Operation Solarcarport – Eigenbau mit PV-Technik von SolarEdge

IM EINSATZ?

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Seitdem ich denken kann, begeistert mich die Nutzung von Sonnenenergie zur Stromerzeugung enorm. Einmal installiert, erntet eine PV-Anlage unaufhaltsam und über mehrere Jahrzehnte sauberen Sonnenstrom. Diese Energie kann dann im Haus selbst verbraucht, in einem Akku gespeichert und verbleibender Überschuss ins Stromnetz gespeist werden. Und nun war es endlich soweit: Ich habe ein Solarcarport mit 9,15kWp errichtet!

In diesem und nachfolgenden Artikeln möchte ich einige Einblicke vermitteln, was mir aus technischer Sicht bei der Planung und Umsetzung besonders wichtig war, wie ich die Energie sinnvoll nutzen möchte (u.A. überschussoptimierte Akkuladung unseres E-Fahrzeugs) und welche Ausbaumöglichkeiten bestehen.

Solarcarport vom Anbieter kaufen?

Im Grunde habe ich mich mit dieser Frage bereits seit über drei Jahren mehr oder weniger intensiv beschäftigt. Seitdem wohnen wir nämlich schon im Eigenheim und nach diversen anderen Bauprojekten (u.A. “Smart Garden” inkl. automatischer Bewässerung und Rasenmähroboter – dazu gibt es auch noch mind. einen eigenständigen Artikel) stand nun auch dieses Thema auf der fast abgearbeiteten Liste.

Auch wenn wir derzeitig nur ein Auto fahren, wollten wir dennoch ein Doppelcarport bauen inkl. Schuppen, um Flexibilität zu gewinnen – überdachten Abstellplatz kann man ja quasi nie genug haben – vorallem dann, wenn man sich gegen einen Keller entschieden hat.

Das Dach sollte übrigens aus teiltransprenten PV-Modulen bestehen, also quasi Überdachung und PV-Anlage in einem. Das ist viel praktischer und sieht zudem ein gutes Stück schicker aus als aufgeständerte PV-Panels…

Wenn man nach dem Thema Solarcarport googelt, findet man mehrere Anbieter, die sowas anbieten. Wir haben uns also ein individuelles Angebot machen lassen, welches jedoch aus diversen Gründen unpassend war:

  • Der Preis war mit über 30k Euro einfach viel zu hoch.
  • Die teiltransparenten PV-Panels sollten nur knapp 6kWp liefern und wären “konventionell” ohne Leistungsoptimierer installiert worden (Details dazu weiter unten).
  • Es wurde nur ein Wechselrichter angeboten und ich hätte mich ohnehin selbst um das für mich passende Modell (Thema Loxone-Integration) kümmern müssen.
  • Extras, wie Einfräßungen für LED-Profile sind im Standard nicht vorgesehen und wären wohl schlussendlich nicht realisierbar gewesen.
  • Die Regenrinne hätte ich trotz Komplettangebot selbst ans Abwasserrohr anschließen müssen.

Solarcarport doch besser selbst bauen?

Also blieb – wie so oft – nur die Selbstumsetzung übrig. Ein Doppelcarport mit knapp 50qm Grundfläche wurde dabei schon damals beim Bauantrag des Hauses genehmigt, Punkt- und Schwerlastfundamente zwecks Ausgleichen des Höhenunterschieds ebenfalls bereits gesetzt.

Also ran an den Zollstock, das Gelände vermessen und dann ans CAD-Programm – in meinem Fall die Freeware Sweet Home 3D, mit welchem ich damals schon unser Haus virtualisiert habe. Hier erstmal in einer Version ohne seitliche Verlattung.

Und hier nochmal ein etwas älterer Planungsstand, dafür aber mit Verlattung und Pflastersteinen.

UPDATE VOM 18.01.2022: Da es jetzt bereits mehrfach die Bitte gab, das CAD-File zur Verfügung zu stellen, möchte ich dem Wunsch nun – wenn auch etwas verspätet – nachkommen: Carport CAD (3652 Downloads )

Im Wesentlichen ging es dann natürlich darum zu ermitteln, welche Komponenten überhaupt eingesetzt werden sollen und was das Ganze dann in Summe kostet. Hier eine grobe Aufstellung:

In Summe also knapp 16k Euro und damit nur ca. die Hälfte vom Angebotspreis des Solarcarport-Anbieters. Wobei ein Teil der Elektro-Kosten (z.B. Schaltschrankkomponenten und Elektriker) beim “Komplettangebot” noch dazugekommen wären.

Aber: Der Eigenbau bedeutet natürlich erstmal jede Menge Arbeit, bis endlich die erste Wattstunde Sonnenenergie geerntet werden kann. Aber soviel vorab: Es hat bisher wirklich Spaß gemacht. Hätte doch lieber Zimmermann werden sollen, da sieht man am Ende des Tages wenigstens, was man physisch geschafft hat. 🙂

Hier einige Bilder von der Bauphase: Laut CAD-Planung erstmal die Maße ermitteln…

… und das bestellte Holz zuschneiden. Genutzt habe ich dafür meine gute “alte” Bosch Paneelsäge (Affiliate-Link), die mich bereits den gesamten Hausbau begleitet hat.

Dann Einfräsungen für die Holzverbinder mit der Bosch Oberfräse (Affiliate-Link) einarbeiten.

Einfräsungen für die LED-Profile dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Erstmal alles schön sortieren und kontrollieren, damit keine Teile fehlen…

Und dann alle Balken streichen. Erst zweimal Schutzgrund, dann zweimal Isoliergrund und schließlich einmal Deckfarbe. Sehr zeitaufwändig, insbesondere weil man Trocknungszeiten beachen muss.

Hier der aktuelle Zwischenstand, schon mit funktionierendem PV-Dach.

Die PV-Leistung hat damit sogar rechnerisch 9,15kWp und die mir notwendig erscheinende Leistungsoptimierer-Technik ist beim Selbstbau-Projekt auch schon mit drin. Aber was hat es jetzt damit wieder zu tun?

Teilverschattung ist der Tod jeder PV-Anlage – normalerweise

Die einzelen PV-Module, welche eine ungefähre Größe von 170×100 cm aufweisen, werden in Reihe geschaltet und mit dem Wechselrichter verbunden. Die Anschlusspunkte der Panels sind in nachfolgender Skizze durch rote Vierecke symbolisiert.

