Neulich hatten wir das Thema erst im PV-Quartett erst ein ernstes Thema, welches ich euch nicht vorenthalten möchte.
Im ersten Teil der kleinen Reihe „So tausche ich die bestehenden Sicherungen meiner Anlage“ möchte ich euch aber erstmal mit den Basics vertraut machen und jeden abholen, der noch nicht Bescheid weiss…
UPDATE VOM 24.09.2024
Die größentechnisch zur Megafuse kompatiblen Adler-Sicherungen gibt es übrigens mittlerweile auch in verschiedenen Ampere-Stärken auf Amazon zu kaufen: Adler EF3 Sicherung für Energiespeichersysteme (ESS) (Affiliate-Link)
UPDATE ENDE
Links aus dem Video
00:00:09
House burned down (diysolarforum.com)
00:00:34
Live PV-Quartett – Was kann Ingos Anlage wirklich? (ab Stelle 01:06:39)
00:01:37
Operation Hausspeicher – 14kWh LiFePo4-Zellen für 2.200€
00:01:49
YR1030 Messgerät (Affilate-Link)
00:02:05
Energie&Hobby (YouTube-Channel)
00:02:43
Meine Energiewende (YouTube-Channel)
00:04:08
greenFuse AT1 150V IR20kA AUTOMOTIV (externer Link)

7 Kommentare
Hallo Jörg,
danke für die, wieder mal, sehr interessanten Informationen. Ist ja eigentlich alles logisch. Ich bin aber auch davon ausgegangen, dass diese Sicherungen für die genannten Anwendungen geeignet sind.
Die GreenFuse habe ich mir dann mal gleich bestellt.
Wie ist das mit der Einzelabsicherung der Mupltiplusse (hier 3* 48/5000)? Dort habe ich die gleichen Megafuses drin. 70V/200A, jeder MP einzeln. So wie von Victron empfohlen/gefordert.
Ist das in diesem Fall nicht besser, dort auch Sicherungen mit Lichtbogenselbstlöscheigenschaften ( 😀 ) einzusetzen? Kurzschluss ist Kurzschluss. Und wenn dann mehrere Packs den Multiplus befeuern…
Ok, bei mir würden die beiden Packs dann bei ~400A Gesamtstrom abschalten. Stellt sich aber wiederum die Frage, ab welchem Strom entsteht bzw besteht ein Lichtbogen. Da habe ich keine praktischen Erfahrungen.
Dann kommt mir noch der Gedanke des BMS. Dieses hat doch ebenfalls eine Stromüberwachung. Sollten die im diesem Fall nicht auch abschalten? (bei mir jeweils 100A). Dabei ist dann wieder die Frage, welchen Strom im Falle des Lichtbogens dauerhaft fließt. Da habe ich keine Informationen zu.
Je nach dem, was sich im Fehlerfall in einem der MPs abspielt, können die Sicherungen nicht alle Fehler abfangen, eben eigentlich nur die Installation schützen (Leitungsschutzschalter), nicht aber ein fehlerbehaftetes Gerät. Wir haben das früher bei Thyristorsteuerungen mit „Ultraflinken Sicherungen“ versucht, die Thyristoren waren jedoch immer schneller 😉
Vom Platz her würden bei mir auch die Klopper reinpassen, die Du am Anfang gezeigt hattest. Wo gibts die ?
VG
Reiner
Hi Reiner,
immer gerne! 😀
Bin ich bis vor Kurzem auch – bis das Thema eben hochkochte, aufgrund des erwähnten Brandfalls in den USA.
