, wenn auch auf den ersten Blick etwas überladenes Benutzerinterface. Der Funktionsumfang ist wirklich enorm, viele Anwender, die einfach nur Medien wiedergeben möchten, werden aber zu Beginn etwas zu kämpfen haben. Hat man sich langsam eingefunden, lassen sich Filme, Serien, Fotos und Musik auf USB-Stick, Festplatte, DVD und Netzwerkfreigaben in die eigene Library einbinden und wiedergeben. Genial dabei ist, dass es beinahe keinen Dateityp oder Videocontainer gibt, den das Media Center nicht wiedergeben kann. Hinzu kommt die Möglichkeit, anhand vorhandener Dateinamen über sogenannte Scraper automatisch Film- bzw. Serieninformationen herunterzuladen und mit den Dateien zu verknüpfen. Im Falle von Kinofilmen bietet sich beispielsweise imdb.com als Scraper an, welcher beim Start von XBMC neue Dateien automatisch erkennt und anhand des Titels versucht passende Medieninformationen "zusammenzukratzen". Wird der Scraper fündig, sieht der User im Library Mode anstatt des Dateinamens den Filmtitel, Erscheinungsjahr, IMDB-Bewertung, Plot, Filmlänge und oft sogar zusätzlich im Hintergrund ein Fan-Art, welches bereits vor dem Abspielen des eigentlichen Films echte Kinostimmung aufkommen lässt. Zusätzlich erlaubt die automatische Erkennung die Sortierung nach verschiedenen Kriterien wie Erscheinungsjahr, Bewertung oder Laufzeit. Bereits betrachtete Filme lassen sich zudem auf Wunsch ausblenden, so dass die Auswahl für den Movieabend noch schnell geht. Steuerung per App Mittlerweile gibt es diverse Apps, welche die Steuerung des XBMC über Android- sowie iOS-Devices erlauben. Meine favorisierte iPhone App ist dabei XBMC Remote, auf dem iPad ist XBMC Commander empfehlenswert. Dabei geht die Steuerung über die einer normalen Fernbedienung weit hinaus. Aus dem Touchscreen werden die einzelnen Filme und Serienepisoden angezeigt und lassen sich bequem starten bzw. gleich noch eigene Playlists erzeugen. Informationen zur aktuellen Android Remote-App gibts hier. Steuerung per Fernbedienung Da XBMC gewöhnlich auf einem "normalen" Computer läuft, ist die Steuerung über Maus und Tastatur möglich. Wirklich bequem ist diese Bedienung - gerade auf der Couch - nicht, weshalb eine Fernbedienung genutzt werden kann. Wer das XBMC unter OS X betreiben möchte, hat einen zentralen Vorteil. Hier kann standardmäßig die Apple Remote zur Steuerung genutzt werden. Dabei sind viele nützliche Funktionen jedoch nicht ansteuerbar, da die Apple Remote einfach nicht genügend Tasten hat. Wer eine Harmony Fernbedienung (hier vorgestellt) sein Eigen nennt, kann über das Profil "Plex Player" auch damit direkt den IR-Empfänger des MACs ansteuern und hat dadurch alle wichtigen Steuerungstasten zur Verfügung. Die Einrichtung der Harmony ist etwas verzwickt, eine entsprechende Anleitung folgt in Kürze. Aus meinem täglichen Leben Das XBMC ist bereits seit gut acht Jahren mein präferiertes Media Center für die Wiedergabe von Multimediadateien, lediglich bei Musik vertraue ich weiterhin auf iTunes. Anfängliche Bugs früherer XBMC-Versionen sind mittlerweile ausgemerzt, die Funktionsvielfalt ist für ein kostenloses Media Center schlicht enorm. Es gibt zusätzlich alle möglichen Plugins, um z.B. Movietrailer anzusehen oder YouTube Videos wiederzugeben. Das Handling ist aufgrund vielfältiger Einstellmöglichkeiten etwas schwierig, die Bedienung dafür über Fernbedienung, Apps sowie Webbrowser sehr komfortabel. Um die Bedienung per Browser optisch aufzuwerten, ist das Plugin AWX empfehlenswert, da dieses Interface auf das Notwendige reduziert bleibt. Wer einen selbst zusammengeschusterten Rechner zum Betrieb von XBMC benutzen möchte, kann die LIVE-CD verwenden, welche die Installation in wenigen Schritten ermöglicht. Eine solche Lösung hat jedoch je nach Hardwareausstattung teils Nachteile. Die Eingliederung einer Fernbedienung ist zwar möglich, zentrale Funktionen, wie das Aufwecken aus dem Standby, können sich jedoch als schwierig erweisen. Ebenso funktioniert die Tonausgabe über HDMI teils nicht und muss in einem solchen Fall über ein optisches Digitalkabel erfolgen. Wer XBMC auf einem aktuellen Mac Mini unter OS X betreiben möchte, wird solche PC-Bugs vergeblich suchen, hier funktioniert glücklicherweise alles so, wie man es sich wünscht. Wer XBMC testen möchte, kann die kostenlose Software hier herunterladen. ### AirTunes: Musik im ganzen Haus Jeder Audiophile wird es kennen: Im Laufe der Jahre haben sich große Musikbibliotheken angesammelt, die als mp3- oder aac-Files in der iTunes-Bibliothek oder als einzelne Dateien auf der Festplatte liegen. Zum Abspielen wird gemeinhin ein iPod oder ähnlichner mp3-Player genutzt, der in eine Dockingstation wandert, um von dort aus beispielsweise das Wohnzimmer zu beschallen. Möchte man dann ein Lied oder eine Playlist wechseln, muss man zum Dock laufen oder mit einer unhandlichen IR-Fernbedienung Lieder skippen. Mit dem richtigen Setup lässt sich die iTunes-Bibliothek aber um ein Vielfaches eleganter und dazu kabellos in unterschiedlichen Räumen wiedergeben, auf Wunsch sogar in meheren Räumen gleichzeitig und mit dem iPhone/iPod Touch als komfortable Fernbedienung. Wiedergabe über Apple Airplay Das Zauberwort heißt Airplay, das drahtlose Wiedergeben von Multimedia im Netzwerk. Apple bietet zu diesem Zweck seit geraumer Zeit die Möglichkeit, die iTunes-Bibliothek über externe Empfänger (AirPort Express - Amazon-Link (Affiliate-Link), Bild rechts) wiederzugeben. Wird ein Musikstück in iTunes abgespielt, kann der AirPlay-fähgie Empfänger per WLan angesprochen werden. Dabei ermöglicht es iTunes mehere Empfänger gleichzeitig anzusteuern, so dass die Musik in meheren Räumen synchron abgespielt werden kann. Die Lautstärke lässt sich dabei bequem für jeden Empfänger separat über die kostenlose Remote-App per iPhone steuern. [app 284417350] iTunes-Server als Zentrale Das Gehirn der zentralen Musikwiedergabe ist dabei der zentrale iTunes-Server in Form eines PCs oder Macs. Die dort vorgehaltene iTunes-Bibliothek ist notwendig, sofern mehrere Empfänger gleichzeitig angesteuert werden sollen. Zusätzlich kann ein iPhone, iPod Touch oder auch iPad in Kombination mit der Remote-App als Fernbedienung genutzt werden. Dabei können neben der reinen Musikwiedergabe die einzelnen AirTunes-Empfänger gesteuert, Playlists zusammengestellt oder einzelne Tracks bewertet werden. AirPort-Empfänger und Remote-App Als Empfänger kommen derzeit AirPort Express Basisstationen sowie Apple TV in Frage. Sind diese im Heimnetz über LAN bzw. WLan angebunden, werden sie ohne jede weitere Konfiguration automatisch in iTunes als Abspielgerät erkannt. Ein Passwortschutz kann dabei für zusätzliche Sicherheit sorgen. Die AirTunes Empfänger können aber nicht nur per iTunes angesprochen werden. Auch können iOS-Devices (iPhone, iPod Touch und iPad) direkt mit den Endgeräten kommunizieren und so Musik und im Falle des Apple TV auch Fotos und Videos wiedergeben. Dabei kann ein iOS-Device im Gegensatz zum iTunes-Rechner leider zur selben Zeit nur einen Empfänger befüttern. Mit dem im Herbst erscheinenden iOS 5 wird das iPad 2 zusätzlich den aktuellen Bildschirm kabellos auf dem Apple TV ausgeben können. Außerdem wird erwartet, dass dann evtl. auch die iOS-Devices, welche aktuell nur als Sendeeinheit dienen, mit iOS 5 auch als Empfänger Verwendung finden. Entsprechende Apps, welche diese Funktionalität bereits seit iOS-Version 4.2 bereitgestellt haben, wurden erst kürzlich von Apple aus dem App Store geschmissen. Deshalb wird spekuliert, dass Apple diese Funktionalität nativ ins nächste Update integrieren wird. Abwarten... Aus meinem täglichen Leben Die Möglichkeit direkt vom iPhone aus Musik, Fotos und Videos auf dem Apple TV (Affiliate-Link) ausgeben zu können, ist schon eine ziemlich praktische Erweiterung. Neu aufgenommene Fotos per iPhone können so ohne lästiges Synchronisieren oder Kabelsalat auf dem TV betrachtet werden. Ein Swipe auf dem iPhone und das jeweilige Bild wird in sekundenschnelle auf den Fernseher übertragen. Aus meiner Sicht noch praktischer ist die zentrale Steuerung über iTunes, wenn in mehreren Räumen die selbe Musik wiedergegeben werden soll. Sofern ein Rechner mit iTunes läuft, lassen sich verschiedene Räume gleichzeitig mit Musik beschallen, die entsprechenden AirPort-Express Empfänger und Lautsprechersystem vorausgesetzt. Mit einem stromsparenden Mac Mini, der als iTunes-Server im Dauerbetrieb weniger als 10 Watt verbraucht, wird selbst die Stromrechnung nicht übermäßig belastet. Das Geniale daran ist aber eigentlich nicht die bloße Abspielfunktion an sich, denn das können auch andere Lösungen. Es ist viel mehr die wirklich einfache Konfiguration und die Tatsache, dass AirPlay selbst bei intensiver Nutzung mit meheren Empfängern parallel absolut reibungsfrei und ohne Aussetzer funktioniert, selbst über WLan. Konfigurations-Tipp Damit die AirPlay-Funktion in der eigenen WLan Umgebung funktioniert, hier noch ein entscheidender Konfigurations-Tipp. Wird beispielsweise eine Fritz!Box als WLan-Station genutzt, muss die Einstellung unter WLAN > Funknetz > Die angezeigten WLAN-Geräte dürfen miteinander kommunzieren aktiviert sein. Nur wenn diese Funktion aktiviert ist, können sich die Geräte im Netzwerk auch "sehen" und Daten austauschen, was für die AirPlay-Funktion essentiell notwendig ist. Update: Die ursprüngliche Airport Express Station (Bild links) wurde geupdatet und hat nun einen neuen Look (Bild rechts). Affiliate-Links [easyazon_image align="none" height="98" identifier="B00169H1XS" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/31bbqD1o4cL.SL110.jpg" tag="meintechblog-110620-21" width="110"][easyazon_image align="none" height="33" identifier="B008ATNJ9C" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/21YSCHGeJnL.SL110.jpg" tag="meintechblog-110620-21" width="110"] ### Rechtlich umstritten: Street View-Dienste in Deutschland Digitale Fotografie ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. Günstige Digicams haben ihre analogen Pendants bereits seit einigen Jahren abgelöst, bei stetig steigender Bildqualität. Es gibt bestimmt den ein oder anderen, der glaubt, der Trend ginge zurück zum Negativfilm (ähnlich der skurrilen Diskussion über Vinyl), die breite Masse ist aber sicherlich mit Digicams mehr als glücklich. Die Vervielfältigungsmöglichkeiten digitaler Fotos in Zeiten des Internets werfen jedoch, zumindest aus Datenschutzsicht, viele neue Problemstellungen auf. Das war bereits vor den jüngsten Entwicklungen in Bezug auf Gesichtserkennung z.B. bei Facebook vor einigen Jahren bei den damals neuen Diensten wie Google Street View ein heiß diskutiertes Thema. Derzeitig im Fokus ist wieder einmal ein Dienst namens Bing StreetSide von Microsoft, welcher den Forderungen der Datenschützer entsprechen möchte (golem-Link). Datenschutzmechanismen Street View-Dienste wurden bereits in den Anfangstagen in Deutschland von Datenschützern mehr als nur kritisch beäugt. Zahlreiche Maßnahmen wurden beschlossen, technische Vorkehrungen zur Wahrung des Datenschutzes langwierig umgesetzt. Google hat sich dabei leider zunächst selbst ins Bein geschossen, indem nebenbei noch versehentlich ungesicherte WLans durch die Street View-Autos "abgehört" wurden. Die breite Welle der Entrüstung war vorprogrammiert, Google lief zwischenzeitlich Gefahr, als Synonym für "Datenkrake" zu verkommen. Datenschützer übernehmen im Fall von Fotodiensten, die öffentliche Orte ins Netz stellen, tatsächlich eine sehr wichtige Aufgabe. Gesichter müssen unkenntlich gemacht, Nummernschilder retuschiert werden. Anwohner konnten bereits vor dem Deutschlandstart zusätzlich ihre Reihenhaushälfte verpixeln lassen, die Datenschützer waren zufrieden. Über den Sinn und Unsinn eines solchen Features lässt sich ausgiebig streiten, in der Mitte ist ein Hausabschnitt verpixelt, rechts und links wird jedoch weiterhin die freie Sicht auf die Hausfassade gewährt. Aus der Vogelperspektive Ein wesentlicher Punkt, weshalb Datenschützer den Street View-Dienst ankreiden, ist die Tatsache, dass die Fotoautos aus einer Höhe von ca. vier Metern ihre 360 Grad Aufnahmen der Umgebung schießen. Dadurch werden oftmals Einblicke über Hecken hinweg in Privatgrundstücke gewährt, die einem normalen Passanten verwehrt bleiben. Diese Einblick könnte es z.B. auch Dieben erleichtern, ihr Beute bequem per Mausklick auszuwählen. An den Haaren herbeigezogen aber dennoch theoretisch nachvollziehbar, oder? Was gäbe es aber dann erst für einen Aufschrei, würde die Möglichkeit bestehen, ganze Straßenzüge hochauflösend aus der Vogelperspektive und dazu noch aus allen vier Himmelsrichtungen detailliert zu erkunden? Ein sicherheitstechnischer Supergau, richtig? Kritische Dienste, die niemanden interessieren Das wirklich Komische daran? Genau solche Einblicke aus der Vogelperspektive existieren bereits seit geraumer Zeit, z.B. bei Bing Maps. Wie auf den Beispielbildern rechts zu sehen ist, lässt sich die Würzburger Residenz doch sehr hochauflösend aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Meterhohe Hecken und Bäume können optisch ohne Probleme überwunden werden, selbst Einblicke in die Innenhöfe des Gebäudes sind möglich. Kriminelle könnten sich das Material ausdrucken und mit dem Lineal fleissig Entfernungen metergenau ermitteln. Sind die im Vergleich zu den gestochen scharfen Luftaufnahmen oftmals verwackelten und unscharfen Street View-Bildchen wirklich der Rede wert? Ist das Feilschen der Datenschützer bei Diensten, wie Street View, gerechtfertig, wenn andere kritische Dienste gar nicht erst Beachtung finden? Warum interessiert sich dafür denn niemand? Oft stelle ich mir die Frage, weshalb im Hightech-Land Deutschland technische Neuerungen (vgl. Misstrauen ggü. iTunes Match oder Abschaltung von kino.to) erstmal generell gesperrt und angeprangert werden, bevor irgendwann doch die bis dahin in vielen Ländern lange etablierten Standards (z.B. Netflix oder hulu) übernommen werden. Mit technischem Innovationsgeist bzw. Hightech hat das nichts zu tun. ### Meine Top iOS 5 Neuerungen Vor einer Woche wurde auf der WWDC in San Francisco das neue iOS 5 Betriebssystem für iPhone, iPod Touch und iPad vorgestellt. Genug Zeit, um das System in der Zwischenzeit einem ersten Check zu unterziehen. Was hält iOS 5 an Neuerungen bereit, von denen der Nutzer täglich profitieren wird? Um diese Fragen zu klären, sollen nachfolgende Top 5 Neuheiten genau darauf abzielen. Im Fokus sind Neuerungen, die viele Anwender häufig nutzen werden bzw. die einen entscheidenden Mehrwert im Vergleich zum derzeitigen iOS 4 bieten. Datensicherung: Einmal täglich wird ein Backup des gesamten Systems in die iCloud befördert. Der Nutzer muss dafür lediglich die Option unter Einstellungen > iCloud > Datensicherung in iCloud aktivieren. Alles andere passiert im Standby-Modus bei aktivem Wlan automatisch. Einstellungen gehen so nie wieder verloren. Dadurch wird es möglich, nach einem Umtausch bzw. Neukauf die bisheringen Systemeinstellungen samt Apps inkl. App-Einstellungen ohne vorheriges Systembackup über iTunes direkt am Gerät selbst wiederherzustellen. Notification Center: Ein Swipe und man sieht alle neuen (Push-)Benachrichtigungen auf einen Blick. Android hat es vorgemacht, iOS hat es glücklicherweise ohne große Änderungen übernommen. Weiterhin wird das Notification Center mit großer Wahrscheinlichkeit kleine Widgets anzeigen, um App-Informationen anzuzeigen oder kurze Steuerbefehle absetzen zu können. Die endgültige Umsetzung wird in Sachen Usability einen entscheidenden Mehrwert liefern. Fotostream: Alle neu aufgenommenen Fotos werden automatisch auf alle mit der selben Apple ID registrierten Geräte (iPhone, iPad, Mac, PC) gepusht. Das ging zwar teilweise vorher auch relativ komfortabel über Zusatz-Apps wie CameraSync, mit Fotostream geht jedoch alles vollkommen autonom und ohne weiteres Zutun. Kamera-App: Bilder lassen sich ab sofort mit der Taste Volume + aufnehmen (funktioniert auch am iPad und übers Headset). Die Kamera lässt sich zudem direkt vom Lock-Screen aus erreichen. Zwei wirklich simple Funktionen, die für schnelle Snapshots eigentlich schon lange überfällig waren. Safari Reader: Mit der Reader-Funktion werden Webinhalte perfekt für das Lesen am iPhone bzw. iPad aufbereitet. Artikel auf Webseiten, die sich über mehrere Seiten erstrecken, werden durch den Reader automatisch auf einen Schlag angezeigt. Weitere Seiten werden im Hintergrund selbstständig nachgeladen. Die Schriftgröße kann zudem angepasst werden. Dadurch hat man eher das Gefühl, man liest ein Buch als eine Internetseite. Bisherige Erfahrungen Alles in allem läuft die erste iOS 5 Beta für eine Vorabversion recht stabil und schnell. Hin und wieder schließt sich der Safari beim Surfen auf neue Websites, die Mail-App freezt manchmal bei neu eingehenden Emails. Ebenfalls scheinen einige Apps, welche auf die Fotos zugreifen, Probleme mit dem neuen Fotostream-Ordner zu haben. Einige  Apps schließen sich sofort wieder. Die Akkuleistung ist ebenfalls etwas gesunken, wird aber sicherlich bis zur endgültigen Version im Herbst wieder auf dem alten Niveau von iOS 4 liegen. Trotz der Beta-Bugs überwiegen für mich bereits jetzt die wirklich praktischen neuen Features, so dass ich die Beta weiterhin nutzen werde. Bis zur finalen Version werden ohnehin drei bis vier Beta-Updates angeboten, die die Stabilität bereits vor der endgültigen Version im Herbst weiter erhöhen. Jeder, der bereits jetzt iOS 4 für praktisch und ausgereift hält, wird mit iOS 5 eine Vielzahl weiterer nützlicher Features erhalten. iCloud-Konzept aus Nutzersicht Apple hat in Bezug auf die iCloud bewusst darauf geachtet, dass Zusatzfunktionen wie das automatische Systembackup ohne die Fotosynchronisation nach einmaliger Aktivierung ohne jedes weitere Zutun funktionieren. "It just works", so Steve Jobs bei der Keynote. Genau dieser Ansatz ist aus meiner Sicht das Alleinstellungsmerkmal, was Apple von anderen Firmen unterscheidet. So komplex die technische Umsetzung auch sein mag, Apple versteht es, die Funktion aus Nutzersicht auf das Nötigste zu reduzieren und so eine einfache Bedienung sicherzustellen. Ein Konzept, dass Apple gerade in Bezug auf iOS 5 einen nicht zu unterschätzenden Konkurrenzvorteil verschaffen könnte. Das iPad als Videospielkonsole Jeder kann sich künftig weiter auf die zunehmende Vernetzung der verschiedenen Endgeräte freuen. Bereits jetzt ist es möglich, direkt vom iPhone aus YouTube Videos über Wlan an den Apple TV zu senden und direkt auf dem Fernseher wiederzugeben, gleiches gilt für Musik und Fotos. Mit iOS 5 kommt zudem die Möglichkeit hinzu, den Bildschirm des iPad 2 live auf den Fernseher zu übertragen, wahrscheinlich sogar nativ in 1080p. Erste Spielehersteller springen bereits auf diesen Zug auf, es wird beispielsweise möglich sein, dass auf dem iPad befindliche Rennspiel auf dem TV zu spielen. das iPad selbst ist das Lenkrad, auf dem iPad-Bildschirm wird lediglich die Rennstrecke inkl. Platzierungen angezeigt. Dieser Trend des mobilen Gamings, welches Zuhause durch die Komponente Fernseher erweitert werden kann, ist eigentlich mehr als schlüssig. Andere Hersteller, voran Nintendo und Sony verfolgen ähnliche Ziele. Das lustige ich eigentlich nur, dass das iPad im Vergleich zu Konkurrenz bereits jetzt so viel mehr ist als nur eine simple Spielekonsole. Offizielles Video der Keynote vom 06.06.2011 ### Home Automation: Lichtsteuerung mit dem iPhone Wäre es nicht schön, man könnte das Licht in den eigenen vier Wänden mit dem iPhone steuern? Man könnte so direkt von der Couch aus alle nicht benötigten Lichter ausschalten, wenn man einen Kinoabend startet. Oder man könnte von unterwegs aus mit einem Klick den Befehl geben alle Lichtquellen zu deaktivieren. Manchmal muss man eben schnell das Haus verlassen und ist sich dann nicht sicher, ob das Licht überall ausgeschaltet wurde. HomeAutomation Station: Light-Manager Mini Ich recherchiere schon relativ lange nach preisgünstigen und vor allem funktionalen Lösungen, die ein hohes Maß an Anpassbarkeit und Kompatibilität aufweisen. Vor einigen Tagen bin ich dann eher durch Zufall auf die Firma jbmedia aufmerksam geworden. Diese vertreibt ein unscheinbares Gerät namens Light-Manager Mini für derzeit 89,00€. Dieses streichholzgroße Kästchen ist gewissermaßen die Basisstation für die eigene Home Automation. Es lässt sich über die kostenfreie Software Lightman Studio per USB mit Steuerungsinformationen füttern, mit dem Aktoren (z.B. Funksteckdosen oder Unterputzempfänger) angesteuert werden können. Mit Hilfe einer Universalfernbedienung (Infrarot) mit Lernfunktion lassen sich so bequem verschiedene Aktionen programmieren und mit einem Tastendruck z.B. alle Lichter im Haus aus- oder einschalten. Besonders schön ist hierbei, dass etwa ein bereits fertig konfiguriertes Profil für die Harmony One (hier vorgestellt) existiert, welches man über die Harmony Remote Software bequem einspielen kann (Geräte > Gerät hinzufügen > Automatisierung im Haushalt > Beleuchtungssteuerung > JB Media > Light Manager Mini). Lightman Studio -> Zugriff übers iPhone Der eigentliche Spaß beginnt aber erst, sobald der Light-Manager Mini permanent über USB am Rechner angeschlossen ist und die Lightmanager Software Lightman Studio eingeschaltet bleibt. Über den Menüpunkt Optionen > Webserver und Appserver wird die Synchronsationssoftware um eine Serverfunktion bereichert, welche Befehle über ein Webinterface oder direkt über eine iPhone-App entgegen nehmen kann und so an die entsprechenden Funkempfänger weiterleitet. Installiert man nun die App Lightswitch (Afiliate-Link), verwandeln sich iPhone, iPad und iPod Touch in eine Immer-Und-Überall-Fernbedienung. Wird die Serveradresse unter Einstellungen > Lightswitch angegeben, verbindet sich das iOS-Device sofort beim Aufruf der App mit dem Server und zeigt die dort gespeicherten Aktionen auf. Über den Menüpunkt Devices lassen sich alle konfigurierten Aktoren einzeln steuern. Über Scenes lassen sich darüber hinaus die hinterlegten Lichtszenen ansteuern. Die Lichtszene "Fernsehen" könnte z.B. bewirken, dass das direkte Wohnzimmerlicht ausgeschaltet, das indirekte Licht auf 50% gedimmt wird und die übrigen Lichter im Haus komplett ausgeschaltet werden. Der Kreativität sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. [app 356174204] Vorteile Der größte Vorteil ist, dass sich Standard-Aktoren der Marken InterTechno und Koppla (Standard von IKEA, anscheinend schon länger nicht mehr erhältlich) verwenden lassen. So besteht die Chance, dass die bereits angeschafften Steckdosenadapter weiter verwendet werden können. Ein dreier Set der InterTechno Steckdosenadapter inkl. Funk Handsender gibts bei Amazon (Amazon-Link (Affiliate-Link)) aber auch bereits unter 30€. Möchte man weitere Deckenlichter oder elektrische Rollläden mit in die Heimautomation eingliedern, gibt es bei Amazon ebenfalls genügend Angebot günstiger Empfänger: Intertechno Funk-Dimmer (Affiliate-Link) Intertechno Funk-Schalter (Affiliate-Link) Intertechno Funk-Impulsschalter (Affiliate-Link) - z.B. für Eltako-Schaltung Intertechno Funksteckdosen (Affiliate-Link) Schön ist auch, dass der Light-Manager Mini so gut wie keinen Strom benötigt. Wird er an den Rechner angeschlossen, bezieht er seine Energie direkt über das USB-Kabel. Ein zusätzliches Netzteil ist nicht notwendig. Neben der iPhone-App ist der Zugriff auf den Webserver auch über den normalen Browser möglich. Das ermöglicht es auch Android Usern ohne App die eigenen Aktoren anzusprechen. Nachteile Möchte man die Steuerung übers iPhone, kommt man derzeit leider nicht um den Dauerbetrieb eines PCs vorbei. Nur so wird der für die Steuerung notwendige Server bereitgestellt, welcher die Informationen übers Netzwerk entgegen nimmt und an den per USB angeschlossenen Light Manager Mini weitergibt. jbmedia ist sich der Tatsache bewusst, dass sich viele Kunden diese Funktion auch ohne PC wünschen. Aus diesem Grund wird in diese Richtung hingearbeitet, ein fertiges Stand-Alone-Produkt gibt es derzeit aber leider noch nicht (Stand: 12.05.2011). Aus meinem täglichen Leben Ich habe das System erst seit einigen Stunden in Betrieb, die Konfiguration ging relativ schnell, obgleich mir die Bedienung der Software nicht sofort eingängig war. Möchte man z.B. bestehende Tasteneinträge ändern, muss man die Anpassung über Rechtsklick > Editieren einleiten, verändert man die Feldeinstellungen ohne dieses Vorgehen, lassen sich die Einträge zwar augenscheinlich verändern, diese Änderungen werden dann aber nicht gespeichert. Sind diese kleinen Usability-Stolpersteine überwunden, geht die restliche Einrichtung sehr fix. Sowohl die Software als auch die iPhone-App laufen auch bei "wilder" Bedienung stabil, ich konnte bis jetzt keinen Absturz provozieren. Darüber hinaus reagieren die Aktoren wirklich sehr schnell. Es vergeht keine Sekunde, bis der Befehl von der iPhone-App über den Server hin zum Empfänger geleitet wird. Bei einer Reichweite von 30 Metern braucht der Light-Manager Mini nichtmal zentral in der Wohnung platziert werden. Lightman Studio am Mac betreiben Die Software Lightman Studio läuft derzeit leider nur unter Windows. Ich betreibe die Software deshalb über eine virtuelle Maschine (Parallels 6 mit Win7) am MacMini, welcher ohnehin im Dauerbetrieb mehrere Serverfunktionen bereit stellt. Der MacMini hat dabei den Vorteil, dass er im Leerlauf weniger als 8 Watt verbraucht, was ein ineffizientes PC-Netzteil bereits im Standby verbrädt. Wer das Ganze unter OS X ebenfalls über Parallels 6 realisieren möchte, sollte dort die Einstellung Netzwerk > Typ: Standard-Adapter wählen. Dadurch erhält die virtuelle Maschine über DHCP eine eigene freie IP-Adresse aus dem normalen Netzwerkbereich, welche für den Serverbetrieb notwendig ist. Diese IP-Adresse kann dann per Portforwarding am Router eingetragen werden, damit der Zugriff übers Internet funktioniert. In diesem Fall ist es wichtig, ein starkes Passwort bei Lightman Studio für den Web- bzw. App-Zugriff einzutragen, damit der Zugang vor Dritten geschützt ist. ### iOS 5: Unsecured Call Handynetze sind selbst heutzutage noch unsicher, der gute alte GSM-Standard ist eben potentiell anfällig gegen Hacker. iOS 5 scheint hier zukünftig einen Sicherheitshinweis auszuspucken, wenn man gerade in einer ungesicherten Funkzelle telefoniert. So ist mir eben folgende Nachricht in iOS 5 Beta auf dem Display erschienen: Pop-Up: Unsecured Call "Unsecured Call - The cellular network you are using is not encrypted. This call can be intercepted by unauthorized listeners." Frei übersetzt bedeutet das so viel wie "Ungesicherte Funkzelle - Das Mobilfunknetz, dass sie gerade nutzen, ist nicht verschlüsselt. Dieser Anruf kann durch Unbefugte abgehört werden." Ob es dieser Hinweis in das Final Build, also die fertige Version von iOS 5 schafft, bleibt abzuwarten. Jedenfalls fühle ich mich jetzt subjektiv gesehen unsicherer, wenn ich gerade über meinen Mobilfunkanbieter ein Gespräch führe und diese Nachricht erscheint. Zumindest hätte ich jetzt die Möglichkeit über die Funktion End Call aufzulegen, aber würde ich das bei einem gemütlichen Schwätzchen wirklich tun? Schafft es diese Funktion in das fertige iOS 5 oder werden gar die Mobilfunkanbieter ihr Sicherheitniveau anheben, damit die Meldung künftig nicht mehr erscheint? ### Gewusst wie: iPhone Klingeltöne selber machen Ein personalisierter Klingeton ist schön, leider verlangt das iPhone an dieser Stelle eine gesonderte Klingelton-Datei, normale mp3-Lieder lässt das Smartphone nicht ohne vorherige Bearbeitung zu. Aus diesem Grund wird nachfolgend erklärt, wie sich mit etwas Aufwand aus einem mp3-Song ein kostenloser iPhone-kompatibler Klingelton erzeugen lässt. iTunes: Der-mp3-zu-Klingelton-Konverter Wer seine Songs bereits mit dem iPhone synchronisiert, verwendet in der Regel bereits iTunes. Damit lassen sich aus mp3-Songs relativ einfach Klingeltöne erstellen. In iTunes Rechtsklick auf den gewünschten Song und Informationen wählen. Im Reiter Optionen die Start- und Stopzeit eingetragen und mit OK bestätigen. Darauf achten, dass zwischen Starten bei: und Stoppen bei: nicht mehr als 40 Sekunden liegt, da das iPhone nur Klingeltöne akzeptiert, die maximal 40 Sekunden lang sind. Erneut Rechtsklick auf die Datei und die Option AAC-Version erstellen wählen. Es wird eine gleichlautende Datei in iTunes mit der maximalen Länge 40 Sekunden erzeugt. Diese Datei per Drag&Drop aus iTunes auf den Desktop ziehen und aus iTunes löschen. Die Datei auf dem Desktop hat die Dateiendung .m4a. Diese muss nun noch in .m4r geändert werden. Achtung Windows-Nutzer: Wird die Dateiendung nicht angezeigt, hilft Folgendes: Arbeitsplatz -> Extras -> Ordneroptionen -> Ansicht -> Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden -> Haken raus Die m4r-Datei dann wieder per Drag&Drop in iTunes ziehen. Sie erscheint sogleich in der Mediathek unter dem Punkt Klingeltöne. Ist in den iPhone-Synchronisationseinstellungen hinterlegt, dass Klingeltöne übertragen werden sollen, kann der Klingelton nach der nächsten Synchronisation mit dem iPhone unter Einstellungen -> Töne -> Klingeton ausgewählt werden. Seit iOS5 können diese Klingeltöne sogar für SMS-Benachrichtigungen genutzt werden. Damit der ursprüngliche Song wieder in kompletter Länge in iTunes abgespielt wird, auf diesen Rechtsklick und Informationen wählen und die vorher ausgewählte Start- und Stopzeit löschen und mit OK bestätigen, fertig. Der Umgang ist gerade bei der ersten Ausführung alles fummlig. Wer die Schritte jedoch einige Male wiederholt hat, kann weitere kostenlose Klingelton doch relativ schnell erzeugen. Insgesamt zwar unpraktisch aber wenigstens mit keinen weiteren Kosten verbunden. ### Das iPad als Spielmaschine: Flight Control HD Heute ein kurzer Spieletipp für alle iPad-Besitzer und solche, die es werden möchten. Flight Control HD ist ein ungemein unterhaltsames Spiel, bei dem es darum geht, Flugzeuge auf den passenden Landebahnen zu landen. Dabei gilt es die Kontrolle über die unterschiedlich schnellen Aircrafts zu behalten, so dass keines der Flugobjekte mit einem anderen kollidiert. Was sich einfach anhört, erfordert absolute Konzentration, Timing ist hier alles. Neben dem Einzelspieler sowie Split-Screen Match lässt sich Flight Control HD zudem online über das Game Center spielen. Meiner Meinung nach fürs iPad DAS Must-Have-Spiel schlechthin. So simpel die Spielidee auch ist, Flight Control HD ist unheimlich fesselnd und bietet durch die verschiendenen Levels Langzeitmotivation. [app 363727129] iPhone Versionen: [app 407910954] [app 306220440] ### Das iPhone als persönlicher Hotspot Ein passender Mobilfunktarif vorausgesetzt, lässt sich das iPhone 4 mit nur drei Klicks in einen privaten Hotspot verwandeln. Dadurch agiert das iPhone als Internetzugangspunkt für andere Geräte wie Laptop oder iPad. Insgesamt bis zu 5 Geräte lassen sich auf diese Weise per WLan, Bluetooth oder kabelgebunden verbinden. Persönlichen Hotspot aktivieren Wer einen Internettarif gebucht hat, der die Internetfreigabe für andere Geräte (Tethering) erlaubt, findet am iPhone unter Einstellungen automatisch den Menüpunkt Persönlicher Hotspot. In diesem Menü braucht man dann nur noch ein sicheres Wi-Fi-Kennwort hinterlegen und den obigen Ein/Aus-Schalter betätigen. Ist das iPhone selbst in einem WLan eingewählt, wird diese Verbindung unterbrochen und das iPhone übernimmt selbst die Funktion eines WLan-Hotspots. Ein anderes WLan-fähiges Gerät lässt sich deshalb zum iPhone genauso einfach verbinden, wie zu einem "normalen" WLan-Netz. Das iPhone weist den sich verbindenden Geräten automatisch eine IP-Adresse zu, nach einigen Sekunden sind die gekoppelten Geräte mit dem Internet verbunden. Affiliate-Link [easyazon_image align="none" height="300" identifier="B00F8JF2OM" locale="DE" src="https://meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/06/41H2BPZaFKL.jpg" tag="meintechblog-110604-21" target="_blank" rel="nofollow"> Aus meinem täglichen Leben Die WLan-Sharing-Funktion ist praktisch, wenn man unterwegs mehreren Endgeräten Internetzugriff bescheren möchte. Das funktioniert absolut reibungsfrei - eine stabile Mobilfunkverbindung vorausgesetzt - und die Verbindung ist in sekundenschnelle hergestellt. Aus Energiespargründen wird die WLan-Sharing-Funktion jedoch nach einigen Minuten Nichtnutzung automatisch vom iPhone gekappt. Das verhindert, dass der Akku zu schnell leergesaugt wird, verhindert aber auch das automatische Wiederverbinden der Endgeräte. Erst wenn man mauell erneut in das Persönlicher Hotspot-Menü navigiert, wird die Verbindung wiederaufgenommen. Tetheringunterschiede bei WLan, Bluetooth und Kabel Vor der aktuellen Hotspot-Funktion gab es bereits die Möglichkeit zur Kopplung per Bluetooth und Kabel. Dies ist additiv zur WLan-Sharing-Funktion glücklicherweise weiterhin möglich. Der Nachteil ist dabei jedoch, dass je nur ein Gerät per Bluetooth und Kabel angeschlossen werden können, bei WLan sind es fünf. Der entscheidende Vorteil an Bluetooth und Kabel ist jedoch, dass die Verbindung auch bei Nichtnutzung aufrechterhalten wird und immer sofort zur Verfügung steht, wenn sie gebraucht wird. Bluetooth benötigt dabei weniger Strom als WLan, weshalb das iPhone diesen Dienst kontinuierlich zur Verfügung stellen kann. Erledigt das iPhone die Thethering-Funktion zudem kabelgebunden, wird es gleichzeitig noch aufgeladen. Providersperren Letztendlich bietet das Tethering dank der verschiedenen Verbindungsvarianten für jeden die passende Variante. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass die Tethering-Funktion überhaupt freigeschaltet ist. Das iPhone überprüft dabei die Sim-Karte sowie die entsprechenden Provider Settings, ob eine Freigabe für das Tethering durch den Mobilfunkanbieter vorhanden ist. Hat der Provider die Freigabe nicht erteilt, wird der Menüpunkt Persönlicher Hotspot gar nicht erst aufgeführt und kann auch nicht ohne Vertragswechsel bzw. Jailbreak freigeschaltet werden. Das freut die Provider, der Kunde hat jedoch das Nachsehen. Einerseits ist es zwar verständlich, dass ein Provider bei einem 200 MB-Tarif das Tethering unterbindet, da beim Tethering das Datenvolumen sehr schnell verbraucht wird, andererseits sollte es dem zahlenden Kunden überlassen sein, was er mit seinem Freivolumen anstellt. Bleibt zu hoffen, dass Mobilfunkanbieter wie 1&1 (All-Net-Flat), welche die Hot-Spot-Funktion in Standardtarifen ohne Zusatzkosten freigeben, alteingesessene Anbieter irgendwann zum Umdenken zwingen. ### RSS-Feeds aufs iPhone pushen Auf Schnäppchenseiten wie mydealz.de finden sich oftmals gute Angebote. In den meisten Fällen sind die dort angepriesenen Schnäppchen jedoch schnell vergriffen. Möchte man die Chance nicht verpassen, neue Angebote wahrnehmen zu können, heißt es schnell sein. Hier kommen die RSS-Feeds ins Spiel. Jeder kann sich die neuesten Schnäppchen bequem per Push-Nachricht aufs iPhone schicken lassen. Alles was dazu benötigt wird, ist Google Reader (Anleitung) sowie die iPhone App Push Reader (App Store-Link). RSS-Feed Einrichtung Zuerst muss im Google Reader die Feed-URL -  in unserem Fall mydealz.de - über "Abonnnement hinzufügen" eingetragen werden. Dadurch können neue Schnäppchen des mydealz-RSS-Feeds an den Google Reader übermittelt werden. Jetzt fehlen nur noch die richtigen Einstellungen in der Push Reader-App. Als Login wird der persönliche Google Account genutzt. Unter den abonnierten RSS-Feeds müssen nun noch unter dem Menüpunkt Push Config die Einträge aktiviert werden, von denen man zukünftig Push-Nachrichten (Notifications) erhalten möchte. Aus meinem täglichen Leben Der Push Reader ist klasse für zeitkritische News. Einmal eingerichtet, werden neue Angebote zeitnah auf das iPhone gepusht. Die Push Reader-App hat neben der normalen Push-Funktion einzelner Feeds zusätzlich die Möglichkeit die Inhalte weiter einzuschränken. Über Keywords lassen sich für jeden RSS-Feed separat entsprechende Schlüsselwörter hinterlegen. Erst wenn ein Keywort in der News auftaucht, wird der Inhalt auch angezeigt. Ich habe die App bereits seit über einem Jahr im Einsatz und kann sie nur jedem empfehlen, der "wichtige" News mit minimalstem Aufwand möglichst schnell mitbekommen möchte. Neue RSS-Feeds werden generell alle paar Minuten vom Google Reader eingelesen und über die Push Reader-App sofort auf das iPhone gesendet, schneller gehts kaum. Von Zeit zu Zeit erfolgt ein automatischer Logout der Push Reader-App vom Google Konto. Die App informiert in diesem Fall automatisch, dass der Login erneut durchgeführt werden muss. Push Reader (App-Store-Link) ### Logitech Harmony One - Universalfernbedienung deluxe Passend zum heutigen Vatertag gibts einen Kauftipp für alle Männer, die Ordnung in das Fernbedienungs-Wirrwarr bringen möchten: Logitech Harmony One (Affiliate-Link) Zuhause stapeln sich Bluray-Player, Satelliten-Receiver und Spielekonsolen im Fernsehschrank. Diese werden normalerweise per HDMI entweder direkt am TV oder per Umweg über den AV-Receiver betrieben. Nicht nur das Einschalten der einzelnen Geräte über die unterschiedlichen Fernbedienungen ist schrecklich, oft sind trotz fachmännischer Einweisung die restlichen Hausbewohner kaum in der Lage die Technik zu beherrschen. Früher war es einfacher, es gab nur eine einzige Fernbedienung und fertig. Universalfernbedienung, aber richtig Universalfernbedienungen setzen genau an diesem Punkt an. Die Harmony One, mit über 100 Euro Kaufpreis zugegeben recht teuer, hilft im Fernbedienungschaos aber erheblich weiter. Sie vereint bis zu 15 konventionelle Fernbedienungen und bietet darüber hinaus einige sinnvolle Funktionen, die den täglichen Umgang mit der häuslichen Fernsehtechnik vereinfachen. Grundeinrichtung der Harmony One Konfiguriert wird die Harmony One über die mitgelieferte Software direkt am PC. Das hat den zentralen Vorteil, dass die Einrichtung komfortabel und schnell abläuft. Wer alles richtig einrichten möchte, sollte aber trotzdem einen Abend für die Konfiguration einplanen. Als erstes werden die einzelnen Geräte über den Assistenten eingerichtet. Über die Marke sowie Produktbezeichnung ist die Zuweisung in sekundenschnelle erledigt. Die Software greift dabei über das Internet auf die aktuelle Logitech-Gerätedatenbank zu, kaum ein Gerät ist hier nicht aufgeführt. Sollte das passende Modell wirklich nicht aufgeführt sein, lassen sich die entsprechenden Tastenbefehle mit Hilfe der Originalfernbedienung anlernen. Das ist zwar zeitaufwändig, da alle notwendigen Tasten einzeln übertragen werden müssen, funktioniert aber genauso reibungsfrei. Weiterführende Einrichtung der Harmony One Das war aber noch lange nicht alles. Die Harmony One bietet sogenannte Aktionen (Activities). Ziel dieser Aktionen ist es, verschiedene Gerätetypen sinnvoll miteinander zu kombinieren. So ist es z.B. möglich, die Aktion "TV" folgendermaßen zu konfigurieren: 1. Der Sat-Receiver soll sich einschalten 2. Der AV-Receiver soll starten und auf den Eingang SAT/CBL wechseln 3. Der Fernseh soll mit dem Sender HDMI4 starten Wird die entsprechende Aktivität über den Touchscreen der Harmony gewählt, wird exakt diese Arbeitsabfolge abgerufen. Mit einem Klick sind alle Geräte sofort betriebsbereit. Die weitere Tastenbelegung der Harmony ist dann bereits voreingestellt, lässt sich aber weiter manuell anpassen. Das ist aber meist nicht notwendig. Wurde z.B. ausgewählt, dass der AV-Receiver den Ton ausgibt, regelt ein Druck auf Volume + der Harmony die Lautstärke auch automatisch über den AV-Receiver, ein Druck auf Programm + wechselt hingegen den Sender beim Sat-Receiver. Hat man vorher ausgewählt, dass alle nicht verwendeten Geräte deaktiviert werden sollen, schaltet die Harmony bei einem Klick auf den Ausschalter alle vorher aktivierten Geräte automatisch aus. Besser gehts kaum. Aus meinem täglichen Leben Ich möchte die Harmony One nicht mehr missen. Sechs Fernbedienungen durch eine Einzige ersetzen zu können, ist einfach klasse. Das schafft Ordnung auf der Couch und ermöglicht auch Dritten die Bedienung der teils komplexen Infrastruktur. Die Einrichtung ist zwar insgesamt zeitaufwändig, funktioniert aber reibungsfrei. Die webbasierte Einrichtungssoftware ist an der ein oder anderen Stelle noch nicht ganz rund, nach einigem Ausprobieren sollte es aber zum gewünschten Ergebnis führen. Ich würde mir hier wünschen, dass Konfigurationsänderungen per Bluetooth an die Harmony gesendet werden könnten, aktuell muss aber jedes Mal noch das mitgelieferte USB-Kabel verbunden werden. Die Harmony One ist eine sehr weit verbreitete Universalfernbedienung, entsprechend ist die Unterstützung der Endgeräte kaum eingeschränkt. Selbst exotische Varianten, etwa das XBMC Mediacenter, welches auf einem MacMini installiert ist, lässt sich über die Hamony (Profil: Plex Player) reibungsfrei steuern. Oft ist es sogar so, dass die Harmony im Vergleich zur Originalfernbedienung einen höheren Funktionsumfang bietet. In meinem Fall kann ich z.B. mit der Originalfernbedienung des TV nur über eine Onscreen-Liste zwischen den einzelnen Eingangsquellen wählen. Die Harmony One kann hingegen die einzelnen Eingänge direkt ansprechen. Die Akkulaufzeit der Harmony ist durch den Touchscreen im Vergleich zu einer normalen Fernbedienung eingeschränkt. Dadurch muss die Harmony One fast jeden Monat für einige Stunden in die mitgelieferte Ladeschale wandern. Das ist nicht schlimm, führt aber beim Ignorieren der "Akkus ist fast leer" Anzeige hin und wieder dazu, dass während des Fernsehabends die Harmony den Dienst quitiert. Also lieber die Harmony One (Affiliate-Link) einmal öfter aufladen. ### eBay: Suchtipps für den beliebten Online-Marktplatz Hier zwei kurze Tipps für alle, die gerne bei eBay ein- und verkaufen: Suchgenauigkeit der Ergebnisse erhöhen Viele kennen es, man möchte ein ganz bestimmtes Produkt bei eBay kaufen. Oft werden aber unpassende Ergebnisse angezeigt. Möchte man z.B. ein neues iPhone 4 mit Vodafone-Branding erwerben, empfielt es sich den Suchbegriff +"iphone 4" +neu +vodafone -3gs -3g -vertrag in die Suchleiste von eBay einzugeben. Das Pluszeichen vor einem Wort bedeutet, dass dieses Wort unbedingt in der Produktbeschreibung auftauchen muss. Mit den Anführungzeichen um bestimmte Wörter stellt man darüber hinaus sicher, dass der gesamte Ausdruck in genau dieser Form in der Artikelbeschreibung vorhanden ist. Schließlich lassen sich bestimmte Suchergebnisse durch das Minuszeichen vor einem bestimmten Wort ausblenden. Marktpreise für gebrauchte Produkte ermitteln Möchte man sich im Vorfeld einen Marktüberblick verschaffen, hilft der Trick mit den beendeten Angeboten. Über die Funktion Nur anzeigen - Beendete Angebote lassen sich nur bereits abgelaufene Angebote ausgeben. Werden die Ergebnisse dann noch über die Sortierfunktion Preis + Versand: niedrigste Beträge zuerst sortiert, erhält man in kürzester Zeit einen relativ guten Eindruck davon, zu welchem Betrag ein bestimmtes Produkt den Eigentümer wechselt. Das kann neben Käufern vor allem auch Verkäufern helfen, herauszufinden, wieviel Geld für ein gebrauchtes Produkt bei eBay drin ist. Mit der kostenlosen App lässt sich die eBay-Plattform natürlich auch bequem mit dem iPhone, iPod Touch sowie iPad aufrufen. ### Eye-Fi: Synchronisation per FTP Die vor einigen Tagen vorgestellte Eye-Fi Karte synchronisiert neu aufgenommene Fotos standardmäßig mit vielen verschiedenen Diensten wie flickr, Facebook oder Picasa. Daneben ist auch die Übertragung per FTP-Protokoll möglich. Jeder, der ein NAS (z.B. von QNAP) für die zentrale Speicherung seiner Daten betreibt, kann neue Fotos und Videos direkt dort von der Eye-Fi Karte ablegen lassen. Sehr komfortabel ist dabei, dass neue Fotos tageweise in extra Ordner abgespeichert werden können. Auf diese Weise entfällt die manuelle Sortierung und alle Fotos sind zentral im eigenen Netzwerk verfügbar. Die richtigen Settings Relativ trivial sind die Verbindungseinstellungen für eine reguläre FTP Verbindung. Ein Portforwarding auf Port 21 (FTP) vorausgesetzt, landen die Fotos ohne Probleme auf dem NAS. Möchte man eine verschlüsselte Verbindung aufbauen, sieht das Ganze etwas anders aus. Ich habe ewig rumprobiert, bis es zwischen der Eye-Fi Karte und einem QNAP NAS geklappt hat. Damit sich Interessierte dieses Trial-and-Error-Vorgehen ersparen, hier die funktionierenden Settings. Einstellungen am NAS Grundsätzlich empfiehlt es sich, für die Eye-Fi einen eigenen Benutzer anzulegen, welcher nur Zugriff auf den gewünschten Foto-Ordner auf dem NAS erhält. Sind diese Einstellungen getroffen, sowohl User als auch Freigabe gesetzt, fehlen noch die FTP-Einstellungen. Damit die Verbindung verschlüsselt werden kann, setzt man den Haken bei FTP mit SSL/TLS (explizit). Der anonyme Zugriff wird deaktiviert, es soll ja nicht jeder auf unsere Freigabe zugreifen dürfen. Weiterhin wird der gewünschte passive FTP-Portbereich (z.B. 33332 - 33342) gesetzt. Dieser muss, wie der Port 21 auch, per Portweiterleitung am Router hinterlegt werden, damit die Anfragen übers Internet auf das NAS weitergeleitet werden. Wichtig ist noch abschließend den Haken bei Mit externer IP-Adresse auf passive FTP-Verbindungsanfrage reagieren zu setzen, anders kamen die Anfragen außerhalb des LANs nicht beim NAS an. Einstellungen im Eye-Fi Center Über den Punkt Neuen Online-Sharing-Service hinzufügen wird die Auswahl gewählt, dabei Online-Servicekategorie auf Alle setzen, damit der gewünschte Eintrag FTP erscheint. Im neuen Dialogfeld die jeweiligen Daten eintragen. Wichtig ist hier, bei Vertraulichkeit Verschlüsselte TLS/SSL-Verbindung zu wählen. Wer will, dass neue Fotos nach Aufnahmedatum sortiert, tageweise in neue Ordner gepackt werden (verbessert das spätere Wiederfinden ungemein), trägt bei den Erweiterten Einstellungen beispielsweise %Y%m%d ein. Wird ein Foto am 29.05.2011 aufgenommen, landet es auf dem NAS automatisch im Unterordner 