Jedes PV-Modul liefert dabei vereinfacht gesagt eine Gleichspannung von ca. 30 Volt, welche sich entsprechend durch die Zahl der in Reihe geschalteten PV-Module erhöht. Bei 30 Modulen kommt dann also ca. 900 Volt beim Wechselrichter an.

Je nach Sonneneinstrahlung variiert die Stromstärke, welches ein PV-Modul generiert. Bei guter Sonneneinstrahlung und – sagen wir einmal – 300 Watt-Leistung sind das dann 10A pro Modul. In diesem Fall bekommt der Wechselrichter also 10A bei 900V, welche er dann in Wechselspannung umwandeln kann. Den Wirkungsgrad kleiner 1 mal außen vor, sind das dann etwas 9.000W bzw. 9kW.

Soweit zur Theorie. Denn in der Praxis kämpft eine PV-Anlage ständig mit sich ändernden Lichtbedingungen. Das Schlimmste ist dabei die sogenannte Teilverschattung. Wird ein PV-Modul nicht gleichmäßig von der Sonne “beleuchtet”, kann es dies durch Bypass-Dioden noch etwas ausgleichen. Also wenn bspw. nur ein kleiner Bereich verschattet ist, sinkt die Gesamtleistung des Panels auf 3/4 (bei vier Bypass-Dioden). Hört sich ja erstmal nicht so schlimm an… Der große Haken ist aber, dass alle PV-Panels – wie oben beschrieben – in Reihe hängen und das aktuell “schwächste” PV-Panel die Leistung ALLER PV-Panels auf sein Niveau herunterzieht.

Ist bspw. nur ein Panel durch einen Schornstein verschattet und liefert – sagen wir einmal – 100W, sind alle anderen 29 Panels ebenfalls auf 100W limitiert, obwohl diese gerade durch eine super Sonneneisntrahlung jeweils 300W produzieren könnten. In Summe kommen also nicht 8.9kW an, sondern nur noch 3kW. Eine Reduzierung um knapp 2/3.

Es könnte natürlich auch sein, dass nicht alle Panels von Werk aus die gleiche Leistung haben und dann drückt das schwächste Panel dauerhaft die Leistung aller Module. Oder ein Modul ist verschmutzt, oder oder oder.

Um dies mit konventionellen Mitteln zu kompensieren und u.A. auch Anlagen mit mehr als einer Ausrichtung zu ermöglichen, besitzen Wechselrichter meist Anschlüsse für zwei unabhängige Stränge. So hängen nicht mehr alle Panels in einer Reihe, sondern werden eben in zwei separete Reihen aufgesplittet. Dabei muss man aber auch den DC-Spannungsbereich eines Strangs beachten, den der Wechselrichter vorgibt. Schrecklich, oder?

Leistungsoptimierer 4-the-win!

Die eben beschriebenen Nachteile einer Teilverschattung, wie auch ich sie über den Tagesverlauf durch mein Hausdach und einen Baum vom Nachbarn je nach Jahreszeit auf einem oder mehreren Panels hinnehmen müsste, lassen sich aber glücklicherweise minimieren.

Die Lösung liefert SolarEdge mit sogenannten “Leistungsoptimierern”, die in unserem Carport aktuell noch relativ hässlich unterhalb jedes PV-Panels baumeln (die kleinen schwarz-silbernen Kästchen), im fertiggestellten Zustand aber durch eine Leiste versteckt werden.

Je nach Systemauslegung wird entweder jedes Modul bzw. werden immer zwei in Reihe geschaltete PV-Module an einen solchen Optmierer angeschlossen, welche wiederum in Reihe geschaltet und an einem für die Leistung ausgelegten Wechselrichter von SolarEdge angeklemmt werden. Die Optimierer ermitteln dabei die optimale Systemspannung über alle PV-Module hinweg und leiten – einfach gesagt – die aktuelle Leistung jedes einzelnen PV-Moduls verlustfrei an den Wechelrichter durch.

Dieser hängt – zusammen mit den notwendigen Sicherungen und dem DC-Überspannungsschutz – jetzt an der einzigen bis dahin noch freien Wand im Technikraum.

Das SolarEdge-System hat aber noch weitere technische Vorteile. Während der Installation gibt jeder Optimierer, welcher am PV-Panel angeschlossen ist (die Sonne muss natürlich scheinen), lediglich eine Prüfspannung von einem Volt aus. So lässt sich bei 30 in Reihe geschalteten Optimierern schnell prüfen, ob auch 30V am Ende der Leitung ankommen. Dann passt alles. Und eine Gefahr von Stromschlag ist ebenfalls ausgeschlossen, da die Optimierer erst die volle Leistung abgeben, wenn sie die Datenkommunikation mit dem Wechselrichter aufbauen können, an welchen sie angelernt wurden.

Datenkommunikation? Richtig gelesen. Jeder Optimierer “spricht” mit dem Wechselrichter über das normale PV-Stromkabel, identifiziert sich mit seiner eigenen ID und übermittelt zudem seine aktuellen Leistungswerte, welche in der Monitoringplattform von SolarEdge angezeigt werden. Das geht sogar so weit, dass man sich den Leistungsverlauf der gesamten Anlage bspw. über den Tagesverlauf ansehen kann. So sieht man sofort, wenn etwas nicht stimmt und bspw. ein Panel verdreckt ist.

Hier erkennt man bspw. ganz schön, wie die zwei Panels links unten vom Hausdach verschattet werden.

Und auch sonst finde ich die Monitoringplattforn von SolarEdge wirklich gelungen – hier die Daten eines einigermaßen bewölkten Tags:

Die Verbrauchs- und Eigenverbrauchs-Kurve wird übrigens erst dann angezeigt, wenn das Smartmeter von SolarEdge installiert ist. Es wird mit Stromklemmen an L1, L2 und L3 direkt nach dem Stromzähler der Stadtwerke angeklemmt und misst die aktuelle Einspeisung bzw. den aktuellen Bezug mit über 99%iger Genauigkeit.

Da ich die Verbrauchsstände meines Hausstromzählers bereits seit Langem per IR-Lesekopf auslese (Blogpost) und in Loxone vorhalte, werde ich demnächst mal diese Werte mit dem des SolarEdge Smartmeters vergleichen. Mal sehen, wie gut das passt.

