Operation Hausspeicher – Netzanmeldung scheitert erstmal und klappt am Ende doch noch!

IM EINSATZ?

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Ein absolut essenzielles Thema, welches bei meinem DIY-Energiespeichersystem bisher noch offen war, betrifft die Anmeldung beim lokalen Netzbetreiber. In diesem Kontext bekomme ich mittlerweile täglich Leserfragen und möchte deshalb meine Erfahrungen teilen, um als Art “Referenz” herzuhalten und aufzuzeigen, auf welcher Diskussionsgrundlage die offizielle Anmeldung beim zweiten Anlauf trotz fehlender Batteriezertifikate doch noch geklappt hat.

In diesem Kontext hoffe ich etwas Klarheit ins Dunkle bringen und anderen DIY-Enthusiasten netzparalleler Energiespeichersysteme eine zentrale Hilfestellung geben zu können. Denn die ESS-Anlage nicht anzumelden und einfach “schwarz” zu betreiben, wie es vermutlich bereits andere “Bastler” praktizieren, ist meiner Ansicht nach sicherlich nicht zielführend. Aus vielen Gründen…

UPDATE VOM 18.10.2023

Ich möchte ich mich an dieser Stelle nochmal bei den Stadtwerken Schwäbisch Hall bedanken, da sie nach anfänglicher Ablehnung meiner Anmeldung doch ein offenes Ohr hatten und am Ende gezeigt haben, dass man neuen Themen gegenüber offen und diskussionsbereit ist. Viele der hier im Blog vorgestellten Themen waren zum damaligen Zeitpunkt einfach noch recht neu und alle an den Prozessen Beteiligten müssen erstmal Erfahrungen sammeln – das ist ja auch nicht wirklich verwunderlich.

Hier könnten sich andere Netzbetreiber sicherlich ein Stück von abschneiden, insbesondere auch was die Bearbeitungsgeschwindigkeit von Anträgen angeht. In meinem Fall war die Sache inklusive Rückfragen etc. in wenigen Tagen erledigt. Und ich kenne auch einige Fälle, bspw. im Raum Nürnberg, wo entsprechende Anmeldungen mehrere Monate unbeantwortet bleiben, was uns bei der angestrebten Energiewende am Ende ein Stück weit unnötig ausbremst.

WICHTIG! LESEN!

Falls ihr vor der Anmeldung eurer eigenen ESS-Anlage steht, nutzt gerne meine nachfolgend zusammengetragenen Erkenntnisse, aber tut mir bitte bitte den Gefallen und kontaktiert die genannten “Referenzen” auf keinen Fall persönlich – ich bekomme sonst echt Ärger mit meinen Kontakten und müsste diese dann aus dem Blogpost streichen…

Ich bekomme so schon mittlerweile täglich Anfragen per E-Mail, ob ich nicht bspw. mal meinen Elektriker vorbeischicken könnte, um eine DIY-Speicherlösung abzunehmen. Mein Eli ist über ein Jahr komplett ausgebucht und hat dafür schlicht keine Zeit und insgesamt vermutlich auch Nerven. Mehr Infos bzgl. konkreter Hilfestellung in Sachen ESS dann am Ende des Blogpost.

Darum ist eine Anmeldung des ESS beim VNB so wichtig

Wie bereits im letzten Blogpost Operation Direktvermarktung – Die eigene PV-Anlage als Goldesel? kurz angesprochen, ist der Verteilnetzbetreiber (VNB) schlussendlich dafür verantwortlich, dass seine Infrastruktur ordnungsgemäß funktioniert und muss deshalb auch darüber Bescheid wissen, welche Anlagen an welchem Einspeisepunkt betrieben werden. Insbesondere natürlich Anlagen, die verhältnismäßig viel Strom konsumieren, wie Ladesäulen für E-Autos, die das Netz mal locker mit 11kW oder mehr “belasten” können.

Deshalb müssen bspw. alleine schon aus diesem Grund neue PV-Anlagen angemeldet werden, damit der Netzbetreiber prüfen kann, ob genügend Netzkapazitäten dafür vorhanden sind und ggf. Kapazitäten (Transformatoren, Stromleitungen, Verteiler, etc.) ausbauen kann.

Aber auch beim Hausspeicher, der sich – bis auf den Inselbetrieb – quasi immer im netzparallelen Betrieb und damit im “Hoheitsgebiet” des Netzbetreibers befindet, muss durch den Anlagenbetreiber die Berücksichtigung entsprechender regulatorische Vorgaben nachgewiesen werden.

Denn nur so kann der Netzbetreiber sicherstellen, dass sein Stromnetz, auf das sich alle seine angeschlossenen Vertragspartner (u.A. auch private Stromkunden) verlassen, auch ordungsgemäß funktioniert. Und das insbesondere auch in einem Fehlerfall, bspw. einem Netzausfall. Im Kontext des ESS-Speichers muss dann bspw. sichergestellt werden, dass der Batterieinverter alleine schon aus Sicherheitsgründen keinen Strom ins Verteilnetz rückspeist. Im konkreten Fall der von mir eingesetzten Victron Multiplus Inverter wird die Netzstabilität permanent geprüft und sobald ein Ausfall in einem Bruchteil einer Sekunde erkannt wird (1/50s), kümmern sich zwei in Reihe geschaltete Schütze um eine netzseitige Abkopplung.

Aber genug zu den technischen Grundlagen, jetzt geht es an die Anmeldung! Oder doch noch nicht?

E-Check durch einen eingetragenen Elektriker

Die offizielle Anmeldung beim Netzbetreiber muss in jedem Fall durch einen eingetragenen Elektriker erfolgen, was alleine schon aus Sicherheitsgründen gut so ist. Ich würde empfehlen schon von Beginn an einen Elektriker mit “ins Boot” zu nehmen, um mit ihm vorab bspw. anhand eures angedachten Anlagenschemas abzusprechen, ob das aus seiner Sicht technisch in Ordnung ist. Denn am Ende sollte er die Anlage ja im besten Fall nicht nur prüfen, sondern auch abnehmen. Mehr Infos zum E-Check auf www.elektrohandwerk.de.

UPDATE VOM 08.05.2023: Das zugrundeliegende Anlagenschema habe ich etwas nach unten im Beitrag “umgezogen” – mit weiteren Hintergrundinfos und Downloadfile… UPDATE ENDE

Einen “fremden” Elektriker zu finden, der eine fertige DIY-Anlage ohne vorherige Absprache abnimmt, gestaltet sich vermutlich als recht schwierig – wenn auch nicht unmöglich. Aber verständlicherweise müsste sich ein “normaler” Elektriker erstmal mit allen technischen Details der Anlage auseinandersetzen, die regeltechnischen Zusammenhänge durchdenken und schlussendlich auch noch eine elektrotechnische Prüfung durchführen. Verständlich, dass darauf nicht jeder Elektriker, der vermutlich ohnehin bereits zu 100% ausgebucht ist, darauf Bock hat – schon alleine weil er sich in die Thematik einarbeiten muss. Ich würde es in diesem Kontext als Fortbildung und “Investition in die Zukunft” sehen, die meisten aber vermutlich leider erstmal nur als unbezahlten Aufwand.

Aber “Long Story Short”: Kümmert euch darum, dass ihr einen eingetragenen Elektriker findet, der euch auf dem Weg begleitet und der einen sogenannten E-Check durchführen kann. Dabei geht es dann insbesondere darum, dass alles ordnungsgemäß verkabelt wurde und das Auslöseverhalten der Sicherungsmaßnahmen (LSS, RCD, etc.) korrekt funktioniert. Aber genug dazu an dieser Stelle, da das sonst den Rahmen sprengen würde.