20110529. Mit der offiziellen Eye-Fi App lassen sich - genau wie mit der Eye-Fi SD-Karte - mit dem iPhone/iPod Touch neu geschossene Fotos hochladen. Das funktioniert auch automatisch, jedoch muss dazu jedes Mal die App geöffnet werden, um den Prozess zu starten. ### YouTube - Alles Gute zum Geburtstag! YouTube wird sechs Jahre, herzlichen Glückwunsch! Seit den Anfangstagen hat sich viel getan bei der Videoplattform. Neben Privatvideos haben vermehrt Unternehmen YouTube für Marketingzwecke entdeckt, virale Videos wurden erst durch Onlinevideodienste wie YouTube möglich. Neuerdings können US-Bürger sogar Kinofilme unter YouTube Movies leihen, die Kommerzialisierung schreitet voran, wenn auch gemächlich. YouTube ist jedenfalls in der Zwischenzeit wahnsinnig groß geworden und weiterhin am wachsen, aktuelle Zahlen bestätigen dies eindrucksvoll: Etwa 3 Millarden (3.000.000.000) Videoclips werden täglich abgerufen Jeden Tag werden ca. 70.000 Stunden Videomaterial bei YouTube hochgeladen, vor zwei Jahren war es noch die Hälfte Diese unvorstellbaren Zahlen verdeutlichen, wie sich die Mediennutzung auch in Zukunft verändern wird. Etablierte Medien wie Fernsehen und Radio, welche ein vorgefertigtes Medienprogramm anbieten, werden weniger intensiv genutzt. "Interaktive" Medien wie YouTube, bei denen man die Nutzung selbst steuern kann, zeitlich sowie örtlich unabhängig das eigene Programm bestimmen darf, sind im Kommen. Diese Entwicklung wurde von vielen Sendeanstalten bereits erkannt und entsprechende Onlineportale wie die ZDF-Mediathek oder RTL Now aus dem Boden gestampft. Ob dies langfristig hilft, eine Kundenbindung aufzubauen bzw. zu erhalten, wird sich zeigen. Wir befinden uns an einem Scheidepunkt, eine Art Transformation in der Mediennutzung hat eingesetzt, welche in den nächsten Jahren viele spannende Entwicklungen mit sich bringen wird. Sehr spannend wird in diesem Zusammenhang die Entwicklung bzgl. der kurz angesprochenen örtlichen Unabhängigkeit. "Das tut uns leid." Unbefriedigend bleibt nämlich die Tatsache, dass es YouTube als größter Videoplattform bis dato nicht gelungen ist, Absprachen mit den jeweiligen Rechteinhabern bzgl. der Urherberrechte zu treffen. Klar, dass die Übereinkünfte komplex sind, Rechteinhaber sitzen in den USA, der User möchte aber vielleicht aus Europa auf den Content zugreifen. Aktuell ist in diesem Fall - die meisten werden es vielleicht kennen - eine Blockierung vorgeschaltet, der Inhalt kann nicht wiedergegeben werden. Dem Nutzer ist das aber schlicht egal, er sieht nur andauernd die Meldung "Dieses Video enthält Content von XYZ. Es ist in deinem Land nicht verfügbar" und ägert sich. Wer einen Proxy verwendet, kann dies natürlich umgehen, aber nicht jeder möchte sich mit dem technischen Krimskrams auseinandersetzen und erwartet schlicht, dass ein angebotenes Video auch örtlich uneingeschränkt verfügbar ist. Denn Landesgrenzen sind im Zeitalter des Internets einfach obsolet. ### Kostenfalle im Urlaub: Daten-Roaming Viele besitzen bereits ein Smartphone mit Internetanbindung über den Mobilfunkanbieter. Da die Urlaubszeit langsam näher rückt und die Ersten ins Ausland aufbrechen, heute ein kleiner Tipp für alle Smartphone-User, die bei der Rückkehr einer Kostenexplosion der Mobilfunkrechnung vorbeugen möchten. Daten-Roaming Smartphone-Besitzer haben im Regelfall eine Datenflatrate gebucht. Manche sind bereits ab 200 MB monatlicher Nutzung gedrosselt, andere erst ab 5 GB. So oder so ist man im Inland auf der sicheren Seite, Zusatzkosten für die Datenübertragung aus dem Internet können bei entsprechenden Tarifen ausgeschlossen werden. Diese exakt planbaren Kosten gelten aber leider im Ausland selten. Kaum jemand hat derzeit einen Zusatzdatendienst außerhalb des Heimatlandes gebucht. Genau hier lauert aber die Gefahr, da selbst eine moderate Nutzung enorme Kosten verursachen kann. Daten-Roaming deaktivieren Damit das Mobiltelefon außerhalb der durch die Flatrate abgedeckten Funkbereichs keine automatische Datenverbindung aufbaut, muss das sogenannte Daten-Roaming deaktiviert werden. Beim iPhone lässt sich dies unter Einstellungen -> Allgemein -> Netzwerk -> Daten-Roaming überprüfen. Aus meinem täglichen Leben In meinem persönlichen Umfeld gibt es bereits erste "Daten-Roaming-Opfer". Dabei wurden im Ausland nur einige Male eingehende Emails gecheckt. Mit der nächsten Telefonrechnung kam dann die Überraschung, die Auslandsdatendienste beliefen sich teils auf mehr als 100 Euro. Erste Schritte sind zwar eingeleitet, teilweise gibt es bereits innerhalb der EU Kostengrenzen für die zeitabhängige Nutzung. Solange aber keine netzübergreifenden Regelungen existieren, die auch außerhalb der EU gelten, ist generell Vorsicht geboten. Wer sich im Ausland aufhält und online gehen möchte, sollte entweder auf kostenfreie/-günstige WLans ausweichen (und eine sichere VPN-Verbindung benutzen) oder vor Ort eine Prepaid-Datenkarte erwerben. ### iOutBank - Die Bank in meiner Tasche Viele nutzen bereits Onlinebanking am heimischen Rechner. Dabei loggt man sich im Regelfall auf der Homepage des jeweiligen Kreditinstitutes ein und kontrolliert die Abbuchungen und Einzahlungen. Wer mehrere Konten (Haushalts-, Gehalts-, Sparkonto) gleichzeitig verwalten möchte, ist mit einer zusätzlichen Bankingsoftware gut beraten. In diesem Zusammenhang bietet es sich an, die gesamte Abwicklung direkt aufs Smartphone auszulagern, ein entsprechendes Bankingprogramm sowie sicheres Passwort vorausgesetzt. Ein wirklich starker Vertreter im iOS-Bereich ist dabei die Software iOutBank. Zentrale Verwaltung und Steuerung mehrerer Bankkonten Unterwegs lassen sich mit iOutBank mehrere Konten auf einen Klick abfragen, Summensalden automatisch ausgeben und sogar Überweisungen tätigen, alles auf dem iPhone oder iPad. Die Bankingsoftware unterstützt dabei Kreditinstitute, die gängige Bankingschnittstellen verwenden. Ob das bzw. die eigenen Bankkonten unterstützt werden, lässt sich einfach über die OutBank DE-Startseite (rechts oben: "Bank fit für iOutBank") herausfinden. Möchte man die Software zuerst testen, lädt man vorab die kostenfreie Version von iOutBank aus dem App Store (App Store-Link). Damit lässt sich ein einzelnes Bankkonto vollwertig verwalten. Darüber hinaus bieten einige Banken, wie z.B. ING-DiBa (App Store-Link) bereits personalisierte iOutBank-Versionen an, welche die Konfiguration durch Voreinstellungen der jeweiligen Bank nochmals vereinfachen. Die kostenpflichtige iOutBank Pro-App (6,99 €, App Store-Link) bietet schließlich die Verwaltung mehrerer Bankkonten. Einrichtung auf dem iPhone/iPad Die einmalige Konfiguration geht schnell von der Hand. Neben Kontonummer sowie Bankleitzahl muss das persönliche Onlinbanking-Passwort eingegeben werden. Möchte man dieses Kennwort dauerhaft speichern, muss man einen Hinweis bestätigen, dass dies aus Sicherheitsgründen von Banken nicht erlaubt ist. Aus Usabilitysicht klar, dass eine laufende Neueingabe des Passworts mühsam ist, vor allem wenn mehrere Konten parallel abgefragt werden sollen. Wird die Speicherfunktion dennoch aktiviert, sollte auf jeden Fall ein sicheres Passwort hinterlegt werden, welches immer beim Öffnen der App abgefragt wird. Solange dieses selbst definierte Passwort sicher ist, bleiben alle App-Inhalte verschlüsselt und vor Dritten sicher verwahrt. Aus meinem täglichen Leben Mit iOutBank hat die stoeger IT GmbH einen großen Wurf gelandet. Nicht umsonst ist sie die App des Jahres 2010. Mittlerweile sind auch wichtige technische Merkmale, wie die Verschlüsselung der kompletten Datenbank, zentral in der App verankert. Wer also ein sicheres Passwort hinterlegt, sollte sicherstellen können, dass niemand auf die eigenen Daten zugreifen kann. Meiner Meinung nach ist das Onlinebanking durch das von Apple bewusst geschlossen gehaltene iOS-Betriebssystem auf dem iPhone sogar sicherer als auf einem normalen PC, da dieser durch Spyware und Malware aller Art grundsätzlich ein einfacheres Angriffsziel darstellt. Aber zwischen den objektiven Risiken und der subjektiven Risikowahrnehmung klafft oft noch ein großes Krater. Ich habe die App bereits seit mehr als zwei Jahren im Dauereinsatz. Die stetigen Verbesserungen durch kostenlose Updates haben iOutBank sehr gut getan, gerade was den Sicherheitsaspekt angeht. In der Zwischenzeit bin ich gänzlich davon abgekommen meine Konten über den PC zu verwalten, iOutBank ist durch sehr viele nützliche Funktionen - wie der automatischen Aktualisierung aller Bankkonten bei Programmstart - und der ständigen Präsenz auf dem iPhone einfach zu praktisch. Outbank (App-Store-Link) ### Ein Monat meintechblog.de: 1.500 Besuche Das erste Monat meintechblog.de in Zahlen: 22 veröffentlichte Blogbeiträge (8.200 Wörter, ca. 1/10 von Harry Potter 1) 1.500 Besuche (Top 3: Deutschland 1374, Schweiz 86, Österreich 55) 3.400 Seitenaufrufe 2:22 min durchschnittliche Besuchszeit 40 Facebook Fans (http://www.facebook.com/meintechblog) 18 Twitter Follower (http://twitter.com/#!/meintechblog) An dieser Stelle vielen Dank an alle Besucher, Facebookfans sowie Twitterfollower. Für mich ist das Thema Social Media noch neu, langsam versuche ich mich dem Thema zu nähern. Ich hoffe dabei insgesamt, das Technikinteresse bei so vielen wie möglich wecken zu können und in meinen Posts aufzuzeigen, wie sinnvoll Technik sein kann. Die Tatsache, dass sich im ersten Monat bereits mehr als 1.000 Besucher insgesamt ca. 3.300 Minuten (2,3 Tage) auf meintechblog.de aufgehalten haben, zeigt mir, dass mein Vorhaben schon in die richtige Richtung geht. Ich werde auch weiterhin versuchen, regelmäßig über interessante Technikthemen zu bloggen. Ich bin offen für Themenvorschläge, Anregungen und Kritik. Dabei gibt es neben dem Kontaktformular auch bei jedem Blogeintrag die Möglichkeit zum Posten von Kommentaren. ### Google Reader: News lesen 2.0 Viele besuchen täglich mehrmals verschiedene Newsseiten wie tagesschau.de, spiegel.de oder heisse.de, um sich einen Überblick der aktuellen Geschehnisse aus aller Welt zu verschaffen. Dabei kommt es oft vor, dass bei erneuten Besuchen bereits betrachtete News immer noch ganz oben erscheinen und dadurch die selben Infos mehrmals konsumiert werden. Zudem müssen die verschiedenen Newsseiten nacheinander angesurft werden, was einen erheblichen Zeitaufwand verursacht, möchte man immer auf dem neuesten Stand bleiben. Wäre es da nicht sinnvoll, es gäbe ein Tool, welches alle gewünschten Newsseiten automatisiert abklappert und immer nur neue News anzeigt? Google Reader - Die Schaltzentrale Google Reader am iPhone Das Schöne ist, dass ein solches Tool bereits seit geraumer Zeit existiert: Google Reader Hier können die gewünschten Newsseiten über Abonnement hinzufügen in die zu überwachenden Seiten (Abonnements) aufgenommen werden. Das Ganze läuft technisch über sogenannte RSS-Feeds. Wird beispielsweise auf spiegel.de eine neue News veröffentlicht, wird gleichzeitig ein korrespondierender RSS-Eintrag generiert, welcher von Google Reader gelesen wird. RSS-Feeds haben dabei den Vorteil, dass sie standardisiert sind und eigentlich jede Newsseite einen solchen Dienst anbietet. Google Reader schnappt sich automatisiert alle neuen RSS-Einträge der abonnierten Seiten und gibt diese in chronologischer Reihenfolge wieder. Zeitersparnis und Transparenz Für den Nutzer des Google Readers bedeutet das im Klartext, dass neue Newseinträge automatisch in der Liste Neue Artikel erscheinen. Wird die Überschrift einer News angeklickt, erscheint ein erster Artikelauszug. Ist die News interessant, wird man bei einem erneuten Klick direkt zur entsprechenden Newsseite weitergeleitet. Ist die News hingegen nicht sonderlich spannend, gelangt man mit einem Klick auf die Leertaste zur nächsten News, usw. Aus meinem täglichen Leben Google Reader im Browser Wer mehrere Newsseiten oder Blogs liest, verliert schnell den Überblick, an welcher Stelle gerade neue Newseinträge erstellt wurden. Google Reader hilft hier ungemein weiter, da es sich sowohl um das Einsammeln von neuen Newsbeiträgen kümmert, als auch um das weiterführende Management. So wird beispielweise eine News als gelesen markiert, sobald der Newstitel angeklickt worden ist. Da standardmäßig nur neue Artikel in der Liste auftauchen, verliert man keine Zeit mit dem Mehrfachlesen alter Artikel. Zudem ist es möglich, über verschiedene Markierungen interessante Artikel zu kennzeichnen. Das reicht über die Markierung durch einen Stern bis hin zu eigenen Tags, welche eine Kategorisierung und ein einfaches Wiederfinden erlauben. Ebenso ist es möglich, interessante News mit nur einem Mausklick per E-Mail zu verschicken, was im täglichen Leben sehr praktisch sein kann, möchte man Freunde schnell und unkompliziert über eine bestimmte News informieren. Darüber hinaus lässt sich Google Reader auch auf mobilen Endgeräten wie dem iPhone und iPad nutzen. Google hat es geschafft, das Layout dabei übersichtlich und zudem einfach zu halten. Dadurch, dass alle Informationen online synchronisiert werden, lässt sich nahlos zwischen verschiedenen Endgeräten wechseln. Entdeckt man z.B. am iPhone eine interesante News, welche man erst später lesen möchte, wird diese mit einem Stern markiert. Zuhause angekommen, findet man die vorher markierte News gleich wieder und kann den entsprechenden Eintrag bequem auf dem großen Laptop-Bildschirm lesen. Google Reader Statistik Datenschützer werden bei Google Reader sogleich mahnend den Finger heben. Wer bei bestimmten Themen immer am Ball bleiben und das Ganze möglichst ökonomisch abwicklen möchte, für den führt kaum ein Weg an Newsmanagementsystemen wie Google Reader vorbei. Zum Schluss sei noch auf die Statistikfunktion (Trends) verwiesen, welche die eigene Nutzung zeigt. Hier ist es wirklich interessant zu sehen, wieviel (unnütze) Infos man eigentlich konsumiert. In diesem Zusammenhang würde ich mir zukünftig wünschen, dass Google ähnliche Inhalte verschiedener Abonnements aggregiert und nach Themenbereichen sortiert. Ebenso wäre die Möglichkeit wünschenswert, Artikel mit bestimmten Keywords bzw. Kategorien (z.B. Fußball) automatisiert auszublenden. Interessiert? Gleich bei Google Reader neue Abonnements hinzufügen (z.B. www.meintechblog.de :-) und ausprobieren. ### Air Video: Videostreaming für iPhone, iPod Touch und iPad Das iPad ist geradezu prädestiniert zum Abspielen von Videos. Aber selbst auf dem iPhone und iPad Touch bereitet die Wiedergabe von Bewegtbildern ordentlich Freude. Was aber, wenn die präferierten Videos auf dem eigenen Rechner oder dem NAS liegen, zudem noch in einem für iOS inkompatiblen Format und schon gar nicht umständlich per Kabel übertragen werden sollen. Streaming über Air Video Air Video iPhone App - Widergabe eines Videos Air Video ist die Must-Have-App für alle, die nicht nur von Zuhause aus auf die eigene Videobibliothek zugreifen möchten. Dazu notwendig sind zwei Dinge. Erstens ein kostenloses Programm namens Air Video Server (Download-Link), welches im Vorfeld auf dem eigenen PC bzw. Mac installiert werden muss. Die Konfiguration geht dabei schnell von der Hand, es müssen erstmal nur die entsprechenden Ordner angegeben werden, in denen sich die für die Freigabe ausgewählten Videos befinden. Dabei ist es noch wichtig ein Passwort einzugeben, damit die Verbindung sicher vor Dritten ist. Zeitens wird noch die Air Video-App (Affiliate-Link) auf dem Endgerät benötigt. Unterstützt werden sowohl iPhone, iPod Touch als auch das iPad. Ist die App installiert, kann sofort die Verbindung zum Air Video Server hergestellt werden. Dazu die App öffnen, nach Servern suchen und den eigenen Rechner auswählen, fertig. Funktionsumfang Air Video iPhone App - Wiedergabeliste Das Geniale ist, dass so gut wie alle Videoformate unterstützt werden. Dabei transkodiert die Software das vorliegende Videomaterial über die Funktion Play with Live Conversion in Echtzeit in das für die Apple Endgeräte notwendige Format. Das setzt jedoch einen einigermaßen leistungsstarken Rechner voraus. Mit einem Core 2 Duo Prozessor können auch Full HD-Videos (größtmögliche Prozessorauslastung) in Echtzeit umgewandelt werden. Ein aktueller Mac Mini mit 2,4 Ghz Intel Cor 2 Duo-CPU macht das Ganze  ohne Probleme mit. Unterwegs Videos ansehen Air Video kann im WLan verwendet werden. Daneben ist aber auch eine Verbindung außerhalb des heimischen Netzwerks möglich. Über 3G kann dabei eine Verbindung hergestellt werden, sofern die Einstellungen im Air Video Server richtig hinterlegt wurden (Anleitung folgt demnächst) und eine DSL-Verbindung auf Serverseite vorhanden ist. Hierbei ist es aber wichtig zu wissen, dass Videos eine hohe Datenbrandbreite benötigen und in Folge dessen eine Stunde Videogenuss locker ab 300 MB aufwärts verschlingen kann. Jeder, der lediglich wenige hundert Megabyte Datenvolumen pro Monat gebucht hat, sollte sich hier genau überlegen, ob es sinnvoll ist, das gesamte Monatsvolumen in wenigen Minuten aufzubrauchen. Aus meinem täglichen Leben Air Video wurde während des letzten Jahres ständig verbessert und es wurden neue Updates veröffentlicht, welche sowohl die Stabilität als auch den Leistungsumfang verbesserten. Die aktuelle Version ermöglicht den reibungsfreien Konsum der eigenen Videos auf iOS-Endgeräten. Hin und wieder muss die App neu gestartet werden, aber das kommt glücklicherweise nicht allzu oft vor. Die Bildqualität ist im WLan super, unterwegs über 3G passt die Software durch die geringere Übertragungsgeschwindigkeit die Videoqualität automatisch an. Das hat zur Folge, dass das Video teilweise verwaschen oder pixelig aussieht, dafür aber immer noch flüssig läuft. Insgesamt ist der einmalige Konfigurationsaufwand und der geringe Preis für die App vertretbar, die notwendingen Einstellungen (Getting Started with Air Video) sind auch für den Normalverbraucher nachvollziehbar. Mit Codecs, Bitraten, Videocontainern etc. braucht man sich nicht herumschlagen. Wer die App nutzen möchte, sollte jedoch bedenken, dass der Air Video-Server (Rechner) eingeschaltet sein muss, damit Videos umgewandelt und an das Endgerät geschickt werden können. Apps nicht mehr im App-Store verfügbar... ### App Store Tipp: Mehrfachdownload bereits gekaufter Apps Apples App Store bietet mittlerweile mehrere hundert Tausend Apps. Der App Store selbst ist dabei die zentrale Anlaufstelle, um das eigene iDevice mit Software zu befüllen. Eine App selbst repräsentiert ein Programm, welches direkt über die App Store-Plattform geladen wird. Wird eine App erworben, kann sie sofort genutzt werden. Was aber passiert, wenn die App gelöscht wird? Ist ein erneuter Download möglich? App Store Download Das Vorgehen beim App-Kauf ist relativ einfach. Eine App wird im App Store für den Download ausgesucht. Dies geschieht entweder über eine der bereitgestellten Listen (Highlights, Kategorien bzw. Top 25) oder einfach über Suchen. Ist die passende App gefunden, wird über den blauen Button rechts oben der Kauf eingeleitet und damit gleichzeitig der Download gestartet. Als Verifizierung muss dabei das persönliche Kennwort eingegeben werden. Das Passwort wird dann einige Minuten intern gespeichert und muss nicht erneut bei einem folgenden Download im App Store eingegeben werden. Die gekaufte App erscheint dann direkt nach dem Download startbereit auf dem Homescreen mit entsprechendem App-Symbol. Erneuter Download bereits erworbener Apps Ist eine App erstmal erworben, kostenpflichtig oder kostenlos, lässt sich der erneute Download jederzeit ausführen. Auch dann, wenn sich in der Zwischenzeit der Preis ändert. Das bedeutet im Klartext, dass bei einem Zurücksetzen des Gerätes alle erworbenen Apps erneut kostenlos geladen werden können. Etwas verwirrend ist dabei beim erneuten Besuch des App Stores, dass nicht direkt ersichtlich ist, ob eine App bereits gekauft wurde oder nicht. Es wird dabei jeweils nur der Preis für die App angezeigt. Als kleinen Tipp kann ich empfehlen, die jeweilige App im App Store aufzurufen und zu versuchen eine Bewertung in Form einer Rezension abzugeben. Ist dies möglich, bedeutet das gleichzeitig, dass die App bereits erworben wurde und in Folge dessen beim erneuten Download keine Kosten anfallen. Das erneute Laden bereits gekaufter Apps macht aber auch dann Sinn, wenn der Speicherplatz knapp wird. So können aktuell nicht benutzte Apps kurzerhand gelöscht werden und zu einem späteren Zeitpunkt erneut gedownloaded werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass in den meisten Fällen aktuellen Einstellungen in der jeweiligen App durch das Löschen verloren gehen. Weiterhin ist es möglich, die über eine Apple-ID gekauften App auf meheren Endgeräten zu verwenden. Hat man z.B. neben dem iPhone ein iPad zur Hand, lässt sich die auf dem iPhone erworbene App kostenfrei auch auf dem iPad installieren. Pro Apple-ID (Account) geht das offiziell auf bis zu fünf Endgeräten. Aus meinem täglichen Leben Auch wenn die erneute Downloadmöglichkeit bereits erworbener Apps nur hin und wieder genutzt wird, kann das Wissen, dass die Möglichkeit zum erneuten kostenfreien Download überhaupt existiert, trotzdem sinnvoll sein. Denn anders als bei mp3 Songs, welche über iTunes nur einmal geladen werden können, gibt es bei Apple keinerlei Restriktionen, wie oft eine App erneut kostenfrei heruntergeladen werden kann. Ist der App Store bereits seit längerer Zeit im Einsatz und wurden in der Zwischenzeit Apps gelöscht, weiß man trotzdem oft nicht, ob man eine kostenpflichtige App evtl. doch schon gekauft hat und einen weiteren kostenfreien Download starten kann. Hier hilft der Trick mit der oben angesprochenen Bewertung einer App weiter. Ist die Bewertung möglich, wurde das Nutzungsrecht bereits erworben und in Folge dessen kann auch ein weiterer kostenfreier Download gestartet werden. ### The Creeps: Langzeitmotivation auf dem iPhone Das iPhone ist zum Arbeiten da, klar doch. Die Tatsache, dass Apple mit seinen iDevices in jüngster Zeit alteingesessene Branchengrößen wie Nintendo den Rang im Mobilspielesektor abläuft, zeigt jedoch einen klaren Trend. Apple hat sich in der Spielewelt mit Games wie The Creeps etabliert und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Konsolenspielfeeling für 1,59 € Viele Spiele sind in der Tat so gut umgesetzt, dass sie sich nicht vor der reinen Konsolenkonkurrenz verstecken müssen. Und das bei Preisen ab 1,59 €. So auch das hier kurz vorgestellte Tower Defense-Spiel The Creeps. Durch stetig neue Level-Packs, welche über das InApp-Purchase für je weitere 79 Cent zugekauft werden können, bleibt die Langzeitmotivation nicht auf der Strecke. Zu empfehlen ist The Creeps jedem, der gerne knobelt und an Strategiespielen Spaß findet. Dabei ist das Spielprinzip ausgewogen und man findet selbst nach langer Spielzeit noch kleine Tricks, wie das "Kinderbett" noch besser durch die eigens aufgebaute Abwehr beschützt werden kann. Für mich das Must-Have-Spiel schlechthin. The Creeps! (App-Store-Link) ### Sichere VPN-Verbindung zwischen Mac