Apropos Loxone… Alle relevanten Verbrauchswerte lassen sich vom SolarEdge-Wechselrichter über diverse Schnittstellen abholen und weiterverarbeiten. Aktuell nutze ich dazu die Modbus TCP-Schnittstelle, welche direkt vom Loxone Miniserver verarbeitet werden kann (es gibt sogar eine entsprechende Vorlage dafür). Weitere Infos dazu im LoxWiki im Thread SolarEdge Wechselrichter. Hier habe ich gerade auch selbst eine Frage gestellt, da ich die Einbindung über Modus RTU einfach nicht hinbekomme. Evtl. kann ja ein Leser einen hilfreichen Tipp geben, der es schon hinbekommen hat. Ich würde mich freuen.

Und so sieht die Strompoduktionskurve dann in der Loxone-App aus.

Aus meinem täglichen Leben

Vor mehr als 30 Jahren habe ich mir als Kind nichts mehr als eine Solararmbanduhr gewünscht, welche ich damals zufällig im Quelle-Katalog gefunden habe. Als ich sie dann zum Geburtstag bekam, trug ich sie viele Jahre und freute mich gefühlt jeden Tag darüber, dass sie lediglich von der einfallenden Sonnenkraft angetrieben wurde – und nicht von einer Einmalbatterie. Und genau so fühlte ich mich vor einigen Tagen auch, als unser E-Auto ausschließlich durch Überschussstrom der PV-Anlage geladen wurde. Für mich einfach immer noch unbegreiflich, dass das technisch funktioniert.

Aber zurück zum PV-Carport. Bisher habe ich es nicht bereut auf SolarEdge zu setzen. Das Ergebnis spricht für sich und bereits die Planung war einfach ein Traum. Insbesondere der “SolarEdge Designer” hat mich total geflasht, da er eine Vorhersage der zu erwartenden Ertragswerte auf Basis einer Vielzahl von Variablen – inkl. in 3D berechneter Verschattung – ausspuckt.

Wie man sieht, habe ich mit dem Wechselrichter noch etwas Luft nach oben. Vielleicht wird das Hausdach auch noch mit PV-Modulen vollgestopft, mal abwarten.

Die Monate Nov, Dez und Jan sind PV-ertragstechnisch natürlich alles andere als optimal.

Und es gibts sogar noch eine detaillierte Auflistung der zu erwartenden Leistungsverluste.

Zu jedem hier kurz vorgestellten Themenbereich könnte ich noch stundenlang quatschen, aber jetzt muss das Carport erstmal fertiggestellt werden. Wer einzelne Details wissen möchte, kann aber wie immer gerne einen Kommentar hinterlassen.

Update vom 09.07.2020: Hier reiche ich noch ein Bild der Glashalterung nach, welches sich Robert gewünscht hat. Und hier noch die Detailskizze von easywintergarten.de.

Update vom 03.03.2022: Und hier noch zwei Bilder des Ortgangblechs, die sich Michael gewünscht hatte:

87 Kommentare
  1. Ich finde das Projekt sehr spannend und die Beschreibung super.
    Gibt es einen Grund die Module in serie und nich parallel zu schalten ?
    Und ich habe den Akku Puffer für den Solarstrom vermisst.
    MB

    1. Hi Michael,
      das gesamte Konzept inkl. Wechselrichter ist eben darauf ausgelegt, dass die Module in Reihe geschaltet werden. Nur mal eine Überlegung: Würde man die Module parallel schalten, würde die Spannung gleich bleiben und man würde relativ schnell eine wahnsinnig hohe Stromstärke bekommen, für welche man rießige Leitungsquerschnitte benötigen würde. Auch wären die Kabelwege zwischen den Modulen quasi doppelt so lang. Vermutlich gibt es aber technisch gesehen noch viel überzeugendere Gründe, warum man eine Reihenschaltung verwendet. Bin ich aber überfragt, sorry.
      Ein Hausakku ist natürlich eingeplant, ist mir aber derzeitig einfach noch zu teuer bzw. möchte ich bissl mehr als nur 5-10kWh als Puffer, was aktuell aber einfach unrentabel ist. Und wenn, dann möchte ich auch volle Notstromfähigkeit bei Netzausfall, was das Ganze nochmal aufwändiger macht.

      Viele Grüße
      Jörg

  2. Hallo Jörg,
    sehr schön hier mal wieder was zu lesen und tolles Projekt. Als SmartHome-Enthusiast, passionierter Hobbyheimwerker und EE-Verfechter wäre das genau mein Projekt – muss nur noch das Haus mit Grundstück her 😉

    Eine Frage zu deiner Solartechnik: die Leistungsoptimirer klingen erstmal technisch sehr sinnvoll. Hast du mal grob überschlagen ob es sich auch wirtschaftlich rechnet (Amortisationszeit)? Die 1500€ sollen ja im besten Fall auch weider eingespielt werden… Würde mich einfach mal ineessieren.

    Grüße Stephan

    1. Hi Stephan,
      drücke die Daumen, dass du ein bald ein ähnliches Projekt umsetzen kannst!
      Zur Wirtschaftlichkeit kann ich wohl erst etwas wirklich Konkretes sagen, wenn ich den PV-Ertrag und vorallem die Eigenverbrauchsquote – sagen wir – über den Zeitraum von einem Jahr ermittelt habe. Aber sagen wir mal anders: Ich hätte es einfach niemals übers Herz gebracht, eine konventionelle Anlage zu installieren mit dem Wissen, durch die zwangsläufige Teilverschattung Ertragsverluste in Kauf nehmen zu müssen. Mein Bauchgefühl: Die Optimierer machen auf lange Sicht bestimmt etliche MWh aus, wodurch es sich definitiv lohnen wird. Belastbare Werte werden nachgeliefert, sobald ermittelt.

      Viele Grüße
      Jörg

  3. Sehr interessanter Beitrag. Mich würde interessieren wie du die Überschussladung realisiert hast (E-Auto wird nur mit PV-Energie geladen).

    1. Hi Ralf,
      dazu plane ich aktuell einen separaten Blogpost.
      Erste Ausbaustufe ist der Tesla UMC (Ladung per Steckdose mit vorher eingestelltem Leistungswert zwischen 5 und 13A. Meine Loxone-Logik schaltet dann die Steckdose passend zur aktuellen Überschusssituation.
      Ausbaustufe 2 (funktioniert auch bereits) ist dann die bedarfsgerechte Ladung per TWC (Tesla Wallconnector) dreiphasig von 3,5 bis max. 11kW. Diesem lässt sich per RS485-Schnittstelle mitteilen, welche Leistung er gerade ans Fahrzeug durchleiten darf. Logik ebenfalls in Loxone realisiert.
      Ausbaustufe 3 ist schließlich den TWC mit 20A-Schaltaktoren auszustatten, da er auch eine einphasige Ladung unterstützt, sofern man ihm beim Einschalten einfach die anderen beiden Phasen vorenthält. Damit lässt sich dann runter bis 5A bei 235V gehen, also knapp 1,5kW, was gerade bei wenig Sonne immer noch eine ordentliche PV-Überschussladung ermöglicht.
      Details wie gesagt dann im kommenden Artikel.