Wichtig: Auch die DC-Seite prüfen lassen!

Zum Abschluss jedoch noch ein wichtiger Hinweis in diesem Kontext: Relevant für die spätere Anmeldung beim Netzbetreiber ist primär, dass die 230V-Seite eurer ESS-Anlage, also auf Seiten des NS-Netzes “safe” ist. Die 48V-DC-Seite – und darauf gehe ich später nochmal genauer ein – ist am Ende “euer Bier”. So oder so würde ich jedoch dringend empfehlen, dass sich der Fachmann aka Elektriker auch diese Seite konzeptionell ansieht und praktisch überprüft – auch wenn dies mit Mehraufwand und einhergehend Kosten verbunden ist. Denn insbesondere auch diese Seite ist, wie bereits im ersten Blogpost zum diesem Thema (Operation Hausspeicher – 28kWh für unter 7.000€ – Kapitel “Ernstzunehmende Sicherheitshinweise —> LESEN!“) angesprochen, muss zu 100% “ordentlich” gemacht werden, da aufgrund der geringen Spannung enorme Ströme fließen. Wer hier bspw. keinen Wert auf vernünftige Kontaktierungen legt, wird nicht lange Spaß an der Anlage haben.

Anmeldung beim Netzbetreiber

Soweit die Anlage also auf technischer Seite überprüft wurde, kann es an das Ausfüllen der Anmeldeformulare gehen, die der Netzbetreiber gewöhnlich online bereitstellt – bei mir sind das die Stadtwerke Schwäbisch Hall und die ganzen Formulare werden hier (externer Link) bereitgestellt. Diese Formulare sollen – wie ich es verstanden habe – ab 2023 irgendwann mal “standardisiert” sein und es auch eine Onlineplattform geben (müssen), damit nicht jeder Netzbetreiber eigene individuelle Formulare verwendet. Ich habe jetzt mittlerweile schon einige unterschiedliche Dokumente gesehen und diese unterscheiden sich teilweise schon sehr stark darin, welche Detailangaben (Leistung, Speicherkapazität) anzugeben sind.

Formular Anmeldung / Inbetriebsetzung

Ich hatte vorab einfach mal beim Netzbetreiber nachgefragt und da hiess es, dass ich vorab keine “Vorabanmeldung” (vermutlich nicht der korrekte Begriff) einreichen muss, da es sich quasi nur um eine Erweiterung der bestehenden und bereits angemeldeten PV-Anlage handelt. Deshalb reichte in meinem Fall also die normale “Anmeldung / Inbetriebsetzung” (pdf-Formular).

Formular Speicherschema

Im Formular ist vom sogenannten “Messkonzept” die Rede. Das entsprechend korrekt angehakte “Speicherschema” pdf-Formular (externe Link) muss der Anmeldung beigelegt werden:

Formular Nachweis über Eigenverbrauch

Im Speicherschema ist die Rede davon, dass ein zusätzlicher “Zähler für Erzeugung mit Rücklaufsperre” notwendig ist. Wie ich es verstanden habe, ist dies aber nur dann relevant, solange der Eigenverbrauch größer 30MWh/Jahr ist, da hier zumindest noch im Jahr 2022 EEG-Umlagen darauf entrichtet werden müssen. Deshalb habe ich nochmal das bereits zur damaligen PV-Anlagenerweiterung übermittelte Formular “Nachweis über Eigenverbrauch” (pdf-Formular – externer Link) erneut mitgesendet, mit dem man bestätigt, dass man unterhalb dieses Wertes bleibt – was aber ohnehin bei einer PV-Anlage kleiner 30kWp aufgrund der überschauberen Erzeugung eigentlich nicht zur Debatte stehen dürfte.

Ich denke, dass es beim Formular keine großen Interpretationsspielräume geben sollte – deshalb nachfolgend nur das “blanke” Formular, welches jedoch ab 2023 ohnehin gegenstandslos sein sollte:

Übersichtsschaltplan

Ich glaube es wurde zwar nicht explizit danach gefragt, aber ich dachte es ist vermutlich sinnvoll den mit meinem Elektriker abgestimmten Übersichtsschaltplan mit zu übermitteln, der alleine schon aus Dokumentationszwecken für mich essentiell wichtig ist. Bei der gesendeten “Version” des Plans habe ich jedoch die konkreten Produktbezeichnungen (insb. bei den Hager-LSS/RCD) weggelassen. Aber hier mal der Vollständigkeit halber mit allen Infos:

UPDATE VOM 08.05.2023: Das gezeigte Anlagenschema ist nun mittlerweile in Version 4 geupdated und sollte nun alle Details bis ins letzte Detail korrekt wiedergeben. Danke an alle, die in der Zwischenzeit daran mitgewirkt haben. 😀 Der Plan konnte jetzt auch bereits von mehreren Bekannten selbst bei der Anlagenanmeldung genutzt werden – jeweils etwas individualisiert selbstverständlich…

Und da ich auch bereits mehrfach gefragt wurde: Ich habe die Zeichnung “manuell” per Keynote (Apple-Pendant zu Powerpoint) erstellt. Hier gerne auch die Vorlage als Download zur eigenen Bearbeitung:

ESS Übersichtsschaltplan (2350 Downloads )

UPDATE ENDE

ESS-Anlagen-Zertifikate

Die “paar Formulare” waren jetzt aber erst die halbe Miete bzw. im Grunde nur “Vorgeplänkel”. Denn spannend wird es jetzt insbesondere bei den Zertifikaten der ESS-Anlage. Ohne etwas vorweg nehmen zu wollen, hier erstmal die Formulare, die ich eingereicht habe und die in jedem Fall zwingend sind.

Victron Einheitenzertifikat

Mit diesem Zertifikat (externer pdf-Link) wird bestätigt, dass gewisse Multiplus-Inverter von Victron (3000er und 5000er) nach VDE-AR-N 4105:2018-11 (externer Link) im deutschen Niederspannungsnetz betrieben werden dürfen. Also einfach herunterladen und der Anmeldung beifügen.

Victron Einheitenzertifikat

externer Link

Ich hoffe mal, dass Victron dieses Zertifikat auch endlich mal auf die größeren und konzeptionell identisch aufgebauten Multiplus 8000/10000/15000 erweitert, da ich bald auch ein Upgrade vorhabe. Die größeren “Quattro”-Brüder scheinen diese Zertifikate anscheinend schon zu haben…

UPDATE VOM 18.10.2023:

Mittlerweile sind auch die größeren Multiplus-Modelle bis hoch zum 10.000er Modell zertifiziert in Deutschland und können ohne zusätzlichen NA-Schutz installiert werden.

UPDATE ENDE

Victron Zertifikat NA-Schutz

Ein weiteres benötigtes Zertifikat betrifft den NA-Schutz. Da dieses auch einfach hier (externer pdf-Link) zum Download bereitgestellt wird und damit einfach eingereicht werden kann, vertiefe ich dieses Thema an dieser Stelle nicht weiter.

Victron Zertifikat NA-Schutz

externer Link

Spannend ist in diesem Kontext nur das laute “Klackern” der Relais der Multiplus, was viele kennen müssten, aber evtl. nicht genau wissen, warum die Teile so einen Lärm machen. Denn hierbei handelt es sich um eine Art Schaltkaskade mit jeweils zwei in Reihe geschaltete Trennrelais (normally open) pro Mulitplus, die dafür zuständig sind das externe Stromnetz im “Fehler”-Fall automatisch abzukoppeln, damit die Verbraucher im Inselbetrieb weiterversorgt werden können. Im Fall der Victron-Inverter sogar verzögerungsfrei in nur 20ms -> großes Kino!