OS X und Fritz!Box Mit dem MacBook ist man oftmals in öffentlichen WLan-Netzen unterwegs, die keine ausreichende Verschlüsselung einsetzen. Damit niemand den eigenen Datenstrom abhören kann, macht es Sinn, die Verbindung selbst zu verschlüsseln. Alles was man dazu benötigt, ist eine Fritz!Box, welche Zuhause für die DSL-Verbindung zuständig ist und die richtigen Einstellungen, damit ein sicherer VPN-Tunnel von unterwegs nach Hause hergestellt werden kann. Verbindung zwischen OS X und Fritz!Box Im vorherigen Artikel Sichere VPN-Verbindung zwischen iPhone und Fritz!Box wurde bereits erklärt, wie eine sichere Verbindung zwischen iPhone/iPad und einer Fritz!Box hergestellt werden kann und welchen Vorteil das Ganze mit sich bringt. Das Vorgehen bei der Verbindung zwischen Mac OS X und Fritz!Box ist dabei ähnlich, die notwendige Konfiguration unterscheidet sich nur marginal. Damit jeder die Einstellung selbst vornehmen kann, nachfolgend die entsprechende Fritz!Box Konfigurationsdatei sowie die notwendigen Einstellungen für OS X. Fritz!Box Settings Die hier veröffentlichte Konfigurationsdatei passt für aktuelle Fritz!Boxen (Affiliate-Link) von AVM. Die Datei muss nur noch auf die eignenen Anforderungen hin angepasst werden. Dazu die Datei fritzbox_vpn_settings_fuer_osx.cfg (Download) mit einem Texteditor (z.B. TexEdit unter OS X) öffnen und bearbeiten. Eine entsprechende Anleitung ist im Dokument selbst vorhanden. Wichtig dabei ist, dass MAC_NAME_AENDERN, MAC_KEY_AENDERN und MAC_KENNWORT_AENDERN swohl in dieser Fritz!Box-Konfigurationsdatei, als auch in den später vorgenommenen Einstellungen unter OS X identisch sind. In der Konfigurationsdatei sind die Einträge oft mehrfach vorhanden. Am besten mit dem "Alles-Suchen-und-Ersetzen-Befehl" arbeiten. fritz.box -> Heimnetz -> Netzwerkeinstellungen IP-Adressen Anmerkung: Die Fritz!Box hat im Auslieferungszustand die IP 192.168.1.1 bzw. 192.168.178.1. Für den VPN-Betrieb muss diese Einstellung geändert werden. In obiger Konfigurationsdatei wird davon ausgegangen, dass die Fritz!Box auf die IP 192.168.177.1 geändert wurde und die DHCP Settings im Adressbereich 192.168.177.2 bis 192.168.177.200 liegen. Einzustellen ist dies unter fritz.box -> Heimnetz -> Netzwerkeinstellungen IP-Adressen, siehe Screenshot. Anmerkung: Wer mehr als einem Endgerät den VPN-Zugriff ermöglichen möchte, muss diese weiteren Benutzer in die selbe cfg-Datei eintragen, da die Fritz!Box beim Einspielen einer neuen cfg-Dabei die alten Settings komplett überschreibt. Mac OS X Settings Unter OS X braucht man glücklicherweise kein Zusatzprogramm, die Verbindung kann mit bordeigenen Mitteln hergestellt werden. Einfach die Konfigurationsdatei osx_vpn_settings.networkConnect (Download) laden und unter OS X doppelklicken. Man gelangt direkt zu den Einstellungen der aktuellen Netzwerk-Umgebung und erhält ein neue Verbindung namens VPN (IPSEC) 2. Hier müssen nur noch die vorher gewählten Einstellungen eingetragen werden. OS X Netzwerkeinstellungen: VPN-Verbindung konfigurieren Es müssen Serveradresse (ADRESSE_AENDERN.dyndns.org), Accountname (MAC_NAME_AENDERN) und Kennwort (MAC_KENNWORT_AENDERN) angepasst werden. Für alle, die mit dyndns nichts anfangen können, hier das Howto. Unter Identifizierungseinstellungen den vorher gewählten Schlüssel (MAC_KEY_AENDERN) sowie Gruppenname (ebenfalls MAC_NAME_AENDERN) eintragen und mit OK bestätigen. Zum Schluss noch rechts unten mit Anwenden die Einstellungen bestätigen. Möchte man nun die sichere VPN-Verbindung herstellen, genügt ein Klick auf Verbinden sowie die Eingabe des gewählten Passworts. Aus meinem täglichen Leben Unterwegs lässt sich mit einem Mac ohne viel Anstrengung über Systemeinstellungen -> Netzwerk eine sichere Verbindung über das VPN-Profil herstellen. Das ist simpel und schützt die eigene Internetverbindung in ungeschützten Netzwerken in Sekundenschnelle. So lässt sich auch der einige Minuten in Anspruch nehmende Konfigurationsprozess rechtfertigen, denn von einer sicheren Verbindung kann man ab sofort immer profitieren, wenn man sich in fremden WLan-Netzen aufhält. Mit der Fritz!Box lassen sich zudem mehrere VPN-Verbindungseinstellungen importieren und gleichzeitig aufbauen. So kann das iPhone, wie hier beschrieben, parallel zum Mac einen sicheren VPN-Tunnel zur heimischen Fritz!Box herstellen und so sicher surfen. ### Dateiformate und Dateigrößen im Netz Jeder Internetnutzer, der durch das WWW surft, startet permanent kleine oder größere Down- und Uploads, wenn bspw. Emails empfangen oder gesendet werden. Dabei beschäftigen sich aber die Wenigsten intensiver mit der Frage, welche Datenmengen dabei übertragen werden und wie lange das eigentlich dauert. Oftmals wird dann ob der eigenen Unwissenheit geflucht, wenn bspw. ein 100 MB Video per Email verschickt werden soll. Nachfolgender Blogpost soll sich mit solchen eher technischen Fragen auseinandersetzen und zumindest etwas Aufklärung schaffen, um bspw. auch den Unterscheid zwischen Mbit/s und MB/s herauszustellen. Größeneinheiten im Netz - Mbit/s vs. MB Die gebräuchlichsten Einheiten und gleichzeitig die am meisten falsch verwendeten Begriffe im Netz sind Mbit und MB, welche unterschiedliche Einheiten darstellen. Grob gesagt werden Übertragungsgeschwindigkeiten in Mbit/s (Megabit pro Sekunde) und Dateigrößen in MB (Megabyte) angegeben. Die kleinste Speichereinheit überhaupt ist ein Bit, welches eine "binäre" 0 oder 1 repräsentieren kann. Möchte man dieses Bit sinnvoll nutzen, um nicht nur eine 0 oder 1 darzustellen, müssen mehrere Bits zusammengefasst werden, um damit beispielsweise ein Zeichen wie A oder B zu kodieren. Acht Bits werden deshalb zusammengefasst und ergeben ein Byte. Der Buchstabe y ist nach der Kodierung "UTF-8 binär" dann bspw. durch die achtstellige Bitkette 01111001 dargestellt. Danach kommt die Größeneinheit kbit, was gerundet 1000 bit sind (eigentlich 1024 bit aufgrund des Binärsystems), danach Mbit u.s.w.: 1 kbit = 1.000 bit 1 Mbit = 1.000.000 bit 1 Gbit = 1.000.000.000 bit 1 Tbit = 1.000.000.000.000 bit Spricht man bspw. von einem Email-Anhang von einem MB (Megabyte), so sind das (gerundet) eine Million Byte, also eine Eins mit sechs Nullen (1.000.000). Möchte man dieses eine MB übertragen, rechnet man das MB mit dem Faktor 8 in Mbit um, also ist ein MB dann entsprechend 8 Mbit. Bei einer Übertragungsgeschwindigkeit von 8 Mbit/s wäre der Transfer dann in einer Sekunde erledigt. Bei 4 Mbit/s entsprechend in zwei Sekunden. Geschwindigkeit von DSL 6.000 Gebräuchlich sind Internetanschlüsse ab DSL 6.000. Die Übertragungsgeschwindigkeit verbirgt sich dabei hinter der 6000. Die Größeneinheit hierbei ist kbit/s. Pro Sekunde können also 6.000 kbit an Daten empfangen werden. Umgerechnet sind das grob 0,75 MB (6000/8/1000) pro Sekunde im Download. Da eine DSL-Leitung in der Regel asynchron ist, also der Upload langsamer ist als der Download, können im Falle von DSL 6.000 nur rund 1000 Kbit/s in Senderichtung verschickt werden. Das Versenden einer 1 MB großen E-Mail dauert also knapp 8 Sekunden (1*1000*8/1000). Etwas schwieriger wird es dann mit neueren Internetanschlüssen, die ihre Geschwindigkeit dann nicht mehr in kbit/s, sondern in Mbit/s angeben. So sind gerade neuere Kabelanschlüsse mit 200 Mbit/s ausgestattet. Dies wäre umgerechnet auf das obige DSL-Beispiel grob eine DSL 200.000-Leitung. Dateiformate Verschiedene Medieninhalte belegen unterschiedlich viel Speicherplatz. Am genügsamsten sind dabei Text-Dokumente, am meisten benötigen hingegen hochauflösende Videos. Als kleine Übersicht nachfolgend eine Tabelle mit gebräuchlichen Formaten und Größen. [table id=1 /] Unschwer erkennbar ist, dass Dateigrößen je nach Format sehr stark variieren können. Lassen sich noch mehrere Word-Dokumente oder Powerpoint-Präsentationen als Anhang an eine E-Mail hängen, wird es bei mp3-Songs schon schwieriger. Ein ganzes Video zu verschicken, ist oftmals unmöglich. Es gibt zwar mittlerweile sehr leistungsstarke Video-Codecs (z.B. H.264), welche die Dateigröße von Videos schrumpfen können, mehr als ein kleiner Ausschnitt ist dennoch kaum über E-Mail versende- bzw. empfangsfähig. So schnell ist deine Internetverbindung: speedtest.net Wer die Geschwindigkeit mit dem iPhone/iPod Touch testen möchte, hier die entsprechende App. Speedtest by Ookla (AppStore-Link) ### Sicherheits-Tipp: Kostenlos das eigene iPhone orten und sperren Wer sein iPhone verlegt oder gar verliert, ist sicherlich nicht erfreut. Wer im Vorfeld jedoch diesen Sicherheits-Tipp beherzigt, hat zumindest einen entscheidenden Vorteil. Find my iPhone - Kostenlos und zuverlässig Apple bietet allen zahlenden mobileme-Abonnenten bereits seit geraumer Zeit die Ortungsfunktion Find my iPhone (Apple Link) an. Seit dem Erscheinen des iPhone 4 hat sich Apple jedoch dazu durchgerungen, diese Funktion kostenlos zur Verfügung zu stellen. Man muss nur wissen, wie man das Ganze aktiviert. Die Einrichtung am iPhone Damit der Fernzugriff auf das iPhone klappt, muss am iPhone unter Einstellungen -> Mail, Kontakte, Kalender -> Account hinzufügen der Eintrag mobileme gewählt werden. Hier trägt man seine persönliche Apple-ID ein. Genau die, mit der man am iPhone auch Apps kauft. Wer seine Apple-ID spontan nicht weiß, öffnet die App Store-App mit der Kategorie Highlights und scrollt ganz nach unten. Hier sollte bei Account: eure registrierte Email angezeigt werden (das ist die Apple-ID). Diese wird als Login für den neuen mobilme-Account genutzt. Das Passwort ist das selbe, welches beim Download neuer Apps abgefragt wird. Jetzt noch die Funktion iPhone suchen aktivieren. Fertig. iPhone-Ortung am PC mobileme Login Find my iPhone Ist das Profil am iPhone aktiv, kann man sofort loslegen und die Einstellungen überprüfen. Dazu surft man auf me.com und loggt sich dort mit seiner Apple-ID (Email-Adresse) ein, die Weiterleitung zur iPhone-Ortungsseite erfolgt automatisch. Hier wird eine Karte darstellt, auf welcher der derzeitige Aufenthaltsort des iPhones markiert ist. Zusätzlich hat man noch die Möglichkeit eine Nachricht mit Ton ans iPhone u schicken, eine Passwortsperre einzurichten bzw. das iPhone gleich komplett zu löschen. Aus meinem täglichen Leben Die kostenlose iPhone-Ortung ist praktisch, obgleich ich glücklicherweise mein iPhone noch nie verloren habe. Wurde das iPhone Zuhause wieder sonst wo verbummelt und der Klingelton ausgeschaltet, kann man es so lange anrufen wie man möchte, bemerkbar macht es sich dabei nicht. Über die Find my iPhone-Funktion lässt sich nun aber eine Nachricht an das verlegte Gerät schicken, wobei ein lauter Klingelton abgespielt wird, selbst wenn es vorher lautlos gestellt wurde. Zudem kann man vorab über die Ortungsfunktion sicherstellen, dass sich das eigene iPhone überhaupt noch in den eigenen vier Wänden befindet. Ich kann nur jedem empfehlen, die Ortungsfunktion einzurichten. Denn ist das iPhone erst einmal abhanden gekommen, lässt sich die Find my iPhone-Funktion nachträglich nicht aktivieren. Offiziell lässt sich die kostenlose Ortungsfunktion aktuell nur ab iPhone 4 aktivieren. Ist die eigene Apple-ID einmalig mit einem iPhone 4 freigeschaltet worden, lässt sich der Account aber auch auf einem älteren iPhone, auf dem iPad oder auch iPod Touch nutzen. Es können zudem pro Apple-ID mehrere Geräte eingebunden werden. Mit der offiziellen App Find my Iphone (AppStore-Link) lassen sich eure Devices auch direkt unter iOS orten. Chip Online: Find my iPhone: Ortungsdienst überführt Gangster ### Fritz!Box übers Internet mit fester Webadresse erreichen Jeder, der eine Fritz!Box in Verbindung mit einem DSL-Anschluss nutzt, kann diese von unterwegs erreichen. Das macht Sinn, um z.B. auf die dort vorgehaltenen Daten der externen Festplatte zuzugreifen, dem iPhone in fremden WLan-Netzen eine sichere VPN-Verbindung zu ermöglichen oder einfach nur um aus der Ferne ein Fritzbox Backup/Update auszuführen. Domainname bei dyndns.org fritz.box -> Internet -> Freigaben -> Dynamic DNS Möglich macht dies, trotz der sich ständig ändernden IP-Adresse, ein Dienst namens dyndns.org. Wer sich hier einen kostenfreien Account erstellt (Add Host Services), wählt neben einem Benutzernamen und Kennwort  einen noch freien Domainnamen (meinwunschdomainname.dyndns.org). Im Anschluss loggt man sich über die Adresse http://fritz.box/ auf der eigenen Fritzbox ein und tippt dort die soeben registrierten dyndns-Accountdaten ein. Dies geschieht im Menüpunkt fritz.box -> Internet -> Freigaben -> Dynamic DNS, fertig. Aus meinem täglichen Leben dyndns ist die perfekte Lösung, um die "Nachteile" von dynamischen IP-Adressen zu kompensieren. Nach jedem neuen Verbindungsaufbau, welche die Fritzbox in der Regel alle 24 Stunden durchführt (bei normalen DSL-Verbindungen), teilt die Fritzbox dem dyndns-Dienst automatisch die neue IP mit. Dadurch wird sichergestellt, dass der selbst gewählte dyndns-Domainname immer auf die gerade aktuelle IP-Adresse weitergeleitet wird. Der Dienst funktioniert schon seit Jahren ohne jegliche Störungen und dirigiert alle Anfragen auf die eigene dyndns-Adresse korrekt weiter. ### Sichere VPN-Verbindung zwischen iPhone und Fritz!Box Manchmal ist man mit dem iPhone in einem öffentlichen WLan-Netz eingeloggt, welches keine oder nur eine unzureichende Verschlüsselung einsetzt. Um sicherzustellen, dass niemand den eigenen Datenstrom abhören kann, muss eine VPN-Verbindung her. Dazu genügt eine Fritz!Box, die Zuhause als DSL-Router fungiert sowie die richtigen VPN-Settings für Fritz!Box  (Affiliate-Link) und iOS-Device. Die hier bereitgestellten Settings ermöglichen es, einen VPN-Tunnel aufzubauen, d.h. will das iPhone in einem ungesicherten Netzwerk eine Internetverbindung aufbauen, kann die Anfrage verschlüsselt an die heimische Fritz!Box umgeleitet und von dort aus weitervermittelt werden. Klingt komisch, ist aber nach einmaliger Konfiguration datenschutztechnisch mehr als sinnvoll. Lange Zeit habe ich mich mit den passenden Einstellungen herumgeplagt, damit das genau so funktioniert wie nun hier beschrieben. Für alle, die ebenfalls sicher in fremden WLan-Netz surfen möchten, gibt es die passenden Konfigurationsdateien sowie eine Erklärung. Fritz!Box Settings Die hier veröffentlichte Konfigurationsdatei passt für aktuelle Fritz!Boxen  (Affiliate-Link) von AVM. Die Datei muss nur noch auf die eigenen Anforderungen hin angepasst werden. Dazu die Datei fritzbox_vpn_settings.cfg (Download) mit einem Texteditor (z.B. TextEdit in OSX) öffnen und bearbeiten. Eine entsprechende Anleitung ist im Dokument selbst vorhanden. Wichtig dabei ist, dass IPHONE_NAME_AENDERN, KEY_AENDERN12345 und KENNWORT_AENDERN sowohl in dieser Fritz!Box-Konfigurationsdatei, als auch in der weiter unten beschriebenen iPhone-Konfigurationsdatei identisch sind. In den jeweiligen Dateien sind die Einträge oft mehrfach vorhanden. Am besten mit dem "Alles-Suchen-und-Ersetzen-Befehl" arbeiten. Anmerkung: Die Fritz!Box hat im Auslieferungszustand die IP 192.168.1.1 bzw. 192.168.178.1. Für den VPN-Betrieb muss diese Einstellung geändert werden. In obiger Konfigurationsdatei wird davon ausgegangen, dass die Fritz!Box auf die IP 192.168.177.1 geändert wurde und die DHCP Settings im Adressbereich 192.168.177.2 bis 192.168.177.200 liegen. Einzustellen ist dies unter fritz.box -> Heimnetz -> Netzwerkeinstellungen IP-Adressen, siehe Screenshot. Anmerkung: Wer mehr als einem Endgerät den VPN-Zugriff ermöglichen möchte, muss diese weiteren Benutzer in die selbe cfg-Datei eintragen, da die Fritz!Box beim Einspielen einer neuen cfg-Dabei die alten Settings komplett überschreibt. iPhone Settings Die iPhone-Konfigurationsdatei iphone_vpn_settings.mobileconfig (Download) muss folgendermaßen angepasst werden: Die Einträge IPHONE_NAME_AENDERN und KEY_AENDERN müssen dem vorher in der Fritz!Box-Konfigrationsdatei vergebenen Einträgen entsprechen. Schließlich muss noch ADRESSE_AENDERN.dyndns.org angepasst werden, damit das iPhone eure Fritz!Box im Internet auch findet. (Für alle, die mit dyndns nichts anfangen können, hier das Howto). Wurden die entsprechenden Daten angepasst, schickt man sich die iPhone Konfigurationsdatei als Email-Anhang ans eigene iPhone. Daraufhin die VPN-Konfigurationsdatei am iPhone anklicken (in der Email) und das VPN-Profil installieren. War dies erfolgreich, taucht unter Einstellungen -> VPN die eigene Konfiguration auf und kann fortan über den VPN-Schieberegler aktiviert werden. Zur Sicherheit muss noch das vorher gesetzte persönliche Kennwort eingegeben werden. Ist die Verbindung aufgebaut, taucht ein kleines blaues VPN-Verbindungssymbol in der Statusleiste auf. Die Internetverbindung ist jetzt verschlüsselt. Aus meinem täglichen Leben Möchte ich in einem fremden WLan (z.B. Uni-WLan), welches leider oft komplett unverschlüsselt ist, sicher surfen, schalte ich kurzerhand das VPN in den iPhone-Einstellungen an. Auf diese Weise werden Daten sicher verschlüsselt über einen VPN-Tunnel übertragen. Dadurch, dass der Traffic über die heimische DSL-Leitung abgewickelt wird, ist die dortige Upload-Geschwindigkeit entscheidend. Eine normale DSL-Flat reicht jedoch vollkommen aus, um zügig im Internet zu surfen. Insgesamt ist die Einrichtung zugegebenermaßen aufwändig. Da eigentlich jeder iOS-Besitzer mit einem Zeitaufwand von 30 Minuten seine private VPN-Verbindung konfigurieren kann (Fritz!Box vorausgesetzt), lohnt sich der Aufwand. Gerade in Bezug auf Datensicherheit eigentlich unverzichtbar. Wichtig ist noch zu wissen, dass die VPN-Verbindung nach einiger Zeit der Nichtbenutzung automatisch getrennt wird. Es ist also auf das VPN-Symbol zu achten. Verschwindet dieses, muss die Verbindung erneut aufgebaut werden. Die VPN-Verbindung funktioniert natürlich auf allen aktuellen iOS-Devices (iPhone, iPad, iPod Touch). Hat dir diese Information geholfen oder hakt es bei der Einrichtung? Hinterlasse einen Kommentar! ### Eye-Fi - Die SD-Karte mit WLan Für bequeme und technikbegeisterte Zeitgenossen ist die Eye-Fi SD-Karte genau das Richtige. Neben dem bloßen Sichern von Fotos und Videos in Fotokameras bietet die SD-Speicherkarte ein eingebautes WLan-Modul. Richtig gelesen, die Karte funkt den Speicherinhalt direkt an den PC, den bevorzugten Onlinedienst oder per sftp auf das eigene NAS. Was sich auf den ersten Blick wie ein nutzloses Gadget anhört, bietet Einiges an Potential. Einmal richtig konfiguriert, erspart es künftig viel manuellen Aufwand in Zusammenhang mit der Archivierung frisch geschossener Fotos. Die "richtige" Konfiguration machts In meinem Fall macht die Karte Folgendes: Unterwegs nehme ich Fotos mit der Spiegelreflex auf. Die Bilder werden ganz normal auf der Eye-Fi SD-Karte gesichert. Zuhause angekommen, schalte ich die Nikon D5100 zur Synchronisation ein. Da die Nikon von der Zusatzfunktion der Eye-Fi weiss (kompatible Kameras), versorgt sie die Karte so lange mit Strom, bis alle Fotos per WLan übertragen wurden und schaltet sich erst dann wieder ab. Neue Fotos werden dabei der Reihe nach im Foto-Ordner meines QNAP NAS zentral abgelegt (Informationen für die richtige Konfiguration per sftp folgen in Kürze). Dabei habe ich die Einstellung vorgenommen, dass alle Fotos, die am selben Tag aufgenommen werden, automatisch in einem separaten Ordner (Jahr-Monat-Tag) abgelegt werden. Genau so, wie ich es bisher aufwändig manuell gemacht habe. Einige nützliche Zusatzfunktionen Des weiteren bietet die Eye-Fi einen Endless Modus, was bedeutet, dass die Karte niemals voll wird und keine Fotos aktiv gelöscht werden müssen, wenn der Speicherplatz knapp wird. Die Karte merkt sich dabei, welche Bilder bereits gesichert wurden und überschreibt diese erst dann, sollte der Speicherplatz auf der Eye-Fi knapp werden. Möchte man zusätzliche Kontrolle über die Synchronisations- bzw. Speichervorgänge, lässt sich zudem einstellen, dass die EyeFi-Karte eine Email-Bestätigung mit entsprechenden Miniaturbildern der gesicherten Fotos an seinen Eigentümer sendet. Ist man mit der Kamera im städtischen Bereich unterwegs, kommt ein weiterer Vorteil der Eye-Fi zur Geltung. Sie vermerkt die WLans in der näheren Umgebung und kann so abschätzen, wo ein Foto aufgenommen wurde. Diese Geotagging-Informationen werden dann direkt mit dem aufgenommenen Bild verknüpft und abgespeichert. Aus meinem täglichen Leben Bis jetzt bin ich mit der zugegebener Maßen recht teuren SD-Karte Eye-Fi Pro X2 mit 8GB (knapp unter 100 € bei Amazon (Affiliate-Link)) zufrieden. Die Übertragung auf den PC geht bei Bildern mit 1-2MB/Foto ordentlich schnell. Der WLan-Router (z.B. Fritz!Box (Affiliate-Link)) sollte nur nicht unbedingt fünf Zimmer entfernt sein, die Sendeleistung der kleinen Eye-Fi-Karte ist begrenzt. Nach einigen Minuten sind in der Regel neue Bilder automatisch übermittelt, was ein bisschen den Flair eines James Bond Gadgets hat. Die zusätzliche Leistungsaufnahme des WLan-Moduls wirkt sich negativ auf die Akkuleistung der Kamera aus. Ich würde schätzen, dass 20% für die kabellose Übertragung der Bilder wegfallen. Je nach Kameratyp kann dieser Wert auch abweichen. Sollte sich herausstellen, dass der Akku zu schnell leergesogen wird, kann zur Not vom gesetzlichen Widerrufsrecht Gebrauch gemacht werden (bei Fernabsatzbestellungen, z.B. Amazon). Welches Kartenmodell welche Funktionen (Geotagging etc.) bietet, zeigt die Vergleichstabelle des Herstellers. Neugierig geworden? Lese Kundenrezensionen über die Eye-Fi Pro X2 8GB bei Amazon (Affiliate-Link). (Diese Karte bietet alle oben beschriebenen Funktionen.) Weitere Tipps und Erfahrungsberichte zur Eye-Fi (z.B. die direkte Übertragung aufs iPhone/iPad per WLan) folgt in Kürze. Das Foto zu diesem Artikel wurde mit der HDR-Funktion des iPhone 4 aufgenommen. ### Dragon Dictation - Selbst tippen war gestern Gute Apps zeichnen sich dadurch aus, dass sie einfach bedienbar sind und eine hohe Alltagstauglichkeit aufweisen. Wird die Anwendung darüber hinaus kostenfrei angeboten - wie im Falle von Dragon Dictation - kann ohne Übertreibung von einer sehr guten App gesprochen werden. Das Einzige, was dann noch fehlt: Man muss von der Existenz dieser App auch erfahren. Der verständnissvolle Drache - Eigentlich zu schön um wahr zu sein Als mir vor einigen Tagen ein Arbeitskollege (danke Christoph!) eine Diktier-App für das iPhone vorstellte, dachte ich: Wieder so ein unausgereiftes Stück Software, das eh nicht funktionieren kann. Spracherkennung war ja schon immer unfähig und gleichsam nutzlos. Nachdem ich die ersten Sätze diktiert hatte und alle Wörter in Folge richtig erkannt wurden, wusste ich sofort: Diese App hat Potential und wird ab sofort regelmäßig genutzt, um bequem die ein oder andere Nachricht zu diktieren, sei es auf der Couch oder im Garten. Denn selbst nach einer komplett diktierten Buchseite war die Erkennungsrate noch bei 100%. Must-Have-App: Dragon Dictation als Spracherkennung nutzen Einfach die kostenlose Dragon Dictation-App aus dem App-Store laden (eine entsprechende Android-Version ist ebenfalls vefügbar) und