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Danke für die Info! Bei mir habe ich den go-e Charger als Ladestation geplant, diese will ich mit OpenWB auf einem Raspberry steuern. Oder alternativ mit dem Loxone Miniserver, falls möglich. Für das einphasige Laden habe ich ein extra Dose vorgesehen, an der bloß eine Phase angeschlossen ist. Wenn ich dreiphasig laden möchte, habe ich eine zweite Dose daneben. Muss man dann leider manuell umstecken. So ist erstmal der Plan. Bin gespannt auf den neuen Artikel!

  4. Hallo,
    wo hast du die Solarmodule bezogen? Ich bin schon länger auf der Suche nach ordentlichen Modulen für meine Terrassenüberdachung. Bis jetzt stellt sich das aber als sehr schwierig dar einen Händler zu finden, der transparente GlasGlas-Module anbietet.
    Danke
    Viele Gruß
    Jan

    1. Hi Jan,
      bin nach langer Recherche hier fündig geworden: https://emotion-e.com/index.php?k=9
      Meine 305W-Module von Rixin scheinen aber gerade nicht verfügbar zu sein. Aktuell gibt es wohl nur die teureren Bifacial-Module. Alternativ bekommt man dort aber auch die “Klassiker” von Elegante, die aber nochmal nen gutes Stück teurer sind. Der Anbieter ist übrigens total nett und die Lieferzeit mit knapp zwei Wochen auch völlig ok. Hängt eben davon ab, was zur Zeit auf Lager liegt…

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Ob die Rixin-Module “ordentlich” sind, wird sich wohl erst in ein paar Jahren zeigen. Jedenfalls habe ich letztes Jahr schon mal eins testweise geordert und auf dem Spielturm im Garten installiert. Hat den Winter inkl. Hagel unbeschadet überstanden und eine brauchbare Leistung generiert (an nem Mini-Wechselrichter), weshalb ich mich jetzt schlussendlich für die Module entschieden habe.

  5. Servus

    Vielen Dank für deinen Beitrag
    Ich suche aktuell eine Bedachung für meine selbst gemauerte Doppelgarage.

    Wie dicht ist das Solar Dach eigentlich? Vermutlich regnet es zwischen den Panels durch oder?

    Besten Dank
    Grüße und mach weiter so.

  6. Ein schönes Projekt! – Sehr sauber umgesetzt – Respekt!
    Könntest Du noch ein/zwei Detailbild(er) der Panelhalterungen nachreichen?

    Vielen Dank & viele Grüße!
    Robert

    1. So, das versprochene Foto ist am Ende des Artikels hinzugefügt inkl. Link zum Anbieter mit Detailskizze.

      Gruß
      Jörg

  7. Hallo Jörg,

    sehr tolle Sache! Genau das Gleiche haben wir auch schon ein Weilchen vor, auch mit Solaredge (als Erweiterung der vorhandenen Dachanlage am gleichen Wechselrichter und zum Laden eines E-Autos). Es scheint bei uns auch auf selber machen herauszulaufen (da kam der letzte Newsletter genau richtig) 🙂
    Einem Anbieter war es nach langem Überlegen zu kompliziert, oder es gab Preisvorstellungen jenseits 30k Euro, wie oben beschrieben. Dieser Anbieter schickt übrigens noch immer fleißig automatisierte Emails.
    Eine Frage zur Modulauswahl: hattest du die Vision 36M von Solarwatt betrachtet, und was sprach dagegen?

    Vielen Dank und viele Grüße,
    Thies

    1. Hallo Jörg,

      noch eine Nachfrage zur PV: Haben die Rixin-Module einen passenden Stecker für die Solaredge-Optimierer oder musstest du die Stecker tauschen? Falls ja, ging das gut?

      Danke!

      Viele Grüße,
      Thies

    2. Hi Thies,
      es waren überall “stinknormale” RC4-Stecker dran. Musste aber pro Panel je eines der beiden Kabel verlängern, da sowohl Panel- aus auch Optimierer-Kabel paar cm zu kurz waren, um die Verbindung herzustellen. Diese Kabel habe ich selbst konfektioniert, geht super einfach.

      Viele Grüße
      Jörg

    3. Hallo Jörg,

      danke für die schnelle Antwort! Hast du eine Empfehlung für die Crimpzange? Tut es eine einfache oder sollte es eine originale vom Steckerhersteller sein?

      Und vielleicht doch nochmal die Frage, ob du die Vision 36M von Solarwatt betrachtet hattest? Sind allerdings anscheinend einiges teurer..

      Danke&viele Grüße,
      Thies

    1. Hi Heiko,
      danke für die Blumen! Hat auch total Spaß gemacht darüber zu schreiben.

      Zum Thema PV wird es mit Sicherheit noch einige Inhalte geben. Habe bspw. bereits realisiert, dass eine frisch installierte Klimaanlage automatisch kühlt, sofern genügend PV-Power zur Verfügung steht. Denke das ist ein weiterer Blogpost wert…

      Viele Grüße
      Jörg

  8. Hallo Jörg,

    du müsstest eigentlich zur optimalen Ausnutzung des PV Überschuss eine easee Ladestation nehmen und diese mittels “Solar Manager” koppeln. Ich schreibe noch einen ausführlichen BLogpost dazu, mit dem Setup komme ich massiv besser aus als mit der Keba P30 und kann bis auf 1.4kW runter beim Laden. genial – jedes Watt ausnützen 😉

    Zum Carport: Hut ab, genau so soll es sein. Ich habe einfach meinen bestehenden etwas umgebaut: https://technikblog.ch/2020/04/photovoltaik-anlage-um-eine-kleinanlage-auf-dem-carport-erweitert/
    Natürlich auch Solaredge 🙂

    Grüsse aus der Schweiz
    hans

  9. Hallo Jörg,

    Super schick der carport. 😊

    Wir haben 3 Parkplätze nebeneinander, würde man so einen carport auch in 9m Breite bauen können, ohne stützen zu. den Parkplätzen?

    VG Gerd

    1. Hi Gerd,
      wenn die Balken stark genug dimensioniert werden -> warum nicht… Ist am Ende aber auch abhängig von mehreren Faktoren, die individuell sind je nach Standort (u.A. Windlast, Schneelast, Untergrund).
      Ein Standsicherheitsnachweis vom Experten kann Auskunft geben.