Victron Herstellererklärung

Keine Ahnung, ob man diesen Konformitätsnachweis auch beibringen muss, ich habe es einfach mal getan, da es ja nicht wehtut und vermutlich auch im Kontext der später erläuterten “Anmeldeprobleme” relevant sein könnte. -> Herstellererklärung (externer pdf-Link) bzgl. “Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsetz” (FNN).

Victron Herstellererklärung

externer Link

Victron Datenblatt Multiplus

Relevant war jedenfalls auch der Nachweis der Inverter-Leistungswerte, weshalb das Datenblatt der Multiplus (externer pdf-Link) notwendigerweise übermittelt werden musste.

Victron Datenblatt Multiplus

externer Link

EVE LiFePo4 Speicherzellen

Naiv, wie ich zu diesem Zeitpunkt noch war, dachte ich, dass ich “einfach” noch ein paar Informationen zu den verwendeten Batteriezellen und BMS mitsende – Details dazu im Blogpost Operation Hausspeicher – Batteriepack bestücken -, da ich diese ja auch im Übersichtsschaltplan erwähnt hatte. Auch wenn sich dieser DC-seitige Anlagenteil (aus Netzseite betrachtet) hinter den zertifizierten Multiplus-Invertern befindet und damit ausserhalb des Zuständigkeitsbereichs des Netzbetreibers. Konkret also das Datenblatt aka Product Specification EVE LF280N (3623 Downloads ) der Batteriezellen und “Product Confirmation” der JiaBaida BMS JiaBaiDa LiFePo4 200a 8-20s (12410 Downloads ) .

UPDATE VOM 16.05.2023: Nachfolgend auch noch das CE-Zertifikat sämtlicher EVE-Zellen:

BASEN Lifepo4 3 2V prismatic cell CE (1692 Downloads )

UPDATE ENDE

nmeldeversuch – Die Erste

Vollgestopft mit allen oben angegebenen Formularen, Zertifikaten, Datenblättern und sonstigen Referenzen habe ich dann eine E-Mail an meinen Netzbetreiber gesendet. Dabei hatte ich mit meinem Elektriker abgemacht, dass ich mich komplett und diesen “Anmeldekram” kümmere, was im Nachhinein betrachtet wohl auch nicht anders gegangen wäre…

Kurze Zeit später erhielt ich dann bereits tatsächlich einen Rückruf im Kontext, dass einige Formulare fehlen (oben im Blogpost bereits korrekt gepflegt), insbesondere jedoch das notwendige Batteriezertifikat aka “Passierschein A38” fehlt.

Urgs… An dieser ist mein schön aufgebautes Kartenhaus erstmal komplett eingestürzt, da ich bis auf obige läppische asiatische Produktdatenblätter natürlich adhoc nichts VDE-konformes bzgl. der EVE-Batteriezellen liefern konnte, was bei normalen kommerziellen Fertiglösungen ala E3DC, Senec und Co. sonst üblich ist. Wir sind dann so verblieben, dass ich mich auf Recherche begebe und mich wieder zurückmelde, sobald ich zu einer Erkenntnis gekommen bin.

Anmeldeversuch – Die Zweite

Jetzt war klar, dass ich um eine stichhaltige Argumentation nicht mehr herumkomme, weshalb gerade ich mit meiner popeligen DIY-Speicherlösung dennoch am Netzbetrieb teilnehmen und das ESS insgesamt auch ohne separate Batteriezertifikate “regelkonform” betrieben werden kann/darf.

In diesem Kontext erstmal tausend Dank an alle, die mich inhaltlich und formuliertechnisch bei nachfolgender “Darlegung” supportet haben (Jens, Ralf, Simon, Stefan, Matthias, nochmal Stefan und meine bessere Hälfte, die am Ende noch einige Punkte sprachlich “entschärft” hat). Ohne euch hätte ich das nicht so gut hinbekommen!

Guten Tag Herr xxx,

wie besprochen, sende ich Ihnen im Anhang das noch fehlende Datenblatt der Victron Batterie-Inverter sowie das Zertifikat zum NA-Schutz nach VDE-AR-N 4105. Weiterhin die “Herstellererklärung” von Victron Energy B.V. zwecks “Konformitätsnachweises entsprechend FNN Dokument zum ‘Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz”. Das Einheitenzertifikat nach VDE-AR-N 4105 hatte ich ja bereits gesendet. Frau xxx hat in ihrer E-Mail angemerkt, dass die technischen Datenblätter des Speichers fehlen. Diese hatte ich bereits zugeschickt: “EVE Energy Co., Ltd Product Specification”. Ich denke, damit alle notwendigen Dokumente mitgeteilt zu haben bzgl. installierter Hardware – auf den Batteriespeicher gehe ich weiter unten nochmal detailliert ein. Sofern zusätzlich noch etwas fehlt, bitte ich um kurze Rückmeldung.

Das weiterhin noch fehlende “Speicherschema” befindet sich ebenso im Anhang. Da bereits in 2021 im Rahmen der Anlagenerweiterung auf 24,63 kWp kein zusätzlicher Erzeugungszähler benötigt wurde, gehe ich davon aus, dass der jetzt nachgerüstete Batteriespeicher nichts an dieser Situation ändert. Den “Nachweis für Eigenverbrauch”, den ich in diesem Zusammenhang bereits vergangenes Jahr zur damaligen Anlagenerweiterung übermittelt hatte, sende ich der Vollständigkeit halber nochmal zu. Daran ändert sich durch die jetzt durchgeführte Erweiterung durch den Batteriespeicher ja nichts, da die PV-Anlage weiterhin weniger als 30MWh/a erzeugen kann und damit auch der Eigenverbrauch technisch zwangsläufig unter dieser abrechnungsrelevanten Schwelle bleibt.

Ich habe in der Zwischenzeit versucht Zertifikate bzw. Konformitätserklärungen für die verbaute LiFePo4-Batterie zu bekommen, was aber nicht so einfach ist.

Ich konnte bisher Quellen (Screnshots bzw. pdf-Dokumente anbei) ausfindig gemacht, die zeigen, dass Victron Anlagen mit LiFePo4-Batterien grundsätzlich “kompatibel” sind. Ich stelle mir dabei insgesamt die Frage, warum man dies in diesem Kontext überhaupt belegen muss, da es hier primär auf die technischen Eigenschaften der Zellen ankommt, welche bereits durch das eingereichte Dokument “EVE Energy Co., Ltd Product Specification” ausreichend dargelegt werden. Oder sehe ich hier was falsch?

Quelle 1:

https://www.victronenergy.com/media/pg/MultiPlus_2kVA_230V/de/configuration.html

Quelle 2:
https://www.victronenergy.com/upload/documents/MultiPlus-II_230V/MultiPlus-II___Quattro-II_120V-230V-de.pdf?_ga=2.38642794.836198462.1662366709-481538233.1661765347

Quelle 3:
Herstellererklärung-ESS-120919
https://www.victronenergy.de/upload/documents/Herstellererklärung-ESS-120919.pdf

Quelle 4:
Declaration of Conformity UN38.3
https://www.victronenergy.de/upload/documents/UN-38.3-Transportation-Certificate-12.8V-60Ah-battery-Smart-121219.pdf

Als weiteren Gesichtspunkt möchte ich noch mit einbringen, dass die von mir eingesetzte LiFePo4-Batterien von “EVE Energy” primär in der Automobilindustrie Verwendung finden und hier enorme regulatorische Anforderungen erfüllen müssen. Selbst BMW kauft diese Batterien von “EVE Energy” bereits für seine neuen E-Fahrzeuge:
-https://www.heise.de/news/Elektroauto-Liefervertrag-zwischen-EVE-Energy-und-BMW-ueber-Zellen-unterzeichnet-7222843.html
-https://fundscene.com/bmw-kauft-zylindrische-batterien-auch-von-eve/

Mir ist klar, dass für den Netzbetreiber auf AC-Seite (Niederspannungsnetz) der Batterie-Wechselrichter netzkonform arbeiten muss und alle regulatorischen Anforderungen erfüllen muss, was er laut den übermittelten Victron-Zertifikaten auch tut. Das ist unstrittig und da stimme ich 100% zu.