nach erfolgreicher Installation starten. Alles, was dann noch fehlt, ist ein Druck auf das rote Aufnahmesymbol und schon ist das Smartphone aufnahmebereit. Ab jetzt drauflos diktieren, Kommas sowie Punkte dabei nicht vergessen und bei einem neuen Absatz einfach "neue Zeile" aussprechen. Möchte man pausieren, reicht ein Klick auf "Fertig". Das diktierte Ergebnis lässt sich betrachten, per Tastatur editieren und direkt als SMS oder Email versenden, auf Facebook bzw. Twitter hochladen oder einfach nur in die Zwischenablage kopieren. Großartig, das spart Zeit und ist zudem bequem! Aus meinem täglichen Leben Obgleich ich Dragon Dictation erst einige Tage nutze, frage ich mich, wie ich bis jetzt ohne auskommen konnte. Die Touchscreen-Tastatur des iPhone ist gut, keine Frage. Für längere Emails ist sie aber kaum geeignet. Da kommt eine nahezu perfekt funktionierende Spracherkennungssoftware gerade recht, die Treffsicherheit der erkannten Wörter ist spitze (wie sich die App bei starkem Dialekt verhält, kann ich nicht beurteilen). Einzige Kritikpunkte: Beim ersten Start wird der Nutzer gefragt, ob die eigenen Kontakte zum Dragon Dictation Server übertragen werden dürfen, um eine bessere Erkennung bei später diktierten Namen zu erreichen. Ob das wirklich etwas nutzt, sei dahin gestellt. Aus Gründen des Datenschutzes sollte sich aber jeder überlegen, ob er die Daten seiner Kontakte preigeben möchte, oder die Abfrage lieber doch mit "NEIN" beantwortet. Wirklich schade ist, dass Dragon Dictation (Affiliate-Link) derzeit kein Multitasking unterstützt. Ist ein Diktat abgeschlossen und die App über den Home-Button geschlossen, ist bei erneutem Öffnen der App die gerade verfasste Nachricht weg. Hier muss nachgebessert werden. ### Fritz!Box - Update- und Backupfunktion des genialen DSL-Routers Fast jeder besitzt mittlerweile einen DSL-Anschluss und nutzt als Wlan-Router die Fritz!Box, welche in den meisten Fällen vom Internetprovider zur Verfügung gestellt wurde. Diese kleine Box, welche Router, Switch und WLan-Access-Point vereint und eine immer weiter wachsende Funktionsvielfalt bietet, kann ohne Übertreibung als eierlegende Wollmilchsau unter Routern bezeichnet werden. Features, von denen jeder Besitzer einer Fritz!Box profitieren kann, werden nach und nach auf www.meintechblog.de unter der Kategorie Fritz!Box veröffentlicht. Auf der Fritz!Box einloggen (und Passwort setzen) Wer eine Fritz!Box von AVM sein Eigen nennt, kann über die URL fritz.box auf die Benutzeroberfläche gelangen. Dazu auf dem im lokalen Netzwerk befindlichen PC in der Adresszeile von Firefox, IE oder Safari fritz.box eintippen und Enter drücken. Wichtig dabei ist, kein www. etc. voranzustellen. Daraufhin erscheint die Loginseite der Fritz!Box. Hier das bereits vorher konfigurierte Passwort eingeben bzw. ein neues Kennwort vergeben, welches ab sofort beim Login abgefragt wird. Es ist möglich kein Passwort zu vergeben, aus Sicherheitsgründen sollte aber ein persönliches Kennwort gesetzt werden. Einstellungen sichern Unter dem Menüpunkt System -> Einstellungen sichern lassen sich die aktuellen Settings, wie z. B. eingerichteter Internetanbieter oder WLAN-Einstellungen in einer Datei abspeichern. Verweigert die Fritz!Box irgendwann den Dienst und muss ausgetauscht werden, lässt sich die neue Fritz!Box über die Wiederherstellen-Funktion auf den letzten Backup-Stand bringen. Das erspart eine zeitaufwändige Neuinstallation. Seit Kurzem ist es zudem möglich, mit der Funktion Übernahme (ebenfalls unter System -> Einstellungen sichern) die gespeicherten Settings eines anderen Fritz!Box-Modells zu übernehmen. Dadurch wird ein geplanter Fritz!Box-Modellwechsel ungemein vereinfacht, gerade wenn Unmengen an zusätzlichen Einstellungen wie dyndns oder Portforwarding eingerichtet wurden. Firmware-Update Vorallem bei den aktuellen Fritz!Box-Modellen gibt es regelmäßig Softwareaktualisierungen, die entweder die Stabilität erhöhen oder zusätzliche Funktionen wie Fritz-NAS freischalten. Diese Updates lassen sich über den Menüpunkt System -> Firmware-Update und "Neue Firmware suchen" automatisch anstoßen. Nach einigen Minuten sowie einem Neustart der Fritz!Box ist die Software aktualisiert. Einstellungen bleiben dabei selbstverständig erhalten. Um für den schlimmsten Fall, dass doch etwas beim Update schief geht, vorzusorgen, empfiehlt es sich, vorher wie oben beschrieben die aktuellen Einstellungen zu sichern. Aus meinem täglichen Leben Die Funktion Einstellungen sichern ist vor allem sinnvoll, wenn  sogenannte Labor-Versionen von AVM installiert werden sollen. Diese bieten die neuesten Entwicklungen, sind aber noch nicht offiziell freigegeben, befinden sich also in der Beta-Phase. Ungeübte Nutzer lassen jedoch lieber die Finger davon. Solche Test-Versionen werden in der Regel bereits nach kurzer Zeit finalisiert und offiziell freigegeben, können damit also über die integrierte Firmware-Update-Funktion eingespielt werden. Die Übernahme-Funktion ist eine klasse Erweiterung, war es doch bis vor Kurzem nicht möglich, das Backup eines abweichenden Fritz!Box-Modells zu wiederherzustellen. Selbst bei gleichen Baureihen konnte etwa das Backup der regulär über Amazon erhältlichen Fritz!Box 7390 (Affiliate-Link) nicht ohne manuelle Modifikationen auf das eigentlich hardwaretechnisch identische Modell von 1&1 aufgespielt werden. AVM sei dank, gehört diese Unzulänglichkeit bereits der Vergangenheit an. Wer zudem einmal eine Fritz!Box hatte und den direkten Vergleich zu Routern anderer Hersteller kennt, weiß die Vorzüge der kleinen Kiste schon nach kurzer Zeit zu schätzen. ### App-Tipp: CameraSync für iPhone/iPad/iPod Touch Eine kleine aber feine App, die den Umgang mit Fotos vereinfacht, ist CameraSync. Sie macht zugegeben nicht viel, dafür das Wenige aber wirklich gut. Wer einen kostenlosen Dropbox-Account (Erklärung hier) eingerichtet hat und regelmäßig Fotos mit dem iPhone schießt, wird die CameraSync-App schnell zu schätzen wissen. Ein Klick und alle Bilder sind gesichert CameraSync macht Folgendes: Wird die App geöffnet, ermittelt sie automatisch neu aufgenommene Schnappschüsse in der iPhone/iPad Fotos-App und lädt diese brav der Reihe nach in die Dropbox. Der Upload der aktuellen Fotos klappt dank Hintergrundbetrieb auch noch, wenn CameraSync mit dem Home-Button geschlossen wird. Die Nummer der in der Warteschlange befindlichen Fotos wird direkt als Badge-Icon am App-Symbol angezeigt, praktisch. Di Bildern werden nach erfolgreichem Upload gleichermaßen durch den Dropbox-Dienst gesichert sowie auf alle mit der Dropbox verbundenen PCs abgeglichen, können also z. B. sofort am großen Bildschirm betrachtet werden. Alles ohne lästige Sync-Kabel oder eMail-Versand der Fotos. Aus meinem täglichen Leben Zuerst ging ich davon aus, die App würde - einmal gestartet - auch nach längerer Zeit immer sofort alle neuen Fotos uploaden. Liegen neue Fotos vor, muss die App aber kurz geöffnet werden, damit die neuen Fotos erkannt werden und der Uploadvorgang eingeleitet wird. Das ist aber halb so wild, auf diese Weise wird wenigstens der Akku geschont und ein Klick zum Öffnen der CameraSync App ist auch zu verschmerzen. Einzig kann es nach dem Öffnen bei einer großen Foto-Bibliothek (>1000)  eine Minute dauern, bis neue Fotos von der App ausfindig gemacht wurden. Verbesserungswürdig aber nichtsdestotrotz derzeit die stimmigste Lösung für einen automatisierten Abgleich der mit dem iPhone, iPod Touch (und neuerdings iPad 2) geschossenen Fotos und Videos. Wer Dropbox nicht nutzt, kann die App auch einfach dazu bewegen, neue Fotos und Videos an die Dienste iDisk, Box.net, FTP, amazon simple storage service sowie flickr zu senden. Mehrere parallele Dienste sind prinzipiell möglich, wohl aber im Normalfall nicht notwendig. ### iPhone und Googlemail Synchronisation - Mehrere Kalender einbinden Im Artikel vom 22.04. wurde erläutert, wie die Synchronisation zwischen Googlemail und iPhone über Exchange eingerichtet wird. Da viele Nutzer mehr als einen Kalender in ihrem Google-Account nutzen (Privat, Arbeit) bzw. Kalender Dritter abonnieren (Feiertrage, Familienkalender), ist das nachfolgende Howto relevant, da standarmäßig nur der erste Kalender (Privat) synchronisiert wird. Sind bereits mehrere Kalender im Google-Account vorhanden, welche mit dem iPhone synchronisiert werden sollen, muss die Verbindung zwischen iPhone und Google über Exchange eingerichtet sein und die Synchronisationsfunktion für Kalender eingeschaltet sein. Mehr als einen Kalender-Sync einrichten Alle weiteren Einstellungen müssen nun vom iPhone aus vorgenommen werden. Dazu wird die Seite m.google.com Update: https://www.google.com/calendar/syncselect mit dem iPhone angesurft. Wenn das nicht klappt, können Änderungen auch unter der Adresse https://m.google.com/sync/settings/ vorgenomen werden, sofern ein kostenpflichter Google Apps for Business-Account genutzt wird. Ist die Sprache auf Deutsch voreingestellt, muss diese temporär über auf  umgestestellt werden. (Dann noch mit dem eigenen Google-Account einloggen, falls noch nicht geschehen.) Erst dann taucht der Button auf, welcher ausgewählt werden muss. Im nächsten Menü sucht man sein Gerät aus der Liste Manage devices aus. Hatte man bereits mehrere iPhones/iPads/iPod Touches mit Googles Diensten synchronisiert, ist dies auf Anhieb nicht so einfach, da z.B. jedes bis dato benutzte iDevice den selben Namen auftaucht. Sucht das Gerät heraus, welches das aktuelle Datum trägt und wählt dieses aus. Daraufhin erhält man eine Liste aller zur Verfügung stehenden Kalender. Die gewünschten Kalender mit Haken versehen und unten mit Save bestätigen. Fertig. In der iPhone-Kalender-App hat man dann noch über den Button Kalender (links oben) die Wahl, welche Kalender angezeigt werden sollen. Aus meinem täglichen Leben Es macht einfach nur Spaß, wenn über die Google-Kalender-Webseite neu erstellte Kalendereinträge augenblicklich und ohne weiteres Zutun auf allen zur Synchronisation eingerichteten iOS-Geräten (iPhone, iPad, iPod Touch) erscheinen. Das absolut lästige Synchronisieren per Kabel hat damit ausgedient, alle aktuellen Einträge sind auch unterwegs immer vorhanden. Besonders praktisch ist die Möglichkeit zur Synchronisation der freigegebenen Kalender Dritter. So lassen sich persönliche und geschäftliche Terminabsprachen um ein Vielfaches beschleunigen. Das iPhone hält dafür sogar eine Termineinladefunktion bereit. Wird ein Kalendereintrag erstellt, kann ein Kontakt direkt eingeladen werden. Seit gestern erhält der Eingeladene die Benachrichtigung direkt über die Kalender-App und nicht mehr wie bisher umständlich per Email-Benachrichtigung (Details). Frühere iPhones (3G, 3Gs) hatten verstärkt Performance-Probleme bei mehr als einer Hand voll synchronisierter Kalender. Das iPhone 4 hingegen lässt sich davon nicht beeindrucken. Selbst bei mehreren Microsoft Exchange-Accounts mit wiederum mehreren Unterkalendern läuft alles rasend schnell. ### Update bei Google Kalender Termineinladung auf dem iPhone Wie es scheint, ist soeben ein neues Feature von Google für iPhone-Nutzer freigeschaltet worden. Wer sein iOS-Device wie hier beschrieben mit dem Dienst des größten Suchmaschinenanbieters verbunden hat, erhält ab sofort Termineinladungen von anderen Nutzern direkt - wie bei normalen Exchange-Accounts bereits üblich - als Badge-Anzeige an der Kalender-App und kann diese sofort bestätigen. Es wird keine Einladungsemail mehr versendet. Ein Feature, auf das viele Nutzer sicher schon lange gewartet haben. ### iPhone 4 - HDR im beliebtesten Fotohandy Das aktuelle iPhone bringt die sogenannte HDR-Funktion standardmäßig in der Kamera-App mit. Sollte man dieses Feature aktivieren und was steckt überhaupt hinter der Technik? Kaum jemand unternimmt bei diesem grandiosen Frühlingswetter nicht Wochenendausflüge in die (nahegelegene) Natur. Der eigene Fotoapparat gehört dabei längst zur Standardausrüstung, um die schönsten Momente auf Flashspeicher zu bannen. flickr-Kamera-Charts Für mich wenig erstaunlich, dass in Sachen Fotohandy das iPhone 4 auf der Fotoplattform flickr am beliebtesten ist, dicht gefolgt vom iPhone 3Gs (Stand 29.04.2011; aktueller Stand hier). Umso erstaunlicher jedoch, dass das iPhone 4 unter allen Kameras kurz nach der Nikon D90 den zweiten Platz auf der gigantischen Fotoplattform belegt, sprich die zweithäufigsten Fotouploads stammen vom aktuellen iPhone. Ein Trend, der zeigt, dass sich normale Knipsen (ausgenommen natürlich DSLRs) auf dem aussterbenden Ast befinden. HDR-Funktion beim iPhone 4 nutzen Spannend, was so mancher unter der HDR-Funktion des für Fotos überaus beliebten iPhone 4 versteht. Wirklich kreativ sind dann souverän hervorgetragene Thesen, es handele sich um eine HD (High Definition)-Funktion für Videos. Das R steht dann eben für Record, oder so. Das ist zwar kreativ und könnte gut und gerne aus dem Mund eines unqualifizierten Technikmarktangestellten stammen, aber dennoch falsch. Wirklich dahinter steckt ein ausgeklügelter Algorithmus, der beim Drücken des Auslösers zwei kurz aufeinanderfolgende Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen schießt und sinnvoll so kombiniert,  dass eine hoher Dynamikumfang ensteht. Helle Stellen werden abgedunkelt, dunkle Stellen aufgehellt. Daher auch der Name High Dynamik Range, kurz HDR. Wird die Pflanze auf der Fensterbank fotografiert, ist entweder die Pflanze viel zu dunkel oder die Sicht nach draußen viel zu hell, je nachdem auf was die Kamera fokussiert. HDR verbessert das Ergebnis dabei manchmal drastisch, so dass solche Über- bzw. Unterbelichtungen abgeschwächt werden. Die HDR-Funktion lässt sich dabei übrigens nur aktivieren, wenn der Blitz ausgeschaltet ist. Aus meinem täglichen Leben Die HDR-Funktion zu aktivieren, ist eigentlich ein Muss. Manche HDR-Fotos sehen zwar nicht besser - im Gegenteil sogar schlechter - aus als normale Fotos. Das iPhone nimmt bei aktivierter HDR-Funktion aber sowohl ein normales Foto als auch ein HDR-Foto auf, die HDR-Variante gibt es quasi als Bonus zusätzlich. In der Foto App kann dann aussortiert werden, das schlechtere Bild entsprechend in den Papierkorb wandern. Einzig die Verarbeitungsgeschwindigkeit bei HDR-Fotos geht spürbar zurück, einige Sekunden braucht der Algorithmus, um die Fotos zu matchen und abzuspeichern. In dieser Zeit können dann keine neuen Fotos geschossen werden. Eindrucksvoller Vergleich: iPhone 4-Foto(ausschnitt), oben ohne, unten mit HDR. Achtet auf den Himmel. HDR-Funktion noch nicht getestet? -> Dann HDR in der Kamera-App ein(schalten) und ausprobieren! ### "Fallkiste" Dropbox - Ein simples Tool vereinfacht das digitale Leben Dropbox ist ein kleines Tool mit großer Wirkung. Was genau verbirgt sich aber hinter dem Cloud-Storage-Dienst und wie kann fast jeder täglich davon profitieren? Dropbox, die Fallkiste? Einige nutzen sie bereits ausgiebig, andere kennen sie gar nicht: Die Dropbox Wer sie noch nicht kennt und sich an einen Übersetzungsversuch traut, könnte spontan an Fallkiste denken. Fallkiste? Was könnte man damit anfangen wollen, Dinge reinpacken und irgendwo runterwerfen? Ja, in gewisser Weise nicht verkehrt. Wer sie hingegen bereits nutzt und ihre Funktionsweise kennt, könnte sie hingegen als "Private-immer-und-überall-verfügbaren-Backupdatenspeicher-inklusive-automatischer-Versionierung-und-Freigabefunktion" bezeichnen. Aber alles der Reihe nach. Neutral betrachtet handelt es sich um einen Dienstleister aus den USA, der neuen Nutzern kostenlos 2GB Speicher in der Cloud zur Verfügung stellt, welche auf bis zu 16GB ausgeweitet werden können. Wer bereit ist dafür zu zahlen, kann bis zu 100GB seiner Daten dauerhaft gesichert wissen. Aber eins vorweg: 2GB sind für den normalen Einsatzzweck erstmal ausreichend! Datenspeicherung ist aufwändig, Dropbox ist einfach Das Geniale an dem kleinen und unscheinbaren Tool (soll durch das Mini-Artikelbild oben links symbolisiert werden) ist aber nicht die blose Bereitstellung von kostenlosem Internetspeicherplatz - das bieten mittlerweile viele Anbieter - sondern die Tatsache, wie Dropbox die Daten automatisch im Hintergrund speichert und synchronisiert, ohne den Anwender bei der eigentlichen Tätigkeit zu stören. Hier kommt der Begriff "Fall-Kiste" wieder ins Spiel: Registriert man sich bei Dropbox, wird ein kleines, unscheinbares Tool auf dem Rechner installiert. Dieses erzeugt ein Dropbox-Desktopsymbol (Win) bzw. Dropbox-Taskleitensymbol (Win und OSX). Zieht man nun Dateien hinein, befinden sich diese zwar unverändert auf der lokalen Festplatte, zusätzlich kümmert sich das Tool aber automatisch darum, jeglichen Inhalt sofort online in der privaten Dropbox abzulegen, alle Daten fallen also gewissermaßen in die eigene Datenkiste in der Cloud. Das war der erste Streich, doch der zweite, dritte, vierte ... Daneben bietet die Dropbox eine zunehmende Anzahl nützlicher Funktionen, welche nach und nach in der Kategorie Dropbox angesprochen werden. Ein wirklich cooles Feature vorab: An einen Dropbox-Account lassen sich mehrere Endgeräte koppeln. Stationär lassen sich so z. B. ein Windows- und zwei OSX-Rechner parallel einbinden, wobei der Dienst jedes Endgerät separat erkennt. Zieht man nun eine Datei in das Dropbox-Verzeichnis des Windows-Rechners, erscheint diese wie von Geisterhand in sekundenschnelle auch auf beiden OSX-Rechnern. Aus meinem täglichen Leben Schreibt man gerade an einer wichtigen Seminar- oder Abschlussarbeit, kann die Dropbox ihr wahres Potential ausspielen. Ist das betreffende Dokument in der Dropbox abgelegt und wird von dort bearbeitet, wird jedes Mal beim Abspeichern des Dokuments in Word die vorherige Version durch Dropbox archiviert. Löscht man aus Versehen einen bereits verfassten Absatz nach einem Speichervorgang, können vorherige Versionen über das Webinterface wiederhergestellt werden. Für diese Archivierungsfunktion "berechnet" die Dropbox nicht einmal Speicherplatz, nur die aktuellen Dateien in der Dropbox werden gezählt. Wechselt man zusätzlich noch zwischendurch den PC (unterwegs Laptop, Zuhause Groß-Bildschirm-Rechner), kann man sich das nervige Zwischenspeichern auf einem alleine aus Datensicherungssicht bedenklichen USB-Stick getrost sparen. Die aktuelle Datei wird sofort auf jedem Rechner aktualisiert, sobald dieser mit dem Internet verbunden ist. Jede Datei erhält dabei automatisch ein entsprechendes Symbol, welches signalisiert, ob nun synchronisiert wird (lila) bzw. der Vorgang abgeschlossen ist (grün). Einfacher gehts nicht! Zuletzt möchte ich doch noch darauf hinweisen, dass es sich bei der Dropbox um einen Onlinedienst handelt. Wirklich private oder wichtige Dinge würde ich ohne Weiteres nicht in der Dropbox abspeichern, zumindest nicht ohne zusätzliche Verschlüsselung. Noch nicht bei Dropbox -> Anmeldung Wer mit seinem iPhone viele Fotos oder Videos schießt und diese möglichst einfach mit seiner Dropbox synchronisieren möchte, sei dieser Artikel über die App CameraSync wärmstens ans Herz gelegt. ### Google Fight - Möge der Bekanntere gewinnen Ein in Deutschland recht unbekanntes, jedoch praktisches und gleichzeitig auch sehr lustiges Tool ist Google Fight. Unter www.googlefight.com können zwei Worte oder Begriffe gegeneinander zum Fight antreten. Dabei einfach die gewünschten Begriffe in die Textfelder eintragen und auf Make a fight klicken. In sekundenschnelle ermittelt die Suchmaschine, welcher Kontrahent öfter bei Google gelistet ist, kurzum dominiert. Aus meinem täglichen Leben Google Fight macht natürlich besonders Spaß, wenn Personen, wie etwa Chuck Norris und Reinhold Messner gegeneiannder antreten. Dabei gelangen oft spannende Ergebnisse zu Tage. Aber auch im täglichen Leben kann es Sinn machen, den kostenlosen Dienst zu nutzen. Weiß man z.B. nicht genau, ob man nun in einer Bewerbung "Bewerbung für eine ..." oder doch besser "Bewerbung zur ..." schreiben sollte, erhält man zumindest einen Anhaltspunkt, was besser geeignet ist. Fundierter als Würfeln alle Mal! Noch nicht getestet? Dann los! ### Screenshots auf dem iPhone/iPad erstellen Trivial und einfach, wie man es von Apple kennt, können Screenshots unter iOS (iPhone, iPad sowie iPod Touch) erstellt werden. Dazu werden einfach Home-Button (am Gerät vorne, mit dem Apps geschlossen werden) und Sleep-Button (am Gerät oben rechts, zum Ein-/Ausschalten) kurz gleichzeitig gedrückt. Es ertönt ein Snapshot-Geräusch und das Display wird kurz weiß. Das Bildschirmfoto ist dann sofort in der Fotos-App verfügbar. Aus meinem täglichen Leben Wer schon länger einen Mac nutzt, weiß die praktischen Screenshot-Befehle zu schätzen, die Bildschirmfotos auf dem Schreibtisch als png-Datei ablegen. Das Equivialent auf dem iPhone ist dabei mindestens genauso praktisch. So können Inhalte, die normalerweise schwierig bis gar nicht speicherbar sind, kurzerhand aufgezeichnet werden. Entdeckt man etwa ein archivierungswürdiges Foto eines Freundes in der Facebook App, lässt sich dies in sekundenschnelle capturen. Surft man unterwegs auf chefkoch.de und entdeckt  ein passendes Rezept, lässt sich dies sofort als Bildschirmfoto speichern und später Zuhause schnell und einfach bei den Fotos wiederfinden oder per AirPrint an den heimischen Drucker schicken, um das iPhone bei der späteren Kochsession nicht einzukleckern. ### iPhone und Googlemail Synchronisation - Missverständnisse und die richtige Einrichtung Mit den hier beschriebenen Einstellungen für Microsoft Exchange wird eine optimale Einbindung des Google Accounts am iPhone/iPad realisiert. Dadurch erhält man Push-Mail-Support, neue Mails werden sofort auf das Telefon/Tablet gesendet (wie bei SMS). Zusätzlich werden Kontakte und Kalender sofort synchronisiert. Nimmt man hingegen die Standardeinstellungen, werden neue E-Mails zeitgesteuert und damit mit Zeitverzug abgefragt, Kontakte sowie Kalendereinträge werden gar nicht abgeglichen. Update: Ab dem 30.01.2013 können keine Neugeräte mehr per Google Sync eingebunden werden, da Google den Support teilweise einstellt. Weitere Informationen sind im Blogartikel Google beendet Support für iPhone: Keine Push-Emails mehr ab 30.01.2013 einsehbar. Die untenstehende Anleitung wird dann nur noch bei kostenpflichtigen Apple App-Accounts funktionieren und bei iOS-Devices, die bereits vor dem 30.01. zur Synchronisation genutzt wurden. Update Ende Die richtige Einstellung macht den Unterschied Wer sein iPhone/iPad/iPod Touch also mit den Google-Diensten Mail, Kalender und Kontakte synchronisieren möchte, ist auf die richtigen Einstellungen angewiesen. Verwirrend dabei ist, dass die vom iPhone vorgegebenen Settings, welche unter Einstellungen -> Mail, Kontakte, Kalender -> Account hinzufügen ... -> GoogleMail vorzufinden sind, keine optimale Synchronisation erlauben. Damit lassen sich zwar E-Mail-Nachrichten empfangen, der volle Funktionsumfang wird jedoch erst bei manueller Konfiguration per Microsoft Exchange zu Tage gefördert. Der Grund dafür scheint historisch bedingt. Google konnte den Exchange Support für das iPhone erst nach einer Weile realisieren, die Standard iPhone Einstellungen, welche bereits vorher zur Verfügung standen, wurden jedoch bis dato bei keinem Update angepasst (Stand iOS 4.3.2). Das ist aus Kundensicht unverständlich und verwirrend. 