      Viele Grüße
      Jörg

  10. Hallo Jörg,
    wie siehts nun aus nach einem guten Jahr?
    Kannst du nochmal einen kleinen Bericht zum aktuellen Stand verfassen?
    Speziell geht’s es mir darum, was mit den Platten passiert, wenn das Holz arbeitet? Sind schon defekte o.ä. aufgetreten?
    Liebe Grüße und vielen Dank für die Antwort,
    Marvin

    1. Hi Marvin,
      ein ausführlicher Bericht wird folgen – kurz vorab: Alles läuft nach über einem Jahr wie am ersten Tag. Keine Ausfälle, nichts. Habe die Panels nur nach dem Wüstensturm geputzt, mehr auch nicht.
      Zwischen den PV-Panels und den Aluhaltern sind seitlich immer knapp 4-5mm “Luft”, sodass das Holz bei Temperaturunterschieden arbeiten kann.
      Alle Optimierer arbeiten perfekt und man kann super nachverfolgen, wieviel Energie jedes Panel erzeugt hat. Degradation habe ich bisher noch nicht feststellen können, werde dazu aber auch mal eine genauere Auswertung durchführen. Die Anlage hat jedenfalls die letzten Monate durchweg mehr erzeugt als vorausberechnet – mehr dazu ebenfalls bald.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Bald soll die Anlage noch mit einem selbstgebauten, knapp 14kWh fassenden LiFePo4-Batteriespeicher erweitert werden – bin schon so gespannt… 🙂

  11. Klasse, vielen Dank für die schnelle Rückmeldung!
    Ich denke ich werde unser Carport genauso aufbauen!

    Würdest du rückwirkend betrachtet alles nochmal genauso aufbauen wie oben beschrieben?

    Oh dann bin ich echt mal auf den Speicher gespannt!
    Ich freu mich drauf!

    Liebe Grüße, Marvin

    1. Würde alles wieder genauso machen, jep. Deshalb habe ich die Terrassenüberdachung im Grunde identisch konstruiert. Nur eben mit transparenteren Panels und einen Leistungsoptimierer pro zwei Panels in Reihe.

      Insbesondere die Solaredge Leistungsoptimierer sind Gold wert – aufgrund der teilweise sehr unterschiedlichen Beschattung übers Jahr gesehen durchs Haus im Süden.

      Es gibt zwar auch Wechselrichter mit Schattenmanagement – und ohne einzelne Leistungsoptimierer an den Panels – aber da kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das MPP-technisch ansatzweise genauso gut funktionieren kann. Zumindest in meinem etwas kniffligeren Beschattungsfall…

      Außerdem ist es einfach genial zu sehen, wie jedes Model im Detail arbeitet. So könnte man im Fehlerfall den Übeltäter auch mit einem Blick in die App ausfinding machen.

      Grüße
      Jörg

  12. Hallo Jörg,
    tolles Projekt und super Erklärungen.
    Ich überlege ebenfalls meinen Carport mit so einem Solardach zu decken.
    Leider haben die Module von Rixin keine Überkopfzulassung. Somit dürfte ich sie für den Carport nicht nutzen. Ich habe da starke Bedenken was passiert wenn unser untergestelltes Wohnmobil bei Hagel oder einfach von einem gebrochenen Modul beschädigt würde.
    Zahlt dann noch eine Versicherung?
    Du hast Dir doch sicherlich da auch Gedanken zu gemacht.
    Beste Grüße, Peter

    1. Hi Peter,
      rein technisch sind die Module aus meiner Sicht (nur meine Meinung) sicher, da Verbundglas. Die Zertifizierung fehlt jedoch, das stimmt. Im Fall der Fälle müsste man mit der Versicherung diskutieren… Oder besser noch im Vorfeld vor Vertragsschluss bei der Versicherung nachhaken.

      Schau mal die Module an, welche ich kürzlich für die Terrassenüberdachung genutzt habe. Hier steht explizit dabei: “Verbundglas getestet nach EN10200 Überkopfinstallation” -> https://shop.pvdach.com/210-Wp-Doppelglas-M40-Photovoltaik-Modul-Glas-Glas

      Viele Grüße und Erfolg bei der Umsetzung
      Jörg

  13. Tolles Projekt! Damit leistet man einen Betrag zum Klimaschutz und ist bestens auf eMobilität vorbereitet.
    Wir kommen aus dem Bereich der industriellen Solar-Carports und entwickeln seit geraumer Zeit auch einen E-Home Solar Carport. In China sind private Solar Carports auch im kommen. Durch die Überregulierung in Deutschland (Baugenehmigung, Netzanschluss) sind sehr hohe Einmalkosten für Architekt und PV Installation notwendig und dann wird der private Bereich für Anbieter wie uns schnell unwirtschaftlich. Dieser Blog zeigt das hohe Engagement in Deutschland. Ich bleibe Follower.

  14. Hallo Jörg,

    vielen Dank für die tolle Beschreibung und das super Projekt!

    Ich würde den Carport gerne nachbauen und damit die bestehende PV erweitern 😉 Würdest Du Dein CAD Modell zur Verfügung stellen?

    Vielen Dank und Grüße
    Jonathan

    1. Hi Jonathan,
      hier das Sweet Home 3D CAD-File: [download id="15105"]

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Bitte nicht so auf die Benamungen achten, das ist alles andere als “clean”… 😉

  15. Hi Jörg,

    großes Lob and ich für die super Leistung. Mir schwebt auch so ein Projekt vor, bin allerdings noch in der Planungsphase. Hast du das “Mobiliar” in Sweet Home 3D, wie z.B. die L-Steine, Leisten etc. selbst erstellt oder irgendwoher eingebunden? Das würde mich mal interessieren. Ich könnte zwar einen großen Teil aus deinem dankenswerterweise bereitgestellten CAD-File ziehen, allerdings möchte ich hier das ganze noch um einen Teil ergänzen/abändern.
    Vielen Dank schon mal und Gruß
    Michael

    1. Hi Michael,
      teils teils. Manches habe ich mit Sketchup modelliert. Die meisten Sachen aber heruntergeladen, u.a. glaube ich bei https://3dwarehouse.sketchup.com

      Viele Grüße und dir gutes Gelingen
      Jörg

  16. Hi Jörg,

    Könntest du bitte noch ein Foto von oben machen (also so, dass man die Aluschienen und das Ortgangblech sehen kann – direkt in der Ecke)? Mir ist nicht ganz klar, wie die Befestigung realisiert ist.