Gleichwohl stelle ich mir die Frage, aus welchen Gründen es für den Netzbetreiber relevant ist, welche Batteriezellen auf der DC-Seite und damit hinter den zertifizierten Batterie-Invertern arbeiten. Solange diese die technischen Voraussetzungen des Herstellers erfüllen und dies durch einen eingetragenen Elektriker geprüft und in der Anlagenanmeldung bestätigt wurde, scheint mir das für den Netzbetreiber nicht relevant zu sein.

Technisch gesehen sind die Batterien galvanisch getrennt über die Multiplus Batterie-Inverter und nehmen damit nicht an der AC-Seite (am NS-Netz) teil. Das Hoheitsgebiet des Netzbetreibers, in das nicht eingegriffen wird, dürfte sich lediglich auf das NS-Netz beziehen und endet damit am Eingang des Batteriewechselrichters.

D.h. nach meinem Verständnis befindet sich der Gleichspannungsteil nicht im Hoheitsgebiet des Netzbetreibers, sondern des Anlagenbetreibers.

Von meinem Kontakt xxx (Teamleiter EEG- und KWK-Anlagen) von der xxx GmbH ist mir bekannt, dass “Do-It-Yourself” Speicherlösungen zulässig sind und nach individueller Prüfung entsprechend angemeldet werden konnten. Dies unter der Voraussetzung, dass die netzparallel installierte Speicherlösung von einem eingetragenen Elektriker technisch geprüfte und AC-seitig konform betrieben wird. Hierbei werden von der xxx GmbH konzeptionell identische Lösungen ohne ausgewiesene Batteriezertifikate akzeptiert. Sofern Sie den Kontakt herstellen möchten, kann ich Ihnen gerne dessen Telefonnummer mitteilen.

Wenn es hilft, könnte ich zusätzlich auch eine weitere Referenz herstellen zu einem Bekannten, der seine nahezu baugleiche ESS-Anlage mit LiFePo4-Batterien über seinen eingetragenen Elektriker gerade beim bayerischen Netzbetreiber “n-ergie Nürnberg” anmeldet.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Sachlage nochmals verifizieren können, um die Anlage zeitnah anzumelden.

Zudem bitte ich um Rückmeldung zum weiteren Vorgehen, gerne auch telefonisch.

Viele Grüße…

Update: Ich habe die Referenzen jetzt doch nicht – wie anfangs überlegt – namentlich genannt, da die Telefone sonst sicher nicht mehr still stehen dürften. Evtl. ist das auch übertrieben, aber da möchte ich lieber erstmal abwarten, was so passiert. Evtl. entferne ich die “Schwärzung” auch wieder…

Die Antwort des Netzbetreibers

Vorab noch als Info: Einige inhaltliche Punkte im Schreiben sind diskussionswürdig, das ist mir völlig klar. Ich dachte jedoch, dass ich mit diesem “Aufschlag” erstmal eine brauchbare Grundlage für eine weitere Diskussion schaffen kann, ohne gleich eine (zweite) Doktorarbeit zu schreiben…

Naja, jedenfalls kam einen Tag später bereits die Antwort, dass die Anmeldung jetzt ok ist. Puh!

…und habe dann sicherheitshalber doch nochmal nachgehakt, ob damit alles passt und ich ggf. noch eine schriftliche Bestätigung per Post erhalte. Antwort war -> alles passt, kein Schreiben per Post.

Ist jede DIY-Lösung anmeldefähig?

Mit absoluter Sicherheit: NEIN! <rant on> Welche abenteuerlichen Lösungen ich alleine die letzten Wochen auf YouTube mitansehen durfte/musste – da wird einem echt schlecht. Sowas sollte NIEMALS netzparallel oder geschweige denn nur im Inselbetrieb angeschlossen werden (dürfen). Wer da als Zuseher technisch nicht so tief dringesteckt, verteufelt DIY-Anlagen aufgrund solcher “Vorlagen” vielleicht erstmal grundsätzlich und hält das alles generell für “unsicher. <rant off>

Aber: Mein Beispiel zeigt glaube ich ganz gut, dass man mit den Leuten “nur” sprechen muss – wie so oft im Leben. Im Rahmen einer Individualprüfung ist es also durchaus möglich auch eine DIY-Speicherlösung unter bestimmten Voraussetzungen und Beachtung geltender Bestimmungen offiziell beim Netzbetreiber angemeldet zu bekommen.

Next Steps und Tech-Talk

Puh, Thema “Netzanmeldung” erledigt. Als nächstes geht es dann an die Anmeldung bei der Hausratversicherung.

Dazu gibt es am 05.10.2022 ab 20:00 Uhr auch einen “Live Techtalk” auf YouTube zusammen mit dem Victron-Experten Jens von “Meine Energiewende” und Ralf – meinem EEG-Profi, der als Moderator einspringt. Mehr Infos dazu auf dem Channel von “Meine Energiewende” (YouTube-Link).

Individuelle Hilfestellung gewünscht?

Und noch ganz zum Schluss, da vermehrt Fragen in die Richtung gestellt werden:

Sofern ihr generell Hilfestellung zum Thema Victron-ESS sucht, könnt ihr euch direkt an mich wenden – ich supporte im Rahmen meiner IT-Dienstleistungen hierbei gerne.

Ich habe bereits mehrere Anlagen in diesem Kontext beratend begleitet und bspw. auch das Konzept im Rahmen eines Übersichtsschaltplans (wie oben gezeigt) erstellt, welches dann natürlich später bei der Realisierung von einem eingetragenen Elektriker geprüft, abgesegnet, umgesetzt und final abgenommen werden muss. Aber ein passend erarbeitetes und durchdachtes Anlagenkonzept hilft hier meist im Vorfeld bereits enorm…

Eure Erfahrungswerte zur Anmeldung

Vielleicht hat ja auch bereits ein anderer Leser seine Victron-ESS-Anlage mit DIY-Speicher erfolgreich bei seinem Netzbetreiber angemeldet bekommen und ich bin aktuell nicht der Einzige/Erste – denn sonst wären wir fast sofort wieder beim Gliederungspunkt “Darum ist eine Anmeldung des ESS beim VNB so wichtig“.

Ich freue mich jedenfalls auf eine rege Diskussion zu diesem insgesamt doch recht komplexen und vermutlich diskussionsbedürftigen Thema. Insbesondere natürlich auch auf den Austausch mit Lesern, die kurz vor bzw. während der Anmeldung stecken.

50 Kommentare
  1. Hallo Jörg,
    super Artikel! Ich bin gerade auch beim Anmelden und habe Vorab-Gespräche mit dem VNB geführt; Dort war auch die Rede von VDE-AR-E 2510/2; In der Fussnote des Anmeldeformulars ist hierfür folgendes hinterlegt:

    ####
    Wenn der Speicher im Inselbetrieb betrieben wird, sind die Vorgaben der VDE-AE-E 2510-2 einzuhalten. Unter anderem wird in der VDE-AR-E während des Inselbetriebs eine allpolige Trennung vom öffentlichen Netz gefordert. Bitte zeichnen Sie im Übersichtsschaltplan die allpolige Trennung mit ein
    ####

    Nun ist die VDE-AE-E 2510-2 jedoch weitreichender (“…sollen die Sicherheit des Speichers während seines kompletten Lebenszyklus gewährleisten…”) als nur die allpolige Trennung. Frage: War das bei dir auch ein Thema?