1. Microsoft Exchange als Account hinzufügen Damit alle verfügbaren Vorzüge der Google Synchronisation auf dem iPhone genutzt werden können, muss als erstes Microsoft Exchange als E-Mail Account hinzugefügt werden: Einstellungen -> Mail, Kontakte, Kalender -> Account hinzufügen ... -> Microsoft Exchange       2. Account Einstellungen vornehmen Als nächstes werden die Account Einstellungen vorgenommen. Hierbei sind folgende Infos zu pflegen: E-Mail - Achtung bei deutschen Googlemail-Adressen: NICHT @gmail.com angeben, SONDERN @googlemail.com Benutzername entspricht dem obigen Feld E-Mail. Kennwort Beschreibung kann frei gewählt werden. Danach auf Weiter klicken. In das eingeblendete Feld Server nun m.google.com eintragen und mit Weiter bestätigen. Nun die gewünschte Synchronisationsauswahl treffen und mich Sichern bestätigen. 3. Zusätzliche Einstellungen Es empfiehlt sich, je nach Anwendungsfall den Punkt Mail synchronisieren von 3 Tage auf Unbegrenzt zu ändern.   Ebenso macht es oftmals Sinn, den Punkt Kalender Sync von Ereignisse 2 Wo. zurück auf Ereignisse 6 Mo. zurück anzupassen.   Aus meinem täglichen Leben Der kostenlose Push-Service funktioniert tadellos und ist aus technischer Sicht zu empfehlen. Seit Verfügbarkeit des Dienstes Mitte 2009 hakte es bei ausgiebiger Nutzung nur an ein bis zwei Tagen für wenige Stunden, Mails wurden dabei nicht in Echtzeit synchronisiert. Änderungen im Posteingang werden immer sehr zeitnah synchronisiert, werden Mails z.B. im Webinterface gelöscht, dauert es unter Umständen einige Zeit, bis dies am iPhone synchronisiert wird. Störend ist jedoch, dass der Zugriff auf andere Ordner, wie z.B. All Mail zeitweise hakt, sprich dorthin verschobene bzw. archivierte Mails werden immer nur synchronisiert, wenn auch der Ordner aktiv angeklickt wird. Oftmals dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis aktuelle Mails erscheinen, manchmal passiert gar nichts und es muss auf das Webinterface ausgewichen werden. Evtl. liegt das auch an den mehr als 10.000 archivierten Mails, die dem iPhone bzw. Googles Servern dann doch Kopfzerbrechen bereiten. Aber hey, wenn schon mehrere GB verfügbar sind, weshalb sollte man auch nur eine einzige Mail löschen? Umsteigen leicht gemacht Googlemail hat ein optisch unaufdringliches Webinterface, Unmengen an Speicherplatz, ermöglicht das Senden und Empfangen von bis zu 25MB großen Mails und leistet im Gegensatz zu vielen anderen kostenlosten Providern echte Push-Funktionalität auf iOS-Geräten. Email in Echzeit zu empfangen ist nicht nur praktisch, sondern spart sogar noch Akkuleistung. Jeder, der überlegt auf Googlemail umzusteigen, seine bisherige Email-Adresse von GMX, Freenet und Co. jedoch weiterhin nutzen möchte, hat Glück. Es ist möglich, in Googlemail andere Accounts nahtlos einzubinden. Wie das geht, wird in einem späteren Artikel erklärt. ## Seiten ### Archiv 2025 • 2024 • 2023 • 2022 • 2021 • 2020 • 2019 • 2018 • 2017 • 2016 • 2015 • 2014 • 2013 • 2012 • 20112025 (28)07.11.2025 Howto: UniFi Protect Videofeed in Loxone einbinden (1)08.10.2025 Live PV-Quartett – E-Auto als Zugpferd?! 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(2)25.09.2023 openWB Live-Session – Alle Fragen beantwortet (0)22.09.2023 Was bedeuten flexible Stromtarife für mich als Kunde? – Live-Talk mit Lumenaza (4)21.09.2023 Nur ganz kurz mal eben – Live-Stream-Test mit Jens wird zur 2,5h-Spontan-Session 😱😱😱 (0)18.09.2023 Live PV-Quartett am 20.09.2023 ab 20:00 Uhr – Big-Bada-Boom-Edition (6)11.09.2023 Live TechTalk am 13.09.2023 ab 20:00 Uhr mit Jens @MeineEnergiewende (0)08.09.2023 SolarEdge PV-Leistung auf Panelebene selbst mitloggen und per Grafana visualisieren (27)07.09.2023 openWB-Infos aus erster Hand – Part 2 – Live-Konfiguration mit Frank (10)06.09.2023 openWB-Infos aus erster Hand – Part 1 – Konzeption mit Frank (1)04.09.2023 Hilfe! Ich will endlich Apple Home Key nutzen! (61)08.08.2023 Operation Hausspeicher – Mein erster realer Inselbetrieb mit PV-Support (21)07.08.2023 Operation Hausspeicher – Das kosten die benötigten Werkzeuge (16)02.08.2023 BITCOIN – Was braucht man fürs Mining und für wen ist das überhaupt interessant? (0)01.08.2023 Live PV-Quartett am 04.08.2023 ab 20:00 Uhr mit Jens @MeineEnergiewende und Stefan @verdrahtet (0)31.07.2023 23.08.2023 20:00 Uhr – PV & Speicher Live-Talk – Alle Fragen beantwortet! @MeinTechblogDe @Akkudoktor (3)29.07.2023 OCTOPRINT – Das Must-Have für jeden 3D-Drucker in 5 Minuten installieren (7)27.07.2023 Operation Direktvermarktung – Abrechnung der ersten drei Monate (8)18.07.2023 20.07.2023 20:30 Uhr – Solartalk / FAQ – Stelle uns eure Fragen LIVE! @MeinTechblogDe @Akkudoktor (9)15.07.2023 Operation Hausspeicher – AC-Wechselrichter per Frequenzshift für Inselbetrieb vorbereiten (37)13.07.2023 So realisiere ich eine dynamische Leistungsreduzierung meines SolarEdge PV-Wechselrichters v2 (30)11.07.2023 kW und kWh – Die zwei zentralen elektrischen Einheiten, die man einfach kennen muss (4)08.07.2023 AI-basierte Regelungslogik im Rahmen der Direktvermarktung gesucht… (43)07.07.2023 Live TechTalk am 06.07.2023 ab 21:00 Uhr mit Jens @MeineEnergiewende (0)06.07.2023 Ich liebe SolarEdge – Analyse meines kürzlichen PV-Ausfalls (14)05.07.2023 So realisiere ich eine dynamische Leistungsreduzierung meines SolarEdge PV-Wechselrichters (23)03.07.2023 Operation Hausspeicher – Temperaturen der Batteriepacks effektiv senken (8)23.06.2023 So schnell laden die neuen BYD Blade Zellen im Tesla Model Y SR am SuperCharger (11)23.05.2023 Operation Hausspeicher – Hauptschalter nachrüsten mit zentraler Ausschaltfunktion (61)19.05.2023 Live TechTalk am 21.05.2023 ab 20:00 Uhr mit Jens @MeineEnergiewende und Ralf (0)11.05.2023 Operation Hausspeicher – Serielles LFP-Topbalancing meintechblog-Style (76)09.05.2023 Operation Hausspeicher: BMS und Balancer mit Batteriepack verheiraten (55)24.04.2023 Stolpersteine und erste Erfahrungen mit der speicheroptimierten Direktvermarktung (29)19.04.2023 JBD-BMS in VENUS-OS in fünf Minuten einbinden per dbus-serial-battery und aggregate-batteries (152)18.04.2023 SENEC-Speicher in fünf Minuten per NodeRED ins Smart Home einbinden (70)12.04.2023 Live TechTalk am 13.04.2023 ab 20:00 Uhr mit Andreas Schmitz @Akkudoktor (4)22.03.2023 Talk mit Andreas Schmitz – So spare ich jährlich 3.000€ Kraftstoffkosten (11)20.03.2023 Hausspeicher-Grundlagen – Im Gespräch mit Matthias von haus-automatisierung.com (9)17.03.2023 Neues aus unserer PV- und Victron-Welt – Mit Jens von Meine Energiewende (14)16.03.2023 Beste Bezugsquellen für LFP-Batteriezellen (39)08.03.2023 Operation Hausspeicher: Victron MultiPlus II als 3-Phasen-ESS konfigurieren (79)02.03.2023 Venus OS Large auf dem Raspberry Pi mit Touchscreen erweitern (17)01.03.2023 Alles neu macht der März – meintechblog.de im neuen Gewand (33)24.02.2023 Venus OS Large auf dem Raspberry Pi installieren v2 (22)20.02.2023 Sonstige Direktvermarktung – Eine lukrative Alternative? (17)09.02.2023 MEIN TECHBLOG. MEINE WELT.07.02.2023 Operation Hausspeicher – Kennzeichnung für Einsatzkräfte und Brandschutz – Die Zweite (9)05.02.2023 Direktvermarktungstalk mit Andreas Schmitz (25)22.01.2023 Operation Hausspeicher – Kennzeichnung für Einsatzkräfte und Brandschutz (22)21.01.2023 Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign (337)2022 (22)22.12.2022 Operation Direktvermarktung – 10.000€ PV-Ertrag pro Jahr möglich?! (14)13.12.2022 Operation Hausspeicher – LiFePo4-Zellen und die richtigen Spannungseinstellungen (260)16.11.2022 108 Stück EVE 280k LFP-Zellen trudeln ein – Alle Details und offene Fragen (77)08.11.2022 Operation Hausspeicher – Multiplus per USB-Isolator schützen (40)02.10.2022 Live TechTalk am 05.10.2022 ab 20:00 Uhr mit Jens – Meine Energiewende – und Ralf (22)25.09.2022 Operation Hausspeicher – Busbar-Verteiler selbst bauen (39)24.09.2022 Operation Hausspeicher – Netzanmeldung scheitert erstmal und klappt am Ende doch noch! (65)13.09.2022 Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen *immer aktuelle Links* (280)06.09.2022 Operation Direktvermarktung – Die eigene PV-Anlage als Goldesel? (94)26.07.2022 Operation Hausspeicher – Batteriepack bestücken (256)08.07.2022 Victron MultiPlus II als ESS in Loxone integrieren (68)03.07.2022 Victron MultiPlus II als ESS konfigurieren (181)30.06.2022 Venus OS Large auf dem Raspberry Pi installieren und Grundeinstellungen vornehmen (101)05.06.2022 Werte runden in Loxone – like a boss! (8)19.05.2022 Victron ESS- und Inselanlagen-Talk mit Jens von „Meine Energiewende“ (9)24.04.2022 Operation Hausspeicher – Batteriepack-Gehäuse vorbereiten (60)11.04.2022 PV-Grundlagen – Im Gespräch mit Matthias von haus-automatisierung.com (12)07.04.2022 Tesla Model 3 – Energieverbrauch und Batteriezustand nach 2,5 Jahren und 65.000 km (29)29.03.2022 Operation Hausspeicher – 14kWh LiFePo4-Zellen für 2.200€ (183)08.02.2022 Operation Hausspeicher – Wirkungsgrad meines AC-seitig eingebundenen ESS (18)05.02.2022 Operation Hausspeicher – 28kWh für unter 7.000€ (356)18.01.2022 Loxone – Fehlwerte in der Statistik verhindern v2.1 (3)2021 (11)29.12.2021 Pimp My Wallbox – Phasenumschaltung nachrüsten, aber wie? (11)17.08.2021 Pimp My WiFi – Die UniFi-Ufos sind gelandet (20)30.06.2021 Nachtrag – HDFury Diva mit zweitem LED-Stripe erweitern (12)10.05.2021 Operation Solar-Terrassenüberdachung – Anlagenerweiterung um 4,8 kWp (93)05.05.2021 WLED-Projekt: Pimp my IKEA Badezimmerspiegel (33)29.04.2021 WLED – Ladevisualisierung fürs E-Auto mit PV-Überschuss (12)28.04.2021 HowTo: KNX-Jalousieaktor in Loxone einbinden (11)24.04.2021 WLED – Mit überschaubarem Aufwand zum perfekten LED-Controller (68)10.03.2021 Loxone – Fehlwerte in der Statistik verhindern (10)23.02.2021 Ambilight-Pimp Deluxe – HDFury Diva ins Smart Home integrieren (7)26.01.2021 Raspberry Pi im Netzwerk finden und per SSH verbinden (11)2020 (20)19.12.2020 UniFi 6 Lite WiFi-Accesspoint in Betrieb nehmen (13)12.12.2020 UniFi WiFi-Accesspoint-Upgrade mit kleinen Stolpersteinen (12)28.11.2020 Pimp my QNAP TVS-x82 – CPU-Upgrade von Sky Lake auf Kaby Lake (58)27.11.2020 Raspberry Pi OS in zehn Minuten installieren (21)26.11.2020 APC USV am QNAP NAS betreiben und Statuswerte per Node-RED abgreifen (6)25.11.2020 Operation Solar-Terrassenüberdachung – Hilfe, ich brauche einen Standsicherheitsnachweis! (11)25.11.2020 Linux-Rechner per SSH-Befehlen über Node-RED fernsteuern (5)24.11.2020 QNAP Console Management deaktivieren (7)23.11.2020 Link-Aggregation zwischen QNAP-NAS und UniFi-Switch (11)22.09.2020 Wie hoch ist der AC-Ladewirkungsgrad beim Tesla Model 3 wirklich? (49)21.09.2020 Operation Solarcarport – Was weiter geschah – inkl. erstem Panelputz (32)18.09.2020 Mehrere USB-Geräte unter Linux mit fixem Namen ansprechen (9)16.09.2020 Tesla Wall Connector v2 mit TWCManager – Dynamische PV-Überschussladung realisieren (26)11.09.2020 WLAN pimpen mit FRITZ!Repeater 1200 per LAN-Brücke (69)09.09.2020 Node-RED zuverlässig mit Loxone nutzen trotz Verbindungsabbrüchen (14)07.09.2020 Operation Smart Garden – Bodenfeuchtesensor per 1-Wire anschließen (48)08.07.2020 Operation Solarcarport – Der erste Monat PV-Ertrag (10)15.06.2020 Operation Solarcarport – Eigenbau mit PV-Technik von SolarEdge (92)26.02.2020 Loxone Miniserver v2 – Mein Smart Home nach dem Update (25)22.01.2020 Loxone Howto – Ausfall von KNX-Sensoren erkennen (7)2019 (10)30.11.2019 Loxone Miniserver v2 – Lohnt sich ein Update? (38)15.11.2019 Plex-Videos im Tesla Model 3 über LTE streamen (2)13.11.2019 Tesla Model 3 in FHEM einbinden – Praktische Szenarien für den Alltag (18)08.11.2019 100.000 Loxone Smart Homes – wieviel verschenktes Potenzial? (0)11.09.2019 Push-Mitteilungen in Loxone sinnvoll nutzen bei Schwellwertüberschreitung (2)28.08.2019 LoxKurs V1.1 – Ab sofort auch endlich mit KNX-Inhalten (5)12.08.2019 1Home Box im Test – Loxone einfach per Siri steuern (14)22.02.2019 TabletUI-Kurs – der schnellste Einstieg in die FHEM-Visualisierung (6)20.02.2019 Smart Home Podcast – Loxone-Themen (Lüftung, Beamer, Music Server, …) (4)03.01.2019 Sony Beamer HW55 in FHEM per RS232 steuern (9)2018 (24)17.12.2018 myPlex-Fernzugriff auch im gesperrten Wlan über Port 80 (15)14.11.2018 LoxKurs verfügbar – Pimp dein Loxone Smart Home, jetzt! (14)07.09.2018 LoxKurs – Pimp dein Loxone Smart Home (26)17.08.2018 Smart Home Podcast – meintechblog Special #5 (1)03.08.2018 Smart Home Podcast – meintechblog Special #4 (0)27.07.2018 DS9490R-USB-Stick als OneWire-Busmaster auf dem Raspberry Pi einrichten mit OWFS/OWServer (13)20.07.2018 TUL-Stick als KNX-IP-Gateway auf dem Raspberry Pi einrichten mit knxd (62)08.06.2018 Smart Home Podcast – meintechblog Special #3 – Mehr Technik (4)01.06.2018 Smart Home Podcast – meintechblog Special #2 – Technik (5)25.05.2018 Smart Home Podcast – meintechblog Special #1 – Vorstellung (8)04.05.2018 Must-Have: Telegram-Chat mit deinem Smart Home per FHEM realisieren (28)27.04.2018 WLan-Anwesenheitserkennung mit UniFi-Accesspoints in FHEM einbinden und an Loxone weiterleiten (46)20.04.2018 Retro-Wählscheibentelefon als Türgong per LoxBerry einbinden (11)26.03.2018 Operation Gegensprechanlage – Am Ende wird doch noch alles gut (75)19.03.2018 Denon AV-Receiver mit FHEM in die Multimediasteuerung integrieren (22)12.03.2018 Howto: IKEA Tradfri im FHEM Smart Home (38)03.03.2018 Pimp my Plex DVR – Live-TV und TV-Recording per VU+ (90)26.02.2018 Badezimmer im Smart Home: Badlüfter- und Lichtsteuerung mit FHEM (6)19.02.2018 Raumluftqualität mit FHEM überwachen (14)18.02.2018 Verlosung: 3x Amazon Echo Dot – Gewinner stehen fest (0)11.02.2018 Verlosung: 3x Amazon Echo Dot (172)08.02.2018 FHEM – csrfToken unkompliziert einrichten und nutzen (7)05.02.2018 Pushnachrichten im Smart Home mit FHEM und Pushover (22)05.01.2018 Pimp my QNAP TVS-1282: I7-6700K 4GHz, 64GB RAM und Wasserkühlung (100)2017 (22)31.10.2017 FritzBox 7590 am Glasfasermodem mit 1 GBit/s und Speed-Visu per LoxBerry (50)23.10.2017 Low-Cost-Smart Home: Super günstige Funk-Bewegungsmelder von Smartwares mit FHEM nutzen (73)20.10.2017 Deine Wunsch-Themen für den Smart-Home-Winter 2017/201817.10.2017 Loxone mit Anwesenheitserkenung – Geofences über FHEM nutzen (5)04.10.2017 Operation Smart Home – Präsenzzonen für eine vollautomatische Beleuchtung sinnvoll nutzen (23)29.09.2017 Smart Home Advanced: Anwesenheitserkennung über Geofences (19)27.09.2017 FHEM-Video-Kurs – großes Update! (0)25.09.2017 Smart Home Basics – In 3 Schritten zur soliden Temperaturregelung (18)25.08.2017 OpenHAB für Beginner – Einrichtung mit Alexa-Sprachsteuerung in unter einer Stunde (49)14.08.2017 Loxberry – Automatisches Loxone-Backup und nützliche Systeminformationen (8)07.08.2017 LoxBerry – Smart Meter mit IR-Lesekopf in Loxone integrieren und Stromverbrauch visualisieren (20)31.07.2017 LoxBerry in 10 Minuten auf dem Raspberry Pi installieren – Die ultimative Erweiterung für dein Smart Home von Loxone (42)24.07.2017 Aktionen an Standorte knüpfen – GeoLocation und FHEM (13)17.07.2017 Operation Smart Home – Türkontakte installieren und sinnvoll nutzen (19)10.07.2017 Smarte Trockner und Waschmaschinen – Auf dem Weg zum vernetzten Zuhause (8)03.07.2017 Smart Metering mit FHEM und Loxone – den Stromverbrauch im Smart Home immer im Griff (10)27.06.2017 FHEM-Grundlagen Video-Kurs für Einsteiger (15)26.05.2017 Alexa, Licht an! – Pimp my Smart Home (Loxone, FHEM) in unter einer Stunde (282)16.05.2017 Mit FHEM zum Low Budget-Smart Home – Der neue Einsteigerguide von meintechblog (20)23.04.2017 SAT-Anlage für bis zu 24 Teilnehmer mit nur einem Kabel – Minimalinstallation mit Maximalleistung (77)28.02.2017 Operation Smart Home – 3 Leitungskilometer und gefühlt 1.000 Arbeitsstunden später… (115)07.01.2017 Howto: HomeMatic Funk-LAN-Gateway mit FHEM verwenden (80)2016 (32)22.12.2016 Unser zweites E-Book: Mit FHEM und Loxone das Connected Home weiter ausbauen (22)21.12.2016 Freelancer für FHEM-Themen gesucht (3)22.10.2016 Plex per FHEM und Loxone ins Smart Home integrieren (11)23.09.2016 Informationen von High-End-Wetterstationen kostenlos in das Smart Home einbinden (48)20.09.2016 Smart-Home-Rolladensteuerung mit FHEM und Loxone: Howto und Praxistipps für Nachrüster (30)13.09.2016 Pimp my WLAN – Bester Empfang im ganzen Haus durch Zero Handoff Roaming (93)24.08.2016 Intel NUC Skylake: HowTo zum perfekten PLEX-Client fürs Heimkino (90)31.07.2016 3 LED-Stripes für warmweisses Licht im direkten Vergleich (22)23.07.2016 Operation Smart Home: Zwischenstand – Loxone, KNX, 1Wire und Co. (123)20.07.2016 WhatsApp-Nachrichten + Bilder mit FHEM versenden und Antworten auswerten (114)07.07.2016 5 Gründe zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto (142)20.05.2016 FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in weniger als einer Stunde einrichten (236)16.05.2016 Fritz-Steckdose mit Leistungsmessung: Deine Waschmaschine ist fertig (19)05.05.2016 Pioneer AVR-Receiver in FHEM integrieren (46)30.04.2016 Z-Weather Wetterstation in FHEM integrieren, Daten in mySQL-DB loggen und visualisieren (31)20.04.2016 Operation Smart Home – Gewerkeübergreifende Funktionsbereiche: Heizungssteuerung (16)12.04.2016 Operation Smart Home – Gewerkeübergreifende Funktionsbereiche: Netzwerkverteilung (91)03.04.2016 Philips hue – So klappt die Integration in Loxone (72)29.03.2016 Martin Öller im Interview – Der Mitgründer von Loxone zum Thema Smart Home (16)14.03.2016 Light and Building 2016 – Neuheiten der Smart-Home-Messe (21)28.02.2016 TV-Aufnahmen vom Enigma2-Receiver automatisch archivieren (46)26.02.2016 Operation Smart Home – Gewerkeübergreifende Funktionsbereiche: Verschattung (26)07.02.2016 Stefan Heinle im Interview – Der Buchautor von „Heimautomation mit KNX, DALI, 1-Wire und Co.“ zum Thema Smart Home (153)05.02.2016 Operation Smart Home – Gewerkeübergreifende Funktionsbereiche: Beleuchtung (29)03.02.2016 Howto: FHEM Floorplan per RPI2-Touchscreen steuern (11)26.01.2016 LG-Fernseher aus FHEM steuern und aktuelle Stati auslesen (34)25.01.2016 Netgear Arlo – wirklich eine Smart Home Security Cam? (37)24.01.2016 Google Analytics in FHEM einbinden und Live-Besucher mit Analogmeter darstellen (29)23.01.2016 Der kleine Helfer im Smart Home – Inateck 5-Port-USB-Ladegerät (10)15.01.2016 Z-Wave Zwischenstecker mit Leistungsmessung in FHEM integrieren (60)10.01.2016 FHEM-Kundenprojekt: Pimp my Keller mit HomeMatic und Sonos (47)05.01.2016 7 Tipps für GoPro-Einsteiger – inkl. Verlosung einer Hero4 Session (beendet) (124)2015 (53)27.12.2015 Operation Smart Home – Anforderungen an unser neues Zuhause (53)22.12.2015 Apple HomeKit und das Smart Home der Zukunft (12)20.12.2015 Weihnachtsbeleuchtung per FHEM automatisieren (47)15.12.2015 „Tech Blog des Jahres“-Voting – Wir brauchen deine Unterstützung! (beendet) (41)11.12.2015 VU+ Solo 4K und JESS-Multischalter – Acht unabhängige Sat-Tuner über ein Kabel (391)29.11.2015 17 Stunden bangen um 30 TB: QNAP Festplattentausch bei Read I/0 Error (37)25.10.2015 Mit Siri und FHEM das gesamte Smart Home per Stimme steuern (326)23.09.2015 Pimp my WLAN: FRITZ!-Repeater in 5 Minuten installieren (17)14.09.2015 Howto: Z-Wave Gateway und Geräte in FHEM anlernen (87)11.09.2015 Die größten Probleme im Smart Home sind… (76)06.09.2015 Amazon Fire TV Stick: Günstiger Plex-Client im Test (10)31.08.2015 FHEM: Rechtzeitige Benachrichtigung bei leeren Batterien (107)28.08.2015 Taking the next step: Wir unterstützen ab sofort bei deinem Smart-Home-Projekt (19)25.08.2015 Stromausfall im Smart Home – wichtige Verbraucher automatisch reaktivieren (13)22.08.2015 meintechblog.de goes Videopodcast (8)20.08.2015 Raumklima im Smart Home mit FHEM verbessern: Taupunktoptimiertes Lüften (101)17.08.2015 CUNO2 in 5 Schritten flashen – so funktioniert es zuverlässig (4)13.08.2015 Selbstbau-Sensoren im Smart Home mit FHEM nutzen: ein Guide für Einsteiger (80)11.08.2015 Logitech Harmony per FHEM anbinden – Perfekte Integration ins Smart Home (103)29.07.2015 Sonos Play:1 und FHEM – Sound im ganzen Haus (101)24.07.2015 smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 4: Multimedia-Steuerung für Musik (24)20.07.2015 Rudolf König im Interview – Der Erfinder von FHEM zum Thema Smart Home (18)13.07.2015 smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 3: RGB(W) LED Stripes mit Colorpicker (19)12.07.2015 Verlosung: Intel NUC N2820 + 4GB RAM + 60GB SSD – Gewinner steht fest (4)06.07.2015 smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 2: Multimedia-Steuerung für den TV (11)03.07.2015 HowTo: Elektrische Rolläden per FHEM und HomeMatic automatisieren (66)01.07.2015 Verlosung: Intel NUC N2820 + 4GB RAM + 60GB SSD (197)28.06.2015 Arduino im Smart Home – HowTo Teil 5: 24 V LED-Spot per Schaltrelais ansteuern (7)25.06.2015 smartVISU mit FHEM – Die perfekte Visualisierung Teil 1: Basics (226)24.06.2015 Ungenaue FHEM-Systemzeit berichtigen und Uhrzeit angelernter Geräte updaten (13)22.06.2015 Arduino im Smart Home – HowTo Teil 4: Status-LED per UDP ansteuern (1)18.06.2015 Arduino im Smart Home – HowTo Teil 3: Helligkeitssensor per UDP an Loxone anbinden (14)17.06.2015 Arduino im Smart Home – HowTo Teil 2: Bewegungsmelder per UDP an Loxone anbinden (23)16.06.2015 Arduino im Smart Home – HowTo Teil 1: Das steckt dahinter (38)04.06.2015 Raspberry Pi 2 und RasPlex – HowTo zum perfekten Plex-Client unter 60 Euro (62)31.05.2015 FHEM HowTo – Automatisches Backup auf externem NAS (314)19.05.2015 Plex – Wie man Filme und Serien deutschsprachig taggt (30)03.05.2015 Plex Media Server unter Ubuntu automatisch updaten (6)12.04.2015 Beamerleinwand per Loxone Miniserver steuern (31)11.04.2015 Die beste Alternative zu HUE – in wenigen Schritten zum individuellen Lichtszenario (149)06.04.2015 KNX-Aktor in 10 Schritten mit ETS5 programmieren (50)04.04.2015 5 Tipps um FHEM schöner zu machen! (18)29.03.2015 Batterielose Funk-Hausautomation mit EnOcean und FHEM (46)28.03.2015 HomeMatic FHEM-Wetterstation per UDP in Loxone integrieren (44)27.03.2015 Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen – Teil 2 Update (10)21.03.2015 Sicherheitsfalle dLAN – Wie man das Powerline-Netzwerk vor dem Nachbarn schützt (31)27.02.2015 Unser erstes E-Book: Smart Home in Eigenregie – Schritt für Schritt mit FHEM zum Connected Home (65)10.02.2015 FHEM: Welches Gateway für welches System? (99)08.02.2015 VPN On-Demand zwischen iPhone und Fritz!Box einrichten (523)01.02.2015 Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen – Teil 2 (18)29.01.2015 VU+ Remote Tuner: TV-Programm im ganzen Haus verteilen (165)17.01.2015 Pimp my SAT-Empfang – 4 Tuner an nur einem Anschlusskabel per UniCable (71)17.01.2015 FHEM mit JeeLink: Luftfeuchte und Temperatur zum Low-Cost-Tarif messen (262)2014 (43)31.12.2014 Smart-Home-Steuerung