    Vielen Dank – auch für den super Beitrag – das ist wirklich eine große Hilfe!

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael

    1. Hi Michael,
      habe gerade mal zwei Bilder geschossen und hochgeladen – am Ende des Blogposts. Hoffe das hilft dir.

      Viele Grüße
      Jörg

  17. Hi Jörg,

    danke für die Fotos!
    Verdammt – daran hab ich nicht gedacht. Wie ist es am anderen Ende mit der Regenrinne? 🙂
    Sorry, dass ich daran nicht vorher gedacht habe.
    Der Link in der Mail zur Bestätigung geht leider nicht – trotz nicht-Handy.

    Gruß
    Michaek

    1. So, hab nochmal ein weiteres Bild hinzugefügt, bei dem man auch die Regenrinne sieht.

      Das mit dem Bestätigungslink funktioniert in der Regel schon, nur die Seite wird nicht korrekt angezeigt bzw. zeigt einen Fehler. Ich weiss, das Problem ist nervig, sorry…

      Viele Grüße
      Jörg

  18. Hi Jörg,

    perfekt – vielen Dank!

    Die E-Mail Benachrichtigung hat tatsächlich funktioniert (trotz der Fehleranzeige).

    Man sieht an der Kopf- und Fußseite der Module so eine Art Aluschiene, die nach unten geht. Ist das ein Teil vom Modul oder hast du da extra etwas montiert? Ds sieht fast wie ein umgedrehtes Alu-Verlegeprofil aus.

    Gruß
    Michael

  19. Hi Jörg,

    Danke für’s Teilen deiner Erfahrungen.
    Ich wollte gerade damit starten, mich mit dem SolarEdge-Designer zu beschäftigen.
    Da stellt sich mir jetzt aber die Frage, wie du da zu einem Zugang als Privatperson gekommen bist?
    Vielleicht kannst du mir weiterhelfen?
    Danke und VG,
    Thomas

    1. Hi Thomas,
      hab mich über mein Gewerbe (durch den Blog) anmelden können. Als Privatperson geht das wohl nicht, leider – da hast du Recht…

      Viele Grüße
      Jörg

  20. Lassen sich die PV-Module auf jedem gewöhnlichen Holzcarport installieren oder sind dazu spezielle Verstärkungen notwendig?

    1. Das kommt maßgeblich auf die Traglast des Carport an. Dazu bedarf es einer individuellen Berechnung. Auch kann je nach Anbringung der Panels (z.B. Aufständerung) die Berücksichtigung der Windlast relevant werden. Lässt sich also so pauschal nicht beantworten und muss mit passenden Formeln und je nach Standort (zu erwarteneder max. Schneefall, vorherrschende Windzone, etc.) geprüft werden.

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Hallo Jörg,

      cooles Projekt 👍🏻

      Mich würde interessieren wie du die Balken ausgelegt hast oder hat dir das jemand berechnet?

      Viele Grüße

  21. Hallo und danke für die umfangreiche Vorlage zum Bau eines Solar-Carports.
    Bei meiner Planung will ich gerade das Rastermaß der Balken festlegen auf den die Panels liegen sollen. Da es keine genormten Breiten für die Glas Kollektoren gibt sehe ich es als problematisch an mich auf einen Typen festzulegen. Die Breite des Carports ist bei mir vorgegeben, da rechts und links der Platz vergeben ist. So stehe ich vor dem Problem mit dem Raster weitestgehens festgelegt zu sein.
    Wenn ich es richtig gesehen habe, sind deine Panels nicht mehr im Programm. Was tun, wenn man mal Ersatz braucht.
    Grüße
    Martin

    1. Hi Martin,
      bei emotion-e.com sind meine Module gerade nicht lieferbar, das stimmt. Ich würde evtl. einfach mal beim Anbieter (ist echt nett!) durchklingeln und nachfragen, ob es die Module nochmal geben wird. Ansonsten gibts dort aktuell die “DDM320 BIF 320Wp RIXIN” mit leicht abweichenden Maßen von 1026 x 1676mm. Was die insgesamte Breite des Carport betrifft, kann man etwas herumspielen mit unterschiedlich breiten Aluhaltesystemen. Manche haben zwischen den Panels nur 2cm “Luft” (so wie bei mir) und manche 3cm oder sogar 4cm. Außerdem hat man pro Panel meist auch einige Millimeter Spielraum, was das seitliche Einspannen angeht, sodass man die insgesamte Breite auch noch um mehrere Zentimeter beeinflussen kann. Ach und bei den außenliegenden Balken hat man noch etwas Spielraum, je nachdem, ob man die Aluhalterung weiter innen oder weiter außen auf dem Balken montiert.

      Falls meine Panels – warum auch immer – kuputt gehen sollten, werde ich in den sauren Apfel beißen und erstmal online recherchieren müssen, um vergleichbar große Glasmodule zu finden. Wird die Zeit zeigen… Da mache ich mir aber ehrlich gesagt nicht so viele Sorgen, da findet sich immer ein passender Weg.

      Viele Grüße
      Jörg

  22. Wow! Ein tolles Projekt – professionell umgesetzt. Ich bin Amateur, komme mehr aus der kaufmännischen Ecke und würde dein Projekt super gerne copy-pasten. Ich sehe viele Parallelen in der Umsetzung. Bei mir soll die PV-Modul-Neubedachung meiner Doppelgarage (Entfall 40 Jahre alter Wellplatten) mit seitlichem neu zu erstellenden Carport in der von dir verwendeten Bauweise montiert werden. Dachfläche nachher insgesamt 13x8m. Teilweise tagsüber temporär teilbeschattet. Am Anfang steht die Planung des Anbaus. Frage: Welches (freeware) CAD Programm kann ich laden, das deine SH3D-Datei öffnen kann und für mich Techniklaien bedienbar ist? Herzlichen Dank für deine Antwort, und gerne weiterer first-steps-Tipps. Viele Grüße aus dem Saarland, Karsten

    1. Hi Karsten,
      die Software heisst “Sweet Home 3D” – diese ist auch oben im Text verlinkt.

      Viele Grüße und viel Erfolg bei deiner Umsetzung
      Jörg

  23. Hallo Jörg, kurze Frage – welche Erfahrungen hast Du mit Schnee ? Bei dieser Dachneigung ist ja nicht davon auszugehen, dass er runterrutscht.

    Danke.