    Grüße
    Holger

    1. Hi Holger,
      um die allpolige Trennung kümmert sich ja der Multiplus selbstständig – hat ja ein eigenes Zertifikat dafür.

      Für die Sicherheit des Speichers ist – würde ich mal sagen – das BMS und die Schmelzsicherung zuständig. Dieses spezielle Sicherheitsthema bzgl. Batterie war in meinem Fall aber kein Thema. Es wurde akzeptiert, dass es meim “Bier” ist, da über die zertifizierten Multiplus “abgetrennt” und damit netzseitig unkritisch. Es gibt ja auch andere “Fertigbatterielösungen”, wie bspw. Pylontech, die viele beim ESS nutzen. Wäre mal interessant, ob es hier entsprechende Zertifikate o.Ä. gibt…

      Viele Grüße
      Jörg

  2. Hallo Jörg,
    wieder mal ein super Beitrag, danke! Insbesondere die Auflistung der benötigten Dokumente.
    Und den Satz: “Mein Beispiel zeigt glaube ich ganz gut, dass man mit den Leuten „nur“ sprechen muss – wie so oft im Leben.” unterschreibe ich mit Nachdruck.

    Eine Frage zu dem Übersichtsplan, bitte:
    Im Falle eines Stromausfalls erzeugt der Victron ein Inselnetz und der NA-Schutz trennt.
    Damit nun das Haus versorgt wird muss der HIM408 manuell umgeschaltet werden. Soweit klar.

    In dem Moment ist der SolarEdge-WR nicht mehr mit der Anlage verbunden und es wird im Ersatzstromfall keine Leistung mehr aus der PV bezogen.
    Oder gibt es noch einen weiteren PV-Eingang auf der 48 V-Seite, der nicht dargestellt ist und der von anderen Panels (umsteckbar/umschaltbar?) gespeist wird und somit auch im Ersatzstromfall der Akku geladen wird?
    Ist mein Verständnis soweit korrekt?
    Wenn ja, ist es gewollt, dass die PV im Ersatzstromfall getrennt ist und warum?
    Wenn nein, wo liegt mein Denkfehler?

    Danke und Grüße,
    Thomas

    1. Hi Thomas,
      komplett richtig. Derzeitig ist der AC-seitig angeschlossene PV-Wechselrichter lediglich “netzparallel” installiert. Beim Blackout-Fall bleibt dieser schlicht aus, da ihm die Netzfrequenz etc. fehlt. Mein Plan ist es den PV-Wechselrichter mit an die AC-Out-1 der Multiplus zu klemmen, damit man in einem solchen Fall auch noch die PV-Leistung nutzen kann. Hier ist aber – wie schon oft erwähnt – die “1:1 Factor Rule” (Victron-Link) wichtig. Mein PV-Wechselrichter ballert in der Spitze bis zu 30kW raus. Das müssen die Multiplus – wenn auch nur kurzfristig – verarbeiten können, wenn die Grid wegfällt. Drei der MP5000 schaffen eben nur max. 15kW und keine 30kW. Deshalb müsste ich drei weitere MP5000 nachrüsten (parallel schalten zu den bestehenden drei) oder aber auf drei MP10000 upgraden, die jedoch zumindest aktuell noch keine Zertifizierung für Deutschland haben.

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Hallo Jörg,

      genau das ist derzeit auch mein Thema, da ich PV-seitig einen vergleichbaren Aufbau (19,8kWp an einem SE17K) habe und die MultiPlusse daher „zu klein“ für die Faktor 1 Regel wären. Und 6 Stück sind Overkill. 3 schon eigentlich ;-).

      Wäre es aus deiner Sicht möglich, das zu umgehen, in dem der Inverter grundsätzlich netzparallel läuft, im (länger andauernden) Blackout-Fall aber manuell mittels Lastumschalter auf AC-Out-1 umgeschaltet wird ?

      In dem Fall würde der WR ja im vom MP erzeugten Inselnetz hochfahren und, sollte zu dem Zeitpunkt die Sonne massiv scheinen, könnte von diesem via Netzfrequenzanpassung reguliert werden, ohne dass es einen spontanen Peak gäbe. Wenn der Strom aus dem Netz wieder da ist, wird zurückgeschaltet auf netzparallel.

      Risiko wäre aus meiner Sicht nur, dass man das zurückschalten „vergisst“ und der WR bis zum nächsten Stromausfall weiter auf AC-Out-1 läuft mit den bekannten Auslegungs-Risiken.

      Ich hab mir da bzgl. möglicher Komponenten noch keine genauen Gedanken gemacht, auch nicht bzgl. möglicher Automatisierung/Absicherung dieser Umschaltung, aber so rein logisch müsste das doch passen, oder ?

      Gruß Siebo

    3. Hi Siebo,
      mit dem Gedanken der Umschaltung habe ich auch bereits des Öfteren gespielt. Rein logisch sollte das so schon funktionieren, wie du es vorhast. Evtl. könnte man im “Inselfall” auch einfach noch einen PV-String “kappen”, damit man sicher nicht über die Grenze kommt. Einen passenden “Schalter”, der die hohen Stringspannungen mitmacht, habe ich jedoch noch nicht wirklich gefunden.

      Insgesamt könnte man jedenfalls eine Umschaltung des AC-seitigen PV-Inverters zwischen “netzparallel” und “AC-Out-1” über einen Hager HIM 408 (Affiliate-Link) realisieren. Dann eben händisch. Ein “automatischer” Umschalter in dieser Größenklasse kostet knapp 1k Euro…

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Da sich bei mir vermutlich die Gelegenheit ergibt recht “günstig” auf die 10000er MP aufzurüsten, werde ich persönlich eher diesen Weg einschlagen und eben hoffen, dass Victron dafür auch endlich mal die notwendigen Zertifikate an den Start fährt. Damit das alles dann zusammenspielt, muss ich die Batteriekapazität nochmal erhöhen, aber das hatte ich ohnehin vor. Wird irgendwann ein Ultra-Monster-Setup – so hatte ich mir das ganz am Anfang eigentlich nicht vorgestellt… :DDD

    4. Also ganz ehrlich, der Quatsch der inzwischen bei Amazon steht wenn man irgendwas Technisches kauft ist nicht mehr auszuhalten. Deren Pseudo-KI schustert sowas von Blödsinn zusammen … 24V? Bipolartransistor? 1-Weg-Schalter? Ich würde ja lachen, wenn es nicht so schrecklich wäre.

      Affiliate-Links in allen Ehren und ich gönne Jörg auch die Einnahmen, aber: kauft euren Elektrokram bitte im Fachversand.

    5. @Matthias: Hahaha, das ist echt lustig. Aber du liest ernsthaft die “Produktinformationen” bei Amazonien? Brauchst nur Schuhe bestellen – manchmal stimmen nichtmal da die Eigenschaften – inkl. der Größe… :DDD

    6. Es hat schon seinen Grund, dass ich wenn irgend möglich nicht bei Amazon bestelle. Die “richtigen” Shops geben sich Mühe mit Produktbeschreibungen und so, damit der Kunde das Teil findet das er braucht … nur um es dann bei Amazon für 5% billiger zu bestellen und den Shopbetreiber auf seinen Kosten sitzen zu lassen.