mit FHEM: Notzugang per Telefon (13)25.12.2014 Die nächste HUE-Alternative: warmweiße LED-Stripes im Smart Home steuern (82)22.12.2014 Smart Home: Bewegungsmelder-Lichtsteuerung mit FHEM (31)09.12.2014 FHEM: Watchdog zur Automatisierung einsetzen (29)02.12.2014 FHEM: Stolpersteine auf dem Weg zur funktionsfähigen Konfiguration (5)24.11.2014 Philips hue – So klappt die Integration in FHEM (58)22.11.2014 AirPlay-Geheimtipp: All-In-One-Lautsprecher Gear4 AirZone Series 3 im Test (5)08.11.2014 Pimp my HP Proliant G8 Microserver: 4×3,3GHz E3 und 16GB RAM (333)04.11.2014 Gigaset elements – Überwachung der eigenen vier Wände (11)03.11.2014 FHEM-Server updaten (14)29.10.2014 VU+ Solo SE – Liebe auf den ersten Zap (16)27.10.2014 SmartHome: Fenstergesteuerte Heizungsregelung (19)18.10.2014 Synology-NAS: Cloud Backup der DiskStation mit Strato HiDrive (2)06.10.2014 Integration: Daten zwischen Loxone und FHEM austauschen (30)27.09.2014 Belkin WeMo Switch + Motion im Test: Tipps zum WiFi-basierten SmartHome (0)25.09.2014 Sicherheitstipp: Gespeicherte WLan-Netze auf iPhone und iPad löschen (18)21.09.2014 Mit Loxone Push-Nachrichten aufs Smartphone schicken (26)18.09.2014 1-Wire Temperatur-Luftfeuchte-Luftgütesensor in Loxone einbinden (19)07.09.2014 Zu Besuch bei Loxone (0)27.08.2014 Staubsaugerroboter: Roomba und Neato im Vergleich (32)11.08.2014 Smart Home mit Loxone (12)06.08.2014 Gigabit-Speed im ganzen Haushalt: 5-Port-Switch TP-Link TL SG 105 (7)10.07.2014 QNAP Turbo NAS: Externe Speichererweiterung (20)29.06.2014 QNAP-NAS – Apps zeitgesteuert aktivieren und deaktivieren (5)01.06.2014 KNX/EIB-Gateway in FHEM einbinden (132)28.05.2014 Das TV-Gerät in die Hausautomation einbinden: Enigma2-Receiver Dreambox oder VuPlus in FHEM integrieren (29)20.05.2014 Die HUE-Alternative: Preiswert die Lichtstimmung im Smart Home pimpen! (132)05.05.2014 Stromverbrauch unter Kontrolle: Einzelne Räume und Haushaltsgroßgeräte im Blick (18)03.05.2014 Intel NUC als Smart Home-Server – FHEM on steroids (169)22.04.2014 In eigener Sache: meintechblog.de wird 3 Jahre (4)22.04.2014 Das alte Android-Smartphone als Smart-Home-Security/IP-Cam in FHEM nutzen: Push-Mitteilungen bei erkannter Bewegung (19)18.04.2014 Synology-NAS – Apps zeitgesteuert aktivieren und deaktivieren (3)12.04.2014 Hausautomation über die Stromleitung ohne Kabel und ohne Funk mit Fritz Powerline inkl. Leistungsmessung (17)21.03.2014 EnerGenie IP-Steckdosenleiste: Günstige und zuverlässige Verbrauchersteuerung (22)16.03.2014 Plex-Clients fürs Wohnzimmer: Vergleich verschiedener Plattformen (125)15.03.2014 Sicherheit: Schutz vor Brand und Feuer durch vernetzte Rauchmelder und Push-Mitteilung (44)13.02.2014 Heizungssteuerung Deluxe – Neue HomeMatic Wandthermostate für Einbaurahmen (65)03.02.2014 HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Dein Trockner ist fertig – 0.31 EUR (38)28.01.2014 Smart Home-Sicherheit: Fenster und Balkontüren mit FHEM überwachen (34)17.01.2014 Update: Smart Metering mit FHEM und OWL +USB (52)17.01.2014 HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Deine Waschmaschine ist fertig (209)13.01.2014 HomeMatic Funk-Steckdose mit Leistungsmessung: Erweiterte Szenarien mit FHEM erstellen (19)07.01.2014 Lichtsteuerung: Kreuzschaltungen per Funk mit HomeMatic und FHEM realisieren (63)2013 (21)27.12.2013 HMLan-Adapter: System-Sicherheitsschlüssel ändern (36)22.12.2013 FHEM: Heizungssteuerung per Anwesenheitserkennung (35)07.12.2013 „Willkommen Zuhause!“ – Sprachausgabe in FHEM realisieren (17)30.11.2013 Zwei FHEM-Server verbinden: FritzBox-Anwesenheitserkennung auf dem Raspberry Pi nutzen (20)22.11.2013 FHEM-Logfiles und -Graphen: Datenlast reduzieren und Werte ordentlich visualisieren (60)16.11.2013 Howto: Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (Update) (167)06.11.2013 Howto: Mit FHEM Push-Nachrichten aufs iPhone schicken (7)27.10.2013 Neue Thermostate von HomeMatic: High-End Heizungssteuerung zum kleinen Preis mit FHEM (45)26.10.2013 Pimp my QNAP TS-x70: I7-3770T und 16GB RAM (568)15.10.2013 Smart Metering mit Owl +USB und FHEM – Live Tracking des Stromverbrauchs (49)05.07.2013 Bessere Raumluftqualität durch FHEM und Homematic-Adapter (16)31.05.2013 Keymatic per HMLan am FHEM-Server anlernen (111)31.05.2013 HMLan-Adapter am FHEM-Server einrichten (156)20.05.2013 FHEM-Server auf dem Raspberry Pi in einer Stunde einrichten (254)15.05.2013 CameraSync 1.4.3 (500) – WebDAV-Bug und der Workaround (0)02.05.2013 Synology NAS: NFS-Mount unter OS X einbinden (20)30.04.2013 Synology-NAS: Verzeichnisse dauerhaft von nervigen temp-Dateien befreien (26)18.03.2013 Elektrische Heizungssteuerung – Vergleich und Übersicht unterschiedlicher Systeme (10)23.02.2013 Zuverlässiger Datenschutz bei Stromausfall und Spannungsspitzen (20)17.01.2013 Möglichkeiten und Funktionen des FHEM Hausautomation-Servers (68)10.01.2013 Google beendet Support für iPhone: Keine Push-Emails mehr ab 30.01.2013 (1)2012 (20)14.10.2012 Synology NAS: Pfad eines gemeinsamen Ordners manuell festlegen (13)06.10.2012 FHEM mit FritzBox 7390 und CUL Stick – Professionelle Hausautomation (172)21.09.2012 Howto: Jede Congstar Micro-Sim im iPhone 5 nutzen, sogar mit LTE-Support (14)05.09.2012 Hausautomation-Lösung unter 100 EUR: Telldus Tellstick und Fritzbox (8)11.08.2012 Plex – Stromverbrauch und myPlex (9)05.08.2012 FritzBox – interne Portweiterleitungen einrichten (13)04.08.2012 Plex – Media Manager einrichten (35)02.08.2012 Plex – Ubuntu und Media Server installieren (2)01.08.2012 Plex – Barebone-Server vorbereiten (0)31.07.2012 Plex – Barebone-Server für unter 350 EUR (39)30.07.2012 Plex – Die ultimative Multimedia Station (2)10.06.2012 Downhill, Kickflip oder Piste – Actionvideos mit der Contour ROAM in HD (2)03.06.2012 Western Digital MyBook Live – Die private Zuhause-Cloud (6)19.05.2012 QNAP-NAS in einer Stunde einrichten (38)11.04.2012 Neue Funktionen: Fritzbox 7390 hinter Kabelmodem (30)17.03.2012 iPad 3: Ist das Display wirklich so gut? (1)13.03.2012 WTF: Das iPhone als Peitsche (0)28.02.2012 MyFRITZ! – DynDNS-Alternative für die Fritz!Box (259)23.02.2012 Dreambox: Unregelmäßig ausgestrahlte Sendungen automatisiert aufnehmen (3)06.01.2012 Mein Technikrückblick 2011 (1)2011 (44)25.11.2011 AirPrint kostenfrei nachrüsten (14)03.10.2011 QNAP-NAS: Die Private-Zuhause-Cloud (5)07.08.2011 Von der Dreambox zum iPhone streamen (2)12.07.2011 Dreambox mit USB-Zusatztuner (61)09.07.2011 Grillen mit App-Unterstützung (0)30.06.2011 Kultspiel Angry Birds (0)27.06.2011 IMDb: Filmauswahl leicht gemacht (1)23.06.2011 XBMC: Das ultimative Media Center (2)20.06.2011 AirTunes: Musik im ganzen Haus (1)17.06.2011 Rechtlich umstritten: Street View-Dienste in Deutschland (0)13.06.2011 Meine Top iOS 5 Neuerungen (0)12.06.2011 Home Automation: Lichtsteuerung mit dem iPhone (4)09.06.2011 iOS 5: Unsecured Call (0)09.06.2011 Gewusst wie: iPhone Klingeltöne selber machen (0)05.06.2011 Das iPad als Spielmaschine: Flight Control HD (0)04.06.2011 Das iPhone als persönlicher Hotspot (4)03.06.2011 RSS-Feeds aufs iPhone pushen (0)02.06.2011 Logitech Harmony One – Universalfernbedienung deluxe (4)31.05.2011 eBay: Suchtipps für den beliebten Online-Marktplatz (0)29.05.2011 Eye-Fi: Synchronisation per FTP (3)27.05.2011 YouTube – Alles Gute zum Geburtstag! (1)26.05.2011 Kostenfalle im Urlaub: Daten-Roaming (8)24.05.2011 iOutBank – Die Bank in meiner Tasche (1)22.05.2011 Ein Monat meintechblog.de: 1.500 Besuche (0)22.05.2011 Google Reader: News lesen 2.0 (2)20.05.2011 Air Video: Videostreaming für iPhone, iPod Touch und iPad (0)18.05.2011 App Store Tipp: Mehrfachdownload bereits gekaufter Apps (2)16.05.2011 The Creeps: Langzeitmotivation auf dem iPhone (0)15.05.2011 Sichere VPN-Verbindung zwischen Mac OS X und Fritz!Box (32)13.05.2011 Dateiformate und Dateigrößen im Netz (0)12.05.2011 Sicherheits-Tipp: Kostenlos das eigene iPhone orten und sperren (0)10.05.2011 Fritz!Box übers Internet mit fester Webadresse erreichen (3)09.05.2011 Sichere VPN-Verbindung zwischen iPhone und Fritz!Box (16)08.05.2011 Eye-Fi – Die SD-Karte mit WLan (1)06.05.2011 Dragon Dictation – Selbst tippen war gestern (2)04.05.2011 Fritz!Box – Update- und Backupfunktion des genialen DSL-Routers (7)02.05.2011 App-Tipp: CameraSync für iPhone/iPad/iPod Touch (2)01.05.2011 iPhone und Googlemail Synchronisation – Mehrere Kalender einbinden (0)30.04.2011 Update bei Google Kalender Termineinladung auf dem iPhone (2)30.04.2011 iPhone 4 – HDR im beliebtesten Fotohandy (1)29.04.2011 „Fallkiste“ Dropbox – Ein simples Tool vereinfacht das digitale Leben (1)27.04.2011 Google Fight – Möge der Bekanntere gewinnen (1)26.04.2011 Screenshots auf dem iPhone/iPad erstellen (1)22.04.2011 iPhone und Googlemail Synchronisation – Missverständnisse und die richtige Einrichtung (3) ### Impressum Angaben gemäß § 5 TMG:Dr. Jörg HofmannTherese-Huber-Str. 1074523 Schwäbisch HallDeutschland Kontakt:E-Mail: kontakt@meintechblog.deTelefon: +49 911 14870795 (kein Support; bitte E-Mail bevorzugen)Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-ID): DE325657544 Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:Dr. Jörg HofmannTherese-Huber-Str. 1074523 Schwäbisch HallDeutschland Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: http://ec.europa.eu/consumers/odrUnsere E-Mail-Adresse finden Sie oben im Impressum. 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NeutralitätDa jeder Blogger seine eigene Sicht der Dinge besitzt, ist eine neutrale und objektive Sichtweise nicht immer einfach - aber dennoch wichtig. Die eigene Meinung soll aber keinesfalls unter den Tisch fallen, sodass spätestens im abschließenden Kapitel "Aus meinem täglichen Leben" persönliche Erfahrungen im Mittelpunkt stehen. ArtikelumfangEine Mindestwortanzahl gibt es nicht, wobei umfangreiche Blogposts (>2k Wörter) oftmals am erfolgreichsten sind. Orientiere dich an bestehenden Inhalten, dann erhältst du schnell ein Gefühl dafür, welcher Umfang angemessen ist. Umfangreiche Texte können auch in Artikelserien in mehrere Blogposts unterteilt werden. Multimediale InhalteNeben textuellen Inhalten macht es oftmals Sinn zusätzliche Grafiken, Screenshots und Tabellen zur Verdeutlichung zu nutzen. Wir sind dabei grundsätzlich auch offen für Screencasts, Podcasts, Datei-Downloads oder andere multimediale Inhalte. 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Hosting Wir hosten die Inhalte unserer Website bei folgendem Anbieter: Externes Hosting Diese Website wird extern gehostet. Die personenbezogenen Daten, die auf dieser Website erfasst werden, werden auf den Servern des Hosters / der Hoster gespeichert. Hierbei kann es sich v. a. um IP-Adressen, Kontaktanfragen, Meta- und Kommunikationsdaten, Vertragsdaten, Kontaktdaten, Namen, Websitezugriffe und sonstige Daten, die über eine Website generiert werden, handeln. Das externe Hosting erfolgt zum Zwecke der Vertragserfüllung gegenüber unseren potenziellen und bestehenden Kunden (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO) und im Interesse einer sicheren, schnellen und effizienten Bereitstellung unseres Online-Angebots durch einen professionellen Anbieter (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). 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Hierbei handelt es sich um einen datenschutzrechtlich vorgeschriebenen Vertrag, der gewährleistet, dass dieser die personenbezogenen Daten unserer Websitebesucher nur nach unseren Weisungen und unter Einhaltung der DSGVO verarbeitet. 3. Allgemeine Hinweise und Pflicht­informationen Datenschutz Die Betreiber dieser Seiten nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst. Wir behandeln Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend den gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie dieser Datenschutzerklärung. Wenn Sie diese Website benutzen, werden verschiedene personenbezogene Daten erhoben. Personenbezogene Daten sind Daten, mit denen Sie persönlich identifiziert werden können. Die vorliegende Datenschutzerklärung erläutert, welche Daten wir erheben und wofür wir sie nutzen. Sie erläutert auch, wie und zu welchem Zweck das geschieht. Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z. B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich. Hinweis zur verantwortlichen Stelle Die verantwortliche Stelle für die Datenverarbeitung auf dieser Website ist: Dr. Jörg Hofmann Therese-Huber-Str. 10 74523 Schwäbisch Hall Deutschland Telefon: +49 911 14870795 E-Mail: kontakt@meintechblog.de Verantwortliche Stelle ist die natürliche oder juristische Person, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten (z. B. Namen, E-Mail-Adressen o. Ä.) entscheidet. Speicherdauer Soweit innerhalb dieser Datenschutzerklärung keine speziellere Speicherdauer genannt wurde, verbleiben Ihre personenbezogenen Daten bei uns, bis der Zweck für die Datenverarbeitung entfällt. Wenn Sie ein berechtigtes Löschersuchen geltend machen oder eine Einwilligung zur Datenverarbeitung widerrufen, werden Ihre Daten gelöscht, sofern wir keine anderen rechtlich zulässigen Gründe für die Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten haben (z. B. steuer- oder handelsrechtliche Aufbewahrungsfristen); im letztgenannten Fall erfolgt die Löschung nach Fortfall dieser Gründe. Allgemeine Hinweise zu den Rechtsgrundlagen der Datenverarbeitung auf dieser Website Sofern Sie in die Datenverarbeitung eingewilligt haben, verarbeiten wir Ihre personenbezogenen Daten auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO bzw. Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO, sofern besondere Datenkategorien nach Art. 9 Abs. 1 DSGVO verarbeitet werden. Im Falle einer ausdrücklichen Einwilligung in die Übertragung personenbezogener Daten in Drittstaaten erfolgt die Datenverarbeitung außerdem auf Grundlage von Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO. Sofern Sie in die Speicherung von Cookies oder in den Zugriff auf Informationen in Ihr Endgerät (z. B. via Device-Fingerprinting) eingewilligt haben, erfolgt die Datenverarbeitung zusätzlich auf Grundlage von § 25 Abs. 1 TTDSG. Die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar. Sind Ihre Daten zur Vertragserfüllung oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich, verarbeiten wir Ihre Daten auf Grundlage des Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. Des Weiteren verarbeiten wir Ihre Daten, sofern diese zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich sind auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO. Die Datenverarbeitung kann ferner auf Grundlage unseres berechtigten Interesses nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO erfolgen. Über die jeweils im Einzelfall einschlägigen Rechtsgrundlagen wird in den folgenden Absätzen dieser Datenschutzerklärung informiert. Hinweis zur Datenweitergabe in die USA und sonstige Drittstaaten Wir verwenden unter anderem Tools von Unternehmen mit Sitz in den USA oder sonstigen datenschutzrechtlich nicht sicheren Drittstaaten. Wenn diese Tools aktiv sind, können Ihre personenbezogene Daten in diese Drittstaaten übertragen und dort verarbeitet werden. Wir weisen darauf hin, dass in diesen Ländern kein mit der EU vergleichbares Datenschutzniveau garantiert werden kann. Beispielsweise sind US-Unternehmen dazu verpflichtet, personenbezogene Daten an Sicherheitsbehörden herauszugeben, ohne dass Sie als Betroffener hiergegen gerichtlich vorgehen könnten. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass US-Behörden (z. B. Geheimdienste) Ihre auf US-Servern befindlichen Daten zu Überwachungszwecken verarbeiten, auswerten und dauerhaft speichern. Wir haben auf diese Verarbeitungstätigkeiten keinen Einfluss.Widerruf Ihrer Einwilligung zur Datenverarbeitung Viele Datenverarbeitungsvorgänge sind nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung möglich. Sie können eine bereits erteilte Einwilligung jederzeit widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt vom Widerruf unberührt. Widerspruchsrecht gegen die Datenerhebung in besonderen Fällen sowie gegen Direktwerbung (Art. 21 DSGVO) WENN DIE DATENVERARBEITUNG AUF GRUNDLAGE VON ART. 6 ABS. 1 LIT. E ODER F DSGVO ERFOLGT, HABEN SIE JEDERZEIT DAS RECHT, AUS GRÜNDEN, DIE SICH AUS IHRER BESONDEREN SITUATION ERGEBEN, GEGEN DIE VERARBEITUNG IHRER PERSONENBEZOGENEN DATEN WIDERSPRUCH EINZULEGEN; DIES GILT AUCH FÜR EIN AUF DIESE BESTIMMUNGEN GESTÜTZTES PROFILING. DIE JEWEILIGE RECHTSGRUNDLAGE, AUF DENEN EINE VERARBEITUNG BERUHT, ENTNEHMEN SIE DIESER DATENSCHUTZERKLÄRUNG. WENN SIE WIDERSPRUCH EINLEGEN, WERDEN WIR IHRE BETROFFENEN PERSONENBEZOGENEN DATEN NICHT MEHR VERARBEITEN, ES SEI DENN, WIR KÖNNEN ZWINGENDE SCHUTZWÜRDIGE GRÜNDE FÜR DIE VERARBEITUNG NACHWEISEN, DIE IHRE INTERESSEN, RECHTE UND FREIHEITEN ÜBERWIEGEN ODER DIE VERARBEITUNG DIENT DER GELTENDMACHUNG, AUSÜBUNG ODER VERTEIDIGUNG VON RECHTSANSPRÜCHEN (WIDERSPRUCH NACH ART. 21 ABS. 1 DSGVO). WERDEN IHRE PERSONENBEZOGENEN DATEN VERARBEITET, UM DIREKTWERBUNG ZU BETREIBEN, SO HABEN SIE DAS RECHT, JEDERZEIT WIDERSPRUCH GEGEN DIE VERARBEITUNG SIE BETREFFENDER PERSONENBEZOGENER DATEN ZUM ZWECKE DERARTIGER WERBUNG EINZULEGEN; DIES GILT AUCH FÜR DAS PROFILING, SOWEIT ES MIT SOLCHER DIREKTWERBUNG IN VERBINDUNG STEHT. WENN SIE WIDERSPRECHEN, WERDEN IHRE PERSONENBEZOGENEN DATEN ANSCHLIESSEND NICHT MEHR ZUM ZWECKE DER DIREKTWERBUNG VERWENDET (WIDERSPRUCH NACH ART. 21 ABS. 2 DSGVO). Beschwerde­recht bei der zuständigen Aufsichts­behörde Im Falle von Verstößen gegen die DSGVO steht den Betroffenen ein Beschwerderecht bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat ihres gewöhnlichen Aufenthalts, ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes zu. Das Beschwerderecht besteht unbeschadet anderweitiger verwaltungsrechtlicher oder gerichtlicher Rechtsbehelfe. Recht auf Daten­übertrag­barkeit Sie haben das Recht, Daten, die wir auf Grundlage Ihrer Einwilligung oder in Erfüllung eines Vertrags automatisiert verarbeiten, an sich oder an einen Dritten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format aushändigen zu lassen. Sofern Sie die direkte Übertragung der Daten an einen anderen Verantwortlichen verlangen, erfolgt dies nur, soweit es technisch machbar ist. Auskunft, Berichtigung und Löschung Sie haben im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen jederzeit das Recht auf unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten personenbezogenen Daten, deren Herkunft und Empfänger und den Zweck der Datenverarbeitung und ggf. ein Recht auf Berichtigung oder Löschung dieser Daten. Hierzu sowie zu weiteren Fragen zum Thema personenbezogene Daten können Sie sich jederzeit an uns wenden. Recht auf Einschränkung der Verarbeitung Sie haben das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen. Hierzu können Sie sich jederzeit an uns wenden. Das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung besteht in folgenden Fällen: Wenn Sie die Richtigkeit Ihrer bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten bestreiten, benötigen wir in der Regel Zeit, um dies zu überprüfen. Für die Dauer der Prüfung haben Sie das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen. Wenn die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten unrechtmäßig geschah/geschieht, können Sie statt der Löschung die Einschränkung der Datenverarbeitung verlangen. Wenn wir Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr benötigen, Sie sie jedoch zur Ausübung, Verteidigung oder Geltendmachung von Rechtsansprüchen benötigen, haben Sie das Recht, statt der Löschung die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen. Wenn Sie einen Widerspruch nach Art. 21 Abs. 1 DSGVO eingelegt haben, muss eine Abwägung zwischen Ihren und unseren Interessen vorgenommen werden. Solange noch nicht feststeht, wessen Interessen überwiegen, haben Sie das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen. Wenn Sie die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten eingeschränkt haben, dürfen diese Daten – von ihrer Speicherung abgesehen – nur mit Ihrer Einwilligung oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen oder zum Schutz der Rechte einer anderen natürlichen oder juristischen Person oder aus Gründen eines wichtigen öffentlichen Interesses der Europäischen Union oder eines Mitgliedstaats verarbeitet werden. SSL- bzw. TLS-Verschlüsselung Diese Seite nutzt aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Übertragung vertraulicher Inhalte, wie zum Beispiel Bestellungen oder Anfragen, die Sie an uns als Seitenbetreiber senden, eine SSL- bzw. TLS-Verschlüsselung. Eine verschlüsselte Verbindung erkennen Sie daran, dass die Adresszeile des Browsers von „http://“ auf „https://“ wechselt und an dem Schloss-Symbol in Ihrer Browserzeile. Wenn die SSL- bzw. TLS-Verschlüsselung aktiviert ist, können die Daten, die Sie an uns übermitteln, nicht von Dritten mitgelesen werden. 