    1. Hi Uwe,
      jep, der bleibt natürlich liegen – bis er wieder schmilzt. Letzten Winter waren es glaub um die 5-6 Tage, an denen das Dach mit Schnee bedeckt war.

      Viele Grüße
      Jörg

  24. Hallo Jörg,

    Tolles Projekt! Ich habe mich entschieden ebenfalls ein solches zu beginnen. Deine Projektplanung, -dokumentation und die Erklärungen sind dabei sehr hilfreich. Zwei Fragen habe ich noch.
    1. Ist mittlerweile eine Speicheroption umgesetzt?
    2. Wie sind die Leistungsoptimierer versteckt/verbledet worden? Vielleicht wäre da ein weiteres Bild hilfreich.

    Danke und Gruß,
    Rico

    1. Hi Rico!

      1. Klar, Hausspeicher ist realisiert mit insgesamt knapp 40kWh Speicherkapazität und knapp 9kW Lade- und 12kW Entladeleistung (3phasig) inkl. Ersatzstromfunktion -> https://meintechblog.de/category/batteriespeicher/ – Als Einstieg empfehle ich den ältesten Artikel gaaanz unten 🙂

      2. Zum Verstecken der Leistungsoptimierier habe ich einige Infos inkl. Bilder im Blogpost Operation Solarcarport – Was weiter geschah – inkl. erstem Panelputz gepostet.

      Viele Grüße
      Jörg

  25. Hallo Jörg, habe mir dein Projekt heute noch mal ganz genau durchgelesen, Respekt und Dank für Deine Doku hier. Was mich allerdings noch sehr bewegt, ist die Dachneigung von 5°. Ist schon extrem flach, dann ist auch die Verschmutzung kein Wunder, auch für die Energieausbeute wären 20-30° viel besser. Was hat dich von einer größeren Dachneigung abgehalten (neben der Optik). Viele Grüße. Uwe

    1. Hi Uwe,
      wollte einfach nicht, dass das Carport auf der einen Seite noch höher bzw. auf der anderen Seite niedriger ist. 🙈 Alles in allem ist die Dachbeigung völlig ok. Die Verschmutzung hält sich echt in Grenzen und etwas Verschmutzung bringt so gut wie keine messbaren Einbußen – so meine Erfahrung.

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Ach einen Input kann ich noch geben: Habe gerade einige Adapter bestellt, die man einfach an die PV-Panels ranklemmt und die das sonst stehenbleibende Wasser durch den Kapillareffekt abtragen, um langfristige Ablagerungen insbesondere bei geringen Neigungen zu verhindern -> https://a.aliexpress.com/_uXqK2H (externer Link)

      Bin gespannt, wie gut das bei meinem 7 Grad Hausdach funktioniert. Hier gibt es an den Rändern schon einige Ablagerungen, die aber lustigerweise zu keinen messbaren Ertragseinbußen führen. Und dabei kann ich durch die SolarEdge-Leistungsoptimierer jedes Panel individuell tracken. Manche Panels habe ich gereinigt, manche nicht. Und alle performen – bis auf die üblichen Toleranzen – absolut identisch…

      Viele Grüße
      Jörg

  26. Hi. Inspiriert durch Deinen Blog habe ich meine Alter Terrasse mit den Modulen von Rixin erneuert.
    Da ich bisher keine Solaranlage habe, müsste ich dies ja zum ersten Mal anmelden lassen.
    Ein Elektriker hat mit mir gesprochen, aber will nicht wegen der fehlen Überkopf-Zulassung.
    Weitere 7 haben abgewunken – machen nur komplett und sind nicht interessiert.
    Du hast scheinbar sehr viel Glück gehabt mit deinem Elektriker.

    1. Ok schade,
      kenne schon zig Leute über den Blog, die das so realisiert haben wie ich und die ihre Anlage ohne Probleme angemeldet bekommen haben.

      So oder so: Die fehlende Zertifizierung ist für mich persönlich ein Witz. Ich habe bei der Terrassenüberdachung quasi baugleiche Module eines anderen Herstellers verbaut inkl. Überkopfzertifikat. Hat man die Module einmal in der Hand, merkt man, dass diese 1:1 gleich aufgebaut sind – eben mit Sicherheitsglas. Klar muss alles technisch sauber und insb. auch sicher sein, aber manchmal muss man den Elefanten auch mal im Dorf lassen – oder wars die Kirche… 😀

      Viele Grüße und ich hoffe du findest noch jemanden, der dir weiterhelfen kann
      Jörg

    1. Hi Thomas,
      fragst du mich oder generell? Ich habe keine Erfahrung zu Bifacial-Modulen, da selbst nicht verbaut. Würde mich jedenfalls wundern – aber korrigiert mich bitte gerne -, wenn das bei Überdachungen wie meiner mehr als 10% zusätzlichen Ertrag bringt…

      Viele Grüße
      Jörg

  27. Hallo Jörg,

    cooles Projekt. Plane ähnliches.
    Dazu hätte ich eine Frage; Du hast die Längskanten der Module mit dem beschriebenen System fixiert und abgedichtet. Nun stellt sich für mich die Frage wie hast du es mit den kurzen Seiten gemacht/dicht bekommen?

    Danke für deine Antwort
    Rainer

  28. Laut Impressum hat die Firma SolarEdge seinen Sitz in Israel.
    https://www.solaredge.com/de/impressum
    Bitte im Artikel korrigieren.
    Danke

    1. Hi Christian,
      danke für deine Info. Habe den Blogpost gerade mal flott überflogen, weiss aber nicht, von welcher Stelle du sprichst. Kannst du mir bitte den entsprechenden Textauszug nennen?

      Viele Grüße
      Jörg

  29. Hallo Jörg,
    > Die Lösung liefert das deutsche Unternehmen SolarEdge …

    Das ist wie gesagt laut Impressum falsch.

    Noch eine andere Frage:
    Wir haben eine PV Anlage mit Optimierern und 2 SMI Gateways von SolarEdge.
    Ich habe nur lesend Zugriff auf das SolarEdge Monitoring Portal.
    Ich habe den Installationsbetrieb gefragt, ob sie bitte die “Auslegung” im Portal korrigieren können:
    > Sind dort Linien und Formen vorhanden, um einen Grundriss zu zeichnen
    oder können Sie einen Grundriss als Bild importieren?

    Die Antwort war leider nicht zufriedenstellend:
    > das geht nicht, die Fläche wurde damals als ein Modulfeld angelegt, ich kann die Module nur im Modul-Rastermaß verschieben, bedeutet sehr großen Aufwand, da sitze ich ein bis zwei Stunden dran.