Ich tausche die Megafuses auch auf „Multiplusseite“, denn da kann es – wie du schon schreibst – auch zum Problem werden. Hier schaue ich noch, welche Sicherungen baugrößentechnisch am besten zum Einsatz kommen können, denn ich hab eigentlich keine große Lust meine selbstgebaute Busbar umzubauen. Hoffe die „Jens-Sicherungen“ passen an die Stelle der normalen Megafuses. Hier warte ich auf Erfahrungswerte von ihm. Bestellen kann man diese Sicherung anscheinend nicht als Endkunde – evtl. ist Jens dann eine „Bezugsquelle“ – er meinte vorhin schon, dass es bereits viele Anfragen gibt…
Das BMS schaltet im angesprochenen Kontext nur bei „Überlast“ ab. Im Kurzschlussfall macht das BMS vermutlich gar nix, ausser dass der Trennschalter bzw. die Mosfets „abrauchen“ und stumpf „durchschalten“, da diese für den brachialen Kurzschlussstrom, was große LFP-Packs bereitstellen, nicht ausgelegt sind. Es sei denn man setzt externe Trennschalter pro Pack ein, die wiederum dafür ausgelegt sind – kostet halt dann schon paar hundert bis tausend Euros mehr, je nach Größe des Setup…
Viele Grüße
Jörg
Hi Jörg, hi Community,
ich habe mich mal intensiv mit dem Thema Absicherung beschäftigt, bin selber staatlich geprüfter Techniker, Fachbereich Elektrotechnik.
Was hier im Blog zum Thema Kurzschlussströme und Abschaltvermögen gesagt wird ist vollkommen richtig.
Die Megafuse neigt zum sogenannten „Durchzünden“ wenn der hohe Kurzschlussstrom getrennt werden muss.
Ich bin mir der „Platzproblematik“ bewusst, habe mich aber trotzdem bei meinen beiden 16S/280Ah Packs (Aufbau wie Jörgs „Holzkisten“) für diese Lösung entschieden….
Diesen NH 00 Sicherungslasttrennschalter:
EFEN U NH-LATR TPS 00/250 1P G4G4
Art. Nr. 33107-0250
mit diesen Sicherungseinsätzen:
U TPS FAULT TERMINATOR 200A
Art. Nr. 35300-0200
Diese Kombination, weil ich 3X MP2 5000/70 montiert habe. Bei Volllast fließen bis zu 200A in meinem Setup.
Da die Trenner natürlich unmöglich ins Batteriegehäuse passen, habe ich die Batteriekabel durch den Ausschnitt für den Anderson stecker nach außen geführt Dort über den Sicherungslasttrennschalter (hab pro Pack 2 Stück montiert um allpolig abschalten zu können) und dann den Anderson Stecker außen aufgeschraubt.
Somit haben die Packs jetzt lediglich 184mm (bei geschlossenem Trenner), bzw 240mm (bei geöffnetem Trenne) mehr Tiefe, was zumindest bei meiner Aufstellung völlig unproblematisch ist.
Technisch betrachtet ist das mit Sicherheit (eine) die/der sichersten Alternativen.
Die Trenner sind übrigens auch im industriellen Bereich als Lasttrenner z.B. bei USV-Anlagen verbaut.
@Jörg: Ich schicke die bei Zeiten ein paar Fotos, wie ich die Dinger montiert habe wenn du magst.
Viele Grüße,
weiter so, mega Blog!!!
Hallo Ingo,
ich mag auch Bilder 😉
Und damit bin ich bestimmt nicht alleine….
VG
Reiner
Hallo Ingo,
die HN Trenner hab ich auch gefunden.
Bei meinem bisherigen Batteriepack hab ich ETI KVL-00 1p M8-M8 HN00 (001690890) Lasttrenner mit ETI 100A/80V (004110082) Einsetzen, aber die scheint es nicht mehr zu geben.
Welche Bezugsquelle hast du für die von Dir genannten?
Gruß
Maze
Hallo,
ich war bisher immer der Meinung, dass bei Batterien zwar ein immens hoher Kurzschlussstrom fließt, aber die Spannung dabei auf nahezu null zusammenbricht.
In allen Überlegungen hier wird ja immer von voller Systemspannung ausgegangen. Aber die gibt es meiner Meinung nach beim Kurzschluss einer Batterie nicht.
Somit dürfte ein „durchzünden“ der durchgebrannten Sicherung doch eigentlich nicht auftreten.
Oder habe ich hier irgendwas übersehen?