4. Datenerfassung auf dieser Website Cookies Unsere Internetseiten verwenden so genannte „Cookies“. Cookies sind kleine Datenpakete und richten auf Ihrem Endgerät keinen Schaden an. Sie werden entweder vorübergehend für die Dauer einer Sitzung (Session-Cookies) oder dauerhaft (permanente Cookies) auf Ihrem Endgerät gespeichert. Session-Cookies werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht. Permanente Cookies bleiben auf Ihrem Endgerät gespeichert, bis Sie diese selbst löschen oder eine automatische Löschung durch Ihren Webbrowser erfolgt. Cookies können von uns (First-Party-Cookies) oder von Drittunternehmen stammen (sog. Third-Party-Cookies). Third-Party-Cookies ermöglichen die Einbindung bestimmter Dienstleistungen von Drittunternehmen innerhalb von Webseiten (z. B. Cookies zur Abwicklung von Zahlungsdienstleistungen). Cookies haben verschiedene Funktionen. Zahlreiche Cookies sind technisch notwendig, da bestimmte Webseitenfunktionen ohne diese nicht funktionieren würden (z. B. die Warenkorbfunktion oder die Anzeige von Videos). Andere Cookies können zur Auswertung des Nutzerverhaltens oder zu Werbezwecken verwendet werden. Cookies, die zur Durchführung des elektronischen Kommunikationsvorgangs, zur Bereitstellung bestimmter, von Ihnen erwünschter Funktionen (z. B. für die Warenkorbfunktion) oder zur Optimierung der Website (z. B. Cookies zur Messung des Webpublikums) erforderlich sind (notwendige Cookies), werden auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO gespeichert, sofern keine andere Rechtsgrundlage angegeben wird. Der Websitebetreiber hat ein berechtigtes Interesse an der Speicherung von notwendigen Cookies zur technisch fehlerfreien und optimierten Bereitstellung seiner Dienste. Sofern eine Einwilligung zur Speicherung von Cookies und vergleichbaren Wiedererkennungstechnologien abgefragt wurde, erfolgt die Verarbeitung ausschließlich auf Grundlage dieser Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO und § 25 Abs. 1 TTDSG); die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar. Sie können Ihren Browser so einstellen, dass Sie über das Setzen von Cookies informiert werden und Cookies nur im Einzelfall erlauben, die Annahme von Cookies für bestimmte Fälle oder generell ausschließen sowie das automatische Löschen der Cookies beim Schließen des Browsers aktivieren. Bei der Deaktivierung von Cookies kann die Funktionalität dieser Website eingeschränkt sein. Welche Cookies und Dienste auf dieser Website eingesetzt werden, können Sie dieser Datenschutzerklärung entnehmen. Einwilligung mit Borlabs Cookie Unsere Website nutzt die Consent-Technologie von Borlabs Cookie, um Ihre Einwilligung zur Speicherung bestimmter Cookies in Ihrem Browser oder zum Einsatz bestimmter Technologien einzuholen und diese datenschutzkonform zu dokumentieren. Anbieter dieser Technologie ist die Borlabs GmbH, Rübenkamp 32, 22305 Hamburg (im Folgenden Borlabs). Wenn Sie unsere Website betreten, wird ein Borlabs-Cookie in Ihrem Browser gespeichert, in dem die von Ihnen erteilten Einwilligungen oder der Widerruf dieser Einwilligungen gespeichert werden. Diese Daten werden nicht an den Anbieter von Borlabs Cookie weitergegeben. Die erfassten Daten werden gespeichert, bis Sie uns zur Löschung auffordern bzw. das Borlabs-Cookie selbst löschen oder der Zweck für die Datenspeicherung entfällt. Zwingende gesetzliche Aufbewahrungsfristen bleiben unberührt. Details zur Datenverarbeitung von Borlabs Cookie finden Sie unter https://de.borlabs.io/kb/welche-daten-speichert-borlabs-cookie/. Der Einsatz der Borlabs-Cookie-Consent-Technologie erfolgt, um die gesetzlich vorgeschriebenen Einwilligungen für den Einsatz von Cookies einzuholen. Rechtsgrundlage hierfür ist Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO. Kommentar­funktion auf dieser Website Für die Kommentarfunktion auf dieser Seite werden neben Ihrem Kommentar auch Angaben zum Zeitpunkt der Erstellung des Kommentars, Ihre E-Mail-Adresse und, wenn Sie nicht anonym posten, der von Ihnen gewählte Nutzername gespeichert. Speicherung der IP-Adresse Unsere Kommentarfunktion speichert die IP-Adressen der Nutzer, die Kommentare verfassen. Da wir Kommentare auf dieser Website nicht vor der Freischaltung prüfen, benötigen wir diese Daten, um im Falle von Rechtsverletzungen wie Beleidigungen oder Propaganda gegen den Verfasser vorgehen zu können. Abonnieren von Kommentaren Als Nutzer der Seite können Sie nach einer Anmeldung Kommentare abonnieren. Sie erhalten eine Bestätigungsemail, um zu prüfen, ob Sie der Inhaber der angegebenen E-Mail-Adresse sind. Sie können diese Funktion jederzeit über einen Link in den Info-Mails abbestellen. Die im Rahmen des Abonnierens von Kommentaren eingegebenen Daten werden in diesem Fall gelöscht; wenn Sie diese Daten für andere Zwecke und an anderer Stelle (z. B. Newsletterbestellung) an uns übermittelt haben, verbleiben diese Daten jedoch bei uns. Speicherdauer der Kommentare Die Kommentare und die damit verbundenen Daten werden gespeichert und verbleiben auf dieser Website, bis der kommentierte Inhalt vollständig gelöscht wurde oder die Kommentare aus rechtlichen Gründen gelöscht werden müssen (z. B. beleidigende Kommentare). Rechtsgrundlage Die Speicherung der Kommentare erfolgt auf Grundlage Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Sie können eine von Ihnen erteilte Einwilligung jederzeit widerrufen. Dazu reicht eine formlose Mitteilung per E-Mail an uns. Die Rechtmäßigkeit der bereits erfolgten Datenverarbeitungsvorgänge bleibt vom Widerruf unberührt. 5. Soziale Medien Facebook Auf dieser Website sind Elemente des sozialen Netzwerks Facebook integriert. Anbieter dieses Dienstes ist die Meta Platforms Ireland Limited, 4 Grand Canal Square, Dublin 2, Irland. Die erfassten Daten werden nach Aussage von Facebook jedoch auch in die USA und in andere Drittländer übertragen. Eine Übersicht über die Facebook Social-Media-Elemente finden Sie hier: https://developers.facebook.com/docs/plugins/?locale=de_DE. Wenn das Social-Media-Element aktiv ist, wird eine direkte Verbindung zwischen Ihrem Endgerät und dem Facebook-Server hergestellt. Facebook erhält dadurch die Information, dass Sie mit Ihrer IP-Adresse diese Website besucht haben. Wenn Sie den Facebook „Like-Button“ anklicken, während Sie in Ihrem Facebook-Account eingeloggt sind, können Sie die Inhalte dieser Website auf Ihrem Facebook-Profil verlinken. Dadurch kann Facebook den Besuch dieser Website Ihrem Benutzerkonto zuordnen. Wir weisen darauf hin, dass wir als Anbieter der Seiten keine Kenntnis vom Inhalt der übermittelten Daten sowie deren Nutzung durch Facebook erhalten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Datenschutzerklärung von Facebook unter: https://de-de.facebook.com/privacy/explanation. Soweit eine Einwilligung (Consent) eingeholt wurde, erfolgt der Einsatz des o. g. Dienstes auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO und § 25 TTDSG. Die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar. Soweit keine Einwilligung eingeholt wurde, erfolgt die Verwendung des Dienstes auf Grundlage unseres berechtigten Interesses an einer möglichst umfassenden Sichtbarkeit in den Sozialen Medien. Soweit mit Hilfe des hier beschriebenen Tools personenbezogene Daten auf unserer Website erfasst und an Facebook weitergeleitet werden, sind wir und die Meta Platforms Ireland Limited, 4 Grand Canal Square, Grand Canal Harbour, Dublin 2, Irland gemeinsam für diese Datenverarbeitung verantwortlich (Art. 26 DSGVO). Die gemeinsame Verantwortlichkeit beschränkt sich dabei ausschließlich auf die Erfassung der Daten und deren Weitergabe an Facebook. Die nach der Weiterleitung erfolgende Verarbeitung durch Facebook ist nicht Teil der gemeinsamen Verantwortung. Die uns gemeinsam obliegenden Verpflichtungen wurden in einer Vereinbarung über gemeinsame Verarbeitung festgehalten. Den Wortlaut der Vereinbarung finden Sie unter: https://www.facebook.com/legal/controller_addendum. Laut dieser Vereinbarung sind wir für die Erteilung der Datenschutzinformationen beim Einsatz des Facebook-Tools und für die datenschutzrechtlich sichere Implementierung des Tools auf unserer Website verantwortlich. Für die Datensicherheit der Facebook-Produkte ist Facebook verantwortlich. Betroffenenrechte (z. B. Auskunftsersuchen) hinsichtlich der bei Facebook verarbeiteten Daten können Sie direkt bei Facebook geltend machen. Wenn Sie die Betroffenenrechte bei uns geltend machen, sind wir verpflichtet, diese an Facebook weiterzuleiten. Die Datenübertragung in die USA wird auf die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission gestützt. Details finden Sie hier: https://www.facebook.com/legal/EU_data_transfer_addendum, https://de-de.facebook.com/help/566994660333381 und https://www.facebook.com/policy.php. 6. Analyse-Tools und Werbung Google Analytics Diese Website nutzt Funktionen des Webanalysedienstes Google Analytics. Anbieter ist die Google Ireland Limited („Google“), Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland. Google Analytics ermöglicht es dem Websitebetreiber, das Verhalten der Websitebesucher zu analysieren. Hierbei erhält der Websitebetreiber verschiedene Nutzungsdaten, wie z. B. Seitenaufrufe, Verweildauer, verwendete Betriebssysteme und Herkunft des Nutzers. Diese Daten werden in einer User-ID zusammengefasst und dem jeweiligen Endgerät des Websitebesuchers zugeordnet. Des Weiteren können wir mit Google Analytics u. a. Ihre Maus- und Scrollbewegungen und Klicks aufzeichnen. Ferner verwendet Google Analytics verschiedene Modellierungsansätze, um die erfassten Datensätze zu ergänzen und setzt Machine-Learning-Technologien bei der Datenanalyse ein. Google Analytics verwendet Technologien, die die Wiedererkennung des Nutzers zum Zwecke der Analyse des Nutzerverhaltens ermöglichen (z. B. Cookies oder Device-Fingerprinting). Die von Google erfassten Informationen über die Benutzung dieser Website werden in der Regel an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Die Nutzung dieses Dienstes erfolgt auf Grundlage Ihrer Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO und § 25 Abs. 1 TTDSG. Die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar. Die Datenübertragung in die USA wird auf die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission gestützt. Details finden Sie hier: https://privacy.google.com/businesses/controllerterms/mccs/. Browser Plugin Sie können die Erfassung und Verarbeitung Ihrer Daten durch Google verhindern, indem Sie das unter dem folgenden Link verfügbare Browser-Plugin herunterladen und installieren: https://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten bei Google Analytics finden Sie in der Datenschutzerklärung von Google: https://support.google.com/analytics/answer/6004245?hl=de.Auftragsverarbeitung Wir haben mit Google einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abgeschlossen und setzen die strengen Vorgaben der deutschen Datenschutzbehörden bei der Nutzung von Google Analytics vollständig um. Google AdSense (nicht personalisiert) Diese Website nutzt Google AdSense, einen Dienst zum Einbinden von Werbeanzeigen. Anbieter ist die Google Ireland Limited („Google“), Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland. Wir nutzen Google AdSense im „nicht-personalisierten“ Modus. Im Gegensatz zum personalisierten Modus beruhen die Werbeanzeigen daher nicht auf Ihrem früheren Nutzerverhalten und es wird kein Nutzerprofil von Ihnen erstellt. Stattdessen werden bei der Auswahl der Werbung sogenannte „Kontextinformationen“ herangezogen. Die ausgewählten Werbeanzeigen richten sich dann beispielsweise nach Ihrem Standort, dem Inhalt der Website, auf der Sie sich befinden oder nach Ihren aktuellen Suchbegriffen. Mehr zu den Unterschieden zwischen personalisiertem und nicht-personalisiertem Targeting mit Google AdSense finden Sie unter: https://support.google.com/adsense/answer/9007336. Bitte beachten Sie, dass auch beim Einsatz von Google Adsense im nicht-personalisierten Modus Cookies oder vergleichbare Wiedererkennungstechnologien (z. B. Device-Fingerprinting) verwendet werden können. Diese werden laut Google zur Bekämpfung von Betrug und Missbrauch eingesetzt. Die Nutzung dieses Dienstes erfolgt auf Grundlage Ihrer Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO und § 25 Abs. 1 TTDSG. Die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar. Die Datenübertragung in die USA wird auf die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission gestützt. Details finden Sie hier: https://privacy.google.com/businesses/controllerterms/mccs/. Sie können Ihre Werbeeinstellungen selbstständig in Ihrem Nutzer-Account anpassen. Klicken Sie hierzu auf folgenden Link und loggen Sie sich ein: https://adssettings.google.com/authenticated. Weitere Informationen zu den Werbetechnologien von Google finden Sie hier: https://policies.google.com/technologies/ads und https://www.google.de/intl/de/policies/privacy/. Google Conversion-Tracking Diese Website nutzt Google Conversion Tracking. Anbieter ist die Google Ireland Limited („Google“), Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland. Mit Hilfe von Google-Conversion-Tracking können Google und wir erkennen, ob der Nutzer bestimmte Aktionen durchgeführt hat. So können wir beispielsweise auswerten, welche Buttons auf unserer Website wie häufig geklickt und welche Produkte besonders häufig angesehen oder gekauft wurden. Diese Informationen dienen dazu, Conversion-Statistiken zu erstellen. Wir erfahren die Gesamtanzahl der Nutzer, die auf unsere Anzeigen geklickt haben und welche Aktionen sie durchgeführt haben. Wir erhalten keine Informationen, mit denen wir den Nutzer persönlich identifizieren können. Google selbst nutzt zur Identifikation Cookies oder vergleichbare Wiedererkennungstechnologien. Die Nutzung dieses Dienstes erfolgt auf Grundlage Ihrer Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO und § 25 Abs. 1 TTDSG. Die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar. Mehr Informationen zu Google Conversion-Tracking finden Sie in den Datenschutzbestimmungen von Google: https://policies.google.com/privacy?hl=de. Meta-Pixel (ehemals Facebook Pixel) Diese Website nutzt zur Konversionsmessung der Besucheraktions-Pixel von Facebook/Meta. Anbieter dieses Dienstes ist die Meta Platforms Ireland Limited, 4 Grand Canal Square, Dublin 2, Irland. Die erfassten Daten werden nach Aussage von Facebook jedoch auch in die USA und in andere Drittländer übertragen. So kann das Verhalten der Seitenbesucher nachverfolgt werden, nachdem diese durch Klick auf eine Facebook-Werbeanzeige auf die Website des Anbieters weitergeleitet wurden. Dadurch können die Wirksamkeit der Facebook-Werbeanzeigen für statistische und Marktforschungszwecke ausgewertet werden und zukünftige Werbemaßnahmen optimiert werden. Die erhobenen Daten sind für uns als Betreiber dieser Website anonym, wir können keine Rückschlüsse auf die Identität der Nutzer ziehen. Die Daten werden aber von Facebook gespeichert und verarbeitet, sodass eine Verbindung zum jeweiligen Nutzerprofil möglich ist und Facebook die Daten für eigene Werbezwecke, entsprechend der Facebook-Datenverwendungsrichtlinie (https://de-de.facebook.com/about/privacy/) verwenden kann. Dadurch kann Facebook das Schalten von Werbeanzeigen auf Seiten von Facebook sowie außerhalb von Facebook ermöglichen. Diese Verwendung der Daten kann von uns als Seitenbetreiber nicht beeinflusst werden. Die Nutzung dieses Dienstes erfolgt auf Grundlage Ihrer Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO und § 25 Abs. 1 TTDSG. Die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar. Wir nutzen die Funktion des erweiterten Abgleichs innerhalb der Meta-Pixel. Der erweiterte Abgleich ermöglicht uns, verschiedene Arten von Daten (z.B. Wohnort, Bundesland, Postleitzahl, gehashte E-Mail-Adressen, Namen, Geschlecht, Geburtsdatum oder Telefonnummer) unserer Kunden und Interessenten, die wir über unsere Website sammeln an Meta (Facebook) zu übermitteln. Durch diese Aktivierung können wir unsere Werbekampagnen auf Facebook noch präziser auf Personen zuschneiden, die sich für unsere Angebote interessieren. Außerdem verbessert der erweiterte Abgleich Zuordnung von Webseiten-Conversions und erweitert Custom Audiences. Soweit mit Hilfe des hier beschriebenen Tools personenbezogene Daten auf unserer Website erfasst und an Facebook weitergeleitet werden, sind wir und die Meta Platforms Ireland Limited, 4 Grand Canal Square, Grand Canal Harbour, Dublin 2, Irland gemeinsam für diese Datenverarbeitung verantwortlich (Art. 26 DSGVO). Die gemeinsame Verantwortlichkeit beschränkt sich dabei ausschließlich auf die Erfassung der Daten und deren Weitergabe an Facebook. Die nach der Weiterleitung erfolgende Verarbeitung durch Facebook ist nicht Teil der gemeinsamen Verantwortung. Die uns gemeinsam obliegenden Verpflichtungen wurden in einer Vereinbarung über gemeinsame Verarbeitung festgehalten. Den Wortlaut der Vereinbarung finden Sie unter: https://www.facebook.com/legal/controller_addendum. Laut dieser Vereinbarung sind wir für die Erteilung der Datenschutzinformationen beim Einsatz des Facebook-Tools und für die datenschutzrechtlich sichere Implementierung des Tools auf unserer Website verantwortlich. Für die Datensicherheit der Facebook-Produkte ist Facebook verantwortlich. Betroffenenrechte (z. B. Auskunftsersuchen) hinsichtlich der bei Facebook verarbeiteten Daten können Sie direkt bei Facebook geltend machen. Wenn Sie die Betroffenenrechte bei uns geltend machen, sind wir verpflichtet, diese an Facebook weiterzuleiten. Die Datenübertragung in die USA wird auf die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission gestützt. Details finden Sie hier: https://www.facebook.com/legal/EU_data_transfer_addendum und https://de-de.facebook.com/help/566994660333381. In den Datenschutzhinweisen von Facebook finden Sie weitere Hinweise zum Schutz Ihrer Privatsphäre: https://de-de.facebook.com/about/privacy/. Sie können außerdem die Remarketing-Funktion „Custom Audiences” im Bereich Einstellungen für Werbeanzeigen unter https://www.facebook.com/ads/preferences/?entry_product=ad_settings_screen deaktivieren. Dazu müssen Sie bei Facebook angemeldet sein. Wenn Sie kein Facebook Konto besitzen, können Sie nutzungsbasierte Werbung von Facebook auf der Website der European Interactive Digital Advertising Alliance deaktivieren: http://www.youronlinechoices.com/de/praferenzmanagement/. VG Wort Zählpixel Auf unserer Website sind Texte eingebunden, in denen ein sogenannter Tracking-Pixel (METIS-Zählpixel) eingebunden ist. Anbieter ist die Verwertungsgesellschaft WORT – VG WORT (Rechtsfähiger Verein kraft Verleihung), Untere Weidenstraße 5, 81543 München (nachfolgend VG Wort). Das Pixel zählt die Aufrufe von Texten, leitet diese in anonymisierter Weise an die VG Wort weiter, um so die Ausschüttungen für die Autoren zu ermitteln. Der Einsatz des VG Wort Pixels erfolgt auf Grundlage unseres berechtigten Interesses, eine Vergütung für die auf unserer Website veröffentlichten Texte für unsere Autoren bzw. für uns selbst zu erhalten (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). Entgegenstehende Interessen der Websitebesucher sind nicht ersichtlich, da die Daten in anonymisierter Form an die VG Wort übermittelt werden. 7. Plugins und Tools YouTube mit erweitertem Datenschutz Diese Website bindet Videos der Website YouTube ein. Betreiber der Seiten ist die Google Ireland Limited („Google“), Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland. Wir nutzen YouTube im erweiterten Datenschutzmodus. Dieser Modus bewirkt laut YouTube, dass YouTube keine Informationen über die Besucher auf dieser Website speichert, bevor diese sich das Video ansehen. Die Weitergabe von Daten an YouTube-Partner wird durch den erweiterten Datenschutzmodus hingegen nicht zwingend ausgeschlossen. So stellt YouTube – unabhängig davon, ob Sie sich ein Video ansehen – eine Verbindung zum Google DoubleClick-Netzwerk her. Sobald Sie ein YouTube-Video auf dieser Website starten, wird eine Verbindung zu den Servern von YouTube hergestellt. Dabei wird dem YouTube-Server mitgeteilt, welche unserer Seiten Sie besucht haben. Wenn Sie in Ihrem YouTube-Account eingeloggt sind, ermöglichen Sie YouTube, Ihr Surfverhalten direkt Ihrem persönlichen Profil zuzuordnen. Dies können Sie verhindern, indem Sie sich aus Ihrem YouTube-Account ausloggen. Des Weiteren kann YouTube nach Starten eines Videos verschiedene Cookies auf Ihrem Endgerät speichern oder vergleichbare Wiedererkennungstechnologien (z. B. Device-Fingerprinting) einsetzen. Auf diese Weise kann YouTube Informationen über Besucher dieser Website erhalten. Diese Informationen werden u. a. verwendet, um Videostatistiken zu erfassen, die Anwenderfreundlichkeit zu verbessern und Betrugsversuchen vorzubeugen. Gegebenenfalls können nach dem Start eines YouTube-Videos weitere Datenverarbeitungsvorgänge ausgelöst werden, auf die wir keinen Einfluss haben. Die Nutzung von YouTube erfolgt im Interesse einer ansprechenden Darstellung unserer Online-Angebote. Dies stellt ein berechtigtes Interesse im Sinne von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO dar. Sofern eine entsprechende Einwilligung abgefragt wurde, erfolgt die Verarbeitung ausschließlich auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO und § 25 Abs. 1 TTDSG, soweit die Einwilligung die Speicherung von Cookies oder den Zugriff auf Informationen im Endgerät des Nutzers (z. B. Device-Fingerprinting) im Sinne des TTDSG umfasst. Die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar. Weitere Informationen über Datenschutz bei YouTube finden Sie in deren Datenschutzerklärung unter: https://policies.google.com/privacy?hl=de. Google Fonts (lokales Hosting) Diese Seite nutzt zur einheitlichen Darstellung von Schriftarten so genannte Google Fonts, die von Google bereitgestellt werden. Die Google Fonts sind lokal installiert. Eine Verbindung zu Servern von Google findet dabei nicht statt. Weitere Informationen zu Google Fonts finden Sie unter https://developers.google.com/fonts/faq und in der Datenschutzerklärung von Google: https://policies.google.com/privacy?hl=de. 8. Online-Marketing und Partner­programme Affiliate-Programme auf dieser Website Wir nehmen an Affiliate-Partnerprogrammen teil. Bei Affiliate-Partner-Programmen werden Werbeanzeigen eines Unternehmens (Advertiser) auf Webseiten von anderen Unternehmen des Affiliate-Partner-Netzwerks (Publisher) platziert. Wenn Sie auf eine dieser Affiliate-Werbeanzeigen klicken, werden Sie zum beworbenen Angebot weitergeleitet. Sollten Sie anschließend eine bestimmte Transaktion (Conversion) tätigen, erhält der Publisher hierfür eine Vergütung. Zur Berechnung dieser Vergütung ist es erforderlich, dass der Affiliate-Netzwerkbetreiber nachvollziehen kann, über welche Werbeanzeige Sie auf das jeweilige Angebot gekommen sind und die vordefinierte Transaktion vorgenommen haben. Hierfür werden Cookies oder vergleichbare Wiedererkennungstechnologien (z. B. Device-Fingerprinting) eingesetzt. Die Speicherung und Analyse der Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Der Websitebetreiber hat ein berechtigtes Interesse an der korrekten Berechnung seiner Affiliate-Vergütung. Sofern eine entsprechende Einwilligung abgefragt wurde, erfolgt die Verarbeitung ausschließlich auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO und § 25 Abs. 1 TTDSG, soweit die Einwilligung die Speicherung von Cookies oder den Zugriff auf Informationen im Endgerät des Nutzers (z. B. Device-Fingerprinting) im Sinne des TTDSG umfasst. Die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar. Wir nehmen an folgenden Affiliate-Programmen teil: Amazon Partner­programm Anbieter ist die Amazon Europe Core S.à.r.l. Details entnehmen Sie der Datenschutzerklärung von Amazon unter: https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=201909010. ### Beispiel-Seite Dies ist eine Beispiel-Seite. Sie unterscheidet sich von Beiträgen, da sie stets an derselben Stelle bleibt und (bei den meisten Themes) in der Website-Navigation angezeigt wird. Die meisten starten mit einem Impressum, der Datenschutzerklärung oder einer „Über uns“-Seite, um sich potenziellen Besuchern der Website vorzustellen. Dort könnte zum Beispiel stehen: Hallo! Tagsüber arbeite ich als Fahrradkurier, nachts bin ich ein aufstrebender Schauspieler und dies hier ist meine Website. Ich lebe in Berlin, habe einen großen Hund namens Jack, mag Piña Coladas, jedoch weniger (ohne Schirm) im Regen stehen gelassen zu werden. ... oder so etwas wie: Das Unternehmen XYZ wurde 1971 gegründet und versorgt die Öffentlichkeit seither mit qualitativ hochwertigen Produkten. An seinem Standort in einer kleinen Großstadt beschäftigt der Betrieb über 2.000 Menschen und unterstützt die Stadtbewohner in vielfacher Hinsicht. Als neuer WordPress-Benutzer solltest du dein Dashboard aufrufen, um diese Seite zu löschen und neue Seiten und Beiträge für deine Website erstellen. Viel Spaß!