      Das ist nicht nachhaltig.

    1. Habe für Mac OS noch keine vernünftige Software gefunden, deshalb habe ich einfach Keynote (Apple-Pendant zu Powerpoint) genutzt und die Grafiken eben “händisch” gebaut…

      Viele Grüße
      Jörg

  3. Hallo Jörg,
    über Jens bin ich nun auch bei dir gelandet. Ich stecke mitten in der Planung meines ESS-Systemes. Erste Komponenten sind auch schon bestellt. Aktuell macht mir die Anmeldung die meisten Kopfschmerzen. Die Victrontechnik glaube ich verstanden zu haben.
    Da ich in meinem System auf die 8000der gehen muss, habe ich nicht die Zertifikate, die du beschreibst. Aktuell plane ich das NA-Schutzrelay von Ziehl (UFR1001E) einzusetzen und wie im Kapitel 8.6 des Handbuches beschrieben die internen Eingangsrelays der Multiplusse im Fehlerfalle auszulösen. Weiss aber nicht ob das so Zulassungsfähig ist. Hast du da Informationen für mich?
    Schöne Grüße
    Hermann

  4. Habe mein ESS auch selbst angemeldet, Elektriker Unterschrift etc lag vor.
    2 Victron PDFs. Spezifikation FNN Hinweis 2020 , Batteriehersteller : “MeinNachname LifePO4” und dann kam vom VNB: Bitte schicken Sie uns noch die Registrierungsbestaetigung vom Marktstammdatenregister – dann fuegen wir Ihr ESS zum Vertrag hinzu.
    Der groesste Dank geht an meinen Elektriker.

    1. Wo findet man so einen Elektriker, der sich das ganze antut? Machen das die ganz normalen Elektriker betriebe?
      Und was kostet so eine Anmeldung beim Elektriker?

    2. Hi Hindafinga,

      Glückwunsch und danke für dein Feedback! So einfach kann es gehen – wenn der Netzbetreiber mitspielt… Vielleicht magst du ja noch die Info mitteilen, bei welchem VNB du angemeldet hast.

      @Skillerpro:
      Einen passenden Elektriker zu finden, der so ein Projekt begleitet, ist vermutlich das Schwierigste am ganzen Projekt. Sofern Elektriker hier mitlesen und ihre Dienst anbieten möchten, kann ich gerne auch nach und nach eine Liste zusammenstellen und veröffentlichen – vielleicht nach Region gegliedert.

      Kosten lassen sich sicherlich nicht pauschalisieren. Kommt auf die Anzahl der Komponenten an (ein- vs. dreiphasiges Setup, Anzahl der Batterien, etc.) und darüber hinaus auch auf die bestehende Infrastruktur. Muss der Schaltschrank bspw. angepasst/erweitert werden und/oder neue Kabel/Sicherungen installiert und überprüft werden etc.

      Viele Grüße
      Jörg

  5. Hallo Jörg!

    Klasse was Ihr da macht. Bin über den Film auf youtube „Meintechblog.de live im Talk“ auf Euch gestossen. Eine PV Anlage ist schon lange geplant, der Film war jetzt der Anstoss es auch zu versuchen.

    Mein erstes Problem war den geeigneten Elektriker mit den erforderlichen Konzessionen zu finden. Ich bin fündig geworden und hatte auch das erste nette Gespräch. Leider kennt er wohl nur die klassischen PV Wechselrichter die sich abschalten wenn das Licht ausgeht 🙁
    Es ist ihm wohl noch nicht klar, dass Victron ein eigenes Netz hinter dem eigentlichen Netz aufbaut. Es findet eine galvanische Trennung von Eingang und Ausgang statt. Dieser Umstand ist hier Victron typisch und muss erst kommuniziert werden. Ich weiss nicht ob sich hier alle Leser über diese Besonderheit im Klaren sind.

    Ich bin gelernter Energieanlagenelektroniker, allerdings ohne Berufserfahrung. Ich bin dann schlussendlich nach der Ausbildung in die IT gegangen.

    Darf ich dich kurz was zu deiner Anlage fragen, dies ist wohl essentiell damit ich mit „meinem“ Elektroinstallateur die Zulassung auf den Weg bringen kann:

    Wo in deinem Hauptanschlusskasten hast du deine Victrons angeschlossen? Hinter den Vorsicherungen, hinter dem FI oder direkt hinter dem Zähler, mit entsprechenden Sicherungen natürlich? Wie geht es dann bei dir weiter? Die Ausgänge der Victrons haben jeweils einen FI bekommen und dann hast du die Ausgänge in deine Hauptverteilung zurückgelegt?

    Dafür ist ja eine Unterbrechung in deinem Hauptverteilerkasten notwendig. Oder laufen die parallel?

    Gibt es da einen genauen Schaltplan, ich meine nicht den schematischen Plan den du zur Abnahme eingereicht hast, ich meine einen detaillierten Anlagenplan?

    Vielleicht hast du dir auch einen komplett neuen Verteilerschrank gebaut? Ich muss allerdings meinen Verteilerkasten direkt verwenden und mit auskommen was da ist.

    Freue mich schon auf deine Antworten!
    Viele Grüße
    Marc

    1. Hi Marc,
      im Blogpost wird ein Übersichtsschaltplan gezeigt, da solltest du eigentlich automatisch “drüberstolpern” beim Lesen des Artikels – hier siehst du exakt, wie was angeschlossen ist – inkl. Sicherungen. Einzig die “netzseitige” dreiphasige 63A-Sicherung ist dort nicht vermerkt, was ich gerade sehe. Diese ist quasi direkt nach dem “HAK” und vor dem “Kombiableiter” verbaut…

      Bei mir laufen “alle Fäden” im Verteilerschrank zusammen, denn dort habe ich genug Platz. Habe beim Hausbau vor einigen Jahren extra den größten Hagerschrank mit knapp 2×1,4m verbaut. 😀

      Viele Grüße
      Jörg

  6. Danke Jörg für die schnelle Antwort!

    Deinen Übersichtsplan habe ich natürlich gesehen. Der ist leider nur schematisch.

    Auf folgenden Punkt hat mein Elektroinstallateur hingewiesen:
    Für die Leitungsschutzschalter (LS) gelten andere Bedingungen, da der Kurzschlussstrom hinter dem Victron
    geringer ist. Also kann man keine Standard LS verbauen, bzw. die alten müssen ausgetauscht werden.
    Kannst du das bestätigen?

    Weisst du ob man auch einen Victron Quattro II anschließen darf wenn ein separater NA-Schutz davor geschaltet ist, z.B. eine Victron Anti-Islanding Box? Dem Quattro II fehlt ja die Zertifizierung nach VDE-AR-N 4105.

    Vieile Grüße
    Marc

    1. Hi Marc,
      wenn du dein Haus an die AC-Out1 der Multiplus hängst, ist ein zentral vorgeschalteter LS – also direkt nach den AC-Out1 der MP – sinnvoll, der eben unter Berücksichtigung der MP-Leistung (je nach Modell) noch auslösen kann. Alle Haussicherungen zu tauschen, halte ich für wenig sinnvoll, da du ja sicherlich mehrere parallel Sicherungen für dein Haus hast und sich die Leistung dort aufteilt. Wie klein soll dann jede Sicherung sinnvollerweise werden? Es ist auch so, dass die MP im Kurzschlussfall stromlos schalten, sodass die technischen Anforderungen erfüllt sind. Dazu hat Jens von “Meine Energiewende” hier im Kommentar auch schon mal ausführlicher geschrieben. In den Kommentaren davor wird auch darüber diskutiert…

      Zum separaten NA-Schutz beim Quattro kann ich leider nichts zu sagen, sorry. Im Zweifelsfall schauen, welche Zertifikate Victron für den NA-Schutz anbietet und dann vom Elektriker entscheiden lassen, ob das reicht.