    Hast du deine Anlage im Portal unter Auslegung selbst erstellt, da du ja keinen Installationsbetrieb beauftragt hast und somit Administrator sein müsstest?

    Ist das UI / Tool so “schlecht”, dass das nicht möglich ist?

    Vielen Dank

    1. > das geht nicht, die Fläche wurde damals als ein Modulfeld angelegt, ich kann die Module nur im Modul-Rastermaß verschieben

      ? Im Designer kann man das ganze Modulraster verschieben (und außerdem die Modulabstände einstellen und so). Außerdem kann man Einzelmodule aus dem Raster entfernen und/oder seitlich welche dranhängen.

  30. @Jörg: Warum ist nicht unter jedem Kommentar eine “Antworten” Schaltfläche?

    @Matthias Urlichs: Hast du einen Beispiel Screenshot oder Anleitung?

    1. Du musst immer den ersten Kommentar eines “Threads” anschauen – dort ist der “Antworten”-Button. Finde ich auch besoffen, ist aber im Standard so, wenn man nur zwei Kommentarebenen (Hauptkommentar und Antworten darauf) erlaubt.

      Viele Grüße
      Jörg

  31. Moin Jörg,

    durch Zufall bin ich auf Deinen Blog gestoßen. Hut ab: tolle Projekte und jedes sehr detailliert beschrieben. Als Elektromeister nutze ich bei mir Zuhause ähnliche Techniken, wie zum Beispiel KNX, Loxone, Modbus IP, Loxberry, NodeRed,…
    In Deiner “Einkufsliste” zur PV-Anlage des Carports habe ich einen Fehlerstromschutzschalter HAGER CGA440D herausgelesen. Dieser Typ A – FI löst erst bei einem Nennfehlerstrom von 500 mA aus. Ich habe bei Solaredge den folgenden Text gefunden “…Sämtliche SolarEdge Wechselrichter sind mit einem zugelassenen internen Fehlerstromschutzschalter (RCD) ausgestattet, um Schutz vor Stromschlägen oder Bränden infolge von Fehlfunktionen im PV-Array, der Verdrahtung oder im Wechselrichter zu gewährleisten. In einigen Ländern ist ein externer RCD vorgeschrieben. In diesen Fällen muss der Installateur überprüfen, welche Art von RCD gemäß der einschlägigen Stromsicherheitsnorm vorgeschrieben ist. SolarEdge empfiehlt die Verwendung eines RCD vom Typ A. Der empfohlene Kennwert des RCD liegt bei 100 mA oder 300 mA, es sei denn, die lokal gültige Stromsicherheitsnorm schreibt einen niedrigeren Wert vor. …”

    Ich denke, dass die TAB Deines Netzbetreibers einen FI zum Personenschutz (30mA) oder zumindest zum Brandschutz (300mA) fordert. Typ B wäre natürlich noch sicherer. Was sagt denn der beim VNB eingetragene Fachbetrieb, der die Installation durchgeführt hat, hierzu aus? Der 500mA-FI ist zwar in der Beschaffung sehr günstig, m.E. aber keinesfalls ausreichend (?).

    1. Danke für deinen Hinweis. Hatte mir dazu bisher noch keine Platte gemacht und “wurde halt so installiert”. RCD mit 300mA (Modell Hager CFA463D) ist geordert und wird getauscht sobald geliefert. Im Blogpost auch entsprechend angepasst…

      Viele Grüße
      Jörg

  32. Hallo Jörg,
    gleich vorarb: spitzenmäßige Arbeit!! Ich habe eine Frage zur Abdichtung der Solarpaneele an den kurzen Seiten (vielleicht habe ich es auch übersehen). Auf dem Foto von deiner Reinigung schaut das aus, wie eine Silikonfuge. Ist das so? Hält das wirklich dicht?

    Wir haben bei uns im Garten (kein Stromanschluss) den Gedanken unseren Schuppen (deutlich kleiner) neu mit Solarrpaneelen zu decken und so wenigstens etwas Energie zu erzeugen. Aber dicht soll er halt sein …
    Beste Grüße
    Falk

    1. Danke!

      Jup ist dicht. Wurde schon paar Mal in den Kommentaren erläutert. Unter der Silikonfuge befindet sich ein Alu-T-Profil, damit das Silikon bei der Installation nicht nach unten “abhauen” kann – und zusätzliche Stabilität bringt das auch noch…

      Viele Grüße und Erfolg bei deiner Umsetzung
      Jörg

  33. Hallo Jörg,
    ich freue mich sehr, so eine detaillierte Vorstellung eines Selbstbauprojekts vom Solarcarport gefunden zu haben, denn ich habe gerade mit einer beinah identischen Carportplanung angfangen, und genau aus dem selben Grund.
    Ich habe nun folgende Fragen, später noch mehr:
    1. Welche Dachneigung hast Du? 5 Grad?
    2. Welches rahmenlose Modul hast Du drauf? DDM(P)320 von emotione?
    3. Wie häufig muss man putzen? Reicht ein Hochdruckreiniger nicht aus?
    4. Braucht das Glasmodul die Überkopfgenehmigung überhaupt?
    Bei Dir sind die Modulträger in der Längsrichtung verlegt, bei mir werden in der Querrichtung. Also jedes Modul mit der Länge 170 cm bekommt drei unterliegende Aluträger im Format 60 mm x 200 mm, in der Hoffnung dass man bei Wartungsarbeit oder Reinigung frei auf dem Dach bewegen kann.

    beste Grüße

  34. Moin moin,

    sehr schönes Carport mit toller PV-Anlage.
    Ich hatte mir auch schon überlegt statt einer klassischen Eindeckung mit darauf montierten PV-Modulen eine komplette PV-Eindeckung vorzunehmen.
    Hast Du dazu Erfahrungen mit Kondenswasser Aufgrund von Temperaturunterschieden an der Unterseite der Module?
    Bei z.B. Trapezblechdächern gibt es dagegen ja extra Beschichtungen die das Kondenswasser aufnehmen sollen.

    1. Hin und wieder “sifft” etwas Kondenswasser runter – glaube vermehrt im Winter – dann eben morgens. Bisher kein “Dealbreaker”….

  35. Echt stark gemacht Jörg. Hast du dir schon mal die PV Projekte für PV Carports und PV Dächer von www.pvcarport24.de angeschaut? Dort werden auch transparente PV Module mit Zulassung für Überkopfverglasung verwendet.

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