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Der Kurzschlussstrom hinter den Multis (im netzbetrieb) ist natürlich geringer, einfach weil der Weg vom Schaltschrank zum Multi, durch dessen Relais und zurück (noch dazu mit eher dünnen Kabeln) einen gewissen Widerstand hat.

      Er sollte aber zum (magnetischen) Auslösen einer stinknormalen B16 auf jeden Fall ausreichen.

      Somit stellt sich die Frage, welche Charakteristik deine Sicherungen haben. Eine B-Sicherung löst beim 4fachen des Nennstroms magnetisch aus (so ungefähr), bei einer C-Sicherung ist es eher das 8fache – also ~130A bei einer C16. Da wird’s dann schon sportlich, bzw. ich hätte Bedenken, ob die Relaiskontakte im Multi das aushalten.

      Insofern ist es schon sinnvoll, bestehende C16-Sicherungen durch B-Typen zu ersetzen. Oder zB eine B16 durch C6, wenn dahinter Geräte mit niedrigem Dauer- aber hohem Einschaltstrom hängen (Hutschienen-Netzteile sind dafür berüchtigt).

      Falls bei dir Licht separat abgesichert ist: LEDs brauchen heutzutage vergleichsweise keinen Strom. Da würde ich schon darüber nachdenken, die Sicherungen kleiner zu dimensionieren. Auch ein durchgehendes LED-Netzteil kann problemlos ein Haus abfackeln …

  7. Hallo, ich habe mir deinen Artikel und deine Zeichnung “Übersichtsschaltplan” angesehen. Folgende Fragen habe ich dazu:
    1. Warum wurde nach den Multiplussen ein Lastumschalter HIM408 mit 80A verbaut? Könnte es nicht auch ein kleinerer (und wahrscheinlich auch günstigerer) HIM404 mit 40A sein?
    2. Auszug aus Installationsanleitung bei Victron (https://www.victronenergy.com/media/pg/MultiPlus-II_GX/de/installation.html) “Der AC-Eingang muss durch eine Sicherung oder einen magnetischen Schutzschalter, der mit 32 A bemessen ist, geschützt werden. Der Kabeldurchmesser muss entsprechend bemessen sein.” Warum hast du dann einen MBN340 mit 40A am AC IN verbaut?
    3. Welchen Sinn hat die Trennstelle mit dem MBN340 nach dem Lastumschalter? Eine Notwendigkeit habe ich in den Anleitungen von Victron nicht gefunden (Eher sogar das Gegenteil: “Der Umrichter enthält einen Netzfrequenz-Trenntransformator. Dies schließt die Möglichkeit von Gleichstrom an allen Wechselstromanschlüssen aus. Es könne von daher RCDs vom Typ A verwendet werden.”) Nach meinem Verständnis ist das auch nicht für die “Abschaltung” der Multiplusse notwendig da dies mit dem Lastumschalter HIM408 unter Umgehung der Multiplusse mit dem Bypass erfolgen kann.
    Vielen Dank für deine Ausführungen.
    PS: Schau dir zwecks Leitungsplan doch mal https://qelectrotech.org/ an. Schöne Software auch unter OSX.

    1. Hi Nils,
      gute Fragen! 🙂

      1. Mein Hausanschluss hat 63A. Habe den Trennschalter so ausgelegt, dass er darüber liegt. Glaube da gibt es sogar einen Faktor von 1,4 oder in dem Bereich, um solche Umschalter überzudimensionieren. Die Leistung werde ich vermutlich niemals erreichen, geschweige denn bei Volllast ausschalten – aber man weiss ja nie. Da der Schalter für eine höhere Leistung ausgelegt ist, sollte er hoffentlich einfach auch etwas länger halten. Und die kleineren vierpoligen HIM-Umschalter von Hager waren jetzt auch nicht unglaublich viel günstiger als das 80A-Modell – zumindest als ich ihn vor mehreren Monaten gekauft hatte.

      2. Der Leitungsquerschnitt (10mm2) gibt es her. Außerdem war das bereits als Vorbereitung für den Upgrade auf die 10000er Multiplus gedacht – da wollte ich nicht nochmal tauschen müssen. Und die 32A-Absicherung wäre hier definitiv zu wenig gewesen – zumal dann auch irgendwann meine PV-Anlage mit max. 30kW-Leistung (wenn auch nur bei Peaks) am AC-Out hängen soll. Und da könnte es sogar mit einer 40A-Sicherung knapp werden.

      3. Den MBN340 könnte ich komplett weglassen, richtig. Direkt neben den Multiplus habe ich jedoch eine kleine Unterverteilung installiert, um dort den AC-Stromfluss Multiplus-seitig “kappen” zu können (werde ich bald auch vorstellen, sobald alles komplett fertig ist). Und da war es für mich einfach naheliegend sowohl AC-In als auch die AC-Out mit je einem LSS vom restlichen Setup an einer zentralen Stelle aus (der Unterverteilung) abtrennen zu können.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Danke auch für den Tipp bzgl. des Tools!

  8. Hey, wie bist du an deinen Elektriker gekommen? Meine Anlage ist soweit fertig und die AC Seite muss noch angeschlossen werden. Ich finde aber keinen Elektriker. Ich habe alle Elektriker im Umkreis von 50 Km angeschrieben und es fliegt eine Absage nach der anderen rein. Entweder werden nur Komplettlösungen angeboten oder Sie wollen das Risiko nicht dafür tragen.

    1. Kenne meinen Elektriker schon viele Jahre und haben vorher schon mehrere Projekte gemeinsam bestritten – u.A. unser gesamtes Smart Home und PV-Installation. Deshalb war das dann unkritisch…

      Vielleicht mal bei Victron nachhaken, ob es eine “Installer”-Liste gibt mit Partnern in deiner Nähe. Oder aber auf Facebook in der Victron-Gruppe nach möglichen Installateuren fragen… Das würde ich jedenfalls versuchen.

      Viele Grüße und Erfolg
      Jörg

  9. Da du ja von Multiplus II – 5000 auf 10000 gewechselt bist , ist dann nicht auch die Zulassung erloschen da die Zertifikate nicht vorhanden sind ?

    Ich finde den Weg mit den 3x 10.000 auch spannend aber im Vergleich zu 6x 5.000 ist ja kein Leistungsvorteil vorhanden . Aber die Zertifizierung.

    Gab es Probleme als du den Austausch gemacht hast von 3×5000 -> 3x 10000 auf Ebene der Verwaltung ?

    1. In Q3 2023 sollen die noch fehlenden Zertifikate durch Victron nachgeliefert werden. Alternativ kann man auch die “Anti-Islanding Box” nachrüsten. Dann passts auch wieder “bis dahin”…

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Hi Markus,
      häng dir mal sechs Stück Multuplus 5k an die Wand. 😂 Ich habe dafür jedenfalls keinen Platz.

      Victron hat versproche. in Q3 die fehlenden Zertifikate für die “großen Modelle” nachzuliefern. Ich werde das deshalb erstmal “aussitzen” und ggf. (temporär) noch ne Anti-Islanding-Box dazwischenbauen, dann ist es auch in der Zwischenzeit netzkonform – auf dem Papier.

      So oder so erfüllen auch die großen Modelle technisch alle Anforderungen, ich persönlich finde das Thema deshalb insgesamt nicht so dramatisch. Ist ja nicht so, dass man auf Nerzseite irgendwelche windigen “Chinabomber”
      verbaut hätte, die nie eine Zulassung erhalten sollten. Victron ist echt ne super Marke, die ich immer mehr zu schätzen lerne.

      Viele Grüße
      Jörg

  10. Hallo Jörg,

    in deinem Schaltplanbild hängt am AC Out zunächst der HIM408 Lastumschalter und erst danach wird das Hausnetz mit einem MBN340 abgesichert.
    Auf einem Bild bei der du deine neue 18s Speicherlösung vorstellst, hast du ein MBN340 jeweils unmittelbar an AC In und AC Out gehängt, der HIM408 ist da nicht zusehen. Hast du den rausgenommen, oder am Hauptschaltschrank anders eingebunden?

  11. Hallo Joerg,
    bin gerade auch dabei mir eine PV-Anlage mit 3x 5000ern, DIY Speicher und Modulwechselrichtern (wegen starker Verschattung (Wald) je nach Tages-/ Jahreszeit( zusammenzustellen
    Du schreibst dass ein Bekannter seine Anlage bei der n-ergie angemeldet hat …
    das ist auch mein Netzbetreiber. Vielleicht hat er – gerne auch per PM – ein paar Tips um Problemen bei der Anmeldung vorzubeugen ?

    1. So bald wie möglich anmelden, FRE bestellen und anschließen, den Elektriker vernünftige Daten in die nervigen Formulare schreiben lassen. (Meiner wusste eh, dass ich keinen Scheiß baue, und hat daher nicht richtig aufgepasst … aber die von der n-Ergie-Netz haben sich gewundert was das soll).

  12. Hallo Herr Dr. Hofmann,
    bin verwundert, da die obige Beschreibung recht gut gemacht ist,
    die MP-II-Installation aber m.E. völlig falsch, um nicht zu sagen, die schlechteste Anordnung im Internet.
    Der mittlere MP nutzt die erwärmte Abluft des unteren zur Kühlung, der Oberste, die erneut erwärmte des 2.
    Dann kommt sicher die Antwort, dass nur dort Platz war. Dann hätte man natürlich die Kabelführung ordentlicher machen sollen und Zusatzlüfter einbauen (quer) !?

  13. Hallo Jörg,
    leider geht dein Link für die Product Spezifikation Eve LF 280 nicht richtig ist.
    Schade, hätte ich auch gebraucht.
    Gruß Jochen

    1. Was geht da nicht bzw. welcher Fehler? Der Download des Dokuments aus dem Blogpost funktioniert bei mir ohne Probleme…

      Viele Grüße
      Jörg

  14. Hallo Jörg!
    Der Link zur Herstellererklärung führt aktuell ins Leere. Man kann das Dokument aber z.B. hier finden: https://www.yachtbatterie.de/media/files_public/ddb0a152ffd06754dd049198be210bb8/Herstellererklärung-ESS-120919.pdf

  15. Hallo Jörg, ich habe von den EVE-Zellen eine CE-Zertifikat für sämtliche ah-Varianten bekommen. Vielleicht brauchst du es, oder deine Mitleser hier, für die zukünftigen Anmeldungen??? Wenn ja, würde ich es dir zukommen lassen. Grüße der Jens

    1. Hi Jenpet,
      danke für dein Angebot! Das Zertifikat habe ich aber bereits von einem anderen Leser per Mail erhalten. Habe ich eben im Blogpost ergänzt. BTW: Nur echt, wenn von “KingKong Jin” unterzeichnet… :DDDD

      Viele Grüße
      Jörg

  16. Hallo Jörg, ich habe da auch ein Problem mit dem Netzbetreiber. Ich habe auch drei Multiplus 8000er. Der Netzbetreiber besteht aber auf die entsprechenden Zertifikate. Hast du genauere Informationen, wann mit den Zertifikaten für >5000 zu rechnen ist? Oder hast du eventuell ein paar Argumente für mich um nochmals mit dem Netzbetreiber zu diskutieren?
    Was ich nicht nachvollziehen kann, ist das der NA-Schutz quasi redundant sein muss. Also die internen des Multiplusses und dann noch einen zusätzlichen zentralen NA-Schutz.

    Auf jedem Falle ein interessantes Thema. Auch wenns gerade ungünstig läuft.

  17. Hallo,

    ist hier vielleicht Jemand der ein ESS System mit dem 18S Eigenbau Akku in Österreich angemeldet bekommen hat?

    Der Victron Generalvertrieb für Österreich sagt, das eine Inbetriebnahme / Abnahme mit Selbstbau Akku genauso nicht möglich ist, wie ohne Batterie!

    Vielen Dank für eure Rückmeldung!

  18. Hallo Jörg,
    Vielen Dank für deine Arbeit und das Teilen deiner Erfahrungen.

    Eine Frage stellt sich mir aktuell: Wann wurde deine Erzeugungsanlage (SolarEdge) angemeldet und wie war das dann bei der Anmeldung deiner MPs? Ab 12 Monaten Abstand gilt das ja dann als Neuanlage. War da bei dir ein zweiter Zähler ein Thema? Mein VNB hat mir nämlich genau dafür ein Formular geschickt. Ich möchte aber natürlich keinen zweiten Zähler sondern meine MPs mit der neuen PV gemeinsam mit der Bestands PV betreiben. Jetzt frage ich mich gerade wie ich dieses Formular ausfüllen muss, damit der VNB nicht auf die Idee kommt einen zweiten Zähler zu setzen. Hat hier jemand schon Erfahrungen mit dieser Thematik gemacht?

    1. Hi Simon,
      den Batteriespeicher habe ich erst über 2 Jahre nach der Erstinbetriebnahme der PV-Anlage angemeldet. Aber war kein Thema beim Netzbetreiber – der Batteriespeicher wurde ja auch in keinster Weise gefördert oder bekommt eine Vergütung oder sonst was…

      Welches Formular du ausfüllen musst, kann ich spontan auch nicht beantworten. Unterscheidet sich je nach Netzbetreiber…

  19. Hallo Zusammen,
    hat es schon jemand geschafft, es bei den Bayernwerken anzumelden?
    Ich bin gerade drüber und falls es eine refernz bei den Bayernwerken geben würde, würde ich warscheinlich bischen leichter tun.

    MfG
    Markus

  20. Hallo Jörg,

    schon viel von Deinen Ideen mitgenommen, Danke!!
    Bin über die Terrassen_PV installation auf Dich aufmerksam geworden, da ich genau das selbe in Gedanken gefasst habe. Allein die Umsetzung steht noch aus.

    Mein Übersichtsschaltplan wird AC-seitig Deinem sehr ähneln (ohne AC -PV). Einzig der LS am AC-IN werd ich auf 50A auslegen.
    Meine Frage ist nun auf den Lastumschalter für den Bypass bezogen. Warum der Hager 40x und nicht wie hier (https://community.victronenergy.com/questions/200230/3-phasen-multiplus-mit-bypass-gibt-es-da-einen-pla.html) diskutiert, einen welcher über vor bzw. nacheilende Neutralleiterkontakte verfügt?

    Beste Grüße
    Tobias

  21. Hi Jörg,
    kommst du mit deinen beiden Anlagen über die 30kW-Grenze (WR-Leistung)?
    Das macht mir nämlich noch derzeit Kopfzerbrechen.
    Habe einen 30kW-WR und möchte einen MP2-5000 parallel mit Speicher anmelden.
    Jetzt stellt sich mir die Frage, ob der VNB einen NA-Schutz verlangen kann.

    BG Rico

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